Schweigen über Alkohol?

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Schweigen über Alkohol?

Mediale Gesundheitskommunikation

praktisch fruchtbar machen

Alkohol im Fernsehen und

Gesundheitsförderungsstrategien

für Jugendliche

Claudia Lampert

Hans-Bredow-Institut für Medienforschung,

Hamburg

Hannover, 19.10.2004

Mike Große-Loheide

Büro für Suchtprävention,

Hamburg


�� Impuls aus der Praxis

Ausgangspunkt

�� Alkohol ist fest in den Lebensalltag und in die Medien integriert integrier

�� Selbstverständlichkeit erschwert Thematisierung von Alkohol

�� Ansatzpunkt: Rolle des Fernsehens

�� Bei Jugendlichen beliebt

�� Genießt eine hohe Glaubwürdigkeit

�� Bietet vielen Jugendlichen Orientierung

�� Aber: Keine Studien zur Darstellung von

Alkohol im Programmangebot des

deutschen Fernsehens

�� Verbindung verschiedener Diskurse

�� Verbindung von Forschung und Praxis

Hans-Bredow-Institut Claudia Lampert

ZAW (1989): Werbung in Grenzen


Förderer

Kooperationsprojekt

HAM BZgA

Medienpädagogen

Praxis Büro für Sucht-

Forschung

Jugendeinrichtungen

Schulen

Hans-Bredow-Institut Claudia Lampert

Uni Hamburg

prävention

Hans-Bredow-Institut


Fragestellungen des Gesamtprojekts

�� Welche Sinnbilder (Images) vom

Alkohol transportieren die Medien bzw.

das Fernsehen?

�� Wie werden diese von Jugendlichen

rezipiert?

rezipiert? ZAW (1989): Werbung in Grenzen

�� Wie lässt sich mit Hilfe von medienpädagogischen Projekten

eine kritische Distanz zu bzw. eine Auseinandersetzung mit

diesen Sinnbildern (Images) hervorrufen?

Hans-Bredow-Institut Claudia Lampert


Zur Programmanalyse

�� Kein monokausaler Wirkungszusammenhang

�� Beschreibung des Bildes vom Alkohol im Fernsehen als Basis für f r

Reflexion des kulturellen Stellenwerts von Alkohol

• Wie häufig h ufig und auf welche Weise wird Alkohol dargestellt?

• In welchen Situationen und mit welcher Funktion wird Alkohol in

den Darstellungen verwendet?

• Welches Image von Alkohol und Alkoholkonsum wird vermittelt?

• Was kann über ber die Personen, die Alkohol konsumieren, und deren

sozialen Kontext ausgesagt werden?

• Inwieweit werden Folgen des Alkoholkonsums dargestellt oder

thematisiert?

Hans-Bredow-Institut Claudia Lampert


Programme:

Zeitraum:

Tageszeit:

Material:

Hans-Bredow-Institut Claudia Lampert

Material

ARD, ZDF, RTL, Sat.1, ProSieben, ProSieben,

RTLII,

Hamburg1, VIVA

Künstliche Woche

(20.12.1999-7.2.2000)

(20.12.1999 7.2.2000)

14.00-23.00 14.00 23.00 Uhr

(Freitag, Samstag: 14.00-24.00 14.00 24.00 Uhr)

520 Stunden Programm

1.937 Sendungen

1.087 mit Alkoholbezug

4.869 Szenen mit Alkoholbezug


Ergebnisse (1)

�� Alkohol ist ständig präsent

�� durchschnittlich neun Szenen pro Stunde, in denen Alkohol visuell visuell

und/oder auditiv dargestellt wird

�� Gemessen am Gesamtumfang:

Werbung (51,2%), Fiction (15,8%), Information (13,4%)

�� Gemessen an der Programmsparte:

Sport (94,9%), Musik (89,4%), Fiction (70,2%)

Beverly Hills 90210

Baileys VIVA TV

Wer wird Millionär?


Ergebnisse (2)

�� Aber: In den meisten Fällen ist Alkohol nur nebensächlicher

Bestandteil der Handlung

�� Alkohol dient überwiegend der Beschreibung von Personen und

Schauplätzen

�� Folgen von Alkoholkonsum werden nur selten thematisiert

�� Alkohol ist ständig präsent, aber selten Thema!

Die Wochenshow Die Simpsons

HH 1 - Sport

Pro7-Nachrichten


Schlussfolgerungen

�� Reflexion von Problembereichen wie z.B.

Alkohol & Humor; Alkohol & Sport

�� Verzicht auf überflüssige/nebensächliche Alkoholdarstellungen

unter Wahrung von Glaubwürdigkeit

�� Explizite Thematisierung von Alkohol

�� Kooperation mit Medienakteuren

• realistische/problemorientierte Darstellung

• Themenplacement

�� Medienpädagogische Praxisprojekte

Hans-Bredow-Institut Claudia Lampert


Alkohol zum Thema machen!

Ergebnisse der medienpädagogischen

Praxisprojekte


Schweigen über Alkohol?

Büro für Suchtprävention Mike Große-Loheide


Schweigen über Alkohol?

�� Kollektive Regelungen verlieren zugunsten individueller

Konsumstile

�� Harte Konsummuster und Mischkonsum

�� „Kontrollierter Kontrollverlust“ (Spode ( Spode)

Büro für Suchtprävention Mike Große-Loheide


Schweigen über Alkohol?

Büro für Suchtprävention Mike Große-Loheide


Schweigen über Alkohol?

�� Entkoppelung von Sucht

�� Riskanten Konsum problematisieren

�� Orientierung in den Lebenswelten

�� Bewusst machen: auf Begriffe bringen

Büro für Suchtprävention Mike Große-Loheide


Schweigen über Alkohol?

�� Deutungsmuster durch Medienrezeption

�� Images als Sinnbilder im Alltag

�� Kohärenzgefühl: Verstehen, handeln, bedeuten

�� „Prävention muss (?) Spaß machen“ (Hurrelmann

( Hurrelmann)

Büro für Suchtprävention Mike Große-Loheide


Schweigen über Alkohol?

�� Ins Gespräch kommen

�� Arbeit am „persönlichen Mythos“ (Ernst)

�� Erinnerungen und Zukunftsentwürfe

�� Horizont aufstellen

Büro für Suchtprävention Mike Große-Loheide


Reden über Alkohol?

Büro für Suchtprävention Mike Große-Loheide


Reden über Alkohol?

�� Gruppenprozess

�� Prävention durch Medienprojekte

�� Authentizität und Kreativität

�� Balance und Abschluss

Büro für Suchtprävention Mike Große-Loheide


Büro für Suchtprävention Mike Große-Loheide

Der Suchtsack


Büro für Suchtprävention Mike Große-Loheide

Gegenstände ordnen


Geschlechtsspezifische Konsumstile ansprechen

Büro für Suchtprävention Mike Große-Loheide


ALLTAG

EKEL

FREIHEIT

ABENTEUER

URLAUB

LIEBE

EROTIK

HÄRTE RTE

WOHLSTAND

GENUSS

MODE

SPASS

Images von Alkohol

ARMUT

GESELLIGKEIT

GEWALT

NATUR

SUCHT

PROBLEM

EINZELGÄNGER

ENTSPANNUNG

MÄNNLICHKEIT

GESUNDHEIT

RISIKO

Büro für Suchtprävention Mike Große-Loheide

TRADITION


Spielen und Singen über Alkohol!

�� Risikokompetenz

�� Medienkompetenz: ästhetische Kategorien

�� „Gruppendialog“ (Giesecke)

�� „Wunde Punkte“

Büro für Suchtprävention Mike Große-Loheide


Kommunizieren über Alkohol!

�� Erreichbarkeit/Reichweite

�� Akzeptanz: Quote oder Qualität

�� Kulturelle Jugendbildung (Singen, Filmen, Spielen)

�� Sixpack: Alkoholprävention auf vielen Wegen

Büro für Suchtprävention Mike Große-Loheide


�� Medienprojekte über

Alkohol

�� „Trinkende Kids“- Kids“

Elternabend

�� „Bei Alkohol denke ich

an“-Fotoausstellung

an“ Fotoausstellung

�� Fortbildung: Images von

Alkohol

Büro für Suchtprävention Mike Große-Loheide

Sixpack

�� „Alkohol. Irgendwann ist

der Spaß vorbei!“- vorbei!“

Kampagne

�� „Alkohol-Fernsehen

Alkohol Fernsehen-

Jugendliche“-Materialien

Jugendliche“ Materialien


Büro für Suchtprävention Mike Große-Loheide

Kontakt

Büro für Suchtprävention

Hamburgische Landesstelle gegen Suchtgefahren e.V.

Mike Große-Loheide

Referent für Medien- und Stadtteilprojekte

Repsoldstr. 4

20097 Hamburg

Fon: 040/2849918-12 Fax: -19

e-mail: grosse-loheide@suchthh.de


�� Wasser für Profis

�� Lass´die Flasche weg

�� Strebers Filmriss

�� …

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