30 steirische Jugendblasorchester beim Landesbewerb in Bärnbach

blasmusik.verband.at

30 steirische Jugendblasorchester beim Landesbewerb in Bärnbach

VERLAGSPOSTAMT 8010 GRAZ – P.b.b. – 03Z035171 www.blasmusik-verband.at

Mitteilungen des Steirischen Blasmusikverbandes • Neue Folge • Jahrgang 8 • Nr. 2 • JUNI 2009

30 steirische Jugendblasorchester

beim Landesbewerb in Bärnbach

Beim Jugendblasorchester-Landeswettbewerb wurden durchwegs hervorragende, musikalische Leistungen geboten

Vom Schreibtisch des Landesobmannes Seite 2

Generalversammlung 2009 und Neuwahl Seite 4

„Steirischer Panther“und Robert-Stolz-Preis Seite 8

Jugend-Corner – Der Landesjugendreferent Seite 9

Komponisten-Porträt: J. Horovitz u. F. Pölzl Seite 14

News von der Militärmusik Steiermark Seite 18

Kapellen-Porträt: Musikverein Großstübing Seite 20

Berichte aus den steirischen Bezirken Seite 21


Die letzten Wochen waren gekennzeichnet von einem dichten

Veranstaltungsprogramm in der steirischen Blasmusiklandschaft.

Die Landesgeneralversammlung in St. Peter am

Ottersbach war ein eindrucksvoller Beweis für die hervorragende

Arbeit des gesamten Verbandes. Auch die hohe Anzahl der

Delegierten aus der gesamten Steiermark spricht für die Geschlossenheit

unseres Verbandes. Ich bedanke mich bei allen für

die Anwesenheit bei dieser Generalversammlung und auch für

das neuerliche Vertrauen, welches dem neuen Landesvorstand

entgegengebracht wurde.

◆ Die Verleihung des „Steirischen Panthers“ durch den Landeshauptmann

und der Robert-Stolz-Medaille durch Hans Stolz

in der Aula der Alten Universität war eine Bestätigung für die

ausgezeichnete, musikalische Arbeit in unseren Musikvereinen.

Auch hier bedanke ich mich bei allen Anwesenden bei dieser

Veranstaltung für die kollegiale Mitarbeit.

Vom Schreibtisch

des Landesobmannes

Landesobmann Horst Wiedenhofer im Gespräch mit dem Bürgermeister von St. Peter am Ottersbach,

Franz Thuswohl, beim Empfang am Vorabend der Generalversammlung 2009

Liebe Musikerinnen und Musiker!

◆ Der Jugendblasorchester-Wettbewerb in Bärnbach bewies

eindrucksvoll den hohen musikalischen Standard unserer steirischen

Jugendorchester. Außerdem war mit 30 teilnehmenden

Orchestern ein Rekord zu verzeichnen. Ein herzlicher Dank ergeht

an alle Verantwortlichen und an unseren neuen Landesjugendreferenten

Wolfgang Jud.

◆ Die Vorbereitungsarbeiten für unser Jubiläumsjahr 2010 mit

dem Bläsertag in der Grazer Oper, Musik in Bewegung in Hartberg

und dem Landesmusikfest in Bruck an der Mur laufen

auch nach vollster Zufriedenheit.

◆ Auch die nächsten Wochen zeigen ein dichtes Programm in

Form von Bezirksmusikfesten, Wertungsspielen und Konzerten.

Dazu wünsche ich allen mitwirkenden Musikerinnen und Musikern

ein gutes Gelingen.

Herzliche Grüße entbietet

1. Symphonic Rock Open Air am 18. Juni

um 20.30 Uhr in der UPC-Arena Graz mit

dem Landesjugenblasorchester Steiermark

Anlässlich 100 Jahre SK STURM wird das Landesjugendblasorchester (LJBO) Steiermark am Donnerstag,

dem 18. Juni 2009, beim 1. Symphonic Rock Open Air gemeinsam mit den Wiener Symphonikern auf

einer Bühne stehen. Die jungen Steirer präsentieren mit dem renommierten Orchester aus Wien eine musikalische

Zeitreise mit Welthits von Beethoven, Strauß, den Beatles und Queen in einem Arrangement von

Christian Kolonovits, der die musikalische Gesamtleitung über hat.

Spät aber doch erlebt die Grazer UPC-Arena ihre musikalische Feuertaufe. Wo normalerweise wenig harmonische

Sprechgesänge gegen den Schiedsrichter vorgetragen werden, werden OPUS, STS-Drittel Gert Steinbäcker,

der Landesjugendchor „CantAnima“, die Wiener Symphoniker mit dem Vienna Symphonic Orchestra

Project (VSOP) und das Landesjugendblasorchester (LJBO) Steiermark die 100-jährige Vereinsgeschichte von SK Sturm Revue passieren

lassen.

Da das LJBO Steiermark mitwirkt, gibt es das Angebot, bei einer Bestellung von je 10 Karten eine Gratiskarte zusätzlich zu erhalten.

Karten sind im Fanshop Liebenau, im Zentralkartenbüro oder unter www.ticketcorner.com erhältlich.

Christian Kolonovits euphorisch: „Es wird ein Miteinander, es wird ein Durcheinander – es wird einzigartig.“

Landesobmann Horst Wiedenhofer Landesjugendreferent Wolfgang Jud


Blasmusik in der Steiermark 3

Landeskapellmeister Philipp Fruhmann, ein junger 70er

Am Samstag, dem 9. Mai

2009, feierte Landeskapellmeister

Philipp Fruhmann mit

seiner Gattin Monika, mit seiner

Familie, vielen Freunden

aus der Stadtkapelle, dem

Bezirksverband Murau, dem

Steirischen und dem Österreichischen

Blasmusikverband,

der Gemeinde, der Musikschule

und anderen im AK-

Saal in Murau seinen 70. Geburtstag.

Eine große Anzahl der höchsten Repräsentanten der österreichischen

Blasmusik-Landesverbände und vieler anderer Institutionen

waren der Einladung gefolgt, um durch ihre Anwesenheit,

mit kleinen Präsenten und Glückwünschen den Jubilar

und seine Gattin zu ehren.

Es war ein schönes Fest, würdig dem allseits beliebten und bekannten

Musiker, Landeskapellmeister und Bundeskapellmeister-Stv.

Philipp Fruhmann. Erhard Mariacher, LMRef.

Die Gratulantenschar des Österreichischen Blasmusikverbandes

Der Landesvorstand des Steirischen Blasmusikverbandes und die Damen

des Sekretariates gratulierten LKpm. Philipp Fruhmann zum 70. Geburtstag.

Von links: Edith Allmer, Andrea Trojer, LKpm.-Stv. Rudolf Zangl, Bundesjugend-Ref.-Stv.

Markus Waidacher, Jubilar LKpm. Philipp Fruhmann,

Gattin Monika und LObm. Horst Wiedenhofer

Auch die Stadtkapelle Murau beglückwünschte ihren langjährigen und geschätzten

Kapellmeister mit einem Ständchen und einem Ehrengeschenk

Jubilar Philipp

Fruhmann mit

Ehrenpräsident

Wolfgang Suppan

und ÖBV-Präsident

Horst Baumgartner

und vielen anderen

Gratulanten und

Freunden


4

Zur 59. Generalversammlung in St. Peter am Ottersbach

am 19. April 2009 hatte der Musikverein St. Peter am

Ottersbach unter der Leitung von Kpm. Josef Andreas

Schantl die Gäste vor der Ottersbach-Halle empfangen.

Die Generalversammlung im Saal war musikalisch von

der Stadtkapelle Bad Radkersburg unter der Leitung von

Kpm. Günther Pendl feierlich umrahmt worden.

◆ Landesobmann Horst Wiedenhofer begrüßte folgende

Ehrengäste:

LH-Stv. und Blasmusikreferent Hermann Schützenhöfer, LAbg.

Anton Gangl, LAbg. Heinz Gach, BH Alexander Majcan, den Leiter

der Volkskulturabteilung Harald Vetter, den Bürgermeister der

Gemeinde St. Peter am Ottersbach Franz Thuswohl, den Vorsitzenden

des Musikschulbeirates der Steiermärkischen Landesregierung

Gerhard Freiinger und Walter Rehorska, Verena Majcenic

vom Büro des LH-Stvs. Hermann Schützenhöfer, die Leiterin der

Volkskultur GmbH Silvia Renhart, ÖBV-Präsident Horst Baumgartner,

Franz Wolf von der ARGE Volkstanz Steiermark, Ehrenpräsident

Wolfgang Suppan, Ehrenmitglieder des Steirischen

Blasmusikverbandes, alle Mitglieder des Landesvorstandes, Vertreter

der Bezirksvorstände und die Vertreter der Mitgliedskapellen.

◆ Bericht des Landesobmannes:

Nach einer Gedenkminute an die im Berichtsjahr 2008 verstorbenen

Mitglieder wies LObm. Horst Wiedenhofer in seinem Bericht

rückblickend auf die Generalversammlung in Deutschfeistritz, die

Verleihung des „Steirischen Panthers“ durch LH Franz Voves, den

ÖBV-Kongress in St. Kathrein/O. im Mai, den Empfang der

Absolventen des JMLA in Gold durch LH-Stv. Hermann Schützenhöfer

im Juni, den Österreichischen Blasmusikwettbewerb in Feldkirchen

mit der MK Groß-St. Florian, auf die INTERMUSICA im

Oktober, das Militär-Musik-Festival in der UPC-Arena im Oktober,

viele Auftritte der 394 Musikkapellen für Kirche und Öffentlichkeit,

auf Konzerte, Bezirksmusikfeste, Wertungsspiele u.v.a. hin.

In der Vorschau auf 2009 erwähnte der Landesobmann die Verleihung

des „Steirischen Panthers“ am 12. Mai, den Empfang der

Absolventen des JMLA in Gold durch LH-Stv. Hermann Schützenhöfer

am 10. Juni, die Mid Europe in Schladming von 14. bis

19. Juli, die Kapellmeister-Basis-Kurse in Zusammenarbeit mit den

Musikschulen ab Herbst, das Aufsteirern, den Erzherzog-Johann-

Festzug am 20. September, die 5. INTERMUSICA vom 3. bis 10.

Oktober und das Gedenkfest im Stift Rein am 26. Oktober.

Die Marktmusikkapelle St. Peter am Ottersbach begrüßte die Delegierten

und Ehrengäste vor der Ottersbach-Halle

Blasmusik in der Steiermark

Generalversammlung 2009 in St. Peter a. O.

◆ Bericht von Landeskapellmeister Philipp Fruhmann:

Landeskapellmeister Philipp Fruhmann berichtete über die erfreulichen

Steigerungen bei den Konzert- und Marschwertungen. Bei 13

Konzertwertungen und neun Marschwertungen haben 249 Musikvereine

teilgenommen.

• Konzertwertungen: 155 Orchester mit 7.000 Musikern

• In Summe erreichten 94 Orchester einen „Ausgezeichneten Erfolg“

und 61 einen „Sehr guten Erfolg“.

• Marschwertungen: 94 Musikvereine mit 3.760 Musikern

• Von den 94 Vereinen wurden 42 mit „Auszeichnung“, 49 mit

„Sehr gut“ und drei mit „Gut“ bewertet.

Die in den Monaten Juli und August stattfindenden Innsbrucker

Promenadenkonzerte zählen mittlerweile zu den größten und bedeutendsten

Blasmusikveranstaltungen in Österreich. Bei den diesjährigen

Konzerten wird der Steirische Landesverband durch den

MV St. Marein/Neumarkt vertreten.

Die Kapellmeisterausbildung, der Steirische Bläsertag am 15. März

2010 in der Grazer Oper, die Landeswertung „Musik in Bewegung“

am 15. Mai 2010 in Hartberg und das Landesmusikfest von 2. bis

4. Juli 2010 in Bruck an der Mur waren ebenfalls wichtige Berichtsthemen

des Landeskapellmeisters. Am 2. Österreichischen Bundeswettbewerb

für „Musik in Bewegung“ in St. Johann im Pongau

am 9. und 10. Juli 2009 wird der Steirische Blasmusikverband

durch den MV Turnau vertreten.

◆ Die Berichte von Landesjugendreferent Markus Waidacher,

Landes-EDV-Referent Erich Riegler, Landesfinanzreferent Alois

Weitenthaler und Prüfer mit der Entlastung der Funktionäre folgten.

Der Landesvorstand wurde neu gewählt

Die Neuwahlen unter dem Vorsitz von Ehrenpräsident Wolfgang

Suppan erbrachten folgendes einstimmiges Ergebnis:

Landesobmann: Horst Wiedenhofer

Landesobmann-Stv.: Oskar Bernhart

Landesobmann-Stv.: Alois Weitenthaler (neu)

Landeskapellmeister: Philipp Fruhmann

Landeskapellmeister-Stv.: Rudolf Zangl

Landesjugendreferent: Wolfgang Jud (neu)

Landesjugendreferent-Stv.: Nadja Sabathi (neu)

Landesstabführer: Erich Perner

Landesstabführer-Stv.: Hermenegild Kaindlbauer

Landesschriftführer: Anton Mauerhofer

Landesschriftführer-Stv.: Christina Stern

Landesfinanzreferentin: Hedwig Eder (neu)

Landesfinanzreferent-Stv.: Franz Muhr (neu)

Landes EDV- u. Statistikreferent: Erich Riegler

Landesmedienreferent: Erhard Mariacher

Landesrechtsreferent: Michael Ehgartner

Landesrechtsreferent: Josef Altenburger

Landes-AKM-Referent: Hannes Lackner

Landesbeirat: Ernst Bressnig

Landesbeirat: Wolf Chibidziura

Landesbeirat: Adolf Marold

Landesbeirat: Josef Pilz

Landesbeirat: Johann Tauchmann

Hilfsfonds: Markus Waidacher (neu)

Hilfsfonds: Johann Edler

Hilfsfonds: Gernot Hauswirth (neu)


Blasmusik in der Steiermark 5

Die Stadtkapelle Radkersburg umrahmte die Generalversammlung

Folgende Anträge wurden eingebracht und ebenfalls einstimmig

beschlossen:

• die Generalversammlung 2012 im Musikbezirk Liezen in Aigen

abzuhalten,

• den Landesvorstand um einen EDV-Referentenstellvertreter zu

erweitern,

• Albin Prinz und Herbert Polzhofer zu Ehrenmitgliedern des Steirischen

Blasmusikverbandes zu ernennen.

◆ In den Grußworten der Ehrengäste dankte Bürgermeister

Franz Thuswohl, für die Abhaltung der Generalversammlung in St.

Peter am Ottersbach und zeigte sich stolz auf die große Beteiligung

aus der ganzen Steiermark. Als kleine Anerkennung übergab

Ehrenpräsident Wolfgang Suppan dem Gemeindeoberhaupt ein

Autograph des Komponisten Franz Blümel, der 1916 in St. Peter

am Ottersbach geboren wurde und vor allem durch den „27er-

Regimentsmarsch“ bekannt wurde.

◆ ÖBV-Präsident Horst Baumgartner gratulierte den Kapellen

und dem Landesvorstand zu den großartigen Leistungen und dankte

seinem Stellvertreter Oskar Bernhart wie dem gesamten Steirischen

Blasmusikverband für die gute Zusammenarbeit mit dem

ÖBV.

◆ LH-Stv. Hermann Schützenhöfer zeigte sich erfreut über die

Auszeichnung und wies darauf hin, dass die Blasmusikvereine die

größte Jugendbewegung des Landes sind, dankte den Musikschulen

und deren Lehrern für die gute Zusammenarbeit und bemerkte,

dass Förderungen gut angelegte Gelder sind. Vor allem für

das Jubiläumsjahr 2010 sagte er seine Unterstützung zu.

Ehrenpräsident Wolfgang Suppan übergab LH-Stv. Hermann

Schützenhöfer die zweite Auflage des Steirischen Blasmusiklexikons

und bedankte sich für die Finanzierung des Buches, das jeder

Kapelle gratis zur Verfügung gestellt wird. Als Abschluss wurden zu

LObm. Horst Wiedenhofer begrüßte den Blasmusikreferenten LH-Stv.

Hermann Schützenhöfer

den Klängen der „Albin-Prinz-Jubiläumsfanfare“ Roswitha Hauska

von der Volkskulturabteilung mit dem Silbernen Panther für

Damen, der Leiter der Abteilung Volkskultur, Dr. Harald Vetter, mit

dem Ehrenkreuz in Silber und LH-Stv. Hermann Schützenhöfer mit

dem Ehrenkreuz in Gold für besondere Verdienste um die steirische

Blasmusik ausgezeichnet. Mit der Urkundenverleihung an die

Absolventen des Kapellmeister-Kurses 4 und der „Steirischen Landeshymne“

endete die Generalversammlung 2009.

Rund 700 Musiker kamen zur Generalversammlung

Auch die

Gattinnen der

Landesvorstandsmitglieder

(Monika

Fruhmann und

Gilda Prinz)

waren dabei

Urkundenverleihung an die Absolventen des Blasorchesterleiter-Lehrganges

Die neuen Ehrenmitglieder Herbert Polzhofer und Albin Prinz im Kreise der

Gratulanten: LObm. Wiedenhofer, ÖBV-Präsident Baumgartner, LObm.-Stv.

Bernhart, LKpm. Fruhmann und LH-Stv. Schützenhöfer


6

Delegierte auf

dem Weg zur

Generalversammlung

in

die Ottersbach-Halle

Bez.-Obm. Heinz Trummer von Radkersburg im Gespräch mit

Landesschriftführerin-Stv. Christina Stern

LH-Stv. Hermann

Schützenhöfer im

Gespräch mit

Stabführer Ewald

Fasching vom

Musikverein St. Peter

am Ottersbach

Bei der Registration erhielt jeder Musikverein die 2. Auflage des Blasmusiklexikons

von Wolfgang Suppan, finanziert von LH-Stv. Schützenhöfer

Blasmusik in der Steiermark

Generalversammlung 2009 Neue Funktionen – Neue Funktionäre

Wolfgang Jud

Landes-Jugendreferent

Bezirk Voitsberg

Hedwig Eder

Landes-Finanzreferentin

Bezirk Leoben

Markus Waidacher

Hilfsfonds

Bezirk Graz-Nord

Alois Weitenthaler

Landesobmann-Stellvertreter

Bezirk Judenburg

Nadja Sabathi

Landes-Jugendreferentin-Stellvertreterin

Bezirk Leibnitz

Franz Muhr

Landes-Finanzreferent-Stellvertreter

Bezirk Graz-Süd

Gernot Hauswirth

Hilfsfonds

Bezirk Graz-Stadt

Homepage: www.blasmusik-verband.at


Blasmusik in der Steiermark 7

ÖBV-Führungskräfte-Seminar 2009/2010

Ab Herbst 2009 veranstaltet der ÖBV wiederum ein Führungskräfte-Seminar,

welches inhaltlich vorwiegend für Obleute konzipiert

wurde, sich selbstverständlich jedoch auch an interessierte

Funktionärinnen und Funktionäre sowie Musikerinnen und Musiker

richtet. Über den Zeitraum von zwei Semestern werden die

Seminarinhalte in insgesamt fünf Modulen vermittelt. Die ersten

drei Module sind Wochenendseminare, jeweils Samstag 9.00 Uhr

bis Sonntagmittag (das erste Modul beginnt bereits am Freitagabend).

Die Module vier und fünf werden jeweils am Samstag als

Tagesseminare abgehalten. Am letzten Tag werden die Seminararbeiten

präsentiert und die Diplome mit dem ÖBV-Abzeichen

„Diplomierter Vereinsfunktionär“ in feierlicher Form übergeben.

Ein lückenloser Besuch aller Module sowie die positive Bewertung

der Seminararbeit sind für den erfolgreichen Abschluss des gesamten

Seminars erforderlich.

Die Seminare werden bei entsprechender Nachfrage (mindestens 20

Teilnehmer) flächendeckend in Österreich an vier Standorten angeboten:

� Seminar West: Vorarlberg, Tirol, Liechtenstein und Südtirol

� Seminar Süd: Kärnten und Steiermark

� Seminar Nord: Salzburg und Oberösterreich

� Seminar Ost: Burgenland, Niederösterreich und Wien

Die jeweiligen Seminartermine und -orte sowie die verantwortlichen

Seminarleiter werden nachstehend bekannt gegeben. Die

Kosten für die Kursteilnehmer belaufen sich auf 480 Euro pro

Person. In diesen Kosten sind vier Vollpensionen und vier Nächtigungen

für die Module eins bis drei, sowie 2-mal Mittagessen für

die Module vier und fünf inkludiert.

� Kursinhalte:

• Rechtliche Situation eines Vereins, Vereinsgesetz

• Veranstaltungsgesetz, Verbandstruktur in Österreich

• Versicherungen (Unfall-, Haft- und Instrumentenversicherung),

AKM, Steuerrecht, Anforderungsprofil an eine Führungskraft im

Verein

• Leitbild und persönliche Kompetenz, Kurzdarstellung des Ausbildungs-,

Prüfungs- und Wettbewerbswesens in der Blasmusik,

Konfliktlösungs- und Kommunikationstraining, Erweiterung des

musikalischen Verständnisses, Musik sichtbar, spürbar und erlebbar

machen

• Rhetorik, Präsentation und Diskussionsleitung, Rede vorbereiten

und vortragen

• Marketing und Sponsoring, Jahresplanung/Projektplanung,

Durchführung von Wahlen, Protokolle, Führen und Motivieren,

Teamwork, Musikkapellen im Straßenverkehr, Schreiben und

Präsentation der Seminararbeit

Wenn Sie Interesse an diesem Ausbildungslehrgang haben, wenden

Sie sich bitte umgehend an den für Ihr Gebiet zuständigen Kursleiter

oder an den Generalsekretär, um sich anzumelden. Die

Teilnahmeberechtigung wird mit der Einzahlung des Gesamtbetrages

vor Kursbeginn erworben.

� Anmeldeschluss: 30. Juni 2009!

Projekt-Gesamtleitung und zentraler Ansprechpartner:

ÖBV-Generalsekretär Wolfgang Findl

E-Mail: wolfgang.findl@chello.at Telefon: 0664/430-48-38

ÖBV-Führungskräfteseminar – Termine für den Lehrgang 2009/2010

MODUL / SEMINARORT SÜD OST NORD WEST

MODUL 1 16.-18.10.2009 04.-06.09.2009 25.-27.09.2009 09.-11.10.2009

SEMINARORT Jugendgästehaus Oberwölz Schlosshotel Zeillern Raum Salzburg/OÖ Grillhof

MODUL 2 21.-22.11.2009 14.-15.11.2009 14.-15.11.2009 14.-15.11.2009

SEMINARORT Hotel Zollner in Gödersdorf Schlosshotel Zeillern Raum Salzburg/OÖ Grillhof

MODUL 3 14.-15.02.2010 20.-21.02.2010 27.-28.02.2010 20.-21.02.2010

SEMINARORT Hotel Zollner in Gödersdorf Schlosshotel Zeillern Raum Salzburg/OÖ Grillhof

MODUL 4 17.04.2010 10.04.2010 17.04.2010 24.04.2010

SEMINARORT Hotel Landskron Bruck/M Schlosshotel Zeillern Raum Salzburg/OÖ Grillhof

MODUL 5 12.06.2010 29.05.2010 29.05.2010 12.06.2010

SEMINARORT Musikschule Feldkirchen Schlosshotel Zeillern Raum Salzburg/OÖ Raum Vorarlberg

SEMINARLEITER: Oskar Bernhart Wolfgang Findl Peter Mörwald Richard Wasle

oskar.bernhart@utanet.at wolfgang.findl@chello.at peter.moerwald@wuestenrot.at r.wasle@tsn.at

Horst Baumgartner Alois Loidl

horst.baumgartner@aon.at alois.loidl@orf.at

Änderungen vorbehalten!


8

55 x „Steirischer Panther“ und

27 x „Robert-Stolz-Preis“

Am 12. Mai 2009 fand in der „Alten Universität“ in Graz die bereits

zur schönen Tradition gewordene Verleihung des „Steirischen

Panthers“ und des Robert-Stolz-Preises statt. LH Franz Voves hatte

70 Musikkapellen mit ihren Obleuten, Kapellmeistern und dazu die

Bürgermeister eingeladen. Und viele weitere Ehrengäste waren erschienen.

LObm. Horst Wiedenhofer, LKpm. Philipp

Fruhmann, LObm.-Stv. Oskar Bernhart, weitere

Landesvorstandsmitglieder, Blasmusikreferent

LH-Stv. Hermann Schützenhöfer und viele

weitere Ehrengäste waren zum Gratulieren

gekommen.

An 55 Musikvereine wurde der „Steirische

Panther“, an zwölf Musikvereine zusätzlich

der Robert-Stolz-Preis und an 15 Musikvereine

der Robert-Stolz-Preis allein verliehen.

Besonderer Dank für die perfekt durchorganisierte Veranstaltung

gilt Andrea Trojer, Sabine Yildiz und Edith Allmer aus dem Büro

des Blasmusikverbandes und den zuständigen Stellen des Landes,

Michael Tiefengruber und Carmen Seelaus.

Zusätzlich muss allen anwesenden Personen für das Verständnis

und das vorbildliche Verhalten während der gesamten Feier ganz

herzlich gedankt werden.

Die vielen positiven Rückmeldungen an den darauffolgenden Tagen

im Büro des Landesverbandes runden das erfreuliche Bild der

Veranstaltung in der Öffentlichkeit wohltuend ab.

Blasmusik in der Steiermark

Bild oben: Vertreter des Bezirkes Deutschlandsberg nach der Verleihung

Bild unten: Vertreter der 70 Musikvereine und die Ehrengäste


Blasmusik in der Steiermark 9

Jugend corner

Bei der Generalversammlung 2009 des Steirischen Blasmusikverbandes

fand ein Wechsel in der Funktion des Landesjugendreferenten

statt. Wolfgang Jud folgt Markus Waidacher nach.

Der neue Jugendverantwortliche im Steirischen Blasmusikverband

im Porträt:

Steckbrief:

g Name: Wolfgang Jud

g Alter: 37

g Wohnort: Stallhofen

g Sternzeichen:

Steinbock

g Familie: verheiratet

mit Martina (Musiklehrerin),

1 Sohn:

Leonhard (geboren

30. 11. 2008)

g Ausbildung:

Studium an der

Hochschule für Musik

und darstellende

Kunst Graz in den

Fächern IGP Trompete und Konzertfach Trompete bei Stanko

Arnold

g Beruf: Musikschulleiter in Bärnbach, Lehrer für Trompete am

J.-J.-Fux-Konservatorium Graz

g Hobbys: Laufen, Schifahren, Tourengehen und natürlich Sohn

Leonhard

g Lieblingsessen: Backhendl, Süßspeisen

g In der Schule: Ich war nie bei den Besten, aber sehr effizient.

Vergangenheit und Zukunft

Schon als Jugendlicher wusste Wolfgang Jud, dass er Musikschullehrer

werden wollte. Beginnend mit neun Jahren an der Trompete,

wechselte er schon bald von der Musikschule auf das

Konservatorium in Graz.

„Die Zusammenarbeit mit den Musikschulen zu

optimieren und effektiver zu gestalten ist ein großes

Ziel.“

Mittlerweile ist Wolfgang Jud seit dem Jahr 2004 Leiter der

Musikschule Bärnbach. Nicht nur beruflich, sondern auch in seiner

Freizeit steht Musik neben seiner Familie im Mittelpunkt. Er ist

Kapellmeister der Werkskapelle Bauer Voitsberg sowie

Kapellmeister-Stellvertreter der Glasfabriks- und Stadtkapelle

Bärnbach.

Jugendarbeit ist Wolfgang Jud ein großes Anliegen: Neben seiner

13-jährigen Tätigkeit als Bezirksjugendreferent gründete er im Jahr

2004 das Bezirksjugendblasorchester Voitsberg, dem er als Dirigent

vorsteht. 2006 erreichte er mit diesem den zweiten Gesamtrang

beim Internationalen CISM Jugendblasorchester-Wettbewerb

sowie 2007 den vierten Gesamtrang beim 3. Österreichischen

Jugend-Blasorchesterwettbewerb in Linz.

Im selben Jahr kam es zur Formierung des

Landesjugendblasorchesters Steiermark. „Dieses hat sich seitdem

zu einem echten Spitzenklangkörper entwickelt!“

„In den Musikschulen und Musikvereinen deutlich

mehr Jugendblasorchester zu gründen ist ein

weiteres großes Ziel.“

Als Landesjugendreferent setzt sich Wolfgang Jud für die

Forcierung der Arbeit mit Jugendblasorchestern ein. Sein Ziel: In

den Musikschulen und Musikvereinen sollen deutlich mehr

Jugendblasorchester aktiv werden. Auch er selbst leitet neben den

oben erwähnten Auswahlorchestern das Jugendblasorchester der

Musikschule Bärnbach.

Privat hat Wolfgang Jud noch ein weiteres großes Ziel: Abschluss

seines Doktoratsstudiums und damit verbunden das Verfassen der

Dissertation unter dem Titel „Joseph Horovitz – Leben und Werk“.

g Kontakt:

Landesjugendreferent Wolfgang Jud, Aichegg 162, 8152 Stallhofen,

Tel.: 0664/1318198, E-Mail: wolfgang.jud@utanet.at

Die Redaktion wünscht Wolfgang Jud das Erreichen aller anvisierten Ziele

und stellt hiermit diese Seiten als „Jugendcorner“ in den Ausgaben der

steirischen Blasmusikzeitung dem neuen Landesjugendreferenten zur

Verfügung.


10

Blasmusik in der Steiermark

Die Seite des Landesjugendreferenten

Landesjugendreferent Wolfgang Jud

Bei der Generalversammlung 2009 des Steirischen Blasmusikverbandes

am 19. April in St. Peter am Ottersbach fand ein Wechsel in

der Funktion des Landesjugendreferenten statt. An dieser Stelle

möchte ich im Namen aller Bezirksjugendreferenten Markus

Waidacher für die 15-jährige vorbildhafte Arbeit im Dienste der

steirischen Blasmusikjugend aus ganzem Herzen danken.

Für mich ist es eine schöne Aufgabe, die Jugendarbeit in der

Steiermark zu übernehmen. Mit viel Engagement und Einsatz

möchte ich gemeinsam mit meiner Stellvertreterin Nadja Sabathi

diese Herausforderung annehmen.

Wie schön Jugendarbeit sein kann, wurde bei der Landesausscheidung

für den 4. Österreichischen Jugendblasorchester-Wettbewerb

am 17. Mai 2009 in Bärnbach gezeigt. 30 junge Orchester

mit über 1.200 Musikern stellten sich diesem Wettbewerb.

Neben musikalischen Topleistungen wurde hier aber viel mehr geboten

– Zusammenhalt, Gemeinschaft und Spaß an der Musik standen

bei allen Jugendlichen im Vordergrund. Die Jury mit Andreas

Schaffer (Vorsitz), Herbert Klinger, Klemens Amon und Markus

Waidacher bestätigte das hohe Niveau der Jugendorchester.

„Amtsübergabe“ bei der Generalversammlung 2009 in St. Peter am

Ottersbach. Von links: Markus Waidacher, Wolfgang Jud, LObm. Horst

Wiedenhofer

Landesjugendblasorchester (LJBO)

Steiermark – Termine:

◆ Donnerstag, 18. Juni 2009, 20.30 Uhr, 1. Symphonic Rock

Open Air, UPC-Arena Graz

◆ Donnerstag, 16. Juli 2009, 19.00 Uhr, Mid Europe,

Schladming Dachstein-Tauern-Halle

◆ Samstag, 26. September 2009, 19.00 Uhr, Stefaniensaal

Graz

Ergebnis des JBO-Wettbewerbes in Bärnbach

Name des JBO Dirigent Stufe Punkte

MTK Bläserwind Mitterdorf Manfred Skale AJ 81,16

JBO-Wettmannstätten Franz Rössl AJ 81,83

Jugendorchester St. Veit a. Vogau Julia Dorner und

Julia Hammer AJ 83,16

past Marie & Lisa Krammer AJ 83,66

JUKI-Musikschule Bad Waltersdorf

Jugendblasorchester der

Klaudia Ziermann AJ 87,00

Musikschule Bärnbach Wolfgang Jud AJ 88,33

Newcomer Gerald Oswald AJ 89,00

MiniWindBand Thomas Brunner BJ 73,50

Jugendblasorchester Hollenegg Andreas Better BJ 83,16

Jugendblasorchester Pöls

Jugendblasorchester der Erzherzog

Gerhard Pucher BJ 83,50

Johann Musikschule Stainz Josef Deutschmann BJ 84,00

PAST Horst Martin Krammer BJ 84,33

Junior Masters Wartberg

Jugendorchester Eibiswald/

Michael Koller BJ 86,50

Oberhaag Winfried Rauchegger BJ 86,83

Junior Brass Wood Mürz

Jugendblasorchester des Musikvereins

Michael Koller BJ 87,66

Rothenthurm–St. Peter Andreas Gollner BJ 88,50

Junge Gebirgsklänge Marlene Dockner BJ 88,50

JBO Krieglach Ludwig Gruber BJ 89,50

Jugendblasorch. MV St. Johann i. S. Herbert Rotschädl BJ 89,66

Musikschulblasorchester „RaKaRe“

Jugendblasorchester MV Pernegg/

Rudolf Gstättner CJ 82,00

MM St. Dionysen René Fürpaß CJ 83,16

Jugendblasorch. Gleinstätten-Pistorf Gernot Kollmützer CJ 84,50

Jugendblasorch. Gaal/St. Margarethen Klaus Mühlthaler CJ 86,66

Jugendblasorchester der MS Köflach

Jugendorchester der Berg- und

Wolfgang Tischhart CJ 87,33

Hüttenkapelle St. Martin i. S.

JUMBO (Jugendblasorchester der

Paul Teschinegg CJ 89,66

Musikschule Pöllau-Vorau-Joglland) Anton Mauerhofer CJ 91,00

Jugendblasorchester Groß St. Florian Gerald Oswald CJ 94,50

Jugendblasorchester der MS Gleisdorf Wolfgang Kulmer DJ 85,16

Jugendblasorch. der MS Frohnleiten Johann Hirzberger DJ 91,16

BJBO Voitsberg Wolfang Jud SJ 93,83

◆ Die vier punktehöchsten Orchester haben sich für den Bundeswettbewerb

qualifiziert.


Blasmusik in der Steiermark 11

Folgende vier Jugendorchester werden die

Steiermark am 24. Oktober 2009 im Brucknerhaus

in Linz beim Bundeswettbewerb vertreten:

g Jugendblasorchester Groß St. Florian

Das Jugendblasorchester Groß St. Florian (JBO) wurde 2001

gegründet. Anstoß, der zur Gründung führte, war die Tatsache,

dass die Musikkapelle Groß St. Florian (sie zählt über

90 Musiker) nicht mehr in der Lage war, alle nachkommenden

Jungmusiker aufzunehmen.

Von April 2002 bis Juli 2006 wurde das JBO von Josef

Deutschmann geleitet. In dieser Zeit erfolgte die permanente

Aufstockung des Klangkörpers von anfangs 20 Musikern auf

ca. 50 junge Musiker. Seit Herbst 2006 wird das JBO Groß St.

Florian von Musikschullehrer Gerald Oswald geleitet. Er ist in

der Musikschule Stainz – Groß St. Florian als Lehrer für

Blechblasinstrumente tätig und leitet auch die Musikkapelle

Groß St. Florian. In den Jahren 2003 und 2005 nahm das

JBO erfolgreich an den JBO-Wettbewerben in Gratkorn teil.

Im Jahr 2007 konnte sich das JBO Groß St. Florian dabei für

den Bundeswettbewerb 2007 in Linz qualifizieren, bei dem in

der Wertungsstufe DJ ein großartiger zweiter Platz erreicht

wurde.

Kapellmeister Gerald Oswald

1982–1984 Konservatorium Graz – Trompete bei Günter

Kindler; 1984-1993 Hochschule für Musik und darst. Kunst,

Trompete bei Friedrich Körner; 1993–1997 Musikschullehrer

an der Musikschule Groß St. Florian,

seit 1997 Musikschullehrer an der Erzherzog-Johann-

Musikschule in Stainz; seit 1997 Kapellmeister der Musikkapelle

Groß St. Florian; 2001–2002 Lehrgang für Blasorchesterleitung

bei Franz Cibulka; 2002–2004 Studium für

Blasorchesterleitung bei Karolus Trikolidis am Konservatorium

in Graz und Komposition bei Franz Cibulka. Seit

Oktober 2004 Unterricht bei Thomas Doss für Arrangieren

und Komposition im Bläserbereich,

2005-2008 Studium am Konservatorium Privatuniversität in

Wien für Blasorchesterleitung bei Thomas Doss mit Auszeichnung

abgeschlossen;

Workshops u. a. bei Patrick Johns, Jan van der Roost, Felix

Hauswirth, Jan Cober und Douglas Bostock

g Bezirksjugendblasorchester Voitsberg

Das Bezirksjugendblasorchester Voitsberg wurde im Herbst

2004 von Wolfgang Jud gegründet. Die ungefähr 60

Mitglieder stammen aus den Blasmusikkapellen des Bezirkes

Voitsberg. Die jungen Musikerinnen und Musiker sind im

Alter zwischen zwölf und 30 Jahren und besuchen entweder

eine Musikschule im Bezirk Voitsberg, das Johann-Joseph-

Fux-Konservatorium Graz oder eine Kunstuniversität. Den

bislang größten Erfolg feierte das BJBO Voitsberg beim internationalen

CISM Jugendblasorchesterwettbewerb im Rahmen

der Mid Europe 2006 in Schladming. In der Stufe C

konnte der Gruppensieg unter zehn Orchestern und in der

Gesamtwertung aller Stufen konnte unter 17 Orchestern aus

sieben Ländern der zweite Platz erreicht werden. Beim JBO-

Landeswettbewerb im April 2007 konnten in der Sonderstufe

„S“ 93,50 Punkte erreicht werden und das BJBO wurde

Tagessieger. Beim Bundeswettbewerb 2007 in Linz wurde das

BJBO mit dem vierten Gesamtrang ausgezeichnet.

Kapellmeister Wolfgang Jud

Wolfgang Jud studierte an der Musikuniversität Graz Trompete

bei Stanko Arnold in den Studienrichtungen IGP I

(Abschluss 1996), IGP II (Abschluss 1998) und Konzertfach

Trompete (Abschluss 2000). Von 1993 bis 2001 unterrichtete

er an der Musikschule Voitsberg und seit 2001 am Johann-

Joseph-Fux-Konservatorium Graz. Seit 2004 ist er Direktor

der Musikschule Bärnbach und seit 2009 Landesjugendreferent

des Steirischen Blasmusikverbandes. Weiters leitet er

die Werkskapelle Bauer Voitsberg, das Jugendblasorchester

der MS Bärnbach, das Bezirksjugendblasorchester (BJBO)

Voitsberg und das Landesjugendblasorchester (LJBO) Steiermark.

g Jugendblasorchester der städtischen Musikschule

Frohnleiten

Das Jugendblasorchester der Musikschule wurde 1986 an der

Hauptanstalt Frohnleiten eingerichtet. Das Orchester setzt

sich aus Musikschülern der Hauptgemeinde und der Zweig-


12

stellengemeinden Röthelstein, Schrems, Peggau, Deutschfeistritz,

Übelbach und Großstübing zusammen. Das Alter der

Jungmusiker bewegt sich zwischen zehn und 19 Jahre. Im

Schnitt spielen die Kinder bzw. Jugendlichen ca. drei Jahre

im Orchester, bevor sie in den jeweiligen örtlichen Musikkapellen

aufgenommen werden. Regelmäßige Auftritte gibt

es bei diversen Jahresschlusskonzerten der Zweigstellengemeinden

und in Frohnleiten. Auch das Konzertieren in

Alten- und Pflegeheimen ist zur Tradition geworden. Das

Orchester nahm bereits drei Mal beim Österreichischen

Jugendblasorchester-Wettbewerb erfolgreich teil.

Kapellmeister Johann Hirzberger

Geboren 1955; Musikstudium im Hauptfach Posaune an der

damaligen Musikhochschule Graz (jetzt Universität für Musik

und darstellende Kunst); 1981 staatliche Lehrbefähigung;

1984 künstlerisches Diplom;

seit 1981 Musiklehrer an der Musikschule Frohnleiten und

von 1990-2006 Lehrbeauftragter an der Kunstuniversität

Graz (Lehrpraxis für Posaune); Mitglied in verschiedenen

Orchestern und Kammermusikformationen (Brass Quintett

Graz 1980-2002); seit 1999 Kapellmeister des Musikvereines

Frohnleiten.

g Jugend-Musikschulblasorchester (JUMBO) der

Musikschule Pöllau-Vorau-Joglland

Der Aufgabenbereich und die Zielsetzungen dieses Orchesters

sind sehr vielfältig. Im musikalischen Bereich liegen die

Schwerpunkte unter anderem im Ensemblespiel, im Erarbeiten

verschiedener Stilepochen mit der dazugehörigen Literatur,

im Sensibilisieren des Intonationsempfindens und im

Erlernen der gemeinsamen einheitlichen Artikulation. Für

die Vorbereitung des Vereinslebens einer Blaskapelle sind

auch die zwischenmenschlichen Aspekte wichtig. So gab es

bereits einige gemeinsame Unternehmungen wie Kino-

Besuch, Teilnahme beim „Street-Soccer“-Turnier, gemeinsame

Probenwochenenden und Konzertreisen.

Weiters gab es einen „Übungsvorstand“, der z. B. die Konzertreise

nach Bruchsal (Deutschland) gemeinsam mit dem

Leiter Toni Mauerhofer organisierte. Bei dieser Konzertreise

im Jahr 2005 nahm JUMBO beim 7. Internationalen

Jugendorchester-Wettbewerb in der Stufe C teil und wurde

Gruppensieger. Die letzte Konzertreise führte JUMBO im

Jahr 2008 wieder nach Deutschland in die Gegend von

Blasmusik in der Steiermark

Freiburg, wo die jungen Musiker unter anderem das Festkonzert

des Verbandsjugend-Orchesters „Kaiserstuhl-Tuniberg“

eröffneten. JUMBO wird seit seiner Gründung von Toni

Mauerhofer nach der Devise „Gemeinsam, nicht einsam!“ geleitet.

Kapellmeister Anton Mauerhofer jun.

Anton Mauerhofer wurde 1966 in Hartberg geboren und erhielt

seinen ersten Posaunenunterricht im Alter von sechs

Jahren an der Musikschule Pöllau. Anschließendes Studium

an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz.

Er ist mehrfacher Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert."

Umfangreiche Konzerttätigkeit im In- und Ausland mit

dem Gustav Mahler Jugendorchester unter C. Abbado, dem

Jeunesseorchester, der Bläserphilharmonie Wien und mit

dem Pannonischen Blasorchester. Anton Mauerhofer ist seit

1977 Mitglied der Kernstock Kapelle Pöllau und unterrichtet

seit 1987 an der Musikschule Pöllau-Vorau-Joglland. Er leitet

die Kapelle seit 1999. Der engagierte Kapellmeister ist außerdem

Bez.-JRef.-Stv. und Landesschriftführer. Weiters gibt er

seine Erfahrungen als Referent und Dozent diversen Kapellen

und Jugendorchestern weiter. Anton Mauerhofer hat 2005

das Bezirksblasorchester Hartberg gegründet und ist künstlerischer

Leiter dieses Orchesters. Er ist ein Dirigent des LJBO

Steiermark. Weiters ist er tätig als Konzertwertungsrichter,

Juror bei „Musik in kleinen Gruppen“ sowie „Prima la

Musica“ und Prüfer bei den Leistungsabzeichen-Prüfungen.

Ausschreibung

Kompositionswettbewerb

SYMPHONIC WIND

COMPOSERS PROJECT

2009/2010

Eine Initiative des Österreichischen

Komponistenbundes und der Österreichischen

Blasmusikjugend:

◆ Referent: Jan van der Roost (Belgien)

◆ Genre: Symphonisches Blasorchester

◆ Teilnahmeberechtigt: Komponisten später geboren

als 1. Jänner 1979

◆ Schwierigkeitsgrad: 3-4

◆ Einsendeschluss: 10. September 2009

Nähere Informationen unter www.winds4you.at

„Bunte Nacht der Jugend“

Fr., 2. Juli 2010, Bruck an der Mur

Im Rahmen des Steirischen Landesmusikfestes wird der

Freitag ganz im Zeichen der Jugend stehen. Eingeladen

sind Jugendblasorchester und Bläserensembles, die gemeinsam

auf dem Brucker Hauptplatz musizieren. Nähere

Informationen folgen im Herbst.


Blasmusik in der Steiermark 13

12. Mid Europe®: 14. bis 19. Juli 2009

Bei 25 Konzerten in der Dachstein-Tauern-Halle mit Orchestern aus

Deutschland, Kalifornien, Schweiz, Israel, Finnland, Frankreich,

Polen, Tschechien, Ungarn, Italien und natürlich auch aus Österreich

werden abwechslungsreiche, interessante, unterhaltende und

mitreißende Programme geboten.

Zusätzlich werden bei Schönwetter 20 Open-Air-Konzerte auf dem

Hauptplatz abgehalten. Zahlreiche Workshops ohne separate Workshopgebühr

und die informative Ausstellung rund um die Blasmusik

„Mid Instruments & more“ zeigt in der Ausstellungshalle im

Kongresshotel Royer ein interessantes Angebot. Das alles gibt es

unverändert zum Paketpreis wie aus dem Jahre 2006.

Listenpreis VVK (10%)

bis 30. 6. 09

Gesamtregistration 3 98,00 3 88,20

Drei-Tages-Registration 3 73,00 3 65,70

Tages-Registration 3 26,00 3 23,40

Konzert–Einzeleintrittskarten 3 10,00

Sonderkonzert–Einzeleintrittskarten 3 15,00

Der Besuch der Ausstellung ist GRATIS. Geöffnet ist die Ausstellung

von Mittwoch bis Freitag jeweils von 9.30–18.00 Uhr und am

Samstag von 9.30–16.00 Uhr.

Im Rahmen von „Mid Instruments & more“ erleben Sie:

◆ eine der größten Ausstellungen rund um die Blasmusik in Österreich;

◆ Instrumente nach Herzenslust testen und vor allem vergleichen;

(Empfehlung: eigene Mundstücke zum Testen mitbringen);

in Noten stöbern – von pädagogischer Literatur und Schulungsliteratur

für Instrumente bis hin zu Blasorchesternoten in allen

musikalischen Stilen;

◆ weitere Themen sind: Akustik, Bekleidung für Musiker,

Probenheimbau, Zubehör, Notenschreibprogramme, Blasmusikinformation

im Internet, Informationsstände des Steirischen, des

Burgenländischen und des Österreichischen Blasmusikverbandes,

des Österreichischen Komponistenbundes;

◆ Hutter-Aktionsbühne mit vielen musikalischen Darbietungen.

Heuer gibt es erstmals folgende NEUE Angebote:

◆ Reading Session: Täglich präsentieren die ausstellenden Verlage

neue Literatur aus dem Unter-, Mittel- und Oberstufenbereich

mittels Orchester (ohne Proben); großes Gewinnspiel mit tollen

Preisen

◆ Musikanten-Stammtisch am Freitag, dem 17. Juli 2009: Alle

Musiker, die mit Instrument zum Stammtisch kommen, erhalten

eine freie Eintrittskarte zu einem Mid-Europe-Konzert nach

freier Wahl.

Neben all diesen Neuerungen gibt es auch für Musikkapellen und

-vereine, die die Mid Europe 2009 besuchen wollen, interessante

pauschale Kombiangebote. Musik erleben gepaart mit touristischen

Aktivitäten sind hervorragende Rahmenbedingungen für einen

Vereinsausflug.

Darüber hinaus bietet die Mid Europe den Musikkapellen auch die

Möglichkeit, ein Open-Air-Konzert (50 Minuten) zu spielen. Bei

Interesse einfach im Mid-Europe-Büro nachfragen.

� MID EUROPE OFFICE

Frau Ursula Weiermann, Sekretärin

Tel: +43 (0)7753 2645 / Fax: +43 (0)7753 264533

E-Mail: mid.europe@aon.at Web: www.mideurope.at

� Der Steirische Blasmusikverband ist wieder mit einem

Informationsstand in der Messehalle vertreten.

� Außerdem werden auf der „Hutter-Aktionsbühne“

Stammtische mit bekannten Komponisten und Dirigenten

durchgeführt.

� Am Donnerstag, dem 16. Juli 2009, konzertiert das

Landesjugendblasorchester Steiermark mit dem Beginn

um 19.00 Uhr in der Dachstein-Tauern-Halle.

� Bezirkskapellmeister, Obmänner und Kapellmeister aller

steirischen Vereine erhalten mit einer Bestätigung am

Info-Stand eine GRATIS-TAGESREGISTRATION für

Donnerstag, den 16. Juli 2009.

Diese

Trophäen

können beim

CISM-

Wettbewerb

in

Schladming

erspielt

werden

Am Freitag, dem 17. Juli 2009 konzertiert um 15.00 Uhr im Rahmen des CISM-Wettbewerbes das Blasorchester Béla Bartók in der Dachstein-Tauern-Halle


14

Blasmusik in der Steiermark

��� Komponisten-Porträt in der Blasmusik-Zeitung ���

Joseph Horovitz

Nationalität: Großbritannien

Joseph Horovitz wurde am 26. Mai 1926 in Wien geboren und lebte

bis 1938 in Österreich, bevor er mit seiner Familie nach England

emigrieren musste. Nach dem Bachelor of Music am New College

Oxford studierte er Komposition bei

Gordon Jacob am Royal College of Music

London und später bei Nadia Boulanger in

Paris.

Horovitz schrieb zwölf Ballette, darunter

„Alice im Wunderland“ (1953), zwei Ein-

Akt-Opern, neun Konzerte (für Violine,

Oboe, Klarinette, Fagott, Trompete,

Euphonium, Tuba, Percussion, Jazz-

Klavier/Cembalo), fünf Streichquartette,

Chormusik und das Oratorium „Samson“, viele Werke für

Orchester und nicht zuletzt auch eine große Zahl von

Kompositionen für Brass-Band und sinfonisches Blasorchester.

Auch in der Filmmusik ist Horovitz zu Hause: Musiken zu über 70

Fernsehfilmen, darunter zwei BBC Shakespeare-Dramen, Serien

von Dorothy L. Sayers und Agatha Christie, „Search for the Nile“,

„Fight Against Slavery“, „Dorian Gray“ und „Rumpole of the

Bailey“ stammen aus seiner Feder. 2006 vollendete er die Oper „Ninotschka“,

basierend auf der romantischen Filmkomödie (1939).

1959 erhielt Horovitz die Commonwealth-Medaille für Komposition

und 1961 den Leverhulme Research Award. Zweimal bekam

er den Ivor Novello Award: für die Kantate „Käpt'n Noahs

schwimmender Zoo“ (Beste Musik für Jugendliche 1975) und

„Lillie“ (Beste Fernsehmusik 1978). Er ist Ehrenmitglied des Royal

College of Music, wo er seit 1961 als Kompositionsprofessor doziert.

2007 erhielt er das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft

und Kunst 1. Klasse. Am 7. November 2007 wurde Joseph Horovitz

die Ehrenmitgliedschaft des Österreichischen Komponistenbundes

verliehen. Im April 2008 erhielt Joseph Horovitz von der

Worshipful Company of Musicians die Cobbett Medal für seine

Leistungen im Bereiche der Kammermusik.

� Bei der Mid Europe 2009 in Schladming wird Joseph

Horovitz das Landesjugendblasorchester Steiermark beim Abendkonzert

am Donnerstag, dem 16. Juli mit dem Beginn um

19.00 Uhr, in der Dachstein-Tauern-Halle als Gastdirigent leiten.

Außerdem wird er am Treffpunkt Bühne bzw. am Info-Stand des

Steirischen Blasmusikverbandes am Vormittag des 16. Juli 2009 anlässlich

eines Komponisten- und Dirigenten-Forums mit steirischen

Komponisten und Dirigenten diskutieren. Frank Stahmer

Tätigkeiten:

1950 – 1951 Bristol Old Vic Company, Bristol: musikalischer Leiter

1951 Festival of Britain Gardens Orchestra und Open-air-Ballet, London:

Dirigent

1952 Ballets Russes: Co-Dirigent

1952 – 1963 Intimate Opera Company, Arcadia, CA, USA: Associate Director,

Dirigent, Pianist, Opernbearbeiter

1956 Oper Glyndebourne, Sussex, UK: Continuo und Repetiteur

1960 – 1962 Philomusica of London, London: Cembalist, Dirigent

seit 1961 Royal College of Music London, London: Professor für Komposition

1969 – 1996 Performing Right Society, Braintree, UK: Vorstandsmitglied

seit 1970 Britischer Komponistenbund/Composers' Guild of Great Britain,

London: Vorstandsmitglied

1981 – 1989 Conseil International des Auteurs de Musique CIAM: Präsident

seit 11.2007 Österreichischer Komponistenbund, Wien: Ehrenmitglied

Fritz Pölzl - ein Komponist aus dem

südsteirischen Weinland

Gern erinnere ich mich an Fritz Pölzl: Im Blasorchesterleiter-Kurs

an der Grazer Kunst-Universität zählte er zu den neugierigsten,

wissensdurstigsten Hörern, sodass oft die

Lehrveranstaltung überzogen wurde, weil

seine Fragen in eine allgemeine Pausen-

Diskussion übergingen. Das war 1995 bis

1997.

Doch beginnen wir 1955: Am 9. April dieses

Jahres ist Fritz Pölzl in der Gemeinde

Seggauberg bei Leibnitz zur Welt gekommen,

unweit des mächtigen bischöflichen

Schlosses Seggau. 1964, als Neunjähriger,

trat er der von Wolfgang Puchtler gegründeten Leibnitzer

Jugendkapelle bei, 1994 wechselte er in die Stadtkapelle Leibnitz

über. Doch daneben spielte er in volkstümlichen Tanzmusikgruppen,

zu Anfang der 70er-Jahre bei den "Südsteirern",

1974 bis 1986 beim „Südlandquintett“, 1986 bis 1994 bei der

„Austria Band“, er sang aber auch gern, nämlich 1994 bis 1998 (als

stellvertretender Chorleiter) beim Männergesangverein Ehrenhausen.

Als 1996 die Musikkapelle Gabersdorf einen Kapellmeister suchte,

da wagte sich Pölzl noch während der Grazer Studienzeit an die

große Aufgabe heran. 1999 aber, da fühlte er sich bereits so sicher,

dass er sich von den Gabersdorfern trennte und in seiner Heimatgemeinde

Seggauberg eine Musikkapelle gründete. Mit unglaublichem

Elan widmete sich Pölzl nun „seiner“ Musikkapelle, die er

neben der Dirigententätigkeit zugleich als Obmann führte. Die

Obmannposition gab er 2004 an Gerald Hofer weiter, die musikalische

Leitung aber behielt er. Und da wird man ihn wohl auch nicht

so bald „los werden“ – zum Glück für das inzwischen auf ca. 50

Musikerinnen und Musiker angewachsene Orchester und für seine

Gemeinde. Intensive Jugendarbeit und ein eigenes Jugendorchester

kennzeichnen den Aufbau. Ein starkes orts- und gesellschaftsbezogenes

Programm, worauf sein Bürgermeister Alois

Adam besonders stolz sein darf, die eifrige Mitarbeit im Blasmusikbezirk

Leibnitz, aber auch Kontakte mit Musikkapellen anderswo,

wie freundschaftliche Begegnungen mit der Musikkapelle

Mayrhofen im Zillertal, das alles hat es möglich gemacht, innerhalb

von zehn Jahren bereits eine beachtliche musikalische Leistung zu

erbringen und damit über den Bezirk Leibnitz hinaus Beachtung zu

erzielen.

Als Komponist hat Pölzl zunächst für seine Tanzmusikgruppen unterhaltsame,

volkstümliche Stücke geschrieben. Beim Gründungsfest

der Seggauberger im Jahr 1999 ist sein Marsch „Hoch

Seggauberg“ mit Beifall aufgenommen worden. Da die Seggauberger

zu den wenigen Musikkapellen zählen, die in meiner Zeit

als Landesobmann von 1996 bis 2006 gegründet worden sind, habe

ich in den vergangenen Jahren meine besondere Aufmerksamkeit

ihnen zugewandt. Bei den repräsentativen Jahreskonzerten, die

nun im Saal der Weinbauschule Silberberg stattfinden, war es mir

eine Freude, die Fortschritte Jahr für Jahr mitzuerleben und mitzuhören.

Dass Pölzl bei jedem dieser Konzerte auch eigene Kompositionen

uraufführen ließ, empfinden die Besucher beinahe

schon als Selbstverständlichkeit. Waren es zunächst vor allem


Blasmusik in der Steiermark 15

Märsche (wie „Fesche Steirer“, „Der Junker“, „Junge Musikanten“,

„Der Wachtmeister“) oder die „Tempelberg-Fanfare“, so folgte in

diesem Jahr 2009 die dreisätzige Suite „Steirisches Weinland“, ein

gelungenes Stück, in dem leicht fassliche Melodien rhythmisch und

interessant verarbeitet sind. Es vermittelt den Eindruck von südsteirischer

Heimatromantik.

Im Hauptberuf ist Fritz Pölzl bei der Post, über viele Jahre war er als

Briefträger unterwegs. Dass er daneben eine zeitlich so aufwendige

Nebenbeschäftigung ausübt, die im Grunde einen Mann zeitlich

und gedanklich voll ausfüllen sollte, bezeugt sein immenses Arbeitspensum.

Als Nachsatz: Mag sein, dass der Beruf des Briefträgers besondere

Affinität zur Musik anzeigt, denn in Sepp Neumayr haben wir

schon einen alpenländisch-volkstümlich erfolgreichen Komponisten,

dessen großartige Märsche aus dem Marschschritt des

Briefträgers heraus entstanden sind! Wolfgang Suppan

Wer etwas zu sagen hat…

Schwesterliche Frauenpower in der

MMK Kaindorf/Sulm

Die frisch gebackene LJRef.-Stv. Nadja Sabathi hält seit Beginn dieses

Jahres auch in ihrem Stammverein, der MMK Kaindorf/Sulm, das

musikalische Zepter in der Hand – gemeinsam mit ihrer Schwester

Katrin Kieslinger als Obfrau ist sie damit Teil des ersten Schwesternduos

an der Spitze eines steirischen Blasmusikvereins.

Obfrau Katrin Kieslinger und LJRef.-Stv. Nadja Sabathi

Sonntag, 29. März 2009: Wie jedes Jahr veranstaltet die MMK

Kaindorf/Sulm (Bezirk Leibnitz) ihr Frühlingskonzert „Matinée &

Gourmet“ im Kultursaal der südsteirischen Marktgemeinde. Nachdem

die Musiker auf der Bühne Platz genommen haben, tritt die

Obfrau des Vereins, Katrin Kieslinger, vor das versammelte

Auditorium. Die 25-jährige Ehefrau und Mutter, die gleichzeitig als

Leiterin der Musikschule Kaindorf/Sulm an vorderster Front für die

Nachwuchsausbildung innerhalb des Musikvereins verantwortlich

ist, hat dieses Amt im Frühjahr 2008 durch erfolgreiche Wahl übernommen

und konnte somit die Nachfolge des mittlerweile zum

Ehrenobmann ernannten Alfred Weiland antreten. Am Beginn dieses

traditionellen Frühlingskonzertes kann die junge Obfrau dem

Publikum offiziell eine neue Kapellmeisterin präsentieren. Denn

auch die musikalische Leitung der MMK Kaindorf/Sulm wird fortan

von einer jungen Frau, der LJRef.-Stv. Nadja Sabathi, wahrgenommen

werden. Nadja Sabathi ist die ältere Schwester der Obfrau.

Seit 20 Jahren in ihrem Stammverein, Studium der IGP (Instrument

Querflöte) am J.-J.-Fux-Konservatorium in Graz, Magisterium an der

Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Außerdem ist

die 28-Jährige, die seit 2005 an der Musikschule Mureck unterrichtet,

bereits seit fünf Jahren Kapellmeister-Stellvertreterin in

Kaindorf/Sulm, gründet 2004 und leitet bis heute das Kaindorfer

Jugendorchester, bestehend aus 30 Mädchen und Burschen. Im

Jänner dieses Jahres konnte sie das Kapellmeisteramt von ihrem

Vater Wilhelm Sabathi übernehmen. Außerdem ist Nadja Sabathi seit

2008 sowohl als Landesprüferin für JMLA-Prüfungen als auch als

Bezirksjugendreferentin im Bezirk Leibnitz tätig, in dessen Bezirksvorstand

auch Katrin Kieslinger als Beirat sitzt.

Der insgesamt 56 aktive Musiker umfassende Musikverein kann auf

zahlreiche erfolgreiche Teilnahmen an Wertungsspielen verweisen.

Ein „Sehr guter Erfolg“ bei der letztjährigen Marschwertung sowie

eine Auszeichnung in der Stufe C des Konzertwertungsspiels von

2007 seien der Beweis hierfür. Zudem konnte im Mai 2009 bereits

der zweite „Steirische Panther“ entgegengenommen werden. Für

heuer steht außerdem mit dem Konzert „Der Weinberg klingt“, bei

dem u. a. die Kernstockkapelle Pöllau auftreten wird, noch ein Event

der besonderen Klasse auf dem Programm. Der Besuch dieses für

Samstag, den 18. Juli, geplanten Großereignisses ist eine ideale

Gelegenheit, um die erfolgreiche Arbeit des ersten, durch zwei

Schwestern geleiteten steirischen Musikvereins aus nächster Nähe zu

erleben. Stefan Riedl

„Steirisches Musiklexikon“– Neu!

Das „Steirische Musiklexikon“, verfasst von Ehrenpräsident Wolfgang

Suppan, ist in einer Neuauflage mit rd. 800 Seiten erschienen und allen

Musikvereinen zugegangen.

◆ Bestellung: Akademische Druck- u. Verlagsanstalt, Auersperggasse 12,

8010 Graz, Tel. 0 316-3644, E-Mail: info@adeva.com


16

Zum diesjährigen INTERMUSICA-SONDERPREIS wurden

zwölf Projekte eingereicht und gefördert. Folgende Vorhaben wurden

bereits abgeschlossen:

� VS Koglhof

Pflege echter Volkskultur in gesungener, gesprochener, gespielter

und getanzter Weise. Aufführung (Lieder, Volkstänze, Gedichte,

Instrumentales) am Muttertag auf dem Kirchplatz und die Ausstellung

der Arbeiten des Workshops mit dem Künstler Hubert

Brandstätter aus Weiz.

Junge Musiker in Koglhof

� HS Ratten

Unter Mitwirkung der Musikschule Krieglach hatten sich die HS

Ratten und die Vienna International School in Wien zum Projekt

„Music makes friends“ zusammengefunden. Gegenseitige Besuche

in Wien und in Ratten mit Konzerten an den jeweiligen

Besuchsorten, gemeinsames Unternehmen und dadurch besseres

Kennenlernen ließen Freundschaften entstehen.

Gemeinsames Konzert in der MZH Ratten

INTERMUSICA Sonderpreis 2009

Die folgenden sechs Projekte sind bereits

abgeschlossen

www.intermusica.at

� MHS Birkfeld

Styria cantat; Projekt zur Förderung der zeitgenössischen Musik;

Konzert, CD-Produktion, Herausgabe eines Buches; Aufführung in

der Helmut-List-Halle vor 1.000 Zuhörern.

Der MHS-Chor Birkfeld beim Konzert in der Helmut-List-Halle in Graz

� MHS Birkfeld

„Jazz und Pop for Kids“

Workshop mit der international anerkannten Jazzsängerin Ines

Reiger. ( www.inesreiger.at)

Inhalt: Mikrophonales Singen; Phrasierung im Jazz und Pop;

Singen mit „Body and Soul“.

Birkfelder Musikhauptschüler in Aktion

Blasmusik in der Steiermark

� HS Anger

Science on Stage

Naturwissenschaft und Kunst stehen gemeinsam auf der Bühne.

Die individuellen Begabungen der Schülerinnen und Schüler standen

im Mittelpunkt. Musikalisch wurde die Thematik Naturwissenschaft

mit dem Schulorchester und dem Schulchor so umgesetzt,

dass einzelne Nummern der Gruppe Kraftwerk neu arrangiert

und mit einer Tanzperformance erweitert wurden. Die Brass-


Blasmusik in der Steiermark 17

Formation im neuen großen

Schulorchester in Kombination mit

den Streichern verlieh den Robot-

Darbietungen eine besondere Note

auf der eigens gestalteten Physikbühne.

Klassische Werke wie die

„Europahymne“ erstrahlten durch

den Einsatz von Bodypercussion und

Mouthpercussion in einem besonderen

Glanz. Umrahmt wurde die orchestrale

Darbietung vom Schulchor

unter der Leitung von Iris Ederer,

dessen Stücke unter anderem das

Repertoire der „Europahymne“, das Stück „Amadeus, Amadeus“,

den Song „We are the robots“ und einiges mehr umfassten. Mit den

unterschiedlichsten Genres gelang es auch, eine Kostprobe über

verschiedene Musikrichtungen zu bieten.

BORG Birkfeld

Musical: „With or without you“. Die Story des Musicals wurde

von Schülerinnen und Schülern des BORG Birkfeld im Rahmen einer

Musicalwerkstätte selbst erarbeitet. Sie handelt von Leonie, die

ihren Freund bei einem Unfall verliert. In ihrem Verzweiflungszustand

werden ihr Glückspillen angeboten. Sie kann sich entscheiden.

Die Musical-Truppe des BORG Birkfeld

INTERMUSICA 2009

Es geht bald wieder um die „Goldene Dohle“ bei der INTERMUSICA, dem

internationalen Solistenwettbewerb mit sinfonischem Blasorchester

vom 3. bis 10. Oktober 2009 in Birkfeld


18

NEWS von der Militärmusik Steiermark

www.milmusik-steiermark.at.tc

Die Militärmusik in der

Steiermark VON HANNES LACKNER

Letzter Teil der steirischen Militärmusikgeschichte

Unter der Leitung von Hannes Lackner

Ab Februar 1995 wurde Hannes Lackner, der zuvor als 2. Kapellmeister

und Lehroffizier bei der Gardemusik in Wien Dienst versah,

Nachfolger von Rudolf Bodingbauer als steirischer Militärkapellmeister.

Im April 2001 nahm die Militärmusik Steiermark an der

„Parade der Nationen“ in Stuttgart teil. Es fanden insgesamt vier

Vorstellungen vor jeweils etwa 8.000 Zuhörern in der Hanns-

Martin-Schleyer-Halle statt. Im Jahr 2003 absolvierte die Militärmusik

Steiermark eine Auslandsreise ins tschechische Kromeriz. Es

gab zwei Aufführungen einer Rasenshow auf dem Hauptplatz von

Kromeriz sowie ein Konzert in Olmütz.

Die Militärmusik Steiermark in Stuttgart 2001

Im Mai 2006 unternahm die Militärmusik Steiermark eine Auslandsdienstreise

zum „6. Internationalen Militärmusikfestival“ nach

Garmisch-Partenkirchen. An zwei Abenden wurde eine Rasenshow

mit anschließendem Großkonzert unter internationaler Beteiligung

im vollbesetzten Olympia-Eissportzentrum Garmisch-Partenkirchen

geboten. Überdies gab es ein Konzert in Mittenwald.

Vom 31. Mai bis zum 3. Juni 2007 nahm die steirische Militärmusik

am „Internationalen militärischen Zapfenstreich“ in Heerlen

(Niederlande) teil. Neben Showvorführungen mit anschließenden

Großkonzerten präsentierte die Militärmusik ihr Können auch bei

einem Konzert auf dem Hauptplatz von Heerlen bzw. bei einer

Die Militärmusik in Garmisch im Jahr 2006

Blasmusik in der Steiermark

Parade durch die Stadt. Die Militärmusik Steiermark sorgt mit diesen

und anderen Auslandsauftritten für eine entsprechende

Reputation des Bundesheeres bei unseren Nachbarn und ist auch

heute noch ein wesentliches Bindeglied zwischen Heer und

Bevölkerung.

Frühjahrskonzerte 2009

Blasmusik auf höchstem Niveau wurde auch heuer wieder bei den

Frühjahrskonzerten der Militärmusik Steiermark unter der Leitung

von Militärkapellmeister Hannes Lackner geboten. Der steirische

Militärkapellmeister Hannes Lackner ist immer bestrebt, Kompositionen

von Jahresregenten in das Programm der Frühjahrskonzerte

aufzunehmen.

Und so fanden sich auch im heurigen Programm wieder eine

Vielzahl von solchen Kompositionen. Nach der Eröffnung in Form

der „Gavorkna Fanfare“ von Jack Stamp stand der „Marche

Hongroise“ aus der dramatischen Legende „Faust“ von Hector

Berlioz auf dem Programm. Berlioz, dessen Todestag sich heuer

zum 140. Mal jährt, war vom ungarischen „Rakoczi Marsch“ dermaßen

angetan, dass er die Handlung von „Faust“ kurzerhand nach

Ungarn verlegte, um das Rakoczi-Marsch-Thema in seinen „Marche

Hongroise“ einfließen lassen zu können.

Anlässlich des 250. Todestages von Georg Friedrich Händel führte

die Militärmusik bei den diesjährigen Frühjahrskonzerten mit der

„Feuerwerksmusik“ eine der großen Freiluftmusiken Händels auf,

ehe zum 200. Todestag des großen österreichischen Komponisten

Joseph Haydn dessen „Trompetenkonzert“ folgte. Als Solist auf der

Trompete konnte dabei Franz Ebner von der Kernstock Kapelle

Pöllau bewundert werden. Durch das Werk „Dragon Figth“ von

Otto M. Schwarz wandte sich die Militärmusik der symphonischen

Blasmusik zu.

Im zweiten Teil folgten mit dem „Hochzeitsmarsch“ anlässlich des

200. Geburtstags des Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy

der Inbegriff von Hochzeitsmusik, mit der „Japan Polka“ ein Werk

des jungen steirischen Komponisten Siegmund Andraschek bzw.

mit dem „Graf Coloredo Marsch“ eine weitere Komposition von

Joseph Haydn. Dem Grazer Operetten- und Filmkomponisten

Robert Stolz wurde bei den heurigen Frühjahrskonzerten besonders

große Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei wurden die Stolz-Werke

„Auf der Heide blühn die letzten Rosen“ und „Gibt’s in Wien a

Hetz, a Drahrerei“ nicht nur instrumental, sondern von Robert

Schöck auch gesanglich interpretiert. Der orientalische Foxtrott

„Salome“ beschloss den Stolz-Schwerpunkt. Der Marsch „Die

Arbeit Hoch“ von Rudolf Bodingbauer, der „Alte Kameraden

Marsch“ von Carl Teike und der „Radetzkymarsch“ von Johann

Strauss Vater luden das Publikum zum Mitklatschen ein und ließen

das Konzert fantastisch ausklingen. Stefan Hofer


Blasmusik in der Steiermark 19

Wissenschaft für die Praxis:

Aus den Forschungen von Wolfgang Suppan

Musikanthropologie (1)

Der Ehrenpräsident des Steirischen Blasmusikverbandes,

Wolfgang Suppan, hat in

seinem Fach, der Musikwissenschaft, vier

Forschungsbereiche bearbeitet: die Musikanthropologie

(1), die steirisch-landeskundliche

Musikforschung (2), die europäische

Volksmusikforschung(3) sowie die

Blasmusikforschung (4). Nach einem Gespräch

mit Wolfgang Suppan anlässlich seiner

Feier zum 75. Geburtstag über die Möglichkeit und Sinnhaftigkeit,

seine wichtigsten Forschungsergebnisse in allgemein verständlicher

Form in der steirischen Blasmusikzeitung zu veröffentlichen,

kam man überein, gleich in der vorliegenden Ausgabe damit

zu beginnen.

Hier geht es um Musikanthropologie, also um die Frage, wo Musik

herkommt, warum und wozu sie im menschlichen und gesellschaftlichen

Leben eine unverzichtbare Rolle spielt. Suppan zählt

zu den wenigen Musikologen weltweit, die grundlegende Bücher

zu dieser Thematik verfasst haben; deshalb ist er auch u.a. für sechs

Jahre in die Forschungskommission der UNESCO in Paris berufen

worden und hielt bei der UNESCO-Hauptkonferenz in Mexico-City

das Hauptreferat über „Neue musikalische Verhaltensweisen der

Jugend“. Aus seinen Forschungen lassen sich auch besondere

Schlüsse über die Bedeutung der Blasmusik in unserer Gesellschaft

ziehen.

Quer durch die Kulturen, sowohl bei Naturvölkern wie in den alten

Hochkulturen, ist der Glaube verbreitet, dass Singen und Musizieren

mit dem Irrealen, dem Jenseitigen, dem Dämonischen, dem

Göttlichen zu tun habe. „Musik ist die Sprache der Götter“, heißt es

in Schwarzafrika. Daraus leitete sich die Überzeugung her, dass derjenige,

der musikalische Techniken (Zauberformeln, ein Geheimwissen

demnach) beherrscht, mit dem Jenseitigen zu kommunizieren

vermag.

Schamanen begeben sich auf die „Seelenreise“, um im Jenseits die

für das Überleben der Gruppe entscheidenden Informationen zu erhalten.

Zauberer und Medizinmänner, Mönche und Priester gestalten

singend, musizierend, tanzend die Kulthandlung, sie geraten

mithilfe der Musik in ekstatische, tranceartige Zustände, in denen

sie offen sind für Signale aus der Welt der Götter, die ihnen Kriegsund

Jagdglück bescheren sollen. Auch der christliche Himmel ist

ein singender, daher ist die dem Kirchenraum (Abbild des Himmels)

adäquate Sprache der Gesang, der innerhalb der Liturgie zunächst

den Priestern und der Schola vorbehalten war, in den jedoch

im Verlauf der europäisch-abendländischen Geschichte die „Laien“

immer stärker einstimmen durften.

Krankheit gilt als Strafe Gottes. Deshalb ist es primär Aufgabe von

Spezialisten für das Jenseitige, Dämonen und Götter gütig zu stimmen

und so den Heilungsprozess einzuleiten.

Schamanen in indianischen und Eskimokulturen

Der Schamane, als „Spezialist für die menschliche Seele“, ist zugleich

ein Ahnherr der Berufsmusiker, der Einzige, der sich aufgrund

besonderer Fähigkeiten aus der Primärgruppe heraushebt

und dafür von den anderen Gruppenmitgliedern mit dem

Lebensnotwendigen versorgt wird. Er gewinnt zudem Macht, die er

selbst ausübt – oder an Häuptlinge delegiert. Das Musikinstrument:

die Schamanentrommel (bei den Tungusen und Mongolen auch die

Maultrommel, bei den obugrischen Völkern auch die Leier) gilt als

Symbol seiner Würde und seines Amtes. Ohne Musikinstrument

kann er nicht Schamane sein. Neben stimulierenden Drogen versetzt

er sich durch eine Kombination von Singen und Tanzen sowie

Reiben und Schlagen auf seiner Trommel in den Zustand des

„Außer-sich-Seins“. Dieses kann einer Epilepsie entsprechen, die

bewusst gepflegt wird. Kinder, die zu epileptischen Anfällen neigen,

gelten in Sibirien als besonders ausgezeichnet und kommen zu einem

Schamanen in die Lehre.

Die einseitig mit einer Tierhaut bespannte Trommel wird aus einem

zumeist durch Blitzschlag „gekennzeichneten“ Baum gefertigt. Am

Griff im Inneren der Trommel ist der „Schaitan“ (Fetisch, Abbild eines

Geistes oder eines Vorfahren) befestigt. Der junge Schamane erhält

zuerst den Schamanenstab, erst bei seiner „Freisprechung“ die

Trommel; sie vermittelt ihm Kraft und Macht. Man sagt, er ging bislang

zu Fuß, nun würde er auf seiner Trommel reiten: nämlich –

nach Bedarf – ins Jenseits, zu den Geistern.

Die wesentliche Aufgabe des Schamanen besteht darin, Krankheiten

von Mitgliedern seiner Gruppe fernzuhalten – und falls sie eintreten,

diese zu heilen. Er vermag das psychische Gleichgewicht des

Menschen wieder herzustellen und zu bewahren. Schamanismus

erscheint als eine Entwicklungsstufe der psychischen Evolution des

Menschen, die durch Fetische und Animismus gekennzeichnet ist.

Krankheiten werden schädlichen Objekten und bösen Geistern zugeschrieben,

die in den menschlichen Körper eingedrungen sind.

Schamanen vermögen Einfluss zu nehmen auf solche Objekte/

Geister und sie ziehen (mit Vogelfedern u.ä. Requisiten), blasen

oder saugen die Krankheit aus dem Körper des Patienten heraus.

Schamanistische Heilpraktiken erleben im letzten Jahrzehnt des

20. Jahrhunderts in Selbsterfahrungs- und Selbsthilfegruppen in

den USA und in Europa eine Renaissance.

� In der September-Ausgabe 2009:

Zauberer und Medizinmänner Schwarzafrikas

Musik der Mönche und Priester in den Hochkulturen

Nachruf auf Siegfried Rundel

Der Pionier der Blasmusik in Deutschland,

Siegfried Rundel, ist tot. Er verstarb

am 9. April im Alter von 68 Jahren. Der

1940 in Bußmannhausen geborene

Komponist, Arrangeur und Musikverleger

gilt als einer der Wegbereiter des

modernen Blasmusikwesens in Deutschland.

Siegfried Rundel gründete 1964 in

Rot an der Rot einen Musikverlag, der sich hauptsächlich auf

Blas- und Bläsermusik spezialisiert hat.

Neben seinen zahlreichen Bearbeitungen für Blasorchester hat

sich Siegfried Rundel auch durch Kompositionen einen Namen

gemacht.

Seine Werke wie „In Harmonie vereint“, „Ins Land hinaus“ oder

„San Angelo“ gehören zum Repertoire zahlreicher Blasorchester.

Die Trauerfeier fand am 17. April in der St. Johann Kirche in Rot

an der Rot statt. Siegfried Rundel wird der Blasmusik fehlen.


20

Neues von Hans Koller

„Ein Herz für’s Steirerland“ (Marsch)

Zum Gedenkjahr von

Erzherzog Johann hat

Hans Koller einen

leicht spielbaren und

sehr gut klingenden

Marsch komponiert. Im

Trio ist das traditionelle

Erzherzog-Johann-Lied

„Wo i geh und steh“

zu hören.

Die Stadtkapelle Radkersburg stellte diesen Marsch bei der Generalversammlung

des Steirischen Blasmusikverbandes in St. Peter a. O.

musikalisch vor. Der Komponist verteilte persönlich Notenausgaben

an die anwesenden Abordnungen der Musikkapellen. Zur gleichen

Zeit wurde dieser Marsch beim öffentlichen Fernsehfrühschoppen

in Altaussee mit der Stadtkapelle Bad Aussee vom ORF aufgezeichnet.

Dieser Fernsehfrühschoppen wurde am 1. Mai 2009 vom ORF

ausgestrahlt.

Musikkapellen können diesen Marsch bei Hans Koller gegen einen

Unkostenbeitrag von 5,00 Euro anfordern.

◆ Zu bestellen bei: Hans Koller, 8961 Kleinsölk 35

Tel. 0676/7503158 E-Mail: office@kollersound.at

Kompositionen zum Erzherzog-

Johann-Gedenkjahr

Anlässlich des Erzherzog-Johann-Gedenkjahres hat der Adler

Musikverlag für Blasorchester und variable Besetzungen Folgendes

aufgelegt (KF = Konzertformat, MF = Marschbuchformat):

Erzherzog Johann, Konzertmarsch, R. Sommer, KF,

Erzherzog-Johann-Lied, Eugen Brixel, MF

Prinz Johanns Wanderung, Rondo Humoroso über den Erzherzog

Johann-Jodler, F. Schöggl, KF

Erzherzog-Johann-Fanfare, H. Raich, MF

Erzherzog-Johann-Polka, H. Raich, MF

Erzherzog-Johann-Walzer, L. Egger, MF

Alle Werke auf CD im Adler Verlag!

Steirische Komponisten, Werke,

Arrangements, Neuerscheinungen

Frühjahr 2009 im Adler Verlag

K = Komponist; A = Arrangeur

Blasmusik in der Steiermark

• Auer Michael, K+A

Aperturafanfare

Audiation, Ouvertüre for Band

Café, Thema mit musikalischen Variationen

Classic-Rock, Potpourri klassischer Meisterwerke

Hatschepsut, Fantasie für Sinfonisches Blasorchester

Phalaenopsis, dedicated to my Mum

Unser Land Tirol, Konzertmarsch

Unsere-3, Polka humoreske für Flgh., Tenor + Tuba

1809-Konzertmarsch

• Benedikt Harald, K

Amorbeguine

beguineforever

• Bodingbauer Rudolf, K

Graf Segur-Cabanak, Konzertmarsch

Adlersruh, langsamer Walzer

Maintalbeguine (gewidm. der MK Leuchsental/D)

• Egger Ludwig, K

Erzherzog-Johann-Walzer

Feuerwerk, Konzertmarsch

Grundlseer Schützenmarsch

Meranermarsch, Konzertmarsch

• Keimel Vinzenz, K

Alt+Jungpolka

Trumpets for Anita, Beguine für 2-4 Trp. + Blm.

• Kicker Franz, K

Funny Trumpets, M. Wiener

Generalmajor-Klöbl-Marsch, M. Wiener

Polkapromenade, M. Wiener

• Lackner Hannes, K+A

Creta-Marsch, F. Lehar sen.

Frauensteinfanfare

Ljustina, Konzertmarsch, E. Wagnes

• Lenz Reinhold, K

Toni Maier-Marsch

• Raich Heribert, K+A

3 Menuette, J. Haydn

Adlibisolopolka, f. Flgh. + Blm.

Benediktwalzer, F. Heuwieser

Harlekinpolka für Clarinet, P. Wollny

Immer gerne zu Diensten, Konzertmarsch

Uraufführung mit der Stadtkapelle Bad Radkersburg, Dirigent

Günther Pendel anlässlich Jahresversammlung des Steirischen

Blasmusikverbandes am 19. April 2009

Scharingermarsch

Valse Capriccio, Walzerintermezzo f. Flöte, P. Wollny

Weisskirchen, Konzertmarsch, P. Wollny

• Suppan Armin, K+A

Toni Maier-Marsch, R. Lenz

• Vaterl Walter, K

Doppelspiel, für 2 Flgh., H. Raich


Blasmusik in der Steiermark 21

Konzertwertungen 2009 – Ergebnisse

■ BEZIRK GRAZ-SÜD: Konzertwertung in Werndorf am 25. April 2009

Nr. Musikverein/Kapelle Kapellmeister Stufe Punkte Erfolg

1 Musikverein Krumegg Dietmar Kohlfürst A 87,83 Sehr guter Erfolg

2 Trachtenkapelle Laßnitzhöhe Herbert Turza A 89,66 Sehr guter Erfolg

3 MK der Roto-Frank u. d. Marktgemeinde Kalsdorf Walter Kemmer A 91,58 Ausgezeichneter Erfolg

4 Musikverein Spielmannszug Raaba Helmut Hofrichter A 92,91 Ausgezeichneter Erfolg

5 Trachtenkapelle St. Gallen Alexander Weissensteiner B 88,83 Sehr guter Erfolg

6 Musikverein Vasoldsberg Helmut Rumpf B 89,50 Sehr guter Erfolg

7 Ortsmusik Mariatrost Josef Schwarz B 90,25 Ausgezeichneter Erfolg

8 Musikverein Wundschuh Stefan Orthofer B 92,41 Ausgezeichneter Erfolg

9 Marktmusikkapelle St. Marein bei Graz Erwin Moder B 92,58 Ausgezeichneter Erfolg

10 Musikverein Langenwang Richard Schmid C 89,08 Sehr guter Erfolg

11 Musikverein Lieboch Thomas Weinzerl C 91,25 Ausgezeichneter Erfolg

12 Marktmusik Unterpremstätten-Zettling Matthias Pitscheneder C 91,50 Ausgezeichneter Erfolg

13 MV Marktmusikkapelle Eibiswald Winfried Rauchegger D 90,25 Ausgezeichneter Erfolg

■ BEZIRK FÜRSTENFELD: Konzertwertung in Fürstenfeld am 16. Mai 2009

Nr. Musikverein/Kapelle Kapellmeister Stufe Punkte Erfolg

2 Musikverein Großsteinbach Eduard Heider A 92,58 Ausgezeichneter Erfolg

3 Musikverein Hainersdorf Manfred Auner B 98,08 Sehr guter Erfolg

4 Musikverein Söchau Karl-Heinz Frischer B 89,50 Sehr guter Erfolg

5 Musikverein Großwilfersdorf Karl Urschler B 93,00 Ausgezeichneter Erfolg

6 Musikverein Bad Blumau Stefan Brünner C 87,33 Sehr guter Erfolg

7 Musikverein Therme Loipersdorf Rudolf Kohl C 93,83 Ausgezeichneter Erfolg

8 Stadtkapelle Fürstenfeld Alfred Reiter D 84,00 Sehr guter Erfolg

9 Trachtenmusikkapelle Ottendorf a.d. Rittschein Herbert Maierhofer D 90,58 Ausgezeichneter Erfolg

20 Jahre Weisenblasen auf dem

Rosenkogel bei Stainz

◆ Samstag, 20. Juni,

(Jubiläumsabend) in der

Steinhalle in Lannach 20.00 Uhr

Mitwirkende:

Die Rosenkogler Weisenbläser –

Die Tanzgruppe Hauser aus Tirol –

Die Z’sammg’suchtn (aus der Kapelle

Makos) Burgenland – Die Mitterhögl

Weisenbläser aus Kitzbühel – Der

St. Josefer Vierg’sang – Die Fam. Rehm aus Bayern – Die

Steirischen Bergvagabunden – Die jungen Rosenkogler Buam –

Moderation: Bernd Prettenthaler.

◆ Kartenvorverkauf: Musikhaus Grießl, Graz

◆ Sonntag, 21. Juni 2009, am Rosenkogel/Stainz

Jubiläumsweisenbläsertreffen (20 Jahre)

Beginn der Bergmesse um 12.00 Uhr mit Pfarrer Max Weigl

Nachmittag gemeinsames Musizieren beim Absetzwirt

◆ Auskunft: Rosenkogler Weisenbläser, Tel. 03136/81176

Absetzwirt – Fam. Kalthuber, Tel. 03463/3330

Bezirksmusikfeste 2009

Bezirk Datum Zeit Veranstaltungsort

Bad Aussee 12. 8. Stadtplatz Kurhaus/Bad Aussee

Birkfeld 27. 6. 17.00 Hauptplatz/Birkfeld mit MW

Deutschlandsberg 27. 6. 16.00 Hauptplatz Stainz

Feldbach 4./5. 9. Jagerberg

Fürstenfeld 27. 6. 17.00 Bad Blumau

Graz-Stadt 13. 9. 9.00 Mariatrost/Graz mit MW

Graz-Nord 20. 6. 15.30 Großstübing mit MW

Graz-Süd 27. 6. 16.30 Ortszentrum Raaba

12. 9. 17.00 MZH Vasoldsberg

Gröbming 12. 7. 13.00 Langlaufstadion/Ramsau – Dachstein

Hartberg 29. 8. 17.00 Seegelände Stubenberg

Judenburg 5. 9. 13.30 Hauptplatz Judenburg

Knittelfeld 27. 6. 14.00 Sportzentr. Gaalerhof Gemeinde Gaal

Leoben 27. 6. 15.00 Wald am Schoberpaß

Liezen 5. 7. Marktplatz St. Gallen mit MW

Murau 13. 9. 10.00 Gemeindepark Teufenbach

Radkersburg 8. 8. Marktplatz Tieschen

9. 8. 9.00 Marktplatz Tieschen - Trachtenweihe

Voitsberg 20. 9. Festhalle Rosental

Weiz 12. 7. 13.30 Hauptplatz Passail

9. 8. 13.30 St. Ruprecht a. d. R.


22

Ein Musikverein aus dem Bezirk Graz-Nord stellt sich vor:

85 Jahre Musikverein Großstübing

Zur musikalischen Umrahmung von kirchlichen Anlässen, Tanzveranstaltungen,

Bräuchen und Hochzeiten haben sich im April

1924 sechs musikbegeisterte Männer aus Großstübing zusammengeschlossen

und den Musikverein gegründet. In folgender Besetzung

haben sie musiziert: drei Flügelhörner, Klarinette, Tenorhorn,

Helikon. Geld für eine eigene Tracht war nicht vorhanden und so

diente das eigene Steirergewand als „Uniform“.

Nachdem während des Zweiten Weltkrieges das musikalische Leben

etwas ruhte, begann man sofort nach Ende der Kriegswirren

mit dem Aufbau einer „größeren“ Kapelle.

Am 1. Dezember 1955 wurden die ersten Statuten aufgestellt und

von dort an wurde die Kapelle als offizieller Verein geführt.

Um Geld für den Kauf von Instrumenten zu erhalten, gingen die

Musiker im Sommer 1965 zu den Bauern, um Bäume zu betteln.

Das Holz wurde selbst gefällt und aufgearbeitet. Mit dem Erlös

konnten zahlreiche Instrumente angeschafft werden.

Im April 1966 wurde die erste Vereinstracht angekauft. Glücklicherweise

wuchs der Verein weiter an und so musste bereits im

Jahre 1972 wiederum eine neue Tracht angeschafft werden.

Mit der Umstellung von Hoch- auf Normalstimmung in den 70er-

Jahren mussten auch vom Musikverein Großstübing im Jahre 1976

neue Instrumente angekauft werden.

Unter Kapellmeister Gottfried Kriegl wurde im Jahre 1984 eine

Musikkassette aufgenommen. Zur gleichen Zeit hat man unter Obmann

Franz Knapp neue Vereinsstatuten erstellt.

Da aufgrund des regen Zuwachses auch das musikalische Niveau

ständig stieg, wurde im Jahre 1993 erstmalig unter Kapellmeister

Franz Zenz mit 24 Musikerinnen und Musikern im Gasthof Hiedner

ein Frühjahrskonzert veranstaltet. Das Frühjahrskonzert gilt seither

als musikalischer Höhepunkt im Vereinsjahr.

Gerade rechtzeitig zur 70-Jahr-Feier wurde der Musikverein 1994

unter Obmann Herbert Huber mit der heutigen Tracht (Hirschlederhose,

Erzherzog-Johann-Janker) eingekleidet. Nach erfolgreicher

Teilnahme an Wertungsspielen in den Jahren 1995–1997 wur-

Der Musikverein Großstübing feiert am 20. Juni 2009 seinen 85-jährigen Bestand

Blasmusik in der Steiermark

de im Frühjahr 1998 der erste „Steirische Panther“ verliehen.

Mittlerweile konnte diese Trophäe bereits drei Mal entgegengenommen

werden. Im Jahre 1999 fand anlässlich der 75-Jahr-Feier erstmals

in Großstübing ein Bezirksmusikfest statt.

Glücklicherweise gelang es immer wieder, die Jugend für die Blasmusik

zu motivieren. Mit dem Probenraum in der Volksschule

konnte das Auslangen nicht mehr gefunden werden, weshalb es für

die Gemeinde Großstübing unter Bgm. Franz Stampler selbstverständlich

war, dem Musikverein im neuen Mehrzweckhaus einen

geeigneten Platz zur Verfügung zu stellen. Unter Obmann Johann

Stampler wurde die akustische Ausgestaltung und Einrichtung des

neuen Probenraumes von den Musikern in Eigenregie durchge-

Obmann Johann Stampler Kapellmeister Franz Zenz

führt. Mit Stolz und großer Freude konnte das neue Probenlokal

sodann im Juni 2002 seiner Bestimmung übergeben werden.

Es gehört zur Tradition in Großstübing, dass der Musikverein die

Heldenehrung zu Allerheiligen und die Heilige Messe am Christtag

musikalisch umrahmt. Damit die Musiker dabei nicht mehr frieren

müssen, wurden 2003 Schladminger-Janker angekauft.

Zusätzlich mussten auch für Instrumente immer wieder Ersatzanschaffungen

durchgeführt werden. Die Finanzierung erfolgte aus

den Reinerlösen zahlreicher großer Musikfeste sowie durch

Spenden der Bevölkerung.

Nachdem es dem Musikverein Großstübing gelungen

war, bei Wertungsspielen (Marsch- und

Konzertwertungen) innerhalb von fünf Jahren

drei Mal einen „Ausgezeichneten Erfolg“ zu erreichen,

konnte im Jahre 2005 die höchste Anerkennung,

der Robert-Stolz-Preis, entgegengenommen

werden.

Die Musiker treffen sich im Jahr zu rund 45

Gesamtproben und 15 Gruppenproben, um für

die etwa 25 Ausrückungen gerüstet zu sein. Man

ist stets bestrebt, das musikalische Niveau zu steigern.

Bei der regelmäßigen Teilnahme an Wertungsspielen

wird das Können unter Beweis gestellt.

Im Jahr 2009 begeht der Musikverein

Großstübing sein 85-jähriges Bestehen und ist zu

diesem Anlass am 20. Juni wiederum Veranstalter

des Bezirksmusikfestes Graz-Nord.

Gleichzeitig wird zu diesem Termin – erstmals in

Großstübing – eine Marschbewertung durchgeführt.

Beginn ist um 15.30 Uhr.


Blasmusik in der Steiermark 23

Berichte aus den

steirischen Bezirken

■ BEZIRK BAD AUSSEE

MK Bad Mitterndorf:

Jahreshauptversammlung

In den Gasthof Zauchenwirt hatte die MK Bad Mitterndorf zu ihrer

Generalversammlung geladen. Obmann Harald Winkler konnte neben

den aktiven Musikern Bgm. Karl Kaniak, Bez.-Obm. Franz

Egger und die Ehrenmitglieder Hannes Hillbrand und Franz Mader

begrüßen. Nach einer Gedenkminute für den im letzten Jahr verstorbenen

Ehrenkapellmeister Hans Sams berichtete Obmann

Winkler über das abgelaufene 159. Berichtsjahr: 139 Ausrückungen,

51 Teil- und Gesamtproben und 88 Veranstaltungen.

Aktuell zählt die Musikkapelle 55 aktive Mitglieder und vier

Marketenderinnen; davon sind 15 männliche und 23 weibliche unter

30 Jahre und 15 männliche und zwei weibliche über 30 Jahre.

Kpm. Karl Wohlfahrter berichtete über die Marschwertung mit

"Ausgezeichnetem Erfolg" in der Stufe E, dazu eine weitere

Auszeichnung beim Wertungsspiel in Liezen und eine ausverkaufte

Grimminghalle beim Neujahrskonzert. Der Höhepunkt 2009 ist die

Aufführung eines Tongemäldes von C. M. Ziehrer, „Der Traum eines

österreichischen Reservisten“, Ende Juni im Pavillon im

Kurpark. Kapellmeister Wohlfahrter, zugleich Jugendreferent, wies

auf die sehr gute Nachwuchsarbeit hin. Insgesamt sind 55 Musiker

in Ausbildung. Höhepunkte in der Jugendarbeit waren der

Wettbewerb „Spiel in kleinen Gruppen“ und das eigene

Jugendlager auf der Tauplitzalm. Bez.-Obm. Egger gratulierte zu

den Leistungen im abgelaufenen Jahr und teilte mit, dass die

Musikkapelle Bad Mitterndorf zur Verleihung des "Steirischen

Panthers" vorgeschlagen wurde. Bgm. Kaniak dankte den

Funktionären für die mustergültige Führung der Kapelle. Die

Neuwahlen erbrachten im Wesentlichen keine großen Änderungen.

Neu als EDV-Referentin in den Vorstand aufgenommen wurde

Stephanie Gewessler. Mit einem kräftigen steirischen „Glück auf!“

klang die Jahreshauptversammlung aus. Bettina Köberl

www.blasmusikkapelle.eu

In memoriam Kurt Vogl

✶ 1. Juni 1922

† 16. Februar 2009

Die Musikkapelle Bad Mitterndorf

verabschiedet sich von ihrem

Musikkameraden und Ehrenmitglied

Kurt Vogl. Vogl war 44 Jahre

Schlagzeuger der Musikkapelle und

wurde mit vielen Ehrenzeichen des

Steirischen Blasmusikverbandes ausgezeichnet.

Die aufrichtige Anteilnahme

gilt seiner Frau Theresia sowie

der gesamten Familie. Die Musikkapelle verneigt sich in

Ehrerbietung und Dankbarkeit vor einem vorbildlichen und

treuen Kameraden und wird ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

Karl Wohlfahrter

Benefizgalakonzert des Luftwaffenmusikkorps

1 in Bad Aussee

Zum dritten Mal ist es Bürgermeister Otto Marl und Heribert Raich

gelungen, eines der besten Orchester Europas nach Bad Aussee einzuladen.

Am Freitag, dem 10. Juli 2009, mit Beginn um 20.00 Uhr,

wird das Luftwaffenmusikkorps ein Benefizgalakonzert zugunsten

des Roten Kreuzes Ausseerland im Kurhaus Bad Aussee abhalten.

Für Oberstleutnant Hans Orterer, der diesen Abend als Dirigent

leiten sowie als Sprecher durch das Programm führen wird, ist dies

sein letzter „Auslandseinsatz“. Orterer steht kurz vor seiner

Pensionierung. Ein einmaliger Abend, den man sich nicht entgehen

lassen sollte.

◆ Kartenbestellung unter 03612/22144 24040 oder unter

0664/8233751. Heribert Raich sen.

Von links: Obstln. Hans Orterer, Dirigent des Luftwaffenkorps 1 der

Deutschen Bundeswehr, Bgm. Otto Marl und Heribert Raich

Redaktionsschluss für die nächste

Ausgabe: 15. August 2009!

Homepage: www.blasmusik-verband.at

Schalt dein Radio ein!

● Jeden Dienstag Blasmusik

● von 20.03 bis 21.00 Uhr

● auf Radio Steiermark

(Gestaltung und Moderation: Manfred Machhammer)

Die Sendungsinhalte finden Sie auf der Homepage

www.blasmusik-verband.at

unter „Blasmusik ORF Steiermark“


24

■ BEZIRK BIRKFELD

OM Rettenegg – 37 Jahre Kassier

Franz Eichtinger

Bei der 17. ordentlichen Generalversammlung des MV Ortsmusik

Rettenegg am 14. März 2009 wurde Herr Franz Eichtinger für seine

37-jährige verdienstvolle Tätigkeit als Kassier der Ehrenring des

Musikvereines durch den Obmann Ernst Eichtinger verliehen.

Gewürdigt wurde die Arbeit von Franz Eichtinger durch die Dankesworte

des Obmannes, des Kapellmeisters Hubert Pretterhofer,

des Bez.-Obm.-Stvs. des Musikbezirkes Birkfeld Karl Berger und

von Bgm. Johann Ziegerhofer. Gedankt wurde auch Siegfried

Wegerer, der langjähriger Kassierstellvertreter war. Franz Eichtinger

übergab das Amt des Kassiers an Frau Patricia Kargl und steht ihr

nun als Stellvertreter zur Seite.

Im Jahr 1972 übernahm Franz Eichtinger im Alter von 24 Jahren

das Amt des Kassiers. Die Ehrung wurde in Form einer Powerpointpräsentation

durchgeführt. Zu den Klängen des

„Triumphmarsches“ aus Verdis „Aida“ trugen 15 Musikerinnen

Tafeln, auf denen die wichtigsten Charaktereigenschaften des

Menschen, des Kassiers und des Musikers Franz Eichtinger notiert

waren, in den Saal. Nach dem offiziellen Teil fand der Abend bei gemütlichem

Beisammensein seinen Ausklang. Danke, Franz

Eichtinger! Margit Prinz und Alexandra Lurger

Bez.-Obm.-Stv. Karl Berger, Kpm. Hubert Pretterhofer, Franz Eichtinger,

Obm. Ernst Eichtinger, Bgm. Johann Ziegerhofer, Patricia Kargl

MV Gasen – Blasmusik-Fußballturnier

MV Eggersdorf war nicht zu biegen

Zum vierten Mal in Serie hat der MV Eggersdorf den Sieg im Fußball-Turnier

steirischer Musikvereine in Gasen davongetragen. Im

Finale hatte man gegen den MV Birkfeld knapp mit 2:1 gewonnen

und durfte den Wanderpokal in Form einer auf einem Stativ positionierten

Trompete mit nach Hause nehmen. 27 Herren- und zehn

Damenmannschaften waren zum zweitägigen Turnier nach Gasen

gekommen. Die Organisation war wie immer perfekt. Obmann

Andi Binder und sein Team hatten ganze Arbeit geleistet. Auch der

ORF mit dem „Wetter-Pauli“-Prattes war dabei. In den Pausen fanden

sich die Fußballer der verschiedenen Musikvereine zu zwanglosem

Spiel zusammen, was dem Fußballturnier erst den richtigen

Klang gab. Das Promi-Match endete mit einem klaren Sieg im

Elferschießen für die Musikbezirksvertreter gegen die Politik.

Blasmusik in der Steiermark

Fußballermusik: In den Pausen gab es zwangloses Musizieren buntgemischter

Orchester

Man darf sich auf das Fußball-Turnier der steirischen Musikvereine

im nächsten Jahr schon freuen, wenn es wieder heißt: „Im Schriiiit

Marsch und Toooor!“

Ergebnisse:

Herren:

1. MV Eggersdorf

2. MV Birkfeld

3. MV Pöllauberg

4. MV Grafendorf

Damen:

1. MV Kirchberg

2. MV Gasen

3. Wald am Schoberpass

4. MV Groß St. Florian

Der neue Wanderpokal

ging nach Eggersdorf

Weitere Musikvereine waren dabei:

Herren: Heilbrunn, Kirchberg

Fohnsdorf, Koglhof, Wildon,

Rettenegg, Groß St. Florian,

Weinitzen, Oberaich, Ilz, Gralla,

Gleinstätten, Gasen, Wartberg,

Fischbach, Rabenwald, Deutschfeistritz, St. Margarethen, Allerheiligen,

Weiz, St. Lorenzen 2, Anger.

Damen: Heilbrunn, Wildon, St. Margarethen, Allerheiligen, Anger,

Weiz Erhard Mariacher

Erfolgreiche Jungmusiker beim

Musikverein Anger

In den vergangenen Monaten waren vier Musiker des MV Anger

zur JMLA-Prüfung in Gold angetreten. Darauf kann der MV Anger

zurecht stolz sein. Claudia Friedheim und Claudia Rosenberger,

beide Flötistinnen, erreichten einen „Sehr guten Erfolg“, der

Trompeter Christian Zingl und die Klarinettistin Monika Friedheim

einen „Ausgezeichneten Erfolg“.

Besonders hervorzuheben ist, dass Monika Friedheim als erste

Musikerin Österreichs diese Prüfung auf der Bassklarinette absolviert

hat. Bei „Prima la Musica“ konnte Monika Friedheim den ersten

Preis, die Trompeter Michael Derler und Christian Zingl den

zweiten Preis erringen.

Der Vereinsvorstand und die Musikkollegen gratulieren zu diesen

großartigen Erfolgen. Katrin Friedheim


Blasmusik in der Steiermark 25

Erfolgreiche Jungmusiker des MV Anger

Bezirksmusikertreffen in Birkfeld

mit „Austrian Youth Brass Band“

◆ Konzert am Freitag, dem 26. Juni 2009, um 20.00 Uhr in der

Peter-Rosegger-Halle Birkfeld.

Die Brass Band nennt sich „Austrian Youth Brass Band“, die aus

jungen, hochtalentierten Blechbläsern und Schlagwerkern aus

Oberösterreich und Tirol besteht.

Musikalische Leitung: Hannes Buchegger

Organisation: Werner Mayr (Tirol) und Thomas Beiganz (Oberösterreich)

Solisten: Hans Gansch und

Christian Hollensteiner

Gespielt werden Werke u.a. von

James Curnow, Philip Sparke,

Bertrand Moren, Mario Bürki

und Stücke der gehobenen Unterhaltungsmusik.

◆ Karten: bei der Gemeinde Birkfeld, bei allen Musikern und

unter Tel. 03174/4507

Erwachsene: Vorverkauf 3 10,– Abendkasse 3 13,–

Jugendliche: Vorverkauf 3 6,– Abendkasse 3 8,–

Hans Hollensteiner

Die „Austrian

Youth Brass

Band“ gastiert in

Birkfeld

■ BEZIRK BRUCK

Die erste steirische Bezirkskapellmeisterin

kommt aus Bruck/Mur

Am 8. März fand die Generalversammlung des Bezirkes Bruck/Mur

im Festsaal Aflenz statt. Bezirksobmann Christian Schwab konnte

unter anderem LAbg. Elisabeth Leitner, ÖBV-Vizepräsident LObm.-

Stv. Oskar Bernhart und den Aflenzer Vzbgm. Peter Redl begrüßen.

Bei der Neuwahl des Bezirksvorstandes wurde Gerlinde Karner als

Nachfolgerin von Josef Kapfer zur neuen Bezirkskapellmeisterin

gewählt. Karner ist damit die erste Bezirkskapellmeisterin der

Steiermark.

Der übrige Vorstand um Obmann Christian Schwab wurde einstimmig

wiedergewählt. Für seine erfolgreiche Arbeit zum Wohle der

Blasmusik wurde der langjährige Bezirksobmann Karl Schnabl zum

Ehrenbezirksobmann ernannt. Sehr erfreulich ist die Entwicklung

des Bezirkes in den Bereichen Jugendarbeit und Musik in Bewegung.

Beim heurigen Bundesbewerb „Musik in Bewegung“ in

Bischofshofen wird der steirische Vertreter mit dem MV Turnau ein

Verein aus dem Bezirk Bruck/Mur sein. Stefan Hofer

Die Mitglieder des alten und neuen Bezirksvorstandes mit LObm.-Stv.

Oskar Bernhart

Musik in Bewegung im Bezirk Bruck

Am 28. Februar fand im Musikerheim der Werkskapelle Böhler

Kapfenberg ein Stabführerkurs für Anfänger statt. Betreut von

Bezirksstabführer Rainer Schabereiter und seiner Stellvertreterin

Sabine Maßer wurden richtiges Antreten, Einschlagen, Taktieren

im Marsch, Halten und eine gute Kommandosprache trainiert. Um

die Effizienz zu erhöhen, wurde der Kurs in zwei Gruppen durchgeführt.

Neben einem Kurs für Anfänger werden im Bezirk Bruck

auch Kurse für Fortgeschrittene bzw. erfahrene Stabführer angeboten.

Auch beim jährlich stattfindenden Jugendlager ist „Musik in

Bewegung“ ein fixer Programmpunkt. Stefan Hofer

Bezirksstabführer Rainer Schabereiter (3. v. l.) und seine Stellvertreterin

Sabine Maßer (1. v. r.) mit den Kursteilnehmern


26

Frühjahrskonzert der Breitenauer

Knappenkapelle im Barbarasaal

Starker Besucherstrom zum heurigen Frühjahrskonzert im

Barbarasaal war festzustellen. Für fünf junge Musiker fand dabei

die Feuertaufe in der Breitenauer Knappenkapelle statt.

Laurence Ebner (Bassflügelhorn), Lisa Strassegger (Klarinette),

Alina Pichler (Querflöte), Anja Thonhofer (Querflöte) und Julia

Paar (Klarinette) fügten sich blendend ein. Zum einen stand konzertante

Blasmusik, zum anderen eine musikalische Reise durch

Österreich auf dem Programm.

Mit „Solo für Klarinette und Orchester“ von Carl Maria von Weber

absolvierte Lisa-Marie Bärnthaler mit „Ausgezeichnetem Erfolg“ ihre

Musikschulabschlussprüfung der MS Kapfenberg. Nicht nur ihr

Lehrer Mario Urschinger war von der Darbietung beeindruckt. Die

neue Saaltechnik des Barbarasaales nutzend, gestaltete Kpm.

Wolfgang Graf eine Videoschau und erntete viel Beifall.

Gratulationen gab es auch für Hubert Steinler, der für 60 Jahre

Musikertätigkeit besonders geehrt wurde. Sein Enkel Florian folgt

ihm als erfolgreicher Nachwuchsmusiker in der Kapelle nach.

Der langjährige Musiker und Funktionär Adolf Harrer wurde zum

Ehrenmitglied ernannt. Frisch gebackenes Ehrenmitglied der

Knappenkapelle ist auch der ZBRV Karl Wetzelhütter.

Vereinsobmann Gerhard Graf will sich mit dieser Ehrung namens

der Kapelle für dessen besonderen Einsatz um das Wohl der

Blasmusik im RHI-Konzern und des Breitenauer Musikvereines besonders

bedanken. Ernst Grabmaier

Frühjahrskonzert des MV Breitenau mit Ehrung für Hubert Steinler

Turnauer Frühjahrskonzert 2009

Das Turnauer Frühjahrskonzert fand heuer erstmals an zwei Tagen

statt. Mit LR Johann Seitinger, NAbg. Erwin Spindelberger und

LAbg. Elisabeth Leitner waren Vertreter der steirischen Politik anwesend.

Der Steirische Blasmusikverband war durch den

Ehrenpräsidenten Wolfgang Suppan und LKpm.-Stv. Rudolf Zangl

vertreten. Eröffnet wurde mit der „Ortenberg-Fanfare“ von Armin

Suppan, anschließend folgten der Marsch „Jetzt geht’s los“ von

Franz Lehar, die Ouvertüre zur Operette „Die beiden Savojarden“

von Jacques Offenbach und der „Lagunen Walzer“ von Johann

Strauss Sohn. Höhepunkt des Abends war das Werk „Love and

Peace“ von Hannes Apfolterer. In diesem Stück erinnerte der MV

Turnau an seine verstorbenen Musiker. Es folgten Darbietungen des

örtlichen Jugendblasorchesters, ehe der Musikverein wieder die

Bühne betrat und mit der Schnellpolka „Eljen a Magyar!“ von

Blasmusik in der Steiermark

Johann Strauss Sohn, dem symphonischen Blasmusikwerk „Die

Geschichte vom Einhorn“ von Manfred Sternberger, dem „Italo Pop

Medley“ von Erwin Jahreis und dem „Rock Opening“ von Manfred

Schneider das Konzert fortsetzte. Mit Traditionsmärschen klang der

Abend schwungvoll aus. Stefan Hofer

1. Reihe von links: Ehrenpräsident Wolfgang Suppan, Obm. Christian

Leitinger, Martina Lenger, Thomas Tesch, Martina Fladl, Florian

Sommerauer, Regina Schoberer, LKpm.-Stv. Rudolf Zangl. – 2. Reihe von

links: Siegfried Fritz, NAbg. Erwin Spindelberger, LAbg. Elisabeth Leitner, LR

Hans Seitinger, Kpm. Erwin Hofer, Franz Schwöllberger

Vereinsbekleidung

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Blasmusik in der Steiermark 27

■ BEZIRK DEUTSCHLANDSBERG

Musikalische Weltreise mit der

Marktmusikkapelle Preding

Die MMK Preding, unter der Leitung von Kpm. Armin Grundner,

hatte sich für ihr Konzert am 9. Mai etwas Besonderes einfallen lassen.

Der Turnsaal der HS Preding wurde zum Flugzeug umfunktioniert.

Chef-Stuart Werner Ranacher vom ORF-Steiermark unterwies die

Passagiere des Fluges 090509 und bereitete sie optimal auf die Reise

in folgende Länder vor: Österreich („Gruß aus Wien“), Italien

(„Funiculi Funicula“), Afrika („African Symphony“), Spanien

(„Granada“), England („Land of Hope and Glory“), Irland („The

Spirit of the Celts“), Amerika („Stars and Stripes forever“), Mexiko

(„Tijuana Taxi“), Brasilien („Tico-Tico“) – das Klarinetten-Solo gespielt

von Markus Kraxner – Asien („Asian Folk Rhapsody“),

Russland („Glasnost“), Österreich („Perpetuum Mobile“).

Zwei Überraschungsstücke standen ebenfalls auf dem Programm:

das Klarinetten-Quartett mit Reinhard Gruber, Markus Kraxner,

Tamara Eicher und Stefanie Koch sowie Karel Gotts „Lieder aus

Tschechien“, gesungen von Erwin Ehrenhöfer. Das kurzweilige

Konzert bot lebendige Musik, die die Zeit wie im Flug vergehen

ließ. Monika Gartler

MMK Preding, links außen Bürgermeister Adolf Meixner

Jahreshauptversammlung der

Marktmusikkapelle Preding

Obmann Manfred Lueger konnte bei der im Probenraum der MMK

abgehaltenen Jahreshauptversammlung neben den nahezu vollzählig

erschienenen Musikern auch Ehrengäste wie Bgm. Johann

Muhry, Ehrenkapellmeister Josef Rupp sowie Bez.-FRef. Georg

Lampl begrüßen.

Die Jahreshauptversammlung stand im Zeichen von Neuwahlen.

Der neue Vorstand: Kpm. Armin Grundner, Kpm.-Stv. Herbert

Rupp und Daniel Strohmeier, Obm. Manfred Lueger, Obm.-Stv.

Erich Reisenhofer, Schriftführer Günter Ploderer, Schriftführer-Stv.

Jasmin Taucher, Finanzreferent Peter Sagmeister jun., FRef.-Stv.

Ernest Fürnschuß, Jugendreferentinnen Christina und Michaela

Leitner, Stabführer Adolf Meixner, Archivar Johann Ploderer und

Monika Gartler, EDV-Referent Stefan Loibner, Pressereferentin

Monika Gartler, Beiräte: Wolf Chibidziura, Markus und Robert

Kraxner, Johannes Wippel. Im Berichtsjahr verzeichnete der Verein

48 Voll- und sechs Gruppenproben sowie 38 Ausrückungen. Ein

Höhepunkt war die Konzertwertung im April, bei der ein

„Ausgezeichneter Erfolg“ erlangt wurde. Der zweite Höhepunkt

war die Konzertreise zur Partnerkapelle Auffach-Wildschönau

(Tirol). Kpm. Armin Grundner bedankte sich bei allen Mitgliedern

für die tatkräftige Unterstützung und für den persönlichen Einsatz

eines jeden Musikers. Monika Gartler

Stadtkapelle Deutschlandsberg:

Jahreshauptversammlung 2009

Der Obmann der STK Deutschlandsberg, Wolfgang Patsch, konnte

anlässlich der Jahreshauptversammlung 2009 am 22. März neben

den nahezu vollzählig erschienenen Musikern Bgm. Josef Wallner

und den Bez.-Obm.-Stv. Wolf Chibidziura begrüßen. Die Stadtkapelle

konnte auf ein sehr intensives Jahr 2008 zurückblicken. Im

111-Jahr-Jubiläum wurde die Stadtkapelle neu eingekleidet. In erster

Linie gilt stellvertretend für alle übrigen Spender der Dank der

Stadtgemeinde Deutschlandsberg. 50 Proben und 49 Ausrückungen

konnten verzeichnet werden. Das Frühjahrskonzert und das

Konzertwertungsspiel mit dem „Ausgezeichneten Erfolg“ in der

Stufe D waren ebenso Höhepunkte wie das Parkkonzert und die

musikalischen Besuche einzelner Buschenschänken bei „Schilcherberg

in Flammen“. Unter diesem Motto „Musik verbindet“

wurden der MV St. Anton am Arlberg und die STK Nördlingen eingeladen.

Diese begeisterte beim Frühschoppen mit Kastanien und

Sturm. Der MV St. Anton gastierte am Abend gemeinsam mit der

Stadtkapelle. Das Weihnachtswunschkonzert gemeinsam mit dem

Chor der Volksschule unter der Leitung von Edith Wippel beendete

das Musikjahr 2008. Die Stadtkapelle hat zurzeit 87 Mitglieder.

Davon sind 39 unter 30 Jahre. Das jüngste Mitglied ist zwölf, das älteste

aktive Mitglied über 70 Jahre. Kpm. Josef Angerer bedankte

sich für die tatkräftige Unterstützung und die gute Zusammenarbeit.

Wolfgang Patsch

Alfred Reinisch wurde 60

Neben Kpm. Josef Angerer und Obm. Wolfgang Patsch war die

ganze Stadtkapelle Deutschlandsberg gekommen, um dem Musiker

Alfred Reinisch zum 60. Geburtstag musikalisch zu gratulieren.

Alfred Reinisch ist seit 45 Jahren bei der Stadtkapelle und war in

diesem Zeitraum 32 Jahre aktiv im Vereinsvorstand tätig. Den

Militärdienst absolvierte Alfred Reinisch 1968–1969 bei der Militärmusik

Steiermark. Seine Instrumente sind die F-Tuba und die

Zugposaune. Die Musikkollegen wünschen alles Gute und vor allem

viel Gesundheit. Wolfgang Patsch

Gratulation an Alfred Reinisch zum 60. Geburtstag


28

■ BEZIRK FELDBACH

Stadtkapelle Fehring: Taktstockübergabe

Kapellmeister Fritz Karner legte nach 33-jähriger Tätigkeit anlässlich

des Wunschkonzertes der STK Fehring am 7. Dezember 2008

sein Amt nieder und übergab den Taktstock an Peter List.

Fritz Karner ist seit 50 Jahren Mitglied der Stadtkapelle Fehring.

1976 übernahm er die musikalische Leitung als Kapellmeister, von

1981 bis 1999 war er Bezirksjugendreferent und von 1999 bis dato

hat er das Amt des Bezirkskapellmeisters des Bezirkes Feldbach inne.

Aufgrund seiner langjährigen und sehr erfolgreichen Tätigkeit

wurden ihm anlässlich des Wunschkonzertes das Verdienstkreuz in

Silber des Österreichischen Blasmusikverbandes und der Ehrenring

der Stadtkapelle Fehring verliehen.

Fritz Karner wird weiterhin der Stadtkapelle Fehring treu bleiben

und seine Aufgaben als Kapellmeister-Stellvertreter und Trompeter

mit viel Engagement und Freude erfüllen. STK Fehring

Viermal Gold in der STK Fehring

Die Stadtkapelle Fehring kann sich über vier goldene Leistungsabzeichen

in einer Familie freuen.

Mama Liane Kniely ist bereits seit 32 Jahren Mitglied der Stadtkapelle

Fehring und hat 1980 die Prüfung für das JMLA in Gold absolviert

Ihre Tochter Maria Kniely hat auf der Querflöte im letzten Jahr und

die Töchter Magdalena und Theresa haben auf der Klarinette heuer

im April die Prüfung für das JMLA in Gold in Frohnleiten abgelegt.

Die Stadtkapelle Fehring ist stolz auf ihre vier „goldigen Mädchen“.

Von links: Magdalena, Maria, Liane und Theresa Kniely

Schalt dein Radio ein!

● Jeden Dienstag Blasmusik

● von 20.03 bis 21.00 Uhr

● auf Radio Steiermark

(Gestaltung und Moderation: Manfred Machhammer)

Die Sendungsinhalte finden Sie auf der Homepage

www.blasmusik-verband.at

unter „Blasmusik ORF Steiermark“

Blasmusik in der Steiermark

MV Breitenfeld: Wunschkonzert

Mit „Schneidig vor“ begrüßte der MV Breitenfeld seine Gäste zum

diesjährigen Wunschkonzert am 28. März in der Turn- und Mehrzweckhalle

Breitenfeld. Mit einem gut ausgewählten Programm

konnte Kpm. Andreas Schwab das Publikum begeistern und das

Können seiner Musiker präsentieren. Die rund 300 Zuhörer konnten

sich genussvoll zurücklehnen und den einstigen Alltag auf einer

Burg mit „Schloss Tirol“ miterleben und auch eine musikalische

Weltreise bei „Around the World in 80 Days“ starten. Der musikalische

Höhepunkt des Konzertabends war sicher, als „Ponte Romano“

erklang. LObm. Horst Wiedenhofer zeigte sich sehr angetan

von der guten Jugendarbeit im MV Breitenfeld, die nur durch großes

Engagement aller Beteiligten solche Begeisterung bei jungen

Menschen hervorrufen kann. Den würdigen Abschluss bildete der

„Radetzkymarsch“. Franz Raidl

Ehrung beim Wunschkonzert in Breitenfeld


Blasmusik in der Steiermark 29

■ BEZIRK FÜRSTENFELD

100 Jahre Blasmusik in Fürstenfeld

Vier neue Fahnen mit dem Stadtwappen für die Fanfarentrompeten

gab es zum 100. Geburtstag vonseiten der Stadt. Mit dem

„Fehrbelliner Reitermarsch“ wurde dann das Jubiläumskonzert der

STK Fürstenfeld am 9. Mai 2009 in der Stadthalle eröffnet. Mit der

„Festmusik der Stadt Wien“ von Richard Strauss wurde fortgesetzt.

Der erste Höhepunkt folgte danach mit der anspruchsvollen

„Radetzky-Ouvertüre“ von Hans Stilp. „Kaiserwalzer“ von Johann

Strauss, „Dick und Doof“ von Fred Strittmatter folgten und bei dem

Thema aus dem Film „Schindlers Liste“ konnte Andreas Pfingstl mit

einem Solo brillieren. In der Pause konnten die zahlreichen

Besucher viele Fotos aus „100 Jahren Blasmusik“ bestaunen.

Weiter ging es im Programm mit dem „Erzherzog Johann Marsch“.

Darauf erklangen „Benny Goodman Memories“ gefolgt von „The

Phantom of the Opera“ von Andrew Lloyd Webber. Die Filmmusik

von „Indiana Jones and the Temple of Doom“ schloss an. Theresa

Groß, Kathrin Janisch und Christoph Reiter wurden für den "Sehr

guten Erfolg" beim JMLA in Gold von der Stadtgemeinde ausgezeichnet.

Zum Schluss eines schönen Konzertes spielte die STK

Fürstenfeld noch „Sir Duke“ von Stevie Wonder. Moderator Georg

Pferschy lieferte in gewohnt souveräner Weise Informationen zu

den Stücken. Mit dem „Dream of Freedom“ von Herbert Marinkovits,

der persönlich anwesend war, verabschiedete sich die

Stadtkapelle vom begeisterten Publikum. Alfred Reiter

Musikverein Stadtkapelle Fürstenfeld

Taktstockübergabe beim MV Ilz

Kpm. Werner Deutsch vom MV Ilz legte aus privaten Gründen sein

Amt nieder. Der Blasmusikwelt bleibt er nach wie vor als CISM-geprüfter

Bewerter und Direktor der Musikschule Ilz erhalten. In

Würdigung seiner Erfolge erhielt Werner Deutsch unter dem

Applaus des Ilzer Konzertpublikums die „ÖBV Verdienstmedaille in

Silber“ aus der Hand von Bez.-Obm. Johann Tauchmann.

Der „Neue“ heißt Ferdinand Kaiser, stammt aus Rohrbach/Lafnitz

und unterrichtet an den Musikschulen in Pöllau und Ilz. Als gefragter

Hornist wirkt er auch bei Ensembles wie der Haydn Philharmonie,

dem Wiener Hornverein und der Symphonietta Pöllau

mit. Ferdinand Kaiser ist Substitut am Stadttheater Baden und

kann auf Blasmusikerfahrung in der Marktmusik Vorau, im Pannonischen

Blasorchester und im Musikverein Ilz zurückgreifen.

Sein erstes Konzertprogramm spiegelte dann auch jenen Elan wider,

der so etwas wie das Markenzeichen des sportbegeisterten 30-

Jährigen ist. In einer bunten Mischung von Tradition bis Pop konnten

sich einige Gesangs- und Instrumentalsolisten auszeichnen, die

professionelle Lichttechnik fügte sich nahtlos in das Gesamtkonzept

ein. Eine neue Erfahrung für die Akteure, ein Genuss für das

Publikum und damit ein gelungener Einstand für Ferdinand Kaiser

als neuen „Taktgeber“ im Musikverein Ilz. Josef Riegebauer

Neo-Kapellmeister Ferdinand Kaiser im Kreise „seiner“ Musiker

Musikverein Burgau

Musiker gratulierten zum 70er

Der MV Burgau hatte einen freudigen Anlass zum Ausrücken,

Aufspielen und Feiern. Karl Hackl, Ehrenobmann und aktiver

Baritonist seit nunmehr 54 Jahren, feierte im Kreise seiner Familie,

seiner Freunde und diverser Vereine im Schloss-Saal Burgau seinen

70. Geburtstag. Neben den vielen Gästen fand sich auch Bez.-Obm.

Johann Tauchmann zur Gratulation ein. Josef Sodl

Auszeichnung für Bezirks-Obmann

Johann Tauchmann

Im Zuge der Bezirks-Jahreshauptversammlung in Loipersdorf

zeichnete LObm.-Stv. Herbert Polzhofer Bez.-Obm. Johann

Tauchmann mit dem Verdienstkreuz in Silber des ÖBV aus. Großer

Applaus folgte von den Delegierten und Ehrengästen für den umtriebigen

und geachteten Chef des Blasmusikbezirkes Fürstenfeld

und für seine Amtsführung. Josef Riegebauer

Bez.-Obm. Johann Tauchmann flankiert von LObm.-Stv. Herbert Polzhofer

und LAbg. Franz Majcen


30

Ottendorf: Alte Welt – Neue Welt

Die TMK Ottendorf an der Rittschein nahm das Konzert 2009 unter

dem Titel „Alte Welt – Neue Welt“ zum Anlass, eine musikalische

Reise durch die Geschichte des Planeten Erde zu machen. Im

Veranstaltungszentrum Ottendorf konnten Mitte April rund 700

Besucher aus nah und fern begrüßt werden.

Kpm. Herbert Maierhofer hatte mit seinen 69 Musikern ein Programm,

das das Prädikat „Anspruchsvoll“ verdient, erarbeitet. Mit

der Filmmusik aus dem preisgekrönten Film „Ben Hur“ wurde das

Publikum in das alte Rom rückversetzt, ehe mit der „Overture to

Avalon“ eine Scheinwelt aus der Vorzeit beschrieben wurde. Daran

angeschlossen, erklang mit dem „Largo“ (aus der Symphonie Nr. 9

„Aus der Neuen Welt“) von Antonin Dvoˇrák das vielleicht schönste

Solo für Englischhorn, gespielt von Dieter Maderbacher.

Dieser fungierte auch als Moderator des Konzertabends – fachkundig,

abwechslungsreich und interessant. „Man in the ice“ von Otto

M. Schwarz und „Conquest of Paradise“ folgten, ehe in „The dream

of freedom“ das Leben des schottischen Freiheitskämpfers Sir

William Wallace, eindrucksvoll vertont von Herbert Marinkovits, zu

hören war. Mit „Heal the World“ von Michael Jackson wurde bereits

zum fulminanten Schluss übergeleitet.

Das Orchester verabschiedete sich mit der Filmmusik zum High-

Tech-Märchen „Star Wars“ von John Williams. Jenny Großschädl

brachte mit ihrer tollen Stimme zum Louis Amstrong-Hit „What a

wonderful World“ das Publikum zum Beben. Mit dem

„Deutschmeister Regiments-Marsch“ wurde ein Konzertabend beendet,

der die Vielfalt anspruchsvoller symphonischer Blasmusik

präsentierte. Christian Flechl

■ BEZIRK GRAZ-STADT

15 Jahre Blasmusik im Landhaushof

Seit 1994 gibt es die beliebten Blasmusikkonzerte im Grazer Landhaushof.

In den letzten 15 Jahren haben rund 40.000 Besucher

Blasmusik in all ihren Schattierungen und Besetzungen erleben

können. Das alles bei freiem Eintritt und in wunderschöner

Atmosphäre. Auch 2009 finden diese Konzerte – veranstaltet vom

Blasmusik-Bezirk Graz-Stadt – wieder statt, zum gewohnten Termin,

samstags zwischen 16.30 und 18.00 Uhr. Gernot Hauswirth

Konzert-Termine 2009

4. 7. Eisenbahnermusikverein der Europastadt Graz und Grazer

BläserVielharmonie

11. 7. Musikverein St. Veit – Andritz – Stattegg und

Jugendblasorchester Don Bosco

18. 7. Trachtenkapelle Graz-Wetzelsdorf und Polizeimusik

1. 8. Musikverein Graz-Eggenberg

8. 8. Ortsmusik Mariatrost

15. 8. Musikverein Graz-Liebenau

22. 8. Postmusik Graz

29. 8. Musikverein der Grazer Verkehrsbetriebe

5. 9. Musikverein Grazer Spielmannszug und Trachtenkapelle

Graz-Straßgang

Blasmusik in der Steiermark

■ BEZIRK GRAZ-NORD

Schlagzeugseminar in Frohnleiten

Am 21. März wurde im Bezirk Graz-Nord ein ganztägiges Schlagzeugseminar

mit Heribert Prinz abgehalten. Dankenswerterweise

stellte der Musikverein Frohnleiten das Musikheim und sämtliches

Schlagwerk für das Seminar zur Verfügung. Heribert Prinz, der an

den Musikschulen Krieglach und Mürzzuschlag unterrichtet, bei

der Musikkapelle voestalpine Roseggerheimat Krieglach mitwirkt

und als Fachreferent für Schlaginstrumente im steirischen Musikschulwerk

tätig ist, gestaltete für die insgesamt 21 Teilnehmer – 15

aktive Schlagzeuger und sechs Kapellmeister aus dem Bezirk Graz-

Nord – ein hochinteressantes Seminar. Sowohl die aktiven

Teilnehmer als auch die anwesenden Kapellmeister gewannen wesentliche

Erkenntnisse, was z. B. die richtige Wahl der Schlägel oder

das Dämpfen von Schlaginstrumenten für Klangunterschiede bewirkt.

Von einem dynamisch fesselnden Marscheinschlag bis zur

beeindruckenden Handhabung des Triangels über wahrlich „klingende“

Pauken reichte die Palette des Vortrages von Heribert Prinz

bei diesem Seminar. Mit einer Sambasession wurde der Seminartag

aufgelockert und so bleibt nur der kleine Wermutstropfen, dass dieses

für die klangliche Weiterentwicklung unserer Blasmusik so

wichtige Seminar nicht von wesentlich mehr Teilnehmern wahrgenommen

wurde. Walter Latzko

Jung und Alt

gaben beim

Seminar des

Bezirkes

Graz-Nord ihr

Bestes

��� Jubiläums-Festschriften

Wichtiger Aufruf an unsere Musikvereine:

Vereinszeitschriften und Jubiläums-Festschriften bitte jeweils zweifach

an das Sekretariat unseres Landesverbandes einsenden.

Im Sekretariat soll alles dokumentiert werden, was von unseren Mitgliedskapellen

veröffentlicht wird. Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe.


Blasmusik in der Steiermark 31

Ehrung beim Musikverein Semriach

Anlässlich der Jahreshauptversammlung im Jänner 2009 wurden in

Anwesenheit von Bez.-Obm. Norbert Arbesleitner, Bgm. Jakob

Taibinger, LObm-Stv. Herbert Polzhofer und Bez.-Obm.-Stv. Alois

Schinnerl und Kpm. Johann Wiener vier verdiente Musiker für 60jährige

aktive Tätigkeit im Musikverein Semriach geehrt. Der

Musikverein Semriach weilte kürzlich im Vatikan und hatte die ehrenvolle

Aufgabe, mit elf anderen Musikkapellen aus Europa im

Petersdom die Heilige Messe musikalisch zu gestalten.

Vorne von links: Alois Raith, Anton Gletter, Franz Pieber, Ehrenobmann Max

Zechner (33 Jahre Obmann) wurden für 60-jährige Tätigkeit geehrt

Blasmusikkonzerte in Frohnleiten

Bis Freitag, den 11. September 2009, gibt es auf dem Frohnleitner

Hauptplatz Konzerte. Beginn: 17.00 Uhr

Konzert-Termine 2009

19. 6. MV Frohnleiten & Jugendblasorchester der Musikschule

26. 6. Stadtkapelle Leibnitz

3. 7. Grazer Spielmannszug

10. 7. Marktmusikkapelle St. Michael

17. 7. Postmusik Graz

24. 7. Musikverein Großstübing

31. 7. Marktmusikkapelle Übelbach

7. 8. Polizeimusik Graz

14. 8. Eisenbahner MV Bruck & Young Train Orchestra

21. 8. Musikverein Grazer Verkehrsbetriebe

28. 8. Musikverein Röthelstein

4. 9. Kulturverein MOL - Blasorchester Lenart Slowenien

11. 9. Trachtenkapelle Oberaich

Info: Tourismusverband Frohnleiten, Tel. 03126/2374

Bezirk Graz-Nord – Termine 2009

20. Juni Bezirksmusikfest + MW Bezirk Graz-Nord – MV Großstübing

26. Juni 1. Blasmusik Open Air MV Gratwein – Pfarrhof

18. Juli Marktfest MV Semriach

29. August Steirerfest MV Frohnleiten

29. August Jubiläums-Sommerfest MMK Übelbach

30. August Bezirks-Weisenblasen Bezirk Graz-Nord + TMK Judendorf-Str.

11. Oktober Konzert des JBO Bezirk Graz-Nord - Volkshaus Frohnleiten

LJRef. Markus Waidacher referierte

über „Jugendarbeit im Musikverein

Im Rahmen einer Tagung der Obmänner, Kapellmeister und Jugendreferenten,

zu welcher der Bezirk Graz-Nord bereits zum zweiten

Mal in die Bauakademie Übelbach geladen hatte, hielt LJRef.

Markus Waidacher ein aufschlussreiches Referat über die Jugendarbeit

in den Musikvereinen.

Er schnitt vor zahlreichen Zuhörern in seinem Impulsreferat unter

dem Motto „Wie moderne Jugendarbeit in einem Musikverein

funktioniert“ wesentliche Punkte an, welche von den Funktionären

beachtet und umgesetzt werden sollten und verwies darauf, wie

wichtig der Kontakt eines Musikvereines zur örtlichen Musikschule

für eine gedeihliche Entwicklung ist. Waidacher appellierte, dass die

Aufnahme von Jugendlichen vom Musikverein gut vorbereitet und

die erste Probe für sie ein Erlebnis werden sollte. Der fachlich fundierte

Vortrag diente als Motivation für künftige Jugendarbeit und

endete mit einer Diskussion, in der Markus Waidacher gestellte

Fragen kompetent beantwortete. Harald Jantscher


32

■ BEZIRK GRAZ-SÜD

Führungswechsel in Graz-Süd

Der Musikbezirk Graz-Süd hat bei der Generalversammlung am

1. März 2009 einen Führungswechsel vollzogen. Der langjährige

Bezirksobmann Franz Mesicek legte sein Amt nach 34 Jahren nieder.

Als Zeichen der Dankbarkeit wurde ihm von LObm. Horst

Wiedenhofer das Verdienstkreuz in Gold verliehen. Der Bezirk

Graz-Süd ernannte ihn zum Ehrenobmann. Toni Streibl übernahm

von Elisabeth Klöckl-Stadler das Amt des Bezirksjugendreferenten,

welche mit dem Verdienstkreuz in Silber ausgezeichnet wurde.

Josef Mühlmann wurde das Amt des Bezirkskapellmeisters übertragen,

da auch Matthias Pitscheneder nicht mehr für diese Tätigkeit

zur Verfügung stand. Der scheidende Funktionär Ernst Bressnig

wurde mit einer Ehrenurkunde des Bezirkes bedacht.

Daniela Krisper

Konzertwertung in Werndorf

Gezeichnet von der perfekten Organisation der Jugendkapelle

Werndorf und des Bez.-Kpm.-Stvs. Matthias Pitscheneder und natürlich

der bestens vorbereiteten 13 Musikkapellen ging am

25. April 2009 die Konzertwertung des Bezirkes Graz-Süd über die

Bühne. Unter dem Vorsitz von Militärkapellmeister Hannes

Lackner stellten sich neun Vereine aus dem Bezirk und vier externe

Vereine der Bewertung durch die Jury, der weiters Johann Koller,

Adolf Marold und Werner Deutsch angehörten. Zum erfreulichen

Ergebnis, ersichtlich aus der Tabelle in dieser Zeitung, gratuliert die

Bezirksleitung. Daniela Krisper

Urkundenverleihung nach der Konzertwertung

Jugendkapelle Werndorf

lädt ein zur Musikheimweihe

� Sonntag, 28. Juni 2009: Eröffnung und Einweihung des

neuen Musikheimes Werndorf.

◆ Anschließend Frühschoppen mit der Blasmusik Königstetten;

◆ ab 12.00 Uhr Unterhaltungsnachmittag mit den „Runden

Oberkrainern – Okrogli muzikanti” aus Slowenien, Lasko und

Rogaska Slatina, die mit ihrem Showprogramm für beste

Stimmung und Unterhaltung sorgen.

Homepage: www.blasmusik-verband.at

E-Mail: office@blasmusik-verband.at

Blasmusik in der Steiermark

■ BEZIRK GRÖBMING

Jahresrückblick Bezirk Gröbming

Bez.-Obm. Josef Pilz brachte bei der Jahreshauptversammlung des

Musikbezirkes in Öblarn eine interessante Zusammenfassung über

das abgelaufene Arbeitsjahr: In den 16 Kapellen des Bezirkes sind

761 aktive Musiker tätig, davon 244 weibliche und 409 unter 30

Jahren, diese waren 2008 insgesamt 1.216-mal im Dienste der

Musik unterwegs: 651 Proben und 565 Ausrückungen. Bez.-Kpm.

Johann Koller berichtete über das Bezirksmusikfest 2008 in

Gröbming, die Marschwertung mit zehn Bezirkskapellen und dem

MMV Stainach als Gastkapelle.

Bez.-JRef. Gerhard Lipp berichtete über 83 erfolgreiche

Jungmusiker, davon 28 in der Stufe Junior, 37 in der Stufe Bronze

und 13 in der Stufe Silber. Fünf Jungmusiker legten den

Grundstein für das JMLA: Maria Fuchs (Querflöte, Haus), Daniel

Schweiger (Schlagzeug, Irdning), Lisa Krammer (Oboe, Pruggern),

Manuela Berger (Tenorhorn, Pruggern), Maximilian Ruhdorfer

(Altsaxophon, Donnersbach). Ausgezeichnet wurden: Bez.-JRef.

Gerhard Lipp (Ehrennadel in Silber), Bez.-Stf. und Bez.-Kpm.-Stv.

Herbert Nußbaumer, Bezirkskassier Erwin Pfeifenberger und Bez.-

Stf. Wolfgang Schupfer (Verdienstkreuz in Bronze) sowie Bez.-

Kpm. Johann Koller (ÖBV-Verdienstmedaille in Silber).

LAbg. Bgm. Karl Lackner betonte in seinen Grußworten den wichtigen

Beitrag der Musikkapellen in den Gemeinden und lobte die

Jugendarbeit in den Kapellen.

LObm.-Stv. Alois Weitenthaler bedankte sich für den Steirischen

Blasmusikverband bei allen Kapellen und beim Bezirksvorstand für

die Leistungen im abgelaufenen Jahr. Nach der vom Musikverein

Öblarn intonierten „Steirischen Landeshymne“ beendete Bez.-

Obm. Josef Pilz mit besten Wünschen für das kommende musikalische

Jahr die Versammlung. Wolfgang Schupfer

Erfolgreiche Blasmusikjugend im

Musikbezirk Gröbming

Bei der Feierstunde nach den Prüfungen zum JMLA am Josefitag

konnte Bez.-JRef. Gerhard Lipp im Saal des WIFI Gröbming neben

den erfolgreichen Jungmusikern sowie den anwesenden Eltern,

Kapellmeistern und Obmännern auch eine Reihe von Ehrengästen

begrüßen: Bgm. Barbara Wolfgang-Krenn, Bez.-Obm. Josef Pilz,

Bez.-Kpm. Johann Koller u. a. Der Dank des Bez.-JRef. galt neben

den Musikschullehrern, den organisatorischen Helfern, Bez.-EDV-

Die Jurymitglieder Eduard Wagner, Karl Heinz Zapfl und Tanja Laptos bei

der JMLA-Prüfung in Gröbming


Blasmusik in der Steiermark 33

Referent Alfred Buchegger, Bez.-Stf. Wolfgang Schupfer und JRef.-

Stv. Eduard Pitzer. Den vier Prüfern Tanja Laptos, Friedrich Pfatschbacher,

Karl Heinz Zapfl und Eduard Wagner hatten sich 99

Prüflinge mit großem Erfolg gestellt: 46 Junior LA, davon 33

„Ausgezeichneter Erfolg“, zwölf „Sehr guter Erfolg“ und ein „Guter

Erfolg“. 37 JMLA in Bronze, davon 20 „Ausgezeichneter Erfolg“, 15

„Sehr guter Erfolg“ und zwei „Guter Erfolg“. 16 JMLA in Silber, davon

vier „Ausgezeichneter Erfolg“, elf „Sehr guter Erfolg“ und ein

„Guter Erfolg“. Begleitet mit den besten Wünschen für ihre weitere

musikalische Zukunft traten die erfolgreichen Prüflinge die

Heimreise an. Wolfgang Schupfer

■ BEZIRK HARTBERG

Kernstockkapelle Pöllau bot

einen Strauß voll Musik

Das traditionelle Frühjahrskonzert der Kernstockkapelle Pöllau

Anfang April stand dieses Jahr unter dem Motto „Ein Strauß voll

Musik“.

Eröffnet wurde mit der Ouvertüre zu der Oper „Der Freischütz“

von Carl Maria von Weber. Mit dem nächsten Werk erwies man

dem musikalischen Jahresregenten Joseph Haydn die Ehre. In seinem

Trompetenkonzert überzeugte Franz Ebner als Solist. Aus der

1. Sinfonie für sinfonisches Blasorchester des holländischen Komponisten

Johan de Meij führte die Kernstockkapelle den 5. Satz mit

dem Titel „Hobbits“ auf.

Nach der Pause wurde mit der 6-sätzigen „Jazz-Suite“ von Dimitri

Schostakowitsch fortgesetzt. Hier zeigte Hans-Erich Seemann als

Solist mit seinem Akkordeon sein Können. Christian Kullar präsentierte

sich mit dem Flügelhorn im nächsten Stück, dem 2. Satz „In

Memory of …“ aus dem Concerto op. 27 vom Oststeirer Reinhard

Summerer, als Solist. Der darauffolgende Walzer „Frühlingsstimmen“

von Johann Strauß Sohn ließ vor den Augen des begeisterten

Publikums musikalische Blumen sprießen. Das Schlussstück war

der berühmte John P. Sousa-Marsch „The Stars and Stripes forever“,

von dem sich das Publikum zu begeisterten Bravo-Rufen hinreißen

ließ.

Hans-Erich Seemann führte in bewährter Weise mit verbindenden

Worten durch das Programm. Das älteste KK-Mitglied, Willi

Almbauer, hatte es sich nicht nehmen lassen, trotz eines besonderen

Jubeltages als Klarinettist mitzuwirken – er feierte mit seiner

Gattin Johanna Goldene Hochzeit. Die KK gratuliert ganz herzlich.

Katharina Jeitler

Christian Kullar (Solist, Flügelhorn), Franz Ebner (Solist, Trompete), Hans-

Erich Seemann (Solist, Akkordeon, sitzend), Toni Mauerhofer (Kapellmeister)

Jugendkapelle der Musikschule

Hartberg in Belgien erfolgreich

Das Jugendblasorchester aus Hartberg wurde beim europäischen

Jugendmusikfestival in Neerpelt mit einem ersten Preis ausgezeichnet.

Bereits zum zweiten Mal hatte die Jugendkapelle Hartberg an

diesem Festival im belgischen Neerpelt teilgenommen. 3.000

Teilnehmer aus 22 Ländern Europas, aus Mexiko und Japan musizierten

und feierten gemeinsam unter dem Motto, frei nach

Beethoven: „Alle Menschen werden Brüder“. Bereits nach der

Ankunft hatten die 50 Musiker aus Hartberg ihren ersten Auftritt

beim Eröffnungskonzert auf dem Hauptplatz. Mit der Ouvertüre

zur Operette „Leichte Kavallerie“ von Franz von Suppé, dem

„Radetzkymarsch“ u. a. stand traditionelle österreichische Blasmusik

auf dem Programm. Den Abschluss des Auftaktkonzertes gestaltete

ein Percussionsensemble mit einer Feuerwerkshow. Nach intensiver

Vorbereitung präsentierte die Jugendkapelle der internationalen

Jury ihr Wettbewerbsprogramm. Mit „Windfonietta“ von

Fritz Neuböck und „Fate of the Gods“ von Steven Reineke wurden

ÖBV-Pflichtstücke der Stufen C und D in konzentrierter Form gespielt.

Nach einem Umzug durch die Innenstadt von Neerpelt zur

Sporthalle vor Tausenden Zusehern wurden schließlich im Rahmen

einer beeindruckenden Siegerehrung die Ergebnisse präsentiert. Ein

erster Preis für die Jugendkapelle Hartberg in der Kategorie A

(Blasorchester und Brassband). Die Freude bei den Musikern war

riesengroß. Zum Abschluss des Festivals stand für die Jugendkapelle

ein „Aperitifkonzert“ auf dem Programm. Mit der Gewissheit,

sich im Spitzenfeld unter den teilnehmenden Blasorchestern

platziert zu haben, und mit vielen neuen Eindrücken traten die

Musiker aus Hartberg wieder die lange Heimreise an.

Herbert Monsberger

Die beim europäischen Jugendmusikfestival in Belgien ausgezeichnete

Jugendkapelle der Musikschule Hartberg

ClariArte 09 – 100 Jahre B. Goodman

Nach dem großen Erfolg der ClariArte Hartberg 2008 findet vom

21. August bis 30. August 2009 die zweite Auflage dieses einzigartigen

Musikfestivals statt. Nach dem überaus erfolgreichen Auftakt

im letzten Jahr, bei dem ca. 2.000 Zuhörer die Konzerte und Events

verfolgen konnten und der Meisterkurs mit 40 internationalen

Studenten ausgebucht war, sind für die ClariArte 2009 einige neue

Höhepunkte geplant. Das „Wiener Jeunesse Orchester“ unter Herbert

Böck wird mit der vienna clarinet connection das Eröffnungskonzert

am 21. August im Schlosshof bestreiten. Das aus

ca. 80 Musikern bestehende Orchester wird auf seiner Sommertournee

in Hartberg Station machen und neben Werken von

Bernstein und Hödl (Benny-Goodman-Homage) die „8. Sympho-


34

nie“ von Antonin Dvorák aufführen. Für das zweite Konzert am

27. August wird die vienna clarinet connection gemeinsam mit der

bekannten österreichischen Jazzsängerin Simone Kopmajer und

dem Schlagzeuger Reinhardt Winkler Benny Goodman hochleben

lassen.

■ BEZIRK JUDENBURG

MV Weißkirchen: Rekordjahr 2008

Das Jahr 2008 war für den MV Weißkirchen nicht nur ein

Jubiläumsjahr (145 Jahre), sondern auch überaus arbeitsintensiv.

Zur im Panthersaal in Weißkirchen abgehaltenen Jahreshauptversammlung

konnte Obmann Bgm. Ewald Peer neben den erschienenen

Musikern auch Bez.-Obm. Alois Weitenthaler, Pfarrer

Gerald Wimmer, Vzbgm. Elfi Penz, Bez.-JRef. Ewald Wilding sowie

einige Ehrenmitglieder begrüßen. Obmann Peer wies mit 123

Ausrückungen des Musikvereines im vergangenen Jahr auf den

höchsten Wert der letzten zehn Jahre hin. Der Tätigkeitsbericht

wurde von Schriftführer Michael Seidl vorgetragen. Obm. Ewald

Peer erinnerte an die Höhepunkte des letzten Jahres wie das Drei-

Tage-Jubiläumsfest mit dem Konzert „Musikalische Weltreise“, die

Konzertwertung in Pöls mit „Ausgezeichnetem Erfolg“ in der Stufe

C und an das traditionelle Weihnachtswunschkonzert. Kpm. Helmut

Grangl konstatierte 69 aktive Musiker mit einem Durchschnittsalter

von 29 Jahren und verkündete, dass durch die in

Kürze beitretenden Jugendlichen der Musikerstand auf 77 erhöht

werden wird. Die Geschwister Birgit und Margit Frewein erhielten

für ihren beinahe lückenlosen Probenbesuch ein Ehrengeschenk.

Finanzreferent Alois Weitenthaler bedankte sich bei den Gemeinden

für die Subventionen, die die Renovierung der Fassade

des Probenlokals möglich machten. Mit den Berichten der weiteren

Ämterführer, Zeugwart Andrea Sattler, Archivarin Rosemarie Penasso,

Stabführer Ewald Peer und Jugendreferent Andreas Wilding

sowie den Grußworten der Ehrengäste wurde die Versammlung beendet.

Gerhard Freigaßner

Die Geschwister Birgit und Margit Frewein wurden von Kpm. Helmut

Grangl für den fleißigen Probenbesuch geehrt

Blasmusik in der Steiermark

Zeltweg - Exzellente Leistungen bei

den Jungmusikern

An vier Wochenenden zeigten 198 Jungmusiker aus den Bezirken

Judenburg, Murau und Knittelfeld ihr musikalisches Können. Nach

Seminarende erfolgte die feierliche Überreichung der JMLA und

Urkunden in der Aula der Musikschule Zeltweg.

Alle angetretenen Jungmusiker hatten die Prüfung bestanden. 68

Junior LA, davon 44 „Ausgezeichneter Erfolg“, 23 „Sehr guter

Erfolg“ und ein „Guter Erfolg“. 83 Musiker erhielten das JMLA in

Bronze, davon 43 „Ausgezeichneter Erfolg“, 28 „Sehr guter Erfolg“,

acht „Guter Erfolg“ und vier „Erfolg“. Für 47 Musiker gab es das

JMLA in Silber, davon 21 "Ausgezeichneter Erfolg, 18 „Sehr guter

Erfolg“, fünf „Guter Erfolg“ und drei „Erfolg“.

Die Überreichung nahmen Bez.-Obm. Alois Weitenthaler, Bez.-

JRef. Ewald Wilding und Bez.-Kpm. Herbert Bauer im Namen der

Bezirksleitung Judenburg vor. Umrahmt wurde die Veranstaltung

von Solisten des Jungmusikerseminars. Peter Haslebner

Dominik Preis am

Schlagzeug absolvierte

den ersten Teil der

Prüfung in „Gold“ mit

dem Musikstück

„Käseteller“

MV Rothenthurm – St. Peter o. J. hat

sehr erfolgreichen Nachwuchs

Die Nachwuchsarbeit wird beim MV Rothenthurm – St. Peter ob

Judenburg groß geschrieben. 19 Nachwuchsmusiker legten vor

Kurzem sehr erfolgreich die Prüfung zum JMLA ab.

Folgende Jungmusiker konnten das Leistungsabzeichen erlangen:

Junior mit „Ausgezeichnetem Erfolg“: Bianca Nestelbacher, Claudia

Bischof, Kathrin Kogler (alle Querflöte), Theresa Hofer (Saxophon),

Die erfolgreichen Jungmusiker im MV Rothenthurm–St. Peter ob Judenburg

Julia Reiter und Laura Galati (beide Klarinette), Stefan Bischof und

Christoph Gruber-Veit (beide Trompete). JMLA in Bronze: Martina

Kropf (Trompete mit „Ausgezeichnetem Erfolg“), Stefan Kropf

(Schlagzeug mit „Ausgezeichnetem Erfolg“), Johannes Sattler,

Clemens Sattler (beide Bariton mit „Ausgezeichnetem Erfolg“),


Blasmusik in der Steiermark 35

Marlene Reiter, Cornelia Reiter (beide Klarinette mit „Ausgezeichnetem

Erfolg“), Daniele Gruber-Veit (Waldhorn mit „Sehr gutem

Erfolg“). JMLA in Silber: Sabrina Schaffer (Querflöte mit „Sehr gutem

Erfolg“), Michael Strasser (Trompete mit „Ausgezeichnetem

Erfolg“), Sebastian Reiter (Klarinette mit „Ausgezeichnetem Erfolg“),

Andreas Bischof (Schlagzeug mit „Gutem Erfolg“). Kpm.

Andreas Gollner, Obmann Hubert Hasler sowie Jugendreferent

Franz Sattler freuten sich mit den jungen Musikern. Sandra Gollner

■ BEZIRK KNITTELFELD

St. Marein: Blasmusik in der Kirche

Der MV St. Marein bei Knittelfeld veranstaltete am 29. März 2009

ein Kirchenkonzert. Zu Beginn wurde in der Kirche eine Klanginstallation

präsentiert. Die verschiedenen Instrumentengruppen

des Musikvereines ließen aus dem Chorraum, der Empore und den

Seitenräumen den Choral „Lobet den Herren“ erklingen.

Auch das Jugendblasorchester des Musikvereines unter der Leitung

von Klaus Mühlthaler wirkte mit den Stücken „Autumn Holiday“

und einem Choral mit. Bei vollbesetzter Kirche wurden Stücke alter

Meister wie Wolfgang Amadeus Mozart, Carl Maria v. Weber,

Felix Mendelssohn-Bartholdy sowie Stücke von Popstars wie

Michael Jackson („Heal the World“), Francesco Sartori („Time to

say Goodbye“), Keith Reid („A Whiter Shade of Pale“) und

anderen Komponisten präsentiert.

Moderiert von Pfarrer Othmar Stary und unter der bewährten

Leitung von Kapellmeister Floribert Neumann wurde dieses Konzert

zu einem besonderen Erlebnis. Lisa Reibenbauer

Kirchenkonzert in St. Marein bei Knittelfeld

■ BEZIRK LEIBNITZ

MK der Pfarre St. Georgen a. d.

Stiefing auf „Probenurlaub“

Begonnen hatte es im vergangenen Dezember, als Kapellmeister

Rene Lackner mit den „Grazer Uhrturmbläsern“ einen Adventabend

in der Miesenbacher Pfarrkirche mitgestaltete. Da kam das

Gespräch auf Probenseminare. Kurz darauf entschloss sich die

Musikkapelle der Pfarre St. Georgen a. d. Stiefing unter Obmann

Johann Absenger zu einem Versuch. Und Ende April war man

dann zu einem Probenwochenende nach Miesenbach gekommen.

Es wurde einerseits intensiv geprobt. Andererseits wurden in geselliger

Runde alle Formen der Blasmusik gepflogen; bis zum österreichischen

Zapfenstreich in reduzierter Version. Kapellmeister Rene

Lackner und Obmann Johann Absenger waren sich einig: Im

nächsten Jahr gibt es ein verlängertes Probenwochenende beim

Lindenwirt in Miesenbach. Erhard Mariacher, LMRef.

Von links: Toni

Narnhofer, Ehrenkapellmeister

und

Stabführer Anton Kölli,

Ehrenkapellmeister

Franz Narnhofer aus

Miesenbach, Obmann

Johann Absenger,

Kpm. Rene Lackner in

einer Probenpause

■ BEZIRK LEOBEN

Bergkapelle Eisenerz: Frühjahrskonzert

Der Saal des Innerberger Gewerkschaftshauses war wieder einmal

ausverkauft, als am 18. April in Eisenerz das traditionelle Frühjahrskonzert

des Musikvereines Bergkapelle Eisenerz unter der

Leitung von Kpm. Manfred König stattfand. Barbara Schiefer aus

Irdning moderierte und die Altsteirermusi Kogler ergänzte das

Programm mit traditioneller Volksmusik. Die Bergkapelle bot von

böhmischen Klängen über schneidige Märsche bis hin zu Melodien

von ABBA für jeden Musikgeschmack etwas Passendes. Einer der

Höhepunkte des Konzertes war die Polka „Launische Klarinetten“,

mit der die beiden Klarinettisten Egon und Ferdinand Wohltran

eindrucksvoll ihr technisches Können unter Beweis stellten.

Der MV Bergkapelle Eisenerz bedankt sich bei seinem treuen Publikum

für die gute Stimmung und für den gebotenen Applaus. Im

Jahre 2010 feiert der

Musikverein sein 200jähriges

Bestehen mit

zahlreichen Veranstaltungen.

Informationen

auf der Homepage:

www.bergmusik-eisenerz.at

Nicole Wohltran

Frühjahrskonzert

des Musikvereins

Bergkapelle

Eisenerz unter Kpm.

Manfred König


36

MV Wald am Schoberpass:

Jahreshauptversammlung

Bei der Jahreshauptversammlung des MV Wald am Schoberpass

wurde von Obm. Wolfgang Brandner auf ein ereignisreiches

Vereinsjahr zurückgeblickt. 39 aktive Musiker arbeiten mit Kpm.

Manfred Percht. Obm. Brandner berichtete über den Ausflug in die

bayrische Metropole München. Erstmalig wurde am „Spiel in kleinen

Gruppen“ teilgenommen, dazu kamen 22 Ausrückungen. Eine

besondere Herausforderung war das Jahresschlusskonzert, durch

das Sepp Loibner geführt hatte. Weiters wurde das 80-jährige

Bestandsjubiläum des Musikvereins gefeiert. Aus diesem Anlass

wurde auf einer CD ein Querschnitt der letzten zehn Jahre präsentiert.

Besonderer Dank ging an Jugendreferent Timo Landl, Kpm.

Manfred Percht und an die von ihnen betreute Jugend, die mit großer

Begeisterung dabei ist.

Zwei Musikerinnen des MV Wald am Schoberpass, Dagmar Einwallner

auf der Klarinette und Elisabeth Schneeberger auf der

Querflöte, legten das JMLA in Silber erfolgreich ab. „Gut ausgebildete

Musiker sind die Garantie für musikalische Qualität eines

Musikvereines“, so Kpm. Manfred Percht.

Hubert Percht, 45 Jahre aktiver Musiker beim MV Wald am Schoberpass,

wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Ein besonderes Ereignis feierte August Percht, Ehrenkapellmeister

des MV Wald am Schoberpass: 50 Jahre gemeinsamer Lebensweg

mit Gattin Helga. Mit einigen Ständchen wurde dem Jubelpaar zur

Goldenen Hochzeit gratuliert. August Percht war Kapellmeister von

1977 bis zum Jahre 1998 und ist noch immer aktiver Musiker.

Obm. Wolfgang Brandner wünschte im Namen aller Musiker dem

Jubelpaar Glück und Gesundheit.

Mit dem Dank an alle unterstützenden Mitglieder und Gönner des

Vereines beendete Obm. Wolfgang Brandner seinen Bericht.

Roswitha Landl

Von links:

Obm. Wolfgang

Brandner,

Ehrenmitglied

Hubert Percht

und Kpm.

Manfred Percht

MV Traboch: Frühlingskonzert

Zum traditionellen Frühjahrskonzert des MV Traboch im Festsaal

konnte Obm. Harald Kaufmann eine Anzahl Ehrengäste und viele

weitere Besucher begrüßen. Kpm. Alfred Temmel hatte mit seinen

Musikern ein interessantes Programm vorbereitet.

Eröffnet wurde mit „Modus Vivendi“ von Manfred Pölzl. Danach

folgte „Trumpets and Bridges“ von Thomas Doss. Durch das Programm

führte Kpm. Alfred Temmel selbst – mit Hinweisen zu den

ausgewählten Musikstücken und mit humorvollen Geschichten.

Der Konzertmarsch „March through the wind“, „Spanischer

Zigeuner-Tanz“ von Pasqual Marquina, „Abschied der Gladiatoren“,

ein Marsch von Hermann L. Blankenburg, waren Programmhöhepunkte

des ersten Konzert-Teiles.

Blasmusik in der Steiermark

Die Marschpolka „Jubiläumsklänge“ von Peter Schad leitete den

zweiten Teil ein. Anschließend wurden Waldemar Gritz mit der

Ehrennadel in Gold und Kpm. Alfred Temmel mit dem Goldenen

Ehrenkreuz für 40-jährige Vereinsarbeit von Bez.-Obm. Mario

Krasser ausgezeichnet. Thomas Hubmann und Gerhild Stormann

erhielten den Jungmusikerbrief. Weitere Höhepunkte im

Programm waren „Music“ von John Miles, „Jive Hits“ (Oldie-

Medley) und die „Tritsch Tratsch Polka“ von Johann Strauß. Als

Zugabe gab es den „Grazer Bummler“ und den beliebten „Deutschmeister

Regimentsmarsch“. Josef Pichler

Klarinetten-Quintett „Ensemble

Woodwind“ in Irland

Auf Einladung der Partnergemeinde von Mautern, Tipperary, und

durch Unterstützung der Österreichischen Botschaft in Dublin

konnte das Klarinettenquintett „Ensemble-Woodwind“ bei zwei

Konzerten in Tipperary und Kilkenny City großen Erfolg erzielen.

Die fünf Musiker, Friedrich Pfatschbacher (Leiter), Adolf Wachter,

Jens & Jörg Eixelsberger sowie Klaus Mühlthaler, waren von 12. bis

17. März 2009 auf Konzerttournee in Irland.

Im Naturschutzgebiet „Glen of Aherlow“ traf eine Mauterner

Delegation, mit Bgm. Peter Hölzl an der Spitze, ein, die eigens für

das Konzert angereist war. Nach dem Konzert in der „Excel“-

Galerie wurde im Pub bei „Tony Lowry“ ein entspannter Abend

verbracht. Am nächsten Tag stand Blasmusik im Mittelpunkt. Es

ging nach Limerick, wo es eine Parade von internationalen

Brassbands gab. Dann folgte eine Einladung ins Rundfunkstudio

„Mid West“ in Tipperary. Eine 30-Minuten-Sendung war eigens reserviert

worden. In diesem Live-Konzert wurde vorwiegend österreichische

Musik gespielt. In Kilkenny, dem zweiten Konzertort,

angekommen, gings zum „Kilkenny Castle“, um die Vorbereitungen

für das Konzert zu treffen. Im sogenannten „Parade Tower“,

dem für Konzerte und verschiedenste kulturelle Events eigens

adaptierten Konzertsaal im Schloss mit traumhafter Akustik, gelang

das abendliche Konzert besonders gut. Es kamen dabei Bravourstücke

wie der „Csárdás“ von Monti oder der „Ungarische Tanz Nr.

6“ von Brahms ebenso zur Aufführung wie das weltberühmte Lied

„It’s a long way to Tipperary“, als Swing für Klarinettenquintett von

Friedrich Pfatschbacher arrangiert. Der „Radetzkymarsch“ am

Schluss des Konzertes war ein wunderbarer musikalischer Ausklang

der Irland-Tournee. Fritz Pfatschbacher

Das Ensemble Woodwind im Norden von Tipperary County vor der ehemaligen

Zisterzienserabtei „Holycross Abbey“


Blasmusik in der Steiermark 37

■ BEZIRK LIEZEN

Generalversammlung des

Blasmusikbezirkes Liezen

Bez.-Obm. Franz Lemmerer konnte neben den Vertretern der 24

Musikvereine des Blasmusikbezirkes Liezen eine Reihe von

Ehrengästen zur diesjährigen Generalversammlung in St. Gallen

begrüßen; darunter BH Josef Dick, Landesfinanzreferent Alois

Weitenthaler, Bgm. Eduard Grießl und Ehrenbezirksobmann

Walter Kern.

Im umfangreichen Tätigkeitsbericht wurde auf die wichtigsten

Veranstaltungen auf Bezirksebene eingegangen, mit dem besonderen

Schwerpunkt der Fortbildung. So fanden Seminare zu den

Themen „Vereinsbesteuerung“ und „Versicherungswesen“ äußerst

reges Interesse. Aufgrund des großen Erfolges widmet sich die

Bildungsoffensive im kommenden Vereinsjahr der „Fotografie auf

Vereinsebene“ sowie dem Thema „AKM“. Bez.-Kpm. Adi Marold

wies in seinem Rückblick auf die Kapellmeisterkonferenz in

Selzthal, das Bezirksmusikfest in Weng sowie auf die äußerst erfolgreiche

Konzertwertung in Liezen hin. Ein besonderer Gruß galt den

neuen Kapellmeistern Michael Rozic und David Struckl von

Selzthal und Weißenbach bei Liezen. Auch die Tätigkeit des regionalen

Jugendblasorchesters unter der Leitung von Erich Gewessler-

Hartmann fand die Wertschätzung der Bezirksfunktionäre. Bez.-

JRef. Herbert Köberl berichtete, dass besonders dem Bereich

„Musik in kleinen Gruppen“ sowie der Ablegung von Jungmusiker-

Leistungsabzeichen wieder ein hoher Stellenwert eingeräumt wurde.

Bez.-EDV-Ref. Christian Hollinger stellte erfreut das stete

Ansteigen der Akzeptanz des EDV-Einsatzes auf Vereinsebene fest.

Informationen über das Vereinsrecht, Jugendschutzgesetz und weitere

rechtliche Belange auf Vereinsebene rundeten die Berichte ab.

Im TOP „Neuwahlen“ wurden Walter Mayerhofer (Bez.-Obm.-

Stv.), David Luidold (Bez.-JRef.) und David Struckl (Bez.-EDV-Ref.-

Stv.) neu in die Bezirksleitung gewählt. Den langjährigen

Funktionären Rudolf Obernberger und Leo Casari wurde mit der

Verleihung der Ehrenmitgliedschaft Dank und Anerkennung ausgesprochen.

Herbert Köberl wird in der neuen Funktionsperiode auf

eigenen Wunsch dem Bezirksjugendreferenten als Stellvertreter zur

Seite stehen. Die Generalversammlung des Blasmusikbezirkes

Liezen, welche von der Musikkapelle St. Gallen unter der Leitung

von Kpm. Alexander Weißensteiner musikalisch umrahmt wurde,

fand mit den Grußworten der Ehrengäste sowie einem Referat des

Landesfinanzreferenten ihren Abschluss. Roland Schachner

Weißenbach an der Enns:

JMLA-Prüfung mit 73 Prüflingen

Ende März 2009 wurde die JMLA-Prüfung im Bezirk Liezen durchgeführt.

Bez.-Kpm-Stv. Dieter Moser konnte im Beisein von Bez.-

Obm. Franz Lemmerer, Bgm. Herbert Baumann und Prüfungsvorsitzenden

Friedrich Pfatschbacher den 73 Prüflingen gratulieren.

Friedrich Pfatschbacher würdigte die Vorbereitungsarbeiten

der Musikschule Eisenwurzen. 73 Prüflinge, davon 31 Junior-Leistungsabzeichen,

25 JMLA in Bronze, 16 MLA in Silber, ein

Musiker-Leistungsabzeichen in Bronze. Erfolgsübersicht: 56 „Ausgezeichneter

Erfolg“, 13 „Sehr guter Erfolg“, drei „Guter Erfolg“, ein

„Erfolg“. Geschlechterübersicht: 41 Prüfungsteilnehmerinnen, 32

Prüfungsteilnehmer. Das JMLA in Gold strebt in diesem Jahr der

Trompeter Felix Achathaller (Musikkapelle Weißenbach/Enns) an.

Im Rahmen der Urkundenverleihung legte Felix vor der Prüfungskommission

seinen „öffentlichen Prüfungsteil“ mit

„Ausgezeichnetem Erfolg“ ab. Der Trompeter spielte unter anderem

den 2. Satz des „Trompetenkonzertes“ von Haydn und die „Konzert-Etuede“

von Gödicke. Erwachsenen-LA: Monika Arrer, Tenorhorn

in Bronze – „Ausgezeichneter Erfolg“.

An dieser Stelle werden alle erwachsenen Musiker aufgerufen,

auch so ein Abzeichen anzustreben. Abschließend dankte Bez.-

Kpm.-Stv. Moser den engagierten Helfern, Doris Schwingshackl,

David Struckl und dem Lehrerteam der MS Eisenwurzen für die

vorbildhafte Vorbereitung der Musikschüler. Dieter Moser

Prüflinge beim Schlusskonzert im Rahmen der Urkundenverleihung

MV St. Lorenzen i. P. und Umgebung

unter neuer Führung

Zur 81. Jahreshauptversammlung lud der MV St. Lorenzen i. P. und

Umgebung am 26. April 2009 ein. Kpm. Walter Mayerhofer brachte

zu Beginn mit den Musikschülern ein halbstündiges Programm,

unterstützt von der Klarinettenmusik unter der Leitung von Peter

Schrefler. Obmann Erwin Burghauser jun. begrüßte die anwesenden

Mitglieder und berichtete über die Tätigkeiten der Kapelle im

Jahreskreis.

Kapellmeister Walter Mayerhofer berichtete über die Konzerte im

vergangenen Jahr und hob als Höhepunkt das Wertungsspiel in

Liezen hervor, bei dem erstmals in der Oberstufe angetreten und

ein „Sehr guter Erfolg“ erreicht wurde. Sieben Jungmusiker haben

die Prüfungen zu den JMLA in Junior, Bronze und Silber absolviert.

Junior: Trompete, Markus Müller, Julian Höflechner; Flügelhorn,

Kevin Hansmann; Horn, Philip Mayerhofer; JMLA Bronze:

Flöte, Jasmin Hansmann; JMLA Silber: Flöte, Sandra Müller, Stefanie

Panhölzl.

Obmann Erwin Burghauser jun. legte nach 18 Jahren sein Amt

nieder und schlug Thomas Mayerhofer als Nachfolger vor. Dieser

wurde einstimmig zum neuen Obmann gewählt.

In die 18-jährige Tätigkeit des ehemaligen Obmannes fällt neben

vielen Höhepunkten auch eine CD-Aufnahme. Die vom neuen

Obmann fortgesetzte Jahreshauptversammlung fand bei gemütlichem

Beisammensein ihren Ausklang. Thomas Mayerhofer


38

Eisenbahner-Musikverein Selzthal

„Prima Musiker“

Der Jungmusiker des EMV Selzthal, Filip Rozic, erzielte beim

Landeswettbewerb „Prima la Musica“ in Graz auf dem Tenorhorn

einen ersten Preis und gleichzeitig die Berechtigung, beim

Bundeswettbewerb in Klagenfurt anzutreten. Filip Rozic erlernte

das Tenorhorn beim langjährigen

Kapellmeister des EMV

Selzthal, Bruno Sulzbacher, und

besucht derzeit im Stiftsgymnasium

in Admont den musischen

Zweig. Im Dezember 2008

legte Filip die Prüfung zum

JMLA in Silber mit „Ausgezeichnetem

Erfolg“ ab. Der EMV

Selzthal gratuliert und wünscht

viel Erfolg beim Bundeswettbewerb.

Christine Loitzl

Filip Rozic auf dem Tenorhorn

Kirchenkonzert der Werks- und

Stadtmusik Trieben

Für ein musikalisches Erlebnis in der Pfarrkirche Trieben sorgten

die Werks- und Stadtmusik Trieben unter Kapellmeister Friedrich

Fösleitner, die Chorgemeinschaft Trieben unter Christine Ahornegger

und als Solist auf der Piccolotrompete Bezirksehrenobmann

Walter Kern.

Festlich eröffnet wurde mit der „Music For The Royal Fireworks“

(La Rejouissance) von G. F. Händel (A. Loritz). Danach brillierte

Walter Kern auf seiner Piccolotrompete im gemeinsamen Spiel mit

der Musikkapelle bei der 5-sätzigen „Trompetensuite in D-Dur“

von J. Clarke. Das Hornregister unter MDir. Emmerich Maier,

Helmut Haslinger und Wolfgang Fischlschweiger zeigte sein

Können beim „Hornfestival“ (Kurt Gäble/Schorer). Danach erklang

ein gelungenes Arrangement für Blasorchester von Emmerich

Maier: Bruckners „Ave Maria“.

Nach Popsongs „My Heart Will Go On“ – Stefanie Grassegger ersetzte

mit ihrem Alt-Saxsolo die Stimme von Celine Dion gefühlvoll

– und Elton Johns „Candle In The Wind“ – Trompeter Hans

Heiler und Werner Fösleitner gaben die Stimme Elton Johns souverän

wieder – erklang als Abschluss gemeinsam mit Chor und

Publikum das „Vater unser“, arrangiert vom Kapellmeister Friedrich

Fösleitner. Pater Michael bedankte sich bei allen Musikern,

Sängern und Solisten für das gelungene Kirchenkonzert. Elke Petter

■ BEZIRK MURAU

STK Murau: 45. Frühjahrskonzert mit

Kapellmeister Philipp Fruhmann

Ein sehr seltenes Jubiläum. 70 Musiker der Stadtkapelle Murau gaben

unter der Leitung von Kapellmeister Philipp Fruhmann ihr 45.

Frühjahrskonzert. Nach der „WM-Fanfare“ und bevor die Musiker

der Stadtkapelle Murau ihr musikalisches Programm eröffneten,

überreichten Obmann Richard Dullnig und Kpm. Philipp Fruhmann

an vier junge Musiker den Jungmusikerbrief. Michael Galler,

Roland Woitischek, Thomas Perner und Gerlinde Koller hatten bei

Blasmusik in der Steiermark

diesem Konzert ihren ersten offiziellen Einsatz in den Reihen der

Stadtkapelle. Neben den musikalischen Darbietungen der Stadtkapelle

Murau war aber der eigentliche Höhepunkt die Ehrung von

Kpm. Philipp Fruhmann.

Der Murauer Kapellmeister ist seit 48 Jahren Kapellmeister der

Stadtkapelle Murau. In dieser Zeit nahm Philipp Fruhmann an 36

Wertungsspielen teil, davon 28 mit „Ausgezeichnetem Erfolg“ und

vorwiegend in der Stufe D. 27 Jahre war Philipp Fruhmann

Bezirkskapellmeister und seit 1997 ist er auch als Landeskapellmeister

tätig. Im Jahre 1997 wurde ihm der Titel „Professor“ verliehen.

LObm.-Stv. Oskar Bernhart würdigte in seiner Ansprache das

Wirken und die Tätigkeiten von Philipp Fruhmann, dessen Bestreben

es als Direktor der Musikschule Murau immer war, diese

Ausbildung für angehende Musiker flächendeckend im gesamten

Bezirk anbieten zu können.

Auch LH-Stv. Schützenhöfer als Referent für die Blasmusik hob das

musikalische Wirken von Kpm. Philipp Fruhmann besonders hervor.

Philipp Fruhmann ist seit 1984 Mitglied des Landesverbandes,

seit 1988 Jurymitglied bei Konzert- und Marschwertungen sowie

seit 2001 Bundeskapellmeister-Stv. Für all sein musikalisches Engagement

in der Blasmusik wurde ihm die höchste Auszeichnung des

Österreichischen Blasmusikverbandes, das Ehrenkreuz in Gold, verliehen.

Walter Horn

Große Auszeichnung für den Kapellmeister der Stadtkapelle Murau beim

45. Frühjahrskonzert. Von links: Bundeskapellmeister Walter Rescheneder,

LKpm. Philipp Fruhmann, LH-Stv. Hermann Schützenhöfer und LObm.-Stv.

Oskar Bernhart

� � Ankündigung!

Die Wiltener in der Steiermark

◆ Der Blasmusikbezirk Murau lädt anlässlich des 70. Geburtstages

von LKpm. Philipp Fruhmann zu einem Festkonzert der

Stadtmusikkapelle Wilten ein.

� Freitag, 19. Juni 2009, 20.00 Uhr in der Greimhalle

in St. Peter am Kammersberg

◆ Kartenpreis 7 10,–

◆ Kartenbestellung unter unt.gak1@ainet.at (Bezirksobmann

Fritz Unterweger)

Die aktiven Musikerinnen und Musiker werden gebeten, in

Tracht zu kommen.


Blasmusik in der Steiermark 39

Frühlingskonzert in Stadl an der Mur

Am Ostersonntag gab der Obermurtaler Musikverein Stadl sein

Frühlingskonzert, das unter dem Motto „20 Jahre Kapellmeister

Michael Dröscher“ stand. Er ist seit 1989 im Musikverein als

Kapellmeister tätig. Unter seiner Führung konnten der „Steirische

Panther“ und der Robert-Stolz-Preis erspielt werden. Michael

Dröscher hat neben seiner Tätigkeit als Kapellmeister auch viele

weitere ehrenamtliche Tätigkeiten in der Gemeinde inne. Vizbgm.

Franz Feiel bedankte sich im Namen der Gemeinde Stadl.

Die folgenden Jugendlichen wurden neu in den Musikverein aufgenommen:

Marlene Gams (Querflöte), Sabrina Geißler (Saxophon),

Melanie Edlinger (Saxophon), Katrin Perlet (Klarinette),

Magdalena Stolz (Klarinette), Alexander Pfarrkirchner (Trompete).

Für 25-jährige Tätigkeit im Verein wurden Gerda Hutton und

Martin Steinwender ausgezeichnet.

Folgendes Programm wurde präsentiert: „Wir grüßen mit Musik“

(Marsch von Sepp Tanzer), „So klingt’s bei uns dahoam“ (Peter

Kostner), „Klingendes Land“ (Konzertouvertüre), „Erzherzog Johann

Marsch“, „My fair Lady“, „Colonel Pogey“, „Für meine

Freunde“ (Siegfried Rundel), „Auf zum Gipfelkreuz“ (Kurt Weissmann),

„Barocco“, „Dankeschön, Bert Kämpfert“, „Dancing Party“

und „Mamma mia“. Das Horntrio, bestehend aus Jasmin Weger,

Jacqueline Weger und Thomas Steinwender, sowie Posaunist Christian

Steinwender zeigten ihr großes Können im Stück „Meisterschützen

Horntrio“ von Anton Wunderer.

Zwei Zugaben folgten. Ein besonderer Applaus galt am Ende des

Konzertes dem Kapellmeister Michael Dröscher für seinen Einsatz

im Dienste der Blasmusik. Friedrich Miedl

Auszeichnungen beim Obermurtaler Musikverein Stadl

■ BEZIRK MÜRZZUSCHLAG

Frühlingskonzert des Musikvereines

„Harmonie“ Wartberg

Die Frühlingskonzerte des MV „Harmonie“ Wartberg unter Kapellmeister

Michael Koller finden immer großen Anklang. Beim diesjährigen

Konzert am Samstag, dem 4. April, huldigten die 70

Musiker den Jahresregenten Haydn und Mendelssohn-Bartholdy,

um danach einen Streifzug durch die Welt der Filmmusik zu machen.

War beim „Gladiator“ die Atmosphäre einer Arena zu spüren,

war es beim „Fluch der Karibik“ die Brise Meeresluft. Weiters zu

Gast war „James Bond“. Aber auch Blitzlichter auf die „Simpsons“,

„Spongebob“ und den „Pink Panther“ wurden geworfen. Besonders

beeindruckend war das Mundharmonika-Solo vom Tubisten Wolfgang

Ulrich in „Spiel mir das Lied vom Tod“. Der „Colonel Bogey

March“ durfte natürlich auch nicht fehlen. Weitere Solisten waren

Johanna Steinacher (Piccoloflöte), Patrick Hofbauer (Kleine

Trommel) und Daniel Pinitsch (Tenorsaxophon).

Für die Moderation sorgten Herwig Brauneis bzw. Helmut Pucher

vom Jugendtheater Next Liberty Graz. Standing Ovations und vier

Zugaben. Michael Koller

Frühlingskonzert des MV „Harmonie“ Wartberg unter der Leitung von

Kapellmeister Michael Koller

Langenwang: Blasorchester mit Chor

Das traditionelle Frühjahrskonzert veranstaltete der MV Langenwang

gemeinsam mit dem Singkreis Krieglach unter der Leitung

von Landeschorleiter Ernst Wedam.

Traditionsmärsche, Werke von Udo Jürgens, Boney M. und

Hermann Delago standen auf dem Programm und für einige Stücke

wurde ein eigenes Chorarrangement vom Krieglacher Thomas Held

geschaffen.

Das gemeinsame Singen und Musizieren stellte für Chor und

Orchester eine große Herausforderung dar und brachte viele neue

Erfahrungen. Kpm. Richard Schmid, Ernst Wedam und die 100

Musiker und Sänger ernteten von den rund 600 Besuchern, die an

zwei Aufführungstagen gekommen waren, großen Beifall. Das

Konzertprogramm ist unter www.mv-langenwang.at abrufbar.

Manfred Polansky

Frühjahrskonzert mit Blasorchester und Chor in Langenwang


40

■ BEZIRK RADKERSBURG

Vollversammlung des Blasmusik-

Bezirksverbandes Radkersburg

Nachdem Ergänzungswahlen notwendig geworden waren, wurden

diese anlässlich einer Vollversammlung am 19. März 2009 in

St. Peter am Ottersbach im Gasthof Dunkl durchgeführt.

Neu gewählt wurden: Bez.-Obm. Heinz Trummer, Bez.-Obm.-Stv.

Josef Gangl, Bez.-Obm.-Stv. Christoph Trummer, Bez.-JRef. Werner

Neumeister. Die neuen Vorstandsmitglieder setzen vor allem auf

Teamarbeit.

An Veranstaltungen sind in nächster Zeit geplant: Bezirksmusikertreffen

am 8. und 9. August in Tieschen; Jungmusikerleistungsprüfung

sowie das obligate Fußballturnier. Team Bezirk Radkersburg

Das Radkersburger Bezirksteam von links: Bez.-JRef. Werner Neumeister,

Bez.-Obm.-Stv. Josef Gangl, Bez.-Obm.-Stv. Christoph Trummer, Bez.-Obm.

Heinz Trummer mit den Sekretärinnen des Steirischen Blasmusikverbandes

Edith Allmer, Andrea Trojer und Sabine Yildiz

Stadtkapelle Bad Radkersburg

Konzertprojekt Slowenien-Österreich

Als Höhepunkt eines gemeinsamen Konzertprojekts konzertierten

die Stadtkapelle Bad Radkersburg und das Pihalni orkester Gornja

Radgona (Slowenien) im BORG Bad Radkersburg und in der

Grundschule in Gornja Radgona (Slowenien).

Die beiden Musikkapellen aus den beiden Stadtteilen unter der

Leitung von Günther Pendl und Rudi Vulc präsentierten neben landestypischen

Musikstücken auch klassische Stücke und Modernes.

Neben den musikalischen Aspekten sollen auch der soziale und der

kulturelle Austausch gestärkt werden. Die bereits vorhandenen

Kontakte und die gute Zusammenarbeit werden auch in Zukunft

noch weiter intensiviert. Michael Laller

Blasmusik in der Steiermark

Straden: Jubelklänge der Marktmusik

Ende April 2009 präsentierte die MMK Straden gleichzeitig mit ihrem

Frühlingskonzert ihre CD „Jubelklänge“, die als Abschluss des

Jubiläumsjahres aufgenommen wurde.

Unter der Moderation von Paul Prattes vom ORF Steiermark wurde

ein abwechslungsreiches Programm mit einigen Solisten geboten:

Emil Hirtl auf der Tuba, Natalie Binder und Carina Sammer auf der

Querflöte, Martin Schmidt auf dem Saxophon und Franz Wetzelberger

auf der E-Gitarre. Unterstützt wurden die Musiker von

den beiden „lustigen Dorfschmieden“ Otto Lang und Sohn Manuel.

Monika Eberhart bezauberte das Publikum mit zwei Arien aus der

Operette „Die Fledermaus“. Mit flotten Tanzschritten zu Rumba,

Cha Cha Cha und Rock’n Roll sorgte ein Profitanzpaar zusätzlich

für Begeisterung. Eva-Maria Sapper-Haas

Nähere Information: www.marktmusik-straden.at

bzw. Tel. 0664/8469855

CD-Präsentation „Jubelklänge“ beim Konzert der MMK Straden

■ BEZIRK VOITSBERG

Ortsmusikkapelle St. Martin a. W.

50 Jahre für die Blasmusik

Anlässlich der diesjährigen

Mitgliederversammlung der

Ortsmusikkapelle St. Martin

am Wöllmißberg wurde ein

sehr seltenes Jubiläum gefeiert.

Andreas Troger (im Bild

links), allseits bekannt als

Troger Edl, wurde für seine

50-jährige Mitgliedschaft bei

der Ortsmusikkapelle St. Martin

mit dem Goldenen Ehrenzeichen

des Steirischen Blasmusikverbandesausgezeichnet.

Die Mitgliedschaft bei einem Musikverein über einen Zeitraum

von 50 Jahren zeugt von einer tiefen Verbundenheit zur Musik.

Von 1968 bis 1976 agierte Herr Troger als Stabführer. Neben seinem

Taktgefühl ist der Jubilar auch für seine Sangeskunst und für sein

unerschöpfliches Repertoire an Volksliedern bekannt. Stolz ist

Andreas Troger auch darauf, dass in den Reihen der Ortsmusikkapelle

bereits die dritte Generation seiner Familie musiziert.


Blasmusik in der Steiermark 41

So kann es schon vorkommen, dass er bei Auftritten zusammen mit

seinem Sohn und seinem Enkel in einer Reihe marschiert. Die

Musikerkollegen der OMK St. Martin am Wöllmißberg gratulieren

ihrem ältesten aktiven Mitglied und wünschen ihm alles Gute und

noch viele gemeinsame musikalische Stunden. Peter Raffler

Ortsmusikkapelle St. Johann ob

Hohenburg: Jahreshauptversammlung

Bei der Jahreshauptversammlung 2009 kam es zum Kapellmeisterwechsel

in der OMK St. Johann ob Hohenburg. Der langjährige

Kapellmeister Johann Strommer übergab den Taktstock an den 22jährigen

Musikstudenten Manuel Tauber.

Johann Strommer wurde für seine langjährige Tätigkeit gedankt. Er

war seit 1970 mit kurzer Unterbrechung Kapellmeister der Ortsmusikkapelle.

Unter ihm wurden zahlreiche Konzert- und

Marschmusikwertungen erfolgreich absolviert. Für seine Verdienste

wurde er zum Ehrenkapellmeister ernannt. Als Geschenk wurde

Johann Strommer ein goldener Taktstock überreicht. Auf diesem

Wege nochmals ein herzliches Dankeschön.

Manuel Tauber, der bereits seit einigen Wochen interimistisch die

wöchentlichen Proben leitete, wurde einstimmig zum neuen

Kapellmeister gewählt. Als Leiter des St. Johanner Jugendorchesters

ist er kein Unbekannter. Darüber hinaus ist Manuel Tauber

Mitglied der allseits bekannten „Steirischen Blas“. Er hat nun die

musikalischen Geschicke der Ortsmusik übernommen, wofür ihm

viel Erfolg gewünscht wird. Robert Roth

Bgm. Dirnberger, Ehrenkapellmeister Johann Strommer, Kapellmeister

Manuel Tauber, Obmann Robert Roth, Ehrenobmann Gruber

In memoriam Walter Gspurnig

Walter Gspurnig, Regionalsprecher der JHBG

des Bezirkes Voitsberg, Hornmeister und Einsatzleiter

der JHBG Voitsberg sowie Hornmeister

der JHBG Oberes Kainachtal, ist im 51. Lebensjahr

unerwartet verstorben.

Die Referenten der Jagdhornbläsergruppen des

Steirischen Jagdschutzvereines, die Zweigstelle

Voitsberg des Steirischen JSV sowie deren Ortsstelle Voitsberg

werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren.

W. Acham, Wilhelm Weber, Manfred Brandstätter, Helmuth Neffe,

Landesleitung

■ BEZIRK WEIZ

Starker Jungmusikernachwuchs

Alljährlich, eine Woche vor dem Palmsonntag, findet die Prüfung

zum Jungmusiker-Leistungsabzeichen in Passail statt. Nach vier

Samstagen, an denen der Feinschliff in Theorie und Praxis erarbeitet

wurde, stellten sich 140 Jungmusiker – 44 Junior-, 52 Bronzeund

17 Silberprüflinge – der Prüfung. Bemerkenswert: 14 Jungmusiker

legten die Theorieprüfung in Gold ab. Die gute Organisation

durch Bez.-JRef. Klaus Maurer, MDir. Werner Maier und

das gute Platzangebot in der MS Passail sind bereits über die Bezirksgrenzen

hinaus bekannt. So wurde der Prüfungstermin auch

von 19 Musikern aus anderen Bezirken wahrgenommen. In Anwesenheit

von LObm. Horst Wiedenhofer hat Bez.-Obm. Stefan Neubauer

den freudestrahlenden Jungmusikern die Leistungsabzeichen

und Urkunden überreicht. Franz Hasenhütl

Gruppe der Träger des Leistungsabzeichens in Silber

MV Passail freut sich über drei

„vergoldete“ Jungmusiker

Anlässlich der kürzlich stattgefundenen Jungmusikerprüfungen

konnten sich aus der Marktmusikkapelle Passail insgesamt 23

Musiker über ihre Jungmusikerabzeichen freuen. Besonders stolz

sind die Kollegen auf die hervorragenden Leistungen der Gold-

Kandidaten: Heike Vorraber (Saxophon), Thomas Maier (Schlagzeug)

und Erik Hechtl (Tenorhorn).

Letzterer begeisterte nicht zuletzt durch seinen Soloauftritt beim

Frühlingswunschkonzert der Kapelle, in dem der erst 14-Jährige

seine letzte Hürde für das Abzeichen in Gold mit der Interpretation

des Tenorhornstückes „Großvaters Uhr“ absolvierte.

Die MMK Passail unter der Leitung von Werner Maier und Obm.

Hansjürgen Fürntratt gratuliert allen ihren engagierten Jungmusikern

herzlich zum großartigen Erfolg. Friederike Hechtl

Die Gold-Absolventen aus Passail. Von links: Heike Vorraber, Thomas Maier

und Erik Hechtl


42

Musikverein Rabnitztal-Eggersdorf

Buchpräsentation „Die Rabnitztaler“

Am 7. März 2009 wurde in der Kulturhalle Eggersdorf das Buch

„Die Rabnitztaler“ präsentiert. Der Autor, Ehrenkapellmeister

Viktor Hochfellner, schildert auf 288 Seiten mit über 300 Abbildungen

die Gründung, den Werdegang und die Höhepunkte des

Musikvereines Rabnitztal-Eggersdorf.

Das Buch bietet einen spannenden und erheiternden Streifzug

durch 60 Jahre Musikgeschichte der Rabnitztaler. Viktor Hochfellner

gab einige Leseproben zum Besten und stand im Anschluss

für eine Signierstunde zur Verfügung. Die Buchpräsentation stieß

auf reges Interesse bei der Eggersdorfer Bevölkerung und das Buch

fand reißenden Absatz.

Im Anschluss wurde Viktor Hochfellner das Verdienstkreuz in Silber

des Österreichischen Blasmusikverbandes für seine langjährige, verdienstvolle

Tätigkeit im Musikverein Rabnitztal verliehen.

Das Buch ist zum Preis von 25,– Euro erhältlich. Bestellungen werden

gerne unter Tel. 0664/1506186 bzw. 03117/27991 entgegengenommen.

Martina Haug

Obmann Josef Friedl, Ehrenpräsident des Steirischen Blasmusikverbandes

Wolfgang Suppan und Ehrenkapellmeister Viktor Hochfellner

7. Galanacht im Schöckelland

Am 25. April veranstaltete der Musikverein Rabnitztal die

7. Galanacht im Schöckelland. Nach dem Empfang, umrahmt vom

Klarinettentrio Rabnitztal-Eggersdorf, sorgte die Polizei-Big-Band

Steiermark unter der Leitung von Kpm. Johann Ploder für glänzende

Unterhaltung.

Ob Cha-Cha, Rumba, Tango oder Swing – die Klänge der Big Band

hielten das Publikum auf Trab und brachten so manchen außer

Atem. Um Mitternacht beeindruckten die Staatsmeister im Turniertanz,

Roman Mayer und Siret Siilak, mit einer ausdrucksstarken

Showtanzeinlage.

Im Anschluss sorgte die Showband „Austria Express“ für Stimmung

und begleitete die Ballbesucher bis in die frühen Morgenstunden.

Das Galanacht-Publikum war begeistert vom Unterhaltungsprogramm,

von der Musik und den kulinarischen Schmankerln der

Region, die vom Landgasthof Spechtl aufgetischt wurden.

Der Musikverein Rabnitztal-Eggersdorf bedankt sich herzlich bei

den Mitwirkenden und den Sponsoren für die Unterstützung.

Blasmusik in der Steiermark

Polizei-Big-Band Steiermark unter der Leitung von Johann Ploder

Muttertagsfeier in Eggersdorf

Am 9. Mai 2009 präsentierte der MV Rabnitztal-Eggersdorf seine

alljährliche Muttertagsfeier. Zahlreiche Gäste wollten sich diese

Veranstaltung nicht entgehen lassen.

Neben traditionellen Märschen und Polkas erklangen Highlights

wie z. B. der Soundtrack aus Walt Disneys „Ratatouille“, ein symphonisches

Rockmedley aus Hits von Queen und Genesis sowie das

Stück „Il Colosseo“, welches das Publikum musikalisch ins alte

Rom entführte. Nina Buchegger, die kürzlich das JMLA in Gold mit

"Ausgezeichnetem Erfolg" abgelegt hatte, gab eine Kostprobe ihres

Könnens auf der Querflöte.

Die Veranstaltung wurde auch zum Anlass genommen, um

Gottfried Rappold und Walter Gollner das Ehrenzeichen in Gold für

40 Jahre verdienstvolle Tätigkeit im Verein zu verleihen. Mit auflockernden

Worten führte Renate Friedl durch das Programm.

Kinder aus der Volksschule Eggersdorf trugen Muttertagsgedichte

vor und sorgten für stolze Mütter.

Weiters wirkten der Volksschulchor, die Ballettgruppe und das

Jugendorchester der Musikschule Eggersdorf mit. Dem MV

Rabnitztal-Eggersdorf war es eine Freude, den Ehrentag der Mütter

musikalisch zu gestalten. Martina Haug

Kameradschaftskapelle Weiz:

Josef Ponsold wurde 70

Josef Ponsold von der Kameradschaftskapelle Weiz feierte am

27. Februar seinen 70. Geburtstag. Natürlich ließ es sich die

Kameradschaftskapelle Weiz unter der Leitung von Kpm. Klaus

Maurer und Obmann Josef Tödling nicht nehmen, den Jubilar mit

einem Ständchen zu überraschen und sich gleichzeitig für seine

Kameradschaft zu bedanken – ist Josef Ponsold doch ein

Gründungsmitglied der Kameradschaftskapelle Weiz und seit 1953

aktives Mitglied im Verein. Außerdem ist er seit 20 Jahren als

Kassier in der Musikkapelle tätig. Die Musiker gratulieren ihm sehr

herzlich und hoffen, dass er noch lange am Bassflügelhorn in der

Kameradschaftskapelle im Einsatz bleibt.

Ein weiteres erfreuliches Ereignis war das Frühlingskonzert 2009

Über 400 Zuhörer durfte die Kameradschaftskapelle im Kunsthaus

Weiz begrüßen. Die Musiker zeigten ihr Können in den verschiedensten

Genres der Blasmusik. Eine besondere Überraschung gelang

dem Obmann Josef Tödling. Zusammen mit seinen Musikern

überreichte er Kpm. Klaus Maurer die von Peter Fröhlich und


Blasmusik in der Steiermark 43

Klaus Maurer dirigiert die Kameradschaftskapelle Weiz

Manfred Wiener komponierte und arrangierte Polka „Musik, Musik,

vom Himmel fast ein Stück“. Natürlich wurde dieses Stück an

diesem Abend uraufgeführt und vom Stellvertreter des Geehrten,

Manfred Neuhold, dirigiert. Neben vielen Ehrungen überreichte die

Kameradschaftskapelle Weiz einen Blumenstrauß an Andrea Bauer,

die seit Jahren die Moderation für das Frühjahrskonzert schreibt.

Florian Bauer

In memoriam Anton Geyer

Am 16. März ist Musikkamerad Anton

Geyer im Alter von 74 Jahren nach kurzer

schwerer Krankheit verstorben. Er war seit

1983 bis zu seinem Tod als großer Trommler

aktives Mitglied in der Kameradschaftskapelle

Weiz. Durch seine ruhige und besonnene

Art wird er allen im Verein unvergessen

bleiben. Franziska Lechner

Fischbach: Vierte „Auszeichnung“ für

Viktoria Mosbacher

Viktoria Mosbacher vom MV Fischbach konnte bei der Prüfung

zum JMLA in Gold Anfang Mai in Pöllau die vierte Auszeichnung

erringen. Nach einer Auszeichnung bei den Prüfungen für das

Junior-, das Bronze- und das Silber-LA gelang ihr nun auch die

Auszeichnung bei der Goldprüfung. Der Vereinsobmann Otmar

Kandlbauer hatte es bereits geahnt und war persönlich dabei, als

das Ergebnis bekanntgegeben wurde. Ebenso stolz präsentierte sich

der Vater Ewald Mosbacher dem Fotografen. Ein erfreulicher Tag

für Viktoria und ihre Familie wie für den Musikverein Fischbach,

der nun fünf „goldene Musiker“ in seinen Reihen hat.

Erhard Mariacher

LJRef.-Stv. Nadja Sabathi, Viktoria Mosbacher, Gerald Kleinburger, Obm.

Otmar Kandlbauer, Ewald Mosbacher

MV Miesenbach: Zweiter „Goldener“

Schlagzeuger

Kürzlich konnte sich der musikalische Leiter des MV Miesenbach,

Kpm. Karl Gaulhofer, aus besonderem Grund freuen. Das zweite

Mitglied seiner jungen Schlagzeugergarde hatte das Goldene JMLA

abgelegt. Nach Manuel Holzer hatte Johannes Maierhofer an der

MS Krieglach die Ausbildung absolviert und nun sehr erfolgreich

die Prüfung zum Goldenen JMLA geschafft. Die Vereinsleitung gratuliert

sehr herzlich. Erhard Mariacher, LMRef.

Diplom für Jugendorchesterleiter

Schlagzeuglehrer

Herbert Prinz,

Hannes

Maierhofer und

Kpm. Karl

Gaulhofer nach

der Urkundenverleihung

Die Österreichische Blasmusikjugend bietet eine Fortbildung für

Jugendorchesterleiter mit einem umfangreichen Ausbildungsprogramm

im pädagogischen, künstlerischen und organisatorischen

Bereich an. Inhaltlich stehen vor allem Literaturfragen, Konzertmanagement

sowie das pädagogische Arbeiten mit Kindern und

Jugendlichen im Mittelpunkt. Zielgruppe sind aktive Leiter von

Jugendorchestern oder solche, die es werden wollen. Der erste

Lehrgang ging am 19. April 2009 in Kufstein zu Ende. 14 Jugendorchesterleiter

aus der Steiermark, aus Kärnten, Niederösterreich,

Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Südtirol nahmen in der Musikschule

in Kufstein ihre Zertifikate entgegen. Sie haben sich ein Jahr

lang (56 Stunden an vier Wochenendblöcken) intensiv mit dem

Thema „Jugendblasorchester“ beschäftigt. Aus der Steiermark

schlossen drei Musiker diese Ausbildung ab: Martin Schuch (Musikverein

Lafnitz) – Bezirk Hartberg; Dieter Moser (Trachtenmusikkapelle

Weißenbach an der Enns) – Bezirk Liezen; Franziska

Pichler (Musikverein Katsch-Frojach) – Bezirk Murau.

„Teilnehmer Steiermark“ von links : BJRef. Hans Brunner, Karl Wohlfahrter

(MK Bad Mitterndorf), Martin Schuch (MV Lafnitz), Franziska Pichler (MV

Katsch-Frojach), August Singer (MV Spital/Pyhrn – OÖ, August Singer ist

aber in der Steiermark wohnhaft), Herbert Klinger (Seminarleiter)


44

Blasmusik in der Steiermark

Sonntag, 12. Juli 2009

Weitere Informationen zum Programm, zu den Ausgangspunkten,

Wegbeschreibungen der Wanderwege und das Anmeldeformular

finden Sie im Internet unter

www.werkskapelle-zeltweg at/zirbitzkogel

◆ Anmeldung und Auskünfte:

Bez.-Kpm. Herbert Bauer, 8740 Zeltweg, Querweg 10

Tel. 0664/180 64 45 E-Mail: bauer.herbert@gmx.net

◆ Anmeldungen bitte bis 28. Juni 2009

Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe: 15. August 2009

HERAUSGEBER: STEIRISCHER BLASMUSIKVERBAND, 8020 GRAZ, ENTENPLATZ 1b,✆

0316/38 31 17 • Fax 0316/38 31 17-7

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