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Land & Leben Februarausgabe

Das Regionalmagazin im Elbe Weser-Dreieck. Mit Veranstaltungskalender Job- und Ausbildungsteil und lokalen Berichten für junge und alte Menschen.

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GESUNDHEIT | PFLEGE | WELLNESS

Elbe Kliniken und OsteMed

erhalten zertifiziertes Zentrum für Alterstraumatologie

Neben gemeinsamen Visiten und Teamkonferenzen,

können insbesondere bei akuten

Problemen viel schneller geeignete Maßnahmen

ergriffen werden“, betont Dr. Jörg Franke.

Mit der Einwilligung der Patientin oder

des Patienten fließen am Ende der Behandlung

Daten der Behandlungsschritte anonym

in das deutsche Traumaregister ein, aus dem

regelmäßig Daten zur Anpassung leitliniengerechter

Behandlung erarbeitet werden.

„Dadurch gewinnen wir immer wieder neue

und wichtige Erkenntnisse, die für kü̈ nftige

Behandlungen sehr wertvoll sein können“,

so Dr. Oskar Freudenthaler.

Auf dem Foto (v. l.): Dr. Jörg Franke (Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Elbe

Klinikum Stade), Felipe Alonso Del Hierro Barron (Oberarzt in der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

am Elbe Klinikum Stade), Dr. Oskar Freudenthaler (Chefarzt der Klinik für Geriatrie und

Akutgeriatrie an der OsteMed Klinik Bremervörde) und Lydia Kaiser (Oberärztin in der Klinik für

Geriatrie und Akutgeriatrie an der OsteMed Klinik Bremervörde). Foto: Daniel Hajduk/Elbe Kliniken

Im Rahmen der intensiven Zusammenarbeit

zwischen den Elbe Kliniken und der OsteMed

Klinik in Bremervörde wurde jetzt ein Zentrum

fü̈ r Alterstraumatologie etabliert. Eines

von lediglich zehn Zentren in ganz Norddeutschland.

Die Klinik fü̈ r Unfallchirurgie

und Orthopädie am Elbe Klinikum Stade und

die Klinik fü̈ r Geriatrie der OsteMed Klinik

Bremervörde wurden dafü̈ r nach den Kriterien

der Deutschen Gesellschaft fü̈ r Unfallchirurgie

(DGU) erfolgreich als AltersTraumaZentrum

(ATZ) zertifiziert.

Spezielle Behandlung für Ältere wichtig

Im Mittelpunkt dieses Zentrums steht die gegenseitige

Ausrichtung der geriatrischen und

unfallchirurgischen Arbeitsweisen auf die

Erfordernisse einer strukturierten optimalen

Versorgung der geriatrischen Trauma-Patienten.

„Im höheren Lebensalter lässt oft die

Stabilität des Knochens aufgrund von Osteoporose

nach und bei vielen Menschen kommt

es begleitend zu einer Abnahme der Beweglichkeit

des Körpers“, so Dr. Jörg Franke,

Chefarzt der Klinik fü̈ r Unfallchirurgie und

Orthopädie am Elbe Klinikum Stade. Das

fü̈ hrt häufig zu Sturzereignissen, die insbesondere

an der Hüfte, am Becken, am Oberarm

und an der Wirbelsäule Brüche verursachen

können. Diese Frakturen des älteren

Menschen bedürfen einer speziellen unfallchirurgischen

Behandlung. Darüber hinaus

haben viele Menschen im höheren Alter bereits

andere Vorerkrankungen wie zum Beispiel

Diabetes, Bluthochdruck oder andere

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die nicht nur

einen Sturz begünstigen können, sondern

auch die spätere Behandlung der Patientinnen

und Patienten sehr aufwendig und

schwierig gestalten.

„Es ist wichtig, dass die verunfallten älteren

Menschen, die häufig schwere Begleiterkrankungen

aufweisen, eine spezielle unfallchirurgisch-geriatrische

Therapie erhalten“, so

Dr. Oskar Freudenthaler, Chefarzt der Klinik

für Geriatrie und Akutgeriatrie an der Oste-

Med Klinik Bremervörde.

Viele Experten arbeiten Hand in Hand

Um den Bedürfnissen von verunfallten Patientinnen

und Patienten in höherem Lebensalter

gerecht zu werden, sie wieder in ihr

gewohntes Umfeld zurü̈ ckzubringen und

möglichst die vor der Operation bestehende

Mobilität und Eigenständigkeit wieder herzustellen,

bedarf es eines besonderen Teams

von Experten. Dieses Team besteht aus

Ärzten, Physiotherapeuten, Sozialarbeitern,

Psychologen, Ergotherapeuten, Logopäden,

Diätassistenten und besonders geschulten

Pflegekräften.

„Das Team beider Kliniken arbeitet sehr eng

zusammen und jeder bringt seine Fachkenntnis

und Erfahrung in die Behandlung ein.

Qualifizierte Versorgung sichergestellt

Die beiden Kliniken haben über mehrere

Monate gemeinsam intensiv an einer Zertifizierung

gearbeitet. Denn damit ist sichergestellt,

dass die notwendigen strukturellen

Anforderungen, die Kooperation unfallchirurgischer

und geriatrischer Fachkompetenzen,

die interdisziplinäre und übergreifende

Zusammenarbeit, eine enge Abstimmung der

Behandlungsschritte zwischen allen Behandlungspartnern

und den Therapeuten sowie

eine qualifizierte Versorgung gewährleistet

sind. Alle diese Faktoren wurden im Rahmen

einer Begehung von Fachexperten der Deutschen

Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU)

begutachtet. Darü̈ ber hinaus wurden während

der Zertifizierung alle Kriterien und

Prozesse von der Erstversorgung der Patienten

in der Notfallaufnahme bis hin zur

strukturierten Entlassung aus der Geriatrie

genauestens überprüft. Die hohe Motivation

aller Beteiligten sowie die gute und übergreifende

Zusammenarbeit und Absprache zwischen

den Standorten und Fachdisziplinen

wurden bei der Begehung besonders hervorgehoben.

Zertifizierung erreicht

In Deutschland gibt es 115 von der DGU

zertifizierte Alterstraumazentren – in Norddeutschland

lediglich zehn. Dazu zählt nun

auch das von den Elbe Kliniken und der Oste-

Med Klinik zertifizierte Zentrum in unserer

Region. „Wir sind sehr froh, diese so wichtige

medizinische Versorgung der älteren Patientinnen

und Patienten nach einem Unfall gemeinsam

sicherstellen zu können“, freut sich

Chefarzt Dr. Jörg Franke.

„Ein solch breitgefächertes Spektrum in der

Altersmedizin anbieten zu können, die Weiterentwicklung

einer individuellen Akutgeriatrie

in Bremervörde zu forcieren und nach

monatelanger Vorbereitung das Zertifikat erhalten

zu haben, macht uns sehr stolz“, so

OsteMed-Geschäftsführer Rainer Röhrs. (ek)

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