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MARION SAGT DIE ZUKUNFT VORAUS:„DIE CREW“ WIRD KENNERSPIEL DES JAHRES 2020!SPIEL GETESTET UNDEMPFOHLEN VONMARIONTesterin: Marion Schneider // www.wundersam-anders.deDer 24. August 2006 war ein schwarzer Tag für den kleinenPlaneten Pluto und seine Fans: der Status als Planet wurdeihm aberkannt! Unser Sonnensystem besteht seither nurnoch aus acht Planeten. Doch seit geraumer Zeit vermeldendie Messinstrumente Aufregendes: es mehren sich dieHinweise, dass sich ein noch unbekannter, großer Himmelskörperhinter dem Neptun befindet. So weit draußenim All, dass er bisher unentdeckt blieb. Jetzt ist es an derZeit, ihn aus dem Dornröschenschlaf zu holen!Das ist Eure Mission! Macht Euch auf den Weg zum neuntenPlaneten! Ihr seid Pioniere der Raumfahrt, mit modernsterTechnologie werdet ihr in ferne, unentdeckte Gebiete desWeltalls vordringen!Das ist eine große Geschichte für ein Spiel, das auf denersten Blick eher unscheinbar daherkommt: „Die Crew“erscheint erstmal wie ein als simples Stichspiel. Wer sichaber hier gelangweilt abwendet, verpasst ein hochspannendesSpiel voller Nervenkitzel.Wir spielen kooperativ, also gemeinsam, gewinnen oderverlieren zusammen. 50 Missionen gilt es zu bewältigen.Im Grunde ist es ein Stichspiel, es gibt vier Farben und vierTrümpfe. Die Farbkarten sind nummeriert von 1 bis 9, höhereZahlen stechen niedrigere. Wer also die höchste Zahlder angespielten Farbe in den Stich legt, gewinnt ihn. Soweit so simpel. Und jetzt kommt‘s: In Jeder Mission müssenbestimmte Aufgaben erfüllt werden, die gleichmäßigauf die Spieler verteilt werden. So muss Spieler A zum Beispielden Stich machen, in dem die gelbe 1 enthalten ist.Auch das klingt noch machbar – jedoch: Kommunizierendürfen wir auch nicht wie wir wollen, sondern nach bestimmtenRegeln.Natürlich dürfen wir den Mitspielern nicht einfach verraten,welche Karten wir auf der Hand haben. Pro Missionkann jede*r Spieler*in nur Informationen über eine einzigeKarte offenbaren und auch das nur nach einem festenMuster und nicht mündlich, sondern mit Hilfe von Plättchen.Da heißt es, genau überlegen: Was will uns Cara damitsagen, wenn sie signalisiert, dass die 4 ihre höchsteblaue Karte ist? und warum zum Teufel präsentiert unsLena ausgerechnet die gelbe 8 als niedrigste Gelbe???Schlafen sollte man bei diesem Hirnverzwirbler keine Sekunde.Umso größer die Freude, wenn eine Mission erfolgreichbeendet wird. Natürlich steigt der Schwierigkeitsgradpro Mission kontinuierlich an. Eine ausgefeilte Storyzu jeder Mission sorgt dafür, dass wir uns die ganze Zeitwirklich wie Astronauten auf dem spannendsten Einsatzihres Lebens fühlen.Im Begleitheft können die Spieler*innen notieren, welcheMissionen sie erfüllt haben und so ihren Spielstand abspeichernund später in gleicher Zusammensetzung weiterspielen.Es ist also jeder Gruppe selbst überlassen, wieviele Missionen sie am Stück erledigen möchte. Im Heftist Platz zum Notieren für sechs Gruppen, man kann aberauch einfach über den Vordruck hinaus weiterschreiben.Der Spielspaß hängt ganz wesentlich davon ab, dass sichdie Spieler auf die Geschichte einlassen, die kleinen Textelesen und vor allem gescheiterte Missionen nicht soschwer nehmen. Fehler passieren schließlich jedem mal– versuchen wir‘s also gleich nochmal!Zum Schluss wage ich noch den Blick in die magische Kugelund sage voraus: „Die Crew“ wird am 20. Juli zum Kennerspieldes Jahres gekürt werden! Verdient hat es dieseskleine Goldstück auf jeden Fall.DIE CREW IN KÜRZE:AUTOR: THOMAS SINGVERLAG: KOSMOSANZAHL SPIELER: 3 – 5 (VARIANTE FÜR 2)ALTER: AB 10 JAHRENDAUER: CA. 10 MINUTEN PRO MISSIONKOSTEN: CA. 12,99 €MACHT MAGAZIN — DIE ZWEI / JULI 2020 — WWW.WUNDERSAM-ANDERS.D