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CREDITSHELF MAGAZIN No. 14

Lesen Sie in dieser Ausgabe des creditshelf Magazins welche Bedeutung erfolgreiche Partnerschaften für Wirtschaft und Gesellschaft haben. Die Corona-Pandemie hat nicht nur die Bedeutung von Partnerschaften zwischen Unternehmen noch einmal hervorgehoben, sondern auch die fortschreitende Individualisierung des Bedarfs, die digitale Transformation, die Spezialisierung von Anbietern und die zunehmende Komplexität der Märkte – all das macht eine stärkere Vernetzung erforderlich. Mit dieser Ausgabe unseres Magazins wollen wir Ihnen zeigen, wie wir die Zusammenarbeit mit anderen Experten in unserem Geschäftsalltag leben. Themen in dieser Ausgabe sind u.a.: - Chancen für Mittelständische Unternehmen aus Managementberatung und Finanzierungspartnerschaften mit AMB - Lösungen für einen effizienteren, transparenteren und digitaleren Kreditmarkt mit CrossLend - Partnerschaft von FinTechs und Banken - Entwicklung und Implementierung zukunftsfähiger Organisationskulturen - Digitale Fitness für Führungskräfte Außerdem kommen wie immer zahlreiche Expertinnen und Experten aus dem der Finanzbranche zu Wort. Wir wünschen viel Spaß beim Schmökern!

Lesen Sie in dieser Ausgabe des creditshelf Magazins welche Bedeutung erfolgreiche Partnerschaften für Wirtschaft und Gesellschaft haben. Die Corona-Pandemie hat nicht nur die Bedeutung von Partnerschaften zwischen Unternehmen noch einmal hervorgehoben, sondern auch die fortschreitende Individualisierung des Bedarfs, die digitale Transformation, die Spezialisierung von Anbietern und die zunehmende Komplexität der Märkte – all das macht eine stärkere Vernetzung erforderlich. Mit dieser Ausgabe unseres Magazins wollen wir Ihnen zeigen, wie wir die Zusammenarbeit mit anderen Experten in unserem Geschäftsalltag leben.

Themen in dieser Ausgabe sind u.a.:
- Chancen für Mittelständische Unternehmen aus Managementberatung und Finanzierungspartnerschaften mit AMB
- Lösungen für einen effizienteren, transparenteren und digitaleren Kreditmarkt mit CrossLend
- Partnerschaft von FinTechs und Banken
- Entwicklung und Implementierung zukunftsfähiger Organisationskulturen
- Digitale Fitness für Führungskräfte

Außerdem kommen wie immer zahlreiche Expertinnen und Experten aus dem der Finanzbranche zu Wort. Wir wünschen viel Spaß beim Schmökern!

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14 | Januar 2022

magazin

Wir gestalten Mittelstandsfinanzierung.

Einfach. Schnell. Innovativ.

Seite 14

AUS DER PRAXIS

Crossgate und creditshelf entwickeln

eine maßgeschneiderte Akquisitionsfinanzierung

im E-Sports-Bereich.

Seite 17

BLICK HINTER DIE KULISSEN

Warum Fintechs für Banken heute

unverzichtbar sind und wie beide Seiten

voneinander profitieren können.

14 | Dezember 2021 • creditshelf AG

1


FINANZIERUNGS-

MONITOR 2021

Die zentralen Ergebnisse

U

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68 Prozent der Unternehmen haben während Corona

Umsatzrückgänge hinnehmen müssen

Die Digitalisierung ist das wichtigste strategische Ziel

der KMU für die nächsten ein bis zwei Jahre

Der Zugang zu Krediten hat sich in den letzten

12 Monaten verschlechtert – die Finanzierung droht

zum Flaschenhals für die mittelständische Wirtschaft

zu werden

Mehr Unternehmen haben sich mit Alternativen

zum Bankkredit befasst

Ein Großteil der Mittelständler kann sich vorstellen,

Kredite über Kreditplattformen aufzunehmen

Mehr als die Hälfte der Unternehmen, die

KfW-Hilfskredite beantragt haben, bereut dies

Über die Studie

Finanzierungsmonitor 2021

• Umfragezeitraum August 2021

• Befragung von über 200 Finanzentscheider:innen

aus mittelständischen Industrie-, Handels- und

Dienstleistungsunternehmen

• Wissenschaftlich begleitet von Prof. Dr. Dirk

Schiereck, Leiter des Fachgebiets Unternehmensfinanzierung

der TU Darmstadt

• Online-Erhebung durch ein unabhängiges Marktforschungsunternehmen

Für weitere Informationen zur Studie melden

Sie sich gerne bei uns: info@creditshelf.com

creditshelf.com | Mainzer Landstraße 33a | D-60329 Frankfurt

+49 (0) 69 348 77 2407 | info@creditshelf.com


Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

die Corona-Pandemie hat die Bedeutung von Partnerschaften

zwischen Unternehmen noch einmal hervorgehoben.

Doch nicht nur sie: auch die fortschreitende Individualisierung

des Bedarfs, die digitale Transformation,

die Spezialisierung von Anbietern und die zunehmende

Komplexität der Märkte – all das macht eine stärkere Vernetzung

in der Wirtschaft erforderlich. In ihrer Kolumne

„Das Biereck“ verwenden Carolin Bock und Dirk Schiereck

einen treffenden Begriff für dieses Phänomen: Hier

wird aus „competition“ die Wortschöpfung „coopetition“

– also die Verbindung von Wettbewerb und Kooperation.

In bewegten Zeiten rückt man näher zusammen – das

scheint ebenfalls für das Wirtschaftsleben zu gelten.

Immer mehr junge und innovative Unternehmen verbinden

sich zu Clustern und Ökosystemen. Als Fintech

ist creditshelf selbst Teil dieser Bewegung – der Kooperationsgedanke

wurde uns bereits in die Wiege gelegt.

Deshalb war es an der Zeit unser Magazin einmal ganz

dem Thema Partnerschaften zu widmen.

Mit dieser Ausgabe wollen wir Ihnen zeigen, wie wir die

Zusammenarbeit mit anderen Experten in unserem

Geschäftsalltag leben, welche Ziele dahinterstehen

und welche Herausforderungen beim Thema Kooperation

überwunden werden müssen. So erläutern wir

beispielsweise, wie das Beratungsunternehmen AMB

Aktive Management Beratung GmbH gemeinsam mit

uns Finanzierungslösungen für seine mittelständischen

Kunden entwickelt. Sie lernen darüber hinaus unsere

Partner bei Crossgate kennen – einer Advisory Boutique

für M&A und Corporate Finance mit internationalem

Investorennetzwerk und Technologiefokus. Gemeinsam

konnten wir zuletzt eine vielbeachtete Übernahme in

der internationalen E-Sports- und Gaming-Branche

unterstützen.

Nicht nur mit Beratungsexperten stehen wir in einem

intensiven Austausch. Wir ziehen auch mit anderen

Innovatoren der Financial

Technology an einem Strang:

In einem Beitrag geht es um unsere

Partnerschaft zu CrossLend.

Das Berliner Fintech erweitert mit seiner Verbriefung

von Krediten für institutionelle Investoren den Zugang

zu unseren Investitionsmöglichkeiten. Erfreulich ist

außerdem, dass wir mit gestandenen Häusern aus allen

drei Säulen des deutschen Bankensystems in engem

Austausch stehen. Entsprechend haben wir diesem

Thema einen Beitrag gewidmet, in dem Sie mehr über

die Symbiose von klassischer Bank und Fintech erfahren.

Gerade wenn es um das Innenleben eines Unternehmens

geht, also etwa um die Kultur und die Zusammenarbeit,

ist das Thema Kooperation essenziell. Deshalb

setzt sich Professor Christian W. Scheiner, Institutsleiter

an der Universität Lübeck, in seinem Gastbeitrag mit der

Pandemie als Chance für die Organisationskultur auseinander.

Und unsere Influencer:innen beschäftigen sich

mit Themen wie New Work.

Wir hoffen, Sie finden beim Lesen unseres Magazins genauso

viel Freude und Inspiration wie wir beim Schreiben

dieser Ausgabe. Sollten Sie zu einem der Themen

Näheres wissen wollen, dann sprechen Sie uns gern

jederzeit an.

Bleiben Sie gesund!

Dr. Tim Thabe

Gründungspartner und

Vorstandsvorsitzender creditshelf AG

Editorial 3


ÜBERSICHT

3 Editorial

4

Inhaltsverzeichnis

und Impressum

14 Aus der Praxis

Die Beratungs-Boutique Crossgate

und creditshelf entwickeln eine

maßgeschneiderte Akquisitionsfinanzierung

im E-Sports-Bereich.

5 3 Fragen an …

Stefan Hnida, Leiter Partner

Management, erklärt, welche

Herausforderungen er aktuell im

Partnermanagement sieht.

17 Blick hinter die Kulissen

Warum Fintechs für Banken

heute unverzichtbar sind und

wie beide Seiten voneinander

profitieren können.

6 Aus der Praxis

Die Partnerschaft mit AMB bietet

mittelständischen Unternehmen die

Chance auf nachhaltiges Wachstum

und Veränderung.

18 Impulse

„Digitale Fitness für Führungskräfte“

von Dr. Gerald Lembke und Nadine

Soyez – eine Buchbesprechung.

9 Kolumne

Carolin Bock & Dirk Schiereck

erörtern die Vereinigung aus

‚competition‘ und ‚cooperation‘.

10 Trends

Der Mittelstand beweist während der

Coronakrise Durchhaltevermögen.

Die aktuelle Wirtschaftslage im

Überblick.

12 Trends

Professor Scheiner von der

Universität zu Lübeck beleuchtet,

wie sich eine zukunftsfähige

Organisationskultur entwickeln

und implementieren lässt.

20 Aus der Praxis

CrossLend betreibt eine Plattform

für Kreditgeber und institutionelle

Investoren, von der auch creditshelf

als Kooperationspartner profitiert.

23 Podcasts & Blogs

Wir stellen spannende und

interessante Podcasts sowie Blogs

aus der Finanzwelt vor.

24 Termine und Events

Wir bringen jene Themen auf

den Tisch, die den Mittelstand

interessieren.

26 Impulse

Experten aus der Finanzszene

antworten kurz und knapp auf

wichtige Fragen zu aktuellen

Trends und Ereignissen.

Herausgeber/Verlag:

creditshelf Aktiengesellschaft

Mainzer Landstraße 33a

D – 60329 Frankfurt am Main

Telefon: +49 69 348 772 40

E-Mail: info@creditshelf.com

www.creditshelf.com

Vorstand: Dr. Tim Thabe (Vorsitzender),

Dr. Daniel Bartsch

Vorsitzender des Aufsichtsrats: Rolf Elgeti

Eingetragen am Amtsgericht

Frankfurt a. M. - HRB 112087

Ust.-ID: DE298667279

Verantwortlich im Sinne

des Presserechts:

Maximilian Franz (Leiter Public Relations,

creditshelf AG)

Konzeption und Umsetzung:

ABG Marketing GmbH

www.abg-marketing.de

Redaktion:

Ilka Stiegler, Dominik Schilling,

Tony Wachtel, Ina Jahn, Nora Körner

ABG Marketing GmbH

Layout und Gestaltung:

Alin Hanisch

ABG Marketing GmbH

Bildnachweis:

• creditshelf AG

• Jan Bürgermeister (www.fotostate.com)

• Bert Bostelmann (bildfolio.de)

• Laura Gabriel, Shima Nagdhali

(creditshelf AG)

• AMB Aktive Management Beratung GmbH

• Crossgate AG

• CrossLend GmbH

• Fotograf capture21

Redaktionsschluss: 15.11.2021

IMPRESSUM

4

14 | Januar 2022 • creditshelf AG


3 Fragen an …

3 FRAGEN AN …

Stefan Hnida, Leiter Partner Management, erklärt, was creditshelf

im Partnermanagement anders macht als die Wettbewerber, welche

Herausforderungen er aktuell im Partnerbereich sieht und wie Partner

ihre Kunden optimal unterstützen können.

Partnermanagement 4.0 – was macht

creditshelf anders?

Hnida: Für uns sind Partner sehr wertvoll. Sie

helfen uns, die Beziehung zum Firmenkunden

aufzubauen und zu stärken. Unsere Partner

suchen immer neue Wege der Mittelstandsfinanzierung

und blicken über den Tellerrand

hinaus. Sie sind visionär und innovativ und ihre

Kunden vertrauen ihnen. Mit unseren lösungsorientierten

Finanzierungen helfen wir Ihnen,

Ihren Kunden eine Betriebsmittelfinanzierung,

eine M&A-Übernahme, eine Investitionsfinanzierung,

eine Wachstumsfinanzierung oder

auch eine Projektentwicklung (Immobilien)

von bis zu fünf Mio. EUR zu beantragen. Die

Kunden müssen nur einen Mindestjahresumsatz

von 1 Mio. EUR und zwei Jahresabschlüsse

vorweisen.

Welche Herausforderungen sehen Sie

aktuell im Partnerbereich?

Hnida: Die aktuelle Corona-Pandemie stellt

auch im Partnerbereich eine große Herausforderung

dar. Das fängt bereits bei der

Kundenakquise an, denn Kundenakquise ist oft

persönlich. Nach langer Durststrecke konnte

man im Sommer wieder Menschen treffen und

sich auf Veranstaltungen vernetzen und auch

Kunden gewinnen. Eine weitere Herausforderung

ist es, für Kunden, die über herkömmliche

Wege keinen Bankkredit bekommen, schnell

an einen Firmenkredit zu gelangen. Da gilt es

mutige Wege der Mittelstandsfinanzierung

über Plattformen wie creditshelf vorzustellen

und die Kunden dafür zu begeistern.

Wie können Partner ihre Kunden optimal

unterstützen?

Hnida: Partner sind „Unternehmervertraute“

und sie begleiten ihre Kunden bei der Transformation.

Wir leben in einer Zeit des schnellen

Wandels, in der Partner ihre Kunden bei der

Weiterentwicklung ihres Unternehmens unterstützen.

Den Kunden bankenunabhängige,

schnelle und umkomplizierte Finanzierungswege

über Fintechs vorzustellen, gehört zur

optimalen Unterstützung des Kundens dazu,

um lösungsorientiert an Liquidität für das Unternehmen

des Kundens zu kommen.

Stefan

Hnida …

… ist Head

of Partner

Management bei

creditshelf. Er ist bereits seit 2017

beim digitalen Mittelstandsfinanzierer

tätig und war bis September

2021 als Firmenkundenbetreuer

für die Region West zuständig.

Zuvor war er mehrere Jahre bei

der Commerzbank AG und war

dort ebenfalls für Geschäftskunden

zuständig. Er erwarb seinen Master

of Science an der FOM Hochschule

für Ökonomie & Management in

Frankfurt.

3 Fragen an … 5


REFLEXION,

VERäNDERUNG

UND STETIGE

VERBESSERUNG

Mit der AMB Aktive Management Beratung GmbH und creditshelf haben sich zwei Partner

gefunden, die perfekt harmonieren und mittelständischen Unternehmen die Chance auf

nachhaltiges Wachstum und Veränderung bieten.

„Unternehmen brauchen Transparenz – besonders in Phasen

starker Veränderungen, also Wachstum oder Transformation“,

erklärt Marc Ackermann, Partner der AMB Aktive Management

Beratung GmbH. Deren Portfolio reicht von Managementberatung

und Strategieentwicklung über Restrukturierung und

Sanierung, Training und Coaching bis zu Unternehmensnachfolge

sowie Merger & Acquisition. Diese Transparenz, so der

43-Jährige, müssen die Unternehmen vor allem gegenüber

ihren Geldgebern an den Tag legen – seien es Anteilseigner,

Banken, Investoren, Gläubiger, Finanzdienstleister, Leasing- oder

Factoringgesellschaften: „Wir begleiten mittelständische Unternehmen

in diesen Zeiten des Umbruchs. Reine Businessplanung

ist dabei uninteressant für die Inhaber: Sie wollen tragfähige Lösungen

für die Zukunft ihres Geschäfts – und da können wir als

Problemlöser ansetzen.“

Ein Partner für viele Fälle

Für die Finanzierung braucht die Managementberatung Partner:

Banken, Leasing- und Factoringgesellschaften gehören traditionell

zu den Marktpartnern. Hinzu kamen Finanzdienstleister und

Fintechs, wie die creditshelf. 2016 lernten sich Marc Ackermann

und Richard Heller, Leiter Firmenkunden bei creditshelf, bei einer

Netzwerkveranstaltung kennen. „Auf der Suche nach neuen

Finanzierungspartnern habe ich creditshelf vom ersten Moment

an als sehr wertvoll empfunden“, sagt der AMB-Partner. In verschiedenen

Fällen setzt die Managementberatung auf das Frankfurter

Fintech. Nicht nur wenn ein Unternehmen stark wächst

und Innovationen finanziert werden müssen, braucht AMB einen

Finanzierer, der bereit ist, größere Risiken einzugehen. „Auch an

Punkten, an denen Banken nicht mehr weiterfinanzieren wollten,

gingen wir auf creditshelf zu“, sagt Ackermann, der zusätzlich als

stellvertretender Vorstandsvorsitzender im Bundesverband „Die

KMU-Berater“ aktiv ist.

Gerade familiengeführte Mittelständler erhalten häufig von

Finanziererseite den Impuls, externe Berater hinzuzuziehen.

Idealerweise möchten sie dann, dass sich mit der Beratung auch

tatsächlich etwas bewegt. Mit dem Außenblick und dem geschärften

Fokus auf das Zahlenwerk können Menschen wie Marc

Ackermann in den Unternehmen viel bewegen: „Die Inhaber und

6

14 | Januar 2022 • creditshelf AG


Aus der Praxis

Wir

können

daher heute

schnelle Entscheidungen

treffen und dem

Mittelstand sowie Scale-ups

damit die Möglichkeit geben,

ihr Wachstum unbesichert

zu finanzieren."

Richard Heller, Leiter Firmenkunden,

creditshelf AG

Geschäftsführer müssen aber auch bereit sein zu Reflexion, zu

Veränderung und zur stetigen Verbesserung. Corona hat vielen

Unternehmen die Chance gegeben, sich zu ändern und ihre Geschäftsmodelle

zu hinterfragen.“

Tief eintauchen ins Geschäft

Externe Berater können hier die Basis legen, indem sie eine Business-Planung

zahlenseitig aufbereiten, die Liquidität verbessern,

vollwertige Plan-Bilanzen herleiten und in heiklen Phasen auch

eine Planung auf Wochenbasis vornehmen. Voraussetzung dafür

ist das Verständnis für das Geschäftsmodell, den Markt und die

Zielgruppen des Unternehmens. „Die Anforderungen an Berater

ändern sich. Wir müssen analysieren, was diese Zeiten mit den

Menschen machen, müssen Chancen für Innovation erkennen

und entsprechende Strategien entwickeln können“, erklärt der

Aus der Praxis 7


Aus der Praxis

KMU-Spezialist. Dabei sind Zahlen auch nur Informationen, die

helfen, das Unternehmen darzustellen. Richard Heller ergänzt:

„AMB taucht immer tief ein, stellt die Fälle dann sehr detailliert

und kenntnisreich vor. Das hilft uns natürlich bei der Analyse und

bei der Entscheidungsfindung.“

Bei verschiedenen Projekten und in bestimmten Wachstumsphasen

präsentiert sich creditshelf nicht nur der AMB gegenüber

einfach schneller als Banken: „Wenn wir festgefahrene Gespräche

mit Banken oder anderen Finanzierungspartnern haben,

brauchen wir Lösungen. creditshelf bietet eine gute Alternative.

Mit einem Mix aus Leasing, Factoring und Fintech in der Hinterhand

findet man nahezu immer jemanden, der das konkrete

Projekt finanzieren will. Dabei zeichnet sich creditshelf aus, weil

hier Prozesse und Entscheidungswege nicht festgefahren sind

und das Fintech risikoaffiner auftritt. „Bei creditshelf bekomme

ich auch für Kunden mit mittlerer Bonität und ausgereizten

Sicherheiten eine Lösung, um die Zukunft zu finanzieren.

Auch nach einer erfolgreich abgeschlossenen Sanierung ist

creditshelf häufig früher an Bord.“ Der Sales-Leiter ergänzt:

„AMB versteht einfach, in welcher Nische wir arbeiten. Deshalb

passen die vorgestellten Fälle meist perfekt.“

Vorbehalte bei bestimmten Finanzierungsformen

Oftmals lassen sich die Mandanten aber nicht auf die präferierte

Lösung ein. Es existieren gerade bei inhabergeführten Mittelständlern

„gewisse Hemmschwellen“. So war es beinahe nicht

möglich, einen Unternehmer aus der Lebensmittelbranche vom

Einsatz von Factoring für die Umsatzfinanzierung zu überzeugen.

„Ich stehe doch nicht kurz vor der Insolvenz“, war der erste

Gedanke des Unternehmers. Das zeigt: Nicht alle Finanzierungswege

sind aus Kundensicht gleich gut. „Durch die Art des Finanzprodukts

ist die Zielgruppe auf Mandantenseite schon zu guten

Teilen vorgegeben. Dabei steht die Hausbank natürlich an erster

Stelle. Wenn diese ihr Engagement nicht weiter ausdehnen

möchte – aus welchen Gründen auch immer – kommen andere

Lösungen zum Tragen. creditshelf passt hier vor allem auch gut

beim Projektgeschäft“, sagt der Berater.

Ackermann und Heller haben regelmäßig in verschiedenen

Mandaten Kontakt, um perspektivisch eine Finanzierung zu

vereinbaren. Denn creditshelf bietet mit seinen Produkten viele

Möglichkeiten für Nicht-Standard-Finanzierungen. Vor allem

die Bereitschaft, tiefer ins Detail zu gehen, um den Wert des

Geschäfts zu ergründen, beeindruckt Ackermann. „creditshelf

ist einfach vertriebsorientierter, dynamischer und flexibler als

andere Marktteilnehmer“, findet er. Das Fintech sei zudem bereit,

auch einmal etwas auszuprobieren und gemeinsam kreative

Wege zu erarbeiten. Daraus habe sich im Laufe der Zeit eine

partnerschaftliche Zusammenarbeit entwickelt.

Unternehmen

brauchen Transparenz

– besonders in Phasen

starker Veränderungen,

also Wachstum oder Transformation."

Marc Ackermann, Partner der AMB Aktive

Management Beratung GmbH

Ruhige Zeiten als Chance für Restart

Für Marc Ackermann spielt die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen

eine große Rolle: „Ich glaube, dass wir alle deutlich

wachsamer sein müssen, wie sich Märkte verändern, um dann

unsere Geschäftsmodelle darauf abzustimmen.“ Selbst Corona

bietet viele Chancen für einen Restart. So ergab sich im Lockdown,

wie auch sonst in anderen geschäftlich ruhigen Zeiten, die

Möglichkeit, das Geschäftsmodell infrage zu stellen. In der Pandemie

herrschte zudem relative Sicherheit, da die Beschäftigten

in Kurzarbeit waren. „Viele merken aber leider nicht schnell genug,

mit welcher Dynamik sich ihr Markt verändert – und dass

sich diese Dynamik in der Nachpandemiezeit wieder spürbar

abschwächt, ist eher nicht zu erwarten. Wir müssen ganz neu

denken und Märkte, Produkte und Geschäfte anpassen – sonst

verschwindet das Unternehmen“, unterstreicht Marc Ackermann.

Wer die Entwicklung von creditshelf in den vergangenen Jahren

beobachtet hat, weiß, dass dieses Fintech sein Geschäftsmodell

permanent optimiert und an die Erfordernisse angepasst hat.

„Wir können daher heute schnelle Entscheidungen treffen und

dem Mittelstand sowie Scale-ups damit die Möglichkeit geben,

ihr Wachstum unbesichert zu finanzieren“, betont Heller. „Auf

der anderen Seite sind wir der perfekte Partner für Investoren,

die an den Mittelstand glauben.“

Weitere Informationen: www.amb-online.de

8

14 | Januar 2022 • creditshelf AG


Kolumne "Das Biereck"

Die letzte Bundestagswahl. Ein Schauspiel der besonderen Art … Warum?

Für eine Regierungsbildung tun sich zunächst die dritt- und viertstärkste

Partei zusammen, um zu entscheiden, wen sie wohl zum Kanzler machen.

Und: Hierbei zählt gar nicht in erster

Linie, wo sich die Parteien auf dem

Links-Rechts-Spektrum befinden,

sondern welche Vorstellungen die

beiden „Kleinen“ für die Zukunftsfähigkeit

Deutschlands unter einen

Hut bringen können.

Politische Koalitionen sind Kooperationen,

die typischerweise auf

Ausschließlichkeit basieren – wer

mit der einen Partei eine Koalition

eingeht, ist (koalitions-)vertraglich

gebunden. In der Unternehmenswelt

gibt es solche Modelle des Zusammenspiels

ebenso. Denken Sie beispielsweise an die Star Alliance im

Luftverkehr. In gewisser Weise illustriert das Wahlergebnis einen gesamtgesellschaftlichen

Trend. Kooperationen gewinnen auch in der Wirtschaft

immer mehr an Bedeutung und kommen gerade im Zuge der Digitalisierung

oft unter Bezeichnungen wie Plattformen oder Ökosysteme daher.

Die moderne deutsche Finanzindustrie bietet im Jahr 2021 dafür schöne

Beispiele. Raisin und Deposit Solution, die Plattformen zum optimierten

Sparen, waren lange nicht nur in heftigem Wettbewerb vereint, sondern

fast schon in persönlicher Feindschaft. Inzwischen hat sich nun die

Einsicht durchgesetzt, dass ein Zusammenspiel für digitale Plattformen

enorme Vorteile bietet, der Fusion folgt nun die Integration – eine Hochzeit

im Himmel.

Oder schauen wir auf creditshelf. In schneller Folge konnte die führende

Plattform für Unternehmensfinanzierungen Kooperationen im Sparkassen-

und Genossenschaftssektor sowie im privaten Bankenbereich

vermelden. Dass Banken, die sich in anderen Feldern in Konkurrenz

DAS BIERECK:

DRUM PRüFE, WER SICH

LANGE BINDET, …

Carolin Bock & Dirk Schiereck

gegenüberstehen, hier alle den gleichen Partner wählen, fand in der

Spieltheorie auch einen Namen: coopetition. Die Vereinigung aus ‚competition‘

und ‚cooperation‘. Wettbewerb, wo es um die Verteilung des

Kuchens geht, Kooperation, wo der

Kuchen vergrößert wird. Dahinter

steckt der Gedanke 2 + 2 = 5.

Und ein solches Konstrukt ist – im

Gegensatz zu einer Koalition – sogar

ohne vertragliche Fixierung

möglich. Gerade für junge, schnell

wachsende Unternehmen, die in

ihren Ressourcen limitiert sind,

aber ihre Wachstumsdynamik nicht

bremsen wollen, kann dieser Weg

Sinn machen. BioNTech und Pfizer

haben in ihrer Kooperation gezeigt,

wie sehr alle Stakeholder beider

Unternehmen von der Zusammenarbeit profitieren. Die Bereitschaft,

diese Win-Wins zu erzielen, belegt auch eine Studie von uns, in der das

Top-Management der deutschen Sparkassen befragt wurde, wie sie zu

einem Ko-Finanzierungsangebot aus fremdkapitalnahem Crowdfunding

stehen, das mit bankseitigen Krediten komplettiert wird. Das Ergebnis: Die

Sparkassen sehen darin großes Potenzial, innovativer werden zu können.

Nur was geschieht, wenn zwei Partner feststellen, dass 2 + 2 dann doch

nicht 5 ergibt, sondern vielleicht 3? So geschehen beim gemeinsamen

Mobilitätsdienst ShareNow von Daimlers Car2Go und BMWs DriveNow.

Hier mussten die Beteiligten erst einmal eine Notbremsung einlegen.

Hier wird die kritische Notwendigkeit deutlich, bei Anbahnung einer Kooperation

die extra Meile zu gehen und zu prüfen, ob es besser ist, gar

nicht zu kooperieren als schlecht zu kooperieren. Bei drei Fußkranken

hat man eben noch keinen schnellen Läufer, wie einst der geplante, aber

nicht umgesetzte Zusammenschluss der NYSE Euronext Börse mit dem

japanischen TSE belegt.

Prof. Dr.

Carolin

Bock

Fachgebietsleitung

Entrepreneurship, Technische

Universität Darmstadt

Prof.

Dr. Dirk

Schiereck

Mitglied des Aufsichtsrats der

creditshelf AG, Leiter des Fachgebiets

Unternehmensfinanzierung

TU Darmstadt

Kolumne "Das Biereck" 9


Der Mittelstand beweist während

der Coronakrise Durchhaltevermögen

und einen langen Atem.

Aktuell wird die Erholung und

das Wachstum vieler Unternehmen

durch Material- und

Rohstoffknappheit ausgebremst.

Doch Experten sehen bereits für

2022 einen Aufschwung.

AUF KRISE

FOLGT AUF-

SCHWUNG

Die Konjunkturerwartungen mussten für dieses

Jahr nach unten korrigiert werden. So

haben die Wirtschaftsweisen ihre Wachstumsprognose

für das Bruttoinlandsprodukt (BIP)

2021 von 3,1 auf 2,7 Prozent abgesenkt. 1 Die

Bundesregierung benennt in ihrer Herbstprojektion

mit 2,6 Prozent ein ähnliches Wachstum

des BIP. 2 Auch der ifo-Geschaftsklimaindex

ist von 98,9 Punkten im September auf 97,7

Punkte im Oktober gefallen. 3

Lieferengpässe durch weltweite Rohstoffknappheit

Die deutsche Wirtschaft hat derzeit mit einigen

negativen Einflüssen zu kämpfen, die auf das

Wachstum drücken. Ganz oben auf der Agenda

stehen dabei die Engpässe am Beschaffungsmarkt,

unter anderem bei Elektronikbauteilen,

Chips, Holz, Stahl und Kupfer. Auch Magnesium

1. Quelle: www.de.statista.com/statistik/daten/studie/202545/umfrage/

wirtschaftliche-eckdaten-fuer-deutschland-laut-wirtschaftsweisen/#professional

2. Quelle: www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2021/10/

20211027-herbstprojektion-deutsche-wirtschaft-nach-corona-wieder-auf-wachstumspfad.html

3. Quelle: www.ifo.de/node/65790

10

14 | Januar 2022 • creditshelf AG


Trends

droht Mangelware zu werden – der Rohstoff

wird beispielweise für die Aluminium-Produktion

benötigt. Laut Wirtschaftsvereinigung Metalle

(WM) liegt das in der reduzierten Produktion

chinesischer Hersteller begründet. Diese

wollen ihren Energieverbrauch aufgrund der

Klimaschutzziele senken und fahren deshalb

unter anderem die Produktion von Magnesium

zurück. Ungünstig für die deutsche Industrie,

da China 95 Prozent des Bedarfs in Europa

abdeckt. 4

Automobilindustrie im Dauerstress

Die knappen Rohstoffe finden in zahlreichen

Vor- und Endprodukten Anwendung, so dass

sich die Materialkrise durch viele Branchen

zieht: Automobilindustrie, Maschinenbau,

Medizintechnik, Luftfahrt, Möbelindustrie,

Baugewerbe, Verpackungsindustrie sowie

Stahlproduktion. Im Ergebnis können Produkte

nicht hergestellt und Aufträge nicht bearbeitet

werden – Lieferungen verzögern sich. Zudem

lässt der Mangel am Beschaffungsmarkt die

Preise in die Höhe schießen, was wiederum

die Gewinne schmälert. Besonders bei den

Automobilzulieferern sind die Sorgenfalten

laut ifo-Branchenbarometer tiefer: Sie müssen

zusätzlich zur Corona- und Materialkrise einen

massiven Strukturwandel in der Branche bewältigen.

Einige Unternehmen befürchten, mit

dem schnellen Wandel nicht Schritt halten zu

können. Der ifo-Lageindikator lag deshalb im

Oktober bei minus 9,8 Punkten. 5

Konsumnachfrage steigt trotz Inflation

Die vierte Corona-Welle trifft Deutschland mit

voller Wucht. Die Menschen sind unsicher über

den weiteren Pandemieverlauf sowie mögliche

neuerliche Einschränkungen. Steigende Preise

für Gas, Benzin, Strom und Lebensmittel treiben

die Inflation in die Höhe. Dennoch meldete

der GfK-Konsumklimaindex im Oktober eine

steigende Konsumneigung sowie eine rückläufige

Sparneigung. Die Anschaffungsneigung

steigt im Oktober auf 19,4 Punkte und damit

laut GfK zum zweiten Mal in Folge. Erklärt wird

diese Entwicklung mit vorzeitigen Anschaffungen,

weil die Bürger weitere Preissteigerungen

erwarten. 6

Unternehmensnachfolge in der Krise

Abseits von Materialengpässen und Energiewende

treibt den deutschen Mittelstand noch

ein weiteres Thema um, was die gesamte

Volkswirtschaft betrifft: die Nachfolge. Immer

mehr Unternehmer gehen in den Ruhestand,

doch immer weniger Menschen wollen einen

Betrieb gründen oder übernehmen. Wie die

creditreform berichtet, weist der Nachfolgemonitor

der KfW-Bankengruppe seit einigen Jahren

nur rund 70.000 Betriebsübernahmen pro

Jahr aus. Zum Vergleich: Vor zwanzig Jahren

gab es mit 148.000 doppelt so viele Übernahmegründer.

7 Die Coronakrise hat die Situation

noch verschärft, wie das „Nachfolge-Monitoring

Mittelstand“ von KfW Research zeigt: Demnach

hatten 51 % der Unternehmerinnen und

Unternehmer ihre Nachfolgepläne in 2020 auf

Eis gelegt, beispielsweise aufgrund finanzieller

Unsicherheiten und der Fokussierung auf die

Krisenbewältigung. 8 Auch in Sachen Neugründungen

sieht es eher düster aus. Das liegt laut

Creditreform in der alternden Gesellschaft sowie

einer immer geringeren Risikobereitschaft

begründet. 9

Prognosen sehen Besserung in 2022

Ohne die negativen Auswirkungen der Knappheit

am Beschaffungsmarkt stünde der Mittelstand

grundsätzlich gut da: So meldeten bei

der creditreform-Herbstumfrage 38,2 Prozent

der befragten Unternehmen gestiegene Auftragsbestände

(Vorjahr: 23,6 Prozent) und 42,5

Prozent Umsatzsteigerungen (Vorjahr: 25,6

Prozent). Nur noch 12,6 Prozent gaben Umsatzrückgänge

an (Vorjahr: 35,8 Prozent). Zudem

plante zum Umfragezeitpunkt rund die Hälfte

der Befragten ein Investitionsvorhaben. 10

Und wie heißt es immer: Nach dem Tal folgt der

Aufstieg. Für das kommende Jahr prognostizieren

die Wirtschaftsweisen ein Wachstum

von 4,6 Prozent – vorausgesetzt, die Engpässe

gehen zurück und die Pandemie erfordert

nicht noch weitere einschneidende Beschränkungen.

Auch die Bundesregierung hält in ihrer

Herbstprojektion ein Wachstum um 4,1 Prozent

in 2022 für möglich. 11

4. Quelle: www.wvmetalle.de/presse/

5. Quelle: www.ifo.de/node/65898

6. Quelle: www.gfk.com/de/presse/Konsumklima-trotzt-Inflation

7. Quelle: www.creditreform.de/aktuelles-wissen/pressemeldungen-fachbeitraege/news-details/show/

unternehmensnachfolge-lebenswerk-zu-verkaufen

8. Quelle: www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-Fokus-Volkswirtschaft/

Fokus-2020/Fokus-Nr.-308-Nachfolge-Monitoring.pdf

9. Quelle: www.creditreform.de/aktuelles-wissen/pressemeldungen-fachbeitraege/news-details/show/

weniger-mut-als-frueher

10. Quelle: www.creditreform.de/aktuelles-wissen/pressemeldungen-fachbeitraege/news-details/show/

wirtschaftslage-und-finanzierung-im-mittelstand-herbst-2021

11. Quelle: www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2021/10/

20211027-herbstprojektion-deutsche-wirtschaft-nach-corona-wieder-auf-wachstumspfad.html

Trends 11


DIE PANDEMIE

ALS CHANCE

FüR DIE

ORGANISA-

TIONSKULTUR

Die letzten eineinhalb Jahre waren eine extreme Belastungsprobe

und rüttelten bei vielen Organisationen an den Grundfesten.

So waren fast alle Organisationen gezwungen, gewohnte Arbeitsweisen

und -routinen stark anzupassen oder vollständig

aufzugeben. Die Pandemie war das Ende eines bislang tief

verankerten Arbeitsmodells und ein Einschnitt, der bewährte

Routinen und wertvolles Wissen unbrauchbar machte. Die vorhandene

Zeitspanne für die notwendigen Anpassungen kann

aus Organisationsperspektive leicht mit einem Wimpernschlag

verglichen werden.

Wie gut eine Organisation mit der Situation zurechtkam, hing

stark von der vorhandenen Organisationskultur ab. Mit Organisationskultur

ist hier ein Grundverständnis aller Mitglieder

gemeint, das bei der Bewältigung von Problemen und Innovationsaktivitäten

aufgebaut wurde. Die Kultur ist bindend für alle

Organisationsmitglieder, wird an neue Mitglieder weitergegeben

und umfasst rationale und emotionale Elemente. Kern der Kultur

ist ein gemeinsames Werteverständnis. Die Organisationskultur

ist folglich nicht mehr, aber auch nicht weniger als die Identität

oder die Seele einer Organisation.

Diese Identität bestimmte die Stärke der Resilienz von Organisationen

und damit die Fähigkeit, mit der Situation umzugehen.

War beispielsweise Anpassungsfähigkeit bereits Teil der bestehenden

Identität, konnte schnell und angemessen reagiert werden.

Betonte die vorhandene Organisationskultur hingegen die

Bewahrung des Status quo, konnten große Umstellungsschmerzen

die Folge sein, da so nur langsam notwendige Anpassungen

vorgenommen und akzeptiert wurden.

Unabhängig von der Eignung der Kultur gelangten viele Organisationen

nach dem Erreichen eines akzeptablen Arbeitsmodus

an den Punkt, an dem Führungskräfte und Mitarbeiter begannen,

die eigene Organisationskultur kritisch zu hinterfragen. Hatte

sich die Kultur als hinderlich erwiesen, wurden Überlegungen

angestellt, wie man die Kultur anpassen müsste, um in Zukunft

besser reagieren zu können. War die Organisationskultur ein

Schlüssel zur Lösung, stand die Frage im Raum, ob die vorhandene

Kultur auch jetzt noch zukunftsfähig sei.

Selbst jetzt, wo eine Rückkehr in das vorherige Arbeitsmodell

wieder in den Bereich des Möglichen gerückt ist, verschwindet

dieser Gedanke nicht. Schließlich sind die Auswirkungen wie das

hybride Arbeiten und die gewonnenen Erfahrungen auch zukünftig

bestimmend für das Geschehen in Organisationen.

Neben der Eignung der Kultur für die Bewältigung dieser Turbulenz

wirkten die Folgen der Pandemie wie eine Sammellinse auf

mögliche Probleme der vorhandenen Kultur. So nahmen Organisationen

wahr, dass sie eventuell nur bedingt in der Lage sind,

ein Gefühl der Zugehörigkeit herzustellen. Dies konnte sowohl

(potenziell) neue als auch existierende Mitglieder betreffen.

Bei der Integration von neuen Mitgliedern bestand die Unsicherheit,

wie diese zu bewerkstelligen sei. Wie sollten die Personen

Teil des Teams werden und sich auch als solches fühlen.

Organisationen stellten fest, dass es für neue Mitglieder oftmals

keinen strukturierten Einstieg in die Organisation gab, der an den

Werten der Organisation ausgerichtet war und Personen angemessen

sozialisiert. Gab es einen Prozess, war dieser vielleicht

nicht geeignet, um unter Pandemiebedingungen zu greifen. Eine

erfolgreiche Auswahl, Integration und Sozialisation waren dann

eher ein glücklicher Zufall.

In Bezug auf bestehende Mitglieder wurde augenscheinlich, dass

auch hier ein Gefühl der Zugehörigkeit nicht immer geschaffen

wurde. Dychtwald, Erickson und Morison heben beispielsweise

in einem Harvard Business Review-Artikel das Paradoxon

hervor, dass trotz der demografischen Gegebenheiten und

der daraus bekannten Konsequenzen für die Altersstruktur in

Organisationen ältere Menschen in Organisationen häufig (unbewusst)

diskriminiert werden. Manche kommunizierten Werte

der Kultur wirken auf ältere Mitarbeiter befremdlich, da gerade

Qualitäten betont werden, die stereotypisch jüngeren Menschen

Prof. Dr. rer. pol. habil.

Christian W.

Scheiner

Institutsdirektor Universität

zu Lübeck - Institut für

Entrepreneurship und Business Development

12

14 | Januar 2022 • creditshelf AG


Trends

zugesprochen werden. Geschaffene Strukturen der Organisation

bevorzugen zusätzlich die Entwicklung und die Lebenssituationen

jüngerer Mitarbeitender.

Probleme der Organisationskultur traten durch die Pandemie

auch in Bezug auf Eltern zu Tage. Auch bei diesen konnte das

Gefühl der Zugehörigkeit zur Organisation durch die Organisationskultur

geschmälert sein. Bestehende Routinen und Rituale

der Organisation waren vielleicht nur schwer in Einklang mit

dem Familienleben zu bringen. Besprechungen nach 16 Uhr oder

gemeinsame Team-Events in den Abendstunden sind hier nur

sehr einfache Beispiele aus der Vor-Pandemiezeit. Manchmal

verhinderten auch Falschannahmen in Bezug auf die Produktivitätsleistung

von Vätern und Müttern, dass sich diese, gemessen

an ihren tatsächlichen Leistungen, in der Organisation entwickeln

konnten. Stattdessen wurden Personen in Führungspositionen

berufen, die sich schlicht einfacher in den geforderten

Arbeitsrahmen einfügten. Dass hier tatsächlich Falschannahmen

existiert haben können, kann am Beispiel einer großzahligen

Forschungsstudie mit über 9000 Teilnehmenden der Federal

Reserve Bank of St. Louis verdeutlicht werden. In der Studie

wurde über einen Zeitraum von 30 Jahren der Zusammenhang

zwischen Elternschaft und Produktivitätsleistung untersucht.

Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass Väter mit zwei und mehr

Kindern produktiver waren als kinderlose Männer und Väter mit

einem Kind. Bei Müttern waren die Ergebnisse noch eindeutiger.

Mütter wiesen fast über den gesamten Zeitraum eine höhere

Produktivität als kinderlose Frauen auf. Die produktivste Gruppe

waren Mütter mit zwei Kindern. Eine Studie der Beratungsfirma

Valoir kam weiterhin zu dem Ergebnis, dass der Produktivitätsverlust

bei Eltern im Vergleich zu kinderlosen Personen während

der Pandemie im Homeoffice geringer ausfiel.

Auch wenn diese Erkenntnisse um die Unvollständigkeit der

eigenen Organisationskultur im ersten Moment unangenehm

klingen und eine Abwehr- oder Abwertungsreaktion hervorrufen

können, stellen diese Erkenntnisse eine großartige Chance

dar. Führungskräfte und Mitarbeitende können das gewonnene

Wissen nutzen, um eine zukunftsfähige Organisationskultur zu

entwickeln und zu implementieren. Hier empfehle ich, sich mit

vier Fragen selbstkritisch auseinanderzusetzen.

1.

Welche Organisationskultur besitzen wir?

Den Ausgangspunkt bildet die Überprüfung der aktuellen

Kultur; und so einfach diese Frage zu beantworten scheint, so

selten sind sich Personen bewusst, welche Organisationskultur

tatsächlich gegeben ist. Zu leicht kann man glauben, dass die

offizielle und kommunizierte Kultur die gelebte ist. Ein einfacher

Test liefert hier einen guten Hinweis: Fragen Sie Kolleginnen und

Kollegen unvermittelt nach den Werten der Organisation und

beurteilen Sie die Antworten.

3.

Ist die Vermittlung der Werte und der

Kultur noch zeitgemäß?

Auch wenn die Werte- und Kulturvermittlung in der Vergangenheit

ein Erfolgsmodell war, bedeutet dies nicht, dass dies auch

für die Zukunft gilt. Durch die Pandemie wurden Instrumente

geschwächt oder sogar obsolet. Als Beispiel kann hier das Bürolayout

genannt werden. Wenn sich die Mitglieder der Organisation

nur noch selten oder gar nicht mehr am Arbeitsplatz aufhalten,

verliert dieses Instrument an Wert. Vielleicht sind auch die

gewählten Geschichten zur Vermittlung der Kultur nicht mehr

schlagkräftig.

2.

Weist die Organisationskultur (unbewusst)

benachteiligende Elemente auf?

An den genannten Beispielen konnte man sehen, wie schnell

eine etablierte Kultur hinderlich für einzelne Gruppen oder für

die gesamte Organisation sein kann. Man sollte daher die Kultur

mit vielen unterschiedlichen Personen besprechen und sensibel

auf Hinweise achten.

4.

Sind alle Mitglieder der Organisation

angemessen eingebunden?

Das Design der Organisationskultur und ihre Umsetzung können

als ein absolutes Meisterstück gesehen werden. Zum Gelingen

des Meisterstücks braucht man aber sowohl in der Entwicklungs-

als auch der Implementierungsphase alle Personen der

Organisation. Man sollte sich deshalb fragen, ob der Prozess tatsächlich

integrativ und umfassend ist. Ist dies nicht der Fall, läuft

man Gefahr, Wichtiges zu übersehen.

Trends 13


TEAMPLAY

SICHERT

E-SPORTS-

TRANSAKTION

Crossgate steht als Beratungs-Boutique für maßgeschneiderte Lösungen

im Bereich Unternehmensfinanzierung und M&A. Mit creditshelf

befindet sich das Haus bereits länger in partnerschaftlichem Austausch.

Nun zeigt ein gemeinsames Projekt im E-Sports-Bereich, wie

eine effektive Zusammenarbeit von Advisory- und Fintech-Business

aussieht.

Crossgate ist eine unabhängige, partnergeführte

Beratungsgesellschaft mit Fokus auf

die Themen Unternehmensfinanzierung und

-transaktion. „Unsere Leidenschaft sind Unternehmertum,

Technologie und digitalgetriebene

Geschäftsmodelle. Wir sind spezialisiert auf internationale

Transaktionen und haben Investoren

aus den USA, Asien, Lateinamerika und Europa

hinter uns stehen“, sagt Christian Blasberg,

Partner und Gründungsmitglied von Crossgate.

Der studierte Jurist und Betriebswirt begann

seine Karriere als Rechtsanwalt im Bereich

Corporate M&A bei einer amerikanischen

Kanzlei. Später wechselte er in das Investment

Banking und konzentrierte sich hier auf die

Segmente Corporate Finance sowie M&A. Im

Jahr 2014 folgte schließlich die Gründung von

Crossgate mit Hauptsitz in Frankfurt am Main.

Die Advisory-Boutique berät insbesondere Firmen

und deren Gesellschafter im Deep-Tech-,

Digital- sowie Online-Bereich. Der Fokus liegt

dabei auf plattformbasierten Geschäftsmodellen,

die Software als Service anbieten (SaaS).

Hinzu kommen Firmen im Sektor Media und

New Media, CleanTech, Fintech sowie E-Sports

und Gaming.

14

14 | Januar 2022 • creditshelf AG


Aus der Praxis

Advisory-Boutique für den

gesamten Prozess

„Im Rahmen unserer Beratungen bieten wir

einen One-Stop-Shop-Ansatz für Gesellschaften,

die Wachstumskapital einsammeln wollen,

oder für Gesellschafter, die Unternehmen an

Dritte veräußern beziehungsweise ein Unternehmen

erwerben möchten“, sagt Markus

Weigand. Er ist seit zwei Jahren Partner des

Advisory-Unternehmens und bereits über 15

Jahre im Bereich Corporate und Investment

Banking aktiv. Viele Jahre arbeitete Markus

Weigand – selbst in Lateinamerika aufgewachsen

– im Auftrag internationaler Banken mit

Fokus auf den südamerikanischen Kontinent.

Das Beratungsangebot von Crossgate beinhaltet

den Kontakt zu Fremd- und Eigenkapitalinvestoren

sowie sämtliche Dienstleistungen,

die für einen Transaktionsprozess nötig sind.

Dazu gehören unter anderem vollumfängliche

Projektsteuerung, Verhandlungsführung, Unternehmensbewertung,

Dokumentation und

Risikoprüfung.

Kooperation ist der Kern

Um effektiv für Kundinnen und Kunden arbeiten

zu können, kommt es auch auf die richtigen

Partnerschaften an, wie Christian Blasberg

erklärt: „Kooperationen sind der Kern einer erfolgreichen

Beratungstätigkeit, denn niemand

kann alle Teilbereiche eines so komplexen Leistungssegments

abdecken. Daher ist es wichtig,

bei Bedarf Partner mit in die eigenen Transaktionen

zu integrieren. Diese müssen innerhalb

ihrer Nische sehr gut aufgestellt sein und über

die nötigen Erfahrungen verfügen.“ Auf die

creditshelf AG wurden die Berater von Crossgate

durch deren erfolgreich abgeschlossene

Venture-Debt-Finanzierungen aufmerksam.

Das Interesse war geweckt. Der persönliche

Kontakt kam durch Rolf Elgeti, Vorsitzender

des creditshelf-Aufsichtsrats, und den damaligen

CFO Fabian Brügmann zustande.

Die Zusammenarbeit nimmt Fahrt auf

Seither steht Stefan Hnida, Leiter des Partnermanagements

bei creditshelf, in regem

Austausch mit Crossgate. „Ungefähr drei Jahre

sind wir jetzt regelmäßig mit Crossgate in Kontakt.

Es begann mit einem losen Austausch, bei

dem wir viele Überschneidungen festgestellt

haben. Mit der Transaktion um Freaks 4U Gaming

konnte nun ein Projekt realisiert werden,

das den Pfad für die weitere Zusammenarbeit

ebnet“, so Hnida. Dieses Projekt hatte eine in

der internationalen E-Sports-Industrie vielbeachtete

Akquisition zum Inhalt, für welche

gemeinsam eine maßgeschneiderte Akquisitionsfinanzierung

entwickelt wurde.

Das Projekt Freaks 4U Gaming

Freaks 4U Gaming ist ein internationaler Player

im Bereich E-Sports. Das 2011 gegründete Unternehmen

beschäftigt mehr als 200 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter. Neben dem Hauptsitz

in Berlin und einer Niederlassung in Köln betreibt

die Firma auch Standorte in Frankreich,

Taiwan und Serbien. Die Leistungen der

Agentur umfassen unter anderem strategische

Beratung, Event-Management, Communityund

Influencer-Management sowie Produktionen

für TV-Sender und Streamingdienste. Zu

den Kunden zählen beispielsweise die ESL Gaming

GmbH oder große Medienunternehmen

wie ProSiebenSat.1 Media.

Freaks 4U Gaming ist in den letzten Jahren

stark gewachsen. Außerdem ist das Berliner

Unternehmen dabei, seinen internationalen

Rang kontinuierlich auszubauen. Dazu sollte

zuletzt der italienische Wettbewerber ProGaming

Italia (PGI) erworben werden.

Herausforderungen der

Akquisitionsfinanzierung

„Freaks 4U Gaming war ein komplexes Mandat,

bei dem die Akquisition eines Wettbewerbers

mit nachgeschalteter Eigenkapital-Finanzierungsrunde

abzudecken war“, so Christian

Blasberg. Generell sind die Herausforderungen

für Unternehmen wie Freaks 4U Gaming gerade

in Sachen Finanzierung nicht gering: „Bei

der Gaming- und E-Sports-Branche handelt

Kooperationen sind der

Kern einer erfolgreichen

Beratungstätigkeit, denn niemand

kann alle Teilbereiche eines so komplexen

Leistungssegments abdecken.”

Christian Blasberg, Partner und Gründungsmitglied von Crossgate

Aus der Praxis 15


Aus der Praxis

es sich häufig um Unternehmen, die aufgrund

ihres digitalen Geschäftsmodells wenig Sachanlagen

auf der Bilanz halten. Hier besitzen die

Firmen meist nur wenige dingliche Sicherheiten,

beispielsweise Büro-Ausstattung, Patente

oder Softwarelizenzen. Darauf können klassische

Fremdkapitalgeber allerdings nur schwer

eine Finanzierung stützen. Die Zweitverwertung

dieser Vermögenswerte ist kompliziert“,

erklärt Stefan Hnida. Auf klassischem Weg

sei es zudem kaum möglich, Finanzierungen

nur auf Cashflow und Erfolgsprognosen eines

wachsenden Unternehmens zu stützen. „Es

gibt zahlreiche Kunden, bei denen sich die Banken

mit einer Finanzierung sehr schwertun.

Genau hier setzt das Angebot von creditshelf

an: Mit einem dinglich unbesicherten Kredit

und differenzierter Risikoaffinität können wir

Unternehmen oft weiterhelfen“, so Hnida.

Da es bereits gemeinsame Projekte und einen

regen Austausch gab, hatten Christian Blasberg

und sein Team auch beim Mandat Freaks 4U

Gaming früh bei Stefan Hnida angefragt. Dieser

erinnert sich: „Ein schnelles ‚Ja‘ oder ‚Nein‘ ist

für die Planung unserer Kunden und Partner

wichtig. Deshalb gab es von uns nach einer

groben Analyse der Zahlen nach knapp 48

Stunden die erste Einschätzung.“ Und die fiel

positiv aus. Im Verlauf der weiteren Prüfung

bestätigte sich die frühe Prognose: Freaks 4U

Gaming besaß ein attraktives Geschäftsmodell

und creditshelf konnte mit dem gewünschten

Darlehen unterstützen. Die Rückzahlung

würde aus dem Cashflow des Unternehmens

erfolgen.

Lösung in zwei Stufen

Die Zusammenarbeit bei Freaks 4U Gaming ist

ein gutes Beispiel einer hybriden Transaktion:

„creditshelf arrangierte das Akquisitionsdarlehen

für die erste Phase des Projektes. Auf

dieser Grundlage konnte die zweite Phase,

die Finanzierungsrunde, ebenfalls erfolgreich

abgeschlossen werden“, beschreibt Christian

Blasberg das Vorgehen. Dank dieses Ansatzes

hatte die E-Sports-Agentur den nötigen Handlungsspielraum,

um den Vertrag mit PGI eigenständig

zum Abschluss zu bringen. „Durch

die Kooperation mit creditshelf konnten wir

den Finanzierungsbedarf dieses Mandanten

Mit der Transaktion um

Freaks 4U Gaming konnte

nun ein Projekt realisiert werden,

das den Pfad für die weitere Zusammenarbeit

ebnet."

Stefan Hnida, Head of Partner Management, creditshelf AG

decken, der eine einfache, schnelle und digitale

Entscheidung brauchte“, sagt Crossgate-

Partner Markus Weigand. Auch Stefan Hnida

zieht ein positives Resümee: „Crossgate hat

uns mit Freaks 4U Gaming einen neuen Kunden

aus dem E-Sports-Segment vermittelt. Durch

die gemeinsam angestoßene Akquisitionsfinanzierung

konnte dieser seine internationale

Buy-and-build-Strategie weiterverfolgen. Für

uns war es zudem die erste Finanzierung im

Unterhaltungssektor und damit eine spannende

Herausforderung.“

Partnerschaften als Zukunftsmodell

Der Bedarf an Lösungen wie im Fall von

Freaks 4U Gaming wird künftig weiter steigen,

denn durch die beschleunigte Digitalisierung

werden die Geschäftsmodelle und Marktzusammenhänge

immer komplexer. Das

Angebot für alternative Finanzierung wächst

entsprechend mit. Dennoch ist das Hausbankprinzip

in Deutschland stark verwurzelt.

Für Fintechs ist es deshalb immer ein Thema,

potenzielle Kundenunternehmen kennenzulernen

– selbst, wenn Lösungen für Situationen

bereitgestellt werden, die die klassische

Fremdkapitalfinanzierung nicht abdeckt. Deshalb

sind zuverlässige Partner mit entsprechendem

Netzwerk unverzichtbar. „Jedes Unternehmen

hat Berater: vom Steuerexperten

über den Bank- bis hin zum Unternehmensberater.

Diese sind ein wichtiger Zugang für

uns; sie bringen die creditshelf-Lösung in den

Fokus der Unternehmen“, sagt Hnida. Solche

„Argumentationsverstärker“ verstünden das

Finanzierungsmodell und machten es ihren

Mandanten verständlich.

Ein Fintech im Finanzierer-Portfolio zu haben,

kann aber auch für das Beratungsunternehmen

ein wichtiger USP sein – dann nämlich,

wenn die Lösung den Mandanten bei spezifischen

Bedürfnissen einen Mehrwert bietet.

„Für uns sind vor allem hybride Finanzierungs-

Projekte interessant, wo es eine Eigen- sowie

eine Fremdkapitalkomponente gibt. Wann

immer wir eine solche Situation vorfinden, beziehen

wir creditshelf als möglichen Venture-

Debt- und Fremdkapital-Experten mit ein“,

sagt Christian Blasberg. Crossgate steht daher

permanent im Austausch mit Stefan Hnida und

seinem Team – das nächste Projekt ist wohl nur

eine Frage der Zeit.

Mehr zu Crossgate Corporate Finance: www.crossgate.com

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14 | Januar 2022 • creditshelf AG


Blick hinter die Kulissen

FINTECH AUF

AUGENHöHE MIT

DER BANK

creditshelf arbeitet bereits mit mehreren Bankpartnern in

Deutschland zusammen, ist mit einer Vielzahl weiterer im Dialog.

Wie profitieren beide Seiten voneinander und warum sind Fintechs

für Banken heute unverzichtbar?

„Die Digitalisierung hat durch Corona einen

deutlich größeren Stellenwert bei den Banken

erhalten“, weiß Sebastian Seibold, Head

of Business Development von creditshelf. Als

Beispiel nennt er die KfW-Schnellkredite als

Corona-Hilfe für Unternehmen: Diese mussten

in kurzer Zeit durchgeleitet werden. Die Banken

hatten dafür jedoch keine digitale Lösung,

sondern mussten Hunderte von Anträgen händisch

bearbeiten. Schnell reifte die Erkenntnis:

Im KMU-Geschäft ist Automatisierung dringend

nötig!

Wie das geht, machen creditshelf und andere

Fintechs der Finanzbranche seit geraumer Zeit

vor. Die von ihnen entwickelten digitalisierten

und zu großen Teilen automatisierten Prozesse

sind in der Antragsbearbeitung schneller, effizienter

und genauer. Und so macht creditshelf

den Banken seit mehr als fünf Jahren das

Angebot, in das hochgranulare KMU-Portfolio

zu investieren, also in das Geschäft mit vielen

kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Parallel nennen immer mehr Banken creditshelf

als Netzwerk-Partner, wenn sie selbst das

Kreditgeschäft nicht abwickeln können wegen

Unternehmensgröße, Finanzierungsvolumen,

Bonität, Rating oder fehlenden Sicherheiten:

„Für die Bank ist diese Empfehlung zum einen

ein Werkzeug zur Kundenbindung, andererseits

erhält sie von uns eine Einmal-Provision“,

erläutert Sebastian Seibold.

Zusammenspiel von Fintech und Bank

Wie multidimensional das Zusammenspiel von

Fintech und Banken ist, wird bei genauerer Betrachtung

deutlich: Geschäftsbanken, Sparkassen

sowie Volks- und Raiffeisenbanken führen

creditshelf Kunden zu, deren konkreten Finanzierungswunsch

sie selbst nicht oder nur zum

Teil bedienen können. Banken können darüber

hinaus ihre Kreditanalyse an creditshelf auslagern

oder die Risikoanalyse-Tools direkt in ihr

eigenes System integrieren. Daneben stehen

die Bankpartner als Refinanzierer und für das

Kreditgeschäft von creditshelf und anderen

Fintechs parat. „Die Gespräche zur Geschäftsanbahnung

mit Banken sind immer relativ lang,

schließlich will man sich gut kennenlernen“,

betont Sebastian Seibold. „Der eigentliche

Prozess des Onboardings, also der Neuproduktprozess,

hingegen benötigt meist weniger

als drei Monate, da wir für eine klassische Vertriebspartnerschaft

kein IT-Projekt aufsetzen

und auch keine Schnittstellen programmieren

müssen. Bei einer tieferen Integration sähe das

anders aus, aber auch da sind wir agil.“

Suchte früher creditshelf den Kontakt zu den

Banken, kommen diese mittlerweile aktiv auf

das Fintech zu. Denn am Pionier und Marktführer

digitaler Finanzierungsplattformen

führt mittlerweile kaum ein Weg vorbei. Sebastian

Seibold ist sich sicher: „Banken innovieren

selten aus sich heraus, sie brauchen externe

Impulse oder Leute, die etwas von innovativen

Technologien verstehen, um Hebel in Bewegung

zu setzen.“ So suchen sich Banken vielfach

Fintechs als Technologiepartner. Fintechs

wiederum nutzen diese Nähe, um vom Kundenportfolio

der Banken zu profitieren.

Banken lernen heute von creditshelf

Sebastian Seibold: „Bei creditshelf haben wir

die komfortable Situation, dass hier die Gründer

und Manager von Haus aus Banker mit solidem

Lebenslauf sind, was die Reputation bei

den Banken erhöht.“ Streng genommen seien

die creditshelf-Manager atypische Banker, da

sie umgedacht haben und stark auf Technologie

setzen. „Heute lernen etliche Banken von

creditshelf, denn hier stehen Innovationsfähigkeit,

Technologieaffinität und Digitalisierung im

Mittelpunkt des Geschäfts.“ Damit kann creditshelf

der externe Innovationsmotor für die

Banken sein, der ihnen die die „Fear of missing

out“ nimmt – also die Angst, ein spannendes

Thema zu verpassen.

Blick hinter die Kulissen 17


DIGITALE

FITNESS

FüR FüH-

RUNGS-

KRäFTE IN

DER NEUEN

HYBRIDEN

ARBEITS-

WELT.

Von der digitalen

Couchpotato zum

digitalen Sprinter

Interaktive Tastings wie

virtuelles Schoko-Tasting

oder virtuelles Gin- oder

Wein-Tasting

Interaktiver Songslam

• www.gather.town

• www.cg-events.de/

virtuelle-teamevents

• www.spielgestalter.de/

virtuelle-events

Virtuelles Lernen mit der creditshelf Academy

Virtuelle Kaffee-

Ecke als permanente

virtuelle

Einrichtung – ggf.

auch auf Slack als

Channel

Es bietet sich auch

für Firmen an, eine

virtuelle Kaffeeecke

im Intranet zu

kreieren, damit die

Remote-Mitarbeiter

auch jederzeit

die Chance aufs

Netzwerken haben.

Ein mögliches

Tool dafür ist z. B.

Wonder.

Früher gab es bei creditshelf auch wöchentliche Finance

classes in den Abendstunden. Die könnte man wieder

aufleben lassen. Zudem haben Mitarbeiter ihr Wissen in den

„Brown Bag Lunches” oder auch in den Happy Hours geteilt.

Unser damaliger CTO Nico Bleh hat eine Kampfsportsession

angeboten, unser Investor Relations Manager Maximilian

Franz trainierte Taekwando und Maria Mazur aus der IT übte

die Teamkollegen im Acryl malen. Das Marketing zeigte Tipps

und Tricks aus der Social-Media-Kiste.

www.gather.town

Die digitale Transformation der Businesswelt

erhöht stetig den Druck auf

Führungskräfte. In dem Buch „Digitale

Fitness für Führungskräfte“ zeigen Dr.

Gerald Lembke und Nadine Soyez Tools

& Event- sowie Motivationsideen für das

hybride Arbeiten im New-Work-Zeitalter.

Sie geben Teambuilding-Anregungen in

der Corona-Zeit und zeigen Führungskräften, wie

sie ihre Mitarbeiter ins neue Zeitalter führen.

Agiles Arbeiten erfordert es, Altes loszulassen und Neues

zu wagen, Komplexität zu beherrschen und bessere und

schnellere Entscheidungen herbeizuführen. Es wird immer

wichtiger Selbstorganisation in hybriden Teams zu fördern

und mit Kontrollverlust umzugehen. Im digitalen Zeitalter ist

ein kooperativer Führungsstil gefragt, der Mitarbeiter einbindet

und selbstorganisiertes Arbeiten und Mitsprache fördert.

Digitale Fitness für Führungskräfte ist somit der erfolgreiche

Umgang mit den organisatorischen Herausforderungen der

Digitalisierung und dem Wertewandel der Arbeitskultur.

New to the Crew

Immer wenn ein Teammitglied neu in der Crew ist, kann man

das „New to the Crew Quiz“ anbieten. Das bietet den neuen

Mitarbeitern die Möglichkeit sich untereinander, aber auch

das Unternehmen kennenzulernen – auch in Zeiten von Kontaktbeschränkung

und Videokonferenzen. Bei diesem Event

werden die Teilnehmenden zu Kandidaten einer virtuellen

Quizshow und haben die Möglichkeit sich virtuell kennenzulernen.

Innerhalb einer Videokonferenz wird das Quiz vom

charmanten Quizmaster moderiert. Simultan stimmen die

Teilnehmer zu den Fragen aus Musik, Film, Fernsehen und

den persönlichen Interessen über ihr Handy ab.

www.spielgestalter.de/virtuelle-events/

18

Nº Nº 14 14 | Januar | 2022 • creditshelf • AG AG


Impulse

Virtual oder Art Night

Im Rahmen einer Virtual oder Art Night hat man die

Möglichkeit zu zeichnen, zu malen und zu gestalten. Solche

Events sind gute Möglichkeiten für das Wir-Gefühl. Sie bringen

lustige, spannende Momente und verbinden Mitarbeiter

im isolierten Arbeitsalltag. Mit einer Virtual oder Art Night

können Mitarbeiter den Künstler in sich entdecken.

In nur zwei Stunden wird ein Kunstwerk gemeinsam gemalt.

Ein Profi führt uns virtuell durch alle Schritte. Das Kunstwerk

kann auch in der Firma aufgehängt werden.

www.groupnight.de/artnight

Quelle: Digitale Fitness für Führungskräfte, S. 149

Online-Krimi-Dinner

Wie auch im wahren

Leben darf natürlich ein

Krimi-Dinner nicht in dem

Entertainment-Programm

fehlen. Die Spielehersteller

haben sich 2020 darauf

eingestellt und Apps und

Online-Tools dafür kreiert.

Jeder schlüpft in eine Rolle

und man löst gemeinsam

einen Kriminalfall.

Firmen-Kochkurse

Das Management

kocht aus dem

Wohnzimmer.

Alternativ können

solche Kurse auch

gebucht werden.

Meilenstein-

Events und Videos

Employee Dates oder

Mystery Lunches

Im Rahmen von Mystery

Lunches verdatet man

seine Mitarbeiter. Eine gute

Anregung, um über Gott

und die Welt zu plaudern

oder auch einem vom

Unternehmen vordefinierten

Fragenkatalog zu folgen.

Gleichgesinnte können sich

so im Team finden und

Mitarbeiter können sich

besser kennenlernen.

Quelle: Digitale Fitness für Führungskräfte, S. 150

Virtuelle

Karnevalparty

Im Saus und Braus

wird's närrisch jetzt

in jedem Haus. Mit

vielen interaktiven

Teamspielen,

humorvoller

Moderation oder

auch Fasnetsmukke

rocken wir die

Homeoffice-Bühne.

www.cg-events.

de/virtuelleteamevents

Blockbuster

online

Ein virtueller

Filmdreh als

Online-Team-Event

ist auch zu empfehlen.

Gemeinsam

mit den Kollegen

stimmt man das

Drehbuch ab und

macht dann bei

einem Film mit.

www.spielgestalter.

de/teamevents/

blockbuster-online

Sportchallenges wie

Walktobers oder

Runningmarch?

Als sportliches Unternehmen

bieten sich Sportchallenges

an:

z.B.

Walktober - wer schafft

die meisten Schritte im

Oktober?

Runningmarch - wer rennt

die meisten Kilometer im

März?

Casino-Night

Gerne können wir auch

einen weiteren Raum

anbieten mit Casino-Night.

Damit auch Tanzmuffel auf

ihre Kosten kommen.

www.cg-events.de/

virtuelle-teamevents

Gesundheits- und Wellness-Aktivitäten

Virtuelle Party mit DJ

100 Millionen

Kreditvolumen ist

für creditshelf doch

ein großer Step

und das Erreichen

eines schönen

Meilensteins. Das

Durchbrechen der

100-Millionen-Kreditvolumen-Grenze

ist ein großes

Event.

Früher gab es Yoga-Sessions, welche unsere damalige

Personalchefin einmal pro Woche in der Firma angeboten

hat. Diese sportliche Betätigung kann man als Unternehmen

heute leicht digital wieder aufleben lassen und die Sessions

virtuell anbieten.

Weitere Anregungen sind Atemworkshops oder Achtsamkeitsworkshops.

Körperliche und mentale Gesundheit sind

die Basis eines jeden Erfolgs.

• www.worldofyoga.de

• www.market.heycater.com

• www.virtualteamheroes.de

Da lassen wir es so richtig krachen und laden zur virtuellen

Party mit Profi-DJ Tony P. Gemeinsam vor den Bildschirmen

grooven und mit Kollegen Spaß haben ist hier angesagt.

www.virtuelle-weihnachtsfeier.de

Impulse 19


REALWIRT-

SCHAFT UND

KAPITALMARKT

DURCH TECHNO-

LOGIE DIREKT

VERBINDEN

Das Berliner Fintech CrossLend betreibt eine Plattform für Kreditgeber und institutionelle

Investoren. Sie ermöglicht die effiziente Abwicklung von Transaktionen

zur Refinanzierung durch den Kapitalmarkt. Dazu werden beispielsweise reale

Assets wie Kredite in digitale Assets transformiert. Als Kooperationspartner profitiert

so auch creditshelf von einem erweiterten und standardisierten Zugang zum

Kapitalmarkt.

„Uns geht es um den Brückenbau zwischen Realwirtschaft und

Kapitalmarkt. Wir wollen eine direktere, effizientere Refinanzierung

auf der einen Seite mit aussichtsreichen Anlagemöglichkeiten

für Investoren auf der anderen Seite verbinden. Zu

diesem Zweck betreiben wir unsere Plattform basierend auf den

von uns entwickelten Technologien. Dadurch ermöglichen wir

auch gänzlich neue Geschäftsmodelle“, beschreibt COO Marco

Hinz die CrossLend-Mission. Gegründet wurde

das Fintech 2014. Durch eine Reihe von Finanzierungsrunden,

strategische Partner und

eine positive Geschäftsentwicklung konnte

das Unternehmen seither intensiv wachsen.

Heute zählt CrossLend sechs Standorte: Wien,

Lissabon, Berlin, Luxemburg, Frankfurt und

20

14 | Januar 2022 • creditshelf AG


Aus der Praxis

London. Über 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

aus knapp 30 Nationen arbeiten für das

Fintech. Sie alle entstammen, Hinz zufolge,

finanzmarktnahen Industrien und bringen den

passenden Erfahrungsschatz aus Technologieunternehmen,

Versicherungen, Banken,

Rating-Agenturen oder Investmentfirmen

mit. „Daneben sind unsere Kunden und Partner

in zwei zentralen Bereichen beheimatet.

Auf der einen Seite haben wir die Finanzierer:

von Banken über Kreditplattformen bis hin zu

Factoring-Unternehmen. Die andere wichtige

Zielgruppe sind institutionelle Investoren, die

europaweit nach Investitionsmöglichkeiten

suchen – Banken, Versicherungen, Pensionskassen,

Versorgungswerke, Asset Manager und

andere“, erklärt Marco Hinz.

Zugelassener und beaufsichtigter

Emittent

CrossLend hat Zulassungsverfahren unterschiedlicher

europäischer Regulatoren durchlaufen.

Seit 2016 besitzt das Fintech etwa eine

Lizenz der CSSF, also der Aufsichtskommission

des Finanzsektors in Luxemburg. Seit 2020

stehen die Berliner zudem unter der Aufsicht

der BaFin. Bedingt durch den Brexit läuft gerade

ein Antragsverfahren bei der FCA, der unabhängigen

Finanzaufsichtsbehörde des Vereinigten

Königreichs in London. Bis zu dessen

Abschluss kann das Unternehmen allerdings

bereits eine temporäre Zulassung nutzen.

Dadurch ist CrossLend in der Lage, europaweit

Wertpapiere anzubieten – eine zentrale

Voraussetzung für das Geschäftsmodell des

Fintechs.

End-to-end-Lösung

Das Angebot von CrossLend erleichtert Kreditgebern

die Interaktion mit dem Kapitalmarkt

auf unterschiedlichen Ebenen. So stellt Cross-

Lend mit seiner digitalen Plattform einerseits

die nötige Infrastruktur bereit, um beispielsweise

Kreditdaten zu erfassen, aufzubereiten

und zu validieren. Das hilft etwa beim Erstellen

von Cashflow-Modellen, Asset-Bewertungen

oder dem Monitoring und Reporting von Investments.

Über die Plattform rücken Kreditgeber

und Investoren näher zusammen. Die

Interaktionen werden so deutlich vereinfacht

und standardisiert. Dank seiner Lizenzen kann

CrossLend Wertpapiere, in der Regel in Form

von Inhaberschuldverschreibungen, herausgeben.

Diese können von Investoren anschließend

erworben werden. Der COO erklärt, was

die Securitisation as a Service so praktikabel

macht: „Institutionelle Investoren besitzen

meist nur begrenzte Ressourcen und auch

nicht die nötigen Technologien oder Prozesse,

um sich mit den Detailaspekten, die hinter

komplexen Assets stehen, zu beschäftigen.

Beispiel Factoring: Hier betragen die Laufzeiten

oft nur 30 oder 40 Tage, daher ist die Umschlagsgeschwindigkeit

der Forderungen sehr hoch. Investoren wollen in so einem Fall

ein übersichtliches, leicht zu handhabendes Finanzinstrument

besitzen. Genau so ein Produkt erzeugen wir und kümmern uns

um alles, was dieser Struktur an Komplexität zugrunde liegt.“

CrossLend bietet somit modulare Lösungen für Kapitalmarkttransaktionen.

Kundinnen und Kunden können aus diesen Produkten

wählen, was sie benötigen: nur die Datenservices, den

Marktplatz, die Verbriefung oder gleich den gesamten Prozess.

Brückenbauer trifft Mittelstandsfinanzierer

Da sich CrossLend als Infrastrukturanbieter und Brückenbauer

zwischen Kreditgebern und Investoren versteht, sind Kooperationen

essenzieller Bestandteil des Geschäftsmodells. Die Zusammenarbeit

mit creditshelf begann 2018. „Eine Bank wollte damals

über die Kreditplattform in den Mittelstand investieren. Das

Haus war auf der Suche nach einer effektiven und regulatorisch

passenden Möglichkeit. Eine Verbriefung erschien aussichtsreich

– wir kamen ins Spiel und entwarfen gemeinsam mit creditshelf

ein passendes Setup für die Bank“, erinnert sich Marco Hinz.

Die Verbriefung steht bei der Kooperation mit creditshelf seither

im Zentrum. Sie ermöglicht es Investoren, das Angebot von

creditshelf nach individuellen Kriterien zu nutzen. „Unser Partner

CrossLend tritt, vereinfacht gesagt, wie ein regulärer Investor auf

unserer Plattform auf. Mit dem zentralen Unterschied, dass er

kein eigenes Geld bewegt, sondern wiederum eine Reihe institutioneller

Investoren hinter sich hat. Die von uns arrangierten

Uns geht es um den

Brückenbau zwischen Realwirtschaft

und Kapitalmarkt.“

Marco Hinz , COO, CrossLend GmbH

Daniel Bartsch, Marco Hinz und Oliver Schimek (CEO, CrossLend)

Aus der Praxis 21


Aus der Praxis

Durch seine maßgeschneiderten

Produkte

erleichtert CrossLend institutionellen

Investoren den Zugang zu

unserem Angebot zusätzlich."

Dr. Daniel Bartsch, Co-Gründer und Vorstand, creditshelf AG

Kredite werden von CrossLend in Wertpapiere

umgewandelt und für die Investoren verwaltet.

Dadurch steht uns eine breitere Basis und ein

breiterer Schnitt an Geldmitteln zur Verfügung“,

erklärt Dr. Daniel Bartsch, Gründungsmitglied

und COO von creditshelf.

Vehikel für Investoren

CrossLend schafft damit eine weitere Möglichkeit,

KMU über creditshelf bei ihrer Finanzierung

zu unterstützen. Institutionelle Geldgeber

können direkt über die Plattform in die

Mittelstandskredite investieren, die über einen

Bieterprozess bereitgestellt werden. Oder sie

zahlen über den von creditshelf aufgesetzten

Fonds in den Durchschnitt der arrangierten

Kredite ein. Außerdem können Investoren über

besagte, von CrossLend emittierte Wertpapiere

investieren. „Diese Option kann aus regulatorischen

oder prozessbedingten Gründen erforderlich

werden. Wir hatten beispielsweise den

Fall einer ausländischen Bank, die in deutsche

KMU-Kredite investieren wollte, was mit unserer

gemeinsamen Lösung möglich wurde“, so

Marco Hinz. Gerade für internationale Investoren,

die in den hiesigen Mittelstand anlegen

möchten, sei creditshelf eine nützliche Plattform.

Dafür spreche die Bandbreite an Investitionsvolumen

und die Qualität der Investments.

Hinzu kämen die intensiv gepflegten Partnerschaften

zu etablierten Bankhäusern.

Gelebtes Miteinander im Ökosystem

Aufseiten von creditshelf wird die Zusammenarbeit

ebenfalls geschätzt: „Durch seine maßgeschneiderten

Produkte erleichtert Cross-

Lend institutionellen Investoren den Zugang zu

unserem Angebot zusätzlich. Dadurch haben

wir eine breitere Basis an Geldgebern und einen

weiteren Kanal an Mitteln, um mittelständischen

Unternehmen zu einer Finanzierung

zu verhelfen“, so Dr. Bartsch. Für den creditshelf-Mitbegründer

ist die Zusammenarbeit

mit anderen Unternehmen ein Grundpfeiler

der Fintech-Idee: „Kooperationen sind ein zentraler

Bestandteil unseres Geschäftsprinzips.

Wir haben creditshelf von Anfang an als Teil

eines Ökosystems verstanden. Entsprechend

pflegen wir heute Partnerschaften in allen

Bereichen: In der Kundenakquise arbeiten wir

mit Unternehmensberatern, Anwälten, Wirtschaftsprüfern

und Banken zusammen. Wir

freuen uns außerdem, namhafte Partner wie

den Europäischen Investitionsfonds an unserer

Seite zu wissen und sind stets an der Zusammenarbeit

mit innovativen Marktteilnehmern

wie CrossLend interessiert.“ Nur über solche

fruchtbaren Kollaborationen könne der Kreditbedarf

des deutschen Mittelstands auf Dauer

gedeckt werden.

Next Step: zentrale Standards

Die gemeinsame Arbeit der beiden Fintechs

zeigt, wie effektiv Finanzierer bereits heute

kooperieren und welchen Nutzen dies auf allen

Seiten bringt. Dennoch steht die Branche

noch vor zahlreichen Herausforderungen. Dies

hat in vielen Teilen mit einer schleppenden

Digitalisierung zu tun – etwa, wenn es um die

Standardisierung von Daten und Prozessen

geht. Um die Entwicklung weiter voranzubringen,

sind sowohl CrossLend als auch creditshelf

neben ihrer operativen Zusammenarbeit im

Verband deutscher Kreditplattformen aktiv.

Diese Interessenvertretung setzt sich unter

anderem für Branchenstandards bei Risikoprozessen,

Rechtsauffassungen und Daten

ein. „Aktuell bremsen uns noch große Hürden

aus. Beispielsweise verbringen wir, gerade bei

grenzüberschreitenden Kapitalmarkttransaktionen,

oft bis zu 80 Prozent der Zeit mit dem

Daten-Onboarding oder dem Klären regulatorischer

Rahmenbedingungen“, sensibilisiert

Marco Hinz. Gelänge hier eine Standardisierung

und könnten Medienbrüche minimiert werden,

ließen sich große Potenziale heben: schnellere

Prozesse, eine höhere Qualität der Informationen

und damit eine noch effektivere Abstimmung

zwischen Kreditgebern und Investoren.

Das würde auch den kreditsuchenden Unternehmen

zugutekommen. CrossLend und creditshelf

wollen ihre Partnerschaft in jedem Fall

weiter ausbauen und vertiefen.

Mehr über CrossLend: www.crosslend.com

22

14 | Januar 2022 • creditshelf AG


Impulse

#STATION PODCAST

Der STATION Podcast “Deal Insider” wurde im Januar 2021

gelaunched. Mit diesem Podcast bietet STATION einen Blick

hinter die Kulissen der großen Deals aus der Region. GründerInnen

berichten von ihren Erfahrungen und Herausforderungen

während Fundingrunden. Kompakt und für Zuhörer

auf den Punkt gebracht.

Zu Gast waren bereits Marco Adelt (Clark), Marc Dassler

(Energy Robotics), Daniel Zacharias (Sdui), Michael Grupp

(Bryter), Petra Kaul (Palturai) sowie Johannes Laub (Crowd-

Desk umbenannt in portagon). Immer mehr Startups aus der

Region schließen erfolgreich große Finanzierungsrunden ab.

Dies zeigt eine sehr erfreuliche Entwicklung.

INSPIRATIONS-

QUELLE PODCAST

Der Podcast ist das am stärksten wachsende Medium, der Konsum

steigt stetig. Zurecht, denn die Vorteile liegen auf der Hand: Neuigkeiten

lassen sich quasi überall konsumieren, ob in der Bahn, im

Auto oder beim Sport. Die Angebote sind vielfältig und für nahezu

jeden Themenbereich lassen sich Formate finden. In dieser Rubrik

stellen wir Ihnen wegweisende Podcasts aus der Finanzwelt vor.

#WHAT'S UP CORPORATE FINANCE

„What’s up, Corporate Finance?" ist der Podcast für alle

Corporate-Finance-Fans! Alle zwei Wochen, immer freitags,

analysieren die beiden Finanzjournalisten Philipp Habdank

und Bastian Frien zusammen mit spannenden Persönlichkeiten

Themen rund um Private Equity & Debt, Corporate & Investmentbanking,

M&A und Restrukturierung. Analytisch und

unterhaltsam werfen wir ein Schlaglicht auf den Corporateund

Leveraged-Finance-Markt, spüren und bohren Trends

auf und geben dem Nachwuchs Einblicke in eine erfolgreiche

Corporate-Finance-Karriere. Jetzt folgen!

#FINCAST

„FinCast“ ist ein Podcast von digital kompakt: Disruption im

Payment- und Banking-Sektor – und wo bist du? Durch die

Digitalisierung entstehen rasant innovative und effiziente

Geschäftsmodelle, neue Technologien mischen den Finanzsektor

auf. Mit dem FinTech-Podcast „FinCast” ist man in der

Branche immer up to date, egal ob aktuelle technologische

Entwicklungen oder neue Geschäftsmodelle.

#DIGITAL DUMP!

Bei Digital Dump! erkunden Kate Pohl und ihr Partner Steven

Batiste die Welt der Technologie. Sie wollen die Technologie

entmystifizieren und das Komplexe transparent und leicht

verständlich machen - nicht nur für die Nerds, sondern für

JEDEN. Jede Woche erforschen Techno Wizard Steven und

auch Kate die Facetten der Technologie. Sie versuchen, neue

Konzepte für ALLE verständlich und einfach zu machen.

Impulse 23


RüCK-

BLICK

FIRMENKREDITE 4.0

AM 02.09.2021

Nachgefragt bei Unternehmerinnen

und Unternehmern: SRK Systems

GmbH

Unser Referent:

• Robert Kleinschmidt, Geschäftsführer,

SRK Systems GmbH

Unsere Moderatoren:

• Richard Heller, Leiter Firmenkunden,

creditshelf AG

• Carolin Offergeld, Firmenkundenbetreuerin,

creditshelf AG

DEALSOURCING

AM 16.09.2021

DEALSOURCING ist eine Event-

Plattform, die mit ihrem Programm

und Networkingelementen an

sämtliche Akteure der Corporate

Finance Community adressiert.

www. finance-thinktank.de/events/

dealsourcing-2021/

AFTERWORK TALK

AM 21.09.2021

Digitale Fitness für

Führungskräfte

Unsere Referenten:

• Dr. Gerald Lembke, Hochschullehrer,

Vortragsredner, Business-

Coach, Autor, Podcaster

• Bloggerin Nadine Soyez,

Management Consultant

Virtualteamheroes.de

Unser Moderator:

• Richard Heller, Leiter Firmenkunden,

creditshelf AG

FIRMENKREDITE 4.0

AM 16.09.2021

Nachgefragt bei Unternehmerinnen

und Unternehmern: Landhaus

Teigwaren Müller

Unsere Referenten:

• Carsten Schütz, CFO, Landhaus

Teigwaren Müller GmbH & Co. KG

• Reinhold Müller, GF, Landhaus

Teigwaren Müller GmbH & Co. KG

• Hannes Lückstädt, Risk Manager,

creditshelf AG

Unsere Moderatoren:

• Richard Heller, Leiter Firmenkunden,

creditshelf AG

FIRMENKREDITE 4.0

AM 07.10.2021

Nachgefragt bei Unternehmerinnen

und Unternehmern: sonoro Audio

Unser Referent:

• Marcell Faller, Geschäftsführer

sonoro audio GmbH

Unsere Moderatoren:

• Richard Heller, Leiter Firmenkunden,

creditshelf AG

• Stefan Hnida, Leiter Partnermanagement,

creditshelf AG

FORUM PETER HERTWECK

VOM 21-22.10.21

Nachfolge – Finanzierung –

Vermögen

Mit:

• Richard Heller, Leiter Firmenkunden

creditshelf AG

• Stefan Hnida, Leiter Partnermanagement,

creditshelf AG

• Carolin Offergeld, Senior Firmenkundenbetreuerin,

creditshelf AG

Der Treffpunkt für Unternehmer,

Nachfolger, Investoren und strategisches

Wachstum. Austausch auf

Augenhöhe, Begleitung und Beratung

bei strategischem Wachstum sowie

Praxisbeispiele und herausragende

Referenten-Persönlichkeiten.

www.peter-hertweck-forum.de

24

14 | Januar 2022 • creditshelf AG


Termine

HUT – 30. HESSISCHER

UNTERNEHMERTAG

AM 26.10.2021

Das Spitzentreffen der hessischen

Wirtschaft und der Vereinigung der

hessischen Unternehmerverbände

Mit:

• Richard Heller, Leiter Firmenkunden

creditshelf AG

• Stefan Hnida, Leiter Partnermanagement,

creditshelf AG

• Maximilian Wagner, Partnermanager,

creditshelf AG

Am 26. Oktober startet der 30.

Hessische Unternehmertag und

creditshelf ist am Start. Das Zusammentreffen

von Wirtschaft und

Politik stärkt den Standort und seine

Akteure. Hessen gehört mit einem

seit 10 Jahren wachsenden BIP von

mittlerweile fast 300 Mrd. EUR zu

den wirtschaftlich erfolgreichsten

Bundesländern in Deutschland.

Besonders die Industrie-Branchen

Chemie+Pharma, Metall+Elektro,

Automobil+Maschinenbau sowie Finanzdienstleistungen

sind starke Anker

für die Wirtschaft. 250.000 SME

bilden das Rückgrat der hessischen

Wirtschaft. Über 1.000 Entscheider

treffen sich jährlich im Kurhaus in

Wiesbaden. Der HUT ist die Plattform

für Austausch und Visibilität in der

Entscheidercommunity in Hessen.

www.vhu.de/newsroom/

veranstaltungskalender/30-

hessischer-unternehmertag.html

FINANZ-TALK DIGITAL

AM 09.11.2021

"Aktuelle Entwicklungen an den

Devisenmärkten –

Was Sie jetzt wissen müssen -

second edition"

Unsere Referenten:

• Mark Elser, Country Head Germany,

iBanFirst

• Stefan Hnida, Leiter Partnermanagement,

creditshelf AG

www.creditshelf.com/finanz-talkdigital-entwicklungdevisenmaerkte-2

INFOR-

MIEREN

NETZ-

WERKEN

FINAN-

ZIEREN

Wenn sich ein Produkt oder eine Dienstleistung

am Markt etabliert hat, wollen Unternehmen

häufig wachsen. Marktanteile und Kapazitäten

sollen ausgebaut werden. Nur in wenigen Fällen

kann die Wachstumsfinanzierung aus eigenen

liquiden Mitteln finanziert werden – erst recht,

wenn diese in Zeiten der Pandemie in die Aufrechterhaltung

der Geschäftstätigkeit fließen.

Bei unseren Online-Seminaren, Messeauftritten

und digitalen Veranstaltungen berichten

unsere Kundenberater über die Möglichkeiten

der creditshelf-Wachstumsfinanzierung. Wir

laden Sie herzlich ein, bei den folgenden Events

dabei zu sein.

EIGENE

VERANSTALTUNGEN

Aufgrund der aktuellen Lage sind

Finanz-Talks, Finanz-Talks Digital,

Lunch and Learns sowie Afterwork

Talks – auch mit Videos – tagesaktuell

zu finden unter:

I www.creditshelf.com/events

I www.creditshelf.com/onlineseminar-archiv

Termine 25


MEINUNG

HABEN,

MEINUNG

Dr. Gero Kalt,

Geschäftsführer F.A.Z.-

Institut für Management-,

Markt- und Medieninformationen

GmbH, Herausgeber

Fachmagazin „Verantwortung“

Lassen sich Nachhaltigkeit und unternehmerischer

Erfolg verbinden?

Ein gravierender Umbau von Wirtschaft und

Gesellschaft ist im Gange. Wirtschaftlicher Erfolg

wird künftig unter anderen Voraussetzungen

erwirtschaftet werden müssen. Wie hängen nachhaltiges

Handeln und Geschäftserfolg zusammen?

Was bedeutet „Responsible Leadership“ heute?

Mit diesen und vielen anderen Fragestellungen aus

dem CSR-Bereich setzen wir uns bei der Initiative

„Verantwortung“ auseinander.

„Verantwortung“ ist eine dauerhaft angelegte

Aktivität der F.A.Z.-Gruppe und ein Netzwerk mit

diversen Plattformen für rund 10.000 Entscheider

aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Wir

möchten zeigen, dass unternehmerischer Erfolg

und Nachhaltigkeit keine Gegensätze sind. Gemeinsam

mit unseren Partnern demonstrieren wir an

erfolgreichen Beispielprojekten, dass Verantwortung

bereits heute erfolgreiche Unternehmenspraxis ist,

und möchten andere Unternehmen motivieren, die

Chancen zu erkennen und ebenfalls anzugehen. Die

Initiative bietet interessierten Personen kontinuierlich

Informations- und Networking-Plattformen

an. Dazu zählen: Magazin-Newsletter, internationale

Konferenzen, Roundtable, Workshops, Webinare

sowie zahlreiche digitale Plattformen.

TEILEN

Fachexperten sprechen über brandaktuelle

Themen aus der Finanzwelt

Gesine Wagner,

Journalistin für

Personalwirtschaft und

die Community „Gründen

& Wachsen“ des F.A.Z.-

Fachverlags

New Work – und was Unternehmer unbedingt in

2022 beachten müssen

Wir alle lieben unsere neu gewonnene Freiheit in

Sachen Mobile Working. Wir sind aber auch auf

echte menschliche Interaktionen angewiesen. Der

Drahtseilakt zwischen der freien Wahl des Arbeitsortes

und der trotzdem stattfindenden Treffen im

Büro, und zwar aller Kollegen und Kolleginnen, ist

für Unternehmen in diesem Jahr eine der größten

Personalherausforderungen. Empörung seitens der

Belegschaft macht sich breit, wenn Arbeitgeber

plump zum alten Arbeitsmodell zurückkehren – es

wäre auch gar nicht möglich.

26

14 | Januar 2022 • creditshelf AG


Impulse

Steffen Pörner,

Geschäftsführer Bankenverband

NRW

Mehr Miteinander für das

Banking von Morgen!

Alle reden über die Unterschiede zwischen klassischen

Banken und FinTechs – warum eigentlich?

Die Digitalisierung der Bankenwelt entwickelt

sich exponentiell. Daraus ergeben sich viele neue

Geschäftschancen und Innovationen. Für Banken

eine große Herausforderung, wenn komplexe

Kernbanksysteme in gut regulierten Strukturen

modernisiert werden müssen. Das können FinTechs

häufig besser, schneller und preiswerter, da sie sich

unkonventionell auf neue Lösungen fokussieren

können. Aus dieser Innovationsfähigkeit sind schon

zahlreiche Kooperationen entstanden, zum beiderseitigen

Vorteil. Denn die Banken bringen wiederum

ihre Regulierungsexpertise und gewachsenen

Kundenbeziehungen ein. Der Bankenverband NRW

fördert diese Entwicklung aktiv: Erste FinTechs – wie

creditshelf – sind bereits als Gastmitglieder in die

Finanz-Community integriert und treffen sich regelmäßig

zum Netzwerken bei unseren #finplaceNRW-

Veranstaltungen mit ihren Geschäftspartnern.

www.finplace-nrw.de

Nina Sterr,

Leitung Key Account

Management & Digital

Unternehmeredition

Welchen Herausforderungen

stehen Unternehmer in 2022

gegenüber?

Auch 2022 bleibt wohl weiterhin die Digitalisierung

und die digitale Transformation die größte Herausforderung

in den Unternehmen. Denn neben technologischen

Themen ist die praktische Umsetzung

im unternehmerischen Alltag der MitarbeiterInnen

kein schnelles Projekt, sondern vielmehr ein komplexer

Prozess. Stand heute tun sich Unternehmen

immer noch schwer, kulturelle Probleme in ihrer

Organisation anzugehen oder qualifizierte MitarbeiterInnen

zu finden, die die digitale Transformation

unterstützen.

Philipp Habdank,

Redakteur Unternehmervertraute und Moderator What's up, Corporate Finance – Der

neue Blog & Podcast für die Corporate & Leveraged Finance Szene.

Warum braucht es einen Corporate-Finance-Podcast?

Ganz einfach, weil es bislang noch keinen guten deutschsprachigen Corporate-Finance-Podcast gab,

obwohl es doch so viel zu analysieren gibt. Die Corporate-Finance-Welt und die Banken stehen vor großen

Veränderungen und dort draußen gibt es eine ganze Menge kluger Leute, denen wir in einem halbstündigen Interview

eine Stimme geben – ungefiltert, ungeschnitten und on the records. Wir wollen die Corporate-Finance-Welt nicht nur

beschreiben, sondern erklären.

Impulse 27


SCANNEN SIE EINFACH DEN QR-CODE

MIT IHREM SMARTPHONE ODER TABLET.

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MITTELSTANDSFINANZIERUNG

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Frankfurt am Main,

01.12.2021

Kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail für weitere Informationen.

Nennen Sie mir unverbindlich eine erste Indikation für eine

creditshelf-Finanzierung:

Betrag ______________________________ €

Laufzeit ______________________________ Monate.

Bitte informieren Sie mich auch künftig per E-Mail über

aktuelle Veranstaltungen Ihres Hauses, Publikationen und

Details zu Ihrem Leistungsspektrum.

Dr. Daniel Bartsch

Co-Gründer und Vorstand

+49 69 348 772 407

kredit@creditshelf.com

creditshelf.com

Vorstand:

Dr. Tim Thabe (Vorsitzender)

Dr. Daniel Bartsch

Vorsitzender des Aufsichtsrats:

Rolf Elgeti

Eingetragen am Amtsgericht

Frankfurt a. M. - HRB 112087

Ust.-ID: DE298667279

DIREKTER

DRAHT FüR IHR ANLIEGEN

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kredit@creditshelf.com

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