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Georg 1-22

DER KLEINE GEORG ist eine Fachzeitschrift für den Pferdefreund, welche im Raum zwischen Harz und Heide sowie in der Umgebung und im westlichen Sachsen-Anhalt vertrieben wird. Hier wird über Pferdesport und Zucht in allen Facetten berichtet. Dabei macht die bunte Mischung aus überwiegend regionaler und überregionaler Berichterstattung sowie diversen Fachartikeln DER KLEINE GEORG so einzigartig.

DER KLEINE GEORG ist eine Fachzeitschrift für den Pferdefreund, welche im Raum zwischen Harz und Heide sowie in der Umgebung und im westlichen Sachsen-Anhalt vertrieben wird. Hier wird über Pferdesport und Zucht in allen Facetten berichtet. Dabei macht die bunte Mischung aus überwiegend regionaler und überregionaler Berichterstattung sowie diversen Fachartikeln DER KLEINE GEORG so einzigartig.

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DER KLEINE GEORG

Die Fachzeitschrift für den Pferdefreund

in Harz, Heide und Umgebung

1/2022

Ausgabe

Feb./März

€ 3,00

20 Jahre GEORG Verlag

Nachlese Jugend-Challenge in Verden

Gesundheitsvorsorge: Pferde richtig impfen

Titelseite CS4.indd 1 26.01.22 17:19

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2

In dieser Ausgabe:

20 Jahre GEORG Verlag GmbH 2

Veolia Classico verschoben 4

25. Jugend-Challenge in Verden 5

Siegreicher Saisonauftakt für

Lena Waldmann auf der

HPA Adelheidsdorf 8

Han. Springpferde Masters 10

Kader Fahren 2022 neu besetzt 11

Neues aus dem Galopprennsport 12

Reitsportmosaik 15

Pferdeversicherungen: Schutz

für Pferdebesitzer 22

Gesundheitsvorsorge 24

Die Ausbildung des Partner Pferd 27

Die Rechtsseiten 30

Neues von der IG Classic 32

Kinderunterstützungsfonds (KUF)

des DKThR schüttet 300.000 Euro

für bedürftige Familien aus 34

Pferdezucht mit Leidenschaft

und Kompetenz 35

Herzlichen Glückwunsch

Carla Röhr 36

Erfolgreiche Reitabzeichenprüfung

beim RFV Hi-Steuerwald 37

Club Neue Bult - 37

Mittendrin statt nur dabei

Bezirksmeisterschaften der

Ponyjungzüchter Hannover 40

Pony-Gestüt-Clus: Rückblick auf

ein erfolgreiches Jahr 2021 42

Hannoveraner Stute des Jahres 43

Abschied von ‚Wylasko‘ 44

Die Bücherecke 45

Vorschau: Die EQUITANA feiert

Geburtstag 48

Vorschau: WC-Finale in Leipzig 50

Termine 51

Vorschau/Impressum 58

Zum Titelfoto:

Die mittlerweile 40-jährige ‚Luna‘

genießt den Auslauf im Schnee

Foto: Marianne Schwöbel

20 Jahre GEORG Verlag GmbH -

Ein Ritt auf dem Zahlenstrahl

Aus einer Stammtischlaune heraus

entstand eine Vereinszeitung. Auch

ein Name war schnell gefunden. In

Anlehnung an den Schutzpatron aller

Reiter und Pferde, St. Georg, und der

Tatsache, dass es sich um einen recht

kleinen Reitverein handelte, kam es zu

dem Wortspiel DER KLEINE GEORG.

Und schon war der Name Programm.

Als DER KLEINE GEORG aus den

Kinderschuhen herausgewachsen

war, wurde aus der Vereinszeitung

im Handtaschenformat eine

Kreisreiterverbandszeitung in DIN

A4 mit farbigem Umschlag. Und auch

hier hatten wir es uns zur Aufgabe

gemacht, regelmäßig ausführlich

über die regionalen Pferdesport- und

Zuchtveranstaltungen zu berichten.

Dabei kam natürlich auch der

„große Turniersport“ nicht zu kurz.

Im nächsten Schritt erschien das

schwarz/weiß-Magazin komplett in

Farbe. Dem Motto der überwiegend

regionalen Berichterstattung wurde

dabei aber immer treu geblieben.

Die Bandbreite der Berichterstattung

wurde aufgestockt durch Experten,

Ich lese

DER KLEINE GEORG

weil ich hier viel über

das Vereinsleben und Pferdesportveranstaltungen

vor meiner Haustür erfahre

die in Fachbeiträgen nützliche

Tipps zu Ausbildung, Haltung

sowie dem Umgang mit dem Pferd

gaben. Abgerundet wurde die

Berichterstattung durch Besuche bei

Persönlichkeiten des Pferdesports,

um über ihre Arbeit zu berichten und

hinter die Kulissen zu blicken.

Um DER KLEINE GEORG

professionell vermarkten zu können,

wurde im Jahr 2002 die GEORG

Verlag GmbH gegründet. Hufschlag

frei für DER KLEINE GEORG, die

Fachzeitschrift für den Pferdefreund

in Harz, Heide und Umgebung, die

erst einmal 4 Mal im Jahr erschien.

Dem Spaß an der Recherche und

Berichterstattung waren keine

Grenzen gesetzt und so konnte das

Fachmagazin bereits im Folgejahr 6

Mal erscheinen. Dieser Schritt wurde

aber auch möglich, durch die große

Resonanz bei unseren Werbeträgern

und Abonnenten.

3 Jahre später wurde die Freude

allerdings getrübt, als eine auf dem

Markt etablierte Fachzeitschrift gegen

den Namen DER KLEINE GEORG

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gerichtlich vorging. Doch die

gemachten Auflagen konnten

eingehalten werden, so dass der Name

DER KLEINE GEORG weiterhin

Bestand hatte und die Arbeit wie bisher

weitergeführt werden konnte.

Dabei war immer unser erklärtes

Ziel, den Standard zu halten und zu

verbessern. So war u.a. die Teilnahme

an journalistischen Seminaren und

Fotokursen für uns sehr wichtig.

Doch nicht nur über die gedruckten

Ausgaben von DER KLEINE GEORG

gibt es die Möglichkeit, sich über uns

zu informieren, sondern auch über

unseren Internetauftritt unter www.

der-kleine-georg.de oder seit 2012 auf

Facebook und seit 2021 auf Instagram.

Eine weitere Neuerung gab es im

Jahr 2018. Die gedruckten Ausgaben

wurden nicht mehr über den Handel

vertrieben, sondern über unseren

Webkiosk (kiosk.der-kleine-georg.de).

Sie sind auf Wunsch aber immer noch

als gedrucktes Exemplar bei unserer

Verlagsadresse erhältlich.

Mit der Corona-Krise im Jahr 2020

wurde die Berichterstattung in ihrer

mit

Vielfalt vorerst eingeschränkt, so dass

wir sogar 2 Ausgaben nur in digitaler

Form zur Verfügung stellen konnten.

Trotz aller Höhen und Tiefen feiert der

GEORG Verlag 2022 sein 20-jähriges

Bestehen und wir hoffen, dass wir

unseren Ritt auf dem Zahlenstrahl auch

die nächsten Jahre fortsetzen können.

Katarina Blasig, Manuela Woisch

PS: Ein besonderer Dank geht an Paul

Schockemöhle, der meine Neugierde

am Turniersport entflammte, „Der

Stimme des Pferdesports“, Hans-

Heinrich Isenbart, und den Fotograf

Jacques Toffi für ihre großartige

Unterstützung.

Die 1. Ausgabe aus 1985 Eine aktuelle Ausgabe aus 2021

...gesund und munter ins Frühjahr!!!

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3

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Das internationale Vier-Sterne-

Springturnier Veolia CLASSICO wird

zwar in den März 2023 verschoben,

aber 2022 wird trotzdem eine Premiere

gefeiert…

Turnierchef Axel Milkau verkündet mit

einem weinenden und einem lachenden

Auge die Entscheidungen für die

Zukunft: „Bund und Länder haben

sich zur Beibehaltung der Corona-

Maßnahmen entschlossen, das bedeutet

für uns, dass wir unser internationales

Vier-Sterne-Turnier, den Veolia

CLASSICO, in den März 2023

verschieben müssen.“ Nach kurzer

Pause fügt er mit dem lachenden Auge

hinzu: „Corona stellt uns immer wieder

vor neue Herausforderungen und hat uns

motiviert, nicht in Angst zu verharren,

sondern neue Wege einzuschlagen.“

Gesagt, getan! In Zusammenarbeit mit

der M&M Sportpferde GbR (Hilmar

Meyer & Axel Milkau) wird die

gesamte Pferdesportwelt am 5. März

zu einer Braunschweiger Premiere

eingeladen: der 1. CLASSICO Live

Auktion als Hybrid-Veranstaltung. Das

bedeutet: Die Auktion wird live bei

ClipMyHorse.TV übertragen, geboten

werden kann von den geladenen Gästen

in der Halle ebenso wie von jedem

anderen Ort der Welt.

Ursprünglich sollte die Auktion unter

dem Namen M&M Night Affairs in den

großen Rahmen des Veolia CLASSICO

eingebunden werden. Aufgeschoben

ist nicht aufgehoben - das ist nun der

Plan für 2023. In diesem Jahr wird das

Top-Auktionslot bei der Auction Night

direkt in der Halle des LöwenClassics

Sportzentrums in Braunschweig

präsentiert und versteigert. „Eine

Premiere nicht nur für uns, sondern

auch für Braunschweig und die

Region“, freut sich Milkau.

„Wir haben eine Top-Kollektion

von 10 4- bis 6-jährigen Pferden

zusammengestellt“, erklärt Hilmar

Meyer mit fröhlichem Schmunzeln und

fügt hinzu „Zusammen mit Tjark Nagel

haben wir die Pferde gesichtet und

dabei größtes Augenmerk auf 2 Dinge

4

Aktuelles

Veolia CLASSICO verschoben

1. CLASSICO Live-Auktion findet statt

gelegt: die Qualität und die Rittigkeit.“

Das Lot bestehe aus 10 modernen

Blutpferden, die sowohl den Profi,

aber auch den ambitionierten Amateur

sehr gut beritten machten. 3 gekörte

Hengste seien darunter, aber auch

einigen Stuten und Wallache. „Ich bin

sicher: Wir haben für jeden Geschmack

etwas dabei“, betont Meyer.

Neugierig geworden? Das Auktionslot

können Sie bereits jetzt auf der

Auktions-Website begutachten: www.

mm-classicoauction.com

Die Auktion baut in diesem Jahr

sozusagen die Brücke zum CLASSICO

2023, denn auch im kommenden und

in den nächsten Jahren wird sie fester

Bestandteil des Turniers sein. Die

Region und die Partner des CLASSICO

sind absolut begeistert, dass über die

Auktion die Strahlkraft des CLASSICO

noch internationaler und globaler wird

und auch in diesem Jahr gesichert ist.

„Im Zuge der vielen Gespräche mit

unseren Partnern aufgrund der Corona-

Situation haben alle unsere Partner

außerdem ihre Zusage gegeben, den

CLASSICO über das Jahr 2023 hinaus

mittelfristig abzusichern - auf Vier-

Sterne-Niveau!“, betont Milkau und

ergänzt: „Wir sind uns alle einig, dass

der CLASSICO das Top-Event der

Region bleiben soll, künftig mit der

Auktion, und unsere Vorfreude auf

2023 wächst schon jetzt von Tag zu

Tag.“

Das komplette LC-System

Damit wird die CLASSICO Auktion

ein weiterer Baustein im LC-System.

Ein komplettes System bestehend aus

dem Turnier, dem Veolia CLASSICO,

dem LC Sportzentrum, der LC

Sportförderung, der LC Agentur und

nun der LC CLASSICO Auktion. Jeder

Baustein baut auf die anderen auf.

Jeder Baustein ist ein weiteres Teil im

Gesamtsystem. „Vom Umsatzergebnis

der Auktion werden wir einen Anteil

an die LC Sportförderung abführen,

um damit den Jugendsport weiter zu

fördern“, erklärt Milkau. Die Jugend,

die vielleicht schon in 2, 3 Jahren dann

beim Veolia CLASSICO am Start sein

wird - im Bestfall mit Pferden, die

auf der CLASSICO Auktion gekauft

wurden.

Unbedingt Termin vormerken:

Schon jetzt den Veolia CLASSICO vom

2. bis 5. März 2023 in den Kalender

eintragen und auf die Kollektion der

dann 2. CLASSICO Auktion gespannt

sein.

Foto: Foto-Design gr. Feldhaus

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Foto: Foto-Design gr. Feldhaus

Bereits zum 25. Mal begrüßte der

Pferdesportverband Hannover vom

26. - 28.11.2021 U21-Nachwuchsreiter

aus ganz Deutschland in der Verdener

Niedersachsenhalle zur Jugend-

Challenge. Und auch dieses Jahr bot eines

der bundesweit größten Hallenturniere

den U21 Spring- und Dressurreitern

U21 aus ganz Deutschland ein breit

gefächertes Prüfungsangebot mit

Prüfungen bis zu Klasse S* (Dressur)

und S** (Springen), bei dem sich

Ponyreiter, Children, Junioren und

Junge Reiter zum Saison-Abschluss

bei Bundes- und Landestrainer für neue

Herausforderungen im Turnierjahr 2022

empfehlen konnten. Dabei waren auch

dieses Mal zahlreiche Bundeskader-

Reiter in Verden am Start, die die

Jugend Challenge als Sprungbrett für

ihre weitere Sportkarriere im Sattel

nutzten.

Weser-Ems siegt im

Mannschaftsspringen

So bildete der zweite Umlauf im

Mannschaftsspringen am Samstag, bei

dem sich Teams aus 9 Landesverbänden

in die Startliste eingetragen hatten,

einen ersten Höhepunkt. Hier war

das Quartett aus Weser-Ems mit

Janne Visscher/‚La Grafina’, Lisa

Marie Funke/,Coeur de Lion’, Max

Paschertz/,Sem Semper’, Henrike

Ostermann/,Carinjo’ (0/379,22) nicht

zu schlagen, das die Mannschaften

aus Mecklenburg-Vorpommern

(Tessa Leni Thillmann/,Celtique’,

Regionaler Turniersport

25. Jugend-Challenge in Verden

Deutschlands beste Nachwuchsreiter zeigen

Bestleistungen beim Jubiläum

Johann Greve/,Caressina’, Hendrik

Greve/,Citizen Kane’, Rica

Marlene Scholz/,Charlie Black M’,

4/383,72) sowie die Gastgeber aus

Hannover (Lennard Runge/,Szia’,

Madlen Boy/,Charlet Blue’, Thies

Johannsen/,I’m Special Laisa’, Hanna

Schreyer/,Carpani’, 8/375,62) auf die

Plätze verwies.

8er-Team Hannover 2021 geehrt

Einen weiteren Höhepunkt bildete

am Samstagnachmittag das 8er-

Team Finale, zu dem die Mitglieder

des 8er-Teams Hannover nach

Verden gekommen waren, um ihre

Ehrung sowie die neuen 8er-Team

Basecaps des Reitsport Magazins

entgegenzunehmen.

Mit dem 8er-Team, einem

Gemeinschaftsprojekt des Reitsport

Magazins, des Pferdesportverbandes

Hannover, des Hannoveraner

Verbandes, des Verbandes der Ponyund

Kleinpferdezüchter Hannover

und der Persönlichen Mitglieder

der FN, wurde 2021 zum 5. Mal

stilistisch sauberes, korrektes und

pferdefreundliches Reiten belohnt.

Wer auf einem Turnier in den Klassen

E bis M (LPO) eine Wertnote von 8,0

oder besser erreicht hatte, war nach

der Registrierung auf der Internetseite

des Reitsport Magazins und Abgleich

der Angaben Mitglied im „8er-Team

Hannover“ (Disziplinen Dressur,

Springen und Gelände). Des weiteren

wurden die erfolgreichsten 3 Vereine

geehrt.

Außerdem wurden im Rahmen des

Finales 8 Reiter aus dem U21-Kader

des PSV Hannover verabschiedet.

Hier nahmen Hendrik Baumgart,

Ida Luise Niederdorf, Henriette

Hagemann und Julia Warner die

Ehrung und ein Präsent aus den

Händen von Landestrainer Dressur

Hans-Heinrich Meyer zu Strohen

sowie der Leistungssportbeauftragten

Kathrin Völksen persönlich entgegen.

Verabschiedet wurden außerdem

Leonie Faber, Alina Dibowski,

Michelle Mielke und Felicia von

Baath. „Wir sind sehr stolz darauf, dass

ihr für den PSV Hannover gestartet seid

und wünschen euch natürlich auch für

die Altersklasse U25 viel Erfolg, tolle

Momente und Spaß mit euren Pferden“,

so Britta Grollimund (Vorständin

Leistungssport im PSV Hannover).

Henning Athens in der Mittleren

Tour nicht zu schlagen

DER KLEINE GEORG

Wir haben die Region

immer im Blick

5

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Regionaler Turniersport

Am Sonntag wurde es dann zuerst für

die 50 Starter im Finale der Mittleren

Tour ernst, von denen sich 5 Paare für

das Stechen qualifizieren konnten. Hier

war der westfälische Reiter Henning

Athens mit ‚Corrida 19’ der Schnellste

und verwies seine beiden Konkurrenten

vom Landesverband Weser-Ems,

Henrike Ostermann im Sattel von

‚Cornela 6’ sowie Max Haunhorst auf

‚Cornando 4’, hinter sich.

Joan Wecke vom RV Eichenhof

Schermen-Pietzpuhl sprang mit

‚Cookie Sch’ auf Rang 4.

Madlen Boy gewinnt Großen Preis

Am Nachmittag wurde es dann für die

29 Finalisten im Finale der Großen

Tour ernst, wo ein anspruchsvolles

S**-Springen auf die Teilnehmer

wartete. Und auch hier schafften es nur

4 Teilnehmer fehlerfrei zu bleiben. In

der spannenden Entscheidung gelang

es jedoch erst einmal keinem Paar

diese Nullrunde zu wiederholen. So

konnte die für den RFV Hildesheim

e.V. startende Madlen Boy mit ‚Charlet

Blue’ eine taktisch kluge Runde drehen

und sich Zeit lassen, um fehlerfrei zu

bleiben. Und diese Rechnung ging

auf, in fehlerfreien 40,43 Sekunden

setzte sie sich gegen Max Haunhorst,

der hier ‚Carlo 399’ gesattelt hatte,

sowie Johanna Zander-Keil vom

Landesverband Berlin Brandenburg

auf ‚Catja 11’ durch.

„Damit hätte ich gar nicht mehr

gerechnet, da das Turnier für mich bis

Ehrung des 8er Teams

dahin nicht ganz so gut gelaufen ist“,

strahlte Madlen Boy, die die 14-jährige

‚Chacco Blue’-Tochter seit 2 Jahren

zur Verfügung hat.

Während die Springreiter in der

Niedersachsenhalle um die Schleifen

im Parcours kämpften, stand für die

Reiter in Frack und Zylinder in der

Hannoverschen Reit- und Fahrschule

gegenüber der Niedersachsenhalle

mit 2 Dressurprüfungen Klasse M**

für Junioren und 2 Dressurprüfungen

Kl. S* für Junge Reiter hochkarätiger

Dressursport auf dem Programm.

Hier war bei den Junioren kein

Vorbeikommen an Carolina Miesner

und ‚Exclusiv’ aus dem PSV Hannover.

In dem 16-Paare starken Starterfeld der

Jungen Reiter setzte sich jeweils die für

den RFV Vörie startende Anna Derlien

mit ‚Holly Golightly’ an die Spitze.

Am Sonntag standen dann die

Dressurprüfungen der Klasse L**

für die Ponyreiter und Children auf

dem Programm. Hier war Carolina

Miesner mit ihrem Pony ‚Novellini’

(PSV Hannover) mit 2 Ritten über 73

% und 74 % nicht zu schlagen. Bei den

Children ging die Siegschleife einmal

an Carolin Kim Rabeler mit ‚Quantino’

und einmal an Merle Marie Könke auf

‚L’Esperado’ (beide PSV Hannover).

„In der Dressur durften wir keine

Stallzelte aufbauen, deswegen haben

Madlen Boy und ‚Charlet Blue’ auf dem Sprung zum Sieg im Großen Preis

6

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vermehrt die Nachwuchsreiter aus dem

PSV Hannover die Startmöglichkeiten

genutzt. Da die Prüfungen für die

jeweiligen Altersklassen an einem Tag

lagen, mussten wir dafür auch keine

Boxen vorhalten. Für den Verband war

Verden auch nochmal eine Sichtung

vor der Kadernominierung für 2022.

Der neue Disziplinenausschuss

Dressur hat hier auch gesichtet, wer

zu Lehrgangsmaßnahmen eingeladen

wird“, so Britta Grollimund vom

Turnierleitungs-Team, die insgesamt

ein positives Turnierfazit zog.

Entscheidung für 2G+

vor Nennungsschluss

Regionaler Turniersport

so ist es ja gekommen, so dass wir

‚on top‘ um ganz sicher zu gehen auf

2G+ umgestellt haben. So fühlten sich

alle auch sicherer“, erklärte Britta

Grollimund.

K.B.

Fotos: Tina Pantel

Dabei haben sich die Mannschaftsführer

der Gastverbände laut Grollimund

„sehr gefreut, dass die Jugend-

Challenge unter den derzeitigen

Bedingungen überhaupt stattfinden

konnte und bedankten sich für die gute

Organisation. Alle hatten befürchtet,

dass das Turnier in letzter Minute

doch noch gecancelt wird. Bevor

die Zeiteinteilung heraus gegeben

wurde, hatte sich die Turnierleitung

entscheiden, die Jugend-Challenge

unter 2G-Bedingungen stattfinden

zu lassen, um einer Verschärfung der

Pandemie-Lage kurz vor dem Turnier

schon mal voraus zu sein. Und genau

Die Ergebnisse des 8er Team

Vereine

1 RV Zeven

2. RFV Echem-Scharnebeck

3. Pferdezucht- u. RV Luhmühlen

Dressur

1. Lea Sophie Dopatka

2. Stefanie Velten

3. Taja Kiesewetter

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Philipp Quast gewinnt Sichtung zum Bundesnachwuchschampionat

Auf einen guten Rhythmus, Übersicht, feine Hilfengebung und einen guten

Springsitz achteten die Richter Peter Illert und Kassandra Mohr in den beiden

Sichtungsprüfungen zum Bundesnachwuchschampionat der Pony-Springreiter

Und auch hier konnten sich die hannoverschen Reiter gut in Szene setzen. So

sicherte sich Laura Hertz-Eichenrode mit ‚Holstud’s Olijfje’ (8,3) sowohl in

der Einlaufprüfung, die Fynn Jesse Hess auf ‚Magic Wonder’ aus Schleswig-

Holstein als Sieger sah (8.4), als auch in der 2. Ponystilspringprüfung Kl.

L Platz 2. Hier siegte Philipp Quast aus dem PSV Hannover mit seiner

17-jährigen Connemara-Stute ‚Witt Terra’, der für seinen flüssigen Ritt mit sehr

gutem Grund-Rhythmus eine Wertnote von 8,5 erhielt.

Springen

1. Linnea Heemsoth

2. Hanna Niessen

3. Margarita Hilger

Gelände

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7

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Regionaler Turniersport

Siegreicher Saisonauftakt für Lena Waldmann auf

der HPA Adelheitsdorf

Der DRC-Nord lud am 16.Januar

zum Jahresauftakt auf die

Hengstprüfungsanstalt in Adelheitsdorf

zur Dressur bis zur schweren Klasse ein.

Mit 4 Pferden war die Chefbereiterin

des Gestüts Bonhomme nach

Adelheitsdorf gefahren. Als Highlight

des Tages stand dort eine S***-Dressur,

ausgeschrieben als Intermédiaire II,

auf dem Programm, für die 19 Reiter-

Pferd-Paare ihre Startbereitschaft

erklärt hatten. Den Auftakt in der

Intermédiaire II machte Sie mit dem

Schimmel Wallach ‚Deduschka Moros’

von ‚Diamond Hit’. Besonders schön

anzusehen war die Piaffe auf der

Mittellinie, die der schicke Schimmel

mit Bravour absolvierte. Für diese

großartige Leistung erhielten die

beiden von den Richtern 815 Punkte

(71,491%) und schoben sich damit auf

Platz 1 in der laufenden Wertung.

‚Grey Flanell’, war ihr 2. Eisen im

8

Lena Waldmann (hier mit Hengst ‚Dimagico‘ in der M*) startete mehr als erfolgreich in die Turniersaison 2022

Feuer. Mit dem 12-jährigen ‚Gribaldi’-

Sohn verzauberte sie die Zuschauer und

beendete ihre Prüfung mit einem breiten

Lächeln auf dem Gesicht. Die Richter

in Adelheitsdorf, Marret Maucher

bei H, Cornelia Hinsch bei C und

Cornelia Albrecht

bei M, vergaben für

diesen fabelhaften

Ritt insgesamt

72,368% was zum

Schluss auch den

Doppelsieg in der

Prüfung bedeutete.

Hinter ihr reiten

sich Cora Jacobs

mit ‚Never Ever’

ein (70,57%),

gefolgt von dem

Luxemburger

Mathis Goerens mit

‚Riptide’ (70,395%)

und der für Kanada

startenden Leonie Bramall mit ‚Cricket

BD’ (70,263%)

ST.GEORG SPECIAL*

Im St. Georg Spezial ging Lena

Waldmann nochmals mit dem bereits

Cora Jacobs und ‚Never Ever’

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Regionaler Turniersport

Leonie Bramall mit ‚Cricket BD’

gezeigten ‚Dimagico’-Sohn ‚Dimagico’

an den Start. Mit ihm gewann Sie bereits

frühe die M*-Dressur mit 73,182%.

Die Siegerrunde im Special* führte

aber Reiterin Nicole Kirschnick mit

‚Lamantia’ an. Die Richter vergaben

für diese Leistung 73,089%. Platz 2

sicherte sich ‚Donja’ mit ihrer Reitern

Greta Heemsoth. Die beiden erhielten

72,358%. Auf Platz 3 reihten sich dann

Lena Waldmann und ‚Dimagico’ mit

71,951% ein. An 4. Stelle platzierte sich

ein heimischer Hengst vom Landgestüt

Celle. Saskia Sophie Kunz stellte den

Richtern den ‚Livaldon’-Sohn ‚Little

Hollywood’ in seiner 2. S-Prüfung

vor. Für ihre Vorstellung erhielten sie

67,52%.

PRIX ST.GEORGES

Im Prix St.Georg überzeugten sie auf

ganzer Linie mit der erst 7-jährigen

Saskia Kunz und‚Little Hollywood’

Stute ‚Venice Beach’ v. ‚Van Vivaldi’.

Schon am Vormittag tanzten die beiden

Damen in der M**-Dressur mit 69,459

% zum Sieg. Platz 2 im Prix St.Georges

holten sich Maja Schnakenberg mit

‚Donna Bella’ (68,421 %). Platz 3

belegten Gabriele Söhn-Rux und

‚Florida Comfort’ mit 66,36 %). An

4. Stelle setzte sich Saskia Kunz mit

Hengst Nr. 2 vom Landgestüt Celle,

‚Donatus’ von ‚Don Frederico’ Mutter

v. ‚Weltruhm’. Die beiden erhielten

65,877 % für ihre Leistung.

Alle Ergebnisse aus Adelheitsdorf

finden Sie unter Turnierservice Silvia

Burfeind und dem DRC-Nord.

Text und Fotos: Katharina Walkemeyer

Nicole Kirschnick und ‚Lamantia’

9

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Regionaler Turniersport

Hannoveraner Springpferde-Masters

‚Canela Fight’, ‚Mario’, ‚Diatendra’ und ‚Crazy Daisy’

gewinnen Titel

Am ersten Dezemberwochenende

stand Verden ganz im Zeichen der

Springpferde. Die Hengstkörung

war eingebettet in die Hannoveraner

Springpferde-Masters. In der

Niedersachsenhalle wurde

Spitzensport gezeigt. ‚Canela Fight’,

‚Mario’ sowie die beiden ehemaligen

Verdener Auktionspferde ‚Diatendra’

und ‚Crazy Daisy’ gewannen die Titel.

Erfolgreichste Reiterin war Alexa

Stais, die neben dem Sieg bei den 7-

und 8-jährigen 4 weitere Top-Drei-

Resultate erzielte.

Die ersten Masters-Sieger wurden

am Freitag ermittelt. In einer

Springpferdeprüfung der Klasse L

holte sich die ‚Canstakko’/,Fighting

Alpha’-Tochter ‚Canela Fight’ (Z.:

Frank Johannsen, Buxtehude) mit

der Wertnote 8,8 den Titel. Geritten

wurde die typvolle Hannoveraner

Prämienanwärterin von Antonia

Neuburg. Zweite wurde ‚Catch

Me M’ v. ‚Cador’/,Silvio’ (Z.:

Peter Mahler, Neuhaus/Oste)

mit Tim-Uwe Hoffmann, die im

Juli bereits das Hannoveraner

Springpferdechampionat gewonnen

hatte - damals noch mit Christian

Temme im Sattel. Gleich 2 Pferde

landeten auf Platz 3: ‚Companero

PJ’ v. ‚Comme il faut’/,Quality Time’

(Z.: Pferdezucht Dr. Jacobs GbR,

Bierbergen) mit Roman Duchac, der

auf der Verdener Auktion im April

dieses Jahres einen neuen Besitzer

gefunden hatte, und ‚Contendro KA’

v. ‚Contendro’/,Graf Top’ (Z.: Karsten

Asendorf, Morsum) mit Alexa Stais.

Spannend wurde es bei den 6-jährigen,

die in einem M**-Springen mit

Stechen um den Sieg antraten. Die

besten Nerven hatte Harm Wiebusch,

der mit seinem ‚Mario’ v. ‚Marius

Claudius’/,Graf Grannu’s (Z.: Andrea

und Norbert Wulf, Schillsdorf) als

letzter Starter in den Stechparcours

ritt und sich in überlegener Manier

den Titel holte. 2. der Hannoveraner

Springpferde-Masters wurden

die ‚Stakkato’/,Werther-Tochter’

‚Seniora’ (Z.: ZG Manfred Kregel und

Anton Schindele, Laatzen) und Alexa

Stais. Bronze ging an ‚Daisy’ und Julia

Plate. Die ‚Diarado’/,Canstakko’-

Tochter stammt aus eigener Zucht.

Die beiden hatten Glück im Unglück,

sie hatten so viel Schwung drauf,

dass sich Reiterin und Pferd nach

Durchreiten der Ziellinie trennten,

lieferten aber dennoch die schnellste

4-Fehler-Runde.

Die 5-jährigen mussten im Finale in

einem M*-Springen ebenfalls gegen

die Uhr reiten. 8 der 27 Teilnehmer

schafften es ins Stechen, nur einer

blieb bis zuletzt strafpunktfrei: Das

ehemalige Verdener Auktionspferd

‚Diatendra’ v. ‚Diatendro’/,Carolus’

(Z.: Michael Schenk, Niendorf)

gewann mit Roman Duchac die

weiß-gelbe Siegerschärpe. Mit der

schnellsten Zeit, jedoch einem Abwurf,

holte sich Alexa Stais nach Platz 3 bei

den 4- und Rang 2 bei den 6-jährigen

eine weitere silberne Schleife mit

ihrem ‚Toulon’/,Goldfever’-Sohn

‚Toujolow’ (Z.: Norbert Bramlage,

Dinklage). Platz 3 ging an die

10

‚Crazy Daisy‘ und Alexa Stais haben die Hannoveraner Springpferde-Masters der 7- und 8-jährigen gewonnen.

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‚Clinton’s Heart’/,Zacharias’-Tochter

‚Clinton’s Edelbiene’ (Z.: Dietrich

Brünjes, Alfstedt) und Melissa Fricke.

Die letzte Entscheidung der

Hannoveraner Springpferde-Masters

fiel bei den 7- und 8-jährigen.

Das Stechen wurde zum Triumph

für Alexa Stais. Die gebürtige

Südafrikanerin, die bereits in allen

Regionaler Turniersport / Fahrsport

anderen Jahrgangschampionaten auf

einen Podestplatz gesprungen war,

gewann das S*-Springen mit ‚Crazy

Daisy’ v. ‚Chacco-Blue’/,Graf Top’

(Z.: Joachim Schwarze, Obernkirchen)

und wurde mit dem ‚Ludwigs

As’/,Stakkato’-Sohn ‚Lucato Mad

Jo’ (Z.: Jochen Meyer, Allwörden) 2.

‚Crazy Daisy’ gehörte wie die Siegerin

der 5-jährigen zur Kollektion einer

Verdener Auktion. Das gilt auch für

die ‚Stakkato’/,Espri’-Tochter ‚Suzi

Quatro’ (Z.: Tessa Pfeil, Elmlohe), die

ihr Reiter Enrico Süßenbach ebenfalls

in der Niedersachsenhalle ersteigert

hatte und 3. wurde.

Text und Foto: Hannoveraner Verband

Kader Fahren für 2022 neu besetzt

Michelle Bloßfeld, Niels Kneifel, Arndt Lörcher,

Amelie Müller, Lea Schröder, Markus Stottmeister

und Fokko Straßner im Bundeskader

Der Ausschuss Fahren des Deutschen

Olympiade-Komitees für Reiterei

(DOKR) hat die Bundeskader aller

Anspannungsarten für das Jahr

2022 neu besetzt. „Wir freuen uns,

dass es in diesem Jahr doch einige

Fahrer und Fahrerinnen aus dem

Nachwuchsbereich in die Perspektivund

Championatskader geschafft

haben“, sagt Cheftrainer Karl-Heinz

Geiger und fügt hinzu: „Die jeweilige

Deutsche Meisterschaft ist immer auch

eine Sichtung für alle, die den Kader

anstreben.“

Unter den Fahrern, die 2022 in die

Kader berufen wurden, sind mit

Markus Stottmeister (Perspektivkader

Vierspänner (PK 2, perspektivisch),

Arndt Lörcher (Championatskader

Zweispänner), Fokko Straßner

(Perspektivkader Einspänner, PK 1,

erfolgsorientiert), Niels Kneifel

(Championatskader Pony-Vierspänner),

Lea Schröder (Nachwuchskader 1 -

U18), Michelle Bloßfeld und Amelie

Müller (Nachwuchskader NK 1 - U25)

erneut auch 7 Vertreter aus unserer

Region.

Fotos: Katarina Blasig

Niels Kneifel

Arndt Lörcher

11

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Fahrsport / Galoppsport

Amelie Müller

Markus Stottmeister

Lea Schröder

Fokko Straßner

Neues aus dem Galopprennsport

Magdeburg 2022 erstmals

mit einem Grupperennen

Die kommende Saison wird eine

ganz Besondere für den Magdeburger

Renn-Verein, denn erstmals wird

es im Herrenkrug eine Gruppe III-

Prüfung geben. Über 2.050 Meter hat

die ehemalige Hamburg-Trophy, die

2021 und 2020 ausgefallen ist, in der

Ottostadt eine neue Heimat gefunden.

Seit 2013 wurde die Hamburg Trophy

über 2.000 Meter auf der Derby-Bahn

in Hamburg ausgetragen. Der letzte

Sieger des Rennens war im Jahr 2019

der dänische Galopper ‚King David’.

Der erste Gruppesieger in Magdeburg

wird am 9. Juli gesucht, wenn im

Herrenkrug der 3. von insgesamt vier

Renntagen im Jahr 2022 ansteht.

12

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Zwar gab es anfänglich ein

paar Bedenken, ob des neuen

Austragungsortes der ex Hamburg

Trophy, doch letzten Endes ging das

Rennen nach Magdeburg. „Wenn ein

Rennverein sagt, dass er das Rennen

austragen will und es auch finanzieren

kann, dann muss man doch glücklich

sein“, so Rüdiger Schmanns, Leiter der

Renntechnik bei Deutscher Galopp,

gegenüber der Sport-Welt.

Damit stehen im deutschen

Rennkalender wieder die üblichen

44 Grupperennen. Der Auftakt der

Galoppsport

kommenden Gruppe-Saison findet

am 10. April in Düsseldorf mit der

Kalkmann Frühjahrs Meile (Gr. III)

statt.

Frank Fuhrmann, Dominik

Moser, Bohumil Nedorostek,

Toni Potters, Janina Reese, Elfi

Schnakenberg und Pavel Vovcenko

für „Stallparade“ qualifiziert

Jedes Jahr gibt die Galopp-Fachzeitung

Sport-Welt die Stallparaden heraus,

in der erfolgreiche Trainer auf die

vergangene Saison zurückblicken und

einen Ausblick auf die kommende

wagen. Um dabei zu sein, müssen

mindestens 5 Siege in Flach- und

Hindernisrennen vorgewiesen

werden. Das gelang im letzten Jahr

54 Trainingsquartieren, zu denen mit

Frank Fuhrmann (28), Pavel Vovcenko

(25), den Neue Bult Trainer Dominik

Moser (25), Janina Reese (17) und

Bohumil Nedorostek (15), Toni Potters

(12) und Elfi Schnakenberg (7) auch 7

Trainer aus der Region gehören.

K.B.

Fotos: Petra Beinecke, Katarina Blasig

Dominik Moser Bohumil Nedorostek Toni Potters

Janina Reese Elfi Schnakenberg Pavel Vovcenko

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13

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Galoppsport

Bereits nach dem erfolgreichen Comeback in Bremen im November 2021 hatte Rennvereinspräsident Frank Lenk

festgestellt: „Jetzt planen wir für den Karfreitag und wir sind wirklich gekommen, um zu bleiben.“ So war die Freude

beim Rennverein natürlich groß, als Mitte Januar die Genehmigung für den Renntag am Karfreitag erteilt wurde. „Wir

haben von der Wirtschaftsförderung in der vergangenen Woche die Genehmigung für unsere Veranstaltung bekommen.

Wir können jetzt in die Verhandlungen mit der zuständigen ZZZ eintreten und alle weiteren Schritte unternehmen“,

erklärte Frank Lenk gegenüber Galopp online. Allerdings sah die evangelische Kirche die Feiertagsruhe gestört und hatte

Bedenken angemeldet, so dass der Renntag um einen Tag auf Ostersamstag verschoben werden muss.

Ein Nachruf auf Otto-Werner Seiler

Im Alter von 84 Jahren ist am gestrigen

Donnerstag in Hannover nach

langer Krankheit Otto-Werner Seiler

verstorben. Seiler hat über 66 Jahre den

deutschen Galopprennsport geprägt,

wie kaum eine andere Persönlichkeit.

Sei es als Besitzer, Züchter oder

Funktionär im Hannoverschen

Rennverein und dem Verband in

Köln, Otto-Werner Seiler hat sich

immer vorbildlich zum Wohle des

Sports in den Dienst der Sache gestellt

und sich unermüdlich engagiert.

Über 30 Jahre war Otto-Werner Seiler

Vorstandsmitglied im Hannoverschen

Rennverein und in dieser Funktion

über eine Dekade von 12 Jahren

Vize-Präsident. „OW“, wie ihn viele

nannten, war während dieser Zeit vor

allem hinter den Kulissen sehr aktiv.

So gab es kaum eine Starterangabe

ohne seinen persönlichen Einsatz. Vor

allem sein Kontakt zur Aktiven-Basis

und sein Einsatz für den Hindernissport

sind unvergessen.

Für sein großes Engagement und

seinen langjährigen, unermüdlichen

und ehrenamtlichen Einsatz wurde

Otto-Werner Seiler mit dem

Bundesverdienstkreuz am Bande

der Bundesrepublik Deutschland

ausgezeichnet.

14

Insgesamt weist die Statistik der

66-jährigen Geschichte des Stalles

Steintor von Otto-Werner Seiler bis zum

heutigen Tage 1.608 Siege aus. Dabei

zeichnete Otto-Werner Seiler für 513

Sieger als Trainer

verantwortlich.

Ihm gelangen 3

Championate als

Besitzertrainer.

Zudem erzielte

der Stall Steintor

insgesamt 19

Championate im

Hindernissport.

Gregor Baum,

Präsident des

Hannoverschen

Rennverein e.V.:

„Mit Otto Werner

Seiler verliert

der deutsche

Galopprennsport

aber auch der

Hannoversche

Rennverein eine

seiner bedeutendsten

Persönlichkeiten.

In allen Bereichen

des Sportes, sei

es als Besitzer,

Züchter, Trainer,

als langjähriger

Funktionär im

Verband und im Rennverein, als

Förderer unzähliger Reiter im Profiund

Amateursport, hinterlässt Otto-

Werner Seiler übergroße Fußspuren.“

Otto-Werner Seiler

Foto: Frank Sorge Foto: Katarina Blasig

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Foto: Frank Sorge Foto: Katarina Blasig

GROSSER PREIS VON SACHSEN 2021

Hochkarätiges Starterfeld bietet erstklassigen Sport

2020 fiel der Große Preis von

Sachsen in der Chemnitzer Messe

noch der Corona-Pandemie zum

Opfer, jetzt, genau 2 Jahre nach der

letzten Veranstaltung, feierte das

Reitsport-Event ein glanzvolles

Comeback. Dabei erwartete die

Besucher vom 05. - 07.11.2021

erneut ein abwechslungsreiches

Programm mit 18 Prüfungen sowie

einem bunten Showprogramm zur

„Chemnitzer Pferdenacht“. Und dass

dieses Angebot auch bei den national

etablierten Reitern auf große Resonanz

gestoßen ist, zeigt das illustre

Bildrechte ungeklärt, da nicht rekonstruierbar.

Starterfeld, welches für Chemnitz

keinesfalls alltäglich und schon gar

nicht selbstverständlich ist. So hatten

z.B. Weltmeisterin Simone Blum und

Europameister Andrè Thieme ihre

Pferde in Chemnitz gesattelt und auch

Namen wie Rolf-Göran Bengtsson,

Clarissa Crotta, Felix Haßmann,

Thomas Kleis, Andreas Kreuzer,

Marko Kutscher oder Denis Nielsen

waren auf den Starterlisten zu finden.

Die sächsischen Fahnen wurden

von Hardy Heckel, Marvin Jüngel,

Ellen und Michael Kölz und Philipp

Schober hochgehalten.

So bildeten die ersten

Qualifikationsprüfungen für

die Finals am Sonntag und das

spannende Mannschaftspringen

der Landesverbände am Freitag

den Auftakt zu 3 sportlichen und

abwechslungsreichen Tagen in der

Chemnitzer Messe.

Dabei bot das Mannschaftsspringen,

bei dem 12 Teams an den Start

gingen, besonders viel Mitfieber-

Potential. Schließlich waren nur die 5

besten Mannschaften in der 2. Runde

startberechtigt. Letztlich schafften

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Carsten Biermann vom RFV Nienburg sicherte sich mit ‚Suncelina’ den

Sieg in der Punktespringprüfung Kl. M** am Freitag

15

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und ‚Diachacco’ sausten als vorletzte

Starter auf den 3. Platz.

Reitsportmosaik

Das siegreiche Team aus Mecklenburg-Vorpommern

die Teams Sachsen 1, Mecklenburg-

Vorpommern, Hessen, Westfalen

und Hannover diesen Sprung. In der

Entscheidung setzten die Sachsen mit

Benjamin Wulschner, Jens Heine,

Manuel Prause und Michael Kölz

Seriensieger und Titelverteidiger

Mecklenburg-Vorpommern

richtig unter Zugzwang. Doch der

Europameister André Thieme sauste

im Sattel von ‚Contadur’ in 45,29

Sekunden durchs Ziel und brachte

seinem Team, zum dem noch Thomas

Kleis/,Donna Lottchen’, Christoph

Lanske/,Calestra’ und Denise

Svensson/,Come and Fly’ gehörten, mit

4 Sekunden Vorsprung den Sieg. Die

Plätze 2 und 3 gingen an Sachsen 1 bzw.

Hessen (Amke Stroman/,Comandante’,

Ulrich Hensel/,Vancour’, Linus Georg

Weber/,Hubertushof’s Calido’, Jörg

Oppermann/,Quin-Ba-Lou’).

Jörg Oppermann schnappt sich Sieg

im Championat

Am Samstag stand mit dem

Championat der Deutschen Kreditbank

AG die 2. Qualifikation zum Großen

Preis im Mittelpunkt, bei der 17 der

63 Paare fehlerfrei bleiben konnten.

Hier war es Jörg Oppermann mit

‚Olymp’ der als 6. Starter die Bestzeit

auf 37,01 Sekunden festlegte und seine

Konkurrenten unter Druck setzte. Mit

Erfolg, denn die nachfolgenden Starter

blieben ihm zwar auf den Fersten,

konnten diese Zeit aber nicht mehr

toppen. Maximilian Weishaupt sicherte

sich im Sattel von ‚Nexus’ Platz 2.

Simone Blum, Weltmeisterin von 2018,

Weltmeisterin Simone Blum siegt

beim GROSSEN PREIS VON

SACHSEN

Und auch am Finaltag erlebten die

zahlreichen Besucher noch einmal

sehenswerten Reitsport. Dabei

kämpften 45 Paare im Großen Preis

von Sachsen um den Einzug in

die Siegerrunde. Am Ende gelang

es allerdings nur 6 Startern den

anspruchsvollen Parcours fehlerfrei zu

bewältigen, so dass weitere 6 Reiter

mit Fehlerpunkten den Sprung in die

Entscheidung schafften. Hier gaben die

Teilnehmer richtig Gas und brachten

die Halle zum Toben, die einstweilige

Führung übernahm jedoch erst einmal

Manuel Prause im Sattel von ‚Cadillac

54’, der in 37,13 Sekunden zu Hause

war. Doch noch hatte der Sachse den

Sieg nicht sicher, schließlich kamen

noch 4 Starter. Und tatsächlich flog

Simone Blum mit ihrem 9-jährigen

Oldenburger ‚Diachacco’ in 33,98

Sekunden durch den anspruchsvollen

Parcours. Diese Zeit versuchte Mylen

Kruse, die bereits das 3. Mal in

Chemnitz zu Gast war und 2019 Platz

3 im Großen Preis belegte, im Sattel

von ‚Chaccmo’ noch zu unterbieten,

doch die Uhr blieb bei 34,95 Sekunden

stehen. Dennoch zeigte sich Manuel

Das Team Hannover mit Mylen

Kruse/,Chaccmo’,

Carsten

Biermann/,Quineiro’, Harm

Wiebusch/,Cherie 216’ und Dirk

Klaproth/,Enory’ belegte Rang 5.

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Jörg Oppermann und ‚Olymp’ auf dem Sprung zum Sieg

16

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Prause sehr zufrieden nach der Prüfung.

„Es war ein schwerer Parcours und

ich hätte nicht gedacht, so weit zu

kommen.“

„Ich habe mich auf das Turnier in

Chemnitz gefreut, aber dass es so

schön wird, hätte ich nicht gedacht,

‚Diachacco’ hat alles, alles für mich

gegeben“, erklärte die strahlende

Siegerin und fügte hinzu: „So viel

Nullrunden wie hier bin ich das

ganze Jahr nicht geritten. Es war ein

Traumturnier für mich und dafür sage

ich auch im Namen der anderen Reiter

danke an das Veranstalterteam und das

tolle Publikum - ihr wart super.“

Reitsportmosaik

Zufriedenes Turnierfazit

Nach dem der Große Preis von

Sachsen wieder zahlreiche Besucher

auf das Chemnitzer Messegelände

gelockt hatte, die sowohl packenden

Sport als auch abwechslungsreiche

Showprogramme zu sehen bekamen,

zeigten sich auch die Veranstalter

sehr zufrieden: „Gemeinsam mit dem

Landesverband Pferdesport Sachsen,

der Krauß Event GmbH und unserer

Turnierleitung ist es uns gelungen,

das Turnier in dieser für Veranstalter

schwierigen Zeit auf dem gewohnten

hohen sportlichen und unterhaltsamen

Niveau zu organisieren. Mit einem

abwechslungsreichen Wettkampf- und

Showprogramm boten wir wieder ein

spannendes Wochenende für die ganze

Familie rund um den Pferdesport“,

stellte Messechef und Veranstalter Dr.

Ralf Schulze fest und Mitveranstalter

Matthias Krauß fügte hinzu: „Wir

haben für die Reiter hervorragende

Turnierbedingungen geschaffen, sodass

sie gern nach Chemnitz kommen.“

Simone Blum und ‚Diachacco’ waren im Großen Preis nich zu schlagen

Mylen Kruse (hier auf ‚Epreuve d‘ artiste‘) war mehrfach erfolgreich

So steht auch schon fest, dass der

nächste GROSSE PREIS VON

SACHSEN vom 04. - 06.11.2022 in der

Messe Chemnitz ausgetragen wird.

K.B.

Fotos: ACP Pantel

In dieser Intermediaire I-Kür, bei der die 5 Besten der neuen Bundesländer

mit wunderschönen Dressurküren gegeneinander antraten, setzte sich die

Brandenburgerin Lena Waldmann mit ‚Morricone’ in einer sehr eleganten Kür

vor Nadine Güssow mit ,Lorenzio 7’ und Stefan Puschmann mit ‚Bankery G’

17

Georg 1-22 56.indd 17 30.01.22 12:02


Reitsportmosaik

2. Schafhof-Edition

Das war sehr spannender, toller Dressursport

Eigentlich sollte das Internationale

Festhallen Reitturnier Frankfurt vom

16. - 19.12.2021 nach der Corona-

Pause 2020 eine feierliche Neuauflage

mit dem Hessentag, Topsport auf

3*- bzw. 5*-Niveau in Springen und

Dressur und den Charity-Projekten

erleben. „Wir haben in der Familie

überlegt, ob wir aufgrund der aktuellen

Situation eine ‚abgespeckte‘ Form des

Turniers austragen, aber wir haben uns

entschieden: Entweder ganz oder gar

nicht. Gerade in der jetzigen Zeit wollen

wir mit dem Festhallenturnier auch ein

Zeichen setzen - für die Vereinsreiter

ebenso wie für Spitzensportler und

alle Besucher“, erklärte Turnierleiter

Matthias Alexander Rath im November.

So hatte das Veranstalterteam laut

Rath „in den vergangenen Wochen mit

Vollgas und großer Euphorie auf das

Festhallen Reitturnier hingearbeitet.“

Doch am 02.12.2021 stand aufgrund

der beschlossenen Maßnahmen die

Corona-Pandemie betreffend fest:

Das 49. Internationale Festhallen

Reitturnier Frankfurt (IFRF) muss

leider noch einmal verschoben werden.

„Die Pandemie macht uns tatsächlich

erneut einen Strich durch die

Rechnung. Noch vor gut 3 Wochen,

als wir die Auftaktpressekonferenz

für Frankfurt hatten, hätte ich es nicht

für möglich gehalten, dass sich die

Situation noch einmal so zuspitzen

würde.“ So kam die Schafhof-Edition

unerwartet zu einer 2. Auflage. „Wir

werden wie im vergangenen Jahr

die Finalprüfungen für den Piaff-

Förderpreis, den NÜRNBERGER

BURG-POKAL und den Louisdor-Preis

auf dem Schafhof austragen“, erkärte

Rath und fügte hinzu: „Es ist kein

Festhallen Reitturnier, aber wir sind

sehr froh, dass wir Reitern, Trainern,

Pferdebesitzern und nicht zuletzt auch

den Pferden die Möglichkeiten geben

können, sich zwar auf etwas kleinerer

Bühne, aber trotzdem in ihren Finals

miteinander messen zu können.“

Semmieke Rothenberger

dominiert Piaff-Förderpreis

Den Auftakt zu 2 Tagen

Spitzendressursport machte das

22. Piaff-Förderpreis-Finale,

bei dem die besten 8 Paare der

Qualifikationsstationen Mannheim,

Balve, Bettenrode und Elmlohe

startberechtigt waren. Eine spannende

Mischung, schließlich hatten sich mit

Doppel-Europameisterin Semmieke

Rothenberger, Doppel-Europameister

Raphael Netz sowie der Mannschafts-

Europameisterin und Titelverteidigerin

Ann-Kathrin Lindner gleich 3 Reiter

aus dem siegreichen U25-EM-Team

qualifiziert, weitere feierten ihre

Finalpremiere im Piaff-Förderpreis.

Und da der lange Grand Prix laut

U25-Bundestrainer Sebastian Heinze

„für die Reiter eine echte Klippe ist“,

bereitet man sich „mit einem Lehrgang

immer besonders darauf vor. Alle

haben den Vorbereitungslehrgang gut

genutzt. Wir vermitteln dabei nicht nur

Input für das Turnier, sondern auch

für die Winterarbeit. Die Reiter sollen

einen guten Plan für die Arbeit in den

kommenden Wochen und Monaten

erhalten und Ideen mitnehmen,

woran sie arbeiten können.“ Dabei

zeigte sich Sebastian Heinze nach

dem Vorbereitungslehrgang Anfang

Dezember in Warendorf zufrieden. „Das

sah schon sehr gut aus“, resümierte er.

„Da haben wir Reiter wie Ann-Kathrin

und Raphael, bei denen man sieht, dass

sie schon mehr Grand Prix-Erfahrung

haben. Und auf der anderen Seite sind

einige Grand Prix-Neulinge dabei,

die sich aber sehr gut auf das Finale

vorbereitet haben.“

In der Einlaufprüfung machten es

Semmieke Rothenberger und ihre

11-jährige KWPN-Stute ‚Flanell’

zwar ein bisschen spannend, doch am

Ende hatten die beiden bei ihrer 1.

Finalteilnahme die Nase vorn. „Heute

hat man gemerkt, dass wir doch eine

längere Pause hatten seit der Euro“,

schmunzelte die Siegerin nach ihrer

Prüfung. „Dementsprechend viel

Energie und Wums war in der Prüfung.

Aber ich muss ehrlich sagen, mir ist

das zehnmal lieber als andersrum.

Mich freut, dass ‚Flanell’ so gut drauf

ist und noch ein paar Bocksprünge

reingebracht hat - ich bin sehr auf

morgen gespannt.“

Platz 2 ging an Piaff-Titelverteidigerin

Ann-Kathrin Lindner mit ‚FBW

Sunfire’, für die es der letzte Start in

der U25-Tour war, vor Alina Schrader

auf ‚Paola’.

18

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Und auch am Sonntag machten diese

3 die Plätze unter sich aus. Dabei

zeigte Semmieke Rothenberger,

die erstmals den langen Grand Prix

geritten hat, viele Highlights. So

demonstrierte sie mit ‚Flanell’ ein

nahezu perfektes Rückwärtsrichten,

eine super dynamische Trabtour, tolle

Zweierwechsel und absolvierte auch

die sehr schwere Mittellinie mit den

Pirouetten musterhaft. „Es war schon

sehr aufregend, den ersten langen

Grand Prix zu reiten und das gleich

im Piaff-Förderpreis-Finale“, gestand

die Siegerin. „Aber ich glaube, wir

haben das ganz gut gemeistert.“ Dieser

Meinung waren auch die Richter, die

74,50 % vergaben.

Platz 2 ging an Ann-Kathrin Lindner

mit ihrem dreimaligen EM-Partner

‚FBW Sunfire’, die mit 73,820 % den

Siegern aber recht dicht auf den Fersen

waren.

Nahezu sprachlos war die Finaldritte

Alina Schrader (69,980 %). „Ein

besseres Wochenende konnte mir

mein Pferd nicht machen“, strahlte die

Studentin, die in Kronberg ihren 23.

Geburtstag feierte. „Das Jahr konnte

eigentlich nicht besser laufen und Platz

3 hier im Finale - das muss ich erst

noch realisieren!“

„Der Piaff-Förderpreis ist ein absolutes

Highlight nach der Deutschen

Meisterschaft, unser zweites nationales

Saisonhighlight“, betonte U25-

Bundestrainer Sebastian Heinze. „Platz

1 und 2 sind nicht ganz überraschend.

Die beiden sind einfach top - nicht nur

in Deutschland, sondern auch in Europa

in dieser Altersklasse. Sie haben hier

ihre Leistung bestätigt. Und Raphael,

der mit den anderen beiden ja zum EM-

Team gehörte, hat ein Nachwuchspferd

mitgebracht, das es einfach noch lernen

muss.“ Allen sprach Heinze aus der

Seele als er ergänzte: „Das war ein

tolles Finale, mit tollen Bedingungen,

alles super schön hergerichtet - ein

großer Dank an Familie Linsenhoff-

Rath. Für uns war das ein wunderbarer

Abschluss einer tollen Saison.“

Übrigens: Der Piaff-Förderpreis ist die

wichtigste deutsche Dressur-Serie für

unter 25-jährige Nachwuchsreiter, die

auf dem Weg in den internationalen

Grand-Prix-Sport sind. In der Regel

finden die Qualifikationen auf 4

hochkarätigen Dressurturnieren in

Deutschland statt, das Finale wird

traditionell beim Weltcup-Turnier

Stuttgart German Masters im

November ausgetragen. Dies war in

diesem Jahr aufgrund der Corona-

Pandemie nicht möglich. Geritten

wird bei den Qualifikationen jeweils

die Intermediaire II sowie der U25

Grand-Prix. Beim Finale müssen die

Finalisten den U25-Grand-Prix sowie

den aktuellen internationalen Grand

Prix bewältigen.

Totaler Triumph für

Helen Langehanenberg im Finale des

NÜRNBERGER BURG-POKAL

Einen weiteren Höhepunkt bildete das

Finale im NÜRNBERGER BURG-

POKAL, der auf dem Schafhof seinen

30. Geburtstag feiern konnte. Dabei

konnte die Serie für 7- - 9-jährige

Nachwuchspferde bereits 2020

Geschichte schreiben, als sich 5 Paare

mit über 75 % für das Finale qualifizieren

konnten. Doch die Saison 2021 hat

noch eine Schippe draufgelegt: Hier

qualifizierten sich 8 Paare mit mehr als

75 % für das Finale. Am Ende wurden

Helen Langehanenberg und die ‚Zack’/

‚Don Schufro’-Tochter ‚Straight Horse

Ascenzione’, die mit der Höchstnote

aller Qualifikationen nach Kronberg

gereist waren, ihrer Favoritenrolle voll

und ganz gerecht.

Allerdings präsentierten sich in einer

beeindruckendne Prüfung fast alle

Starter in Topform und konnten an ihre

im Saisonverlauf gezeigten Leistungen

anknüpfen. So erreichten die 3

Erstplatzierten Helen Langehaneberg

mit ‚Straight Horse Ascenzione’,

Frederic Wandres mit ‚Quizmaster’

und ‚Schöne Scarlett’ Wertnoten über

der 75%-Marke.

Reitsportmosaik

Und auch im Finale am Sonntag war

Langehaneberg nicht zu schlagen.

Dabei legte sie im Sattel von ‚Schöne

Scarlett’ gleich als 1. Starterin erneut

ein Ergebnis vor, an dem sich die

Konkurrenz die Zähne ausbiss. „Eine

tolle harmonische Runde. Helen hat

ihre Stute wunderschön in Szene

gesetzt. ‚Schöne Scarlett’ war absolut

konzentriert und hatte die perfekte

positive Spannung“, schwärmte

BURG-POKAL-Kommentator

Christoph Hess.

Semmieke Rothenberger und ‚Flanell’ auf dem Weg zum Sieg

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Reitsportmosaik

Als letzte Starterin brillierte sie im

Sattel von ‚Straight Horse Ascenzione’,

die sich mit außergewöhnlicher

Eleganz, Dynamik und Gehfreude

präsentierte, dann erneut und sicherte

sich zum ersten Mal in ihrer Karriere

den Sieg im BURG-POKAL-Finale.

Ein überragender Abschluss einer

Saison, in der Langehaneberg mit der

deutschne Equipe Gold sowohl bei den

Europameisterschaften als auch bei

Olympia gewann.

„Es ist der Wahnsinn - mit 2 solchen

Stuten anreisen zu können und beide

gingen top. Ich bin unheimlich dankbar

und möchte mich bei meinem ganzen

Team bedanken. Das ist nur möglich,

wenn man als Team auftritt. Es ist

toll. Also für mich war heute schon

20

Helen Langehaneberg und ‚Straight Horse Ascenzione’ waren nicht zu schlagen

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Heiligabend! Ich feiere natürlich

nochmal mit der Familie, aber ich

denke: Das war heute mein Fest“,

jubelte die strahlende Siegerin.

Platz 3 holte sich BURG-POKAL-

Neuling Frederic Wandres auf

‚Quizmaster’ (75,463 %), Rang 4 ging

an Charlott-Maria Schürmann mit

‚Absinth’ (75,439 %).

Am Ende bedankte sich Helen

Langehaneberg im Namen der Reiter

mit einem Erinnerungsfoto von allen

teilnehmenden Reiter bei Familie

Linsenhoff-Rath für die Durchführung

dieser drei Finals. „Wir sind sehr froh,

dass wir hier sein durften. Wir wissen,

dass das nicht selbstverständlich

war.“ Und auch Andreas Politycki,

Vorstandsmitglied der NÜRNBERGER

VERSICHERUNG, der den runden

BURG-POKAL-Geburtstag auf dem

Schafhof genossen hat, hatte ein

Geschenk mitgebracht. „Wir wollen

weiterhin Partner für den gesamten

Reitsport sein und ihn unterstützen.

In der Versicherung machen wir

3-Jahres-Pläne, deswegen wird es

auch in den nächsten 3 Jahren mit

dem NÜRNBERGER BURG-POKAL

weitergehen“.

Isabel Freese und ‚Total Hope OLD’

gewinnen Louisdor-Preis-Finale 2021

Den krönenden Abschluss der Schafhof

Edition in Kronberg bildete das Finale

im Louisdor-Preis, der wichtigsten

Dressurserie für 8- bis 10-jährige

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‚Total Hope OLD’ und Isabel Freese dominierten den Louidor-Preis

auch hier dominierten ‚Total Hope

OLD’ und Isabel Freese (75,419 %).

Dabei hatte der gekörte Hengst mit

den prominenten Eltern ‚Totilas’

und ‚Weihegold OLD’ bereits in der

Einlaufprüfung alle Erwartungen

seiner Reiterin übertroffen. „Er hat

alles für mich gegeben!“, freute sich

die Chefbereiterin aus dem Stall

Schockemöhle.

Am Sonntag trat ‚Total Hope OLD’

dann in die Fußstapfen seiner

Mutter, die 2013 das Finale des

NÜRNBERGER BURG-POKALs

gewonnen und 1 Jahr später im Finale

des Louisdor-Preises dominiert hatte,

und sicherte sich nach dem Erfolg im

BURG-POKAL 2019 den Sieg im

Finale des Louisdor-Preises. Dabei

konnte sich der 9-jährige mit 77,540

% nicht nur deutlich vom Rest des

Feldes absetzen, sondern erzielte auch

das zweitbeste Ergebnis mit dem je

ein Louisdor-Preis-Finale gewonnen

wurde. Da geriet auch Kommentator

Dr. Dietrich Plewa ins Schwärmen:

„Das war eine sehr reife Vorstellung.

Neben den Galoppverstärkungen sind

hier sicherlich auch die Wechsel und

Piaffen einzubeziehen. Die Piaffen

waren sehr gleichmäßig, elastisch und

energisch abfußend auf der Stelle.

Besonders beeindruckend ist bei

diesem Pferd, dass nichts andressiert

oder mechanisch wirkt. Das ist

das Ergebnis einer systematischen

Ausbildung.“ Diese Aussage konnte

Isabell Freese nur bestätigen: „Er hat

ein unglaubliches Talent für alles,

nichts fällt ihm schwer. Ich bin mega

zufrieden. Dieses Wochenende hier auf

dem Schafhof lief komplett über meine

Erwartungen hinaus.“ Und auch ihr

nächstes Ziel hat Isabel Freese bereits

im Auge: Im nächsten Jahr möchte sie

mit ‚Total Hope’ für Norwegen bei der

Weltmeisterschaft in Herning an den

Start gehen.

Auf den Plätzen 2 und 3 landete

Fabienne Müller-Lütkemeier mit

ihren beiden 10-jährigen ‚Vitalis’-

Nachkommen ‚Valencia As’ und

‚Valesco’.

So betonte Dr. Dietrich Plewa zum

Schluss auch noch einmal die besondere

Qualität beim 14. Finale des Louisdor-

Preises. „Die Qualität der Pferde und

des Reitens hat stark zugenommen.

Die Anlagen der Pferde werden immer

besser genutzt, ohne dass es gezwungen

aussieht. Das sieht man gerne.“

Erfolgreiche Charity-Aktion

Und da der Charity-Gedanke

traditionell zum Festhallen Reitturnier

gehört, durfte er natürlich auch auf

dem Schafhof keinesfalls fehlen. So

hatten die Veranstalter z.B. erneut zur

traditionellen Weihnachtsbaum-Aktion

aufgerufen. Alle, die mitmachen

wollten, konnten ihre Geschenke an

den Schafhof nach Kronberg schicken,

so dass sich am Ende sehr viele

Geschenke unter dem Weihnachtsbaum

auf dem Schafhof stapelten. „Ich

freue mich immer wieder, wie viele

Menschen unsere Aktionen für die

Kinder unterstützen“, betonte Ann

Kathrin Linsenhoff. „Gerade in

diesem Jahr freue ich mich aber ganz

besonders, dass der Geschenke-Stapel

genauso gewachsen ist wie sonst in der

Festhalle, denn gerade im Moment gibt

es sehr viele Kinder, die wenig erleben,

worüber sie sich freuen können. Ich bin

froh, dass wir mit unserer Aktion einige

Kinderaugen werden zum Leuchten

bringen können.“ Und Florian Streich,

Geschäftsführer der VSM Kinder- und

Jugendhilfe Frankfurt versprach: „Wir

werden auf jeden Fall dafür Sorgen,

dass alle Geschenke rechtzeitig

zu Weihnachten bei den Kindern

ankommen.“

„Viele Momente genossen!“

Und auch Turnierleiter Matthias

Alexander Rath zog ein positives

Turnierfazit: „Es war eine rundum

gelungene 2. Schafhof-Edition! Ich

habe tatsächlich viele Momente sehr

genossen und ich glaube, Reiter

und Offizielle haben sich hier sehr

wohlgefühlt. Außerdem haben wir sehr

spannenden und tollen Dressursport

erlebt. Ich bin meinem Team hier vor

Ort sehr, sehr dankbar, dass sie in so

kurzer Zeit das hier alles auf die Beine

gestellt haben. Wir hatten dieses Jahr

tatsächlich nur 2 Wochen Vorlauf.

Ohne dieses enorme Team hätte ich

kaum beides machen können: Reiten

und Turnierleitung.“ Im nächsten Jahr

soll die 49. Auflage des IFRF vom 15.

- 18.12. dann wieder in der Frankfurter

Festhalle stattfinden.

K.B.

Fotos: Stefan Lafrentz

Reitsportmosaik

21

Georg 1-22 56.indd 21 30.01.22 12:02


Allein die monatliche Unterhaltung

eines Pferdes verschlingt viel

Geld. Wenn das Tier dann plötzlich

einen Schaden verursacht oder ein

Klinikaufenthalt ansteht, treten schnell

finanzielle Probleme auf. Im Vorfeld

abgeschlossene Versicherungen können

in solchen Fällen helfen und den eigenen

„finanziellen Schaden“ begrenzen.

Aber im Versicherungsdschungel geht

der Überblick schnell verloren: Welche

Versicherungen sollten abgeschlossen

werden, welche sind optional? Und

worauf ist bei Abschlüssen zu achten?

Tierhalterhaftpflicht ist unerlässlich

Über die Notwendigkeit einiger

Versicherungen lässt sich diskutieren,

auf die Tierhalterhaftpflicht sollte jedoch

keinesfalls verzichtet werden. Anders

als für Hunde ist diese für Pferde zwar

keine Pflicht, ein Muss ist sie für jeden

privaten Pferdebesitzer dennoch. Denn

ein Unfall ist schnell passiert: Das Pferd

Fachartikel

Pferdeversicherungen: Schutz für Pferdebesitzer

Wie muss ich mein Pferd versichern?

erschrickt sich, tritt aus und verletzt

dabei eine Person. Gerade in Fällen,

bei denen Menschen verletzt werden,

entstehen hohe Schadenssummen. Wer

haftet in solchen Situationen? Nun,

der Tierhalter mit seinem kompletten

privaten Vermögen. Im Regelfall ist es

dabei sogar völlig unerheblich, ob ihn

ein Verschulden trifft oder nicht.

Ein Beispiel, um die Bedeutung dieser

Einstufung klarzustellen: Nachts

geht ein Fremder auf die Weide. Das

Pferd erschrickt sich und tritt der

Person auf den Fuß, die sich diesen

bricht - die Schadensersatzansprüche

landen vollumfänglich beim Halter.

„Genau in solchen Fällen greift

die Tierhalterhaftpflicht“, sagt

Versicherungsexperte Thomas

Lehmann, der im Kreis Warendorf

als Berater tätig ist. Er weiß: „Alle

Versicherer übernehmen eine pauschale

Summe für Personen-, Sach- und

Vermögensschäden.“

Wichtig: Nur der fremde Schaden wird

von der Versicherung erfasst. „Tritt das

Pferd beim Ausladen gegen das eigene

Auto, muss die Reparatur selbst bezahlt

werden“, sagt Lehmann und fügt hinzu:

„Ebenso können die Versicherer die

Leistung bei grober Fahrlässigkeit

schon mal verweigern“. Bei Vereinen

und Gewerbebetrieben tritt übrigens

die Betriebshaftpflichtversicherung an

die Stelle der Tierhalterhaftpflicht.

Die wichtigsten Fakten zur

Haftpflichtversicherung im Überblick:

- Deckungssumme

Es sollten etwa 15 Millionen Euro

pauschal für Personen-, Sach- und

Vermögensschäden einberechnet

werden. Allerdings sind auch höhere

Versicherungssummen möglich.

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22

Georg 1-22 56.indd 22 30.01.22 12:02


- Versicherungszeitpunkt

Bis zum Zeitpunkt des Absetzens von

der Mutterstute, spätestens jedoch am

Ende des ersten Lebensjahres, wird

die Haftpflichtversicherung für ein

Pferd notwendig. Vorher sind Fohlen

meistens über die Stute versichert.

- Beginn der Reitausbildung

Mit Anreiten eines jungen Pferdes

verändert sich das Risiko und damit

auch der Versicherungsbeitrag. Wer

beginnt, sein Pferd zu reiten, sollte das

dem Versicherer mitteilen.

- Fremdreiterrisiko

Bei der Haftpflichtversicherung eines

Reitpferdes sollte immer der Anspruch

fremder Reiter mitversichert sein.

Verursacht das Pferd unter einem

Fremdreiter einen Schaden an einer

Sache oder einem Dritten, greift

der Versicherungsschutz. Wenn der

Fremdreiter selbst einen Schaden

erleidet, haben sowohl er selbst, als

auch seine Sozialversicherung einen

Anspruch gegen den Pferdebesitzer.

Auch dieses Risiko wird durch die

Fachartikel

Fremdreiterversicherung abgedeckt.

Das Fremdreiterrisiko musste

früher meist extra abgeschlossen

werden, gehört mittlerweile aber

bei nahezu allen Versicherern zum

Basis-Leistungsprogramm der

Haftpflichtversicherung.

- Reitbeteiligung absichern

Eine Reitbeteiligung wird meist

wie ein Mitbesitzer betrachtet.

Verursacht die Reitbeteiligung

mit dem Pferd einen Schaden an

einer Sache oder einem Dritten,

greift die Haftpflichtversicherung

des Pferdebesitzers. Erleidet

die Reitbeteiligung selbst einen

Schaden, ist ein Anspruch gegen

den Pferdebesitzer oft schwerer

durchzusetzen als beim Fremdreiter.

Versicherungen und Gerichte

entscheiden hier aber unterschiedlich.

Wird die Reitbeteiligung als

Fremdreiter und nicht als Mitbesitzer

eingestuft, ist der Pferdebesitzer nur

mit einer Haftpflichtversicherung

abgesichert, die die Ansprüche

fremder Reiter mit abdeckt.

Kostenpunkt Tierarzt:

OP-kostenversicherung für Pferde

Das Pferd steht unruhig in der Box,

versucht, sich selbst gegen den Bauch

zu treten. Der Tierarzt bestätigt den

Verdacht auf Kolik - es muss operiert

werden. Wenige Tage später flattert

die Rechnung ins Haus: ein mittlerer

vierstelliger Betrag. Zweifelsohne

kann die gesundheitliche Versorgung

des Pferdes viel Geld verschlingen -

manchmal vielleicht sogar Geld, das

keineswegs vorhanden ist. Eine OP-

Kostenversicherung kann da helfen.

Allerdings unterscheidet sich das

Leistungsspektrum von Versicherung

zu Versicherung. Bei einigen Angeboten

wird nur ein gewisser Satz der

Gebührenordnung für Tierärzte (GOT)

übernommen. Andere Anbieter haben

eine Jahreshöchstentschädigung oder

begrenzen die Leistungsübernahme

bestimmter Operationen auf einen

gewissen Betrag.

Wichtig ist, dass das Pferd bei

Antragsaufnahme gesund ist. Alter

und Rasse sind egal. Am Anfang der

Versicherungsdauer steht immer eine

Wartezeit. In aller Regel besteht die

Wartezeit über 3 Monate. In einigen

Fällen, wie bei Chip-Operationen

zum Beispiel, verlängert sich die

Wartezeit auf 12 Monate. Bei den

meisten Versicherern sind Operationen,

die nach Unfällen entstehen, aber

sofort abgedeckt, denn das ist nicht

vorhersehbar.

Sinnvoll ist eine OP-Kostenversicherung

allemal, denn auch wenn sie nicht vor

allen Kosten schützt, sorgt sie für ein

kleines finanzielles Polster. Eingriffe

aufgrund von Koliken gehören bei

vielen Anbietern zum Standardpaket

und werden je nach Tarif mit einer

Höchstsumme oder sogar unbegrenzt

erstattet.

Lebensversicherung fürs Pferd

Neben der Tierhalter- sowie OP-

Kostenversicherung gibt es noch

eine 3. Versicherung, die zum

Programm vieler Anbieter gehört: die

Lebensversicherung für das Pferd.

Auch bei dieser gibt es verschiedene

Tarifoptionen. Die Basisausführung

deckt meist den Tod durch einen Unfall

ab. Die beitragsmäßig teuerste Variante

beinhaltet oft eine Entschädigung

bei anhaltender Erkrankung oder

Verletzung, durch die das Pferd nicht

mehr geritten werden kann.

Risiko Transport

Die Pferdetransportversicherung

ist ebenfalls eine Überlegung wert:

Ein Unfall auf dem Weg von A nach

B ist schließlich schnell passiert.

Die meisten Anbieter sichern dann

Schäden im Falle der Nottötung

oder des Todes aufgrund des Unfalls

ab. Ob man diese Versicherung

dagegen dauerhaft benötigt, hängt

von den eigenen Verhältnissen ab.

Fährt man viel auf Turniere oder ist

generell öfter mit dem Pferd auf dem

Hänger unterwegs, empfiehlt sich die

Tierlebenversicherung, da sie den

Transport mit absichert. Steht das Pferd

dagegen meist auf der heimischen

Weide, gibt es die Möglichkeit, auf

kurzfristige Transportversicherungen

zurückzugreifen

Quelle FN

23

Georg 1-22 56.indd 23 30.01.22 12:02


Neben pferdegerechter

Haltung und Fütterung spielt die

Gesundheitsvorsorge eine wichtige

Rolle für die Erhaltung der Gesundheit

und Leistungsfähigkeit des Pferdes. Nur

noch selten leben Pferde in konstanten

Pferdebeständen, sondern verlassen

für Ausritte, Training oder Turnier den

Stall und treffen in der Regel auch auf

andere Pferde. Durch Ausflüge oder

Transporte wird das Immunsystem

gefordert und die Wahrscheinlichkeit,

mit neuen Krankheitserregern in

Kontakt zu kommen, steigt. Auch

Menschen können Krankheitserreger

von einem Stall in den nächsten

tragen. Eine Möglichkeit, sein

Pferd und damit weitere Pferde vor

Infektionskrankheiten zu schützen, ist

die Impfung. So gilt z.B. die Impfflicht

gegen Influenza und Tetanus gem.

LPO.

Nachdem eine Impfpflicht für

Turnierpferde gegen das Herpesvirus

in den letzten Jahren in Deutschland

vielfach diskutiert wurde, hat ein

massiver Ausbruch der neurologischen

Verlaufsform des Equinen Herpes

Virus 1 (EHV 1) im Frühjahr 2021 hohe

Wellen geschlagen. In der Folge wurde

unter Pferdesportlern erneut über

eine Impfpflicht diskutiert und diese

unter Einbeziehung von Fachleuten

24

Fachartikel

Gesundheitsvorsorge:

Pferde richtig impfen

und nach Abwägung aller Vor- und

Nachteile schließlich vom

Beirat Sport der FN auch beschlossen.

Durch die verpflichtende Einführung

der Impfung in der LPO wird eine

größere Impfdichte sichergestellt.

Da auf Turnieren viele Pferde

aus unterschiedlichen Beständen

aufeinandertreffen, gilt es, diese

Pferdegruppe besonders gut durch

eine Impfung zu schützen und das

Krankheitsübertragungsrisiko zu

senken. Das übergeordnete Ziel

der Impfpflicht ist es, durch eine

konsequente Impfung möglichst

vieler Pferde zu einer Reduktion der

Menge von zirkulierenden Herpesviren

beizutragen, somit Infektionsketten zu

unterbrechen und Erkrankungszahlen

zu reduzieren. Die Impfpflicht soll

damit einen wichtigen Bestandteil

der Infektionsprophylaxe bei

Turnierpferden bilden.

So gilt ab dem 01.01.2023, dass alle

Turnierpferde gem. LPO gegen das

Equine Herpes Virus 1 geimpft sein

müssen.

Dabei dient 2022 als Übergangsjahr

für die Immunisierung gegen EHV-1.

D.h., dass sich alle Turnierreiter bereits

jetzt mit der Grundimmunisierung

ihrer Pferde und mit den korrekten

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Impfintervallen beschäftigen sollten,

um ab 2023 weiter an Turnieren

teilnehmen zu können.

In Deutschland sind drei Impfstoffe

gegen Herpesviren zugelassen und

auf dem Markt verfügbar. Es handelt

sich dabei zum einen um einen

abgeschwächten Lebendimpfstoff

gegen EHV-1. Die zwei weiteren auf

dem Markt befindlichen Impfstoffe sind

jeweils Inaktivatimpfstoffe, bei denen

die Impfviren in abgetöteter Form

vorliegen. Beide Inaktivatimpfstoffe

wirken gegen EHV-1. Einer der

beiden Inaktivatimpfstoffe enthält

neben abgetöteten EHV-1 Impfviren

auch EHV-4 in inaktivierter Form.

Wissenschaftliche Untersuchungen

haben gezeigt, dass die Verabreichung

von Lebendimpfstoff Vorteile bei der

Immunantwort bieten kann, unter dem

Strich sind aber alle drei zugelassenen

und verfügbaren Impfstoffe laut StIKo

Vet sinnvoll einzusetzen. Alle drei

Impfstoffe gegen EHV-1 müssen

regelmäßig aufgefrischt werden.

Impfintervalle der Herpes-Impfung

für Turnierpferde

Für Pferde, die am LPO-Turniersport

oder an WBO-Wettbewerben auf

Pferdeleistungsschauen (d.h. an

Turnieren mit Wettbewerben der WBO

und Leistungsprüfungen der LPO)

teilnehmen, schreibt die FN ab dem

01.01.2023 die Impfung gegen EHV-

1 nach erfolgter Grundimmunisierung

alle sechs Monate vor. Dabei richtet

sich das vorgegebene Impfschema für

die Grundimmunisierung danach, ob

ein Lebend- oder Inaktivatimpfstoff

verabreicht wird. Wichtig ist, dass

für die ersten beiden Impfungen

der Grundimmunisierung der

gleiche Impfstoff zu verwenden

ist. Die ersten beiden Impfungen

der Grundimmunisierung sind

also entweder mit einem Lebendoder

mit einem Inaktivatimpfstoff

durchzuführen. Nach den ersten

beiden Impfungen, also ab der dritten

Impfung der Grundimmunisierung, ist

ein Wechsel zwischen Lebend- und

Inaktivatimpfstoff möglich.

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Allerdings kann die Impfung gegen

Herpes - im Gegensatz zu den Impfungen

gegen Influenza und Tetanus - nicht das

einzelne Pferd sicher vor der Infektion

mit EHV-1 und dem Ausbruch der

hervorgerufenen Krankheiten schützen.

Dies gilt insbesondere hinsichtlich

der neurologischen Verlaufsform.

Studien zeigen jedoch, dass die

durch Herpesviren hervorgerufenen

Atemwegserkrankungen abgemildert

und Abortraten deutlich gesenkt werden

können. Der große Vorteil der Impfung

ist darüber hinaus, dass geimpfte

Pferde im Falle einer Infektion oder

auch im Falle einer Reaktivierung des

Virus ohne erkennbare Symptome

weniger Viren ausscheiden. Durch die

verringerte Virusausscheidung sinkt

die Gefahr, dass sich weitere Pferde

mit Herpesviren infizieren und es zur

Ausbildung von Krankheitsanzeichen

kommt. Die Impfung gegen Herpes

stellt somit einen wichtigen Bestandteil

der betriebshygienischen Maßnahmen

dar. Sie greift vor allem dann, wenn

möglichst alle Pferde flächendeckend

geimpft werden.

Wissenswertes rund ums Impfen:

Was bedeutet Impfen?

Impfen, im Sinne der Schutzimpfung,

ist eine der ältesten medizinischen

und zugleich erfolgreichsten

prophylaktischen Maßnahmen, um

Infektionen und Erkrankungen zu

verhindern, auch wenn es um die

Kontrolle und die Unterbindung der

Ausbreitung von bakteriellen oder

viralen Infektionen geht. Impfen ist eine

wichtige Maßnahme, um die Gesundheit

von Pferden zu erhalten. Prof. Dr.

Klaus Osterrieder, Veterinärvirologe

an der Freien Universität Berlin, stellt

dazu klar: „Aus meiner Sicht ist es

unethisch, sein Pferd nicht impfen zu

lassen und ihm damit den Schutz vor

Infektionskrankheiten zu verwehren.“

Was passiert bei der Impfung?

Pferde haben wie alle Säugetiere

ein Immunsystem, das sie vor

Krankheitserregern schützt, die in

den Körper eindringen. Zum einen

wendet dieses System die Bildung von

Antikörpern und Abwehrzellen als eine

Abwehrstrategie an, zum anderen kann

das Immunsystem Gedächtniszellen

bilden, so dass es die gleichen Erreger

monate- bis jahrelang nach einer

Infektion noch erkennen und bekämpfen

kann. Diese Fähigkeit ist die Grundlage

für das Impfen. Die Impfung „trainiert“

das Immunsystem zur Abwehr gegen

spezifische Krankheitserreger, indem

abgeschwächte oder abgetötete Erreger

oder deren Bestandteile per Impfung

in den Körper verbracht werden,

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Georg 1-22 56.indd 25 30.01.22 12:02


auf die dieser mit entsprechenden

Abwehrmechanismen reagiert. Es

werden gezielt Antikörper gegen den

Erreger gebildet.

Wie wird geimpft?

Grundvoraussetzung für einen

wirksamen Impfschutz ist eine korrekt

durchgeführte Grundimmunisierung.

Sie besteht in Abhängigkeit von

der Krankheit, gegen die geimpft

werden soll, sowie vom verwendeten

Impfstoff meist aus drei Impfungen

(Grundimmunisierung 1 bis 3 = G1 bis

G3). Aufgrund der Immunverhältnisse

des Saugfohlens sollte die

Grundimmunisierung mit allen

derzeit verfügbaren Impfstoffen nicht

vor dem abgeschlossenen sechsten

Lebensmonat erfolgen.

Die Ständige Impfkommission

Veterinärmedizin (StIKo Vet)

veröffentlicht regelmäßig die

„Leitlinien zur Impfung von Pferden“.

Hier wird genau empfohlen, in welchen

Abständen Pferde gegen welche

Krankheiten geimpft werden sollten.

Daneben gibt es die Impfvorschriften

der LPO für Turnierpferde.

Was ist beim Impfen zu beachten?

Für einen wirksamen Impfschutz

sind die vorgegebenen Impfintervalle

einzuhalten. Damit der Körper des

Pferdes auf die Impfung mit der

optimalen Immunantwort reagieren

kann, dürfen nur gesunde Tiere geimpft

werden. Vor der Impfung ist das Pferd

daher vom Tierarzt zu untersuchen

und die Impffähigkeit festzustellen.

Prinzipiell sollten Entwurmungen vor

den Impfungen erfolgt sein. Nach der

Impfung soll das Pferd einige Tage nur

leicht bewegt werden.

Welche Impfungen bei Pferden

müssen sein?

Es gibt drei Impfungen, die ein Muss

für Pferde sind: Die Impfungen

gegen Tetanus, Influenza und Herpes.

Die Ständige Impfkommission

Veterinärmedizin (StIKo Vet),

ein aus Tierärzten und Forschern

zusammengesetztes Expertengremium,

bezeichnet diese drei Impfungen

beim Pferd als so genannte „Core-

Impfungen“, die jedes Pferd bekommen

sollte. Für Turnierpferde ist die

Impfung gegen Influenza Pflicht, die

Impfung gegen Herpes (EHV-1) wird

ab dem 01.01.2023 Pflicht. Ob noch

weitere Impfungen sinnvoll sind, gilt

es, mit dem Tierarzt abzustimmen. In

bestimmten Regionen Deutschlands

wird eine Impfung gegen das West-

Nil-Virus angeraten (siehe unten). Ein

anderes Beispiel ist die Impfung gegen

Pilz, die betroffenen Pferden, neben

anderen Maßnahmen, helfen kann,

wieder gesund zu werden und nicht

erneut an Pilz zu erkranken.

Wie sicher sind Impfstoffe, welche

Nebenwirkungen können auftreten?

Die Hürden zur Zulassung eines

Impfstoffes sind sehr hoch. Viele

Voruntersuchungen, die über mehrere

Jahre angefertigt werden müssen,

sind erforderlich. Dabei spielen Daten

zur Wirksamkeit und Sicherheit des

Impfstoffes eine zentrale Rolle. Der

Prozess von der Einreichung bis zur

Marktzulassung eines Impfstoffes

kann sich über ein bis zwei Jahre

hinziehen. Durch den aufwendigen

Zulassungsprozess wird sichergestellt,

dass ein zugelassener Impfstoff auch

ein sicherer Impfstoff ist.

Trotzdem bleibt jede Impfung ein

medizinischer Eingriff, der nicht

immer ohne Nebenwirkungen verläuft.

So können Impfungen bei einigen

Pferden Symptome wie Schwellungen,

Abgeschlagenheit oder in manchen

Fällen Fieber verursachen. Auch wenn

die Symptome im Regelfall innerhalb

weniger Tage abklingen, rücken sie

26

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eim Ausbleiben von Seuchen in

den Vordergrund: Wenn die Impfung

funktioniert, tritt die Krankheit nicht

auf. Die Nebenwirkungen bleiben

dagegen bestehen. Dennoch kann

man mit einer Impfung sein Pferd vor

schwersten Erkrankungen schützen

oder eine ganze Population vor

einer schlimmen Seuche bewahren.

Darüber hinaus sind Tierärztinnen und

Tierärzte verpflichtet, unerwünschte

Arzneimittelwirkungen offiziell zu

melden.

dass diese gegen Tetanus, Influenza und

Herpes geimpft ist. Über die Biestmilch

werden zudem die lebenswichtigen

Antikörper direkt nach der Geburt auf

das Fohlen übertragen. Daher muss

eine Stute vor dem Zuchteinsatz eine

ordnungsgemäße Grundimmunisierung

erhalten und in der Folge gemäß

den Vorgaben geimpft werden. Für

die Zeit der Trächtigkeit empfiehlt

die StIKo Vet zusätzlich folgende

Auffrischungsimpfungen:

Quelle FN

Spezialfall Zuchtstute

Für den Schutz der Stute selbst vor

einer Erkrankung und zur Vorbeugung

einer Fehlgeburt ist es unerlässlich,

Die Ausbildung des Partners Pferd

Grundvoraussetzungen für das Lernen in der

Partnerschaft

©Yve Ehler-Klatte u. Ralf Döringshoff

Nach wie vor spricht man gerne von der

Ausbildung des Pferdes, der Mensch

ist genauso gerne wie zu Recht stolz,

wenn er dem Pferd etwas beigebracht,

es ausgebildet hat. Wie aber kann

dieser angestrebte „Lernprozess“

partnerschaftlich sinnvoll gestaltet

werden?

Unter der Überschrift Das Pferd gesund

reiten (Ausgabe 2/2021) haben wir uns

mit der Mentalität der Hilfengebung

als „Ausbildungsmedium“ beschäftigt

und herausgearbeitet, dass die Idee und

Art der Hilfengebung nicht nur eine

Frage der Haltung auf, sondern auch

zum Pferd ist. Dieser Aspekt soll nun

noch genauer betrachtet werden, es

geht um die Frage: Welche Version von

Partnerschaft und Beziehung zum Pferd

ermöglicht „korrekte Ausbildung“ des

Pferdes?

Dazu Yve Ehler-Klatte,

Pferdeverhaltenstherapeutin

und Pferdeosteopathin mit dem

Schwerpunkt Traumatherapie:

Für die partnerschaftliche sportliche

Entwicklung des Pferdes ist der eigene

psychische Zustand und die innere

Haltung ein nicht zu unterschätzender

Faktor. Beachte ich zwar alle möglichen

„technischen Parameter“, fühle mich

aber eigentlich dauerhaft nicht wohl,

so fehlt es mir als Mensch oft -bis

zwingend- ebenso an körperlicher

Losgelassenheit.

Wir alle kennen sicher diesen Moment

nach einem herausfordernden Tag, an

dem man sich vielleicht sehr ärgerte

über eine oder mehrere Situationen.

Stecken wir immer noch im Ärger

fest, wenn wir auf unser Pferd steigen,

schweifen die Gedanken gerne ab,

wir sind sehr angespannt. In diesem

Zustand fällt es schwer, sich reell

soweit zu entspannen, wirklich sanfte

und fühlende Hilfen geben zu können

und sich ganz auf sein Pferd und die

Situation einzulassen.

Hier hilft im Übrigen uns Menschen

dann zunächst sehr oft das Pferd,

sofern wir eine echte und damit

stabile Beziehung entwickeln durften.

Die innige Beziehung schafft als

Gegenpol unter anderem das Gefühl

von Sicherheit, unser eigenes

überaktiviertes Nervensystem wird

Aufgrund der riesigen Nachfrage suchen wir

dringend Bauern-, Rest- und Pferdehöfe.

Bitte alles anbieten.

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27

Georg 1-22 56.indd 27 30.01.22 12:02


eruhigt , Atmung und erhöhte

Körperspannung kann reguliert werden

und somit die Situation geschaffen

werden, dass der Mensch wieder

harmonisch dem Pferd helfen kann.

Blicken wir kurz zurück auf den bereits

erwähnten Artikel:

Auch wenn wir die Hilfen gut meinend

ausführen, wir können nur hoffen, dass

sie als Hilfe angenommen werden,

bestimmen können wir nicht, dass

sie vom Pferd als Hilfe empfunden

und angenommen werden. Hier kann

man einen klaren Unterschied in der

Mentalität ausmachen:

Viele arbeiten das Pferd nach dem

Motto: Das Pferd soll die Hilfen

verstehen!

Bedenke: Hilfengebung bedeutet

Kommunikation

Hilfengebung

bedeutet

Kommunikation - das ist für uns oft

so selbstverständlich, dass wir nicht

weiter darüber nachdenken. Wenn

wir uns jedoch bewusst machen, dass

jede Hilfe, die wir geben eigentlich

eine Frage darstellt oder maximal

einen Vorschlag, so erscheint alles

in einem völlig anderen Licht, wenn

man Dauertreiben, unnachgiebige

Zügelhand, unklare Hilfengebungen

usw. betrachtet.

Welche Freundschaft, Partnerschaft,

Ehe kann für beide zufriedenstellend,

glücklich und damit physisch wie

psychisch gesund sein, wenn die

Version von Beziehung einseitig durch

Zwang und Druck gestaltet wird?

Wir haben mit unserer Art der Hilfen

einen unmittelbaren Einfluss auf den

Körper, die Biomechanik und Psyche

des Partners Pferd. Da Körper und

Psyche auch beim Pferd untrennbar

miteinander verbunden sind, ist die

Art unserer Hilfengebung ein sehr

großer Faktor, mit dem wir beides

beeinflussen.

Beispiel: Andauernde Hilfengebung wie

unachgiebige Hand, dauertreibender

Schenkel usw. Mögliche Übersetzung

auf der psychischen Ebene der

Kommunikation: Reiter fragt nicht

sondern gibt vor. Information: „Du

musst, und zwar jetzt/du darfst nicht“

Information wird dauerhaft gesendet

(Reiter), ohne Reaktion auf

Informationen des Empfängers (Pferd),

dabei meist auch kein Beachten

von Emotionen. Demzufolge findet

kein reelles „Gespräch“ statt, was

gerade in einer Partnerschaft ein

gegenseitiges Übermitteln, Empfangen

und Interpretieren von Information

zwischen beiden sein sollte - ein

dynamischer wechselseitiger Prozess.

Da das Pferd die Information nicht

situativ erhält sondern andauernd,

physisch und psychisch, findet eine

Anpassung an den Dauerreiz statt.

Dauerreize in dieser Form erzeugen

Disstress (darin steckt das Wort Stress)

und da der Organismus immer nach

Homöostase/Ausgleich strebt, wird der

Empfänger (Pferd) zwangsläufig immer

weniger darauf reagieren, „abstumpfen“

müssen, da sein Nervensystem

regulierend gegensteuern muss.

Des weiteren verhindert Disstress

nachgewiesenermaßen das Lernen

(hormonelle Stressantwort) und

hat negative Einwirkungen auf

physische Vorgänge wie u.a. den

Muskelstoffwechsel.

Yve Ehler- Klatte

Pferdeosteopathin

Pferdeverhaltenstherapeutin

Mitbegründerin Gerittene Osteopathie®

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Wie beim Menschen kann auch dem

Pferd der Lernstress wortwörtlich

auf den Magen schlagen! Pferde sind

Pferde und Menschen sind Menschen,

jedoch verfügen beide über dasselbe

Nervensystem und auch Pferde haben

Emotionen. Damit möchte ich sagen,

dass man sich sehr wohl bei diesem

Thema trauen darf, sich eins zu eins in

die Lage des Pferdes zu versetzen und

zu erspüren, wie sich solche Situationen

für das Pferd wohl anfühlen mögen. Es

gibt keinen großen Unterschied.

Ich darf mich also fragen, wie

möchte ich in einer Partnerschaft Dinge

erklärt bekommen, um sie verstehen

zu können? Wie würde ich ermutigt

werden wollen, Leistung zu erbringen,

insbesondere, wenn ich mir die

Aufgabe nicht selber ausgesucht

habe? Wie könnte man mir zeigen,

was man sich von mir wünscht und

das auch noch in einer Fremdsprache?

Wie könnte ich motiviert werden und

auch Freude dabei empfinden? Diese

Fragen passend zum Pferd umgesetzt

sind die Basis der wahren, korrekten

und partnerschaftlichen, also

beziehungsstärkenden Hilfengebung.

Stellen sie sich folgendes Szenario

vor: Sie besuchen einen Tanzkurs. Ihr

Tanzlehrer spricht eine andere Sprache

als Sie. Er möchte Ihnen die ersten

Tanzschritte im Paartanz beibringen.

Mit weichen Bewegungen dirigiert er

sie in die gewünschten Richtungen,

sobald sie unsicher werden, gibt er

Ihnen sanften Halt und erspürt dabei

merklich, weil sanft, ob es zu viel

körperlicher Druck ist für Sie. Er nimmt

ihre Atmung und Mimik wahr, ob sie

muskulär gegenspannen, körperliche

Schwierigkeiten haben oder sich

allgemein unwohl fühlen. Wenn er

solche Aspekte partnerschaftlich

wahrnimmt, verändert er sofort die

Energie, nimmt den körperlichen

Druck aus der Situation und vermindert

den Anspruch. Er reagiert ermunternd

auf kleine Fehler, vielleicht sogar

humorvoll und nimmt Ihnen damit ihre

Unsicherheit und den Stress, weil sie

sich etwas unzulänglich fühlen.

Sie fühlen sich dadurch instinktiv

wahrgenommen und wagen weitere

Tanzschritte. Von Tanzstunde zu

Tanzstunde werden sie ein immer

harmonischeres freundschaftliches

Team, welches gleichzeitig

anspruchsvollere Tanzschritte wagt.

Ihr Körper ist mittlerweile trainierter

und routinierter und vieles hat sich

„spielerisch“ entwickelt und ist so nun

leichter abruf- und ausführbar.

Stellen sie sich jetzt dasselbe Szenario

vor mit einem anderen Tanzlehrer.

Auch er spricht eine andere Sprache.

Er hält sie dauerhaft oder immer wieder

zu stark fest, um sie in die gewünschten

Richtungen zu dirigieren, gefühlt zu

zwingen. Zwischendurch erhöht er das

Tempo, obwohl sie mit dem vorigen

Tempo noch vollauf beschäftigt sind,

die Schritte in der richtigen Länge u.

Richtung zu bewältigen. Sie vergessen

den Richtungswechsel und mit

noch mehr körperlichen Druck zieht

und drückt er Sie andauernd in die

gewünschte Richtung.

Nachdem Sie ein paar Fehler machen,

wirkt er genervt und gereizt. Ihnen tut

mittlerweile die Schulter weh und sie

sind völlig verspannt. Sie schämen

sich, da sie sich nicht gut genug fühlen.

Sie versuchen, Ihrem Ausbilder ihr

Unwohlsein zu signalisieren, aber er

macht einfach weiter mit den Worten

„Stellen Sie sich nicht so an!“ Am Ende

der Stunde sind Sie völlig erschöpft,

fühlen sich ver- oder gar missbraucht,

zumindest missverstanden.

Die Tanzstunde ist dann eine

unangenehme, vielleicht sogar

traumatische Erfahrung.

Es ist vielleicht nicht eins zu eins auf

das Pferd übertragbar, dennoch finden

sich viele Parallelen in diesem Beispiel.

Doch, es ist nahezu eins zu eins

übertragbar, denn die Arbeit mit dem

Pferd, das soll(te) wie Tanzen mit dem

Pferd sein, sowohl vom Boden als

auch aus dem Sattel heraus. Einziger

Unterschied:

Das Pferd hat sich seine „Verwendung“,

seinen sportlichen Einsatz nicht selber

ausgesucht!

Die Art der Kommunikation auf jeder

Ebene zwischen zwei Lebewesen

stellt einen elementaren Punkt

bezüglich Beziehungsempfinden

und Sicherheitsgefühl dar - beides

unabdingbare und voraussetzende

Elemente von Wohlbefinden.

Danke Yve, und wenn wir die

Hilfengebung nicht nur technisch

definieren sondern auch als Mittel

zum Entwickeln einer Beziehung

im Kontext mit der Ausbildung des

Partners betrachten, dann wird doch

letztlich das Pferd zum Ausbilder.

Foto: Yve Ehler-Klatte

Harmonie ist keine Frage der Erziehung, sondern von Respekt und Einfühlungsvermögen,

das gilt auch für das Bodenpersonal.

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präsentiert die Rechtsseiten

Die Rechtsseiten

Entsorgung von Pferdemist

(VGH München, B.v. 19.12.2018- 20

ZB 18.1219)

von stud. jur. Kati Spierling

Sachverhalt:

Eine Frau entsorgte seit Jahren

den Mist ihrer Pferde in einem

nahegelegenen Böschungsgebiet. Das

Verwaltungsgericht Bayreuth war der

Ansicht, dass es sich bei dem Pferdemist

um Abfall handelt, der ordnungsgemäß

entsorgt werden müsse und untersagte

daraufhin die weitere Entsorgung im

Waldgebiet.

Die Frau empfand die Entsorgung

im Wald nicht als bloße Entledigung,

sondern wollte durch die

althergebrachte Art der Entsorgung

Humus kompostieren. Zudem seien

einige Teilflächen bereits bewachsen,

so dass die Natur ihren Lauf genommen

hat.

Entscheidung des Gerichts

Nach Ansicht des

Verwaltungsgerichtshofs München sei

im konkreten Fall unerheblich, dass der

Pferdemist nach längerer Lagerung zu

Humus wird.

Der genaue Ablageort (eine eher

schwer passierbare Böschung) und das

jahrelange Ablagern zeigen vielmehr,

dass die Klägerin keinerlei Interesse

an einer Weiterverwendung habe

und stattdessen den Mist lediglich

beseitigen wollte. Die Klägerin legte

daraufhin Berufung ein. In ihrem

Antrag auf Zulassung hatte die

Klägerin jedoch nicht auf die mögliche

Ausnahme im Sinne des § 2 Abs. 2

KrWG (Gesetz zur Förderung der

Kreislaufwirtschaft und Sicherung der

umweltverträglichen Bewirtschaftung

von Abfällen) verwiesen, so dass dies

keine weitere Beachtung fand. Die

Berufung wurde abgelehnt und das

Urteil entfaltete somit Rechtskraft.

Vernarbte Maulwinkel -

Rückabwicklung

von stud. jur. Kati Spierling

Ein aktuelles Urteil für die Pferdewelt

und wieder ein Gericht, was sich mit dem

großen Thema „Rittigkeitsprobleme“

auseinandersetzen musste.

Sachverhalt

Die Klägerin kaufte Anfang 2015

ein Dressurhengst für 65.000,00

EUR bei dem Beklagten, der einen

Zucht- und Ausbildungsstall betreibt.

Der Hengst wurde Probe geritten

und ärztlich untersucht. Knapp

3 Monate später konsultierte die

Klägerin eine Tierärztin, weil es

Anlehnungsprobleme beim Reiten gab.

Die Tierärztin diagnostizierte einen

offenen Maulwinkel und ein Überbein

der linken Lade. Nach Ansicht

der Klägerin waren diese Befunde

bereits zum Zeitpunkt der Übergabe

vorhanden. Daher trat sie 2 Jahre später

von dem Kaufvertrag zurück.

Entscheidung der Gerichte

Das Landgericht (LG) hat die auf

Rückabwicklung des Kaufvertrages

und Schadensersatz gerichtete Klage

abgewiesen. Die hiergegen eingelegte

Berufung vor dem Oberlandesgericht

(OLG Frankfurt, Urt. v. 14.09.2021-

6 U 127/20) hatte ebenfalls keinen

Erfolg. Laut Vertrag wurde keine

besondere Beschaffenheit hinsichtlich

der Rittigkeit vereinbart. Allein der

Umstand, dass der Beklagte den

Hengst mit sportlichen Perspektiven

vermarktet hat, reicht nicht aus,

dass er gleichzeitig Gewähr für eine

sportliche Karriere übernehmen wollte.

Pferde unterliegen als Lebewesen

einer ständigen Entwicklung und

etwaige Entwicklungsprognosen seien

letztlich nur spekulativ. Da auch keine

weitergehenden Absprachen getroffen

wurden, hat der Verkäufer lediglich

dafür einzustehen, dass das Pferd bei

Gefahrenübergang nicht krank ist.

Bloße Rittigkeitsmängel stellen keinen

krankhaften Zustand dar, weil es nicht

zur üblichen Beschaffenheit gehöre,

dass das Pferd einem Ideal entspreche.

Die tierärztlichen Befunde am

Maul könnten zwar als Mangel

angesehen werden, aber nach den

Ausführungen des Sachverständigen

sei davon auszugehen, dass diese

Umstände noch nicht zum Zeitpunkt

des Gefahrenübergangs vorhanden

gewesen sind.

Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.

Mit der Nichtzulassungsbeschwerde

kann die Zulassung der Revision vor

dem BGH begehrt werden.

Keine Haftung für fehlerhafte

AKU?

von stud. jur. Kati Spierling

Sachverhalt

Die Käuferin erwarb ein Pferd für

8.000,00 EUR von der Verkäuferin.

Die Parteien schlossen einen

Kaufvertrag und vereinbarten, dass der

schriftliche Bericht der durchgeführten

Kaufuntersuchung Gegenstand des

Kaufvertrages ist und das Pferd unter

Ausschluss jedweder Mängelhaftung

der Verkäuferin verkauft wird. Von

diesem Ausschluss mit umfasst seien

auch alle versteckten Mängel des

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Pferdes zum Zeitpunkt des Verkaufs

es sei denn, die Verkäuferin habe

bestimmte Eigenschaften vertraglich

zugesichert oder Mängel arglistig

verschwiegen. Ausweislich des

Untersuchungsprotokolls hatte

die Tierärztin zwei Engstände der

Dornfortsätze diagnostiziert, die

nach Angaben der Tierärztin zum

Zeitpunkt der Untersuchung zu keiner

Beeinträchtigung des Pferdes führten.

Die Käuferin entschied sich zum Kauf.

Ca. 14 Tage nach der Übergabe

des Pferdes kam es nach Angaben

der Käuferin zu zahlreichen

Verhaltensauffälligkeiten. So habe

das Pferd versucht auszuweichen,

zu bocken und zu beißen und war

insbesondere im Bereich der Sattellage

äußerst schmerzempfindlich. Daraufhin

erklärte die Käuferin den Rücktritt. Die

Verkäuferin behauptete sodann, dass

etwaige Verhaltensauffälligkeiten –

sofern sie überhaupt vorliegen sollten

- auf eine unsachgemäße Reitweise der

Käuferin zurückzuführen seien.

Entscheidung des Gerichts

Das Landgericht beauftragte zunächst

einen gerichtlichen Sachverständigen

der wiederum feststellte, dass die

Ankaufsuntersuchung der Tierärztin

fehlerhaft erfolgte und das Pferd weitere

gesundheitliche Einschränkungen hätte.

Das Landgericht gab somit der Käuferin

Recht und verurteilte die Verkäuferin

zur Zahlung des Kaufpreises nebst

Zusatzkosten (Unterbringungskosten,

Fütterungskosten, Tierarztkosten etc.)

Zug um Zug.

Die Verkäuferin erhob daraufhin

Berufung und das Oberlandesgericht

(OLG Oldenburg, Urt.v. 0403.2015- 5

U 159/14) entschied diesmal zu ihren

Gunsten. Das Gericht ließ dabei die

Frage offen, ob die durchgeführte

Ankaufsuntersuchung wirklich

fehlerhaft sei und verwies darauf, dass

der Kaufvertrag unmissverständlich

das Risiko einer fehlerhaften

Ankaufsuntersuchung der Käuferin

zuweise. Somit müsse sich die

Käuferin an die Tierärztin und nicht an

die Verkäuferin wenden.

Die Akte ‚Kaiser Milton‘

von stud. jur. Kati Spierling

Sachverhalt

Im Oktober 2017 veranstaltete der

Trakehner Zuchtverband seine

alljährliche Körung. Der Hengst „Kaiser

Milton“ wurde dort als Siegerhengst

gekürt und bei der anschließenden

Auktion für 320.000,00 EUR an

den Beklagten verkauft. Insgesamt

belief sich der Rechnungsbetrag

einschließlich Mehrwertsteuer und

Nebenkosten auf gut 380.000,00 EUR.

Die Übergabe des Hengstes erfolgte

unmittelbar nach der Auktion.

Anschließend rügte der Beklagte

angebliche Mängel des Pferdes

gegenüber der Klägerin und trat

schließlich vom Kaufvertrag zurück.

Die Klägerin begehrte die Zahlung des

Kaufpreises nebst Zusatzkosten. Das

Landgericht Kiel gab diesem Begehren

statt und verurteilte den Beklagten zur

Zahlung der geforderten Summe. Das

Gericht begründete seine Entscheidung

damit, dass der Beklagte der Klägerin

keine Frist zur Lieferung eines

Ersatzpferdes gesetzt hätte und somit

nicht wirksam zurückgetreten sei.

Daraufhin legte der Beklagte Berufung

ein.

Der Hengst ist zwischenzeitlich

verstorben.

Entscheidung des Oberlandesgerichts

Die Berufung hatte im Ergebnis

keinen Erfolg. Das Oberlandesgericht

(OLG Schleswig-Hollstein, Urt.

28.12.2021, Az. 6 U 56/18) bestätigte

dem Grunde nach, dass der Rücktritt

des Beklagten nicht wirksam erfolgte.

Allerdings scheitere der Rücktritt nicht

an der fehlenden Aufforderung zur

Nacherfüllung, weil die maßgeblichen

Auktionsbedingungen eindeutig

bestimmen, dass dem Käufer (also

hier dem Beklagten) kein Anspruch

auf Nachlieferung eines Ersatzpferdes

zusteht. Zudem kann ein Körsieger nicht

ohne weiteres gegen ein gleichwertiges

Ersatzpferd ausgetauscht werden.

Nach Ansicht des Gerichts scheiterte

der Rücktritt vielmehr daran, dass der

Beklagte keinen Mangel nachweisen

konnte, der ihn zu einem Rücktritt

berechtigt hätte. Zwar wies das Pferd

eine Fehlbildung im linken Vorderhuf

auf, aber dieser Befund war aufgrund

der zuvor durchgeführten Untersuchung

bekannt. Nach Auffassung des Gerichts

gehört diese Fehlbildung mit den

potentiellen Risiken zur vereinbarten

Beschaffenheit des Pferdes. Eine

Zulassung zur Körung setzt zwar

einen gewissen gesunden Status

voraus, aber es ist nicht gleichzeitig

die Garantie, dass das Pferd unter

keinem unerwünschten Mangel leidet.

Eine erfolgreiche Teilnahme an solch

einer Veranstaltung verschafft auch

keine letzte Gewissheit über den

Gesundheitszustand.

Auch der vom Beklagten behauptete

Fesselträgerschaden begründe in

diesem Fall keinen Mangel. Der

Fesselträgerschaden war zum Zeitpunkt

der Körung zwar nicht bekannt, aber

es war bekannt, dass die vorherige

medizinische Untersuchung gar nicht

die Prüfung eines solches Schadens

umfasse.

Letztlich stelle auch der festgestellte

Herzbefund des Hengstes keinen

Mangel dar. Im Untersuchungsprotokoll

der Auktion wird ein Herzgeräusch

erwähnt, das nachuntersucht

werden müsse. Da die Befunde

des Untersuchungsprotokolls die

vertraglich vereinbarte Beschaffenheit

des Hengstes bestimmen, gilt

damit grundsätzlich ein noch zu

beobachtender Herzbefund als

vertragsgemäß. Zudem muss der

Herzbefund zum damaligen Zeitpunkt

nach Art und Schwere einer Zulassung

zur Körung nicht entgegengestanden

haben. Insgesamt steht dem Beklagten

somit kein Rücktrittsrecht zu.

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Die Rechtsseiten

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Jahreshauptversammlung 2021

Am Sonntag, dem 07.11.2021, fand

in Edermünde südlich von Kassel

die Jahreshauptversammlung der IG

Classic mit immerhin 21 Mitgliedern

und Gästen statt.

Nach dem ausführlichen

Vorstandsbericht über Ereignisse

des vergangenen Jahres folgten

turnusgemäß die Wahlen von 2

Vorstandsmitgliedern. Die bisherige

Schriftführerin Alexandra Maier stand

aus persönlichen Gründen nicht mehr

zur Verfügung, sie wurde mit einem

Geschenk der IG aus dem Vorstand

entlassen.

Sarah Wohlgemuth, gelernte

Pferdewirtin und Besitzerin von 3

Classic-Ponys, wurde vom Vorstand

vorgeschlagen und sogleich einstimmig

gewählt.

Aus den Vereinen/ Personalien

Neues von der IG Classic

Patrick Braun war bereit, das

Amt des Sport- und Freizeitwarts

weiterhin auszuüben und wurde ohne

Gegenstimmen wiedergewählt.

Auch die Wahl von Kurt Heusohn zum

Kassenprüfer für den turnusgemäß

ausscheidenden Jörg Wolting-

Dieckmann erfolgte einstimmig.

Für ihre 20-jährige Mitgliedschaft

wurden die anwesenden Mitglieder

Ralf Grober, Michael Zimmermann,

Gerda Zimmermann, Hans-Josef

Schlömer, Hildegard Brandt, Kurt

Heusohn, Reinhard Cramer und

Gunthard Roemer (auf dem Foto von

links) geehrt.

Es schloss sich eine ausführliche

Diskussion über den Vorschlag von

Gunthard Roemer an, alle zuchtaktiven

Pferde auf das Silver Gen zu testen, um

dadurch etwaige Augenanomalien zu

verhindern. Einhellige Meinung war,

dass jeder Züchter diese Veranlagung

bei der Verpaarung von Ponys

berücksichtigen sollte. Der für 2022

geplante Zuchtausschuss soll sich mit

dieser Frage befassen.

Um 12.30 Uhr schloss die 1. Vorsitzende

die Versammlung.

Gerda Zimmermann

Foto: Stefanie Grober

Foto: Annika Webers

Junge Hengste für

die Classic-Pony-Zucht

Bei den Herbstkörungen 2021

haben 4 Classic-Pony-Hengste die

Zuchtzulassung erhalten.

Zur Herbstkörung des Pony- und

Pferdezuchtverbandes Hessen im

Pferdezentrum Alsfeld traten am

02.10.2021 2 Classic-Ponys an, die

beide gekört wurden.

Der 2,5-jährige ‚Best Captain vom

Schedetal’ (von PrH ‚Kara`s Black

Supreme Captain’ a.d. StPr/LSt ‚Franka

vom Schedetal’, MV PrH ‚Jolly Jumper

vom Talhof’) zeigte sich unter den

fremden Hengsten leicht aufgeregt, so

dass er im Schritt nicht zum Schreiten

kam. Dennoch, so Zuchtleiter Solle,

war ihm ein

positives Körurteil

sicher. Mit einem

Stockmaß von 113 cm zeigte er sich

sehr korrekt gebaut mit genügend Typ

und Ausdruck, guter Substanz sowie

mit deutlichem Bewegungspotential.

Züchter und Besitzer von ‚Best

Captain’ ist die Zuchtgemeinschaft

Zimmermann aus Scheden.

Foto: Stefanie Grober

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Aus den Vereinen/ Personalien

Foto: Stefanie Grober

Foto: Annika Webers

Schon 4-jährig wurde der Hengst

‚Ginger vom Körler Berg’ (von Pr/

LH ‚Grande’ a.d. ‚Baileys von Clus’,

MV BPr/El/LH ‚Jo-Co`s KC Coyne

Connection’) vorgestellt. Dieser feine,

elegante Hengst mit einem Stockmaß

von 109 cm zeigte sich korrekt gebaut,

mit taktsicheren Gängen, genügendem

Raumgriff und Schwung. Züchter

und Besitzer von Ginger ist Gunthard

Roemer aus Körle.

‚Ginger vom Körler Berg ‘

Am 30.10.2021 erhielt bei der

Körung des Verbandes der Ponyund

Kleinpferdezüchter Hannover

in Verden der Classic-Pony-Hengst

‚Jupiter von Clus’ (V: PrH/El ‚East

Dikes Joker’ a.d. StPr/LS ‚Heidefee

von Clus’, MV BPr/PrH/LH ‚Jabolo’),

vorgestellt vom Pony-Gestüt-Clus der

Familie Grober aus Bad Gandersheim,

die Zuchtzulassung. Der typvolle,

elegante Rapphengst zeigte sich im

Trab überragend

mit großer

Schwebephase

und überzeugte

gleichzeitig

mit seinem

ausgeglichenen

Charakter. Auf

der Schrittrunde

bestätigte er alle

guten Eindrücke

und zeigte einen

raumgreifenden,

ergiebigen Schritt

mit viel Fleiß.

Er erhielt die

Prämienhengstanwartschaft und den

Siegertitel der Classic-Ponys. Der Titel

Prämienhengst wird ihm mit Bestehen

der Hengstleistungsprüfung verliehen.

Von den beiden Deutschen Classic-

Ponys, die am 13.11.2021 im

Oldenburger Zentrum in Vechta an der

Hauptkörung des Pferdestammbuchs

Weser-Ems teilnahmen, erhielt einer

ein positives Körurteil. Der mit

viel Hengstausdruck ausgestattete

Dunkelfuchs ‚Jamiro W’ (von ‚Jay

MK’ a.d. ‚Jamira’, MV ‚Karlo’, Z.u.B.

Wilfried Wachtendorf, Aurich) zeigte

im Trab einen vom aktiven Hinterbein

entwickelten energischen Antritt und

Ablauf mit guter Schulterfreiheit und

Bergauftendenz, der Galopp wurde

gut und rund gesprungen, den Schritt

zeigte er gelassen und fleißig. Sein

Exterieur und seine Grundgangarten

prädestinieren ihn zu einem guten

Sportpony. Er steht auf einem korrekten

Fundament und hat einen absolut

korrekten Körperbau mit gutem Hals,

Sattellage, Oberlinie und Kruppe.

Foto: Stefanie Grober

Foto: Mandy Hollmann

‚Jupiter von Clus ‘

‚Jamiro W‘

Foto: Stefanie Grober

Termine der IG Classic:

05. - 06.03.2022 Jahreshauptversammlung der IG Classic in 49624 Löningen

03.09.2022 Europa-Hengstschau der IG Classic in 35114 Löhlbach

Die IG-Classic ist eine zuchtverbandsübergreifende Interessenvertretung für die Kleinponyrasse „Deutsches Classic-Pony“.

Bei Fragen zum Deutschen Classic-Pony oder Fragen zu einer Mitgliedschaft kontaktieren Sie bitte: www.classic-pony.com

Gerda Zimmermann - 37127 Scheden - Tel.: 05546 / 1229 - E-Mail: zimmermann.scheden@t-online.de

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Seit 2005 gibt es ihn und nun hat er

die 300.000-Euro-Marke geknackt:

der KinderUnterstützungsFonds

(KUF) des Deutschen Kuratorium für

Therapeutisches Reiten (DKThR), dem

bundeweit agierenden Fachverband

für pferdgestützte Therapie, Förderung

und den Pferdesport für Menschen mit

Behinderung.

Zu verdanken ist das zahlreichen

Spendern und Förderern, die das

DKThR zum Teil schon über viele

Jahre beständig begleiten und es durch

kleine, größere und große Summen

zweckgebunden in den Hilfsfonds

unterstützen.

Über den Fonds fließen die Gelder

unmittelbar an vornehmlich

Kinder bedürftiger Familien für

den pferdgestützten Therapie- und

Förderbedarf. „Hinter den Anträgen

stehen oftmals große Sorgen und

Nöte sowie emotionale Erlebnisse

und Schicksale. Seit Bestehen des

Fonds sind unzählige Anträge und

somit auch persönliche Geschichten,

mit denen wir sensibel umgehen,

durch meine Hände gegangen. Nach

Aus den Vereinen/ Personalien

KinderUnterstützungsFonds (KUF)

des DKThR schüttet 300.000 Euro

für bedürftige Familien aus

sorgfältiger Überprüfung, gemeinsam

mit unseren Fachkräften, nehmen

wir die Ausschüttungen vor und

helfen. Die größte Motivation ist die

Dankbarkeit der Eltern bzw. anderen

Erziehungsberechtigten, die Freude

der Patienten und Klienten und die

positiven Entwicklungen, die man nach

einem Jahr Therapie und Förderung

miterleben darf“, erklärt Elke Lindner

von der DKThR-Bundesgeschäftsstelle

in Warendorf.

„Mir liegt der KUF am Herzen und

von dieser Summe berichten zu dürfen,

erfüllt mich mit Dankbarkeit und Stolz

zugleich“, sagt DKThR-Vorsitzender

Dr. Jan Holger Holtschmit. „Dankbar

gegenüber den Spendern, die es uns

erlauben, gezielt dort zu helfen, wo

Unterstützung besonders notwendig

ist. Und stolz darüber, dass jeder Euro,

der zweckgebunden als Spende für

den KUF eingeht, auch zu 100 % als

Spende für Betroffene herausgeht, ohne

Abzug von Verwaltungskosten. Wir

garantieren ein verantwortungsvolles

Spendenmanagement und die

sorgfältige Prüfung der eingehenden

Anträge nach strengen Richtlinien mit

einheitlichen, transparenten Kriterien.“

Als Fachverband achtet das DKThR

darauf, dass qualifizierte Fachkräfte

zum Einsatz kommen und die

Förderung langfristig ermöglicht

wird. Der KUF übernimmt die Kosten

jeweils für mindestens 1 Jahr, wobei

der Höchstsatz für eine Jahresförderung

bei 1.400 Euro liegt. Der KUF soll

dabei bei dringenden Anträgen schnell

und gezielt helfen. Zum Beispiel

wenn Ablehnungsbescheide bezüglich

der Kostenübernahme seitens der

entsprechenden Kostenträger erteilt

wurden und eine Bedürftigkeit vorliegt.

Die rechtliche Verankerung der

pferdgestützten Förderung und

Therapie im Gesundheits- und

Sozialwesen ist ein wesentliches

Anliegen des Deutschen Kuratoriums

für Therapeutisches Reiten.

Neben dem KUF unterhält das DKThR

noch den „Spendenfonds des DKThR“.

Dieser Fonds steht für die große

Vielfalt, die der Verband unterstützt:

wissenschaftliche Studien, Gutachten

und Forschungsvorhaben, Fachliteratur,

Fachtagungen, Auszubildende

und Studierende, Vermittlung von

Lerninhalten, Öffentlichkeitsarbeit und

vieles mehr.

Weitere Infos unter

www.dkthr.de/deutsches-kuratoriumfuer-therapeutisches-reiten/

spendenkonto/ .

Text: Elke Lindner, DKThR

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Foto: Jörg Sarbach

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Aus den Vereinen/ Personalien

Pferdezucht mit Leidenschaft und Kompetenz

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast

verleiht Staatsehrenpreis an Familie Brüning

Foto: Jörg Sarbach

Foto: Marisnne Schwöbel

v l. Victoria und Hannes Brüning mit Kindern, Ministerin Otte-Kinast, Hans Heinrich und Adelheid Brüning

sowie Kammerpräsident Schwetje

Landwirtschaftsministerin Barbara

Otte-Kinast hat am 20.10.2021 den

Niedersächsischen Staatsehrenpreis für

besondere Leistungen auf dem Gebiet

der Tierzucht an Familie Brüning aus

Ochtmannien im Landkreis Diepholz

verliehen. Familie Brüning wird für

ihre Leistungen in der Pferdezucht

ausgezeichnet. Alle 3 Generationen des

seit 1430 in Familienbesitz befindlichen

Hofes leben die Pferdezucht nicht

nur mit Leidenschaft, sondern

auch mit großer Kompetenz sowie

internationaler Anerkennung. „Mit

Familie Brüning haben wir Preisträger

gefunden, die nicht nur große Fans

ihrer eigenen Hannoveraner-Zucht

sind, sondern auch überaus erfolgreiche

und verdienstvolle Pferdezüchter, die

für das Pferdeland Niedersachsen ein

wertvolles Aushängeschild sind“, so

Landwirtschaftsministerin Barbara

Otte-Kinast.

2 Stuten, die nach dem Zweiten Weltkrieg

durch Familie Brüning erworben

wurden, bildeten den Grundstein für

den heutigen Pferdebestand: Aus

ihnen wurden bis heute 200 - davon

75 eigene, 30 Pensionstuten und

125 Kommissionspferde. Insgesamt

50 Fohlen pro Jahr erblicken auf

dem Hof der Brünings das Licht der

Welt. Dabei wachsen die Tiere unter

idealen Bedingungen auf: Durch

große Sommerweiden und großzügige

Laufställe für den Winter lernen die

Tiere ein gutes Sozialverhalten in der

Herde, das für Ausgeglichenheit und

Nervenstärke sorgt. Ebenso wichtig

ist für die Brünings ein gutes Mensch-

Tier-Verhältnis. Herausragend ist dabei

auch die internationale Ausrichtung der

Preisträger: Die Besitzer, die ihre Tiere

Familie Brüning zur Aufzucht und

Ausbildung anvertrauen, kommen aus

Kanada, Dubai, Neuseeland, Südkorea

und sogar aus Russland. Dabei legt

Familie Brüning großen Wert auf die

Kombination von Zucht und Sport:

Dreiviertel der eingestallten Tiere sind

Dressurpferde, die restlichen Pferde

werden für die Bereiche Springen und

Vielseitigkeit ausgebildet.

Niedersachsens Pferdezucht ist führend

in der Welt und auch hieran hat Familie

Brüning einen großen Anteil. Die

Stuten ihres Betriebes stammen unter

anderem von den Hengsten ‚Belissimo

M’, ‚Dimaggio’, ‚Don Frederico’,

‚Don Schufro’, ‚Fürst Romancier’,

‚Quarterback’, ‚Sir Donnerhall I’

und ‚Totilas’. Nach dem Grundsatz:

„Das Beste muss der Zucht erhalten

bleiben“ wird die Leistung auf dem

Betrieb Brüning dabei mit großem

Erfolg von Generation zu Generation

weitergegeben. Der größte Erfolg

aus der Zucht von Familie Brüning

ist der weithin bekannte Hengst

‚Zucchero’. ‚Zucchero’ wurde 2018

Bundeschampion und ein Jahr später

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Weltmeister der jungen Dressurpferde

in Holland. Aber auch die Stute ‚Carina’

von ‚Calypso II’ ist eines von vielen

Aushängeschildern für die Zucht von

Familie Brüning. Ihre Nachkommen

stellten die Siegerfamilien der

Jahre 2007, 2009 und 2017 auf der

Aus den Vereinen/ Personalien

züchterisch vielbeachteten Herwart

von der Decken Schau und erzielten

damit einen einmaligen Dreifachsieg.

Hintergrund:

Der Staatsehrenpreis wird seit den

1960er-Jahren für hervorragende

Herzlichen Glückwunsch Carla Röhr

Leistungen auf dem Gebiet der Tierzucht

vergeben. Jedes Jahr werden auf

Vorschlag der Landwirtschaftskammer

zwei Zuchtbetriebe durch das

Niedersächsische Ministerium für

Ernährung, Landwirtschaft und

Verbraucherschutz (ML) geehrt.

im Reiten um acht Wochen verlegt

werden, da wegen Herpes eine

Grundimmunisierung der Pferde nötig

wurde. Carlas Ausbildungsprojekt mit

ihrer ‚Livaldon’-Tochter ‚Lilli Marleen’

war „Von der Dressurpferde L zur

M- Dressur“ unter Berücksichtigung

einer vielseitigen Ausbildung. Dazu

gehörten neben der Dressur auch

gymnastisches Springen und auf dem

Gelände der Bundeswehrsportschule

ein Vielseitigkeitstraining querfeldein

über Gräben, durch Wasser und über

Baumstämme. Wie gut, dass Carla

über hochqualifizierte Heimtrainer mit

ihrer Mutter Julia Olm (Dressur) und

ihrem Vater Thorsten Röhr (Springen)

verfügte. Zudem kann sie auf eine gute

Grundausbildung zurückblicken, die

sie im Stall von M . Schulze-Winter

und in ihrem Lehrbetrieb Rügheimer

in Bayern erhielt. Die Ausbildung zur

Pferdewirtin klassische Reitausbildung

beendete sie damals mit Auszeichnung

(Stensbeckplakette).

Anfang 2020 hatte Carla Röhr,

Brokeloh mit ihrer Ausbildung zur

Pferdewirtschaftsmeisterin klassische

Reitausbildung in Warendorf

angefangen. Aus arbeitstechnischen

Gründen hatte sie den Kurs auf 2 Jahre

angelegt und war letztendlich in der

ganzen Coronasituation sehr froh, alles

etwas entzerrt zu haben.

36

Pferdewirtschaftsmeisterin Carla Röhr mit ihrer

‚Livaldon‘-Tochter ‚Lilli Marleen‘

Die erste Vorstellung der

Berittpferde fand noch in Warendorf

statt, zwischenzeitlich wurden

Ausbildungsergebnisse per Video

übermittelt und online besprochen.

2021 konnten die Reitlehrgänge als

Lehrgangsblöcke wieder in Warendorf

stattfinden. Allerdings musste auch

der für März 2021 geplante Abschluss

Der Lehrgangsinhalt Wirtschaft

fand ebenfalls coronabedingt eine

Woche komplett online statt, und

weitere Termine folgten abends.

Und so saß Carla Röhr dann für die

Unterrichtsstunde mit dem Laptop

an ihrem Arbeitsplatz zuhause.

„Eigentlich kann ich mich so besser

konzentrieren, man kann die Vorträge,

Präsentationen usw. auch später immer

wieder abrufen. Zusätzlich bekamen

wir online Aufgaben gestellt.“ Und

sehr wichtig für den Betrieb zuhause,

man war weiterhin vor Ort. Die

Mehrheit der Meisteranwärter hätte

mehr Präsenzunterricht lieber gehabt.

Zur Prüfung musste die schriftliche

Hausarbeit mündlich erläutert und die

Ideen für eine geplante Selbstständigkeit

entwickelt werden.

Der abschließende 3. Teil befasste sich

mit der Pädagogik als Ausbilder. Vieles

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fand auch in diesem Bereich online

statt. Aber 2 Wochen Präsenz, bei der

Fallstudien erörtert und Klausuren

geschrieben wurden, gehörten dazu,

um die Ausbildereignungsprüfung zu

erlangen. Und seit Dezember 2021

ist es nun geschafft und Carla Röhr

darf sich Pferdewirtschaftsmeisterin

Aus den Vereinen/ Personalien

klassische Reitausbildung nennen.

Zudem hat sie die Voraussetzung für

die Verleihung der Stensbeckplakette

erfüllt, deren Übergabe für November

2022 geplant ist.

Fragt man nach den Plänen der

näheren Zukunft, so wird Carla in

Erfolgreiche Reitabzeichenprüfung beim

RFV Hildesheim-Steuerwald

Brokeloh für die dressurmäßige

Jungpferdeausbildung auf dem Hof

ihres Vaters Thorsten Röhr, der sich

um die Ausbildung der Springpferde

kümmert, verantwortlich sein.

Text und Foto: Marianne Schwöbel

Foto: Pia Tonn,

(Presswartin RFV Hildesheim-Steuerwald)

Insgesamt 16 junge Reiter/innen, die von dem Trainerteam Anke Jokisch, Monika Arnold, Victoria Matthes und

Oliver Tüpker optimal vorbereitet wurden, haben an dem Reitabzeichenlehrgang des RFV Hildesheim Steuerwald

teilgenommen und ihr Reitabzeichen 4 oder 5 sowie den Pferdeführerschein bestanden.

Club Neue Bult e. V. - Mittendrin statt nur dabei

Pferderennen - ein Sport für die Reichen

und Mondänen. Das ist ein Image, dem

man in den Köpfen vieler Menschen

immer noch begegnet. Und, zugegeben,

ein billiger Sport ist es wirklich nicht.

Vom Pferd allein mal abgesehen -

jeden Monat gilt es, Rechnungen zu

bezahlen: Unterkunft, Futter, Training,

Hufschmied, der Transport zu anderen

Rennbahnen, Tierarzt sowie die ganzen

„Bürokratiekosten“ wie Nenngebühr

für Rennen und vieles mehr sind

regelmäßig zu begleichen.

Aber vom Beginn des Rennsports an gab

es nicht nur die „großen“ Besitzer und

Züchter, die dank eines entsprechenden

finanziellen Hintergrunds und mit

viel Passion unbestritten Legenden

geschaffen haben. Auch die „Kleinen“

haben von Anfang an mitgemischt.

Und seit vielen Jahrzehnten gewinnt

die Idee von Besitzergemeinschaften

- egal in welcher Form - immer mehr

Freunde.

Der Club Neue Bult ist ein

solcher Zusammenschluss von

Galoppenthusiasten. Aus der Taufe

gehoben wurde er 1975, also relativ

kurz, nachdem die heute noch

bestehende Rennbahn auf der Neuen

Bult in Langenhagen ihre Tore öffnete

und die alte Rennbahn auf der „Alten

Bult“ ihren Betrieb einstellte.

Der erste Galopper für die neugegründete

Besitzergemeinschaft hieß ‚Douglas‘,

ein Sohn von ‚Alpenkönig‘, trainiert

wurde er von Albert Kästner. Im Laufe

der Jahre haben viele Galopper die

orange-schwarz-weißen Clubfarben in

Rennen getragen. Trainiert wurden sie

immer auf der Neuen Bult. Karl-Heinz

Kniese, Thorsten Theilkuhl, Christian

Sprengel und Hans-Jürgen Gröschel

sind nur einige namhafte Trainer, die

Pferde für den Club im Stall stehen

hatten.

37

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Der aktuelle Clubgalopper ist ein jetzt

5-jähriger Wallach namens ‚Anchorage‘,

der seit 2020 für den Club antritt und von

Bohumil Nedorostek vorbereitet wird.

Aber mal davon abgesehen, dass es

vernünftig ist, sich die Kosten mit

anderen Leuten zu teilen - was hält

so einen Club eigentlich im Innersten

zusammen?

Zuallererst natürlich die Leidenschaft

für Pferde und Pferderennen. Wer

einmal von nahem gesehen und

gespürt hat, wie sich diese herrlichen

Geschöpfe im gestreckten Galopp

bewegen, der kommt nur schwer

wieder davon los. Man möchte mehr

davon erleben und direkter dabeisein

als es als bloßer Zuschauer möglich ist.

Und wenn man sich finanziell keinen

eigenen Galopper erlauben kann, dann

sind Besitzergemeinschaften wie wir

eine ideale Möglichkeit, um den Sport

quasi von innen heraus und mit allen

Sinnen zu erleben.

Nicht nur geteilte

Kosten, auch die

ganze Bandbreite

der Emotionen

teilt man mit

Gleichgesinnten

(um nicht

Gleichverrückten

zu schreiben). Die

Anspannung vor

dem Rennen, die

Freude über eine

solide Leistung, das

überschäumende

Glücksgefühl bei

einem Sieg oder

natürlich auch

die Enttäuschung, wenn es nicht

funktioniert wie gewünscht.

Auch dem Protagonisten selbst kann

man natürlich viel näher kommen.

Nicht nur beim Rennen, sondern

jeden Tag. Ich persönlich mag es,

nach einer langen Arbeitswoche den

Wecker am Samstagmorgen noch

einmal früh zu stellen, um in den Stall

zu fahren. Beim Training zusehen,

dem Pferd ein paar Äpfel und Möhren

und dem Stallpersonal ein paar Kekse

vorbeizubringen, einen Kaffee trinken

und mit ihnen über alles Mögliche

plaudern oder auch mal eine Mistforke

in die Hand zu nehmen. Es entspannt.

Und es gab noch keinen Clubgalopper,

der sich nicht über

Besuch seiner

Zweibeiner gefreut

hätte - vor allem,

wenn diese Äpfel

und Möhren dabei

hatten.

Und damit wären

wir beim aktuellen

Clubgalopper

‚Anchorage‘

angekommen.

Er verfügt über

mehrere interne

Arbeitsnamen:

‚Anchi‘, ‚Roger‘,

‚Houdini‘, ‚Diva‘,

‚Majestät‘, ‚kleine

Kröte‘ oder ‚Flegel.

Er läuft seit 2020 für

uns. Wir haben ihn

von seiner Züchterin

gepachtet und er hat

seine Rennkarriere

bei uns begonnen und soll sie dereinst

auch gesund und erfolgreich in unseren

Farben beenden.

Er stammt von ‚Poseidon Adventure‘

aus der Alaska und da es in der

deutschen Vollblutzucht Tradition hat,

dass der Name des Fohlens mit dem

gleichen Buchstaben beginnt wie der

der Mutter, lag ‚Anchorage‘ nicht so

weit weg.

Aber genug der Fakten, kommen wir

zum Eigentlichen. Jedes Pferd ist

eine eigene Persönlichkeit und die

von ‚Anchorage‘ würde ich mal als

„akzentuiert“ beschreiben. Wie die

Liste seiner Spitznamen belegt, kann

er eine beeindruckende Bandbreite an

Verhaltensweisen abrufen.

Wir als Besitzer lieben unseren

Vierbeiner und ja, zugegeben,

wir verwöhnen ihn auch. Er wird

regelmäßig besucht, bekommt

Leckereien, Streichel- und

Massageeinheiten und Unterhaltung.

Wir kaufen ihm Spielzeug für die Box,

exquisite Bürstenund geben ihm auch

sonst das Gefühl, ein VIP zu sein. Und

da Anchorage nicht dumm ist, hat er

das Very Important Pferd inzwischen

auch verinnerlicht. Mittlerweile fühlt

er sich wie ‚Anchorage I., König von

Neubultien‘.

‚Anchorage‘

Foto: Club Neue Bult

Foto: DER KLEINE GEORG

38

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Aus den Vereinen/ Personalien

Foto: Club Neue Bult

Foto: DER KLEINE GEORG

Wir kennen ihn, den Blick, wenn

Majestät die Leckerlis nicht schmecken.

Dieses Wo hast du denn das gekauft?

Warst du wieder beim Discounter?

Oder beim Pferdebedarfshändler in der

Ecke ganz hinten? Ob Einhornleckerlis

oder die mit Bananengeschmack –

wir haben ihn schon viele wieder

ausspucken sehen. Nun, wenn nicht

ihm, seinen Boxennachbarn schmecken

die Leckerlis immer. Auch der Versuch,

ihm in seiner Box einen Leckstein als

Beschäftigung zu installieren, ging

irgendwie nach hinten los. Oder auch

nicht, kommt auf die Sichtweise an.

Anchorage jedenfalls leckte nicht, er

schmierte sich das lieber an die Ohren

und anschließend ans Hinterteil. Kann

natürlich auch sein, dass es nur ein

genialer Trick war. Wenn er hinten nach

Apfel duftet, gehen die Konkurrenten

im Rennen ja vielleicht nicht vorbei?

Also, Hersteller von Pferdeleckerlis, die

Anchorage schmecken: Wir vermieten

unser Pferd für Werbeaufnahmen.

Konkurrenzprodukte werden umgehend

wieder ausgespuckt. Ungescripted und

ungeschnitten. Kommen und filmen

Sie!

Zudem hat unser Vierbeiner seine

wahre Berufung als Nachfolger Harry

Houdinis entdeckt. Nachdem ihn

die Pfleger morgens öfter mal in der

Stallgasse vorgefunden haben, hat die

Sicherheits- und Schließtechnik an

seiner Boxentür inzwischen erhebliche

technische Fortschritte zu verzeichnen.

Also, werte Tresorhersteller, kommen

Sie und holen Sie sich Anregungen.

Auch Ihnen steht Houdinis rightful heir

natürlich für kommerzielle Zwecke

gern zur Verfügung.

Sie sehen also, unser Star hält uns

auf Trab und sorgt dafür, dass uns nie

langweilig wird. Als Ausgleich werden

‚Anchorage‘ mit Maxim Pecheur, Trainer Bohumil Nedorostek (3. v.l.)

und den zahlreichen Besitzern nach dem Sieg in Hannover

wir denn auch weiterhin fast täglich

vorbeikommen und natürlich immer

Äpfel, Möhren, Leckerlis und vieles

mehr mitbringen.

Falls wir Sie jetzt neugierig gemacht

haben und Sie sich fragen, was dieses

Vergnügen beim Club Neue Bult kostet,

dann kommt hier die Antwort:

Clubmitglied kann man ab 20 Euro

pro Monat werden. Kinder und junge

Erwachsene bis zum 25. Lebensjahr

zahlen nur die Hälfte, also 10 Euro pro

Monat.

Das reicht allerdings bei weitem

nicht aus, um die Kosten für das

Pferd zu decken. Also halten viele

Clubmitglieder und andere Interessierte

direkte Anteile am Pferd. Die Höhe

ist dabei frei wählbar, los geht es mit

einem Viertelanteil in Höhe von 30

Euro pro Monat. 60, 90 oder 120 Euro

im Monat für einen kompletten Anteil

sind die weiteren Staffelungen. Nach

oben sind keine Grenzen gesetzt, man

kann also mehrere Anteile halten. Die

Anteilsverpflichtung gilt immer für ein

Jahr und je nachdem, wie das Jahr lief,

werden am Ende auch Überschüsse

wieder an die Anteilseigner

ausgeschüttet.

Allerdings, reich wird man mit einem

Anteil an einem Rennpferd nur sehr

selten. Die wenigsten Galopper decken

ihre Kosten und Anchorage ist ein solides

Mittelklassepferd, kein Megastar der

Szene, der in hochdotierten Rennen

antreten kann. Rennpferde sind ein

Hobby und das kostet Geld. Millionär

jedenfalls ist noch kein Clubmitglied

oder Anteilseigner geworden – und

falls doch, dann nicht wegen seiner

Beteiligung an einem Pferd des Clubs

Neue Bult.

Aber all das soll Sie, liebe Leser, nicht

abhalten, mal bei uns reinzuschnuppern.

Eine Menge im besten Sinne

pferdeverrückter Menschen wartet auf

Sie. Keine Scheu, wir beantworten

gern alle Fragen und würden uns über

Zuwachs sehr freuen.

Kerstin Nitzsche

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann wenden Sie sich an

Club Neue Bult e. V.

c/o Kerstin Nitzsche

Tel.: 0151 / 17312646

E-Mail:info@club-neue-bult.de

www.club-neue-bult.de

Instagram: club_neue_bult

Foto: Frank Sorge, galoppfoto.de

39

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Bezirksmeisterschaft der Ponyjungzüchter Hannover

Endlich ging es wieder los und 18

Jungzüchter trafen sich am 10. Oktober

in Steyerberg zum 28. Jungzüchtertag.

Vor 29 Jahren war Melanie Brandt

selbst als aktive Jungzüchterin dabei

und hat nun als Nachfolgerin von

Dorit Schnehage ihre Feuertaufe als

Jungzüchterbeauftragte mit Bravour

bestanden.

Nach 1 Jahr Coronapause waren

auch die beiden Richterinnen

Zucht

Christine Roth, Marklendorf

und Andrea Hunte, Petershagen

glücklich, dass es wieder mit der

Jugendarbeit bei den Ponyzüchtern

los geht. Zufrieden zeigten sie sich

mit den Leistungen, die in Theorie,

Praxis und mit Unterstützung des

Ehrenvorsitzenden Ulrich Stöter

in der Ponybeurteilung gezeigt

wurden.

Große Aufregung herrschte bei

den Jüngsten in der Abteilung

der 6- bis 9-jährigen, die

mündlich in der Theorie

geprüft wurden. Doch auch sie

wussten schon allerlei und wenn

man dann noch so ein gelassenes,

erfahrenes Pony an der Hand hat wie

Nele-Annelie Buchholz mit ihrem

27-jährigen Lewitzschecken ‚Odeon’,

dann hat man gut lachen und kann sich

prima präsentieren. Beide erreichten

Platz 1 in diesem Wettbewerb. Lilly

Sophie Kruse und die Reitponystute

‚Smilla Noblesse’ folgten auf Rang 2.

Bei den 10- bis 13-jährigen setzte

sich Sina Könnecker mit ihrem Welsh

B Schimmel ‚Sternchen Blue’ an die

Spitze, gefolgt von Marla Brandt

mit ‚Smilla Noblesse’. In dieser

größten Abteilung erreichte Kira-Julie

Müller mit dem beeindruckenden

falbfarbigen Reitponywallach ‚Domy

de Coeur’ den 3. Platz. Freiwillig

hatte sie am Beurteilungswettbewerb

teilgenommen, den sie ganz souverän

gewann.

Leider gab es in diesem Jahr nur 2

Starter in der Abteilung der 14- bis

25-jährigen, doch beide zeigten

hervorragende Leistungen. Mirja

Brandt und ‚Smila Noblesse’ erzielten

hier den Sieg, untermauert auch durch

Platz 2 in der Beurteilung, was ihr

zudem den Pokal der tagesbesten

Jungzüchterin eintrug. Diese gute

Beurteilungsplatzierung teilte sie sich

im übrigen mit ihrer Schwester Marla.

Rang 2 im Jungzüchterwettbewerb der

älteren erreichte Leonie Müller mit ‚Na

Capitol’, einem bewegungsstarken

23-jährigen Reitponywallach.

40

Die erfolgreichen Jungzüchter

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Zucht

Umgang mit seinem vierbeinigen

Partner herausstellen muss. Beim

gerittenen Ponyspiel folgten Mirja und

Marla Brandt mit ‚Smilla Noblesse’ auf

den Plätzen 2 und 3. Beeindruckend

mit welcher Souveränität diese

noch junge Reitponystute die an sie

gestellten Aufgaben bewältigte und

völlig selbstverständlich auch über

Plane galoppierte.

Neben vielen Helfern und helfenden

Eltern denen es zu danken gilt,

dürfen auch die Sponsoren wie die

Firmen Salvana und Loesdau nicht

vergessen werden. Es ist schön, so

einen zuverlässigen Partner wie

Salvana an der Seite zu haben, der die

Jungzüchterwettbewerbe nun bereits

seit 28 Jahren unterstützt.

Mirja Brandt erhielt den Pokal als tagesbeste Jungzüchterin

Text und Fotos: Marianne Schwöbel

In der Führzügeldemonstration zeigten

sich die beiden Richterinnen begeistert

von der Sicherheit mit der all die

kleinen Starter brillierten. Da konnte

man niemanden extra herausstellen und

alle wurden auf Platz 1 gesetzt.

Anspruchsvoll waren in diesem Jahr

die Ponyspiele und hier schlug Lena

Hellmanns große Stunde. Mit ihrer

Tinkerstute ‚Ella’ entschied sie beide

Spiele für sich.

Laurin Ebert und Isabelle Ebert und

ihr Islandpferd ‚Safir v. Sommerfeld’

erkämpften sich die Plätze 2 und 3 im

geführten Spiel, wobei man Laurin

einmal für seinen besonders sorgfältigen

Lena Hellmann und ‚Ella’

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41

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Viele in und um Bad Gandersheim

wissen es gar nicht: Im beschaulichen

Bad Gandersheimer Ortsteil Clus

werden seit 1935 Ponys gezüchtet und

diese sind weit über die Landesgrenzen

und in vielen Teilen der Welt für ihre

außerordentliche Qualität bekannt und

begehrt.

Familie Grober aus Clus betreibt die

Ponyzucht nunmehr in der 4. Generation

und hat zurzeit einen Stamm von 9

Stuten, die jedes Jahr ihre Fohlen auf

den Weiden rund um das idyllische

ehemalige Klostergut Clus zur Welt

bringen und nahezu das ganze Jahr

draußen sind.

Zucht

Pony-Gestüt-Clus: Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr 2021

Bundessieg für Stute ‚Britania von Clus’

Im diesem Jahr kamen im Pony-Gestüt-

Clus 9 Fohlen zur Welt, mit dem

Hengstfohlen ‚Jay-Fire von Clus’ und

dem Stutfohlen ‚Bristell von Clus’ begab

sich Familie Grober zum diesjährigen

Fohlenchampionat nach Steyerberg

und konnte in einer Konkurrenz von 10

Hengst- und 7 Stutfohlen jeweils den

Titel „Siegerfohlen“ mit nach Hause

bringen.

Ebenfalls einen Sieg erringen konnte

Familie Grober mit ihrer Stute ‚Britania

von Clus’. Diese setzte sich an die Spitze

der diesjährigen Bundesstutenschau,

die Anfang September in Bad Harzburg

stattfand. In einer Konkurrenz von 18

Stuten erhielt ‚Britania’ dazu noch die

Auszeichnung „Bundesprämienstute“,

ein Titel, der nur jeweils auf einer

Bundesschau, die in der Regel nur alle

4 Jahre stattfindet, errungen werden

kann. Auf welch hohem Niveau sich die

Cluser Ponyzucht befindet zeigt sich

darin, dass inzwischen 5 der 9 Cluser

Stuten den Titel Bundesprämienstute

tragen.

Herausragend auch unter dem Aspekt,

dass die Bundesprämie insgesamt

Gezüchtet werden Deutsche Classic-

Ponys als kleine, elegante Ponys mit

einer Rückenhöhe um 110 cm. Diese

sind zum einen genau richtig, um als

Reit- und Anfangsponys für kleine

Kinder zu dienen, jedoch auch nicht

zu unterschätzen. Denn jahrelang

waren die Söhne Florian und Tim

Grober im nationalen Kutschfahrsport

hocherfolgreich mit ihren Cluser Ponys

bis zur höchsten Klasse unterwegs.

In diesem Jahr gab es nun im Rahmen

der Möglichkeiten durch die Corona-

Pandemie endlich auch wieder einige

Veranstaltungen, von denen die

Cluser Ponys siegreich heimkehrten.

Erster großer Termin war die

Stuteneintragung in Adelheidsdorf

bei Celle: Hier wird der 3-jährige

Stutennachwuchs den kritischen Augen

des Richtergremiums des Verbandes

der Pony- und Kleinpferdezüchter

Hannover zur Beurteilung und

Eintragung ins Zuchtbuch vorgestellt.

Die hier vergebenen Noten bestimmen

letztlich die züchterische Zukunft

einer Stute. 2 3-jährige Stuten aus

Cluser Zucht wurden präsentiert und

erhielten beide die höchstmögliche

Auszeichnung, die Anwartschaft auf

den Titel „Staatsprämienstute“. Für den

tatsächlichen Erhalt dieses Titels ist

zunächst noch eine Leistungsprüfung

vor der Kutsche erfolgreich zu

absolvieren sowie die Geburt eines

Fohlens Bedingung.

‚Bristell von Clus’

‚Jay-Fire von Clus’

Fotos: Marianne Schwöbel

42

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Zucht

bisher erst 15 Mal vergeben wurde,

davon an 8 Stuten aus Cluser Zucht.

Fotos: Marianne Schwöbel

Aber nicht nur die Stuten sind für

die erfolgreiche Ponyzucht wichtig,

auch die Hengste müssen von

herausragender Qualität sein. Nachdem

der inzwischen legendäre Hengst ‚Jo-

Co’s KC Coyne Connection’, den

Familie Grober im Jahr 2004 aus den

USA nach Deutschland holte und der

15 Jahre in Clus im Einsatz war, im

Jahr 2019 an ein befreundetes Pony-

Gestüt nach Russland verkauft wurde,

musste ein würdiger Nachfolger

gefunden werden. Dieser stammt

nun sogar aus der eigenen Zucht:

‚Jaybee von Clus’, inzwischen 4 Jahre

alt, hat in diesem Jahr seinen ersten

Fohlenjahrgang geliefert. Dennoch

musste auch er nun beweisen, dass er

neben seinen optischen Qualitäten auch

einen guten Charakter, Zuverlässigkeit

und Leistungsbereitschaft besitzt. Um

dieses zu prüfen absolvierte er die

Leistungsprüfung vor der Kutsche.

Eine große Herausforderung, die viel

Vorbereitung und Training im Vorfeld

erfordert.

In der Hengstleistungsprüfungsanstalt

in Adelheidsdorf bei Celle absolvierte

‚Jaybee’ mit seiner Trainerin die

verschiedenen Teilprüfungen und

Der Rahmen war perfekt: Zwischen dem

Finale der Hannoveraner Springpferde-

Masters und dem Hengstmarkt der

Springhengste wurde St.Pr.St. ‚Coletha’

Hannoveraner Stute des Jahres 2021.

Sie ist nicht nur selbst im Parcours

erfolgreich gewesen, sondern hat

mit ‚Scenletha’, ‚Hunter’s Scendro’,

‚Scendro II’ und ‚Scenndrinne’ 4

internationale Springpferde gebracht.

Die vererbungsstarke Dunkelbraune

stammt aus der Zucht von Egon

Schröder, Hittbergen. 6-jährig kam sie

in den Stall von Ludwig Lemenu, der

seit vielen Jahren auf seiner Hunter

Studfarm in Belgien passioniert

Hannoveraner züchtet.

Bundessiegerstute 2021 ‚Britania von Clus‘ und

Reservesiegerstute ‚Best May von Clus‘

konnte insgesamt mit der Traumnote

8,91 die beste Prüfung aller

vorgestellten Hengste ablegen. Bereits

für seine Gelassenheit und Ruhe beim

Anspannen vor der Kutsche erhielt er

die Höchstnote 10,0 und legte damit

den Grundstein für sein Top-Ergebnis.

Mit der bestandenen Prüfung erfüllte er

alles für den Titel „Prämienhengst“, für

die Höhe der Gesamtnote darf er jetzt

zusätzlich den Titel „Leistungshengst“

führen.

Den Abschluss des Zuchtjahres bildete

die diesjährige Hengstkörung in der

Niedersachsenhalle in Verden. Hier

stellte Familie Grober den selbst

gezogenen Junghengst ‚Jupiter von

Clus’ zur Körung des hannoverschen

Ponyverbandes erfolgreich vor.

Die Zuchtkommission bescheinigte

‚Jupiter’ eine hohe Qualität, er wurde

Siegerhengst der Classic-Ponys und

Prämienhengstanwärter.

Aufgrund seiner engen Verwandtschaft

mit den Cluser Zuchtstuten wird

‚Jupiter’ in Zukunft in einem Gestüt in

Mecklenburg Vorpommern zur Zucht

eingesetzt.

Stefanie Grober

Hannoveraner Stute des Jahres 2021:

Prototyp einer Springstute - St.Pr.St. ‚Coletha’

Foto: Stefanie Grober

Foto: Hannoveraner Verband

St.Pr.St. ‚Coletha’ verkörpert den

Prototyp einer Springstute: Aus

wertvollem Mutterstamm war sie selbst

St.Pr.St. ‚Coletha’ mit Simon Riquiere von Hunters Studfarm, Melanie

Kosse und Egon Schröder

43

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Zucht

im Sport erfolgreich und gibt ihre

herausragenden Talente an ihre Söhne

und Töchter weiter. Weder Mühen noch

Kosten hatte Ludwig Lemenu gescheut,

um sie bei der feierlichen Ehrung in der

Niedersachsenhalle präsentieren zu

können. Sie reiste aus Italien an, wo sie

sich zur Zeit zur Embryonengewinnung

mittels ICSI befindet. Sichtlich gerührt

nahm ihr Züchter, der vor wenigen

Tagen seinen 83. Geburtstag feierte, die

Urkunde und den gutdotierten Scheck

der R+V/VTV Versicherung entgegen.

Am 17. März 2002 auf die Welt

gekommen, startete St.Pr.St. ‚Coletha’

aus dem Stamm der ‚Aigrette’ ihre

Karriere mit dem Klassensieg bei

der Stutenschau in Hohnstorf. In

den folgenden Jahren zeigte die

‚Contendro’/,Singular Joter’-Tochter

ihre herausragende Veranlagung mit der

Traumnote 10 für das Freispringen bei

der Zuchtstutenprüfung, den Plätzen 4

und 2 bei den Freispringwettbewerben

des Programms Hannoveraner

Springpferdezucht sowie 6 Siegen in

Springpferdeprüfungen. Das Talent

ist ihr in die Wiege gelegt worden,

schon Mutter St.Pr.St. ‚Sintha’ war in

schweren Springen erfolgreich.

Abschied von ‚Wylasko‘

Im Schwarzwald, bei Hermann

Klingele in Stegen wurde der

Schwarzwälder Kaltbluthengst

‚Wylasko’ von ‚Wido’/,Riegel’

1994 geboren. Bei Familie Paul in

Tostedt wuchs der vielversprechende

Junghengst auf. 1997 wurde

‚Wylasko’ in Bad Fallingbostel

gekört und absolvierte dort auch seine

Leistungsprüfung im Ziehen und

Fahren. Besonders gefiel sein weit

überdurchschnittlicher Schritt und

die Endnote mit 8,4 kann sich sehen

lassen.

Züchterisch hinterlässt ‚Wylasko’, der

bis 2010 im Zuchteinsatz stand, 54

Fohlen. Aktuell gewann seine Tochter,

Wolfgang Roxins Staatsprämienstute

‚Dorothee’ die Abteilung des

Schwarzwälder Kaltbluts bei der

Landesstutenschau 2021 in Celle.

Mit Verena Paul startete der

bewegungsstarke Hengst erfolgreich

in Dressurprüfungen. Oftmals war

44

Der ‚Stakkato’/,Dinar’-Sohn ‚Scendix’

(Z.: Gudrun Wenzel, Bad Gandersheim)

erwies sich als idealer Partner für St.Pr.

St. ‚Coletha’. Er stand den Züchtern

2006 zum ersten Mal zur Verfügung,

und über ihn kamen Egon Schröder und

Ludwig Lemenu in Kontakt: Der Braune

gehörte zur Hengstriege der Hunter

Studfarm. Er machte sich später einen

Namen als Sieger des prestigeträchtigen

„Sires of the World“-Springen in

Zangersheide und erzielte etliche 1,50

Meter-Placierungen. Gleich St.Pr.

St. ‚Colethas’ erstes Fohlen war ein

Volltreffer. ‚Hunter’s Scendro’ wurde

in Verden und Belgien gekört, nahm

2 Mal an den Weltmeisterschaften der

jungen Springpferde in Lanaken teil und

war danach international erfolgreich.

Mittlerweile ist der Privatbeschäler

Vater mehrerer S-erfolgreicher

Springpferde. 2010 wurde seine rechte

Schwester ‚Scenletha’ geboren. Sie

wurde 2013 als Reserve-Siegerstute

der Herwart von der Decken-Schau

gefeiert und war im folgenden Jahr 2.

des Freispringwettbewerbs in Verden.

Die Rappstute nahm ebenfalls 2 Mal

an den Weltmeisterschaften der jungen

Springpferde teil und feiert mittlerweile

Siege und Placierungen bis 1,60 Meter.

er in Schauprogrammen im Einsatz.

So auch 2007 als Verena, damals

die erste Jungzüchterbeauftragte der

Kaltblüter, mit ihm das umfangreiche

Kooperationsprogramm Pony/

Kaltblut unterstützte. Und überall,

wo er auftrat, nahm die Präsenz,

der Traumtyp gefangen und war

eine Werbung für die Rasse des

Schwarzwälder Kaltbluts.

Verena Paul absolvierte eine

Lehre im Haupt- und Landgestüt

Marbach und was lag näher, als

ihren ‚Wylasko’ mitzunehmen?

Bis vor 2 Jahren war der Hengst noch

als Lehrmeister im Reitunterricht tätig

und besonders die kleineren Kinder

liebten ihn heiß und innig. Immer

vorsichtig und immer Vertrauen

einflößend, so beschreibt Verena ihren

‚Wylasko’.

Nun mit fast 28 Jahren musste

Wylasko aus Altersgründen auf die

Ihr größter Erfolg liegt erst knapp 5

Monate zurück: Mit Jack Whitaker

gewann ‚Scenletha’ in Vilamoura die

Europameisterschaft der Jungen Reiter

und holte sich die Bronzemedaille mit

dem britischen Team. Dritter im Bunde

der sprunggewaltigen Vollgeschwister

ist der 9-jährige ‚Scendro II’, der bei

Ludwig Lemenu in Belgien geboren

wurde und mittlerweile auf 1,45 Meter-

Niveau angekommen ist.

Die 2011 geborene ‚Scennixe’ gehört

noch heute zur Stutenherde von Egon

Schröder. Sie trat wie ‚Scenletha’

bei der Herwart von der Decken-

Schau an und schaffte 2 Mal beim

Freispringwettbewerb den Sprung auf

das Podest. Die 10 für das Vermögen

bei der Stutenprüfung gab sie an

ihre Tochter Hann.Pr.A. ‚Hickxie’ v.

‚Hickstead White’ weiter. Sie führt die

Erfolgsserie ihrer Mutter und deren

Schwester weiter und gehörte vor 2

Jahren bei der Verbandsstutenschau

in Verden zu den Besten. In der

Zucht wird mittlerweile ‚Colethas’

zweitjüngste Tochter ‚Scenndrinne’,

eingesetzt, die es 2018 bis ins Finale

der Weltmeisterschaften der 5-jährigen

Springpferde geschafft hatte.

immergrünen Weiden verabschiedet

werden.

Text und Foto: Marianne Schwöbel

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Die Bücherecke

Buch- und Kalendervorstellungen

Olympische Reiterspiele 2021 in

Tokio als Bildband - Erinnerungen

an das Topevent des Jahres

Auch in diesem Jahr setzten der

Topfotograf Stefan Lafrentz und die

Pferdesportjournalistin Dr. Tanja Becker

ihre Tradition fort, die Erinnerungen

an die grandiosen Reitsportevents

in Bild und Text festzuhalten. Nach

Olympische Reiterspiele 2016 in Rio

de Janeiro ist nun auch das Buch über

die Olympischen Spiele 2021 in Tokio

erhältlich.

Es war das 14. Gold für Dressur-

Deutschland durch Jessica von

Bredow-Werndl, Isabell Werth

und Dorothee Schneider, dazu gab

es Doppelgold für die Olympia-

Debütantin Jessica von Bredow-Werndl

und in der Vielseitigkeit sicherte

sich Julia Krajewski den Titel der

Olympiasiegerin. Alle Wettkämpfe im

Baji Kōen Equestrian Center von Tokio

sind in über 600 Fotos, informativen

Kurztexten und mit vollständigen

Ergebnislisten festgehalten. Dazu gibt

es alle Pferde aus deutscher Zucht im

Bildporträt.

Das Buch Olympische Reiterspiele

2021 in Tokio kostet 34,80 Euro und

ist bestellbar über www.equi-la.de und

info@equi-la.de sowie im Buchhandel.

Persönliche Mitglieder (PM) der

Deutschen Reiterlichen Vereinigung

(FN) erhalten erhalten 2,00 Euro Rabatt

auf die Versandkosten.

Neue Auflage:

„Der Reiter formt das Pferd“

Tätigkeit und Entwicklung der

Muskeln des Reitpferdes

Über 80 Jahre alt und gilt noch

immer: Was Dr. Udo Bürger, leitender

Veterinäroffizier an der berühmten

Kavallerieschule in Hannover und

Dr. h.c. Otto Zietzschmann, Professor

der Anatomie für Pferde an der

Tierärztlichen Hochschule in Hannover,

im Jahre 1939 in ihrem Buch „Der

Reiter formt das Pferd“ beschrieben

haben, hat auch als Reprint in der

inzwischen 6. Auflage an Aktualität

nichts verloren.

In dem zu den Klassikern der

Pferdefachbücher zählenden Werk

beschreiben die Autoren Udo Bürger

und Otto Zietzschmann die anatomischfunktionalen

Voraussetzungen für

eine erfolgreiche Ausbildung eines

Pferdes und damit letztlich auch für

dessen langes und gesundes Leben

als Reitpferd. Das Buch weckt das

Verständnis für die Zusammenhänge

zwischen Muskeltätigkeit und Skelett

und das unabhängig von der gewählten

Disziplin. Das Buch macht deutlich,

dass die korrekte Ausbildung nach der

Ausbildungsskala keine Erfindung der

Reitlehre ist, sondern in der Natur der

Sache liegt.

Das Buch „Der Reiter formt das Pferd“

kostet 18,00 Euro und ist erhältlich

45

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Buch- und Kalendervorstellungen

im Online-Shop des FNverlags unter

www.fnverlag.de, im Buchhandel, in

Reitsportfachgeschäften oder auch

direkt beim FNverlag in Warendorf,

Telefon 02581/6362-154 oder -254,

E-Mail vertrieb@fn-verlag.de.

Neue Auflage:

„Doppellonge – eine klassische

Ausbildungsmethode“

Klassiker von Wilfried Gehrmann in

der neunten Auflage erschienen

Die Arbeit mit der Doppellonge ist eine

Ausbildungsmethode, die in letzter Zeit

wieder mehr an Bedeutung gewonnen

hat. Sie ist hervorragend dazu geeignet,

sich die Arbeit unter dem Reiter oder im

Gespann zu erleichtern und hierdurch

zu einem harmonischen Miteinander

sowie besseren Leistungen zu gelangen.

In der 9. Auflage ist jetzt der Klassiker

„Doppellonge“ von Wilfried Gehrmann

im FNverlag erschienen und beweist

die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten

der Doppellonge im System der

klassischen Ausbildung.

Das Buch liefert dem Praktiker

wertvolle Tipps, Anregungen und

Hilfestellungen für die Ausbildung der

Pferde in allen Sparten des Pferdesports.

Ausgehend von den Grundtechniken in

der Handhabung der Doppellonge und

die hierfür erforderlichen theoretischen

Kenntnisse, wird die Ausbildung des

Pferdes in einzelnen Lernschritten

vom ersten Anlongieren bis hin zum

Springen an der Doppellonge und

der Vorbereitung zur weiteren Arbeit

an der Hand gezeigt. Im Anschluss

daran wird auf die Ausbildung des

Fahrpferdes eingegangen. Sinn, Zweck

und Durchführung der Bodenrickarbeit

und des Springens an der Doppellonge,

sowie das systematische Vorgehen bei

der Entwicklung von Piaffe und Passage

sind die Inhalte der nachfolgenden

Kapitel.

Autor Wilfried Gehrmann war von 1979

bis 2004 Leiter der Landes-Reit- und

Fahrschule Rheinland. Er ist Träger des

Deutschen Reiterabzeichens in Gold.

Er war langjähriges Vorstandsmitglied

der Bundesvereinigung der Berufsreiter

im DRFV e.V., ist anerkannter Richter

im Reiten bis Grand Prix und Fahren,

Mitglied in vielen Prüfungsausschüssen,

Träger der Stensbeck-Auszeichnung

in Gold und kann als der Experte für

die Arbeit mit der Doppellonge und

am langen Zügel bezeichnet werden.

Das Buch Doppellonge entstand unter

enger Mitarbeit seiner Frau Hildegard.

Das Buch „Doppellonge - eine

klassische Ausbildungsmethode“

kostet 19,90 Euro und ist erhältlich

im Online-Shop des FNverlags unter

www.fnverlag.de, im Buchhandel, in

Reitsportfachgeschäften oder auch

direkt beim FNverlag in Warendorf,

Telefon 02581/6362-154 oder -254,

E-Mail vertrieb@fn-verlag.de.

Neu im FNverlag:

Glücklich mit meinem Pferd

Die 7 Schlüssel zum emotionalen

Erfolg

Emotionen wie Angst, Ärger, Wut,

Aggressionen oder Neid können einem

die Freude am Pferd verderben. Wie man

Herz und Verstand zusammenarbeiten

lässt und sich die Kraft der positiven

Emotionen nutzbar macht, um solche

negativen Emotionen steuern zu

können, zeigt das Buch „Glücklich mit

meinem Pferd – Die 7 Schlüssel zum

emotionalen Erfolg“ von Michaela

Kronenberger, das jetzt im FNverlag

erschienen ist.

Emotionale Intelligenz und emotionale

Stärke erleichtern den Umgang

mit anderen Menschen, stärken die

Verbundenheit zum Pferd und tragen

dazu bei, wieder Freude, Glück und

Zufriedenheit auf dem Rücken der

Pferde zu finden. Anhand verschiedener

Fallbeispiele und Übungen zur

Selbstregulation der eigenen Emotionen

führt das Buch die 7 Schlüssel auf dem

Weg zum Erfolg auf.

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DER KLEINE GEORG?

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0531/ 69 08 64 oder

redaktion@der-kleine-georg.de

Thomas Scholz

Pferdewirtschaftsmeister FN

Beritt - Turniervorstellung -

Dressurlehrgänge -

Unterrichtserteilung

bis zur schweren Klasse

Burgdorfer Straße 15

30938 Burgwedel

Tel.: 01577 - 1 44 28 06

info@tsdressur.de, www.tsdressur.de

46

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Buch- und Kalendervorstellungen

Schlüssel 1: Das Unterbewusstsein

Schlüssel 2: Die Gedanken

Schlüssel 3: Der Körper

Schlüssel 4: Die Emotionen

Schlüssel 5: Die Kommunikation

Schlüssel 6: Das Verhalten

Schlüssel 7: Das Herz

Autorin Michaela Kronenberger ist

Expertin im Umgang mit Emotionen.

Sie ist Pferdewirtschaftsmeisterin

Reiten, Richterin, Grand-Prix-

Reiterin und Ausbilderin, studierte

Medienwissenschaftlerin und

Kommunikationspsychologin

M.A., psychologische Beraterin,

Mentaltrainerin und EmotionsCoach.

Ihr Buch „Glücklich mit meinem Pferd

- Die 7 Schlüssel zum emotionalen

Erfolg“ kostet 25,00 Euro und ist

erhältlich im Online-Shop des FNverlags

unter www.fnverlag.de, im Buchhandel,

in Reitsportfachgeschäften oder auch

direkt beim FNverlag in Warendorf,

Telefon 02581/6362-154 oder -254,

E-Mail vertrieb@fn-verlag.de.

Neu im FNverlag:

Dressur meets Working Equitation

Ursprung, Training und

Turniervorbereitung

Working Equitation ist eine noch recht

junge und rasante Reitsportdisziplin,

die auf unterschiedliche

Arbeitsreitweisen und die Arbeit

mit Rindern zurückzuführen ist und

weltweit immer mehr Anhänger findet.

Einen Überblick über die Disziplin,

von deren Ursprung über Training bis

hin zur Turniervorbereitung, bietet das

neue Buch „Dressur meets Working

Equitation“ aus dem FNverlag.

der Working Equitation mit ihren

4 Teildisziplinen Dressur, Stiltrail,

Speedtrail und der Rinderarbeit als

Highlight macht das neue Buch Laune,

einen Blick über den Tellerrand zu

wagen, sei es zu Trainingszwecken oder

als Turniersportdisziplin. Eingefügte

QR-Codes führen zu Filmen, die jedes

einzelne Hindernis beschreiben und

zum Ausprobieren und Trainieren

einladen.

Autorinnen des Buches sind Nicola

Danner und Birte Ostwald. Nicola

Danner, gelernte Fotografin und

Vorstandsmitglied der PM der

FN, befasst sich seit mehr als

40 Jahren insbesondere mit der

Ausbildung iberischer Pferde, ist

Gründungsmitglied, Vizepräsidentin

und nationale Richterin des Vereins

Working Equitation Deutschland

(WED) sowie internationale Richterin

der World Association for Working

Equitation (WAWE). Die Diplom-

Betriebswirtin und Pferdefotografin

entdeckte ihre Liebe für das iberische

Pferd und die Working Equitation

auf Fotoreisen und bildete mit

Unterstützung von Uta Gräf und

deren Ehemann Stefan Schneider den

Lusitanowallach ‚Diluvio’ bis zur

schweren Klasse (Masterclass) der

Working Equitation aus und reitet

ihn erfolgreich auf internationalen

Championaten. Auch sie ist nationale

WE-Richterin und gibt Lehrgänge und

Unterricht.

Das Buch „Dressur meets Working

Equitation“ kostet 35,00 Euro und ist

erhältlich im Online-Shop des FNverlags

unter www.fnverlag.de, im Buchhandel,

in Reitsportfachgeschäften oder auch

direkt beim FNverlag in Warendorf,

Telefon 02581/6362-154 oder -254,

E-Mail vertrieb@fn-verlag.de.

Mit schönen Fotos aus der Welt

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2021 musste die EQUITANA

coronabedingt ausfallen, doch in

diesem Jahr die international größte

Messe der Branche die Reitsportwelt

wieder zusammen. Dann feiert die

EQUITANA ihren 50. Geburtstag und

lädt zur großen Jubiläumsveranstaltung

nach Essen ein. Dabei wird die Messe

wieder einem großen Publikum

zahlreiche Rassen und Reitweisen

näherbringen, Wissen weiter gegeben

und für unvergessliche Erlebnisse

sorgen. „Diese Tradition möchten

wir fortsetzen“, betont EQUITANA-

Direktorin Christina Uetz und fügt

hinzu; „Der neue Termin bietet uns die

historische Gelegenheit, das Jubiläum

auch wirklich nach 50 Jahren zu

feiern.“ Damit löst sie ihr Versprechen

ein, nach der Absage der Veranstaltung

im März 2021, Besuchern und

Ausstellern kurzfristig eine Alternative

anzubieten. „Wir sind sehr glücklich,

in enger Abstimmung mit der Messe

Essen einen Zeitraum gefunden zu

haben, der weitgehend dem gewohnten

Rahmen der EQUITANA entspricht.“

Denn die Weltmesse des Pferdesports

findet 2022 Jahr an 7 statt 9 Tagen und

erstmals in den Osterferien statt. „Wir

hoffen, dass dadurch mehr Besucher

die Möglichkeit haben, auch an den

Wochentagen nach Essen zu kommen“,

so Uetz.

Vorschau

Die EQUITANA feiert Geburtstag

Große Jubiläumsveranstaltung im April

Und auch vom 07. - 13.04.2022

werden Aussteller aus aller Welt in

den 8 modernisierten Messehallen ihre

Produkte und Neuheiten zeigen. Dabei

werden die kreativsten Entwicklungen

der Branche mit dem Innovationspreis

ausgezeichnet der erneut in zahlreichen

Kategorien Produkte in den Fokus rückt,

die den Stallalltag schöner, sicherer und

leichter machen. Außerdem vermitteln

erfahrene Trainer in Lehrstunden und

Ausbildungsabenden Wege zum Erfolg

und die Hop Top-Show bildet am Abend

erneut den Höhepunkt des Messetages.

Taktvolle Schwärmerei

Dabei setzt die Hop Top Show mit

faszinierenden Bildern, spektakulären

Stunts und unvergesslichen

Augenblicken die besondere

Beziehung zwischen Mensch und Pferd

auch im Jubiläumsjahr einzigartig in

Szene und krönt zum 50. Geburtstag

die außergewöhnlichsten Auftritte der

vergangenen Jahrzehnte.

Rhapsody ist eine taktvolle Schwärmerei

mit melodischem Unterton bei der

internationale Stars das Publikum mit

einzigartigen Choreographien und

magischen Momenten verzaubern

und lässt die Zuschauer eintauchen in

die Welt der Fantasie, die scheinbar

Unmögliches möglich macht.

Von Profis lernen:

Ausbildungsabende mit

Ingrid Klimke und Bernd Hackl

Des weiteren warten natürlich auch

wieder die Ausbildungsabende auf

die Besucher. Dieses Mal werden

Vielseitigkeits-Olympiasiegerin Ingrid

Klimke und Pferdeprofi Bernd Hackl ihr

Wissen in Spielfilmlänge weitergeben.

Ingrid Klimke hat im

Vielseitigkeitssattel Maßstäbe gesetzt

und ist mit ‚Franziskus’ auch im

Viereck international in die erste Liga

piaffiert. Am Montag, 11.04. 2022 um

20:00 Uhr gibt die Reitmeisterin bei

einem exklusiven Ausbildungsabend

Einblicke in ihre pferdegerechte

Ausbildungsphilosophie nach

klassischen Grundsätzen. Gemeinsam

mit ihrem Team zeigt sie das vielseitige

Training und die Entwicklung vom

jungen Pferd bis zum ausgereiften

Grand-Prix-Sportler.

Vertrauens-Training

mit Bernd Hackl

Er ist der Mann für schwierige Fälle.

Pferdeprofi Bernd Hackl greift

dann ein, wenn es in der Beziehung

zwischen Reiter und Pferd gründlich

kriselt. Im Team mit seinem Ponyhorse

‚Fips’ sorgt er dafür, dass sich beide

Die Halle 2 bietet eine große Vielfalt nützlicher Ausrüstung

48

Die zahlreichen Ringe in den verschiedenen Hallen bieten

zahlreichen Vorführungen von Rassen und Reitweisen eine

Bühne

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Vorschau

Ingrid Klimke mit ‚Equitana's Firlefanz‘

besser verstehen und eine Beziehung

zueinander aufbauen. Sein wichtigster

Grundsatz dabei „Vertrauen ist keine

Einbahnstraße“. Wie er es schafft,

dass der eine sich auf den anderen

verlassen kann und beide künftig

gemeinsam in die gleiche Richtung

gehen, demonstriert der erfahrene

Trainer und Horsemanship-Experte bei

einem exklusiven Ausbildungsabend

am Donnerstag, 07.04. 2022 um 20:00

Uhr im großen Ring der Equitana.

Mit verschiedenen Pferden und

unterstützt von seinem Team zeigt er,

wie sich Probleme mit Ruhe und Geduld

lösen lassen. Er erläutert, warum er

sich als Basisausbildung jedes Pferdes

wünscht, dass es sich am Halfter und

Strick in allen Grundgangarten, reiten,

anhalten, rückwärts richten und wenden

lässt. Er gibt Tipps zum stressfreien

Verladen und macht sichtbar, was für

ihn Partnerschaft zwischen Mensch

und Tier bedeutet.

Bernd Hackl

Karten für die Ausbildungsabende

am Donnerstag, 7. April und Montag,

11. April, jeweils um 20:00 Uhr sind

ab 33 Euro im Equitana-Ticketshop

erhältlich.

Weitere Infos und Tickets gibt es unter

https://www.equitana.com

K.B.

Fotos: EQUITANA/

Behrendt und Rausch

AUS LIEBE ZUM PFERD

JETZT ONLINE

TICKETS SICHERN!

49

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Vorschau

Weltcup-Finale 2022 in Leipzig

PARTNER PFERD erneut mit Vierfach-Finale

im Weltcup

Helen Langehanenberg und ‚Annabelle’

sicherten sich den Sieg in der

Qualifikationsprüfung von Madrid

Janika Derks und ‚Dark Beluga‘

Mareike Harm ist die einzige und erste

Frau überhaupt, die jemals am Weltcup

der Vierspänner teilgenommen hat

aber vor allem auch, dass wir das

Vertrauen der FEI genießen, erneut ein

Vierfach-Finale auf die Beine stellen zu

können“, erklärte Turnierchef Volker

Wulff von der veranstaltenden Agentur

EN GARDE Marketing GmbH.

Doch nicht nur die besten Dressurund

Springreiter, Gespannfahrer und

Voltigierer der Welt werden beim

Höhepunkt der Hallensaison an den

Start gehen. Auch die Reiter der

ostdeutschen Landesverbände haben

die Chance, ihre Finals im PARTNER

PFERD Junior Cup und im PARTNER

David Will und ‚C Vier’ auf dem Sprung

zu Platz 2 in der Qualifikationsprüfung

von Madrid

PFERD CUP auf der Leipziger Messe

auszureiten.

Weitere Infos gibt es unter https://www.

partner-pferd.de/

K.B.

Fotos: FEI/Stefano Grasso,

FEI/Richard Juilliart, Katarina Blasig

Traditionell lockt die PARTNER

PFERD zu Beginn des Jahres die Elite

der Springreiter, Gespannfahrer und

Voltigierer auf das Messegelände nach

Leipzig. Denn wenn das 5*-Turnier

ruft, in dessen Rahmen gleich 3-fach

Weltcup-Punkte vergeben werden,

kommen die besten Pferdesportler der

Welt in die Sachsenmetropole. Doch

dieses Jahr wird das Kultturnier etwas

ganz Besonderes. Denn vom 06. -

10.04.2022 wird in der Leipziger Messe

zum 2. Mal nach 2011 das Weltcupfinale

in den Disziplinen Dressur, Fahren,

Springen und Voltigieren ausgetragen.

Übrigens: Dieses Mega-Finale in

Leipzig war einmalig in der Geschichte

des Weltcups. Dabei könnte der Termin

im Jahr 2022 nicht besser passen.

Schließlich feiert die PARTNER

PFERD dann ihre 25. Auflage. „Ich

freue mich sehr über den Finalzuschlag,

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Jegliches Zubehör und Reitbekleidung

in großer Auswahl

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Datum Kategorie Turnierort

26. - 27.02.2022 S bis M** Luhmühlen

05. - 06.03.2022 D +S bis Kl. L Hi-Marienburg

05. - 06.03.2022 D bis Kl. M Springe

05. - 06.03.2022 D bis Kl. M* Hansen

04. - 05.03.2022 S bis Kl. L Verden

19. - 20.03.2022 S bis Kl. M** Vorsfelde

19. - 20.03.2022 Volti WBO Hohenhameln

19. - 20.03.2022 D+S bis Kl. M* Hi-Steuerwald

23.03.2022 D bis Kl. S, LE Verden

26. - 27.03.2022 D bis Kl. M** Vorsfelde

26. - 27.03.2022 Volti bis Kl. L Hohenhameln

26. - 27.03.2022 CCI3* - S Westergellersen

30.03.2022 Gelpf. A Westergellersen

m. BuCha Quali

31.03.2022 Viels. bis Kl. A Westergellersen

25. - 27.03.2022 D bis Kl.S** Hof Bettenrode

26. - 27.03.2022 D bis Kl. M Springe

01. - 03.04.2022 S bis Kl. S Klein Varlingen

01. - 02.04.2022 S bis Kl. M Päse

02. - 03.04.2022 D+S bis Kl. L Lüneburg

01. - 03.04.2022 D bis Kl.S** Hof Bettenrode

02. - 03.04.2022 Viels. bis Kl. L, Warmeloh

D+S

02. - 03.04.2022 S bis Kl. M Springe

01. - 03.04.2022 S bis Kl. S Westergellersen

08. - 10.04. 2022 D bis Kl. S Bodenfelde

08. - 10.04. 2022 S bis Kl. S Klein Varlingen

09 - .10.04.2022 S bis Kl. S* Harsum

09.04.2022 Viels. Kl. L Hannover

04. - 06.04.2022 S bis Kl. S Verden

04. - 10.04.2022 S bis Kl. S Westergellersen

14. - 18.04.2022 S bis Kl.S Klein Varlingen

16.04.2022 Viels. bis Kl. L, Mechtersen

Gelpf. A - L, Eignung

11. - 12.04.2022 S bis Kl. S Westergellersen

Nationale und Internationale Turniere:

14. - 17.04.2022 Int. Springturnier Westergellersen

Sonstiges:

- Renntermine Neue Bult

Ostermontag, 18.04.2022

Sonntag, 01.05.2022

- Renntermine Magdeburger Rennverein

Samstag, 16.04.2022

Stutenpreis

Termine

Dienstag, 22.02.2022 Ausbilder-Online-Seminar: Was zeichnet guten Reitunterricht aus?

20:00 Uhr - 21:30 Uhr Unterrichtserteilung im Pferdesport

Veranstaltungsort: Online

Referent(en): Rolf Petruschke

Veranstalter: FN-Seminarteam

seminare@fn - dokr.de, Tel.: 02581 - 6362 - 247

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Lerneinheiten 2 Lerneinheiten (Profil 4)

Kosten: PM: 10,00 €

Nicht-PM: 20,00 €

Termine

Infos zur Veranstaltung:

Guter Reitunterricht wird von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst: da spielt zunächst die fachliche Kompetenz der

Ausbilderinnen und Ausbilder eine wichtige Rolle. Die Grundlage dafür liefern uns die Richtlinien für Reiten und Fahren.

Aber ebenso wichtig sind die sozial - kommunikativen Fähigkeiten. Denn die Chemie zwischen Ausbilder, Reiter und

Pferd muss stimmen, damit das Unterrichten gelingt und für alle Beteiligten zu einem positiven Ergebnis kommen. Rolf

Petruschke steht wie kaum ein anderer Ausbilder für klassische, pferdegerechte Ausbildung mit Herz und Humor. In diesem

Online - Seminar für Ausbilderinnen und Ausbilder zeigt er anhand vieler praktischer Beispiele, wie Basisausbildung

abwechslungsreich und zielorientiert gelingt. Fordern ohne zu überfordern ist dabei das Credo. Mit Videos und Bildern

wird veranschaulicht, wie Lektionen und Übungen aus Dressur und Springen sinnvoll und systematisch in den Unterricht

integriert werden können. Er gibt methodische Hinweise zur Umsetzung der Richtlinien in die Praxis und zur individuellen

Vermittlung als Voraussetzung für erfolgreiches Lehren und Lernen.

Donnerstag, 10.03.2022 PM-Online-Seminar: Homöopathie am Pferd: Wie kann ich den Bewegungsapparat unterstützen?

20:00 Uhr - 21:30 Uhr

Veranstaltungsort: Virtueller Seminarraum

Referent(en): Susanne Kleemann

Veranstalter: FN-Seminarteam

seminare@fn - dokr.de, Tel.: 02581 - 6362 - 247

Kosten: PM: 10,00 €

Nicht-PM: 20,00 €

Infos zur Veranstaltung:

Training ist die beste Prophylaxe. Solange Muskulatur so

trainiert ist, dass sie die abgefragte Leistung erbringen kann, wird Verletzungen bestmöglich vorgebeugt. Dennoch lässt sich

nicht ganz verhindern, dass bei Pferden im Laufe ihres Lebens einmal kleine oder größere Blessuren an Sehnen, Bändern

oder Gelenken auftreten. In so einem Fall bietet die Homöopathie vielfältige Möglichkeiten die Therapie zu unterstützen.

Hierfür nutzt sie den Ansatz der ähnlichsten Arznei, durch die der Körper angeregt werden soll, einen Heilungsprozess in

Gang zu setzen. Bekanntes Beispiel ist Arnica, unter deren Einfluss Kapillargefäße erweitert und somit Blutstau oder Ödeme

schneller abgebaut werden. Dies fördert die Durchblutung und beschleunigt so die Geweberegeneration. Doch Störungen

im Bewegungsapparat haben vielfältige Ursachen – von den beschriebenen Verletzungen über muskuläre Probleme und

Entzündungen bis hin zu altersbedingten Einschränkungen wie Arthrosen. Wie Homöopathie in solchen Fällen helfen kann,

thematisiert die Referentin im Seminar.

Mittwoch, 16.03.2022 Ausbilder-Online-Seminar: Neuerungen zur APO 2020

20:00 Uhr - 21:30 Uhr

Veranstaltungsort: Virtueller Seminarraum

Referent(en): Kathrin Krage

Veranstalter: FN-Seminarteam

seminare@fn - dokr.de, Tel.: 02581 - 6362 - 247

Lerneinheiten: 2 Lerneinheiten (Profil 4)

Kosten: PM: 10,00 €

Nicht-PM: 20,00 €

Infos zur Veranstaltung:

Seit Anfang 2020 gilt die neue Ausbildungsprüfungsordnung (APO).

Und wie immer gehen auch mit dieser Neuauflage einige grundlegende Änderungen einher. So wurden mit der APO

2020 die beiden Führerscheine Reiten und Umgang eingeführt. Diese bescheinigen dem Pferdefreund die erforderliche

Kompetenz beim Pflegen, Versorgen, Reiten und Führen von Pferden in Alltagssituationen. Sie ersetzen den Basispass und

den Reitpass und stellen eine moderne Weiterentwicklung dieser beiden Abzeichen dar. Ausbilder, die in ihrem Verein oder

Betrieb Abzeichen anbieten möchten, brauchen für die Durchführung von Lehrgängen eine entsprechende Fortbildung im

Umfang von 2 LE. Diese Fortbildung soll sicherstellen, dass die Inhalte und Schwerpunkte der Abzeichen entsprechend

vermittelt und die Prüflinge optimal auf die Anforderungen der Prüfung vorbereitet werden. Die Abteilung Ausbildung der

Deutschen Reiterlichen Vereinigung bietet über dieses Online - Seminar allen Ausbildern, die diese Fortbildung bislang

nicht besucht haben, eine unkomplizierte und kontaktarme Möglichkeit, einen von den Verbänden anerkannten Nachweis

der Lerneinheiten zu erhalten.

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Dienstag, 29.03.2022 Ausbilder-Online-Seminar: Erfolgreich mit Schulpferden - Ausbildung und Management

20:00 Uhr - 21:30 Uhr

Veranstaltungsort: Online

Referent(en): Martin Otto, Katrin Eschenhorst

Veranstalter: FN-Seminarteam

seminare@fn - dokr.de, Tel.: 02581 - 6362 - 247

Lerneinheiten: 2 Lerneinheiten (Profil 4)

Kosten: PM: 10,00 €

Nicht-PM: 20,00 €

Infos zur Veranstaltung:

Wer reiten lernen möchte, der findet sich in den allermeisten Fällen früher oder später auf dem Rücken eines Schulpferdes

wieder. Schulpferde sind entscheidend, damit neue Menschen zum und vor allem auf das Pferd finden. Fast jede reiterliche

Karriere begann einst auf dem Rücken eines vierbeinigen Lehrmeisters und im Rahmen der Unterrichtsangebote eines Vereins

oder Betriebs. Damit bilden die Schulpferde das Fundament des organisierten Pferdesports, sie machen Nachwuchsarbeit,

Sportentwicklung und generell den Pferdesport in Deutschland möglich. Doch um mit Schulpferden erfolgreich arbeiten zu

können, braucht es mehr als Enthusiasmus und Freude am Ausbilden. Schnell kann es zu einem Spannungsfeld zwischen

Wirtschaftlichkeit und schonendem Einsatz der Pferde kommen. In diesem Ausbilder - Onlineseminar erörtern Katrin

Eschenhorst und Martin Otto gemeinsam, wie Schulpferde erfolgreich eingesetzt werden können. Die Fachschulleiterin

Katrin Eschenhorst erläutert, was ein gutes Schulpferd auszeichnet und was in der Haltung und Ausbildung zu beachten

ist. Aus ihrer Praxis gibt sie Tipps für die Gesunderhaltung und Motivation der vierbeinigen Mitarbeiter. Martin Otto,

Mitarbeiter der FN Abteilung VUBB (ausschreiben) beleuchtet die wirtschaftlichen Aspekte, die ebenso zu einem guten

Schulpferdemanagement dazugehören. Dabei bleibt wie immer auch genügend Zeit für Fragen.

Termine

Wir werden den Online-Seminaranbieter „Zoom“ nutzen.

Sobald Sie sich angemeldet haben, erhalten Sie das „Ticket“ per Mail. In diesem Ticket finden Sie einen Registrierungslink

für das Online - Seminar. Bitte registrieren Sie sich. Anschließend erhalten Sie eine weitere Mail mit dem Zugangslink. Die

Online - Seminarregistrierung kann bei dem Anbieter „Zoom“ jederzeit storniert werden, dies gilt allerdings nicht für die

Buchung über unser Anmeldesystem.

Wichtiger Hinweis: Eine Teilnahme am Online - Seminar ist nur über Laptop/Notebook oder stationären PC mit DSL -

Internetverbindung möglich.

Mittwoch, 23.03.2022 Ausbilder-Seminar: Die Losgelassenheit - Fundament der Ausbildung von Reiter und Pferd

17:00 Uhr - 20:30 Uhr

Veranstaltungsort: Ausbildungszentrum Luhmühlen

21376 Luhmühlen - Salzhausen

Referent(en): Martin Plewa

Veranstalter: FN-Seminarteam

seminare@fn - dokr.de, Tel.: 02581 - 6362 - 247

Lerneinheiten: 4 Lerneinheiten (Profil 3)

Kosten: PM: 20,00 €

Nicht-PM: 30,00 €

PM bis 18 J: 0,00 €

Kind bis 12 J:0,00 €

Anmeldeschluss: 22.03.2022

Infos zur Veranstaltung:

In der Ausbildung von Reiter und Pferd kommt der Losgelassenheit ein besonders hoher Stellenwert zu. Eine doppelte

Aufgabe, die den Ausbilder täglich fordert. Nur unter einem losgelassenen Reiter, der geschmeidig sitzt und einwirkt, wird das

Pferd zum Loslassen kommen. Wie kann der Ausbilder diese Aufgabenstellung für zwei Lebewesen mit so unterschiedlichen

Bewegungsabläufen gleichzeitig angehen? Und warum ist das Erreichen der Losgelassenheit so wichtig? Auf diese und

weitere Fragestellungen geht Reitmeister Martin Plewa im Ausbilder - Seminar anhand von unterschiedlichen Reitern

und Pferden ein. Er erläutert dabei sowohl die Bedeutung der Losgelassenheit als auch die sinnvolle und systematische

Gestaltung der Lösenden Arbeit für Reiter und Pferd.

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über:

- diverse Reitsportveranstaltungen, wie z.B. das Dressur- und Springturnier in

Vorsfelde oder die Saisoneröffnung der Vielseitigkeitsreiter in Hannover

- Fachthemen

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Anmerkung der Redaktion

Die mit dem Namen des Verfassers gekennzeichneten Artikel stellen nicht

in jedem Fall die Meinung des Herausgebers und der Redaktion dar.

Alle Rechte, auch die des auszugsweisen Nachdrucks, vorbehalten.

Jeder Nachdruck ist nur mit schriftlicher Genehmigung und unter

Quellenangabe gestattet.

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redaktionellen Bearbeitung.

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Druckfehler

„Wenn Sie einen Druckfehler finden,

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Unser Blatt bringt für jeden etwas,

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Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen

kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.

(Henry Ford)

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Die Fachzeitschrift für den Pferdefreund

in Harz, Heide und Umgebung

Herausgeber

GEORG VERLAG GmbH

Greifswaldstr. 55

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Verlagsort

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Redaktionsleitung

Katarina Blasig (K.B.)

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Verantwortlich für den Inhalt

Katarina Blasig

Telefon: 0531 / 69 08 64

Freie Mitarbeiter

Siegfried Glasow

Kerstin Isserstedt (K.I.)

Andreas u. Christine Pantel (ACP)

Marianne Schwöbel (M.S.)

Katharina Walkemeyer (K.W.)

Fachberichte

Ralf Döringshoff,

Anzeigen

Katarina Blasig

Telefon: 0531 / 69 08 64

Gestaltung

Die Redaktion

Mail: redaktion@der-kleine-georg.de

Fotos

Matthias Adamek

Katarina Blasig

Petra Beinecke

Anne Friesenborg

Walburga Schmidt

Marianne und Thorsten Schwöbel

Druck

Media-Print-Grunenberg

Mareike Grunenberg

Gr. Vahlberger Str. 2a

38170 Schöppenstedt

Telefon: 05332 / 96 89 14

E-Mail: shop@media-print-grunenberg.de

Erscheinungsweise

Jeweils am 15. Februar, April, Juni,

August, Oktober und Dezember

Bankverbindung

Volksbank Wolfenbüttel-Salzgitter eG,

BIC: GEN0DEF 1WF V,

IBAN. DE68 2709 2555 5012 2720 00

Redaktionsschluss

für die

nächste Ausgabe

08. März 2022

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