31.01.2022 Aufrufe

MACHT MAGAZIN - die ZWEI

  • Keine Tags gefunden...

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

MACHT MAGAZIN — DIE ZWEI / JULI 2020 — WWW.WUNDERSAM-ANDERS.D


DIE

E // WWW.PROFESSORIUM.DE // WWW.SPIELMOBIL-BAYREUTH.DE


MARION SAGT DIE ZUKUNFT VORAUS:

„DIE CREW“ WIRD KENNERSPIEL DES JAHRES 2020!

SPIEL GETESTET UND

EMPFOHLEN VON

MARION

Testerin: Marion Schneider // www.wundersam-anders.de

Der 24. August 2006 war ein schwarzer Tag für den kleinen

Planeten Pluto und seine Fans: der Status als Planet wurde

ihm aberkannt! Unser Sonnensystem besteht seither nur

noch aus acht Planeten. Doch seit geraumer Zeit vermelden

die Messinstrumente Aufregendes: es mehren sich die

Hinweise, dass sich ein noch unbekannter, großer Himmelskörper

hinter dem Neptun befindet. So weit draußen

im All, dass er bisher unentdeckt blieb. Jetzt ist es an der

Zeit, ihn aus dem Dornröschenschlaf zu holen!

Das ist Eure Mission! Macht Euch auf den Weg zum neunten

Planeten! Ihr seid Pioniere der Raumfahrt, mit modernster

Technologie werdet ihr in ferne, unentdeckte Gebiete des

Weltalls vordringen!

Das ist eine große Geschichte für ein Spiel, das auf den

ersten Blick eher unscheinbar daherkommt: „Die Crew“

erscheint erstmal wie ein als simples Stichspiel. Wer sich

aber hier gelangweilt abwendet, verpasst ein hochspannendes

Spiel voller Nervenkitzel.

Wir spielen kooperativ, also gemeinsam, gewinnen oder

verlieren zusammen. 50 Missionen gilt es zu bewältigen.

Im Grunde ist es ein Stichspiel, es gibt vier Farben und vier

Trümpfe. Die Farbkarten sind nummeriert von 1 bis 9, höhere

Zahlen stechen niedrigere. Wer also die höchste Zahl

der angespielten Farbe in den Stich legt, gewinnt ihn. So

weit so simpel. Und jetzt kommt‘s: In Jeder Mission müssen

bestimmte Aufgaben erfüllt werden, die gleichmäßig

auf die Spieler verteilt werden. So muss Spieler A zum Beispiel

den Stich machen, in dem die gelbe 1 enthalten ist.

Auch das klingt noch machbar – jedoch: Kommunizieren

dürfen wir auch nicht wie wir wollen, sondern nach bestimmten

Regeln.

Natürlich dürfen wir den Mitspielern nicht einfach verraten,

welche Karten wir auf der Hand haben. Pro Mission

kann jede*r Spieler*in nur Informationen über eine einzige

Karte offenbaren und auch das nur nach einem festen

Muster und nicht mündlich, sondern mit Hilfe von Plättchen.

Da heißt es, genau überlegen: Was will uns Cara damit

sagen, wenn sie signalisiert, dass die 4 ihre höchste

blaue Karte ist? und warum zum Teufel präsentiert uns

Lena ausgerechnet die gelbe 8 als niedrigste Gelbe???

Schlafen sollte man bei diesem Hirnverzwirbler keine Sekunde.

Umso größer die Freude, wenn eine Mission erfolgreich

beendet wird. Natürlich steigt der Schwierigkeitsgrad

pro Mission kontinuierlich an. Eine ausgefeilte Story

zu jeder Mission sorgt dafür, dass wir uns die ganze Zeit

wirklich wie Astronauten auf dem spannendsten Einsatz

ihres Lebens fühlen.

Im Begleitheft können die Spieler*innen notieren, welche

Missionen sie erfüllt haben und so ihren Spielstand abspeichern

und später in gleicher Zusammensetzung weiterspielen.

Es ist also jeder Gruppe selbst überlassen, wie

viele Missionen sie am Stück erledigen möchte. Im Heft

ist Platz zum Notieren für sechs Gruppen, man kann aber

auch einfach über den Vordruck hinaus weiterschreiben.

Der Spielspaß hängt ganz wesentlich davon ab, dass sich

die Spieler auf die Geschichte einlassen, die kleinen Texte

lesen und vor allem gescheiterte Missionen nicht so

schwer nehmen. Fehler passieren schließlich jedem mal

– versuchen wir‘s also gleich nochmal!

Zum Schluss wage ich noch den Blick in die magische Kugel

und sage voraus: „Die Crew“ wird am 20. Juli zum Kennerspiel

des Jahres gekürt werden! Verdient hat es dieses

kleine Goldstück auf jeden Fall.

DIE CREW IN KÜRZE:

AUTOR: THOMAS SING

VERLAG: KOSMOS

ANZAHL SPIELER: 3 – 5 (VARIANTE FÜR 2)

ALTER: AB 10 JAHREN

DAUER: CA. 10 MINUTEN PRO MISSION

KOSTEN: CA. 12,99 €

MACHT MAGAZIN — DIE ZWEI / JULI 2020 — WWW.WUNDERSAM-ANDERS.D


DROP IT! (LASS ES FALL)

Tester: Wini Betz // www.ochsenfurter-spielbaustelle.de

Ich liebe Spiele, die es schaffen einen überzeugten Nichtspieler

mit an den Tisch locken, aber trotzdem auch den

Spielefan begeistern. Wenn das Ganze dann noch optisch

ansprechend und in einer wohltuend anderen Form daherkommt

lohnt sich schon mal ein näherer Blick auf solch

ein Spiel. Schon der Titel „Drop it“ - auf gut fränkisch „ lass

es fall“ gibt das wesentliche der erstaunlich kompakten

Spieleregel wieder.

Da taucht spontan die Frage auf – Was, wohin fallen lassen?

Es geht um einen gläsernen Schacht in dem wir abwechselnd

flache farbige Spielsteine in verschiedenen Formen

gezielt plumpsen lassen um damit möglichst viele Punkte

zu erzielen.

Die gibt’s allerdings nur wenn unser Stein nach der Landung

kein Teil derselben Form oder derselben Farbe berührt.

Schafft man den richtigen Wurf zählt die Höhe, in

der die eigene Scheibe liegt und, ob sie eines der Bonusfelder

bedeckt.

SPIEL GETESTET UND

EMPFOHLEN VON WINI

Mit etwas Übung meint man die Gesetze der Schwerkraft

immer besser zu beherrschen, doch wer schon mal eckig

auf rund geworfen hat, der weiß, was ihn immer wieder

erwartet: Pure Unberechenbarkeit.

So einfach das Spielprinzip ist, so spektakulär sind oft die

Auswirkungen ganz normaler Würfe – herrlich! Wenn die

Dinge dann mal wieder nicht so fallen wie sie sollten, ist es

auch immer wieder überraschend zu welcher Häme und

Spott die lieben Mitspieler doch fähig sind.

Drop it ist ein lustiger Spielspaß für geschickte Loslasser

und bringt unkomplizierte Unterhaltung kombiniert mit

Schadenfreude.

Was haben wir bei diesem Spiel schon gelacht…selbst so

begnadete Nichtspieler wie Doris und Stefan. Einfach mal

ausprobieren!

DROP IT IN KÜRZE:

VERLAG: KOSMOS SPIELE

SPIELERZAHL: 2 BIS 4

ALTERSEMPFEHLUNG: AB 8 JAHREN

SPIELDAUER: 15 – 30 MIN,

PREIS: AB CA. 19,- €

E // WWW.PROFESSORIUM.DE // WWW.SPIELMOBIL-BAYREUTH.DE

IMPRESSUM

Verantwortlich im Sinne des Presserechts

Matthias Ossi Sauer

Ochsenfurter Spielbaustelle e.V.

Untere Dorf Straße 3

97270 Kist

www.professorium.de

Gestaltung, Illustration, Konzept

Lena Wenz

www.lenawenz.de

Redaktion, Kontakt

ossi@phenitus.org


ALLTAGS-RASSISMUS BEI UNS DAHEIM

Redaktion: Andreas Burkhardstmaier // www.wundersam-anders.de

Bezüglich der aktuellen Weltgeschehnisse zum Thema Rassismus

möchte auch ich einige kurze Worte hierzu loswerden.

handgreiflich, wenn man es „den blöden Ausländern mal zeigen

wollte“.

Der Witz dabei: Ich bin nach allgemeiner Auffassung kein

Geschieht auf unsere Erde wiedermal etwas unmenschliches

und grausames unserer eigenen Spezies gegenüber, sind wir

schnell drauf und dran, uns der moralisch guten Seite anzuschließen

und den Zorn der Gerechten den vermeintlich

Bösen und Schlechten entgegenzuwerfen. Dabei wissen allerdings

viele dieser Verfechter des Guten nicht einmal, für

„reinblütiger“ Asiate. Geboren in Deutschland und ebenso

das bisherige gesamte Leben dort verbracht ist die einzige

östliche Komponente meine Mutter, welche - nur um den

einen Kommentar klarzustellen - gebürtige Malaiin ist, was

südlich Chinas liegt und an Indonesien und Thailand grenzt

und genauso wenig China ist wie Deutschland Spanien.

was genau sie eigentlich im Wesentlichen kämpfen.

Speziell im Falle des Vorfalls in Amerika spreche ich hier vom

übergeordneten Thema: Dem (Alltags)Rassismus den wir

nach wie vor bei uns vor unseren Türen finden können.

Jetzt wird sich wahrscheinlich der eine oder andere denken:

„Mensch, das sind doch Kinder, später passiert doch so etwas

nicht mehr!“. Ja, stimmt, Kinder können grausam sein

und nehmen nicht selten kein Blatt vor den Mund doch so

Nur weil man etwas nicht mehr anspricht, ist es schon lange

nicht aus der Welt geschafft, gerade hier in Deutschland

trifft dies leider zu. Klar, nach den großen Fehltritten um 1914

etwas kommt nicht von irgendwo. Von irgendwem müssen

sie ja das ganze aufgeschnappt haben. Und daher nein, so

was passiert später schon nochmal.

und 1939 möchte man verständlicherweise einen großen Bogen

um dieses brenzlige Thema machen, doch wie gesagt:

totschweigen löst keine Probleme. Nach wie vor findet man

das hässliche Gesicht des Rassismus in unserem Alltag, man

muss nur genau hinsehen statt wegzusehen.

Wer dies alles bis jetzt für eine schiere Überspitzung der tatsächlichen

Gegebenheiten hält, möchte ich an dieser Stelle

eine kleine persönliche Anekdote aus meinem Leben mitgeben.

Fairerweise muss man an dieser Stelle sagen, dass Konfrontationen

dieser Art jetzt viel abgeschwächter und weniger

aggressiv ablaufen. Zu den häufigsten Vorfällen gehört nun

die vorurteilige Schlussfolgerung meist älterer Herrschaften:

der sieht aus wie ein Ausländer also kann der kein Deutsch.

Überrascht man dann nach längerem Schweigen dann doch

mit einer höflich formulierten Frage kommt auf das erstaunte

Gesicht meist ein: „Mensch, Sie sprechen aber gut Deutsch!“

Als ich noch in den Kindergarten und auch später zur Schule

ging, war selbst dort schon das schwerwiegende Thema

Zu empfindlich? Mag sein, aber wenn man das ganze Prozedere

mehrere Male durchgemacht hat Platz einem auch irgendwann

mal der Geduldsfaden.

Rassismus volles Programm. Schnell wurde mit dem auf einen

gerichteten Zeigefinger und einer gehässigen Aussage

wie: „Schau mal, ein Chinese! Ching chang chong!“, „Sag mal,

sieht du überhaupt was mit deinen Schlitzaugen“ oder „Hey

du! Verstehst du mich? S P R I C H S T D U D E U T S C H?!“

kommentiert. Das Ganze blieb leider nicht immer nur bei

harmlosen Beleidigungen, sondern wurde gelegentlich auch

Abgesehen davon bleiben die ganzen neugierigen bis argwöhnischen

Blicke nicht unbemerkt, welche man sich, je

nachdem wo man sie gerade so herumtreibe, einfängt. Als ob

es Bereiche, Läden und Wege gäbe, die nur von bestimmten

Nationen genutzt werden dürften. Aber genug von persönlichen

Exkursionen und zurück zum Wesentlichen...

MACHT MAGAZIN — DIE ZWEI / JULI 2020 — WWW.WUNDERSAM-ANDERS.D


... Alltagsrassismus herrscht nach wie vor in unserer Gesellschaft

vor und viele von uns bemerken es schlicht weg nicht.

Tatsächlich betrifft die Benachteiligung und Bevorteilung

viele der ethnischen Gruppen in Deutschland.

Einige werden als asozial abgestempelt, andere als gewalttätig

oder sogar als Diebe. Dabei kann man, sofern man sich

über seinen sicheren und bequemen Tellerrand hinüberbeugt,

diesen Menschen eine Chance gibt und sich ihnen

öffnet viele außergewöhnliche Kulturen und Persönlichkeiten

treffen, wovon bestimmt einige als gute Freunde erhalten

bleiben.

Statt irgendwelchen negativen Worten anderer zu folgen,

heißt es hier sich eine eigene Meinung zu bilden, eine Meinung,

die ohne irgendwelche Vorurteile und Stereotypen

gebildet werden sollte. Warum alleine und griesgrämig bei

sich daheim herumhocken und sich über seine Nachbarn beschweren,

wenn man diese doch auch genauso gut zu einem

gemütlichen Abend zu sich einladen kann und diese Menschen,

die man Tag ein Tag aus sieht und sich fragt, was die

wohl wieder so treiben mal genauer kennen lernt?

GOODBYE HAPPYLAND

Redaktion: Demian Rothammel // www.wundersam-anders.de

Als weißer Junge aus einem Akademikerhaushalt hatte ich

das Glück, mich nie mit Diskriminierung in irgendeiner Art beschäftigen

zu müssen und hatte lange auch das Gefühl, dass

es in meinem Umfeld keine Diskriminierung gibt. Durch einen

sehr guten Antidiskriminierungsworkshop wurde ich dann

aus diesem „Happyland“ gerissen. Danach fiel mir langsam

immer mehr auf, wie viel ich (wir) als privilegierte Menschen

an uns Arbeiten müssen um Alltagsrassismus loszuwerden.

Da draußen gibt es eine ganze Welt voller interessanter Kulturen

und Persönlichkeiten die sich darauf freuen, dich und

deine eigene Kultur kennenzulernen - du musst es nur zulassen.

Ich hadere seitdem öfter mit mir, gerade weil mir auffällt, dass

ich selbst oft diskriminierend bin ohne das jetzt bewusst gewollt

zu haben. Was mir dabei auch unglaublich schwer fällt

ist zu akzeptieren, dass meine Meinung als nicht Betroffener

in vielen Situationen eigentlich niemanden interessieren

sollte, es allerdings aber trotzdem die Meinung ist die gehört

wird. Nicht meine Meinung zu Rassismus in Deutschland ist

BUCHEMPFEHLUNG:

EXICT RACISM

TUPOKA OGETTE

die die zählen sollte! Vielmehr sollte stattdessen die Meinung

von betroffenen Personen gehört werden und es sollten auch

genau diese Personen sein, die entscheiden ob und wann etwas

diskriminierend ist!

Nicht die Absicht, wie etwas gesagt wurde zählt sondern wie

es ankommt ist das was am wichtigsten ist!

WWW.EXITRACISM.DE

AUCH ALS HÖRBUCH

VERFÜGBAR Z.B. AUF

SPOTIFY!

E // WWW.PROFESSORIUM.DE // WWW.SPIELMOBIL-BAYREUTH.DE


KRITZELVÖGEL

Redaktion: Merle Albert // www.wundersam-anders.de

Alle Spieler*innen rüsten sich mit Stift und Papier aus und

beginnen auf das Papier los zu kritzeln. Dabei sollen sie

nicht das ganze Blatt voll machen, sondern ungefähr 6

„Kritzelhaufen“ mit jeweils bisschen Abstand auf das Papier

malen. Seid Ihr allein, dann könnt Ihr direkt mit urem

eigenen Bild anfangen. Wenn nicht, dann reicht Euer Kritzelblatt

an Eure*n rechte*n Spielnachbar*in weiter und

nehmt das Bild, welches euch von links gereicht wurde.

Jetzt geht es darum, etwas aus den vielen Kritzeleien herauszuholen

– zum Beispiel Vögel. Natürlich könnt Ihr auch

Monster, Feen, Hunde oder sonst was aus den Kritzelbildern

machen. Um aber Vögel aus den Kritzeleien zu bekommen,

braucht Ihr drei wichtige Elemente:

Augen, Schnabel und Füße.

Die Spieler*innen schauen sich also ihre Kritzelhaufen

ganz genau an und versuchen, potenzielle Vögel darin zu

erkennen. Dann nehmen sie am besten einen bunten Stift

und malen einfach die drei Elemente – Augen, Schnabel,

Füße – zu den Kritzelhaufen dazu – und voila! Die Kritzelvögel

sind fertig! Seht euch doch auch die Vögel der anderen

Mitspieler*innen an!

MACHT MAGAZIN — DIE ZWEI / JULI 2020 — WWW.WUNDERSAM-ANDERS.D


FRANKENSTEINS ZEICHNUNG

Redaktion: Merle Albert // www.wundersam-anders.de

Die Spieler*innen sitzen alle in einem Kreis und jede*r hat

Papier und Stift vor sich. Alle müssen nun einen Kopf mit

Hals auf den oberen Teil des Papiers malen. Keine*r darf

die Zeichnungen der anderen Spieler*innen sehen, also

Augen auf euer eigenes Blatt!

Wenn Das Gesicht fertig gemalt ist, knickt das Papier so,

dass nur noch der Ansatz des Halses zu sehen ist. Wenn

alle fertig sind, wird das Blatt an den/die rechte Sitznachbar*in

weitergegeben. Jede*r sollte jetzt ein Blatt Papier,

auf dem nur der Halsansatz zu sehen ist, vor sich haben.

Auf dieses Papier müssen die Spieler*innen jetzt einen

Oberkörper dazu malen - wichtig - noch keine Beine sondern

wirklich nur der Oberkörper gehört auf das Papier!

SEID DABEI RUHIG

SO KREATIV WIE

MÖGLICH, MALT

MONSTER-, TIER-

ODER SOGAR

ROBOTER- KÖPFE,

KÖRPER & BEINE.

Wenn jede*r den Oberkörper gemalt hat, wird das Papier

wieder so umgeknickt dass man nur den Ansatz des Oberkörpers

auf dem Blatt sieht. Wieder wird das umgeknickte

Papier dem/der rechten Nachbar*inn weiter gereicht. Jetzt

kommt es zur letzen Runde wo jede*r Spieler*in der Zeichnung

noch Beine und Füße gibt.

Wenn alle fertig sind darf jede*r sein Papier auffalten undsich

über die zusammengewürfteln tollen neuen Helden &

Monster freuen.

E // WWW.PROFESSORIUM.DE // WWW.SPIELMOBIL-BAYREUTH.DE


VORSTELLUNG DER HAMSTERBACKE

Redaktion: HAMSTERBACKE e.V. // www.hamsterbacke-bayreuth.de

Wer wir sind?

Hamsterbacke e.V. ist ein Bayreuther Verein, der sich eine

Versorgung mit unverpackten, regionalen und ökologischen

Lebensmitteln zum Ziel gesetzt hat. Wir wollen Lebensmittel

ohne Plastik und ohne lange umweltbelastende

Transportwege, frei von Schadstoffen. Der Verein trägt sich

durch das Engagement vieler Ehrenamtlicher und will keine

Gewinne machen. Die Überschüsse gehen in einen fairen

Ausgleich zwischen den lokalen Produzenten und den Konsumenten.

Seit kurzem haben wir einen eigenen Laden am

Hohenzollernring 67 eröffnet. Hier kann jeder, auch Nichtmitglieder,

einkaufen.

Was bedeutet regional, unverpackt und ökologisch?

Im Supermarkt ist es fast unmöglich, nachzuvollziehen, wo

die Grundstoffe der Lebensmittel eigentlich herkommen

und wo die Weiterverarbeitung erfolgt ist. Zudem entsteht

bei jedem Einkauf gezwungenermaßen ungeheuer viel Verpackungsmüll.

Bei unseren Produkten weisen wir aus, wo

die Zutaten herkommen und legen Wert auf eine möglichst

lokale Produktion, wo immer das möglich ist. Wenn Dinge

von weiter her kommen müssen, wie z.B. Kaffee, ist eine

ökologische Herstellung und faire Produktionsbedingungen

wichtig. Da versuchen wir maximale Transparenz zu erzeugen.

Welche Produkte bieten wir aktuell an?

Neben Getreide, Nudeln, Gewürzen haben wir auch Brot,

Eier und Gemüse im Angebot. Es gibt Kaffee, Tee, Hygieneartikel,

wie Zahnbürsten und Seife, aber auch Öl, Schokolade

und vieles mehr. Schaut vorbei! Wenn ihr die eigenen

Behälter vergessen habt, haben wir welche im Laden. Nur

Eierkartons bitte selbst mitbringen.

Wie könnt ihr die Idee unterstützen?

…werdet Mitglied in unserer Gemeinschaft: mit 5 € Beitrag

im Monat kaufst du zum Mitgliedspreis ein oder/und

…arbeitet aktiv in einem der vielen Arbeitskreise mit, um

für das Thema zu sensibilisieren oder/und

…kauft im Laden ein, dazu müsst ihr kein Mitglied sein

oder/und

…schaut einfach mal vorbei und diskutiert, macht Werbung,

macht auf das Thema aufmerksam

MACHT MAGAZIN — DIE ZWEI / JULI 2020 — WWW.WUNDERSAM-ANDERS.D


1. Handlungsprinzip zum verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen?

2. um zu ernten muss man ... ?

3. Abkürzung für biologisch?

4. Ein anderes Wort für „aus der Umgebung“?

5. Was entsteht tonnenweise pro Jahr (mit Ü)?

6. Welches Tier ist in unserem Logo?

7. Wie kauft man in unserem Laden ein?

8. Die Hamsterbacke und das RWG Bayreuth haben eine...

E // WWW.PROFESSORIUM.DE // WWW.SPIELMOBIL-BAYREUTH.DE


WIR SIND WAHRE KINDERHELDEN,

DIE SICH JETZT ZU WORTE MELDEN.

BEWEGEN UNSERN KÖRPER IM TAKT,

WEIL UNSER RAP JEDERMANN PACKT.

BAYREUTH GANGSTARKIDS SIND AM

START,

HERZEN GANZ WEICH, BEATS SIND KNALL-

HART.

MACHEN EINE HELDENREISE,

GANZ ALLEIN AUF UNS’RE WEISE.

ES SIND GRADE HARTE ZEITEN,

DARÜBER MUSS NIEMAND STREITEN.

KANN SELTEN MEINE FREUNDE SEH’N,

MASKE AUF ZUM NACH DRAUSSEN GEH’N!

DOCH ONLINE TREFF‘ ICH MEINE GANG,

RAPPEN ZUSAMMEN - GHETTOSLANG!

DA IST KEIN PLATZ FÜR TRAURIGKEIT,

WIR MACHEN UNS ‘NE GUTE ZEIT!

MACHT MAGAZIN — DIE ZWEI / JULI 2020 — WWW.WUNDERSAM-ANDERS.D


HEUTE SPIEL‘ ICH MIT DEM WORT,

WTF UND SCHON IST’S FORT.

TRÄGT MICH ZU NEM ANDERN ORT

UND ICH FRAG MICH: WAS MACHT ES DORT?

EIN BISSCHEN DURCH DIE HIRNGEWINDUNG,

SPIELT MIT DENKEN UND EMPFINDUNG,

MALT MIT MIR GEDANKENBILDER,

IMMER BUNTER, IMMER WILDER

HALLT DAS WORT DURCH DIE SYNAPSEN

NACHTIGALL ICK HÖR DIR TRAPSEN:

DU HAST DOCH SCHABERNACK IM SINN!

IST ES DENN EIN REINGEWINN,

WENN DU DEINE SPIELE SPIELST

UND MIR WORTSPIELE EMPFIEHLST?

DA SPRICHT DAS WORT: „IST MIR EGAL,

GEREIMT HAT ES SICH ALLEMAL.

DRUM SAG ICH,

WIE EIN KLUGER KOBOLD SAGEN TUT:

„DAS REIMT SICH

UND WAS SICH REIMT, IST GUT!““

E // WWW.PROFESSORIUM.DE // WWW.SPIELMOBIL-BAYREUTH.DE


KALTE TAGE! - EIN LOCAL BASED GAME

Redaktion: Ingo Reißenweber // www.wundersam-anders.de

Wie entstand Kalte Tage?

Kalte Tage! Ist ein local-based-game das eigentlich per Zufall

entstanden ist. Aber was ist überhaupt ein local-basedgame?

Als Local-Based-Game bezeichnet man ein Spiel, in

dem die Reale Umgebung z.b. per GPS mit ins Spiel eingebaut

ist. Sprich: man muss zu Ort XY um etwas tun zu können

oder etwas „auszulösen“.

meln konnte, kümmerte ich mich um das Design. Was geht,

was nicht.

Da ich testen wollte ob ich eigene Maps über die Karten

von google legen kann, verwandelte ich kartentechnisch

erst mal St.Georgen in Schutt und Asche und ich schaffte es

nach einigem hin und her diese Map tatsächlich einzubinden.

Der Spieler läuft somit im Kriegsgebiet von St.Georgen

herum.

Ich wirkte bei Gameon2025 mit. Hierbei wurden wir an das

Espoto-System herangeführt. Dieses System ermöglicht es,

mit deren Oberfläche, derartige Spiele relativ einfach zu

Dann testete ich, ob ich eigens designte Marker setzen kann.

Dies gelang mir auch und ich war hocherfreut darüber. Die

Oberfläche sah somit schon fast wie ein richtiges Game aus.

entwickeln. Um nun die Leistungsfähigkeit, Möglichkeiten

und Limit´s dieses Systems zu wissen, testete ich ein wenig

herum. Funktioniert dies… kann man jenes machen… was

geht… was nicht…

Kann man über Tricks doch diverse Situationen generieren,

die an sich nicht funktionieren / eingebunden sind?

Nachdem ich nun recht gut geskillt war und es schade um

die bisher geleistete Arbeit wäre, wollte ich dieses nicht

„verpuffen“ lassen. Somit beschloss ich, tatsächlich aus

dem Material eine spielbare Version / ein „rundes, abgeschlossenes

Game“ zu machen. Also erarbeitete ich eine

Auf diese Weise kamen pö a pö einige Testrätsel zusammen.

grössere Story, mehr Aufgaben, verschönerte ein paar Szenen

(Bilder / Videos) und machte „die Sache rund“.

Dann kam ich auf die Idee, dass es doch witzig sei wenn ich

diesen Testrätseln tatsächlich einen Sinn geben würde und

man wirklich mal eine sinnvolle Rätselkette lösen kann. Da

ich zu dieser Zeit das preisgekrönte „This war of mine“ gespielt

hatte war ich diesbezüglich getriggert. Ich war sehr

begeistert von diesem Game, da es eine „realistischere Seite“

des Krieges zeigt und somit ein verdienter Gegenpart zu

Jetzt existiert „Kalte Tage!“. Es ist leider kein kindergerechtes

fröhliches Game mit Feen und Elfen geworden. Aber es

ist verdammt gut geworden und ich „durfte“ hochmotiviert

St.Georgen in Schutt und Asche legen. Auf der Map ist z.B.

ein abgestürztes Flugzeug mit eingebaut. Evtl findest du es

ja!

unseren gewaltverherrlichenden Topsellern der digitalen

Spielebranche darstellt.

Das Spiel versetzt den Spieler in die Situation eines Überlebenden

in einem Kriegsgebiet und zeigt auf, dass Krieg

irgendwie garnicht lustig oder cool ist.

Ich testete dann Aktionen, Auslöseverhalten und der gleichen.

Kann ich es so einstellen, daß man eine Straße entlang

geht, und dann „ploppt“ ein Bild der gleichen Straße

auf, nur dass in dem Bild z.b. eine Straßensperre mit Soldaten

ist. Oder ein Graffiti auf dem Boden. Eine Information,

eine Warnung die das Verhalten des Spielers beeinflusst.

Nachdem ich in diesem Bereich einige Erfahrungen sam-

Es ist kostenlos spielbar, man benötigt zum Spielen nur ein

Handy.

Zum Spielen muss man nur den QR-Code, der sich am Fenster

des Professioums (Berneckerstraße 15) befindet einscannen

und los geht’s.

MACHT MAGAZIN — DIE ZWEI / JULI 2020 — WWW.WUNDERSAM-ANDERS.D


TEAMGEFLÜSTER IN DER SCHOKO

Redaktion: Marie-Luise Panzer // www.schoko-bayreuth.de/teamgefluester

Unsere Esther hat ihr FSJ bald geschafft, da wird im Herbst

ein Plätzchen frei.

Wir suchen ab September eine engagierte und vielseitige

Verstärkung – bewirb Dich um unseren FSJ-Kultur-Platz im

Rahmen eines Bundesfreiwilligendienstes!

Beim FSJ in der Schokofabrik helfen Dir Flexibilität, Zuverlässigkeit

und der Blick über den Tellerrand.

Niemand weiß, wie sich die momentane Lage samt den

Einschränkungen tatsächlich auf unser Programm und

die Inhalte unserer Arbeit auswirken wird, aber spannend

wird es allemal…

Bist du mind. 18 Jahre alt und bringst das mit – dann hast

du die Chance, unser pädagogisches Programm mitzugestalten,

Konzerte und Veranstaltungen zu organisieren, die

Schokofabrik weiterzuentwickeln und ein Teil der Schokofamilie

zu werden!

Der kürzeste Bewerbungsweg führt hier entlang:

info@schoko-bayreuth.de

E // WWW.PROFESSORIUM.DE // WWW.SPIELMOBIL-BAYREUTH.DE


SPIELE AUS ALLER WELT

Redaktion: Ibrahim Mahamat // www.takatuf.tk

HAKKO! Das Traditionelle Tschadische Gesellschaftsspiel

Ibrahim Mahamat zene von Takatuf e.V. stellte dieses Spiel,

das er als Jugendlicher oft mit Großen und Kleinen im Sand

der regenzeitfrischen Sahara spielte, bei dem Bayreuther

Familienfest „Macht Spiele!“ vor und weckte den sportlichen

Ehrgeiz zahlreicher alter und junger Bayreuther*innen.

TAKTUF e.V.

TAKATUF ist arabisch und bedeutet: „Schulter an Schulter“,

oder: „zusammen werden wir es schaffen“.

TAKATUF e.V. ist ein internationaler gemeinnütziger Verein,

der vor allem TschaderInnen und Deutschen einen Raum

schafft, in dem sie sich über den Tschad und über Deutschland

austauschen können.

Das Spiel

Das Kamel muss zur Wasserquelle! Das Team Wasserquelle

will dies verhindern, Team Kamel versucht, ihr durstiges

Kamel zu seinem Ziel zu bringen. Alle Spieler*innen dürfen

sich nur hüpfend fortbewegen, einen Fuß immer in der

Hand. Wer loslässt oder hinfällt, ist draußen. Wird das Kamel

zu Fall gebracht, ist das Spiel aus. Schafft es allerdings

Anfang Januar 2019 hat unser Verein in dem Dorf Tingel im

Tschad ein Schulprojekt gegründet und fördert die Schule

seither. Über 200 Kinder der Region haben hier erstmalig

die Möglichkeit, Lesen und Schreiben und weitere Grundschulfächer

zu lernen. Wenn Sie uns dabei helfen wollen,

freuen wir uns über Ihre Spende. Mehr Informationen und

unsere Bankverbindung finden Sie auf unserer Webseite.

seinen Weg bis zur Quelle, gewinnt sein Team. Hakko. Das

Lieblingsspiel tschadischer Beduinen.

MACHT MAGAZIN — DIE ZWEI / JULI 2020 — WWW.WUNDERSAM-ANDERS.D


FARBE INS LEBEN UND ANS FAHRRAD

Redaktion: Martin Uckley // www.wundersam-anders.de

Wie cool ist das denn? Unter Lenas Federführung haben

die Kids aus der „Burg“ dem Fahrrad des Spielmobils einen

bunten Anstrich verpasst. Vollkommen klasse, wie das jetzt

aussieht!

Natürlich denkt man bei so einer Ideensammlung auch

über alles Mögliche nach und überlegt sich, was das Spielmobil

denn für die Kids bedeutet. Dabei kamen wirklich

bombastisch gute Kommentare raus:

„Das Spielmobil ist cool!“

Wirklich eine tolle Aktion, die da passiert ist: Denn auch,

wenn das Fahrrad jetzt richtig kunterbunt aussieht, haben

alle Beteiligten fleißig dran gearbeitet und sich Gedanken

gemacht, wie man es am chefigsten stylen könnte. Für ein

„Das Spielmobil ist nett und freundlich!“

„Beim Spielmobil sind alle gleich!“

„Das Spielmobil ist super!“

Oder auch: „Spielmobil mögen alle!“

gutes Kon-zept wurde der beliebte Drahtesel zunächst in

Papier gepackt, als hätte sich Christo drüber her gemacht.

Aber bei dieser Kunstaktion war das erst der Anfang. Alle

haben nämlich dann auf dem Papier geplant, wie man das

Fahrrad am stylischsten aufmotzen kann. Ein richtig spannender

Prozess, denn dabei merkt man ja erst, dass nicht

alle von Anfang an die gleiche Idee haben, sondern man

zusammen überlegen muss, wie man gemeinsam zum Ziel

kommt. Da muss man Ideen teilen, darüber sprechen und

aber trotzdem auch einfach mal drauflos probieren: Wie

viel Platz kann ich alleine nutzen? Wo komme ich mit anderen

Künstlern durcheinan-der? Wie passen die Farben

und unsere Kunstwerke zusammen? Kann ich vielleicht mit

jemandem zusammen noch was Besseres malen?

Alles Fragen, die entstehen, wenn man zusammen ein Projekt

plant. Auch wenn es ein kunterbuntes Projekt ist, muss

man erst mal durch das ganze Kuddelmuddel aus Ideen

Nach der Planung und dem Ideenaustausch standen dann

alle in den Startlöchern. Nachdem jetzt klar war, was es zu

tun gab, und die ganze Clique schon mit dem Pinsel in der

Hand bereitstand, hätte man doch jetzt endlich alles bunt

machen können. Aber nein, eine Aufgabe lag noch vor den

Pinselhelden: Bevor man nämlich ein Fahrrad so richtig

schön bunt färben kann, muss man erst alles abkleben, das

nicht bunt werden soll. Zum Beispiel die Kette, sonst ist es

nämlich aus mit Fahrradfahren. Nach dem Abkleben sollte

man es außerdem erst einmal grundieren, damit die Farbe

auch gut hält und es auch in der Gestaltung ein klareres

Konzept gibt. Nachdem das geschafft war, ging es aber erst

so richtig ab, denn da kam die Farbe ins Spiel! Jetzt tobte

sich die Crew komplett bei der Umsetzung ihres Plans aus

und ließ es dabei krachen. Schaut Euch mal das Ergebnis

an, das Fahrrad ist jetzt ein echter Hingucker!

durch, bis man sich einig ist. Dafür kann sich dann aber das

Ergebnis auch wirklich sehen lassen.

BEIM SPIELMOBIL

SIND ALLE GLEICH!

E // WWW.PROFESSORIUM.DE // WWW.SPIELMOBIL-BAYREUTH.DE


NACHSOMMERN

Redaktion: Klaus Würhl-Struller // www.nachsommern.de

„nachsommern. kunst, kultur & festivals in bayreuth.“ ist

eine Perlenschnur kleinerer Kunst-Events und Festivals.

Auftakt ist am 1. August mit „Bayreuth blättert“, das Lesefest

für alle. Den Abschluss bildet vom 30. Oktober bis 1.

November „ZAMM! Das Bayreuther Theaterfestival“.

Zwischen diesen beiden Terminen wird es eine ganze

Reihe weiterer Veranstaltungen geben. Diese Veranstaltungen

stehen alle für sich. Mit „nachsommern.“ gestalten

wir jedoch alle gemeinsam ein ganz neuartiges Projekt! So

entsteht ein neues Miteinander von lokalen Kunstschaffenden,

Gewerbetreibenden, Hotellerie und Gastronomie.

Es gibt kein festes, vorgegebenes Programm, sondern einen

Rahmen und viel Platz für Ideen, Kunst und Experimente.

Wir freuen uns auch euch alle – mit euren eigenen

Ideen dabei sein wollen oder bei einer der Aktionen.

Informationen gibt’s auf der Homepage

Kontakt: Klaus Wührl-Struller

Mail: freude@nachsommern.de.

01.08 BAYREUTH BLÄTTERT

01.-15.08 SUMMER OF LOVE (FESTIVAL JUNGER KÜNSTLER)

02.08-06.09 FRÄNKISCHER THEATERSOMMER, HECKENTHEATER

02.09 VOLLMONDNACHT

21.-26.09 MACHT SPIELE WOCHE

29.10 ZAMMPOSIUM

30.10.-01.11. ZAMM DAS BAYREUTHER THEATERFESTIVAL

AUSSERDEM IN PLANUNG: WAGNER ANDERS, GOLDTAG

MACHT MAGAZIN — DIE ZWEI / JULI 2020 — WWW.WUNDERSAM-ANDERS.D


PROVINTZ

Redaktion: Provintz Redaktion // www.provintz.de

Provinz ist: Da fährt ein Bus hin. Alle 60 Minuten. Vielleicht.

Provinz ist: Der letzte Zug in die Großstadt fährt um 22 Uhr.

Wenn man Glück hat.

Provinz ist: Tastentelefone und kein WLAN.

Provinz ist: „Nimm dir Essen mit…“

Provinz ist: ein feiner Ausflug, aber „hier leben? Nein, danke!“

Kurz: Auch jenseits der eingespielten Orte gedeiht richtig

gute Kunst und Kultur. Gerade dort!

Diese Ansicht wollen wir mit dem neuen Magazin Provintz

feiern. Für das Schrille und Schräge steht das „tz“ und

schrill und schräg soll es werden.

Provintz ist aber auch: wilder Mut und kühne Träume in

abgelegenen Brachen.

Pronvitz ist: der schönste Dreck.

Provintz ist: die Kultur der Lücke pflegen.

Provintz ist: die besten Nutzungen, die das Zwischen zur

Dauer erheben.

Provintz ist: Es ist immer ein Platz am Tisch frei und meistens

sitzt schon jemand Tolles da.

E // WWW.PROFESSORIUM.DE // WWW.SPIELMOBIL-BAYREUTH.DE


WUNDERSAM ANDERS IN ÄGYPTEN - TEIL 1

Redaktion: Björn Jahreis // www.wundersam-anders.de

12 „wundersam anders – Menschen“ haben einen Trip gemacht

– Sie flogen nach Ägypten, zurück in Bayreuth waren

es noch 8! Einer für Alle, Alle für einen…

In diesem Fall: Einer für Alle, Alle für Goethe!

herbst tatsächlich mal etwas stand, das nach einem Buch

aussah. Ende des Jahres und im Januar 2020 wurden dann

Testspieler von der Straße zum Buch gezerrt und durften es

spielen, so dass wir noch Kleinigkeiten anpassen konnten

bis es dann hieß: So jetzt schreiben wir zusammen, was wir

Doch beginnen wir am Anfang unserer Reise… obwohl,

Liebe Leser, beginnen wir noch eher damit ihr überhaupt

einen Eindruck bekommt, um was es hier geht, wieso wir

brauchen, nehmen das ganze mal zwei, fliegen nach Ägypten

und bauen in Kairo und Alexandria das ganze vor Ort

noch mal nach. Jetzt wussten wir ja, wie es geht.

das alles gemacht haben und was dahinter steckt.

Gehen wir also ein Jahr zurück, in den Frühsommer 2019,

denn da kam es zum ersten Kontakt zwischen Marco Marino,

dem Häuptling von wundersam anders e.V. und Sven

Mensing (der Mann im Goethe-Institut, der daran schuld

ist, dass es überhaupt zu dieser Reise kam.)

Da das wundersam anders-Team bereits einiges an Erfahrung

im Bereich Escape Rooms sammeln durfte, sollte es

Sven und anderen Mitarbeiter diverser Goetheinstitute

mit Rat und Tat zur Seite stehen. Schnell kristallisierte sich

aber heraus, dass es bei diesem „theoretischen Support“

nicht bleiben sollte und mit einem praktischen „Dannmacht-mal“

beauftragt wurde.

Am 12. Februar 2020 war es dann soweit. Um 7 Uhr morgens

versammelten sich 10 Vereinsmitglieder mit speziellen

Superkräften wie Technikverständnis, Programmieren,

Schreinern, Messschnecken- und 10er-Bohrer-Zucht, Pappmaschee-Diplomen

oder einfach Größenwahn, Sprungbereitschaft

und Flexibilität am Bayreuther Bahnhof. Jeder

mit einem Koffer allerdings nur maximal halb gefüllt mit

Kleidung, aber dazu später mehr. Ab In den Zug, in Nürnberg

in den ICE, in München in die S-Bahn und am Flughafen

zur Kofferabgabe (genau in dieser Schnelligkeit). Auch

unsere zwei Nachzügler schafften es pünktlich, so dass das

12-köpfige Kompetenzteam vollzählig und motiviert war.

Bis zum Flug gingen alle nochmal einkaufen, essen, zum

Frühschoppen oder rauchten noch gefühlt eine Schachtel

Zigaretten.

Nach einigen Teammeetings und orkanartigen Brainstormings

stand im Sommer fest: Wir bauen ein begehbares

Buch mit 7 Siegeln und nehmen den Charakter „Mephisto“

als Storyline, um einen Bezug zu Goethe zu schlagen. Nach

einer durchdachten und tausendmal abgeänderten Story,

sowie Rätselideen und der Entwicklung ihrer Verwirklichung

entstand nach und nach das endgültige Konzept.

Also wagten wir uns schließlich an die Grundkonstruktion

und versuchten, das Buch Wirklichkeit werden zu lassen. Es

wurde probiert, die Statik verflucht, geändert und Blut und

Schweiß in der Werkstatt geschwitzt und letztendlich sogar

ein Architekt eingeschaltet, so dass irgendwann im Spät-

Kurz nach 12 ging´s dann endlich zum Boarding. Dank Marcos

hervorragender Vorbereitung verlief dies, genau wie

der Flug selbst, absolut problemlos bis auf die Tatsache,

dass ich mir im Flugzeug genau das Essen herausgesucht

habe, bei dem die Beilage Kartoffelbrei war. *würg*

Als wir in Kairo landeten wurden wir gleich damit konfrontiert,

dass wir in einem anderen Land und damit bei anderen

Sitten und Lebensumständen angekommen sind. So

wie die Leute aus dem Flugzeug stiegen, wurden sie gleich

in einen „betagten“ Kleinbus mit hervorragenden Diesel-

MACHT MAGAZIN — DIE ZWEI / JULI 2020 — WWW.WUNDERSAM-ANDERS.D


aroma geschubst, der nachdem er vollgestopft war (gefühlt

100 Leute auf 20 Sitzen) vom Rollfeld zum Hauptgebäude

„donnerte“. Man wollte uns aber noch nicht den kompletten

Kulturschock verpassen, weshalb auf diesem Weg das

Betätigen der Hupe (noch) nicht eingesetzt wurde. Als sich

unsere Gruppe aus drei Kleinbussen wieder zusammengefunden

hatte, kam der spannendste Teil: „Something to

declare?“ Wir antworteten alle mit „No“ und das hatte zwei

Gründe:

1.) Erklär dem ägyptischen Zoll mal auf Englisch (oder

arabisch) warum du ein LED-Display, welches aussieht wie

ein Countdown, viele bunte Kabel und eine Endoskopkamera

dabei hast. Dies erklärt übrigens auch, warum jeder

nur maximal einen halben Koffer Klamotten dabei hatte.

2.) Wir sind ein Verein in dem viel gespielt wird. Unter

anderem auch der Klassiker: „Ich packe meinen Koffer und

nehme mit…“ und da sind RFID-Chips, selbstgegossene

Edelsteine aus Epoxit-Harz oder Türklopfer doch die normalsten

Antworten und Dinge auf der Welt, weshalb wir

nicht wussten, was wir besonderes dabei gehabt haben

sollten.

AUSSERDEM sehen wir vertrauenserweckend aus und man

glaubte uns problemlos unsere „Nein“s, so dass wir das

Flughafengebäude unbehelligt und im Besitz aller Koffer

MIT Inhalt verlassen konnten. Draußen erwartete uns bereits

Sven, der uns zum Parkplatz führte, wo unser Privatbusfahrer

für die nächsten zwei Wochen mit einem etwas

lukrativeren, aber ebenfalls kleinen (aber für 12 Leute auseichenden)

Bus wartete und uns zu unserer gebuchten Unterkunft

für die ersten Tage brachte. Diese sah von außen

fast genauso einladend aus wie der Bus vom Rollfeld, aber

dafür innen MEGA ausgestattet war. Nach Zimmeraufteilung

(die durchaus gerecht war, denn ich hatte fünf Betten

für mich allein, dafür ab dem zweiten Tag keine Kissen und

Decken mehr *An dieser Stelle nochmal Danke an Mauro

und Robin ;-p * ) sammelten wir uns zum ersten Erkunden

der ägyptischen Hauptstadt, Geldwechseln und suchten

uns ein Lokal, um auf Abend zu essen und den Tag ausklingen

zu lassen. Gesättigt gingen wir zurück zur Unterkunft

und fielen fertig, aber motiviert für den nächsten Tag, vielleicht

auch ein wenig glücklich, den ägyptischen Verkehr

als Fußgänger überlebt zu haben und mit einem leichten

Dauerhupen im Ohr ins Bett...

PSSSSCHT! TIPP!

DEN ENTSTANDENEN

EXITROOM KÖNNT IHR IM

PROFESSORIUM SPIELEN!

E // WWW.PROFESSORIUM.DE // WWW.SPIELMOBIL-BAYREUTH.DE

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!