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MQ Winter 2021 int

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04

DEZ 2021 | JAN | FEB | MÄRZ 2022

Das Artland-Magazin.

www.artland-magazin.tv

Themen:

ALS DIE BILDER

LAUFEN LERNTEN

Schauburg als Zeuge

des Zeitgeistes

Gute Moviemente in 2022

ERHALTEN DURCH

AUFESSEN

Vom Aussterben bedrohte

Tierarten nutzen

...nicht nur im Kino!

40 JAHRE

FIZ OBLON

Die Fiz-Oblon-Reggae-

Jam-Verbindung

RETTENDE

ENGEL

DorfhelferInnen in 27

Landkreisen im Einsatz

WINTERGOLD-

HÄHNCHEN

Deutschlands

kleinster Singvogel


vrbank-osnordland.de


Das ist ja interessant...

EDITORIAL

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER,

Der entschlossene Blick nach vorn...

Alle 14 Tage neu!

©Fotolia/aletia2011

... ist eine wichtige Haltung in dieser

aktuell schwierigen Zeit. Wer hätte

gedacht, dass uns die vierte Welle

noch einmal so hart trifft? Wir sind

erschüttert und entsetzt. Trotzdem

sehen wir ein Licht am Ende des

Tunnels leuchten, verbunden mit der

Hoffnung auf eine große Solidarität

der Menschen untereinander und dem

Glauben, dass wir aus den vergangenen

Versäumnissen lernen und damit

die morgigen Herausforderungen

erfolgreich schaffen.

Corona und die Pandemie werden

Sie in dieser Ausgabe nicht finden. Es

ist unser Wunsch, Ihnen das Positive

aufzuzeigen, dass es neben den

zahlreichen negativen Schlagzeilen

natürlich auch gibt, und für das es sich

zu kämpfen lohnt. Wie zum Beispiel

die Natur. Wir gehen mit Ihnen nach

draußen und zeigen Ihnen Archehöfe

in unserer Region, die alte Haustierrassen

erhalten. Oder legen uns auf

die Lauer, um Deutschlands kleinsten

Singvogel, das Wintergoldhähnchen,

zu erspähen.

DRUCKSACHEN AUS DER REGION

OELKERS, DRUCKHAUS IM ARTLAND | HINDENBURGSTR. 48 | 49610 QUAKENBRÜCK

FON 05431-941001 | FAX 05431-941050

Die Reise in die Vergangenheit ist

ein beliebter Bestandteil unseres

Magazins und macht Ihnen hoffentlich

genauso viel Spaß wie uns. Folgen

Sie uns in die 70er mit Schlaghose

und Pril-Blume oder erfahren Sie, was

das Fiz Oblon mit dem Reggae Jam zu

tun hatte. In dieser Ausgabe ebenfalls

dabei ist der Quakenbrücker Handwerksmeister

Wolfgang Bergfeld, der

uns launige Anekdoten aus seinem

langjährigen Handwerkerleben

erzählt. Begeisterte Menschen lassen

uns einen Blick in ihre Leidenschaften

werfen und so lernen wir mehr über

die Imkerei und Schneiderei.

Genießen Sie eine hoffentlich besinnliche

Weihnachtszeit mit viel Muße

und Zeit für sich und Ihre Lieben. Wir

wünschen Ihnen einen besonders guten

Rutsch in ein hoffnungsvolles 2022

und verbleiben mit der herzlichen

Bitte: Bleiben Sie gesund!

WWW.ARTLAND-MAGAZIN.TV

Ihre MQ + -Redaktion

umweltfreundlich

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dank

solar!

Titelfoto: Hawe Oelkers

Die Lokalzeitung für den nördlichen

Landkreis Osnabrück, Südoldenburg und

einen (kleinen) Teil des Emslandes

Redaktion und Anzeigenannahme:

Kreuzstr. 1 · 49610 Quakenbrück · Tel. (05431) 90 48 51

info@lokalzeitung-volltreffer.de

IN DIESEM MAGAZIN

5-9 Kino Schauburg

10-11 Die größte Kleinstadt der Welt

12-13 Rettende Engel

14-17 Erhalten durch Aufessen

18-19 Kerzen aus Bienenwachs

20-21 Nadel und Faden

22-25 Regionalstrom

26-33 Fiz-Reggae-Jam-Verbindung

34-37 Schlaghosenalarm

38-40 Bergfelds Geschichten

42-43 Mädchenschule Ostercappeln

45 Welthits

48-49 Wintergoldhähnchen

52-53 Strom aus Sonnenlicht

56-57 Kinotipps

58 Buchtipps

60 Veranstaltungen

61 Rätselseite

62 Impressum


QUAKENBRÜCK

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4 | mq Ausgabe Winter 2021/22


QUAKENBRÜCKER KINOGESCHICHTE

ALS DIE BILDER

LAUFEN LERNTEN

Zweiter Teil: Kino Schauburg in Quakenbrück

Foto: Alexandra Lüders

Von Heiko Bockstiegel

Es ist kaum zu glauben, aber

in drei Jahren kann die

„Schauburg“ in Quakenbrück

auf ihr 100-jähriges Bestehen

zurückblicken – natürlich

nicht das Gebäude am Schiphorst,

doch gibt es die „Firmenbezeichnung“

schon seit 1924. Und in diesen nun beinahe

100 Jahren hat der Film, vor allem

auch in technischer Hinsicht, eine rasante

Entwicklung genommen. Denken

wir nur an die „Formgebung äußerer

Art“, also den Übergang vom Stummzum

Tonfilm. Das Fernsehen mit seinen

Einwirkungen als Massenmedium hat

ebenfalls bedeutende Veränderungen

des Menschen zum Film bedingt. Wie

sich die Quakenbrücker Kinogeschichte

entwickelte, davon berichteten wir in

unserer MQ+-Ausgabe 04/2020.

Nachdem es hier bereits vor dem

Ersten Weltkrieg ein „Lichtspielhaus“

(so hießen damals die späteren Kinos)

gab, etablierte sich in 1920er Jahren

der Film als einflussreiches Massenmedium.

Und genauso rasant nahmen

die Lichtspielhäuser ihren Aufstieg.

1930 hatte Deutschland die meisten

Kinos aufzuweisen: Es waren 5.000,

und täglich gingen etwa zwei Millionen

Menschen hin, die neben dem

Hauptfilm kurze Vorfilme, gelegentlich

aber auch Natur- oder Reisefilme und

natürlich die „Wochenschau“ zu sehen

bekamen.

In Quakenbrück nun verstand es das

Ehepaar Heinrich und Luise Auf der Heide

mit großem Einfühlungsvermögen

in die damaligen Verhältnisse der Stadt

auf filmischem Gebiet Hervorragendes

zu leisten – eine Tatsache übrigens, die

umso mehr an Bedeutung gewinnt,

wenn wir bedenken, welche Schwierigkeiten

sich oft in den Weg stellten und

überwunden werden mussten.

Das erste speziell für Filmvorführungen

errichtete Lichtspielhaus in Quakenbrück.

Fotos: Archiv Stadtmuseum Quakenbrück

Wie sah nun die Geschichte der „Schauburg“

aus? Alles begann am 8. Februar

1924, als das „Bersenbrücker Kreisblatt“

am Eröffnungstag hochoffiziell die Mitteilung

der Auf der Heides verkündete:

„Den geehrten Bewohnern von Quakenbrück

und Umgebung zur gefälligen

Nachricht, dass ich die Quakenbrücker

Lichtspiele (Thöles Saal) übernommen

habe. Es wird mein Bestreben sein, nur

Ausgabe Winter 2021/22 mq | 5


Das Artland-Magazin.

Bestes auf dem Gebiete der Filmkunst

zu zeigen, und ich bitte, mein Unternehmen

gütigst zu unterstützen“.

Von „Schauburg“ war allerdings noch

keine Rede.

Das war sozusagen die „Geburtsstunde“

eines ständigen Lichtspieltheaters

in Quakenbrück. Überhaupt

waren erst seit den 1920er Jahren die

Voraussetzungen für ein derartiges

Unternehmen gegeben. Der Mann, der

sie im Auftrag der Nike durchführte,

war eben jener Elektromeister Heinrich

Auf der Heide. „Auf-der-Heiden-Kino“

erfreute sich vom ersten Tag an bei den

Quakenbrückern und Artländern großer

Beliebtheit.

Wie die Ansprüche an den Film, und

hier insbesondere an den in den späten

1920er Jahren aufkommenden Tonfilm,

stiegen, so wuchsen rasch auch die

Ansprüche an ein größeres Gebäude –

bis hin zu prächtigen Lichtspieltheatern

mit bis zu 2.000 Sitzplätzen, einer für

heutige Verhältnisse unvorstellbaren

Zahl. Der Thölesche Saal, der ja nie für

die Nutzung zu „kinematographischen

Zwecken“ gedacht war, konnte jetzt die

steigenden Besucherzahlen nicht mehr

fassen, zumal aus dem leicht anstößigen

Kinobesuch auf Jahrmärkten

nun ein gesellschaftlich anerkanntes

Ereignis geworden war. Und da musste

mitgehalten werden.

So nahm auch das Ehepaar Auf der

Heide die Herausforderung an und erwarb

das Gelände am Schiphorst 6, wo

mit dem repräsentativen Neubau der

nunmehrigen „Schauburg“ das erste

eigens für Filmvorführungen gedachte

Kinosaalgebäude in Quakenbrück

entstand. „Schauburg“ ist bis heute

einer der verbreitetsten Kinonamen in

Deutschland. Ursprünglich aus dem

Niederländischen „Schowburg“

(= Theatergebäude) stammend, wurde

diese Bezeichnung schnell auch in

Deutschland populär. Insgesamt sollten

es im Laufe der Zeit auf dem Gebiet der

heutigen Bundesrepublik Deutschland

mehr als 250 Spielstätten mit diesem

Namen werden, von denen noch eine

große Anzahl in Betrieb ist – eben auch

in Quakenbrück. „Das Kino mit dem

glücklichen Namen“, so nannte bereits

1926 ein Journalist die Lübecker „Schauburg“.

Am Mittwoch, 12. Oktober 1938, konnte

also das Quakenbrücker Filmtheater

„Schauburg“ seiner Bestimmung

übergeben werden. Und es wurde eine

festliche Premiere, wie das „Bersenbrücker

Kreisblatt“ schwärmte, denn die

bedeutungsvolle Bezeichnung „Schauburg“

alleine versprach schon einiges:

„Ein Lichtspieltheater, nicht nur stilgerecht

und vornehm in seiner äußeren

Fassade, sondern auch im Innern

modern und zweckmäßig eingerichtet,

darf die alte Burgmann- und neue Garnisonstadt

mit Stolz ihr eigen nennen.

Das Dunkelrot der Wandbespannung im

Zuschauerraum vereinigt sich mit einem

satten Graublau zu einer Farbenwirkung,

die über dem Dekorativen die

Behaglichkeit nicht vermissen lässt. Aus

den bequemen Logen überblickt das

Auge ein von geschmackvollen Beleuchtungskörpern

erhelltes Parkett und ruht

wohlgefällig auf der Bühne, die in ihrer

prächtigen Gewandung einen Vergleich

mit einem Großstadttheater nicht zu

scheuen braucht. Blanke Schaukästen im

Vorraum, glitzernde Spiegel, eine praktische

Kleiderablage – kurz alles, was das

Herz des anspruchsvollen Filmbesuchers

erfreut, ist vorhanden. Ein wahrhaft

vorbildliches Lichtspielhaus“.

Auch aus den bei der Einweihung gehaltenen

Ansprachen ging die Bedeutung

hervor, die man der „Schauburg“ zugemessen

hat. Im festlichen Auftakt lief

damals der ergreifende UFA-Film „Heimat“

mit Zarah Leander in der Hauptrolle.

Erwähnt wurde noch, dass die neue

„Apparatur“ der „Schauburg“ eine Bildund

Tonwiedergabe vermittelte, die der

Technik bedeutend größerer Kinos, etwa

in Berlin, nicht nachstand.

Besonders hart wurden für die Auf der

Heides die Jahre vom Einrücken der

Besatzungstruppen im April 1945 bis

zum Januar 1948, in denen die „Schauburg“

schließen musste. Nach Heinrich

Auf der Heides Tod 1955 wurde Luise Auf

der Heide dann alleinige Inhaberin. Zu

diesem Zeitpunkt gab es in Quakenbrück

drei Kinos, neben der „Schauburg“ das

1950 eröffnete „Olympia-Theater“ an der

Ostlandstraße und das seit 1955 bestehende

„Bali“ an der Bahnhofstraße. Luise

Auf der Heide hat die „Schauburg“ bis ins

hohe Alter geführt, zeitweise unterstützt

von ihrer Tochter Marie Luise Fischer, geb.

Auf der Heide, die mit ihrem Ehemann

Helmuth bis in die 1960er Jahre auch das

„Bali“ erfolgreich geleitet hatte.

Die Gebrüder Thyen, die Betreiber der „Schauburg“,

mit der Urkunde des Kinoprogrammpreises 2020.

6 | mq Ausgabe Winter 2021/22


QUAKENBRÜCKER KINOGESCHICHTE

Das Filmtheater „Schauburg“, seit

1973 im Besitz der Familie Thyen und

inzwischen eine GmbH mit Geschäftsführer

Dr. Wolfgang Thyen, ist nach fast

einem Jahrhundert ein attraktives, gern

besuchtes Kino mit einem Angebot vom

„Blockbuster“ bis zum besonderen Film

geblieben. In dieser großen Zeitspanne

wurden keine Kosten und Mühen gescheut,

nicht nur den Leistungsstand der

„Schauburg“ zu bewahren, sondern ständig

auszubauen und den Erfordernissen

der Zeit anzupassen. Seit 2005 verfügt

sie über drei Vorführräume mit digitaler

Projektion und der Möglichkeit, Filme in

Digital 3D zu präsentieren, nachdem sich

die Familie Thyen bereits 1999 über die

Auszeichnung des Film- und Medienbüros

Niedersachsen e. V. für die Gestaltung

seiner Filmsonderprogramme und Programmreihen

zurecht freuen durfte.

In der Großen Mühlenstraße Nr. 2 befand sich das erste Quakenbrücker Kino

Fotos: Archiv Stadtmuseum

Die „Schauburg“, das ist eben ein ganz

besonderes Kino: kein Multiplexkino,

das auf Massenabfertigung ausgelegt

ist und bei dem die Architektur keinen

eigenständigen Wert mehr hat, sondern

ein Ort voller (Film-) Geschichte mit einer

Technik auf dem neuesten Stand.

Bild oben rechts:

Richtfest am Schiphorst 6

Bild Mitte:

Das Ehepaar Auf der Heide

mit Bauarbeitern auf der Baustelle

kurz vor der Eröffnung 1938

Bild unten rechts:

Das Häuserensemble mit dem Kinogebäude

und dem Wohnhaus in den 1960er Jahren

Bild nächste Doppelseite:

Angestellte und Betreiber der Schauburg

im Juni 2021

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Ausgabe Winter 2021/22 mq | 7


Das Artland-Magazin.

8 | mq Ausgabe Winter 2021/22


MUSEUMSDORF CLOPPENBURG

Ausgabe Winter 2021/22 mq | 9


Das Artland-Magazin.

Quakenbrück –

Du bist für mich die größte Kleinsta

Ich sitze mal wieder an meinem

Rechner und merke, wie die Konzentration

nachlässt. Abschalten

ist angesagt, mir ist nach frischer

Luft, also schnappe ich mir meine

Kamera und verlasse die Wohnung.

Nach wenigen Metern habe ich bereits

den Stadtpark erreicht und kann

dann weiter durch die Allee gehen,

die sich neben der Hase bis hoch zum

Schützenhof schlängelt. Hier finde ich

genug Abwechslung und lohnenswerte

Motive für ein neues Foto. Hierentlang

gehe ich besonders gerne in den frühen

Morgenstunden. Oft laufe ich zwei

Stunden ohne einem Menschen zu

begegnen und genieße es, wenn kurz

nach Sonnenaufgang der Nebel über

der Hase aufsteigt und sich wie eine

große Daunendecke über die Wiesen

und Felder legt. Diese kleinen Ausflüge

tun mir gut und ich habe ihnen sogar

einen Namen gegeben, ich nenne sie:

„Meine akustische Auszeit.“

Während für die einen das Leben in

der Kleinstadt im Gegensatz zu dem

in den Metropolen als spießig, muffig

und abgehängt gilt, ist es für mich der

schönste Platz auf Erden. In München

mag man keine Berliner*innen und

in Köln keine Düsseldorfer*innen? Ist

10 | mq Ausgabe Winter 2021/22

mir doch egal, Quakenbrück kennt eh

kaum jemand von denen. Während

Großstädter*innen ins Planetarium

gehen, habe ich den klarsten Sternenhimmel

live vor meiner Nase.

Aber es kommt immer darauf an,

wen man fragt. Fragt man Großstädter*innen

nach Kleinstädten,

kommt vermutlich ein anderes Bild

heraus, als wenn man mich als Bewohner

der Kleinstadt befragt. Ich schätze

die Übersichtlichkeit, die Nähe zur

Natur. Gerade die abwechslungsreichen

Naturlandschaften befinden sich in der

unmittelbaren Umgebung. Ob dichte

Wälder, klare Seen, Parklandschaften

oder die vielen historischen Hofanlagen,

alles eingebettet in Wiesen und

Feldern. Egal ob zum Laufen, Radfahren

oder einfach nur Spazierengehen. Die

Möglichkeiten sind so vielfältig, dass

man dazu geneigt ist, jeden Tag an die

frische Luft zu gehen und neue Strecken

zu testen. Diese natürliche Landschaft

- die beruhigende Atmosphäre

der Natur ist für mich reine Erholung

und ist ein gutes Mittel gegen akuten

Stress. Ein weiterer großer Vorteil hier

zu leben ist die Kinderfreundlichkeit.

Hier können die Kids ganz in Ruhe

spielen, die Welt erkunden und in einer

grünen Familienidylle aufwachsen. Nichts

muss, aber alles kann erforscht werden.

Ein wesentliches Merkmal ist auch die

Nähe zu bestimmten Einrichtungen wie

Sportstätten, Schwimmbad, Schulen,

Geschäften, der Bank oder dem Bahnhof.

Vieles liegt in Gehweite oder kann mit

dem Fahrrad erreicht werden.

Die Frage, wie wir leben wollen, ist immer

auch eine Frage danach, wo wir leben

wollen. Für die einen ist die Großstadt

ein Ort der Begegnung und der persönlichen

Entfaltung, Zugang zu Bildung,

Gesundheit, Kultur und Kunst. Für die

anderen ist die Stadt ein Ort der Anonymität

und Isolation, wo immer und überall

Menschen sind und doch niemand, der

wirklich an unserer Seite ist, sodass sich

sogar direkte Nachbarn nicht einmal vom

täglichen Gang zum Briefkasten kennen.

Das liegt daran, dass sich jeder nur um

sich selbst kümmert. Ich empfinde das in

Quakenbrück jedoch ganz anders. Hier

dominieren Hilfsbereitschaft, stärkeres

Miteinander und Zusammengehörigkeitsgefühl.

Auf der Straße wird sich freundlich

gegrüßt und gequatscht. Ich kenne viele

Einwohner persönlich und wenn ich nur

kurz zum Bäcker um die Ecke gehen will,

dann kann das unter Umständen auch

mal etwas länger dauern. Ich liebe mein

Quakenbrück, die Menschen sind freund-


HOMMAGE

von Detlef Bülow

dt der Welt

lich und wenn mal etwas schiefgeht,

gibt es immer jemanden, der mit dem

passenden Werkzeug und einer helfenden

Hand aushelfen kann.

Junge Menschen wollen dorthin, wo

etwas los ist. Wo das Leben pulsiert, wo

es coole Jobs und noch coolere andere

Leute gibt. In Berlin interessiert es

niemanden, ob du im Schlafanzug oder

in Haute-Couture rumläufst. Während

man sich in einer großen Stadt kaum

entscheiden kann, in welchem neuen

hippen Café man sich nach der Arbeit auf

einen Matcha-Latte oder Fairtrade-Kaffee

treffen will, gibt es in der Kleinstadt

vielleicht ein, zwei ganz nette Läden, in

denen das hippste Getränk auf der Karte

jedoch lediglich ein Cappuccino mit Haselnuss-Sirup

ist. Das ist im Prinzip nichts

Neues und es überrascht deswegen auch

keineswegs, wenn gerade die Großstädte

als bevorzugte Ziele der jüngeren Generation

benannt werden. So zogen auch

viele meiner Freunde in die Großstädte,

doch einige von ihnen kommen nach

und nach zurück zu ihren Wurzeln und

sehnen sich nach Ruhe. Sind gestresst

vom Lärm und der Hektik der Großstadt,

geben sich umweltbewusst und naturverbunden.

Sie haben sich erinnert, dass

das Leben hier so schön und entspannt

sein kann. Es ist selten hektisch, es ist

unaufgeregt und doch aufregend.

Hier zu leben bedeutet mit dem Fahrrad

zum Bäcker um die Ecke zu fahren,

um frische Brötchen fürs Frühstück zu

kaufen, es bedeutet etliche Outdoor-

Aktivitäten bei Wind und Wetter, es

bedeutet Unkrautzupfen in der Einfahrt

und frische Blumen direkt vom Feld

pflücken. Hier zu leben heißt viel Weite,

viel Natur, viel Ruhe, viel frische Luft.

Hier kannst du nach der Arbeit eine

Runde durch den Wald drehen und dich

dann zum Grillen und Kartenspielen bei

Freunden im Garten treffen. Zumindest

bedeutet es all das für mich. Und so

sehr ich mich auch manchmal nach den

Möglichkeiten einer Großstadt sehne, so

sehr mag ich auch mein Leben in dieser

kleinen großen Stadt mitten in der Natur,

wo sich Fuchs und Hase tatsächlich noch

„Gute Nacht“ sagen.

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Ausgabe Winter 2021/22 mq | 11


Rettende

Engel

Von Alexandra Lüders

Dorfhelferinnen in 27 Landkreisen im Einsatz

Wegen der guten Auftragslage

sind die

Dorfhelferinnen (DH)

in ganz Niedersachsen

intensiv gefragt und

gefordert. Auch die 19

Mitarbeiterinnen der Station Badbergen/Bramsche

haben während der

Corona-Pandemie an die 100 Familien

aus dem Nordkreis Osnabrück und dem

Oldenburger Münsterland betreut, in

denen unter anderem die Mütter durch

Mehrlingsgeburten, Krebserkrankungen,

Reha-Maßnahmen oder sonstige

Klinikaufenthalte Unterstützung

brauchten. Die Station gehört damit

zu den führenden Einrichtungen des

evangelischen Dorfheferinnenwerkes

Hannover. In speziellen Seminaren und

Praktika erfolgt die 14- monatige Weiterbildung

zur Dorfhelferin in Rehburg-

Loccum, wo unter anderen auch Gisela

Palmer und Tanja Vogelmann von der

Station Badbergen/Bramsche aktuell

ihre Prüfung bestanden haben. Auf

12 | mq Ausgabe Winter 2021/22

der Basis einer hauswirtschaftlichen

Grundausbildung absolvierten sie

neben der Theorie bis zu zehn Wochen

Praktika in sozialen und medizinischen

Einrichtungen, um die Bandbreite

menschlicher Existenz kennenzulernen.

Denn in den Familien begegnen die

Tanja Vogelmann (links) und Gisela Palmer absolvierten

kürzlich ihr Examen als Dorfhelferin.

Fotos: DH-Werk/privat

Dorfhelferinnen vom Säugling bis zum

Greis allen Altersstufen menschlichen Daseins.

„Die Arbeit ist genauso wie ich mir

sie vorgestellt habe: Familien in Notsituationen

unterstützen zu können“, berichtet

Palmer über ihre ersten Einsätze, wofür sie

tolle Feedbacks und Dankbarkeit erntete.

„Oh, der rettende Engel naht, hieß es

einmal. Schon über diesen Empfang habe

ich mich sehr gefreut“, erzählt Palmer (50)

aus Nikolausdorf beglückt. Da die Familien

nie gleich seien, müsse sie erst Mal erspüren,

was sie brauchen und erwarten. Das

sei ihr bisher zwar gelungen. Doch wisse

man nie, was der morgige Tag bringt.

Manchmal erfolgten die Einsätze sehr

kurzfristig. Da komme morgens ein Anruf

von der Stationsleiterin Gertrud Taphorn

und am Nachmittag sei sie bereits unterwegs

in dem großen Einsatzgebiet mit 27

Landkreisen. Die Region erstrecke sich von

Friesoythe bis nach Badbergen sowie von

Vechta bis nach Fürstenau. Wie Taphorn

informiert, sind Dorfhelferinnen verstärkt

auch in der Familienpflege und weniger


Kompetent und tatkräftig stehen 19 Dorfhelferinnen der Station Badbergen/Bramsche ihren Familien zur Seite.

RETTENDE ENGEL

auf landwirtschaftlichen Höfen

im Einsatz. Taphorn selbst arbeitet

schon 40 Jahre in diesem

erfüllenden Beruf und kann

ihre jungen Frauen eingehend

beraten. „Wir haben auch

ein bis zwei Sterbefälle pro

Jahr und schwierige Fälle vom

Jugendamt. Da sind wir in der

Supervision sehr gut aufgehoben.

Wir müssen zwischen

der Schweigepflicht und der

Fürsorge für die Kinder abwägen,

das ist nicht immer leicht für uns“,

gesteht Taphorn. Insgesamt aber

würden sie der Traurigkeit der Kinder

entgegenwirken. In der Advents- und

Weihnachtszeit bastelten und sängen

sie mit den Kindern, um ausgleichend

zu wirken. Während der Lockdowns

spielten sie mit ihnen sogar Fußball.

Die Dorfhelferinnen seien und waren

auf allen Ebenen gefordert. Es gehe

vor allem um eine gute Balance für alle

Beteiligten. „Ich möchte Lichtblicke

und Zuversicht in die Familien bringen,

ihren Blick auf die Zukunft richten und

die Erkrankung der Mutter als Prozess

begreifen lernen“, offenbart die frisch

examinierte Tanja Vogelmann (28) aus

dem Allgäu ihr Anliegen. Um ihren

Traumberuf zu erlernen, zog sie ganz

bewusst nach Niedersachsen, wo sie

2020 in Vechta heimisch wurde. „Ich

liebe die Eigenständigkeit, den Abwechslungsreichtum

und die Herausforderungen

an diesem Job. Das ist das,

was ich brauche“, verrät Vogelmann.

Rein praktisch gesehen, mache ihr

einfach alles Spaß – ob Kinder- oder

Die Betreuung der Kinder wärmt Dorfhelferin Gisela Palmer das Herz.

Krankenbetreuung, Garten- und Wäschepflege

oder Backen und Kochen.

Dabei kämen ihr die Eigenschaften

Spontanität, Anpassungsfähigkeit

und Flexibiliät sehr zu gute. Auch ihre

Kolleginnen seien „Frauen der Tat“, die

alles im Blick hätten und zupackend

seien. „Besonders wichtig ist für uns

alle der supergute Zusammenhalt der

Kolleginnen. Man ist zwar Einzelkämpferin,

aber wird immer aufgefangen“,

schwärmt Gisela Palmer. „Wenn einem

ein Zweijähriger schon an der Tür in

die Arme springt, das erwärmt mir das

Herz. Das macht den Job aus, dass man

so viel Dankbarkeit erfährt“, resümiert

die Dorfhelferin. Das ist aber nicht alles.

Das hohe Anforderungsprofil ihres

Berufes macht sie zu einer gefragten, gut

bezahlten Fachkraft. Kein Wunder also,

wenn die Mundpropaganda „Ruft in

Badbergen an“ so oft im Artlanddorf und

darüber hinaus zu hören ist. Kontakt und

Infos unter Telefon 05433/ 1384 und per

E-Mail: dh.badbergen@t-online.de

Wer mehr über die Ausbildung erfahren

möchte, sollte das Telefon des Ev. Dorfhelferinnenwerkes

in Hannover unter

0511/ 1241 421 oder die Homepage

www.dhw-nd.de kontaktieren.

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Ausgabe Winter 2021/22 mq | 13


Das Artland-Magazin.

14 | mq Ausgabe Winter 2021/22


Erhalten

durch

Aufessen!

Schutz durch Nutzung!

Traditionsbewusste Züchter und

Archehöfe retten Genressourcen

alter Haustierrassen

tierrasse von dieser Erde. „Erhalten durch

Aufessen“ lautet die Devise der Akteure,

welche ihr Herz für Alt Oldenburger

Pferde, Pommernenten und ostfriesische

Möwen (Hühner) entdeckt haben. Seit

1995 dürfen sie auf 90 Archehöfen, in

28 Archeparks und zwei Archeregionen

sowie in zwei Archedörfern überleben.

Insgesamt gibt es bundesweit 2200 Mitglieder

in 180 Betrieben, welche die alten

Rassen schützen wollen. Die Rassevielfalt

innerhalb dieses GEH-Archeprojektes

ist hoch. Wer die Höfe besucht, spürt

schnell, dass die Tiere eine artgerechte

Haltung genießen. Robuste Borstenviecher

schauen dem Besucher neugierig

aus luftigen Offenställen entgegen und

suhlen sich auf der Blumenwiese. Fröhliches

Geschnatter und Gegacker tönt

aus den Stallungen der Emder Gänse

und der Lachshühner herüber. So etwa

haben sich Bauernhöfe vor 100 Jahren

angefühlt. Damals wurden die Tiere noch

auf mehrfache Weise als Eier-, Fleisch-,

Woll-, Feder- und Milchlieferanten

genutzt. Heute bezaubern die Raritäten

als lebendes Kulturgut in Museen und

Parks mit Originalität und Farbenvielfalt.

Besonders hübsch anzusehen ist

das Pustertaler Rind - eine gefährdete

Nutztierrasse der Jahre 2020 und 2021,

die auf zwei Archehöfen gezüchtet wird.

Ein Besuch auf dem Archehof von Ulf

Schütte in Bohmte-Hunteburg (bei Osnabrück)

begeistert für das schwarzbunte

Niederungsrind, die Thüringer Waldziege,

das Holländer Kaninchen und die Diep-

von Alexandra Lüders

Die bunten Bentheimer Schweine auf dem Hof Morthorst

liefern hochwertiges, marmoriertes Fleisch.

Angeli Morthorst (l.) präsentiert den jüngsten Sprößling der

bunten Bentheimer.

Fotos: Alexandra Lüders

Jeder weiß aus den Medien wie

gefährdet viele Wildtiere sind,

aber das Artensterben vor der

eigenen Haustür nimmt kaum

jemand zur Kenntnis. Dabei

sind das Husumer Schwein, das

ostfriesische Milchschaf und das Angler

Sattelschwein seltener als der sibirische

Tiger. Denn 176 dieser alten Haustiere

stehen auf der Roten Liste der vom Aussterben

bedrohten Nutztierrassen in

Deutschland. Nach dem zweiten Weltkrieg

hat durch die Industrialisierung

der Landwirtschaft eine starke Veränderung

in der Haltung von Nutztieren

eingesetzt. Zunehmend richteten die

Bauern ihre Zucht auf rentablere, spezialisierte

Hochleistungsrassen aus, um

mehr Milch-, Fleisch- oder Eierlegeleistung

zu erzielen. 1993 gab es beispielsweise

nur noch 200 der ursprünglich

aus Ungarn (Mangalitza) stammenden

Wollschweine. Auch andere Haustierrassen

drohten auszusterben, als 1981

Tierzuchtwissenschaftler und Biologen

die Gesellschaft zur Erhaltung alter und

gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH)

gründeten. Seit diesem Jahr setzen

sich engagierte Mitstreiter bundesweit

durch koordinierte Aktivitäten auf

vielen verschiedenen Ebenen für den

Erhalt der alten Genressourcen ein.

Und das mit zunehmendem Erfolg:

Bisher ist keine Rasse der erfassten

Restbestände in Deutschland mehr

ausgestorben. Weltweit aber verschwindet

jede Woche eine alte Nutz-

holzer Gans. „Diese Tiere überzeugen

durch ihre Standortangepasstheit, eine

genügsame Konstitution, hohe Langlebigkeit,

Fruchtbarkeit, Widerstandsfähigkeit

und gute Muttereigenschaften“,

erklärt der Archebauer im Nebenerwerb.

Seit dem 16. Jahrhundert haben

hier Haustiere in schönster Harmonie

miteinander gelebt. Schütte betreibt

Mutterkuhhaltung, verkauft die Kälber

als Absetzer oder tragende Tiere. Ebenso

gefragt sind seine Bruteier und Küken

sowie die geschlachteten Weihnachtsgänse.

Auch der Tierpark Petermoor in

Bassum, das Emsland Moormuseum

und das Museumsdorf Cloppenburg

beherbergen alte Haustierrassen und

werben so für deren Fortbestand. Auf

dem 200 Jahre alten Artländer Hof Morthorst

in Groß Mimmelage blüht und

gedeiht die erfolgreiche Zucht und Vermarktung

des bunten Bentheimer Landschweins.

Sein marmoriertes Fleisch hat

einen super Geschmack. Die Tiere leben

zudem viel gesünder und länger, weil

sie durch selbstangebaute Runkeln (Rüben)

und Grassillage ernährt werden.

Reißenden Absatz finden die begehrten

Fleischprodukte auch der Coburger

Fuchsschafe auf regionalen Märkten

und in der familieneigenen Fleischerei.

„Früher betrieben wir konventionelle

Landwirtschaft mit Milchkühen, Bullenund

Schweinemast. Durch die Nachfrage

der Kundschaft wurden wir auf

besondere Rassen aufmerksam. Jetzt

haben wir eine eigene ‚Animal Farm‘.

Ausgabe Winter 2021/22 mq | 15


Das Artland-Magazin.

Die Diepholzer Gänse haben sich der norddeutschen

Region angepasst.

Greta Morthorst

liebt die Lämmer der

Coburger Fuchsschafe

ganz besonders.

Nur das es unseren Tieren hier viel besser

geht“, unterstreicht Annegret Morthorst

die guten Erfahrungen. Auf ihrem Hof,

der jetzt von ihrem Sohn Volker geführt

wird, herrscht reges Treiben in den

Stallungen und Offenstallboxen. Für ein

Pressefoto darf eine Sau mit ihren Ferkeln

über den Hof laufen und dem Vatertier

einen kleinen Besuch abstatten. Denn

die Tiere können und wollen sich hören,

riechen und sehen. Sie wiegen bis zu über

zwei Zentner und bringen 2,5 Mal im

Jahr neun bis 17 Ferkel pro Wurf zur Welt.

Dank der höheren Muskeltätigkeit im

Stroh und auf der Weide wird das Fleisch

der Schweine fester und bekommt einen

noch besseren Geschmack. Die Tiere

lässt Volkers Bruder, Markus Morthorst,

hofnah und ohne lange Transportwege

schlachten. Zum Würzen verwendet der

gelernte Fleischer nur mildes Himalayasalz,

das den Tieren auch als Leckstein

zur Verfügung steht. Die Vermarktung

erfolgt in der eigenen Fleischerei und auf

Wochenmärkten.

Vor 25 Jahren entwickelte Rudolf Gosmann

aus Alfhausen ein Faible für Wollschweine.

Zusammen mit 184 anderen

GEH-Mitgliedern bildet er seit einigen

Jahren die Regionalgruppe „Arche Nord-

West“, von der rund 80 aktive Mitglieder

sehr gut vernetzt sind und diverse

Aktionen miteinander durchführen. Zu

dieser Gruppe gehören 17 Archehöfe und

vier Arche Parks.

„Das Erfolgsmodell Wollschwein verlor

in den 1950er-, 1960er Jahren seinen

Marktwert. Es entsprach nicht mehr den

modernen Ansprüchen der industriellen

Fleischproduktion und eignet sich nicht

zur Massentierhaltung. Dabei haben sich

alte Rassen über Jahrhunderte

entwickelt und sind oft auf

bestimmte Regionen spezialisiert.

Sie sind robust, kommen

fast mit jedem Wetter zurecht

und eignen sich besonders gut

für die extensive Haltung“,

beschreibt Gosmann die

ansteigende Beliebtheit dieser

Rasse. Aus seiner Sicht haben

die Wollschweine durchaus eine

Überlebenschance, wenn die

Zucht gesichert und die Produktvermarktung

gewährleistet

werden kann. Gemäß des GEH-

Mottos „Erhalten durch Aufessen“ profitiert

seine persönliche Gourmetküche

von dem aromatischen, festen Fleisch

der „Wollis“. Als echter Fastfood-Gegner

hat er für seine Familie und Freunde

leckere Rezepte (Anhang) kreiert, die

zu besonderen Anlässen auf den Tisch

kommen. Seit 2008 ist er bundesweit als

GEH-Rassebetreuer unterwegs und berät

andere Züchter. In Kooperation mit der

GEH möchte Gosmann ein Zuchtbuch

aufbauen. Er sammelt Daten über die

Abstammung von 600 bis 800 Schwei-

16 | mq Ausgabe Winter 2021/22


nen bei 300 Haltern. Dabei haben sich

etwa 120 Bauern herauskristallisiert,

die mit blonden, roten oder schwalbenbäuchigen

Wollschweinen züchten

möchten. Zeitgleich ist Rudi Gosmann

auch auf der regionalen Ebene aktiv.

Er hat einen Mangalitza-Kontor und

eine genossenschaftlich organisierte

Markhalle an seinem Wohnort gegründet,

über welche die Wollfleischprodukte

und andere Erzeugnisse der

Region angeboten werden. „Aus der

Sicht eines Aachener Herzspezialisten

sind Fette einer langsam wachsenden

Rasse ernährungsphysiologisch für den

Menschen nicht so bedenklich wie der

Fettverzehr von modernen Hybridrassen,

weil sie hochwertige, gesättigte

Fette ohne die entzündungsfördernden

Omega 6-Fettsäuren enthalten“, weiß

Gosmann von einem Fachkongress.

Langfristig plant er mit den Kollegen

den Aufbau einer „Arche Region Osnabrücker

Land“, die in den UNESCO Global

Geopark TERRA-Vita eingebunden

ist. Sie stellen sich Radtouren oder eine

Rundreise mit dem Auto zu verschiedenen

Archehöfen, einem Archepark und

Züchtern alter Haustierrassen vor. Ihr

Vorbild ist die Arche-Region Flusslandschaft

Elbe mit 26 Betrieben, die eine

sehr anschauliche Erlebniskarte mit

Radwanderwegen von Arche zu Arche

veröffentlicht hat. Auf der Rückseite

gibt es ausführliche Informationen

über die bedrohten Nutztiere.

Laut der Fachberaterin GEH Katrin

Dorkewitz aus Witzenhausen haben die

Archehöfe und Archeparks seit Gründung

des Archeprojekts 1995 zugenommen.

„Unsere Rote Liste ist auch

immer in Bewegung, da regelmäßig

neue Rassen hinzukommen, die durch

Erhaltungszuchtprogramme geschützt

werden müssen“, verrät sie. Dieses seien

Programme, die besonderen Wert auf

die Erhaltung einer möglichst hohen genetischen

Diversität innerhalb der Rasse

legten. Die Liste einheimischer Nutztierrassen

werde von der Bundesanstalt für

Landwirtschaft und Ernährung seit dem

Jahr 2008 veröffentlicht. Es gehe um den

Erhalt tiergenetischer Ressourcen, weil

die moderne Tierzucht schon wiederholt

mit der einseitig ausgerichteten Leistungszucht

in eine Sackgasse geraten

sei. Ein breiter Genpool lebender Tiere

biete hier eine genetische Sicherheit,

die zu verantwortungsvollem Umgang

verpflichte. Im Rahmen der einzelnen

Länderprogramme könnten diverse Unterstützungen

und Prämien für Züchter

gewährt werden (www.tgrdeu.de). Informationen

über das Archeprojekt, die

GEH-Mitgliedschaft sowie die Kriterien

für die Gründung eines Archehofes gibt

es im Internet unter www.g-e-h.de und

unter der TelefonNr.: 05542/1864

Die Arbeit der GEH kann übrigens auch

durch Spenden, Tierpatenschaften

oder Öffentlichkeitsarbeit unterstützt

werden.

Erhalten

durch

Aufessen!

Schutz durch Nutzung!

Die schwalbenbäuchigen Wollschweine

sind eine robuste Rasse aus Ungarn.

Fotos: Alexandra Lüders

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Ausgabe Winter 2021/22 mq | 17


Das Artland-Magazin.

Echte Naturprodukte:

Kerzen

aus Bienenwachs

Von Alexandra Lüders

Foto: Adobe Stock

Vor etwa 30 Jahren verliebte sich Johannes Dühnen (59)

in ein schmuckes Fachwerkhaus in Badbergen/Wehdel,

wo er zusammen mit seiner Tochter Rike und ihrem Partner

Jonny eine Imkerei betreibt.

Im Winter verwandelt sich die Betriebsstätte von der Honigproduktion

in eine Kerzengießerei. Denn das kostbare

Bienenwachs seiner 600 Völker wird in der Vorweihnachtszeit

zum gefragten Artikel von Großkunden.

Da Dühnen keine Direktvermarktung betreibt, können die

Artländer eine Auswahl seiner Werke im Hofladen

von Karin Brunswinkel und

im Regionalregal in Badbergen

bekommen.

Imker Johannes Dühnen

füllt im Winter zauberhafte Kerzenformen

mit heißem Bienenwachs.

Rike Dühnen freut sich

auf die Advents- und Weihnachtszeit

mit selbstgemachten Bienenwachskerzen.

Fotos: Alexandra Lüders

18 | mq Ausgabe Winter 2021/22


INFOBOX

Bienenwachs ist der älteste Werkstoff für

„Das Bienenwachs entsteht in den

Wachsdrüsen der Arbeitsbienen, die

damit die Waben für die Brut und den

Honig bauen. Eine Mittelwand in den

Rahmen bildet dafür die Basis. Alle

zwei bis drei Jahre werden die Waben

getauscht, damit sie nicht zu sehr

nachdunkeln und um Krankheiten

vorzubeugen“, informiert Dühnen.

Vor der Gießwerkstatt stapelt sich die

massive Rohware des gesäuberten Bienenwachses.

In großen Kesseln wird es

eingeschmolzen und in Formen aus Silikon-Kautschuk

gegossen, die Johannes

Dühnen selbst hergestellt hat. Dafür

verwendet er verschiedene Modelle. Im

hell erleuchteten Nachbarraum befindet

sich die eigentliche Gießerei. Hier

duftet es köstlich nach Bienenwachs.

Auf den Tischen erstrahlen Kerzen vielgestaltig

in der typischen honiggelben

Farbe. Einige sind noch ganz warm, weil

sie gerade aus der Form herausgelöst

wurden. Die größeren Objekte erkalten

erst nach mehreren Stunden. Zauberhafte

Engel, Tannenbäume, Elche, Rosen

und Schneemänner wetteifern um die

Gunst des Betrachters.

Besonderheiten sind Madonnen und

schwere Reliefkerzen mit dem eingravierten

„Vater unser“, dem „Dresdener

Fürstenzug“ und alten Rittermotiven.

„Sehr gefragt sind vor allem die

klassischen Stumpenkerzen auf den

bundesdeutschen Weihnachtsmärk-

ten. Denn sie sind ein schöner Schmuck

für Adventskränze“, verrät Dühnen. Auch

nach Weihnachten geht seine Produktion

von Bienenwachskerzen weiter.

„Wir nutzen die Wintersaison und

produzieren schon für das folgende Jahr.

Während der Sommerzeit haben wir

keine Zeit dafür, weil wir mit den Bienen

bundesweit wandern müssen. Unser Honig

entsteht während der Obstbaumblüte

im Rhein, der Rapsblüte auf Fehmarn

und der Heide- und Akazienblüte in

Ostdeutschland“, freut sich Dühnen über

die positive Entwicklung.

Aber auch im regionalen Umkreis von

40 Kilometern seien seine langlebigen

Carnica-Bienen zeitweise unterwegs.

Am meisten Spaß bereite ihm zwar die

Honigproduktion, aber seine Wachsgießerei

sei trotzdem eine sinnvolle

Sache. „Einerseits wäre der Verkauf

der Rohware nicht einträglich, andererseits

können wir vielen Menschen

die Advents- und Weihnachtszeit mit

echten Bienenwachs-Kerzen verschönern“,

unterstreicht Johannes Dühnen

seine Zielsetzung.Für ihn hat die Arbeit

mit diesem duftenden Naturmaterial

viel Positives: Es tut den Händen und

der Seele gut und man kann es wieder

einschmelzen, wenn etwas schiefgeht.

Besonders erfreut ist er vor allem darüber,

dass seine Tochter sich nach einer

Holzbildhauer-Lehre doch für die Imkerei

entschieden hat. Sie nimmt damit die

Kerzen. Früher wurden große Mengen

an Bienenwachs allein für Altarkerzen in

Kirchen und Klöstern benötigt. Die ersten

Krippenfiguren und Spekulatius-Modelle

wurden aus Bienenwachs geformt.

Beim Abbrennen verströmen die Kerzen

ätherische Öle mit angenehmem Duft.

Ihr ruhiges, warmes Licht verstärkt die entspannende

Atmosphäre. Imkerprodukte

werden auch in der Apitherapie als Heilbehandlung

verwendet. Die Carnica-Bienen

liefern pro Volk jährlich ein Kilo Wachs.

Im Hofladen Brunswinkel gibt es eine kleine Auswahl an

Bienenwachs-Kerzen aus Dühnens Produktion.

Tradition ihres Großvaters auf, der in

seiner Rentenzeit mit dem Modellgießen

begonnen hatte.

Mit der Imkerei hat sie ihr Vater Johannes

von Kindheit an vertraut gemacht.

Ihren Partner lernte sie während

ihrer Ausbildung im Bieneninstitut von

Hohen-Neuendorf kennen.

Unsere qualifizierten und erfahrenen Fachkräfte

bieten Ihnen die Hilfe, die Sie zu Hause brauchen.

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Ausgabe Winter 2021/22 mq | 19


Das Artland-Magazin.

Der Kursraum bietet sechs Teilnehmern Platz.

„Alles, was unter

meine Maschine passt,

das nähe ich!“

von Alexandra Lüders

So lautet die Devise der Quakenbrückerin Hedwig

Schmees, die aus ihrem Hobby einen Beruf

gemacht hat. Aus den bescheidenen Anfängen

einer Änderungsschneiderei hat sich im Laufe der

vergangenen 20 Jahre ein professionelles Atelier

entwickelt, das sie „Nadel und Faden“ getauft hat.

Ihre Leidenschaft für schöne Stoffe

entbrannte erstmalig mit sieben Jahren, als ihre

Mutter Thekla ihr den Umgang mit der Nähmaschine

beibrachte. Schon bald konnte sie für

Freunde und Verwandte selbstgenähte Geschenke

fertigen, erzielte erstes Lob und Anerkennung.

Ihre Lehre als Einzelhandelskauffrau absolvierte

die gebürtige Emsländerin dann später in einem

Gardinenfachgeschäft, wo sie auch wieder mit

edlen Stoffen zu tun hatte. 2001 kam sie während

der Pflege ihrer Schwiegermutter auf die Idee,

als Ausgleich einfache Näharbeiten anzubieten:

Hosen kürzen, Reißverschlüsse einnähen und

Diese dekorativen Zwerge fertigt Hedwig Schmees zur Weihnachtszeit.

20 | mq Ausgabe Winter 2021/22


KUNST & HANDWERK

Hedwig Schmees entwirft Modelle nach individuellen Kundenwünschen.

Fotos: Alexandra Lüders

andere textile Änderungen. Mehr und mehr

erfüllte Hedwig Schmees die Wünsche

ihrer Kundschaft und setzte deren Ideen

und Vorschläge kreativ um. Ob Karnevalskostüm,

Ballkleid, Tischwäsche, Babykleider

oder Kissen – die 61-Jährige machte Vieles

möglich.

Mit Vorliebe näht sie bis heute

auch für sich selbst oder designt die

schönsten Modelle für Kindergärten,

Theater oder Schützenzelt. Ein besonderes

Faible hat sie für das Recycling alter Textilien,

auch hier beweist Schmees echtes Geschick.

So entwarf sie aus zwei alten Jacken

eine neue in XXL-Größe und zauberte aus

den textilen Resten einen Rucksack. Ihre

bisherigen Highlights waren ein Brautkleid,

der textile Bezug einer Wiege und eines

Stubenpuppenwagens. „Mich macht das

einfach glücklich, wenn meine Kunden sich

an meinen Arbeiten erfreuen“, gesteht die

Schneiderin, welche ihre nette Kundschaft

ins Herz geschlossen hat. „Meine Arbeit

ist so vielfältig. Am meisten Spaß machen

mir aber die kniffligen Sachen, die immer

eine Herausforderung für mich sind“, verrät

Schmees, die als dreifache Mutter die Kunst

der Improvisation beherrscht.

Auch ihre Nähkurse erfreuen sich

zunehmender Beliebtheit bei Anfängern

und Fortgeschrittenen. Für sie hat Schmees

einen kleinen Raum eingerichtet, in dem

sechs Teilnehmer Platz haben. „Sogar Männer

haben schon daran teilgenommen, weil

diese ihre Sachen heute selbst flicken. Einer

von ihnen hat später sogar eine Schneiderlehre

gemacht“, berichtet Schmees.

Ihre Kurse sind didaktisch-methodisch gut

strukturiert. Vom Umgang mit der Nähmaschine

über das Kopieren von Schnittmustern

bis zum Zuschneiden durchlaufen

ihre Schüler hier einen systematischen

Lernprozess. Auch Stoffkenntnisse und die

dazugehörigen Nadelstärken gehören zum

Unterrichtsplan. An den Wänden hängen

textile Ordner aus alten Jeanshosen und

auf den Tischen machen Fachzeitschriften

Lust auf die kreative Arbeit. Schon im

Januar beginnen die nächsten Kurse, zu

denen die Gäste eine eigene Nähmaschine

mitbringen sollten. Jeweils an sechs Abenden

mit je zwei Stunden öffnet Hedwig

Schmees ihre Nähstube für interessierte

Erwachsene und Kinder ab zwölf Jahren.

In der Advents- und Weihnachtszeit

zieht sie sich gern in ihre

eigenes Refugium zurück, um bei leiser

Musik Nikoläuse, Sterne, Duftkissen und

sonstige Assescoires zu kreieren – eine

meditative Tätigkeit, für die Hedwig

Schmees sich im Kontrast zu ihren vielen

Aufgaben gern eine kleine Auszeit nimmt.

Das kann sie sich auch gönnen, weil sie von

ihrer selbständigen Mitarbeiterin Heike

Hendricksen unterstützt wird.

Weitere Infos

im Internet unter

www.nadelundfadenschmees.wordpress.com,

per Telefon unter 05431/ 7686

und per E-Mail unter

hedwig.schmees@web.de

Am Zuschneidetisch bereitet die Schneiderin Stoffe vor.

Im Eingangsbereich sind zauberhafte Babysachen dekoriert.

Ausgabe Winter 2021/22 mq | 21


Vertriebsmitarbeiter (m/w/d)

Produktlinie Regenis GT Trockner

Das sind Wir -> Die Firma REW Regenerative Energie

Wirtschaftssysteme GmbH wurde im Jahr 2004 gegründet.

Wir entwickeln und fertigen unter unserer Hausmarke

REGENIS Apparate und Anlagen im Bereich der Entwässerung,

Filtrierung, Trocknung und Pyrolyse von Reststoffbiomasse zur Dünger- und Energieerzeugung.

Zu unseren Kunden zählen Biogasanlagenbetreiber, Gewerbe- und Industriebetriebe,

Kommunen sowie Unternehmen aus dem Bereich der regenerativen Energieerzeugung.

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• Kunden beraten, Lösungsvorschläge ausarbeiten und Angebote ausarbeiten

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Das solltest Du mitbringen

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Das Umfeld der Bioenergie ist nicht nur interessant und technisch anspruchsvoll, sondern bietet

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des frühestmöglichen Eintrittstermins und Deiner Gehaltsvorstellung, per E-Mail an

c.buenger@regenis.de oder schriftlich an REW Regenerative Energie Wirtschaftssysteme GmbH,

Herrn Carsten Bünger, Finkenweg 3, 49610 Quakenbrück. Für telefonische Fragen 05431 / 90 70 91.

22 | mq Ausgabe Winter 2021/22

Wir freuen uns Dich kennenzulernen!

Ob Heimatshoppen, Gemüse direkt vom

Bauernhof oder Eier vom glücklichen

Patenhuhn – Hauptsache regional. Das ist

gut für die Umwelt, bietet mehr Transparenz,

vermeidet unnötige Transportwege

und fördert die Wirtschaft vor der Haustür.

Nach den Vorstellungen von Energieforscher

Dieter Schillingmann soll auch Strom lokal

produziert und regional vernetzt die Haushalte vor

Ort versorgen. Denn beim Transport zur zentralen

Strombörse in Leipzig und von dort in die Haushalte

geht viel kostbare Energie verloren.

Schillingmanns Idee:

Eigene Stromproduktion für den lokalen

Bedarf, mehr Eigenverantwortung bei den

Verbrauchern und Transparenz.

Wie soll das gehen?

Erstens: Einteilung Deutschlands in Energiecluster

mit jeweils eigener regenerativer Stromerzeugung,

Stromspeicherung und Stromnutzung (vgl. MQ-

Sommerausgabe Nr. 2_2021).

Zweitens: Der Energieverbrauch pro Kopf muss

sinken.

Technisch gibt es verschiedene Konzepte und

Möglichkeiten, den Turbo für die Energiewende zu

zünden.


Regional

ENERGIEWIRTSCHAFT

ist in!

Warum

nicht auch

regionalen

Strom

kaufen?

Für Dieter Schillingmann ist klar, dass diese

Wende nur mit deutlich geringerem Energieverbrauch

pro Kopf einhergehen kann.

Aktuelle Daten des statistischen Bundesamtes

zum Stromverbrauch in Deutschland

stimmen da grundsätzlich positiv.

Unabhängig von der Stromqualität, also ob

grün oder nicht, hat der Stromverbrauch

zwischen 2010 und 2018 etwa neun Prozent

abgenommen. Und dass, obwohl die Anzahl

der Elektrogeräte in den Haushalten kontinuierlich

steigt. Die Geräte sind sparsamer

im Verbrauch geworden. Das alleine reicht

für eine Energiewende jedoch nicht aus.

Da der Bau zusätzlicher „grüner“ Energieanlagen

immer auch ein gewisses Maß an

Umweltschäden bedeutet, die wir uns nicht

mehr leisten können, muss der Verbrauch

deutlich sinken. Damit unsere Stromproduktion

grün und klimaneutral werden

kann und der Energieverbrauch signifikant

sinkt, haben Wissenschaftler eine klare

Forderung: Strom muss zu Mangelzeiten

deutlich teurer werden!

Das muss nicht zu unserem Nachteil sein.

Es ist nun einmal so, das der Mensch dazu

neigt, Günstiges zu „verprassen“. Wir sehen

das bei Lebensmitteln, die tonnenweise

im Müll landen oder an unserem Kleiderschrank,

prall gefüllt mit der neuesten

Mode, die nach kurzer Tragezeit zentnerweise

in Restecontainer gestopft

wird. Selbst die Halbwertszeit

von Möbeln schrumpft seit Jahren.

Alles ist günstig zu haben

und wird im Überfluss angeboten.

Ausgestattet mit der DNA

der Jäger und Sammler und als

hervorragende Schnäppchenjäger

können wir ja nicht anders,

als die Konsumquote hochzuhalten.

Genau diese Eigenschaft oder

Eigenart kann für den Klimaschutz

genutzt werden. So wie

wir vor dem Gang zur Tankstelle

den aktuellen Benzin- oder

Diesel-Preis checken und

abwägen, wann Tanken ok ist,

kann auch der Stromverbrauch

entsprechend reguliert werden.

Dafür braucht es Transparenz

und Technik. Genau dafür

entwickelt Schillingmann eine sogenannte

Stromsteuerung. Ein Gerät, das aussieht wie

eine digitale Wetteranzeige in Tabletformat,

das stundengenau den aktuellen Strompreis

anzeigt. Je nach Wetterlage kann das

Angebot an Strom so hoch sein, dass er

fast kostenlos bezogen werden kann. Ist

dagegen gerade weder Sonne noch Wind zu

erwarten, wird Strom zum kostbaren Gut.

Wir hätten dann drei Möglichkeiten:

Wir verschieben unseren Verbrauch auf

eine Phase, in der die Nachfrage nach Strom

insgesamt eher kleiner ist, z.B. in der Nacht

oder am Wochenende.

Man könnte aber zweitens die Energie der

hauseigenen Batterie nutzen, die sich in satten

Zeiten aufgeladen hat. Fast kostenlos,

als Strom im Überfluss produziert wurde.

Oder wir beißen drittens in den sauren Apfel

und nehmen den höheren Preis in Kauf.

Für den mutigen Ansatz einer autarken

Ausgabe Winter 2021/22 mq | 23


Das Artland-Magazin.

lokalen Stromversorgung wäre ein Feldversuch

in kleinem Rahmen nötig. Schon lange

bemühen sich die Ingenieure der Firma

Regenis in Quakenbrück sowie ihre Partner

und Unterstützer um Genehmigungen. Die

Entwickler regenerativer Kreislauftechnologien

für landwirtschaftliche Betriebe haben

seit Jahren Konzepte in der Schublade, die

auf Unterstützung und Umsetzung warten.

Nun, endlich, geht es mit der Entwicklung

der Stromsteuerung voran. Dank der Förderung

durch das Land Niedersachsen kann

mit der Programmierung der Stromsteuerungsanlage

für einzelne Energiecluster

begonnen werden. Diese wird mit aktuellen

Wetterdaten und Stromverbrauchsdaten

der vergangenen zehn Jahre gefüttert.

Auf dieser recht einfachen Grundlage sind

ausreichend genaue Prognosen für die

Stromproduktion möglich. Gekoppelt mit

dem Verbraucherverhalten kann der stündliche

Strompreis ermittelt und angezeigt

werden. Mit dieser lokalen, stündlichen

Strompreissteuerung ergibt sich ein Zusammenhang

zwischen Angebot und Nachfrage

vor Ort. Der Strompreis kann dann, so ist

der Plan, bequem vom Handy oder anderen

Endgeräten – vielleicht auch eine Smart-

Watch – abgelesen werden. „Leider sperrt

sich der lokale Netzbetreiber, überhaupt

einen Termin zu organisieren, damit wir

24 | mq Ausgabe Winter 2021/22

die Daten bekommen,“ ist Schillingmann

enttäuscht.

Die soziale Gerechtigkeit sieht der Geschäftsführer

der Firma Regenis nicht in Gefahr,

da jeder die Möglichkeit hat, quasi den

Preis für seinen Strom selbst zu bestimmen.

Zudem fällt in seinem Modell die EEG-Umlage

weg. Damit stünden Millionen Euro zur

Unterstützung Bedürftiger zur Verfügung.

Auch aus den Einnahmen der CO2-Steuer

könnten die Haushalte mit den niedrigsten

Einkommen für deren Energieversorung unterstützt

werden. Beispielhafte Zahlen hat

Ernst Ulrich von Weizsäcker mit Uwe Nestle

im Mai diesen Jahres in einem Beitrag der

Zeit-Online unter dem Titel „Billigstrom ist

reiner Populismus“ geliefert.

Die dritte Forderung für die Energiewende

lautet: Steigerung der Energieeffizienz.

Umweltforscher Ernst Ulrich von Weizsäcker,

Physiker und Biologe, forderte schon

früh, die Energieeffizienz um das Fünffache

zu steigern. Hier wird bereits politisch mit

gesetzlichen Vorgaben zur Wärmedämmung,

alternativer Heiztechnologien wie

Erdwärme und Photovoltaikanlagen gesteuert

und mit finanziellen Anreizen gefördert.

Ein Mehr an Energieeffizienz ist auch bei

Windkraft- und Photovoltaikanlagen möglich.

Statt sie bei „zu viel Stromproduktion“

abzuschalten, kann die überschüssige Energie

für die Herstellung von z.B. Wasserstoff

genutzt werden. Am Beispiel von Biogasanlagen

zeigt sich, dass eine bessere Nutzung

von Synergien die Effizienz unseres Energieeinsatzes

steigert.

Zunächst müssten Biogasanlagen statt

mit Mais von kostbaren Ackerflächen mehr

und mehr mit Mist, Stroh und Gülleinhaltsstoffen

aus der Tierproduktion und echten

Grünabfällen der Kommunen oder aus der

Foodproduktion gefüttert werden. Unter

Einsatz geeigneter Technologien wird vor

Ort neben Biogas, das als Speichermedium

zur Strom- und Wärmeproduktion verwendet

werden kann, auch kostbarer Dünger

– Phosphor und Stickstoff – sowie

die Biomasse Kohlenstoff produziert.

Diese kleinen Kohlenstoffkrümel

können

CO2 im Boden binden.

Als humusbildender

Dünger können sie

Torf ersetzen oder

sie werden als

Einstreu verwendet.

Zwischen

Tierproduktion und

Pflanzenanbau wird

durch die Produktion

von Dünger in der

Biogasanlage wieder ein

Kohlenstoff nach der Gärresttrocknung


ENERGIEWIRTSCHAFT

Blick in das Innere

einer Windkraftanlage.

Dieter Schillingmann kontrolliert

die Leistung.

Bild links: Durch diese Leitungen

fließt der produzierte

„chaotische“ Strom.

Fotos: Beate Deeken

Die Leistung der Windkraftanlage

funktionierender Kreislauf hergestellt. Und das

Haber-Bosch-Verfahren, das mit großem Energieaufwand

zur Herstellung künstlichen Düngers

AUSBILDUNGSPLATZ 2021 202

aus fossiler Energie eingesetzt wird, kann durch

eine effiziente Düngerkreislaufwirtschaft ersetzt

AUSBILDUNGSPLATZ 2021

werden.

Wir bieten motivierten, jungen Menschen die Möglichkeit zur

Wir bieten

Wir bieten

motivierten,

motivierten, jungen

jungen

Menschen

Menschen

die Möglichkeit zur

die Möglichkeit zu

Diese vereinfachten Beispiele zeigen, wie mit konsequentem

Kreislaufdenken Ressourcen geschont

Ausbildung zum Metallbauer Fachrichtung

Ausbildung zum Metallbauer Fachrichtung

und die Energieeffizienz gesteigert werden kann.

Konstruktionstechnik (m/w/d) (m/w/d)

Energie ist dabei nicht nur das, was aus der Steckdose

kommt. Energie ist alles, was dank Sonnen-

Das lernst Du:

Das lernst Du: Konstruktionstechnik (m/w/d)

die Herstellung von Stahl- und Metallkonstruktionen sowie Apparaten und Anlagen

einstrahlung wächst und sich entwickelt. die Herstellung die von Grundlagen Stahl-der und Metallverarbeitung, Metallkonstruktionen z. B. Sägen, Bohren sowie und Apparaten Feilen und Anlagen

Du eignest Dir verschiedene Verfahren an, wie z. B. die thermische Trennung und das Schweißen

Das lernst die Grundlagen Du: der Metallverarbeitung, z. B. Sägen, Bohren und Feilen

Beate Deeken

Das erwartet Dich:

die Du Herstellung eignest Dir verschiedene von Stahl- Verfahren und Metallkonstruktionen an, wie z. B. die thermische sowie Trennung Apparaten und das und Schweiß Anlag

ein unkompliziertes und nettes Team, in dem Du vom ersten Tag an fester Bestandteil bist

Arbeiten in unseren Produktionshallen von Montag bis Freitag im Einschichtbetrieb

Das erwartet die Grundlagen Dich: der Metallverarbeitung, z. B. Sägen, Bohren und Feilen

hohe Übernahmechancen nach der Ausbildung

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Dein Profil:

Das erwartet hohe Übernahmechancen Dich: Du hast die Schule nach (bald) der erfolgreich Ausbildung beendet

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Ausgabe Winter 2021/22 mq | 25

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Wo der kleine dicke Ritter Reggae

Abflug! Und auf

ins Gewummer!

Ende der Sechzigerjahre beginnt auf der

sonnigen Insel Jamaika die Erfolgsstory

der Reggae-Musik. Einer der führenden

musikalischen Köpfe ist der Musikproduzent

Lee Perry. Dessen Songs sind

sehr entspannend und gleichzeitig von

politischen und spirituellen Botschaften

geprägt: Reggae ist Musik für Seele, Herz

und Hirn. Ein unvergleichliches Lebensgefühl

entsteht. Immer mehr Reggae-

Künstler betreten die Bühne und feiern

international Erfolge. Allen voran Bob

Marley.

Zehn Jahre später: Wir befinden uns im

Dezember des Jahres 1978 im Fiz Oblon.

Seit dessen Eröffnung und noch eine

ganze Weile danach erweitert Reggae-

Musik mit ihren wummernden Rhythmen

aus Funky Kingston das Jazzrock- und

Westcoast-Musikprogramm der DJs.

Westcoast? Genau, das ist doch die Musik

von der sonnenverwöhnten Westküste

der USA. Aus Kalifornien mit ihren

Hotspots San Franzisco und Los Angeles.

Überraschend: Beide Musikrichtungen

harmonieren perfekt und kommen bei

den Gästen gut an.

Viele Jahre später, ab 1994, zelebrieren

Reggaefans ihre ersten Reggae Jams in

Talge und in Bersenbrück. Bis 2019 fand

das nun international beliebte Event jährlich

statt. Nach zwei Ausfällen (2020 und

2021) aufgrund der Corona-Pandemie

ist nun wieder ein neues Festival für das

kommende Jahr geplant.

DJ John Peel

spielt Reggae

Reggae-Musik galt schon Ende der

Siebzigerjahre in Europa als zeitgemäße

Musik. Selbst der verstorbene, berühmte

englische Discjockey John Peel spielte

immer auch die neusten Reggaescheiben

in seinem Programm auf dem englischen

Soldatensender BFBS, den man im Artland

gut empfangen konnte.

Teile des Soundsystems

auf dem Reggae Jam 1999 in Talge.

Foto: Archiv Bernd Lagemann

26 | mq Ausgabe Winter 2021/22


STORY: Die Fiz-Oblon-Reggae-Jam-Verbindung

tanzt

Foto: Peisker

Reggae-Musik gelangt mit ihren Bässen

und Rhythmen direkt in die Beine

und in den Kopf – ohne ihren musikalischen

und politischen Anspruch

zu verlieren. Zu dieser Zeit gewinnen

Musiker und Bands wie Bob Marley,

Peter Tosh, Inner Circle, Dennis Brown,

Yellowman, Eddy Grant, Linton Kwesi

Johnson und später auch UB 40 die

Herzen der Oblonisten. Selbst auf der

zweiten Veröffentlichung der Berliner

Nina Hagen Band (Titel: Unbehagen)

aus dem Jahr 1979 findet sich mit „African

Reggae“ ein Tanzflächenmagnet im

Reggae-Sound. Renate K., die heute am

In mehreren Ausgaben Ihres MQ+-Magazins konnten Sie bereits

einige Storys aus dem Bippener Musikclub Fiz Oblon und seinem

Nachfolger in Nortrup lesen. Heute beantworten wir die Frage:

„Was haben Jamaika, Bersenbrück und das Fiz Oblon gemeinsam

erlebt?“ Begeben Sie sich mit uns auf eine vorgestellte Reise nach

Jamaika – und in vergangene Zeiten. Von Gisbert Wegener M. A.

Jadebusen lebt, erinnert sich: „Reggae

ist Musik für die Seele. Beim African

Reggae von Nina Hagen habe ich immer

mitgejodelt.“

Nach der Auflösung der Nina Hagen

Band brachten die verbleibenden Musiker

die LP Spliff Radio Show heraus. Dort

findet man den kurzen Jingle „Fly Stoned

Airlines“ mit dem witzigen Werbeslogan

„Don’t take a boat to Jamaika“. Wolle

M. aus Osnabrück, der heute in Moers

lebt, schreibt auf Facebook: „Mit der LP

,Babylon By Bus‘ von Bob Marley fing es

an. Davor fand ich Reggae langweilig.“

Zwei Reggaebands

spielten

live im Fiz

1979 buchen Horst Hörig und Peter

Linse, zwei der fünf Gründungsmitglieder

des Musikclubs, die Reggae-Band

„Dambala“ über die Amsterdamer Musikagentur

Tumasi. Es wird ein grandioser

Auftritt, der in ihrem Indepedent Hit

„Rally, Rally, Round“ gipfelt.

Ausgabe Winter 2021/22 mq | 27


Impressionen vom Reggae Jam 2014

Fotos: Kosta Giddens/Archiv MQ + – Das Artlandmagazin

Der Auftritt von Dambala war vermutlich

das erste Engagement einer Reggaeband

in unserer Region. Etwa um die gleiche

Zeit absolvierten „The Regulars“ einen

Gig im Fiz. Ich persönlich kann mich noch

an die Plakate für ihren Auftritt erinnern.

Sie lagen im Fiz aus und ein Fürstenauer,

der heute als Journalist für eine regionale

Zeitung arbeitet, war damals dabei.

Allerdings traf der Auftritt der Regulars

nicht wirklich seinen Geschmack:

Reinhard war bereits auf den schnelleren

Punk- und New-Wave-Zug aufgesprungen.

Die Amsterdam-

Bippen-Berlin

Connection

Aufgrund seiner neuen und guten

Connection nach Amsterdam fliegen

die Träume von Horst Hörig hoch.

Schon plant er eine musikalische Achse

Amsterdam-Bippen-Berlin. Er hoffte,

„durchreisende“ erstklassige Bands quasi

auf halber Strecke abzufangen und für

spektakuläre Auftritte im Fiz Oblon zu

gewinnen. So erinnert sich seine Schwester

Petra im Gespräch. Sie lebt heute wie

schon zur damaligen Zeit in Berlin.

DJs toasten auf

Jamaikas Straßen

Der gebürtige Meppener Martin Alker

arbeitete in den Anfangsjahren im

Musikclub an der großen Theke im Fiz

Oblon. Martin, der heute ebenfalls in

Berlin lebt, war bereits 1980/1981 nach

Jamaika gereist und berichtete mir,

dass an allen Strandbars die heißesten

Reggae-Rhythmen erklangen. Die

Anhänger des Reggaes seien zudem mit

Pick-ups und Sound-Systemen über die

Insel gefahren, hätten von der Ladefläche

aus Reggae-Musik abgespielt und mit

einer Art Sprechgesang, dem „Toasting“,

die neusten Nachrichten aus den umliegenden

Dörfern verbreitet oder ihre

eigene Musik angepriesen. Dabei seien

7-Inch-Tonträger (Singles) zum Einsatz

gekommen. Auf deren A-Seite war ein

aktueller Hit gepresst. Auf der B-Seite

fand man dessen Instrumentalversion.

Über diese B-Seiten hätten die Sänger

dann ihre Texte gelegt und live ihre Messages

verbreitet. So war eine lebendige,

packende und starke Ansprache ihres

Publikums möglich. Diese Tradition gibt

es wohl heute noch.

Legalize it,

Yeaah, Yeaah …

Das Fiz Oblon verfügte in der Anfangszeit

über einige Musik früherer Reggae-

Künstler wie zum Beispiel Toots and

the Maytals sowie Bands, die sich den

Reggae Vorläufern „Ska“ und „Rock

Steady“ verschrieben hatten. Allerdings

stammten die Tanzenflächenhits im Fiz

eher von Bob Marley („Get Up Stand Up“,

„No Woman No Cry“), Dillinger („Coka-

28 | mq Ausgabe Winter 2021/22


STORY: Die Fiz-Oblon-Reggae-Jam-Verbindung

ne in My Brain“), Inner Circle („Music

Machine“), Eddy Grant („Walking on

Sunshine“) und Peter Tosh, der mit

seinem bekanntesten Hit „Legalize

It“, bereits 1976 für die Karibikinsel die

Freigabe von Marihuana forderte.

Erst 2014 erfolgt diese dann durch die

amtierende Regierung. Damit war

der Besitz des Rauschmittels, das die

Rastafari als Mittel ihrer Religionsausübung,

zur Freizeitgestaltung und für

gesundheitliche Zwecke einsetzen,

laut Wikipedia bis zu einer Menge von

etwa 30 Gramm straffrei (im Fiz Oblon

war der Konsum von Drogen selbstverständlich

nicht erlaubt und die Betreiber

achteten streng darauf. Sonst hätte

der Konzessionsentzug gedroht).

Teil des Musikprogramms im Fiz waren

etwas später auch englische Ska-Bands.

Sehr populär waren die Specials und

Madness („One Step Beyond“) vom

2-Tone-Label. Die englische Band UB 40

hatte gleich mehrere Hits im Fiz.

Die Ampel-

Koalition

legalisiert

Heute, also viele, viele Jahre nach Peter

Toshs Hit „Legalize It“ von 1976, plant

die neue Regierung in Deutschland eine

Entkriminalisierung des Marihuana-

Konsums durch kontrollierte Abgabe an

Erwachsene in Deutschland.

Ausgabe Winter 2021/22 mq | 29


Reggae-Jam 1999 in Talge

Foto: Archiv Bernd Lagemann

Roots-Plague-Soundsystem

Foto: Archiv Bernd Lagemann

Lee Scratch Perry: der Musik-Schamane

Noch einmal zurück zu den Wurzeln des Reggae. Als Erfinder und kreativer Motor der Reggae-Musik und seiner Ableger Dub

und Dancehall fällt immer wieder der Name Lee „Scratch“ Perry. Der geniale Musikproduzent und Musik-Shamane war ein

unglaublich kreativer Soundtüftler, der in seinem Black Art Studio in Kingston mit einfachsten Mitteln phänomenale Sounds

kreierte. Sein Anspruch: Er wolle mit seiner Musik das Böse in der Welt bekämpfen, allen voran die Abhängigkeit der Menschen

(speziell der Jamaikaner) von Kapitalisten und Imperialisten und den Qualen rücksichtsloser Ausbeutung. Die Rede ist

also von den ehemaligen Kolonialmächten. So ging es in seiner Musik immer darum, für individuelle Freiheit zu kämpfen und

sich Freiräume zu bewahren. War er doch selbst genauso betroffen wie die gesamte heutige Bevölkerung Jamaikas. Sie besteht

aus den Nachkommen afrikanischer Sklaven, die bis Anfang des 19. Jahrhunderts als Leibeigene der Kolonialherren auf

den Zuckerrohrplantagen Sklavenarbeit verrichteten. Wie schlimm es damals die Sklavenhalter in den USA und der Karibik

trieben, veranschaulichen die folgenden Anzeigen:

Bernd Lagemann

und Lee

Perry

Foto: Archiv

Bernd Lagemann

Alte Sklavenhalter-Anzeigen. Abgedruckt auf der Rückseite einer LP von der Gospelsängerin Mahalia Jackson.

Die LP mit diesem Cover wurde in der DDR auf dem staatseigenen AMIGA Schallplattenlabel veröffentlicht.

Foto: Archiv Gisbert Wegener

30 | mq Ausgabe Winter 2021/22

1802 wird die Sklaverei verboten. Lee

Perrys Hass auf sie ist in seinem Werk

an vielen Stellen nachvollziehbar. Sein

Opus und sein exotisches Leben mit

Worten hinreichend zu beschreiben

ist hier nicht möglich. Deshalb sei

auf seine zahlreichen musikalischen

Veröffentlichungen und auf ein

exzellentes ARTE-Porträt (Lee-scratchperry-s-vision-of-paradise)

über sein

Leben verwiesen. Eines aber wird

deutlich: Reggae als Kampf gegen

Unterdrückung, Ausbeutung und

Grausamkeit passte in den Zeitgeist

der Siebzigerjahre, in das Aufbegehren

der Jugend gegen verhasste Gesellschaftsstrukturen

und zur Suche nach

alternativen Lebensformen. Eine breite

Gegenkultur entwickelte sich und die

Reggaekultur war ein Teil davon und

ist es heute noch.

Lee Perry gilt als Ziehvater von Bob Marley, dem wohl bekanntesten und berühmtesten Reggaemusiker aller Zeiten. Bei Perry

gaben sich die großen Musiker Jamaikas die Klinke in die Hand, bis es ihm zu viel wurde und er sein eigenes Studio 1979 dem

Feuer übergab. – Er war angewidert von zunehmender Gewalt auf den Straßen und von Schutzgelderpressungen, die gegen

ihn gerichtet waren. – Lee Scratch Perry war eine der schillernsten Figuren bis zu seinem Tod am 29. August dieses Jahres.

Lee Perry, der Ausnahmekünstler, war dreimal zu Gast beim Reggae Jam.


STORY: Die Fiz-Oblon-Reggae-Jam-Verbindung

Lee Perry auf dem Bersenbrücker Reggae Jam

Foto: Archiv Bernd Lagemann

Jugendrichter

kämpft fürs

Legalisieren

lasten. Und er möchte gesellschaftlich

unsinnige Verurteilungen verhindern,

die die Zerstörung von Familien und

Lebensläufen aufgrund von Banalitäten

(dem Besitz geringer Mengen THC) zur

Folge haben.

Aus genau diesen Motiven heraus

beschäftigt sich auch unsere neue

Regierung ernsthaft mit diesem Thema.

Zudem möchte man den gefährlichen,

unkontrollierten Handel auf dem

Schwarzmarkt und das Verbreiten von

verunreinigtem Cannabis verhindern. Es

geht also um den Schutz der Verbraucher

– aber auch um ein Recht auf

Rausch.

Cannabis gab es

schon früher

in Apotheken

Übrigens: Wer dem Quakenbrücker

Stadtmuseum einen Besuch abstattet,

wird an der Lade einer alten Apothekeneinrichtung

die Aufschrift „Cannabis“

finden. Cannabis war damals bereits

als Medikament verfügbar. Bauern

Die alte Knopf‘sche Apothekeneinrichtung

im Stadtmuseum Quakenbrück

Foto: Stadtmuseum

Andreas Müller, ein gebürtiger Emsländer,

der in jungen Jahren im Fiz Oblon

verkehrte, wie er mir auf Facebook

schrieb, hat als hauptberuflicher Jugendrichter

am Amtsgericht Bernau bei

Berlin für dieses Vorhaben gekämpft.

Heute ist er neben seiner Tätigkeit als

Richter auch ein gefragter Redner und

Talkshow-Gast. Dabei ist ihm eines

sehr wichtig: Es geht ihm nicht um

eine Verharmlosung der schädlichen

Auswirkungen von psychoaktiven

Substanzen wie dem Hauptwirkstoff

von Marihuana, dem THC – gerade für

Jugendliche. Das muss hier eindringlich

gesagt werden (denn oberflächlich recherchierende

Journalisten und einige

Politiker unterstellen ihm das).

Es geht ihm vielmehr um fachgerechte

Aufklärung der Heranwachsenden über

die Gefahren dieses Wirkstoffes aus

den Blüten der weiblichen Hanfpflanze.

Zudem kommt es ihm darauf an, durch

das Legalisieren die Polizei, die Gerichte

und die Justizvollzugsanstalten zu entvertrieben

sich mit dem Knastern

(dem Rauchen von Hanfsamen in der

Tabakspfeife) in alten Zeiten die trüben

Wintertage, wenn auf den Äckern

nichts mehr reifte, wie Andreas Müller

vor Jahren in einem Vortrag im Schlossmuseum

Jever zu erzählen wusste.

Kehren diese Zeiten bald zurück?

Nach diesem Exkurs reisen wir nun

gedanklich von Amsterdam, Jever,

Jamaika, Bippen und Quakenbrück nach

Bersenbrück zum Reggae-Jam.

Ausgabe Winter 2021/22 mq | 31


Sheriff auf Jamaika, 1994

Foto: Archiv Bernd Lagemann

Sheriff Bernd

Lagemann betritt

die Bühne

Die Idee liegt nahe, dass auch Bernd Lagemann,

der Organisator des Reggae Jams

durch Fiz Musik beeinflusst gewesen sein

könnte. Doch Bernd, den alle „Sheriff“

nennen, weil er mal einen Wagen fuhr,

der einem Ami-Polizeiauto nachempfunden

war, erklärt im Gespräch: „Ich war viel

im Fiz Oblon. Aber eigentlich war es mehr

mein erster Besuch auf Jamaika, 1985, der

mich wirklich beeinflusste. Dieser Urlaub

weckte meine Leidenschaft für die Reggaemusik.

Auf der gesamten Insel waren

fahrbare Soundsysteme zu sehen. Überall

wummerte der Bass. Das alles war schon

sehr beeindruckend. Zurück in Deutschland

habe ich mich dann in Berlin mit

der neusten Reggaemusik versorgt und

auch für meine Freunde und Bekannten

Schallplatten mitgebracht.“ Aus dieser

Leidenschaft heraus entstand später die

Idee für das erste Reggae-Jam in Bersenbrück.

Das war 1994 (über die Geschichte

der Reggae Jams wird Ihr MQ+-Magazin

im kommenden Jahr mehr berichten).

Der Sheriff plant

Reggae Jam in

London

Und was hat Bernd Lagemann in naher

Zukunft vor? Bernd erzählt: „Nächstes

Jahr ist ein weiteres Event dieser Art

in Bersenbrück, wie immer im August,

geplant. Doch ich habe noch Größeres

vor. Am jamaikanischen Independence

Day, am 6. August, möchte ich 2022 im

Londoner Stadtteil Brent ein großes

Reggae-Fest veranstalten. In London leben

fast 450.00 Einwanderer aus der Karibik

und deren Nachkommen. Ich habe

mein Projekt bereits den zuständigen

Behörden vorgestellt. Sie haben mein

Konzept begeistert aufgenommen und

mir volle Unterstützung zugesagt. Denn

sie wissen, dass sie etwas für diese Bevölkerungsgruppe

tun müssen, die leider zu

oft in soziale Probleme verwickelt ist.“

Londons Stadtteile

Feel de Riddem.

LONDON

Quelle: Wikipedia.org

32 | mq Ausgabe Winter 2021/22


STORY: Die Fiz-Oblon-Reggae-Jam-Verbindung

Pick-up mit Soundsystem

Foto: Archiv Bernd Lagemann

Reggae Musik spielt auch Radio Artland

Wer sich für die Geschichte der Reggae-Musik und die aktuellen Neuerscheinungen und Performer interessiert, dem sei die

Sendung „In my Backyard“ von Stefan Peters auf www.radioartland.org empfohlen. Seine Sendung ist regelmäßig am Samstag

von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr zu hören.

Stefans aktuelle Hörtipps:

Chronixx „Skankin‘ Sweet“

Third World, Damian „Jr. Gong“ Marley „You’re Not the Only One“

Koffee „Raggamuffin“

Jesse Royal, Kumar „Strongest Link (Do My Best)“ feat. Kumar

Protoje. Lila Ike, Agent Sasco (Assassin) „Not Another Word“ (feat. Agent Sasco)

Beres Hammond, Buju Banton „Can You Play Some More (Pull It Up…)“

Sara Lugo „High & Windy“

Auf Radio Artland

wird es zudem am Donnerstag, dem 23. Dezember

wieder meinen Fiz Oblon Christmas Flight geben

– mit musikalischen Highlights aus den ersten

Jahren des Fiz.

Frohe Weihnachten!

Stand: 02.12.2021

Ausgabe Winter 2021/22 mq | 33


Das Artland-Magazin.

Schlaghosenalarm,

lange Haare und

unvergessliche

Musik

Von Detlef Bülow

34 | mq Ausgabe Winter 2021/22

Foto & Grafik

Adobe Stock


ZEITREISEN

Wer war deine Lieblingsband

und von

wem war deine

erste Schallplatte?

Wer war deine große

Liebe, als „Love Story“

oder „Einer flog über

das Kuckucksnest“

im Kino lief? Wie war

dein erster Kuss? Wie

ist es dir ergangen, als

du von dem Tod von

Jim Morrison erfahren

hast?

In meinen Fotoalben kleben neben

Landschaftsbildern fein säuberlich

Menschen, die eine wichtige Rolle in

meinem Leben gespielt haben, alte

Freunde, Mitschüler, Menschen, die

mich ein Stück des Weges begleitet

haben, manche über viele Jahre, bis wir

uns aus den Augen verloren haben und

einige begleiten mich sogar noch heute.

Zeitreisen sind momentan aus technischer

Sicht zwar „noch“ nicht möglich, das

menschliche Gehirn ist da allerdings einen

Schritt weiter. Denn wenn ich mir ein Foto

von früher anschaue, empfinde ich exakt

dieselben Gefühle wie zu jenem Zeitpunkt,

als die Aufnahme gemacht wurde. Dies ist,

so vermute ich, auch der Grund, weshalb

wir uns so gerne in die Vergangenheit

zurückziehen. Der Blick auf alte Fotos ist

auch immer eine kleine Zeitreise in die

Vergangenheit. Viele dieser Aufnahmen

lassen uns seufzen: Das waren noch Zeiten!

Auch wenn bei Licht betrachtet nicht

alles besser war – wir fühlen das Glück von

damals, wir sehnen uns nach vergangenen

Tagen und amüsieren uns über die damalige

Mode und Haarschnitte.

Bei mir reichen meistens oft schon ein

paar Stichworte aus und schon sind sie da:

Die Erinnerungen, die mein Leben prägten.

Die erste Liebe, Partys, „Stairway to Heaven“

von Led Zeppelin, die erste Zigarette,

der Tod von Marc Bolan, John Lennon und

Freddie Mercury, sofort entstehen Bilder

in meinem Kopf, die ich abrufen kann. Ich

weiß, dass es vielen Menschen genauso

geht, diese Erinnerungen sind der Stoff,

der uns verbindet und uns in Geschichten

schwelgen lässt.

Es sind die prägenden Erinnerungen an

eine Zeit, in der wir unsere Freunde vom

Festnetz aus anriefen und stolz auf unsere

neueste LP waren, in der „Am laufenden

Band“ noch eine große Fernsehshow

war und in der wir dachten, von Oswalt

Kolle und Dr. Sommer könne man fürs

Leben lernen. Die Tapeten hatten große

Blumenmuster und die Lieblingsfarbe

der meisten Menschen um uns herum

war orange. Da ich gerade davon spreche

– was hatten wir doch damals für eine

farbenfrohe Mode? Diese 70er, Schlaghosenalarm,

Hot Pants, lange Haare, luftige

Kleider aus fließenden Stoffen, Blumen im

Haar, große Sonnenbrillen, bunte Hemden

mit großem Kragen, gestrickte Jacken

und jeder trug Jeansjacken oder einen

alten Bundeswehr-Parker. Darin drückten

Ausgabe Winter 2021/22 mq | 35


Das Artland-Magazin.

WM-Maskottchen „Tip und Tap“

wir unsere jugendlichen Wünsche nach

mehr „Lockerheit“ und „Freiheit“ aus.

Die neue Freiheit wurde auch durch die

Gesetzgebung unterstützt. Der Eintritt

der Volljährigkeit wurde am 1. Januar 1975

vom vollendeten 21. Lebensjahr auf die

Vollendung des 18. Lebensjahres herabgesetzt.

Und wer erinnert sich nicht an den

sportlichen Höhepunkt 1974? Zum ersten

Mal fand die Fußball-Weltmeisterschaft

im eigenen Land statt. Die Bundesrepublik

Deutschland gewann das Turnier nach

einem 2:1-Sieg über die Niederlande im

Finale von München. Am 5. September

1977 startete die Sonde „Voyager 1“ auf

ihren Erkundungsflug ins All. Mit an

Bord war eine vergoldete Kupferplatte,

die Grafiken enthielt, aber auch Musik

aus vielen verschiedenen Ländern ist auf

der Platte versammelt. Für den Bereich

der Popmusik wollte man die Beatles

als Beispiel auf die Platte bringen, aber

die hatten kein Interesse. Dafür können

jetzt E.T. und seine Kumpel Chuck Berry

abspielen. Der Colgate-Test „Mammi,

Mammi, er hat überhaupt nicht gebohrt“,

verhieß Gutes für die Zahnpasta. „Da weiß

man, was man hat“ versicherte einem der

Persilmann glaubwürdig wie ein Tagesschausprecher.

Und sollte auch heute noch

Jacobs-Kaffee die bevorzugte Kaffeemarke

sein, könnte das an Karin Sommer liegen.

Die Blockbuster waren „Der Weiße Hai“

und „Krieg der Sterne“, und Pril-Blumen

klebten quasi überall. Das erste Retortenbaby

wurde geboren und Computer

werden gegen Ende des Jahrzehnts massentauglich,

denn Steve Jobs bringt den

ersten Apple-Computer auf den Markt und

gründet die Firma Apple im Jahr 1976.

Das erste MacIntosh-Modell von 1984

(MacIntosh 128k)

Foto: Wikipedia

Eine ganz große Ära endete: Die des in

Deutschland gebauten VW Käfers. 1978 lief

der letzte im VW-Werk Emden vom Band.

Dann waren da noch die Plateausohlen, sie

waren teilweise so hoch, dass ein Laufen

auf diesen Schuhen schier unmöglich war,

aber sie waren modern. Ja, die „Clogs“: Sie

sind die Verkörperung der 70er-Mode in

Schuhform. Ich glaube, kein anderer Treter

war damals so angesagt wie die hohen

Schlüpf-Sandalen mit klackerndem Holzabsatz.

Während Kids von heute, wenn sie

„Clogs“ hören, höchstwahrscheinlich an

holländischen Käse denken, schwelge ich

schon wieder wehmütig in Erinnerungen

an eine aufregende Zeit.

Unsere Outfits waren Ausdruck eines

freien und selbstbestimmten Lebens. Wir

waren jung, unbeschwert, viel unterwegs,

wollten die Welt verändern und ein Kuss

war noch ein Leben wert. Wir hatten

verrückte Wünsche, Zeit zum Träumen

und lebten wie im Taumel scheinbar unbegrenzter

Möglichkeiten mehrere Leben

auf Probe. Uns hielten nur die Grenzen, die

wir uns selbst setzten. Unser Lauschgift

waren Pink Floyd, Supertramp, Manfred

36 | mq Ausgabe Winter 2021/22


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Mann, Peter Frampton und mit unseren

Freunden führten wir die Grundsatzdebatten:

Geha oder Pelikan? Levis oder

Wrangler? Samson oder Drum? Puch oder

Mobylette?

Pril-Blume

Die 70er waren ohne Zweifel ein wildes

Jahrzehnt. Uns wurde gelehrt, uns nach

den Älteren zu richten, doch wir gingen

eigene Wege. Denn unser Motto war:

„Traue keinem über 30!“ Die „Bild-Zeitung“

empfand sich als Sprachrohr des

„gesunden Volksempfindens“, während

wir die BRAVO zum gemäßigten Anwalt

unserer Generation machten. Wir waren

Rebellen, waren neugierig, hatten einen

Freiheitsdrang und die Zeit war auf

unserer Seite. Es war aber auch eine Zeit

von Terror, Krisen, Umbrüchen und Veränderungen.

Zu diesem Eindruck tragen

nicht zuletzt die beiden Ölpreiskrisen von

1973/74 und 1979 und die Olympischen

Spiele in München bei. Kaum eine Zeit

war für mich so prägend, so verrückt, so

besonders, so voller schräger Ideen und Visionen

wie die 70er Jahre, denn sie haben

mir gezeigt: Veränderung ist möglich – du

musst dich nur trauen!

Ich glaube, dass sich aus unseren Erinnerungen

unsere Biografie zusammensetzt.

Aus den Erinnerungen an all das, was war,

was vergangen ist, was nicht wiederkommt,

was wir nicht loswerden, was uns

begleitet und geprägt hat, was wir vermissen

und was wir bedauern, worüber wir

lachen und uns ärgern und schämen, an all

das, was wir waren. Und dadurch auch an

all das, was wir heute sind.

Es war gut, wie es war.

Ausgabe Winter 2021/22 mq | 37


Das Artland-Magazin.

Humor

ist der Knopf, der

verhindert,

dass uns der Kragen

platzt!

Ist man, so wie ich, nicht mehr ganz

taufrisch und zählt seine Lebensjahrzehnte

nicht mehr an einer Hand ab,

hat man vieles erlebt. Schönes und Angenehmes,

aber auch Unangenehmes, auf

das man auch gern verzichtet hätte. Oft

brennt sich aber gerade das Unangenehme

fest in unseren Kopf ein. Dies hat die

Evolution durchaus gut so eingerichtet.

Soll es doch verhindern, dass Fehler, die

gemacht wurden, nicht noch einmal passieren.

Das ist nicht nur bei uns Menschen

so. Als ich noch einen Jagdhund führte,

konnte ich das wiederholt feststellen. Ein

einziger Kontakt mit einem elektrischen

Weidezaun reichten bei meiner Jaska aus,

zeitlebens um jeden Draht einen großen

Bogen zu machen. Ich gebe zu, ich bin

nicht so gelehrig. Wie heißt es auch so

schön: Der Einfältige lernt aus seinen Fehlern,

der Weise aus den Fehlern anderer.

Ich möchte hier jedoch von Begebenheiten

berichten, die ich selbst erlebt habe

oder von denen mir glaubwürdig berichtet

wurde. Und ganz wichtig, es sind nur

schöne und lustige Geschichten, zumindest

für den Leser. Sollte das eine oder

andere liederliche Wort dabei auftauchen,

bitte ich zu bedenken, dass das menschliche

Zusammenleben nicht nur von wohl

gewählten Worten und geschliffener Rede

geprägt ist.

Mit Kindern habe ich öfter lustige Situationen

erlebt. Bei einer Rollladenreparatur

im Wohnzimmer einer jungen Familie

hatte ich Gesellschaft von der etwa vierjährigen

Tochter. Sie spielte in sich vertieft

auf dem Boden mit allerlei Puppen und

Stofftieren und kümmerte sich überhaupt

nicht um mich. Gelegentlich plapperte sie

vor sich hin, ein wunderschönes Bild von

Eintracht und Harmonie. Da klingelte es

an der Wohnungstür. Das Mädchen erhob

sich, stemmte die Fäustchen in die Hüften

und sagte genervt: „Wer kommt denn

jetzt schon wieder angeschissen?“

Unsere Enkelin, damals vier Jahre alt,

wohnt mit unserer Tochter und unserem

Schwiegersohn etwa fünfundzwanzig

Kilometer entfernt. Die Kleine ist natürlich

öfter bei uns zu Besuch. Als wir sie eines

Abends mit dem Auto nach Hause fuhren,

prangte der pralle Vollmond vom Himmel.

„Schau mal! Ein Mond!“ sagte die Kleine.

Ich verbesserte sie sofort: „ Das heißt DER

Mond. Wir haben nur EINEN Mond!“ Darauf

bekam ich zur Antwort: „ Wir auch!“

Eine allerliebste Geschichte erzählte

mir vor vielen Jahren mein Lehrmeister

Wilhelm Schagemann. Diese hat sich vor

über hundert Jahren zugetragen. Unser

Geschäftshaus an der St. Annenstraße

war in den zwanziger Jahren des vorigen

Jahrhunderts noch nicht an die Kanalisation

angeschlossen. Das Abwasser aus

einem Spülstein lief durch ein Bleirohr

nach draußen und durch eine offene Rinne

in Richtung Straße, wo es in der Bordsteinrinne

versickerte. So war das damals!

Es war Winter, es lag Schnee und es war

sehr kalt. Die Schwester meines Lehrmeisters,

damals etwa sechs Jahre alt, spielte

mit ihrer Freundin Klara draußen in der

Einfahrt. Da musste Klara plötzlich, zog ihr

Röckchen hoch, den Schlüpfer herunter

und hockte sich über die Abwasserrinne,

um hinein zu pieseln. Frau Schagemann,

die das von der Küche aus gesehen hatte,

öffnete das Fenster und rief hinaus. „Klara!

Komm doch ins Haus! Es ist doch so kalt!“

Darauf antwortete die Kleine: „Das macht

doch nichts Tante Schagemann. Ich hab

doch eine Mütze auf!“

38 | mq Ausgabe Winter 2021/22


BERGFELDS GESCHICHTEN

Die deutsche Sprache lauert mit vielen

lustigen Fallstricken auf unschuldige

Opfer, vor allen Dingen, wenn sie mit

Mundart und Dialekt vermischt wird. Vor

vielen Jahren hatten wir eine Praktikantin

in der Firma, mit Namen Möller. Ein

Kollege meinte, Möller wäre kein Name,

sondern wie Meyer, Müller, Schulze ein

Sammelbegriff. In der Firma half damals

gelegentlich der Großvater meiner Frau

mit, Opa Erwin. Dieser stammte aus

Schlesien und war ein ungemein lustiger

Zeitgenosse. Als er die Praktikantin zum

ersten mal sah, begrüßte er sie, wobei er

ihren Namen mit seinem schlesischen

Dialekt aussprach, mit den Worten: „Sie

sind also das Fräulein Meller?“ Er bekam

zur Antwort: „Nein! Möller, mit ö!“ Fortan

sprachen wir die Praktikantin nur noch

mit „Möller mit ö“ an.

Zu den Kunden der

Firma zählten natürlich

auch Spätaussiedler

aus Russland. Unter

diesen lernte ich sehr

viele kennen, sympatisch,

fleißig, Menschen,

die ich sehr schätzte.

Einige überraschten

mich mit lustigen

Wortschöpfungen, die

mir im Gedächtnis geblieben

sind. Ich sollte

einen Rollladen reparieren.

Also entfernte

ich die Abdeckplatte

des Rollladenkastens

und entnahm eine

Styroporplatte, die als

Isiolierung diente. Nach erfolgter Reparatur

schraubte ich die Abdeckplatte wieder

an, hatte aber die Styroporplatte nicht

wieder eingebaut. Als der Mieter der Wohnung,

ein älterer Russlanddeutscher den

Raum betrat, deutete er auf das Styropor

und sagte, wobei er das R deutlich rollend

aussprach: „Herr Bergfeld! Sie haben die

Wärmlichkeit vergessen!“ Ab sofort hieß

Styropor bei mir nur noch Wärmlichkeit.

In den siebziger Jahren hatten mein

Schwiegervater und ich in Lechterke einen

kurzen Uferbereich der Wrau (in Lechterke

heißt sie Lake) gepachtet. Seit alten Zeiten

besaßen die anliegenden Bauern hier das

Fischrecht. In den achtziger Jahren hat

man ihnen dieses klammheimlich durch

eine Gesetzesänderung genommen. Mein

Schwiegervater und ich angelten hier und

legten für den Aalfang eine Reuse aus.

Wehmütig denke ich an diese Zeit zurück.

Die Lake schlängelte sich durch die Felder,

tiefe Gumpen und flache Stellen wechselten

sich ab. Im Mai zogen die Weißfische

in unglaublicher Zahl zum Laichen das

Flüsschen hinauf. Im Sommer war das

ganze Gewässer eine große Kinderstube.

Im Herbst wurde das Kraut mit einem

Mähboot von der Melioration abgemäht.

Seit vielen Jahren wird es nun herausgebaggert.

Und mit ihm Fische, deren Laich,

Frösche und was sonst noch im Wasser

lebt. Die Lake ist heute gleichmäßig tief,

die biologische Vielfalt ist verschwunden.

Außer Aalen ging uns gelegentlich so

manche Rarität in die Reuse. Quappen,

Edelkrebse und einmal ein Fischchen,

etwa handlang, das ich nicht zuordnen

konnte. Die Barteln erinnerten an einen

Wels. Bei solchen Fragen war damals

meine Anlaufstelle Herr Dr.hc Walter

Koste, seines Zeichens Biologielehrer an

der Realschule. Er identifizierte den Fisch

als Schlammpeizker. Dieser wird maximal

fünfundzwanzig Zentimeter lang und ist

sehr selten. Eine Besonderheit stellte seine

Atmung dar. Bei geringem Sauerstoffgehalt

des Wassers schluckt er Luft, sein

Darm gibt den darin enthaltenen Sauerstoff

dann an das Blut ab. Man spricht in

der Biologie von Darmatmung. Ich setzte

das Fischlein wieder in die Lake zurück und

bei nächster Gelegenheit berichtete ich im

Freundeskreis von diesem seltenen Fang

und der Besonderheit der Darmatmung.

Mein Freund Gerd meinte allerdings, die

sei so etwas besonderes nicht, das könne

er auch. Zumindest das Ausatmen funktioniere

sehr gut.

Eine langjährige Kundin unserer Firma

war Frau B. Finanziell gut gestellt als

Beamtenwitwe bewohnte sie ein schönes,

großes Haus. Die Einrichtung mochte aus

den dreißiger Jahren sein, jedoch alles gut

gepflegt. Das Haus bewohnte sie allein,

ihr Sohn, ein Arzt, wohnte in Münster. Es

war in den achtziger Jahren. Eines Tages

bat mich mein Chef und Schwiegervater

ihn zu Frau B. zu begleiten. Diese hätte

angerufen und um das Ausmessen und

die Anfertigung eines Schrankes gebeten.

Wir taten also wie verlangt. Einige

Wochen später bauten wir den Schrank

ein. Raumhoch mit sechs Türen aus Eiche

rustikal gebeizt. Hinter einer Tür befanden

sich zwölf Schubkästen, so genannte

englische Züge. Einige Wochen später lud

Frau B. meinen Schwiegervater und mich

zu einer Tasse Kaffee

ein. Der Anlass war,

sie hätte den Schrank

nun eingeräumt und

wolle uns das nun

zeigen. Nach einer

Tasse Kaffee und ein

paar trockenen Keksen

kam die Schrankbesichtigung.

Frau B.

öffnete nacheinander

alle Schranktüren

und kommentierte

dabei: „Hier sind

meine Kleider, da die

Wäsche......“ und so

weiter. Dann kamen

wir zu den zwölf

Schubladen. Diese

waren voll, aber so

etwas von voll. Mit Medikamenten! Dieser

Bestand hätte jedem Apotheker zur Ehre

gereicht. Da sagte Frau B., sie war damals

hoch betagt, sicher in den Neunzigern:

„Und hier habe ich meine Medikamente

untergebracht.“ Darauf folgten die Worte,

die ich nie vergessen habe: „Das muss ich

mal meinem Sohn zeigen. Der wird staunen,

dass ich so alt geworden bin, ohne

seine Medikamente zu nehmen.“

Eines Tages betrat ein Ehepaar unseren

Laden. Ich stellte alsbald fest, dass es sich

um Ausländer handeln musste. Tonangebend

war die Ehefrau. Sie flüsterte ihrem

Ehemann in einer mir nicht bekannten

Sprache immer wieder etwas zu, was

er mir dann in gebrochenem Deutsch

wiedergab. Die beiden wohnten in einem

großen Mietshaus in der Neustadt. Da gab

Ausgabe Winter 2021/22 mq | 39


Das Artland-Magazin.

es wohl schon seit Jahren ein Problem. Die

Hauseingangstür wäre mit einer Türklinke

versehen, sodass jeder, auch wenn er

nicht zu den Bewohnern gehörte, das

Haus betreten konnte. Es wäre schon des

öfteren zu unangenehmen Begegnungen

und Vandalismus gekommen. Diese

beiden wollten nun auf eigene Kosten

an die Haustür einen Knauf anbringen,

ich solle ihnen einen solchen verkaufen,

die Montage erledige der Mann selber.

Ich suchte also das entsprechende Teil

hervor, legte auch Schrauben dabei und

erklärte auch die Montage. Die Frau, die

offensichtlich kein Wort Deutsch konnte,

bezahlte und beide verließen den Laden.

Zwei Tage später waren sie wieder da.

Wie schon geschehen, führte die Frau das

Wort, der Mann war quasi der Übersetzer.

Es hätte sich ein Problem ergeben. Die

zwölf Briefkästen der Hausbewohner

befänden sich im Flur des Hauses, also

könne der Postbote die

Post nun nicht mehr einwerfen.

Was man da wohl

machen könne. Ich gab

den beiden zu verstehen,

da gäbe es nur zwei Möglichkeiten.

Die Briefkästen

nach außen hängen oder

die Tür wieder mit einer

Türklinke zu versehen. Die

beiden plapperten eine

Weile in ihrer Muttersprache,

die Frau schien

dabei immer wütender

zu werden. Dann sagte

mir der Mann, er wolle die

Türklinke wieder anbauen.

Dabei gäbe es aber ein

Problem. Die alte Klinke

hätte er bereits weggeworfen, ob ich den

Knauf zurücknehmen und gegen eine

Klinke umtauschen würde. Als er mir den

Knauf vorlegte, musste ich ihm sagen,

das ginge nicht. Der Knauf war, durch

unsachgemäße Montage, völlig verkratzt

und verbeult. Ich gab den beiden also eine

Drückergarnitur der einfachsten Sorte

mit. Zähneknirschend bezahlte die Frau,

wobei sie ihrem Mann immer wieder in

ihrer Sprache etwas an den Kopf warf.

Auch ohne ein Wort zu verstehen, begriff

ich, dass dieses sicherlich keine Liebeserklärungen

gewesen waren. Dann gingen

beide zur Ladentür, die Frau schob ihren

Mann unsanft hinaus und schloss die

Tür. Ich hatte mich schon umgedreht,

um ins Büro zu gehen, da öffnete sich die

Ladentür wieder einen Spalt und der Kopf

der Frau erschien. Dann sagte sie, von der

ich annahm, sie spricht kein Wort Deutsch:

„ Meine Mann ist eine Idiot!“

In einem Mehrfamilienhaus musste ich

eine neue Hauseingangstür einbauen. Der

Hausflur bestand nur aus einem langen,

schmalen Gang, alles war sehr eng. Mit

allerlei Werkzeug, Leiter und vieles mehr

hatte ich den Flur arg belagert. Da kam

eine Bewohnerin des Hauses vom Einkaufen

zurück. Links und rechts trug sie zwei

wohl gefüllte Taschen. Dies allein hätte

schon ausgereicht, den Flur nur unter

größten Schwierigkeiten zu betreten.

Obendrein zeichnete sich die Bewohnerin

auch noch durch eine unglaubliche

Leibesfülle aus. Höflich wie ich bin, trat ich

zur Seite, um Platz zu machen. Das sagte

die Dame: „ Lassen sie nur! Ich schlängel

mich da durch!“

Die Aussprache unter Handwerkern ist

oft recht derb. Nicht jedes Wort wird auf

die Goldwaage gelegt, und da man sich

gut kennt, führt dieses selten zu Irritationen.

Von meinem Lehrmeister wurde mir

allerdings beigebracht, mit den Kunden

immer höflich und in gutem Deutsch

zu sprechen. Hintergrund war natürlich,

dass ordentliches Sprechen positiv auf die

Firma abfärben sollte. Doch Handwerker

besitzen nicht das Monopol auf eine derbe

Ausdrucksweise. Durch meine langjährige

Tätigkeit als Handwerksmeister und meine

Leidenschaft, der Jagd, habe ich viele

Menschen kennengelernt, die, wie man so

sagt, einen höheren Bildungsgrad besitzen.

Professoren, Doktoren, Ingenieure u.s.w.

Wenn sich diese in lockerer Gesellschaft

befanden und durch einige Gläser Alkohol

die Zunge nicht untätig an deren Gaumen

klebte, hörte ich so manches, was auch

auf jede Baustelle gepasst hätte und

schlimmer. Wie dem auch sei. Obwohl ich

ein Freund wohlformulierter Ausdrucksweise

bin, waren mir immer die Menschen

die liebsten, die so sprachen, wie ihnen der

Schnabel gewachsen ist.

Es war in den achtziger Jahren. Ich stand

im Maschinenraum an der Schleifmaschine,

neben mir ein Stapel Fenster, denen ich

den letzten Schliff verpassen wollte. Einige

Meter neben mir stand mein Kollege

Friedel an der Fräse. Im Raum herrschte ein

Höllenlärm. Irgendwann begab sich Friedel

zur Tür in der Ecke des Maschinenraumes,

hinter der sich die Firmentoilette befand.

Da fühlte ich plötzlich, dass mir jemand

auf die Schulter tippte. Als ich zur Seite

schaute, blickte ich in das Gesicht meines

Kollegen Helmut, der

mir ins Gesicht schrie:

„ Wo ist der Friedel?“

Wohlformuliert hätte

ich antworten müssen:

„Der ist gleich

wieder da! Er ist auf

der Toilette! Austreten!“

Solche langen

Reden sind im Berufsalltag

weder üblich,

noch hat man die Zeit

dafür. Daher sagte

ich, nein, ich brüllte,

um den Maschinenlärm

zu übertönen: „

Schei.....!!!“ Mit diesem

einen Wort schienen

mir Aufenthaltsort

und Tätigkeit meines Kollegen hinreichend

kundgetan. Das mich Kollege Helmut

daraufhin belustigt angrinste, machte

mich stutzig. Als ich mich dann umdrehte,

sah ich, dass hinter mir eine Nachbarin

und gute Kundin der Firma stand, die auch

der Familie des Chefs freundschaftlich

verbunden war. Sie gab sich sichtlich alle

Mühe, nicht laut loszulachen. Mir war

jedoch nicht zum Lachen zumute.

Damals war mir der Vorfall sehr unangenehm.

Heute, nach so vielen Jahren, freue

ich mich, dass ich dieses erzählen kann.

Und wenn sich ein Lächeln oder Lachen im

Gesicht der Lesers zeigten sollte, hat alles

einen wunderbaren Sinn gehabt.

Wolfgang Bergfeld

40 | mq Ausgabe Winter 2021/22


BERGFELDS GESCHICHTEN

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„Die Entwicklung geht weiter“

Rapin in Quakenbrück trennt sich von der Uhren- und Schmuckabteilung

Quakenbrück - Seit 1850 steht

der Name Rapin in Quakenbrück

für Uhren, Schmuck und Augenoptik,

seit 2005 zudem für ausgezeichnete

Hörakustik. Wiebke Rapin-Rohe

führt das Unternehmen

in der 6. Generation, in dem ihre

Mutter Doris Rapin noch immer

Anzeige

mit großer Freude tätig ist.

„Allerdings möchte Mama kürzer

treten und ich mich künftig auf

meine Spezialgebiete als Augenoptik-

und Hörgeräteakustikermeisterin

konzentrieren“, erläutert sie.

Das sei auch der Grund, warum die

Uhren- und Schmuckabteilung des

Traditionshauses aufgegeben wird.

„Wir möchten uns für die Zukunft

ausrichten“, betont sie und meint

damit auch ihren Mitarbeiter Pelle

Spalthoff (re.) und den Auszubildenden

Julian Brinkmann. Man

trennt sich also von Uhren und

Schmuck, der Startschuss für den

Teilräumungsverkauf fiel bereits.

Bis zum 10. Januar 2022 wird alles

aus diesem Bereich mit 20% Rabatt

angeboten, viele Einzelteile

gibt es sogar zum halben Preis.

„Die Entwicklung geht weiter“,

weiß Wiebke Rapin-Rohe, der vor

der Zukunft dabei nicht bange ist.

Foto: Rapin

Ausgabe Winter 2021/22 mq | 41


Das Artland-Magazin.

SERIE

MUSEEN

IM OSNABRÜCKER LAND

Alte Mädchenschule in Ostercappeln

Moderne Kunst in historischem Ambiente

Das liebevoll renovierte alte Fachwerkhaus

im Herzen von Ostercappeln bietet

seinen Besucherinnen und Besuchern

ein buntes Programm. Zum einen sind

im Haus die Tourist-Info sowie das

Ehrenamtsbüro der Stadt ansässig. Einst

war das Gebäude eine Mädchenschule,

die auch Ostercappelns bekanntester

Bürger, Ludwig Windthorst, konservativer

deutscher Politiker im 19. Jahrhundert,

besuchte.

Eine kleine dauerhafte Ausstellung im

Obergeschoss widmet sich daher Karikaturen

zu Windthorst.

Den größten Raum des kleinen Hauses

bespielt der Kulturring Ostercappeln

(KURIOS) mit wechselnden, vorwiegend

künstlerischen Ausstellungen, die von

Malerei über Fotografie bis Skulptur abwechslungsreich

daherkommen. So wird

insbesondere regionalen Künstlerinnen

und Künstlern die Möglichkeit gegeben,

ihre Kunst in einem ganz besonderen

Ambiente zu präsentieren.

ALTE MÄDCHENSCHULE

Kirchplatz 9, 49179 Ostercappeln

05473/8019586

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montags bis sonntags 15 Uhr bis 17 Uhr

Barrierefrei: nein

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Fotos: Inga Vianden, Scriptorium

42 | mq Ausgabe Winter 2021/22


MUSEEN IM OSNABRÜCKER LAND

Ausgabe Winter 2021/22 mq | 43


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Kirschlorbeerblüte

Foto: Frank Müller

44 | mq Ausgabe Winter 2021/22


Welthits

KUNST & KULTUR

von damals und ihre Geschichten

Von Detlef Bülow

Im Herbst 1985 erobert ein Trio aus Norwegen die internationalen Hitparaden:

A-ha sorgen mit ihrem Song „Take On Me“ für Furore

und Sänger Morten Harket lässt die Mädchenherzen reihenweise höherschlagen.

NEUE

SERIE!

Doch die Geschichte der Gruppe A-ha

fängt eigentlich mit der Band „Bridges“,

die ca. 1976 gegründet wurde, an. Die

Band setzte sich zusammen aus Pål

Waaktaar (Sänger und Gitarrist sowie

Komponist der meisten Songs), Magne

(Mags) Furuholmen an den Keyboards,

Viggo Bondi an der Bassgitarre und Oeystein

Jevanord am Schlagzeug.

Pål und Mags hatten hochfliegende Ambitionen

und sahen in der Band „The Doors“

ihre musikalischen Mentoren. Die beiden

liebten deren sinnliche, melodische und

traurige Musik. Pål war von den beschreibenden

Texten eines Jim Morrison

(Frontman der Doors) höchst beeindruckt

und schrieb als folge dessen schon als

17-Jähriger zutiefst poetische Texte.

Die erste Bridges-LP war 1981 fertiggestellt.

Das Album enthielt von Pål komponierte

Songs und wurde tausendmal in

Vinyl gepresst. Alles andere als eine hohe

Stückzahl für ein Album – in A-ha Maßstäben

eine fast schon lächerlich geringe

Auflage.

Aber auch diese Menge wollte erst

einmal verkauft werden und dies gelang

ausgesprochen schlecht, denn insgesamt

verkauften Bridges 600 von den 1.000

hergestellten Vinylscheiben.

1982 planten Bridges ein zweites Album,

das allerdings nie fertiggestellt werden

konnte, da Diebe ihnen die Demo-Tapes

und Viggos Bassgitarre gestohlen hatten.

Obwohl beides später nahe der schwedischen

Grenze wiedergefunden wurde,

lösten sich Bridges auf.

Im selben Jahr noch besuchen Pål und

Mags als die beiden übriggeblieben

Bridges-Mitglieder ein Konzert einer Band

mit dem Namen Soldier Blue. Diese Band

genoss zu dieser Zeit in Oslos Live-Clubs

einen sehr guten Namen, nicht zuletzt

wegen ihres Sängers Morten Harket. Die

beiden sind von Morten begeistert und

wollen mit ihm unbedingt nach London

gehen, doch Morten wollte noch etwas

Bedenkzeit. Mags erkennt die Wichtigkeit,

Morten bei ihnen zu haben und überzeugt

davon auch Pål. Sechs Monate später versuchen

beide ein zweites Mal, Morten ins

Boot zu bekommen. Dieser ist aber erneut

etwas unsicher. Er ist zwar von den musikalischen

Talenten der beiden überzeugt,

aber mit seinen bald 23 Jahren stellte sich

für ihn die Frage, was er aus seinem Leben

macht, ob er nicht etwas „Anständiges“

lernt und die Musik zum Hobby „verkommen“

lässt. Aber besonders Mags ist

dennoch sicher, dass Morten sich für sie

entscheiden wird.

Als der 23. Geburtstag von Morten gefeiert

wird, erscheinen auch Pål und Mags

zur Feier, wünschen ihm alles Gute und

begrüßen ihren neuen Sänger. A-ha ist

geboren.

Doch der Weg an die Spitze der Charts ist

für die neue Band aus Norwegen lang und

steinig. Im Jahr 1982 schwappt die Neue

Deutsche Welle über das Land. Bands wie

Trio aus Großenkneten landen mit „Da

da da“ einen Riesenhit. Pal, Magne und

Sänger Morten wollen als A-ha auch Popstars

werden und versuchen sich an ihren

ersten Songs. Tatsächlich bekommt A-ha

einen Plattenvertrag. Doch der Song „Take

On Me“, der anfangs vielversprechend

scheint, floppt. Ein englischer Profi-Produzent

nimmt sich das Lied daraufhin noch

mal vor und verändert es. Die Single floppt

ein weiteres Mal. 300 Platten werden

verkauft – und das in ganz Europa. Dabei

hat der Song doch das gewisse Etwas.

Und ganz nebenbei sieht Sänger Morten

Harket auch noch unverschämt gut aus.

Dummerweise hört man das nicht. Da

hilft nur eins: Der Song wird noch einmal

bearbeitet.

Unter der Regie des erfahrenen Steve

Barron wird ein Musikvideo gedreht, das

Aufsehen erregen soll. Es entsteht ein kleines

Kunstwerk, welches in die Geschichte

eingehen soll. In der Hauptrolle: Der smarte

Sänger als Comic-Held, der einen tragischen

Tod stirbt, um dann der hübschen

Leserin des Comics als Mensch aus Fleisch

und Blut zu erscheinen. Das Musikvideo

wird ein Knaller, es läuft auf Fernsehsendern

in der ganzen Welt. Das Lied ist in

aller Ohren, die Plattenverkäufe schießen

plötzlich in die Höhe. Zusätzlich zu den

zuvor 300 verkauften Singles gehen nun

acht Millionen über den Ladentisch. „Take

On Me“ schafft es in sage und schreibe

36 Ländern auf Platz eins und macht Pål,

Magne und Morten zu Weltstars und

eroberten mit vielen anderen Hits Herzen

ihrer Fans.

Übrigens: „A-ha“ war ursprünglich

lediglich ein Songtitel, den Gitarrist Paul

Waaktaar einem von ihm geschriebenen

Lied geben wollte. Nach Durchsicht einiger

Wörterbücher finden sie aber heraus, dass

das Wörtchen „aha“ in vielen Sprachen

existiert, und dass es immer eine positive

Ausstrahlung hat. Der richtige Name für

unsere Band, sagen sie sich.

Ausgabe Winter 2021/22 mq | 45


Das Artland-Magazin.

- Alten- und Pflegeheim

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Ansprechpartner:

Joachim Minneker (Geschäftsführer)

Dirk Tschritter (Pflegedienstleitung/Prokurist)

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46 | mq Ausgabe Winter 2021/22

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SPORT & FREIZEIT

Gesund

durch

den Winter

Die Temperaturen sinken und schon bald werden sie sich

ausschließlich im einstelligen Bereich oder sogar unter

Null einpendeln. Gesellt sich dann noch Väterchen Frost

oder sogar Schnee dazu, ist für viele unserer vierbeinigen

Freunde das Winterglück perfekt! Endlich können wieder Schneeflocken

gejagt und schneebedeckte Rasenflächen erobert werden.

Für Hunde- und Katzenhalter bringt die eisige Jahreszeit jedoch

auch eine Besonderheit mit sich. Hat man nicht gerade eine kleine

Frostbeule zuhause sitzen, die bei Minusgraden nicht mehr vor die

Tür zu bewegen ist, steigt der Energiebedarf bei unseren Fellbällen.

Denn Kälte fordert dem Organismus einiges ab. Um bei niedrigen

Temperaturen die Körpertemperatur aufrechterhalten zu können,

benötigen Tiere im Winter eine extra Portion Fett, um nicht zu dünn

zu werden. Bei Hunden ohne Unterwolle sowie bei südländischen

Hunden sollte man zusätzlich an einen ausreichend wärmenden

Hundemantel denken.

Besonders für Hunde stellt ein Spaziergang im Winter noch weitere

Herausforderungen bereit. Streusalz, Granulat, Sägespäne oder Sand

liegen auf den Gehwegen, durch die sie ja nun laufen müssen. Die

Pfotenballen werden durch jeden Spaziergang gereizter, die Haut

trocknet aus und wird somit anfälliger für Verletzungen. Und wenn

die ersten Verletzungen aufgetreten sind, können Fremdpartikel, wie

z.B. das Streusalz, in die Wunden eintreten und dort große Schmerzen,

Entzündungen und sogar Verätzungen auslösen.

Um spröde und rissige Ballen bei dieser hohen Beanspruchung

zu pflegen, empfiehlt sich eine Pfotenpflege als Öl oder Spray mit

hochwertigem Mandel-, Lavendel- oder Salbeiöl aufzutragen, um die

Regeneration der Haut von innen heraus zu unterstützen.

Zusätzlich kann es sinnvoll sein, die Haare im Zwischenzehenbereich

zu kürzen, um die Gefahr von Hautreizungen und -verletzungen zu

vermindern, da Dreck, Schnee und Eis sich dort nicht mehr so stark

festsetzen können.

Für die extra Portion Fett

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Natürliche Tiergesundheit

✔ Parasitenschutz

✔ Hundefutter

✔ Ernährungsberatung

✔ Pflegeprodukte

✔ Futterergänzungen

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Unsere Vierbeiner neigen im

Winter ebenso vermehrt zu

Erkrankungen wie wir Menschen,

daher ist es grundsätzlich

auch ratsam, das gesamte

Immunsystem durch die

Zufütterung von natürlichen

Mineralien, Spurenelementen

und Vitaminen zu stärken.

So kann die

nasskalte Jahreszeit

gesund und mit Freude

gemeistert werden.

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Ausgabe Winter 2021/22 mq | 47


Das Artland-Magazin.

Deutschlands kleinster Singvogel

Das Wintergoldhähnchen

von Alexandra Lüders

Wie viele andere Leute habe ich bisher geglaubt,

dass der unscheinbare Zaunkönig der kleinste

Singvogel Deutschlands ist. Aber das recht

unbekannte Wintergoldhähnchen, welches erst

seit dem 19. Jahrhundert bei uns beheimatet

ist, ist genau drei Zentimeter kleiner. Trotzdem ist der Winzling

ein fleißiger Nestbauer, der zwei Bruten im Jahr mit acht bis elf

Eiern pro Gelege durchbringt. Damit das Elternpaar das „arbeitstechnisch“

und zeitlich schaffen kann, baut es ein ausgesprochen

kugeliges, dickwandiges „Filz-Hängenest“, in dem der Nachwuchs

sozusagen gestapelt wird und sich gut miteinander verträgt. Die

Experten nennen dieses eine „Schachtelbrut“. Die Nester der „Profiarchitekten“

sind sehr gut getarnt, windsicher und hervorragend

isoliert. Zum Wohnen und Überleben braucht Familie „Wintergold“

vor allem etwa 18 bis 20 große Fichten, unter deren Zweigen die

begehrten Leckerbissen wie Kleinstspinnen, Läuse, Mücken, Insekten-

und Spinnengelege versteckt sind. Sie vertilgen täglich Beute

in der Höhe ihres Körpergewichtes, da sie sich 90 Prozent ihrer

Tageszeit mit der Nahrungssuche beschäftigen. Wie der Naturfotograf

Friedel Zöpfgen berichtet, hat er schon häufiger versucht,

die bei Gut Vehr und im Wohld (Dicken Hörsten) heimischen

Vögel zu fotografieren. „Sie sind so winzig in großem Dickicht

unterwegs und haben eine ganz hohe Stimme. Leider habe ich

es nie geschafft, ein Foto von ihnen zu ergattern“, bedauert der

Quakenbrücker. Nach dem Schlüpfen ihrer Küken sind vor allem

Springschwänze bei Wintergoldhähnchen gefragt. Bis zum 12.

Lebenstag bekommt ihr Nachwuchs zusätzlich winzige Gehäuseschnecken,

damit sich seine Knochen (Kalk) gut ausbilden können.

48 | mq Ausgabe Winter 2021/22


NATUR & UMWELT

Das Wintergoldhähnchen (hier weiblich) hält sich im

Winter auch in Gärten und Parks auf.

Foto: NABU Niedersachsen/Christoph Röttgers

Vom 6. bis 9. Januar 2022

rufen der Naturschutzbund und

sein bayerischer Partner,

der Landesbund für Vogelschutz

Naturfreunde-Innen, zum Vögel

beobachten und zählen auf.

Stahlgitterzäune

Maschendrahtzäune

Schmuckzäune

Dreh-/Schiebetore

Eine Zählhilfe kann im Internet

heruntergeladen werden (PDF).

Vielleicht lassen sich hier ja auch

Wintergoldhähnchen entdecken?

Infos: NABU und Wikipedia

GmbH & Co. KG

Friedrichstr. 48/50

49610 Quakenbrück

Telefon (0 54 31) 35 66

www.zaunbau-meister.de

Insgesamt leben in Deutschland eine Million Brutpaare,

welche in guten Jahren auch bei uns überwintern können.

Sie kuscheln sich unter dichten Fichtenästen aneinander,

um sich gegenseitig zu wärmen. Ihre Nahrung finden sie

zwar im bodennahen Gestrüpp und unter der Schneedecke,

aber viele erfrieren und verhungern in zu strengen Wintern.

Je nach Wetter- und Futterlage machen sich die kleinen

Nadelwaldbewohner deshalb noch bis Dezember auf den

Weg in den Süden. Dabei können die Winzlinge bis zu 2475

Kilometer zurücklegen. Ihr Körper ist in idealer Weise an das

Leben in Nadelwäldern durch eine lange und stark gebogene

Rückwärtskralle und stark ausgeprägte Zehenschwielen

angepasst. Sie verständigen sich untereinander durch

diverse Gesänge, Flugarten und Flügelzucken.

Ausgabe Winter 2021/22 mq | 49


ist, vieles möglich zu machen

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50 | mq Ausgabe Winter 2021/22


NATUR & UMWELT

Artländer Jagden im wandel der Zeit

Erhältlich ist das Buch „Jagen

im Artland im Wandel

der Zeit“ in der Buchhandlung

Thoben in Quakenbrück,

bei Hinderks und

Freese in Badbergen, im

„Dütt un Datt“ in Gehrde,

beim Autohaus Hackmann

in Nortrup, bei der Tankstelle

Menslage, bei der Bücherwelt

Bersenbrück sowie bei

der Jagdwelt24 mit Sitz in

Fürstenau und bei Waffen

Kuhlmann in Ankum.

Die Autoren Reinhard und Ulrich Hildebrand haben die Zeit der coronabedingten Einschränkungen

genutzt, um ein Buch zu erstellen, das den Wandel der Jagd in den letzten 50 Jahren widerspiegelt.

Hier gehen sie besonders auf den Strukturwandel in der Landwirtschaft, die Sitten und

Gebräuche der Jagd, die Jagdausbildung, das traditionsreiche Jagdhornblasen sowie das Waffenrecht

oder die innovative Rehkitzrettung per Drohne ein.

Darüber hinaus werden vielfältige Veränderungen angesprochen, die unmittelbare Auswirkungen

auf Flora, Fauna und die Jagd haben.

Die Veränderungen in der Landwirtschaft führten auch im hiesigen Raum zu teils nachhaltigen

Eingriffen in den Naturhaushalt. In diesem Zusammenhang unterstützt die Landesjägerschaft, in

Kooperation mit den Kreisjägerschaften und Hegeringen, Blühstreifenprogramme und das Anlegen

von Biotopen. Dies thematisiert Klaus Overbeck, Vorsitzender der Jägerschaft Bersenbrück, in

seinem Grußwort.

Neben diesen Berichten sammelten sie weitere 41 Revierberichte aus dem Artland, die einen

detaillierten Einblick in die unterschiedlichen Jagden und deren Traditionen geben.

Hier gilt ein besonderer Dank den Revierinhabern aus den Kirchspielen Gehrde, Badbergen und

Menslage sowie der Stadt Quakenbrück.

Ausgabe Winter 2021/22 mq | 51


Das Artland-Magazin.

Strom

Aus Sonnenlicht

Die Photovoltaik bietet viele Möglichkeiten der schadstofffreien Stromerzeugung

Auf der Weltklimakonferenz

in Glasgow haben sich

die Vertreter von fast 200

Staaten zum 1,5-Grad-Ziel

zur Begrenzung der Erderwärmung

bekannt. Somit stärken die

Glasgower Beschlüsse die ehrgeizigen

Zielvorgaben des Pariser Klimaschutzabkommens.

Dennoch haben viele Länder,

insbesondere die größten Klimasünder,

nur Absichtserklärungen statt wirksamer

Selbstbeschränkungen zum eigenen

CO2-Ausstoß zugesichert. Von einer

Treibhausgas-Neutralität sind wir noch

weit entfernt. Insofern verstehe ich die

Enttäuschung vieler Klimaaktivisten, die

konkretere Beschlüsse zum Klimaschutz

gefordert haben. Auch Deutschland hat

sich beim Klimaschutz bislang nicht mit

Ruhm bekleckert. Inwieweit es die neue

Koalition besser machen wird, bleibt

abzuwarten. Der aktuell ausgehandelte

Koalitionsvertrag reicht in dieser Form

meines Erachtens bei weitem nicht aus,

um das viel beschworene 1,5-Grad-Ziel zu

erreichen. Hier muss dringend nachgebessert

werden, um so schnell wie möglich

die fossilen Energieträger durch erneuerbare

Energien und Energieeffizienzmaßnahmen

zu ersetzen.

Bei der Stromversorgung aus erneuerbaren

Energien ist die Photovoltaik ein

wesentlicher und zukunftsweisender

Teil der Energiewende. Sie bietet das mit

Abstand größte Verwendungsspektrum

zur regenerativen Stromerzeugung. Am

bekanntesten sind Photovoltaikanlagen

auf Dächern. Wenn Häuser zum Beispiel

als Plusenergiehäuser geplant und realisiert

werden, könnten ganze Dachflächen

mit Photovoltaikmodulen belegt werden.

In diesem Fall würden sie die Dachpfannen

komplett ersetzen. Seit kurzem gibt

es auch Dachpfannen als Solarziegel. Sie

werden konventionell verlegt, miteinander

verschaltet und nutzen wie Photovoltaikmodule

die Sonnenenergie zur schadstofffreien

Stromerzeugung. Um ein optimales

Gestaltungsbild beim Dach zu erhalten,

empfiehlt es sich, komplette Dachflächen

mit Modulen einzudecken und ggfs. in

Anschnittbereichen Blindstückmodule

einzusetzen. Natürlich können auch ganze

Fassaden von Häusern mit Photovoltaikmodulen

ausgestattet werden. Dadurch

könnten herkömmliche Fassadenverkleidungen

oder Ziegelaußenmauern eingespart

werden. Im Gegensatz zu Windenergieanlagen,

die als eigenständige

Fassaden-Solaranlage versorgt Greenpeace-Lager im Hamburger Freihafen mit Strom.

Bauwerke große Grundstücke erfordern,

können Photovoltaikanlagen auf Dächern

oder an Fassaden von Gebäuden montiert

werden, die ohnehin bereits vorhanden

bzw. geplant sind.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten

für die Photovoltaik bieten Lärmschutzwände,

Parkplatzüberdachungen oder

Freianlagen. Auch schwimmende Inseln

eignen sich für Photovoltaikmodule.

Die sogenannte Agri-Photovoltaik dient

sowohl zur Stromerzeugung als auch zur

Überdeckung für etliche Pflanzkulturen im

Garten- und Weinbau sowie in der Landwirtschaft.

Statt Folientunnel könnten

auch Photovoltaikmodule zur Abdeckung

der Gemüsepflanzungen genutzt werden.

Selbst Autos, Bahnen und Schiffe können

mit Photovoltaikflächen einen Teil des

Foto: phovo.de

52 | mq Ausgabe Winter 2021/22


ERNEUERBARE ENERGIEN

Komplette Dacheindeckung mit Photovoltaikmodulen.

eigenen Energiebedarfs decken. Neue Technologien

und Materialien haben dazu geführt, dass sich in

den letzten Jahren der Wirkungsgrad der Module

deutlich gesteigert hat. 22 Pozent sind heute bereits

Standard. Durch mehrlagige Zellsysteme konnten

Forscher im Labor bis zu 46 Prozent der Energie konzentrierten

Sonnenlichts in Strom umwandeln.

Selbst mit den heute erhältlichen Standardmodulen

können wir bereits Plusenergiehäuser planen

und realisieren, die ausschließlich mit der auf ihre

Außenhülle treffenden Sonnenstrahlung nicht nur

den eigenen Strom- und Wärmebedarf inklusive

Elektromobil decken, sondern darüber hinaus noch

Strom in das öffentliche Netz einspeisen. Insgesamt

betrachtet, ist das ungenutzte Potential für die

Installation von Photovoltaikanlagen noch sehr groß

und könnte so maßgeblich zur Energiewende beitragen.

Dies würde nicht nur dem Klimaschutz und

der Versorgungsunabhängigkeit dienen, sondern

auch zu deutlich geringeren Energiekosten für die

Verbraucher führen.

Architekt Dipl.-Ing.

Andreas Henemann

Quakenbrück

Ihr Experte in der

Quakenbrücker Innenstadt

Wir

danken für Ihr

Vertrauen und

wünschen

frohe

Weihnachten!

Ausgabe Winter 2021/22 mq | 53


Das Artland-Magazin.

Marina Maisel

KULTURRING

QUAKENBRÜCK E.V.

PROGRAMM 2021/22

Fotos: Marina Maisel, a.gon Theater München, Bernt Haberland

Fotos: Marina Maisel, a.gon Theater München, Bernt Haberland

Freitag, 21. Januar 2022

NATHALIE KÜSST

Romantische Komödie von Anna Bechstein

und Maxi Herz nach dem Erfolgsroman von

David Foenkinos

Mit Peter Kremer und Ursula Buschhorn

Das Leben läuft perfekt für Nathalie –

sie hat ihre große Liebe geheiratet und

einen vielversprechenden Job. Doch

dann stirbt ihr Mann bei einem Unfall.

Nathalie fällt in tiefe Trauer und verschließt

sich für lange Zeit. Eines Tages

aber gibt sie ihrem neuen Kollegen

Markus einen Kuss – ganz spontan,

ohne nachzudenken. Dabei könnten

die beiden unterschiedlicher kaum sein:

eine hübsche, anmutige Frau und ein

unscheinbarer Mann von etwas tollpatschiger

und skurriler Art. Doch Nathalie

fühlt sich hingezogen zu Markus. Mit

ihm fasst sie den Mut, ein neues Kapitel

aufzuschlagen. Eine große Liebe

beginnt…

Freitag, 11. März 2022

DON JUAN

Komödie von Molière

Molières brillante Komödie erzählt sinnlich und

in bestechend scharfen Bildern von jenem großen

Eroberer, der in Lust, Rausch und Liebesspiel

das Glück verzweifelt sucht – und noch mehr

Sehnsucht findet.

17. DEZEMBER 2021

RONJA

DON JUAN!

WEIBERHELD

HERZENSDIEB

LÜSTLING

FRAUENLIEBLING

WOMANIZER

CHARMEUR

. Dezember 2021

54 | mq Ausgabe Winter 2021/22

RTOCHTER

dgren

bearbeitet von Christian Schönfelder

Eine Geschichte vom

Kindseindürfen, vom

Erwachsenwerden,

vom Eine-Haltungim-Leben-finden,

wie es so schnell

keine zweite gibt.

Mit Livemusik von

Christian Auer und

tollen Räubergesängen.

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7. Dezember 2021

A

ERTOCHTER

indgren

ne bearbeitet von Christian Schönfelder

Eine Geschichte vom

Kindseindürfen, vom

Erwachsenwerden,

vom Eine-Haltungim-Leben-finden,

wie es so schnell

keine zweite gibt.

Mit Livemusik von

Christian Auer und

tollen Räubergesängen.

Samstag, 26. März 2022

MONSIEUR CLAUDE

RONJA

RÄUBERTOCHTER

2

ES LEBE DIE FAMILIE

Komödie nach dem gleichnamigen Film von

Philippe de Chauveron und Guy Laurent 21. JANUAR 2022

Mit Michel Guillaume u.a.

> Tourismus-Info Artland:

Der große Komödienerfolg geht 11. weiter. MÄRZ 2022 Markt 4, Quakenbrück (05431/907590)

Erneut bereiten Monsieur Claude DON seine JUANKeine Ticketreservierung und Versand

vier Schwiegersöhne Kopfzerbrechen.

> Online unter www.nordwest-ticket.de

Denn nun wollen sie in alle Welt 26. ver-MÄRschwinden – samt Claudes geliebten

2022

Töchtern. Auch seinem afrikanischen

Freund und Gegenpart André Koffi steht

eine handfeste Überraschung ins Haus.

Denn dessen Tochter be

schließt ebenfalls zu

heiraten…

Dramatische Verwicklungen

und

Lacher ohne Ende

garantiert.

Programm- u. Aufführungsänderungen vorbehalten

KULTURRING

QUAKENBRÜCK E.V.

PROGRAMM 2021/22

KUNST & KULTUR

Tickets & Preise

Abo-4er-Kombi: 79 Euro

Einzelkarte : 24 Euro I 19 Euro*

17. DEZEMBER 2021

Kinderkarte „Ronja Räubertochter“: 10 Euro

(bis einschl. 14 Jahren)

* Ermäßigungen gelten für Schüler, Studenten und Personen

ab 60 % Behinderung gegen Nachweis und für Begleitpersonen

von Rollstuhlfahrern

NATHALIE KÜSST

Vorverkaufsstellen

Freitag, 15. Dezember 2017

Der kleine Lord

Neuberger

immobilien & Finanzen

Immobilien,

Wertermittlung,

Verkauf &

Eine Geschichte vom

Kindseindürfen, vom

Erwachsenwerden,

Baufinanzierung

> Nordwest-Ticket-Hotline: 0421/36 36 36

Christian Auer und

Jakob tollen Räuber-

MONSIEUR CLAUDE Familienmusical 2 in drei Akten von Neuberger

gesängen.

ES LEBE Corona-Hinweis DIE

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FAMILIEEdin

(musik) und Gabriele ist Ihr kompetenter

Bei den Aufführungen gilt die 2G-Corona-

17. DEZE

Regel. Sie können misch die Theaterabende (Librettto) ohne nach dem Roman Ansprechpartner mit RONJA

Abstand und Maske genießen. Bitte halten

Sie Impfnachweis von und Frances Ausweis bereit. Hodgson Burnett erstklassigem Service und RÄUB

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Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Quakenbrück, der Samtgemeinde Artland,

des Landkreises Osnabrück und den Firmen

KULTURRING QUAKE

PRoGRAmm 2017/2018

Foto: © Marina Maisel

© Kammertheater Karlsruhe

Dienstag, 20. Februar 2018

Die Wunderübung

Freitag, 17. Dezember 2021

Komödie von Daniel Glattauer

mit michael Roll, michaela may,

und Ingo Naujoks

Dienstag, 21. Novembe

A Tribute to the B

RONJA

RÄUBERTOCHTER

von Astrid Lindgren

musical nach dem

Für die Bühne bearbeitet von Christian Schönfelder

Kultfilm von John La

vom Eine-Haltungim-Leben-finden,

wie es so schnell

keine zweite gibt.

Mit Livemusik von

11. MÄRZ

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26. MÄRZ

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© Pascal Albandopulos

© Jan

© Gio loewe

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Schauspiel von Nick Pay

mit Suzanne von Borsod

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Das Artland-Magazin.

KINO-TIPPS AKTUELL AUF WWW.KINO-QUAKENBRUECK.DE

JETZT IM KINO

SPIDER-MAN: NO WAY HOME

Tom Holland kehrt erneut als Peter

Parker ins Marvel Cinematic Universe

zurück. Mithilfe eines Zaubers von

Doctor Strange soll die Welt seine wahre

Identität vergessen. Aber dann gehen die

Probleme erst richtig los...

Peter Parkers (Tom Holland) Leben steht

Kopf und sein Ruf als freundliche Spinne

aus der Nach-barschaft ist zerstört. Denn

Quentin Beck hat dafür gesorgt, dass

nach seinem Tod Spider-Man für diesen

und den Dronenangriff auf London

verantwortlich gemacht wird. Schließlich

wird auch noch seine wahre Identität

als Peter Parker öffentlich gemacht.

Seine zwei Leben lassen sich nicht

mehr trennen. Verzweifelt bittet Peter

den Zauberer Doctor Strange (Benedict

Cumberbatch) um Hilfe. Mithilfe eines

Zaubers soll die Welt vergessen, dass

Peter Parker in Wahrheit Spider-Man ist.

Dieser Eingriff in die Realität hat aber

verheerende Auswirkungen auf das

Multiversum. Und bald schon muss sich

Peter mit bösen Mächten aus anderen

Realitäten auseinandersetzen.

Zu Weihnachten

CLIFFORD - DER GROSSE ROTE HUND

Emily Elizabeth Howard (Darby Camp) ist

12 Jahre alt, lebt in New York City und hat

weder in ihrer Schule noch zu Hause bisher

so richtig ihren Platz gefunden. Doch

eines Tages trifft die junge Außenseiterin

dank eines magischen Tier-Retters einen

kleinen roten Welpen. Daraufhin ändert

sich ihr Leben von Grund auf. Clifford,

wie Emily ihren neuen tierischen Freund

nennt, bleibt nämlich nicht so klein, wie

am Anfang. Der Hund wächst und wächst

und sorgt bald nicht mehr nur für Chaos

in Emilys Wohnung, sondern in der ganzen

Stadt. Zu dumm nur, dass Emilys

Mutter Maggie (Sienna Guillory) gerade

auf Geschäftsreise ist und deshalb ihrem

etwas tollpatschigen Onkel Casey (Jack

Whitehall) die Aufgabe zufällt, alles wieder

in Ordnung zu bringen.

Clifford - Der große rote Hund basiert auf

der amerikanischen Kinderbuch-Reihe

Clifford the Big Red Dog, die 1963 von

Norman Bridwell ins Leben gerufen wurde

und seitdem über 70 Bände seiner kurzen

bebilderten Geschichten hervorbrachte.

Ab Mittwoch, 22. Dezember

MATRIX - RESURRECTION

In Matrix Resurrections, dem 4. Teil der

Sci-Fi-Reihe, kehrt Keanu Reeves in die

Matrix zurück, jene von Maschinen kontrollierte

Welt, welche die Wachowskis

1999 erschufen und zum Kult-Status

führten.

In San Francisco lebt Thomas A. Anderson

(Keanu Reeves) sein Leben, kann

jedoch den Verdacht nicht abschütteln,

dass irgendetwas nicht stimmt. Er hat

Träume, die sich nach mehr als nur nach

Träumen anfühlen. Langsam beginnt er

an einem eigenen Verstand zu zweifeln,

wogegen auch die Pillen, die er täglich

schluckt, nichts ändern können. Eine

Frau (Carrie-Anne Moss), der er begegnet,

kommt ihm bekannt vor, obwohl er

sie nicht einordnen kann. Und scheinbar

völlig Fremde (Jessica Henwick und Yahya

Abdul-Mateen II) kommen auf ihn zu

und behaupten, ihn als „Neo“ zu kennen.

Kann es sein, dass seine Welt nur eine Illusion

ist, der er entkommen muss... und

das nach 20 Jahren nicht zum ersten Mal?

Anfang Januar

IMMENHOF -

DAS GROSSE VERSPRECHEN

Fortsetzung der Pferdefilm-Reihe: Diesmal

sorgen während des Sommers Gift-

Anschläge und romantische Gefühle für

Trubel auf dem Gestüt.

Auf dem Immenhof wird es auch diesmal

nicht langweilig: Weil Charly ihr Studium

an der Kunst-Akademie begonnen hat,

sorgen Lou und Emmie für das Gestüt.

Neu dabei ist außerdem Cousine Josy, die

aus der Großstadt kommt und eigentlich

keinen Schimmer von Pferden hat. Richtig

aufregend wird es allerdings erst, als

ein Giftmischer beginnt, sein Unwesen

zu treiben: Der Hengst Cagliostro entgeht

nur knapp dem Tod und wird nach dem

Vergiftungs-Anschlag von Mallinckroth

auf dem Immenhof versteckt - allerdings

nicht, bevor ein paar Hochsicherheitsmaßnahmen

mit Überwachungskameras

und Alarm eingeführt wurden.

Ab Donnerstag, 06. Januar

THE KINGS-MAN - THE BEGINNING

Es ist ein historischer Moment als sich Anfang

des 20. Jahrhunderts eine Ansammlung

der weltschlimmsten Tyrannen und

kriminellsten Genies zusammenfindet,

um gemeinsam einen Krieg zu planen,

der Millionen von Menschen auslöschen

soll. Nur ein Brite und sein junger Protégé

können im Wettlauf gegen die Zeit versuchen,

das noch aufzuhalten.

The King‘s Man - The Beginning ist nach

Kingsman: The Secret Service (2014) und

Kingsman 2: The Golden Circle (2017) der

dritte Film der Reihe und wurde abermals

von Matthew Vaughn inszeniert. Statt

sofort ein weiteres Sequel zu drehen, das

mit Kingsman 3 bereits in Planung war,

entschied der Regisseur sich zunächst,

in The King‘s Man die Vorgeschichte des

kampfgeschulten Secret Service zu erzählen.

Die beste Zeit

für bestes Sehen

Entspannt sehen, erleben und genießen.

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Goldstraße 25 – 27

Telefon 0 54 31/21 17

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Menschen mit Begleitung bis hinter die Haustüre

• Begleitservice bei Arztbesuchen

• Flughafentransfer und Kurierdienste

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56 | mq Ausgabe Winter 2021/22


KINOWELT

Durch die Corona-Pandemie können sich die Veröffentlichungstermine verschieben.

Bitte beachten Sie unsere Homepage für aktuelle Informationen.

St. Annenstraße 11 | 49610 Quakenbrück | Tel. 0 54 31 / 36 09

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◆ Innenausbau

◆ Türen

◆ Möbelbau

◆ Fenster

◆ Sonnenschutz

◆ Insektenschutz

◆ Küchenumbau

◆ Rolläden

◆ Schlüsseldienst

◆ Kundendienst

im Laufe des Januars

HOUSE OF GUCCI

Meisterregisseur Ridley Scott präsentiert

mit HOUSE OF GUCCI ein Kinoerlebnis der

besonderen Art: eine hochkarätige Starbesetzung,

ein auf wahren Ereignissen

beruhendes Drama des ikonischen Modeimperiums

und einen fesselnden Thriller

über Familiengeheimnisse, Verrat und

einen schockierenden Mord. Beginnend

im Jahr 1970 folgt der Film den düsteren

Geheimnissen und tödlichen Intrigen

hinter den glamourösen Kulissen der berühmten

Modedynastie. Im Mittelpunkt

steht die vielschichtige Patrizia Reggiani

(Lady Gaga), die Maurizio Gucci (Adam

Driver) heiratet, einen der Erben des ikonischen

Modehauses. Immer wieder konkurriert

sie mit den Schlüsselfiguren des

Familienunternehmens um Kontrolle und

Macht, unter anderem mit ihrem Ehemann,

dessen geschäftstüchtigem Onkel

Aldo (Al Pacino), seinem risikofreudigen

Cousin Paolo (Jared Leto) sowie seinem

traditionsbewussten Vater Rodolfo (Jeremy

Irons).

Ab Donnerstaqg, 20. Januar

SING - DIE SHOW MEINES LEBENS

Buster Moon und seine All-Stars träumen

von der Show ihres Lebens und riskieren

alles dafür! In 2022 wird im Kino die

Bühne noch größer und das Scheinwerferlicht

noch heller, denn mit dem neuen

Animations-Abenteuer SING – DIE SHOW

DEINES LEBENS präsentieren die Macher

von Ich – Einfach unverbesserlich, Minions

und Pets aus dem Hause Illumination

Entertainment die mit Spannung und

Vorfreude erwartete Fortsetzung des für

zwei Golden Globes nominierten Publikumserfolgs

Sing. Natürlich wieder mit

toller Musik und viel Spaß für die ganze

Familie.

(Bitte beachten Sie eventuelle Ankündigungen

zu Familien-Previews an den

Sonntagen vor dem Bundesstart)

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Ausgabe Winter 2021/22 mq | 57


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Tel.: 0 54 31 / 34 86 + 65 50

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PROGRAMM

VERANSTALTUNGEN

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Für alle Veranstaltungen

gilt die 2-G-Regel,

falls die Corona-Beschränkungen

nicht aufgehoben

werden!

Literatur, Film und Theater

auf dem Land

www.kulturverein-lift.de

Do. 3. Serientäter-KINOABEND: 20 00

FEB „Die Band von Nebenan“ BERGE

Do. 24. Thekentratsch 20 00

FEB Comedy zur Weiberfastnacht

Fr. 25. Thekentratsch 20 00

FEB Zweite Vorstellung

So. 27. Kindertheater 15 00

FEB „Bei Hempels unterm Sofa“ - Mathom

Mi. 2. Willi Lieverscheidt 20 00

MÄRZ „Lear - Der König von Wanne-Eickel“

Do. 3. Serientäter-KINOABEND: 20 00

MÄRZ „Herr Lehmann“ BERGE

So. 6. Inka Meyer 18 00

MÄRZ „Zurück in die Zugluft“ Beginn!!!

Sa. 2. Doris Friedmann 20 00

APRIL „L' Amour & Glück“

So. 3. Kindertheater 15 00

APRIL „Die Froschkönigin“ mit D. Friedmann

Do. 7. Serientäter-KINOABEND: 20 00

APRIL „Down By Law“ BERGE

Do. 5. Serientäter-KINOABEND: 20 00

MAI „Wiener Dog“ BERGE

Sa. 21. Freilichttheater 21 00

MAI „Die Odyssee“ mit Willi Lieverscheidt

Sa. 21. MusicLand 21 00

MAI Progressive DJ-Night

Einlass

Restrup 10 ...49626 Bippen

Telefon: 0 54 35-2410

e-mail: liftbippen@hotmail.com

www.kulturverein-lift.de

BIPPEN

KREISEL

THEATER · MUSIK · FILM · KABARETT · LESUNG

Allgemeines

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THEATERSAAL

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BERSENBRÜCK ➔

QUAKEN-

BRÜCK➔

NORTRUP➔

KETTENKAMP➔

RESTRUP


Stadtpark-Openair

Foto: Burgmannskapelle Quakenbrück

01 JANUAR

VERANSTALTUNGEN IM ARTLAND

Artland Dragons -

Tigers Tübingen

So, 16.01.2022, 17:00 Uhr

Tickets, aktueller Spielplan

KULTURRING

und weitere Infos unter

QUAKENBRÜCK www.artland-dragons.de E.V.

PROGRAMM Ort: Artland Arena, 2021/22 Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

Quakenbrücker Musiktage

7. Dezember Traditionelles 2021 Neujahrskonzert

A So, 02.01.2022

ERTOCHTER

Veranstaltungsort:Artland Gymnasium

indgren Veranstalter:TourismusMarketing

e bearbeitet von Artland Christian GmbH, Schönfelder Telefon: 05431 1820

Homepage: www.quakenbrueckermusiktage.de

Eine Geschichte vom

Kindseindürfen, vom

Erwachsenwerden,

Artland

vom

Dragons

Eine-Haltungim-Leben-finden,

-

Karlsruhe wie es Lions so schnell

So, 02.01.2022,

keine zweite

17:00

gibt.

Uhr

Mit Livemusik von

Tickets, aktueller Christian Auer Spielplan und

„Nathalie küsst“, romantische

und weitere tollen Infos Räuber- unter

Komödie von Anna Bechstein und

gesängen.

www.artland-dragons.de

Maxi Herz nach dem Erfolgsroman

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 17. 19, DEZEMBER von 2021 David Foenkinos

49610 Quakenbrück RONJA Fr, 21.01.2022, 19:00 Uhr

RÄUBERTOCHTER

Veranstaltungsort:

Hans Gerzlich:

Aula Artland-Gymnasium

„Das bisschen Haushalt ...“ 21. JANUAR 2022 Am Deich 18, Quakenbrück

Fr, 07.01.2022, 20:00 Uhr NATHALIE Veranstalter: KÜSST Kulturring Quakenbrück e.

Veranstaltungsort:

V., Telefon: 05431 2292

11. MÄRZ 2022

Theaterwerkstatt, Quakenbrück

www.kulturring-quakenbrueck.de

Veranstalter:

DON JUAN

Theaterwerkstatt Quakenbrück e. V.

26. MÄRZ 2022

Telefon: 05431 2644, www.theaterwerkstatt-quakenbrueck.de

Neujahrsempfang der

Quakenbrücker Schützenvereine

Sa, 08.01.2022, 11:00 Uhr

Veranstaltungsort:Schützenhalle

Neustadt, Quakenbrück

Veranstalter:

Neustädter Schützenbund e. V.

QTSV-Dragons Wheelers

Sa, 08.01.2022, 14:00 - 22:00 Uhr

Veranstaltungsort: Artland Sporthalle

Jahnstraße, 49610 Quakenbrück

Veranstalter: Quakenbrücker Turn- und

Sportverein e. V., www.qtsv.de

Artland Dragons -

Nürnberg Falcons

Sa, 08.01.2022, 19:00 Uhr

Tickets, aktueller Spielplan

und weitere Infos unter

www.artland-dragons.de

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

Neujahrsempfang

der Artland Dragons

So, 09.01.2022

Veranstaltungsort wird

noch bekannt gegeben

Veranstalter: Artland Dragons

Lange Str. 22, 49610 Quakenbrück

www.artland-dragons.de

MONSIEUR CLAUDE 2

ES LEBE DIE FAMILIE

Ulla Meinecke:

„Songs und Geschichten“

Fr, 21.01.2022, 20:00 Uhr

Veranstaltungsort:

Theaterwerkstatt, Quakenbrück

Veranstalter:

Theaterwerkstatt Quakenbrück e. V.

Telefon: 05431 2644, www.theaterwerkstatt-quakenbrueck.de

Artland Dragons -

Bayer Giants Leverkusen

Sa, 22.01.2022, 19:30 Uhr

Tickets, aktueller Spielplan

und weitere Infos unter

www.artland-dragons.de

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

Quakenbrücker Musiktage

Vokalkonzert: Calmus Ensemble

So, 23.01.2022

Veranstaltungsort:St. Marien,

Quakenbrück

Veranstalter: TourismusMarketing

Artland GmbH, Telefon: 05431 1820

www.quakenbruecker-musiktage.de

Foto: © Marina Maisel

02 FEBRUAR

Winterfest und Turnerball

des TuS Badbergen

Sa, 05.02.2022, 19:00 Uhr

Veranstaltungsort: Saal Riedel

Hauptstraße, 49635 Badbergen

Veranstalter: TuS Badbergen

1. Vorsitzender Jan-Peter Weller,

Alte Heerstr. 2, 49635 Badbergen

Artland Dragons -

SparkassenStars Bochum

Sa, 05.02.2022, 19:30 Uhr

Tickets, aktueller Spielplan

und weitere Infos unter

www.artland-dragons.de

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

Quakenbrücker Musiktage

Kammermusik: David Orlowsky

und Clara-Haskil-Trio

So, 06.02.2022

Veranstaltungsort:

Artland Gymnasium Quakenbrück

Veranstalter: TourismusMarketing

Artland GmbH

Kontaktdaten:Telefon: 05431 1820

www.quakenbruecker-musiktage.de

Generalversammlung und Kohlessen

Schützenverein Hengelage-

Brokstreek e. V.

Sa, 12.02.2022, 17:00 Uhr

Veranstaltungsort:

Schützenhalle Hengelage, Quakenbrück

Veranstalter:Schützenverein

Hengelage-Brokstreek e. V.

www.sv-hengelage.de

Artland Dragons -

Eisbären Bremerhaven

Sa, 12.02.2022, 19:30 Uhr

Tickets, aktueller Spielplan

und weitere Infos unter

www.artland-dragons.de

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

Quakenbrücker Musiktage

Sinfoniekonzert:

Matthias Kirschnereit und

Neue Phiharmonie Westfalen

Sa, 19.02.2022

Veranstaltungsort:

Artland Arena, Quakenbrück

Veranstalter:

TourismusMarketing Artland GmbH

Telefon: 05431 1820

www.quakenbruecker-musiktage.de

Lucy van Kuhl: „Dazwischen“

Sa, 19.02.2022, 20:00 Uhr

Veranstaltungsort:

Theaterwerkstatt, Quakenbrück

Veranstalter:

Theaterwerkstatt Quakenbrück e. V.

Telefon: 05431 2644, www.theaterwerkstatt-quakenbrueck.de

03 MÄRZ

Artland Dragons -

Rostock Seawolves

Fr, 04.03.2022, 19:30 Uhr

Tickets, aktueller Spielplan

und weitere Infos unter

www.artland-dragons.de

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

Mitgliederversammlung

des TuS Badbergen

Do, 10.03.2022, 20:00 Uhr

Veranstaltungsort:

Vereinsheim TuS Badbergen

Veranstalter: TuS Badbergen

1. Vorsitzender Jan-Peter Weller,

Alte Heerstr. 2, 49635 Badbergen

Alle Termine ohne

Gewähr!

Quelle: www.artland.de

„Don Juan“, Komödie von Molière

Fr, 11.03.2022, 19:00 Uhr

Veranstaltungsort:

Aula Artland-Gymnasium

Am Deich 18, Quakenbrück

Veranstalter: Kulturring Quakenbrück e.

V., Telefon: 05431 2292

www.kulturring-quakenbrueck.de

Vereinsmeisterschaften

Damen, Herren u. Jugend

Sa, 12.03.2022, 16:00 Uhr

Veranstaltungsort: Schützenhalle

Hengelage, Quakenbrück

Veranstalter: Schützenverein Hengelage-

Brokstreek e. V.

www.sv-hengelage.de

Artland Dragons -

Panthers Schwenningen

Sa, 19.03.2022, 19:30 Uhr

Tickets, aktueller Spielplan

und weitere Infos unter

www.artland-dragons.de

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

QTSV-Dragons Wheelers

Sa, 26.03.2022, 14:00 - 22:00 Uhr

Veranstaltungsort: Artland Sporthalle

Jahnstraße, 49610 Quakenbrück

Veranstalter: Quakenbrücker Turn- und

Sportverein e. V., www.qtsv.de

„Monsieur Claude 2 - Es lebe die

Familie“, Komödie nach dem

gleichnamigen Film von Philippe de

Chauveron und Guy Laurent

Sa, 26.03.2022, 19:00 Uhr

Veranstaltungsort:

Aula Artland-Gymnasium

Am Deich 18, Quakenbrück

Veranstalter: Kulturring Quakenbrück e.

V., Telefon: 05431 2292

www.kulturring-quakenbrueck.de

Artland Dragons -

Rasta Vechta

So, 27.03.2022, 17:00 Uhr

Tickets, aktueller Spielplan

und weitere Infos unter

www.artland-dragons.de

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

60 | mq Ausgabe Winter 2021/22


Ausgabe Winter 2021 mq | 61


Die nächsten Spieltermine:

23. Dez. VS. UNI BASKETS PADERBORN

02. Jan. VS. PS KARLSRUHE LIONS

08. Jan. VS. NÜRNBERG FALCONS BC

16. Jan. VS. TIGERS TÜBINGEN

22. Jan. VS. BAYER GIANTS LEVERKUSEN

05. Feb. VS. VFL SPARKASSENSTARS BOCHUM

12. Feb. VS. EISBÄREN BREMERHAVEN

04. März VS. ROSTOCK SEAWOLVES

19. März VS. WIHA PANTHERS SCHWENNINGEN

27. März VS. RASTA VECHTA

WE WANT

YOU!

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IMPRESSUM

HERAUSGEBER

Oelkers, Druckhaus im Artland GmbH

Hindenburgstr. 48 | 49610 Quakenbrück

GESAMTHERSTELLUNG

Oelkers, Druckhaus im Artland GmbH

REDAKTION

Hans-Wilhelm Oelkers (V.i.S.d.P.),

Ruth Keck, Alexandra Lüders, Detlef

Bülow, Heiko Bockstiegel, Bernd Middendorf,

A. Henemann, Beate Deeken

und Daniel de Oliveira Prudèncio sowie

Vereine, Firmen, Personen, Gruppen und

Institutionen, die uns freundlicherweise

Texte und Fotos zur Verfügung stellen.

Verantwortlich für den Inhalt der

redaktionellen Texte sind die jeweiligen

Vereine, Firmen, Personen, Gruppen und

Institutionen.

ANZEIGEN- U. REDAKTION

Oelkers, Druckhaus im Artland

Hindenburgstraße 48

49610 Quakenbrück

fon 0 54 31 - 94 10 01

fax 0 54 31 - 94 10 50

hawe.oelkers@gmail.com

info@keck-kommunikation.de

Das MQ+ erscheint in einer Auflage von

15.000 Stück im Artland und punktuell in den

angrenzenden Ortschaften.

Es gelten die Anzeigenpreise gem. Mediadaten

MQ+, Stand Mai 2013.


Fr,

7.1.

20 Uhr

Kabarett

Hans Gerzlich: „Das bisschen Haushalt...“

Hans Gerzlich moderiert unter anderem den von Thomas Hermanns gegründeten Quatsch

Comedy Club. Er hat Außenhandelskaufmann gelernt, Wirtschaftswissenschaft studiert

und war Vorstandsreferent bei einem großen Energiekonzern, bevor er 2001 ins Kabarett

wechselte. Nahezu seit Anbeginn beschäftigt er sich in seinen Programmen daher mit der

Arbeitswelt: Büro, Büro.

Zu seinem Program „Das bisschen Haushalt“:

Aber plötzlich kommt eine Pandemie, und plötzlich kriegt Deine Frau einen mega Job-

Angebot, im Online-Handel. Er wollte immer Herr im Hause sein, jetzt ist er es: Sie macht

Karriere, er den Haushalt.

Und lernt ein Leben kennen, in dem er sich nicht mehr fit hält durch Tennis mit den Kumpels

nach Büroschluss, sondern durch Betten aufhängen und Wäsche beziehen, Hemden

wischen und Staub bügeln. Dummerweise kommt seine Frau abends gutgelaunt aus dem

Büro, hat Lust auf Sex - und er Kopfschmerzen.

Eintritt: VVK 20€ / AK 22€ / erm. 18€

Ulla Meinecke: „Songs und Geschichten“

ULLA MEINECKE ist seit über dreißig Jahren eine feste Größe in der deutschen Musik- und

Kulturlandschaft. In ihren Texten reflektiert sie auf ironische Weise und mit einer ihr eigenen

poetischen Sprache die Mysterien des Alltags und der Liebe. Ihre samtige Stimme, ihre

poetische Sprache und nicht zuletzt ihre nachdenklich-ironische Sicht auf die alltäglichen

Dinge begründen ihren Ruf als Sängerin, Dichterin und Autorin. Ulla Meinecke ist die Grand

Dame der poetischen deutschen Popmusik. Leidenschaftlich, charmant, schlagfertig. Immer

hautnah am Publikum. Aufregend anders erzählt sie ihre skurrilen Geschichten, lyrisch

kraftvoll zeichnet sie stimmige Bilder, die ihre Lieder zu lebendigen Filmen machen. Ulla

Meinecke hat die „Zauberformel“ für ihr Programm gefunden: Eine Melange aus absurder

Komik, anrührender Poesie und abgründiger Liebeslyrik. Meinecke singt von Wünschen und

Sehnsüchten, die jeder kennt und oftmals, in fast jedem ihrer Lieder findet auch die Liebe

ihren Platz. Lieder von Liebe, vom Verlassen werden und Zueinanderfinden.

Neue Songs werden zu hören sein, wie auch ihre alten Hits – neu arrangiert.

Eintritt: VVK 20 € / AK 22 € ermäßigt 18 €

Fr,

21.1.

20 Uhr

Lyrischer Konzertabend

Slammer Filet

Poetry Slam vom Besten aus Bremen

Poetry-Slam

Sa,

5.2.

20 Uhr

Eine Bühne, ein Mikrofon, ein wortgewandter Moderator und fünf handverlesene Sprachakrobaten

– mehr braucht es nicht für einen Poetry Slam. Unter diesem Begriff verbirgt

sich bekanntlich die wohl populärste Form des Dichterwettstreits der Moderne. Ein Poetry

Slam ist rasant, dynamisch, interaktiv und abwechslungsreich. Da trifft der Lyriker auf die

Kurzgeschichtenerzählerin, die Dadaistin auf den Comedian – und das Publikum ist die völlig

subjektive Jury.

Das ‚Slammer Filet‘, der größte Poetry Slam-Veranstalter in Bremen und Umgebung

erneut in Quakenbrück!Poetry Slam vom Besten! Eine Schlacht der Dichter – Gesang,

Requisiten und Hilfsmittel sind verboten.

Eintritt: VVK 20 €/ AK 22 € / erm. 18 €

Lucy van Kuhl: „Dazwischen“

Lucy van Kuhl zeigt in ihrem neuen Programm, dass der „Dazwischen“-Zustand etwas

Aufregendes hat. Schließlich befinden wir uns alle im „Dazwischen“ zwischen Geburt und

Tod, das man Leben nennt. Auf ihre humorvoll-nachdenkliche Art erzählt und besingt Lucy

van Kuhl Situationen aus dem Leben. In ihren sensiblen Chansons und knackig-pointierten

Kabarett-Liedern bringt sie’s auf den Punkt – und das Ein oder Andere steht natürlich auch

zwischen den Zeilen…

Seit Oktober 2018 ist sie in Konstantin Weckers Label „Sturm & Klang“ unter Vertrag.

Die studierte Germanistin und Pianistin verbindet in ihren Liedern ihre beiden Steckenpferde

Wort und Musik. Konstantin Wecker über Lucy van Kuhl:

„Lucy van Kuhls Art zu musizieren und zu singen begeistert mich, ihre Worte sind poetisch und

ironisch. Sie schafft ausdrucksstarke Bilder und setzt sie musikalisch ganz zauberhaft um.“

Eintritt: VVK 20 € / AK 22 € / erm. 18 €

Sa,

19.2.

20 Uhr

Achtung!

Kein Einlass nach Beginn

der Veranstaltung!

Chansons


Frohe

Weihnachten

und einen guten

Rutsch!

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