14. Jänner 2022

DerGrazer

- Covid-Kontrollen: Zu wenig Security-Leute
- Land Steiermark sucht Klima-Visionen
- Fachkräfte und Klima sind DIE Themen der Industrie 2022
- 63-jähriger Geldwäscher angeklagt: Betrügerbande zockte Firmen 70 Millionen Euro ab

14. JÄNNER 2022, E-PAPER AUSGABE

Getty

Quelle: ZAMG


Morgens

Nebel, dann

Sonnenschein.

Die Temperaturen

in Graz

liegen morgen Samstag

zwischen -4 und 7 Grad.

Personal gesucht

Im Handel gibt es aufgrund der vorge-

schriebenen 2G-Kontrollen nun Personalengpässe.

Securitys sind gefragt. 2

Gute Ideen gesucht

Das Land Steiermark startet die Kli-

maneuzeit-Challenge und sucht nachhaltige

Visionen von Bürgern. 3

70 Millionen Euro Schaden

Internationale

Geldwäsche:

Ab März wird in

Graz verhandelt

KK, GETTY (2), LAND STEIERMARK/PURGSTALLER

Spannend. Am 1. März beginnt ein großer Prozess am Grazer Straflandesgericht, der eigentlich nach einem Kriminalfilm klingt: Es geht um Betrug

in Zig-Millionen-Höhe, Geldwäsche und Scheinfirmen. Angeklagt ist ein 63-Jähriger, der derzeit in U-Haft sitzt und nicht geständig ist. SEITE 4


2 graz

www.grazer.at 14. JÄNNER 2022

Die Zahl der Corona-Fälle in Graz

hat sehr stark zugenommen. GETTY

Corona-Zahlen

in Graz und GU

■ Die Omikron-Variante

breitet sich weiter massiv aus,

der erst gestern gemeldete

Rekord an Neuinfektionen

in Graz wurde heute bereits

gebrochen. Die Sieben-Tage-

Inzidenz in Graz lag gestern

bei 815,4 Fällen pro 100.000

Einwohner, jetzt sind es 885,5.

In Graz-Umgebung beträgt der

Wert aktuell 673,4 (gestern:

603,1), in der Steiermark im

Durchschnitt bei 602,8 (gestern:

542,9). In Graz sind inzwischen

385 Menschen mit

Corona verstorben, 302 in GU.

Covid-Kontrollen: Zu

wenig Security-Leute

GETTY

HILFERUF. Die steirischen Bewachungsunternehmen suchen wegen der neuen Omikron-Kontrollen

händeringend Personal. Kleinere Geschäfte kontrollieren aber lieber selbst.

Die Energiekosten steigen, die

Stadt Graz unterstützt aber. GETTY

Zuschuss zu

Energiekosten

■ Um Grazer Familien mit

geringem Einkommen zu

entlasten, wird der Energiekostenzuschuss

von 75 auf

100 Euro pro Haushalt erhöht.

Außerdem wird er, anders als

bisher, automatisch an SocialCard-Besitzer

ausbezahlt –

das gab die Koalition aus KPÖ,

Grünen und SPÖ heute bekannt.

Laut Bürgermeisterin

Elke Kahr will man „Haushalte

entlasten und ihnen gleichzeitig

unnötige bürokratische

Hürden ersparen.“

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

Der aufgrund der Kontrollpflicht

der 2G-Beschränkungen

für den

Handel zu erwartende Boom

für Sicherheitsfirmen sorgt im

ganzen Land bereits für Personalmangel.

Evelyn Handler,

Branchenexpertin in der Wirtschaftskammer

Steiermark:

„Die Covid-19-Anforderungen

haben für uns in erster Linie unser

Image aufpoliert. Man sieht

in unseren Leuten auch Systemerhalter

und nicht mehr nur

die Türsteher vor Discotheken.

Unsere Mitarbeiter müssen sich

jetzt auch bei den Verordnungen

auskennen und 2G- und 3G-Kontrollen

kompetent durchführen.

Ein großes Problem ist aber das

fehlende Personal. Wir arbeiten

hier eng mit dem AMS zusammen,

um auch Leute für die Jobs

zu bekommen, die als Langzeitarbeitslose

gemeldet sind und

durchaus die Kontrollaufgaben

überenehmen könnten. Beiden

ist gedient. Wir haben Personal,

die Leute fallen für das AMS aus

der Arbeitslosenstatistik heraus

und sie haben Arbeit und einen

normalen Alltag“.

67 Security-Firmen

In der gesamten Steiermark inklusive

Graz gibt es 67 Bewachungsunternehmen.

Handler:

„Türsteher höre ich nicht so gerne,

ich bezeichne unsere Mitarbeiter

eher als Security-Männer

und -Frauen.“ Die großen Unternehmen

sorgen für den Boom bei

den steirischen Überwachungsfirmen,

aber es gibt auch Konzerne,

die führen die Kontrollen mit

eigenen Leuten durch.

Handler: „Die enge Personaldecke

zwingt uns aber dazu etwas

herumzujonglieren. Wir teilen

auch Teilzeitkräfte, die sonst

vielleicht auf Baustellen Zuwei-

sungsdienste machen, jetzt für

Kontrollen vor Krankenhäusern

ein. Wir suchen immer noch

Männer und Frauen, es müssen

nicht unbedingt junge Kräfte

sein, auch Leute über 65 können

bei uns mitarbeiten. In Graz gibt

es noch keinen wirklichen Boom

an Aufträgen, da die kleinen Geschäfte

die Kontrollen selbst machen.

Vor allem deshalb, weil sie

auch nach dem Einkauf an der

Kasse durchgeführt werden können.

Das wird heftig kritisiert.“

Helmut Zaponig, Spartenführer

WKO Handel: „Wir hören

noch keine Klagen, die Kontrollen

dürften in den Grazer

Geschäften reibungslos über

die Bühne gehen. Wir haben etliche

positive Rückmeldungen

und auch die Menschen haben

durchaus Verständnis dafür, dass

man kontrolliert wird. Dass kleine

Geschäfte versuchen selbst zu

kontrollieren, ist in erster Linie

eine Kostenfrage.“


14. JÄNNER 2022 www.grazer.at

Bürgerbeteiligungsprogramm:

graz 3

Land sucht Klima-Visionen

FORTSCHRITTLICH. Um mit dem Klimawandel richtig umzugehen, startet das Land Steiermark die

„Klimaneuzeit 24h-Challenge“. Bürger sollen ihre Visionen einbringen, die in die Politik einfließen.

Karl Steininger, Wegener Center, Klimaschutzkoordinatorin Andrea Gössinger-Wieser,

Landesrätin Ursula Lackner und Holger Heller, Gründer von Quantum (v.l.) LAND STMK/PURGSTALLER

Fachkräftemangel & Klima:

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

Starkwetter-Ereignisse, Hitzetage,

globale Auswirkungen

– der Klimawandel verändert

die Welt dramatisch. Gemeinsam

mit Partnern wie Quantum, dem

Wegener Center der Uni Graz und

dem Internationalen Institut für

Angewandte Systemanalyse (II-

ASA) startet das Land Steiermark

jetzt das „Klimaneuzeit“-Projekt,

im Rahmen dessen Bürger Visionen

erarbeiten werden, die bei

zukünftigen politischen Entscheidungen

berücksichtigt werden

sollen. „Es kann uns nur in einem

breiten Schulterschluss gelingen,

den Klimawandel und seine Folgen

einzudämmen“, betont dazu

etwas Klimaschutzlandesrätin

Ursula Lackner. Insgesamt können

50 Steierer mitmachen, die

Bewerbungsfrist läuft noch bis 6.

Februar.

Nur wenn wir gemeinsam ausloten

welche Chancen in einer

klugen klimaschonenden Lebensweise

liegen, und welche wir davon

konkret wie umsetzen wollen,

weil es uns allen gut tut, wird ein

solcher Weg auch bestmöglich

Wirklichkeit werden“, betont Karl

Steininger vom Wegener Center.

Die Bürger sollen am 4. und 5.

März zu Workshops zusammentreffen

und Zukunftsvisionen erarbeiten

– auch Handlungsempfehlungen

sollen enthalten sein, als

Kompass für Entscheidungsträger

aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Laut Lackner wird man

„die Ergebnisse einerseits in unseren

Fachabteilungen des Landes

behandeln und andererseits auch

mit in die Arbeit des steirischen

Klimakabinetts nehmen“.

Industrie nennt Themen 2022

ANALYSE. Abseits der Pandemie-Bewältigung sieht die IV-Steiermark im Fachkräftemangel, der Modernisierung

der Infrastruktur und Klima-Innovationen die zentralen Themen für die Landespolitik.

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

Die Pandemie hat die Steiermark

und Graz noch fest im

Griff. Gleichzeitig bleiben

Themen wie der Fachkräftemangel

oder auch der Klimawandel 2022

brandaktuell – das betonte heute

die Industriellenvereinigung Steiermark

zu ihrem Jahresauftakt.

Das größte Standortthema sei

der Fachkräftemangel – bei einer

österreichweiten Erhebung unter

rund 1000 Industriebetrieben wurde

die „Verfügbarkeit von Personal“

als wesentlichste Herausforderung

genannt, am stärksten ausgeprägt

ist diese Sicht just in der Steiermark.

Hier bedarf es laut IV einer

umfassenden Fachkräftestrategie.

Dafür sollen Orientierungs- und

Qualifizierungsangebote ausgebaut

und die Erwerbsmöglichkei-

ten von Frauen ausgeweitet werden.

So betont Julia Aichhorn,

Vorsitzende der Jungen Industrie:

„Rasche Verbesserungen beim

Kinderbetreuungs-Angebot hinsichtlich

Öffnungszeiten sowie die

generelle regionale Verfügbarkeit

von Plätzen, sind unsere zentralen

Anliegen an die Landesregierung.“

Klima im Fokus

Als weiteren Kernpunkt formuliert

die IV den Ausbau von Glasfaser

und sonstiger Infrastruktur. „Es

braucht eine möglichst flächendeckende,

gigabitfähige Infrastruktur

mit hohem Anteil an Glasfaser bis

zum Jahr 2024. Wir müssen sehr

viel früher ans Ziel, als wir das vor

der Pandemie gedacht haben“, betont

IV-Präsident Stefan Stolitzka.

In der Klimapolitik brauche es

ein Bewusstsein für Beiträge der

steirischen Industrie zur Innovati-

on hinsichtlich einer CO 2

-Reduktion.

Energieeffiziente Produkte und

Prozesse sind der entscheidende

Hebel am globalen Weg gegen den

Klimawandel,“ so Stolitzka. Gleichzeitig

sorgt man sich aufgrund der

steigenden Energiekosten. „Die

massiv steigenden Kosten für

Energie sind eine nachhaltige Gefahr

für unseren Industriestandort

und für Arbeitsplätze,“ warnt der

IV-Präsident. Kurzfristig brauche

es einen Überbrückungsfonds seitens

der Bundespolitik.

IV-Steiermark Geschäftsführer Gernot Pagger, die Vorsitzende der Jungen Industrie

Steiermark Julia Aichhorn und IV-Steiermark Präsident Stefan Stolitzka. IV-STEIERMARK,KANIZAJ


4 graz

www.grazer.at 14. JÄNNER 2022

Der bisherige ÖH-Vorsitzende

schließt sein Studium bald ab. SCHERIAU

Neuer Vorsitz an

der ÖH Uni Graz

■ Die AG-GRAS-JUNOS Koalition

der ÖH an der Uni Graz hat

einen neuen Vorsitzenden. Der

bisherige Vorsitzende Kilian

Posch (AG) tritt wegen seinem

bevorstehende Studienabschluss

ab, nun übernimmt

Christoph Pail. Ebenfalls neu

im Amt ist die erste Stellvertreterin

Sarah Rossmann

(GRAS). Michael Pucher

(JUNOS), der zweite stellvertretender

Vorsitzende, bleibt

dem Team erhalten.

Ein Wahlkampf ist teuer, die Neos

hielten sich an die Grenze. KK

Neos hielten

Kosten ein

■ Mit Ausnahme der ÖVP unterschrieben

die Grazer Parteien

vor der Gemeinderatswahl

ein Fairnessabkommen, um

nicht mehr als 400.000 Euro für

den Wahlkampf auszugeben.

Die Neos haben nun einen Rechenschaftsbericht

veröffentlicht,

in dem Wirtschaftsprüfer

die Einhaltung der Kostengrenze

bestätigen. Gemeinderätin

Sabine Reininghaus sieht darin

einen „wichtigen Schritt

für die Grazer Bürger.“

63-jähriger Geldwäscher angeklagt:

Bei diesen Summen bleibt

einem schnell die Luft weg:

Fast 70 Millionen Euro soll

eine internationale Betrügerbande

von verschiedenen österreichischen

Firmen abgezockt

haben, in jedem Fall sind über

300.000 Euro weg. Die Betrugsmasche

ist bekannt als „CEO

Fraud“ oder „fake president

fraud“. Dabei richten die Betrüger

Scheinfirmen ein und geben

sich als deren angeblicher Geschäftsführer

aus. Anschließend

kontaktieren sie Mitarbeiter von

echten Unternehmen und lügen

ihnen vor, dass sie wegen vermeintlichen

Geschäften hohe

Geldsummen auf Konten der

Betrüger überweisen sollen. Die

international agierenden Betrüger

gehen dabei äußerst professionell

vor: Ein Teil der Täter

beschafft sich über Social-Media-Profile

und Unternehmensbilanzen

Informationen über

die Mitarbeiter, um diese besser

täuschen zu können. Dann kontaktieren

andere Täter, die die jeweilige

Muttersprache sprechen,

ihre Opfer. Die so getäuschten

Mitarbeiter des Unternehmens

überweisen anschließend – oft in

zahlreichen Teilbeträgen – hohe

Summen auf Konten der diversen

Scheinunternehmen.

Organisator gefasst

Einer der Organisatoren dieser

Betrugsmasche, ein 63-Jähriger,

wurde nun gefasst und sitzt derzeit

in Untersuchungshaft. Im März

beginnt am Grazer Landesgericht

für Strafsachen gegen ihn ein Prozess

wegen schweren Betrugs,

Geldwäsche und dem Verbrechen

der kriminellen Organisation. Der

63-Jährige sollte im Auftrag der Betrüger

die notwendige Infrastruk-

Der 63-Jährige

soll den

Betrügern

geholfen

haben,

indem er

zahlreiche

Scheinfirmen

und

Bankkonten

eingerichtet

hat.

Betrügerbande zockte

Firmen 70 Millionen ab

GERICHT. Ein 63-Jähriger muss sich ab März vor dem Grazer Landesgericht

für Strafsachen verantworten. Es geht um Geldwäsche und schweren Betrug.

Von Julian Bernögger

julian.bernoegger@grazer.at

GETTY

tur für die Geldwäsche schaffen

und bei Fragen zu Bankkonten

und Abwicklungen helfen. Der

63-Jährige hat eine Ausbildung in

der Buchhaltung. Zunächst informierte

er sich darüber, in welchen

Ländern man ohne persönliche

Anwesenheit ein Bankkonto eröffnen

kann. Dann suchte er sich

Firmen, bei denen man Scheinfirmen

kaufen kann, die nur zum

Zweck der Verschleierung von

Geldflüssen dienen. Der 63-Jährige

soll auch in Ungarn, Rumänien,

Litauen, Lettland und Zypern

Scheinfirmen gegründet haben. Er

soll dafür auch zahlreiche Dokumente,

wie etwa Notariatsurkunden

gefälscht haben.

Für den Angeklagten selbst sollen

bei der Sache insgesamt rund

150.000 Euro herausgeschaut

haben, die er über Konten der

Scheinfirmen überwiesen bekam.

Er ist zu den Vorwürfen bislang

nicht geständig.

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10

| GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/

80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Nina Wiesmüller (0664/80 666 6918), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.

at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/

80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895) | Michelle Scheiber (0664/80 666 6642) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 176.193 (Der

Grazer, wö, ÖAK 1.HJ 2021). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.


14. JÄNNER 2022 www.grazer.at

graz 5

C H R O N I K

Blaulicht

Report

✏ julian.bernoegger@grazer.at

21-Jähriger bei

Ölbrand verletzt

■ Gestern Abend brach in einer

Wohnung in der Gemeinde

Gratkorn im Bezirk Graz-Umgebung

ein Speiseölbrand aus:

Zwei 21-Jährige, ein Mann und

eine Frau, hatten gegen 19 Uhr

Essen gekocht und saßen anschließend

im Nebenraum der

Küche. Währenddessen fing in

der Küche ein Topf mit kochend

heißem Speiseöl Feuer, die Bewohner

hatten wohl vergessen,

die Herdplatte auszuschalten.

Schließlich bemerkten die zwei

Geräusche und Rauchentwicklung

in der Küche. Der 21-Jährige

eilte in den Raum und trug

den Topf mit dem heißen Öl

aus dem Haus, um das Feuer

zu löschen. Dabei schwappte

Kochen kann gefährlich sein, das musste gestern leider auch ein 21-Jähriger

feststellen, der sich mit heißem Speiseöl verbrannte.

GETTY

das heiße Öl über und traf den

jungen Mann. Er erlitt Verbrennungen

am Oberkörper und

am Kopf. Er wurde vor Ort vom

Roten Kreuz erstversorgt und

anschließend ins LKH Graz

verbracht. Ein Einschreiten der

Feuerwehr war anschließend

nicht erforderlich, da der Brand

selbstständig gelöscht werden

konnte. An der Küche entstand

durch den Brand ein Schaden

in noch unbekannter Höhe. Die

21-jährige Freundin des Mannes

wurde zum Glück nicht verletzt.

Lkw musste

geborgen werden

■ Die Freiwillige Feuerwehr

Frohnleiten wurde gestern

Nachmittag zu einem Einsatz

alarmiert, weil ein Lkw festgesteckt

war. Der Laster hatte

sich verfahren und war auf einen

Radweg geraten. Bei einem

Umdrehversuch hatte er sich

endgültig festgefahren. Mit zwei

Seilwinden konnten die Feuerwehrmänner

den Lkw aus seiner

misslichen Lage befreien.

Laster verlor eine

Menge Hydrauliköl

■ Die Freiwillige Feuerwehr

Kalsdorf wurde heute Vormittag

gegen 6.30 Uhr alarmiert,

weil ein Lkw Hydrauliköl verloren

hatte. Die Feuerwehrmänner

konnten das ausgelaufene

Betriebsmittel entfernen.

Die Freiwillige Feuerwehr band

das ausgelaufene Öl.

FF KALSDORF


6 graz

www.grazer.at 14. JÄNNER 2022

Monty sucht

ein Zuhause

Grazer

Pfoten

Der hübsche Monty ist ein

durch und durch gutmütiger

und unkomplizierter Hund.

Er kennt die Grundkommandos

und geht brav an der Leine. Menschen

gegenüber ist er aufgeschlossen,

freundlich und sucht

den Kontakt. Der liebe Rüde

würde sich über ein Zuhause bei

Menschen freuen, die gerne mit

ihm draußen unterwegs sind,

Jetzt

mitdiskutieren

www.facebook.com/derGrazer

Kein Unterschied

Es macht keinen Unterschied,

ob dort 2, 3 oder 4 Spuren sind -

der Stau wird zwar kürzer, aber

dafür breiter. Man steht genauso

lang. Das Nadelöhr ist an der

Stadtgrenze.

Oliver Gebhardt

* * *

Lage ist ernst

Alleine das man solche „Umfragen“

noch macht, zeigt, dass

man den Ernst der Lage des Planeten,

der Kontinente, Länder,

Regionen und Gemeinden nicht

kapiert hat und auch nicht will –

das stellt leider auch nichts Neues

dar! Direkt daneben fährt der

Zug – alles einsteigen bitte! Denn

die Frage eines Ausbaus stellt

M o n t y

wünscht

sich ein Zuhause

bei

einer aktiven

Familie.

KK

aber auch gemütlichen Couchabenden

mit vielen Kuscheleinheiten

nicht abgeneigt sind.

- 4 Jahre

- Entlebucher Sennenhund

- mag Hunde und Kinder

Kontakt: Arche Noah

www. aktivertierschutz.at

Tel. 0676/84 24 17 437

sich schon lange nicht mehr! Die

Frage, die sich stellt, lautet: Wie

gestalten wir den Rückbau und

was macht man aus dieser wunderbaren

Fläche!?

Roman Mühl

* * *

Spuren sind egal

Man sieht doch in der USA und

Russland, dass der Ausbau von

Autobahnen auf viele Spuren

nicht viel bringt. Selbst wenn

es sechs oder mehr Spuren gibt,

stehen die Leute vor Ort noch

immer im Stau. Der Ausbau von

öffentlichen Verkehrsmitteln

würde mehr bringen. Ein Bus

mit seinen Insassen beispielsweise,

verbraucht weniger Platz

als, wenn jeder dieser Insassen

ein Auto fahren würde.

Lukas Richter

* * *

Steirer nicht schuld

Halb Slowenien und Kroatien

pendeln nach Graz zur Arbeit.

Findlingskater Schnurrbert erholt sich langsam von seinen Verletzungen. KK

Schnurrbert wieder fit

■ Anfang Jänner kam ein Kater

in die Arche Noah, dessen Leben

am seidenen Faden hing.

Die Tierärzte des Heims haben

um das Lebens dieses Findlings

gekämpft, der mit schweren

Kopfverletzungen und einer

komplizierten Splitterfraktur

des Oberschenkels gekommen

war. Dank unzähliger Spenden

konnte der rote Findlingskater

schlussendlich auch operiert

werden – und auch wenn er noch

lädiert aussieht, geht es ihm

Die fahren ganz sicher künftig

mit der Bahn sowie auch die

LKW, die durch uns durchdonnern

und die deutschen, tschechischen,

slowakischen und

polnischen Urlauber, die

monatelang die absolute

Mehrheit auf der Strecke

sind. Aber der kleine

südsteirische Pendler soll

Schuld an der Verkehrslage

auf der A9 sein. Halb Europa

fährt durch uns durch. Mit Radwegen

und Bahnstrecke wird

künftig alles super.

Julia Resch

* * *

Viel mehr Verkehr

Ist zwar schon gut 13 Jahre her,

dass ich dort täglich (an Graz

vorbei) gefahren bin, aber seitdem

ist der Verkehr in jedem

Fall deutlich mehr geworden.

Ergo ist‘s schon aus Sicherheitsgründen

sinnvoll, dieses Nadelöhr

endlich mal zu verbreitern.

Gerald Hölzl

schon sehr viel besser. Der kleine

Angsthase weicht vor schnellen

Bewegungen noch zurück, aber

sobald er merkt, dass er am Wangerl

oder hinter dem Ohr gekrault

wird, legt er sich richtig in die

Hand und genießt. In den kommenden

Tagen geht es schon mit

der Physiotherapie los, damit er

sich bald wieder schmerzfrei und

voller Elan bewegen kann. Mittlerweile

ist der Bub auch nicht

mehr namenlos und trägt den

Namen „Schnurrbert“.

Meistkommentierte

Geschichte

des Tages

88 Prozent

für den

Ausbau der A9

Insgesamt 1023 Unternehmer

sowie 1159 Anrainer aus dem

Zentralraum Graz und der Südsteiermark

nahmen an einer

Umfrage zum Planungsstopp

für den dreispurigen Ausbau

der A9 zwischen Graz und Leibnitz

teil. Mit klarem Ergebnis:

88 Prozent der Befragten hätten

den Ausbau befürwortet. Unsere

Leser diskutierten darüber

auf Facebook.

REAKTIONEN & KOMMENTARE


14. JÄNNER 2022 www.grazer.at

graz 7

Psalm 2022: Be The Change

BESSERE WELT. Das Osterfestival Psalm setzt sieben

der „17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung“ der

United Nations für eine bessere Welt in Musik um.

Von Vojo Radkovic

vojo.radkovic@grazer.at

In einer Präsentation in der

Grazer List Halle stellten Mathis

Huber und Katharina

Schellnegger aus dem Hause

Styriarte und Kathryn List als

Leia Zhu, die 13-jährige Violinistin,

wird beim Festival auftreten. MILATOVIC

Miriam Andersen: Geschichten über

Fabelwesen und das Waser. MILATOVIC

„Hausherrin“ der Helmut List

Halle das diesjährige Programm

des Osterfestivals Psalm vor. „Be

The Change“ heißt der Titel des

heurigen Festivals und gemeint

ist damit, dass die Menscheit es in

der Hand hat entweder auf eine

Apokalypse zuzusteuern oder gemeinsam

an einer besseren Welt

zu arbeiten. Wie das geht, steht in

den Büchern der großen Weltreligionen,

aber es steht ganz aktuell

auch in den SDG, den 17 Zielen

für eine bessere Welt der UN (Sustainable

Development Goals).

Und das diesjährige Osterfestival

aus dem Hause Styriarte setzt

sieben dieser 17 Global Goals in

Musik um. Jeder kleine Schritt,

jede Aktion ist im Erreichen der

großen Ziele ein unscheinbarer

Wassertropfen. Aber wenn es

immer mehr werden, fließen sie

zusammen und es entsteht ein

Strom, der die Kraft hat zu verändern

oder – wie es die Global

Goals formulieren– to transform

the world into a better place.

Für das Festival hat die Styriarte

ein Budget von 250.000 Euro

eingeplant, 5000 Tickets werden

ausgegeben. Karten und Informationen

zum Festival sind im

Styriarte-Kartenbüro erhältlich

(geöffnet von Mo-Fr, 10 bis 18

Uhr). Styriarte.com hält ab sofort

alle wichtigen Informationen bereit.

Die Kartenpreise liegen bei

46 bzw. 26 Euro, es gilt jeweils

Halbpreis für Unter-27-Jährige.

In dem Elvis-Musical wird dem Weltstar ein musikalisches Denkmal gesetzt.

Coronabedingt musste der Graz-Termin wieder verlegt werden.

KK

Karl Markovics wird am Palmsonntag Geschichten vom berühmten Räuber

und Wohltäter Robin Hood vorlesen. Musik von E. W. Korngold.

MILATOVIC


Psalm 2022: Das Programm

■ ROBIN HOOD: 10. April, Palmsonntag: Keine Armut: Oscargekrönte

Filmmusik vom Austroamerikaner Erich Wolfgang Korngold trifft auf

Geschichten von Robin Hood, gelesen von Karl Markovics.

■ DIE WASSERFRAU: 11. April: Mit skandinavischer Folkmusik

erzählt die wundersame Grammy-Gewinnerin Miriam Andersén

Geschichten von Fabelwesen und lebensbringendem Wasser.

■ DIE LÖWINNEN: 12. April: Kraftvoll erheben die Sängerinnen von

Nobuntu aus Simbabwe mit authentischen, afrikanischen A-capella-

Klängen ihre Stimmen.

■ WUNDERKIND: 13. April: Briefe des Meisterpädagogen Leopold

Mozart und Werke von Wolfgang Amadeus Mozart erzählen vom

Leben und Lernen des Wunderkindes.

■ HILDEGARD & HARMONY: 15. April, Karfreitag: Mit Harmonien der

Hildegard von Bingen bringt die Frauenschola Ars Choralis Coeln

Körper und Seele in Einklang.

Elvis-Musical verschoben

■ Bedingt durch die Corona-

Pandemie und den damit zusammenhängenden

behördlichen

Vorgaben, musste der Termin

„Elvis - Das Musical“ am 24. Jänner

in der Helmut-List-Halle in

Graz verschoben werden. Neuer

Termin ist der 29. April. Tickets

behalten Gültigkeit für den Ersatztermin

und müssen nicht umgetauscht

werden. Am 16. August

1977 verstarb Elvis Presley im

Alter von 42 Jahren in Memphis

Tennessee. 45 Jahre nach seinem

Tod geht die Erfolgsshow 2022

auf große Wiederholungstournee

durch Deutschland, Österreich

und die Schweiz und lässt die

Legende mit all seinen großen

Hits wiederauferstehen. Um dem

„King“ ein musikalisches Denkmal

zu setzen, ging „Elvis - Das

Musical“ im Januar 2015 erstmals

auf Tournee. Bis heute haben weit

mehr als 500.000 Zuschauer die

Show frenetisch bejubelt.


graz

8 www.grazer.at 14. JÄNNER 2022

Ausblick

Was am Samstag

in Graz wichtig ist

■ Ab morgen gibt es jeden Samstag einen neuen Bauernmarkt in

Graz: Nämlich am Fuße der Basilika Mariatrost. Von 7 bis 13 Uhr sind

dort zehn Standler zu finden. Alle angebotenen Produkte – von Obst

und Gemüse sowie Fisch und Fleisch über Milchprodukte und Eier bis

hin zu Ölen, Marmeladen, Schnäpsen und Brot – sind geprüft regional

und aus bäuerlicher Eigenproduktion. Auch ein Espresso-Mobil sorgt

für einen angenehmen Aufenthalt.

■ Am Jakominiplatz tritt zwischen 6 und 20 Uhr die FFP2-Maskenpflicht

auch im Freien in Kraft. Diese gilt auch auf Märkten.

■ Der SK Sturm Graz bestreitet morgen sein erstes Testspiel nach der

Winterpause gegen MOL Fehervar. Dabei trifft man auch auf zwei bekannte

Gesichter. Mit Imre Szabics steht nämlich eine Sturm-Legende

als Trainer an der Seitenlinie des dreifachen ungarischen Meisters,

mit Peter Zulj – er feierte 2018 den Cupsieg mit den Steirern – wechselte

in dieser Woche ein in Graz sehr bekanntes Gesicht leihweise

von Basaksehir zu Fehervar. Das Match gegen die Ungarn beschließt

das erste Trainingslager im slowenischen Catez.

Am Grazer Jakominiplatz sowie auf Märkten während der Marktzeiten gilt

ab dem morgigen Samstag eine FFP2-Maskenpflicht im Freien.

LUEF

■ Für die neue Bürgerbühnen-Produktion „Trashland“ sucht das

Schauspielhaus Graz Personen, die sich mit Müll auskennen und Lust

haben, mit dem Publikum darüber zu sprechen. Um 17.30 Uhr findet

im Schauspielhaus ein erster Info-Abend für Interessierte statt. Für

die Teilnahme sind keine Theaterkenntnisse erforderlich.

Weitere Magazine dieses Users