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SK Stiftung Kultur


GESCHÄFTSRÄUME

Akademie för uns kölsche Sproch

SK Stiftung Kultur

Im Mediapark 6

50670 Köln

Akademie för uns kölsche Sproch

zwischen

SK Stiftung Kultur und Agfa

KOMED Viva Eins Live

Tel. (0221) 226 5790

Fax: (0221) 226-5799

e-mail: sk@koelsch-akademie.de

Internet: http://www.koelsch-akademie.de

(http://www.sk-kultur.de)

Infostand

(0221) 226-5790

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Archiv

(0221) 226-5792

mo-do 9-12 Uhr, 14-16 Uhr

fr 9-12 Uhr

(und nach Vereinbarung)

Außerhalb dieser Zeiten sind Besuche der

Akademie för uns kölsche Sproch

nur nach vorheriger Absprache möglich

(0221) 226 5790.


Akademie-Leiter

Jupp Schmidt, geb. am

01.08.1949 in Monheim (op

der schäl Sick, südlich der

„Urdenbacher Linie“), seit

1970 Südstadt-Kölner,

Studium als Diplompädagoge

und Lehrer 1980 abgeschlossen,

schon seit Studienbeginn

immer mal wieder in

der Kölner (kölschen) Kulturszene

aktiv, meistens als

„Organisator“, oft als Veranstalter, nie als Musiker (Gott sei

Dank!), nach beruflichen Stationen in Düsseldorf (!) und

Leverkusen (!) von 1989 bis 1998 Mitarbeiter der städtischen

Kulturverwaltung, dort (Zitat) „intimer Kenner der Kölner

Kulturszene“, zuletzt Leiter des Referates „Theater & Tanz”,

seit Juni 1998 Leiter der Akademie för uns kölsche Sproch.

Tel.: (0221) 226-5791

e-mail: jupp.schmidt@koelsch-akademie.de

AKADEMIE-MITARBEITER

1

Sprachwissenschaft

Dr. Christa Bhatt, geb. am

23.05.1952 in Köln, machte

nach einer Ausbildung zur

Rechtsanwaltsgehilfin auf dem

zweiten Bildungsweg 1976 das

Abitur am Köln-Kolleg nach und

schloss 1985 das Studium der

Germanistik, Anglistik und

Romanistik an der Universität

Köln als Magister Artium ab.

Von 1986-89 arbeitete sie am

Germanistischen Institut der Uni Köln an einem sprachwissenschaftlichen

Forschungsprojekt. Ende 1989 promovierte

sie an der Uni Stuttgart. Nach einer Assistentenvertretung

an der Uni Stuttgart arbeitete sie 3 Jahre als leitende wissenschaftliche

Mitarbeiterin an einem weiteren Forschungsprojekt

an der Uni Köln und veröffentlichte mehrere wissenschaftliche

Arbeiten. Sie war neben ihrer Forschungstätigkeit

4 Jahre als Dozentin tätig. 1991 organisierte und leitete sie

an der Philosophischen Fakultät eine Ringvorlesung zum

Thema „Kölner Sprache, Geschichte und Literatur“. Seit Juni

1996 ist Frau Bhatt verantwortlich für die sprachwissenschaftliche

Abteilung der Akademie för uns kölsche

Sproch.

Tel.: (0221) 226-5793

e-mail: christa.bhatt@koelsch-akademie.de


Seminare / Veranstaltungen

Alice Tiling-Herrwegen, geb. am 02.05.1956 in Köln, hat

1975 das Abitur an der Elisabeth-von-Thüringen-Schule

gemacht und 1980 das Französisch-

und Philosophiestudium

an der Universität Köln

mit dem ersten Staatsexamen

abgeschlossen. Von 1982-84

absolvierte sie die Referendarzeit

und schloss mit dem

zweiten Staatsexamen für

das Lehramt (Sekundarstufe

II) ab. Ab 1984 arbeitete sie

häufig beim WDR als Moderatorin

für „Die Heimatmelodie“,

„Jecke Tön zur Narrenzeit“, Hörspielautorin und -sprecherin.

1989 verfasste sie ein Abendstück „Levve live“ für die

Puppenspiele der Stadt Köln/“Hänneschen-Theater“. Von

1990-92 vertrat sie dort eine Puppenspielerin. Seit 1994

arbeitet sie redaktionell für das Journal des „Förderverein der

Freunde des Kölner Hänneschen Theater e.V.“ „Hinger d'r

Britz“. Seit 1979 ist sie Mitglied des Altermarktspielkreises

der VHS Köln. Sie ist Autorin zahlreicher Sketche, Prosatexte

und Liedtexte in kölscher Sprache. Seit August 1995 arbeitet

sie als Referentin für Seminare und kölsche Sprache an der

Akademie för uns kölsche Sproch.

Tel.: (0221) 226-5791

e-mail: alice.herrwegen@koelsch-akademie.de

2

Sekretariat

Monika te Pas, geb. am 20.01.1963, machte 1989 an der

Fachschule für Betriebswirtschaft und Datenverarbeitung in

Stuttgart eine Ausbildung zur

Handelsfachwirtin mit IHK-

Abschluss. Anschließend

bildete sie sich an der Bohlscheid

Schule in Köln zur

Fremdsprachenkorrespondentin

in Englisch weiter. Sie

arbeitete seit 1988 als Sachbearbeiterin

und Sekretärin

bei einigen großen Unternehmen

in Köln und ist seit April

1996 als Halbtags-Sekretärin

bei der Akademie för uns kölsche Sproch tätig.

Tel.: (0221) 226-5791

e-mail: monika.tepas@koelsch-akademie.de


Archiv

Ingeborg Nitt, geb. am 30.03.1959 in Köln, Lehramtsstudium

Latein und Geschichte in Köln; anschließend Referendariat.

Seit 1988 Mitarbeiterin bei der Akademie för uns kölsche

Sproch, derzeit verantwortlich für das Archiv. Zahlreiche

historische und volkskundliche Artikel. Publikationen: Uns

Famillich, Wörterbuch Hochdeutsch — Kölsch, J. P. Bachem

Verlag Köln 1990. Pflanzen und Tiere op kölsch, Wörterbuch

Kölsch — Hochdeutsch mit hochdeutsch-kölscher Suchliste.

Kölsche Prosa in Zeitschriften und Anthologien, u.a. in Dat es

Kölle wie et läv, Greven Verlag Köln 1991, Kölle läv et janze

Johr, Greven Verlag Köln 1994, Drei för Kölle, Horlemann

Verlag Bad Honnef 1994.

Tel.: (0221) 226-5792

e-mail: ingeborg.nitt@koelsch-akademie.de

Melanie Esch, geb. am 10.01.1974 in Bergneustadt im Oberbergischen

Kreis, wo sie 1993 ihr Abitur am Städt. Gymnasium

bestand. Nach verschiedenen Praktika, u.a. in einer

Buchhandlung und einer Tanzschule, begann sie im Sommer

1994 das Studium für das Lehramt der Primarstufe an der

Universität Köln. Seit April 1996 arbeitet sie als studentische

Hilfskraft im Archiv der Akademie för uns kölsche Sproch.

Tel.: (0221) 226-5792

e-mail: melanie.esch@koelsch-akademie.de

3

Infostand/Kartenverkauf

Ursula Tuszik, geb. am 23.08.1940 in München, studierte

nach der „Mittleren Reife“ ab 1960 in Stuttgart-Hohenheim

an der „Landwirtschaftlichen

Hochschule“ und schloss dort

als landw. chem. techn. Assistentin

ab. Von 1962-67 war

sie in Labors der Lebensmittelindustrie

tätig. Seit 1981

arbeitete sie bei der Kulturstiftung

der Stadtsparkasse

Köln (früher: City-Treff) im

Informationsbereich und seit

1994 bei der Akademie för

uns kölsche Sproch.

Brigitte Bohres, geb. am

11.02.1945 in Plettenberg,

machte dort von 1959-62 eine

Ausbildung zur kaufmännischen

Angestellten. Seit 1969

wohnt Frau Bohres in Köln und

arbeitet seit 1977 bei der

Kulturstiftung der Stadtsparkasse

Köln im Informationsbereich

und seit 1994 bei der

Akademie för uns kölsche

Sproch.

Tel.: (0221) 226-5790

e-mail: ursula.tuszik@koelsch-akademie.de

brigitte.bohres@koelsch-akademie.de


Seminarleiter

Marita Dohmen

geb. am 24.05.1941 in Köln, ist

Lehrerin am Heinrich-Mann-

Gymnasium in Köln. Dort initiierte

und leitet sie die Kölsch-

AG. Sie ist Mundartautorin und

seit 1996 Seminarleiterin.

Lucie Decker

geb. am 20.07.1928 in Köln, war

Lehrerin und unterrichtete 40

Jahre lang an Kölner Schulen; sie

war zeitweise Kollegin des

bekannten Mundartautors

Suitbert Heimbach. Sie ist seit

1995 Seminarleiterin.

Heinz-Dieter Engels

geb. am 02.10.1944 in Köln, ist

Kfz-Mechaniker bei den FORD-

Werken in Köln. Er ist Mundartautor

und seit 1999 Seminarleiter.

4

Volker Gröbe

geb. am 18.02.1947 in Halberstadt,

war Lehrer und anschließend

langjähriger Leiter

der Akademie för uns kölsche

Sproch. Er ist Mitglied des

literarischen Komitees, Supervisor

der Seminarleiter und

Autor.

Claudia Gröbe

geb. am 27.04.1948 in Dortmund

ist Lehrerin und Fachbereichsleiterin

„Mundart und Brauchtum“

in der Katholischen Hauptschule

Großer Griechenmarkt

(Kayjass Nummer O). Seit 1998

ist sie Seminarleiterin.

Katharina Petzoldt

geb. am 09.07.1939 in Köln, ist

Verwaltungsangestellte im

Schulsekretariat der Europaschule

Köln, Mundartautorin

und seit 1990 Seminarleiterin.


Franz Krein

geb. am 08.02.1921 in Köln, war

Prokurist, machte das Kölsch-

Examen und das Kölsch-Diplom

bei dem bekannten Mundartautor

Gustav Hamacher und ist

seit 1986 Seminarleiter.

Ingrid Köning

geb. am 13.10.1942 in Leverkusen,

war Schulrektorin und

unterrichtete bis 1996 an der

Sonderschule für Sprachbehinderte

in Köln-Longerich. Seit

1999 ist sie Seminarleiterin.

Ruth Pitzschel

geb. am 23.08.1930 in Köln, war

Lehrerin, unterrichtete 20 Jahre

lang an einer Schule in Köln-

Nippes und ist seit 1995 Seminarleiterin.

5

Heinz Wild

geb. am 14.2.1928 in Köln, war

Versicherungskaufmann, ist

Mundartautor und seit 1995

Seminarleiter.

Hans Heinz Scheiner

geb. am 17.7.1929 in Köln, war

Angestellter im Speditionswesen

und ist seit 1989 Seminarleiter.


Ausgehend vom Hintergrundwissen der Entwicklungsgeschichte

der kölschen Sprache erfolgt die Dokumentation

und Erforschung des heutigen Kölsch als lebendige Alltagsund

Begegnungssprache. Langfristige Entwicklungsziele sind

die Erstellung zeitgemäßer Wörterbücher sowie einer

kölschen Grammatik. Diese praktischen Hilfsmittel, die die

Akademie för uns kölsche Sproch in den kommenden

Jahren vorlegen will, sollen dazu beitragen, dass dem

Kölschen als aktueller Stadtsprache wieder eine größere

Bedeutung zukommt.

Die sprachwissenschaftliche Abteilung der Akademie för

uns kölsche Sproch hat in 2 Jahren (von Mai 1996 bis

November 1998) im Rahmen des Projekts „Alles Kölsch” die

Stadtsprache Kölns untersucht und dokumentiert. Kölner

Bürger unterschiedlichen Alters aus allen Stadtbezirken

Kölns haben dafür kurze Geschichten und Erlebnisse frei und

unvorbereitet auf Band erzählt.

Diese Sprachaufnahmen wurden vertextet und im Dezember

1998 zusammen mit einer Auswertung der unterschiedlichen

Sprachschichten in dem Buch „Alles Kölsch“ veröffentlicht.

Darüber hinaus sind in dem Buch die aufgenommenen

Geschichten auf vier Audio-CDs enthalten.

Das Projekt „Alles Kölsch“

Das Projekt begann am 1. Mai 1996 und endete mit der

endgültigen Abgabe der redigierten Druckvorlage und der

Master-CDs im November 1998.

SPRACHWISSENSCHAFT

6

Basis dieser Sprachdokumentation waren Tonbandmitschnitte

freier, spontan gesprochener Erzählungen, die

weder abgelesen noch in irgendeiner Weise vorbereitet oder

beeinflusst sein durften. Sie sind konservierte Momentaufnahmen

der an einem Ort und zu einer bestimmten Zeit

tatsächlich gesprochenen Stadtmundart eines individuellen

Sprechers. Die Bandaufnahmen entstanden zwischen dem

3.7.1996 und dem 11.12.1997.

Das Ziel der Aufnahmen war die Dokumentation der alltäglichen

Sprechsprache in authentischen Textzeugnissen, die

dadurch gekennzeichnet ist, dass sie „gesprochene Sprache“

(nicht schriftlich angelegt) und „natürliche Sprache“ (nicht

literarisch geformt) ist. Zudem sollten diese Texte in erster

Linie erzählenden und berichtenden Charakter haben.

Die Tonbandmitschnitte wurden transkribiert, wobei alle

sprechsprachlichen Merkmale und lautlichen Varianten

erhalten blieben. Um die Repräsentativität dieses Querschnitts

durch die aktuelle Kölner Sprachwirklichkeit zu

garantieren, bestimmten folgende Aspekte die Sprecherauswahl:

— die areale Gliederung Kölns

(aus allen neun Kölner Stadtbezirken und fast allen

Stadtteilen),

— die soziale Struktur der Kölner Bevölkerung

(Alter, Geschlecht und Bekanntheit),

— die Themenauswahl

(witzige und unterhaltsame Alltagsgeschichten aus dem

Leben),

— die verschiedenen Sprachformen

(typische Merkmale des Kölschen).


Den Kern der Publikation bilden die Sprachaufnahmen auf

den CDs. Sie enthalten die Tonbandmitschnitte zu jeder im

Buch enthaltenen Erzählung.

Auf diese Weise entstand die Dokumentation einer Stadtmundart,

die in bislang einmaliger Form höchste Ansprüche

nach wissenschaftlicher Exaktheit und Überprüfbarkeit

erfüllt.

Für die Verschriftung wurden zwei Darstellungen gewählt,

zum einen die exakte phonetische des gesprochenen Textes

in der Lautschrift „Rheinische Dokumenta”, zum anderen

eine Lesefassung, in der, soweit dies möglich war, eine den

Kölnern geläufige Schreibweise benutzt wurde.

Das Buch gliedert sich in vier Teile: Im einleitenden Teil

werden die Ziele und Methoden des Projekts dokumentiert.

Ihnen folgt die Beschreibung der verschiedenen Sprachformen.

Daran schließt sich der Teil mit den Erzähltexten an,

dem eine kurze Einführung mit Erläuterungen zu den

Schreibregeln der Erzähltexte voransteht. Im vierten und

letzten Teil sind die Erzähltexte in der Lautschrift „Rheinische

Dokumenta“ abgedruckt. Auch diesem Teil steht eine die

Lautschrift erläuternde Einleitung mit zwei übersichtlichen

Tabellen der vorkommenden Vokale und Konsonanten voran.

Im Vorspann der einzelnen Erzähl- und Lautschrifttexte

findet der Leser ein Sprecherprofil, ein Aufnahmeprofil mit

Angaben zum Zeitpunkt und zur Dauer der Aufnahme, ein

Textprofil mit der Angabe des Erzählthemas und den Hinweis

auf die zugehörige CD- und Titelnummer.

7

Christa Bhatt &

Markus Lindlar (Hgg.).

Alles Kölsch. Eine

Dokumentation der aktuellen

Stadtsprache in Köln.

Bonn: Bouvier. 1998.

ISBN 3-416-02847-3

Ein Ergebnis des Projekts ist die Darstellung einer facettenreichen

Stadtsprache, wobei ganz besonders die Fragen im

Vordergrund standen, wie variantenreich sie ist und wie es

um ihr Überleben bestellt ist. Dies wurde anhand einiger für

den Kölner Dialekt wichtiger typischer Merkmale exemplarisch

aufgezeigt.

Das Korpus bildet die Grundlage für die Sprachanalysen. Die

für die Veröffentlichung ausgewählten Texte wurden auf

ihren „Kölschgehalt“ hin untersucht. Dazu wurden insgesamt

13 für das Kölsche typische Dialekt-Variablen ausgewählt.

Jeder Text wurde hinsichtlich dieser Dialekt-Merkmale

ausgezählt um herauszufinden, welche dieser Variablen wie

häufig von den Sprechern verwendet wurden.

Die Auszählung gab Aufschluss darüber, welche der Dialektmerkmale

heute noch stabil sind und welche nicht. So zeigte

sich, dass noch 98 % der für die Analyse herangezogenen

Personen [sch] statt [ch] sprechen, aber nur noch 65 % für

[aa] ein offenes „o“ artikulieren.

Bei der Dokumentation ergaben sich weitaus mehr Varianten

sowohl im lautlichen als auch im lexikalischen Bereich als

bislang dokumentiert wurden. Die geradezu verblüffende

Laut- und Formenvielfalt innerhalb des Kölschen ist ein

Beweis dafür, dass die Stadtsprache Kölns als lebendiger,

gesprochener Dialekt einem permanenten Wandel unterwor-


fen ist, sich einer neuen Wirklichkeit anpasst und nutzloses

Inventar abgestreift hat.

Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass Kölsch noch bei vielen

Kölnern in vielen Situationen des Alltags ein taugliches

Kommunikationsmittel ist und auch von den Kindern wieder

benutzt wird, was sicher auch der Initiative mancher Schulleiter

und Lehrer zu verdanken ist.

Da es sich mit authentischen, individuellen Sprachzeugnissen

befasst, lag es im Wesen dieses Dokumentationsprojekts,

dass es sowohl neue Sichtweisen vermittelte, als auch einen

Blick auf weitere und weiterführende Frage- und Problemstellungen

ermöglicht.

Kölsche Wörterbücher

In Köln werden Fragen zum Stadtdialekt meist mit dem

Hinweis auf die umfangreichen Wörterbücher von Fritz

Hönig oder Adam Wrede beantwortet. Zwar ist die Stadtsprache

Kölns erfreulicherweise sehr umfassend in verschiedenen

Lexika aufgezeichnet, diese lassen sich jedoch nur

sehr eingeschränkt zur Klärung der Frage heranziehen, wie

die Kölner ihren Dialekt tatsächlich sprechen.

Fritz Hönig.

Wörterbuch der Kölner Mundart.

1. Aufl. Köln 1905, Neudruck

1952. Köln: Bachem.

(im Buchhandel nicht mehr erhältlich)

8

Adam Wrede.

Neuer kölnischer Sprachschatz.

3 Bände.

1. Aufl. 1956; 10. Aufl. 1988.

Köln: Greven.

Diese jahrzehntealten Wörterbücher und Wortsammlungen

des „ursprünglichen“ Basisdialekts befriedigen in erster Linie

ein antiquarisches Interesse an der Mundart, sie bewahren

Wörter, die aus dem Sprachgebrauch verschwinden oder

bereits verschwunden sind, und sie verzeichnen andere, die

deutlich von der Hochsprache abweichen.

Darüber hinaus müssen sie notwendigerweise sprachliche

Elemente aus syntaktischen Zusammenhängen herausreißen

und isolieren und außerdem die dialektale Lautung normieren,

da sie unmöglich den phonetischen Reichtum einer

Sprache oder eines Dialekts vollständig erfassen können.

Wörterbücher sind unverzichtbar für die Kodifizierung eines

Stadtdialekts, sie bieten nur eines eben nicht: ein authentisches

Abbild der lebendigen Sprachwirklichkeit einer städtischen

Sprachlandschaft.

In der sprachwissenschaftlichen Abteilung der Akademie för

uns kölsche Sproch wird zur Zeit an der Erstellung eines

aktuellen kölschen zweisprachigen Wörterbuchs gearbeitet,

das voraussichtlich 2001 erscheinen wird.

Hierfür wird zunächst anhand der bereits existierenden

kölschen Wörterbücher aus der ersten Hälfte des Jahrhunderts

das Wortmaterial erfasst, das heute noch gesprochen

und verstanden wird. Darüber hinaus werden empirische

Untersuchungen zur Ermittlung neuer kölscher Wörter

durchgeführt, die die heutige moderne Welt wiederspiegeln.


Das Kölsche ist eine lebendige, im Alltag gesprochene Sprache.

Wie jede Alltagssprache unterliegt sie einem ständigen

Wandel und Sprachausgleich. Diese Veränderungen lassen

sich jedoch nur in der Zeit dokumentieren, so dass bei den

empirischen Untersuchungen außerdem festgehalten

werden muss, inwieweit sich urkölsche Wörter im Lauf

dieses Jahrhunderts verändert haben.

Das Projekt „Alles Kölsch” hat gezeigt, dass selbst das Kölsch

„guter“ Kölschsprecher durch die Umgangssprache beeinflusst

ist. Die kölnische Sprachlandschaft ist äußerst reich an

Schattierungen, Varianten und Nuancen. Jeder Kölschsprecher

weiß um die unterschiedlichen Vorstellungen darüber,

was unter seiner Stadtsprache zu verstehen ist.

So treten regelmäßig „Mischformen” aus Kölsch und Standardsprache

auf. Ein Beispiel dafür ist die Konjunktion avver

für dt. aber, das aus kölschem ävver und dt. aber entstanden

ist. avver wurde nahezu ebenso häufig verwendet wie das

kölsche ävver. Deshalb sollte ein aktuelles Wörterbuch neben

dem traditionellen, ebenfalls noch gebräuchlichen kölschen

Worteintrag auch solche Entwicklungen aufnehmen.

Außerdem muss es auf regional abhängige phonetische Varianten

hinweisen, wie beispielsweise die Monophthongierung

in großen Teilen des Rechtsrheinischen und den Randgebieten

Kölns, während im innerstädtischen Bereich und den ihn

umgebenden linksrheinischen Vororten ein Diphthongwechsel

vom Deutschen zum Kölschen stattfindet. Ein Beispiel

hierfür ist das Verb laufen, das traditionell im Kölschen loufe

gesprochen wird, während es in den monophthongierenden

Stadtteilen loofe heißt.

Varianten trifft man im Kölschen auch bei der Flexion vor,

die nicht nur regional erklärbar sind. Davon sind insbesondere

Verbkonjugationsformen betroffen. Einige Beispiele

hierfür sind die unterschiedlichen Flexionsvarianten einiger

Verben. Hier ein paar Beispiele, wie sie von den Kölsch-Sprechern

im Rahmen des Projekts „Alles Kölsch“ auf Band

gesprochen wurden:

9

fragen: frohchs vs. fröhchs

frare vs. frore

sagen: sacht vs. saacht

sar-ich vs. sach ich vs. saag-ich

vs. saar-ich vs. saach ich

gucken: lore vs. lure

sehen: ich soh vs. ich sohch

gehen: mer jinge vs. mer jingke

kriegen: jekrääch vs. jekräje

vs. jekreeje vs. jekrich

legen: jelääch vs. jelaht

hören: jehoot vs. jehööt vs. jehürt

feiern: jefeert vs. jefiert vs. jefeet.

Bisher gibt es keine Orthographie des Kölschen und selbst

die „großen“ Wörterbücher von Fritz Hönig und Adam

Wrede sind nicht einheitlich und konsequent in ihrer Schreibung.

Diese Inkonsequenz und Uneinheitlichkeit setzt sich in

der kölschen Literatur fort.

Deshalb ist es ein großes Anliegen der Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter der Akademie för uns kölsche Sproch, einfache

und verständliche, insbesondere aber nachvollziehbare

Schreibregeln für das Kölsche aufzustellen.

Dabei wollen sie sich in erster Linie so weit wie möglich an

der standarddeutschen Orthographie orientieren, gleichzeitig

aber auch bereits vertraute Schreibweisen beibehalten,

sofern sich dies miteinander vereinbaren lässt.

Zu jedem kölschen Worteintrag wird es eine lautgenaue

Transkription in der internationalen Lautschrift IPA geben,

die auch im DUDEN, in allen gängigen ein- und zweisprachigen

Wörterbüchern sowie in Schulbüchern für Fremdsprachen

verwendet wird.

Häufige telefonische Anfragen nach der korrekten Schreibweise

dieses oder jenes kölschen Wortes verdeutlichen

zusätzlich, wie sehr sich auch die Kölner — und insbesondere


die Immis — eine Art „DUDEN fürs Kölsche“ wünschen, in

dem sie eine geregelte und sinnvolle Schreibweise der

Wörter der aktuellen kölschen Sprache mit deren lautgenauer

Beschreibung finden.

Um denjenigen, die kein oder nur unzureichend Kölsch sprechen,

die Suche nach kölschen Entsprechungen deutscher

Wörter zu erleichtern, wird das Wörterbuch einen zweiten

umfangreichen Deutsch-Kölsch-Teil enthalten, in dem sämtliche

Worteinträge des ersten Kölsch-Deutsch-Teils aufgeführt

sind und der gesuchte Begriff so leicht nachgeschlagen

werden kann. Die Einträge in diesem zweiten Teil werden

weniger umfangreich sein, d.h. nähere inhaltliche oder

grammatikalische Erläuterung zu deutschen Wörtern ist

nicht vorgesehen.

Im Anhang des Wörterbuches wird es einen „Grammatik-

Teil“ geben, der u.a. die verschiedenen Flexionsparadigmen

enthalten wird.

Nach Fertigstellung des zweisprachigen Wörterbuches

„Kölsch-Deutsch/Deutsch-Kölsch“ sind weitere Wörterbücher

geplant:

Etymologisches kölsches Wörterbuch

Wörterbuch der kölschen Idiome

Wörterbuch der kölschen Synonyme

Kölsche Reimwörter

10

Kölsche Grammatik

Alice Tiling-Herrwegen und Volker Gröbe schreiben zur Zeit

an einer Grammatik des Kölschen für den Seminarbetrieb.

Darin werden zweisprachig (kölsch und hochdeutsch) die

wichtigsten grammatikalischen Grundbegriffe erklärt sowie

die für das Kölsche spezifischen Regeln der Bildung bzw. des

Gebrauchs von Lauten, Verbformen, Wörtern und

Sätzen/Satzteilen unter Verwendung typischer Beispiele. Die

Grammatik wird im 2. Halbjahr 1999 erscheinen.

Auf der Basis dieser „Seminar-Grammatik“ von Alice Tiling-

Herrwegen und Volker Gröbe wird im Anschluss eine umfassende

Grammatik des Kölschen in Angriff genommen.


Mit ihren Kölsch-Seminaren, die sich großen Zuspruchs

erfreuen, wendet sich die Akademie för uns kölsche

Sproch an Kölner und Nichtkölner, die die kölsche Sprache

erlernen, ihre Kenntnisse vertiefen oder auch nur spezielle

Kenntnisse hinzu erwerben wollen.

In den Seminaren werden Kenntnisse über Originale und

Brauchtum, Stadtgeschichte, Literatur, Sprachgeschichte und

Grammatik des Kölschen vermittelt. Den Abschluss bildet das

Kölsch-Examen. Hierauf aufbauend haben die Absolventen

die Möglichkeit in zwei- bis dreijähriger Studienzeit durch

eine Diplomarbeit das Kölsch-Diplom zu erwerben, die höchste

Auszeichnung, welche die Akademie zu vergeben hat.

Dabei wird ihre eigene Kreativität gefragt. Anregungen

finden sie in den Seminaren oder in der hauseigenen Bibliothek.

Auch die neuen Medien (Internet) können bei der

Recherche miteinbezogen werden.

Der Unterricht läuft natürlich nicht bierernst auf Universitätsniveau

ab. Ebenso ist das Kölsch-Examen auch kein

berufsqualifizierender Abschluss. Dennoch können die Teilnehmer

mit Stolz behaupten, bei Kölle, Kölsch und kölscher

Sproch anderen um einiges voraus zu sein. Die kölsche Sprache

ist gleichermaßen Ausdruck wie Quelle unserer vielgepriesenen

kölschen Lebensart.

Beides gehört zusammen, auch in unseren Seminaren. Seminare

,,Kölsch als Fremdsprache“ zum vollständigen Erlemen

der Sprache werden nicht angeboten. Wohl aber haben sich

die Seminare bewährt in der Unterstützung von Leuten, die

sich auch noch anderweitig bemühen, Kölsch als Fremdsprache

zu erlernen.

Es werden vier in sich abgeschlossene Seminare mit unterschiedlichen

Themen angeboten:

SEMINARANGEBOTE

11

Originale und Brauchtum

Kölsche Originale (et Fleute-Arnöldche, de Läsche Nas, etc.),

Kölsche Originalitäten (Kölsch-Bier!, Hänneschen); Brauchtum

im Jahreslauf

Stadtgeschichte

Grundzüge der Kölner Stadtgeschichte von den Römern bis

zur Neuzeit

Literaturkunde

Kennenlernen von Leben und Schaffen zahlreicher Mundartautoren

anhand von Prosatexten, Gedichten und Liedern

Sprachgeschichte und Grammatik

Ursprung und Grundzüge der sprachlichen Entwicklung

unserer Mundart; Grundzüge der Grammatik, leicht

verständlich gemacht anhand zahlreicher, anschaulicher

Beispiele

Jeder Themenbereich wird in einem Semester an 12 Abenden

mit jeweils 2 Unterrichtsstunden in der oben genannten

Reihenfolge behandelt.

Nach Absprache ist auch der Besuch nur eines Seminars

möglich.

Am Ende jedes Semesters wird eine Prüfung abgehalten. Die

Teilnahme daran ist freiwillig, wenigstens zur Selbstkontrolle

aber empfohlen. In der Regel jedoch streben die Teilnehmer

auch einen Abschluss an.

Jeder, der alle Seminare besucht und an den Prüfungen teilgenommen

hat, kann das Kölsch-Examen mit einer weiteren

schriftlichen und einer mündlichen Prüfung ablegen. Hierüber

wird den Absolventen im Rahmen einer Feierstunde eine

vom Oberbürgermeister unterzeichnete Urkunde verliehen.


Die Zensuren: „öntlich bestande“; „jot bestande“, „ärch jot

bestande“.

Darüber hinaus bieten wir einen zweisemestrigen Grammatikkurs

ohne Abschluss an.

Nach dem Kölsch-Examen bietet sich den Absolventen die

Möglichkeit, an Fortbildungsseminaren mit meist selbstgewählten

Schwerpunkten teilzunehmen, und — in der Regel

nach etwa zwei Jahren — das Kölsch-Diplom zu erwerben.

Seminarbeginn

Die Seminare beginnen jeweils Mitte Januar und Mitte

September.

Semesterbeginn

Das nächste Semester beginnt am 06., 07., 08. bzw.

09.09.1999 — In der Zeit vom 04.-15.10.1999 sowie am

01.11.1999 finden keine Seminare statt.

Anmeldung

Anmeldungen werden am Infostand der Akademie för uns

kölsche Sproch, Tel. (0221)226-5790, entgegengenommen

(s. Öffnungszeiten)

Die Kursgebühr beträgt z.Zt. 75,- DM pro Semester. Sie kann

am Infostand bar entrichtet oder auf das nachstehend angegebene

Konto überwiesen werden:

Bankverbindung:

Stadtsparkasse Köln, BLZ 370 501 98,

Kto.-Nr. 12 372 975

12

Veranstaltungsorte

Es gibt zwei Veranstaltungsorte für Seminare in der Kölner

Innenstadt und einen im Kölner Norden:

Mediapark

Akademie för uns kölsche Sproch

Im Mediapark 6,

50670 Köln

(KVB-Haltestellen: Christophstr. oder Hansaring, Linien 6, 15,

17, 19, 148, S11, S12, RE 1, RE 5, RE 6, RE 7, RE 8, RE 9, RE

18, RE 20, RE 22, RB 21, RB 24)

KHS Gr. Griechenmarkt

Kath. Hauptschule

Großer Griechenmarkt 76

50676 Köln

Eingang Agrippastraße

(KVB-Haltestelle: Poststraße, Linien 12, 16, 18)

St.Martinschule Seeberg

Sankt-Martin-Schule

Balsaminenweg 52

50769 Köln-Seeberg

(KVB-Haltestelle: Am Hetzepetsch, Linie 120)

Vorzugsangebote für unsere Seminarteilnehmer: Zu den

Seminaren „Sprachgeschichte und Grammatik“, „Stadtgeschichte“

und „Originale und Brauchtum“ wird je eine

Führung, zum Seminar „Literaturkunde“ der Vortrag eines

Mundart-Autors angeboten.

Reduzierter Eintritt zu den Ausstellungen/Veranstaltungen

der Photographischen Sammlung und des Deutschen

Tanzarchivs Köln und zu sonstigen Veranstaltungen der

Akademie för uns kölsche Sproch.


TERMINE DER KÖLSCH-SEMINARE

Beginn Ort Thema Seminarleiter

Mo 06.09.99 19.00 Mediapark Sprachgeschichte & Grammatik Cl. Gröbe

Di 07.09.99 19.00 Mediapark Sonderkurs: Sprachlehre V. Gröbe

Mi 08.09.99 18.30 St. Martinschule Seeberg Originale und Brauchtum L. Decker

Mi 08.09.99 17.30 KHS Gr. Griechenmarkt Stadtgeschichte I. Köning

Mi 08.09.99 17.30 KHS Gr. Griechenmarkt Literaturkunde V. Gröbe

Mi 08.09.99 18.00 KHS Gr. Griechenmarkt Originale und Brauchtum F. Krein

Mi 08.09.99 19.00 KHS Gr. Griechenmarkt Originale und Brauchtum I. Köning

Mi 08.09.99 19.00 KHS Gr. Griechenmarkt Stadtgeschichte H. Engels

Mi 08.09.99 19.00 KHS Gr. Griechenmarkt Sprachgeschichte und Grammatik K. Petzoldt

Do 09.09.99 17.30 KHS Gr. Griechenmarkt Originale und Brauchtum K. Petzoldt

Do 09.09.99 17.30 KHS Gr. Griechenmarkt Sprachgeschichte und Grammatik R. Pitzschel

Do 09.09.99 19.00 KHS Gr. Griechenmarkt Literaturkunde M. Dohmen

13


Das Archiv der Akademie för uns kölsche Sproch besteht

aus einer umfangreichen Bibliothek, einem Tonträgerarchiv,

einem Videoarchiv und einer Sammlung Köln betreffender

Postkarten, Fotographien und anderer Bildmaterialien sowie

Zeitungsausschnitten.

Die Bibliothek ist in fünf Abteilungen aufgegliedert:

— Köln

— Nordrhein-Westfalen, Schwerpunkt Rheinland

— Mundarten im deutschsprachigen Raum

— Allgemeinbildung

— Germanistik

Der Schwerpunkt liegt mit rund 7000 Werken bei der Abteilung

„Köln“, die alle möglichen Sachgebiete umfasst.

Wie wohl für jede Stadt und jeden noch so kleinen Ort ist

die Geschichte von besonderer Bedeutung. Daher bildet sie

auch den Anfang der Sachgebietseinteilung, zusammen mit

verwandten Fächern wie Archäologie, Numismatik oder

Epigraphik. Werke älterer Historiker wie Leonard Ennen

stehen neben denen zeitgenössischer Autoren. Gesamtdarstellungen

liegen ebenso vor wie Abhandlungen zu

bestimmten Epochen und Einzelthemen sowie den Stadtteilen.

Auch Kataloge und Werke zu den historischen Museen

und der Universität der Stadt Köln werden hier berücksichtigt.

Unter dem Oberbegriff „Kultur“ finden sich neben Zeitschriften

wie z. B. den Heften der Akademie för uns kölsche

Sproch und allgemeinen Darstellungen zu diesem Thema die

Bereiche Kunst, hochdeutsche Literatur, Musik, Theater

sowie Medien und Verlage.

Kölner Kunst — wer denkt dabei nicht an Stephan Lochners

„Madonna mit dem Veilchen“ im Erzbischöflichen Diözesanmuseum

oder an die „Kreuzigung Petri“ von Peter Paul

ARCHIV

14

Rubens in St. Peter, nicht zu vergessen die vielen altkölnischen

Meister, die mit ihren Gemälden namenlos Spuren

hinterlassen haben. Ebenfalls nicht zu vergessen die Künstler

unserer Zeit, von denen einige im Skulpturenpark an der

Zoobrücke ihre Werke präsentieren (s. auch Buchbesprechungen).

Beim Betrachten der Sammlung mit Stichen, Graphiken,

Zeichnungen etc. von Köln wird wieder einmal deutlich, wie

beliebt doch das Panorama unserer Stadt ist. Es findet sich

natürlich auch bei den Fotografien wieder. Diese Werke sind

hauptsächlich etwas für's Auge: ob es sich um Ansichten

von Köln handelt oder um andere Motive, aufgespürt von

Kölner Fotografen. Jedoch — mit einer Ausnahme: die

Aufnahmen aus Kriegs- und Nachkriegszeit, die trotz zeitweiligen

Fotografierverbotes zahlreich vorliegen. Der einsam

aus den Trümmern ragende Dom, die wenigen Überreste der

heute wiederhergestellten Kölner Kirchen oder die Ruinen

der Wohnhäuser sagen mehr als jedes Wort.

Unter hochdeutscher Literatur sind zum einen Werke

Kölner Autoren gesammelt, zum anderen Bücher, die inhaltlich

mit Köln zu tun haben: historische und andere Romane,

Gedichte und Erzählungen über unsere Stadt, Kindheitserlebnisse,

die beliebten Krimis, Humoristisches und Kabarettistisches,

Sagen und Legenden.

Ein weiterer Sachbereich befasst sich mit der Kirchengeschichte

und Religion der Stadt Köln. Berichte über herausragende

Ereignisse wie Katholikentage gehören ebenso dazu

wie Darstellungen zu Kölner Klöstern und Pfarreien. Wenn

auch Werke zu den christlichen Religionen naturgemäß in

der Überzahl sind, sind doch auch solche zum Kölner Judentum

und zu den römischen Kulten vorhanden.

Wenn es um Kölner Architektur geht, denkt jeder sofort an

die Kirchen, besonders den Dom.


Natürlich sind diese einmaligen Bauwerke Thema eines

großen Teils der vorliegenden Bücher. Darüber sollte der

Leser jedoch die zahlreichen, nicht weniger bemerkenswerten

Profanbauten der Stadt nicht vergessen. Damit sind

nicht nur der Gürzenich, das Overstolzenhaus und die Rheinbrücken

gemeint, sondern auch die Wohnhäuser, an denen

man in der Regel achtlos vorbeigeht. Ältere Werke wie die

von Hans Vogts oder auch jüngere wie die der Stadtspuren-

Reihe, machen den Leser auf die Schönheit dieser Häuser

aufmerksam und weisen nach, dass auch sie charakteristisch

sind für die Architektur ihrer Zeit.

Die nächsten beiden Bereiche behandeln zwei verwandte

Themen, die für Kölner und Imis gleichermaßen von Bedeutung

sind: den Karneval und das übrige Brauchtum.

Darstellungen zum Karneval im allgemeinen und zu einzelnen

Vereinen sowie Ratgeber für Büttenreden sind im Bibliotheksbestand

enthalten.

Kennen sie „Pooschte“? Nein, nicht die — um mit Wrede zu

sprechen — „starken, strammen, gesunden, kraftstrotzenden,

jungen Kerle“, sondern „Pooschte“, ausgesprochen mit einem

offenen „o“! So lautet der kölsche Ausdruck für Ostern. Was

charakteristisch für das kölnische Osterfest und andere Feste

ist, wodurch sich das Brauchtum der Stadt Köln von dem

anderer Gegenden unterscheidet, erfährt man in Werken von

Joseph Klersch, Ernst Weyden, Gustav Hamacher u. a.

Biographien von Personen, die aus Köln stammen bzw. mit

Köln in irgendeiner Weise in Verbindung stehen, dürfen nicht

fehlen. Frauen und Männer aus Politik, Gesellschaft und

Kirche, Kunst, Theater und Musik, Wirtschaft, Wissenschaft

und vielem mehr werden vorgestellt.

Ein weiteres Sachgebiet befasst sich mit der Kölner Wirtschaft(sgeschichte)

und dem Verkehr in allgemeinen

Darstellungen sowie in Werken zu einzelnen Firmen, Banken

und Versicherungen und über spezielle Wirtschaftszweige

15

und Produkte bzw. in Büchern zur Verkehrsplanung generell

und zu bestimmten Verkehrsmitteln.

Steht der Leser vor den Fächern mit Köln-Führern, wird er

aus dem Staunen nicht herauskommen. Angefangen von den

gängigen Werken, die bestimmte Touren vorgeben, über

allgemeinere Darstellungen zur Stadt Köln und ihren

Sehenswürdigkeiten bis hin zu lexikonartigen Aufzählungen

der nach Ansicht der Autoren interessanten Aspekte

Kölns.Daneben gibt es spezielle Führer für bestimmte Altersgruppen,

für Frauen (für Männer haben wir noch keinen

entdeckt!), für „Schmecklecker“ und Bierfreunde (Kölner

Brauhauswanderweg) sowie zu bestimmten Themen, wie

Sport, Burgen oder die Altstadt, und natürlich die „Schnäppchenführer“,

die dem „sparsamen“ Leser für 24 DM Buchpreis

erzählen, dass die Brötchen in Longerich am günstigsten

sind, die Butter in Sülz und die Wurst in Kalk.

Das nächste Sachgebiet ist wiederum etwas für's Auge:

Bildbände!

Was soll man dazu noch sagen! Um so mehr lässt sich zum

folgenden Bereich sagen, leider nichts Erfreuliches. Denn die

Zahl der Bücher, die Kindern und Jugendlichen altersgerecht

und spannend etwas über unsere Stadt, ihre Geschichte, ihr

Brauchtum, ihre Mundart und anderes erzählen, ist äußerst

gering. Hier steht Autoren ein weites Betätigungsfeld offen.

Nun kommen wir zu einem zentralen Thema, der Kölner

Mundart. Wörterbücher, sprachwissenschaftliche Werke,

leider nur in geringer Anzahl, und Mundartliteratur aller Art

stehen zur Verfügung. Von Will Albers und Gaby Amm bis

Ria Wordel und Adam Wrede reicht die Liste der Autoren. Für

jeden Lesegeschmack ist gesorgt:

Wir bieten Lustiges in Form von Witzen, Krätzjer und Comics

(wie „Asterix op kölsch“), unterhaltsame Geschichten, Anekdoten,

Parodien und Verse, Erzählungen heiterer und ernster

Natur, einen Roman von Wilhelm Schneider-Clauß (welcher

Autor traut sich zu, es Schneider-Clauß nachzutun?),


Gedichte, Theaterstücke, hauptsächlich für Kinder, Besinnliches,

religiöse Texte.

Den Abschluss der Abteilung „Köln“ bilden Fachbereiche über

Vereine (außer Karneval) und andere Institutionen sowie

über die Partnerstädte Kölns.

Die zweite Abteilung „Nordrhein-Westfalen mit dem

Schwerpunkt Rheinland“ ist von wenigen Ausnahmen

abgesehen entsprechend der ersten aufgebaut. Hier liegt die

Betonung auf dem Sachgebiet Geschichte und verwandte

Fächer. Neben umfassenden und epochenübergreifenden

Werken sowie Monographien spielen Darstellungen zur

Orts- und Stadtgeschichte eine wichtige Rolle.

Im Gebiet Führer und Landschaftsbeschreibungen befassen

sich eine Reihe von Werken mit dem Thema „Rhein“.

Dazu gehören Reisebeschreibungen aus unterschiedlichen

Zeiten, Sachbücher, die z. B. die Geologie, Geschichte und

Wirtschaft des Flusses beschreiben, aber auch zu Problemen

wie Verschmutzung und Hochwassergefahr Stellung

nehmen, sowie Bücher, deren Autoren vom „deutschen“,

„vaterländischen“ und „romantischen Rhein“ schwärmen,

von den Burgen, den Sagen, besonders der Loreley, und

natürlich vom Wein!

Die Mundartliteratur aus Nordrhein-Westfalen findet sich

in der dritten Abteilung, zusammen mit den übrigen „Mundarten

im deutschsprachigen Raum“. Untergliedert nach Landschaften

liegen Wörterbücher, Einführungen und sprachwissenschaftliche

Werke zu den Mundarten vor sowie Literatur,

Sammlungen mit Anekdoten und Witzen oder Redewendungen

u. ä. Natürlich handelt es sich nur um eine Auswahl.

In der Abteilung „Allgemeinbildung“ liegen neben Lexika

und Bibliographien grundlegende Werke zu den Fachbereichen

der ersten beiden Abteilungen vor. Denn wenn auch für

jeden Kölner seine Heimatstadt der Mittelpunkt und das

Wichtigste zu sein scheint, sollte man sich hin und wieder

doch über andere Städte und Gegenden und ihre Geschichte

16

informieren, sei es nur, um Vorgänge in der eigenen Stadt

besser verstehen zu können.

Die fünfte und letzte Abteilung befasst sich mit der „Germanistik“.

Wörterbücher und Lexika machen den Anfang, dann

folgen die Fachbereiche Sprachwissenschaft, Dialektologie

und Literaturwissenschaft. Ratgeber und Textvorlagen einerseits

und Darstellungen zum Verlagswesen, zum Buchhandel

und zu Bibliotheken und Archiven ergänzen das Ganze.

Das Tonträgerarchiv umfasst rund 1800 CDs, MCs, Schallplatten

oder Tonbänder. Darauf gespeichert sind Sprech- und

Gesangsaufnahmen in kölscher Sprache oder anderen rheinischen

Mundarten, Aufnahmen Kölner Musiker oder besonderer

Kölner Konzerte.

Das Videoarchiv mit derzeit etwa 300 Kassetten enthält

filmische Dokumentationen von Mundartveranstaltungen

der Akademie för uns kölsche Sproch sowie Videos über

Köln und das Rheinland, über Kölnisches und Rheinisches.

Der Archivbestand kann demnächst auch im Internet abgerufen

werden.

Ein großer Teil des Archivbestandes kann ausgeliehen

werden. Die Ausleihe ist kostenlos, Vorlage des Personalausweises

notwendig. Die Leihfrist beträgt vier Wochen, eine

Verlängerung ist möglich.

Wir sind stets interessiert an Büchern, Zeitungen und Bildmaterialien

zu den oben dargestellten Themen, besonders

auch an Universitätsarbeiten, wie Dissertationen, Magisterarbeiten

etc., die nicht im Handel sind.


Publikationen aus dem Archiv

Im Lauf der Jahre hat die Akademie för uns kölsche Sproch

eine Reihe von Publikationen herausgegeben, u.a. Mundartliteratur,

sprachwissenschaftliche Werke, religiöse Texte und

Wörterbücher. Außerdem sind eine Anzahl von Tonträgern,

Partituren und Broschüren entstanden.

Besonderer Beliebtheit erfreuen sich seit Beginn die Anthologien.

Zu den frühen, längst vergriffenen (im Archiv noch

entleihbaren) Büchern gehören „Pänz us Kölle“ und „Et Hätz

op der Zung“. Ein kölscher „Bestseller“ sind die mittlerweile

vier Bände der Reihe „Kölle läv“. „Alte“ und „neue“ Autoren

sind in den Büchern mit „Rümcher un Verzällcher us Kölle un

rundseröm“ vertreten. Heiteres und Besinnliches steht

nebeneinander, so dass der Leser sich je nach Bedürfnis und

Laune einen Text auswählen kann. Der dritte und vierte Band

sind im Buchhandel noch erhältlich, alle vier natürlich bei

uns entleihbar.

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Weltliteratur op kölsch.

(Böll, Kishon, Spoerl u.a.

ins Kölsche übertragen).

Akademie för uns kölsche Sproch,

Köln 1997

Eine weitere Anthologie trägt den Titel „Weltliteratur op

kölsch“.

Ein Arbeitskreis hatte es sich zur Aufgabe gemacht, Kurzgeschichten

der Weltliteratur in die Kölner Mundart zu übertragen.

Auswahlkriterien waren, dass die Schauplätze sich

nach Köln verlegen ließen und die Inhalte zur Kölner Mentalität

passten.

Acht Texte von Heinrich Böll, George Britting, Oskar Maria

Graf, Johann Peter Hebbel, Ephraim Kishon, Siegfried Lenz,

Heinrich Spoerl und Anton Tschechow sind in diesem Buch

enthalten, das man für 11,80 DM in der Akademie för uns

kölsche Sproch erhalten oder unter der ISBN-Nr.:

3-931551-04-0 im Buchhandel bestellen kann.


„Ne Andraach met Kuletsch“

in Weltliteratur op kölsch

nach Siegfried Lenz: Eine Liebesgeschichte

ins Kölsche übersetzt von Karin Brauckmann, Martin Freitag, Martha Freund, Dorothee Heinrich,

Philipp Kühlem, Marlis Müller, Brigitte Schaefer und Marie-Luise Sicken

Der Kolvenbachs Pitter, ne Kääl wie ene Kleiderschrank, dä ävver de Zäng nit vunenein kritt, hät et voll erwisch.

Bei däm stämmije Holzfäller hät der Bletz enjeschlage wie en schwere Ax.

Dat Janze es passeet, wie hä dat Katharina Knack, e staats Mädche, aan der Strunder Baach bei der jroße Wäsch jesinn hät. Et

lohch op de Kneen un dät met singe dralle Ärm de Wäsch zorteere.

Daachsdrop jingk hä nit en der Bösch. Dovör stund hä fröhmorjens öm fünnef beim Pastur vun 'Maria Himmelfahrt' op der

Matt.

„Jode Morje, leeven Här, ich möhch jän hierode un bruchen doderför ene Daufesching.“

Dä Joddesmann — hä wor noch ärch verschlofe — dät dä Pitter jet messmödich aanlore un meinten: „Leeve Jung, esu ielich weed

et wal nit sin. Kumm nohm Fröhstöck widder. Wells de ävver wade, dann nemm der de Schöpp un jraf der Jaden ald ens öm.“

Der Pitter dät ene flöcke Bleck en der Jade werfe un meinten: „Wann ich fädich ben, doot er meer dann dä Sching?“

„Jo, jo, do kannste drop jon.“ meint der Pastor un jingk Fröhstöcke.

Fruh, dat alles esu jot fluppen dät, hatt dä Pitter em Rubedidupp dä Jaden ömjejrave.

Domet wor et nit jenoch; hä moht och noch denne Säu ne Droht durch de Nas trecke, en Koh melke, Krönzele plöcke, en Jans

schlaachte un en Fohr Holz opbärme.

Justemang, wie hä die Hött widder parat maache wollt, reef in der Pastor un jov im dä fädije Daufesching.

Der Kolvenbachs Pitter wor et zofredde, un dät dä Sching wie e Hellichdum en singer Brusstäsch verwahre.

Adich bedankten hä sich bei däm Joddesmann un maht sich aläät op der Wääch noh der Strunder Baach. Dat Trinche woss vun

singemjanze Jlöck üvverhaup noch nix. Quietschfideel soß et aan der Baach, dät sing Wäsch knedde un vringe, un af un aan

beloorten et sich em klore Wasser.

Der Bleck op dat propper Weech nohm dem Pitter der Odem.

Nohdäm hä sich widder bekräjen un ärch üvverlaat hatt, wat hä sage sollt, jingk hä bei et Trinche un saht: „Rötsch ens jet!“

Dat Katharina dät in met jroße Auge aanlore, maht im flöck Plaatz, un hä satzten sich nevven et.

Su soßen se do un keiner krääch de Muul op.

Noh ener Wiel fung dä Pitter sing Sproch widder:

„Bal jitt et Erbele un Worbele!“

Et Trinche dät zosammezucke: „Jo?“

Un widder soßen se stumm beienein, beloorten sich de Jäjend un däten sich af un aan verläje kratze.

18


Op eimol passeete jet Dolles. Dä Pitter krosten e Päckelche us singer Täsch, heelt et däm Mädche unger de Nas un saht: „Wellste

jet Kuletsch?“

Et Trinche dät nicke un koot drop woren se beids am lötsche.

Et wood langksam üvvermödich, leet sing Bein en de Baach hänge, maht klein Welle, — ävver sagen dät et nix.

En dä Fridden eren reef die ahl Palms us dem Hüüsje: „Kathrinche, wat mäht de Wäsch?“

Dodrop maht dat Trinche ene Satz, schnappten sich de Bütt un wollt sich op der Wääch maache. Ävver dä Pitter wor op dem

Kiwif, trok flöck dä Daufesching us singer Brusstäsch un heelt in dam Trinche unger de Nas: „Kannste lese?“

Janz wibbelich dät hä zolore, wie et dä Sching am lese wor.

„Trina, han die Ente de Wäsch jefresse?“ reef die Palms ald widder.

„Loss die Ahl doch, les wigger!“

Däm Pitter kom et langksam huh.

Et Katharina Knack stund do, hatt Welt un Wäsch verjesse un steerte op da Daufesching.

„De Wäsch, de Wäsch!“ wor die Ahl am kieve.

Der Pitter kom sich vör wie en Babbelsmuul: „Les wigger un loss dich nit irriteere!“

Justemang maht die Palms ene Satz us de Strüch, dät sich nevven denne zwei opbaue: „Verdammp un zojeniht — wat es dann

he loss?“ Un met enem wödije Bleck op dä Pitter schant se: „He jeit de Wäsch vor!“

Met jlänzende Aujelcher dät dat Katharina verdräump der Kopp hevve un saht: „Et es su secher wie et Amen en der Kirch, mer

dun hierode!“

Die Palms wor zoeesch verbasert, ävver dann fingk se an ze laache: „Nä, nä, wat et nit all jitt! Wat su en Wäsch nit all met sich

brengk. Beim Knedde un Vringe weißte noch nix, un beim Büjele beste ald bal verhierod.“ Derwiel trok dä Pitter noch e Blösje us

singer Täsch un frohchte: „Wellste noch jet Kuletsch?“

19


Zu den jüngsten Veröffentlichungen zählt eine themengebundene

Wortsammlung:

Pflanzen und Tiere

„op kölsch“.

Zusammengetragen von

Heinrich Gräfen.

Überarbeitet und erweitert

von Ingeborg Nitt.

Zeichnungen von Ursula

Gräfen.

Künnt ehr üch noch erennere,

wie mer als Ströpp Ketteblome

jesook han, för ene Kranz zo

binge? Un wievill Spaß mer an Bloslämpcher hatte? Ov de

Pänz hückzedaachs üvverhaup noch wesse, wat dat es? Ehr

kennt doch noch Botterblome un Katzekiesjer, Nase un

Kuschteie? Nä, nit esu jenau?!

Üch kann jeholfe wäde!

De Akademie för uns kölsche Sproch hät e Wöderboch

erusjejovve, wat sich nor öm Flanze un Diere driht. Der

eeschte Deil es kölsch — huhdeutsch, met Lautschreff, der

zweite Deil anderseröm. Mer muss alsu nit mih lang erömsöke

em Hönig un em Wrede, em Caspers/Reisdorf un em

Leson, wa'mer erusfinge well, dat dä bunte Vugel, dä luuter

op de Baumstämm klopp, „Baumläufer“ heiß.

Mer kann dat Böjelche och en de Jacketäsch steche un

metnemme, en der Zoolonische oder der Botanische Jade en

Riehl, en der Rhingpark op der schäl Sick oder en der Forstbotanische

Jade en Rudekirche...

För der ech kölsche Pries vun 11 DM künnt ehr dat

Wöderboch kaufe oder bestelle bei:

NEUE VERÖFFENTLICHUNGEN

20

Akademie för uns kölsche Sproch

Im Mediapark 6, 50670 Köln

Tel.: (0221) 226-5791

(0221) 226-5792

Fax: (0221) 226-5799

M 7 Buchhandlung

Im Mediapark 7, 50670 Köln

Tel:. (0221) 5743140

Fax: (0221) 5743139

Buchbesprechungen/Empfehlungen

aus dem Archiv

Irene Franken,

Christiane Kling-Mathey (Hgs.).

Köln der Frauen.

Ein Stadtwanderungsund

Lesebuch.

Köln: Volksblatt-Verlag, 1992

2000 Jahre Kölner Stadtgeschichte

bedeuten auch 2000 Jahre Kölner

Frauengeschichte.

„Köln der Frauen. Ein Stadtwanderungs-

und Lesebuch“ kann, wie der

Titel schon vermuten lässt, auf

unterschiedliche Weise genutzt werden. In diesem Buch

wurden 26 Artikel zusammengestellt, die sich mit verschiedenen

Schwerpunkten zu dem Thema „Frauengeschichte

Kölns“ äußern. Die AutorInnen stellen Persönlichkeiten vor,

die sich und anderen Frauen trotz gesellschaftlicher Zwänge


und Sanktionen Möglichkeiten der freien Entfaltung

schufen.

Die Herausgeberinnen Irene Franken und Christiane Kling-

Mathey weisen schon in der Einführung darauf hin, dass

sich die Nachforschungen zu dem hier gewählten Themenbereich,

verglichen mit anderen, wesentlich schwieriger

gestalteten. „Wer dagegen über zweitausend Jahre Kölner

Frauengeschichte recherchiert, muss sich mit erheblich

weniger bzw. verstreuten Materialien zufriedengeben ...“(S.7).

Weiterhin bemerken sie, dass die wenigsten der zur Verfügung

stehenden Texte o.ä. von Frauen selbst verfasst

wurden. Eine Tatsache, die den Wunsch einen „weiblichen“

Blick auf die Stadt ...“ (S.7) zu ermöglichen, beträchtlich

erschwert.

Die Auswahl der vorgestellten Persönlichkeiten, Frauengruppierungen

u.ä. war daher nicht wirklich freigestellt, sondern

ergab sich zwangsläufig aus dem auffindbaren Material,

welches abschließend zu jedem Beitrag benannt wird.

Diese Auflistungen der Quellen und Sekundärliteratur macht

es dem/der LeserIn möglich — ohne eigene Literaturrecherche

— mehr über die genannten Persönlichkeiten oder Gruppierungen

zu erlesen. Einige der Literaturhinweise befinden

sich auch in dem Bestand der Bibliothek der Akademie för

uns kölsche Sproch.

„Köln der Frauen“ stellt die unterschiedlichsten weiblichen

Charaktere in ihren jeweiligen Lebenssituationen vor. Gleich

im ersten Kapitel, überschrieben mit „Frauen und Politik“,

wird beispielsweise Julia Agrippina die Jüngere vorgestellt,

die um 16 n.Chr. in Köln geboren wurde. Sie nutzte ihre Position

als Gattin des römischen Kaisers Claudius, um von ihm

die Stadtrechte für Köln zu erhalten. Die Eigeninitiative von

Mathilde Franziska Anneke ermöglichte die Herausgabe der

ersten Kölner Frauen-Zeitung von 1848. „Das Leben der

Pazifistin und Feministin Christa Thomas“ (S.61) erzählt von

einer sozial und politisch aktiven Katholikin.

21

Das zweite Kapitel erklärt dem/der LeserIn „Frauenbilder“

der verschiedenen Jahrhunderte. Jakob Sprenger stellt sich

als Initiator des Marienkultes im Mittelalter und Verfolger

der Frauen als Hexen vor.

Die „Alltagsgeschichten“ im dritten Kapitel befassen sich

u.a. mit der Geschichte um Sophia Korth, exemplarisch für

den Alltag einer Ehefrau und Mutter des 16. Jahrhunderts.

Ihr Sohn, Hermann Weinsberg, verewigte das Leben seiner

Familie in der Chronik „Das Buch Weinsberg“. Warum im

18./19. Jahrhundert besonders Frauen unter Armut leiden

mussten, wird in einem weiteren Artikel erläutert.

Das Kapitel „Frauenzwischenräume“ befasst sich u.a. mit

dem Leben der mittelalterlichen Klausnerinnen. Das Wort

„Lückenbüßer“ erscheint charakteristisch für das Leben der

Frauen nach dem 2. Weltkrieg. Weiterhin lernt der/die LeserIn

Nachfahrinnen der berühmten Hexe Katharina Henoth

kennen.

Die „Frauenkultur“ wird im letzten Kapitel des Lesebuchs

erörtert. U.a. wird den Kölner Künstlerinnen Olga Oppenheimer

und Emmy Worringer gedacht, sowie Ruth Hallensleben

und ihrem Durchbruch als Industriefotografin in den

1930ern.

Zur Veranschaulichung der vorangegangenen Artikel findet

man eine Zeittafel, welche die erwähnten „Daten zur Frauengeschichte

Kölns“ (S.301) von 15 n. Chr. bis 1990 noch

einmal zusammenfasst.

Die Verbindung zwischen Lesebuch und Stadtwanderungsbuch

schaffen die einzelnen Artikel. Die in ihnen benannten

Orte, Adressen, Gebäude, o.ä. wurden mit einer Nummer (1-

118) markiert und können auf den Karten, die auf den

Umschlagklappen abgedruckt wurden, sofort wieder

entdeckt werden. Damit besteht die Möglichkeit einer individuellen

Stadtwanderung oder dem Besuch der erwähnten

Denkmäler o.ä.


Zu erwähnen bleibt nun noch der Service-Teil dieses Stadtführers,

der abschließend wichtige Informationen und

Adressen zu dem heutigen „Köln der Frauen“ bietet. Allerdings

müssen diese Tips auf Aktualität überprüft werden, da

dieses Buch schon 1992 erschienen ist. Daher dürfte es im

Buchhandel kaum noch erhältlich sein, höchstens antiquarisch.

Doch die Bibliotheken Kölns, auch unser Archiv, leihen

ihnen dieses lesenswerte Frauenbuch gern aus.

Haben Sie schon einmal den Skulpturenpark besucht?

Begrenzt von der Zoobrücke, dem Konrad-Adenauer-Ufer,

der Elsa-Brandström-Straße und der Riehler Straße, auf der

auch der Eingang ist, erstreckt sich eine Parkanlage, in der

nicht Osterglocken und Ginster, sondern Kunst im Mittelpunkt

steht. Von Eleonore und Michael Stoffel initiiert

konnte die erste Ausstellung „KölnSkulptur 1“ im November

1997 eröffnet werden. Sie dauert noch bis September 1999.

KölnSkulptur — Zeitgenössische

Bildhauer

im Skulpturenpark Köln.

Hrsg. von der Gesellschaft

der Freunde des

Skulpturenparks Köln e.V.

Wienand Verlag Köln 1997

Zu dieser Ausstellung ist im

Wienand Verlag eine Publikation

erschienen, die einen Überblick

über die Entstehung des Parks

und über die Bildhauerkunst im 20. Jahrhundert gibt.

Hauptsächlich jedoch ist sie eine Einführung und ein Begleiter

zu den Kunstwerken und Künstlern. Zwar kann das Buch

wegen seines großen Formats schlecht als Führer mitgenommen

werden, aber der Leser hat die Möglichkeit, sich zu

Hause anhand der gelungenen Fotografien die jeweiligen

22

Kunstwerke in Erinnerung zu rufen. Artikel informieren ihn

ausführlich über Werdegang und Wirken des Künstlers und

die Bedeutung seiner Skulptur. Am Ende des Textes folgen

biographische Daten und Literaturhinweise.

Besuchen Sie doch einmal „Clitunno“, den Gott der Quelle

und des Flusses bei Spoleto, der plötzlich zwischen Büschen

und Bäumen dem Wasser (aus Bronze) entsteigt. Markus

Lüpertz gestaltete diese grob und kantig wirkende Figur, die

den Betrachter zu sich heranzuwinken scheint.

Vielleicht interessieren Sie sich mehr für Sterne und ihre

Entstehung. Dann sollten Sie sich Paul Myodas Plastik „Star

Birth“ ansehen, deren drei weiße, aus Zement gegossene

Schäfte weithin durch das Grün des Parks leuchten. Als

Vorlage für den mittleren Pfeiler diente ein Foto, das die

Geburt eines Sterns zeigt.

Mögen sie Spinnen? Vorsicht, unter einem der vielen Bäume

lauert ein besonders imposantes Exemplar, das von Louise

Bourgeois aus Bronze gegossen wurde. „Spider“ hat eine

Höhe von fast dreieinhalb Metern und einen Durchmesser

von über sechs Metern. Die Spinne im Skulpturenpark ist

übrigens nur ein Exemplar von vielen, die die Künstlerin in

immer wieder neuen Variationen schafft.

Abschließend noch ein Hinweis auf die von Rosemarie

Trockel geschaffene zwergenähnliche Gestalt, die auf einem

kleinen Hügel auf dem Rücken liegt und sich weder durch

strahlende Sonne noch durch heftigen Regen aus der Ruhe

bringen lässt.


Hilde Ströbert.

Nie widder Reemcheskoche.

Greven Verlag Köln 1998

Hilde Ströbert, vielen noch bekannt

unter ihrem früheren Namen Fischer,

hat in diesem Buch eine abwechslungsreiche

Sammlung von „Rümcher

un Verzällcher“ vorgelegt, aus der der

Leser sich je nach Stimmung etwas heraussuchen kann.

In dem Verzällche „E verjesse Denkmol“ nimmt uns die Autorin

mit auf eine ungewöhnliche Erkundungsreise durch den

Kölner Dom und seine Geschichte. Nur diejenigen, die das

Glück hatten, an einer Führung durch den Dachstuhl des

Doms teilzunehmen, kennen den riesigen Adler, der dort

neben vielen anderen Figuren seine Tage verbringt. Lassen

Sie sich doch einmal von ihm seine Erlebnisse erzählen!

In der Geschichte, die dem Buch seinen Titel gab, berichtet

Hilde Ströbert humorvoll, warum sie bei aller Vorliebe für

Kuchen auf „Reemcheskoche“ lieber verzichtet.

Natürlich dürfen „de Puute“ nicht fehlen. Neben einigen

lustigen Erzählungen und Gedichten hat die Verfasserin

auch mehrere bekannte Kinderlieder ins Kölsche übertragen.

Zum Abschluss noch eine Kostprobe aus dem Kapitel „Sprijitzjer“,

in dem der Leser u.a. „Et kölsche Alphabett“ findet.

23

„Bloß ein Mul“

(nach „Bloß ein Mund“ —

Heinrich Heine zugeschrieben)

Der Här hatt jot et üvverlaht,

Wie hä ein Mul dem Minsch bloß maht,

Weil dä en singer Jauigkeit

Met einer allt zovill klapeit.

Hät mer met Brei de Mul jestopp,

Kann mer dä Schwad ens eesch verjesse.

Wa'mer zwei Schnüsse hätt am Kopp,

Dann künnt mer leje noch beim Esse.

Beide Bücher sind im Buchhandel erhältlich, Sie können sie

jedoch auch bei uns ausleihen, kostenlos natürlich! Nur

Ihren Personalausweis müssen Sie mitbringen.


Ob Literatur in Kölsch oder über Köln, Musik, Theater, Kabarett/Kleinkunst

oder bildende Kunst: Die Akademie för uns

kölsche Sproch unterstützt und fördert zwar auch Bewährtes,

verstärkt jedoch Nachwuchstalente bzw. Gruppen, die

noch nicht etabliert sind. Dies kann durch die Ausrichtung

einer Veranstaltung oder finanzielle Unterstützung bei einer

Veröffentlichung erfolgen.

Et kölsche Hätz em Mediapark

präsentiert die

Akademie för uns kölsche Sproch

am Sonntag, dem

15. August 1999

15.00 Uhr — 21.00 Uhr

- drusse un ömsöns (open-air und Eintritt frei) -

Anlass ist der Umzug der Akademie — gut fünfzehn Jahre

nach ihrer Gründung durch die SK Stiftung Kultur — an den

neuen Standort „Im Mediapark 6“.

Das Programm

Nikitakis un Fründe

Noch nie dagewesen: der kölsche Rockmusiker (Arsch huh!)

mit griechischen Wurzeln („Rebetobluz“) bringt eine Homage

an das kölsche Liedgut und die vier Rabaue auf die Bühne,

die vom Feinsten ist.

Die Fründe (un Fründinne) sin: die eigene Band, Biggi

Wanninger, Peter Brings, Hans Süper, Markus Reinhard

& Ensemble, Janus (Hohn) Fröhlich und ... „Alte Bekannte”

Wer die Programme „Kölsche Weihnacht“ und „Kölsch

Millijö“ erlebt hat, kann sich auf ein heiter-besinnliches

Wiedersehen freuen mit Henner Berzau & Uschi Werner-

VERANSTALTUNGEN

24

Fluss, Fuhrman & Kulik und den Stroßefäjer. (Zum

Schluss: Wunderkerzen nicht vergessen!)

Cologne Singers

Sechs lecker kölsche Mädcher sowie Dietmar Bonnen (kb),

Achim Rodewald und Edina Soriano beweisen mit Liedern

von „Klinkenbergs Kölscher Bühne“ bis zu internationalen

Hits, was man alles kölsch singen kann, wenn — ja, wenn

man denn singen kann!

Kaiserhof

Wer immer noch nicht weiß, dass Wally Bockmeier, Gigi

Herr und das Kaiserhof-Ensemble für schräge kölsche

Überraschungen gut sind, dem ist nicht zu helfen! (Oder

doch: kommen und sehen/hören!)

Ehrengast: Der Oberbürgermeister

Eine besondere Ehre für die Akademie för uns kölsche

Sproch ist der Besuch des Oberbürgermeisters. In all den

Jahren seit Bestehen der Akademie hat Norbert Burger ihre

Aktivitäten fördernd und wohlwollend begleitet. Ungezählt

sind die Urkunden der Kölsch-Examen, die er verliehen hat:

unser kölscher OB!

Rolly Brings & Band

muss man eigentlich nicht vorstellen: Texter, Liedermacher,

Rockmusiker und sensibler Beobachter kölscher Eigenarten

weit ab von Gefühlsduselei, Initiator von „...domols, hück

und morje“ 1998. Ob er seine Söhne Peter und Stefan und

deren Band

Brings

mitbringt, das wird „Knapp“. Nach dem Erfolg ihres gleichnamigen

neuen Albums und dem Stress der aktuellen Deutsch-


land- Tour sind die kölschen Rocker („deutsch singen wir für

die, die kein Kölsch verstehen“) endlich wieder in Köln.

Lällbeck

Die Grünschnäbel sind: Wolfgang Anton und Freddy Böhmer,

Krätzjessänger und Komödianten. Auf der Bühne keine Spur

von Grünschnäbel: da bleibt kein Auge trocken und alle sind

„Richtich jlöcklich“.

Kölner Spielezirkus

Natürlich ist auch an die Pänz gedacht worden: der „Kölner

Spielzirkus“ bietet für Kleine und Große Zirkusvorstellungen,

Mitspielangebote, Akrobatik, Jonglage, Spielelandschaft und

... und ... und.

Also: Spaß pur!

Kölscher Zauberer

Wer bei der Hänneschen-Kirmes tausende Gäste vergessen

lässt, wer David Copperfield ist, der schreckt auch sonst vor

nichts zurück: ob seine eigene Ehefrau oder eine Andere

zersägt wird, Georg Schmitz verblüfft sein Publikum immer

wieder mit neuen Tricks. Und besonders sympathisch dabei

ist: alles op kölsch!

Walter Oepen & The Real Climax Band

Auf den Spuren großer Jazz-Entertainer wandelnd bringt

Walter Oepen Leben in die Bude. Swing und Rhythm & Blues

liefert die Band, fetzige Bläsersätze und heiße Soli plus originelle

Songs op kölsch: das ist Kölsch & Jazz.

Willy Ketzer & Band

lassen es etwas (aber nur etwas!) ruhiger angehen. Wer

nicht glaubt, dass Lieder von Willi Ostermann, Jupp Schmitz,

Lotti Krekel und anderen kölschen Klassikern als „Easy

Listening Jazz“ verdammt gut klingen, wird eines Besseren

belehrt: Willy Ketzer und seine hervorragenden Musiker sind

25

eben Könner (Paul Kuhn und Liza Minelli wissen das auch zu

schätzen!).

...und noch einige Überraschungsgäste!!!

VERANSTALTUNGSTERMINE

11. - 14.08.99 „Höhner Classic“ (Kölner Philharmonie)

06. - 08.08.99 21. Hunnenlager der 1. Kölner Hunnen-

Horde von 1958 e.V. (auf der Hunnenwiese

im Volksgarten)

15.08.99 15-22 Uhr: „Et kölsche Hätz em

Mediapark“ Open-Air-Spektakel

anlässlich des Umzugs der Kölsch-

Akademie in den Mediapark

(Mediapark) (s. Seite vorher)

31.08. + 01.09. Tommy Engel (Kölner Philharmonie)

Herbst 1999 Römische Bronzen aus Nieder ger ma nien

(Röm.-Germ. Museum)

11.09. - 14.11. Das Rheinische Landesmuseum Bonn zu

Gast: Zum 100. Geburtstag von Hermann

Claasen (Kölnisches Stadtmuseum)

18./19.09.99 „Längster Desch vun Kölle“

(Severinsviertel)

03.10.99 3. Ford Köln Marathon (Stadtgebiet)

31.12.99 „Orpheus in der Unterwelt“ Jacques

Offenbach; frz. Originalfassung (Kölner

Philharmonie)


KÖLNER THEATER-SPIELPLÄNE

Meß op Kölsch

Ehrenfelder Arbeitskreis

Sonntag 5. September

10.30 Uhr

Sonntag 26. Dezember

17.00 Uhr

(2.

Weihnachtstag)

Meß op Kölsch 1999

in der Kath. Kirche

der Universitätsklinik

Köln-Lindenthal

St. Johannes der Täufer

Joseph-Stelzmann-Straße /

Ecke Kerpener Straße

KVB Linie 9, 13, 146

26

Klinkenbergs Kölsche Bühne

Geschäftsstelle

Philipp-Wirtgen-Str.18 — Tel.: (0221) 76 88 78

„Drei Kölsche Mädcher“

Posse en drei Akte vun Berni Klinkenberg

Vörstellunge sin:

30.10.1999 16.00 Uhr (Premiere)

31.10.1999 16.00 Uhr

06.11.1999 16.00 Uhr

07.11.1999 16.00 Uhr

13.11.1999 16.00 Uhr

14.11.1999 18.00 Uhr

27.11.1999 16.00 Uhr

28.11.1999 16.00 Uhr

Enloß eß en Stund vör Beginn der Vorstellung.

NEU eß bei uns de Spillstätt, nämlich dä

Theatersaal em Agneshuus

en d'r Weißenburgstr. 14

De Stroßebahn un och d'r Bus fahre bes Ebertplatz. Vun do

us goht ehr noch e Stöckelche zo Foß üvver de Nüßerstroß

op de Agneskirch zo. Vor de Kirch geht et links de Weißenburgstroß

erenn. Wer unbedingk mem Auto kumme well

däm rode mer am Finanzamp-Nord op de Innere Kanalstroß

zo parke.

Doht räächziggig öhr Kaate em Pries vun 18,- DM zozöglich

4,- DM Porto un Bearbeitungsgeböhr telefonisch, Rofnummer

(0221) 76 88 78, bei uns bestelle.

Durchgeführt von Klinkenbergs Kölsche Bühne in Verbindung mit der

Akademie för uns kölsche Sproch.


Kumede-Theater

„Spökes”

Schwank in drei Akten von Konrad Hansen; kölsche Bearbeitung von Ralf Fahnenschmidt

Zum Inhalt:

In einem nicht bewohnten Haus scheint es zu spuken. Die Standuhr läuft rückwärts und schlägt willkürlich die Stunden an;

heiße Suppe, deren Geschmack sich wie von selbst verändert, steht auf dem Herd; ein Vogel singt, obwohl man ihn nicht sieht.

Grund genug für die Putzfrau, das Haus nicht mehr zu betreten, obwohl sie für die Reinigung vom Besitzer, der weitab wohnt,

regelmäßig Zahlungen erhält.

Drei Nichtsesshafte versuchen, mit ihrem Spuk andere vom Haus fernzuhalten, um es alleine bewohnen zu können. Nach diversen

Verwicklungen wird jedoch zu guter Letzt das Haus gesäubert, renoviert und offiziell bezogen.

Spielplan

1999 2000

Samstag Sonntag Freitag Samstag Sonntag

19.30h 17.00h 20.00h 19.30h 17.00h

23.10.1999 24.10.1999 15.01.2000 16.01.2000

30.10.1999 31.10.1999 21.01.2000 22.01.2000 23.01.2000

06.11.1999 07.11.1999 29.01.2000 30.01.2000

13.11.1999 14.11.1999*) 05.02.2000 06.02.2000

20.11.1999 21.11.1999*) 12.02.2000 13.02.2000

27.11.1999 28.11.1999 19.02.2000 20.02.2000

*)= 18.00h

Spielort: Aula der „Berufsbildenden Schule“, Waisenhausgasse/Ecke Perlengraben;

zu erreichen mit den KVB-Linien 3,4,12,16,18, U-Bahn-Haltestelle „Poststraße“

(Parken mit dem Auto ist schlecht möglich).

Karten für 1999 gibt es ab 23.09.99, für 2000 ab 11.11.99 an den Theaterkassen

Kaufhof (Hohe Straße), Neumarkt (U-Bahn) und Next am Ring (Rudolfplatz).

Karten für die 1.-12. Reihe kosten 16,- DM, für die 13.-17. Reihe 13,50 DM.

(Vorbestellung nicht möglich!)

27


Schönhauser Straße/Ecke Alteburger Straße

Köln-Bayenthal — Tel.: (0221) 93 47 81-18

So. 04.07. 11.30 Uhr

Leo Löhr's Oldie Quartett

Do. 08.07. 19.00 Uhr

Finale Comedy Cup

So. 11.07. 11.30 Uhr

Richard Bargel & Band

So. 18.07. 11.30 Uhr

Hard Day's Night

So. 25.07. 11.30 Uhr

Linus and The Good Vibrators

So. 01.08. 11.30 Uhr

Dr. Jazz Ambulanz

So. 08.08. 11.30 Uhr

Opladener Jazzcompany

So. 15.08. 11.30 Uhr

Maryland Jazzband

Do. 19.08. 19.00 Uhr

POPkomm Sonderkonzert

So. 22.08. 11.30 Uhr

Climax Band Cologne

So. 29.08. 11.30 Uhr

United Swing Aces

So. 05.09. 11.30 Uhr

Rhine River Jazzband

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Kindertheater 1999

Mo. 05.07. 16.00 Uhr

Die Clownixen, Düsseldorf

„In 50 Minuten um die Welt“

Mo. 12.07. 16.00 Uhr

Theater Monteure, Köln

„Der Müllartist“

Mo. 19.07. 16.00 Uhr

Bewegungstheater Caracho, Köln

„Max in der Flimmerkiste“

Mo. 26.07. 16.00 Uhr

Zaches und Zinnober, Bremen

„Wie der Elefant den Rock'n Roll erfand“

Küppers Club

09.06.99 20.30 Uhr

Gerd Köster und Band

Einlass ab 18.30 Uhr — Eintritt : DM 28,00

(Vorverkauf im Brauhaus)

Ersatzkonzert vom 31.01.99)

19.06.99 20.30 Uhr

STONED * The Rolling Stones Show

Einlass ab 19.00 Uhr — Eintritt : DM 12,00

27. — 30.10.99

Köln Comedy Festival

(die einzelnen Künstler stehen noch nicht fest)

Juni, September, Oktober + November

— jeden Dienstag Richard Bargel's Talkin' Blues — Live-

Musik und Talk mit verschiedenen Gästen der nationalen

und internationalen Blues-Szene jeweils ab 21.00 Uhr -

Einlass ab 20.00 Uhr - Eintritt: DM 7,-

2. Auflage „Kölsch Millijö“ ggf. im September

ab 04.12.99 wieder „Kölsche Weihnacht”


Altermarktsspielkreis

der VHS Köln

Kabarett „De Äugelskeß 1999

Fr 5., 13. und19.11 20 Uhr

Sa 6., 13. und 20.11. 20 Uhr

So 31.10., 7., 14. und 21.11. 18 Uhr

„De Chreßnaach en Kölle”

Kölsches Krippenspiel von B. Gravelott

Sa 11.12., 18.12. 16 Uhr

So 12.12., 19.12. 16 Uhr

Kartenvorverkauf über Köln-Ticket

Theater am Sachsenring

In der nächsten Spielzeit wird die Akademie för uns

kölsche Sproch in Zusammenarbeit mit dem Theater am

Sachsenring eine eigene Reihe unter dem Thema „Himmel

un Äd” präsentieren. Vorgesehen sind musikalische Beiträge,

Theaterstücke, Sketche, Lesungen etc. — natürlich auf kölsch!

Der Eintritt beträgt 20,00 DM pro Person (ermäßigter Eintritt

für Seminarteilnehmer 15,00 DM).

Termine immer sonntags, und zwar:

26.09., 31.10., 28.11.1999

31.01., 27.02., 26.03., 30.04., 28.05., 25.06.2000

Alle Veranstaltungen beginnen um 19.30 Uhr.

Kartentelefon: (0221) 315015 sowie alle VVK-Stellen und

KölnTicket: (0221) 2801

Programminfos finden Sie auf unserer Homepage:

www.koelsch-akademie.de

29

Kölsch Tilefon

Die Akademie för uns kölsche Sproch betreibt eines der

wenigen Literaturtelefone in Deutschland. Einmalig in Köln

besteht die Möglichkeit unter der

Rufnummer 011510 (0221/11510 außerhalb Kölns)

kölscher Literatur zu lauschen. Sei es, dass Mundartdichter

ihre eigenen Gedichte oder Erzählungen vortragen, sei es,

dass ausgewählte Sprecher aus den Werken bereits verstorbener

oder lebender Autoren lesen, ist es immer ein Stück

kölsche Sproch“ live.

Juli 1999

05.07.-11.07. Fraulück noh vören

Martin Jungbluth

12.07.-18.07. Der Här Kompjuter

Heinz Heger

gelesen von Walter Oepen

19.07.-25.07 XY kütt unverhoff

Ralf Fahnenschmidt

26.07.-01.08. De Automatik

Ursula Ude

August 1999

26.07.-01.08. De Automatik

Ursula Ude

02.08.-08.08. Ming Schull

Hermann-Walter Stein

09.08.-15.08. Rote Beete

Katharina Petzoldt


16.08.-22.08. De Stroße en Schelda wäde

beräuhich!

Heinz Büttner

23.08.-29.08. En ener kölsche Weetschaff

Alice Tiling-Herrwegen

30.08.-05.09. Stolz

Martin Jungbluth

September 1999

30.08.-05.09. Stolz

Martin Jungbluth

06.09.-12.09. Die Fleech

Hermann-Walter Stein

13.09.-19.09. Kölsch lihre, kölsch studiere

Ursula Ude

20.09.-26.09. Solle Pänz met Hungsköttele

spille?

Hans W.Krupp alias „Schäng“

gelesen von Walter Oepen

27.09.-03.10. Nöttelei

Heinz Büttner

Das Programm für Oktober — Dezember 1999 stand bei Redaktionsschluss

noch nicht fest. Es wird rechtzeitig auf unserer Homepage bekanntgegeben.

30

Bücher

VERÖFFENTLICHUNGEN

Gabriele Reinert-Schneider

Gibt es eine Dialekt-Renaissance?

Überlegungen und Analysen

zum Kölner Raum

J.P.Bachem Verlag Köln 1987

Ingeborg Nitt, Volker Gröbe,

Heinz-D. Wilden

Uns Famillich

Wörterbuch Hochdeutsch — Kölsch

J.P.Bachem Verlag Köln 1990

Gaby Amm und Volker Gröbe.

Uns kölsche Orjenale

Klapp-Bilderbuch mit Illustrationen von

D. Asbach.

J.P.Bachem Verlag Köln 1993


Kölle läv et janze Johr.

De fünf Johreszigge. Rümcher un

Verzällcher us Kölle un rundseröm.

Greven Verlag Köln 1994

Weltliteratur op kölsch.

(Böll, Kishon, Spoerl u.a.

ins Kölsche übertragen).

Akademie för uns kölsche Sproch, Köln

1997 (ISBN 3-931551-04-0)

Kölle läv op der janze Welt.

Rümcher un Verzällcher

us Kölle un rundseröm.

Greven Verlag Köln 1998

Pflanzen und Tiere „op kölsch“.

Wörterbuch kölsch—hochdeutsch mit

Lautschrift und lat. Pflanzennamen sowie

hochdeutsch-kölscher Suchliste.

Akademie för uns kölsche Sproch,

Köln 1998.

(in der Akademie för uns kölsche Sproch und der

Buchhhandlung M 7 erhältlich)

31

Christa Bhatt und Markus Lindlar

(Hrsg.).

Alles Kölsch.

Eine Dokumentation der aktuellen Stadtsprache

in Köln.

Bouvier Verlag Bonn 1998.

Ingeborg F. Müller:

Der Höppelepöppels Köbes

mit Illustrationen

von Gerda Laufenberg.

Verlag MuM Köln 1997

(Buch und MC)

Schallplatten, Musikkassetten, CDs

Freche kölsche Leeder

vum Walter Oepen:

Föttchesföhler-Tangjo.

(Single)

För de Mamm.

Lieder zum Muttertag

in Kölner Mundart,

gesungen von Marion Bittner.

(Single)

Zur Erinnerung an Toni Steingass.

Lieder von und mit

Toni und Heli Steingass.

(Doppelsingle)


Kölsche Leedermächer:

Hanjo Butscheidt,

Günter Schwanenberg,

Monika Kampmann,

Walter Oepen.

(LP)

uns Veedel uns Milljöh:

neue Veedel- und Milieulieder

in Kölner Mundart.

(LP)

Jo, dat es Kölle!

Neue Chorwerke in Kölner Mundart mit

dem Hans-Winkel-Singkreis, dem MGV

Kölner Liederkreis Apollo, dem Rheinischen

Motettenchor Köln und der Chorgruppe

Neu. (LP)

Sölzer Ringeldüvjer

singen ahl un neu

kölsche Leedcher.

(CD und MC)

32

Kölsche Mädcher singe

Fastelovendsleeder.

Mit Marion Bittner, Sonja Becker und

Elfriede Meyer.

(CD)

Walter Oepen

Freche kölsche Leeder

(CD)

Walter Oepen

Leeder us dem Levve

(CD)

Ingeborg F. Müller

Der Höppelepöppels Köbes

mit Illustrationen von Gerda Laufenberg.

1997. Verlag MuM Köln

(Buch und MC)

Monika Kampmann

singk Leeder vun un üvver

Fraulück ... un andere Minsche

(2 MCs)


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DIE AKADEMIE

FÖR UNS

KÖLSCHE SPROCH

wurde von der Stadtsparkasse Köln

1983 als Bestandteil der SK Stiftung

Kultur ins Leben gerufen.

„Ein Geschenk für die Kölner Bürger“

hieß es damals in der Urkunde.

Die Akademie steht für den Erhalt

und die Förderung einer lebendigen

und zeitgemäßen kölschen Sprache,

die immer mit der Geschichte und

Kultur der Stadt Köln sowie den

vielfältigen Lebensarten ihrer

Bewohner in Zusammenhang steht.

Seit der Gründung der Akademie als

europaweit einziger Einrichtung

ihrer Art, haben sich im Laufe der

Zeit fünf Arbeitsbereiche

herausgebildet.

Diese Tätigkeitsschwerpunkte sind:

Sprachwissenschaft

Seminarangebote

Archiv/Bibliothek

Veranstaltungen

Veröffentlichungen

Die Akademie för uns kölsche

Sproch will eine der

ausgeprägtesten, kernigsten und

bildreichsten Regionalsprachen

lebendig halten, in den Alltag

tragen, sie fördern und pflegen.

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