Peter Sandbichler: "Unpredictable"
Der Katalog erscheint anlässlich der Ausstellung "UNPREDICTABLE" von Peter Sandbichler im Kunstraum Dornbirn im Sommer 2021. Mit Texten von Thomas D. Trummer und David Schalko, Interview mit Peter Sandbichler von Thomas Häusle und Andrea Fink Grafik von proxi.me Paperback mit individuell besprühter Kartonbanderole, Deutsch / Englisch 96 Seiten, 51 Abb. in Farbe Fotos von Günter Richard Wett Verlag für moderne Kunst, Wien ISBN 978-3-903572-00-3
Der Katalog erscheint anlässlich der Ausstellung "UNPREDICTABLE" von Peter Sandbichler im Kunstraum Dornbirn im Sommer 2021.
Mit Texten von Thomas D. Trummer und David Schalko, Interview mit Peter Sandbichler von Thomas Häusle und Andrea Fink
Grafik von proxi.me
Paperback mit individuell besprühter Kartonbanderole, Deutsch / Englisch
96 Seiten, 51 Abb. in Farbe
Fotos von Günter Richard Wett
Verlag für moderne Kunst, Wien
ISBN 978-3-903572-00-3
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Kunstraum<br />
Dornbirn<br />
×<br />
Verlag<br />
für moderne<br />
Kunst
Kunstraum<br />
Dornbirn<br />
×<br />
Verlag<br />
für moderne<br />
Kunst<br />
<strong>Peter</strong> <strong>Sandbichler</strong><br />
Unpredictable
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Twist #03, 2021<br />
2600 × 270 × 270 cm<br />
Wellpappe · Corrugated cardboard
Thomas D. Trummer<br />
Im Grunde kennt der Barock zwei künstlerische<br />
Bauprinzipien. Das eine der beiden ist<br />
die Spirale. Die Pestsäule ist das beste Beispiel<br />
für diesen Typus. Sie nimmt die Gestalt<br />
einer Schraube an, die sich himmelwärts<br />
windet. Dabei führt diese Dynamik nicht auf<br />
gerader Spur in luftige Höhen wie Lift und<br />
Leiter, sondern in Kurven, die sich um die<br />
eigene Achse drehen. Trotz der manierierten<br />
Form steht die Aktualität dieser Prägung außer<br />
Zweifel. Die gewundenen Stelen sind sichtbare<br />
Zeichen der Pandemiebekämpfung. Pestsäulen<br />
übermitteln den Dank von jenen, die<br />
die Seuche überleben, und dienen als Propagandawerkzeug<br />
für andere, die diesen Dank<br />
gerne auf sich lenken, nämlich Staat und<br />
Kirche. Es ist kein Zufall, dass Pestsäulen in<br />
ihrer österreichischen Bauart eine heftige<br />
Torsion aufweisen. Die Drehung unterstreicht<br />
die Absicht der Gegenreformation zur Entmaterialisierung.<br />
Als himmlisches Prinzip ist die<br />
Pestsäule ein Teilchenbeschleuniger, der die<br />
eigene Masse eliminiert. Erst ohne erkenntliche<br />
Substanz wird sie zur Aufstiegshilfe für<br />
jene, die das ewige Leben verdienen, und zum<br />
Treppengeländer für andere, die sich zwischen<br />
den ontologischen Geschossen bewegen.<br />
Mit anderen Worten, gerade weil diese<br />
Treppe nicht betreten werden kann, wird die<br />
Pestsäule nicht nur zur Sprossenwand für<br />
gesalbte Irdische, sondern dient auch als<br />
Postweg für metaphysisch Bewanderte. Interessant<br />
ist, dass sich als Form die sogenannte<br />
Zopfsäule entwickelt. Eine Säule, die sich<br />
dreht und verwickelt. Dabei zeugt diese Art<br />
der Spirale nicht von der Idee einer stofflichen<br />
Wicklung, also eines vereinfachten Gewebes,<br />
sondern von der Zentrifugalkraft ihrer Materie,<br />
das heißt, der Auflösung von Bindung. Bedeutsam<br />
ist, dass sie gerade ist, nicht nur aus<br />
statischen Gründen. Hildegard von Bingen<br />
meint, Engel fliegen in Spiralen, der Teufel nur<br />
geradeaus. Darum die unentwegte Zirkulation.<br />
Basically, the Baroque knows two artistic<br />
principles of construction. One is the spiral.<br />
The plague column is the best example of<br />
this type. It takes the form of a screw that<br />
winds skywards. This dynamics ascends to<br />
lofty heights not in a straight line, like lifts and<br />
ladders, but rather in curves that turn around<br />
their own axes. Despite the mannered form,<br />
the topicality of this design is beyond doubt.<br />
The winding stelae are visible signs of the<br />
fight against the pandemic. Plague columns<br />
convey thanks from those who survived the<br />
pestilence and serve as a propaganda tool for<br />
others who like to channel this gratitude to<br />
themselves, namely the state and the church.<br />
It is no coincidence that plague columns in<br />
their Austrian style show severe torsion. The<br />
rotation underscores the Counter Reformation’s<br />
intention to dematerialize. As a heavenly<br />
principle, the plague column is a particle<br />
accelerator that eliminates its own mass. Only<br />
by shedding recognizable substance does<br />
it become an aid to ascent for those who<br />
deserve eternal life and a banister for others<br />
shuttling between the ontological storeys. In<br />
other words, precisely because this staircase<br />
cannot be entered, the plague column not only<br />
becomes a wall bars for the anointed earthly<br />
brethren but also serves as a mail route for the<br />
metaphysically proficient. It is interesting that<br />
the so-called braid column develops as a form.<br />
A column that turns and becomes entangled<br />
in itself. This type of spiral testifies not to the<br />
idea of a material winding, that is, a simplified<br />
fabric, but to the centrifugal force of its matter,<br />
that is, the dissolution of bonds. The important<br />
thing is that it is straight, and not just<br />
for reasons of statics. Hildegard von Bingen<br />
thought that angels fly in spirals, and only the<br />
devil straight ahead. Hence the incessant circulation.<br />
The whirring, frolicking, gymnastics<br />
feats and turning are part of the characteristic<br />
movement profile of all heavenly denizens.<br />
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42 43
Skull #06 besteht aus 26 individuellen<br />
Elementen, die im Atelier des Künstlers<br />
einzeln gegossen und im Kunstraum<br />
Dornbirn erstmals als gesamte Form<br />
zusammengestellt wurden.<br />
Skull #06 consists of twenty-six individual<br />
elements that were individually cast in<br />
the artist’s studio and put together for the<br />
first time as a complete form in Kunstraum<br />
Dornbirn.<br />
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1 2<br />
3<br />
4 5<br />
6 7<br />
8<br />
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Thomas Häusle<br />
und Andrea Fink<br />
im Gespräch<br />
mit <strong>Peter</strong> <strong>Sandbichler</strong><br />
Thomas Häusle<br />
and Andrea Fink<br />
in Conversation with<br />
<strong>Peter</strong> <strong>Sandbichler</strong><br />
Du hast schon viele Phasen und Stationen<br />
in der künstlerischen Laufbahn<br />
hinter dir. Welche waren das und wie<br />
kam es zu dieser Entwicklung?<br />
Von außen und retrospektiv betrachtet kann<br />
man in einer künstlerischen Laufbahn Stationen<br />
ausmachen, aber aus der subjektiven<br />
Perspektive ist es ein kontinuierlicher Weg,<br />
der – einmal beschritten – auf vielen Umwegen,<br />
Höhen und Tiefen im besten Fall ins Unbekannte<br />
führt. Ich habe als Jugendlicher<br />
in einer Fachschule für Holz- und Steinbildhauerei<br />
begonnen, mich praktisch und theoretisch<br />
mit Kunst zu beschäftigen und seither<br />
nie das Bedürfnis gespürt, irgendetwas anderes<br />
zu machen. Obwohl ich vor der Bildhauerei<br />
ein Jahr lang Malerei in New York und danach<br />
Neue Medien an der Städelschule in Frankfurt<br />
a. M. studierte, war das Selbstverständnis<br />
für meine künstlerische Praxis immer die eines<br />
Bildhauers. Als Stationen würde ich am ehesten<br />
jene Gelegenheiten betrachten, die mir in<br />
der Umsetzung meiner Arbeit neue Möglichkeiten<br />
bieten. Dazu zählen einige Projekte im<br />
öffentlichen Raum, aber auch die Ausstellung<br />
hier im Kunstraum Dornbirn, diese ehemalige<br />
Montagehalle mit ihren enormen Dimensionen,<br />
die kein Museum bietet, kann man als Paradies<br />
für einen Bildhauer wie mich bezeichnen.<br />
Wer und was hat dich auf deinem<br />
Weg besonders beeinflusst?<br />
Ich bin weniger ein Metaphysiker als vielmehr<br />
ein Mensch, der aus der Erfahrung schöpft.<br />
Daher prägen mich vor allem mein direktes<br />
Umfeld und Dinge, mit denen ich mich ganz<br />
unmittelbar beschäftige. Auf der Angewandten<br />
hat mich der damalige Rektor Oswald Oberhuber<br />
[1931– 2020] mit der Art, wie er die künstlerische<br />
Ausbildung vermittelt hat, sehr geprägt.<br />
Sein Programm war undogmatisch und fächerübergreifend,<br />
gelehrt wurde Film genauso<br />
wie Medienkunst, Malerei und Bildhauerei.<br />
Er holte Leute wie Bazon Brock [geb. 1936]<br />
You already have many phases and<br />
stations in your artistic career behind<br />
you. What were they and how did<br />
this development come about?<br />
Viewed from the outside and in retrospect,<br />
any artistic career can be seen to have<br />
stages, but from a subjective perspective it’s<br />
a continuous path which, once taken, leads<br />
through many detours and ups and downs<br />
into, in the best case, the unknown. At a<br />
technical school for woodcarving and stone<br />
sculpture as a teenager, I started to deal with<br />
art practically and theoretically and have<br />
since then never felt the need to do anything<br />
else. Although before sculpting I spent a year<br />
painting in New York and then studying new<br />
media at the Städelschule in Frankfurt a. M.,<br />
my understanding of my artistic practice has<br />
always been that of a sculptor. As stations,<br />
I’d most likely think of those opportunities<br />
that offer me new possibilities in realizing<br />
my work. These include some projects in<br />
public space, but also the exhibition here in<br />
Kunstraum Dornbirn; this former assembly<br />
hall with its enormous dimensions, which<br />
no museum can offer, can be described as<br />
a paradise for a sculptor like me.<br />
Who and what has particularly<br />
influenced you along your way?<br />
I’m not so much a metaphysician as a person<br />
who draws on experience. That’s why I’m<br />
mainly shaped by my immediate environment<br />
and things that I deal with directly. At the<br />
University of Applied Arts in Vienna I was<br />
influenced by the then rector, Oswald<br />
Oberhuber [1931– 2020], by the way in which<br />
he conveyed artistic training. His programme<br />
was non-dogmatic and interdisciplinary,<br />
teaching film as well as media art, painting<br />
and sculpture. He brought people like Bazon<br />
Brock [born 1936] and Burghart Schmidt<br />
[born 1942] to the university at the time.<br />
Artists who were actively engaged in the art<br />
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David Schalko<br />
Der Raum ist still. Und klandestin. Eine unbewohnte<br />
Ruine. Als hätte man sich hier<br />
getroffen, fernab von der Welt, um etwas<br />
Geheimes vonstatten gehen zu lassen.<br />
Nein. Als könnte der Drehwurm hier unbemerkt<br />
von allen ein- und ausgehen. In<br />
unsere Welt eintreten, aus ihr heraustreten.<br />
Wie ein Raumschiff. Wie ein Außerirdischer.<br />
Etwas Fremdes. Das etwas will. Nur was?<br />
Nein. Nicht unbemerkt. Der Mann mit<br />
dem Schutzanzug. Er ist vom Geheimdienst.<br />
Area 51. Man hat das Leck entdeckt. Man hat<br />
sich ihm genähert. Steht trotzdem vor einem<br />
Rätsel. Das Fremde hat nie mit uns kommuniziert.<br />
Hat sie sich nie von unserer Anwesenheit<br />
beeindrucken lassen. Ging stets diskret,<br />
aber unbeirrt vor. Es dreht sich, nein schraubt<br />
sich in unsere Welt hinein. Dieses Tier hat<br />
keinen Anfang und kein Ende. Wenn man es<br />
teilt, entstehen zwei lebendige Tiere – ebenfalls<br />
ohne Anfang und Ende. Eine Hydra. Eine<br />
neue Art der Fortpflanzung. Die sich durch<br />
Gewalt vollzieht. Jeder Versuch, es zu töten,<br />
schafft neues Leben. Ein militärisches Experiment.<br />
Eine Technik, die den Krieg umdreht.<br />
Jeder Gefallene produziert zwei Aufgestandene.<br />
Jedes zerstörte Kriegsgerät erschafft zwei<br />
Neue. Der Wissenschaftler, der auf sein Monster<br />
schaut, wie ein trotziger Passant, dem<br />
es nicht recht ist, dass es durch sein Haus<br />
mäandert, weiß, was er geschaffen hat. Etwas,<br />
das sich durch Vernichtung verdoppelt, kann<br />
man nicht vernichten. Es wird uns zerstören.<br />
Dieser Regenwurm bedeutet unseren Untergang.<br />
Und außer ihm ahnt noch keiner davon.<br />
Der skeptische Wissenschaftler hadert<br />
mit seinem Experiment. Sein Schutzanzug lässt<br />
ihn noch viel verletzlicher aussehen. Ja, verleiht<br />
ihm eine sperrige Ratlosigkeit. Grobschlächtig<br />
steht der Affe vor dem Teilchenbeschleuniger.<br />
Aus welchem Gedanken heraus ist diese Kreatur<br />
entstanden? Handelt es sich um ein Virus?<br />
Eine zu groß geratene Doppelhelix, die aus<br />
The room is silent. And clandestine. An<br />
uninhabited ruin. As if you had met here,<br />
far from the world, to let something secret<br />
happen. No. As if the rotary worm could<br />
go in and out here unnoticed by everyone.<br />
Enter into our world, step out of it. Like<br />
a spaceship. Like an alien. Something<br />
strange. That wants something. But what?<br />
No. Not going unnoticed. The<br />
man in the protective suit. He’s from the<br />
secret service. Area 51. The leak has<br />
been discovered. It has been approached.<br />
Yet we still stand before an enigma. The<br />
strange being has never communicated<br />
with us. It has never been impressed by our<br />
presence. Always proceeded discreetly but<br />
unwaveringly. It turns, no, it screws itself into<br />
our world. This animal has no beginning and<br />
no end. If you divide it, two living animals<br />
emerge, likewise without a beginning or an<br />
end. A hydra. A new kind of reproduction.<br />
Which takes place through violence. Any<br />
attempt to kill it creates new life. A military<br />
experiment. A technology that turns the war<br />
around. Each fallen soldier produces two<br />
re-arisen ones. Every destroyed weapon<br />
creates two new ones. The scientist, who<br />
looks at his monster like a defiant passer-by<br />
who doesn’t like its meandering through his<br />
house, knows what he has created. Something<br />
that is doubled through annihilation cannot<br />
be annihilated. It will destroy us. This<br />
earthworm means our doom. And apart from<br />
the scientist, not another soul suspects it.<br />
The sceptical scientist struggles with<br />
his experiment. His protective suit makes him<br />
look even more vulnerable. Yes, gives him an<br />
awkward perplexity. Ham-fisted, the monkey<br />
stands in front of the particle accelerator. Out<br />
of what thought did this creature emerge? Is<br />
it a virus? An oversized double helix that ran<br />
away from the lab? Or was it modelled on the<br />
double filament of a light bulb? A lighthouse<br />
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<strong>Peter</strong> <strong>Sandbichler</strong><br />
1964 Born in Kufstein, lives and<br />
works in Vienna, Austria<br />
1983 Art Students League, New<br />
York (Prof. Knox Martin)<br />
1984 – 1986 University of Applied Arts Vienna<br />
(Prof. Wander Bertoni)<br />
1986 – 1991 Academy of Fine Arts Vienna<br />
(Prof. Bruno Gironcoli)<br />
1993 – 1994 Postgraduate studies at the<br />
Institute for New Media, Staatliche<br />
Hochschule für bildende Künste –<br />
Städelschule, Frankfurt am<br />
Main (Prof. <strong>Peter</strong> Weibel)<br />
Since 1994 Numerous residencies and work stays<br />
abroad, e.g. Berlin, New York, Tokyo, Sri Lanka<br />
2007 – 2013 Member of the board of the Association<br />
of Visual Artists Vienna Secession<br />
2008 – 2012 Member of the Cultural Advisory<br />
Board of the Tyrolean Government<br />
2011 – 2012 Lectureship TU Vienna, Institute of<br />
Architecture and Design, Prof. András<br />
Pálffy, TU Vienna, Institute of Art and<br />
Design, Prof. Christian Kern, TU Innsbruck,<br />
Austria, Institute for Experimental<br />
Architecture, Prof. Volker Giencke<br />
2012 – 2013 Vice-President of the Association of<br />
Visual Artists Vienna Secession<br />
2021 Lectureship University of Innsbruck,<br />
Institute for Experimental Architecture<br />
./studio3, Innsbruck, Austria<br />
Solo Exhibitions – Selection<br />
2021 Unpredictable, Kunstraum Dornbirn,<br />
Austria · Alte Schachtel, Galerie<br />
Sechzig, Feldkirch, Austria<br />
2020 the golden bar, Galerie Elisabeth & Klaus<br />
Thoman, Vienna, Austria · TWIST, SUSSUDIO,<br />
Vienna, Austria · Fremdenzimmer (& Alfredo<br />
Barsuglia), Kunstverein Eisenstadt, Austria<br />
2018 mind the crap, Galerie Elisabeth & Klaus<br />
Thoman, Innsbruck, Austria · Cavallo Cravallo,<br />
Galleria Doris Ghetta temporary, Milano, Italy<br />
2017 ENCOUNTERS IV (& Jörg Reissner), Galleria<br />
Doris Ghetta, Ortisei, Italy · MQ Art Box,<br />
MuseumsQuartier Wien, Vienna, Austria<br />
2015/2016 <strong>Peter</strong> <strong>Sandbichler</strong>, Galerie Elisabeth &<br />
Klaus Thoman, Vienna, Austria<br />
2015 Skulpturen, Gironcoli Museum beim<br />
Gartenschloss Herberstein, Austria<br />
2013/2014 Untitled (& Francis Ruyter), Kunstforum<br />
Montafon, Schruns, Austria · Behind the<br />
Curtain, Kunstraum Weikendorf, Austria<br />
2013 Skulptur, Galerie Elisabeth & Klaus<br />
Thoman, Innsbruck, Austria · KONNEX,<br />
Zeitkunstgalerie, Kitzbühel, Austria ·<br />
Galerie am Stein, Schärding, Austria<br />
2011 Der Künstler ist anwesend, Kunstraum<br />
Bernsteiner, Vienna, Austria · Wahrheit<br />
ist die Erfindung eines Lügners, Galerie<br />
im Taxispalais, Innsbruck, Austria<br />
2010 sustain, Galerie Grita Insam, Vienna, Austria<br />
2008 Vigilancia y control, Centro de Arte La<br />
Regenta, Las Palmas de Gran Canaria, Spain<br />
and Galerie Grita Insam, Vienna, Austria<br />
2002 Galerie Grita Insam, Vienna, Austria<br />
1998 Freeze Frame (& Drehli Robnik),<br />
Gallery Claude Dujon, Miami, USA ·<br />
Neg(otium), Kunsthalle VIERSEITHOF<br />
in Luckenwalde, Germany<br />
1997 The Battlefield of the Vacuum Cleaners,<br />
Galerie CASA, Tokyo, Japan<br />
1994 Secret of Life (& Constanze Ruhm),<br />
Galerie Grita Insam, Vienna, Austria<br />
1990 Window Number 1, Station<br />
Rose, Vienna, Austria<br />
1988 o.T., Galerie Krinzinger – Forum für<br />
aktuelle Kunst, Innsbruck, Austria<br />
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Die Kunst von <strong>Peter</strong> <strong>Sandbichler</strong><br />
wird angetrieben von seinem<br />
Interesse an Wahrnehmung,<br />
modularen Strukturen und der<br />
physischen Wirkung seiner<br />
Arbeiten auf das Publikum.<br />
Für den Kunstraum Dornbirn<br />
entwickelte der Bildhauer zwei<br />
gigantische Skulpturen. Mit der<br />
26 Meter langen Kartonspirale<br />
Twist #03 und dem 26-teiligen<br />
Elefantenschädel Skull #06<br />
vermisst er den Raum der<br />
ehemaligen Montagehalle,<br />
um deren Geschichte in die<br />
Gegenwart zu übersetzen. Das<br />
Buch zur Ausstellung zeigt<br />
die raumgreifende Installation<br />
vom Aufbau bis zur finalen<br />
Präsentation. Neben einem<br />
ausführlichen Interview des<br />
Kurators mit dem Künstler<br />
begleiten Texte von Thomas D.<br />
Trummer und David Schalko die<br />
umfassende Fotodokumentation<br />
von Günter Richard Wett. Alle<br />
Exemplare der Auflage erscheinen<br />
in einem individuell vom Künstler<br />
gesprühten Kartonschuber.<br />
<strong>Peter</strong> <strong>Sandbichler</strong>’s art is driven by<br />
his interest in perception, modular<br />
structures and the physical impact<br />
of his work on the viewer. For<br />
Kunstraum Dornbirn, <strong>Sandbichler</strong><br />
developed two gigantic sculptures.<br />
With the twenty-six metre long<br />
cardboard spiral Twist #03 and<br />
the twenty-six-part elephant skull<br />
Skull #06, he gauges the space<br />
of the former assembly hall in<br />
order to translate its history into<br />
the present. This book about<br />
the exhibition shows the large<br />
installation from construction to<br />
final presentation. In addition to<br />
an extensive interview between<br />
the curator and the artist, texts<br />
by Thomas D. Trummer and David<br />
Schalko accompany the comprehensive<br />
photo documentation<br />
by Günter Richard Wett. All<br />
copies of the edition appear in<br />
a cardboard slipcase sprayed<br />
individually by the artist.<br />
→ → →