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altlandkreis - Das Magazin für den westlichen Pfaffenwinkel - Ausgabe Januar/Februar 2022

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Ausgabe 69 | Januar / Februar 2022

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Eine Produktion von

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Titelbild: Peter Ostenrieder

An der Peitnach in Peiting

Neue Indoorhalle

Überdachter Rennsport in Miniatur

Auf der Roten Couch

Landtagsabgeordneter Andreas Krahl


Respektvoller ins neue Jahr

In starren Dingen Lebendiges

sehen ist eine angeborene Fähigkeit,

die jedoch aufgrund

äußerer Einflüsse bei viel zu

vielen Menschen viel zu schnell

verloren geht. Insbesondere im

digitalen Zeitalter, in dem reits Kinder mehr an Tablet

und Smartphone abhängen

als draußen im Wald. Ein

ehemaliger Hausarzt möchte

Ihnen, liebe Leser und Leserinnen,

den Blick auf Dinge wieder

schärfen. Das Mittel zum

Zweck: Ein Bildband mit Naturgestalten,

aufgenommen zwischen

Steingaden und „Weißer Wüste“ in Ägypten. Auf der

be-

Jagd nach perfekten Fotomotiven spielt Wetter immer

eine zentrale Rolle. In dieser Ausgabe versuchen

wir zu erklären, warum sich gewisse Wetterphänomene

wie taunasse Weihnachten nicht nur durch

Zufall wiederholen. Mit der Hoffnung, dass trotzdem

ein traumhafter Winter bevorsteht, haben wir für die

Januar / Februar-Ausgabe eine große Übersicht aller

Langlaufloipen der Region zusammengestellt. Zeit

zum Sporteln hat Andreas Krahl selten. Der Grünenpolitiker

wurde im zarten Alter von 28 Jahren in den

Bayerischen Landtag gewählt. Wir durften den Vertreter

des Weilheim-Schongauer Stimmkreises im

altehrwürdigen Maximilianeum besuchen und sind

noch immer begeistert von seiner ehrlichen, aufrichtigen

und bodenständigen Art. Und davon, wie

ernst er seinen politischen Auftrag nimmt. Warum

er in sitzungsfreien Zeiten auf Seerettungsschiff und

Covid-Stationen arbeitet? Wie der bundesweite Pflegenotstand

in den Griff zu bekommen ist? Wie sehr

unsere Region von seinem Amt in München profitiert?

Wie gefährlich dieses Corona-Virus wirklich ist?

Und warum sein prägendster Fall im Murnauer Unfallklinikum

nichts mit der Schwere einer Verletzung

zu tun hatte? Antworten darauf lesen Sie, liebe Leser

und Leserinnen, ab Seite 9.

Während Andreas Krahl regelmäßig für Fachvorträge

in „Pflege und Gesundheit“ durch ganz Bayern

tourt, sitzt Vanessa Rock zunehmend zuhause in ihrem

Nähzimmer. Mit der Geburt ihres Sohnes hat sie

angefangen, modernere und bequemere Kleidung

für Kinder und Babys einfach selbst herzustellen. Das

krasse Gegenteil von handgemachter Mode: „Munzee“

– eine virtuelle Schnitzeljagd zum Ruhigstellen

der Kinder bei längeren Autofahrten? Grenzwertig!

Von vier gummibereiften Rädern werden auch ferngesteuerte

Rennautos getragen. Pünktlich zu Beginn

der kalten Jahreszeit ist eine neue Indoorhalle für

mitreißenden Motorsport in Miniatur fertiggeworden.

Apropos „fertig“. Wer im neuerlichen Corona-

Wahnsinn langsam aber sicher mit seinen Nerven

am Ende ist: Einfach mal nichts tun, im kleinsten Kreis

der Familie so richtig schön ausschlafen, ganz langsam

aufstehen und ausgiebig frühstücken – mit den

Rezeptvorschlägen der Hauswirtschafterei in jedem

Falle ein Genuss. Zeit zum Ausschlafen und Brunchen

haben im neuen Jahr auch die aktiven Mitglieder hiesiger

Faschingsvereine. Wir haben nachgefragt, wie

tief der Stachel der neuerlichen Absage ihrer fünften

Jahreszeit sitzt. Wobei die Gesundheit der Menschen

selbstverständlich über allem steht. Einen guten,

glücklichen und im Umgangston respektvollen Start

ins neue Jahr wünscht an dieser Stelle,

Ihr Johannes Schelle

> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

Passender, modischer und

bequemer: Junge Mutter näht

eigene Babykleidung

Seite 6

Immerwiederkehrende

Phänomene: Winterwetter

im Altlandkreis

Seite 9

Auf der Roten Couch:

Ein Lebensretter im

Bayerischen Landtag

Seite 16

Heiße Duelle trotz kalter

Winter: Neue Indoorhalle für

Modellrennautos

Seite 18

Atemberaubende

Naturgestalten — ein Bildband

zum Thema „Pareidolie“

Seite 20

Munzee — die

modernste Form der

Schnitzeljagd

Seite 24

Georg Riedle aus

Burggen — ein

Bäckermeister fürs Leben

Seite 28

Ursula Süss berührt die

Herzen der Menschen — mit

energetischer Engeltherapie

Seite 30

Mit lebensbejahendem Gute-

Laune-Song: Vollblutmusiker

startet Solokarriere

Seite 34

Saisonal und regional:

Brunch-Rezepte der

Hauswirtschafterei

Seite 36

Für Anfänger und

Profis: Übersicht hiesiger

Langlaufloipen

Seite 40

Zensus 2022:

Freiwillige für

Volkszählung gesucht

Seite 44

Innovative Beratung auf

Augenhöhe: 40 Jahre

Steuerkanzlei Schierghofer

Seite 48

Zum Thema „Dialekt“:

Bayerisches Kulturgut

in Reimform

januar / februar 2022 | 3


Junge Mutter näht handeigene Kleidung für Babys und Kinder

Passender, modischer und bequemer

Fuchstal | Hinter dem Label „Lotti

vollvernäht“ steckt Vanessa „Nessi“

Rock, die individuelle Kleidung

für Babys und Kleinkinder eigenhändig

näht. Seit sie sich im Februar

2021 selbständig gemacht hat,

gehören liebvolle Unikate zu ihrer

großen Leidenschaft. „Es fing damit

an, dass ich aus Stoffwindeln

Halstücher für Babys gemacht

habe“, erzählt die 26-Jährige. „Für

zahnende Babys ideal.“

Den typischen Strampler sucht

man bei Nessi vergeblich. Vielmehr

entstehen an ihrer Nähmaschine

Pumphosen mit Blumen- oder Regenbogenmuster,

auch mit kleinen

Elefanten oder Wildtieren. Dazu

passende Mützchen und Oberteile.

Die Ideen gehen der Mutter eines

zweijährigen Sohnes letztlich nie

aus. „Alle Sachen sind Eigenkreationen.

Ich probiere einfach immer

wieder etwas Neues.“

4 | altlandkreis

Anfangs hat sie hauptsächlich für

Freunde und Bekannte genäht,

die gerade Nachwuchs bekommen

haben. „Ich holte mir immer ein

Feedback ab, ob ich etwas anders

machen soll oder was besonders

gut ankommt.“ Mit der Zeit habe

sich das rumgesprochen und die

Anfragen nach den besonderen

Babysachen wurden mehr.

„Manchmal geben mir die Kunden

eine grobe Richtung vor, was sie

ungefähr haben möchten. Oder

sie fragen nach einer Geschenkidee.

Die meisten aber wollen

sich überraschen lassen“, freut

sich Nessi.

Anfangs für den

eigenen Sohn

Wer glaubt, dass die junge Frau

schon seit ihrer Kindheit Nadel

und Faden zur Hand nimmt, irrt

gewaltig. Tatsächlich hat

sie erst damit angefangen,

als Söhnchen Luca

auf die Welt kam. „Die

meisten Babysachen haben

mir nicht gefallen.

Oft fand ich die Stoffe

zu unbequem oder unpassend“,

gesteht Nessi.

Statt unzufrieden zu sein,

musste eine Lösung her.

„Ich wollte die Nähwelt

ein bisschen moderner

machen, zeitlose Mode

für meinen Sohn kreieren.“

So holte sie sich

Tipps von ihrer Mutter,

die selbst Nähkurse in

einer Behindertengruppe

gibt. Sie probierte

Liebt das, was sie tut: Vanessa Rock, selbt junge Mutter, schneidert als

„Lotti vollvernäht“ Bekleidung für Babys und Kinder.

sich an ihrer Nähmaschine aus und

besorgte sich Bücher zum Thema.

Nach nur zwei Monaten Übungszeit

wagte sie mit der Anmeldung

eines Kleingewerbes den Schritt in

die Selbständigkeit. „Ich dachte,

entweder es funktioniert oder es

klappt nicht. Es war wie eine kleine

Mutprobe an mich selber.“

Für ihre Kreationen fertigt Nessi

eigene Schnittmuster an oder gestaltet

vorhandene passend um.

Hin und wieder näht sie auch mal

ohne Schnittmuster, frei Hand.

Bei den Stoffen verwendet sie

unterschiedliche Materialien wie

Jersey, Musselin, Waffel, Cord oder

Walk. „Ich lege großen Wert auf

gute Qualität und versuche die

Stoffe aus Deutschland oder aus

der Region zu beziehen.“ Farblich

setzt die Selfmade-Näherin

Zeitlos und trotzdem modern — handgemachte Mützen

sowie ein Pulloverjäckchen mit Kapuze.

eher auf erdige Töne, Pastellfarben

oder Naturtöne. Typisch rosa

Kleidung für Mädchen und blaue

Sachen für Jungen findet man hier

nicht. Eher individuelle, liebevoll

gefertigte Einzelteile mit dem

gewissen Etwas. „Babykleidung

sollte bequem und dabei auch

modisch sein.“

Nähkurs wird

nachgeholt

Doch warum der Name ‚Lotti vollvernäht‘?

„Lotti ist die kleine Prinzessin

in mir“, erzählt Nessi. Und

in dieser eigenen, kleinen Zauberwelt

könne sie ihre Kreativität

so richtig ausleben. „Vollvernäht“

hingegen stehe für ihre etwas chaotische,

aber geradlinige Art. „Lotti

beschreibt genau das Gegenteil

von mir. Sie ist perfektionistisch

und geduldig.“ Während Nessi

hauptberuflich als Physiotherapeutin

arbeitet, findet sie ihren

Ausgleich beim Nähen. „Ich versuche

mir mittags zwei Stunden Zeit

zu nehmen oder abends nach der

Arbeit.“ Aktuell bringt sie Kordeln,

als Buchstaben geformt, an Pullis

und anderen Kleidungsstücken an.

Damit bekommt jedes Teil eine

persönliche Note. „Als nächstes

möchte ich das Besticken ausprobieren“,

sagt sie. „Ich mache viel

aus meinem Bauchgefühl heraus.

Meistens funktioniert es.“

Zu ihren Anfangszeiten konzentrierte

sich Vanessa Rock hauptsächlich

auf Babykleidung, mittlerweile

näht sie auch für ältere

Kinder bis zu vier Jahren. Allen gemeinsam

aber ist die Einzigartigkeit

und Liebe, die in den Sachen

steckt. Diesen Winter bietet Nessi

zusätzlich Wintermützen auch für

Erwachsene an. „Damit Mama und

Kind im Partnerlook gehen

können.“ Im nächsten

Jahr möchte die

junge Mutter

ihr Nähzim-


mer ergonomischer gestalten, mit

einem größeren Schreibtisch und

mehr Arbeitsfläche. Und außerdem

nachholen, was sie bis jetzt

noch nicht gemacht hat: Einmal

einen richtigen Nähkurs besuchen.

Jersey, Musselin

oder Cord?

Weich und bequem müssen die

Stoffe bei Lotti vollvernäht (www.

lottivollvernaeht.de) letztlich sein.

Doch was genau sind denn Jersey,

Musselin oder Cord? An dieser

Stelle eine kleine Beschreibung der

von Nessi ganz bewusst gewählten

Materialien: Jersey-Stretch ist eine

gute Wahl für T-Shirts, Pullover

oder Bundhosen, da es sich um

einen besonders dehnbaren und

leichten Stoff handelt, der auch an

heißen Tagen nicht zu warm wird.

Außerdem gilt er als sehr weich,

lässt sich somit angenehm auf der

Haut tragen. Musselin dagegen ist

bereits bekannt als Material für

Babyspucktücher oder Stoffwindeln.

Dieser Stoff besteht in der

Regel aus Baumwolle, Viskosefasern

oder gar Seide und eignet

sich aufgrund seiner luftigen Beschaffenheit

einerseits und seiner

starken Saugfähigkeit andererseits

sehr gut für die Herstellung von

Baby- und Kinderkleidung. Und

dann wäre da noch Cord – die erste

Wahl, wenn es um strapazierfähigen

Bekleidungsstoff geht. Genaugenommen

verwendet Vanessa

Rock Feincord, auch Babycord

genannt, aus dem sie Hosen und

Jacken näht. Von Hand. Modisch.

Und bequem.

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Altlandkreis | Die letzten wirklich

weißen Weihnachten hat es

im Pfaffenwinkel 2010 gegeben.

Damals lagen in Peißenberg auf

knapp 600 Metern Höhe elf Zentimeter

an Heiligabend, am ersten

und zweiten Weihnachtsfeiertag

sogar 16 Zentimeter Schnee. Auch

in Wielenbach, einem der niedrigsten

und am flachsten gelegenen

Orte in der Region, lagen

damals sechs bis neun Zentimeter.

Die meisten Weihnachtsfeiertage

in den letzten 15 Jahren aber blieb

es grün oder bestenfalls angezuckert

in den hiesigen Städten

und Gemeinden. Schuld ist das so

genannte Weihnachtstauwetter,

eine meteorologische Singularität.

„Singularitäten sind Wetterlagen,

die jedes Jahr um eine gewisse

Zeit mit überdurchschnittlich hoher

Wahrscheinlichkeit eintreten“,

weiß der Peißenberger Stefan

Schwarzer, der beim Deutschen

Wetterdienst arbeitet. „Das Weihnachtstauwetter

tritt im Mittel in

sieben von zehn Jahren in Mitteleuropa

ein, in der Zeit zwischen

24. und 29. Dezember.“ 2010 aber

ist schon elf Jahre her. Sollte es an

Weihnachten 2021 also im Pfaffenwinkel

nicht endlich mal wieder

weiß sein? Schwarzer, der vor der

Automatisierung der Messstationen

über 20 Jahre lang Wetterbeobachter

auf der Zugspitze und auf

dem Hohen Peißenberg war, winkt

ab: „Selbst mit den leistungsstärksten

Computern ist eine verlässliche

Wettervorhersage heute

für maximal fünf bis sieben Tage

möglich, eine Tendenz bestenfalls

für 14 Tage.“ Wer also im Herbst

behauptet, das kommende Weihnachts-

und Winterwetter genau

vorhersagen zu können, ist definitiv

ein Scharlatan. Die 70 Prozent

beim Weihnachtstauwetter sind,

genau wie die 60 bis 70 Prozent

beim Siebenschläfer in der ersten

Juliwoche, ein statistischer Wert

aus vielen Jahrzehnten. „Wenn

Weihnachten 2021 wieder grün

bleibt, kann es vielleicht 2022 wieder

weiß werden, oder auch erst

2025, und dann vielleicht dreimal

hintereinander“, sagt Schwarzer.

„Keiner weiß es vorher.“

Tiefdruckgebiete bringen

den Schnee

Verursacht wird das Weihnachtstauwetter

einerseits von der eiskalten

Luft über dem schon stockdunklen

Polarkreis nördlich des

Pfaffenwinkels. Diese Luft gelangt

in der ersten Dezemberhälfte immer

wieder mal in die Region und

bringt zumeist den ersten Schnee.

Stößt diese eiskalte Luft parallel

auf die mildere Luft über dem

noch vergleichsweise warmen Atlantik

im Westen, bilden sich dort

Tiefdruckgebiete. Und die kommen

früher oder später, meistens

zu Weihnachten, zu uns und bringen

vom Ozean nasses und relativ

mildes Wetter mit. In der Folge,

spätestens Anfang Januar, steigt

dann wieder die Wahrscheinlichkeit,

dass kältere Luft aus dem

Norden oder Osten zu uns vordringt.

Letzteres ist der Fall, wenn

ein großes Hoch oder eine Hochdruckbrücke

über Mitteleuropa

liegt und durch ihre Drehrichtung

im Uhrzeigersinn Luft aus dem

nördlichen Russland hierher befördert.

Diese kontinentale Luft ist

besonders kalt, gleichzeitig aber

auch trocken und niederschlags-

Unten grün, oben weiß: Nach Föhnlage ist der Schnee in Wildsteig

geschmolzen, während er in den Bergen noch meterhoch liegt.


Blick vom Hohen Peißenberg auf ein von Nebel überzogenes Kältebecken um und über der Ammer.

arm. Mit viel Schnee ist dann nicht

zu rechnen, dafür aber mit Dauerfrost.

Bei einer solchen Wetterlage

maß Stefan Schwarzer am Morgen

des 7. Januar 2017 in Peißenberg

minus 21,3 Grad und auch tagsüber

wurde es nicht viel wärmer.

„Wer Schnee will, muss auf Tiefdruckgebiete

hoffen, die von Nordwesten

oder Norden her gegen die

Alpen ziehen.“ Diese Tiefs konnten

sich über dem Atlantik mit Feuchtigkeit

vollsaugen und führen kühle,

wenn auch nicht eisig kalte Luft

heran. Im Alpenvorland ist es auf

über 600 Metern Höhe dann gerade

kalt genug, um bei null oder

knapp über null Grad für – oftmals

nassen – Neuschnee zu sorgen.

Eine solche Wetterlage brachte im

Januar 2019 viele Schneefälle. In

mehreren Alpenlandkreisen wurde

der Katastrophenalarm ausgelöst,

Dächer freigeschaufelt. Und

auch im Pfaffenwinkel, wo sich die

Schneefälle nicht so stauen wie am

unmittelbaren Alpenrand, wurde

es dick weiß. In Peißenberg maß

Stefan Schwarzer am 10. Januar

2019 44 Zentimeter, im 150 Meter

höher gelegenen Altenstadt waren

es sogar 60 Zentimeter. Eine weitere

Wetterlage für Schneeliebhaber

sind die Vb-Tiefdruckgebiete,

ausgesprochen: „Fünf b.“ Sie

ziehen vom auch im Winter recht

warmen Mittelmeer, über dem

sie besonders viel Feuchtigkeit

aufnehmen, nordwärts über Österreich

und Ungarn und drehen

sich dann west- und südwestwärts

über Tschechien nach Bayern hinein.

Dort stauen sie sich gegen die

Alpen und schneien ab. Im Januar

2006 brachte ein Vb-Tief solche

Schneelasten, dass in Bad Reichenhall

das Dach der Eissporthalle

einstürzte. Und eine ähnliche

Wetterlage brachte am 22.

Mai 1999 das Pfingsthochwasser,

in vielen Gemeinden hierzulande

wurden Straßen überflutet. Auf

der Zugspitze schneite es binnen

eines Tages fast einen Meter. Das

brachte auf Deutschlands höchstem

Berg am 23. Mai eine seither

kaum mehr erreichte Gesamtschneehöhe

von sechs Metern.

Entstehung und

Auswirkung von Föhn

Das Wetter im Pfaffenwinkel lebt

also von den Großwetterlagen

über Mitteleuropa. Doch es gibt

bei uns und im benachbarten Alpenvorland

auch regionale Wettereffekte.

Allen voran den Föhn.

Dabei ziehen Tiefdruckgebiete von

Südwesten oder Süden gegen die

Alpen. „Stauen sich die Wolken

von Südtirol her an dem über 3 000

Meter hohen Alpenhauptkamm,

steigt die Luft auf, wird kälter und

regnet oder schneit kräftig ab“,

erklärt Stefan Schwarzer. „Strömt

die Luft dann über den Berg nach

Norden, ist sie abgetrocknet und

erwärmt sich beim Absinken in die

Täler nördlich der Alpen deutlich.“

Bläst dieser „warme Fallwind“

über Tage, können die Temperaturen

auch im Hochwinter zweistellige

Tageshöchstwerte erreichen

und selbst eine ordentliche

Schneedecke rasch „wegschlecken“.

Manches Weihnachtstauwetter

wird so vom Föhn erzeugt,

wenn atlantische Tiefdruckgebiete

sich erstmal nicht mit Regen über

uns wegbewegen, sondern an den

Alpen von Südwesten her gestaut

werden. Föhn ist aber nicht gleich

Föhn. Je nachdem wie stark der

Niederschlag im Süden und die

genaue Strömungsrichtung des

Tiefs ist, kann ein starker Föhn im

ganzen Alpenvorland blauen Himmel

– von dünnen fischförmigen

Föhnwolken abgesehen – bis über

München hinausbringen. Manchmal

ist es aber auch nur im Osten

jenseits von Bad Tölz oder dem

Tegernsee blau. Weiter westlich ist

das schlechte Wetter schon über

die Schweiz und die Ammergauer

Alpen in das Ostallgäu und den

Pfaffenwinkel geschwappt und

bringt hier nur mehr milchigen

Himmel oder gar schon ersten Regen

oder Schnee.

Berge und Hügel

lenken das Wetter

Abgesehen vom Föhn, lenken Berge

und Hügel generell das Wetter.

So kann es in Rottenbuch und

Schongau durch eine winterliche

Warmfront von Westen her

januar / februar 2022 | 7


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während sich im Graswangtal oder

im Garmischer Becken, geschützt

durch die Berge, noch kalte Luft

hält. Bis Mittag schneit es dort

noch nass und schwer, ehe auch

dort die Schneefallgrenze deutlich

ansteigt. Beim sommerlichen Extremwetter

im Juni 2021 beobachtete

Stefan Schwarzer von seinem

Homeoffice in Peißenberg aus, wie

sich die Hagelgewitter von Tirol

aus am Westrand der Ammergauer

Alpen nach Norden schoben. Wo

das Gebirge mit Trauchbergen und

Hoher Bleick endet und zugleich

weiter nördlich der Hohe Peißenberg

blockiert, war für die Gewitterzellen

der Weg frei nach Osten

und sie schoben sich über Wildsteig

hinüber nach Huglfing und

Eglfing, wo es zu großen Schäden

kam. „In Peißenberg waren wir

hingegen kaum betroffen“, erinnert

sich Schwarzer. Von solchen

kleinräumigen Wettereffekten

gibt es noch weitere, wenn auch

nicht mit großen Auswirkungen.

So können über dem Ammersee

und Starnberger See kleine „Lake

effects“ auftreten, die, durch Aufnahme

von Feuchtigkeit über dem

Wasser, Regen- oder Schneeschauer

verstärken. Auf den Höhenrücken

weiter östlich, über die

auch die A95 verläuft, kann man

das merken. Freilich nur ein klein

wenig und nicht zu vergleichen

mit „Lake effects“ über den großen

Seen Amerikas.

Temperaturen auf

den Kopf gestellt

Tief mit Wolkensturm nähert sich: Im Tal scheint noch die Sonne, um die

Hohe Bleick bilden sich bereits erste, dichte Schneeschauer.

Blick vom Heimgarten auf den Staffelsee: Durch Föhnlagen blieb es

Mitte Dezember 2006 selbst in hohen Lagen schneefrei.

Bei winterlichen Hochdrucklagen

und klarem Himmel, wenn die

Luft über dem Boden ungehindert

auskühlen kann und in den

Tälern klirrenden Frost hinterlässt,

steigt Stefan Schwarzer manchmal

vom Peißenberger Stadtrand hinauf

zum Weinbauer am Osthang

des Hohen Peißenbergs. Obwohl

nur rund 150 Meter höher, kann

es dort am Morgen fünf oder gar

zehn Grad wärmer sein. „Inversion“

nennt man eine solche Wetterlage,

die die üblichen Temperaturverhältnisse

auf den Kopf stellt.

Wird es normalerweise nach oben

hin kälter, rund 0,7 Grad im Schnitt

pro 100 Höhenmeter, ist es nun

umgekehrt: Auf den Bergen ist es

mild, in den Tälern kalt. Kommt

dann noch Ostwind dazu, kann der

Pfaffenwinkel tagelang unter einer

Hochnebeldecke verschwinden.

Denn der Ostwind, die Schweizer

nennen ihn „Bise“, treibt Feuchtigkeitsreste

gegen die Alpen. Und

da die kalte Luft über dem Tal wenig

Feuchtigkeit aufnehmen kann,

kondensiert sie zu einer nebelartigen

hohen Wolkenschicht. Die

wärmere Luft drückt von oben auf

diese Schicht und die schwache

Wintersonne schafft es bei anhaltender

Inversion nicht, den Hochnebel

aufzulösen. Manchmal muss

man dann bis auf das Hörnle oder

den Heimgarten steigen um in der

Sonne zu sein, manchmal reicht

eine Fahrt in die Alpentäler hinter

Oberammergau oder Eschenlohe.

Und wie wird die Klimaerwärmung

unsere Winter künftig beeinflussen?

„Schnee wird hier

auch in zehn und zwanzig Jahren

noch fallen, doch je tiefer man

sich befindet, desto seltener werden

solche Ereignisse werden“,

bekräftigt Stefan Schwarzer. Aber

auch dort kann es nach wie vor

starke, zeitlich begrenzte Schneefallereignisse

geben. „Und seien

wir ehrlich: Wer will schon drei

oder vier Monate lang durchgehend

Kälte und Schnee?“ cr

8 | altlandkreis


Auf der Roten Couch

Ein Lebensretter

im Bayerischen Landtag

Von wegen Anzug und Krawatte. Grünen-Politiker

Andreas Krahl zeigte beim Fotoshooting auf der

Roten Couch einmal mehr, dass er ein Mann der Praxis

ist. Hier im Arbeitsgewand des Intensivpflegers.

Im Hintergrund: Das imposante Maximilianeum.

Foto: Felix Baab

mai / juni 2021 | 9


München | Jung, kein Akademiker

und im Dialekt sprechend: Andreas

Krahl, 32, ist ein Mann der Praxis.

Geboren und aufgewachsen im

niederbayerischen Freyung, meistert

er als Sohn eines Landwirts

„brav“ das Abitur und absolviert

auf Mamas Wunsch „eine anständige“

Ausbildung – die zum Bankkaufmann.

Was aber nix für ihn ist.

Die Lösung: Eine Zweitausbildung

zum Gesundheits- und Krankenpfleger,

die ihn über München bis

nach Murnau führt. Gefühlt angekommen,

stellt sich im Herbst 2018

sein ohnehin schon aufregendes

Leben erneut auf den Kopf: Bei der

Landtagswahl bekommt er 18 000

Erststimmen, 9 500 Zweitstimmen

und zieht als aktiver Anhänger der

Grünen ins Maximilianeum ein. Mit

erst 28! „Eine immer noch surreale

Welt“, sagt er. Aber eine, in der er

was bewegen will. Im großen Interview

auf der Roten Couch spricht

der Abgeordnete des Bayerischen

Landtags (MdL) über seinen prägendsten

Fall im UKM, wie der

bundesweite Pflegenotstand in den

Griff zu bekommen ist und warum

er sitzungsfreie Zeiten bevorzugt

auf Seerettungsschiff und Covid-

Stationen verbringt.

Herr Krahl, Politik ist für die meisten

Kinder und Jugendlichen ein Erwachsenen-Ding,

total uncool. Warum

waren Sie in der Jungen Union?

In meiner Familie war ich schon

immer Außenseiter – man musste

mich nie zur Tagesschau im Ersten

zwingen, weil mich Politik bereits

als junger Schüler brennend interessiert

hat. Allen voran der Machtwechsel

von Schröder zu Merkel.

So richtig los ging’s dann mit 16

Jahren, als mir klar wurde: Eine

Gesellschaft zum Positiven verändern

kann man nur durch aktives,

politisches Engagement.

Im Nachwuchs der CSU?

Wo ich herkomme, im tiefsten

Bayerischen Wald, konntest du

so intensiv und lange nach politischen

Jugendorganisationen suchen

wie du willst – es gab dort

weit und breit nur eine: Die der

CSU. In meinem Falle zwei Straßen

weiter. Die Themen damals waren

Studiengebühren und das tschechische

Kernkraftwerk in Temelin.

Letztlich sind bei den Treffen verschiedenste

Weltanschauungen

aufeinandergeprallt, über die man

nicht nur diskutiert, sondern richtig

gestritten hat – weil die Ansichten

Historisch wertvolle Gemälde mit geschichtsträchtigen Motiven und in

der Größe eines Fußballtors: Das Maximilianeum von innen.

10 | altlandkreis

der meisten so gar nicht mit meinen

vereinbar waren, bin ich nach

zweieinhalb Jahren wieder ausgetreten.

Nach dem Abi ging’s für Sie nach

Passau und München – Ausbildung

zum Bankkaufmann. Warum setzten

Sie eine Zweitausbildung zum

Gesundheits- und Krankenpfleger

obendrauf?

Die Affinität zu kranken Menschen

ist bei mir immer schon dagewesen

– parallel zur Banklehre habe

ich bereits eine Ausbildung zum

Rettungsassistenten absolviert. Als

ich nach Abschluss meiner Banklehre

noch drei Monate in München

am Schalter gestanden bin

war für mich endgültig klar: Dieser

Beruf geht überhaupt nicht für

mich! Also habe ich mich für eine

Zweitausbildung im Gesundheitswesen

entschlossen. Allerdings

nicht wie bei der Bankausbildung

über das erstbeste Stellenangebot –

diesmal habe ich mich ganz bewusst

für eine Ausbildung bei der

Schwesternschaft des Roten Kreuzes

in München entschieden. Deren

Ruf als Ausbildungsstätte mit „Zuckerbrot

und Peitsche“ hat sich in

den drei Jahren Lehrzeit bestätigt.

Während dieser beruflichen Neuausrichtung

haben Sie sich auch politisch

wieder engagiert. Allerdings

für die Grünen.

Ausschlaggebend für den Parteieintritt

war damals weder der

Kampf gegen die dritte Startbahn

noch das Thema Umweltschutz.

Ich habe den Grünen meine Probleme

in der Pflege geschildert und

dabei festgestellt: Deren Ansichten

und Programminhalte sind meinen

Standpunkten sehr ähnlich.

Den Grünen sind Sie seither treu

geblieben, der Landeshauptstadt

allerdings nicht.

Nach rund vier Jahren in München

wollte ich zurück aufs Land. Allerdings

unter zwei Gesichtspunkten:

Trotzdem auf medizinisch hohem

Rustikaler Gang, von der Tiefgarage in Richtung Eingangshalle: Andreas

Krahl (rechts) und „altlandkreis“-Redakteur Johannes Schelle.

Niveau arbeiten. Und näher an den

Bergen sein. Insofern kamen nur

zwei Standorte in Frage: Innsbruck

und Murnau. Da ich Bayern letztlich

doch nicht verlassen wollte,

habe ich mich fürs Oberland entschieden

und im Unfallklinikum als

Intensivpfleger für Rückenmarksund

Brandverletzte angefangen.

Wie sah Ihr Arbeitsalltag im UKM

aus?

Grundsätzlich ist man als Pflegekraft

auf Intensivstation dafür

verantwortlich, dass eine vital gefährdende

Situation behoben wird,

oder gar nicht erst eintritt. Auf gut

Bayerisch gesagt: Wir sorgen dafür,

dass der Patient nicht stirbt.

Ihr prägendstes Erlebnis als Intensivpfleger?

Eine Verbrennung beider Beine

bis hoch zur Hüfte, was fachlich

betrachtet bei weitem nicht der

schlimmste Fall war. Aber: Zugezogen

hatte sich der Patient diese

Verletzung, weil er, nachdem er

seine Frau erstochen und seine

Wohnung angezündet hatte, sich

eine Kohlen-Monoxid-Vergiftung

einhandelte, bewusstlos wurde

und deshalb nicht mehr rechtzeitig

aus der brennenden Wohnung fliehen

konnte. Wir als Intensivpfleger

wussten von diesem Mord, allein

deshalb, weil Tag und Nacht ein

Polizist vor der Behandlungsbox

saß und Wache hielt. Aufregend

wurde es vor allem dann, als der

Mann zunehmend zu Bewusstsein

gekommen ist, wir uns in einem

irren Spannungsfeld bewegt haben:

Einerseits arbeitest du unter

dem Motto des Bayerischen Roten

Kreuzes: „Helfen, ohne zu fragen,

wem.“ Andererseits liegt da einer,

der seine Frau umgebracht hat.

Zwischen den Schichten im UKM

haben Sie sich auch politisch immer

stärker engagiert. Nicht mehr in

München, sondern für die Ortsgruppe

der Grünen in Murnau, die Sie

plötzlich als Zugpferd in den Landtagswahlkampf

schicken wollte?

Ich habe relativ schnell guten Anschluss

bei der Grünen-Ortsgruppe

in Murnau gefunden. Einige aus

der Partei kamen rund zwei Jahre

vor der Landtagswahl 2018 auf mich

zu und sagten: Jung, kein Akademiker,

und einer, der als einziger

im Ortsverband Dialekt spricht –

die Sprache der Menschen. Nach

kurzer Überlegung bin ich zu dem

Entschluss gekommen: Warum eigentlich

nicht!?

Die intensivste Zeit Ihres Lebens?

Es war Milchbauerntag des BDM in

Peißenberg mit Robert Habeck als

Ehrengast. Ich hatte vorher zehn

Nachtschichten am Stück, nach

diesen oft nur zwei, drei Stunden

geschlafen. So auch an diesem Tag.

Am Abend aber wollte ich mich

nicht Lumpn lassn, war bei den Ehrengästen

gehockt und habe mir ein

Weißbier bestellt – während Habeck

den Leuten die Welt erklärte,

bin ich eingeschlafen. Davon gibt’s


lustige Bilder. Ein anderes Beispiel:

Ludwig Hartmann wollte mit mir

zum Thema Gletscherschmelze auf

die Zugspitze. Er kam in Grainau

an und war aufgrund viertelstündiger

Verspätung total aufgebracht,

jedoch noch entsetzter, als er auch

mich nicht gesehen hat. Meine Managerin

hat ihn dann beruhigt und

verraten, dass ich bereits da bin –

hinten am Bahnsteig der Zahnradbahn,

auf einer Bank liegend, wo

ich einen Powernap gemacht habe.

Kurzum: Viel älter hätte ich nicht

sein dürfen, um diese Doppelbelastung

aus Wahlkampf und Intensivpflege

auszuhalten.

Diese schlafarme Zeit hat sich bezahlt

gemacht. Wie sieht Ihr neues

Arbeitsleben als Abgeordneter des

Bayerischen Landtags aus?

Grundsätzlich hat ein Abgeordneter

zwei Hüte auf: Einmal den

seiner Themenbereiche, in denen

er absoluter Experte sein muss. Bei

mir sind das die Themen Gesundheit,

Pflege, Rettungsdienst und

Katastrophenschutz. Darin musst

du wirklich sattelfest sein, alle Hintergründe

kennen und absolut wissen,

von was du im Rahmen einer

Diskussion sprichst.

Und der zweite Hut?

Der im Stimmkreis – in meinem

Falle, mit Ausnahme von Bernried,

der komplette Landkreis Weilheim-

Schongau sowie der nördliche Teil

des Landkreises Garmisch-Partenkirchen.

Dort bin ich kein Fachexperte

mehr, sondern Mädchen für

alles – das Bindeglied zwischen

Landbevölkerung und Landtag.

Nur ein klassisches Beispiel, das

mir zugetragen wurde: Jemand

hat schwarz einen Carport gebaut

und möchte über eine Petition an

den Landtag erreichen, dass dieser

Schwarzbau nachträglich genehmigt

wird. Insofern ist diese zweite

Aufgabe megaspannend, weil du

dich ständig mit total unterschiedlichen

Themen beschäftigen musst.

Hinzu kommen zahlreiche Vor-Ort-

Termine mit Bürgermeistern, Landräten

und Interessensvertretern.

Außerdem nicht zu vergessen: Repräsentative

Termine – vor Corona

gab es kaum ein Wochenende, an

dem ich auf keinem Trachten-, Musik-

oder Schützenfest war.

Ist Ihr Abgeordneten-Alltag geregelter

als der des Intensivpflegers?

Definitiv ungeregelter. Mein Arbeitstag

als Politiker fängt in der

Regel um fünf Uhr in der Früh mit

klassischer Büroarbeit im Homeoffice

an – Mails beantworten und

Meldungen der Deutschen Presse

Agentur lesen, um up to date zu

sein. Dann, um 7.30 Uhr, mit dem

Zug von Murnau nach München

fahren, um pünktlich auf 9 Uhr

bei der ersten Arbeitskreis-Sitzung

im Bayerischen Landtag zu sein.

Es folgen Ausschussvorbereitung,

Ausschusssitzung und interfraktionelle

Sitzungen, was meist ohne

Pause bis 18 oder 19 Uhr der Fall ist.

Dann stehen noch häufig Abendveranstaltungen

mit Diskussionsrunden

und Vorträgen zu meinen

Fachthemen an, ehe es gegen 21

Uhr wieder heim nach Murnau

geht. Aufgrund dieser Vielschichtigkeit

gibt es in diesem Job, den

ich seit 2018 ausüben darf, keinen

geregelten Alltag.

Sie schlafen aber, trotz 80-Stunden-

Wochen, mehr als drei Stunden pro

Tag?!

Fünf bis sechs Stunden, mit denen

ich auch relativ gut auskomme.

Warum ziehen Sie nicht zurück nach

München?

Es wäre mir zwar erlaubt. Aber: In

meinem Stimmkreis haben mich

18 000 Leute gewählt – und Murnau

und Umgebung ist für mich

eine richtige Heimat geworden.

Insofern stellt sich die Frage gar

nicht, die räumliche Nähe meiner

Wähler zu verlassen.

Zumal dieser immense Aufwand

auch seine Vorzüge hat.

Als Abgeordneter des Bayerischen

Landtags bekommt man monatlich

rund 8 500 Euro brutto als sogenannte

Diät. Davon gehen weg:

Krankenversicherung, sämtliche

Sozialversicherungen, außerdem

ein Mandatsträgerbeitrag, der in

unserem Falle, bei den Grünen,

rund 1 500 Euro beträgt. On Top

gibt’s monatlich 3 500 Euro Aufwandspauschale,

steuerfrei. Mit

diesem Geld müssen wir Hotelkosten

und Ähnliches begleichen – da

ich mein Amt sehr ernst nehme,

bayernweit viel unterwegs bin,

läppert sich da schon was zusammen.

Letzteres könnte man sicherlich gerechter

lösen.

januar / februar 2022 | 11


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Definitiv. Wer keine Termine wahrnimmt,

seine Zeit im Parlament

mehr oder weniger nur absitzt,

streicht diese 3 500 Euro vollständig

ein… Solche Abgeordneten

gibt’s leider auch.

Abgesehen davon brauchen Sie Büros,

Technik und Mitarbeiter?

Als MdL habe ich einen Anspruch

auf zwei Vollzeit-Mitarbeiter, für

die es einen Sondertopf in Höhe

von rund 130 000 Euro gibt. Ich beschäftige

eine Vollzeitmitarbeiterin

und zwei Teilzeitkräfte. Eineinhalb

arbeiten in meinem Stimmkreis-

Büro in Weilheim, die andere

halbe Kraft in ihrem Homeoffice

in Starnberg. Außerdem können

wir für technische Ausstattung

meiner Büros pro Legislatur, also

innerhalb von fünf Jahren, 12 500

Euro abrechnen. Mit dieser Summe

musst du gut haushalten, denn

in Zeiten der Digitalisierung, in der

Social Media eine zentrale Rolle

spielt, ist es mit PC, Laptop, Handy

und Tablet allein nicht getan.

Worum kümmern sich Ihre Mitarbeiter?

Um alles, wofür ich keine Zeit

habe. Zum Beispiel Terminmanagement,

Hintergrundrecherche zu

Themen außerhalb meines Spezialgebiets,

sowie Formulierungen

von Anträgen.

Das müssen absolute Vertrauenspersonen

sein.

Bei der Suche nach einem geeigneten

Team habe ich in der Tat das

Fachliche etwas hintenangestellt.

Mir war wichtig, dass ich diese

Personen schon länger kenne, dass

ich mich zu 100 Prozent auf sie verlassen

kann, mit ihnen auf einer

Wellenlänge bin und, ganz wichtig,

gut mit ihnen streiten kann.

Apropos „streiten“: Die größten

Missstände in der Pflege?

In diesem Land, egal ob Bayern

oder Deutschland, kommt es täglich,

hinter verschlossenen Türen,

in Privatwohnungen, Altenheimen

oder Kliniken, zu Menschenrechtsverletzungen,

weil eine adäquate

pflegerische Versorgung aufgrund

eines akuten Fachkräftemangels

nicht gewährleistet ist.

Wir beschweren uns völlig zurecht,

dass die Taliban auf Menschenrechte

so gar nichts geben. Dass wir

aber im Bereich der Pflege genauso

Menschenrechtsverletzungen haben,

diese aber nicht wahrnehmen

oder wahrnehmen wollen, ist ein

großes Problem bei uns.

Und eine schier unlösbare Aufgabe?

Der Karren wurde über 40 Jahre

hinweg kontinuierlich in den Dreck

geschoben. Insofern ist es Utopie,

ihn in wenigen Jahren wieder herauszuziehen.

Aber, mit kleinen

Schritten, kein Ding der Unmöglichkeit.

Zur Überbrückung einer

nachhaltigen Lösung brauchen wir

auf jeden Fall Pflegekräfte aus dem

Ausland, allerdings aus Ländern,

und die gibt’s, in denen es weniger

alte Menschen als junge gibt.

Zum Beispiel auf den Philippinen.

Viel wichtiger aber ist, dass wir im

Pflegebereich Arbeitsbedingungen

schaffen, um auf Menschen aus

dem Ausland nicht mehr angewiesen

zu sein. Wir als Mitteleuropäer

müssen selbst Lust darauf haben,

in Pflegeberufen zu arbeiten. Ein

Knackpunkt: In Deutschland geben

die Krankenkassen vor, wie viel

man für welche Leistung bezahlt

bekommt. Und genau das ist das

Problem – wenn mein Auto stehen

bleibt, kann ich es auch nicht in die

Werkstätte bringen, dem Mechaniker

200 Euro in die Hand drücken

und sagen: Bring es wieder zum

Laufen, egal was fehlt, egal wie

viel Arbeit dafür notwendig ist.

Deshalb brauchen wir ein anderes

Gesundheitssystem, müssen diese

Fallpauschalen endlich überdenken.

Auch wichtig: Prävention, um

Krankheiten und Pflegebedürftigkeiten

in Zukunft zu reduzieren,

zum Beispiel durch Seniorenfreundliche

Innenraumgestaltung.

Und: Warum nicht einen Roboter

einsetzen, der für mich kocht, weil

ich es selbst nicht mehr kann.

Und wie wäre es mit familieninterner

Eigenverantwortung – Kinder

pflegen ihre Eltern?

Stand heute werden nach wie vor

72 Prozent aller Pflegebedürftigen

von Angehörigen versorgt, was

extrem wichtig ist. Und trotzdem

dürfen wir uns auf dieses System

in Zukunft nicht verlassen. Die jungen

Menschen, so bis 35, führen

ein komplett anderes Leben als

ein, zwei Generationen vor ihnen.

Bestes Beispiel bin ich selbst: Vom

fachlichen her könnte ich locker

die Pflege meiner Eltern übernehmen,

lebe aber 350 Kilometer

von ihnen entfernt – und bin damit

kein Einzelfall in einer deutlich

mobileren, globalisierteren Welt.

Hinzu kommt: In den meisten

Fällen übernehmen die Angehörigenpflege

Frauen, die vorher ihren

sozialversicherungspflichtigen Job

bereits für die Kindererziehung

aufgegeben haben, danach direkt

die Pflege von Eltern und zum Teil

Großeltern oder Schwiegereltern

übernehmen, letztlich 55 bis 60

Jahre alt, insofern seit 30 Jahren

nicht mehr in ihrem gelernten Beruf

tätig und deshalb chancenlos

auf dem Primär-Arbeitsmarkt sind.

Kurzum: Die heute pflegende Angehörige

ist unter Umständen diejenige,

die im Alter auf Sozialhilfe

angewiesen ist. Und das darf man

nicht zulassen. Abgesehen davon

funktioniert dieses Angehörigen-

Pflege-Modell allein aufgrund des

nach wie vor immer stärker werdenden

demografischen Wandels

ohnehin nicht in Zukunft.

Themenunabhängig: Wie viel Gehör

finden die oppositionellen Grünen

(38 Abgeordnete) in einem CSUdominierten

(85 Abgeordnete) Freistaat?

In der Außenwirkung macht die

CSU mit uns, was sie will. So ehrlich

muss man sein. Selbst wenn

12 | altlandkreis


ed. Beitrag 7304 Brenner2021Altl

(Hochformat 45 x 200 mm, min. 6840 mm²

Bundesweit bekannt: Die „rote Treppe“ im Bayrischen Landtag.

ich den Antrag „Markus Söder Bayerischer

Ministerpräsident auf Lebzeit“

stellen würde, lehnt ihn die

CSU kategorisch ab, weil auf dem

Kopf der Antragstellung „Bündnis

90/Die Grünen“ draufsteht. Das ist

nun mal das Los einer Oppositions-

Partei. Was aber nicht bedeutet,

dass CSU und Freie Wähler uns

Grünen nicht zuhören. Ein gutes

Beispiel ist der plötzliche Wandel

eines Markus Söder, gerade nach

dem Volksbegehren zur Artenvielfalt.

Und: Politik wird nicht nur im

Parlament gemacht, sondern auch

mal bei einem Kaffee, einem Bier,

einem Zwischengespräch auf dem

Gang oder draußen unter vier Augen.

Wenn es dir gelingt, Respekt

zu verschaffen, hören dir auch viele

Regierende zu.

Wie sehr profitiert unsere Heimatregion

von Ihnen als Landtagsabgeordneter?

Ich bin derjenige, der Meinungen,

Stimmungen, Sorgen, Ängste,

Wünsche und Ideen der Bürger aus

dem Oberland direkt in den Landtag

trägt. Und ich kann Akzente

setzen, Diskussionen anregen und

politische Meinungsbildung vorantreiben.

Dass wir in den Landkreisen

Garmisch-Partenkirchen und

Weilheim-Schongau eine deutlich

unterrepräsentierte AfD haben,

liegt auch daran, dass ich dahingehend

nie leise war.

Kommen Bürger ganz gezielt auf Sie

zu?

Natürlich bin ich weder Brad Pitt

noch Angela Merkel, aber ich werde

schon erkannt und angesprochen.

Speziell in Murnau sind der

immer stärkere Tourismusverkehr

sowie bezahlbarer Wohnraum die

brennenden Themen.

Haben Sie auch mit Anfeindungen

zu kämpfen?

Shitstorms auf Social Media gibt

es leider immer wieder, was mich

ehrlich gesagt auch mehr berührt,

als mir lieb ist. Da geht’s um Dinge

weit unter der Gürtellinie, um

Androhung körperlicher Gewalt.

Meistens aus der rechten Ecke

kommend.

Vergangenen Sommer waren Sie

während der sitzungsfreien Zeit als

Einsatzkraft auf dem Seerettungsschiff

Sea Eye 4. Das emotionalste

Erlebnis in diesen viereinhalb Wochen

Mittelmeer?

Am Tag, als die von uns Geretteten

von Bord gegangen sind, habe ich

ihnen in der Früh Starter-Packages

zusammengepackt – ein Turnsackerl

mit Erdnüssen, Wasser, Bananen

und einem T-Shirt. Obwohl

ich mich bewusst nicht eng mit

den Menschen angefreundet habe,

war das in diesem Moment extrem

emotional, weil mir nochmals so

richtig bewusst wurde, dass diese

Menschen nichts haben als das,

was ich in diesen Beutel packe.

Wie viele Menschen konnten bei Ihrem

Einsatz gerettet werden?

Ein Boot mit 29 Menschen. Mein Job

am Tag der Rettung war unter anderem,

einen medizinischen Check

an den Geretteten durchzuführen.

Drei von vier hatten ausgeprägte

Foltermahle wie Striemen, Einbrennungen

ausgedrückter Zigaretten

und falsch zusammengewachsener

Unterarmbrüche – bei diesem Anblick

habe ich einen unfassbaren

Hass auf die Menschen entwickelt,

die anderen so etwas antun.

Apropos: Was erwarten Sie von der

neuen Bundesregierung?

Ich war erfreut, dass im Sondierungspapier

„Seerettung“ drinsteht,

die Bundesregierung sowas

wie humanitäre Hilfe auf dem

Schirm hat und um Lösungen bemüht

ist. Dafür bin ich vom Gesundheitsprogramm

umso enttäuschter,

lehne mich an dieser

Stelle auch gerne gegen meine

eigene Partei auf: Wenn wir den

Menschen im Mittelmeer helfen

wollen, dürfen wir die humanitäre

Katastrophe in den eigenen vier

Wänden nicht außen vor lassen!

Auch an Bord der Sea Eye 4: Volle

Gläser Ihres hauseigenen Honigs.

Wie viele Völker besitzen Sie?

Aktuell sind es 14. Ein Stand steht

am Staffelsee. Meine Wirtschaftsvölker

sind in Oderding. Und die

Ableger, die Jungvölker, in Etting.

Gibt’s den Honig auch für unsere

Leser?

Prinzipiell ja – gegen eine Spende,

die eins zu eins an soziale Projekte

geht. Heuer bin ich allerdings

gnadenlos ausverkauft, weil eines

der schlechtesten Honigjahre überhaupt

hinter mir liegt – im Frühjahr

war’s für die Bienen zu regnerisch

und im Sommer hat ein extremer

Hagelschauer Pflanzen, Blumen

und Bäume massiv zerstört.

Neben Ihrer hauptberuflichen Tätigkeit

als Politiker arbeiten Sie nach

wie vor als Rettungssanitäter und

für den Katastrophenschutz?

Letzteres ist eine große Leidenschaft

von mir. Wenn da der Piepser

klingelt, werden alle anderen

Termine rigoros abgesagt. Ich war

auch für neun Tage in Ahrtal, dort

zuständig für die Trinkwasserversorgung.

Als Rettungssanitäter arbeite

ich zwei, drei Mal im Monat,

meistens nachts. Auf 450-Euro-Basis

in München und ehrenamtlich

für die Bereitschaft in Murnau –

auch das ist eine Herzensangelegenheit

für mich. Außerdem tut es

verdammt gut, zwischendrin mit

„ganz normalen“ Menschen reden

und arbeiten zu können.

Außerdem haben Sie während des

ersten und dritten Lockdowns für

insgesamt acht Wochen auf den

Corona-Intensivstationen in den

Krankenhäusern Weilheim und

Garmisch-Partenkirchen gearbeitet,

was Sie aktuell erneut für fünf

Wochen tun. Wie gefährlich ist dieses

Virus wirklich?

So gefährlich, dass ich den Großteil

der politischen Entscheidungen

absolut mittrage. Ich habe echt

Ahnung von meinem Job, viele

nicht standardmäßige Intensivpflegefälle

erlebt, aber noch nie

welche mit solch massiven Beatmungs-Parametern.

Hintergrund:

Beatmung von Patienten in Bauchlage

ist in der Intensivpflege das allerletzte

Mittel der Wahl, um Leben

zu retten. Dabei verursacht man

brutale Nebenerkrankungen wie

Druckstellen am ganzen Körper,

angeschwollene Augen und deutlich

erhöhten Druck aufs Gehirn.

Vor Corona musste das in Murnau

einmal im Quartal gemacht

werden. Seit Corona passiert das

in nahezu allen Krankenhäusern

Deutschlands jeden zweiten Tag.

Und dass nahezu täglich ein Intensivpatient

stirbt, ist auch nicht der

Standard. Insofern: Corona ist wirklich

gefährlich!

js

Steuererklärung?

Kein Problem.

Verschenken Sie kein

Geld, denn ohne Einkommensteuererklärung

gibt es keine Rückzahlung!

Eine kostengünstige Alternative

zum Steuerberater

kann die Zuhilfenahme

eines Lohnsteuerhilfevereins

sein.

Michael Brenner berät

Mitglieder begrenzt nach

§4 Nr. 11 StBerG und

erstellt dann die Einkommensteuererklärung.

Altbayerischer

Lohnsteuerhilfeverein e.V.

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Michael Brenner

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Tel. (08861) 2 562 997

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Grundacker 6a

86946 Vilgertshofen-

Pflugdorf

Tel. (08194) 99 88 643

www.lohi-pflugdorf.de

januar / februar 2022 | 13


14 | altlandkreis


DAS HEIMATRÄTSEL

Telefonmast

für Zwerge?

Altlandkreis | Wer den Bully-Herbig-Film

„Der Boandlkramer und

die ewige Liebe“ schon gesehen

hat: Gegen Ende des 87-Minüters

geschieht ein Wunder. Ähnliches

dürfte auch am südlichen

Ortseingang eines beschaulichen

Dorfes im Schongauer Altlandkreis

passiert sein. Nur ohne Kamera,

Kulisse und Regisseur. Und aller

Voraussicht nach auch mit ganz

anderen Darstellern. Denn über

Nacht, quasi von heute auf morgen,

ist ein dortiger Holzmast von

rund acht Metern Höhe auf 1,50

Meter zusammengeschrumpft.

Seither hängt diese alte Telefonleitung

auf Brusthöhe. Bei genauerem

Hinschauen besonders

interessant: Dieser nun stumpenhafte

kurze Mast ist ähnlich fest im

Boden verankert wie die benachbarten

ungekürzten, weist auch

keinen offensichtlichen Schaden

auf. Und auch die Festnetztelefonie

funktioniert laut Anwohnern

nach wie vor. Insofern wurde dort

professionelle Mastverankerungs-

Arbeit betrieben. Ob die nun auch

für Kinder greifbare Leitung eine

Gefahr darstellt? Wie lange das

Provisorium noch stehen bleibt?

Und wie es überhaupt zu diesem

Holzmast-Wunder gekommen ist?

Fragen, denen die „altlandkreis“-

Redaktion lieber nicht genauer

nachgeht. Dafür nutzen wir dieses

Schmankerl am Straßenrand

nun für unser neues Heimaträtsel

und wollen von Ihnen wissen:

An welchem Ortsteil steht dieser

1,50-Meter-Telefonmast?

Schicken Sie uns bis 15. Januar

eine Postkarte mit der Lösung und

dem Stichwort „Heimaträtsel“.

Oder eine Mail an info@altlandkreis.de.

Zu gewinnen gibt's den

Spezialitäten-Korb der Schönegger

Käse-Alm „Feinschmecker“,

der dank Almblütenkäse, Gipfelstürmer,

Heumilch-Camembert,

gefüllten Kirschpaprika und Südtiroler

Rotwein seinem Namen alle

Ehre macht.

js

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

Wo sich das kronenbedeckte Goldkehlchen versteckt, wollten

wir von Ihnen in unserer November / Dezember-Ausgabe wissen.

Die Lösung: Östlich von Böbing, was tatsächlich zahlreiche

Leser gewusst haben. So auch

Tobias Buchner aus Peiting, dem

wir recht herzlich zum Gewinn

des Spezialitäten-Korbes mit

Vulkankäse, Kaminwurz und

Winzer-Glühwein gratulieren!

> > > IMPRESSUM

der „altlandkreis“ ist ein Medium von

altlandkreis

Birkland 40 in 86971 Peiting

Telefon: 08869 / 91 22-16

Fax: 08869 / 91 22-17

Mail: info@altlandkreis.de

Stand bei Drucklegung im Dezember

2021. Änderungen und Fehler vorbehalten.

Auflage: 28000 Exemplare

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie

keine Erscheinungsgewähr übernommen.

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe

März / April 2022: Freitag, 25. Februar 2022 (Anzeigenschluss:

7. Februar 2022)

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion: Johannes Schelle, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Christian Rauch, Ernst-

Dietrich Limper, Nicole Burk, Hubert Hunscheidt

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder,

Kurt Zarbock, Irmgard Gruber, Jeannine Echtler, Christian

Lechner

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, Martin-Moser-Str. 23,

84503 Altötting

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8,

82362 Weilheim

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung

an alle Haushalte im Altlandkreis Schongau und

einzelnen angrenzenden Gemeinden

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie

Erscheinungstermine und weitere technische Angaben

finden Sie auf unserer Webseite

www.altlandkreis.de.

Fotos: Felix Baab, Johannes Schelle, Adobe Stock, Ernst-Dietrich Limper, Screenshots MUNZEE, Hubert Hunscheidt, Nicole Burk, Christian Rauch, Stefan

Schwarzer, Landratsamt Weilheim-Schongau, Schönegger Käse-Alm, Bettina Eder, Dr. Ernst Weeber, Diana Hölzle, Heimatverband Lech-Isar-Land e.V.,

Korbinian Steiger, Josef Schleich, Hans-Helmut Herold, Andreas Ressle, Daniela Kölbl, Gina Keller,

Steuerkanzlei Schierghofer, dieExeen www.altlandkreis.de

januar / februar 2022 | 15


Neue Indoorhalle für Modellrennautos

Heiße Duelle trotz kalter Winter

Bunter Hingucker mit edlem

Heckflügel aus Carbon.

Fuchstal | Werner Ruf strahlt. Der

53-jährige Präsident des MC Welden

e.V. blickt auf das Projekt, das

vor wenigen Wochen abgeschlossen

wurde und ist hochzufrieden:

die nagelneue Indoor-Glattbahn

in der eigens dafür gebauten Halle

vor den Toren Fuchstals. Der Modellsportclub

Welden hat sich seit

1988 den ferngesteuerten Autos

verschrieben. Die Outdoor-Strecke,

der sogenannte „Fuchstalring“,

ist dank seiner einzigartigen

Steilkurve weit über den Landkreis

hinaus bekannt. Doch dieser Par-

cours drau-

ßen im Freien lässt sich im Winter

nicht nutzen, weshalb der MC

Welden während der kalten Jahreszeit

auf Behelfslösungen ausweichen

musste. Für einige Jahre

konnten die Fahrer eine Strecke in

Merching bei Augsburg benutzen,

womit jedoch 2019 Schluss war.

„Wir möchten auch in den Wintermonaten

den Kontakt zu unseren

Mitgliedern halten, was nach der

Schließung der Anlage in Merching

nicht mehr möglich war.“

So habe man im Winter 2019 mit

der Planung für eine eigene Halle

angefangen, die bereits im Sommer

2020 fertig wurde. Die

Stromversorgung für

das 540 Quad-

ratmeter große Schmuckstück erfolgt

über eine Photovoltaikanlage

auf dem Dach, die Fußbodenheizung

wird durch eine benachbarte

Biogasanlage betrieben. Fast

alle Arbeiten konnten von den

rund 100 Mitgliedern selbst ausgeführt

werden. Entstanden sind

32 Schrauberplätze mit zahlreichen

Werkzeugen für Finetuning

und Reparaturen an den kleinen,

pfeilschnellen Modellfahrzeugen.

Ein erhöhter Fahrerstand, von

wo aus die Rennwagen gesteuert

werden. Und ein professioneller

Gastro-Bereich für die kulinarische

Versorgung von Mitgliedern

und Gästen. „Wir haben mit Bernd

Kern einen Koch in unseren eigenen

Reihen, der die Küche perfekt

geplant und gebaut hat.“

cours drau- angefangen, die bereits im Som- Gastro-Bereich für die kulinari-

10 000 Euro und 450

Arbeitsstunden

Zur Hallen- und Streckeneinweihung

schenkten die Mitglieder

ihrem Präsidenten

ein großes Schild mit „Ruf

Arena“ als Aufschrift. „Eigentlich

gebe ich nichts um

Personenkult, aber diese Geste

hat mich schon sehr berührt“, ge-

steht Werner Ruf. Was zu diesem

Zeitpunkt noch fehlte: Die Strecke.

Im Juni 2021 begann hierfür

die Planung, zunächst im kleinen

Kreis. MC-Mitglied Robert „Robby“

Leydolph präsentierte ein erstes

Layout. Schließlich einigte man

sich auf eine finale Version mit

zwölf Kurven, einer 20 Meter langen

Geraden und einer Gesamtlänge

von 111 Metern. „Wir haben

fast alles selbst gebaut, nur bei

den Schreinerarbeiten hat uns ein

Freund aus Stuttgart geholfen.“

Vor allem Elektrik und permanente

Zeitnahme dürften deutschlandweit

ziemlich einzigartig sein – sobald

das Licht in der Halle angeht,

läuft auch die Runden-Zeitmessung

auf der Strecke, verbunden

mit einem großen Fernseher, der

die Rundenzeiten anzeigt. Als Streckenbelag

dient ein spezieller ETS-

Teppich, der auf allen Indoor-Strecken

Europas Standard ist. „Es ist

wichtig, dass die Fahrer überall die

gleichen Bedingungen vorfinden“,

erklärt der Präsident, „ansonsten

könnte es zu Wettbewerbsverzerrung

kommen“. Die Leitplanken

sind aus Holz, die Randsteine an

den Kurven, sogenannte „Curbs“,

aus flachen Metallplatten. Letztlich

investierte der Verein rund 450

Arbeitsstunden und 10 000 Euro

in die „flüssige Strecke“ – es gibt

keine Kurven, in denen komplett

abgebremst werden muss, die

kleinen Autos bleiben somit stets

in Bewegung.

Outdoor werden Buggys im Maßstab

1:8 gefahren, die ein Gemisch

aus 78 Prozent Methanol, 4 Prozent

Rizinusöl, 8 Prozent synthetischem

Öl und 10 Prozent Nitromethan (für

den Turbolader) im Tank haben. In

der Halle wäre diese Art von Verbrennungsmotor

nicht nur aus Abgasgründen

unerträglich, sondern

auch in Sachen Lärm. Insofern

sind auf der neuen Indoor-Strecke

nur Elektro-Autos unterwegs, die

allerdings auch Geschwindigkeiten

von bis zu 60 Stundenkilometern

erreichen. Gefahren werden

Pancars im Maßstab 1:12 oder

Tourenwagen im Maßstab 1:10.

Bei „Stock-Rennen“ fahren alle

Autos mit gleicher Drehzahl und

unter gleichen Bedingungen. Im

Modus „Modified“ darf an den

Flitzern dagegen fleißig getunt

und geschraubt werden, um sie

16 | altlandkreis


Werner Ruf (li.) tüftelt an seiner Werkbank. Robby Leydolph hält demonstrativ eine Karosserie in die Kamera.

noch schneller zu machen. „Wir

hatten mit Simon Lauter einen

echten Champion zu Gast, der

hier über 600 Runden gefahren

ist und schwer begeistert war von

der Strecke“, berichtet Werner Ruf

mit leuchtenden Augen. Seine

Rundenbestzeit von 10,378 Sekunden,

bisheriger Streckenrekord,

steht auf der „Wall of Fame“-Tafel

an oberster Stelle. „Wir sind uns

aber sicher, dass irgendwann die

neun vorne dranstehen wird“, so

der Präsident, der an dieser Stelle

hochmotiviert in die Zukunft blickt.

Gebrauchtfahrzeuge

ab 500 Euro

Inzwischen hat Robby Leydolph

sein Auto für die Strecke präpariert,

dreht bereits eine Runde

nach der anderen. Surrend wie

eine Hornisse fliegt sein grüner

Flitzer durch die Kurven und wird

auf dieser 20-Meter-Geraden

halsbrecherisch schnell. Unfälle

gilt es zu vermeiden, denn das

Material der Autos ist nicht billig.

Nach zig weiteren, gefahrenen

Runden schüttelt Leydolph den

Kopf und sagt: „Das Profil der Reifen

ist nicht mehr zu gebrauchen,

ich muss einen neuen Satz aufziehen.

Die kosten um die 30 Euro!“

Seufzend setzt er sich an seinen

Schrauberplatz und nimmt das

Fahrzeug vorsichtig, aber gekonnt,

auseinander.

Gebrauchte Elektro-Racer samt

Fernsteuerung gibt es für rund 500

Euro auf einschlägigen Börsen zu

kaufen. Ein Neuwagen kostet ungefähr

das doppelte. „Man sollte

sich aber darauf einstellen, dass

man am Anfang viel Lehrgeld zahlt,

denn es ist nicht leicht, die Autos

zu steuern“, warnt Werner Ruf.

„Erst, wenn man nicht mehr über

die Bedienung der Fernsteuerung

nachdenken muss, sondern intuitiv

handelt, hat man es geschafft.“

Gastfahrer sind beim MC Welden

herzlich willkommen, wenngleich

Ruf eindringlich auf die vorherrschenden

Corona-Bedingungen

hinweist: „Wir freuen uns immer

über Besucher, aber bitten inständig

darum, dass man sich

vorher auf unserer Homepage

(mcwelden.de) über die aktuellen

Maßnahmen informiert –

und sich an diese auch hält.“ Es

können Tages- oder Jahreskarten

erworben werden. Und für die Zeit

zwischen Weihnachten und Neujahr,

sofern coronabedingt umsetzbar,

plant der MCW sogar ein

besonderes Event: „Dann dürfen

gerne Kinder mit ihren eigenen

Fahrzeugen kommen und die Strecke

benutzen.“ In dieser Sekunde

stemmt Präsident Werner Ruf die

Hände in die Hüften und lässt seinen

Blick durch die Halle schweifen:

„Endlich gibt es für unsere

Mitglieder einen Ort, an dem man

sich gerne aufhält und trifft.“ Dank

Überdachung auch im Winter. edl

Gebrauchte Fahrzeuge dieser Kategorie sind ab 500 Euro erhältlich.

Aufgrund Tuning gibt es nach oben hin keine preisliche Grenze.

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Angeschnittene Steinpilze? Ernst Weeber hielt diese naturgeformten

Sandskulpturen in der Weißen Wüste Ägyptens fest.

Steingaden | Wer kennt

folgende Situation

nicht: Beim Spaziergang

durch den Wald,

bei einer Wanderung

in den Bergen oder

während der Autofahrt

durch ein Waldstück

taucht weit vor einem

ein Tier am Wegesrand

auf. Fuchs, Reh, Gams,

Hirsch? Die Aufregung

steigt. Doch mit jedem

weiteren Meter der nun

deutlich langsameren,

leiseren und vorsichtigeren

Annäherung an dieses wildlebende

Tier schwindet die Begeisterung

wieder. Fehlalarm! Das

Gesehene ist gar kein Tier, sondern

ein starrstehender Baustumpf, ein

von Laub bedeckter Felsbrocken

oder ein Strauch, der aus der Ferne

Fuchs, Reh, Gams oder Hirsch

nur ähnlich gesehen hatte. Es gibt

aber auch Dinge, die aus der Nähe

nach wie vor aussehen wie Tiere,

Menschen oder anderweitige vertraute

Gegenstände. Im Falle des

„Dinge in Dingen sehen und erkennen“

spricht die Wissenschaft

von „Pareidolie“. Dieses Phänomen

hat den ehemaligen Hausarzt

und Notfallmediziner aus Steingaden,

Dr. Ernst Weeber, zu einem

ganz besonderen Foto-Projekt

inspiriert. Der leidenschaftliche

Hobbyfotograf, der bereits nahezu

alle Länder der Welt mit hochwertigem,

zum Teil bockschwerem

Kameraequipment bereiste, hat

hierfür alle seine Bilder zwischen

2006 und 2020 aus seinem Archiv

gekramt, durchforstet und sortiert.

Sein Hauptaugenmerk lag dabei

auf Motiven, die bei genauerem

Hinschauen viel mehr darstellen

als Stein, Holz, Wasser, Eis oder

Ihr Regionalmagazin „altlandkreis“ verlost drei Exemplare des

Bildbands „Naturgestalten“. Schicken Sie uns bis 15. Januar eine

Postkarte mit dem Stichwort „Dottore“ an „altlandkreis“, Birkland

40, in 86971 Peiting. Oder eine E-Mail an info@altlandkreis.de.

Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wir wünschen

viel Erfolg!

Wüstensand an

sich. „Dinge, die

man oft erst mit

dem zweiten Blick

wahrnimmt“, sagt

Dr. Weeber, der mit

seinem Bildband

namens „Naturgestalten“

den Blick

des Betrachters erweitern,

und ihm

dadurch im vermeintlich

Vertrauten

etwas Neues,

vorher nie Gesehenes

zeigen möchte.

Eine Welt aus

Bits und Bytes

Wer von Doktor Ernst Weeber wenig

weiß, muss wissen: Er machte

seinen Doktor in Italien, insofern

hat der „Dottore“ im „Land der

Liebe“ jede Menge Freunde, deshalb

Einleitung und Gastbeitrag in

seinem Bildband in insgesamt drei

Sprachen veröffentlicht: Deutsch,

Englisch und Italienisch. Zu Wort

kommt auch Jasmine Wagner, eine

in Österreich lebende Intuitionsarchäologin

und Visionskünstlerin.

Zum Thema „Fantasie“ vertieft sie

die Fähigkeiten und Hintergründe

der Pareidolie mit Worten, die

den Leser durchaus zum kritischen

Nachdenken und Hinterfragen anregen.

Sie beginnt mit „Die Fähigkeit,

in Dingen mehr zu sehen, als

es auf den ersten Blick erscheint,

ist jedem Menschen angeboren.“

Aufgrund omnipräsenter Medien

und deren überbordenden bildli-

18 | altlandkreis


Ein krabbenähnliches „Monster“, fotografiert am Forggensee.

chen Einflüsse passiere es jedoch

immer früher, dass diese Fähigkeit

bereits im Kindesalter verloren

gehe. Damit gemeint sind Dinge

wie Reizüberflutung in einer virtuellen

Welt, dank Smartphones,

Tablets, Laptops und Smart TVs immer

und überall zugänglich. „Unsere

Kinder werden heute regelrecht

dazu ermutigt, die kindliche

Fantasie so schnell wie möglich gegen

ein rationales, angeblich realistisches

Weltbild einzutauschen –

ausgedrückt in Bits und Bytes.“

Dabei sei Pareidolie weit mehr als

die Fähigkeit, Formen in Gegenständen

zu erkennen. „In weiterer

Folge ist diese Fähigkeit sogar die

Grundlage der Kompetenz, Probleme

durch neue Sichtweisen lösen

zu können“, sagt Jasmine Wagner.

Und zwar nicht nur bei der Betrachtung

der Natur, sondern auch

bei der von Menschen. Gerade in

Zeiten der Corona-Krise wird aufgrund

„geimpft“ oder „ungeimpft“

deutlich, wie schnell sich eine

Gesellschaft durch Engstirnigkeit,

Intoleranz und Bösartigkeit spaltet.

wird jedes Jahr im Herbst ausgelassen.

Dabei kommen ansonsten

unter Wasser versteckte Baumstümpfe

mit gruseligen Formen

zum Vorschein, was insbesondere

bei Sonnenuntergang und Bergpanorama

im Hintergrund ein

spektakuläres Foto-Motiv bildet.

Ähnlich sehenswert sind die von

Dr. Ernst Weeber festgehaltenen

„Baumgeister des Mont Beuvrey“,

oder die Baumstümpfe aus dem

Allgäu, aus Italien, Neuseeland

oder Argentinien. Dabei wird dem

Betrachter kein bestimmtes Motiv

im Motiv gezeigt und beschrieben –

der Fantasie sind keine Grenzen

gesetzt. Ein auf eine Beute gestürzter

Greifvogel mit ausgebreiteten

Flügeln, das Gesicht eines

Nashorns, die Umrisse der Luftaufnahme

von Jerusalem oder die

Gesichtsform eines Uhus – immer

wieder interessant, was es an und

in den von Weeber fotografierten

Baumstämmen und Wurzeln zu

entdecken gibt. Gleiches gilt für

die von ihm festgehaltenen Steine,

die im Englischen „stones“ und im

Italienischen „pietre“ heißen. Oder

die spektakulären Aufnahmen von

kuriosen Sandsteinformationen

in der Weißen Wüste Ägyptens –

manche sehen aus wie zu dick

gewordene, auf dem Boden sitzende

Singvögel, wieder andere

wie abgeknabberte Steinpilze. In

den Felsbrocken von Elba dagegen

sind wieder häufiger Gesichtszüge

von Menschen oder Fischen zu

erkennen. Und zu guter Letzt zeigt

Dr. Ernst Weeber noch jede Menge

Motive von Eis, Wasser und Wolken,

die wie Geister durch die Luft

schweben. Wer nun auf den Geschmack

gekommen ist, die zunehmend

verloren gehende Fähigkeit

der Pareidolie trainieren, oder einfach

nur atemberaubend schöne

Naturaufnahmen bestaunen möchte:

Der 196 Seiten starke, 19,80 Euro

teure Hardcover-Bildband namens

„Naturgestalten“, erschienen im

Eigenverlag, ist ab sofort beim Autor

höchstpersönlich unter ernst@

dr-weeber.de bestellbar.

js

Zwischen Allgäu und

Ägypten

Umso wertvoller, dass ein Mann

mit Herz, Hirn und Lebensfreude

versucht, den Blick auf Natur und

Mensch zu schärfen. Zum Beispiel

mit gestochen scharfen Fotoaufnahmen

von „Forggenseemonstern“.

Der zwölf Kilometer lange,

vom Lech durchflossene Stausee

Lichtdurchflutetes Natureis, ähnlich dem Schädel eines Skeletts.

januar / februar 2022 | 19



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20 | altlandkreis

Munzee – die modernste Form der Schnitzeljagd?

Auf der Jagd

nach QR-Codes

Altlandkreis | Die GPS-basierte

Schnitzeljagd namens „Geocaching“

ist mittlerweile im Mainstream

angekommen – und hat

während der Corona-Pandemie

einen regelrechten Boom erlebt.

Die Menschen wollten und wollen

raus aus den eigenen vier

Wänden. Da bietet so eine Suche

nach im Freien, zum Teil in wilder

Natur und an unbekannten

Orten versteckten „Dosen“ natürlich

passende Gelegenheit und

Motivation. Doch es gibt nicht nur

das Spiel „Geocaching“, das sich

bereits seit dem Jahr 2000 steigender

Beliebtheit erfreut. Denn

im Kielwasser des Marktführers

hat acht Jahre später ein weiteres

GPS-basiertes Spiel das Licht der

Welt erblickt: Es nennt sich „Munzee“

und wurde von der kalifornischen

Spieleschmiede „Freeze

Tag, Inc.“ designt und kontinuierlich

weiterentwickelt. Der Name

leitet sich vom deutschen Wort

„Münze“ ab, wobei keine Geldstücke,

sondern sogenannte QR-

Codes, also Munzees, versteckt auf

der ganzen Welt, gesucht werden.

Die entsprechende, gleichnamige

App gibt es kostenlos für iOS und

Android. Die Registrierung mit

Username und Passwort geht fix

von der Hand und alle nötigen Erklärungen

finden sich unter www.

playmunzee.com. Dort sind auch

aktuelle, weltweite Statistiken zu

sehen, die unter anderem, Stand

1. Dezember 2021, folgendes beinhalten:

Seit Juli 2011 wurden mehr

als elf Millionen Munzees versteckt.

Es gibt 543 387 Mitspieler,

Diese schwarz-weißen QR-Codes, genannt „Munzee“,

wollen weltweit gefunden und via App eingelesen werden.

Als Karten-Symbol für physikalische Munzees dienen

sogenante „Greenies“ (grün mit weißem M).

von denen 30 Prozent aus den USA

und 17 Prozent aus Deutschland

kommen – bundesweit nutzen

also rund 100 000 Menschen das

GPS-basierte Spiel „Munzee“.

Punkte für Entdecker

und Verstecker

Die Munzee-Premium-Mitgliedschaft

kostet 30 Dollar pro Jahr,

ist für den Einstieg ins Spielgeschehen

jedoch nicht erforderlich.

Öffnet man nach Installation und

Registration der App die Übersichtskarte,

wird man von Symbolen

zunächst regelrecht erschlagen.

Allerdings: Während beim

Geocaching in der Regel physikalische

Behälter in unterschiedlicher

Form und Größe gefunden werden

wollen, um ein darin befindliches

Logbuch zu signieren, ist der Zugang

zu Munzee dafür wesentlich

unkomplizierter. Die QR-Codes

müssen zwar auch mittels GPS-

Peilung gesucht werden, können

aber mittels App schnell gescannt

und in Punkte verwandelt werden.

Denn darum geht es bei Munzee:

Punkte sammeln, um in der weltweiten

Rangliste nach vorne zu

kommen.

Dabei unterscheidet Munzee zwischen

physikalischen und virtuellen

Munzees. Bei den erstgenannten

handelt es sich um die bereits

erwähnten QR-Codes, die nur

wenig größer als eine Briefmarke

sind und meist auf glatten Flächen

aufgeklebt werden: Straßenschilder,

Laternenmasten, Werbetafeln

und Schaukästen sind nur wenige

Beispiele. Insofern führt diese

Schnitzeljagd die Spieler nicht so

häufig in Wälder und über Felder

wie Geocaching, sondern eher

an Orte im urbanen Umfeld. Ein

sogenannter „Greenie“ ist die Ursprungsform

des Munzees, bringt

dem Finder 20 Punkte und dem

Eigentümer elf Punkte ein. Eigentümer?

Versteckt werden Munzees

von anderen Mitspielern, die quasi

für jeden Fund ihres versteckten

QR-Codes ebenfalls Punkte für die

weltweite Rangliste bekommen.

So werden die Schatzsucher automatisch

dazu motiviert, selbst

Munzees herzustellen und diese

zu „deployen“, also zu verstecken.

Mittlerweile gibt es aber auch eine

Vielzahl an physikalischen Munzees,

die unterschiedliche Symbole

auf der Karte darstellen – und

auch unterschiedlich viele Punkte

für Finder und Eigentümer bringen.

Sie tragen schillernde Namen

wie „Diamond Munzee“, „Surprise

Munzee“ oder „Prize Wheel Munzee“.

Für kommerzielle Nutzung

gibt es sogar den „Business Munzee“,

der als Werbung für Firmen

und Geschäfte gedacht ist. Eines

haben diese verschiedenen physikalischen

Munzees jedoch alle


gemeinsam: Sie müssen stets vor

Ort aufgefunden und mittels App

eingelesen werden.

Plattform informiert

über Neuigkeiten

Die virtuellen Munzees hingegen

haben keinen QR-Code, der draußen

vor Ort aufgeklebt wird, sondern

sind lediglich auf der Online-

Karte zu sehen – diesen Munzees

muss man sich in der Regel auf

knapp 100 Meter annähern, um

sie dann über die App einsammeln

zu können. Auch dabei gibt

es für Finder und Eigentümer

Ranglisten-Punkte. Grundsätzlich

gilt: Virtuelle Munzees müssen

zunächst gekauft, erspielt oder

gewonnen werden, und können

erst dann von ihrem jeweiligen

Besitzer an einem beliebigen

Punkt auf der Karte platziert werden.

Wobei neue Munzees auch

durch Feiertage, besondere Aktionen

und andere Anlässe hinzukommen.

Den Überblick, wo nun

welche (neuen) Munzees platziert

sind, behält man durch News auf

der Website des Spiels. Unabhängig

davon eignen sich diese virtuellen

Munzees unter anderem für

Game-affine Kinder, die auf einer

längeren Autofahrt beschäftigt

werden wollen – allein auf der B17,

von Landsberg über Schongau bis

nach Peiting, lassen sich Dutzende

Munzees aus dem fahrenden Pkw

heraus einsammeln. Nicht auszumalen,

wie stark die bundeweiten

Autobahnen übersät sind von diesen

Munzee-Symbolen. Ob diese

Spieletaktik aus dem Auto heraus

für die Umwelt förderlich ist, sei

an dieser Stelle mal dahingestellt.

Gemeinsames Punkten

im „Clan“

Der Clou bei Munzee sind ohnehin

die sogenannten „Clan Wars“

(Clankriege), die jeden Monat neu

gestartet werden. Was zunächst

martialisch klingt, ist nichts anderes

als ein Wettbewerb, um

möglichst viele Punkte für den

jeweils „eigenen Clan“ zu sammeln.

Mehrere Spieler schließen

sich hierfür als Clan zusammen

und gehen somit gemeinsam auf

die Jagd nach physikalischen und

virtuellen Munzees. Je mehr sie

davon bis zum Ende eines jeweiligen

Monats gemeinsam gefunden

haben, desto höher ist das von

ihnen erreichte Spiellevel, wiederum

verbunden mit attraktiven

Belohnungen für jeweilige Gewinner.

Neben diesen gemeinsam

gesammelten Punkten gibt es im

Rahmen dieser Clan-Wettbewerbe

außerdem besondere Munzees,

die ansonsten nur käuflich oder

gar nicht zu erwerben wären –

somit eine zusätzliche Motivation,

gemeinsam mit Freunden gegen

andere Gruppen zu spielen.

Die Einstiegshürde für Munzee

ist niedrig, die ersten Erfolgserlebnisse

stellen sich bereits

nach wenigen Minuten ein.

Neben Punkten lassen sich

weitere Auszeichnungen wie

„Abzeichen“, „Spezials“ und

„Cubimals“ sammeln. Umfangreiche

Statistiken sorgen

außerdem dafür, dass sich

Spieler stundenlang mit diesem

Spiel beschäftigen können

– auch außerhalb der

aktiven Suche von Munzees.

Und auch durch regelmäßige

Events halten die Betreiber

die Abwechslung des Spiels

und die Motivation der Spieler

hoch. Kurzum: Munzee ist weniger

aufwändig und fordernd

als Geocaching, insofern eine

gute Alternative für Spieler,

die vielleicht nicht unbedingt

auf Bäume oder in Höhlen

klettern möchten. Aber Achtung:

Suchtgefahr!

edl

Die B17 bei Schongau und Peiting ist

übersät mit Munzees, die via Handy

eingesammelt werden können.

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januar / februar 2022 | 21


ALLERLEI IM ALTLANDKREIS

Fördergelder, Festival

und Führerscheinvorbild

Glückwunsch an die Gewinner

Altlandkreis | Zwei Romane,

Koch- und Backbuch, Zeitkastl

sowie Tickets für Luise Kinseher:

Das gab’s im Rahmen unserer

November / Dezember-Ausgabe

zu gewinnen. Auf das Katalin-

Fischer-Buch „Die Fischers, die

Hamburgers und die Bands“

durften sich Franz Popp aus

Peiting und Roswitha Eimer aus

Schongau freuen. Teil III von

„Die Wunder Frauen – Freiheit im Angebot“ ging

an Andrea Utschneider aus Bad Bayeroisen, Irmgard

Freimut aus Schongau und Kathrin Bock aus

Rottenbuch. Das neue Kochund

Backbuch der Hauswirtschafterei

an Cäcilie Keller aus

Rottenbuch, Eleonora Brugger

aus Bernbeuren und Ingeborg

Leschinger aus Altenstadt. Leonhard

Erhard aus Schongau,

Martina Kowatsch aus Ingenried

und Rosi Dopfer aus Peiting

durften sich auf ein Zeitkastl

freuen. Und die Kabarettkarten

für Luise Kinseher gingen an Uschi Ritter

aus Schongau. Herzlichen Dank fürs

Mitmachen!

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Bluthochdruck, eine Volkskrankheit

Altlandkreis | Im Rahmen der bundesweiten

Herzwochen (November 2021) hatte auch der

Ärztliche Kreisverband für Weilheim-Schongau

auf ein ernstzunehmendes Gesundheitsthema

hingewiesen: Die Volkskrankheit Bluthochdruck –

ein wesentlicher Faktor für die Auslösung von

Herzinfarkt, Herzinsuffizienz und Schlaganfall,

die wiederum zu den häufigsten Erkrankungen

mit Todesfolge zählen. Tückisch ist, dass

Bluthochdruck-Patienten nur selten unter Beschwerden

leiden, diese Krankheit somit nicht

wahrnehmen und rechtzeitig erkennen. In jedem

Falle hilfreich: Salz- und Alkoholkonsum reduzieren,

aufs Rauchen verzichten, Übergewicht

vermeiden und regelmäßig Sport treiben, oder

sich zumindest regelmäßig aktiv bewegen –

so kann Bluthochdruck gesenkt, und

das Risiko einer tödlichen krankung reduziert werden.

Herzerjs

Fördergelder für Sportvereine —

Anträge zeitnah einreichen!

Altlandkreis | Der Freistaat Bayern gewährt

auch im Jahr 2022 rechtsfähigen Sportvereinen

Fördergelder. Das Weilheim-Schongauer

Landratsamt weist im Rahmen dessen darauf

hin, dass hiesige Sportvereine sich rechtzeitig

für die Beantragung von Zuschüssen melden

sollen – alle Anträge müssen spätestens zum

1. März 2022 eingereicht werden. Antragsvordrucke

können auf der Internetseite des Weilheim-Schongauer

Landratsamtes ausgedruckt

werden. Aber Achtung: Unbedingt die neuen

(!) Vordrucke verwenden und nicht die aus dem

Vorjahr. Darüber hinaus geben die zuständigen

Sachbearbeiterinnen unter den Rufnummern

0881 / 681-1121 (Frau Walter) und 0881 / 681-1252

(Frau Wieland) nähere Auskünfte

rund ums Zuschussverfahren für

eingetragene Sportvereine.

js

22 | altlandkreis


hAMMERsound –

Bewerbung für Bandcontest

Peißenberg | Die Premiere des hAMMERsound Festivals

im Jahr 2018 war ein voller Erfolg. Für Juli 2022

ist nun das zweite Musik-Festival auf dem Festplatz

der Neuen Berghalde in Peißenberg geplant. Schon

jetzt relevant: Vor diesem Jugendfestival findet an

drei Samstagen ein Contest mit je drei Bands statt.

Eine Jury aus Jugendlichen, Mitarbeitern vom Kreisjugendring,

den Jugendzentren, der Kommunalen

Jugendarbeit sowie aus örtlichen Politikern, Pressevertretern

und Musikern entscheidet an diesen Tagen

gemeinsam mit

Publikum vor Ort,

welche Musiker

als Sieger hervorgehen

– und somit

beim eigentlichen

Festival am 29. Juli

die Bühne rocken

dürfen. Teilnahmeberechtigt

sind

alle Bands und Solokünstler,

die unter 27 Jahre alt sind und ein eigenes

Musikprogramm (keine Cover-Songs!) über 30 Minuten

in Petto haben. Außerdem muss mindestens ein

Bandmitglied aus der Region im Umkreis von rund

70 Kilometern stammen. Bewerbungen für diesen

Contest nimmt das Weilheim-Schongauer Landratsamt

ab sofort per E-Mail unter koja@

lra-wm.bayern.de entgegen. schluss: Montag, 31. Januar 2022!

Einsendejs

90-Jähriger gibt Führerschein ab – freiwillig

Böbing | Hubert Rößner, 90, aus Böbing, hat aus

freien Stücken seinen Führerschein zurückgegeben.

Sein Beweggrund: „Dass sich vielleicht nun

ein paar ältere Herrschaften darüber Gedanken

machen, ob sie tatsächlich noch verkehrssicher

Auto fahren.“ In der Tat ist das Thema „Autofahren

in fortgeschrittenem Alter“ ein vieldiskutiertes,

das oft auch

familienintern zu

Streitereien führt –

einerseits steigt die

Unfallgefahr durch einen

altersschwachen

Menschen, der weniger

gut Hören, Sehen

Leistungsstarke Azubis

Weilheim-Schongau | Die Industrie- und

Handelskammer für München und Oberbayern

hat 121 Azubis aus ganz Oberbayern

eine Ehrenurkunde überreicht. Der Grund:

Sie schlossen ihre jeweilige Ausbildung als

Berufsbeste ab. Dazu gehören auch sieben

Absolventen und Absolventinnen aus dem

Landkreis Weilheim-Schongau: Simone

Kast (Immobilienkauffrau bei Immobilien

Meusel in Schongau), Jannis Lehnhardt

(Chemikant bei Roche in Penzberg), Anna

Eder (Industriekauffrau bei ept in Peiting),

Franz Hähn (Biologielaborant bei Roche

in Penzberg), Eva Maier (Bankkauffrau bei

der Sparkasse Oberland in Weilheim), Jonas

Frühschütz (Industriemechaniker bei

UPM in Schongau) und Margit Heiland

(Industriekauffrau bei Xylem in Weilheim).

Klaus Bauer, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses

für Weilheim-Schongau,

sagte dazu: „Auch in diesem Jahr konnten

unsere Azubis trotz Corona-Pandemie

mit ausgezeichneten Prüfungsergebnissen

überzeugen. Das unterstreicht einmal

mehr, wie leistungsfähig unsere 280

Ausbildungsbetriebe aus Industrie, Handel

und Dienstleistungen im Landkreis sind

und nicht nur in Ressourcen, sondern

auch viel Geld und Herzblut in

die Ausbildung junger Menschen

investieren.“

js

und schnell reagieren kann. Andererseits ist das

Auto für viele alte Menschen ein Garant für flexible

Mobilität, trägt somit zur höheren Lebensqualität

bei – insbesondere auf dem Land. Als Lohn für

diesen mutigen Schritt der Führerscheinrückgabe

durfte sich Hubert Rößner nicht nur über einen

Blumenstrauß, überreicht von Sabrina Loy (links),

Leiterin der Führerscheinstelle

im Landratsamt Weilheim-

Schongau, freuen. Er bekam

auch ein für drei Jahre gül-

tiges RVO-Ticket, darf somit

nun kostenlos via

Bus von A nach B

fahren.

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10

Jahre

januar / februar 2022 | 23


Georg Riedle aus Burggen

Ein Bäckermeister fürs Leben

Burggen | Georg Riedle, 85, steht

seit 70 (!) Jahren in der Backstube.

Beginnend nach seinem letzten

Schultag am 30. Juli 1951, an

dem er den Volksschulabschluss

in der Tasche, sowie

eine Lehrstelle sicher hatte.

Entsprechend groß

war seine Freude auf

die schönste Zeit

dazwischen, die

letzten Ferien

seines Lebens.

Doch

daraus wurde

nichts, weil ihn sein künftiger

Lehrmeister von jetzt auf gleich

brauchte. So ging es für den damals

15-Jährigen direkt aus der

Schule ins Bäckerhaus. Das befand

sich allerdings nicht in seinem

Heimatort Epfach, sondern

im benachbarten Apfeldorf. Aus

heutiger, global betrachteter

Sichtweise ein sprichwörtlicher

Katzensprung entfernt. Nicht so

für Georg Riedle damals. „Obwohl

ich von meinem Lehrmeister

gut aufgenommen und behandelt

wurde, und auch das Essen einwandfrei

war, ist es eine harte

Zeit gewesen.“ Er vermisste seine

Geschwister, den elterlichen Bauernhof

und die Schreinerwerkstätte

seines Vaters ebenso wie das

Aktivsein im Trachtenverein und

als Ministrant. Vom ersten Tag an

plagte ihn starkes Heimweh, was

durch minutenlanges Hinausschauen

aus seinem Zimmerfenster

im Apfeldorfer Bäckerhaus mit

Blick auf den Epfacher Kirchturm

verständlicherweise nicht besser

wurde. Noch weniger an Tagen, an

denen Epfacher in Apfeldorf zugegen

gewesen sind, „denen ich so

lange hinterhergeschaut habe, bis

sie verschwunden waren“. Umso

größer war letztlich die Freude,

wenigstens zwischen Samstagnachmittag

und Sonntagabend

nach Hause zu dürfen. Sein Vater

gab ihm dann immer zwei Mark

mit auf den Weg, die dank Unterbringung

und Essen beim Lehrmeister

die folgende Woche über

gereicht haben. So konnte Georg

Riedle sein eigentliches Lehrlingsgehalt,

ebenfalls von seinem Vater

ausgehandelt, bei Seite legen und

sparen.

Mit dem Fahrrad zur

Berufsschule

Im ersten Lehrjahr verdiente der

junge Bäckerlehrling 10 Mark pro

Monat, im zweiten 20 und im

dritten 30. „Und täglich eine halbe

Bier“, sagt Georg Riedle mit

einem verschmitztem Grinsen im

Gesicht. Beim Apfeldorfer Dorfwirt

habe er zu Feierabend immer

einen Krug voll Frischgezapftes

abgeholt und dann brüderlich mit

seinem Lehrmeister geteilt. Und

die eigentliche Arbeit als Bäcker-

Lehrling? Kohle reintragen für das

Heizen des Backofens und Sauerteig

zubereiten wurden schnell

zur Routine. Später durfte Georg

Riedle selbst Brot, Semmeln und

Brezen formen und backen, was

die ohnehin harten Arbeitstage

nicht kürzer werden ließen. Fünf

Tage die Woche musste er um 4

Uhr anfangen, samstags sogar um

3 Uhr. „Ein Jugendschutzgesetz

wie heute hat es damals nicht gegeben.“

Noch anstrengender war

seine Lehre an Berufsschultagen,

an denen er eine Stunde früher in

der Backstube angefangen hatte,

um letztlich pünktlich um 11 Uhr

im Unterricht sein zu können.

Nur wie? Berufsschule für hiesige

Bäckerlehrlinge war damals in

Schongau. Die einzige Möglichkeit

für Georg Riedle, dort hinzukommen:

Mit einem Fahrrad. Umso

24 | altlandkreis


Brezen-Backen am alten ofen: Dieses Bild stammt

aus dem Jahre 1969, lumpiger Donnerstag.

weniger automatisch nun Georg

Riedle Chef in der Backstube. Mit

Hilfe von Aushilfskräften sowie

Chefin Anna Hölzle und deren

Tochter Hermine Hölzle, verheirawertvoller,

dass sich sein

Arbeitgeber über die kalten Wintermonate

kulant zeigte, die

Busfahrkosten in Höhe von einer

1 Mark pro Hin- und Rückfahrt

übernahm. Wobei dieses Radfahren

nicht nur an nichtwinterlichen

Berufsschultagen Riedles Lehrzeit

prägte – ohne Gangschaltung fuhr

er auch die frische Backware seines

Lehrbetriebs regelmäßig an

Kunden aus. Aufgrund schlechter

Straßenverhältnisse und steiler

Anstiege wie den „Rauhen

Lechberg“ hinauf wurden diese

Ausfahrten oftmals zur Tortur.

Spätestens dann, „wenn ein oder

mehrere Laib Brot aus der Tasche

gefallen und den Berg hinuntergerollt,

und nicht ganz unversehrt

beim Kunden angekommen sind“.

Oder in jener Phase, als die Bäckerei

in Rott wegen Umbau geschlossen

hatte, und somit die dortigen

Kunden vom Apfeldorfer Bäcker

mitversorgt wurden – drei Wochen

am Stück radelte Georg Riedle damals

die noch weitere Strecke bis

nach Rott. Nur 1952 nicht. „Da war

der Winter so lang und hart, dass

unser Brot mit einem Schlitten

ausgebracht werden musste.“

„Bua, dua doch

langsam“

Mit den Aufgaben in der Backstube

sowie dem Ausfahren der

frischen Ware allein war es jedoch

nicht getan für Georg Riedle. Sein

Lehrmeister spannte ihn auch für

landwirtschaftliche

Tätigkeiten

wie

Handmähen,

Wegerichten

und Holzen

ein, was der

damals

immer

noch 15-Jährige

stets mit vollstem

Einsatz versucht

hat umzusetzen.

„Bua, dua doch langsam“, sagte

einmal ein Landwirt zu ihm, als

sich Riedle beim Verladen von

Kies völlig verausgabte. Ansonsten

aber scherten sich zu dieser Zeit

die Erwachsenen eher weniger

um das Wohlergehen junger Leute.

Einmal hatte Riedle, der sich

als Sohn eines Schreiners auch

mit Holzverarbeitungs-Maschinen

gut auskannte, sofort bemerkt,

dass eine Kreissäge nur deshalb

rauchte, weil ein Riemen falsch

herumgelaufen war. Doch sein

warnender Aufschrei wurde erst

ignoriert, später mit „einmal im

Jahr hat auch der dümmste Recht“

kommentiert. Doch der immer

noch sehr junge Georg Riedle

biss sich durch und belohnte sich

für seinen ungebrochenen Fleiß

schließlich selbst, indem er sein

erstes Erspartes in ein eigenes,

neues Fahrrad investierte. 305

Mark, was für damalige Verhältnisse

ein stolzer Preis war. Und

die Lehre zum Bäcker? Die schloss

er nach drei Jahren mit erfolgreicher

Gesellenprüfung ab. Danach

fing er in Peiting an zu arbeiten,

wo es ihm jedoch weniger gut gefallen

hatte. So entschloss sich der

inzwischen erwachsen gewordene

Georg Riedle zu kündigen und die

freie Zeit seinem Vater zu widmen,

ihm beim Bau seiner neuen

Schreinerwerkstätte zu helfen. Allerdings

währte dieses Vorhaben

nur kurz. Als er gerade für Aushubarbeiten

mit Schaufel in der

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Hand in der Baugrube stand, rief

von oben eine Stimme: „Georg,

do isch ebba do, der mit dir reda

will!“

Privates und

berufliches glück

Es war Bäckermeister Stefan Hölzle

aus Burggen, der aus krankheitsbedingten

Gründen dringend

auf der Suche nach einem

Gesellen war – und Georg Riedle

bereits von Prüfungsabnahmen

an der Schongauer Berufsschule

kannte. Ähnlich wie damals, nach

Abschluss der Volksschule, ging

für Georg Riedle erneut alles ganz

schnell: Hölzle nahm ihn quasi

direkt aus der Baugrube mit nach

Burggen. „Ich habe noch kurz ein

paar Sachen zusammengepackt,

dann sind wir mit seinem Opel

Olympia losgefahren.“ Es war Freitagabend,

der 30. Mai, „an dem

einige Burggener Dorfbewohner

gerade von der letzten Maiandacht

zurückgekommen waren“. Bereits

am nächsten Morgen stand Georg

Riedle wieder in der Backstube –

wohlgemerkt mit Lehrling Martin

Baumer an seiner Seite, aber ohne

den bereits erkrankten Chef. Was

in diesem Falle aber kein Problem

war, „weil ich von Familie Hölzle

gut aufgenommen wurde und

auch die Zusammenarbeit bestens

geklappt hat“. So gut, dass Georg

Riedle bis heute dieser Burggener

Bäckerei, bekannter als „Kuislbäck“,

treu geblieben ist – und

dort nicht nur sein berufliches

Glück gefunden hatte. Nach dem

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januar / februar 2022 | 25

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schnappschuss aus der Meisterschule im Jahre 1961: Da war georg

riedle, hier mit weißer haube (zweiter von links), noch jung.

tete Faller, die ebenfalls das Bäckerhandwerk

erlernte, insofern

eine große Stütze war, jedoch

leider auch sehr jung verstarb,

meisterte er den Arbeitsalltag in

diesem für ihn neuen Betrieb zur

vollsten Zufriedenheit. Und baute,

fleißig wie er ist, nach getaner Bäckerarbeit

auch noch sein eigenes

Haus. Das Glück perfekt wurde für

ihn schließlich im Jahre 1974, als

er seine Maria, die Tochter des

verstorbenen Bäckermeisters, heiratete

– auch sie war ihm immer

wieder eine tatkräftige Unterstützung

in der Bäckerei. Stand heute

steht Georg Riedle seit 1956 in der

Backstube beim Kuislbäck, hat in

dieser Zeit auch den Meisterbrief

erlangt und mehrere Azubis erfolgreich

ausgebildet – unter anderem

seinen Sohn Stefan, selbst

seit 20 Jahren Bäckermeister im

elterlichen Familienbetrieb. Und

in all dieser langen Zeit konnte er

nur zwei Mal nicht arbeiten. Einmal

aufgrund Blinddarm-Durchbruch,

und einmal wegen eines

Motorradunfalls.

geburtstagsständchen

vom Bäck

Als Ausgleich zum Backstuben-

Alltag spielte Georg Riedle leidenschaftlich

gerne Schafkopf,

ging viel Schwimmen und war

bei den örtlichen Keglern fester

Bestandteil des Wettkampf-Teams.

Außerdem beherrscht er bis heute

die traditionsreichen Instrumente

Ziach und Mundharmonika, beide

selbst beigebracht. Und zwar so

gut, dass es fast schon Tradition

in Burggen ist, bei runden Geburtstagen

ein „Ständchen vom

Bäck“ vorgespielt zu bekommen.

Apropos Tradition: Auch der weit

über die Altlandkreisgrenze hinaus

bekannte Rosstag in Burggen

ist für Georg Riedle und seine Familie

ein ganz besonderer – sie

gestaltet den Bäckerwagen und

ist live bei Fahrt und Ritt dabei.

Jedoch in den seltensten Fällen

bis zum Schluss. Zumindest Georg

und Stefan

wurden

schon häufiger noch vor der berüchtigten

Ehrenrunde dazu aufgerufen,

nochmals den Backofen

anzuheizen, „weil ma numml

Semmla für d’Reithalle braucht“.

Auf die Frage, wie lange Georg

Riedle noch weitermachen möchte

als Bäcker, sagt er humorvoll: „So

erfolgreich wie der TÜV bei meinem

Motorrad vor einigen Monaten

ausgefallen ist, so gut sieht es

auch bei mir noch aus.“ Letztlich

dankt Georg Riedle dem Herrgott

für all die ihm gegebene Kraft und

Gesundheit – und vertraut darauf,

dass es noch einige Jahre so

bleibt.

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Heimatkunde aus dem neuen „Lech-Isar-Land“

Lech-Isar-Land

Über Weltstars und

Hexenverbrennung

Altlandkreis | Er hat 500 Songs

geschrieben, mehr als 50 Millionen

Tonträger verkauft und wurde

mit 13 Grammy Awards ausgezeichnet:

Johnny Cash, US-Amerikaner,

der am 13. September 2003

im Alter von 71 Jahren verstorben

ist, war einer der einflussreichsten

und erfolgreichsten Country-

Sänger und Songschreiber aller

Zeiten. Vor allem seine markante

Bassbariton-Stimme sowie die

kritischen und unkonventionelle

Texte seiner Songs machten ihn

zu einer weltweiten Berühmtheit.

Was über den „Man in Black“,

dessen Gefängnis-Konzerte legendär

waren, jedoch die wenigsten

wissen: Er hat Zeit seines Lebens

auch vier Jahre im unweit entfernten

Penzing, genaugenommen im

dortigen Fliegerhorst verbracht.

Wann genau er dort war? Wie er

dort hingekommen ist? Und was

er dort gemacht hat? All diese

Fragen werden unter anderem im

neuen „Lech-Isar-Land“ beantwortet.

nachkommen

berühmter Brüder

Bereits zum einundachtzigsten (!)

Mal bringt der gleichnamige Heimatverband

dieses heimatkundliche

Jahrbuch auf den Markt. Es

umfasst rund 320 Seiten mit jeder

Menge Wissenswertem aus der

Heimat. Zum Beispiel, welche

Beziehungen die im Pfaffenwinkel

beheimateten Klöster sowie

deren dazugehörigen Weingüter

und Höfe einst zu Südtirol hatten.

Oder wie die kleine Geschichte einer

kleinbürgerlichen Familie aus

Murnau das große Schicksal in der

ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

widerspiegelt. Es geht aber auch

um eine frühere Ausbildungsstätte

für Lehrer, niedergelassen in

Landsberg am Lech. Um den Kalvarienberg

am Starnberger See.

Und um die Nachkommen der berühmten

Brüder Dominikus und

Johann Baptist Zimmermann. Für

die Jüngeren: Dominikus Zimmermann

zählt, wie sein Bruder auch,

zu den bedeutendsten deutschen

Rokoko-Baumeistern aller Zeiten.

Als Paradebeispiel ihres Schaffens

gilt das im Pfaffenwinkel stehende

UNESCO-Weltkulturerbe, die

Wieskirche. Außerdem erlernten

die Gebrüder Zimmermann, so

die Überlieferung, ihr Kunsthandwerk

in der „Wessobrunner

Schule“.

Volkslied über ein

Klofenster

Ein eher wieder grausamer Rückblick

in die Historie des bayerischen

Oberlands ist die Geschichte

über Hexenprozesse im Werdenfelser

Land. Dagegen als „originell

zu lesender Beitrag“ bezeichnet

Lech-Isar-Land-Schriftleiter Klaus

Gast den Text über einen Habacher

namens Johann Freisel, der

seine Reise ins „Heilige Land“ im

Jahre 1898 wohl selbst beschrieben

haben soll. Wobei im neuen

heimatkundlichen Jahrbuch auch

das Musikalische nicht zu kurz

kommt – es wird unter anderem

vom fenen Volksmusiklied

mit dem

lustigen

Titel

neugeschaf-

„S’Klofensta“ berichtet,

oder von

neuerer klassischer

Musik,

stammend aus

der Feder eines

inzwischen ver-

storbenen

Lehrers

und Organisten aus Weilheim.

Außerdem gehen die Autoren

des neuen Jahrbuchs auf mehrere,

jüngst erschienene Bücher

mit regionalen Bezügen ein. Zum

Beispiel auf das von Kreisrat Hans

Schütz veröffentlichte Werk „Der

gute Mensch von Auschwitz?“.

Oder das Buch von Ernst Meßmer

über „Graf Rath – Nachruf auf einen

Mann, dem seine Identität genommen

wurde“.

Letztlich haben am neuen Lech-

Isar-Land mit Alfred Honisch,

Bernhard Wöll, Christian Fries,

Gerhard Neumaier, Georgia Gast,

Rudi Standl, Gotthard Leuchtenmüller,

Tobias Günther, Thomas

Freller, Albin Völk, Josef Freisl,

Lech-Isar-Land 2022

> > > JAhrBuCh zu gewInnen

Heimatkundliches Jahrbuch

2022

Gerhard Heiß, Herbert Wintersohl,

Rudolf Steiger, Helmut

Schmidbauer, Werner Fees-Buchecker,

Anja Behringer sowie

Schriftleiter Klaus Gast achtzehn

Autoren aktiv mitgewirkt.

Erhältlich ist das neue Jahrbuch

unter anderem bei Buch Hansa

in Landsberg am Lech, beim

Ammersee Kurier in Dießen, den

Weilheimer Buchhandlungen Lesbar

und Thalia, der Büchergalerie

in Schongau, bei Buch am Bach in

Peiting, Peissenbuch in Peißenberg,

der Buchhandlung Gattner

in Murnau, der Buchhandlung

Gräfe & Unzer in Garmisch-Partenkirchen

sowie beim Edeka in

Rottenbuch.

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neuen heimatkundlichen Jahrbuchs „Lech-Isar-Land“. Schicken

Sie uns bis zum 15. Januar eine Postkarte mit dem Stichwort

„Johnny Cash“ an „altlandkreis“, Birkland 40, in 86971 Peiting.

Oder eine E-Mail an info@altlandkreis.de. Absenderadresse nicht

vergessen! Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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januar / februar 2022 | 27


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Bernbeuren | Dort, wo

heute Seminare über

energetische Therapien

abgehalten werden,

stand einst eine Kapelle.

„Bei den Aushubarbeiten

für unseren Neubau

stießen wir auf Mauerreste",

erzählt Ursula

Süss, die vor zehn Jahren

im Bernbeurener Ortsteil

Echerschwang ihr

Haus baute. Und hier,

an diesem Ort der Kraft,

wo der Blick weit über

den Garten ins Tal und

hinüber zum Auerberg

reicht, tritt Ursula Süss

für sich und all jene Menschen, die

sich Hilfe erhoffen, in den Dialog

mit einer geistigen Welt – einem

Ort der Kraft wird die psychische

Wirkung im Sinne von Beruhigung,

Stärkung oder sogar Bewusstseinserweiterung

zugeschrieben.

Und wer der Energetischen Therapeutin

gegenübersitzt, spürt

diese Kraft, die sich auch in ihrer

Persönlichkeit äußert: Sie wirkt

entspannt, ruht in sich selbst und

macht einen glücklichen Eindruck.

Das war nicht immer so“, fährt

Ursula Süss in ihrer Erzählung fort.

„Zuerst war es vor vielen Jahren

ein mir nahestehender Mensch,

der ins Koma fiel. Und einige Jahre

später eine eigene Erkrankung,

die mich erkennen ließ, dass ich

in meinem Leben etwas ändern

muss.“ Und als sie, wie sie selbst

sagt, „ganz unten war“, suchte sie

Hilfe bei einer Heilerin. Und mit

deren Beistand spürte sie schon

ursula süss führt energetische heilbehandlungen

auch via Telefon- oder Videokonferenzen durch.

damals, dass sie die Gabe hatte,

mit der geistigen Welt in Kontakt zu

treten. Dieser Erkenntnis schlossen

sich im Laufe mehrerer Jahre verschiedenste

Weiterbildungsmaßnahmen

wie die qualifizierte Lehre

der Diana Cooper Foundation für

Lemurische Planetarische Heilung,

das Engel-Licht-Heiler-Seminar,

die Reiki-Meisterlehre sowie eine

Ausbildung zur Geist-Heilung an.

Heute ist Ursula Süss dankbar, dass

sie auf diesen Weg der Spiritualität

geleitet wurde. Und gibt dieses

Wissen in Form von individuellen

energetischen Heilbehandlungen,

Seminaren und Workshops an Interessierte

weiter.

sind da...

herzen der Menschen

berühren

Die gebürtige Bernbeurenerin ist

hauptberuflich seit jeher im Gesundheitswesen

tätig, arbeitet

seit mehr als 27 Jahren als

Dialyse-Fachkraft. Die ersten

zehn Jahre im Schongauer

Dialysezentrum, danach

und bis heute in der

Dialyse Kaufbeuren. „Der

Umgang mit kranken Menschen

und die Dankbarkeit,

die mir zu Teil wird, erfüllt

mich mit innerer Zufriedenheit“,

sagt Ursula Süss

über ihre Arbeit. Dies gibt

ihr auch immer wieder die

Kraft, ihren vollen Terminkalender

abzuarbeiten.

„Neben der Berufs- und

Seminartätigkeit habe ich

schließlich auch noch meine

Aufgaben in energetischen Heilbehandlungen.“

Für die gelernte

Medizinische Fachangestellte steht

fest, dass die Ursachen für Krankheiten

und psychische Probleme

im seelischen Bereich des Menschen

liegen. „Der Mensch besteht

aus Seele, Geist und Körper“, sagt

sie mit voller Überzeugung. „Und

alle seelischen Belastungen führen

früher oder später nicht nur

zu Problemen im Leben, sondern,

unbehandelt, auch zu Erkrankungen.“

Daher setzt sie mit ihrer

Energetischen Heilung auch in

der Seele der Klienten an, „weil

jeder Mensch mit seinem höheren

Selbst in Kontakt ist“. Analyse der

Lebenssituation, Problembeschreibung

und schließlich Kontaktherstellung

zur geistigen Welt ist

hierbei die Vorgehensweise. Dabei

fungiert Ursula Süss als Medium

und Sprachrohr für höhere Wesen.

Das kann der Schutzengel eines

frohe Weihnachten

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wünschen Wir

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28 | altlandkreis


Die seminare der energetischen engeltherapie finden in einem kleinen

rahmen mit maximal sechs Teilnehmern statt.

Menschen sein, aber genauso gut

Verstorbene aus dem Verwandten-

oder Freundeskreis. Oder das

Innere Kind, das – womöglich aus

einem früheren Leben – noch ein

Trauma in sich trägt.“ Diese Einzelsitzungen

führt Ursula Süss im

persönlichen Gespräch, alternativ

auch via Videoschalte oder Telefonkonferenz.

längst vergessenes

Kindheitstrauma?

Da die Engeltherapeutin sich darin

bestätigt sieht, dass jeder Mensch

die Begabung hat, mit einer geistigen

Welt in Verbindung zu treten,

veranstaltet sie auch Seminare.

Durch die dabei vermittelten

Lehrinhalte werden die Teilnehmer

in die Lage versetzt, den Zugang zu

einer verschlossenen Welt wiederzufinden.

Der Erfolg gibt Ursula Süss letztlich

Recht: Aus dem gesamten süddeutschen

Raum, sogar aus Österreich

und der Schweiz, kommen

Klienten zu ihr. „Jeder Mensch ist

von sich aus in der Lage, mit seinem

höheren Selbst und liebevollen,

lichtvollen Begleitern zu kommunizieren,

nur ist den meisten

diese Fähigkeit in unserem aufgeklärten,

industrialisierten Zeitalter

abhandengekommen. Sobald die

Menschen jedoch die praktische

Erfahrung machen, dass sie für

sich selber sorgen und auf diese

Weise sich selber helfen können,

sind sie überglücklich.“

Sich über Lebenssinn und Lebenszweck

klar zu werden, ist für die

meisten Menschen von größter Bedeutung.

Wenn einem auf der Reise

hin zum Sinn des Lebens jedoch

Steine in den Weg gelegt werden,

kommt es immer wieder mal zu

schwierigen Lebenssituationen

und Prüfungen. „Aber gerade diese

schweren Zeiten machen Wachstum

erst möglich – die menschliche

Seele hat diesen Weg selbst ausgesucht,

um zu lernen, Probleme zu

lösen und sich weiterzuentwickeln.

Und wir können damit umgehen,

indem wir loslassen und die Situation

reflektieren.“

Für die energetische Heilbehandlung

kommen Menschen zu Ursula

Süss, die an physischen Störungen

oder zwischenmenschlichen Problemen

leiden. Außerdem können

traumatische Erlebnisse und Ängste

verarbeitet werden. Darüber

hinaus erfolgt bei der Reinigung

der Chakren (subtile Energiezentren

zwischen physischem und

feinstofflichem Körper) und Auren

die Aktivierung von Selbstheilungskräften.

Gleichzeitig können sich

Glaubens-, Gedanken- und Verhaltensmuster

auflösen. „Ich erinnere

mich gut an zwei Klienten. Die

eine hatte extreme Angstzustände.

Dies ging so weit, dass sie sogar

arbeitsunfähig wurde. Ein anderer

Fall, ein Mann, litt unter schwersten

Depressionen. Er war von

Psychopharmaka abhängig und

suizidgefährdet. Bei beiden stellte

sich heraus, dass sie während ihrer

Kindheit ein Trauma erlebt hatten,

an das sie sich nicht mehr erinnern

konnten, was sie aber bis heute

extrem belastet hatte“, resümiert

sie und fährt fort: „Beide konnte

ich durch meine Behandlungen

von ihren Leiden befreien.“ In

diesem Zusammenhang betont

Ursula Süss aber auch: „Meine

Heilbehandlung kann immer

nur eine Begleitung für Men-

schen sein, um Selbstheilungs-

kräfte zu aktivieren – mir ist es

gesetzlich nicht erlaubt, spirituelle

Energiearbeit als Mittel zur Heilung

anzubieten oder gar Heilung

zu versprechen.“

Tipps zum glücklichsein

Für ein glückliches Leben hat

Ursula Süss einige Tipps parat:

Mit den Gedanken weder in der

Vergangenheit verweilen, wo vielleicht

Trauer und Enttäuschung

liegen, noch in der Zukunft, wo

möglicherweise Ängste und Befürchtungen

zu finden sind, sondern

den Moment im Hier und Jetzt

leben. Dankbar sein für Momente

im Hier und Jetzt. Und auf Gedanken

achten, denn mit Gedanken

kreieren Menschen ihr Leben. Im

Idealfall mit positiven.

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januar / februar 2022 | 29


Debüt-Single von David Gramberg macht Laune

Vollblutmusiker

startet Solokarriere

schwabsoien | „Ein hochmotivierender

Song. Ein Ausruf, keine

Angst zu haben. Ein lebensbejahendes

Nach-Vorne-Schauen.“

Mit diesen Worten beschreibt David

Gramberg seine Debüt-Single

„Raise My Bet“, die seit November

auf allen bekannten Musikportalen

sowie auf YouTube zu hören und

sehen ist. Dahinter steckt ein Plan,

den der Schwabsoier Vollblutmusiker

bereits vor eineinhalb Jahren

geschmiedet hat. Hintergrund:

Seine eigentliche Band, Mary Lou,

bestehend aus seinem Bruder Daniel

Gramberg sowie seinen Sandkastenfreunden

Jakob Pröbstl und

Andreas Gast macht eine Pause

auf unbestimmte Zeit. Und das aus

gutem Grund: Denn bis auf David

Gramberg sind alle anderen Mary-

Lou-Mitglieder nahezu zeitgleich

Vater geworden, haben demnach

ihre Prioritäten verschoben, kümmern

sich jetzt neben ihren Hauptberufen

voll und ganz um ihre Familien.

„Wir werden sicherlich mal

wieder gemeinsam auf der Bühne

stehen, das steht außer Frage“,

sagt David Gramberg. Die Frage ist

nur wann, wo und zu welchem Anlass?

Ein anderer Grund der Mary-

Lou-Pause auf unbestimmte Zeit:

Corona. Aufgrund der Pandemie

mussten die Jungs alle geplanten

Live-Auftritte, unter anderem

auf namhaften Festivals, ersatzlos

streichen. Und das ausgerechnet

nach dem wohl erfolgreichsten

Jahr ihrer Bandgeschichte – 2019

standen sie unter anderem gemeinsam

mit Starmusiker Joris auf

der Bühne und wurden von tausenden

Fans frenetisch gefeiert für

ihre Live-Auftritte, die sprichwörtlich

unter die Haut gingen. Insofern

kam mit Papa-Werden, Corona und

der damit verbundenen Absagen-

Welle eines zum anderen. Doch ein

Leben so ganz ohne Musik? „Ist für

mich unvorstellbar und definitiv

keine Option“, betont David Gramberg,

der während der konzertfreien

Zeit einfach weitergemacht hat.

Für sich. Dabei überlegte er, was

in Zukunft am meisten Sinn mache.

„So ist letztlich der Gedanke

gereift, ein komplett neues Projekt

zu starten.“ Ein Solo-Projekt,

unabhängig von der altbekannten

Vierer-Konstellation. Heißt: Alles,

was David Gramberg seit November

2021 auf den Markt bringt, ist

zu 100 Prozent seine eigene, handgemachte

Musik – er komponiert

Melodien, schreibt dazu passende

Songtexte, spielt Gitarre und Klavier,

singt und arrangiert die einzelnen

Musikbausteine dann zu einem

klangvollen Gesamtkunstwerk

zusammen. Ähnlich wie bei seiner

Debüt-Single „Raise My Bet“, in

der mindestens ein halbes Jahr

harte Arbeit steckt.

Das Team hinter

dem „Solo“

So ganz ohne Hilfe ist eine Solo-

Karriere allerdings dann doch nicht

aus dem Boden zu stampfen. „Raise

My Bet“ wurde nicht nur in Davids

Home-Studio in Schwabsoien

aufgenommen, sondern auch im

Proberaum der örtlichen Blaskapelle

sowie im Bougalou Studio in

Utting am Ammersee. Hinter letzterem

stehen wiederum Korbinian

Steiger und Stefan Bernau, mit

denen David Gramberg seit Jahren

zusammenarbeitet, super gut befreundet

ist, sogar die Dreier-WG

im Mühlendorf an der Schönach

teilt und ohne die er sein Solo-

Projekt sicher nicht starten

hätte können. Denn neben

Songwriting und Songaufnahme

das mit wichtigste:

Marketing und PR.

Es braucht professionelle

Fotos, Pressetexte und

eine eigene Internetseite.

Regelmäßige Aktivitäten

auf Social Media wie beispielsweise

Facebook und Instagram.

Jemanden, der sich ums

Booking kümmert, der Kontakte zu

namhaften Radio- und TV-Sendern

pflegt. Und nicht zuletzt jemanden,

der dafür sorgt, dass „Raise My

Bet“ und alles, was noch kommt,

auf allen bekannten Online-Musik-

Portalen zu hören ist: allen voran

auf Spotify, iTunes und Amazon

Music. Darüber hinaus baut David

Gramberg in seinen Songs auch

immer wieder Euphorie-entfachende

Hintergrundgesänge und

Melodien ein. Meistens stammen

diese von ihm selbst, bei „Raise

My Bet“ wirkte jedoch eine Gospel-

Sängerin mit. „Das ist der große

Vorteil eines Solo-Künstlers –

ich bin unabhängig, kann je nach

Anlass, Lust und Laune mit ganz

unterschiedlichen Musikern und

Sängern ins Tonstudio und auf die

Bühne gehen“. Hinter dem „Solo“

steckt also auch ein Team, das je

30 | altlandkreis


nach Lust, Laune, Idee und Bedarf

sehr facettenreich, aber auch total

einfach und kleingehalten sein

kann.

erstes live-konzert

im Kuhstall?

Schwer ist es für Musiker wie

David Gramberg nach wie vor, davon

leben zu können. Live-Konzerte

finden keine statt. Und Musikhören

über Streamingdienste „ist ein

Tropfen auf den heißen Stein“.

Der rund drei Jahre alte Mary-

Lou-Song „Autumn Comes“

geht inzwischen bei Instagram

sprichwörtlich durch

die Decke, wird von gefühlt

jedem zweiten User

in Storys verwendet, auch

von Stars aus Kunst, Kultur

und Sport, die zum Teil

mehrere Tausend, ja sogar

Millionen Follower haben.

Das wiederum könnte sich

sehr wohl positiv auf die

Musik von David Gramberg

– der auch „Autumn

Comes“ geschrieben hat –

auswirken. „Das macht

Hoffnung, dass die

Leute da draußen

diese Art von Musik

auch mal live hören

David gramberg möchte mit seiner Musik die seele der Menschen berühren.

sein erster solo-song heißt „raise My Bet“.

möchten.“ Immerhin deuten optimistische

Pandemie-Prognosen

darauf hin, dass im Sommer 2022

Corona überwunden sein könnte,

folglich wieder uneingeschränkt

Konzertauftritte möglich wären –

und somit auch Musiker, durch die

Einnahme von verkauften Tickets,

Geld verdienen. Erste Auftritte

von David Gramberg sind bereits

fix eingeplant für das kommende

Jahr: Zum Beispiel beim WOOD-

STOCKENWEILER Festival in Hergensweiler

bei Lindau am Bodensee,

wo unter anderem auch die

bekannte Erfolgsband Django3000

auftreten wird. Oder beim Funky

Forest Festival in Langenneufnach,

südwestlich von Augsburg. Aus-

live-Auftritte vor emotionalem Publikum vermisst David gramberg am

allermeisten. er hofft, dass im sommer 2022 wieder was geht.

geschlossen sind auch Radio- und

TV-Auftritte von David Gramberg

nicht, außerdem möchte er auf jeden

Fall ein „intimes“ Konzert für

seine treuen Fans aus der unmittelbaren

Heimat organisieren. „Ich

habe viele schöne Erinnerungen

an die Konzertabende im Kuhstall

beim Schäferwirt in Schwabbruck

und hätte große Lust, dort erstmals

mit meinem neuen Projekt auf der

Bühne zu stehen.“ Dann mit weiteren,

neuen Songs im Gepäck? „Auf

jeden Fall!“ Im Laufe des Jahres

2022 sind einige weitere Veröffentlichungen

geplant. Wann genau,

und aus welcher Musikrichtung,

möchte David Gramberg allerdings

noch nicht zu genau verraten. Von

ruhig und balladig, über groß und

pompös, bis hin zu bluesig und

rockig sei alles dabei. Nur so viel:

„Sie sind grob betrachtet alle in

die Indie-Alternative-Schiene einzuordnen,

stehen quasi auf einem

ähnlichen Fundament, klingen im

Detail allerdings dann doch total

unterschiedlich. Ein Radio Moderator

hat ‚Raise My Bet‘ vor kurzem

als ‚Gospel Pop’ bezeichnet. Diese

Beschreibung hat mir ziemlich gut

gefallen.“ Insofern dürfen sich David-Gramberg-Fans

und alle, die es

noch werden, definitiv freuen auf

das, was kommt – und bis dahin

jede Menge Kraft, Mut und Motivation

aus „Raise My Bet“ ziehen: Ein

genialer Song mit sehenswertem

Musikvideo.

js

januar / februar 2022 | 31


Lyrisches Handbuch zum Thema „Schlaf“

Erholung braucht jeder!

> > > BÜCher zu gewInnen

Schongau | Die Lebenserwartung in

Deutschland beträgt laut jüngster

Statistik der Sterbetafel 2018 / 2020

knapp 79 Jahre bei Männern und

gut 83 Jahre bei Frauen. Zum

Vergleich: Im Mittelalter wurden

Männer durchschnittlich nur 32

Jahre alt, Frauen gerade einmal 25.

Der Hauptgrund dieser kurzen Lebenszeit

im Mittelalter: Eine enorm

hohe Kindersterblichkeit – rund

40 Prozent aller Neugeborenen

sind unmittelbar nach der Geburt

oder vor Erreichen des ersten Lebensjahres

ums Leben gekommen.

Dass die meisten Menschen heutzutage

drei Mal so lange leben

können, ist zweifelsohne der (modernen)

Schulmedizin zu verdanken.

Durch Medikamente, technische

Erfindungen, zügige Rettung

im Notfall und operative Eingriffe

von Kopf bis Fuß können zahlreiche

schwere Krankheiten geheilt

und Verletzungen erfolgreich behandelt

werden. Dennoch tut der

Mensch gut daran, im digitalen

Zeitalter seine Ursprünglichkeit

nicht komplett aus den Augen zu

verlieren: Die Natur. Und die damit

verbundene Heilkraft. Denn nicht

alle gesundheitlichen

Probleme

müssen zwangsläufig

mit künstlich

hergestellten Medikamenten

behandelt

werden. Bei

Ihr Regionalmagazin „altlandkreis“ verlost drei Exem-

plare von „Lieber gut schlafen, als zählen von Schafen“.

Schicken Sie uns bis 15. Januar eine Postkarte mit dem

Stichwort „Schlaf“ an „altlandkreis“, Birkland 40, in

86971 Peiting. Oder eine E-Mail an info@altlandkreis.

de. Absenderadresse an dieser Stelle nicht vergessen.

Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen viel Erfolg!

einigen Wehwehchen helfen auch

die altbewährten Hausmittel von

Oma, oder ein Tee der im eigenen

Garten angebauten Kräuter. Eine

Frau, die Zeit ihres Lebens das

beste aus beiden Welten verbindet

ist Marianne Porsche-Rohrer. Die

72-jährige Kreisrätin aus Schongau

ist hauptberufliche Apothekerin

und Heilpraktikerin. Auch sie sagt:

„Ohne Schulmedizin würden viele

Menschen 40 Jahre

verbundene Heilkraft. Denn nicht Menschen 40 Jahre

Einschlafgedanken

Wie war heute mein Tag, wie ist mein Leben?

Wenn ich es bedenke, so muss ich zugeben,

Im Grunde ist es doch wirklich nicht schlecht,

So wie es ist, ist es mir grade recht.

Schön warm ist mein Bett, gut satt ist mein Bauch.

Mit meiner Arbeit, da stimmt es auch.

Zu klagen, das hätte doch echt keinen Sinn,

Weil ich rundherum wirklich zufrieden bin.

Mein Land lebt im Frieden, ich danke dafür.

Ist es draußen recht kalt, schließe ich meine Tür,

Mach Feuer im Ofen, das wärmt mich, macht froh.

Bei ganz vielen Menschen geht das nicht so.

Bei Durst trink‘ ich Wasser, erfrischend und rein.

Könnt‘ dass doch für alle Menschen so sein!

Mein Enkelkind lacht, es ist froh und gesund.

Das ist mir zum Danken der wichtigste Grund.

früher sterben.“ Sie sagt aber

auch, dass die Kraft der Natur

weitaus mehr Probleme

lösen kann, als die meisten

Menschen im Höher, Schneller,

Weiter für möglich halten.

Auch deshalb schreibt

sie seit mittlerweile zwölf

Jahren Bücher, in denen

wertvolle Gesundheitstipps

für Kinder und Erwachsene

drinstehen.

wissenschaftlich

belegte unterhaltung

Ihr neuestes Werk heißt

„Lieber gut schlafen, als

zählen von Schafen“. Es

handelt sich also um ein

lyrisches Handbuch zum

Thema „Schlaf“ mit der

Kernbotschaft:

Erholung

braucht jeder! Wer schon

mal in ein Porsche-Rohrer-Buch

hineingeblättert

hat weiß, wie liebevoll

ihre

Gesundheitstipps

verpackt sind: Nämlich

in Reimform. Was jedoch

nicht heißt, dass die Inhalte

nicht ernst gemeint

sind. Ganz im Gegenteil sogar:

„Natürlich möchte ich meine Leser

auch unterhalten und zum

Schmunzeln anregen, aber die

zentrale Botschaft meiner Verse

ist immer ernst gemeint und,

ganz wichtig, auch wissenschaftlich

belegt.“ So auch diesmal zu

einem Thema, das durch die Alltagszwänge

der Hochleistungsgesellschaft

bei vielen zu wenig

Beachtung bekommt. „Für viele

Menschen ist es ein unerfüllter

Traum, die ganze Nacht so richtig

tief und fest zu schlafen, und am

Morgen frisch und erholt aufzuwachen“,

schreibt Marianne Porsche-

Rohrer in ihrem Klappentext. Dabei

sei Schlaf so selbstverständlich

32 | altlandkreis


wie das Atmen. „Beides geschieht

ohne unser Zutun.“ Was allerdings

bei weitem nicht auf alle Menschen

zutrifft. Laut Porsche-Rohrer

schläft jeder fünfte nachts nicht

durch und jeder zehnte schlecht

ein. Abgesehen davon durchlebt

jeder (!) Mensch auch mal eine

schlafgestörte Phase. Die Gründe

dafür sind total unterschiedlich.

Ebenso die Tipps von Marianne

Porsche-Rohrer, die auch Ihnen,

liebe Leser, zu einem gesünderen

Schlaf verhelfen können.

Auch mal dankbar sein!

Kunden-Nr.: 119158

Auftrag: 6122769, Motiv: 1

Soll-Farbigkeit: C,M,Y,K | Ist-Farbigkeit: C,M,Y,K

Erstellt am: 19.11.2021 | Fr. 12:54

Passend dazu haben wir eines von

insgesamt 105 (!) Kurzgedichten in

Reimform, die im neuen Porsche-

Rohrer-Buch zum Thema „Schlaf“

geschrieben stehen, abgebildet.

Es heißt „Einschlafgedanken“ (siehe

links) und beschreibt entgegen

der meisten anderen Texte weder

Ursache noch Lösung von Schlafproblemen,

sondern ruft in dieser

hitzigen Zeit zu Demut und Dankbarkeit

im Sinne von „so schlecht

haben wir es hier im Altlandkreis

doch gar nicht“ auf.

Als Marianne Porsche-Rohrer vor

mehr als zwölf Jahren mal Lust

hatte, ein Buch zu schreiben,

„konnte ich nicht ahnen, dass das

zum Dauerthema wird“. Inzwischen

hat sie zwölf Werke im Eigenverlag

veröffentlicht. Pro Jahr

eines, lückenlos. „Die Schreiberei

hilft mir, meine Sorgen des Alltags

temporär zu vergessen.“ Außerdem

spannt sie ihre Kinder immer

mit ein in ihre Buch-Projekte. Die

Illustration des Titelbildes machte

bei „Lieber gut schlafen, als zählen

von Schafen“ ihre Tochter, das

Layout des kompletten Bandes ihr

Sohn. Insgesamt umfasst das neue

Werk 129 Seiten, kostet zehn Euro

und ist in nahezu allen regionalen

Buchhandlungen, in der Lech

Apotheke Schongau sowie direkt

bei Marianne Porsche-Rohrer

unter www.porsche-rohrer.de erhältlich.

js

Dieser graue Rahmen gehoert nicht zum Motiv.

Wir wünschen unseren Kunden, Freunden

und Bekannten ein frohes Weihnachtsfest

und alles Gute für das Jahr 2022!

Wir haben unser Geschäft am24.12.21 und 31.12.21 geschlossen.

Bahnhofstraße 31

86971 PEITING

Telefon: 08861/6392

www.auto-rieser.de

Auto Rieser GmbH

januar / februar 2022 | 33


Saisonal und regional – Rezepte der Hauswirtschafterei

Drei-König-Kuchen

zum Feiertagsbrunch

Altlandkreis | Saisonal und regional

heißt nicht automatisch auch

traditionell. Die drei Damen der

Hauswirtschafterei lieben es, alte

Koch- und Backkunst mit neuen

Trends zu kombinieren. Allen voran

beim Thema „Brunch“. Der

aus dem Englischen stammende

Anglizismus (eingedeutschter Begriff)

setzt sich aus den Begriffen

Breakfast (Frühstück) und Lunch

(Mittagessen) zusammen, beginnt

meist am Vormittag, dauert an bis

in den Nachmittag und eignet sich

insofern ganz hervorragend für arbeitsfreie

Tage, an denen Familienangehörige,

Kollegen aus der Firma,

sowie Freunde oder Bekannte

Zeit haben, einfach mal nichts zu

tun. Einige Cafés, Bistros, Hotels,

Restaurants und Bäckereien laden

auch hier in der Region zum genussvollen

Brunchen ein, was den

Vorteil hat, dass die „Brunchenden

keine Vorbereitungen treffen

müssen. Andere wiederum bevorzugen

diesen ausgiebigen Mix aus

Frühstücken und Mittagessen im

Eigenheim, kaufen hierfür jede

Menge Obst, Gemüse, Backware,

Käse, Fleisch, Fisch, Wurst, Eier,

Säfte, Qualitätskaffee und vieles

mehr bereits im Vorfeld ein –

und bereiten es gleichermaßen

schmackhaft wie dekorativ zu, um

es sich letztlich an einem Samstag,

Sonntag oder Feiertag so

richtig gutgehen zu lassen. Silvia

Schlögel, Bettina Eder und Christine

Schilcher empfehlen an dieser

Stelle Heilig-Drei-König-Kuchen,

Apfel-Käsesalat, Feigensenf und

Frischkäseschnitten:

hl. Drei-könig-kuchen

ZUTATEN:

Teig:

250 g Butter

180 g Zucker

5 Eier

300 g Mehl

2 TL Backpulver

100 g geriebene Schokolade

zartbitter

150 g gemahlene Walnüsse

etwas Milch oder Amaretto

1 getrocknete Bohne oder

Kaffeebohne

Überzug:

150 g Kuvertüre Zartbitter

ZUBEREITUNG: Für den Rührteig

die Butter mit dem Zucker schaumig

rühren. Die Eier nach und

nach zugeben. Mehl, Backpulver,

Schokolade und Nüsse mischen

und bei mittlerer Stufe unterrühren.

Je nach Konsistenz etwas

Milch oder Amaretto hinzufügen.

Den Teig in einer gefetteten, gebröselten

Kastenform verteilen,

die Bohne darin verstecken.

Backzeit: 50 bis 60 Min. bei 180 °C

(160 °C Heißluft)

Die Kuvertüre klein hacken und im

Wasserbad schmelzen. Den abgekühlten

Kuchen damit überziehen.

Wer die Bohne in seinem Kuchenstück

findet, darf über den

weiteren Tagesablauf der Familie

bestimmen.

Apfel-käsesalat

ZUTATEN:

Dressing:

3 EL Weißweinessig

4 EL Rapsöl

1 TL Kräutersenf

Salz, Pfeffer

Petersilie

Salat:

2 - 3 Äpfel

200 g Butterkäse

Zum Anrichten:

Kürbiskerne, Petersilie

ZUBEREITUNG: Die Zutaten für

das Dressing glattrühren.

Die Äpfel waschen, vierteln, entkernen

und in dünne Scheiben

schneiden. Sofort unter das Dressing

mischen. Den Käse klein

schneiden.

Die Apfelscheiben auf einer Platte

oder einem großen Teller auslegen.

Den Käse darüber verteilen.

Das Dressing darübergeben

und mit Kürbiskernen und Petersilie

bestreuen.

Feigensenf

ZUTATEN:

3 EL Senfkörner

250 g getrocknete Feigen

250 ml Apfelsaft

5 EL Senf mittelscharf

3 EL Honig

70 ml Balsamico weiß

1 TL Gelfix (3 : 1)

Salz, Pfeffer

Die Senfkörner mit heißem Wasser

übergießen und 1 Std. quellen

lassen.

Die Feigen klein schneiden und

mit dem Apfelsaft einmal aufkochen.

Abkühlen lassen.

Senf, Honig, Balsamico, Gelfix und

die abgetropften Senfkörner zu

den Feigen geben und mit einem

Stabmixer pürieren. Würzen und

in ein Schraubglas füllen.

Im Kühlschrank aufbewahrt hält

der Senf wochenlang.

TIPP: Zu verschiedenen Käsesorten,

Birnenbrot und Zeltenchips

servieren.

34 | altlandkreis


Frischkäseschnitten

ZUTATEN:

Quarkblätterteig:

125 g Dinkelmehl Type 630

1 Prise Backpulver

1 Prise Salz

125 g Magerquark

100 g Butter

Füllung:

3 Frühlingszwiebeln

1 EL Rapsöl

4 getrocknete Tomaten

50 g geriebener Käse

150 g Frischkäse

Salz, Pfeffer

ZUBEREITUNG: Aus den Teigzutaten

einen weichen Knetteig herstellen

und 30 Min. kühl stellen.

Für die Füllung die Frühlingszwiebeln

putzen, waschen und in

feine Ringe schneiden. Im heißen

Öl anbraten und abkühlen lassen.

Die Tomaten fein würfeln. Beides

mit dem Käse unter den Frischkäse

mischen und würzen.

Den Teig zu einem Rechteck ausrollen

und die Füllung darauf verstreichen.

Aufrollen und auf ein

mit Backpapier ausgelegtes Backblech

legen. Im Abstand von 4 cm

mehrmals schräg einschneiden

und backen.

Backzeit: ca. 35 Min. bei 190° C

(160° C Heißluft)

Ihr Regionalmagazin „altlandkreis

wünscht gemeinsam mit

den drei Damen der Hauswirt-

schafterei gutes Gelingen beim

Ausprobieren der Brunch-Rezepte

und eine erholsame, genussvolle

Zeit im Kreise Ihrer Liebsten.

Guten Appetit!

js














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januar / februar 2022 | 35


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Übersicht hiesiger Langlaufloipen

Für Anfänger und Profis

Altlandkreis | Coronabedingte

Einschränkungen haben alpines

Skifahren in der Vorsaison unmöglich

gemacht. Ähnliches ist diesen

Winter zu erwarten. Im Zuge dessen

haben von Liftanlagen unabhängige

Wintersportarten wie Skitouring

und Skilanglauf nochmals

an Bedeutung gewonnen. Die

Bewegung in freier Natur an der

frischen Luft macht Spaß, hält fit

und gesund – und fördert in dieser

nervenbelastenden Zeit auch das

mentale Wohlbefinden. Sobald

es die Schneelage erlaubt, finden

sich auch im Schongauer Altlandkreis

um nahezu allen Ortschaften

frischpräparierte Langlaufloipen.

Klassik oder Skating? Flacher

Rundkurs oder abwechslungsreiches

Auf und Ab durch Senken

und über Hügel? In Sachen Streckenlänge

und Schwierigkeitsgrad

ist für jeden was Passendes dabei.

Völlig egal ob Anfänger oder Profi,

ob Kind oder Rentner:

Altenstadt

Eine historische Pistenraupe spurt

die Loipen in Altenstadt. Neben

der rund 1,3 Kilometer langen

Nachtloipe am Sportplatz, die

dienstags und donnerstags von 18

bis 20 Uhr geöffnet ist, findet sich

noch eine weitere mit 1,4 Kilometern,

die den Sportplatz umrundet.

Außerdem kann man dort in eine

5,3 Kilometer lange Runde einsteigen,

die in Richtung Schwabbruck

angelegt ist.

Der Skiclub des TSV Altenstadt,

dem die Pflege obliegt, freut sich

über die Spendenbereitschaft der

Langläufer, die sich in beiden Stilen,

Klassik oder Skating austoben

können.

Apfeldorf

Auf privater Initiative beruht die

Loipe in Apfeldorf, die mit Start

und Ziel am Schölderlehof in Wies

einen Rundkurs zwischen Apfeldorf,

Birkland und Rott bietet. Die

Streckenlänge wird auf rund 15 Kilometer

geschätzt. Angelegt wird

die Skatingspur mit Traktor und

Loipenfräse.

Bad Bayersoien

Der Kurort wartet mit drei Loipen

in unterschiedlichen Längen sowohl

für Klassik als auch Skating

auf. Die Runde rund um den Soier

See bietet auf rund 4 Kilometern

Langlaufvergnügen auf ebener

Fläche. Ebenfalls als Rundkurs gespurt

ist die "Kirmesauer Runde"

vom Kurpark Bad Bayersoien über

Kirmesau und Breites Filz zurück

zum Kurpark. Auf dieser Runde

haben die Langläufer rund 9,3 Kilometer

zu bewältigen, während

sich die „Große Rochusrunde“ mit

10,6 Kilometern als größte Herausforderung

darstellt. Start und Ziel

dieser Loipe, die über Bad Bayersoien

und Hinterkehr führt: Der

Festplatz in Bad Kohlgrub.

Bernbeuren

An der Auerberghalle starten beide

Loipen der Auerberggemeinde.

Die von der Skiabteilung des TSV

Bernbeuren präparierten Strecken

führen einmal in einer großen

Schleife mit 3 Kilometern rund

um den Sportplatz, und einmal

über 3,5 Kilometer Länge bis an

den Haslacher See. Bei niedrigerer

Schneelage werden die Spuren

für Klassik und Skating mit einem

Skidoo samt „Anhänger“ angelegt,

bei hoher Schneelage mittels Pistenwalze

vom Auerberglift.

Die meisten loipen im schongauer Altlandkreis werden mit einer Pistenraupe

für klassik und skating präpariert.

36 | altlandkreis


Birkland

Der Tischtennisclub Birkland präpariert

mit Motorschlitten zwei

Loipen für Klassik und Skating.

Eine umrundet mit einer Länge

von etwa 4 Kilometern das Sportgelände,

eine zweite zählt etwa 7

Kilometer und verläuft Richtung

Zauberhütte und Hohenbrand. Als

Schmankerl für Kinder wird außerdem

ein rodeltauglicher Hang in

der Nähe vom Sportplatz planiert.

Böbing

Ebenfalls mit zwei Loipen wartet

Böbing auf. Der dortige Sportclub

spurt vom Startplatz in der

Schnalzstraße eine flache Loipe

über 3 Kilometer in Richtung

Pischlach, sowie eine anstrengendere

Loipe von 2 Kilometern Länge

in Richtung Leithen. Gespurt wird

für Klassik und Skating mit einer

Pistenraupe.

Burggen

Zwei Schleifen über 4 und 7 Kilometer

bietet Burggen, ebenfalls in

Klassik und Skating. Start und Ziel

ist der Parkplatz am Hochwasserrückhaltebecken

zwischen Burggen

und Tannenberg.

Dort ist auch eine Spendenbox zu

finden, in der die Sportler einen

Obolus für das Präparieren der

Loipe via Pistenraupe entrichten

können.

Denklingen

Zwei Loipen finden sich in Denklingen.

In einer Runde mit etwa

6,5 km kann man am Forchet

einsteigen und für die zweite, die

eine Streckenlänge von 5,8 km

aufweist, ist an der Alpenstraße

der Einstieg angelegt. Gespurt

wird hier, für Klassik und Skating

mit einem Raupen-Quad.

hohenfurch

Zwei Langlaufschleifen beginnen

am Hohenfurcher Skilift, eine über

1 Kilometer Länge, die andere über

2,4 Kilometer. Beide Loipen werden

mit einem Skidoo für Klassik

und Skating gespurt. Die größere

der beiden beinhaltet einen anspruchsvollen

Anstieg und wird

unter Kennern auch als „Panoramaloipe“

bezeichnet – der Blick

von dort in Richtung Gebirge ist an

sonnigen Tagen atemberaubend

schön.

hohenpeißenberg

Auf der schneesicheren Seite im

Norden des Hohen Peißenbergs

liegt die „Filzloipe“. Die für beide

Langlaufstile ausgelegte Strecke

führt vom Haus der Vereine in der

Buchschornstraße, wo auch mehrere

Parkplätze vorhanden sind,

am Rand des Schwarzlaichmoors

vorbei. Mit einer Länge von 6,5 Kilometern

und einem Höhenunterschied

von 49 Metern ist die Loipe

sowohl für sportliche als auch weniger

geübte Langläufer geeignet.

Gespurt wird in Hohenpeißenberg

mit Motorschlitten und Walze – ein

Gespann, das bereits bei 20 Zentimetern

Schnee funktioniert.

Ingenried

An der Straße nach Königsried

beginnen die Ingenrieder Loipen.

Eine 2 Kilometer umfassende

Runde ist nordwestlich des Ortes

angelegt, eine 10 Kilometer lange

Wanderloipe streift die Ortschaften

Krottenhill und Erbenschwang.

Beide Strecken werden mit einem

Motorschlitten und „Loipenspurer“

für Klassik und Skating

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familiären Umfeld.

Das ist mir wichtig.“

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der Alpen, inmitten einer einzigartigen Landschaft

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Ort ist besonders reich an Schönheiten

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januar / februar 2022 | 37


38 | altlandkreis

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Staatlich geprüfter Kinderpfleger

Voraussetzung: Mittelschulabschluss

Weitere Informationen, Anfragen und Bewerbungen:

Fachakademie für Sozialpädagogik

faks-sekretariat@regens-wagner.de

Berufsfachschule für Kinderpflege

bfs-sekretariat@regens-wagner.de

Klosterhof

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7-9,

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Rottenbuch, Tel: 08867-911222

www.faks-rottenbuch.de • www.regens-wagner-rottenbuch.de

Klosterhof 7-9, 82401 Rottenbuch, Tel: 08867-911222

www.faks-rottenbuch.de • www.regens-wagner-rottenbuch.de

präpariert. Da die Loipen von der

Skiabteilung des TSV Ingenried

ehrenamtlich unterhalten werden,

freuen sich die Freiwilligen über

einen kleinen Obolus in der Spendenbox

am Loipeneinstieg.

lechbruck

Die Flößergemeinde, die mit einer

Pistenraupe ihre Loipen präpariert,

hat zwei im Angebot: So

steht auf der Gsteig am Golfplatz

ein 5 Kilometer langer Parcours

zur Verfügung, der über die Weiler

Stolzhub und Reuthen mit der

„Schmuttersee-Loipe“ verbunden

ist. Letztere führt vom Lechbrucker

Gewerbegebiet über 10 Kilometern

Länge an Oberschlicht und Sameister

vorbei.

Peiting

Mit einem Nordic-Zentrum am

Schnaidberg wartet Peiting auf. Es

wird unter anderem vom örtlichen

Skiclub für eine durchaus erfolgreiche

Nachwuchsförderung genutzt,

ist aber – neben dem Schnalzparkplatz

am Schlammweiher – auch

Startpunkt für alle drei Loipen südlich

der Marktgemeinde. So führt

ein leicht zu befahrener Parcours

auf etwa 3,7 Kilometern über die

Ramsauer Wiesen bis ins Haslach.

Als mittelschwer wird die 7,5 Kilometer

umfassende Runde „Frankenau“

bezeichnet. Und für besonders

konditionsstarke Langläufer

empfiehlt sich die 20,5 Kilometer

lange Loipe namens „Bergerwiesen“.

Für die Pflege der Peitinger

Loipen, Klassik und Skating, kommt

eine Pistenraupe zum Einsatz. Außerdem:

Für Einheimische werden

im Bereich Wankstraße und

Grasweg sowie Zugspitzstraße und

Bergwerkstraße Zubringerloipen

zum Nordic-Zentrum angelegt.

Rettenbach

Start und Ziel für die drei Loipen

in Rettenbach ist der gleichnamige

Weiher im Westen des Dorfes.

Dort finden Langläufer neben

einer 1 Kilometer langen Einführungsschleife

auch die 3 Kilometer

zählende „Unterlöchlers Runde“

durch das Mühlmoos sowie eine

Panorama-Runde mit 6 Kilometern.

Rettenbach gilt aufgrund

seiner Höhenlage von 850 Metern

über dem Meer als besonders

schneesicher. Die Loipen werden

für Klassik und Skating mit Pistenraupe

angelegt, wobei die Pflege

ein leichterer Motorschlitten mit

Spurgerät übernimmt.

sieht einladend aus, macht spaß und stärkt das Immunsystem.

Rottenbuch

Mit drei Loipen für Klassik und

Skating, präpariert mit einer Pistenraupe,

wartet Rottenbuch auf.

Die Loipe „Hoffeld“ hat eine Länge

von 2 Kilometern, ideal für Anfänger

und Genießer. Start ist am

Parkplatz des Fohlenhofs. Die Loipe

„Schweinberg“, die ebenfalls

keine technische Herausforderung

darstellt, geht über 6 Kilometer

und startet am Stadel des Mooser

Weges. Eine etwas schwierigere

Tour ist dagegen die Loipe „Schönegg“

mit einer Streckenlänge von

15 Kilometern, steilerer Anstieg

sowie rasantere Abfahrt am Campingplatz

(Richterbichl) inklusive.

schwabbruck

Gleich drei Einstiege bietet die

Schwabbrucker Loipe: In der Burggener

Straße 18, in der Welfenstraße

7 und unmittelbar am Ortseingang,

von Burggen kommend

(Neubaugebiet). Die mit einem

Skidoo angelegte Spur für Klassik

und Skating verläuft über 8 Kilometer

in Richtung Ingenried. Eine

zusätzliche Schleife von etwa 300

Metern mit Anstieg und Abfahrt ist

eine kleine Zugabe für geübte Läufer.

Auch an die Winterwanderer

wird in Schwabbruck gedacht, die

parallel zur Loipe eine Fußgängerspur

vorfinden.

schwabsoien

Für Klassik und Skating sind auch

die Loipen in Schwabsoien ausgelegt.

Mit Ausgangspunkt am

Schwabsoiener Skilift bietet sich

den Langläufern dort eine Loipe

mit 2 Kilometern Länge und 20

Metern Höhendifferenz. Außerdem

eine Strecke über 4 Kilometern

Länge und 70 Höhenmetern.

Die Loipen werden mit einer Pistenraupe

präpariert. Schmankerl:

Bei guter Schneelage wird optional

eine kleine Flutlichtloipe am

Sportplatz gespurt. Auch hier freut


Im vergangenen winter fanden loipen in der region regen zuspruch. hier bei Bad Bayersoien.

sich die Gemeinde über Spenden

in eine an der Loipe aufgestellten

Box.

Steingaden

Rund 6 Kilometer lang ist die Loipe

zwischen Gagras und Langau, die

mit einer Pistenraupe für Klassik

und Skating gespurt wird. Gleiches

gilt für einen 800 Meter langen

Rundkurs im Kissinger Feld. Außerdem

findet sich in Steingaden

eine 7,5 Kilometer lange, ausschließlich

klassische Loipe mit

Start im Grubfeldweg wieder, angelegt

mit einem Motorschlitten –

sie erstreckt sich zwischen Steingaden,

Lauterbach und Maderbichl.

wildsteig

Ein Loipennetz von insgesamt 22

Kilometern, aufgeteilt in fünf (!)

verschiedene Strecken, umspannt

Wildsteig, dem „Schneeloch“ des

Schongauer Altlandkreises. Dank

Pistenraupe mit Gummilaufketten

kann bei bereits niedriger Schneelage

gespurt werden – selbstverständlich

auch für Klassik und

Skating. Start und Ziel aller Strecken

ist das Sportheim südwestlich

von Wildsteig, für Kenner auch

die deutlich kleinere Parkfläche in

Wildsteig-Hausen.

hun

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januar / februar 2022 | 39


Wir wünschen allen unseren

Kunden ein gutes neues Jahr 2022!

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EU-weiter Zensus startet im Mai 2022

Freiwillige für

Volkszählung gesucht

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40 | altlandkreis

Altlandkreis | Alle zehn Jahre findet

europaweit ein sogenannter

Zensus statt, bekannter als Volkszählung.

Dabei gehen Freiwillige

von Haus zu Haus und sammeln

im Rahmen eines Kurzinterviews

Daten von Bürgern, aus denen

wiederum das Deutsche Bundesamt

neue Statistiken mit richtungsweisenden

Erkenntnissen

zu Bevölkerungsstruktur und

Existenzaufstellung erstellt. Diese

Erkenntnisse sind wiederum

eine wichtige Grundlage für politische

Entscheidungen auf Bundes-,

Landes- und Kreisebene.

Zum Beispiel bei der Festlegung

von Wahlkreisen, bei der Festlegung

der Höhe von Fördermitteln

oder für einen Finanzausgleich.

Letztlich gilt es im Rahmen einer

Volkszählung herauszufinden, wie

viele Menschen welcher Herkunft

in Deutschland leben, wo und wie

sie wohnen und in welcher Branche

sie berufstätig sind.

Da der jüngste Zensus im Jahr 2011

stattgefunden hatte, hätte es bereits

im Jahr 2021 eine neue Zählung

geben sollen. Aufgrund der

Corona-Pandemie wurde diese jedoch

auf den 15. Mai 2022 verschoben.

Von diesem Tag an haben die

Interviewer dann bis zu zwölf Wochen

Zeit, um die via Haushaltsstichprobe

ausgewählten Menschen

zu befragen. Heißt: Es wird

nicht jeder hier lebende Bürger,

auch nicht jeder hier existierende

Haushalt befragt. Und trotzdem

steht diesmal eine umfangreichere

Befragung als zuletzt bevor: 2011

wurden Bürger ausschließlich in

Ortschaften mit mindestens 10 000

Einwohnern befragt. Diesmal finden

die Befragungen jedoch in

allen Städten und Gemeinden

statt – auch in denen mit weniger

als 10 000 Einwohnern. Um

diese bundesweite Befragung im

vorgegebenen Zeitrahmen auch

umsetzen zu können, wurden die

Zuständigkeiten auf Landkreisebene

heruntergebrochen. Heißt: Die

jeweiligen Landratsämter haben

eine eigene Erhebungsstelle eingerichtet,

von wo aus die Volkszählung

2022 organisiert, betreut

und umgesetzt wird. Die wichtigste

Aufgabe der dafür Verantwortlichen

nun: Freiwillige finden, die

von Haus zu Haus gehen und die

geplanten Interviews führen.

33 000 Bürger

werden befragt

Im Landkreis Weilheim-Schongau

sollen insgesamt 33 000 Menschen

befragt werden, wofür das

zuständige Landratsamt ab sofort

260 Interviewer und Interviewerinnen

sucht. Im Landkreis

> > > Bewerbung als VolkszähLer

Garmisch-Partenkirchen werden

24000 Menschen befragt und

190 Interviewer gesucht. Und im

Landkreis Starnberg befragen 165

Interviewer 27 739 Bürger. Bewerben

dürfen sich hierfür alle, die zu

Beginn der Erhebung mindestens

18 Jahre alt sind und ihren Wohnsitz

in Deutschland haben. Weitere

Voraussetzungen: Gute Sprachkenntnisse

in Deutsch, Zuverlässigkeit,

Verantwortungs- und Verschwiegenheitsbewusstsein,

die

dafür notwendige Zeit (zwischen

Mai und August), Bereitschaft zur

Teilnahme an einer knapp eintägigen

Schulung, Grundkenntnisse im

Umgang mit Tablet und Smartphone

sowie eine positive Einstellung

gegenüber den Zielen einer Zensus-Erhebung.

Außerdem dürfen

potentielle Volkszähler keiner (!)

extremistischen Vereinigung angehören.

Die Befragung an sich läuft

in der Regel so ab: Auskunftspflichtige

Bürger erhalten bereits zwei

Wochen vorher eine schriftliche

Terminankündigung, ehe sie dann

am Tag des vereinbarten Termins

von einem Interviewer bei sich zu-

Wer ab Mai 2022 als Volkszähler arbeiten möchte, kann sich ab

sofort bei den Landratsämtern online, telefonisch oder via E-

Mail bewerben. Für Weilheim-Schongau unter www.weilheimschongau.de/zensus,

0881 / 681-1830 oder zensus@lra-wm.bayern.de.

Für Garmisch-Partenkirchen unter www.lra-gap.de/de/

zensus-2022.html, 08821 / 751-322 oder ehst@lra-gap.de. Und für

Starnberg unter www.lk-starnberg.de, 08151 / 148-69900 oder

erhebungsstelle@Zensus.LK-Starnberg.de.


leitet die erhebungsstelle für weilheim-schongau: Andreas ginger.

hause besucht werden – letzterer

führt einen Ausweis mit, der die

Rechtmäßigkeit seiner Tätigkeit

bestätigt. Die Befragung an sich

erfolgt in der Regel via Online-Fragebogen

und dauert – je nach Ziel-

Vorgabe – rund fünf bis fünfzehn

Minuten. Die fünfminütige Kurzbefragung

dient im Wesentlichen zur

Ermittlung der Einwohnerzahl, die

bis zu fünfzehnminütige, die zum

Beispiel in Weilheim-Schongau an

lediglich 15 000 Menschen durchgeführt

wird, beinhaltet weitere

Fragen zu beispielsweise Wohnsituation,

Bildung und Ausbildung,

Erwerbstätigkeit, Arbeitsort, Wirtschaftszweig

und Beruf. So oder

so lohnt sich der Aufwand der

Interviewer – je nach Anzahl und

Art der Befragung bekommen sie

zwischen 600 und 1 200 Euro, und

zwar steuerfrei. Außerdem gibt’s

für eine erfolgreiche Teilnahme

an dieser eintägigen Schulung

eine Aufwandsentschädigung von

40 Euro.

Plan B

aufgrund Corona?

Obwohl der Zensus in erster

Linie von Daten lebt, die ohnehin

in Einwohnermelderegistern von

den in Deutschland gemeldeten

Staatsbürgern hinterlegt sind,

lohnt sich diese zusätzliche Vor-

Ort-Befragung, um noch mehr

Informationen, Erkenntnisse und

Entwicklungstendenzen aus dem

Bereich Wohnen und Arbeit zu

bekommen. Außerdem dient die

Befragung auch zur Klärung möglicher

Widersprüche in Registern.

Eine weitere wichtige Frage beim

Thema Volkszählung: Ob die nach

dem Zufallsprinzip auserwählten

Bürger, die befragt werden sollen,

zur Auskunft verpflichtet sind? Die

Antwort: Ja, da die Auskunftspflicht

im Rahmen einer Volkszählung

gesetzlich verankert ist. Und auch

beim Thema „Datenschutz“ gibt es

klare Regeln. Zum Beispiel dürfen

die Mitarbeiter der Erhebungsstellen

nicht gleichzeitig in anderen

Stellen im Landratsamt eingesetzt

werden. Die Daten werden allesamt

anonymisiert ausgewertet.

Und die Erhebungsberechtigten

(Interviewer) sind schriftlich dazu

verpflichtet, die gesetzlich vorgeschriebene

Wahrung des Statistikgeheimnisses

einzuhalten. Ein

tatsächliches Problem könnte die

abermals brisante Lage der Corona-Pandemie

darstellen. „Natürlich

blicken auch wir besorgt auf

die aktuell sehr hohen Inzidenzen.

Wir sind jedoch zuversichtlich,

dass bis zum Erhebungszeitraum

ab Mitte Mai aufgrund steigender

Impf- und Genesenen-Quoten sowie

höherer Außentemperaturen

die Infektionszahlen wieder deutlich

sinken werden“, sagt Andreas

Ginger, Leiter der Zensus-Erhebungsstelle

für Weilheim-Schongau.

Sollte dies nicht der Fall sein,

greife Plan B, wonach ein Großteil

der Befragung online und telefonisch

erfolgen soll.

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januar / februar 2022 | 41


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trägt man im Herzen“

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Mittwoch, 26. Januar 2022, um 17.00 Uhr

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Dr. Jan Kemke, Chefarzt Gefäßchirurgie

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Für die Anmeldung schicken Sie Ihre E-Mail-Adresse an

gesundheitsforum-bkt@artemed.de, und Sie erhalten den

Teilnahmelink.

Für Rückfragen: Tel. 08158 23-722

Bleiben Sie auf dem Laufenden:

www.krankenhaus-tutzing.de/gesundheitsforum

42 | altlandkreis

BENEDICTUS KRANKENHAUS

Tutzing

Altlandkreis | Vergangenen Sommer

ist es politisch und medial

vergleichsweise ruhig gewesen in

Sachen Corona. Von der im ersten

Pandemie-Jahr noch regelmäßig

erwähnten vierten und laut Experten

auch heftigsten Welle hörte

man wenig bis nichts. Folglich

wähnten sich viele Menschen in

dem sicheren Glauben, das Gröbste

überstanden zu haben – ein

Gefühl der Hoffnung, Zuversicht

und Freude stellte sich in den

Köpfen der Bevölkerung ein. Demnach

waren auch die hiesigen Faschingsgesellschaften

guter Dinge,

wieder tanzen, feiern und sich

maskieren zu können. Wenigstens

in abgespeckter Form. Doch bereits

am 11.11., dem offiziellen Faschingsbeginn,

waren die Inzidenzen

wieder nach oben geschnellt,

höher als im Jahr zuvor. Obwohl

zu diesem Zeitpunkt in Köln, unter

2G, trotzdem tausende feierwütige

Menschen aufeinander losgelassen

wurden zum Auftakt der

fünften Jahreszeit, Fußballstadien

bis in den Dezember hinein voll

von grölenden Fans sein durften,

war den hiesigen Präsidenten der

drei großen Faschingsvereine aus

Schwabsoien, Schongau und Hohenfurch

klar: Das wird wieder

nichts mit der fünften Jahreszeit.

„Die Offenheit, Entspanntheit und

Freude der Menschen, die im Fasching

beinahe jeder so offen auf

der Zunge trägt, fehlt mir persönlich

am meisten“, sagt Johannes

Linder, Präsident des Hohenfurcher

Faschingsclubs. Alexander

Blasi, Präsident des Schongauer

Faschingsclubs, vermisst am allermeisten

„das regelmäßige Miteinander

unter guten Freunden“. In

der Tat besteht das Vereinsleben

hiesiger Faschingsclubs aus weit

mehr als diesem bunten Treiben

zwischen Weiberfasching und Rosenmontag.

Aktives Vereinsleben

übers ganze Jahr

Garde neu zusammenstellen.

Motto, Songs, Tänze und die dazu

passenden Kostüme wählen, eng

abgestimmt mit einer Maßschneiderin.

Wartung, Gestaltung und

TÜV-Abnahme der Club-eigenen

Wagen für Umzüge. Regelmäßige

Sitzungen der Vorstandschaft. Akribische

Vorbereitungen und Organisationen

vereinseigener Veranstaltungen

wie Inthronisationsball

und Faschingsumzug inklusive

Festzeltbetrieb, was mit Genehmigungen,

Einkauf von Getränken

und Imbiss, Booking von DJ und

Bands, Security und vieles mehr

verdammt viel Arbeit und Verantwortungsbewusstsein

voraussetzt.

Und nicht zu vergessen: Die Wahl

des Prinzenpaars, wofür die Vereine

in der Regel eigene Gremien

bilden, um die im Hintergrund

Auserwählten oft über Monate

hinweg zu überreden versuchen.

Denn bei aller Ehre: Für Prinzenpaare,

die über mehrere Wochen

hinweg auf zig Veranstaltungen

immer im Mittelpunkt stehen,

freundlich zu grinsen haben und

dabei gut aussehen sollten, ist die

mentale und körperliche Belastung

während der fünften Jahreszeit

besonders hoch. Kurzum: Das

aktive Vereinsleben hiesiger Faschingsclub-Mitglieder

geht weit

über die fünfte Jahreszeit hinaus.

gardeauftritt vor Menschenmassen: ein derart buntes Treiben wie dieses

gab's auf dem schongauer Marienplatz zuletzt im Februar 2020.


Maßgeschneiderte kostüme für garde, Präsidentschaft und Prinzenpaar

musste für diese saison nicht in Auftrag gegeben werden.

Über die von der „altlandkreis“-

Redaktion bewusst sarkastisch

gestellte Frage „Macht Euer Leben

ohne Fasching überhaupt noch

Sinn?“ können die Präsidenten

Alexander Blasi, Stephan Jahl

(Schwabsoien) und Johannes Linder

durchaus schmunzeln. Auch

deshalb, weil sich deren Sorge

um das Aussterben einer in der

Region festverankerten Tradition

in Grenzen hält. „Natürlich ist

die Enttäuschung sehr groß, das

wir jetzt das zweite Jahr in Folge

keinen Fasching feiern dürfen

und auch die vereinsinternen Aktivitäten

abseits der großen Faschingsveranstaltungen

wenig bis

gar nicht stattfinden können“, sind

sich Alexander Blasi und Johannes

Linder einig. „Andererseits geht

es aufgrund Corona um die Gesundheit

von uns allen – und die

ist natürlich wichtiger als Fasching

feiern.“ Johannes Linder könnte

sich zwar vorstellen, dass kleinere

Faschingsveranstaltungen, die ohnehin

weniger gut besucht waren,

in Zukunft gar nicht mehr stattfinden.

„Weil die Betreiber sagen,

dass wir uns den ohnehin nicht

so wirklich lohnenden Aufwand in

Zukunft nicht mehr antun.“ Dass

das bunte Treiben jedoch komplett

seinen Reiz verliere in der

hiesigen Gesellschaft, halte er für

absolut ausgeschlossen. „Ich bin

davon überzeugt, dass Menschen,

die den Fasching lieben, schätzen

und bis Pandemiebeginn regelmäßig

voller Leidenschaft gefeiert

haben, selbst nach einer noch so

langen Pause nicht totzukriegen

sind – denn die Liebe zur Fasnacht

trägt man in der Tiefe seines Herzens.“

Heißt für Linder: „Wenn es

wieder erlaubt ist und losgeht, ist

man dem Verlangen nach einem

bunten Treiben sozusagen machtlos

ausgesetzt wie eh und je.“ Aus

diesem Grund drohe den hiesigen

Faschingsvereinen auch keine Mitgliederverluste,

weil „Mitgliedsein

für unsere Aktiven eine Ehre ist

und nicht davon abhängt, ob gewisse

Veranstaltungen stattfinden

können oder nicht“.

Mehr zeit für urlaub

und Familie?

Außer Frage steht aber auch, dass

die fünfte Jahreszeit nicht für Prinzenpaar

und Gardemädels, sondern

auch alle anderen aktiven

Vereinsmitglieder eine außerordentliche

Belastung für Geist und

Körper darstellt. Einige richten sogar

ihren Jahresurlaub nach dem

Fasching aus, schauen nicht selten

(viel) zu tief ins Glas und kommen

aufgrund zahlreicher Faschingsbälle,

verbunden mit Fahrerei und

schweißtreibenden Auftritten, verdammt

wenig zum Schlafen. „Natürlich

ist der Zeitaufwand für den

Fasching sehr hoch. Dass darunter

Urlaub und Gesundheit leiden, ist

sicherlich auch kein Geheimnis.

Weil diese Zeit nun übrig ist, dürfte

die Lage an mehreren anderen

Fronten durchaus entspannter

sein – nicht nur zuhause bei Frau

und Kind, sondern sicherlich auch

beim Arbeitgeber“, sagt Johannes

Linder, der sich an dieser Stelle

ein Grinsen nicht verkneifen kann.

Wobei Alexander Blasi das mit der

„Gesundheit“ und dem „Arbeitgeber“

ohnehin nicht so tragisch

sieht: „Wir haben natürlich sehr

viele Auftritte, aber insbesondere

bei Terminen an Sonntagen reißt

sich in der Regel jeder soweit zusammen,

dass er Montagfrüh wieder

fit am Arbeitsplatz erscheint –

einzig nach der klassischen Faschingswoche

von Weiberfasching

bis Kehraus sind ein oder mehrere

Urlaubstage zur Erholung nicht nur

sinnvoll, sondern auch notwendig.“

Will heißen: Aus Sicht des Schongauer

Faschingspräsidenten überwiegt

ganz klar der Schmerz des

neuerlichen Ausfalls, das Fehlen

von Spaß und Geselligkeit in einem

eingeschworenen, miteinander

harmonierenden Haufen voller lebensfroher,

tüchtiger junger Männer

und Frauen. Lebensgefühle, die

in Zeiten nach überstandener Pandemie

dafür umso intensiver zum

Tragen kommen werden? „Es kann

gut sein, dass der Fasching aufgrund

dieser mehrjährigen Auszeit

eine umso größere Bedeutung und

Wertschätzung bekommt, wenn er

dann endlich wieder stattfinden

kann“, meint Johannes Linder, der

wie seine Präsidenten-Kollegen

aus Schongau und Schwabsoien

hofft, dass dieses Verlangen nach

maskierter Feierei wenigstens 2023

wieder erlaubt sein wird. Und auch

Wagen-Wartung, Kostümschneiderei,

Prinzenpaar-Suche und wöchentliches

Gardetraining wieder

einen Sinn ergeben.

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nur fürs Foto im einsatz gewesen: schongaus „Präsi“ Alexander Blasi.

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Schongau | Jünger, moderner,

innovativer: So könnte die Neuausrichtung

der in Schongau und

Umgebung bekannten Steuerkanzlei

Schierghofer bezeichnet

werden. Auch deshalb, weil zum

40-jährigen Firmenjubiläum der

Junior zurückblickt: Johannes

Schierghofer, 29, hat die Kanzlei

seines Vaters bereits im Oktober

2020 übernommen, ist seither

verantwortlich für 21 Mitarbeiter

und 1 100 Mandanten. Die kommen

überwiegend aus Schongau

und Umgebung, aber auch bis aus

Garmisch-Partenkirchen, Murnau

und Landsberg am Lech, vereinzelt

sogar aus ganz Deutschland, zum

Beispiel Hamburg. „Was aufgrund

der Digitalisierung im Grunde gar

keinen Unterschied mehr macht“,

sagt Johannes Schierghofer, der

zwar den persönlichen Kontakt zu

seinen Privat- und Gewerbemandanten

in hohem Maße schätzt,

nach wie vor zahlreiche Beratungsgespräche

in seinem Büro

an der Bahnhofstraße 22 unter

vier Augen führt. Vieles finde inzwischen

aber auch telefonisch,

via Video-Schalte oder online

statt. Dafür notwendig: Eine topmoderne,

technische Ausstattung.

Und die fällt beim Gang durch

die verwinkelte Altbau-Kanzlei

sofort auf: Alle Mitarbeiter haben

nicht nur einen PC mit zwei oder

gar drei großen Bildschirmen

zur Verfügung, sondern auch ein

iPad, können insofern vollständig

von zuhause aus arbeiten. Hinzu

kommen kabellose Headsets

für komfortableres Telefonieren,

ergonomische Bürostühle und

Spezial-Software, die sowohl

den Arbeitsalltag von Johannes

Schierghofer und seinen Mitarbeitern

als auch den seiner Mandanten

immens erleichtert. „Früher

sind unsere Mandanten für die

klassische Steuererklärung mit

einem dicken Stapel Papierunterlagen

in die Kanzlei gekommen.“

Heute nutzen viele die bereits

bequemere Möglichkeit, Unterlagen

einzuscannen und per E-Mail

zu schicken. Noch moderner und

einfacher aber ist das Übersenden

von Daten via App: Unterlagen

raussuchen, Handy zücken,

Foto knipsen, in die App hochladen

– erledigt. „Auf die Daten, oft

schon in der richtigen Reihenfolge

sortiert, können wir dann direkt

zugreifen, was die Umsetzung der

Steuererklärung nicht nur erleichtert,

sondern auch beschleunigt.“

Immer wichtiger:

unternehmensberatung

Dabei sind klassische Steuererklärungen

und Jahresabschlüsse

von Gewerbe- und Privatmandanten

zwar schwerpunktmäßige

Aufgaben im Hause Schierghofer

(www.schierghofer.de), jedoch bei

weitem nicht die einzigen. Zum

Leistungsspektrum gehören auch

Finanz- und Lohnbuchhaltung,

Fördermittelberatung, betriebswirtschaftliche

Beratung, Steuergestaltung,

Rechtsformwahl,

Erbschaftsteuer, Schenkungsteuer

und Existenzgründerberatung.

„Deshalb ist der Beruf eines

Steuerberater Johannes hofer übernahm im oktober 2020

Schiergdie

kanzlei seines Vaters.

Steuerberaters auch wesentlich

weniger trocken, als die meisten

Leute da draußen glauben“, sagt

Johannes Schierghofer, der sich in

diesem Moment ein Grinsen nicht

verkneifen kann, und auch die

Tatsache eines „schwierigen Branchen-Images“

mit Humor nimmt.

Oft bekämen bereits Kinder von

ihren Eltern vermittelt, dass Steuern

per se etwas Schlechtes sind

im Sinne von „der Staat nimmt

unser hart verdientes Geld weg“.

Hinzu kommt, dass das Thema

Steuern und Steuerrecht generell

ein Komplexes ist, für viele Laien

schwer verständlich. Doch genau

dann sind vertrauensvolle Experten

wie Johannes Schierghofer

die richtigen Ansprechpartner, um

Licht ins Dunkel komplexer Steuersachverhalte

zu bringen. Nur ein

Positiv-Beispiel aus dem Schierghofer-Alltag:

Ein Maschinenbau-

Unternehmer hat parallel zum

Tagesgeschäft eine Forschungsabteilung

eröffnet, diese immer

44 | altlandkreis


weiter ausgebaut – und gemeinsam

mit seinem engvertrauten

Steuerberater, Johannes Schierghofer,

ein Konzept erarbeitet, um

dieses Projekt noch erfolgreicher

und finanzeffektiver voranzutreiben.

Die facettenreiche Lösung:

Fördermittel zur Unterstützung

von Forschungsprojekten maximal

ausschöpfen. Und die Forschungsabteilung

vom Maschinenbaubetrieb

separieren, quasi aus einem

Unternehmen zwei machen. „Wodurch

wir die Höhe der Steuerabgabe

deutlich nach unten senken

konnten.“ Insofern sind Steuerberater

wie Johannes Schierghofer

weit mehr als nur Jongleure

nackter Zahlen. „Steuerberatung

wird sich die kommenden Jahre

ohnehin sehr stark verändern –

das Thema Unternehmensberatung

wird für uns immer wichtiger

werden.“

Neue Mitarbeiter

händeringend gesucht

In der Tat verschwimmen Steuer-

und Rechtsberatung in den

allermeisten Fällen stark, weshalb

Johannes Schierghofer insbesondere

für Gewerbemandanten ein

immer wichtigerer, ganzheitlicher

Berater wird. Heißt im Umkehrschluss:

Enge und regelmäßige

Zusammenarbeit nicht nur mit

Kanzlei-Mandanten, sondern auch

Banken, Rechtsanwälten und Notaren,

„was unseren Arbeitsalltag

eben so abwechslungsreich und

interessant gestaltet“. Aber auch

viel Fleiß voraussetzt. Überstunden

sind für den jüngsten Steuerberater

im Schongauer Altlandkreis,

der obendrein als Dozent in

Hannover, Essen und Frankfurt tätig

ist, die Regel. Seine Mitarbeiter

entlässt er dagegen nach 36 Stunden

ins Wochenende, bietet ihnen

regelmäßige Fortbildungs-Workshops

an und legt viel Wert auf ein

gutes, harmonisches Miteinander

auf Augenhöhe. Dazu gehören

auch teambildende Betriebsausflüge

mit beispielsweise Kochkurs

oder Seenschifffahrt. „Nichtsdestotrotz

ist es auch für uns extrem

schwer, neue Mitarbeiter zu finden“,

sagt Johannes Schierghofer,

der kurzfristig zwei, mittelfristig

vier neue Steuerfachgehilfen

(www.schierghofer.de/traumjob)

brauchen kann, obendrein auch

ausbilden würde. Denn: Mit dem

Wachstum der Unternehmen, die

bei ihm Kunde sind, wird die Arbeit

nicht weniger.

Unabhängig davon genießt die

Kanzlei Schierghofer seit jeher einen

ausgezeichneten Ruf, den sich

Vater und Sohn hart erarbeitet haben

– angefangen im Privatwohnzimmer

der Schierghofers, „wo

Mama und wir Kinder das Zimmer

für einen Mandantentermin auch

mal verlassen mussten“. Heute

ist das ehemalige Wirtshaus

gegenüber des Schongauer

Bahnhofs ausschließlich

Kanzlei, die im kommenden

Sommer umgebaut wird.

„Die Pläne stehen bereits“,

sagt Johannes Schierghofer

zur bevorstehenden

Komplettsanierung. Ob die

Steuerberatungs-Arbeiten dann

in der Kanzlei fortgesetzt werden

können, oder in Container oder

ins jeweilige Homeoffice der Mitarbeiter

verlegt werden? „Wissen

wir Stand jetzt noch nicht genau.“

Fakt ist: Bis zum Spatenstich wird

Johannes Schierghofer noch zahlreiche

Mandanten glücklich machen.

Allerdings nicht nur, indem

er ihnen Steuergelder einspart.

„In unserem Beruf geht’s oft um

Existenzen, eng verbunden mit

starken Emotionen, da kommt es

schon mal vor, dass man im Rahmen

eines Mandantengesprächs

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ganz schnell vom Steuerberater

zum Therapeuten wird.“ Das

verlangt viel Fingerspitzengefühl

und Empathie im Umgang mit

Menschen. Eine Grundvoraussetzung,

die im Hause Schierghofer

auch die kommenden 40 Jahre an

oberster Stelle stehen wird. js

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Ein Rundgang durchs Maximilianeum

Der Bayerische Landtag

München | Im Bayerischen Landtag

sitzen derzeit 205 Abgeordnete aus

den sechs verschiedenen Parteien

CSU, Grüne, Freie Wähler, SPD,

AfD und FDP. Wobei vier Mitglieder

ein wenig aus der sprichwörtlichen

Reihe tanzen – ein Mitglied

des Landtags (MdL) ist fraktionslos,

drei sind parteilos. Stärkste

Kraft im Parlament: Die Christlich

Demokratische Union mit 85 Sitzen,

gefolgt von Bündnis 90 / Die

Grünen (38 Sitze) sowie den Freien

Wählern (27 Sitze), der Sozialdemokratischen

Partei Deutschlands

(22 Sitze), der Alternative

für Deutschland (19 Sitze) und der

Freien Demokratischen Partei (11

Sitze). Im Rahmen der jüngsten

Landtagswahl am 14. Oktober

2018 erzielte die CSU keine absolute

Mehrheit, knackte die 50-Prozent-Hürde

nicht. Um trotzdem

regieren zu können, haben sich

die „Schwarzen“ mit den Freien

wahnsinnsaussicht auf und über München —

der Blick aus dem zweiten stock des Maximilianeums.

Wählern zusammengeschlossen,

so eine absolute Mehrheit erreicht

– und damit die Regierung

des Freistaats bilden können. Die

Kernaufgaben des Bayerischen

Landtags: Bildung der Staatsregierung,

Gesetzgebung und Kontrolle

der Staatsregierung. Darüber hinaus

wirken die Abgeordneten aktiv

in Fachausschüssen sowie diversen

Gremien mit, üben außerdem

anderweitige Wahlfunktionen aus.

Parlamentsgebäude

im krieg zerstört

Gearbeitet, diskutiert, gestritten

und abgestimmt wird im Maximilianeum.

Es handelt sich um

einen beeindruckenden Altbau

am Ostufer der Isar. Genaugenommen

an der Max-Planck-Straße 1

im Münchner Stadtteil Au-Haidhausen,

unweit des Uniklinikums

Rechts der Isar. Wobei der Bayerische

Landtag erst im Jahre 1949

in dieses altehrwürdige Gebäude

eingezogen ist – mehr oder weniger

aus einer Not heraus, da das

eigentliche Parlamentsgebäude

während des Zweiten Weltkriegs

zerstört wurde. Die Geschichte des

Maximilianeums reicht insofern

wesentlich weiter zurück. Es wurde

1847 im Auftrag des damaligen

Königs von Bayern, Maximilian II.

Joseph, errichtet.

Damals wie heute unverändert:

Die hohe, teilexponierte Lage des

Gebäudes. Laut Überlieferung

„böser Zungen“ habe der Bayernkönig

es ganz bewusst erhöht

errichten lassen, um aufs Volk herabschauen

zu können. Wer aus

den Fenstern im zweiten Stock

Richtung Westen blickt, hat in der

Tat einen herrlichen Blick auf und

über die Münchner Altstadt. Dabei

war König Max II. ein erstaunlich

modern denkender und auch

handelnder Herrscher, durchaus

ausgestattet mit einer sozialen

Ader. Dem Bau des Maximilianeums

ging nämlich der Bau der

Maximilianstraße voraus, bewusst

versehen mit Geschäften und Lokalen

für das einfach-bürgerliche

Stadtvolk – dass die Straße heute

zu den teuersten Einkaufsstraßen

Deutschlands zählt, konnte er

damals nicht wissen. Jedenfalls

folgte auf den Bau der Maximilianstraße

zunächst der Bau der

Maximilianbrücke, um das bis

dato abgeschiedene Arbeiterviertel

Haidhausen mit der Münchner

Altstadt zu verbinden. Und erst

danach, sozusagen als krönender

46 | altlandkreis


Abschluss, der Bau des Maximilianeums

selbst. Unter anderem

mit Studentenwohnungen, die von

den damals klügsten Köpfen der

Zukunft kostenlos bezogen werden

konnten – Maximilian II. legte

großen Wert auf Bildung.

Beim Rundgang durch das denkmalgeschützte

Gebäude heute

sticht diese Ursprünglichkeit von

damals sofort ins Auge: Meterhohe

Hallen und Säle, massive

Säulen aus Marmor und zahlreiche,

im Original erhaltene Gemälde,

teilweise fußballtorgroß.

Darauf als Motive zu sehen sind

überwiegend geschichtsträchtige

Persönlichkeiten, zum Beispiel

Buchdruck-Erfinder Johannes Guttenberg,

Dampflok-Erfinder James

Watt, Wohltäter, Hofbräuhaus-

Gründer und Bayernherzog Wilhelm

V. sowie Forscher und Entdecker

Alexander von Humboldt.

Mit Tribüne für

Presse und zuschauer

Das heutige Herz des Maximilianeums

ist allerdings nicht der

Lesesaal, in dem für die werten

Politiker alle bayerischen Tagesund

Wochenzeitungen zum Informieren

aktueller Geschehnisse

ausliegen. Es ist der Plenarsaal.

Darin finden pro Jahr mehr als

30 Vollversammlungen des Bayerischen

Landtags statt. An diesen

Tagen anwesend: Alle 205 Abgeordnete,

der Bayerische Ministerpräsident

Markus Söder, sein Vize

Hubert Aiwanger sowie Landtagspräsidentin

Ilse Aigner und ihre

zehn Vizepräsidenten und -präsidentinnen.

Wichtig zu wissen:

Alle (!) Sitzungen sind öffentlich,

können unter Einhaltung aktueller

Corona-Maßnahmen von Bürgern

besucht und verfolgt werden

und zwar auf einer Tribüne über

der Tribüne: Die Abgeordneten,

der Ministerpräsident, die Präsidentschaft

sowie zwei Stenografen,

die jeden Wortlaut inklusive

Zwischenrufe in beeindruckender

Geschwindigkeit mitschreiben,

sitzen unten. Besucher, Pressevertreter

und Ehrengäste oben.

Darüber hinaus befinden sich im

Maximilianeum zahlreiche weitere

Büros und Konferenzräume, in

denen die einzelnen Fraktionen

neue Anträge und Gesetzesvorschläge

ausarbeiten. Aber auch

Räumlichkeiten, in denen Fachausschüsse

zu Staatshaushalt und

Finanzfragen, Verfassung, Recht,

Parlamentsfragen und Integration,

Kommunalen Fragen, Innere

Sicherheit und Sport, Wirtschaft,

Landesentwicklung, Energie, Medien

und Digitalisierung, Ernährung,

Landwirtschaft und Forsten,

Arbeit und Soziales, Jugend und

Familie, Wissenschaft und Kunst,

Bildung und Kultus, Fragen des

öffentlichen Lebens, Eingaben und

Beschwerden, Bundes- und Europaangelegenheiten,

regionale

Beziehungen, Umwelt und Verbraucherschutz,

Gesundheit und

Pflege, Wohnen, sowie Bau und

Verkehr tagen. Damit diese Tagungen

auch Sinn ergeben und daraus

fruchtbare Ergebnisse resultieren,

sind Landtagsabgeordnete auf

einzelne Fachbereiche spezialisiert.

Das gilt auch für Harald Kühn

(CSU) aus Murnau, seit 2013 Mitglied

des Landtags, Susann Enders

(Freie Wähler) aus Weilheim, seit

2018 Mitglied des Landtags und

Andreas Krahl (Bündnis 90 / Die

Auf der Suche

nach einem

neuen Girokonto?

gähnende leere im Plenarsaal: während den schulferien herrscht

sitzungsfreie zeit. Das Foto entstand am Tag nach Allerheiligen.

Grünen) aus Murnau, ebenfalls

seit 2018 Mitglied im Bayerischen

Landtag. Kühn setzt sich schwerpunktmäßig

für den Fachbereich

Staatshaushalt und Finanzfragen

ein. Enders für Arbeit und Soziales,

Jugend und Familie sowie

Gesundheit und Pflege. Krahl

ebenfalls im Bereich Gesundheit

und Pflege (siehe Seite 9). Was

jedoch alle drei gemeinsam haben:

Sie sind die direkten Bindeglieder

zwischen den Bürgern

aus dem Weilheim-Schongauer

Stimmkreis – dazu gehört auch

der nördliche Teil des Garmisch-

Partenkirchener Landkreises – und

dem Bayerischen Landtag. Und in

Zeiten der Veganer und Vegetarier

hoffentlich nicht hungrig. Aus der

Landtags-Kantine gibt’s nämlich

traditionell „Würst“.

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januar / februar 2022 | 47


Mundartdichterin zum Thema „Dialekt“

Bayerisches Kulturgut

in Reimform

Liebe Kunden und Geschäftsfreunde,

wir bedanken uns herzlich für das gute Miteinander,

das entgegengebrachte Vertrauen und die

angenehme Zusammenarbeit.

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48 | altlandkreis

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Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien

ein friedvolles Weihnachtsfest

und für das neue Jahr Gesundheit,

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Frohe Weihnachten

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ein gesundes

40

Jahre

Frohe Weihnachten 2022! !

und ein gesundes Neues Jahr

Maria Schweigers besondere Begabung: Mundartgedichte und Theaterstücke

schreiben, die Lesern und Zuschauern unter die Haut gehen.

Epfach | Maria Schweiger, 63,

wohnt im Epfacher Ortsteil Guttenstall

und hat eine außergewöhnliche

Begabung: Sie kann

Gedichte schreiben. Wunderbare

Gedichte. Welche mit Herz, Hirn

und Humor. Und welche, die zum

Nachdenken anregen. Die meisten

ihrer Werke finden sich in klassischer

Reimform wieder. In jedem

Falle aber im tiefsten Lechroaner

Dialekt, den sie als waschechte

Epfacherin ebenso in die Wiege

gelegt bekommen hatte wie das

Dichten an sich. „Mein Vater war

früher Hochzeitslader, hat selbst

das ein oder andere Gedicht geschrieben

und mir diese Gabe

wohl mit auf den Weg gegeben.“

Denn spezielle Kurse oder gar ein

Studium in Lyrik hat Maria Schweiger

bis heute nicht besucht. Und

dennoch Aufträge bekommen, die

weit über das Dichten für Freunde

und Familie hinausreichten. Doch

der Reihe nach: Ihr erstes, ein

Weihnachtsgedicht, schrieb sie mit

17 Jahren. Und weil sie als vereinsaktiver

Mensch für beispielsweise

Schützen, Landjugend und Trachtler

keine Unbekannte war im Dorf,

sprach sich diese Begabung fürs

Gedichte schreiben rasch herum.

Vor allem für die Epfacher Dorfgemeinschaft

schrieb sie immer

häufiger. Geburtstage, Hochzeiten,

Adventssingen, Gottesdienste,

Lesungen, Weihnachtsfeiern, Vereinssitzungen,

Mundartabende –

der Kreis wurde über die Jahre

hinweg immer größer. So groß,

dass der Lechgau-Trachtenverband

sie eines Tages in den Gauausschuss

wählte. Hintergrund: Der

Bayerische Trachtenverband führte

vor rund 15 Jahren das Sachgebiet

„Mundart, Brauchtum und Laienspiel“

verpflichtend ein für alle

Gauverbände, um neben Tracht,

Volks- und Blasmusik sowie Platteln

und Drehen auch die bayerische

Sprache und bayerisches

Theaterspiel gezielt aufrechtzuerhalten.

Dass Maria Schweiger

prädestiniert für dieses Amt war,

liegt nicht nur an ihren bewegenden

Mundartgedichten zu Glaube,

Leute, Geschichte, Brauchtum und

Natur – sie kann auch ganz hervorragend

Theaterstücke schreiben. 15

an der Zahl stammen aus ihrer Feder,

erstaufgeführt vom dorfeigenen

Theaterverein. Und zwar mit

Maria Schweiger als Regisseurin

und Nebendarstellerin zugleich.

Später jedoch wurden einige ihrer

Theaterstücke auch von anderen

regionalen und überregionalen

Vereinen gespielt, zum Beispiel in

Denklingen und Neu-Ulm.

Mit Notizblock ins Bett

Das größte Werk, das aus der Feder

von Maria Schweiger stammt,

wurde jedoch 2008 in Schongau

aufgeführt: Ein Freilichtspiel zum

damals 100-Jährigen des Lechgau-

Trachtenverbands. Es hieß "Feuer

und Flamme – Bauernaufstand

anno 1525", bei dem 103 Schauspieler,

viele davon in zwei oder

gar drei Rollen, sowie 25 Musikanten

mitwirkten. „Dieses Theater

hat es schon gegeben, war aber

so um die 100 Jahre alt, insofern

aus einer ganz anderen Zeit und in

vielen Punkten so gar nicht mein

Stil.“ Zwei Jahre lang schrieb Ma-


Gedicht zum Jahreswechsel

Zum Johrswechsel kommt oam so oaniges in da Sinn

und ma hot so manchen Wunsch für sich und andre im Herzn din.

I wünsch dir Glück, Gsundheit und dass d z’frieda bisch

mit dem was d' hoschd - und dem was isch

I wünsch dir Frieden, um di rum und in dir drin

und dass dir viel guata Gedanken kommat in da Sinn

dass allweil des nötige Geld bei dir hoscht

und o mol was krieagscht, was di nix koscht

Allbod mea a Lob des ehrlich isch -

allweil a guats Essa auf m‘ Disch

I wünsch dir a guate Portion Zuversicht

und dass oft a Lächla goht über dei G'sicht

Zur rechta Zeit an Freind der dir zur Seita schtoht

und dass o jemand zu dir Vertraua hot

I wünsch dir an Blick der weiter goht

der erkennt, dass hinterm Nebel d‘ Sonna schtoht

I wünsch dir, dass du niea vergischt

für wen du wichtig und koschtbar bischt

für des was lieabscht, a bissla mehr Zeit

damit di oafach des Leba g’freit

Dass o d‘ Globa an Platz in deim Leba hot,

weil dodurch vieles leichter goht

und domit's o a guats neis Johr werd

hob i no an Wunsch der für alle ghert

I wünsch uns all, dass koaner sein Muat verliert

und ma sieght, wieaviel Scheanes o no passiert.

An Schuß Humor zur rechta Zeit

Geduld – sowiea untereinander Freundlichkeit

und damit diea Einsamkeit it übermächtig werd

oafach Mitmenschlichkeit – so wiea sa si ghert.

Vor drei bis sechs Jahrzehnten

war Dialekt ziemlich stark verpönt.

Auch hier im Weilheim-Schongauer

und Landsberger Landkreis.

„Als ich jung war, galt er in weiten

Teilen der Bevölkerung als primitiv

und minderwertig“, sagt Maria

Schweiger, die umso erfreuter darüber

ist, dass Dialekt in heuria

Schweiger dieses Uralt-Werk trotzdem hat sie diese Aufgabe

zeitgemäßer, auf die Region zugeschnittener

und auch geschichtlich besten und kreativsten ist, „wenn

geliebt, weil sie immer dann am

fundierter um, war obendrein bei ich einen klaren Auftrag bekomme

und auf dieses jeweilige Ziel

allen Proben und Aufführungen

aktiv als Regisseurin mit dabei. hinarbeiten kann“. Will heißen:

„Im Nachhinein betrachtet war Maria Schweiger ist keine klassische

Künstlerin, die frei von jegli-

es besser, im Vorfeld nicht gewusst

zu haben, was da alles an chem Druck nach Lust und Laune

Arbeit auf einen zukommt.“ Und etwas zu Papier bringt und hinterher

schaut, ob sich jemand für

ihre Gedanken interessiert – sie

schreibt und dichtet ausschließlich

auf Anfrage oder zu bestimmten

Anlässen. Heute sind ihre drei

Kinder erwachsen, haben ihr

drei Enkelkinder geschenkt. Und

Tochter Christine hat sogar die

Epfacher Theaterleitung von ihrer

Mutter übernommen. Insofern ist

das Leben von Maria Schweiger

zumindest an den Abenden deutlich

ruhiger geworden. Früher war

das nämlich anders. Die meisten

ihrer Gedichte, die sie über Jahre

und Jahrzehnte niedergeschrieben

hatte, sind weder tagsüber noch

am Abend, sondern nachts entstanden.

„Wenn auch der letzte im

Bett war und geschlafen hat.“ Im

Bett war zu dieser Zeit dann auch

Maria Schweiger, allerdings nicht

schlafend, sondern neben leuchtender

Nachtischlampe, mit Bleistift

und Notizblock in der Hand. So

ist auch „Schpaziergang am Lech“

entstanden – ein herzergreifendes

Gedicht über den Sinn des Lebens,

der sich in den Strömungen des

klaren Flusswassers spiegelt. Und

von in der Region aufgewachsenen

Menschen nicht nur inhaltlich,

sondern auch sprachlich durchaus

verstanden werden sollte. Obwohl

sich der „Lechroaner Dialekt“ gar

nicht definieren lässt? „Allein

deshalb nicht, weil er sich bereits

innerhalb der direkt benachbarten

Lechrain-Gemeinden zum Teil

sehr unterschiedlich anhört.“ In

Epfach heißt es „Mädla“, in Reichling,

auf der anderen Seite des

Flusses, „Mella“.

Stirbt Dialekt aus?

januar / februar 2022 | 49


Für die, die noch nichts haben!

A l s L e b e n s m i t t e l E i n z e l h a n d e l

d a r f b e i u n s j e d e r e i n k a u f e n !

Ö F F N U N G S Z E I T E N

D I - F R : 9 . 0 0 - 1 2 . 3 0 , 1 4 . 3 0 -

1 8 . 3 0 U H R

S A : 9 . 0 0 - 1 3 . 0 0 U H R

W W W . W E I N M E N S C H E N . D E

0 8 8 6 1 4 7 5 8

F R A N Z - R U P P - S T R 1

8 6 9 5 6 S C H O N G A U

Manches Mundartgedicht hat Maria Schweiger in eine kleine Broschüre

gepackt. Der Rest stapelt sich in dicken Ordnern (siehe rechts).

50 | altlandkreis

tiger Zeit einen wieder besseren

Stellenwert in der Gesellschaft

hat. „Durch Medien wie Fernsehen,

Radio, Zeitung und Social

Media hat er die vergangenen Jahre

mehr Platz in der Öffentlichkeit

bekommen.“ Sie selbst hört öfter

mal Donau 3 FM, worin Moderatoren

immer wieder mal Ausdrücke

ganz bewusst im Dialekt ins Mikrofon

sprechen. Es gibt nach wie vor

den „Boarischen Frühschoppen“

auf Radio Oberland, stets im Dialekt

moderiert. Aber auch einen

seit Jahren anhaltenden Trend der

Heimatsounds – klanglich von originaler

Volksmusik zwar entfernt,

jedoch im Dialekt gesungene Texte,

was Brauchtum und Moderne

in Einklang bringt. Bands wie La-

BrassBanda, Dreiviertelblut oder

Django3000 stehen hierfür exemplarisch.

Aber auch die aus Niederbayern

stammenden Rapper

von „Dicht & Ergreifend“ sorgen

dafür, dass bayerischer Dialekt sogar

in Hamburg und Berlin plötzlich

hipp ist. Insofern hat sich die

vergangenen Jahre neben Trachtenvereinen,

Blaskapellen und

Volksmusikgruppen, in denen das

Kommunizieren im Dialekt nach

wie vor Standard ist, eine neue

Szene entwickelt. Eine, in der Dialekt

nicht selbstverständlich, aber

richtig cool ist. „Alles, was Dialekt

positiv in das Bewusstsein lenkt,

ist gut für seine Erhaltung“, sagt

Maria Schweiger dazu. Und trotzdem

warnt sie an dieser Stelle:

„Vielen ist nicht bewusst, wie

schnell dieses wertvolle Stück Heimat

und Kulturgut verloren gehen

kann – wenn man ihn nimma red,

isch a nimma do und o für allweil

verloara.“

Englische und

französische Einflüsse

Schpaziergang am Lech

Heimat? Kulturgut? In der Tat steckt

im Dialekt so viel Wertvolles. Angefangen

bei Geschichte. Im Lech-

roaner beispiels-

weise verbirgt sich jede Menge Tiroler

Dialekt. „Die hatten damals

nach dem Krieg zwar Kinder, aber

weder Tiere noch Flächen, um zu

wirtschaften und damit ihre Familien

zu ernähren.“ So zogen viele

Tiroler flussabwärts in flachere

Regionen. Einige davon blieben

auch im hiesigen Lechrain-Gebiet

hängen, sind dort sesshaft geworden.

„Wenn wir heute zum Wandern

oder Skifahren ins Lechtal

nach Österreich fahren, hört man

viele Ähnlichkeiten zu unserem

Dialekt hier in Epfach“, sagt Maria

Schweiger. Grundsätzlich ist

bayerischer Dialekt auch sehr

stark von französischer Sprache

geprägt – zur Zeit Napoleons

galt im Freistaat Französisch als

Modesprache. Das Schimpfwort

„Lackl“ (großer, unbeholfener

Mensch) beispielsweise bezieht

sich auf den Spitznamen des im 17.

Jahrhundert lebenden, französischen

Generals Ezéchiel de Mélac,

der angeblich sein Rudel scharfer

Hunde regelmäßig auf Menschen

hetzte. Ebenso aus dem Französischen:

Die „oide Schäsn“ (alte

„Gang i am Lech entlang schpaziera

fang i leicht a zum siniera.

Wenn ma so vor dem ruhiga Schtauseea schtoht,

denkt ma gar it wieaviel G‘sichter so a Fluuß doch hot

mol schtull, mol wuld - ja sogar g‘fährlich

und doch isch Wasser unentbehrlich

Dabei kommts mir nocha in da Sinn

schpieaglat si do vielleicht mei Leba drin?

Gohts do it o allweil mea rum und num

mol recht schea , und noch mea recht krumm

So wiea des Wasser loft mei Lebenszeit

bringt – und nimmt mir – Freud wiea Leid

guat, unentberlich bi i it – des isch richtig

aber vielleicht doch für jemand wichtig?

Ja des Wasser –

Vom Himmel es ra auf diea Erda fällt

Und es erfüllt sei Beschtimmung in da Welt

zum Himmel gohts o irgendwann mea nauf

wär doch eigentlich o a gelungener Lebenslauf


Schachtel), hergeleitet vom französischen

Wort „chaise“ (Kutsche),

das lange Zeit in Deutschland und

Bayern auch als beliebtes Synonym

für Kinderwagen verwendet

wurde. Heutzutage, im digitalen

und globalen Zeitalter, fließt dagegen

jede Menge Englisches mit

ein. „Wobei wir ein ‚Okey‘ ganz

anders aussprechen als

die Amerikaner“, sagt

Maria Schweiger. Heißt:

Dialekt ist wie alles andere

auch in ständigem

Wandel, verändert sich

durch kulturelle, aber

auch

wirtschaftliche

Einflüsse. Verrät auf kurz

oder lang jedoch immer,

wo ein Mensch wirklich

herkommt.

Markus Söders Hochdeutsch

klingt ganz anders

als das von Angela

Merkel oder Wolfgang

Scholz. Das liegt zwar

nicht daran, dass die

Herren und Frauen

Politiker ihre

Reden im Dialekt

abhalten.

Aber

am vom Dialekt ab-

stammenden Akzent, der, zumindest

bei einzelnen Wörtern, deutlich

heraussticht. Maria Schweiger

kann auch Hochdeutsch, bleibt

aber viel lieber beim Lechroaner

Dialekt, verpackt in Reimform. Mal

heiter und humorvoll, mal besinnlich

und nachdenklich. js

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januar / februar 2022 | 51


Mit Kranzlerpaar, Münzenwerfen und Abdanken

Die bayerische Bauernhochzeit

Riegsee | Als Michael und Corina

Krippel Erinnerungsfotos ihrer

Hochzeit auf den Tisch legen, sind

sie den Tränen nahe. Und wissen

in diesem Moment auch nicht so

recht, was denn das Highlight

schlechthin an diesem Bilderbuchtag

im Juni 2018 war. „Weil

es wirklich von Frühmorgens bis

Mitternacht ein wunderschöner

war.“ Und einer mit Vorzeigepotential

für all diejenigen, die sich

im Rahmen einer traditionellen

bayerischen Bauernhochzeit das

kirchliche Ja-Wort geben möchten.

Für Michael Krippel, hauptberuflicher

Lederhosen-Macher, war von

vorne herein klar, dass die „Kirchliche“

ein traditioneller Festtag in

„boarischm Gwand“ werden soll.

Aber auch für Corina? Sie ist zwar

in Peißenberg, insofern auch auf

dem Land geboren, allerdings in

München, der bayerischen Landeshauptstadt

aufgewachsen, insofern

doch eigentlich prädestiniert

für eine moderne Märchenhochzeit

im reinweißen Kleid. „Wollte

ich aber nicht“, sagt sie aus voller

Überzeugung. Einerseits habe ihr

das Bayerisch-Traditionelle schon

immer gefallen. Andererseits lebt

Wie aus dem Bilderbuch: Michael und Corina Krippel mit ihren Töchtern

Fritzi und Vevi, fesch eingekleidet in historischer Tracht.

sie schließlich mit ihrem Michi

und den gemeinsamen Töchtern

Fritzi und Vevi seit einigen Jahren

im idyllischen 400-Seelen-Dorf

Riegsee – ein Ort, in dem man

sich nicht nur kennt und freundlich

grüßt, sondern zusammenhält,

sich gegenseitig hilft. Die

Basis für dieses gute Miteinander

sind wiederum Vereine wie Feuerwehr

und Trommlerzug, in denen

auch Michael Krippel seit vielen

Jahren aktiv dabei ist. Insofern war

für beide klar, dass ihre kirchliche

Hochzeit ein traditioneller Festtag

für Familie, Freunde, Bekannte

und Vereinskollegen werden soll.

Allerdings schon eine, die zu Michael

und Corina passt. Insofern

haben sich die beiden für eine traditionelle

bayerische Bauernhochzeit

mit einem Hauch Moderne

entschieden. Und somit den Kopf

des Nagels ihres beruflichen wie

privaten Lifestyles voll getroffen.

Gehrock aus der

Biedermeierzeit

Corina hat sich ein originelles,

mintgrün-graues Dirndl mit langen

Ärmeln schneidern lassen.

Dazu eine rosafarbene Schürze

mit weißem Muster. Ihr farblich

zum Dirndl passender, moderner

mittelhoher Stöckelschuh steht

dagegen exemplarisch für die Frau

mit Großstadthintergrund. Ebenso

die nach hinten gerichtete, lediglich

dezent geflochtene Steckfrisur,

frei und ohne Trachtenhut getragen.

Die traditionelle Kropfkette

um ihren Hals zeigt dagegen wiederum

das traditionell Bayerische.

Und Michael Krippel? Der hat sich

ganz bewusst gegen einen klassischen

forstgrünen Trachtenanzug

entschieden, weil er, bei aller Traditionsverbundenheit,

kein aktiver

Trachtler ist, obendrein schon immer

offen für Neues war. „Außerdem

steht mir der gerade, weite

Schnitt eines klassischen Trachtenanzugs

nicht.“ Die Lösung: Ein

von einer Herrenschneiderin maßgefertigtes

Gewand, wie es Großbauern

Ende des 18. Jahrhunderts

getragen haben und wie es Michi

Krippel beim Blick an die örtliche

Kirchendecke entdeckte. Damit gemeint:

Ein braunfarbiger Gehrock

mit Taille, angelehnt an die Stilistik

der Biedermeierzeit zwischen

1815 und 1848. Ein zu Corinas

Dirndl passendes, grünes Gilet.

Darunter ein reinweißes Hemd mit

ebenfalls grünem Plissee-Tuch als

Krawatte. Und ein trachtenähnlicher,

brauner Hut aus Hasenhaar,

handgefertigt von Hutmacher Leonhard

Wolf aus dem benachbarten

Murnau-Weindorf. Außerdem

eine schwarze, etwas weiter geschnittene

Nadelstreifenhose und

dazu schwarzlederne Haferlschuhe

mit Absatz.

In diesen feschen, maßgeschneiderten

Gewändern sind Michael

und Corina Krippel dann Hand in

Hand aus ihrer Wohnung hinaus

und die Straße hinab spaziert. Und

zwar gemeinsam mit ihren Töchtern,

damals vier und fünf Jahre

jung und ebenfalls in prachtvoller,

52 | altlandkreis


historischer Tracht gekleidet, originelle

Flechtfrisur und silberne

Miederkette inklusive.

Spalierstehen und

Münzenwerfen

Wenige Meter weiter wartete bereits

Kutscher Günter Ortner mit

Landauer und zwei prächtigen,

davor gespannten Rappen auf

das Brautpaar. „Einmal König und

Königin sein“, schwelgt Corina

Krippel, unter anderem gelernte

Pferdewirtschafts-Meisterin und

insofern ein Riesenfan von der

Kutscherkunst nach Achenbach.

Erst wurde das Brautpaar zu Michis

im Rollstuhl sitzender Großmutter

gefahren, hatten ihr damit

eine Riesenfreude bereitet. Anschließend

ging’s zum Gasthaus

Westner, Weißwurstfrühstück,

wo bereits alle 180 Hochzeitsgäste

inklusive Aidling-Riegseeer

Musikkapelle warteten, und das

Brautpaar mit einem feierlichen

Marsch in Empfang nahm. Besonders

bewegend: Als die Mütter von

Michi und Corina sie im Rahmen

einer Ansprache „freigegeben“

haben in ihr neues, eigenes Familienleben.

Nach frischgezapftem

Weißbier, Weißwurst, süßem

Senf und knuspriger Breze ging’s

erneut im Landauer weiter zur

örtlichen Sankt-Stephanus-Kirche,

in der die kirchliche Trauung der

beiden stattgefunden hat. Und

beim Zurückerinnern noch heute

Gänsehaut-Feeling erzeugt bei

den Krippels. Unter anderem dank

„boarischm Zwoagsang“, musikalisch

begleitet von Harfe und

Zither. Als die beiden nach dem

unter die Haut gehenden Gottesdienst

aus der Kirche schritten,

standen die Trommler Spalier,

sowie zahlreiche Dorfkinder im

Halbkreis, um eine Art Wegsperre

zu bilden. „Bei uns im Dorf werden

nach einer Hochzeitmesse

traditionell Münzen geworfen.“

Auch Michael und Corina kamen

um diesen alten Brauch nicht

herum, um sich den Weiterweg

mehr oder weniger freizukaufen.

Danach ging’s erneut mit Kutsche

sowie der hinterhermarschierenden

Hochzeitsgesellschaft, Blaskapelle

und dem Trommlerzug in

Richtung Haus des Gastes, in dessen

Saal im Erdgeschoss nun die

eigentliche Hochzeitsfeier Fahrt

aufnahm. Davor allerdings hatte

Michi seinen Ehering an die linke

Hand genommen, Corina ihren

sogar ab. „Ein gutgemeinter Rat

vom Hochzeitslader.“ Hintergrund:

Bei 180 Gratulanten, darunter eine

ganze Reihe Männer mit kräftigen

Pratzen, wäre das eine schmerzhafte

Angelegenheit im Ringfinger-Bereich

geworden.

Sonderlob für

Hochzeitslader

Angefangen mit dem traditionellen

Hochzeitswalzer, gefolgt vom

Walzer mit Trauzeugen, Kranzlerpaar

(ledige Frau und lediger

Mann, die neben dem Hochzeitslader

für Stimmung und Ordnung

im Rahmen des Hochzeitstages

sorgen und den Gästen ein kleines

Gesteck an Hemd und Bluse

anbringen) und Eltern des Brautpaars,

wiederum gefolgt vom Walzertanzen

mit allen Gästen, die

Lust darauf hatten. Zu Essen gab’s,

klassisch Bayerisch: Vorspeisensalat,

Schweinsbraten mit Knödel

und Kraut sowie Rinderbraten mit

Spätzle. Nachmittags verdammt

viele, von den Hochzeitsgästen

selbstgemachte Kuchen. Darunter

auch ein Campingtisch-großer

Erdbeerkuchen in Herzform – die

Hochzeitstorte. „Brutal, wie viele

Mühe sich alle für uns gemacht

haben“, sind Michael und Corina

noch heute gleichermaßen dankbar

wie überwältigt. Wobei letzteres

auch schon vor der Hochzeit

der Fall war. „Es gab natürlich viel

zu organisieren im Vorfeld, aber

weil nahezu alle eingeladenen

Gäste von sich aus angepackt und

Dinge in die eigene Hand genommen

haben, war es für uns wesentlich

entspannter als zunächst

gedacht.“ Sonderlob müssen die

beiden an dieser Stelle nochmals

an Hochzeitslader Martin Bergmeister

aussprechen, der alle potentiellen

Unannehmlichkeiten am

Tag der Hochzeit „derart klug und

geschickt von uns weggehalten

hat, dass wir uns um wirklich gar

nichts kümmern brauchten und

den Tag voll und ganz genießen

konnten“. Selbst dann, als Tochter

Fritzi mit ihren schicken, frischpolierten

Trachten-Pumps versehentlich

in einen Hundehaufen

getreten war, was Michael Krippel

gesehen hatte, intuitiv zur Hilfe eilen

wollte, aber nicht musste, weil

ihm andere sofort zuvorgekommen

sind – und ihn davon abhielten.

Letztlich wurde verdammt viel

geratscht, gelacht und getanzt im

gut gefüllten Festsaal. Zumindest

so lange, bis Bräutigam Michi

plötzlich bemerkte, dass seine

Braut Corina verschwunden war.

Das „Brautverziagn“, in diesem

Falle in einen Stadel außerhalb

des Ortes, ist fester Bestandteil einer

bayerischen Bauernhochzeit.

Mit Hexenbesen und Laterne

januar / februar 2022 | 53


Mit Hexenbesen und Laterne in der Hand: Bräutigam

Michael Krippel (re.) auf der Suche nach seiner verzogenen

Braut.

in den Händen

machte sich Michi samt

Gefolgschaft auf die Suche, um

seine Corina wieder zu finden

mit Erfolg. Weitergefeiert bei Wein

wurde dann in einem anderen, im

Vorfeld ausgeräumten und schöndekorierten

Stadel. Nach wie vor

mit dabei: Die Aidling-Riegseer

Musikanten, die inzwischen auch

Moderneres, Fetzigeres wie „Hulapalu“

aufspielten, damit die

Stimmung zum Höhepunkt treiben

konnten. Wer danach noch stehen,

sprechen und gehen konnte, „was

erstaunlicherweise bei nahezu allen

Gästen der Fall war“, durfte

zurück ins Haus des Gastes, wo der

feierliche Hochzeitstag mit Abendbuffet

und der renommierten Musikgruppe

„Knedl & Kraut“ seinen

krönenden Abschluss fand. Wieder

mit viel Tanz, Ratsch und Lachen.

Der finalen Geschenkübergabe namens

„Weisen“, im Rahmen dessen

jeder Gast vom Kranzlerpaar

ein süßes oder salziges Gebäck

sowie ein Glaserl Wein bekommen

hatte. Einer herzergreifenden

Dankesrede vom Hochzeitslader in

Versform, vorwiegend gerichtet an

Wirt, Bedienungen, Musikanten

und Eltern des Brautpaars. Und

schließlich mit dem letzten Tanz –

ein Walzer im Antlitz zahlreich

brennender Kerzen.

Schlau wie Michi und Corina sind,

haben sie ihr massives Stallschloss

an ihrer Wohnung zuhause gut

verriegelt, den Schlüssel der Trauzeugin

anvertraut, sodass niemand

die Wohnung verwüsten

konnte – und das nun auch kirchlich

verheiratete Ehepaar eine entspannte

Hochzeitsnacht verbringen,

und den verdammt

langen Tag voller Ereignisse

Revue passieren lassen konnte.

Dosenspritzen mit dem Feuerwehrschlauch.

Salut-Schüsse der

Gebirgsschützen. Geklauter Brautstrauß,

den Corina mit dem Versprechen

einer großen Grillparty

am Riegsee inklusive Bootsfahrt

auslösen musste. Vor allem aber

das harmonisch-gesellige Miteinander

unter Alt und Jung hat

die bayerische Bauernhochzeit

von Michael und Corina Krippel

zu einem wunderschönen, unvergessenen

Tag gemacht. „Weil

alles so echt, so unverstellt war

und wir ganz bei uns sein konnten.“

Beruflich bekommen die

beiden nämlich wie kaum ein

zweiter mit, wie sehr sich Menschen

für eine Hochzeit verbiegen,

das Besondere in der Ferne und

Fremde suchen – zum Beispiel,

indem ein erfolgreicher, in München

lebender Topmanager mit

Hamburger Background in einer

handgemachten Hirschlederhose

auf einer Alm in Österreich heiraten

möchte. „Genau das, was wir

nicht wollten.“ Klar ist aber auch:

Eine so kernige, traditionelle Bilderbuch-Bauernhochzeit

mit 180

in Tracht gekleideten Gästen funktioniert

auch nur in einem kleinen

Dorf, in dem die Welt sprichwörtlich

noch in Ordnung ist. Und der

Zusammenhalt über Feierlichkeiten

hinausgeht.

js

Ja

54 | altlandkreis


Auf dem Weg zur Traumhochzeit

Planung ist die halbe Miete

Verliebt

Verliebt Verlobt

Verheiratet!! Verlobt

Verheiratet!!

Altlandkreis | Ob bayerische Bauernhochzeit

mit 200 Gästen, oder

eine kleine, gemütliche Feier im

Kreis der Familie und engsten

Freunden: Damit eine Hochzeit

tatsächlich zum „Schönsten Tag“

fürs jeweilige Brautpaar wird, gilt

es im Vorfeld jede Menge Vorbereitungen

zu treffen – und zwar

rechtzeitig! Aus diesem Grund

haben wir für alle Heiratswilligen

des Schongauer Altlandkreises einen

literarischen Zeitstrahl zusammengestellt,

damit die wichtigsten

Planungspunkte auf dem Weg zur

Traumhochzeit weder vergessen

noch zu spät in Angriff genommen

werden.

Zwölf bis acht Monate vorher:

Termin, Örtlichkeit und Art der

Hochzeit (standesamtlich, kirchlich

oder mit freiem Theologen)

festlegen. Personalausweis auf

Gültigkeit überprüfen. Sich über

alle erforderlichen Dokumente im

örtlichen Standesamt erkundigen.

Einen Kostenrahmen mit zehn bis

15 Prozent „Puffer“ setzen. Gästeliste

erstellen. Location wie Hotel,

Restaurant, Wirtshaus oder Veranstaltungssaal

reservieren. Sich

über musikalische Gestaltung

einigen – DJ oder Liveband? Blasmusik

oder Jazz, Blues und Rock?

Chorgesang in der Kirche? Oder

von allem etwas? Und natürlich

Gestaltungs- und Ablaufideen aus

Magazinen, im Internet, auf Hochzeitsmessen

(sofern sie denn stattfinden)

sowie bei Freunden und

Bekannten sammeln.

Acht bis sechs Monate vorher: Die

Gästeliste finalisieren und „Savethe-Date“-Karten

verschicken, damit

auch wirklich alle Zeit haben.

Potentielle Trauzeugen mit dieser

ehrenvollen Aufgabe konfrontieren.

Ein passendes Brautkleid suchen,

da Lieferzeiten sowie mögliche

Änderungsarbeiten sich oft

über viele Monate hinweg ziehen.

Termin und Uhrzeit im gewünschten

Standesamt (bundesweites

Heiraten ist erlaubt) reservieren.

Sich für die kirchliche Zeremonie

anmelden, oder nach einem freien

Theologen suchen. Testessen vereinbaren

und das dann favorisierte

Lokal für Wunschtermin reservieren.

Band oder DJ fix buchen.

Sich Gedanken über zusätzliches

Rahmenprogramm wie Feuerwerk

machen. Hochzeitslader,

Weddingplaner oder jemanden

aus Freundes-, Familie- oder Bekanntenkreis

für die Überwachung

des Festablaufs engagieren. Einladungs-,

Tisch-, Menü- und

Danksagungskarten im Idealfall

auf einmal bestellen, um Zeit und

Kosten zu sparen.

Sechs bis vier Monate vorher:

Einladungskarten verschicken.

Gästeliste im Auge behalten und

notieren, wer zu-, wer abgesagt

hat. Anzug oder Tracht für den

Bräutigam suchen, im besten

Falle farblich harmonierend zum

Brautkleid. Angebote von Fotografen

(und Videografen) einholen,

Probearbeiten zeigen lassen

und schauen, ob der jeweilige Stil

zum Brautpaar passt. Sich für ein

Gefährt entscheiden und es auch

gleich reservieren – vom Oldtimer

über SUV und PS-starken Luxusschlitten

bis hin zur Kutsche ist

alles möglich. Sich den Termin

vom ausgewählten Lokal bestätigen

lassen und überlegen, wie der

dortige Saal dekoriert werden soll.

Kleine Gastgeschenke organisieren

oder basteln, die Eingeladene

lange an diesen besonderen Tag

erinnern sollen. Alle bisherigen

Angebote und tatsächlichen Kosten

mit dem Budgetplan abgleichen,

um im vorgegebenen finanziellen

Rahmen zu bleiben.

Drei Monate vorher: Sich Gedanken

über die Hochzeitstorte machen.

Infos, Angebote und Ideen

von Floristen für Blumendekoration

einholen. Ablaufplan der

Feier festlegen – gemeinsam mit

Hochzeitslader, Weddingplaner

oder dafür vorgesehener Person

aus Familien-, Freundes- oder

Bekanntenkreis. Potentielle Überraschungen

von Gästen, zum

Beispiel Einlagen, zeitlich miteinkalkulieren.

Trauringe aussuchen

und gravieren lassen. Sich,

falls gewünscht, über einen gemeinsamen

Ehenamen einigen.

Transportmöglichkeiten für Gäste

zwischen Standesamt und Kirche

planen, sofern der Weg nicht zu

Fuß zurückgelegt werden kann.

Vier Wochen vorher: Für kirchliche

Trauung dem Pfarrer alle

notwendigen Dokumente vorlegen

und noch einmal den detaillierten

Ablaufplan des Hochzeitstages

durchsprechen. Gleiches gilt natürlich

für den Fall, sich von einem

freien Theologen trauen zu lassen.

Menü, Weine und Sonderwünsche

mit ausgewähltem Lokal ausführlich

besprechen. Falls notwendig:

Walzer tanzen üben, gegebenenfalls

den Tanzkurs aus längst

vergangener Schulzeit nochmals

auffrischen. Trauringe abholen

und auf Passform sowie richtige

Gravur überprüfen. Blumen für

Feier, Kirche und Auto oder Kutsche

bestellen – theoretisch auch

den Brautstrauß, den die Braut vor

der Hochzeit jedoch nicht sehen

sollte. Brautfrisur und Make-Up

im Rahmen eines Probetermins

ausprobieren, dafür Haarschmuck

und Schleier nicht vergessen. Und

nochmals die zu erwartenden

Kosten mit dem gesetzten Budget-

Rahmen vergleichen.

Zwei Wochen vorher: Eingeladene

Gäste, die noch keine Rückmeldung

gegeben haben, kontaktieren.

Sitzordnung mittels Tischkarten

festlegen. Anlieferungstermin

von Torte, Brautstrauß und Blumenschmuck

bestätigen lassen.

Den kompletten Festplan nochmals

Punkt für Punkt durchgehen

und überlegen, wer aus dem

Freundes- und Bekanntenkreis

Aufgaben übernehmen könnte.

Eine Woche vorher: Gästeliste ein

letztes Mal abgleichen und die

Sitzordnung ans Lokal weitergeben.

Eine mögliche, emotionale

und gefühlvolle Rede zu Papier

bringen. Eventuell eine Probe mit

Blumenkindern durchführen. Liederwünsche

an DJ oder Band weiterreichen.

Wenige Stunden vorher: Trotz Nervosität

versuchen zu frühstücken,

um körperlich fit vor dem Traualtar

stehen zu können. Ringe und

Papiere bereitlegen. Bräutigam

holt Brautstrauß ab. Schmuck an

Auto anbringen (lassen). Kopfschmerztabletten,

Make-up, Ersatzstrümpfe

und Haarnadeln in

das Brauttäschchen packen. Und

zu guter Letzt: Ruhe bewahren,

sich entspannen und den Tag genießen!

js

januar / februar 2022 | 55

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Fr 9.30

- 18.00 13.00

Uhr

Uhr &

Mi Nachmittag 14.00 18.00 geschlossen Uhr

Mi Nachmittag Sa. 9.30 - 13.00 geschlossen Uhr

Sa. 9.30 - 13.00 Uhr


Komm in unser

Wir wünschen euch und eurer Familie ein frohes Weihnachtsfest

und einen guten Start ins neue Jahr 2022!

Warum nicht mit einem neuen Job ins neue Jahr starten?

Autohaus Heuberger GmbH

Hiebelerstr. 65

87629 Füssen

JANUAR/

Autohaus Heuberger GmbH

Schongauer Str. 14

86975 Bernbeuren


Veranstaltungskalender

1. Januar bis 28. Februar 2022

Stand 09.12.2021 – kurzfristige Absagen, Änderungen und Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie sind möglich!

SO 02.01.

PEITING

18.00 Uhr

Heimspiel EC Peiting vs. ECDC

Memmingen Indians im Eisstadion.

Abhängig von Inzidenzwerten

vor Ort oder online live verfolgbar

unter www.sprade.tv

DI 04.01.

LECHBRUCK

9.00 bis 16.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathaus.

Jeden Dienstag

MI 05.01.

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet.

Jeden Mittwoch

DO 06.01.

Heilige Drei Könige

BAD BAYERSOIEN

11.00 bis 13.30 Uhr

Schmankerl-Brunch im Gasthof

zum Weißen Roß. Anmeldung

unter 08845 / 74020. Weitere Infos

siehe Anzeige Seite 53

FR 07.01.

SCHONGAU

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz.

Jeden Freitag

15.00 bis 18.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der Passage.

Weitere Infos unter www.

weibsdeifi-markt.de

LECHBRUCK

10.30 Uhr

Führung „Folgen Sie den Spuren

der Flößer“. Treffpunkt am

Rathaus. Anmeldung bei der

Tourist-Info unter 08862 / 987830.

Jeden Freitag

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm. Reservierung ab

10 Personen unter 08867 / 489 nötig

SA 08.01.

SCHONGAU

10.00 bis 16.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der Passage.

Weitere Infos unter www.

weibsdeifi-markt.de

BIRKLAND

15.30 Uhr

Kinderkino „Jim Knopf und Lukas

der Lokomotivführer“ im Feuerwehrhaus.

Für Kinder ab 6 Jahren

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Weißwurst- und Käswurstessen

auf der Schönegger Käse-Alm.

Reservierung ab 10 Personen unter

08867 / 489 nötig. Jeden Samstag

SO 09.01.

PEITING

18.00 Uhr

Heimspiel EC Peiting vs. Starbulls

Rosenheim im Eisstadion. Abhängig

von Inzidenz vor Ort oder online

live verfolgbar unter www.sprade.tv

DI 11.01.

ALTENSTADT

15.30 Uhr

Kinderkino „Jim Knopf und Lukas

der Lokomotivführer“ in der Bücherei.

Für Kinder ab 6 Jahren

MI 12.01.

PEITING

15.00 Uhr

Kinderkino „Jim Knopf und Lukas

der Lokomotivführer“ im Pfarrsaal.

Für Kinder ab 6 Jahren

DO 13.01.

SCHONGAU

18.00 Uhr

Whisky Tasting im Weinmarkt

Küche & Keller. Keine Anmeldung

nötig. Weitere Infos siehe Anzeige

Seite 50

FR 14.01.

SCHONGAU

15.00 bis 18.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der Passage.

Weitere Infos unter www.weibsdeifi-markt.de.

Jeden Freitag

HOHENPEISSENBERG

15.30 Uhr

Kinderkino „Jim Knopf und Lukas

der Lokomotivführer“ im Haus der

Vereine. Für Kinder ab 6 Jahren

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm. Reservierung ab

10 Personen unter 08867 / 489 nötig

SA 15.01.

SCHONGAU

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der Passage.

Weitere Infos unter www.

weibsdeifi-markt.de

SO 16.01.

PEITING

18.00 Uhr

Heimspiel EC Peiting vs. Deggendorfer

SC im Eisstadion. Abhängig

von Inzidenzwerten vor Ort oder

online live verfolgbar unter www.

sprade.tv

SCHWABNIEDERHOFEN

14.00 Uhr

Kinderkino „Jim Knopf und Lukas

der Lokomotivführer“ im Kulze

www.boeglmueller.com

Zauberhafte Momente mit besten Aussichten...

FEBRUAR 2022

januar / februar 2022 | 57

Day SPA* (9.00-18.00 Uhr)

m. Frühstück € 45,– p. P. / o. Frühstück € 28,– p. P.

Long Day SPA* (9.00-18.00 Uhr)

inklusiv 2-Gänge Vitalmenü und

3-Gänge Verwöhnmenü € 89,– p. P.

Auf der Gsteig GmbH · Gsteig 1 · 86983 Lechbruck am See · Telefon 08862 - 98 77-0 · info@aufdergsteig.de · www.aufdergsteig.de

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SO ERREICHEN SIE DEN „ALTLANDKREIS“

Anschrift

altlandkreis

Birkland 40

86971 Peiting

Tel.: 08869 / 91 22-16

Fax: 08869 / 91 22-17

www.altlandkreis.de

58 | altlandkreis

Email

Redaktion: redaktion@altlandkreis.de

Termine: veranstaltungen@altlandkreis.de

Anzeigen: anzeigen@altlandkreis.de

Anregungen / Kritik: info@altlandkreis.de

Das Impressum finden Sie auf Seite 15.

MO 17.01.

SCHONGAU

19.30 bis 21.30 Uhr

Multivisionsshow „Galapagos

und Ecuador – auf Humboldts

und Darwins Spuren“ mit Harald

Mielke im Ballenhaus. Anmeldung

bei der VHS unter 08861 / 214-191

FR 21.01.

LECHBRUCK

15.00 Uhr

Kinderkino „Paw Patrol“ in der

Lechalle

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm. Reservierung ab

10 Personen unter 08867 / 489 nötig

SA 22.01.

SCHONGAU

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der Passage.

Weitere Infos unter www.

weibsdeifi-markt.de

SO 23.01.

PEITING

18.00 Uhr

Heimspiel EC Peiting vs. HC

Landsberg Riverkings im Eisstadion.

Abhängig von Inzidenzwerten

vor Ort oder online live verfolgbar

unter www.sprade.tv

WEILHEIM

DI 25.01.

JANUAR/

19.30 Uhr

Vortrag „Wie vererbe ich richtig?“

mit Caroline Kistler im Dachs-

Bräustüberl. Siehe Anzeige links

MI 26.01.

WEILHEIM

19.30 Uhr

Informationsabend für neue

Schüler in den Oberlandschulen.

Weitere Infos siehe Anzeige Seite 45

TUTZING

17.00 Uhr

Online-Gesundheitsforum „Mich

trifft der Schlag – Diagnostik und

Therapie der Halsschlagaderverengung“.

Anmeldung unter

gesundheitsforum-bkt@artemed.

de, weitere Infos siehe Anzeige

Seite 42

DO 27.01.

PEITING

19.30 bis 21.00 Uhr

Vortrag „Libanon – Die Perle im

östlichen Mittelmeer“ im Sparkassensaal.

Eintritt: 7 €, Anmeldung

bei der VHS unter 08861 / 599-62

oder vhs@peiting.de

FORST

15.00 Uhr

Kinderkino „Jim Knopf und Lukas

der Lokomotivführer“ in der

Grundschule. Für Kinder ab 6

Jahren

FR 28.01.

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm. Reservierung ab

10 Personen unter 08867 / 489 nötig

SA 29.01.

SCHONGAU

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der Passage.

Weitere Infos unter www.

weibsdeifi-markt.de

SO 30.01.

PEITING

18.00 Uhr

Heimspiel EC Peiting vs. EHF Passau

Black Hawks im Eisstadion.

Abhängig von Inzidenzwerten vor

Ort oder online live verfolgbar unter

www.sprade.tv

BAD BAYERSOIEN

11.00 bis 13.30 Uhr

Schmankerl-Brunch im Gasthof

zum Weißen Roß. Anmeldung

unter 08845 / 74020. Weitere Infos

siehe Anzeige Seite 53

DO 03.02.

SCHONGAU

18.00 Uhr

Whisky Tasting im Weinmarkt

Küche & Keller. Keine Anmeldung

nötig. Weitere Infos siehe Anzeige

Seite 50


FR 04.02.

PEITING

19.30 Uhr

Heimspiel

WEIN HANDEL

EC Peiting vs. Eisbären

Regensburg im Eisstadion.

PFALZ

Abhängig von Inzidenzwerten vor

Ort oder online live verfolgbar unter

www.sprade.tv

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm. Reservierung ab

10 Personen unter 08867 / 489 nötig

SA 05.02.

SCHONGAU

10.00 bis 16.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der Passage.

Weitere Infos unter www.

weibsdeifi-markt.de

WEIN HANDEL PFALZ

FALZ

Lust auf Pfälzer Wein?

Für Sie geöffnet:

Mi 15-19 Uhr & Do 14-18 Uhr

ein?

www.weinhandelpfalz.de

Bernbeurener Str. 7 • Schongau

Rückseite dm-Drogeriemarkt

Tel. 08861 - 35 35 (Inh.: Uwe Wieland)

Lust auf Pfälzer Wein?

BIRKLAND

15.30 Uhr

Kinderkino „Der kleine Drache

Kokosnuss“ im Feuerwehrhaus.

Für Kinder ab 6 Jahren

11.00 bis 15.00 Uhr

Weißwurst- und Käswurstessen

auf der Schönegger Käse-Alm.

Reservierung ab 10 Personen unter

08867 / 489 nötig

t:

-18 Uhr

lz.de

chongau

arkt

Wieland)

DI 08.02.

ALTENSTADT

15.30 Uhr

Kinderkino „Der kleine Drache

Kokosnuss“ in der Bücherei. Für

Kinder ab 6 Jahren

MI 09.02.

PEITING

15.00 Uhr

Kinderkino „Der kleine Drache

Kokosnuss“ im Pfarrsaal. Für

Kinder ab 6 Jahren

FR 11.02.

HOHENPEISSENBERG

15.30 Uhr

Kinderkino „Der kleine Drache

Kokosnuss“ im Haus der Vereine.

Für Kinder ab 6 Jahren

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm. Reservierung ab

10 Personen unter 08867 / 489 nötig

SA 12.02.

SCHONGAU

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der Passage.

Weitere Infos unter www.

weibsdeifi-markt.de

PEITING

SO 13.02.

18.00 Uhr

Heimspiel EC Peiting vs.

Höchstadter EC im Eisstadion.

Abhängig von Inzidenzwerten vor

Ort oder online live verfolgbar unter

www.sprade.tv

SCHWABNIEDERHOFEN

14.00 Uhr

Kinderkino „Der kleine Drache

Kokosnuss“ im Kulze

BAD BAYERSOIEN

11.00 bis 13.30 Uhr

Schmankerl-Brunch im Gasthof

zum Weißen Roß. Anmeldung

unter 08845 / 74020. Weitere Infos

siehe Anzeige Seite 53

FR 18.02.

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm. Reservierung ab

10 Personen unter 08867 / 489 nötig

SA 19.02.

SCHONGAU

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der Passage.

Infos unter www.weibsdeifi-markt.de

SO 20.02.

PEITING

18.00 Uhr

Heimspiel EC Peiting vs. Blue

Devils Weiden im Eisstadion.

Abhängig von Inzidenzwerten vor

Ort oder online live verfolgbar unter

www.sprade.tv

MI 23.02.

WEILHEIM

19.30 Uhr

Informationsabend für neue

Schüler in den Oberlandschulen.

Weitere Infos siehe Anzeige Seite 45

DO 24.02.

FORST

15.30 Uhr

Kinderkino „Der kleine Drache

Kokosnuss“ in der Grundschule.

Für Kinder ab 6 Jahren

FR 25.02.

HEUTE ERSCHEINT

DER NEUE ALTLANDKREIS

PEITING

19.30 Uhr

Heimspiel EC Peiting vs. EV Lindau

Islanders im Eisstadion. Abhängig

von Inzidenzwerten vor Ort oder

online live verfolgbar unter www.

sprade.tv

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm. Reservierung ab

10 Personen unter 08867 / 489 nötig

SA 26.02.

SCHONGAU

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der Passage.

Weitere Infos unter www.

weibsdeifi-markt.de

ROTTENBUCH

FEBRUAR 2022

Änderungen und Fehler vorbehalten

Stand 9.12.2021 – kurzfristige

Absagen, Änderungen und

Einschränkungen aufgrund der

Corona-Pandemie sind möglich!

januar / februar 2022 | 59

Das Team vom

Schlossbrauhaus

wünscht Euch frohe

Weihnachten und

viel Glück und

Gesundheit

im neuen Jahr!

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Frohes Weihnachtsfest

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ein gutes neues Jahr 2022

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60 | altlandkreis

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