14.12.2021 Aufrufe

Gemeinde der Zukunft

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EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET<br />

Ein umfassen<strong>der</strong> Ratgeber für Österreichs Kommunen<br />

Lesen Sie die gesamte Kampagne auf landundgemeinde.info<br />

<strong>Gemeinde</strong><br />

<strong>der</strong> <strong>Zukunft</strong><br />

FOTO: DANIEL J. SCHWARZ VIA UNSPLASH<br />

Blackout: Wie eine<br />

Pilotgemeinde für den<br />

Krisenfall vorsorgt<br />

Gut – besser – smart<br />

Wie künstliche Intelligenz und<br />

Automatisierung Stadt und Land<br />

stärker vernetzen<br />

Wachstumsmotor Nachhaltigkeit<br />

Der Megatrend „Nachhaltigkeit“<br />

verspricht <strong>Zukunft</strong>schancen und<br />

wirtschaftlichen Erfolg


2 | Lesen Sie mehr unter landundgemeinde.info<br />

IN DIESER AUSGABE<br />

VORWORT<br />

04<br />

Dr. Daniel Dettling<br />

Der <strong>Zukunft</strong>sforscher über die<br />

Vernetzung von Stadt und Land<br />

FOTO: EDGAR RODTMANN<br />

Städte sind Vorreiter<br />

bei Klimaschutz<br />

und Mobilität<br />

10<br />

Fürstenfeld<br />

Vorsorge für den Krisenfall<br />

13<br />

Tattendorf<br />

Ein Leuchtturmprojekt südlich von<br />

Wien<br />

Project Manager: Christina Karner<br />

Senior Business Developer: Florian Rohm, BA<br />

Content and Production Manager: Viktoria Pisker, BA<br />

Lektorat: Joseph Lammertz Layout: Juraj Príkopa<br />

Managing Director: Bob Roemké<br />

Medieninhaber: Mediaplanet GmbH, Bösendorferstraße<br />

4/23, 1010 Wien, ATU 64759844 · FN 322799f FG Wien<br />

Impressum: https://mediaplanet.com/at/impressum/<br />

Distribution: Der Standard Verlagsgesellschaft m.b.H.<br />

Druck: Mediaprint Zeitungsdruckerei Ges.m.b.H. &Co.KG<br />

Kontakt bei Mediaplanet:<br />

Tel: +43 676 847 785 240<br />

E-Mail: christina.karner@mediaplanet.com<br />

ET: 14.12.2021<br />

Bleiben Sie in Kontakt:<br />

@Mediaplanet Austria<br />

@austriamediaplanet<br />

FOTO: STADTGEMEINDE FÜRSTENFELD<br />

FOTO: C MARKUS WACHE<br />

FOTO: ATTILA MOLNAR<br />

Dr. Thomas<br />

Weninger<br />

Generalsekretär des<br />

Österreichischen<br />

Städtebunds<br />

Ob Österreich die Klimaziele verfehlt o<strong>der</strong> nicht,<br />

steht und fällt mit dem Verkehrsbereich. Hier wird<br />

<strong>der</strong> Bund seine Ziele (Klimaneutralität bis 2040 im<br />

Verkehr) nur erreichen können, wenn es gelingt,<br />

die Städte bestmöglich bei ihren Bemühungen zur<br />

Än<strong>der</strong>ung des Mobilitätsverhaltens <strong>der</strong> Bürger:innen<br />

zu unterstützen.<br />

Denn vieles von dem,<br />

was es braucht, um die<br />

Emissionen drastisch<br />

zu senken, rückt in<br />

<strong>der</strong> Stadt durch Siedlungsdichte,<br />

kürzere Wege und höhere ÖV-Verfügbarkeit<br />

zumindest in die Nähe<br />

des Machbaren.<br />

Der Fachausschuss für Verkehr<br />

des Österreichischen Städtebundes<br />

– nunmehr unter dem neuen<br />

Vorsitzenden Harald Ludwig, Vizebürgermeister<br />

<strong>der</strong> Stadt St. Pölten –<br />

weiß um die Bedeutung dieses<br />

Ressorts. Denn <strong>der</strong> Kampf gegen<br />

den Klimawandel wird in den Städten<br />

entschieden – und hier ganz<br />

konkret im Verkehrsressort.<br />

Die Verkehrsstadträtinnen<br />

und -stadträte sowie Leiter:innen<br />

<strong>der</strong> Verkehrsrechts- und Verkehrsplanungsabteilungen<br />

<strong>der</strong><br />

österreichischen Städte treffen<br />

einan<strong>der</strong> zweimal jährlich, um<br />

als „Fachausschuss für Verkehrsangelegenheiten<br />

des Österreichischen<br />

Städtebundes“ neben dem<br />

fachlichen Austausch auch auf<br />

die bundesweite Verkehrspolitik<br />

gestaltend Einfluss zu nehmen.<br />

Die aktuelle Steuerreform macht<br />

den Städten auch zu schaffen. Mit<br />

dem Klimabonus wird Zersiedelung<br />

belohnt und <strong>der</strong> Staat setzt<br />

völlig falsche Anreize. Es ist ein<br />

Affront gegenüber den Städten,<br />

die sich täglich bemühen, über<br />

hochwertige öffentliche Räume,<br />

städtebauliche Verdichtung und<br />

Ausbau von Öffis und Radwegen<br />

aufzuzeigen, dass klimafreundliches<br />

Mobilitätsverhalten nicht<br />

nur machbar ist, son<strong>der</strong>n auch<br />

Lebensqualität bedeutet. Abgesehen<br />

davon, dass ein Teil <strong>der</strong><br />

Einnahmen aus <strong>der</strong> Kraftstoffbesteuerung<br />

dringend für den<br />

Ausbau gerade dieser umweltfreundlichen<br />

Verkehrsinfrastruktur<br />

benötigt würde.<br />

Wir hoffen daher, dass <strong>der</strong> Bund<br />

den kurioserweise auch noch<br />

„Klimabonus“ genannten Ansatz<br />

in <strong>der</strong> Steuerreform überarbeitet,<br />

und wir hoffen, dass <strong>der</strong> Bund<br />

künftig vorab den Kontakt zu<br />

den Städten sucht, bevor „große<br />

Hebel“ in Bewegung gesetzt<br />

werden. Die Steuerpolitik ist ein<br />

entscheidendes Instrument <strong>der</strong><br />

öffentlichen Hand.<br />

Denn wenn es uns ernst ist mit<br />

den Klimazielen im Verkehrsbereich,<br />

dann müssen die Strategien<br />

von Bund, Län<strong>der</strong>n und Städten<br />

optimal aufeinan<strong>der</strong> abgestimmt<br />

sein und man muss auf Augenhöhe<br />

miteinan<strong>der</strong> reden. Die Hand<br />

<strong>der</strong> Städte ist ausgestreckt – wir<br />

sind gespannt, ob die Einladung<br />

zur Zusammenarbeit angenommen<br />

wird.


MEDIAPLANET | 3<br />

Sponsored by GEM2GO<br />

Gregor<br />

Gollner, BA<br />

So funktioniert digitale<br />

Bürgerkommunikation heute<br />

Ein Interview mit Gregor Gollner<br />

Die Digitalisierung ist in aller Munde und begleitet uns auf Schritt und Tritt. Zur Digitalisierung<br />

gehört in unserer Zeit auch, nützliche und laufend benötigte Infos auf mehreren Kanälen<br />

verfügbar zu machen. Den Weg dorthin beschreitet GEM2GO, eine Plattform für <strong>Gemeinde</strong>n und<br />

Städte zur Kommunikation mit <strong>der</strong>en Bürgerinnen und Bürgern.<br />

FOTO: GEM2GO<br />

Info:<br />

office@ris.at<br />

+43 7252 86186 - 0<br />

RIS.at<br />

GEM2GO.info<br />

Herr Gollner, was genau ist<br />

GEM2GO?<br />

Es handelt sich um Österreichs<br />

größte Plattform für Bürgerkommunikation.<br />

Mehr als 1.100<br />

<strong>Gemeinde</strong>n und Städte in Österreich<br />

nutzen eine o<strong>der</strong> mehrere<br />

Möglichkeiten <strong>der</strong> GEM2GO-Produktpalette.<br />

Dabei versuchen wir,<br />

die Kommunikation <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong><br />

zum Bürger, zur Bürgerin zu digitalisieren.<br />

Die Möglichkeiten dabei<br />

sind barrierefrei und datenschutzkonform.<br />

Am Ende ist es eine<br />

ganzheitliche Kommunikationsplattform,<br />

die Zeit und Geld spart.<br />

Welche Unterstützungen bietet<br />

GEM2GO im täglichen <strong>Gemeinde</strong>prozess?<br />

Über die Plattform können<br />

<strong>Gemeinde</strong>n mithilfe eines einfachen<br />

Content-Management-Systems<br />

(CMS) sämtliche Daten wie Veranstaltungen,<br />

News, Ansprechpersonen<br />

und vieles mehr eingeben,<br />

die dann in den richtigen Kanälen<br />

ausgespielt werden. So wird die<br />

GEM2GO APP, Österreichs größte<br />

<strong>Gemeinde</strong>info- und Service-App,<br />

o<strong>der</strong> auch die <strong>Gemeinde</strong>webseite<br />

befüllt. Die Webseite ist zudem<br />

individuell gestaltbar, sodass jede<br />

<strong>Gemeinde</strong> ihr eigenes Erscheinungsbild<br />

wählen kann. Der GEM2GO<br />

KIOSK ist die digitale Amtstafel.<br />

Alles, was bisher im Schaukasten<br />

aufgehängt wurde, kann jetzt auch<br />

digital verfügbar gemacht werden.<br />

Mit über 50 Kooperationspartnern<br />

können <strong>Gemeinde</strong>n zudem hilfreiche<br />

Schnittstellen bieten, wie<br />

etwa zu Karriere- und Wohnplattformen<br />

o<strong>der</strong> dem Bundeskanzleramt.<br />

Erweiterungen wie die GEM2GO-<br />

Bonuswelt o<strong>der</strong> <strong>der</strong> Vereinsmanager<br />

machen das Angebot dabei noch<br />

attraktiver.<br />

Wie genau kann die GEM2GO-<br />

Bonuswelt Leute dazu bringen,<br />

regional einzukaufen?<br />

Mit <strong>der</strong> GEM2GO-Bonuswelt können<br />

Unternehmen ihren Eintrag auf<br />

<strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong>webseite o<strong>der</strong> in <strong>der</strong><br />

GEM2GO APP um News, Veranstaltungen<br />

und Coupons ergänzen.<br />

Diese Informationen können sie<br />

dabei sogar per Push-Nachricht an<br />

Interessierte ausschicken. So kann<br />

etwa ein Wirt o<strong>der</strong> Händler Son<strong>der</strong>aktionen<br />

vorstellen, von denen<br />

Bürgerinnen und Bürger regional<br />

profitieren.<br />

Sie haben zudem den Vereinsmanager<br />

erwähnt. Was genau<br />

bringt er den Vereinen und für<br />

welche Vereine ist er gedacht?<br />

Vereine können mit dem GEM2GO-<br />

Vereinsmanager ihren Eintrag auf<br />

<strong>der</strong> Webseite und in <strong>der</strong> App um<br />

News und Veranstaltungen ergänzen.<br />

Mitglie<strong>der</strong> und Interessierte<br />

können sich auch hier per Push-<br />

Nachricht erinnern lassen. Vereine<br />

haben also eine kleine Webseite<br />

auf <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong>webseite und in<br />

<strong>der</strong> GEM2GO APP, was beson<strong>der</strong>s<br />

für kleine Vereine ohne eigenen<br />

Webauftritt einen sehr hilfreichen<br />

Service darstellt.<br />

Welchen Nutzen haben letztendlich<br />

die Bürgerinnen und Bürger<br />

durch die GEM2GO APP?<br />

Für Bürgerinnen und Bürger liegt<br />

<strong>der</strong> Vorteil speziell darin, mit<br />

GEM2GO immer am Laufenden zu<br />

bleiben, und für <strong>Gemeinde</strong>n,<br />

Informationen nur einmal eingeben<br />

zu müssen. <strong>Gemeinde</strong>n spielen<br />

zudem Informationen genau zu<br />

jenen Haushalten, die sie betreffen:<br />

Wer etwa seine Wohnadresse<br />

eingegeben hat, erhält automatisch<br />

Updates wie eine Wasserabschaltung,<br />

Straßensperre o<strong>der</strong> die<br />

kommende Müllabholung. Fast jede<br />

zweite <strong>Gemeinde</strong> Österreichs nutzt<br />

die PRO-Version <strong>der</strong> GEM2GO APP.<br />

Mit 4,5 Sternen bei über 10.000<br />

Bewertungen über sämtliche<br />

App-Stores zeigt sich auch, wie<br />

zufrieden unsere Nutzerinnen und<br />

Nutzer sind. Kein Wun<strong>der</strong>:<br />

<strong>Gemeinde</strong>n, Städte und Bürger<br />

bleiben dank GEM2GO stets am Ball<br />

und brauchen nur noch die<br />

GEM2GO APP, um up to date zu<br />

bleiben.<br />

Unsere Partner:


4 | Lesen Sie mehr unter landundgemeinde.info<br />

EXPERTISE<br />

Aus smart wird responsiv:<br />

Wie Technologien Stadt und Land besser machen<br />

„Smart“ ist mehr als Digitalisierung. Künstliche Intelligenz und Automatisierung<br />

können Stadt und Land stärker vernetzen als bislang – und positiv verän<strong>der</strong>n.<br />

Dr. Daniel Dettling<br />

<strong>Zukunft</strong>sforscher<br />

und Keynote<br />

Speaker<br />

FOTO: EDGAR RODTMANN<br />

„Die Menschen machen die Stadt,<br />

nicht die Häuser“, sagte <strong>der</strong><br />

griechische Staatsmann Perikles<br />

vor mehr als 2.000 Jahren, als er<br />

in Athen die Akropolis neu bauen<br />

ließ. Stadt und Land brauchen eine<br />

gemeinsame Vision und gemeinsam<br />

verabredete Ziele darüber, wie<br />

ein gutes Leben auch in <strong>Zukunft</strong><br />

möglich sein kann. Zu den Topthemen<br />

gehören Lebensqualität,<br />

Klimaschutz und Zusammenhalt.<br />

„Smart“ ist eine City o<strong>der</strong> ein<br />

Country, sind Stadt und Land<br />

dann, wenn ihre Einwohner:innen<br />

nicht nur mit Technologien und<br />

Maschinen, son<strong>der</strong>n auch untereinan<strong>der</strong><br />

mit Menschen vernetzt<br />

sind. Technologien wie künstliche<br />

Intelligenz, Big and Smart Data<br />

können dabei helfen, das Beste aus<br />

den beiden Welten <strong>der</strong> Stadt und<br />

des ländlichen Raums zu verbinden.<br />

Die beiden Räume Stadt und<br />

Land werden dadurch lebenswerter<br />

und gesün<strong>der</strong>, Städte werden<br />

dörflich, grün und nachhaltig und<br />

Dörfer urban, mobil und digital.<br />

Vor allem das Jahrhun<strong>der</strong>tprojekt<br />

<strong>der</strong> klimaneutralen Wirtschaft<br />

und Gesellschaft wird die beiden<br />

Räume Stadt und Land enger<br />

zusammenbringen.<br />

Aus smart wird responsiv<br />

Das Konzept <strong>der</strong> technologiegetriebenen<br />

smarten Stadt wird erweitert<br />

und abgelöst von <strong>der</strong> responsiven<br />

Stadt. Statt Technologien miteinan<strong>der</strong><br />

zu verknüpfen, werden<br />

gewonnene Daten öffentlich<br />

zugänglich und bieten allen,<br />

Bürgern und Unternehmen, einen<br />

Mehrwert. Mit dem Zugang zu den<br />

Daten <strong>der</strong> Verwaltung kann je<strong>der</strong>,<br />

Bürger wie Unternehmen, digitale<br />

Anwendungen und Lösungen<br />

entwickeln.<br />

Eine responsive Stadt bindet die<br />

Intelligenz ihrer Einwohner mit<br />

ein. Mo<strong>der</strong>ne Beteiligungsverfahren<br />

machen aus Bürgern, die etwas<br />

verhin<strong>der</strong>n wollen, Bauherren, die<br />

ihre Stadt verän<strong>der</strong>n. Das Leben<br />

während <strong>der</strong> Corona-Pandemie hat<br />

gezeigt, dass es für viele Unternehmen<br />

und Berufe keine Rolle spielt,<br />

von wo sie arbeiten. Das Homeoffice<br />

kann überall stehen. Vor allem<br />

für die Innenstädte ergeben sich<br />

neue Chancen. Aus sozialen und<br />

touristischen Wüsten werden Orte<br />

<strong>der</strong> Begegnung, des Zusammenhalts<br />

und <strong>der</strong> Kreativität. Neuer<br />

Raum entsteht für Start-ups,<br />

Einzelhandel, Kitas und Kultur.<br />

Dr. Daniel Dettling<br />

ist <strong>Zukunft</strong>sforscher<br />

und leitet das von<br />

ihm gegründete<br />

Institut für <strong>Zukunft</strong>spolitik<br />

(zukunftspolitik.de).<br />

Sein aktuelles Buch<br />

heißt: „Eine bessere<br />

<strong>Zukunft</strong> ist möglich.<br />

Ideen für die Welt<br />

von morgen“ (Kösel<br />

Verlag, 20 Euro).<br />

Sponsored by Axandu <strong>Gemeinde</strong>App<br />

Smart vernetzt: Die digitale <strong>Gemeinde</strong> bietet viele Vorteile<br />

Die neue <strong>Gemeinde</strong>App orientiert sich an gelebten Arbeitsprozessen und bringt enorme Arbeitserleichterung.<br />

Daniel Finke Bakk.<br />

techn.<br />

Grün<strong>der</strong> und CFO<br />

Axandu GmbH<br />

office@axandu.com<br />

+43 670 600 500 1<br />

gemeindeapp.at<br />

FOTO: AXANDU/DANIEL WASCHNIG PHOTOGRAPHY<br />

Die Corona-Krise hat<br />

gezeigt, dass nahtlose<br />

Kommunikation an<br />

Bedeutung gewonnen<br />

hat. Fast täglich wird die Bevölkerung<br />

über neue Maßnahmen<br />

informiert. Kommunikationskanäle<br />

wie <strong>Gemeinde</strong>website,<br />

<strong>Gemeinde</strong>zeitung, Flugblatt und<br />

Social Media erfüllen die Anfor<strong>der</strong>ungen<br />

direkter Informationsflüsse<br />

nur bedingt. Die <strong>Gemeinde</strong>App,<br />

die via Push-Nachrichten aktuelle<br />

Meldungen direkt aufs Smartphone<br />

o<strong>der</strong> Tablet <strong>der</strong> Bürger:innen verschickt,<br />

verspricht Abhilfe.<br />

Mit Push-Nachrichten sekundenschnell<br />

informiert<br />

Mittels Push-Nachricht werden<br />

Bürger:innen sekundenschnell<br />

und kostenlos informiert.<br />

Eilmeldungen in Not- und<br />

Ausnahmesituationen wie beispielsweise<br />

Straßensperren und<br />

Hochwasserwarnungen, aber<br />

auch laufende Aktivitäten <strong>der</strong><br />

<strong>Gemeinde</strong> werden schnell und<br />

direkt kommuniziert. Auch lokale<br />

Angebote <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> sind in<br />

die App integrierbar. Kulturträger,<br />

Vereine, Gastronomiebetriebe,<br />

Feuerwehr, Unternehmen und<br />

Interessengemeinschaften können<br />

ihre Veranstaltungen und Aktivitäten<br />

über einen eigenen Zugang in<br />

die App einspeisen.<br />

Smarte Digitalisierung bringt<br />

<strong>Gemeinde</strong>n enorme Arbeitserleichterung<br />

Über ein zentrales Portal werden<br />

<strong>Gemeinde</strong>website, <strong>Gemeinde</strong>App,<br />

Social-Media-Kanäle und die<br />

Digitale Amtstafel miteinan<strong>der</strong><br />

verbunden. Dadurch können<br />

<strong>Gemeinde</strong>mitarbeiter:innen die<br />

Kommunikation, Sichtbarkeit<br />

und Reichweite mehrerer Kanäle<br />

zugleich steuern, bearbeiten und<br />

FOTO: AXANDU/DANIEL WASCHNIG PHOTOGRAPHY<br />

verwalten. Das zentrale Portal kann<br />

zudem mobil, also von unterwegs,<br />

gesteuert werden.<br />

„Wir haben viele Jahre zugehört<br />

und mitgelernt. Dadurch können<br />

wir mit <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong>App reale<br />

Bedürfnisse und Anfor<strong>der</strong>ungen<br />

von <strong>Gemeinde</strong>mitarbeiter:innen<br />

sehr gut abbilden“, bestätigt<br />

Grün<strong>der</strong> Daniel Finke. „Auch <strong>der</strong><br />

Bürgerservice wurde in die App<br />

integriert, sodass Amtswege, wo<br />

möglich, bequem digital erledigt<br />

werden können.“<br />

Das Team von<br />

Axandu, v. l. n. r.:<br />

Grün<strong>der</strong> und<br />

CFO Daniel Finke<br />

Bakk. techn.;<br />

Grün<strong>der</strong> und<br />

CEO Dipl.-Ing.<br />

Christian Polanc;<br />

Grün<strong>der</strong> und<br />

Softwareentwickler<br />

Benedikt<br />

Passini;<br />

Grün<strong>der</strong> und<br />

CTO Raphael<br />

Robatsch


MEDIAPLANET | 5<br />

EXPERTISE<br />

Für Entwicklung und Klima<br />

engagieren, CO 2<br />

-Fußabdruck<br />

verringern und in Projekte<br />

investieren – als <strong>Gemeinde</strong>n<br />

profitieren<br />

FOTO: i STOCK<br />

SELBER ETWAS TUN –<br />

DER ALLIANZ BEITRETEN<br />

allianz-entwicklung-klima.at<br />

Nachhaltige <strong>Gemeinde</strong>n –<br />

größere Chancen<br />

Die Agenda 2030 adressiert ihre 17 Entwicklungsziele, die von<br />

<strong>der</strong> Armutsbekämpfung bis hin zur Klimawende reichen, auch an<br />

kommunale Akteure – an Städte und <strong>Gemeinde</strong>n. Daraus ergeben<br />

sich wichtige <strong>Zukunft</strong>schancen nachhaltiger Entwicklung.<br />

Dr. Markus Bürger<br />

Generalsekretär<br />

Österreichischer<br />

Rat für Nachhaltige<br />

Entwicklung<br />

FOTO: ÖSTER. RAT FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG<br />

Der Megatrend „Nachhaltigkeit“<br />

betrifft<br />

Unternehmen und<br />

Privatpersonen in<br />

gleichem Maße und for<strong>der</strong>t auch<br />

Stadt- und Kommunalverwaltungen<br />

auf, ihre Entwicklungsstrategien<br />

etwa auf nachhaltiges Bauen<br />

und Wohnen, saubere Energien<br />

und den Ausbau <strong>der</strong> öffentlichen<br />

Infrastruktur auszurichten. Dabei<br />

werden unterschiedliche Konzepte<br />

bedient. Innovative Energiewirtschaft,<br />

grüne Investitionen und<br />

neue Formen urbaner Mobilität<br />

prägen das <strong>Zukunft</strong>sbild von Städten<br />

und <strong>Gemeinde</strong>n im Bemühen,<br />

den sozialen und ökologischen<br />

Herausfor<strong>der</strong>ungen unserer Zeit<br />

adäquat begegnen zu können.<br />

Als <strong>Zukunft</strong>strend greift auch die<br />

Digitalisierung in diesem Bereich.<br />

Am Beispiel von Smart-City-Konzepten<br />

wird anschaulich, wie <strong>der</strong><br />

Einsatz zum Beispiel von künstlicher<br />

Intelligenz helfen kann, CO <br />

-<br />

Emissionen einzusparen.<br />

Jedoch müssen auf technische<br />

Innovationen auch soziale folgen.<br />

Dabei ist die Herausfor<strong>der</strong>ung, die<br />

jeweiligen Konzepte mit den Zielen<br />

nachhaltiger Entwicklung, wie sie<br />

in den Sustainable Development<br />

Goals (SDGs) beschrieben sind, zu<br />

verknüpfen, um einen ganzheitlichen<br />

Ansatz für Stadt- und<br />

Sozialraumentwicklung erreichen<br />

zu können. Dies mit dem Ziel, das<br />

Leben <strong>der</strong> Menschen effektiv zu<br />

verbessern und die Umwelt zu<br />

schützen. Die Beteiligung von<br />

Bürger:innen an diesen Prozessen<br />

ist dabei ein wesentliches Kriterium<br />

ihres Erfolgs. Ein wichtiger<br />

Sparringspartner für Städte und<br />

<strong>Gemeinde</strong>n bei dieser Weiterentwicklung<br />

ist ebenso die international<br />

agierende „Allianz für<br />

Entwicklung und Klima in<br />

Österreich“. Sie mobilisiert private<br />

Mittel für die För<strong>der</strong>ung von<br />

nachhaltiger Entwicklung<br />

beziehungsweise internationalem<br />

Klimaschutz und ist auch auf<br />

Ebene <strong>der</strong> Städte und <strong>Gemeinde</strong>n<br />

wirksam. Studien aus diesem<br />

Hause zeigen, dass ebenso<br />

Unternehmen die Verantwortung<br />

haben, mit ihren Produkten<br />

nachhaltiges Handeln zu beschleunigen.<br />

Konzepte <strong>der</strong> ökosozialen<br />

Markt- und Kreislaufwirtschaft, die<br />

das gesamte Ökosystem des<br />

Menschen mitbedenken, können<br />

hierbei wichtige Orientierungshilfen<br />

geben.<br />

FOTO: PRIVAT<br />

Dr. Ramona Maria<br />

Kordesch<br />

Direktorin für<br />

Internationale<br />

Kooperationen &<br />

Entwicklung<br />

Österreichischer<br />

Rat für Nachhaltige<br />

Entwicklung


6 | Lesen Sie mehr unter landundgemeinde.info<br />

EXPERTISE<br />

Mobilität bestimmt,<br />

was eine <strong>Gemeinde</strong> ist<br />

Fußgänger:innen bildeten die <strong>Gemeinde</strong>n. Der Autoverkehr löst ihre Strukturen<br />

von innen und außen auf. Eine Einleitung zum Thema <strong>Gemeinde</strong> und Mobilität.<br />

Em. O. Univ. Prof. DI<br />

Dr. techn.<br />

Hermann<br />

Knoflacher<br />

Techniker,<br />

Zivilingenieur im<br />

Forschungsbereich<br />

Verkehrsplanung<br />

und Verkehrstechnik,<br />

TU Wien<br />

FOTO: FOTOSTUDIO HUGER<br />

Mobilitätsdiskussionen werden<br />

nahezu immer von einem festen<br />

Blick in die <strong>Zukunft</strong> bestimmt, mit<br />

<strong>der</strong> Erwartung einer Fortsetzung<br />

des Gewohnten. In <strong>der</strong> Realität<br />

befinden sich die <strong>Gemeinde</strong>n seit<br />

Mitte des letzten Jahrhun<strong>der</strong>ts in<br />

einem Verän<strong>der</strong>ungsprozess wie<br />

nie zuvor. Sie verlieren ihre lokalen<br />

Wirtschaftsstrukturen und stehen<br />

im Konkurrenzkampf, <strong>der</strong> über<br />

Einwohnerzahlen und Finanzausgleich<br />

geführt wird. Ihre einstigen<br />

über Jahrhun<strong>der</strong>te eingerichteten<br />

territorialen Grenzen werden mit<br />

<strong>der</strong> Raumwirkung des optimierten<br />

Autoverkehrs bedeutungslos,<br />

Strukturen, die nicht an den Raum<br />

gebunden sind, entstehen. Es<br />

gibt mehr Verlierer als Gewinner,<br />

wenn <strong>der</strong> öffentliche Raum den<br />

Menschen, die Fußgänger:innen<br />

sind, entzogen wird, innen die<br />

Wi<strong>der</strong>stände zunehmen und nach<br />

außen hin abnehmen – dank<br />

billiger Energie und bestehen<strong>der</strong><br />

verkehrsbezogener Bauordnungen.<br />

Die Folgen des durch die rasche<br />

allgemeine Motorisierung geradezu<br />

explodierenden Aufwandes für<br />

öffentliche und individuelle räumliche<br />

Mobilität wurden nicht nur<br />

nicht erkannt, son<strong>der</strong>n finanziell<br />

und organisatorisch geför<strong>der</strong>t.<br />

Wer aus <strong>der</strong> Vergangenheit nicht<br />

lernt, kann die Gegenwart nicht<br />

verstehen und die <strong>Zukunft</strong> nicht<br />

gestalten. Das gilt auch für die<br />

<strong>Gemeinde</strong>n. Dies führt zur Frage,<br />

warum es in Österreich bei einer<br />

Landfläche von rund 84.000<br />

Quadratkilometern zu rund 2.100<br />

<strong>Gemeinde</strong>n (heute) kam. Der<br />

Mittelwert <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong>fläche<br />

beträgt rund 40 Quadratkilometer<br />

und ergibt, wenn man sich diese als<br />

Kreis vorstellt, einen Radius von<br />

3,6 Kilometern – eine Stunde<br />

Gehzeit für Menschen. Da die Wege<br />

nicht gerade sind, entsprechend<br />

mehr, was zur Siedlungsbildung<br />

zwingt, weil die regelmäßigen<br />

Tageswege im Durchschnitt bei<br />

weniger als acht Minuten liegen. Bei<br />

einer Geschwindigkeit von 36<br />

Stundenkilometern mit dem Pkw<br />

sind das 4,8 Kilometer, womit die<br />

mittleren <strong>Gemeinde</strong>grenzen<br />

mühelos überschritten sind. Bei 60<br />

Stundenkilometern, im ländlichen<br />

Bereich leicht möglich, sind das acht<br />

Kilometer. In einem <strong>der</strong>art fluiden<br />

System ergeben sich ideale Möglichkeiten<br />

für die großen Beutegreifer<br />

unserer Zeit – die Konzerne –<br />

<strong>Gemeinde</strong>n zu erpressen.<br />

FOTO: UNSPLASH/STEPHAN SEEBER<br />

(Die Auflösung zum Schil<strong>der</strong>-Rätsel: 1b, 2c, 3b, 4a, 5b, 6c)


MEDIAPLANET | 7<br />

Beschil<strong>der</strong>ung aus<br />

nachhaltigen Materialien –<br />

wegweisend in die <strong>Zukunft</strong>!<br />

Elke Kaltenhauser<br />

Geschäftsführerin<br />

ITEK<br />

FOTO: PRIVAT<br />

Seit über 150 Jahren werden<br />

Verkehrszeichen und Beschil<strong>der</strong>ungen<br />

aus Aluminium hergestellt.<br />

In Zeiten extremer Wetterereignisse<br />

und des Klimawandels<br />

stellt sich die Frage: Ist dieses<br />

CO2-intensive und klimaschädliche<br />

Material noch zeitgemäß?<br />

Zusätzlich zu <strong>der</strong> hohen CO2-Belastung<br />

werden beim Abbau von Bauxit<br />

– dem Rohstoff von Aluminium<br />

– große Waldflächen gerodet. Im<br />

Produktionsprozess fällt außerdem<br />

umweltgefährden<strong>der</strong> Klär- und<br />

Rotschlamm an. Rund sieben<br />

Prozent des Energiebedarfs im<br />

Industriesektor werden nur für<br />

das Schmelzen von Aluminium<br />

benötigt. Daher sind wir davon<br />

überzeugt: Aluminium sollte nur<br />

dort eingesetzt werden, wo es<br />

unumgänglich ist.<br />

Im Beschil<strong>der</strong>ungsbereich bieten<br />

wir eine Alternative: natürliche,<br />

nachwachsende Materialien mit<br />

Hightech-Funktionen<br />

In unserer nachhaltigen Beschil<strong>der</strong>ungslinie<br />

Ecoguide ersetzen<br />

wir den Aluminiumkörper durch<br />

Bambus und verwenden im<br />

Befestigungsbereich den Werkstoff<br />

Accoya – ein spezielles Holz mit<br />

beson<strong>der</strong>s langer Lebensdauer. Sie<br />

profitieren daher nicht nur von<br />

einer natürlichen Optik und <strong>der</strong><br />

Vermeidung von Hitzeinseln,<br />

son<strong>der</strong>n beson<strong>der</strong>s durch die hohe<br />

CO2-Einsparung. Ob Leitsysteme,<br />

Rad-/Wan<strong>der</strong>wege, Verkehrszeichen<br />

o<strong>der</strong> sonstige Beschil<strong>der</strong>ung:<br />

Die Experten von ITEK Verkehrsund<br />

Beschil<strong>der</strong>ungstechnik<br />

weisen Ihnen gerne den ökologischen<br />

Weg!<br />

Lesen Sie mehr<br />

unter<br />

ecoguide.co.at<br />

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ITEK<br />

Testen Sie Ihr Schil<strong>der</strong>wissen!<br />

Ist Ihre Führerscheinprüfung schon ein paar Jahre her, aber Sie halten sich trotzdem noch für einen Profi?<br />

Beweisen Sie es, indem Sie mindestens 5 Verkehrsschil<strong>der</strong> korrekt benennen!<br />

1. 2. 3.<br />

a) unbeschrankter Bahnübergang<br />

b) beschrankter Bahnübergang<br />

c) Achtung, Zoo<br />

a) Kreisverkehr<br />

b) Fahrverbot (in eine Richtung)<br />

c) Fahrverbot (in beide Richtungen)<br />

a) Motorradstrecke<br />

b) Fahrverbot für Motorrä<strong>der</strong><br />

c) Helmpflicht<br />

4. 5. 6.<br />

a) Mindestgeschwindkeit 30 km/h<br />

b) Maximalgeschwindkeit 30 km/h<br />

c) 30 Jahre alte Straße<br />

a) Krankenhaus<br />

b) Erste Hilfe<br />

c) Grenzübergang zur Schweiz<br />

a) Eiskratzer<br />

b) Notrufstelle<br />

c) Pannenhilfe<br />

(Die Auflösung finden Sie auf Seite 6.)<br />

FOTOS: SHUTTERSTOCK


8 | Lesen Sie mehr unter landundgemeinde.info<br />

EXPERTISE<br />

Nachhaltigkeit:<br />

Wachstumsmotor<br />

im Tourismus<br />

Nachhaltigkeit hilft nicht nur <strong>der</strong> Umwelt, son<strong>der</strong>n<br />

verspricht auch nachhaltigen wirtschaftlichen<br />

Erfolg. Allerdings werden wir im Tourismus alle<br />

umdenken müssen.<br />

Wir bekommen es hautnah<br />

mit: Die Welt dreht sich<br />

immer schneller. Viele<br />

unserer bestehenden Geschäftsmodelle<br />

und Strategien werden<br />

obsolet. Auch im Tourismus sind<br />

wir auf <strong>der</strong> Suche nach einer neuen<br />

DNA für unsere künftige Wachstumsstrategie.<br />

In <strong>der</strong> Kombination<br />

aus Nachhaltigkeit und Digitalisierung,<br />

aus „Nature & Tech“, könnte<br />

die Lösung liegen.<br />

Start-ups, das Digital-First-Business<br />

und auch Regierungen auf <strong>der</strong><br />

ganzen Welt möchten einen langfristigen<br />

Erfolg mit Nachhaltigkeit<br />

erzielen. Das sind schon mal gute<br />

Nachrichten. Eine intakte Natur ist<br />

die Grundlage für den langfristigen<br />

touristischen Erfolg. Und nachhaltige<br />

Lösungen braucht es auch<br />

im Kampf gegen den Klimawandel.<br />

Damit diese Win-win-Situation<br />

auch eintritt, müssen wir radikal<br />

neu denken. Viele Touristiker:innen<br />

tun das bereits. Und das zeigt<br />

sich in zahlreichen Projekten.<br />

In <strong>der</strong> Region Wil<strong>der</strong> Kaiser zum<br />

Beispiel unterstützt eine eigene<br />

Web-App dabei, die Attraktionen<br />

zu finden, die man bequem ohne<br />

eigenes Auto erreichen kann – die<br />

FOTO: PRIVAT<br />

FOTO: PRIVAT<br />

Reinhard Lanner<br />

CDO Österreich<br />

Werbung<br />

Dennis Pregesbauer<br />

Projektleiter bei<br />

NETA und Lektor<br />

für Digital Marketing<br />

in Tourism an <strong>der</strong><br />

FHWien <strong>der</strong> WKW<br />

Linienbusse in <strong>der</strong> Region können<br />

mit <strong>der</strong> regionalen GästeCard kostenlos<br />

benutzt werden. Ein schönes<br />

Beispiel aus dem Bereich Mobilität<br />

ist auch die „ummadum“-App, die<br />

umweltfreundliche Fortbewegung<br />

belohnt. Egal ob man zu Fuß geht,<br />

mit dem Rad in die Arbeit fährt<br />

o<strong>der</strong> Menschen mit seinem Auto<br />

mitnimmt: Jedes Mal sammelt<br />

man in <strong>der</strong> App Bonuspunkte, die<br />

sich bei großen heimischen Handelspartnern<br />

einlösen lassen.<br />

Und dann sind da noch die<br />

sozialen Aspekte. Digitale Prozessunterstützung<br />

befreit Menschen von<br />

Routinearbeiten. Mitarbeiter:innen<br />

können sich den Gästen widmen,<br />

statt Formulare auszufüllen.<br />

AI-unterstützte Software und<br />

In-Ear-Devices helfen, Sprachbarrieren<br />

abzubauen. Plus: Echtzeitmessungen,<br />

zum Beispiel über die<br />

Handyanbieter, ermöglichen Gästestromlenkung<br />

und helfen, Balanced<br />

Tourism zu sichern.<br />

Fazit: Digitalisierung ist auch im<br />

Tourismus eine große Chance. Für<br />

Nachhaltigkeit, für neue Services<br />

dank digitaler Möglichkeiten – und<br />

für unsere Geschäftsmodelle <strong>der</strong><br />

<strong>Zukunft</strong>.<br />

FOTO: FLORIAN HAUN VIA UNSPLASH


MEDIAPLANET | 9<br />

Sponsored by Schiefer Rechtsanwälte<br />

Die <strong>Gemeinde</strong> <strong>der</strong> <strong>Zukunft</strong><br />

Wie man mit Vergaberecht die <strong>Gemeinde</strong>n und Regionen voranbringen kann.<br />

Eine hohe Lebensqualität,<br />

echte Nachhaltigkeit,<br />

viel Innovationskraft<br />

und eine starke Region,<br />

das sind die Ziele <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong>n.<br />

Wie kann man das aus <strong>der</strong><br />

Perspektive des Vergaberechts<br />

vorantreiben – vor allem im<br />

Schatten <strong>der</strong> Corona-Krise?<br />

Die <strong>Gemeinde</strong>n und die<br />

öffentliche Verwaltung spielen für<br />

eine Neuausrichtung hin zu einer<br />

lebenswerten, ökologischen und<br />

innovativen <strong>Gemeinde</strong> eine entscheidende<br />

Rolle. Die <strong>Gemeinde</strong><br />

kann die nötigen Impulse geben,<br />

einen Aufschwung lostreten und<br />

ankurbeln. Die Ausschreibungen<br />

von heute sind die Projekte von<br />

morgen und die Infrastruktur von<br />

übermorgen. Das schafft nachhaltig<br />

Wert und sichert Wertschöpfung<br />

in <strong>der</strong> und für die <strong>Gemeinde</strong>.<br />

Wie kann man mit Ausschreibungen<br />

gestalten? Können Vergabeverfahren<br />

als Lenkungsinstrumente<br />

eingesetzt werden?<br />

Die Beschaffung ist ein durch<br />

und durch strategisches Tool.<br />

Entwicklungen nehmen hier<br />

ihren Ausgang. Es können Trends<br />

gestartet werden. Das ist gerade<br />

jetzt von enormer Bedeutung.<br />

Wir müssen uns alle die Frage<br />

stellen: Wie soll unsere <strong>Gemeinde</strong><br />

post Corona aussehen? Welche<br />

Ziele gilt es zu verfolgen? Wachstum<br />

allein ist zu wenig. Wir<br />

haben eine Klimakrise, die die<br />

Entschei<strong>der</strong> mittlerweile sehr<br />

ernst nehmen. Diese Herausfor<strong>der</strong>ungen<br />

kann man mit dem<br />

Vergaberecht nehmen. Man kann<br />

die Kreislaufwirtschaft forcieren,<br />

Nachhaltigkeit einfor<strong>der</strong>n o<strong>der</strong><br />

<strong>der</strong> Regionalität mehr Bedeutung<br />

zukommen lassen.<br />

Aber heißt Regionalität,<br />

dass man Scheuklappen<br />

aufsetzt und das provinzielle<br />

Denken unterstützt?<br />

Ganz im Gegenteil. Wir brauchen<br />

eine starke Region und wir müssen<br />

sie för<strong>der</strong>n. Wir geben mit öffentlichen<br />

Aufträgen regionalen, lokalen<br />

Unternehmen die Chance, sich weiterzuentwickeln,<br />

das Geschäft auf<br />

eine neue Ebene zu heben. Damit<br />

werden unsere Unternehmen international<br />

wettbewerbsfähig. Das ist<br />

regionale Wertschöpfung.<br />

Was gilt es zu tun?<br />

Die <strong>Gemeinde</strong> hat eine bedeutende<br />

Rolle als Zugpferd und<br />

Gestalter. Wir können die Ökologisierung<br />

vorantreiben, die Regionalität<br />

unterstützen, innovativen<br />

Ideen und Unternehmen Chancen<br />

geben. Es gibt Platz für Innovationsgeist<br />

und mutiges Handeln.<br />

Die neuen Werte Klimaschutz,<br />

Nachhaltigkeit und Regionalität<br />

sind das Fundament für jede<br />

<strong>Gemeinde</strong>, die in <strong>der</strong> Standortfrage<br />

ganz vorne stehen möchte.<br />

FOTO: MEDWED-PEOPLE<br />

Mag. Martin Schiefer<br />

Rechtsanwalt und<br />

Vergaberechtsexperte<br />

Lesen Sie mehr<br />

unter<br />

schiefer.at


10 | Lesen Sie mehr unter landundgemeinde.info<br />

EXPERTISE<br />

v.l.n.r.: Robert Pendl (Technischer<br />

Betriebsleiter Stadtwerke FF), DDI<br />

Dr. Franz Friedl (Direktor Stadtwerke<br />

FF), Bürgermeister Franz Jost,<br />

Stadtrat DI Christian Schandor,<br />

Ing. Adolf Meier (Leiter Bauamt<br />

Stadtgemeinde Fürstenfeld), ADir<br />

Karl Kaplan (Leiter Gebäudeverwaltung<br />

Stadtgemeinde Fürstenfeld),<br />

Feuerwehrkommandant OBR<br />

Gerald Derkitsch<br />

FOTO: STADTGEMEINDE FÜRSTENFELD<br />

„Mittendrin und Miteinan<strong>der</strong>:<br />

Gemeinsam sind wir Stadt“ –<br />

auch in <strong>der</strong> Krise<br />

Fürstenfeld ist eine Stadt mit 8.655 Einwohner:innen in <strong>der</strong> südöstlichen Steiermark im<br />

politischen Bezirk Hartberg-Fürstenfeld, hat eine Größe von 5.038 Hektar und besteht aus<br />

den Katastralgemeinden Fürstenfeld, Altenmarkt, Speltenbach, Stadtbergen, Übersbach,<br />

Ebersdorf, Hartl und Rittschein.<br />

Die Stadt liegt auf 276<br />

Meter Seehöhe, die<br />

Entfernung nach<br />

Graz beträgt 56<br />

Kilometer und nach<br />

Wien 156 Kilometer. Fürstenfeld<br />

ist eine mo<strong>der</strong>ne Einkaufsstadt<br />

mit einem großen Branchenmix<br />

und die Modehauptstadt <strong>der</strong><br />

südöstlichen Steiermark inmitten<br />

einer sehenswerten und historischen<br />

Altstadt.<br />

Die <strong>Gemeinde</strong> ist die erste<br />

Anlaufstelle für die Bevölkerung,<br />

und <strong>der</strong> Bürgermeister ist zugleich<br />

<strong>der</strong> erste behördliche Einsatzleiter<br />

im Falle einetr Katastrophe. Ein<br />

Großteil <strong>der</strong> Bewältigung eines<br />

Blackouts wird auch auf dieser<br />

Ebene erfolgen müssen, da mit<br />

einer Hilfe von „außen“ nicht o<strong>der</strong><br />

nur sehr eingeschränkt zu rechnen<br />

ist. Bei einem Blackout handelt<br />

es sich um einen weitreichenden<br />

Strom- sowie gleichzeitigen<br />

Infrastrukturausfall.<br />

Im Auftrag des Bürgermeisters<br />

habe ich als Stadtrat gemeinsam<br />

mit den Stadtwerken, den verantwortlichen<br />

Abteilungsleitern <strong>der</strong><br />

Stadtgemeinde Fürstenfeld, dem<br />

Servicecenter <strong>der</strong> Stadtgemeinde<br />

und dem Kommandanten <strong>der</strong><br />

Freiwilligen Feuerwehr Fürstenfeld<br />

einen Katastrophenschutzplan<br />

erarbeitet. Dieser soll zur Verbesserung<br />

<strong>der</strong> vorbeugenden Maßnahmen<br />

im Falle eines Blackouts<br />

beitragen. Durch eine möglichst<br />

frühzeitige Information sollen die<br />

erfor<strong>der</strong>lichen und zweckmäßigen<br />

organisatorischen Schutzmaßnahmen<br />

gesetzt werden, um<br />

potenzielle Schäden infolge eines<br />

weitreichenden Infrastrukturausfalls<br />

zu vermin<strong>der</strong>n.<br />

Dabei ist die autonome<br />

Handlungsfähigkeit des kommunalen<br />

Krisenmanagements<br />

sicherzustellen und lebenswichtige<br />

Einrichtungen und<br />

Versorgungsleistungen für eine<br />

Notversorgung <strong>der</strong> Bevölkerung<br />

sind aufrechtzuerhalten.<br />

Wir haben daher den Schwerpunkt<br />

in <strong>der</strong> Aufrechterhaltung <strong>der</strong><br />

Wasser- und Abwasserversorgung<br />

gesetzt. Darüber hinaus hat sich<br />

die Arbeitsgruppe Blackout in <strong>der</strong><br />

<strong>Gemeinde</strong> intensiv mit den Themen<br />

Sicherheits- und Krisenkommunikation,<br />

Selbsthilfestützpunkte,<br />

Verpflegungsbereitstellung, Lebensmittelnotversorgung<br />

und Gesundheitsnotversorgung<br />

beschäftigt.<br />

Parallel zur Bearbeitung wurden<br />

bereits die ersten Schritte beziehungsweise<br />

Vorsorgemaßnahmen<br />

innerhalb <strong>der</strong> Stadtgemeinde Fürstenfeld<br />

eingeleitet und umgesetzt.<br />

Eine ganz entscheidende Rolle<br />

zur Bewältigung eines solchen<br />

Zwischenfalls spielt die Eigenverantwortung<br />

<strong>der</strong> Bevölkerung. Ohne<br />

entsprechende Vorsorgen (Eigenbevorratung)<br />

und Nachbarschaftshilfe<br />

wird es sehr schwer werden,<br />

einen Blackout zu meistern.


MEDIAPLANET | 11<br />

Sponsored by ÖVGW<br />

Trinkwasserversorgung bei<br />

Blackout: Österreich gut gerüstet<br />

Ein möglicher Blackout wirft auch Fragen zur Trinkwasserversorgung im Krisenfall auf. Wie sicher<br />

ist es, dass während eines flächendeckenden Stromausfalls weiterhin frisches Trinkwasser in hoher<br />

Qualität aus <strong>der</strong> Leitung kommt, und welche Vorsorgemaßnahmen sind zu treffen?<br />

Wolfgang<br />

Nöstlinger<br />

Vizepräsident ÖVGW<br />

FOTO: ÖVGW<br />

In Österreich sorgen rund<br />

5.500 Trinkwasserversorger –<br />

von großen Wasserwerken<br />

bis zu regional organisierten<br />

Wassergenossenschaften –<br />

für eine reibungslose und sichere<br />

Versorgung mit Trinkwasser. Die<br />

Art <strong>der</strong> Trinkwasserversorgung ist<br />

landesweit durch die unterschiedlichen<br />

topografischen Gegebenheiten,<br />

von <strong>der</strong> pannonischen<br />

Tiefebene über alpines Hochgebirge<br />

bis hin zu Seenlandschaften,<br />

sehr vielfältig. Entsprechend divers<br />

sind auch die Vorkehrungen für<br />

einen möglichen Blackout in den<br />

Regionen.<br />

Was jede:r Einzelne zur Vorsorge<br />

tun kann<br />

Aufgrund dieser regionalen<br />

Unterschiede – von Quellen bis zu<br />

Brunnen, von großen urbanen<br />

Versorgern bis zu regionalen<br />

FOTO: SHUTTERSTOCK<br />

WIEN<br />

Genossenschaften – appelliert<br />

Nöstlinger an die Eigenverantwortung<br />

<strong>der</strong> Bürger:innen und<br />

empfiehlt: „Informieren Sie sich<br />

direkt in Ihrer <strong>Gemeinde</strong> o<strong>der</strong> bei<br />

Ihrem Wasserversorger. Dieser<br />

kann Ihnen genau sagen, was im<br />

Falle eines Blackouts in Ihrem<br />

jeweiligen Versorgungsgebiet<br />

genau geschieht und welche<br />

Maßnahmen zur Vorsorge<br />

getroffen wurden.“<br />

Wiener Wasser fließt aus den steirisch-nie<strong>der</strong>österreichischen<br />

Alpen im natürlichen Gefälle ohne eine<br />

Pumpe bis in die Stadt. Das bedeutet, dass das Wiener<br />

Wasser ohne Strom nach Wien fließt. Das Wiener<br />

Stadtgebiet liegt größtenteils topografisch tiefer als<br />

die Wasserbehälter, sodass die Wasserversorgung<br />

mithilfe <strong>der</strong> Schwerkraft erfolgt. Dies gilt ebenso für<br />

viele gebirgige Regionen Österreichs.<br />

WELS<br />

An<strong>der</strong>s ist die Lage im Alpenvorland, etwa in Wels.<br />

Hier muss das Trinkwasser aus Brunnen gepumpt<br />

werden, um zu den Haushalten zu gelangen. Wolfgang<br />

Nöstlinger, Vorstandsdirektor <strong>der</strong> Welser eww<br />

Gruppe und ÖVGW-Vizepräsident sowie Sprecher<br />

im Wasserfach: „Hier in Wels sorgen wir mittels<br />

Notstromaggregaten vor. So können wir die zentrale<br />

Trinkwasserversorgung im Falle eines Blackouts<br />

aufrechterhalten.“ Auch viele kleine Wasserversorger<br />

sind mit solchen Notstromaggregaten ausgestattet.<br />

FOTO: STADT VILLACH<br />

VILLACH<br />

Wie<strong>der</strong> an<strong>der</strong>s sorgt man im Süden Österreichs vor:<br />

Das Wasserwerk <strong>der</strong> Stadt Villach hat ein „Wassermobil“<br />

entwickelt, mit dem im Krisenfall energie- und<br />

witterungsunabhängig die Trinkwasserversorgung<br />

für einzelne Netzbereiche, Objekte, Gewerbebetriebe<br />

usw. aufrechterhalten werden kann.<br />

FOTO: DUALPIXEL<br />

Lesen Sie mehr<br />

unter:<br />

trinkwasseroester<br />

reich.at<br />

ovgw.at


12 | Lesen Sie mehr unter landundgemeinde.info<br />

Sponsored by Familie & Beruf Management GmbH<br />

FOTO: ADOBE STOCK<br />

Familienfreundlichkeit<br />

lohnt sich –<br />

für den Standort und<br />

die Bürger:innen<br />

Familienfreundlichkeit lohnt sich. Ob Arbeitnehmer:innen o<strong>der</strong> Arbeitgeber,<br />

Bürger:innen, jung o<strong>der</strong> alt, alle profitieren von familienfreundlichen Maßnahmen.<br />

Die Zertifizierung<br />

familienfreundlichegemeinde<br />

ist<br />

ein nachhaltiger,<br />

kommunalpolitischer<br />

Prozess für österreichische<br />

Städte, Marktgemeinden<br />

und <strong>Gemeinde</strong>n mit dem Ziel, in<br />

Workshops und durch aktive Bürgerbeteiligung<br />

familienfreundliche<br />

Maßnahmen in den <strong>Gemeinde</strong>n<br />

zu verankern. Nach erfolgreichem<br />

Abschluss des Zertifizierungsprozesses,<br />

<strong>der</strong> europaweit als Vorzeigebeispiel<br />

gilt, wird die <strong>Gemeinde</strong><br />

mit dem staatlichen Gütezeichen<br />

ausgezeichnet.<br />

Eine rezente Studie im Auftrag<br />

<strong>der</strong> Familie & Beruf Management<br />

GmbH hat gezeigt, dass in zertifiziert<br />

familienfreundlichen <strong>Gemeinde</strong>n<br />

das Bevölkerungswachstum<br />

stärker und auch die Erwerbsquote<br />

höher war als in nicht zertifizierten<br />

<strong>Gemeinde</strong>n. Die Maßnahmen und<br />

Projekte, die von familienfreundlichen<br />

<strong>Gemeinde</strong>n durchgeführt<br />

werden, sind umfassend und<br />

generationsübergreifend.<br />

Die Vorteile <strong>der</strong> Zertifizierung<br />

liegen auf <strong>der</strong> Hand:<br />

• Aktive Beteiligung aller<br />

Generationen<br />

• Familienfreundliche <strong>Gemeinde</strong>n<br />

haben eine nachweislich<br />

höhere Erwerbsquote<br />

• Das Bevölkerungswachstum<br />

ist in familienfreundlichen<br />

<strong>Gemeinde</strong>n stärker<br />

• Ansiedelung statt Abwan<strong>der</strong>ung<br />

• Erhöht die Attraktivität<br />

<strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong> als<br />

Wirtschaftsstandort<br />

• Schafft Wettbewerbsvorteile als<br />

Tourismusdestination<br />

• Erhöht die Lebensqualität für<br />

Bürger:innen<br />

• Auszeichnung mit staatlichem<br />

Gütezeichen<br />

• Positives Image nach innen und<br />

außen<br />

• Familienbewusstsein wird<br />

langfristig in <strong>der</strong> <strong>Gemeinde</strong><br />

verankert<br />

• Passgenaue und individuelle<br />

Lösungen für alle Generationen<br />

Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses<br />

werden Maßnahmen und<br />

regionale Investitionsprojekte auf<br />

kommunaler Ebene bestimmt. Die<br />

<strong>Gemeinde</strong>n haben die Möglichkeit,<br />

sich bei <strong>der</strong> Umsetzung landesspezifisch<br />

finanziell unterstützen<br />

zu lassen, für unterschiedlichste<br />

Verwendungszwecke.<br />

Bisher haben über 570 und<br />

somit rund 27 Prozent aller<br />

österreichischen <strong>Gemeinde</strong>n an<br />

<strong>der</strong> Zertifizierung teilgenommen.<br />

Es profitieren also über als<br />

2,7 Millionen Österreicher:innen<br />

von den familienfreundlichen<br />

Maßnahmen. Im Rahmen <strong>der</strong><br />

Zertifizierung können <strong>Gemeinde</strong>n<br />

auch das UNICEF-Zusatzzertifikat<br />

„Kin<strong>der</strong>freundliche<br />

<strong>Gemeinde</strong>“ erwerben. Es werden<br />

Maßnahmen in speziellen<br />

kin<strong>der</strong>rechtsrelevanten Themenbereichen<br />

gesetzt. Diese Initiative<br />

ist Teil <strong>der</strong> weltweiten „Child<br />

Friendly Cities Initiative“ von<br />

UNICEF. Über 270 <strong>Gemeinde</strong>n<br />

haben das Zusatzzertifikat<br />

absolviert.<br />

Werden Sie Teil dieser<br />

familienfreundlichen<br />

Gemeinschaft<br />

und nutzen Sie die<br />

daraus resultierenden<br />

Vorteile für alle<br />

Beteiligten! Mehr<br />

Informationen finden<br />

Sie unter:<br />

familieundberuf.at


MEDIAPLANET | 13<br />

EXPERTISE<br />

FOTO: ATTILA MOLNAR<br />

v.l.n.r.: AR GR Martin Aschauer, Vorstandsvorsitzen<strong>der</strong><br />

GR Christian Mesterhazi,<br />

AR Vorsitzen<strong>der</strong> GR Walter Schwarz<br />

Thermenstrom –<br />

ein Leuchtturmprojekt<br />

in Europa<br />

Südlich von Wien, mitten in <strong>der</strong> Thermenregion, liegt die<br />

e5-<strong>Gemeinde</strong> Tattendorf. Die Umweltgemeinde zählt mit ihren<br />

1.500 Einwohner:innen zu den eher kleinen <strong>Gemeinde</strong>n in<br />

Nie<strong>der</strong>österreich.<br />

Text GR Christian Mesterhazi


14 | Lesen Sie mehr unter landundgemeinde.info<br />

Dennoch o<strong>der</strong> gerade deshalb<br />

möchte Tattendorf –<br />

Mitglied <strong>der</strong> „Klimaund<br />

Modellregion<br />

Ebreichsdorf“ – zu den Vorreitern<br />

im Klima- und Umweltschutz gehören<br />

und einen wichtigen Beitrag<br />

zur Energiewende 2020 bis 2030<br />

leisten. „Die Idee schwirrt schon<br />

lange in unseren Köpfen rum“, so<br />

Energie- und Umweltgemein<strong>der</strong>at<br />

Christian Mesterhazi. Nun wird das<br />

Projekt „Energieautarkes Klimabündnis<br />

e5-<strong>Gemeinde</strong> Tattendorf<br />

schaft Thermenstrom eGen“ beitreten<br />

wird.<br />

Die Klimabündnisgemeinde ist<br />

Mitte Oktober in die „Champions<br />

League“ <strong>der</strong> energieeffizienten<br />

<strong>Gemeinde</strong>n aufgestiegen. Mit <strong>der</strong><br />

Teilnahme am „e5-Programm für<br />

energieeffiziente <strong>Gemeinde</strong>n“<br />

bekennt sich die <strong>Gemeinde</strong> aktiv<br />

zur Erreichung <strong>der</strong> Klimaziele<br />

und stellt sich dem nationalen wie<br />

internationalen Vergleich.<br />

Die „EEG Thermenstrom eGen“<br />

ist die erste Erneuerbare-Ener-<br />

Eine Energiegemeinschaft bietet<br />

uns allen die Möglichkeit, Teil<br />

<strong>der</strong> Energiewende zu werden<br />

und im Einklang mit den<br />

Nachhaltigkeitsprinzipien unserer<br />

Region zu stehen.<br />

zu speichern, zu verbrauchen und<br />

zu vermarkten, um somit regionale<br />

Wertschöpfung zu steigern sowie<br />

Kosten und CO <br />

zu reduzieren.<br />

Thermenstrom wird damit zu<br />

einem Leuchtturmprojekt für ein<br />

emissionsfreies Europa.<br />

„Eine Energiegemeinschaft<br />

bietet uns allen die Möglichkeit,<br />

Teil <strong>der</strong> Energiewende zu werden<br />

und im Einklang mit den Nachhaltigkeitsprinzipien<br />

unserer<br />

Region zu stehen“, betont Christian<br />

Mesterhazi, Vorsitzen<strong>der</strong> <strong>der</strong><br />

Genossenschaft. „Wir bauen auf<br />

regionale Energiequellen, auf die<br />

wir uns verlassen können. Das<br />

garantiert Sicherheit und sichert<br />

regionale Wertschöpfung im Einklang<br />

mit <strong>der</strong> Natur. Die Stromversorgung<br />

wurde schon vor über 100<br />

Jahren in ebensolchen regionalen<br />

Netzwerken gewährleistet. In<br />

diesem Sinne geht es zurück zum<br />

Ursprung. Eines ist aber sicher,<br />

regionaler Ökostrom von und<br />

für Bürgerinnen und Bürger ist<br />

CO <br />

-frei.“<br />

Leonore<br />

Gewessler<br />

Bundesministerin<br />

für Klimaschutz,<br />

Umwelt, Energie,<br />

Mobilität,<br />

Innovation und<br />

Technologie<br />

bis 2030“ in die Tat umgesetzt.<br />

Auf regionaler Ebene herrscht<br />

euphorische Aufbruchsstimmung.<br />

Der <strong>Gemeinde</strong>rat hat einstimmig<br />

beschlossen, dass die e5-<strong>Gemeinde</strong><br />

Tattendorf <strong>der</strong> Energiegenossenschaft<br />

als initiatives und fe<strong>der</strong>führendes<br />

Gründungsmitglied <strong>der</strong><br />

„Erneuerbaren Energiegemein-<br />

FOTO: THOMAS LENGER<br />

gie-Gemeinschaft in Österreich,<br />

die nach dem im Parlament und<br />

im Bundesrat beschlossenen<br />

Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz<br />

(EAG), gemeinsam mit dem<br />

Österreichischen Genossenschaftsverband,<br />

gegründet wurde. Ziel<br />

<strong>der</strong> Energiegenossenschaft ist,<br />

Ökostrom gemeinsam zu erzeugen,<br />

Die Idee<br />

schwirrt<br />

schon lange in<br />

unseren Köpfen<br />

rum.<br />

Klimaschutzministerin Leonore<br />

Gewessler würdigte die „Erneuerbare<br />

Energiegemeinschaft<br />

Thermenstrom eGen“ anlässlich<br />

ihres Besuches <strong>der</strong> e5-<strong>Gemeinde</strong><br />

Tattendorf. In ihrer Rede zeigte<br />

sich BMin Gewessler sehr erfreut,<br />

dass nun die im EAG geschaffenen<br />

Grundlagen für die Gründung von<br />

Energiegemeinschaften in<br />

Tattendorf umgesetzt werden.<br />

Weiters betonte die Ministerin, es<br />

brauche Pioniere wie die Grün<strong>der</strong><br />

<strong>der</strong> EEG Thermenstrom, um<br />

diesem guten Beispiel folgend viele<br />

weitere Energiegemeinschaften<br />

entstehen zu lassen. Sie zeigte sich<br />

auch überzeugt, dass Energiegemeinschaften<br />

einen enorm<br />

wichtigen Baustein zur Erreichung<br />

<strong>der</strong> Klimaziele des Pariser Klimaabkommens<br />

darstellen werden.


MEDIAPLANET | 15<br />

Sponsored by Kommunalkredit Austria AG<br />

<strong>Zukunft</strong> braucht Infrastruktur<br />

Bernd Fislage<br />

CEO und Vorstandsvorsitzen<strong>der</strong><br />

<strong>der</strong><br />

Kommunalkredit<br />

Lesen Sie mehr<br />

unter:<br />

kommunalkredit.at<br />

FOTO: PETRA SPIOLA<br />

In Zeiten, in denen eine globale<br />

Gesundheitskrise unseren<br />

Alltag bestimmt und breiten<br />

medialen Nie<strong>der</strong>schlag findet,<br />

rutschen an<strong>der</strong>e Themen in den<br />

Hintergrund. Die Mo<strong>der</strong>nisierung<br />

und Realisierung von Agenden<br />

wie <strong>der</strong> Digitalisierung, das Vorhandensein<br />

und Funktionieren<br />

relevanter Gesundheits- und<br />

Betreuungsinfrastruktur sowie eine<br />

gesicherte Energieversorgung sind<br />

daher von umso größerer Bedeutung.<br />

Und: Kein Thema wird die<br />

kommenden Jahrzehnte so sehr<br />

prägen wie die Energiewende –<br />

Stichwort Green Deal.<br />

Finanzielle Spielräume erweitern<br />

Die Finanzierung von Infrastrukturprojekten<br />

hat sich in den<br />

vergangenen Jahren signifikant<br />

verän<strong>der</strong>t. Der finanzielle Spielraum<br />

<strong>der</strong> öffentlichen Hand ist<br />

aufgrund <strong>der</strong> Staatsverschuldung<br />

und <strong>der</strong> Haushaltsobergrenzen<br />

limitiert. Auf kommunaler Ebene<br />

stellen sinkende Ertragsanteile und<br />

fehlende Kommunalsteuereinnahmen<br />

die <strong>Gemeinde</strong>haushalte vor<br />

große Hürden. Die ausverhandelten<br />

<strong>Gemeinde</strong>rettungspakete sind<br />

ein bedeuten<strong>der</strong> Eckstein in <strong>der</strong><br />

Wie<strong>der</strong>belebung des wirtschaftlichen<br />

Motors. Die Zusammenarbeit<br />

zwischen dem öffentlichen und<br />

privaten Sektor muss intensiviert,<br />

deutlich mehr privates Kapital<br />

mobilisiert werden.<br />

Auf <strong>Gemeinde</strong>ebene gibt es zahlreiche<br />

Themen, die wir gemeinsam<br />

realisieren können: Schließen wir<br />

rasch die bestehenden Lücken<br />

<strong>der</strong> Digitalisierung im Land.<br />

Bündeln wir den Finanzbedarf<br />

für Investitionen beispielsweise<br />

über Zweckgesellschaften. Stärken<br />

wir den regionalen Nahverkehr<br />

und schaffen wir Alternativen für<br />

CO <br />

-armen Antrieb. Nutzen wir<br />

Freiflächen auf unseren Dächern<br />

für Photovoltaik.<br />

Als langjähriger Partner <strong>der</strong><br />

<strong>Gemeinde</strong>n und Städte können wir<br />

als Spezialbank für Infrastrukturund<br />

Energiefinanzierungen wichtige<br />

Impulse setzen, um die wirtschaftliche<br />

Schlagkraft <strong>der</strong> öffentlichen<br />

Hand zu erhöhen. Unsere jüngste<br />

Errungenschaft: Gemeinsam mit <strong>der</strong><br />

eww Gruppe stellen wir Photovoltaik-<br />

Aufdachanlagen zur Verfügung –<br />

ohne Investitionskosten für den<br />

Kunden. „So leisten wir einen<br />

nachhaltigen Beitrag zu den<br />

österreichischen und europäischen<br />

Klimazielen, denn durch Aufdachphotovoltaik<br />

werden ansonsten<br />

brachliegende beziehungsweise<br />

ungenutzte Flächen umweltfreundlich<br />

genutzt“, so Kommunalkredit-<br />

CEO Bernd Fislage.<br />

Photovoltaik in Österreich auf einen Blick<br />

• In Österreich liegt die mittlere jährliche Sonneneinstrahlung bei 1.000 kWh pro Quadratmeter<br />

• Dies entspricht einer Energiemenge von 100 Litern Öl<br />

• Diese Energiemenge reicht aus, um auch bei uns mit effizienten Solaranlagen einen<br />

erheblichen Anteil Strom und Wärme aus Sonnenkraft zu erzeugen<br />

• Würde man auf 3 % <strong>der</strong> Fläche Österreichs Photovoltaikmodule installieren, könnte man<br />

bereits den Energiebedarf Österreichs zu 100 % decken<br />

FOTO: NUNO MARQUES VIA UNSPLASH<br />

• Derzeit kann bereits 2,2 % des österreichischen Strombedarfs aus Photovoltaik-Anlagen<br />

gedeckt werden<br />

Quellen: Bundesverband PHOTOVOLTAIC AUSTRIA, Fraunhofer ISE 2015, SolarPower Europe 2016, Die Welt 2015


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Mit unseren maßgeschnei<strong>der</strong>ten Photovoltaik-Anlagen<br />

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daran: ganz ohne Eigeninvestition und Risiko. Sie stellen<br />

lediglich Ihr Dach zur Verfügung und wir machen den Rest.<br />

So einfach ist das.<br />

eww.at | kommunalkredit.at

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