23.12.2021 Aufrufe

CityGlow Hannover Januar 2022

Erstellt für die, die eine gute und exklusive Mischung aus regionalen Themen aus Hannover und Umgebung schätzen. Hier erfahren Sie nicht nur das Neuste aus der Mode und Luxuswelt sondern auch Freizeit, Kunst, Kultur, Wohnen und kulinarisches findet hier Platz. Genießen Sie jede Seite unseres Januar Magazins.

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01.2022

GRATIS ZUM MITNEHMEN

CITYGLOW

WWW.CITYGLOW.DE

BOND

MODENSHOW

im Cinestar Garbsen

Social Club

Wo Netzwerk

gefeiert wird

READY,

SET, GO

Sandra Czok

DER KAMPF

DER KÜNSTLER

Das Interview mit Marc Masconi


Wir wünschen Ihnen

ein gesundes und

Foto: Oliver Vosshage Photography

frohes Jahr

1001 Creationen Geschenkideen

Bellou Coffee

Delius Juwelier

designforum Wohnaccessoires

elegant & excellent Wimpern

i:belle Damenmode

Khalil Coiffeur

Kunsthaus Hannover

Liebe Parfümerie

Lumas Galerie

Lutz Huth Schmuck

Montblanc

Mühlhausen Pfeifenstudio

Robbe & Berking Silber

Rotonda Ristorante

& Bistro Origlio

Antje Aschemann POP UP Store

Luisenstraße – Ecke Rathenaustraße

www.kroepcke-passage.de


Editorial

Foto: © hannoverfilmt

Michael, Magdalena und Philipp

Neues Jahr, neues Glück. In dem Sinne freuen wir euch wieder eine im

wahrsten Sinne des Wortes vielseitige Ausgabe präsentieren zu dürfen.

Gemeinsam mit der lokalen Musikergröße Marc Masconi werfen wir einen

Blick auf die aktuelle Situation der Kulturschaffenden. Die Pandemie scheint

uns mal wieder fest im Griff zu haben. Umso wichtiger, sich vor Augen zu

führen, wie viel Talent und Zusammenhalt in unserer Region zu finden ist.

Wir dürfen nie die Hoffnung und den Blick für die schönen Dinge des Lebens

verlieren.

Passend zu diesem Thema berichten unsere Kolumnisten Nik & Yas über

ihre Reiseerfahrungen, schauen wir auf die Bondmodenshow von Sasse

Design und sprachen mit einer echten Cheerleaderin über diesen außergewöhnlichen

Leistungssport. Und vieles mehr!

Unterhaltungstheater

Ihr

EIN TRAUM VON

Hochzeit

A n dreas Werth

20.01. bis

19.03.2022

H a nn ah Bau s

Wir wünschen viel Freude beim Lesen und Entdecken.

Ein erfolgreiches und gesundes 2022

S. 24

S. 17

S. 10

Komödie von

R. Hawdon

Inszenierung: Jan Schuba

Sabine Sch midt-Kirchner

Sabrina Kraft

hn er

Sebastian Teichn er

Isabella Nagy

S. 28

S. 26

S. 21

MEISTER DER

TÄUSCHUNG

Die Magier –

Golden Ace

23.10.2022

19:30 Uhr

CityGlowHannover

Georgstraße 54

30159 Hannover

Telefon (0511) 36 30 01

www.neuestheater-hannover.de


4 CITYGLOW


distortedpeople_hannover

Über gekreuzte Klingen und

unangepasstes Design

DISTORTED PEOPLE

HANNOVER

Was als wildes Projekt in der Münchner Partyszene begann, ist mittlerweile eine

internationale Erfolgsgeschichte. Das Modellabel „distorted people“ wurde 2008 als

gemeinschaftliche Gründung der Zwillinge Huy und Dung Vu gestartet.

Die Geschwister kamen als Kleinkinder aus Laos nach Deutschland, wuchsen im

ländlich geprägten Raum in der Nähe von Augsburg auf und kamen später nach

München.

Hier liegen auch die Wurzeln von „distroted“.

„Wir waren damals aktiv im Nachtleben unterwegs, arbeiteten als Barkeeper und

Veranstalter. Dabei lernten wir viele Leute kennen. Tatsächlich bildeten diese Kontakte

die Grundlage für unser Business“, sagen die Gründer über sich selber.

Das Logo spielt mit Tradition und Moderne. Filigrane Linien und harte Kanten. Die

Funktionalität des Barber-Handwerks im Kontrast zum groben Metzger. Mittlerweile

zählt das Label zu den Lieblingsoutfits der Stars. Der frische Mix aus Streetstyle

und komfortablen Sportlooks macht sie zur Wahl von Usain Bolt, Rapper Wyclef

Jean und Bastian Schweinsteiger.

Auch wenn es eine klare Form- und

Designsprache in den Kollektionen des

Unternehmens gibt, so soll doch eines

immer in den Vordergrund gestellt

werden: Die Individualität des Trägers.

In den wenigen stationären Stores der

Kette findet man keinen einheitlichen

Look, sondern individuelle Styles. Das

Label hat der Uniformität der Modewelt

den Kampf angesagt. Seit Mai dieses

Jahrs findet sich auf der Ecke Theaterstr

Thielenplatz der neuste Store der Marke.

Unverwechselbare Styles und eine

umfangreiche Beratung bieten ein cooles

Shoppingerlebnis.

istorted people hannover, Thielenpl. 5,

30159 Hannover

CITYGLOW 5


Foto: ©stock.adobe.com/felinda

Ein neuer Wegweiser für

die Landeshauptstadt

Hannover bietet eine Vielzahl an kulturellen

Angeboten und geschichtlich

relevanten Orten. Um sowohl Einheimischen

als auch Besuchern einen Überblick

über wichtige Punkte der Stadt

zu verschaffen, ist nun die App CultureMaps

gestartet. Sie soll als Stadt- und

Audioführer funktionieren und leitet die

Nutzer*innen entlang des Roten Fadens

im Zentrum. Zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten,

den “Points of Interest“

(POI), werden Geschichten vorgelesen,

wenn man den jeweiligen Ort erreicht.

Die Texte sind auch in der App lesen und werden von Bildern

nachzubegleitet.

Entwickelt wurde der digitale Stadtführer

von den ehemaligen Chefredakteuren

Karsten Schäfer und Peter Hody. Gemeinsam

studierten sie an der Hamburg

Media School und entwickelten schon in

dieser Zeit den Plan, zusammen mit den

großen deutschen Medienmarken eine

Audio-Plattform zu gründen. Als Karsten

Schäfer sich unterwegs oft fragte, was

hinter den historischen Gebäuden und

Denkmälern steckt, die ihm begegneten,

gab dies den Anstoß zu dem Projekt. Da

es keinen einfachen Weg gab, dies nicht

nur herauszufinden, sondern auch zu

erleben, entstand durch diesen Gedanken

die Idee zu CultureMaps. Bereits vor

dem Start in der niedersächsischen Metropole

in diesem Jahr veröffentlichte er

mit der von ihm und Peter Hody gegründeten

Firma AudioQ 2019 entsprechende

Apps für Wolfsburg und Stade. „Die

Besonderheit von CultureMaps ist, dass

alle POIs der drei Städte in jeder CultureMaps-App

angezeigt werden. So lassen

sich in der Hannover-App auch bequem

die POIs in Wolfsburg entdecken

und darin nach Stichworten suchen. Auf

diese Weise nimmt der Nutzwert von

CultureMaps mit jedem POI für alle User

zu, egal welche App sie installiert haben“,

erläutert Karsten Schäfer.

Individuelle Entdeckungstouren

Die App für Hannover bietet neben dem

Weg entlang des Roten Fadens auch von

drei Prominenten aus der niedersächsischen

Hauptstadt vorgeschlagene Touren:

Der Kabarettist Matthias Brodowy etwa

präsentiert einen Rundgang mit Schwerpunkt

auf der Natur und den kulturellen

Highlights (u.a. mit dem Berggarten und

dem Wilhelm-Busch-Museum). Der Fokus

von Schauspielerin Denise M’Baye

liegt aus persönlichen Gründen auf dem

Stadtteil Linden, da sie dort ist aufgewachsen

ist, während NDR-Moderator

Michael Thürnau auf seiner kulinarischen

Reise die Leckerbissen der Stadt

vorstellt.

Bei ihren Guides setzen die Macher von

CultureMaps auch auf Interaktion mit

den Nutzer*innen, denn diese können

auch ihre eigenen “Points of Interest” vorschlagen.

Dabei wollen Karsten Schäfer

und Peter Hody jeweils die “neuste und

benutzerfreundlichste Technologien”

nutzen, z.B. Künstliche Intelligenz (KI)

um individuelle Routen zu ermöglichen.

Dazu sollen auch Augmented Reality

(AR) und Virtual Reality (VR) zum Einsatz

kommen. So haben sowohl

alteingesessene Hannoveraner als

auch Besucher die Möglichkeit,

neue Seiten der Stadt zu

entdecken.

Ein Text von Elena Rauschert

6 CITYGLOW

Foto: ©stock.adobe.com/kosmos111


Lisa Bretschneider

Der Dreiklang von Musik, Karriere und Kommunikation

VITA:

Lisa Bretschneider hat sich als

Karrierecoach auf die Förderung von

klassischen Musiker*innen und

Sänger*innen spezialisiert.

Sie lebt in Hannover, ist studierte

Opernsängerin, Ex-Künstler-

Agentin, Managerin und angehende

Psychologin. Ihr Angebot umfasst

1-zu-1-Betreuung, Gruppencoachings

und Kurse, die die Themen

Image- und Kommunikationsberatung,

Marketing, Karrierestrategie

und mentale Gesundheit abdecken.

@lisa_go.play.coaching

„Das Instrument, das ich unterrichte, heißt Business“

Gemeinsam mit Musiker*innen ihren Weg von der Hochschule

auf die Bühne zu gestalten, das ist meine Leidenschaft.

Denn nicht immer machen die technisch Besten die größten

Karrieren. Oft sind diejenigen am erfolgreichsten, die am besten

kommunizieren – mit sich und über sich.

Wenn Musiker*innen und Sänger*innen die Hochschule verlassen,

dann tun sie dies als hochqualifizierte Fachkräfte an

ihrem Instrument beziehungsweise ihrer Stimme. Ihre Studienzeit

ist durchaus vergleichbar mit der von Mediziner*innen

und Jurist*innen. Zudem beginnen die allermeisten schon

lange vor ihrem Hochschuleintritt mit ihrer professionellen

Ausbildung. Man sollte also meinen, sie wären bestens vorbereitet

für ihren Beruf.

Doch der Musikerberuf verlangt längst mehr als Technik und

Musikalität. Entscheiden sich Musiker*innen und Sänger*innen

für eine Karriere als Solist*in, müssen sie sich als Solo-Selbstständige

behaupten. Dazu gehört, sich als Eigenmarke

zu etablieren, Marketing und Akquise zu betreiben, Verhandlungen

zu führen, das eigene Netzwerk zu pflegen und vieles

mehr. Im Grunde geht es also um Kommunikation in allen

ihren Facetten. Während meiner Arbeit in einer internationalen

Künstleragentur merkte ich schnell: Die kommunikativen

Fähigkeiten sind fast genauso wichtig, wie die musikalischen.

Nun fällt es vielen von Natur aus leicht, sich auszudrücken

und darzustellen. Für andere ist das eine große Aufgabe, die

mit Unsicherheiten und Ängsten verbunden ist. Und dann

gibt es noch die, die nicht mehr brauchen, als ein paar initiale

Ideen und regelmäßiges Feedback, um selbst loszulegen. Egal

auf welchem Level man startet, jeder, der möchte, kann an seiner

Technik feilen. Nicht nur, was sein oder ihr Instrument

angeht, sondern eben auch im Bereich der Kommunikation.

Denn wie man eine professionelle E-Mail schreibt, sich auf

seiner Webseite darstellt oder wie man eine Gage verhandelt,

kann man durchaus lernen. Das hat nur wenig mit Talent zu

tun.

Resilienz ist eine gute Basis für Erfolg

Und dieses Wissen bringt nicht nur bessere Karrierechancen

mit sich - es macht auch psychisch leistungsfähiger. Denn das

gute Gefühl, auf alles, was der eigene Beruf fordert, bestens

vorbereitet zu sein, reduziert Ängste und Stress. Und es schafft

das nötige Selbstvertrauen, um seine Ziele mit Zuversicht und

Kraft zu verfolgen.

Mein Wunsch ist es, dass ich durch meine Erfahrung, mein

psychologisches Wissen und meine offene empathische Art,

jungen Künstler*innen, die sich in diesem Bereich Unterstützung

wünschen, die Fertigkeiten und den Mut vermitteln

kann, die sie benötigen, um in eine erfolgreiche und glückliche

berufliche Zukunft zu starten.

Denn in ihrer Karriere sollten sie selbst die erste Geige spielen!

Lisa Bretschneider

Karrierecoach für Musiker*innen

www.goplaycoaching.com

CITYGLOW 7


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THIS IS FOR YOU, Hannover.

Die neue EQ-World an der Podbi 293

Foto: © Oliver Vosshage

LOCATION.

Seit mehr als 65 Jahren am Standort Podbielskistraße

293 ist die Mercedes-Benz Niederlassung

Hannover die erste Adresse, wenn es um kompetente

Beratung, Kauf oder Wartung von Mercedes-Benz

und smart Fahrzeugen geht. Nun

richtet sich das Haus neu aus und schafft Raum

für Elektromobilität: Die neue EQ-World.

PORTFOLIO.

Dank des erstklassigen Leistungsspektrums rund

um Verkauf, Service und Dienstleistungen aus

dem Hause Mercedes-Benz schenken zahlreiche

Kundinnen und Kunden der "Podbi 293" ihr Vertrauen.

Qualifizierte und engagierte Mitarbeiter kümmern

sich täglich um den Verkauf von Neu- und

Geschäftsfahrzeugen, Mobilitätsdienstleistungen,

Reparatur- und Serviceleistungen sowie um den

Vertrieb von Originalteilen, Zubehör und Accessoires

rund um die Marken Mercedes-Benz

und smart. Die Experten beraten nun auch umfangreich

zu allen Fragen und Belangen rund um

Elektromobilität.

Samet Esen, Produktexperte und Fachmann zum Thema Mercedes-EQ

8 CITYGLOW


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THE PLACE TO BE rund um e-Mobility

Foto: © Oliver Vosshage

„Seit Kurzem bieten wir unseren Gästen

einen neuen Mercedes-Moment in

unserem Showroom: Die neue EQ-World.

Hier erhalten sie umfangreiche Informationen

zur Elektromobilität von

Mercedes-EQ und allen Dienstleistungen

rund um dieses aktuelle Thema.“,

so Mirò Artounian, Verkaufsleiter PKW

Neufahrzeuge an der Podbi.

Die Nachhaltigkeit spielt eine immer

größere Rolle für viele Kunden und

Unternehmen. So setzt auch der Mercedes-Benz

konsequent darauf, die Produkte

und Dienstleistungen sowie deren Nutzung verantwortungsbewusst und effizient

zu optimieren.

Bereits heute befinden sich 16 Ladepunkte auf dem Areal von Mercedes an der Podbi,

weitere folgen im Laufe des Jahres, um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden.

Ab 2022 wird der gesamte Strombedarf der Niederlassung ausschließlich über

Ökostrom gedeckt.

Neben den Fahrzeugen finden die Besucher

der EQ-World auch Informationen

zur Lade-Infrastruktur, wertvolle Tipps

zur Errichtung einer eigenen Ladestation

zu Hause und natürlich alle Hinweise

zu den angeschlossenen staatlichen Förderungen.

Der Name Mercedes-EQ steht für intelligente

Elektromobilität. Für attraktives

Design, außergewöhnlichen

Fahrspaß, hohe Alltagstauglichkeit und

ein Höchstmaß an Sicherheit. Die Faszination

des elektrischen Fahrens wird

so komfortabel, sicher und zuverlässig

erlebbar, wie es von Mercedes-Benz erwartet

wird.

SUSTAINABILITY.

Mirò Artounian, Verkaufsleiter der Mercedes-Benz Niederlassung Hannover, Podbielskistraße.

Alles Wissenswerte rund um die Mercedes-Benz Niederlassung Hannover finden

Sie im Internet unter: www.mercedes-benz-hannover.de und auf den

Social-Media Kanälen.

CITYGLOW 9


READY, SET, GO

Mit Feuereifer

ins Abenteuer:

Fotos: © Sasi Sellathurai

Oh ja, ich kann

das neue Jahr

kaum abwarten

und bin sowas

von bereit.

Blaue Lippen, blasse Haut, Schwindelgefühl – so erlebte

ich Heiligabend 2020. Was ganz plötzlich kam, beschäftigte

mich noch bis zum Jahresende. Ein spezielles

Omen, soviel kann ich im Rückblick wohl sagen, denn

die „spontanen“ Änderungen oder plötzlichen Vorfälle

zogen sich 2021 sowas von durch mein Leben. Ein Jahr

ohne langfristige Pläne, in dem ich ständig spontan

offen für Veränderungen sein musste. Sei es beruflich,

familiär oder gesundheitlich – das letzte Jahr war ziemlich

ereignisreich. Mit Sicherheit hatte die aktuelle Lage

der Pandemie seinen Einfluss, doch ich erlebte nur selten

so ein Jahr, in dem einfach so schnell so viel passierte.

Es begann relativ entspannt. Ich drehte für ein Format

von RTL-Zwei und hatte meinen ganz normalen

Alltag. Am Wochenende ging die Luzie in Köln ab, oder

ich besuchte meine Familie & Verlobten in Hannover.

Manchmal shootete ich zwischendurch drei Tage am

Stück oder verreiste spontan auf Kurzstrecke, um etwas

Energie zu tanken. Einmal Ibiza in 2 Stunden? Kein

Problem. Ich war noch nie ein Fan solcher kurzfristigen

Trips, aber 2021 war mir alles recht. Die frische Brise

tat einfach gut und dennoch war alles anders. Es war

vor allem leer. Kaum zurück, nahm der Zahn der Zeit

seinen Lauf.

Wenn man wichtige Familienangehörige verliert, seinen

lieben Freundeskreis durch einen Umzug von Köln

10 CITYGLOW


nach Hannover verlassen muss und sich das

Leben von jetzt auf gleich dreht, denkt man viel

nach. Dann manifestiert man sich, schmiedet

neue Pläne, größere Pläne und nimmt sich vor

allem Zeit für sich selbst. Jede Veränderung ist

schließlich auch eine Chance. Und ja, ich habe

diese Zeit nach dem Umzug in meine Heimatstadt

Hannover gebraucht, um wieder anzukommen,

zwischendurch in das Creator House nach

Portugal zu fliegen, auf Shootingreise zu fahren,

aber auch um zu schauen, welche Route ich nun

nehme. Im Leben gibt es eben verschiedene

Züge. Das ist allerdings eine andere Geschichte.

An der Seite meines Verlobten fing ich an längst

fällige Projekte zu starten. Wer mich kennt, der

weiß ganz genau, dass es sich hierbei natürlich

auch um berufliche Träume handelt. Einige muss

ich aus rechtlicher Sicht verschweigen, andere

aber sind sowas von nennenswert. Ich begann

beispielsweise mit der Planung unserer Hochzeit.

Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass der Anfang

alles andere als einfach war. Die Suche nach

einem Pfarrer zog sich über vier Monate hin,

weshalb es sich als schwer erwies, komplett fest

in die Planung zu gehen. Ohne Pfarrer, würde es

schließlich keine Hochzeit geben. Das Problem

erledigte sich eines Tages. So konnte ich endlich

richtig loslegen. Auf dem Weg zur Traumhochzeit

stellte ich ein unglaubliches Team aus Trauzeugen,

Weddingplannern und Brautjungfern

zusammen. Der Countdown läuft immer noch,

so viel sei gesagt. Neben den beruflichen Projekten

und der Hochzeit, spielte allerdings auch der

Umzug eine große Rolle. In den letzten Jahren

hatte sich so viel getan. Es war wirklich Zeit für ein neues, größeres Zuhause.

Auch diese Suche erwies sich als Herausforderung. Nachdem die

Traumimmobilie vor uns stand, ergaben sich auf unerklärlicher Weise

immer wieder Punkte, weshalb wir uns in letzter Minute umorientieren

mussten. Dies war nicht nur bei der ersten Immobilie so, sondern auch

bei der Zweiten. Na ja, wie soll es sein – alle guten Dinge sind drei, oder?

Vielleicht musste so viel Zeit vergehen, um die richtige Immobilie zu

finden. Das Universum hat jedenfalls sein Bestes getan. Daran glaube ich

mittlerweile so fest! Plötzlich war sie da und dann ging alles sehr schnell

bis in die letzten Weihnachtsminuten.

Veränderungen über Veränderungen, 2021 war einfach ein aufbrausendes

Jahr. Nicht nur für mich, für jedermann, da bin ich mir sicher. Ich sehe

das ganze jedoch positiv. Diese plötzlichen Änderungen sorgten dafür,

dass ich meine Perspektive im Hinblick auf viele Dinge änderte. Ich beschäftige

mich mit neuen Themen und traute mich neue Wege zu gehen.

Neu – das ist mein Stichwort für 2022. Im Innen durch mein erweitertes

Mindset, meine Werte und meine erweiterten Interessen. Im Außen

durch die beruflichen Projekte, das neue Zuhause und

ganz bald auch durch den Bund der Ehe mit meinem

Traummann. Wow, habe ich das gerade wirklich geschrieben?

Da werde ich ja direkt rot. Ja, bald ist es so

weit und ich kann es kaum erwarten. 2022 ist mein

Game-Changer, wie sieht es bei euch aus?

Eure Sandra Czok

@sandra_czok @sandraczok @sandraczok

CITYGLOW 11


Teamwork

makes the

dream work

Foto: ©stock.adobe.com/Rukhsar Khan

Das Bild der amerikanischen High-

Schools ist für viele mit Red Cups,

American Football und damit natürlich

auch Cheerleading verbunden. In

der breiten Öffentlichkeit dürfte das

Rufen von Buchstaben und das vereinzelte

Wedeln der Puschel ebenfalls

bekannt sein. Doch was sich hinter

dieser knallharten Sportart verbirgt

und wer sie in unseren Breiten hochhält,

ist sicher nur einem kleineren

Kreis bekannt.

Wir sprachen mit Lea Wollenweber

über ihren Trainingsalltag, Sportverletzungen

und andere Herausforderungen

einer populären, aber

größtenteils unbekannten Sportdisziplin.

@selv.portrait

12 CITYGLOW


Liebe Lea, wie sieht dein Alltag und das Training aus?

Es ist stressig aber machbar! Neben der Arbeit wird in der Woche drei bis vier Mal

für zwei Stunden trainiert. Während andere sich mit Freunden getroffen haben

stand bei mir meistens Training auf dem Plan. Am Wochenende gab es dann auch

mal das ein oder andere Event wie Meisterschaften, Hochzeiten oder ein extra

Training.

Was macht die Faszination an diesen Sport aus?

Das faszinierende am Cheerleading ist einfach der Zusammenhalt im Team.

Man vertraut sich quasi blind! Man hat zusammen gute und schlechte Zeiten,

Höhen und Tiefen. Dadurch entsteht ein großer Zusammenhalt im Team. Es ist

ein Sport unglaublicher Vielfalt: Von Akrobatik und Bodenturnen bis hin zum

Tanzen und verschiedenen Sprüngen. Es gibt immer neue Herausforderungen

und Skills zu erlernen und zu meistern. Da wird einem nicht langweilig.

Was sind die harten Seiten?

Das Interview

Wir haben mit Lea Wollenweber gesprochen.

Sie arbeit als Medizinische Fachangestellte und

ist 21 Jahre alt. Seit ihrem neunten Lebensjahr

betreibt sie Cheerleading. Was zunächst mit

Bodenturnen begann, führte sie schließlich zum

1. HCV.

Gerade in der Meisterschaftsvorbereitung ist der Leistungsdruck sehr hoch.

Der Körper ist müde und kaputt, aber auch die Nerven liegen blank. Die

Meisterschaft rückt näher und die Anspannung steigt. Die Nervosität steigt.

Aber wenn es dann vorbeigeht, weiß man, wofür man es getan hat! Wer den

Sport schon mal gesehen hat, weiß das auch das Verletzungsrisiko recht hoch

ist. Gerade wenn man Pyramiden baut und mehrere Personen oben stehen.

Was machst du, wenn du mal im wahrsten Sinne des Wortes auf dem

Boden gelandet bist?

In den meisten Fällen steht man auf und macht es einfach noch einmal.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, aber gefallen sind alle eigentlich

schon mal. Auch wenn es gefährlich aussieht, in den meisten Fällen

gehen die Stürze glimpflich aus.

CITYGLOW 13


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Der gestiefelte Kater

in aller Ohren

Die Stimme ist ein mächtiges Werkzeug. So besteht die lichkeit, anderen Menschen nur mit Hilfe der Stimme eine

Mögganze

Welt zu öffnen. Keiner weiß das besser, als der Atem

Sprech- und Stimmlehrer Michael Helbing. Der Leiter vom

Stimmkontor Hannover vermittelt Wissen rund um den

Gebrauch von Sprache und Gesang.

Er verknüpft die beiden Elemente zu einem echten Erlebnis.

Er ist nicht nur Dozent und Therapeut, sondern in einem

unschlagbaren Duo unterwegs. Zusammen mit seinem Kollegen

Dominic Richter engagiert und organisiert er musikalische

Lesungen und andere Kulturprojekte.

gefühl für das Publikum ermöglichen es dem Komponisten,

stets die richtigen Töne zu treffen.

Nun kommt mit dem gestiefelten Kater die neueste Produktion

auf die Bildschirme. Was ursprünglich als Livestream

aus den Räumlichkeiten des Cavallo geplant war, wurde nun

eine aufwendig produzierte Inszenierung über YouTube. 30

Tage lang schrieb Michael Helbing an den Texten, Richter

komponierte über mehrere Tage den musikalischen Part und

über 3 Monate arbeiteten unterschiedliche Unterstützer an

der Realisierung des Projektes. Ziel des Ganzen ist der kostenlose

Zugang zu Kulturangeboten für alle Menschen.

Fotos: ©Patrick labitzke

Das Stimmenduo will allen Menschen Kultur zugänglich

machen. Ein Gedanke, der besonders vor dem Hintergrund

der Coronabeschränkungen an Relevanz und Zuspruch gewonnen

hat.

Besonders in der Weihnachtszeit soll vielen Kitas, Seniorenheimen,

Kirchen und anderen Einrichtungen über Leinwände

und Bildschirme die neue Aufführung präsentiert werden.

Menschen, die Kultur nicht erleben können bekommen so

die Möglichkeit an der Gesellschaft teilhaben zu können.

Begeistertes Feedback kam bereits aus den unterschiedlichsten

Richtungen: Von der Kinderklinik auf der Bult, bis hin zu

Seniorenresidenzen, waren Applaus und Begeisterungsstürme

ein steter Begleiter. Bereits seit dem Sommer sind sie mit

der Vorbereitung und dem Versand von Benachrichtigungen

beschäftigt.

Zeitintensiv sind Dinge wie Netzwerken und auf sich aufmerksam

machen. Die unglaubliche Resonanz brachte sie

dazu, das Projekt am ersten Weihnachtsfeiertag erneut zugänglich

zu machen.

Kontakt: www.musikalischelesung.de

Illustrationen: ©Arrsome Illustration, Jacob Müller

Sie verwandeln traditionelle Märchen und Erzählungen in

moderne Lesungen. Tradition trifft dabei auf Neuinterpretation.

Alte Geschichten bekommen einen neuen Charakter

und begeistern so alle Generationen. Jakob Müller verwandelte

die Märchenleser in liebevoll gestaltete Comicfiguren,

die Jung und Alt gleichermaßen begeistern sollen. Die musikalische

Begleitung und die Lieder kreiert Dominic Richter,

ebenfalls Therapeut, Dozent und Sänger, mit viel liebe zum

musikalischen Detail. Die Hintergrundmusik orientiert sich

an der Stimmung, sowohl des Lesers, als auch der Zuhörenden.

Seine jahrelange Erfahrung als Komponist, Musiker und

Sänger, sowie unzählige gemeinsame Projekte und ein Fein-

@stimmkontor

CITYGLOW 15


KOLUMNE ...

Mitten aus dem Leben von

Adriaan van Veen

Da ist es auch schon wieder vorbei, ein

weiteres Jahr deines Lebens. Wie lange

haben deine Vorsätze dieses Jahr gehalten?

Hast du deine Ziele erreicht und vor

allem, warst du glücklich mit den Entscheidungen

die du getroffen und den

Dingen die du getan hast?

Vor 3 Jahren, als ich mit dem Schauspielen

begonnen habe, war mein Ziel, dass

ich es innerhalb von 5 Jahren zu Netflix

schaffe. Dieses Jahr habe ich zwar nicht

für Netflix gedreht, aber ich hatte erste

Anfragen, was mich darin bestärkt nicht

aufzugeben. Dafür hatte ich dieses Jahr

mein Krimi-Debüt in der Serie "Die

Chefin" im ZDF und habe so viele Kurzfilme

gedreht wie noch nie. Ich komme

meinem Ziel näher und bin fest davon

überzeugt, dass ich es 2022 schaffe.

Die meisten Menschen machen sich für

das neue Jahr Vorsätze, scheitern damit

kläglich und warten bis ein weiteres Jahr

verstreicht um sich die selben Vorsätze

wieder zu machen. Dabei ist nicht das

Scheitern das Problem sondern erst

wenn man aufgibt und es nicht weiter

versucht. Aus meiner Sicht liegt es daran,

dass die Ziele die die Menschen haben,

nicht richtig ausformuliert werden

und sie zu schnell bei Problemen aufge-

ben. Dabei sind es die Hindernisse im

Leben, die uns wachsen lassen.

Ein Ziel braucht ein Enddatum und muss

so genau wie möglich definiert werden.

Einfach nur zu sagen: "Ich möchte mehr

Geld verdienen" reicht hier nicht. Die

Frage ist immer, wie kann ich mein Ziel

erreichen? Was muss ich dafür tun? Oft

hilft es auch, anderen von seinen Zielen

zu erzählen, damit der Druck größer

ist. Größere Ziele sollte man in kleinere

Etappenziele aufteilen, um dadurch immer

wieder in kurzer Zeit ein Erfolgserlebnis

zu haben. Für mich ist aber noch

eine weitere Sache wichtig, wenn ich ein

Ziel formuliere. "Was kann ich dabei für

andere Menschen tun?". Ich bin fest von

der Macht der Resonanz überzeugt. Hilf

anderen und auch dir wird Gutes widerfahren,

aber erwarte dies niemals. Hilf

anderen aus Liebe und nicht weil du damit

auf ein großes Geschenk hoffst.

bedanken, die mir bisher auf meinem

Weg geholfen haben. Ganz besonders

bei meiner Familie. Lasst uns gemeinsam

2022 zu einem großartigen Jahr

machen. Ich wünsche mir mehr Dankbarkeit,

mehr Liebe und das die Menschen

an sich arbeiten und weniger oft

aufgeben.

Eines meiner Ziele: Ich spiele 2022 in

einer Produktion für einen Streamingdienst

die Hauptrolle.

Foto: © ZDF

Foto: © Adriaan van Veen

Eines dieser Geschenke, die ich zum

Ende des Jahres bekommen habe, ist ein

Stipendium der GVL über 5000€, womit

ich meinen ersten Kurzfilm gemeinsam

mit der Filmschneiderei aus Köln, mit

der ich bereits zwei Kurzfilme gedreht

habe, produzieren werde.

Ich möchte mich hiermit ganz herzlich

bei den vielen wunderbaren Menschen

Foto: © Adriaan van Veen

16 CITYGLOW


Über Probleme und

Tabuthemen sprechen die

wenigsten gerne. Das ändert nichts

an ihrer Dringlichkeit im Gegenteil – es

bedarf Menschen wie Dr. Kati Ernst, die

den Mut haben umzudenken. Mit ihrem

Startup „Idas Place“ will sie Frauen mit

Blasenschwäche helfen.

Zusammen mit zwei Mitstreiterinnen

startete sie vor einem Jahr ihren Kampf

für die Enttabuisierung von Inkontinenz.

Die Innovation der Gründerinnen ist

eine Funktionswäsche die trocken hält,

ästhetisch ansprechend und im Gegensatz

zu vergangenen Produkten auch noch

nachhaltig ist. Ein Geschäftsmodell mit

Mehrwert für alle.

Wie erfolgreich ein nachhaltiges Produkt

speziell für Frauen ist und welchen gesellschaftlichen

Impuls dies entfalten kann,

konnte sie bereits mit ihrem Start-up

„ooia“ eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Das Unternehmen für ökologische Periodenunterwäsche

hat drei Jahre nach

Gründung zahlreiche Innovationspreise

gewonnen, hunderttausend Kundinnen

begeistert und scheut den kritischen

Dialog nicht.

GEGEN TABUS.

Für Empowerment.

Die 40-Jährige Kati Ernst ist in Hannover

geboren, in England aufgewachsen und im

Teenageralter zurück in die niedersächsische

Landeshauptstadt gezogen. Nach

einem BWL Studium zieht es ins Ausland

zum Sammeln von Erfahrungen, so an die

Unis in Sevilla und Cordoba und an die

University Laval im kanadischen Québec.

Viele Jahre arbeitete sie bei der Unternehmensberatungsfirma

McKinsey und berät

viele Unternehmen im Bereich Mode,

Luxus und Konsumgüter. Vor zehn Jahren

folgte dann noch eine Promotion mit dem

Schwerpunkt soziales Unternehmertum an

der Bergischen Universität Wuppertal.

Mit nachhaltiger Periodenunterwäsche

und Still-BHs soll das Leben vieler

Frauen verändert und verbessert

werden. Jahre später knöpften

sie sich zusammen mit

Co-Founderin Susanne

Rönnefarth das nächste

Tabuthema vor:

Mit „Ida’s Place“ mischen die

drei nun den Markt für Inkontinenzwäsche

auf, der trotz der

großen Zielgruppe verstaubt und

wenig ökologisch daherkommt.

Die Mission der drei Gründerinnen vereint

wirtschaftliches Erfolgsstreben mit

gesellschaftlichen Impulsen: „Wir verstehen

uns als Female Empowerment Company. Wir

streben nach gesellschaftlichem Wandel durch

Unternehmertum und mit innovativen Produkten

für Frauen, die Diskussionen anregen und deren

Alltag sorgenfreier machen.“

Die nachhaltige Wäsche mit Mehrwert spart Plastikmüll,

ist waschbar und langlebig und wird aus ökologischen Stoffen

aus Europa unter fairen Bedingungen in Litauen genäht.

ida splace

CITYGLOW 17


dem mexikanischen Restaurant Locorito, der

Brotmeisterei Steinecke sowie dem Burger-Restaurant

The Harp möglich.

Wer neulich die Hannoveraner Innenstadt

besucht hat, konnte am Kröpcke

ein neues Kunstprojekt entdecken:

“Bonart” sollte auf einer der belebtesten

Einkaufstraßen der Stadt auf die

Umweltverschmutzung und konkret

auf die Problematik der Kassenbelege

aufmerksam machen. Für das Projekt

hat das Startup-Unternehmen epap aus

der niedersächsischen Hauptstadt im

letzten März das Experiment #istgebont

gestartet, bei dem die Mitarbeiter alle

Einkaufs-Bons gesammelt haben, die

ihnen beim Einkaufen ausgestellt wurden.

Dabei kamen nach Angaben von

epap 225 Bons mit einer Gesamtlänge

von 85,5m und einer Fläche von 64,125

Quadratmetern zusammen.

Foto: ©Joy Lohmann

Aus den zusammengetragenen Bons wurden

dann von Kunststudent*innen der Universität

Osnabrück kleine Kunstwerke zum Thema

Klimawandel gestaltet, die seit dem 21.09.

zentral in der Innenstadt zu sehen waren. Sie

wurden gemäß der aus Italien stammenden

Technik der Arte Povera hergestellt, bei der

Alltagsmaterialien verarbeitet werden. Eines

davon ist “BonCouture", ein aus Kassenbelegen

gefertigtes Kleid, das direkt in der Kröpcke-Uhr

ausgestellt ist. “Mit unserer Bonart möchten

wir ein Zeichen für klimafreundliche Alternativen

setzen und zum Umdenken anregen. In

unserem Alltag gibt es immer noch viele kleine

Dinge, die leicht vermeidbar sind und nicht nur

der Umwelt, sondern auch uns guttun”, erläutert

Ruth Rottwitt, Communications Managerin von

epap, die Motivation hinter dem Projekt. Auch

die beteiligten Künstler*innen finden die Idee

sinnvoll: “Das seit der Bonpflicht Jahr für Jahr

Millionen Kilometer an unnötigem Bonpapier

gedruckt werden, ist schädlich für die Umwelt

und sollte dringend geändert werden. Dafür

macht epap sich stark und deshalb unterstütze

ich gerne diese Aktion mit meinen kleinen

Bon-Kunstwerken", erklärt etwa Caroline.

“Ich verfolge epap schon seit Gründungszeiten

und bin begeistert von der Mission des Teams,

insbesondere überzeugt mich dabei der Aspekt

der Nachhaltigkeit. Da das einfach eine Angelegenheit

ist, die nicht oft genug thematisiert

werden kann, bin ich sehr glücklich an diesem

Projekt teilzuhaben und dem Team von epap

auf meinen Bons ein Gesicht zu geben”, meint

die Kunst- und Anglistikstudentin Jasmin. Die

Ergebnisse der kreativen Arbeit wurden einige

Wochen an dem exponierten Ort am Kröpcke

prädentiert.

Text: Elena Rauschert

Das im Februar 2020 gegründete Startup

setzt sich für eine Reduktion des

durch Kassenbons verursachten Mülls

ein. Dazu wurde bereits im Herbst

2019 eine App als digitale Alternative

zum gedruckten Beleg gelauncht. Die

Anwendung soll auch als Verbindung

zwischen Kassensystemen und den

Kund*innen dienen. Mit der epap

App können bereits an rund 5.500

Kassen Belege digital empfangen. In

Hannover ist das beispielsweise im

Lokalkaffee, im BoBo, bei Elfie & Ignaz,

Die Gründer v.l.n.r.: Sebastian Berger, Fabian Gruß, Jannis Dust, Gerd Trang

Foto: ©Paula Keen

18 CITYGLOW


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Felix Wimmer. „Gehen Sie deshalb die

Verpflichtung gegenüber Ihrer Gesundheit

ein. Halten Sie fest an der Priorität,

die Sie sich am Jahresanfang gesetzt

haben. Setzen Sie sich Termine in den

Kalender und bleiben Sie dran. Ein kontinuierliches

Training ein- oder zweimal

wöchentlich ist effektiver, als drei Monate

lang sieben Tage die Woche.

Gute Vorsätze für 2022?

Starten Sie Ihr Vorhaben an der Basis

Felix Wimmer

„Jedes Jahr zum Jahresanfang nehmen

sich viele Menschen vor, aktiver, präventiver

und gesünder zu leben“, sagt

er. Oft ist der Vorsatz jedoch schon im

Laufe des Februars wieder verpufft, sie

schaffen es einfach nicht, diesen nachhaltig

umzusetzen. Es scheitert daran,

eine feste Routine zu finden, private

Termine oder berufliche Verpflichtungen

werden schnell vorgezogen und die

Priorität der eigenen Gesundheit rückt

wieder in den Hintergrund.

Allerdings: „Nur wer gesund lebt, hat

Energie und ist leistungsfähig“, weiß

Starten Sie Ihr Vorhaben an der Basis,

steht dem Erfolg eigentlich nichts im

Wege. „Lassen Sie sich zunächst durch

einen Fachmann einen validen Ist-Zustand

ermitteln, denn Ihr Ziel ist nicht

unbedingt das Beste für Ihren Körper.

Ihr Training sollte perfekt auf Ihre Bedürfnisse

ausgerichtet sein“, so der Tipp

der Aspria Experte.

Anhand dieser Auswertung kann ein

Trainer einen maßgeschneiderten Plan

erstellen, der perfekt auf alle individuellen

Voraussetzungen und Ziele

abgestimmt ist. Sie starten so nicht nur

fit und verjüngt ins neue Jahr, sondern

werden auch beraten und unterstützt.

Felix Wimmer spricht aus Erfahrung:

„Das Stichwort lautet „nachhaltig“,

weshalb die regelmäßige anschließende

Konsultation des Trainers nicht nur

sinnvoll, sondern auch eine zusätzliche

Motivation bietet. Dieser hilft Ihnen,

am Ball zu bleiben und sich so langfristig

um Ihr wichtigstes Gut zu kümmern

– Ihre Gesundheit.“

Aspria ist der ideale Ort für alle,

die sich im neuen Jahr mehr bewegen

wollen. Mehr Infos auf www.aspria.com.

Sie haben sich für 2022 vorgenommen,

sich mehr um Ihre Fitness zu

kümmern? Erfahren Sie hier von Felix

Wimmer, Wellbeing Manager im Aspria

am Maschsee, wie Sie am besten

einsteigen und wie einfach es sein kann,

langfristig am Ball zu bleiben.

Mit großer Wahrscheinlichkeit sind Sie

mit guten Vorsätzen ins neue Jahr gestartet.

Geht es hierbei um Ihr körperliches

Wohlbefinden? Wenn ja, lautet die

Empfehlung von Felix Wimmer: „Nehmen

Sie sich vor, sich Ihrer Gesundheit

gegenüber zu verpflichten.“

Der Experte kümmert sich seit 8 Jahren

um das Wohlbefinden der Aspria Mitglieder

und kennt die Herausforderung.

CITYGLOW 19


IN BÄDERN VON OETTINGER

WIR WÜNSCHEN EINEN ENTSPANNTEN START IN EIN ERFOLGREICHES

JAHR 2022

©Dmitry Koksharov/ stock.adobe.com

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20 CITYGLOW


BOND MODENSHOW

im Cinestar Garbsen

Kaum eine Filmreihe blickt auf eine so lange Tradition wie die

James-Bond-Reihe. Der Kultagent jagt nun bereits im 25. Filmstreifen

die Bösewichte der Welt. Im aktuellen Teil „Keine Zeit zu

sterben“ schlüpft Daniel Craig ein fünftes und letztes Mal in die

Titelrolle. Bond ist selbst eine Stilikone, Generationen von Modedesignern

und unterschiedlichste Labels statteten den Agenten

bereits aus und ließen sich von der Zeitlosigkeit des Briten inspirieren.

Auch in Hannovers Modeszene gibt es Bondbegeisterte. Ein Beispiel

wäre Melanie Wedemeier von Sasse Design. Die Maßschneiderin

und Modedesignerin präsentierte zur Premiere des neusten

Agentenstreifens mit einer Verzögerung von mehr als anderthalb

Jahren ihre Bondkollektion. Eigentlich sollte die Fashionshow

bereits im April 2020 stattfinden, musste jedoch Corona bedingt

immer wieder verschoben werden. Tatsächlich stellte die Show

die Fortsetzung einer kleinen Tradition dar. Bereits zu anderen

Bondfilmen mit Craig wurden Modenshows von der Designerin

veranstaltet.

Foto: ©Wilfred Feege

Die dafür angefangenen Abend- und Cocktailkleider wurde im

Lockdown gefertigt. Da kam nie Langweile auf und blieb keinerlei

Zeit für trübe Gedanken. Die Kleider wurden von einem befreundeten

Fotografen Bernd Günther abgelichtet und in Szene gesetzt.

Nach zwei Jahren Corona bedingter Showpause freuten sich

alle 14 Models auf die Show im Garbsen Kinocenter. Vor einem

breiten Kinopublikum wurde eine mehrminütige Fashionshow

inklusive passender Musik aus den bekanntesten Titelmelodien

der Bondreihe eingespielt. Theaterleiterin Kati Reims war froh,

ihrem Publikum wieder etwas Außergewöhnliches präsentieren

zu können.

Es wurden 15 Abend- und Cocktailkleider präsentiert, überwiegend

in aufregendem schwarz mit Glitzerelementen. Lange Tüllkleider,

schmal und hochgeschlitzt oder verspielt mit viel Glitzer,

es war für jeden etwas dabei. " James Bond" wurde von Lo and Go

ausgestattet, eine nette Kooperation mit Rolf Eisenmenger. Unter

tosendem Applaus verließen die Bondgirls in Begleitung ihres

Bonds die Bühne.

Foto: ©Bernd Günther

Foto: ©Bernd Günther

sassedesign.hannover

Zitat: Janka, Laufstegmodel & Bondgirl:

Foto: ©Bernd Günther

„Es war auf jeden Fall nochmal was ganz Anderes als auf einem

"normalen" Laufsteg. In dem pompösen Kleid die Treppe runter zu

steigen, an den überraschten Zuschauern vorbei, vorn vor der großen

Leinwand von den Scheinwerfern angeleuchtet zu werden und für eine

gewisse Zeit den Kinofilm einfach zu "ersetzen" war schon sehr kribbelig.

Ich liebe ja auch den gedämmten Sound und vor allem den Geruch

nach Popcorn und Nachos in Kinosälen, das macht automatisch so ein

gewisses Feeling, das gleich irgendwas Spannendes passiert. In diesem

Falle waren das wohl wir und konnten hoffentlich die Vorfreude auf

den Film noch ein bisschen weiter steigern.“

Fotobegleitung: bgphotographyart janka_im_nebel

CITYGLOW 21


Bild: adobe.stock.com/aleutie

22 CITYGLOW


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Rürup Rente

für wen und wann macht sie Sinn?

Die Rürup Rente, genannt auch Basis

Rente, ist als Alternative zur Riester

Rente „erfunden“ worden.

Die Idee war sehr einfach und sehr gut

– durch Steuervorteile werden die Menschen

dazu motiviert, privat fürs Alter

vorzusorgen.

Wie funktioniert das? Du suchst Dir

eine Gesellschaft aus, gibst dieser Gesellschaft

Geld und diese legt es in Deinem

Namen an. Dann kriegst Du das Geld als

Rentner lebenslang in mtl. Zahlungen

zurück. Das Finanzamt sagt: „Für jedes

Jahr, in dem Du Geld in Deinen Vertrag

eingezahlt hast, musst Du weniger Steuern

zahlen und erhältst eine Rückerstattung.“

Mit anderen Worten kannst Du

Deine Einzahlungen steuerlich absetzen.

Sogar bis zum Jahr 2025 kannst Du immer

die gleichen Beträge einzahlen und

trotzdem in jedem Jahr eine um 2% höhere

Summe steuerlich geltend machen

(bis die Summe 100% erreicht hatte).

einzahlen, um dadurch Deine Steuerlast

(nachträglich) zu reduzieren.

Obwohl die Rürup Rente für die Selbständigen

gedacht war, ist sie tatsächlich

auch ein sehr interessantes Produkt für

Gutverdiener.

Das waren die positiven Aspekte der Basis

Rente. Es gibt aber auch paar negative

Punkte:

So hat die Rürup Rente fast die gleichen

Begrenzungen, wie die gesetzliche Rente.

Im Rentenalter ist diese Rente kaum

vererbbar. Wenn, dann nur an den Ehepartner

und auch nur dann, wenn dafür

im Vorfeld eine Zusatzversicherung abgeschlossen

worden ist. Zudem gilt das

nur für eine begrenzte Laufzeit. Also

kann es sein, dass Du dort sehr viel Geld

eingezahlt hast, welches nach Deinem

Tod an die Versicherungsgesellschaft zurück

„fließt“.

Außerdem ist zu beachten, dass wenn

Du einen Vertrag abgeschlossen hast,

der miserabel läuft und eigentlich Dein

Geld vernichtet, anstatt es zu vermehren,

Du nicht mehr auf einen besseren

Vertrag (wie bei der Riester Rente)

wechseln kannst. Du kannst es nur die

Beitragszahlungen einstellen und darauf

hoffen, dass die Gesellschaft nicht das

ganze Geld einbehält. Du kannst den

Vertrag auch nicht kündigen um Minimum

„etwas“ zu retten, es gibt nur eine

Option: Beitragsfrei bleiben.

Zusammen gefasst: Ja, die Idee ist sehr

gut, die Kontrolle über die Produkte die

auf dem Markt sind -„no comments“.

Aus meiner Sicht, macht es als zusätzliches

Altersvorsorge-Produkt bei einem

sehr guten Versicherungspartner

in vielen Fällen durchaus Sinn, sich für

die Rürup-Rente zu entscheiden, sofern

es nicht das einzige Altersvorsorge Produkt

bleibt.

Die Grundidee war, dass dieses Produkt

besonders für Selbständige attraktiv sein

soll. Zudem gibt es bei der Rürup Rente

die Möglichkeit, mehrmals im Jahr

spontan Geld in den Vertrag einzuzahlen,

bis die Summe 25787€ erreicht hat.

Und solltest Du sogar verheiratet sein,

kannst Du bis zu 47448€ pro Jahr auf

Deinen Vertrag überweisen. Also kannst

Du noch am 30.12. eine gewisse Summe

Dominika

Czerniawska-Gastmann

Dominika Czerniawska-Gastmann,

Finanzberaterin selbstständiger,

Handelsvertreter für Swiss Life Select

Lister Str. 11, 30163 Hannover,

Telefon: 0511 901110, Mobil: 0152-53-934079

30362@swisslife-select.de, www.swisslife-select.de

Bild: adobe.stock.com/Sophie Alp

CITYGLOW 23


Fotos: ©Kerstin Schulz

SCHWARM K

24 CITYGLOW


Wer im Dezember den Hauptbahnhof

verließ, musst unweigerlich den Blick

auf eine Kunstinstallation der besonderen

Art werfen. Das Wahrzeichen der

Stadt, das Ernst-August Denkmal von

oben bis unten in schwarzer Farbe verhüllt.

Das wirft Fragen auf. Und erhitzte

die Gemüter. Es gab Gesprächsstoff. Wir

sprachen mit dem kreativen Geist hinter

dem SCHWARMKUNSTWERK - Kerstin

Schulz.

Hallo Kerstin, wie kommt man dazu, das

Wahrzeichen einer Stadt einzupacken?

„Im Jahr 2019 wurde ich gefragt, ob ich

für die EU ein Schwarmkunst Projekt

zum Thema Identität konzipieren könnte.

Wo fängt die Identität innerhalb jeden

Ortes an, jeder Stadt, jeden Landes

oder auch die Identität der gesamten

EU? Corona hat diese Aktion dann im

Keim erstickt. So war ich glücklich, dass

ich von Ingrid Wagemann angesprochen

wurde wie ich mir Hannover 2030

vorstellen könnte. Was ist für eine Stadt

identitätsstiftend? Die Menschen, Gebäude

oder ein Denkmal? Als Künstlerin

hängen mir besonders Skulpturen am

Herzen und es Schmerzt zu sehen, dass

in anderen Länder zum Beispiel Denkmälern

der Kopf abgeschlagen wird oder

es komplett zerstört wird. Ich denke man

kann dieses Thema auch in einen anderen

Kontext setzten, egal was für ein idiotischer

Typ da dargestellt wurde.

Dann ist die Idee zu dieser Schwarmkunstaktion

am Ernst-August Denkmal

entstanden. Einfache Formel: Man

nimmt das Wahrzeichen einer Stadt und

lässt die Bürger mit Hilfe von Schwarmkunst

daran Intervenieren. Dort entstehen

erfahrungsgemäß wirklich interessante

Diskussionen und Erfahrungen

über das Thema „Denkmal-Denkmäler",

wo sind die Grenzen was darf man mit

dem Kulturgut machen?“

Woher kommt die Inspiration?

„Wie bei jeder Arbeit ergibt eine Projekt-Idee

die nächste. Frei nach dem

Zitat: Kunst ist schön, macht aber verdammt

viel Arbeit. Am Anfang steht

ein Thema, welches mich berührt und

beschäftigt. Aus einem Übermaß an Ideen

werden die wertvollsten Ideen rausgefiltert

und via Skizzen festgehalten.

Bevor ich mich um die künstlerische

Umsetzung kümmere, setzte ich mich

mit der spezifischen Technik auseinander

und feile oft lange mit Spezialisten an

der Möglichkeit der Umsetzung. Dann

kommt in der Regel die meditative Phase

der Transformation von der Idee zum

Kunstwerk, bei der ich unzählige von

Einzelteilen zusammenfüge zu einem

großen Ganzen.“

Welche Verbindungen oder vielleicht

auch Wege muss man dafür beschreiten,

künstlerisch wie auch bürokratisch?

Die Stadt Hannover hat schon vier

Schwarmkunst-Aktionen unterstützt

und weiß wie gewissenhaft wir arbeiten,

das ist sehr hilfreich. Vielleicht gibt es

beim Denkmalschutz und Bauamt auch

eine kleine Fan-Base?

Was für Erfahrungen und Eindrücke

nehmen Sie mit aus dieser Zeit?

Einen wahren Rausch an Eindrücken:

Positiv waren die 1900 Hannoveraner*innen,

die begeistert mitgemacht

haben. Aber auch die zahlreichen Diskussionen,

Fragen und Kontroversen in

Zusammenhang mit dem Werk. Viele

Hannoveraner*innen lieben Ihre Skulptur

- zur Demokratie gehört Diversität

dazu. Einen wunderschönen bunten

Ernst-August, ob man das als impressionistisches

Gemälde sieht oder als bunte

Vogelkacke bleibt dem Betrachter überlassen.

Negativ: Warum definiert man Plastik

als Schutzkonstruktion gleich als Müll?

Was ist Müll eigentlich? Für mich gibt

es Müll nicht: Nur Materie am falschen

Ort! Wir verarbeiten in der Regel alles

weiter. Bei der Auswahl der Materialien

suche ich die Magie der Funktion,

die Magie hinter der Funktion. Was geschieht

beim Perspektivwechsel? Ein Supermarkt

verbraucht pro Tag mehr, als

wir am Ernst August verwendet haben.

Darf man als Künstler nicht mehr frei

seine Materialien wählen? Wann fängt

Zensur in der bildenden Kunst an? Man

nimmt ja auch nicht den Geigenspieler

seine Geige weg, nur, weil die Geige aus

Tropenholz gefertigt wurde. Ja da bin ich

noch angefasst bei dem Thema.

Als Künstlerin habe ich das Privileg (in

meiner Gesellschaft) zwanglos und spielerisch

„ALLES" Fragen zu dürfen. Diese

kulturelle Errungenschaft ist Segen und

damit auch gleich Verpflichtung.“

Kerstin Schulz_schwarmkunst

KUNSTWERK

CITYGLOW 25


Vor versammelten Anwesenden

zauberte der Ausnahmekünstler mit

Acrylfarben, Öl und Neon.

Sein Motto lautet "connect the

World" - und dies ließ sich auch

auf den Abend übertragen - Connect

Kirchrode. Das farbintensive,

abstrakte Werk sprüht vor Energie

und Dynamik, zieht den Betrachter

in seinen Bann.

Connect the World.

Connect Kirchrohde

Von dem Kunstwerk wird es eine

exklusive, signierte Auflage von

10 Aluminum-Drucken geben,

Größe 80x60. Der Erlös wird an

eine gemeinnützige Organisation in

Kirchrode gespendet.

@niko_nikolaidis

Am 12.10.2021 fand eine exklusive Kundenveranstaltung

in Kirchrode mit dem international

bekannten PopArt-Künstler Niko Nikolaidis statt.

Der Künstler ist sich stets seiner Wurzeln bewusst und

hat dabei nie vergessen woher er kommt. Geprägt durch

seine griechische Herkunft zog es ihn nach Kunstausstellungen

in aller Welt doch stets wieder zurück nach

Hannover.

Seine Werke hingen bereits in Galerien in Metropolen

wie Miami, New York oder Shanghai oder zeigt sein

Können bei beeindruckenden Chartiy Aktionen. Nun

hängt sein neuestes Werk in der Volksbank Filale Kirchrode

in der Tiergartenstraße. Der Lokalpatriotismus

von NIKO NIKOLAIDIS bildet einen perfekten Einklang

mit einem der bedeutenden Leitsätze der Hannoverschen

Volksbank: Aus der Region für die Region!

26 CITYGLOW


Zwischen

Dünen

&Visionen

Foto: stock.adobe.com/Alexandr Vlassyuk

Ein kleiner Reisebericht

von Networker

Alexander Mauksch

alexander.mauksch.official

Fotos: © Alexander Mauksch

ubai entstand praktisch aus dem Nichts. Eine Metropole

mitten in der Wüste. Man verlässt den Flughafen

und wird direkt erschlagen. Die Mischung aus Hitze

und bombastischer Architektur bringt selbst den verwöhnten

Mitteleuropäer zum Staunen. Es sind nicht nur die Eindrücke,

auch die Menschen und ihr Denken scheinen einem anderen

Muster zu folgen. Hier scheint alles möglich zu sein.

Dubai ist Stadt und Staat in einem. Ein kleines Emirat in den

Vereinigten Arabischen Emiraten, welches in den letzten Jahrzehnten

von einer bedeutungslosen Wüstenregion zu einem

der Plätze von Luxus, moderner Architektur und florierendem

Nachtleben geworden ist.

Diese Stadt wird in einer Geschwindigkeit gebaut und realisiert,

die ihres gleichen sucht. Es ist eine multikulturelle Stadt,

wo Menschen aus einer Welt zum Leben und Arbeiten zusammenkommen.

Die Menschen handeln mehr aus Überzeugung.

Man trifft auf eine andere Einstellung als im mittleren Westen.

Es gibt weniger Absicherungssysteme als unser Orts. Aus aller

Welt kommt man hier zusammen. Man folgt dem Ruf und der

Verheißung eines besseren Lebens. Über der Wüste und überhaupt

allem erhebt sich der majestätische Burj Khalifa. Mit seinen

830 Metern Höhe der größte Wolkenkratzer der Welt und

das Juwel der Skyline von Dubai.

Schattenseiten wie die Diskriminierung, Arbeitssicherheit und

die Lebensverhältnisse prallen auf den Prunk der Großstadt.

Auch die Infrastruktur wurde in rasanter Geschwindigkeit aufgebaut.

Dies spürt man bei jeder Fahrt durch die Stadt. Die bis

zu achtspurigen Autobahnen können kaum die Flut an Autos

aufnehmen und das bei Temperaturen jenseits der 30 oder sogar

40 Grad. Egal wo man sich bewegt, man spürt die Metropole

am Puls der Zeit. Hier folgt man keinen Trends, man kreiert

sie. Hier wartet man nicht auf Möglichkeiten, die Stadt schafft

sie.

Man nimmt eine andere Inspiration und Spirit mit. Genau dieser

Antrieb brachte mich für die persönliche Weiterentwicklung

mit internationalen Speakern um die halbe Welt nach

Dubai. Auf der aktuellen Expo bekam einen Eindruck von der

unglaublichen Schaffenskraft des Menschen. Man muss sich

einfach mitreißen lassen von einer Nation, die aus dem Nichts

eine Metropole der Superlative geschaffen hat. Es ist ein Ort

voller Kontraste. Voller Extreme, die man stets im Hinterkopf

behalten muss.

Sicher ist dieser Staat kein Ideal, jedoch können wir viel von ihrer

Zielstrebigkeit und Innovationskraft lernen. Sei es nun Architektur,

neue Touristikziele geschaffen aus dem Nichts oder

bestes LTE mitten in der Wüste.

CITYGLOW 27


Das Interview

mit Marc Masconi

Foto: © Kloepperfotodesign

Der Kampf der Künstler

Die Corona-Krise beeinflusst das Leben aller, auch auf die

Arbeitswelt hat sie teils große Auswirkungen. Einige sind

davon jedoch mehr und härter betroffen als andere. Zu den

Berufsgruppen, die am meisten unten den Corona-bedingten

Einschränkungen zu leiden haben, gehören sicherlich die

Solo-Selbstständigen und Freiberufler. Für Künstler wie etwa

Sänger und Schauspieler, die darauf angewiesen sind, live vor

Publikum auftreten zu können, kamen die Lockdowns einem

Berufsverbot gleich. Sie erhielten zwar finanzielle Unterstützung

vom Staat, dürfen, wie sich aktuell herausstellt, diese allerdings

oftmals nicht behalten. So wurden nach offiziellen

Angaben rund 6,6 Milliarden Euro Soforthilfen an niedersächsische

Unternehmen und Selbstständige ausgezahlt. Die

NBank hat sich nun kurz vor Weihnachten zur Aufgabe gemacht,

alle Anträge, die Sie vor ca. einem Jahr so großzügig

und unbürokratisch bewilligt hat, neu und final zu überprüfen.

Dabei stellt sich heraus, dass nach einer Überprüfung sehr oft

die komplette geleistete unbürokratische Soforthilfe zurückgezahlt

werden muss. Ursprünglich sollte die Rücküberweisung

bis zum 28. Februar 2022 erfolgt sein, mehr als 60 Millionen

Euro wurden es bisher bereits. Nun wurde die Frist bis Ende

Oktober 2022 verlängert, da viele Soloselbstständige und Unternehmer

offenbar die Summen nicht so schnell aufbringen

können, insbesondere deshalb, da die momentanen Arbeitsbedingungen

für Kunst, Kultur und Soloselbstständige, wie

für viele andere, auf Grund der aktuellen Verordnungen und

Einschränkungen erneut extrem schwierig und defizitär sind.

Verärgerung über Rückzahlungen

Die Hilfen sind an Bedingungen geknüpft, die von vielen Soloselbstständigen

scharf kritisiert werden. Auch Marc Masconi

ist verärgert und frustriert. Der Hannoveraner Sänger, Pianist

und Produzent, der u.a. mit seinem „Frank Sinatra Concert“

europaweit tourt, machte seinem Unmut darüber kürzlich in

einem viel beachteten Facebook-Post Luft. Unter anderem

schreibt er: „Ich bin so wütend und so enttäuscht!! Heute kam

nach Prüfung und Abrechnung der Bescheid, dass ich fast die

gesamte Corona-Soforthilfe des Jahres 2020 zurückzahlen

muss, da Kosten wie private Krankenversicherung und diverse

andere elementare Kosten wie zum Beispiel Darlehen für ein

teilbetrieblich genutztes Privathaus NICHT als betriebliche

Fixkosten anerkennt werden. Die Bedingungen wurden im

Nachhinein geändert!”

28 CITYGLOW


Hintergrund: ©Stock.adobe.com/Laura Сrazy

CG: „Wie waren die Reaktionen auf Ihren Post von Kollegen

und offizieller Seite? Ist jemand auf Sie zugekommen?“

MM: „Die Reaktionen von Seiten der Künstler und Soloselbstständigen

waren überwältigend, was die Brisanz der Lage verdeutlicht.

Leider erhielt ich von der überwiegenden Mehrheit,

was ich geschätzt mit mindestens 95% beziffern möchte, die

Rückmeldung, dass die Soforthilfen zu 100% zurück gezahlt

werden müssen, da die seitens des Landes Niedersachsen

ausschließlich berücksichtigten „betrieblichen Kosten“ nicht

nachweisbar wären. Von offizieller Stelle gab es keinerlei Reaktionen,

was ich auch nicht erwartet habe.

CG: „Welche Maßnahmen (finanziell und anderweitig) würden

Sie sich von der Landes- und der neuen Bundesregierung wünschen?“

MM: „ Es gibt bundes- und landesspezifisch große Unterschiede

im Bezug auf die Förderungen und die damit verbundenen

Voraussetzungen. Eine Folge unseres föderalistischen Systems.

Mein Wunsch wäre zunächst eine bundeseinheitliche

Regelung der Hilfemaßnahmen mit gleichen Bedingungen

und Chancen für alle Soloselbstständigen und Unternehmer.

Ein großes Problem stellt das Thema „betriebliche Kosten“

bei Soloselbstständigen dar. In der Regel arbeitet der Künstler

und Kulturschaffende von zuhause aus, es fallen demnach

wenig bis keine Kosten für gewerbliche Mieten oder Leasingraten

für einen Firmenfuhrpark an. Vielmehr deckt der

Soloselbstständige mit den erzielten Einnahmen Kosten für

private Krankenversicherung, gesetzliche Pflegeversicherung,

Renten- oder Lebensversicherungen zur Altersvorsorge und

auch die Kosten für ein in seinem Besitz befindliches teilberuflich

genutztes Kraftfahrzeug. All diese Kosten werden als

„Lebenshaltungskosten“ eingestuft und sind somit nicht als

„betriebliche Kosten“ anzurechnen. Ein in beliebiger Gesellschaftsform

gezahltes Geschäftsführergehalt ist indes als betrieblicher

Kostenfaktor verbuchbar. Meine Forderung ist

daher die unabdingbare Anerkennung eines festen Betrages

für „Lebenshaltungskosten“ bei Soloselbstständigen, der in

den finanziellen Hilfen, gleich einer monatlichen Pauschale,

Berücksichtigung findet. Diese Variante findet man durchaus

in einigen Bundesländern, die z.B. 2.000,- Euro als Pauschale

für Lebenshaltungskosten bei den Förderungen anerkennen.

In Niedersachsen ist dies wiederum nicht der Fall, was meine

erste dringende Bitte nach bundesweit einheitlichen Regelungen

signifikant stützt.

CG „Wie können sich Künstler und andere Soloselbständige aus

Ihrer Sicht untereinander solidarisieren?“

MM: „Es gibt verschiedenste Möglichkeiten des solidarischen

Miteinander. Eine landesweite und vor allem landesspezifische

Organisation ist hier von Vorteil, solange es keine bundeseinheitlichen

Regelungen gibt, um den jeweiligen Vorgaben optimal

Rechnung zu tragen und effizient vorzugehen. Hierfür

bietet sich die Gründung eines Verbandes an. Die Kollegen im

klassischen Musikbereich haben das bereits mit einer Landesarbeitsgemeinschaft

erreicht. In den Bereichen Jazz/Rock/Pop

und U-Musik geht es zur Zeit noch nicht zufriedenstellend voran.

Auch in anderen Bereichen der Soloselbstständigkeit ist

hier noch viel zu tun. Nur gemeinsam werden wir die Chance

haben, Gehör zu finden! Leider muss ich dennoch, gerade aus

meinen Erfahrungen der ersten Stunde mit dem Projekt #kulturverhungert

und Kundgebungen wie intensiven Gesprächen

mit den regionalen und überregionalen Gremien der Parteien

und der Landesregierung durch eine Auswahl soloselbstständiger

Künstler und Kulturschaffender, der ich angehören

durfte, einen gewissen Verdruss zum Ausdruck bringen. Selbst

die intensivsten Gespräche mit der Politik bringen nur dann

Erfolge, wenn die politische Seite auch mit anpackt und dem

verbal geäußerten Verständnis auch zeitnahe Taten folgen.

CG: „Inwiefern können digitale Angebote wie Streams die fehlenden

Auftritte ersetzen?

MM: „Ich bin bekannt dafür, das Thema „Streaming“ als sehr

kritisch und für mich persönlich als nicht praktikabel zu sehen.

Zunächst einmal ist ein Live Event im direkten Kontakt

mit dem Publikum für beide Seiten nicht ersetzbar. Wenn man

nun aus bekannten Gründen den digitalen Weg gehen möchte,

so stellen sich verschiedene Fragen:

1. Qualität:

Wenn ich ein bisher stattgefundenes Live Event digital in ähnlicher

Qualität ersetzen will, muss ich bezüglich der Ton- und

Bildqualität mit erheblichem Aufwand und damit verbundenen

erheblichen Kosten rechnen. Ein Streaming mit Handykamera

und eingebautem Mikrofon ist dazu schwerlich in der

Lage. Die künstlerische Qualität und der eigene Anspruch an

die Darbietung sind somit nicht zu erfüllen.

2. Location:

Ein Live Event findet auf einer Bühne oder in einem Theater

statt. Die Notlösung, Streaming aus dem eigenen Wohnzimmer

vor dem Couchtisch im Haus-Outfit anzubieten, mag eine

Notlösung sein, aber sicher kein adäquater Ersatz für ein Theatererlebnis.

Womit wir auch schon beim Punkt der Wertigkeit

für den Kartenkäufer wären und dem nächsten Punkt.

3. Monetarisierung:

Ein Live Konzert und damit das Einkommen des Künstlers finanziert

sich mittels verkaufter Karten oder einer vom Veranstalter

finanzierten Festgage. Die Monetarisierungsmöglichkeiten

für Streaming Events sind zwar inzwischen über digitale

Payment Systeme vielfältig, nur werden sie nicht in der Form

und Quantität vom Zuschauer genutzt, dass eine hochwertige

und damit Kosten deckende Produktion möglich wäre. Es ist

eben doch ein Unterschied, ob ich für ein Live Konzert oder

ein Streaming Event Karten kaufe, selbst wenn die Karten eines

Online-Konzertes deutlich günstiger sind.

Für mich wird das Thema Streaming nur dann zu einer sinn-

vollen add-on Lösung, wenn die Qualität hochauflösend möglich

ist, was Ton, Bild, Licht und Bühne betrifft. So kann zusätzlich

zum Live Erlebnis ein hochwertiges Parallelprodukt

entstehen, was zudem weltweit funktioniert. Ein Live Konzert

ist aber ohne Frage durch nichts zu ersetzen!

Ich hoffe auf bessere Zeiten, wenn auch realistisch betrachtet

nicht in 2022, aber mit etwas Glück ab 2023 wieder. Wir brauchen

das Liveerlebnis, sonst stirbt ein wundervoller Teil res Lebens: die

unse-

Kultur!

CG: Vielen Dank Herr Masconi für ihre offene und ehrliche

Beantwortung der

CITYGLOW 29


Gemeinsam möchten wir uns heute mit euch

auf eine kulinarische Burgertour auf die

Limmerstraße in Linden begeben. Auf der

Straße mit Kultfaktor gibt es einige Burgerläden

zu entdecken.

Angefangen am Küchengarten findet ihr

nach ein paar Metern Fußmarsch in der

linken Seitenstraße eine Duke-Filiale (Fössestraße

4). Der Laden ist eher schlicht und

einfach eingerichtet und bietet euch eine

Vielfalt leckerer Burger an.

Wie wir die Besuche und vor allem

die Burger in den drei genannten

Läden kulinarisch bewertet haben,

könnt ihr auf unserer Instagram-Seite

@burgertour_hannover nachlesen.

Kleiner Spoiler: Doyum steht tatsächlich

noch auf unserer Liste mit

Läden, die wir noch testen dürfen.

Begeben wir uns zurück auf die Limmerstraße,

zur Hausnummer 13, wartet schon

der nächste Burgerladen auf euch: Manhattan

Burger. Das Besondere dort: Ihr könnt

euch euren Burger nach euren Wünschen

zusammenstellen. Auf der Speisekarte gibt

es zudem eine große Auswahl an verrückten

Burger-Kreationen.

Am Ende der Limmerstraße

erwartet euch noch ein weiterer

Laden mit Burgern im Angebot:

Doyum (Kötnerholzweg 39). Neben klassisch

türkischen Speisen wie Döner und

Lahmacun gibt es dort auch leckere Burger

im Angebot.

burgertour_hannover

Haben wir einen Burgerladen auf der

Limmerstraße vergessen?

Dann schreibt uns gern per E-Mail

an kontakt@burgertour-hannover.de

oder direkt bei Instagram.

30 CITYGLOW


annkathrinhellge

Die guten Vorsätze…

Sollten wir das neue Jahr nicht leicht

& schwungvoll starten? Stattdessen

nehmen wir uns schon im Januar einen

riesigen Sack voll Arbeit vor, der schon

von Anfang an zum Scheitern verurteilt

und spätestens im März längst über

Bord geworfen ist. Ich finde die guten

Vorsätze für das neue Jahr sollten abgeschafft

werden - stattdessen sollten

wir das alte Jahr mit all den positiven

Dingen nutzen um darauf aufzubauen

- lasst uns feiern was wir im vergangenen

Jahr geleistet und geschafft haben

und das neue Jahr danach ausrichten!

Was letztes Jahr nicht so gut gelaufen

ist, wird dieses Jahr dafür umso besser

und klappt es nicht, bin ich sicher, dass

dafür jede Menge anderer Dinge ganz

wunderbar werden! Häufig machen wir

uns selbst doch schwer und legen uns

selbst viel zu viel auf die Schultern! Der

Anspruch an uns selbst ist häufig höher

als der, der anderen an uns. Mit diesem

Druck haben wir viel zu viel Extra

Gepäck an Bord und wie Silbermond

schon so treffend sang:

„Es reist sich besser

mit leichtem Gepäck“.

Ziele setzen ist gut, Ziele setzen ist

wichtig aber hat man als Mutter und

Unternehmerin nicht eh schon viel zu

viel auf der To do-Liste ? Hier möchte

ich etwas anmerken, das ich erst als

Mama gelernt habe! Es ist in Ordnung

nicht alle To do´s zu schaffen und es

ist in Ordnung auch mal etwas um

ein paar Tage zu verschieben. Damit

Zwischen

VOGUE &

Windeln

aus dem

Leben einer

Working Mom

meine ich nicht, unzuverlässig zu werden

oder sich nicht an Absprachen zu

halten. Doch ist es doch häufig so, dass

wir uns selber den engen Gürtel des

Zeitdrucks umschnallen und uns selbst

den meisten Druck auferlegen. Gerade

mit Kindern läuft nicht immer alles

nach Plan und an manchen Tagen ist

einfach der Wurm drin. Mit Kindern

läuft man immer Hand in Hand mit

Murphys Gesetz - es kommt immer

anders als man denkt und auf jeden

Fall genauso, wie man es gerade nicht

gebrauchen kann. ;-) Grundsätzlich ist

es eigentlich immer so, dass kurz vor

einem Termin oder einer Verabredung

doch noch schnell erneut die Windel

gewechselt werden oder ein komplett

neues Outfit angezogen werden muss,

weil auf einmal aus unerklärlichen

Gründen Flecken aufgetaucht sind, die

vorher noch nicht da waren. Hier ein

kleiner, liebevoller Hinweis für alle, die

keine Kinder haben: Wenn ihr euch

mit einer frisch gebackenen Mami

verabredet, seid bitte nachsichtig mit

ihr und ihrem Zeitmanagement. Sie

hatte schon genügend Stress und taucht

wahrscheinlich schweißgebadet zu eurer

Verabredung auf. Um es irgendwie

doch noch pünktlich zu schaffen, hat sie

Zuhause höchstwahrscheinlich einen

Handgranatenwurfstand hinterlassen

und musste mehrfach damit kämpfen,

nicht in Tränen auszubrechen. So sieht

es natürlich nicht jedes Mal in der Realität

aus, dennoch oft genug und hoch

leben die Zeiten als man sich bloss eine

klitzekleine Handtasche unter den Arm

klemmen konnte und war bereit - als

Mama ist der halbe Hausstand mit dabei

und irgendwas Wichtiges hat man

sicher trotzdem wieder vergessen! Aber

zurück zu Murphys Gesetz und den

vollgepackten To do-Listen - Haben

wir an diesen unvorhersehbaren Tagen

auch noch unheimlich viele Dinge zu

erledigen und uns etliches vorgenommen,

ist der Nervenzusammenbruch

vorprogrammiert. Um dem entgegen

zu wirken, versuche ich gewisse Situationen

einfach anzunehmen, mich selbst

nicht verrückt zu machen und zu akzeptieren,

dass es in Ordnung ist, etwas

am nächsten Tag zu erledigen, wenn die

Umstände es nicht anders zulassen. Das

ist nicht immer einfach aber versucht

man sich selbst daran zu erinnern,

nimmt man vieles gelassener und arbeitet

vor allem nicht gegen sich selbst. In

den meisten Fällen liegen die eigenen

Erwartungen an sich selbst deutlich

höher als die der anderen und ich habe

mich schon häufig dabei ertappt, dass

manche meiner Probleme tatsächlich

hausgemacht sind und ich mir viel zu

viele Gedanken über manches mache.

Sich viele Gedanken über alles zu machen,

ein Kopfmensch zu sein, ist eine

Eigenschaft die sowohl wertvoll als

auch belastend sein kann. Mit ihr umzugehen

ist eine Aufgabe, der man sich

täglich stellen muss und ein Prozess, der

wohl niemals abgeschlossen ist.

Deswegen habe ich mir für dieses Jahr

vorgenommen alles noch einmal genauer

zu hinterfragen und anstatt der klassischen

guten Vorsätze, realistische Ziele,

aufgeteilt in Langzeit- und Kurzzeit

Ziele, zu setzen. Diese Ziele begleiten

uns nicht nur das ganze Jahr hinüber

sondern können auch in die kommenden

Jahre mitgenommen werden,

denn gerade langfristige Ziele sind ja

häufig gar nicht innerhalb eines Jahres

erreicht. Je einfacher und realistischer

unsere Kurzzeit Ziele sind, desto leichter

erreichen wir sie und können ein

Erfolgserlebnis verbuchen, welches uns

wiederum motiviert und antreibt auch

die etwas kniffligeren oder schwieriger

umzusetzenden Langzeit Ziele anzupacken.

Und bei all den Vorsätzen, Zielen

und Vorhaben, sollten wir doch auch

immer wieder daran denken, dass das

Leben meist seinen ganz eigenen Weg

für uns bereithält und wir uns auch mal

ein wenig treiben lassen dürfen, oder?

X Ann-Kathrin Hellge

CITYGLOW 31


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Mord ist ihr Hobby

Foto: ©stock.adobe.com/pyty

Eine Krimiautorin besucht Hannover

Fingerabruck: stock.adobe.com/Andrey Kuzmin

Regionale Romane insbesondere Krimis

haben in den letzten Jahren einen

wahren Hype erlebt. Vom Tod auf einer

ostfriesischen Insel bis runter auf die

bayrische Alm treiben die Schwerkriminellen

der Autoren ihr Unwesen. Als

Autorin verschlägt es Kate Delore meist

an die düsteren Orte dieser Republik,

zumindest in ihren Erzählungen, doch

auf der Suche nach Inspiration zieht es

die gebürtige Münchnerin auch an die

wirklich schönen Flecken Erde: zum

Beispiel Hannover.

Beim Gang durch die beschaulichen

Gassen der Altstadt besuchte sie nicht

nur die zahlreichen kleinen Cafés

und Inhabergeführten Lädchen. Es

verschlug sie auch zu einer Sightseeing-Tour

der etwas anderen Art. Auf

der Suche nach möglichen Handlungsorten

für künftige Schauplätze trieb

es sie in Herrenhäuser Gärten. Eine

herrliche Kulisse nicht nur für einen

Spaziergang. Auch perfekt für die Frage:

Wenn ich ein dunkles Geheimnis hätte,

wo würde ich mich diesem entledigen?

Wenn es nachts würde, wo würde man

die sterblichen Überreste eines beklagenswerten

Opfers verscharren ohne

Aufsehen zu erregen?

Sie liebt es, die Eindrücke der unterschiedlichsten

Orte auf sich wirken zu

lassen. Sich von den kleinsten Details

wie entlegenen Pavillons im Park oder

verschlafenen Nebengassen inspirieren

zu lassen. Die fesselndsten Geschichten

liegen für sie auf den Straßen der Stadt.

Über ihre kleine "Entdeckungstour im

Norden" sagt sie selbst:

„Ich habe Hannover als herzliche Stadt

wahrgenommen und hab mich als Bay-

erin willkommen und wohl gefühlt. Das

ist nicht in jeder Stadt selbstverständlich.

Die Altstadt mit den Fachwerkhäusern

hat mich begeistert. Ein Detail,

welches dem wunderschönen München

in jeder Hinsicht fehlt.

Um nicht zu vergessen: Die weißen

Möwen, die mich auf angenehme Weise

daran erinnerten, im Norden angekommen

zu sein. Ein Detail, welches

Alteingesessenen vermutlich zur Gänze

entgehen mag. Dem geübten Auge einer

Autorin sofort auffällt.

Die im Inneren puristisch gehaltene

Marktkirche und die Kröpcke-Weihnachtspyramide

haben mir auch sehr

gefallen und empfand ich in Verbindung

mit dem Weihnachtsmarkt als

romantischen Ort zum Verweilen.

Eine besondere Kulisse, wie auch potentieller

Handlungsort bleiben die

Herrenhäuser Gärten, von denen ich

samt Schloss immer noch fasziniert bin

und einen bleibenden Eindruck hinterlassen

haben: Weitläufig, prunkvoll,

eindrucksvoll.

Allerdings würde ich die Leiche nicht

wie von vielen vermutet einfach auf

eine Parkbank dort legen. Das wäre

nämlich zu sehr die Machart eines "Tatort"-Spielfilms.

Und meine Krimis sind ja bayerisch angehauchte

Thriller. Nicht immer leicht

verdauliche Kost. Daher würde ich meine

Leser richtig schocken wollen, allerdings,

wenn ich es verrate, wo und wie

mein Opfer in den Gärten aufgefunden

werden würde, wäre die Spannung dahin.

Spoiler.

Ich mochte außerdem die vielen kleinen

Cafés, in denen man sich zurückziehen

und ich als Autorin sinnieren konnte.

Nicht zu vergessen, die entdeckten

Kuchenkreationen in manchen Schaufenstern,

denen ich nicht widerstehen

konnte und mich ins figürliche Verderben

stürzten. Ich durfte zudem ein paar

norddeutsche Wörter aufgeschnappten,

die ich gerade wunderbar für einen

meiner Buchcharaktere einsetzen kann.

Der kommt nämlich passenderweise

aus dem Norden.

@kate.delore

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Social Club

Wo Netzwerk gefeiert wird

Sie sind ein Kollektiv aus DJs, die nicht nur das Nachtleben sondern auch die Businesswelt Hannovers

neubeleben und vernetzen wollen. Mit dabei sind JoJo (Jonathan Joshi), Denis Walpuski (Morella)

und Tim Koida (TiKo) – der Initiator des Social Clubs.

Der 34-jährige Koida ist tagsüber hauptberuflich Pilot der

Lufthansa und nebenbei Student und zertifizierter Coach.

Über sich selber sagt er:

“Musik war schon immer sehr wichtig in meinem Leben.

Ich habe früher Klavier und Schlagzeug gespielt und später

dann viel Hip-Hop Musik praktiziert und auch getanzt. Ich

war Teil einer Jazz Band und später von dem Hannoveraner

Hip-Hop-kollektiv „Hannover Robust“ und stand in meiner

Jugend unzählige Male auf der Bühne. Mit Beginn meiner

Ausbildung bei der Lufthansa musste ich vieles davon aufgeben

und das Einzige was geblieben ist, ist das DJing.”

Neben dem Fliegen fehlte ihm etwas in seinem Leben. Eine

sinnstiftende und zugleich kreative Beschäftigung in der

voll aufgehen konnte und zugleich was mit und für andere

bewegen könnte. Die Begeisterung für Musik und die Arbeit

mit Menschen brachte ihn später auf den Gedanken eines

entspannten Afterwork in Kombination mit fetten Beats.

Anders als in Großstädten wie Köln, Berlin oder Hamburg

Foto: ©Lennard Kloepper

Foto: ©Mandy Million

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dj_morella

jojodeejay

fehlte seiner Ansicht nach ein

Ort guter Musik mit tollen Gäste

vor Ort. Statt weiter zu meckern

nutzte er die Chance etwas Eigenes

zu kreieren.

Der Social Club soll mehr sein als

eine Gelegenheit zum Feiern. Es

ist eine Möglichkeit zum lockeren

entspannten Austausch mit anderen.

Anders als beim normalen

Clubbing geht man nicht in einer

anonymen Masse unter, sondern

bekommt die Chance mit Gleichgesinnten

und einer kommunikativen

Community in Austausch

zu treten.

Ein Raum voller Mensch ist ein

Raum voller Potential! Hier trifft

man einen potentiellen Partner

fürs Business genauso wie fürs

restliche Leben.

Foto: ©Mandy Million

Der Social Club soll ein Ort sein, an dem ganz bewusst versucht wird, die Gäste in Interaktion

zu bringen. Auf den Partys findet man in jeder Ecke kleine „Social-Boxen“. Dort

kann sich jeder Gast einen kleinen Zettel ziehen und bekommt dann eine kleine soziale

Aufgabe zugelost. „Lade jemanden den du nicht kennst in deinen Gesprächskreis ein“

oder „Mache jemanden den du nicht kennst ein ernst gemeintes Kompliment“.

In der Probierbar kann man in entspannter Atmosphäre und eine super Location neue

Menschen kennen lernen. Neben dem Networking ist die Musik beim Social Club das

wichtigste Element. Sie spielen ganz bewusst keine Charts, sondern House, Tech-House

und Soul. Dass wichtigste sind treibende Bass Lines und rhythmische Beats.

Aufgrund der aktuellen Lage wird der nächste Social Club vermutlich erst im Februar

stattfinden. Fürs nächste Jahr haben sie auch mal größere Veranstaltungen am

Wochenende zu planen.

Foto: ©Lennard Kloepper

CITYGLOW 35


Mehr zu dem Thema findet ihr auf

www.hannover.cityglow.de/magazin-archiv

Titelstory 04.2021

36 CITYGLOW

Bild: © Oliver Vosshage


DIGITAL TWIN AWARDS 2021

Bild: © Oliver Vosshage

Dr. M, Limbach mit der Danksagung und Oliver Vosshage mit der Gewinnerurkunde

Oliver Vosshage - erster deutscher Gewinner der DTA Mit

seinem digitalen Projekt konnte Oliver Vosshage und seine

Firma 360-PRO bei der ersten DTA Online-Preisverleihung

mehr als überzeugen. Unterstützt durch die Mitarbeiter

der Dr. Buhmann Akademie setzte sich der Kandidat gegen

die harte Konkurrenz durch und holte den begehrten DTA

Titel erstmalig nach Deutschland.

Eine virtuelle Reise durch die Gebäude Erstmalig in diesem

Jahr wurden bei der internationalen Auszeichnung Digital

Twin Awards die größten Innovationen, die mithilfe der

Matterport -Technologie kreiert werden, honoriert. Der

Einsatz von Spezial-Kamera-Systems ermöglicht eine präzise

Erfassung der Innenräume eines Gebäudes in 3D. Der

Digitale Zwilling, also ein virtuelles Abbild des physischen

Objekts, entsteht nach dem Scanvorgang und bietet einen

dreidimensionalen Einblick in die Räumlichkeiten mit einem

360 Grad Rundumblick von Innen und „aussen“. Die

Besucher können sich jederzeit auf eine virtuelle Panorama-Tour

begeben, um die Komplexität des Standortes zu

erkunden. Das Konzept des Digital Twins ist beinahe auf

alle Bereiche der Wirklichkeit anwendbar.

Das Akademiehaus in der Prinzenstraße 2

Aus 78 Ländern und den 150 Bewerbungen hat unter anderen

die 360-PRO mit zwei Projekten (2. Nominierungen

war das Kastens Hotel Luisenhof) eine Nominierung für

den Digital Twin Award 2021 erhalten. Das Softwareunternehmen

Captur3D und der Sponsor Matterport veröffentlichten

die Ergebnisse der weltweiten Internet-Abstimmung

und verkündeten die Gewinner aus fünf Kategorien: nur

1 Award schaffte es nach Deutschland! In der Nominierung

„Education“ überzeugte Oliver Vosshages Projekt die

Jury und somit ging der DTA Titel zum ersten mal nach

Deutschland. Das Gewinnerprojekt präsentiert auf eine

beeindruckende Art und Weise das Dr. Buhmann Akademiehaus,

welches sich zentral in Hannover und direkt am

Thielenplatz in Sichtweise des Hauptbahnhofs befindet. Das

digitale Duplikat projiziert die vollständig renovierten und

modern eingerichteten Fachräume, zeigt die komplexen

Treppenanlagen und die historische Innenraumarchitektur

des Gebäudes, und das alles bis ins kleinste Detail. Dank

des Projekts haben die Interessenten oder die ehemaligen

Schüler der Akademie nun die einmalige Chance, sich

virtuell in das Gebäude zu begeben und dort ihren alten

Sitzplatz wiederzufinden. Sie können aber auch einfach zu

einem Spaziergang durch das Akademiegebäude aufbrechen,

um neue Räumlichkeiten zu entdecken. Nicht nominiert

war die Dr. Buhmann Schule, aber diese ist selbstverständlich

auch digital zu erkunden.

Ein Rundgang ist jeder Zeit auf der Homepage der

Dr. Buhmann Akademie möglich:

www.buhmann.de/ueber-uns/360-virtueller-rundgang

Weitere Informationen zum Digital Twin Awards 2021 sind auf der folgenden Seite zu finden: www.digitaltwinawards.com/2021

CITYGLOW 37


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Michael Panusch (V.i.S.d.P.); 0172 - 5140181

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Erscheint monatlich. Kostenlose Auslage an Auslagestellen

im Raum Hannover

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Gestaltung

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Titelbild: ©Bernd Günther

Inhalt: 123rf.com, Adobe Stock

und wie angegeben

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Kontakte mit der Familie und Freunden pflegen, oder auch

einfach mal für einen Tapetenwechsel aus dem Haus kommen-

für viele in Ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen

ist das weder besonders einfach noch selbstverständlich.

Speziell im Alter nehmen die Möglichkeiten zur Bewegung

an der frischen Luft oftmals deutlich ab. An diese Leute richtet

sich die Initiative “Radeln ohne Alter” unter dem Motto

„Glück und Zufriedenheit schenken“. Das europaweite Projekt

wurde im Jahr 2012 in Kopenhagen ins Leben gerufen

und hat inzwischen über 2200 Standorte in mehreren Ländern.

Nun ist auch in Hannover ein Ableger gestartet.

Geplant war auch eine Präsentation des Projekts mitsamt

Probefahrten auf dem Deutschen Seniorentag, der am 24.-

26. November stattfand, aufgrund der Corona-Situation

gab es jedoch keine Veranstaltungen vor Ort. In Hannover

gibt es zurzeit drei Ehrenamtliche, die sich für “Radeln

ohne Alter” engagieren, indem Sie mit älteren Menschen

Ausflüge mit Rikschas unternehmen. Fahrten in die Natur

oder ins Café

Pilotin und Initiatorin ist Stefanie Eichel vom neu gegründeten

Verein anouvis e.V. Sie hat die Idee gemeinsam mit

der städtischen Initiative „Hannover – Lust auf Fahrrad“ in

der niedersächsischen Landeshauptstadt Landeshauptstadt

und mit großer Unterstützung der Johanniter Unfallhilfe e.V.

durch Bereitstellung der Rikschas verwirklichen können. Sie

berichtet von ihren Erlebnissen auf den Fahrten:

“Ich war kürzlich mit einer Seniorin im Wald unterwegs,

um „ihre Hunde“ zu treffen. Die Dame hatte ihr Leben

lang Hunde und kann nun kein Tier mehr halten. Seit Monaten

hatte sie keinen Kontakt mehr zu den Hunden, die

sie aus Tierliebe stets im Wald bei den Spaziergängen besucht

hat. Mit einem Passagier, so werden die Mitfahrenden

genannt, war ich Tee trinken vor dem Neuen Rathaus und

auch eine Runde um den Maschsee haben wir gedreht.“

Zudem arbeitet sie als zertifizierte Radfahrlehrerin bei der

Radfahrschule Hannover. Die Ausbildung dafür hat sie in

Österreich absolviert. Die künftigen Pilot*innen haben vor

der eigenen ersten Ausfahrt ein Fahrsicherheitstraining zum

Schutz der Passagiere, der eigenen Gesundheit und auch

dem wertvollen Material zu absolvieren. Ziel des Projekts sei

es, “Mobilität zu schaffen und Lebensqualität zu schenken”.

Dabei erhalten Stefanie Eichel und ihre Mitstreiter*innen

Unterstützung von der Johanniter Unfallhilfe e.V., die die

Rikschas bereitstellen. Dies sei eine einzigartige Möglichkeit,

Brücken zwischen den Generationen zu bauen und

Verständnis füreinander zu wecken, meint Stefan Sawade,

Dienststellenleiter des Ortsverbandes Hannover-Leine. Ein

nächster Schritt des frischen Vereins anouvis sei die Anerkennung

der Gemeinnützigkeit, auch damit man etwa

Spendenquittungen ausstellen könne, führt Stefanie Eichel

aus. Auch sei sie auf der Suche nach Kooperationen mit Senioren-

und Pflegeheimen sowie nach “Ehrenamtlichen, die

die Basis unserer Arbeit sind”, erläutert sie.

Hannover - Radeln ohne Alter

www.radfahrschule-hannover.de

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