9. Jänner 2022

DerGrazer

- Littering: Immer mehr Müll auf Grazer Plätzern
- Elisabethstraße: Wirbel um Allee
- Stadt beruft Eissportgipfel ein
- Millionen-Investitionen in Graz-Umgebung
- Interview mit Claudia Garád von Wikipedia

9. JÄNNER 2022, AUSGABE 2

Informations-Offensive

Claudia Garád von Wikimedia Österreich im

Interview über Fake News und die Bedeutung

von Information im Internet. 12/13

Investitions-Offensive

Trotz Corona-Pandemie werden in

diesem Jahr in Graz-Umgebung hunderte

Millionen Euro investiert. 10/11

Bezirksvorsteher und Holding warnen vor „Littering“:

Immer mehr Müll an

öffentlichen Plätzen

Frechheit. „Littering“ nimmt auch in Graz zu. Immer mehr Menschen werfen ihren Müll einfach auf die Straße. Dies beklagen die Bezirksvorsteher

aus Straßgang, Ries und Liebenau. Auch die Holding bestätigt: „Es gibt immer mehr Abfall.“ Strafen von bis zu tausend Euro drohen. SEITEN 4/5

GEMEINDE KALSDORF, ALINA, WIKIMEDIA FOUNDATION


2 die seite zwei

www.grazer.at 9. JÄNNER 2022

E D I T O R I A L

von

Tobit

Schweighofer

✏ tobit.schweighofer@grazer.at

Der inszenierte

Noch-nicht-

Präsident

M

an kann von Gerald

Grosz halten, was man

will, aber Showtalent

muss ihm jeder zugestehen.

Kaum jemand versteht es so

gut, teils bodenlose Provokationen

in eine Wort- und Bildsprache

zu übersetzen, die uns

abgeklärten, Social-Media-gestählten

Haufen in mindestens

zwei Lager teilt. In Graz kennen

wir seine Inszenierungen nur

allzu gut. Jörg Haiders Musterschüler

wollte die Stadt anno

dazumal mit dem Besen in der

Hand von Asylanten „säubern“,

sprengte regelmäßig die

Redezeiten im Gemeinderat

(weshalb diese schließlich

zeitlich limitiert wurden),

winkte zigarrerauchend aus

seinem „Fass“, bevor er den

Absturz des BZÖ an vorderster

Front miterleben musste.

Seitdem weiß er offenbar, wie

es besser geht, und weist die

Politiker in diesem Land als

wortmächtiger Kommentator

in Dauerschleife auf ihre Fehler

hin. Jetzt plant Grosz seine

bislang größte Inszenierung: Er

will Bundespräsident werden.

Der erste Akt beinhaltet seinen

Weg dorthin. Grosz verkündet

nicht einfach seine Kandidatur,

sondern lässt uns erst einmal

an seinem Entscheidungsprozess

teilhaben. Das schafft eine

emotionale Bindung zum

Protagonisten, jeder Drehbuchautor

würde die Dramaturgie so

anlegen. Jetzt läuft die Pilotfolge.

Wenn die gut ankommt,

wird Grosz seine Kandidatur

wohl tatsächlich im Sommer

bekanntgeben.

Tobit Schweighofer, Chefredakteur

SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ...

... Josef

Herk

Der Präsident

der steirischen

Wirtschaftskammer

über sein

Lieblingsfrühstück,

die Freizeit als

Ladestation und

seine neue Aufgabe

in Europa.

Als Unternehmer, WKO-Präsident und jetzt Präsidiumsmitglied

von SMEunited, dem EU-Dachverband

für KMU und Handwerk – bleibt da noch

Zeit für ein klassisches Sonntagsfrühstück?

Ja – und das Sonntagsfrühstück ist mir auch ganz

wichtig. Es hat eine besondere Kultur und ist für

mich persönlich einer der wenigen Momente, wo

ich genügend Zeit habe, das Frühstück richtig zu

genießen. Besonders macht es auch, dass es meist

im Familienrahmen passiert und ich Zeit habe, die

Woche rückblickend zu betrachten und mich auf

die kommenden Ereignisse vorzubereiten.

Was gibt’s da üblicherweise?

Der Sonntag ist der einzige Tag, an dem ich weichgekochte

Eier selbst produziere – sonst bin ich nicht

so ein großartiger Koch. Ansonsten gibt es das Übliche:

frisches Gebäck, schwarzen Kaffee – und ich

liebe auch Joghurt mit Nüssen.

Wie schaut ein Sonntag denn ansonsten üblicherweise

bei Ihnen aus?

Wenn es beruflich nichts zu tun gibt, ist der Tag eigentlich

immer mit Sport verbunden. Je nach Jahreszeit

– jetzt genießen wir das Schifahren, sonst

gehe ich gerne laufen. Adrenalin abbauen und Batterien

aufladen – da brauche ich Bewegung, egal in

welcher Form.

Mit der neuen Aufgabe bei SMEunited wird die

Zeit, die Sie für das Berufliche brauchen, wohl

nicht weniger werden. Wie gehen Sie damit um?

Das ist eine große Herausforderung, das Dienstliche

mit der Freizeit zu verknüpfen. Vorwiegend sind

meine dienstlichen Termine aber unter der Woche,

somit ist der Sonntag normalerweise schon mein

freier Tag. Da nehme ich mir Zeit für meine Familie.

Ein Auto braucht eine Ladestation – und ich denke,

wir brauchen das auch.

Schauen wir aufs vergangene Jahr. 2021 konnten

Das Sonntagsfrühstück

nimmt für Josef Herk

eine besondere Stellung

ein – idealerweise

im Kreise der Familie.KK

ja endlich die EuroSkills stattfinden.

Das war unglaublich. Wir haben ja fünf Jahre auf

diesen Moment hingearbeitet und es erfüllt mich

mit unglaublicher Freude, dass es uns gelungen ist,

in diesen schwierigen Zeiten die EuroSkills umzusetzen,

mit über 30.000 Besuchern und begeisterten

jungen Menschen. Damit konnten wir auch die

Steiermark und Graz international positionieren. Da

kann man auch die Brücke zu meiner neuen Aufgabe

finden: Wir sind europaweit aufgefallen.

Dann sprechen wir davon. Was bedeutet es für

Sie, im Präsidium von SMEunited zu sitzen?

Viel. Das ist der größte europäische Verband für

kleine und mittlere Unternehmen – und ich stamme

ja genau aus dieser Welt. Es ist auch eine wichtige

sozialpartnerschaftliche Institution. Ich sehe das

als hohe Auszeichnung und große Verantwortung.

Stichwort Verantwortung. Welche Schwerpunkte

wollen Sie setzen?

Für mich sind die Themenbereiche Skills, Qualifizierung

und Ausbildung natürlich besonders wichtig.

Denn das Thema Fachkräftemangel ist das zentralste

Thema Europas. Dazu kommt noch der Bereich

der Nachhaltigkeit – mit allen damit verbundenen

Chancen.


FABIAN KLEINDIENST

Josef Herk wurde 1960 in Knittelfeld geboren. Nach

der Matura und zwei bestandenen Meisterprüfungen

stieg er 1980 ins elterliche Gewerbe, einen Karosserie-

und Lackierfachbetrieb, ein, den er 1988

übernahm. Ab 1995 war Herk Gemeinderat in Knittelfeld

und begann gleichzeitig seine Karriere im

Wirtschaftsbund. 2011 übernahm er das Amt des

Wirtschaftskammer-Präsidenten. Mit 1. Jänner 2022

wurde er ins Präsidium von SMEunited gewählt. Herk

lebt mit seiner Frau und ihren Kindern in Knittelfeld.


4

graz

graz

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4

redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10

Solarium, Couch und Co:

Das ist kein PR-Gag, ich

möchte wirklich Bundespräsident

werden.“

Ex-BZÖ-Chef Gerald Grosz überlegt, für das

Amt des Bundespräsidenten zu kandidieren. KK

„Littering“ nimmt

Maskenpflicht gilt im Freien,

wenn Abstand nicht möglich. GETTY

Neue Corona-

Maßnahmen

■ Die fünfte Welle und die

grassierende Virusvariante

Omikron haben Europa und

damit auch Österreich und

Graz fest im Griff. Seit Beginn

der Woche gibt es mehr Infektionen

mit Omikron als mit

Delta. Die Bundesregierung

gab daher weitere Maßnahmen

bekannt. Eine FFP2-Maskenpflicht

gilt auch im Freien.

Die Quarantäneregeln werden

angepasst und die Kontrollen

im Handel verschärft.

Alle Fotos auf

www.grazer.at

C. Drexler freut sich auf die Zusammenarbeit

mit S. Koiner. LAND STEIERMARK

Neuer Chef für

die Volkskultur

■ Simon Koiner hat mit 1. Jänner

die Geschäftsführung der

Volkskultur Steiermark GmbH

übernommen. Der Aufgabenbereich

ist sehr vielseitig Von

der organisatorischen und operativen

Leitung bis hin zur Organisation

und Durchführung

von Kultur- und Brauchtumsveranstaltungen

ist alles dabei.

Koiner: „Besonders liegt mir

am Herzen, unsere Traditionen

auch für junge Menschen zeitgemäß

zu interpretieren und

erlebbar zu machen.“

Leider findet man solche Müllhaufen nicht nur im öffentlichen Raum, sondern auch auf Privatgrundstücken. KK (3)

derGrazer

Wie sorgen Sie persönlich für weniger Müll?

„Ich probiere,

auf Plastik zu

verzichten. Ich

benutze beim

Einkaufen nur

meine eigenen

Verpackungen.“

Elena Fischer, 20,

Studentin

„Es gibt viel zu

viel Plastikmüll.

Ich habe im

Auto zum Einkaufen

immer

meine eigene

Kiste dabei.“

Ulrich Lange, 54,

Küchenleiter

„Ich finde Einwegverpackungen

blöd. Ich

versuche, alles

wiederzuverwenden.

So gibt’s

weniger Müll.“

Elena Tschandl,

20, Studentin

Blitzumfrage

„Ich trenne

meinen ganzen

Müll sehr genau,

aber mein Einkaufsverhalten

könnte ich noch

verbessern.“

Dominik Peric, 22,

Elektrotechniker

?

ALLE FOTOS: DER GRAZER

„Ich versuche

eigentlich, keine

Produkte zu

kaufen, die in

Plastik verpackt

sind. Das finde

ich wichtig.“

Andrea Malek, 63,

Pensionistin


9. 9. JÄNNER 2022 www.grazer.at

graz 5


TOP

GETTY

Keine Feinstaubtage zum Jahreswechsel

Das Feuerwerksverbot zeigt Wirkung:

Erstmals blieb Graz zu Silvester und Neujahr

unter dem Feinstaub-Grenzwert.

Schwerer Fall von Tierquälerei

Unfassbar: Ein Schäferhund wurde in

Graz mit einem verbotenen Stachelhalsband

schwer misshandelt.

FLOP


in den Grazer Bezirken zu

FRECHHEIT. 47.300 Tonnen Restmüll fallen in Graz jährlich an, einiges davon landet allerdings auf

öffentlichen Flächen anstatt im Kübel. Achtloses Wegwerfen wird zum immer größeren Problem.

Von Valentina Gartner

valentina.gartner@grazer.at

160,55 Kilogramm Müll verursacht

durchschnittlich jeder

Grazer im Jahr, das sind

insgesamt rund 47.300 Tonnen

Restmüll alleine in unserer Landeshauptstadt.

Abfall, der traurigerweise

nicht immer in den

dafür vorgesehenen Mülleimern

oder auf eigenen Sammelstellen

entsorgt wird. In immer mehr

Bezirken beschwert man sich

über sogenanntes „Littering“,

das immer mehr zunimmt.

„Littering“ ist ein Begriff aus

dem Englischen und bezeichnet

das achtlose Wegwerfen von Abfall

an öffentlichen Plätzen und

in der Natur. „Wir alle wissen

heute, dass sich Abfälle in der

Natur, wenn sie nicht richtig entsorgt

werden, von fünf Jahren

bis weit über 1000 Jahre halten

können. Und ich glaube nicht,

dass sich unsere Nachkommen

über solche ‚Geschenke‘ freuen

werden“, ärgert sich etwa Walter

Wurm, Bezirksvorsteher von

Straßgang. „Die Leute werden

immer unverschämter“, ist man

sich auch in den Bezirken Ries

unter Josef Schuster und Liebenau

unter Karl Christian Kvas

seit Jahren sicher. Der Ärger über

das vermeintlich einfachere Entsorgen

staut sich auf, laut den

Bezirksvertretern muss sich endlich

etwas ändern.

Dass der Müll immer mehr

wird, bestätigt auch die Holding

Graz. „Was unter den Begriff

‚Littering‘ fällt, so waren etwa zu

Silvester am Schloßberg achtlos

weggeworfene Flaschen ein Thema.

Außerdem erinnern wir an

die Situation nach Corona in den

Parks“, so Holding-Konzernsprecher

Gerald Zaczek-Pichler.

Kuriose Gegenstände

McDonald’s-Sackerln, Zigaretten

oder leere Flaschen kom-

men einem immer wieder unter,

kurios wird es, wenn man auf

Wiesen, Gehsteigen oder neben

Mistkübeln plötzlich Autoreifen

oder alte Schränke stehen sieht.

Auch defekte Waschmaschinen

und Kühlschränke tauchen immer

wieder auf. Erst kürzlich

wurde sogar ein Teil eines Solariums

gefunden. Die Holding will

das Wegwerfen attraktiver und

spielerischer gestalten. Diesbezüglich

hat man in den letzten

Jahren einiges unternommen,

wie etwa Unterflurcontainer installiert

und städtische Abfalleimer

mit Basketballkörben

ausgestattet.

Übrigens: Das Verunreinigen

von öffentlichen Flächen ist

streng verboten; für das achtlose

Wegwerfen von Abfällen können

Geldstrafen von bis zu 1000 Euro

verhängt werden und im Falle

der Uneinbringlichkeit droht

eine Gefängnisstrafe von bis zu

zwei Wochen.


Grazer Müll in Zahlen

■ Mülltonnen-Entleerung: 4,6

Millionen Mal pro Jahr wird entleert.

■ Abfallbehälter: 122.000

Behälter sind zur getrennten

Sammlung von Abfällen

aufgestellt.

■ Problemstoffe: Die Holding

befreit die Stadt jährlich von

600 Tonnen Problemstoffen

(wie z. B. Farben und Lacke, Altöle,

Medikamente, Batterien).

■ Wiederverwertung: 24.200

Tonnen biogener Abfall wird

zu Kompost, aus 8800 Tonnen

Glasverpackungen werden

neue Flaschen gemacht und

aus 21.700 Tonnen Altpapier

werden Kartonagen hergestellt.

■ Investition: Die Abfallwirtschaft

setzt rund 37 Millionen

Euro pro Jahr um.

■ Mitarbeiter: 440 Mitarbeiter

halten die Stadt täglich sauber.


6 graz

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K O M M E N T A R

von

Valentina

Gartner

✏ valentina.gartner@grazer.at

Ein paar Schritte

extra für die

Enkelkinder

W

ir leben im 21. Jahrhundert

und man mag

meinen, dass wir

mittlerweile gelernt haben,

unseren Planeten zu lieben und

ihn auch zu schützen. Dennoch

gibt es heutzutage immer noch

Leute, die wohl noch nicht

begriffen haben, dass wir auf

unsere Umwelt achten müssen.

Dass man nicht einfach alles

herumliegen lassen sollte, sollte

uns schon der Hausverstand

sagen. „Littering“, also das

achtlose Wegwerfen von Müll,

nimmt in Graz immer mehr zu

(siehe auch Seiten 4/5). Nach

unzähligen Sammelaktionen in

den letzten Jahren sollte man

meinen, die Leute werden

schlauer und nicht – entschuldigt

den Ausdruck – dümmer.

Neben FFP2-Masken,

McDonald’s-Sackerln und

Zigaretten findet man nun auch

einen defekten Kühlschrank

hier, eine Couch da und ein

Solariumteil mitten am

Gehsteig. Gewesen will es keiner

sein, dank einer Nacht-und-Nebel-Aktion

hat’s natürlich auch

keiner gesehen. Für die

Übeltäter ist eins klar: „Räumt ja

eh die Müllabfuhr weg.“ Selbst

für die kleinen Dinge ist der Weg

zum nächsten Mistkübel scheinbar

zu weit, und das in Zeiten,

wo wir eigentlich alle wissen,

dass die weggeworfenen Stücke

mehrere hundert Jahre zum

Verrotten brauchen. Bitte, macht

doch die paar extra Schritte

euch und unserem Planeten

zuliebe. Eure Enkelkinder

werden es euch danken.

Elisabethstraße

„Eine Straße mit

toten Bäumen, nein,

das ist keine Allee“

AKUT. Die Bäume in der Elisabethstraße haben langsam ihr natürliches Lebensende

erreicht. Das Land möchte nun eine Machbarkeitsstudie für die Sanierung

der Allee starten, die Stadt sieht noch dringenderen Handlungsbedarf.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Die Platanenallee in der Elisabethstraße

ist nach fachkundigen

Schätzungen

mehr als 150 Jahre alt – viele der

mächtigen Bäume stammen noch

aus der Zeit, als die Straße anlässlich

ihres Besuchs 1856 nach Kaiserin

Sisi benannt wurde. Dementsprechend

haben die Platanen langsam

ihr natürliches Höchstalter erreicht,

einige tote Bäume mussten bereits

entnommen werden. Während die

Straße in Sachen Verkehr in den

letzten Jahren in mehreren Abschnitten

saniert wurde, warten die

Baumstandorte noch darauf.

Die Grüne Landtagsklubobfrau

Sandra Krautwaschl startete darum

eine Initiative im Landtag – es

handelt sich immerhin um eine

Landesstraße – und forderte von

der zuständigen Landesrätin Ursula

Lackner Antworten über die Zukunft

der Bäume ein. Diese bekam

sie jetzt auch: Aktuell „existiert für

diesen Abschnitt noch keine Planung

zur Sanierung. Laut Auskunft

der Abteilung 16 ist es aber vorgesehen,

eine Machbarkeitsstudie zur

Sanierung der beeinträchtigten Anlagen

unter der Prämisse des Erhalts

des geschützten Landschaftsteiles

und unter Beiziehung eines fachübergreifenden

Expertenteams –

bestehend aus Baum- und Bausachverständigen

– durchführen zu

lassen!“ Krautwaschl freut sich:

„Wir nehmen sie da beim Wort!“

Stadt will handeln

Ein bisschen weniger optimistisch

in dieser Hinsicht ist der Leiter der

städtischen Grünraumabteilung

Robert Wiener: „Ich glaube nicht,

dass das Land sich um die Sanierung

prioritär kümmern wird, das

Land hat andere Sorgen. Es wird

an der Stadt liegen, das zu planen.

Bei uns steht die Sanierung der

Elisabethstraße ganz an oberster

Stelle – sie ist die wichtigste Allee

der Steiermark und steht zusätzlich

unter Naturschutz!“

Aus diesem Grund gibt es gute

Nachrichten für Baumschützer:

Die Allee darf „nicht zerstört, in

dessen Bestand gefährdet oder

sonst nachteilig verändert werden“

(§ 13 Steiermärkisches Na-

Die Baumstandorte

in der

Elisabethstraße

müssen

saniert

werden,

sie haben

ihr natürliches

Lebensende

erreicht

– einige

mussten

schon entnommen

werden. KK

turschutzgesetz 2017). Laut Wiener

soll auch die Baumart nicht

gewechselt werden: „Mit Platanen

kann man auch mit den jetzigen

klimatischen Bedingungen gut

arbeiten.“ Auch in neueren Alleen

wird auf diese Art zurückgegriffen

– etwa in der Alten Poststraße.

Trotzdem handelt es sich bei der

Revitalisierung um ein Megaprojekt,

das viel Zeit und Geld in Anspruch

nehmen wird – es geht auch

um Kooperationen und Ablösen

mit Anrainern und Villenbesitzern.

„Wann die Politik es für dringlich

hält, weiß ich nicht. Ich werde auf

alle Fälle die neue Stadträtin Judith

Schwentner dahingehend sensibilisieren,

dass es höchste Zeit wäre“,

so Wiener, der aber noch viele weitere

dringende Standorte weiß. „Die

Stadt erhält rund 25.000 Bäume im

Eigenbetrieb. Ein Drittel davon sind

bereits Leichen, ein weiteres Drittel

hat massiven Sanierungsbedarf!“

Bei fast 17.000 Bäumen müsste man

also schnell handeln, um Schäden

und Gefahren zu verhindern. Vergangenen

Frühling sorgte beispielsweise

ein umgestürzter Baum am

Lendplatz für Aufregung.

derGrazer

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9. JÄNNER 2022 www.grazer.at

graz 7

Eissportgipfel einberufen

KLÄREND. Nach einem Hilferuf der Eissportler im „Grazer“ reagieren die zuständigen Stellen: Am

Donnerstag kommt es zum Eissportgipfel, bei dem Probleme aus der Welt geschafft werden sollen.

Von Tobit Schweighofer

tobit.schweighofer@grazer.at

Zu teure Eiszeiten, zu wenige

freie Eisflächen und zu

geringe Förderungen – so

lauteten die Vorwürfe zahlreicher

Grazer Eissportler und der

KP im „Grazer“ am vergangenen

Sonntag. Die Zuständigen

haben prompt reagiert: Für 13.

Jänner wird ein Eissportgipfel

einberufen. „Wir sind uns der

Probleme bewusst und arbeiten

schon länger an einem solchen

Gipfel, der sich coronabedingt

leider verzögert hat. Der Artikel

hat jetzt definitiv Schwung in die

Sache gebracht“, erklärt der Leiter

des Sportstättenmanagements

Gerald Pototschnig, der allerdings

ein paar der Kritikpunkte

relativiert. „Wir liegen preislich

nicht im negativen Spitzenfeld,

wie es die KP im Gemeinderatsantrag

angibt. Die Eisstunde kostet

einen kleinen Verein mit allen

Förderungen in etwa 140 Euro,

während uns die Betriebszeit alleine

300 Euro kostet. Außerdem

hat es in den letzten acht Jahren

keine einzige Mietpreiserhöhung

gegeben, sondern lediglich eine

Indexierung.“

MCG-Vorständin Barbara

Muhr, die so wie Sportstadtrat

Kurt Hohensinner, Beteiligungsreferent

Manfred Eber und

Sportamtsleiter Thomas Rajakovics

am Gipfel teilnehmen wird,

zeigt Verständnis für die Sportler:

„Von Mittag bis spätabends und

an den Wochenenden sind unsere

beiden Eishallen nahezu zu

hundert Prozent ausgelastet. Da

ist es leider nicht immer möglich,

den Anforderungen aller Vereine

und Sportler gerecht zu werden.“

Eiszeit herrscht zwischen Sportlern und den Eishallenbetreibern. Es gibt zu

wenig Platz bzw. Trainingszeit für alle – jetzt kommt’s zum Eissportgipfel. MCG/KRUG


8 graz

www.grazer.at 9. JÄNNER 2022

Michael Viertler

Im Zentrum von Deutschfeistritz soll sich in Zukunft endlich ein Nahversorger

ansiedeln – Gespräche wurden schon geführt. MARKTGEMEINDE DEUTSCHFEISTRITZ, GASSER WERBUNG

Mehr als 4400 Einwohner

und kein Nahversorger

AKTIV. Deutschfeistritz will den Marktplatz weiterentwickeln

und Nahversorger in der Gemeinde.

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

Seit Jahren versucht man in

Deutschfeistritz das Problem

eines fehlenden Nahversorgers

im Ort zu lösen – immerhin ist

man derzeit die einzige steirische

Gemeinde dieser Größenordnung

(über 4400 Einwohner, Stand

2021), in der kein Lebensmittelgeschäft

ansässig ist. Der Gemeindevorstand

gab deshalb schon vor

Monaten eine Studie bei „Standort

+ Markt“ in Auftrag, um das Potenzial

zu erheben. Das Ergebnis fällt

positiv aus, wie Standortberater

Hannes Lindner ausführt: „Aufgrund

der vorhandenen Kaufkraft

könnte ein Nahversorgungsgeschäft

für den jeweiligen Betreiber

durchaus sehr erfolgreich sein.“

Seitens der Gemeinde um Bürgermeister

Michael Viertler hat

man nun erste Schritte gesetzt und

Gespräche mit Supermarktketten

geführt – von zweien wurde bereits

Interesse bekundet. Als möglicher

Standort kommt, so informiert die

Gemeinde, für die Anbieter nur der

Marktplatz aufgrund seiner zentralen

Lage in Frage – außerdem

bräuchte es einen selbstständigen

Betreiber, da eine direkt Konzern-

geführte Filiale für beide Ketten

nicht denkbar ist. Die Gemeinde

will das Projekt nun vorantreiben

und dabei vor allem relevante Interessensgruppen

– von im Zentrum

ansässigen Unternehmen

bis zu allen an der Zentrumsentwicklung

interessierten Bürgern

– einbinden. Dazu wurde eine eigene

Kontaktadresse, marktplatz@

deutschfeistritz.gv.at, eingerichtet.

Noch in Planung

„Die neue mögliche Infrastruktur,

die Entwicklung des Marktplatzes

und somit des Herzstückes der Gemeinde,

soll nicht zum Selbstzweck

passieren“, betont Viertler. Man

wolle nicht an den Bürgern „vorbeiplanen“.

„Wir müssen jetzt aber diese

nächsten Schritte setzen, damit

wir nicht in einigen Jahren erkennen

müssen oder uns gar Vorwürfe

gefallen lassen müssen, dass wir

vielleicht einmalige Chancen verpasst

haben.“ Diese Chancen sowie

Risiken gelte es genau zu analysieren.

Gleichzeitig hält Viertler aufgrund

einiger Gerüchte fest: „Noch

ist kein Gebäudeabbruch, keine

Parkplatzanlage, kein Verkehrsweg

fix geplant.“ Im Voranschlag 2022

sind für die Planungsphase rund

60.000 Euro vorgesehen.

Bisher sehr unübersichtlich sind die Bushaltestellen stadtein- und -auswärts

in der Rudolfstraße auf Höhe des Landhaus Ruckerlberg. KK (2)

Adaptierte Haltestellen

für den Ruckerlberg

NEU. Im Zuge einer Baustelle bekommen die Haltestellen

der Linie 61 am Ruckerlberg ein Upgrade.

Von Valentina Gartner

valentina.gartner@grazer.at

Graz hat mittlerweile ein

ansehnliches Öffi-Netz,

das stetig weiter ausgebaut

wird, um möglichst viele

Einwohner problemlos von A

nach B bringen zu können. Zu

einem ausgeklügelten Netz gehört

allerdings mehr als eine

Route und Abfahrtszeiten. Für

die Bequemlichkeit während

der Wartezeit muss auch die

Haltestelle mittlerweile etwas

hergeben. Mit Sitzbank und im

besten Fall einer Überdachung

ist das Warten schon viel angenehmer

– der Umstieg auf die

Öffis soll sich ja lohnen.

Sitzbänke

Luft nach oben ist bei der Watzke-Buslinie

61, die auf der Route

Krenngasse–Berlinerring unter

anderem den Ruckerlberg befährt.

Im Rahmen einer Baustelle,

die im Frühjahr startet, werden

die Bushaltestellen in der Rudolfstraße

auf Höhe des Landhaus

Ruckerlberg/Yamamoto (ehemals

Landhaus Jöbstl) adaptiert. Derzeit

sind die Warteplätze sowohl

stadteinwärts als auch stadtaus-

wärts sehr unübersichtlich, künftig

werden sie mit Sitzgelegenheiten

und voraussichtlich mit einer

Überdachung ausgestattet sein,

damit die Grazer beim Warten

nicht im Regen stehen müssen.

Immerhin fährt der Bus nur zweimal

in der Stunde, um sieben Uhr

in der Früh immerhin viermal.

„Die im Zuge der aus Sicherheitsgründen

notwendig gewordenen

Halteverbote in der

Rudolfstraße zwischen den beiden

Einmündungen des Burgfriedwegs

versprochenen tempobremsenden

Maßnahmen

wurden nun von der Verkehrsplanung

zur Umsetzung beauftragt.

Im Jahr 2022 werden in

der Rudolfstraße vom Rungeweg

stadtauswärts die Wasserleitungen

erneuert. Im Rahmen dieser

Baustelle werden auch die Haltestellen

der Linie 61 adaptiert“,

informiert der Bezirksvorsteher

von Waltendorf, Peter Mayr.

Durch die Baustelle und die

attraktiveren Haltestellen hofft

man auch, dass am Ruckerlberg

künftig etwas Ruhe einkehrt,

sorgt die Diskussion rund um

den starken Verkehr doch immer

wieder für hitzige Diskussionen

(wir haben berichtet).


graz

10 www.grazer.at 9. JÄNNER 2022

Hochwasserschutz, Kinderbetreuung und mehr:

GU-Investitionsoffensive

STARK. Trotz Corona-Pandemie wird in Graz-Umgebung kräftig investiert. Von Kinderbetreuungseinrichtungen

über Verkehr bis zum Hochwasserschutz ist viel dabei – wir haben einiges gesammelt.

Von F. Kleindienst & J. Bernögger

redaktion@grazer.at

Der steirische Zentralraum

gehört zu den am stärksten

wachsenden Regionen

Österreichs, mit einem enormen

Potenzial – insbesondere

gerade auch im Bezirk

Graz-Umgebung“, erzählt

Kerstin Weber,

die dem Regionalmanagement

Steirischer

Zentralraum (Graz,

Graz-Umgebung und Voitsberg)

als Geschäftsführerin vorsteht.

Dieses Potenzial zeigt sich auch

an den vielen geplanten Projekten

– allein das Regionalmanagement

selbst plant 2022 einiges,

vom Ausbau der „Multimodalen

Verkehrsknotenpunkte“ mit dem

Carsharingsystem tim über eine

Bearbeitung der Schöckl-Parkplatzproblematik

(wir berichteten)

bis hin zu einer neuen Infoplattform

(www.jungimzentralraum.at)

für junge Menschen. Aber auch die

Gemeinden sind aktiv – wir haben

uns umgehört und zahlreiche Projekte

zusammengetragen. Fazit:

Man darf einiges erwarten.

1

Deutschfeistritz: In der

Marktgemeinde nördlich von

Graz plant man, die örtliche Aufbahrungshalle

zu sanieren und

den Urnenfriedhof zu erweitern –

dafür rechnet man mit Ausgaben

von etwa 270.000 Euro. Weitere

200.000 sind für eine Gehsteigerweiterung

im Ortsteil Zitoll

vorgesehen, 400.000 sollen in

Straßen-, Kanal- und Wasserleitungs-Sanierungen

im Ortsteil

Kleinstübing fließen.

2

Frohnleiten: Knapp 20 Millionen

Euro umfasst das Budget

der Stadt für 2022. Im Bereich des

Bildungszentrums wird etwa an

einer Verkehrslösung gearbeitet,

um dort den motorisierten Verkehr

einzudämmen. 200.000 Euro wurden

dafür veranschlagt – genauso

viel wie für die Inbetriebnahme der

neuen Kinderkrippe am Hauptplatz

im März. In unmittelbarer

Nähe

w i r d

ein Tageszentrum

f ü r

5

ältere

M e n -

schen einziehen

– hier

erfolgt heuer

18

der bauliche Startschuss.

740.000 Euro

wurden dafür veranschlagt,

mit der

Fertigstellung 2023

soll der Hauptplatz, so

Bürgermeister Johannes

Wagner, „zu einem Mehrgenerationenplatz“

werden.

3

Fernitz-Mellach: In der

Gemeinde südlich von Graz

werden 2022 einige Straßen saniert.

Ein großer Schwerpunkt liegt

auf dem Hochwasserschutz. Drei

Rückhaltebecken sollen errichtet

werden, 3,7 Millionen Euro Darlehen

wurden dafür beschlossen.

Außerdem wird der Zubau bei der

Kinderkrippe um 870.000 Euro fertiggestellt,

ab Ostern soll er bezugsbereit

sein.

4

Feldkirchen bei Graz: Über

acht Millionen plant man heuer

zu investieren. Das größte Projekt

ist die Schulerweiterung, aber

auch Kindergarten und Kinderkrippe

sollen ausgebaut werden.

Außerdem wird in die Feuerwehr

investiert – auch hier ist laut Bürgermeister

Erich Gosch eine Erweiterung

nötig.

1

2

11

12

14

13

16

4

In Graz-Umgebung werden heuer viele Projekte

umgesetzt. Wir haben uns bei vielen Gemeinden

umgehört (siehe Markierungen auf der Karte) KK

15

17

3

6

7

8

kaut man heuer vor allem an

einer Altlast: 4,4 Millionen Euro

19

müssen für die brachliegende

Südumfahrung bezahlt werden.

Ansonsten plant man eine halbe

Million für Kanalsanierungen und

300.000 Euro für eine Neugestaltung

eines Spielplatzes inklusive

Pumptrack.

5 Gratwein-Straßengel: Die 7 Hausmannstätten: Neben

größte Gemeinde des Bezirks

dem Ausbau des Kindergar-

hat schon im Dezember ein tens und der Kinderkrippe (wir

10-Millionen-Euro-Budget für berichteten) wird für etwa 60.000

dieses Jahr präsentiert. Fokussiert Euro ein Notstromaggregat für das

wird auf den Radverkehr, das Generationenhaus

Gemeindezentrum angeschafft,

soll im Februar,

Kinderkrippe und Kindergarten

im September eröffnet werden. Im

etwa 100.000 sollen in den Umbau

der Ordination des örtlichen Arztes

fließen.

Zuge des Kraftwerksbaus in Gratkorn

soll ein Naherholungsgebiet kommenden Jahr ein 20 Mil-

8 Kalsdorf: In Kalsdorf steht im

an der Mur entstehen.

lionen Euro schweres Projekt an:

6 Hart bei Graz: In Hart bei Graz der Bau der neuen Volksschule.

10


9. JÄNNER 2022 www.grazer.at

graz 11

im Jahr 2022

Derzeit besuchen 358 Kinder in 16

Klassen die Volksschule, die neue

Schule wird 20 Klassen haben. Es

sind etwa 13.000 Quadratmeter

Fläche für das Projekt vorgesehen.

Der offizielle Baustart erfolgte

schon im Dezember, fertig soll die

neue Schule im September 2023

sein.

9

Kainbach bei Graz: Hochwasserschutz

steht in Kainbach auf

der Agenda. 300.000 Euro werden

in ein Rückhaltebecken im Bereich

des Föhrenwegs investiert, 40.000

Euro gehen in eine Tennisplatzsanierung.

10

Laßnitzhöhe: Laut Bürgermeister

Bernhard Liebmann

werden weitere 100.000 Euro in

den Breitbandausbau fließen,

etwa 40.000 in die Fertigstellung

des Carsharing-Parkplatzes, und

diverse Reparaturen gibt es am

Wanderweg „Sebastian Reloaded“.

11

Lieboch: Das größte Projekt

soll das neue Sport- und Freizeitzentrum

sein, das Projekt soll

im Frühjahr präsentiert werden.

Etwa zwei Millionen Euro plant

man für Planung, Vorarbeiten

und Grundstücksankäufe in diesem

Zusammenhang. Daneben

geht ein Radweg zum Bahnhof

Mooskirchen in die Detailplanung,

500.000 Euro sind veranschlagt.

12

Peggau: In Peggau wird in der

Steinfeldstraße ein Gehweg

samt Beleuchtung um 180.000

Euro errichtet. Außerdem wird die

Hammerbachstraße um 141.000

Euro saniert. Für Baumaßnahmen

in der Lurgrotte investiert die Gemeinde

132.000 Euro.

13

Premstätten: Das größte Projekt

der Gemeinde wird der Neubau

des Kindergartens um etwa 2,6 Millionen

Euro sein. In den Ausbau

der Spielplätze und des Naturlehrpfads

sowie die Multisportanlage

im Sportzentrum sollen außerdem

etwa 200.000 Euro fließen. Daneben

setzt man auf Infrastrukturprojekte:

450.000 Euro sollen in die

Kreuzungsoptimierung investiert

werden, in den Hochwasserschutz

etwa 250.000 Euro.

14 Seiersberg-Pirka: Das zentrale

Projekt der Gemeinde soll laut

Bürgermeister Werner Baumann

die Fertigstellung des Gemeindezentrums

sein, für das insgesamt

elf Millionen Euro investiert wurden

und werden. Eine große Investition

ist außerdem der Neubau

des Kindergartens Spenglergasse

(gesamt etwa 2,5 Millionen Euro).

Die Gasse wird außerdem generalsaniert

und eine Begegnungszone

wird eingerichtet – man rechnet

mit Kosten von etwa 600.000 Euro.

15

St. Radegund: Die Gemeinde

legt einen Fokus auf die Kinderbetreuung.

In den Räumlichkeiten

des Pfarrhofs wird eine zweite

Gruppe der Kinderkrippe um etwa

180.000 Euro errichtet, der Gemeindekindergarten

wird um rund

362.000 Euro ausgebaut. Außerdem

steht der letzte Bauabschnitt

der Sanierung der gemeindeeigenen

Wasserversorgungsanlage

an – um etwa 230.000 Euro.

16 Stattegg: 160.000 Euro werden

in Photovoltaik-Anlagen auf

Gemeindegebäuden investiert,

weitere 110.000 in Hochwasserrückhaltemaßnahmen.

Außerdem

erstellt die Gemeinde um etwa

100.000 Euro ein Bildungsentwicklungskonzept.

17 Raaba-Grambach: Das größte

Projekt ist der einstimmig

beschlossene Neubau der Volksschule,

bei dem das behördliche

Genehmigungsverfahren schon

läuft. Daneben setzt die Gemeinde

einen Verkehrsschwerpunkt.

So soll das Radwegenetz erweitert

werden und ein Lückenschluss

zwischen dem Bahnhof und der

Autaler Straße erfolgen. Daneben

baut man das e-Carsharing-Angebot

deutlich aus (wir berichteten.)

18

St. Bartholomä: Ein neuer

Kindergarten für drei Gruppen

und eine Kinderkrippe sind in St.

Bartholomä geplant. Ein weiteres

Projekt ist die Sanierung der

Außenfassade der Alten Kirche

sowie des Kellerstöckls. Auch der

Barthlmäer Advent und ein Adventpfad

sollen ins Leben gerufen

werden. Man will sich durch seine

Authentizität sowie ländliche Beschaulichkeit

von den anderen Adventmärkten

im Großraum Graz

unterscheiden.

19

Wundschuh: In Wundschuh

steht 2022 der Bau eines neuen

Gemeindeamts an. Der Baugrund

ist bereits gekauft, der Baustart soll

im Laufe des Jahres erfolgen.

Liebochs Bürgermeister Stefan Helmreich auf dem Areal, wo in Zukunft das

neue Sport- und Freizeitzentrum in der Gemeinde umgesetzt werden soll. HALB

So soll der neue Kindergarten in Oberpremstätten aussehen, der nach dem

Spatenstich im Winter in diesem Jahr entstehen soll.

GEMEINDE PREMSTÄTTEN

In Raaba-Grambach legt man heuer einen Schwerpunkt auf das Thema „Verkehr“,

so wird das e-Carsharing der Gemeinde erweitert. GEMEINDE RAABA-GRAMBACH

So soll die neue Volksschule in Kalsdorf nach ihrer Fertigstellung ausschauen.

Mit 20 Klassen wird es eine der größten Schulen im Bezirk. GEMEINDE KALSDORF


12 graz

www.grazer.at 9. JÄNNER 2022

Kampf gegen Fake News

„Ohne seriöse Quelle

In den letzten zwei Jahren wurden

über 2000 Räder gesammelt.SCHERIAU

Über 2000 Räder

in zwei Jahren

■ Seit 1. Jänner 2020 übernimmt

die Holding den Abtransport von

sogenannten Fahrradleichen.

Eine erste Bilanz zeigt, dass in

den zwei Jahren rund 2000 Räder

ordnungsgemäß entsorgt wurden.

22 Räder wurden im Auftrag

der Behörde von Hotspots

entfernt. Hotspots sind nach wie

vor der Hauptbahnhof – wurde

im Dezember von der Holding

komplett geleert und die Bügel

wurden repariert – und das Univiertel.

Seitdem fanden nur wenige

Räder zu ihren Besitzern zurück,

einige wurden gespendet.

Claudia Garád erklärt, wie Wissen auf der Wikipedia entsteht. KK, WIKIMEDIA FOUNDATION

WISSEN. Am Samstag

ist der Wikipedia-

Tag. Claudia Garád,

Geschäftsführerin von

Wikimedia Österreich,

im „Grazer“-Interview.

Von Julian Bernögger

julian.bernoegger@grazer.at

F

rrau Garád, Wikimedia Österreich

wurde im Jahr 2008 mit

Sitz in Graz gegründet, wie ist

es dazu gekommen?

Garád: Unser damaliger Grazer

Obmann, Kurt Kulac, war einer

der aktivsten Wikipedia-Autoren

im deutschsprachigen Raum. Zu

Beginn gab es einen Fotobewerb,

um Denkmäler zu digitalisieren.

Da hat man dann auch mit dem

Denkmalamt zusammengearbeitet

und es hat Sinn gemacht, die Akti-

Begabtenschule in Graz

Die Medizinische Universität Graz

erhält künftig mehr Mittel. MED UNI

Med Uni Graz:

Budgetzuwachs

■ Bis 2024 steht den österreichischen

Universitäten mit

12,3 Milliarden Euro mehr

Geld zur Verfügung als je zuvor.

Gemeinsam mit den Medizinischen

Universitäten Wien

und Innsbruck hat die Grazer

Med Uni in der Gesamtbetrachtung

von 2013 bis 2024

mit einem Zuwachs von mehr

als einem Drittel (33,7 Prozent)

die höchste Budgetsteigerung

erhalten. Im Zeitraum 2022 bis

2024 liegt die Med Uni Graz

mit einem Budgetzuwachs von

+16,9 Prozent an erster Stelle.

BILDUNG. Die FPÖ Graz

fordert in der nächsten

Gemeinderatssitzung per

Dringlichkeitsantrag eine

Schule für Hochbegabte.

■ In der nächsten Gemeinderatssitzung

am 20. Jänner möchten

sich die Freiheitlichen der

– ihrer Meinung nach bisher

„nicht existierenden“ – Begabtenförderung

widmen. Studien

zufolge weisen 15 bis 20 Prozent

aller Schüler eine besondere

Begabung auf, zwei bis drei Prozent

verfügen über eine umfassende

Hochbegabung. „Nachdem

Bildung bekanntlich keine

Corona-Pause macht, darf auch

Begabtenförderung nicht zu kurz

kommen, und so muss auch Graz

endlich im Bereich der Begabtenförderung

erste Schritte setzen.

Immerhin braucht das Land die

Talente für Naturwissenschaften,

Technik, Mathematik, Sprachen,

Kunst und – gerade in Zeiten wie

diesen – für Medizin“, so Clubobmann

Alexis Pascuttini. „Die

Talente von heute sind die Mitarbeiter

und Experten von morgen

– aus diesem Grund ist es so

wichtig, begabte Schüler adäquat

zu fördern und sie in ihrer Potenzialentwicklung

zu unterstützen.“

Konkret stellen sich die Blauen

eine spezielle Schule für hochbegabte

Kinder in Graz nach dem

Vorbild der Sir-Karl-Popper-

Schule in Wien vor und fordern

die Errichtung einer derartigen

Bildungseinrichtung sogar per

Dringlichkeitsantrag.

Eine derartige Schule in den

Bundesländern und auch in Graz

war seitens des Bundes ebenfalls

im Gespräch. Die Stadt Graz hat

2016 eine „Begabungsakademie“

im Rahmen der Nachmittagsbetreuung

an Volksschulen ins Leben

gerufen. Seither gibt es Förderkurse

an Samstagen und im

Sommer.

VENA

Die FPÖ rund

um Clubobmann

Alexis

Pascuttini

möchte sich

um besonders

begabte

Grazer Kinder

kümmern.

GETTY, STADT GRAZ/FISCHER


9. JÄNNER 2022 www.grazer.at

graz 13

wird sofort gelöscht“

vitäten im Rahmen eines Vereins

zu organisieren. Damals war noch

alles ehrenamtlich. 2012 haben

wir dann unsere Geschäftsstelle in

Wien eröffnet.

Welche Aufgaben hat der Verein?

Garád: Die Aufgaben gliedern

sich in drei Bereiche. Wir unterstützen

die Community der Wikipedia,

etwa mit Events und Reisekosten.

Wir arbeiten mit Partnerorganisationen

zusammen, um freies

Wissen zu fördern und zu digitalisieren.

Zuletzt setzen wir uns generell

dafür ein, dass freies Wissen

entstehen und gedeihen kann. Da

beteiligen wir uns auch an Gesetzgebungsprozessen.

Fake News und Desinformation im

Internet haben in den letzten Jahren

sehr zugenommen, wie stark ist die

Wikipedia von der Problematik betroffen?

Garád: Das ist natürlich ein Thema

für uns. Viele von den großen

anderen Plattformen verweisen

einfach auf uns und sagen, schaut

halt, was in der Wikipedia steht.

Da ruft man Trolle und Menschen,

die Fake News verbreiten, ja geradezu

dazu auf, auch auf Wikipedia

aktiv zu werden. Die Anzahl der

Artikel ist über die Jahre extrem

angewachsen, die Zahl der Mitglieder

stagniert. Immer mehr Wissen

muss von immer weniger Menschen

gepflegt werden. Wir haben

eine gute Community und es gibt

Mechanismen, um Fake News zu

finden und aufzudecken, aber es

bereitet zusätzliche Arbeit.

Bei Wikipedia kann jeder einen Artikel

erstellen oder umschreiben, wie

stellt man sicher, dass sich auf der

Seite nur korrekte Informationen

finden?

Garád: Jede Wikipedia hat eigene

Regeln, in der deutschsprachigen

ist es so, dass man mit einem

neuen Account keine Live-Änderungen

machen kann. Das heißt,

meine Änderungen sind zunächst

nicht für andere sichtbar. Andere

Nutzer schauen dann, ob die Änderungen

korrekt und mit einer guten

Quelle belegt sind. Viele Menschen

haben ihre selbst verfassten Artikel

auch auf der Beobachtungsliste

und schauen, was andere Personen

ergänzen.

Wie funktioniert das denn bei einem

stark diskutierten Thema wie der

Covid-19 Pandemie?

Garád: Wenn Autoren keine seriösen

Quellen haben, werden Einträge

gelöscht. Wenn auf irgendwelche

Schwurblerblogs verwiesen

wird, dann wird das entfernt. Es

gibt Regeln für seriöse Quellen. Bei

sehr umstrittenen Artikeln, auch

bei Einträgen zu Politikern zum

Beispiel, gibt es Diskussionsseiten.

Da kann man sich anschauen, wie

die Nutzer Veränderungen diskutieren.

Ich kann jedem empfehlen,

sich das einmal anzuschauen. Es ist

sehr spannend zu beobachten, wie

Wissen im Internet entsteht.

Bikepark für

Graz-Umgebung

■ Im letzten Jahr wünschte man

sich einen Bikepark in Gratwein-

Straßengel. Nun wird das Projekt

in Angriff genommen: Der Park

soll neben einem asphaltierten

Pumptrack auch einen Dirtpark

mit verschiedenen Rampen und

Sprungelementen beinhalten, wo

sich Sportler mit ihren Mountainbikes

und BMX-Rädern zukünftig

ordentlich austoben können.

LH-Stellvertreter Anton Lang freut sich über die Einigung.

Fahrräder im Zug erlaubt

■ Besitzer des KlimaTicket Steiermark

können alle Züge der S-

Bahn und des Fernverkehrs, alle

Busse und die Straßenbahnen

im Verkehrsverbund Steiermark

uneingeschränkt nutzen. Um

Kapazitätsprobleme zu vermeiden,

wurde über eine kostenlose

Fahrradmitnahme im Bahnbetrieb

noch verhandelt. Nun sind

die beteiligten Verkehrsunternehmen,

das Land und der Verkehrsverbund

zu einer Einigung

LAND STEIERMARK

gekommen: Auf den Bahnstrecken

der Steiermarkbahn und

der GKB ist eine kostenlose

Fahrradmitnahme möglich. „Im

vergangenen Jahr ist uns bei der

Weiterentwicklung des öffentlichen

Verkehrs in der Steiermark

viel gelungen. Gemeinsam mit

unseren Partnern werden wir

diesen erfolgreichen Weg auch

2022 weitergehen“, freut sich Verkehrsreferent

und Landeshauptmann-Stv.

Anton Lang.


14 graz

www.grazer.at 9. JÄNNER 2022

S E R V I C E

Leser

Briefe

redaktion@grazer.at

Mit dem Bus zum Schöckl

Zum Thema „Gratis Shuttlebusse

zum Schöckl“: Über den Leserbrief

in der letzten Ausgabe

habe ich mich sehr gewundert.

Wir, ebenfalls dreiköpfig, fahren

nie mit dem Auto, sondern immer

mit dem Bus zum Schöckl.

Stressfrei und ohne Parkplatzsorgen.

Zwar muss man sich an den

Fahrplan halten, dafür tut man

der Umwelt Gutes. Vom Andreas-

Hofer-Platz zur Talstation der

Seilbahn braucht der Bus nicht,

wie behauptet, zwei Stunden,

sondern genau 45 Minuten.

Jolanthe Soyka

* * *

Danke für Solidarität in

schwieriger Zeit

Vor welche Aufgaben hat uns

doch das zu Ende gehende Jahr

gestellt: Zwischen Hoffnung und

Rückschlägen ist es nach wie vor

die Corona-Pandemie, die stark

unser aller Leben bestimmt. Und

wir sehen: wir alle brauchen langen

Atem, denn die Herausforderungen

sind vielfältig. Das erleben

wir auch in der Caritas, und

wir erleben gleichzeitig, wie stark

die Solidarität auch in schwierigen

Zeiten bei uns ausgeprägt ist.

Trotz eigener Belastungen teilen

weiterhin viele, viele Menschen

ihr Geld und ihre Zeit mit Bedürftigen.

Dafür meinen ganz herzlichen

Dank! Spenden und freiwillige

Mitarbeit sind großartige

Gesten der Nächstenliebe, und sie

ermöglichen es uns, jenen zu helfen,

die es am meisten brauchen.

Mit dieser Haltung können wir

hoffnungsvoll gemeinsam in die

Zukunft blicken.

Herbert Beiglböck, Direktor

der Caritas Steiermark

* * *

Einstellung der Buslinie 85

Mit der Auflassung der Buslinie

85 zum 26. 11. 2021 und dessen

Ersatz durch die neue, verlängerte

Streckenführung der Linie 65

zwischen Gösting und Puntigam

bzw. Gösting und Grottenhofstraße

in den Randzeiten fiel die ehemalige,

direkte Anbindung zum

Hauptbahnhof leider ersatzlos

weg. Nunmehr ist es erforderlich,

bei der Haltestelle „Alte Poststraße“

in die Straßenbahn umzusteigen

oder von dort einen längeren

Fußmarsch zum Hauptbahnhof

in Kauf zu nehmen. Diesen Umstand

sehe ich zum Nachteil vieler

in den Bezirken Gösting und

Eggenberg wohnender Personen,

welche z. B. tagtäglich in weiterer

Folge mit der Bahn zum Arbeitsplatz

pendeln. Gleiches Schicksal

trifft viele HTL/BULME-Schüler,

welche nun vermehrt auf die Linie

52 zur Haltestelle in der Wiener

Straße ausweichen, da nur

hiermit ein direkter Anschluss

gegeben ist. Mit der Konsequenz

allerdings, dass hoffnungslos

überfüllte Busse in Richtung

Hauptbahnhof unterwegs sind,

besonders am späteren Nachmittag,

nach Schulschluss. Ich will

den hierzu verantwortlichen Personen

in der Planung keineswegs

schlechte Absichten unterstellen

– es war bestimmt gut gemeint –,

geworden ist daraus aber letztlich

leider eine „Verschlimmbesserung“,

welche idealerweise

nochmals überdacht werden sollte.

Wolfgang Hans Fußi

* * *

Garage rettete Innenstadt

Zum Interview mit Kastner-Vorstand

Martin Wäg: Kastner & Öhler

hat mit dem Garagenbau unsere

Altstadt gerettet. Da können

sich alle Geschäfts- und Lokalbetreiber

bedanken. Außerdem ist

es eine der komfortabelsten und

(auch für Frauen) sichersten Garagen,

die ich kenne. DANKE!

Franziska Ceh

* * *

Mehr Lebensqualität

Zum selben Interview: Autos vertreiben

heißt: Lebensqualität,

bessere Luft, angenehmes Shopping.

Diese Mär von den ausbleibenden

Kund:innen kann man

heute doch niemandem mehr

erzählen.

Jakob Unterrichter

* * *

Mehr Lebensqualität

Diese Prognose hat sich schon in

der Sporgasse, der Herrengasse

und der Wiener Mariahilferstraße

nicht bewahrheitet.

Leon Swoboda

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Vergangene Woche

im täglichen E-Paper

Top-Thema

■ Postings im Netz haben Folgen!

Diese Woche wurden in Graz zwei

Männer verurteilt. Einer von ihnen

forderte im Internet dazu auf,

Ex-Kanzler Sebastian Kurz zu erschießen,

der andere teilte Lügen

über einen Polizisten und eine

Corona-Demo.

Geschäftsbörse

■ Der Verein Murbreak startete

eine Petition für den Bau der von der

schwarz-blauen Stadtregierung versprochenen

Surfwelle in der Mur. Die

neue Koalition hatte diese ja quasi

abgesagt. „Das hat für uns keine Priorität“,

hieß es von Stadtrat Eber. Am

Dienstag gibt’s dazu Gespräche.

Beachtlich

■ Das neue Jahr beginnt mit einem

Abschied aus der Grazer Innenstadt:

Das auf Ledertaschen

spezialisierte Label „Liebeskind“

hat sich aus der Herrengasse verabschiedet.

Jetzt wird ein Nachfolger

für die Flächen gesucht.

LUKE GOODLIFE, KK (2)


9. JÄNNER 2022 www.grazer.at

AMS-Jahresbilanz 2021:

POSITIVER TREND.

Der Jahresschnitt an

Arbeitslosen nahm

2021 im Vergleich zum

Jahr davor ab. Das AMS

rechnet mit einem weiteren

Rückgang 2022.

■ Zu Beginn des Jahres ein Lockdown,

zum Jahresende erneut –

und doch sank die Arbeitslosigkeit

2021 im Vergleich zum Vorjahr

deutlich. Steiermarkweit waren

im Jahresschnitt 37.179 Personen

arbeitslos gemeldet, gegenüber

2020 bedeutet das einen Rückgang

von 22,4 Prozent. „Der erfreuliche

Rückgang der Arbeitslosigkeit im

Jahresdurchschnitt 2021 zog sich

graz 15

Weniger Grazer ohne Job

Zum Jahresstart sieht das AMS noch einmal auf 2021 zurück und zieht Bilanz. LUEF

durch alle steirischen Regionen

und umfasste natürlich auch den

mit Abstand größten Arbeitsmarktbezirk

Graz und Umgebung“, erzählt

AMS-Landesgeschäftsführer

Karl-Heinz Snobe. So ging die

Arbeitslosigkeit im Grazer Zentralraum

um 3908 Personen oder

18,5 Prozent auf 17.217 Betroffene

zurück. Erfreuliche Zahlen – wobei

man bei der prozentuellen Abnahme

im Steiermarkvergleich an vorletzter

Stelle steht, vor dem Bezirk

Mürzzuschlag (-17,6 Prozent.) Immerhin:

Zum Jahresausklang gab es

Positives zu vermelden. Im Raum

Graz waren mit 18.021 Personen

Ende Dezember weniger Menschen

arbeitslos gemeldet als 2019.

Verantwortlich war laut Snobe

vor allem die wirtschaftliche Erholung

ab Mai, die „unsere positiven

Erwartungen haushoch übertroffen

hat“. Für das Jahr prognostiziert

Snobe ein weiteres Absinken der

Arbeitslosigkeit, neben Corona werde

die Ausbildung von Fachkräften

zum zentralen Thema werden. FAB

Grazer flogen

1364 Einsätze

■ Im vergangenen Jahr hatten die

Flugretter vom Grazer Rettungshubschrauber

Christophorus 12

einiges zu tun. Insgesamt absolvierte

die Crew 1364 Einsätze, das

ist ein Plus von zwölf Prozent. Beim

Großteil davon handelte es sich

um internistische Notfälle. Auch

viele verunfallte Personen mussten

gerettet werden – rund 260 Personen

verletzten sich im Verkehr, in

der Freizeit oder in der Arbeit.


16 graz

ANZEIGE 9. JÄNNER 2022

Die richtige Bildung zur Karriere

Ob in Technik oder Wirtschaft: Am Arbeitsmarkt

sind Fachkräfte gefragt wie nie. In der Steiermark

gibt es Top-Bildungsmöglichkeiten, auch

berufsbegleitend. Auch Schnuppern ist möglich.

Gerade mit technischen Ausbildungen gibt es gute Karrierechancen.

GETTY

Pandemiebedingt liegt für

viele Menschen ein hartes

Jahr hinter uns – gleichzeitig

bieten sich gerade auch in

diesen Zeiten große Chancen.

Denn die Steiermark strotzt weiterhin

nur so vor attraktiven Bildungsangeboten.

Schnuppern und mehr

Bekannt als ideale Startmöglichkeit

für große Karrieren ist mittlerweile

die BULME Graz-Gösting, die

ihrem Leitspruch „Bildung für Beruf

und Leben“ mit ihren verschiedenen

Ausbildungsrichtungen, ob

Maschinenbau, Elektrotechnik,

Technische Informatik oder Wirtschaftsingenieure,

mehr als gerecht

wird. Interessierte haben

am 28. und 29. Jänner sowie am

4. und 5. Februar wieder die Chance,

sich persönlich etwas genauer

über das Angebot zu informieren.

Pandemiebedingt fällt der traditionelle

Tag der offenen Tür zwar

aus, stattdessen gibt es an den

genannten Tagen aber geführte

Touren in Kleingruppen durch das

Schulhaus und die neue Werkstätte.

Die genauen Tage und Zeiten

zu den einzelnen Fachrichtungen

finden sich im Anmeldetool unter

schnuppertage.bulme.at/

welcome.php.

Auf der selben Seite kann man

sich für den Schnuppertag am

25. Jänner anmelden. Ab 8 Uhr

gibt es neben Informationen zur

BULME auch die Möglichkeit, in

den unterschiedlichen Werkstätten

aktiv zu arbeiten und ein kleines

Produkt selbst herzustellen.

Berufsbegleitend

Besonders attraktiv für alle, die

berufsbegleitend den nächsten

Schritt in ihrer Karriere wagen

wollen, sind auch die beiden

Bildungsträger Studienzentrum

Weiz und Ingenium Education,

die seit 1999 berufsbegleitende

akademische Weiterqualifizierung

im Bereich Technik und

Wirtschaft organisieren. Bis heute

hat man schon 6800 Berufstätige

zum akademischen Abschluss

begleitet, mehr als zwei

Drittel der Absolventen sind heute

in Führungspositionen tätig.

Ein zentraler Vorteil ist die studienzeitverkürzende

Anrechnung

bereits erworbener Kompetenzen.

Berufserfahrenen HTL- bzw.

HAK-Absolventen können bis zu

drei Theorie- und ein Praxissemester

anerkannt werden – womit

sich die Reststudiendauer

auf vier Semester verkürzt.

Praktisch ist auch die Kombination

aus Präsenz- und Onlineelementen.

Im März starten die

nächsten Studien. Infos unter

www.aufbaustudium.at


9. JÄNNER 2022 www.grazer.at

125.000 Anfragen, Bildungsinteresse steigt:

graz 17

WKO zieht Jahresbilanz 2021

UNTERSTÜTZEND. Die Wirtschaftskammer Steiermark hatte auch 2021 deutlich mehr Beratungsanfragen

als noch vor der Corona-Pandemie. Das Fortbildungsinteresse stieg im Vorjahr wieder an.

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

Wie schon 2020 war auch

das letzte Jahr stark

von der Corona-Krise

geprägt. Das zeigt sich auch an

der Servicebilanz der steirischen

Wirtschaftskammer. 125.000 Anfragen

von 35.000 Kunden bearbeitete

man 2021, wie Direktor

Karl-Heinz Dernoscheg informiert.

Damit liegt man zwar unter

dem Vorjahr, aber noch 47 Prozent

über dem Vorkrisenjahr 2019.

Gleichzeitig stieg das Interesse an

Fortbildungen wieder an.

Grundsätzlich die meisten

Nachfragen gab es, wenig überraschend,

zum Thema Corona –

konkret waren es 28.700. Knapp

darauf folgten Fragen zu „Steuern“

(27.400). Die WKO wickelte

außerdem den Härtefall-Fonds

im Auftrag der Bundesregierung

ab. Seit März 2020 wurden mehr

als 262.000 Förderanträge mit einem

Gesamtvolumen von über

272 Millionen Euro ausbezahlt.

Bildung im Fokus

Angezogen hat laut Dernoscheg

im zweiten Pandemiejahr das Interesse

an Fortbildungen. Rund

32.000 Mal wurden die Qualifizierungsangebote

des WIFI gebucht

– jede zweite Ausbildung

wurde vom jeweiligen Arbeitgeber

finanziert. In insgesamt 3000

Veranstaltungen investierte das

WIFI Steiermark knapp 130.000

Lehrstunden in die Ausbildung.

Auch im Bereich „Bildung, Forschung

& Entwicklung“ wurde

das Portfolio der WKO Steiermark

weiterentwickelt und ausgebaut.

Derzeit werden insgesamt

neun europäische F&E-Projekte

Neues Unternehmen startet durch:

mit mehr als 50 Partnern und

ein national gefördertes Projekt

in den Themenfeldern Talentmanagement,

grüne Innovation

und Ökonomie und innovative

Weiterbildung & Digitalisierung

durchgeführt. Aktuell laufen 14

neue Projektanträge.

WKO-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg zog diese Woche Bilanz.

Online-Nachhilfe im Trend

ZEITGEMÄSS. Ein neues steirisches Start-up setzt rein auf Online-Nachhilfe und will das Angebot

dem in der Pandemie gestiegenen Bedarf anpassen. Man will Schülern Zeit und Anfahrtswege sparen.

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

Die Corona-Pandemie, Zeiten

des Distance-Learnings,

Unterbrechungen

durch Quarantäne-Aufenthalte

– die Herausforderungen wurden

für viele Schüler in den letzten Jahren

kaum weniger. Nicht zuletzt

deshalb ist auch der Bedarf an unkomplizierter

Nachhilfe gestiegen

Philipp Sticher setzt auf Online-Nachhilfe – dafür stehen spezielle Tools bereit. KK

– im Grazer Umland hat sich mit

„P&S NachhilfePunktOnline“ ein

Unternehmen gegründet, das 2022

voll durchstarten will.

„Unser grundsätzliches Angebot

beinhaltet ausschließlich Onlinenachhilfe“,

erzählt Gründer und

Geschäftsführer Philipp Sticher

vom Konzept, das im Zuge der

Pandemie entwickelt wurde und

besonders auf niederschwelligen

Zugang und Flexibilität setzt.

Passend dazu ist man auf der

naheliegenden Website www.

online-nachhilfe.at zu finden. „Da

ist es egal, ob unsere Lehrkraft beispielsweise

in Graz, ein Schüler in

Deutschlandsberg und eine Schülerin

in Voitsberg sitzt“, so Sticher.

Man erspare sich auch Anfahrtswege

und Wartezeiten. „Ich hatte

zuvor beispielsweise Schüler, die

eine Stunde nach dem Schulende

warten mussten, weil sich 20 Minuten

Heimweg in der Zwischenzeit

FOTO FISCHER

einfach nicht mehr auszahlten“, so

der langjährige Nachhilfelehrer.

Spezielle Software

Im Unterricht verwendet man eine

eigens für den Onlineunterricht

entwickelte Software, die einen

Klassenraum mit Video- und Textchat,

Archivfunktion und einem

Whiteboard mit umfangreichen

Bearbeitungstools zur Verfügung

stellt. „Zusätzlich sind alle unsere

Lehrkräfte mit Graphic Tablets

ausgestattet, um den Unterricht

noch ansprechender zu machen“,

erzählt Sticher. Inhaltlich bietet das

Unternehmen Nachhilfe für Schüler

aller Schultypen; in gängigen

Fächern des Standardlehrplans,

auch in Nischenfächern will man

künftig unterstützen. Lehrkräften

bietet man eine Fixanstellung.

Für die Buchung arbeitet das Unternehmen

mit der Grazer Firma

„Venuzle“ zusammen.


18 graz

www.grazer.at 9. JÄNNER 2022

St. Barth: Urlaub mit den Stars

TRAUM. Wer von einem Luxusurlaub träumt, ist auf der Insel St. Barthélemy genau richtig. Promis wie

Johnny Depp und Leonardo DiCaprio verbringen ihre Auszeit dort, Luxusjachten reihen sich aneinander.

Will man einmal neben

Brad Pitt sein Handtuch

ausbreiten, mit Leonardo

DiCaprio einen Cappuccino

trinken und den Kardashians

beim Plantschen zusehen, dann

ist man auf St. Barthélemy – besser

bekannt als St. Barth – in der

Karibik bestens aufgehoben,

denn hier tummelt sich ein Promi

neben dem anderen, ebenso wie

die millionenschweren Jachten.

Mit rund 21 Quadratkilometern

ist St. Barth eine kleine Insel,

die sich in den letzten Jahren als

DAS Feriendomizil der Reichen

und Schönen etabliert hat. Weißer

Sandstrand, glasklares Wasser und

ein Luxus-Hotel nach dem anderen

erwarten die Urlauber – zumindest

die, die es sich leisten können.

Wer wirklich einen Promi beim

Sonnenbaden treffen möchte – so-

fern dieser von seiner Luxusjacht

überhaupt herunterkommt –,

sollte unbedingt folgende Strände

ansteuern:

Anse des Flamands steht ganz

oben auf der Liste. Wer einen Naturstrand

mit Wellen-Erlebnis

sucht, ist hier genau richtig. Die

Kulisse inmitten der Bucht erinnert

zudem an ein Filmset aus einem

Hollywood-Film.

Beim Colombier Beach angekommen,

wird es lebhafter. Johnny

Depp und Leonardo DiCaprio parken

ihre Jachten bekannterweise

dort. Der Strand ist nur per Boot

oder über einen Fußpfad erreichbar.

Auf der Jagd nach Stars sollte

man auch den türkisblauen Lagunen

von Cul de Sac und dem abgelegenen

Strand von Marigot mit

seinem Kokospalmenhain einen

Besuch abstatten.

Auf der Karibikinsel St. Barth parkt eine Luxusjacht der Stars und Millionäre

neben der anderen. Die traumhaften Strände locken mit türkisem Wasser.GETTY


9. JÄNNER 2022 www.grazer.at

graz 19

Steiermark-Rekord

2021 gab es so

wenig Verkehrstote

wie noch nie

POSITIV. Die Steiermark erreichte laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) im Jahr 2021 die beste Verkehrsunfallbilanz

seit Bestehen der Unfallstatistik. 50 Menschen kamen im Straßenverkehr ums Leben.


GETTY


Tödliche Unfälle

■ Die Zahl der Verkehrsunfälle

mit Todesfolge in der Steiermark

geht konstant zurück.

Heuer wurden die wenigsten

Unfälle seit Beginn der Messungen

gemeldet:

■ 2021: 50 Verkehrstote

■ 2020: 52 Verkehrstote

■ 2019: 72 Verkehrstote

■ 2018: 69 Verkehrstote

■ 2017: 76 Verkehrstote

■ 2016: 72 Verkehrstote

■ 2015: 77 Verkehrstote

■ 2014: 86 Verkehrstote

■ 2013: 71 Verkehrstote

■ 2012: 81 Verkehrstote

■ 2011: 72 Verkehrstote

■ 2010: 79 Verkehrstote

■ 2009: 91 Verkehrstote

■ 2008: 109 Verkehrstote

■ 2007: 115 Verkehrstote

■ 2006: 112 Verkehrstote

■ 2005: 123 Verkehrstote

Der bisher niedrigste Wert

von 52 Verkehrstoten in

der Steiermark im Jahr

2020 wurde im Jahr 2021 unterschritten.

Aber der Blutzoll

ist nach wie vor hoch: 50 Menschen

kamen im Straßenverkehr

ums Leben, informiert der

VCÖ. „Die Steiermark erreichte

im Vorjahr die niedrigste Anzahl

an Verkehrstoten seit Bestehen

der Unfallstatistik“, stellt VCÖ-

Sprecher Christian Gratzer fest.

Die bisher niedrigste Anzahl an

Verkehrstoten verzeichnete die

Steiermark im Jahr 2020 mit 52,

im Jahr 2019 kamen 72 Menschen

bei Verkehrsunfällen ums Leben,

im Jahr 2018 69. Im Jahr 2005 wurden

in der Steiermark sogar 123

Menschen bei Verkehrsunfällen

getötet. „Die Verkehrssicherheitsmaßnahmen

auf Landesebene

sowie in den Gemeinden und

Städten wirken. Die Todesopfer

des Jahres 2021 sind aber Mahnung,

weitere Maßnahmen zu

setzen, um die Zahl der schweren

Verkehrsunfälle zu reduzieren“,

betont Gratzer.

Österreichweit ist die Zahl der

Verkehrstoten von 344 im Jahr

2020 auf 359 im Vorjahr gestie-

gen. Hauptursache der tödlichen

Unfälle war zu hohes Tempo.

Eine wichtige Maßnahme für

mehr Sicherheit im Straßenverkehr

ist Tempo 80 statt 100 auf

Freilandstraßen, so, wie es beispielsweise

in der Schweiz gilt.

Auch in 22 der 27 EU-Staaten

ist das Tempolimit auf Freilandstraßen

mit 90, 80 oder 70 km/h

niedriger als in Österreich.

Nötig sind laut VCÖ aber auch

präventive Maßnahmen, wie

mehr Bahn- und Busverbindungen

in den Regionen. Denn das

tödliche Unfallrisiko war in den

vergangenen drei Jahren mit

dem Pkw 15-mal so hoch wie mit

dem Bus und sogar 78-mal so

hoch wie mit der Bahn, wie eine

VCÖ-Analyse zeigt. Um die Sicherheit

für die steigende Anzahl

der Radfahrer zu erhöhen, ist der

starke Ausbau der Radinfrastruktur

wichtig. In den Regionen ist

es wichtig, dass Siedlungen den

nächstgelegenen Ort über eine

sichere Radverbindung erreichen

können. „Es braucht in den

Regionen und auch Städten und

Gemeinden rasch eine zeitgemäße

und sichere Infrastruktur für

den Radverkehr“, betont Gratzer.


20 wohnen

www.grazer.at 9. JÄNNER 2022

Fassadenbegrünung im Fokus

SPANNEND. Grünraum wirkt sich nicht nur positiv auf das Klima einer Stadt aus, sondern auch auf die Psyche

ihrer Bewohner. Ein Vortrag im Haus der Architektur widmet sich jetzt dem Thema Fassadenbegrünung.

Die Uniqa in der Annenstraße hat eine der ersten Fassadenbegrünungen in

Graz umgesetzt. Die Methode ist jetzt Thema in einem HDA-Vortrag. UNIQA

Nicht erst seit der Klimakrise

und der neu entfachten

Diskussion über mehr

„Grün in der Stadt“ während der

Corona-Pandemie wird die Frage

nach einer ausgewogenen Balance

zwischen Grünräumen und

bebauten Flächen neu verhandelt.

Stadtgrün leistet einen aktiven Beitrag

zum Klimaschutz, denn seine

kühlende Wirkung in Sommer

verhindert die Aufheizung von

Plätzen, Straßen und Gebäuden.

Zudem verbessert Begrünung

nachweislich das Mikroklima, reduziert

die Lärmbelastung und

hilft, den Feinstaub aus der Luft zu

filtern. Wissenschaftlichen Studien

zufolge wirken sich Grünräume

darüber hinaus auch positiv auf

die menschliche Psyche aus.

Im zweiten Panel im Rahmen

der aktuellen Ausstellung „The

Landscape City“ im Haus der Architektur

präsentieren die (Landschafts-)Architekten

Mira Kirchner,

Martin Reuter und Rudi

Scheuermann am 12. Jänner Beispiele

dafür, wie Fassadenbegrünung

das städtische Klima verbessern

und einen wesentlichen

Beitrag zu einer nachhaltigen

und ökologischen Stadtentwicklung

leisten kann. Der Leiter der

städtischen Grünraumabteilung

Robert Wiener spricht um 18.30

Uhr die Grußworte.

Das Thema Grünraum ist auch

ein Schwerpunkt der neuen

Rathauskoalition. Die Umsetzung

von sogenannten „Grünen

Meilen“ sowie das Pflanzen von

einem Baum täglich sind im Regierungsprogramm

festgeschrieben.

Außerdem sollen öffentliche

Gebäude begrünt werden.


9. JÄNNER 2022 www.grazer.at wohnen

21

THINKSTOCK

www.grazer.at

Ihre

Immobilie

bestens

platziert.

Rätsel-Lösung vom 1. 1. 2022

S U J M P

O B E R E R A U W E G U F

U I I U S O M U W A

K E S S E L F A L L R E R

R G R O B F A L K R

G O E S T I N G E N A K

E V B O E A R M A N I

R U H E S T A N D L A R

I M M E R E N G E L C

E G E N W E R I H

B I Z E P S R E K L A M E

S A T I S O G

S T U E R G K H Lösung:

Z E N K E Y U ELKE

R F A R B E N

KAHR

M I N I T A L K Lösung:

N T U E R K E ELKE KAHR

Sudoku-Lösung

vom 9. 1. 2022

1 6 8 9 2 4 5 3 7

3 7 4 8 5 1 6 9 2

9 2 5 6 3 7 4 1 8

5 8 6 7 1 2 9 4 3

7 4 3 5 8 9 1 2 6

2 1 9 3 4 6 7 8 5

6 9 2 4 7 3 8 5 1

4 5 1 2 6 8 3 7 9

8 3 7 1 9 5 2 6 4


22 grazer sonntag

www.grazer.at 9. JÄNNER 2022

SO ISST GRAZ

Der „Lindenwirt“ präsentiert ...

... Moussaka vom

Rind im Glas

Küchenchef Christian Raffler kocht

beim Lindenwirt tolle Speisen. KK (2)

Beim Lindenwirt wird Genuss großgeschrieben.

Ein kulinarisches Highlight

sind auf jeden Fall die

verschiedenen

Gerichte, die

kreativ im

Einmachglas

zubereitet

werden. Das

Moussaka vom

steirischen Rind

überzeugt sofort.

Zutaten für 4 Portionen:

700 g Melanzani, 500 g Faschiertes vom

steirischen Rind, 80 g Zwiebel, 1 Knoblauchzehe,

Olivenöl, 200 g Paradeiser

geschält/kleinwürfelig, Paradeismark,

Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Zimt, Pfeffer,

Oregano, 200 g Erdäpfel, 0,5 l Milch, 40

g Butter, 40 g Mehl glatt, Salz, Pfeffer,

Muskat, 2 Nelken

Zubereitung:

Melanzani in 1 cm dicke Scheiben schneiden,

in etwas Olivenöl anbraten und mit

Salz und Pfeffer würzen. Zwiebel klein

schneiden und mit dem Faschierten in

Olivenöl anrösten. Paradeiser und Paradeismark

beigeben. Mit Salz, Pfeffer, Muskat,

Zimt und Kreuzkümmel abschmecken.

15 Minuten bei mitt lerer Flamme köcheln.

Inzwischen Erdäpfel schälen und in dünne

Scheiben schneiden. Béchamelsauce:

Butter schmelzen, Mehl und Zwiebel

anschwitzen, abkühlen lassen. Milch

mit Muskat, Nelken, Pfeffer und Salz

aufkochen. Das Mehl-Butter-Gemisch in

der Milch unter ständigem Rühren zu einer

dickflüssigen, glatten Sauce einkochen.

In Rexgläser schichtweise einfüllen (Melanzani,

Fleischsauce, Erdäpfelscheiben,

Béchamel). Anschließend das Backrohr auf

220 Grad vorheizen und die Gläser 35 Minuten

lang goldbraun backen. Dazu passt

ein Grazer Krauthäuptelsalat.

GRAZWORTRÄTSEL

Verbindung

zwischen

Lend und

Geidorf

geplantes

Logistikzentrum

in Graz

Internetkürzel

für

"Laughing

out Loud"

Einheit

der elektrischen

Spannung

"Heimat"

des Graz

Museum

Schlossberg

15. Grazer

Stadtbezirk

frisch, unverbraucht

Langschwanzpapagei

Grazer

Grünanlage

brütend

heiß

Web-Domäne

Kenias

dünne

Zweige

aller Art

1

hiesiger

Fußballverein

englisch

für

"Mond"

griech.

Göttin

des

Unheils

fahrendes

Volk

Zeichen

für Silber

Gedeihen,

Glück,

Segen

5

Vorsilbe

für

"anders,

fremd"

asiat. Völkergruppe

Blau des

Himmels

Signalgerät

Kernkraftwerk

Abk. für

"siehe

unten"

7

Notruf

auf

hoher

See

Automesse

in Frankfurt

männlicher

Hund

ein

Gleichgewichtsorgan

Abk. für

"Universität"

Marktbude

Sprengstoff

unzeitgemäß

englischer

Graf

Cassis

+ Wein

Courage,

Mumm

Abk. für

"Landesgerichtshof"

englisch

für "Ohr"

Initialen

Galileis †

8

Gotteshaus

im Franziskanerkloster

Blattwerk

Kosename

des

Edmund

4. Ton der

Tonleiter

6

deutscher

Name von

Osijek

Ortschaft

Teufelsrochen

Zeichen für

Gadolinium

steirische

Mundart-

Band

Vorsilbe

für "vor"

Halbton

unter a

kroatische

Urlaubsinsel

stilles

Örtchen

steir. Popgruppe


2 knapp

3

Abk. für

"Leutnant"

1 2 3 4 5 6 7 8

nach

Art von

"bissig"

bei Bemerkungen

Maßeinheit

der

Frequenz

12

4

Abk. für

"Anrainer"

Abk. für

"Fixpreis"

häufig,

mehrfach,

immer

wieder

Arbeitervertretung

Pendant

zur NASA

ein Lachlaut

frz. für

"König"

Architekt

des Kunsthauses

Graz

(Peter)

nicht

professionell

alte

Schreibweise

der

Stadt Graz

Lösung der Vorwoche: Elke Kahr Rätsellösungen: S. 21

Aktuelles Lösungswort:

6 8 7

4

3 7 1

8 7 9 4

7 5 6

9 3

6 9 4 5

4 1 6 8

SUDOKU

1 2

1160

Und so geht’s!

Jede Ziffer darf in

jeder Reihe in jedem

Quadrat nur

einmal vorkommen.

Bleistift

spitzen, los geht’s.

Viel Spaß!

G E W I N N S P I E L

Drei BioBienen-

Apfel-Boxen

zu gewinnen!

Wie lautet die Lösung?

E-Mail mit Betreff „Rätsel“,

Lösung und Telefonnummer an:

gewinnspiel@grazer.at

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Gewinn

nicht übertragbar. Einsendeschluss: 14. 1. 2022.

Gewinner werden telefonisch verständigt und

sind mit der Veröffentlichung einverstanden.

#BEEgood | #BEEpart | GIVE BEES A CHANCE

Werde zum Bienenretter mit der BioBienenApfel-Box.

Inhalt: Insektenhotel und Kinder-Bienenwiesen-Würfel.

www.BioBienenApfel.at


9. JÄNNER 2022 www.grazer.at

grazer sonntag 23

„GRAZER“-TIPPS FÜR DEN 9. JÄNNER

Lustiger Jahresrückblick

Die steirische Kabarettlegende

Franz Gollner (re. im Bild) und sein

genialer Partner Alfred Aigelsreiter

präsentieren heute um

19.30 Uhr in der Komödie Graz

einen Jahresrückblick der ganz

besonderen Art. Gemein, aber

nicht unhöflich schütteln sie die

Gags aus dem Ärmel und rütteln

am Watschenbaum des Landes.

Geht der Maskenball weiter?

Lockt der Shutdown oder schaut

der Lockdown schief, wenn es

einen Aufstand wegen des Abstands

gibt? Werden wir künftig

alle „herdisch immunisiert“ sein,

bevor wir über den Babyelefanten

stolpern? Sind die „Rotlichtbezirke“

wirklich der Weisheit letzter

Stuss? Fragen über Fragen – aber

dieses Pointengewitter gibt heute

verlässliche Antworten.

KABARETT

19.30 Uhr

Komödie Graz

WOHIN AM SONNTAG

99ers gegen HC TIWAG Innsbruck

Die Moser Medical Graz99ers

spielen heute um 17.30 Uhr im

Eisstadion Liebenau gegen den

HC TIWAG Innsbruck. Die letzte

Begegnung der beiden Vereine

im Dezember entschieden die

99ers mit 3:2 für sich. Es wird ein

spannendes Match!

Vögel zählen

Vogelfans und alle, die es noch

werden wollen, haben heute

noch die Möglichkeit, sich an

einer spannenden Zählaktion zu

beteiligen. Die Organisation Bird­

Life veranstaltet die sogenannte

„Stunde der Wintervögel“. Interessierte

können heute an einem

selbstgewählten

Platz

eine

Kabarettlegende Franz Gollner präsentiert heute Abend mit Alfred

Aigelsreiter einen kabarettistischen Jahresrückblick. THAUSING, GETTY (3)

Stunde lang alle Vögel notieren,

die sie sehen. Anschließend

werden die Sichtungen in ein

Formular eingetragen und an

BirdLife geschickt. Auch wenn

man innerhalb dieser Stunde

keine Vögel sehen konnte, ist

die Meldung für die Zählaktion

relevant. Eine spannende

Möglichkeit, um sich mit

heimischen Wintervögeln zu

beschäftigen.

Krippenausstellung

Heute ist der letzte Tag der Krippenausstellung

im Museumsshop

des Diözesanmuseums

in Graz. Von 11 bis 17 Uhr kann

man noch einmal eine außergewöhnliche

Vielfalt an kunstvoll

gefertigten Krippenfiguren

bestaunen.

Shaded Tours Graz

Für alle, die bei einer außergewöhnlichen

Erfahrung etwas

Neues lernen und Graz von einer

anderen Perspektive kennen

lernen möchten, bietet Shaded

Tours Führungen zum Thema Armut

und Obdachlosigkeit an. Die

Tour startet um 15 Uhr am Grazer

Hauptbahnhof, eine Reservierung

und Buchung ist vorher nötig.

Dudelsackpfeifer in der Oper

In der Grazer Oper wird heute ab

1 5 Uhr die Oper „Schwanda, der

Dudelsackpfeifer“ gespielt. Der

Bauer Schwanda wird von einer

Räuberbande zu wilden Abenteuern

verführt. Auch ein Ausflug in

die Hölle und ein Duell mit dem

Teufel stehen auf dem Programm.

Regisseur Dirk Schmeding und

Dramaturg Bernd Krispin inszenieren

das tolle Stück.

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