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Taxi Times München - 4. Quartal 2021

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TAXIVERBAND BAYERN E. V. (TVB)

KVR REAGIERT AUF DIE

INKLUSIONSQUOTE

Großunternehmer, die mindestens 20 Taxikonzessionen betreiben, müssen in der

Flotte auch Inklusionstaxis einsetzen. Das KVR stellt dazu eine eigene Rechnung

auf und macht Druck, dass dies auch umgesetzt wird.

Mit der Novelle des Personenbeförderungsgesetzes

(PBefG) zum

2. August dieses Jahres hat der

Gesetzgeber festgelegt, dass Betriebe ab

20 Fahrzeugen fünf Prozent ihrer Flotte

inklusionsfähig ausrüsten müssen. Im Wirkungsgebiet

des Taxi Verbands Bayern sind

davon hauptsächlich Unternehmen in größeren

Städten betroffen, allerdings nur die

Großbetriebe. In den ländlichen Gegenden

haben viele Unternehmen ohnehin Inklusionsfahrzeuge,

weil dort der Transport eingeschränkter

Personen einen großen Teil

des Umsatzes darstellt.

In München betrifft diese neue PBefG-

Regelung weniger als 20 Unternehmen.

Alle diese Betriebe haben inzwischen ein

Schreiben vom KVR bekommmen, in dem

die Sachlage erklärt wird. Nicht ganz nachvollziehbar

ist für den TVB die behördliche

Interpretation der 5-Prozent-Definition.

Wer 19 Fahrzeuge hat, braucht kein Inklusionsfahrzeug,

wer 20 hat, benötigt eines

und wer 21 Konzessionen betreibt, braucht

zwei Inklusionsfahrzeuge. Das KVR bittet

die Unternehmer im Schreiben um ein

Feedback, wie sie damit umgehen wollen.

Laut KVR ist der Rücklauf eher zögerlich.

Viele Unternehmen sind unsicher, wie

sie damit umgehen sollen. Fakt ist: Wer

betroffen ist, muss sich mit der Anschaffung

von Fahrzeugen mit Rampe beschäftigen.

Dazu gab es ja vergangenes Jahr

bereits eine kleine Messe bei der Taxigenossenschaft,

bei der Fahrzeuge wie auch

Umrüstlösungen vorgestellt wurden.

Wo rauf man bei solchen Umbaumaßnahmen

achten soll, wird zudem auf Seite 20

dieser Ausgabe vorgestellt.

Die Auswahl an

umbaufähigen

Taximodellen für den

Rollstuhltransport

ist groß, wie diese

Münchner Ausstellung

in diesem

Sommer zeigte.

ES DROHT KONZESSIONSENTZUG

Einige Unternehmen haben bereits reagiert

und Fahrzeuge bestellt. Aber nicht alle. Wir

geben daher den Hinweis des KVR noch einmal

weiter und bitten dringend um Einhaltung

der Regelungen. Wer sein Unternehmen

nicht entsprechend ausrüstet, riskiert den

Entzug aller seiner Konzessionen.

Der Taxi Verband Bayern (ehemals TVM)

hat inzwischen viel Praxis-Erfahrung mit

Inklusionsfahrzeugen. Das Argument, man

finde keine Fahrer, erledigt sich schnell,

wenn die Fahrer mitbekommen, dass man

deutlich mehr Umsatz mit solchen Fahrzeugen

machen kann. Natürlich hat man die

Aufgabe, den Rollstuhlfahrer ins Auto zu

schieben, und natürlich muss man den

Fahrgast mit Gurten sichern. Das ist aber

keine schwere körperliche Tätigkeit, die

eigentlich jedem Fahrer zuzumuten ist.

Zudem kann man sich optional auch motorisierte

Einfahrthilfen einbauen lassen.

Das Argument der Unternehmer, der

Einbau sei teuer, hat sich insofern erledigt,

als es vom Sozialreferat der Stadt München

eine Förderung bis zu 10.000 Euro für den

Umbau gibt. Im Grunde kann man sagen,

dass der Betrag die Umbaukosten deckt.

Wir können daher alle betroffenen

Unternehmen nur bitten, sich bei uns im

Verband zu melden, denn wir können

über die Förderungsanträge, den Umgang

mit dem Personal und über den Stand der

Fahrzeuge ausreichend Informationen

geben.

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FOTO: Taxi Times

Wir haben für Sie geöffnet:

Montag bis Freitag von 08:00 bis 12:00 Uhr

Montag und Donnerstag von 14:00 bis 18:00 Uhr

TAXI 4. QUARTAL 2021

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