24.01.2022 Aufrufe

ocean7-Special 50 Jahre Yacht Club Austria

Aller Anfang war Tirol. Die Entstehungs- und Erfolgsgeschichte des Yacht Club Austria. Vielfalt ist Trumpf. Vom A-Schein bis zum Yacht Master in Theorie und Praxis: das Portfolio des YCA. Mitglied Nr. 112. Wer hat den ältesten Verbandsschein im Club? Ikonen der Meere. Die ruhmreichen Botschafter des YCA sind mit allen Wassern gewaschen. Segeln Spezial. So kommt man im Verband zu seglerisch anspruchsvollen Törns in spannenden Revieren. Im Regatta-Modus. Von der Alpe Adria Sailing Week über den Gebirgssegler Cup bis zur Alpe Adria Challenge auf hoher See.

Aller Anfang war Tirol. Die Entstehungs- und Erfolgsgeschichte des Yacht Club Austria.
Vielfalt ist Trumpf. Vom A-Schein bis zum Yacht Master in Theorie und Praxis: das Portfolio des YCA.
Mitglied Nr. 112. Wer hat den ältesten Verbandsschein im Club?
Ikonen der Meere. Die ruhmreichen Botschafter des YCA sind mit allen Wassern gewaschen.
Segeln Spezial. So kommt man im Verband zu seglerisch anspruchsvollen Törns in spannenden Revieren.
Im Regatta-Modus. Von der Alpe Adria Sailing Week über den Gebirgssegler Cup bis zur Alpe Adria Challenge auf hoher See.

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Erfolgreiche ePaper selbst erstellen

Machen Sie aus Ihren PDF Publikationen ein blätterbares Flipbook mit unserer einzigartigen Google optimierten e-Paper Software.

YACHTING, REISEN UND MEER

FESTSCHRIFT YCA 2022

Österreichische Post AG | MZ 12Z039473 M | ocean7, Feschnigstraße 232, 9020 Klagenfurt

www.ocean7.at

50 JAHRE YCA

Der größte Wassersport-Verein Österreichs feiert Jubiläum! Im März 1972

gegründet, zählt der YACHT CLUB AUSTRIA fünf Jahrzehnte danach mehr

als 2.500 Mitglieder. Der Weg zum Erfolg? Lang, aber ruhmreich.

GESCHICHTE

Wie alles

begann

Grundsteinlegung

am Hechtsee in Tirol.

PORTFOLIO

Was man

alles kann

Wegweisend in

der Ausbildung.

CLUBLEBEN

Alle in

einem Boot

Von Österreichs Seen

bis in alle Meere.


WEIL

WASSERSPORT

KEINE FALTEN

VERURSACHT

TAUSEND GRÜNDE,

EIN PARTNER


Editorial

Von Anfang an

Ein wirklich tolles Jubiläum – und auch ein Grund zum Innehalten. Warum? Ein Blick in die Vergangenheit

sollte nicht (nur) verklärt sein oder ein Grund zum Jammern (früher war alles besser). Nein, er sollte uns

zeigen, wo wir herkommen, ja was uns groß und bekannt gemacht hat.

Alle unsere Mitglieder wissen,

dass der Yacht Club Austria

nicht nur heute, sondern

schon immer führend in der Ausbildung

war. Eigentlich war es der

YCA, der die Ausbildung ab FB2

begründet und erst später dem

ÖSV übergeben hat. Und genau

dieser Punkt war es, der den Yacht

Club Austria so groß gemacht hat –

diese Ausbildung gab es ja sonst

nirgendwo.

Auf diesem Fundament haben

wir in den letzten zehn Jahren gebaut,

um den Yacht Club Austria

in das neue Jahrtausend zu führen.

Wir haben nicht nur die ganze

Administration IT-tauglich gemacht,

sondern auch den Bereich

Ausbildung den neuen Gegebenheiten

professionell angepasst.

Was bedeutet das jetzt konkret

für unsere Mitglieder? Jedes Mitglied

kann heute nicht nur persönliche

Daten in unserer Datenbank

selbstständig online ändern, kann

sich über die Angebote des gesamten

Club in ganz Österreich auf der

Homepage informieren und anmelden,

er oder sie bekommt auch

etwaige Belege digital per Mail.

Es gibt heute nicht nur österreichweit

standardisierte FB1, FB2,

FB3 und FB4-Angebote, nein, die

Ausbildungsangebote fangen hier

für den neuen Skipper erst an und

gehen dann bis zum internationalen

RYA-Yachtmaster für gewerbliche

Tätigkeiten im Yachtbereich.

Gerade in der Pandemie 2020

und 2021 hat sich gezeigt, dass der

eingeschlagene Weg gut und richtig

war, da wir unsere gesamten Aktivitäten

ins Internet verlegen mussten

und Veranstaltungen nur mehr

über Onlinemeetings stattfinden

konnten – und auch hier waren wir

einer der Ersten, die dies geschafft

haben.

Was bringt uns jetzt der Blick

in die Vergangenheit? Der Beginn

des Yacht Club Austria war geprägt

durch Motivation, Kompetenz und

den Willen, gemeinsam etwas aufzubauen,

das allen Mitgliedern

zugutekommt. Als sich der Erfolg

eingestellt hat, ist man dann eine

Zeit lang auf der Erfolgswelle geschwommen,

bis das Wasser nachgelassen

hat.

Als sich der Yacht Club Austria

aber wieder auf seine Kompetenzen

konzentrierte und auch das

Gemeinsame über ganz Österreich

wieder in den Vordergrund rückte,

ist es wieder vorwärts gegangen

und es haben sich wieder mehr

neue Mitglieder interessiert.

Fazit: Wie zu Gründungszeiten

kann nur ein gemeinsames Arbeiten

über ganz Österreich den Erfolg

für die Zukunft sichern und

so den Wunsch von immer mehr

Personen wecken, Mitglied beim

Yacht Club Austria zu werden.

In diesem Sinne wünsche ich

dem Club und jedem einzelnen

Mitglied alles Gute und viel Erfolg

für die nächsten 50 Jahre!

Christian Schifter

„ Der Yacht Club Austria bringt uns viel

Meer auch in heimischen Gefilden.“

Tahsin Özen, ocean7-Chefredakteur

FOTO: PANTAENIUS

CHRISTIAN SCHIFTER

Commodore

YCA-SPECIAL 2022 3


Wir sind Ihr Partner für

Marine-Elektronik

Wir sind Experten – kein bloßer Händler. Wir wissen,

was wir anbieten und kennen unsere Produkte von A

bis Z. Sagen Sie uns, was Sie sich vorstellen und wir

finden die besten Lösungen für die individuell beste

Ausstattung an Bord. Neben einem ausgewogenen

Angebot renommierter Anbieter liegt der Schwerpunkt

in einer herstellerübergreifenden, fachlich fundierten

Beratung. Gleichgültig ob Stand-Alone Kartenplotter

im Trailerboot oder die Konzeption und Planung von

Navigationselektronik auf der Yacht - wir erarbeiten

im Dialog mit Ihnen und Herstellern die passende

Lösung. In unserem umfangreichen Showroom stehen

moderne Marinegeräte zur Ansicht und zum Test bereit.

Beratung Showroom Online-Shop

Besuchen Sie uns in unserem Showroom bei Augsburg

www.on-yacht.com

On Yacht GmbH

Röntgenstr. 50

86368 Gersthofen

Tel.: +49 (0)821 440 177-0

Mail: info@on-yacht.com

www.on-yacht.com


Cartoon

Club ...

ILLUSTRATION: INGA BEITZ, WWW.INGABEITZ.JIMDO.COM

... der frohen Segler.

YCA-SPECIAL 2022 5


Inhalt

HOCHSEE-CHALLENGE. Der Yacht Club Austria ist 48traditionellerweise auch Begründer der Hochsee-Regattaszene.

FOTOS: GEORG GINDL (OBEN), YCA

42

38

IM VERBAND SEGELN. Von Kroatien im Mittelmeer über die Schären in der Ostsee

bis zu den Azoren im Atlantik – so genießt man nautische Abenteuer gemeinsam.

KÖNIGSKLASSE. Eine abgeschlossene Ausbildung beim YCA öffnet viele Türen.

Möglicher weise auch die zur eigenen Karriere als Ausbildner im professionellen Team.


Rubrik

8 SCHAUFENSTER

Next Generation –

Jugend am Werk

62 IMPRESSUM

Kolumnen

12 BOBBY SCHENK

Was hat ein schneidiger

Kavallerie-Major mit dem

YCA zu tun?

18 YCA WOMEN

Von der Ausbildnerin

bis zur Weltumseglerin.

27 HOHE SCHULE

MSVÖ-Präsident Herbert Rapp

über die Ausbildung beim YCA.

33 EINE BESONDERE BEZIEHUNG

Präsident Herbert Houf über die

Bande zwischen OeSV und YCA.

40 GOTTFRIED RIESER

Warum man beim YCA keine

Scheine kaufen kann.

Features

10 MEIN SEEMANNSLEBEN

Ehrencommodore Klaus Czap hat

nach 40.000 See- und Regattameilen

aufgehört zu zählen.

20 MITGLIED NR. 112

Wer hat den ältesten

Verbandsschein im Club?

22 YCA HISTORIE

Legenden, Mythen, sonstige

Anekdoten – eine denkwürdige

Reise zurück bis ins Jahr 1972.

YACHTING, REISEN UND MEER

FESTSCHRIFT YCA 2022

www.ocean7.at

28 VIELFALT IST TRUMPF

Vom A-Schein bis zum Yacht

Master in Theorie und Praxis: das

Portfolio des Yacht Club Austria.

34 IKONEN DER MEERE

Die ruhmreichen Botschafter

des YCA sind mit allen Wassern

gewaschen.

38 VOM KENNER ZUM KÖNNER

Die Trainer? Werden vom YCA

selbst ausgebildet – bis zum

Offshore Sailing Instructor.

Reisen

42 SEGELN SPEZIAL

So kommt man im Verband zu

seglerisch anspruchsvollen Törns

in spannenden Revieren.

Sport

48 HOCHSEE-REGATTEN

Von der Alpe Adria Sailing Week

über den Gebirgssegler Cup bis

zur Alpe Adria Challenge auf

hoher See.

Panorama

58 AHOI AUSTRIA

Grußworte der

Landeshauptleute.

Im Verband

13 DIE LÄNDER-CREWS

IN WORT UND BILD

54 AKTIV IM CLUB –

INSPIRIERENDE EINBLICKE

IN DIE COMMUNITY

CRUISE

WITHOUT

LIMITS

DER NEUE AXIOM+

SMARTER, HELLER UND

NOCH ROBUSTER

Die besten Multifunktionsdisplays sind

jetzt noch besser. Die Geräte der

Axiom+ Serie sind mit einer High-

Resolution IPS LCD und HydroTough TM

Nano-Beschichtung ausgestattet, um

bei jedem Wetter perfekt via Touchscreen

bedient werden zu können. Mit

dem Quad-Core-Prozessor, dem

überragenden GPS und den komplett

neuen LightHouse Seekarten wird die

Navigation noch einfacher!

Österreichische Post AG | MZ 12Z039473 M | ocean7, Feschnigstraße 232, 9020 Klagenfurt

50 JAHRE YCA

Der größte Wassersport-Verein Österreichs feiert Jubiläum! Im März 1972

gegründet, zählt der YACHT CLUB AUSTRIA fünf Jahrzehnte danach mehr

als 2.500 Mitglieder. Der Weg zum Erfolg? Lang, aber ruhmreich.

GESCHICHTE

Wie alles

begann

Grundsteinlegung

am Hechtsee in Tirol.

PORTFOLIO

Was man

alles kann

Wegweisend in

der Ausbildung.

CLUBLEBEN

Alle in

einem Boot

Von Österreichs Seen

bis in alle Meere.

Cover: Strömungs- und Gezeitensegeltraining

im Solent.

WERNER OBER GmbH & Co KG

Yachtelektronik

Reichsstrasse 38, 6890 Lustenau - AUSTRIA

Tel. 05577 82419

e-Mail werner.ober@yachtelektronik.at

www.yachtelektronik.at

raymarine.com


Schaufenster

Next Generation Jugend Sail Days:

hier mit Lasern auf dem Attersee.

Lernen ein Leben lang

Die Sehnsucht nach dem Meer und die Faszination Segeln waren es,

weshalb ich vor sechs Jahren auf die Suche nach einem Verein ging,

der eine gute und fundierte Ausbildung auf See anbietet. Über ein

Familienmitglied bin ich zum YCA gekommen, wo ich dann die FB2-

und FB3-Ausbildung machte. An dieser Stelle möchte ich ein großes

Lob und Dankeschön an all jene ausrichten, die meine Liebe zum

Segelsport zum Blühen brachten und mich zum lebenslangen Lernen

auf See befähigt haben. Aus der Ausbildung wurde aber noch

viel mehr. Ich durfte neue Segelgebiete kennenlernen, viele neue

Kontakte in der Segelwelt knüpfen und mich persönlich weiterentwickeln.

Umso mehr freut es mich, dem Verein nun als Jugendreferent

in Ober österreich wieder etwas zurückgeben zu können.

Es ist ein schönes Gefühl, an Bord des Yacht Club Austria zu sein.

PHILIPP ECKERSTORFER

ist Jugendreferent des

Yacht Club Austria.

8 YCA-SPECIAL 2022


Frischwind

Text GOTTFRIED RIESER

Das 50-jährige Erbe des

Yacht Club Austria verantwortungsbewusst

auch

an die nächsten Generationen

weiterzugeben, hat für den

Club oberste Priorität.

Entsprechend umfangreich

ist daher auch das Ausbildungsangebot.

Unsere Jugendcrew Next

Generation begleitet Jugendliche

bis 26 Jahren bei den ersten nautischen

Schritten zunächst auf unseren

heimischen Gewässern und in

der Folge auch auf See.

So können bei den Jugend Sail

Days auf Österreichs Binnenseen

zukünftige Segler das Gefühl, ein

Boot zu bedienen, kennenlernen.

Hat man sich die ersten Sporen

verdient, so ist die Bahn frei für

einen sportlichen Ausflug auf den

Clubyachten Isabell oder Melges 24

auf dem Attersee.

Am steirischen Thalersee bei

Graz gibt es alljährlich in den Sommerferien

ein Jugendsegelcamp,

das auch die kleinsten Gäste für

den Wassersport begeistert. Hier

wird demnächst auch ein Segelstützpunkt

mit Bootshaus und Steg

eröffnen, der seine Tore auch für

Familiencrews weit offen haben

wird: Opti, Laser und Klepper

Jeton sollen für Jung und Alt zur

Verfügung stehen.

Natürlich segelt unsere Jugend

auf eigenem Kiel auch aufs weite

Meer hinaus – sei es im Rahmen

eines Clubtörns oder im Racing-

Modus auf einer der namhaften

Hochsee-Regatten des Yacht Club

Austria.

YCA-SPECIAL 2022 9


YCA Motor & Segel

Mein

Seemannsleb

Yachtie seit frühester Jugend, Prüfer des MSVÖ und des OeSV, Ausbildner und seit

47 Jahren Mitglied beim Yacht Club Austria: Ehrencommodore Klaus Czap hat nach

40.000 See- und Regattameilen auf dem Buckel aufgehört zu zählen, doch sein Herz

schlägt immer noch mit voller Kraft für seine Leidenschaft: die See.

KLAUS CZAP

ist Prüfer, Ausbildner

und Ehrencommodore

des YCA.

Wasser und Schiffe

haben mich schon

immer fasziniert. Als

Bub baute ich einige

Schiffsmodelle und ließ sie dann

die Donau hinunterschwimmen.

Einige Jahre später haben mich die

Filme von Hans Hass und Jacques

Cousteau in ihren Bann gezogen.

Als 16-jähriger Lehrling habe

ich mir vom ersten Gehalt

Schwimmflossen und Taucherbrille

gekauft und baute mir eine

Schussharpune, die ich im nahegelegenen

Schotterteich ausprobierte.

Die Unterwasserjagd und das Tauchen

wurden zu meinem Hobby.

Von nun an gab es nur noch Urlaube

in Gegenden, wo man gut

tauchen konnte. Da man die guten

Tauchgründe und einsamen Buchten

aber nur per Boot erreichen

konnte, kaufte ich mir ein Schlaucherl

mit 5-PS-Außenbordmotor.

Ein paar Jahre später machte ich

dann das Donau-Schiffspatent

(10 Meter) und erlebte mit dem

Schlauchboot – jetzt mit 40-PS-

Außenborder – die ersten Abenteuer

als Schiffsführer auf der

Donau und am Attersee.

Der Zufall wollte es, dass ein

Mitlehrling seinen Arbeitsplatz

neben mir bekam. Er wohnte in

Seewalchen am Attersee, direkt am

Wasser. Er schwärmte immer von

seinem Segelboot und ich erzählte

ihm von meinem Hobby. So kam

es, dass er mich zum zweiwöchigen

Urlaub nach Seewalchen einlud.

Er wurde mein Segelguru und

brachte mir alles bei. Es war auch

die Zeit der ersten privaten Weltumsegler,

hin und wieder konnte

man ihre Vorträge in Linz besuchen.

Bobby Schenk war einer von

ihnen. Die Bücher von Bernard

Moitessier, Bobby Schenk, den

Wilts und Wolfgang Hausner wurden

zu meiner beliebtesten Lektüre

– das Thema Seefahrt ließ mich

nicht mehr los.

15 KAPITÄNE IN WEISS

Auf einem dieser Vorträge lernte

ich Max Peterseil kennen. Er erzählte

mir von einem Club, bei

dem alle Mitglieder das gleiche

Hobby und die Liebe zur Seefahrt

und der Freiheit auf dem Wasser

10 YCA-SPECIAL 2022


FOTO: SHUTTERSTOCK

en

hätten, und ich sollte doch einmal zu

einem Clubabend vorbeikommen.

Nun war ich kein Vereinsmeier, die

Neugier trieb mich aber dann doch

dazu, auf einen Clubabend des YCA

zugehen.

Es war ein besonderes Erlebnis,

weil ein angehender Weltumsegler

zu Gast war und tolle Filme von seiner

Fahrt über den Atlantik zeigte.

Ja, mit all diesen Leuten hier konnte

man sich über das gemeinsame Hobby

unterhalten, erfuhr viele Neuigkeiten

und war im Geiste selbst schon

auf hoher See. Zudem konnte man

sich über den Club auch seemännisch

weiterbilden.

Ich wollte ja mit meinem Boot, jetzt

ein Daycruiser mit 130-PS-Innenborder,

unbedingt auf dem Meer fahren.

Aber dazu brauchte man ein eigenes

Seefahrtspatent. In Österreich steckte

das Seefahrts-Prüfungswesen noch in

den Geburtswehen, aber mein nun -

meh riger Crewcommander wusste

Mit Ausflügen per Schlauchboot auf

der Donau und ersten Segeltörns …

Im ehemaligen Jugoslawien

begann die wassersportliche

Karriere des Klaus Czap.

FOTO: SHUTTERSTOCK

Abhilfe: „Wir machen das jugoslawische

Skipperpatent“ sagte er, und

das war für mich etwas ganz Neues.

Den Kurs haben wir in Linz gemacht

und die Prüfung in einem

Hotelsaal in Rijeka. 15 weiß gekleidete

Kapitäne saßen an einem langen

Tisch und jeder stellte eine Frage.

Wenn man beim letzten Kapitän

durch war, hatte man die Prüfung

bestanden, Praxistest gab es keinen.

Das Patent wurde uns feierlich

überreicht und wir fuhren als

„frischgebackene Kapitäne“ mit

dem Bus wieder zurück nach Linz.

MEIN 1. SEGELTÖRN

Einige Jahre verbrachte ich meine

Urlaube im kommunistischen Jugoslawien.

Dass ich jetzt Morna –

Motorist-Kapitän – war, sprach sich

schnell im Freundeskreis herum

und alsbald kam die erste Anfrage

für einen Männertörn. Charterfirmen

gab es noch nicht und entsprechende

Yachten schon gar nicht. Ich

suchte in einschlägigen maritimen

Zeitschriften und wurde erst nach

Wochen fündig. Ein Schiffsbesitzer

aus Bayern vermietete wochenweise

seine Segelyacht ab Lignano. Rasch

war ich mit dem Eigner einig, wir

besorgten uns alle nötigen Unterlagen

und eines Tages im September

fuhren wir nach Lignano.

Dort übergab uns ein Italiener das

Schiff. Die Ausrüstung war spartanisch,

aber der Kühlschrank funktionierte.

Am Morgen liefen wir

aus, Kurs Umag, um einzuklarieren.

Nach einer stundenlangen Prozedur

ging es südwärts, natürlich unter

Maschine, weil wir ja erst unser

ganzes „Segelzeug“ begutachten

mussten. Ich war ja auch noch nie

mit so einem großen Schiff auf See

gewesen, aber Motorbootfahren

konnte ich ganz gut. Leider gab es

damals keine Praxiskurse für die

Seefahrt, wir mussten alles selbst

erfahren und erarbeiten.

Es war der intensivste Weg, die

Seemannschaft zu erlernen, aber

auch der schwierigste. Unzählige

Missgeschicke begleiteten uns noch

auf unseren weiteren Törns. Die

jugoslawische Marine hielt sehr viel

auf die seemännischen Sitten und

Gebräuche, die bei Nichtbeachtung

auch geahndet wurden. Richtige

Flaggenführung, Flaggengruß und

Flaggenparade waren nur ein kleiner

Teil davon.

1.300 AZUBIS

So also erfolgte mein Eintritt ins

Seemannsleben. Als der Gründer

des YCA, Claus Krieger, mit dem

Segelverband und dem MSVÖ die

Grundlagen für die ersten österreichischen

Befähigungsausweise für

die Seefahrt ins Leben gerufen hatte,

waren wir gleich dabei und machten

den österreichischen B-Schein.

Die angebotene Ausbildung in

Theorie und Praxis hatte in kürzester

Zeit sehr starken Zulauf. Da

ich mein Motorboot verkauft hatte

und nunmehr stolzer Besitzer einer

Segelyacht war, stellte ich dem YCA

meine Erfahrung und mein Wissen

als Ausbildner zur Verfügung.

Jetzt bin ich 47 Jahre Mitglied

beim Yacht Club Austria und habe

in all den Jahren rund 1.300 Personen

durch die Prüfung geführt –

einige von ihnen segelten um die

Welt. Ich habe bei 40.000 aufgehört,

meine Seemeilen zu zählen. In dieser

langen Zeit war ich Eigner von drei

Motorbooten, sechs Segelyachten

und sieben Jahre lang Crew-Commander

in Oberösterreich. Viermal

segelte ich das 1.000-Meilen-Race

und war immer auf den vorderen

Plätzen. 2012 erreichten wir als

Erste den Zielhafen in Alanya.

Ausbildner für Seefahrt bin ich

immer noch gerne, um angehenden

Seglern das nötige Wissen und

Können zu vermitteln. Mein Lehrbuch

„Hafenmanöver der Profis“

war ein großer Erfolg.

Jetzt ist es für mich an der Zeit,

dem Yacht Club Austria für alles zu

danken. Das Meer ist einer der letzten

Orte, wo wir die unbegrenzte

Freiheit erleben können. Schützen

wir es, damit das auch in Zukunft

so bleibt!


YCA-SPECIAL 2022 11


In den Wind gesprochen

So klein ist die Welt

Historischer Abschluss des Freundschaftsvertrags

mit dem Cruising

Club Suisse auf einem Bodenseedampfer.

Von links: der spätere

YCA-Ehren-Vizecommodore Max

Peterseil, der Commodore des CCS

und Bobby Schenk als damaliger

Commodore des YCA.

Liebe Seglerinnen und Segler, dass ich mich hier, als früherer Commodore des YCA und Ehrencommodore,

zum so stolzen 50-jährigen Jubiläum des Vereins an Sie wenden darf, gehört zu den höchsten Ehren, die mir

widerfahren sind. Das war dem deutschen, falsch, dem bayrischen Segler sicher nicht in die Wiege gelegt.

Wie kam es dazu? Um

da rauf eine Antwort zu

geben, gilt es tief in die

Geschichte des YCA, dieses einmaligen

österreichischen Segelclubs,

einzusteigen. Ich möchte hierzu

anlässlich dieses großen Jubiläums

nicht 50 Jahre zurückgehen, sondern

noch viel weiter. Und dort

sehen Sie, warum es letztlich gar

nicht so abwegig ist, die Führung

des Yacht Club Austria einem bayrischen

Segler für ein paar Jahre

anzuvertrauen:

Ein 26-jähriger österreichischer

Major hatte es trotz seiner jungen

Jahre bis in den Generalstab der

Kavallerie gebracht. Bei Kriegsende

wurde er mit einem Haufen versprengten

Kameraden irgendwo

in Deutschland aufs Land verschlagen,

wo sie eine verlassene Scheune

vorfanden, in der sie ein hölzernes

und zerlegtes Boot entdeckten, welches

offensichtlich aus Angst vor

dem Feind zerlegt worden war.

Als Nichtsegler konnten die

Kameraden unter dem Noch-Kommando

des schneidigen Majors –

klein von Gestalt, jedoch groß in

seiner Autorität – zunächst nichts

anfangen, denn ein See war nicht

in Sicht und als Nichtsegler (es gab

ja damals den YCA noch nicht!)

sagte ihnen der Haufen Bretter mit

Kokosleinen nichts. Aber die Neugierde

der Soldaten war geweckt

und sie fanden tatsächlich in der

Scheune die Unterlagen zu diesem

Boot mit Zeichnungen vom Rigg.

Zwar wussten die Soldaten anfangs

nicht, was zum Beispiel eine Gaffel

oder Lochlaibung war, und unter

Jungfer vermuteten die Männer was

ganz anderes als eine Holzscheibe

mit drei Löchern zum Durchholen

von Leinen. Sie hatten keine Zukunft,

aber viel Zeit, und so brachten

sie es tatsächlich fertig, diese

Yacht“ zum Leben zu erwecken.

Der Major aber hatte sich zwischenzeitlich

so ins Segeln vertieft,

dass er bei nächster Gelegenheit

Deutschlands bekannteste Yachtschule

Glücksburg besuchte und

dort in Rekordzeit alle Scheine

erwarb – bis rauf zum C-Schein

(den übrigens die YACHT später

als Ritterschlag im Hochsee-Segeln

bezeichnete).

VOM SCHÜLER ZUM VISIONÄR

Aber was hat diese Geschichte mit

dem Yacht Club Austria zu tun?

Sehr viel: Wahrscheinlich würde

heute der stolze YCA ohne den

schneidigen Kavallerie-Major Karl

Sailer aus Österreich gar nicht existieren.Von

Beruf Statiker, veranstaltete

er aus ungebremster, ja fast

fanatischer Segelbegeisterung Kurse

für angehende Hochseesegler.

BOBBY SCHENK

ist Weltumsegler,

Navigations-Experte

und Buchautor.

kolumne@ocean7.at

Die, ein paar hundert waren es

manchmal, ihm geradezu andächtig

zuhörten, wenn er zum Beispiel

von den Windsystemen im Mittelmeer

oder von der Horizontalparallaxe

beim Mond dozierte oder

mit gar nicht so kleinen Yachten

im Schneegestöber Anlegemanöver

am Chiemsee praktizierte. Viele

hundert Segler hatte so mein Segellehrer

Karl Sailer gründlichst ausgebildet.

Einer seiner Schüler war Claus

Krieger – später Gründer des Yacht

Club Austria. Den Rest der YCA-

Geschichte kennen Sie!

DACH-VERBAND

Der Kreis schließt sich weiter: Als

Commodore dieses stolzen Vereins

gelang es mir später, mit dem ähnlich

stolzen Cruising Club Suisse

(CCS) und dem Deutschen Hochseeverband

(DHH) einen Verein

mit sagenhaften sechzehntausend

Mitgliedern (dem heute übrigens

auch ein Sailer-Schüler als Präsident

vorsteht), zu schließen.

Mein Wunsch wäre es, diese

Freundschaft wieder zu vertiefen,

denn letztlich hat der YCA ja auch

Wurzeln in der berühmten DHH-

Yachtschule Glücksburg – siehe

oben. Und noch eine großartige

Zukunft vor sich – das ist sicher

nicht in den Wind gesprochen!

12 YCA-SPECIAL 2022


Wien, Niederösterreich, Burgenland

CREWS

Yacht Club Austria

PIONIERARBEIT. Wien ist anders,

so liest man es schon auf den Autobahnzubringern

zur Bundeshauptstadt,

und tatsächlich, in Wien definiert

sich das Vereinsleben anders,

in Wien treten viele Trends zuerst

auf und diese sollten auch erkannt

werden, um uns für die Zukunft fit

zu machen.

Wir sind stolz darauf, ein Vorreiter

im Entwickeln neuer Ausbildungskonzepte

zu sein, projekthafte

Arbeitsmethoden färben auf viele

Ländercrews ab und werden auch

von dort stark unterstützt.

Die Wichtigkeit einer bundesländerübergreifenden

Arbeitsweise ist

für den gesamtheitlichen Fortbestand

unseres Vereins unerlässlich.

Dem von der Crew Wien, Niederösterreich

und Burgenland initiierten

Projekt „Tidal Training“ haben sich

schon während der Projektphase

zwei weitere Bundesländercrews

angeschlossen und diesem Unterfangen

zum Erfolg verholfen. In den

anschließenden Jahren wurden diese

Konzepte vom Bildungsausschuss

aufgegriffen und somit zur Erfolgsstory

des YCA.

Unser nächster Schwerpunkt

wurde aus der Erfahrung der Crew

Oberösterreich geboren, nach dem

Erfolgsrezept der Isabell und der bislang

guten Erfahrung mit dem Charterunternehmen

Boot2Sail wird

ein eigenes Boot am Neusiedler See

überlegt, um die Ausbildungen für

die Mitglieder möglichst kostengünstig

zu halten und auch allen

bereits Ausgebildeten eine reizvolle

Möglichkeit zu bieten, einzelne Tage

wie auch kurze Urlaube auf dem

„Meer der Wiener“ zu verbringen.

è www.yca.at/crews/

wien-niederoesterreich-burgenland

GÜNTHER HOLZINGER,

YCA Crew-Commander

Wien/NÖ/Bgld.

Crew Wien/NÖ/Bgld.

Oberösterreich

WAHRE GRÖSSE. Als größte Crew

im Yacht Club Austria mit rund

1.000 Mitgliedern ist es uns ein besonderes

Anliegen, das Vereinsziel

für unsere Mitglieder zu verwirklichen.

Mit unserer Aus- und Fortbildung

auf höchstem Niveau vermitteln

wir Sicherheit, Kompetenz und

Freude auf hoher See sowie auf den

Binnengewässern. So bilden wir im

Jahr rund 60 Skipper aus und bieten

auch zahlreiche Vorträge wie Motorkunde,

Funkkurse, Erste Hilfe auf

See oder Regattaseminare an. Selbstverständlich

sind wir auch für unsere

gemütlichen Stammtische, informativen

Clubabende und lauschigen

Sommerfeste über die Landesgrenzen

hinaus bekannt.

Unsere Gemeinschaft betreibt eine

exklusive Steganlage mit schön viel

Platz für unsere Clubyacht Esperanza

auf der Donau im Linzer Winterhafen.

Auch unsere familienfreundliche

Charteryacht Isabell am Attersee sowie

unser Performancesegler, eine

Melges 24, erfreuen sich höchster

Beliebtheit im gesamten YCA.

Am stärksten ausgeprägt ist aber

unsere Passion „Segeln auf dem

Meer“ und so veranstalten wir exklusiv

für unsere Mitglieder Clubtörns

zu ausgewählten Revieren, mit Urlaubsflair

und vielen gemeinsamen

Events. Für die Abenteurer im Club

starten wir regelmäßig anspruchsvolle

und spannende Törns in weniger

bekannten Revieren. Aber Achtung:

Hier sind die Plätze sehr begrenzt

und eine frühzeitige Anmeldung

ist aufgrund der starken Nachfrage

unbedingt zu empfehlen.

Kurz gesagt ist für alle Wassersportler

– vom Binnen-, Regatta-,

FOTO: ERICH UNTERWEGER

Hochseesegler über die Motor- und

Hausbootfahrer bis hin zum Eigner

oder Charterer – für jeden etwas

dabei. Und natürlich sind unsere

Türen weit geöffnet für alle Oberösterreicher,

die noch Teil unserer

Crew werden möchten!

è www.yca.at/crews/oberoesterreich

Crew Oberösterreich.

THOMAS

HICKERSBERGER,

YCA Crew-Commander

Oberösterreich

YCA-SPECIAL 2022 13


CREWS

Yacht Club Austria

Kärnten

Crew Kärnten.

HOHE ZIELE. Die YCA-Crew Kärnten

ist 50 Jahre alt geworden und seit

2007 ein Zweigverein des YCA. Die

Crew zählt 280 Mitglieder und einen

siebenköpfigen Vorstand.

Die Hauptaktivitäten des Clubs

sind aus den Satzungen abgeleitet

und bestehen aus dem Regattageschehen,

der Ausbildung, den Clubreisen

mit nautischen Schwerpunkten

und der Geselligkeit unter den

Mitgliedern und Freunden.

2007 wurde auch unter dem Crew-

Commander Dr. Jürgen Adlmannseder

die Alpe Adria Sailing Week gegründet,

die bis heute bereits 14 Mal

gesegelt wurde. Neben dem Regattageschehen

gibt es in Kärnten ein umfangreiches

Ausbildungsprogramm,

um Nachwuchs auszubilden und

auch bereits erfahrenen und nautisch

interessierten Skippern eine profunde

Weiterbildung anzubieten.

Aber was wäre ein erfolgreicher

Club ohne regelmäßige Mitgliedertreffen.

Ein Highlight ist das Sommerfest,

das jedes Jahr am Ufer des

Wörthersees stattfindet. Ein weiteres

Highlight sind die regelmäßigen

Club reisen zu Zielen am Meer wie

beispielsweise Hamburg, Venedig,

Grado, Portofino, Monaco, Insel Elba

u. a., bei denen es immer Gelegenheit

gibt, nautische Sehenswürdigkeiten

zu besuchen.

Neben diesen größeren Aktivitäten

werden die regelmäßig angesetzten

Stammtische von den Mitgliedern

gerne besucht, um sich hier in einer

zwanglosen und gemütlichen Runde

über Segelerlebnisse und andere Themen

auszutauschen.

Für die Zukunft hat sich die Crew

Kärnten hohe Ziele gesteckt:

• Die Alpe Adria Sailing Week (siehe

auch ab Seite 44) soll sich in den

nächsten Jahren weiterentwickeln,

um ihrer nationalen und internationalen

Bedeutung noch stärker

gerecht zu werden.

• In der Ausbildung muss sich trotz

Mitbewerb die erstklassige Qualität

des YCA in der Theorie- und

Praxisausbildung durchsetzen, um

den Standard der Skipper allgemein

zu erhöhen.

• Zusätzlich zu diesen Aktivitäten

und sobald die Pandemie vorbei

ist, wird die Crew Kärnten ihr

angefangenes Projekt, mit italienischen

und kroatischen Segelclubs

freundschaftlich zusammenzuarbeiten,

wieder aufnehmen.

è www.yca-crew-ktn.at

FRITZ ABL,

YCA Crew-Commander

Kärnten

FOTOS: UDO REICHMANN

Salzburg

Crew Salzburg.

EINE FAMILIE. Segeln steht für

sportliche Betätigung, Entspannung,

Reisen und vieles mehr. Ob Ausbildung,

Spezialseminare oder spannende

Vorträge – all das findet man

bei uns. Für Clubmitglieder liegen

mit der Yacht Isabella und der sportlichen

Melges 24 zwei Schiffe am

Attersee, die jederzeit benützt werden

können.

Segeln mit den Gezeiten: Wilder

Atlantik und geschützte Gewässer

liegen in der Südbretagne bei unserem

nächsten Clubtörn vor uns (siehe

auch Seite 43). Und das ist erst der

Anfang, viele weitere Expeditionen

sollen folgen.

Neben den Segelabenteuern liegt

uns vor allem der persönliche Kontakt

zu den Mitgliedern, das gemeinsame

Erleben, Hilfsbereitschaft untereinander

und ein offenes Ohr für alle

Anliegen am Herzen. Wie in einer

Familie eben – und wir sind stolz,

Teil der YCA-Familie zu sein.

è www.yca.at/crews/salzburg/

HUBERT KRAFT,

YCA Crew-Commander

Salzburg

„ Eine Gemeinschaft ist wie ein Schiff:

Jeder sollte bereit sein, das Ruder zu übernehmen.“

Henrik Ibsen (1828–1906)

14 YCA-SPECIAL 2022


MARINA PUNAT — THE LARGEST MARINA OF NORTHERN ADRIATIC

A FAVORITE DESTINATION AND HOME PORT OF MANY BOATERS

Restaurants | Hotel & Resort | Pool & Lounge | Bungalows

Surrounded by nature for carefree stay with complete privacy


SICHERN SIE SICH IHR

TOP FRÜHBUCHERANGEBOT FÜR 2022

Tirol, Vorarlberg

www.aichfeld-yachting.at

mail@aichfeld-yachting.at

Tel.: +43 (0)3578 3276

Yachtcharter-Weltweit

Yachtverkauf

Ausbildung

WIE DAHEIM. Für die Tiroler

und Vorarlberger waren Achensee

und Bodensee schon vor

den 1970er-Jahren ein Freizeitparadies

für Segler und Motorbootfahrer.

Einige wagten damals den

Sprung ins Mittelmeer, so auch

der Tiroler Carl Krieger, der

auf Elba eine Seefahrtsschule

unterhielt. So kommt es nicht

von ungefähr, dass er Anfang

der 1970er-Jahre den YCA

in Tirol gegründet hat. Zu

Ausbildungs zwecken richtete

er in einem Hotel in Kirchberg

ein Planetarium ein, welches

heute von seinem Sohn in

Schwaz weiterbetrieben wird.

Claus Krieger bewies damals

Weitblick und erweckte das

Interesse an der Seefahrt.

Diese Geschichte widerlegt

somit die Mär, dass „die Tiroler

so beschränkt sind wie ihr Horizont“

oder „immer, wenn ich

den See seh’, brauch ich kein

Meer mehr“. Der weite Blick

von den Gipfeln unserer Berge

eröffnet die Schönheit der Natur

und weckt die Sehnsucht,

ferne Welten zu erkunden.

Als Crew Tirol und Vorarlberg

wollen wir unseren

Mitgliedern den Blick auf

den Horizont der Weltmeere

ermöglichen

und sie fit für

ein sicheres

Befahren machen.

Daher

legen wir

Wert auf solide

Aus- und

Weiterbildung.

Das

Rüstzeug aus

„alten und

neuen (Ge)

JOHANNES LINDIG,

YCA Crew-Commander

Tirol/Vorarlberg

Zeiten“ wird in unseren Schulungen

in enger Zusammenarbeit

mit unserer Zentrale in

Linz und an den Clubabenden

mit Erlebnisberichten unserer

Mitglieder vermittelt.

Ein Teil dieser Aus- und

Weiterbildung besteht auch in

gemeinsamen Törns, sei es in

der Adria oder in Gezeitenrevieren,

wo Praxis und Teamgeist

gestärkt werden. Weiters

wird die Teilnahme an Regatten

geboten, bei denen Mitglieder

unserer Crew auch erfolgreich

sind.

Bei all den Aktivitäten kommen

Spaß und Geselligkeit

nicht zu kurz. Denn alle unsere

Crewmitglieder fühlen sich bei

uns gut aufgehoben, ja fast

schon wie daheim.

è www.yca.at/crews/tirol-vorarlberg

Crew Tirol/Vorarlberg.

WWW.SEA-HELP.EU

HELPLINE: 00800 112 00 112


Steiermark

PHOENIX UND PANTHER. Die Steiermark,

dort wo der steirische Panther

zwischen Semmering und Pack die

Segel setzt, dort kommen auch die

Gebirgssegler her.

Mit dem Gebirgssegler Cup trägt die

Crew Steiermark die größte der YCA-

Clubregatten aus. Ein alljährliches, großes

Familienfest mit bis zu 30 Yachten –

am Tag hart umkämpft, am Abend gemeinsam

gefeiert. Doch wie kam die

Namensgebung zustande?

Diese Frage wird mir als Initiator immer

wieder gestellt und das 50-jährige

Jubiläum scheint mir eine schöne Gelegenheit

zu sein, um das Geheimnis um

den „Gebirgssegler“ zu lüften. Als ich

vor vielen Jahren als Rookie ins Regattageschehen

einstieg, wurde ich als Eisenerzer

milde belächelt. Man sollte doch

lieber zum Erzberg-Rodeo Staub schlucken,

als um einen Segelpreis mitzufahren.

Und so war die Geburtsstunde des

„Gebirgsseglers“ bei seiner Schöpfung

wohl eher abwertend konnotiert.

Doch der „Gebirgssegler“ ließ seine

Kontrahenten achteraus, gewann am

Ende sogar die Regatta. Der „Gebirgssegler“

stieg, dem Phönix gleich, aus der

Asche, um zu dem heutigen Event zu

werden. Zurück zum steirischen Panther.

Dieser ist nämlich auch kinderlieb!

So findet alljährlich in den Sommerferien

das Jugendsegelcamp am Thalersee

bei Graz statt. Der fordert und fördert

auch schon die kleinen Steirer, führt

diese auf diesem idyllischen See in die

wundervolle Welt des Segelsports ein.

Bringt ihnen die Natur, den Wind und

das Wasser nahe, macht Physik erlebbar.

Natürlich machen sie auch einen Segelschein

und dürfen wild die Boote

zum Kentern bringen. Spaß muss sein.

Denn die Jugend ist auch in der Steiermark

die Zukunft. Die Veranstaltung

ist Fixpunkt im Ferienspiel und erfreut

sich von Jahr zu Jahr größerer Beliebtheit,

sodass wir 2021 zum Spatenstich

für das Bootshaus am Thalersee einladen

durften.

Eine neue Ära, denn so bekommt die

steirische Crew das lang ersehnte Zentrum.

Ein Ort der Begegnung und der

Entspannung, wo man bald ganzjährig

seinem liebsten Hobby nachgehen kann.

Vielleicht findet dort die nächste „Family

Crew Challenge“ statt? Ein neues Format,

das Familien ins Boot holt und

Mitfahrer zu guten Matrosen machen

soll. Geselligkeit und Ausbildung stehen

im Mittelpunkt, so wie es eben der steirische

Brauch ist.

Apropos Ausbildung! Apropos steirischer

Brauch! Es braucht eine fundierte

Ausbildung, wenn man auf den Weltmeeren

unterwegs ist. Ist es doch dem

Steirer eigen, auch fernab der sanften

grünen Hügel, auf dem blauen weiten

Meer, eine gute Figur zu machen. Darum

hat die Ausbildung auch in der

Steiermark, in der Tradition des YCA,

höchsten Stellenwert.

In der Vergangenheit waren die Ausbildungsstätten

kaum räumlich verortet

– die Mitglieder der Crew Steiermark

sind übers ganze Bundesland

verteilt! Das bedarf einer flexiblen Ausbildung.

So sind wir in Leoben, Graz,

Judenburg, Feldbach …

Wir werden auch in Zukunft die Ausbildung

in die unmittelbare Nähe unserer

Mitglieder bringen. Ja, der steirische

Panther ist auch sprunghaft. Und so

nimmt auch die Crew Steiermark Anlauf

für einen großen Sprung. Einen

Sprung in die nächsten 50 Jahre, als

grünes Herz des Yacht Club Austria.

è www.yca.at/crews/steiermark/

Crew Steiermark.

MIKE HECKER,

YCA Crew-Commander

Steiermark

„ Meine Gegner werfen mir vor, ich stelle die Segel nach dem

Winde. Darin besteht ja gerade die Kunst des Segelns!“

Otto von Bismarck (1815–1898)


YCA Women

Frauen-Power

Segel- und Motorbootsport als Männerdomäne? Nicht so beim YCA, wie die vielen weiblichen

Clubmitglieder eindrucksvoll beweisen! Sie ist herzlich willkommen, prägt das Vereins geschehen

maßgeblich mit und hat erfreulich oft auch allein das Ruder in der Hand.

Mit dem festen Entschluss,

das Steuer an mich zu reißen,

ging ich auf die Suche

nach einem Training für Frauen.

Idealerweise sollte es ein Training

von Frauen für Frauen sein. Ich

wurde mit einem Segeltraining des

YCA am Attersee fündig. Auf der

Clubyacht Isabell wollte ich mir auf

dem See ein möglichst hohes Maß

an Selbstvertrauen aufbauen.

FOTO: ZVG

GERHILD DENGG

ist Ausbildnerin

des YCA.

Nicht selten stellen

Frauen die Mehrheit

an Bord des YCA.

FOTO: SHUTTERSTOCK

Leider musste die Veranstaltung

wegen Schlechtwetters abgesagt

werden. Fest entschlossen stöberte

ich weiter auf der Homepage des

Yacht Club Austria und spielte

schließlich mit dem Gedanken,

gleich den FB2 zu machen. Beim

ersten Crewtreffen wurde mir von

den erfahrenen Seglern in der Runde

gleich die Angst genommen und

der Rücken gestärkt. Ich nahm die

Herausforderung an und freute

mich sehr, denn bei der praktischen

Ausbildung waren wir drei

Frauen an Bord. Danach beim

Upgrade auf den FB3 waren wir

Frauen sogar in der Überzahl!

Mittlerweile habe ich dank der

Teilnahme am Gebirgssegler Cup,

der Alpe Adria Sailing Week, dem

Channel Crossing in Tidengewässern

und den Online-Fortbildungsseminaren

des YCA während der

pandemiebedingten Lockdowns

enorm für mein „privates“ Seglerinnenleben

dazugewonnen. Der

Austausch von SeglerIn zu SeglerIn

auf Augenhöhe, die gemeinsamen

Törns, die professionellen Fortbildungen

und die vielen neuen Bekanntschaften,

die geknüpft werden,

sind für mich die schönsten

Belege dafür, dass der Verein YCA

von all seinen Mitgliedern kameradschaftlich

geführt wird!

LADIES WELCOME!

Ein Schiff zu führen ist leichter, als

frau denkt. Egal, ob Grundkenntnisse,

um als Crewmitglied aktiv

dabei zu sein, oder fundierte Ausbildung

zur Skipperin – das breit

gefächerte Angebot des YCA bietet

viel Auswahl und individuelle Betreuung

in Theorie und Praxis.

Mein Tipp: Einfach an Bord

kommen – und vielleicht sehen wir

uns schon bald beim Segeln auf

dem See oder bei einer Regatta in

der Adria.


Wie es sich gehört

DAMENSEGELN. Vier segelmotivierte

YCA-Ladies trafen sich am Attersee,

um mit Ingrid Schnabl, ihres Zeichens

„Circumnavigator of the Globe“,

die YCA-clubeigene Segelyacht

Isabell mit ihren beachtlichen 35 Fuß

so richtig kennenzulernen.

Am Samstag erwartete uns wissbegierige

Segeldamen ein strahlend

heißer Sonnentag, und so liefen wir

unter Motor aus der Marina Berndt

von Aufham aus. Mangels Wind

übten wir uns jedoch eher mehr im

„Fender-Spazierenfahren“, in Knoten

direkt an Bord knüpfen und so weit

und so viel wie möglich Segeltheorie

auf dem Boot anwenden, aber ehrlicherweise

genossen wir auch

schwimmend jede Minute an Bord.

Am Abend freuten wir uns über

den Besuch von Rotina und ihrer

Freundin Anita und ließen den lauen

Abend bei einem gemeinsamen

Dinner und guten Drinks gepflegt

ausklingen – wie es sich halt für uns

Damen gehört.

Am Sonntag starteten wir in voller

Vorfreude auf etwas Wind, der sich

dann auch mit sieben Knoten endlich

einstellte. So konnten wir Praxis bei

den diversen Segelmanövern sammeln.

Gegen 14 Uhr zogen dunkle

Wolken auf, und es begann zu regnen,

was uns jedoch nicht abhielt, das Anlegen

heckseits an der Boje mit Vorleine

fleißig zu üben.

Fazit: Segeln ist nun mal ein Outdoor-Sport

– und segeln mit Frauen

ohne „G’scheitwaschln“ tut echt gut!

Segeln, schwimmen,

kultiviert das Leben

an Bord genießen:

selbstverständlich für

eine YCA-Damencrew.

FOTO: GOTTFRIED RIESER

18 YCA-SPECIAL 2022


Ihr verlässlicher und sicherer

Partner für Ihren Yachturlaub

Jährlich viele neue Yachtmodelle, Qualität

und bestes Rundum-Service zu fairen Preisen

Ihr Charter

Spezialist

KROATIEN

15 Basen

TÜRKEI GRIECHENLAND SLOWENIEN

ITALIEN NIEDERLANDE KARIBIK

Enjoy your

holiday!

Unsere vielfältige Angebotspalette umfasst Monohull Segelyachten,

Katamarane, Motorkatamarane und Motoryachten der verschiedensten

Marken. Mit der Familie entspannen oder mit Freunden

über das Meer rauschen: pitter-yachting.com


PANORAMA

YCA Stimmen

Mitglied Nr. 112

FOTO: SHUTTERSTOCK

KAPITÄN SEIN. Seit meinem Kindesalter

begeistert mich das Segeln. Schon

mein Vater, geboren und aufgewachsen

in Chieming am Chiemsee, segelte

als kleiner Bub mit einer Chiemseeplätte

in Lederhose und Nagelschuhen.

Also war es normal, dass wir im

Sommer die Sonntage am Chiemsee

verbrachten. Vater baute mir meistens

ein kleines Schilfschiffchen. Ein dickes

Schilfrohr, zwei kleine Muschelstücke

als Kiel und Ruder und eine Feder als

Segel. Es war für mich so faszinierend,

wie dieses Schiff ohne mein Zutun auf

den See hinaussegelte. Da wollte ich

Kapitän werden.

Als ich acht war, kaufte mein Vater

einen Korsar. Trapezsegeln ohne Wirkung

durch mein geringes Gewicht,

als Vorschoter, Rudergänger, die ganze

Palette inklusive kentern und durchkentern.

Ich lernte Segeln und wurde

Kapitän. Als ich zwanzig war, tauschten

wir das Schiff gegen eine Sunbeam

22. Da diese ein halbes Jahr im Zollausland

genutzt worden war, musste

man den Zollwert für das Boot hinterlegen,

außer ein Yachtclub garantierte

die Wiedereinfuhr. Ich wollte

dem Yachtclub Kufstein beitreten,

eine Aufnahme war aber erst nach

einem Kennenlernjahr möglich.

Claus Krieger – Gründer des YCA –

bot mir an, dem Yacht Club Austria

beizutreten. Ich wurde Mitglied

(Nr. 112) und habe es bis jetzt keine

Sekunde bereut. Der YCA ist ein

international anerkannter Club und

bietet sämtliche Ausbildungen für den

Yachtsport inklusive Prüfungen an.

Eine kleine Anekdote am Rande: Ich

besuchte meine Schwester in London

und wollte natürlich den Yachtclub

Themse inklusive Hafen besichtigen.

HUBERT BAMBERGER

ist seit 49 Jahren im

Verein und hat somit

die längste aktive Mitgliedschaft

beim YCA.

Auf dem Chiemsee lernte

Hubert Bamberger das Segeln.

Am Eingang verwehrte mir ein Wächter

den Zutritt, nach Vorlage des Mitgliedsausweises

des YCA wurde ich

sofort zu einer kleinen Führung durch

das Gelände eingeladen.

Aufgrund meiner berufliche Laufbahn

als selbstständiger Unternehmer

war meine Freizeit sehr beschränkt.

Aber dank eines guten Freundes hatte

ich die Möglichkeit, mehrere Male in

den Kanaren zu segeln und so Meeresluft

zu schnuppern. Heute genieße

ich in der Pension die Segeltage mit

meiner Dehler 29 am Chiemsee. Ich

wünsche allen Seglern immer eine

Handbreit Wasser unter dem Kiel!

Rundum ein tolles Erlebnis

FRANK ALTHOFF

ist begeisterter

Offshore- und Regatta-

Segler und mit Herz und

Seele Mitglied des YCA.

CHAPEAU. Ich bin vor einigen Jahren

mit langjähriger Binnensee- und

Offshore-Segelerfahrung in internationalen

Gewässern im „Binnenrevier

Österreich“ eingelaufen.

Mit dem Fokus auf Offshore-Segeln

war die Suche nach einem geeigneten

Club mit Angeboten für Ausbildung

sowie Regatten im Offshore-Bereich

etwas schwierig. So bin ich auf Firmenregatten

gesegelt und habe mit

Familie und Freunden Boote in der

Adria gechartert, bis ich auf den YCA

gestoßen bin.

Der YCA ist der einzige Club, der

in ganz Österreich sowohl fundierte

Segel-Ausbildungen als auch Offshore-Regattatrainings

sowie -Regatten

auf hohem Niveau anbietet. Auch

Motorbootfahrer sind willkommen.

Ich habe mehrfach an der Alpe

Adria Sailing Week teilgenommen,

viele Perfektionskurse belegt und

freue mich schon auf den nächsten

Gebirgssegler Cup, zu dem ich bislang

noch keine Gelegenheit hatte.

Herausragend sind die Angebote

für Sicherheit, Erste Hilfe auf See in

medizinischen Notsituationen sowie

die RYA-Trainings zum Yacht Master

inklusive Schwerwettertraining im

englischen Solent.

Auch das gesellschaftliche Leben

wie die abwechslungsreichen Clubabende

und die gut organisierten

Clubtörns genieße ich sehr. Die letzten

zwei pandemiegeprägten Segelsaisonen

hat der YCA mit hochwertigen

Online-Angeboten perfekt

gemeistert. So konnten erstmals bundesweit

Ausbildungsseminare und

Vorträge ohne Reisen abgehalten werden

mit einer sofortigen CO 2 -Einsparung

für die Ozeane – Chapeau!

Rundherum ein tolles Erlebnis,

beim YCA zu sein. Weiter so! Ich

wünsche dem YCA weitere erfolgreiche

50 Jahre!

Die Alpe Adria Sailing Week ist Frank

Althoff bereits mehrmals gesegelt.

FOTO: UDO REICHMANN

20 YCA-SPECIAL 2022


Advertorial

Yacht-Pool

fair-sichert

Das Wort „fair“ kommt vielen locker über die Lippen. Für Friedrich Schöchl,

Geschäftsführer des 1976 gemeinsam mit seiner Frau Jette gegründeten

Versicherungsservice „Yacht-Pool“, hat es eine tiefergehende Bedeutung.

Text GERNOT APFELSTEDT/BOOTE-MAGAZIN

Im Sinne einer im Duden genannten:

gerecht im Verhalten gegenüber

anderen. Sie steht in Schöchls

Werteskala ganz weit oben. Wenn er

etwas als unfair empfindet, wächst

in ihm das Verlangen, es zum Positiven

zu verändern.

So war es auch, als er mitbekam,

dass Kunden der von seinen Brüdern

am Mattsee/Österreich gegründeten

Werft Schöchl Yachtbau

(Sunbeam) im Schadenfall völlig unzureichend

entschädigt wurden oder

leer ausgingen, weil sie zu unannehmbaren

Bedingungen versichert

waren. Also schrieb der studierte

Betriebswirt seine eigenen Versicherungsbedingungen.

Danach galt es,

diese bei den Versicherern durchzusetzen.

Doch dazu brauchte es

ein Gegengewicht.

VERSICHERUNG GEGEN

VERSICHERUNGEN

Der einzelne Versicherungsnehmer

steht gegenüber den mächtigen Risikoträgern

und deren Juristen auf

verlorenem Posten. Ein Interessen-

Pool der Versicherungsnehmer keinesfalls,

war sich Friedrich Schöchl

sicher. Das war die Initialzündung

für die Gründung von Yacht-Pool

vor über 45 Jahren.

Schöchl versuchte, die Versicherer

von seinen Deckungskonzepten zu

überzeugen, was – in der Anfangszeit

– nicht immer leicht war, aber

gelang. Bei den „Sunbeam-Bedingungen“,

die rasch über diese Eignergruppe

hinaus gefragt waren,

ebenso wie bei der damals „revo-

LITERATURTIPP:

„Die Haftung des

Skippers – seine Rechte/seine

Pflichten“,

Dr. Friedrich Schöchl,

€ 29,90. Bestellungen

per E-Mail unter

buch@yacht-pool.de

lutionären Innovation Allgefahrendeckung“

in der Yacht-Pool Kaskoversicherung,

bei der alle Risiken

als versichert gelten, die nicht ausdrücklich

ausgeschlossen sind.

Auch hier gehörte Schöchl zu den

Vorreitern. Wie bei der Gründung

lieferten ihm fortan Deckungslücken,

die sich oft bei Schadenfällen

offenbarten, Anregungen und Argumente

für neue Produkte.

Dies sind vor allem Versicherungen

für Charterer. Als erste und

wichtigste die Skipper-Haftpflichtversicherung.

Sie deckt unbekannte

Lücken, die die Haftpflichtversicherung

der Charteryacht aufweisen

kann, und leistet sogar bei grober

Fahrlässigkeit. In der Folge kreierte

der Yacht-Pool Chef sechs weitere

Charterversicherungen: Skipper-

Unfall, Skipper-Rechtsschutz,

Skipper-Beschlagnahme, Charter-

Kaution (immer wieder wird sie

von Flottenbetreibern zu Unrecht

einbehalten), Charter-Folgeschaden

und Charter-Rücktritt.

FAIR CHARTERN

Weil Friedrich Schöchl in Charterverträgen

von Agenturen und Flottenbetreibern

immer wieder „giftige

Klauseln“ entdeckte, die dem

Charterer unkalkulierbare Risiken

aufbürden und Auseinandersetzungen

vor Gericht geradezu

programmieren, entwarf er den

Charter-Fairtrag. Das ist ein

internatio naler Mustervertrag, in

dem die Rechte und Pflichten des

Ver charterers und des Charterers

1976 – Friedrich Schöchl, Erfinder der Skipper-Haftplichtversicherung,

mit seiner Frau Jette auf Törn.

Im selben Jahr gründeten sie Yacht-Pool.

klar geregelt sind. Ihm liegen die

„International Yacht-Pool Terms

and Conditions“ zugrunde. Agenturen

und Flottenbetreiber, die nach

diesen fairen AGB arbeiten, erkennt

man am Yacht-Pool Qualitätssiegel

„Fair Charter“.

Ein weiterer Meilenstein – geboren

aus leidvoller Erfahrung zahlreicher

Charterer – ist der Sicherungsschein,

mit dem Yacht-Pool mehr als

20 Jahre lang für eine Rückerstattung

der Anzahlungen bei In solvenz

oder Zahlungsunfähigkeit des Flottenbetreibers

bürgte. Doch der Sicherungsschein

wurde zu Buchungen

bei Firmen ausgegeben, die

Yacht-Pool jährlich aufs Neue ihre

Bilanzen vorlegen. Die Prü fungen

wurden nach einer über raschenden

und für den Versicherer teuren Megapleite

(Blu Balu Yachting, 2007)

strenger und gehen auch über die

reine Bonität hinaus. Bei Vercharterern,

die sich für das Siegel „Checked

& Trusted Financial Security

System“ be werben, nimmt Yacht-

Pool außer der Bonität auch das allgemeine

Geschäftsgebaren und den

Zustand der Flotte unter die Lupe.

è www.yacht-pool.at

YCA-SPECIAL 2022 21


YCA Historie

Legenden,

Mythen, sonstige

Anekdoten

Die Pioniere Horst Welebny

(l.), Yachtausrüster, und

Horst Müller (sitzend), Gründer

der ersten Charterfirma.

Die Geschichte des YCA zu erzählen ist eine spannende Sache: Je mehr man sich darin vertieft, umso

interessanter wird es. Man durchforstet die Protokolle, geht auf Bildersuche, trifft sich mit ehemaligen

Funktionären, spricht über vergangene Zeiten – und es tauchen völlig neue Welten auf.

Man könnte sich natürlich

auch auf die Daten und

Fakten verlassen. Wenn

man 50 Jahre auf dem

Buckel hat, gibt es im Archiv viel

Material. Man könnte sie gut aufzählen,

zum Beispiel so:

• 17. 3. 1972: Nichtuntersagungsbescheid

des Landes Tirol

• 18. 3. 1972: Gründungsversammlung

des Yacht Club Austria, Wahl

des 1. Vorstandes; Commodore:

Dr. Mirko Banekovic, Wörgl,

1. Vizecommodore: Dr. Heinrich

Spiller, Wien, 2. Vizecommodore:

Gedeon Kofler, Innsbruck – und so

weiter und so fort …

Aber was wäre das für eine

Geschichte? Kühl, sachlich, unpersönlich!

Wir leben jedoch nicht in Zahlen

und Fakten, sondern durch unsere

Geschichten von Seeleuten, von

Abenteuern, von Emotionen, von

Rückschlägen und von Erfolgen –

das macht unseren Club aus und

davon soll die Rede sein, wenn wir

unsere Historie erzählen.

Lassen wir also unsere Altvorderen

zu Wort kommen:

Mirko Banekovic, unser erster

Commodore, erzählt: „Die Gründung

einer Segelvereinigung wie

des Yacht Club Austria war schon

lange fällig gewesen. Beste Beispiele

waren Deutschland und die

Schweiz. Auch in Österreich hatten

wir viele gute Leute, es war also

höchst an der Zeit für den YCA.

Claus Krieger hatte mit den meisten

Clubs Kontakt aufgenommen

um den Grundstein für die Seglervereinigung

zu legen …“

Das ist ein spannender Ansatz,

der hier am Beginn angesprochen

wird: Der YCA wurde also gegründet,

um einen Dachverband für die

österreichischen Segelvereine zu

bilden, die als Revier die Hochsee

im Fokus hatten, quasi als Pendant

zu den Segelvereinen, welche die

Binnenreviere als ihren Schwerpunkt

sahen.

Claus Krieger formulierte das so:

„Vor der Gründung des YCA wurden

die maßgeblichen Binnensegelvereine

nach Fuschl eingeladen.

Bei diesem Treffen ging es um die

Koordinierung von Ausbildungsaktivitäten

für Hochsee-Segler.

Allerdings konnten sich die Delegierten

auf keinen gemeinsamen

Nenner einigen und es wurde keine

entsprechende Interessengemein-

„ Vor der Gründung des YCA wurden die

Binnensegelvereine einge laden. Es ging

um die Koordinierung von Ausbildungsaktivitäten

für Hochsee-Segler.“

Claus Krieger, Gründer des Yacht Club Austria

22 YCA-SPECIAL 2022


Generalversammlung beim Jägerwirt in Salzburg: Stehend YCA-Commodore Bobby Schenk, links von ihm Andrea Winterauer (Sekretariat),

Generalsekretär Peter Talas, Max Peterseil (Vize-Commodore).

Der erste YCA-Commodore Mirko Banekovic

unter schreibt die Gründungsurkunde.

schaft gegründet, daher wurde in

Tirol die Initiative ergriffen …“

Ingo Kleinschmidt war langjähriger

Commodore und er erinnerte

sich: „Claus Krieger beginnt 1964

in Österreich mit der Küstenfahrt-

Ausbildung nach deutschem Muster.

Er baut das Führerschein- und

Prüfungswesen für den Österreichischen

Segelverband (OeSV) und

den Motorbootsport- und Segelverband

Österreichs (MSVÖ) auf.

Zu dieser Zeit beschäftigt ihn bereits

der Gedanke, eine Hochsee-

Seglervereinigung zu gründen.

1969 wird Krieger Seefahrt- und

Führerscheinreferent im OeSV.

Zusammen mit Manfred Piso,

dem langjährigen Präsidenten

und Ehrenpräsidenten des OeSV,

entwarf er die Satzungen für den

geplanten Verein …“

VON DER GRÜNDUNG

ZU DEN CREWS

Erinnern wir uns an die Situation

zu jener Zeit Mitte bis Ende der

1960er-Jahre: Im Bereich Seefahrt

gab es wenige österreichische Eigner,

fast keine Charterschiffe und,

außer an mondänen Orten, kaum

Marinas. Wer keine Yacht hatte,

musste sich bemühen, auf einer

seegehenden Yacht Crewmitglied

zu werden.

Es lag im Interesse der Eigner,

gute Leute zu bekommen, und andererseits

waren viele daran inter-

„ Zusammen mit Manfred Piso, dem langjährigen

Präsidenten und Ehrenpräsident

des OeSV, entwarf Claus Krieger die

Satzungen für den geplanten Verein.“

Ingo Kleinschmidt, langjähriger Commodore des YCA

essiert, mehr von der Schiffsführung

und Navigation auf See zu

verstehen. Das waren die Voraussetzungen

für das beginnende

Ausbildungswesen. Die Schulung

wurde einer der vorrangigsten

Ver eins zwecke des YCA.

Max Peterseil bringt es in der

Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum

auf den Punkt: „Claus Krieger

war der Erste in Österreich, der

sich um den ‚Sport am Meer‘ Gedanken

machte und die Ausbildung

auf solide Beine stellte …“

Halten wir fest: Der Yacht Club

Austria brachte das Ausbildungswesen

für Hochsee-Skipper nach

Österreich und legte den Grundstein

für unsere derzeitigen Befähigungsnachweise.

Wir können wirklich

stolz sein, dass wir hier auch

nach 50 Jahren unsere Kernkompetenz

haben und österreichweit führend

in der nautischen Aus- und

Weiterbildung sind.

Die folgenden Jahre waren geprägt

von Aufbau, Prosperität

und Konsolidierung des Clubs.

Manfred Piso, langjähriger Präsident

des OeSV und Mitgründer

des YCA, schreibt: „Keiner konnte

ahnen, in welch kurzer Zeit der

Yacht Club Austria zu einem Sammelbecken

der österreichischen

Hochsee-Segler heranwuchs. Den

guten Namen verdankt der Yacht

Club Austria der soliden und unermüdlichen

Arbeit seiner ehrenamtlichen

Funktionäre, die stets darum

bemüht sind, den Mitgliedern all

jene Informationen und Unterstützungen

zu gewähren, die sie für

ihre Törns auf den verschiedensten

Revieren der Welt benötigen. So

wundert es nicht, dass im gesamten

Mittelmeerraum auf einer Vielzahl

von Yachten der Stander des YCA

geführt wird…“

Apropos ehrenamtliche Funktionäre:

Kurz nach Gründung entstanden

in den folgenden Jahren

Landesverbände, kurz „Crews“ genannt.

Diese Struktur gibt es bis

heute, wir haben Crews in allen

YCA-SPECIAL 2022 23


YCA Historie

Bundesländern. In diesen Crews

pulsiert das eigentliche Clubleben,

hier wird die Aus- und Weiterbildung

organisiert, hier werden die

Crewabende, die Segler-Stammtische,

die Clubtörns, die Spezial-

Törns projektiert und durchgeführt,

die Clubyachten betrieben

und die Regatten organisiert.

Bekannte Namen trugen den

Yacht Club Austria durch diese

Zeit: Philipp Schoeller, Bankier

und Ehrenmitglied im IOC, Wolf

In der Maur, Journalist, Herausgeber

der „Presse“, ORF-Hörfunkund

Fernsehintendant, und Harry

Holzner, Gynäkologe, Sportflieger

und Yachteigner.

Nach dieser Konsolidierungsphase

begann die sportliche Ära

des Yacht Club Austria. Dabei hatten

Hans Hofer-Straschik, Franz

„Moni“ Eisl sowie Harald Fereberger

als Commodore ihren Anteil.

AUFSTIEG ZUM SPITZENSPORT

An dieser Stelle lassen wir Gottfried

Rieser, Ausbildungsleiter des YCA,

zu Wort kommen: Franz Eisl – wir

alle nannten ihn Moni – hat den

Yacht Club Austria entscheidend

geprägt: Er wurde 1986 zum Commodore

gewählt und führte den

YCA bis 1992. Mit Moni kamen

die berühmten Regatta segler an

die Spitze des YCA. Das war auch

der große Coup des Moni Eisl: Er

realisierte die Idee, eine Hochsee-

Regatta für den Yacht Club Austria

auszurichten.

Das Besondere dabei war, dass

auch Fahrtensegler einen Spinnaker

fahren sollen, damit hat er die

sportliche Seite des Hochsee-Segelns

in den Vordergrund gerückt.

18. März 1972: Schöpferische

Pause am Hechtsee

vor der gründenden

Generalversammlung.

Ein weiterer Aspekt dieser Regatta

war, dass eine Einheitsklasse zur

Verfügung gestellt wurde, um sich

unter gleichen Voraussetzungen an

der Regattabahn zu matchen. Die

Idee war so bestechend, dass im

achten Veranstaltungsjahr bereits

mehr als 70 Yachten zu Beginn des

legendären Austria Cup an der

Startlinie waren.

Er hat damit dem Yacht Club

Austria eine besondere Bedeutung

gegeben und den Grundstein für

die zahlreichen österreichischen

Regatten in der Adria gelegt.

Wir alle können uns noch gut an

seine Erzählungen erinnern, wie er

in Rom und in München bei den

Olympischen Spielen sensationelle

Platzierungen errungen hat, wie er

1977 und 1980 Weltmeister geworden

ist und wie er mit dem spanischen

König gemeinsam auf dem

königlichen Schiff war …“

Über Harald Fereberger schreibt

Rieser: Harry war von 1992 bis

1996 Commodore des Yacht Club

Austria. Er setzte das Werk von

Moni Eisl fort – die beiden waren

seit Jahren ein erfolgreiches Team –

sei es bei den Olympischen Spielen,

bei Weltmeisterschaften oder bei

Staatsmeisterschaften.

Er war in seiner Zeit ein nahezu

unschlagbares Phänomen in allen

„ Claus Krieger war der Erste in

Österreich, der sich um den Sport

am Meer Gedanken machte und die

Ausbildung auf solide Beine stellte.“

Max Peterseil, ehemaliger Vizecommodore und Crew-Commander

Segelklassen, feierte unzählige

Erfolge auf O-Jolle, Finn, FD, Star,

Soling, Yngling, H-Boote und Drachen,

zudem bei Offshore-Rennen

wie dem Admiral’s Cup.

Insgesamt 37 Staatsmeistertitel

brachte er so nach Hause, dazu einige

Europa- und Weltmeistertitel.

Harry nahm an Segelbewerben der

Olympischen Sommerspiele 1952,

1960 und 1972 teil. 1980 schreibt

Harald Fereberger als dreifacher

Weltmeister in den Klassen Drachen

und Yngling Sportgeschichte.

BOBBY SCHENKT EIN

Mit Bobby Schenk als Commodore

kam Mitte der 1990er-Jahre die

Stunde der Wahrheit. Man muss

vorausschicken, dass Bobby Schenk

in seinem Zivilberuf Staatsanwalt

und Richter in München war und

Blauwassersegler par excellence ist –

die YACHT hat Bobby Schenk in

die internationale Liste der größten

Segler aller Zeiten aufgenommen.

Seine Bücher begeistern uns, er

ist im deutschsprachigen Raum der

führende Segelbuchautor. Und bei

uns im YCA aktiver Ehrencommodore,

eine große Ehre! In seinem

Buch „Segeln lebenslänglich“ beschreibt

er seine Ära als Commodore

des YCA: Als Präsident war

ich natürlich auch für das Finanzgebaren

des Vereins verantwortlich,

also versuchte ich, mir einen

Überblick zu verschaffen. Das erwies

sich allerdings als schwieriger

als erwartet, denn man verwehrte

mir unter allerlei Vorwänden den

Einblick in die dazu nötigen Unterlagen.

Mehr und mehr beschlich

mich das Gefühl, dass es hier nicht

ganz mit rechten Dingen zuging.

24 YCA-SPECIAL 2022


FOTO: GERNOT WEILER

Commodore Christian

Schifter führt seit 2008

das Ruder des YCA.

Manfred Piso, lang jähriger

Präsident des OeSV und

Mitgründer des YCA.

Der Pokal des Austria

Cup, der von Franz Eisl

ins Leben gerufenen

YCA Hochsee-Regatta.

Nicht, dass ich den Verdacht gehabt

hätte, jemand würde sich persönlich

bereichern wollen, aber da

gab es diesen gewissen schlampigen

Umgang mit Abgaben und

Steuern, der mir den Schweiß auf

die Stirn trieb. Meine österreichischen

Kollegen sahen das alles

ganz locker, meine penible deutsche

Juristenseele hingegen geriet

bei diesen „Zuständen“ gehörig aus

dem Gleichgewicht.

Einen Mitstreiter fand ich hingegen

in einem YCA-Mitglied, Prof.

Dr. Jirkoff, der als Präsident der

Landesfinanz direktion in Linz Herr

über mehr als 100 Hofräte war und

sich mit der Materie natürlich bestens

auskannte. Dass ich aber mit

meinem Misstrauen gegenüber den

steuerlichen Angelegenheiten nicht

so arg danebengelegen haben kann,

zeigt eine witzige, aber wahrheitsgetreue

Episode: In meiner Verzweiflung

rief ich eben diesen Prof.

Dr. Jirkoff an, der übrigens nicht

nur ein penibler, sondern auch ein

feiner, humorvoller Herr war.

Folgender Dialog entspann sich

am Telefon: „Grüß Gott, Herr

Schenk, ja, ich kenn Sie ja von

Ihren Büchern, und Ihren Com-

„ Mit Franz Eisl kamen die berühmten

Regattasegler an die Spitze des YCA.

Er realisierte die Idee, eine Hochsee-

Regatta für den Club auszurichten.“

Franz „Moni“ Eisl, Commodore von 1986 bis 1992. Zitat von Gottfried Rieser

puter hab ich auch.“ „Herr Professor,

Sie wissen ja, ich bin Commodore

des YCA.“ „Ich muss sagen,

das hat mich schon sehr gewundert,

dass Sie sich das angetan haben.“

„Herr Professor, ich bin ganz

beunruhigt wegen der steuerlichen

Situation im Verein; was soll ich

Ihrer Meinung nach tun?“ Es folgte

eine kurze Pause und dann: „Sofort

zurücktreten!“ Gemeinsam deckten

wir so manche Unregelmäßigkeit

auf und machten gründlich Ordnung

im Finanzressort. Zur Freude

vieler kleiner YCA-Mitglieder, die

sich an den „Missständen in Linz“

schon lange gerieben hatten, zum

Ärger mancher Vorstandskollegen,

die sich gehörig auf den Schlips getreten

fühlten. Doch das „Volk“ war

auf meiner Seite. Nach meiner ersten

Amtsperiode, die zwei Jahre

dauerte, wurde ich mit einer einzigen

Enthaltung und ohne Gegenstimme

wiedergewählt – eine

Überwältigende Bestätigung meiner

Arbeit, die mich die vielen

schlaflosen Nächte beinahe vergessen

ließ.

Dass ich dies so durchgestanden

hatte, habe ich aber auch der Generalsekretärin,

der treuen Andrea

Winterauer, dem Vizecommodore

Peter Talas und einer Reihe weiterer

Club- und Vorstandsmitglieder

zu verdanken. Nach zwei weiteren

Jahren entschied ich mich, nicht

mehr zu kandidieren, und wurde

von der Mitgliederversammlung

zum Ehrencommodore des YCA

ernannt – und das bin ich mit Stolz

bis heute.


YCA Historie

HÖHEN UND TIEFEN

Wie überall gab es auch beim Yacht

Club Austria gute und weniger gute

Zeiten. Eine definitiv schlechte Zeit

war der große Streit mit dem Österreichischen

Segelverband am Beginn

des neuen Jahrtausends. Wir

haben mit dem damaligen OeSV-

Präsidenten Dr. Kornfeld einen

tragbaren Vergleich geschlossen,

der uns von Altlasten befreite und

das Weiterleben ermöglichte. An

dieser Stelle dürfen wir uns beim

OeSV für das Ent gegenkommen

und die laufende gute Kooperation

bedanken.

Wir haben diese heftige Sturmzeit

letztendlich abwettern und die

Legerwall-Gefahren abwenden

können. Maßgeblichen Anteil daran

hat Christian Schifter, bis 2018

Geschäftsführer von Pantaenius

Österreich und seit 2008 Commodore

des YCA. Mit seinen unternehmerischen

Fähigkeiten und seinem

Gespür fürs Machbare war er

genau der Richtige am richtigen

Ort zur richtigen Zeit.

Es hat schmerzliche Eingriffe gegeben,

um wieder einigermaßen

auf die Beine zu kommen. So

musste unsere vereinseigene Zeitschrift

„YCA-News“ eingestellt

werden, jeder Cent wurde dreimal

umgedreht, bevor wir ihn wieder

ausgaben, und unsere langjährige

Generalsekretärin Andrea Winterauer

hat uns verlassen.

Aber wir haben es geschafft: Binnen

drei Jahren war der Yacht Club

Austria saniert und wir konnten

uns auf die Arbeit für unsere Mitglieder

konzentrieren. Christian

Schifter entwickelte dazu seine

Visionen „Der YCA bis zum Jahr

2021“ u. a. wie folgt: Das GS des

YCA soll in Zukunft zu einem

Kompetenzzentrum ausgebaut

werden. Dieses „Nautische Kompetenzzentrum“

soll alle Aktivitäten

planen, koordinieren, steuern,

messen und notfalls korrigieren.

Die Aufgaben wie Mitgliederverwaltung,

Mitgliedskarten, Beitragsverwaltung,

u. a. m. sollen so weit

„ Harry war ein nahezu unschlagbares

Phänomen …, 1980 schreibt er als

dreifacher Weltmeister in den Klassen

Drachen und Yngling Sportgeschichte.“

Harald Fereberger, Commodore von 1992 bis 1996. Zitat von Gottfried Rieser

wie möglich automatisiert werden.

Die Clubangebote müssen über unsere

Homepage österreichweit einheitlich

angeboten, koordiniert und

abgerechnet werden. Es darf keine

Crewangebote mehr geben, sondern

nur mehr ein Clubangebot,

regional verteilt. Ausbildungsver -

anstaltungen werden unter Einhaltung

von gleichen Qualitätskriterien

überall in Österreich angeboten.

Eine der Kernkompetenzen des

Yacht Club Austria ist die Ausbildung

der zukünftigen Schiffs führer.

In den Crews wird gute Arbeit geleistet,

da haben wir Erfahrungsschätze,

die es für Synergien zu

nützen gilt.

Wir wollen die Theorieausbildungen

harmonisieren: Dazu gehört die

verstärkte Nutzung unserer Software.

Wir werden die Organisation

vereinfachen und damit Ressourcen

freimachen. Wir wollen die Seminardesigns

(Ablauf, Dauer, Formate)

absprechen.

Wir wollen die Unterlagen und

Materialen sammeln und unseren

Trainern zugänglich machen. Wir

wollen die Praxisausbildung abstimmen:

Es sollen obligate Trainingswochen

in unsere Ausbildungskonzepte

Eingang finden.

Die Trainer werden Crew-übergreifend

(wenn erforderlich) eingesetzt.

Unsere Ausbildungsangebote werden

systematisiert. Wir erobern die

Binnengewässer: Mit unseren Clubyachten

auf der Donau und auf den

Binnengewässern können wir Angebote

schaffen, die kein anderer

Yachtclub in seinem Portfolio hat.

Dies auszubauen ist ein Gebot der

Stunde und der Erfolg wird uns

Recht geben!

FIT FÜR DIE ZUKUNFT

Das war eine geballte Vorgabe des

Commodore Christian Schifter,

die wir aber zügig umsetzten. Das

Ergebnis kann sich sehen lassen:

Wenn man heute im Jubiläumsjahr

auf den Yacht Club Austria blickt,

so bekommt man einen modernen

und sehr agilen Yacht Club zu sehen,

der höchst professionell arbeitet

und in der Lage ist, Visionen

wahr werden zu lassen.


Information, Recruiting,

Networking und mehr:

Messestand des YCA

auf der Austrian Boat

Show – Boot Tulln.

FOTO: GERNOT WEILER

26 YCA-SPECIAL 2022


FOTO: MSVÖ

Know-how

Wie gut die Ausbildung war, zeigt sich objektiv bei der

Prüfung. Warum der MSVÖ als Prüfungsorganisation

Schülern des YCA stets gerne über die Schultern blickt,

erzählt MSVÖ-Präsident Herbert Rapp.

In der 50-jährigen Geschichte

des Clubs haben viele

Helfer ehrenamtliche Arbeit

geleistet und den Yacht Club

Austria zum größten Club in

Österreich gemacht. Er ist in

jedem Bundesland mit einer

Crew vertreten und hat nun

auch eine eigene „Crew Segelsport“

ins Leben gerufen.

Der YCA bietet eine intensive

Mitgliederbetreuung und ein

Übermaß an Aktivitäten für

seine Mitglieder an. Nicht zu

vergessen ist das Angebot zur

Ausbildung zu den Küstenund

Binnenpatenten, Funkkursen,

Ausbildungstörns und

Spezialseminaren u. v. m.!

JAHRZEHNTE IM CLUB

Der MSVÖ als Prüforganisation

nimmt immer wieder

gerne bei den einzelnen YCA-

Crews die Prüfungen ab, denn

der Wissensstand der Kandidaten

und das Ausbildungsniveau

sind stets sehr hoch.

Wir freuen uns, dass der YCA

uns als Prüforganisation ausgewählt

hat, und setzen voller

Überzeugung auf die weitere

gute Zusammenarbeit.

Ich selbst bin seit 31 Jahren

gerne Mitglied des Yacht Club

Austria und habe auch mit

Leidenschaft 19 Jahre im Vorstand

mitgearbeitet. Mit Stolz

schaue ich auf den heutigen

YCA und freue mich, selbst

einen kleinen Teil dazu beigetragen

zu haben. Es ist für

mich auch eine große Auszeichnung,

dass ich 2020 zum

Ehrenmitglied ernannt wurde.

Bewundernswert sind die

jährlich veranstalteten Hochsee-Regatten,

der Gebirgssegler

Cup der Crew Steiermark

und die Alpe Adria Sailing

Week der Crew Kärnten – beide

Regatten werden professionell

geplant und durchgeführt.

Unter Regattaseglern sind diese

Veranstaltungen Fixpunkte

im Saison-Kalender.

SCHULE AUF DER DONAU

Besonders erwähnenswert

sind die Aktivitäten des YCA

auf der Donau: Mit großer

Freude beobachten wir die MS

Esperanza, das Clubschiff des

YCA, das nun seit fünf Jahren

im Dienst des größten nautischen

Clubs in Österreich

steht und in der Ausbildung

zum 20-Meter-Patent landesweit

die meisten Prüfungen

organisiert.

Zum Jubiläum wünsche ich,

im Namen des gesamten Vorstands

des MSVÖ, dem YCA

alles Gute, verbunden mit

herzlichem Dank für die langjährige

Zusammenarbeit. Viel

Glück und Erfolg für die weiteren

Jahre!


„ Der Wissensstand der YCA-

Prüflinge und das Ausbildungsniveau

sind stets sehr hoch.“

MSVÖ-Präsident Herbert Rapp

bei der Prüfungsabnahme.

DER AUSRÜSTER

FÜR LANGFAHRTSEGLER

Installation, Service und Vertretungen von:

• UK Segel, Riggs, Drahtseilverpressungen,

Reffanlagen usw.

Yachtelektronik, autorisiertes Raymarine-, WhisperPowerund

Mastervolt Center, Victron, Philippi …

• Solartechnik- Windgeneratoren mit MPP-Ladetechnologie

samt System-Montagelösungen

• Energiesysteme wie Generatoren, Lichtmaschinen,

Hochleistungsregler uvm.

• Seewasserentsalzungsanlagen, Sanitär- und Wassersysteme,

Bugschrauben, Heizungen und Klimaanlagen

Wert- und Ankaufsgutachten, Versicherungsschäden

sowie weltweiter Montageservice

Tel. +43 7237 37360 | www.palmetshofer-nautic.at


YCA Portfolio

Der Yacht Club Austria ist der größte nautische Verein Österreichs. Seinen Erfolg verdankt

er dem unermüdlichen Einsatz jedes einzelnen ehrenamtlichen Mitarbeiters. So konnten

über die Jahrzehnte nicht nur erstklassige Ausbildungsprogramme, sondern auch ein großes

Angebot an Aktivitäten zu Wasser und zu Lande entstehen, die die rund 2.500 Mitglieder

zu einer ebenso treuen wie aktiven Community wachsen ließen. Hier ein Überblick.

Vielfalt ist Tru

NAUTISCHES

KOMPETENZ ZENTRUM

Der Umbau von einem Generalsekretariat

zum YCA-Kompetenzzentrum

hat sich perfekt bewährt.

Die Mitgliederverwaltung, die

Finanzgebarung, die Abrechnungen,

die Buchhaltung wurde komplett

neu strukturiert und die EDV

technisch modernisiert.

Mit Wolfgang Hurch haben wir

erfreulicherweise einen überaus

fachkundigen Mitarbeiter, Trainer

und passionierten Segler gewonnen,

der sein Hobby zum Beruf

gemacht hat und eine kompetente

Anlaufstelle für alle Anliegen

unserer Mitglieder darstellt.

AUS- UND WEITERBILDUNG

Der Yacht Club Austria ist mit

rund 2.500 Mitgliedern und einer

Vielzahl an professionellen, bestens

ausgebildeten Trainern eine der

führenden Ausbildungsstätten für

nautische Kompetenz in Österreich.

Wir bieten – als gemeinnütziger

Verein für alle Wassersportbegeisterten

– eine ganzheitliche,

professionelle Aus- und Fortbildung

auf höchstem Niveau – sowohl

auf hoher See als auch auf

Binnengewässern – flächendeckend

in ganz Österreich an. Dazu

zählen neben unseren Programmen

für Kinder und Jugendliche

(siehe Seiten 8/9) auch

Angebote für Segeleinsteiger

und Mitsegler: Die Ausbildung

zur „Competent Crew“ orientiert

sich hauptsächlich an der Praxis,

am Trainieren von praxisorientierter

Seemannschaft und weniger an

der Segeltheorie. Im Vordergrund

steht Bootshandling. Wir stellen

somit eine fundierte „Matrosen-

Ausbildung“ vor die „Skipper-Ausbildung“!

28 YCA-SPECIAL 2022


mpf

Angebote für angehende

Skipper: Die Ausbildung erfolgt in

verschiedenen Formaten (Abendkurse,

Wochenendkurse, Wochen-

Blockkurse). Trainingstörns sind

im YCA verpflichtend und eine

Voraussetzung für die praktische

Prüfung auf See. Wir bieten auf unserer

MS Esperanza das 20-Meter-

Patent für Seen und Wasserstraßen

auf der Donau an.

Angebote für Skipper: „Man

darf nie aufhören zu lernen“, unter

diesem Motto haben wir ein umfangreiches

Programm zur Weiterbildung

mit der Möglichkeit, sich

als YCA Sailing Master zertifizieren

zu lassen, im Programm.

Angebote für erfahrene

Skipper: Gemeinsam mit unseren

Partnern führen wir die englische

Ausbildung zum RYA-Yachtmaster

Offshore und Ocean durch. Die

Ausbildung für den Fahrtenbereich

4 ist fixer Bestandteil in unserem

Portfolio.

Trainer-Ausbildung: Wir bilden

unsere Trainer mit einem umfangreichen

Programm selbst aus. Unsere

Trainer sind zertifizierte „Offshore

Sailing Instructors“. Mehr

dazu ab Seite 34!

WEBINARE

Die COVID-19-Pandemie ab 2020

hat uns in der Aus- und Weiterbildung

vor völlig neue Herausforderungen

gestellt: Jahrzehntelang(!)

waren wir auf Präsenzunterricht

spezialisiert, die neuen Unterrichtsmethoden,

sogenannte Webinare,

waren für uns vor der Pandemie

noch undenkbar.

Allerdings haben wir binnen

kürzester Zeit auf Online-Unterricht

umgestellt, der Erfolg gibt uns

Recht. Wir haben mittlerweile doppelt

so viele Trainees in unseren

Kursen als vor der Pandemie!

YCA-SPECIAL 2022 29


YCA Portfolio

SEGELN SPEZIAL

Gemeinsam in anspruchsvollen

und außergewöhnlichen Revieren

segeln? Solches „Segeln Spezial“ ist

bei uns Programm! Fixer Bestandteil

sind dabei die Törns in die Hebriden

in Schottland, zu den Englischen

Kanalinseln, in Norwegen

sowie Törns mit Plattbodenschiffen

in Holland und Atlantiktörns.

Interessiert? Impressionen siehe

ab Seite 38!

CLUBTÖRNS

Wir bieten unseren Mitgliedern

spannende und abwechslungsreiche

Segelabenteuer, die mit mehreren

Yachten durchgeführt werden.

Als Flottille befahren wir dabei

traumhafte Reviere, die nicht alltäglich

sind und abseits der üblichen

Routen liegen.

Gerade darin liegt der besondere

Reiz, weshalb engagierte YCA-Mitglieder

die jährlichen Clubtörns organisieren.

Außerdem pflegen wir

hohe Kameradschaft und gelebte

Seemannschaft. Die Clubtörns des

Yacht Club Austria erfreuen sich

daher besonders großer Beliebtheit

und sind eine gute Mischung aus

Urlaub, Abenteuer und seglerischer

Abwechslung in traumhaften

Revieren mit Gleichgesinnten.

Und das mit größtem Service für

alle Mitglieder, übernimmt doch

der YCA die möglichst reibungslose

Abwicklung der gesamten

Organisation (An- und Abreise,

Yachten, Liegeplätze etc.).

SEGELSPORT

Mittlerweile werden unzählige

Wettkämpfe auf hoher See durchgeführt

und YCA-Mitglieder stehen

immer wieder auf den Podesten.

Damit unsere Mitglieder die

Lizenzen für die Teilnahme an

internationalen und nationalen

Regatten erhalten können, haben

wir gemeinsam mit dem Österreichischen

Segelverband eine tragfähige

Lösung gefunden: Wir gründeten

den Zweigverein „Segelsport“,

der fortan als „Sportabteilung“ im

YCA fungiert.

Unsere 342 Mitglieder können

im Jubiläumsjahr auf eine beachtliche

sportliche Bilanz zurückblicken:

Sieger beim Gebirgssegler

Cup, Sieger des Austria-Cups,

Gruppensieger beim Attersee-Cup,

Sieger beim Blue-Cup in Griechenland

usw.

Daneben werden laufend Wettfahrtsregel-Seminare

und Ausbildungen

organisiert. Der „YCA-

Segelsport“ versteht sich als

Schnittstelle zum Österreichischen

Segelverband, mittlerweile zählen

der Gebirgssegler Cup und die

Alpe Adria Sailing Week zur

Austrian Trophy Serie – mehr

über die Hochsee-Regatten des

YCA ab Seite 44!

Clubtörn, Schleusen im Crinan-Canal in Schottland.

YCA-Mitglieder auf Clubtörn in Schweden.

Clubyacht Isabell auf dem Attersee.

30 YCA-SPECIAL 2022


Das erfahrene Team rund um

Gottfried „Titzl“ Rieser war auch

maßgeblich an der Realisierung

des Projektes „Sportliche Yacht

am Attersee“ beteiligt: 2021 hat

die Crew Oberösterreich eine

Melges 24 in den Dienst gestellt,

die fortan allen unseren Mitgliedern

zur Verfügung steht.

CLUBYACHTEN

Mit unserer Isabell, eine Comet

1050 haben wir eine schlanke italienische

Yacht, die, wenn sie geschickt

gesegelt wird, so manche

moderne Yacht in den Schatten

stellen kann. Sehr leicht zu segeln,

bietet sie außerdem viel Komfort

und viel Platz an Bord.

Ihren Liegeplatz hat die Isabell

am Attersee und kann von jedem

Mitglied des YCA für einen Unkostenbeitrag

und nach einer entsprechenden

Schiffseinweisung gebucht

werden.

„ Mittlerweile werden unzählige Wettkämpfe auf

hoher See durchgeführt und YCA-Mitglieder

stehen immer wieder auf den Podesten.“

Auch die zuvor bereits erwähnte

Melges 24 hat ihren Liegeplatz am

Attersee. Das hohe Geschwindigkeitspotenzial,

verbunden mit

spektakulärem Gennakersegeln,

ist Garant für viel Fahrspaß und

somit für ein außerordentliches

Interesse unserer Mitglieder.

In Linz haben wir einen eigenen

Anleger im Winterhafen errichten

dürfen, um für unsere Motoryacht

Esperanza einen Liegeplatz zu bekommen.

Sie ist ein Stahlverdränger

vom Typ Palma 1500 und steht

vor allem für unsere Binnenausbildung

(20-Meter-Patent) zur Verfügung

und ist ein schöner Beweis

dafür, dass beim YCA sowohl

Segel- als auch Motoryachtbegeisterte

herzlich willkommen sind.

CLUBABENDE, GESELLIGKEIT

UND MEHR

Unsere Länder-Crews veranstalten

monatlich gesellige Zusammenkünfte,

um sich in regelmäßigen

Abständen zu treffen und über die

wichtigste Nebensache zu reden –

nicht selten sind auch interessante

Vorträge zu erleben.

Diese Club-Veranstaltungen erfreuen

sich großer Beliebtheit und

helfen besonders in der kalten Jahreszeit,

die segel- oder motorbootlosen

Wochen zu überbrücken.

Zudem stehen auch Ausflüge zu

Kinder- und Jugendausbildung am Thalersee.

Besuchen sie unseren

virtuellen Bootsmarkt auf:

www.boote-schmalzl.at

Clubyacht Melges 24 auf dem Attersee.

Clubyacht Esperanza in Linz an der Donau.


YCA Portfolio

FOTO: GÜNTHER HOLZINGER FOTO: CISAR

Sicher unterwegs: Der Yacht Club Austria bildet seine Trainer selbst aus.

Die mit Ausbruch der Pandemie etablierten

Ausbildungs-Webinare sind ein voller Erfolg.

Regatten auf dem Meer und in

Österreich, hier Bitte auf der Bildunterschrift

Alten Donau.

Wolfgang Hurch, Leiter des

Nautischen Kompetenzzentrums.

Segeln, Spaß …

nautisch interessanten Destinationen

wie Triest, Pula und

anderen bedeutenden Orten

der Schifffahrt immer wieder

auf dem Programm.

Weitere Veranstaltungen wie

Hafenfeste, Grillabende, Fahrradausflüge

beleben das ganze Jahr

über das Clubleben und bieten

neue Plattformen für Freundschaft

und Kameradschaft.

Einen Streifzug in Wort und

Bild durch die Clubabende der

jeweiligen YCA-Ländercrews

haben wir ab Seite 50 für Sie

zusammengestellt!

YCA-VORTEILSPARTNER

Mitglieder des YCA haben nicht

nur die Möglichkeit, sich mit

vielen anderen Seglern und

Motorbootbegeisterten auszutauschen

oder an unterschiedlichen

Veranstaltungen teilzunehmen.

Sie profitierten auch von

zahl reichen weiteren Vorzügen

rund um das Thema Nautik.

Umfassende Kooperationen

in unterschiedlichen Bereichen,

die die Binnen- und Hochseeschifffahrt

betreffen, ermöglichen

allen Mitgliedern, ihre

Leidenschaft noch entspannter

auszuleben.

Gegen Vorlage der gültigen

YCA-Mitgliedskarte erhält man

bei den verschiedenen Partnern

des Yacht Club Austria attraktive

Vorteile, Unterstützung oder

spezielle Rabatte (bei Charterfirmen,

Marinas, Versicherungen,

Servicefirmen, SeaHelp,

Ausrüstung und vielen anderen

Anbietern und Dienstleistern).

… und Kameradschaft, dafür

steht das „Segeln Spezial“.

CLUBZEITUNG OCEAN7

Mitglieder des Yacht Club Austria

erhalten die Zeitschrift ,

das österreichische Magazin für

Yachting, Reisen und Meer, im

Gratis-Abonnement 6 x im Jahr.

Auf den YCA-Seiten in jeder Ausgabe

sind stets interessante Beiträge

zu den Aktivitäten des YCA

nachzulesen.


32 YCA-SPECIAL 2022


Gastkommentar

Die Geschichte einer

besonderen Beziehung

Liebesbeziehungen, sagt man, durchlaufen im Allgemeinen fünf Phasen: 1. Die Verliebtheitsphase, 2. Das

Verliebtheitsgefühl verschwindet, 3. Gegensätze werden bekämpft, 4. Das Ich, Du und Wir und schließlich

5. Du bist mein Zuhause. Ohne im Detail auf die Merkmale der einzelnen Phasen eingehen zu wollen – ich

denke, dieses Modell lässt sich auch in anderen Bereichen anwenden und die gemeinsame Geschichte von

YCA und OeSV kann da gut als Beispiel dienen.

Der OeSV war in die Gründung

des YCA in besonderer

Weise eingebunden, stellte

doch das Projekt „Hochseeverein“

zum damaligen Zeitpunkt eine

spezielle Herausforderung dar.

Während bis dahin die Binnenvereine

mit ihren Clubanlagen die

alleinige Basis des OeSV bildeten,

war das Konzept des YCA ein ganz

anderes. Hier ging es um Seglerinnen

und Segler, die unseren geliebten

Sport vor allem am Meer ausübten

und dennoch Teil unserer

Segelgemeinschaft sein wollten.

Naturgemäß mit anderen Bedürfnissen

und Erwartungen.

Den damaligen Proponenten ist

es zu danken, dass aus dem YCA

eine Erfolgsgeschichte wurde und

dieser über viele Jahre die Hochseeaktivitäten

des OeSV maßgeblich

mitgestaltete und sozusagen

als dessen Speerspitze nach außen

diente. Sei es durch die umfangreichen

Aktivitäten in Ausbildung

und Prüfungswesen, aber auch

HERBERT HOUF

Präsident Österreichischer

Segel-Verband

FOTO: ÖOC/GEPA PICTURES/PHILIPP BREM

durch die veranstalteten Hochseeregatten

und umfangreiche Serviceangebote

für Salzwassersegler/

innen.

Später folgten dann auch andere

Vereine diesem beispielgebenden

Modell und es bildete sich eine beachtliche

„Seefahrer-Community“

innerhalb des OeSV.

GEMEINSAM VIEL GUTES

Irgendwann kamen Schatten auf

und die Beziehung zwischen YCA

und OeSV drohte an den Folgen

der Phase 3 zu scheitern. Umso

mehr freut es mich, dass wir trotzdem

die Phase 4 in Angriff genommen

haben und schließlich gemeinsam

in Phase 5 angekommen

sind.

Dafür möchte ich mich ganz besonders

bei all jenen bedanken, die

seitens des YCA zum Erfolg dieser

besonderen Beziehung beigetragen

haben. Wir freuen uns, heute mit

dem YCA einen wichtigen und

bedeutenden Verein innerhalb der

österreichischen Hochseeszene unter

unseren Mitgliedern zu haben.

Und ich bin sicher, dass wir gemeinsam

noch sehr viel Gutes im

Interesse der salzwasseraffinen

Seglerinnen und Segler bewegen

und erreichen werden.

Darum möchte ich dem Yacht

Club Austria zu seinem 50-jährigen

Bestehen herzlich gratulieren

und seinen Mitgliedern und Funktionären

weiterhin alles Gute, viel

Erfolg und vor allem Freude am

Wassersport wünschen!

FOTO: SHUTTERSTOCK

YCA und OeSV – eine

besondere Beziehung.

Die perfekte Water-

Life-Balance.

sunbeam-yachts.com

Die neue Sunbeam 32.1


YCA Botschafter

Ikonen Kiel

Was haben Seglerlegenden wie Regattier Legenstein,

Weltenbummler Hausner, die Seenomaden Doris

und Wolfgang sowie das Extremrevier-routinierte

Ehepaar Wilts gemeinsam? Sie alle sind Botschafter

des Yacht Club Austria und haben mit ihren

Leistungen und Abenteuern zur See tausende

Menschen in ihren Träumen bestärkt, die Welt aus

einer neuen Perspektive – nämlich auf eigenem

– zu erfahren.

der Meere

Sieben Mal Atlantik

Wolfgang „Lazy“ Legenstein

ist in der österreichischen

Segler-Szene

eine bekannte Größe, war er doch

am Aufbau des Ausbildungs- und

Prüfungswesens in Österreich

maßgeblich beteiligt.

Gemeinsam mit seiner Lebenspartnerin

Ulli Fischer und seinem

Hund „Tilla“ umsegelte er zwischen

2007 und 2011 die ganze Welt.

Insgesamt überquerte er sieben

Mal den Atlantik. Das erste Mal

bereits 1984, ohne GPS, navigiert

wurde mit Hilfe des Sextanten und

astronomischer Navigation.

Diese großen Fahrten unternahm

er mit einer 30 Fuß großen

K30. Diese Yacht wurde in Korneuburg

nach dem Design von

C&C gebaut, den Innenausbau hat

Legenstein selbst übernommen

und die Yacht für die große Fahrt

ausgestattet. Er erzählt heute noch

gerne von seinen Begegnungen mit

den großen Namen in der Seglerszene

wie den Seenomaden, den

Wilts und Willi Dibl aus Wien.

PRÜFER UND REGATTIER

MIT WEITBLICK

Ab Mitte der 1970er war er bedeutendes

Mitglied im Yacht Club

Austria: Er war acht Jahre im Vorstand

als Yachtmeister tätig, in

dieser Funktion koordinierte er

das Prüfungswesen und entwarf

den ersten Fragenkatalog für die

damaligen B-Schein-Prüfungen.

Gemeinsam mit Bobby Schenk

richtete er die ersten Austria Cups

in Lignano/Italien aus und war

auch selbst dabei als Wettfahrtsund

Regattaleiter. Diese Funktion

hatte er übrigens bei allen (13!)

Ecker-1.000-Meilen-Races inne.

Nun ist er seit fast 50 Jahren auf

dem Wasser unterwegs, hat im

Laufe der Zeit drei eigene Boote

genutzt und kann auf mehr als

250.000 Seemeilen Erfahrung

zurückblicken.

2011 erhielt er den TransOcean-

Weltumseglerpreis für seine nautischen

Leistungen, 2017 wurde

ihm die Ehrenmitgliedschaft im

Yacht Club Austria verliehen.

Wolfgang Legenstein segelte

mit Ulli Fischer um die Welt.

34 YCA-SPECIAL 2022


Mit 25 auf und davon

Wolfgang Hausners Taboo III

vor Anker auf den Philippinen.

Wolfgang Hausner ist eine

der größten österreichischen

Segel-Legenden:

Er war der erste Mensch, der mit

seinem Katamaran einhand um die

Welt segelte. Damals mit 25 Jahren

ist Hausner einfach losgesegelt, getrieben

vom Wunsch, frei und ungebunden

auf dem Wasser zu Hause

zu sein sowie exotische Inseln und

Leute kennenzulernen. Es wurde

ein Abenteuer, wie es heute kaum

noch vorstellbar ist – und endete

nach acht Jahren auf See mit Schiffbruch

in Papua-Neuguinea.

Den neuen Katamaran Taboo III

entwarf und baute Hausner auf den

Philippinen. Und wieder ging nicht

alles glatt: Er verlor die Rümpfe von

Taboo II und die Arbeiten gingen

nicht so voran, wie er sich das vorgestellt

hatte. Aber nichts passiert

von ungefähr und so konnte das

Schiff in seiner jetzigen Form entstehen.

Er begann eine weitere

Weltumsegelung, ohne Zeitplan

und Auffangnetz, das Abenteuer

konnte weitergehen, aber mit einer

solideren Basis unter den Füßen.

Abseits der vielbefahrenen Routen

segelte er über die Weltmeere,

besuchte einsame Atolle und tauchte

in unberührten Revieren. Seine

Tochter Vaitea kam in Tahiti auf die

Welt und gab dem Bordleben eine

neue Dimension.

NERVEN AUS STAHL

Das Leben von Wolfgang Hausner

ist nicht jedermanns Sache: keine

Versicherung, kein soziales Backup,

kein Auffangnetz. Er hat sich immer

selber geschützt – vor Piraten,

Stürmen, Taifunen, korrupten Beamten

und Gangstern. Wolfgang

Hausner würde in kein Reihenhaus

passen, er lebt seine Freiheit, seine

Unabhängigkeit. Dazu braucht es

Nerven aus Stahl, und die hat er.

Mit seinen fantastischen Büchern

hat er viele Menschen inspiriert

und durch seine Lebensweise bewiesen,

dass man seine Träume

verwirklichen kann.

Mittlerweile hat er seinen 80.

Geburtstag gefeiert und bietet nach

wie vor Kreuz- und Tauchfahrten

im Südchinesischen Meer und in

der philippinischen Inselwelt an.

Jeder, der das Glück hat, auf seiner

Taboo III anzuheuern, wird überrascht

sein, wie agil Wolfgang

Hausner an Bord ist. Seine Geschichten

hat er sicherlich hunderte

Male erzählt und

dennoch klingen sie

so, als wären sie

gestern erst

passiert.

è www.wolfganghausner.com

„ Ein Aufentern hätte ich um jeden Preis verhindert,

notfalls mit Hilfe der griffbereiten Keule, mit der

ich sonst nur große Fische besänftige.“

Wolfgang Hausner, Weltumsegler, über ungebetene Gäste an Bord in Papua-Neuguinea.


YCA Botschafter

Unter Palmen und Eisbären

Wolfgang Slanec

und Doris Renoldner

erkunden seit 1989

als Seenomaden

die Weltmeere

auf eigenem Kiel.

Wolfgang Slanec, 1955 in

Wien geboren und in

einem Dorf am Stadtrand

aufgewachsen, träumte schon

als Kind von freier Wildnis und

der weiten Welt. Als Jugendlicher

schwänzte er oft die Schule, um

in den Bergen zu klettern und Skitouren

zu unternehmen. Schon

damals entdeckte er sein großes

Interesse für die Fotografie.

Mit Anfang 20 trampte er als

Rucksack-Reisender und mit knappem

Budget durch die südlichen

Mittelmeerländer und Südostasien.

1984 wurde das erste Segelboot –

Nan Madol, eine Jouet 920 – gekauft.

Nach zwei Lehrjahren im

Mittelmeer folgte ein 13-monatiger

Törn mit erster Ehefrau Andrea

und damals 6-jähriger Tochter

Stefanie. Diese Reise brachte viel

Veränderung und vor allem das

Ende einer langen Suche nach der

geeigneten Lebensweise – als Bautechniker

in Wien wieder Fuß zu

fassen scheiterte naturgemäß. 1988

erwarb Wolfgang intuitiv sein zweites

Boot, die 9,5 m kleine Stahlslup

Susi Q. 1989 startete er zu seiner

ersten Weltumsegelung mit Doris.

Doris Renoldner ist 1967 in Wien

geboren und als Stadtkind aufgewachsen.

Als Leseratte mit großer

Leidenschaft fürs Tanzen träumte

sie seit Kindertagen von fernen Ländern

und wollte am Meer leben, war

interessiert an Sprachen und Reisen,

machte die Ausbildung zur Fremdsprachensekretärin.

„Die Wende in

meinem Leben kam 1988. Da lernte

ich Wolf kennen, der mir ein Leben

außerhalb der vorgestanzten Normen

zeigte.“

SEENOMADEN

Der gemeinsame Lebensweg seit

1989: Achtjährige Weltumsegelung

auf der Passatroute mit der Susi Q.

Diese Reise wurde in zahlreichen

Reportagen und zwei Multimedia-

Shows verarbeitet. Nach vier Jahren

Stadtleben in Wien erfolgte 2002

ein erneuter Aufbruch zur zweiten

Runde mit Nomad, einer 13 m langen

Aluminiumyacht. Der Weg

führte diesmal um die beiden großen

Kaps: Kap Hoorn und Kap der

Guten Hoffnung. Im Oktober 2009

Rückkehr in die Heimat und Suche

nach einem kleinen Basislager, das

die beiden in Puchberg am Schneeberg,

im südlichen Niederösterreich

fanden.

2010 erschien ihr erstes Buch

„Frei wie der Wind“ und die mittlerweile

als „Seenomaden“ bekannten

zweifachen Weltumsegler tourten

mit neuen Vorträgen durchs

Land. Im August 2012 lösten sie in

Italien zum dritten Mal die Leinen

und segelten von der Adria in die

Arktis. Im Jänner 2017 kam ihr

zweites Buch „So wild wie das

Meer“ heraus. Die legendäre Nordwestpassage,

jenen eisigen Seeweg,

der nördlich des amerikanischen

Kontinents den Atlantik mit dem

Pazifik verbindet, meisterten die

beiden in den Sommern 2016 und

2017. Ihr drittes Buch „Hart wie das

Eis“ handelt von diesem wohl größten

Abenteuer ihres Lebens.

Weiter ging es die amerikanische

Westküste gen Süden, Anfang 2020

segelten die beiden von Kalifornien

nach Französisch-Polynesien und

blieben dort Pandemie-bedingt

14 Monate hängen. Im April 2021

legten die beiden erneut ab und

fuhren über Hawaii nach Alaska.

Ihre nun 34 Jahre alte Nomad liegt

zurzeit in der Nähe von Vancouver,

ab Frühsommer 2022 wollen die

Seenomaden wieder Segel setzen.

è www.seenomaden.at

36 YCA-SPECIAL 2022


Segler der

Herzen

Heide und Erich Wilts sind

Segellegenden, die schon

seit 50 Jahren Generationen

von SeglerInnen inspirieren

und durch ihre Vorträge, Bücher

und Fotografien begeistern.

Mit den Yachten Freydis I, II

und III liegen 300.000 Seemeilen

in ihrem Kielwasser, was dem

14-fachen Erdumfang entspricht.

20 Ozeanüberquerungen liegen

hinter ihnen (13x Atlantik, 5x Pazifik,

2x Indik), 13-mal sind sie

ums Kap Hoorn gesegelt, 6-mal

in die verschiedenen Teilgebiete

der Antarktis (1982, 1991, 1993,

1994, 1996, 1998), über ein Dutzend

Reisen führten sie seit 1964

ins Nordpolarmeer; als 114. Yacht

(nach Roald Amundsen mit der

Gjoa, 1903–1906), gelang ihnen

2017 die Durchquerung der

Nordwestpassage.

1991 strandeten sie während

ihrer Überwinterung im Kratersee

von Deception Island/Antarktis

im Zuge eines Blizzards,

überlebten in einer Nothütte und

reparierten das mit Seewasser

und Eis vollgelaufene Schiff.

Die Überwinterung 2011 in der

Marina von Iwaki (Japan) hatte

die Freydis II nicht überstanden.

Der Tsunami vom 11. März 2011

zerstörte die Marina völlig. Erich

und Heide beschlossen, eine Freydis

III nach nahezu identischem

Muster zu bauen und 2012 wieder

in See zu stechen. Im Jahr 2017

durchquerten die Wilts erfolgreich

die gefürchtete Nordwestpassage

mit Chartergästen an

Bord.

Sie erhielten bis dato zahlreiche

Preise und Auszeichnungen, unter

anderem den Schlimbach-Preis

(1982) und den Trans-Ocean-

Preis (1981 und 2002) sowie

den Goldenen Kompass (1996).

Ehepaar, Abenteurer der Meere und Fahrtensegler

der ersten Stunde: Heide und Erich Wilts begeistern

und inspirieren Segler seit Generationen mit ihren

Vorträgen und Büchern.

Zudem wurden sie mit zehn Plaketten

der Kreuzerabteilung des

Deutschen Segler-Verbandes, die

erste und die letzten sechs in Gold,

geehrt.

BEREICHERNDE LITERATUR

Heide Wilts hat 14 Bücher geschrieben,

„Auf der Route der

Albatrosse“ wurde 1996 als bestes

Segelsportbuch des Jahres mit dem

Förderpreis der Kreuzerabteilung

des Deutschen Segler-Verbandes

ausgezeichnet. Erich Wilts gewann

den internationalen Fotopreis Marian

Skubin/No Limits Award, seine

Bilder erschienen in internationalen

Zeitschriften wie Observer,

GEO, Yachting USA, Life u. v. m.

Mit dem Yacht Club Austria verbindet

sie eine langjährige Freundschaft.

Zu den ersten Vereinen, die

zu Vorträgen über ihre Reise 1981

in die Antarktis einluden, gehörte

der YCA in Linz. Später luden die

YCA Crew Salzburg (mit Georg

Buhl), der YCA Wien (mit Peter

Bareis) und der YCA Tauern (Fritz

Breitenstein) die beiden regelmäßig

zu Vorträgen ein. Der ehemalige

Crew-Commander des YCA Wien,

Peter Bareis, ist 1988 mit seiner Frau

Hilde von Grönland nach Island

auf der Freydis II mitgesegelt.

Für den Yacht Club Austria ist es

eine große Ehre, Heide und Erich

Wilts als Ehrenmitglieder in seinen

Reihen zu haben!

è www.freydis.de

Die neuen Bücher „Im Sturm“

von Heide und Erich Wilts sind

als Doppelband um rd. € 30,–

im Buchhandel erhältlich.

YCA-SPECIAL 2022 37


YCA Trainer

Vom Kenner

zum Könner

Ein erfolgreich abgeschlossener YCA-Trainerlehrgang ermöglicht unseren

Mitgliedern, sich im Verein aktiv als Sailing Instructor einzubringen.

Ziel des YCA-Trainerlehrgangs

ist es, nautisch erfahrene

und hochgradig

ausgebildete Mitglieder

zu guten Trainern auszubilden.

Inhaltlicher Schwerpunkt ist die

Vermittlung methodisch-didaktischer

Werkzeuge in der nautischen

Erwachsenenbildung und die praktische

Anwendung dieser.

Jedem Absolventen des YCA-

Trainerlehrgangs wird im Rahmen

einer Graduierungsfeier der Titel

Offshore Sailing Instructor

verliehen.

DURCH FÜHRUNG DES

TRAINER-LEHRGANGS

Der Yacht Club Austria zählt österreichweit

zu den führenden Ausbildungsstätten

für Hochsee-Segler

und Binnen-Motorbootfahrer. Als

Marktführer sind wir laufend bestrebt,

unsere Marktposition nachhaltig

zu stärken und nautische

Bildung auf höchstem Niveau zu

gewährleisten.Wir legen besonderen

Wert auf den Einsatz fachlich

kompetenter und pädagogisch top

ausgebildeter Trainer.

Zur Erweiterung unseres Trainerteams

sind wir laufend auf der

Suche nach erfahrenen Mitgliedern,

welchen wir die Möglichkeit

bieten wollen, sich zu Offshore Sailing

Instruktoren auszubilden und

einzubringen.

TEILNAHME AM

TRAINER-LEHRGANG

Der Trainerlehrgang des Yacht

Club Austria ist die ideale Weiterbildung

für alle, die …

• nautisch gut ausgebildet sind

und auf umfangreiche praktische

Erfahrung verweisen können.

• sich beim YCA aktiv als Trainer

einbringen möchten und Spaß

daran haben, ihr Wissen sowie

ihre Erfahrung an Dritte weiterzugeben.

• bereit sind, sich intensiv methodisch-didaktisch

weiterzubilden

und ihre Kompetenz unter Beweis

zu stellen.

Technik-Seminar.

Erste Hilfe an Bord.

Schiffsbau: Werftbesichtigung

bei Sunbeam Yachts, Mattsee.

38 YCA-SPECIAL 2022


TRAINERLEHRGANG IN

THEORIE UND PRAXIS

Der YCA-Trainerlehrgang weist in

allen Modulen hochgradigen Praxisbezug

und Selbsterfahrungsorientierung

auf. Unser Anspruch ist,

die Teilnehmer bereits während des

Lehrgangs bestmöglich ins Trainerteam

und die Ausbildungsaktivitäten

der Crews zu integrieren. Die

Lehrgangsteilnehmer hospitieren

als Co-Trainer sowohl in der theoretischen

Ausbildung als auch auf

dem Wasser im Rahmen eines

Trainingstörns bei erfahrenen

Offshore Sailing Instruktoren, um

diese aktiv zu unterstützen und von

ihnen praxisorientiert zu lernen.

Der Weg zum YCA-Trainer

Assessment (= Kompetenzanalyse)

Methodik und Didaktik

Hospitation

im Lehrsaal und auf dem Wasser

Ö

C

Ö

C

Begleitende nautische

Weiterbildung je nach

Wunsch und Bedarf

Zertifizierungstörn

Ö

Offshore Sailing Instructor für den

· Einsatzbereich FB2/3-Ausbildung

· erweiterten Einsatzbereich Gezeitentraining

· uneingeschränkten Einsatz

FB4-Seminar zum Thema

Tidennavigation an Bord.

Unterricht in Theorie

und Praxis an Bord.

Eckdaten zum YCA Trainerlehrgang

Nächstes Assessment: 25.–27. 3. 2022 in Izola/Slowenien

Lehrgangskosten: € 985,– für den gesamte Lehrgang, nicht inkludiert sind

Anreisekosten, persönliche Ausgaben, Bordkassa und dgl.

Die Teilnahme am Assessment kostet € 250,–, diese Kosten werden bei Anmeldung

zum Gesamtlehrgang gutgeschrieben.

è www.yca.at

YCA-SPECIAL 2022 39


Wissen und Meer

Du sollst nie

aufhören zu lernen …

Der Yacht Club Austria hat die Bootsführerscheine (so sagte man damals) nach Österreich gebracht,

wir waren die Ersten, die Scheine ausgestellt haben. Noch heute zeigen mir die älteren Segler voll Stolz

ihren B- oder C-Schein und es berührt mich ungemein, wenn ein Mitglied mir von seinem Ausbildungstörn

mit Claus Krieger auf der Komet V erzählt.

Das ist aber auch gleichzeitig

unser Auftrag: Wir dürfen

uns nicht auf den Lorbeeren

unserer Altvorderen ausruhen –

wir haben die Notwendigkeit, mit

der Zeit zu gehen, sonst gehen wir

selbst mit der Zeit. Herausforderungen

gibt es zuhauf, erinnern

wir uns doch einmal und drehen

die Zeit schrittweise zurück:

Vor 50 Jahren gab es keine einzige

Charterfirma in Österreich. Wer auf

dem Meer segeln wollte, musste Beziehungen

haben, musste wen kennen,

der wen kennt, der eine Yacht

hatte. Ab Beginn der 80er-Jahre des

vorigen Jahrhunderts boomte die

Branche, Charterfirmen eroberten

den Markt, eine Vielzahl an Ausbildungsstätten

entstanden, das Ausbildungs-Monopol

des YCA erodierte.

Damit kam es aber auch

zu massiven Qualitätsproblemen.

Viele Skipper fühlten sich berufen,

Ausbildungen anzubieten. Einige

machten einen hervorragenden Job,

manche sahen nur das schnelle

Geld. Mitte der 1990er-Jahre fand

dann die navigatorische Revolution

statt, das GPS eroberte die Navi-

Tische auf den Yachten und ab der

Jahrtausendwende hielt das Internet

Einzug in die nautischen Unterlagen

der Seeleute.

Und dennoch, trotz aller Technik

und elektronischer Hilfsmittel,

breche ich eine Lanze für gute

Seemannschaft. Damit meine ich

das nautische Handwerk, das man

beherrschen muss. Die p.t. Leserschaft

von

kennt diese

meine Kolumne „Wissen & Meer“,

die zahlreichen Leserbriefe bestätigen

meine Themen.

Ich betone ausdrücklich, die See

ist die beste, aber auch die gnaden-

GOTTFRIED

TITZL RIESER

ist Ausbildungsreferent

des Yacht Club Austria.

Er ist passionierter

Fahrtensegler und hat

insgesamt so um die

20.000 Seemeilen in

seinen Logbüchern

dokumentiert.

Sein Motto: „Die See ist

der beste Lehrmeister!“

kolumne@ocean7.at

YCA-Trainees absolvieren

umfangreiche Ausbildungstörns,

bevor

sie zur Praxisprüfung

antreten. Sie wissen

um die Komplexität der

Materie.

loseste Lehrmeisterin. Es hilft mir

als Skipper gar nichts, wenn ich im

Internet drei verschiedene Wettermodelle

empfange, aber sie nicht

richtig interpretieren kann. Oder

wenn ich zu Hause auf YouTube

Hafenmanöver studiere, in der Praxis

aber die Nerven wegschmeiße,

weil der Wind unerklärlicherweise

von der falschen Seite kommt.

KEINE SCHEINE ZU VERKAUFEN

Ich kenne Segelschulen, die „Scheine“

ohne Überprüfung des Praxiskönnens

ausstellen. Zugegeben, die

Ausbildung in Österreich ist nach

wie vor theorielastig. Es sind zwar

in der Prüfungsordnung seemännische

Erfahrungsnachweise festgeschrieben,

allein, es fehlt eine normierte

Qualitätskontrolle, wie die

Praxis-Ausbildung ausschauen soll.

Die Ausbildung hat bei uns im

YCA oberste Priorität. Ein Kernsatz

unserer Bildungsverantwortlichen

lautet: „Wir verkaufen keine

Scheine, wir bilden aus!“ Unsere

Trainees absolvieren umfangreiche

Ausbildungstörns, bevor sie zur

Praxisprüfung antreten. Sie wissen

um die Komplexität der Materie.

Wir im YCA betrachten die

nautische Ausbildung als ganzheitlichen

Prozess, der mit der Erlangung

einer Skipper-Lizenz nicht

aufhört, sondern da erst beginnt.

Fredi Haberlik, ein legendärer Prüfer,

beendet seine Prüfungen regelmäßig

mit dem Satz: „Sie haben

nun die Berechtigung, weiter zu

lernen, denn die See vergibt keine

Fehler“ – Recht hat er!


40 YCA-SPECIAL 2022


Hightech-Batterieladegeräte

Maßgemachte Systemlösung für

Lithium-Batterien im Boot.

Die bessere

Alternative.

MEC entwickelt und baut Batterien in Österreich unter

Verwendung sorgfältig selektierter LiFEPO4 (LFP)-Zellen.

Die Sicherheit unserer Batterien ist uns

ein wichtiges Anliegen: Gut überlegte Kon -

struk tions merkmale, die sorgfältige Montage

von Zellen, Verbindungselementen und Sensoren

sind wesentliche Vorau ssetzungen zum

sicheren Betrieb der Batterien. Zusätzliche

Sicherheit schaffen die chemisch stabilen

Eigenschaften von LFP-Zellen (Li-Eisen -

phosphat) im Verbund mit der Schutz- und

Über wachung selektronik (BMS). Die stabile,

wasserfeste Konstruktion ist platzsparend

und von geringem Gewicht. Durch eine

korrekte Ladetechnik sind die hohen Er -

wartungen an die Li-Batterie hinsichtlich

Lei stung und Ausdauer über lange Lebensjahre

realisierbar.

Unser umfangreiches Angebot von

programmierbaren, wasserdichten und

lüfter gekühlten Ladegeräten ermöglicht

es uns, der Batterie ein optimiertes Lad e-

profil anzubieten.

MEC liefert mit der Batterie und Ladetechnik

auch die nachhaltige Betreuung mit.

MEC – Ladetechnik am Puls der Zeit.

www.mec-energietechnik.at


YCA Törns

FOTO: SHUTTERSTOCK

42 YCA-SPECIAL 2022


Segeln

Spezial

Unter dem Motto „Segeln mit

Freunden“ organisieren wir im

YCA für Mitglieder segeltechnisch

anspruchsvolle und spannende

Törns in ausgewählten,

weniger bekannten Revieren.

Wir bieten auf diesem

Weg besonders reizvolle

Möglichkeiten, die eigene

seglerische Erfahrung schrittweise

auszubauen und gleichzeitig eine

angenehme Zeit mit Gleichgesinnten

zu verbringen. Der Teilnehmerkreis

ist dabei stets auf wenige

Yachten limitiert.

So haben wir in den vergangenen

Jahren wunderschöne Segeltörns

unternommen – hier eine kleine

Auswahl unserer Highlights zur

Inspiration:

YCA-SPECIAL 2022 43


Eilean Donan Castle, Schottland.

Armadale Marina, Schottland.

FOTO: ANTON J. KNIERZINGER

Whisky-Destillerie auf

Islay, Schottland.

Kanalinseln, England.

SCHOTTLAND UND DIE

INNEREN HEBRIDEN

Wir segeln von Oban durch den

Sound of Mull nach Tobermory.

Der Besuch einer Whisky-Destillerie

ist obligat. Weiter geht es Richtung

Isle of Skye – vielleicht gelingt

die Durchfahrt von Kyle Rhea,

einer gefürchteten Passage mit bis

zu 8 kn Strom.

FOTO: GOTTFRIED RIESER

SCHOTTLAND UND DIE

ÄUSSEREN HEBRIDEN

Das Revier ist legendär – für richtige

Segler die ultimative Herausforderung:

Das Wetter findet statt,

so oder so! Man sagt, dass man

in Schottland alle vier Jahreszeiten

an einem Tag erleben kann.

Wir fahren von der Insel Skye

durch den Inner Sound und den

Little Minch in Richtung Harris.

Unsere Navigation richten wir

selbstverständlich nach Tide und

Gezeitenstrom aus.

PLATTBODENSCHIFF, EIN TÖRN

AUF HISTORISCHEN PFADEN

Wir segeln mit einem originalen

Traditions-Plattbodenschiff auf

dem Ijsselmeer, dem Markenmeer

und der Wattensee. Wir erleben

Tidenströme und Gezeiten bis zu

Plattbodenschiff-Segeln in Holland.

2,5 m, passieren die gewaltigen

Schleusen zwischen Atlantik-

Wasser und den holländischen

Deichen.

Vielleicht fallen wir auch trocken

und machen im Watt einen ausgedehnten

Spaziergang. Jedenfalls besuchen

wir wunderschöne Städte in

Holland.

CHANNEL CROSSING

Die Überquerung des englischen

Kanals und die Ansteuerung der

Kanalinseln (Guernsey, Jersey, …)

sind eine besonders reizvolle seglerische

Herausforderung – Passage

planning, Tidenhübe bis zu 10 m,

Ströme bis zu 9 kn, Overfalls &

Races – und somit kein geeigneter

„Vielleicht gelingt die Durchfahrt von Kyle Rhea,

einer gefürchteten Passage mit bis zu 8 kn Strom.“

44 YCA-SPECIAL 2022


Vesterålen, Norwegen.

FOTO: JANA PAULITSCH FOTO: HERBERT ATTENENDER

Allroundmarin-Schlauchboote

seit mehr als 25 Jahren!

15 Modelle in den Längen von

195 bis 450 cm

Auf Langfahrt in Kroatien.

Atemberaubende Fahrdynamik

gepaart mit unglaublicher

Vielseitigkeit!

Törn für Anfänger. Der FB2-

Schein ist daher Voraussetzung.

NORWEGEN –

SEGELN UND FISCHEN

Ausgangspunkt ist Tromsø, hoch

am 70. Breitengrad. Der Törn

führt uns in die Vesterålen

(nördlich der Lofoten) und

durch das Inselgewirr auf der

Route der Hurtigruten wieder

zurück nach Tromsø. Zwischendurch

wird gemeinsam gefischt,

gekocht und genossen!

KROATIEN – LANGFAHRT

Ausgangspunkt ist Murter in

Mitteldalmatien, geplant ist

eine Langfahrt von Murter bis

Dubrovnik und retour. Fix eingeplant

ist eine Dreitagesfahrt

nonstop mit Wachwechsel!

Unsere angehenden Skipper

brauchen noch Seemeilen,

Nachtfahrten und Praxis.

Aber auch alte Salzbuckel, die

in das Flair einer Langfahrt eintauchen

möchten und nicht nur

von einer Taverne zur nächsten

zum Katalog

Schlauchboote

Alltechnik Handelsges.m.b.H

Rheinboldtstrasse 11-13, A-2362 Biedermannsdorf bei Wien

+43 (0)2236 64676 -0 +43 (0)2236 64676-76

@office@allroundmarin.at www.allroundmarin.com


FOTO: SHUTTERSTOCK

„ Die Atlantik-Route zwischen den

viertägige Überfahrt für Segler, di

Konoba segeln wollen, werden bei

diesem Törn mit an Bord sein.

Hafenmauer von Horta – ein schöner

Brauch unter Atlantik-Seglern.

STOCKHOLMER

SCHÄRENGÜRTEL

Eine Woche in den schwedischen

Schären, dem Segelparadies par

excellence: Unberührte Orte und

über 24.000 Inseln, das macht dieses

unvergleichliche Revier aus!

Zum guten Schluss gehen wir in

Stockholm vor Anker – Stadtbummel

und Besuch des berühmten WASA-

Museums inklusive.

Von den Azoren in den Atlantik.

FOTO: ROTINA MIHAI

ATLANTIK-TÖRN A:

AZOREN > MADEIRA

Die Route zwischen den Azoren und

Madeira ist bestens für ein Kennenlernen

des Atlantiks geeignet. Eine

mind. viertägige Überfahrt (je nach

Wetter) für Segler, die einmal über

den Tellerrand schauen möchten.

Während des Törns bleibt noch

genügend Zeit, auch die Inselgruppe

der Azoren zu Wasser und zu Lande

zu erkunden. Highlight bei diesem

Törn ist die anspruchsvolle Astronavigation

in der Praxis.

ATLANTIK-TÖRN B:

MADEIRA > AZOREN

Wir müssen ja auch wieder zurück

nach Horta auf der Insel Faial, wo wir

unsere Yacht gechartert haben!

Stockholmer Schären, Schweden.

ÄOLISCHE INSELN

Von Sizilien auf die Äolischen Inseln –

ein ganz besonderes Segelabenteuer!

46 YCA-SPECIAL 2022


FOTO: SHUTTERSTOCK

Tidenrevier

Südbretagne.

Äolische Inseln, Italien.

Azoren und Madeira ist je nach Wetterlage eine mindestens

e einmal über den Tellerrand schauen möchten.“

Auf der Route liegen u. a. die

Inseln Lipari, Panarea, Salina

und Vulcano in einer Distanz

von nur 25 sm.

Ein Erlebnis ist der Stromboli,

der aktive Vulkankrater

kann mit einem Guide erkundet

werden. Oder man beobachtet

die Erup tionen von der

Yacht aus!

SÜDBRETAGNE

Enges, ruhiges Binnenmeer und

weiter, rauer Atlantik – unterschiedlicher

können die Reviere

hier nicht sein! Bis zu 5 m große

Unterschiede zwischen Niedrigund

Hochwasser erfordern entsprechende

Aufmerksamkeit, die

Gezeiten und die Strömungen im

Zusammenspiel mit dem Wind

werden zu ständigen Begleitern.

Gesegelt wird mit drei Yachten, die

auch trockenfallen können. Ein

Muss für Fortgeschrittene, die sich

in fordernden Gezeitenrevieren

ihre Sporen verdienen möchten.

Neben dem ganzjährig milden

Klima erwarten uns auch idyllische

Fischerdörfer und die exzellente

französische Küche.


Motorbootsport und Seefahrts Verband Österreich

Befähigungsnachweise für Motorboote und Segelyachten

– in Küstengewässern und Hochsee!

• Seit 1982 nehmen wir Prüfungen zum Führen von Sportboot-Motoryachten in den

Fahrtenbereichen 1 bis 4 ab – seit 2012 auch die Prüfungen zum Führen von Motorund

Segelyachten

• Offizielle Prüfungsabnahme in Theorie und Praxis nach den gesetzlichen Vorgaben

gemäß Seeschifffahrtsgesetz – SeeSchFG und Jachtverordnung – JachtVO

• Auf Wunsch beantragen wir für Sie auch das IC Patent (International Certificate for

Operators of Pleasure Craft) gem. §15 des See-Schifffahrtsgesetz

www.msvoe.at

Forchheimergasse 34/118 · 1230 Wien · ZVR: 982340366 · Tel. 01/609 44 40


YCA Regatten

Der Yacht Club Austria ist traditionellerweise nicht nur der

Ausbildungsverein in Österreich, sondern auch Begründer

der Hochsee-Regatta-szene. Der Austria Cup beispielsweise

wurde in der Blütezeit mit über 80 Yachten ausgetragen.

Der YCA verfügt über eine

lange Tradition als Veranstalter

von professionellen

Regatten. Sie bieten eine

hervorragende Gelegenheit für Regatta-Profis

und -Anfänger, sich in

einem sportlich und gesellschaftlich

attraktiven Umfeld aktiv zu betätigen

und die „Faszination Segelsport“

unter eigenem Kiel hautnah kennenzulernen.

So organisiert die Crew Steiermark

den Gebirgssegler Cup. Diese Regatta

zählt zur Austrian Offshore

Trophy und stellt die größte Einheitsklasse

in der Adria auf die

Beine.

Die Crew Kärnten ist federführend

bei der Veranstaltung der Alpe

Adria Sailing Week. Der in diesem

Umfeld gesegelte Austria Cup ist

eine der renommiertesten österreichischen

Regatten. Für diese traditionsreiche

Regatta stiftete YCA-

Urgestein Franz „Moni“ Eisl den

legendären Wanderpokal.

Die Crew Wien/Niederösterreich/

Burgenland realisiert eine tolle

Freundschaftsregatta: Gemeinsam

mit dem OESYC wird alljährlich die

Alpe Adria Challenge ausgetragen.

Die zwei mitgliederstärksten

Hochseevereine Österreichs messen

48 YCA-SPECIAL 2022


FOTO: UDO REICHMANN

Hochsee-

Challenges

sich in einer Langstreckenwettfahrt

über rund 160 sm. Es gewinnt jener

Club, dessen Gesamtzeit aller

Boote (je Club gleiche Anzahl) geringer

ist als die Zeiten des anderen

Clubs.

Hier drei Kurzporträts zu diesen

Regatten von den jeweiligen Organisatoren

Fritz Abl (AASW),

Mike Hecker (GSC) und Günther

Holzinger (AAC).

ALPE ADRIA SAILING WEEK

Nach dem letzten großen Austria

Cup 2006 in Biograd wollten wir

Kärntner ein neues Regatta-Format

auf die Beine stellen. Der Name

war bald gefunden, Alpe Adria

Sailing Week sollte sie heißen.

Am 13. Mai 2007 war es dann so

weit, die erste AASW startete mit

zehn Yachten und 90 Seglern in der

Marina Izola. Gesegelt wurde damals

die Kärntner Cruising Trophy,

ein Bewerb für Fahrtenyachten mit

einem prächtigen Wanderpokal als

Siegerpreis, den Helmut Rauchenwald

2005 stiftete.

Weiters der Alpe Adria Cup,

ein international offener Bewerb

für Fahrtenyachten. Der Sieger erhielt

einen wunderschönen Silberpokal

als Wanderpreis, der von der

Crew Kärnten gestiftet wurde. Der

YCA-SPECIAL 2022 49


YCA Regatten

FOTOS: UDO REICHMANN

Zu den zahlreichen Trophäen der AASW

zählt auch der Austria Cup (hinten links).

Volle Wäsche: 2013 in Inzola.

2017 – das dritte Jahr in Punat. Stammgast:

Tiroler YCA-Urgestein Karl Florian.

Ab 2015 wurde die AASW Einheitsklasse

auf Beneteau First 35 Yachten gesegelt –

wie hier von der Damencrew im Bild links.

Zusammenpacken 2014,

das letzte Jahr in Izola.

Highspeed 2019 – Segeln unter Top-

Bedingungen vor der Insel Krk.

„ 2021 kam eine außergewöhnliche Wetterlage hinzu, die uns nur zwei

Wettfahrten erlaubte, ehe die ,Schwarze‘ Bora über uns hinwegfegte.“

Austria Cup wurde 2007 noch vom

YCA-Hauptverein organisiert und

ebenfalls in Izola gesegelt.

2008 wurden die Alpe Adria Sailing

Week mit ihren bestehenden

offenen Klassen und der Austria

Cup erstmals zusammengelegt.

Der Gewinner des Austria Cup als

Bewerb in der Einheitsklasse erhält

einen wertvollen Silberpokal, der

1990 von YCA-Urgestein Moni Eisl

gestiftet worden war. Insgesamt

gingen 22 Yachten an den Start.

2009 berichtete erstmals Thomas

Dobernigg, Gründer und langjähriger

Chefredakteur von ,

mittels Newsletter vor Ort tagesaktuell

über das Regattageschehen.

2010 wurde mit 33 Yachten das

größte Starterfeld gezählt. Doch

leider war das Problem, eine gute

Flotte für den Austria Cup zu finden,

letztlich so gravierend, dass

wir nach 2014 in die Marina Punat

auf der kroatischen Insel Krk

wechselten.

2015 waren für den Austria Cup

13 Einheitsklasse-Yachten des Typs

Beneteau First 35 am Start, 2016

waren es schon 17. Nach dem Tod

von Thomas Dobernigg im Herbst

übernahm 2017 der neue Chefredakteur

Tahsin Özen die tägliche

Produktion des Newsletters im

Regattabüro.

Für die 14. AASW im Mai 2020

war eine Kampagne geplant, um

neue und auch jüngere Skipper

für die Traditionsveranstaltung

zu begeistern. Aber dann kam die

Pandemie, die 14. AASW musste

zuerst auf den Mai 2021 und dann

nochmals auf den Oktober 2021

verschoben werden. Damit nicht

genug, kam dann noch eine außergewöhnliche

Wetterlage hinzu, die

uns insgesamt nur zwei Wettfahrten

erlaubte, ehe die „Schwarze“

Bora über uns hinwegfegte.

Die Vorbereitungen für die 15.

AASW sind längst im Gange und

es arbeiten die YCA-Crews von

Kärnten und Oberösterreich in

einer tollen Kooperation zusammen.

Die Organisatoren haben sich

zudem entschlossen, die Einheitsklasse-Flotte

nach sechs Jahren zu

wechseln, und haben für 2022 die

neueren Elan E4-Yachten für den

32. Austria Cup reserviert.

50 YCA-SPECIAL 2022


Wir gehen davon aus, dass die

15. AASW, die am 22. Mai 2022 in

Punat startet, wieder an die großen

Veranstaltungen vor der Pandemie

anschließen wird, sodass das „Segeln

unter Freunden“ wieder richtig

gelebt werden kann.

è www.aasw.at è www.yca.at

ALPE ADRIA CHALLENGE

Ein neues Regattaformat – ein neuer

Gedanke: Die beiden größten

Yachtclubs Österreichs veranstalten

eine Freundschaftsregatta, um zu

zeigen, dass uns das gemeinsame

Ziel eint und wir in all unserer formalen

Verschiedenheit dennoch

Freunde sind.

Die Wertung soll aber anders als

bisher erfolgen. Der Club segelt als

Mannschaft! Die Zeiten der Boote

wird addiert und so der Sieger ermittelt.

Dafür gibt es einen Wanderpokal.

Die Yachten werden mit

dem TracTrac-System ausgerüstet –

so hat man die Möglichkeit, nicht

nur die Boote der eigenen Mannschaft,

sondern auch die aller Teilnehmer

im Auge zu behalten.

Die Alpe Adria Challenge soll

vor allem den nautischen Zusammenhalt

fördern, darum gibt es

Medaillen für alle sowie das blaue

Band für das schnellste Boot.

Gemeinsam mit Peter Brauner

vom OSYC leisteten wir die Vorbereitungsarbeiten.

Welche Boote,

wie viele Teilnehmer pro Club, welche

Strecke, wo findet das Treffen

aller Teilnehmer statt, wann ist der

richtige Termin?

Die Zusammenarbeit zwischen

den Clubs im Zuge der ersten Alpe

Adria Challenge 2021 lief hervorragend.

Wir legten die Regatta-

Strecke Biograd – Hvar – Vis – Zirje –

Biograd mit 160 sm fest und

konnten auch eine Einheitsklasse

(Bavaria Cruiser 46 OD mit Gennaker

für je acht Teilnehmer) organisieren.

Und so geht’s weiter: 2022 wird

die Regatta um einige Club-Mannschaften

erweitert. Mehrere Clubs

dürfen sich zusammenschließen

und eine Mannschaft bilden – damit

ermöglichen wir auch kleineren

Clubs die Teilnahme.

Der Präsident des Österreichischen

Hochsee Yacht Club, Helmut

Pleischl, bringt die Philosophie

dieser Regatta auf den Punkt:

„ Das gelebte Miteinander

möge für andere Segel vereine

einladend sein.“

Helmut Pleischl, Austrian Offshore Yacht Club (OSYC).

„Aufeinander zugehen“ lautete das

Motto für die erste Freundschaftsregatta

der zwei größten Yachtclubs

Österreichs. Ein Projekt, das bereits

im ersten Schritt von 50 Clubmitgliedern

gerne angenommen wurde

und für die Zukunft wegbereitend

sein wird. Anfängliche

Neugierde und Spannung weichen

wunder baren Segelerlebnissen und

Freundschaften! Das gelebte Miteinander

möge für andere Segelvereine

einladend sein. Ich bedanke

mich bei den Organisatoren

Günther Holzinger und Peter

Brauner sowie bei allen Teilnehmerinnen

und Teilnehmern und

wünsche dem YCA alles Gute zum

50-jährigen Club jubiläum!“

Die zweite Alpe Adria Challenge

wird vom 1. bis 8. Oktober 2022

ab Biograd übers Wasser gehen.

è www.yca.at

OSYC und YCA segelten

im September 2021

über 32 Stunden um

den ersten Alpe Adria

Challenge Cup.

Jeweils drei Teams, darunter zehn Frauen,

segelten die 160 Meilen-Langstreckenregatta.

YCA-SPECIAL 2022 51


YCA Regatten

FOTO: GÜNTER PACHSCHWÖLL

GEBIRGSSEGLER CUP

Als ich den Auftrag bekam, über

den GSC zu schreiben, wurde mir

erst wieder bewusst, wie lange ich

im YCA Funktionär bin. Ich fing

als junger Crew-Commander an

und wollte eine sportliche Wettfahrt

beim Ansegeln in der Karwoche

einbringen.

Als Eisenerzer aus den Bergen

kommend, wurde ich ja anfangs

als Gebirgssegler belächelt, jedoch

durch die Regattaerfolge wurde der

Name Gebirgssegler zu meinem

Markenzeichen, und so nannte ich

natürlich auch die Regatta, die ich

ins Leben gerufen habe: Gebirgsseglercup.

Anfangs eine kleine-feine Veranstaltung

mit einer Wettfahrt und

drei Schiffen, stieg die Teilnehmerzahl

rapide durch meine bewusst

persönliche Betreuung – 6, 9, 16,

20 Schiffe waren es bereits in den

Folgejahren. Ständige Erweiterungen

wurden eingebracht und so

sind wir in den letzten Auflagen

über gut fünf Jahre bei sechs Wettfahrten

an vier Regatta-Tagen angekommen.

Die Kombination aus drei sportlichen

„Up and down“ sowie drei

Navigationswettfahrten schafft

Potenzial für alle Arten des Regatta-Segelns.

Trotz der ständigen

Veränderungen und Anpassungen

blieb die persönliche Note immer

erhalten. Dafür braucht es aber

auch ein starkes Team, das mich

auf dem Begleitschiff unterstützt

und so auch beispielsweise eine

aufwendige Begrüßung ermöglicht.

Das persönliche Gespräch finde

ich immer noch zu jeder einzelnen

Crew, wenn es auch nicht mehr

so lange zu führen ist wie früher.

Dafür gibt es nun andere Gelegenheiten

– beispielsweise wenn wir

am Abend zusammensitzen

oder eine Stegparty feiern.

In der Folge durften wir uns

über einen enormen Teilnehmer-Zuwachs

freuen,

letztlich war aber die Einführung

Regatta-Trophäe des

YCA Steiermark: der

Gebirgssegler Cup.

52 YCA-SPECIAL 2022


GSC: sechs Wettfahrten

an vier Regatta-Tagen.

Mike Hecker behält sein

Baby stets im Auge.

FOTOS: GÜNTER PACHSCHWÖLL

FOTO: MIKE HECKER

Für die Gebirgssegler braucht es

in einer Marina schon viel Platz.

luftschnuppern ist natürlich auch

ohne Zusatzsegel in der offenen

Klasse Platz. Neu ist die offene

Klasse für Eigner mit allen ihren

vermessenen Segeln, in der diese

die Möglichkeit haben, ihr Bestes

zu geben und sich gegenseitig zu

matchen. Unter ihnen auch Ocean

Racer und Staatsmeister, die das

Niveau der Veranstaltung noch

höher schrauben.

Dank des erfreulich steten

Wachstums bin ich natürlich immer

wieder gefordert, langweilig

wird mir nie. Nun bin ich zwar der

dienstälteste Crew-Commander

des Yacht Club Austria, doch die

GSC-Organi sation wird auch in

den nächsten Jahren (2022 vom 10.

bis 14. April) eine meiner liebsten

Agenden sein.

è www.yca.at


eines Limits von 30 Schiffen zum

Qualitätserhalt unvermeidlich.

Ein besonderes Markenzeichen

des GSC ist seine ständig wechselnde

Strecke: Jeden Abend in einem

anderen Hafen und laufend kommen

neue Destinationen hinzu.

Wenn es uns wo gefällt, kommen

wir gerne wieder, sofern der Hafen

noch die Kapazität hat, uns aufzunehmen.

Der GSC ist zur größten Regatta

im YCA angewachsen und seit Jahren

ein Teil der „Austrian Offshore

Trophy“. Es wird die größte Einheitsklasse-Regatta

Österreichs ge-

„ Die Kombination aus drei sportlichen ,Up and

down‘ sowie drei Navigationswettfahrten schafft

segelt, in der die Königsklasse noch

mit Spinnaker fährt. Zum Regatta- Potenzial für alle Arten des Regatta-Segelns.“

YCA-SPECIAL 2022 53


YCA

Community

Aktiv im Club

Was tut sich in den Länder-Crews

abseits des

Wassers? Ein Eckpfeiler

des YCA ist neben den Kernkompetenzen

in der Aus- und

Weiterbildung die Pflege der

Kameradschaft und der Geselligkeit

– so steht es auch in unseren

Satzungen geschrieben: Zweck des

YCA ist es, … den geselligen Verkehr

seiner Mitglieder untereinander

… zu pflegen und zu fördern!

Das wird von unseren Teilorganisationen

in den Bundesländern

das ganze Jahr über mit Engagement,

Verve und viel Manpower

umgesetzt. Wir wissen ja: Das

Leben besteht nicht nur aus Segeln

und Motorbootfahren – dazwischen

arbeiten, lieben und leben

wir auch. Unsere Freunde schätzen

daher gemütliche Treffen bei

den Clubabenden, bei Festen,

Ausflügen und vielem mehr!

Hier präsentieren wir ein paar

schöne Beispiele – viel Spaß beim

Schmökern.

Stets

aktuell

Die Informationen

zu unseren Clubaktivitäten

wie

Veranstaltungen,

Vorträge, Feiern

und Reisen werden

via YCA-Newsletter

versandt und

sind auch online

abrufbar unter

è www.yca.at

Golden Globe Race 2022

Unterwegs per Rad und Fähre.

Immer der Donau

entlang

OBERÖSTERREICH. Sollen wir? Sollen wir nicht?

Wir starten! Starten wir sicher?

Das Wetter macht uns die Entscheidung wirklich

nicht leicht – aber Rudi meint: „Ein YCA-Mitglied

ist auch schlechtes Wetter gewohnt.“ Also

starten wir trotz leichtem Nieseln unseren Radausflug

entlang des Donauradwanderwegs. Von

Urfahr geht es über Asten bis zur ersten, kurzen

Pause nach Mauthausen. Von Mauthausen entlang

der Donau bis Au an der Donau, wo wir im –

fast leeren – Gastgarten unsere Energiespeicher

wieder auffüllen. Über die Radfähre in Mauthausen

und die Auseen (das geplante Baden muss

witterungsbedingt ausfallen, aber dafür gibt’s

eine Kaffeepause) radeln wir sportlich entlang

der Donau und der Traun bis zu unserem Ziel

in Linz-Kleinmünchen.

Bei Hausmannskost (und ein oder zwei Glas

Radler) lassen wir den gemütlichen Radausflug –

mit 65 km in den Beinen – gemütlich ausklingen.

Und das Wetter? War wunderbar, nicht zu warm

und immer trocken.

FOTO: MICHAEL GUGGENBERGER

SALZBURG. Michael Guggenberger

hat ein großes Ziel, wie er uns erzählt:

Er ist Teilnehmer an der längsten

und härtesten Regatta, die es

gibt: Solo, nonstop und ohne Hilfe

von außen will er die Welt südlich

der drei großen Kaps umrunden.

Seine Philosophie umreißt Captain

Gugg, wie er genannt wird, mit

„Segeln aus Leidenschaft“. Segeln

ist für ihn Gefühlssache. Der YCA-

Trainer und Offshore Sailing Instructor

weiß: Mit einem fundierten

Wissen ist man noch kein fertiger

Segler – erst das richtige Gefühl und

die Fähigkeit zu antizipieren, was

als Nächstes kommt, machen einen

Profi-Segler aus.

2010 mit dem Segeln begonnen,

hat er mittlerweile den österreichischen

FB4, den RYA Yachtmaster

Offshore, die notwendige Funklizenz

SRC und eine Lizenz als Offshore

Sailing Instructor des YCA. Er

ist in einem Regattateam auf einer

UFO22 am Attersee mit viel Freude

und erfolgreich unterwegs.

Beim legendären Golden Globe

Race (erstmals 1968 gesegelt und

vom Briten Robin Knox-Johnson

gewonnen) will er nach sechs Jahren

Vorbereitung als erster Österreicher

mit seiner Nina, einer Biscay

36, teilnehmen.

è www.captaingugg.at

è www.goldengloberace.com

YCA-Trainer Michael Guggenberger nimmt

Kurs auf das Golden Globe Race.

FOTO: JULIA EDER

FOTO: MARTIN KADLEZ

54 YCA-SPECIAL 2022


Hafenfest

OBERÖSTERREICH. Die einzigen

zwei Schlechtwettertage im Rekordsommer

– und auf einen fällt unser

jährliches Linzer Hafenfest – das

haben wir nicht verdient!

Doch der Besucherandrang und

die herzlich warme Stimmung lassen

unsere Gedanken im Vorfeld rasch

verfliegen.

Trotz Nieselregen und unfreundlichem

Wetter dürfen wir über 100

Besucher – Mitglieder, Freunde und

Gäste der benachbarten Clubs – bei

unserem traditionellen Fest im Winterhafen

Linz begrüßen.

Die Plätze rund um den Griller

und die Kistensau sind sofort „ausgebucht“,

die Stimmung im Festzelt bei

Bier und Gegrilltem einfach Spitze!

Das Kinderprogramm (ja, wir segelten

beherzt mit unseren Lasern im

Winter hafen) und die Hafen- und

Donaufahrten runden den Tag ab,

wobei die letzten Gäste erst spätnachts

das Fest verlassen sollten.

Beim traditionellen

YCA Linzer Hafenfest

mit Motor- und Segelbootausflügen,

Grillerei

und Livemusik.

Fisch-Workshop

WIEN. Jeder Segler und jeder Motorbootfahrer

hat wohl schon einmal

sein Glück mit einer Hochseeangel

oder einer Schleppangel versucht.

Aber wie ist das dann, wenn einer

ange bissen hat? Wie verarbeitet man

frischen Fisch?

Bei diesem Fisch-Workshop geht

es hauptsächlich ums Erkennen von

Qualitätsmerkmalen, ums Ausnehmen,

ums Entschuppen, ums richtige

Filetieren und die Zubereitungsmöglichkeiten.

Also um Tipps und Tricks

zum Umgang mit Fischen und Meeresfrüchten.

Für einen kleinen Unkostenbeitrag

schauen wir einer Fischköchin und

-verkäuferin im Lokal über die

Schulter, legen selbst Hand an, kochen

und genießen gemeinsam. Das

gefällt selbst unserem YCA-Mitglied,

dem bekannten Segelblogger Markus

Silbergasser, der an Bord nicht selten

einen Fisch an der Angel hat.

FOTOS: TAHSIN ÖZEN

Fisch selbst zubereiten und

gemeinsam genießen.

JEDES

ABENTEUER

BEGINNT

MIT

© cool chap I Adobe Stock

Wallnerstraße 3, 1010 Wien, 01-533 86 85 oder im Webshop

SEEKARTEN / NAUTISCHE LITERATUR / ZUBEHÖR

freytagberndt.com


YCA

Community

Clubabend bei

Knödeln und Knoten

TIROL. Birgit, Gabi, Claudia und Ingrid

bereiten köstliche Rohnen-, Kaspress-,

Leber- und Pizzaknödel vor unseren

Augen zu. Die Leberknödelsuppe samt

Krautsalat geht als klarer Sieger aus

dem Kochduell hervor und Claudia

erhält dafür das Kochbuch „Kochen

nach Beaufort“.

Nachdem der Hunger dank der Fülle

an grandiosen Spezialitäten gestillt ist,

Knödel mit Knoten.

geht es ans Knotenknüpfen. Unsere

Experten Franz und Ingrid zeigen nebst

gängigen Knoten auch die Affenfaust

und außergewöhnliche Knoten wie

den Diamant- und den Hohenzollernknoten.

Diese werden von allen Anwesenden

nach kurzer Übung erfolgreich

nachgeknüpft.

Ausbildungsleiter Günter öffnet

ebenfalls seine Schatzkiste und zeigt

uns die Schmetterlingsschlaufe. Zuletzt

zückt Crew-Commander Johannes die

Lange Trompete als Entlastungsknoten

aus seinem Repertoire. Da die besten

Knotenknüpfer nicht eindeutig zu ermitteln

sind, geht der Preis – ein kunstvolles

Knotenbrett – an die Vortragenden

Ingrid und Franz.

Rindenschifferl-

Regatta

STEIERMARK. Jugendarbeit mit Herz:

Im Rahmen einer Ferienpass-Veranstaltung

in Eisenerz inspiriert die Crew

Steiermark Kinder zum Schiffsbau! Im

Anschluss wird eine kurze Regatta mit

den selbstgebauten Wasserfahrzeugen

gestartet, bei der natürlich alle Teilnehmer

gewinnen!

Kinder am Wasser.

Lust auf Ligurien

KÄRNTEN. Einen Yachtsportler zieht

es immer wieder ans Wasser und am

besten gleich ans Meer. Mit der Crew

Kärnten geht es per Reisebus nach

Ligurien. Vom Stützpunkt Rapallo

aus besuchen wir an drei Tagen das

UNESCO-Welterbe Cinque Terre

per Boot und das traumhaft schöne

Portofino mit den bunten Häusern,

wie man es aus vielen Filmen kennt.

Zum guten Schluss folgt Genua,

die größte Hafenstadt Italiens. Neben

den einzigartigen Sehenswürdigkeiten

tragen vor allem die gute Stimmung

und der gesellige Austausch unter der

dreißigköpfigen Crew zum Gelingen

der Reise bei. Ein Ausflug unter

Freunden, wie er in der Crew Kärnten

traditionell auch abseits der Wassersportsaison

im Kalender steht.

Ausflug unter Freunden nach Ligurien,

mit Stopp auch in Portofino.

FOTO: UDO REICHMANN

Spaß für alle an Bord.

FOTO: TAHSIN ÖZEN

Family Crew Challenge

STEIERMARK. Du stehst auf Segeln

oder Motorbootfahren, willst aber

nicht gleich die ganze Verantwortung

tragen? Du möchtest einfach mal

dabei sein und vorher ein paar Handgriffe

oder die klassischen theoretischen

Begriffe können und kennen?

Es braucht keine Zertifikate oder

langwierige Ausbildungen und Bescheinigungen,

um Freude am Wassersport

mit etwas Grundwissen und

Basiskönnen zu kombinieren. Genau

dafür haben wir die „Family Crew

Challenge“ für unsere Mitglieder samt

Familie und Freunden geschaffen!

Im Mittelpunkt steht der Spaß, auf

dem Programm sind Themen und

Workshops wie: Übernahme einer

Charteryacht, Anlegemanöver (mit

Übung am Simulator), Seekarte,

Knotenkunde, Apps für die Seefahrt,

Erste Hilfe an Bord, Bordküche, Seemannschor

u. v. m.

Zwischen deinen persönlichen Programmfixpunkten

kannst du auch

zahlreichen Aktivitäten in der Region

nachgehen. Wir freuen uns auf ein

tolles maritimes Wochenende, Teilnehmer

aus allen Bundesländern

sind herzlich willkommen!

56 YCA-SPECIAL 2022


www.marinafrapa.hr

DIE BESTE KROATISCHE MARINA

• Regatten

• Hochzeiten

• Teambuildings

Rogoznica

N43° 31.8’ E15° 57.8’

Marina Frapa - Rogoznica

Uvala Soline 1 • 22203 Rogoznica

+385 22 55 99 00 • frapa@marinafrapa.hr

Dubrovnik

N42° 39.5’ E18° 4.9’

Marina Frapa - Dubrovnik

Lapadska obala 21A • 20000 Dubrovnik

+385 20 42 22 66 • dubrovnik@marinafrapa.hr


PANORAMA

Bundesländer

FOTO: SHUTTERSTOCK FOTO: ZVG

HANS PETER DOSKOZIL

Landeshauptmann

Burgenland

Sailing Neusiedler See

Segeln auf dem Neusiedler See ist

Vergnügen pur. Der rund 320 km²

große Steppensee ist als windreicher

und riesiger Natursportplatz

prädestiniert für viele Wassersportarten

und besonders als Segelrevier

international bekannt und beliebt.

Die pannonische Landschaft

rund um den Neusiedler See macht

das Sport erlebnis einzigartig. Dabei

ist ge rade der Segelsport sehr abwechslungsreich

und ermöglicht

sportliche Betätigung als Ausgleich

zum oft stressigen Alltag.

Das Burgenland konnte sich in

den letzten Jahrzehnten zunehmend

als Land des Segelsports

positionieren. Dazu haben die Erfolge

der Sportlerinnen und Sportler

sowie hochklassige Segelevents

im Land selbst beigetragen. Von

enormer Bedeutung ist auch die

ausgezeichnete Arbeit, die in den

Segelsportverbänden und -vereinen

geleistet wird. Ganz besondere

Verdienste hat sich der Yacht Club

Austria erworben.

Seit mittlerweile 50 Jahren repräsentiert

der YCA den Segelsport

und hat ihn durch seine umfassenden

Tätigkeiten auf ein breites

Fundament gestellt. Es freut mich

sehr, dass sich der YCA in den

vergangenen fünf Jahrzehnten so

positiv entwickelt hat und heute

fast 2.500 Mitglieder zählt.

Besonders freut es mich, dass es

dem YCA auch gelungen ist, viele

junge Nachwuchssegler für diese

Sportart zu begeistern. Auch dafür

gilt mein Dank.

Natursportplatz Neusiedler See.

FOTO: GERNOT GLEISS

PETER KAISER

Landeshauptmann

Kärnten

Auf See und Kärntens Seen

Der Yacht Club Austria zählt für

mich zu den wichtigsten Organisationen

Österreichs. Besonders stolz

können die Verantwortlichen auf

die nun 50 Jahre währende nautische

Tradition sein.

Was den Club prägt, ist der starke

Zusammenhalt unter den Yachtsportler*innen

sowie die bestens

ausgebildeten und professionellen

Trainer*innen. Darüber hinaus

können sich beim YCA alle Wassersportbegeisterten

fachgerecht auf

höchstem Niveau aus- und weiterbilden.

Egal ob auf hoher See oder

auf heimischen Seen, im Club ist

für jede*n etwas dabei. Neben dem

Yachtsport liegt dem Club das gemeinsame

Erlebnis am Herzen.

Deshalb werden auch immer wieder

Clubabende mit spannenden Vorträgen

abgehalten. Im Rahmen der

Clubtörns werden gemeinsame

Segelabenteuer unternommen.

Im Namen des Landes Kärnten

darf ich mich bei allen Yachtsport -

freund*innen für die Ausrichtung

und Organisation bedanken und

wünsche Ihnen allen – geschätzte

Sportler*innen – erfolgreiche und

vor allem freudvolle Tage auf See

und auf Kärntens Seen!

Wassersportlich auf dem Wörthersee.

FOTO: SHUTTERSTOCK

58 YCA-SPECIAL 2022


FOTO: ZVG

Das Aushängeschild der heimischen

Segel- und Wassersportszene

JOHANNA

MIKL-LEITNER

Landeshauptfrau

Niederösterreich

Als Landeshauptfrau von Niederösterreich

gratuliere ich dem Yacht

Club Austria herzlich zu seinem

50-jährigen Jubiläum. Ein derartiges

Vereinsjubiläum ist nur möglich,

wenn sich viele Menschen mit großem

und unermüdlichem Einsatz

für den Verein und seine Ziele engagieren.

Der größte Yachtclub Österreichs

ist nicht nur das Aushängeschild

der heimischen Segel- und

Wassersportszene, sondern auch ein

Garant für Aus- und Fortbildung

auf höchstem Niveau.

Der Yacht Club Austria hat von

Beginn an immer wieder verstanden,

aktuelle Herausforderungen

zu meistern und neue Wege zu beschreiten.

Auch weil der Club von

Personen getragen wird, die den

Segelsport nicht nur im Herzen

haben, sondern mit viel Leidenschaft

auch weiterentwickeln. Sie haben

dafür gesorgt, dass die Mitglieder

spannende und abwechslungsreiche

Segelabenteuer erleben und eine angenehme

und abwechslungsreiche

Zeit mit Gleichgesinnten verbringen

können. Mit viel Routine und großer

Souveränität richtet der Yachtclub

seit vielen Jahren auch nationale

und internationale Regatten aus.

Ich danke allen für den Einsatz,

ohne den ein funktionierendes Vereinsleben

nicht möglich wäre, und

wünsche dem Yacht Club Austria

FOTO: SHUTTERSTOCK

Marina an der Donau in Niederösterreich.

weiterhin viele aktive und enga -

gierte Mitglieder, viel Erfolg und

alles Gute für die Zukunft!

FOTO: LAND OÖ

Lebendiger Wassersport

in Oberösterreich

FOTO: SHUTTERSTOCK

THOMAS STELZER

Landeshauptmann

Oberösterreich

Die Kraft des Windes hautnah spüren

und sich auf dem Wasser fortbewegen

macht für viele den besonderen

Reiz des Wassersports aus.

Segeln ist Leidenschaft und Glücksgefühl

zugleich.

Mit Worten ist dieses Erlebnis

schwer zu vermitteln. Die Situation

an Bord ist immer wieder neu und

fesselnd. Keine Ausfahrt gleicht der

Top-Revier Traunsee.

anderen. Mannschaft, Wind, Wasser,

Stimmung, Geschwindigkeit,

Geselligkeit – das ist das, was diesen

Sport so attraktiv macht.

Oberösterreich ist ein Eldorado

für Wassersportfans. Unzählige

Seen laden zum Segeln, Windsurfen,

Tauchen, Wasserschifahren,

Schwimmen, Rudern und Paddeln

ein. Auch der für viele so wichtige

Wind weht hier stetig.

Deshalb bin ich stolz, dass der

Yacht Club Austria als größter nautischer

Verein Österreichs seit seiner

Gründung vor 50 Jahren seinen

Hauptsitz in Linz hat und traditionell

unser Bundesland die stärkste

Crew stellt.

Seit einem halben Jahrhundert

steht der YCA für nautische Kompetenz,

für eine fundierte, qualitätsvolle

Ausbildung und Weiterbildung

und ein starkes Netzwerk für Segler

und Motorbootfahrer in Österreich.

Mit seinem Angebotsspektrum an

den oberösterreichischen Seen leistet

der Yacht Club Austria außerdem

einen wertvollen Beitrag für

den Tourismus in der Region.

Ich gratuliere den Vorständen

und allen Mitgliedern ganz herzlich

zu diesem besonderen Jubiläum.

Mit Ihren Leistungen und Angeboten

halten Sie den Wassersport in

Oberösterreich lebendig und attraktiv

und tragen somit zum traditionellen

Ruf unseres Landes als Segelparadies

bei.

YCA-SPECIAL 2022 59


PANORAMA

Bundesländer

FOTO: HELGE KIRCHBERGER

FOTO: SHUTTERSTOCK

WILFRIED HASLAUER

Landeshauptmann

Salzburg

Natürlich Segeln auf dem Mattsee.

Land der Seen

Das Lied „Sailing“ war die von Rod

Stewart aufgenommene Coverversion

eines bereits 1972 herausgekommenen

Popsongs. Für viele war

und ist dieser Welthit ein Liebeslied.

Doch eigentlich ist dieser Ohrwurm

Ausdruck der Sehnsucht nach der

Weite des Meeres, nach einem unbekannten

Ziel, dem einen die Segel

näher tragen.

Dass der Yacht Club Austria im

Jahr 2022 gemeinsam mit „Sailing“

seinen 50. Geburtstag begeht, ist

natürlich Zufall. Aber ganz ohne

Zweifel handelt es sich in beiden

Fällen um einen absoluten „Evergreen“.

Kein Zufall ist es, dass die

Leidenschaft für den Yachtsport

in Österreich – bekanntlich keine

Seemacht im herkömmlichen Sinn,

aber ein Land der Seen! – gerade

zur Zeit des besonders stürmischen

Aufschwungs des modernen Österreich

aufblühte.

In den beginnenden Jahren eines

breiteren Wohlstands war nicht

mehr bloß der Urlaub an heimischen

Seen möglich geworden, auch

nahe und fernere Meere konnten als

Ziele von Urlaub und sportlicher

Betätigung von Österreichern „entdeckt“

werden. Seither ist es gut zu

wissen, dass der Segel- und Motorsport

und als Voraussetzung dafür

die fundierte nautische Aus- und

Weiterbildung mit dem Yacht Club

Austria über eine hochklassige erste

Adresse verfügen, mit YCA-Crews

in ganz Österreich, natürlich auch

im Seenland Salzburg.

Gerne nehme ich dieses runde

Jubiläum zum Anlass für eine herzliche

Gratulation, verbunden mit

dem aufrichtigen Dank an die zahlreichen

Impulsgeber, Verantwortungsträger,

Aktiven und auch Mitglieder

des YCA der letzten fünf

Jahrzehnte. Immer „hart am Wind“

der Zeit haben Sie mit Ihrer Treue

zum Yachtsport und zur Gemeinschaft

aller Begeisterten für dieses

schöne und anspruchsvolle Hobby

nachhaltig wirksame Aufbauarbeit

geleistet. Dadurch haben Sie gemeinsam

dazu beigetragen, die

Buchstabenkombination YCA zu

einer sowohl in unserer rot-weißroten

„Seenfahrernation“ zwischen

Neusiedler- und Bodensee als auch –

bildhaft gesprochen – auf allen

sieben Weltmeeren angesehenen

Qualitätsmarke zu machen.

Ich wünsche dem Yacht Club

Austria weiterhin viel Erfolg zu

Lande und zu Wasser und all seinen

Mitgliedern noch viele schöne

Erlebnisse mit dem Yachtsport.

FOTO: ERWIN SCHERIAU

HERMANN

SCHÜTZENHÖFER

Landeshauptmann

Steiermark

Steirisch vereint

Man sagt, auf dem Wasser zu sein

gibt dem Menschen eine gewisse

Freiheit. Seit bereits 50 Jahren trägt

der Yacht Club Austria dazu bei,

dass Segler und Motorbootfahrer

das gemeinsame Hobby, die gemeinsame

Leidenschaft, dieses verbindende

Gefühl der Freiheit ausüben

und die nautischen Fähigkeiten

weiter ausbauen können.

Das Zusammenspiel zwischen

Mensch, Boot und Natur sowie das

Wissen und Können, mit den unterschiedlichsten

Wetterlagen auf See

umzugehen, sind essentiell für jede

aktive Yachtsportlerin und jeden

aktiven Yachtsportler. Mit einem

umfangreichen Aus- und Weiterbildungsprogramm

sorgt der YCA für

die Vermittlung dieses notwendigen

Fachwissens – vom Profi-Skipper

bis zum Trainer.

Durch ein reges Vereinsleben –

insbesondere auch in der Steiermark

mit einer der erfolgreichsten

Regatten in der Adria, dem

„Gebirgssegler Cup“– ist der Yacht

Club Austria seit seiner Gründung

1972 stetig weitergewachsen und

verfügt nun über ein breites Netzwerk

an internationalen Partnern

und Experten.

An dieser Stelle möchte ich mich

beim Yacht Club Austria für das

YCA Jugendsegeln auf dem Thalersee.

große Engagement bedanken und

wünsche zum 50-jährigen Jubiläum

alles erdenklich Gute für die Zukunft.

Ein steirisches „Glück auf!“

FOTO: MIKE HECKER

60 YCA-SPECIAL 2022


FOTO: KASER

Tiroler Pioniergeist

FOTO: SHUTTERSTOCK

GÜNTHER PLATTER

Landeshauptmann

Tirol

Österreich ist nicht nur das Land

der Berge, es ist auch das Land der

Seen. Mehr als 25.000 gibt es in

Österreich und eine der schönsten

Arten, diese zu erleben, ist mit

Sicherheit auf dem Wasser.

Der Yacht Club Austria ist der

größte österreichische Verein für

Seglerinnen und Segler sowie

Motorbootfahrerinnen und Motorbootfahrer

und feiert heuer sein

50-jähriges Jubiläum, zu welchem

ich ganz herzlich gratuliere.

Das Land Tirol und den YCA verbinden

gleich mehrere historische

Wurzeln: So wurde der Verein 1972

vom Schwazer Claus Krieger in

Kufstein gegründet. Eine weitere

wichtige Persönlichkeit in der Geschichte

des YCA war der aus Wörgl

stammende Mirko Banekovic –

der erste Commodore.

Im Mittelpunkt des YCA stand

von Beginn an die Ausbildung. Besonders

beeindruckend: Der Verein

bildet selbst Trainerinnen und Trainer

aus. Geschult werden diese in

den verschiedensten Bereichen: von

der Motor- und Wetterkunde bis

hin zum Umgang mit dem Radar.

Die Auszubildenden profitieren dabei

vom Fachwissen und der langjährigen

Erfahrung der rund 2.500

Vereinsmitglieder genauso wie vom

internationalen Netzwerk des YCA.

Neben diversen Trainings veranstaltet

der YCA regelmäßige Clubtreffen,

Yachttörns und Segelregatten.

Ich wünsche allen Mitgliedern

des Yacht Club Austria, dass sie ihre

Wassersportrevier auf 929 Meter

Seehöhe: der Tiroler Achensee.

Begeisterung für die Nautik hochhalten

und viele unvergessliche Momente

in heimischen und fremden

Gewässern erleben. Ganz besondere

Grüße gelten auch der YCA-Crew

Tirol-Vorarlberg und ihrem Commander

Johannes Lindig.

FOTO: STUDIOFASCHING

MARKUS WALLNER

Landeshauptmann

Vorarlberg

Wasserreich Bodensee

Von Seiten des Landes Vorarlberg

wünsche ich dem Yacht Club Austria

für sein 50-jähriges Jubiläum alles

Gute und gratuliere herzlich zu

diesem ansehnlichen Jubiläum.

Der YCA kann stolz darauf sein,

auf so eine lange nautische Tradition

zurückblicken zu können.

Mit rund 2.500 Mitgliedern in

ganz Österreich ist er der größte

Im Vorarlberger Hard am Wind am Bodensee.

FOTO: SHUTTERSTOCK

Yacht Club Österreichs. Die Wurzeln

des Clubs finden sich unter anderem

auch in Vorarlberg, kommen

doch einige Gründerväter vom

Bodensee. Die Schifffahrt auf dem

Bodensee spielt seit jeher eine große

Rolle, so haben bereits die alten

Römer den See als Handelsroute

und an seinen Ufern Siedlungen

als Handelsstützpunkte genützt.

Der YCA ist mit einer Vielzahl an

professionellen, bestens ausgebildeten

Trainern eine der führenden

Ausbildungsstätten für Schifffahrtskunde

in Österreich. Er bietet als

Verein für alle Wassersportbegeisterten

eine professionelle Aus- und

Fortbildung auf höchstem Niveau

sowohl auf hoher See als auch auf

Binnengewässern in ganz Österreich

an.

Die Erholung auf dem See bzw.

den Gewässern ist ein idealer

Ausgleich zum teils fordernden

Arbeitsalltag und dient als Kraft-

und Ruhequelle für viele Menschen.

Wir als Vorarlberger kennen und

schätzen diesen Luxus, ist doch der

Bodensee ein beliebtes Urlaubsund

Naherholungsgebiet für viele

Einheimische und Gäste.

Ich wünsche dem Yacht Club

Austria eine erfolgreiche Zukunft,

stets aktive und engagierte Mitglieder

sowie weiterhin sportliche Erfolge.

Die Pflege der Jugendarbeit

und die Förderung des sportlichen

Ehrgeizes sollen zudem ein Bestandteil

des Vereinslebens bleiben.

Abschließend möchte ich allen

Mitgliedern und Funktionären

nochmals ganz herzlich zum Jubiläum

gratulieren. Für die weitere

Zukunft wünsche ich allzeit gute

Fahrt und immer eine Handbreit

Wasser unter dem Kiel!

YCA-SPECIAL 2022 61


PANORAMA

Bundesländer

Donaumetropole Wien

FOTO: KÖNIGSHOFER

DR. MICHAEL LUDWIG

Bürgermeister und

Landeshauptmann

Wien

Wien ist nahe am Wasser gebaut!

Diese Tatsache trägt sehr dazu bei,

dass unsere Stadt – wie viele Studien

und Rankings immer wieder bestätigen

– die lebenswerteste Millionenstadt

der Welt ist.

So kommen die Wienerinnen und

Wiener in den Genuss zahlreicher

cooler öffentlicher Aufenthaltsorte

der „Donaumetropole“. Als Beispiel

sei der Copa Beach genannt, wo in

den letzten Jahren sowohl attraktive

Lokale als auch konsumfreie Flächen

geschaffen wurden. Ähnlich

ambitioniert sind die Projekte für

den Donaukanal – Stichwort:

„Schwimmende Gärten“ –, wo

ebenfalls bald ein frischer Wind

wehen soll. Und an der Alten

Donau wurden bereits mehrere

Uferabschnitte für die Wienerinnen

und Wiener geöffnet – in Zeiten des

Klimawandels und der urbanen Erhitzung

eine probate Möglichkeit

zur Abkühlung.

Hohe Lebensqualität bietet Wien

aber nicht nur jenen Menschen, die

am Ufer relaxen oder sich kurz erfrischen

wollen – auch passionierte

Seglerinnen und Segler kommen

in Wien auf ihre Rechnung. So entstand

mit dem Ausbau der Marina

Wien der modernste Yachthafen der

Stadt. Darüber hinaus kümmern

FOTO: SHUTTERSTOCK

Copa Beach an

der Neuen Donau.

Jollendsegeln an der Alten Donau.

Jugendausbildung mitten in Wien.

sich insgesamt sieben Segelclubs

und drei Segelschulen an der Alten

und Neuen Donau professionell

um die Freizeitsportlerinnen und

-sportler.

In diesem Zusammenhang möchte

ich speziell den Mitgliedern des

Yacht Club Austria, der sich bereits

seit 50 Jahren um die Aus- und Weiterbildung

sowie um die Veranstaltung

von Regatten kümmert, ganz

herzlich gratulieren. Oder nautisch

gesprochen: Ich wünsche allen die

sprichwörtliche „Handbreit Wasser

unterm Kiel“!

FOTO: TAHSIN ÖZEN

FOTO: TAHSIN ÖZEN

IMPRESSUM

MEDIENINHABER: Satz- und Druck-Team GmbH,

Feschnig straße 232, 9020 Klagenfurt, +43 463/461 90 25,

www.ocean7.at, redaktion@ocean7.at, office@ocean7.at,

Firmenbuchnummer 105347 y, Landes gericht Klagenfurt,

UID ATU 25773801 · GESCHÄFTS FÜHRER: Wolfgang

Forobosko · FÜR DEN INHALT DIESER SONDER -

AUS GABE VERANTWORTLICH: Verein Yacht Club Aus -

tria (YCA), Estermannstraße 6, 4020 Linz, ZVR 038338569,

Tel. +43 732 78 10 86, office@yca.at, www.yca.at · CHEF-

REDAKTEUR DIESER SONDERAUSGABE: Gottfried

Rieser, gottfried.rieser@yca.at · CHEF VOM DIENST:

Tahsin Özen · ART- DIREKTION: Catharina Pichler · GRA-

FISCHES KONZEPT: Thomas Frik, www.viertelbogen.at ·

MIT ARBEITER DIESER AUSGABE: Fritz Abl, Frank

Althoff, Inga Beitz, Klaus Czap, Gerhild Dengg, Philipp

Eckers torfer, Georg Gindl, Mike Hecker, Thomas Hickersberger,

Günther Holzinger, Herbert Houf, Wolfgang

Hurch, Johannes Lindig, Gabriele Monz, Harald Neu -

mayer, Herbert Rapp, Udo Reichmann, Gottfried Titzl

Rieser, Bobby Schenk, Chris tian Schifter, Friedrich

Schöchl · PRODUK TION UND DRUCK: Satz- und Druck-

Team GmbH, www.sdt.at · ANZEIGEN: Günther Holzinger,

guenther.holzinger@yca.at · UNVERKÄUFLICHE SONDER-

AUSGABE: Diese außerordentliche Ausgabe wurde im

Auftrag des YCA produziert und ergeht kostenlos an alle

Vereinsmitglieder · VERTRIEB: Presse Großvertrieb Austria

Trunk GmbH, St. Leonharder Straße 10, 5081 Anif/

Salzburg · Diese Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge

und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt.

Jede Verwertung außer halb der engen Grenzen des Ur -

heber rechts gesetzes bedarf der Zustimmung des Herausgebers

bzw. Medieninhabers. Die Ver wendung von Zitaten

aus Berichten für Anzeigen ist möglich. Durch Annahme

eines Manuskripts erwirbt der Herausgeber das Recht zur

Veröffent lichung. Für unverlangt eingesandte Manuskripte

und Fotos wird keinerlei Haftung übernommen. Alle Rechte,

auch die Übernahme von Bei trägen nach § 44 Abs. 1 u. 2

Urheberschutzgesetz, sind durch den Herausgeber genehmigungspflichtig.

Bei Nicht belieferung ohne Heraus geber-

Ver schul den oder wegen Störungen des Arbeits friedens bestehen

keine Ansprüche gegenüber dem Herausgeber.

Verantwortlich für sämtliche Mitteilungen des YCA:

Yacht Club Austria, Generalsekretariat 4020 Linz,

Lederer gasse 88, www.yca.at

Diese

Sonderausgabe

ist gratis auch als

E-Paper erhältlich:

www.ocean7.at/

50-jahre-yca

62 YCA-SPECIAL 2022


APRILIA MARITTIMA – – LIGNANO - ITALY - ITALY

APRILIA APRILIA MARITTIMA MARITTIMA LIGNANO – LIGNANO - ITALY - ITALY

VERMIETUNG -

- - VERKAUF

VERMIETUNG VERKAUF - BUNGALOWS – – WOHNUNGEN - - BOOTSLIEGEPLAETZE

BUNGALOWS BUNGALOWS – – WOHNUNGEN – WOHNUNGEN - - - BOOTSLIEGEPLAETZE

- ANGEBOTE: ANGEBOTE: Buche Buche den Buche den den Liegeplatz Liegeplatz den Liegeplatz für für für 2 2 Jahre 2 für Jahre 2 (vom Jahre (vom 01 (vom 01 01 April April 01 April 2020 2020 bis 2020 bis 30 bis 30 März 30 März März 2022) 2022) 2022)

ANGEBOTE: Buche Buche den den um um um Liegeplatz folgenden folgenden um folgenden für Mietpreise für 2 Mietpreise Jahre 2 Jahre Mietpreise (vom zu (vom zu zu geniessen 01 geniessen 01 zu April geniessen April 2020 2020 bis bis 30 30 März März 2022) 2022)

um um folgenden Mietpreise zu zu geniessen

MARINA MARINA APRILIA MARINA APRILIA MARITTIMA

APRILIA MARITTIMA MARITTIMA

MARINA MARINA APRILIA APRILIA MARITTIMA

MARINA MARINA MARINA CAPO CAPO NORD

CAPO NORD NORD

MARINA MARINA CAPO CAPO NORD NORD

JAHRESTARIF JAHRESTARIF JAHRESTARIF 2020 2020 2020

ZWEI-JAHRESTARIF 2020 ZWEI-JAHRESTARIF ZWEI-JAHRESTARIF JAHRESTARIF JAHRESTARIF JAHRESTARIF 2020 2020 2020 ZWEI-JAHRESTARIF

ZWEI-JAHRESTARIF

ZWEI-JAHRESTARIF

JAHRESTARIF JAHRESTARIF 2020 2020 ZWEI-JAHRESTARIF JAHRESTARIF JAHRESTARIF 2020 2020 ZWEI-JAHRESTARIF

7,00 7,00 x 2,50 x 2,50 7,00 x € 2,50 1.600,00 € 1.600,00 € 1.600,00 € 2.950,00 € € 2.950,00 € 2.950,00 10,00 10,00 10,00 x x 3,65 10,00 3,65 x 3,65 x 3,65 € € 2.700,00 € 2.700,00 € 2.700,00 € 4.900,00

€ 4.900,00 € 4.900,00

7,00 7,00

8,50 8,50 2,50 x 3,00 x 2,50 3,00 8,50 x 3,00 1.600,00 € 2.100,00 € 2.100,00 1.600,00 € 2.100,00 2.950,00 € 3.990,00 € 2.950,00 3.990,00 € 3.990,00 10,00 11,00 10,00

11,00 11,00 x 3,65 11,00 4,00 x 4,00 x 3,65 4,00 x 4,00 € 2.700,00 € 3.100,00 € 2.700,00 3.100,00 € 3.100,00 4.900,00

€ 5.600,00 € 4.900,00 5.600,00 € 10,00

8,50 10,00 8,50 3,00 x 3,50 x 3,00 10,00 3,50 x € 3,50 2.100,00

2.580,00 € 2.100,00 2.580,00 € 2.580,00 3.990,00 € 4.902,00 € 3.990,00 4.902,00 € 4.902,00 11,00 12,00 11,00

12,00 12,00 x 4,00 12,00 4,25 x 4,25 x 4,00 4,25 x 4,25 € 3.100,00 € 3.350,00 € 3.100,00 3.350,00 € 3.350,00 5.600,00

€ 6.000,00 € 5.600,00 6.000,00 € 10,00 10,00

12,00 12,00 3,50 x 4,00 x 3,50 12,00 4,00 x 4,00 2.580,00 € 3.300,00 € 2.580,00 3.300,00 € 3.300,00 4.902,00 € 6.270,00 € 4.902,00 6.270,00 € 6.270,00 12,00 14,00 12,00

14,00 14,00 x 4,25 14,00 4,50 x 4,50 x 4,25 4,50 x 4,50 € 3.350,00 4.300,00 € 4.300,00 € 3.350,00 4.300,00 € 4.300,00 7.900,00 6.000,00

€ 7.900,00 € 7.900,00 6.000,00 € 7.900,00

12,00 4,00 12,00 x 4,60 3.300,00 € 3.960,00 6.270,00 € 7.524,00

12,00 12,00 x 4,60 x 4,00 4,60 € 3.960,00 € 3.300,00 3.960,00 € 7.524,00 € 6.270,00 7.524,00 14,00 15,00 14,00 x 4,50 15,00 4,75 x 4,75 € 4.300,00 4.600,00 € 4.600,00

15,00 15,00 x 4,75 x 4,50 4,75 € 4.600,00 € 4.300,00 4.600,00 7.900,00 8.600,00 € 8.600,00

€ 8.600,00 € 7.900,00 8.600,00

12,00 12,00 4,60 15,00 x 4,50 3.960,00 € 4.200,00 7.524,00 € 7.980,00

15,00 15,00 x 4,50 x 4,60 4,50 € 4.200,00 € 3.960,00 4.200,00 € 7.980,00 € 7.524,00 7.980,00 15,00 18,00 15,00 x 4,75 18,00 5,25 x 5,25 € 4.600,00 6.400,00 € 6.400,00 12.160,00 8.600,00 € 12.160,00

18,00 18,00 x 5,25 x 4,75 5,25 € 6.400,00 € 4.600,00 6.400,00 € 12.160,00 € 12.160,00 8.600,00

15,00 15,00 4,50 4,50 18,00 x 5,00 4.200,00 4.200,00 € 5.820,00 7.980,00 € 11.058,00 7.980,00 € 11.058,00

18,00 18,00 x 5,00 x 5,00 € 5.820,00 € 5.820,00 € 11.058,00 € 11.058,00 18,00 20,00 18,00 x 5,25 20,00 5,75 5,25 x 5,75 € 6.400,00 7.400,00 6.400,00 € 7.400,00 12.160,00 13.616,00

12.160,00 € 13.616,00

20,00 20,00 x 5,75 x 5,75 € 7.400,00 € 7.400,00 € 13.616,00 € 13.616,00

18,00 18,00 20,00 5,00 5,00 20,00 5,50 x 5,50 5.820,00 6.900,00 5.820,00 € 6.900,00 11.058,00 13.110,00 11.058,00 € 13.110,00

20,00 20,00 x 5,50 x 5,50 € 6.900,00 € 6.900,00 € 13.110,00 € 13.110,00 20,00 20,00 x 5,75 x 5,75 € 7.400,00 € 7.400,00 € 13.616,00 € 13.616,00

20,00 20,00 x 5,50 x 5,50 € 6.900,00 € 6.900,00 € 13.110,00 € 13.110,00

di Dina Maieron di Dina Maieron

di Dina Maieron

www.adrianautica.com

di Dina Maieron

www.adrianautica.com

di Dina Maieron di Dina Maieron

info@adrianautica.com

www.adrianautica.com

info@adrianautica.com

www.apriliamarittima.com

www.apriliamarittima.com

info@apriliamarittima.com

www.apriliamarittima.com

info@apriliamarittima.com


Segelyachten

Katamarane

Motoryachten

Hausboote

Wir gratulieren unseren

Freunden vom YCA zum

50-jährigen Jubiläum

und freuen uns auf

weitere 50 Jahre

gute Zusammenarbeit!

Der Onlineshop

für Wassersportler!

Yachtcharter Müller GmbH · Tel.: 0732 / 65 10 05 · sail@yachtcharter-mueller.at · www.yachtcharter-mueller.at

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!