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FineTobacco[+] 04|21

FREUDE AM LEBEN, SPASS AM GENUSS

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finetobacco

FREUDE AM LEBEN. SPASS AM GENUSS.

[+]

04 | Dezember 2021 | Januar | Februar 2022 | 5,- €

DAS SMOKING JACKET

GUT ANGEZOGEN

RAUCHEN

ZIGARRE

Robusto · The

Queen of Rankings

PFEIFENTABAK

Neue

Genusswelten

SPIRITUOSEN

Whisk(e)y – weltweite

Lovestory


EDITORIAL

FÜR ALLE soll es

ROTE ROSEN regnen!

Liebe Leserinnen und Leser,

Abschied, Neuanfang, Mut und Durchhalten.

Das sind die aktuellen Begleitungen

und Herausforderungen

unserer Zeit. Die Alt-Kanzlerin verabschiedete

sich mit einer beachtenswerten

Musikauswahl beim Großen

Zapfenstreich, der neue Bundeskanzler

überraschte mit neuen Tönen. Die

gesamte Politik sucht sich in Verträglichkeit,

Machbarkeit und Zukunftsorientierung.

Eine mehr als spannende

Zeitaufnahme, eine Zeit des Umbruchs

und der Hoffnungsfindung. Auch eine

Zeit für Emotionen. Mit dem Hildegard

Knef Lied „Für mich soll es rote Rosen

regnen“ hat Angela Merkel den Nerv

der Gesellschaft getroffen und ich

möchte gerne an dieser emotionalen

Botschaft anknüpfen. Gestatten Sie mir

einige persönliche Worte zu uns allen.

In den vergangenen achtzehn Monaten

wurden Generationen abgeholt.

Abgeholt vom Glauben an unendliches

Wachstum, Wohlstand und Unversehrtheit.

Wir sind alle gerne in das

Leben des Problemlosen eingetaucht

und haben Vorlieben, Genuss und Lust

zelebriert. Gut so. Wie schwer es aber

ist, Besitzstandswahrung aufzugeben,

das erleben gerade viele. Die Gastronomie

steht vor dem Konkurs, erlesene

Gourmet-Tempel rechnen mit dem

Schlimmsten. Kultur und die Künstlerschar,

unzählige Beschäftigte dieser

Branchen fürchten sich. Nicht vor dem

Virus, sondern vor den Konsequenzen.

Wir alle spüren das. Und wir alle

schauen bedrückt, ohne wirklich etwas

dagegen unternehmen zu können.

Ich denke, dass wir alle die Herausforderung

annehmen sollten. Ja, es ist

ungewohnt, es ist schwierig und es ist

gänzlich neu. Aber genau darin liegt

die Chance. Eine Chance für alle! Wir

lernen hoffentlich, was echte Solidarität

und gesellschaftliche Verantwortung

bedeuten. Wir hören bitte auf,

unsere Gemeinschaft zu spalten. Wir

lassen uns impfen, wir helfen anderen.

Und wir interessieren uns für Dinge,

die wir vormals allzu gerne delegiert

haben. Wir bringen uns einfach mal

selbst ein. Wir sind Menschen mit

Sinn für Genuss und Lebensfreude.

Wir können wunderbar mitwirken.

Sorgen wir doch gemeinsam dafür,

dass unsere Gesellschaft wieder eine

Gemeinschaft wird. Keine Ausgrenzung,

sondern Einladung. Stehen wir

ein für den wunderbaren Fachhandel.

Stehen wir ein für die zauberhafte

Genusswelt in Bars und Restaurants.

Unterstützen wir Kunst und Kultur.

Ja, wir stehen für die schönen Dinge

im Leben. Eine edle Zigarre, eine

wunderbare Pfeife mit dem Duft der

Tabakwelt, das Glas Rotwein oder

die besonders gute Spirituose nach

einem Gaumenschmaus aus eigener

Küche oder im Lieblingsrestaurant.

Das ist nicht dekadent, sondern völlig

verständliche Lust auf Genuss. Dafür

muss man sich keinesfalls entschuldigen.

Das enthebt aber niemanden,

sich für elementare Dinge des Lebens

einzusetzen. Wir haben in den vergangenen

Monaten schmerzlich gelernt,

wie wichtig Gesundheit, Anteilnahme

und Gemeinsinn sind. Nehmen wir

das in die Zukunft mit. Stehen wir also

auch für die Sorgen und Nöte anderer

ein, die es wirklich schwer haben.

Engagieren wir uns gemeinsam, damit

es „für alle rote Rosen regnet“. Ich bin

überzeugt, dass jede und jeder etwas

dazu beitragen kann.

Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes

Weihnachtsfest, einen fantastischen

Jahreswechsel und ein gutes,

gesundes und erfolgreiches 2022.

FINE TOBACCO freut sich auf viele weitere

gemeinsame Momente mit Ihnen.

In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich

und wünsche viel Lesevergnügen mit

dieser Ausgabe

Ihr

Bodo Meinsen

Verleger FINE TOBACCO

FineTobacco[+] 04·2021 3


INHALT

56-57

Kikis Reisenotizen

IM SCHOSS VON

PACHAMAMA

06-09

CIigar Lounges

THE ART OF SMOKING

18-21

Titelstory

GUT ANGEZOGEN

RAUCHEN

26-29

Top-Tabak-

Fachgeschäfte

stelen sich vor

10-17

Magazin

DAS KALEIDOSKOP

GUTEN GESCHMACKS

36-39

Serie Manufakturen

HAVANNA, STADT

DER ZIGARREN NO. 24

68-70

Treffpunkte

«BRANDY, SUSHI,

SCHOKOLADW»

4

FineTobacco[+] 04·2021


IMPRESSUM

64-67

Neue Genusswelten

zum Jahresende

INHALT

FineTobacco[+ ] 04|21

40-55

Die Robusto-Gala

THE QUEEN

OF RANKINGS

HERAUSGEBER + VERLEGER

Bodo Meinsen

VERLAG

MMM Medien Marketing Meinsen

Inhaber: Bodo Meinsen

Chiemseering 11

D-85551 Kirchheim bei München

Tel.: +49(0)89-90 52 90 72

Fax: +49(0)89-90 52 90 73

Redaktion: Der Genussverlag

Heinz Putschies

Schurichstraße 19.

D-81247 München

Tel.: +49(0)89-74 26 01 24

Fax: +49(0)89-90 52 90 73

CHEFREDAKTEUR

Bodo Meinsen (V.i.S.d.P.)

meinsen@genussverlag.com

ART-DIRECTION

Heinz Putschies

putschies@genussverlag.com

MITARBEITER DIESER AUSGABE

Kiki Baron, Mark Horyna, Jens Meyer,

Michael Peter, Claudia Puszkar, Stephan Rack,

Elmar Schalk, Wolfgang Specht

BILDREDAKTION

Heinz Putschies

putschies@genussverlag.com

FOTOGRAFEN DIESER AUSGABE

Studio Jan Roeder, Mark Horyna

Titelfoto:

BOWN OF LONDON

58-62

Raucherportrait

GROUCHO MARX

REDAKTIONSASSISTENZ

Petra Meinsen

ANZEIGENLEITUNG

Bodo Meinsen

VERTRIEB & ABONNEMENT-BESTELLSERVICE

MMM Medien Marketing Meinsen

Fax: +49 - (0)89 - 90 52 90 73

E-Mail: petra@medien-marketing-meinsen.de

DRUCK:

KASTNER AG das medienhaus

Schlosshof 2-6, D-85283 Wolnzach

30-35

Whisk(e)y

EINE WELTWEITE

LOVESTORY

ABONNEMENT-JAHRESBEZUGSGEBÜHR:

20,00 Euro (4 Ausgaben)

Anzeigenpreisliste auf Anfrage.

Alle Rechte vorbehalten. FINE TOBACCO[+] und

alle darin enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich

geschützt.

Eine Verbreitung ist nur mit ausdrücklicher

Genehmigung des Verlages zulässig. Für

unverlangt eingesandtes Text- und Bildmaterial

wird keine Haftung übernommen.

FineTobacco[+] 04·2021 5


SMOKING•ROOMS

the art of

SMOKING

Wunderbarer Rauchgenuss in Zürich – die Stadt Zürich

gehört seit vielen Jahren zu den Top Städten mit der höchsten

Lebensqualität weltweit. In dieser Ausgabe wollen wir Ihnen zwei

besondere Genussoasen mit den schönen Fumoirs vorstellen.

STORCHEN ZÜRICH

LIFESTYLE BOUTIQUE

HOTEL

Weinplatz 2

CH-8001 Zürich

Tel.: +41 44 227 2727

E-Mail: info@storchen.ch

6

FineTobacco[+] 04·2021


STORCHEN ZÜRICH

Das Hotel Storchen liegt am romantischen

Weinplatz im Herzen der

Zürcher Altstadt. Direkt vor dem Haus

fließt die Limmat vorbei und nur ein

paar Schritte entfernt befinden sich

der Paradeplatz, die Bahnhofstrasse,

das Fraumünster mit den prächtigen

Chagall-Fenstern. In den verwinkelten

Gassen rund ums Hotel finden sich

zahlreiche attraktive Einkaufsmöglichkeiten.

GASTLICHKEIT SEIT MEHR

ALS 660 JAHREN

Paracelsus hat ihn gekannt, Grimmelshausen

hat hier gewohnt,

Richard Wagner war im «Storchen»

zu Gast: Seit mehr als 660 Jahren

kennt man die Gastlichkeit des

«Storchen». Der bekannte Autor John

Irving hat den «Storchen» in «Das

Zirkuskind» und «Witwe für ein Jahr»

verewigt.

DIE CIGAR BAR BIETET

ZIGARRENGENUSS PUR

Hier darf man sich gerne Zeit für erlesenen

Rauchgenuss lassen und wird

direkt aus der Bar der Lounge mit

erlesenen Getränken verwöhnt. Der

Humidor bietet mit rund 30 verschiedenen

Zigarren aus diversen Ländern

eine wunderbare Bandbreite - ein

Hauch Kuba, eine Prise Barbados:

Lautlos kringeln sich aromatische

Rauchzeichen zur Decke hoch – das

ist Savoir-vivre mitten in Zürich.

FineTobacco[+] 04·2021 7


SMOKING•ROOMS

the art of

SMOKING

AMERON ZÜRICH

BELLERIVE AU LAC

Utoquai 47, CH-8008 Zürich

Tel.: +41 44 244 42 42

8

FineTobacco[+] 04·2021


FUMOIR IM AMERON ZÜRICH

BELLERIVE AU LACH

Das traditionsreiche Haus wurde in

den 1920er Jahren im Art déco Stil

erbaut und ist heute eines der bekanntesten

4 Sterne-Hotels der Stadt.

Nach aufwendiger Renovierung im

Frühjahr 2021 erstrahlt das Bellerive

au Lac als AMERON Zürich nun

in neuem Glanz. Es präsentiert sich

im Stil der Goldenen 1920er Jahre,

kombiniert mit zeitgemäßem Design.

Dadurch schafft der neue „Place to

be“ ein Ambiente, das klassisch elegant

und gleichzeitig entspannt und

herzlich ist. 61 Zimmer und Suiten

bieten Gästen einen besonderen Komfort

und eröffnen einen herrlichen

Blick auf die Stadt oder den See – hier

trifft urbaner Lifestyle auf mediterranes

Flair.

Das AMERON Zürich Bellerive au Lac

befindet sich in bester Lage an der

malerischen Uferpromenade des

Zürichsees und ist nur wenige Gehminuten

vom Sechseläutenplatz mit

dem Opernhaus und der berühmten

Bahnhofsstrasse entfernt. Damit ist

das Hotel der ideale Ausgangspunkt

um Zürich zu entdecken – bei einer

Geschäftsreise oder einem City Trip.

FineTobacco[+] 04·2021 9


MAGAZIN

K@L€IdO∫KØP

Für Ihren Genuss gesammelt:

Cigarren, Hochprozentiges und Neuigkeiten...

Romeo y Julieta Wide

Churchill-Reisehumidor

In einer virtuellen Veranstaltung

präsentierte Habanos S.A. in dieser

Woche einen neuen Reisehumidor

der Marke ROMEO Y JULIETA. Er

ist gefüllt mit 20 Stück der überaus

beliebten Romeo y Julieta Wide

Churchills, einem Format, das aus

dem Stand zum Liebling vieler Aficionadas

und Aficionados wurde.

Die Cigarren sind hier, im Unterschied

zur Standardserie, zusätzlich

mit einem dritten Ring am Fuß

versehen.

Je zehn Stück der Wide Churchills

sind im Unter- sowie im Oberteil

des Reisehumidors untergebracht.

Ein passives Befeuchtungssystem

sorgt für die Befeuchtung der Cigarren.

Die Kontrolle der Relativen

Luftfeuchtigkeit im Humidor ermöglicht

ein von außen ablesbarer

Hygrometer.

Der Humidor ist in weißes und rotes

Leder mit farblich abgesetzten

Nähten eingeschlagen – den typischen

Farben der traditionsreichen

Habanosmarke Romeo y Julieta.

Auf dem Deckel ist die Vista der

Marke mit der berühmten Balkonszene

abgebildet.

Der Romeo y Julieta Wide Churchill-Reisehumidor

wird exklusiv

für Duty Free und Travel Retail angeboten,

einem Kanal der für Habanos

besonders im asiatisch-pazifischen

Raum und im Mittleren Osten

eine große Bedeutung hat. Der Zeitpunkt

des Verkaufsstarts und der

Preis des Humidors wurden noch

nicht mitgeteilt.

www.5thAvenue.de

Exklusiv für Duty Free und Travel Retail

10

FineTobacco[+] 04 ·2021


VILLIGER gibt bekannt:

Auch im neuen Jahr 2022 erhalten

unsere Partner im Fachhandel

wieder kostenfrei einen besonderen

Wandkalender.

Diesmal wurden ausgesuchte Bilder

einer brasilianischen Malerin in

Verbindung mit jeweils einer VILLI-

GER HANDMADE Cigarrenmarke auf

hochwertigem Untergrund gedruckt.

Rozana Dos Santos, geboren 1965

in Mar de Espana, Minas Gerais, Brasilien,

kam 1985 nach Deutschland.

Etwa Mitte der 1990er Jahre begann

sie zu malen und zeitgenössische

Kunst zu produzieren. Frau Dos Santos

lebt in der Region Waldshut –

Tiengen in Südbaden#

Der VILLIGER-Kunstkalender 2022 beinhaltet

gesamt mit dem Deckblatt 16 bedruckte Seiten.

Die Maße: Höhe 59 cm / Breite 16 cm

»Die Freiheit, das eigene Leben zu

leben, authentisch zu sein, Konventionen

zu brechen und reine Freude am

Leben, das symbolisieren die Bilder

von Rozana Dos Santos.«

Heinrich Villiger

Plantation Rum

Spirituosen-Innovation “

Plantation Rum verleiht seinem legendären

und preisgekrönten Stiggins‘

Fancy Pineapple eine aromatische

Wendung und reift ihn in ehemaligen

Teeling Single Malt Irish Whiskey-Fässern

für eine unverwechselbare und

köstlich rauchige Note.

Der Stiggins‘ Fancy Pineapple ist

das perfekte Beispiel für die Experimentierfreude

von Master Blender

Alexandre Gabriel. Er kreierte einen

handwerklichen Rum mit einer Ananas-Infusion.

Das Endergebnis war

so unwiderstehlich, dass es zu einem

festen Bestandteil des Plantation-Sortiments

und Gewinner zahlreicher

Rum- Awards wurde. Der Name

ist eine Hommage an den von Charles

Dickens kreierten Charakter „Reverend

Stiggins“, dessen Lieblingsgetränk

„Ananas-Rum“ (verborgen in

einer Tasse) war.

Der Plantation Stiggins‘ Fancy Pineapple

wurde in dieser Variante in

ehemaligen Teeling Irish Single Malt

Whiskey-Fässern für 4 bis 6 Monate

gefinished und mit 40 % vol. abgefüllt.

Im Duft zeigen sich rauchige Noten

und Aromen von tropischen Früchten,

Ananas, und Zitrusschalen – dazu ein

Hauch von trockenem Torf.

Am Gaumen ist diese Spirituose angenehm

und facettenreich strukturiert,

mit Anklängen von reifen Bananen,

Ananas und Gewürzen. Diese Spezialität

verabschiedet sich harmonisch

mit

einem rauchigen

Abgang.

Interessant

für Rum- und

Whisk(e)yliebhaber

40,0 vol%,

0,7 Ltr.

UVP 37,- €

FineTobacco[+] 04·2021 11


MAGAZIN

Entdecken, Verkosten, Genießen

In diesem Buch kommen Whisky-Liebhaber

auf ihre Kosten: Der

ultimative Guide durch den Whisky-Dschungel

nimmt Einsteiger wie

Kenner an die Hand und erklärt alles,

was es über das Thema Whisky

und Verkostung zu wissen gibt. Von

einem kurzen historischen Abriss

über Whisky über die Herstellung

und die Abläufe in Destillerien bis

zu detaillierten Tastings.

Die einzelnen Verkostungen – insgesamt

20 Stück – führen den Leser

Schritt für Schritt an die verschiedenen

Geschmäcker heran.

Zunächstlernt man Whisky wirklich

schmecken – mit den Augen, mit

der Nase,

mit der Zunge. Dann geht es ins

Detail: Im nächsten Kapitel werdendie

Unterschiede zwischen Scotch,

Single Malt, Blended und Co.genauer

erläutert. Von Irland über Schottland

bis nach Nordamerika, von

Japan über Indien und Taiwan bis

nach Australien und in die Heimat

zu den alpenländischen Whiskys

Workshop Whisky

gibt der Guide einen umfassenden

Überblick über die verschiedenen

Whiskysorten, erklärt, was die

Herkunft ausmacht und wie unterschiedliche

Länder mit dem Whisky

umgehen. Jedes Tasting ist systematisch

gleich aufgebaut und geht

genau auf die Zusammensetzung

des Whiskys ein.

Ein übersichtliches Whisky-Knowhow

rundet das Ganze ab und gibt

ganz praktische Tipps zu Einkauf,

Lagerung usw. und einen Einblick in

Foodpairing und Whisky-Cocktails.

Der perfekte Tasting-Guide für alle

Whisky-Liebhaber – und solche, die

es noch werden wollen.

Über die Autoren: Eddie Ludlow

ist Keeper of the Quaich, eine internationale

Vereinigung zur Wahrung

und Förderung der schottischen

Whisky-Kultur. Er führt außerdem

die Whisky Lounge, die größte Whisky-Event-Organisation

in Großbritannien.

Jürgen Deibel ist Berater

auf dem Gebiet der Spirituosen und

Fachautor. Er hat zahlreiche Bücher

und Artikel zum Thema Whisky geschrieben

und ist einer der renommiertesten

Experten auf diesem

Gebiet. Auch er ist schon vor vielen

Jahren zum Keeper of the Quaich

gewählt worden.

ISBN 978-3-8310-3989-0

224 Seiten, 203 x 240 mm, mit 115 farbigen

Fotos und Illustrationen, € 19,95

DK Verlag Dorling Kindersley

Eminente - Ron De Cuba

Eminente ist ein neuer

kubanischer Rum

aus der Inselmitte

Kubas. Eminente

Reserva wurde

von César Marti,

dem jüngsten

kubanischen

Maestro Ronero

(Rum-Master)

komponiert. Ein

kräftiger und

vollmundiger

Rum, inspiriert

von den Zuckerrohr-Destillaten

Kubas.

Aguardientes,

als „Seele

Kubas“ bezeichnet,

sind

die schmackhaftesten und komplexesten

Zuckerrohr- Destillate, die

die Insel aus Melasse herstellt. Sie

werden in ehemaligen Whisky-Weißeichenfässern

gereift. Die anschließende

Mischung der Aguardientes

(75 vol % Alkohol) mit traditionellem

leichtem kubanischem Rum (94 vol

% Alkohol) und eine erneute Reifung

erzeugt den Rum von Kuba, den wir

kennen.

In Zusammenarbeit mit der Illustratorin

Sophy Hollington lanciert

Eminente für die Festtage eine Geschenkidee

mit einem stylischen

Schal, wo Illustrationen des ikonischen

Krokodils, sowie andere Tiere,

Blumen und Pflanzen Kubas gezeigt

werden. Das perfekte Geschenk für

alle Rum-Liebhaber und ohne Aufpreis

mit der Flasche erhältlich.

41,3 vol%, 0,7 Ltr.

UVP 49,- €

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FineTobacco[+] 04·2021


XO Founders Reserve Black Edition

Der dänische Hersteller A. H. Riise

öffnet seine Schatztruhe und veröffentlicht

mit dem A. H. Riise Founders

Reserve ein echtes Juwel als ersten Teil

einer Sammleredition von drei Black

XO Abfüllungen. Es wird insgesamt drei

Abfüllungen Founders Reserve mit drei

verschiedenen Alkoholstärken geben,

wobei der einzige sichtbare Unterschied

die Farbe der Chargenbezeichnung

auf dem Etikett sein wird.

Ein Teil der ersten Charge von weltweit

11.232 Flaschen mit einem Alkoholgehalt

von 44,5 % und rotem

Text auf dem Etikett ist nun auch in

Deutschland verfügbar.

A.H. Riise

Der A. H. Riise XO Founders Reserve

ist ein Musterbeispiel für die

hochkomplexe Kunst des Blendings.

Für die Abfüllungen hat der Master

Blender aus einer Vielzahl von besonders

alten, gereiften Rum-Fässern

ausgewählt. Das Ergebnis ist

eine hochkomplexe Spirituose mit

Aromen von tropischen Früchten,

Tabak, Pflaume und gerösteten Mandeln

- abgerundet von der typischen

Süße, welche die Abfüllungen von

A.H. Riise so unverkennbar und beliebt

machen.

44,5 vol%, 0,7 Ltr. UVP 54,99 €

ENJOY

SMOKING

Zigarettenspitzen

mit Filter

Integrierter

Kieselgelfilter

für

Schadstoffreduktion

Brenner &

Mundstück

in diversen

Varianten

Dr. Rudolf K. Sprüngli, Verwaltungsrat

der Lindt & Sprüngli AG /

Schweiz und hat Kontakt zu Wilhelm

Marx, dem detailverliebten Edelbrenner

aus Bayern aufgenommen. Die

Chemie zwischen beiden stimmte

sofort und daraus reifte der Plan gemeinsam

Produkte mit Trüffeln und

Edelbränden zu entwickeln.

So sind besondere Trüffel-Spirituosen

entstanden, die ausschließlich

aus frischen Trüffelsorten geschaffen

wurden – also ohne Aromen

und ohne Zusätze.

Truffle Gin: 40,0 vol%, 0,5 Ltr UVP 69,- €

Egg Truffle Cream: 20,0 vol%, 0,5 Ltr UVP 69,- €

Truffle Liqueur: 23,0 vol%, 0,5 Ltr UVP 79,- €

Raspberry Truffle: 40,0 vol%, 0,5 Ltr UVP 79,- €

NEU

Lindt & Sprüngli in Kooperation mit Edelmanufaktur Marx

Zunächst über den Onlineshop von

der Edelmanufaktur Wilhelm Marx

verfügbar – ein Verkauf über den

Fachhandel ist in Planung. Zudem

werden die Produkte über die Firma

TRUFO ( Dr. Sprüngli) international

vertrieben.

www.denicotea.de


MAGAZIN

Top Cognac-Raritäten von 1979 und 1989

In der Handschrift von Cognac

Frapin vereint sich ein über Generationen

aufgebautes handwerkliches

Können mit dem einzigartigen Terroir

der Domaine Château Fontpinot, dem

seit 1270 im Familienbesitz von Frapin

befindlichen Anwesen, im Herzen

der Grande Champagne.

Zum Jahresende 2021 haben die

Kellermeister zwei ganz besondere

Cognacs zum

Verkauf freigegeben:

Der Milléssime

1989 Premier

Cru, 30

Years Old: Das

Besondere an

diesem Cognac

ist nicht nur

die 30jährige

Reifung eines

Jahrgangs in

Limousin-Eichenfässern, sondern

dass dieser Jahrgang der erste ist,

der in sogenannten feuchten Kellern

von Frapin reifen durfte. Cognacs aus

einzelnen Jahrgängen sind an sich

schon selten genug, werden oftmals

in trockenen Kellern gereift. Dort verdunstet

das Wasser schneller als der

Alkohol. Bei feuchten Kellern ist das

umgekehrt; die Verdunstung ist eher

moderat und der Alkohol verdunstet

schneller als das Wasser. Das macht

Milléssime 1989 besonders rund und

geschmeidig und bietet ein besonderes

Geschmackserlebnis.

40,3 vol%, 0,7 Ltr. UVP 150 €

Ein wahrer Schatz offenbart sich

im Milléssime 1979 Premier Cru, 40

Years Old. 1979 war der erste Jahrgang

von Cognac Frapin, welcher als

Jahrgangscognac abgefüllt wurde,

und zwar 1989 nach 10jähriger Reifung.

Allerdings blieb nur ein Fass

des Jahrgangs ungeöffnet und durfte

weitere 30 Jahre reifen. Aus diesem

besonderen Fass wurden nun 180

Flaschen abgefüllt und mit einer edlen

Lederverpackung in den Verkauf

gebracht.

Dieser Cognac reifte im Trockenkeller

und soll geschmacklich mit

einem Bukett von getrockneter Aprikose,

Trockenfrüchten sowie köstlichen

Aromen

von Birne und

Kakao sein. Weiter

wird diesem

sehr alte Cognac

ein einzigartig

langes Finish sowie

einzigartige

Rancio-Noten

von Portwein und

hölzernen Zigarrenkisten

zugeschrieben.

40,3 vol%, 0,7 Ltr.

UVP 620 €

Die Vision der neuen Lalomba-Lagenweine

Lalomba ist als authentischer

Ausdruck der charismatischsten

Weinberge von Ramón Bilbao

konzipiert worden und überzeugte

bereits renommierte Weinkritiker

wie Tim Atkin. Er kürte diesen

Single Vineyard Wein mehrfach zum

„Besten Rioja Rosado“.

Die drei neuen Weine

stammen von drei unterschiedlichen

Parzellen

mit einzigartiger Persönlichkeit,

die Ramón

Bilbao sorgfältig an

verschiedenen Orten in

der Rioja anbaut.

Die Gründung von

Lalomba geht auf eine

Vision zurück, in deren

Zentrum der Anspruch

steht, Weine von höchster

Authentizität zu

erzeugen. Die Basis

hierfür bildet die neue

Lalomba-Kellerei. Ganz in der Nähe

der Bodegas Ramón Bilbao gelegen

ist sie unabhängig von der Mutterkellerei,

setzt auf ein eigenes

Winzer-Team und baut doch auf

das Erbe und Können von Ramón

Bilbao auf.

Die Lalomba-Kellerei bietet die

idealen technischen Voraussetzungen,

um den Charakter des

Weinbergs, der Rebsorten und des

Jahrgangs perfekt zu definieren.

Die Gärung der Weine erfolgt hier

in rohen, nicht ausgekleideten Betonfässern.

Diese wurden exklusiv

für Lalomba in der italienischen

Region Venetien entwickelt und

hergestellt. Dank der einzigartigen

Form, des Fehlens einer luftdichten

Auskleidung und der daraus resultierenden

Porosität ermöglichen

diese Fässer eine ideale Sauerstoffzufuhr.

Das besondere Material

sorgt für weniger Holznoten im

Wein, feinere Aromen und unterstützt

außerdem die Entwicklung

stabiler und langlebiger Tannine

von hoher Qualität.

Lalomba Finca Valhonta 2017: UVP 64,90 €

Lalomba Finca Ladero 2016: UVP 69,90 €

Lalomba Rosado Finca Lalinde 2020: UVP 19,90 €

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FineTobacco[+] 04·2021


VAUEN Auenland

Im Mai diesen Jahres wurde das neue Auenlandmodell

‚TOMAN‘ vorgestellt, das sich durch die kürzere,

leicht geschwungene Form abhebt und einen authentischen

Charakter verspricht. Passend dazu gibt es

eine neue Tabakmischung aus der Auenland Serie.

‚Sunset Mixture‘ ist ein nuancenreicher Blend aus

Virginias in unterschiedlichen Schnittbreiten und –

arten, verfeinert mit doppelt fermentiertem Black

Cavendish und Burley. Eine milde, fruchtige Mischung,

die ein wunderbar warmes Aroma von kandierter

Orange, Honig und Kiefernharz versprüht.

Ein perfekter Gefährte am Lagerfeuer und beim

genussvollen Verweilen. Die 50 g Dose liegt bei

12,50 Euro. www.vauen.de

villigercigars.com

@villigercigarsofficial

@villigercigarsswitzerland

Rauchen ist tödlich.


MAGAZIN

Swag ist da

Der Drachen in der Shisha Bowl

Erst WTF! SHISHARILLO, dann

WTF! SHISHA-TOBACCO. Das Konzept

ist rund, der Geschmack ein Hammer

und jetzt verlangen die WTF!

Fans nach mehr. Sollen sie haben,

als verfrühtes Weihnachtsgeschenk

kommt nun die Sorte Swag von WTF!

SHISHA-TOBACCO ins Spiel.

Beim neuesten Geschmackshammer

dominiert die fruchtige Kirsche,

die von einer dezenten, leicht süßlichen

Note der exotischen Drachenfrucht

Die Appellationen begleitet der Réserve wird. Mouton Den Cadet-Weine nötigen

Cool-Down-Effekt bringt der dritte

im Bunde: Ice. WTF! SHISHA-TOB-

ACCO Swag gibt es in der 200g Metalldose

zum Preis von 17,90 Euro.

Noch mehr lecker Shisha Tabak

gefällig? WTF! SHISHA-TOBACCO ist

in den fünf weiteren fruchtigen Aromen

Cray (Apfel), Lit (dunkle Beeren),

Squad (Zitrus), Smize (Piña Colada)

und Mois (Wassermelone) erhältlich.

www.shisharillo.de

Exklusive Verstärkung für Juan López

Die traditionelle Habanos-Marke erhält ein Geschenk zum 150. Geburtstag

Im Reigen der 27 Habanos-Marken

führte JUAN LÓPEZ bis jetzt

ein Schattendasein. Dabei haben

Kenner immer schon das großartige

Preis-Genussverhältnis der beiden

bis heute erhältlichen Formate

„Selección No.1“ und „Selección

No.2“ geschätzt. Zum 150. Jubiläum

hat sich Habanos S.A. für diese

schöne klassische Marke etwas

Besonderes einfallen lassen: die

Einführung der JUAN LÓPEZ SELEC-

CIÓN ESPECIAL.

Der Produktionsname des völlig

neu entwickelten Formats lautet

„Fortunas“, was auf Deutsch „Glück“,

aber auch „Vermögen“ bedeutet. Es

hat eine Länge von 170 mm und ein

großes Ringmaß von 52. Die neue

Cigarre wird exklusiv in den weltweit

150 Geschäften des Franchise-Netzwerks

„LA CASA DEL HABANO“

angeboten. Ein zweiter Ring mit dem

Casa-Logo weist darauf hin.

Die Cigarren kommen in wunderschönen

Weiß lackierten und sehr

aufwändig gefertigten Kisten mit

25 Stück Inhalt auf den Markt. Auf

dem Deckel ist die klassische Vista

der Marke abgebildet. In goldenen

Lettern finden sich hier auch der

vollständige Name der Marke, der eigentlich

„Flor de Juan López“ lautet.

Die Cigarren werden nach der nur

in Cuba bis heute ausschließlich

gepflegten traditionellen Methode

„totalmente a mano“ – vollständig

von Hand – als Longfiller gefertigt.

Die Tabake stammen aus den Vegas

Finas der prestigeträchtigen Region

Vuelta Abajo. Die mittelkräftige

Tabakmischung ergibt einen feinen

und dennoch charakteristischen

Geschmack, der sich durch frische,

holzige Töne auszeichnet.

Juan López Selección Especial – exklusiv für

La Casa del Habano

Format: Fortunas; Maße: 170 mm x RM 52

Einheit: Lackierte Kiste mit 25 Stück Inhalt

KVP/St.: 29,- €

www.5thAvenue.de

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FineTobacco[+] 04·2021

Aromenreich, feinwürzig, sonnig

Montosa Cigarillo für kürzere Genussmomente

Für manche Genuss-Situationen

ist eine Zigarre zu lang. Und ein Mini

Cigarillo kommt zu kurz. Wie schön,

dass es von Montosa für solche Momente

das passende Format gibt,

das Montosa Cigarillo.

Das Montosa Cigarillo ist ein echtes

100% Zigarillo aus 100% Premium

Tabaken aus der Dominikanischen

Republik. Hier bei Arnold André Dominicana

ist es – wie alle Montosa Zigarren

und das kleine Montosa Mini

Cigarillo – erschaffen und produziert.

Der facettenreiche Masterblend

überzeugt durch seinen Aromenreichtum,

die dezente Würze und

einen sonnigen Geschmack, der

sich in dem kurzen Format optimal

entfaltet. Und auch der Preis wird

Zigarillorauchern schmecken, das

Montosa Cigarillo kostet in der 20er

Packung 9,40 Euro.

Erhältlich im ausgewählten Facheinzelhandel.

www.montosa-cigar.de

www.alles-andre.de


Es gibt Zeiten, denen man trotz allem

misslichen sehr schöne und

besondere Seiten abgewinnen kann.

Menschen besinnen sich auf einfache

Dinge, kleine Erlebnisse,

die sie zu Hause

zelebrieren können. Sie

erschaffen sich selbst

kleine Inseln des Glücks

inmitten einer Welt voller

Ungewissheit, Vereinzelung

und Angstmacherei.

Eine solche Oase ist der

bewusste Genuss von Tabakerzeugnissen.

Die Zigarettenspitze,

als wunderbares

Rauchutensil,

gehört für immer mehr

Menschen in Deutschland

als Begleiterin zum guten

Rauchen dazu. Einfach im Handling,

hilfreich um unschöne gelbe Finger

und Zähne zu vermeiden ist die Zigarettenspitze

eine Bereicherung für

maßvollen und individuellen Tabakkonsum.

Das Haus Denicotea ist seit 1932

führender Hersteller von Zigarettenspitzen,

zunächst am deutschen

Markt, später weltweit. Mit über 50

Zigarettenspitzen unterschiedlicher

Größen und Materialien, inklusive

zahlreicher Filtervarianten, steht

dem geneigten Tabakgenießer aus

dem Hause Denicotea eine besonders

große Vielfalt zur Verfügung.

Für dieses Jahr hat sich der Hersteller

etwas Besonderes ausgedacht:

Denicotea hat eine neue

Serie Zigarettenspitzen auf den

Markt gebracht mit dem wohlklin-

EINFACH NUR NICE

Neue Zigarettenspitze aus dem Haus Denicotea erhöht den Genussfaktor

genden Namen Nice. Die mit nur 74

mm bewusst kurz gehaltene Serie

Nice kommt in einer wunderbar

warmen Holzoptik daher. Sie lässt

bestehenden Verwendern von Spitzen

das Herz höher schlagen und

schafft es gleichzeitig, neue Konsumenten

in ihren Bann ziehen. Durch

ihre kompakte Größe finden Frauen

wie Männer bei Nice ihr individuelles

Genießerglück. Die neuen Spitzen

sind passend für jede 9 mm

King-Size-Zigarette und sind durch

die besondere Steckverbindung mit

Slimline-Filter von 6 mm

zu verwenden. Das macht

die Nice außergewöhnlich

zart und leicht.

Besonders auffallend ist

die Holzoptik in vier warmen

Tönen von dunklem

Ebenholz bis hin zu hellem

Sandelholz. Abgerundet

wird das edle Design mit

goldfarbenen Details und

einem glänzenden Mundstück.

Nicht zu vergessen

natürlich das bekannte Denicotea

„d“ auf dem Mundstück, Qualität

aus deutschen Landen. Die neuen

Nice-Spitzen werden pro Stück in

einer kompakten weißen Box mit 10

Slimline Filtern angeboten. Ein schicker

Hingucker für Ihre Theke. Den

Trend zu neuem Genussrauchen

sollte man sich daher nicht entgehen

lassen.

www.denicotea.de

D

PERDOMO

FRESCO

ie PERDOMO FRESCO ® wird aus schmackhaften

Longfiller-Tabaken, gewachsen auf der reichen, dunklen

Erde der Perdomo Tabakfelder in Esteli, hergestellt. Die

Umblätter werden sorgfältig aus den Ernten der Perdomo

Farmen aus der Jalapa Tal Region ausgewählt. Als Highlights

werden die Perdomo Fresco Formate wahlweise mit

einem goldenen CONNECTICUT Shade, einem öligen SUN

GROWN oder einem lang gereiften MADURO Deckblatt

bereichert.

Somit entsteht mit der PERDOMO FRESCO ® eine gehaltvolle

Cigarre im 10er oder 25er Bundle, welche sich als

Connecticut durch einen cremig-sanften und ausbalancierten

Geschmack auszeichnet, als Sun Grown mit einem

mittel-würzigen Finish überzeugt oder in der Maduro

Ausführung mit einer vollmundigen Würze begeistert.

Die PERDOMO FRESCO ® ist eine Premium Longfiller

Cigarre, die durch den Verzicht auf eine edle Holzkiste

mit einem sensationellen Preis-Leistungs-Verhältnis

angeboten wird.

Deckblatt: Ecuador Connecticut Shade

Nicaragua Sun Grown

Nicaragua Maduro

Umblatt: Nicaragua

Einlage: Nicaragua

Format Größe Inhalt KVP / Stück

Fresco Robusto 5 x 50 10 / 25 4,60 €

Fresco Toro 6 x 50 10 / 25 4,70 €

Fresco Churchill 7 x 50 10 / 25 4,80 €

Fresco Torpedo 6 ½ x 54 10 / 25 5,00 €

EXKLUSIV-IMPORTEUR

Don Stefano

info@donstefano.com


TITELSTORY

Ob zu Hause oder beim

Black Tie Event, das

klassische Smoking Jacket

erlebt derzeit eine wahre

Renaissance.

18

FineTobacco[+] 04·2021


Gut ANGEZOGEN

RAUCHEN

Stilikonen wie Cary Grant, Clark Gable, David Niven und Frank Sinatra

trugen es gerne. Dean Martin nahm seins mit aus dem Haus und

der göttliche Tänzer Fred Astaire ließ sich sogar in

seinem beerdigen.

Text und Fotos: Mark Horyna

MARK

Die Rede ist von einem

leider etwas in Vergessenheit

geratenem klassischen Kleidungsstück:

Dem Smoking Jacket.

Es ist noch gar nicht so lange her,

dass eine ziemlich klare Kleidungsnorm

uns vorschrieb, was wir wann zu

tragen hatten. Die längste Zeit unserer

Geschichte war Kleidung für den Eingeweihten

ein verständlicher Code. Sie

zeigte die soziale Stellung an, definierte

den gesellschaftlichen Rang, grenzte

ein und aus. Kleidung beschrieb den

Anlass und half zuweilen auch dabei

die Uhrzeit zu erraten. Es gab Epochen,

in denen bestimmte Farben nur ganz

bestimmten Leuten erlaubt waren und

Stoffe, die man in Anwesenheit eines

in der Hierarchie höher Gestellten

nicht zu tragen hatte.

Noch in den Zwanzigern des letzten

Jahrhunderts sollte, wer „dazu

gehören“ wollte, für jeden Anlass

über eine spezielle Ausstattung verfügen.

Tagesanzüge, Abendanzüge,

Dinnerjackets, Fracks, Jagdanzüge,

Jacken für den Strandspaziergang,

Plus-twos um Berge zu besteigen,

Plus-fours um Golf zu spielen, von

Uniformen ganz zu schweigen.

Seit jedoch das Gespenst der

Casualisierung durch die Modewelt

geistert, hat sich das alles verändert.

Was vor einigen Jahrzehnten

zunächst als Lockerung eines rigiden

Anzugszwangs in amerikanischen

Großunternehmen begann,

hat die Welt der Kleidung auf den

Kopf gestellt. Inzwischen ist die sartoriale

Grenze zwischen den meisten

Lebensbereichen komplett verschwommen.

Menschen tragen in

der Öffentlichkeit Sachen, die man

noch vor wenigen Jahren nur ungern

zur Gartenarbeit übergezogen hätte.

Im Sinne einer falschverstandenen

Entspanntheit werden Gäste in Klamotten

empfangen, mit denen sich

unsere Großeltern nicht einmal vor

einander gezeigt hätten. „Everything

goes!“ ist die Botschaft dieser - in anderen

Bereichen schon längst wieder

abgeschafften - Postmoderne der

Mode. Wer nach verlässlichen Regeln

sucht, sucht diese vergebens.

Wie zum Beispiel kleidet man sich

als Mann, wenn Gäste in den eigenen

vier Wänden anständig angezogen

empfangen werden sollen? Man(n)

will ja nicht hemdsärmelig erschei-

HORYNA

nen! Der Anzug ist keine wirkliche Lösung.

Im Blazer sieht man eher fehl

am Platze aus. Der Pulli ist zu leger

und was man sonst so trägt, wenn

man privat ist, sollte, finde ich, Privatsache

bleiben. Keiner muss Ihre Jogginghose

sehen oder Ihr Motto T-Shirt

mit dem lustigen Spruch, der Ihnen

nur einmal - und das noch vor dem

Kauf - ein mildes Lächeln abrang.

Aber es gibt keinen Grund zur

Verzweiflung. Die Lösung ist einfach.

Lässig, elegant und praktisch zugleich.

The Smoking Jacket.

Das elegante Smoking Jacket ist

keineswegs mit dem „Smoking“ zu

verwechseln. Der heißt ja eigentlich

nur aus Versehen so und ist in der

englischsprachigen Welt unter dem

Namen „Dinner Jacket“ oder „Tuxedo“

bekannt. Zu erklären, wie es zu dieser

mitteleuropäischen Sprachverwirrung

kam, würde den Rahmen hier

jedoch sprengen.

FineTobacco[+] 04·2021 19


20

TITELSTORY

Die „Raucherjacke“, um mal ein

deutsches Wort für das gute Stück zu

bemühen, ist etwas anderes. Sie hat

sich – wie einige glauben – aus dem

Dinner Jacket entwickelt, ist aber

auch eng mit dem Hausmantel verwandt

und somit einer der Vorläufer

dessen, was wir heute als Loungewear

bezeichnen.

Ursprünglich dafür gedacht, sich

darin nach dem Dinner zum Rauchen

zurückzuziehen, erfüllte dieses informelle

Jackett gleich mehrere Funktionen.

Es schützte die Kleidung des

Trägers vor Rauch und Asche und

schonte zugleich den Geruchssinn

der damals meist nichtrauchenden

Damen. Nach dem Rauchen zog man

das gute Stück nämlich wieder aus

und schlüpfte zurück in das Dinner

Jacket. Es war ein modisches Statement

der Höflichkeit und kam oft - im

Vergleich zu anderen Stücken - eher

bunt und recht aufwendig gemustert

daher.

Sein Urahn war der sogenannte

Banyan. Ein schon im 17. Jahrhundert

von Kaufleuten aus Asian nach Europa

gebrachter Hausmantel, der nur

inhäusig getragen und schnell zum

beliebten Kleidungsstück wohlhabender

und weniger wohlhabender Herren

wurde. Diese elaborierten Hausmäntel

waren aus Seide und Brokat

gearbeitet, hatten bald schalartige

Krägen, Gürtel oder große Knöpfe

und wurden nicht selten zusammen

mit Turban-ähnlicher Kopfbedeckung

getragen. Mit dem Aufkommen besserer

Heizungen geriet die wärmende

Funktion in den Hintergrund. Mitte

des 19. Jahrhunderts begann man,

die Mäntel kürzer und etwas körperbetonter

zu schneiden. Und während

das Rauchen damals zu einer weitverbreiteten

Männermode wurde, entwickelte

sich aus dem Hausmantel die

Smoking-Jacke zum passenden Kleidungsstück

des nikotinzugewandten

Mannes. Dem jungen Prince of Wales,

der später als Edward der Siebte den

Thron des britischen Empires besteigen

sollte, wird nachgesagt, als einer

der ersten im Jahre 1865 ein Smoking

Jacket zum Dinner getragen zu

haben. Die Jacke war somit aus dem

Rauchsalon in der Gesellschaft angekommen.

Und sie sollte dort Jahrzehnte

lang auch bleiben.

Zahlreiche frühe Bilddokumente

zeigen Schriftsteller, Künstler, Stars

FineTobacco[+] 04·2021

Elegant genug,

jeden Gast

darin zu

empfangen...

und Tycoons in der stylischen Jacke.

Männer wie Oscar Wilde und Salvador

Dalí ließen sich darin ablichten. Man

trug Smoking Jackets ein oder zweireihig.

Mal mit Gürtel mal mit Knöpfen.

Einfarbig oder gemustert. Aus

Samt und aus Seide.

Entertainer wie Dean Martin und

seine Rat Pack Freunde nahmen es

mit ins Rampenlicht und hielten ihm

bis in die 1960er die Treue. Ein Verleger

namens Hugh Hefner trug das Teil

schließlich derartig ausgestellt, dass

die Jacke zur Insignie des sogenannten

„Playboys“ wurde. Die von Hefner

präferierte Form - über Pyjamas getragen,

offen und mit Gürtel – ließ das

gute Stück hingegen eher billig wirken.

Eigentlich untragbar.

Erst in den letzten Jahren findet

das Smoking Jacket wieder Fürsprecher.

Tom Ford schneiderte als einer

der ersten Neuinterpretationen des

Klassikers. Hollywoodstars wie Benedict

Cumberbatch, Matthew McConaughey

und Jonny Depp führen es

aus und inzwischen hat es die Welt

der Eleganz wiedererobert.

Das Smoking Jacket ist also ein

Teil, dessen Anschaffung sich lohnt.

Elegant genug, jeden Gast darin zu

empfangen und leger genug, sich

darin zu entspannen, schlägt es eine

perfekte Brücke zwischen Innenund

Außenwelt. Zwischen privat und

offiziell. Auch wenn viele von uns aus

Rücksicht auf andere darin lediglich

zum Rauchen auf den Balkon oder in

den Garten gehen, kann man ein gutes

Smoking Jacket problemlos auch

ohne Hollywood-Bekanntheit zu einem

Black Tie Event anziehen.

Mir gegenüber sitzt einer, der sich

auskennt. Der passionierte Pfeifenraucher

Jesper Ploug, Besitzer des

Stuttgarter Maß Ateliers Ploug‘s, lächelt

wissend, als ich ihm von meinem

Wunsch nach einem Smoking

Jacket erzähle.

Er ist genau der Mann, der mir helfen

kann.

2009 hat der aus Dänemark

stammende Ploug sein Atelier im

Westen der Schwabenmetropole eröffnet.

Nach einer Ausbildung zum

Herrenschneider und vielen Jahren

in der Modeindustrie hat er damals

beschlossen, seinen Traum von einem

eigenen Laden zu realisieren,

in dem er seine persönliche Vorstellung

von Herrenkleidung realisieren

kann. Dass ihm das nun seit mehr

als einem Jahrzehnt gelingt, zeugt

davon, dass es Nachfrage und Bedarf

an gut gemachter, klug durchdachter

„Mode“ für den Herren gibt.

Zu Ploug’s kommen viele, die mit

den Mätzchen der modernen Modeindustrie

gebrochen haben.

Leute, die eine zynische Maschinerie

nicht mehr unterstützen wollen,

die in Sweatshops schlechte Materialien

zu bedeutungslosen Kollektionen

verarbeiten lässt. Die suggeriert,

ein T-Shirt dürfe 2 Euro 90 kosten

und seit einigen Jahren erwachsene

Männer in Konfirmandenuniformen

steckt, deren Ärmel zu kurz und deren

Beine zu eng sind. Leute wie ich.

Und ich bin sicher nicht allein.

Wer bei Ploug Maß nehmen lässt,

weiß vielleicht noch nicht genau, was

er will. Fast immer jedoch weiß er,

was er auf keinen Fall will.

Bei Jesper Ploug gibt es keine

Mode im eigentlichen Sinn. Bei ihm

gibt es Kleidung. Hemden, Anzüge,

Westen, Mäntel. Maß gefertigt und

zeitlos, wenn auch mit klugen Verbeugungen

in Richtung Zeitgeist, mit

teils mutigen Stoffen und modernen

Interpretationen. Erlaubt ist, was gefällt

und sitzt. Und sitzen wird es.

Wer sich noch nie hat vermessen

lassen, wird vielleicht vom Vorgang

überrascht sein. Plougs Finger fliegen

quasi schwebend um den Körper

herum. Setzen nur leicht flatternd

auf, um dann sofort das nächste Maß

zu nehmen. Der Vorgang hat was tastend

Höfliches und zugleich etwas

intim Vertrautes. Es kommt nicht von

ungefähr, dass Friseure und Schneider

angeblich soviel über ihre Kunden

erfahren. Wenn einer wie Ploug

seine Arbeit getan hat, weiß er oft

mehr über den Körper seines Klienten,

als der Kunde selbst. Seinem

Blick und seinem Maßband entgeht

kaum etwas. Die leicht hängende linke

Schulter, der kleine Rundrücken,

die Lovehandles an der Hüfte, der et-


was längere rechte Arm. Alles wird

still und ohne Kommentar abgespeichert.

Informationen für den nächsten

Schritt.

Selbst zuschneiden und fertigen

tut Ploug indes nicht. Dafür weiß er

einfach zu viel. Wie jedes Handwerk

muss das Schneidern und Nähen unablässig

geübt und geübt werden. Wer

nicht ständig am Material arbeitet,

kann einfach nicht gut genug bleiben.

Ploug arbeitet mit einem Netzwerk

von handverlesenen Handwerkern

aus ganz Europa. Seine Leute sitzen

in Italien, Portugal, in Tschechien aber

auch in Deutschland. Jeder ist Experte

seines Faches. Einige sind sogar

auf ganz bestimmte Kleidungsstücke

spezialisiert.

Seine Kunst besteht auch aus der

zielsicheren Beratung. So selbstsicher,

wie seine Finger und Maßband

die Figur des Kunden vermessen, so

sehr scheint er innerhalb kürzester

Zeit zu erspüren, was sein Gegenüber

wirklich braucht. Er weiß, welcher

Farbton, welche Struktur, welches

Material und welche Knöpfe zu

dir passen. Sanft lenkt er seine Kunden

durch den Prozess der Suche.

Am Ende hat man das Gefühl – wie

sollte es auch anders sein – alles

selbst bestimmt zu haben.

Etwa zehn bis fünfzehn Smoking

Jackets verkauft Ploug im Jahr. Die

Teile werden von einem spezialisierten

Schneider in Italien gefertigt,

mit dem er seit Jahren zusammenarbeitet.

Die Jacken sind aufwendig

verarbeitet. Gesteppte Schalkragen

und Manschetten müssen sauber

vernäht werden und das kann nicht

jeder. Wer ein Smoking Jacket erwirbt,

braucht Geduld und ein wenig

Geld. Der Mann in Milan arbeitet

nach seiner eigenen Uhr. Hetzen

kann man ihn nicht und wer es sehr

eilig hat, sollte sich vielleicht was

anderes überlegen. Doch die Wartezeit

lohnt sich. Wenn nach sechs

Wochen das gute Stück geliefert

wird, sind im Normalfalle - wenn

überhaupt - nur minimalste Änderungen

nötig.

Kombiniert mit einem eleganten

Dresshemd, Fliege und schwarzer

Hose wird das Smoking Jacket

selbst zum Star. Es rückt seinen Träger

durch eine nonchalante Auffälligkeit

in den Mittelpunkt. Wer lieber

unter dem Radar bleibt, sollte das

Teil eher zu Hause tragen. Dort wird

es bald ein treuer Begleiter werden

und wahrscheinlich seltener ausgezogen

werden, als sie jetzt vielleicht

annehmen. Ohne Probleme lässt es

sich mit Jeans oder Chinos kombinieren.

Schon 1902 schrieb ein New

Yorker Style Kolumnist das Smoking

Jacket sei der Inbegriff des „Comfortable“,

perfekt auch, um Gäste

darin zu empfangen.

Mit Stil, Bart und Pfeife. Jesper Ploug

bei der Arbeit in seinem Atelier im

Stuttgarter Westen.

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FINE PAIRINGS

Ein Fest

zum Fest

anCnoc 12 YEARS OLD SINGLE MALT SCOTCH WHISKY

Die im Jahre 1894 in den schottischen Highlands gegründete Knockdhu Distillery

vermarktet ihre Single Malts unter dem Namen „anCnoc“ (Gälisch „der Hügel“). Das

klare Quellwasser der Knock Hills, die heimische Gerste und der charakteristische

Torf aus der Umgebung prägen die Whiskys und tragen zu

ihrer außergewöhnlichen Weichheit bei.

12 Jahre reifte dieser anCnoc in Ex-Bourbon Fässern aus amerikanischer

Eiche sowie Ex-Sherry Fässern aus Spanischer Eiche. Die Farbe

ist von überraschend hellem Bernstein mit einer leicht gelben Schattierung.

Sehr weich und aromatisch in der Nase, mit einem Hauch

von Honig und Zitrone im Vordergrund. Auf der Zunge zunächst süß

und fruchtig frisch und einem langen, sanften Finish. Die „nur“ 40

vol% Alkohol unterstützen den Eindruck einen weichen und fruchtigen

Whisky zu trinken – sehr empfehlenswert.

ROMEO Y JULIETA CHURCHILL

Die stattliche wie auch elegante Zigarre gehört zu den Vorzeigemodellen

von Romeo y Julieta. Es handelt sich um eine

Zigarre mit 17,8 cm Länge und einem Ringmaß von 47. Zu

dem Namen kam die Zigarre aufgrund des ehemaligem englischen

Premierminister Winston Churchills. Er präferierte

dieses Format und war überrascht von dem milden Aroma

und der süßen Note der Churchill. Kaum eine andere Zigarre

transportiert den typischen Geschmack der Marke

Romeo y Julieta so wie dieses Modell. Sie ist relativ

kräftig und zählt zu den stärkeren Zigarren. Besonders

die ersten zwei Drittel überzeugen mit einem vollmundigem

Rauch und dem recht cremigem Geschmackserlebnis.

18,7 mm Durchmesser beglücken den Raucher

mit rund 90 Minuten feinstem Aroma, dank seines

kräftigen handgedrehtem Tabaks ist die Churchill

von Romeo y Julieta jedoch eher für erfahrene

Zigarrenraucher geeignet.

22

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Das haben Sie sich verdient! Zum Jahresende das Beste

für echte Genießer. Wir stellen Ihnen heute edle Tropfen

und erlesene Zigarren vor, die für den Alltag einfach

viel zu schade sind. Ob Sie sich selbst was Gutes tun

wollen – oder einem besonders guten Freund am

Genuss dieser Köstlichkeiten teilhaben lassen

bleibt natürlich Ihnen überlassen.

DAVIDOFF CHEFS EDITION 2021

Wenn Küchenpioniere auf Zigarrenvisionäre treffen,

kann man höchsten Zigarrengenuss erwarten. Das Feingefühl

und die Raffinesse renommierter Chefköche

sind legendär – wohl nur die Master Blender von Davidoff

können es damit aufnehmen. Als vier der weltbesten Küchenchefs

dem Team der Davidoff Master Blender ihr

Können in Sachen Geschmackssinn zur Verfügung stellten,

überraschte es deshalb nicht, dass das Ergebnis in der

obersten Liga des Geschmacks spielte. Nach monatelanger

Zusammenarbeit haben Norbert Niederkofler***

Co-Owner des Food Space & Restaurant AlpiNN in

Italien, Juan Amador*** vom Restaurant Amador in

Wien, Masa Takayama*** vom Masa in New York City

und Jorge Vallejo vom Quintonil in Mexiko-Stadt zu

einer überragenden Synthese der Kulinarikwelt

und der Welt der Premiumzigarren gefunden. Das

für die Zigarre der Chefs Edition 2021 gewählte

Churchill-Format nimmt den Aficionado mit auf

eine Geschmacksreise, die mit einer reichhaltigen

Cremigkeit beginnt und von Noten von

Pfeffer und Zedernholz unterstützt wird.

GLENDALOUGH POT STILL IRISH OAK WHISKEY

Bei Glendalough südlich von Dublin ist man sehr stolz über

die Goldmedaille, die dieser Pot Still bei der San Francisco

World Spirit Competition gewonnen hat. Grundsätzlich

werden alle Destillate in kleinen kupfernen Pot Stills gebrannt,

mit Bergquellwasser aus Wicklow auf Trinkstärke

gebracht und anschließend in First Fill Bourbonfässern

3 Jahre lang gereift. Dieser Pot Still Whiskey wird allerdings

noch zusätzlich bis zu 12 Monaten in Fässern aus

Irischer Eiche verfeinert.

Dabei hat sich das Team aus Glendalough einen einzigartigen

Weg einfallen lassen, um das nachhaltige Vorgehen

beim Fällen der Bäume für die heimischen Fässer aus

Irischer Eiche zu dokumentieren. Zum Beginn des Winters

werden bis zu 140 Jahre alte Eichen in den Wicklow

Mountains gefällt und für jeden Baum werden 7 junge Eichen

gepflanzt.

Die runde Geschenkpackung zeigt dabei die Rinde der

ersten gefällten Eiche und auf dem Etikett der Flasche

nutzt man als Hintergrund den Querschnitt des Baumes

mit den sichtbaren Jahresringen.

Mit 43 vol% Alkohol liefert dieser Whiskey ein wahres

Aromenpotpourri von süßen Noten, Vanille und Karamell

im Zusammenspiel mit erdigen Kräutern.

Am Gaumen weich, warm mit Pot Still typischen Aromen

von Malz und Gewürzen. Deutliche Aromen getoasteter

Eiche mit einem Hauch Grapefruit. Langanhaltendes Finish

mit cremiger Vanille, Waldfrüchten und Mandel.

FineTobacco[+] 04·2021 23


FINE PAIRINGS

FINCH – EMMER EDITION 3

Die Finch Whiskydestillerie ist immer für eine Überraschung gut.

Als passionierter Landwirt hat Hans-Gerhard Fink auf seinen 400

Hektar Land in der Schwäbischen Alp eine Destillerie aufgebaut,

wo er aus dem eigenen Getreide seinen Finch Whisky destilliert.

Mittlerweile liegen über 1 Million Liter Whisky in Fässern in

Lagerhäusern in der Schwäbischen Alp und reifen in diesem

besonderen Klima.

Der hier verwendete Schwarzer Emmer – auch Urkorn genannt

– gehört zu den ältesten Getreidearten und wurde

für diesen Whisky genutzt. 8 Jahre lagerte das Destillat in

Weinfässern und es entstand ein harmonischer Whisky mit

einem süß wirkenden Bouquet, das sich wunderbar zum

Cigarrerauchen anbietet: Im Duft fruchtig süß nach Vanille

und Toffee. Im Geschmack feine Noten von Karamell und

Vanille und im Nachklang eine langanhaltende Süße –

Aber auch sehr viel Kraft durch 54,6 % Vol.% !

VIVA LA LIBERTAD GRAND TORO

Mit ihrem dunklen Deckblatt und den übrigen,

kräftigen Tabaken für das Umblatt und die Einlage

aus Honduras entwickelte die LA LIBERTAD ein

erdiges, würziges Aroma. Der ursprüngliche

Hersteller dieser Serie war Nestor Plasencia in

Danlí, Honduras.

Mit der Entscheidung im Hause Villiger in

Nicaragua, genauer gesagt in Estelí, eine eigene

Cigarrenmanufaktur unter dem Namen

VILLIGER DE NICARAGUA bauen zu lassen,

wechselt nun auch die Produktion der LA

LIBERTAD von Honduras nach Nicaragua.

Ein Criollo Deckblatt aus Nicaragua

umhüllt das Umblatt aus dem Cibao Tal

in der Dominikanischen Republik. In der

Kombination mit den komplett aus Nicaragua stammenden

Einlagetabaken, Seco Jalapa, Viso Esteli und Ligero Esteli ist

so ein Blend entstanden, der höchsten Raucheransprüchen genügt.

Das Ergebnis ist eine Cigarre mit einer Vielzahl von Geschmacksnuancen.

Kraftvoll und rund, angereichert mit Noten von Bitterschokolade,

Kaffee, Gewürzen und Karamell.

24

FineTobacco[+] 04·2021


VALLENDAR RYE WHISKY „3.11“

Bekannt durch seine Obst- und Edelbrände und zuletzt

durch seine außergewöhnliche Gin-Variationen hat der

Brenner Hubertus Vallendar auch zwei Whiskys im Angebot.

Der hier präsentierte Rye Whisky wird genauso wie

der Malt mit dem Datum „3.11“ vermarktet - der Namenstag

des Heiligen Hubertus.

Das Geheimnis zu diesem Whisky ist ein altes Herstellungsverfahren

des Vaters von Hubertus Vallendar und

mit dieser Methode hat Vallendar eine besondere Spezialität

geschaffen: Mit einer Lagerung von 50% in neuen und

entsprechend der anderen Hälfte in gebrauchten Fässern

aus französischer Eiche über 4 Jahre hat er einen besonderen

Rye Whisky im Angebot, der gerade im Duft eine

intensive Roggen-Aromatik bietet.

Im Geschmack fruchtig-birnig und natürlich Roggen.

Aber auch malzig-süß mit Vanille und einem langen aromatischen

Nachhall bei 43,4 vol% Alkohol.

CARLOS ANDRÉ COLLECTOR´S CUT N° 2 AMBITION

Ambition bedeutet Ehrgeiz, inneren Ansporn, Begehren,

Strebsamkeit und die Leidenschaft, etwas mit ganzem

Herzen und voller Kraft zu tun. Diese Entschlossenheit

verkörpert die neue Carlos André Collector’s Cut N° 2

Ambition. Eine Zigarre mit der Ambition, bekannte Geschmackspfade

zu verlassen und neue zu erobern.

Für den ambitionierten Genießer wurde die eindrucksvolle

Zigarre mit imposantem 60er Ringmaß und

einem wunderschönen, mittelbraunen, fünf Jahre

gereiften H 2000 Ecuador Deckblatt geschaffen.

Jede Zigarre handgerollt mit Leidenschaft und

dem Streben nach Perfektion, bietet die Carlos

André Collector’s Cut N° 2 Ambition ein kontinuierliches

Genussvergnügen für Aficionados,

die eher das moderat mittelkräftige Raucherlebnis

suchen: anspruchsvoll, aber nicht

überfordernd. Besonnenes Rauchverhalten

wird belohnt, denn erst dadurch gibt die

Ambition ihr Potenzial frei: feine Cashewund

Macadamia-Aromen, Schokolade

und Karamell, dezente Holznoten, fein

fruchtige Nuancen sowie Noten von

rotem Pfeffer.

FineTobacco[+] 04·2021 25


TOP•FACHGESCHÄFTE

TOP-TABAK

FACH-

GESCHÄFTE

STELLEN

SICH VOR:

Weihnachten steht vor der Tür und das

Jahr 2022 klopft auch schon an.

Dann mal los. Lassen Sie uns das Alte

Jahr gebührend verabschieden, vielleicht

mit einem leckeren Weihnachtsessen im

Kreise der Familie, dazu ein schönes Glas

Rotwein. Und das Neue Jahr begrüßen wir

mit einem Glas Champagner um 0.00 Uhr

und einer feinen Zigarre.

Und genau hier kommen sie wieder ins

Spiel – Unsere Top Tabakwarenfachgeschäfte.

Mit dem breiten Angebot an Genussartikeln,

der kompetenten Beratung

und den Inhabern und Mitarbeitern, die

auch noch kurz vor der Bescherung für

ihre Kunden im Einsatz sind.

Auch in der letzten Ausgabe des Jahres

2021 von finetobacco möchten wir Ihnen

einige dieser Top Genussspezialisten vorstellen.

Vielleicht inspiriert Sie dieser Artikel

ja dazu, mal das Fachgeschäft in Ihrer

Nähe zu besuchen, sich kundig beraten zu

lassen und einen dieser Genussartikel zu

kaufen. Wir wünschen Ihnen ein schönes

Einkaufserlebnis in Ihrem Fachgeschäft

und einen noch schöneren Genuss.

P.S. Sie kennen einen außergewöhnlichen

Fachhändler in Ihrer Nähe? Oder Sie sind

selbst einer? Dann schicken Sie Namen

und Adresse an specht@genussverlag.com.

Vielleicht wird es ja Top-Fachgeschäft in

einer der nächsten Ausgaben von Fine

Tobacco.

Genuss vor den Toren Hamburgs

Wir sind seit 1982 in der Pinneberger Fußgängerzone ansässig.

Schwerpunkt unseres Sortimentes liegt auf Zigarren

und, hochwertigen Spirituosen. Seit gut einem Jahr sind wir

Davidoff Depositär.

Auf gut 100 qm Verkaufsfläche bieten wir diese Produkte mit

der für uns selbstverständlichen kompetenten Beratung an.

Ein breites Angebot an Presse und E-Zigaretten rundet das

Sortiment ab.

Damit zählt unser Tabakfachgeschäft zu einer der führenden

Anbieter für Genussartikel im Kreis Pinneberg. ZIP ist ein

Familienbetrieb seit über 50 Jahren. Tim Karkowski steht in

der Nachfolge seines Vaters seit 18 Jahren hinter dem Tresen,

sein Bruder unterstützt ihn seit 2020.

ZIP GmbH

Fahltskamp 3, 25421 Pinneberg

Tel.: 04101/22296

E-Mail: info@zipo.t-online.de

www.tabakfamilie.de

26

FineTobacco[+] 04·2021


Hochwertige und exklusive Spirituosen und

Zigarren sind unsere Leidenschaft.

Eine Auswahl von mehr als 500 verschiedenen Spirituosen

aus aller Welt, mit dem Schwerpunkt auf Whisky und Rum,

sowie unser großer begehbarer Humidor mit dem wohl größten

Zigarrenangebot in Thüringen; all das findet man in unserem

Fachgeschäft in der Weimarer Altstadt. Ein Besuch bei uns lohnt

sich immer!

Best Cigars GmbH, Jens Borski

Graben 25, 99423 Weimar

Tel.: 03643 – 2510596

E-Mail: info@brandy.de

www.brandy.de

Öffnungszeiten

Mo. - Fr. 10.00 - 18.00 Uhr

Sa. 10.00 - 14.00 Uhr

WILLKOMMEN IM ZIGARRENHAUS Nürnberg

(siehe auch Interview nächste Seite)

edle Auswahl an ca. 160 Pfeifentabaken

der Marken Dunhill, Mac Baren, Rattray’s,

Vauen, Danske Club, W.O. Larsen, Stannwell,

Planta und Pöschl.

Erwähnenswert ist noch unsere Pfeifentabakeigenmarke

„Abeln’s Bester“ in 11

verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Zur Genussabrundung können Sie sich an

edlen Spirituosen, wie Cognac, Rum, Whisky,

Gin, Calvados und Obstbrände der Fa. Scheibel

erfreuen! Hier ein kleiner Auszug aus

unserem Sortiment:

Glenfarclas, Cragganmore, Glenmorangie

Orginal, Macallan Amber, Oban, Tomintoul

Portwood Finish, Ardbeg Ten, Lagavulin,

Highland Park u.v.m

In unserem 7 qm großen Humidor erwartet den Zigarrenliebhaber eine edle Auswahl

handgefertigter Zigarren und Zigarillos aus Kuba, Nicaragua, Honduras und

der Dominikanischen Republik.

Besonderer Beliebtheit erfreut sich auch unsere Zigarreneigenmarke „Abeln’s Beste“,

die wir in 4 Formaten (Perla, Robusto, Corona und Churchill) für Ihren Genuss

bereithalten.

Auch Sie als Pfeifenraucher sind bei uns genau richtig. Sie finden bei uns eine

riesige Auswahl an Pfeifen der Nürnberger Firma VAUEN. edle Pfeifentaschen, Feuerzeugen

und Pfeifenbestecken. Für den exklusiven Rauchgenuss bieten wir eine

Zigarrenhaus

an der Lorenzkirche

Pfannenschmiedsgasse

90402 Nürnberg

Tel.: 0911/2419738

E-Mail: g.abeln@gmx.de

www.zigarrenhaus-nuernberg.de

FineTobacco[+] 04·2021 27


TOP•FACHGESCHÄFTE

WILLKOMMEN IN DER WELT

DES GENUSSFACHEINZELHANDELS

Fine Tobacco möchte auch zukünftig immer

mal wieder Geschichten über die Genussfachhändler

in Deutschland erzählen.

Ob Genussanbieter aus Familientradition

in der 2. oder sogar 3. Generation oder

auch Quereinsteiger, die sich irgendwann

entschieden haben, den 9 to 5 Job gegen

das Leben eines Selbständigen („Die

Arbeit selbst machen und das ständig“) zu

tauschen und damit total glücklich sind.

Und auch jene, die durch Ihre Mitarbeiterführung

doch noch die Zeit finden,

das Leben außerhalb des Fachgeschäftes

zu genießen (Nennt sich neuerdings

„Work-Live-Balance“).

Zum Start ein Interview mit Gerd Abeln,

Betreiber vom Zigarrenhaus an der Lorenzkirche

in Nürnberg (siehe auch „Top

Tabakfachgeschäfte stellen sich vor“ auf

Seite 27 dieser Ausgabe).

„Immer schön positiv nach vorne schauen“

Herr Abeln, können Sie uns ein bisschen etwas erzählen über

sich und das Zigarrenhaus an der Lorenzkirche im Zentrum

von Nürnberg?

Im Jahr 1999 bin ich in das Abenteuer Tabakwaren eingestiegen,

anfänglich mit einem kleinen Kiosk.

Schon 2 Jahre später habe ich zusammen mit meiner Frau ein

zweites Geschäft im Karstadthaus übernommen.

Wir haben dieses Geschäft als Fachgeschäft betrieben, mit begehbarem

Humidor und sehr großem Raucherzubehörbereich.

2006 kam ein weiteres Fachgeschäft im Kaufhof-Untergeschoss

dazu und 2008 noch ein Fachgeschäft in der U-Bahn, Dombühlerstr.,

in Nürnberg

Im Jahr 2015 bekamen wir die Gelegenheit eine Fläche im Erdgeschoss

des Kaufhofs mit separatem Zugang in der Fußgängerzone

anzumieten.

Diese Chance haben wir genutzt und betreiben dort seitdem

sehr erfolgreich unser Zigarrenhaus an der Lorenzkirche. Dort

vertreiben wir unter anderem mit großem Erfolg Zigarren (Habanos-Point,

Davidoff-Depot, John Aylesbury Gesellschafter)

und ca.160 verschiedenen Pfeifentabaken und einem ausgedehnten

Raucherzubehörbereich.

Abgerundet wird das Sortiment von ausgewählten erlesenen Spirituosen.

Mit dem Zigarrenhaus haben wir uns mittlerweile weit

über die Grenzen von Nürnberg einen Namen gemacht und das

erfüllt uns mit ein klein wenig Stolz.

Seit 2016 betreiben wir nur noch unser Zigarrenhaus und das

Fachgeschäft in der U-Bahn.

Wie ist die Umsatzverteilung der verschiedenen Sortimente

im Zigarrenhaus?

Unsere Umsätze verteilen sich wie folgt: Zigarette 50%, Zigarre

16%, Tabak 12,5%, Spirituosen 2,5%, Raucherzubehör 16%,

Presse 3%.

Herr Abeln, wir führen dieses Interview zum Beginn des

Weihnachts- und Neujahrsgeschäftes. Wie ist Ihre Einschätzung

zu dieser wohl wichtigsten Zeit des Genussmittelhandels?

Ist sie es überhaupt noch? Oder haben die klassischen

Feiertage an Bedeutung verloren?

Gerade in unserem Segment haben solche Feiertage noch eine

große Bedeutung.

Sowohl für den Aficionado-Raucher, als auch für den Spirituosenliebhaber

haben wir das passende Geschenk. Vorweihnachtszeit

der weltberühmte Christkindlesmarkt hier in Nürnberg, mit

Besuchern aus der ganzen Welt.

Abeln ist in und um Nürnberg das Synonym für Zigarrengenuss.

Aber gerade das Geschäft an der Lorenzkirche

steht für mehr, als nur Rauchgenuss. Welches sind Ihre

weiteren Sortimentsschwerpunkte?

Wir bieten im Zigarrenhaus außerdem erlesene Spirituosen,

Duftlampen und Duftöle der Firma Ashleigh & Burwood, ein

großes Pfeifen und Zubehörsortiment der Firma Vauen, ein

kleines Pressesortiment sowie Lotto und Toto an.

28

FineTobacco[+] 04·2021


Sie haben neben den großen bekannten Zigarrenmarken

auch eine Eigenmarke. Was hat Sie dazu bewogen, Abeln

Zigarren und sogar Abeln Pfeifentabak ins Sortiment aufzunehmen

und welche wirtschaftliche Bedeutung haben

diese für Sie?

Wie binden Sie Ihre Mitarbeiter an das Zigarrenhaus?

Diese Frage lässt sich nicht so pauschal beantworten, aber bei

der Personalwahl habe ich mich schon immer auf meine Menschenkenntnis

verlassen und es gehört auch eine Portion Glück

dazu. Dann ist es uns wichtig, dass sich die Mitarbeiter tiefgehende

Warenkenntnisse aneignen, welche natürlich von uns vermittelt

werden müssen und auch werden, damit er/sie sich bei

der Kundenberatung wohl fühlt. Nur mit sicherem Produktwissen

können sich die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter voll auf den

Kunden konzentrieren, seine vielleicht verborgenen Wünsche erkennen

und dann auch erfüllen.

Und es ist sehr wichtig, wie ich mit meinen Mitarbeitern umgehe.

Es muss ein Zugehörigkeitsgefühl für jeden einzelnen entstehen.

Und jeder unserer Mitarbeiter soll sich sicher sein, dass er unverzichtbarer

Teil unseres gesamten Teams ist. Dabei ist eine

leistungsgerechte Bezahlung bei uns selbstverständlich.

Sie managen die beiden Genussgeschäfte gemeinsam mit

Ihrer Frau. Bleibt da überhaupt noch Zeit und Gelegenheit

für das eigene Genussleben? Finden Sie die Zeit, gemeinsam

essen zu gehen, dazu ein leckeres Glas Wein zu trinken und

vielleicht danach noch eine Abeln Zigarre?

Da wir tolle und loyale Mitarbeiter haben, kommt auch bei uns

die Freizeit und das Genussleben nicht zu kurz.

Findet man auch die Zeit, mit Kollegen/Kolleginnen Erfahrungen

auszutauschen?

Zeit schon, aber Corona bedingt ist das seit 2 Jahren leider wenig

möglich.

Gerade bei Zigarren und Zigarillos gilt der Grundsatz, Genuss

ist Geschmackssache. Jeder Genießer hat da seine eigenen

Präferenzen. Augenscheinlich treffen die verschiedenen Varianten

unserer Eigenmarke Abeln`s Beste da genau den Geschmack

vieler unserer Kunden. Und da der Kunde eben nur bei

uns im Geschäft, dieses Angebot, für das er sich entschieden

hat, bekommt, trägt sie enorm zur Kundenbindung bei. Von der

Umsatzgröße her wäre sie mittlerweile unverzichtbar. Überall

liest man von Lieferengpässen, leeren Regalen und Personalmangel.

Wagen wir mal einen Blick in die Zukunft. Was erwarten Sie

vom Jahr 2022?

Wir erwarten, dass sich die Situation pandemiebedingt wieder

beruhigt und wir wieder an die Umsätze vor Corona anknüpfen

können.

Haben Sie zum Schluss für Ihre Kolleginnen/Kollegen aus

dem Genusshandel noch einen Tipp oder Ratschlag, den Sie

gerne loswerden wollen?

Immer positiv nach vorne schauen!

Ein schöner Satz zum Abschluss. Herr Abeln, vielen Dank für

das Gespräch.

Wie sieht es in Ihren beiden Geschäften aus? Regale leer,

weil keine Mitarbeiter zum Auffüllen da sind? Oder haben

Sie und Ihre Lieferanten die Warenwirtschaft im Griff?

Natürlich haben auch wir in verschiedenen Sortimenten Lieferprobleme,

die Gründe sind vielfältig z. B. bei der Zigarre sind es

fehlende Deckblätter oder es sind keine Holzkisten vorhanden und

zu guter Letzt sind oder waren ein Großteil der Manufakturen wegen

der Corona Pandemie geschlossen.

Im Zubehörbereich liegt es schlichtweg daran, dass nicht genügend

Container verfügbar sind. Personell sind wir aber gut aufgestellt.

Irene und Gerd Abeln

FineTobacco[+] 04·2021 29


SPIRITUOSEN

Es ist nicht eindeutig, wann

und wo Whisky „erfunden“ wurde. Die erste

offizielle Aufzeichnung über die Herstellung

von Whisky geht auf das Jahr 1494 in Schottland zurück,

in der Friar John Cor der königliche Auftrag erteilt wurde,

„Aquavite“ (Wasser des Lebens) herzustellen. Dieser Brand hatte

sicherlich sehr wenig mit der heutigen Qualität gemein und wurde

angeblich durch Ingredienzien wie Honig und Lavendel ergänzt, um

ihn wohlschmeckender – und vermutlich auch überhaupt trinkbar – zu

machen.

Sicher ist, dass sich der Brand aus Getreide seit vielen Jahrhunderten

als Wegbegleiter des Menschen etabliert hat. Generell gelten Irland und

Schottland als Wiege des Whiskys. Doch die weitere Entwicklung dieser

Spirituose erfolgte auch in anderen Ländern. Durch die Auswanderung

in die USA entwickelten sich dort eigenständige Sorten wie Bourbon

oder Rye und inzwischen findet man ernstzunehmende Qualitäten

auch in Asien, Australien und auf dem europäischen

Festland.

Text: Stephan Rack und Michael Peter

30

FineTobacco[+] 04·2021


WHISK(E)Y

eine weltweite Lovestory

hisky hat in Schottland eine hohe wirt-

schaftliche Bedeutung erlangt. Der his-

FineTobacco[+] 04·2021 31


22

WAS IST WHISKY?

SPIRITUOSEN

Whisky hat in Schottland

eine hohe wirtschaftliche

Bedeutung erlangt.

Der Schottische Whisky Verband

(SWA) benennt folgende Fakten:

p Im Jahr 2019 machte Whisky rund

75 % der schottischen Lebensmittel-

und Getränkeexporte aus – bezogen

WHISKY

auf alle britischen Lebensmittel-

und Getränkeexporte waren

es 21 %!

p Mehr als 10.000 Menschen sind direkt

in der schottischen Whisky-Industrie

beschäftigt und über 40.000

Arbeitsplätze im Vereinigten Königreich

werden von der Branche durch

Aufträge unterstützt.

p 7.000 dieser Arbeitsplätze in ländlichen

Gebieten Schottlands bieten

den Gemeinden in den Highlands

und Der auf frisch den destillierte Inseln grundlegende

Whisky ist

Beschäftigung

noch nicht trinkbar.

und Investitionen.

Dieser sogenannte

new make oder white dog

p Jährlich werden Scotch-Whisky-

Brennereien von 2,2 Millionen Besuchern

besucht, was die Branche zur

enthält unangenehme Aromen, die

entfernt werden müssen.

drittbeliebtesten Touristenattraktion

Im Reifeprozess verschwinden

in Schottland macht.

p Etwa die unerwünschten 22 Millionen Fässer Noten, reifen und in ver-

Lagerhäusern lockendere Aromen in Schottland entwickeln und sich.

warten darauf, entdeckt zu werden.

SO REIFT

REINHEIT

Iren und Schotten streiten sich übrigens

Während darüber, der wer Reifung, von beiden normalerweise

Whisk(e)y in Eichenfässern, erfunden hat. sorgt Dabei

eher

den

treten das schon Holz in durch der Schreibweise seine chemische die

Unterschiede zutage, denn die Iren

schreiben Whiskey mit einem zusätzlichen

„e“. Darüber hinaus stellen noch keinen wirklichen Geschmack.

holgehalt und bietet den Genießern

viele irische Destillerien die dreifache

Destillation (Schottland zumeist destens 3-jähriger Fassreifung durch

Insofern ist die Anforderung von min-

zweifach) in den Vordergrund, was den Regulierer mehr als hilfreich. Und

den Whiskey milder und weniger kantig

macht. Von manchen Kennern wird guten Whiskys deutlich länger im Fass

natürlich wissen wir, dass die wirklich

dies aber auch als weniger charaktervoll

empfunden.

Was also passiert im Fass, wenn wir

gereift sind.

Wenn man über drei notwendige Dinge

spricht, dann fällt uns tabakbegeis-

arbeitet mit dem Destillat tatsächlich

vom „Reifeprozess“ sprechen? Das Fass

terten Genussmenschen sofort die Formel

„Feuer – Pfeife – Stanwell“ ein… bei genehme Geschmacksstoffe entzogen

vielschichtig, so dass einerseits unan-

Whisky geht es auch um drei Dinge, die und andererseits aromatische Bestandteile

des Holzes hinzugefügt werden.

heißen: „Zutaten – Brennen und Reife“.

Während bei Obst- und Edelbränden Jedes Jahr der Reifung in geeigneten

Fässern verbessert den Geschmack

der Fokus auf der Qualität der Zutaten

liegt, verschiebt sich der Schwerpunkt und sorgt für eine schöne Farbgebung

beim Whisky auf die Reifung. Gerade die des Getränks.

Lagerung im Holzfass bietet den Verantwortlichen

eine Vielzahl von Mög-

wird nachfolgend gerne eine Zusatzrei-

Nach der Basisreifung im Eichenfass

lichkeiten, Zusammensetzung um im Rahmen der dafür, vorgegebenen

dass fung durchgeführt, der Abfüllung um in im Flaschen sogenannten fünf bis

unerwünschte

Möglichkeiten

Noten

mit dem

aus

Produkt

der frisch „Finishing“ zehn in Jahre Wein-, im Sherry-, Fass reifen, Rum- entwickeln

sie eine Menge Geschmack.

oder

Whisky zu experimentieren.

Cognacfässern zusätzliche geschmackliche

Dimensionen zu schaffen. Das

destillierten Spirituose entfernt

In dieser Ausgabe wollen wir noch einmal

intensiver auf die Reifung eingehen, sogenannte „Fass-Management“ oder

werden, und gibt zugleich angenehme

Aromen an den Whisky ab. wichtige Rolle. In wärmeren Regio-

Dabei spielt auch das Klima eine

denn dieser Prozess ist ein unterschätzter

Ablauf verschiedener Reaktionen. der vorgereiften Whisk(e)ys auf die ver-

„Cask-Management“, also das Verteilen

Wie lange das dauert, hängt vom nen reagiert Whisky schnell auf das

Weiter Alter haben des wir Fasses drei wunderbare ab. Destillerien

aus Irland und Schottland ausgelen

Künste, In feuchten die Destillateure Gegenden der wie Spit-

in

schiedenen

Holz und

Fasstypen,

reift auch

ist eine

schnell.

der viewählt,

WHISKY die wir näher ENTWICKELT beleuchten wollen. SICHzenklasse Schottland beherrschen geht während müssen. der Dies Reifung

Endprodukt mehr Alkohol entscheidend, verloren. um In tro-

Die Reifung im Fass ist für Whisk(ey) ist beim

vorgeschrieben Jedes Jahr, und das von ein Whisky höchster im Bedeutung,

Eichenfass um wirklich verbringt, einen Geschmack

entwickelt zu erreichen. verdunstet Wasser in stärkerem

die gewünschten ckeneren Regionen Geschmacksnuancen

wie in Kentucky

zu liefern. und verstärkt seine Aromen. Da die Umfang, sodass der Alkoholgehalt

Der meisten in der schottischen Destillerie gewonnene Whiskys vor Hier einmal des Whiskys eine wunderbare steigt. Übersicht zur Reifung

im klare Brand ist sehr hoch im Alko-

Fass:

Von wenigen Ausnahmen abgesehen, ist Whisky kein

Whisky, wenn er nicht in Eichenfässern gereift ist. Aber

warum reift er überhaupt und wie lange? Die Gründe

dafür sind nicht mit bloßem Auge zu erkennen.

Verdunstung

Etwa 2 % der

Flüssigkeit

verdunsten.

Sauerstoff

löst sich in der

Spirituose und

setzt Aromen frei.

Luft

gelangt hinein

und hinaus.

Holz

absorbiert

unerwünschte

Aromen.

Aromen

wie Vanillin

werden aus dem

Holz gelöst.

EIN LEBENDER ORGANISMUS ▶

In einem Fass mit Wkisky findet ein

komplexer Ablauf von Reaktionen statt,

die alle den Geschmack der Spirituose

beeinflussen.

Grafik aus dem Buch „Workshop Whisky“ –

erschienen im DK Verlag Dorling Kindersley.

Siehe auch im Magazinteil „Kaleidoskop“.

32

FineTobacco[+] 04·2021


Bushmills Irish Whiskey

Die älteste lizensierte Whiskey-Destillerie der Welt

Im Jahr 1608 wurde die „Old Bushmills

Destillery“ im Norden von Nordirland

gegründet und konnte 2008 den

400. Geburtstag feiern. Die Bank of Ireland

gratulierte Bushmills mit der Abbildung

der Destillerie auf der Rückseite

der 5, 10, 20 und 50 Pfund Banknoten

– eine einzigartige Würdigung!

Die Geschichte über 400 Jahre war

aber nicht immer einfach: Einst war Irland

ein Land der Brennereien, wurde

dann aber durch einen Handelskrieg

mit Großbritannien, der Prohibition in

den USA und dem Siegeszug der schottischen

Whiskys hart getroffen. 2012

gab es in Irland nur noch 4 aktive Destillerien

und Bushmills war eine der verbliebenen

Unternehmen.

Irische Whiskeys sind seitdem auf

der „Überholspur“ – mit dem Stand 2019

hat der Irische Verband 32 aktive Destillerien

bestätigt – Tendenz steigend.

Mit der Erfahrung und den hervorragenden

Voraussetzungen konnte Bushmills

am Wiederaufstieg der irischen

Whiskeys partizipieren und ist eine der

bekanntesten Marken der Insel.

Dabei verlässt man sich bei Bushmills

gerne auf die bewährten Qualitätsstandards

des Hauses, die in jeder

Produktionsstufe der „Old Bushmills

Distillery“ eingehalten werden: Das

Wasser kommt aus dem Fluss, der über

das Gelände der Destillerie fließt. Es ist

das Wasser des River Bush, welches die

perfekte, reine Grundlage für Bushmills

Irish Whiskey stellt. In den hauseigenen

Kupfer-Destillierapparaten wird durch

die für Irland typische Dreifach-Destillation

die Basis eines jeden Bushmills

Whiskeys gewonnen, die dann in den

eigenen Lagerräumen ihre Reifung in

verschiedenen Eichenfässern antritt.

Bevor die Eichenfässer allerdings dazu

bereit sind, gehen sie durch die Hände

der eigenen Küfer, die Familie Kane, die

bereits in vierter Generation und seit

über 140 Jahren für Bushmills‘ Fässer

verantwortlich ist. Küfer gibt es nur

noch eine Handvoll in Irland und zwei

davon trifft man auf dem Gelände der

„Old Bushmills Distillery“ an.

Auch die Abfüllung, Verpackung und

den Versand in die ganze Welt erledigt

das Mitarbeiter-Team der Destillerie.

Dadurch, dass jeder Produktionsschritt

in der „Old Bushmills Distillery“ passiert,

ist Master Blender Colum Egan für

jede Produktionsstufe verantwortlich

und kann sich so sehr gut auf die Qualität

und die Details in jedem einzelnen

Prozess konzentrieren. Dafür bürgt er

mit seiner Unterschrift auf den Whiskeys

aus der „Old Bushmills Distillery“.

„Bushmills Single Malt Irish Whiskey

10 Years Old“ steht für die Überzeugung

der Destillateure bei Bushmills, dass

hochqualitativer Whiskey nur aus gemälzter

Gerste gebrannt wird.

Bushmills bietet drei hervorragende

Single Malts mit einem Alter von 10, 16

und 21 Jahren, die uns bei der Verkostung

sehr gefallen haben. Als Einstieg

können wir den „Bushmills Single Malt

10 Years“ empfehlen, der

mindestens zehn Jahre

lang in alten Bourbon- und

Oloroso-Sherry-Fässern

gereift ist. Auffällig ist das

milde Aroma von Honig

und reifen Früchten.

Im Geschmack zeigt

er Nuancen von Vanille

und Holz, im Abgang

ist er frisch und

trocken.

Mit seinem „mild,

leicht und frischem

Einschlag“ lässt uns

der Bushmills in

der aktuell dunklen

Jahreszeit an milde

Sommerabende denken.

Bushmills

Single Malt Irish Whiskey

10 Years Old, 40 vol%,

0,7 Ltr. UVP 29,99 €

FineTobacco[+] 04·2021 33


SPIRITUOSEN

Writer’s Tears

Wenn eine Herausforderung wartet

Wer kennt das nicht? Man sitzt vor seiner

nächsten Präsentation, dem dringend

fälligen Artikel oder der Bacheloroder

Masterarbeit und es fällt einem

partout nichts ein. Schreibblockade!

Dieses Gefühl kennen auch Schriftsteller,

von denen das kleine Land Irland

eine beachtliche Zahl bedeutender

Personen hervorgebracht hat: Jonathan

Swift, Bram Stoker, William Butler Yeats,

Oscar Wilde, Samuel Becket, James

Joyce, George Bernhard Shaw und etliche

mehr.

Als Verbeugung vor der großen

und produktiven literarischen Tradition

Irlands versteht sich Writer’s Tears.

Schreibblockaden bekämpfen Autoren

auf der ganzen Welt oft mit Alkohol,

irische Autoren eben besonders mit

Whiskey und es heißt, dass sie das so

intensiv taten, dass ihre Tränen der

Legende nach aus purem Whiskey bestanden.

Nun ist Writer’s Tears ein durchaus

realer Whiskey aus dem Haus Walsh

Whiskeys und so innovationsfreudig

wie die irischen Schriftsteller: Writer’s

Tears ist ein Blend aus 60 % Single Malt

und 40 % Single Pot Still. Letzteres

kennzeichnet ein traditionelles, früher

sogar vorherrschendes Verfahren in

der irischen Whiskey Herstellung: gemälzte

und rohe Gerste wird gemeinsam

gemaischt und dann, wie in Irland

üblich, 3-fach gebrannt. Die Verwendung

roher, ungemälzter Gerste soll

dem Whiskey eine würzigere und rauere

Note verleihen. Andere Getreidesorten

als Gerste werden nicht verwendet.

Writer’s Tears wird auch nicht getorft.

Lagerung und Finish erfolgen in amerikanischen

Bourbon Fässern.

Der so entstandene Whiskey erfreut

die Nase mit süßlichen Aromen

von Apfel und Honig. Am Gaumen

bildet sich ein leicht cremiger Geschmack,

der durch robustere Noten

von Pfeffer und Ingwer ausbalanciert

wird. Im langen Abgang kommen noch

mehr holzige und nussige Noten zum

Tragen.

Insgesamt ein eigenständiger, ausgewogener,

wohl balancierter Whiskey,

der sowohl süßliche wie pfeffrig-scharfe

Noten umfasst.

Ob Writer’s Tears

nun die eigene Kreativität

befeuert, muss

jeder für sich entscheiden.

Aber auch wenn

man einfach nur genießen

will, ist er eine gute

Wahl. Eine kleine Herausforderung

enthält

aber das Halsetikett:

neben einigen

Angaben zu Herstellung

und Abfüllung

findet sich dort

auch die Angabe

„Chapter 0/ “: eine

dezente Frage und

Herausforderung,

ob man nicht vielleicht

doch mit dem

eigenen Roman anfangen

will.

Writers Tears

Copper Pot, 40 % vol,

0,7 Ltr. UVP 29,99 €

34

FineTobacco[+] 04·2021


Tamdhu

Ein Newcomer mit Geschichte

Die Speyside ist bekanntlich eine schottische

Region mit einer enormen Dichte

an Whisky-Destillerien und Zulieferern.

Aus dem unter Whisky-Kennern recht

bekannten Ort Knockando stammt der

Single Malt „Tamdhu“.

Die gleichnamige Brennerei hat eine

lange und bewegte Geschichte: gegründet

1897 wechselte sie mehrfach den

Eigentümer und wurde zeitweise sogar

stillgelegt, zuletzt 2010. Als eigene

Marke trat „Tamdhu“ lange Zeit kaum

in Erscheinung, die Produktion wurde

überwiegend für Blended Scotch Whiskys

verwendet, z.B. JB, Famous Grouse

und Cutty Sark. Kein Wunder also, dass

„Tamdhu“ als Marke weitgehend unbekannt

blieb.

Im Jahr 2012 wurde die „Tamdhu

Distillery“ von dem schottischen Familienunternehmen

Ian MacLeod übernommen,

das auf den alten Anlagen ein

neues und eigenständiges Produkt herstellt,

eben „Tamdhu“.

Bei Whisky ist die Nachbearbeitung

und Reifung im Fass von entscheidender

Bedeutung für die Qualität und Eigenständigkeit

des Geschmacks. Die

Besonderheit von „Tamdhu““ liegt in

der ausschließlichen Verwendung von

Sherry Fässern für die Lagerung – nicht

irgendwelche Sherry Fässer, sondern

ausschließlich solche, in denen Oloroso

reifte.

„Wir sind vielleicht nicht die älteste,

größte oder schönste Brennerei

Schottlands, aber alle unsere Leute

arbeiten mit Leidenschaft daran,

einen wirklich perfekten Whisky zu

schaffen“ erzählt uns Gordon Dundas,

der Global Brand Ambassador von

„Tamdhu“. Dieser Hang zur Perfektion

äußert sich unter anderem darin, dass

die Oloroso-Fässer zum Transport von

Andalusien nach Schottland nicht wie

sonst üblich zerlegt werden, sondern

als ganze Fässer verschifft werden,

damit das Aroma möglichst erhalten

bleibt.

Der Lohn der Mühe ist ein 12-jähriger

Single Malt der zunächst einmal mit

einer komplexen und gleichzeitig harmonischen

Nase aufwartet: eine Fülle

von Aromen überwiegend fruchtiger

und karamelliger Natur verbinden sich

zu einem harmonischen Gesamteindruck.

Am Gaumen erlebt man einen milden,

seidigen Geschmack mit Noten

von Beerenfrüchten und dem süßlichen

Holz der Sherry Fässer.

Im Abgang schließlich spürt man

einen leichten Hauch von

Torf, verbunden mit Trockenfrüchten

wie Rosinen

und Aprikosen.

Insgesamt überzeugte

uns der 12-jährige

„Tamdhu“, der nun

auch in Deutschland

erhältlich ist, mit

seiner harmonischen

Vielfalt an

Aromen und Geschmacksnoten.

Ein ebenso milder

wie ausdrucksstarker

Whisky, der

vermutlich auch

Genussmenschen,

die bisher mit Malt

Whiskys gefremdelt

haben, überzeugen

kann.

Tamdhu

12 years old, 43 vol%,

0,7 Ltr. UVP 49,99 €

FineTobacco[+] 04·2021 35


SERIE•MANUFAKTUREN

oben:

Ein Stadtplan aus dem Jahr 1849: Havanna erstreckte sich damals

nur auf eine relativ kleine Fläche von etwa 8 Quadratkilometern

unten links:

Tabak ist auf Kuba schon immer hergestellt worden, der beste kommt

aus der Region Pinar del Rio im Westen der Insel

unten rechts:

Zur Zigarrenherstellung braucht man vor allem kundige Hände

36

FineTobacco[+] 04·2021


»Havanna – Habana – Stadt der Zigarren« Teil 24

UN TABACO

HECHO A MANO

Im kulturellen Gedächtnis

der Kubaner gespeichert

Die Stadt Havanna und die gesamte Insel Kuba sind untrennbar mit

der Zigarre verbunden. Denn um eine Zigarre HECHO A MANO, vollständig

von Hand, herzustellen, braucht es Wissen und Können. Und

dieses Wissen ist wohl schon seit Jahrhunderten im gesellschaftlich-kulturellen

Gedächtnis der Kubaner gespeichert.

Text: Claudia Puszkar

Dies lässt sich sehr gut

an einem Ereignis erkennen,

was schon über

250 Jahre zurückliegt, aber sehr viel

über die Verbindung der Menschen zur

Zigarre aussagt. Denn, so meine These:

Das Wissen um die Herstellung einer

Zigarre ist auf dieser Insel und bei den

Menschen vorhanden. Es stammt schon

aus der Zeit, lange bevor Christoph Kolumbus

die Insel entdeckte und wurde

von Generation zu Generation einfach

weitergegeben.

Was ist passiert? Schauen wir zurück.

Kolumbus entdeckte die Insel im

Jahre 1492. Wie schon aus den ersten

Berichten herauszulesen ist, trafen die

Eroberer auf Menschen, die einen Tabakwickel

im Mund hatten, diesen anzündeten

und rauchten. So weit, so gut.

Wie wir wissen, machten die Spanier

die Insel zu ihrer Kolonie, was vor allem

bedeutete, dass sämtliche Vorgänge

auf der Insel streng reglementiert

wurden. Das betraf auch den Anbau,

den Verkauf und die Verwendung von

Tabak. Dafür zuständig war die „Real

Factoría“, eine Monopolverwaltung.

Sämtlicher Tabak der Insel wurde,

natürlich mit hohen Gebühren, ausschließlich

nach Spanien exportiert. In

Aus dem Stand

wurden plötzlich

große Mengen

Zigarren produziert

...

Spanien verwendete man den Tabak

vorwiegend als Schnupftabak, der zu

dieser Zeit in Europa sehr beliebt war.

Tabak wurde ansonsten vor allem in

Pfeifen geraucht. Die „Real Factoría“ verfügte

darüber mit eiserner Hand.

Das bedeutete, dass es bis in die Mitte

des 18. Jahrhunderts offiziell keine

Zigarrenherstellung gab, auch nicht auf

Kuba. Zigarren waren im Grunde genommen

verboten.

Und dann passierte etwas Interessantes.

Im Jahre 1762 wurde Spanien

in den Siebenjährigen Krieg zwischen

Frankreich und Großbritannien verwickelt.

Dies führte dazu, dass die Kolonie

Kuba für ein Jahr, genauer gesagt

für gerade einmal 11 Monate, in britische

Hände fiel. 1763 erhielt die Spanische

Krone die Insel von den Briten

zurück, musste im Austausch Florida

abtreten.

Das Interessante an diesen elf Monaten

besteht darin, dass in dieser

Zeit der Besetzung von den Briten der

Handel forciert wurde.

Große Auswirkungen hatte diese

Situation jedenfalls auf alle Menschen,

die mit Tabak zu tun hatten.

Denn plötzlich war es den Plantagenbesitzern

erlaubt, ihren Tabak zu verkaufen,

an wen sie wollten. Plötzlich

FineTobacco[+] 04·2021 37


SERIE•MANUFAKTUREN

wurden plötzlich große Mengen Zigarren

produziert.

Diese rasante Entwicklung wäre

nicht möglich gewesen, wenn nicht die

ganze Zeit Tabak in entsprechender

Menge und Qualität angebaut worden

wäre. Diese Entwicklung wäre auch

nicht möglich gewesen, wenn es nicht

Menschen, und noch dazu viele, gegeben

hätte, die wussten, wie man eine Zigarre

herstellt. Denn schon damals, genau

wie heute, werden die Zigarren vollständig

von Hand gefertigt. Man könnte also

beinahe von einer „unsichtbaren Armee

von Torcedores“ sprechen. Offensichtoben

links:

In der Altstadt, hier die Calle Obispo, eröffneten

plötzlich ganz viele kleine Zigarrenmanufakturen,

so genannte Chinchales

unten links:

Der Ausgangspunkt für die Reise der Zigarren: die Hafenanlagen

von Havanna

war es jedem Einwohner Kubas erlaubt,

aus Tabak herzustellen, was er wollte.

Und das unglaubliche geschah!

Kleine Manufakturen, Chinchales genannt,

meist mit einem oder zwei

Torcedores, schossen wie Pilze aus

dem Boden. An ganz vielen Orten in

der Altstadt und dem Stadtteil Centro

Habana (die Stadt bestand damals

oben rechts:

Durch diese malerische Einfahrt fuhren und fahren

auch heute noch die Schiffe

unten rechts: Die Zigarren wurden nicht nur exportiert,

auch von den Einheimischen in den Häusern

der Stadt wurden Zigarren mehr und mehr geraucht

nur aus diesen beiden Teilen) wurden

plötzlich Zigarren hergestellt. Man

braucht ja nicht viel Equipment bei der

Herstellung. Neben Tabak einen Tisch,

einen Stuhl und noch ein Spezialmesser,

mit dem man zum Beispiel das

Deckblatt zuschneidet. Aus dem Stand

38

FineTobacco[+] 04·2021


Inserat 5thAvenue SKUs 2021 124x273 mm finetobacco 29.01.21

GENUSSVOLLE

VIELFALT FÜR

HABANOS-

LIEBHABER

lich wurde also in Kuba die Kultur der

Zigarrenherstellung, trotz hoheitlich-königlichen

Verbotes, im Privaten und für

den privaten Gebrauch, über all die Jahrhunderte

intensiv gepflegt.

Und deshalb war es möglich, dass

in nur elf Monaten viele Zigarren hergestellt

wurden und schließlich über

verschiedene Handelsleute ihren Weg

über den Atlantik fanden. Wie diese Zigarren

ausgesehen haben, ist schwer zu

sagen. Es gab ja noch keine einheitlichen

Formate. In Europa wurden sie verkauft

und genossen und erlangten innerhalb

kürzester Zeit eine überwältigende Beliebtheit.

Das alles geschah in 11 Monaten,

wo doch allein eine Überfahrt schon

mehrere Wochen dauerte.

Als die Spanier 1763 die Kontrolle

über die Insel zurückerlangten, verboten

sie die Herstellung von Zigarren

sofort wieder. Doch der Ruf aus Europa

schallte laut über den Ozean. Diesem

Druck beugten sich irgendwann die

Spanier, indem sie selbst Zigarrenfabriken

eröffneten. Die Produktion in den

kleinen Chinchales ging weiter, wenn

auch mehr oder weniger illegal und

unter der Hand. Die Entwicklung war

jedenfalls nicht mehr rückgängig zu

machen und schritt immer weiter voran.

Allerdings dauerte es noch einige

Jahre bis 1817, bis der spanische König

Ferdinand VII. die „Real Factorá“, das

spanische Tabakmonopol, offiziell auflöste

und erklärte, alle Menschen auf

der Welt sollten in den Genuss dieser

Zigarren kommen können.

www.5thavenue.de


ROBUSTO•GALA

40

FineTobacco[+] 04·2021


THE

QUEEN

OF RANKINGS

Wenn man sich die Ranglisten

führender Fachmagazine, diverser

Zigarren-Blogs und von Online-Händlern

ansieht, ist das Ergebnis eindeutig,

die Robusto ist mit Abstand das am häufigsten

vertretene Zigarrenformat. Das soll

auch das Thema dieser Zigarren-Gala sein.

Profan betrachtet, könnte man die Robusto

auch als praktische Zigarre bezeichnen.

Weder Aufbewahrung, Transport noch

Rauchdauer, stellen einen vor grö0ere

Herausforderungen. Aber es ist natürlich

mehr, was dieses Zigarrenformat zu bieten

hat. Das großzügige Ringmaß optimiert

das perfekte Zugverhalten und damit die

ausgezeichnete Aromenentwicklung. Die

schon erwähnte Rauchdauer kommt dem

modernen Zigarrenraucher sehr entgegen.

Davor – danach – zwischendurch. Die

Robusto passt immer. Und sie wirkt micht

zu aufdringlich. Sie ist nicht zu lang und

dominant – aber durch ihr selbstbewußtes

Ringma0 ist sie trotzdem ein echtes

Statement. Nicht zu vergessen, die Robusto

ist auch der ideale Tagebegleiter.

Sie ist, ohne es abwertend zu meinen die

perfekte Zweit- oder sogar „Drittzigarre“.

Fotos: Studio Jan Roeder

FineTobacco[+] 04·2021 41


ROBUSTO•GALA

»Feinwürzig und seidig in der Rauchtextur ergänzt um

einen Hauch von Pfeffer. Dezente Nussaromen, unterlegt

mit einer cremigen, zartbitteren Süße machen sich

am Gaumen breit. Als perfektes Pairings bietet sich ein

süß-würziger Rum aus Nicaragua an. «

DAVIDOFF NICARAGUA

Vitola Robusto

Deckblatt Nicaragua H 2000

Umblatt Nicaragua Jalapa

Einlage Nicaragua Ligero

Länge 127 mm

Gauge 20 mm

Preis 16,80 €

Vertrieb Davidoff of Geneva

Germany GmbH

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FineTobacco[+] 04·2021


BRICK HOUSE DOU-

BLE CONNECTICUT

Vitola

Deckblatt

Umblatt

Robusto

Connecticut Shade

(USA)

Connecticut

Broadleaf (USA)

Nicaragua

125 mm

21,8 mm

Einlage

Länge

Gauge

Preis 5,70 €

Vertrieb Arnold André

» Eine seltene und außergewöhnliche

Tabakkomposition. Diese hervorragenden

Tabake versprechen Aromen von

süßer Zeder, Sahne und Röstaromen,

wie auch Würze und Pfeffer.«

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ROBUSTO•GALA

»Eher von der milden Sorte. Sehr schöne Verarbeitung

des Deckblattes. Prima Zugwiederstand – weder zu stark

noch zu schwach.Sehr schöne klassische Aromen von

Kaffee, Leder, Holz. Angenehm Cremig im Mund.«

HOYA DE MONTERREY

EPICURE NO.2

Vitola Robusto

Deckblatt Kuba

Umblatt Kuba

Einlage Kuba

Länge 124 mm

Gauge 19,8 mm

Preis 12,00 €

Vertrieb 5th Avenue

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FineTobacco[+] 04·2021


DAVIDOFF SPECIAL R

ANIVERSARIO

Vitola Robusto

Deckblatt Ecuador H 2000

Umblatt Dom. Rep.

Einlage Dom. Rep.

Länge 124 mm

Gauge 20 mm

Preis 22,55 €

Vertrieb Davidoff of Geneva

Germany GmbH

»Das weite Ringmaß erlaubt es, drei

unkonventionelle Tabakblätter als

Einlage zu nutzen. Zusammen mit

dem Piloto Umblatt und dem Ecuadorianischen

Deckblatt schafft diese eher

unkonventionelle Herangehensweise

ein extrem harmonisches Genusserlebnis.

Die Dichte des Zuges lässt

Aromen von Gewürzen und Nüssen

herausstechen.«

FineTobacco[+] 04·2021 45


ROBUSTO•GALA

»Schön verarbeitetes Deckblatt –

tadellose Brandannahme.Von Beginn an

angenehm milde, fruchtige Noten. Cremig, süß.

Feine Kaffeenoten. Für die Liebhaber von eher

milden Zigarren eine klare Empfehlung.«

SAMANA

Vitola Robusto

Deckblatt Connecticut/

Dom. Rep.

Umblatt Dom. Rep.

Einlage Dom. Rep.

Länge 127 mm

Gauge 21,4 mm

Preis 7,00 €

Vertrieb Don Stefano

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FineTobacco[+] 04·2021


PARTAGAS

SERIE D NO.4

Vitola Robusto

Deckblatt Kuba

Umblatt Kuba

Einlage Kuba

Länge 124 mm

Gauge 19,8 mm

Preis 12,00 €

Vertrieb 5th Avenue

»Würzig, aromatisch, erdig, und nicht zu stark!

So muss eine Zigarre schmecken!. Zug und Abbrand

durchwegs gut! Eine wirklich ausgesprochen gute

Zigarre! Für jeden Kuba Liebhaber ein Muss.«

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ROBUSTO•GALA

PERDOMO RESERVE

10TH ANNIVERSARY

SUN GROWN

Vitola Robusto

Box Pressed

Deckblatt Nicaragua

Umblatt Nicaragua

Einlage Nicaragua

Länge 127 mm

Gauge 21,4 mm

Preis 9,80 €

Vertrieb Don Stefano

»Diese Zigarre startet mit kräftigen Erdaromen

und wenig Pfeffer. der rasch verfliegt

und weicht zugunsten schöner, satt

cremiger, süßlicher Aromen. Vanille, helle

Schokolade und Kandiszucker umschmeicheln

den Gaumen.«

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»Zu dem Preis finden wir keine bessere.

Die Verarbeitung ist ganz hervorragend

mit schönem Connecticut Deckblatt.

Der Anschnitt geht problemlos, der

Abbrand ist recht gut.«

REPOSADO

ESTATE BLEND 96

Vitola

Deckblatt

Umblatt

Einlage

Länge

Gauge

Preis 1,90 €

Vertrieb AKRA

Robusto

Connecticut

Nicaragua

Nicaragua

127 mm

19,8 mm

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ROBUSTO•GALA

VILLIGER

LA LIBERTAD

Vitola Robusto

Deckblatt Nicaragua

Umblatt Dom. Rep.

Einlage Nicaragua

Länge 127 mm

Gauge 20,6 mm

Preis 7,80 €

Vertrieb Villiger

»Handwerklich sehr gut gemacht, ist diese

dunkle Schönheit unaufgeregt aber eindrucksvoll

zugleich. Gleichmäß im Brand

und problemlos in der Handhabung

entwickelt sie einen kräftig-würzigen

Geschmack«

50

FineTobacco[+] 04·2021


LA AURORA 115

ANNIVERSARY

Vitola

Deckblatt

Umblatt

Einlage

Robusto

Ecuador

Brasilien

Cibao Valley

(Dom. Rep.),

Nicaragua, Brasilien

Länge 128 mm

Gauge 20,6 mm

Preis 9,20 €

Vertrieb Arnold André

»Eine Dominanz würziger Noten von

schwarzem Pfeffer öffnet die Tür

zu komplexeren und zarteren Aromen.

Angereichert mit Nuancen von Zimt,

Nüssen und Citrus bleibt der Rauchverlauf

kraftvoll, cremig und sehr anspruchsvoll.«

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ROBUSTO•GALA

VILLIGER SAN’DORO

COLORADO

Vitola Robusto

Deckblatt Ecuador

Umblatt Nicaragua

Einlage Nicaragua

Länge 127 mm

Gauge 19,8 mm

Preis 12,30 €

Vertrieb Villiger

»Die San’Doro Colorado verfügt über eine sehr

komplexe Mischung, mit jeder Menge Aroma und Kraft.

Dennoch verwöhnt sie den Gaumen des Aficionados

auf eine weiche und runde Art und Weise.«

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»Eine Symbiose aus reichem und vollem

Geschmack mit einem frischen, unvergesslichen

Duft und Noten von Eukalyptus und Kaffee –

die perfekte After-Dinner-Zigarre«

ARTURO FUENTE

DON CARLOS

Vitola Robusto

Deckblatt Kamerun

Umblatt Dom. Rep.

Einlage Dom. Rep.

Länge 125 mm

Gauge 18,7 mm

Preis 15,60 €

Vertrieb Kohlhase & Kopp

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ROBUSTO•GALA

BOSSNER

ROLANDO

Vitola

Deckblatt

Robusto

Connecticut

Maduro

Broadleaf (USA)

Umblatt Dom. Rep.

Einlage Dom. Rep.

Länge 125 mm

Gauge 20 mm

Preis 8,30 €

Vertrieb Bossner

»Das Robusto-Format wird

immer beliebter. Es sorgt für

einen angenehmen und nicht zu

langen Genuss. Die BOSSNER

Robusto bietet einen würzigen

Auftakt mit einem cremigen

Rauch und unaufdringlicher

Fülle.«

54

FineTobacco[+] 04·2021


FLOR DE SELVA

Vitola Robusto

Deckblatt Connecticut Shade

Umblatt Honduras

Einlage Honduras

Länge 120 mm

Gauge 19 mm

Preis 8,20 €

Vertrieb Kohlhase & Kopp

»Der Inbegriff für Made in Honduras!

Subtile und ausgewogene Noten von

Zedernholz und Trockenfrüchten verschmelzen

zu honigartigen Aromen und eröffnen eine

faszinierende Symphonie der Sinne «

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KIKIS•REISENOTIZEN

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FineTobacco[+] 04·2021


Im Schoß von

PACHAMAMA

Von Kiki Baron Fotos: Virgilio Martinez / Paul Spierenburg

Es passiert nicht alle Tage,

dass man mit einem gefeierten

Küchenchef im Dreck

hockt. Unterm Po staubtrockene Ackerfurchen

in Perus Heiligem Tal. Sie erstrecken

sich 3700 Meter hoch in den

Anden. Dank einiger Tageswanderungen

mit Guide vom Luxusresort „Explora“

habe ich mich zumindest schon

mal mit der dünnen Luft angefreundet.

Jetzt noch mit den Nahrungsmitteln,

die im Schoß von Pachamama – Mutter

Erde – wachsen. An den Händen

des Küchenchefs klebt Lehm, doch er

strahlt. Wie ein Kind, das im Sandkasten

gewühlt und seine Lieblingsbauklötzchen

ans Licht befördert hat. Die Lieblingsbauklötzchen

von Virgilio Martinez

sind nämlich Knollen. Ich käme freilich

nicht im Leben drauf, dass diese eigenartigen

Dinger, die Südamerikas bester

Koch aus dem Boden geklaubt hat,

Kartoffeln sein könnten. Geputzt und

auf einer Jutedecke arrangiert liegen

die kapriziösen Naturalien vor mir: Violette

und rosarote, manche geformt

wie Pumatatzen, andere wie knubblige

Tannenzapfen oder geschuppte Kaktusblätter.

Manuel Choqque erklärt. Als

Sohn des Heiligen Tals baut er für Martinez

nach traditioneller Methode an.

Zudem züchtet der Agrar-Ingenieur aus

endemischen Ursorten Küchen kompatible

Erdfrüchte. Etwa 350 verschiedene

liefert er im Laufe des Jahres. Ich staune

nicht schlecht über die Ausbeute

wundersamer Knollen, könnte sie mir

allerdings eher als originelle Tischdekoration

vorstellen denn als Lebensmittel.

Olluco heißen die Zapfen förmigen

Tuber auf Indigenen-Sprache Quechua,

besuchen Sie auch

LOGBUCH – DER PODCAST

Aufzeichnungen einer

Reisejournalistin

@logbuch_podcast

Jeden Sonntag eine neue Folge bei

Spotifiy, Apple Podcast und Deezer.

Wurzelknolle des peruanischen Sauerklees.

Wir probieren das sonnengelbe

Fleisch. Schmeckt knackig und saftig

und ein bisschen nach Birne. Aus den

bunten Ollucos zaubert Virgilio Martinez

fantasiereiche Kreationen. Im „Central“,

Flagship-Restaurant in Lima, und

im „Mil“. Das liegt nur wenige Kilometer

Schotterstraße vom Acker entfernt. Seit

Sommer 2019 ist der Chefkoch zudem

kulinarischer Partner von „Explora Valle

Sagrado“. So kann man in diesem

luxuriösen all-inklusive Öko-Resort an

jedem Abend farm-to-table Kost in abwechslungsreichem

Gourmet Format

genießen.

Auf meiner Wanderung über abgeerntete

Getreidefelder hätte ich Mil fast

übersehen. Es sieht nämlich aus wie

eine etwas groß geratene Lama-Schutzhütte

aus Lehm. Direkt daneben das

Ausgrabungshighlight des Heiligen Tals

- Moray. Das fällt richtig ins Auge. Die in

konzentrischen Kreisen geformte Anlage

stammt aus der Inka Epoche. Das

faszinierende Bauwerk war, wie die Archäologie

ergeben hat, Agrar-Versuchsstation

des alten Volkes. „Kein anderer

Ort in Peru hätte besser zu meinem Konzept

gepasst “, sagt Martinez und meint

„Mater Iniciativa“. Das Projekt ist Basis

seiner Küche. Sagenhaft viel Aktionismus

steckt dahinter. Denn mit Unterstützung

von Bauern und Indios, Anthropologen

und Ökotrophologen forscht

er in Anden und Amazonasbecken nach

vergessenen Nahrungsmitteln und Heilpflanzen.

Alle Entdeckungen landen im

Mil. Abgesehen vom schlicht gestylten

Restaurant hat er dort ein Labor zur

Analyse der Funde eingerichtet. Das ist

spannend, denn hier lerne ich schon

mal, aus welchen unbekannten Produkten

das 8-Gänge-Lunch-Menü gezaubert

wird. Und so perlen die Glücksgefühle in

Sachen Gourmandise noch mal höher,

wenn man erst in der Erde gewühlt, dann

den betörenden Duft endemischer Minze

inhaliert hat und schließlich die subtilen

wie aromaintensiven Kreationen langsam

über Zunge und Gaumen rutschen

lässt. Mehr Authentizität, Naturprodukte

und Speisen, die andinische Landschaft

und ihre Ressourcen repräsentieren,

geht nicht.

Anfang Oktober habe ich Virgilio Martinez

und seine Frau Pia Léon in Antwerpen

wieder getroffen. Bei der Preisverleihung

„The World’s 50 best Restaurants“.

Das Central belegt jetzt den 4.Platz, Pia

Léon wurde als weltbeste Köchin ausgezeichnet.

Ihr Restaurant „Kjolle“ liegt

unter demselben Dach. Was für ein tolles

Paar. Ich wünschte, wir gehen nochmal

zusammen Kartoffeln klauben. Dafür

mache ich mir liebend gern die Hände

schmutzig.

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RAUCHER•PORTRAIT

58

FineTobacco[+] 04·2021


Vorhang auf für

Groucho Marx!

Er war der scharfzüngige Anführer der Marx Brothers. Ein Zeitgenosse von

Charlie Chaplin, Buster Keaton und Laurel & Hardy. Unverwechselbar – seine

Erscheinung: Augenbrauen und Schnauzbart aufgemalt, dazu Brille und Zigarre.

Seine Kleidung suggerierte Seriosität. Doch Julius Henry „Groucho“ Marx

war die pure Anarchie, ein rasender Wortakrobat, der jede Autorität mit absurden

Dialogen zu Fall brachte. Die Zigarre durfte dabei nie fehlen: Im Film als

unverzichtbares Requisit, im Privatleben als handgerollte Notwendigkeit.

Text: Elmar Schalk

Da war sie – diese

stählerne Demarkationslinie

Brooklyns: Auf der einen

Seite die schicken Häuser der Upper

East Side rund um den Central

Park. Auf der anderen Seite so

kleinbürgerliche Viertel wie Yorkville,

voller Menschen, auf den Straßen

und in den viel zu kleinen Mietwohnungen.

Die Hochbahn über der

Third Avenue, die um 1909 viele

Stadtteile New Yorks verband, teilte

Brooklyn sichtbar in zwei Klassen.

Doch Minnie Marx wollte unbedingt

„auf die andere Seite“. Als junges

Mädchen war sie aus Ostfriesland

hier her gezogen, hatte geheiratet

und sechs Söhne zur Welt gebracht.

Der Erstgeborene war früh verstorben,

aber die restlichen fünf gediehen

prächtig. Mit Leonard, Adolph,

Julius, Milton und Herbert durfte

sie zufrieden sein. Denn die Jungs

hatten künstlerisches Talent, konnten

singen und tanzen und spielten

verschiedene Instrumente. Irgendwann

sollte der Erfolg doch kommen!

»Why, look at me. I've worked

my way up from nothing to a

state of extreme poverty.«

Bevor aber Chico, Harpo, Groucho

und Zeppo als „Marx Brothers“

berühmt wurden (während Gummo

beruflich andere Wege ging), musste

die Familie Geld verdienen. Der Vater

war eigentlich Tanzlehrer gewesen

und verdingte sich als minderbegabter

Schneider. Die Söhne jobbten im

Kindesalter in Metzgereien, als Zeitungsjungen,

Barpianist, Kutscher

oder Perückenreiniger. Julius, alias

Groucho, wollte eigentlich Arzt werden,

brach aber auf Drängen seiner

Familie die Schule mit zwölf Jahren

ab und wurde Bürohilfe. Die Mutter

sah ihre Sprösslinge dagegen auf

FineTobacco[+] 04·2021 59


RAUCHER•PORTRAIT

der Bühne. Schließlich waren schon

ihre Eltern als zaubernder Bauchredner

und als jodelnde Harfenistin

aufgetreten. Und ihr Bruder Albert

hatte es als Schauspieler und

Stand-up-Comedian „Al Shean“ sogar

bis zum Broadway gebracht. Weil

Groucho eine wohlklingende Stimme

hatte, wurde der 15-jährige also mit

verschiedenen Künstlern auf Tour

geschickt (und dabei mehr als ein

Mal um seine Gage betrogen).

»Learn from the mistakes

of others. You can never live

long enough to make them all

yourself.«

Bevor das neue Medium Kino

die Innenstädte eroberte, waren die

Vaudeville Theater mit ihren Nonstop-Varietés

absolute Kassenschlager.

Spätere Filmstars wie Charlie

Chaplin oder Buster Keaton feierten

hier ihre ersten Erfolge. Doch es war

ein knallhartes Business, das sich

aufgrund extremer Arbeitszeiten und

mieser Bezahlung für die meisten als

reine Ausbeutung entpuppte. Minnie

nahm das Management ihrer Sprösslinge

nun selbst in die Hand, steckte

sie in Matrosenanzüge und ließ sie

als Gesangsgruppe „The Four Nightingales“

auftreten. Mit wechselndem

Erfolg. Als die Brüder mit der

Zeit feststellten, dass ihre Gesangsnummern

beim Publikum viel besser

ankamen, wenn sie sie mit Slapstick

kombinierten, während Groucho sich

über die Zuschauer lustig machte,

wechselten sie nahtlos zur Komik.

Mit ihrer eigenen Interpretation eines

beliebten Broadway Musicals tourten

sie jetzt als „Marx Brothers“ über sieben

Jahre lang erfolgreich durch die

USA. Weil Gummo 1916 zur Armee

ging, requirierte die Mutter ihren

Jüngsten – Zeppo – für das Marx Ensemble,

obwohl der seinen Beruf als

Ford-Mechaniker weit mehr mochte.

»Those are my principles,

and if you don't like them…

well I have others.«

Jeder der Vier hatte seine eigene

Rolle, manche Charaktere waren

bereits Jahre zuvor entstanden: Leonard

als „Chico“ war der Impulsive

mit dem italienischen Akzent. Damit

konnte er schon mehreren Schlägern

in seinem Viertel weismachen,

dass er kein Jude sei. Sein Instrument

war das Piano, das er meisterhaft

beherrschte, während seine

Hände eine eigene Choreographie

aufführten. Adolph, der sich bald

Arthur nannte und als „Harpo“ bekannt

wurde, verließ die Schule bereits

in jungen Jahren aufgrund von

massivem Mobbing. Er war der musisch

begabteste, beherrschte mehrere

Musikinstrumente, speziell die

Harfe. Weil er selten textsicher war,

entstand daraus sein stumme Rolle,

die pantomimisch, durch Pfeifen

oder Hupen mit den anderen kommunizierte.

Julius, alias „Groucho“,

war der Anführer, ein wortverdrehender,

sarkastischer Schlaumeier,

der anfangs noch mit deutschem

Akzent sprach. Sein Outfit war inspiriert

von Onkel Albert, der öfters mit

Frack und Zylinder zu Besuch kam.

Zur Zigarre als Requisit hatte ihm

ein anderer Vaudeville-Darsteller

geraten: „Falls einem mal der Text

entfällt, pafft man so lange weiter,

bis er einem wieder einfällt!“ Der

Schnauzbart war ursprünglich angeklebt

gewesen. Bei mehreren Auftritten

pro Tag eine zeitaufwendige

und keineswegs hautschonende

Tortour. Als Groucho eines Tages zu

spät vom Mittagessen kam, malte er

sich auf die Schnelle den Bart einfach

an. Das Publikum lachte trotzdem

und Fakebart samt Kleber landeten

für immer in der Schublade.

Herbert, der verhinderte Automechaniker,

genannt „Zeppo“ musste

sich nicht viele Gedanken um Kostüm

und Maske machen, im Gegensatz

zu seinen clownesken Brüdern

war er der „Normalo“ im Quartett.

Das brachte ihm manchmal sogar

60

FineTobacco[+] 04·2021


das Mitleid der Presse ein. Doch

Zeppo blieb auf dem ihm zugedachten

Platz, bis er nach fünf gemeinsamen

Filmen, 1933 ausstieg. Dabei

konnte er seine Brüder brillant imitieren.

In mehreren Vorstellungen

sprang er für Groucho ein, als dieser

an einer Blinddarmentzündung litt.

Als ihn der ältere Bruder in seiner

Rolle sah, meinte er anerkennend:

„Er war so gut, dass ich ihn meinen

Part hätte endlos spielen lassen,

wenn man mir erlaubt hätte, im Zuschauerraum

zu rauchen.“

»While money can't buy

happiness, it certainly lets

you choose your own form of

misery«

In den 1920er Jahren waren die

Comedyshows der „Marx Brothers“

extrem erfolgreich. Ihr Mix aus Musik,

bizarrer Handlung (bei der oft

die High Society aufs Korn genommen

wurde), beißendem Humor und

gekonnter Improvisation machte sie

zur Stars am Broadway. Mit der grassierenden

Popularität des Tonfilms

wurden schließlich auch die Studios

auf die Vier aufmerksam. Für die Adaptionen

der Bühnenshows unterzeichneten

die Brüder Marx bei Paramount

Pictures und drehten 1929

ihren ersten abendfüllenden Spielfilm

„The Cocoanuts“. Minnies Traum

war in Erfüllung gegangen – ihre

Jungs hatten es geschafft! Kurze Zeit

später starb sie an einem Schlaganfall.

Ein weiteres Ereignis erschütterte

in diesem Jahr nicht nur die

Familie, sondern die gesamte westliche

Welt: der Börsencrash am 24.

Oktober. Wie die meisten US-Amerikaner

hatte sich auch Groucho zuvor

hinreißen lassen, in Aktien zu

investieren; in guten Zeiten verdiente

er an der Börse mehr als auf der

Bühne. Nun hatte er den Großteil seines

frisch erworbenen Vermögens

mit einem Schlag verloren. Dieser

Schock und die Erinnerung an seine

Kindheit in ärmlichen Verhältnissen

machte ihn zu einem sehr sparsamen

Menschen. Sein Sohn Arthur

erinnerte sich daran, dass sein Vater

immer dort parkte, wo es nichts kostete;

selbst wenn das Restaurant einige

Straßen weit entfernt war. Dann

ließ er meist auch Hut und Mantel im

Wagen, um sich die Garderobenfrau

zu sparen. Jedenfalls bis zu dem Tag,

als sein Auto gestohlen wurde. Samt

Hut und Mantel.

»In Hollywood, brides keep

the bouquets and throw away

the groom.«

Nachdem der Vertrag mit Paramount

1933 ausgelaufen war, gründete

Zeppo gemeinsam mit Gummo

eine der größten Talentagenturen

Hollywoods, mit späteren Stars

wie Jack Benny und Lana Turner.

Währenddessen segelten Groucho,

Chico und Harpo weiter auf einer

gigantischen Erfolgswelle, mit den

Studios von MGM, RKO und UA. Ein

fester Bestandteil des Ensembles

war auch Margaret Dumont, sozusagen

ein „adoptierter Marx Brother“.

Als Personifizierung der feinen

Gesellschaft spielte sie meist

die Grande Dame, die wegen ihres

Vermögens von Groucho abwechselnd

verschmäht, verehrt und beleidigt

wurde. Privat spielte Geld in

der Familie Marx eigentlich keine

Rolle mehr. Bis auf eine Ausnahme:

Chico. Neben seiner Vorliebe für

die holde Weiblichkeit, den „chicks“,

war er ein pathologischer Spieler,

der schon als Kind den halben

Hausstand seiner Eltern verpfändete,

um Spielschulden zu begleichen.

1949 nötigte seine chronische

Finanznot die Brüder noch ein Mal

gemeinsam vor die Kamera, obwohl

die Marx Brothers inzwischen aus

der Mode waren. „Love Happy“ als

dreizehnter Aufguss ließ dann auch

den Witz und die Energie seiner

Vorgänger vermissen. Doch immerhin

bescherte er der jungen Marilyn

Monroe eine ihrer ersten Filmrollen

und zukünftig den roten Teppich.

»I find television very educational.

Every time someone

switches it on I go into another

room and read a good

book.«

Drei Jahre zuvor hatte Groucho

Marx nach dem letzten Film schon

die Nase voll von Hollywood. Er

wollte etwas anderes machen. Für

den Auftritt in einer Radioshow mit

Bob Hope hatte man ihn 40 Minuten

warten lassen. Der Comedian

rächte sich auf seine Weise, quasselte

den Kollegen an die Wand

und überzog die Sendezeit ebenso

FineTobacco[+] 04·2021 61


RAUCHER•PORTRAIT

humorvoll wie grenzenlos. Die Macher

waren begeistert und boten

ihm eine eigene Sendung an, die

Quizshow „You Bet Your Life“, in der

Gespräche mit den Kandidaten im

Vordergrund stünden. Er sagte zu.

Nach vier unterhaltsamen Jahren

wechselte das Format 1951 ins

Fernsehen, wo die Show weitere

elf Jahre über den Bildschirm

flimmerte. Schon vor Jahren hatte

sich der „neue Groucho“ einen echten

Schnurrbart wachsen lassen,

um nun auch ungeschminkt von

den Fans erkannt zu werden. Auch

sonst blieb er sich treu, hatte immer

eine Zigarre in der Hand (die selten

brannte) und zog seine Kandidaten

hemmungslos/ liebenswürdig/ hinterlistig

durch den Kakao.

»A woman is an occasional

pleasure but a cigar is always

a smoke.«

Obwohl er auf fast allen Fotos mit

der obligatorischen Zigarre zu sehen

ist, war er dennoch kein starker Raucher,

erinnerte sich sein Sohn Arthur

in seinem 1993 geschriebenen Artikel

für den Cigar Aficionado. Zwei

pro Tag seien der Durchschnitt gewesen:

eine nach dem Mittagessen,

eine nach dem Abendessen. Seine

Handgerollten bewahrte der Vater

in einem großen Humidor im ersten

Stock auf, hauptsächlich Havannas

wie die alten Marken Belinda oder

Dunhill 410. Außerdem standen einige

Straight Grain-Pfeifen von Dunhill im

Bücherregal seines Büros, zusammen

mit mehreren Dosen englischen Pfeifentabaks.

So sparsam wie Groucho

sonst war – bei Zigarren, Pfeifen und

edlen Raucherutensilien machte er

gerne eine Ausnahme. Dafür warb er

hin und wieder für Autos, Frühstücksflocken,

Glühbirnen, Bier, Wodka, Deodorant

und natürlich Tabakwaren. Die

Zigarettenwerbung, für die er kurz

nach dem Börsencrash 1929 notgedrungen

sein Gesicht hergab, war ein

Ausrutscher gewesen, denn Marx hielt

nicht viel von den kleinen Glimmstengeln.

Jahre später ließ er sich für eine

„Blackstone Cigar“ Feuer geben und

lieh sein Konterfei dem „Edgeworth

ready-rubbed Pipe Tobacco“. Anfang

der 1960er drehte der Beatles-Regisseur

Richard Lester mit dem gereiften

Schauspieler einen Werbespot für

„Doncella Cigars“. Zigarren waren immer

seine große Leidenschaft gewesen.

Seine dritte Ehefrau, Eden Hartford,

hatte ihn mal vor die Wahl gestellt

„Entweder ich oder die Zigarre“. Groucho

entschied sich für die Havanna,

musste danach ein halbes Jahr alleine

schlafen, dafür mit Zigarre. Seine beiden

Kinder aus erster Ehe konnten ein

ähnliches Lied singen: „Immer wenn

uns Dad ins Kino einlud, mussten wir

uns einen Film ansehen, den wir schon

längst kannten. Weil man nur in dem

drittklassigen Schuppen Zigarre rauchen

durfte.“

»Yesterday is dead, tomorrow

hasn't arrived yet. I have

just one day, and I'm going to

be happy in it.«

Mit über 80 Jahren, sollte er

auf Anraten des Arztes schließlich

das Rauchen aufgeben. Als ihn sein

Sohn besuchte, entflammte der Vater

gerade ungeniert eine Havanna:

„Ich dachte, Du sollst nicht mehr

rauchen?“, wundert sich Arthur.

„Schau mal,“ entgegnet Groucho

„wenn Du in mein Alter kommst,

hast Du nicht mehr viele Vergnügungen.

Du kannst nicht trinken,

Du kannst nicht vögeln. Das Zigarrerauchen

ist die einzige Freude,

die mir noch geblieben ist. Dann

sterbe ich eben ein paar Jahre jünger!“

„Und was sagt Dein Doktor

dazu? Hast Du ihn gefragt, ob das

okay ist, wenn Du damit wieder anfängst?“

will der Sohn wissen. Als

Antwort kommt ein breites Grinsen

und der Satz: „Wie soll ich ihn denn

fragen? Er ist vor drei Wochen gestorben!“

Einige Jahre später, im

August 1977, fällt auch für Julius

Henry Marx der letzte Vorhang

im Alter von 86 Jahren. Eigentlich

wollte er ja „über Marilyn Monroe“

begraben liegen, und auf seinem

Grabstein sollte "Excuse me, I can't

stand up." stehen. Beide Wünsche

wurden ihm nicht erfüllt. Doch in

seinen Filmen ist Groucho Marx unsterblich

geworden.

62

FineTobacco[+] 04·2021


Seating everyone

at the table


PFEIFENTABAK

Neue

Genusswelten

Am Ende des Jahres kommen

von den großen Herstellern

die neuen Produkte

auf den Markt. Gleich

drei Weihnachtsmischungen in natürlich

limitierter Auflage buhlen um die

Gunst der Raucher. Die Gemeinsamkeiten

liegen auf der Hand. Hocharomatisch,

100 Gramm Schmuckdose

und nicht vakuumverpackt. Der Tabak

ist dadurch nur bedingt haltbar, durch

ein nicht vorhandenes Vakuum stehen

dafür die Aromen klar und prägnant

zur Verfügung.

Öffnen Sie diese winterlichen Mischungen

gern bis Ende des Jahres.

Die letzten Jahre stand der Kohlhase

Weihnachtstabak in der Rangliste

ganz oben in der Gunst der Raucher.

Mal sehen, wie es dieses Jahr

aussieht.

Daneben, nicht weniger interessant,

zwei Neuheiten in der

Schmuckdose: Hollywood und Year

of the Tiger.

Für den Liebhaber naturbelassener

Blends kommt Peterson mit

zwei nahezu naturbelassenen Mischungen

ohne Limitierung auf den

Markt. Beide haben eine dreijährige

Reifezeit im Eichenfass auf sich genommen

und beschreiten damit einen

Weg, den wir im Zigarrenbereich

schon kennen. Werden die hohen

Erwartungen erfüllt? Das Verkosten

dieser beiden Blends beinhaltet große

Spannung.

Vauen ergänzt seine schon stattliche

Serie um den Sunset und John

Aylesbury wartet mit einem neuen

Jahrestabak auf.

Zum Abschluss noch ein paar

Worte zu Aromatisierungen. Die Erfahrung

hat gezeigt, dass der Pfeifenraucher

es hocharomatisch liebt.

Mischungen mit nur dezent zugefügter

Aromatik tun sich schwer

und werden zögernd angenommen.

Immer wieder verlangt der Kunde in

der Praxis zwar eine leicht aromatische

Mischung, gekauft wird dann

doch das Gegenteil: Süß! Dagegen ist

nichts einzuwenden. Wahrnehmung

und Realität stimmen halt nicht immer

überein.

Der Liebhaber englischer Noblesse

geht in dieser Ausgabe leider leer

aus. Kein Latakia befindet sich in den

vorgestellten Schönheiten. Man kann

nicht alles haben. Fairerweise sei gesagt,

dass der englische Bereich nur

wenig Neues bereithält - bei der im

Handel befindlichen Auswahl ist aber

für jeden Geschmack etwas dabei.

BEWERTUNGSSYSTEM:

80-85 Punkte nicht empfehlenswert

86-90 empfehlenswert

91- 95 große Klasse

96-100 Hochgenuss

Unser Autor Jens Meyer leitet seit 2007 das Haus

Pfeifen Huber in München. Gegründet wurde das

Unternehmen 1863 und wird heute in vierter Generation

von Georg Huber geführt.Jens Meyer bietet dort

auch Einsteigerseminare.

Weitere Informationen: www.pfeifen-huber.de

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FineTobacco[+] 04·2021


Kohlhase & Kopp Wintertime

Die Firma Kohlhase schickt zu Weihnachten gleich mehrere Pferdchen

ins Rennen um den ersten Platz, oder, um es auf den Punkt zu bringen:

Es geht um die gelungenste Weihnachtsmischung. Gefühlt liegt der

Kohlhase immer einen Hauch vor Rattray‘s und Konsorten.

Sehen wir genauer hin: Unaufgeregter Schnitt mit dem

üblichen Verhältnis von Virginia, Black Cavendish und

Burley. Langweilig bedeutet in diesem Fall jedoch auch: Easy Smoking und

leichtes Stopfen. Letztlich wollen wir den Weg zum Genuss mühelos erreichen.

Dann aber der Duft: Waffel, Schokolade, Kakao, Karamell, ein Hauch

Vanille. Keine Frucht. Einfühlsam und gelungen. Das steht nicht nur einer

Weihnachtsmischung, was den Tabak gleich noch interessanter macht. Zum Geschmack:

Süß, sanft, Röstaromen und im Vorbeigehen ein Hauch Frucht. Also

doch. Schokolade im Vordergrund. Richtig dosiert das alles. Eine Dame im Raum

antwortete auf die Frage, wie der Tabak riecht, so simpel wie aufschlussreich: Super!

Dabei will ich es bewenden lassen.

100 Gramm Dose 25,30 €. Aromatisierung: Hoch. Stärke: Leicht.

94

Punkte

Rattray’s Winter Edition

Im Gegensatz zum Kohlhase Winter Time, beschreitet der

Rattray´s eine deutlich fruchtigere Richtung. Maraschino

Kirsche laut Hersteller. Abwechslungsreiches Tabakbild,-

durchsetzt mit Flake Anteilen. Ansprechend und wertig. Im

Geschmack kandiertes Obst und Marmelade, dabei doch vital,

nicht aufdringlich. Bleibt fokussiert in der Frucht bis zum

Finale. Die Komposition passt schon sehr gut in die kalte Jahreszeit.

Wärmend.

100 Gramm Dose 26,60 €. Aromatisierung: Hoch. Stärke: Leicht.

92

Punkte

John Aylesbury Winter Edition 2021

Auch Aylesbury setzt die Tradition fort mit einem neuen, wieder limitierten

Weihnachtstabak in der Schmuckdose. In der Charakteristik ähnlich

der Rattray´s Winter Edition. Süße Aromen von Schokolade,

Nuss, Kirsche und Zimt entströmen dem typischen Blend aus

Virginia, Burley und Black Cavendish.

Im Geschmack Frucht, die an Bratapfel erinnert. Das Ganze

wird eingepackt in eine tragende Cremigkeit, ohne übergewichtig zu geraten. Im

Verlauf fließen Vanille und eine exotische Fruchtigkeit hinzu. Spielen aber nicht

die erste Geige, sondern begleiten den Genuss am Rande. Eine rundum gelungene

Mischung, die nicht nur an Weihnachten Freude macht. In der Akzentuierung der

Aromen den beiden Kontrahenten einen Hauch voraus.

100 Gramm Dose 26,80 €. Aromatisierung: Hoch. Stärke: Leicht.

93

Punkte

Kohlhase & Kopp Limited Edition 2022

Hollywood

Hollywood hat nicht wenige Pfeifenraucher hervorgebracht, doch sind

sie heute nahezu vergessen. Der Regisseur Quentin Tarantino gehört

zu den Wenigen, die sich in den letzten Jahren der Symbolik

der Pfeife angenommen haben - der Mann scheint eine besondere

Beziehung zu diesem Genre zu haben. Doch damit

hat sich das Thema schon wieder erledigt, was die Neuzeit angeht. Gehuldigt wird

dieser Tabak nicht den Schauspielern, sondern einem besonderen Cocktail. Hollywood

Mule: Himbeere, Gin und Limette versuchen wir jetzt aufzuspüren in der

festen Form. Alkohol und Tabak ergänzen sich bekanntlich uneingeschränkt, also

warum nicht einen Tabak mit den Aromen versetzen.

In der Nase ein Potpourri aus Früchten, vielleicht etwas Citrus. Virginia, Black Cavendish,

eine Spur Burley und gerissene Flakeanteile. Im Geschmack durchgehend tänzelnd

leicht mit konstantem Rauchfluss. Schafft es nur in einer großen Pfeife auf 90 Minuten

Unterhaltung zu kommen. Die Gefahr, währenddessen einzuschlafen ist nicht gegeben. Oskar verdächtig,

gut gemacht!

100 Gramm Dose 25,30 €. Aromatisierung: Hoch. Stärke: Leicht.

95

Punkte

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PFEIFENTABAK

Kohlhase und Kopp Year of the Tiger

Schon Davidoff hat dem chinesischen Jahr des Tigers eine eigene

Zigarre gewidmet. Was noch weitläufig Sinn macht, da die Produkte

der Schweizer auch in China vertrieben werden. Muss

der chinesische Zyklus von Tieren das Konterfei des neuen

Jahretabaks schmücken? Eine Pfeifentabakkultur, wie wir

sie kennen, findet in China nicht statt (noch nicht). Der Typus

des Tabaks ist dänisch-aromatisch. Exotische Litschi Aromen strömen laut

Hersteller aus dem klassischen Blend hervor. Mit Phantasie sind diese zu erkennen.

Wenn Sie lediglich eingekochte Birnen mit Sahne und Vanille spüren, ist dagegen

auch nichts einzuwenden. Im Geschmack dick, süß, saftig. Bleibt lange präsent

im Raum. Hat eine gute Länge mit Klarheit und Schmelz.

100 Gramm Dose 25.80 €. Aromatisierung: Hoch. Stärke: Leicht.

92

Punkte

John Aylesbury 2022 Limited Edition

Eine typische, moderne Mischung auf der hocharomatischen Seite.

Wertige Grundtabake, abgerundet durch Flake Stücke und Cube

Cuts. Kirsche, Erdbeere, Mirabelle und Vanille werden uns

durch das nächste Jahr begleiten. Das hört sich gut an, duftet

ebenso und weiß im Geschmack zu überzeugen. Die Balance

wird während des gesamten Rauchverlaufes gehalten, die

Süße der Früchte findet den Ausgleich in der Vanille. Der Preis ist gerechtfertigt für

eine Premium Mischung dieser Kategorie. Easy Smoking!

100 Gramm Dose 25,95 €. Aromatisierung: Hoch. Stärke: Leicht. 93

Punkte

W.Ø. Larsen Royal Danish

Gefühlt sind schon alle Tabake von Larsen in der Schmuckdose hier über die Jahre

besprochen worden. Dieser nicht! Vor langer Zeit kam der Däne in einer ovalen

Dose, so manch einer erinnert sich vielleicht. Doch die Mischung hat

sich verändert und ist doch dem Larsen Stil treu geblieben. Ungewöhnlich

helles Tabakbild, dem kurz und breit geschnittenen Virginia wird

etwas Black Cavendish untergemischt. Immer wieder wird von

einem fruchtig intensiven Aroma gesprochen, das kann ich nicht teilen. Der Auftakt

ist blumig anschmiegsam, die typische Vanille-/ Aprikosen-/ Mandarinen-Süße ist

wohldosiert und zurückhaltend gewählt. Überhaupt zeigt dieser Tabak einmal mehr,

was der weltgrößte Pfeifentabakhersteller, die Scandinavian Tobacco Group, kann.

Trotz des flockigen Schnittes unproblematisch zu stopfen. Perfekte Feuchtigkeit, sauberer

Abbrand. Gefährlich süffig im Geschmack. Cremig, unaufdringlich und auf sanfte

Weise begleitend. Gibt es überhaupt Kritikpunkte? Schöne Dose, aber in der Praxis unhandlich.

Der Tabak wird schnell trocken (was auf alle Schmuckdosen zutrifft) und passt

in keine Jackentasche, was der Hersteller aber auch nicht beabsichtigt hat.

100 Gramm Dose 27,30 €. Aromatisierung: Medium. Stärke: Leicht.

94

Punkte

Peterson 3 Years Cask Aged

Virginia Mixture

Diese neue Mixtur aus dänischem Hause wurde 3 Jahre in

Eichenfässer der dänischen Destillerie Braunstein gereift

und mit einem Rum Flavour versehen. Strenggenommen

lediglich ein Loose Cut, denn der Tabak besteht aus mittelfaserig

geschnittenem Virginia und Black Cavendish. Gibt

sich im Duft naturbelassen und sanft. Rum ist nicht erkennbar, wie auch die

Reifung im Fass keine Spuren hinterlassen hat. Angaben zu der Art der Fässer

oder einer weiteren Aromatisierung? Fehlanzeige. Im Duft eine typische, nahezu

naturbelassene Mischung auf Virginia Basis, schön gemacht. Im Rauchverlauf gefällt

das erste Drittel besonders, hier präsentiert sich der Däne in seiner Virginia

Süße und Leichtigkeit von zurückhaltender Zartheit, kann sie im Verlauf aber nicht

ganz halten.

Der Tabak soll kontinuierlich lieferbar sein, ist also nicht limitiert. Eine ideale Mischung

zum Einstimmen auf den Tag. Lassen Sie es leise angehen.

50 Gramm Dose 15,90 €. Aromatisierung: Niedrig. Stärke: Leicht.

92

Punkte

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FineTobacco[+] 04·2021


Peterson 3 Years Cask Aged English Mixture

Ähnlich dem Virginia Cask Aged, doch hier handelt es sich um

eine wirkliche Mixtur: Flake Anteile und Perique ergänzen die

Basismischung. Der Perique ist in seiner Würze sofort erkennbar

und gibt der Mischung Volumen und Kraft. Deutlich

mehr Tiefe im Geschmack, dabei dicht und mit guter Länge

ausgestattet. Gehaltvoll und fein herb. Laut Hersteller mit

Whisky abgerundet, welcher, ähnlich wie beim Virginia Mixture, keine Akzente zu

geben vermag. Trotz der Kritik eine gelungene englische Mischung, die ohne Latakia

auskommt. Die Grundtabake sind auf sich gestellt und meistern ihr Werk ohne

zugegebene Aromen, das muss man erst einmal schaffen, denn hier zählt die Qualität

des Tabaks.

50 Gramm Dose 15,90 €. Aromatisierung: Niedrig. Stärke: Medium. 91

Punkte

VAUEN Sunset

Die Nürnberger sind seit jeher nicht bescheiden, was das Ausschmücken

der Aromen angeht. Nicht weniger als kandierte

Orangen, Honig und Kiefernharz sollen zu schmecken sein.

Nun kann ich Sie beruhigen: Kein wirkliches Harz ist im Tabak

vorhanden, es geht hier um den Geschmack im übertragenen

Sinne. Eine andere Interpretation lautet: Gebuttertes

Marzipan und winterlicher Kompott in der Nase, fest und vollmundig. Die Sorge,

dass der Geschmack in Schwerfälligkeit versinkt, ist nicht gegeben. Ganz im Gegenteil

und überraschend zugleich: Verspielt süß und facettenreich entpuppt sich diese

sehr moderne Mischung.

50 Gramm Dose 12,50 €. Aromatisierung: Hoch. Stärke: Leicht.

93

Punkte

Taipan

Topas

DIE HERBST-NEUHEITEN VON

VAUEN

www.vauen.de

Vintage

Alex


TREFFPUNKTE

Brandy, Sushi,

Schokolade

Versuchungen für jeden

Geschmack

Carlos I & Schokolade Pairing-Workshop

In der Schokovida in Hamburg Eppendorf hatte der Carlos I Markenbotschafter

Michael Lutz zusammen mit den Chocolatiers der renommierten

Hamburger Schokoladen-Manufaktur zum Tasting der besonderen Art eingeladen:

Schokolade ist die beliebteste

Süßigkeit der Welt, gleichzeitig

ist die kakaohaltige Versuchung so

vielfältig, dass sich unendliche Genussmöglichkeiten

ergeben. Somit

sind gerade die facettenreichen

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FineTobacco[+] 04·2021


Brandys von Carlos I die perfekten

Gefährten für die unterschiedlichsten

Schokoladensorten. Der nach

dem spanischen Eroberer und ersten

König Spaniens benannte Premium-Brandy

Carlos I findet dank

seiner leichten Süße, den oft fruchtigen

Aromen und den komplexen

Sherrynoten im sahnigen Schmelz

einer Vollmilchschokolade einen

harmonischen Duett Partner oder

in kräftigen Edelbitterschokoladen

einen raffinierten Gegenspieler aus

der Kakaobohne.

Im Duett der Fachleute eröffnete

Oliver Rohlf von Schokovida jeweils

eine Tastingrunde, indem er

die Besonderheiten der Schokolade

erklärte, danach informierte Michael

Lutz als Markenbotschafter des

Hauses Osborne die über die Genussaspekte

der jeweiligen Carlos I

Brandys – klar, dass die Teilnehmer

diese Aussagen durch intensives

Kosten überprüft haben…

Beispielsweise besteht der Blend

des Carlos I Imperial X.O. aus besonders

feinen Destillaten, die zum Teil

mehr als 20 Jahre in Sherryfässern

reifen. Das zeigt sich auch in der besonderen

Partnerwahl, wenn es um

die richtige Schokolade zu diesem

Brandy geht: Eine Plantagenschokolade

aus Vollmilch mit einem Kakaogehalt

von 50 Prozent ist dank

intensiver Aromen von exotischen

Früchten und Karamellnoten sowie

einem Hauch von Lebkuchen der

ideale Begleiter für diesen komplexen

Brandy. Außergewöhnlich

ist auch eine zweite Empfehlung:

Kandierte Orangenschale in Edelbitterschokolade.

Die bitteren Kakao-

und Orangennoten bilden hier

den Schlüssel und das verbindende

Element.

TREFFPUNKTE

FineTobacco[+] 04·2021 69


TREFFPUNKTE

Asian Soulfood in der Europa Passage Hamburg

Die bekannte Europa-Passage im Herzen von Hamburg hat ein neues kulinarisches

Highlight gewonnen:

Im MIYO kann man sich seit September 2021 mit besten traditionellen

Sushi- und Sashimi-Kreationen verwöhnen lassen. Mit modernem Ambiente

und höchster Qualität etablieren die Brüder Kevin und Steven Mac im

Herzen der Hansestadt eine neue Genuss-Oase.

Die asiatische Kochkunst ist

die DNA des Brüder-Duos. Mit vietnamesisch-chinesischen

Wurzeln

sind Kevin und Steven Mac die dritte

Generation einer erfolgreichen

Gastronomie- wie Hotelfamilie aus

dem Stuttgarter Raum. Schon als

Kinder standen sie mit ihren Großeltern

und Eltern in der Küche, sogen

Wissen um Zubereitung, Produkte

und Handwerk auf. Oder sie reisten

um den Globus, immer auf der Suche

nach neuen Inspirationen oder

Verarbeitungstechniken. Während

Kevin Mac die Welt der Zahlen liegt,

ist Steven Mac (23) ein Könner an

Schneidebrett und Wok, selbst ein

Sushi-Meister. Das MIYO in Hamburg

ist ihr erstes eigenes Restaurant.

Maguro-Tataki, kurzgebratener

Thunfisch mit Ingwer-Soja-Soße.

Miyo-Nigiri, flambierter Weißfisch

mit Fliegenfischkaviar. Negi-Hamachi,

gehackter Gelbschwanzfisch

mit Frühlingszwiebeln. In verschiedensten

Varianten, immer wieder

neu interpretiert oder kombiniert,

werden im MIYO beste Fisch-Qualitäten

zubereitet. „Jeden Morgen gehen

unsere Sushi-Meister zum Einkauf

auf den Markt. Wenn es dort die

von ihnen gewünschte Qualität nicht

gibt, dann wird es an diesem Tag

kein Gericht mit dieser Zutat geben“,

erklärt Kevin Mac (25), der den betriebswirtschaftlichen

Teil des MIYO

verantwortet.

„Bei uns ist der Fisch der Star“,

beschreiben Keven und Steven Mac

ihr Gastronomie- Konzept. „Und

eine frische Vielfalt mit vegetarischen

Gerichten, asiatischen Currys,

Suppen und natürlich Ente. Unsere

Gäste können für sich die besten japanischen,

chinesischen und vietnamesischen

Spezialitäten wählen.

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Das Bremer Spirituosen Contor empfiehlt hanseatische Zurückhaltung und Alkoholgenuss bitte erst ab 18 Jahren.

Import durch Bremer Spirituosen Contor GmbH exklusivmarken@bsc-bremen.de www.bsc-bremen.de BremerSpirituosenContor

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