17.02.2022 Aufrufe

Paralympic News - Countdown PEKING 2022 - Ausgabe 1/2022

Paralympic News - Countdown PEKING 2022 - Ausgabe 1/2022

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Winter 2022

Paralympic

News

Das Magazin des Österreichischen Paralympischen Committees

XIII. WINTER-PARALYMPICS BEIJING 2022

4. BIS 13. MÄRZ

JETZT GILT’S!

Foto: GEPA pictures

IM PORTRÄT

DAS TEAM AUSTRIA

FÜR BEIJING

IM BLICKPUNKT

TEAMPLAYER UND

EINE SOLOKÄMPFERIN

IM INTERVIEW

ÖSV-PRÄSIDENTIN

ROSWITHA STADLOBER


AUSTRIAN SPORTS RESORTS

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editorial

Liebe Leserin,

lieber Leser!

Nur ein halbes Jahr nach den Paralympics in Tokyo wartet mit

den Paralympischen Winterspielen in Peking bereits das nächste

Highlight. Die Vorfreude ist groß, auch wenn es für unser gesamtes

Team die größte organisatorische Herausforderung in der Geschichte

des Österreichischen Paralympischen Committees darstellt. Und auch

der finanzielle Aufwand ist so groß wie nie zuvor. Aber der Aufwand

lohnt sich.

Wir sind trotz der schwierigen Umstände bestens und auf alle

Eventualitäten vorbereitet und hoffen vorrangig, dass unser

Paralympic Team Austria gesund nach China fliegt, von einer

Neue Gesichter,

große

Hoffnungen

Covid-19-Infektion verschont bleibt und auch

wieder gesund nach Hause kommt.

Vor allem aber wünsche ich mir,

dass bei den Winter-Paralympics

selbst der Sport im Vordergrund

steht und sich alle Sportlerinnen und

Sportler auf ihre Wettkämpfe konzentrieren

können. Sie haben jahrelang dafür

trainiert, diesem Höhepunkt alles untergeordnet

und sollen nun auf einer der

größten Sportbühnen der Welt zeigen,

was sie draufhaben.

Ganz besonders freut mich, dass der Umbruch

nach den Paralympics 2018 in Pyeong-

Chang, die für einige sehr erfolgreiche Athletinnen und

Athleten der Schlusspunkt war, erfolgreich geschafft wurde. Es freut

mich ganz besonders, dass wir einige junge Sportlerinnen und Sportler

mit dabei haben, die bei ihrem paralympischen Debüt

nicht nur wertvolle Erfahrungen sammeln, sondern

gleich ganz vorn mitfahren wollen – und

auch können.

Über allem steht aber, dass diese Paralympischen

Winterspiele überhaupt stattfinden

können. Die Athletinnen und Athleten

haben sich das jedenfalls verdient.

Ihre Maria Rauch-Kallat,

Präsidentin

Erinnern Sie sich noch an

die Paralympischen Sommerspiele

2008 in Peking?

Bei mir sind die Erinnerungen

noch ganz frisch. An moderne

Sportstätten, volle Tribünen

und herausragende sportliche Leistungen.

Ich erinnere mich nur zu gut an die Erfolge unseres Teams,

das viermal Gold und je einmal Silber und Bronze mit nach Hause

nehmen durfte. Oder an den ersten Paralympics-Auftritt des

damals 16-jährigen Andreas Onea, der sich seine Begeisterung für

den Sport und die paralympische Idee bis heute bewahrt hat.

14 Jahre danach kommt es zu einer historischen Premiere:

Vorbilder &

Mutmacher

Peking ist die erste Stadt, die sowohl Sommer-

aus auch Winterspiele ausrichtet – unter

völlig anderen Voraussetzungen. Die

Wettkampfstätten sind, das haben

die Olympischen Winterspiele bereits

gezeigt, wieder das Beste

vom Besten. Das gilt für die

neuen Skipisten in Yanqing

genauso wie für das nordische

Zentrum in Zhangjiakou oder die

Snowboardbewerbe in Genting.

Chinesische Zuschauerinnen

und Zuschauer sind zugelassen, was

zumindest für ein bisschen Stimmung

auf den Tribünen sorgen wird. Und sportlich

betrachtet sind wir nach den bisherigen Leistungen in dieser Saison

voller Zuversicht, dass wir wieder einige Medaillen feiern

dürfen.

Für uns sind es aber auch die zweiten Spiele im Zeichen der

Covid-19-Pandemie. Damit die Athletinnen und Athleten für ihre

Leistungen, ihren Einsatz und ihre Leidenschaft die größtmögliche

Aufmerksamkeit erhalten, haben wir nicht nur ein professionelles

Medien- und Content-Team dabei und organisieren wieder eine

Pressereise, mit dem Start der Paralympics eröffnen wir auch

wieder das Virtuelle Österreich-Haus täglich um 19:30 Uhr

auf www.oepc.at.

Die Sommerspiele in Tokyo haben mit tollen

Reichweiten das Potenzial gezeigt, mit der Kraft des

Wintersports wollen wir hier noch einen draufsetzen

und unsere Sportlerinnen und Sportler in herausfordernden

Zeiten auch von einer anderen Seite

präsentieren – als Vorbilder und Mutmacher.

Ihre Petra Huber,

Generalsekretärin

Herausgeber und Medieninhaber Österreichisches Paralympisches Committee (ÖPC), Clemens-Holzmeister-Straße 6, 1100 Wien, Tel.: +43/5/93 93-20330,

E-Mail: office@oepc.at, Internet: www.oepc.at Redaktion Petra Huber, Julia Wenninger, Christof Domenig, Matthias Nemetz, Stephan Schwabl

Fotoredaktion Thomas Polzer Fotos GEPA pictures Art-Direktion und Produktion Christoph Geretschlaeger Anzeigen Peter Wolf, Tel.: +43/664/357 38 48,

E-Mail: pepewolf@a1.net Herstellung Druck Styria GmbH & Co KG

impressum


inhalt

24

Markus Gfatterhofer ist

bereit, in Peking die

Piste zu rocken.

10 Peking Reloaded

Der Blick auf die Host City

12 Wir sind Team Austria

Österreichs AthletInnen im Porträt

18 Wettkampfplan Welche Bewerbe

wann über die Bühne gehen

20 Sendezeiten Der exakte Überblick

für alle, die daheim mitfiebern

22 Die Kärntner Connection Drei auf

den Spuren von Matthias Mayer

24 Beat it! Markus Gfatterhofer und das

spezielle Paralympics-Feeling

26 Vier gewinnt! Gleich vier Aigners

fahren in Peking um Medaillen

30 Am Weg zu neuen Zielen Die

nordische Solokämpferin Carina Edlinger

34 Die Alleskönner René Eckhart und

Alessandro Hämmerle im Doppel-Talk

38 Der Ort zum Mitfeiern – ist

wieder das Virtuelle Österreich-Haus

42 Die erste Frau im Wintersport

ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober

im Interview

Foto: GEPA pictures

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Mehr Mobilität.

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wünschen. Mit Fahrhilfen und Assistenzsystemen von Volkswagen

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Bedürfnisse ab. Kommen Sie zu uns, wir informieren Sie gerne.

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6 ÖPC-news

focus


Auf dem

Laufsteg

Die Kollektionspräsentation gehört

zur Vorbereitung auf die Paralympics

wie Training oder Wettkämpfe. Mitte

November stellten das Österreichische

Paralympische Committee und das

Österreichische Olympische Comité

in Innsbruck gemeinsam den Peking-

Look vor. Für das ÖPC gingen Nordisch-Allrounderin

Carina Edlinger,

Alpin-Aushängeschild Markus Salcher

und Snowboarder René Eckhart über

den Laufsteg. Das Trio machte aber

auch beim anschließenden Fotoshooting

eine gute Figur. „Der Tag

hat richtig Spaß gemacht“, freute

sich Carina Edlinger. Wir meinen:

Die Ergebnisse zeigen genau das!

Foto: GEPA pictures

ÖPC-news 7


focus

Paris 2024, ich komme!

Paralympics-Sieger. Europameister. Sportler des Jahres. Das Jahr 2021 hatte für Walter

Ablinger viele Höhepunkte zu bieten. 1000 Tage vor der Schlussfeier der Paralympics

2024 in Paris gab der Oberösterreicher ein Update zu seinen weiteren Karriereplänen –

und die lassen alle Fans auf eine vierte Paralympics-Teilnahme hoffen. „Spätestens im

Jahr 2024 werde ich vom Hochleistungssport zurücktreten“, so Ablinger, der sich für

seine „Road to Paris“ bewusst Wettkampfsport mit sehr hohen Ambitionen als Ziel

setzt: „Ich werde diese Zeit als zielorientierte Genusszeit wahrnehmen, aber ich möchte

mich auch bestmöglich auf Paris 2024 vorbereiten, um dann wieder den höchstmöglichen

Erfolg zu erzielen.“ Und als ob das der guten Nachrichten nicht schon genug

wäre, kann der 52-Jährige auch in Zukunft auf sein bewährtes Team bauen.

Foto: GEPA pictures

8 ÖPC-news


WENN

WIR WISSEN

MÜSSEN,

WAS PASSIERT.

WENN’S DRAUF ANKOMMT.


host city

Peking

Reloaded

Fotos: GEPA pictures, ÖOC/Michael Meindl

dDas gab es noch nie in der Geschichte der Paralympics: Die

Spiele kehren nach Peking zurück, das damit als erste Stadt

Austragungsort von Sommer- und Winterspielen ist. Die

Bewerbung Pekings setzte sich im Juli 2015 mit 44:40 Stimmen

gegen die kasachische Stadt Almaty durch.

Seither laufen die Vorbereitungen, damit vom 4. bis 13.

März 2022 rund 750 paralympische WintersportlerInnen aus

aller Welt um die begehrten Medaillen kämpfen können. Das

Paralympic Team Austria reist mit großen Zielen und Träumen

in Gold, Silber und Bronze in die chinesische Hauptstadt.

Das Organisationskomitee möchte mit seiner Vision

eines „freudigen Rendezvous auf reinem Schnee und Eis“

Chinas uralte Tradition ehren und, aufgebaut auf dem Vermächtnis

der Sommerspiele 2008, die paralympische Idee

wieder ein Stück größer machen.

Apropos groß: Die Sportstätten in den drei Wettkampfzonen

präsentieren sich von ihrer allerbesten Seite und

das nicht nur, weil sie zu hundert Prozent mit Energie aus

erneuerbaren Quellen betrieben werden.

Eröffnungs- und Schlussfeier finden – übrigens mit ZuschauerInnen

– im eindrucksvollen Nationalstadion, besser

bekannt als „Vogelnest“, im Herzen Pekings statt. Ebenfalls

von den Paralympics 2008 reaktiviert wurden das Nationale

Schwimmzentrum, in dem die Rollstuhlcurling-Bewerbe zur

Austragung kommen, und das Nationale Hallenstadion für

das Sledge-Hockey-Turnier.

10 ÖPC-news


Herzlich willkommen!

Die Volunteers

freuen sich

schon auf das

Paralympic Team

Austria.

Die SportlerInnen treten in 6 Sportarten und 78 Disziplinen

an. Erstmals in der Historie finden genauso viele Entscheidungen

für Frauen und Männer statt. Österreich wird in

den Schneesportarten Skifahren, Langlaufen, Biathlon und

Snowboarden vertreten sein und rechnet sich nach der

erfolgreichen Weltmeisterschaft im norwegischen Lillehammer

und Hafjell gute Medaillenchancen aus.

Auf die Alpinen wartet in Yanqing ein neues Skigebiet

mit anspruchsvollen (Maschinenschnee-)Pisten und modernster

Infrastruktur. Die Nordischen sind in Zhangjiakou,

gut eineinhalb Autostunden vom Alpinzentrum entfernt, die

Snowboarder fahren im Genting Snow Park, einem der traditionsreichsten

Skigebiete Chinas, um Edelmetall. In jeder

Wettkampfzone gibt es auch ein paralympisches Dorf.

Bei den Winterspielen 2018 in PyeongChang gab es für

die österreichische Mannschaft zwei Silber- und fünf Bronzemedaillen.

Die letzten Goldenen holte Markus Salcher 2014

in Sochi – der Kärntner gewann vor acht Jahren das Speed-

Double, wie heuer bei der Generalprobe in Lillehammer.

Nicht das einzige gute Omen, Peking war schon 2008 ein

erfolgreiches Pflaster. Bei den Sommerspielen gab es sechs

Medaillen für Österreich, vier davon in Gold.

„Wir haben sehr gute Erinnerungen an Peking, haben in

der Vorbereitung alles dafür getan, dass sich unsere Athletinnen

und Athleten voll und ganz auf ihren Sport konzentrieren

können, damit es wieder erfolgreiche Spiele werden“,

sagt ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat.

links: Das „Vogelnest“ war bereits 2008 der

Schauplatz von Eröffnungs- und Schlussfeier.

oben: Markus Salcher gewann 2014 in Sochi

die letzten rot-weiß-roten Goldmedaillen bei

Winter-Paralympics.

unten: Die Pisten in Yanqing präsentieren sich

von ihrer besten Seite – anspruchsvoll und

perfekt präpariert.

Leuchtendes Herz

Das Paralympics-Maskottchen der Winterspiele BEIJING 2022 ist

ein chinesisches Laternenkind, das auf den Namen „Shuey Rhon

Rhon“ ( 雪 容 融 ) hört.

Dieser setzt sich aus dem chinesischen Zeichen für Schnee,

jenem für Toleranz und dem für Verschmelzung zusammen.

Die Kombination fördert den Wunsch nach mehr Inklusion für

Menschen mit Beeinträchtigungen in der Gesellschaft und nach

mehr Dialog und Verständnis zwischen den Kulturen der Welt.

Die Laterne ist ein uraltes kulturelles Symbol des Landes,

das mit Ernte, Feiern, Wohlstand und Helligkeit assoziiert wird.

Das Leuchten, das von Shuey Rhon Rhons Herz ausgeht und

das BEIJING-Logo umschließt, symbolisiert

die Freundschaft,

die Wärme, den Mut und

die Ausdauer der paralympischen

AthletInnen

– Eigenschaften, die jeden

Tag Millionen von

Menschen auf

der ganzen Welt

inspirieren.

ÖPC-news 11


team austria

Wir sind

Vorhang auf für das Paralympic Team

Austria in BEIJING 2022: Wir stellen jene

Frauen und Männer vor, die vom 4. bis

13. März Österreichs Farben in den Sportarten

Ski alpin, Langlauf, Biathlon und

Snowboard vertreten.

Fotos: GEPA pictures

Team

Austria

ROMAN RABL*

SPORTART: Ski alpin DISZIPLINEN: Abfahrt, Riesenslalom, Slalom,

Superkombination, Super-G GEBOREN: 11. Juni 1991 WOHNORT:

Söll (T) BEHINDERUNG: Querschnittlähmung GRÖSSTE ERFOLGE:

3x Paralympics-Bronze in Sochi 2014 (Riesenslalom, Slalom,

Superkombination), 1x Gold und 2x Silber bei Weltmeisterschaften

* bei Redaktionsschluss noch nicht fix qualifiziert

VERONIKA AIGNER

SPORTART: Ski alpin DISZI­

PLINEN: Riesenslalom, Slalom

GEBOREN: 13. Februar

2003 WOHNORT: Gloggnitz

(NÖ) BEHINDERUNG: Sehbehinderung

GUIDE: Elisabeth

Aigner GRÖSSTE ERFOLGE:

5 Siege Saison 2020/21,

Sportlerin des Jahres mit

Behinderung 2020, kleine

Kristallkugel Riesenslalom

2020, kleine Kristallkugel

Slalom 2018/19

MANUEL RACHBAUER

SPORTART: Ski alpin DISZIPLINEN: Riesenslalom,

Slalom GEBOREN: 29. April 2000 WOHNORT:

Ebbs (T) BEHINDERUNG: halbseitige Lähmung

GRÖSSTE ERFOLGE: 4x Bronze und 1x Silber

bei österr. Meisterschaften

„Es ist ein bäriges Gefühl, Teil des Paralympic Team

Austria zu sein. Ich freue mich auf das Abenteuer und

möchte in Peking mein bestes Skifahren zeigen.“

12 ÖPC-news

Manuel Rachbauer


RENÉ ECKHART

SPORTART: Snowboard DISZIPLINEN:

Boardercross, Banked Slalom

GEBOREN: 20. März1987 WOHNORT:

Kaunertal (T) BEHINDERUNG: Amputation

des linken Unterschenkels

GRÖSSTE ERFOLGE: 2 Weltcupsiege

im Banked Slalom; 2020: 2. Platz

Disziplinenwertung Banked Slalom,

Gesamtweltcup Platz 4; 2.

Platz Boardercross, 3. Platz

Banked Slalom in La Molina

2019

MARKUS SALCHER

SPORTART: Ski alpin

DISZIPLINEN: Riesenslalom,

Abfahrt, Superkombi

GEBOREN: 1.

Juni 1991 WOHNORT:

Klagenfurt (K) BEHIN­

DERUNG: halbseitige

Lähmung GRÖSSTE

ERFOLGE: 2x Paralympics-Gold,

1x Paralympics-Bronze

2014 in

Sochi; 2x Paralympics-Bronze

2018 in PyeongChang; 4x WM-Gold, 1x WM-Bronze

(davon 2x Gold 2022 in Lillehammer); 1x Gesamtweltcupsieger,

1x RSL-Weltcupsieger, je 4x Abfahrts-

und Super-G-Weltcupsieger; Sportler des

Jahres mit Behinderung 2014 und 2017

„Die Plattform Paralympics

übersteigt alles, was wir

sonst sportlich erleben

dürfen. Ich hoffe, dass

mir die Erfahrungen von

Pyeong Chang in Peking

helfen werden.“

EVA-MARIA JÖCHL*

SPORTART: Ski alpin DISZIPLINEN:

Slalom, Riesenslalom GEBOREN:

11. Dezember 1995 WOHNORT:

St. Johann in Tirol BEHINDERUNG:

Amputation linker Arm GRÖSSTE

ERFOLGE: mehrfache österr.

Meisterin in Slalom und

Riesenslalom

* bei Redaktionsschluss noch

nicht fix qualifiziert

Nico Pajantschitsch

NICO PAJANTSCHITSCH

SPORTART: Ski alpin DISZIPLINEN: Slalom,

Riesen slalom, Abfahrt, Superkombi

GEBOREN: 2. März 1997 WOHNORT:

Globasnitz (K) BEHINDERUNG: ohne rechten

Unterarm geboren GRÖSSTE ERFOLGE:

Slalom-Silber im Weltcup 2019/20,

12. Platz Paralympics in PyeongChang 2018

ÖPC-news 13


team austria

„Die Paralympics sind

nur alle vier Jahre, schon

allein deshalb sind sie

etwas ganz Besonderes.

Ich hoffe, dass sich meine

Freude beim Skifahren

auch in den Ergebnissen

widerspiegelt.“

Thomas Grochar

JOHANNES AIGNER

SPORTART: Ski alpin DISZIPLINEN: Riesenslalom,

Slalom GEBOREN: 29. April 2005 WOHNORT:

Gloggnitz (NÖ) BEHINDERUNG: Sehbehinderung

GUIDE: Matteo Fleischmann GRÖSSTE ERFOLGE:

2x WM-Gold 2022 in Lillehammer (Slalom,

Parallelevent), 2x WM-Silber 2022 (Super-G, RSL),

1. Platz Europacup-Slalom 2021 Resterhöhe

THOMAS GROCHAR

SPORTART: Ski alpin DISZIPLINEN: Riesenslalom, Slalom

GEBOREN: 23. November 1993 WOHNORT: Klagenfurt (K)

BEHINDERUNG: Oberschenkelknochen und Wadenbein links

fehlen seit Geburt GRÖSSTE ERFOLGE: 2. Platz Europacup-

Slalom 2021 Resterhöhe, Slalom-Silber bei der WM 2017 in

Tarvis, Gold im WM-Team-Bewerb 2013 in La Molina

„Für mich als Sportler sind die Paralympics

das Allergrößte, mit der Teilnahme geht ein

Lebenstraum in Erfüllung.“

Christoph Schneider

CARINA EDLINGER

SPORTART: Nordisch, Biathlon DISZIPLINEN: 10 km, 12,5 km,

15 km klassisch, 10 km frei, Sprint GEBOREN: 13. August 1998

WOHNORT: Fuschl am See (S) BEHINDERUNG: Sehbehinderung

GUIDE: bei Redaktionsschluss noch offen GRÖSSTE ERFOLGE:

4x WM-Gold, 2x WM-Silber 2019 in Price George, 1x Paralympics-

Bronze 2018 in PyeongChang, 2x Gesamtweltcupsiegerin,

Sportlerin des Jahres mit Behinderung 2021

14 ÖPC-news


MICHAEL SCHARNAGL

SPORTART: Ski alpin DISZIPLINEN:

Riesenslalom, Slalom, Abfahrt, Superkombi

GEBOREN: 30. Juni 1989 WOHNORT: Wörgl (T)

BEHINDERUNG: halbseitige Lähmung

GUIDE: Florian Erharter GRÖSSTE ERFOLGE:

WC-SG 1. Platz Steinach am Brenner

„Es ist ein unglaubliches Gefühl, zu

wissen, dass daheim Menschen auf

einen stolz sind und mitfiebern.

Seit der Einkleidung steigt das

Kribbeln von Tag zu Tag!“

Michael Scharnagl

Gastkommentar

von Sportminister Werner Kogler

Nur ein halbes Jahr nach den

Paralympischen Spielen von

Tokyo treffen einander nun

die besten WintersportlerInnen

mit Behinderung

zum friedlichen Wettstreit.

In Peking und Umgebung.

Und es stellt sich

einmal mehr die Frage: Warum

ausgerechnet dort, wo es

doch in China um die Menschenrechte

miserabel bestellt ist, wo Minderheitenrechte

allzu oft ignoriert werden, wo absurd

viel Energie verpulvert werden musste,

um Wasser zur Schneeproduktion in eines

der trockensten Gebiete der Erde zu pumpen?

Die Diskussionen werden auch im Vorfeld der

Paralympics nicht verstummen und das ist gut

so. Weil sich eine Entscheidung, wie sie vor

sieben Jahren von der IOC-Vollversammlung

getroffen wurde, nicht wiederholen darf.

BARBARA AIGNER

SPORTART: Ski alpin

DISZIPLINEN: Riesenslalom,

Slalom GEBOREN: 29. April 2005

WOHNORT: Gloggnitz (NÖ) BEHIN­

DERUNG: Sehbehinderung GUIDE:

Klara Sykora GRÖSSTE ERFOLGE:

WM-Gold 2022 in Lillehammer

(Riesenslalom); 2x Sieg beim Weltcupslalom

2021/22 in St. Moritz

CHRISTOPH SCHNEIDER

SPORTART: Ski alpin

DISZIPLINEN: Abfahrt,

Super-G, Riesenslalom

GEBOREN: 5. August 1992

WOHNORT: Eben im Pongau

(S) BEHINDERUNG: Amputation

der rechten

halben Hand GRÖSSTE

ERFOLGE: 4. Platz

WM-Abfahrt 2019 in

Tarvis, 6 Weltcup-Podestplätze,

5. Platz im

Gesamtweltcup 2017

Klar ist aber auch, dass die AthletInnen keine

Verantwortung für fragwürdige Entscheidungen

der IOC-FunktionärInnen tragen. Sie sollen

die Freiheit haben, sich auf ihre Bewerbe

konzentrieren zu können, sie sollen ihren Karrierehöhepunkt

genießen können. Selbstverständlich

werde ich unseren paralympischen

AthletInnen von Österreich aus die Daumen

drücken. Ihnen gilt meine volle Unterstützung

und Anerkennung für ihre Leistungen.

Die Performance im Vorfeld, wie etwa bei der

Para-Ski-WM in Norwegen, gibt Anlass zur

Zuversicht, die Ausbeute der Paralympics

2018 (2 Silber-, 5 Bronzemedaillen) zu erreichen

oder sogar zu übertreffen. Unabhängig

davon wird das Sportministerium künftig auch

die WintersportlerInnen mit Behinderung mit

deutlich mehr Fördermitteln unterstützen. Zur

Verbesserung der Strukturen und Trainingsbedingungen

werden 2022 den Fachverbänden

und dem ÖBSV um insgesamt 500.000 Euro

mehr zur Verfügung stehen, auch die athletenspezifische

Spitzensportförderung wird im

Bereich Behindertensport aufgestockt. So erhält

jeder Paralympics-Medaillengewinner für

den nächsten Olympiazyklus eine garantierte

Fördersumme von 75.000 Euro pro Jahr.

Ich hoffe, dass künftig möglichst viele aus

dem ÖPC-Kader in den Genuss dieser Zusatzförderung

kommen. Nicht zuletzt deshalb

wünsche ich den AthletInnen des Paralympic

Team Austria erfolgreiche, vor allem aber

verletzungsfreie Wettkämpfe und freue mich

jetzt schon, sie am Abend des 14. März am

Flughafen Schwechat persönlich willkommen

heißen zu dürfen.

Ihr Werner Kogler

Vizekanzler und Sportminister

ÖPC-news 15


team austria

MARKUS GFATTERHOFER

SPORTART: Ski alpin DISZIPLINEN:

Riesenslalom, Slalom GEBOREN:

18. September 1991 WOHNORT:

St. Martin am Tennengebirge (S)

BEHINDERUNG: Querschnittlähmung

GRÖSSTER ERFOLG:

WM-Bronze im Riesenslalom 2017

in Tarvis

BERNHARD HAMMERL*

SPORTART: Snowboard DISZIPLI­

NEN: Boardercross, Banked Slalom

GEBOREN: 7. Mai 1977 WOHNORT:

Fügen (T) BEHINDERUNG: Amputation

rechter Unterschenkel GRÖSS­

TE ERFOLGE: 1. und 2. Platz im

Europacup 2021/22 in Hochfügen

(Banked Slalom), 1. und 2. Platz im

Europacup 2021/22 in Finnland

(Boardercross)

„Genau für diese Chance,

auf der paralympischen

Bühne abzuliefern, habe

ich die letzten Jahre hart

trainiert. Ich kann’s nicht

mehr erwarten, dass

es losgeht!“

Elina Stary

* bei Redaktionsschluss noch nicht fix qualifiziert

ELINA STARY

SPORTART: Ski alpin

DISZIPLINEN: Riesenslalom,

Slalom GEBOREN: 19. Dezember

2006 WOHNORT:

St. Georgen/Längsee (K)

BEHINDERUNG: Sehbehinderung

GUIDE:

Celine Arthofer GRÖSSTE

ERFOLGE: 5x WC-Silber im

1. Weltcupjahr (laufende

Saison), Gold und Silber

beim Paraski4Europe-

Event in Polen, 1. Europacupsieg

im Slalom mit

12 Jahren

Ausstatter:

Wir danken für Ihre Unterstützung!

16 ÖPC-news


Reisen in Deutschland

mit eingeschränkter Mobilität

Fränkisches Seenland, Steg am Altmühlsee © DZT/Jens Wegener

Gäste mit eingeschränkter Mobilität finden in Deutschland eine Vielzahl von Urlaubsmöglichkeiten. Von der

barrierefreien Unterkunft bis hin zu außergewöhnlichen Freizeitangeboten – vieles können Sie ohne Stufen

erreichen und mit viel Platz und Komfort genießen.

BARRIEREFREI FÜR GÄSTE

MIT EINGESCHRÄNKTER MOBILITÄT

In Deutschland erleben Sie vielfältige Kultur- und Natur-

erlebnisse auf engem Raum. Ob beim Museumsbesuch, beim

Shopping, beim Wandern oder Radfahren – entspannen Sie!

Sie werden merken: an vielen Orten ist man bereits genau auf

Ihre Bedürfnisse vorbereitet.

Viele Anbieter versuchen, den Zugang für alle zu ermöglichen.

Historische Gebäude wurden allerdings früher oftmals nicht

barrierefrei erbaut und dürfen heute aufgrund der Vorgaben

des Denkmalschutzes nicht nach Belieben umgebaut werden.

Deshalb kommt es immer wieder vor, dass Rollstuhlfahrer z. B.

nicht durch den Haupteingang in ein Gebäude gelangen können.

Oft ist allerdings ein Nebeneingang ohne Stufen und mit ausreichender

Türbreite vorhanden. Es gibt viele Initiativen und

Möglichkeiten auch für Gäste mit eingeschränkter Mobilität –

nicht nur in Städten, sondern auch in Naturräumen wie

Nationalparke, Naturparke und Biosphärenreservate. Informieren

Sie sich am besten im Vorfeld über die Gegebenheiten.

Das Angebot an barrierefreien Unterkünften wird kontinuierlich

ausgebaut. Pflegebetten gehören in Pflegehotels bereits

zur Grundausstattung oder können auf Wunsch organisiert

werden. Immer mehr Unterkünfte bieten eine größere Anzahl

an barrierefreien Schlafmöglichkeiten, sodass auch Gruppen

von Menschen mit eingeschränkter Mobilität gut untergebracht

werden können.

Nutzen Sie die Datenbank „Reisen für Alle“ mit einer Vielzahl

von Tourismusangeboten für Ihre individuelle Suche!

www.germany.travel/barrierefrei


wettkampfplan

Gleich am ersten Wettkampftag,

am 5. März, finden die

Abfahrtsbewerbe statt

(im Bild: Markus Salcher).

Der Ablaufplan:

Wann Österreichs AthletInnen im Einsatz sind

Foto: GEPA pictures

Event 4.3. 5.3. 6.3. 7.3. 8.3. 9.3. 10.3. 11.3. 12.3. 13.3.

Eröffnungsfeier

Biathlon

6 km

Damen/

Herren

10km

Damen/

Herren

Sehbehinderung

12,5km

Damen/

Herren

Sehbehinderung

Langlauf

18 km H

(sitzend)

15 km D

(stehend)

15km

Klassisch,

Damen

Sehbehinderung

Sprint

Damen/

Herren

(Freistil)

10km Frei,

Damen

Sehbehinderung

Ski alpin

Abfahrt

Damen/

Herren

Super-G

Damen/

Herren

SuperKombi

Damen/

Herren

Riesenslalom

Herren

Riesenslalom

Damen

Slalom

Herren

Slalom

Damen

Snowboard

Cross

Damen/

Herren

Qualifikation

Cross

Damen/

Herren

Banked

Slalom

Damen/

Herren

Schlussfeier

18 ÖPC-news

Den gesamten Wettkampfkalender gibt es auf dieser Website: www.oepc.at

Medaillenentscheidung


GRENZENLOSE

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sendezeiten

Die Sendezeiten im und online auf

www.oepc.at im „Paralympic Report“

Uhrzeit 4. 3. 5. 3. 6. 3. 7. 3. 8. 3. 9. 3. 10. 3. 11. 3. 12. 3. 13. 3.

02:00

www.oepc.at

ORF 1

ORF SPORT+

03:00

04:00

05:00

06:00

07:00

08:00

09:00

10:00

11:00

12:00

13:00

14:00

15:00

16:00

17:00

18:00

19:00

20:00

21:00

11:55–13:55

Eröffnungsfeier

LIVE

02:55–06:00

Abfahrt

Damen &

Herren

LIVE

15:05–15:25

Highlights

Tag 1

15:00–17:00

Abfahrt

Damen &

Herren

02:55–07:30

Super-G

Damen &

Herren

LIVE

12:55–13:15

Highlights

Tag 2

15:00–17:00

Super-G

Damen &

Herren

05:10–07:00

Langlaufen

15 km kl.

stehend

Damen

LIVE

15:00–17:00

Langlaufen

15 km kl.

stehend

Damen

19:05–19:25

Highlights

Tag 3

02:55–05:00

SuperKombi

Super-G

D & H

LIVE

07:10– 08:15

SuperKombi

Slalom D & H

LIVE

15:00–17:00

Super-

Kombi

Damen &

Herren

19:05–19:25

Highlights

Tag 4

20:15–20:35

Highlights

Tag 4

04:55–08:05

SF & Fin LL

Sprint

Freistil

Damen &

Herren

LIVE

15:00–17:00

SF & Fin LL

Sprint Freistil

Damen

& Herren

19:05–19:25

Highlights

Tag 5

20:15–20:35

Highlights

Tag 5

02:55–04:50

Riesenslalom

1. DG

Herren

LIVE

06:55–08:30

Riesenslalom

2. DG

Herren

LIVE

16:00–18:00

Riesensl.

Herren

Highlights

02:55–04:15

Riesenslalom

1. DG

Damen LIVE

06:10–07:30

Riesenslalom

2. DG

Damen

LIVE

TIPP: Der 30-minütige Livestream

Paralympic Report“, täglich aus

dem Virtuellen Österreich-Haus, vom 4. bis

13. März um 19:30 Uhr auf: www.oepc.at

17:30–17:50

Highlights

Tag 6

20:15–20:35

Highlights

Tag 6

15:00–17:00

Riesenslalom

Damen

Highlights

19:05–19:25

Highlights

Tag 7

02:55–04:30

Slalom 1. DG

Herren LIVE

04:30–05:15

Konferenzschaltung

Langlaufen

und Slalom

LIVE

06:25–08:00

Slalom H. &

Langlaufen

10 km Fr.

stehend H

08:00–10:00

LL 10km

Freistil & Slalom

Herren

Highlights

18:55–19:15

Highlights

Tag 8

02:55–03:50

Slalom 1. DG

Damen LIVE

05:40–07:20

Slalom 2. DG

Damen LIVE

08:00–10:00

Slalom

Damen

Highlights

16:00–16:20

Highlights

Tag 9

P A R A L Y M P I C R E P O R T 19:30–20:00 täglich auf www.oepc.at

20:15–20:35

Highlights

Tag 9

22:00

20 ÖPC-news

22:00–22:20

Highlights

Tag 1

22:00–22:20

Highlights

Tag 3

22:20–22:40

Highlights

Tag 2

22:30–22:50

Highlights

Tag 7

22:00–22:20

Highlights

Tag 8

Am Sonntag, dem 27. März, gibt es von 11:50 bis 12:50 Uhr auf ORF 1 die Highlights der

Paralympics BEIJING 2022, die Sendung wird am 28. um 20:15 auf ORF Sport + wiederholt.


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schwerpunkt

Thomas Grochar

startet in

seine dritten

Paralympics:

„Dort zählen

nur Medaillen –

das will ich

erreichen.“

Kärntner

Die

Connection

mManche Leute sammeln Münzen. Andere sammeln Briefmarken,

Puppen oder Bücher. Nicht Markus Salcher, denn

er sammelt Medaillen. Zwei Paralympics-Goldmedaillen hat

er von den Spielen 2014 in Sochi zu Hause hängen, drei weitere

in Bronze aus Sochi und PyeongChang 2018. Dazu kommen

über 10 Medaillen von Paraski-Weltmeisterschaften.

Sechs Goldene sind es im Einzel, erst unlängst hat Salcher

seine Sammlung erweitert, bei der WM in Lillehammer gelang

ihm zum dritten Mal nach La Molina 2013 und Tarvis

2017 das Speed-Double aus Abfahrt und Super-G.

Der 30-Jährige stellt eines klar: „Ich ziehe noch nicht

den Schlussstrich unter diesen Winter, ich habe in Peking

noch etwas vor.“ Klingt fast wie eine Drohung an die Konkurrenz.

Ein gutes Omen gibt es jedenfalls: Sein Kärntner

Landsmann Matthias Mayer gewann in Peking zum dritten

Mal in Serie Gold bei Olympischen Spielen. 2014 und 2018

legte Mayer bei den Olympischen Spielen jeweils Gold vor,

beide Male zog Salcher mit drei bzw. zwei Paralympics-

Medaillen nach. „Unglaublich, dass es ‚Mothl‘ wieder geschafft

hat“, streut Salcher dem dreifachen Olympiasieger

Rosen. „Über all diese Jahre immer wieder auf den Punkt

da zu sein ist schon beeindruckend. Er hat die Geschichtsbücher

neu geschrieben, das verdient den allerhöchsten Respekt.“

Nachsatz: „Und er ist trotzdem am Boden geblieben,

das zeichnet ihn aus.“

Yes, We Can

Die Kärntner Connection Salcher–Mayer soll auch in Peking

Glück bringen. Auch andere Athleten aus dem südlichsten

Bundesland wollen bei den Paralympics überzeugen, mit

Thomas Grochar und Nico Pajantschitsch sind zwei weitere

Ski-Herren im Paralympic Team Austria. 2014 präsentierte

sich Grochar erstmals auf der paralympischen Bühne – und

carvte in Sochi nur knapp an einer Medaille vorbei – Platz 5.

Die holte er sich dann im WM-Slalom 2017 in Tarvis in Silber.

In PyeongChang hatte der Allrounder – er startete in

22 ÖPC-news


„Ich ziehe

noch nicht den

Schlussstrich

unter diesen

Winter, ich habe

in Peking noch

etwas vor.“

Markus Salcher

Medaillensammler Markus Salcher: In Peking soll die

Sammlung wieder größer werden. Nico Pajantschitsch

(rechts als Interviewgast) ist der Jüngste der Kärntner im

Team, Trainingspartner Salcher ist sein Vorbild.

Fotos: GEPA pictures

allen Disziplinen außer der Abfahrt – das Glück nicht auf

seiner Seite. Und im Winter 2018/2019 setzte ihn eine Verletzung

lange außer Gefecht. Aber Grochar ließ sich davon

nicht stoppen – und kam stärker zurück. „Ich weiß, dass ich,

wenn ich es runterbringe, zu den Allerschnellsten gehöre.

Bei den Paralympics zählen die Medaillen – und ich will

dieses Ziel erreichen.“

Pajantschitsch ist der Jüngste im Kärntner Trio. Er

schnupperte in PyeongChang bereits Paralympics-Luft, in Peking

will er mehr: „Das Ziel ist es, eines Tages bei den Spielen

auf dem Podest zu stehen.“ Sein Vorbild trainiert täglich mit

ihm: Markus Salcher. „Von ihm kann ich mir viel abschauen.

Eines Tages will ich auch so erfolgreich sein wie er.“

Rosige Zukunft

Warum gerade die Kärntner im Para-Skisport so erfolgreich

sind? „Wir haben im Olympiazentrum Kärnten großartige

Trainingsbedingungen, können dort auf allerhöchstem Niveau

arbeiten. Das ist die Grundlage. Ich würde mir wünschen,

dass dies auch in allen anderen Bereichen so gut funktioniert.

Wir haben schon einige Schritte in die richtige Richtung

gemacht, aber es gibt noch einiges zu tun.“

Und auch in Zukunft sollte die Kärntner Fraktion im

Paraski-Weltcup stark sein. Zum einen, weil Salcher noch

lange nicht ans Aufhören denkt („Ich will auch 2026 in

Cortina dabei sein!“), zum anderen, weil mit Elina Stary

eine erst 15-Jährige Schlagzeilen schreibt: WM-Silber und

WM-Bronze waren die ersten Rufzeichen, weitere sollen

in Peking folgen.

ÖPC-news 23


schwerpunkt

w

Beat

Wann immer Markus Gfatterhofer auf die Paralympischen

Spiele angesprochen wird, huscht dem Monoski-Ass ein

breites Lächeln übers Gesicht: „Das Drumherum ist ganz

speziell. Ich finde dieses Paralympics-Feeling mega, das hat

man sonst bei keinem einzigen Event.“

Zu viel Druck in PyeongChang

Bereits 2018 kam der Salzburger in den Genuss von Winterspielen,

setzte sich in PyeongChang aber „brutal unter

Druck“ und ging letztlich leer aus. „Die Nervosität wurde

immer größer und ich habe letztlich meine Leistung nicht

bringen können“, erinnert sich Gfatterhofer.

Vier Jahre später will es der mittlerweile 30-Jährige

besser machen. Und vor allem nicht die Lockerheit verlieren:

„Wenn man ruhig bleibt und sich nicht so reinsteigert, ist

man lockerer und konzentrierter.“ Und wenn dann auch noch

das Set-up zu den Schneebedingungen in Peking passt,

könnte sich sein großer Traum erfüllen: „Das Ziel ist immer,

ganz oben zu stehen!“

Musik als Taktgeber

Eine wichtige Rolle am Weg zu Paralympics-Edelmetall

könnte dabei die Musik spielen, denn wann immer Gfatterhofer

auf seine Gitarre angesprochen wird, huscht ein

breites Lächeln über sein Gesicht: „Die Musik gibt mir ein

Gefühl, das ich bei keiner anderen Sache in mir spüre. Es ist

ein super Ausgleich zum actiongeladenen Sport.“

it!

Mittlerweile ist die Musik nicht nur ein guter Gegenpol,

sondern beeinflusst auch sein Monoskifahren: „Ich bin generell

ein feinfühliger Mensch und brauche die Musik, um auch

im Sport zu funktionieren. Ich fahre zum Beispiel im Slalom

auch oft nach dem Beat des Basses.“

Und dieser Beat soll Gfatterhofer in Peking so schnell

wie möglich ins Ziel bringen. Dann könnte es für den Salzburger

ganz besondere Klänge geben, nämlich jene der

österreichischen Bundeshymne.

In PyeongChang hat

ihm noch die Lockerheit

gefehlt. Genau das will

Markus Gfatterhofer in

Peking anders machen.

Fotos: GEPA pictures

24 ÖPC-news


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schwerpunkt

Veronika

Viergewinnt!

Veronika, Elisabeth, Barbara

und Johannes: Gleich vier

Aigners fahren in BEIJING

um Medaillen.

Johannes Aigner mit Guide Matteo Fleischmann

auf der Fahrt zu WM-Silber im Super-G

(l.) und Guide Elisabeth Aigner bei der Einkleidung

für BEIJING; im kleinen Bild bei der Kür zu Österreichs

Sportlerin des Jahres mit Behinderung 2020

zZwei Geschwister bei Paralympics hat es 2018 mit Carina

Edlinger und ihrem Bruder Julian als Guide gegeben. Vier

Geschwister bei Paralympics, das klingt rekordverdächtig.

Veronika Aigner (19) mit ihrer Schwester Elisabeth (23) als

Guide sowie die 16-jährigen Zwillingsgeschwister Barbara

und Johannes Aigner werden in BEIJING in den Alpinskidisziplinen

in der Klasse der AthletInnen mit Sehbehinderung

am Start stehen. Mehr noch: Allen Aigners sind Medaillen

zuzutrauen.

Dennoch sind die Voraussetzungen der Aigner-Geschwister

aus Gloggnitz (NÖ) nicht vergleichbar. Veronika

Aigners Weg führte lange bergauf. Nach etlichen Weltcupund

Europacuperfolgen sowie Gesamtsiegen im Slalomund

Riesenslalomweltcup wurde sie 2020 als Österreichs

Sportlerin des Jahres mit Behinderung ausgezeichnet, ehe

sie im Februar 2021 von einem schweren Trainingssturz gestoppt

wurde. Nach Kreuzband- und Meniskusriss in beiden

Knien kämpfte sie sich zurück, da folgte im November 2021

der nächste Rückschlag: Sie und Elisabeth wurden in einen

schweren Autounfall verwickelt, ihr Auto von einem trotz

Überholverbot überholenden Fahrzeug erwischt. Die Para-

Ski-WM in Lillehammer im Jänner mussten die zwei daher

auslassen, ohne Rennpraxis fahren sie nach BEIJING.

Fotos: GEPA pictures, WPSS World Championships/Andersen

26 ÖPC-news


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schwerpunkt

Barbara Aigner im

Training und unten

mit ihrem Guide

Klara Sykora.

In Lillehammer

holten sie gemeinsam

Gold im

Riesenslalom.

Bei ebenjener WM in Norwegen im Jänner, den um ein

Jahr verschobenen World Para Snow Sports Championships,

zeigten dafür die jüngsten Aigners eindrucksvoll,

was in ihnen steckt: Zweimal Gold (im Slalom und Parallelbewerb)

sowie zweimal Silber (Riesenslalom, Super-G) holten

Johannes Aigner und sein Guide Matteo Fleischmann.

Barbara Aigner gewann – mit Klara Sykora – Gold im Riesenslalom.

Johannes gewann nur eine Woche später auch

den Gesamtweltcup in Slalom, Riesenslalom und Super-G.

Riesiger Zusammenhalt

Woher genau in der Familie Aigner das Talent für den Skirennsport

kommt, wissen die Geschwister gar nicht so genau.

„Von den Eltern nicht“, sagt Johannes.

Die älteren Schwestern unter

den insgesamt fünf Kindern,

Irmgard und Elisabeth, waren aber

auch schon im Skirennsport in den

Nachwuchsklassen erfolgreich.

Elisabeth fuhr FIS-Rennen und

Johannes Aigner mit

Matteo Fleischmann

in Lillehammer

als sie ihre eigene Karriere nicht mehr fortsetzte, übernahm

sie von Irmgard die Rolle als Veronikas Guide.

Der Familienzusammenhalt bei den Aigners ist riesig,

erzählt Veronika, die Eltern investieren viel, um den Kindern

den Rennlauf zu ermöglichen. Trotz Sponsoren wie Toyota

(der den Aigners einen Van für die Fahrt zu den Rennen zur

Verfügung stellt) würde es ohne den großen elterlichen Einsatz

nicht gehen. „Bei der WM sind wir daheim vorm Fernseher

gesessen“, erzählt Veronika, „als Johannes und Barbara

zu ihren Erfolgen gefahren sind. Alle haben geschrien,

vor allem die Mama ist da mit Leib und Seele dabei. Ich hab

mich riesig für die beiden gefreut – obwohl ich natürlich ein

bisschen traurig war, dass ich nicht dabei sein konnte.“

Dass Veronika in BEIJING nicht einfach nur „dabei sein“

will, versteht sich, sie dämpft aber die Erwartungshaltung.

Nach ihren Verletzungen haben die Vergleichsmöglichkeiten

durch Rennen gefehlt. Sie hat auf ihrem Weg zurück viel mit

Günther Hirnböck trainiert – „er meint, dass die Medaillenränge

drin sind“, erzählt sie. Selbst möchte sie zumindest

unter die Top 5. Obwohl es ihre erste Paralympics-Teilnahme

ist, hat sie bereits paralympische Luft geschnuppert, mit

Elisabeth gemeinsam war sie 2018 beim Jugendcamp des

ÖPC in PYEONGCHANG mit dabei.

Barbara und Johannes, die beide im ÖSV von Markus

Gutenbrunner trainiert werden, gehören nach ihren WM-Erfolgen

natürlich zum engen Kreis der MedaillenanwärterInnen.

„Die Paralympics stehen noch eine Stufe über der Weltmeisterschaft“,

sagt Johannes, der zweifache Weltmeister

von Lillehammer. „Wir wissen auch nicht, wie die Verhältnisse

in Peking sind. Eine Medaille ist einmal das Ziel. Und

wenn es noch mehr wird, wäre es wirklich geil.“ Und Barbara

erklärt: „Eine Medaille bei den Paralympics wäre mein

größter Wunsch. Wenn es aber jetzt noch nicht aufgehen

sollte, freue ich mich dennoch über die gesammelte Erfahrung.“

Vielleicht stehen Veronika, Elisabeth und Barbara

aber auch gemeinsam auf demselben Siegerpodest. Möglich

wäre es im Slalom wie im Riesenslalom. Drei Schwestern

gemeinsam auf einem paralympischen Siegerstockerl – das

wäre erst recht ein Fall für die Geschichtsbücher.

28 ÖPC-news


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Die mentale

Hürde ist auch

gleichzeitig die

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schwerpunkt

Carina Edlinger ist die einzige nordische Athletin

in Österreichs Team für BEIJING. Nicht nur,

weil sie erstmals auch im Biathlon antritt, ist

für die Salzburgerin heuer einiges ungewohnt.

Am Weg zu neuen

Zielen

rRückblick: Im März 2021 sicherte sich Carina Edlinger im

finnischen Vuokatti zum vierten Mal den Gesamtweltcup im

Para-Langlaufen. Vier Weltmeistertitel hat die jetzt 23-Jährige

zudem in ihrer Karriere schon zu Buche stehen. Im

Oktober 2021 holte sich die Salzburgerin den verdienten

Lohn für die starke letzte Saison ab: in Form der Trophäe

als Österreichs Sportlerin des Jahres mit Behinderung.

Schon damals blickte die in Fuschl im Salzkammergut

wohnhafte Athletin aber mit gemischten Gefühlen auf den

nahenden Paralympics-Winter 2021/22 voraus. Guide Daniel

Bauer, mit dem sie die letzten beiden Saisonen erfolgreich

bestritten hatte, stand nicht mehr zur Verfügung. Die Suche

nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin gestaltete

sich schwierig: „Das Problem ist, dass es unglaublich

schwer ist, jemanden zu finden, der das entsprechende

Leistungsniveau mitbringt. Wenn du jemanden gefunden

hast, muss der auch die Zeit und den Willen haben, es auch

zu machen“, verglich sie die Sache unlängst mit der sprichwörtlichen

Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Nach Auf

und Ab und vielen Mühen zeichnete sich zu Redaktionsschluss

dieser Ausgabe doch eine Lösung in der Guide-

Frage ab – fix war die aber noch nicht …

Bei der Weltmeisterschaft in Lillehammer im Jänner

wagte es Edlinger jedenfalls erstmals seit sechs Jahren,

ohne Guide in einen Wettkampf zu starten. Möglich war dies

nur, weil sich das Sehvermögen der Salzburgerin aufgrund

neuer Therapien im letzten Jahr gebessert hat! Dadurch

wurde sie auch neu klassifiziert und kam in eine Klasse, in

der es möglich ist, mit oder ohne Guide zu laufen. Als Einzige

in ihrer Klasse solo unterwegs, schaute bei der WM als

Foto: GEPA pictures

30 ÖPC-news


Paralympische

Winterspiele

Peking

04.03. – 13.03.2022

GLÜCK IST,

GEMEINSAM

GRENZEN ZU

ÜBERWINDEN

Foto: © GEPA pictures

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Österreichischen Lotterien geht daher weit über den Spielerschutz hinaus. So sind wir der größte und wichtigste Sportfinanzier des

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Unterstützung wären dem Spitzensport viel engere Grenzen gesetzt. Wir sind stolz darauf, damit einen wichtigen Beitrag zum

Erfolg der österreichischen Sportler leisten zu können.

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schwerpunkt

Versöhnliches

Ende der Paralympics

2018:

Bronze über

7,5 km klassisch

Fotos: GEPA pictures

Ein Herz und

eine Seele:

Carina Edlinger

und Labrador

„Riley“

bestes Resultat Platz vier über zehn Kilometer klassisch

heraus. Klingt nicht schlecht, vor allem, wenn man die Umstände

mitbedenkt, es war aber nicht das, was sie sich vorgenommen

hatte. „Wir waren sehr gut vorbereitet und ich

habe alles rausgeholt, was machbar war. Ein paar Dinge

sind jedoch nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt

haben. Wir wissen, dass ich viel mehr kann“, zog Edlinger

nach der WM ein Resümee.

Mit wir meint die 23-Jährige auch das ganze Team um

sie herum, vor allem ihren Trainer Gerald Bauer und ihren

Servicemann Rudolf Hirschegger hebt sie hervor. „Man kann

nicht alle namentlich aufzählen, aber Rudi wäre an sich nur

Bundespräsident

Alexander

Van der Bellen

gratuliert der

Sportlerin des

Jahres 2021.

für die Ski zuständig gewesen, ist dann aber heuer immer

mit mir gemeinsam auf die Trainingskurse gefahren. Auch

Geri hat sich richtig reingekniet. Wir sind fast wie eine Familie

geworden.“ Mit zur Familie gehört auch ihr Partnerhund

„Riley“ – der schwarze Labrador und sie sind seit 2019 ein

unzertrennliches Duo.

Premiere im Biathlon

In BEIJING bildet Carina Edlinger Österreichs nordisches

Ein-Frau-Team – eine Situation, die sie an sich seit Jahren

gewohnt ist. Trotz der nicht einfachen Vorzeichen ist sie

überzeugt, dass an guten Tagen viel für sie drin ist – ob

mit oder ohne Guide. In PyeongChang 2018 gab es bei ihrer

paralympischen Premiere mit einer Bronzemedaille einen

versöhnlichen Abschluss, doch als Topfavoritin gestartet,

konnte sie aus gesundheitlichen Gründen ihr wahres Leistungsvermögen

nicht abrufen: „Die Medaille war schön,

aber der dritte Platz nicht das, was ich draufhatte.“ Vielleicht

läuft es in BEIJING ja umgekehrt und das Glück kehrt

zu ihr zurück. Ihre Lieblingsdisziplin ist der Skating Sprint,

„da sehe ich auch meine größten Chancen“.

Und: Carina Edlinger tritt neben dem Langlaufen auch

erstmals im Biathlon an. Das Schießen trainiert sie schon

längere Zeit mit, eigentlich wollte sie im letzten Winter im

Weltcup schon einen Bewerb bestreiten – eine Verletzung

hat das dann verhindert. Bei der WM in Lillehammer landete

sie jetzt bei ihrer Biathlon-Premiere als bestes Resultat auf

Platz 10 über zehn Kilometer – bei fünf Fehlschüssen.

Aufs Schießen wird es auch ankommen, weiß Edlinger,

im Para-Biathlon schießen die AthletInnen mit Sehbehinderung

übrigens mit einem Infrarotsystem nach Gehör. „Es

liegt mir grundsätzlich“, verrät sie, „ich muss mir nur die

Zeit nehmen und darf am Schießstand nicht hektisch werden.

Im Vergleich zu den Konkurrentinnen fehlt mir noch die

Konstanz.“ Andererseits hat sie in Lillehamer im Training

schon eine Serie mit 49 Treffern bei 50 Schüssen hingelegt.

„Wenn es gut läuft, ist auch im Biathlon alles drin.“

32 ÖPC-news


schwerpunkt

d

Der eine ist Gesamtweltcupsieger und frisch gebackener

Olympiasieger, der andere hat ein Weltcuprennen gewonnen

und freut sich auf seine ersten Paralympics: Alessandro

Hämmerle und René Eckhart. Wir haben die beiden Snowboardcrosser

zum Doppelinterview gebeten, über Inklusion

und Sensation, Mut und Risiko und natürlich die Bretter, die

ihnen die Welt bedeuten.

René, was ist die letzte Nachricht, die dir Alessandro

aufs Handy geschickt hat?

René Eckhart: Die ist direkt aus Peking gekommen: dass

der Kurs in Genting eine Sensation ist. Das hat die Vorfreude

auf meine ersten Paralympics noch einmal gesteigert.

Alessandro, du hast nicht nur den olympischen Test-

Event gewonnen, sondern dann auch Olympia-Gold.

Worauf wird es für René ankommen?

Alessandro Hämmerle: Den Shapern ist es gelungen,

einen großen, schnellen und trotzdem sicheren Kurs zu

bauen. René hat die Technik und den Mut, den es da runter

braucht. Ich traue ihm ebenfalls sehr viel zu!

Premiere: René Eckhart startet als erster

Kaunertaler bei Paralympischen Winterspielen.

Ihr habt seit letztem Jahr immer wieder gemeinsam

trainiert. Wie ist es dazu gekommen?

Eckhart: Bei uns wird die Inklusion jetzt richtig gelebt, ich

kann immer wieder mit dem Weltcup- und dem Europacupteam

mittrainieren. Beim ersten Mal war ich ein bisschen

DieAlleskönner

Olympiasieger: Alessandro

Hämmerle hat in Peking

perfekt vorgelegt.

nervös, aber die Jungs haben mich unglaublich herzlich aufgenommen.

Ein großes Dankeschön auch an den ÖSV und

an Christian Galler, der das sehr unterstützt hat – bis hin

zum Servicemann, der mir einen Rennschliff gemacht hat.

Hämmerle: Für uns als Athleten aus einer Randsportart ist

es selbstverständlich, dass wir uns gegenseitig helfen. Ja,

im Westen genießt der Snowboardcross mittlerweile ein

hohes Standing, aber wir müssen zusammenhelfen, um

unseren Sport in den Kopf der Menschen zu bringen. René

ist ein wilder Hund, ich freue mich schon darauf, wieder mit

ihm zu fahren.

Was macht die Faszination Snowboardcross für euch

aus?

Eckhart: Dass es vom Start bis ins Ziel richtig zur Sache

geht. Vier Leute im Kurs, zwei kommen weiter. Es gibt Steilkurven,

Roller, Kicker in allen Größen. Das ist Adrenalin pur!

Hämmerle: Ich liebe diesen Mix aus vielen Sportarten.

Die Sprünge gehen mehr in Richtung Freestyle, die Kurven

kommen eher vom Racing. Dazu kommt der Faktor Geschwindigkeit.

Um schnell zu sein, musst du wirklich alles

beherrschen.

Eckhart: Genau das ist es. Der Berg ist mein Spielplatz,

Fotos: GEPA pictures

34 ÖPC-news


schwerpunkt

Rechts – Spielplatz

Berg: Egal, ob auf der

Rennstrecke oder im

frischen Powder, der

Tiroler fühlt sich im

Schnee einfach wohl.

Unten – Infos aus erster

Hand: Alessandro

Hämmerle testete den

Snowboardcross-Kurs

bereits bei den

Olympischen Spielen.

Fotos: GEPA pictures

egal, ob ich auf einem Kurs trainiere oder im Powder unterwegs

bin. Das ist das beste Training. Und der Spaß darf

nicht zu kurz kommen. Beim Wettkampf sind wir Gegner,

davor und danach aber gute Freunde, die eine Gaudi miteinander

haben.

Hämmerle: Es hat schon seine Gründe, warum Snowboardcross

bei Winterspielen in Sachen Zuschauerzahlen immer

bei den Top-Sportarten dabei ist.

Du warst inklusive Peking dreimal bei Olympischen

Spielen. Gibt’s den ultimativen Tipp für René?

Hämmerle: Locker bleiben. Das ist leichter gesagt als

getan, wenn die halbe Welt zuschaut. Ich musste erst reinwachsen,

habe meine olympische Lovestory erst in Peking

begonnen. Aber diese Lockerheit zu finden war mein

Schlüssel zum Erfolg. Ich hätte da noch eine Frage …

Eckhart: Schieß los!

Hämmerle: Hast du für Sport und Freizeit unterschiedliche

Prothesen?

Eckhart: Ja, sonst ginge es nicht. Für das Snowboarden

habe ich eine mechanische, die ich auch zum Skifahren oder

Wakeboarden hernehme. Funktioniert wie ein Fully-Mountainbike,

mit einer Federung. Man kann damit besser springen.

Anders gesagt: Diese Belastungen würde eine elektronische

Prothese wahrscheinlich gar nicht aushalten.

Apropos Belastung: Wie wirst du deine ersten Paralympics

anlegen?

Eckhart: Es motiviert mich, dass so viele Menschen hinter

mir stehen und mich unterstützen. Und ich bin stolz, dass

ich es als erster Kaunertaler zu Paralympischen Winterspielen

geschafft hab. Das wird nicht so schnell wieder

vorkommen, ist richtig cool!

Die Faszination Snowboardcross?

Dass es richtig zur Sache

geht! Vier Leute im Kurs,

zwei kommen weiter. Es gibt

Steilkurven, Roller, Kicker in

allen Größen – Adrenalin pur!“

René Eckhart

36 ÖPC-news


... wünscht seinen

Sportlerinnen und

Sportlern viel Erfolg bei

den Spielen in Peking!

www.sportlandnoe.at

sportlandnoe

sportlandnoe


treffpunkt ö-haus

Der Ort zum

Das Virtuelle Österreich-Haus geht

während der Winter-Paralympics

BEIJING 2022 in die zweite Runde.

Herzstück ist der „Paralympic

Report“ vom 4. bis 13. März um

19.30 Uhr als täglicher Livestream.

Mitfeiern

VIRTUELLES

ÖSTERREICH-HAUS

WANN: vom 4 bis 13. März 2022, täglich um 19.30 Uhr

WER: AthletInnen und Gäste aus Sport, Wirtschaft

und Politik

WO: Livestream auf der ÖPC-Website: www.oepc.at

Wir danken für Ihre Unterstützung!

Premium-Partner: Top-Partner: Fördergeber:

wWalter Ablinger, Pepo Puch, Thomas Frühwirth, Florian

Brungraber und Alexander Gritsch: Alle hatten sie in Tokyo

ihre Medaillen erst wenige Stunden zuvor um den Hals

bekommen, da konnten sie ihr Edelmetall schon via

Paralympic Report“ ihren Fans in der Heimat präsentieren.

Und zugleich ihre noch ganz frischen Eindrücke von den

Wettkämpfen sowie generell von der Atmosphäre in Tokyo

schildern. Neun Medaillen gewann das erfolgreiche österreichische

Quintett bekanntlich vor einem halben Jahr.

Wie viele rot-weiß-rote AthletInnen bei den Winter-

Paralympics BEIJING 2022 auf dem Stockerl landen werden,

weiß man zwar naturgemäß noch nicht, eines ist jedoch

schon fix: Das Virtuelle Österreich-Haus steht den AthletInnen

und allen Fans in der Heimat erneut offen. Zum zweiten

Mal nach Tokyo wird es das Österreich-Haus auch während

BEIJING 2022 in einer virtuellen Variante geben.

Begeisterung transportieren

„Wir wollen auch aus Peking wieder die Begeisterung

tagtäglich nach Österreich transportieren“, freut sich ÖPC-

Generalsekretärin Petra Huber auf die zweite Ausgabe des

virtuellen Österreich-Hauses. „Das Ziel ist es, Eindrücke

aus dem Alltag der Athletinnen und Athleten bei den Paralympics

zu vermitteln, aber genauso, den Sportlerinnen und

Sportlern eine gebührende Bühne für ihre Leistungen und

Erfolge zu bieten“, unterstreicht Huber.

Während den Paralympics TOKYO 2020 ist das schon

hervorragend gelungen. Via Liveschaltung standen die

AthletInnen aus Japan Rede und Antwort. Einige wurden sogar

virtuell von ihrer Familie und von Freunden überrascht,

wie Walter Ablinger nach seiner Goldmedaille. Für ein Highlight

hatte Gottfried Gansterer gesorgt. Der Fachvorstand

der Tourismusschulen MODUL der WKO Wien, der schon

während früherer Paralympics im Österreich- Haus die

Gäste kulinarisch verwöhnt hatte, kochte im Studio in Wien

live auf und verriet dabei sein Kaiserschmarren-Rezept.

38 ÖPC-news


ÖPC-Präsidentin

Maria Rauch-Kallat

und Generalsekretärin

Petra

Huber laden ein,

beim täglichen

Paralympic

Report“ zwischen

4. und 13. März

dabei zu sein.

Die virtuelle Variante des beliebten

Österreich-Hauses wird auch in Peking

wieder der Treffpunkt für AthletInnen

mit Partnern und Freunden des

paralympischen Sports.

Fotos: ÖPC

ÖPC-news 39


treffpunkt ö-haus

Die gesamt dreifach

Silber-prämierten

Pepo Puch und

Florian Brungraber

zu Gast im „Paralympic

Report“

letzten September

Foto: ÖPC

Das Virtuelle Österreich-Haus war 13 Tage lang ein

mehr als würdiger Ersatz für das traditionsreiche Österreich-Haus,

das aufgrund der Pandemie aktuell wieder nicht

möglich ist. In Summe knapp 100.000 Aufrufe über die Webseite

und YouTube unterstrichen den Erfolg des Formats bei

der Premiere.

Danke an die Partner

Wie schon vor einem halben Jahr helfen auch während der

Paralympics BEIJING 2022 mehrere Partner dem ÖPC dabei,

das Virtuelle Österreich-Haus umzusetzen. Zu diesen Partnern

gehören die Österreichischen Lotterien: „Die Unterstützung

des Österreichischen Paralympischen Committees

und damit von Sportlerinnen und Sportlern mit körperlicher

Beeinträchtigung ist uns ein Herzensanliegen“, kommentiert

Generaldirektorin Bettina Glatz-Kremsner das Engagement

der Österreichischen Lotterien im Para-Sport. „Wir

kooperieren mit dem ÖPC seit mehr als zwei Jahrzehnten,

sind damit Partner der ersten Stunde und die Unterstützung

des Virtuellen Österreich-Hauses bildet auch heuer wieder

einen ganz speziellen Schwerpunkt in dieser Zusammenarbeit

– einer Zusammenarbeit, die hilft, die Öffentlichkeit

für das Thema Behindertensport zu sensibilisieren und

dessen Bedeutung zu steigern“, so Glatz-Kremsner.

Auch das Vorarlberger Unternehmen Doppelmayr, der

Weltmarktführer im Seilbahnbau, zählt zu den Unterstützern

des Virtuellen Österreich-Hauses. Das Unternehmen ist bei

den Winter-Paralympics BEIJING 2022 aber nicht nur als

Partner des ÖPC vertreten, sondern auch mit seinen Bahnen:

In Yanqing wurden alle neuen Seilbahnen (neun an der

Zahl), die die AthletInnen zu den Pisten und die Gäste im

Olympiagelände transportieren, von Doppelmayr geplant,

produziert und gebaut. Neben den alpinen AthletInnen in

Yanqing werden auch die SnowboarderInnen in Zhangjiakou

in den Genuss von Doppelmayr-Bahnen kommen – fünf

Seilbahnen des österreichischen Weltmarktführers sorgen

dort für den bequemen Aufstieg.

Neben den rot-weiß-roten AthletInnen werden also

auch wieder zahlreiche Gäste aus Sport, Wirtschaft und

Politik im Virtuellen Österreich-Haus zu Gast sein, so wie

früher im Österreich-Haus im paralympischen Dorf. Zusätzlich

können jetzt alle Fans, die aus Österreich mitfiebern,

auch beim Feiern mittendrin sein. Ein Best-of der täglichen

Geschehnisse und „Behind the Scenes“-Eindrücke wird

es auch wieder geben. Es lohnt sich also, via täglichen

Livestream auf den Kanälen des ÖPC mit dabei zu sein.

Wir danken für Ihre Unterstützung!

Sponsoren und

Fördergeber:

40 ÖPC-news


© Ottobock

© Ottobock

© Ottobock © Ottobock

BERATUNG

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interview

Die

erste Frau

im Wintersport

e

Es war der Beginn einer neuen Zeitrechnung, als Mitte

Oktober letzten Jahres mit Roswitha Stadlober erstmals

eine Frau an die Spitze des Österreichischen Skiverbandes

gewählt wurde. Das gab’s in der 116-jährigen ÖSV-

Geschichte noch nie. Im Interview spricht die Salzburgerin

über ihre ersten Monate im Amt, Visionen und Ziele für den

ÖSV allgemein und den Parasport im Speziellen.

Wenn am 4. März die Paralympischen Winterspiele

eröffnet werden, sind Sie bald fünf Monate im Amt.

Wie haben Sie diese erste Zeit erlebt?

Roswitha Stadlober: Es war sehr intensiv, mit vielen Höhepunkten.

Dazu gehören natürlich die vielen Weltcupbewerbe

in Österreich, die sehr erfolgreichen Olympischen und jetzt

die Paralympischen Spiele. Und wir haben versucht, nach

den Irritationen um die Neuaufstellung die Zusammenarbeit

Historisch: Roswitha Stadlober ist

die erste Präsidentin in der

116-jährigen ÖSV-Geschichte.

neu zu definieren. Mir geht es dabei um Einigkeit, einen

offenen Austausch und Teamwork.

Wie viel Mut hat es gebraucht, um diese Aufgabe

anzunehmen?

Natürlich ist dieses Amt eine Herausforderung. Aber nicht

nur ich habe Mut gebraucht, auch die Landespräsidenten

haben Mut gezeigt, als sie erstmals eine Frau an die Spitze

des ÖSV gewählt haben. Ich habe immer versucht, Frauen

zu fördern, jetzt habe ich die Chance, etwas zu tun.

Rund um Ihre Bestellung zur Präsidentin ging es auch

darum, ob Sie den Österreichischen Skiverband jetzt

weiblicher machen. Wie haben Sie diese Diskussionen

erlebt?

Im 21. Jahrhundert sollte das keine Frage mehr sein.

Foto: GEPA pictures

42 ÖPC-news


BLADDER MANAGEMENT

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Starkes Team:

ÖSV-Präsidentin

Roswitha Stadlober

mit Generalsekretär

Christian

Scherer (links) und

Vizepräsident

Patrick Ortlieb

Fotos: GEPA pictures

interview

Abgesehen davon haben sich in den letzten Jahren viele

ausgezeichnete Frauen in diversen Positionen und Ebenen

des Verbandes etabliert und leisten so wie ihre männlichen

Kollegen hervorragende Arbeit.

Sie wurden bis 2024 gewählt. Wie legen Sie die

Präsidentschaft an?

Der Hochleistungssport ist unsere Kernaufgabe, darauf liegt

natürlich der Fokus, aber es warten auch im Breitensport

große Aufgaben. Darüber hinaus sind mir Digitalisierung,

Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit sehr wichtig. Wir

arbeiten zum Beispiel gerade intensiv am Nachhaltigkeitskonzept

für die Ski-WM 2025 in Saalbach. Außerdem haben

wir einen Markenprozess gestartet, der deutlich machen

wird, wofür der ÖSV 2022 und darüber hinaus steht. Wir

wollen das Profil des Österreichischen Skiverbandes weiter

schärfen.

Sie sprechen vom Wir – wie wichtig ist Ihnen der

Teamgedanke?

Sehr, der steht über allem. Ich habe schon vor meiner Wahl

viele Gespräche geführt und festgestellt, dass es ein hervorragendes

operatives Team gibt, das sehr motiviert ist. Ich

erlebe eine großartige Aufbruchsstimmung mit vielen guten

Ideen, die auch gehört werden.

Welche Ideen gibt es für den Parasport?

Ich denke, dass hier in den vergangenen zwei, drei Jahren

sehr viel Positives passiert ist, aber wir wollen uns nicht

darauf ausruhen, sondern die Rahmenbedingungen für die

Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung weiter verbessern.

Das betrifft die Bereiche Training und Material ebenso

wie Wettkämpfe. Es gab in diesem Winter wieder Para-

Weltcups in Österreich, da möchten wir uns künftig wieder

stärker einbringen.

„Es war auch in Tokyo so, dass

man an den Paralympics und den

Erfolgen des österreichischen

Teams nicht vorbeigekommen ist.

Die Sportlerinnen und Sportler

werden wieder viele

Geschichten schreiben.“

ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober

Gibt es eine präsidiale Erwartungshaltung für die Paralympischen

Winterspiele in Peking?

Für die Olympischen Winterspiele habe ich zehn Medaillen

als Ziel ausgegeben, das konnten wir übertreffen. Für die

Paralympics wünsche ich mir, dass die Athletinnen und Athleten

ihre Bestleistungen abrufen können. Die Leistungen

und Erfolge von der Weltmeisterschaft in Lillehammer

lassen mich jedenfalls hoffen, dass wir erstmals seit Sochi

2014 auch wieder ganz oben stehen.

Wie werden Sie die Paralympics mitverfolgen?

Von daheim. Das hat schon bei der Bronzemedaille meiner

Tochter hervorragend funktioniert. Es war auch in Tokyo

so, dass man an den Paralympics und den Erfolgen des

österreichischen Teams nicht vorbeigekommen ist. Ich bin

überzeugt, dass die Sportlerinnen und Sportler wieder viele

Geschichten schreiben werden.

44 ÖPC-news


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Eine Anlage in Gold ist sicher. Die Tresorräume

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partner

Größter

Sportförderer

des Landes

Foto: GEPA-Pictures

dDas große Highlight in diesem Jahr: klar, die Paralympischen

Winterspiele. Aber auch der Höhepunkt 2023 steht bereits

fest, feiern doch das Österreichische Paralympische Committee

und die Österreichischen Lotterien das 25-jährige

Jubiläum ihrer Partnerschaft.

Als Partner der ersten Stunde waren die Lotterien bei

allen 701 ÖPC-Medaillen bei Sommer- und Winterspielen seit

1998 dabei und hatten großen Anteil daran, dass Österreichs

beste Paralympics-AthletInnen ihrem Glück auf der drittgrößten

Sportbühne der Welt eine Chance geben konnten.

Im Rahmen der Partnerschaft wurden aber nicht nur

sportliche Träume ermöglicht, die Lotterien haben auch den

Weg von der Integration zur Inklusion als Teil ihres Selbstverständnisses

immer unterstützt. „Der paralympische Sport

hat sich in den letzten Jahren unglaublich weiterentwickelt.

Dank der Unterstützung von den Österreichischen Lotterien

können sich die Sportlerinnen und Sportler noch akribischer

und professioneller auf ihren sportlichen Höhepunkt vorbereiten“,

weiß ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat.

Im Sport werden neben dem ÖPC auch das Österreichische

Olympische Comité, die Österreichische Sporthilfe und

Special Olympics unterstützt, darüber hinaus ist die Österreichische

Lotterien GmbH mit einer Summe von 80 Millionen

Euro pro Jahr aber vor allem der wichtigste Sportförderer

des Landes. Seit ihrer Gründung im Jahr 1986 haben die Lotterien

1,8 Milliarden Euro in den heimischen Sport investiert.

„Sponsoring ist ein fixer Bestandteil unserer Unternehmens-

Größter Sportförderer:

Die Österreichischen

Lotterien

unterstützen

den heimischen

Sport jährlich mit

80 Millionen Euro.

Vorstandsvorsitzende

Bettina

Glatz-Kremsner

erklärt, warum.

kultur. Für uns ist es selbstverständlich, in Österreich für

Österreich tätig zu sein und Institutionen und Projekte nachhaltig

zu unterstützen, die den Menschen zugutekommen“,

erklärt Bettina Glatz-Kremsner, Vorstandsvorsitzende der

Österreichische Lotterien GmbH und Generaldirektorin der

Casinos Austria AG.

Die „4 Richtigen“ im Spiel mit dem Glück

Auch wenn das Spiel mit dem Glück rein vom Zufall bestimmt

ist, so kann man bei der Wahl des Anbieters in Österreich

doch auf „Nummer sicher“ gehen – dann, wenn man

auf die „4 Richtigen“, also Casinos Austria, Österreichische

Lotterien, win2day und WINWIN setzt.

Obwohl es nach dem Gesetz gar nicht sein dürfte,

drängen viele Unternehmen mit ihrem Sportwetten-Angebot

legal auf den rot-weiß-roten Markt, um dann – ohne österreichische

Lizenz – auch Glücksspiele zu offerieren. Höchstgerichtliche

Entscheidungen beweisen immer wieder, dass

die Argumentationen der Betreiber mit Lizenzen aus Ländern

wie Malta oder Gibraltar ins Leere gehen.

Casinos Austria hält alle in Österreich vergebenen

Casino-Lizenzen und die Österreichischen Lotterien sind im

Besitz der einzigen österreichischen Konzession für Lotteriespiele,

die auch Online-Glücksspiele sowie Video Lottery Terminals

umfasst. Wer legal und sicher spielen will, wählt also

ausschließlich Anbieter mit österreichischen Lizenzen und

setzt auf die „4 Richtigen“!

46 ÖPC-news


Erleichterung im Alltag –

das wünsche ich mir.

InklusionsKredit

Menschen mit Beeinträchtigungen sind im Alltag mit besonderen Herausforderungen konfrontiert.

Im Rahmen unserer Social Impact Banking Initiative bieten wir Personen mit einem Behinderungsgrad

von mindestens 50 Prozent sehr günstige Sonderkonditionen für die Finanzierung wichtiger Anschaffungen

und Investitionen – wie zum Beispiel der barrierefreien Gestaltung der Wohnung.

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TUN, WAS

WICHTIG IST.


vVorarlberger Know-how für die Paralympischen Winterspiele

BEIJING 2022! In den Austragungsstätten Yanqing (Alpinbewerbe)

und Zhangjiakou (nordisch, Snowboard) sind

insgesamt 14 Seilbahnen von Doppelmayr im Einsatz. Für

das neue Skizentrum in Yanqing hat das Wolfurter Unternehmen

neun neue Seilbahnanlagen errichtet, im Genting

Snow Park sind fünf Doppelmayr-Bahnen in Betrieb.

Als Teil der paralympischen Infrastruktur sind die

14 Seilbahnen von Doppelmayr ein wichtiges Transportmittel.

Sie bringen die AthletInnen, TrainerInnen und BetreuerInnen

zu den Pisten und sorgen für effiziente Mobilität

an den Wettkampfstätten. In Yanqing, gut 75 Kilometer nordwestlich

von Peking, fahren Markus Salcher und Co. um die

Medaillen.

Alle neuen Seilbahnen – neun an der Zahl – wurden

vom führenden Seilbahnhersteller aus Österreich geplant,

produziert und gebaut: fünf kuppelbare 8er-Gondelbahnen,

von denen eine direkt beim paralympischen Dorf wegfährt,

zwei kuppelbare 6er-Sesselbahnen mit Bubble und zwei

fixgeklemmte 4er-Sessellifte.

Ein großer Teil der Seilbahntechnik wurde im vor arlbergischen

Wolfurt produziert, die Doppelmayr-Niederlassung

im chinesischen Sanhe fertigte die Stützenelemente.

Für das Management und die Umsetzung an Ort und

Stelle war ein internationales Team von sehr erfahrenen

Montageleitern, Inbetriebnahmetechnikern und Projektpartner

Doppelmayr-Seilbahnen

im Paralympics-Einsatz

managern aus Österreich, China und vielen weiteren Ländern

im Einsatz.

Der erste Härtetest bei den Olympischen Spielen wurde

erfolgreich absolviert. „Wir sind sehr stolz, dass uns das

Vertrauen geschenkt wurde, die Seilbahninfrastruktur für

die Olympischen und Paralympischen Winterspiele in Peking

2022 umsetzen zu dürfen. Den Auftrag für die neun Anlagen

in Yanqing haben wir 2018 bekommen, die ersten Anlagen

haben unsere Teams bereits 2019 fertiggestellt“, berichtet

Thomas Pichler, Geschäftsführer der Doppelmayr Seilbahnen

GmbH.

Zhangjiakou ist eine bekannte und angesehen Skiregion

und der zweite paralympische Austragungsort im Mountain

Cluster. Neben den nordischen Bewerben fallen hier auch

die Snowboard-Entscheidungen. Das Genting Resort Secret

Garden, eines der beliebtesten Skigebiete und erfolgreicher

Boden des Olympiateams, ist mit fünf Hochgeschwindigkeitsseilbahnen

von Doppelmayr ausgestattet.

Das erfolgreiche Unternehmen verbindet mit den Olympischen

und Paralympischen Spielen eine lange gemeinsame

Geschichte. Egal, ob in Vancouver, London oder Sochi,

unzählige olympische und paralympische AthletInnen wurden

in den letzten Jahren von Doppelmayr-Seilbahnanlagen

befördert. Auch mit dem Österreichischen Paralympischen

Committee verbindet Doppelmayr eine Partnerschaft, die

auch das Virtuelle Österreich-Haus umfasst.

Foto: ÖOC/Michael Meindl

48 ÖPC-news


NPO-Fonds

nochmals

verlängert!

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

npo-fonds.at

Weil ich in unserem

Verein mein Bestes

geben kann.

Der NPO-Fonds unterstützt

gemeinnützige Organisationen.

Unsere Gesellschaft braucht

dieses Engagement.

Foto: © stock.adobe.com/master1305

Mit dem NPO-Fonds konnten bisher bereits rund 23.000 Vereine und

Organisationen aus den Bereichen Sport, Kunst und Kultur, Umweltschutz

oder Soziales in der Corona-Krise unterstützt werden.

Sichern Sie sich Hilfe für Ihren Verein: Einreichen für die Monate Oktober

bis Dezember 2021 ab Februar 2022 möglich.

Alle Informationen dazu auf www.npo-fonds.at


moments

Charity für

den Nachwuchs

Das Österreichische Paralympische Committee

ver steigerte zu Jahresbeginn auf der Auktionsplattform

United Charity ein ganz besonderes

Sammlerstück: Unter den Hammer kam ein originales

DFB-Trikot von der EURO 2020 mit den Unterschriften

aller Nationalspieler, darunter Kapitän

Manuel Neuer, Thomas Müller oder Ilkay Gündogan.

Das Trikot, für Sammler auch deshalb sehr

wertvoll, weil es das letzte Turnier des langjährigen

Teamchefs Joachim Löw war, ging nach Ungarn

und erzielte einen Erlös von 2050 Euro. Dieser

kommt dem ÖPC-Nachwuchs zugute!

Take-over mit

Vorbildwirkung

Anlässlich der Para-Heimweltmeisterschaft in Lillehammer

stellte Olympiasieger Kjetil Jansrud seinem

Landsmann Para-Skifahrer Jesper Saltvik Pedersen

für die Zeit der Titelkämpfe seinen Instagram-Kanal

zur Verfügung. Dem Norweger folgen

mehr als 220.000 Menschen – eine dementsprechende

Reichweite war also garantiert. „Ich bewundere

Jesper als Athlet, aber vor allem möchte ich,

dass die weltbesten Athletinnen und Athleten eine

größere Aufmerksamkeit bekommen. Ich hoffe, ihr

versteht dann auch ein bisschen besser, was ich mit

weltbesten Athletinnen und Athleten meine“, so

Jansrud, der in Peking seine fünften Olympischen

Spiele bestritt.

Foto: ÖPC

Foto: GEPA pictures

Erfolgreiche Generalprobe

Alles für das Team

Österreichs Alpin-Asse eroberten

bei den Titelkämpfen in

Lillehammer und Hafjell insgesamt

zehn Medaillen, davon

fünf in Gold. „Ich habe mit

sechs bis acht Medaillen gerechnet,

diese Erwartungen

wurden weit übertroffen. Wir

haben von der Weltmeisterschaft

viel für die Paralympics

mitgenommen“, war ÖSV-Trainer

Markus Gutenbrunner mit

der WM-Ausbeute mehr als

zufrieden und ist auch für die

Paralympischen Winterspiele

zuversichtlich: „Wir werden

auch in Peking wieder bestens

aufgestellt sein!“

Ready, set, go! Das Paralympic Team Austria ist bereit für die Paralympischen

Winterspiele in Peking! Gut ausgestattet stand im Rahmen der Einkleidung

auch wieder der traditionelle Team-Workshop auf dem Programm, aufgrund

der Covid-19-Verordnungen erstmals als digitaler Event, aber mit nicht weniger

Begeisterung als in den Jahren zuvor. Die verschiedenen Themenbereiche umfassten

ein allgemeines ÖPC-Update und Playbook-Briefing, den Medienbereich

mit Pressereise und Social-Media-Richtlinien, eine Präsentation der Fotoagentur

GEPA pictures und einen medizinischen Vortrag der NADA Austria. „Für uns

ist der Team- Workshop ein sehr wichtiger Baustein in der Vorbereitung auf die

Para lympics, aber ich denke, dass unser Team jetzt bestens vorbereitet ist.

Peking kann kommen!“, erklärt ÖPC-Generalsekretärin Petra Huber.

Foto: IPC Para Snow Sport

Foto: GEPA pictures

50 ÖPC-news


Entgeltliche Einschaltung

Fotos: GEPA pictures/ Ch. Kelemen

Rehabilitation und

Behindertensport

Eine erfolgreiche Rehabilitation begnügt sich nicht mit der Wiedereingliederung in

Gemeinschaft und Beruf, sondern sorgt auch in weitergehender Betreuung und

Unterstützung dafür, dass Menschen mit und ohne Behinderungen zum gemeinsamen

bei den Sportnachmittagen Zugang zum Behindertensport.

www.auva.at


Sportlicher

Jahreswechsel

Beim Virtual New Years Run der SPOR T-

UNION wurden bei der zweiten Ausgabe

11.589 Euro an Spenden für „Wings for Life“

gesammelt. 1574 TeilnehmerInnen gingen

beim digitalen Charity-Lauf am letzten Tag

des alten und am ersten Tag des neuen

Jahres an die virtuelle

Startlinie. Gemeinsam

wurden 9821 Kilometer in

rund 1205 Stunden gelaufen.

„Ein großes Dankeschön

an alle, die bei

unserem bewegenden

Feuerwerk dabei waren

und damit für einen positiven

Start ins Jahr 2022

gesorgt haben“, freut sich

SPORTUNION-Präsident

Peter McDonald.

Foto: ÖPC

Foto: Red Bull Contentpool

Talent Day 2022 reloaded

Nach der erfolgreichen Premiere

geht der Talent Day powered by

Ottobock und den Österreichischen

Lotterien in die zweite Runde.

Das Pionierprojekt in Sachen

Talentfindung für den paralympischen

Spitzensport konnte im ersten

Jahr mehr als 250 Kinder und

Jugendliche in Bewegung und mit

Österreichs erfolgreichsten Paralympics-SportlerInnen

in Kontakt

bringen. In diesem Jahr findet der

Talent Day 2022 am 27. Juni im

BSFZ Südstadt statt, teilnehmen

können SchülerInnen, Jugendliche

und Lehrlinge mit Körper- und Sehbehinderungen

sowie Integrationsklassen.

Es warten verschiedene

Sportarten zum Ausprobieren und

Paralympics-Botschafter wie

Andreas Onea oder Nico Langmann,

die mit Rat und Tat zur

Seite stehen.

Alle Infos: www.talent-day.at

Rollende

Werbebotschaft

Das Österreichische Paralympische Committee und den

erfolgreichen Fahrtendienst hallermobil verbindet eine

langjährige Partnerschaft, die auch auf den Fahrzeugen

des Unternehmens sichtbar ist. Im Vorfeld der Paralympischen

Winterspiele 2022 in Peking wurde die hallermobil-Flotte

wieder mit entsprechenden Aufklebern

versehen. Zusätzlich konnten die Österreichischen

Lotterien als Partner gewonnen werden. „hallermobil

transportiert nicht nur Menschen mit eingeschränkter

Mobilität in Wien und Umgebung, sondern trägt damit

auch den paralympischen Gedanken zu den Menschen“,

freut sich ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat.

Foto: GEPA pictures

Partner:

Wir danken für Ihre Unterstützung!

52 ÖPC-news


Wir sind da.

Was immer

Du vorhast.

Seit mehr als 160 Jahren übernimmt die Allianz

Österreich Verantwortung für Generationen. Ein

Ziel haben wir dabei stets fest im Blick: Sicherheit

und Zuversicht für die Zukunft zu geben.

Wir sind stolz, als Partner des Österreichischen

Paralympischen Committees Spitzenleistungen

paralympischer Athlet:innen zu fördern und

Menschen zu inspirieren, Grenzen zu überwinden.

ALLIANZ.AT


am podium

Foto: GEPA pictures

Wolfgang Schattauer

lebenselixier

Der Sport ist sein Leben. Das hat Wolfgang Schattauer immer betont. Das war schon vor seinem folgenschweren

Radunfall so, wo er sich als Triathlet fünfmal für den legendären Ironman Hawaii qualifizieren konnte. Und natürlich

auch danach. „Sport ist für mich lebenswichtig. Ich möchte bis ins hohe Alter gesund und fit bleiben, damit ich nicht

auf andere Menschen angewiesen bin“, ließ der heute 62-Jährige dreifache Paralympics-Medaillengewinner immer

wieder wissen. Seit 1. Dezember 2021 ist der Wiener in Pension – und hat umso mehr Zeit für seinen geliebten Sport.

Nach einer Handgelenksoperation vor genau einem Jahr möchte Schattauer im Trainingslager auf Gran Canaria wieder

erste Belastungsreize setzen. Wenn das funktioniert, widmet er sich der Wettkampfplanung. „Die Doppelbelastung

Beruf und Sport fällt jetzt weg, das bedeutet, dass ich mehr Zeit fürs Training und für die Regeneration habe.“

An Zielen mangelt es ihm jedenfalls nicht. Gut möglich, dass sogar die Paralympics 2024 in Paris noch einmal ein

Thema werden. „Ausschließen will ich es nicht, aber zuerst einmal schaue ich mir an, wie es sich in nächster Zeit

entwickelt.“ Dass er für Tokyo nicht berücksichtigt wurde, hat der Paralympics-Sieger im Einzelzeitfahren von

Peking 2008 sportlich genommen. Und war bei allen Rennen via Livestream dabei. So wird er es auch bei den

Winter-Paralympics BEIJING 2022 halten. Und wie sieht es mit den Erinnerungen an seinen goldenen Tag in Peking

aus? „Es war ein fast perfektes Rennen! Ich bin als einer der Letzten weggefahren und habe alle Handbiker bis auf

einen eingeholt. Ich habe damals trainiert wie ein Büffel, bin 18.000 Kilometer im Jahr gefahren, um am Tag X der

Beste zu sein.“ Etwas, was Wolfgang Schattauer auch bei vielen der mehr als 400 Handbike-Rennen in seiner

Karriere oftmals gelungen ist.

54 ÖPC-news


Passion for

Paralympics.

ottobock.com/paralympics

Patrick Mayrhofer | Pyeongchang 2018 | Getty Images for Ottobock

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