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Plusheft#1

LinzPLUS dokumentiert in regelmäßigen Abständen (3-4mal pro Jahr) alle Aktivitäten, Ideen und Pläne der Fraktion für ein besseres Linz. Zusammengefasst ist das ab sofort im Plusheft.

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BISSIG IM KLEINEN,<br />

VERSAGEN IM GROSSEN?<br />

#denkmalschutz, #hausweinmeister #baukultur<br />

+ + + + + +<br />

“Bissig im Kleinen aber<br />

völliges Einknicken im<br />

Großen, das ist unser<br />

Denkmalschutz.”<br />

Postkarten aus den 30er<br />

Jahren des letzten Jahrhunderts<br />

zeigen eine charmante<br />

Stadt, elegant, bürgerlich,<br />

pulsierend. Eine „Donauperle“<br />

mit noblen Cafes, Hotels,<br />

Kaufhäusern, unzähligen<br />

Kirchen jeder Epoche und<br />

schönen öffentlichen Räumen.<br />

Ein „Kleinod“ mit wunderschönen<br />

Parkanlagen, Villen<br />

und Schlössern und herrlichen<br />

Baudenkmälern aller Art. Doch<br />

Linz baut darauf nicht auf, im<br />

Gegenteil, seit Jahrzehnten<br />

wird hemmungslos abgerissen.<br />

Aus Schmerz darüber dokumentiere<br />

ich seit Jahren in meinem<br />

„Abrisskalender“ den Verlust an<br />

dieser historischen Bausubstanz.<br />

Auf der Liste „abgegangener<br />

Bauten“ befinden sich unzählige<br />

Gründerzeithäuser, Villen, ein<br />

Teil der Tabakfabrik, Jugendstilhäuser,<br />

die Eisenbahnbrücke,<br />

Arbeitersiedlungen der 1920er<br />

und 30er Jahre, die völlig intakte<br />

Anton Bruckner Universität, ein<br />

kürzlich saniertes Stadion und<br />

vermutlich bald sogar ein Teil der<br />

mittelalterlichen Stadtmauer im<br />

Salzstadel an der Donau… Bei<br />

all diesen Zerstörungen nimmt<br />

sich unsere Politik selbst aus dem<br />

Spiel, tut so, als seien ihr „die<br />

Hände gebunden“ und zeigt sich<br />

willfährig gegenüber egoistischen,<br />

ökonomischen Selbstoptimierern.<br />

Obwohl die Stadt „nachhaltig“<br />

+ + + + + +<br />

und „zukunftstauglich“ sein<br />

will, werden Immobilienspekulanten<br />

hofiert, Partikularinteressen<br />

gefördert und wertvoller<br />

atmosphärischer Lebensraum<br />

geplündert.<br />

Und der Denkmalschutz? Bissig<br />

im Kleinen, völliges Einknicken im<br />

Großen? Wie ist es möglich, dass<br />

die einzigartige Villa Weinmeister<br />

(1937-38, Architekt Stephan<br />

Thiersch) zum Abschuss freigegeben<br />

wurde, trotz frühzeitiger<br />

Hinweise auf die Geschichte und<br />

die Kunstwerke des Hauses?<br />

Dürfen wir die Frage stellen, wozu<br />

der Denkmalschutz eigentlich<br />

noch da ist? Kommt der Denkmalschutz<br />

noch seinem gesetzlichen<br />

Auftrag nach, wenn ein völlig<br />

intaktes, historisch einzigartiges<br />

Gebäude der gierigen Verwertung<br />

und dem kurzfristigen Profit<br />

geopfert wird? Hat das oberösterreichische<br />

Landeskonservatorat<br />

ausreichend Kompetenz<br />

und Führung, um unsere historischen<br />

Juwele verlässlich zu<br />

schützen?<br />

www.linzplus.at/post/bissig-imkleinen-versagen-im-großen<br />

Hier weiterlesen<br />

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