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Taxi Times München - 4. Quartal 2021

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INKLUSION

mit denen die einzelnen Umrüster agieren.

Bei AMF-Bruns-Fahrzeugen steht der hintere

Bereich des Rollstuhls leicht geneigt.

Ein Umstand, der weder Maxi noch sonstige

Fahrgäste besonders stört. Das Nümbrechter

(nahe Köln) Unternehmen DIE

Transform GmbH befestigt den Rollstuhl

mit Retraktoren unmittelbar hinter der

zweiten Sitzreihe. Der Rollstuhl wird also

sehr nah vorne herangeschoben, sodass

die meisten Rollstuhlfahrer je nach Rollstuhlgröße

relativ eben im Caddy Maxi

befördert werden.

VERSCHIEDENE AUSSCHNITTE

Neben der Sitz-Neigung sind auch bei der

Ausschnittsbreite Unterschiede festzustellen.

AMF-Bruns bietet hier eine standardisierte

Breite von 81 Zentimetern an, Transform 83 Zentimeter.

Die Firma MobiTEC aus Berkheim im Allgäu schneidet dagegen

deutlich breiter und länger aus (86,5 cm bzw. 1.680 mm Länge).

Das hat den Vorteil, dass auch Pflegerollstühle verstaut werden

können und sogar eine Fahrtrage für den unqualifizierten

Krankentransport denkbar ist. Zudem können auch schwergewichtige

Fahrgäste in breiten Rollstühlen in den Caddy eingeschoben

werden.

Weil es sehr mühsam wäre, den Rollstuhl vorne erst nach dem

Einschieben zu befestigen, verfügen nahezu alle Systeme über

Eine Kopf- und Nackenstütze sorgt für

Crash-Sicherheit und ist beim Münchner

Förderprogramm ein Must-have.

extralange Gurte, die optional auch elektrisch

angetrieben werden. Das dient auch

der Sicherheit, denn wenn beim Hineinschieben

der Rolli dem Fahrer entgleitet,

ist er gegen das Zurückrollen gesichert.

Als zusätzliches Feature empfiehlt es

sich zudem, ein System einzubauen, das

sowohl den Kopf als auch den Nacken des

Rollstuhlfahrgastes stützt. Gerade groß

gewachsene Fahrgäste wie unser Maxi

Schönfeld, bei denen die Rückenlehne

des Rollstuhls schon viel zu früh endet,

sind dadurch crashgeschützt. AMF-Bruns

nennt seine Eigenentwicklung „Future

Safe“, MobiTEC verwendet ein Produkt von

Schnierle. Montiert wird es an der Seite

kurz nach der Hecköffnung, von wo aus es

einfach ausgeklappt werden kann.

Ausklappbar sind auch die seitlich angebrachten beiden Einzelsitze

der dritten Sitzreihe, die dann zum Einsatz kommen,

wenn anstelle einer Rollstuhlmitnahme das Fahrzeug zum Großraumtaxi

umfunktioniert werden soll. Ein Caddy Maxi, ein Transit

Custom, ein Merdes eVito und noch viele andere Modelle sind

dadurch ein Rollstuhltaxi mit allen zusätzlichen Optionen – im

wahrsten Sinn des Wortes ein echtes Inklusionstaxi, das im Fall

des Mercedes eVito zudem die durchaus seltene Kombination von

Elektro und Rollstuhl bietet, was wiederum einen zusätzlichen

Fördertopf eröffnet (siehe Seite 18).

jh

Knapp – besser – noch besser: Die Kopffreiheit von Rollstuhlfahrer Maxi Schönfeld in einem

Caddy (links), einem Ford Custom (Mitte) und in einem Mercedes eVito

FOTOS: Taxi Times, AMF, Mobitec

Dr. J. Cichon

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TAXI 4. QUARTAL 2021

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