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Taxi Times München - 4. Quartal 2021

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FAHRERQUALIFIKATION

MÜNCHENS EIGENE

FACHKUNDE

Seit August 2021 benötigen Taxi-Neulinge keine Ortskunde mehr. Um

jedoch an der Funkvermittlung der beiden Taxizentralen teilnehmen

zu können, ist die erfolgreiche

Teilnahme an einer

Grundausbildung nötig.

Die Inhalte dieses Kurses wurden von der Taxi-

München eG und der Münchner Gewerbevertretung

Taxi Verband Bayern e. V. unter

Mitwirkung der IsarFunk Zentrale gemeinsam erarbeitet.

Sie werden von den beiden Zentralen in jeweils

eigenen Einheiten vermittelt – bei IsarFunk an zwei

Tagen (siehe Seite 17), bei der Genossenschaft in drei

Abend-Kursen.

Am Ende des Kurses findet eine Prüfung statt, bei

der vorrangig in Form von Multiple-Choice-Fragen das

Erlernte abgefragt wird. Die erfolgreiche Teilnahme

an einem Grundmodul-Kurs inklusive bestandener

Prüfung bei der einen Taxizentrale wird von der

jeweils anderen anerkannt.

Ohne diesen kostenpflichtigen Kurs sind die

neuen Fahrer oder neuen Funkteilnehmer von einer

Vermittlung ausgeschlossen. Bisherige Funkteilnehmer

müssen den Grundmodul-Kurs nicht belegen.

Sowohl bei IsarFunk als auch bei der Taxi-München

eG bauen auf diesen Kurs weitere Schulungen

auf, in denen beide Zentralen ihre spezifische

Datenfunk-Technik und deren korrekte Anwendung

vermitteln, beispielsweise bei der Abrechnung bargeldloser

(Rechnungs-)Fahrten.

QUALITÄTSOFFENSIVE

Die eigene Qualitätsoffensive des Münchner Taxigewerbes

ist die Reaktion auf den Wegfall der Ortskundeprüfung,

die bisher für Taxifahrer

obligatorisch, für Mietwagen allerdings vor einigen

Jahren abgeschafft worden war. An deren Stelle

tritt künftig eine Fachkunde, die dann sowohl

von künftigen Taxifahrern wie auch von Mietwagenchauffeuren

und Bediensteten des gebündelten Bedarfsverkehrs nachgewiesen

werden muss.

Da jedoch von der Politik noch keine Vorgaben an eine solche

Fachkunde definiert wurden, haben die bayerischen Genehmigungsbehörden

den Nachweis zunächst ausgesetzt, werden ihn

aber nachfordern, sobald die Inhalte definiert sind.

Die Grundausbildung des Münchner Taxigewerbes ist von der

behördlichen Vorgabe unabhängig. Neulinge, die an der Qualitätsoffensive

der beiden Zentralen erfolgreich teilgenommen haben,

müssen später trotzdem die behördliche Fachkunde vorlegen.

Umgekehrt bekommen Taxischeinbewerber die Erlaubnis zur

Personenbeförderung unabhängig von einer Teilnahme an den

Kursen der Münchner Taxizentralen. Deren Inhalte werden in

einigen Punkten Schnittmengen zur künftigen Vorgabe an die

Fachkunde aufweisen. Florian Bachmann vom Taxi Verband Bayern

sieht im Stoff der Grundausbildung eine gute Vorlage für die

gesetzliche Fachkunde.

Kein Thema bei der künftigen Fachkunde werden jedoch die

Ortskunde und die räumliche Orientierung sein. Diese halten

Münchens Gewerbevertreter für elementar wichtig, weshalb in

den Grundmodul-Kursen auch Elemente einer Ortskunde enthalten

sind und bei der Prüfung unter anderem auch Fahrtstrecken

in vereinfachter Form beschrieben werden müssen. Über die Inhalte

des Kurses wie auch über die Prüfungsanforderungen berichten

wir auf den folgenden Seiten.

jh

4 4. QUARTAL 2021 TAXI

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