Auslobungstext - BauNetz

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Bewerbungsaufruf

zum begrenzten (gemäß RAW 2004)

Städtebaulich - freiraumplanerisch - verkehrlichen

Wettbewerb Karlsplatz in Krefeld

I) Ausloberin

Der Wettbewerb wird durch die Stadt Krefeld ausgelobt, vertreten durch den Oberbürgermeister,

Ansprechpartner: Herr Norbert Hudde, Fachbereichsleiter FB 61 Stadtplanung; Stadthaus

Konrad-Adenauer-Platz 17, 47803 Krefeld; Tel.: (02151) 86-3700, Fax: (02151) 86-3754, E-Mail:

norbert.hudde@krefeld.de

II) Wettbewerbsbetreuung

Norbert Post • Hartmut Welters, Architekten & Stadtplaner GmbH, Arndtstraße 37, 44135 Dortmund,

Ansprechpartner: Madeleine Plümper, Tel.: (02 31) 47 73 48 - 76, Fax: (02 31) 55 44

44, E-Mail: info@post-welters.de

III) Wettbewerbsaufgabe

Westlich der Innenstadt am Westwall gelegen befindet sich der Karlsplatz. Er stellt eine städtebauliche

Verbindung zwischen der Innenstadt und den süd-westlich angrenzenden Quartieren

dar.

Mit der Errichtung des Kaiser-Wilhelm-Museums Ende des 19. Jahrhunderts büßte der Karlsplatz

einen großen Teil seines Platzcharakters ein. In den Jahren 1910-12 wurde das Museum

um den Nord- und den Südflügel erweitert. Der Innenhof des Kaiser-Wilhelm-Museums wurde

1997 nach einem Entwurf des Kunstprofessors Georg Ettl bis in den Straßenraum hinein neu

gepflastert. Ein vom Künstler gestalteter Krähenzaun bildet die Abgrenzung des Innenhofes

zum Straßenraum. Seit 1979 ist das Standbild Kaiser Wilhelm I. an der Nordseite des Museums

provisorisch aufgestellt. Ein neuer Standort sowie Möglichkeiten eines künstlerisch zeitgenössischen

Umgangs (»Einhausung«) mit dem Denkmal ist im Zuge der Umgestaltung des Karlsplatzes

denkbar.

Das Kaiser-Wilhelm-Museum, das seinen Schwerpunkt auf Kunst aus der zweiten Hälfte des 20.

Jahrhunderts setzt, wird derzeit aufwendig saniert. Die Wiedereröffnung ist in 2014 geplant.

Die vorhandenen Grün- und Freianlagen haben gegenwärtig kaum Aufenthaltsqualität und

sind den verkehrlichen Anforderungen gänzlich untergeordnet. Einerseits ist der Karlsplatz Teil

des alleenartigen Westwalls, andererseits durch die an dieser Stelle unterbrochene Allee immer

noch, wenn auch unzureichend, ablesbar. Bei der städtebaulichen Planung für den Karlsplatz

muss berücksichtigt werden, dass aus stadtgeschichtlichen Gründen die Durchgängigkeit der

vier Wälle – Nord-, Ost-, Süd- und Westwall – erhalten bleiben soll. Die Krefelder Wallanlage ist

denkmalpflegerisch als schutzwürdige Anlage eingestuft. Kern der Wallanlage ist die mittige

mindestens zweireihige Baumallee, die symmetrisch von zwei durchgängigen Straßenprofilen

flankiert wird.

Aufgabe des Wettbewerbs ist es, den Karlsplatz als städtischen Platz wieder erlebbar zu machen.

Der Platz soll optisch ablesbar sein und einen adäquaten, repräsentativen Raum für

das denkmalgeschützte Museumsgebäude bieten. Es sollen Lösungen erarbeitet werden, die

den Karlsplatz einerseits in seiner Verbindungsfunktion zwischen den Bereichen der Wallanlagen

bestärken und andererseits seine Funktion als Vorplatz und Eingangsbereich des Kaiser-

Wilhelm-Museums hervorheben. Die an die Platzfläche angrenzenden Straßen sind partiell

Teil des Vorbehaltsstraßennetzes der Stadt Krefeld. Im Zuge des Wettbewerbs sind mögliche

verkehrliche Veränderungen darauf abzustimmen. Der nördliche Straßenzug des Karlsplatzes

ist in Zusammenhang mit der Blumenstraße bereits im Rahmen des Förderprogramms Stadtumbau

West saniert und umgestaltet worden. Der Umbau wurde 2011 fertig gestellt und soll

in die Planung integriert werden.

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IV) Teilnahme

Der Wettbewerb soll nach den Regeln für die Auslobung von Wettbewerben (RAW 2004)

durchgeführt werden. Die Gesamtzahl wird auf maximal 10 Teilnehmer/innen beschränkt.

Sieben Teilnehmer/innen, davon bis zu zwei in der Kategorie »Junge/Kleine Büros«, werden

in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren durch ein Auswahlgremium bestimmt. Drei

Büros werden direkt zur Teilnahme am Wettbewerb zugeladen. Teilnahmevoraussetzung ist die

Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Landschaftsarchitekt/in und Stadtplaner/in

sowie der Nachweis von zwei, der Wettbewerbsaufgabe ähnlichen, bereits realisierten Entwürfen

für mindestens einen öffentlichen Auftraggeber.

Teilnahmeberechtigt sind ferner Arbeitsgemeinschaften aus Landschaftsarchitekt/innen und

Architekt/innen sowie Stadtplaner/innen und Architekt/innen. Bei Arbeitsgemeinschaften muss

jedes Mitglied teilnahmeberechtigt sein.

Wer am Tage der Auslobung bei einem Teilnehmer angestellt ist oder in anderer Form als Mitarbeiter

an dessen Wettbewerbsarbeit teilnimmt, ist von der eigenen Teilnahme ausgeschlossen.

Mitglieder von Arbeitsgemeinschaften sowie freie Mitarbeiter, die an der Ausarbeitung

einer Wettbewerbsarbeit beteiligt waren, dürfen nicht zusätzlich am Wettbewerb teilnehmen.

Verstöße hiergegen haben den Ausschluss sämtlicher Arbeiten der Beteiligten zur Folge.

Zur Auswahl der weiteren Teilnehmer ist dem Wettbewerb ein Bewerbungsverfahren mit zwei

Kategorien vorangestellt. Hierbei werden in der Kategorie »Erfahren« bis zu fünf und in der

Kategorie »Jung« bis zu zwei Büros ausgewählt.

Die Bewerber der Kategorie »Erfahren« müssen folgende Kriterien als Zulassung zur Auslosung

erfüllen:

1. Nachweis zur Führung der Berufsbezeichnung Landschaftsarchitekt/in, Stadtplaner/in,

2. Nachweis der Planung (mind. Leistungsphasen 2 bis 5) von zwei, der Wettbewerbsaufgabe

ähnlichen, bereits realisierten Entwürfen für mindestens einen öffentlichen Auftraggeber in

den letzten drei Jahren.

Die Bewerber der Kategorie »Jung« müssen folgende Kriterien als Zulassung zur Auslosung

erfüllen:

1. Nachweis zur Führung der Berufsbezeichnung Landschaftsarchitekt/in, Stadtplaner/in,

2. Nachweis darüber, dass die/der Bewerber jünger als 40 Jahre alt sind,

3. Nachweis von Planungen und/oder besonderer Wettbewerbserfolge die erwarten lassen,

dass sie für die anstehende Aufgabe geeignet sind.

Folgende drei Büros werden direkt zur Teilnahme am Wettbewerb aufgefordert:

• GTL Gnüchtel Triebswetter Landschaftsarchitekten; Kassel

• Häfner-Jimenez Landschaftsarchitekten; Berlin

• STP Landschaftsarchitekten Prof. Schmid, Treiber, Partner; Leonberg

V) Bewerbung

Die Bewerbung zur Teilnahme am Wettbewerb ist unter Angabe des Kennwortes »Wettbewerb

Karlsplatz Krefeld« bis spätestens 16. Januar 2013 (Posteingang bis 16:00 Uhr) zu richten an

das Büro Post • Welters, Architekten & Stadtplaner GmbH, Arndtstraße 37, D-44135 Dortmund.

Später eingehende Bewerbungen können nicht berücksichtigt werden.

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Der Bewerbung in der Kategorie »Erfahren« sind beizufügen:

1. Nachweis der Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Landschaftsarchitekt/in,

Stadtplaner/in (durch Kopie der letzten Beitragsrechnung). (Als Anlage A des Bewerbungsformblattes)

2. Nachweis zweier, mit der Planungsaufgabe vergleichbarer, vom Bewerber geplante Projekte

(mind. Leistungsphasen 2 bis 5) für mindestens einen öffentlichen Auftraggeber in den letzten

drei Jahren. (Als Anlage B und C des Bewerbungsformblattes)

Der Bewerbung in der Kategorie »Jung« sind beizufügen:

1. Nachweis der Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Landschaftsarchitekt/in,

Stadtplaner/in (durch Kopie der letzten Beitragsrechnung). (Als Anlage A des Bewerbungsformblattes)

2. Nachweis, bzw. Dokumentation sonstiger Planungen, Wettbewerbserfolge, Fachveröffentlichungen

oder Architekturpreise. (Als Anlage D des Bewerbungsformblattes)

3. Nachweis des Alters (nicht älter als 40 Jahre), durch Kopie des/der Personalausweis/e. (Als

Anlage E des Bewerbungsformblattes)

Als Bewerbungsunterlagen sind die unter der Internetadresse www.post-welters.de abrufbaren

Vordrucke einzureichen (abrufbar ab dem 19. Dezember 2012). Falsche Angaben haben den

Ausschluss zur Folge. Von Büros, Partnerschaften oder Arbeitsgemeinschaften wird nur eine

Bewerbung akzeptiert - entsprechende Mehrfachbewerbungen haben den Ausschluss aller Bewerbungen

zur Folge. Die Unterlagen werden nicht zurückgeschickt. Die Ausloberin behält es

sich vor, fehlende Unterlagen/Informationen innerhalb einer bestimmten Frist nachzufordern.

Werden die nachgeforderten Unterlagen/Informationen etc. sodann nicht fristgerecht vorgelegt,

führt dies zum Ausschluss.

Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt durch ein Gremium, dem folgende Mitglieder angehören

(in alphabetischer Reihenfolge):

• Ulrike Beuter (Landschaftsarchitektin, Oberhausen)

• Rüdiger Brosk (Landschaftsarchitekt, Essen)

• Norbert Hudde (FB 61, Stadt Krefeld)

• Doris Törkel (Landschaftsarchitektin FB 67, Stadt Krefeld)

Die ausgewählten Bewerber/innen werden zeitnah über das Ergebnis der Auswahl benachrichtigt.

Die nicht ausgewählten Bewerber/innen erhalten eine gesonderte Mitteilung.

VI) Preisgericht

Die Wettbewerbsarbeiten werden durch ein Preisgericht beurteilt, welches gemäß RAW 2004

besetzt wird. Vorgesehen sind als stimmberechtigte Preisgerichtsmitglieder die nachfolgend

aufgeführten Personen (angefragt, in alphabetischer Reihenfolge):

Stimmberechtigte Preisrichter (angefragt):

• Prof. Peter Jahnen (Stadtplaner, Architekt, Aachen)

• Rebekka Junge (Landschaftsarchitektin, Bochum)

• Christian Jürgensmann (Landschaftsarchitekt, Duisburg)

• Peter Kaiser (Bezirksvorsteher, Stadt Krefeld)

• Gregor Kathstede (OB, Stadt Krefeld)

• Martin Linne (Beigeordneter GB VII, Stadt Krefeld)

• Prof. Markus Neppl (Architekt, Köln)

• Rolf Rundmund (Ratsmitglied Bündnis 90/Die Grünen, Stadt Krefeld)

• Almuth Spelberg (FB 67, Stadt Krefeld)

• Friedhelm Terfrüchte (Landschaftsarchitekt, Essen)

• Thomas Visser (Landschaftsarchitekt, Beigeordneter, Stadt Krefeld)

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VII) Preisgelder

Es steht ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro zur Verfügung (einschl. Mehrwertsteuer und

Nebenkosten), das wie folgt aufgeteilt wird:

1. Preis: 10.000 Euro

2. Preis: 6.500 Euro

3. Preis: 4.000 Euro

Für Anerkennungen: 4.500 Euro

VIII) Voraussichtliche Termine

Bewerbungsaufruf: 19. Dezember 2012

Bewerbungsfrist: 16. Januar 2013 (Posteingang 16:00 Uhr)

Auswahl der Teilnehmer: 30. Januar 2013

Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen: 11. Februar 2013

Einführungskolloquium: 20. Februar 2013

Abgabe der Wettbewerbsarbeiten: 10. April 2013

Preis gerichtssitzung: 30. April 2013

Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten

für 2 Wochen: Mai 2013

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