Energiewende, JETZT!

Mediaplanet.Deutschland

EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON MEDIAPLANET

Lesen Sie mehr auf www.zukunftstechnologien.info

ENERGIEWENDE

JETZT!

Runter mit den

Treibhausgasemissionen!

Im Interview spricht „Terra X“-Moderator Dirk Steffens

über die Auswirkungen des Klimawandels

NICHT VERPASSEN:

Energiewende 2.0

Ausbau erneuerbarer Energien

Seite 05

Stadt der Zukunft –

Smarte Quartiere

Seite 11

Dein Elektroauto verdient

ab sofort Geld! 250€

jährlich

In nur zwei Minuten registrieren und jährlich 250€

für Deine CO2-Einsparungen ausgezahlt bekommen.

Und das Beste: Alle Leser erhalten einen exklusiven 25€ Bonus!

+25€ Energiewende

Bonus

Bereits über 7.500

Elektroautofahrer sind dabei!

Jetzt Auszahlung sichern:

www.smartificate.de/Energiewende


2

Lesen Sie mehr auf zukunftstechnologien.info

VERANTWORTLICH FÜR DEN

INHALT IN DIESER AUSGABE

Katharina

Rothengaß

Können wir den

Klimawandel überhaupt

noch aufhalten?

Was wir auf jeden Fall

tun können, ist einen

Beitrag zur Energiewende

zu leisten – und

zwar jeder Einzelne

von uns, JETZT!

Mehr Energiewende wagen

Die Energiewende ist der Schlüssel zur Erreichung unserer Klimaschutzziele.

Ihre Umsetzung stellt uns vor Herausforderungen,

bietet aber vielfältige Chancen.

IN DIESER AUSGABE

08

Klimaneutralität

in der Bau- und Immobilienbranche

10

Innovationsstandorte

in Deutschland stellen sich vor

Project Manager: Katharina Rothengaß Business

Development Manager: Sarra Gläsing Geschäftsführung:

Richard Båge (CEO), Philipp Colaço (Managing Director),

Franziska Manske (Head of Editorial & Production),

Henriette Schröder (Sales Director) Designer: Ute Knuppe

Mediaplanet-Kontakt: redaktion.de@mediaplanet.com

Coverbild: Tobias Schult

Alle mit gekennzeichneten Artikel sind keine

neutrale Redaktion vom Mediaplanet Verlag.

facebook.com/MediaplanetStories

@Mediaplanet_germany

Please recycle

Dr. Robert Brandt

Agentur für

Erneuerbare

Energien e. V.

Unsere Gesellschaft steht vor einem

fundamentalen Wandel. In der

Energieversorgung, dem Verkehr,

den Gebäuden, der Industrie, der

Land- und der Abfallwirtschaft sind Maßnahmen

umzusetzen, mit denen annähernd alle

CO 2-Emissionen vermieden werden sollen. Der

Weg zur Klimaneutralität ist herausfordernd

und die Energiewende ein Schlüssel. Wir müssen

ganzheitlich planen, Abwägungen treffen,

Interessen moderieren, Landschaftsbilder neu

denken, Beteiligungen organisieren, Gewohnheiten

ändern, Umschulungen angehen, in

Neues investieren und Geschäftsmodelle

weiterentwickeln. Viele notwendige Technologien

sind schon erprobt. Die Gestehungskosten

von Wind- und Solarstrom sind in den letzten

Jahren deutlich gesunken, Biomethananlagen

können flexibilisiert werden, Wasserkraftpotenziale

erschlossen, Pelletheizungen installiert

und Biokraftstoffe für eine CO 2-ärmere Mobilität

eingesetzt werden. Andere Innovationen

entwickeln sich rasant. Die Leistungsfähigkeit

von Batterien steigt stark, und mit ausreichend

grünem Wasserstoff können auch längere

Stromversorgungslücken nachhaltig geschlossen

und kann die Industrie dekarbonisiert

werden. Die Geothermie und Großwärmepumpen

versorgen die Fernwärmenetze erneuerbar

und die Elektromobilität schickt sich an, die

individuelle Mobilität zu übernehmen.

Alle können einen Beitrag leisten und die

Energiewende schrittweise voranbringen –

jetzt. Verbrauchende werden zu Produzierenden.

Mit dem Solarstrom vom Dach wird das

eigene E-Auto geladen. Kommunen wandeln

sich und finanzieren die lokale Daseinsvorsorge

selbst. Mit Stromleitungen kommt

Breitbandinternet oder durch die Windpacht

die Realisierung eines lokalen Carsharings im

Wir können die Energiewende

umsetzen und auf

ein breites Portfolio an

Lösungsmöglichkeiten

zurückgreifen.

ländlichen Raum. Unternehmen verfolgen, getrieben

von Konsumierenden, ihre Nachhaltigkeitsziele

und entdecken Wettbewerbsvorteile

in einer unmittelbaren Nähe zu Wind- und

Solarparks. Mit Windrädern kommen Jobs. Regionen

abseits der klassischen Industriegebiete

gewinnen an Attraktivität und neue Arbeitsplätze

entstehen. Die Jugend zieht zurück oder

nicht mehr weg, da sich neue Entwicklungsperspektiven

jenseits der urbanen Metropolen

bieten. Vielleicht sind es diese vielfältigen

Chancen, die die neue Bundesregierung mit

ihrem Leitmotto „Mehr Fortschritt wagen“

direkt adressiert.

Aber dafür brauchen wir Entscheidungsträger*innen

in Kommunen mit dem notwendigen

Durchhaltevermögen, faire Planungsbeteiligungen,

Unternehmer*innen

mit Weitblick, Politiker*innen mit mutigen

Schritten und Geduld bei der Vermittlung

der Vision, Verbrauchende, die selbst produzieren

wollen, und Arbeitnehmer*innen, die

neue Herausforderungen suchen. Wir können

die Energiewende umsetzen und auf ein

breites Portfolio an Lösungsmöglichkeiten

zurückgreifen.

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit EQUOTA entstanden.

E-Auto-Fahrer bekommen Geld von Mineralölunternehmen:

Ein Marktplatz für die Treibhausgas-Quote macht’s möglich

Text Benedikt Gerber

Man stelle sich vor, dass Nutzer alternativer

Antriebe von Strafzahlungen

für erhöhte Treibhausgas-Emissionen

der Mineralölunternehmen profitieren

können. Wunschdenken? Nein, Realität.

Die Treibhausgas-Minderungsquote –

kurz THG-Quote – soll Benzinpreise verteuern

und Nutzer nachhaltiger Kraftstoffe begünstigen.

Das Berliner Start-up eQuota hilft

diesem Mechanismus jetzt mit der ersten

digitalen Handelsplattform auf die Sprünge.

Ab März 2022 kann dann jeder und jede am

Handel mit der THG-Quote teilnehmen.

Für Privatleute gibt es ein eigenes

Angebot: Unter der Marke emobia können

sie ihr E-Fahrzeug für die THG-Quote

registrieren, indirekt am Handel teilnehmen

und von der Ausschüttung profitieren.

„Aktuell sind 390 Euro pro Jahr und

E-Auto drin“, erklären die Gründer Fatih

Gökgöz und Johan Grope stolz.

Fatih Gökgöz und Johan Grope

Gründer von eQuota

Aktuell sind 390 Euro pro

Jahr und E-Auto drin.

Wie kommt man auf diese Idee? Eigentlich

soll die THG-Quote Mineralölunternehmen

dazu bringen, Treibhausgase einzusparen

– und wenn sie ihre Quote nicht erfüllen,

können sie diese von Verkehrsteilnehmern

mit nachhaltigen Antrieben kaufen. Doch

der Markt dafür entwickelt sich bisher

kaum. „Bisher kann die THG-Quote ihre

Wirkung nicht entfalten“, erklärt Grope.

Die Probleme: Um die Verpflichtungen

rund um die Quote zu erfüllen, müssen die

Unternehmen behördliche Prozesse einhalten,

die analog ablaufen, komplex und

aufwendig und damit für kleine Akteure

schwer zugänglich sind. Außerdem ist der

Quotenhandel intransparent: Meist sind

es nur die großen Player der Branche –

Gashändler, Broker oder Mineralölunternehmen

–, die Deals bilateral abschließen

und den Markt und die Preise bestimmen.

Die Idee war klar: „Wir wollten eine Soft-

ware entwickeln, die die Quotenerfassung

vereinfacht, und eine Plattform programmieren,

die allen Playern die Teilnahme am

Handel ermöglicht.“ Mittlerweile steht der

Go-Live bevor: Die digitale Quotenerfassung

läuft, die Plattform für den Quotenhandel

startet im März 2022. Die Vorteile

liegen auf der Hand: Alle Handelsteilnehmer

können teilnehmen, die Preise sind

transparent. Dabei nutzen die Kunden

eQuota als legitimierten und vertrauenswürdigen

Vertragspartner, der Standardverträge

einsetzt und Datensicherheit sowie

digitale Rückverfolgbarkeit garantiert.

„Unsere Plattform ist das eBay für den

Quotenhandel“, bringt es Fatih Gökgöz auf

den Punkt.

Weitere Informationen unter:

equota.de

emobia.de


Lesen Sie mehr auf zukunftstechnologien.info 3

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit REGIOCOM entstanden.

Am Hauptsitz

in Magdeburg

arbeiten rund

1.200 Beschäftigte,

darunter auch die

Experten aus dem

regiocomLAB.

Die „Kellner“ der

Energiewende

FOTO: MAACK

Energiewende. Ein zügiger Aufwuchs

wird auch ermöglicht durch Geodatenportale

mit präzisen und aktuellen

Daten. Dass dabei die Gestaltung der Terrasse

und die Größe des Komposthaufens

aus Datenschutzgründen ausgeblendet

werden, ist selbstverständlich. Dass die

Anbieter aber gezielt die Dachausrichtung

und Dachneigung einsehen können,

ist ebenso unumgänglich. Das spart allen

Beteiligten Zeit und Geld.

• Einspeiserdaten: Das Marktstammdatenregister

(MaStR) der Bundesnetzagentur,

für das mein Unternehmen die

Software entwickelt hat, ist der jüngste

Schritt zu „Open Data“ für die Energiewende.

Erstmals entsteht eine vollständige

digitale Landkarte sämtlicher

Stromeinspeiser, von ganz klein bis ganz

groß. Auch hier gilt: Datenschutz bei

gleichzeitiger Transparenz, mit umfangreichen

Auswert- und Downloadfunktionen

für alle registrierten Nutzer. Viele

Institute, Beratungs- und Planungsunternehmen

sowie die Netzbetreiber selbst

nutzen diesen Dienst.

• Netzanschlussinformation: Der

aktuelle § 14e des Energiewirtschaftsgesetzes

fordert von den Netzbetreibern ab

2023 ein gemeinsames Portal für die sogenannten

Netzanschlussbegehren und

für Informationen über den Netzausbau.

Damit wird der Bau- und Anschlussprozess

einfacher und transparenter, vor

allem für die vielen Hunderttausend kleinen

und mittleren Anlagen, die jährlich

in Deutschland neu entstehen sollen.

Weitere

Informationen

unter:

regiocom.com

Datenportale sind ein wesentlicher Baustein – von IT-Experten

ist eher Handwerk als Genialität gefordert.

Text Klemens Gutmann

Wenn die Energiewende

gelingt, dann wegen der

Energie und nicht wegen

der IT. Im Zentrum aller

Anstrengungen stehen CO 2-neutrale

Erzeugung, Transformationen und

Speicherung. Zweifelsohne liefern die

heutige Informationstechnik und zahlreiche

IT-Lösungsanbieter eine Reihe

wichtiger und auch zentraler Werkzeuge.

Ihre Rolle ist aber eine dienende: Kellner,

nicht Koch und auch nicht Restaurantleiter.

Mit dem Bild aus der Gastronomie

lassen sich die Anforderungen durchaus

illustrieren. Dabei ist das Selbstbild mancher

Softwarelieferanten, ähnlich wie bei

Köchen, deutlich geprägt vom Glauben

an die eigene Kreativität und Brillanz.

Das eher handwerkliche Bestreben,

einen vorgegebenen komplexen Prozess

ordentlich und warm in Datenstrukturen

(auf den Teller) und zum Arbeitsplatz

(auf den Esstisch) zu kriegen, steht nicht

immer im Vordergrund.

Werkzeuge der Energiewende

Andererseits haben die „Kellner der

Energiewende“ inzwischen ein ganz passables

Umfeld an Informationsdiensten

und Portalen geschaffen, mit denen der

Umgang mit dem volatilen Energieertrag

und dem Energiebezug besser geplant

und organisiert werden kann:

• Mit smard.de haben die Bundesnetzagentur

und ihre Softwarepartner eine

sehr weitreichende Transparenz der

Stromerzeugung, des Strommixes und

des Stromhandels geschaffen. Die Zahlen

sind immer aktuell, viertelstundengenau,

gleichzeitig aber auch für das gesamte

vergangene Jahrzehnt und zum Teil vorher

verfügbar. Mit guten Online-Auswertfunktionen

und umfangreichen Export- und

Downloadmöglichkeiten hat die BNetzA

hier die Latte ziemlich hoch gelegt.

• Wetterdaten, die zur Planung des Ertrages

aus Windrädern und größeren Photovoltaikanlagen

notwendig sind, werden

als Open Data – also gratis – vom Deutschen

Wetterdienst angeboten. Für ein

angemessenes Aufgeld buchen aber viele

Anlagen- und Netzbetreiber die aufbereiteten

Varianten aus dem kommerziellen

Markt, die als Webservice recht einfach

in bestehende Energiemanagement- und

Beschaffungssysteme eingebunden werden

können. Und natürlich beeinflusst

das Wetter auch die Verbrauchsprognose,

ein wachsender Anteil des Stroms fließt in

Kühlung und Heizung.

• Lastprofile: Hinsichtlich der Planbarkeit

führen Smart Meter zu einer

„Erstverschlimmerung“. Wo früher die in

ganz Deutschland genutzten Standardlastprofile

alle Haushaltsvarianten und

kleinen Gewerbe abdeckten, stehen die

Stromlieferanten bei allen Smart-Meter-

Kunden wieder am Anfang. Der Zähler

ist neu gesetzt, es gibt praktisch keine

historischen Verbrauchsdaten, die alten

Profile zählen nicht mehr viel. Aber auch

hier gibt es die „Prognose aus dem Netz“,

bei der IT-Dienstleister das individuelle

Lastprofil innerhalb weniger Monate

oder sogar Wochen mithilfe lernender

Systeme prognosefähig machen.

• Geodaten: Die hauseigene Photovoltaikanlage

ist der „Mitmacher“ bei der

FOTO: MAACK

Klemens Gutmann

ist Mitbegründer

und Vorstand von

regiocom SE. Die

Magdeburger

sind der größte

inhabergeführte

IT- und Servicedienstleister

für die

Energiewirtschaft.

Im regiocomLAB

bauen Entwickler

die „Werkzeuge für

die Energiewende

(u. a. zur Stromverbrauchsprognose,

zur Prüfung der

EEG-Umlage und

zum Regulierungsmanagement).

IT muss für Transparenz sorgen

Innerhalb von zehn Jahren hat das Angebot

an umfassenden (oft auch verifizierten!)

Daten und digitalen Auskünften zur

dezentralen Energieerzeugung massiv

zugenommen. Über die Portale werden

die Daten oft mundgerecht serviert: für

kleine Nutzer vielfach gratis, für professionelle

Nutzer bezahlbar und meist gut

an bestehende hausinterne IT-Systeme

anzubinden. Inwieweit das dazu beiträgt,

die Dezentralisierung der Energieerzeugung

wirklich zu beschleunigen, sei

dahingestellt. Eines haben die genannten

Beispiele aber in bemerkenswertem

Umfang erreicht: Transparenz über

viele wichtige Parameter der Energieerzeugung

und -verteilung. Transparenz

über die Gewichtung der Energieträger,

über ihren tatsächlichen Beitrag in jeder

Viertelstunde des Jahres, über die Preise

zu jedem Zeitpunkt sowie die Stabilität

des europäischen Netzverbundes und die

Analysen dazu, wenn es mal eng wird.

Nachhaltige Optimierung, wie sie für

die Energiewende gefordert ist, benötigt

eben diese Transparenz. Wenn alle, also

die großen Unternehmen und Infrastrukturträger

bis hin zu den einzelnen Haushalten,

an der Energiewende mitwirken

und ihre CO 2-Bilanz optimieren, dann

benötigt das Nachvollziehbarkeit und

eben Transparenz. Und die gibt es im

deutschen Energiesystem inzwischen auf

einem erkennbar hohen Niveau: initiiert

oft durch staatliche Signale, pilotiert

durch Projekte und durch wissenschaftliche

Einrichtungen, umgesetzt und

betrieben durch engagierte Softwareunternehmen

und IT-Dienstleister.

Womit wir wieder bei den oben

Gescholtenen wären – bei den Vertretern

der IT-Branche. Und um im Bild der

Gastronomen zu bleiben: Im Service, also

als Kellner, haben sie es dann doch

ziemlich weit gebracht. Ob das dem Ego

in ausreichendem Maße schmeichelt?

Der erfahrene Kellner antwortet so: Für

die Ambitionierten gibt es immer eine

Zukunft als Weinkellner, als Sommelier.

Und da ist der große Auftritt gesichert.


4

Lesen Sie mehr auf zukunftstechnologien.info

Wir müssen handeln

Deutschland müsse sich stark in der Energiewende positionieren, ist Joachim Goldbeck,

Präsident des Bundesverbandes Solarwirtschaft, überzeugt. Davon profitieren die

Umwelt, die Wirtschaft und letztlich die Menschen. Wie das funktionieren kann, erklärt

er im Interview.

Text Lena Schäfer

Energiewende jetzt. Wir haben keine Zeit für

Verzögerungen. Welches sind Ihrer Meinung

nach die drei wichtigsten Schritte, die

unternommen werden müssen, um kurz- und

langfristig erfolgreich zu sein?

Zuerst müssen wir die Ausbauziele anpassen.

Deutschland braucht wegen der Sektorkopplung

– zum Beispiel Elektromobilität und Wärmepumpen

– mehr Strom. Der drohenden Stromlücke

müssen wir allein bei der Photovoltaik mit einem

Zubau von 20 GW jährlich begegnen. Angrenzende

Regelungen wie die Degressionsrate der

Vergütungen müssen angepasst, die Genehmigungsverfahren

beschleunigt werden.

An zweiter Stelle steht ein dickeres Brett: eine

wirksame CO 2-Bepreisung. Diese muss zwei Aspekte

berücksichtigen: die Abfederung sozialer

Härten und CO 2-Kompensationen. Deutschland

und Europa existieren ja glücklicherweise nicht

allein auf der Welt. Auf Waren, die in die EU importiert

werden, gibt es eine Abgabe. Umgekehrt

erhalten exportierende Hersteller CO 2-armer

Waren eine Rückvergütung. Und wenn sich die

EU auf den wissenschaftlich ermittelten 30-Jahre-CO

2-Preispfad einigt, würde eine Investitionswelle

starten.

Mein dritter Punkt ist eine gesunde Reindustrialisierung

für strategische Technologien. 95

Prozent der PV-Produkte sowie deren Vorprodukte

kommen aus China. Wir müssen signifikante

Produktionskapazitäten über den Globus

verteilen. Deutschland könnte ein Standort sein.

Es gibt bereits Initiativen in diese Richtung, die

einen politischen Rahmen benötigen.

Haben wir Alternativen?

Wir haben Ziele und Werte, an denen sich Alternativen

messen lassen sollten. Schauen wir

auf die Wiederbelebung der Atomkraft. Diese

Technologie ist, wenn man alle Kosten – Projektentwicklung,

Versicherungen, Endlager – unsubventioniert

betrachtet, um ein Vielfaches teurer

als erneuerbare Energien.

Auch Geoengineering ist keine echte Alternative.

Dabei versucht eine Gruppe von Staaten die

Atmosphäre zu beeinflussen, um die Klimaüberhitzung

zu reduzieren. Streitigkeiten mit umliegenden

Ländern sind programmiert. Zudem

wären die Effekte temporär.

Diese Alternativen erscheinen mir deutlich

unattraktiver als eine auf erneuerbaren Energien

beruhende Wirtschaft.

Und die sozialen Aspekte der Energiewende?

Gewohnheiten müssen sich ändern, und zwar bei

allen. Ich sehe zwei Gruppen: die allgemein Betroffenen

und die konkret Betroffenen. Ein Teil

der CO 2-Einnahmen kann als sozialer Ausgleich

an jede hier lebende Person gezahlt werden,

denn alle sind betroffen. Wer CO 2-sparsam ist,

erhält mehr, wer nicht, weniger.

Wer den Arbeitsplatz verliert, zum Beispiel in

der Braunkohleindustrie, ist konkret betroffen.

Diese Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

brauchen Weiterbildungen, berufliche Perspektiven.

Die gibt es. Die PV-Branche als Beispiel

sucht händeringend nach Fachkräften.

Wie kann die Energiewende gelingen, wenn

nur einige wenige Länder dabei sind? Arbeiten

wir dann nicht gegen unsere Interessen?

Sich zurückzulehnen und auf den internationalen

Wettbewerb zu verweisen, führt uns

in zwei Sackgassen: Das Klima kollabiert und

wir verlieren technisch den Anschluss. Wir

müssen uns der Aufgabe stellen. Gemeinsam.

Zunächst müssen die Positionen in der EU –

immerhin der weltgrößte Wirtschaftsraum –

abgestimmt werden. Die EU-Regelungen müssen

so angelegt sein, dass sie andere Länder

abholen. Je größer diese Gruppe, desto attraktiver

ist sie für Außenstehende.

Internationale Verhandlungen beispielsweise

mit den USA haben aus meiner Sicht

höchste Priorität. Parallel müssen technische

Innovationen gefördert werden.

Joachim Goldbeck

Präsident des BSW

(Bundesverband

Solarwirtschaft e. V.)

und Präsident der

GOLDBECK SOLAR

Gruppe

ANZEIGE

Die Zukunft der Energie gehört der Sonne.

Bereiten Sie gemeinsam mit GOLDBECK

SOLAR den Weg in diese Zukunft.

Gestalten Sie die Energiewende mit – durch den

Bau einer Solaranlage. Diese ist wirtschaftlich,

schont die Umwelt, trägt zur CO 2

-Neutralität

und Energieunabhängigkeit bei.

www.goldbecksolar.com


Lesen Sie mehr auf zukunftstechnologien.info 5

Energiemarkt auf Erneuerbare Energien

ausrichten und Energiewende 2.0 starten

Die Energiepreise bewegen sich aktuell auf einem Rekordniveau. Für Privathaushalte und Unternehmen bedeutet

das teils erhebliche Preissteigerungen von mehreren hundert Euro pro Jahr für Gas und Strom.

Text Dr. Simone Peter

Bei den Gaspreisen wirken mehrere

Faktoren preissteigernd,– u.a.

die wirtschaftliche Erholung

vieler Länder nach den Corona-

Lockdowns, der wachsende Energiebedarf

in Asien und leere Gasspeicher hierzulande

nach dem vergangenen kalten Winter. Das

Preisniveau beim Strom hat sich in diesem

Jahr mehr als verdoppelt, da auf dem tagesaktuellen

Auktionshandel das letzte noch

benötigte Kraftwerk den Preis bildet, in

teuren Stunden sind das häufig Gaskraftwerke.

Diese treiben durch höhere Preisangebote

an der Strombörse wegen der

steigenden Gaspreise dann auch den Strompreis

nach oben. Dadurch sinkt zwar die

EEG-Umlage, trotzdem konnte dieser Effekt

die Steigerung des Strompreises 2021 nicht

im Ansatz kompensieren. Der notwendige

Ausbau der Erneuerbaren Energien – laut

Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien sind

das 80 Prozent im Strombereich bis 2030

– werden die Börsenpreise durch niedrige

Stromgestehungskosten zwar wieder

sinken, gleichzeitig fossile Kraftwerke

aber stetig teurer, was den Marktwert der

Erneuerbaren Energien erhöht, so dass

die EEG-Umlage in der aktuellen Systematik

wieder steigen wird. Diese Mechanismen

zeigen die bislang ungelösten Probleme

des derzeitigen Strommarktdesigns, die

in der kommenden Legislatur neben dem

massiven Ausbau der Erneuerbaren Energien

in allen Sektoren angegangen werden

müssen.

Um das Stromsystem der Zukunft an die

Erneuerbaren Energien anzupassen, sind

Sektorenkopplungstechnologien wie

Wärmepumpe, Elektrolyseure für grünen

Wasserstoff oder Power-to-heat-Anlagen

voranzubringen, flexibel steuerbare

Einheiten wie Bioenergie, Speicher oder

Lastmanagement anzureizen sowie der

hohe Anteil staatlicher Preisbestandteile zu

verringern. Eine solche Reform der Abgaben

und Umlagen orientiert sich am

preisgünstigen grünen Strom und könnte

die Marktwerte der Erneuerbaren deutlich

erhöhen. Gleichzeitig wird die regionale

Wertschöpfung gesteigert sowie die

Energieimportabhängigkeit Deutschlands

verringert. Hierzu trägt auch eine Offensive

für Erneuerbare Wärmetechnologien bei,

die von Wärmepumpe über Geo- und

Solarthermie bis hin zur Bioenergie zur

Verfügung stehen, sowie eine umfassende

Mobilitätswende, die die Umstellung auf

neue Antriebe (Elektromobilität) und neue

Treibstoffe wie e-Fuels für den schwer zu

elektrifizierenden Verkehr. Im neuen

Ampel-Koalitionsvertrag soll Klimaneutralität

unter konsequenter Nutzung der

eigenen Potenziale Erneuerbarer Energien

erreicht und der Erneuerbaren-Ausbau zu

einer neuen Mission unter Mitwirkung der

Bürgerinnen und Bürger gemacht werden.

Nur so kann die Transformation zu einem

klimaneutralen und wirtschaftsstarken

Standort Deutschland gelingen.

Dr. Simone Peter

Präsidentin

Bundesverband

Erneuerbare Energie

e.V. (BEE)

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit OCTOPUS ENERGY entstanden.

Eine Energierevolution für Deutschland

Andrew Mack ist der Deutschland-Geschäftsführer von Octopus Energy. Der Kampf gegen den Klimawandel

und für mehr Transparenz und Fairness auf dem Energiemarkt ist ihm eine Herzensangelegenheit. Er setzt

sich für die Energiewende in Deutschland und für mehr soziale Gerechtigkeit ein. Vor den Koalitionsverhandlungen

der neuen Bundesregierung hat er einen Strauß an schnell wirksamen Maßnahmen zusammengestellt,

die die grüne Wende in Deutschland befeuern können.

Text Andrew Mack

Andrew Mack

Geschäftsführer

Octopus Energy

Germany

Mehr unter:

octopusenergy.de/

energiemanifest

Der Schock über die Energiemarktkrise

steckt vielen noch in den Gliedern. Gerade

Haushalten mit mittlerem und schwachem

Einkommen dürften die drastischen Preissteigerungen

der Anbieter schwer zugesetzt haben.

Deutschland hat einen der höchsten Strompreise

weltweit. Wie soll da der Umstieg weg von fossilen

Brennstoffen hin zu Ökostrom gelingen? Die neue

Regierung sollte zügig so gut wie alle Steuern und

Abgaben auf Strom streichen (außer der Mehrwertsteuer).

Nur günstiger Ökostrom hat das Potenzial,

eine Alternative zu schmutzigen fossilen

Brennstoffen für die Haushalte zu sein, etwa beim

Heizen mit Wärmepumpen und beim Betanken

von E-Autos. Immerhin die EEG-Umlage soll bis

2023 wegfallen und nicht mehr den Strompreis

belasten. Dies war auch eine Forderung aus dem

„Energiemanifest für Deutschland“ von Octopus

Energy.

Auch beim Verbraucherschutz ist hierzulande

noch viel Luft nach oben. Viele Stromanbieter locken

Neukunden mit unrentabel hohen Boni, die

aber Teil teurer Knebelverträge mit saftigen Preiserhöhungen

sind – langfristig also ein schlechter

Deal für die Verbraucher*innen. Diese Billigangebote

werden indirekt subventioniert von jenen,

die über viele Jahre bleiben und oft viel zu viel bezahlen.

Wenn sich unseriöse Anbieter verzocken

bei den Preisstrategien und pleitegehen, muss

der lokale Grundversorger die Kunden übernehmen

– das wissen die Anbieter. Kein Wunder, dass

Haushalte dem Markt angesichts dieser Praktiken

misstrauen und den Umstieg auf saubere Energie

oftmals gar nicht erst angehen wollen.

Turbo für den Smart-Meter-Rollout

in Deutschland

Technologie kann uns helfen, unseren Energiekonsum

noch viel nachhaltiger zu machen.

Wenn wir Energie dann konsumieren, wenn sie im

Überfluss im Netz verfügbar ist (etwa bei Sonnenschein

oder wenn der Wind weht), dann stabilisiert

dies das Netz und Verbraucher profitieren

Strompreise

radikal senken und

Verbraucher schützen!

von niedrigen Preisen – zumindest in der Theorie.

Damit Anbieter wie Octopus Energy mithilfe

der inhouse entwickelten Plattform Kraken

agile Stromtarife anbieten können, sind digitale

Stromzähler (Smart Meter) nötig. Beim Rollout

dieser Geräte hinkt Deutschland jedoch stark hinterher.

In meinem Energiemanifest an die neue

Bundesregierung plädiere ich dafür, durch einen

Smart-Meter-Boost den Weg in die Energiewelt der

Zukunft zu ebnen.

Großer grüner Tentakelabdruck

für den Planeten

Octopus Energy wurde 2016 mit der Vision

gegründet, die Energiewende weltweit mithilfe

von Technologie zu beschleunigen und einen

großen grünen Tentakelabdruck zu hinterlassen,

und versorgt mittlerweile mehr als drei Millionen

Kunden weltweit. Auch namhafte Investoren

ruft diese Mission auf den Plan: Der Fonds des

ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore stieg

jüngst mit umgerechnet gut 500 Millionen Euro

bei der Octopus Energy Group ein. Bei Octopus

Energy haben wir einen Claim für den Mix aus

herausragendem Service, Fairness, langfristig

günstigen Preisen und 100 Prozent Ökostrom.

Er lautet: Love & Power.


6

Lesen Sie mehr auf zukunftstechnologien.info

FÜNF

NACH

ZWÖLF

In seinem Job fängt Dirk Steffens die Schönheit der

Natur ein. Im Interview erklärt der „Terra X“-Moderator,

was jeder tun muss, um diese nicht zu zerstören.

Text Doreen Brumme

Energien intelligent vernetzen –

Menschen engagiert

zusammenbringen.

Wir arbeiten gemeinsam an der Energiezukunft.

Als Verein, der Experten, Ideen und Lösungen zusammenbringt.

Aus Energiewirtschaft, Industrie, Forschung und unter

Einbeziehung von engagierten Bürgerinnen und Bürgern.

UNSERE ARBEITSSCHWERPUNKTE:

• Smart Meter Rollout

• Smarte Quartiere und Sektorkopplung

• E-Mobilität

• Förderung intelligenter Energienetze

Boris Johnson begrüßte die Staats- und Regierungschefs

auf der COP26 in Glasgow am 1.11. mit

den Worten, dass es eine Minute vor Mitternacht

auf der Weltuntergangsuhr sei. Was sagen Sie

angesichts des Weltklimas: Wie spät ist es?

Fünf nach zwölf. Politischer Zweckoptimismus

hilft ja irgendwann nicht mehr weiter. Wir haben

einen Punkt erreicht, an dem wir, wenn wir realistisch

sind, einräumen müssen: Die Klimakrise ist

nicht mehr zu verhindern, wir können allenfalls

noch ihr Ausmaß begrenzen und die Folgen

managen. Das 1,5-Grad-Ziel ist zwar theoretisch

noch erreichbar, aber das ist eine rein naturwissenschaftlich-technische

Betrachtung, die die Untiefen

des menschlichen Verhaltens außer Acht

lässt. Tatsächlich sind die aktuellen Treibhausgasemissionen,

aller grünen Rhetorik zum Trotz,

so hoch wie nie zuvor. Und eine zügige Trendwende

ist nicht in Sicht. Dieser bitteren Wahrheit

müssen wir uns stellen. Der Weltuntergang ist das

aber noch nicht, jedenfalls kein vollständiger.

2021 zeigten sich vielerorts weltweit Extremwetter,

zum Beispiel große Hitze (um die 50 °C) in

Kanada, sintflutartige Regenfälle im deutschen

Ahrtal, zugleich aber auch Dürre in Deutschland,

um nur zwei Beispiele aus nah und fern zu nennen.

Wie erklären sich solche extremen Wetter?

Und könnten Sie bitte kurz den Unterschied zwischen

Wetter, Wetterlage und Klima erläutern?

Ganz simpel ist Klima das gemittelte Wetter von

vielen Jahren. Ein heißer Sommer macht noch

keine Erderwärmung, mehrere ungewöhnlich

heiße Jahrzehnte in Folge aber schon. Und die

aktuelle Erwärmung erstreckt sich schon über etwa

200 Jahre, sie beginnt mit der Industrialisierung.

Ob einzelne Ereignisse, seien es nun die Waldbrände

in Australien, in Kanada, in Sibirien oder die

Fluten und Extremwetter in Deutschland, jeweils

mit dem Klimawandel zusammenhängen, ist nicht

immer klar zu sagen.

Eine aktuelle Studie des Weltklimarates sagt

eine Zunahme von Extremwettern voraus – ist

daran der Klimawandel schuld? Was ist der

Klimawandel? Müssen wir auch hierzulande

mit extremeren Wettern rechnen?

Es gibt inzwischen einen ganzen Forschungszweig,

der sich mit dieser Frage befasst. Die Attributionsforschung

untersucht die Zusammenhänge

zwischen Wetterextremen und Klimawandel. So

wissen wir inzwischen, dass die globale Erwärmung

den Jetstream in der Troposphäre verändert, der

für unsere Großwetterlagen eine entscheidende

Rolle spielt. Dadurch können Hoch- oder Tiefdrucklagen

beständiger sein, was dann natürlich

die Wahrscheinlichkeit von Hitzewellen oder Regenfluten

erhöht. Im Grunde ist es für die Entscheidungen,

die wir politisch und wirtschaftlich zu

So schaffen wir gemeinsam die Voraussetzungen für eine effiziente und

verlässliche Versorgung mit erneuerbaren Energien. In Baden-Württemberg,

Deutschland und darüber hinaus.

FOTO: TOBIAS SCHULT

treffen haben, aber gar nicht wichtig, ob nun diese

Flut oder jenes Feuer jeweils zweifelsfrei auf die

Klimakrise zurückzuführen ist. Diese Art von Präzision

ist oft nicht möglich, aber auch gar nicht nötig.

Denn zweifelsfrei fest steht: Das Klima ändert sich

und deshalb sind Extremwetterereignisse wahrscheinlicher.

Das kann man sich vielleicht so ein

bisschen wie bei einem starken Raucher vorstellen:

Wir wissen zweifelsfrei, dass Tabakkonsum sich

sehr negativ auf die Gesundheit eines Menschen

auswirkt. Trotzdem kann man nicht sagen, dass

jede Erkältung, die ein Raucher im Laufe seines

Lebens erleidet, direkt auf seine Sucht zurückzuführen

ist. Aber insgesamt wird er mit sehr hoher

Wahrscheinlichkeit doch deutlich mehr Atemwegserkrankungen

bekommen als ein Nichtraucher.

Und auch früher sterben. Also sagen wir völlig zu

Recht: Weg mit den Zigaretten. Und genauso sicher

können wir sagen: Runter mit den Treibhausgasemissionen,

denn sie machen das Weltklima krank.

Was ist der menschengemachte Klimawandel

– womit zerstören wir unser Klima, was

müssten wir dringend anders machen?

Das ist inzwischen Allgemeinwissen: Durch die

anthropogenen Treibhausgase, vor allem CO 2,

verändern wir die Zusammensetzung der Atmosphäre.

Energiereiche Sonnenstrahlen treffen auf

die Erde, werden zu Wärmestrahlen und die

werden von der veränderten Atmosphäre daran

gehindert, in den Weltraum zu entweichen. Jeder

kann das selbst in einem Gewächshaus spüren:

Wenn die Sonne scheint, ist es auch ohne Heizung

drinnen wärmer als draußen, weil das Glas so

ähnlich wirkt wie CO 2 in der Luft. Deshalb heißt das

Ganze ja auch Treibhauseffekt. Und was wir anders

machen müssen? Eigentlich alles. Alles muss sich

ändern, damit möglichst viel so bleiben kann, wie

es ist. Subventionen für klimaschädliche Produktionsweisen

müssen weg, wir brauchen eine grüne

Finanzwirtschaft, Steuern müssen endlich dafür

eingesetzt werden, auch wirklich etwas zu steuern,

etwa indem nachhaltige Produkte mit geringeren

Mehrwertsteuersätzen konkurrenzfähiger gemacht

werden. Das Umweltministerium sollte genau wie

das Finanzministerium eine Art Vetorecht bekommen,

um die Entscheidungen anderer Ressorts zu

korrigieren, und, ich bin ja ein großer Freund der

freien Marktwirtschaft, wir müssen die Verantwortung

der Marktteilnehmer stärken, das Verursacherprinzip:

Wer Profite macht und dabei Allgemeingut

schädigt, etwa Wasser, Luft und Böden,

muss dafür haften. Und zwar ohne Kompromisse.

Kohlekraftwerke wären dann sehr schnell sehr

unrentabel, weil man etwa die vielen Tausend

jährlichen Todesfälle durch verschmutzte Luft

finanziell kompensieren müsste.

Lesen Sie das komplette Interview auf:

zukunftstechnologien.info

UNSER NETZWERK – AUCH FÜR SIE.

Jetzt Mitglied werden und profitieren!

• Austausch und Vernetzung mit Akteuren aus

Politik, Energiewirtschaft und Forschung

• Beteiligungsmöglichkeiten an Förderprojekten

• Teilnahmemöglichkeit an Arbeitsgruppen

• Informationen über aktuelle Ausschreibungen,

Veranstaltungen und Termine

• Erweiterung des Bekanntheitsgrads der eigenen

Institution

Info & Kontakt

www.smartgrids-bw.net/

jetzt-mitglied-werden

info@smartgrids-bw.net

ANZEIGE


ANZEIGE

Make it

happen.

Wir bringen die Energiewende

in den Mobilfunk. Und zwar jetzt!

Digitalisierung ist die Schlüsseltechnologie

der Zukunft. Der Bedarf an mobilem

Datentransfer und mobiler Erreichbarkeit

wächst stetig und verursacht

bereits heute signifikante Mengen an

CO2. Höchste Zeit für die Energiewende!

Höchste Zeit für WEtell. Denn während

andere sich langsam in Richtung

Klimaneutralität bewegen, scheue ich

mich nicht, mit meinem Unternehmen

schon mal voranzugehen, und biete

zertifiziert klimaneutralen Mobilfunk

mit der Extraportion Energiewende -

wir investieren zusätzlich in den Bau

von Solaranlagen in Deutschland. Das

ist dann wirklich „make it happen“!

Mein Name ist Alma Spribille, ich bin

Gründerin und CFO des ersten klimaneutralen

Mobilfunkanbieters Deutschlands

und Vorständin des Bundesverbands

Nachhaltige Wirtschaft. Davor

leitete ich am Fraunhofer Institut für

Solare Energiesysteme Freiburg internationale

Industrieprojekte im Bereich

der Solarforschung. Energiewende ist

also fest in meiner DNA verankert.

Für die Klimaneutralität meines Unternehmens

und der Mobilfunktarife setzen

meine Mitgründer und ich auf eine

einzigartige Form des CO2-Ausgleichs:

Dekarbonisierung durch Pflanzenkohle-

Projekte in Europa, ermöglicht durch

Expert*innen der carbonfuture GmbH.

Dabei wird Kohle aus Forst-Reststoffen

hergestellt, wobei der Atmosphäre CO2

entzogen und anschließend dauerhaft

im Boden gebunden wird. Damit holen

wir alle bei WEtell anfallenden Emissionen

zurück, inklusive Scope 3. Ohne

Doppelberechnung, dafür aber

doppelt so effektiv mit super

innovativer Methode.

Bei WEtell sind Klimaschutz, Innovation

und Digitalisierung fest verankert.

Und das ist kein Zufall: Auch meine

zwei WEtell-Mitgründer kommen

aus dem Bereich erneuerbarer Energien.

Es liegt an uns Unternehmer*innen und

Entscheidungsträger*innen aller Branchen,

Produkte, Dienstleistungen und

Angebote zu entwickeln, die Menschen

eine klimaschonende Lebensweise

ermöglichen. Und das nicht erst in 10

Jahren, sondern jetzt, heute und hier in

Deutschland! Bei WEtell übernehme

ich gemeinsam mit meinem Team diese

Verantwortung.

Während wir alle Hebel auf klimaneutral

setzen, meistern unsere Geschäfts-

und Privatkund*innen mit den

leistungsstarken WEtell-Tarifen jede

Herausforderung. Dank zuverlässiger

Verbindung in das schnellste D-Netz.

Und sollte doch mal was sein, hilft

unser kompetentes Serviceteam aus

der Greencity Freiburg mit Herz und

Verstand - sofort, ohne lange Warteschleifen

und absolut zufriedenstellend.

Egal ob privat oder geschäftlich: WEtell

hat den richtigen Tarif – 100% klimaneutral,

100% zukunftsfähig und mit

jeder Menge Klimaschutz, Datenschutz,

Fairness und Transparenz.

Vor allem macht WEtell eines:

Energiewende jetzt!

Let’s make it happen.

WEtell

Alma Spribille

Erfahre mehr unter

wetell.de/makeit

wetell.de

endlich grünfunken


8

Lesen Sie mehr auf zukunftstechnologien.info

Klimaneutralität: jetzt mal ehrlich!

So schnell wie möglich klimaneutral werden – für

die Bau- und Immobilienbranche als einem der

größten CO 2 -Emittenten muss das vor allem bedeuten:

die Bestandsbauten – und hier vor allem den

Betrieb – optimieren. Ertüchtigen, Sanieren oder

gar neu bauen und damit neue Ressourcen verbrauchen,

nur wenn es wirklich nötig ist.

Text Dr. Christine Lemaitre

Die Voraussetzung für diese Vorgehen ist

eine Haltung, die Gebäude, Menschen und

Ressourcen wertschätzt und verantwortungsvoll

mit ihnen umgeht. Für die Zielsetzung

Klimaneutralität ist es wichtig, die Strategien

differenziert zu betrachten und zwischen Bestandsgebäuden

und Neubauten sowie den verschiedenen

Gebäudenutzungsarten zu unterscheiden.

Dr. Christine

Lemaitre

Geschäftsführender

Vorstand der

DGNB.

Transformationsstrategie Bestandsgebäude:

klimaneutraler Betrieb

Die CO 2-Emissionen, die dem Gebäudesektor im

Sektorenmodell des Bundesklimaschutzgesetzes

zugeordnet sind, beziehen sich bei Bestandsgebäuden

auf die Wärme- und Warmwasserbereitstellung.

Die Ursachen für diese Treibhausgasemissionen

reichen dabei vom Energieträger über eine schlechte

Bauqualität bis hin zu einer ineffizient eingebauten

Technik. Bestandsgebäude systematisch in die

Klimaneutralität zu führen, bedeutet zunächst den

Gebäudezustand zu analysieren und die Verbrauchsdaten

real zu messen. Ein Klimaschutzfahrplan

bringt dann geeignete Maßnahmen in eine technisch

realisierbare, wirtschaftliche Reihenfolge auf dem

Weg zum Zieljahr der Klimaneutralität. Entscheidend

ist ein kontinuierliches Monitoring der jährlichen

Verbräuche, um jede Maßnahme zu evaluieren und

den Klimaschutzplan weiterzuschreiben.

Klimaneutral in Erstellung und Betrieb

Für jeden Neubau sollte der klimaneutrale Betrieb

die Mindestanforderung sein und Klimapositiv

das Ziel. Die Mindestanforderung ist auch so im

neuen Koalitionsvertrag verankert. Für Neubauten

ist die Betriebsoptimierung nur ein Element.

In die Planungsentscheidungen gehören auch

die CO 2-Emissionen, die bei der Herstellung der

eingesetzten Produkte entstehen, sowie durch

den Errichtungsprozess, die Instandhaltung und

dem etwaigen (Teil-)Rückbau von Gebäuden.

Diese Lebenszyklusbetrachtung bedeutet, bei

jedem Neubau erstmal kritisch zu fragen, ob dieser

wirklich notwendig und wieviel umbauter Raum

ehrlich erforderlich ist. Sie bedeutet aber auch,

auf maximale Flexibilität der Gebäude zu achten,

Monomaterialität und/oder eine Reduktion von

Bauteilschichten für ressourceneffiziente Konstruktionen

zu planen, die Fügungen zugänglich und

lösbar zu gestalten und Baustoffe mit niedrigem

CO 2-Fußabdruck oder gar CO 2-Senken zu wählen.

Anreize und Transparenz gefragt!

Die Transformation gelingt nur, wenn wir

die Themen ehrlich angehen und in die

Breite wirken. Um Maßnahmen richtig zu wählen

und den Fortschritt zu evaluieren, müssen

alle CO 2-Emssionen im Lebenszyklus von

Gebäuden betrachtet und Verantwortlichkeiten

benannt werden, sowie eine Offenheit für

verschiedene Lösungen vorherrschen.

Am wichtigsten ist jedoch, dass wir anfangen

und das schon lange vorhandene Wissen

nutzen.

WIR BAUEN

IHR ZUHAUSE

Bereits seit über 120 Jahren bauen wir Traumhäuser für die ganze Familie.

Vorreiter waren wir immer schon. Auch als es darum ging, die Plusenergie

konsequent in den Serienstandard zu erheben. Bis heute verknüpfen wir Tradition

mit Innovation, nachhaltigen Holzbau mit modernster Technologie und

maximale Energieeffizienz mit umfangreichem Ressourcenschutz. Kombiniert

mit eleganter Architektur und Wohnkomfort schaffen wir Ihr Zuhause der

Zukunft.

MIT

ECHTER

PLUSENERGIE

INDIVIDUELL

WIE SIE

ANZEIGE

Wir waren die Ersten in der Branche, die Plusenergie in den Serienstandard erhoben haben.

In unseren drei Hausbau-Manufakturen in Deutschland bauen wir aus Holz moderne

& ökologische Häuser – eben Häuser für die Zukunft. Wir schaffen Orte, an denen sich die

Bauherren wohl und geborgen fühlen.

Das Herzstück bildet dabei die perfekt gedämmte Gebäudehülle. Das innovative KAMPA

E&H System wurde sogar mit dem einzigartigen Systemzertifikat von Viessmann ausgezeichnet.

Das optimal abgestimmte Energiemanagement macht KAMPA Bauherren zu

Selbstversorgern.

AUS

HOLZ

www.kampa.de

KA_Anzeige_FAZ_248x123_RZ_071221.indd 1 07.12.2021 15:56:16


Lesen Sie mehr auf zukunftstechnologien.info 9

ANZEIGE

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit THERMOHELD GMBH entstanden.

Ökologisch heizen

mit einer Kohlenstoff-

Stromheizung

Mehr als 70 Prozent der Energie, die private Haushalte fürs Wohnen verbrauchen,

gehen fürs Heizen drauf. 1 Dabei verfeuert der Großteil der

Deutschen noch immer die fossilen Brennstoffe Gas und Öl – und das mit

mehrheitlich veralteter Heiztechnik. Denn 71 Prozent der über 20 Millionen

Heizungen hierzulande sind unzureichend effizient und modernisierungsbedürftig.

2 Die Klimabilanz des deutschen Wärmemarkts ist entsprechend

schlecht und die Wärmewende dringender denn je. Eine Möglichkeit, künftig

so zu heizen, dass es sich für Haushaltskasse und Klima rechnet, stellt

Dr. Walter Schütz, Managing Director der thermoheld GmbH in Bayreuth,

mit der Heiztechnologie thermoheld vor.

DAS FLÄCHEN-

HEIZSYSTEM FÜR

DEN NEU-, AN-

UND UMBAU

Text Doreen Brumme

Was ist thermoheld?

Mit thermoheld haben wir rund um unsere Entwicklung

thermoheld •PAINT• moderne Wärmeerzeuger

entwickelt, die beim Heizen sowohl ökonomisch

als auch ökologisch punkten. Dazu gehören

eine elektrisch beheizbare Trockenbauplatte, Tapete

und Fußbodenfolie. Alle thermoheld-Produkte

werden dank einer sehr dünnen Beschichtung mit

unserer elektrisch beheizbaren Wandfarbe zu Wärmequellen

für Innenräume.

Wie funktioniert die beheizbare Wandfarbe?

Wie handelsübliche Wandfarbe besteht auch unsere

thermoheld •PAINT• aus einem Bindemittel und

Farbpigmenten. Letztere liefern uns Kohlenstoff, der

von Natur aus schwarz daherkommt, ganz nebenbei

mit. Vordergründig ist der Kohlenstoff jedoch Teil

unserer streng geheimen Rezeptur, weil er eine hohe

elektrische Leitfähigkeit besitzt.

Die machen wir uns zunutze, in dem wir mit unserer

beheizbaren Wandfarbe beschichtete Flächen

unter Strom setzen. Während dieser die Farbschicht

durchströmt, entsteht nach dem physikalischen

Wirkprinzip eines ohmschen Widerstands Wärme

– und zwar gleichmäßig über die gesamte Fläche.

Diese Wärme strahlt auf besonders wohlige Weise in

den zu beheizenden Raum.

Da wir wissen, dass wir Menschen Heizwärme am

angenehmsten empfinden, die nicht sehr viel heißer

als unsere eigene Körpertemperatur ist, liefern

unsere thermoheld-Heizungen Wärme von um die

40 Grad Celsius (°C) in Wand- und Decken- sowie 30

°C in Bodeninstallationen.

Nennen Sie uns bitte praktische Anwendungen

für Ihre Heizungen!

Die thermoheld •WAND• lässt sich wie jede herkömmliche

Trockenbauplatte verbauen: an Wänden

und Decken. Unsere Kunden verbauen sie vorzugsweise

in den Wohnräumen im Neubau und

überstreichen sie anschließend mit der Wand- oder

Deckenfarbe ihrer Wahl. Im Bad, wo eher Fliesenböden

verlegt werden, kommt oft unser Glasfasergitter

thermoheld •FLIESE• zum Einsatz. Sie ist auch

eine gute Wahl, wenn es um die Modernisierung im

Altbau geht. Die beheizbare Fußbodenfolie thermoheld

•BODEN• kann unter schwimmend verlegten

Bodenbelägen platziert werden und bringt die besonders

wohlige Wärme einer Fußbodenheizung ins

Haus. Die beheizbare Tapete thermoheld •FLEX• ist

eine sehr komfortable Lösung für die Altbaumodernisierung,

um punktuelle Wärmequellen strategisch

zu platzieren. Grundsätzlich sind unsere Heizungen

auch für eher autark mit Energie zu versorgende

Gebäude wie Gartenhäuser, Ferienhäuser und Tiny

Houses zu empfehlen.

Wie kommen Verbraucherinnen und Verbraucher

zu ihrer thermoheld-Heizung?

Entweder lassen sie sich diese von einem ins System

eingewiesenen Handwerker, Heizungsbauer

oder Elektroinstallateur installieren oder machen

dies in DIY-Manier. Letzteres erleichtern wir mit

einfach nachzuvollziehenden Demovideos, die

online zu finden sind. Geräte, die unsichtbar in der

Bausubstanz verschwinden sollen, werden über

Trafos in die Hauselektrik eingebunden. Wir haben

aber auch sogenannte Plug-and-Play-Varianten.

Wie punktet Ihre Stromheizung ökonomisch und

ökologisch?

Sie heizen damit emissionsfrei: Wer unsere

#1 Heizungen mit Ökostrom aus dem öffentlichen

Netz oder mit Solarstrom betreibt, den eine auf dem

eigenen Dach installierte Photovoltaikanlage ins

Hausnetz einspeist, der kann seine vier Wände mit

grünem Gewissen auf Wohlfühltemperatur bringen.

Sie heizen damit energie- und kosteneffizient:

Unsere Heizungen wandeln die

#2

elektrische Energie vor Ort nahezu eins zu eins in

Wärme um. Transportverluste fallen nicht an. Und

sie lassen sich leistungstechnisch passgenau auf

den Heizwärmebedarf der Verbraucherinnen und

Verbraucher „zuschneiden“.

Sie heizen damit flexibel: Unsere Heizungen

haben kurze Anlaufzeiten, wir reden hier

#3

von einer Viertelstunde! Das macht sie zu Wärmeerzeugern,

die Wärme auf Knopfdruck liefern.

Die Heizungen sind unsichtbar: Unsere

#4 Heizungen verschwinden in der Bausubstanz.

Sie haben damit geringere Investitions-,

#5 Installations- und sogar Baukosten: Der

geringe Materialverbrauch bedeutet geringe Investitionskosten.

Er schlägt sich ebenso positiv in der

Klimabilanz nieder: Im Grunde geht es um drei, vier

Kilo Farbe fürs ganze Haus und die Elektrik. Rohre,

Heizkörper und vor allem extra Räume für den

Wärmeerzeuger und den zugehörigen Brennstoff,

wie sie bei einer Gas- oder Ölheizung nötig sind,

brauchen Sie nicht.

Sie heizen damit sicher: Da unsere

#6 Heizungen mit Niederspannung (24 Volt)

arbeiten, sind sie im Betrieb absolut sicher.

Sie haben damit minimale Wartungskosten:

Unsere Heizungen laufen nahezu wartungsfrei.

#7

Vielen Dank, Dr. Schütz, für dieses aufschlussreiche

Gespräch!

1) Umweltbundesamt / Statistisches Bundesamt

2) Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e. V. (BDH) und Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks –

Zentralinnungsverband (ZIV)

Einfache

Installation

Kein unnötiger Schmutz oder

Bauschutt! Die Installation ist in

Alt- und Neubauten kinderleicht.

Höchster

Wärmekomfort

Mit angenehmer

Strahlungswärme

genießen Sie Wärme nach dem

Prinzip der Sonne.

thermoheld •FLEX•

thermoheld •FLIESE•

thermoheld GmbH

Ritter-von-Eitzenberger-Straße 24

95448 Bayreuth

Minimale

Kosten

Das bedarfsgerechte Heizen

minimiert den Energieeinsatz

und damit Ihre Kosten.

Für Neu-, Anund

Umbau

Sie können

Decken, Böden und Wände im

ganzen Haus beheizen - es sind

keine Grenzen gesetzt.

thermoheld •WAND•

thermoheld •BODEN•

Telefon +49 921 507388-0

Fax +49 921 507388-99

Email info@thermoheld.global

Weitere Infos unter: www.thermoheld.global


10

Lesen Sie mehr auf zukunftstechnologien.info

Innovationsstandorte in

Deutschland stellen sich vor

Mit Sensorik die Umwelt im Blick haben

Text Dr. Sascha Hemmen

Wirft man einen Blick in die Smart City

Charta, die Leitlinien für eine zukunftsgerichtete

Stadtentwicklung aufzeigt, so

liest man gleich auf den ersten Seiten, dass eine

smarte Stadt umweltfreundliche Konzepte fördern

soll, um die Ziele Klimaneutralität und Ressourceneffizienz

in Angriff zu nehmen. Somit stellt

sich für Kommunen die Frage, inwieweit digitale

Instrumente hierzu beitragen können.

Mit der im Jahr 2016 von der Stadt Wolfsburg und

der Volkswagen AG ins Leben gerufenen Initiative

#WolfsburgDigital verband sich von Anfang an das

Ziel, die digitale Transformation in allen Lebensbereichen

voranzubringen. Die Basis der Digitalisierung

sind Daten. Diese Einsicht führte dazu, dass

durch die Stadtwerke Wolfsburg eine offene Datenplattform

(ODP) sowie ein stadtweites LoRaWAN-

Netzwerk errichtet wurde. Mithilfe von IoT- und

Sensorikinfrastruktur sollen Prozesse verbessert und

Herausforderungen smarter gelöst werden. Ein gutes

Beispiel hierfür ist die Implementierung von Wassersensorik

in mehreren Teichen im Stadtgebiet in

diesem Jahr, ein Projekt im Rahmen des Förderprogramms

„Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministeriums

des Innern für Bau und Heimat.

Nachdem in Wolfsburg mehrere Teiche aufgrund

von Sauerstoffmangel „umgekippt“ sind und die

Fische darin starben, stellte man sich die Frage, ob

mithilfe von digitaler Infrastruktur das Ganze nicht

hätte vermieden werden können. Daraufhin wurden

Sensoren angeschafft, die unter anderem den Sauerstoffgehalt

der Gewässer messen können und diese

Daten über das städtische LoRaWAN zentral auf

der ODP sammeln. Ein Auswertungsdashboard mit

Alarmfunktion hilft nun den zuständigen Stellen,

die Wasserqualität kontinuierlich im Blick zu haben

und ermöglicht somit ein proaktives Vorgehen, sobald

gewisse Schwellenwerte erreicht worden sind.

Zusätzlich wurden in diesem Zuge noch weitere

Sensoren angeschafft, die die Grundwasserpegel

ermitteln und somit ein gutes Bild über den Zustand

des Grundwassers im Stadtgebiet liefern.

Die Umsetzung des Projektes bringt – neben der

Lösung des konkreten Problems – zusätzlich noch

weitere Vorteile auf dem Weg zur datenbasierten

Smart City. So wird ein interdisziplinäres Zusammenarbeiten

gefördert, Rollen und Rechte beim

Thema Daten werden diskutiert und in der

Umsetzung erprobt. Zudem wird der Umgang mit

permanenten Messdaten in den Fachbereichen

gelernt und neue Erkenntnisse zum Aufbau der

Smart-City-Architektur werden gesammelt. Diese

können direkt wieder in die Arbeit an dieser und

in eine umfassende Datenstrategie einfließen.

Weitere

Informationen

unter:

wolfsburg.de/

smartcity

Dr. Sascha Hemmen

sascha.hemmen@

stadt.wolfsburg.de

05361 282929

Wärme aus dem Eisspeicher

Text Marcus Gernsbeck

Gemeinde Gutach

im Breisgau

Geschäftsführung

Dipl.-Ing. Rüdiger

Höche

Tel.: 07223 946-201

ruediger.hoeche@

stadtwerke-buehl.de

FOTO: MANOLO PRESS

Diese Innovation hat das Potenzial, zu den

umweltfreundlichsten Heizarten der

Zukunft zu gehören: bi-direktionale Kalt-

Wärme-Netze mit einem Eisspeicher. Bei dieser

Technologie entstehen bei der Versorgung von Gebäuden

mit Wärme zum Heizen und für die Warmwasserversorgung

weder Abgase oder Verbrennungsrückstände

noch CO 2. Es werden keinerlei

Schadstoffe an Luft und Umwelt abgegeben, und

es müssen weder Rohstoffe – wie etwa Holz für

Hackschnitzelanlagen – noch fossile Brennstoffe

wie Öl, Gas oder Kohle verbrannt werden.

„Unser Ziel ist es, eine ökologisch sinnvolle

Wärmeversorgung aufzubauen und damit unseren

Beitrag zur CO 2-Reduktion zu leisten“, erklärt

Arnold Schmid, der mit seinem Unternehmen

innovativSCHMID die Technologie entwickelt und

das Patent darauf hat. In den zwei Schwarzwald-

Gemeinden Fischerbach und Gutach werden

Neubaugebiete bereits seit einigen Jahren über

ein bi-direktionales Kalt-Wärme-Netz mit Wärme

versorgt.

Betreiber in Gutach im Breisgau sind die Stadtwerke

Bühl. „Wir sind von der Technologie überzeugt.

Gerade vor dem Hintergrund des beschlossenen

Kohleausstiegs sehen wir sie als geeignete

Lösung für die Wärmeversorgung ganzer Quartiere“,

machen die Stadtwerke-Geschäftsführer

Reiner Liebich und Rüdiger Höche deutlich. Mit

ihrer Erfahrung und ihrem technischen Knowhow

arbeiten sie daran, die Technologie stets

weiter zu optimieren – und somit einen Beitrag zu

Klimaschutz und Energiewende zu leisten.

Wie funktioniert das bi-direktionale

Kalt-Wärme-Netz?

Während klassische Wärmenetze heißes Wasser

transportieren, werden hierbei die angeschlossenen

Gebäude mit Niedrigtemperaturwasser

beliefert. Der Vorteil: Wegen ihrer niedrigen Temperaturen

verlieren sie auf dem Weg wenig Energie

und können gegebenenfalls sogar noch welche

aufnehmen – beispielsweise aus dem Erdreich.

Das nicht isolierte Netz ist eine mit Wasser gefüllte

Ringleitung. Aus ihr entnehmen Wärmepumpen in

den Häusern Energie, um die Gebäude zu wärmen

oder zu kühlen. Um das Heiz- und Brauchwasser

vor Ort auf die gewünschte Temperatur zu bringen,

wird selbst erzeugter Strom von der eigenen Photovoltaikanlage

auf dem Dach genutzt.

Die Ringleitung wiederum führt ihr Wasser

durch den zentralen Speicher („Eisspeicher“),

einen im Boden vergrabenen Wasserbehälter.

Dieser speichert die Wärme saisonal: Die im

Sommer erzeugte Wärme wird für die Temperierung

der Gebäude im Winter genutzt, indem dem

Speicher die Energie entzogen wird, bis dieser

gefriert. Über den Sommer wird diese Kälte zur

Klimatisierung der Gebäude genutzt. Deshalb:

„bi-direktionales Kalt-Wärme-Netz“.

„InnovationCity“, „Freiheit Emscher“ und „LOUISE“

Text Andreas Pläsken

Bottroper

Wahrzeichen

„Tetraeder“

Bottrop wurde als Finalist des Wettbewerbs

um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis

ausgewählt. Damit hat

die Ruhrgebietsstadt die Chance, für ihre

nachhaltige und zukunftsweisende Stadtentwicklung

ausgezeichnet zu werden.

Im Rahmen des interkommunalen Projektes

„Freiheit Emscher“ wird aktuell an

der Nachnutzung der aufgegebenen Bergbauflächen

gearbeitet. In diesem Zusammenhang

wird der Stadtraum von 1.700

Hektar im Essener Norden und Bottroper

Süden gemeinsam mit der RAG Montan

Immobilien GmbH und weiteren Partnern

entwickelt.

Neben Gewerbequartieren mit technologie-

und wissensorientierten Unternehmen,

zukunftsweisenden Start-ups, Bildungseinrichtungen

und traditionellen Industrieunternehmen

werden verschiedene Möglichkeiten

des Arbeitens, Lebens und Wohnens

entworfen. Die Freiräume werden zukünftig

aufgewertet und tragen dazu bei, dass das

gesamte Planungsgebiet erlebbar gemacht

wird. Der Park Welheim ordnet sich zu den

Waldbereichen und die Halden von Bottrop

und ihrer Nachbarstadt werden zu Naherholungsgebieten.

Hier knüpfen auch die Zukunftsinitiative

„Wasser in der Stadt von morgen“ und

Projekte für die Mobilitätswende an, wie

das Logistikprojekt „LOUISE“ und weitere,

die im Klimaschutzteilkonzept Mobilität

entwickelt wurden.

Es ist für Bottrop nicht der erste Auftritt

beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis. Im

Jahr 2013 wurde das Projekt „InnovationCity

Bottrop“ mit dem Sonderpreis ausgezeichnet.

Zwischen 2010 und 2020

wurden in diesem Projekt die CO 2

-Emissionen

des industriell geprägten Stadtquartiers

mit 70.000 Einwohnern halbiert und eine

Steigerung der Lebensqualität wurde erreicht.

Durch kostenfreie Energieberatung,

Zuschüsse zur Immobiliensanierung, die

lokale Vernetzung und Steuerung der

Energienachfrage, Energieerzeugung sowie

Speicherung und Verteilung ist „InnovationCity“

ein Demonstrationsprojekt der

Energiewende geworden. Die Einbindung

der Bürgerinnen und Bürger war von

Beginn an ein zentrales Kriterium bei der

Umsetzung und schuf Akzeptanz und

Unterstützung.

Weitere

Informationen

unter:

bottrop.de

Andreas Pläsken

Ernst-Wilczok-Platz 1

46236 Bottrop

Tel.: 0 20 41 / 70-3743

presse@bottrop.de


Lesen Sie mehr auf zukunftstechnologien.info 11

Quartier Heidestrasse mitten

in Berlin – Ready for Future!

die Wohn- und Nutzflächen smart aus – wer energiesparsam

wohnen und arbeiten will, kann das

dank dessen einfach tun. Sie sollten auch wissen:

„Heidestrasse“ ist eins der ersten Großstadtquartiere,

dessen Gebäude komplett vernetzt werden.

Je nach Bedarf können die Nutzerinnen und

Nutzer von Wohnungen, Büros, Gewerberäumen

oder gastronomischen Einrichtungen ihr individuelles

Digitalpaket buchen.

Ali Rasul

Leiter Innovation &

Digitalisierung,

Taurecon Real

Estate Consulting

GmbH

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit

mit TAURECON entstanden.

Wie muss man ein Stadtquartier bauen, damit es zukunftsfähig ist? Diese

Frage beantwortet Ali Rasul. Am Projekt „Quartier Heidestrasse“ erklärt

der Leiter Innovation & Digitalisierung der Taurecon Real Estate Consulting

GmbH, wie das Unternehmen mitten in der Hauptstadt Platz für 10.000

Menschen schafft – zum nachhaltigen Leben, Wohnen und Arbeiten.

Text Doreen Brumme

Ali Rasul, bitte stellen Sie das Berliner

Stadtquartier „Quartier Heidestrasse“

kurz vor.

Das Quartier Heidestrasse entsteht derzeit

mitten in Berlin, nur wenige Gehminuten

vom Hauptbahnhof entfernt. Es wird als eines

von vier Planungsgebieten das Herzstück

der künftigen Berliner „Europacity“ sein und

schon bald rund 10.000 Menschen Platz zum

Leben, Wohnen und Arbeiten in der Hauptstadt

bieten. Neben mehr als 940 Wohnungen

entstehen auf den 85.000 Quadratmetern

Quartiersfläche Büros, Einzelhandelsgeschäfte,

Restaurants, Cafés, ein Hotel und eine Kita.

Das klingt nach einem neuen Kiez für die

Hauptstadt …

Ganz genau! Und zwar nach einem Kiez, der

das Zeug dazu hat, in Sachen Nachhaltigkeit

weit vorne zu liegen. Denn mit dem Quartier

Heidestrasse entsteht ein Berliner Kiez,

der urban, ökologisch, innovativ und smart

zugleich ist. Schon auf dem Papier bekam

unser Konzept die Vorzertifizierung „Gold“

der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges

Bauen (DGNB).

Was hat die Taurecon Real Estate Consulting

GmbH mit dem Quartier Heidestrasse

zu tun?

Wir haben das Quartier Heidestrasse für den

Eigentümer geplant und realisieren derzeit

den Bau inklusive Finanzierung, Steuerung

des Bauablaufs und Controlling. Anschließend

tragen wir die Verantwortung für die

Vermietung und Vermarktung der Quartiersflächen

sowie den gesamten Betrieb des

Quartiers.

Welche Vorteile bringt dieses Konzept

„alles aus einer Hand“ den Quartierbewohnerinnen

und -bewohnern?

In uns haben die Quartiernutzerinnen und

-nutzer, also die Menschen, die dort wohnen

beziehungsweise arbeiten, einen Ansprechpartner,

der jeden Stein des Quartiers bestens

kennt. Alles aus einer Hand bedeutet:

kurze Abläufe bei allen Anliegen rund um

die Quartiersnutzung. Bei Fragen liefern wir

schnelle Antworten, bei Problemen sind wir

vor Ort. Das schafft Vertrauen – und das ist die

beste Voraussetzung für eine gute Beziehung

zwischen uns als Flächenverwalter und den

Nutzerinnen und Nutzern.

Was macht das Quartier Heidestrasse

„Ready for Future“?

Das Quartier ist ausgehend von den Bedürfnissen

moderner Stadtbewohnerinnen und

-bewohner nachhaltig angelegt – angefangen

bei der Planung über den Bau bis hin zum

Betrieb. Ziel des Ganzen ist die Einsparung

von großen Mengen an CO 2.

Haben Sie konkrete Beispiele dafür?

Selbstverständlich! Beim Bau setzen wir auf

innovative Technologien wie Baugruben

mit Silikatgelsohlen, die eine signifikante

Ersparnis beim Betonverbrauch und somit

von CO 2-Emissionen bringen. Wir verbauen

schadstoffarme Materialien und binden

erneuerbare Energiequellen ein, zum Beispiel

eine Solarstromanlage (Photovoltaik).

Beim Betrieb sorgt eine hochmoderne

Gebäudetechnik inklusive digitaler Sensorik und

Steuerung dafür, dass die Quartierbewohnerinnen

und -bewohner Energie sparen. Wir rüsten

Wie sind die Quartierbewohnerinnen und

-bewohner mit dem Quartier vernetzt?

Ganz einfach über die entsprechenden Steuerungsanlagen

in den Räumlichkeiten und über

interaktiv bedienbare digitale Infosäulen in den

Gebäudeeingängen. Und natürlich auch über

die geplante Quartiers-App, über die zum Beispiel

Heizung, Beleuchtung und der gebäudeintegrierte

Sonnenschutz steuerbar sind. Dank

des Monitorings seines Energieverbrauchs kann

jeder energiesparendes Verhalten lernen. Wer

will, kann auch seinen Haustürschlüssel durch

das Smartphone ersetzen und selbst den Fahrstuhl

darüber steuern. Die App wird darüber

hinaus auch die Verfügbarkeit freier E-Scooter

oder E-Cars im Quartier anzeigen können.

Das klingt nach einem smarten Mobilitätskonzept!

Wir wollen die Menschen im Quartier Heidestrasse

nachhaltig mobil machen: Mit einer

Fahrradstraße. Mit einem – auch über die

App erreichbaren – Parkraumleitsystem. Mit

Angeboten verschiedener Shared-Mobility-

Anbieter. Selbst bei der in Berlin extrem lästigen

Parkplatzsuche hilft die App und zeigt

hoffentlich einen noch freien der insgesamt

1.000 Stellplätze im Quartier an.

Hat die Quartiers-App weitere Vorteile für

die Quartiercommunity?

Die App kann den Aufbau der nachbarschaftlichen

Gemeinschaft im Quartier pushen,

vorausgesetzt sie wird von der Community im

Quartier als modernes Angebot zur Kommunikation

angenommen. Darüber lassen sich neben

den schon genannten Beispielen schließlich

auch Informationen zum alltäglichen

Leben im Quartier teilen, zu Veranstaltungen

sowie zu Öffnungszeiten und Angeboten der

Geschäfte und der Gastronomie beispielsweise.

Sharing is caring! Unsere Idee war: Wer

dank der Quartiers-App über sein Quartier

Bescheid weiß, der spart Wege, Zeit, Energie

und – wir reden hier von Berlin! (lacht) – auch

Nerven. So bleibt mehr Zeit zum Leben!

Vielen Dank, Ali Rasul, für diesen Einblick in

den neuen Berliner Kiez Heidestrasse!

ANZEIGE

be part of it.

OFFICE. RETAIL. LIVING.

quartier-heidestrasse.com


LEA DIGITALISIERT

ANALOGE PROZESSE –

GANZ OHNE IT-SKILLS

Lea ist keine IT-Expertin. Sie verantwortet eigentlich das Marketing.

Dank No-Code-Lösung baut sie Business Apps für die Prozesse in

ihrem Unternehmen.

„Ping, ping, ping“, macht das E-Mail-Programm. Fotos von frisch

montierten Solaranlagen trudeln ein. Eigentlich ein Grund zur Freude,

doch der Bauleiter weiß, auf ihn wartet nun eine enorme Nacharbeit.

Bilder analysieren, der entsprechenden Baustelle zuordnen,

fehlende Daten ergänzen und zusätzliche Informationen beschaffen.

Zeitraubend und umständlich ist das. „So kann das nicht weitergehen,

beschließt er. Wir brauchen eine moderne digitale Lösung.

Und zwar schnell.“ Kurz darauf steht er mit einem Haufen Zettel in

Leas Büro. Auf der Loseblattsammlung hat er die Vision einer neuen

digitalen Berichterstattung für die Photovoltaikmonteure skizziert.

„ICH HATTE NULL

IT-ERFAHRUNG.

ABER SMAPS

BAUEN KANN

WIRKLICH JEDER.

ES IST KINDER-

LEICHT.“

Doch die Monteure, die den Prozess umsetzen sollen, sind zunächst

skeptisch. Plötzlich sollen sie vollständige Berichte in einer eigenen

App auf dem Tablet ausfüllen. Im digitalen Formular gibt es Pflichtfelder,

die man nicht freilassen darf, per Foto soll anschließend die

Baustelle vollständig dokumentiert werden. Geht das alles wirklich

schneller als vorher?

CHANGE? KLAR! GEHT GANZ FIX.

Nach ein paar Tagen Umgewöhnung und kleinen Anpassungen in

der smap hier und da, die Lea in Minutenschnelle selbst umsetzen

kann, sind auch die Monteure restlos überzeugt. Schnell finden

sich viele neue Ideen, wo man mit weiteren smaps Prozesse im

Unternehmen digitalisieren und so alltägliche Probleme lösen kann.

So viele, dass BSH einen weiteren Creator ins Boot holt: Lukas. Er

kümmert sich nun als Hauptansprechpartner darum, Prozesse zu

optimieren und baut als smapOne Creator smaps am laufenden

Band.

„BEI BSH KOMMT

OHNE AUSGEFÜLL-

TE SMAPS KEINE

SOLARANLAGE

MEHR AUFS DACH.“

APP AUS DEM BAUKASTEN

Lea ist keine IT-Expertin, aber Optimistin. Sie macht sich auf die

Suche nach einer Lösung, einem Tool für das Problem. Und sie wird

fündig: Der No-Code-Baukasten von smapOne, mit dem selbst

IT-Laien „smaps“ bauen können. smaps – das sind selbstgebaute

Apps für eben diese alltäglichen Prozesse, die bei großen Digitalisierungsprojekten

gern vergessen werden – Klemmbrett-Prozesse,

handschriftliche Formulare, Checklisten und Protokolle.

Lea hat zunächst Zweifel. Geht das ohne Programmierkenntnisse?

Nach zwei Tagen App-Bausteine hin- und herschieben, ausprobieren

und optimieren hat Lea den Prozess „Montagebericht“ mit einer

smap digitalisiert. Es funktioniert ganz einfach. Sie ist stolz.

DIGITALER PROZESS ≠ DIGITALES MINDSET

Auch die Bauleiter sind sofort Feuer und Flamme. Kein Bilderchaos

mehr, alle Daten zur Montage in einem Bericht, vollständig, auswertbar

und in Echtzeit. Das bedeutet eine massive Zeitersparnis und

eine große Erleichterung. Auch für die Kunden der BSH GmbH &

Co. KG gibt es nun mehr Transparenz. Sie erhalten nach der Montage

ihrer Solaranlage automatisch einen Bericht mit allen nötigen

Angaben zur Anlage und der Montage.

WOLLEN SIE, WIE LEA UND LUKAS,

DEM PAPIERCHAOS IN IHREM

UNTERNEHMEN DEN KAMPF

ANSAGEN UND EIGENE BUSINESS

APPS BAUEN? TRAUEN SIE SICH!

ES IST GANZ EINFACH.

SMAPONE.COM

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine