Hexespiegel 2022 | Offenburger Hexenzunft e.V.

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Der HEXESPIEGEL ist das jährlich erscheinende, kostenlose Magazin der Offenburger Hexenzunft e.V.

Hexespiegel

Ausgabe 2022 Offenburger Hexenzunft e.V.


/Schwarzwald.Sprudel

www.schwarzwald-sprudel.de


Schelle, Schelle Sech#er,

alli alti Hexe Narro!

Liebe Freunde der Offenburger

Hexenzunft, liebe passive Mitglieder,

ich hoffe unser Hexespiegel erreicht

Sie bei bester Gesundheit. Nach dem

schmerzhaften und fast gänzlichen Ausfall

der Fasent 2021 blickt auch die Offenburger

Hexenzunft hoffnungsvoll in

die Zukunft und somit unweigerlich auch

auf die kommende und in großen Schritten

nahende Fasent 2022. Ich möchte

Sie heute darüber informieren, dass der

Zunftrat und unsere aktiven Mitglieder

mitten in der Planung dazu stehen. Was

letzten Endes möglich sein wird, wird die

Zeit und das weitere Infektionsgeschehen

zeigen.

Für alle unsere Veranstaltungen werden

wir, als Grundlage für eine Durchführung,

ein strenges Hygienekonzept

benötigen. Für die Saalveranstaltungen

wird deshalb – Stand jetzt – das 2G-/2G-

Plus-Konzept gelten, wie auch bei anderen

Kulturveranstaltungen im Innenbereich.

Wir stehen, leben und kämpfen für eine

traditionelle Fasent, wie sie schon unsere

Vorfahren gefeiert haben, und möchten

diese auch an Jung und Alt weitergeben,

sowie an alle, die uns schätzen und lieben.

Nach einem dunklen Jahr für die heimische

Fastnacht und deren Bräuche ist es

mir eine Herzensangelegenheit und eine

wichtige Aufgabe, unsere Fasent wieder

aus dem „Dornröschenschlaf“ zu wecken

– für Sie und ganz besonders für unsere

Kinder und Jugend. Helfen und unterstützen

Sie mich und meine Zunft dabei.

Weitere Informationen zur kommenden

Fasent finden Sie im Bericht „Fasent

2022“. Bitte schauen Sie auch regelmäßig

auf unsere Webseite

www.hexenzunft.de/termine

um genau im Bilde über die kommende

Fasent zu sein. An dieser Stelle möchte

ich mich recht herzlich bei der Redaktion

und dem Hexespiegel-Team bedanken,

die wieder ein so wunderschönes Heftle

gezaubert haben.

Schelle Schelle Sechser, alli alti Hexe,

Narro. S‘ bisst mi e Floh, weiss nimmi

wo, am Popo. Narri – Narro.

Mit der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen,

bleiben Sie gesund und positiv gestimmt,

grüße ich Sie mit Hexengruß

Sven Schaller

Zunft- und Hexenmeister

03


gestalterbank.de

Zusammenhalten.

Wir halten zusammen und

machen das Beste daraus.


ZUNFTTERMINE FASENT 2022

Alle auf einen Blick Seite 42 + 43

ZUNFTNACHRICHTEN

ZUNFTNACHRICHTEN

Fasent 2022 – Ausblick ................................. 06

AUFRUF Fasent sichtbar machen ....................... 09

Rückblick & Mitgliederehrungen ........................... 11

Kappeobend 2021 Nachbericht ..................... 15

Neuer Sponsor .............................................................17

Hauptversammlung 11.11.2021 ........................ 18

Neue G’sichter im Häs Neuaufnahmen ..20

Hexelebkuchen .........................................................23

Kuchiobende 2022 ..............................................25

Zunftvorstellung Katzenmusik Miau ...........29

Besen stellen ................................................................33

Daifi ...........................................................................................35

Kappeobend 2022 ................................................39

Restaurierung Rattefalle .............................45

Kultureller Beirat VSAN .................................49

Hexegmüs Ein Bericht ...............................................52

Gratulation ONB-Präsidentin zum 60. ...........55

Gratulation Runde Geburtstage ......................... 57

Nachrufe Im Gedenken an treue Mitglieder .. 60

AUS DEM ZUNFTARCHIV

Hexenstreich 2021 ...............................................63

Anno dazumal Fasent vor 50 Jahren ............. 67

ZUNFTINFOS

Ansprechpartner Der Zunftrat ....................... 77

Besuchen Sie uns auch auf www.hexenzunft.de

#DANKE AN UNSERE SPONSOREN

An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen Sponsoren und Inserenten

in diesem Hexespiegel für ihre Unterstützung.

Mit einer passiven Mitgliedschaft unterstützen Sie die Pflege unseres Brauchtums! Infos auf Seite 75

Der HEXESPIEGEL ist das jährlich erscheinende, kostenlose Magazin der Offenburger Hexenzunft e.V. | Verantwortlich für den

Inhalt: Zunftmeister Sven Schaller | Redaktion: Stefan Konprecht, Sven Schaller, Christian Klaus, Benjamin Gehring, Monika Schäfer,

Alessandra Kienzle, Adrian Penner, Matthias Lilienthal, Simon Kramer | Bildbearbeitung: Uwe Schreiner | Grafik/Layout: Alessandra

Kienzle, Monika Schäfer | Bildquellen: Archiv der Offenburger Hexenzunft e.V., Volker Gegg, Familie Bardtke, Foto Lienert, Marco

Mezger, Iris Rothe, Jürgen Haag, Ulrich Marx, Rüdiger Stadel, Katzenmusik Miau, Willi Reichert | Druck: Franz Huber Druckerei + Verlag

GmbH, Offenburg | Titelbild: DieSignAgentur, Monika Schäfer | Anzeigen: Martin Fehrenbach | Kontakt: hexespiegel@hexenzunft.de


IN EIGENER

SACHE

Ausblick auf die Fasent 2022

Wie auch schon an der Fasent 2021 werden

wir auch an der kommenden Fasent

2022 von der Corona-Pandemie begleitet.

Die Infektionszahlen schnellten im Herbst

und Winter des letzten Jahres so sehr in

die Höhe, dass auch wir als Zunft erneut

gezwungen sind, unsere heimische und

geliebte Fasent auf ein Minimum zu reduzieren.

Gleichzeitig war und ist uns aber

auch bewusst, dass eine komplette Absage

auf keinen Fall in Frage kommt.

Unsere Zunft hat im letzten Jahr gezeigt,

was Zusammenhalt und besonderes Engagement

bedeutet. Die Offenburger Hexenzunft

machte Fasent mit statt trotz Corona

– eine besondere Fasent mit Abstand

und Anstand. Wir haben unseren Auftrag

erfüllt und trotz widrigster Umstände dem

Brauchtum Raum gegeben.

Dementsprechen wollen, aber auch müssen

wir es 2022 halten. Jedoch müssen wir

traditionsreiche Veranstaltungen wie den

Hexenball, den Kappeobend in der Unterwelt

und den Hexenfraß, wie wir ihn kennen,

absagen. Da es wöchentlich Änderungen

geben kann, bitten wir Sie, immer mal wieder

auf unserer Webseite

www.hexenzunft.de/termine

nach dem aktuellen Status zu schauen.

Uns ist es wichtig, dass Sie immer auf dem

neuesten Stand sind. Wie unsere Fasent

2022 im Einzelnen ablaufen wird, erfahren

Sie liebe Leser*innen in den kommenden

Zeilen. Es bleibt der große Wunsch, dass

alles so klappt wie es geplant ist.

Das erste Mal wird man die Offenburger

Hexenzunft am Samstag, den 15. Januar

2022 zu Gesicht bekommen. Wir werden

mit unserem Souvenirwagen auf dem

Offenburger Wochenmarkt vertreten

sein. Dort wird es eine Überraschung für

Jung und Alt zu erwerben geben: Die beliebten

Fasent-Päckle aus dem letzten

Jahr, gibt es in diesem Jahr auch für unsere

kleinen Fans, und ausschließlich nur an

diesem Tag an unserem Souvenirstand

zu erwerben. Zum gleichen Zeitpunkt wird

es möglich sein, in unserer Hexekuchi die

Eintrittskarten für unsere Kuchiobende zu

erhalten, welche wir unter 2G oder gar unter

2G-Plus planen. Unsere Künstler proben

seit September ein Programm mit wirklich

granatenmäßigen Programmpunkten.

Am Donnerstag, den 10. Februar werden

wir, sofern es möglich ist, unseren Hexenbesen

stellen. Das Symbol schlechthin der

Offenburger Straßenfasent! Leider können

wir in diesem Jahr keine Getränke und keine

Laugenstangen ausgeben, jedoch wird

ganz sicher ein jeder unserer Hästräger die

Taschen mit Gutsele gefüllt haben.

Die traditionellen Kuchiobende finden am

Samstag, den 12. Februar und Samstag,

den 19. Februar unter dem Motto. „Endlich

wieder Fasent ...alles aus der verhexten

Kruschtelkischt“ statt. Hier werden wir, sofern

die Kuchiobende möglich und durchführbar

sind, ein strenges Hygienekonzept

haben.

In der darauf folgenden Woche, am Donnerstag,

den 24. Februar, möchten wir


unser Fasentkind taufen. Wie schon seit

langer Zeit findet die Fasentdaifi um 6.00

Uhr am Schmutzigen Donnerstag auf dem

Lindenplatz am Narrenbrunnen statt. Bitte

beachten Sie auch hier die Hygienemaßnahmen

und das vorgegebene Hygienekonzept.

Unser allseits beliebtes Hexegmüs verkaufen

wir auch in diesem Jahr wieder

am Samstag, den 26. Februar auf dem

Offenburger Wochenmarkt. Am gleichen

Tag findet ab 20.00 Uhr der 2. virtuelle

Kappeobend statt. DJ SCHALLINIO (Sebastian

Schaller) und DJ TD M@X (Maximilian

Hartmann) bringen an diesem Abend

erneut die Fasent in die Wohnzimmer und

starten auch wieder eine Spendenaktion.

In diesem Jahr für den Förderverein der

Hansjakob-Schule Offenburg. Der virtuelle

Kappeobend war im letzten Jahr ein

Riesenerfolg und erfreute sich großer

Beliebtheit.

Am Dienstag, den 1. März wird die Offenburger

Hexenzunft, sofern es möglich

und durchführbar ist, auf dem Offenburger

Marktplatz eine Überraschung für unsere

Kleinsten parat haben – als Ersatz für den

Hexenfraß. Die Jugend darf gespannt

sein, was sich Hexen, Hansele,

Büttel und Alt Offenburgerinnen

unter dem strengen Blick des Hexenmeisters

ausgedacht haben.

Bei Einbruch der Dunkelheit wollen

wir dann auch unsere Strohhexe vor

dem Hotel Sonne verbrennen. Diese ist

der symbolische Akt zur Beendigung der

Fasent und unsere größte Brauchtumsvorführung.

Auch hier werden wieder die dort

geltenden Hygiene- und Abstandsregeln

gelten, sofern wir die Strohhexenverbrennung

durchführen können.

Mit einem leisen „Schelle Schelle Sechser…“

beenden wir dann die Offenburger

Hexefasent und blicken hoffnungsvoll in

die Zukunft. Die vergangenen zwei Jahre

haben uns geprägt und geformt. Als

Närrin und Narr war es mitunter schwer

und oft schmerzhaft, aber auch für die

Offenburger Hexenzunft standen immer

die Gesundheit und das Wohlbefinden

aller Beteiligten im Vordergrund. Unsere

Gesundheit ist unser höchstes Gut – und

für uns als Narren gilt ohnehin der althergebrachte

Satz:

Jedem zur Freud und

niemand zum Leid.

Mit diesem prägenden alemannischen

Narrensprichwort wollen wir alle positiv

in die Zukunft blicken und auf eine Fasent,

wie wir sie kennen und lieben.

Die Offenburger Hexenzunft verspricht

Ihnen eines: SIE KOMMT WIEDER. Ganz

sicher! Bleiben Sie gesund!

07


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AUFRUF

AN ALLE OFFENBURGER NARREN

Wir feiern & dekorieren -

mit Abstand am besten!

Die Offenburger Hexenzunft ruft alle Offenburgerinnen und

Offenburger auf, Haus & Hof, das heimische Wohnzimmer, den

Partykeller und die Kinderzimmer fastnachtlich zu dekorieren.

Helfen Sie mit, unsere Fasent sichtbar zu machen!

Mit Hexenfahne und Hexenbesen, Dekopuppen, Fasnachtsmasken,

Luftballons, Luftschlangen, Konfetti, bunte Girlanden –

Ihrer Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Senden Sie uns ein Foto Ihrer Dekoration per E-Mail an

redaktion@hexenzunft.de und gewinnen Sie!

1. PREIS

2 VIP-Eintrittkarten für

den nächsten Hexenball

2. PREIS

2 Eintrittskarten für den

Narrenschopf, Bad Dürrheim

Einsendeschluss:

Aschermittwoch, 2. März 2022

3. PREIS

2 Kisten Bauhöfer-Bier

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Von Fastnacht aufwärmen

in Ihrer Traumküche

Mit Freunden, Familie und Kollegen ausgelassen feiern. Auf den Straßen brodelt buntes

Fastnachtstreiben. Groß und Klein in Umzugslaune, raffinierte Kostüme, kunstvoll geschminkte

Gesichter lachen, rufen, singen als Matrose, süßer Hase, Cowboy, Pirat, Indianer oder in der

Zunft als Hex’.

Aus der Kälte heimkommen in die eigene Küche. Suppe duftet und dampft schon auf dem Herd.

Loslassen. Die Küche als harmonisches Refugium für heimliche Spitzenköche, für Genießer mit

Herzblut. Lebendiger Familien-Mittelpunkt oder elegante Kochlandschaft für angesagte

Küchenpartys.

Wir beraten Sie im Küchen-Schneider in Offenburg bei der Wahl der passenden Geräte und

einer Traumküche, die speziell zu Ihren Bedürfnissen passt und unsere Traumküchen werden

von einer Offenburger Hexe montiert.

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RÜCKBLICK AUF

DIE FASENT 2021

Eine andere Fasent

Bereits kurz nach einer grandiosen Fasent

2020 wurden wir alle mit dem Schrecken

der Pandemie konfrontiert. Als allen bewusst

wurde, dass es im Jahr 2021 eine

Fasent wie wir sie alle kennen und lieben

nicht geben kann, mussten auch wir uns

als Zunft die Frage stellen: „Welche Veranstaltungen

sind durchführbar, aber auch

in dieser schwierigen Situation überhaupt

angemessen?“ Den Verantwortlichen der

Zunft war schnell klar, dass wir die Kultur

und das Brauchtum leben wollen, aber wir

auch als Verein Verantwortung haben und

die Gesundheit unserer Aktiven, unserer

Freundinnen und Freunde, die unsere Fasent

lieben, an erster Stelle steht.

Aus diesem Grund war bereits früh klar,

dass Großveranstaltungen wie Kappeobend

und Hexenball nicht durchführbar

sein werden. Mit wachsenden Infektionszahlen

und dem erneuten Lockdown im

November mussten wir dann auch alle weiteren

Veranstaltungen wie die Kuchiobende,

Besenstellen, Hexenfraß und Strohhexenverbrennung

absagen. Jedoch haben

wir als Hexenzunft uns selbst die Aufgabe

gestellt, in einer durch die Pandemie

geprägten Zeit den Brauch der schwäbisch-alemannischen

Fasent bestmöglich

zu leben und dem Bohneburger Narrenvolk

ein Lichtblick in dieser herausfordernden

Zeit zu schenken. Mit Stolz können

wir heute sagen: Durch unsere aktiven

Mitglieder sind grandiose Ideen und

granatenmäßige Formate entstanden.

Ganz nach dem Motto „Geht nicht, gibt’s

nicht“ haben wir bereits mit unserer virtuellen

Fasenteröffnung gezeigt, wie

kreativ wir mit dieser Situation umgehen.

Egal ob Hexe, Hansele, Teufel, Alde oder

Büttel, die Mitglieder haben es geschafft,

den Zuschauern ein Stück Fasent in die

eigenen vier Wände zu bringen. Bis heute

hat dieses Video weit über 20.000 Menschen

erreicht. Diese überwältigende

Resonanz hat uns schon früh gezeigt,

dass wir hier auf dem richtigen Weg sind

und eine etwas andere Fasent besser ist

als gar keine.

„Jetzt isch er do, endlich“ hieß es auch

dann wieder bei unserer Fasentdaifi am

Schmutzigen. Aber auch die ungewohnte

Art und Weise konnte unseren Hexenmeister

und die Gettel nicht daran hindern,

unseren Krampen mit dem Hexenbruns

der Badenia-Brennerei auf den Namen

„Abstandeinhalterle“ zu taufen. Da uns als

Zunft besonders die Kinder am Herzen

liegen, wollten wir es uns nicht nehmen

lassen, am Schmutzigen den ein oder

anderen Kindergarten mit einem ganz

besonderen Geschenk zu überraschen.

Jeweils in Zweierformation – und ausgestattet

mit Utensilien wie Angeln und

-> Fortsetzung auf Seite 12

11


RÜCKBLICK AUF

DIE FASENT 2021

Eine andere Fasent

Fortsetzung von Seite 11

Bäckerschaufeln – machten sich drei

Gruppen Hästräger auf, um unseren Jüngsten

eine Freude zu bereiten. Auf Abstand

über die Fenster der Kindergärten wurden

unsere wiederbelebten Hexelebkuchen

verteilt. Eine kleine Aktion mit sehr großer

Wirkung. Die strahlenden und glücklichen

Gesichter der Kinder waren die schönste

Bestätigung hierfür.

Weiter ging es dann mit unserem Verkauf

von Hexegmüs am Fasentsamstag. Die

gewohnten Termine zum gemeinsamen

Malen und Basteln waren in diesem Jahr

leider nicht durchführbar. Nichtsdestotrotz

haben es unsere Mitglieder – nicht

nur sprichwörtlich in Heimarbeit – wieder

geschafft, ein großartiges Hexegmüs zu

basteln. Unter strengen Hygieneauflagen

und mit einer tollen Unterstützung der

Stadt Offenburg wurde uns dann der Verkauf

durch eine kleine Anzahl an Mitgliedern

genehmigt. Eine der ganz wenigen

Stunden, in denen wir uns in dieser Fasent

im Häs zeigen durften. Man konnte spüren,

wie glücklich viele Bohneburger waren, ein

Stück weit das Gefühl von Abwechslung

und Normalität zu haben.

Bei unserem traditionellen Kappeobend

wurde es dann wieder virtuell. Unsere Hexe

Sebastian Schaller alias DJ Schallinio und

DJ TD M@X aus Mannheim haben es geschafft,

den Kappeobend in die Wohnzimmer

zu bringen – ganz unter dem Motto „Zu

Hause bleiben“ und unter der Einhaltung

der geltenden Corona-Verordnung sicher

feiern zu können. Doch das zu Hause feiernde

Narrenvolk sollte natürlich nicht auf

die gewohnten Leckereien aus unserer

Hexekuchi verzichten müssen. Mit unserem

Fasent-Päckle konnte man sich den

Duft der Bohneburger Fasent nach Hause

holen: Egal ob Bier- oder Weinliebhaber,

mit Getränken und einem leckeren Vesper

war für jeden etwas dabei. Doch das

Highlight an diesem Abend war sicherlich

12


die Idee, neben sicher zu feiern, gleichzeitig

etwas Gutes zu tun. Im Rahmen des

ersten virtuellen Kappeobends gab es einen

Spendenaufruf zur Unterstützung des

Fördervereins für krebskranke Kinder e.V.

Freiburg im Breisgau. Innerhalb von vier

Stunden wurde eine überwältigende

Summe von 6.000 Euro gespendet. Ein

herzlicher Dank an alle Spenderinnen

und Spender.

Bevor mit Einbruch der Dunkelheit am

Fasentdienstag die doch sehr außergewöhnliche

Fasent mit unserer virtuellen

Strohhexenverbrennung dem Ende entgegen

ging, hatte sich die Hexenzunft noch

etwas Besonderes für die Kleinen einfallen

lassen. Ab dem Schmutzigen konnten die

Kinder mit einem Alter bis zu zwölf Jahren

an einem Online-Quiz teilnehmen. Als

Belohnung warteten 111 Tüten Hexenfraß

„für deheim“ auf die kleinen Gewinnerinnen

und Gewinner, welche am Fasentdienstag

von einer Hexe oder einem Hansele

persönlich an die Tür gebracht wurde.

Eine tolle Aktion, mit der wir auch in dieser

schwierigen Zeit für unsere Kleinsten die

Fasent erlebbar machen konnten.

Ehrungen 2020/2021

ZUNFTMITGLIEDSCHAFT

15 JAHRE

Carolin Schoch

25 JAHRE

Georg Baumgärtner, Karin Berl,

Alessandra Kienzle, Harald

Radzuweit

50 JAHRE

Eva Borho

Aufgrund von Corona ist die Überreichung

der Ehrungen verschoben auf 2022.

Ehrungen 2021/2022

ZUNFTMITGLIEDSCHAFT

15 JAHRE

Christoph Boschert, Karl

Englmeier, Matthias Schlosser

25 JAHRE

Andreas Bahr, Marie Pfeiffer

Patric Schmidt, Eric Waldhecker

50 JAHRE

Paula Metzger

60 JAHRE

Joachim Bahr,

Inge Hogenmüller, Inge Killius,

Wolf-Dieter Kleinert

So endete eine etwas andere

Fasent 2021 mit einem ganz leisen

Schelle Schelle Sechser, alli alti

Hexe, Narro. S’bisst mi e Floh, weiss

nimmi wo, am Popo. Narri – Narro.


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ZUNFT

NACHRICHTEN

Der virtuelle Kappeobend

Die Fasent 2021 machte erfinderisch und

ermöglichte zuvor nie vorstellbare Schritte

– so auch den grandiosen Kappeobend am

Fasentsamstag, welcher normalerweise

in zahlreichen Gewölbekellern der Offenburger

Innenstadt stattfindet, in die heimischen

Wohnzimmer zu verlegen.

Auf die Idee, den Kappeobend zu streamen,

kam die aktive Hexe und DJ Sebastian

Schaller. Zusammen mit DJ-Partner

TD M@X wurde in der Hexekuchi allerfeinste

„Fasentmucke” aufgelegt, während

die Narren zuhause in ihren Wohnzimmer

feierten – ganz coronakonform. In der

Spitze verfolgten mehrere hundert Zuschauer

die Übertragung. „ Es war großartig

zu sehen, wie die Leute mitgemacht und

unser Angebot angenommen haben“, blickt

Sebastian Schaller hochzufrieden auf die

Veranstaltung zurück. Immer wieder wurde

am virtuellen Kappeobend aufgerufen, für

den Förderverein für krebskranke Kinder

e.V. Freiburg im Breisgau zu spenden. Und

die Narren bewiesen mit ihren vielen Spenden,

dass sie ein großzügiges Herz haben.

Stolze 6.000 Euro hat die Offenburger

Hexenzunft bei ihrem virtuellen

Kappeobend an Spenden gesammelt.

Zunftmeister Sven Schaller und Vize Adrian

Penner übergaben im April letzten

Jahres den Betrag in Form eines Schecks

sowie 15 putzige Teddys der Gewerkschaft

der Polizei an Heide Serra vom Förderverein

für krebskranke Kinder e.V. Freiburg im

Breisgau.

15


JG

Frisuren


ZUNFT

NACHRICHTEN

Unser neuer Partner

Unsere Gönner und Sponsoren leisten

mit ihrer Unterstützung einen wertvollen

Beitrag zum Erhalt und zur Pflege des

Brauchtums der schwäbisch-alemannischen

Fasent.

Die Offenburger Hexenzunft freut sich

ganz besonders, dass seit Anfang 2021

die Brauerei Bauhöfer in Renchen-Ulm

als neuer Partner für die Lieferung von Bier

und alkoholfreien Getränken an unserer

Seite steht. Die im Jahr 1852 gegründete

Familienbrauerei Bauhöfer lebt mittlerweile

in der fünften Generation die Braukunst,

und mit Leidenschaft steht sie für Tradition

und für unsere Kultur in der Ortenau.

Ganz nach dem Motto „Tradition leben,

aber neue Wege gehen.“ hat die Brauerei

mit unserem aktiven Hansele Katharina

Waldhecker eine Geschäftsführerin an

der Spitze, die neben dem Mut zu Veränderungen

und ihren Visionen, gemeinsam

mit ihrem Team auch die lokalen Vereine

unterstützt. Im Rahmen einer feierlichen

Stunde wurde als Dank im Biergarten des

Bauhöfer‘s Braustüb‘l durch Zunftmeister

Sven Schaller die Fahne unser Zunft überreicht.

17


HAUPT

VERSAMMLUNG

Donnerstag, 11. November 2021

Zunftmeister Sven Schaller begrüßte die

zahlreichen Mitglieder nicht etwa in der

heimischen Hexekuchi, sondern in der

Abtsberghalle in Zell-Weierbach.

Die im November geltenden Abstandsund

Hygienemaßnahmen machten es

notwendig, dass die Zunft außerhalb ihrer

gewohnten Kellerwände tagte. Neben

den traditionellen Wahlen der Neuaufnahmen

und der Zunftmeisterwahl

wurde intensiv über die anstehende Fasent,

der immerfort andauernden Pandemie

und dem geplanten Fasent-Konzept

berichtet. Zu Beginn begrüßte Schaller

die Ehrenmitglieder der Hexenzunft,

gratulierte anschließend zu zahlreichen

runden Geburtstagen, zwei Eheschließungen

und einem sehr erfreulichen

Baby-Nachwuchs in Reihen der Hexenfamilie.

Leider musste Schaller auch

zwei verstorbenen Mitgliedern in einer

Schweigeminute gedenken.

Mit dem Bericht des Zunftmeisters

blickte er auf zwei sehr anstrengende

und aufreibende Jahre zurück. Die Corona-Pandemie

forderte von ihm und seinem

Stellvertreter Adrian Penner sowie

dem gesamten Zunftrat alles ab. Fast

wöchentliche Sitzungen auf dem Rathaus

und den entsprechenden Ämtern

machten die vergangenen beiden Jahre

zur Mammutaufgabe. Kaum sei eine Idee

Fasent-Päckle

Abbildung beispielhaft | Zusammenstellung kann variieren


entstanden, musste sie meist schon wieder

verworfen werden. Schaller dankte

ausdrücklich der Stadt Offenburg und ihren

Verantwortlichen, insbesondere dem

Stadtmarketing für eine hervorragende

Zusammenarbeit und tatkräftige Unterstützung.

„Fasent mit Corona“ lautete

schlussendlich die Vorgabe an die wenigen,

aber sehr kreativen Veranstaltungen

der Offenburger Hexenzunft.

So lobte Schaller

den virtuellen Kappeobend

2021, den

überhaupt ersten dieser

Art, bei welchem

eine Spendensumme

von 6.000 Euro

für den Förderverein

für krebskranke Kinder

e.V. Freiburg im

Breisgau zustande

kam. Ebenso fand das von der Hexenzunft

kreierte Fasent-Päckle reißenden

Absatz. Mit dem Hexenmundschutz war

trotz der Pandemie eine kleine Verkleidung

möglich. Auch der wieder ins Leben

gerufene Hexelebkuchen ließ die Kinderaugen

strahlen, als diese ihn mit Angeln

und Bäckerschaufeln von den Hexen

in Empfang nehmen durften. Und zu guter

Letzt brachte die virtuelle Strohhexenverbrennung

ein wenig Fasent-Feeling

in die heimischen vier Wände. All diese

kreativen Ideen der gezeigte Tatendrang

machte Zunftmeister Sven Schaller extrem

stolz und er bedankte sich bei seinen

Aktiven im Namen des Brauchtums.

Anschließend war unser Säckelmeister

Martin Fehrenbach mit seinen ausführlichen

Berichten für die Geschäftsjahre

2019/2020 und 2020/2021 an der Reihe.

Fehrenbach berichtete über die getätigten

Ausgaben, unter anderem für die

Sanierungs- und Erhaltungsarbeiten der

Hexekuchi und der Restauration der Rattefalle

und konnte den Mitgliedern in der

Summe von einer größtenteils ausgewogenen

Kasse berichten.

Als wohl wichtigster

Teil des

Abends stand

nun die Wahl

des Zunftund

Hexenmeisters

an.

Amtsinhaber

Sven Schaller

stellte sich erneut

für eine

Periode zur

Wahl der Versammlung

und wurde ohne Gegenstimme

in seinem Amt bestätigt.

Es folgte die Vorstellung der beiden Neuaufnahmen

Chilla Lauster und ihrem Ehemann

Ulrich Lauster, die ihre zweijährige

Probezeit beginnen. Hannes Erl, Leon

Ernst, Jannik Sauter und Tobias Müller

hatten diese Probezeit bereits hinter sich

und wurden anschließend in die Reihen

der Aktiven aufgenommen.

Zum Abschluss blickte der frisch im

Amt bestätigte Zunftmeister Schaller

nochmals auf die bevorstehende Fasent

2022, beglückwünschte die aktive Hexe

Benjamin Gehring zur Aufnahme in den

Kulturellen Beirat der VSAN und schloss

anschließend die Versammlung mit dem

tausendjährigen Bohneburger Narrenruf

„Schelle, Schelle, Sechser, alli alti Hexe,

Narro“.

19


NEUE G’SICHTER

IM HÄS

Unsere Hexen-Anwärter

Die Vorstellung der Neuaufnahmen auf

diesen Seiten ist immer wieder eine erfreuliche

Sache. Ganz Besonders ist

in dieser Zeit auch die Situation für die

beiden ersten Anwärter. Leon Ernst und

Tobias Müller schlossen ihre zweijährige

Probezeit bereits vorletztes Jahr ab und

waren als „Neuaufnahmen” bereits im letzten

Hexespiegel abgebildet. Sie mussten

aber seitdem ungewöhnlich lange auf ihre

endgültige Aufnahme warten. Aufgrund

der Corona-Pandemie fiel die letztjährige

Generalversammlung und damit auch

die Wahl der Neuaufnahmen aus. Nun hat

das zähe Warten ein Ende und sie dürfen

in der kommenden Kampagne endlich ins

Hexenhäs steigen.

Leon Ernst, der mittlerweile als Analyst

im Bereich Vermögensverwaltung in der

Schweiz arbeitet, fühlte sich bereits als

Kind stark zu der Offenburger Hexenzunft

hingezogen. Diese Liebe und Begeisterung

hat ihn nie verlassen, so dass sich der

25-Jährige gegen Ende seines Studiums

schließlich doch dazu entschied, sich zu

bewerben. Aufgrund seiner Statur wird er

mit Sicherheit als drahtige Hexe auf den

Straßen auffallen und den Leuten viel Freude

bereiten.

Tobias Müller

Leon Ernst

Genauso erfreut über die Aufnahme ist

auch Tobias Müller. Der im März 1979

in Sangerhausen / Sachsen-Anhalt ge-


borene Keramikmeister hat, nachdem

er 2008 mit seiner Frau nach Offenburg

zog, durch Freunde in der Hexenzunft das

wundervolle Brauchtum der schwäbischalemannischen

Fasent kennen und lieben

gelernt. Die größte Freude dürfte er mit

seiner Bewerbung allerdings seinem Sohn

Hugo gemacht haben, der mittlerweile als

stolze Kinderhexe in der närrischen Zeit

einigen Schabernack verbreiten kann.

kann. Mit seiner Frau und seinen beiden

Kindern Max und Sophie lebt er in Elgersweier.

Er war schon immer vom Brauchtum

fasziniert und daher schnell von der Idee

angetan, sich bei der Offenburger Hexenzunft

zu bewerben.

Die Gruppe der Anwärter wird darüber

hinaus durch zwei weitere Junghexen erweitert,

die in diesem Jahr ihre zweijährige

Probezeit erfolgreich beendet haben.

Jannik Sauter

Hannes Erl

Hannes Erl arbeitet im Vertriebsinnendienst

bei einem großen Offenburger

Spültechnikhersteller. Der 41-Jährige liebt

Oldtimer und alles, was kaputt ist, damit

er es wieder reparieren oder verbessern

Das Anwärterfeld komplettiert Jannik

Sauter. Der 18-jährige Abiturient ist der

Sprössling unseres Hanseles Katja Schober.

Somit ist der Anknüpfungspunkt des

jungen Elgersweierers klar. Seit jungen

Jahren ist er bereits der Offenburger

Fasent zugetan und fasste schnell den

Entschluss, dass er so bald wie möglich

ebenfalls ein Häs anziehen möchte. Sein

Hobby Fußball spielen wird ihm garantiert

auch bei den Fastnachtsumzügen einen

großen Vorteil bieten, denn dadurch kommt

er als Fänger garantiert nicht so leicht aus

der Puste.

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ZUNFT

NACHRICHTEN

Der Hexelebkuchen

Die Offenburgerinnen und Offenburger

der älteren Generationen können sich

bestimmt noch daran erinnern: An der

Fasent wurden Hexelebku-

chen in Form einer ten Hexe und mit einem

stilisierfarbigen

Aufkleber verteilt.

Der Autor dieses

Beitrags kann sich

noch sehr gut entsinnen:

Hat er doch

als Kind die feinen

Lebkuchen damals in

Gehring‘s Backstub‘

mit Lebensmittelkleber

bepinselt und

die Hexe darauf platziert.

Klebrige Finger

waren nur eines der

Andenken an diese

schöne Zeit.

Diese Lebkuchen haben

jedoch eine noch

ältere Geschichte:

Bereits 1949 hat sie

ihr Erfinder Karl „Meggele“

Gehring aus der

Tür seiner Bäckerei mit

der Brotschaufel an die

Kinder verteilt. In dieser Zeit

ein leckerer Höhepunkt für den Offenburger

„Narresome“.

2021 hat die Hexenzunft die fast in Vergessenheit

geratenen Lebkuchen neu kreiert.

Auf unsere Anfrage hin war die Bäckerei

Armbruster gerne bereit, mit uns diese

Tradition wieder ins Leben zu rufen.

Leider konnten wir die Lebkuchen wegen

der Pandemie nur in den Kindergärten

abgeben und am Fasentdienstag – wieder

mit der langen Brotschaufel – verteilen.

Zufall oder traditionelle Hexerei: Wer

hätte gedacht, dass die alte

Bäckerschaufel sich in einer

Pandemie, in der Abstand

das oberste Gebot

ist, so sehr bewährt!

An dieser Stelle möchten

wir uns nochmals

für die Unterstützung

der Bäckerei Armbruster

bedanken, die

unsere Idee gerne

aufnahm und perfekt

umsetzte. Die neuen

Lebkuchen hat der

Autor natürlich sofort

gekostet und es

versetzte ihn gleich

beim ersten Biss in

die Zeit zurück, als er

sie schon als Kinderhex‘

und mit „bäbbige“

Finger genüsslich verspeisen

durfte.

Auch an der kommenden

Fasent wird es die

Hexelebkuchen wieder

geben.

Wir wünschen einen

hexenmäßigen, guten Appetit!

23


Telefon: 07 81 2 56 52

Im Drachenacker 21 • 77656 Offenburg

www.schlosserei-keller.de • info@schlosserei-keller.de

INFOS UNTER:

07 81 / 6 88 73

INTERNET:

www.taekwondo-klebach.de

E-MAIL:

patrickklebach@web.de

DIENSTAG

und

FREITAG

18.00 – 21.20 Uhr


KUCHIOBENDE

2022

Endlich wieder Fasent

...alles aus der verhexten

Kruschtelkischt

Beginn 20.00 Uhr | Einlass 19.30 Uhr

Der Kartenvorverkauf mit Platzreservierung findet am

Samstag, 15. Januar 2022 in der Hexekuchi statt.

SAMSTAG

12.

Februar

SAMSTAG

19.

Februar

2G | 2G+ Zutritt nur für geimpfte/genesene Gäste

*

Alle aktuellen Informationen

zu unseren

eventuell baren Veranstaltun-

durchführgen*

erfahren Sie in

der örtlichen Presse

oder auf unserer

Webseite:

www.hexenzunft.de

*

Es gelten die aktuellen Corona-Regelungen

des Landes

Baden-Württemberg, insbesondere

die Abstands- und

Hygieneregeln. Zudem gilt die

2G-Regel (vollständg geimpft

oder genesen) in den Innenräumen

aller Veranstaltungen.

Jeder Gast ist verpflichtet, sich

via Luca-App zu registrieren.

Änderungen vorbehalten.

25


#ARCHIV IMPRESSIONEN


Das Beste aus den Kuchiobenden der letzten Jahre 27


Gute Werbung ist keine Hexerei


ZUNFT

VORSTELLUNG

Katzenmusik „Miau”

Was anfänglich mit einer

Freundschaft zweier fastnächtlich

begeisterter Narren,

dem Generalfeldmarschall

des Katzenmusikvereins

Dominik Schaaf und unserem

Zunft- und Hexenmeister Sven Schaller

vor einigen Jahren begann, ist zwischenzeitlich

zu einer Freundschaft zweier

Narrenzünfte herangewachsen. Grund

genug, dem Katzenmusik Verein „Miau“

Villingen anlässlich dessen 150-Jahrfeier

die Ehre zu erweisen.

Der Katzenmusik Verein „Miau“

Villingen 1872 e.V. wurde 1872 von

aus dem deutsch-französischen

Krieg 1870/71 in ihre Heimatstadt

heimkehrenden Soldaten

ins Leben gerufen. Diese

jungen Villinger fanden sich

zu kleinen Musikgruppen

zusammen, um auf ihre

Art Fasnet zu machen.

Die bekannteste dieser

Gruppen wurde von

Malern der

„Maierschen

Uhrenschildmalerei“

gebildet,

die

1872 erstmals

auftrat.

Sie spielte

unter Führung

eines Herrn Lang als „Langsche

Kapelle“ gelegentlich auf Hochzeiten, an

Pfingsten, Kirchweih und eben auch an

der Fasnet. Weil sie zur fünften

Jahreszeit so grässlich

schöne Musik machte,

nannte sie das närrische

Volk bald Katzenmusik.

Die Langsche Kapelle

übernahm in den folgenden

Jahren am Fasnetmentig

das Wecken und

fand immer mehr Anhänger

unter Jung und Alt. Auf diese

Weise war es den finanziell schwächer

gestellten Bürgern, die in der Narrozunft

nicht Fuß fassen konnten möglich, Fasnet

zu machen. Nach Auflösung der Langschen

Kapelle übernahm die Kunersche

Kapelle das Wecken am Fasnetmentig.

Nach und nach schlossen sich der

Kapelle Gruppen an, die kommunalpolitische

oder auch

persönliche Begebenheiten

während des Umzuges

darstellten. Vielleicht zur

Verhöhnung des „Preußen-

Reiches“, vielleicht aber

auch zum eigenen Schutz

wurde eine militärisch uniformierte

Zugpolizei geschaffen.

Der Zugpolizist

ist wohl die ursprünglichste

Figur der Katzenmusik.

-> Fortsetzung Seite 30

Generalfeldmarschall

Dominik Schaaf

29


ZUNFT

VORSTELLUNG

Katzenmusik „Miau”

Fortsetzung von Seite 29

Schließlich entstand die Katzenmusik

durch heimkehrende Soldaten, denen

kein Geld für ein teures Häs zur Verfügung

stand. So drehten sie ihre Uniformen

einfach um und zogen so durch die

Gassen. Eine Uniform trägt der Zugpolizist

noch heute. Allerdings nicht mehr

links herum, sondern normal und kunstvoll

mit typischen Katzenmusikmotiven

bemalt. Er tritt in zwei Varianten auf. Mit

einem dunklen Waffenrock und schwarzer

Koppel. Dazu trägt er eine weiße Hose

und schwarze Stiefel, sowie eine alte

Pickelhaube. Oder er trägt einen alten

Offiziersmantel, der ebenso bemalt ist.

Dazu eine schwarze Hose und schwarze

Schuhe, sowie eine Schildmütze. Weiße

Handschuhe vollenden die Uniform.

Die Zugpolizei ist für den Aufbau und die

Durchführung der Umzüge verantwortlich.

Bereits in den 1930er Jahren zog die

Gruppe „Kater Miau“ durch Villingens

Straßen. Diese Gruppe, die damals auch

den Katzennachwuchs mitführte, war bis

Anfang der 1950er Jahren noch bei den

Umzügen zu sehen. Danach verschwand

sie. Aus dieser Gruppe blieb lediglich ein

Kater übrig, der seit 1958 als Symbolfigur

der Katzenmusik die Umzüge anführt.

Das Jahr über fristet der Kater im

Romäusturm sein Dasein und wird dabei

30 von der „Katzenmotter“ gepflegt.

An den „Hohen Tagen“, genauer am Fasnetsunntig,

wird der Kater durch die Katzenmusik

und hunderte von Besuchern,

die sich im Riet versammeln, aus dem

Turm befreit. Um der Forderung Nachdruck

zu verleihen rufen die Katzen im

Chor: „Miau, Miau, Miau, isern Kater wenn

mer hau!“ Nach einem närrischem Rededuell

zwischen dem „Rietbürgermoaschter“

und dem Generalfeldmarschall wird

der Kater freigelassen und kann auf die

Fasnet gehen. Die Figur im Detail: Der

Kopf stellt einen grau getigerten Kater

dar. Um den Hals trägt er einen hellen

Fellkranz. Das Häs des Katers ist schwarz

und wird durch schwarze Handschuhe

und schwarze hohe Stiefel vervollständigt.

Auf seinem Schwanz sitzt eine Eule

als Zeichen der Weisheit. In der rechten

Hand trägt er einen Spazierstock und in

der linken Hand eine große Laterne, mit

der er auch in die hintersten, versteckten

Winkel Licht bringt, um alle humorvollen

Missetaten seiner Villinger zu erfahren.

Der Kater ist eine Einzelfigur.


D’ Katzerolli ist eine markante Figur, die

es bereits früher bei der Katzenmusik

gab. Auch hier liegen die Ursprünge in

den 1930er Jahren und bei der Gruppe

„Kater Miau“. D’ Katzerolli im Detail: Zu sehen

ist d’ Katzerolli mit einer Jugendscheme.

Die Scheme ist aus Lindenholz geschnitzt.

Die Farbgebung kann variieren.

D’ Katzerolli trägt einen roten oder einen

grünen Frack. Dazu trägt er zerrissene,

weiße Beinkleider. Die Flicken auf dem

Frack und die zerrissene Hose symbolisieren

die Straßenfasnet. Hier fühlt sich

d’Katzerolli zu Hause. Weiterhin runden

Ringelsocken und Halstuch das Erscheinungsbild

ab. Zusätzlich sind verschiedene

bekannte Accessoires des Kater

„Miau“ möglich, wie Stock, Notizbuch

oder Lampe.

Weiterhin gibt es den erwachsenen Katzerolli.

Dieser Kater kommt vornehmer

daher als sein Sohn, der Straßenkater.

Er trägt Bodienen und eine schwarze

Stoffhose, eine vornehme rote Weste, ein

Stehkragenhemd mit Fliege sowie einen

blauen Gehrock. Zu den weißen Handschuhen

trägt er den Spazierstock sowie

die Laterne. Sein Gesicht ist frecher,

leicht fauchend. Die Augen blitzen. Diese

Figur hatte 2011 ihren ersten Auftritt und

die Katzenmusik hofft, nachdem sie ihm

noch eine Frau an die Seite gegeben hat,

das Bild bei den Umzügen abzurunden

und es so den Mitgliedern möglich macht,

um sich als ganze Familie an der Fasnet

zu beteiligen. Angelehnt an das Stammelternpaar

präsentiert sich die weibliche

Katze. Zum frechen, zerrissenen „jungen

Katzerolli“, einem waschechten Straßenkater,

und dem „Alten“, elegant im Stil der

Jahrhundertwende,

zeigt sich die Katze

gut bürgerlich.

Der Generalfeldmarschall ist seit 1947

der Vorsitzende und somit das Oberhaupt

des Vereins. Nach dem Krieg wurde

der Generalfeldmarschall der Katzenmusik

Villingen von der französischen

Besatzungsmacht als einziger militärischer

Befehlshaber in Deutschland anerkannt.

Allerdings durfte er statt eines

Degens nur einen „Reiswellenbengel“ bei

sich tragen. Auf dem Kopf trägt er einen

mit einer roten und einer weißen Feder

geschmückten Hut. Er trägt einen so genannten

Waffenrock, der mit verschiedenen

Katzenmusikmotiven handbemalt ist.

Der Waffenrock wird mit einer goldenen

Koppel sowie zwei Quasten abgerundet.

Um ihn als ranghöchsten Katzenmusiker

besser erkennen zu können, thront

auf seinen Schultern jeweils eine liegende

Katze. Eine schwarze Hose sowie

schwarzes Schuhwerk und weiße Handschuhe

runden das Bild ab. An weiteren

Figuren bzw. Gruppierungen gibt es den

kleinen Kater, den Katzenkindergarten,

den kleinen General, die Jugendpolizei,

sowie als Einzelfigur den Prinz Karneval.

Anlässlich des 150-

jährigen Jubiläums

des Katzenmusikvereins

wollte die Offenburger

Hexenzunft in den Mauern

der historischen Zähringerstadt

ihre Strohhexenverbrennung

aufführen.

Das Narrentreffen 2022

wurde kurz vor Redaktionsschluss

aufgrund

der aktuellen Lage

abgesagt und auf das

Jahr 2023 verschoben.

www.katzenmusik-villingen.de 31



DONNERSTAG

ZUNFT

NACHRICHTEN

Stellen des Hexenbesens

Auch 2022 soll er wieder über den Dächern

der Offenburger Innenstadt über die

Fasent und die Narren wachen. Das weit

mehr als vierzehn Meter hohe, fasentliche

Wahrzeichen wird am Donnerstag, den

10. Februar 2022 vor dem historischen

Rathaus in die Lüfte befördert.

Mindestens ein Dutzend Hexen werden

benötigt, um den gewaltigen Hexenbesen

zu stemmen und den Beginn der

Straßenfasent einzuläuten. Jahr um Jahr

ist das Stellen des Hexenbesens ein fester

Bestandteil im Kalender der Hexenzunft

und der Beginn einer weiteren traditionsreichen

Fasentkampagne.

10.

Februar

Das Gelingen ist auch 2022 von zahlreichen

Zuschauern und Kindern abhängig,

welche die Hexen bei diesem Kraftakt lautstark

anfeuern.

Alle aktuellen Informationen zu

unseren eventuell durchführbaren

Veranstaltungen* erfahren Sie in der

örtlichen Presse oder auf unserer

Webseite: www.hexenzunft.de

*

Es gelten die aktuellen Corona-Regelungen des Landes

Baden-Württemberg, insbesondere die Abstands- und

Hygieneregeln. Zudem gilt die 2G-Regel (vollständg

geimpft oder genesen) in den Innenräumen aller Veranstaltungen.

Jeder Gast ist verpflichtet, sich via Luca-App

zu registrieren. Änderungen vorbehalten.

33


Wir lieben

Wir Zeitschriften lieben …

Zeitschriften …

… und die

Deutschen … und lieben die

Deutschen uns lieben dafür.*

uns dafür.*

* Die Deutschen kaufen jedes Jahr fast 350 Millionen unserer Zeitschriften.

Allein mit unseren Magazinen erreichen wir so 54 Millionen Menschen.

Damit das so bleibt, sorgen fast 1.000 fest angestellte Journalisten für die

* Die Deutschen hohe Qualität kaufen jedes unserer Jahr Produkte.

fast 350 Millionen unserer Zeitschriften.

Allein mit unseren Magazinen erreichen wir so 54 Millionen Menschen.

Damit das so bleibt, sorgen fast 1.000 fest angestellte Journalisten für die

hohe Qualität unserer Produkte.

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DONNERSTAG

ZUNFT

NACHRICHTEN

Fasentdaifi

Auf den Tag genau zwei Wochen nach

dem Stellen des Hexenbesens wird am

Schmutzigen Donnerstag in aller Herrgottsfrüh

das Fasentkind getauft. So erhält

der „Krampe“ auch in diesem Jahr bei der

traditionellen Fasentdaifi seinen Namen.

Um 06:00 Uhr ziehen die Offenburger

Hexenzunft, Hemdeglunker und anderen

24.

Februar

Kernstadtzünfte in Richtung Lindenplatz,

um dort den zeremoniellen Akt abzuhalten.

Man darf wie jedes Jahr gespannt sein,

welchen Namen die Gettel und der

Hexenmeister für das Fasentkind auserwählt

haben.

Alle aktuellen Informationen zu

unseren eventuell durchführbaren

Veranstaltungen* erfahren Sie in der

örtlichen Presse oder auf unserer

Webseite: www.hexenzunft.de

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Hygieneregeln. Zudem gilt die 2G-Regel (vollständg

geimpft oder genesen) in den Innenräumen aller Veranstaltungen.

Jeder Gast ist verpflichtet, sich via Luca-App

zu registrieren. Änderungen vorbehalten.

Bis zur Verbrennung der

Strohhexe am Fasentdienstag,

dem letzten

und atemberaubendem

Teil der Fasent, muss der

„Krampe“ noch ordentlich

wachsen und gedeihen,

bevor er dann in Flammen

aufgeht.

14:10

35


#ARCHIV IMPRESSIONEN


Prominente Stempelopfer der letzten Jahre 37


Offenburg | Ortenberger Straße 10 | Telefon 0781 37015


KAPPEOBEND

2022

Virtuell dabei sein

Mit der Verlagerung des Kappeobends

2017 in die Offenburger Gewölbekeller

landete die Hexenzunft einen Volltreffer

– ein Stück traditioneller, uriger, ein Stück

zurück in die gute, alte Zeit.

Leider ist unser Kappeobend in den Kellern

und Gewölben der Stadt auch für das Jahr

2022 abgesagt. Dafür findet wie bereits im

letzten Jahr der Kappeobend virtuell per

Livestream statt. Im heimischen Wohnzimmer

darf dann getanzt und gefeiert werden

– natürlich unter Einhaltung der geltenden

Hygiene- und Abstandsregeln!

SAMSTAG

26.

Februar

Wir bitten Sie, diese einzuhalten und im

kleinsten Rahmen wie möglich und erlaubt

den Abend zu genießen. DJ Schallinio und

DJ TD M@X liefern online die passenden

Fasent-Hits ab 20:00 Uhr.

Während des Livestreams haben Sie außerdem

die Möglichkeit per Paypal für den

Förderverein der Hansjakob-Schule Offenburg

zu spenden! Dafür bedanken wir

uns schon heute herzlich bei Ihnen.

WEITERE INFOS

www.hexenzunft.de

Veranstaltungen

39


Ein Leben ohne Gäste

ist möglich … aber sinnlos

Deshalb hoffen wir und freuen uns darauf, Sie bald

wieder in unserem Restaurant „Hofkammer“

auf unserer Terrasse oder anlässlich eines Seminares

oder einer Feier begrüßen zu können.

Ihr Team des Mercure Offenburg wünscht Ihnen ein

gesundes & erfolgreiches 2022

Mercure Hotel Offenburg am Messeplatz

Schutterwälder Str. 1a, 77656 Offenburg

Tel.: +49 781 5050; E-Mail: h2906-sb@accor.com

www.mercure.com/2906


#ARCHIV HEXENNOSTALGIE

Die Büttel kündigen mit Schellengeläut die Zunft an. (1960) 41


Alle aktuellen Informationen zu unseren eventuell durchführbaren Veranstaltungen *

erfahren Sie in der örtlichen Presse oder auf unserer Webseite: www.hexenzunft.de

*

Es gelten die aktuellen Corona-Regelungen des Landes Baden-Württemberg, insbesondere die Abstands- und Hygieneregeln.

Zudem gilt die 2G-Regel (vollständg geimpft oder genesen) in den Innenräumen aller Veranstaltungen. Jeder Gast

ist verpflichtet, sich via Luca-App zu registrieren. Änderungen vorbehalten.

SAMSTAG

15.

Januar

SAMSTAG

05.

Februar

DONNERSTAG

10.

Februar

SAMSTAG

12.

Februar

SAMSTAG

19.

Februar

10:00 UHR BESUCH DES WOCHENMARKTES

Innenstadt

Hexekuchi

10:00 UHR OFFENBURGER NARRENTAG *

Innenstadt

Hexekuchi

Souvenirwagen mit vielen tollen Hexensouvenirs

Unsere Fasent-Päckle gibts nur hier & heute!

Kartenvorverkauf für die Kuchiobende

Narrentreiben mit allen Offenburger Zünften

Musik & Stimmung | Bewirtung

14:00 UHR KINDERUMZUG *

Innenstadt

mit allen Stadtteil- & Umlandzünften

19:00 UHR SETZEN DES HEXENBESENS *

Rathaus

zur offiziellen Eröffnung der Straßenfasent

20:00 UHR 1. KUCHIOBEND *

Hexekuchi

Einlass:

19:30 Uhr

20:00 UHR 2. KUCHIOBEND *

Hexekuchi

Einlass:

19:30 Uhr

Motto: Endlich wieder Fasent

…alles aus der verhexten Kruschtelkischt

2G | 2G+ Zutritt nur für geimpfte/genesene Gäste *

Motto: Endlich wieder Fasent

…alles aus der verhexten Kruschtelkischt

2G | 2G+ Zutritt nur für geimpfte/genesene Gäste *


ZUNFTTERMINE FASENT 2022

www.hexenzunft.de

DONNERSTAG

24.

Februar

SAMSTAG

26.

Februar

MONTAG

28.

Februar

06:00 UHR FASENTS-DAIFI *

Narrenbrunnen mit Hexenspuk & Taufe des Fasenstkrampe

20:00 UHR OFFENBURGER HEXENBALL

Abtsberghalle

Einmarsch der Zunft | Spuk & Stempelung

Musik: Tom Robin Band | Kult-Party BadenMedia

10:00 UHR HEXEGMÜS-VERKAUF **

Wochenmarkt

Hexentreiben in der Innenstadt

11:15 UHR AKTENVERNICHTUNG am Rathaus

20:00 UHR VIRTUELLER KAPPEOBEND

Livestream aus der Hexekuchi ins heimische

Wohnzimmer | Spendenaktion zugunstem des

Fördervereins der Hansjakob-Schule Offenburg

14:00 UHR GIZIG-RUFEN

Innenstadt

Treffpunkt:

Hexekuchi

ENTFÄLLT

ENTFÄLLT

mit allen Kindern in den Geschäften

Hexentreiben in der Innenstadt

ENTFÄLLT

DIENSTAG

01.

März

15:00 UHR HEXENTREIBEN * auf dem Marktplatz

Innenstadt

Überaschung für die Kinder

18:30 UHR STROHHEXEN-VERBRENNUNG *

Ursulasäule bei Einbruch der Dunkelheit

43


Der Vorgänger der heutigen Rattefall – schon mit dem Käfig

#ARCHIV HEXENNOSTALGIE


ZUNFT

NACHRICHTEN

Die „Rattefall“ – ein Klassiker

Das wohl bekannteste Gefährt der

schwäbisch-alemannischen Fasent und

der Schreck so mancher junger Frau, die

bereits schon einmal im Käfig gefangen

gehalten wurde, ist: die Rattefall der Offenburger

Hexenzunft, ein Wahrzeichen,

welches die Offenburger Hexenzunft bereits

seit den 1950er Jahren mit sich führt.

Am 01.07.1971, so im Fahrzeugschein

datiert, wurde die Rattefall in ihrer heutigen

Form, dem 50 PS starken VW Bulli

T2, erstmals zugelassen. 50 Jahre später

erhielt das Traditionsgefährt eine

Grundsanierung. Das große Ziel einer

Oldtimer-Zulassung vor Augen, machten

Trägerprobleme und teils durchrostete

Schweller dem Gefährt schwer zu schaffen.

Zitat Werner Zimmermann:

„Den Bulli bekomm ich im meiner beruflichen

Laufbahn nicht mehr auf die

Hebebühne.“

Seit ihrem letzten Auftritt beim Narrentreffen

2020 in Bad Cannstatt befindet

sich das gute Stück nun in den Händen

von Werner Zimmermann aus Durbach.

Der gelernte Meister für Oldtimer-Restaurationen

nahm sich der Mammutaufgabe

an und verpasste der Rattefall in unzähligen

Arbeitsstunden die erforderliche

Frischzellenkur.

-> Fortsetzung Seite 46

45


ZUNFT

NACHRICHTEN

Die „Rattefall“ – ein Klassiker

Fortsetzung von Seite 45

Dass Zimmermann Erfahrung auf dem

Gebiet der Restaurierung von fast unbezahlbaren

motorisierten Einzelstücken

hat, ist weit bekannt. So ist es nicht verwunderlich,

dass zum Beispiel das Hotel

Ritter in Durbach ihr edelstes Pferd, den

Porsche 365 Speedster aus dem Jahr

1966, immer wieder in Zimmermanns

Hände gibt.

Zitat Werner Zimmermann:

„An einigen Schadstellen konnte ich

nicht mal mehr was festschweißen,

so löchrig war es.”

Nach einer vollständige Demontage, dem

Entfernen des gesamten Lackes und einer

Sandstrahleinheit, erhielt die Rattefall

im Herbst letzten Jahres eine frische

Lackierung – natürlich in der VW Originalfarbe

von 1971 „Chianti-Rot“.

So ist auch für die kommenden Umzüge

garantiert, dass die Rattefall das Erkennungszeichen

der Offenburger Hexenzunft

bleibt. Sämtliche Details wie der

weiße Schriftzug „Offenburger Hexenzunft“

oder die weißen „Dupfe“ wurden

FAKTENCHECK

Marke: Volkswagen

Typ: T2, Transporter

Erstzulassung: 01.07.1971

Hubraum: 1,6 Liter

Zylinder: Vier Zylinder Boxermotor

kW/PS: 37/50

Leergewicht: 1.260 kg

Gesamtmasse: 2.260 kg

Höchstgeschwindigkeit: 110 km/h

Farbe: Chianti-Rot


Zitat Werner Zimmermann:

„An manchen Stellen konnte man von

oben durch die Pritsche bis auf den

Boden schauen.“

nach einer Härtungsphase des Lacks

von Joachim Späth, einem Spezialist in

Sachen KFZ-Klebe-Applikationen und

langjähriger Freund und Gast der Offenburger

Hexenzunft, aufgebracht und das

Gefährt veredelt.

Mit einer frischen H-Zulassung steht nun

also dem ersten Auftritt 2022 – beim Besuch

des Wochenmarktes am Samstag,

den 15. Januar – vor dem Offenburger

Rathaus nichts mehr im Wege. Doch wem

hat die 1.260 kg (Leergewicht) schwere

Rattefall diese Verjüngungskur eigentlich

zu verdanken?

Neben den Hauptakteuren Zimmermann

und Späth sowie den zahlreichen Sponsoren,

kann sich Simon Kramer, technischer

Zunftrat der Offenburger Hexenzunft,

von nun an als Pate der Rattefall

bezeichnen. Kramer führte die Rattefall

bereits zu Oldtimerrennen aus, zuletzt bei

der Paul Pietsch Rallye 2014.

Herzlichen Dank

für Euren Einsatz, Hingabe und

den Erhalt motorisierter

Zeitgeschichte.

47



ZUNFT

NACHRICHTEN

Im Kulturellen Beirat der VSAN

Auf der Herbstarbeitstagung in Engen am

09. Oktober 2021 wurde unser Zunftmitglied,

der Volkskundler und Empirischer

Kulturwissenschaftler Benjamin Gehring

in den Kulturellen Beirat der VSAN

gewählt. Der Leiter des Akademischen

Auslandsamts der Universität Hohenheim

folgt damit seinem Opa, unserem Gründungsmitglied

sowie Ehrenzunftrat Willi

Gehring, der bereits von 1979 bis 1989

als Mitglied des Kulturellen Beirats in der

VSAN tätig war. Nun ist mit seinem Enkel

Benjamin Gehring wieder ein Mitglied der

Offenburger Hexenzunft innerhalb des

neunköpfigen Gremiums vertreten. Beni

hat an der Universität Freiburg Volkskunde

und Mittelalterliche Geschichte studiert

und im November 2021 an der Universität

Kultureller Beirat | Hauptaufgaben:

• Beratung der Zünfte in Fragen des

Brauchtums und der Kleidung

• Hilfestellung und Begutachtung bei

Erweckung alter Narrenfiguren,

Bräuche und Brauchformen

• Begutachtung von Häs und Brauchtum

v.a. bei Aufnahmeanträgen von

Zünften oder Zunftfiguren

• Information der Mitgliedszünfte

bei Fragen bezüglich Bräuchen

oder Fastnacht im Allgemeinen

Tübingen seine Promotion in der Empirischen

Kulturwissenschaft zum Dr. rer.

soc. erfolgreich verteidigt.

Die Offenburger Hexenzunft freut sich

über seine Wahl und ist davon überzeugt,

dass der Brauchtumsexperte Benjamin

Gehring das neunköpfige Gremium mit

seinem Wissen rund um die fastnächtlichen

Bräuche bereichern wird. Neben

den traditionellen Aufgaben des Kulturellen

Beirats liegen ihm vor allem gegenwärtige

Fragen des Brauchs „Fastnacht

und Karneval“ am Herzen – wie zum Beispiel

die Faszination, die jeden Narr und

Närrin alljährlich auf’s Neue umtreibt:

„Warum mache mir eigentlich Fasent?“

Adrian Penner, Benjamin Gehring, Sven Schaller (v.l.n.r.)

Weitere Infos: www.vsan.de/kultureller_beirat

49


Freiburg

Offenburg

Donaueschingen

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#ARCHIV HEXENNOSTALGIE

Schnaigergruppe mit Basler Künstlerlarven. (1960) 51


ZUNFT

NACHRICHTEN

Das Hexegmüs trägt Früchte

Eine unserer wohl traditionsreichsten

Veranstaltungen ist der Verkauf des Hexegmüses

auf dem Wochenmarkt am

Fasentsamstag. Selbst im vorigen Jahr,

welches durch die Corona-Pandemie

geprägt war, haben wir unser Hexegmüs

verkauft – selbstverständlich unter

den damals geltenden Hygiene- und

Abstandsregeln. Die Abnehmer von Rüben-Hexen,

Lauch-Figuren, Kartoffel-Gesichtern

sind nicht nur einheimische

Offenburger, sondern auch Touristen

und begeisterte Durchreisende. Unser

Hexegmüs gab es wohl schon vor dem

Zweiten Weltkrieg bei der Offenburger

Hexenzunft, organisiert veranstaltet die

Hexenzunft den Verkauf jedoch erst seit

den Nachkriegsjahren.

Die verschiedenen Gemüse werden üblicherweise

am Montag und Dienstag in

der Hauptfasentwoche von unseren aktiven

Mitgliedern liebevoll gebastelt – ein

fester Termin im Fasent-Kalender der

Offenburger Hexenzunft. Man trifft sich,

hält ein Schwätzchen, gibt Erfahrungen

weiter und tauscht Ideen für die närrischen

Souvenirs aus. So entstehen die

schönsten und lustigsten Sachen. Manche

nutzen das Hexegmüs an der Fasent

einfach als Dekoration für zu Hause. Dass

man damit auch was anderes machen

kann, haben uns Familie Bardtke und Familie

Bach aus Offenburg gezeigt.

52


Carmen Bardtke ist in Offenburg geboren

und kehrte nach einigen Jahren „auswärts“

irgendwann wieder in die Heimat

zurück. Unsere Traditionen gibt sie nun an

ihren Nachwuchs weiter. Seit Jahren ist

es in ihrer Familie Brauch und Verpflichtung,

auf den Wochenmarkt zu kommen,

wenn die Offenburger Hexenzunft ihr Hexegmüs

verkauft. So auch in diesem Jahr.

Nach der Fasent hatte die Patentante die

Idee, die gekaufte „Kartoffel-Dame“ vom

Fasentsamstag einige Zeit später im heimischen

Garten zu vergraben, voller Hoffnung,

dass es eine reiche Ernte einbringt.

Gesagt – getan, und siehe da, die närrische

Saat ging auf. So konnten im darauffolgenden

Herbst wunderschöne

Kartoffeln geerntet werden. Die Freude

bei Familie Bardtke und Bach war groß,

und so war es selbstverständlich, dass

der Zunft- und Hexenmeister darüber informiert

wurde. Er staunte nicht schlecht

über die geschickten Fotos und bat im

gleichen Atemzug, in einem Bericht im

Hexespiegel über den fruchtbaren und

anscheinend verhexten Ackerboden von

Familie Bardtke und Bach berichten zu

dürfen.

Es ist einfach schön zu sehen und zu wissen,

dass unser Hexegmüs alljährlich ankommt

und begeistert. Bei Alt und Jung.

Übrigens: Unser Hexegmüs-Verkauf trägt

auch für die Offenburger Kinder Früchte.

Der Erlös fließt komplett in den Hexenfraß,

welcher am Fasentdienstag von den

Balkonen und aus den Fenstern geworfen

wird.

Unser Dank gilt ganz besonders

Familie Bardtke und Familie Bach,

die aufgezeigt haben, was aus einem

Hexegmüs so alles werden kann.


Für die Sinne

Für die Sinne

besser sehen

besser hören

besser sehen

besser hören

Offenburg | Oberkirch | Kehl

www.friederichs.de


ZUNFT

NACHRICHTEN

Gratulation, Frau Präsidentin!

Seit Silvias Amtsantritt als Präsidentin des

Ortenauer Narrenbunds 1981 e.V. (ONB)

pflegen die Offenburger Hexenzunft und

Silvia eine tolle Narrenfreundschaft. Unser

Zunft- und Hexenmeister Sven Schaller

gratulierte der ONB-Präsidentin zu ihrem

60. Geburtstag und übergab ihr als besonderes

Geschenk einen Abguss einer

Offenburger Hexenmaske aus Beton.

Wir hoffen, dass wir bald wieder zusammen

feiern können und uns wieder regelmäßig

zu Gesicht bekommen.

Gerne hätten wir am Narrentreffen des

Ortenauer Narrenbundes e.V. im Februar

2022 in Offenburg mitgewirkt, aber leider

hat uns auch hier die Dynamik und Entwicklung

der Pandemie einen Strich durch

die Rechnung gemacht. Doch aufgeschoben

ist bekanntlich nicht aufgehoben.

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#GRATULATION

Die Hexenzunft gratuliert

von Herzen diesen Mitgliedern zu ihren besonderen Geburtstagen:

60

Marie Pfeiffer

Michael Pfeiffer

Harald Radzuweit

Eric Waldhecker

65

Michaela Eberle

Birgit Kölmel

75

Jürgen Holzhause

80

Werner Rafain

Gerhard Amend

Ursula Irslinger

85

Eva Borho

Reiner Kaechelen

Bleibt gesund!

Damit wir noch viele schöne Stunden

mit euch verbringen können.

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#ARCHIV HEXENNOSTALGIE

Offenburger Spättlehansele (1960) 59


ZUNFT

NACHRICHTEN

In aufrichtiger Trauer

Kurz nach Fertigstellung unseres letztjährigen

Hexespiegels verstarb kurz vor

Weihnachten am 23. Dezember 2020

im Alter von 83 Jahren nach 65-jähriger

Zunftzugehörigkeit unsere Hexe Horst

Irslinger – ein Ur-Narr wie aus dem

Bilderbuch.

Bei seinem Eintritt in die Zunft im Jahre

1955 war Horst gerade 18 Jahre alt geworden.

„So jung zur damaligen Zeit in der

Hexenzunft zu sein, das war schon etwas

Besonderes“, berichtete Horst und war

sichtlich stolz darauf. Beworben hatte er

sich direkt bei Hexenvater Karl Vollmer.

Sein Vorstellungsgespräch fand im Gasthaus

„Schwanen“ statt. Nach seiner einjährigen

Büttelzeit wurde er auf den Hexennamen

„Floh“ getauft. Horst war eines

der wenigen verbliebenen Zunftmitglieder,

das sämtliche Zunft- und Hexenmeister bis

zur heutigen Zeit erleben durfte.

Diese frühen Erlebnisse waren Auslöser

genug, um sich bei der Hexenzunft zu

bewerben. Über Jahrzehnte hinweg war

Horst fester Bestandteil der Hexenkünstler

und stand während der Kuchiobende auf

der Bühne. „Wir hatten vor den Proben sowie

bei den Auftritten immer eine unglaubliche

Gaudi und waren mit Spaß bei der Sache.“

Die Freude und der Enthusiasmus an der

Sache spiegelte sich in seinen jeweiligen

Programmbeiträgen wider.

Höhepunkt für unseren Floh war neben

dem „Goldenen Hexefeschd“ 1985

und seiner persönlichen Teilnahme mit

Der Narr steckte schon im frühesten

Kindesalter in ihm. So erzählte er einmal:

„Am Schmutzigen Donnerstag hielt mich

niemand. Das Nachthemd war gerichtet,

ebenso meine Krachinstrumente. So ging

ich zum Hexekeller, der sich damals unter

dem Lindenplatz befand, und wartete bis

die Hexen kamen. Dann ging es mit großem

Krach zur Fasenttaufe. Anschließend gab

es kostenlos die Bohnesupp’ im Hotel „Drei

Könige“ sowie in anderen verschiedenen

Gaststätten.“

60


den Abordnungen der schwäbischalemannischen

Narrenzünfte in Berlin

mit Besuch und Empfang im Bundestag

insbesondere auch der Bau der neuen

Hexekuchi unter dem Salzhaus. Mit

nachfolgenden Sätzen brachte es unser

Floh auf den Punkt: „Der Umbau unter

dem Salzhaus erforderte viel Eigenarbeit

der Zunftmitglieder. Man glaubt es kaum,

wie viele Schweißtropfen da geflossen

sind und wie viele Eimer geschleppt und

anschließend „begossen“ wurden. Diesen

Umbau werden wir alle nicht vergessen,

denn die damit verbundene Kameradschaft

wurde auch außerhalb der Fasent weiter

gepflegt!“ Und die Kameradschaft war ihm

stets wichtig. Für seine Verdienste um die

Offenburger Hexenzunft sowie die schwäbisch-alemannische

Fasent wurde Horst

Irslinger mit sämtlichen Zunftabzeichen

sowie dem bronzenen und dem silbernen

Ehrenabzeichen der VSAN bedacht.

Im März 2021 musste die Hexenzunft Abschied

von ihrem Zunftmitglied Dieter

Faller nehmen, der im Alter von 75 Jahren

verstarb. 1973 trat Dieter in die Zunft

ein. In den Jahren 1986 bis 1994 war er im

Zunftrat tätig, davon von 1990 bis 1994 als

Säckelmeister. Bei dieser Aufgabe kam ihm

sein Wesenszug, der ihm den Hexennamen

„Dipflischisser“ einbrachte, zu Gute.

Mit Sorgfalt und stets fehlerfrei führte er

in dieser Zeit die Zunftkasse, so dass ihm

stets Entlastung erteilt wurde.

Außerdem war Dieter fester Bestandteil

der Hexenkünstlergruppe. Unvergessen

bleiben seine Bühnenauftritte in den

1980er und 1990er Jahren. Stellvertretend

hierfür wollen wir die beiden Auftritte mit

seinem Künstlerpartner Wolfram Klotzbach

nennen. So stieg er 1988 in der Rolle

von Statler, dem schnurrbärtigen nörgelnden

Senior aus der Muppet-Show, der mit

seinem Partner Waldorf alles und jeden

durch den Kakao zog. 1990 trat er in der

Rolle eines in der Badewanne badenden

Römers auf. Dies war eine ihm auf den Leib

geschnittene Paraderolle. Auch in dieser

Rolle konnte Dieter im wahrsten Sinne

des Wortes alle verbal einseifen. So ist es

auch nicht verwunderlich, dass Dieter mit

sämtlichen Zunftabzeichen sowie mit dem

bronzenen Ehrenabzeichen der VSAN bedacht

wurde.

In aufrichtiger Trauer gedenken wir aller

verstorbenen Mitglieder, Gründungsmitglieder

und Ehrenmitglieder sowie

Freunden und Gönnern, die der Tod aus

unserer Mitte genommen hat und behalten

sie in dankbarer Erinnerung. 61


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ZUNFT

NACHRICHTEN

Der Hexenstreich 2021

Auch wenn die letzte Fasent weitestgehend

auf die Offenburger Hexenzunft

verzichten musste, glühte dennoch die

Leidenschaft für die Narretei und den

Schabernack in einigen aktiven Zunftmitgliedern

und sie wurden mit dem Heranrücken

des Schmutzigen Donnerstags

immer nervöser und närrischer. Maskenpflicht,

nichts Ungewöhnliches für

die schwäbisch-alemannischen Narren,

herrschte nun überall.

„Daraus lässt sich sicher etwas machen“,

dachten sich ein paar Hexen und beratschlagten

sich per Videokonferenz und

E-Mail, wie man die Fasent in die Herzen

der Bohneburger bringen könnte.

Sofort war klar, der Narrenbrunnen, sonst

Taufstätte unseres Fasent-Krampen,

muss mit einem Hexenstreich und ganz

coronakonform ins rechte Licht gerückt

werden. Sofort nähten die Hexen für

die Brunnenfiguren den passenden

Mundschutz.

Am Schmutzigen Donnerstag um

4:30 Uhr schlichen also zwei Hexen

auf den Lindenplatz und erklommen

den Sockel mit den drei Hexenfiguren,

um den Zunftgenossinnen aus

Metall den Mundschutz anzulegen.

Bekanntermaßen haben Hexen große

Nasen, was beim pflichtgemäßen

Anlegen der Masken zu einigen Irritationen

führte. Kurzerhand wurde

der Zinken durch die Maske gestochen,

was der ganzen Sache dann

den närrischen Witz verpasste.

So leise und flink wie die Hexen zu

dieser nachtschlafenden Stunde

auftauchten, so schnell waren sie

auch wieder verschwunden. Die

Passanten staunten nicht schlecht,

als sie erkannten, dass in Offenburg

selbst die Brunnenfiguren Masken

tragen.

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#ARCHIV HEXENNOSTALGIE

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FASENT

ANNO DAZUMAL

Fasent vor 50 Jahren: 1972

Die Hexenzunft startete in die Fasent

1972 mit dem Besuch von zwei Narrentreffen.

Zum einen stand das nur alle vier

Jahre stattfindende große Narrentreffen

der Vereinigung schwäbisch-alemannischer

Narrenzünfte (VSAN) – dieses Mal

in Konstanz – auf dem Programm.

Mit der Aufführung ihrer Strohhexenverbrennung

begeisterte die Hexenzunft die

Gäste aus nah und fern. Zu einem kleinen

und sehr familiären Narrentreffen reiste

die Hexenzunft 14 Tage später. Anlässlich

ihrer Narrenbrunnen-Einweihung luden

Schneckehüsli, Bändele- und Spielkartennarros

zu einem Kinzigtäler Narrentreffen

in das alte Narrenstädtchen Zell

am Harmersbach ein. Der Sonntagnachmittag

gehörte der Durchführung der

„Brunnen-Daifi“, die mit einem großen

Festzug der Gastzünfte eingeleitet wurde.

In einer historischen Chaise fuhr die

Taufgesellschaft, bestehend aus Bürgermeister

als Hebamme und den beiden

Direktoren von Volksbank und Sparkasse

als Taufpaten Gotti und Getti im Festzug

mit. -> Fortsetzung Seite 68

67


FASENT

ANNO DAZUMAL

Fasent vor 50 Jahren: 1972

Fortsetzung von Seite 67

Den Taufakt vollzog Karl Vollmer in seiner

Funktion als Landschaftsvertreter der

Schwarzwaldzünfte innerhalb der VSAN.

Ihren närrischen Einfallsreichtum zeigten

die Zeller, in dem die rund 800 Teilnehmer

des Festumzuges ein originelles

Festabzeichen in Form einer kleinen, mit

Schnaps gefüllten Keramik-Saubloder

bekamen.

68

In der Woche darauf startete die Offenburger

Straßenfasent mit dem Setzen

des Hexenbesens vor dem Rathaus. Wie

in den vergangenen Jahren erfolgte dies

einhergehend mit einem Hexestreich mit

Blick auf die sehnlich erwartete Eröffnung

des neu gebauten Hallenbades.

So schreibt das Offenburger Tageblatt in

seiner Ausgabe vom 05.02.1972:

„In Anlehnung an den Bau des Hallenbades

befahl der Hexenmeister seinen Hexen:

„holt emol des Schißhiesli her“. Und

gleich brachten die Hexen ein nagelneues

Blechhäuschen her. Doch vergeblich

suchte man nach einem Herzchen in der

Tür. Das Häuschen sollte überhaupt einen

ganz anderen Zweck erfüllen. Auf einem

leuchtend roten Plakat stand zu lesen:

„Sofort lieferbare Hallenbad-Umkleidekabine

Nr. OG 1972. Garantiert wasserdicht,

auch bei 60 Grad im Hauptwaschgang.“

Weiter stand im OT geschrieben: „Sämtliche

Ähnlichkeiten mit Problemen, die

zur Zeit die Stadt beschäftigen, so versicherten

die Hexen, sind rein zufälliger

Natur. Als Zugabe kam noch ein Hallenbad-Requisit

hinzu: Ein altes Sofa mit der

Aufschrift: „Hallenbad-Trainings-Freibank

für Brustschwimmer und Krauler.“ Kaum

waren die Aufbauten um den Besen angeordnet,

da wollte es doch der Zufall,

dass Ossi Hillbrand, der Bauführer für das

Offenburger Hallenbad, vorbeifuhr. Für

schnelles Schalten bekannt, griffen bzw.

packten die Hexen sofort zu. Ossi musste

die Trainings-Freibank einweihen. Nun,

die Hexen pflegen mit ihren Gefangenen

nicht gerade zart umzugehen. Das verspürte

Ossi denn auch am eigenen Leib.

Er musste büßen, was andere verschuldet

hatten: dass man offensichtlich noch


längere Zeit nicht ins warme Nass des

Hallenbades springen kann. Doch nun

wo die Hexen regieren, soll dem Übel ein

Ende bereitet werden. Steht doch die erste

Umkleidekabine schon funktionsbereit

am Hexenbesen.“

Am Schmutzigen ging es mit der Fasentdaifi

weiter. Das Fasentkind wurde

in Anlehnung an Franz Burda junior, der

Anfang der 1970er Jahre erfolgreich das

Tiefdruckgeschäft von Burda in den USA

platzierte, auf „Konsulele“ getauft.

Anstatt mit dem sonst üblichen Schwarzwälder

Kirschwasser, wurde das Fasentkind

mit einer „Hexenbruns“-Mischung

aus Whisky getauft. Den Grund verriet der

Hexenmeister in Anspielung auf Burdas

Meisterstück in den USA: „Die fremdländischen

Bazillen mussten getötet werden

und außerdem soll diese Essenz erst den

Duft der großen weiten Welt ergeben.“

Weiter schreibt das Badische Tagblatt

vom 11.02.1972: „Nicht im Programm der

Narren stand eine Sondereinlage im Brunnen

selbst. Dort tummelte sich schon lange

vor Beginn des närrischen Taufaktes

munter und ohne Anzeichen besonderer

Erkältungserscheinungen ein Hemdglunker.

Manchmal stand er, manchmal lag er,

manchmal saß er im Wasser. Nur Schwimmen

konnte er nach seinen eigenen Angaben

nicht, wie er es eigentlich vorgehabt

hatte, weil der Brunnen zu niedrig war.

Jedem, der ihn fragte, gab er auch bereitwilligst

Auskunft: Er bade im Brunnen, weil

ja das Hallenbad noch geschlossen sei.

Ohne seine Gummikombination unter dem

Schlafanzug hätte er die Prozedur allerdings

sicherlich nicht ohne eine schwere

Lungenentzündung überstanden.“

Ansonsten verlief die Fasent 1972 mit den

weiteren Veranstaltungen wie Hexenball,

Verkauf von Hexegmüs, Kinderumzug am

Fasentsonntag sowie Strohhexenverbrennung

in ihren gewohnten Bahnen.

Mit der Zunftmeisterwahl auf der Jahresversammlung

im Juni 1972 begann eine

neue Ära. Als Nachfolger von Hans Metzger

wurde Walter Pfeiffer an die Spitze

der Zunft gewählt.

In seiner Funktion als neuer Zunft- und

Hexenmeister wird Pfeiffer die Hexenzunft

in den Folgejahren entsprechend

prägen und in die Moderne führen. Ein

Dankeschön für Hans Metzger erfolgte in

der Ernennung seiner Person zum Ehrenzunftmeister

am 11.11.1972.

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PASSIVE MITGLIEDER

Liebe LeserInnen des Hexespiegels,

Liebe Brauchtums-Freunde & -Freundinnen,

ein Verein lebt vom Engagement und der

Begeisterung seiner Mitglieder. Dabei

benötigen wir das Engagement unserer

aktiven Mitglieder, die im Häs unsere Zunft

repräsentieren gleichermaßen wie die Unterstützung

durch unsere Sponsoren und

passiven Mitglieder.

Mit einer passiven Mitgliedschaft fördern

Sie die Bewahrung des Fastnachtsbrauchtums

durch die Offenburger Hexenzunft

und zeigen Ihre Verbundenheit

zur Zunft und zum heimischen Brauchtum.

Falls Sie selbst schon Mitglied sind, laden

Sie Verwandte, Freunde, Bekannte, Nachbarn

oder Arbeitskollegen gerne ein, die

Beitrittserklärung zur passiven Mitgliedschaft

in der Offenburger Hexenzunft, die

Sie auf einer der nächsten Seiten finden,

auszufüllen. Weitere Vordrucke erhalten

Sie bei jedem unserer Zunfträte oder im

Internet unter

www.hexenzunft.de

Für den Jahresbeitrag von 10.- Euro können

Sie als passives Mitglied vergünstigte

Eintrittskarten für unsere beliebten Kuchiobende

erwerben und natürlich wird Ihnen

jedes Jahr ein Exemplar des Hexespiegels

zugesandt. Die Hexenzunft bedankt sich

herzlich für Ihre Unterstützung.

Mit Hexengrüßen

Sven Schaller

Zunft- und Hexenmeister

Offenburger Hexenzunft e.V.

Mitglied der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte e.V.

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Sie kommt, die 5. Jahreszeit

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ANSPRECHPARTNER

– DER ZUNFTRAT –

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Zunft- & Hexenmeister

Adrian Penner

Stellv. Zunftmeister

Martin Fehrenbach

Säckelmeister

Manuela Waldhecker

Schriftführerin

Stefan Konprecht

PR- & Öffentlichkeitsarbeit

Dominic Heck

Brauchtumsbeauftragter

Christoph Boschert

Kellerwirt

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ANTRAG MITGLIEDSCHAFT

Hiermit erkläre ich meinen Beitritt als passives Mitglied bei

der Offenburger Hexenzunft e.V. zur Pflege des Brauchtums

Name

Vorname

Geburtsdatum

Straße/Hausnummer

PLZ/Wohnort

E-Mail (für schnelle, kurzfristige Informationen)

Ort, Datum

Unterschrift

Ermächtigung zum Einzug von Forderungen mittels Lastschrift

Hiermit ermächtige(n) ich/wir Sie widerruflich, die von mir/uns zu entrichtenden Zahlungen bei Fälligkeit

zu Lasten meines/unseres Kontos mittels Lastschrift einzuziehen. Wenn mein/unser Konto die erforderliche

Deckung nicht aufweist, besteht seitens des kontoführenden Kreditinstituts keine Verpflichtung zur Einlösung.

_______ Personen à 10.- Euro (Jahresbeitrag Passive Mitgliedschaft)

Kontoinhaber (Vor- & Nachname)

IBAN

BIC

Ort, Datum

Unterschrift

Bitte schicken Sie den vollständig ausgefüllten Antrag an folgende Adresse:

Offenburger Hexenzunft e.V. | Postfach 2223 | 77612 Offenburg

81


HINWEISE ZUM DATENSCHUTZ

Die Offenburger Hexenzunft e.V. informiert Sie hier über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten durch die Zunft und

die Ihnen nach dem Datenschutzrecht zustehenden Rechte. Diese Informationen ergeben sich aus den gültigen Bestimmungen

der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG).

Wer ist für die Datenverarbeitung verantwortlich und wer ist Datenschutzbeauftragter?

• Verantwortlicher für die Datenverarbeitung ist die Offenburger Hexenzunft e.V.

• Der Datenschutzbeauftragte im Verein ist Herr Axel Micelli.

Welche personenbezogenen Daten von Mitgliedern liegen vor und woher stammen diese?

Zu den verarbeiteten Kategorien personenbezogener Daten der Mitglieder gehören folgende Daten:

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• Kontodaten für den Bankeinzug des Mitgliedsbeitrages: Bankname, IBAN, BIC.

Ihre personenbezogenen Daten werden grundsätzlich direkt bei Ihnen im Rahmen der Kontaktaufnahme zusammen mit dem

Antrag zur Mitgliedschaft erhoben oder später bei Änderungen angepasst.

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und dem Einzug des Mitgliedsbeitrags.

Für welche Zwecke und auf welcher Rechtsgrundlage werden Daten verarbeitet?

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Ihre personenbezogenen Daten werden gelöscht, sobald sie für die oben genannten Zwecke nicht mehr erforderlich sind. So z.

B. beim Austritt aus der Zunft, falls keine Forderungen mehr bestehen. Wenn die Datenverarbeitung aufgrund einer Einwilligung

bzw. zur Wahrung von berechtigten Vereinsinteressen Interessen gemäß Art. 6 Abs. 1 DSGVO erfolgt, werden Ihre personenbezogenen

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Innerhalb der Zunft erhalten nur Personen Zugriff auf Ihre personenbezogenen Daten, die diese zur Erfüllung der satzungsgemäßen

Aufgaben benötigen. Dies sind Personen des Zunftrats (Vorstand). Es sind und werden keine externen Dienstleister zur

Erfüllung der satzungsgemäßen Aufgaben beauftragt.

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• Recht auf Auskunft (Art. 15 DSGVO)

• Recht auf Berichtigung (Art. 16 DSGVO)

• Recht auf Löschung (Art. 17 DSGVO)

• Recht auf Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DSGVO)

• Widerspruchsrecht gegen die Verarbeitung (Art. 21)

• Recht auf Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO)

Für die Geltendmachung dieser Rechte wenden Sie sich bitte an den Datenschutzbeauftragten der Zunft.

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Erfolgt die Datenverarbeitung aufgrund einer von Ihnen erteilten Einwilligung gemäß DSGVO, ist diese für die Zukunft jederzeit

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Der Widerruf ist zu richten an:

Offenburger Hexenzunft e. V., Postfach 2223, 77612 Offenburg oder per E-Mail an: datenschutz@hexenzunft.de

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des Geltungsbereichs der EU-DGSVO.

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Die Bereitstellung Ihrer personenbezogenen Daten ist weder gesetzlich noch vertraglich vorgeschrieben. Sie sind nicht verpflichtet,

Ihre personenbezogenen Daten uns zur Verfügung zu stellen.

Allerdings ist ohne die genannten personenbezogenen Daten keine satzungsgemäße Verwaltung und Kommunikation

mit den Mitgliedern möglich und damit die Mitgliedschaft in der Zunft ausgeschlossen.

Bei Fragen steht Ihnen der Datenschutzbeauftragte der Offenburger Hexenzunft e.V. gerne zur Verfügung.



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„tradition leben,

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bauhoefer.de biermacher seit 1852.

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