Arabische Pferde IN THE FOCUS 4/2021 (Vol. 28) - public
Zeitschrift für Liebhaber und Züchter arabischer Pferde
Zeitschrift für Liebhaber und Züchter arabischer Pferde
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Arabian Horses<br />
<strong>Arabische</strong> <strong>Pferde</strong><br />
4/<strong>2021</strong> (<strong>Vol</strong>. <strong>28</strong>) • 6,50 €<br />
in the focus<br />
Die Stutenlinie der<br />
Murana I 1808<br />
Geprüfte Hengste -<br />
VZAP, ZSAA, ÖAZV<br />
www.in-the-focus.com/magazine<br />
www.in-the-focus.com<br />
<strong>Pferde</strong> aus Tersk -<br />
Russische Renaissance
Natürlich!<br />
Nasheed Al Amal Hoor<br />
<strong>Arabische</strong>s <strong>Vol</strong>lblut *01.02.2010, Schimmel<br />
Vater: Hafez Al Ahd Hoor (Hengstlinie: Jamil el Kebir über Anter)<br />
Mutter: Aneedah EAO (Stutenlinie: Saklawi Gidran)<br />
Gestüt Hoor Al Oyoun, Philippe Paraskevas, Besichtigung: Feb. 2019 / Nov. 2019, Abflug Kairo: 19. April <strong>2021</strong>, Ankunft Marbach: 19. April <strong>2021</strong><br />
Haupt- und Landgestüt Marbach mit Landesreit- und Landesfahrschule – das älteste staatliche Gestüt Deutschlands<br />
72532 Gomadingen-Marbach | Tel. (073 85) 96 95-0 | www.gestuet-marbach.de
Editorial<br />
Almost every weekend you can watch the videos of Arabian horse shows<br />
Unter<br />
Beobachtung<br />
Wir kennen das ja: Videoüberwachung gibt es mittlerweile fast an jeder<br />
Hausecke, in den Geschäften, auf Veranstaltungen, in öffentlichen<br />
Einrichtungen. Es ist Fluch und Segen zugleich – wer sich nichts zuschulden<br />
kommen läßt, braucht vor den Aufzeichnungen des immerwährenden<br />
Video-Auges auch keine Angst zu haben. Wer sich aber<br />
falsch verhält, wird hoffentlich mit seiner Hilfe überführt.<br />
Nahezu an jedem Wochenende kann man sich dieser Tage die Videobilder<br />
von Araberschauen zu Gemüte führen, live übertragen<br />
durch Streaming-Dienste oder im Anschluß als Aufzeichnung. Die<br />
eine oder andere „Vorführung“ landet dann auch in den Sozialen Medien<br />
und wird dort – je nach Gruppe – von Herzchen und Huraa-Rufen<br />
begleitet, man gratuliert und fällt dem „Freund“ virtuell um den<br />
Hals, weil das Pferd sich doch sooo toll gezeigt hat. Das gleiche Video<br />
in einer anderen Gruppe erhält Buh-Rufe und ist Anlaß für einen Shitstorm,<br />
wie man nur solche Tierquälerei gutheißen kann.<br />
Ich habe das Gefühl, es gab noch nie so viel Unwissenheit und Halbwissen<br />
über <strong>Pferde</strong> in der Gesellschaft wie heute. Und natürlich gibt<br />
es zwei Fronten – die gemäßigte Mitte scheint ausgestorben, oder ist<br />
sie nur die stille Mehrheit? Wie immer und überall machen besonders<br />
die Randgruppen von sich hören. Da sind die einen, die das Pferd zu<br />
sehr vermenschlichen, und die anderen, die nicht erkennen, dass die<br />
Grenze zur Tierquälerei schon überschritten ist. Bestes Beispiel war<br />
der „Auftritt“ der Fünfkämpferin Annika Schleu an den Olympischen<br />
Spielen in Tokio. Sie war mit dem ihr zugelosten und völlig verunsicherten<br />
Pferd nicht zurechtgekommen und hatte verzweifelt Gerte<br />
und Sporen eingesetzt. Dann hat zu allem Überfluß die Trainerin von<br />
der Bande aus dem Pferd mit der Faust auf’s Hinterteil gehauen. Das<br />
hat die Emotionen der Fernsehzuschauer hochkochen und die Tränen<br />
rollen lassen. Ein Shitstorm sondersgleichen verbreitete sich rund um<br />
den Globus – und hat zu Konsequenzen geführt: Reiten wird künftig<br />
nicht mehr Bestandteil des modernen Fünfkampfes sein, und das ist<br />
gut so. Nicht, weil der Fausthieb oder der Sporeneinsatz die ultimative<br />
Tierquälerei war, sondern weil das Grundprinzip des Fünfkampfes<br />
falsch ist: Es ging bei der Teildisziplin Reiten nie um das „Miteinander<br />
mit dem Sportkamerad Pferd“, sondern um die Bewältigung einer<br />
Aufgabe, egal ob es passt oder nicht. Das mag zur Zeiten der Kavallerie<br />
seine Berechtigung gehabt haben – und daher kommt der Fünfkampf<br />
ja –, ist aber heute nicht mehr zeitgemäß.<br />
Und was hat das mit unseren Araberschauen zu tun? Auch hier stehen<br />
die Akteure nicht nur im Rampenlicht, sondern auch unter Beobachtung<br />
durch Livesteram- und Videoaufzeichnungen. Auch hier sollte<br />
man sich immer wieder die Frage stellen, ob das gleiche Schema heute<br />
noch zeitgemäß ist, insbesondere da, wo es um Jungpferde geht.<br />
Diese wurden nun durch die Leitlinien zum „Tierschutz im <strong>Pferde</strong>sport“<br />
unter besonderen Schutz gestellt, denn diese Leitlinien besagen,<br />
dass mit dem Training erst im Alter von 30 Monaten begonnen<br />
werden darf (siehe Denkanstöße Seite 54). Die Zukunft wird zeigen,<br />
was die Behörden unter „Training“ genau verstehen. Aber anstatt abzuwarten,<br />
ob diese neuen Regelungen Auswirkungen auf das Schauwesen<br />
haben, wäre es doch besser, sich proaktiv für mehr Schutz der<br />
Jungpferde auf Schauen einzusetzen. Oder muß erst ein Eklat dafür<br />
sorgen, dass sich etwas ändert?<br />
Under<br />
Surveillance<br />
We know it: there is now video surveillance on almost every corner of the<br />
street, in shops, at events, in <strong>public</strong> buildings. It is a curse and a blessing<br />
at the same time - if you are not guilty of anything, you don't need to be<br />
afraid of the recordings of the constant video eye. But whoever behaves<br />
wrongly will hopefully be convicted with its help.<br />
these days, broadcast live by streaming services or afterwards as a recording.<br />
One or the other "performance" ends up in the social media and is<br />
there - depending on the group in which it is posted - accompanied by<br />
little hearts and Huray calls, people congratulating their "friends" virtually<br />
because the horse has shown himself sooo great. The same video<br />
in another group receives boos, and is the cause for a shit storm, asking<br />
how one can approve of such cruelty to animals.<br />
I have the feeling that there has never been so much ignorance and<br />
half-knowledge about horses in society as there is today. And of course<br />
there are two fronts - the moderate middle seems to be extinct, or is it<br />
just the silent majority? As always and everywhere, the marginalized<br />
groups in particular make themselves heard. There are the ones that<br />
humanize the horse too much, and the others who do not recognize<br />
that the line to animal cruelty has already been crossed. The best<br />
example was the “appearance” of pentathlete Annika Schleu at the<br />
Olympic Games in Tokyo. She had not been able to get along with the<br />
completely insecure horse that had been assigned to her and had desperately<br />
used a whip and spurs. Then, to top it all off, her trainer hit the<br />
horse with her fist on the hindquarter. That heated up the emotions of<br />
the television viewers and let the tears roll. A special kind of shitstorm<br />
spread around the globe - and has had consequences: In the future,<br />
riding will no longer be part of modern pentathlon, and that's a good<br />
thing. Not because the punch or the use of spurs was the ultimate<br />
cruelty to animals, but because the basic principle of the pentathlon is<br />
wrong: Riding as a sub-discipline was never about “getting along with<br />
the fellow horse”, but about coping with a task, regardless of whether<br />
it fits or not. That may have been justified in the times of the cavalry<br />
- and that's where the pentathlon comes from - but is no longer up to<br />
date today.<br />
And what does that have to do with our Arabian horse shows? Here,<br />
too, the actors are not only in the spotlight, but also under observation<br />
through live cam and video recordings. Here, too, one should keep asking<br />
oneself whether the same scheme is still up-to-date today, especially<br />
when it comes to young horses. These have now been placed under<br />
special protection in Germany by the guidelines on "Animal Welfare in<br />
Equestrian Sport", because these guidelines state that training can only<br />
be started at the age of 30 months. The future will show what exactly<br />
the authorities mean by “training”. But instead of waiting to see whether<br />
these new regulations have an impact on the show, it would be better<br />
to work proactively for more protection of young horses at shows. Or do<br />
we need a scandal first, to ensure that something changes?<br />
Editorial<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
Gudrun Waiditschka<br />
Chefredakteurin / Chief Editor<br />
3
Inhaltsverzeichnis<br />
Inhalt<br />
und an Araberschauen 54<br />
Artikel<br />
Das "Projekt alte deutsche Linien" -<br />
Aus der Versenkung holen... 6<br />
Stutenlinie Murana I -<br />
Sie blühen im Verborgenen 10<br />
EM Arabians - Elke Wilfart -<br />
Seelenpferde 22<br />
Hengstleistungsprüfungen <strong>2021</strong> -<br />
Teil I - VZAP in Mertingen <strong>28</strong><br />
Teil II - ZSAA in Luhmühlen 30<br />
Teil III - ÖAZV in Stadl Paura 33<br />
Tierschutz im <strong>Pferde</strong>sport -<br />
Inhaltsverzeichnis<br />
Russische Importe -<br />
Die Renaissance der Russen 56<br />
Von Kunst und Künstlern -<br />
Juliusz Kossak 66<br />
Rubriken<br />
HengstParade 2022 34<br />
News 48<br />
Über den Regenbogen -<br />
Heart of Fire, Ontario HF, Kelissa (ShA) 53<br />
Termine, Impressum, Vorschau 72-74<br />
Wenn es bei den <strong>Vol</strong>lblutarabern eine „deutsche“ Stutenlinie gibt,<br />
dann ist es die der Murana I Or.Ar. 1808. Keine andere Linie hat die<br />
deutsche Zucht so geprägt und hat mit ca. 5000 Nachkommen eine<br />
so große Verbreitung in Deutschland.<br />
If there is a “German” damline among the purebred Arabians, it is that<br />
of Murana I Or.Ar. 1808. No other line has shaped German breeding so<br />
much and is so widespread in Germany with around 5000 descendants.<br />
Nicht nur bei Menschen kommt es auf die inneren Werte an, auch<br />
bei <strong>Pferde</strong>n. Daher ist Elke Wilfart den arabischen <strong>Pferde</strong>n aus „altdeutschen“<br />
Blutlinien verfallen. Nur leider findet man kaum mehr<br />
welche. Dass sie nicht gänzlich in Vergessenheit geraten, hat sich<br />
Elke Wilfart zur Lebensaufgabe gemacht.<br />
Unser Titelbild<br />
Estima (Odyss / Estora) *2010,<br />
Züchter: Polen,<br />
Besitzer: Star Arabians,<br />
Christiane Sautter-Müller<br />
Estima (Odyss / Estora) *2010,<br />
Breeder: Poland,<br />
Owner: Star Arabians,<br />
Christiane Sautter-Müller<br />
Foto: Oliver Seitz<br />
4<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
Content<br />
Articles<br />
Table of Content<br />
The "Project Old German Lines" -<br />
Bringing them out of Oblivion 8<br />
Damline Murana I 1808 -<br />
They bloom in Secret 18<br />
Russian Imports -<br />
The Renaissance of the Russians 62<br />
Rubriken<br />
Over the Rainbowbridge -<br />
Heart of Fire, Ontario HF, Kelissa (ShA) 53<br />
Shows & Events 2022 72<br />
Mast Head 73<br />
Preview 74<br />
Table of Content<br />
Insgesamt 15 Hengste der diversen arabischen Rassen haben in<br />
Deutschland und Österreich ihre Hengstleistungsprüfung abgelegt.<br />
Und es hat sich wieder gezeigt, dass sich der <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
im Reigen der arabischen Rassen nicht zu verstecken braucht!<br />
Wer erst in den letzten 10-15 Jahren zum <strong>Arabische</strong>n Pferd gefunden<br />
hat, der kennt die „Russen“ kaum, denn Athletik und Gangvermögen,<br />
Substanz und Kaliber sind in der Araberzucht hinter<br />
Typ, „Refinement“ und Dish in den Hintergrund gedrängt worden.<br />
Aber vielleicht kommt ja wieder eine kleine Renaissance?<br />
Anyone who has only found his way to the Arabian horse in the last 10-15<br />
years, hardly knows the “Russians”, because athleticism and movement,<br />
substance and caliber have been pushed far behind type, “refinement”<br />
and dish in Arabian horse breeding. But maybe we see a little<br />
renaissance of the Russians again?<br />
Juliusz Kossak war oft zu Gast bei den wichtigsten Araberzüchtern<br />
seiner Zeit und so verdanken wir ihm einige der schönsten <strong>Pferde</strong>portraits<br />
aus der Anfangszeit der polnischen Araberzucht.<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
5
Das "Projekt Alte Deutsche Linien"<br />
Aus der<br />
Versenkung holen...<br />
Zucht<br />
Der 19-jährige Mansul (Sawih Ibn Wisznu<br />
/ Mekka) sprühte vor Vitalität bei seinem<br />
Auftritt in Baden-Baden 1994. Er starb im<br />
Jahr 2000 mit 25 Jahren.<br />
Definitionen gibt es viele im Reich des arabischen <strong>Pferde</strong>s. Da gibt es Crabbet mit %-Angaben,<br />
„Old World Polish“, Classic und Straight Russian, Pure Spanish, Asile, Ägypter und wie<br />
sie alle heißen. Nur die deutschen Linien haben keine wirkliche Definition, damit auch keine<br />
wirkliche Identität und keine Lobby. Vielleicht sind sie deshalb in Vergessenheit geraten?<br />
6<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
Neben den bekannten und historisch<br />
bedeutsamen Zuchtgebieten Ägypten,<br />
England, Polen, Russland und<br />
Spanien hat auch Deutschland eine Historie<br />
in der Zucht arabischer <strong>Pferde</strong>. Dazu gehört<br />
in erster Linie natürlich die Weiler Zucht des<br />
Königs von Württemberg. Und obwohl er<br />
rund 1000 Fohlen gezüchtet hat, von denen<br />
die meisten in Privathände verkauft wurden,<br />
wurden diese entweder als Reitpferde genutzt<br />
oder fanden in der Landespferdezucht<br />
und zur Veredlung anderer Rassen ihren<br />
züchterischen Einsatz. Aber im Gegensatz<br />
zu Polen, wo einige Adelsfamilien große<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraberzuchten unterhielten, gab es<br />
in Deutschland kaum private Züchter von<br />
<strong>Vol</strong>lblutarabern, und wenn doch, so existierten<br />
sie nie für lange Zeit: Gestüt Altenstein<br />
des Herzogs von Sachsen-Meiningen (1827-<br />
1848), Graf Schimmelmann in Ahrensburg<br />
(1848-1885), Heinrich und Emil von Nitzschwitz<br />
in Königsfeld (1861-1911), Gerhard<br />
von Schmidt in Röblingen (1919-1930) – sie<br />
alle hatten ihren Grundstock teilweise oder<br />
zur Gänze aus Weil. Erst nach dem Zweiten<br />
Weltkrieg begann ganz zaghaft die Privatzucht<br />
in Deutschland auf einer breiteren Basis.<br />
Züchter wie Entress (ab 1938), Griesbach<br />
(ab 1943), Knyphausen, Hansen und Ismer<br />
sind hier zu nennen. Später, in den 1960er-<br />
Jahren kamen von Kameke, Schober, Mundinger,<br />
Hagemann, Dömken, der Duisburger<br />
Zoo und einige andere hinzu. Die meisten<br />
haben ihre Zucht wenn nicht ganz, so doch<br />
teilweise auf Weil-Marbacher Blut aufgebaut.<br />
Die anderen „Teile“ kamen meist aus Ungarn<br />
und Polen, von wo in den Wirren des Krieges<br />
einige <strong>Pferde</strong> nach Deutschland kamen, und<br />
ab 1955 auch aus Ägypten (Hadban Enzahi,<br />
Ghazal, Kaisoon u.v.a.).<br />
Es war also ein bunter Linien-Mix aus drei bis<br />
vier Hauptzuchtgebieten (Weil-Marbach, Ungarn,<br />
Polen, Ägypten), der die deutsche Zucht<br />
zu Beginn prägte. Eine Zucht, die auf Funktionalität<br />
aufbaute, auf Charakterstärke und<br />
Genügsamkeit. Diese <strong>Pferde</strong>, die oftmals noch<br />
die Härten des Krieges er- und überlebt hatten,<br />
stellen ein kulturelles Erbe dar, das in der<br />
Folge - dem jeweils aktuellen Zeitgeschmack<br />
geschuldet - immer weiter verloren ging. Immer<br />
wieder suchten Züchter im Ausland – in<br />
USA, in Ägypten, in Russland, zu geringen Teilen<br />
in Spanien, England und Frankreich – nach<br />
neuen Blutlinien, um „mithalten“ zu können,<br />
was in erster Linie hieß: mithalten mit den sich<br />
rasch ändernden Anforderungen des Schaurings,<br />
der in den 1980er-Jahren immer mehr<br />
an Bedeutung gewann und Mitte der 1990er-<br />
Jahren seinen Höhepunkt erreichte.<br />
Aber wo ist das Blut dieser „Gründerpferde“<br />
geblieben? Die Antwort lautet: Es ist zwar<br />
noch vorhanden, aber es wurde „verwässert“.<br />
Vielfach haben die Züchter an ihren Stutenstämmen<br />
festgehalten und versuchten die<br />
gewünschte Veränderung – d.h. die Anpassungen<br />
an den Zeitgeschmack – über die<br />
Hengste einzubringen. Das ist durchaus übliche<br />
Zuchtpraxis. Um aber dieses Blut nicht<br />
„unendlich gering“ werden zu lassen, braucht<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
es ab und an eine Rückkreuzung mit Hengsten<br />
aus diesen Linien – und genau dies wurde<br />
ab den 2000er Jahren zunehmend schwieriger,<br />
weil es einfach kaum mehr Hengste mit<br />
einem nennenswerten „alt-deutschen“ Linien-Anteil<br />
gab.<br />
CD Wassily (Nureyev / Wazira II) *2010 auf<br />
der HLP in Marbach 2014 - er hat über 75 %<br />
alt-deutsches Blut.<br />
7<br />
Erhalt der genetischen Diversität<br />
Die Stuten, die innerhalb der Gruppe der<br />
„alt-deutschen“ eine Stutenfamilie gründen<br />
konnten, waren in erster Linie natürlich die<br />
Murana I, die sich in diverse Familien aufgespaltet<br />
hat (dazu mehr Seite 10). Des Weiteren<br />
die ungarischen Stuten, die im Gestüt<br />
Achental von Frau Gertraude Griesbach eine<br />
neue Heimat fanden: Comtesse, Khabitha,<br />
Khema, Kho-Rha und Roszka/Rozka, und die<br />
polnischen Stuten Armenia, Zygota und Galka,<br />
die im Zoo Rostock Einsatz fanden, sowie<br />
Polska aus dem Zoo Duisburg.<br />
Kommen wir zur nächsten Frage, der vielleicht<br />
schwierigsten – wie will man „alt-deutsch“<br />
überhaupt definieren? Eine halbwegs praktikable<br />
Lösung ist, dass die Vorfahren des betreffenden<br />
<strong>Pferde</strong>s, die in den 1960er-Jahren<br />
geboren wurden, im deutschen Stutbuch<br />
eingetragen waren und auf die oben genannten<br />
Zuchten und Gründerpopulationen<br />
zurückgehen müssen. Importe, die später als<br />
1970 in Deutschland eintrafen, werden nicht<br />
mehr zur Gründerpopulation gezählt. Nehmen<br />
wir beispielsweise den Hengst Mansul<br />
– einen der besten, aber auch einen der letzten<br />
wirklich breit eingesetzten Hengste aus<br />
„alt-deutschen“ Linien. Er wurde 1975 geboren,<br />
sein Vater Sawih Ibn Wisznu entstammt<br />
<strong>Pferde</strong>n, die auf die Entress’sche Zucht und<br />
den Hengst Wisznu zurückgehen, letzterer<br />
fand bei Griesbach und Ismer Verwendung.<br />
Mansuls Mutter Mekka geht auf Marbacher<br />
und Knyphausener <strong>Pferde</strong> zurück – in ihm finden<br />
wir also fast alle Zuchten der ersten Stunde<br />
vereint und er kann als 100 % „alt-deutsch“<br />
angesehen werden.<br />
Heute gibt es kaum noch <strong>Pferde</strong>, die man als<br />
100 % „alt-deutsch“ bezeichnen könnte, also<br />
muß man das, was noch vorhanden ist, zusammentragen<br />
und bündeln. Um den originären<br />
Typus zu erhalten, sollte weitmöglichst auf<br />
Schaupferdeblut verzichtet werden und züchterisch<br />
sollten Reitpferdeeigenschaften, Charakter<br />
und Sanftmut im Vordergrund stehen.<br />
Nun ist das Problem heute, dass kaum einer<br />
weiß, wo diese <strong>Pferde</strong> noch zu finden sind.<br />
Diesem Umstand will das „Projekt alte deutsche<br />
Linien“ Rechnung tragen, eine Initiative,<br />
die versuchen will, die Züchter und Liebhaber<br />
dieser <strong>Pferde</strong> untereinander zu vernetzen.<br />
Denn ofmals haben sich die Züchter dieser<br />
Linien in ein Schneckenhaus zurückgezogen,<br />
weil jeder glaubt, dass es kaum mehr einen<br />
gibt, der diese <strong>Pferde</strong> züchtet oder sich dafür<br />
interessiert, und dadurch weiß keiner von der<br />
Existenz des anderen. Deshalb ist die Vernetzung<br />
der noch vorhandenen Züchter und Besitzer<br />
dieser <strong>Pferde</strong> so wichtig, das erleichtert<br />
dann auch die Hengstsuche, aber es wäre<br />
auch denkbar, dass auf diesem Weg die eine<br />
oder andere Stute für ein Wunschfohlen angepachtet<br />
wird. Daher wollen wir hier und im<br />
Internet für diese alt-deutschen <strong>Pferde</strong> etwas<br />
mehr „öffentliche Wahrnehmung“ schaffen,<br />
sodass sich die Leute untereinander finden<br />
und in Kontakt treten können. Das Projekt<br />
“alte deutsche Linien” will damit aber auch<br />
einen Beitrag zur genetischen Vielfalt in der<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraberzucht Deutschlands leisten.<br />
Denn es ist unübersehbar, dass in den letzten<br />
20-30 Jahren eine Konzentration einerseits<br />
auf Schaupferde, andererseits auf ägyptische<br />
Linien stattgefunden hat. Ins Hintertreffen<br />
gerieten dabei die alten deutschen, polnischen,<br />
russischen und spanischen Linien, die<br />
nicht dem Modegeschmack entsprechen,<br />
aber wertvolle Genetik und Eigenschaften<br />
verkörpern wie Knochenstärke, Charakterstärke<br />
und Rittigkeit.<br />
Den Anfang machen wir mit einer Kurzfassung<br />
der Murana-I-Linie – die ausführliche<br />
Version der Stutenlinie finden Sie auf der<br />
unten angegebenen Website, denn die rund<br />
2500 <strong>Pferde</strong> würden den Rahmen dieses<br />
Heftes sprengen. In den nächsten Ausgaben<br />
werden wir Ihnen sukzessive die anderen Stutenlinien<br />
vorstellen, aber auch heutige Züchter,<br />
bei denen diese <strong>Pferde</strong> noch zuhause<br />
sind. Vielleicht kommt auf diese Art und Weise<br />
wieder etwas mehr „Leben“ in diese Linien.<br />
Gudrun Waiditschka<br />
Das "Projekt alte deutsche Linien" wurde<br />
von Cordula Schladitz und Gudrun Waiditschka<br />
ins Leben gerufen. Die Website<br />
finden Sie unter<br />
www.in-the-focus.de/alte-linien<br />
Wenn Sie <strong>Pferde</strong> dieser Linien haben, melden<br />
Sie sich und lassen Sie sich mit ihrem<br />
Bestand in das Züchterverzeichnis eintragen!<br />
Kontakt: cschladitz@yahoo.de<br />
Zucht
The "Project Old German Lines"<br />
Bringing them<br />
out of Oblivion...<br />
Zucht<br />
Shahwan (Said /Sayana) * 1981 was winner<br />
of the stallion licensing before he was exported<br />
to the USA. - Shahwan war Sieger der<br />
Hengstkörung, bevor er nach USA exportiert<br />
wurde.<br />
Alle Fotos G. Waiditschka<br />
There are many definitions in the realm of the Arabian horse. There are the Crabbets, the<br />
"Old World Polish", Classic and Straight Russians, Pure Spanish, Asils, Egyptians and whatever<br />
they are called. Only the German lines have no real definition, so they have no real<br />
identity and no lobby. Maybe that's why they fell into oblivion?<br />
8<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
In addition to the well-known and historically<br />
significant breeding areas of Egypt,<br />
England, Poland, Russia and Spain, Germany<br />
also has a history of breeding Arabian<br />
horses. First and foremost, of course, one<br />
needs to mention the Weil Stud, the breeding<br />
program of King Wilhelm of Württemberg.<br />
And although he bred around 1000 foals,<br />
most of which were sold in private hands,<br />
these were then either used as riding horses or<br />
were used in national horse breeding and for<br />
the amelioration of other breeds. But in contrast<br />
to Poland, where some aristocratic families<br />
had large purebred Arabian herds, there<br />
were hardly any private breeders of purebred<br />
Arabians in Germany, and if they were, they<br />
never existed for a long time: Altenstein stud<br />
of the Duke of Saxony-Meiningen (1827-<br />
1848), Count Schimmelmann in Ahrensburg<br />
(1848-1885), Heinrich and Emil von<br />
Nitzschwitz in Königsfeld (1861-1911), Gerhard<br />
von Schmidt in Röblingen (1919-1930)<br />
- they all acquired their basic stock partly or<br />
entirely from Weil. It was only after the Second<br />
World War that private<br />
breeding began very timidly<br />
in Germany on a broader<br />
basis. Breeders such as Entress<br />
(from 1938), Griesbach<br />
(from 1943), Knyphausen,<br />
Hansen and Ismer should<br />
be mentioned here. Later,<br />
in the 1960s, von Kameke,<br />
Schober, Mundinger, Hagemann,<br />
Dömken, the Duisburg<br />
Zoo and a few others<br />
were added. Most of them<br />
have built their breeding, if<br />
not entirely, then partly on<br />
Weil-Marbach blood. The<br />
other "parts" came mostly<br />
from Hungary and Poland,<br />
from where some horses<br />
came to Germany during<br />
the turmoil of the war, and<br />
from 1955 also from Egypt<br />
(Hadban Enzahi, Ghazal,<br />
Kaisoon, and many others).<br />
So it was a colourful mix of three to four main<br />
breeding areas (Weil-Marbach, Hungary, Poland,<br />
Egypt) that shaped German breeding<br />
at the beginning. The breeding was based on<br />
functionality, strength of character and frugality.<br />
These horses, which had often endured and<br />
survived the hardships of the war, represent a<br />
cultural legacy that was subsequently lost - owing<br />
to current tastes. Breeders went abroad - to<br />
the USA, Egypt, Russia, and to a lesser extent<br />
to Spain, England and France - to look for new<br />
bloodlines in order to be able to “keep up”, which<br />
primarily meant: keeping up with the rapidly<br />
changing requirements of the show ring, which<br />
gained more and more importance in the 1980s<br />
and reached its peak in the mid-1990s.<br />
But where has the blood of these “founding<br />
horses” gone? The answer is, it is still there,<br />
but it has been "watered down". In many<br />
cases, the breeders have stuck to their damlines<br />
and tried to make the desired changes<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
- i.e. adaptations to contemporary tastes -<br />
through the stallions. This is common breeding<br />
practice. However, in order not to let this<br />
blood become “infinitely small”, it needs to<br />
be backcrossed with stallions from these<br />
lines from time to time - and this became increasingly<br />
difficult from the 2000s onwards,<br />
because there are hardly any more stallions<br />
left with a noteworthy percentage of “old German”<br />
blood.<br />
Preservation of Genetic Diversity<br />
The mares which were able to found a damline<br />
within the group of the "old Germans"<br />
were primarily Murana I, of course, who split<br />
up into various families (more on this in the<br />
article "They bloom in Secret, page 18). Furthermore,<br />
the Hungarian mares, who found a<br />
new home in the Achental Stud of Gertraude<br />
Griesbach: Comtesse, Khabitha, Khema, Kho-<br />
Rha and Roszka/Rozka, and the Polish mares<br />
Armenia, Zygota and Galka, who were used<br />
in the Rostock Zoo, as well Polska from the<br />
Duisburg Zoo.<br />
Saoudi (Saher / Sabal) *1974 was bred by Dr. Kurt Entress. He was on the racetrack<br />
bevor he was used for breeding. - Saoudi stammt aus der Zucht von Dr. Kurt Entress.<br />
Er war erst auf der Rennbahn, bevor er in die Zucht ging.<br />
So, let’s come to the next question, perhaps<br />
the most difficult - how do you even define<br />
“old German”? A reasonably practicable<br />
solution is that the ancestors of the horse in<br />
question, who were born in the 1960s, were<br />
registered in the German stud book and<br />
must go back to the breeding and founder<br />
populations mentioned above. Imports<br />
that arrived in Germany later than 1970 are<br />
no longer counted as part of the founder<br />
population. Take, for example, the stallion<br />
Mansul - one of the best, but also one of the<br />
last really broadly used stallions from "old<br />
German" lines. He was born in 1975, his father<br />
Sawih Ibn Wisznu comes from horses<br />
that go back to Entress’ breeding program<br />
and the stallion Wisznu, the latter was used<br />
by Griesbach and Ismer. Mansuls dam Mekka<br />
goes back to Marbach and Knyphausen<br />
horses - so we find almost all the post-WWII<br />
breeding programs united in him and he<br />
can be regarded as 100 % "old German".<br />
9<br />
Today there are hardly any horses left that<br />
could be described as 100% "old German", so<br />
you have to collect and bundle what is still<br />
there. In order to preserve the original type,<br />
show horse blood should be avoided as far<br />
as possible and, in terms of breeding, riding<br />
horse characteristics, character and gentleness<br />
should be in the foreground.<br />
Now the problem today is that hardly anyone<br />
knows where these horses can still be found.<br />
The “Old German Lines Project” wants to take<br />
this into account, an initiative that tries to<br />
network breeders and lovers of these horses<br />
with one another. Very often the breeders of<br />
these lines have withdrawn into a snail shell,<br />
because everyone believes that there is hardly<br />
anyone left who breeds these horses or is<br />
interested in them, and thus nobody knows<br />
about the existence of the other. That is why<br />
it is so important to network the breeders and<br />
owners of these horses that are still available,<br />
which also makes the search for a stallion<br />
easier, but it is also conceivable that one or the<br />
other mare could be leased for a foal of your<br />
choice in this way. Therefore<br />
we want to create a little<br />
more "<strong>public</strong> awareness" for<br />
these old German horses here<br />
in the magazine, but also on<br />
the internet so that people<br />
can find each other and get<br />
in contact. The “Old German<br />
Lines Project” also wants to<br />
make a contribution to the<br />
genetic diversity of purebred<br />
Arabian breeding in Germany.<br />
Because it is obvious that<br />
in the last 20-30 years there<br />
has been a concentration on<br />
the one hand on show horses<br />
and on the other hand<br />
on Egyptian lines. The old<br />
German, Polish, Russian and<br />
Spanish lines, which do not<br />
correspond to the fashion<br />
taste, but embody valuable<br />
genetics and properties such<br />
as bone strength, strength of character and<br />
rideability, fell behind.<br />
We'll start with a short version of the Murana<br />
I line - the detailed version of this damline can<br />
be found on the website mentioned below,<br />
because the line contains approximately 2500<br />
mares which would go beyond the scope of<br />
this issue. In the next issues we will gradually<br />
introduce you to the other damlines, but also<br />
to today's breeders, with whom these horses<br />
are still at home. Perhaps in this way a little<br />
more “life” comes back into these lines.<br />
Gudrun Waiditschka<br />
The "old German lines project" was initiated<br />
by Cordula Schladitz and Gudrun<br />
Waiditschka. The website can be found at<br />
www.in-the-focus.de/alte-linien<br />
If you have horses of these lines, get in<br />
touch and have your stock entered in the<br />
breeder directory!<br />
Contact: cschladitz@yahoo.de<br />
Zucht
Stutenlinie Murana I 1808<br />
Sie blühen im<br />
Verborgenen<br />
Zucht<br />
Wenn es bei den <strong>Vol</strong>lblutarabern eine „deutsche“ Stutenlinie gibt, dann ist es die der<br />
Murana I Or.Ar. 1808. Keine andere Linie hat die deutsche Zucht so geprägt und<br />
hat mit ca. 5000 Nachkommen eine so große Verbreitung in Deutschland.<br />
Baron von Fechtig hatte anfangs des 19.<br />
Jahrhunderts die Geschäftsidee, arabische<br />
<strong>Pferde</strong> auf eigene Rechnung und<br />
Risiko aus dem Orient nach Europa zu bringen<br />
und hier gewinnbringend zu verkaufen.<br />
Dazu reiste er anfangs selbst nach Kairo, um<br />
die <strong>Pferde</strong> auszuwählen, ab 1815 bediente<br />
sich der Baron eines Veterinärs, der mit der<br />
französischen Am 14. Mai 1831 Armee wurde unter Rzewuski Napoleon bei einem nach<br />
Ägypten Gefecht in gekommen der Nähe war von und Daszow nach Rückzug getötet,<br />
derselben sein Leichnahm im Orient wurde blieb. nie Dieser gefunden. reiste „Über dann<br />
seinen Tod war man lange ungewiß; man<br />
glaubte sogar, er wäre wieder nach Arabien<br />
gezogen: unter den Todten war er nicht, unter<br />
den Ausgewanderten auch nicht: weitere<br />
Nachforschungen der Verwandten machen<br />
es wahrscheinlich, daß er zur Zeit der allgemeinen<br />
Flucht im Walde von Raubsüchtigen<br />
überfallen und erschlagen worden sei.“ Im<br />
Zuge des Krieges wurden seine Ländereien<br />
verwüstet, seine Paläste zerstört, und auch<br />
die <strong>Pferde</strong> wurden in alle Himmelsrichtungen<br />
zerstreut. Von den 116 edlen Original-Arabern,<br />
die Rzewuski mit so viel Mühen und<br />
finanziellem Aufwand aus dem Orient importiert<br />
hatte, ist nichts geblieben, außer<br />
den <strong>Pferde</strong>n, die in Weil zur Zucht eingesetzt<br />
wurden.<br />
„von Aleppo und Damaskus aus in das Innere<br />
der von arabischen Stämmen bewohnten<br />
Länder, um Ankäufe rein arabischer Hengste<br />
und Stuten zu besorgen, wovon im Jahr 1816<br />
der erste Transport ankam“. In diesem ersten<br />
Transport direkt aus Syrien war auch Murana I<br />
Or.Ar., geboren 1808, Apfelschimmel, „sie war<br />
edel, stark und regelmäßig gebaut, besaß ein<br />
schönes, starkes Fundament, ausgezeichnetes<br />
Hintertheil mit vortrefflichen Sprung-<br />
Gelenken“. Erstaunlicherweise wurde von ihr<br />
kein Gemälde und keine Lithografie gefertigt,<br />
sodass diese Beschreibung der einzige Hinweis<br />
auf ihre Qualität ist. Auch der Stamm der<br />
Stute ist unbekannt, doch haben genetische<br />
Untersuchungen in jüngerer Zeit bewiesen,<br />
dass ihre weiblichen Nachkommen in direkter<br />
Stutenlinie dieselben mt-DNA-Marker<br />
aufweisen wie die der Stute Gazella Or.Ar.,<br />
welche 1845 aus Syrien nach Polen importiert<br />
wurde – von ihr wissen wir den Stamm:<br />
Koheil Adjouze!<br />
Die Hälfte der Marbacher Stutenherde führt noch heute die alten<br />
Weil-Marbacher Linien. - About half of the broodmares at the State<br />
Stud Marbach carry the old Weil-Marbach bloodlines.<br />
Foto: Gudrun Waiditschka<br />
10<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
Die Stutenlinie in Zahlen<br />
Nachfolgend wurde versucht, einen Überblick<br />
über die Stutenfamilie der Murana I zu<br />
Racing with Asil Iranians was very popular<br />
geben. Dazu wurde in erster Linie die VZAPuntil<br />
the French racing horses were imported to<br />
Datenbank herangezogen und zu jeder Stute<br />
ihre Töchter aufgelistet. Heraus kam eine<br />
Iran. - Der Rennsport mit Asil Iranern war sehr<br />
beliebt, bis französische Rennaraber in den<br />
Stutenlinie mit 2554 weiblichen Nachkommen<br />
(also rund 5000 <strong>Pferde</strong>n, wenn man<br />
Iran importiert wurden.<br />
die Hengstfohlen mit einrechnet) allein in<br />
Deutschland. Wo <strong>Pferde</strong> ins Ausland verkauft<br />
wurden, wurden diese nicht weiter verfolgt.<br />
Von diesen ca. 2500 Stuten sind noch 684 im<br />
zuchtfähigen Alter (d.h. nach 2000 geboren),<br />
dies ist etwa ein Viertel. Das sieht auf den ersten<br />
Blick nach viel aus, aber wenn man bedenkt,<br />
dass auf die Murana-I-Linie bei dem<br />
von mir untersuchten Fohlenjahrgang 2017<br />
(s. AP 4/2018) nur 37 Fohlen entfielen, relativieren<br />
sich diese Zahlen, denn es bedeutet,<br />
dass von über 600 Murana-I-Stuten nur 37<br />
Fohlen gefallen sind, also nur rund 5 % der<br />
Stuten züchterisch genutzt wurden.<br />
Im Folgenden sind die Größenangaben der<br />
einzelnen Familien angegeben. Dazu wurde<br />
die Gesamtzahl der Nachkommen der Familie<br />
in Relation zu der Anzahl der heute noch potentiell<br />
zuchtaktiven Stuten gestellt. Für die<br />
gesamte Murana-I-Linie wäre das (2554/684).<br />
Diese Zahlen können sich noch (geringfügig)<br />
ändern, wenn weitere Datenbanken ausgewertet<br />
werden. Die gesamte Stutenlinie, deren<br />
Umfang in gedruckter Form dieses Heft<br />
sprengen würde, finden Sie auf der Website<br />
„Projekt alte deutsche Linien“ - www.in-thefocus.de/alte-linien<br />
Die nachfolgende Doppelseite zeigt nur einen<br />
kleinen Ausschnitt von ca. 330 Stuten.<br />
Die Saida-Familie<br />
Kommen wir zurück zur Murana I, die 1816<br />
ins Gestüt Weil kam, wo sie 8 Fohlen hatte,<br />
bevor sie 1825 starb. Von diesen Fohlen gingen<br />
drei Töchter in die Zucht. Die Stutenlinie<br />
florierte zu Zeiten König Wilhelms I., und bei<br />
seinem Tod gehörten 7 von 43 Zuchtstuten<br />
eigener Nachzucht der Murana-I-Linie an, die<br />
anderen verteilten sich auf 6 weitere Stutenlinien,<br />
die zwischenzeitlich alle ausgestorben<br />
sind. Und so passierte es, dass im späten 19.<br />
Jahrhundert nur noch die Stute Sabal 1872<br />
(Seglavi / Hamma II) übrig war. Zum Glück<br />
war Sabal sehr fruchtbar und hinterließ unter<br />
ihren 16 Fohlen auch die zwei <strong>Vol</strong>lschwestern<br />
Saida 1884 und Saoud 1885 (v. Djerid), die in<br />
Weil zur Zucht verwendet wurden und die Linie<br />
in die Zukunft trugen.<br />
Als 1932 das Königliche Privatgestüt Weil<br />
aufgelöst und der Zuchtbestand an das<br />
Haupt- und Langestüt Marbach abgegeben<br />
wurde, gehörten alle übernommenen Stuten<br />
der Murana-I-Linie an. Es waren dies aus der<br />
Saida-Familie Soldateska und ihre Tochter<br />
Subeida, letztere hatte aber keinen Einfluß<br />
auf die Zucht und wurde verkauft, sowie aus<br />
der Saoud-Familie die vier Sardine-Töchter<br />
Sardoina, Seerösle, Carmen - mit ihrer Tochter<br />
Caesarea - sowie Doris und ihre Tochter Dinarsad.<br />
Kassandra (eine Carmen-Enkelin), in<br />
deren Abstammung der Turkmenen-Hengst<br />
Djeiran zu finden war, wurde mit ihren Nachkommen<br />
in den Folgejahren aus der Zucht<br />
eliminiert.<br />
Soldateska (Souakim Or.Ar. / Sylphide I) *1911<br />
mußte vierjährig von Weil an die Heeresverwaltung<br />
abgegeben werden und diente bis<br />
nach dem ersten Weltkrieg in der Armee. Danach<br />
wurde sie von Weil zurückgekauft und<br />
als Zuchtstute eingesetzt. Sie war unter den<br />
Stuten, die 1932 von Marbach übernommen<br />
wurde. Als Zuchtstute brachte sie insgesamt<br />
10 Fohlen und wurde 1935 altershalber an<br />
die landwirtschaftliche Hochschule Hohenheim<br />
„zur Skelettierung abgegeben“. Ihre<br />
letzte Tochter Jatta (v. Jasir) *1933, war ein<br />
Glücksfall für Marbach, da sie vier bedeutende<br />
Töchter hinterließ: die drei Halef-Töchter<br />
Haita, Hathor und Hajar sowie die unvergeßliche<br />
Sahmet, das letzte Kind der Jatta und das<br />
erste von Hadban Enzahi.<br />
Halef hinterließ insgesamt 7 Töchter, die in<br />
Marbach in die Zuchtstutenherde aufgenommen<br />
wurden. Sie nahmen eine besondere<br />
Stellung ein, weil sie sich durch eine hohe<br />
Fruchtbarkeit auszeichneten, ein Umstand,<br />
der die Verluste der Kriegs- und Nachkriegsjahre<br />
wieder etwas ausgleichen konnte.<br />
Zucht<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
11
Zucht<br />
1877 fotografierte C. F. Schmidt aus Reutlingen<br />
die <strong>Pferde</strong> im Königlichen Privatgestüt<br />
Weil. Unter diesen frühen Beispielen der<br />
Tierfotografie findet sich auch Sabal 1872<br />
(Seglavi / Hamma II), der mit ihren Töchtern<br />
Saida 1884 und Saoud 1885 (v. Djerid) eine<br />
Schlüsselstellung zukommt. Denn alle heutigen<br />
Vertreterinnen der Murana-I-Linie gehen<br />
auf Sabal zurück, die in 8. Generation von<br />
Murana I abstammt.<br />
In 1877, C. F. Schmidt from Reutlingen photographed<br />
the horses in the royal private stud in<br />
Weil. Among these early examples of animal<br />
photography is Sabal 1872 (Seglavi / Hamma<br />
II), who, with her daughters Saida 1884 and<br />
Saoud 1885 (by Djerid), takes a key position,<br />
because all of today's representatives of the<br />
damline of Murana I can be traced back to<br />
Sabal, which is descended from Murana I in the<br />
8th generation.<br />
Jatta und ihre Töchter<br />
Eine der bedeutendsten Familien gründete<br />
die in Marbach gezogene Jatta-Enkelin Shari<br />
I (Hadban Enzahi / Haita) *1960, die 1965 an<br />
das Gestüt Ismer verkauft wurde und sich<br />
hier entfalten konnte. Sie schenkte insgesamt<br />
11 Fohlen das Leben, davon 8 Stutfohlen, die<br />
alle im Gestüt als Zuchtstuten zum Einsatz<br />
kamen, und die sich ebenfalls durch große<br />
Fruchtbarkeit und Langlebigkeit auszeichneten.<br />
Die Shari-I-Tochter Shaika (v. Wisznu) ist<br />
heute vor allem über ihre Tochter Exessa (v.<br />
Emin) *1983 im Gestüt Ismer vertreten. Sie<br />
verkörpert mit ihren Nachkommen insgesamt<br />
eher einen polnischen Typus. Die Shari-<br />
I-Tochter Shiwa (v. Ghazal) brachte die bedeutenden<br />
<strong>Vol</strong>lgeschwister Mashour, Mashoura,<br />
Madour und Ma Chere – alle von Madkour I –,<br />
die den Schauring in den 1980er-Jahren prägten<br />
und durch ihre frühe „Ausschimmelung“<br />
auffielen. Diese Gruppe ist insgesamt eher<br />
ägyptisch geprägt. Insbesondere die Unterfamilie<br />
der Mashoura wird heute noch im Gestüt<br />
Ismer gepflegt. Von den zwischenzeitlich<br />
über 300 weiblichen Nachkommen der Shari-<br />
I-Familie kamen weit über die Hälfte aus dem<br />
Gestüt Ismer. Da rund ein Drittel heute noch<br />
im zuchtfähigen Alter ist, gehört Shari I zu den<br />
aktivsten Murana-I-Unterfamilien (321/108).<br />
Hathor war eine <strong>Vol</strong>lschwester zu Haita und<br />
auch sie brachte ein Stutfohlen von Hadban<br />
Enzahi, das den Namen Shari trug, allerdings<br />
1961 geboren. Sie blieb ohne großen Einfluß<br />
auf die Zucht und sollte daher nicht mit Shari I<br />
*1960 verwechselt werden. Hingegen verbreitete<br />
sich ihre 1969 geborene <strong>Vol</strong>lschwester<br />
Scharaya in der Privatzucht, und es stimmt optimistisch,<br />
dass von den 104 weiblichen Nachkommen<br />
aus der Hathor-Linie immerhin ein<br />
Drittel nach 2000 geboren ist (104/36).<br />
Hajar, die dritte <strong>Vol</strong>lschwester, hat sich über<br />
vier ihrer Töchter verbreitet: Sethnacht, Saragat,<br />
Shams und Shahra. Am bekanntesten<br />
dürfte hier die Stute Seja (Hadban Enzahi /<br />
Sethnacht) sein, die in den 1970er-Jahren<br />
als Siegerin im aufstrebenden Rennsport von<br />
sich reden machte und bald das Logo des<br />
DRAV (Deutscher Rennverband für arabische<br />
<strong>Vol</strong>lblüter) zierte. Sie stand im Gestüt der Familie<br />
Mundinger und wurde mit El Shaklan<br />
angepaart. Insgesamt gehen derzeit noch<br />
knapp 40 Stuten im zuchtfähigen Alter (von<br />
insgesamt 150) auf die Linie der Hajar zurück<br />
(150/38).<br />
Die letzte Jatta-Tochter, Sahmet von Hadban<br />
Enzahi, wurde durch die Fotografien von<br />
Ursula Guttmann unsterblich gemacht und<br />
galt lange Zeit als der Inbegriff einer Araberstute.<br />
Aber während andere Stuten aus diesem<br />
Zweig zahlreiche Stutfohlen brachten,<br />
war Sahmet eine Hengstmutter, die nach<br />
zwei (verkauften) Stutfohlen am Anfang ihrer<br />
züchterischen Karriere, neun Hengste<br />
(v.l.n.r.) Doris (Dardziling / Sardine) *1915,<br />
Jatta (Jasir / Soldateska) *1933, Caesarea<br />
(Koheilan IV / Carmen) *1927und Seerösle<br />
(Koheilan IV / Sardine) *1927 - diese Stuten<br />
haben die Murana-I-Stutenlinie zu Beginn<br />
des 20. Jahrhunderts geprägt. Der Zweig<br />
(Unterfamilie) der Doris und der Jatta werden<br />
heute noch im Haupt- und Landgestüt<br />
Marbach gepflegt.<br />
(from left to right) Doris (Dardziling / Sardine)<br />
*1915, Jatta (Jasir / Soldateska) *1933,<br />
Caesarea (Koheilan IV / Carmen) *1927 and<br />
Seerösle (Koheilan IV / Sardine) *1927 - these<br />
mares have embodied the damline of Murana<br />
I at the beginning of the 20th century. The<br />
branch (subfamily) of Doris and Jatta are<br />
still maintained in the main and state stud<br />
Marbach today.<br />
12<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
Foto aus "<strong>Arabische</strong> <strong>Pferde</strong>", herausgegeben<br />
von der Gesellschaft der Züchter und Freunde<br />
des arabischen <strong>Pferde</strong>s, Darmstadt 1952<br />
"Isabella (Jasir / Caesarea) *1935, ein Kulturaraber<br />
im Wüstentyp. Siegerstute der Ersten<br />
Araberschau Deutschlands 1949 in Frankfurt/<br />
Main."<br />
v.r.n.l. Landstallmeister E. Bilke, Landstallmeister<br />
Rudofsky, Obergestütswart (von<br />
Marbach) Vöhringer, Landstallmeister Dr.<br />
Frielinghaus.<br />
Photo from "Arabian Horses", published by the<br />
Society of Breeders and Friends of the Arabian<br />
Horse, Darmstadt 1952<br />
"Isabella ox, a cultural Arabian of desert type.<br />
Champion mare of Germany's first Arabian<br />
horse show in 1949 in Frankfurt/Main."<br />
Zucht<br />
in Folge brachte, bis 1976 das langersehnte<br />
Stutfohlen fiel: Sandara (v. Gharib), ihr letztes<br />
Fohlen. Heute werden in Marbach die beiden<br />
Weiler Zweige der Saida (über die Jatta-Töchter<br />
Hajar und Sahmet) und der Saoud (über<br />
die Dinarsad-Enkelin Hamdi, auf die später<br />
eingegangen wird) gepflegt. Saida ist über<br />
Sahmet derzeit mit fünf Zuchtstuten vertreten,<br />
über Hajar mit einer Stute. Drei Zuchtstuten<br />
aus der Familie von Sahmet gelten<br />
zusätzlich als „asil“ (in der Stutenlinie rot markiert).<br />
Außerhalb von Marbach konnte Sahmets<br />
Familie kaum Fuß fassen und so täuscht<br />
die relativ hohe Anzahl von Stuten, die nach<br />
2000 geboren wurden, über die tatsächliche<br />
Anzahl zuchtaktiver Stuten (59/35).<br />
Die Saoud-Familie<br />
Gehen wir zurück zur Saoud *1885, die in<br />
zwei Töchtern weiterlebte: Savona und Sakuntala<br />
beide von Amurath 1881. Die ältere<br />
der beiden <strong>Vol</strong>lschwestern, Savona, hatte<br />
drei Töchter von Souakim, dem letzten „Original-Araber“,<br />
der nach Weil kam. Von diesen<br />
Töchtern erlangte aber nur die älteste, Sardine<br />
*1908, Bedeutung. Sie beeinflußte die<br />
deutsche Zucht über ihre Töchter Carmen,<br />
Doris und Seerösle in großem Maße. Beginnen<br />
wir mit Carmen – ihre Tochter Caesarea<br />
hatte Koheilan IV *1904 zum Vater, der im<br />
ungarischen Staatsgestüt geboren war und<br />
der Hengstlinie Koheilan Adjouze entsprang<br />
(siehe AP 1/21). Er kam im Austausch mit dem<br />
Hengst Said für vier Jahre nach Weil und hinterließ<br />
drei Mutterstuten. Ernst Bilke schrieb<br />
über Caesarea: „Der Wert der Caesarea für die<br />
arabische <strong>Vol</strong>lblutzucht Deutschlands liegt<br />
in der Vererbung, anhaltender Fruchtbarkeit<br />
und Langlebigkeit. Hätte die Stute nichts<br />
weiter geleistet als die Lieferung der beiden<br />
herausragenden Töchter Isabella, Jacaranda<br />
und der Enkelin Isa (Georgsheil), dann hätte<br />
sie schon allein dadurch historischen Gestütswert.“<br />
Ganz so historisch war der Einfluß<br />
ihrer Tochter Isabella dann aber doch nicht.<br />
Obwohl sie als Siegerstute anläßlich der ersten<br />
Araberschau 1949 in Frankfurt hervorging,<br />
hat sie züchterisch nicht viel hinterlassen<br />
– ihre Tochter Isa stammte überdies von<br />
Ahmet, der später mit sämtlicher Nachzucht<br />
aus dem <strong>Vol</strong>lblutaraberstutbuch gestrichen<br />
wurde. Anders Jacaranda von Jasir, die eine<br />
Familie mit rund 220 Mitgliedern hinterlassen<br />
hat, von denen noch über 40 im zuchtfähigen<br />
Alter sind (223/46).<br />
Carmens <strong>Vol</strong>lschwester Doris hatte mit ihrer<br />
Tochter Dinarsad noch weit größeren Einfluß,<br />
denn ihre „Familie“ umfasst über 800 Mitglieder.<br />
Dies geschah in erster Linie über die drei<br />
Dinarsad-Töchter Jeanette (320/66), Jadine<br />
(202/64) und Winarsad (296/64). Die Nachkommen<br />
der Jeanette haben beispielsweise<br />
die Zuchten von Tiemann und von Kameke<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
13<br />
"Die braune Sarolta ox des Gestüts Lütetsburg<br />
von Soliman aus der Saskia v. Dynamit<br />
ganz im Weiler Blut gezüchtet, ist klein und<br />
zierlich wie eine Beduinenstute."<br />
"The bay mare Sarolta ox of the Lütetsburg<br />
stud by Soliman out of Saskia by Dynamit,<br />
bred entirely within the breeding program<br />
of the Weil Stud is small and delicate like a<br />
Bedouin mare."
Zucht<br />
"Unter den vielen <strong>Pferde</strong>bildern, welche<br />
Professor Kühlbrand geschaffen hat, ist das<br />
1948 entstandene lebenswahre Portrait der<br />
Caesarea würdig in der Reihe der klassichen<br />
Araberbilder von Emil <strong>Vol</strong>kers und Julius<br />
Kossak stehend ... Natürliche Haltung und<br />
glasklare durchsichtige Trockenheit der Caesarea<br />
sind ebenso trefflich gelungen wie der<br />
ungemein weibliche, mütterliche Stutentyp.<br />
Klassisch schön und echt ist die Wiedergabe<br />
von Augenausdruck, Kopfprofil, dünner Mähne,<br />
von Schulter und Farbe." (Ernst Bilke)<br />
"Among the many horse paintings that Professor<br />
Kühlbrand created, the true-to-life portrait<br />
of Caesarea, dated 1948, is worthy of the series<br />
of classic Arab paintings by Emil <strong>Vol</strong>kers and<br />
Julius Kossak .... The natural posture and crystal-clear,<br />
transparent dryness of Caesarea are<br />
just as successfully depicted, like the extremely<br />
feminine, maternal type of mare. The reproduction<br />
of the expression of her eyes, head profile,<br />
thin mane, shoulder and color is classically<br />
beautiful and genuine. " (Ernst Bilke)<br />
beeinflußt, Jadine ist bis heute noch aktiv im<br />
Haupt- und Landgestüt Marbach vertreten,<br />
und Winarsads Nachkommen waren vor allem<br />
im Gestüt Amun der Familie Steiner über<br />
die von Heiner Buschfort gezogene El Kantara<br />
zu Hause.<br />
Bleibt noch die letzte Sardine-Tochter: Seerösle<br />
(v. Koheilan IV). Ihre Tochter Jemen (v.<br />
Jasir) hatte über Jekah drei Enkelinnen, die<br />
jeweils eigene Familien gründeten: die drei<br />
Wisznu-Töchter Jadah, Jorcondah und Jeszikah.<br />
Von diesen hatte die von Gertraude<br />
Griesbach gezogene Jadah den geringsten<br />
Einfluß, ihre Familie umfasst nur etwa 85 Mitglieder,<br />
davon sind noch 37 im zuchtfähigen<br />
Alter. Die zweitgrößte Familie ist die der Jorcondah<br />
mit knapp 140 Mitgliedern (davon 34<br />
nach 2000 geboren). In dieser Gruppe finden<br />
wir Nachzuchten der Züchter Prehn und Rudolph.<br />
Die bedeutendste Gruppe aber ist die Familie<br />
der Jeszikah, die im Gestüt Saalegrund von<br />
Walter Koch gewirkt hat. Ihr haben wir beispielsweise<br />
Jassrah (v. Mansul) zu verdanken,<br />
Europa-Championesse im Schauring und mit<br />
16 lebenden Fohlen eine ungemein fruchtbare<br />
Mutterstute. Insgesamt gehören der Familie<br />
der Jeszikah knapp über 200 Mitglieder an,<br />
von denen noch 74 im zuchtfähigen Alter sind<br />
(Seerösle gesamt: 433/145).<br />
Die Sarolta-Unterfamilie<br />
Eine Sonderstellung nimmt die braune Stute<br />
Sarolta (Soliman / Saskia) *1934 ein, die in Privatbesitz<br />
gezüchtet wurde, aber „rein Weiler“<br />
Abstammung war. Sie verkörpert also einen<br />
Zweig, der bereits zu Weiler Zeit (also vor<br />
1932) sich in der Privatzucht etablierte und<br />
nie in Marbach war, denn Saroltas Mutter Saskia<br />
(v. Dynamit) wurde 1922 als Dreijährige an<br />
den „Grafen Spreti“ verkauft (vermutlich Rudolf<br />
Graf von Spreti (1883–1955), bayerischer<br />
Offizier, Reiter und Leiter des englischen<br />
<strong>Vol</strong>lblutgestüts Waldfried bei Frankfurt). Dieser<br />
hat sie vermutlich an Herrn von Lippa,<br />
Domänenpächter von Groß-Rosenburg bei<br />
Magdeburg verkauft, der 1925 in Weil bereits<br />
ihre Mutter Sarolta 1910 gekauft hatte. Dieser<br />
belegte Saskia dann mit dem Weiler Hengst<br />
Soliman, woraus die Stute Sarolta 1934 fiel.<br />
Diese wurde als „klein und zierlich, wie eine<br />
Beduinenstute“ beschrieben und erhielt in<br />
Frankfurt den Ib-Preis. Sarolta wechselte wiederum<br />
den Besitzer und wurde an Dr. Kurt<br />
Entress bei Stuttgart verkauft, der mit ihr und<br />
dem Hengst Jasir noch während des Krieges<br />
seine Stammstute Sabha 1945 züchtete. Sarolta<br />
selbst wurde später an den Fürsten zu<br />
Inn- und Knyphausen in Lütetsburg abgegeben,<br />
bei dem die Stute Salifah (v. Wisznu)<br />
1952 geboren wurde. Beide Stuten, Sabha<br />
(Entress) und Salifah (Knyphausen), gründeten<br />
ihren eigenen Familienzweig, wobei der<br />
Zweig der Sabha mit 77 weiblichen Nachkommen<br />
ein eher kleiner ist, von dem auch<br />
nur noch wenige Stuten (14) heute noch im<br />
zuchtaktiven Alter sind.<br />
Etwas anders sieht es mit Salifahs Zweig<br />
aus, der immerhin aus rund 250 weiblichen<br />
Nachkommen besteht. Die meisten<br />
Nachkommen sind derzeit im Gestüt Stöckle<br />
zu finden, wo sie mit modernem Schaublut<br />
angepaart werden. Es gibt aber auch viele<br />
Stuten, die bei kleinen Züchtern stehen.<br />
Rund 60 Stuten sind noch jünger als 21 Jahre<br />
und damit potentiell im zuchtfähigen Alter<br />
(Sarolta gesamt: 324/74).<br />
Nun sagt die „dünne“ Stutenlinie am unteren<br />
Ende des Pedigrees nicht viel über das Erscheinungsbild<br />
und die restliche Blutführung<br />
aus. Und wie man aus dieser Auflistung sieht,<br />
entstammen aus dieser Linie selten irgendwelche<br />
großen, berühmten Schaupferde, das<br />
eine oder andere Mal jedoch Leistungspferde<br />
und viele, viele Freizeitpferde. Diese wurden<br />
an Reiter verkauft und dadurch der Zucht<br />
„entzogen“, was zum Teil den heute herrschenden<br />
Hengstmangel innerhalb dieser<br />
Linien erklärt. <strong>Pferde</strong> mit einem relevanten<br />
Prozentsatz an „alt-deutschem Blut“ sind sehr<br />
selten geworden. Dennoch sollten wir dieses<br />
Stück deutscher Zuchtgeschichte nicht gänzlich<br />
aus den Augen verlieren, eine Zuchtgeschichte,<br />
an der so viele Züchter „mitgearbeitet“<br />
haben und ihr Herzblut daran verloren<br />
haben.<br />
Gudrun Waiditschka<br />
2001 erschien eine Neuauflage des Buches<br />
"Klassische Araber alter deutscher Blutlinien"<br />
der Interessensgemeinschaft IGMAL (IG<br />
Weil-Marbach - Achental - Lütesburg) . Diese<br />
2. Auflage ist stark erweitert, zum Stand<br />
2001 aktualisiert und durch einige Kapitel<br />
ergänzt worden. Auf 320 Seiten werden verschiedene<br />
Nachkriegszuchten und deren<br />
Stammpferde sowie bedeutende Zuchtstätten<br />
vorgestellt. Eine Liste der Gestüte und<br />
Deckhengste aus alten deutschen Blutlinien<br />
runden das Buch ab, sind aber natürlich<br />
heute nicht mehr aktuell.<br />
Das Buch ist in unserem Online-Shop zum<br />
Preis von 29,90 € erhältlich.<br />
www.in-the-focus.shop<br />
14<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
Murana I 1808 - via Saoud<br />
Winette (Wind / Jeanette) *1951 Mandana *1989, Züchter: Mundinger RT Wegas Impuls *2005, Züchter: Tiemann<br />
Zucht<br />
Winarsad (Wind / Dinarsad) *1949 Kaishana *1976, Züchter: Buschfort Amurath Koheilah *2001, Z: Zimmermann<br />
Hamdi (Halef / Jadine) *1955 Dschadaah *1973, Züchter: Marbach Dafina *2009, Züchter: Marbach<br />
Fotos: B. Finke (1), M. Groger (1), G. Waiditschka (6), Archiv (4), S. Hahn (1), privat (1)<br />
Jemen (Jasir / Seerösle) *1936 Jassrah *1981, Züchter: Koch EM Jaarenh *2018, Züchter: Wilfart<br />
Sarolta (Soliman / Saskia) *1934 Saiyana I *1998, Züchter: Wagner Amurath Shalina *2013, Züchter: Zimmermann<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
15
Stutenlinie Murana I 1808 - Jatta (stark verkürtzter Ausschnitt)<br />
Zucht<br />
12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21.<br />
12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21.<br />
Jatta 1933 (v. Jasir) Z: Marbach<br />
Jatta 1933 (v. Jasir) Z: Marbach<br />
Haita 1952 (v. Halef) Z: Marbach<br />
Haita 1952 (v. Halef) Z: Marbach<br />
Shari I (ex Saline) 1960 (v. Hadban Enzahi) Z: Marbach<br />
Shari I (ex Saline) 1960 (v. Hadban Enzahi) Z: Marbach<br />
Shaika 1968 (v. Wisznu) Z: Ismer<br />
Sharia 1970 (v. Ghazal) Z: Ismer<br />
Shalida 1972 (v. Shagar) Z: Ismer<br />
Rabdan Shayda 1976 (v. Ibn Ghazal) Z: Kersting<br />
Ikata Shala 1978 (v. Ibn Ghazal (Ikarus)) Z: Silken<br />
Rabdan Tashisi 1992 (v. Shahil) Z: Jung<br />
Bint Ikata 1994 (v. Ibn Halima) Z: Schniedermeier<br />
Alflaila Wa Leila Rabdan 1996 (v. Jolly Joker) Z: Jörg<br />
SH Iplata 2007 (v. Platin) Z: Schniedermeier<br />
Rabdan Khalida Bint Al Muttar 2000 (v. San Antonio Bey) Z: Jörg<br />
Melissa 1980 (v. Madkour I) Z: Ismer<br />
Estancia 1977 (v. Emin) Z: Ismer<br />
Mirza 1985 (v. Pasat) Z: Ismer<br />
Eshrah 1993 (v. Santhos) Z: Bär<br />
Pavia 1995 (v. Pawik) Z: Ismer<br />
EH Eshirah 2005 (v. Bey Shy) Z: Bär<br />
Panorama III 2000 (v. Penthagonn) Z: Ismer<br />
Eshmee EH 2009 (v. TM Lopez) Z: Bär<br />
IS Prophelia 2004 (v. Pamour) Z: Ismer<br />
Esther 1978 (v. Emin) Z: Ismer<br />
SH Ma Chere 2002 (v. Marwan I) Z: Seidel<br />
Esquela 1994 (v. Madkour I) Z: Ismer<br />
Maida 1982 (v. Borexpo) Z: Ismer<br />
Esquada 2001 (v. Cugant) Z: Ismer<br />
Machamee 1986 (v. Emin) Z: Ismer<br />
IS Esquina 2003 (v. Emrod) Z: Ismer<br />
Maruwie 1990 (v. Rumak) Z: Ismer<br />
IS Esquela 2004 (v. Pamour) Z: Ismer<br />
Sahila 2003 (v. Tahassoun Al Tajara) Z: Thielen & Sevens<br />
Estra 1979 (v. Emin) Z: Ismer<br />
Exessa 1983 (v. Emin) Z: Ismer<br />
Entisar 1996 (v. Rastan) Z: Güttig<br />
Egeria 1987 (v. RD Misha) Z: Ismer<br />
El Emniya M 2007 (v. Riad El Habib) Z: Güttig<br />
Sahra V 1994 (v. Siam) Z: Ismer<br />
Masra 1981 (v. Diem) Z: Ismer<br />
Shariha 2000 (v. Shaheer) Z: Ebentreich<br />
Madara 1986 (v. Pasat) Z: Ismer<br />
Elektra II 1995 (v. Siam) Z: Bockhop<br />
Mahara III 1992 (v. Potomac) Z: Mahlstedt<br />
Emniya 2003 (v. Nasim) Z: Niebuhr<br />
Mahana II 1997 (v. R.T. Royal Naggaf) Z: Mahlstedt<br />
Ephedra 2011 (v. Jascorial) Z: Krebs<br />
Mazzara 2011 (v. Allat Al Ganschow) Z: Schröter<br />
AB Esra 2017 (v. DF Kahil) Z: Krebs<br />
Djahmila 2002 (v. Gual Tarik) Z: Prast & Werner<br />
Ezsra 2005 (v. Nasim) Z: Niebuhr<br />
Matka 1990 (v. Rumak) Z: Ismer<br />
Esmee 2011 (v. Jascorial) Z: Niebuhr<br />
Souraya 1994 (v. Mashour) Z: Grotemeier & Guhl<br />
Enya Maria 2013 (v. El Mariachi) Z: Niebuhr<br />
Bint Saif 2004 (v. Siam) Z: Grotemeier & Guhl<br />
Elhame 2015 (v. IS Exxpu) Z: Niebuhr<br />
Shiwa 1972 (v. Ghazal) Z: Ismer<br />
Escapada 1990 (v. Penthagonn) Z: Ismer<br />
Estana II 1979 (v. Emin) Z: Ismer<br />
Eroica 1996 (v. Napoli) Z: Ismer<br />
Eilat 1985 (v. Madkour I) Z: Ismer<br />
Eloise von Osterbyholz 2004 (v. El Faatin) Z: Petrikat<br />
Escada 1993 (v. Mezalians) Z: Keller<br />
Enya 1999 (v. Garsal) Z: Ismer<br />
Estrosa 2001 (v. Enbary) Z: Reich<br />
IS Enyma 2006 (v. Madkours Impuls) Z: Ismer<br />
Mashoura 1981 (v. Madkour I) Z: Ismer<br />
IS Emma 2009 (v. Madkours Impuls) Z: Ismer<br />
Malacca 1987 (v. Rumak) Z: Ismer<br />
IS Equina 2011 (v. Gazwan Al Nasser) Z: Ismer<br />
Mamlaka 1993 (v. Mashour) Z: Mahlstedt<br />
IS Enyara 2014 (v. IS Exxpu) Z: Ismer<br />
TA Mashoura 2010 (v. Amurath Muntahi) Z: Alfs<br />
IS Escamia 2008 (v. Madkours Impuls) Z: Ismer<br />
Exotica 1993 (v. Czako) Z: Ismer<br />
Marashina 1994 (v. Potomac) Z: Mahlstedt<br />
Excelsia 1998 (v. Dorian) Z: Ismer<br />
Madita 2000 (v. Maisur) Z: Heitz<br />
Egeria Al Shama 2007 (v. El Aquinor) Z: Schillmann<br />
Mandala III 1995 (v. El Thay Shah Mabrouk) Z: Mahlstedt<br />
Exquita 1995 (v. Penthagonn) Z: Ismer<br />
Layla El Dahab 2010 (v. Passaic) Z: Ghribi<br />
IS Exelsia 2003 (v. Madkours Impuls) Z: Ismer<br />
Perugia II 2001 (v. Potomac) Z: Mahlstedt<br />
IS Exentrica 2007 (v. Saphir III) Z: Ismer<br />
IS Malaga 2003 (v. Emrod) Z: Ismer<br />
IS Examina 2013 (v. Abha Qatar) Z: Ismer<br />
IS Mashirh 2008 (v. Saphir III) Z: Ismer<br />
IS Expressa 2017 (v. Pallaton K) Z: Ismer<br />
IS Maluga 2009 (v. Altis) Z: Ismer<br />
IS Exados 2019 (v. Darshaan) Z: Ismer<br />
Mashiwa 1992 (v. Festiwal) Z: Ismer<br />
IS Ella Nora 2014 (v. El Mariachi) Z: Ismer<br />
Malaga II 2000 (v. Garsal) Z: Ismer<br />
IS Essencia 2019 (v. Poseidon OS) Z: Ismer<br />
Szar Szara Djoumanah 2009 (v. Szar Szara Cham Dell Lilla) Z: von Bodelschw<br />
IS Ella Donna 2020 (v. Poseidon OS) Z: Ismer<br />
Mignon 2001 (v. Siam) Z: Ismer<br />
IS Exara 2014 (v. SI Sidi Rayyan) Z: Ismer<br />
IS Masilah 2002 (v. Siam) Z: Ismer<br />
IS El Vitra 2015 (v. Borsalino K) Z: Ismer<br />
IS Masirah 2004 (v. Madkours Impuls) Z: Ismer<br />
IS Elly 2019 (v. Ascot DD) Z: Ismer<br />
IS Maccia 2008 (v. Madkours Impuls) Z: Ismer<br />
IS Elvira 2020 (v. Poseidon OS) Z: Ismer<br />
Mashique 1993 (v. El Thay Kayed) Z: Ismer<br />
IS Exposa 2017 (v. Poseidon OS) Z: Ismer<br />
Masi 1998 (v. Siam) Z: Ismer<br />
IS Excella 2005 (v. Madkours Impuls) Z: Ismer<br />
CB Madkours Impulsivia 2005 (v. Madkours Impuls) Z: Hartmann<br />
Exepta 1998 (v. Pepton) Z: Ismer<br />
CBJ Hisan Kalifa 2018 (v. Ibn Kubinec) Z: Hartmann<br />
Excellsia 2003 (v. Gaskonczyk) Z: Kleen<br />
CBJ Arabia 2006 (v. MIB Sandokan Ibn Abadan) Z: Hartmann<br />
Shaila 1969 (v. Ghazal) Z: Ismer<br />
CBJ Jameira 2009 (v. Ibn Padron) Z: Hartmann<br />
Nassina 1981 (v. Madkour I) Z: Ismer<br />
IS Malikah Al Jamal 2002 (v. Pamour) Z: Ismer<br />
Naadirah 1989 (v. Messaoud) Z: Blöchinger<br />
IS Maya 2003 (v. Pasat) Z: Ismer<br />
Nadija II 1999 (v. Al Adiyat Inshass) Z: Freundorfer<br />
IS Mashama 2004 (v. Pamour) Z: Ismer<br />
Nahla RCA 2004 (v. Abslut RCA) Z: Kolbeck<br />
IS Matrix 2011 (v. Gazwan Al Nasser) Z: Ismer<br />
Nima 2003 (v. Haleef) Z: Knöllinger<br />
IS Malinka 2013 (v. IS Exxpu) Z: Ismer<br />
Kilisha 1983 (v. Kilimandscharo) Z: Ismer<br />
IS Mashara 2014 (v. Saphir III) Z: Ismer<br />
Kora III 1990 (v. Wingolf I) Z: Schrader<br />
IS Masida 2015 (v. SI Sidi Rayyan) Z: Ismer<br />
Bakkara Bint Kora 2005 (v. Bou Al Baroud) Z: Zechmann<br />
IS Marinella 2019 (v. Pallaton K) Z: Ismer<br />
Baba Yaga Bint Kora 2006 (v. Bou Al Baroud) Z: Zechmann<br />
IS Masca 2018 (v. Ascot DD) Z: Ismer<br />
FS Kamala 2008 (v. Oribrouk) Z: Schneider<br />
IS Maparyna 2019 (v. Parys K) Z: Ismer<br />
Kadija 2008 (v. Oribrouk) Z: Schneider<br />
IS Mashah 2008 (v. Saphir III) Z: Ismer<br />
Kamena 1991 (v. Masir) Z: Schrader<br />
IS Mashari 2010 (v. Pamour) Z: Ismer<br />
Khalisah 2003 (v. Iman Galal) Z: Geiser<br />
Mata Hari 2001 (v. Senador) Z: Ismer<br />
Shewala 1990 (v. Festiwal) Z: Ismer<br />
IS Masaphi 2007 (v. Saphir III) Z: Ismer<br />
Sheba V 1996 (v. Amon-Ra) Z: Ismer<br />
IS Malique 2010 (v. Saphir III) Z: Ismer<br />
IS Sherda 2003 (v. Pasat) Z: Ismer<br />
Ma Chere 1983 (v. Madkour I) Z: Ismer<br />
IS Sheya 2003 (v. Madkours Impuls) Z: Ismer<br />
Ma Belle 2000 (v. Garsal) Z: Ismer<br />
IS Sheyka 2009 (v. IS Orlow) Z: Ismer<br />
Sala 1976 (v. Diem) Z: Ismer<br />
IS Shantal 2013 (v. IS Exxpu) Z: Ismer<br />
Salina 1986 (v. Pasat) Z: Ismer<br />
IS Siena 2017 (v. Amaah El Chamsin) Z: Ismer<br />
Salitra 1991 (v. Galas) Z: Ismer<br />
IS Seina 2020 (v. Poseidon OS) Z: Ismer<br />
MIB Salisha 1998 (v. Naborscik) Z: Buchtmann<br />
Sharia 1970 (v. Ghazal) Z: Ismer<br />
MIB Anastacia 2003 (v. Nowie) Z: Buchtmann<br />
Rabdan Shayda 1976 (v. Ibn Ghazal) Z: Kersting<br />
MIB Kidara 2005 (v. Khidar) Z: Buchtmann<br />
Rabdan Shiwa 1991 (v. Shahil) Z: Jung<br />
MIB Karina 2015 (v. MIB Sandokan Ibn Abadan) Z: Buchtmann<br />
Rabdan Amuna 1997 (v. Munim Ibn Saddam) Z: Mannseicher<br />
MIB Kassada 2020 (v. IS Exxpu) Z: Buchtmann<br />
Rabdan Amira 2000 (v. Madallan-Madheen) Z: Mannseicher<br />
Shabanija 2018 (v. Jenisseij) Z: Hoche<br />
Rabdan Choussouf El Gmeira 2004 (v. Madallan-Madheen) Z: Mannseicher<br />
MIB Salina 2007 (v. AJA Shakakhan) Z: Buchtmann<br />
Rabdan Rashida 2017 (v. Al Kharim Al Azim) Z: Tiletzke<br />
MIB Selina 2016 (v. IS Peak) Z: Buchtmann<br />
16<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
Stutenlinie Murana I 1808 - Jatta (stark verkürtzter Ausschnitt)<br />
12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21.<br />
Jatta 1933 (v. Jasir) Z: Marbach<br />
Haita 1952 (v. Halef) Z: Marbach<br />
Shari I (ex Saline) 1960 (v. Hadban Enzahi) Z: Marbach<br />
Sala 1976 (v. Diem) Z: Ismer<br />
Savanna 1992 (v. Penthagonn) Z: Ismer<br />
Saquena 2001 (v. Cugant) Z: Ismer<br />
IS Sahiba 2005 (v. Madkours Impuls) Z: Ismer<br />
Salvia II 1997 (v. Pawik) Z: Ismer<br />
Silvya 2001 (v. Cugant) Z: Ismer<br />
Shiri 1978 (v. Emin) Z: Ismer<br />
Shidari 1987 (v. Madkour I) Z: Ismer<br />
Shirana II 1991 (v. R.T. Royal Naggaf) Z: Hospowsky<br />
IH Spirit of Arabie 2005 (v. Kyros) Z: Ebel<br />
IH Sweet Angel of Mashhar 2010 (v. Al Mashhar Al Azim) Z: Ebel<br />
Schabaka 1967 (v. Hadban Enzahi) Z: Marbach<br />
Shalam 1976 (v. Gharib) Z: Marbach<br />
Shahila III 1984 (v. Moneef) Z: Vetter<br />
Sita 2003 (v. Saladin) Z: Kraft<br />
Salima 1977 (v. Mehanna) Z: Marbach<br />
Schiwa 1985 (v. Gharib) Z: Einsiedler<br />
Diar El Sherifeh 1997 (v. Janbu) Z: Scheibe<br />
Diar El Shannon 2005 (v. Magnum El Assuad) Z: Scheibe<br />
Shirin min algharib 2018 (v. Al Kharim Al Azim) Z: Rollbühler<br />
Diar El Shirima 2008 (v. Shahin Ibn Naskhi) Z: Scheibe<br />
Shalina 2000 (v. Dabrock Gilf Kebir) Z: Pöhlmann<br />
Hathor 1955 (v. Halef) Z: Marbach<br />
Shari 1961 (v. Hadban Enzahi) Z: Marbach<br />
Hadassa 1977 (v. Nabil) Z: Schröder<br />
Nazeera 1984 (v. Nabil) Z: Zimmermann<br />
Sari Bint Saddam 1989 (v. Saddam) Z: Zimmermann<br />
Soraya V 1993 (v. Kemahal) Z: Aliprandi<br />
Samaya Bint Insh Allah 2008 (v. Insh Allah) Z: Schwab<br />
Scharaya 1969 (v. Hadban Enzahi) Z: Marbach<br />
Shumaisa 1979 (v. Gharib) Z: Marbach<br />
Salwa III 1988 (v. Kasr El Nil) Z: Dörflinger<br />
Suhad 1992 (v. Minsk PK) Z: Dörflinger<br />
Barracuda 1999 (v. Barour de Cardonne) Z: Dörflinger<br />
Boogie Woogie 2007 (v. Jaman) Z: Dörflinger<br />
Peggy Sue 2009 (v. Prince d'Orient) Z: Dörflinger<br />
Maiolica 2011 (v. Marvin El Samawi) Z: Dörflinger<br />
Samarra 2004 (v. Barour de Cardonne) Z: Dörflinger<br />
Song of Joy 2007 (v. Jaman) Z: Dörflinger<br />
Tari Noir 1996 (v. Taladinn) Z: Dörflinger<br />
Farah Noir 2000 (v. El Sahir) Z: Kiebler<br />
MA Farida 2003 (v. Monteen) Z: Waizenegger<br />
MA Fari 2005 (v. Monteen) Z: Waizenegger<br />
Farahs Farida 2007 (v. Sheik Mandu) Z: Messerschmidt<br />
Mandus Black Jewel 2009 (v. Sheik Mandu) Z: Messerschmidt<br />
Mandus Black Farida 2012 (v. Sheik Mandu) Z: Messerschmidt<br />
Blue Tirana 2001 (v. Nahrouf) Z: Kiebler<br />
Blue Talin 2002 (v. Bouznika) Z: Kiebler<br />
Vashara Chira 2015 (v. Vashara Chamal) Z: Franz<br />
EM Karimah bint Talin 2020 (v. Karim Al Mansur) Z: Wilfart<br />
Blue Tinea 2003 (v. The Verdict HG) Z: Kiebler<br />
Blue Tineah 2004 (v. The Verdict HG) Z: Kiebler<br />
GS Bint Al Marah 2008 (v. Estopal Estopa) Z: Markert-Baeumer<br />
GS Bonita Estopa 2009 (v. Estopal Estopa) Z: Markert-Baeumer<br />
GS Baghira 2013 (v. Kalif OS) Z: Markert-Baeumer<br />
GS Bahrani 2014 (v. Kalif OS) Z: Markert-Baeumer<br />
Sina II 1997 (v. El Sahir) Z: Kiebler<br />
Shari von Croneck 2002 (v. Salomon) Z: von Croneck<br />
GM Sira 2004 (v. El Sareei Ali Baba) Z: Mösle<br />
Minou Noir 1999 (v. Waseem Mouraad) Z: Kiebler<br />
Asala Nadeeshah 2004 (v. El Kajahn) Z: Lux<br />
Asala Naemah 2006 (v. El Kajahn) Z: Lux<br />
Asala Neshima 2008 (v. El Kajahn) Z: Lux<br />
Asala Nesreen 2011 (v. El Kajahn) Z: Lux<br />
EA Najallah 2015 (v. Ashhal El Chamsin) Z: Hemme<br />
EA Nadeema 2017 (v. Ashhal El Chamsin) Z: Hemme<br />
Sumaya 1992 (v. Minsk PK) Z: Dörflinger<br />
Bahiega 2001 (v. Barour de Cardonne) Z: Dörflinger<br />
Jallah 1 2007 (v. Jaman) Z: Dörflinger<br />
Petit Fleur 2009 (v. Prince d'Orient) Z: Dörflinger<br />
Marie Lou 2011 (v. Marvin El Samawi) Z: Dörflinger<br />
Foxy Bint Muraad 1996 (v. Waseem Mouraad) Z: Berz<br />
Fasaya Bint Narouf 2001 (v. Narouf) Z: Waizenegger<br />
MA Fallaha 2003 (v. Monteen) Z: Waizenegger<br />
Cassandra 2000 (v. Colorado Ibn Mouraad) Z: Berz<br />
Hajar 1956 (v. Halef) Z: Marbach<br />
Sethnacht 1964 (v. Hadban Enzahi) Z: Marbach<br />
Senitza 1969 (v. Hadban Enzahi) Z: Marbach<br />
Samia II (Sunnita) 1982 (v. Saher) Z: Marbach<br />
Samari 1992 (v. Muammar) Z: Marbach<br />
Samina 2003 (v. Deria) Z: Dott<br />
Sara Bint Samari 2014 (v. Mirage) Z: Dott<br />
Schaibara 1997 (v. Pamir I) Z: Marbach<br />
Amurath Shakira 2011 (v. Monther Al Nasser) Z: Zimmermann<br />
Amurath Sejah 2012 (v. Juwel OS) Z: Zimmermann<br />
Amurath Shahra 2003 (v. Deria) Z: Zimmermann<br />
Saghire 1989 (v. Mohssen) Z: Baumann<br />
Seirdre 2003 (v. Mahtab II) Z: Jacobi<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
17<br />
12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21.<br />
Jatta 1933 (v. Jasir) Z: Marbach<br />
Hajar 1956 (v. Halef) Z: Marbach<br />
Sethnacht 1964 (v. Hadban Enzahi) Z: Marbach<br />
Samia 1971 (v. Gharib) Z: Marbach<br />
Salima 1976 (v. Sharif) Z: Scheidel<br />
Sulaika 1980 (v. Shalom) Z: Beeker<br />
Sabha 1985 (v. Kar Ibn Ibn Galal) Z: Klein<br />
CB Shaakira 2006 (v. El Thay Medaji) Z: Behrens<br />
Seja 1974 (v. Hadban Enzahi) Z: Marbach<br />
Siena El Shaklan 1983 (v. El Shaklan) Z: Mundinger<br />
Kassia 1998 (v. Koronec) Z: Stöckle<br />
Kassaica 2006 (v. Meness) Z: Sax<br />
Shatamani 2000 (v. Bey Shy) Z: Stöckle<br />
Sheenah 2003 (v. MY Desperado) Z: Stöckle<br />
GM Shatamani 2007 (v. Kaseem) Z: Stöckle<br />
GM Viresha 2008 (v. Vergil) Z: Stöckle<br />
FS Miranda 2015 (v. AJ Mardan) Z: Spönle<br />
GM Samirah 2009 (v. Vergil) Z: Stöckle<br />
Wingsenah 1984 (v. Wingolf I) Z: Stockmann<br />
Winopa 1989 (v. Opal) Z: Klages<br />
Mouhannas'Shera 1994 (v. El Thay Halim) Z: Schmauch<br />
MA Shiwa Bint Shera 2003 (v. CM Mouray) Z: Schiller<br />
MA Shayana Bint Shiwa 2009 (v. Mouhannas May Son) Z: Schiller<br />
MA Shahreema 2007 (v. CM Mouray) Z: Schiller<br />
Waseemah El Qahira 1994 (v. Jaban Al Amar) Z: Helms<br />
Wadahnah El Qahira 2003 (v. Attalah II) Z: Helms<br />
Saragat 1966 (v. Ghazal) Z: Marbach<br />
Sirikit 1973 (v. Gharib) Z: von Kameke<br />
Sakkara 1979 (v. Dämon) Z: von Kameke<br />
Sandy 1987 (v. Farouss) Z: Staack<br />
Suleika XVII 1994 (v. Nahaman) Z: Staack<br />
NA Sanssouci 2001 (v. Naasik) Z: Mahlke<br />
Shani 2005 (v. Madallan-Madheen) Z: Staack<br />
Souhayla 1983 (v. Souhayl) Z: von Kameke<br />
Skala 1989 (v. Farouss) Z: von Kameke<br />
Shiva II 1993 (v. Dämon) Z: von Kameke<br />
Shila 1997 (v. Solanum) Z: von Kameke<br />
SSF Jahila 2000 (v. Warnow) Z: Freuer<br />
SSF Spirit of Emotion 2003 (v. Warnow) Z: Freuer<br />
Hadaja 1986 (v. Harik) Z: Weixelbaum<br />
Hedja II 1991 (v. Motassem) Z: Hoyer<br />
Ibn Padrons Halima 1999 (v. Ibn Padron) Z: Hartmann<br />
Kandhira by Marahepa 2005 (v. Karasay) Z: Hartmann<br />
CBJ Kherima 2006 (v. Karasay) Z: Hartmann<br />
Empyria by Marahepa 2004 (v. Salih) Z: Hartmann<br />
Hamzah 1989 (v. Harik) Z: Weixelbaum<br />
Hamra Azali 1993 (v. Alidaar) Z: Weixelbaum<br />
El Qahiras Laluna 1999 (v. Kataeb) Z: Averhoff-Howe<br />
Kadhira 2010 (v. Sheikh Zanduqchan) Z: Fischer<br />
Hamra Neschla 1991 (v. Neshan) Z: Weixelbaum<br />
Rajah II 1997 (v. Rodan El Pharo) Z: Klepp<br />
GM Shima 2002 (v. Madallan-Madheen) Z: Gleixner<br />
GM Cora Rafala 2004 (v. Montasar) Z: Gleixner<br />
GM Luna 2005 (v. Davidoff) Z: Gleixner<br />
Hamra Hanifa 1993 (v. Harik) Z: Weixelbaum<br />
Hanita 2000 (v. Padisha) Z: Jachthuber<br />
Shams (1967 (v. Hadban Enzahi) Z: Marbach<br />
Sharja 1973 (v. Saher) Z: Marbach<br />
Sharjgha 1980 (v. Gharib) Z: ??<br />
Dasha III 1989 (v. Maroof) Z: Preuß<br />
AK Dschadaah 1996 (v. Ghadir Ibn Sasan) Z: Katz<br />
Nadira Al Julimah 2002 (v. Nahbir El Chamsin) Z: Voß<br />
Naylani Bint Ghabri Shamal 2011 (v. Ghabri Shamal) Z: Nowack<br />
Dafina Al Julimah 2005 (v. Gazin Al Julimah) Z: Voß<br />
Shahra 1974 (v. Hadban Enzahi) Z: Marbach<br />
Sheykhah Bint Shahra 1998 (v. Pamir I) Z: Marbach<br />
Shakhyra 2005 (v. Zareks) Z: Marbach<br />
Shekari II 2006 (v. Nastaran) Z: Marbach<br />
Shaleen Bint Shekari 2013 (v. Musab) Z: Bauer<br />
Sahada 2008 (v. Insh Allah) Z: Marbach<br />
WM Shareedah Ummahat 2018 (v. WM Safi) Z: Marbach<br />
Fortsetzung auf S. 18<br />
Bei diesem stark verkürzten Ausschnitt aus der<br />
Stutenlinie Murana I 1808 wurden nur <strong>Pferde</strong><br />
berücksichtigt, deren Linien bis in die Gegenwart<br />
reichen, d.h. die weibliche Nachkommen haben,<br />
die im Jahr 2000 oder später geboren wurden.<br />
Die gesamte Linie nach Jatta beinhaltet (derzeit)<br />
667 weibliche Nachkommen, aufgeführt sind nur<br />
371, wovon 223 nach 2000 geboren wurden.<br />
Zucht
Damline Murana I 1808<br />
They bloom in secret<br />
Zucht<br />
Adria (v. Ahmet), Partbred, and Dinarsad (Dynamit / Doris) *19<strong>28</strong> at pasture at the State Stud Marbach.<br />
Adria (v. Ahmet), Araberrasse, und Dinarsad (Dynamit / Doris) *19<strong>28</strong> auf der Weide im Haupt- und Landgestüt Marbach.<br />
If there is a “German” damline among the<br />
purebred Arabians, it is that of Murana I<br />
Or.Ar. 1808. No other line has shaped German<br />
breeding so much and is so widespread<br />
in Germany with around 5000 descendants.<br />
At the beginning of the 19th century, Baron von Fechtig had the business<br />
idea of bringing Arabian horses from the Orient to Europe<br />
at his own expense and risk, and selling them here at a profit. To<br />
do this, he initially travelled to Cairo himself to select the horses, but from<br />
1815 onwards the baron used a veterinarian as a middleman who had<br />
come to Egypt with the French army under Napoleon, and who stayed<br />
in the Orient after the latter withdrew. This Frenchman then travelled at<br />
the behest of Fechtig "from Aleppo and Damascus into the interior of the<br />
countries inhabited by Arab tribes in order to purchase pure Arabian stallions<br />
and mares, of which the first transport arrived in 1816." Murana I<br />
Or.Ar., born 1808, was in this first transport directly from Syria. She was a<br />
dappled grey, "noble, strong and regularly built, had a beautiful, strong<br />
foundation, excellent rear with excellent hocks." Surprisingly, no painting<br />
or lithograph was made of her, so this description is the only indication<br />
of her quality. The strain of this mare is also unknown, but recent genetic<br />
studies have shown that her female offspring in direct line have the same<br />
mt-DNA markers as those of the mare Gazella Or.Ar., which was imported<br />
from Syria to Poland in 1845 - from her we know the strain: Koheil<br />
Adjouze!<br />
Damline Murana I - subfamily Sahmet<br />
12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21.<br />
Jatta 1933 (v. Jasir) Z: Marbach<br />
Mit rot sind "asile" Blutlinien<br />
gekennzeichnet.<br />
Sahmet 1957 (v. Hadban Enzahi) Z: Marbach<br />
Sandara 1976 (v. Gharib) Z: Marbach<br />
Sadana 1983 (v. Saher) Z: Marbach<br />
Sachida 1988 (v. Nasrodin) Z: Marbach<br />
Sarina 1993 (v. Nami) Z: Marbach<br />
Saabirah 1999 (v. Pamir I) Z: Marbach<br />
Shabnam 2005 (v. Zareks) Z: Marbach<br />
Samira 2006 (v. Nastaran) Z: Marbach<br />
Sama 2009 (v. Nastaran) Z: Marbach<br />
WM Samoura 2013 (v. Madkours Impuls) Z: Marbach<br />
WM Sila 2020 (v. WM Nafis) Z: Marbach<br />
WM Shaqi <strong>2021</strong> (v. Mosri Al Dahab) Z: Marbach<br />
WM Sababa 2018 (v. Naoufil) Z: Marbach<br />
WM Safoura 2019 (v. Naoufil) Z: Marbach<br />
Sarona 2000 (v. R.T. Royal Naggaf) Z: Marbach<br />
Shafali 2001 (v. Dschehim) Z: Marbach<br />
Shafila 2011 (v. Amurath Muntahi) Z: Marbach<br />
WM Shalea <strong>2021</strong> (v. Mosri Al Dahab) Z: Marbach<br />
Sevinc 2003 (v. Dschehim) Z: Marbach<br />
Sabiha II 2004 (v. NK Bolbol) Z: Marbach<br />
Sangule 2005 (v. Nahdmi) Z: Marbach<br />
WM Sadije 2018 (v. Musab) Z: Marbach<br />
Sarafine 2007 (v. Insh Allah) Z: Marbach<br />
WM Salaamah 2015 (v. KP Maryoom) Z: Marbach<br />
WM Sasusah 2018 (v. Musab) Z: Marbach<br />
Saadawi 1995 (v. Nami) Z: Marbach<br />
WM Saziye 2013 (v. KP Maryoom) Z: Marbach<br />
WM Sahaabah 2013 (v. KP Maryoom) Z: Marbach<br />
WM Safaa 2020 (v. Naoufil) Z: Marbach<br />
WM Sahiba 2015 (v. KP Maryoom) Z: Marbach<br />
Susah 2000 (v. R.T. Royal Naggaf) Z: Marbach<br />
Sabola 2004 (v. NK Bolbol) Z: Marbach<br />
Souha 1995 (v. Nami) Z: Marbach<br />
Shima 2002 (v. Dschehim) Z: Marbach<br />
Souda 2006 (v. Dschehim) Z: Marbach<br />
Sabiba 2000 (v. R.T. Royal Naggaf) Z: Marbach<br />
Shadi 2007 (v. Dschehim) Z: Marbach<br />
Sameha 2009 (v. Dschehim) Z: Marbach<br />
EM Samikah al Safinat 2018 (v. Karim Al Mansur) Z: Wilfart<br />
Sesal 1990 (v. Penthagonn) Z: Marbach<br />
Sumaya 2003 (v. Amurath Muntahi) Z: Marbach<br />
Saima 2012 (v. Al Najma Ovid) Z: Marbach<br />
WM Seval 2013 (v. Madkours Impuls) Z: Marbach<br />
Suhaila 1995 (v. Motassem) Z: Marbach<br />
Shabakka 2008 (v. Nahdmi) Z: Bauer<br />
18<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
Doris (Dardziling / Sardine) * 1916 was sold in<br />
1922 to Fr. [Company] Rauth in Berlin, bought<br />
back in 1925 from the bankruptcy estate. She<br />
had a total of 6 foals, three of which were bred<br />
before she was given away for skeletonization<br />
in 1937 due to sterility.<br />
Doris (Dardziling / Sardine) *1916 wurde<br />
1922 an die Fr. [Firma] Rauth in Berlin verkauft,<br />
1925 aus der Konkursmasse zurückgekauft.<br />
Sie hatte insgesamt 6 Fohlen, von<br />
denen drei in die Zucht gingen, bevor sie<br />
1937 wegen Unfruchtbarkeit zur Skelettierung<br />
abgegeben wurde.<br />
The Damline in Numbers<br />
In the following, an attempt was made to give<br />
an overview of the Murana I damline. The VZAP<br />
database was the primary source. Of each<br />
mare, her daughters and granddaughters, etc.,<br />
were listed. The result was a damline with 2554<br />
female offspring (around 5000 horses if you<br />
include the colts), in Germany alone. Where<br />
horses were sold abroad, they were not pursued<br />
further. Of these approx. 2500 mares, 684 are<br />
still of breeding age (i.e. born after 2000), this is<br />
about a quarter. At first glance, that looks like a<br />
lot, but if you consider that there were only 37<br />
foals born in 2017 from mares of this damline<br />
(i.e. the year I examined the whole foal crop of<br />
Germany, see AP 4/2018), these numbers are<br />
put into perspective: It means that from over<br />
600 Murana-I-mares only 37 foals were born,<br />
i.e. only around 5% of the mares were used for<br />
breeding purposes.<br />
The sizes of the individual families are given<br />
below in the article. For this purpose, the total<br />
number of the family's offspring was put in relation<br />
to the number of mares that are still potentially<br />
active in breeding today. For the entire<br />
Murana I damline, the ratio would therefore be<br />
(2554/684). These numbers can change (slightly)<br />
when further databases are included. For the<br />
entire damline, the number of pages would be<br />
beyond the scope of this magazine, therefore it<br />
can be found online at the website “Project old<br />
German lines” www.in-the-focus.de/alte-linien<br />
The following double page only shows a small<br />
section of approx. 330 mares.<br />
The Saida Family<br />
Let's come back to Murana I, which came to the<br />
Weil stud in 1816, where she had 8 foals before<br />
she died in 1825. Three daughters became<br />
broodmares. The damline flourished in the time<br />
of King Wilhelm I, and when he died, 7 of 43<br />
broodmares of his own breeding belonged to<br />
the Murana I line, the others were divided into<br />
6 other damlines, all of which have since died<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
out. When the king died, the stud was reduced<br />
in numbers, and so it happened that in the late<br />
19th century only the mare Sabal 1872 (Seglavi<br />
/ Hamma II) was left of the Murana I line.<br />
Luckily Sabal was very fertile and among her<br />
16 foals she also left two full sisters Saida 1884<br />
and Saoud 1885 (by Djerid) who were used for<br />
breeding in Weil and who carried the line into<br />
the future.<br />
When the Royal Private Stud in Weil was dissolved<br />
in 1932 and the breeding stock was transferred<br />
to the State Stud Marbach, all the mares<br />
that were taken over belonged to the Murana I<br />
line. Two mares belonged to the Saida family:<br />
Soldateska and her daughter Subeida, but the<br />
latter had no influence on the breeding and was<br />
sold, the rest belonged to the Saoud family: four<br />
daughters of Sardine: Sardoina, Seerösle, Carmen<br />
- with her daughter Caesarea - and Doris<br />
with her daughter Dinarsad. Kassandra (a Carmen<br />
granddaughter), whose lineage included<br />
the Turkmen stallion Djeiran, was eliminated<br />
from breeding with her offspring in the following<br />
years.<br />
Soldateska (Souakim db / Sylphide I) *1911, had<br />
to be handed over to the army administration<br />
at the age of four and served in the army until<br />
after the First World War. Then she was bought<br />
back by Weil and used as a broodmare. She was<br />
among the mares that Marbach took over in<br />
1932. As a broodmare she brought a total of 10<br />
foals and in 1935 she was given to the Hohenheim<br />
Agricultural University for “skeletonizing”<br />
due to her age. Her last daughter Jatta (by Jasir)<br />
born in 1933, was a stroke of luck for Marbach,<br />
as she left four important daughters behind: the<br />
three Halef daughters Haita, Hathor and Hajar,<br />
as well as the unforgettable Sahmet, the last<br />
child of Jatta and the first of Hadban Enzahi.<br />
The Polish stallion Halef left a total of 7 daughters<br />
for the stud who were added to the broodmare<br />
band in Marbach. They held a special<br />
position because they were characterized by a<br />
high degree of fertility, a circumstance that was<br />
19<br />
able to compensate for the losses of the war<br />
and post-war years.<br />
Jatta and her daughters<br />
One of the most important families was founded<br />
by Jatta's granddaughter Shari I (Hadban<br />
Enzahi / Haita) *1960, bred by Marbach, who<br />
was sold to the Ismer Stud in 1965 and was able<br />
to develop here a strong family. She gave birth<br />
to a total of 11 foals, 8 of them fillies, all of which<br />
were used as broodmares in the stud and which<br />
were also characterized by high fertility and<br />
longevity. The Shari-I-daughter Shaika (by Wisznu)<br />
is now mainly represented at Ismer Stud<br />
through her daughter Exessa (by Emin) *1983.<br />
Together with her descendants, she embodies<br />
more of a Polish type. The Shari-I-daughter<br />
Shiwa (by Ghazal) gave birth to the important<br />
full siblings Mashour, Mashoura, Madour and<br />
Ma Chere - all from Madkour I - who shaped the<br />
show ring in the 1980s and attracted attention<br />
because of their early “greying”. Overall, this<br />
group is more Egyptian-looking. The Mashoura<br />
subfamily in particular is still looked after<br />
at the Ismer Stud today. Of the now more than<br />
300 female descendants of the Shari-I-family,<br />
well over half came from the Ismer Stud. Since<br />
around a third are still of breeding age today,<br />
Shari I is one of the most active Murana I subfamilies<br />
(321/108).<br />
Hathor was a full sister to Haita and she also<br />
brought a filly by Hadban Enzahi, who was named<br />
Shari, but was born in 1961. She had little<br />
influence on breeding and should therefore not<br />
be confused with Shari I *1960. On the other<br />
hand, her full sister, Scharaya, who was born in<br />
1969, spread into private breeding, and it looks<br />
optimistic for this branch because of the 104 female<br />
offspring from the Hathor line, a third was<br />
born after 2000 (104/36).<br />
Hajar, the third full sister, spread through four<br />
of her daughters: Sethnacht, Saragat, Shams<br />
and Shahra. The best known here is probably<br />
the mare Seja (Hadban Enzahi / Sethnacht),<br />
who made a name for herself as race winner in<br />
the up-and-coming racing scene that started in<br />
the 1970s and she soon graced the DRAV (German<br />
Racing Association for Purebred Arabians)<br />
logo. She was owned by the Mundinger family<br />
and was mated with El Shaklan. A total of almost<br />
40 mares of breeding age (out of a total<br />
Zucht
Soldateska (Souakim db / Sylphide I) *1911<br />
proved her worth under saddle during her army<br />
service in World War I. After the war, she came<br />
back to the stud and gave birth to 10 foals.<br />
Soldateska (Souakim Or.Ar. / Sylphide I) *1911<br />
bewies ihren Wert als Reitpferd im Heeresdienst<br />
während des Ersten Weltkriegs. Nach<br />
dem Krieg kam sie zurück ins Gestüt und<br />
brachte 10 Fohlen.<br />
Zucht<br />
of 150) are currently traced back to the Hajar<br />
family (150/38).<br />
The last Jatta daughter, Sahmet by Hadban Enzahi,<br />
was immortalized by Ursula Guttmann's<br />
photographs and was for a long time considered<br />
the epitome of an Arabian mare. But while<br />
other mares from this branch produced numerous<br />
fillies, Sahmet was a dam of stallions who,<br />
after two fillies at the beginning of her breeding<br />
career (which were sold), produced nine colts<br />
in a row until the long-awaited filly was born<br />
in 1976: Sandara (by Gharib), her last foal. Today,<br />
the two families from Weil, Saida (via the<br />
Jatta daughters Hajar and Sahmet) and Saoud<br />
(via the Dinarsad granddaughter Hamdi, see<br />
pictures) are maintained in Marbach. Saida is<br />
currently represented by five broodmares via<br />
Sahmet and one mare via Hajar. Three broodmares<br />
from the Sahmet family are additionally<br />
classified as "asil" (marked in red in the<br />
damline). Outside of Marbach, Sahmet's family<br />
could barely gain a foothold and so the relatively<br />
high number of mares born after 2000 is<br />
misleading about the actual number of mares<br />
of this branch (59/35).<br />
The Saoud Family<br />
Let's go back to Saoud, born 1885, who lived<br />
on in two daughters: Savona and Sakuntala,<br />
both by Amurath 1881. The older of the<br />
two full sisters, Savona, had three daughters<br />
by Souakim, the last "original Arabian" who<br />
came to Weil. Of these daughters, only the oldest,<br />
Sardine *1908, gained importance. She<br />
greatly influenced German breeding through<br />
her daughters Carmen, Doris and Seerösle.<br />
Let's start with Carmen - her daughter Caesarea<br />
was sired by Koheilan IV *1904, who was<br />
born in the Hungarian State Stud Báblolna<br />
and descended from the sireline Koheilan Adjouze<br />
(see AP 1/21). He came to Weil for four<br />
years in exchange with another stallion, and<br />
left three broodmares behind. Ernst Bilke wrote<br />
about Caesarea: “The value of Caesarea for<br />
purebred Arabian breeding in Germany lies<br />
in heredity, continued fertility and longevity.<br />
If the mare had done nothing more than the<br />
delivery of the two outstanding daughters<br />
Isabella, Jacaranda and granddaughter Isa,<br />
then she would have historical stud value<br />
for that alone.” However, the influence of her<br />
daughter Isabella was not all that historical.<br />
Although she emerged as the champion mare<br />
on the occasion of the first Arabian horse<br />
show in Frankfurt in 1949, she did not leave<br />
much behind in terms of breeding – her above<br />
mentioned daughter Isa was by Ahmet,<br />
who was later deleted from the purebred Arabian<br />
studbook with all offspring. Unlike her,<br />
Jacaranda by Jasir left a family with around<br />
220 members, of which more than 40 are of<br />
breeding age (223/46).<br />
Carmen's full sister Doris and her daughter Dinarsad<br />
had a far greater influence, because<br />
their family consists of more than 800 members.<br />
This happened primarily through the<br />
three Dinarsad daughters Jeanette (320/66),<br />
Jadine (202/64) and Winarsad (296/64). The<br />
descendants of Jeanette, for example, influenced<br />
the breeding programs of Tiemann and von<br />
Kameke, Jadine is still actively represented at<br />
the State Stud Marbach to this day, and Winarsad's<br />
descendants were mainly at home in the<br />
Steiner family's Amun stud through El Kantara,<br />
bred by Heiner Buschfort.<br />
The last Sardine daughter remains Seerösle<br />
(by Koheilan IV). Her daughter Jemen (by Jasir)<br />
had - through Jekah - three granddaughters,<br />
each of whom started her own family: These<br />
were the three Wisznu daughters Jadah, Jorcondah<br />
and Jeszikah. Of these, Jadah, bred by<br />
Gertraude Griesbach, had the least influence,<br />
her family only includes about 85 members, of<br />
which 37 are still of breeding age. The second<br />
largest family is that of the Jorcondah with just<br />
under 140 members (34 of whom were born after<br />
2000). In this group we find offspring of the<br />
breeders Prehn and Rudolph.<br />
The most important group, however, is the<br />
Jeszikah family, who was developed at Walter<br />
Koch's Saalegrund stud. We owe to her, for example,<br />
Jassrah (by Mansul), European champion<br />
mare in the showring and, with 16 live foals,<br />
an extremely fertile broodmare. The Jeszikah<br />
family has a total of just over 200 members, 74<br />
of whom are still of breeding age (total Seerösle:<br />
433/145).<br />
The Sarolta subfamily<br />
The bay mare Sarolta (Soliman / Saskia) *1934,<br />
which was privately bred but was of "purely<br />
Weil" descent, occupies a special position. She<br />
embodies a branch that was already established<br />
in private breeding at the time, Weil still<br />
exists (i.e. before 1932) and was never in Marbach,<br />
because Sarolta's dam Saskia (by Dynamit)<br />
was sold to a "Count Spreti" in 1922 at the<br />
age of three. He presumably sold her on to Mr.<br />
von Lippa near Magdeburg, who had already<br />
bought her mother Sarolta *1910 in Weil. Saskia<br />
then was mated with the Weil stallion Soliman,<br />
from which the filly Sarolta was born in<br />
1934. She was described as "small and petite,<br />
like a Bedouin mare" and received the Ib Prize<br />
in Frankfurt. Sarolta again changed hands and<br />
was given to Dr. Kurt Entress near Stuttgart,<br />
who bred the mare Sabha (by Jasir) from her,<br />
even during the war in 1945. Sarolta herself was<br />
later given to the Prince of Inn- and Knyphausen<br />
in Lütetsburg, where the mare Salifah (by<br />
Wisznu) was born in 1952. Both mares, Sabha<br />
(Entress) and Salifah (Knyphausen) founded<br />
their own family branch, whereby the Sabha<br />
branch with 77 female offspring is a rather<br />
small one, of which only a few mares (14) are<br />
still of active breeding age today.<br />
It looks a little different with Salifah’s branch,<br />
which after all consists of around 250 female<br />
offspring. Most of the offspring can currently<br />
be found at Stöckle Stud, where they are mated<br />
with modern “show stallions”. But there are<br />
also many mares that stand with small breeders.<br />
Around 60 mares are younger than 21<br />
years and therefore potentially of breeding age<br />
(Sarolta total: 324/74).<br />
Now the “thin” damline at the bottom of the pedigree<br />
doesn't say much about the appearance<br />
of the horse in question or the rest of the “blood”.<br />
And as you can see from this list, rarely any big,<br />
famous show horse came from this line, but one<br />
or the other time there are performance horses<br />
and many, many leisure horses. These were sold<br />
to riders and thus “withdrawn” from breeding,<br />
which partly explains the current shortage of<br />
stallions within these lines. Horses with a relevant<br />
percentage of “old German blood” have<br />
become very rare. Nevertheless, we should not<br />
completely lose sight of this piece of German<br />
breeding history, a breeding history that so<br />
many breeders have "worked on" and have lost<br />
their hearts and minds on it.<br />
Gudrun Waiditschka<br />
20<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
Murana I 1808 - via Saida<br />
Jatta (Jasir / Soldateska) *1933 Sahmet *1957, Züchter: Marbach WM Samoura *2013, Züchter: Marbach<br />
Zucht<br />
Shaika *1968, Züchter: Ismer<br />
IS Expressa *2017, Züchter: Ismer<br />
Shari (Hadban Enzahi / Haita) *1960<br />
Shiwa *1972, Züchter: Ismer<br />
IS Mashama *2004, Züchter: Ismer<br />
Fotos: B. Finke (4), G. Waiditschka (4), Archiv (5)<br />
Hajar (Halef / Jatta) *1956 Shahra *1974, Züchter: Marbach Shaykhah Bint Shahra *1989, Z: Marbach<br />
Hathor (Halef / Jatta) *1955 Scharaya *1969, Züchter: Marbach EM Karimah Bint Talin *2020, Z: Wilfart<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
21
EM Arabians - Elke Wilfart<br />
Seelen<strong>Pferde</strong><br />
Zucht<br />
Nicht nur bei Menschen kommt es auf die inneren Werte an, sondern auch bei <strong>Pferde</strong>n.<br />
Daher ist Elke Wilfart den arabischen <strong>Pferde</strong>n aus „alt-deutschen“ Blutlinien verfallen.<br />
Nur leider findet man kaum mehr welche. Dass sie nicht gänzlich in Vergessenheit geraten,<br />
hat sich Elke Wilfart zur Lebensaufgabe gemacht.<br />
Karim Al Mansur (Wisznu Ibn Sawih / Kalisha III) *1996 vereint<br />
in seinem Pedigree die Zuchten von Entress, Griesbach,<br />
Weil-Marbach und Hagemann - "alt-deutscher" geht kaum.<br />
Alle Fotos: Gudrun Waiditschka<br />
22<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
Kaum sind wir auf den Hof gefahren,<br />
kommt er auch schon aus seinem Offenstall,<br />
den er mit seiner Frau Blue<br />
Talin bewohnt: Karim Al Mansur, der Herr<br />
des Hofes. Da braucht es kein „Snort &<br />
Blow“, kein affiges Gehabe. Er steht einfach<br />
nur da und beobachtet uns. Souverän.<br />
Abgeklärt. Weise. Aber gleichzeitig<br />
freundlich, neugierig und menschenzugewandt,<br />
wie es sich für einen Araber gehört.<br />
Und lackschwarz.<br />
Lebende deutsche Geschichte<br />
Wie er so dasteht, laufen seine Ahnen, die<br />
in seinem Pedigree vereint sind, vor meinem<br />
inneren Auge vorbei: Sein Vater Wisznu<br />
Ibn Sawih, der Großvater Sawih Ibn<br />
Wisznu, Wisznu selbst und Nazir und Nizar<br />
– die meisten kenne auch ich nur aus Büchern,<br />
denn in nur drei Generationen sind<br />
wir bereits im Nachkriegsdeutschland angelangt<br />
und am Beginn der Araberzucht<br />
in Deutschland. Mütterlicherseits finden<br />
wir über Kalisha III eine Reihe von polnischen<br />
<strong>Pferde</strong>n – da ist ihr Vater Eunizar<br />
und dessen Mutter Eunice, die auch die<br />
Mutter von Eukaliptus und Euben ist. Kalishas<br />
mütterliche Linie aber geht auf die<br />
Zucht von Gertraude Griesbach und ihre<br />
Gründerstute Roszka aus Ungarn zurück.<br />
Karim hatte es nicht immer leicht im Leben,<br />
erzählt mir Elke Wilfart, die ihn im<br />
Herbst 2014 in einer Verkaufsanzeige entdeckte<br />
– da war er bereits 18 Jahre alt –,<br />
aber es war die alt-deutsche Abstammung,<br />
die sie elektrisierte. „Bei unserer ersten Begegnung<br />
sah man alle Rippen, er hatte einen<br />
Senkrücken und einen Bauch wie eine<br />
hoch tragende Stute“, erzählt die Besitzerin.<br />
„Aber er zeigte Gänge wie im Traum,<br />
so etwas Herrliches hatte ich schon lange<br />
Die Verbandsprämienstute (ZSAA) Jirianah (Kardinal / Jirinah) *2008 geht auf die Zucht des<br />
Gestüts Saalegrund von Walter Koch zurück, der mit seinem "German Cross" in den 1980er- und<br />
90er-Jahren Erfolge im Schauring feierte.<br />
Zucht<br />
Nirwanah (Jascorial / Nerah) *2009 ist eng mit ihrer Stallgenossin Jirianah verwandt, da ihr Vater<br />
Jascorial ein <strong>Vol</strong>lbruder zu Jirianah ist.<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
23<br />
nicht mehr gesehen. Er lief in unterschiedlichem<br />
Tempo bestimmt zwanzig Minuten<br />
lang auf der Koppel auf und ab. Er schwebte<br />
im Galopp – und da war das Sprichwort<br />
zum Leben erweckt: ‚Fliegen ohne Flügel<br />
und siegen ohne Schwert’. Dann kam er<br />
zurück an den Zaun, er schnaubte nicht, er<br />
hustete nicht und er schwitzte nicht, alles<br />
das trotz seines erbärmlichen Zustandes.“<br />
Im Mai 2015 holte ihn Elke Wilfart zu sich,<br />
kümmerte sich um seine gesundheitlichen<br />
Baustellen und brachte ihm mit Hilfe ihrer<br />
alten Stute das Deckgeschäft bei – denn<br />
bis dahin hatte er als „Junggeselle“ gelebt,<br />
das Eheleben mußte er erst lernen.<br />
Als wir am nächsten Tag – diesmal mit Kamera<br />
ausgerüstet – Karim und Blue Talin<br />
auf der großen Weide laufen ließen, konnte<br />
ich nachvollziehen, was mir Elke Wilfart<br />
zuvor erzählt hatte: Karim galoppierte<br />
stolz Runde um Runde um mich herum,<br />
als wolle er mir sagen „Schau her, ich gehöre<br />
noch lange nicht zum alten Eisen!“.<br />
Und tatsächlich hat er etwas, das einen in<br />
seinen Bann schlägt und über seine Fehlerchen<br />
hinwegsehen läßt. Ja, der Rücken<br />
ist weich und die Sprunggelenke nicht
Zucht<br />
Karim Al Mansurs Nachzucht bei EM Arabians:<br />
EM Samikah al Safinat aus der Sameha, *2018<br />
mehr frisch. Aber sein Gesicht, seine Augen<br />
sprechen Bände! Es ist, als würde man<br />
in ihnen ganz weit zurück in die Geschichte<br />
der Araberzucht blicken, bis zu der Zeit<br />
damals, als diese Typen, die „alt-deutschen“,<br />
noch gang und gäbe waren. Und<br />
auch die Eintragungskommission des<br />
ZSAA hat er im stolzen Alter von 25 Jahren<br />
noch überzeugen können – silberne<br />
Schleife und eine „8“ im Galopp! „Wissen<br />
Sie eigentlich, was für einen Schatz Sie da<br />
haben?“, fragte der Verbandsvorsitzende<br />
Ahmed Al Samarraie damals – ja, Elke Wilfart<br />
weiß es!<br />
EM Neftis aus der Nirwanah, *2019 EM Jaarenh aus der Jirianah, *2018<br />
Ein Leben für die „alt-deutschen“<br />
Die „alt-deutschen“ hatten es Elke Wilfart<br />
schon lange angetan, denn die meisten<br />
ihrer früheren <strong>Pferde</strong> stammten aus diesen<br />
Linien, was in den 1980er- und 90er-Jahren<br />
auch „ganz normal“ war. So führten<br />
beispielsweise sowohl ihr früherer Hengst<br />
Bajan (Kauri / Boashah) *1991 als auch ihre<br />
Stute Jaiza (Najib / Jalla) *1991 mütterlicherseits<br />
Griesbachsches Blut. Deshalb ist<br />
es für sie auch ein Glücksfall, Karim gefunden<br />
zu haben. „Mit meinen 52 Jahren<br />
gehöre ich einer Generation an, die vieles<br />
erleben durfte, was meiner Meinung nach<br />
EM Karimah bint Talin aus der Blue Talin, *2020, ein **Sternefohlen beim ZSAA und in der beliebten<br />
Rappfarbe.<br />
heute fehlt, und es ist mir eine Herzensangelegenheit,<br />
den Menschen dieses wertvolle<br />
Kulturgut wieder nahezubringen“, erklärt<br />
mir Elke Wilfart. Dazu muß man diese <strong>Pferde</strong>,<br />
diese „alt-deutschen Typen“ erhalten<br />
– und genau das hat sich Elke Wilfart auf<br />
die Fahnen geschrieben. Ihre kleine Stutenherde<br />
besteht aus Karims Ehefrau Blue<br />
Tallin (Bouznika / Tari Noir) *2002, die zwar<br />
väterlicherseits ägyptisch ist, aber mütterlicherseits<br />
auf die Marbacherin Scharaya<br />
und damit auf die Murana-I-Stutenlinie<br />
zurückgeht. Eine „echte Marbacherin“ ist<br />
Sameha (Dschehim / Sabiba) 2009, die sowohl<br />
mütterlicherseits wie väterlicherseits<br />
auf die Murana I zurückgeht, aber über den<br />
Muttervater R.T. Royal Naggaf auch das Blut<br />
eines der „Gründerhengste“ der Alt-deutschen<br />
führt. Diese waren Nizar und sein<br />
Sohn Nazir. Die Kochschen Blutlinien vertritt<br />
Jirianah (Kardinal / Jirinah) 2008, die<br />
mit Kardinal, Mansul, Mahnarch und der<br />
Stute Jassrah einige der wichtigsten <strong>Pferde</strong><br />
aus dem Zuchtprogramm des Gestüts<br />
Saalegrund im Pedigree führt. Sie erhielt<br />
vom ZSAA die Verbandsprämie zuerkannt<br />
und ist außerdem eine <strong>Vol</strong>lschwester des<br />
goldprämierten Jascorial, der mittlerweile<br />
nach Frankreich verkauft wurde und in<br />
der Arabo-Friesen-Zucht deckt. Eigentlich<br />
eine Schande, dass die deutschen Züchter<br />
diesen Hengst ziehen ließen – und das,<br />
obwohl er sogar Rappe ist und diese Farbe<br />
auch sehr zuverlässig vererbt! Und last not<br />
least ist da noch Nirwanah (Jascorial / Nerah)<br />
*2009, die eng mit Jirianah verwandt<br />
ist und ebenfalls auf die Koch’sche Zucht<br />
zurückgeht. Fünf Fohlen haben diese vier<br />
Stuten nun insgesamt mit Karim – Blue Talin<br />
durfte gleich zweimal ran, kein Wunder,<br />
ist sie doch „seine Ehefrau“. Insgesamt vier<br />
Stutfohlen und ein Hengstfohlen sind gefallen<br />
– auf letzterem, EM Kamur ibn Karim<br />
al Mansur, liegt Elke Wilfarts ganze Hoff-<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong><br />
24
Zucht<br />
EM Kamur ibn Karim al Mansur aus der Blue Talin,<br />
*2019, das einzige Hengstfohlen bislang und<br />
Nachwuchshoffnung von Elke Wilfart.<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
25
Zucht<br />
nung denn wie bereits gesagt, wird es immer<br />
schwieriger, noch Hengste mit einem<br />
nennenswerten alt-deutschen Blutanteil<br />
zu finden. „Bereits als ich mich vor Jahren<br />
auf die Suche machte und dann Karim zum<br />
Glück noch fand, musste ich feststellen,<br />
dass aus diesen Linien fast nichts mehr vorhanden<br />
war: Die Hengste waren ins Ausland<br />
verkauft, kastriert, weil keine Nachfrage<br />
bestand, oder bereits verstorben“, ist ihr<br />
trauriges Fazit.<br />
„Namhafte Fachleute haben bereits vor 30<br />
und 40 Jahren Artikel für Fachzeitschriften<br />
geschrieben, in denen sie die Vorzüge<br />
dieser alten Linien hervorgehoben und<br />
gepriesen haben. Und genau wegen dieser<br />
Eigenschaften bin ich bei diesen Linien<br />
geblieben. Es sind <strong>Pferde</strong> mit einem wirklich<br />
unvergleichlich menschenbezogenen<br />
Charakter. Es sind <strong>Pferde</strong>, mit denen man<br />
die Seele baumeln lassen kann oder eben<br />
auch, wenn man möchte, die eine oder andere<br />
Schleife auf einer Schau oder einem<br />
Turnier gewinnen. Viele Menschen fragen<br />
inzwischen bei mir an, wollen <strong>Pferde</strong>, die<br />
'einfach' im Umgang sind, die auf die Menschen<br />
zugehen, die an ihnen interessiert<br />
sind, die klar im Kopf sind und gut mit Kindern<br />
können - Familienpferde eben. Unsere<br />
alt-deutschen <strong>Vol</strong>lblutaraber sind genau<br />
solche <strong>Pferde</strong>“, schwärmt Elke Wilfart. Tochter<br />
Mia ist mit diesen <strong>Pferde</strong>n aufgewachsen<br />
und hatte auch genügend vierbeinige<br />
„Lehrmeister“. Sie hat die Verbundenheit<br />
mit den <strong>Pferde</strong>n aufgesogen und es ist eine<br />
Freude, wie sie insbesondere mit „den Kleinen“<br />
umgeht.<br />
Seelenpferde und Trostspender<br />
Viele der jungen Züchter und Besitzer von<br />
<strong>Vol</strong>lblutarabern haben die Geschichten, wie<br />
Blue Talin (Bouznika / Tari Noir) *2002, führt Ägypter-Blut über ihren Vater, polnisches Blut über<br />
ihren Muttervater und geht in mütterlicher Linie auf die Halef-Tochter Hathor zurück und damit<br />
auf Murana I.<br />
Die Marbacher Stute Sameha (Dschehim / Sabiba) *2009 geht auf Vater- wie Mutterseite auf die<br />
Stutenlinie Murana I zurück.<br />
die polnischen Hengste Wisznu und Halef<br />
nach Deutschland fanden, noch nie gelesen.<br />
Sie wissen nicht, wie mühsam es damals für<br />
die Züchter war, überhaupt Stuten zu finden,<br />
und sie haben keine Vorstellung davon, wie<br />
selten damals arabische <strong>Pferde</strong> in Deutschland<br />
waren. Sie kennen die Namen Entress,<br />
Griesbach, Knyphausen, Hansen, von Kameke,<br />
Schober, Mundinger, Hagemann oder<br />
Dömken nicht mehr. Dafür kennen sie die<br />
jüngsten Weltchampions aus dem Livestream<br />
und aus Hochglanzprospekten.<br />
Es ist die Pflicht und Aufgabe der älteren Generation,<br />
diese Geschichten am Leben zu erhalten,<br />
nicht nur als Erzählungen aus längst<br />
vergangenen Zeiten, sondern auch als <strong>Pferde</strong><br />
zum Anfassen. „Für mich sind sie täglich<br />
Seelenbalsam und Ansporn zugleich, in ihrem<br />
Sinne weiterzumachen“, erklärt Elke Wilfart.<br />
Denn auch in ihrem Leben gab es einige<br />
Täler zu durchwandern, aber ihre <strong>Pferde</strong> haben<br />
sie da immer wieder herausgeholt, am<br />
Leben erhalten, haben durch ihre sensible<br />
Art, durch ihre innere Ruhe und Menschenbezogenheit<br />
Trost gespendet – Seelenpferde<br />
eben.<br />
Gudrun Waiditschka<br />
26<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
Zucht<br />
Noch einmal Karim Al Mansur, der Herr des Hofes -<br />
eine <strong>Pferde</strong>persönlichkeit, wie man sie selten<br />
antrifft.<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
27
Hengstleistungsprüfungen <strong>2021</strong><br />
Geprüfte<br />
Zucht<br />
Hengste<br />
Teil I<br />
Der <strong>Vol</strong>lblutaraber FA Dajan (Kanz al Bidayer<br />
/ FA Dafina) *2015, der Kleinste und Jüngste<br />
des Prüfungslots, ging als überzeugender<br />
Sieger der HLP in Mertingen hervor.<br />
Alle Fotos: Gudrun Waiditschka<br />
Vier Hengste des VZAP trafen sich zur HLP<br />
in Mertingen. Als Sieger ging am Ende einer<br />
bestens verlaufenen Prüfung der Kleinste<br />
und Jüngste des Prüfungslots hervor,<br />
der <strong>Vol</strong>lblutaraber FA Dajan.<br />
Am zweiten Oktoberwochenende konnten bei schönstem<br />
Herbstwetter vier Hengste aus vier verschiedenen arabischen<br />
Rassen erfolgreich ihre HLP ablegen. Der VZAP war erstmalig<br />
auf der Anlage des ehemaligen Leistungszentrums Vielseitigkeit<br />
auf der Hagenmühle des RFV Donauwörth-Mertingen zu Gast und<br />
dieses Debüt hat nicht zuletzt dank des Einsatzes von Zuchtleiterin<br />
Anja Daniels bestens geklappt. Durch das gleichzeitig stattfindende<br />
"Projekt-Nurmi-Prüfung", ein spezifischer Leistungstest für vielseitig<br />
veranlagte dreijährige und ältere Warmblutstuten, konnten Synergie-Effekte<br />
genutzt werden, wie beispielsweise die gemeinsame<br />
Verpflichtung des Richterteams Bruno Six und Jörg von Imhoff und<br />
die gemeinsamen Nutzung der Anlage, da beide Prüfungen ähnlich<br />
ablaufen.<br />
Alle Hengste waren sehr gut vorbereitet und hatten mit den Prüfungsanforderungen<br />
keine Probleme. Auch die Richter waren vom<br />
gesamten Prüfungslot sehr angetan. Zum Schluß hatte der Kleinste<br />
(vom Stockmaß) und Jüngste die Nase vorn: HLP-Sieger wurde der<br />
VZAP - HLP<br />
Hengst<br />
geb.<br />
Rasse<br />
Schritt<br />
(x5)<br />
Grundgangarten Springprüfung Rittigkeitsprüfung Kondition<br />
(x5)<br />
Trab<br />
(x5)<br />
Galopp<br />
(x5)<br />
Richter<br />
(x15)<br />
Testreiter<br />
(x15)<br />
Richter<br />
(x15)<br />
Testreiter<br />
(x15)<br />
Geländeprüfung<br />
Spring-<br />
Manier<br />
(x10)<br />
Galopp<br />
(x10)<br />
Gesamt--<br />
note<br />
FA Dajan 2015 ox 8,0 7,0 7,0 8,5 8,0 8,5 7,5 7,0 9,0 10,0 8,23<br />
Junimond 2015 ShA 7,5 7,5 7,0 7,75 8,25 7,5 8,25 8,0 8,5 10,0 8,11<br />
Diether von L. 2010 AA 8,0 8,0 7,5 8,5 7,75 6,0 8,0 9,0 9,0 10,0 7,66*<br />
O'Mailey 2014 DE 7,0 6,5 6,5 7,25 8,5 7,0 7,5 9,0 7,5 10,0 7,35*<br />
* nach Altersabzug von 5 %.<br />
<strong>28</strong><br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
<strong>Vol</strong>lblutaraber FA Dajan (Kanz al Bidayer / FA Dafina) *2015 aus<br />
der Zucht und im Besitz der Familie Ahlers. Er ist ein <strong>Vol</strong>lblutaraber,<br />
wie man ihn sich wünscht, mit 1,51 m Stockmaß zwar eher an der<br />
unteren Grenze, aber ausgestattet mit einem großen Herzen, insbesondere<br />
am Hindernis. Er zeigte seine Stärke im Springen, wo er<br />
im Freispringen rhythmisch und mit Taxiervermögen die Hindernisse<br />
annahm und auch schnell reagierte, wenn es mal nicht ganz<br />
passte. Im Gelände und Parcoursspringen sprang er mit Elan und<br />
Geschick, nahm die Hilfen seiner Reiterin Miriam Conrad gut an<br />
und überzeugte auf der ganzen Linie – man sah beiden an, dass sie<br />
richtig Freude auf der Geländestrecke hatten! Auch die Fremdreiter<br />
waren angetan, zeigte er sich doch fein an den Hilfen und am Gebiss.<br />
Seine Grundgangarten sind geregelt, im Galopp mit schöner<br />
Bergaufgaloppade, im Trab gleichmäßig, mit Rahmenerweiterung<br />
in der Verstärkung. FA Dajan hat mit diesem Auftritt wirklich Werbung<br />
für seine Rasse gemacht und auch der Richter Jörg von Imhoff<br />
kommentierte den Hengst mit „tolles Pferd“! Die hervorragende Gesamtnote<br />
von 8,23 als „Klassenbester“ hat er sich redlich verdient.<br />
Auf Platz zwei lag der Shagya-Araber Junimond (Jussuf-911 / H<br />
Bernina) *2015 vom Heidkatehof, Besitzerin Ina Seehrich, die ihn<br />
auch ausgebildet und in der Prüfung geritten hat. Auch er meisterte<br />
das Freispringen mit Bravour, zeigte in den Grundgangarten gutes<br />
Potential mit guter Mechanik. Sein Galopp ist geregelt und elastisch<br />
mit Bergaufgaloppade. Die Fremdreiter bescheinigten ihm, dass<br />
er sich schnell an den Reiter anpassen kann, sich über den Rücken<br />
dehnt und auch am Sprung willig ist. Im Parcours passte es einmal<br />
nicht, aber ansonsten sprang er insgesamt flüssig, was noch für eine<br />
7,5 reichte, im Gelände lief es besser, da war er ganz offensichtlich in<br />
seinem Metier. Mit 8,11 in der Gesamtnote auch hier ein sehr gutes<br />
Ergebnis.<br />
Platz drei und vier gingen an ältere <strong>Pferde</strong>, die demgemäß auch einen<br />
Altersabzug hinnehmen mußten: Auf Platz drei kam der Anglo-Araber<br />
Diether von Ludwigsburg (Ocamonte xx / H Desert<br />
Sun AA) *2010 aus der Zucht und im Besitz von Kurt-Jürgen Carl,<br />
vorbereitet und geritten von Jonathan Marquardt. Auch er meisterte<br />
das Freispringen lässig und mit Bravour, was ihm mit 9,0 die<br />
Höchstnote aller Kandidaten in dieser Teilprüfung einbrachte. Das<br />
zog sich auch durch die Parcoursprüfung hindurch, wo er gleichmäßig<br />
das Tempo hielt und eine gute Vorderbeintechnik zeigte. Die<br />
Fremdreiter griffen ebenfalls zu recht hohen Noten, lediglich die<br />
Richter fanden, dass er in der Rittigkeit etwas „triebig“ war und nicht<br />
wirklich brillierte. In der Geländeprüfung hingegen war er in seinem<br />
Metier und erhielt hier gemeinsam mit dem Sieger die Wertnote 9,0.<br />
Nach Altersabzug blieben in der Gesamtnote noch 7,66.<br />
Last but not least konnte auch der Halbtrakehner und deutsche<br />
Edelblut-Hengst O’Malley (Letter of Marque xx / Oracle) *2014,<br />
Züchter und Besitzer Axel Horst, die HLP bestehen. Auch er wurde<br />
von Jonathan Marquardt vorgestellt, zeigte sich aber in den Grundgangarten<br />
nicht ganz überzeugend, galoppierte mit hoher Kruppe<br />
und entwickelte wenig Schwung und Elastizität im Trab. Er brauchte<br />
offensichtlich einige Zeit, um sich auf die jeweiligen Umstände<br />
einzustellen, denn auch die Fremdreiter bemerkten, dass er anfangs<br />
nicht vorwärts wollte, was sich aber zusehends besserte. Insgesamt<br />
erreichte er nach Altersabzug eine Wertnote von 7,35.<br />
Die an den Geländeparcours angeschlossene Galopp- oder Jagdstrecke<br />
erfreute sich bei Roß und Reiter großer Beliebtheit und so hatte<br />
jedes Paar zum Abschluß noch ein Highlight – und bei 10 Punkten<br />
für jeden Teilnehmer zeigte sich auch, dass die <strong>Pferde</strong> gut vorbereitet<br />
waren und konditionell topfit zur Prüfung angereist waren.<br />
Die gemeinsame Veranstaltung mit dem „Nurmi-Projekt“ bot den<br />
Araberbesitzern und -reitern die Gelegenheit, sich die Leistungen<br />
der jungen Warmblutstuten anzuschauen. Umgekehrt waren<br />
aber auch die Warmblutbesitzer unter den Zuschauern, um sich<br />
die Araberhengste anzuschauen. Beeindruckend war während der<br />
ganzen Tage auch, wie angenehm sich die Hengste verhielten, obwohl<br />
die Stuten in derselben Stallgasse gegenüber standen. Insgesamt<br />
war diese Veranstaltung eine gute Werbung für das arabische<br />
Pferd und läßt auf Wiederholung im nächsten Jahr hoffen.<br />
Gudrun Waiditschka<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
29<br />
Der Shagya-Araber Junimond (Jussuf-911 / H Bernina) *2015 zeigte sich<br />
auf der Geländestrecke in seinem Element, geritten von seiner Besitzerin<br />
Ina Seehrich.<br />
Der Anglo-Araber Diether von Ludwigsburg (Ocamonte xx / H Desert Sun<br />
AA) *2010 spielte seine Stärken im Springen aus und belegte nach Altersabzug<br />
den dritten Platz.<br />
Der deutsche Edelblut-Hengst O’Malley (Letter of Marque xx / Oracle)<br />
*2014 brauchte Zeit, um sich den jeweiligen Umständen anzupassen,<br />
und schloß die Prüfung als Vierter ab.<br />
Zucht
Geprüfte<br />
Hengste<br />
Teil II<br />
Zucht<br />
Der Shagya-Araber-Hengst Energy unter<br />
Tanja Kuhn beendete die Prüfung als Sieger<br />
mit 8,31 Punkten.<br />
Alle Fotos: Betty Finke<br />
Acht Hengste des ZSAA nahmen<br />
die diesjährige Hengstleistungsprüfung<br />
in Angriff,<br />
die erstmals in Luhmühlen<br />
stattfand. Einer konnte<br />
die Prüfung leider nicht<br />
beenden.<br />
Verband ZSAA<br />
Hengst<br />
geboren Rasse<br />
Während bei der letztjährigen HLP<br />
nur ein Anglo-Araber die arabischen<br />
Rassen vertrat, sah das<br />
<strong>2021</strong> ganz anders aus. Nur ein Hengst des<br />
8-köpfigen Prüfungslots war ein Warmblüter<br />
ohne Araberblut. Die beiden anderen<br />
Kandidaten der Gruppe Deutsches Edelblut<br />
hatten 50 bzw. 25 % AV-Anteil, dazu kamen<br />
zwei <strong>Vol</strong>lblutaraber und drei Shagya-Araber.<br />
Ganz neu war in diesem Jahr der Prüfungsort:<br />
Nach mehreren Jahren Marbach fand die<br />
Prüfung diesmal in Luhmühlen am Rand der<br />
Lüneburger Heide statt. Das dortige Ausbildungs-<br />
und Leistungszentrum bietet beste<br />
Voraussetzungen für eine solche Prüfung:<br />
eine große, gut ausgeleuchtete Halle und, wie<br />
man es vom Mekka der deutschen Vielseitigkeitsreiterei<br />
nicht anders erwarten durfte, eine<br />
sehr schöne und ausgezeichnet einsehbare<br />
Geländestrecke. Für den abschließenden Konditionstest<br />
stehen viele Kilometer Reitwege<br />
durch Wald und Flur zur Verfügung, noch dazu<br />
besitzt das Zentrum eine eigene Restauration<br />
und ist verkehrstechnisch gut zu erreichen.<br />
So sah man während des ganzen Wochenendes<br />
durchweg zufriedene Gesichter. Dass das<br />
Wetter mitspielte und nicht nur der Regen<br />
ausblieb, sondern für die Gelände- und die<br />
Konditionsprüfung sogar die Sonne strahlte,<br />
trug auch dazu bei.<br />
Eigentlich wäre alles perfekt gewesen, doch es<br />
gab einen Wermutstropfen: Ein Hengst konnte<br />
die Prüfung nicht beenden. Dabei hatte<br />
Djendelman, im vergangenen Jahr mit den<br />
höchsten Noten prämiert, die je ein <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
beim ZSAA erreicht hat, die ersten Prüfungsteile<br />
– Freispringen, Wesenstest, Rittigkeit,<br />
Parcoursspringen – alle mit Bravour und<br />
exzellenten Noten bewältigt. Doch im Gelände<br />
verweigerte der Hengst, der von vornherein<br />
sehr langsam im Tempo war, in der zweiten<br />
Hälfte gänzlich die Mitarbeit. Nachdem bei der<br />
dritten Verweigerung auch noch sein Reiter zu<br />
Boden ging, war alles aus. An mangelndem<br />
Vermögen lag es keineswegs, denn Djendelman<br />
hatte im Springen die zweithöchsten Noten<br />
aller Teilnehmer. Über das „was“ und „warum“<br />
wurde viel diskutiert; der Konsensus war<br />
aber, dass der Hengst die Prüfung auf jeden<br />
Fall wiederholen sollte.<br />
Die übrigen sieben Teilnehmer lieferten allesamt<br />
solide Leistungen ab; vier von ihnen<br />
kamen sogar auf eine Gesamtnote über 8.<br />
Einen Sieger gibt es beim ZSAA offiziell zwar<br />
nicht, aber natürlich gibt es einen Hengst mit<br />
der höchsten Wertnote, und das war in diesem<br />
Jahr ein Shagya-Araber: Der fünfjährige<br />
Energy (Reineke Zett / El Sbaa XIV-12) aus<br />
der Zucht und dem Besitz von Edwin Becker<br />
hatte am Ende mit 8,31 knapp die Nase vorn.<br />
Vorgestellt von Tanja Kuhn, hatte Energy<br />
durchweg ausgeglichene Noten zwischen<br />
Schritt<br />
(x5)<br />
Grundgangarten<br />
Trab<br />
(x5)<br />
Galopp<br />
(x5)<br />
Energy 2016 ShA 8,0 7,5 7,5<br />
Baccalino 2016 DE 6,5 6,5 6,5<br />
Javino 2013 ShA 7,0 7,0 7,0<br />
Davidoffs Da Vinci 2016 DE 7,0 7,0 7,0<br />
Tayo 2015 ShA 8,0 7,5 7,5<br />
Crazy Horse PS 2015 DE 7,0 6,5 7,5<br />
Rubin GW 2015 ox 7,5 6,5 7,0<br />
30<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
Der fünfjährige Hengst Baccalino (Baccacio / Parodie) der Rasse Deutsches<br />
Edelblut unter Isabell Marie Schulz lieferte eine solide Prüfung ab,<br />
die er mit 8,30 Punkten auf dem zweiten Platz beendete.<br />
Der Shagya-Araber Javino/Jussuf-311 (Jelzin/Jussuf-911 / Alien) errang<br />
unter seinem Ausbilder Jonathan Marquardt den dritten Platz und<br />
erreichte nach Altersabzug 8,10 Punkte.<br />
Zucht<br />
7,5 bis 8,5 in nahezu allen Bereichen. Zweimal<br />
die 9 gab es im Gelände, wo der Hengst seinem<br />
Namen alle Ehre machte und in einem<br />
solchen Tempo fehlerfrei über die Strecke<br />
fegte, dass es den Zuschauern förmlich den<br />
Atem verschlug. Dabei bestätigte die höchste<br />
Bewertung für den Charakter auch seine inneren<br />
Werte. Er ist ein Hengst, der sich schon<br />
durch seine ungewöhnliche Abstammung<br />
abseits der gängigen Bábolna-Linien für<br />
Zucht empfiehlt und das durch die hervorragende<br />
Leistungsprüfung noch untermauert.<br />
Knapp dahinter mit 8,3 folgte der einzige<br />
nicht arabische Hengst des Prüfungslots, der<br />
ebenfalls fünfjährige Baccalino (Baccacio /<br />
Parodie) aus der Zucht von Hans Horänder<br />
und im Besitz des Gestüts Aichen-Gonzalvo.<br />
Der sehr schicke und für einen Warmblüter<br />
recht kleine Hengst wurde anlässlich eines<br />
Hoftermins gekört und prämiert und stammt<br />
aus Oldenburger, Hannoveraner und bayerischen<br />
Linien. Auch er lieferte unter seiner<br />
Reiterin Isabell Marie Schulz eine solide Prüfung<br />
ab, wobei seine Noten weniger ausgeglichen<br />
waren. In den Grundgangarten lag<br />
er deutlich unter den anderen Prüflingen,<br />
dafür gab es durchweg Höchstnoten von den<br />
Fremdreitern und auch im Gelände zählte<br />
Baccalino zu den Besten.<br />
Zwei Hengste hatten die Endnote 8,1. Das<br />
war einmal der Shagya-Araber Javino/Jussuf-311<br />
(Jelzin/Jussuf-911 / Alien), gezogen<br />
vom Gestüt Hoppenberger in Österreich<br />
und im Besitz von Doris Wehner. Mit<br />
8,53 erzielte Javino sogar die Höchstnote<br />
der Prüfung, allerdings ist er bereits sieben<br />
Jahre alt, sodass er 0,42 Punkte Altersabzug<br />
hinnehmen musste. Er sollte bereits im Vorjahr<br />
antreten, war aber durch eine Verletzung<br />
verhindert. Der schicke, großrahmige Schimmel<br />
wurde von seinem Ausbilder Jonathan<br />
Marquardt sehr souverän vorgestellte. Seine<br />
Stärken lagen ganz klar im Springen und im<br />
Gelände, wo er durchweg die Note 9 erzielte,<br />
für das Freispringen gab es sogar die Höchstnote<br />
10. Auch dieser prämierte Hengst ist<br />
züchterisch hochinteressant, denn zusätzlich<br />
zu seinen Exterieur- und Leistungsqualitäten<br />
entstammt er der sehr selten gewordenen<br />
Jussuf-Linie.<br />
Ebenfalls die Note 8,1 holte ohne Altersabzug<br />
der fünfjährige Davidoffs Da Vinci (Davidoff<br />
ox / Lilli), gezogen von Hans-Dieter Leist<br />
und im Besitz von Friederike Mrodzinsky, der<br />
ebenfalls von Jonathan Marquardt ausgebildet<br />
und vorgestellt wurde. Er ist der Sohn eines<br />
<strong>Vol</strong>lblutarabers (was man ihm auch deutlich<br />
ansieht) und einer Warmblutstute und<br />
wurde ebenfalls bei der Körung prämiert. In<br />
den Grundgangarten und der Rittigkeit lag<br />
er gleichauf mit Javino, aber im Gelände und<br />
bei den Interieurnoten doch etwas darunter.<br />
Seine Stärken hatte er in der Rittigkeit und im<br />
Springen.<br />
Als nächstes folgt mit 7,87 der dritte Shagya-<br />
Araber des Prüfungslots, der sechsjährige<br />
Tayo (Towaresh ox / Tyanna), gezogen und<br />
im Besitz von Carin Weiß und vorgestellt von<br />
Ina Seehrich. Wie Da Vinci hat auch er einen<br />
russischen <strong>Vol</strong>lblutaraber zum Vater, seine<br />
Mutter stammt aus der bewährten, leistungsgeprüften<br />
T-Familie des Gestüts Mühlen. Seine<br />
Höchstnote hatte er mit 9,5 für den Charakter,<br />
in den Grundgangarten überzeugte er<br />
vor allem im Schritt, wo er (zusammen mit<br />
Energy) zu den Besten zählte. Dazu konnte er<br />
vor allem bei den Fremdreitern und im Parcours<br />
punkten. Auch er bringt durch seinen<br />
Vater interessantes neues Blut in die Shagya-<br />
Zucht, in Kombination mit den bewährten<br />
Bábolnaer Linien der Mutter.<br />
Springanlage<br />
Freispringen<br />
Parcours<br />
(x10) (x10)<br />
Rittigkeitsprüfung<br />
(x20)<br />
Temperament<br />
(x5)<br />
Interieur<br />
Leistungsbereitschaft<br />
(x5)<br />
FR. 1 FR. 2 FR. 1 FR. 2 FR. 1 FR 2.<br />
Charakter<br />
(x5)<br />
Konstitution<br />
(x5)<br />
Gelände<br />
Leistungsvermögen<br />
(x15)<br />
Geländegalopp<br />
(x15)<br />
Gesamtnote<br />
nach<br />
Altersabzug<br />
8,0 8,0 8,0 8,5 8,0 7,5 8,0 8,0 9,5 8,0 9,0 9,0 8,31<br />
7,5 7,5 9,0 10,0 9,0 10,0 9,0 10,0 7,0 7,0 9,0 9,0 8,30<br />
10,0 9,0 8,0 8,5 8,0 9,0 8,5 9,0 8,5 8,0 9,0 9,0 8,54 8,10<br />
8,5 9,0 8,5 9,0 8,5 9,0 8,5 9,0 6,0 7,5 8,0 8,0 8,10<br />
7,5 8,5 8,0 8,0 8,0 8,0 8,0 8,0 9,5 8,0 7,0 8,0 7,88<br />
6,5 8,0 8,0 8,5 8,5 9,0 8,5 9,0 7,5 9,0 8,0 8,0 7,85<br />
7,5 7,0 7,0 7,0 8,0 8,0 7,0 7,0 10,0 9,5 7,5 8,0 7,55<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
31
Zucht<br />
Der fünfjährige Davidoffs Da Vinci (Davidoff ox / Lilli), Deutsches Edelblut,<br />
im Wesenstest, einem Prüfungsteil, den alle Hengste problemlos<br />
bestanden haben.<br />
Der sechsjährige Shagya-Araber-Hengst Tayo (Towaresh ox / Tyanna)<br />
konnte vor allem bei den Fremdreitern und im Parcours punkten und<br />
erreichte eine Endnote von 7,88.<br />
Knapp dahinter kam mit 7,85 der dritte Edelbluthengst,<br />
Crazy Horse PS (Gabun / Cinderela<br />
X) aus der Zucht und dem Besitz von<br />
Georg Pleister. Der sechsjährige Schecke, der<br />
über seinen Vater 25 % AV-Anteil mitbringt,<br />
ist dem Pedigree nach ein Trakehner, auch<br />
wenn die Mutter den Oldenburger Brand<br />
trägt. Crazy Horse wurde von Dirk Puhlmann<br />
ausgebildet und vorgestellt und hatte seine<br />
Stärken vor allem in der Rittigkeit und im Gelände.<br />
Das Springen schien nicht seine Lieblingsdisziplin<br />
zu sein, wobei es im Parcours<br />
und im Gelände deutlich besser lief als beim<br />
Freispringen. Auch den abschließenden Konditionstest<br />
bestand er mit Bravour und der<br />
zweithöchsten Note für die Konstitution.<br />
Last, but not least der ebenfalls sechsjährige,<br />
rein ägyptisch gezogene <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Rubin GW (Smaragd GW / Rachel GW), aus<br />
der Zucht und dem Besitz von Dr. Gisela Wegener.<br />
Er war gewissermaßen ein „Gast“, der<br />
eigentlich zum VZAP gehört, für den der Prüfungsort<br />
Luhmühlen aber günstiger gelegen<br />
war als Mertingen. Unter seiner Reiterin Joanne<br />
Meyer konnte auch er die Prüfung mit der<br />
Gesamtnote 7,55 souverän bestehen. Seine<br />
Stärken hatte dieser Hengst vor allem im Interieur,<br />
wo er Höchstnoten erzielte: die 10 für<br />
den Charakter und die 9,5 für die Konstitution.<br />
So strafte er ganz nebenbei noch all jene<br />
Lügen, die <strong>Vol</strong>lblutaraber– und ganz besonders<br />
Ägypter – für hibbelige Spinner halten.<br />
Dieser Hengst, den absolut gar nichts aus der<br />
Ruhe bringen konnte, war eine richtig „coole<br />
Socke“. Beim abschließenden Konditionstest<br />
wurde sein Puls nach den beiden Teilstrecken<br />
mit 44 bzw. 48 gemessen!<br />
Abschließend ist festzustellen, dass dieser<br />
Einstand in Luhmühlen ein großer Erfolg<br />
war und sicherlich nicht die letzte HLP an<br />
diesem Standort sein wird. Rätselhaft bleibt<br />
aber weiterhin die Weigerung anderer Verbände,<br />
vor allem des Trakehner Verbandes,<br />
diese Prüfungsform anzuerkennen. Denn<br />
sie verlangt den Hengsten einiges ab und<br />
ist mittlerweile die einzige Hengstleistungsprüfung,<br />
bei der Vielseitigkeit, nicht Spezialisierung,<br />
im Vordergrund steht. Dass sie für<br />
alle Rassegruppen – ob <strong>Vol</strong>lblutaraber, Shagya-Araber,<br />
Partbred oder Warmblut – bestens<br />
geeignet ist, hat dieses entsprechend<br />
gemischte Prüfungslot auf jeden Fall bewiesen,<br />
auch und gerade in den Teilbereichen,<br />
die nur diese Prüfung anbietet. Den Wesenstest<br />
beispielsweise bestanden alle Hengste<br />
ohne die geringsten Probleme; weder das<br />
Flatterband noch der Regenschirm noch die<br />
plötzlichen lauten Geräusche brachten auch<br />
nur einen einzigen Prüfling aus der Ruhe.<br />
Der 39-km-Distanzritt als Konditionstest mag<br />
zwar den arabischen Rassen mehr entgegenkommen<br />
als den Warmblütern, deren Noten<br />
hier meist niedriger lagen, aber zu viel verlangt<br />
ist es auch nicht. Keiner der drei hatte<br />
ein Problem damit, und einer – Crazy Horse<br />
– erzielte sogar das zweitbeste Ergebnis dieser<br />
Teilprüfung. Wäre es da nicht endlich Zeit<br />
zum Umdenken?<br />
Betty Finke<br />
Der sechsjährige Schecke mit 25 % AV-Anteil Crazy Horse PS (Gabun<br />
/ Cinderela X) hatte seine Stärken vor allem in der Rittigkeit und im<br />
Gelände.<br />
Der rein ägyptisch gezogene <strong>Vol</strong>lblutaraber Rubin GW (Smaragd GW /<br />
Rachel GW) war eine richtig „coole Socke“ und strafte all jene Lügen, die<br />
glauben, alle <strong>Vol</strong>lblutaraber sind "hibbelige Spinner".<br />
32<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
Geprüfte Hengste<br />
Caiylani el Zahra (Sauda Zahra / Esprit EAF)<br />
Foto: Cl. Schindler<br />
Der Abschlußtest der Hengstleistungsprüfung<br />
im österreichischen<br />
Stadl Paura fand auch dieses Jahr<br />
wieder bei strahlendem Sonnenschein<br />
statt! Diese HLP ist ein 30-Tage-Test, bei<br />
dem die Hengste ab Tag eins kontinuierlich<br />
bewertet werden. Ziel der HLP ist es,<br />
die Rittigkeit, Leistungsbereitschaft und<br />
-fähigkeit zu überprüfen, um die Eignung<br />
für die Zucht, zusätzlich zur Körung, festzustellen.<br />
Die Abschlussprüfung besteht an<br />
den letzten beiden Tagen aus Freispringen,<br />
Überprüfung der Grundgangarten, Geländeprüfung<br />
sowie Rennbahn, wobei auf der<br />
Rennbahn weder Gerte noch Sporen zulässig<br />
sind. Man möchte sehen, ob der Hengst<br />
von sich aus „zieht“.<br />
Bastello (Shagya Burla / 7589 Shagya XXV-38)<br />
Teil III<br />
Das Lot der Hengste war mit einem Shagya-<br />
Araber sowie zwei Partbred-Arabern relativ<br />
klein.<br />
Sieger der HLP wurde der Partbred-Araber<br />
Caiylani el Zahra (Sauda Zahra / Esprit<br />
EAF v. Explosion) mit einer Note von 8,27<br />
(Z./B.: Claudia Katalin Schindler/AT). Der<br />
6-jährige Porzellan- bzw. Schimmelschecke<br />
begeisterte durch seine Ausbalanciertheit<br />
und taktsichere Bewegungen. Mit 9,0 erhielt<br />
er von den Fremdreitern in der Rittigkeit<br />
eine besonders hohe Bewertung. Auch<br />
die Trainingsleitung vergab eine 9,0 und<br />
bescheinigte ihm für die Grundgangarten<br />
ebenfalls sehr gute Noten. Caiylani wurde<br />
durch Florian Grabner, ehemaliger Bereiter<br />
des <strong>Pferde</strong>zentrums Stadl-Paura, ab November<br />
2020 ausgezeichnet auf die Prüfung vorbereitet.<br />
Caiylani stammt zur Hälfte aus russischen,<br />
ägyptischen (25 %), CMK (Crabbet Maynesboro<br />
Kellogg) und polnischen Linien. Über<br />
den Babson Hengst Fadl geht er in der Vaterlinie<br />
auf Jamil el Kebir zurück. In der Mutterlinie<br />
findet man die einflussreiche Leistungsstute<br />
Taktika, die auf Selma zurückgeht.<br />
Zweiter der HLP wurde der Shagya-Araber<br />
Bastello/Shagya-613 (Shagya Burla /<br />
7589 Shagya XXV-38 v. 232 Shagya XXV)<br />
mit 7,25 Punkten (Z. + B.: Franz Kögl, AT). Der<br />
großrahmige 5-jährige Shagya-Araber stei-<br />
gerte sich im Gelände und im Freispringen<br />
in den 4 Wochen, und zeigte am Abschlusstag<br />
seine bisher beste Leistung, die mit 8,0<br />
honoriert wurde. Im Fremdreitertest gefiel<br />
er auch und erhielt ebenfalls eine 8,0. Bastello<br />
stand seit Juli zur Vorbereitung im <strong>Pferde</strong>zentrum<br />
Stadl-Paura.<br />
Bastello stammt aus seltenen Linien und<br />
ist mit der Farbe Rotfuchs eine Seltenheit<br />
(den ersten Fuchs findet man in 4. Generation).<br />
Seine Mutter stammt aus Topolcianky/<br />
SK und geht auf den Stutenstamm von 131<br />
Moldauerin zurück. Bastellos Vater, Shagya<br />
Burla geht im Hengststamm über den<br />
ebenfalls in Topolcianky geborenen Shagya<br />
XX-23 (Radautz) auf den einflussreichen Namensgeber<br />
der Rasse, Shagya Or.Ar., zurück.<br />
Dritter der HLP wurde der Partbred-Araber<br />
SL Vision Gold (SL Kingsgold / Crown BB<br />
Dasmira v. Massai ibn Marenga) mit der<br />
Note 7,21 (Z.: David Lee Grenda/D, B.: Katharina<br />
Weitensfelder/AT). Dem 5-jährigen<br />
SL Vision Gold stand sein noch jugendliches<br />
Auftreten etwas im Wege, was sich<br />
dann auch in den Noten widerspiegelte.<br />
Womit er aber alle begeistert hat, war sein<br />
rasantes Tempo auf der Rennbahn - seine<br />
russischen Vorfahren ließen grüßen. Er legte<br />
die schnellste Zeit seit 10 Jahren hin. Auch<br />
Gelände- und Freispringen lagen ihm. Auch<br />
Vision Gold wurde von den Bereitern in Stadl<br />
Paura seit Juli vorbereitet.<br />
In der Vaterlinie geht Vision Gold über den<br />
World Champion von 1991, Simeon Shai, auf<br />
die in der Araberzucht am häufigsten vertrenene<br />
Hengstlinie von Nazeer/Saklawi I zurück.<br />
In der Mutterlinie findet man über die<br />
Muscat-Tochter Dersetta die sehr einflußreiche<br />
Koalicja, die auf Milordka zurückführt.<br />
Alexandra Dietl<br />
SL Vision Gold (SL Kingsgold / Crown BB Dasmira<br />
Training TR RT Abschlußtest<br />
Zucht<br />
Name des Hengstes<br />
Caiylani el<br />
Zahra<br />
Temperament (x7,5)<br />
Charakter (x7,5)<br />
Konstitution (x5)<br />
Springen<br />
Gelände (x6)<br />
Freispringen (x2,5)<br />
Galoppiervermögen<br />
(x5)<br />
Rittigkeit (x10)<br />
Schritt (x3)<br />
Trab (x3)<br />
Galopp (x3)<br />
8,3 7,5 9.9 8,6 7.6 9.3 9.0 8,3 9,0 8,4 9,0 8,8 8,5 6,0 7,5 7,5 7,0 7,5 7,4 8,27<br />
Bastello 7,3 8,0 8,0 6,8 7,3 6,5 6,9 6,0 7,0 7,0 8,0 7,8 8,0 8,0 5,5 6,5 6,0 7,0 7,2 7,25<br />
Rittigkeit (x10)<br />
Regeneration/<br />
Trainierbarkeit (x10)<br />
Freispringen (x2,5)<br />
Springanlage<br />
Gelände (x6)<br />
Schritt (x3)<br />
Trab (x3)<br />
Galopp (x3)<br />
Galoppiervermögen<br />
(x5)<br />
Galoppzeit (x5)<br />
Endnote<br />
SL Vision Gold 6,8 7,0 10,0 8,5 7,3 9,5 6,6 7,5 7,4 7,4 7,0 6,9 8,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 7,8 7,21<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
33
Shagya-Araber<br />
Zucht HengstParade<br />
S ta n d o r t e der Hengste<br />
15<br />
9<br />
1-3<br />
4-5<br />
6<br />
7<br />
8<br />
10-11<br />
13-14<br />
12 35<br />
19<br />
16-18<br />
27<br />
<strong>28</strong>-30<br />
20 22-24<br />
25<br />
26<br />
21<br />
31-33<br />
Österreich<br />
36-39<br />
35<br />
34<br />
1 Abu Sabi, 23974 Alt Farpen<br />
2 Hadrian, 23974 Alt Farpen<br />
3 Hafiz, 23974 Alt Farpen<br />
4 Bayard V.S., 26434 Wangerland<br />
5 Aramis, 26434 Wangerland<br />
6 FA Dajan, 26770 Uplengen<br />
7 Kunar T, 27374 Visselhövede<br />
8 Sahil Ibn Farag II-3, 30900 Wedemark<br />
9 El Geronimo, 48691 Vreden<br />
10 Ramik Rakkad, 32683 Barntrup<br />
11 El Payam, 32683 Barntrup<br />
12 GG Midnight Silver, 35638 Leun-Biskirchen<br />
13 A Magic Man of Kossack, 35329 Gemünden<br />
14 Kamerton, 35329 Gemünden<br />
15 GG Shawan, 54518 Arenrath<br />
16 KP Noury, 56349 Kaub<br />
17 KP Al Nakib Ibn Tameen, 56349 Kaub<br />
18 KP Maryoom, 56349 Kaub<br />
19 Aladin, 56237 Wittgert<br />
20 Om El Bahir, 71126 Gäufelden<br />
21 PA Shai Najim, 78052 Zollhaus<br />
22 WM Devdas, 72532 Marbach<br />
23 WM Nafis, 72532 Marbach<br />
24 Nasheed, 72532 Marbach<br />
25 Karim Al Mansur, 84435 Lengdorf<br />
26 AJM Shirass, 85669 Reithofen<br />
27 Nabucco, 92342 Freystadt/Opf<br />
<strong>28</strong> EH Ethos, 91746 Weidenbach<br />
29 TM Lopez, 91746 Weidenbach<br />
30 Zyrano de Beygerac, 91746 Weidenbach<br />
31 Al Ilaf Thamin, 94113 Tiefenbach<br />
32 Sharaf Fareed AB, 94113 Tiefenbach<br />
33 Simply the Best AB, 94113 Tiefenbach<br />
34 NorCal Sierra SnoMan, A-9871 Seeboden<br />
35 NuStar Kossack, A-5724 Stuhlfelden<br />
(ab Feb. 2022 D-36148 Mittelkalbach<br />
36 Sonar SeGanges, A-<strong>28</strong>51 Krumbach<br />
37 Baikal, A-<strong>28</strong>51 Krumbach<br />
38 TA Markoni, A-<strong>28</strong>51 Krumbach<br />
39 Muscateals Saphir, A-<strong>28</strong>51 Krumbach<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 3/2020 4/<strong>2021</strong><br />
34
1<br />
Farbe: Schimmel<br />
geb.: 2001<br />
Stm.: 1,53 m<br />
Decktaxe: nach<br />
Absprache<br />
Abu Sabi<br />
Standort d. Hengstes:<br />
23974 Alt Farpen<br />
Züchter:<br />
Brigitte Jedzini<br />
Abu Sabi<br />
Schimmel, *2001<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Zaid Ben<br />
Raswan<br />
Fuchs, *1988<br />
Abaisha<br />
Sch., *1986<br />
Raswan (Elite)<br />
Zarije<br />
Galib Ben<br />
Afas (Elite)<br />
Abucadi<br />
Adonah (Elite)<br />
Roszka (Elite)<br />
Mors (Elite)<br />
Zyana<br />
Abu Afas<br />
Galka (Elite)<br />
Mors (Elite)<br />
Arabeske (Elite)<br />
Besitzer:<br />
Gestüt Savona<br />
Brigitte u. Manfred Jedzini GbR<br />
Lindenweg 29<br />
23974 Alt Farpen<br />
Tel.: 038427 409817<br />
Email: info@gut-altfarpen.de<br />
www.gestuet-savona.de<br />
Abu Sabi ist einer der letzten Hengste<br />
aus der einst so erfolgreichen „Rostocker“<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraberzucht.<br />
Die Vaterlinie geht auf Fetysz zurück, der<br />
sich in der Trakehnerzucht als Hengstlinie<br />
etablieren konnte.<br />
Mütterlicherseits geht Abu Sabi auf die<br />
Milordka (A-Linie) zurück.<br />
Zucht HengstParade<br />
2<br />
Farbe: Fuchs<br />
geb.: 1997<br />
Stm.: 1,50 m<br />
Decktaxe: 1200 €<br />
Hadrian<br />
Standort d. Hengstes:<br />
D-23974 Alt Farpen<br />
Züchter:<br />
Brigitte Jedzini<br />
Hadrian<br />
Fuchs, *1997<br />
Wersal<br />
Braun, *1983<br />
Helwa<br />
D‘Fuchs, *1988<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Naftalin<br />
Pernataya<br />
Susdal<br />
Helaah<br />
Topol<br />
Nepriadwa<br />
Nabeg<br />
Persida<br />
Neron (Elite)<br />
Salomea<br />
El Beshir<br />
Hexe<br />
Besitzer:<br />
Gestüt Savona<br />
Brigitte u. Manfred Jedzini GbR<br />
Lindenweg 29<br />
23974 Alt Farpen<br />
Tel.: 038427 409817<br />
info@gut-altfarpen.de<br />
www.gestuet-savona.de<br />
Hadrian ist<br />
• Reservesieger Futurity Schau 1999<br />
• Sieger des Futurity Cups/Wanderpokal<br />
2000<br />
• Erfolgreich im Rennsport (auch in den<br />
Niederlanden)<br />
• Sein Vater Wersal geht auf die in<br />
Deutschland seltene Naftalin-Linie<br />
zurück; Hengstlinie Koheilan Adjuze db<br />
• Mutter Helwa, ebenfalls erfolgreich im<br />
Rennsport, stammt vom mehrfachen<br />
Rennsieger Susdal ab, der auf Sport<br />
ingezogen ist. Helwas Stutenlinie geht<br />
auf Murana I zurück<br />
• Hadrian ist SCID und CA-frei getestet<br />
• Röhrbein 20 cm<br />
3<br />
Farbe: Fuchs<br />
geb.: 1999<br />
Stm.: 1,51<br />
Decktaxe:<br />
nach Absprache<br />
Hafid<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
Standort d. Hengstes:<br />
23974 Alt Farpen<br />
Züchter:<br />
Brigitte Jedzini<br />
Hafid<br />
Fuchs, *1999<br />
Berak<br />
F., *1974<br />
Helaah<br />
F., *1978<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
El Bedavi<br />
Vanessa<br />
El Beshir<br />
Hexe<br />
35<br />
Robert E.Lee<br />
Sithara<br />
Magic Fire<br />
Rexbaya<br />
Faaris<br />
Sirrulla<br />
Siglavy<br />
Bagdady VI-8<br />
Jowziah<br />
Besitzer:<br />
Gestüt Savona<br />
Brigitte u. Manfred Jedzini GbR<br />
Lindenweg 29<br />
23974 Alt Farpen<br />
Tel.: 038427 409817<br />
Email: info@gut-altfarpen.de<br />
www.gestuet-savona.de<br />
Hafid ist ein Hengst aus alten Crabbet-<br />
Linien, sowie alten US-Linien<br />
Er erhielt im Oktober <strong>2021</strong>, anlässlich der<br />
Hofeintragung des VZAP, eine Silberschleife.<br />
Mütterlicherseits geht er auf die Stutenlinie<br />
der Murana I 1808 zurück.
GestütsParade<br />
HengstParade<br />
4<br />
Farbe: Braun<br />
geb.: 2010<br />
Stm.: 1,61 m<br />
Decktaxe: 800 € (VA)<br />
400 € (Nicht-VA)<br />
Bayard V.S.<br />
Standort d. Hengstes:<br />
26434 Wangerland<br />
Züchter: : Femma van<br />
Santen, NL<br />
Bayard V.S.<br />
Braun, *2010<br />
A.F. Barahbay<br />
Sch., *2001<br />
Sjadosa<br />
Fuchs, *2001<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Kubay Khan<br />
Kubarah<br />
Dosator<br />
Sjakoera<br />
Kubinec (Elite)<br />
<strong>Vol</strong>naia<br />
Karavan<br />
Kogorta<br />
Murmansk<br />
Pipinka<br />
Pernod<br />
Savanna<br />
Besitzer:<br />
Lisa Falk<br />
Wassenser Straße 10<br />
26434 Wangerland<br />
mobile: 0175–8295439<br />
Email: info@lisa-falk.de<br />
https://lisa-falk.de<br />
Bayard V.S. vereint Leistung, Adel und<br />
Schönheit.<br />
• Beim VZAP mit Gold eingetragen und<br />
nach erfolgreicher HLP im Turniersport<br />
(NL) auch gekört.<br />
• In der Dressur bis zur schweren Klasse<br />
ausgebildet.<br />
• Zurzeit absolviert er die HLP im<br />
Distanzsport.<br />
Gesund, korrekt, klar im Kopf und ein<br />
Charmeur. Er ist großrahmig und dabei<br />
trotzdem filigran in den Bewegungen.<br />
Deckbedingen und weitere Infos auf<br />
Anfrage. Sonderkonditionen für 2022, da<br />
letztes Jahr in Deutschland!<br />
SCID-, CA- und LFS-frei<br />
5<br />
Farbe: Rappe<br />
geb.: 2012<br />
Stm.: 1,64<br />
Decktaxe: 750 €<br />
Aramis Deutsches Edelblut Der schwarze Prämienhengst Aramis wurde<br />
Standort d. Hengstes:<br />
26434 Wangerland<br />
Züchter:<br />
Marion Diepenkofen<br />
Aramis<br />
Rappe, *2012<br />
Hamit AA<br />
R., *1993<br />
Ariane (Meckl.)<br />
R., *1994<br />
Cafettot AA<br />
Campetot AA<br />
Campanule AA<br />
Huczka AA<br />
Atout<br />
(Hann.)<br />
Disdoma<br />
(Meckl.)<br />
Deficyt AA<br />
Huska AA<br />
Acapulco<br />
(Hann.)<br />
Castra (Hann.)<br />
Diskaro (Meckl.)<br />
Diadoma<br />
(Meckl)<br />
Besitzer:<br />
Lisa Falk<br />
Wassenser Straße 10<br />
26434 Wangerland<br />
mobile: 0175–8295439<br />
Email: info@lisa-falk.de<br />
https://lisa-falk.de<br />
beim ZSAA gekört. Er absolvierte den Wesenstest<br />
und die Hengstleistungsprüfung mit<br />
einer Note von 7,7 und als Gesamtsieger.<br />
Ebenfalls eingetragen beim VZAP.<br />
Aktuell kann er Turniererfolge im Springen,<br />
der Vielseitigkeit und Dressur nachweisen.<br />
Bei Distanzritten ist er siegreich bis 120 km<br />
und konnte sich für die DM 2022 qualifizieren.<br />
Er erweist sich als sehr leistungsstark, hart<br />
und ist mit viel Kampfgeist ausgestattet.<br />
Zudem ist er mit einem äußerst harmonischen<br />
Exterieur versehen und hat traumhafte<br />
Röntgenbilder.<br />
TG- Versand EU- weit möglich.<br />
Maße: 164 cm – 167 cm – 20,5 cm<br />
SCID-, CA- und LFS-frei<br />
6<br />
Foto: G. Waiditschka<br />
Farbe: Fuchs<br />
geb.: 2015<br />
Stm.: 152 cm<br />
Decktaxe: 1250 €<br />
(andere arab. Rassen 625 €)<br />
FA Dajan<br />
Standort d. Hengstes:<br />
26670 Uplengen<br />
Züchter: FA Arabians,<br />
Britta und H.-D. Ahlers<br />
FA Dajan<br />
Fuchs, *2015<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Kanz Al<br />
Bidayer<br />
Braun, *2009<br />
FA Dafina<br />
Braun, *2010<br />
Ajman<br />
Moniscione<br />
DL Marielle<br />
El Ninjo<br />
Daisha<br />
WH Justice<br />
Anthea<br />
Moniscione<br />
Marwan Al<br />
Shaqab<br />
RGA Kouress<br />
Emiliusz<br />
Claudiaa<br />
Kassan<br />
Doyla<br />
Besitzer:<br />
FA Arabians<br />
B. & H.-D. Ahlers<br />
D-26770 Uplengen<br />
Tel.: 04956 – 927018<br />
www.FAArabians.de<br />
info@faarabians.de<br />
facebook.com/FAArabians.de<br />
FA Dajan besticht durch seinen<br />
herrlichen arabischen Rassetyp. Auch<br />
sein ausgezeichneter Geschlechtstyp<br />
und seine Präsenz wurden an der<br />
Verbandshengstschau hervorgehoben.<br />
Sein hervorragender Charakter und die<br />
Liebe zu seinen Menschen lassen FA Dajan<br />
zu unserem wahr gewordenen Traum<br />
werden.<br />
Unter dem Sattel zeigt er sich leistungsbereit<br />
und kooperativ, was auch bei der<br />
Hengstleistungprüfung hervorgehoben<br />
wurde.<br />
• 2016 Klassensieger Amateurschau<br />
• 2018 Weiße Schleife VHS des VZAP<br />
• <strong>2021</strong> HLP-Sieger beim VZAP<br />
• <strong>2021</strong> Gekört und prämiert beim VZAP<br />
FA Dajan ist SCID, CA und LFS frei<br />
gestestet.<br />
36<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
7<br />
Foto: Sirid Hahn<br />
Farbe: Braun<br />
geb.: 2005<br />
Stm.: 1,63 m<br />
Decktaxe: 800 €<br />
TG und NS<br />
8<br />
Foto: Julia Moll<br />
Sahil Ibn Farag II-3<br />
Farbe: Schimmel<br />
geb.: 2010<br />
Stm.: 1,55<br />
Decktaxe: 1000 €<br />
Kunar T <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Kunar T ist mehrfacher Gold-und<br />
Standort d. Hengstes:<br />
27374 Visselhövede<br />
Züchter: Schutrups,<br />
Niederlande<br />
Standort d. Hengstes:<br />
30900 Wedemark<br />
Züchter: Haupt- und<br />
Landgestüt Marbach<br />
Kunar T<br />
Braun, *2005<br />
Sahil Ibn Farag II-3<br />
Schimmel, *2010<br />
Nadir I<br />
Br., *1987<br />
Kupona<br />
Rappe, *1997<br />
Farag II-3<br />
F., *1988<br />
Souha<br />
Sch., *1995<br />
Neman<br />
Neschi<br />
Kupol<br />
Rigona<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Farag II<br />
Farag (Elite)<br />
25 Amurath<br />
Sahib<br />
204 Ghalion Ghalion<br />
3 Siglavy<br />
Bagdady VI<br />
Nami<br />
Sadana<br />
Nabeg<br />
Nega<br />
Kilimandscharo<br />
Nevada<br />
Pogremok<br />
Kariatida<br />
Abakan<br />
Ragonka<br />
Besitzer:<br />
Gestüt Amal<br />
A. Scheele & U. Intemann<br />
27374 Visselhövede<br />
Tel.: 05168 1246<br />
Mobile: 0170 3097 578<br />
Email: Myfleury@web.de<br />
www.gestuet-amal.de<br />
Gharib (Elite)<br />
Nabya<br />
Saher (Elite)<br />
Sandara<br />
Besitzer:<br />
FARAG-ARABIANS<br />
Stefanie Weirich<br />
Allerbusch 31<br />
30900 Wedemark<br />
weirichsteffi@gmail.com<br />
Silberchampion:<br />
• GOLD Champion Junior, National Show<br />
Ermelo, Holland 2008;<br />
• GOLD Champion Junior, Regional Show<br />
Holland 2012;<br />
• GOLD Champion Int. B-Show Brecht,<br />
Belgium, BEST <strong>IN</strong> SHOW 2013;<br />
• SILBER Champion Senior Int. B-Show,<br />
Tulip Cup, Holland u.v.m.<br />
Kunar T ist gekört und prämiert,<br />
eingetragen für alle Rassen im<br />
holländischen Stutbuch AVS.<br />
Mit Goldschleife beim ZSAA eingetragen.<br />
Mehrfach gekörte Söhne und prämierte<br />
Töchter sowie international geshowte<br />
Nachzucht.<br />
Kunar T steht über TG und NS zur<br />
Verfügung.<br />
Sahil ist vermutlich der einzige noch<br />
lebende Hengst, der väterlicherseits die<br />
asile Linie der legendären 25 Amurath Sahib<br />
weiterführt.<br />
In der Stutenlinie geht er über die<br />
wunderbare Marbacher Stute Souha auf die<br />
Murana I-Linie zurück.<br />
Sahil ist grossrahmig mit hervorragender<br />
Oberlinie und herrlichem Fundament.<br />
Er vererbt neben seinem enormen<br />
Gangvermögen auch seinen sanften<br />
Charakter.<br />
Sahil wurde vom VZAP mit weisser Schleife<br />
ausgezeichnet.<br />
CA- und SCID-frei.<br />
GestütsParade<br />
HengstParade<br />
9<br />
Farbe: Schimmel<br />
geb.: 2016<br />
Stm.: 1,62<br />
Decktaxe: 1000 €<br />
El Geronimo<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
Standort d. Hengstes:<br />
48691 Vreden<br />
Züchter: J. G. Liefers-<br />
Vriendts<br />
El Geronimo<br />
Schimmel<br />
[Logo]<br />
S.M.A. Magic<br />
One<br />
Giulietta<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Psytadel<br />
Majidah Bint<br />
Pasha<br />
Hassan<br />
Ashiraf<br />
Indiana T<br />
37<br />
Padrons Psyche<br />
Bint Bey Shah<br />
AS Sinans Pacha<br />
A.S. Mounah<br />
Amir Ashiraf<br />
CO Pashmira<br />
Vanadin<br />
Karona<br />
Besitzer:<br />
J. G. Liefers-Vriendts<br />
Crosewick 57<br />
48691 Vreden<br />
tel.: 0151-5265061<br />
angela-liefers@t-online.de<br />
El Geronimo<br />
* VZAP Goldschleife 2020<br />
* SCID, CA, LFS frei<br />
* Stockmaß: 162 cm<br />
* Brustumfang: 192 cm<br />
* Lebendfohlengarantie<br />
Zitat VZAP: Imposanter Hengst, mit sehr<br />
viel Ausdruck, der trotz seiner Größe<br />
sehr harmonisch ist. Seine sehr aktive<br />
Hinterhand ermöglicht ihm einen sehr gut<br />
getragenen elastischen Trab und eine gut<br />
gesprungene kraftvolle Galoppade.<br />
El Geronimo ist 2022 ausschließlich EUweit<br />
über TG-Samen von bester Qualität<br />
verfügbar.
GestütsParade<br />
HengstParade<br />
10<br />
Farbe: Braun<br />
geb.: 2015<br />
Stm.: 1,58 m<br />
Decktaxe: 550 €,<br />
Rabatt mögl., siehe HP<br />
11<br />
Farbe: Braun<br />
geb.: 2012<br />
Stm.: 1,51 m<br />
Decktaxe: 550 €,<br />
Rabatt mögl., siehe HP<br />
12<br />
El Payam<br />
Standort d. Hengstes:<br />
32683 Barntrup<br />
Ostwestfalen-Lippe<br />
Züchter:<br />
Sabine Hallmann<br />
Ramik Rakkad<br />
Standort d. Hengstes:<br />
32683 Barntrup,<br />
Ostwestfalen-Lippe<br />
Züchter:<br />
Sabine Hallmann<br />
GG Midnight Silver <strong>Vol</strong>lblutaraber GG Midnight Silver steht für arabischen Typ<br />
Farbe: Schimmel Standort d. Hengstes:<br />
geb.: 2008<br />
35638 Leun-Biskirchen<br />
Stm.: 158 cm Hessen<br />
Decktaxe: AV 1200.- € Züchter:<br />
Andere Rassen 750.- € Alexandra Gerhard<br />
El Payam<br />
Braun, *2015<br />
Ramik Rakkad<br />
Braun, *2012<br />
GG Midnight Silver<br />
Sch., *2008<br />
Kunar T<br />
Braun, *2005<br />
Prisha<br />
Fuchs, *2010<br />
El Dimor<br />
Braun, *1991<br />
El Sid<br />
Sch., *2003<br />
Mascara<br />
Rappe, *1997<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Ramirah Bint<br />
Rawa<br />
Braun, *1991<br />
Nadir I<br />
Kupona<br />
El Dimor<br />
Prichina<br />
Diagram<br />
El Dinari<br />
Rahawi<br />
Rawa<br />
Al Lahab (Elite)<br />
Swana<br />
NV Beau Bey<br />
Mahalya<br />
Neman<br />
Neschi<br />
Kupol<br />
Rigona<br />
Diagram<br />
El Dinari<br />
Nougatin<br />
Pritcha<br />
Besitzer:<br />
El Dimor<br />
- <strong>Vol</strong>lblutaraber zum Reiten -<br />
Sabine Hallmann<br />
Ostersiek 34<br />
32683 Barntrup<br />
Tel. 05262-995911<br />
mobil 0171-8047611<br />
araber@el-dimor.de<br />
www.el-dimor.de<br />
Palas<br />
Draperia<br />
Euben<br />
Contessa<br />
Ibn Shaker I<br />
Rafawna<br />
Ceratzo<br />
Rafawna<br />
Besitzer:<br />
El Dimor<br />
- <strong>Vol</strong>lblutaraber zum Reiten -<br />
Sabine Hallmann<br />
Ostersiek 34<br />
32683 Barntrup<br />
Tel. 05262-995911<br />
mobil 0171-8047611<br />
araber@el-dimor.de<br />
www.el-dimor.de<br />
Laheeb<br />
The Vision HG<br />
Kubinec (Elite)<br />
Belissa<br />
Bey Shah<br />
Bint Miss Fire<br />
Bey Shah<br />
NV Espania<br />
Besitzer:<br />
Gestüt Greifenstein<br />
Alexandra Gerhard<br />
Silbergasse 17<br />
35638 Leun-Biskirchen<br />
Tel: 06473-3425<br />
Mobil: 0177-4802336<br />
kontakt@gestüt-greifenstein.de<br />
www.gestüt-greifenstein.de<br />
El Payam ist ein vom ZSAA mit GOLD-<br />
Schleife ausgezeichneter, rahmiger und<br />
zugleich harmonischer Hengst, der bereits<br />
dreijährig eine Größe von 1,58 m hatte.<br />
Er bringt gute Reitpferdepoints und ein<br />
kräftiges, korrektes Fundament mit, sowie<br />
Gänge mit Schwung, elastisch und kraftvoll.<br />
El Payam ist gelassen und souverän und im<br />
Umgang, immer freundlich und anständig,<br />
sowie Neuem gegenüber interessiert und<br />
aufgeschlossen. El Payam ist mischerbig für<br />
Rappe und Agouti. Es können daher je nach<br />
Anpaarung alle Farben (Rappe/Braune/<br />
Füchse) fallen.<br />
El Payam deckt im Natursprung, jedoch<br />
nicht im Freilauf. Alle Fohlen der ersten<br />
beiden Jahrgänge wurden prämiert. Pachtstuten<br />
möglich.<br />
Unsere <strong>Pferde</strong> sind SCID-, CA- & LFS-frei.<br />
Ramik Rakkad ist ein solider, kompakter,<br />
maskuliner Hengst mit guter Schulter, Widerrist,<br />
Oberlinie und Kruppe sowie kräftigem<br />
Fundament: Röhrbein 20 cm.<br />
Ramik Rakkad überzeugt durch einen guten<br />
Schritt und eine gelassene, raumgreifende<br />
Galoppade mit Takt und Balance. ZSAA<br />
Hengstbuch I, Gesamtnote 7,34; silberne<br />
Schleife.<br />
Ramik Rakkad ist homozygoter Vererber für<br />
schwarz & Agouti (EEAA). Alle vorgestellten<br />
Fohlen wurden prämiert.<br />
Er deckt im Natursprung, jedoch nur ausgewählte<br />
Stuten im Freilauf.<br />
Unsere <strong>Pferde</strong> sind SCID-, CA- & LFS-frei.<br />
und außergewöhnliche Leistung! Mit jedem<br />
Auftritt, ob im Schauring oder unter dem Sattel,<br />
vergrößert sich sein Fanclub.<br />
Jeder der ihn live erlebt, wird von seiner Ausstrahlung<br />
gefesselt und schwärmt von seinem<br />
Charakter. All diese Eigenschaften gibt er an<br />
seine Nachkommen weiter und machen ihn zu<br />
einem Vererber der Spitzenklasse! Seine Kinder<br />
zeichnen sich durch hervorragenden Typ mit<br />
schönen Gesichtern, Korrektheit des Körpers<br />
und der GGA sowie Leistungsbereitschaft und<br />
Vermögen aus!<br />
GG Midnight Silver wurde<br />
• 2012 gekört für alle Rassen<br />
• 2014 HLP Reservesieger<br />
• 2015 Sieger im M* Springen ANC Aachen<br />
• 2016 Araber des Jahres<br />
• 2016 Silber Champion Senioren Hengste<br />
SCID und CA-frei, mit 50% Rappvererbung,<br />
prämierte Fohlen, EU TG-Samen und<br />
Natursprung. Sonder-Deckkondition für<br />
prämierte oder gerittene Stuten!<br />
38<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
13<br />
Farbe: Braun<br />
geb.: 1999<br />
Stm.: 1,53 m<br />
Decktaxe: 1000 €<br />
Kamerton<br />
Standort d. Hengstes:<br />
35329 Gemünden<br />
Züchter:<br />
Staatsgestüt Tersk / RU<br />
Kamerton<br />
Braun, *1999<br />
Mat<br />
Braun, *1989<br />
Kaluga<br />
Fuchs, *1975<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Armaniak<br />
Matritsa<br />
Aswan<br />
Kasatka<br />
Banat<br />
Arba<br />
Topol<br />
Monogramma<br />
Nazeer<br />
Yosreia<br />
Sport<br />
Karta<br />
Besitzer:<br />
Gestüt Vogelsberg-Araber<br />
Harald Frey<br />
Alsfelder Straße 45<br />
35329 Gemünden<br />
Mobil: +49 (170) 4431060<br />
www.vogelsberg-araber.de<br />
maria.sens@web.de<br />
Kamerton -<br />
• ist VZAP Elitehengst,<br />
• erhielt die Silberne Schleife VHS<br />
Aachen 2003.<br />
• ist CA und SCID frei<br />
• lief 2 Jahre lang Rennen in Russland<br />
• deckt im Natursprung<br />
Kamerton vererbt Rittigkeit, Korrektheit<br />
im Exterieur und in der Bewegung. Er hat<br />
seine Vererbungskraft in über 40 Fohlen<br />
bewiesen.<br />
Sein Sohn MS Madrass ist in der Dressur<br />
erfolgreich bis Klasse S.<br />
Mehrere Nachkommen laufen im<br />
Distanzsport bis LDR, aber auch im<br />
Freizeitbereich.<br />
Kaluga, seine Mutter, wurde 34 Jahre alt,<br />
hatte 15 Fohlen und war erfolgreich auf der<br />
Rennbahn.<br />
GestütsParade<br />
HengstParade<br />
14<br />
A Magic Man of Kossack <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
A Magic Man of Kossack<br />
Farbe: Schimmel<br />
geb.: 2017<br />
Stm.: 1,56 m<br />
Decktaxe: 1500 €<br />
15<br />
Farbe: Fuchs<br />
geb.: 2004<br />
Stm.: 1,54 m<br />
Decktaxe: VA 600 €<br />
Bis 50% VA 400 €<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
Standort d. Hengstes:<br />
35329 Gemünden<br />
Züchter:<br />
The Kossack Stud, NL<br />
Standort d. Hengstes:<br />
54518 Arenrath<br />
Züchter: Johann<br />
Grabmeier, Grainet<br />
A Magic Man of Kossack<br />
Schimmel, *2017<br />
GG Shawan<br />
Fuchs, *2004<br />
S.M.A. Magic<br />
One<br />
Sch., *2010<br />
Abakana<br />
Kossack<br />
Braun, *2001<br />
Madallan-<br />
Madheen<br />
Rappe, *1994<br />
Shanah Th<br />
Rappe, *2000<br />
Psytadel<br />
Majidah Bint<br />
Pasha<br />
Balaton<br />
Amunitia<br />
Ansata El<br />
Salaam (Elite)<br />
Madinah (Elite)<br />
Khaled El<br />
Assuad<br />
Sheila Bint<br />
Khaled<br />
39<br />
Padrons Psyche<br />
Bint Bey Shah<br />
Ansata Ibn Shah<br />
Ansata<br />
Samantha<br />
Ibn Galal (Elite)<br />
Mona II<br />
Kasr El Nil<br />
Kaythara<br />
Khaled El<br />
Assuad<br />
Suhail<br />
Besitzer:<br />
Araber vom Erbespech<br />
Vera Schmitt<br />
Hauptstr. 64<br />
54518 Arenrath<br />
mobile: 0160/8893667<br />
AS Sinans Pacha<br />
A.S. Mounah<br />
Menes<br />
Panagia<br />
Antey<br />
Malta<br />
Besitzer:<br />
Gestüt Vogelsberg-Araber<br />
Harald Frey<br />
Alsfelder Straße 45<br />
35329 Gemünden<br />
Mobil: +49 (170) 4431060<br />
www.vogelsberg-araber.de<br />
maria.sens@web.de<br />
• Bester VZAP Körhengst <strong>2021</strong>, zugelassen<br />
für alle <strong>Arabische</strong>n Rassegruppen<br />
• Verbandsprämie VZAP <strong>2021</strong><br />
• Bester Hengst der VZAP Eintragungsreise<br />
2020, Wertnote 8,5 im Durchschnitt<br />
• VZAP Goldschleife 2020<br />
• Mutter Abakana Kossack ist AVS Elitestute<br />
und Winner WAHO Trophy 2015<br />
• Abakana Kossack ist eine herausragende<br />
Vererberstute<br />
• SCID und CA frei<br />
• deckt ausschließlich im Natursprung<br />
A Magic Man of Kossack überzeugt<br />
nicht nur durch Typ und Ausstrahlung,<br />
sondern auch durch seine raumgreifenden<br />
und elastischen Bewegungen. Zur Zeit<br />
bekommt er eine Grundausbildung unter<br />
dem Sattel. Hier zeigt er sich aufmerksam,<br />
aufgeschlossen, eifrig, freundlich und sehr<br />
cool.<br />
GG Shawan <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
GG Shawan ist ein typvoller, charakterstarker,<br />
athletischer rein ägyptisch gezogener<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber Hengst.<br />
GG Shawan hat die HLP Western unter Dr.<br />
Martin Pauli absolviert.<br />
Er wurde bei dem ZSAA 2020 mit goldener<br />
Schleife eingetragen, <strong>2021</strong> wurde er im<br />
ZSAA gekört und erhielt sowohl im Typ als<br />
auch im Gebäude, die Note 9.<br />
Unter dem Reiter zeigt er sich rittig und ist<br />
stets souverän, egal ob Gelände, normales<br />
Training oder Show.<br />
SCID und CA frei<br />
Non -Agouti (aa) somit ist er auch interessant<br />
für die Rappzucht.<br />
Kühlsamen und TG über Freeze & Breed,<br />
weitere Infos auf Facebook „GG Shawan“
GestütsParade<br />
HengstParade<br />
16<br />
KP Al Nakib Ibn Tameen<br />
Farbe: Schimmel<br />
geb.: 2013<br />
Stm.: 1,54 m<br />
Decktaxe: 1250 €<br />
Standort d. Hengstes:<br />
Gestüt Kauber Platte<br />
Züchter:<br />
Heiner Buschfort<br />
KP Al Nakib Ibn Tameen<br />
Schimmel, *2013<br />
Ajmal Tameen<br />
Sch., *2008<br />
KP Naima<br />
Sch., *2004<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Ansata<br />
Hejazi<br />
Tabanya<br />
KP Mokeel<br />
Nameeza<br />
Ansata Halim<br />
Shah (Elite)<br />
Ansata Sudarra<br />
Hamasa Nabih<br />
Tamria II<br />
Hakeel Ibn<br />
Kaysoon (Elite)<br />
KP Mofida<br />
Idrees<br />
Nana<br />
Besitzer:<br />
Martin Buschfort<br />
Gestüt Kauber Platte<br />
56349 Kaub<br />
Mobile: 0049-163-4007325<br />
reinhild.moritz@t-online.de<br />
www.kauber-platte.de<br />
Hengst mit ausdrucksvollem Gesicht,<br />
sehr eleganter Oberlinie, hervorragenden<br />
Bewegungen und solidem Fundament.<br />
Rein ägyptischer Deckhengst der Familie<br />
Koheilan Rhodan, mit 10 VZAP-Elite-<strong>Pferde</strong>n<br />
im Pedigree.<br />
• eingetragen mit Goldschleife 2016 .<br />
• CA und SCID frei<br />
Nachzucht kann im Gestüt Kauber Platte<br />
besichtigt werden.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.kauber-platte.de<br />
17<br />
KP Noury<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Farbe: Schimmel<br />
geb.: 2015<br />
Stm.: 1,56 m<br />
Decktaxe: 1250 €<br />
Standort d. Hengstes:<br />
56349 Kaub<br />
Züchter:<br />
Martin Buschfort<br />
KP Noury<br />
Schimmel, *2015<br />
KP Maryoom<br />
Sch., *2000<br />
KP Naima<br />
Sch., *2004<br />
Hakeel Ibn<br />
Kaysoon (Elite)<br />
KP Mofida<br />
KP Mokeel<br />
Nameeza<br />
Kaisoon (Elite)<br />
Hania (Elite)<br />
Idrees<br />
Manaya<br />
Hakeel Ibn<br />
Kaysoon (Elite)<br />
KP Mofida<br />
Idrees<br />
Nana<br />
Besitzer:<br />
Martin Buschfort<br />
Gestüt Kauber Platte<br />
56349 Kaub<br />
Mobile: 0049-163-4007325<br />
reinhild.moritz@t-online.de<br />
www.kauber-platte.de<br />
KP Noury ist ein vom VZAP mit Gold<br />
gekörter rein ägyptischer Hengst aus der<br />
Nana-Linie (Koheilan Rhodan). Er verfügt<br />
über viel Typ, Rahmen, eine exzellente<br />
Oberlinie, sehr gute Bewegungen,<br />
ein solides Fundament und einen<br />
einwandfreien Charakter.<br />
KP Noury führt 7 VZAP-Elitepferde im<br />
Pedigree und ist in dritter Generation auf<br />
der Kauber Platte gezogen. Er ist sehr gut<br />
geritten.<br />
CA und SCID frei.<br />
18<br />
Farbe: Schimmel<br />
geb.: 2000<br />
Stm.: 1,55 m<br />
Decktaxe: 1250 €<br />
KP Maryoom<br />
Standort d. Hengstes:<br />
Gestüt Kauber Platte<br />
Züchter: H. Buschfort<br />
Kauber Platte<br />
KP Maryoom<br />
Schimmel, *2000<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Hakeel Ibn<br />
Kaysoon (Elite)<br />
Sch., *1979<br />
KP Mofida<br />
Sch., *1985<br />
Kaisoon (Elite)<br />
Hania (Elite)<br />
Idrees<br />
Manaya<br />
Nazeer<br />
Bint Kateefa<br />
Tuhotmos<br />
Hodhoda<br />
Adeeb<br />
Bint El Nil<br />
Madkour (Elite)<br />
Maisa (Elite)<br />
Besitzer:<br />
Reinhild Moritz<br />
Gestüt Kauber Platte<br />
56349 Kaub<br />
mobile: 0049-163-4007325<br />
reinhild.moritz@t-online.de<br />
www.kauber-platte.de<br />
Ausdrucksstarker Hengst mit viel Typ,<br />
elegantem Hals, sehr guter Oberlinie,<br />
hervorragenden Bewegungen und solidem<br />
Fundament.<br />
Rein ägyptischer Hengst der Familie<br />
Dahman Shawan mit 7 VZAP-Elite-<strong>Pferde</strong>n<br />
im Pedigree.<br />
• goldprämiert<br />
• Hengstleistungsprüfung Distanz<br />
• erfolgreich auf Schauen<br />
• CA und SCID-frei<br />
• TG-Samen erhältlich<br />
Nachzucht kann im Gestüt Kauber Platte<br />
und im Haupt- und Landgestüt Marbach<br />
besichtigt werden.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.kauber-platte.de<br />
40<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
19<br />
Farbe: Braun<br />
geb.: 2018<br />
Stm.: 1,57<br />
Decktaxe: 800 €<br />
Aladin<br />
Standort d. Hengstes:<br />
56237 Wittgert<br />
Züchter:<br />
Heide Losse<br />
Aladin<br />
Braun, *2018<br />
Faa el Sharik<br />
R. (Sth.), *1992<br />
Akhira<br />
Br. (Sth.) *2014<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Dhar Faa<br />
Halim<br />
Monieta<br />
Sharie<br />
KP Al Nahim<br />
Askara<br />
Fabo<br />
Sar<br />
Ladunimuhan<br />
Moniet El Sharaf<br />
JK Blue Hasmeh<br />
Al Lahab<br />
KP Naima<br />
Teymur B<br />
Aziza IV<br />
Besitzer:<br />
Heide Losse<br />
Hauptstr. 42<br />
56237 Wittgert<br />
mobile: 0160-90908449<br />
h.d.losse@gmail.com<br />
Aladin wurde <strong>2021</strong> vom ZSAA als bester<br />
und jüngster <strong>Vol</strong>lblutaraberhengst gekört<br />
mit einer Wertnote von 7,6.<br />
Typ 8, Schritt 8, Trab 8, Galopp 7, Sprung 8.<br />
Das Sprungverhalten wurde als „kaum zu<br />
verbessern“ kommentiert.<br />
Mit knapp 3 Jahren hat er 1,57 Stm und<br />
Röhrbein 19cm!<br />
Sein Vater Faa el Sharik stammt aus einer<br />
Leistungszucht in den USA. Sein Vorfahre<br />
Moniet El Sharaf wurde mit 10 Mio $ als<br />
Jährling syndikatisiert und Bint Bint Moniet<br />
wurde auf der Bentwood Auktion für 2,2<br />
Mio $ versteigert.<br />
Aladin ist sehr verschmust und wird aktuell<br />
angeritten. Dabei ist er absolut artig mit<br />
ordentlich ‚Go’.<br />
Deckt im Natursprung, an der Hand und<br />
auch Freilauf.<br />
GestütsParade<br />
HengstParade<br />
20<br />
Foto: Ulrike Leinemann, ul-foto.com<br />
Farbe: Schimmel<br />
geb.: 2009<br />
Stm.: 159 cm<br />
Decktaxe: auf Anfr.<br />
Om El Bahir <strong>Vol</strong>lblutaraber Om El Bahir ist ein großer, rahmiger und<br />
Standort d. Hengstes:<br />
71126 Gäufelden<br />
Züchter: Om El Arab<br />
International, USA<br />
Om El Bahir<br />
Schimmel, *2009<br />
Om El<br />
Exquisit<br />
Sch., *2003<br />
Om El Bendela<br />
Dakar<br />
Sch., *2003<br />
Sanadik El<br />
Shaklan<br />
Om El Bint<br />
Shaina<br />
Dakar El<br />
Jamaal<br />
Om El<br />
Benedict<br />
El Shaklan (Elite)<br />
Mohena<br />
Sharem El<br />
Sheikh<br />
Om El Shaina<br />
Ali Jamaal<br />
Sonoma Lady<br />
Sanadik El<br />
Shaklan<br />
Om El Beneera<br />
Besitzer:<br />
The Bahir Group<br />
c/o Dr. Andrea Holzapfel<br />
Sindlinger Str. 71/1<br />
71126 Gäufelden<br />
Tel.: +49 (0) 152-33718601<br />
(Ingo Radtke)<br />
E-Mail: info@om-el-bahir.de<br />
www.om-el-bahir.de<br />
sehr leistungsbereiter Hengst mit kräftigem<br />
Fundament und hervorragende Bewegungen,<br />
auch unter dem Sattel.<br />
Eigenleistung 2017:<br />
HLP Feldprüfung Distanz: 116,36 Punkte<br />
VZAP Sportpferdeplakette in Gold<br />
CEI*-Qualifikation<br />
Erfolge 2017:<br />
• 8. Platz MDR 64 km Hassellache Distanz<br />
• 2. Platz & Best Condition LDR 92 km<br />
Mainschleifen-Distanz<br />
• 3. Platz LDR 102 km Birstein Distanz<br />
• 4. Platz LDR 70 km Hohenmorgen Distanz<br />
• 1. Platz LDR 120 km Kitzesbergdistanz<br />
• 1. Platz MDR 80 km Endurance Festival Bavaria<br />
Erfolge 2018:<br />
• 4. Platz CEI* 80 km Endurance Festival Bavaria<br />
• 1. Platz CEI* 80 km Endurance Festival Bavaria<br />
• CA und SCID frei<br />
• Über TG-Samen verfügbar<br />
• Lebendfohlengarantie<br />
Nachzucht vorhanden, kann besichtigt werden.<br />
21<br />
Farbe: Rappe<br />
geb.: 2009<br />
Stm.: 1,55 m<br />
Decktaxe: AV 1000 €<br />
andere 800 €<br />
PA Shai Najim<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
Standort d. Hengstes:<br />
D-78052 VS-Zollhaus<br />
Züchter:<br />
Polar Arabians<br />
PA Shai Najim<br />
Rappe, *2009<br />
Shaimoniet<br />
Rappe, *2005<br />
PA Shah Nigra<br />
Rappe, *1998<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
SW Hallany<br />
Shai<br />
Alita Moniet<br />
Shahin Ibn<br />
Naskhi<br />
Nyala II<br />
41<br />
Simeon Shai<br />
SW FA Anna<br />
Ali Azimm<br />
Monieta Sharie<br />
Naskhi<br />
Sulamith<br />
El Sharib<br />
Nasbala<br />
Besitzer:<br />
Manuela und Hans-Dieter<br />
Schwarz<br />
Grenzlandhof<br />
Grenzweg 13/1<br />
78052 VS-Zollhaus<br />
mobile: 0160 9890 8334<br />
manusv@gmx.de<br />
PA Shai Najim ist ein homozygoter VA-<br />
Rapphengst mit Traum-Ausstrahlung und<br />
allerbestem Charakter!<br />
Er wurde vom ZSAA mit SILBER eingetragen<br />
und ist auch für Partbred, Paints, Quarter<br />
und Quarabs zugelassen!<br />
Foto: Najim mit seiner ersten Liebe<br />
„Sweet Sugar Lynx“ (QH). Die zwei leben<br />
seit 10 Jahren zusammen und haben 5<br />
gemeinsame Quarabfohlen gezaubert.<br />
Sämtliche vorgestellte Nachzucht wurde<br />
vom ZSAA mit 1* und 2** prämiert.<br />
Er ist SCID und CA frei.<br />
Nur Natursprung, frei oder an der Hand.<br />
Mehr Info‘s und Foto‘s auf:<br />
www.facebook.com/PAShaiNajim
GestütsParade<br />
HengstParade<br />
22<br />
WM Devdas<br />
Farbe: Schimmel Station:<br />
geb.: 2016<br />
EU-Bes.-St. Offenhausen<br />
Stm.: 1,65 m<br />
72532 Gomadingen<br />
Deckgeld: 300 € (+ 900 € Züchter: Haupt- und<br />
bei Trächtigkeit, zzgl. MWSt.) Landgestüt Marbach<br />
WM Devdas<br />
Schimmel, *2016<br />
Besitzer:<br />
Dschehim<br />
Sch., *1996<br />
Dahi<br />
Sch., *2008<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Pamir I (Elite)<br />
Dschihan<br />
Insh Allah<br />
Dukna (Elite)<br />
Penthagonn<br />
Shams El Inaza<br />
Nasrodin<br />
Dschadaah (Elite)<br />
Ashhal Al<br />
Rayyan<br />
India<br />
Serenity Habib<br />
Dschihan<br />
Haupt- u. Landgestüt Marbach<br />
Gestütshof 1<br />
72532 Gomadingen<br />
tel.: (0 73 85) 96 84 20<br />
besamung-offenhausen@<br />
hul.bwl.de<br />
www.gestuet-marbach.de<br />
WM Devdas wurde bei der VZAP-Körung in<br />
Alsfeld als Prämienhengst und Siegerhengst<br />
der Körung ausgezeichnet.<br />
Er ist ein Sohn des Marbacher<br />
Hauptbeschälers Dschehim, der die<br />
Hengstlinie des Weiler Stammhengstes<br />
Bairactar Or. Ar. weiterführt. Über seine<br />
Mutter Pr.St. Dahi v. Insh Allah geht er auf<br />
die berühmte Stammstute des königlichwürttembergischen<br />
Gestüts Scharnhausen-<br />
Weil Murana I Or. Ar. zurück - also von Vaterwie<br />
Mutterseite ist der Weil-Marbacher<br />
(WM) Devdas königlichen Geblüts!<br />
2020 hat WM Devdas seine<br />
Hengstleistungsprüfung als 50-Tage-Test<br />
bei den Warmblut-Springhengsten mit<br />
einer Gesamtnote von 7,45 abgelegt.<br />
Seine ersten Fohlen sind typvoll,<br />
bewegungsstark und wüchsig.<br />
23<br />
WM Nafis<br />
Farbe: Rappe<br />
Station:<br />
geb.: 2013<br />
Servicestation Marbach<br />
Stm.: 155<br />
72532 Marbach<br />
Deckgeld: 300 € (+ 900 € Züchter: Haupt- und<br />
bei Trächtigkeit, zzgl. MWSt.) Landgestüt Marbach<br />
24<br />
Nasheed Al Amal Hoor<br />
Farbe: Schimmel Station:<br />
geb.: 2010<br />
EU-Bes.-St. Offenhausen<br />
Stm.: 1,55<br />
72532 Gomadingen<br />
Deckgeld: 300 € (+ 900 € Züchter: Gestüt Hoor<br />
bei Trächtigkeit, zzgl. MWSt.) Al Oyoun, Ägypten<br />
WM Nafis<br />
Rappe, *2013<br />
Besitzer:<br />
Nasheed Al Amal Hoor<br />
Schimmel, *2010<br />
Besitzer:<br />
Al Lahab (Elite)<br />
Sch., 1999<br />
Napirai<br />
Rappe, *2004<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Hafez Al Ahd<br />
Hoor<br />
Sch., *2006<br />
Aneedah<br />
(EAO)<br />
Sch., *2002<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Laheeb<br />
The Vision<br />
HG<br />
NK Bolbol<br />
Nari<br />
Ghallab El<br />
Ateya<br />
Shams<br />
Kareem<br />
Rashdan<br />
(EAO)<br />
Enad (EAO)<br />
Imperial Imdal<br />
AK Latifa<br />
Thee Desperado<br />
Belle Staar<br />
Salaa El Dine<br />
(Elite)<br />
Sanana<br />
Motassem<br />
Noha (Elite)<br />
Haupt- u. Landgestüt Marbach<br />
Gestütshof 1<br />
72532 Gomadingen<br />
tel.: 0049 / 7385 / 9695-0<br />
poststelle@hul.bwl.de<br />
www.gestuet-marbach.de<br />
Rezk Allah<br />
Shameya<br />
Shamsan<br />
Mabrouka<br />
Aybac<br />
Randa<br />
Adl<br />
Settohom<br />
Haupt- u. Landgestüt Marbach<br />
Gestütshof 1<br />
72532 Gomadingen<br />
tel.: 0049 / 7385 / 9695-0<br />
poststelle@hul.bwl.de<br />
www.gestuet-marbach.de<br />
Leistungsgeprüfter Körungssieger:<br />
WM Nafis, Sohn des Weltchampions Al<br />
Lahab, besticht durch rassetypischen Adel<br />
in seltener Rappfarbe.<br />
Unter dem Sattel zeigt er eine hohe<br />
Leistungsbereitschaft, Rittigkeit und Talent<br />
am Sprung. Seine Hengstleistungsprüfung<br />
legte er mit der Gesamtnote 7,63 ab und<br />
erhielt die Höchstnote 10 für die Kondition.<br />
Mutter ist die leistungsgeprüfte Rappstute<br />
Napirai, ihre <strong>Vol</strong>lschwester, Prämienstute<br />
Namije, ist Mutter des gekörten Vererbers<br />
Naoufil.<br />
WM Nafis vertritt die Hengstlinie Sklawi I<br />
Or.Ar. und die Stutenlinie der El Dahma Or.Ar.<br />
in der Familie der aus Ägypten importierten<br />
Stute Nadja.<br />
Neue Impulse:<br />
<strong>2021</strong> konnte das Haupt- und Landgestüt<br />
Marbach mehrere Zuchttiere aus Ägypten<br />
importieren, die verschiedene, ursprünglich<br />
von den Beduinen und von der EAO<br />
gepflegte Hengst- und Stutenlinien<br />
repräsentieren.<br />
Nasheed al Amal repräsentiert die<br />
Hengstlinie Jamil el Kebir über den Gharib-<br />
Vater Anter und die Stutenlinie Saklawi<br />
Gidran über seine in El Zahraa geborene<br />
bedeutende Mutter Aneedah.<br />
Nasheed al Amal ist in der Wüste unter<br />
dem Reiter geprüft und war in seinem<br />
Heimatgestüt bereits ein bewährter<br />
Vererber.<br />
42<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
25<br />
Karim Al Mansur <strong>Vol</strong>lblutaraber Karim al Mansur wurde 24jährig vom ZSAA<br />
Farbe: Rappe<br />
geb.: 1996<br />
Stm.: 1,49 m<br />
Decktaxe: 1001 €<br />
(650 € mit Weiler Blut)<br />
26<br />
Farbe: Rappe (o.Abz.)<br />
geb.: 2010<br />
Stm.: 157 cm<br />
Decktaxe: auf Anfrage<br />
AJM Shirass<br />
Standort d. Hengstes:<br />
D-84435 Lengdorf<br />
Züchter:<br />
Susanne Müller<br />
Standort d. Hengstes:<br />
85669 Reithofen<br />
Züchter:<br />
Jacqueline Mayr<br />
Karim Al Mansur<br />
Rappe, *1996<br />
AJM Shirass<br />
Rappe, *2010<br />
Wisznu Ibn<br />
Sawih<br />
S‘br., *1975<br />
Kalisha III<br />
Br., *1985<br />
AJM Amirash<br />
Rappe, *1999<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Ebony-<br />
Bataasha<br />
Fuchs, *1994<br />
Sawih Ibn<br />
Wisznu (Elite)<br />
Wahana<br />
Eunizar<br />
Kontess<br />
Amarin<br />
Aladiens<br />
Princess<br />
Hadisha<br />
Date With<br />
Destiny<br />
Bint<br />
Bassama<br />
Wisznu (Elite)<br />
Sabine<br />
Nazir (Elite)<br />
Warifah<br />
El Azrak<br />
Eunice<br />
Emin (Elite)<br />
Katjuscha<br />
Besitzer:<br />
EM Arabians<br />
Elke Wilfart<br />
Hofmarkstr. 17<br />
D-84435 Lengdorf / Kopfburg<br />
Tel.: 0151 52072474<br />
elkewilfart@gmail.com<br />
Vympel<br />
241 Amer-1<br />
Sahib El Assuad<br />
G Princess<br />
Halima<br />
Orashan<br />
Dalya<br />
El Hilal<br />
Bassama<br />
Besitzer:<br />
CB Arabians<br />
Carina Berger<br />
85669 Reithofen<br />
Tel: 0163/9809483<br />
carina.berger@yahoo.de<br />
www.cb-arabians.de<br />
Facebook: Ajm Shirass<br />
mit der silbernen Schleife prämiert. Als altdeutscher<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber führt er jede Menge<br />
altes Weiler Blut. Er geht über 400mal auf Bairactar<br />
1813, über 200mal auf Amurath 1829<br />
und über 20mal auf Amurath 1881 zurück. Er<br />
führt die vier großen Ofir-Söhne - Witez II,<br />
Witraz, Wielki Szlem und Wind - in seinem<br />
Pedigree und es finden sich fast ausschließlich<br />
Elitehengste und mit Winette und Rualla<br />
auch zwei Elitestuten darin.<br />
Karim hat den Adel, den Charme und die<br />
Souveränität des arabischen <strong>Pferde</strong>s, verbunden<br />
mit den großen Reitpferdepoints und<br />
dem traumhaften Charakter der alten Linien.<br />
Durch seinen über Generationen züchterisch<br />
gefestigten Stammbaum gibt er all dies zielsicher<br />
an seine Kinder weiter. So erhielt auch<br />
EM Karimah, *2020, die 2* Fohlenprämie.<br />
Um die alt-deutschen (Weiler) Blutlinien<br />
zu unterstützen bieten wir Karim für Stuten<br />
mit diesen Blutanteilen für 650 € an.<br />
AJM Shirass<br />
1. Platz Frankenaraber, bester Hengst<br />
3. Platz Kauber Platte<br />
AJM Shirass hat bereits hervorragende<br />
und prämierte Nachzucht, er läuft<br />
erfolgreich im Distanzsport, hat Auftritte<br />
auf Veranstaltungen (Freiheitsdressur,<br />
Zirzensik...), Einsätze in der Filmproduktion<br />
als Filmpferd, er ist ein zuverlässiges<br />
Kinderreitpferd, St. Martinspferd, u.v.m....<br />
AJM Shirass lässt keine Wünsche offen:<br />
Fundament, Größe, Ausdruck, Bewegung,<br />
einen ehrlichen und liebenswerten<br />
Charakter, unglaubliche Nervenstärke und<br />
Mut, ausdauernde Leistungsbereitschaft,<br />
Intelligenz und Sanftmut...<br />
All das gibt er auch durchschlagend an<br />
seine Nachzucht weiter!<br />
Dieser Hengst ist für uns ein wahr<br />
gewordener Traum!<br />
GestütsParade<br />
HengstParade<br />
27<br />
Farbe: Fuchs<br />
geb.: 1999<br />
Stm.: 1,48 m<br />
Decktaxe: 800 €<br />
Nabucco<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
Standort d. Hengstes:<br />
92342 Freystadt/Opf.<br />
Züchter:<br />
Gerd Wagner<br />
Nabucco<br />
Fuchs, *1999<br />
Narym<br />
Braun, *1994<br />
Ismailia<br />
D‘Fuchs, *1987<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Balaton<br />
Nemara<br />
Sawih Ibn<br />
Wisznu<br />
Isis I<br />
43<br />
Menes<br />
Panagia<br />
Neman<br />
Lenta<br />
Wisznu<br />
Sabine<br />
Witel<br />
Kismet II<br />
Besitzer:<br />
Ahil Arabians<br />
G. Wagner & P. Böhm<br />
Schmellnricht B3<br />
92342 Freystadt/Opf.<br />
Tel.: 08469 / 417<br />
Email: ahil90@yahoo.de<br />
www.ahil-arabians.de<br />
Nabucco - kleiner Hengst, mit riesigem<br />
Herz und Charakter. Es war noch nie die<br />
körperliche Größe, auf die es ankam.<br />
Einer der letzten Söhne des leider<br />
verstorbenen Multichampions Narym, ist<br />
Nabucco ein Ebenbild seines legendären<br />
Großvaters Balaton.<br />
Mit seiner Mutter Ismailia haben wir<br />
vor <strong>28</strong> Jahren unsere Zucht begonnen.<br />
Sein Pedigree dürfte inzwischen zu den<br />
Raritäten in Deutschland gehören. Es<br />
verbindet Nabeg, Wisznu und Ofir.<br />
Vielleicht eine der letzten Chanchen, auf<br />
dieses wertvolle, alte Blut zurückzugreifen,<br />
bevor es endgültig den Modetrends zum<br />
Opfer fällt.<br />
SCID und CA-frei
GestütsParade<br />
HengstParade<br />
<strong>28</strong><br />
Farbe: Fl‘schimmel<br />
geb.: 2006<br />
Stm.: 1,57 m<br />
Decktaxe: 1200 €<br />
EH Ethos<br />
Standort d. Hengstes:<br />
91746 Weidenbach<br />
Züchter: Enserhof,<br />
Caroline Bär<br />
EH Ethos<br />
Schimmel, *2006<br />
Santhos (Elite)<br />
Sch., *1981<br />
Estrella II<br />
Fuchs, *2000<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Pierrot<br />
Saika<br />
Bey Shy (Elite)<br />
My Silk<br />
Stocking<br />
Czort<br />
Pierzga<br />
Saudi (Elite)<br />
Scheherazade<br />
Kouvay Bey<br />
Miss<br />
Ambernado<br />
Thee<br />
Desperado<br />
Anastaziaa<br />
Besitzer:<br />
Enserhof<br />
Caroline Bär<br />
Esbach 2<br />
91746 Weidenbach<br />
www.enserhof.de<br />
enserhof@aol.com<br />
ph. +49(0)9826/1711<br />
mobile +49(0)170/6512264<br />
EH Ethos - der letzte Sohn des Ausnahme<br />
Leistungsvererbers SANTHOS (Elitehengst/<br />
WAHO Trophy).<br />
• 2006 bestes Hengstfohlen Bayerische<br />
Zuchtstutenschau<br />
Doppelte HLP:<br />
• 2009 Renntraining Warschau, racerecord<br />
2-8 (1/3/1/-), GAG 63<br />
• 2010 HLP Stadl Paura Note 7,71<br />
• 2012 Körung VHS Kreuth<br />
Mutter Estrella (v. Bey Shy): Prämienstute,<br />
Stutenleistungsprüfung<br />
Charakter, Rahmen, Leistungsbereitschaft,<br />
Rittigkeit in allen Disziplinen<br />
Rabatt bei mehreren oder leistungsgeprüften<br />
Stuten<br />
CA/SCID frei<br />
29<br />
Farbe: Fuchs<br />
geb.: 2004<br />
Stm.: 1,52 m<br />
Decktaxe: 1500 €<br />
T.M. Lopez <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
T.M. Lopez<br />
Standort d. Hengstes:<br />
91746 Weidenbach<br />
Züchter: Ta Merij-<br />
Arabians, Österreich<br />
T.M. Lopez<br />
Fuchs, *2004<br />
T.M. Aikonos<br />
Fuchs, *1998<br />
Lady Annie<br />
Fcuhs, *1990<br />
Mirok<br />
Monpelou<br />
(Elite)<br />
Aillura<br />
Padron<br />
Lady<br />
Muscata<br />
Vatican<br />
Gamila de<br />
Monpelou<br />
Negatraz<br />
Aikana<br />
Patron<br />
Odessa<br />
Muscat<br />
First Lady<br />
Besitzer:<br />
Enserhof<br />
Caroline Bär<br />
Esbach 2<br />
91746 Weidenbach<br />
www.enserhof.de<br />
enserhof@aol.com<br />
ph. +49(0)9826/1711<br />
mobile +49(0)170/6512264<br />
• 2004 Klassensieger / Fohlenchampion<br />
Danube Arabian Trophy<br />
• 2005 Junior Champion Res.<br />
Danube Arabian Trophy<br />
• 2007 Klassensieger National Wels / TOP<br />
Five Stallion<br />
• 2008 VZAP Verbandshengstschau<br />
Gold prämiert<br />
• 2010 Champion Amateur<br />
Champion Res. Intern. C-Schau<br />
Best in Show Kreuth<br />
• 2010 Rittigkeitsüberprüfung<br />
Bisher 68 AV Fohlen, davon 16 prämiert.<br />
Erfolgreiche Nachzucht im Distanzsport.<br />
Der Hengst ist eine Seele von Pferd und<br />
vererbt durchweg seinen tollen Charakter,<br />
verbessert Typ , Körper und Bewegung.<br />
Rabatt bei mehreren oder leistungsgeprüften<br />
Stuten.<br />
CA/SCID frei<br />
30<br />
EH Zyrano de Beygerac<br />
Farbe: Braun<br />
geb.: 2006<br />
Stm.: 1,57 m<br />
Decktaxe: 1200 €<br />
Standort d. Hengstes:<br />
91746 Weidenbach<br />
Züchter: Enserhof,<br />
Caroline Bär<br />
EH Zyrano de Beygerac<br />
Braun, *2006<br />
Bey Shy (Elite)<br />
Braun, *1996<br />
Zalotnica (Elite)<br />
Braun, *1987<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Kouvay Bey<br />
Miss<br />
Ambernado<br />
Partner<br />
Zawieja<br />
Bey Shah<br />
BA Preciousmemory<br />
Marsianin<br />
Miss Tornado<br />
Eleuzis<br />
Parma<br />
Melon<br />
Zamiec<br />
Besitzer:<br />
Enserhof<br />
Caroline Bär<br />
Esbach 2<br />
91746 Weidenbach<br />
www.enserhof.de<br />
enserhof@aol.com<br />
ph. +49(0)9826/1711<br />
mobile +49(0)170/6512264<br />
EH Zyrano de Beygerac<br />
• 2009 Körung VZAP<br />
• 2010 Siegerhengst HLP Stadl Paura<br />
Zyrano vereint in idealer Weise arabischen<br />
Charme und Sportlichkeit, Vater Bey Shey<br />
und Mutter Zalotnica führen beide den Elite<br />
Titel.<br />
Zyrano vererbt vor allem seinen dem<br />
Mensch zugewandten Charakter, seine<br />
guten Nerven und Rittigkeit. Er hat 3<br />
prämierte Nachkommen und einen<br />
gekörten Sohn.<br />
Rabatt bei mehreren oder leistungsgeprüften<br />
Stuten<br />
CA/SCID frei<br />
44<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
31<br />
Sharaf Fareed AB <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Leistung aus Leidenschaft!<br />
Farbe: Rappe (getestet) Standort d. Hengstes:<br />
geb.: 2013<br />
94113 Tiefenbach<br />
Stm.: 1,60 (6jähr.) Züchter: Bavaria<br />
Decktaxe: 600 + 400 € <strong>Pferde</strong>sport,<br />
(andere Rassen: 600 €) Angelika Bruckner<br />
32<br />
Simply The Best AB <strong>Vol</strong>lblutaraber Simply The Best AB ist ein charismatischer<br />
Farbe: Dunkelbraun<br />
geb.: 2016<br />
Stm.: 1,54<br />
Decktaxe: 600 + 400 €<br />
(andere Rassen: 600 €)<br />
33<br />
Farbe: Fuchs (rabicano)<br />
geb.: 2014<br />
Stm.: 1,56<br />
Decktaxe: 600 + 600 €<br />
(andere Rassen: 600 €)<br />
Al Ilaf Thamin<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
Standort d. Hengstes:<br />
94113 Tiefenbach<br />
Züchter:<br />
Bavaria <strong>Pferde</strong>sport<br />
Standort d. Hengstes:<br />
94113 Tiefenbach<br />
Züchter:<br />
Sabine von Elm<br />
Sharaf Fareed AB<br />
Rappe, *2013<br />
Besitzer:<br />
Simply The Best AB<br />
Braun, *2016<br />
Besitzer:<br />
Al Ilaf Thamin<br />
Fuchs, 2014<br />
Besitzer:<br />
FM Shah<br />
Nasaa<br />
Sch., *2004<br />
Heart of Fire<br />
Rappe, *2004<br />
GT Shardh<br />
Fuchs, *2013<br />
Heart of Fire<br />
Rappe, *2004<br />
Emiratus B<br />
Fuchs, *1995<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Tamria Bint<br />
Thamam<br />
Sch., *1996<br />
Naskhi<br />
Dahmraks<br />
Asjah Bint<br />
Ashira<br />
Aldaran<br />
YA Heartbreaker<br />
(Elite)<br />
WH Justice<br />
(Elite)<br />
El Thay<br />
Mameluk<br />
223 Ibn<br />
Galal I (Elite)<br />
El Thay<br />
Thamam<br />
Bint Galia<br />
45<br />
Magnum<br />
Psyche<br />
Vona Sher-<br />
Renea<br />
TF Shahraaz Botswana<br />
Aldaran<br />
YA Heartbreaker<br />
(Elite)<br />
Gharib<br />
Nabya<br />
El Thay Shah<br />
Manial<br />
Ashira II<br />
Vympel<br />
Ramirah BB<br />
Padrons<br />
Mahogany<br />
HH Heartbreaker<br />
Bavaria <strong>Pferde</strong>sport<br />
Angelika Bruckner<br />
Wilmerting 20<br />
94113 Tiefenbach<br />
Tel.: 0171 7494947<br />
info@bavaria-pferdesport.de<br />
www.bavaria-pferdesport.de<br />
Shaamis Amira<br />
Vympel<br />
Ramirah BB<br />
Padrons<br />
Mahogany<br />
HH Heartbreaker<br />
Bavaria <strong>Pferde</strong>sport<br />
Angelika Bruckner<br />
Wilmerting 20<br />
94113 Tiefenbach<br />
Tel.: 0171 7494947<br />
info@bavaria-pferdesport.de<br />
www.bavaria-pferdesport.de<br />
Ibn Nazeema<br />
(Nazeem)<br />
El Thay<br />
Mansoura (Elite)<br />
Ibn Galal I<br />
23 Ghalion<br />
Madkour I<br />
Taghreed<br />
El Thay Ibn<br />
Halim Shah<br />
Galia<br />
Bavaria <strong>Pferde</strong>sport<br />
Angelika Bruckner<br />
Wilmerting 20<br />
94113 Tiefenbach<br />
Tel.: 0171 7494947<br />
info@bavaria-pferdesport.de<br />
www.bavaria-pferdesport.de<br />
Sharaf Fareed AB (homozygot Rappe)<br />
stammt aus einer reinen Leistungsfamilie.<br />
Er selbst ist mit 7,4 (8/8/7/8/7/7/7) beim<br />
ZSAA gekört.<br />
Sein Vater FM Shah Nasaa ist in Deutschland<br />
und Österreich gekört und im Distanzsport<br />
UND auf Station leistungsgeprüft.<br />
Seine Mutter Heart of Fire ist prämiert<br />
(VZAP) und leistungsgeprüft mit Fremdreitertest<br />
8,5 als beste Stute an dem Tag gegen<br />
WB!<br />
Sein 7/8 Bruder Shah Haaleh AB ist 8-jährig<br />
inzwischen international bis 120 km im Distanzsport<br />
erfolgreich und bestes Distanzpferd<br />
2020 und <strong>2021</strong> in Österreich.<br />
Aus dieser Stutenfamilie stammen auch die<br />
100-Meiler-<strong>Pferde</strong> Abou Aichan, Hariya ED<br />
und Ali Baba.<br />
Fareed ist homozygoter Rappe, seine<br />
Nachzucht ist äußerst ganggewaltig, groß,<br />
korrekt, typvoll und sehr unkompliziert mit<br />
super Reitpferdepoints und Qualität. Er<br />
kann z.B. mit Esme AB bereits äußerst qualitätvolle<br />
Nachzucht vorweisen, die <strong>2021</strong><br />
(4-jährig) Prämienstute wurde.<br />
CA/SCID frei<br />
Junghengst der sich mit viel Ausdruck in Szene<br />
zu setzen weiß. Er wurde beim ZSAA mit<br />
einer Goldschleife ausgezeichnet.<br />
Beim Anreiten überzeugt er durch seinen<br />
klaren Takt, viel Kraft und Grundkondition. Mit<br />
unerschütterlichem Nervenkostüm zieht er<br />
seine Bahnen, immer begierig zu lernen. Ein<br />
charismatischer Streber!<br />
Seine Rittigkeit hat er wohl von seiner Mutter<br />
Heart of Fire geerbt, die prämiert ist und die<br />
auf der SLP ihren Fremdreitertest mit 8,5<br />
gegen WB gewann. Er ist über Heart of Fire ein<br />
Halbbruder zu Sharaf Fareed AB.<br />
Muttervater Aldaran war ebenfalls leistungsgeprüft<br />
und in der Dressur erfolgreich, wie<br />
auch seine Nachzucht. Über die Mutterlinie<br />
sind folgende 100-Meiler-<strong>Pferde</strong> mit Simply<br />
verwandt: Abou Aichan, Hariya ED, Ali Baba<br />
und der Sohn des Muttervaters Anuar AB war<br />
Teilnehmer an der WM <strong>2021</strong>.<br />
Simply The Best AB‘s Vater GT Shardh ist ein<br />
sehr korrekter Jutice Sohn der auf mehreren<br />
Schauen erfolgreich war.<br />
CA/SCID frei.<br />
Al Ilaf Thamin - ägyptisch, asil, rabicano,<br />
Stockmaß: 1,56m , Röhrbein: 19,5 cm!<br />
Al Ilaf Thamin hat 2020 seine Stationsleistungsprüfung<br />
in Stadl Paura mit Wertnote<br />
8,02 abgelegt.<br />
Er gewann hierbei die:<br />
• Rittigkeit mit 8,38<br />
• Fremdreitertest mit 8,4<br />
• Konditionstest mit 8,64<br />
• außerdem erhielt er für das Galoppiervermögen<br />
die 9,13<br />
Somit entschied er die anteilsmäßig am<br />
höchsten gewichteten Kriterien für sich.<br />
Auch legte er 2020 die Veranlagungsprüfung<br />
‚Fahren‘ ab.<br />
Seinen Fohlen gibt er seine Coolness, seine<br />
absolut korrekte Oberlinie, viel arabischen<br />
Typ und ein korrektes Fundament mit viel<br />
Rahmen und beste Grundgangarten weiter.<br />
Ausgezeichnete Nachzucht ist vorhanden.<br />
ZSAA: silberne Schleife<br />
CA/SCID frei<br />
GestütsParade<br />
HengstParade
GestütsParade<br />
HengstParade<br />
34<br />
NuStar Kossack<br />
Farbe: Dunkelbraun<br />
geb.: 2013<br />
Stm.: 1,59<br />
Decktaxe: 980 €<br />
35<br />
NorCal Sierra SnoMan Partbred Araber / Pintabian „Ein athletischer Araber in bunter Jacke, mit sehr<br />
Farbe: Braunschecke<br />
geb.: 2006<br />
Stm.: 1,58 m<br />
Decktaxe: 500 €<br />
Standort d. Hengstes:<br />
2022 - Gestüt Rhön<br />
36148 Mittelkalbach<br />
Züchter:<br />
The Kossack Stud<br />
Standort d. Hengstes:<br />
A-9871 Seeboden<br />
Züchter:<br />
L. or St. Detmer, USA<br />
NuStar Kossack<br />
Dunkelbraun, *2013<br />
NorCal Sierra SnoMan<br />
Braunschecke, *2006<br />
Kunar T<br />
D‘Br., *2005<br />
Nustice Kossack<br />
F., 2009<br />
Majestic<br />
Sunspot<br />
Br‘Schecke, *1997<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
SPA Uncondishnaluv<br />
ox<br />
*1987<br />
Nadir I<br />
Kupona<br />
WH Justice<br />
Naomi C.<br />
Kossack<br />
Adore My<br />
Sunspot<br />
BHR Hosans<br />
Lancer<br />
MI Rosesahlee ox<br />
Ibn Raffon ox<br />
CV Crystal ox<br />
CV Charisma ox<br />
Saad II Monokl ox<br />
Monokluv ox Saad Shala ox<br />
Serras Cee-<br />
Cee ox<br />
Neman<br />
Neschi<br />
Kupol<br />
Rigona<br />
Magnum<br />
Psyche<br />
Vona Sher-<br />
Renea<br />
Pobeditel<br />
Nereska<br />
Besitzer:<br />
Epulari Arabians<br />
Familie Altenberger<br />
Ahornweg 15/2<br />
A-5724 Stuhlfelden<br />
Österreich<br />
epulari.arabians@gmx.at<br />
Starz O-Fad ox<br />
Surserra ox<br />
Besitzer: Zuchtgemeinschaft<br />
Wertl & Piuk<br />
Pinto For Pleasure<br />
Am Unterrain 4<br />
A-9871 Seeboden<br />
Tel: 0043 676 30 33 862<br />
www.pinto-for-pleasure.at<br />
info@pinto-for-pleasure.at<br />
NuStar Kossack ist ein zu drei Vierteln<br />
russisch gezogener <strong>Vol</strong>lblutaraberhengst.<br />
Er verfügt über Größe, überragende Gänge,<br />
Typ, Charakter, Korrektheit, Gelassenheit,<br />
Langlinigkeit und Leistungsbereitschaft.<br />
Er ist beim ÖAZV gekört für Anglo-<br />
Araber und Partbreds, und in Stadl Paura<br />
leistungsgeprüft mit Wertnote 7,95<br />
(30-Tage-Stationstest).<br />
In der Decksaison 2022 steht NuStar<br />
Kossack bei Jonathan Marquardt auf dem<br />
Gestüt Rhön in Deutschland. Ab Februar<br />
steht er dort Ihren Stuten im Natursprung<br />
zur Verfügung.<br />
Er ist SCID, CA und LFS-frei.<br />
korrektem Fundament, idealer Reitpferdehalsung<br />
und nahezu perfekter Oberlinie“ - so beschrieben<br />
ihn Richter 3jährig bei einer seiner Körungen<br />
2009: HB1 gekört in Österreich bei ÖAZV, APÖ und<br />
ECHA.<br />
SnoMan absolvierte sehr erfolgreich 2011 die<br />
HLP in Stadl Paura (7,81) und wird bei uns als<br />
Deckhengst und zuverlässiger & vielseitiger Freizeitpartner<br />
eingesetzt. Besonders hervorzuheben<br />
sind sein Springvermögen, Galoppiervermögen,<br />
Trainierbarkeit, Korrektheit & sein ausgeglichenes<br />
Temperament.<br />
• Österr. Bundes-Champion 2014 & Bundes-Res.-<br />
Sieger 2016<br />
• Futurity-Sieger & mehrfacher Halter-Champion<br />
in den USA<br />
99,8% <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
SCID – CA – LFS frei getestet<br />
Bewährter Vererber mit zahlreichen Prämienfohlen,<br />
Champions & Klassensiegern in mittlerweile 9<br />
europäischen Ländern.<br />
Frühbucher-Rabatt bis 22.02.2022!<br />
36<br />
GFH Sonar SeGanges <strong>Vol</strong>lblutaraber GFH Sonar SeGanges - Leistungsgeprüfter<br />
Foto: Christiane Slawik<br />
Farbe: Braun<br />
geb.: 2009<br />
Stm.: 150 cm<br />
Decktaxe: 1.200 €<br />
Standort d. Hengstes:<br />
A-<strong>28</strong>51 Krumbach<br />
Züchter: Janow<br />
Podlaski, Polen<br />
GFH Sonar SeGanges<br />
Braun, *2009<br />
Ganges<br />
Braun, *1994<br />
Sonora<br />
Braun, *2004<br />
Monogramm Negatraz<br />
Garonna<br />
Metropolis<br />
NA<br />
Sigma<br />
Monogramma<br />
Fanatyk<br />
Gizela<br />
Concensus<br />
NDL Martinique<br />
Ararat<br />
Siec<br />
Besitzer: Gut Fronleitenhof, Fam. Dries<br />
Fronleiten 1<br />
A-<strong>28</strong>51 Krumbach / Österreich<br />
Email: dries@aon.at<br />
Tel 0043 664 1616 933<br />
www.arabianhorses-austria.com<br />
Sportaraber:<br />
• Europameister VA Reining<br />
• Österr. Meister VA Reining<br />
• Top Five Platzierungen NRHA, rasseoffen<br />
• Qualifikation NRHA European Championships,<br />
rasseoffen, u.v.a.<br />
• Araber des Jahres 2018<br />
weiterhin im Turniersport aktiv<br />
erster Fohlenjahrgang 2108 am<br />
Fronleitenhof<br />
Zuchtziele:<br />
Gebäude, Fundament, Rittigkeit, Charakter,<br />
Schönheit, Gesundheit, Pedigree<br />
CA/SCID clear<br />
Tiefkühlsamen europaweit<br />
Weitere Infos:<br />
https://www.arabianhorses-austria.com/<br />
unsere-pferde/deckhengste/gfh-sonar-seganges/<br />
46<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
37<br />
Foto: Christiane Slawik<br />
Farbe: Dunkelfuchs<br />
geb.: 1992<br />
Stm.: 152 cm<br />
Decktaxe: 1.200 €<br />
Baikal <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
Baikal - Leistungsgeprüfter Sportaraber:<br />
Standort d. Hengstes:<br />
A-<strong>28</strong>51 Krumbach<br />
Züchter: E. Stark,<br />
Österreich<br />
Baikal<br />
D‘Fuchs, *1997<br />
Balaton<br />
Fuchs, *1982<br />
Kashmir<br />
Fuchs, *1993<br />
Menes<br />
Panagia<br />
Mirok<br />
Monpelou<br />
Khouri BB<br />
Nabeg<br />
Metropolia<br />
Aswan<br />
Pustinia<br />
Vatican<br />
Gamila de<br />
Monpelou<br />
Khouros<br />
Moncya<br />
Besitzer: Gut Fronleitenhof, Fam. Dries<br />
Fronleiten 1<br />
A-<strong>28</strong>51 Krumbach / Österreich<br />
Email: dries@aon.at<br />
Tel 0043 664 1616 933<br />
www.arabianhorses-austria.com<br />
• 3x Europameister VA Reining<br />
• Vize-Europameister VA Trail<br />
• Mehrfacher Österr. Meister<br />
• Erfolgreich in rasseoffenen Bewerben<br />
• WAHO Trophy Winner<br />
• Araber des Jahres<br />
Erfolgreiche Nachzucht ( u.a. Europameister<br />
Reining, Allround)<br />
Zuchtziele:<br />
Gebäude, Fundament, Rittigkeit, Charakter,<br />
Schönheit, Gesundheit, Pedigree<br />
CA/SCID clear<br />
Tiefkühlsamen weltweit, Nativ-Samen am<br />
Fronleitenhof<br />
Weitere Infos:<br />
https://www.arabianhorses-austria.com/<br />
unsere-pferde/deckhengste/baikal/<br />
GestütsParade<br />
HengstParade<br />
38<br />
Foto: Christiane Slawik<br />
Farbe: Fuchs<br />
geb.: 2009<br />
Stm.: 151 cm<br />
Decktaxe: 1.200 €<br />
39<br />
Foto: Christiane Slawik<br />
Muscateals Saphir <strong>Vol</strong>lblutaraber Muscateals Saphir - Leistungsgeprüfter<br />
Farbe: Dunkelbraun<br />
geb.: 2002<br />
Stm.: 158 cm<br />
Decktaxe: 1.200 €<br />
TA Markoni <strong>Vol</strong>lblutaraber TA Markoni - Leistungsgeprüfter Sportaraber:<br />
• Vize-Europameister VA Reining<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
Standort d. Hengstes:<br />
A-<strong>28</strong>51 Krumbach<br />
Züchter: Toskhara<br />
Arabians, USA<br />
Standort d. Hengstes:<br />
A-<strong>28</strong>51 Krumbach<br />
Züchter:<br />
Gut Fronleitenhof<br />
TA Markoni<br />
Fuchs, *2009<br />
Muscateals Saphir<br />
D‘Braun, *2002<br />
Kordelas<br />
Sch., *1994<br />
Marieta<br />
Braun, *1991<br />
MHR Muscateal<br />
Braun, *1985<br />
Desert<br />
Shalimar<br />
D‘Braun, *1990<br />
Monogramm Negatraz<br />
Kabala<br />
Arbil<br />
Miranda<br />
Muscat<br />
47<br />
Salon<br />
Malpia<br />
MHR<br />
Bask<br />
Princess Bask Hayley<br />
Hi-Fashion<br />
Nebiel<br />
TCB Jasmin<br />
Monogramma<br />
Palas<br />
Kometa<br />
Banat<br />
Arba<br />
El Paso<br />
Mitra<br />
Besitzer: Gut Fronleitenhof, Fam. Dries<br />
Fronleiten 1<br />
A-<strong>28</strong>51 Krumbach / Österreich<br />
Email: dries@aon.at<br />
Tel 0043 664 1616 933<br />
www.arabianhorses-austria.com<br />
Nabiel<br />
Yasamin<br />
Thunder Bey<br />
Mias Galaxy<br />
Besitzer: Gut Fronleitenhof, Fam. Dries<br />
Fronleiten 1<br />
A-<strong>28</strong>51 Krumbach / Österreich<br />
Email: dries@aon.at<br />
Tel 0043 664 1616 933<br />
www.arabianhorses-austria.com<br />
• Österr. Meister VA Reining<br />
• Scottsdale Derby Champion Arabian<br />
Reining Non Pro<br />
• Scottsdale Champion Arabian Reining<br />
Lim Non Pro<br />
• Top Ten Scottsdale Arabian Reining Futurity<br />
• Top Ten US Nationals Arabian Reining<br />
Futurity<br />
• Siege und Platzierungen Amateur Reining<br />
und Pleasure rasseoffen<br />
weiterhin im Turniersport aktiv<br />
erster Fohlenjahrgang 2017 u.a. am<br />
Fronleitenhof<br />
Zuchtziele:<br />
Gebäude, Fundament Rittigkeit, Charakter,<br />
Schönheit, Gesundheit, Pedigree,<br />
CA/SCID clear<br />
Tiefkühlsamen europaweit<br />
Nativsamen am Fronleitenhof<br />
Weitere Infos:<br />
https://www.arabianhorses-austria.com/<br />
unsere-pferde/deckhengste/ta-markoni/<br />
Sportaraber:<br />
• Europameister VA Trail<br />
• Europameister VA Pleasure<br />
• Europameister VA Reining<br />
• Mehrfacher Allround Champion,<br />
auch rasseoffen u.v.a.<br />
Zuchtziele:<br />
Gebäude, Fundament, Rittigkeit, Charakter,<br />
Schönheit, Gesundheit, Pedigree<br />
Nachzucht u.a. am Fronleitenhof<br />
CA/SCID clear<br />
Tiefkühlsamen europaweit, Nativ-Samen am<br />
Fronleitenhof<br />
Weitere Infos:<br />
https://www.arabianhorses-austria.com/<br />
unsere-pferde/deckhengste/muscateal-ssaphir/
Körung und Hengstleisutngsprüfung in Ungarn<br />
Shagya-Araber<br />
Zucht News<br />
Ende Oktober fand im ungarischen Bábolna<br />
eine Körung und Hengstleistungsprüfung<br />
statt, wobei die HLP in Ungarn aus<br />
einzelnen Bausteinen besteht, die nicht in einem<br />
Jahr absolviert werden müssen, sondern<br />
auf mehrere Jahre verteilt werden können. So<br />
hatten einige Hengste die Exterieurprüfung<br />
bereits 2019 oder 2020 absolviert.<br />
Acht Hengste stellten sich der Exterieurbeurteilung,<br />
die von vier Richtern gerichtet<br />
wurde, unter anderen auch vom Präsidenten<br />
der Internationalen Shagya-Araber Gesellschaft,<br />
Ahmed Al Samarraie. Als Sieger<br />
ging Shagya Zahir (31<strong>28</strong> Shagya II-13 / El<br />
Sbaa Szolgáló) *2017, im Besitz von Lajos<br />
Baumann hervor, der 7,683 Punkte erreichte.<br />
Ganz knapp dahinter wurde Shahim<br />
Des Charmes (Gazal Golyó / Sziena) *2011<br />
plaziert, ein Rapphengst, von Edda Haas in<br />
Frankreich gezogen, der derzeit in Bábolna<br />
zur Pacht steht. Platz drei ging an Koheilan<br />
Kadosa (Koheilan Karsaly / 445 Koheilan<br />
XXXIX-24) *2017, gezogen und im Besitz<br />
von József Vörös und auf Platz vier kam Shagya<br />
Barak R (Shagay (Shagya VIItm.) / Gazal<br />
Bodza) *2017, Züchter und Besitzer Kálmán<br />
Rencsár. Bei dieser Prüfung bestehen nur<br />
die Hengste, die oberhalb des Durchschnitts<br />
des Prüfungslots liegen, d.h. vier Hengste<br />
haben nicht bestanden.<br />
In der Rittigkeitsprüfung (Dressur) lag Shagya<br />
Sasfiók (4967 Shagya Szárcsa / Gazal<br />
Molly) *2017 vorne, gefolgt von Shahim Des<br />
Charmes und Koheilan Kadosa, ein Kandidat<br />
hat nicht bestanden. In der Springprüfung<br />
konnten zwei Kemir-VI und Kemir-VII-Söhne<br />
aus Bábolna bestehen, sowie O'Bajan Bakcsó<br />
(4130 O'Bajan Basa (XXII tm) / Gazal Pitypang)<br />
*2015 von Imre Gál. Alle drei absolvierten<br />
auch den Geländeritte erfolgreich. Da diese<br />
drei Hengste bereits 2019 bzw. 2020 die Exterieurbeurteilung<br />
und Rittigkeitsprüfung<br />
absolviert hatten, konnten sie damit ihre Gesamtprüfung<br />
abschließen.<br />
-gw-<br />
Shagya Zahir (31<strong>28</strong> Shagya II-13 / El Sbaa Szolgáló) *2017 im Besitz von<br />
Lajos Baumann, Note 7,683<br />
Shahim Des Charmes (Gazal Golyó / Sziena) *2011, Z: Edda Haas/FR,<br />
Pächter: Bábolna, Note 7,653<br />
O'Bajan Bakcsó (4130 O'Bajan Basa (XXII tm) / Gazal Pitypang) *2015<br />
von Imre Gál, Drittplatzierter im Cross<br />
Keine Startgenehmigungen für UAE<br />
Der Vorstand des Deutschen Olympiade-Komitees<br />
für Reiterei (DOKR) erhält den Beschluss<br />
aufrecht, deutschen Reiterinnen und<br />
Reitern keine Startgenehmigungen für internationale<br />
Distanzritte in den Vereinigten <strong>Arabische</strong>n<br />
Emiraten (UAE) zu erteilen.<br />
Bereits Ende 2018 hatte der DOKR-Vorstand<br />
auf Nachrichten über tote <strong>Pferde</strong> bei Distanzritten<br />
in den UAE reagiert und deutschen<br />
Reiterinnen und Reitern ein Startverbot für<br />
internationale Ritte vor Ort erteilt. Seitdem<br />
hat der Weltreiterverband FEI ein neues Regelwerk<br />
für den internationalen Distanzsport<br />
beschlossen und die neuen Regeln bei der<br />
jüngsten Generalversammlung noch einmal<br />
nachgeschärft.<br />
„Dass eine Nachschärfung des Regelwerks<br />
notwendig war, zeigt uns aber, dass sich<br />
noch zu wenig im Sinne der <strong>Pferde</strong> verbessert<br />
hat. Auch die strafferen Vorgaben der<br />
FEI zeigen nicht die Wirkung, die sie erzielen<br />
sollten. Wir sehen deshalb weiterhin den Bedarf,<br />
das Startverbot aufrecht zu erhalten“,<br />
sagte DOKR-Geschäftsführer Dr. Dennis Peiler.<br />
FN-aktuell<br />
Kemir VII-4 (Kemir VII / 294 O'Bajan Basa) *2015, Züchter und Besitzer:<br />
Bábolna, Zweiter im Springen.<br />
Edelblut in der Warmblutzucht<br />
Am Trakehner Hengstmarkt in Neumünster<br />
wurden dieses Jahr zwei arabische Halbblüter<br />
vorgestellt, gekört und verkauft:<br />
Kadre Blanc (Bonaparte AA / Karenina) *2018<br />
und Elanolos (Lossow / Elisa di Esteban AA<br />
(a.d.Sinai ox)) *2019. Die beiden Hengste<br />
wurden für 22.500 bzw. 22.000 € verkauft,<br />
bleiben aber in Deutschland. Der Durchschnittspreis<br />
lag dieses Jahr bei 56.192 €,<br />
der Höchstpreis bei 210.000 €, der niedrigste<br />
Preis bei 22.000 €.<br />
-gw-<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong><br />
48
Neuer Vorstand beim Verband der <strong>Vol</strong>lblutaraberzüchter Österreich (VVÖ)<br />
Am 6. November fand die diesjährige<br />
Mitgliederversammlung des Verbands<br />
der <strong>Vol</strong>lblutaraberzüchter Österreich<br />
(VVÖ) in Stadl Paura statt. Schon im<br />
Vorfeld zeichnete sich ein hitziger Wahlkampf<br />
zwischen zwei Teams ab, die sich um<br />
den Vorstand bewarben. Zum einen war<br />
dies das Team rund um Mario Matt, der bisher<br />
dritter Präsident war, zum anderen ein<br />
Team rund um den langjährigen Züchter<br />
Franz Hagmair.<br />
Die Rekordanzahl an Teilnehmern (darunter<br />
118 Stimmberechtigte, teils über <strong>Vol</strong>lmachten)<br />
zeigte, wie sehr die Wahl die Mitglieder<br />
bewegte und interessierte. Es gewann mit<br />
66 Stimmen das Team Mario Matt, damit ist<br />
er der neue Präsident. Zweite Präsidentin<br />
ist Petra Dries, 3. Präsident Michael Huber<br />
(entschuldigt), Schriftführer ist Dr. Peter<br />
Zechner, Kassier David Grandits, ein weiteres<br />
Vorstandsmitglied ist Marianne Essinger.<br />
Gerlinde Huemer ist derzeit Geschäftsführerin<br />
des VVÖ. Die Geschäftsführung wird vom<br />
Vorstand bestimmt, aber es ist anzunehmen,<br />
dass es hier keine Änderung geben wird.<br />
52 Stimmen fielen auf das Team Hagmair<br />
(wobei einige Stimmen aus verschiedenen<br />
Gründen nicht zugelassen wurden, was zum<br />
Teil auch Unmut hervorgerufen hat). Die aktuelle<br />
Mitgliederzahl liegt derzeit bei ca. 180<br />
Von links nach rechts: Der neue Präsident des VVÖ, Mario Matt, Kassier David Grandits, die scheidende<br />
Präsidentin Anne Heiloo, Marianne Essinger, Schriftführer Dr. Peter Zechner, 2. Präsidentin<br />
Petra Dries.<br />
Foto: A. Dietl<br />
ordentlichen sowie ca. 75 außerordentlichen<br />
(nicht stimmberechtigten) Mitgliedern.<br />
Auf Basis der Anträge wurde vereinbart, dass<br />
auf der Homepage die Deckhengste gelistet<br />
werden, soweit die Mitglieder diese bekannt<br />
geben wollen. Zudem wurde der Antrag<br />
angenommen, eine Gestütsbroschüre in<br />
gedruckter Form herauszugeben (ebenfalls<br />
mit Angaben auf freiwilliger Basis). Der Antrag<br />
zur Hengstleistungsprüfung wurde an<br />
eine Arbeitsgruppe verwiesen.<br />
Zum Beginn der Sitzung hielt Ferdinand<br />
Huemer eine Laudatio auf die bisherige<br />
langjährige 1. Präsidentin Anne Heiloo.<br />
Anne Heiloo war immer mit Herzblut dabei<br />
und hinterlässt eine große Lücke, die es jetzt<br />
zu füllen gilt. Glücklicherweise steht sie dem<br />
neuen Vorstand mit Rat und Tat zur Seite.<br />
Anne Heiloo wurde mit Standing Ovations<br />
verabschiedet und einstimmig zur Ehrenpräsidentin<br />
des VVÖ ernannt.<br />
Alexandra Dietl<br />
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Sportliche News Araber<br />
In gute Hände<br />
abzugeben:<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber aus dem Hauptgestüt!<br />
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Araber-Stammtisch in Österreich mit Gestütsbesuch<br />
News<br />
Das Wetterglück war auch dieses Mal<br />
auf der Seite des Vereins “Araber-Sommerfestival”,<br />
der am 3. Oktober zum<br />
ersten Araber-Stammtisch in Österreich einlud,<br />
mit vorheriger Gestütsbesichtigung bei<br />
Fam. Entner.<br />
Das alteingesessene Gestüt im wunderschönen<br />
hügelig gelegenen Neustadl an der<br />
Donau begrüßte die rund 30 Araberliebhaber,<br />
die zum Teil sogar aus Bayern angereist<br />
waren. Die Liebe zu ihren <strong>Pferde</strong>n spürt man<br />
bei Anna und Josef „Sepp“ Entner sofort. Ihren<br />
<strong>Pferde</strong>n bieten sie auf riesigen Weiden<br />
das Paradies auf Erden.<br />
Die im alten Typ stehenden <strong>Vol</strong>lblutaraber<br />
beeindruckten alle durch ihre ausgespro-<br />
gen Rappe Mamoun (Mouka-Tuam / Safirka<br />
(v. Wisznu Ibn Sawih)). Sein Fell glänzte in<br />
der Sonne und er ist voller Leben. Tänzelnd<br />
hat er sich seinen Stuten auf der angrenzenden<br />
Koppel präsentiert und war dabei immer<br />
mit zwei Fingern händelbar.<br />
Mamoun stammt aus den heute selten gewordenen<br />
altdeutschen Linien (Achental,<br />
Weil/Marbach, Lütetsburg). Seine Vitalität<br />
stellt er eindrücklich über drei diesjährige<br />
Fohlen sowie zwei für 2022 tragenden Stuten<br />
unter Beweis (Sahhirha und Shaika Bint<br />
Kheoma). Man erhofft sich Hengstfohlen als<br />
mögliche Nachfolger für Mamoun.<br />
An der Hand wurden die Stuten vorgestellt.<br />
Allen voran die 25-jährige Shabbura (Corio-<br />
sieht ebenfalls für ihr Alter wirklich gut aus.<br />
Sie lief erfolgreich im Distanzsport und war<br />
2011 sogar im Team der Bronzegewinner<br />
der WEG in Kentucky. Dieses Jahr hat sie<br />
ein Rappstutfohlen von Mamoun, das ausgesprochen<br />
viel und seltenes altdeutsches<br />
Blut in sich vereint. Sie geht z. B. in der Mutterlinie<br />
über Welfin v. Karmin und Winette<br />
auf Murana I zurück.<br />
Unter dem Sattel wurde der 5-jährige Wallach<br />
Rihzhar (BS Black Lover / Rahbina) von<br />
der Jugendlichen Nadine Watschka vorgestellt.<br />
Der große Dunkelfuchs, der TM Aikor<br />
als Muttervater nicht leugnen kann, zeigte<br />
sich sehr brav in allen drei Grundgangarten<br />
und ließ sich - erstaunlich für sein junges<br />
Alter - kaum vom ungewohnten Publikum<br />
irritieren.<br />
Im Freilauf sah man drei Nachkommen a.d.<br />
Shabbura – die 8-jährige Rotfuchsstute Shetanah<br />
v. Mamoun mit Fohlen von DF Ajib im<br />
Besitz von Christoph Ebner, den mächtigen<br />
7-jährigen Braunen Sadinh, ebenfalls von Mamoun,<br />
sowie Shahman vom Ägypter El Thay<br />
Soufian. Bei Christoph Ebner hätte es eigentlich<br />
ein Quarter Horse werden sollen – aber<br />
Shetanah überzeugte ihn mehr. So soll es sein!<br />
Sadinh, im Besitz von Alexandra Amberger,<br />
steht im heute seltenen gewordenen Koheilan-Typ<br />
und kommt nach Vorfahr El Paso. Er<br />
hatte sichtlich Spaß daran sich zu zeigen und<br />
begeisterte u. a. mit wunderbarem Trab. Shahman,<br />
im Besitz Christina Amberger, kommt<br />
wiederum nach seinen ägyptischen Vorfahren<br />
und wurde freilaufend sowie in der Freiarbeit<br />
vorgestellt. Eindrucksvoll auch hier die wunderbaren<br />
großen Augen und die innere Ruhe.<br />
Shahman (El Thay Soufian / Shabbura (v.<br />
Coriolan)) *2007<br />
chene Gelassenheit. Auf dieses Merkmal<br />
legt Sepp Entner besonders großen Wert.<br />
Unkompliziertheit und die Härte und Robustheit,<br />
welche den Araber berühmt gemacht<br />
haben, sind ihm sehr wichtig. Die<br />
viel im Gelände gerittenen <strong>Pferde</strong> machen<br />
dadurch auch viel Freude. Es sind richtige<br />
Familienpferde, die nichts so schnell aus<br />
der Ruhe bringt und denen man den liebevollen<br />
Umgang anmerkt. Auffallend waren<br />
auch die großenteils riesigen Augen – ein<br />
Attribut des <strong>Vol</strong>lbutarabers, das man gerne<br />
wieder häufiger sehen möchte.<br />
Als erstes gezeigt wurde der vierbeinige<br />
Herr des Hauses – der mittlerweile 29-jähri-<br />
Mamoun (Mouka-Tuam / Safirka (v. Wisznu Ibn<br />
Sawih)) *1993<br />
lan / DH Spring Break (v. Gil)), einer hauptsächlich<br />
polnischen Stute mit Crabbet/<br />
CMK-Mutterlinie über Bint Helwa/Ghazieh.<br />
Für ihr Alter und ihre zahlreichen Fohlen<br />
sieht sie phantastisch aus. Es war interessant,<br />
Shabbura gemeinsam mit ihren Töchtern<br />
und deren Nachkommen zu sehen.<br />
Die Patriarchin des Gestüts, Rahawa bint<br />
Rawa (Rahawi / Rawa), ist vor wenigen Wochen<br />
friedlich im Alter von 32 Jahren eingeschlafen.<br />
Ihre Tochter Rahbina (v. TM Aikor)<br />
führt ihre Linie fort und zeigte sich mit ihren<br />
Nachkommen von Mamoun.<br />
Die 21-jährige Rappstute Shaika bint Kheoma<br />
(Sahib el Assuad / Kheoma el Assuad)<br />
Rihzhar (BS Black Lover / Rahbina (v. TM<br />
Aikor)) *2016 unter Nadine Watschka<br />
Einer von Mamouns Söhnen, ehemaliger<br />
Fohlensieger von Stadl-Paura 2015, Dashan<br />
Adjuvense (a.d. Damahi), ließ letztes Jahr<br />
bei der Hengstleistungsprüfung des ÖAZV<br />
aufhorchen. Er schloss als Zweitbester mit<br />
der Note von 8,17 Punkten ab. Auch er fiel<br />
durch seinen liebenswürdigen und ruhigen<br />
Charakter auf.<br />
Ähnlich wie beim Araberfestival in Stadl-Paura<br />
herrschte eine fröhliche, freundschaftliche<br />
Stimmung. Es wurde diskutiert, geplaudert,<br />
sich ausgetauscht, und es war schön, mit so<br />
vielen Araberfreunden einen rundherum gelungenen<br />
Nachmittag zu verbringen, und im<br />
Gasthaus ausklingen zu lassen. A. Dietl<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong><br />
50
Wir gedenken...<br />
Georg Thierer 1931-<strong>2021</strong><br />
Am Morgen des 26. Oktobers starb Georg<br />
Thierer im Alter von 89 Jahren. Zusammen<br />
mit seiner Frau Ute kaufte er die erste Araberstute<br />
1962 in Marbach, mit der sie zahlreiche<br />
Jagden ritten. Über Gräfin Walterskirchen, die<br />
seinerzeit den ägyptischen Hengst Borkan<br />
hatte, kamen sie in Kontakt mit ägyptischen<br />
<strong>Vol</strong>lblutarabern und nach zwei Besuchen in<br />
El Zahraa kauften sie dort die beiden Stuten<br />
Salha (Sameh / Saklawia II) *1967 und Moneera<br />
(Alaa El Dine / Mouna) *1968 – nach letzterer<br />
benannten sie dann auch ihr Gestüt in<br />
Bad Schönborn. Beide Stuten erwiesen sich<br />
als ausgesprochen fruchtbar und gründeten<br />
jede ihre eigene Stutenfamilie, aus denen<br />
<strong>Pferde</strong> wie Moneera Siptah hervorgingen,<br />
der in den 1990er-Jahren unter Dorothee<br />
Baumann-Pellny brillierte. Dass das arabische<br />
Pferd geritten werden sollte, war für Georg<br />
Thierer nie eine Frage.<br />
Georg Thierer engagierte sich viele Jahre im<br />
Asil-Club und war bis zu seinem Tod dessen<br />
2. Vorsitzender. Auch dem Distanzsport war<br />
er zugeneigt. Er war auch gern zu Gast auf<br />
den WAHO-Konferenzen und genoß das Gespräch<br />
mit Gleichgesinnten. Mit ihm haben<br />
wir einen weiteren Züchter der ersten Stunde<br />
der <strong>Vol</strong>lblutaraberzucht in Deutschland verloren.<br />
Unser Beileid gilt seinen Söhnen Jörg<br />
und Frank.<br />
Im Alter von 100 Jahren starb am 11. Dezember<br />
Ursula Roberts in England. Ursula<br />
hatte ihr ganzes Leben lang mit <strong>Pferde</strong>n<br />
zu tun und bereits 1945 begann sie <strong>Pferde</strong><br />
zu richten und half in den nächsten fünfzig<br />
Jahren bei der Durchführung verschiedener<br />
Shows. Sie war lange Jahre in der ECAHO aktiv,<br />
als Richterin, DC und als Vorsitzende der<br />
Schaukommission. Zusammen mit Ursula<br />
Ursula Roberts 1921-<strong>2021</strong><br />
Rahm sorgte sie als DC für Ordnung auf den<br />
Schauen und die beiden „Ursulas“ waren als<br />
die „Rambo Sisters“ berühmt-berüchtigt. Ihre<br />
Charakterstärke und lebhafte Persönlichkeit<br />
begleiteten sie ihr ganzes Leben. Unser Beileid<br />
geht an ihre Töchter Charlotte Rowell<br />
und Anthea Derby – beide ebenfalls Richter<br />
bzw. DC an Araberschauen – sowie an ihre<br />
Enkel und Urenkel.<br />
-gw-<br />
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4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
51
Marokkanische Fantasia ist UNESCO immaterielles Kulturerbe<br />
News<br />
Hyposensibilitätstest in der Praxis erprobt<br />
Der tiermedizinische Direktor der FEI,<br />
Göran Åkerström, äußerte auf der<br />
letzten FEI Mitgliederversammlung im<br />
November vorsichtigen Optimismus, dass die<br />
Hyposensibilitätstests einen abschreckenden<br />
Effekt im Distanzsport haben.<br />
Mithilfe des Hyposensibilitätstests will man<br />
erkennen, ob bei einem Pferd medikamentös<br />
bei einem Bein die Nerven blockiert wurden<br />
und damit das Bein empfindungslos gemacht<br />
wurde. Dies ist illegal und dient dazu, Lahmheiten<br />
zu kaschieren. Lahmt ein Pferd, ist dies<br />
aber eine „Schmerzäußerung“ und bedeutet,<br />
dass mit dem Bein etwas nicht in Ordnung<br />
ist. Werden die Schmerzen unterdrückt, die<br />
Lahmheit dadurch verhindert, kann es während<br />
eines Rittes zu schweren Schädigungen<br />
bis hin zu „katastrophalen Verletzungen“, d.h.<br />
zum Beispiel Knochenbrüchen, kommen.<br />
Åkerström erläuterte das Programm, das<br />
In der letzten Ausgabe sind uns leider bei den<br />
Bildunterschriften einige Fehler unterlaufen.<br />
So hatten auf Seite 32 die Fotos zur Stutenleistungsprüfung<br />
des ZSAA die gleichen Bildlegenden<br />
wie auf S. 33 und auf S. 37 die Fotos<br />
zum Europa-Championat der Shagya-Araber,<br />
diesselben Bildlegenden wie auf S. 41. Sie ahnen<br />
es: Copy & Paste waren am Werk!<br />
Aber wir wollen Ihnen die richtigen Namen<br />
der <strong>Pferde</strong> nicht vorenthalten. Auf S. 32<br />
waren zu sehen (von oben nach unten):<br />
Bashima (Midas / Bagiera) *2017, Züchter<br />
und Besitzer: Solveig Bajec.<br />
Bolero (Javino / Bashra) *<strong>2021</strong>, Züchter<br />
und Besitzer: Gestüt Rhön.<br />
Anatefka (Cimarron / Anuschka) *2011,<br />
Züchter und Besitzer: Gestüt Röhn.<br />
Was wir hierzulande als “Fantasia”<br />
kennen, wird in Marokko “Tbourida”<br />
genannt, und stellt eine alte<br />
reiterliche Darbietung dar. Die Unesco hat<br />
die „Tbourida“ nun in ihre Liste des immateriellen<br />
Kulturerbes aufgenommen, ein Status,<br />
der es ermöglicht, diese alte, in Marokko sehr<br />
beliebte Reitpraxis zu erhalten.<br />
Die „Tbourida“ stammt aus dem 16. Jahrhundert<br />
und simuliert eine Abfolge von Militärübungen.<br />
Jede Tbourida wird von einer<br />
Truppe von Reitern und <strong>Pferde</strong>n (zwischen<br />
15 und 25) aufgeführt. Die Reiter stellen sich<br />
Seite an Seite auf, mit dem Anführer der Truppe<br />
in der Mitte. Der erste Teil ist der Gruß, bei<br />
dem die Reiter im Trab einreiten, eine akrobatische<br />
Waffenübung ausführen und sich<br />
dann am Ausgangspunkt neu positionieren.<br />
Danach kommen die Truppen im Galopp herein,<br />
feuern aus ihren Gewehren Schüsse ab,<br />
2020 und <strong>2021</strong> lief und bei dem 395 <strong>Pferde</strong><br />
an FEI-Distanzritten untersucht wurden. Dabei<br />
wurden vier positive Fälle entdeckt.<br />
Bei einem Hyposensitivitätstest wird die Reaktion<br />
eines <strong>Pferde</strong>s beobachtet, wenn mit<br />
einem stumpfen „Stift“ in drei separaten Tests<br />
Druck auf eine Gliedmaße ausgeübt wird.<br />
Reagiert ein Pferd bei diesen Tests nicht auf<br />
einen festgelegten Druck, gilt es als hyposensibel<br />
und disqualifiziert. Dies führt zu einer<br />
obligatorischen vierwöchigen Wettkampfpause<br />
für das Pferd sowie zu einer Dopingkontrolle,<br />
um unter anderem auf Nervenblocker<br />
zu testen. Åkerström bestätigte, dass die<br />
vier, die den Hyposensitivitätstest nicht bestanden<br />
haben, „keine derartigen Ergebnisse“<br />
hatten. Werden aber desensibilisierende<br />
Wirkstoffe entdeckt, kann dies dazu führen,<br />
dass die FEI einen Missbrauchsfall eröffnet.<br />
FEI / -gw-<br />
Der Druckfehlerteufel schlug zu!<br />
Nuria (Salazar S / Norma) *2017, Besitzer:<br />
Dr. Sylvia Hagen.<br />
Dareios (Daru / Dalicah) *2016, Züchter<br />
und Besitzer: Jörn-Helge Möller.<br />
Auf S. 37 waren zu sehen (v. oben n. unten):<br />
Koheilan XV-3 ( 5724 Koheilan Kopány P /<br />
263 Gazal XVII) *2019, B: Bábolna / HUN<br />
Koheilan XV-3 (5724 Koheilan Kopány P /<br />
Gazal XXI-4) *2018, B: Bábolna / HUN<br />
Gazal Grand Grades (Gazal II–CZ / Safíja)<br />
2018, B: A. Kinský / CZE<br />
Gazal XXI-4 (4965 Gazal XIX-5 / 190 Shagya<br />
I) *2010, B: Bábolna / HUN<br />
Shagya XXXII (24 Shagya XXIX Sereth / 604<br />
Shagya XXIV-9) *2005, B: NZ Topolcianky /<br />
SVK<br />
Wir bitten um Entschuldigung! -gw-<br />
was einen kollektiven Aufbruch in den Krieg<br />
simuliert. Die „Tbourida“ ist innerhalb des<br />
marokkanischen Nationalerbes ein wichtiger<br />
Bestandteil der Praktiken rund um das Pferd.<br />
Zum immateriellen Kulturerbe gehören auch<br />
die Rituale, Fähigkeiten und das Know-how<br />
in Bezug auf traditionelle Kleidung, Zaumzeug<br />
und Handwerk sowie das mündliche<br />
Erbe über diese Reitpraxis und das Pferd.<br />
Gudrun Waiditschka<br />
Distanzreiten hält fit!<br />
Das älteste Pferd, das je den Tevis Cup<br />
über 160 km gelaufen ist, war PL Mercury<br />
(AM Autumn Mead / Playland<br />
Lady) *1991, als er 2018 mit 27,5 Jahren den<br />
Ritt als 13. von 149 Startern beendet hat.<br />
‚Merc’, wie er liebevoll genannt wurde, ist<br />
jetzt mit 30 Jahren gestorben.<br />
Wie aber gelang es der Reiterin Claire Godwin,<br />
ihr Pferd über so viele Jahre hinweg auf einem<br />
solchen Spitzenniveau zu halten? Einen Großteil<br />
davon brachte Mercury selbst mit, meint<br />
sie, denn obwohl er kein perfektes Exterieur<br />
hat – aber welches Pferd hat das schon? –,<br />
hatte er einen kurzen Rücken und wirklich<br />
gute Knochen. Charakterlich war er entspannt<br />
und nicht von seinen Weidekumpels abhängig.<br />
Er war zuverlässig, athletisch und hatte<br />
die richtige Einstellung zur Arbeit. Auch viel<br />
Ruhe gehörte zum „Fitnessprogramm“, und so<br />
hatte Merc jeden Winter zwei bis drei Monate<br />
frei. Godwin hat ihr Pferd immer sorgfältig auf<br />
Wettkämpfe vorbereitet und hat Merc oft als<br />
Handpferd mitgenommen, um seine Kondition<br />
zu verbessern, ohne dass er Gewicht auf<br />
seinem starken, aber alternden Rücken tragen<br />
mußte. Sie war auch immer sehr selektiv, was<br />
die Anzahl der Ritte anbelangte, um ihn nicht<br />
zu überfordern.<br />
-gw-<br />
52<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
Über die Regenbogenbrücke...<br />
Over the Rainbowbridge...<br />
Foto: G. Waiditschka<br />
Ontario HF wurde in den USA geboren, sein<br />
Vater war der legendäre Monarch HF, der später<br />
nach UAE verkauft wurde. Seine Mutter HF<br />
Orzonna war eine Enkelin der Derby-Siegerin<br />
Orla. Ontario stammt aus den besten polnischen<br />
Rennlinien, lief drei Saisons in den USA<br />
und war immer im Geld. 2007 wechselte er<br />
nach Polen und wurde 2014 von Michalow<br />
gepachtet. Das Interesse an einem Hengst mit<br />
einem solch klassischen polnischen Pedigree<br />
war groß und er belegte den ersten Platz auf<br />
der Liste der Rennvererber 2012 in Polen nach<br />
Nachkommen-Gewinnsumme. Über den Winter<br />
Sale wurde er 2019 in der Auktion angeboten<br />
und Sue Little kaufte ihn – das Glück<br />
dauerte nicht lange, im Sommer <strong>2021</strong> verunglückte<br />
er auf der Weide und starb drei Tage<br />
später an einer post-operativen Kolik. -gw-<br />
Foto: B. Finke<br />
Heart of Fire AB 2004 - <strong>2021</strong><br />
Die leistungsgeprüfte und prämierte Heart<br />
of Fire AB (Aldaran / YA Heartbreaker (Elite))<br />
*2004 mußte im Herbst von den Folgen eines<br />
Unfalls erlöst werden. Die Stute hat für<br />
ihre Besitzerin Angelika Bruckner den beim<br />
ZSAA gekörten Hengst Sharaf Fareed AB (v.<br />
FM Shah Nasaa) und den Nachwuchshengst<br />
Simply The Best AB (v. GT Shardh), Goldschleife<br />
(ZSAA), gebracht. Zwei ihrer Töchter<br />
werden ihre Linie im Gestüt Bavaria <strong>Pferde</strong>sport<br />
weiterführen. Die Rappstute mit dem<br />
wunderschönen Gesicht und den großen<br />
Augen hat auch sehr leistungsstarke Verwandtschaft.<br />
So sind ihr <strong>Vol</strong>lbruder Ali Baba<br />
AB und ihr Halbbruder väterlicherseits Abu<br />
Aichan im Distanzsport bis 160 km unterwegs,<br />
ihr Halbbruder mütterlicherseits war<br />
WM Teilnehmer <strong>2021</strong>.<br />
-gw-<br />
Mit Kelissa (Kamour / Kassaia) *1994 trat eine<br />
der schönsten Shagya-Araber-Stuten von der<br />
Bühne des Lebens ab. Sie war Schau-Championesse<br />
bis hinauf zum Europa-Championat der<br />
Shagya-Araber in Saarlouis 1992. Im Besitz von<br />
Rainer Waldschmidt wurde die Elite-Stute auch<br />
geritten, gefahren, und erfolgreich in der Zucht<br />
eingesetzt. Ihr Hengstfohlen Koheilan R (v. Hassaro)<br />
*2004 wurde gekört und leistungsgeprüft.<br />
Sein letzter Sohn Basalt R (v. Bazar) *2013 wurde<br />
in die Niederlande verkauft, wo er in der Warmblutzucht<br />
Verwendung findet. Im Jahr 2010,<br />
d.h. im Alter von 16 Jahren, sorgte Kelissa noch<br />
einmal in Hünfeld für Aufsehen. Dort konnte sie<br />
den Klassensieg, den Sonderehrenpreis der Gebrüder<br />
Frielinghaus als bester Shagya-Araber<br />
und bestes Pferd der gesamten Schau mit nach<br />
Hause nehmen.<br />
-gw-<br />
3/2020 4/<strong>2021</strong>- - www.in-the-focus.com<br />
53<br />
Ontario HF 1999 - <strong>2021</strong><br />
Ontario HF was born in the USA, his father<br />
was the legendary Monarch HF who was<br />
later sold to UAE. His mother HF Orzonna<br />
was a granddaughter of Derby winner Orla.<br />
Ontario comes from the best Polish racing<br />
lines, ran three seasons in the US and was<br />
always in the money. In 2007 he moved<br />
to Poland and was leased by Michalow in<br />
2014. There was great interest in a stallion<br />
with such a classic Polish pedigree and he<br />
took first place on the list of racing sires in<br />
Poland in 2012 according to the amount<br />
of progeny winnings. It was offered in the<br />
auction in 2019 via the winter sale and Sue<br />
Little bought it - luck did not last long, in<br />
the summer of <strong>2021</strong> he had an accident<br />
in the pasture and died three days later of<br />
post-operative colic. -gw- Foto: privat<br />
Kellissa (ShA) 1994 - <strong>2021</strong><br />
The black mare Heart of Fire AB (Aldaran<br />
/ YA Heartbreaker (Elite)) *2004 had to be<br />
relieved of the consequences of an accident<br />
last autumn. The mare was performance-tested<br />
and premium awarded. In the<br />
breeding barn she left the licensed stallion<br />
(ZSAA) Sharaf Fareed AB (by FM Shah Nasaa)<br />
and the young stallion Simply The Best<br />
AB (by GT Shardh), gold ribbon awarded<br />
(ZSAA). Two of her daughters will continue<br />
her line at the Bavaria Stud. The black mare<br />
with the beautiful face and big eyes also<br />
has very powerful relatives. Her full brother<br />
Ali Baba AB and her half-brother on her<br />
father's side Abu Aichan are into endurance<br />
sports up to 160 km, her half-brother on her<br />
mother's side was a World Championship<br />
participant in <strong>2021</strong>.<br />
-gw-<br />
With Kelissa (Kamour / Kassaia) *1994, one<br />
of the most beautiful Shagya Arabian mares<br />
stepped off the stage of life. She was a show<br />
champion up to the European championship<br />
of the Shagya Arabians in Saarlouis in 1992.<br />
In the possession of Rainer Waldschmidt, this<br />
elite mare was also ridden, driven and successfully<br />
used in breeding. Her colt Koheilan<br />
R (by Hassaro) *2004 became a licensed and<br />
performance tested breeding stallion. His last<br />
son Basalt R (by Bazar) *2013 was sold to the<br />
Netherlands, where he is used in warmblood<br />
breeding. In 2010, i.e. at the age of 16, Kelissa<br />
caused another stir in Hünfeld. There she was<br />
able to take home the class win, the special<br />
honor award of the Frielinghaus brothers as<br />
the best Shagya Arabian and best horse of<br />
the entire show.<br />
-gw-<br />
Über Science den Regenbogen
Leitlinien des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)<br />
Tierschutz im <strong>Pferde</strong>Sport -<br />
Denkanstösse<br />
Unter dem Titel „Tierschutz im <strong>Pferde</strong>sport“ hat das Bundesministerium für<br />
Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) seine neu überarbeiteten Leitlinien herausgebracht.<br />
Diese haben nun erstmals „Wirkung“ gezeigt: Zur Körung des Holsteiner<br />
und Trakehner Verbandes im Herbst <strong>2021</strong> hat die Veterinäraufsicht der Stadt Neumünster<br />
einige der Hengste nicht zugelassen, weil sie zu jung waren!<br />
Was bedeutet dies für Fohlen, Jährlinge und Zweijährige auf Araberschauen?<br />
Die Frage, wann der richtige Zeitpunkt<br />
ist, mit der Ausbildung eines jungen<br />
<strong>Pferde</strong>s zu beginnen, ist vermutlich<br />
so alt wie die <strong>Pferde</strong>haltung und die Reiterei<br />
selbst. Dazu stellt sich die Frage, was man eigentlich<br />
unter „Ausbildung“ zu verstehen hat.<br />
Eines aber ist klar: Das Veterinäramt in Neumünster<br />
hat die Vorbereitung zur Körung als<br />
„Ausbildung“ definiert und dafür das in den<br />
Leitlinlien festgesetzten Alter angewandt.<br />
Was war passiert?<br />
In dem genannten Papier „Tierschutz im<br />
<strong>Pferde</strong>sport - Leitlinien zu Umgang mit und<br />
Nutzung von <strong>Pferde</strong>n unter Tierschutzgesichtspunkten“<br />
wird der früheste Ausbildungsbeginn<br />
auf ein Alter von 30 Monaten<br />
(2,5 Jahre) festgelegt. Die Hengste der Holsteiner<br />
Körung (am <strong>28</strong>. Oktober) stammten<br />
alle aus dem Jahrgang 2019, d.h. alle <strong>Pferde</strong>,<br />
die nach dem <strong>28</strong>.4. geboren wurden, wären<br />
nicht startberechtigt gewesen. Nach Medienberichten<br />
hatte „die Veterinäraufsicht der<br />
Stadt Neumünster die neuen Leitlinien knallhart<br />
ausgelegt und viele der angemeldeten<br />
<strong>Pferde</strong> gesperrt“. Das betraf bei den Trakehnern<br />
fünf Hengste, bei den Holsteinern zehn.<br />
Der Holsteiner Verband hat daraufhin beim<br />
Verwaltungsgericht Schleswig einen Eilantrag<br />
gestellt, und schlußendlich hat man sich<br />
auf einen Kompromiß geeinigt: Der Stichtag<br />
(Geburtstag) wurde vom <strong>28</strong>. April auf den 15.<br />
Juni 2019 verschoben. Jetzt waren nur noch<br />
drei Hengste betroffen. Ein Gutes hatten diese<br />
Vorfälle: Es kann sich jetzt kein Verband, kein<br />
Züchter mehr darauf hinausreden, er habe<br />
noch nie etwas von diesen Leitlinien und dieser<br />
Altersbegrenzung bezüglich Training gehört.<br />
Und das ist gut so.<br />
Die beiden Warmblutverbände haben bereits<br />
reagiert, und es werden keine Herbstkörungen<br />
mehr stattfinden. Stattdessen wird der Trakehner<br />
Verband eine „Adventskörung“ machen,<br />
der Holsteiner Verband wird erst im Frühjahr<br />
2023 seine nächste Körung veranstalten.<br />
Auch der VZAP wird seine Regularien überarbeiten<br />
müssen, denn hier ist das Mindestalter<br />
eines Hengstes zur Vorstellung bei einer Verbandshengstschau<br />
(VHS) oder Körung zwei<br />
Jahre, beim ZSAA sind es drei Jahre. Allerdings<br />
fordert der VZAP nur bei der Körung, nicht<br />
aber bei der VHS ein Freispringen, dennoch<br />
bleibt zu überlegen, ob das „Schautraining“,<br />
das manchen <strong>Pferde</strong>n auch für eine Zuchtveranstaltung<br />
wie die VHS oder Körung zugemutet<br />
wird, womöglich mit den BMEL-Leitlinien<br />
nicht konform geht.<br />
Was steht in den Leitlinien?<br />
In diesen Leitlinien heißt es: „Der Beginn der<br />
zielgerichteten Ausbildung zum vorgesehenen<br />
Nutzungszweck ist für <strong>Pferde</strong>, insbesondere<br />
Jungpferde, mit physischen und psychischen Belastungen<br />
verbunden. ... Täglich mehrstündige freie<br />
Bewegung ... sind sicherzustellen. Es wird empfohlen,<br />
auch hier die <strong>Pferde</strong> in Gruppen (≥ 2 <strong>Pferde</strong>) zu<br />
halten. ... Jungpferde (bis 30 Monate) müssen<br />
in Gruppen gehalten werden.“ ... „<strong>Pferde</strong> früher<br />
als im Alter von 30 Lebensmonaten in die<br />
zielgerichtete Ausbildung zum vorgesehenen<br />
Nutzungszweck zu nehmen, verletzt in der Regel<br />
die dargestellten Grundsätze.“ Zum letzten<br />
Passus sei noch angemerkt, dass diverse Vertreter<br />
von Tierschutzverbänden, von der Tierärztlichen<br />
Vereinigung für Tierschutz e. V. und einige<br />
Landestierschutzbeauftragten der Meinung<br />
sind, dass „weitere Ausnahmen eines früheren<br />
Beginns aus tierschutzfachlicher Sicht nicht zu<br />
tolerieren sind“. Sie hatten sich dafür stark gemacht,<br />
den Passus „in der Regel“ aus dem Text<br />
zu streichen.<br />
Was ist denn nun „tierschutzwidrig“ bei einer<br />
zu frühen „zielgerichteten Ausbildung“?<br />
Überlegen wir dazu, was dies für das junge<br />
Pferd bedeutet, und gehen wir davon aus,<br />
dass es vom Züchter/Besitzer dazu in einen<br />
Trainingsstall abgegeben wird: Transport,<br />
neue Bezugspersonen, neue <strong>Pferde</strong>kameraden,<br />
Futterumstellung, andere Tagesroutine<br />
– all dies bedeutet Stress für ein junges<br />
Pferd, insbesondere wenn man bedenkt, dass<br />
manche <strong>Pferde</strong> bis zu einem Jahr brauchen,<br />
bis sie in einem neuen Stall, in einer neuen<br />
<strong>Pferde</strong>gemeinschaft „angekommen“ sind und<br />
sich rundum wohlfühlen. Wenn wir jetzt noch<br />
zusätzlich die „Besonderheiten“ des Show-<br />
Trainings bei Arabern dazunehmen, wie Einzelboxenhaltung<br />
(wegen Verletzungsgefahr),<br />
wenig bis kein Weidegang mit Kameraden<br />
(wegen Verletzungsgefahr), häufiges Einbandagieren<br />
(wegen Verletzungsgefahr; kann<br />
aber zu Überhitzung der Sehnen führen), eiweißreiches<br />
Futter (kann zu Magengeschwüren<br />
führen), Scheren und Clippen (stört die<br />
Thermoregulation), dann ist klar ersichtlich,<br />
dass dieses „Training“ ein großer Eingriff in die<br />
natürliche Entwicklung eines Jungpferdes ist.<br />
Von tierschutzwidrigen Trainingsmethoden<br />
soll hier erst gar nicht die Rede sein.<br />
Ermessensfrage?<br />
Aber was ist denn dann noch erlaubt – kann<br />
man mit seinem Fohlen oder Jungpferd gar<br />
nichts anderes mehr machen, als es mit anderen<br />
<strong>Pferde</strong>n auf eine Weide zu stellen?<br />
Betrachten wir zuerst die Situation bei den<br />
Fohlen. Es wird in den Leitlinien ausdrücklich<br />
darauf hingewiesen, dass, wenn „das Fohlen<br />
mit dem Menschen vertraut ist, es an das Putzen,<br />
an Halfter, das Führen, erste Hufpflegemaßnahmen<br />
u. a. gewöhnt wird.“ Dieses „Fohlen-ABC“<br />
fällt also nicht unter „Training“, sondern Erziehung<br />
und Gewöhnung – zumal es ja auch<br />
zuhause in der gewohnten Umgebung stattfindet.<br />
Ein Züchter, der mit seiner Stute mit<br />
Fohlen bei Fuß dann auf eine Zuchtschau (z.B.<br />
Fohlenprämierung) fährt, die i.d.R. dezentral<br />
stattfindet, damit der Transportweg nicht allzu<br />
lang ist, hält den Stress für das Fohlen so gering<br />
wie möglich, insbesondere wenn dieser<br />
„Ausflug“ nur einen Tag dauert, die Bezugspersonen<br />
diesselben sind und das Fohlen am<br />
Abend wieder im heimatlichen Stall ist. Dies ist<br />
m.E. zumutbar, und die Fohlen werden durch<br />
einen solchen „Ausflug“ sogar selbstbewußter,<br />
weil sie etwas „erlebt“ haben, aber nicht überfordert<br />
wurden. Wer das Fohlen allerdings zu<br />
einem (Schau-)Trainer schickt, um es für eine<br />
„Show“ (z.B. Nationales Championat) nach<br />
obigen Beschreibungen vorbereiten zu lassen,<br />
der handelt m.E. tierschutzwidrig, denn in den<br />
Leitlinien heißt es: „Gezieltes Training ... ist für<br />
Fohlen und Jährlinge nicht entwicklungsgerecht<br />
und deshalb tierschutz-relevant.“<br />
Das Gesagte gilt also für Fohlen und Jährlinge.<br />
Nach meinem Verständnis aber auch für<br />
Zweijährige, bis zur <strong>Vol</strong>lendung des 30. Le-<br />
54<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
und an AraberSchauen<br />
bensmonats. Allerdings muß man auch hier<br />
m.E. zwischen „Profi-Training“ außer Haus und<br />
„Amateur-Training“ zuhause differenzieren. Ersteres<br />
bedeutet erhöhte Stresslevel aufgrund<br />
des Ortswechsels und aller oben beschriebenen<br />
Kriterien, letzteres kann – wenn nicht<br />
exzessiv betrieben – unter Halfterführigkeit<br />
und Erziehung des Jungpferdes laufen. Aber<br />
die Zeiten, wo ein Züchter sein Jungpferd<br />
für eine der großen A- oder Titelschauen<br />
(Europa-Championat, All Nations Cup, Welt-<br />
Championat) selbst trainiert und vorstellt, sind<br />
vorbei – es sei denn, er ist selbst Profitrainer.<br />
Daher deutet für mich alles darauf hin, dass<br />
eine Vorstellung bei diesen „High-End Shows“<br />
entsprechend dieser Leitlinien nicht möglich<br />
ist. Dagegen kann eine Vorstellung an einer<br />
Zuchtschau oder Amateur-Schau durchaus<br />
noch im Rahmen der Leitlinien liegen.<br />
Leitlinien vs. Gesetz<br />
Aber wie kann man nun feststellen, was Sache<br />
ist? Das ist in der Tat nicht so einfach, denn die<br />
Leitlinien sind ja kein „Gesetz“. In einem Interview<br />
fragte die FN-aktuell den Generalsekretär<br />
der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN),<br />
Soenke Lauterbach, wie rechtsverbindlich diese<br />
Leitlinien sind. Seine Antwort: „[In diesen<br />
Leitlinien] wird das Tierschutzgesetz für <strong>Pferde</strong>sport<br />
und <strong>Pferde</strong>zucht näher ausgelegt. Die<br />
Leitlinien sind kein Gesetz, sollen jedoch wie<br />
ein antizipiertes Sachverständigengutachten<br />
angewendet werden. Darunter versteht<br />
man ein Gutachten, das unabhängig von<br />
einem konkreten Einzelfall angefertigt wird.<br />
Die Leitlinien dienen als Orientierungshilfen<br />
und werden gerade von Justiz und Behörden,<br />
etwa von den Amtstierärzten, als solche herangezogen.“<br />
Und weiter sagt Soenke Lauterbach:<br />
„Der Bereich Zucht der FN ist mit unseren<br />
Zuchtverbänden gerade dabei, vor dem<br />
Hintergrund der neuen Leitlinien das Kör- und<br />
Vorbereitungssystem hinsichtlich Vorbereitung,<br />
Vorauswahl, Dauer und Intensität zu<br />
überdenken.“ Wie wichtig und nötig das ist,<br />
hat der Vorfall in Neumünster gezeigt.<br />
Wer hat die Verantwortung?<br />
Wo beim Züchter oder Besitzer die Vernunft<br />
aufhört und das Gewinnstreben oder auch<br />
das Ego einsetzt, wird meist nicht mehr im<br />
Sinne der Tiere gehandelt. Dann ist es an der<br />
Zeit und auch richtig, dass eine Behörde diese<br />
Aufgabe übernimmt. Vielleicht sollten wir<br />
auch diese Leitlinien dazu benutzen, unsere<br />
ganze Schauszene neu zu denken!? Brauchen<br />
wir tatsächlich Fohlen, Jährlinge und Zweijährige<br />
an Schauen und wie aussagekräftig sind<br />
die Beurteilungen in diesem Alter? Der Schau-<br />
Organisator wird natürlich sagen, ja, wir brauchen<br />
sie, weil sie rund ein Drittel (und mehr)<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
der Nennungen ausmachen. Aber wenn man<br />
bedenkt, dass es Jährlings- und Zweijährigen-<br />
Klassen bei den züchterischen Veranstaltungen<br />
der Warmblutverbände nicht (mehr) gibt,<br />
sieht man, dass es auch ohne geht, denn diese<br />
wollen ja auch ihre <strong>Pferde</strong> früh vermarkten.<br />
Wenn wir dann zu dem Schluß kommen, dass<br />
die <strong>Pferde</strong> in diesem Alter auf der Weide besser<br />
aufgehoben sind, ganz besonders bei einer<br />
spätreifen Rasse wie dem Araber, sollten wir<br />
uns neue Veranstaltungskonzepte überlegen.<br />
Aber weiterhin nur den Kopf in den Sand zu<br />
stecken (und dass diese Leitlinlien kommen<br />
werden, ist schon seit zwei Jahren bekannt)<br />
und zu glauben, uns Araberliebhaber betreffen<br />
diese Leitlinien nicht, ist leichtsinnig und<br />
könnte ein böses Erwachen zur Folge haben.<br />
Die Gretchenfrage<br />
Bleibt also die Gretchenfrage – was bedeuten<br />
die neuen Leitlinien für die Durchführung des<br />
All Nations Cups auf deutschem Boden? Die<br />
Antwort kann derzeit nur lauten: Das läßt sich<br />
nicht abschließend sagen, weil es genau dazu<br />
noch keinen Präzedenzfall gibt. Aber es gibt an<br />
dieser Schau Klassen für Jährlinge und Zweijährige<br />
(d.h. <strong>Pferde</strong> unter 30 Monate alt) an denen<br />
sich der Konflikt entzünden könnte, denn deren<br />
„zielgerichtete Ausbildung zum vorgesehenen<br />
Nutzungszweck“ ist tierschutz-relevant.<br />
Geschätzt 90 % der <strong>Pferde</strong> an High-End-<br />
Shows werden von Profitrainern vorgestellt,<br />
die meisten werden auch von diesen vorher<br />
auf die Schau vorbereitet, das heißt „trainiert“<br />
(= zielgerichtete Ausbildung). Wer will nun<br />
einem Amtsveterinär glaubhaft erklären, dass<br />
diese <strong>Pferde</strong> eben nicht trainiert, sondern – ja<br />
was denn ...? – nur zur Aufzucht in einem Trainingsstall<br />
stehen? Im Trainigsstall nur „halfterführig“<br />
gemacht werden? Und wenn sich<br />
dieser Amtsveterinär nun die „Vorstellung“ ansieht,<br />
wo die <strong>Pferde</strong> gezirkelt und herumgewirbelt,<br />
abrupt abgestoppt werden und vor<br />
dem „Trainer“ still stehen und den Hals recken<br />
müssen – wird er das als normales „Halftertraining“<br />
betrachten? Vielleicht. Es kommt sicher<br />
immer auf den einzelnen an und darauf,<br />
wieviel <strong>Pferde</strong>verstand er hat. Die Tatsache,<br />
dass diese Schauen bislang noch nicht in den<br />
Fokus der Veterinärämter (oder irgendwelcher<br />
Tierschutzorganisationen) gerückt sind,<br />
bedeutet nicht, dass dies in Zukunft – mit geänderten,<br />
verschärften Richtlinien als Basis –<br />
nicht passieren könnte.<br />
Der VZAP täte also gut daran, sich ganz genau<br />
zu überlegen, ob jetzt nicht die beste Gelegenheit<br />
wäre, aus der Organisation des ANC<br />
auszusteigen – und einige der Gründe habe<br />
ich in meinem Editorial "Wenn nicht jetzt,<br />
wann dann" in der letzten Ausgabe (3/<strong>2021</strong>)<br />
erläutert. Hinzu kommt nun noch, dass die<br />
55<br />
Leitlinien des BMEL die Disqualifizierung der<br />
Jährlinge und Zweijährigen zur Folge haben<br />
könnte. Des weiteren, haben Personen<br />
die Verbandsgeschäftsstelle verlassen, die<br />
bislang in die Organisation des ANC eingebunden<br />
waren. Diese fehlen jetzt – und mit<br />
ihnen das Know-how. Außerdem hatten wir<br />
mit Wolfgang Eberhardt einen hochkarätigen<br />
Organisator, der auch vor dem ANC schon<br />
tolle Veranstaltungen auf die Beine gestellt<br />
hat, denken wir nur an Saarlouis. Wer im VZAP<br />
könnte in seine Fußstapfen treten? Wer hat<br />
die (mehrjährige) Erfahrung, eine so hochkarätige<br />
Veranstaltung zu organisieren und die<br />
Sponsorengelder zu acquirieren – und zwar<br />
„hands on“, also nicht nur auf dem Papier? Im<br />
VZAP-Vorstand sehe ich da niemanden. Also<br />
müßte man die Veranstaltung an jemanden<br />
„outsourcen“. Andere Zuchtverbände haben<br />
für solche Zwecke eine Veranstaltungs-GmbH<br />
gegründet, um den Hauptverein nicht zu belasten.<br />
Auch der DRAV hatte einst Pläne diesbezüglich.<br />
Warum wird dies beim VZAP nicht<br />
in Erwägung gezogen?<br />
Quo vadis, VZAP?<br />
Und zu guter Letzt gibt es da für mich (!) noch<br />
einen moralischen Aspekt: Seit 1987 ist der<br />
VZAP Ausrichter des ANC in Aachen. Damals<br />
war die Schauszene aber noch eine ganz andere.<br />
Sie hat sich in den letzten 35 Jahren drastisch<br />
verändert und leider nicht zum Guten.<br />
Was also damals richtig war, was vielleicht<br />
auch noch vor 20 oder 15 Jahren richtig war,<br />
muß heute nicht zwangsläufig richtig sein.<br />
„Richtig“ im Sinne von tiergerecht, im Sinne<br />
von „Fairplay“ und im Sinne der Zucht und<br />
der Rasse sind diese Veranstaltungen für mich<br />
schon lange nicht mehr. Es stünde dem VZAP<br />
daher gut zu Gesicht, sich aus dieser Highend-<br />
Showszene zu verabschieden. Denn egal wie<br />
man es dreht oder wendet: Der Zuchtverband<br />
ist sozusagen die "graue Eminenz", die<br />
durch die verbandseigenen Veranstaltungen<br />
maßgeblich die öffentliche Meinung und das<br />
Ansehen der Rasse in Deutschland beeinflußt.<br />
Wir müssen uns endlich vom Narrativ<br />
verabschieden, der Araber sei das "Pferd der<br />
Scheichs" mit all den märchenhaften Reichtümern,<br />
die damit einhergehen. Hier in Deutschland<br />
ist er ein liebenswertes Familien- und<br />
Freizeitpferd, und dieses in der Öffentlichkeit<br />
zu etablieren, würde der Zucht und der Rasse<br />
hierzulande mehr helfen als Erzählungen aus<br />
Tausendundeiner Nacht.<br />
Gudrun Waiditschka<br />
Die „Leitlinien zu Umgang mit und Nutzung<br />
von <strong>Pferde</strong>n unter Tierschutzgesichtspunkten“<br />
stehen auf der Seite 'www.pferd-aktuell.de/<br />
ausbildung/pferdehaltung/tierschutz'<br />
als Download zur Verfügung<br />
Denkanstösse
Russische Importe<br />
Die Renaissance<br />
der Russen<br />
Zucht<br />
Borodina (Piligrim / Molvina) *2000 war eine der<br />
besten "Straight-Russian"-Mutterstuten in der<br />
jüngeren Geschichte Tersks. - Borodina was one<br />
of the best "Straight Russian" mares in the more<br />
recent history of Tersk stud.<br />
Alle Fotos: G. Waiditschka<br />
Wer erst in den letzten 10-15 Jahren zum <strong>Arabische</strong>n Pferd gefunden hat, der kennt die<br />
„Russen“ kaum, denn Athletik und Gangvermögen, Substanz und Kaliber sind in der<br />
Araberzucht hinter Typ, „Refinement“, Dish und nochmals Typ weit in den Hintergrund<br />
gedrängt worden. Aber vielleicht kommt ja auch wieder eine kleine Renaissance?<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong><br />
56
Die Älteren unter uns erinnern sich vermutlich<br />
noch, wie Mitte der 1980erbis<br />
1990er-Jahre die „Russen“ den<br />
Schauring dominierten. Als Gips in Aachen<br />
wie ein Uhrwerk seine Runden drehte und<br />
am Ausgang wieder völlig gechillt war, als<br />
ob man einen Schalter umgelegt hätte. Oder<br />
Vodelej, der Runde für Runde sein Trabvermögen<br />
unter Beweis stellte und bei dem sich<br />
die Vorführer abwechseln mußten, um mit<br />
ihm mithalten zu können – und das Publikum<br />
raste vor Begeisterung.<br />
Das war die Ära der Russen, als noch Gangvermögen,<br />
Substanz und Athletik im Schauring<br />
gefragt waren. Als dann nur noch der<br />
„Typ“ zählte und die siegreichen <strong>Pferde</strong> immer<br />
„feiner“ wurden, gerieten die Russen ins<br />
Hintertreffen. Daher wurden die Stuten mit<br />
„Schauhengsten“ belegt, um die Nachkommenschaft<br />
„schau-fähig“ zu machen. Zwar<br />
wurden die konsolidierten Stutenlinien vielfach<br />
beibehalten, weil sie oftmals sogar nach<br />
mehreren Generationen den Schaupferden<br />
noch etwas Substanz mitgeben konnten,<br />
aber nur wenige Züchter, insbesondere aus<br />
der Distanzreiterszene, hielten an ihren „reinen<br />
Russen“ fest, unterzogen diese wo immer<br />
möglich auch einer Leistungsprüfung bzw.<br />
ritten sie auf Distanzritten etc. Durch diesen<br />
Wandel der Zeit wurden aber insgesamt betrachtet<br />
insbesondere „rein russische“ Hengste<br />
zur Mangelware.<br />
Was sind "Russische Araber"?<br />
Aber was sind „Russischer Araber“ überhaupt?<br />
Wie so vieles in der Araberzucht ist<br />
dies Definitionssache, denn die heutigen<br />
russischen <strong>Vol</strong>lblutaraber wurden in den<br />
1930er-Jahren mithilfe von verschiedenen<br />
arabischen Zuchtlinien aufgebaut, d.h. im<br />
Wesentlichen mit <strong>Pferde</strong>n, die aus Crabbet<br />
Park in England, aus Frankreich und aus Polen<br />
kamen. Was dann aus diesen <strong>Pferde</strong>n einen<br />
„russischen Araber“ gemacht hat, ist die<br />
meisterhafte Kombination dieser drei Gründerpopulationen,<br />
die Leistungsprüfung auf<br />
der Rennbahn mit entsprechender Selektion<br />
und eine extensive Aufzucht. Dies hat zu<br />
einem konsolidierten Stutenstamm geführt<br />
und zu <strong>Pferde</strong>n, die als Veredler in anderen<br />
Reitpferderassen eingesetzt werden konnten<br />
– man denke beispielsweise an Pomeranets,<br />
der sowohl in der Araber- wie auch in der<br />
Trakehnerzucht wirkte. Als dann Mitte der<br />
1960er noch der Ägypter Aswan hinzukam,<br />
brachte dieser den nötigen „Typ“ mit, und die<br />
daraus resultierenden <strong>Pferde</strong> wurden für den<br />
(amerikanischen) Schauring entdeckt.<br />
Angeregt und befeuert wurde der Russen-Boom<br />
in Europa in den 1980er- und '90er-<br />
Jahren durch die Auktionen, die von 1970 bis<br />
1990 im russischen Staatsgestüt Tersk stattfanden<br />
– und die Erzählungen älterer Züchter,<br />
wie sie mit einer Plastiktüte voll Geld nach<br />
Russland reisten, sind mehr als abenteuerlich!<br />
Ab 1991 wurden die <strong>Pferde</strong> dann per LKW<br />
nach Holland geschickt und beim jährlich<br />
stattfindenden „Tersk Holland Sale“ im Gestüt<br />
Kossack meistbietend verkauft. Das war für<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
Velikaia (Karat / Vamlana) *2005 kombiniert in ihrem Pedigree die Derby-Sieger Karat, Madiar<br />
und Drug mit einer der besten Leistungs-Stutenlinien, der Sapine. - Velikaia combines in<br />
her pedigree the Derby winners Karat, Madiar and Drug with the performance line of Sapine.<br />
57<br />
die europäischen Käufer natürlich bequem,<br />
weil die <strong>Pferde</strong> bereits in Holland standen,<br />
man sie sich dort ausgiebig anschauen konnte<br />
ohne die (damals noch) relativ beschwerliche<br />
Reise nach Südrussland, und auch das<br />
Risiko des langen Transports aus Russland<br />
entfiel für den Käufer. Bald wurde der Tersk<br />
Holland Sale zum jährlichen Treffpunk der<br />
Russenliebhaber, und 30 bis 40 <strong>Pferde</strong> wechselten<br />
jährlich hier ihren Besitzer. Außerdem<br />
kamen auf diesem Wege auch immer wieder<br />
sehr gute Pachthengste nach Westeuropa<br />
– man denke nur an Drug oder Balaton! Allerdings<br />
fand in den letzten Jahren, die Tersk<br />
noch als „Staatsgestüt“ fungierte, ein regelrechter<br />
Ausverkauf statt. Als dann 2006 Tersk<br />
privatisiert wurde, war dies auch das „Aus“ für<br />
die holländisch-russische Kooperation.<br />
Wie eingangs erwähnt hatte sich zwischenzeitlich<br />
aber auch der Markt geändert, der<br />
Absatz in Europa war nicht mehr so einfach<br />
wie in den Heydays der 1990er Jahre. Ab 2012<br />
nahm man im Gestüt Tersk die Auktionen in<br />
kleinerem und bescheidenerem Stil wieder<br />
auf, konzentrierte sich aber zum einen auf<br />
den Binnenmarkt, zum anderen auf die Märkte<br />
im Osten – Kasachstan, Uzbekistan, Mongolei.<br />
Nur langsam sprach es sich „im Westen“<br />
herum, dass es noch immer gute <strong>Pferde</strong> in<br />
Tersk gibt, und so konnte man in den letzten<br />
Jahren eine kleine „Renaissance der Russen“<br />
feststellen: In den letzten 5 Jahren sind 46<br />
<strong>Pferde</strong> - z.T. tragend oder mit Fohlen bei Fuß<br />
- direkt aus dem russischen Gestüt Tersk in<br />
Europa eingetroffen. Die große Mehrheit der<br />
<strong>Pferde</strong> ging nach Österreich und Deutschland,<br />
aber auch Züchter in Rumänien, Frankreich,<br />
Tschechien, Littauen und Polen suchten<br />
auf diesem Wege neues „Russenblut“.<br />
Drei Zuchtrichtungen<br />
Was verbirgt sich nun hinter Begriffen wie<br />
„Straight Russian“? Dazu muß man klar sagen,<br />
es gibt keine „offizielle Definition“. Aber<br />
im Gestüt Tersk unterscheidet man mittlerweile<br />
drei verschiedene Zuchtrichtungen.<br />
Zum einen ist da die Gruppe der „Straight<br />
Russians“, das sind <strong>Pferde</strong>, deren Vorfahren<br />
vor 1986 in Russland geboren wurden, zum<br />
anderen die Linien mit modernem Rennblut<br />
(franz. Linien, Amer, Tiwaiq) und drittens die<br />
Linien mit modernem Schaublut (wie WH<br />
Justice, Marwan Al Shaqab etc). Von den 83<br />
Stuten, die <strong>2021</strong> in der Tersker Stutenherde<br />
Zucht
Zucht<br />
Pianistka (Angleter / Pantomima) *2007 mit ihrem Hengstfohlen Priz Tersk (v. Moment) *2018 - beide stehen mittlerweile in Europa, Pianistka in Österreich<br />
und Priz Tersk bei Faber Arabians in Frankreich, wo 2022 seine ersten Fohlen erwartet werden. - Pianistka and her colt Priz Tersk - today, both are<br />
located in Austria and France, respectively, where Priz Tersk is expecting his first foal crop in 2022.<br />
standen, gehörten 41 den „Straight Russians“<br />
an, <strong>28</strong> hatten moderne Rennlinien und<br />
14 moderne Schaulinien im Pedigree.<br />
Innerhalb der Gruppe der „Straight Russians“<br />
unterscheidet man in Tersk dann diejenigen<br />
mit ausgewiesenem Leistungspotential, die<br />
als „Classic Russians“ bezeichnet werden,<br />
weil zu einem klassischen russischen Araber<br />
eben auch die Leistungskomponente<br />
dazugehört. Von den 41 „Straight-Russian“-Zuchtstuten<br />
gehörten <strong>28</strong> zu den „Classic<br />
Russians“. Zu dieser Gruppe gehören in der<br />
Regel <strong>Pferde</strong> aus den Linien von Korej, Priboj<br />
und Salon (via Anchar), zu einem geringeren<br />
Anteil von Menes, sofern sie sich im Sport<br />
bewiesen haben. In Tersk gehören hierzu die<br />
Stutenfamilien von:<br />
• Sapina (Arax / Solianka II) *1959, Stutenlinie<br />
Warda db<br />
• Novella (Lak / Nevidimka) *1966, Stutenlinie<br />
Milordka (PL)<br />
• Tonika (Nard / Tronka) *1995, Stutenlinie<br />
Selma (EG)<br />
• Karinka (Aswan / Karta) *1974, Stutenlinie<br />
Sahara db und<br />
• Nutria (Topol / Nasturcia) *1976, Stutenlinie<br />
Gazella db,<br />
in Khrenovoe (teilweise nach dessen Auflösung<br />
jetzt auch in Tersk):<br />
• Prikhot (Sport / Perikola) *1967, Stutenlinie<br />
Rodania db<br />
• Kaia (Semen / Knopka) *1964, Stutenlinie<br />
Dafina db<br />
• Kazna (Anchar / Kuraga) *1995, Stutenlinie<br />
Rodania db und<br />
• Malinovka (Kumir / Moda) *1980, Stutenlinie<br />
Sahara db,<br />
und in Samovolov:<br />
• Sova (Angel / Statuia) *1979, Stutenlinie<br />
Balkis db,<br />
die sich mit ihren Nachkommen als besonders<br />
gute Leistungspferde im Renn- und Distanzsport<br />
einen Namen gemacht haben. Aufgenommen<br />
in diese Definition wurden auch<br />
neuzeitlichere polnische <strong>Pferde</strong> (Pure Polish,<br />
z.B. Egis), sofern sie ein Leistungspedigree<br />
aufweisen können, denn die Polen waren ja<br />
wesentlich an der Entstehung der russischen<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber in den 1930er-Jahren beteiligt.<br />
„Straight Russian“ ist also der Überbegriff,<br />
Classic Russian eine weitere Unterteilung<br />
Tigrica Tersk (Gusliar / Temka) *2015 hat ein bedeutendes HARC-Rennen gewonnen und geht<br />
mütterlicherseits auf die bedeutende Leistungsfamilie der Tonika zurück. - Tigrica Tersk won<br />
an important HARC Race and tails back to the performance family of Tonika.<br />
58<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
oder Charakterisierung. Alle „Classic Russians“<br />
sind somit auch „Straight Russians“, aber<br />
nicht alle „Straight Russians“ sind „Classic Russians“<br />
– man kann auch sagen: Alle Tauben<br />
sind Vögel, aber nicht alle Vögel sind Tauben!<br />
Allerdings sind die Grenzen nicht immer<br />
scharf zu ziehen und die Einteilung beruht<br />
auch häufig auf den züchterischen Erfahrungen,<br />
die die Zuchtleiter in Tersk mit diesen<br />
Linien gemacht haben. So hat man beispielsweise<br />
bereits in den Heydays der Russenzucht<br />
für den (damaligen) Schaumarkt gezüchtet,<br />
mit <strong>Pferde</strong>n, die sich nicht über eine<br />
besondere Rennleistung auszeichneten.<br />
Hierzu gehören u.a. die Stutenfamilien der<br />
Malvina, Pantomima und Purga oder Hengste<br />
wie Balaton und Piligrim, die den gewissen<br />
„Show-Appeal“ hatten. Insgesamt betrachtet<br />
sind die Russen aber „Allrounder“, einige davon<br />
stammen aus ausgewiesenen Leistungslinien<br />
(„Classic Russian“), andere tendieren<br />
eher dazu, dass sie „arabisch schön“ sind –<br />
und wie so oft gilt: Die Mischung macht’s!<br />
Leistungsblut für Europa<br />
Von den 46 <strong>Pferde</strong>n, die seit 2016 aus Tersk<br />
nach Europa importiert wurden, waren 33<br />
„Straight Russians“. Von diesen sind 21 den<br />
Leistungspferden („Classic Russians“) zuzurechnen,<br />
die restlichen 13 <strong>Pferde</strong> verteilen<br />
sich auf <strong>Pferde</strong> aus modernen Rennblutlinien,<br />
sowie – gewisssermaßen als anderes Ende<br />
des Spektrums – auf <strong>Pferde</strong> mit modernem<br />
Schaupferdeblut im Pedigree; zu den letzten<br />
beiden Gruppen gehören meist Fohlen, die in<br />
utero oder bei Fuß importiert wurden.<br />
Was hat nun die neuen Besitzer dieser Importpferde<br />
bewogen, <strong>Pferde</strong> direkt aus Russland<br />
zu holen? Für viele ist es der Rückgang<br />
an <strong>Pferde</strong>n aus russischen Linien hier in Westeuropa<br />
sowie eine Verarmung an Diversität<br />
innerhalb der vorhandenen russischen Linien,<br />
denn im Westen sind und waren hauptsächlich<br />
<strong>Pferde</strong> der Hengstlinie über Arax und<br />
die Stutenlinie über Mammona vertreten.<br />
„Die Auswahl an rein russischen, leistungsgeprüften<br />
Hengsten wird immer kleiner, denn<br />
es wurden hauptsächlich nur noch Hengste<br />
aus gängigen Modelinien eingesetzt. In der<br />
Folge verkleinerte sich der Genpool an russischen<br />
Blutlinien schnell. Inzwischen finden<br />
sich in Westeuropa gerade mal noch eine<br />
gute Handvoll rein russischer Hengste, davon<br />
überwiegend ältere Jahrgänge, die am Ende<br />
ihres Zuchteinsatzes stehen“, sagen beispielsweise<br />
die Thievents, die seit 1989 „Russen“<br />
züchten. Auch Anna Wilfingseder, die seit<br />
1992 „rein russische“ <strong>Vol</strong>lblutaraber züchtet,<br />
hat „in den letzten Jahren festgestellt, dass<br />
sich der rein russische Zuchtbestand in Europa<br />
ziemlich reduziert hat, weil viele Züchter<br />
aufgegeben haben oder auf Schau- bzw.<br />
Rennlinien umgestiegen sind. Deshalb war es<br />
naheliegend zur Quelle, sprich nach Tersk, zurückzugehen<br />
und frisches Blut nach Europa<br />
zu holen.“ Berengère Fayt, die seit 1994 russische<br />
<strong>Vol</strong>lblutaraber in Belgien züchtet und<br />
vor Kurzem nach Frankreich umgezogen ist,<br />
sagt über ihr Motiv zum Import: „Wir müssen<br />
die Linien, die wir in Europa haben, diversifizieren.<br />
Außerdem wollte ich bestimmte<br />
Blutlinien in mein Zuchtprogramm aufnehmen.“<br />
Was sie damit meint, zeigt sich an dem<br />
aus Tersk importierten Junghengst Priz Tersk<br />
(Moment / Pianistka) *2018, der wohl der einzige<br />
aktive „Straight Russian“-Hengst aus der<br />
Ibrahim-Linie über Salon in Europa ist und<br />
dessen erste Fohlen 2022 erwartet werden.<br />
Er entstammt einem Zuchtversuch mit altem<br />
Gefriersamen, den das Gestüt Tersk zwischen<br />
2013 und 2017 unternommen hat. Dabei<br />
sind Fohlen von Aswan, Muscat, Moment und<br />
Mashuk gefallen - Priz Tersk ist eines davon.<br />
Und noch ein Youngster fällt durch seine Blut-<br />
Referenzhengste<br />
Anchar (Moment / Nutria) *1981<br />
Vater von Budra<br />
Karat (Aromat / Kaluga) *1993<br />
Vater von Velikaia, Sakura<br />
Madiar (Drug / Martinika) *1994<br />
Vater von Vamlana, Piramida Tersk<br />
Zucht<br />
Tete-a-Tete Tersk (Nitagor / Trepetnaia) *2011 ist mütterlicherseits mit Tigrica verwandt, ihr<br />
Vater Nitagor hat 10 von 24 Rennen gewonnen. - Tete-a-Tete Tersk is closely related to Tigrica<br />
on her dam's side, Nitagor has won 10 out of 24 races.<br />
Marcipan (Parusnik / Melodrama) *1999<br />
Vater von Mimoza Tersk, Nesmeyana Tersk<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
59<br />
Gusliar (Sarkazm / Gvardia) *2000 - Vater<br />
von Pogoda Tersk, Germiona, Tigrica Tersk
Ejevichka Tersk (HK Krystall / Epokha) *2013<br />
führt über ihren aus den USA gepachteten<br />
Vater HK Krystall modernes Schaupferdeblut.<br />
Ejevichka Tersk carries modern show bloodlines<br />
through her sire HK Krystall who was<br />
leased from the US.<br />
Zucht<br />
führung auf: Der in utero importierte Vadim<br />
(Sakmagon / Velikaia) *2020 hat ebenfalls<br />
eine interessante und im Westen eher seltene<br />
russische Blutführung: Sowohl Vater wie<br />
Mutter gehen auf die beste Rennlinie der<br />
Russenzucht zurück, auf Sapine. Außerdem<br />
beinhaltet sein Pedigree die Derby-Sieger<br />
Karat, Madiar, Drug und die Oaks-Siegerinnen<br />
Valuevka, Prikhot sowie die Zweitplazierte<br />
Vamlana. Er wird als Hengstanwärter<br />
aufgezogen.<br />
Es herrscht allgemeine Übereinstimmung<br />
unter den neuen Besitzern, dass sie vielseitig<br />
einsetzbare Sportpferde mit arabischem Flair<br />
züchten wollen. „Meine sechs bisher importierten<br />
Stuten decken vom Typ und Kaliber<br />
die ganze Bandbreite ab“, so Anna Wilfingseder.<br />
„Ich versuche einen Allround-Araber zu<br />
züchten, der sowohl im Reitsport als auch auf<br />
kleineren Schauen bestehen kann. Ich schätze<br />
an meinen <strong>Pferde</strong>n vor allem ihre guten<br />
Reitpferdeeigenschaften, die reellen Gänge<br />
und ihre Ausgeglichenheit.“ Für Anna Wilfingseder<br />
geht es außerdem um den Erhalt<br />
der klassischen russischen Hengst- und Stutenlinien.<br />
„In Tersk haben wir in den beiden<br />
Stuten Velikaja und Ladoga Tersk genau den<br />
Typ Araber und die Blutlinien wiedergefunden,<br />
die wir seit nunmehr über 30 Jahren so<br />
schätzen und züchten“, sagen die Thievents.<br />
Und Friedemann Reichert hatte das große<br />
Glück, die Elite-Stute Borodina kaufen zu<br />
können, die in Tersk 11 Fohlen zur Welt brachte,<br />
darunter ein Deckhengst und drei Mutterstuten.<br />
Mit vier Töchtern in der Herde war Borodina<br />
entbehrlich, außerdem hatte sie zwei<br />
Jahre lang nicht mehr aufgenommen – nur<br />
deshalb stand die WAHO-Trophy-Gewinnerin<br />
zum Verkauf. „Mich hat die außerordentliche<br />
Qualität dieser Stute überzeugt“, sagt Friedemann<br />
Reichert, „und ich hoffe, mit ihr und<br />
der Stute Pribaltika eine kleine Araberzucht<br />
- bevorzugt auf Basis russisch-polnischer Linien<br />
- aufzubauen. Russische <strong>Pferde</strong> bringen<br />
Leistung, Härte und Genügsamkeit, Korrektheit,<br />
Reitbarkeit und Fruchtbarkeit mit - bei<br />
Borodina zudem verbunden mit einem (für<br />
mich) perfekten Rasse- und Geschlechtstyp!<br />
Außerdem brachte sie bereits allerbeste<br />
Nachzucht“, schwärmt der Besitzer.<br />
Auswahl vor Ort oder per Video<br />
Nun liegt Südrussland nicht gerade „um die<br />
Ecke“, dennoch haben einige der Käufer ihre<br />
<strong>Pferde</strong> vor Ort ausgewählt. „Meine ersten drei<br />
Stuten Akbarsa, Nepogoda und Plaza habe<br />
ich 2016 anhand von Fotos, Videos, Pedigree<br />
und Zuchtleistung ausgewählt“, erzählt Anna<br />
Wilfingseder. „Erst 2017 konnte ich bei einer<br />
Züchterreise den Zuchtpferdebestand von<br />
Tersk persönlich kennenlernen und mit der<br />
Kamera festhalten. Diese Züchterreise habe<br />
ich 2019 wiederholt. Das persönliche Kennenlernen<br />
des Tersker Zuchtpferdebestandes<br />
hat mir bei der Auswahl der später importierten<br />
Stuten Alisa und Pogoda Tersk im Jahr<br />
2018 und Trepetnaia im Jahr <strong>2021</strong> deutliche<br />
Vorteile verschafft.“ Und auch die Thievents<br />
waren 2017, 2018 und 2019 in Tersk. „Wir waren<br />
begeistert von der hohen Qualität des<br />
Zuchtbestandes und von der wieder vorhandenen<br />
breiten Blutbasis. Die Zuchtmanager<br />
haben in den rund 10 Jahren ganz hervorragende<br />
Zuchtarbeit geleistet und fast verlorene,<br />
wertvolle und klassische Linien in ganz<br />
Russland zusammengesucht und mit viel<br />
Fachwissen und Geschick in ihrem Zuchtprogramm<br />
eingesetzt. Die beiden Stuten Velikaia<br />
und Ladoga Tersk haben wir 2019 selbst<br />
ausgewählt und importiert.“ Auch Berengère<br />
Fayt war persönlich in Tersk und hat sich einen<br />
Überblick verschafft, aber ihre <strong>Pferde</strong> hat<br />
sie erst später anhand von Fotos und Videos<br />
ausgewählt.<br />
Es wird spannend werden, ob diese <strong>Pferde</strong><br />
züchterisch den entsprechenden Einsatz finden,<br />
um die sehr geschrumpfte Population<br />
der russischen <strong>Vol</strong>lblutaraber in Mitteleuropa<br />
wiederzubeleben. Jeder, der arabische Reitpferde<br />
züchtet oder reiten will, sollte hierfür<br />
die Daumen drücken!<br />
Gudrun Waiditschka<br />
Die sehr feminine Plaza (Balaton / Perspektiva)<br />
*2003 kombiniert die beiden "Schaupferde-Macher"<br />
Balaton und Piligrim. -<br />
The very feminine Plaza combines the two<br />
show horse sires Balaton and Piligrim.<br />
60<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
Importe aus Russland zwischen 2016 und <strong>2021</strong> - Imports from Russia between 2016 and <strong>2021</strong><br />
Name<br />
Geschl. /<br />
sex<br />
Vater /<br />
sire<br />
Mutter /<br />
dam<br />
geboren /<br />
born<br />
Import<br />
Jahr /<br />
year<br />
Zuchtrichtung /<br />
breeding line<br />
Charodeika Tersk Stute Napevnij Venta 2017 Deutschland / Germany 2018 "Straight Russian"<br />
Plesetskaya Tersk Stute Banderos Propaganda 2017 Deutschland / Germany 2018 moderne Showl.<br />
Borodina Stute Piligrim Molvina 2000 Deutschland / Germany 2019 "Straight Russian"<br />
Ejevichka Tersk Stute HK Krystall Epokha 2013 Deutschland / Germany 2019 moderne Showl.<br />
Espaniola Tersk Stute Expirien Polli 2019 Deutschland / Germany 2019 moderne Showl.<br />
Evita Tariqaana Stute Jasmin Tersk Ejevichka 2020 Deutschland / Germany 2019 i.u. moderne Showl.<br />
MK Power of Tersk Hengst Dormeur Du Loup Pomona 2020 Deutschland / Germany 2019 i.u. moderne Rennl.<br />
MK Souvenir of Tersk Stute Sakmagon Tersk Sakura 2020 Deutschland / Germany 2019 i.u. "Classic Russian"<br />
MK Victoria of Tersk Stute Folastello PY Vamlana 2020 Deutschland / Germany 2019 i.u. moderne Rennl.<br />
Polli Stute Balaton Perspektiva 2004 Deutschland / Germany 2019 "Straight Russian"<br />
Pomona Stute Monomakh Pressa 2008 Deutschland / Germany 2019 "Classic Russian"<br />
Sakura Stute Karat Sonata 2002 Deutschland / Germany 2019 "Classic Russian"<br />
Terska Tariqaana Stute Nonet Tigrica Tersk 2020 Deutschland / Germany 2019 i.u. moderne Rennl.<br />
Tete-a-Tete Tersk Stute Nitagor Trepetnaia 2011 Deutschland / Germany 2019 "Classic Russian"<br />
Tigrica Tersk Stute Gusliar Temka 2015 Deutschland / Germany 2019 "Classic Russian"<br />
Titan Tariqaana Hengst Gidon Tete-a-Tete Tersk 2020 Deutschland / Germany 2019 i.u. "Classic Russian"<br />
Vamlana Stute Madjar Valuevka 1999 Deutschland / Germany 2019 "Classic Russian"<br />
Ladoga Tersk Stute Napevnij Prozerpina 2013 Frankreich / France 2019 "Straight Russian"<br />
Vadim Hengst Sakmagon Tersk Velikaia 2020 Frankreich / France 2019 i.u. "Classic Russian"<br />
Velikaia Stute Karat Vamlana 2005 Frankreich / France 2019 "Classic Russian"<br />
Germiona Stute Gusliar Madeira 2015 Frankreich / France <strong>2021</strong> "Classic Russian"<br />
Glasnost Tersk Stute Sandor Germiona <strong>2021</strong> Frankreich / France <strong>2021</strong> "Classic Russian"<br />
Priz Tersk Hengst Moment Pianistka 2018 Frankreich / France <strong>2021</strong> "Classic Russian"<br />
Vetta Tersk Stute Teddi Valentnost 2016 Lithauen / Lithuania 2019 "Classic Russian"<br />
Akbarsa Stute Balaton Aurika 2004 Österreich / Austria 2016 "Straight Russian"<br />
Nepogoda Stute Piligrim Neftianka 2004 Österreich / Austria 2016 "Straight Russian"<br />
Plaza Stute Balaton Perspektiva 2003 Österreich / Austria 2016 "Straight Russian"<br />
Alisa Stute Status Assol 2008 Österreich / Austria 2018 "Classic Russian"<br />
Aurea Trilliona Stute Coyote Ugly Tersk Alisa 2019 Österreich / Austria 2018 i.u. "Classic Russian"<br />
Mimoza Tersk Stute Marcipan Marzeliesa 2017 Österreich / Austria 2018 "Straight Russian"<br />
Pogoda Tersk Stute Gusliar Polli 2017 Österreich / Austria 2018 "Straight Russian"<br />
Berna Stute Nonet Budra <strong>2021</strong> Österreich / Austria <strong>2021</strong> moderne Rennl.<br />
Budra Stute Anchar Baronessa 2004 Österreich / Austria <strong>2021</strong> "Classic Russian"<br />
Nesmeyana Tersk Stute Marcipan Napevnaia 2017 Österreich / Austria <strong>2021</strong> "Classic Russian"<br />
Pesenka Tersk Stute Napevnij Pianistka <strong>2021</strong> Österreich / Austria <strong>2021</strong> "Straight Russian"<br />
Pianistka Stute Angleter Pantomima 2007 Österreich / Austria <strong>2021</strong> "Straight Russian"<br />
Trepetnaia Stute Parusnik Tonika 2004 Österreich / Austria <strong>2021</strong> "Classic Russian"<br />
Vassa Tersk Stute Asmur Virsaviya 2016 Österreich / Austria <strong>2021</strong> "Classic Russian"<br />
Ballok Tersk Hengst Hyyaf Al Khalediah Budra 2020 Polen / Poland <strong>2021</strong> moderne Rennl.<br />
Mira Tersk Stute Marcel Mirabella Tersk <strong>2021</strong> Rumänien / Romania <strong>2021</strong> moderne Showl.<br />
Mirabella Tersk Stute Banderos Mariel 2013 Rumänien / Romania <strong>2021</strong> moderne Showl.<br />
Nejna Tersk Stute Expirien Nairobi 2019 Rumänien / Romania <strong>2021</strong> moderne Showl.<br />
Normandia Tersk Stute Natan Neglinka 2017 Rumänien / Romania <strong>2021</strong> "Classic Russian"<br />
Piramida Tersk Stute Madiar Petarda 2017 Rumänien / Romania <strong>2021</strong> "Classic Russian"<br />
Vityaz Tersk Hengst Teddi Velikaia 2017 Rumänien / Romania <strong>2021</strong> "Classic Russian"<br />
Monetka Tersk Stute Marcipan Milora 2018 Tschech. Rep. / Czech R. <strong>2021</strong> moderne Showl.<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
61<br />
Zucht
Russian Imports<br />
The Renaissance<br />
of the Russians<br />
Zucht<br />
Germiona (Gusliar / Madeyra) *2015 carries<br />
valuable performance blood through Madeyra<br />
and Drug. - Germiona führt wertvolles Leistungsblut<br />
über Madeyra und Drug.<br />
all photos: G. Waiditschka<br />
Anyone who has only found his way to the Arabian horse in the last 10-15 years hardly<br />
knows the “Russians”, because athleticism and movements, substance and caliber have been<br />
pushed far behind type, “refinement”, dish and once more type in Arabian horse breeding.<br />
But maybe we see a little renaissance of the Russians again?<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong><br />
62
Those a little bit older among us probably<br />
still remember how the "Russians" dominated<br />
the show ring from the mid-1980s to<br />
the 1990s. It was the days, when Gips was doing<br />
his rounds trotting like clockwork in Aachen<br />
and was completely chilled at the exit, as if you<br />
had switched him off. Or Vodelej, who demonstrated<br />
his trotting ability round after round,<br />
while the handlers had to take turns to keep up<br />
with him - and the audience was racing with<br />
enthusiasm.<br />
That was the era of the Russians, when movements,<br />
substance and athleticism were still in<br />
demand in the show ring. Later, when mainly<br />
“type” counted, the winning horses became<br />
more and more “refined”, and the Russians<br />
fell behind. Therefore, the Russian mares were<br />
covered with “show stallions” in order to make<br />
the offspring “showable”. The consolidated<br />
damlines were sometimes maintained because<br />
they were often able to give the show horses at<br />
least some substance, even after several generations,<br />
but only a few breeders, especially those<br />
from the endurance riding scene, stuck to their<br />
"Straight Russians" and subjected them to a performance<br />
test wherever possible or they rode<br />
them in endurance competitions, etc. Over the<br />
years, and due to this change in time, "Straight<br />
Russian" stallions in particular became short in<br />
supply.<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
Vityaz Tersk (Teddi / Velikaia) *2017 belongs to the "Classic Russian" fraction with good racing<br />
potential through his sire Teddi and his grandsire Drug; his dam is pictured page 57. -<br />
Vityaz Tersk gehört der Sektion "Classic Russian" an und hat gutes Rennpotential durch seinen<br />
Vater Teddi und seinen Großvater Drug; seine Mutter ist auf Seite 57 abgebildet.<br />
What are “Russian Arabians”?<br />
But what exactly are “Russian Arabians” anyway?<br />
Like so much in Arabian horse breeding,<br />
this is a matter of definition, because today's<br />
Russian Arabian breeding was founded in the<br />
1930s with the help of various Arabian breeding<br />
stock that came from Crabbet Park in England,<br />
from France and Poland. What then turned<br />
these horses into a "Russian Arabian" is the<br />
masterful combination of these three founder<br />
populations, the performance test on the racetrack<br />
with appropriate selection and extensive<br />
rearing. This has led to a basis of consolidated<br />
mares and to horses that could be used as<br />
ameliorators in other riding horse breeds – just<br />
think, for example, of Pomeranets, who was<br />
used in both Arabian and Trakehner breeding.<br />
When the Egyptian Aswan came along in the<br />
mid-1960s, he brought the necessary "type"<br />
with him, and the resulting horses were discovered<br />
for the (American) show ring.<br />
The Russian boom in Europe in the 1980s and<br />
1990s was stimulated and fuelled by the auctions<br />
that took place first at the Russian state<br />
stud Tersk from 1970 to 1990 - and the stories<br />
of older breeders about how they travelled<br />
to Russia with a plastic bag full of money are<br />
more than adventurous! Then, from 1991 on,<br />
the horses were sent to Holland by truck and<br />
sold to the highest bidder at the annual "Tersk<br />
Holland Sale" at the Kossack stud. This was of<br />
course convenient for the European buyers because<br />
the horses were already in Holland, you<br />
could see them there extensively without the (at<br />
that time) relatively arduous journey to southern<br />
Russia, and the risk of the long transport<br />
from Russia was also eliminated for the buyer.<br />
The Tersk Holland Sale soon became the annual<br />
meeting point for Russian lovers, and 30<br />
to 40 horses changed hands here every year. In<br />
addition, very good stallions came to Western<br />
Europe on lease for a breeding season or two -<br />
just think of Drug or Balaton! However, in the<br />
last few years, when Tersk was still functioning<br />
as a “state stud”, there was a real sell-off. When<br />
Tersk was privatized in 2006, the new owner put<br />
a stop to this sell-off, and this was also the "end"<br />
for the Dutch-Russian cooperation.<br />
As mentioned at the beginning, the market had<br />
changed in the meantime, and sales in Europe<br />
were no longer as easy as they were in the Heydays<br />
of the 1990s. From 2012 onwards, auctions<br />
at the Tersk Stud were resumed in a smaller and<br />
more modest style, concentrating on the one<br />
hand on the domestic market and on the other<br />
hand on the markets in the east - Kazakhstan,<br />
Uzbekistan, Mongolia. Word got around “in<br />
the West” only slowly that there are still good<br />
horses in Tersk, and so one could see a small<br />
“renaissance of the Russians” in the last 5 years<br />
when 46 horses – among them some pregnant<br />
mares, some with foals at foot - arrived in Europe<br />
directly from the Russian stud Tersk. The<br />
vast majority of the horses went to Austria and<br />
Germany, but breeders in Romania, France, the<br />
Czech Re<strong>public</strong>, Lithuania and Poland were<br />
also looking for new "Russian blood" this way.<br />
Three breeding sections<br />
What do the terms “Straight Russian” and “Classic<br />
Russian” mean? It must be said clearly that<br />
there is no “official definition”. But at the Tersk<br />
Stud there are now three different breeding<br />
sections. On the one hand there is the group of<br />
"Straight Russians", i.e. horses whose ancestors<br />
were born in Russia before 1986, then there<br />
are the lines with modern racing blood (French<br />
lines, Amer, Tiwaiq) and thirdly the lines with<br />
modern show blood (such as WH Justice, Marwan<br />
Al Shaqab, etc). Of the 83 broodmares at<br />
63<br />
Tersk in <strong>2021</strong>, 41 belonged to the “Straight Russians”,<br />
<strong>28</strong> had modern racing lines and 14 modern<br />
show lines in their pedigree.<br />
Within the group of “Straight Russians” in Tersk,<br />
a distinction is made between those with proven<br />
performance potential, who are referred to<br />
as “Classic Russians”, because the performance<br />
component should be an integral part of a classic<br />
Russian Arabian. Of the 41 “Straight Russian”<br />
broodmares, <strong>28</strong> belonged to the “Classic<br />
Russians”. This group usually includes horses<br />
from the lines of Korej, Priboj, and Salon (via Anchar),<br />
to a lesser extent from Menes, provided<br />
they have proven themselves in sport. In Tersk<br />
this includes the mare families of:<br />
• Sapina (Arax / Solianka II) 1959, damline<br />
Warda db<br />
• Novella (Lak / Nevidimka) 1966, damline Milordka<br />
(PL)<br />
• Tonika (Nard / Tronka) 1995, damline Selma<br />
(EG)<br />
• Karinka (Aswan / Karta) 1974, damline Sahara<br />
db und<br />
• Nutria (Topol / Nasturcia) 1976, damline Gazella<br />
db,<br />
in Chrenovoe (partly moved to Tersk after its<br />
dissolution) the following families included:<br />
• Prikhot (Sport / Perikola) 1967, damline<br />
Rodania db<br />
• Kaia (Semen / Knopka) 1964, damline Dafina<br />
db<br />
• Kazna (Anchar / Kuraga) 1995, damline<br />
Rodania db und<br />
• Malinovka (Kumir / Moda) 1980, damline Sahara<br />
db,<br />
and in Samovolov:<br />
• Sova (Angel / Statuia) 1979, damline Balkis db.<br />
These families have made a name for themselves<br />
and with their offspring as particularly<br />
good performance horses in racing and endurance<br />
sports. More modern Polish horses (Pure<br />
Polish, e.g. Egis) have also been included in<br />
Zucht
Zucht<br />
Akbarsa (Balaton / Aurika) *2004 belongs<br />
to the "Straight Russian" group. - Die Balaton-Tochter<br />
Akbarsa gehört zur Gruppe der<br />
"Straight Russians".<br />
this definition, provided they can show a performance<br />
pedigree, because the Polish Arabians<br />
were a significant part in the development<br />
of the Russian purebred Arabian in the 1930s.<br />
"Straight Russian" is therefore the umbrella<br />
term, “Classic Russian” a further subdivision<br />
or characterization. All "Classic Russians" are<br />
therefore also "Straight Russians", but not all<br />
"Straight Russians" are "Classic Russians" – just<br />
the way all pigeons are birds, but not all birds<br />
are pigeons!<br />
However, the lines between these groups are<br />
not always drawn sharply and the classification<br />
is also often based on the breeding experience<br />
that the breeders in Tersk have made<br />
with these lines. For example, in the Heydays<br />
of Russian breeding for the (then) show market,<br />
horses were bred with parents that did<br />
not excel in racing. These include the Malvina,<br />
Pantomima and Purga mare families and<br />
stallions such as Balaton and Piligrim, who<br />
had that certain "show appeal". Overall, however,<br />
the Russians are "all-rounders", some of<br />
them come from proven performance lines<br />
("Classic Russian"), others tend to be "Arabian<br />
beauties" - and, as is often the case, it's the<br />
mix that counts!<br />
Performance blood for Europe<br />
Of the 46 horses that have been imported from<br />
Tersk to Europe since 2016, 33 were "Straight<br />
Russians". Of these 33, 21 are classified "Classic<br />
Russians", the remaining 13 horses are distributed<br />
among horses from modern racing bloodlines<br />
and - as the other end of the spectrum -<br />
horses with modern show horse blood in their<br />
pedigree; The last two groups mostly include<br />
foals that were imported in utero or at foot of<br />
their dam.<br />
What prompted the new owners of these horses<br />
to import them directly from Russia? For<br />
many it is the decline in horses from Russian<br />
lines here in Western Europe, as well as an impoverishment<br />
of diversity within the existing<br />
Russian lines, because in the west there are<br />
and were mainly horses of the stallion line<br />
Bairaktar via Arax and the damline Sahara via<br />
Mammona. “The selection of Straight Russian,<br />
performance-tested stallions is getting smaller<br />
and smaller, because mostly only stallions<br />
from popular fashion lines were used. As a result,<br />
the gene pool of Russian bloodlines quickly<br />
decreased. In the meantime there are only a<br />
good handful of Straight Russian stallions in<br />
Western Europe, mostly older ones who are<br />
at the end of their breeding activities”, say the<br />
Thievents, who have been breeding “Russians”<br />
since 1989. Anna Wilfingseder, who has been<br />
breeding “Straight Russian” purebred Arabians<br />
since 1992, has “noticed in recent years<br />
that the Straight Russian breeding population<br />
in Europe has been reduced quite a bit because<br />
many breeders have given up or switched to<br />
show or racing lines. So it was obvious to go<br />
back to Tersk and bring fresh blood to Europe."<br />
Berengère Fayt, who has been breeding Russian<br />
Arabians in Belgium since 1994 and recently<br />
moved to France, says of her motive for<br />
importing: “We have to diversify the lines that<br />
we have in Europe. I also wanted to include<br />
certain bloodlines in my breeding program.”<br />
What she means by this is shown by the young<br />
stallion Priz Tersk (Moment / Pianistka) *2018,<br />
who is probably the only active “Straight Russian”<br />
stallion from the Ibrahim line via Salon<br />
in Europe and whose first foals are expected in<br />
2022. He comes from a breeding experiment<br />
with old frozen semen that the Tersk Stud carried<br />
out between 2013 and 2017. Foals from<br />
Aswan, Muscat, Moment and Mashuk were<br />
born - Priz Tersk is one of them. And another<br />
youngster stands out due to his bloodline: Vadim<br />
(Sakmagon / Velikaia) *2020, imported<br />
in utero, also has interesting and in the West<br />
rather rare Russian bloodlines: Both sire and<br />
dam go back to the best racing damline in<br />
Russian breeding, Sapine. His pedigree also includes<br />
the Derby winners Karat, Madiar, Drug,<br />
and the Oaks winners Valuevka, Prikhot and<br />
the runner-up Vamlana. He is raised as a candidate<br />
for becoming a breeding stallion.<br />
There is general agreement among the new<br />
owners that they want to breed versatile sport<br />
horses with “Arabian characteristics”. “The six<br />
mares that I have imported so far cover the<br />
whole spectrum in terms of type and caliber,"<br />
says Anna Wilfingseder. “I am trying to breed<br />
an all-round Arabian who can compete in<br />
equestrian sports as well as at smaller shows.<br />
What I appreciate most about my horses are<br />
their good riding horse qualities, the real<br />
movements and their overall balance.” For<br />
Anna Wilfingseder it is also about maintaining<br />
the classic Russian sire- and damlines. “In<br />
Tersk we found exactly the type of Arabian<br />
and bloodlines that we have cherished and<br />
bred for over 30 years, in the two mares Velikaia<br />
and Ladoga Tersk" say the Thievents.<br />
And Friedemann Reichert was very lucky to be<br />
able to buy the elite mare Borodina, who gave<br />
birth to 11 foals in Tersk, including one chief<br />
sire and three broodmares. With four daugh-<br />
64<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
Reference Sires<br />
Nitagor (Gordon / Nezabudka) *2001<br />
Sire of Tete-a-Tete Tersk<br />
Zucht<br />
Mirabella Tersk (Banderos / Mariel) *2013 belongs to the group with modern show lines through<br />
her grandsire WH Justice. - Mirabella Tersk gehört durch ihren Großvater WH Justice der Zuchtgruppe<br />
mit Schaublut an.<br />
ters in the broodmare band, Borodina was<br />
dispensable, also, she didn’t get in foal for two<br />
years - that's the only reason why the WAHO<br />
Trophy winner was up for sale. “The extraordinary<br />
quality of this mare convinced me,” says<br />
Friedemann Reichert, “and I hope to set up a<br />
small Arabian breeding program with her and<br />
the mare Pribaltika - preferably based on Russian-Polish<br />
lines. Russian horses bring performance,<br />
toughness and frugality, correctness,<br />
rideability and fertility with them – in the case<br />
of Borodina also combined with a (for me) perfect<br />
breed and gender type! In addition, she<br />
has already produced some of the very best<br />
offspring,” says the enthusiastic owner.<br />
However, Southern Russia is not exactly<br />
“around the corner”, nevertheless some of the<br />
buyers have chosen their horses on site. "I selected<br />
my first three mares Akbarsa, Nepogoda<br />
and Plaza in 2016 on the basis of photos, videos,<br />
pedigree and breeding performance”, explains<br />
Anna Wilfingseder. “It wasn't until 2017<br />
that I was able to personally get to know Tersk's<br />
broodmares and stallions during a breeder’s<br />
trip and capture them with my camera. I repeated<br />
this breeder’s trip in 2019. Getting to<br />
know the horses that make up the Tersk breeding<br />
program in person gave me significant<br />
advantages when choosing the mares Alisa<br />
and Pogoda Tersk, later imported in 2018, and<br />
Trepetnaia in <strong>2021</strong>.” Also, the Thievents were in<br />
Tersk in 2017, 2018 and 2019. “We were enthusiastic<br />
about the high quality of the breeding<br />
stock and the broad bloodline base that was<br />
again available. The breeding managers have<br />
done some excellent work in the past 10 years<br />
and have gathered together almost lost, valuable<br />
and classic lines throughout Russia and<br />
used them with a lot of knowledge and skill<br />
in their breeding program. We selected and<br />
imported the two mares Velikaia and Ladoga<br />
Tersk ourselves in 2019.” Berengère Fayt was<br />
also personally in Tersk and got an overview,<br />
but she selected her horses only later on the<br />
basis of photos and videos.<br />
It will be exciting to see whether these horses<br />
will find the appropriate use in breeding to revive<br />
the much reduced population of Russian<br />
purebred Arabians in Central Europe. Everyone<br />
who breeds or wants to ride Arabian horses<br />
should keep their fingers crossed for this!<br />
Gudrun Waiditschka<br />
Monomakh (Madiar / Manana) *2003<br />
sire of Pomona<br />
Sakmagon Tersk (Maklaud / Stepen) *2013<br />
sire of Vadim, MK Souvenir of Tersk<br />
Coyote Ugly Tersk (Akcent / Kangera) *2013<br />
sire of Aurea Trilliona<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
65<br />
Sandor (Dilijans / Sinda) *2015<br />
sire of Glasnost Tersk
Aus Von meinem Kunst und Buchregal<br />
Künstlern<br />
Kossak<br />
Juliusz<br />
Mlecha Or.Ar., Begründerin der polnischen<br />
Stutenlinie II, gemalt nach ihrer Ankunft in<br />
Jarcowce 1845<br />
Juliusz Fortunat Kossak (1824-1899) war<br />
ein polnischer Maler und Zeichner. Er war der<br />
Sohn eines galizischen Justizbeamten und<br />
hatte vier weitere Geschwister, unter denen<br />
zwei, seine Brüder Wojciech und Jerzy, ebenfalls<br />
eine künstlerische Laufbahn einschlugen.<br />
Obwohl Juliusz nach dem Wunsch der Mutter<br />
– der Vater starb, als Juliusz neun Jahre alt<br />
war –, wie sein Vater Justizbeamter werden<br />
sollte, begann er bereits in jungen Jahren zu<br />
zeichnen und hatte seine erste Ausstellung<br />
in den 1840er-Jahren in Lemberg, wohin die<br />
Kossaks 1830 gezogen waren. Dem Wunsch<br />
der Mutter folgend studierte er Jura, aber<br />
besuchte auch die Zeichenschule von Jan<br />
Maszkowski, wo er die Grundlagen verschiedener<br />
Techniken lernte. Über kurz oder lang<br />
verlegte er sich gänzlich auf die Kunst und<br />
fand seinen Mäzen in Juliusz Dzieduszycki,<br />
der auf seinem Gut Jarczwocze arabische<br />
<strong>Pferde</strong> züchtete. In Kürze wurden auch andere<br />
Adligen und <strong>Pferde</strong>züchter auf den jungen<br />
Künstler – Juliusz Kossak war gerade mal 20<br />
Jahre alt – aufmerksam und so aquarellierte<br />
er die bekannten Importe von Dzieduszycki,<br />
die 1845 aus dem Orient in Jarcowcze eintrafen,<br />
aber auch die Original-Araber, die Henryk<br />
Kruszewski aus dem Orient importierte.<br />
Er war somit einer der ersten polnischen<br />
Künstler, die <strong>Pferde</strong>portraits malten. Aber damit<br />
nicht genug, eingeführt in die polnischen<br />
Adelskreise malte er auch Genre- und Jagdbilder<br />
sowie Portraits der Adligen zu <strong>Pferde</strong> –<br />
zu seinen bekanntesten Werken gehören das<br />
Reiterportrait des polnischen Nationalhelden<br />
Tadeusz Kosciuszko und der polnische General<br />
Jozef Poniatowski auf seinem Rapphengst<br />
Szumka. Und natürlich malte er, wie es sich<br />
zu der Zeit gehörte, Schlachtenbilder.<br />
Er entwickelte eine besondere Art zu malen,<br />
mit leichter Hand und scharfem Auge. Auch<br />
hatte er ein unglaubliches visuelles Gedächtnis,<br />
weshalb er keine Modelle brauchte, sondern<br />
akurat und mit Präzision aus dem Gedächnis<br />
zeichnen konnte.<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/2018 4/<strong>2021</strong><br />
66
Art and Artists<br />
Sahara Or.Ar. mit Fohlen Slepka, das auf dem<br />
Transport geboren wurde, Begründerin der<br />
polnischen Stutenlinie III<br />
1851 nahm Wladislaw Branicki vom Gestüt doch war das weder befriedigend, noch tat<br />
Biala Cerkiew ihn mit nach St. Petersburg, es seinem Zeichenstil gut. So ging er in das<br />
wo Juliusz zum ersten Mal in seinem Leben damalige Mekka der Malerei, nach München,<br />
die großen Meister in den Museen bewundern<br />
wo er unter anderem bei dem Schlachenma-<br />
konnte; weitere Reisen führten ihn nach ler Franz Adam arbeitete. Er kam 1869 zurück<br />
Wien und Ungarn, zurück nach Warschau nach Warschau zu seiner Familie mit fünf Kindern,<br />
und später - es war 1855 - reiste er nach Paris,<br />
wo er blieb bis zu seinem Tod 1899.<br />
wo er einige Zeit zubrachte. Seine Sujets Nachfolgend noch ein paar Worte zu den abgebildeten<br />
aber waren immer polnisch – in Paris schuf er<br />
<strong>Pferde</strong>n. Diese sind aus zwei Seri-<br />
beispielsweise die Gestütspferde von Mohort en, die Juliusz Kossak zum einen für Wladislaw<br />
und eine <strong>Pferde</strong>herde am Brunnen in der Rozwadowski auf seinem Gestüt Rajterowice<br />
Steppe. Zurück in Polen erlaubte es die politische<br />
schuf, zum anderen für Juliusz Dzieduszycki in<br />
Situation ihm nicht weiter, polnisch-na-<br />
Jarcowce. Beide Herren hatten original arabi-<br />
tionalistische Szenen zu malen, und so verdingte<br />
sche <strong>Pferde</strong> aus Ägypten bzw. Arabien impor-<br />
er sich eine Zeitlang als Illustrator, tiert, die natürlich ihr ganzer Stolz waren.<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
67<br />
1844 bat Wladislaw Rozwadowski seinen<br />
Freund Henryk Kruszewski, nach Ägypten<br />
zu dessen Bruder Wincent Kruszewski zu<br />
reisen und mit dessen Hilfe einige originale<br />
Wüstenaraber für das Gestüt zu kaufen.<br />
Wincent Kruszewski war ein polnischer Offizier,<br />
der nach der Niederlage des Aufstands<br />
1831 nach Paris emigrieren musste, dann als<br />
Oberst in die ägyptische Armee eintrat und<br />
in Kairo blieb. Seine guten Verbindungen<br />
erleichterten nun den Einkauf. Henryk Kruszewski<br />
stimmte dem Vorschlag zu und ging<br />
auf die Reise. Nachdem er den Markt in Kairo<br />
durchforstet hatte, kaufte er fünf <strong>Pferde</strong> für<br />
Wladislaw Rozwadowski und bekam zwei
Von Kunst und Künstlern<br />
Kossak<br />
Juliusz<br />
(oben) Kohejlan, ziemlich groß, aber sehr edel,<br />
und mit sehr feinem Haar auf schwarzer Haut,<br />
die vor allem am Kopf zum Vorschein kam.<br />
(rechts) Abu Cheil, groß für einen Araber, er<br />
ähnelte eher einem englischen <strong>Vol</strong>lblüter. Er<br />
hinterließ in Jarczowce keine bedeutenden<br />
Nachkommen und wurde 1853 an Roman<br />
Sanguszka nach Sławuta verkauft.<br />
68<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
(links) Merdzamkir, Schimmel mit starkem<br />
Glanz, war viele Male das persönliche Reitpferd<br />
von Juliusz Dzieduszycki und besonders<br />
geeignet für die Jagd. In der Literatur und den<br />
Stutbüchern sind keine Nachkommen von<br />
ihm zu finden. 1851 wurde er an Biała Cerkiew<br />
verkauft und starb dort.<br />
Art and Artists<br />
(rechts) Azet war das schönste und harmonischste<br />
Pferd der gesamten Gruppe. Zusammen<br />
mit der Original-Araberstute Gazella<br />
brachte er 1851 Ben Azet, der nach Lipizza verkauft<br />
wurde und dort eine eigene Linie in der<br />
Lipizzaner-Rasse gründete. Azets zweiter guter<br />
Sohn war der in Jarczowce aufgewachsene<br />
Lokietek. 1853 ging Azet nach Slawuta.<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
69<br />
Turchmen wurde 1846 von Radautz übernommen.
Von Kunst und Künstlern<br />
Kossak<br />
Juliusz<br />
Die französische Beschriftung lautet: " Arabe du Nedjd, âge de 2 ans, cadeau (?) par Ibrahim au Colonel Kruszewski - propriété de W. Rozwadowski,<br />
Haras de Rajtarowice" (Nedjd Araber, 2 Jahre alt, Geschenk (?) von Ibrahim an Oberst Kruszewski - im Besitz von W. Rozwadowski, Haras de Rajtarowice),<br />
er wurde in Rajtarowice "Nedzdy" genannt, war züchterisch aber ohne Bedeutung. Fotos (3): Sammlung Muzeum Okręgowe w Tarnowie<br />
"Wüstenstute Szaytanka aus dem Nedjid, erkauft in Ägypten v. Oberst<br />
Kruszewski (Hassan Aga) für den Col. Ladislaw Rozwadowski, Gestüt<br />
Rajtarowice, Kreis Przemysl" - vermutlich handelt es sich um die Stute<br />
Szachtani, wie sie in der Literatur genannt wird.<br />
"Araberhengst Obejan, in Ägypten gekauft von Oberst Kruszewski für<br />
den Col. Ladislaw Rozwadowski, Gestüt Rajtarowice, Kreis Przemysl" - In<br />
Ägypten galt er als Pferd persischen Ursprungs und war auch größer<br />
und stärker als das durchschnittliche arabische Pferd.<br />
70<br />
© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
als Geschenk für sich selbst: eines von seinem<br />
Bruder Wincent, das andere war ein Geschenk<br />
von Ibrahim Pasha aus königlichem<br />
Gestüt.<br />
Die <strong>Pferde</strong> wurden in Alexandria auf ein<br />
französisches Segelschiff verladen und nach<br />
Triest gebracht. Die Überfahrt war sehr anstrengend<br />
und gefährlich, da ein Sturm<br />
aufkam - ein Pferd, der Hengst von Wincent<br />
Kruszewski, starb unterwegs aus unbekannten<br />
Gründen. Von Triest aus gingen die <strong>Pferde</strong><br />
zu Fuß nach Rajtarowice. Der junge Juliusz<br />
Kossak hielt sich zu dieser Zeit hier auf und<br />
porträtierte gleich nach der Ankunft des<br />
Transports die mitgebrachten <strong>Pferde</strong>. Diese<br />
Porträts tragen die Jahreszahl 1844. Es handelt<br />
sich also wahrscheinlich um die frühesten<br />
<strong>Pferde</strong>porträts dieses talentierten Künstlers.<br />
Es sind dies:<br />
Der Schimmelhengst Dżelaby, geb. 1836 - er<br />
war der kleinste der ganzen Gruppe. Es heißt,<br />
er wurde in einer Straße in Kairo für 2.500 Gulden<br />
von einem ägyptischen Offizier gekauft,<br />
der eine Infanterieeinheit leitete. Er stand<br />
nicht lange in Rajtarowice und wurde 1847<br />
für 20.000 Gulden an den im Auftrag des<br />
württembergischen Königs hierher geschickten<br />
Gestütsleiter in Weil - Oberst Freiherr von<br />
Gazella, Schimmelstute, vom Stamm Koheil<br />
Adjuz, Begründerin der polnischen Stutenfamilie<br />
I.<br />
Gemmingen - verkauft. In den Jahren 1847-<br />
1854 war er in Weil tätig, aber man schenkte<br />
ihm wenig Beachtung. Später, im Jahre 1857,<br />
wurde der Sohn von Dżelaby, auch Dżelaby<br />
genannt, als Deckhengst im Staatsgestüt Janów<br />
Podlaski verwendet.<br />
Der Schimmelhengst Obejan wurde von Ali<br />
Bey für 770 Gulden gekauft. In Ägypten galt<br />
er als Pferd persischen Ursprungs und war<br />
auch größer und stärker als das durchschnittliche<br />
arabische Pferd. Später wurde er an das<br />
ungarische Staatsgestüt Babolna verkauft,<br />
fiel dort aber nicht weiter auf.<br />
Der Schimmelhengst Siglavi, gekauft von<br />
Klot Bej für 750 Gulden, wurde später an Żebrowski<br />
nach Żurawno verkauft (kein Abbildung<br />
vorhanden).<br />
Der zweijährige Schimmel Nedzdy aus dem<br />
königlichen Gestüt von Ibrahim Pascha wurde<br />
nach Chorobrów geschickt, dem Gestüt<br />
von Henryk Kruszewski. Er stellte sich jedoch<br />
als untauglich heraus und wurde für 4.500<br />
Gulden zum Reitgebrauch verkauft.<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
Die Schimmelstute Szachtani, gekauft für<br />
1000 Gulden, kam tragend nach Rajtarowice<br />
und gründete eine wertvolle Familie, zuerst<br />
hier, dann in Myców bei W. Obiński. Die Stutenfamilie<br />
überlebte dort bis zur Schließung<br />
des Gestüts im Jahr 1907. Vermutlich handelt<br />
es sich hierbei um die Stute, die auf dem Bild<br />
als Szaytanka bezeichnet wurde.<br />
Die goldbraune Stute Kobey Han wurde für<br />
850 Gulden gekauft. Sie brachte 1851 mit dem<br />
Hengst Obejan einen Schimmelhengst namens<br />
"Obejan II Srebreny", der nach Streletzk ging.<br />
Die goldbraune Stute Kobey Han wurde<br />
von Bim Pasha für 850 Gulden gekauft. 1851<br />
brachte diese Stute mit dem Hengst Obejan<br />
einen Schimmelhengst namens "Obejan II<br />
Srebreny (Silver)", der von außergewöhnlicher<br />
Schönheit und höchstem Adel war.<br />
Dieses Pferd wurde 1855 von Władysław<br />
Sanguszko für Sławuta gekauft, aber als Roman<br />
Sanguszko 1857 eine Expedition nach<br />
Arabien für vier Original-Araber organisierte,<br />
wurde er von der russischen Regierung aufgefordert,<br />
den Hengst Obejan II Srebreny für<br />
das Staatsgestüt in Streleck abzugeben, wo<br />
er sich große Verdienste erwarb. Kobey Han<br />
wurde später nach Babolna verkauft.<br />
Als Graf Juliuzs Dzieduszycki 1844/45 nach<br />
Arabien reiste, hielt er sich nicht in syrischen<br />
Städten auf, wo man nur durch Zufall ein<br />
wirklich wertvolles Pferd kaufen kann, sondern<br />
er reiste in die Wüste und wanderte zwischen<br />
den Beduinenstämmen umher. Nach<br />
vielen Abenteuern und Strapazen, die über<br />
ein Jahr gedauert haben, kaufte er sieben<br />
Hengste und vier Stuten, von denen eine,<br />
Zuleimç, unterwegs verlustig ging. 1845 wurden<br />
die <strong>Pferde</strong> per Schiff nach Istanbul transportiert<br />
und von dort zu Fuß nach Jarczowce<br />
geführt. Es waren dies die Stuten:<br />
Gazella, Schimmelstute, vom Stamm Koheil<br />
Adjuz, Begründerin der polnischen Stutenfamilie<br />
I<br />
Mlecha, Schimmelstute, vom Stamm Koheilan<br />
Dueni, Begründerin der polnischen Stutenfamilie<br />
II<br />
Sahara, Schimmelstute, vom Stamm Koheilan<br />
Moradi, mit Stutfohlen Slepka (geboren<br />
auf dem Transport), Begründerin der polnischen<br />
Stutenfamilie III<br />
An Hengsten wurde erworben:<br />
Abiat, Schimmel, trocken, sehr edel, hinterließ<br />
viele Nachkommen, unter anderen 1859<br />
in Jarczowce die wertvolle Stute Gazella I, die<br />
die Linie ihrer Mutter Gazella fortsetzte. Im<br />
Jahr 1859 wurde Abiat an Kajetan Lewicki in<br />
71<br />
Chorostków verkauft, wo der Einfluss auf die<br />
lokale Zucht enorm war. Wurde 1864 nach<br />
Mezöhegyes übernommen.<br />
Abu Cheil, Schimmel, groß für einen Araber,<br />
ähnelte eher einem englischen <strong>Vol</strong>lblüter. Er<br />
hinterließ in Jarczowce keine bedeutenden<br />
Nachkommen und wurde 1853 an Roman<br />
Sanguszka nach Sławuta verkauft.<br />
Azet, Schimmel, war das schönste und harmonischste<br />
Pferd der gesamten Gruppe. Mit<br />
der Original-Araber-Stute Gazella brachte er<br />
1851 Ben Azet, der nach Lipizza verkauft wurde.<br />
Ben Azet war in den Jahren 1864-1871 in<br />
Lipizza tätig und schuf dort eine spezielle<br />
Varietät der Lipizzaner-Rasse. Sein vierjähriger<br />
Sohn Beni Azet war das beste Pferd unter<br />
den 10 Lipizzanern, die das Gestüt 1873 zur<br />
Weltausstellung nach Wien schickte. Azets<br />
zweiter guter Sohn war der in Jarczowce aufgewachsene<br />
Lokietek. Um 1850 wurde Azet<br />
an Wilhelm Siemieñski nach Magierów bei<br />
Zólkwia verkauft und ging 1853 nach Slawuta.<br />
Kohejlan, Fliegenschimmel, war ziemlich<br />
groß, aber sehr edel, und mit sehr feinem<br />
Haar auf schwarzer Haut, die vor allem am<br />
Kopf zum Vorschein kam. Er brachte vor allem<br />
mit Bagdad-Töchtern gute Stuten. Von<br />
Dżelaby war der Kleinste der ganzen Gruppe. Er<br />
wurde für 2.500 Gulden von einem ägyptischen<br />
Offizier gekauft und 1847 für 20.000 Gulden an<br />
das Königl. Privatgestüt Weil verkauft.<br />
ihnen wurden Perkula und Sahara II die Gründerinnen<br />
wertvoller Stutenfamilien. Der beste<br />
der Söhne war Step, der nach Merdzamkir<br />
aufgrund seiner außergewöhnlichen Tapferkeit<br />
das beliebteste Reitpferd von J. Dzieduszycki<br />
wurde.<br />
Merdzamkir, Schimmel, mit starkem Glanz,<br />
war viele Male das persönliche Reitpferd von<br />
J. Dzieduszycki und besonders geeignet für<br />
die Jagd. Seine Nachkommen sind nicht in<br />
der Literatur und Zuchtbüchern zu finden.<br />
1851 wurde er an Biała Cerkiew verkauft und<br />
starb dort.<br />
Die beiden Hengste Adsgar, Schimmel, und<br />
Turchmen, Schimmel, wurden 1846 von Radautz<br />
übernommen.<br />
Dank der künstlerischen Begabung des jungen<br />
Juliusz Kossack sind uns diese zum Teil<br />
sehr wichtigen Gründerpferde der polnischen<br />
Araberzucht bildlich erhalten geblieben.<br />
Gudrun Waiditschka<br />
Art and Artists
Termine 2022/ Shows & Events 2022<br />
Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Virus-Pandemie kommt es noch immer zu kurzfristigen Absagen oder<br />
Terminänderungen. Bitte informieren Sie sich direkt beim Organisator, ob eine Veranstaltung stattfindet oder nicht. Die<br />
entsprechenden Hinweise in unserem Terminkalender sind nicht tagesaktuell!<br />
Due to the restrictions caused by the Corona virus pandemic, there are still cancellations at short notice<br />
or changes of date. Please inquire with the organizer directly whether an event is taking place or not.<br />
The information below is not up to date!<br />
17.-27. Feb. 2022 Scottsdale Arabian Horse Show Scotssdale / USA www.scottsdaleshow.com<br />
5. März 2022 Sax Arabians 84168 Altfraunhofen / DE www.sax-arabians.com<br />
Sport<br />
26.-<strong>28</strong>. März 2022 ECAHO Annual General Meeting Abu Dhabi / UAE www.ecaho.org<br />
24. Apr. 2022<br />
CCAHS Turnier - <strong>Pferde</strong>sportanlage<br />
Barmatt<br />
CH-8320 Fehraltorf<br />
www.crystal-challenge.ch<br />
7. Mai 2022<br />
Araber-Stammtisch auf dem<br />
Forellenhof<br />
79224 Umkirch / DE Forellenhof_Fath@t-online.de<br />
14. Mai 2022 Araber-Stammtisch bei EM Arabians 84435 Lengdorf / Kopfburg elkewilfart@gmail.com<br />
27.-29. Mai 2022<br />
Austrian National & International<br />
Championship, Austrian Sport<br />
Championship<br />
Wels / AT<br />
www.ecaho.org<br />
29. Mai 2022<br />
CCAHS Turnier - <strong>Pferde</strong>sportanlage<br />
Barmatt<br />
CH-8320 Fehraltorf<br />
www.crystal-challenge.ch<br />
10.-12. Juni 2022 <strong>Arabische</strong> <strong>Pferde</strong> in Westfalen 32791 Lage-Hörste / DE www.arab-horses.org<br />
29.-31. Juli 2022 12. Araber-Sommerfestival Stadl Paura / AT www.araberfestival.at<br />
6.-7. Aug. 2022<br />
Arabian Futurity Europe<br />
Arabian Futurity Riding Cup<br />
Heilbronn / DE<br />
www.ecaho.org<br />
27. Aug. 2022 CCAHS Turnier - KRVZ Reithalle CH-4665 Oftringen www.crystal-challenge.ch<br />
1.- 4. Sept. 2022<br />
ECAHO European Championships,<br />
Newcomer, Masters und Austrian<br />
National Championships<br />
Wiener Neustadt / AT<br />
www.friends-of-arabian-sporthorses.at<br />
12.-17. Sept. 2022 US Sport Horse Nationals Wilmington, Ohio / USA www.arabianhorses.org<br />
23. Sept. 2022 German Nationals Aachen / DE www.ecaho.org<br />
24.-25. Sept. 2022 All Nations Cup Aachen / DE www.ecaho.org<br />
8. Okt. 2022 CCAHS Turnier - RPZ Lindenhof CH-4564 Obergerlafingen www.crystal-challenge.ch<br />
29.-30. Okt. 2022 Europa-Championat Azelhof, Lier / BE www.ecaho.org<br />
9.-11. Dez. 2022 Welt-Championat Paris / FR www.ecaho.org<br />
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© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>
Viel Glück<br />
und Gesundheit<br />
in Haus und<br />
Stall für<br />
2022!<br />
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© <strong>2021</strong> <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong>, G. Waiditschka<br />
4/<strong>2021</strong> - www.in-the-focus.com<br />
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Vorschau - Preview<br />
Vorschau - Preview<br />
Ausgabe 1/2022 - erhältlich Ende März 2022<br />
Issue 1/2022 - available at the end of March 2022<br />
In der ehemaligen DDR gab es durch die Abschottung des<br />
Eisernen Vorhangs eine kleine aber feine <strong>Vol</strong>lblutaraberzucht,<br />
aufgebaut vorwiegend auf polnischen Linien, die unbehelligt<br />
von Modeströmungen bis 1990 überdauerte. Was ist davon noch<br />
geblieben?<br />
In the former GDR, sealed off by the Iron Curtain, there were bred<br />
some few but fine purebred Arabians, mainly based on Polish lines,<br />
which survived until 1990 unmolested by fashion trends.<br />
What is left of it?<br />
Das arabische Pferd ist heute weltweit verbreitet und lebt überwiegend<br />
in Gestüten und nicht mehr in den Zelten der Beduinen<br />
von Arabien. Was sind die Auswirkungen dieser Transformation<br />
auf die Identität und die definierenden Eigenschaften der Rasse?<br />
"Das <strong>Arabische</strong> Manifest" will dazu eine Antwort geben.<br />
Today the Arabian horse is bred all over the world and lives predominantly<br />
in stud farms and no longer in the tents of the Bedouins of<br />
Arabia. What is the impact of this transformation on the identity and<br />
defining characteristics of the breed? "The Arabian Manifesto" wants<br />
to provide an answer to this question.<br />
In unserer Reihe über "alt deutsche Linien" stelleln wir Ihnen die Zucht<br />
von Gertraude Griesbach vor, einer der ersten Züchterinnen nach dem<br />
Zweiten Weltkrieg. Ihre Stuten aus Ungarn wurden zu Stammstuten<br />
der deutschen Araberzucht.<br />
Wir werfen einen Blick auf das sportliche Jahr <strong>2021</strong> und stellen die<br />
neuen Hengste vor, die anläßlich der Eintragungsreisen bewertet<br />
wurden.<br />
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© ARABISCHE PFERDE - <strong>IN</strong> <strong>THE</strong> <strong>FOCUS</strong> 4/<strong>2021</strong>