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gab Januar / Februar 2022

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JANUAR/FEBRUAR 2022

HEFT 285

FRANKFURT | MANNHEIM |

MAINZ | STUTTGART

SPECIAL

GESUND

ins neue Jahr

starten

ANZIEHEND

Mike

ist unser GAB

Covermodel

KULTUR

Theater, Tanz,

Film und Ausstellungen

INTERVIEWS: QUEERES ZENTRUM WIESBADEN, ROSA OPOSSUM, LESLIE CLIO


„Wir möchten unsere Kunden nicht nur

zufrieden stellen, sondern sie begeistern

– vor dem Kauf und auch danach.“

Sabine & Gerhard Grohs

Außergewöhnlich persönlich

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INTRO

3

Inhalt

SZENE

4 Frankfurt

12 Galerie GAB

Covermodel

16 Essen & Trinken

18 Rhein-Main-

Neckar

LEBEN

54 Gesundheit

• Gesellschaft

• Film

24 Mannheim

28 Stuttgart

30 Kultur

46 Homoskop

47 Pink Pages

• Musik

• Kunst

• Buch

LIEBE GAB-LESER*INNEN,

mit einer Doppelausgabe Januar / Februar rutschen wir ins Jahr 2022 und feiern mit

euch zusammen das GAB Covermodel Mike mit einer großen Galerie seiner Fotosession

mit dem Frankfurter Fotografen Hans Keller und einem Interview, in dem Mike

offen über seine Erlebnisse und seinen Umgang mit Rassismus spricht. In Wiesbaden

ist das Queere Zentrum mit der Gründung des Trägervereins einen großen Schritt

weitergekommen und begibt sich nun auf die Suche nach passenden Räumen; im

Interview gibt Rico Ullmann einen Blick auf den Stad der Dinge. Drum herum haben

wir unsere beliebte Mischung aus Community-, Szene- und Kultur-Nachrichten gestrickt,

und obendrein gibt es ein großes Gesundheitsspecial mit Tipps und Infos zum

Wellness-Start ins neue Jahr und News aus den Bereichen HIV und Aids. Also jede

Menge Lesestoff für die Feiertage und die ersten Wochen im neuen Jahr.

Viel Spaß mit der Doppelausgabe des GAB Magazins! Achtet auf euch und die

anderen – und bleibt gesund!

Björn Berndt

Kostenlos

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als App!

IMPRESSUM

Herausgeber:

Christian Fischer (cf) &

Michael Rädel (rä)

Chefredakteur:

Michael Rädel (rä) (V.i.S.d.P.)

Stellv. Chefredakteur:

Christian Knuth (ck)

KONTAKT:

Frankfurt: T: 069 83044510

Fax: 069 83040990,

redaktion@gab-magazin.de

Berlin: Degnerstr. 9b, 13053 Berlin,

T: 030 4431980, F: 030 44319877,

redaktion.berlin@blu.fm

Hamburg: T: 040 280081-76 /-77,

F: 040 28008178,

redaktion@hinnerk.de

Köln: T: 0221 29497538,

termine@rik-magazin.de,

c.lohrum@rik-magazin.de

München: T: 089 5529716-10,

redaktion@leo-magazin.de

MITARBEITER:

Chefredaktion Frankfurt:

Björn Berndt (bjö)

Mitarbeiter: Frank Daschmann

(fd), Patrick Heidmann, Benjamin

Hofmann (Horoskop), Christian

Knuth (ck), Leander Milbrecht,

Jessica Purkhardt (jp), Michael

Rädel (rä), Dirk Rueder (dr), Marcel

Schilling (mas, Termine, online),

Peter Zamer (pez)

Lektorat (ausgewählte Texte):

Tomas M. Mielke,

www.sprachdesign.de

Grafik: Susan Kühner,

Janis Cimbulis,

Cover: GAB Covermodel Mike,

Foto: Hans Keller,

www.hanskeller.com

ANZEIGEN:

Berlin: Christian Fischer (cf):

christian.fischer@blu.fm

Ulli Pridat: ulli@blu-event.de

München: Christian Fischer (cf):

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Köln: Charles Lohrum (cl):

c.lohrum@rik-magazin.de

Hamburg: Jimmy Blum (jb):

jimmy.blum@hinnerk.de

Frankfurt: Sabine Lux:

sabine.lux@gab-magazin.de

Christian Fischer (cf):

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Online: Charly Vu:

charly.vu@blu.fm

DIGITAL MARKETING:

Dirk Baumgartl (dax):

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VERLAG:

blu media network GmbH,

Degnerstr. 9b, 13053 Berlin

Verwaltung: Sonja Ohnesorge

Geschäftsführer:

Hendrik Techel,

Christian Fischer (cf)

Vertrieb: Pickup, Ecco,

Eigenvertrieb

Druck: PerCom,

Vertriebsgesellschaft mbH,

Am Busbahnhof 1,

24784 Westerrönfeld

Abonnentenservice:

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Zeppelinstr. 6, 16356 Ahrensfelde,

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4 FRANKFURT

Kolumne

Kommen jetzt die Goldenen

Zwanziger Jahre des

21. Jahrhunderts? Die Jahre

von 1924 bis 1929 gelten

in der in der Rückschau als

eine kurze aber bedeutsame

Ära des wirtschaftlichen

Aufschwungs und einer Blüte

von Kunst, Wissenschaft

und Kultur. Auch verkrustete

Moralvorstellungen wurden

aufgebrochen, eröffneten

gesellschaftlichen Fortschritt

und nie gekannte Freiheiten.

Mit der neuen Ungezwungenheit

florierte auch die

lesbisch-schwule Subkultur.

Der neu gegründete

„Bund für Menschenrecht“

wurde zu einer maßgeblichen

Interessenvertretung

für Homo- und Bisexuelle

und Transgender. Gleich

mehrere zielgruppengerechte

Zeitschriften wie das

schwule „Freundschaftsblatt“,

„Frauenliebe“ oder „Das

dritte Geschlecht“ erschienen

in fünfstelliger Auflage. Gemessen

an dem Grauen eines

industrialisierten Weltkrieges,

der den Goldenen Zwanzigern

im 20. Jahrhundert

vorausging und der Barbarei,

die sie beendete, ist die

Corona-Pandemie des 21.

Jahrhunderts keinesfalls eine

Parallele. Dennoch haben wir

während dieser Zeit unbefangenes

Zusammensein, Feiern,

Lieben und die Erfahrung

von Bühnenspiel, Musik und

Event oftmals bitter entbehrt.

Das Nachholen eines

mageren Jahres wird vielleicht

kein ganzes Jahrzehnt

vergolden, aber die Vorfreude

darauf ist uns

zumindest schon

ein Silberstreif am

Horizont ...

... weiterlesen auf

www.männer.

media/regional/gab

ILLUSTRATION: JANIS CIMBULIS

QUEERE

GESCHICHTE

FRANKFURT:

Ein weißer Fleck?

FORSCHUNG

Wo findet man Infos zur queeren Geschichte Frankfurts? Eine Suche

nach Orten, Quellen und Archiven eines noch relativ neuen Felds der

Geschichtsforschung.

Quellen zur queeren Geschichte Frankfurts

gibt es viele. Zum Beispiel den Stadtführer

Christian Setzepfandt, der Stadtspaziergänge

zum Thema selbst erarbeitet hat

oder in seinen Buchveröffentlichungen

immer wieder homosexuelle Geschichte

berücksichtigt. Das Lesbenarchiv im LSKH

oder LIBS haben einiges zur lesbischen

Stadtgeschichte gesammelt. Auch andere

LSBTIQ*-Institutionen wie die AIDS-

Hilfe oder der CSD-Verein haben Material

zusammengetragen – meist anlässlich der

eigenen Jubiläen. Und im Bereich der Kultur

macht sich die Kinothek Asta Nielsen seit

vielen Jahren aktiv auf die Suche nach der

Filmarbeit von Frauen; dass dabei auch lesbische

oder queere Themen entsprechend

benannt werden, liegt – wie in den anderen

Beispielen auch – an den sammelnden Personen,

die ein eigenes Interesse an queerer

Geschichte zeigen. Einfach weil sie die

eigene Geschichte ist.

Eine echte „Zentrale“ für queere Geschichte

Frankfurts gibt es indes nicht. Vor einiger

Zeit hat die Stadt Frankfurt in Zusammenarbeit

mit dem Fritz-Bauer-Institut

einen Historiker beauftragt, die „Lebensumstände

von Lesben, Schwulen, Trans*-

und Intersexuellen in Frankfurt 1933 bis

1994“ zu erforschen; das Projekt ist

nicht unumstritten; schon weil

die zu untersuchende Gruppe

viel zu divers und der zu

untersuchende Zeitraum

viel zu groß für ein einziges

Projekt sei.

Mehr Hoffnung darf man da

auf eine andere Entwicklung

legen: Eine vom überregionalen

„Fachverband Homosexualität und

Geschichte“ und dem Amt für multikulturelle

Angelegenheiten organisierte Tagung

brachte in Frankfurt erstmals die bislang

fehlende Vernetzung queerer Institutionen

mit Geschichtsforschern. Spannend ist hier

das Historische Museum Frankfurt, das an

queerer Geschichte großes Interesse zeigt

und dabei nicht nur auf die Zusammenarbeit

mit den queeren Institutionen, sondern

auch mit Privatpersonen setzt. „Wir sammeln

ja immer“, erklärt Dorothee Linnemann

im Gespräch mit dem GAB Magazin. „Und

wenn man das Gefühl hat, dass zum Beispiel

ein Nachlass oder ähnliches etwas Relevantes

im Sinne der Stadtgeschichte enthält,

kann man sich bei uns melden“. Ziel sei es,

in Zusammenarbeit mit der Community, den

queeren Institutionen und Geschichtsexperten

eine nachhaltige Erinnerung zu schaffen.

Zur Aufarbeitung der LSBTIQ*-Geschichte

gehöre auch, das bestehende Archiv neu

zu betrachten und zu bewerten; denn mit

der bisher heteronormativ geprägten Geschichtsforschung

wurden queeren Themen

oftmals gar nicht benannt: „Es gibt da zum

Beispiel keine Verschlagwortung“, meint

Dorothee Linnemann.

Als Vorbild orientiere man sich auch an einem

Stadtprojekt aus Tübingen: Im dortigen

Forschungsprojekt „Queer durch Tübingen“

recherchiert das Tübinger Stadtarchiv selbst

nach Quellen und Geschichten von queeren

Menschen in der Stadtgeschichte. Gutes

Vorbild! *bjö

Kontakt zum Historischen Museum

Frankfurt über www.historischesmuseum-frankfurt.de

FOTO: KATIE RAINBOW, UNSPLASH.COM, GEMEINFREI


Wir wünschen

ein schönes

Weihnachtsfest!

Bleibt gesund

und unterstützt

weiterhin die

Community.

Euer

Team

METROPOL SAUNA


6 FRANKFURT

FOTO: FRANK MARINO, UNSPLASH.COM, GEMEINFREI FOTO: CHRISTIAN BUEHNER, UNSPLASH.COM, GEMEINFREI

FETISCH

4 Jahre RUFF Gear

Mit einem Fetish-ReSale-Event feiert Frankfurts

Fetish-Store RUFF Gear sein vierjähriges

Jubiläum.

„Vier Jahre sind eine olympische Periode“, meint

RUFF-Inhaber Klaus Weber lachend zum Jubiläum

seines Ladens. RUFF Gear im Sachsenhäuser

Wallstraßen-Viertel ist im Laufe der vergangenen

Jahre zum Mekka der Fetisch-Freunde

geworden – über die Grenzen Frankfurts hinaus

und nicht nur für die schwule Community. „Seit

es mehr und mehr Fetisch-Veranstaltungen für

Heteros gibt, habe ich entsprechend auch viele

Hetero-Kunden dazugewonnen“, meint Weber.

„Sie kommen meistens mit ihren Partnerinnen

– daran merkt man das“. Auch das Angebot ist

breiter geworden – bei RUFF Gear findet man

nicht nur Lederbekleidung, -Accessoires und

Boots, sondern auch verstärkt Sportswear und

Fetish-Fashion. „Und unser Dildo-Kompetenzzentrum

erfreut sich ebenfalls großer Beliebtheit“,

lacht Weber. Die Coronazeit hat er einigermaßen

gut überstanden – „Dank meiner treuen

Stammkunden“, meint Weber und ergänzt

bezüglich Corona optimistisch: „Die letzten

SPORT

Fit ins neue Jahr mit dem FVV

paar Meter schaffen wir jetzt auch noch“. Den

Stall – Frankfurts alteingesessene Leder- und

Fetischkneipe, die im Sommer 2021 endgültig

schloss – vermisst er hingegen sehr. Schon allein

deswegen möchte er in Zukunft auch wieder

Fetisch-Partys organisieren – einfach um der

Szene einen geeigneten Ort zu geben.

Vorab gibt es im Januar im RUFF Gear-Laden

wieder ein dreitägiges ReSale-Event mit gebrauchter

Leder- und Fetischbekleidung. Von der

Lederhose über Lederjacken und -hemden bis zu

Harnessen und Boots wird beim Secondhand-

Verkauf alles dabei sein. Interessant für alle, die

neu in der Szene sind, die getragene Sachen

mögen und natürlich für diejenigen, die Lederbekleidung

haben, die nicht mehr passt oder nicht

mehr getragen wird. Im Vorfeld des Sales können

gebrauchte Leder-, Fetischbekleidung sowie

Fetisch-Accessoires bei RUFF Gear abgegeben

werden; sie werden vor Ort begutachtet und der

Verkaufspreis festgelegt. *bjö

20. – 22.1., Aktion „ReSale – Second Hand

Leder- und Fetisch“, RUFF Gear, Brückenstr.

36, Frankfurt, www.ruffonline.de

FOTO: LI SUN, PEXELS.COM, GEMEINFREI

Der Frankfurter Sportverein FVV bietet ab Januar noch mehr

Möglichkeiten für sportliche Betätigung. Wer Schwierigkeiten

mit dem inneren Schweinehund hat, wird sich über die neuen

Online-Trainings freuen: Dienstags, mittwochs und sonntags

gibt’s jeweils um 19 Uhr 45-minütige, ganzheitliche Trainingseinheiten,

für die man das Haus nicht verlassen muss. Die

Übungen sind so angelegt, dass sie für jedes Alter und jeden

Trainingszustand geeignet sind und vor allem in der Wohnung

durchgeführt werden können. Spezielle Trainingsgegenstände

braucht man keine – der eigene Körper ist das Trainingsgerät.

Wer seine Bewegungsfähigkeit und Körperkoordination verbessern

möchte, dem/der sei das neue Pilates-Mattentraining

empfohlen. Die Übungen konzentrieren sich hier auf Krafttraining

und Stretching

sowie eine sorgfältige

und genaue Ausführungen

aller Übungen inklusive

der richtigen Atmung. Der

neue Kurs startet im Januar,

immer dienstags von 20:30 Uhr

bis 21:30 Uhr. Und last but not least: Für

Tanzbegeisterte, die im September die Grundkurse in den

Gesellschaftstänzen belegt hatten, startet ab dem 18. Januar

der Aufbaukurs Standard/Latein; schnell buchen! *bjö

Mehr Infos über www.fvv.org/sport/online und www.fvv.org

Lucky’s Bearlounge

Auch wenn die große Bärenparty Ende November leider

ausfallen musste – die Lucky’s Bearlounge gibt’s weiterhin

jeden ersten Samstag im Monat, und damit gleich am 1.

Januar einen bärigen Auftakt ins neue Jahr. Musik kommt

von DJ Zinner. Am 2. Januar gönnt sich Tina und ihr Team

einen Tag Ruhepause, dafür kommt am 4. Januar gleich

das nächste Special: Die Dienstagskaraoke mit Benjamin

oder Dennis bleibt uns natürlich auch im neuen

Jahr erhalten. *bjö

Lucky’s, Große Friedberger Str. 26, Frankfurt,

www.facebook.com/luckysFFM


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8 FRANKFURT

AKTION

MR GAY GERMANY:

Nachdem der noch amtierende Mr Gay Germany Benjamin Näßler

bereits aus Frankfurt stammt, konnten sich für den diesjährigen

Wettbewerb mit Bilel Ouali und Nick Namyslo gleich zwei Frankfurter

Kandidaten fürs Finale qualifizieren. Wir stellen die beiden

und ihre Kampagnen vor.

FOTO: PATRICK DÄHMLOW

Der 26-jährige BILEL OUALI ist

Gesundheits- und Krankenpfleger,

seit über fünf Jahren fest liiert und

lebt mit seinem Partner zusammen.

Sein Outing hatte er im Jahr 2016

„weil ich auf das Versteckspiel keine

Lust mehr hatte“. Das ist unter anderem

seine Motivation am Contest

teilzunehmen – und auch Thema

seiner Kampagne „Regenbogen Camouflage“:

„Auch im 21. Jahrhundert

müssen Menschen sich in Bezug auf

ihr Coming-out immer noch tarnen

oder eine Rolle spielen. Da ich mich

selbst lange verstecken und tarnen

musste, kam ich auf den Namen

„Regenbogen Camouflage“, erklärt

Bilel. Mit seiner Kampagne möchte

er beim Coming-out helfen und vor

allem Jugendliche aufklären: „Es

gibt des Öfteren Übergriffe gegen

queere Menschen, vor allem durch

Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Sie sind unter anderem Zielgruppe

meiner Aufklärungsarbeit.

Meine Kampagne wird in Schulen

und Jugendzentren präsentiert, da

ich dort die meisten Jugendlichen

treffen kann. Ich möchte eine

lockere Atmosphäre mit den Jugendlichen

schaffen, damit sie mir

zuhören. Ich verstehe die Jugendsprache

und sie werden auch mich

verstehen“, meint Bilel.

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FRANKFURT

9

BILEL UND NICK SIND DABEI

NICK NAMYSLO ist der zweite

Frankfurter Kandidat im Finale

des diesjährigen Mr Gay Germany

Contests. Der 24-jährige

Projektkaufmann liebt das Reisen

und engagiert sich in seiner

Freizeit auch politisch. Mit seiner

Kampagne „Employerpride“

möchte er beim Contest punkten:

„Der Name der Kampagne leitet

sich aus dem Begriff ‚Employer

Branding‘ – ‚Unternehmensmarke‘

ab. Ich möchte durch meine

Kampagne insbesondere kleine

und mittlere Unternehmen dazu

animieren, ein stärkeres Bewusstsein

für die LGBTIQ*-Community

zu schaffen“, erklärt Nick. „In

Kleinstädten und Landkreisen

bestehen oft Unternehmen, die

dem Thema ‚Diversity‘ keinen

hohen Stellenwert zuschreiben.

Dies ist allerdings das Kernproblem.

Nicht jede*r Berufseinsteigende

kommt aus der Großstadt

und möchte direkt in einem der

Großkonzerne durchstarten, die

heutzutage meist Diversity als

‚Erfolgsfaktor‘ mit im Unternehmen

implementiert haben. Daher

ist es besonders für KMUs wichtig,

sich mit gezielten Maßnahmen

für die Interessen der LGBTIQ*-

Community zu sensibilisieren“.

Das Finale des Mr Gay Germany

Contests findet vom 17. bis 19.

Dezember in Köln statt – wir

drücken beiden Kandidaten die

Daumen! *bjö

www.mrgaygermany.de

Kontakt zu Bilel über

billo.95_ auf Instagram

Kontakt zu Nick über

nick.nh auf Instagram

FOTO: MICHA.FOTOGRAFIERT / MICHAEL ZIMMERMANN

WAS

DIESEM

BETT

FEHLT?

Du!

Über einige Entscheidungen im Leben sollte man eine Nacht

schlafen. Dies ist eine davon – aber nicht aus den Gründen, die

du denkst. Entdecke den Hästens Unterschied selbst.

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10 FRANKFURT

FOTOS: OVERLINE.TV

NIGHT QUEENS IM MOXY

PINK

FOTO: BÄRBEL

SCHWEJK

FOTO: FLC

FLC BEIM ROSA

WEIHNACHTSMARKT

FOTOS: OVERLINE.TV

FOTOS: OVERLINE.TV

LUCKY’S

BEAR-

LOUNGE


FOTOS: FD

BY DECOR WALTHER ®

Und schon ging es wieder los – Corona überall! Ich hoffe, es gibt

bald Licht am Ende des Tunnels. In der Stadt getroffen: Siggi

mit ihren Jungs (Foto 1), und hier noch ein privates Foto: Tobi

und Max beim Essen (Foto 2). Bilel konnte sich für das Finale

des Mr Gay Germany Contest qualifizieren – und HR Maintower

berichtete darüber; hier ein Schnappschuss von den Dreharbeiten

im TANGERINE (Foto 3, Tobi, Bilel und Kevin). Und zum

Abschluss noch drei Generationen im „NA UND?“: Sven, Bilel

und „Die schöne Müllerin“ Torsten Dornberger (Foto 4).

Bis zum nächsten Mal

euer Frank

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12 GALERIE

Mike

ist unser

GAB COVER-

MODEL

Fotos:

HANS KELLER

Model:

MIKE

Make-Up Artist:

WANGO / DELICATE FACES

Artdirector / Styling:

BJÖRN BERNDT

Assistant:

MELISSA MESSERSCHMIDT

Location:

ONLIGHT STUDIO

FRANKFURT


Mit einem Koffer voller Outfits und

zwei selbstgebackenen Kuchen fürs

Team erschien Mike Mitte Oktober

im Frankfurter Onlight-Studio von

Fotograf Hans Keller – Zeit für das GAB-Covermodel-Shooting

2021! Für den Mittdreißiger

war es das erste professionelle Shooting.

Mit seiner zehnjährigen Erfahrung in Jazz- und

Modern Dance brachte er allerdings eine gute

Portion gesundes Körpergefühl mit, um nach

einer kurzen Aufwärmphase zu Hochform

aufzulaufen ganz entspannt vor der Kamera

zu agieren. Zusammen mit dem geschulten

Auge von Fotograf Hans Keller und seinem

Team ist eine Reihe toller Fotos voll selbstbewusster

Attitüde entstanden. *bjö

GALERIE 13


14 GALERIE

„Wir sollten aufhören

zu verallgemeinern“

GAB-Covermodel Mike ist gebürtiger Schwabe, kam 2012 ins Rhein-Main-

Gebiet („damals wegen der Liebe“) und lebt heute in Wiesbaden. Im Interview

erklärt er unter anderem, wieso er mit seiner Bewerbung beim GAB-Covermodel-

Contest ein Zeichen für mehr Akzeptanz und Vielfalt in der Gesellschaft setzen

möchte. *bjö

INTERVIEW

Wie hast du dein erstes professionelles

Shooting erlebt?

Mir hat das Shooting wahnsinnig viel

Freude bereitet. Klar, ein wenig Aufregung

beim ersten Fotoshooting ist vollkommen

normal und gehört dazu. Aber die

Aufregung wurde mir schnell genommen,

da ich mich mit der gesamten Crew einfach

super wohl fühlte. Als Kind hatte ich

schon vorgehabt zu modeln. Ich kann mir

auch vorstellen, nebenbei weiterhin zu

modeln wenn es sich ergibt, da es mir einfach

sehr viel Spaß gemacht hat.

Hast du dich auf das Shooting vorbereitet?

Ich habe mir Gedanken gemacht was ich

für das Shooting an Dresses, Accessoires

und so weiter mitnehme, da es ja alles

neu für mich war und ich nicht wusste,

was mich erwartet. Ansonsten habe ich

mich nicht wirklich vorbereitet. Ich war

einfach ich und habe mich überraschen

lassen.

Du hast eine tänzerische Ausbildung

– erzähle davon!

Seit meinem sechsten Lebensjahr habe

ich leidenschaftlich Jazz- und Modern

Dance getanzt, und das genau 10 Jahre

lang. Leider musste ich aus zeitlichen

Gründen damit aufhören und konnte es

nicht mehr weiterverfolgen.

Du wolltest mit deiner Bewerbung

zum GAB-Covermodel ein Zeichen

für mehr Akzeptanz und Vielfalt in

der Gesellschaft setzen. Hast du

selbst Erfahrungen mit Diskriminierung

gehabt?

Ja, außerhalb und innerhalb der LGBTQ*-

Community. Ich möchte diese Plattform

nicht nutzen, um über meine persönliche

Diskriminierungserfahrung zu berichten,

oder zu jammern, wie schlimm es mir

persönlich ging, sondern es geht mir um

die generelle Diskriminierungserfahrung,


GALERIE 15

die man in der Gesellschaft erfährt und

die sich die Gesellschaft selbst auferlegt.

Zum Beispiel dass man mit einem

bestimmten Aussehen oft einer bestimmten

Schublade zugeordnet wird.

Man erlebt Rassismus oft automatisch

aufgrund der Hautfarbe.

Wenn ich aber doch persönlich von mir

spreche, begleitet mich das seit Beginn

meiner Kindergarten- oder Schulzeit.

Ich habe recht früh mitbekommen, dass

ich irgendwie anders als die anderen

wahrgenommen werde und dass man

irgendwie auch einfach anders ist; zumindest

habe ich das so empfunden.

Angefangen in der Schule, wenn man im

Sportunterricht das Spiel „Wer hat Angst

vom schwarzen Mann” gespielt hat, und

wenn ich dann dran war, war es für mich

damals schon sehr unangenehm. In der

Schule hast du Ausdrücke zu hören bekommen

wie das „N”-Wort; „du Arab“, „du

siehst aus wie ein Affe“ und so weiter. Da

waren die Kinder schon sehr gemein, und

das hat mit einem natürlich viel gemacht

und war einfach sehr verletzend.

Mit 18,19 Jahren habe ich meine Haare

chemisch geglättet um damit besser

in das „ideale europäische Bild“ zu passen;

es wurde einem ja oft vermittelt, dass

krauses Haar nicht schön ist. In dem Alter

begann auch mein Outing und meine

ersten Erfahrungen in der Szene. Schwarz

und schwul – das war auch nicht einfach.

Wenn man in diversen Plattformen zu

lesen bekommt „Keine Blacks; keine

Schwarzen, mit dir möchte ich nichts zu

tun haben“, da hatte ich mich schon gefragt

„ja hallo, geht’s noch?“ Da baut man

mit den Jahren einen Schutz auf, einfach

um nicht verletzt zu werden.

Rassismus findet sich in allen Strukturen

und Ebenen der Gesellschaft.

Ansonsten gibt es oft dieses Alltägliche,

dass man sich einfach erklären und

irgendwie verteidigen muss. Sei es schon

bei der Frage „Woher kommst du?“ – „Aus

Deutschland!“ – „Ja nee, wirklich? Warum

sprichst du so gut deutsch?“ und so

weiter. Natürlich sind nicht alle Rassisten.

Wir sollten aufhören zu verallgemeinern,

weil Verallgemeinerungen Klischees fördern,

und Klischees bilden Blockaden in

unseren Köpfen.

Wie reagierst du auf Rassismus?

Eigentlich müsste ich mich aufregen. Mittlerweile

stehe ich da drüber und rege mich

nicht mehr so auf, weil es einfach sonst

nur unnötige Energie kostet. Ich habe zu

viel erfahren und erlebt in meinem Leben.

Wir sind alle Menschen und kein Mensch

ist perfekt. Was bringt es, sich unnötig

über fehlende Perfektion aufzuregen?

Ich bin jetzt Mitte 30 und weiß heute wer

ich bin und akzeptiere mich so wie ich bin!

Ich schäme mich nicht für meine Hautfarbe,

sondern trage sie mit Stolz.

Deine Botschaft an die Community?

Wenn alle Menschen Dinge immer

auf dieselbe Weise sehen und beurteilen,

geht einem die andere Seite verloren. Stell

dir mal vor, du schaust dir einen bemalten

Stein an. Immer nur von einer Seite.

Dann siehst du nicht die andere Seite, die

vielleicht auch schön bemalt ist. Da wäre

die Erfahrung doch nur halb erfahren.

Etwas komplett zu erfahren heißt, sich auf

alle Sichtweisen einzulassen. Das erreichen

wir durch mehr Akzeptanz und das

Hineinversetzen in die Sichtweise anderer

Menschen.

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16 ESSEN & TRINKEN

GASTROTIPP

VON PETER ZAMER

Aus dem Besten wählen –

ELIÁ

Auch wenn es nicht gerade für jede*n um

die Ecke liegt, ist das Restaurant Eliá den

Weg ins Gallus wert, denn griechische Küche

kann man nicht so leicht selber kochen

– schon gar nicht mit so hohem Niveau und

in solcher Qualität, wie sie hier angeboten

wird. Die Speisekarte verlockt derart, dass

wir am Nebentisch bei offensichtlichen

Stammgästen nachfragen wollen, was

denn besonders zu empfehlen sei: „Hier

schmeckt alles!“ ist die nicht so wirklich

hilfreiche Antwort, die aber motiviert.

Natürlich wählen wir den Vorspeisenteller

(kalt, 13,80 Euro), der bunt und üppig zeigt,

wie gut doch hausgemachte gefüllte Dolmadakia

Weinblätter schmecken können.

Der Auberginensalat ist eine halbe ausgehöhlte

und wieder gefüllte Frucht, also nicht

gerade wenig auf dem Teller und lecker.

Tzaziki, Ochtopodi

und die anderen

Vorspeisenklassiker

bereiten viel Vergnügen

zu dem in

Öl getunkten Brot.

In gepflegter,

locker-festlicher

Atmosphäre bei angenehmer Beleuchtung

erwarten wir danach gespannt die Hauptgerichte,

die allesamt aus besten Zutaten

hergestellt sind; selbst das Gyros wird

im Eliá vom Black Angus Rind gemacht.

Besonders lecker ist Kotopoulo Fileto (17,30

Euro), ein Hähnchenbrustfilet, das mehrere

Stunden sous vide gegart und vollendet

auf dem Lavastein-Grill in Chilli-Pistazien-

Sauce serviert wird – butterzart. Eine

deftige Mousaka (19,60 Euro) begeistert

geschmacklich ebenso wie ihre optische

Dekoration mit schwarzen essbaren Knuspergittern,

die auch noch schmecken …

kurz: Geben wir den Stammgästen einfach

recht: Hier schmeckt alles! *pez

Eliá Restaurant im Saalbau Gallus,

Frankenallee 111, Frankfurt – Gallus,

Tel 069 97319661, Mo bis Fr 17 – 22:30,

Sa 17:30 – 22:30, So 12 – 21 Uhr,

www.elia-frankfurt.com

FOTO: PEZ

Silvia Pro

The Espresso

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www.ranciliogroup.com

Freecall 08000-RANCILIO

08000-72624546


KOCHEN

GAYS IN THE

KITCHEN

Regelmäßig bietet Frankfurts TV-Koch

Mirko Reeh Kochkurse in seiner Kochschule

in Frankfurt-Bornheim an – hier lernt man

Schneide- und Kochtechniken und bereitet ein

komplettes Menu, das im Anschluss natürlich gemeinsam

und genüsslich vor Ort verzehrt wird.

ESSEN & TRINKEN 17

FOTO: MIRKO REEH

„Wir haben ja eigentlich bis zu 60 Sitzplätze in der Kochschule,

haben aber wegen Corona die Teilnehmendenzahl

auf 14 begrenzt“, erklärt Mirko Reeh. „Normalerweise

hatten die Kochkurse zwischen 20 bis 24 Teilnehmende,

aber wir belassen das in Zukunft bei 14, denn ich habe

gemerkt, dass ich mich mit weniger Teilnehmenden viel

besser um jede und jeden einzelnen kümmern kann“.

Besonders lustig sind die „Gays in the Kitchen“-Kochkurs-

Specials – denn hier wird exklusiv für Gays and Friends

nicht nur ein Menü mit bis zu fünf verschiedenen Gängen

gekocht, auch Olga Orange ist mit von der Partie und lockert

den Abend mit kleinen Showeinlagen auf. Natürlich

gibt’s auch hier das abschließende gemeinsame Dinner

mit passenden Weinen und Softdrinks. Das nächste „Gays

in the Kitchen“-Special“ findet am 1. April 2022 statt.

Tipp: rechtzeitig buchen, da die Plätze limitiert sind! *bjö

www.mirko-reeh.com

Eckenheimer Landstr. 126 & 128,

60318 Frankfurt

U Glauburgstraße

Tel.: 069 593 314

Öffnungszeiten

Mo Ruhetag

Di & Mi 16.30 – 1.00 Uhr

Do–Sa 16.30 – 2.00 Uhr

So 12.00 – 1.00 Uhr www.omonia.de


18 RHEIN-MAIN-NECKAR

FOTO: HELMUT SKOLAUT

FOTO: CHRISTOPH FRAUNHOLZ

RACTION – Latex und Leder aus Offenbach

Fetisch-Fans ist sein Name bereits seit einigen

Jahren ein Begriff: Heiko Anders fertigt seit

2012 unter seinem Label RACTION Latexbekleidung

für Männer. Im Februar eröffnet er einen

eigenen Laden samt Schauwerkstatt.

Als gelernter Mode-Schneider und Schnitt-

Techniker hat Heiko Anders seine Leidenschaft

zum Beruf gemacht: „Mit meinem Fachwissen

macht es mir größte Freude, Männer in Latex

einzukleiden“, sagt Heiko. „Auch Männer, deren

Körper nicht der Norm entsprechen, kann ich

mit Maßanfertigungen und entsprechenden

Schnitt-Applikationen und Farben sexy aussehen

lassen“.

Bis 2018 hat RACTION hauptsächlich per

Maßanfertigung geschneidert, inzwischen werden

über den Webshop auch Standardgrößen

angeboten. Produziert wird für Händler in ganz

Deutschland, den Niederlanden und Frankreich.

Der wachsende Erfolg liegt sicher auch in der

Bandbreite der Styles der Latex-Bekleidung:

„Unsere Stärke liegt neben dem klassischen

schwarzen Latex auch im Bereich sportlicher

Latex-Bekleidung in verschiedenen Farben“,

erklärt Heiko. Sogar Leder-Bekleidung gehört

seit neuestem zum Angebot und wird 2022 zur

eigenen RACTION-Lederlinie ausgebaut.

Die größte Neuerung ist allerdings das

RACTION-Ladengeschäft, das Mitte Februar

in Offenbach eröffnet. „Das wurde immer

dringlicher, denn ich habe bisher in den eigenen

vier Wänden produziert“, meint Heiko. Der neue

Laden soll sowohl Verkaufsladen und Schauwerkstatt

sein; dort kann man nicht nur vor Ort

shoppen, sondern man erhält auch Einblick in

die Werkstatt und die Herstellung von Latex-

Bekleidung. Runde Sache! *bjö

Ab Mitte Februar: RACTION, Feldstr. 129,

Offenbach, mehr Infos im Webshop

www.raction.de

FOTO: HELMUT SKOLAUT


RHEIN-MAIN-NECKAR 19

FOTOS: AUTOHAUS NIX

AUTOHAUS NIX

NACHHALTIG AUF DER ÜBERHOLSPUR

Mit Toyota und Lexus führt das

Autohaus NIX zwei der innovativsten

Automarken, für die

das Thema Nachhaltigkeit und

Umweltschutz bereits heute Standard ist.

Kein Wunder, denn bereits vor 24 Jahren

begann man im Toyota Konzern mit der

Elektrifizierung von Fahrzeugen.

Dank der kontinuierlichen Forschung und

Weiterentwicklung bietet der größte japanische

Importeur die perfektionierte Hybridtechnologie

an, bei der ein Elektro- und ein

Benzinmotor gemeinsam agieren. Dennoch

herrscht bei Toyota keine ideologische

Engstirnigkeit. Akio Toyoda, Präsident der

Toyota Motor Corporation, betont immer

wieder die Notwendigkeit eines breiten Antriebsmixes.

Vom sparsamen Benzinmotor

im Kleinstwagen über Vollhybride und rein

batterieelektrische Nutzfahrzeuge bis zur

völlig emissionsfreien Wasserstoff Brennstoffzelle

im Toyota MIRAI (Kraftstoffverbrauch

nach WLTP: Wasserstoff kombiniert

0,89-0,79 kg/100 km; Stromverbrauch

kombiniert 0 kWh/100 km; CO 2

-Emissionen

kombiniert 0 g/km) kann man bei Toyota

und Lexus jegliche Mobilitätslösung finden

– sogar Dieselmotoren, wo es sinnvoll ist.

Für nicht sinnvoll erachtet dies die Toyotafamilie

in der Luxusklasse. So werden bei

Lexus seit 2013 keine Modelle mehr mit

Dieselantrieb hergestellt. Der ökonomische

Erfolg gibt Toyota und Lexus ebenso recht,

wie der ökologische: die Modellpaletten

der japanischen Schwestermarken erfüllen

schon heute die CO 2

-Flottenverbrauchsnorm

der EU des Jahres 2025.

Jahrelange Erfahrung, intelligente Antriebe,

luxuriöser Fahrspaß und konsequente

Nachhaltigkeit – das gilt im Übrigen nicht

nur für die Fahrzeuge, die das Autohaus

NIX und die dazugehörigen Lexus Foren in

Frankfurt und Darmstadt anbieten; auch

die Autohäuser selbst setzen mit ihrer

Nachhaltigkeitskampagne „Der Natur auf

der Spur“ auf Umweltschutz: „Ressourcen

schonen und nachhaltig agieren, das

bestimmt seit mehr als 30 Jahren das Handeln

in allen Unternehmensbereichen des

Autohauses NIX“, erklärt Geschäftsführer

Alexander Nix. „Seit Jahrzenten betreiben

wir unsere Waschanlagen mit Regenwasser.

Solarpanels auf den Dächern versorgen

unsere Autohäuser mit Strom. Mit der

Umstellung auf Bewegungsmelder und

LEDs sparen wir Energie. Einen Beitrag zum

Umweltschutz leisten wir durch begrünte

Dächer, eine Flussbiotop-Renaturierung

und Baumpflanzaktionen. Außerdem sponsern

wir die erste CO 2

-neutrale Laufserie

Deutschlands. Durch unseren konsequent

vorangetriebenen Digitalisierungsprozess

auf allen Ebenen sparen wir zusätzlich Ressourcen

ein. Das sind nur ein paar Beispiele,

die zeigen: Wir leben Nachhaltigkeit aus

Überzeugung“. *dr

Autohaus NIX, Hanauer Landstr. 429,

Frankfurt, Lexus Forum, Hanauer

Landstr. 431, Frankfurt, Autohaus NIX

und Lexus Forum Darmstadt, Gräfenhäuser

Str. 79, Darmstadt, www.auto-nix.de

interiors

stimpert fotografie


20 RHEIN-MAIN-NECKAR

CSD

BALLROOM

Unerschrocken plant der Darmstädter Verein vielbunt

den Nachholtermin des im Sommer ausgefallenen

„CSD Ballroom“ für Mitte Januar. Wir haben den noch unverloschenen

Stern des Nachtlebens Rosa Opossum virtuell

zum Interview getroffen. *bjö

Rosa, ziemlich mutig, unter den momentanen

Umständen eine Party zu planen?

Mutig, oder andersherum gesagt: Wir stecken den Kopf

nicht in den Sand. Seit Beginn der Pandemie haben wir

immer gemacht was erlaubt und sicher war. Zuerst Online-

Barabende während der Lockdowns, bei denen etliche Leute

zusammengefunden und eine überraschend gute Zeit

miteinander hatten. Im Frühjahr und Sommer dann unsere

Queergarten-Events im Hof des Queeren Zentrums.

Dazwischen auch mal indoor Barabende mit Maske und

Abstand und zuletzt konnten wir sogar richtig tanzen und

feiern, weil alle Gäste geimpft waren. Im Queeren Zentrum

ist allerdings nur begrenzt Platz, weshalb wir BALLROOM

mit dem 806qm zusammen veranstalten. Das soll richtig

groß werden. Immerhin holen wir nicht nur unsere CSD-

Party nach, sondern wollen mit einer geilen Drag-Queen-

Show auch viel Geld für die AIDS-Hilfe sammeln.

Mediterrane Küche

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Man muss ja flexibel bleiben: Würdet ihr den

BALLROOM auch ohne Tanz, als reine Show, veranstalten?

Wir haben mit dem 806qm schon öfter rauschende Feste

gefeiert und viele wollen genau das wieder erleben. Für

mich ist vollkommen klar: Wenn wir mit dem neuen Format

BALLROOM an den Start gehen, müssen alle tanzen

dürfen – nicht nur die Queens auf der Bühne. Wenn‘s im

Januar nicht klappt, werden wir die Party eher verschieben

als das Konzept zu ändern. An das Verschieben großer

Pläne haben sich mittlerweile alle gewöhnt und es nimmt

uns niemand krumm.

Viele sehnen sich ja nach der „Zeit vor Corona“ zurück;

ist es nicht realistischer, sich mit einer „Zeit

mit Corona“ anzufreunden? So schnell wird das ja

nicht weggehen …

Ich bin keine Epidemiologin, sondern ein Partyluder, das

genauso wie alle anderen jedes Jahr älter wird. Was war,

ist gewesen und was jetzt ist, ist jetzt. Wir sollten vor

allem nicht glauben, alles „nach Corona“ nachholen zu

können. Wer weiß, wann das sein wird und wie ich dann

aussehe!? Ich will nicht pathetisch klingen, aber in unserer

Welt betritt jedes Wochenende ein junger Mensch voller

Aufregung zum ersten Mal einen queeren Ort und jedes

Wochenende finden an unseren Orten Leute die Liebe

ihres Lebens (oder zumindest für eine Nacht). Menschen

die die Community dringend brauchen, gab es vor Corona

und auch gerade jetzt. Und die will ich nicht hängen lassen.


DARMSTADT

IM JANUAR

Deshalb planen wir voller Enthusiasmus BALLROOM und

denken uns pandemiekonforme Alternativen aus, wenn die

vierte Welle doch noch nicht abgeebbt ist.

Deine Durchhalteparole für die Community?

Lasst euch boostern, passt auf euch auf und bleibt optimistisch.

Wir halten zusammen.

15.1., CSD Ballroom, Queer Party für LSBTIQ* und

Friends, mit DJ Leo Yamane und DJane Käry und einer

Live-Show mit bekannten Drags von überall,

Klub 806qm, Alexanderstr. 2, Darmstadt, 23 Uhr,

www.vielbunt.de, www.806qm.de

FOTO: VIELBUNT E.V.


22 RHEIN-MAIN-NECKAR

COMMUNITY

FOTOS: QUEERES ZENTRUM WIESBADEN

Das siebenköpfige Vorstandsteam des Trägervereins Queeres Zentrum Wiesbaden; v.l.n.r.: Lukas Fachinger (Warmes Wiesbaden, hinten stehend), Peter Hofacker (proFamilia),

Manuel Wüst (Warmes Wiesbaden). Franziska Kunsmann, Adrian Beilke-Ramos, Rico Ullmann und Kathrin Tablack (AIDS-Hilfe Wiesbaden).

QUEERES ZENTRUM

WIESBADEN: Der nächste Schritt

Ende November wurde in Wiesbaden der Trägerverein für das geplante Queere Zentrum in der hessischen

Landeshauptstadt gegründet. 28 Einzelpersonen und Vertreter*innen von fünf Gruppen unterzeichneten

die Satzung; Rico Ullmann, Adrian Beilke-Ramos und Franziska Kunsmann bilden den geschäftsführenden

Vorstand, als Beisitzende sind mit im Boot Kathrin Tablack von der AIDS-Hilfe Wiesbaden, Peter Hofacker

von proFamilia sowie Manuel Wüst und Lukas Fachinger vom Verein Warmes Wiesbaden. Wir haben mit

Vorstandsmitglied Rico Ullmann über die weiteren Planungen gesprochen. *bjö

Im Vorstand sind Vertreter*innen

der bisher treibenden Kräfte des

Queeren Zentrums vereint. Seit

wann engagierst du dich für das

Zentrum?

Für das Zentrum engagiere ich mich seit

einem halben Jahr. Das Konzept haben

Vertreter*innen aus der Community, die

Aidshilfe Wiesbaden und die proFamilia

gemeinsam mit der LSBT*IQ Koordinierungsstelle

der Landeshauptstadt, vertreten

durch Stefan Kräh, in den letzten zwei

Jahren ausgearbeitet. Ich war zuvor bei

der CSD Organisation unter anderem als

Projektleitung aktiv.

Wie bist du als nicht-schwuler

Mann zu deinem doch recht großen

Engagement für die queere

Community gekommen? Spiegelt

das auch die Diversität innerhalb

des Vereinsvorstands wider?

Ich definiere mich als queer und bin

seit Jahren über diverse Themen in der

Community verankert. Manche Themen

betreffen mich daher selbst, in anderen

verstehe ich mich als starker Ally. Das ist

auch der Ansatz des Queeren Zentrums,

denn nur mit geballten Kräften aller

Teile der LSBTIQ* Community sind wir

stark.

Warum ist die Gründung des Vereins

so wichtig für die weiteren Planungen

des Queeren Zentrums?

Ohne die Eintragung und Anerkennung

als gemeinnütziger Verein kann keine Förderung

des Projekts erfolgen. Politik und

Verwaltung müssen sicherstellen, dass

Haushaltsgelder auch für das Zentrum

verwendet werden. Zudem gibt es mit der

Gründung nun einen Vorstand, der Verantwortung

übernimmt und im Sinne des

Vereins Entscheidungen treffen kann.

Welche Anforderungen soll die

Immobilie des Queeren Zentrums


erfüllen? Was wünscht ihr euch und

habt ihr schon etwas in Aussicht?

Das Zentrum soll für alle gut erreichbar

sein. Die großen Wiesbadener Stadtteile

mit einer guten ÖPNV Anbindung

sind dadurch unsere erste Wahl. Den

Initiator*innen des Zentrums ist zudem

wichtig, dass die Immobilie barrierearm

und damit für alle zugänglich ist.

Wir benötigen die Möglichkeit, Beratungsangebote

in kleineren Räumen anzubieten

sowie größere Räume für Veranstaltungen,

Treffen von Arbeitsgruppen oder

Kooperationsangeboten. Falls wir mehr

Raum haben, wollen wir mit anderen

Kultur- oder Kunstangeboten kooperieren

und gemeinsame Angebote machen. Wir

stehen mit der Stadt bezüglich zwei Immobilien

in Kontakt und Austausch. Mehr

möchte ich gerade nicht verraten.

Das Queere Zentrum soll den unterschiedlichen

Wiesbadener Gruppen

eine Heimat geben und ein Ort für

Beratungs- und andere Communityangebote

sein. Wird es auch einen

öffentlichen Raum wie ein Café

oder ähnliches haben?

Wir planen kein Angebot wie ein Café,

sondern wollen uns auf die Beratung und

Kooperationen konzentrieren. Wir wollen

aber einen offenen Treff anbieten – ein

niedrigschwelliges Angebot und sicherer

Ort für alle Interessierten.

RHEIN-MAIN-NECKAR 23

Wie sicher ist die finanzielle

Unterstützung

des Projekts? Im

Doppelhaushalt

2022/2023 ist

das Queere

Zentrum ja

schon mit

300.000

Euro eingeplant;

reicht

das oder

habt ihr noch

andere potenzielle

finanzielle

Unterstützer-

*innen?

Die demokratischen

Parteien im Rathaus haben

im Kommunalwahlkampf das Queere

Zentrum unterstützt. Die Summe zeigt,

dass sie das ernst meinen und wir haben

enormen Zuspruch bekommen. Selbst

der erste Bürger der Stadt war bei der

Vereinsgründung dabei! Mit der Summe

können wir erste Anschaffungen tätigen

und eine Person einstellen, um mit ersten

Angeboten zu starten.

Mittelfristig ist das Ziel, dass neben den

Ehrenamtlichen zwei hauptamtliche

Personen die Angebote des Zentrums

anbieten und mit uns weiterentwickeln.

Neben Spenden,

die wir bald annehmen

können, werden wir

versuchen, Projekte

umzusetzen,

für die es Förderungen

des

Landes oder

des Bundes

gibt.

Rico Ullmann

Wie sieht

der grobe

Zeitplan für

das Projekt aus?

Wir wollen im Sommer

2022 in einem Zwischenbüro

starten und dort erste Ideen

umsetzen. Im Laufe des Jahres 2023

haben wir dann hoffentlich passende

Räume gefunden, die wir mit Leben füllen

können. Ein bisschen muss man sich also

noch gedulden.

Mehr Infos über www.facebook.com/

QueeresZentrumWiesbaden

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24 MANNHEIM

KAFFEEKLATSCH IM

CAFÉ KLATSCH

Tradition hat auch was

Gutes – zum Beispiel im Café

Klatsch, das die Mannheimer

Szene seit über 30 Jahren

bereichert. Bei Dolo, Stoffel

und dem Team gibt’s das

klassische Feierabendbier,

und jede Gelegenheit für eine

saftige Feier wird wahrgenommen

– inklusive passender

Deko wie zum Beispiel an

Halloween oder Fasching. An

der Bar werden Longdrinks

gemixt und Cocktails geschüttelt

und sonntags sollte

man den berühmten Kaffeeklatsch

bei Heißgetränken

und leckerem Kuchen nicht

verpassen.

Café Klatsch, Hebelstr. 3,

Mannheim, www.facebook.

com/klatschmannheim

FOTO: CAFÉ KLATSCH

Community

FOTO: MVD SPORTVEREIN

SPORT

Baggern und Pritschen

Das internationale LSBTTIQ*-Volleyballturnier

des mvd feiert 2022 seinen 20. Geburtstag.

Nachdem das traditionelle Turnier im vergangenen

Jahr nicht stattfinden konnte, werden

sich – unter anderem mit 2G-Regeln – in diesem

Jahr 15 nationale Teams im Wettkampf

messen. Die Teams haben so klangvolle Namen

wie „Berliner Vögel(n)“, „VolleyVous“, oder

„Himmlisch Jeck“, was aber nicht darüber

hinwegtäuschen soll, dass hier nach internationalen

Volleyballregeln in drei Levels gespielt

wird – die Mannheimer Gastgeber „mvdvolleydolls“

sind in allen drei Levels vertreten.

Rund um die Tuniere gibt’s ein Rahmenprogramm

mit Welcome-Meeting, gemeinsamem

Frühstück und der Siegerehrung mit

gratuliert

musikalischen Showeinlagen – sofern es

die Pandemiebedingungen zulassen. Das

Volleyballturnier gilt für den mvd als Auftakt

des sportlichen Jahres. Über 15 verschiedene

Kurse, von Badminton, Fußball oder Volleyball

über Fitness und Schwimmen bis Functional

Training, Tanzen, Wandern und Selbstverteidigung

bietet der Verein. Wie war das mit den

guten Vorsätzen? *bjö

28. – 30.1., LSBTTIQ*-Volleyballturnier des

mvd, Infos über www.mvd-mannheim.de

CAFÉ SOLO

Bereits seit über sechs Jahren

gibt es die quirlige Café-Bar

Solo in Mannheim, und Alejandro

und das Team bringen

immer gute Laune mit jeder

Menge südländischem Flair

mit. Hier trifft sich die gesamte

Bandbreite der Community

zu Drinks, Snacks und

Talk und natürlich zum Feiern.

Pandemiebedingt mussten

die beliebten Mottopartys natürlich

entfallen, aber das tut

der Stimmung im Café Solo

keinen Abbruch. *bjö

Café Solo, U4 15 – 16, Mannheim,

www.facebook.com/

SoloMannheim

FOTO: LAURENZ HEYMANN,

UNSPLASH.COM, GEMEINFREI

ALTER

Gay & Grey

Die gehören definitiv nicht zum

alten Eisen: Bereits seit 2008 gibt es

die Gruppe für ältere junggebliebene

Schwule in der Mannheimer Metropolregion,

die sich 2014 den Namen „Gay & Grey“

gegeben hat. Entstanden aus einer PLUS-Selbsthilfegruppe

sowie einer Freizeitgruppe sieht sich

„Gay & Grey“ bei monatlichen Stammtischtreffen in

Ludwigshafen und Mannheim, die von gemütlichen

Abendessen bis zu Themenabenden mit Gastrednern

reichen. Mit der Eröffnung des Mannheimer

QZM ist im Sommer 2021 ein neuer Gay & Grey

Stammtischort hinzugekommen. Wie wichtig diese

Treffen sind, ist Koordinator Klaus Schirdewahn insbesondere

während der Corona-Shutdowns bewusst

geworden – denn plötzlich gab es Gemeinschaft und

Austausch nur noch per Zoom-Meeting. Wer sich

vernetzen möchte, kann sich über die Email-Adresse

der Gruppe an Klaus Schirdewahn wenden und gleich

bei den nächsten Treffen dabei sein. *bjö

Kontakt zur Gruppe gibt es über die

E-Mail-Adresse gay.and.grey@web.de

FOTO: LOGAN WEAVER, UNSPLASH.COM, GEMEINFREI

O7, 20 (Quadrate), Mannheim

www.galileo-sauna.de


FOKUS

Konversionstherapien

Eine mehrteilige Vortragsreihe des Amts für Chancengleichheit

der Stadt Heidelberg beleuchtet die mehr als umstrittenen und in

Deutschland mittlerweile zum Teil verbotenen Konversionstherapien,

die von Homosexualität „heilen“ wollen.

FOTO: POLINA TANKILEVITCH, PEXELS.COM, GEMEINFREI

FREI INSPIRIERT

VOM LEBEN VON

Céline Dion

Konversionstherapien versprechen die

„Heilung“ von Homosexualität; davon

abgesehen, dass Homosexualität laut

WHO seit 1994 nicht mehr als psychische

Krankheit angesehen wird, ist bezüglich

der Konversionstherapien wissenschaftlich

nur bewiesen, dass sie nachhaltig negative

psychische und physische Folgen

für die Behandelten haben.

Seit Juni vergangenen Jahres sind

Konversionstherapien in Deutschland

verboten – zumindest für Minderjährige

bis 18 Jahren. Für Erwachsene gilt dieses

Verbot nur, wenn die Einwilligung in eine

solche Maßnahme nicht freien Willens

getroffen wurde.

Der Weg zum gesetzlichen Verbot

dauerte lange: Bereits 2013 wurde eine

erste entsprechende Gesetzesinitiative

im Bundestag gestartet, die sofort

harsche Kritik aus dem rechten Spektrum

der Religionsgemeinschaften erntete.

Erst 2020 konnte das Gesetz in seiner

jetzigen Form verabschiedet werden; es

respektiert dabei die freie Entscheidung

aller Erwachsenen, sich trotz der psychischen

Risiken einer solchen Therapie zu

unterziehen.

Das Amt für Chancengleichheit der Stadt

Heidelberg startete in Kooperation mit

dem Institut für Religionswissenschaft

der Uni Heidelberg, der Magnus Hirschfeld

Stiftung, dem Bundesnetzwerk Queere

Bildung sowie Mosaik Deutschland, einem

Verein zur politischen Bildung, Anfang

Dezember eine Online-Vortragsreihe, die

das Thema Konversionstherapien mit

14 Expert*innen aus verschiedenen

Blickwinkeln beleuchtet.

Am 11., 18. und 25. Januar werden

Schutzmaßnahmen gegen Konversionstherapien

in den USA, Kanada, Kenia und

Australien vorgestellt. „Sie zeigen, dass

neben der gesetzlichen Ebene weitere

Wege notwendig sind, um LSBTIQ* Menschen

vor Konversionsmaßnahmen zu

schützen“, erklärt Danijel Ćubelić. Leiter

des Amts für Chancengleichheit der

Stadt Heidelberg. „Dazu zählen Unterstützungsangebote

für Überlebende von

Konversionstherapien sowie ein breites

zivilgesellschaftliches Bewusstsein für

das Thema“.

Die Podiumsdiskussion zum Abschluss

der Reihe am 1. Februar soll ermitteln,

welche Schritte in Deutschland zusätzlich

zum gesetzlichen Verbot nötig sind, um

Konversionstherapien nachhaltig und

strukturell einzudämmen. Die Veranstaltung

soll einen deutschlandweiten Impuls

setzten, so Danijel Ćubelić. *bjö

„They want to kill your inner Queer“ –

Transnationale Perspektiven auf

Konversionsmaßnahmen, Online-

Vortragsreihe am 11., 18. und 25.1.

sowie am 1.2., jeweils 18 bis

20 Uhr, mehr Infos und Einwahllinks

über www.heidelberg.de

DAS HERZ SCHLÄGT

NUR IM KINO

/Aline.DerFilm


26 MANNHEIM

Scharf

drauf?

FOTO: SASCHA STRAUB

LESUNG

„Alles halb so schlimm,

dafür doppelt so gut!“

Biss dann:

Kornmarkt 11

Binding Leib & Seele, das Restaurant -

Kornmarkt 11 - 60311 Frankfurt - Tel: 069 281529

Als Moderator und Kabarettist hat sich der sympathische

Sascha Straub in und um Heilbronn längst einen Namen

gemacht; jetzt legt er mit seinem autobiografischen Ratgeber

mit dem an ein Zitat von Heinz Rühmann angelehnten Titel

„Alles halb so schlimm, dafür doppelt so gut!“ sein erstes

Buch vor, aus dem er am 18. Februar im Queeren Zentrum

Mannheim liest. Die Idee dazu kam ihm in Gesprächen mit

seinem Adoptivsohn Karrar, den Sascha Straub und sein Ehemann

Peter 2015 bei sich aufnahmen. Gespräche über den

Unterschied zwischen Optimismus und „german angst“, über

gesunde Ernährung, die Lust am Älterwerden und am Sex,

den Spaß am manchmal langweiligen Alltag und die Einsicht,

dass man die Dinge meist viel zu kompliziert sieht und ernster

nimmt, als sie es verdienen. Sascha Straub lädt unaufdringlich

und mit viel Humor dazu ein, den Blickwinkel auf festgefahrene

Strukturen des eigenen Denkens und Handelns nach dem

„Ver-rückt-Prinzip“ zu ändern. Das Ergebnis seiner nicht immer

neuen, aber aus dem Leben gegriffenen Reflexionen liest

sich wie eine angenehme Plauderei mit einem guten Freund,

den man lange nicht gesehen hat. *mas

18.2., QZM, G7 14, Mannheim, 19:30 Uhr, weitere

Termine im GAB-Land auf www.saschastraub.de

FESTIVAL

26. Schwule Filmtage

Das Cinema Quadrat lädt vom 3. bis 9. Februar zur 26. Ausgabe

der „Schwulen Filmtage“. Das Festival ist beliebt und

bescherte im Februar 2021 einige ausverkaufte Vorstellungen.

Kein Wunder: Das Cinema Quadrat-Team kümmert sich

jedes Jahr um eine interessante wie kurzweilige Auswahl

jeweils aktueller Kinofilme mit schwulen

Schwerpunkten – von Comingout

über Coming-of-Age,

Drama, Comedy oder

Liebesfilm – hier ist

jede Vorstellung ganz

großes Kino. Das

Programm wird im

Januar veröffentlicht.

*bjö

FOTO: TMA MIROSHNICHENKO, PEXELS.COM, GEMEINFREI

3. – 9.2., Cinema

Quadrat, K1 2,

Mannheim, www.

cinema-quadrat.de


REVUE

Magie der Travestie

„Putz‘ dich raus und geh’ raus“ lautet das aufmunternde Motto

der Travestierevue „Magie der Travestie“, die im Januar Station

im Mannheimer Capitol macht. Und mit den extravaganten

Bühnen-Darbietungen der Queens und Diven wird der Abend

zur willkommenen Abwechslung im Alltagstrott. Geboten

wird Tanz, Gesang, Comedy, ein Spritzer Erotik und freche

Conférencen zu Themen der Zeit. Nicht zu vergessen die

funkelnden Kostüme und kunstvollen Frisuren, die gekonnt mit

Parodie und Illusion spielen. Ein Abend der großen Auftritte –

und warum sollte man nicht auch als

Zuschauer die Möglichkeit für

15 Minutes of Fame nutzen

und fürs Foyer den

großen Auftritt wagen.

Dress to impress! *bjö

FOTO: MAGIE-DER-TRAVESTIE.DE

BÜHNE

RADIO GAGA

14.1., Capitol, Waldhofstr.

2, Mannheim,

20 Uhr, www.

capitol-mannheim.de,

weitere Termine

unter www.magie-dertravestie.de

Hier geht’s weder um eine New Yorker Pop-Diva noch um einen

Hit der Band Queen: „Radio Gaga“ sind zwei rasante Comedy-

Musical von Markus Beisl, einmal mit den Hits der 1970er und

einmal mit den Hits der 1980er. Alles spielt in den Räumen

des sympathisch-chaotischen Radiosenders „Radio Gaga“,

dessen Team sich in immer wieder neuen, haarsträubenden

Ausnahmesituationen beweisen muss. In der 70er-Show ist der

Plattenspieler kaputt gegangen; jetzt heißt es improvisieren,

denn die einzigen Musikquellen sind ein Kassettenrekorder

und ein paar geklaute Playbacks, die Ilja Richter im Radiosender

vergessen hat. Also muss das Moderator*innenteam

selbst ans Mikro und Discokracher von Marianne Rosenberg bis

Schlagerschnulzen von Jürgen Marcus über den Sender jagen.

Die 80er-Show spielt am legendären Abend des 9. November

1989 – zum Mauerfall muss eine Sondersendung her, und was

bietet sich da besser an, als das vergangene Musikjahrzehnt

Revue passieren zu lassen. Modisch stilsichere und musikalisch

legendäre Musical-Comedy! *bjö

Lasst uns

Dating einen

Neustart

verpassen.

16.1. „Radio Gaga 70er Show, 20.1., „Radio Gaga 80er Show”,

Rhein Neckar Theater, Angelstr. 33, Mannheim, Infos und

Tickets über www.rhein-neckar-theater.de

FOTO: RHEIN NECKAR THEATER


28 STUTTGART

Claudius Desanti (Sissy That Talk), Torsten Poggenpohl (Tom’s Bar)

und Ata Demirel (Aidshilfe Baden-Württemberg) mit Plakaten der

Ausstellung der Deutschen Aidshilfe.

FOTO: TOM’S BAR

AKTION

Fight the Stigma!

Zufrieden blickt Tom‘s Bar auf die Aktionswoche

rund um den Welt-AIDS-Tag: Unter

dem Motto „Fight the Stigma“ hat Torsten

Poggenpohl aus Tomy‘s Bar zusammen mit

Ata Demirel (AIDS-Hilfe Baden-Württemberg)

und Claudius Desanti vom Stuttgarter

Queertalk-Duo „Sissy That Talk“ zu einer

ganzen Reihe von Veranstaltungen zum

Thema 40 Jahre HIV und Aids in Tom’s Bar

und dem benachbarten Künstlertreff von

Laura Halding-Hoppenheit geladen: Vom

Filmabend über einen Dragqueen-Contest,

Lesungen und einer Plakatausstellung bis

hin zu einer politischen Diskussionsrunde

zum Thema „Wie kämpft die Politik gegen

das HIV-Stigma?“ und einem Communitytalk

zur PrEP reichte das Angebot. Die

Deutsche Aidshilfe produzierte außerdem

vor Ort die aktuelle Folge ihrer Podcast-

Reihe „selbstverständlich positiv“ mit Torsten

Poggenpohl, der außerdem sein Buch

„einfachIch“ vorstellte. Gespendet wurde

auch: Über 1.000 Euro kamen zusammen,

die an die rumänische LSBTIQ*-Organisation

„Asociatia Accept“ gingen. „Wie wichtig

der Kampf gegen Stigmatisierung ist, zeigt

ein Blick über die Landesgrenzen Richtung

Rumänien“, erklärt Torsten Poggenpohl die

Aktion. „Hier hat die Politik die Versorgung

HIV-Positiver mit Medikamenten unterbunden“.

Wer für diese Projekt spenden möchte,

kann sich für den Kontakt an Tom’s Bar

wenden.*bjö

Tom’s Bar, Pfarrstr. 13, Stuttgart,

www.facebook.com/Toms.Bar.Stuttgart

COMMUNITY

Regenbogenhaus Stuttgart

Die Planungen für das Regenbogenhaus

Stuttgart sind einen Schritt vorangekommen:

Eine von der Stadt finanzierte

Projektstudie zur Untersuchung von

Akzeptanz und Bedarf eines solchen

Community-Zentrums wurde durchgeführt

und die Ergebnisse nun vorgestellt;

die Studie zeigt eine breite Zustimmung

für das Projekt und den großen Bedarf

für ein solches Community Zentrum. Das

Regenbogenhaus sollte unter anderem

gut sichtbar und leicht zu finden sein,

es sollte ausgestattet sein mit einem

niedrigschwelligen Gastronomieangebot,

aber auch mit der Möglichkeit, sich ohne

Konsumzwang dort treffen zu können.

Neben Freizeit- und Kulturangeboten

für Jugendliche bis Senior*innen sowie

Beratungsmöglichkeiten mit Information

und medizinischer Versorgung soll

das Regenbogenzentrum vor allem ein

geschützter Ort sein, der zum Beispiel

auch Notunterkünfte für Jugendliche

und Geflüchtete anbietet. Die Anregung

zum Regenbogenhaus kommt aus dem

Zentrum Weissenburg: „Wir kommen

während unseres laufenden Betriebs (im

Zentrum Weissenburg) immer deutlicher

an die Grenzen unserer räumlichen

Möglichkeiten“, erklärt Weissenburg-

Vorstandsmitglied und Regenbogenhaus-

Projektkoordinator Joachim Stein. „Die

sehr hohen Zustimmungswerte für ein

Regenbogenhaus verleihen der zukünftigen

Arbeit einen starken Rückenwind

aus der Stadtgesellschaft, der Verwaltung

und der Politik für die konkrete Planung

und Ausgestaltung. Hierbei sollen die

Erkenntnisse aus der Projektstudie konsequent

einfließen“. *bjö

www.regenbogenhaus-stuttgart.de

FOTOS: LOVEPOP.INFO

PARTY

Lovepop plant weiter

DJane Käry

Martin Rapp

„Auch wir als Veranstalter tragen Verantwortung

und wir sehen keinen Sinn darin, die

Lovepop auf Teufel komm raus durchzuziehen.

Gesundheit geht vor“, heißt es in einer

Erklärung des Stuttgarter Lovepop-Teams zur

Partyabsage im Dezember. Aber auch wenn die

aktuelle Lage wieder mal keine echten Partys

möglich macht, plant das Team schon zukünftige

Events: Die nächste Lovepop könnte am

8. Januar starten – und das dann gleich mit

einer Neuerung: Denn ab sofort wird die

Lovepop ab und an befreundete Clubs,

Veranstalter*innen und Musiklabels

einladen, den elektronischen Klubfloor

zu gestalten. Im Januar wäre das die

Stuttgarter Klublegende Climax Institutes,

die mit der DJ-Crew Kiti Arsa, Clochard

und Michael „Clash“ Gottschalk House in allen

Varianten und obendrein den Videokünstler

Vikamin für spacige Visuals mitbringt. Auf dem

Barfloor kümmert sich derweil DJane Käry um

den beliebten Lovepop-Wildpop-Style. Eine

weitere Neuerung: Ab Februar 2022 rutscht

die Lovepop dann vom zweiten auf den ersten

Samstag im Monat und würde dann am 5.

Februar mit DJ Martin Rapps Birthday Bash auf

dem Klubfloor und Matthew Black auf dem

Barfloor ans Werk gehen. *bjö

Alle Infos und Updates über

www.lovepop.info/stuttgart oder

www.facebook.com/lovepopstuttgart


RELAXED

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30 KULTUR

FOTOS: MARTIN KAUFHOLD

MUSICAL

Keith Ramsey ist

“Young Frankenstein”

Young

Ein Knaller:

FRANKENSTEIN

Mel Brooks „Young Frankenstein“ wird mit Regisseur Derek Anderson und einem quirligen

Ensemble zur rasanten Live-Entertainment-Klamauk.

Was lange währt wird endlich gut: Wegen

technischer Schwierigkeiten musste die

Musical-Premiere von Young Frankenstein

zwei Mal verschoben werden. Schaut man

sich den betriebenen Bühnen-Aufwand

an, kann man das verstehen: Das für seine

aufwändigen Bühnenbilder ohnehin bekannte

English Theatre hat sich in Young

Frankenstein selbst übertroffen. Und

selten hat man eine derart rasant inszenierte

Musical-Aufführung gesehen. Das

Saallicht ist noch nicht richtig erloschen,

da geht’s schon los mit 100% Action auf

der Bühne – allen voran der großartige

Dr. Frankenstein-Darsteller Keith Ramsey,

eine Mischung aus Charly Chaplin, Freddie

Mercury und Kermit aus der Muppets

Show; schon allein Ramseys Mimik und

Körpersprache würde den ganzen Theaterabend

füllen. Ähnlich großen Einsatz

liefern auch Shaun Chambers als Diener

Igor, der trotz Buckel wie Rumpelstilzchen

hüpft, und Leanne Pinder als furchteinflößende

Haushälterin Frau Blücher, die

mit Rollator und Wackel-Dackel-Kopf den

frenetischsten Publikumsapplaus erntete.

Nicht zu vergessen die jodelnde Laborassistentin

Inga (Leah Barbara West) und Corinne

Priest als Frankensteins snobistische

Verlobte Elisabeth; die entdeckt im Laufe

des Stücks ihr Herz für das von den Toten

wiedererweckte grüngesichtige Monster

(imposant: Nic Calin), und schon ist man

mittendrin im schönsten Musical-Wahnsinn:

pfeilschnelle Wortgefechte, perfektes

Comedy-Timing, respektlos zotige Witze,

ein quirliges Ensemble mit galoppierenden

Tanzszenen samt einer waschechten

Stepnummer – Young Frankenstein hat

alles! Aus Mel Brooks knalliger Vorlage wird

mit der Regie von Derek Anderson im English

Theatre brillantes Live-Entertainment!

Und natürlich ist das alles auch noch ein

Riesenklamauk! *bjö

Noch bis 6.3. „Young Frankenstein“,

Regie: Derek Anderson, The English

Theatre, Gallusanlage 7, Frankfurt.

Spielzeiten: Di – Sa 19:30 Uhr, So 18 Uhr,

www.english-theatre.de


Zeit für den

großen Auftritt

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32 KULTUR

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MUSICAL

Willkommen! Bienvenue!

Welcome!

Man muss nur diese drei Worte hören und weiß sofort, dass

man in „Cabaret“ gelandet ist. Das Erfolgsmusical, das Mitte

der 1960er in New York Premiere feierte und in der Filmversion

mit Liza Minelli 1972 mit einem Oscar prämiert wurde,

wird bis heute immer wieder gespielt und ist in der Kombination

aus glamouröser „roaring twenties“-Opulenz und der

bedrohlichen Faschisten-Wolke, die über dem ganzen Spaß

schwebt, aktueller denn je. Das Hessische Staatstheater

Wiesbaden hat das Musical im Oktober neu in Szene gesetzt

und damit Publikum wie Kritiker begeistert. Gelobt werden

Bühne, das 11-köpfige Kit-Kat-Orchester unter der Leitung

von Levi Hammer und Elissa Huber in der Rolle der Sally

Bowles. *bjö

15. und 20.1., 17.2., Hessisches

Staatstheater,

Christian-Zains-

Str. 3, Wiesbaden,

19:30 Uhr, weitere

Vorstellungen

in der laufenden

Spielzeit, www.

staatstheaterwiesbaden.de

FOTO: KARL UND MONIKA FORSTER

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Foto: Gigi Studios Barcelona

FOTO: HANS JÖRG MICHEL

TANZ

Rising 2022

Mit einem fulminanten Ballett- und Tanzperformanceabend

startet das Ensemble des Neuen Theater Mannheim NTM

ins neue Jahr. Stephan Toss, Leiter des Ensembles des NTM

Tanz, hat für den Tanz- und Performanceabend „Rise“ sechs

aufstrebende Nachwuchschoreograf*innen als „Rising Stars“

eingeladen, um mit frischer Energie ins neue Jahr zu starten.

Emma Kate Tilson aus dem Ensemble startet den Abend

mit ihrer ersten Solochoreografie, gefolgt von Choreograf

Roberto Tedescos‘ Duo „Line-up“. Die Israelin Anat Oz nimmt

in „Don Quixote“ den Drill der tänzerischen Ausbildung aufs

Korn und Sofia Nappi, lässt das Ensemble in ihrem Stück

„Holeah“ im Wahnsinn kreisen. Michael Ostenrath war bis

vor Kurzem noch Tänzer der Dresden Frankfurt Dance

Company; für „Rise“ liefert er ein nach eigenen Angaben

„postapokalyptisches Cyberpunk-Quintett“. Den Abend

beschließt Luis Tena Torres‘ „Demons“, das bereits bei der

Choreografischen Werkstatt 2021 für Aufsehen sorgte und

nun von Duett zum Trio erweitert wurde. Ein Tanzabend, der

wachrüttelt! *bjö

31.12., Neues Theater

Mannheim, Goetheplatz,

Mannheim,

20 Uhr, weitere

Vorstellungen am

2., 15. und 30.1.,

www.nationaltheatermannheim.de

Tänzer Luis Tena Torres


KULTUR

33

PERFORMANCE

TANZ IM GALLUS

Raffaele Irace heißt der neue Mann, der sich im

Frankfurter Gallus Theater dem Tanz widmet.

Auch im Januar und Februar holt er wieder spannende

Produktionen auf die Bühne.

Der Tänzer, Choreograf, Dozent und DJ Richard Overscheven

ist seit seinem Studienabschluss an der Frankfurter

HfMDK vor sechs Jahren in der Tanz- und Theaterszene

sehr aktiv; neben Gastspielen als Tänzer bei Tony Rizzi und

Soundarrangements für Film- und Bühnenproduktionen

stellt er immer wieder eigene Choreografien vor. Für sein

Stück „Rotational Distance“ hat er nicht nur die Choreografie

erstellt, sondern zeichnet auch für das Konzept, die

künstlerische Leitung und das Sounddesign verantwortlich.

Inhaltlich geht es ihm dabei ums Ausloten des Tanzes

unter den Bedingungen der Abstandsregeln, und so versucht

er mit den Einschränkungen und Auflagen ein neues

ästhetisches Konzept zu finden. Es tanzen Julie Carrère,

Amelia Eisen und Selina Shida Hack.

Im Februar lädt die Hochschule für Musik und Darstellende

Kunst HfMDK zur neuesten Ausgabe des „Wintertanzprojekts“,

der regelmäßigen Schau der Tanzabteilung der

Hochschule. Das Besondere dieser gemischten Abende ist

die gebotene tänzerische Vielfalt: Neben neuen Choreografien

von Jean-Hugues Assohoto, Lou Menghan, Isabel

Schad und Tanzabteilungs-Leiter Dieter Heidtkamp sind

die Tanzabende immer auch Werkschau und Werkstatt für

eigene Choreografien der Student*innen – ein Abend für

die New Generation. *bjö

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Töngesgasse 21, 60311 Frankfurt

Tel. 069/283224, www.dotzert.de

FOTO: MACIEJ RUSINEK

Das Wintertanzprojekt der HfMDK

13. – 15.1., Richard Overscheven „Rotational Distance“,

11. – 13.2. Wintertanzprojekt der HfMDK,

Gallus Theater, Kleyerstr. 15, Frankfurt, 20 Uhr,

www.gallustheater.de


34 KULTUR

FOTO: PALMENGARTEN FRANKFURT

Historische Ansichten des Frankfurter

Palmengartens

Ausstellungsansicht

STADTKULTUR

150 Jahre Palmengarten

FOTO: PALMENGARTEN FRANKFURT, BERND KAMMERER

Neben dem Grüneburgpark ist

der Frankfurter Palmengarten

die grüne Oase der Stadt. Eine

Ausstellung dokumentiert die

wechselvolle Geschichte des Areals, das in

diesem Jahr seinen 150. Geburtstag feiert.

„Dieser Garten steckt voller Überraschungen“,

sagt Palmengarten-Direktorin Katja

Heubach. Und damit meint sie nicht nur

die Erlebniswelten für die Besucher*innen.

Auch das Team des Palmengartens entdeckt

immer wieder Neues im Garten. Eine

Ausstellung in der Galerie am Palmenhaus

dokumentiert derzeit die wechselvolle

Geschichte des Palmengartens anhand

von sechs Themenschwerpunkten: Neben

Gartenkunst und den botanischen und

gärtnerischen Sammlungen im Wandel der

Zeit werden auch Glanz und Gastlichkeit,

Musik, Bildung und Engagement sowie

Sport und Spiel im Palmengarten gezeigt.

Unter anderem ein originales Oplelit-

Hochrad zeugt von der sportlichen Historie

des Gartens: Denn die Wiesen, über

denen heute Insekten surren, waren zur

Jahrhundertwende eine der wichtigsten

Sportstätten der Stadt. Im „Hippodrom“

gab es eine Radrennbahn, auf der Rasenfläche

wurde Tennis, Rugby und Kricket

gespielt. Im Winter wurde die Innenfläche

geflutet und diente als Eislaufplatz. Auch

Fußballmatches wurden im Palmengarten

ausgetragen. Vor allem aber sollte der

Palmengarten ein Ort der „Zerstreuung

und des Vergnügens“ für Stadtmenschen

sein – das war schon 1871 zur Eröffnung

so. Und neben den Gartenflächen und

den Gewächshäusern mit ihren tropischen

Pflanzen sorgten von Anbeginn auch Konzerte

für Unterhaltung – das ist bis heute

so geblieben.

Tipp: Noch bis zum 9. Januar verwandeln

die „Winterlichter“ mit ihren Licht- und

Klanginstallationen den gesamten Park

nach Einbruch der Dunkelheit in einen

surrealen Zauberwald. *bjö

„Frankfurts grünes Herz – 150 Jahre

Palmengarten“ noch bis 16. März,

„Winterlichter“ noch bis 9.1.,

Palmengarten, Siesmayerstr. 63, Frankfurt,

www.palmengarten.de

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KUNST

Mythos Passion:

Hermann Nitsch in Aschaffenburg

KULTUR

35

Brachial waren und

sind die Arbeiten des

Wiener Aktionskünstlers

Hermann Nitsch:

Riesige, mit Farbe oder oft auch

Blut übergossene Leinwände

– die „Schüttbilder“ – zeugen

von ekstatischen, mehrtägigen

Kunstaktionen wie der „Blutorgel“,

bei denen in den frühen

Jahren unter anderem Tiere

geschlachtet wurden, oder seine

„Orgien-Mysterien-Spiele“ – ein

wüstes Happening, das Malerei,

Architektur, Musik in Form von

Lärmorchestern und Schreichören,

Opferrituale und religiöse

Praktiken miteinander vermischt

und seit den frühen 1970ern

regelmäßig abgehalten wird.

Hermann Nitsch „Schüttbild mit Malhemd“, 2015, Acryl und Blut auf Leinwand, Sammlung Jaegers, © Hermann Nitsch, VG Bild-Kunst, Bonn 2021

FOTO: NITSCH FOUNDATION, WIEN

Klingt schockierend? Richtig, das soll

es sein: Hermann Nitsch war einer der

wichtigsten Vertreter des Wiener Aktionismus,

einer Kunstrichtung, die in den

frühen 1960ern bis Anfang der 1970er für

Aufsehen sorgte. Inspiriert von amerikanischer

Happening- und Fluxus-Art wollten

die Wiener Aktionisten bewusst Tabus

brechen. Als politische Kunst übten sie

Kritik an der Konsumgesellschaft oder

Institutionen wie der Kirche, wollten den

Bürgerlichen einen Spiegel vorhalten

und deren unterschwellige Aggressionen

und Perversionen freilegen. Die Kunst

selbst war aggressiv, äußerst provokant,

schockierend und strapazierte dabei das

geflügelte Wort „Kunst darf alles“ bis aufs

Äußerste. Derart aufgeladen verfehlte sie

ihre Wirkung nicht: „Blasphemie“ schrien

die Kritiker, und das Publikum quälte sich

mit einer Mischung aus Ekel und Faszination

durch das Aktionstheater.

Und was bleibt nach der ganzen Aufregung?

Nitsch hat bis heute Ausstellungen

in der ganzen Welt, seine Kunst befindet

sich in den Sammlungen aller wichtigen

Museen, er lehrte unter anderem an der

Frankfurter Städelschule und wurde just

in diesem Jahr eingeladen, das Bühnenbild

für die Wagner-Festspiele in Bayreuth

zu gestalten. Die dafür in den Probearbeiten

entstandenen Schüttbilder sind

erstmals in der Aschaffenburger Ausstellung

zu sehen, die – ironischerweise? – in

einer (entweihten) Kirche stattfindet. Der

Künstler selbst findet das besonders reizvoll.

Die Kunsthalle Jesuitenkirche meint,

das dürfte zu einer „idealen künstlerischen

Symbiose im Sinne des Nitschschen

Gesamtkunstwerks werden“. *bjö

„Hermann Nitsch. Mythos Passion“ noch

bis 27.2., Kunsthalle Jesuitenkirche,

Pfaffengasse 26, Aschaffenburg,

www.museen-aschaffenburg.de

Horst-Schulmann-Straße 3,

60314 Frankfurt am Main

www.kuechenplan.com


36 KULTUR

FOTO: ANJA JAHN

AUSSTELLUNG

Die „Carbon Clock“ des Mercator

Research Institute on Global Commons

and Climate Change zeigt die weltweiten

CO 2

-Emmisionen.

FOTO: BJÖ

„Sleep Study“ – mehr Schlaf für Wohlbefinden und Klimaschutz;

Installation von Tega Brain und Sam Lavigne.

EFFIZIENZ oder

VERSCHWENDUNG?

Die Ausstellung „Tempo! Alle Zeit der Welt“ setzt menschliches Zeitmanagement mit den Geschwindigkeiten

in der Natur in Beziehung. Dabei wird deutlich: Der Mensch ist gleichzeitig Initiator und Opfer der

generellen Beschleunigung.

Im Erdgeschoss startet die Ausstellung

wissenschaftlich: Kohlenstoff steht im

Fokus. Die chemische Verbindung steckt in

den meisten natürlichen wie technischen

Verbindungen, sie ermöglicht das Leben –

und kann in Form von Kohlendioxid gleichzeitig

bedrohlich für unsere Welt werden.

Rund 10 Millionen Jahre gibt es Kohlenstoff

auf der Erde – und in nur 150 Jahren

Industrialisierung hat es die Menschheit

geschafft, die Konzentration von CO 2

derart zu steigern, dass das gesunde Weltklima

heute gefährdet ist. Die Geschichte

des Kohlenstoffs steht damit symbolisch

für die Beschleunigung der Welt und die

daraus resultierenden Folgen.

Poetischer wird es in der ersten Etage:

Zwei raumfüllende Filmprojektionen lassen

die Auswirkungen von Geschwindigkeit

körperlich spürbar erleben. „C’était un

rende-vous“ von Claude Lelouch ist eine

aus der Fahrerperspektive gedrehte rasante

Fahrt durch die Straßen von Paris. Ein

Geschwindigkeitsrausch, der einen nach

knapp neun Minuten allein vom Zuschauen

ziemlich gestresst zurücklässt. Nebenan

das genaue Gegenteil: Melanie Wiora hat

für ihre Videoarbeit „Turmoil“ („Aufruhr“)

Meereswellen an der isländischen Küste in

extremer Zeitlupe gefilmt; damit können

kleinste Wasserbewegungen, die sonst einen

Bruchteil einer Sekunde dauern, genau

verfolgt werden – und man kann außerdem

in den positiven Effekten der Entschleunigung

regelrecht baden.

In diesem Zusammenhang sehr sympathisch

ist auch die eigens für die Ausstellung

geschaffene Arbeit „Sleep Study“ des

New Yorker Künstlerduos Tega Brain und

Sam Lavigne. Entstanden in der Coronakrise

– die mit den Shut- und Lockdowns

quasi als Nebeneffekt eine kurzzeitige

Verbesserung des Weltklimas zur Folge

hatte – wird in „Sleep Study“ die Zeit, die

der Mensch für Schlaf, Arbeit und Freizeit

nutzt, in Relation zur Klimakrise gesetzt;

die Idee: Wäre das Weltklima besser, wenn

wir mehr schlafen würden? Ein zumindest

gedanklich reizvolles Experiment, dass

Besucher*innen mit der „Sleep Study“-

App für einen Zeitraum von drei Jahren zu

einem Projektversuch einlädt, die eigene

Schlafdauer zu erhöhen. „Sleep Study“

kann auch als Kapitalismuskritik gelesen

werden: Kritik an einem System, das Ruhe,

Nichtstun und natürliche Grenzen nicht

wertschätzt.

„Tempo! Alle Zeit der Welt“ ist eine

kurzweilige Ausstellung, die mit ihrer

sorgfältigen Auswahl und den vielen

interaktiven Angeboten unterhaltend zum

Nachdenken anregt. Die Frage, die dabei

zentral im Raum steht: Bedeutet gutes

Zeitmanagement immer Effizienz – oder

ist die Verschwendung das Optimum der

Zeitnutzung? Die Ausstellung wird von

einem umfangreichen Rahmenprogramm

begleitet; unser Tipp: die interaktiven Führungen

des Kunsthistorikers Pascal Heß

am 8., 22. und 25. Januar, die das schwer

fassbare Phänomen Zeit in der Ausstellung

körperlich und intellektuell erfahrbar

machen. *bjö

Noch bis 6.2., Museum Sinclair Haus,

Löwengasse 15, Bad Homburg,

www.kunst-und-natur.de


38 KULTUR

FOTO: NORBERT MIGULETZ

AUSSTELLUNG

DAS JÜDISCHE MUSEUM FRANKFURT

im queer-feministischen Blickwinkel

Das Jüdische Museum Frankfurt gehört mit seinem modernen Anbau und dem sanierten Rothschild-Palais

zu den neuen Attraktionen der Frankfurter Museumslandschaft. Jüdische Geschichte ist hier nicht nur in

unterschiedlichen Ausstellungen zu sehen – das Museum setzt verstärkt auf Kommunikation und Austausch.

Denn nur so lassen sich Vorurteile aufweichen und Geschichte lebendig vermitteln.

Zum neuen Konzept gehören auch queerfeministische

Führungen durchs Museum.

Zur CSD-Saison 2021 wurde dies zum

ersten Mal angeboten – die Nachfrage war

so groß, dass die Führung gleich zwei Mal

stattfand. Im Februar 2022 folgt nun ein

neuer Termin.

FOTO: JÜDISCHES MUSEUM FRANKFURT

Rachel Kanter „Between Me and God“; in den von der Künstlerin

gestalteten Gebetsmantel sind unter anderem Fotos

mit Szenen von Frauenrechtsdemonstrationen eingearbeitet.

Traditionell darf ein Tallit nur von Männern getragen werden;

Kanters Tallit steht exemplarisch für die Auseinandersetzung

zwischen traditionellem und modernem Judentum.

Die „Queer-feministische Perspektiven im

Jüdischen Museum“ werden von Irina Ginsburg

und Michal Schwartze eingenommen.

Sie thematisieren dabei sowohl das queere

und feministische Engagement von Juden*

sowie deren Perspektiven insbesondere

im deutschsprachigen Raum in Vergangenheit

und Gegenwart. Sie reflektieren

außerdem, wie sich die Vorstellungen von

Geschlecht, Geschlechterverhältnis und

Sexualität in den modernen Judentümern

entwickelt haben. Dabei werden nicht nur

queere Akteur*innen sichtbar, sondern

auch heteronormative Vorstellungen von

Zweigeschlechtlichkeit und Sexualität

problematisiert.

„Queer hat sich in den letzten Jahren zu

einer Sammelbezeichnung von Schwulen,

Lesben, Bisexuellen, Transgender, zuweilen

auch Inter*und Asexuellen entwickelt. Ich

finde dies nicht unproblematisch“, sagt

Michal Schwartze, die Gymnasiallehrerin,

freie Bildungsreferentin für genderreflexive,

rassismus-und antisemitismuskritische

schulische Bildung und Mitglied des Organisationsteams

„Keshet Rhein Main – queere

Juden Deutschland“ in einem Statement zur

Führung im Sommer. „Denn diese diversen

Gruppen machen sehr unterschiedliche Erfahrungen,

bilden keine einheitliche Gruppe

und haben auch nicht zwingend dieselben

politischen Interessen“. Eine identitätspolitische

Verwendung lehnt Schwartze daher

ab: „Queer bedeutet für mich eine Haltung,

eine Sichtweise und eine soziale Position“.

Ihr gehe es auf der einen Seite um die

Kritik an heteronormativen Geschlechterverhältnissen

als Machtverhältnisse sowie

um die daraus resultierenden Ausschlussmechanismen

von Menschen jenseits der

heterosexuellen Familie sowie um das

Verständnis, dass Geschlecht eine soziale

beziehungsweise kulturelle Konstruktion

sei. „Beide Perspektiven gleichzeitig

einzunehmen ist für mich Queer-Feminismus“,

sagt Schwartze. Dabei bleibt ein

neuer, kritischer Blick auf die Museums-

Sammlung nicht aus – denn auch sie ist

ursprünglich aus ihrer eigenen Geschichte

durch heteronormatives und männliches

Geschlechterwissen geprägt. *bjö

13.2., Jüdisches Museum Frankfurt,

Bertha-Pappenheim-Platz 1,

Frankfurt, 15 Uhr, mehr Infos über

www.juedischesmuseum.de


LIVE AUS DER

KUNSTHALLE JESUITENKIRCHE

ASCHAFFENBURG

HERMANN

NITSCH 20.11.2021

MYTHOS PASSION.

MIT WERKEN AUS DER SAMMLUNG JAEGERS

– 27.02.2022

Wolfgang Mattheuer

Markus Matthias Krüger

Erich Kissing und Kerstin –

Maler und Modell

6. August – 1. November 2022

Unter blauen

Himmeln

Albert Weisgerber.

Grenzgänger der Moderne

26. März – 10. Juli 2022

26. November 2022 – 26. Februar 2023

www.museen-aschaffenburg.de

Pfaffengasse 26, D-63739 Aschaffenburg


40 KULTUR

FOTO: FKP SCORPIO

TOUR

JUSTIN BIEBER legt live los

Er kommt auf Tour! Gleich fünf

Deutschland-Termine für Anfang

2023 gab der kanadische Sänger kürzlich

bekannt. Musikalisch Station machen

wird der tätowierte Hingucker unter anderem

in Frankfurt, Berlin und Köln.

Seine „Justice World Tour“ wird mehr als

zwanzig Länder besuchen und mit mehr

als neunzig Konzerten begeistern. Freuen

können sich die Fans sicherlich auf

Hits wie „Peaches“, „What Do You Mean?“

oder auch „Stay“. Jede Menge Chart-

Erfolge hat er ja aufzuweisen … Die erste

Single des 1994 geborenen Musikers erschien

vor zwölf Jahren, „One Time“, bald

darauf folgte mit „Baby“ der weltweite

Durchbruch. Jetzt, 2021, hat der Sänger

aus Kanada 91 Millionen Follower auf

Facebook und viele, viele Hits gelandet

– und er bekam Ecken und Kanten.

Über sein aktuelles Werk „Justice“ verriet

er: „Mein Ziel bei diesem Album ist es,

Musik zu machen, die Trost spendet. Ich

möchte Songs machen, mit denen sich

die Leute identifizieren können und mit

denen sie sich weniger allein fühlen.“

Danke dafür. *rä

Justin Bieber „JUSTICE WORLD TOUR“:

2.2.2023 Frankfurt – Festhalle,

www.fkpscorpio.com,

www.eventim.com

FILMKUNST

LICHTER Art Award

Der LICHTER Art Award, der jedes Jahr im

Rahmen des LICHTER Filmfest ausgelobt

wird, hätte eigentlich schon 2020 sein

10-jähriges Jubiläum feiern wollen.

Was lange währt wird endlich gut:

Nachdem die Auslobung der besten

Arbeit bereits ohne Publikum stattgefunden

hat, werden Ende Februar 2022

FOTO: STUDIO HARTENSTEIN / STAATLICHE KUNSTHALLE BADEN-BADEN

auch die Arbeiten der fünf nominierten

Künstler*innen der Jubiläumsausgabe

für Publikum in den Ausstellungsräumen

der basis zu sehen sein; zusätzlich zeigt

am gleichen Ort das LICHTER Art Award

Retro Kino ausgewählte Arbeiten von

Künstler*innen und Jury-Mitgliedern aus

10 Jahren Award-Geschichte.

Unter den fünf Nominierten ist auch der

in Berlin lebende Künstler und Filmemacher

Pol Merchan. Sein experimenteller

Kurzfilm „Pirate Boys“ beschäftigt sich mit

Trans*-Maskulinität; dabei fließen eigene

Erfahrungen des Künstlers mit ein.

Ebenfalls nominiert ist die Videoinstallation

„Narc“ von Constantin Hartenstein.

Der Künstler denkt über die nazistischen

Phänomene unserer digitalen Gesellschaft

nach: Selbstoptimierung und die Zurschaustellung

des eigenen Körpers sind

das wichtigste – Inhalte spielen keine Rolle.

Die dreiköpfige Jury, bestehend aus der

Künstlerin Natasha A. Kelly, dem Leiter

des Kasseler Dokfest Gerhard Wissner

Ventura und LICHTER Art Award-Kurator

Saul Judd hat jedoch die Arbeit „Fossil

Place“ der argentinischen Künstlerin

Florencia Levy favorisiert. Ihre Vierkanal-

Videoinstallation gibt eine dystopische

Aussicht auf die Zukunft der Menschheit;

dabei dokumentiert Levy 40 Jahre

ökologischer und wirtschaftlicher Realität

Chinas. *bjö

Nominiert: Constantin Hartensteins „Narc“

24.2. – 17.4., LICHTER Art Award in der

basis, Gutleutstr. 8 – 12, Frankfurt,

www.lichter-filmfest.de


42 KULTUR

FOTO: JEAN MARIE LEROY /

RECTANGLE PRODUCTIONS /

WELTKINO FILMVERLEIH

KINO

Aline – The Voice of Love

Der Spielfilm ist die Geschichte von Céline

Dion, einer der erfolgreichsten Sängerinnen

des 20. und 21. Jahrhunderts. Ihre

Hits wie „I’m Alive“, „My Heart Will Go On“,

„Pour que tu m’aimes encore“ oder auch

„Because You Loved Me“ kennt die ganze

Welt, ihre private Geschichte nicht.

In dem Film wird mit dem Charakter Aline

die ganze Story erzählt. Aufgewachsen in

Kanada als eines von 14 Kindern, veröffentlicht

die 1968 Geborene 1981 ihre erste

Schallplatte, 1983 gelingen erste Erfolge

in den Charts, 1988 tritt sie mit „Ne partez

pas sans moi“ für die Schweiz erfolgreich

beim ESC (damals noch der „Grand Prix

Eurovision de la Chanson“) an. 1990 landet

sie mit „Where Does My Heart Beat Now“

ihren ersten internationalen Hit. 1981 kam

der 2016 verstorbene René Angélil in ihr

Leben, erst als Manager, 1994 dann als

Ehemann und große Liebe und Vater ihrer

Kinder. Sein Tod scheint sie bis heute zu

belasten, fällt sie doch – trotz erfolgreicher

Alben – eher durch eine extreme Gewichtsabnahme

und mitunter bizarre Auftritte

auf. Grund genug, sich mehr mit ihr zu

beschäftigen! Der Film „Aline – The Voice

of Love“ ist eine liebevolle und umfassende

Hommage an die Ausnahmekünstlerin mit

einer grandiosen Valérie Lemercier als Aline.

Ab dem 23. Dezember im Kino. *rä

FESTIVAL

Homonale Filmfest

Geballte Queer-Power liefert das

Wiesbadener Filmfest Homonale mit

elf Filmen am letzten Januar-Wochenende.

Zu sehen ist unter anderem

das §175-Drama „Große Freiheit“ mit

den herausragenden Hauptdarstellern

Franz Rogowski und Georg Friedrich

als intensives Männerknast-Freundschaftspaar

(28.1.). In „Beyto“ findet sich

der gleichnamige Protagonist in einem

vertrackten Dreiecksspiel wieder: Auf der

einen Seite sein Schwimmtrainer Mike,

in der er verliebt ist, auf der anderen

seine traditionell geprägten Eltern und

schließlich seine Jugendfreundin, mit der

er – listig von Beytos Eltern eingefädelt

– sicherheitshalber verheiratet wird

(31.1.). Im Historiendrama „Ammonite“

verliebt sich Mary Anning (Kate

Winslet) in die ihr anvertraute

melancholische Charlotte

(29.1.) und „Tove“ portraitiert

die berühmte wie unkonventionelle

finnisch-schwedische

Schriftstellerin Tove Jansson

(30.1.). Den Auftakt am 28. Januar

macht die Gefühlachterbahn

„Siebzehn“: Mitten in der niederösterreichischen

Provinz müssen sich

die Teenager Paula, Charlotte, Michael, Tim

und Lilli mit ungestümem Begehren und ungewohnten

Gefühlen auseinandersetzen. Regisseurin Monja Art ist

eine authentische Coming-of-Age-Story gelungen. *bjö

28. – 31.1., Homonale Filmfest in der Caligari Filmbühne,

Marktplatz 9, Wiesbaden, www.homonale-wiesbaden.de

§175-Drama mit Franz

Rogowski: „Große Freiheit“

FOTO: FREIBEUTER FILM

FOTO: SALZGEBER

KINO

queerfilmnacht: Boy meets Boy

Ein feuchter Traum wird wahr: Am

Ende einer durchtanzten Berliner Klubnacht

wird Harry geküsst. Kein Frosch,

sondern Johannes hat ihn in der

verschwitzten Euphorie auf der Tanzfläche

erhascht. Die beiden verstehen

auf Anhieb, die Chemie stimmt, und

sie verbringen vergnügt die nächsten

Stunden im aufwachenden Berlin. Das

Einzige was die Schmetterlinge im

Bauch betrübt: Harry muss in wenigen

Stunden zurück nach Großbritannien.

Regisseur Daniel Sánchez López

hat ein sympathisch-authentisches

Kammerspiel an Originalschauplätzen

und mit zum Teil improvisierten Dialogen

inszeniert. Das alles erinnert an

den Queer-Klassiker „Weekend“. Auch

„Boy meets Boy“ lebt durch die beiden

Hauptdarsteller Matthew James Morrison

und Alexandros Koutsoulis. *bjö

Im GAB-Land unter anderem zu

sehen im Mal seh’n Kino Frankfurt,

Cineplex Planken Mannheim (11.1.),

Delphi Arthaus Stuttgart (26.1.),

Central Würzburg (31.1.) und im

Kommunalen Kino Weiterstadt

(28.1.), weitere Termine auf

www.queerfilmnacht.de


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Eleganter Schmuck

aus Kohlenstoff

Gold Pavillon Frankfurt

Hasengasse 9 (neben der Kleinmarkthalle),

60311 Frankfurt, Tel. 069 - 283519

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44 KULTUR

Kultur-Tipps

NIGHT QUEENS

Jessica Walkers Travestie-

Revue läuft: Jeden Monat lädt

sie sich drei Künstler*innen

ein, um mit der beliebten

Mischung aus Travestie, Komik

und Parodie einen bunten

Abend zu zaubern. Im Januar

sind Multi-Queen Kelly Heelton,

die dem Frankfurter Kranz

verpflichtete Tante Gladice

und die Mainzer Glamour-

Drag Gracia Gracioso am

Start. Im Februar haben sich

Paradiesvogel André Castell,

die schlagfertige Giselle Hipps

und eine Überraschungsgast

angekündigt. Wir feiern das!

15.1. und 12.2., Moxy

Frankfurt East, Hanauer

Landstr. 162, Frankfurt,

20 Uhr, www.nightqueens.de

FOTO: OVERLINE.TV

KINO AM MITTWOCH

In der dänischen Tragikomödie

„Eine total normale Familie“

wird die die 11-jährige Emma

mit dem Trans* Coing-out ihres

Vaters konfrontiert. Eigentlich

war Emma sicher, in einer ganz

normalen Familie zu leben.

Nun lernt sie, dass „normal“

vielleicht etwas ganz anderes

ist. Mit feinem Humor nähert

sich die Regisseurin Malou

Reymann einem schwierigen

Thema. Gezeigt wird der Film

im Rahmen der Filmreihe „Kino

am Mittwoch“. *bjö

12.1., Bar jeder Sicht, Hintere

Bleiche 29, Mainz, 20:15 Uhr,

www.barjedersicht.de

FOTO: SALZGEBER

FOTO: PRO-FUN MEDIA

HEIMKINO

Dolans Bromance-Check

Xavier Dolans „Matthias & Maxime“ dreht sich wieder mal um eines der Lieblingsthemen

des Film-Wunderkinds: Eine Männerfreundschaft bekommt plötzlich

erotische Züge.

Die Filmstudentin Erika hat ihre Freunde

Matthias und Maxime mehr oder weniger

freiwillig für ihren Kurzfilm engagiert, in dem

sich die beiden männlichen Protagonisten

küssen sollen. Dieser eigentlich unspektakuläre

Filmkuss erschüttert jedoch das starke

Beziehungsgerüst von Maxime und Matthias

erheblich – offensichtlich besteht zwischen

den beiden Freunden eine weitaus innigere

Verbindung. Doch Matthias zieht sich

zurück, und Max leidet. Denn seine schon

länger geplante Abreise nach Australien,

um „etwas in seinem Leben zu verändern“,

soll schon in wenigen Tagen starten. Dolan

KINO

Gender-Pioniere*

1999 drehte Monika Treut die Dokumentation

„Gendernauts“ und portraitierte

eine Gruppe junger Künstler*innen,

Akademiker*innen und Trans*Aktivist*innen

in San Francisco. Sie galten damals als Pioniere*

der Trans* Bewegung. 20 Jahre später

macht Treut sich noch einmal auf den Weg,

um die Protagonist*innen ihres Films erneut

zu treffen – für den neuen Film „Genderation“.

In 20 Jahren hat sich viel verändert

– nicht nur gesellschaftlich. San Francisco ist

– wie viele andere Großstädte auch – durch

die fortschreitende Gentrifizierung nicht

verpackt sein Coming-of-Age-Drama in

Spielszenen, die streckenweise fast dokumentarisch

und roh wirken, um sich dann

urplötzlich in reine Poesie zu verwandeln.

Das bebildert schön die innere emotionale

Zerrissenheit der beiden Freunde, leidenschaftlich

gespielt von Gabriel D‘Almeida

Freitas als Matthias und Xavier Dolan selbst,

der neben der Regie auch die Rolle des Maxime

übernimmt. Die Kamera hält drauf, auch

wenn’s weh tut. Das ist die Stärke des Films.

Herzzerreißend und schön zugleich! *bjö

Jetzt als DVD und VoD bei www.pro-fun.de

mehr für alle ein idealer Lebensort. Auch die

queere Szene hat sich dadurch verändert.

Die Aktivist*innen von damals erzählen

in „Genderation“ von den Veränderungen,

auch viel Privates kommt zur Sprache. Im

Anschluss an die Filmvorführung gibt es ein

Gespräch mit der Regisseurin. Der Film wird

im Rahmen des Remake-Filmfestivals der

Kinothek Asta Nielsen gezeigt. *bjö

7.2., Pupille Kino, Mertonstr. 26 – 28,

Frankfurt, 20:15 Uhr,

www.remake-festival.de

FOTO: SALZGEBER


KULTUR

45

THEATER

Kann denn Liebe Sünde sein?

Der Berliner Bruno Balz gehört zu den erfolgreichsten

deutschen Schlagertextern. Zwischen 1937 und 1960

macht er zusammen mit dem Komponisten Michael Jary

unter anderem Zarah Leander zum Weltstar. Aus Balz‘ Feder

stammen Hits wie „Der Wind hat mit ein Lied erzählt“. „Das

kann doch einen Seemann nicht erschüttern“ oder „Kann

denn Liebe Sünde sein?“. Bruno Balz‘ eigene Liebe galt

lange Zeit als Sünde: Als Schwuler stand im Fadenkreuz des

Nazi-Regimes und auch in den darauffolgenden Jahren war

er Verfolgter des § 175. Das „Theater Alte Werkstatt“ in Frankenthal

zeigt in seinem Stück „Kann denn Liebe Sünde sein

– das geheime Leben des Bruno Balz“ die Lebensgeschichte

des schwulen Songtexters – zwischen Rampenlicht und

drohender Inhaftierung. *bjö

Die Finanzbuchhaltung?

Die mache ich mit

SidW, denn ich will

immer wissen, was

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13., 14., 27. und 28.1., Theater Alte Werkstatt, Wormser

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FOTO: TAW-FRANKENTHAL

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FRANKFURT

Foto: Norbert Miguletz © Jüdisches Museum

KABARETT

Ausgezeichnet, Jo!

Stolz wie Bolle: Der Frankfurter Entertainer Jo van Nelsen

wurde mit dem SPIRWES, dem Darmstädter „Preis für Maulkunst

und Lebensart“, ausgezeichnet. Der seit 2016 jährlich

mit 3.500 Euro dotierte Preis ehrt Künstler, die die Zukunft

der Mundart sichern. Jo van Nelsen ist ein „Vollblutprofi,

dessen handwerklicher Anspruch an Timing und Präzision nie

lockerlässt“, heißt es in der Laudatio, die Heinerfest-Präsident

Wolfgang Koehler anlässlich der Verleihung verlas. „Wer seine

Umsetzung der Hesselbachs hört oder eine seiner Grammophon-Lesungen

erlebt, weiß, warum dieser Mann preiswürdig

ist“. Van Nelsen balanciere von Fallada bis Podcast und von

Tucholsky bis zum jazzigen Chanson und sei daher bestens

geeignet, neue Schichten auch für die hessische Mundart zu

begeistern, heißt es weiter in der Laudatio. Glückwunsch! *bjö

www.jovannelsen.de

gratuliert

Weitere Informationen unter:

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FOTO: OLAF KOSINSKY, KOSINSKY.EU, CC BY-SA 3.0-DE

46 HOROSKOP

HOMOSKOP

Januar/Februar 2022

VON BENJAMIN HOFMANN

Geburtstagskinder des Monats:

KERSTIN OTT, 17.1.1986: Die gelernte Malerin und Lackiererin startete 2016 ihre

Karriere mit ihrem als Hobbymusikerin geschriebenen Song „Die immer lacht“. Ihre

sexuelle Orientierung hat sie nie versteckt, sondern sich für gleiche Rechte engagiert.

RICCARDO SIMONETTI, 16.2.1993: Als Autor, Schauspieler, Model, Blogger

und Moderator wird Simonetti als einer der einflussreichsten Influencer Deutschlands

gehandelt. Simonetti engagiert sich dabei auch für queere Rechte und ist europäischer

LGBT-Sonderbotschafter. *bjö

FOTO: SUPERBASS, CC-BY-SA-4.0

STEINBOCK

22. DEZEMBER – 20. JANUAR

Veränderungen stehen an.

Dein Jahresstart steht im Zeichen der

Venus, die dir romantische Stunden und

verkuschelte Wochenenden schenkt –

Singles haben die besten Date-Chancen

Mitte Februar.

WASSERMANN

21. JANUAR – 19. FEBRUAR

Dein neues (Lebens-)Jahr

startet wechselhaft, wenn du aber gut

auf deine Gesundheit achtest, geht‘s

bald bergauf. Toll: Merkur im eigenen

Zeichen gibt dir Power, deine guten Vorsätze

erfolgreich durchhalten zu können!

FISCHE

20. FEBRUAR – 20. MÄRZ

Astrologisch bist du im Jupiterjahr

2022 definitiv der „Gewinner“:

Genieße den glücklichen Einfluss Jupiters

mit einem grandiosen Jahresstart.

Ab Februar wird der Winter dank Venus

zum heißesten seit langem!

WIDDER

21. MÄRZ – 20. APRIL

Dein Jahr läuft ruhig an, das

bietet dir die Chance, den Blick für die

Belange deiner Mitmenschen zu öffnen:

helfend mit Rat und Tat bist du zur Stelle

und beweist, dass auf dich in guten und

schlechten Zeiten Verlass ist!

STIER

21. APRIL – 20. MAI

Den Genüssen der festlichen

Zeit hast du dich zu gern hingegeben,

auch der weiteste Pulli wird bald wieder

in den Schrank wandern. Zeit, aktiv zu

werden, das hält Körper und Geist fit

und schafft neue Impulse!

ZWILLINGE

21. MAI – 21. JUNI

Dein Geist arbeitet ruhelos und

malt sich schön-schreckliche Jahresverläufe

aus – halte inne und versuche, deine

Gedanken zu fokussieren: Wähle dann

den Weg, dem du 2022 folgen möchtest,

und lauf optimistisch drauf los.

KREBS

22. JUNI – 22. JULI

An zwischenmenschlichen

Konflikten, die schon länger schwelen,

könnten sich unachtsame Krebse wegen

Merkurs Einfluss schnell verbrennen.

Durch ein offenes und konstruktives Gespräch

vermeidest du Verletzungen.

LÖWE

23. JULI – 23. AUGUST

Leider zeigt dir Jupiter in diesem

Jahr die kalte Schulter, was bedeutet,

dass du dir deine Erfolge hart erarbeiten

musst. Mars gibt dir zum Glück die Kraft

dazu, also stimme dein schönstes Motivationsgebrüll

an und pack´s an!

JUNGFRAU

24. AUGUST – 23. SEPTEMBER

Dass sich die Welt im Winter

nicht um die Sonne, sondern um den

Ofen dreht, witzelte schon Pavel Kosorin.

Also mach´s dir daheim gemütlich, genieße

Wärme, Ruhe und das Nichtstun,

dann hat der Winterblues keine Chance!

WAAGE

24. SEPTEMBER – 23. OKTOBER

Die Power, mit der du im Januar

im Job richtig durchstartest, lässt im Februar

etwas nach. Kräftezehrende Projekte

gehst du also besser zum Jahreswechsel

an, während sich Rest-Urlaubstage prima

ab Ende Januar abfeiern lassen.

SKORPION

24. OKTOBER – 22. NOVEMBER

Im Jupiterjahr 2022 verwöhnt der

Glücksplanet alle in Wasserzeichen Geborenen;

und auch wenn der Januar ein eher

zähes Tauziehen der Kräfte wird, kannst du

sicher sein, dass das Jahr insgesamt viel

Gutes für dich bereithalten wird!

SCHÜTZE

23. NOVEMBER – 21. DEZEMBER

Mars macht mobil, das sorgt für

einen sportlich-aktiven Jahresstart – vielleicht

die ideale Voraussetzung für einen

Wanderurlaub oder -trip? Im Februar teilst

du dir deine Kräfte besser gut ein, um

einer fiesen Erkältung vorzubeugen.

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61118 Bad Vilbel

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Mo-Do 20 – 2 Uhr,

Fr+Sa 20 – 3 Uhr,

bei Messen bis 4 Uhr.

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blau und dunkel. Junges,

urbanes Publikum, beliebt.

Do 20 Uhr Mädelsabend

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Alte Gasse 33,

tägl. ab 17 Uhr, modernes,

gemütliches Ambiente,

regelmäßige Getränkespecials.

Geburtstags- und

Privatpartys mögl., Musikwünsche

EAST GRAPE

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Louis-Appia-Passage 12,

(069) 17526232, Di-Do

15-24 Uhr, Fr+Sa bis 1 Uhr,

moderne, gesellige Weinbar

im Ostend: echt, ehrlich

und entschleunigt, 150

Weinsorten, Snacks, Wine-

Tasting-Abende

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Alte Gasse 24,, Mo: 19-1,

Di-Fr 19-6, Sa 17-6, So

19-1, urig gemütliche Kneipe

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der historischsten Gebäude

Frankfurts.

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Große Friedberger Str. 26

(Arabella Passage),

Eschenheimer Tor

Stiftstraße

(069) 284919, tägl. ab

15 Uhr, Kaffee, Kuchen,

Di + 2.Sa Karaoke, Mi

Longdrinktag, Do Cocktailspecial,

1.Sa Bearlounge

NA UND? 43

Klapperfeldstr. 16, täglich

ab 15 Uhr bis open end,

gemütliche Bar, nettes

Stammpublikum aller

Altersklassen, Raucherlokal

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Alte Gasse 34, Di-Sa

20-5 Uhr, junge Szenebar

im Herzen Des Bermudadreiecks

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Alters

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Schäfergasse 20, (069)

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Fr+Sa 16 – 3, So + Mo

Ruhetag, wechselnde Deko,

buntes, kontaktfreudiges

Publikum jeden Alters, Mi

20-22 Uhr After-Work mit

halben Preisen

TANGERINE 11

Bleichstraße

Elefantengasse 11, tägl. ab

16 Uhr, gesellige, gemütliche

Bar mit gemischtem

Publikum

SWITCHBOARD 7

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Alte Gasse 36, (069)

40586817, Di-Do 19-24

Uhr, Fr 19-1 Uhr, Sa 20-24

Uhr, So 14-23 Uhr. Cafe

der AHF, Treffpunkt vieler

Gruppen. Gelegentlich Veranstaltungen.

Die Barleute

arbeiten ehrenamtlich!

Wechselnde Aktionen; So

14 Uhr Cream-Team (nicht

im Sommer). 1.+3. Di 15-18

Uhr Café Karussell für

Schwule ab 60.

Stephanstraße

Brönnerstraße

Töngesgasse

Berliner Straße

WEISSGOLD

www.weissgold-bar.de

Berger Str. 251, (069)

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Uhr, Fr+Sa 17-1 Uhr, So

17-23 Uhr, moderne,

gesellige Weinbar mit

Küche im Alt-Bornheimer

Kiez, im Sommer mit Terrasse,

große Auswahl an

Weinen, variantenreiche

Speisekarte mit Tapas,

POKÉ und mehr

LESBEN-BARS

LA GATA

Facebook: Club-La-Gata

Seehofstr. 3, (069) 614581,

Mo, Mi+Do ab 20 Uhr,

Fr+Sa 21 – open end,

So+Di geschlossen, Ricky

leitet Frankfurts legendäre

Lesben-Kneipe, in der auch

Schwule herzlich willkommen

sind

PARTYLOCATIONS

CLUB 78

www.club78.de

Europas langjährigste

schwul-lesbische 70er,

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bis 7 mal im Jahr statt

DELICIOUS

www.delicious-party.de

Neue, opulente House-

Party mit DJs und Show-

Acts, mehrmals im Jahr im

chicen Gibson Club, Zeil 77,

mitten in der City.

PURE GAY CLUBBING

www.facebook.com/

PUREgayclubbing

Zeil

Monatliche House-Party

im Klub On, Karlstr. 17,

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Vilbeler Straße

Hauptwache 46 55

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U

Große Eschenheimer Straße

S

Eschenheimer Tor

Stiftstraße

32

Hasengasse

Bleichstraße

Schäfergasse

Alte Gasse

Große Friedberger Straße

Elefantengasse

Stephanstraße

40

Brönnerstraße

45

Töngesgasse

3

Berliner Straße

Battonnstraße

RESTAURANTS/

CAFÉS

BEI FRAU NANNA

www.beifraunanna.de

Ernst-Achilles-Platz 3,

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modernes Ambiente,

cooler Hang-out

ESTRAGON

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Jahnstr. 49, (069) 5978038,

Mo-Sa 17-24 Uhr, kreative,

französische Küche mit

mediterranem Einschlag,

stilvolles Ambiente.

GRÖSSENWAHN

www.cafe-groessenwahn.de

Lenaustr. 97, (069) 599356,

So-Do 16-2 Uhr, Fr+Sa 16-

1 Uhr, Restaurant im Nordend

mit entspanntem Publikum

& familiärer Atmosphäre,

Reservierung empfohlen.

HUÉ

www.restaurant-hue.de

Schopenhauerstr. 5,

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12-14:30 und 17:30-24 Uhr.

Hervorragendes vietnamesisches

und thailändisches

Restaurant, Sommergarten

GLUTENFREIE KAFFEE-

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www.glutenfrei-byalex.de

Hanauer Landstr. 50

(069) 76025728, Mi-So

ab 9 Uhr, Alles glutenfrei:

Gemütliches Szenecafé mit

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leckerem Kaffee, außergewöhnlichen

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Weinen eines jungen Winzers

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THAI ART

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Konrad-Adenauer-Straße

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Kurt-Schumacher -Straße

Oeder Weg 61, (069)

90554820, tägl. ab 11:30

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Seilerstraße

Konstablerwache

Klingerstraße

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Uhr, frische, aromatische

und leckere Thai-Küche,

Gerichte auch zum Mitnehmen.

TAVERNE AMSTERDAM

Waidmannstr. 31, (069)

6313371, Di-Sa 13:30-23,

So 13:30-22 Uhr, schwules

Restaurant mit gutbürgerlicher

Küche, reichhaltiger

Auswahl und sep. Raucherraum.

Men only!.

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Baumweg 12, (069)

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Waidmannstr. 31, (069)

6313371, Di-Sa 13:30-23

Uhr, So 13:30-22 Uhr.

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Freitag Gratis-Buffet.

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Hauptwache 46 55

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Hasengasse

Schäfergasse

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Große Friedberger Straße

45

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(069) 75566-999, rainbow.

ppffm@polizei.hessen.de

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für Stricher,

persönliche und ärztliche

Beratung: Mo+Di 14-18,

Do 16-20, Mi+Fr nur nach

Vereinbarung. Tagesruhebetten:

Mo+Di 9-17, Mi+Fr

9-14, Do 9-19 Uhr

COMMUNITY

CSD FRANKFURT E.V.

www.csd-frankfurt.de

c/o Uwe Koppens,

Am Webergarten 4,

Bad Vilbel, das Orga-Team

des CSD Frankfurt

LSKH 44

www.lskh.de

Klingerstr. 6, (069) 2977296,

Lesbisch-schwules Kulturhaus.

Raum für Veranstaltungen,

Gruppen, Events,

Partys, Theater, Musik,

Spieleabende, Gespräche

TRANSMAIN

www.transmain.de

Klingerstr. 6, Gruppe für

Transmänner. Treff 1. Mi

19:30 Uhr im LSKH

ERMIS

www.ermis.de

Griechische Lesben und

Schwule

40 PLUS SCHWULES

FORUM

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Schwule Männer ab 40

CAFÉ KARUSSELL

www.schwule-seniorenfrankfurt.de/cafe-karussell

Alte Gasse 36, (069)

13387930, Offener Treff

für Schwule ab 60, 1.+3. Di

15-18 Uhr im Switchboard.

ROSA PATEN

www.ah-frankfurt.de

Friedberger Anlage 24,

(069) 40586835, Ehrenamtlicher

Besuchsdienst

der AIDS-Hilfe Frankfurt

für ältere Homosexuelle

QUB – QUEER &

BEHINDERT

www.qub-frankfurt.de

Gesprächsgruppe für

Lesben, Bisexuelle und

Trans* mit Behinderung,

Treff: 3. So, 13:30 Uhr,

LSKH, Klingerstr. 6

SPES

Selbsthilfegruppe für

Schwule mit Depressionen

und Ängsten,

spes_ffm@web.de,

Treff: 1. Do, 19:30 Uhr,

Switchboard, Alte Gasse

36

YACHAD

Queere Jüdinnen und Juden

in Frankfurt, lockerer Treff,

Austausch, Gemeinsamkeit,

Stammtisch: letzter So, 14

Uhr, Café Morcolade, Infos

über joan-aaron@gmx.de

ARTEMIS

www.artemis-sport.de

FrauenLesben-Sportverein.

Mehr Infos unter SPORT

BROKEN RAINBOW

www.broken-rainbow.de

Kasseler Str. 1a,

(069) 70794300,

Lesbische Anti-Gewalt-

Arbeit, Opferberatung,

Selbsthilfegruppen,

Vernetzung und Politik.

FRAUEN IN BEWEGUNG

www.fraueninbewegung.com

Baumweg 8 HH, (069)

4950710, Selbstverteidigung

und Gewaltprävention

von Frauen für Frauen und

Mädchen.

FRAUEN MUSIK BÜRO /

MELODIVA

www.melodiva.de

Roßdorfer Str. 24, (069)

4960848, Vernetzung von

musikmachenden Frauen

FRAUENVEREIN FÜR

SELBSTVERTEIDIGUNG

www.wendo.de

Baumweg 10, (069) 7411419,

Selbstbehauptungs- und

-verteidungskurse

LIBS 5

www.libs.w4w.net

Alte Gasse 38, (069)

282883, Lesben Informations-

und Beratungsstelle,

mehrere Gruppen für Lesben

verschiedenen Alters,

Mi, Do, Fr 14-19 Uhr: JuLe

- offener Treff für Mädchen

zw. 14 und 20 Jahren, Do

19-21 Uhr: Gruppe für junge

Frauen zw. 14 und 25 Jahren

LLL - LESBENARCHIV 44

www.lll-frankfurt.de

Klingerstr. 6, (069)

293044, Lebendiges

Lesben Leben im LSKH (2.

OG), Mo 16-19, Di 11-13, Mi

17-20 Lesbische Literatur

und Filme in entspannter

Atmosphäre. So ab 16 Uhr

Frauentreffpunkt LesCafé

(Spiele, Infos, Gespräche)

NAHAL

libs.w4w.net

Hohenstaufenstr. 8, (069)

282883, Für Frauen liebende

Migrantinnen und

Flüchtlingsfrauen. 4. So

16-19 Uhr, Frauenschule

WIRTSCHAFTSWEIBER

www.wirtschaftsweiber.de

Netzwerk lesbischer Fachund

Führungskräfte

JUGEND &

FAMILIE

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www.ilse.lsvd.de

(069) 94549616, Initiative

lesbischer & schwuler Eltern

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Kurt-Schumacher-Str. 41,

(069) 29723656, Queeres

Jugendzentrum. Café

(Di 18-22 Uhr, Fr 17-22

Uhr) und Beratung für

queere Jugendliche bis 27.

Ansprechpartner: Oliver

König + Alisa Weidinger, Trägerverein:

our generation e.V.

SCHWULE VÄTER

www.schwule-vaeterfrankfurt.de

Alte Gasse 36, (0172)

9602103, Treff 1.+3. Fr,

20 Uhr imSwitchboard

KIRCHE & GLAUBE

HUK FRANKFURT

www.huk.org

Frankenallee 150, (069)

5974376, Homosexuelle

und Kirche, Treff: 1. + 3. So

16 in der Friedensgemeinde

PROJEKT: SCHWUL UND

KATHOLISCH

www.psk-ffm.de

Rebstöcker Str. 70, Gottesdienst:

1. So 18:30 Uhr in

der Pfarrkirche Maria Hilf

PROJEKTGEMEINDE (MCC)

www.projektgemeindefrankfurt.de

Eckenheimer Landstr.

90, Gottesdienste 1. + 3.

Sa 18 Uhr, Gethsemane-

Gemeinde

YACHAD

Treff für jüdische Lesben

und Schwule, Infos:

Yachad-Frankfurt bei

Facebook oder

joan-aaron@gmx.de

SPORT

FVV

www.fvv.org

Gartenstr. 145, (069)

21995890, Schwuler

Sportverein mit gut 30

Sportarten im Angebot

ARTEMIS

www.artemis-sport.de

Spohrstraße 3, (069)

289060, FrauenLesben-

Sportverein mit vielen

Sportarten

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(069) 563456, Schwule

Wander- und Freizeitgruppe.

PINK TIGERS

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Wittelsbacherallee 6-12,

(0177) 3253690, Schwule

Showtanzgruppe. Training

Mo 20-22 Uhr in der Turnhalle

der Herderschule.

REGENBOGENADLER

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Lesbisch-schwuler Eintracht

Frankfurt Fußball-Fanclub

VOLLESROHR

www.vollesrohr.de

Alte Gasse 36, (0173)

3225108, Freundeskreis

schwuler Motorradfahrer.

1. Di, 20h, Switchboard.

Touren und Trainings siehe

Homepage

POLITIK

AG QUEER

www.gruene-frankfurt.de

LGBTIQ*-Arbeitsgruppe

des Kreisverbands der

Frankfurter Grünen, Kontakt:

kreisverband@gruenefrankfurt.de

LSU HESSEN

www.lsuhessen.de

Frankfurter Str. 6, Wiesbaden,

Lesben und Schwule

in der Union, Kontakt:

Landesvorsitzender.

Hessen@lsu-online.de.

LISL HESSEN

www.lisl-hessen.de

Liberale Schwulen und Lesben

(FDP), Landesverband

Hessen

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18-20, im Frauenraum des

StudentInnenhauses

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Kurt-Schumacher-Str. 41,

Bildungs- u. Antidiskriminierungsprojekt

zu

geschlechtlichen Identitäten

und sexuellen Orientierungen

für Schulklassen.

DIE LINKE.QUEER HESSEN

www.die-linke-hessen.de/

lagqueer3

Große Seestr. 29, LAG der

Schwulen, Lesben, Trans-,

Bi- und Intersexuellen in

der Linken Hessen. Treff

3. Di 19:30 im Switchboard.


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MANNHEIM

1

Kurpfalzstraße

P1

12

P2

SPD QUEER

www.spdqueer.spd.de

Hessen-Süd: (069)

299888140, Hessen-Nord:

Hessen-Nord@schwusos.de,

Arbeitsgemeinschaft für

Akzeptanz und Vielfalt

LSVD HESSEN

www.hessen.lsvd.de

3

P3

(069) 94549616, Lesbenund

Schwulenverband

STUDENTEN / UNI

FRANKFURTER SCHWULE

www.fs-gu.de

Mertonstr. 26 – 28, Studierendenhaus

Raum B102,

autonomes queerfeministisches

Schwulenreferat

VORLIEBEN &

FETISCH

FLC – DER FETISCHCLUB

IM RHEIN-MAIN GEBIET

www-flc-frankfurt.de

Treff: 1. Mi, 20-22 im Lucky‘s

WIESBADEN

SZENE

BARS

BADHAUS.BAR

www.facebook.com/

christian.badhaus

Häfnergasse 3, Szene-Bar,

Di-Do 20-2, Fr+Sa 20-3

NARRENKÄFIG

www.facebook.com/

narrenkaefig/

Adolfsallee 44, tägl. ab 16

Uhr, gute Laune mit Bernd

TREND

www.trend-wi.de

Am Römertor 7, (0611)

373040, Bistro-Bar für Gays,

Lesbians und aufgeschlossene

Leute, Mo-Sa ab 16 Uhr

BUSINESS

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-KINOS

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Mo-Sa 10-22. Erotikshop mit

Kino und Darkroom

2

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Cahn-Garnier-Ufer

Friedrichsring

P5

Bismarckstraße

5

P6

Planken

Kunststraße

RAT & TAT

HIV / STI

AIDS-HILFE WIESBADEN

www.aidshilfe-wiesbaden.de

Karl-Glässing-Str. 8, (0611)

302436, Beratung: (0611)

19411, Mo, Di, Do + Fr

10-14, Mo auch 19-21, Prävention,

HIV-Testangebote,

Rechtsberatung, Coming-

Out, TransAlive, Frauen,

Betreutes Wohnen, Rosa

Paten

COMMUNITY

WARMES WIESBADEN

www.warmeswiesbaden.de

Stammtische, Jugend- und

Beratungsangebote, Partyreihe

„Let’s Go Queer!“,

Veranstalter des CSD,

Wanderungen, gesellschaftspolitische

Arbeit uvm.

Aktuelle queere Infos im

Telegram-Kanal: https://t.me/

WaWiPublic

LSBT*IQ-KOORDINIE-

RUNGSSTELLE

www.wiesbaden.de

Schlossplatz 6, (0611)

314048, Schnittstelle

zwischen Politik, Stadtverwaltung

und Community.

Beratung und Akzeptanzförderung

von LSBT*IQ

im Wiesbadener Rathaus,

Mo-Do 9:30-16:30, Termine

nach Vereinbarung.

BERATUNG

Collinistraße

6

DIE BUNTE NUMMER

P7

(0611) 309211, Beratung bei

Fragen zum Coming-Out;

jeden Di+Do 19-21 Uhr

JUGEND & FAMILIE

BIRDS OF PRIDE

www.warmeswiesbaden.de/

jugendgruppe/

Offene Treffen für

LSBT*IQ-Jugendliche im

Alter von 14 bis 27 Jahren

jeden zweiten Do von

18-20 Uhr, Jungbrunnen

- Haus der Jugendorganisationen,

Saalgasse 11.

4

Hebelstraße

20

Kaiserring

8

Goethestraße

Reichs

SPORT

WAWI SPORTS

www.warmeswiesbaden.de/

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Lauftreff: Di 19 Uhr, Kurpark

Wiesbaden, weitere

Fitness-Angebote für

LGBTIQ* & Friends

POLITIK

REFERAT FÜR GLEICH-

GESCHLECHTLICHE

LEBENSWEISEN

www.hsm.hessen.de

Hessisches Ministerium

für Soziales und Integration,

Dostojewskistraße 4,

(0611) 817-0

LSU WIESBADEN

www.lsuhessen.de

Kreisverband der Lesben

und Schwulen in der Union,

Kontakt über stefanloewer@lsu-online.de

MAINZ

Friedrichsplatz

SZENE

BARS

CHAPEAU

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222275, Tel. Beratung

Mo 12-17, Di-Do 10-17

und Fr 10-15. Außerdem

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(06131) 5540165,

Di-Sa 18-o.e., So 16-22.

Kulturzentrum, anonyme

Beratung nach tel. Vereinbarung

(0174) 4985286

oder per Mail beratung@

sichtbar-mainz.de, Gruppentreff

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Jeder Sicht, Kontakt über

info@sichtbar-mainz.de.

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Heinrich-Wothe-Str. 2,

(0171) 6840826, Schwullesbischer

Mainz-05-Fanclub

SCHWUGUNTIA

www.schwuguntia.de

PF 3643, Verein für Vielfalt

und Akzeptanz in Mainz,

Veranstalter der Sommerschwüle,

Tanzkurse, Wan-

derungen, Treff: 1.Di,

19:30 Uhr in der Bar

jeder Sicht

FRAUEN

ALLEFRAUENREFERAT

frauenreferat-mainz.de

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(06131) 3924713, Plenum:

Mo 18:30. Ausleihe Mo,

Mi, Do 12-16h, Di 12-19h.

6.000 Bücher und Zeitschriften,

großer Bestand

an Lesbenliteratur

FRAUENZENTRUM

www.frauenzentrummainz.de

Kaiserstr. 59 – 61, (06131)

221263, Feministisches

Zentrum, Beratung, Frauennotruf.

Frauencafé Mi

18-23h. Do 19h Junglesbengruppe,

20h Lesbengruppe.

Lesbische Mütter:

1. Sa 14 Uhr.

NKAL

www.netzwerkkatholischer-lesben.de

PF 2844, Netzwerk

katholischer Lesben

JUGEND & FAMILIE

ILSE MZ

www.ilse.lsvd.de

(06131) 3367075, Initiative

lesbischer und schwuler

Eltern. Treff 3. So.

J.I.M.

www.jugendinmainz.jimdo.com

Jugend in Mainz, Treff für

Jugendliche in der Bar jeder

Sicht, 2.Di 19 Uhr 18-27

Jahre, 4.Mo 18-22 Uhr bis

21 Jahre

SCHWULE VÄTER

www.schwule-vaeter.org/

mainz

(06130) 207261, Treff 4. Di,

18 Uhr in der Bar jeder Sicht

ELTERNGRUPPE

Treff für Eltern von homo-,

bi- und transsexuellen Kindern

in der Bar jeder Sicht,

in ungeraden Monaten am

3.Di 19:30 Uhr

KULTUR

DIE UFERLOSEN

www.uferlose.de

(06131) 235671,

Schwullesbischer Chor.

SPORT

KDO KINDER DES OLYMP

www.kinder-des-olymp.org

Hintere Bleiche 29,

Schwullesbische Sportgruppe:

Badminton, Fußball,

Laufen, Nordic Walking,

Radfahren, Schwimmen,

Volleyball. Stammtisch in

der Bar jeder Sicht.

STUDENTEN / UNI

SCHWULENREFERAT MZ

schwulenreferat-mainz.de

Staudinger Weg 21, (06131)

3926851, Treff und Beratung:

Mi 18 Uhr

MANNHEIM

SZENE

BARS / CAFÈS

BAR2 6

www.facebook.com/

bar2mannheim

T6 19, (0621) 3974270,

Mo-Do 17-0, Fr 17-3,

Sa 18-3, So 14-23, stylishe

Szene-Bar, Kaffee, Cocktails,

gute Drinks, Nichtraucher

CAFÉ LEGENDÄR 21

www.facebook.com/

cafeLegendaer

N7 9, Mo-Do 16-24, Fr+Sa

und vor Feiertagen 16-5,

So + Feiertag geschlossen,

Stimmungsvolle Raucherbar

mit gemischtem Publikum

jeden Alters, direkt am

Wasserturm

CAFÉ SOLO 3

www.facebook.com/

SoloMannheim

U4 15-16, Café-Bar,

So-Do 18-23, Fr+Sa 18-1,

Mo Ruhetag, Terrasse mit

Blick auf den Neckar

CAFÉ KLATSCH 4

www.facebook.com/

CafeKlatschMA

Hebelstr. 3, (0621) 76049737,

Mo-Do 18-1 Uhr, Fr

18- mind.1 Uhr, Sa+So

16-mind.1 Uhr, gemütliches

Theater-Café und legendäre

Party-Location, Live-Events,

Sonntags Kaffeeklatsch

LELLO 8

www.cafe-lello.de

Berliner Str. 17, (0621)

3709000, Di-Do 18-1,

Fr+Sa 18-3, So+Mo Ruhetage.

Italienisches Dolce

Vita in abgefahren-gemütlichem

Ambiente. Exzellente

Weinkarte, mittwochs

hausgemachte Pizza.

FETISCH-BARS

JAILS

www.jails-mannheim.de

Angelstr. 33, (0621),

8544146, Bar- und Cruising-Area

im MS Connexion-Komplex,

wechselnde

Fetisch-Partys, Do ab 17,

Fr+Sa ab 21, So ab 18 Uhr

PARTYLOCATIONS

DISCOTHEK ZWEI 5

www.ponyclub-mannheim.de

T6, 14, (0621) 3974270,

Sa 22-o.e. Neuer Club (ex-

T6/Hans), Sa „Ponyclub“-

Party für Gays and Friends.

MIXED CLUB ACTION 2

www.club-action-disco.de

U5, 13, (0621) 153435,

So-Do 22-5 Uhr, Fr+Sa

22-12 Uhr. tgl. mixed Music

mit wechselnden DJs, am

Wochenende After Hour.

GAYWERK

www.gaywerk.de

Angelstr. 33, Regelmäßige

Mega-Gay-Party im Club

MS Connexion

SAUNEN

ATLANTIS SAUNA

www.atlantis-sauna.de

Wöllnerstr. 10, Ludwigshafen,

(0621) 54590137,

Di-Do 15-24 Uhr, Fr 15-1

Uhr, Sa-So 13-1 Uhr. Gay-

Sauna-Park mit Schwimmbad

u. Garten. Do+Fr FKK-

Tag, Sa Partnertag, 2.+4.

So Bärensauna

GALILEO CITY SAUNA 20

www.galileo-sauna.com

O7, 20, (0621) 1786409,

Mo-Do 13-1, Fr 13 durchgehend

bis Mo früh 1 Uhr „60h

Nonstop“, Spezialtarif für

Youngsters (U26). Nachtsauna

am WE. Massagen:

Mo, Mi, Do 16-21 Uhr


PINK PAGES

51

SEXSHOPS &

-KINOS

CRUISING POINT

www.cruisingpointmannheim.de

Mittelstr. 15, (0621) 36407,

Mo-Fr 12-24, Sa 12-3,

So 15-24. Sexshop, Videoverleih,

Kino und Kabinen.

Kostenloser Kino-Eintritt

für alle unter 25.

STUDIO 7 25

Heinrich-Lanz-Str. 32,

(0621) 449306,

Mo-Fr 11-23, Sa 11-1

(Nachtkino mit gratis

Kaffee und Snacks),

So + Feiertags 14-23 Uhr.

Ältestes Gaykino

BUSINESS

ÄRZTE

ANDREA LANG

www.lang-praxis.de

Diplom-Psychologin. O6,9,

(0621) 43655721,Di+Do

8-9 und 14:30-15 Uhr

BÜCHER

FRAUENBUCHLADEN

XANTHIPPE 12

www.frauenbuchladenxanthippe.de

T3, 4, (0621) 21633, Große

Auswahl lesbischer Bücher,

auch Versand

FINANZEN &

RECHT

RECHTSANWALT

JÜRGEN E. WOLF

www.anwalt-mannheim.de

Deutsche Gasse 20, (0621)

7773670, Fachanwalt für

Arbeits- und Familienrecht

RAT & TAT

HIV / STI

KOSI.MA

www.kosima-mannheim.de

Max-Joseph-Str. 1, (0621)

33939478, Beratung zu

sexuell übertragbaren Infektionen,

Schnelltest kostenlos

und anonym, Gruppe

HIV+NewGeneration,

Präventionsteam

AIDSBERATUNG IM

GESUNDHEITSAMT

R1, 12, (0621) 2932249,

Di 8-12h, Do 14-18h, HIV-,

Hepatitis- und Syphilis-

Tests anonym und kostenlos

AIDSBERATUNG,

GESUNDHEITSAMT HD

Kurfürstenanlage 38-40,

Heidelberg, (06221)

5221820, Beratung zu Aids

und sexuell übertragbaren

Infektionen, HIV-Test

kostenlos und anonym

AIDSHILFE AK LU

www.checkpointludwigshafen.com

Frankenthaler Str. 71,

Ludwigshafen, (0621)

68567521, Anonyme

Beratung unter (0621)

68567514.

AIDSHILFE HD

www.aidshilfe-heidelberg.de

Rohrbacher Str. 22, Heidelberg,

(06221) 19411,

Telefonberatung: Mo 10-14

Uhr, Di 14-16 Uhr, Mi 16-18

Uhr, Checkpoint: Anmeldung

über Aids-Beratung

Gesundheitsamt HD

ARBEIT & BERUF

VK RHEIN-NECKAR

www.vk-online.de

Mannheimer Regionalgruppe

des Netzwerks für schwuler

Führungskräfte und Selbstständige,

Stammtisch-Info

siehe Website

BERATUNG

PLUS BERATUNG

www.plus-mannheim.de

Max-Joseph-Str. 1, (0621)

3362110, Psycholog. Lesben-

und Schwulenberatung,

aktuelle Gruppen und

Angebote siehe Website

COMMUNITY

QZM 1

www.qzm-rn.de

G7, 14, (0157) 89044039,

Das Queere Zentrum in

Mannheim, Gruppentreff,

Veranstaltungen, offenes

Café (geplant)

CSD RHEIN NECKAR E.V.

www.csd-rhein-neckar.de

M2, 1, (0621) 21755,

CSD-Parade- und CSD-

Fest-Organisation

GAY & GREY

Gruppe für ältere junggebliebene

Schwule in

Mannheim / Ludwigshafen

/ Heidelberg. Treff: zwei Mal

im Monat, Infos über

gay.and.grey@web.de

LSBTI-BEAUFTRAGUNG

www.mannheim.de/lsbti

Rathaus E5, (0621)

293-2004 und 293-

2003, städtische Stelle

für LSBTI-Themen,

Ansprechpartner*innen:

Margret Göth, Sören Landmann.

OFFENES NETZWERK

LSBTTIQ

www.schlimm-online.de

Überparteiliche Plattform

von Vertreter*innen der

LSBTTIQ-Community

Mannheim (ehemals

SchLIMm)

KOORDINATIONSSTELLE

LSBTIQ+ HD

www.heidelberg.de/lsbtiq

Bergheimer Str. 69, Heidelberg,

(06221) 58-15225,

städtische Stelle zur

Stärkung von Akzeptanz

und gleichen Rechten von

LSBTIQ* in Heidelberg,

Kontakt: Marius Emmerich

lsbtiq@heidelberg.de

ROSA KEHLCHEN

www.rosakehlchen.de

PF 12 05 11, 69067 Heidelberg,

Schwuler Chor, Probe:

Mo, 19:30, Kulturzentrum

Mannheim-Käfertal

FRAUEN

LESBENRING

www.lesbenring.de

Postfach 11 02 14, Heidelberg,

(0441) 2097137,

Dachverband für lesbische

Frauen, Lesbengruppen

und Organisationen.

JUGEND & FAMILIE

ILSE RHEIN-NECKAR

www.ilserheinneckar.

wordpress.com

Initiative lesbisch-schwuler

Eltern

KIRCHE & GLAUBE

HUK KURPFALZ

www.huk.org

Homosexuelle und Kirche,

Regionalgruppe Kurpfalz

SPORT

MVD

www.mvd-mannheim.de

gegründet als „Mannemer

Volley Dolls“ bietet der

Verein Menschen der

LSBTT*IQ-Community in

der Rhein-Neckar Region

eine sportliche Heimat.

Abteilungen: Asian Sports,

Badminton, Fitness, Fußball,

Schwimmen, Volleyball

STUDENTEN / UNI

QUEER IM SCHLOSS

www.queerimschloss.

uni-mannheim.de

L9, 7, (0621) 1813380,

SchwuLesBische und

transidente AStA-Gruppe

VORLIEBEN &

FETISCH

LUG MANNHEIM

www.lugman.de

Postfach 102117, (0621)

1221765, Leder-Uniform-

Gummi-Club

DARMSTADT

BUSINESS

BEAUTY

HAIRLOUNGE BY EDDY

Bismarckstr. 21, Lengfeld,

(06162) 72339

BÜCHER

LESEZEICHEN

www.lesezeichendarmstadt.de

Liebfrauenstr. 69

SZENE

BARS

3KLANG

www.3klang-bar.de

Riegerplatz 3, (06151)

6698847, Mo 18-24, Di-Sa

10-1, So 10-24. Szene-Bar,

bunt gemischtes Publikum.

Tgl. Frühstück bis 15 Uhr.

So 10-15 Frühstücksbüffet

(Reservierung erbeten).

KULTUR

RADIO

GANZ SCHÖN QUEER

www.radiodarmstadt.de

(06151) 87000, Schwullesbisches

Radiomagazin,

1. Mo 18-20 Uhr auf Radio

Darmstadt, UKW 103,4

(Antenne) oder 99,85

(Kabel)

RAT & TAT

HIV / STI

AIDSHILFE

DARMSTADT E.V.

Elisabethenstr. 45, (06151)

28073, Beratung: Mo, Di,

Do 9-17 Uhr, Mi 13-17 Uhr,

Fr 9-15 Uhr

COMMUNITY

QUEERES ZENTRUM

www.vielbunt.org/queereszentrum-darmstadt

In der Oetinger Villa,

Kranichsteiner Str. 81,

zwangloses Beisammensein

für queere Jugendliche

von 14 bis 27 Jahren, Di,

Do+Fr 16-20 Uhr, Kontakt:

jugend@vielbunt.org

VIELBUNT

www.vielbunt.org

Kranichsteiner Str. 81,

Queeres Zentrum Darmstadt,

Veranstalter des CSD,

der Party „Schrill & Laut“,

Jugend- und Beratungsangebote

u.v.m.

FRAUEN

FRAUENKULTUR-

ZENTRUM

www.frauenkulturzentrumdarmstadt.de

Emilstr. 10 in der Kyritzschule,

(06151) 714952,

2. So 10:30-13 Uhr Frauenfrühstück;

letzter Sa 21 Uhr

Frauendisco „tanzbar“

KIRCHE & GLAUBE

HUK DARMSTADT

www.huk.org

Homosexuelle und Kirche

Regionalgruppe Darmstadt,

Treff: Das Offene Haus,

Rheinstr. 31

STUTTGART

SZENE

BARS / CAFÉS

BERNSTEIN

www.bernstein-stuttgart.com

Pfarrstr. 7, Di-So 16-1

GOLDENER HEINRICH

Leonhardtstr. 3, (0711)

66474733, tägl. 12-1

JAKOBSTUBE

www.jakobstube.de

Jakobstr. 6, (0711)

2238995, Tgl. 18-6 Uhr

LIEBLINGSMENSCH

www.facebook.com/

lieblingsmensch0711

Katharinenstr. 3, Mo-Do

12-0, Fr 12-3, Sa 15-3, So

15-0, gemütliche neue Bar

MONROES

www.cafe-monroes.de

Schulstr. 3, (0711)

2262770, Rustikalromantisches

Ambiente

und schöne Terrasse

REBOOTS

www.facebook.com/

rebootsstuttgart

Bopserstr. 9, Di-Do+So

17-1, Fr+Sa 17-3, gemütliche

Bar im Westernstil

RUBENS HOME

www.rubens-home.de

Geißstr. 13, (0711)

5532305, Di-Do 16-1,

Fr 16-3, Sa 14-3

TOM’S BAR

www.facebook.com/

Toms.Bar.Stuttgart

Pfarrstr. 13, Di-Sa 17-1

FETISCH-BARS

EAGLE

www.eagle-stuttgart.com

Mozartstr. 51, (0711)

6406183, Di 20-1, Fr

21-2, Sa 21-2, Lederbar,

Clublokal des LC Stuttgart

CLUB2B

www.club2B-stuttgart.de

Marienstr. 38c, Cruisingbar

K29

www.gaykeller.de

Blumenstr. 29,

(0711) 2333323

SAUNEN

SAUNA CLUB POUR LUI

www.pour-lui.de

Schmidener Str. 51, (0711)

9005391, tägl. 10-2 Uhr,

Sa bis 3 Uhr. Gaysauna in

Cannstatt

VIVA SAUNA

www.vivasauna.de

Charlottenstr. 38, (0711)

2368462, So-Do 14-24,

Fr+Sa 14-2, Gaysauna am

Olgaeck

SEXSHOPS &

-KINOS

BLUEBOX

www.blueboxstuttgart.de

Steinstr. 15, (0711)

4704841, Mo-Do 9-24,

Fr+Sa 9-4, So 14-24. Gayund

Heterokino auf zwei

Ebenen, mit Cruising Area,

Darkroom und Glory Hole

CRAZY VIDEO SHOW

Rotebühlplatz 1, (0711)

3514200, Mo-Do 9-24,

Fr+Sa 9-1, So 11-24. Moderne

Videokabinen, Kino, Gayzone,

Cruising Area

NEW MAN

Alte Poststr. 2, (0711)

295561, Gay-Kino und

Shop im Tiefgeschoss bei

Dr. Müller

MAX-EROTIC-STORE

www.max-erotic-store.com

Waiblinger Str. 7, (0711)

5094400, Mo-Fr 10-21,

Sa 10-20, Video Lounge,

Samstag Gay-Day

RAT & TAT

HIV / STI

AIDS-HILFE STUTTGART

www.aidshilfe-stuttgart.de

Johannesstr. 19, (0711)

22469-0, umfangreiches

Beratungs- und Hilfeangebot,

Mo-Fr 10-12 und

Mo-Do 14–17 Uhr

POLITIK

LADS

www.antidiskriminierungsstelle-bw.de

www.lads-bw.de

Antidiskriminierungsstelle

Baden-Württemberg im

Ministerium für Soziales und

Integration, Else-Josenhans-

Str. 6, (0711) 123-3990,

beratung@lads-bw.de

SPORT

ABSEITZ

www.abseitz.de

Weißenburgstr. 28a, (0162)

9567235, viele Sportarten

ZENTREN

ZENTRUM WEISSENBURG

www.zentrum-weissenburg.de

Weißenburgstr. 28a, (0162)

9567235, Mo-Mi+Fr 19-22,

Do 17-22, So 15-22. Stuttgarts

schwules Zentrum

BUSINESS

BÜCHER

ERLKÖNIG

www.buchladen-erlkoenig.de

Nesenbachstr. 52, (0711)

639139, lesbisch-schwuler

Buchladen. Mo-Fr 10-19,

Sa 10-18

Rechtsanwältin

Christiane Brzoska

– die queere Rechtsanwältin aus Mainhausen –

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Informationen unter:

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Telefon: 069 - 153 92 13 – 0

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von 9:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Samstags nach Vereinbarung

Rechtsanwalt

Andreas Lorenz

Fachanwalt für Arbeitsrecht

Verkehrsrecht

Familienrecht

Strafrecht

Lebenspartnerschaftsrecht

Rechtsanwalt

Heiko Neuhausen

Wirtschaftsrecht

Immobilienrecht,

Gesellschaftsrecht

Miet- und WEG-Recht

Erbrecht


ADVERTORIAL

Vorurteile machen

mich krank! HIV nicht.

Über Sex, Stigma & Solidarität

Für viele Menschen mit HIV in Deutschland ist nicht das Virus selbst das Problem, sondern

Ablehnung, Ausgrenzung und Diskriminierung. Dies ergibt sich aus der aktuellen wissenschaftlichen

Studie positive stimmen 2.0. Vorurteile und Stigmatisierung gibt es nach wie vor – auch

bei uns in der schwulen Community. Deshalb geht das Thema uns alle an, egal ob positiv, negativ

oder ungetestet, findet die Kampagne ICH WEISS WAS ICH TU (kurz IWWIT) der Deutschen

Aidshilfe. Was IWWIT gegen Diskriminierung und Ausgrenzung unternimmt und wie jede*r dabei

unterstützen kann – das erfahrt ihr hier.

Die Daten der Studie positive stimmen 2.0 zeigen:

Der Großteil der befragten Menschen mit HIV

kann heute gut mit der Infektion leben „Aber

gleichzeitig erleben viele alltäglich Diskriminierung

und Ausgrenzung“, sagt Projektkoordinator Matthias

Kuske. „Vor allem im Gesundheits wesen, aber auch im

Privaten, im Sexleben oder in den Medien erleben Menschen

mit HIV diskriminierendes Verhalten oder werden

mit Vor urteilen konfrontiert“, so Kuske weiter.

Das alles hat erhebliche Auswirkungen: Infolge der

Diskriminierung haben viele Menschen mit HIV einen

schlechteren Gesundheitszustand, weniger Wohlbefinden

und weniger sexuelle Zufriedenheit. Außerdem

werden der Umgang mit der eigenen HIV­Infektion sowie

das Selbstwertgefühl durch Ausgrenzung und Diskriminierung

negativ beeinflusst. Etwa jede vierte befragte

Person schämt sich oder fühlt sich schuldig, dass

sie HIV­positiv ist, oder hat das Gefühl, nicht so gut wie

andere zu sein. Was das mit Menschen macht, hat ein

schwuler Mann in der Studie eindrücklich beschrieben:

Das war bei einem Date im Restaurant. Wir haben uns

kennengelernt und irgendwann habe ich von meinem

HIV-Status erzält. Und dann ist er einfach aufgestanden

und abgehauen. Und ich sitze da und fühle mich

schmutzig und wertlos – wie Müll.

Beim nächsten Date habe ich es erst beim 5. Treffen

gesagt und er war wütend und meinte ‚Warum sagst Du

es nicht am Anfang?‘ Ich bin einfach nur verwirrt!

Die Studie positive stimmen 2.0 zeigt noch mehr: „Über

die Hälfte der Befragten wurden in den zurückliegenden

12 Monaten mindestens einmal beim Sex zurückgewiesen“,

so Kuske weiter.

Ich habe aber schon schlechte Erfahrungen gemacht, also auch

Zurückweisungen. Ein Sexualpartner hatte meine Medikamente

gefunden. Dann hat der schnell einen Zettel geschrieben, dass er das

gefunden hat und er jetzt deswegen geflohen ist, also eigentlich hat

er sich auch noch so ein bisschen entschuldigt, Ich fand das direkt in

dem Moment schon schlimm. Ich fand das ein bisschen übertrieben,

er hätte ja auch einfach mit mir sprechen können.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass es knapp der Hälfte

der befragten Menschen mit HIV schwerfällt, ihren HIV­

Status beim Sex anzusprechen. Generell über ihre HIV­

Infektion zu sprechen, erleben fast 80 Prozent als riskant.


Was nun?

Eine gute Nachricht ist, dass immerhin

40 Prozent der Befragten angaben, weniger

Dis kriminierung zu erleben, seitdem

es Schutz durch Therapie gibt. Schutz

durch Therapie bedeutet, dass HIV­

Medikamente die Vermehrung von HIV

im Körper unterdrücken. HIV kann dann

beim Sex nicht mehr übertragen werden.

HIV ist unter Therapie

nicht übertragbar!

Diesen Fakt kennen zwar schon viele in der schwulen

Community, aber viele eben immer noch nicht. Genauso

wichtig ist es, deutlich zu machen, dass für Menschen mit

HIV in Deutschland meist nicht HIV selbst das Problem ist,

sondern Ausgrenzung, Ablehnung und Diskriminierung.

Wir von ICH WEISS WAS ICH TU

werden deshalb weiterhin …

• das Bewusstsein für das Thema Diskriminierung von Men ­

schen mit HIV auch in der schwulen Community stärken.

• helfen, die Stigmatisierung von Menschen mit HIV ab zubauen.

• diskriminierende Strukturen aufzeigen, aufbrechen und

verändern.

• echte, authentische Bilder vom Leben mit HIV zeigen und Menschen

mit HIV als unerlässlichen Teil der Kampagne integrieren.

• Solidarität mit stigmatisierten und diskriminierten Grup ­

pen stärken.

Dafür brauchen wir deine Unterstützung,

denn das er r eichen wir nur gemeinsam.

Hier ein paar erste Tipps, wie du uns unterstützen kannst:

• Hol Dir alle Infos auf iwwit.de zu „Safer Sex 3.0“, zum

Leben mit HIV heute oder zu Schutz durch Therapie.

• Sprich mit Freund*innen, deiner Familie oder Arbeitskolleg*innen

über diese Anzeige.

• Zeig dich solidarisch, wenn Menschen mit HIV ausgegrenzt

oder diskriminiert werden! Egal ob online, in der

Szene, im Beruf oder im privaten Umfeld.

Du willst mehr?

Du hast eigene Ideen, wie wir Diskriminierung und Ausgrenzung

auch in der schwulen Community weiter zurück

drängen? Du hast konkrete Wünsche, was wir als

ICH WEISS WAS ICH TU­Kampagne machen sollen? Du willst

dich ehrenamtlich engagieren? Du willst uns einfach deine

Meinung zu Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen

mit HIV sagen?

Dann melde dich bei uns! Kommentier unsere Posts zum

Thema auf Facebook und Instagram. Oder schreib uns ganz

klassisch eine E­Mail. Wir freuen uns auf dich!

Deine ICH WEISS WAS ICH TU­Kampagne


54 GESUNDHEIT

GESUND

INS NEUE JAHR

FOTO: NIKOLA MIHAJLOSKI, UNSPLASH.COM, GEMEINFREI

2022 kann alles nur besser werden. Für

einen gesunden Start ins neue Jahr haben

wir auf den folgenden Seiten Infos und Inspiration

zusammengestellt. Mach mit! *bjö

PARFÜMERIE KOBBERGER

Einzigartig in Frankfurt!

Seit 1919 familiengeführt - exklusive Marken und Beratung

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FB: Parfümerie Kobberger


GESUNDHEIT 55

HIV

WENIGER HIV-

INFEKTIONEN

Während man bundesweit derzeit mit hohen Corona-

Inzidenzen zu kämpfen hat, gibt es für die HIV-Infektionen

positive Nachrichten.

Laut den vom RKI für das Jahr 2020 veröffentlichten Zahlen

sind die Neuinfektionen bei Männern, die Sex mit Männern haben,

bundesweit leicht zurückgegangen. In Hessen wurden für

diese Gruppe 2019 noch 130 Neuinfektionen gemeldet, 2020

liegt die Zahl bei 95. Auch im Bereich der heterosexuellen

Kontakte ist ein leichter Rückgang von 50 auf 45 Neuinfektionen

zu verzeichnen. Ob der Rückgang auf die verstärkte

Anwendung der PrEP zurückzuführen ist, oder ob die Zahlen

eine Reaktion auf die Coronapandemie sind, lässt sich allerdings

nicht genau sagen. Lediglich die Zahl der Infektionen bei

Drogengebraucher*innen ist mit 35 in Hessen gleich geblieben.

Christian Setzepfandt, im Vorstand der AHF, plädierte bei der

Pressekonferenz zum diesjährigen Welt-AIDS-Tag generell

für noch bessere Aufklärung zu Infektionskrankheiten; die

Entwicklungen bei Corona erinnern ihn an die Anfänge von

Aids, wo neben Unwissenheit vor allem die Angst schlechte

Ratgeber in der Bekämpfung waren und sind. Angst- und

ideologiefreie Information seinen wichtig, um handlungsfähig

zu bleiben. „Informiert euch richtig, verfallt nicht in Angst und

passt euer Verhalten entsprechend an“, meint Setzepfandt.

Sex ist ein menschliches Bedürfnis und wird auch weiterhin

stattfinden, so Setzepfandt weiter; daher sei ein vernünftiger

Umgang mit Infektionskrankheiten im Alltag unabdinglich. Das

gelte im Übrigen auch für Corona. Im Bereich HIV und Aids sei

die AHF ein guter Partner für Aufklärung. Daneben beinhaltet

die Strategie vor allem: Testen, testen, testen. „Je mehr

Menschen von ihrem Status wissen, desto schneller kann man

medizinisch dafür sorgen, dass sie nicht mehr infektiös sind –

und das ist das Ziel“, sagt Setzepfandt. Auch der Zugang zur

PrEP-Therapie müsse weiter ausgebaut werden.

@

FOTO: KETUT SUBIYANTO, PEXELS.COM, GEMEINFREI

Die finanzielle Lage der AHF bleibt indes auch in diesem Jahr

prekär: Alle Veranstaltungen, die Spendengelder hätten generieren

können, haben auch 2021 nicht oder nur in kleinem Umfang

stattgefunden – in den letzten zwei Jahren fehlen Einnahmen

von rund 200.000 Euro. Die AHF bittet daher nicht nur um

Spenden, sondern fordert von Stadt und Land eine stärkere Beteiligung

an der finanziellen Unterstützung – in Zahlen bedeutet

das jährlich 300.000 Euro zusätzliche Mittel, allein um die

Arbeit der AHF aufrecht erhalten zu können. Weitere 300.000

Euro seien nötig, um HIV- und STI-Testangebote noch besser

zugänglich und kostenlos anbieten zu können. *bjö

www.frankfurt-aidshilfe.de/de/spenden, www.maincheck.de


56 GESUNDHEIT

GESUNDHEITSREISEN

FIT UND GESUND IM

URLAUB

FOTO: BENN MCGUINNESS, UNSPLASH.COM, GEMEINFRE

FOTO: ATAMBO TOURS

Stress ist heutzutage einer der

häufigsten Faktoren für körperliches

und seelisches Unwohlsein. Im Urlaub

möchte man in den meisten Fällen

genau diesem Alltagsstress entfliehen.

Ein Wellness- oder Gesundheitsurlaub

geht da noch weiter: Hier kann

man aktiv etwas für Körper, Geist und

Seele tun – und im besten Fall auch

etwas mit nach Hause nehmen, um

den Stress in Zukunft erst gar nicht

aufkommen zu lassen. Maria Tatalovic

ist Heilpraktikerin und Entspannungspädagogin

mit eigener Praxis. Für den

Reiseveranstalter atambo berät sie

zum Thema Gesundheitsreisen und

erklärt im Interview, was das Besondere

daran ist. *bjö

Frau Tatalovic, was versteht man

unter Gesundheitsreisen?

Gesundheitsreisen sind speziell auf Gesundheit

und allgemeines Wohlbefinden

ausgerichtete Reisen. Es gibt zahlreiche

Angebote, bei denen alle Aktivitäten

sowohl vorbeugend als auch heilend bei

bestimmten Krankheiten wirken. Das kann

ein Aufenthalt in einer Kurklinik mit ärztlicher

Betreuung und Spezialisierung auf

zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen

sein. Darüber hinaus gibt es aber auch Reisen,

bei denen ein bestimmtes Thema im

Vordergrund steht, wie zum Beispiel Fastenkuren,

Detox, Yoga oder Ayurveda. Im

weiteren Sinne würde ich auch Wellnessurlaub

als Gesundheitsurlaub bezeichnen –

hier wird man nicht immer ärztlich betreut,

sondern von spezialisierten Trainer*innen

und Therapeut*innen.

Bei atambo wird besonderen

Wert auf individuelle Reiseplanung

gelegt; was ist für eine

gelungene Gesundheitsreise am

wichtigsten?

Ich würde bei einer Gesundheitsreise

folgende Dinge berücksichtigen: Entspannung,

Bewegung oder Sport sowie

Ernährung. Das Angebot an Gesundheitsund

Wellnessreisen ist recht groß. Auch

im Internet findet man dazu viele gute

Angebote. Mir fehlt da aber das Individuelle,

denn jeder Mensch ist anders. Ich hatte

mal einen Manager als Kunden, der mit den

gängigen Angeboten wie Ayurveda oder

Yoga so gar nichts anfangen konnte. Es gibt

ganz individuelle Vorlieben und Abneigungen

und auch die eigenen Bedürfnisse und

Fähigkeiten spielen eine große Rolle. Sie

sind Teil unserer Beratung bei atambo, um

für jede*n die „perfekte“ Reise zu planen.

Wenn man keine Lust auf irgendwelche

Übungen, Ratschläge, Mahlzeiten oder

Aktivitäten hat, macht man nicht gerne mit,

fühlt sich gestresst und hat am Ende von

der ganzen Aktion gar nichts – außer noch

mehr Frust und Stress. Wir erstellen speziell

auf eine Person zugeschnittene Programme,

die Stressabbau, Entspannung und

damit mehr Wohlbefinden und Gesundheit

bringen. Auch damit man dauerhaft

von dieser Reise profitiert. Darüber hinaus

legen wir bei der Auswahl großen Wert auf

geschultes Fachpersonal und nachhaltig

ausgerichtete Angebote.

Können Sie Beispiele für eine

gelungene Gesundheitsreise

nennen?

Unter den Entspannungsverfahren gibt

es viele Methoden: Ob Meditation, im

Sitzen, Liegen oder auch im Gehen,

Atemübungen, Phantasiereisen, Waldbaden,

Tanzen, Musik – alles ist möglich.

Für die Ernährung gilt das Gleiche: Es gibt

nicht „die“ gesunde Ernährung, die für

jeden passend ist. Nicht zu vergessen:

Essen ist auch Genuss, und damit auch

gut für die Seele. Also ist auch das bei der

Beratung unserer Kunden wichtig. Sport

in allen Abstufungen – von Bewegung

ganz gemütlich, oder auch ambitioniert

in Form von Krafttraining und Ausdauertraining

– ist von großer Bedeutung. Nicht

jeder mag Yoga und Tai Chi oder Joggen

und Tanzen. Auch hier gilt: Nur wenn man

mit Spaß und Freude dabei ist, dann tut

man sich etwas Gutes! Wichtig ist es,

dass man bei Gesundheitsproblemen,

Vorerkrankungen und natürlich immer,

wenn man sich unsicher ist, einen Arzt

konsultieren sollte. Vielleicht empfiehlt er

auch eine spezielle Kurklinik. Ansonsten

finden wir das richtige „Paket“ am richtigen

Ort: Ob Waldbaden in Costa Rica,

Yoga auf Mallorca, Ayurveda in Sri Lanka,

Aufenthalt am Meer oder in den Bergen,

hier in der Nähe in Deutschland oder ganz

fern… wir machen es möglich!

www.atambo.de

Maria Tatalovic


STORE IN FRANKFURT

Neue Kräme 25, 60311 Frankfurt • Tel 069-92020336


58 GESUNDHEIT

SEHEN

AUGENOPTIK HENSLER:

MODERNE TRADITION

FOTO: LEILANI ANGEL, UNSPLASH.COM, GEMEINFREI

FOTO: AUGENOPTIK HENSLER

FOTO: AUGENOPTIK HENSLER

Augenoptik Hensler ist ein echter

Frankfurter Traditionsbetrieb: Gegründet

wurde das Unternehmen bereits

1864 und war über zwei Generationen

in Familienhand. Mit aufmerksamem

Blick für Neuerungen hat sich das

Unternehmen stets weiterentwickelt

– im Haus selbst nennt man das heute

„moderne Tradition“.

Angenehm familiär ist die Atmosphäre

im Laden an der Ecke Töngesgasse und

Fahrgasse. „Das ist uns wichtig und wird

von unseren Kunden auch sehr geschätzt“,

meint Verena Lerch, seit Anfang 2021

die neue Chefin von Augenoptik Hensler.

Sie ist ebenfalls bereits seit 20 Jahren

im Team. „Dass einer der langjährigen

Mitarbeiter das Unternehmen weiterführt,

hat bei uns Tradition“, erklärt Verena Lerch.

Und so gehört auch ihr ehemaliger Chef

Hans-Christoph Metz weiterhin zum

fünfköpfigen Team. Großen Wert wird bei

Hensler auf die individuelle und professionelle

Beratung der Kund*innen gelegt.

Zum Service gehören daher nicht nur die

genaue Bestimmung der Sehschwäche

und Stärke von Brillengläsern und Kontaktlinsen,

sondern auch eine umfassende

Untersuchung der Augengesundheit. „Wir

haben oft Kunden, die erst bei uns eine

Lösung für ihr Problem gefunden haben“,

ergänzt Lerch.

Natürlich gehört zum optimalen Angebot

auch eine breite Auswahl an Brillenfassungen:

Ob klassisch oder modisch findet hier

jede*r das passende Modell. Im Sortiment

sind neben bekannten Marken wie Markus T.

Verena Lerch

oder Gigi Studios auch kleine Manufakturen

aus Deutschland und dem europäischen

Ausland wie Harbour Hamburg,

Dutz Eyewear oder Einstoffen.

Nachhaltigkeit und Fair Trade sind also

selbstverständlich ebenso wie professioneller

Service, familiär-freundliche

Atmosphäre und ein Blick für schöne

Brillenfassungen – bei Augenoptik Hensler

findet man alles unter einem Dach. *bjö

Augenoptik Hensler, Töngesgasse 21,

Frankfurt, www.augenoptik-hensler.de


MSD.PARTNER.HIV.

35 Jahre erfolgreiche HIV-Forschung

Unser Ziel ist und bleibt die

Prävention und Eradikation von HIV.

Daher forschen wir weiter!

2021

Zulassung eines neuen NNRTI

2018

Zulassung des ersten Integrase-Inhibitors

(InSTI), welcher im folgenden Jahr in der

Kategorie Bester pharma zeutischer

W i r k s t o ff den Prix Galien Award in

den USA gewinnt

2007

1999

Zulassung des ersten nichtnukleosidischen

Reverse-

Transkriptase-Inhibitors (NNRTI)

1996

Zulassung von einem der

ersten Proteasehemmer (PI)

1985

Beginn eines klinischen Forschungsprogramms

zur Behandlung und Prävention des Humanen

Immundefizienz-Virus (HIV)

HIV/AIDS ist nach wie vor eine der weltweit größten Herausforderungen für die öffentliche Gesundheit.

Seit Ende der 1980er Jahre hat die Einführung antiretroviraler Therapien (ART) die Behandlung von HIV

verändert. Infolge der jüngsten Fortschritte beim Zugang zu diesen wirksamen Behandlungsmethoden

leben HIV-positive Menschen heute länger und gesünder. Darüber hinaus wurde gezeigt, dass ART die

Übertragung von HIV verhindern kann. 1

1. Fact sheet HIV/AIDS. World Health Organization. http://www.who.int/features/factfiles/hiv/en/

Zugriff: 01.03.2021

Auf MSD Gesundheit finden Sie Informationen zum Thema HIV: https://www.msd-gesundheit.de/hiv/

MSD Sharp & Dohme GmbH

Levelingstaße 4a, 81673 München, www.msd.de

DE-NON-02649


GESUNDHEIT

INTERVIEW

Genschere, mRNA und

Wirkstoffdepots:

Paradigmenwechsel in der HIV-Therapie

FOTO: C. KNUTH

Ein Nebeneffekt der aktuellen Pandemie mit dem

neuen Corona-Virus und seinen Varianten lässt

auch einen bisher für diese Thematik unerreichten

Anteil der Gesellschaft – sozusagen hautnah – an

wissenschaftlichen Prozessen der forschenden Institute

und Pharma-Unternehmen teilhaben. Der

Wissensdurst ist groß. 40 Jahre sind vergangen,

seit das HI-Virus und damit der Auslöser von AIDS

entdeckt wurde. Bis heute ist er nicht grundsätzlich

besiegt worden.

HIV-Aktivist und -Fachmann Siegfried Schwarze

vom „Projekt Information e. V.“ im Gespräch über

die neuesten Entwicklungen in der HIV-Forschung

und ihren möglichen Impact für die Gesundheit

der Gesamtbevölkerung.

Im Frühling riefen wir gemeinsam mit dir dazu

auf, die Chance der virtuellen Konferenzform

doch zu nutzen und sich die „11 th IAS Conference

on HIV Science“ anzuschauen. Nun sind

die Zugriffe auf die Streams eher verhalten. ...

Ich weiß nicht, ob man sich das als Ottonormalverbraucher*in

wirklich antun muss oder soll. Wenn

dann nur sehr selektiv. Deshalb hatten wir im Frühling

ja auch Schwerpunkte empfohlen.

„Die Gentherapie ist

auf dem Sprung vom

Labor in den Alltag.“

Hat dich ein Thema überrascht?

Der Grundlagenvortrag zur Gentherapie.

Mir war nicht bewusst, dass weltweit zehn

Gentherapien zugelassen sind. Von zwei oder

drei wusste ich, aber dass es schon zehn sind,

war mir selbst neu. Und das führt mich auch

gleich zu dem was, für mich eines der Highlights

der Konferenz war: Die Gentherapie ist auf dem

Sprung vom Labor, von den klinischen Studien

in den Alltag. Das ist etwas, was fast ein bisschen

unbemerkt von der Öffentlichkeit geschieht. Vielleicht

auch so geräuschlos, weil gentechnologische

Methoden durch Corona eine breitere Akzeptanz

finden? Mit dem Begriff mRNA-Impfstoff kann

heute ja zum Beispiel jeder etwas anfangen. Es ist

tatsächlich so weit: Es beginnen die ersten gentherapeutischen

Studien am Menschen zu HIV. Teilweise

auch zum Thema Heilung. Als Therapieaktivist muss

ich allerdings sagen, dass mir da einiges auch zu


schnell geht. Wie wir Europäer das finden,

ist aber letztendlich egal.

Wer gibt den Schritt vor?

Die USA und vor allem auch China brechen

auf und preschen auf dem Gebiet voran,

als gäbe es kein Morgen. Wie gesagt, man

kann das finden, wie man will. Es passiert

und es wird spannend sein, mit welchen

Ergebnissen.

Welche Methoden werden jetzt am

Menschen erforscht?

Der eine Ansatz besteht darin, den

Rezeptor, den HIV zum Eindringen in die

Zelle benutzt, mit gentechnologischen

Methoden sozusagen zu zerstören. Das

war im Prinzip das, womit Timothy Brown

geheilt wurde. Bei ihm wurde es durch eine

Stammzelltransplantation gemacht, die

für eine breite Anwendung unter anderem

nicht anwendbar ist, weil sie einfach zu

riskant ist. Die Idee ist, diesen Rezeptor

nicht dadurch wegzubekommen, dass

man dem Menschen ein komplett neues

Immunsystem verpasst, sondern gezielt

diesen Rezeptor auszuschalten. Der anderer

Ansatz ist die berühmte Genschere.

Also der Versuch, HIV per Enzym aus infizierten

Zellen herauszuschneiden. Dieser

Ansatz wird von mehreren Forscher*innen

mit unterschiedlichen genetischen

Werkzeugen verfolgt.

Bundesweite Aufmerksamkeit

erregte vor ein paar Jahren ein

solches Forschungsprojekt des

Universitätsklinikums Hamburg-

Eppendorf (UKE) und des Heinrich-

Pette-Instituts, Leibniz-Instituts für

Experimentelle Virologie (HPI) ...

Genau. Die Arbeitsgruppe um Professor

Hauber arbeitet mit einem, ich sage mal

im weitesten Sinne sehr zickigen Enzym,

das dafür aber extrem genau ist: Brec1.

Die amerikanische Arbeitsgruppe setzt auf

die inzwischen recht geläufige CRISPR/

Cas-Methode, die zwar sehr einfach zu

handhaben ist, aber eine relativ große

Fehlerhäufigkeit hat.

Deswegen deine Bedenken?

Wenn ich mir an meinen Immunzellen

rumbasteln lassen würde, hätte ich

Bauchschmerzen damit, ein fehleranfälliges

Enzym zu wählen. Aber wie gesagt:

Es wird gemacht. Es wird natürlich unter

entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen

gemacht. Das heißt, man nimmt erst

relativ wenige Patient*innen und auch

nicht alle auf einmal. Zuerst bei einem,

wartet eine Zeit, ob alles gut geht, und

dann nimmt man einen zweiten rein

und so weiter. Aber trotzdem glaube ich,

dass das für die Betroffenen ein nicht zu

unterschätzendes Risiko ist. Daher finde

ich es um so wichtiger, dass diese Sachen

von der Community aufmerksam verfolgt

und begleitet werden. Das verlangen

übrigens auch die Zulassungsbehörden:

Die wollen jetzt alle bei diesen Studien

eine Patient*innenvertretung mit an Bord

haben. Das ist ein guter Fortschritt.

Ein Risiko, das Tradition hat:

Wo wäre die HIV-Therapie ohne

freiwillige – so muss man leider fast

sagen – Versuchskaninchen?

Richtig, aber! Mittlerweile gibt es so viele

Studien in der Richtung und darunter

auch einige, wo von Anfang an eigentlich

völlig klar ist, dass die nix werden. Die aber

trotzdem durchgeführt werden, weil es

dafür Forschungsgelder gibt. Vor allem in

Amerika gibt es natürlich eine Situation,

wo jetzt auch durch Covid viele Labors,

viele Klinikabteilungen Existenznöte

haben. Und wenn die einen Forschungsantrag

machen, wo „Heilung von HIV“

draufsteht, dann gibt es halt Kohle. Man

kann den Leuten ja gar keinen Vorwurf

machen. Die haben Frauen und Kinder

und so weiter: Wenn du der Institutsleiter

wärst und sagst, „ich habe so und so viel

Mitarbeiter zu versorgen. Wenn ich jetzt

diesen Antrag stelle, weiß ich genau, es

wird nichts, aber ich kriege damit Kohle für

die nächsten zwei, drei Jahre“, da ist die

Versuchung natürlich groß. Auf der anderen

Seite ist dabei die Gefahr, dass wir die

Freiwilligen, die wir in der HIV-Community

haben, ohne Sinn und Zweck verbrennen.

Inwiefern?

Oft ist es in diesen Studien so, dass du,

wenn du schon mal Probant*in einer

Heilungsstudie warst, nicht mehr an einer

weiteren teilnehmen kannst. Die Zahl der

Menschen die für so eine Studie infrage

kommen, ist limitiert.

„Uns gehen so

langsam die

Ideen aus.“

Vermutlich auch wegen Covid

ploppt wieder die Suche nach einem

Impfstoff auf. Wie schätzt du die

Chance ein, nicht nur preppen zu

können, sondern sich impfen lassen

zu können?

Man man muss ganz ehrlich sagen, dass

uns so langsam die Ideen ausgehen, wie

ein Impfstoff gegen HIV aussehen könnte.

Die klassischen Methoden einen Impfstoff

zu generieren, die bis jetzt bei allen anderen

Erkrankungen außer Hepatitis C – das

ist auch so ein Problemfall – gut geklappt

haben, versagen bei HIV. Es gibt zwei

Hauptprobleme. Das eine Problem ist, dass

GENSCHERE

aus Hamburg

GESUNDHEIT

Bereits seit 2005 forschen

Wissenschaftler am Heinrich-Pette-

Institut in Hamburg an einer revolutionären

Methode, das HI-Virus

mittels einer molekularen Genschere

aus dem Körper „zu schneiden“.

Für den Laien erklärt: Aus dem Blut

werden Stammzellen entnommen.

In diese wird über eine sogenannte

Genfähre der Bauplan für eine molekulare

Schere mit der Bezeichnung

Brec1 eingebaut. Zusätzlich wird in

den Zellen genetisch ein Rezeptor/

Schalter programmiert, der Brec1

dann aktiviert, wenn HI-Viren

vorhanden sind. Die Stammzellen

werden den Patient*innen gespritzt,

diese vermehren sich im Blut und

produzieren Brec1, wenn HI-Viren

im Blut sind. Brec1 schneidet deren

genetische Informationen aus den

befallenen Zellen – die Patient*innen

könnten geheilt sein. *ck

es bei HIV kein natürliches Vorbild gibt. Das

heißt, es gibt keinen Menschen, der sich

mit HIV infiziert hat, diese Infektion aus

eigener Kraft überwunden hat und

danach immun war gegen eine neue

Infektion. Immer wenn es kein natürliches

Vorbild gibt, ist die Frage, ob wir das überhaupt

schaffen. Wie schon bei Hepatitis C.

Wir wissen auch da, dass es Menschen

gibt, die die Infektion selbst überwinden,

aber die sind nicht resistent gegen eine

neue Infektion. Auch bei Hepatitis C ist

es bis heute nicht gelungen, eine Impfung

hinzubekommen. Hinzu kommt bei

HIV, dass es als erstes genau die Zellen

infiziert und abtötet, die wir für eine

Abwehr bräuchten. Ich sage es immer so:

HIV ist der Brandstifter, der als erstes die

Feuerwehrzentralen anzündet, sodass

dann niemand mehr da ist, der kämpfen

könnte. Die Konzepte, die jetzt mit mRNA

verfolgt werden, die waren tatsächlich

schon länger in der Pipeline. Dass die

jetzt so „aufploppen“, wie du sagtest,

liegt hauptsächlich daran, dass die

mRNA-Forschung natürlich durch Corona

dramatisch beschleunigt wurde.

Worum geht es da im Prinzip?

Darum, Antikörper zu produzieren, die


GESUNDHEIT

ganz wenige Menschen natürlicherweise

produzieren. Die sogenannten „Elite

Controller“. Von dieser Gruppe von

HIV-Positiven kann ein ganz kleiner

Prozentsatz HIV in Schach halten, weil sie

spezielle Antikörper bilden. Der Trick mit

den mRNA-Impfstoffen ist, praktisch nicht

einen Impfstoff zu geben, sondern verschiedene

Impfstoffe hintereinander. Die

sollen das Immunsystem langsam in die

Richtung dirigieren, bis es dann tatsächlich

diese breiten, neutralisierenden Antikörper

bilden kann. In einer Weise, wie es

natürlicherweise nicht geschehen würde.

Ob das möglich ist, ob das funktioniert ist,

ist völlig offen.

„Wir erleben

momentan einen

Paradigmenwechsel.“

Was gibt es neu in der HIV-Therapie?

Was die HIV-Therapie anbelangt, erleben

wir momentan einen Paradigmenwechsel.

Das Wort ist viel strapaziert, aber wir

haben seit Mai dieses Jahres die ersten

wirklich langwirksamen Therapien mit der

Depotspritze auf dem Markt, die alle zwei

Monate gegeben wird. Und das ist nur der

Anfang! Es laufen im Moment bereits Studien

von oralen Therapien, also Tabletten,

die nur einmal pro Woche gegeben werden

müssen bzw. einmal pro Monat. Ob das

ein tatsächlicher Fortschritt ist, bleibt

abzuwarten. Es muss geklärt werden, ob

nicht das dann tendenziell eher vergessen

wird, als die Pille einmal täglich. Und wenn

man die Pille dann vergessen hat, wie ist

zu reagieren? Das sind teilweise ganz

komplexe Regeln. Auch was die injizierbaren

Therapien anbelangt, wäre es noch

schöner, wenn sich das mit dem normalen

Untersuchungsabstand, also alle drei

Monate oder alle sechs Monate decken

würde.

Und?

In den USA ist Lenacapavir, das unter

die Haut gespritzt wird, bereits in der

Zulassung für die Gabe alle sechs Monate.

Implantate für die jährliche Gabe sind

auch in Entwicklung und erst im Herbst

wurde bekannt, dass eine Firma ein

Patent angemeldet hat, wo die bisherigen

Substanzen, die alle zwei Monate gespritzt

werden, in einer neuen Formulierung

gespritzt werden. Dadurch sind größere

Mengen möglich, die dann zusammen

mit der Körperflüssigkeit so eine Art Gel

ergeben, was dann im Gewebe ein Depot

bildet und nur alle paar Monate bis einmal

im halben Jahr – möglicherweise sogar nur

einmal im Jahr gespritzt werden muss.

„Long acting“, wie es so schön heißt, also

lange Wirkungszeit der Substanzen wird

das neue Therapieschema werden. Bisher

war der Standard „eine Pille einmal täglich

mit allen Wirkstoffen“, dabei wird es nicht

bleiben. Die Firmen suchen natürlich

immer nach Möglichkeiten, um das weiterzuentwickeln.

Ob das immer günstig ist für

Patient*innen und für die Krankenkassen,

das ist eine andere Frage. Aber das ist die

Richtung, in die der Zug momentan fährt

und es wird sehr spannend sein, das zu

beobachten.

Was bedeutet das ganz allgemein

für die Gesundheitsversorgung?

Die HIV-Therapie ist wieder mal Trendsetter.

Es ist doch klar: Wenn es bei HIV

funktioniert, dann wird es auch in andere

Therapiegebiete Einzug halten. Ich kann

mir vorstellen, dass auch Menschen, die

täglich ihre Blutdrucktablette einnehmen

müssen oder ihren Cholesterinsenker

dankbar wären, wenn sie stattdessen

einmal im halben Jahr eine Spritze kriegen.

*Interview: Christian Knuth

FOTO: PHOTOHOLGIC

INFO

Siegfried Schwarze ist Vorstandsmitglied bei Projekt Information e. V., einem Verein, der

HIV-infizierte Menschen, ihre Freunde, Angehörigen und Ärzt*innen über Forschung,

Entwicklung und Anwendung von schulmedizinischen, unterstützenden und holistischen

Behandlungsmethoden informiert. Im ständigen interdisziplinären Informationsaustausch

mit Mediziner*innen, Naturheilkundler*innen, Psycholog*innen, Therapeut*innen

und Pfleger*innen entsteht so alle zwei Monate eine Vereinszeitschrift, die diese

Informationen sammelt. Zudem schafft Projekt Information mit POSITIVER RAUM

Möglichkeiten des Austausches und der Vernetzung HIV-Positiver in ländlichen Gebieten.

www.projektinfo.de


„Ich bin

Mutter,

Tanz maus,

religiös und

Gospel-Fan. “

Lillian

# HIVersity

Weil ich mehr bin als

nur HIV-positiv: LiVLife.de

NP-DE-HVU-ADVT-210002; 07/2021


Gesundheit

„Lebensqualität bedeutet

für mich, dass ich als

HIV-positiver Mensch alles

machen kann, was ich will.

Mein Leben so zu führen

wie ich möchte trägt dazu

bei, dass ich glücklich bin.“

Christoph,

lebt seit 2004 mit HIV

NP-DE-HVU-ADVR-210019

Warum ein OFFENES ARZTGESPRÄCH

für HIV-positive Menschen so wichtig ist

Im Leben gibt es immer mal wieder

Veränderungen – größere und kleinere.

Für Menschen mit HIV ist es dabei

besonders wichtig, diese bewusst im

Blick zu behalten, denn sie können

auch einen Einfluss auf die HIV-Therapie

haben. Ein Beispiel für eine solche

Veränderung ist die Entdeckung einer

neuen Sportart, bei der man im Zuge

einer Ernährungsumstellung auch Nahrungsergänzungsmittel

zu sich nimmt.

Offen mit dem/r Ärzt*in sprechen

Eine Möglichkeit, wie solche auf den ersten

Blick kleinen Neuerungen im Lebensstil

mit der HIV-Therapie zusammenhängen

können, sind mögliche Wechselwirkungen

der HIV-Medikamente mit anderen Substanzen,

wie beim zuvor genannten Beispiel

mit den Nahrungsergänzungsmitteln.

Um eine erfolgreiche HIV-Therapie ohne

Wechselwirkungen und damit eine hohe

Lebensqualität und Zufriedenheit sicherzustellen,

ist der offene und regelmäßige

Austausch mit dem/r Ärzt*in besonders

wichtig.

Was Wechselwirkungen sind

und wie man sie vermeidet

Verschiedene Substanzen können sich

gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen –

beispielsweise sich gegenseitig verstärken,

abschwächen oder sogar aufheben. Wenn

Ärzt*innen bei der HIV-Therapie also von

Wechselwirkungen sprechen, meinen sie

damit ganz einfach unerwünschte wechselseitige

Einflüsse auf die Wirksamkeit

zwischen den HIV-Medikamenten und

anderen Substanzen.

Dank der Fortschritte in der modernen HIV-

Therapie haben HIV-positive Menschen

eine weitgehend normale Lebenserwartung.

Dadurch steigt allerdings auch die

Wahrscheinlichkeit, mit dem Älterwerden

neben der HIV-Therapie noch weitere

Medikamente einzunehmen. Damit bei

der HIV-Therapie Wechselwirkungen mit

anderen Substanzen vermieden werden

können, ist Offenheit im Arztgespräch

besonders wichtig: Für den/die Ärzt*in ist

es sinnvoll zu wissen, was man neben der

HIV-Therapie sonst noch einnimmt.

Veränderungen im Blick

behalten

Die individuellen Lebensentwürfe

von HIV-positiven Menschen sind so

unterschiedlich, wie deren einzigartige

Persönlichkeiten. Im Hinblick auf Wechselwirkungen

ist es daher als Mensch mit HIV

vor allem wichtig, die Veränderungen im

eigenen Lebensstil zu beobachten.

Manchmal hat man zwar im Hinterkopf,

dass die eigenen HIV-Medikamente mit

bestimmten Stoffen wechselwirken

könnten. Allerdings verändern sich Dinge

im Leben - wie zum Beispiel die Ernährung

und die Einnahme von Vitamin- und Mineralstoffpräparaten

oder das Partyleben und

der möglicherweise damit einhergehende

gelegentliche Substanzkonsum - ja meist

nicht über Nacht, sondern eher schrittweise.

Gerade das macht eine regelmäßige

Selbstüberprüfung hinsichtlich der

Veränderungen im eigenen Lebensstil und

den persönlichen Bedürfnissen so wichtig.

Was bedeutet das für Menschen

mit HIV?

Wenn man als HIV-positiver Mensch seinen

aktuellen Lebensstil gut im Blick hat, die

eigenen Bedürfnisse gut kennt und regelmäßig

offen mit seinem/r Ärzt*in darüber

spricht, muss man auch keine Angst haben,

wenn andere Substanzen neben der HIV-

Therapie eingenommen werden.

Hilfreich ist es, wenn man sich einmal

eine Liste schreibt mit allem, was man an

Medikamenten und anderen Substanzen

einnimmt. Diese Notizen kann man dann

zum nächsten Arztgespräch mitnehmen

und so gemeinsam prüfen, ob die aktuelle

Behandlung davon beeinflusst werden

könnte. So kann man die passende Therapie

immer im Blick behalten und langfristig

mehr Lebensqualität und Zufriedenheit

sicherstellen.

Weitere Informationen zum Leben mit

HIV sowie persönliche Geschichten von

HIV-positiven Menschen findest du unter

www.livlife.de

Unterstützt von ViiV Healthcare


Gesundheit

AUSSTELLUNG

ERINNERUNGSGEWEBE

Im wahrsten Sinne des Wortes gewebte

Erinnerungen an acht geliebte Menschen,

die an AIDS verstorben sind, gibt

es noch bis zum 13. März im Deutschen

Medizinhistorischen Museum Ingolstadt

zu entdecken.

Als die Immunschwächekrankheit in

den 1980er-Jahren immer mehr Opfer

forderte, begannen AIDS-Aktivist*innen

in den USA Erinnerungstücher für die

Verstorbenen herzustellen und sie in der

Tradition der „Quilts“ zu vernähen. Die

gesteppten Patchworkdecken aus jeweils

acht einzelnen Tüchern wurden zu

einem größeren Block zusammengefügt

und an öffentlichen Plätzen wie der

National Mall in Washington ausgelegt.

Sie setzten der nüchternen AIDS-

Statistik menschliche Einzelschicksale

entgegen und riefen zum Mitgefühl

mit den Erkrankten auf. Nach und nach

entstanden in vielen Ländern ähnliche

Quilting-Projekte.

Besucher*innen ermöglicht die Ausstellung

verschiedene Perspektiven auf

das Exponat, des aus den Niederlanden

stammenden „Quiltblock Nr. 21: als Objekt

der persönlichen Trauerarbeit, der öffentlichen

Empörung und der Solidarität mit

Betroffenen. Die Ausstellung zeigt zudem,

wie unterschiedlich Politik, Medizin und

Zivilgesellschaft auf die damals neuartige

Krankheit reagierten.

Zur Ausstellung erscheint ein bebilderter

Katalog und eine virtuelle Führung ist auf

YouTube verfügbar. *ck

Bis 13.3., In the Name of Love! AIDS-

Gedenktücher als Zeichen von Trauer und

Protest, Deutsches Medizinhistorisches

Museum Ingolstadt, Anatomiestraße

18 – 20, Ingolstadt, Di – So 10 – 17 Uhr,

www.dmm-ingolstadt.de

In jeder

Stadt

zu Hause

Queere Gastgeber in über

70 Ländern erwarten dich!

Seit 20 Jahren in der Community bekannt unter ebab


Gesundheit

RKI-Chef Prof. Wieler stellt

die aktuellen Corona-Zahlen

vor. Einmal jährlich, aber mit

weit weniger Wirbel, veröffentlicht

sein Institut auch

die Zahlen zur Entwicklung

der nunmehr 40 Jahre

andauernden HIV-Pandemie

FOTO: TOBIAS SCHWARZ / AFP

SCHLAU ZU HIV

BESSER SPÄT ALS NIE!

Nach Schätzungen des Robert Koch-Institut (RKI) wussten im Jahr 2020 etwa

10 Prozent der 91.400 Menschen, die in Deutschland mit HIV leben, nichts von

ihrer Infektion. Wer sind diese Menschen und warum werden sie nicht erreicht?

Darüber haben wir mit Dr. med. Nino Ochana, Facharzt für Innere Medizin u. a.

mit den Schwerpunkten HIV/Aids und Hepatitis aus der Praxis am Ring in Köln

gesprochen. *ck

Woran liegt es, dass in Deutschland

immer noch 9.500 Menschen

leben, ohne von ihrer HIV-Infektion

zu wissen?

Sich testen zu lassen oder einen

Test anzubieten, darf nicht länger

schambehaftet sein! Auch wenn es

Überwindung kostet für Patient*innen und

Behandler*innen. Großen Einfluss auf den

Zeitpunkt der Diagnose hat offenbar die

Kommunikation: Viele Ärzt*innen haben

HIV gar nicht (mehr) auf dem Schirm.

Vor allem, wenn die Patient*innen keiner

sogenannten Risikogruppe angehören.

Menschen, die sich über heterosexuelle

Kontakte infiziert haben, Ältere, Personen

aus ländlicheren Umgebungen, Minderheiten

... Ein Beispiel aus meinem Praxisalltag:

Seit Oktober ist das Hepatitis-Screening

eine Kassenleistung im Rahmen des

sogenannten „Check-ups“ für Versicherte

ab 35 Jahren. Ich weise in diesem Rahmen

grundsätzlich jeden Patient*innen darauf

hin, dass es durchaus sinnvoll ist, sich

auch auf HIV testen zu lassen, so nach

dem Motto „wenn wa´ schon ma´ dabei

sind“. Bisher habe ich selten erlebt, dass

das abgelehnt wurde.

HIV ist heute mit modernen

Therapien gut behandelbar und die

Lebenserwartung von Menschen

mit HIV ist nahezu vergleichbar

mit derer Nicht-Infizierter.

Bekommt man eine Infektion von

Spätdiagnostizierten wieder in den

Griff und sind alle Regime gleich

gut geeignet?

HI-Viren schwächen das Immunsystem,

indem sie wichtige Immunzellen,

die sogenannten T-Helferzellen,

zerstören. Modernen HIV-Medikamente,

besonders die neuen Integrasehemmer,

sind so potent, dass sie die Viruslast

binnen weniger Monate unter die

Nachweisgrenze drücken. Je länger

aber der Immunschaden anhielt vor

der Therapie, desto langsamer erholt

sich das Immunsystem. Gerade bei den

Spätdiagnostizierten ist der Immunschaden

häufig so groß, dass man

begleitend zu der antiviralen Therapie

für eine gewissen Zeit auch Antibiotika

einnehmen muss, um die Entstehung

bestimmter Infektionen z. B. der Lunge

zu minimieren.

SPÄTDIAGNOSE

Was ist das und wie wird es

definiert?

Dr. Ochana: „Eine allgemeingültige

bzw. einheitliche Definition einer

„HIV-Spätdiagnose“ existiert nicht.

Im Allgemeinen spricht man von

einer Spätdiagnose, wenn die

CD4-Zellzahl (T-Helferzellen, weiße

Blutkörperchen) im Blut unter

350 pro Mikroliter abgesunken ist.

Häufig ist das Immunsystem dann so

geschwächt, dass Aids-definierende

Erkrankungen entstehen.“ Der Begriff

„Late Presenter“ wird auf Drängen der

HIV-Selbstvertretung zunehmend

durch „Spätdiagnose“ ersetzt, da

er die Ursache einer späten HIV-

Diagnose alleinig dem HIV-Positiven,

dem Presenter, zurechnet und so mit

einer unterbewussten „Schuldfrage“

der Stigmatisierung HIV-Postiver

Vorschub leistet.

„Um noch mehr HIV-Infektionen früher zu diagnostizieren,

müssen Testangebote weiter ausgebaut werden.

Auch sollten niedergelassene Ärzte stärker sensibilisiert

werden und mehr auf HIV und andere sexuell übertragbare

Infektionen testen.“ - Dr. med. Nino Ochana


Gesellschaft

FOTO: WILEY BRAND IMAGES / UNSPLASH / CC0

#PINKWASHING

In den letzten 20 Jahren wurden

in Deutschland vielfältige

Kampagnen für die LGBT+

Zielgruppe aufgelegt. Ein neuerer

Trend ist es, dass auch in Mainstreamwerbung

mit Community-Themen

geworben wird. Dies wird unter dem

Begriff Pinkwashing kritisch betrachtet,

weil in manchen Fällen das Interesse

an der Community ausschließlich durch

mögliche Umsatzsteigerungen motiviert

erscheint. Wir definieren eine Kampagne

als Pinkwashing, wenn sie sich der Symbole

der LGBT+ Community bedient, ohne

eine nachhaltige Beziehung zur LGBT+

Community aufzubauen.

Wer bewertet Pinkwashing?

Die Initiatoren von pink-washing.

de sind Sprachrohre der LGBT+ Community,

die diese seit zum Teil fünfzig

Jahren auf ihrem Weg der Emanzipation

und Anti-Diskriminierung begleiten.

Dazu zählen im Moment die

Medien der blu Mediengruppe: Spartacus,

männer*, blu, Leo, rik, gab, hinnerk,

CHECK und mate. Die Plattform

ist offen für weitere Player der queeren

Community und hofft auf reges Interesse.

It‘s time to react!

Wie bewerten wir Pinkwashing?

Es wurde ein erster Kriterienkatalog erstelllt,

der fortwährend weiter entwickelt

wird. Zur Zeit umfasst er vier Kriterien, für

die jeweils ein gehobener, ein gesenkter

oder ein neutraler Daumen vergeben wird.

Die Einzelergebnisse werden in einer Gesamtbeurteilung

zusammengefasst und

begründet. Den Unternehmen wird die

Gelegenheit gegeben, zu offenen Fragen

Stellung zu beziehen. Das Ergebnis wird

der Öffentlichtkeit zugänglich gemacht

und auf dieser Seite archiviert.

Wonach bewerten wir

Pinkwashing?

Innovation: Erzeugt die Kampagne

Aufmerksamkeit innerhalb der Community

oder nutzt sie aktuelle, queere

Trends oder einen neuartigen Kampagnenansatz?

Unternehmen, die bestimmte

Produkte oder Dienstleistungen an

die LGBT+ Zielgruppe richten, sollten

diese auf ihre verantwortungsbewusste

Produktion in der gesamten Lieferkette

überprüfen und mit diesen Angeboten

ein Minimum an Umweltschäden und

gesundheitlichen Risiken verbinden

.

Authentizität: Ein Engagement in der

LGBT+ Community ist nur glaubhaft,

wenn es sich nicht ausschließlich zu

weniger Anlässen wie der Pride-Saison

abspielt, sondern ganzjährig präsent ist.

Zeigt die Kampagne echtes Engagement

für Vielfalt und für die Bedürfnisse der

queeren Community?

Partizipation: Unternehmen, die sich mit

Produkten und Dienstleistungen an die

LGBT+ Community richten, sollten einen-

Teil der erlösten Einnahmen an Organisationen

aus diesem Umfeld spenden oder es

queeren Akteur*innen durch Sponsoringmaßnahmen

zukommen lassen. Werden

queere Menschen, Organisationen oder

Firmen-Netzwerke bei der Gestaltung der

Kampagne mit einbezogen? Wie steht es

mit der diesbezüglichen Diversity-Kultur

im eigenen Unternehmen?

Kommunikation: Unternehmen, die sich

an die LGBT+Community richten, sollten

die gewachsenen Kommunikationsstrukturen

respektieren, die durch Vereine,

Veranstalter und Medien über lange Jahre

aufgebaut wurden. Es ist ein Zeichen von

Intoleranz, an diesen Strukturen vorbei zu

agieren und beispielsweise ausschließlich

über soziale Netzwerke zu kommunizieren.

Diese stehen seit vielen Jahren in der

Kritik, systematisch Inhalte der Community

zu zensieren und so ihrer Ausgrenzung

und Unsichtbarmachung Vortrieb zu

leisten.

Wie kann man* mitmachen?

Gerne bewerten wir Kampagnen, die ihr

besonders wichtig findet.

Schreibt uns an:

redaktion@männer.media


FOTO. BLUCOM

Love Coca-Cola?

Regenbogendosen, CSD-Trucks und immer wieder queere

Werbespots und Plakatkampagnen mit teilweise kontroverser

Wirkung. Voller Einsatz oder zero Substanz? Coca-

Cola im #pinkwashing Check.

INNOVATION

Die Regenbogendose von Coca-Cola wurde erstmals 2019

und dann wieder 2021 im deutschen Markt promoted. Der

Regenbogen selbst ist dabei zurückhaltend angebracht und

das Thema „Love“ dominant. Damit wird ein vielschichtiger

Kampagnenansatz gefahren, der seine Entsprechung in

parallelen Claims wie „Hate can`t dance“ oder „Hate can`t

celebrate“ findet. Das Produkt an sich unterscheidet sich außer

der Verpackung nicht von den üblichen Angeboten und basiert

leider nur auf der Nicht-Diät-Variante.

AUTHENTIZITÄT

Die Kampagne wird gezielt als Pride Kampagne in der entsprechenden

Saison beworben. Sie richtet sich mit ihren Claims

auch an eine breitere Bevölkerung. Dabei kommen auch Plakate

zum Einsatz. Laut Eigenaussage lebt das Unternehmen

Vielfalt und setzt sich für „Gleichberechtigung, Akzeptanz und

Respekt“ ein. Das Unternehmen verteidigt seine Vielfaltskampagnen

medienwirksam gegen homophobe Gesetzgebung in

Ländern wie Ungarn oder unterstützt politische Kampagnen

wie jüngst die #Ehefüralle in der Schweiz.

PARTIZIPATION

Ganzjährig betreibt Coca-Cola eine strategisch angelehnte

Diversity-Arbeit im eigenen Unternehmen. Schon 2010 trat

Coca-Cola in Berlin dem Bündnis gegen Homophobie bei.

Das Unternehmen ist seit vielen Jahren Sponsor von

LGBTIQ*-Events wie zuletzt dem World Pride in Kopenhagen.

Bei der Umsetzung der Kampagne wurden Influencer aus der

LGBTIQ*-Zielgruppe in die Kommunikation einbezogen.

KOMMUNIKATION

Die Kommunikation verläuft auf vielen Kanälen wie Online,

Print, CSD-Paraden mit Trucks sowie Social Media und bezieht

die Akteure der Community mit ein.

FAZIT

Coca-Cola zeigt eindrucksvoll, wie ein Produkt mit relativ

wenig Herstellungstiefe trotzdem in einen anspruchsvollen

kommunikativen Zusammenhang gebracht werden kann. Die

Zusammenarbeit mit der LGBTIQ*-Community ist nach innen

und außen überzeugend.


Gesellschaft

DIVERSITY

VIERMAL AUSGEZEICHNET!

Trotz Pandemie verlieh die PROUT

AT WORK - Foundation zum vierten

Jahr in Folge die „LGBT*IQ Awards“

an Unternehmensnetzwerke, die sich

für die Chancengleichheit und Rechte

aller queeren Menschen am Arbeitsplatz

besonders eingesetzt haben. Wir stellen

die vier Awards vor und lassen ihre

Preissträger*innen zu Wort kommen.

*Marco Bast

Der diesjährige Gewinner des BIG

IMPACT INITIATIVE – Award ist das

Netzwerk der Bundeswehr „QueerBw“.

Der im Jahre 1994 gestrichene §175 gab

den Weg zur Entkriminalisierung aller

Homosexuellen frei, jedoch benutzte

die Bundeswehr in den Folgejahren

die Homosexualität seiner Soldaten

als Degradierungs-, Kündigungs- und

Benachteiligungsgrund. 2021 wurde

auch durch dieses anhaltenden

Engagement der Gesetzesentwurf für

das „SoldRehaHomG“ endlich Realität,

das den Opfern Rehabilitation und

Entschädigung verschafft.

„Der Award ist ein großartiges Zeichen

der Community an uns Aktivist:innen.

Wir freuen uns sehr, dass unsere

Arbeit gesehen wird und einen

spürbaren Einfluss auf das Leben von

Queers in Deutschland hat. Zeitgleich

motiviert er auch: Wir müssen am

Thema bleiben und weiterhin für die

Rechte von Queers Flagge zeigen.“

„QueerBw“ / Bundeswehr

Der RISING STAR – AWARD wird 2021

an das junge Netzwerk „LGBT*IQ &

Friends @ RWE“ verliehen. Hier wurde

eine besondere Trans* Guideline

vorangetrieben, welche Mitarbeiter*innen

in Transition begleitet und zur Seite

steht. Auch Kolleg*innen unabhängig von

Position und Beschäftigung innerhalb

des Unternehmens werden dadurch mit

Aufklärung und Beratung versorgt.

„Den Gewinn des Rising Star Award

2021 hätten wir uns noch vor 3 Jahren

kaum vorstellen können, das erschien

unerreichbar. Er bedeutet sowohl uns

persönlich, als auch für das LGBT*IQ

& Friends-Netzwerk und die Diversity-

Entwicklung bei RWE eine riesige Anerkennung,

die uns sehr glücklich macht.

Innerhalb von RWE wurden wir dadurch

noch bekannter, was nicht zuletzt an

der großen Zahl der inzwischen 192

Mitglieder aus 6 Nationen und allen

Unternehmensbereichen abzulesen ist.“

„LGBT*IQ & Friends“ / RWE

Den GLOBAL LEADER NETWORK –

Award gewinnt 2021 das Netzwerk

„Encompass Pride“ von ABB, das sich

besonders im Pride Month diesen Jahres

global für die Community stark gemacht

hat. „Encompass Pride“ setzt auf

Sensibilisierungstraining mithilfe eines

Ally Guides und Unconcious Bias Training

innerhalb des Unternehmens. Auf jedes

Land individuell zugeschnittene Ansätze

werden mit den globalen Zielen des

Netzwerks vereint, so wurden dieses Jahr

mit rund 25 Veranstaltungen weltweit

Tausende erreicht.

„The award is a strong recognition for

all the work done in boosting inclusion

and equality at ABB for LGBTQ+

people.

We mobilized around 800 people

globally in less than a year and our

ERG are the backbone of our inclusion

strategy, able to educate, engage and

empower the organization to grow and

develop.“

„Encompass Pride“ / ABB

Den diesjährig zum ersten Mal verliehen

SUSTAINABILITY – Award gewinnt das

Netzwerk „Proud Heroes“ von Delivery

Hero. Mit jährlichen Befragungen an das

Team werden hier langfristige Änderungen

und Verbesserungen für alle queeren

Mitarbeiter_innen geschaffen – so werden

auf jeder Ebene des Unternehmens

Richtlinien geschaffen, die Themen wie

Transition, Diskriminierung und Entsendung

ins Ausland aufgreifen.

„The Prout@Work Sustainability Award

means a lot to us. First of all, it shows

us that we have built the community

on a strong foundation. Over the past

two years, our organic growth has

been based on close collaboration

with our I&D and external NGOs. The

award is an external recognition for

us and now we know that our growth

steps are right. Thus, it is also a huge

motivational boost for the future.“

„Proud Heroes“ / Delivery Hero SE

www.proutatwork.de


Gesellschaft

INTERVIEW

HARALD GLÖÖCKLER:

„Nicht SO schwul wie der. Ja geht’s noch?“

Der Designer und Künstler ist

weltweit bekannt. Für uns fand

der queere Star an einem Wintermontag

Zeit für ein stimmungsaufhellendes,

entspanntes Telefonat.

Man glaubt es kaum, aber auch innerhalb

der LGBTIQ*-Community gibt es

Menschen, die sich an manchen Tagen

an Ihrem Auftreten stören. Warum

provoziert Queerness immer noch?

Warum folgen Menschen einem Menschen,

den sie nicht mögen? Da geht es ja

schon mal los. Mir ist es egal, wie meine

Mitmenschen rumlaufen. Wenn eine ihren

BH über dem Pullover tragen will, soll sie es

tun, ich bewerte das nicht – auch nicht rote

oder grüne Haare. Wir sind alle Individuen,

die sich anders ausdrücken und das auch

sollen. Das Einzige, wo ich mal etwas sagen

würde, ist bei der Körperpflege, wenn eine

oder einer sich nicht mehr pflegt, da würde

ich dann schon anmerken: Wäre es nicht an

der Zeit, dich mal wieder zu waschen? Viele

haben eine verzerrte Selbstwahrnehmung.

Wir alle altern, aber was bedeutet denn in

Würde altern? Wer legt das WIE fest? Wir

sind geistige Wesen, die eine körperliche

Zeit erleben, und da kann man den Körper

renovieren wie ein Haus! Ich lebe seit 40

Jahren mit der Gay-Szene, gerade

da erlebe ich viel Intoleranz. Da höre

ich: Ich bin ja auch schwul, aber

nicht SO schwul wie der. Ja geht’s

noch? Wie kann man von außen

Toleranz erwarten, wenn man innerhalb

der Szene nicht tolerant ist.

Aber am Ende des Tages bekomme

ich so viele Nachrichten von jungen

Menschen, so ab 15 Jahren, die sich

für mein Auftreten bedanken, das

ihnen Mut machte, so zu sein, wie

sie sind. Toleranz braucht auch einen

gewissen Grad an Intelligenz und

die nehmen nicht alle in Anspruch.

(kichert)

Sie sind ein Frühaufsteher. Wie

motivieren Sie sich jeden Tag,

fleißig zu sein?

Zum einen ist da schon mal mein

Hund, der raus will! Aber: Wenn man

sich erst motivieren muss … Das

gibt es bei mir nicht. Wenn man

sich etwas vornimmt, etwas geplant

hat, dann fällt einem das Aufstehen

leicht. Ich diskutiere nicht mit mir.

Das ist ja oft das Problem vieler Menschen,

dass sie ständig ihre Entscheidungen

hinterfragen, hadern, zögern.

Viele Menschen fühlen sich heute

einsam, wie bekämpfen Sie solche

Gefühle?

Ach, verbunden sind wir eigentlich nicht.

Man befindet sich auf Social Media in

einem Pool, aber verbunden ist man nicht.

Irgendwie ist das doch ein voyeuristischer

Kram. Natürlich gibt es aber auch dort

ein paar interessante Kontakte, aber das

sind auch in der realen Welt interessante

Menschen, die machen keine Show. Ich

sehe aus, wie auf Instagram, aber manche

sehen auf Instagram aus wie Sonnenschein

und live wie ein Gewitter. (lächelt) Das

große Problem ist das ständige Vergleichen,

dieser Wettbewerb, der Neid erzeugt.

Vergleichen macht keinen Sinn! Man muss

sich auf sich konzentrieren, sich selbst gut

genug sein. Unsere Welt ist emotionslos

geworden, manchmal denke ich mir, das

Einzige, was immer funktioniert, ist Neid.

Thema „Ich bin ein Star – Holt mich

hier raus!“ Warum?

Zum Teil liegt es an Corona, am Lockdown.

Ich saß 2020 in meinem Garten und

dachte mir: Jetzt sitze ich hier, sauber weggesperrt,

dabei brauche ich Öffentlichkeit,

etwas zu tun. Ich bin nicht gerne in der

Defensive, ich brauche ein Projekt! Dann

kam die zweite Anfrage für den Dschungel.

Übrigens die zweite, die erste kam 2010

für die englische Variante, aber da hatte

ich keine Zeit. Und damals auch ein paar

Einwände …

Aber wovor sollte ich da Angst haben? Ich

bin ein Kind vom Land, da hat man keine

Angst vor Ratten. Meine Tante hatte eine

Mühle, da lagen manchmal sterbende Ratten

rum, wenn man, wie damals üblich, mit

Gift gegen sie vorgegangen ist. Furchtbar.

Ich habe mir, als ich das Buch „Prince

Pompöös“ schrieb, überlegt: Was hast du

schon alles erlebt? Was willst du noch

erleben? Ich predige den Leuten immer,

ihre Komfortzone zu verlassen, also war ich

mal dran! An sich finde ich dieses Dschungelcamp

eine tolle Doku. Manchmal waren

die Protagonisten nicht immer … Aber ich

kann ja auch nicht das Opernhaus oder ein

Restaurant boykottieren, nur weil da mal

Menschen sind, die sich nicht benehmen

können. Ohne Lockdown wäre ich nicht

rein ins Dschungelcamp! Zusammen mit

RTL habe ich jetzt gerade eine Tapetenkollektion

entworfen, auch dank des Camps.

Ich bin raus aus der Defensive!

Worauf freuen Sie sich gerade?

Gerade natürlich auf die Weihnachtszeit.

Zudem arbeite ich gerade an einem

Bildband, der im März auf der Buchmesse

in Leipzig präsentiert werden

soll. Da werden auch Bilder von mir

von Henning von Berg zu sehen sein.

Wir kennen uns schon sehr lange

und ich sagte zu ihm: Lange muss

man nicht mehr warten, dann ist

der Zug abgefahren! (kichert) Also

darauf freue ich mich. Und auf das

Dschungelcamp. Auf meine Luxury

Tiny Houses – die ich gerade fertig

entworfen habe. Und jeden Tag über

all die Leute, die ich treffe. Ich lasse

mich jeden Tag NEU auf Leute und

Situationen ein. Ich gehe nicht mit

Gedanken von gestern auf Leute zu.

Wenn Sie mir gestern ein Ave Maria

singen und es ist fürchterlich, würde

ich mich trotzdem darauf einlassen,

dass Sie es noch mal singen. Denn

heute habe ich es ja noch nicht von

Ihnen gehört! (lacht)

*Interview: Michael Rädel

www.haraldgloeoeckler.de


Film

Der aus Estland stammende

Regisseur Peeter Rebane

studierte in Harvard und Kalifornien,

inszenierte bislang Dokumentationen

sowie Videos für die Pet Shop Boys

oder Moby und produzierte 2002 den

Eurovision Song Contest in Tallinn.

Der Schauspieler Tom Prior ist Brite,

studierte an der renommierten Royal

Academy of Dramatic Art und war in

Nebenrollen in „Die Entdeckung der

Unendlichkeit“ oder „Kingsman: The

Secret Service“ zu sehen. Gemeinsam

zeichnen die beiden nun, auch als

Drehbuchautoren, für den Film „Firebird“

verantwortlich, der von einer

großen Liebe zwischen zwei Soldaten

in der sowjetischen Armee in den

1970er Jahren erzählt.

Peeter, „Firebird“ basiert auf dem

autobiografischen Roman des

russischen Schauspielers Sergey

Fetisov. Was interessierte Sie an der

Geschichte?

Rebane: Sie hat mich emotional einfach

enorm berührt. Eine Bekannte von mir,

die das größte Filmfestival in meiner

Heimat Estland gegründet hat, bekam das

Manuskript in die Hände und legte es mir

ans Herz, weil ich auf der Suche nach dem

richtigen Stoff für meinen ersten Spielfilm

war. Ich brauchte mit meinem sehr gebrochenen

Russisch eine Woche zum Lesen,

aber war wirklich zutiefst bewegt von dieser

Liebes- und Dreiecksgeschichte.

Warum entschieden Sie sich dazu, den

Film nicht auf Russisch, sondern auf

Englisch zu drehen?

INTERVIEW

Peeter Rebane und Tom Prior

Rebane: Wir haben darüber viel diskutiert.

Hätten wir auf schließlich auf Authentizität

gesetzt, wären vor der Kamera Russisch,

Estnisch und einige andere Sprachen der

UdSSR gesprochen worden. Aber natürlich

war mir auch wichtig, dass der Film von

möglichst vielen Menschen gesehen und

in viele Länder verkauft wird. Da macht

Englisch einfach vieles einfacher. Und wenn

ich mir ansehe, dass der Film bereits auf

über 50 Festivals nicht zuletzt im englischsprachigen

Raum gezeigt wurde, war die

Entscheidung wohl auch richtig.

Außerdem hatten Sie so

natürlich einen breiteren Pool an

Schauspieler*innen, aus dem Sie

schöpfen konnten ...

Rebane: Was nicht unwichtig war, wie sich

herausstellte. Es gab viele, auch sehr etablierte

russische Schauspieler, die mir sagten,

dass ihnen persönlich die Geschichte zwar

sehr gefalle, sie mit einem solchen Film aber

ihre Karriere gefährden würden.

Diese Sorge hatten Sie, Tom, als

offen schwuler britischer Schauspieler

offenkundig nicht. Stießen Sie

über ein ganz normales Casting zu

„Firebird“?

Prior: Nein, das ergab sich auf Umwegen.

Nach dem Dreh zu „Kingsman: The Secret

Service” war ich eine Weile für Meetings

in Los Angeles, wo ich eine britische

Produzentin traf, die mir von dem Projekt

erzählte und fand, die Hauptrolle könnte

was für mich sein. Sie stellte mir Peeter

dann zu Hause in London, wo er damals

FOTOS: SALZGEBER

„FIREBIRD“

auch lebte, auf ihrer Weihnachtsfeier vor.

Wir verstanden uns super und ich mochte

die Geschichte sehr, und so beschlossen wir

eine Art kleinen Teaser des Films zu drehen,

der dabei helfen sollte, Geldgeber an Land

zu ziehen.

Schließlich wurden Sie dann

allerdings nicht nur Hauptdarsteller,

sondern auch Ko-Autor. Wie kam es

dazu?

Rebane: Eigentlich dachte ich zunächst,

meine Drehbuchfassung sei rund um

gelungen. Aber natürlich war doch noch

Luft nach oben, wie sich zeigte.

Prior: Ich habe einfach bei den Proben

immer wieder Vorschläge gemacht, wo man

hier und da die Dialoge noch glaubwürdiger

machen könnte. Dafür zeigte sich Peeter

erfreulich offen, und weil ich auch ein paar

Ideen zur Gesamtstruktur der Geschichte

hatte und nach unserem kleinen Teaser für

den großen Spielfilm sowieso noch ein paar

neue Ideen nötig waren, ergab sich daraus

eine zweieinhalbjährige, enge Zusammenarbeit

am Drehbuch. Wir trafen sogar den

echten Sergey, der damals noch lebte,

und saßen tagelang mit ihm in Russland

zusammen, um über seine Geschichte zu

sprechen.

Weil es eben um russische Schauspieler

ging, die vor schwulen Rollen

zurückschrecken. Haben Sie sich

je darüber Gedanken gemacht, auf

welche Rollen Sie festgelegt werden

könnten, Tom?

Prior: Klar, und das Thema, wer welche


Rollen spielen darf und sollte, wird ja gerade in vieler

Hinsicht mehr diskutiert denn je. Die Agenten in Hollywood

suchen zumindest dieser Tage nicht mehr nur nach weißen

heterosexuellen Männern, das kann man wohl so sagen.

Inklusion wird großgeschrieben, und das finde ich auch

gut. Aber gleichzeitig fand ich persönlich es auch immer

schon gut, wenn das Publikum möglichst wenig über mich

als Privatperson weiß, denn das macht es mir einfacher, in

andere Rollen zu schlüpfen.

Das klingt, als seien Sie kein Fan der Forderung,

queere Rollen sollten vor allem mit queeren

Schauspieler*innen besetzt werden.

Prior: Sagen wir es mal so: Ich finde es sehr wichtig, dass

geoutete Schauspieler*innen genauso viele Jobchancen

haben wie alle anderen auch. Und dass queere Menschen

sich selbst auf der Leinwand repräsentiert sehen. Das

sollte aber nicht dazu führen, dass Schwule nur noch von

Schwulen und Heteros ausschließlich von Heteros gespielt

werden dürfen. Da kommen wir dann auch wieder schnell

in heikle Gefilde. Zumal es nicht so weit kommen sollte,

dass Casting-Agent*innen ihr Gegenüber erst mal nach der

sexuellen Identität fragen, bevor eine Rolle besetzt wird. Und

niemand will das Gefühl haben, einen Job nur auf der Basis

dessen bekommen zu haben, mit wem man ins Bett geht.

Wie sehen Sie als Regisseur die Sache, Peeter?

Rebane: Mir ist es zuletzt öfter passiert, dass Filmfestivals

in ihrem Bemühen um Diversität die Sexualität von

Regisseur*innen und Schauspieler*innen abfragen. Das

finde ich etwas fragwürdig. Verstehen Sie mich nicht falsch,

ich finde es großartig, dass sich unsere Branche endlich

ändert, und vermutlich geht es da nicht ohne ein paar

Maßnahmen dieser Art. Aber als offen schwuler Regisseur

finde ich es auch befremdlich, dass meine Sexualität jetzt

zum Kriterium wird, wenn über meine Arbeit geurteilt wird.

Ich will zu Festivals eingeladen werden, weil mein Film gut

genug ist, nicht um die Schwulenquote zu erfüllen. Und ich

werde auch nicht, wie es neulich bei den British Independent

Film Awards gefordert wurde, irgendwo angeben, ob

meine Mitarbeiter*innen – von der Kostümbildnerin bis zum

Kameramann – queer sind oder nicht. Das steht mir nicht

zu – und geht mich selbst nicht mal was an.

Apropos Festivals: „Firebird“ war 2021 zum Internationalen

Film Festival in Moskau eingeladen. Wie

wurde dort auf den Film reagiert?

Rebane: Zunächst einmal waren wir sehr überrascht,

überhaupt dorthin eingeladen zu sein. Wir sahen das

als Zeichen, dass sich vielleicht doch was tut in Sachen

LGBTIQ*-Akzeptanz. Das erste Screening lief auch gut,

viele Szene-Aktivist*innen waren da und die Publikumsreaktionen

waren positiv. Doch am nächsten Tag erreichte

die Staatsanwaltschaft ein Brief mit der Aufforderung, den

Film zu verbieten. Und plötzlich erschienen 93 Artikel über

„Firebird“ in der russischen Presse, von denen 92 durch und

durch negativ waren. Sie klangen alle, als seien sie von ein

und derselben Person in einem Propaganda-Büro geschrieben

worden, unter der Überschrift „Ein Este, ein Brite und

ein Ukrainer bringen Schande über das Moskau International

Film Festival“. Tatsächlich wurde dann der Ticketverkauf

gestoppt, unsere Gäste-Einladungen wurden gecancelt und

die Presse wieder ausgeladen. Das zweite Screening fand

dann vor leerem Saal statt. So laufen die Dinge leider also

auch heute noch in Russland.

*Interview: Patrick Heidmann

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Film

NACHGEFRAGT

FOTO: A. RAU

Ausgezeichnet: Lukas Röders „Gehirntattoo“

Der 1993 in Starnberg geborene Regisseur

ist Student an der Hochschule

für Fernsehen und schon seit 2017 immer

wieder erfolgreich bei den Hofer Filmtagen

dabei. 2021 wurde er für seinen Film

„Gehirntattoo“ mit dem „Hofer Goldpreis“

ausgezeichnet. Wir fragten nach.

Querdenker überall, Verschwörungstheorien

… Kamst du dadurch auf das

Thema Schizophrenie?

Nein, das hatte damit nichts zu tun. Ich

bin vor einigen Jahren selbst an einer

schweren Psychose erkrankt und war

lange in der Klinik. Seitdem setze ich mich

filmisch mit psychischen Erkrankungen und

Psychodrama auseinander. Mir ist es wichtig,

darüber Filme zu machen, um einen Dialog

anzustoßen.

Im Film stellst du die Frage, warum

ihn, Hans, niemand streichelt. Wie ist

das gemeint?

Ich glaube nicht, dass streicheln heilt, aber

streicheln tut gut. Streicheln ist besser als

Angst oder Abstand. Mir geht es mit dem Film

darum, eine gewisse Lockerheit im Umgang

mit psychischen Erkrankungen herzustellen.

Ist man erkrankt, muss man sich immer

Gedanken machen: Wird die Person, der

ich es erzähle, verstehen oder wird sie auf

Abstand gehen? Warum ihn niemand streichelt,

soll eine kleine Provokation sein. Warum

Angst haben, wenn wir auch streicheln

könnten? Das ist doch die bessere Option.

Warum soll man sich freuen, wenn

jemand eine psychische Erkrankung

hat?

Mir geht es darum, den Status quo infrage zu

stellen. Eine Erkrankung ist hart und schwer,

aber es hilft keinem Betroffenen, wenn er

oder sie stigmatisiert oder ausgegrenzt wird.

Selbst erkrankt kann ich sagen: Es würde

mir helfen, wenn Menschen meinen Symptomen

mit Offenheit begegnen würden.

Warum sich nicht darüber freuen? Das ist

doch tausendmal besser, als die Menschen

auszugrenzen.

Ich wünsche mir einfach eine bessere Integrierung

von Erkrankung und Erkrankten. Sie

sind Teil unseres Lebens, und Freude über

das Verrückte ist für mich eine Option.

*Interview: Michael Rädel

Das ganze Interview gibt es auf

männer.media

VERLOSUNG

„RESPECT“ –

Jennifer Hudson IST Aretha

„(Oo) All I'm askin' / (Oo) Is for a little respect when you come home (just

a little bit)“ – eigentlich jede(r) mit oder ohne Beziehung oder Dates kann

sich mit diesem Text identifizieren. Aretha Franklin machte die Nummer 1967

zu IHRER Nummer, klar, dass so auch der Film heißt, der sich mit den Anfängen

ihrer Karriere bis zum Jahr 1972 beschäftigt: „Respect“.

Sie wurde missbraucht, geschlagen,

gedemütigt, kontrolliert und

diskriminiert. Trotzdem ging sie ihren

Weg, setzte sich für Frauenrechte, die

schwarze Bürgerrechtsbewegung und

auch für die LGBTIQ*-Community

ein. Ihr half der Glaube an Gott, so

verwundert es auch nicht, dass eines

ihrer erfolgreichsten Alben „Amazing

Grace“ wurde. Bis zu ihrem Tod 2018

landete sie regelmäßig Welthits, „Chain

of Fools“ zum Beispiel, „Who’s Zoomin’

Who?“, „Think“ oder auch „I Knew You

Were Waiting (For Me)“ mit George

Michael und „A Deeper Love“. Bis kurz

vor ihrem Tod war sie aktiv, erfolgreich

und politisch: „Wir alle wollen und verdienen

Respekt. Mann, Frau, Schwarz

und Weiß. Das ist ein elementares

Menschenrecht“, so Aretha Franklin,

die mit ihrer Musik für die Emanzipation

und Bürgerrechtsbewegung ein

deutliches Zeichen setzte. Im Februar

2022 erscheint der Film „Respect“ auf

DVD und Blu-Ray, wir verlosen ihn hier:

männer.media/gewinne. *rä


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Musik

INTERVIEW

LESLIE CLIOs

gute Energie bei „Brave New Woman“

Radio-Hits hatte sie einige,

unter anderem „My Heart Ain’t

That Broken“ oder auch „I Couldn’t

Care Less“ und „Rumours“. 2020 gab

es für die Single „No Man No Cry“ zusammen

mit Oliver Koletzki in Italien

eine Goldene Schallplatte. Jetzt –

fast schon im Frühling 2022 – veröffentlicht

sie ihr viertes Album „Brave

New Woman“ – und setzt dabei auf

Frauen-Power. Wir erreichten sie via

Telefon in einem Park in Kreuzberg.

Die zentralen Themen deines neuen

Albums sind Aufbruch und Self-

Empowerment. Ganz passend dazu

hast du nun deine eigene Plattenfirma.

Wie wichtig ist dir Aufbruch?

Sehr wichtig! Trenne dich von allem, was dir

nicht guttut. Setze auf dich selbst, vertraue

dir.

Dein aktuelles Team besteht aus

Frauen. Wie stehst du zum Wort

Frauen-Power, das in manchen

Kreisen wiederum als diskriminierend

gilt?

Ich sag auch Männer-Power! Insofern … Ich

habe mich bewusst für ein Frauenteam

entschieden. Es ärgert mich, dass Frauen

in unserem Business immer noch so

unterrepräsentiert sind. Der einzige Weg aus

dieser patriarchalischen Sackgasse besteht

darin, Frauen einzustellen, simple as that. Ich

bin megastolz, dass in meinem Team so ein

Haufen toller Frauen zusammengekommen

ist und ich das möglich machen konnte. Es

sind alles wunderbare Frauen, alle wollen in

ihren Gebieten ihre Frau stehen, da entsteht

gute Energie.

Was war dir bei diesem neuen Album

musikalisch besonders wichtig?

Dass meine Stimme im Vordergrund steht.

Absolut im Vordergrund. Beim letzten

Album „Purple“ habe ich relativ viel mit

Collagen gearbeitet. Ich denke jetzt aber,

dass meine Stimme das gar nicht braucht.

Ich kann viel mit meiner Stimme darstellen,

ich brauche da gar nicht viele Effekte. Ich

setzte bei „Brave New Woman“ auf mich

selbst, das passt ja auch zum Motiv des

Albums: auf sich selbst zu setzen.

„ABCDEF***off“ ist ein sehr fröhlich

klingendes Lied, das aber auch

Schmerz und eine Prise Melancholie

beinhaltet. Wie schnell verdaust du

Schmerz?

Oh, eine große Frage.

Grundsätzlich bin ich dafür,

Dinge auszufechten. So

lange daran arbeiten, bis der

Schmerz sich verwandelt

und etwas Neues entsteht.

Es geht immer weiter!

Schmerz ist auch eine

Energie, die gerade bei

Künstler*innen fruchten

kann.

„Millionaire“ ist ein

Liebeslied. Wie wichtig

ist es dir, in einer Beziehung zu sein?

Ich glaube, dass der Mensch per se ein guter

Mensch ist und dass er andere Menschen

braucht. Ich bin – man kann es kaum

glauben – ein eher introvertierter Mensch,

nur auf der Bühne die Rampensau. Aber die

Menschen, die ich in meinem Leben habe,

sind mir sehr wichtig. Eigentlich verkehre ich

immer noch mit denselben Menschen wie

zu Abi-Zeiten.

2019 gab es noch eine EP zwischendurch,

„Repeat“, da konnte man

deine Neuinterpretationen älterer

Kompositionen hören. Wie stehst du

zum Thema Coverversionen?

Für mich ist eine Coverversion eine Wertschätzung

des Originals! Zudem kennen

junge Zielgruppen oft alte Lieder nicht.

Es gibt so viele tolle Songs, die es einfach

verdient haben, wieder gehört zu werden.

Meine nächste Single wird ein Cover

sein: „Love Is a Shield“. Bei mir wurde der

1980er-Song aber ein ganz anderes Lied,

eine Ballade. Eigentlich war er schon für

„Repeat“ geplant, diese EP war eigentlich

als Album geplant, wurde dann zur EP

umgemünzt. Ich bin froh, dass es der Song

jetzt aufs Album geschafft hat!

Du hast auch für

Disney gesungen,

wie erlebst du die

Zusammenarbeit?

„Ich leg los“ heißt

der Song, es war

eine wunderschöne

Erfahrung. Die

Anfrage von Disney

war so ein großes

Geschenk für mich,

da ich ein riesiger

Fan bin! Die Anfrage

kam über mein Kinder-Projekt zustande,

bei dem ich als Kid Clio singe. Ich kann

jeder*m Künstler*in nur raten, auch mal

andere Musik zu machen und nicht zu

denken, dass andere Musik die „Marke“

verwässert. Legt euch ein zweites Ego zu.

*Interview: Michael Rädel

FOTO: SARAH KÖSTER


VIOLINE

ESTHER ABRAMI Geigerin und Influencerin

Bekanntgeworden ist die vom

Magazin Forbes als „Best Influential

Star“ ausgezeichnete 25-jähre Geigerin

als Influencerin bei TikTok und Instagram.

Dort erreicht sie mit ihren kreativen Videos

Millionen junger Menschen, die so die

klassische Musik für sich entdecken.

Auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum,

das am 4. Februar bei Sony Classical

erscheint, präsentiert Esther Abrami

das weite Klangpanorama einer jungen

Generation klassischer Musiker*innen. Was

Esther Abrami unter dem weitgefassten

Begriff „Klassik“ versteht, versammelt sie

auf ihrem Debütalbum bei Sony Classical

zu einem frischen Blick auf das Genre.

Begleitet am Piano oder von großem

Orchester stehen einmalige neue Arrangements

bekannter klassischer Melodien

– von Schwanensee bis zur Paganini-

Caprice – neben neuen Stücken u.a. von

der jungen Komponistin und Pianistin

Annelie, Hollywood-Soundtrack-Star Jacob

Shea oder ihrem persönlichen Vorbild, der

Oscar-Gewinnerin Rachel Portman.

„Ich liebe die Idee, mit lebenden

Komponist*innen zu arbeiten und eine

echte Interaktion zu haben,

die in der Klassik kaum

existiert. Ganz abgesehen

davon ist es toll, etwas

Anderes, Frisches zu hören,“

erklärt Esther Abrami. Mit

ihrem Album gibt die in

Aix-en-Provence geborene

und am Royal Birmingham

Conservatoire studierende

Violinistin einen farbenfrohen

Einblick in die Welt einer

neuen Generation klassischer

Musiker*innen jenseits traditioneller

Klischees. Esther

Abrami studiert klassische

Violine, engagiert sich für

Tierschutz und als Feministin,

wurde von ihrem Mentor

Julian Lloyd Webber zu einer

der „30 under 30“ der klassischen Musik

gewählt und konzertiert mit Katherine

Jenkins und Roberto Alagna. Zugleich ist

sie auf Social Media zuhause, schreibt

Musik mit dem Elektro-Produzenten

Worakls und sucht mit Komponist*innen

und Musiker*innen wie Alexis Ffrench,

Alban Claudin, Florian Christl, Anna Barry

FOTO: C. ELLIS

Musik

oder Ketan Bhatti nach neuen Klassikklängen.

Zusammen mit diesen unterzieht

sie Satie, Tschaikowsky, Chopin, Ravel,

Rachmaninoff und selbst Bach und Mozart

einer Frischzellenkur, indem sie etwa

„Eine kleine Nachtmusik“, das berühmte

Violinkonzert in a-Moll, BWV 1041 oder

„Schwanensee“ neu arrangiert.

KLASSIK

Francesco Tristano „On Early Music“

FOTO: B. ROTATORI

Der gefeierte luxemburgische

Pianist und Komponist Francesco

Tristano kehrt für sein neues Album

zu seiner ersten Liebe zurück: der

Alten Musik. „Ich bin mit Alter Musik

aufgewachsen“, sagt er. „Sie hat mich also

schon immer begleitet.“ Das Album präsentiert

Werke der Renaissance und des

Frühbarocks mit Tristanos eigenen, vom

Barock inspirierten Klavierstücken und

enthält Musik von Girolamo Frescobaldi,

Orlando Gibbons, John Bull und Peter

Philipps. „On Early Music“ ist jedoch nicht

nur eine Hommage an dieses besondere

Repertoire, sondern Tristano gibt den Werken

mit seinem scharfen Blick fürs Detail

einen frischen, zeitgemäßen Anstrich.

„Ich wollte Werke englischer Komponisten,

von denen ich einige schon seit langem

spiele und liebe, aber ich wollte auch das

Repertoire von Frescobaldi weitererforschen“,

sagt er. „Er hat die Art und Weise,

wie Komponisten für Tasten- bzw. Klavierinstrumente

schreiben wirklich verändert.“

Inspiriert von diesen Größen und ihren

bleibenden Werken funkelt die Musik, die

Tristano für „On Early Music“ geschrieben

hat, nur so vor Vitalität. „On John Bulls

Galliard in D“ ist ein barockisiertes, rhythmisches

Vergnügen, ganz hell und fröhlich.

„Toccata‘“ ist ähnlich aufmunternd,

ein schwindelerregender tänzerischer

Wirbelwind voller komplizierter Arpeggien

und rhythmisch intensiv. „Alte Musik

ist sehr rhythmisch und ich liebe ihren

Groove“, sagt Francesco Tristano, „das

wollte ich widerspiegeln.“ Alle vorgestellten

Werke sind klanglich und melodisch komplementär.

Während einige originalgetreu

wiedergegeben wurden, wurden andere

neu bearbeitet und neu interpretiert. „Ich

wollte ihnen etwas Neues geben“, sagt er,

„etwas Originelles.“ Das führte Tristano

zu Werken, die ein weiteres Hauptthema

des Albums reflektieren – die sanfte

Majestät des Sonnenaufgangs. „Diese

magische Stunde ist sehr kurz, aber die

freigesetzte Energie ist einzigartig“, sagt er.

„Das findet sich oft in Partituren der Alten

Musik wieder – in einem ganz bestimmten

Moment gegen Ende eines bestimmten

Stücks scheint es, als ob die Partitur in eine

harmonische Sequenz verpackt wird, die

das Ende einer komplexen Entwicklung

bestimmt und in ein beruhigendes Ende

übergeht. Es ist sowohl das Ende als auch

ein neuer Anfang“.


Musik

COMEBACK

SOFT CELL

„HAPPINESS

NOT INCLUDED“

FOTO: A. WHITTON

Marc Almond, der legendäre Elektro-

Popper, kommt mit Soft Cell zurück.

Der am 9. Juli 1957 geborene UK-Musiker,

der nach Soft Cell („Tainted Love“ ...)

Mitte der 1980er seine Solo-Karriere

startete, gilt international auch außerhalb

der schwulen Szene als Star. Wichtig

für Almond war es immer, nicht das zu

machen, was andere machen. So steht

er auch als Protagonist für monströsen

orchestralen Pop, in dem sich Klassik

und Pop vermischen. Bekannte Hits sind

„Something's Gotten Hold of My Heart“,

„I Feel Love“ (von Donna Summer, bei ihm

zusammen mit Jimmy Somerville) und

„The Days of Pearly Spencer“. Jetzt meldet

sich „Herr Mandel“ zurück mit seiner Band

Soft Cell! Im Frühling soll das Comeback-

Album des Duos namens „Happiness Not

Included“ erscheinen, unsere Anspieltipps

sind „Heart Like Chernobyl“, „Light

Sleepers“ sowie „Nostalgia Machine“ und

„Polaroid“. *rä

AVANTGARDE

Uèle Lamore „LOOM“

Ihre Liebe zu Jazz, Rock, Indie, Hip-Hop, Trip-Hop und klassischer Musik verwebt die

erst 27-Jährige mit der Leitung des London Contemporary Orchestra (LCO), dem

Experimentieren mit KI-generierten Klängen und dem Erforschen modularer, elektronischer

und synthetischer Musik. Die Gitarre war aber schon immer ihre erste Liebe

– als Teenager lernte sie das Spielen, indem sie den Arctic Monkeys zuhörte – und so

begann sie damit, Gitarren über die elf Tracks von „LOOM“ zu verteilen. Diese führten

wiederum zu Basslinien und Schlagzeugparts, und schließlich zu Streichern.

SOUL

Adele „30“

Die Sängerin über ihr neues Album: „Ich

war sicherlich noch lange nicht dort,

wo ich mir erhofft hatte zu sein, als ich

vor fast drei Jahren damit angefangen

habe. Ganz im Gegenteil. Ich verlasse

mich meist auf Routine und Konstanz,

um mich sicher zu fühlen, das habe

ich immer getan. Und doch warf ich

mich wissentlich, sogar freiwillig, in ein

Labyrinth aus absolutem Durcheinander

und innerer Aufruhr!“, so die Sängerin.

„Unterwegs habe ich viele glühende

Wahrheiten über mich selbst erfahren. Ich

habe viele Schichten abgeworfen, mich

aber auch in neue gewickelt. Ich habe

wirklich nützliche und heilsame Emotionen

entdeckt, von denen man sich führen

lassen kann, und ich habe das Gefühl,

endlich mein Gefühl wieder gefunden zu

haben. Ich würde sogar so weit gehen zu

sagen, dass ich mich in meinem Leben

noch nie so friedlich gefühlt habe. Und so

bin ich jetzt bereit, dieses Album endlich

herauszubringen.“ Große Klasse! *rä


SINGER-SONGWRITER

James Morrison „Greatest Hits“

Mit der Veröffentlichung des „Greatest

Hits“ Albums am 11. Februar 2022

verleiht der Sänger James Morrison

seinen früheren Hits nach 15 Jahren seit

Beginn seiner Musikkarriere eine neue

Note, seine Fans dürfen sich außerdem

auf zwei neue Singles freuen, „Who’s

Gonna Love Me Now?“ ist bereits

erschienen. Neue Lebensumstände,

Karrierehöhe- und Tiefpunkte und

Familienzuwachs erlauben dem Sänger,

seine Originaltexte sowohl in der

Instrumentalisierung als auch in der

Art des Gesangs nach so langer Zeit

neu zu interpretieren und mit gereiften

Emotionen zu untersetzen.

Musik

SOUL

Alicia Keys „KEYS“

Endlich neue Musik der Tollen! Bei Alicia Keys (geboren am 25.1.1981) stimmen die Töne, es

nervt kein Divengehabe, sie schmettert, liebkost oder motiviert mit ihrer Kunst. „No One“,

„Fallin'“, „Underdog“, „Empire State of Mind“ oder auch „Doesn't Mean Anything“ und natürlich

„Girl on Fire“ sind Alicia Keys' Klassiker, die mit ihrer Musik seit der Jahrtausendwende

Erfolge feiert. Zusammengearbeitet hat sie schon mit Größen wie Justin Timberlake, Annie

Lennox und auch Angie Stone. Dieser Tage erscheint ihr neues Album „KEYS“. *rä

POP

Years & Years „Night Call“

Gerade noch mit Kylie und „A Second to

Midnight“ in den Charts, jetzt mit seiner

Band Years & Years und den Skandinaviern

von Galantis eurodancig unterwegs:

Olly Alexander. Die leichtfüßige und gute

Laune verbreitende Nummer „Sweet

Talker“ hat das Zeug zum zeitlosen

Szene-Hit, ist es doch eine vertonte

Liebeserklärung an einen Mann. Oder

liegt es an den wirbelnden Geigen? An

den housigen Beats? Die Mischung

stimmt einfach! Und die wird auch beim

neuen Album „Night Call“ stimmen, das

im Januar erscheinen soll. *rä

N A C H E I N E R WA H R E N G E S C H I C H T E

C H A R L A T A N

E I N F I L M V O N O S C A R ® N O M I N E E A G N I E S Z K A H O L L A N D

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Musik

POP

„Things I Can’t Say Out Loud“

Tom Gregory

Sein aktuelles Album heißt „Things

I Can’t Say Out Loud“ ... Aber

singen kann Tom Gregory sie. Und

wie! Der extrem sympathische und

talentierte Musiker beweist auf

seinem zweiten Album, dass es

weiter vorangeht mit der Karriere.

Chart- und Radio-Hits wie „River“,

„Fingertips“, „Never Let Me Down“

und „Footprints“ machten den

1995 Geborenen seit 2017 zu

einem DER Nachwuchsmusiker, die man im Auge behalten sollte,

wenn man auf soulige Popmusik mit mitunter stampfenden Beats

steht. Etwa ein Jahr nach seinem Albumdebüt steht nun das – klasse

– Nachfolgewerk in den Charts und erobert die Fanherzen. Unsere

Anspieltipps sind neben den bereits erwähnten Singles „Please“,

„Northern Lights“ sowie „As Bad As It Seems“. Beste Popmusik des

Wahl-Hamburgers aus England. *rä

FOTO: OZGE CONE

POP

Essential Sugababes

Gerade erschien das erste Album „One Touch“ in

einer wunderbaren neuen Version mit vielen Bonustracks,

schon kommt eine dicke Werkschau um die

Ecke.

Und die strotzt nur so vor Hits – verzichtet aber auf

die Singles des Albumdebüts („Overload“ …), da das

bei einem anderen Label erschienen ist. Das schmälert

den Spaß allerdings kaum. Los geht es mit den

drei Nummer-1-Hits „Freak Like Me“, „Round Round“

und „Hole in the Head“, es folgen Albumstücke wie

„My Love Is Pink“ sowie Top-10-Erfolge wie „Easy“,

„Wear My Kiss“ (die letzte Single vor der zehnjährigen

Pause) und „Get Sexy“. Auf den drei CDs sind natürlich

noch weitere Nummer-1-Hits zu finden, zum

Beispiel „About You Now“ und „Push the Button“.

Was die Zusammenstellung aber so besonders und

für Sammler wertvoll macht, sind die (damaligen)

B-Seiten wie „Who“ oder auch „Killer“ – und die

Live-Stücke wie „Shape“ (ebenfalls ein Top-10-Hit

in UK). Eine gelungene und stimmige Zusammenstellung

– nur schade, dass die vier Charterfolge des

ersten Albums wie eingangs erwähnt fehlen. Unsere

Anspieltipps sind „Denial“ und „Stronger“. *rä

FOTO: UNIVERSAL MUSIC

POP

Große Gefühle, Funk und Disco – Diana Ross

Die Botschaft ist klar: LIEBE. Schon

immer besang die einstige The-

Supremes-Frontfrau das wohl schönste

aller Gefühle – und das dank Hits wie „You

Can’t Hurry Love“, „Ain’t No Mountain High

Enough“, „Chain Reaction“, „Not Over You

Yet“ und „Upside Down“ immer höchst erfolgreich.

Auch auf ihrem neuen Album geht

es um sie, aber auch um Dankbarkeit, nicht

ohne Grund heißt das Album auch „Thank

You“. Dankbarkeit für eine so lange Karriere,

für ihre Familie, die kleinen schönen Dinge,

Achtsamkeit und Zusammenhalt.

Gewidmet hat Diana Ross das Album

all ihren Fans, die sie oft schon seit den

1960er-Jahren begleiten. Die Musik auf

dem neuen Werk ist aber – ohne dass sich

Diana Ross verstellen musste – modern

genug, auch junge Hörer*innen zu gewinnen.

Der Hit „If the World Just Danced“

etwa war dank spaßiger Video-Aktion ein

Renner auf YouTube.

Nicht weniger toll ist der

Nachfolger „All Is Well“ (ihr

erstes NEUES Musikvideo

seit zehn Jahren!) oder

die erste Single des

in ihrem Heimstudio

aufgenommenen Albums,

„Thank You“, die auch

gleich in den UK-Charts

landete. Brandneu ist

nun „I Still Believe“ am Start, ein fröhlicher

Soul-Ohrwurm mit starken Chören und

einer dicken Prise MOTOWN.

Ja, bereits vier Singles wurden bisher aus

dem Album ausgekoppelt, alle konnten

sich in den internationalen Charts gut

platzieren, das Album hat dabei sein

Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft.

Das sinnlich-hymnische „Come Together“

zum Beispiel oder auch der funkige

Disco-Kracher „Tomorrow“ sind nicht nur

unsere Anspieltipps, es sind auch sichere

Hits. „Thank You“ ist ein sehr stimmiges,

abwechslungsreiches und spätestens beim

dritten Hören ganz wunderbar berührendes

Spätwerk einer Frau, die nicht nur für Frauen

und die „Black Lives Matter“-Bewegung viel

erreicht hat, sondern sich auch immer für

uns, die LGBTIQ*-Community, einsetzte. *rä

www.dianaross.com


immer aktuell

informiert

FOTO: ISTOCKPHOTO.COM/ PROSTOCK-STUDIO

www.männer.media


Reise

AB IN DIE SONNE

GAY CRUISE 2022

Die Abfahrt der Spartacus Cruise im

Februar 2022 nähert sich und damit

die beste Gelegenheit, den Winter

abzukürzen. Zehn Tage Sonnenschein

auf den Kanaren und Madeira – und

das zu einem Tagespreis ab EUR 139

(Vollpension).

Neben vielen kleineren Inseln gehört natürlich

auch Gran Canaria zu den angelaufenen

Häfen. Wer glaubt, Gran Canaria hätte außer

Dünen nichts zu bieten, kennt noch nicht

die Felsenhöhlen der Guayadaque-Schlucht.

Ein besonderes Highlight ist das gleichnamige

Höhlenrestaurant. Hier gibt es lokale

Köstlichkeiten wie frittierte Mini-Tintenfische

mit kanarischen Runzelkartoffeln und

der typischen Mojo Rojo Sauce. Im Aqualand

Maspalomas warten einige der größten

Rutschen Europas wie die 200 Meter lange

Anaconda. Das neue Wasserlabyrinth endet

mit einem Hochgeschwindigkeitsrennen im

achtspurigen Finale. Mit unserem Overnight

bleibt genug Zeit für alle Entdeckungen

oder eine Verlängerung auf der Insel.

FUN AN BORD

Für den Spaß an Bord sorgt ein breites

Entertainment-Programm, das von der

GRAN CANARIA

MADEIRA

MADEIRA

LA PALMA

TENERIFFA

LANZAROTE

LANZAROTE

LA GOMERA

TENERIFFA

GRAN CANARIA

LA PALMA

Buche jetzt deine Flucht vor dem kalten Winter:

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LA GOMERA


heißesten Drag Nina Queer gehostet

wird. Sie ist es auch, die an den Seetagen

die Pool Games mit der Wahl zum „Mr.

Cruise“ mit strengen Herausforderungen

an Körper und Seele leiten wird. Mit von

der Partie ist auch DJ Rony von der Sexy

in Köln und Chris Bekker als La Demence

Resident. Wellness wird auf der „Vasco

da Gama“ großgeschrieben. Das neben

dem Spa gelegene Gym ist 24 Stunden

geöffnet und verfügt über jede Menge

Geräte. Dazu zählen 11 Spinning-Räder,

5 Stepper, 7 Laufbänder, 5 Sitzräder, 14

Kraftmaschinen, 2 Rudergeräte sowie eine

große Auswahl an Freihanteln. Im Spa sind

Trocken- und Dampfsauna im Reisepreis

enthalten. Auf dem obersten Deck

befindet sich der Jogging Trail.

LECKER, LECKER

Das gastronomische Angebot auf dem

Boutiqueschiff VASCO DA GAMA ist

außerordentlich vielseitig. Das „Club Bistro“

ist das Buffetrestaurant und hat für

Frühstück, Mittagessen und Abendessen

geöffnet. Es ist kein herkömmliches

Buffet, denn hinter jeder Essensstation mit

verschiedenen internationalen Gerichten

stehen Mitarbeiter, die das Essen nach

Wunsch zusammenstellen. Im „Waterfront

Mediterranean“ mit seinen 150 Plätzen

werden südländische Speisen serviert. Das

Restaurant ist in einem exklusiven Style

designt. Im „Waterfront Classic“-Restaurant

werden klassische Speisen geboten,

die sich an dem aktuellen Reisegebiet orientieren.

Mit seinen 360 Plätzen ist es das

Hauptrestaurant an Bord. Im „Waterfront

Eurasia“ stehen asiatische Gerichte auf der

Karte. Dies passiert in einer besonderen

Atmosphäre mit 140 Plätzen. „The Grill“ ist

eines der Spezialitätenrestaurants an Bord.

In den Spezialitätenrestaurants werden

qualitativ höher angesiedelte Speisen

serviert. Das Restaurant hat 66 Plätze.

Der „Alfresco Grill“ ist das Bistro für zwischendurch,

wenn man von einem Ausflug

Reise

zurückkommt oder einem am Pool der

Appetit überfällt. Die Pizzen, Burger oder

Hotdogs sind alle im Reisepreis enthalten.

Hinzu kommen zahlreiche Bars wie der

„Captains Club“ oder der „Blue Room“.

U30-ANGEBOT

Für alle unter 30-Jährigen halten

wir ein besonderes Angebot bereit:

Bei Buchung einer Zweierkabine

können zwei weitere Freunde in der

gleichen Kabine kostenlos mitreisen.

Nur für kurze Zeit und solange das

Kontingent verfügbar ist auf

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meine

gay

cruise

8.-18.

FEBRUAR 2022

LETZTE

CHANCE ZU

BUCHEN!


Kunst

NACHGEFRAGT

GIACOMO GIOVANNI:

„Ich liebe Machos“

Pop-Art, so schwul und auch so queer, wie es nur geht. Von leicht

erotisch über sympathisch bis hin zu explizit, Giacomo Giovanni aus

Guatemala ist ein Meister seines Genres: Gay Comic Art. Wir konnten

mit dem Künstler chatten.

Wie lebt es sich als Schwuler in deinem Land?

Ich bin in Guatemala geboren und lebe auch dort. Mein

Name kommt aus dem Italienischen, weil ich spanische

und italienische Wurzeln habe. Das Leben eines

Schwulen hier ist kompliziert, leider auch für die

Community. Man erfährt zwar unglaublich viel

Unterstützung von heterosexuellen Menschen,

aber es gibt zu viel Neid, sinnlose Rivalität und

viel Verwirrung – ich vermute, es liegt am

Machotum. Eine Beziehung zu haben, ist

hier in meinem Land kompliziert, niemand

versteht oder will eine echte Verpflichtung.

Du scheinst auf Machos zu stehen –

aber auch auf Männer, die ihre innere

Queen zulassen, oder?

Ich liebe Machos mit Bärten! Ich habe gelernt,

jeden Menschen zu respektieren, besonders

diejenigen, die uns mit dieser inneren Queen

so viel Freude vermitteln, die so hell strahlen in

einer Welt, die oft dunkel ist. Aber persönlich, als

Liebhaber, verehre ich einen sehr männlichen Mann.

Hast du einen favorisierten Porno-Darsteller?

Definitiv Martin Mazza, ich hatte sogar die Gelegenheit,


GRUSEL

Verwunschene Orte,

Männlein mit Schwanz

und düstere Burgen

Deutschland ist reich an Sagen, Mythen und Gruselgeschichten,

kaum eine Region, wo es nicht Erzählungen

gibt von weißen Frauen, die den Tod bringen,

finsteren Riesen, die Menschen fressen oder Untoten,

die im Dachgebälk toben.

FOTO: M. RÄDEL

ihn zu treffen, als er in mein Land kam, aber ich war

geschockt (lacht), ich konnte kaum ein Foto von ihm

machen, ich habe ihn auch nicht zeichnen können.

Und natürlich Märchen von Hexen, Trollen, Nixen,

Geistern, Kobolden und Feen. Unsere Natur gibt es ja

auch her! Wer etwa einmal im Schwarzwald wandern

war, als die Dämmerung einsetzte, dem ist klar, warum

man sich so manches neblige Phänomen überirdisch

erklärt hat. Und im dortigen Hotel Waldlust will nicht

ohne Grund keiner mehr einchecken ... Das Buch

„Schaurig-schönes Deutschland“ von Marieluise

Denecke zeigt dir, wo du solche gruseligen Orte (115

sind in diesem Buch aufgelistet) finden kannst, verrät

Wissenswertes über die jeweilige Stätte des Grauens

oder wohligen Grusels. Kurz und knapp werden auch

noch die dazugehörigen Geschichten erzählt, etwa

die von den Männlein im Schwarzwald, die fleißig und

strebsam und mit Fischschwänzen zusammen mit den

Menschen arbeiteten, bis … *rä

verlagshaus24.de/schaurig-schoenes-deutschland

Deine Motive sind nicht immer jung.

Nein, ich mag ältere Männer, besonders die mit schönen

silbernen Bärten. Für mich ist es jedoch großartig,

verschiedene Menschen jeden Alters zu zeichnen. Ich

denke, obwohl ich ihren Körper abbilde, möchte ich sie

so festhalten, wie ich sie sehe, mit den Augen der Seele.

Wie entsteht deine Kunst?

Ich arbeite digital und ich mache alles von meinem

Handy aus, was eine große Herausforderung ist, da ich

keinen Computer oder kein iPad habe. Es erfordert mehr

Aufwand, aber es lohnt sich, das zu tun, was ich liebe.

Wo kann man deine Kunst kaufen?

Ich bewerbe und verkaufe meine Kunst über mein

Instagram-Profil, dort kann ich Menschen aus verschiedenen

Ländern der Welt erreichen.

*Interview: Michael Rädel

www.instagram.com/j4ck0m0


Buch

NACHGEFRAGT

LILIAN

AUZAS:

La Hagen, Brecht

und Dackel

FOTO: A. AUZAS

Dieser Autor aus Frankreich

widmet sich umstrittenen

deutschen Damen, etwa Leni Riefenstahl

oder Nina Hagen, genauso

wie DEM bayerischen Hund überhaupt:

dem Dackel. Für uns hatte er

Zeit für einen Chat.

Wie kamst du auf die Idee, dich mit

dem Dackel zu beschäftigen?

Von dem Moment an, als mein erster

Roman (inspiriert vom Leben der deutschen

Filmemacherin Leni Riefenstahl,

2012) veröffentlicht wurde, wusste ich,

dass ich eines Tages eine Lobrede auf

den Dackel schreiben werde. Als ich

ein Teenager war, hatten meine Eltern

neben vielen anderen Hunden einen

Dackel. Und ich verliebte mich in diesen

Hund. Es ist ein erstaunliches Tier: lustig,

klug, rücksichtslos und ein Komiker! Der

Dackel ist ein sehr gutes Studienfach.

Eines Tages traf ich meine Lektorin

Émilie Colombani bei Éditions Rivages

in Paris und sie hatte ein Projekt für eine

Sammlung von Lobreden. Die Idee eines

Dackels verführte sie. Und das

Buch war geboren.

Du hast aber auch Nina Hagen

und Bert Brecht unter die

literarische Lupe genommen.

Genau, das Buch ist letztes Jahr

erschienen. Ich habe mehrere Konzerte

von Nina Hagen besucht, wo sie

Bertolt Brecht singt, darunter zwei im

Berliner Ensemble. Sowohl in Frankreich

als auch in Deutschland wird Nina

Hagen in den Medien oder vom Volk

als netter Verrückter wahrgenommen.

Das ist total ungerecht! Nina Hagen

ist äußerst kultiviert und intelligent. Du

musst ihr nur zuhören. Kein Wunder, dass

sie Brecht singt. Was ich in meinem Buch

zeige, ist, dass Brecht schon immer eine

wichtige Rolle in ihrem Leben gespielt

hat seit ihrer Kindheit in der DDR. Nina

Hagen ist eine Erbin des Schriftstellers.

Sie sieht die Welt als gigantisches

Theater, eine großartige improvisierte

Aufführung vor ihrer Begegnung mit

Gott. Sie ist immer noch ein Enfant

terrible, neugierig und wissbegierig. Mit

66 Jahren lernt Nina Hagen weiter und

hört nie auf zu hinterfragen. Sie ist eine

wahre Künstlerin! Und von seltener

Sensibilität. Ich konnte mit ihr reden,

während ich mein Buch schrieb. Ich habe

viel gelernt, es war unglaublich. Brecht

ist ein bisschen eine Schutzfigur von

ihr. Jemand musste das in einem Buch

erklären. Und ich hatte gesehen, dass es

bisher kein Deutscher getan hat (lacht),

also habe ich kleiner Franzose losgelegt!

Was fasziniert dich an Nina?

Alles an ihr. Sie ist eine Künstlerin von

unermesslicher Menschlichkeit. Ihr

Talent ist unglaublich. Sie ist lustig und

berührend zugleich. Ich liebe sie einfach!

Als ich ein Kind war, habe ich sie oft im

französischen Fernsehen gesehen, da sie

Ende der 1980er und Anfang der 1990er

in Paris lebte. Ich hoffe, ihr neues Album

erscheint bald, ich vermisse sie!

Und an Dackeln?

Dackel sind faszinierende kleine Hunde.

Sie stammen aus Deutschland ... (Ja, ich

habe einen Tropismus zu Deutschland,

ich muss in einem früheren Leben Deutscher

gewesen sein.) Mein Buch über sie

zeigt viel über Dachshunde. Schriftsteller

wie Vladimir Nabokov, Colette, Elizabeth

von Arnim, Michel Houellebecq und viele

andere haben über diese kleinen Hunde

mit ihrer unglaublichen Morphologie

geschrieben. Dadurch haben sie auch ein

komisches Potenzial (wie im Film THE

UGLY DACHSHUND von Disney) und sie

waren bei vielen Königen in Mode (Queen

Victoria war ein Fan!). In Passau ist ihnen

sogar ein Museum gewidmet. Auch viele

Künstler wurden inspiriert, wie Picasso,

Hockney, Warhol, Bonnard, oder

Fotografen wie Elina Brotherus

und Cartier-Bresson, um nur

einige zu nennen. Und viele, viele

andere! Leider wurde er auch

für Nazi-Propaganda verwendet.

Kurzum, es gibt viel über diesen

Hund zu sagen und mein Buch ist

voller Anekdoten. Ich hoffe, dass

eines Tages auch Deutsche meine

Bücher lesen können.

*Interview: Michael Rädel

www.instagram.com/lilianauzas


COMIC

Doppelleben

musste sein

Buch

Im 20. Jahrhundert war es auch bei

uns noch viel, viel schwerer schwul

oder queer zu leben. Begegnungen wurden

strafrechtlich verfolgt, Gefängnis, Ächtung

und auch Isolation von der heterosexuellen

Mehrheitsgesellschaft drohten, wenn

bekannt wurde, dass man sein eigenes Geschlecht

liebt. Mit dieser – in vielen Ländern

der Welt immer noch aktuellen – Situation

beschäftigt sich „Parallel“ von Matthias

Lehmann, das gerade erschienen ist.

Es erzählt die fiktionale, aber an das

Leben eines schon verstorbenen

Verwandten angelehnte, Geschichte

eines Mannes, Karl Kling, der zwischen

den 1950ern und 1980ern in der BRD ein

Parallelleben zwischen seiner Rolle als

biederer Familienvater und eben seiner

eigentlichen Sexualität führt. Beobachtet

von neugierigen Nachbarn, verurteilt von

der enttäuschten Ehefrau. Ein mitunter

beklemmender Comic, der exemplarisch

für unzählige Schicksale steht. Das Debüt

des Leipziger Zeichners macht erfahrbar,

wie schwer es war, sich zu outen – und

weckt damit auch Verständnis für ältere

prominente Homosexuelle, etwa für den

unlängst verstorbenen Alfred Biolek. Wenn

man sich so lange verstecken musste,

feiert man nicht plötzlich selbstbewusst

sein Coming-out. Im Falle von Alfred Biolek

war sein Outing durch Rosa von Praunheim

eine Befreiung, etwas Gutes. In dem Buch

sieht man aber, warum viele Queers so

lange zögerten oder sich auch heute noch

verstecken. Ein lehrreiches, lesenswertes

und auf seine Art auch unterhaltsames –

nicht düsteres – Buch. *rä

www.reprodukt.com

BILDBAND

BOWIE in 243 brillanten Bildern

25 Fotografinnen und Fotografen

versammelt dieser pralle Bildband

„David Bowie: Foto“, der dem

genialen Musiker ein wunderbares

optisches Denkmal setzt.

FOTO: KEVIN CUMMINS

Zu sehen ist auf über 350 Seiten

Kunst von Größen wie Greg

Gorman, Andrew Kent, Markus

Klinko, Geoff MacCormack, Janet

Macoska, Terry O‘Neill, Denis

O’Regan, Norman Parkinson, Mick

Rock, John Scarisbrick, Steve

Schapiro, Barry Schultz und

Masayoshi Sukita (er schoss 2009

David Bowies letztes offizielles

Porträt).

Im Zentrum steht natürlich

immer der bisexuelle Avantgarde-

Künstler, Popstar und Schauspieler

David Bowie (8.1.1947

– 10.1.2016), jener Musiker, der

mit „Starman“, „Heros“, „China

Girl“, „Under Pressure“, „Space

Oddity“, „Ashes to Ashes“ und

„Let’s Dance“ Musikgeschichte

schrieb und Kritikerherzen

entzückte. „David Bowie: Foto“ ist

eine Zeitreise von 1967 bis in die

frühen Nullerjahre, zu sehen sind

Porträts und Albumcover, Probenund

Auftrittsbilder, Kunstfotos

und Schnappschüsse – es beginnt

aber mit einer persönlichen Einführung

von George Underwood,

selbst Künstler, Musiker und David

Bowies lebenslanger Freund.

„David Bowie: Foto“ ist ein hochwertiges

Muss für alle, die sich

mit Musik, Popmusik und auch

queerer Kunst beschäftigen. *rä

„David Bowie: Foto“, 356 Seiten

mit 243 Fotografien, Hardcover,

ISBN 978-3-9820207-8-5, das

Buch erscheint am 24. September

beim Verlag Salz und Silber,

www.salzundsilber.de


Buch

Yusuhara Community Market Yusuhara, Kochi, Japan,

2009 – 10, © Takumi Ota Photography

ARCHITEKTUR

Für den Menschen und mit der Natur

V&A Dundee Dundee, Scotland, UK,

2010 – 18, © Hufton + Crow

Architektur ist Teil unserer Lebenswirklichkeit,

sie kann erdrücken, motivieren,

beeindrucken oder auch liebkosend

umspielen. „Dieser Mann blickt auf die Erde

und die Schatten und sieht das Hier und

Jetzt“, so Herausgeber Philip Jodidio über

Kengo Kuma, dessen Gebäude die urbane

Welt lebenswerter machen.

Immer mehr Architekten setzen bei ihren

Projekten wieder auf die Gesamtkomposition

der Häuser in der Straße, der Gebäude

in der Landschaft mit ihrer Umgebung. Wo

etwa die Sowjetunion riesige Plattenbauten

in eine pittoreske Umwelt klotzte, würde

man heute sicherlich anders bauen. Mit und

nicht gegen das von Natur aus harmonische

Gesamtbild. Ging es – ausgenommen

beim Jugendstil und Freigeistern wie

Hundertwasser – im 20. Jahrhundert oft

darum, sich von der Wildnis abzugrenzen, so

nährt man sich jetzt wieder der bedrohten

und lebenswichtigen Flora und Fauna an.

Sei es mit Materialien wie Bambus und Holz

oder auch mit einer (außer in unbelehrbaren

Großstädten) organischeren Form.

Der international bekannte japanische

Architekt Kengo Kuma, Jahrgang 1954,

ist einer der Vorreiter, der schon lange auf

Nachhaltigkeit setzt und sich bereits früh

von rechteckigen Megabauten, die den

Himmel bedrohen und die Erde „verklotzen“,

verabschiedete. Ansprechende Oberflächen,

innovative Strukturen sowie fluide Formen

waren und sind ihm wichtig. Kenga Kumas

Vision ist es, dass sich der Mensch

wieder mit der Körperlichkeit seines Hauses

verbindet. „Respekt vor der Kultur und dem

Umfeld des Ortes, an dem ich arbeite“, sei

ein primärer Anspruch, so der gefeierte

Architekt. Eine Kapelle aus Birkenstämmen

und Moos ist genauso möglich wie Häuser

aus Bambus und Reetdächer.

Seine Idee für das japanische Nationalstadion

für die Olympischen Sommerspiele

etwa könnte „der Katalysator sein, der die

jetzige Betonstadt Tokio wieder zurückverwandelt.

Mit diesem Beispiel möchte ich

dazu beitragen, die Richtung der japanischen

Architektur zu ändern“, so Kengo Kuma.

Beim TASCHEN Verlag aus Köln erschien vor

einigen Wochen das 460 Seiten starke Buch

„Kuma. Complete Works 1988–Today“ von

Philip Jodidio, das sich dem bahnbrechenden

und wegweisenden Werk Kengo Kumas

widmet – in enger Zusammenarbeit mit

dem Architekten entstanden. Etwa 500

Skizzen, Bilder und Pläne sind in dieser

XXL-Monografie versammelt, die es auch

in streng limitierter Version gibt, mit einer

von Kengo Kuma signierten Heliogravüre

einer Originalzeichnung in einem von Kuma

entworfenen Holzschuber, in Japan gefertigt,

auf 200 Exemplare begrenzt. Inspirierend! *rä

www.taschen.com

ROMAN

Jugendliche, Gender, Identität und Sexualität

Die Autorin Meredith Russo hat mit „Birthday – Eine Liebesgeschichte“ eines der womöglich

schönsten Bücher für Jugendliche zu Themen wie Transgender, Liebe, Freundschaft und Heranwachsen

im Angebot.

Sie erzählt in ihrem Roman von Morgan

und Eric, die am selben Tag Geburtstag

haben, beste Freunde, enge Vertraute und

vor allem Hüter eines Geheimnisses sind.

Denn Morgan merkt, dass er im falschen

Körper lebt und ein Mädchen ist. Das

Buch begleitet die beiden über sechs

Jahre hinweg und macht den Prozess

erfahr- und nachvollziehbar, den ein

Trans*-Mensch durchlebt. Auf direkte,

trotzdem einfühlsame und authentische

Weise nähert sich das Buch

leider immer noch heiß debattierten

Themen wie Gender, Identität und Sexualität.

„Birthday – Eine Liebesgeschichte“ leistet damit

nicht nur einen wichtigen Beitrag für die Transgenderliteratur

und die LGBTIQ*-Community,

sondern auch für aktuelle und realistische

Jugendliteratur. „Meredith Russo lässt uns ganz

tief in die Seele von Morgan blicken“, urteilten

die Kollegen von „Welt am Sonntag“, und

auch für die queere Community ist das Buch

durchaus eine Bereicherung und klärt auf, wo

mitunter noch Vorurteile die Nächstenliebe

trüben. Die Autorin ist übrigens selbst trans*

und lebt seit 2013 als Frau. *rä


KALENDER

Bitte trainieren Sie weiter ...

Buch

Hier gibt es nichts, nee, jede

Menge zu sehen. Und bald noch

mehr, denn der neue Kalender

von „Worldwide Roar“ steht

schon in den Startlöchern.

Warum die Männer von #WorldwideRoar

das machen? Weil nackt besser sei und

Frieden schaffen würde, so das queere

Team hinter dem sexy Body-Positivity-

Projekt. „Zu viele Männer sehnen sich

danach, mit Angst und Ehrfurcht, statt

mit Liebe und Respekt betrachtet zu werden.

Zu viele dieser Männer haben Macht.

Sie wissen, wen wir meinen. Es ist nicht

gut für sie und es ist nicht gut für den

Rest von uns. Deshalb bitten wir Männer,

sich auszuziehen. Nicht nur, weil es Spaß

macht, obwohl es so ist! Wir tun es, weil

die Welt einen neuen Blick auf Männer

werfen muss.“ Begonnen hat einst alles,

als sich 2010 LGBTIQ*-Aktivisten der

Warwick University in England mit dem

dortigen Ruderteam zusammentaten, um

mit erotischen Kalendern Geld für queere

Projekte zu sammeln. Der Beginn einer

Erfolgsgeschichte! „Wir sagen Nein zu

Stereotypen. Wir möchten zeigen, dass

wir Männer sind, die glücklich sind, verletzlich

zu sein, glücklich, für dich nackt

zu sein, unabhängig von der Sexualität

oder dem ursprünglichen biologischen

Geschlecht, und glücklich, einander nahe

zu sein.“ *rä

www.worldwideroar.org


Buch

KALENDER

Sexy Iren

Irlands Prachtstücke werden von Männern wie diesen

großgezogen. Landwirte, die ihre Tiere lieben und sich auch

nicht scheuen, mit ihren Prachtstücken zu posieren … o.

Oder auch mal homoerotisch. ... Dieser Kalender für 2022

ist ein Muss für alle Fans roter Bärte, kerliger Bauern und

drolliger Schweine. Ein hyggeliger Wandschmuck, der nicht

zu erotisch ist, aber trotzdem jede Menge Sex transportiert.

„The Best of Irish Farmers Vol II – Calendar 2022“ – ein

Kalender, der mit Testosteron und süßen Tierchen durchs

Jahr begleiten wird. *rä

farmercalendar.com

KALENDER

»Oh, là, là ! Des Français nus ...«

Der französische Fotograf Romain Berger weiß, wie #Mann sehr gut

durchs Jahr kommt: mit schwuler Kunst in Kalenderform! Das 29 cm x

42 cm große Prachtstück „BIZARRE“ ist erotischer Augenschmaus und

queere Kunst zugleich, dein hyggeliges Heim wird definitiv von diesem

Wandschmuck profitieren.

Über den auf seiner Homepage erhältlichen Kalender verrät Romain

Berger: „Er ist sinnlich, künstlerisch und sanft provokant“ und vor allem

unzensiert und mit bisher unveröffentlichten Bildern, die „etwas Wärme“

in dein Leben bringen sollen. Wärme? Womöglich sogar Hitzewallungen

bei dem ein oder anderen Kunstliebhaber. Der 1988 Geborene beherrscht

gekonnt das Spiel mit der Kamera, beweist ein exzellentes Händchen

für schwule Erotik und pralle Bildkompositionen zwischen Kunst und

Vollerotik. Den DIN-A3-Kalender für ein sexy 2022 bekommst du hier:

www.romainberger-photography.com/calendrier-2022. *rä

KALENDER

Australische

Feuerwehrmänner

In sage und schreibe sechs Versionen erscheint der „Australian Firefighters

Calendar“ für 2022. Wir haben hier ein paar schöne Motive für dich

rausgesucht ...

Den Kalender kann man sich in folgenden

Varianten in die hyggelige Bude holen: Feuerwehrmänner,

sommerliche Brandschützer,

Katzen und Feuerwehrmänner, Pferde

und Firefighters, Hunde und Brandmeister

sowie Tiere der Wildnis und Brandschützer.

Die Einnahmen aus dem Verkauf der seit

1993 erscheinenden Kalender werden wie

immer der Children’s Hospital Foundation

zugutekommen – diese erforscht Behandlungsmethoden

bei Verbrennungen im

Kindesalter. Bisher kamen über 3 Millionen

Australische Dollar zusammen. *rä

www.australianfirefighterscalendar.com


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