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ST/A/R_55

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ST/A/R

Nr. 55/2017

Städteplanung / Architektur / Religion

MICHAELA

KAMLER

inszeniert den ewigen Thron für

Kunst, Philosophie

& Verdauung

“Dergleichen ist noch für kein Königreich

geschaffen worden.”

1. Könige 10.

P.b.b. Verlagspostamt 1060 Wien • Adresse: 1060 Wien Königsklostergasse 10/26 • star.wien.at@gmail.com • Europa € 3,- • Nr. 55

1,66– Euro

~ ~

9 1 20 0 Hi 720(1 42


2 ST/A/R

Editorial

Buch I - Verdauung und Philosophie Nr. 55/2017

MICHAELA KAMLER bleibt. Ewig!

So soll es sein. Denn Michaela KAMLER hat erreicht,

wovon viele Menschen nur zaghaft träumen: sie

hat Geschichte geschrieben. Sie hat das peinliche

Schweigen über Verdauung gebrochen.

Verdauung bleibt ein Toilettenthema, aber nur

dann, wenn wir sie dazu verurteilen. Verdauung

ist mehr als ein Übergang von Speise und Trank

in Kot und Urin. Verdauung schafft Hoffnung,

Verdauung gibt dem Geist Flügel, Verdauung ist

eine Quelle der Lust.

Das zeigt sich nicht nur in Kunst und Philosophie,

sondern auch in der Wirtschaft, in der Religion, in

der Politik und überhaupt überall dort, wo gelebt

wird. Viele Menschen denken erst dann an Verdauung,

wenn es schon weh tut. So traurig wie

Menschen, die es versäumen, den Tag zu leben,

so traurig wirken auch Menschen, die sich nicht

an den Wundern erfreuen, die sie selbst alltäglich

vollbringen.

“Über Verdauung spricht man nicht”, dieser Satz

hat ausgedient. Mit Kant können wir Sternenhimmel

und Moralgesetz erfürchtig bewundern,

mit Nietsche die ehrwürdige Verdauung. Die

Wertschätzung der Verdauung ist ein entscheidender

Aspekt eines positiven Selbstverständnisses

und gibt Anlass zum massvollen Umgang mit

dem äusseren und dem inneren Weltgeschehen.

Zur Bewältigung von Überfluss und Mangel gehört

eine gelingende Verdauungspraxis. Für den

Bestand der abendländischen Kultur – ja vielleicht

der menschlichen Kultur überhaupt – dürfte es

sich als entscheidend erweisen, ob wir sie erreichen.

Der *ST/A/R* dankt Michaela KAMLER für Ihren

Einsatz.

Michaela KAMLER, Verdauungskunstphilosophische Wohltäterin

Kennen Sie den *ST/A/R* ?

Wer mit dem internationalen Pressehimmel vertraut

ist, dem kann das sanfte Licht nicht entgangen

sein, mit dem der *ST/A/R* die Welt erfreut.

Dachten wir jedenfalls und mussten dann

erschreckt festzustellen, das ein immeninter Philosoph

wie Univ. Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann

gar nicht zum Kreis der regelmässigen *ST/A/R*

Leserschaft gehört, ja nicht einmal vom *ST/A/R*

gehört hatte.

Nun, das hat sich inzwischen geändert. Zum

Glück! Aber sicher gibt es in der weiten Welt noch

andere Menschen, die noch nichts vom *ST/A/R*

gehört haben? Sie kennen solche Menschen? Sie

wollen Ihnen gerne helfen? Dann verschenken sie

doch ein *ST/A/R* Abonnement.

Nähere infos: abo@star-printmedium.com

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Nr. 55/2017 Buch I - Verdauung und Philosophie

ST/A/R 3

Inhalt

ST/A/R 55 - Buch I

ST/A/R 55 - Buch II

ST/A/R 55 - Blu / STAR

ST/A/R 55 - Buch IV

ST/A/R 55 - Buch V

EVENT

Verdauung und Philosophie

MICHAELA KAMLER

Verdauung und Kunst

Blu ST/A/R / WARAN

Mobile News Speacial Edition

Blu ST/A/R / WARAN

Mobile News Speacial Edition

ERNEST

Kunst und Demokratie

MICHAELA

KAMLER

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K•n,o , l'h ilo,ophi


4 ST/A/R

Buch I - Verdauung und Philosophie ST/A/R 5

Ein Fest Fast für Verdauung,

schwarz-weiß mit gelben Akzenten

Schwarz bedeutet Ehre, Tod, Wasser, Winter und

Norden, besonders in China. Schwarz ist dicht, düster,

dunkel, erhaben, finster, frei, mystisch, modisch,

machtvoll, neutral, ruhig, schwer, sexy, tief

und weise. Aus schwarzen Löchern dringt kein

Licht. Das schwarze Meer ist 424.000 km groß. Die

schwarze Katze ist ein Film mit Bela Lugosi und

Boris Karloff. Der Schwarze Mann ist die höchste Erhebung

der Schneifel. Pessimisten denken schwarz.

Schwarzgurtträger suchen Vollendung, Erkenntnis

und Weisheit. Schwarze Tage (lat. dies ater) fielen

auf Freitage am 6.12.1745, am 11.05.1866 und am

8.09.1978. Schwarz inspiriert! Ein kleiner Schwarzer

fördert Verdauung und Konzentration. Coco Chanel

entwarf das kleine Schwarze für junge Kriegswitwen.

Schwarz macht bunte Farben wolkig (L. Wittgenstein),

Schwarz ist die Königin der Farben (P.-A. Renoir),

Schwarz ist gefühlvoll (H. v. Helmholtz). Wer

schwarze Zahlen schreibt, der hat Erfolg. Schwarz

hat im RGB-Farbraum den Wert (0, 0, 0). Nichts ist

schwärzer als Schwarz. Johnny Cash war The Man

Dressed in Black. Die All Blacks sind Neuseelands

Rugbymannschaft. Black is beautiful! Schwarz ist

schwarz wie Dubbel Zout Lakritz, wie Kaviar, wie

die Nacht, wie Erdöl, wie das Black-Swan-Record-Label,

wie die Sonnenbrille von Ray Charles, wie ein

Schornsteinfeger, wie Gummireifen auf Asphalt, wie

die Schwarze Madonna oder wie Kohle in Eucarbon.

Weiß ist der gute Cowboy, die Unschuld, Unsterblichkeit,

Kreide, Heiligkeit, Unendlichkeit, Reinheit,

Wahrheit, Neutralität, Klugheit, Wissenschaft und

Genauigkeit, auch Porzellan, sauberes Mehl, Salz,

Zucker, Milch, manches Hühnerei, manche Schokolade,

Wolke, Schachfigur, Leinwand, Tulpe, Rose,

Nelke, Stiefmütterchen, auch mancher Zahn, Berg,

Golfball, Schmetterling, Elefant, Taube, Schneefuchs,

Schwanenfeder, Schaf-, Baum- und Kunstwolle.

Weiß ist auch manches Hemd, Hochzeitskeid

und Briefpapier. Yang, die harte, heiße, aktive Kraft

im Daoismus ist weiß, wie auch die Flagge des Friedens.

Weiß ist das Gegenteil von Schwarz, die Freude,

die bevorzugte Arbeitskleidung in Krankenhaus

und Lebensmittelgeschäften, die Madonnenlilie,

die Summe aller Farben, der Amtssitz des amerikanischen

Präsidenten, das päpstliche Festagsgewand,

klare Sachlichkeit, Leichtigkeit, Makellosigkeit. Gelb

ist die Farbe der Hoffnung, der Unterstützung, der

Entspannung, der Mysterien, des Glücks, des alten

chinesischen Kaisers Huangdi sowie der Gummiente

und der Schweizer Postkästen. Die Sonne ist gelb und

Gelb ist warm. Gelb sticht ins Auge. Die fröhlichsten

Unterseeboote sind gelb. Helles Gelb strahlt wie keine

andere Farbe, es warnt und es ermahnt. Wo Orange

und Rot uns erregen oder schockieren regt es die

Aufmerksamkeit sanft an, stärkt die Erinnerung und

fördert die Kommunikation. Ganzheitlich betrachtet

säubert Gelb Leber, Darm, Nieren, Milz und Haut.

Gelbtöne sind gesund für Körper und Geist. Sie reinigen

das Blut, sind ein ausgezeichnetes Abführmittel

und Anthelminthikum. Sie lindern Depressionen,

helfen gegen Erschöpfung, Völlegefühl, Lähmungen

und Rheuma. Gelb ist die Farbe der Intelligenz, die

Empfindsamkeit stärker anspricht als die Rationalität.

Das gelbe Trikot trägt der Führer in der Gesamtwertung

der Tour de France. EUCARBON ® steckt in

einer gelben Packung.

Menü

METAPHYSISCHE GETRÄNKE

NACH PHILIPP GEYMÜLLER

KRITIK DER KULINARISCHEN VERNUNFT

Kunst

Weißweine

Ein Evergreen, so leicht & schön

Grüner Veltliner

Lusthausberg

Kremstal DAC 2015

„Erkenntnistheoretische Vorspeise nach Kant“

Geräucherter Wildlachs

Avocado-Tomaten Tartar

Getrüffelte Ponzu-Vinaigrette

*

&

Domäne Baron Geymüller, Hollenburg/Donau

*

„Philosoph im Suppentopf“

Zitronengras-Kokossuppe

Jakobsmuschelspieß

I

Philosophie

Weiß, wie ein Blatt Gold

Riesling Smaragd

Kollmütz 2015

Erich Machherndl, Wösendorf/Wachau

*

*

„Dialektisches Zweierlei nach Hegel“

Geschmortes Short-Rib & rosa Kalbsfi let

Spitzmorcheln/Teriyaki Sauce

Kartoffelstroh/Trüffelespuma

Erbsenschoten/Kartoffelmousseline

Verdauung

Rotweine

*

Rot, gefühlvoll voll Volumen

Heideboden 2015

Judith Beck, Gols/Neusiedlersee

„Existentialistisches Allerlei nach Sartre“

Schokoladen Pralinen Souffl é

Crema Catalana/Vanielleoberseis

Lemon Tart/frische Beeren

Das muss man erst einmal verdauen!

Aber was tun, wenn’s mal nicht so gut geht? Wenn’s klemmt?

Klar, dann hilft EUCARBON®

Die wohltuende Dreifachwirkung

in Bäuchen in aller Welt, seit 1909,

bis auf den heutigen Tag.

Und das ist gut so.


6 ST/A/R

Buch I - Verdauung und Philosophie Nr. 55/2017

PHILOSOPHISCHES

ZWIEGESPRÄCH

»[...] so endigt die Mahlzeit mit Lachen; welches, wenn

es laut und gutmütig ist, die Natur durch Bewegung des

Zwergfells und der Eingeweide ganz eigentlich für den

Magen zur Verdauung als zum körperlichen Wohlbefinden

bestimmt hat; indessen dass die Theilnehmer am

Gastmahl, Wunder wie viel Geisteskultur in einer Absicht

der Natur zu finden wähnen.«

Immanuel Kant, Anthr., AA VII

»Nous concluons, avec la

même certitude, que le

cer-veau digère en quelque

sorte les impressions; qu’il

fait organiquement la sécré-tion

de la pensée.«

Brillat-Saverin,

»Da tat ich meinen Mund auf, und er gab mir den Brief

zu essen und sprach zu mir: Du Menschenkind, du

musst diesen Brief, den ich dir gebe, in deinen Leib essen

und deinen Bauch damit füllen. Da aß ich ihn, und

er war in meinem Munde so süß wie Honig. Und er

sprach zu mir: Du Menschenkind, gehe hin zum Hause

Israel und predige ihnen meine Worte.«

Ezekiel, 3:1-5

»Ich bin das lebendige Brot, vom Himmel gekommen.

Wer von diesem Brot essen wird, der wird leben in Ewigkeit.

Und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch,

welches ich geben werde für das Leben der Welt.«

Jesus von Nazareth, nach Joh, 6:51f.

»Ich bin gekommen, meine Schwester, liebe Braut, in meinen

Garten. Ich habe meine Myrrhe samt meinen Würzen abgebrochen;

ich habe meinen Seim samt meinem Honig gegessen;

ich habe meinen Wein samt meiner Milch getrunken.

Eßt, meine Lieben, und trinkt, meine Freunde, und werdet

trunken!«

Hohelied, 5:1

»Ich habe aus der Trommel gegessen; ich

habe aus dem Zymbal getrunken; ich habe

den Kernos getragen; ich habe die innere

Kammer betreten.«

Geheimspruch der Mystien

»Aber mich zwingt mein

böser Bauch, die härtesten

Schläge zu dulden!«

Homer, Odyssee, 18:53

»Daher glaubt man auch, es sei den Pythagoreern

verboten, Bohnen zu essen, weil

diese Speise eine starke Aufblähung verursacht,

die der Ruhe des Geistes, der das

Wahre sucht, entgegengesetzt ist.«

Cicero, De Divinatione, 1.30.62.

»Thinking is digesting« (»Denken ist verdauen«).

Wittgenstein, Brief an Norman Malcolm, vom 26.6.1945

»Eine erste solche prägenitale Sexualorganisation ist

die orale oder, wenn wir wollen, kannibalische. Die

Sexualtätigkeit ist hier von der Nahrungsaufnahme

noch nicht gesondert, Gegensätze innerhalb derselben

nicht differenziert.«

Sigmund Freud,

Drei Ahhandlungen über Sexualtheorie.

»Und Jona betete zu dem HERRN,

seinem Gott, im Leibe des Fisches.

Und sprach: Ich rief zu dem

HERRN in meiner Angst, und er

antwortete mir; ich schrie aus dem

Bauche der Hölle, und du hörtest

meine Stimme.«

Jona 2:1f

»Und sag ich demnach der auswendige Mensch sei das Tier so sich der Vernunft gebraucht und dem der

Wille des Blutes zugehöret. Der inwendige aber sei kein Tier; sondern das wahrhaftige Ebenbild Gottes.«

Johan Baptista van Helmont, De magnetica Vulnerum curatione

»Es gibt zwei Sorten Ratten:

Die hungrigen und satten.

Die satten bleiben vergnügt zu Haus,

Die hungrigen aber wandern aus.«

Heinrich Heine, Die Wanderratten

Wenn wir etwas als „geistig“ erleben, steht unser

Bauch dabei Pate: Wir verdauen Ideen,

verschlingen Bücher, schlucken Unerwünschtes,

verbeissen uns in Probleme, kämpfen mit

intellektuellen Verstopfungen und begriffl ichem

Dünnpfi ff.

Ob uns Ereignisse uns auf den Magen schlagen,

verliebte Schmetterlinge unseren Bauch

Univ. Prof. Konrad Paul LIESSMANN

(* 13. April 1953 in Villach) ist Universitätsprofessor

für „Methoden der Vermittlung von

Philosophie und Ethik“ an der Universität Wien.

erfreuen, Boshaftigkeit zum Erbrechen reizt,

Geschmacklosigkeit den Appetit verdirbt: Die

Organen des Verdauungsschlauchs liefern uns

Metaphern für das Verständnis unserer selbst

und der Welt in der wir leben.

Aber handelt es sich hier wirklich immer um Metaphern?

Wer sich vor Angst in die Hose macht,

der hat tatsächlich ein Problem, sei es metaphorisch

oder konkret. Verdauung lässt sich als

ein körperlicher Vorgang verstehen, aber Verdauung

steht auch in nachvollziehbaren Bezügen

zu unseren Gedanken. Begriffl iche Bilder

der Verdauung sind die Kehrseite konkreter Bilder

der Verdauung. Ding und Begriff gehören

zueinander. Wie sollten wir uns denn Verdau-


Nr. 55/2017 Buch I - Verdauung und Philosophie

ST/A/R 7

Das muss man erst

einmal verdauen?

»Nicht wahr, mein lieber Adeimantos, fuhr ich fort, wir dürfen demnach auch aus dieser

allgemeinen Wahrheit die Behauptung aufstellen, dass auch die Edelsten allemal ganz

besonders schlecht werden, wenn sie eine schlechte Erziehung bekommen? Oder meinst

du, die großen Verbrechen und die ausgemachteste Schlechtigkeit kämen von einer gemeinen

und nicht vielmehr aus einer der Anlage nach herrlichen, aber durch die erhaltene

geistige Nahrung verdorbenen Naturanlage, da ja eine schwache Natur zu Großem

weder im Guten noch im Schlechten Veranlassung sein kann?«

Platon, Poleteia, 491e.

Ȇber die Physiognomie und die Zeichen des Bauches: Magerkeit und Schlankheit

des Bauches sind Zeichen für einen gesunden Verstand, geistige Grösse

und Eifer. Übermässige Magerkeit und Schmächtigkeit deuten auf einen

schüchternen und korrumpierten Verstand und Völlerei hin. Ein grosser und

fleischiger Bauch, weist auf eine Beschädigung des lebhaften sexuellen Appetits

durch Trunkenheit hin, besonders wenn er weich ist und sich nach unten

ausdehnt. Wenn er infolge eines bösartigen Lebens wirklich viel Fleisch hat und

hart ist, weist das auf unehrenhaftes Verhalten, Gerissenheit und Versändnislosigkeit

hin.«

Polemon von Athen

»Alle Tätigkeiten des Geistes sind nichts als verschiedene Weisen der Zurückführung des Äußerlichen zu der Innerlichkeit,

welche der Geist selbst ist, und nur durch diese Zurückführung, durch diese Idealisierung oder Assimilation

des Äußerlichen wird und ist er Geist.«

Hegel, Enzyklopedie der philosophischen Wissenschaften III, Einleitung: Begriff des Geistes, §381 Z, S. 21.

»Meine Opfer richte ich an mich selbst und

an meinen Bauch, die höchste aller Gottheiten.«

Der Zyklop, im gleichnamigen Theaterstück

von Euripides.

»Was die Erde für die Bäume, ist für

die Lebewesen der Bauch.«

Hippocrates, Humours, 11.1.

»Nun ist das Gedächtnis so etwas wie der Magen des Geistes,

Freude und Trauer sind wie eine süße und eine bittere

Speise.«

Augustinus von Hippo, Die Bekenntnisse

»Die Kreter sind immer Lügner, böse

Tiere und faule Bäuche.«

Epimenides der Kreter, nach Titus 1,12

»Die bloße Erfahrung kann das Denken nicht ersetzen.

Die reine Empirie verhält sich zum Denken, wie

Essen zum Verdauen und Assimilieren. Wenn jene

sich brüstet, dass sie allein durch ihre Entdeckungen

das menschliche Wissen gefördert habe; so ist es, wie

wenn der Mund sich rühmen wollte, dass der Bestand

des Leibes sein Werk allein sei.«

Arthur Schopenhauer, Parerga und Paralipomena II,

532.)

»...und während seine unzüchtigen Hände auf meinen

Arschbacken herumspazieren, erbreche ich das

ganze unvollkommen verdaute Dîner, welches das

Brechmittel herausbeförderte, in seinen Mund.«

Sade, 120 Journ., 6. Tag.

»Jede Zeit bedarf so viel Historie, als sie in Fleisch und

Blut, durch Verdauen, umsetzen kann; so dass die stärkste

und gewaltigste am meisten Geschichte vertragen wird.

Wie aber, wenn schwächliche Zeiten mit ihr überfüllt werden!

Welche Verdauungsbeschwerden, welche Ermüdung

und Kraftlosigkeit!«

Nietzsche, Nachgelassene Fragmente, 1873,29[32].

»Hätte die Natur nicht gewollt dass der Kopf den Forderungen des Unterleibes Gehör geben

sollte, was hätte sie nötig gehabt den Kopf an einen Unterleib anzuschließen. Dieser hätte sich

ohne eigentlich dasjenige zu tun was man Sünde nennt satt essen und sich satt paaren und

jener ohne diesen Systeme schmieden, abstrahieren und ohne Wein und Liebe von platonischen

Räuschen und platonischen Entzückungen reden und singen und schwatzen können.«

Lichtenberg, Sudelbücher, BI323.

ungsvorgänge denken, die ausschliesslich das

Denken oder ausschliesslich den Körper betreffen?

Gegen eine strikte Trennung zwischen Bild

und Ding sprechen neurologische und bio-chemischer

Wechselwirkungen zwischen Bauch und

Kopf. Verdauung und selbstbewusstes Denken

sind verwoben. Maschinen können nicht verdauen,

jedenfalls nicht so, wie Menschen und andere

Lebewesen es tun.

Verdauung beschäftigt uns. Sie ist eine Quelle

höchster Lust, aus der wir schon als Säuglinge

schöpfen, aber sie spielt uns auch böse Streiche.

Vielen Menschen ist das Thema peinlich, es fällt

es nicht immer leicht über Verdauung zu sprechen.

Nichtsdestoweniger durchziehen Bemerkungen

zur Verdauung die Geschichte der Philosophie

wie ein roter Faden.

Konrad Paul Liessmann und Christian Walter

Denker nehmen den Faden in einem Zwiegespräch

auf. Wo es Gutes zu verdauen gibt (das

vielversprechende Menu zur Kritik der kulinarischen

Vernunft fi nden Sie auf Seite 4) sollen passende

Begriffe nicht fehlen.

Dr. Christian Walter DENKER

(* 17. Dezember 1965 in Hamburg) lehrt am

Fachbereich für Literatur und Kunst

der Universität im Burgund.


8 ST/A/R

Buch I - Verdauung und Philosophie Nr. 55/2017

Verdauung, Sex und Liebe

Worauf wuerden Sie am ehesten verzichten?

Was ist wichtig im Leben und was ist dabei wesentlich?

Platon beschreibt die Menschen als gierige, unersättliche

Wesen. Zum Glück haben die Götter

den Gang der Nahrung durch die Bäuche verzögert,

durch unzählige Darmschlingen. So müssen

wir uns nicht pausenlos um die Bändigung eines

anhaltenden Hungers sorgen, sondern haben Zeit

für Kultur und Philosophie. Aristoteles bezieht Vorstellungen

zum erfüllten Leben begriffl ich auf volle

Bäuche. Mit Epikur scheint das moralisch Gute in

Bäuchen zu wurzeln.

Schreckliche Bäuche

Doch manche Philosophen haben wenig Freude

an Bäuchen. Im Gegenteil: der Unterleib erscheint

ihnen als dunkle Höhle, fl ammende Hölle, als Hort

furchtbarer Ungeheuer, blinder Triebe, chaotische

Unvernunft, ungehemmter Lust und nackte

Boshaftigkeit. Besonders weibliche Bäuche, erscheinen

mitunter als Inbegriff des Schreckens.

Entgegen verbreiteter Wünsche für den Erhalt der

menschlichen Gattung rät so mancher Philosoph

zur Mäßigung, mitunter auch zu weitgehender Beschränkung

von Verdauung, Sex und Liebe.

Hungertod als Rettung

Als Ausweg aus unserer persönlichen Verstrickung

in die Geschäfte der Bäuche bietet sich

der Selbstmord. Darauf soll schon der antike Philosoph

Hegesias in seiner Schrift Apokarterṓn

(Der Hungerselbstmörder) hingewiesen haben.

Das Argument scheint einfach: Wer sinnliche Lust

erleben und körperlichen Schmerz vermeiden

möchte, der muss sich um die Vermeidung von

Unlust bemühen. Aber die Vermeidung von Unlust

ist nicht immer möglich. Nichts ist nur angenehm

oder nur unangenehm. Im erwünschtem Ausmaß

sind Glück und Lust mitunter nicht verfügbar. Jede

Freude kann in ihr Gegenteil umschlagen, gerade

bei Übersättigung. Nur wer die Welt und das

Leben neutral betrachtet, kann dem Auf und Ab

der Unlust entkommen. Der Hungertod steht allen

Menschen offen, seien sie arm, reich, frei oder namenlos.

Radikale Diät

Längst nicht alle Philosophen befürworten den

Hungertod. Nichtsdestoweniger prägen asketische

Ideale nicht nur frühe ägyptische, hebräische

und griechische Weisheitslehren, sondern auch

die frühe christliche Philosophie. Mit seiner Abneigung

gegen volle Bäuche, die Gase in alle Richtungen

abgeben und damit den Geist verstören

steht der Kirchenvater Hieronymus nicht allein.

Jungfräulichkeit wird der Ehe und Fasten dem

Fleischgenuss vorgezogen. Hunger gilt als so erstrebenswert

wie Armut und Anstrengung. Durch

sexuelle und digestive Verlockungen entfache der

Teufel die Flammen der Leidenschaft. Selbst dem

braven Einsiedler Hilarion habe er furchtbare Bilder

vor die Seele treten lassen: üppige Mahlzeiten,

serviert von nackten Weibern! Eingedenk des

Hungertods seiner Ziehtochter rät Hieronymus

aber nicht zu letzter Konsequenz beim Fasten

Beim Kampf gegen volle Bäuche scheint Selbstmord

nicht als mehrheitsfähige Lösung.

Wer liebt verdaut

Wer leben will, muss sich in einer durch Verdauung

geprägten Umwelt behaupten. Das gilt gerade

dort, wo Sex und Verdauung liebevoll betrieben

werden. Descartes: was wir wahrhaft lieben, wollen

wir verinnerlichen, auch geliebte Menschen,

mit Haut und Haaren. Liebe zu einer Person beinhalte

eine Entscheidung für die Verdauung ihrer

Macht. Das müsse aber nicht zum Kannibalismus

führen. Ob bei der Liebe sexuelles Verlangen im

Spiel ist oder nicht: laut Descartes wünschen wir

unseren Lieben eine Existenz unter den bestmöglichen

Bedingungen. Eine Person, die wir besitzen

wollen -sei es konkret, metaphorisch, körperlich

oder geistig- werde deshalb nicht zum Nahrungsmittel.

Verklemmung

Unsere Bäuche bereiten uns nicht nur Freude.

Verdauungsprobleme, schlechter Sex und trübe

Liebe gehören zum Alltag vieler Menschen. Philosophen

machen da keine Ausnahme. Im Gegenteil:

scharfsinnige Denker wie Kant, Nietzsche und

Wittgenstein litten schwer an gastraler Verklemmung.

Kant versuchte seine „Gelehrtenkrankheit“

zu überwinden indem er sich bemühte, seine Verdauung

lachend in Schwung zu versetzen; Geschlechtsverkehr

geriet ihm allerdings als Affront

gegen die menschliche Würde. Beim jungen und

beim alten Nietzsche prägten Verdauungsprobleme

das philosophische Denken, sexuelle Frustration

stand dabei Pate. Ähnlich Wittgenstein, der

Verdauung durch exzessiven Gebrauch von Medikamenten

und durch Bemerkungen zu Schmerzen

behandelte. Bemerkungen zu seinen sexuellen

Freuden und Leiden trennte er peinlich von dem,

was er für öffentlich sagbar hielt.

Schweigen hilft nicht weiter

Wim Delvoye, Kuss

Soviel dürfte klar sein: Schweigen macht den

Umgang mit den Anliegen der Bäuche nicht leichter.

Die Ausgrenzung von Fragen zu Verdauung,

Sex und Liebe aus dem Bereich der Philosophie

führt zu Verunsicherung. Mangelnder Überblick

beschränkt den Diskurs auf persönliche, subjektive

oder gar „private“ Aspekte. Unser Umgang

mit Verdauung, Sex und Liebe entwickelt sich in

einem sehr allgemeinen Rahmen. Leider fi ndet

dieser Rahmen in der akademischen Philosophie

gegenwärtig vergleichsweise wenig Beachtung.

Das begünstigte eine Lawine humoristischer, esoterischer

und gastronomischer Veröffentlichungen.

Die Bedeutung dieser Veröffentlichungen

ist ohne philosophische Hinterfragung kaum zu

bestimmen. Schweigen zu Verdauung, Sex und

Liebe schafft keine Klarheit. Ohne philosophische

Hinterfragung sind die Hintergründe einzelwissenschaftlicher

Erklärungen zur sozialen, psychologischen,

neuronalen, religiösen oder künstlerischen

Bedeutung der Bäuche schwer bestimmbar.

Maß und Selbsterkenntnis

Fragen zu Bäuchen sind philosophisch bedeutsam.

Die Begriffe Verdauung, Sex und Liebe beziehen

sich auf zentrale Aspekte der menschlichen

Existenz, als Einzelwesen und als Gattung.

Positionen zur Fehlernährung bei Überfl uss und

Mangel, zur Überbevölkerung und zur sexuellen

Diskriminierung lassen sich nicht unabhängig von

philosophischen Positionen zu Bäuchen beziehen.

Maßlosigkeit und Selbstverkennung verstärken

die verbreitete Unsicherheit. Philosophische

Fragen zu Maß und Selbsterkenntnis motivieren

Fragen zu Verdauung, Sex und Liebe. Will die Philosophie

ihren Bezug zu den alltäglichen Problemen

der Menschen bewahren, muss sie Fragen

zum Umgang mit Bäuchen behandeln.

Keith Haring, Untitled, 1987,

Potsdamer Platz, Berlin.


Städteplanung / Architektur / Religion

Buch II - MICHAELA KAMLER ST/A/R 9

ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion

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Ein Dank von Dr. Edelbert Köb

zum palindromischen Bankett


10 ST/A/R

Buch II - Verdauung und Kunst Nr. 55/2017

ÜBER KUNST

UND VERDAUUNG

SOLL MAN NICHT

STREITEN

Kunst und Verdauung sollen Menschen

verbinden, nicht verstören.

Die legendären EUCARBON-Kunst-

Events weisen Wege.

100 Jahre EUCARBON

Zur Feier des Jahrestags am 23.11.2009 luden Michaela

Kamler und Daniel Spoerri, Pionier der Eat-Art, zu

einem das palindromische Bankett. Palindrome (von

griechisch, palíndromos ‚rückwärts laufend‘) sind

Zeichenketten, die vorwärts wie rückwärts gelesen werden

können, wie etwa „Retsinakanister“. So begann

das Diner also mit Nachtisch und Café um mit einer

Vorsuppe zu enden. Den erfreuten Gästen machte

Daniel Spoerri versteinerten Echsenkot aus Madagaskar

zum Geschenk. Dr. Christian Denker sorgte für philosophische

Unterhaltung.

Kunst und Verdauung

Schon 2004 hatte Micheala Kamler in die

Urania, in Wien eingladen. Highlight des

Abends war die Vorstellung einer Bildserie

zum Thema Verdauung durch Erwin Wurm

(Univ. Prof. für Kunst und kommunikative

Praxis) . Mit Titeln wie „gekrümmter

Bauchraum: Wittgenstein“

oder „aristotelischer

Kurzschluß“ thematisierte

er philosophische

Verdauungsprobleme, frohsinnig.

Für geistige Nahrung sorgten Dr. Elisabeth

von Samsonow (Univ. Prof. für philosophische

und historische Anthropologie) und Dr.

August Ruhs (Univ. Prof. an der Univ.Klinik

für Tiefenpsychologie und Psychotherapie). Sie

erläuterten die philosophischen Hintergründe

der künsterischen Behandlung von Verdauung.

Die anspruchsvolle, tiefgründige und heitere

Auseinandersetzung endete mit dem Vergleich von

guter und schlechter Kohle – Dys- und Eucarbon.

Der aus dem „Hell Fire Dining Club“ bekannte Künstler

und Gastrosoph Paul Renner ließ seiner verwegenen

Kreativität freien Lauf. Nicht nur, dass er in jedes Gericht

einen der Bestandteile von EUCARBON® eingearbeitet

hat. Die Menukarte war einfach eine Provokation.

Doch selbst Bezeichnungen wie „Angel‘s Piss“ oder

„Exit from Hades“ konnten die geladenen Gäste nicht

davon abhalten, seine exquisiten Schmankerln, wenn

auch unter Schmunzeln, zu genießen.

A B E N D S

E G N U Z E I D

D E S

Daniel Spoerri, Schwarz-Weiß-Gelb für EUCARBON ® .

Die Sammlung KAMLER

Seit Jahren sammelt Michaela Kamler Kunst zum

Thema Verdauung, die nicht nur auf den körperlichen

Einsatz von Künstlern hinweist, sondern auch

die kreative Leistung der Betrachter unterstreicht,

die der Einladung folgen, den Bezug von Kunst und

Verdauung in Bezug auf ihre eigenes Innenleben zu

interpretieren.

Arnulf Rainers “Übermalter Bauchraum” hinterfragt

die Gewohnheiten der bildlichen Darstellung von

Verdauungsvorgängen. Er schlägt eine Brücke zwi-

Michaela Kamler, August Ruhs, Paul Renner, Erwin Wurm


Nr. 55/2017 Buch II - Verdauung und Kunst

ST/A/R 11

schen herkömmlicher Bildgestaltung und unseren

eigenen Bauchgefühlen.

Als Kunstsammlerin hat sich Michaela Kamler

auf das Thema Verdauung eingeschossen. Mit

Erwin Wurm liegt sie da goldrichtig. Der international

erfolgreiche Künstler hat keine Probleme

bei der Arbeit zur Verdauung. Körperliche Zuund

Abnahme und Fragen zur Unverdaulichkeit

erkundet er mit spielerischer Fröhlichkeit.

Zur Sammlung gehören auch Michael Kienzers

Arbeiten „Stop and go“ und „Ja-Wohl“ die

Übergänge zwischen privaten und gemeinschaftlichen

Räumen, schaffen, zwischen ungeschützten

und gedeckten Stellungen, einladenden

oder ablehnenden Gesten, durchfallendem

oder verstopftem Innenleben. Auch seine

Installation „Binär“ („offen - verschlossen“)

weist hin auf Grenzen bei der dualen Codierung

von räumlichen, sozialen und digestiven

Zusammenhängen.

Jakob Gasteigers ≠monochrome Farbstudien

geben uns, ausgehend von der materiellen

Gegebenheit von Holzkohle, Eucarbon,

Schwefel, Sennae, Eucarvet und Rhabarber, visuelle

Eindrücke eines Willens zur Verbesserung

der Verdauung.

Bei Tobias Pils erscheinen Verdauungstabletten

als Katalysatoren und Projektionsflächen künstlerischer

Kreativität. Sie werden zum Prellbock

des Ichs und eigener Ideen, Anhaltspunkt zur

bildnerischen Äußerung, eine Möglichkeit zur

Erkundung unserer eigenen Geschichte.

Thomas Redl thematisiert die kulturgeschichtliche

Bedeutung der Verdauung durch

Kombination von materiellen und bildlichen

Symbolen.

Mit den Worten “eucarbon: Mund Magen

Dünnda...” versinnbildlicht die Arbeit

Gelingende Verdauung beflügelt den Geist.

Das ist sicher! Was gibt es da zu philososophieren?

Das Interesse an Verdauung durchzieht die Geschichte der abendländischen

Philosophie. Ausgehend von frühen Vorstellungen zur

Einheit zwischen geistiger und körperlicher Verdauung entwickelt sich

das philosophische Denken in einem organischen Zusammenhang.

Zwischen "gastrophoben" Forderungen zur Beschränkung digestiver

Lust und "gastrophiler" Toleranz gegenüber den Ansprüchen des Verdauungsschlauches

verläuft der Adrianefaden einer Philosophie der

Verdauung, von den harten Felsen der Gewissheiten bis zu den Höheflügen

ästhetischer Träume.

Was erleichtert die Verdauung zwischen Felsen und Traum?

EUCARBON ® , das sanfte Darmregulanz,

aus dem Hause Trenka, seit 1909.

Christian W. Denker (Dr.), geb. 1965,

lehrt am Fachbereich für Philosophie und

Literatur und am Institut de la Vigne et du

Vin an der Universität des Burgund. Für

gelingende Verdauung begeistert er sich

seit seinem Engagement am Institut für

Philosophie der Universität Wien: “Der

Wienerische Tiefsinn verblüfft, ist aber

leicht erklärt: EUCARBON fördert Philosophie

und Verdauung, in Wien aber auch

in der übrigen Welt!”

Denker Vom Geist des Bauches

Vom Geist des Bauches

“Verdauungsbeschleunigung” von Wolfgang

Becksteiner einen verbreiteten Irrtum, demzufolge

wir unsere Verdauung nicht spüren, wenn

sie nur “normal” geregelt abläuft. Was dabei

irrtümlich mit Abwesenheit von Schmerz assoziiert

wird, ist ein tatsächlich ein ästhetisches

Wohlgefühl. Becksteiners Arbeit zum Osterfest

erinnert an die grundlegende Bedeutung der

Verdauung für Festtagsfreuden.

Robert Schaberls pulsierender Farbraum bringt

Verdauungsvorgänge als Teil einer Welt magischer

Wunder zur Vorstellung. Wo Oberfläche

und Hintergrund ineinander fallen, bringt meditatives

Bilderleben die Kraft und die Tiefe unserer

Verdauung zur Geltung, als Bezugspunkt

zwischen innerem und äußerem Erleben.

Die Sammlung Kamler umfasst ein breites

Spektrum von künstlerischen Bezugspunkten

für den philosophischen Umgang mit

Verdauung. Die Sinnbilder “innerer” Prozesse

und Erlebnisse, lassen sich in unmittelbaren

Bezug zu unserem persönlichen Alltag setzen:

Sie geben Anlass zur Befragung unserer

Umgangsformen mit Verdauung und den damit

verbundenen Wirkungen auf unser Denken und

Handeln.

Prof. Dr. August Ruhs und

Prof. Dr. Elisabeth von Samsonow

Mein ST/A/R-

Lieblingsbuch

Ein Lesetipp

von Michaela KAMLER

Es gibt Bücher, die vergesse ich nicht so leicht.

Gerade dann, wenn mich das Thema wirklich

interessiert. Verdauung und Philosophie, das ist

so ein Thema. Also war ich höchst erfreut, zum

Gelingen eines ensprechenden Buchprojektes

beizutragen. Im Sommer 2006 klingelte Herr

Denker nachmittags an meiner Bürotür: »Ach«,

klagte er, »mir blieben kaum noch die zum

Genuss einer Wiener Melange im Café Goldegg

erforderlichen Mittel.« Ob ich nicht einen gut

bezahlten Sekretär in Dienst stellen wolle ?

Christian W. Denker

Vom Geist des

Bauches

Für eine Philosophie

der Verdauung

EUCARBON ®

Ein Buch zum Liebhaben:

Christian Denker, Vom Geist des Bauches,

Bielefeld, transcript, 2015.

Dem Mann soll geholfen werden, dachte ich

bei mir! Mit den wunderbaren Wirkungen von

EUCARBON auf verdrossene Bäuche war ich als

Geschäftsführerin der Firma Trenka ja aus eigener

Erfahrung bestens vertraut. Die EUCAR-

BON-Tabletten, die ich in aller Welt erfolgreich

vertrieb, wirken in geringer Dosierung gegen

milde Formen von Durchfall und in höherer

Dosierung als mildes Abführmittel. Dadurch ist

EUCARBON weder ein reines Laxativum noch

ein reines Antidiarrhoikum, sondern ein natürliches

Darmregulans, das noch die klügsten

Bäuche beim Erreichen von geistigem Gleichgewicht

unterstützt. Geradezu ideal, um weinende

Philosophen zum Lachen zu bringen.

Allerdings kannte ich Herrn Denker noch nicht

allzu gut und wollte nicht mit der Tür ins Haus

fallen. Deshalb klopfte ich zunächst nur vorsichtig

an: »Hätten Sie vielleicht Freude daran, philosophische

Essays zum Thema Verdauung abzufassen,

zur Begleitung von EUCARBON-Werbeeinschaltungen

in Ärztezeitschriften?«

Herr Denker sah mich verwundert an: »Ja, selbstverständlich,

gerne!« platzte es dann aus ihm

heraus. Da habe ich ihn auf einen ganz wunderbaren

Gedanken gebracht. Verdauung gehe uns

doch alle an! Gerade auch Philosophen! Von Platon

bis Searle sei es ja immer wieder die gleiche

Geschichte: kein Geist ohne Verdauung. Manch

eine Philosophin würde wohl lieber auf lusterfüllte

Sexualität verzichten als auf lusterfüllte

Verdauung! Und verhält es sich bei manchen

Philosophen nicht ganz ähnlich? Und da stellte

mir Herr Denker die folgenreiche Frage, die

sich für die weitere Zusammenarbeit als bahnbrechend

erweisen sollte: »Vielleicht mögen Sie

mich einmal mit einer EUCARBON-Probepackung

versorgen, damit ich mich mit der Wirkung

Ihres formidablen Kohleprodukts vertraut

machen kann?«

Das tat ich selbstverständlich gern. So verließ

mich Herr Denker mit einer 100er-Packung,

um am nächsten Morgen erneut bei mir zu

klingeln. »Großartig!« frohlockte er, »Was für

eine Nacht! Pracht-, würde- und glanzvoll! Bitte,

ich muss schreiben, schreiben, schreiben.« Es

sprudelte nur so aus ihm heraus: »Verdauung

bei Pythagoras, Verdauung bei Hippokrates und

Platon, Verdauung bei Diogenes, Aristoteles

und Epikur, Verdauung bei Philon, Augustinus,

Aquin und Montaigne, Verdauung bei Descartes,

Diderot, Kant und Lichtenberg. Verdauung

bei Hegel, Schopenhauer, Fechner, Feuerbach

und Nietzsche! Verdauung bei Freud, Wittgenstein,

Derrida und Shusterman! Und, und,

und...«. Aus meiner Hand habe er den Schlüssel

zum Ur-Grund des sinn- und bedeutungsvollen

Fragens entgegengenommen: Freudig

wolle er ihn an seine Kolleginnen und Kollegen

weiterreichen.

Im Wesentlichen sei doch alles ganz einfach:

Der Geist schwinge auf Flügeln, die ihm die Verdauung

verleihe. Das legte Herr Denker dann

tatsächlich und ausführlich dar. Besonders in

der Universität Wien soll sein engagiertes Eintreten

gegen systematischen Durchfall und verbale

Verstopfung wahre Wunder gewirkt haben.

Ich selbst hatte das Vorrecht, eine Sternstunde

der Verdauungsphilosophie miterleben zu

dürfen, hier bei uns in Wien, am 21. Oktober

2006, anlässlich der Eröffnung des Meidlinger-Markt-WCs.

Jan Tabor vom »Forum für

Experimentelle Architektur« hatte zum »1. Wiener

Soachfest« geladen und Herr Denker hatte

mit einem meisterhaften Vortrag zu »Verdauung

und Architektur« seinen ersten Auftritt als

philosophischer Spezialist für die Wirkung froher

Bäuche auf die Gestaltung der Umwelt.

Zu meiner Freude publizierte Herr Denker über

die Jahre eine Reihe verdauungsphilosophischer

Texte. Besonders eindrücklich waren die Artikel

im legendären ST/A/R-Printmedium. Aber

auch in der Ärztezeitung erschien Artikel auf

Artikel. Herr Denker unterstreicht zu Recht,

dass Kunst und Philosophie gute Verdauung fördern

können, nicht nur bei einzelnen Personen,

sondern auch bei ganzen Kulturen. Wo es um

Geschmack, Gesundheit, Freude, Genuss und

ökologische Verträglichkeit geht, da steht Verdauung

Pate. Allerdings gibt es eine Kluft zwischen

dem, was wir verdauen wollen und dem,

was wir verdauen können. In manchen Fällen

kann philosophische Reflexion Abhilfe schaffen.

Aber nicht alle Probleme lassen sich mit guten

Gedanken aus der Welt schaffen. Nicht einmal

unter Philosophen herrscht einhelliges Interesse

an der Behandlung von Verdauungsproblemen.

Einerseits ist das wohl bedauerlich, andererseits

freut es mich selbstverständlich, denn es erklärt

den anhaltenden Erfolg der von mir vertriebenen

Produkte.

»Vor der Verdauung ist nach der Verdauung

ist vor der Verdauung.« Ich genieße die fröhlichen

Texte von Herrn Denker immer wieder mit

Gewinn. Dass Philosophie aus Wien die Welt

beschwingt, kommt nicht von ungefähr.

Die Texte sind verfügbar über

www.denker-bercoff.com/verdauung/


12 ST/A/R

Buch II - Verdauung und Kunst ST/A/R 13

Michaela KAMLER sei Dank

Betreff: CHANGE CONTROL

Liebe Frau Kamler, lieber Herr Strüngmann,

besten Dank für die Übermittlung der Veränderungen in der Fa. Trenka. Da wünsche

ich Ihnen beiden, bei dem was Sie nunmehr vorhaben, viel Erfolg, ein gutes

Gelingen und die Erfüllung dessen, was Sie sich mit diesem Schritt erhoffen.

Viele Grüße - und auf eine gute weitere Zusammenarbeit.

Wolf-Dietrich Hübner

Betreff: Generationswechsel

Sehr geehrte Frau Kamler,

für mich ist es kaum vorstellbar Ihren Namen von dem der Firma Trenka zu

trennen. Sie waren über Dezennien die treibende Kraft und der gute Geist hinter

Eucarbon. Sie haben mit der Weiterentwicklung der Marke Eucarbon, die ja

aus einer Zeit mit ganz anderen Anschauungen über Arzneimittelentwicklung

stammt, eine außerordentlichen Leistung vollbracht, zu der ich Ihnen herzlich

gratuliere.Ihrem Nachfolger wünsche ich ebensolchen Erfolg wie Sie erreichten.

Sie haben die Latte sehr hoch gelegt.Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie

keine neuen Projekte haben.

Alles Gute. Mit besten Grüßen

Gerfried Nell, NPC Nell Pharma Connect GmbH

Betreff: PALÄSTINA- Personally and on behalf of Sukhtian

Brother’s board of directors + Employees , I have to express

gratitude

Dear Mrs. Kamler , Mr. Fabian Strüngmann,

Personally and on behalf of Sukhtian Brother’s board of directors and Employees,

I have to express gratitude to all the professional and personal appraisal

and support you’ve done during the past years, I will always treasure the

opportunities provided, sustain that we will be committed and loyal faithfully

to our companies “ F.Trenka” and “Sukhtian Brothers company” which - by

virtue of your support - continued to achieve outstanding results despite the

outrageous situation in Palestine . Although it is not easy , but we have to accept

changes as the nature of life .Concurrently , a great salutation to Mr. Fabian

Strüngmann in his new pose, we are looking forward to continue a further fruitful

cooperation with your good self and your esteemed company as well. I hope,

moreover am sure , that success will be Mr. Fabian Strüngmann ally due to

his wealth of experience.Warmness welcome Mr. Strungmann, wish you good

luck.

Best Regards

Hamad J. Masri

General Manager Sukhtian Brothers Co.

Betreff: Danke und viel Spaß im neuen Lebensabschnitt

Liebe Frau Kamler,

ich habe Sie als energiereiche, motivierte und ideenreiche Unternehmerin kennengelernt.

Sie haben aus Trenka das gemacht, was es heute ist: ein globales

Unternehmen. Das ist wirklich bemerkenswert! Ich wünsche Ihnen für die nun

startende Zeit alles, alles Liebe und Gute und gleichzeitig möchte mich für unsere

Zusammenarbeit bedanken.In diesem Sinne: eine schöne Zeit und viel Spaß in

diesem neuen Lebensabschnitt.

Alles Gute und liebe Grüße,

Eveline Pratter

UCARBeN

Fröhliche Partnerschaft - 2015 · Arab Health Dubai

11

Erfolgreich am runden Tisch - 2014 · CPhI Paris Frankreich mit Kunden

aus Indonesien und aus Marokko

Betreff: Saudi - We trust that Ms. Kamler have put enough

time before passing the responsibility

Dear Mr. Strüngmann,

Thank you for your kind wishes and nice email.We trust that Ms. Kamler have put

enough time before passing the responsibility of the well esteemed F. Trenka to

your good self. The 52 years well established business relation between F.TRENKA

& JMS and the chemistry match between our Chairman& Ms. Kamler have always

inspired us to keep the same standard in all our daily activities.We will always refer

to what we have learned from our senior mentors (Sheikh Yousuf & Ms. Kamler)

and we feel very positive after what we have heated from Ms. Kamler& our sincere

friend Duschanek about your great addition.About your visit; you may just send us

your passport copy third week of September to issue you visit visa.We look forward

for this visit and meanwhile I will work with Ms. Duschanek to fix time for TC next

week.

Have a wonderful weekend.

Mohammed El Hady

Business Development Manager

Betreff: Iran - Without doubt all achievements KGS and Trenka

have reached in this fruitful business relation, would have

been impossible to achieve without your great leadership

Dear Mrs. Kamler,

Without doubt all achievements KGS and Trenka have reached in this fruitful

business relation, would have been impossible to achieve without your great

leadership. We hope that we still can have your kind guidance which along with

the new leadership of Mr. Strungmann would definitely lead to bigger goals.

Hereby on behalf of all the staff and board members of KGS, I would like to

express our sincerest gratitude for all your kind efforts during these years. We

wish you long years of joy and success.

Sincerely yours,

Pooyan Khalighinejad,

M.D. Head of International Relations, Board at Kimia Gostar SabaHead

Betreff: Israel- Generationswechsel: Unser Team wünscht Ihnen

alles Gute und viel Glück für den neuen Lebensabschnitt

Sehr geehrte Frau Kamler,

Unser Team wünscht Ihnen alles Gute und viel Glück für den neuen Lebensabschnitt

und danken für die langjährige gute Zusammenarbeit. Selbstverständlich

stehen wir Ihrem neuen Mitarbeiter für allfällige Fragen und Unterstützung gerne

zur Verfügung.

Mit den besten Grüßen aus Tel Aviv

Günther Schabhüttl,

Der österreichische Wirtschaftsdelegierte in Tel Aviv

Betreff: Kolumbien - Thank you for your support during all these years

and wishing you the best in your activities for the coming years.

Dear Mrs. Kamler:

Thank you for your support during all these years and wishing you the best in your

activities for the coming years. It will be a pleasure for us to work with Mr. Strungmann.

With best regards

Ricardo Hernández Ropsohn,

Therapeutics Colombia

Betreff: Libyen - I would like to thank you so much for the excellent

partnership throughout the past 12 years or so.

Dear Mrs. Kamler,

On behalf of all of my colleagues at Alhadaf, I would like to thank you so much for

the excellent partnership that we had & still have throughout the past 12 years or so.

It has been my great pleasure to know you & deal with you. It will be my honor to

maintain our personal relationship at it is for life. I wish you all the best of luck.On

the other hand, I congratulate Mr. Strüngman for his new position & resp onsibility.

He must be smart enough to manage to gain Mrs. Kamler’s trust. Herzliche Glückwünsche!

Looking forward to meet with both of you soon.

Best regards.

Abdulbaset Elfituri,

PhD PharmDirector, Pharma Business Unit Alhadaf for Pharmaceuticals

Betreff: Malta - First and foremost may I take this opportunity

to thank you and your highly dedicated staff . Your contribution

and firm commitment are greatly appreciated by all.

Dear Mrs Kamler,

Many thanks for the hereunder communication. Contents noted. First and foremost

may I take this opportunity to thank you and your highly dedicated staff for

all the support and understanding we have received from you over the past years. I

must say that under your guidance and leadership Trenka has solidly and constantly

earned an excellent reputation as a specialized niche pharmaceutical supplier. The

number of loyal prescribers and customers are perhaps the best witnesses to this

accomplishment.May I personally take this opportunity to wish you Happy Retirement

after endless years of hard work and dedication. Your contribution and firm

commitment are greatly appreciated by all.I am sure that under the stewardship of

Mr. Fabian Strüngmann, to who we extend a warm welcome, Trenka will be reaching

further whilst respecting its established core values and commitments. It would

be a great pleasure to be part of Trenka’s exciting future and we avail our selves for

any assistance and additional co-opertion we can provide. Given Mr Strungmann’s

experience I feel confident to say that his valuable contribution will add to the company’s

continued sterling achievements.

Best Regards

Elton Mamo

Pharma Business Manager

Viele, viele Kerzen : 100 Jahre EUCARBON in Wien

Betreff: Maly - Generationswechsel bei F. Tenka / Eucarbon

Sehr geehrte Frau Kamler,

vielen Dank für Ihre frdl. Nachricht. Es war mir und meinen Teams in Malaysia,

Südkorea, China etc. immer eine Freude mit Ihnen zusammen zu arbeiten.

EUCARBON und der Name Kamler werden für mich immer verbunden bleiben,

und ich wünsche Ihnen für die neu dazu gewonnene „Freizeit“ viel Freude und

alles Gute. Ihr Nachfolger, Herr Fabian Strüngmann, kann jedenfalls auf unsere

Unterstützung zählen.

Ihnen wünsche ich weiterhin viel Erfolg und Gesundheit und sende herzliche

Grüße aus Malaysia,

Werner Somweber,

Der österreichische Wirtschaftsdelegierte in Kuala Lumpur

Betreff: Malysia - We would like to thank you for your many

years of business co-operation and kind

Dear Michaela,

Thank you for your e-mail and informing us of the change in shareholding control

at Trenka.We would like to thank you for your many years of business co-operation

and kind support and we take this opportunity to wish you great success in your

future endeavors.We look forward to seeing you and meeting up with Mr. Fabian

Strungmann when you come over to Malaysia.

Best regards ,Dato‘ Ralph Yapp,

CEOAntah HealthCare Group

Betreff: Marokko - C’est effectivement une nouvelle page qui

s’ouvre pour TRENKA et je suis sûr qu’on continuera d’y écrire

des success stories.

Chère Madame Kamler, Cher Monsieur Strüngmann,

C’est effectivement une nouvelle page qui s’ouvre pour TRENKA et je suis sûr qu’on

continuera d’y écrire des success stories.Notre PDG, M. Omar Chaoui, se joint à moi

pour vous présenter tous nos vœux de réussite et vous assurer de notre entière collaboration

pour continuer à developper notre partenariat.Nous vous disons donc à très bientôt

pour votre prochaine visite au Maroc.

Très cordialement,

Dr. Driss CHAOUI

Directeur Général / General Manager Laboratoires AFRIC-PHAR

Betreff: Oman - I wish you well and you never know we might meet

Dear Ms.Kamler,

Thank you very much for your e-mail of 19.4.16.I do not know if you still remember me

but we had met many years before in Oman and then I also had travelled to meet with

you in Vienna.I have seen that you will be retiring from Trenka and although parting is

always painful for all of us, it is the way of life and we need to take it gracefully and enjoy

our retirement with the satisfaction that the assignment we had been given is successfully

implemented and hope that your successor would be able to build further business

because Trenka has made a solid foundation at least in the Middle Eastern countries

and this would not have been possible without your business acumen and most sincere

efforts. I wish you well and you never know we might meet somewhere because I do

come to Europe regularly and may be we can have the famous sacher coffee along with a

small chocolate in a famous restaurant in Vienna.Once again, best wishes from me and

the entire team of Muscat Pharmacy.

Kind Regards,

BAKUL MEHTA

DND Muscat Pharmacy & Stores

Betreff: Rumänien

Congratulation and all the best!

Congratulation and all the best!Hope to meet soon …..in the FIVE PLUS Art Gallery

tomorrow…… and in Sperl..

With best regards,

Valentin-Norbert TARUS

Betreff: Saudi - enjoying this move and we can never forget

the success you have made

Dear Miss Kamler,

I hope my e-mail find you in good health. we have actually received your mention

e-mail and realiezed the positive tone that reflected how happy you are taking this

decision and also we knew from ursula that you are still involved.We hope you are

enjoying this move and we can never forget the success you have made not only in

Saudi but also worldwide.

Kind regards,

Khalid Abdul Latif

Betreff: Sudan - change We would like to thank

you for the high quality services you offered

globally

Dear Mrs. Kamler,

Many thanks for your co-operation. We would like

to thank you for the high quality services you offered

globally to the improvement of human health

care during the last 40 years.Your sincerest contributions

are very much appreciated by the whole medical

field . Wish you and your successors Mr. Fabian

Strüngmann a happy & prosperous business association.

Best regards,

Dr. Rizig

Arabelle KAMLER

Michael KAMLER

Franz-Hesso zu LEININGEN


14 ST/A/R

Worldwide

Saudia Arabia:

Jamjoom Medicine Store,

P.O.Box 935,

Jeddah 21421 - Arabia Saudí

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Tel.: +966 (2) 642 24 63

Fax: +966 (2) 644 09 64

Buch II - Verdauung und Kunst Nr. 55/2017

Die Seele von und für EUCARBON ®

seit knapp 30 Jahren! Weltweit beliebt

und bekannt! Ursula DUSCHANEK

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EUCARBON ® , erfolgreich in aller Welt, seit über 100 Jahren.

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„Firmen-Übergabe"

mit Eucarbon-Geheim-Rezeptur

aus dem Jahre 1909.

Ganz die Oma?

Großartige Zeichnung

von Enkelin Belinda KAMLER,

3 1/2 Jahre.

1 of 3 19/03/2017, 20:06

Valéry GISCARD D’ESTAING

trifft Michaela KAMLER

Arabelle KAMLER

Arabelle KAMLER hat im Jahr 2009 mit großer Leidenschaft und sportlicher Überzeugung Ihr

Unternehmen FITNESSBELLE gegründet.

Fitnessbelle hat sich auf die Betriebliche Gesundheitsförderung spezialisiert und bietet Kosten

und Zeit effektive Inhouse Fitness Trainings an.

Fitnessbelle steht für eine unkomplizierte, flexible und nachhaltige Umsetzung der Betrieblichen

Gesundheitsvorsorge.

Als lebhafte und authentische Rednerin spricht Arabelle KAMLER in anschaulichen Vorträgen

österreichweit das aus, was sie lebt und begeistert Ihre Vortragsteilnehmer mit praxisnahen,

leicht umsetzbaren Tipps und Tricks.

Daneben ist Arabelle KAMLER begehrte Expertin für diverse Workshops über Gesundheit, Bewegung

und Ernährung und als solche immer wieder im Fernsehen oder Print Medien zu sehen.

Im Februar dieses Jahrs eröffnete Arabelle Kamler ein neues Personal Trainer Studio mitten im

4. Bezirk.

Mit sehr viel Liebe zum Detail wurden zwei schöne Räume für Sie gestaltet, klein und fein und

dennoch groß genug für das perfekte private Personal Training mit hochwertigen Geräten, unter

anderem einem Pilates Reformer & Cadillac/Trapez und einer Vibraplatte.

Schon mit nur 1 Stunde in der Woche haben Sie nicht nur die Basis für ein gesundes Leben geschaffen,

sondern auch einen bedeutenden Schritt für Ihre Muskulatur und gesamte Leistungsfähigkeit

getan.

Wer seinen Körper formen will, ist bei den Pilates Reformern an der richtigen Adresse. Mit Hilfe

eines Personal Trainers können Sie in Kürze enorme Fortschritte erreichen. Es wird nicht nur

der Fettstoffwechsel angekurbelt, sondern die Muskeln in der Körpermitte gezielt mit regelmässigen

und intensiven Pilates-Übungen gekräftigt. Das Gute daran ist, dass die einmal aufgebauten

Muskeln im Ruhezustand weitaus mehr Energie verbrennen.

Neben exklusiven einzelnen Training für Pilates, Yoga & Co. bietet sie auch spezielle Trainings

für Kinder und Senioren an.

Weiters gibt es eine/n Haus eigene Physiotherapeutin und einen Masseur. Das Studio kann auch

zu fairen, leistbaren und flexiblen Konditionen std/wtl. gemietet werden.

Das Studio befindet sich in der Schaumburgergasse 12/1a, im 4. Bezirk, Barrierefrei, zentrumsnah

und sehr gut öffentlich erreichbar!

Näheres zu Arabelle Kamler unter www.fitnessbelle.co.at


Nr. 55/2017 Buch II - Verdauung und Kunst

ST/A/R 15

Ein Latrinenprojekt in Sri Lanka

von Univ. Prof. Dr. Hellfried Rosegger

Der Süden von Sri Lanka wurde durch den Tsumami 2004 am heftigsten

getroffen.Ein Teil der armen Bevölkerung leidet trotz aller

Hilfsmaßnahmen immer noch untern denFolgen jener Katastrophe.

Dies betrifft Häuser und Sanitäranlagen. Notdürfte werden irgendwo

im „Freien“ verrichtet-ein Zustand mangelhafter Hygiene -vor allem

für Frauen- diskriminierend und kaum erträglich.

Im Jahr 2013 haben wir begonnen, für vollkommen mittellose Familien

sogenannte „Trockenlatrinen“

(nach einem Englischen

Vorbild) zu bauen.

Diese sind billig, einfachherzustellen

und liefern als Endprodukt

Kompost (Dünger).

Nach einem „Modell“ können

sich die Familien mit

einer kleinen, finanziellen

Unterstützung selber solche

Latrinen nachbauen.

The Egyptian Gazette: 100 Jahre Feier EUCARBON®

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Städteplanung / Architektur / Religion

Buch II - MICHAELA KAMLER ST/A/R 16


ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion

präsentiert:

P.b.b. Verlagspostamt 1060 Wien Adresse: 1060 Wien K nigsklostergasse 10/26 star.wien.at@gmail.com Europa WorldWide Euro or Dollar, Yen, Pesetas:- XXX Geschenkt Nr. 55



SO SIND

DIE WIENER

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DIE ZUKUNFT BEGINNT JETZT

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2 ST/A/R

Buch - BLU / STAR Nr. 55/2017

trash art

Der Begriff trash (engl. Müll) wird auf unterschiedliche

kulturelle Phänomene der Gegenwart angewendet.

In der bildenden Kunst verwenden Künstler Müll

und billige Massenprodukte als Ausgangsmaterial

für Collagen und Skulpturen. Diesen Arbeiten liegt

in der Regel ein gesellschafts-, kapitalismus- oder

konsumkritischer Subtext zu Grunde. Zu den ersten,

die Abfälle und Materialreste in ihre Bilder integriert

haben, zählen Georges Braque, Pablo Picasso

oder die Dadaisten. Anfang des 20. Jahrhunderts

stellten die Pariser Nouveau Réalistes und die Vertreter

der Junk-Art in den USA ihre Arbeiten allein

aus Abfall her, mit dem Ziel, den etablierten Kunstmarkt

zu provozieren.

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Nr. 55/2017 Buch - BLU / STAR

ST/A/R 3

blu / STAR

erscheint in 7 Büchern:

Buch 1 - Engel

Buch 2 - Cyber

Buch 3 - Literatur

Buch 4 - Medien

Buch 5 - Meister

Buch 6 - Zeitgeist

Buch 7 - Futoure

4 Erscheinungsarten:

WhatsApp pdf

print

App

homepage

handy art

Das Handy ist heute unsere wesentliche und

bestimmende Bildmaschine geworden. Wir

erzeugen unsere Bilder mit dem Handy von

Moment zu Moment selbst – in situ – und

befinden (schleudern) uns somit in einem

selbstkreierten Bilderrausch (hinein), der

eine “neue selbstreferenzielle Wirklichkeit”

schafft, die zusehendst unsere reale Umwelt

ersetzt durch die Form eines digitalen Hyperrealismus.

handy art greift auf spielerisch künstlerische

Weise dieses Phänomen auf und entwickelt

daraus seine Bilderwelt.

BUNDESKANZLERAMT: ÖSTERREICH

KUNST

'HIEN ■■ I'

KULllR~ ■ ~

IMPRESSUM / ST/A/R Printmedium Wien / Europaische Zeitung fur den direkten kulturellen Diskurs

/ Erscheint 4 x jahrlich, Nr. 55 Blu / 2017, Erscheinungsort Wien / Medieninhaber: ST/A/R, Verein fur

Staedteplanung / Architektur / Religion / A-1060 Wien, Konigsklostergasse 10/26 / Herausgeber:

Marcus Hinterthur, WunschLeben by MO GmbH Als Mitherausgeber diesmal mit dabei: Heidulf

Gerngross, Dr. Christian Denker / Organisation: ST/A/R-Team / Artdirektion & Produktion: Marcus

Hinterthor, Mathias Hentz (Beurlaubt) / Druc k: Herold Druck und Verlags AG, Wien / Vertrieb:

Hurtig und Flink / Bezugspreis: 3,- Euro (inkl. Mwst.) / Kontakt: star.wien.at@gmail.com

ST/A/R wird gefordert von: Bundeskanzleramt und Stadt Wien. ST/A/R ist ein Gesamtkunstwerk und

unterliegt dem Urheberrecht.

ST/A/R dankt allen BeitragslieferantInnen, MitarbeiterInnen, KunstlerInnen, UnterstutzerInnen und

FreundInnen.


Städteplanung / Architektur / Religion Buch - BLU / STAR

ST/A/R 5

Alejandro

Alejandro Marmo Mar1110

der

einzige

l1 e b e n d e

Künstler

im il'l

Buch "La

mia l'lia

idea

di Arte"

Arte“

von . Papst P~p,s~

F r a n c e s c o

-

,\ ~II.\ IDE.\

DI \ H.'I 1c

1., ..... 1,,.

/

:.: 7.:

"" ~

"Sun#Child“

Buenos///Aires

Danke Herbert Brandl

Christian

Eis

en

ber

g

e

r

Text: Anton Hertzl

Fotos: BluStar

E i n e n

Atelierbesuch

mit Interview

sollte hier

entstehen und

über etwas,

bildet quasi ein

Klischee seiner

Begrifflichkeit.

Eisenberger

f o r d e r t

a nscheinend

den „Verrat

der Worte“, von

mir, gleichsam

als Deputat.

A = A

Eisenberger Boulevard

" C h r i s t # t h e # W o r k e r “

V a t i k a n s i c h e s / / / M u s e u m

“Deine:

:Kunst

ist/

/ein

Geschenk##Gottes.“

#Gottes.“

"Industrial#Galaxy“

Buenos///Aires

Schund??? ??

Diese Künstlerschaft des Christian

Eisenberger ist wie ein mächtiger Baum,

dessen viele Äste immer kräftiger und

konkreter in die Welt hineinragen.

I = I

Deshalb sage ich

zum

Eisenberger,

dass es ja mit

den

Bildtiteln

das Gleiche wäre.

„Ja“ sagt er, „ich

weiß gar nicht wer

den Blödsinn (mit

den

Bildtiteln)

erfunden

hat?!“.

Und wir einigen

uns, dass die Worte

ein

Kunstwerk

zwar

illustrieren,

aber ihr auch

etwas wegnehmen.

U = U

Ich habe gelebt.

Jetzt - ich lebe.

Milan hat das gesagt!

Robert

Findenig

Diener der

kosmischen

Lebensenergie

jetzt

Ich habe

mein

bisheriges

Leben für

diesen

Augenblick

gelebt.

Bella

Bella

das ist das süsseste ist das Video süsseste Video

„Ich bin in der Form meines LEbenz.“

Stella

Stella

Genius loci

Der lateinische Begriff genius loci bedeutet

wörtlich übersetzt „der Geist des Ortes“.

Mit Geist war ursprünglich in der römischen

Mythologie ein Schutzgeist (Genius) gemeint,

der häufig in Form einer Schlange

dargestellt wurde. Der Begriff genius loci

bezog sich in der römischen Antike neben

religiösen Orten wie Tempel und Kultplätze

auch auf profane Bereiche wie Provinzen,

Städte, Plätze, Bauwerke oder einzelne

Räume innerhalb dieser Bauten.

Danke Mia, Mama und Oma

Danke Mia, Mama und Oma

Mama Schneeflocke

Mama Schneeflocke

Findus

Findus

Baby

Kung

Fu

Panda

Baby

Kung

Fu

Panda

Horror vacui (Kunst)

blu/STAR: ~

blu/STAR: blu/STAR:

-~

transmobile

transrnobile

VERNETZUNG VERNETZUNG

VERNETZUNG

sieben

Lat. horror vacui (lat. «Scheu vor der Leere») bezeichnet in der Kunst den Wunsch, alle leeren Flächen, besonders in der Malerei

und im Relief, mit Darstellungen oder Ornamenten zu füllen.

Der Begriff geht auf Aristoteles (Physik, Kapitel IV 6–9.) zurück, der mit horror vacui das Phänomen bezeichnete, dass die Natur

kein Vakuum kenne. In die Kunst übertragen, wurde der Begriff zum ersten Mal von dem italienischen Kunstkritiker Mario Praz

verwandt, der damit vor allem überladene Werke viktorianischer Kunst beschrieb. Auch für die Fülle und den überladenen Prunk

des Barocks wird der Begriff verwendet.

Demgegenüber steht in der Kunst des 20. Jahrhunderts zunehmend der Mut zur freien Fläche als Gegenpol zur Angst vor der Leere.

47


Nr. 07/2005

Buch XXI - Dieter

MAK-Kunstblättersaal

10.9.2008–25.1.2009

MAK Stubenring 5, Wien 1

6 ST/A/R

Buch - BLU / STAR Nr. 55/2017

Junk Art

Die Junk Art ist eine Sparte der zeitgenössischen

Kunst, die Gerümpel (englisch= junk) als Ausgangsmaterial

verwendet.

Den Begriff prägte der Kunstkritiker Lawrence

Alloway in den 1950er Jahren, der in Anlehnung

an die Wendung junk culture für industriell

gefertigte Kitschprodukte diesen Begriff in die

Kunstkritik einführte.

Zu den bekanntesten Künstlern der Junk Art

zählen die Amerikaner John Angus Chamberlain,

Lee Bontecou und Richard Stankiewicz

(1922–1983). Auch europäische Künstler aus dem

Umfeld von Neodada und Nouveau Réalisme

wie César und Jean Tinguely verwendeten Abfallprodukte

und Müll für ihre Skulpturen. Seit

den 1950er Jahren entstanden im Rahmen der

Junk Art Kunstwerke aus gebrauchten Jutesäcken

(Alberto Burri), abgefahrenen Autoreifen

(Allan Kaprow) oder gebündelten Zeitungen

(Mario Merz). Werke der Junk-Art wurden auch

aus Gegenständen hergestellt, die Spuren eines

Aufstands trugen, und haben in der Regel einen

gesellschaftskritischen Subtext.

GM

GüntherKristina

KM

M e t z g e r M e n s c h

ALLES IST HEILIG

Alles ist heilig

64 ST/A/R

star_brus:Layout 1 19.09.2008 14:21 Uhr Seite 6

Buch X - GOTTLOB Nr. 19/2008

GÜNTER

BRUS

Mitternachtsröte

BRUS

ST/A/R 163

Günter Brus, Eva, 1976, Privatsammlung Graz

www.MAK.at

www.metzgermensch.photos

162 ST/A/R

Dieters Sperls Malerfreunde:

Nr. 07/2005

ST/A/R Reprints

ANDREAS LEIKAUF, ...and we still remember...

ST/A/R Reprints

Raumalphabet

by heidulf

gerngross

ST/A/R

Editorial Heidulf Gerngross

Love and respect

Viele Menschen denken oft immer ans Ficken, eigentlich gehts’ mir oft so, deshalb wi l ich auch in der Zeitung diese S/T/AR-Gefühle entladen;

da hat mir der gro se Wiener Künstler Chaos-Marcel Houf Fotos unter dem Titel: “Love and respect” gegeben, eines davon ist mein

Editorial.

Liebe Grü se, Heidulf Gerngro s oder Hölderlin

Buch I – Heroes

Nr. 07/2005

+43 664 2177721

www.facebook.com/artimdienst

ST/A/R

/ /

Städteplanung / Architektur / Religion

SEBASTIAN WEISSENBACHER, Koalitionsverhandlungen

Städteplanung / Architektur / Religion

Heidulf

Buch I – Heroes – Heroes ST/A/R

Dr

Art

ViennaFair

Otto Kapfinger

Hermann Czech

Helmut Richter

Volker Giencke-Studio 3

Konrad Frey

Interview John Sailer

LacANDona-worldwidefotos

Abschied von Wolfi Bauer

Pop Mircea

6Bezirk – der6Sinn

Dieter Sperl

ST/A/R PRINTMEDIUM WIEN Nr. 7/2005 3,– Euro

04Z035665M – P.b.b. Verlagspostamt 1060 Wien • Adresse: 1060 Wien Capistrangasse 2/8 • office@star-wien.at • Europa € 3,00

Heidulf

Einblicke:

Architektur-,

Kunst- und

Literaturszene


MARA NIANG

im

Dienst

Analyse & Diagnose der Kunst

Ästhetische Chirurgie der Kunst

Laboratorium der Kunst

Ausstellungsbegleitung

Kuratorische Begleitung

Künstlerische Beratung


Nr. 55/2017 Buch - BLU / STAR

ST/A/R 7

SUBSISTENZ

Subsistenz

(von lateinisch subsistentia

„Bestand“: „durch sich selbst,

Selbständigkeit“) bezeichnet

ein philosophisches Konzept,

bei dem sich das Bestehende

aus sich selbst heraus erhält.

Die Bezeichnung wird vor

allem für jegliche menschliche

Auseinandersetzung mit der

Umwelt zur Sicherung des

Lebensunterhaltes und zur

Befriedigung der Grundbedürfnisse

verwendet.

Subsistenz ist alles, was

materiell und sozial zum alltäglichen

Überleben benötigt

wird: Nahrung, Kleidung, eine

Behausung sowie Fürsorge

und Geselligkeit. Die Art und

Weise dieses Bestrebens wird

Subsistenzstrategie genannt.

Heimo Zobernik

Rahmen-Bild

Hofstetter Kurt

Naturhistorischen

Museum Wien

KHM


8 ST/A/R

Buch - BLU / STAR

Nr. 55/2017




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Städteplanung / Architektur / Religion

Buch IV - BLU / STAR - WARAN ST/A/R 1

ALLES IST FREI, ALLES, DU WEISST ES

HINTERTHOR


伀 䠀 一 䔀 䈀 䤀 䔀 一 䔀 一 䬀 䔀 䤀 一 䔀 䔀 刀 一 吀 䔀

2 ST/A/R

Buch IV - BLU / STAR - WARAN Nr. 55/2017

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COMING SOON ...

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Nr. 55/2017 Buch IV - BLU / STAR - WARAN

ST/A/R 3

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aus

dem

Leben

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DANKE ENGELS

& MITWIRKENDE


4 ST/A/R

Buch IV - Die zwölf Apostel - Die Auferstehung - HAUS 1 ST/A/R 5

Die Zwölf Apostel ´64 Heidulf Gerngross

HAUS 1

Model Heidulf GERNGROSS 1965

Gemälde Herbert BRANDL 2007

Cybertransmission Marcus HINTERTHÜR 2107


6 ST/A/R

Buch IV - ST/A/R - ART FLOORS Nr. 55/2017

ST/A/R - FLOORS Die neue Teppichserie des ST/A/R - Mediumvertriebs in Zusammenarbeit mit Art Floors !!!

Wir freuen uns die neueste Design- , Logoteppich u. Matten Firma vorzustellen:

Digital-Art-Floors GmbH

die Erste mit digital bedruckten Matten und Teppichen

Wir sind ein kleines Start-Up Unternehmen mit einer Handvoll Mitarbeitern die 20 Jahre Erfahrung im Drucken von

Fußmatten für Promotion, Events und Privatgebrauch haben.

Alle Produkte die bisher auf dem Markt sind bestehen zum überwiegenden Teil aus umweltfeindlichen Materialien und

erfordern ressourcenfressende Produktionsprozesse.

Wir haben den Mut als kleines Unternehmen der

Fußmattenwelt zu zeigen dass es auch anders geht Wir

verwenden PET Plastikflaschen für den Flor und

produzieren mit 80% weniger Wasser und 30%

weniger Energie. Der Mattenrücken besteht aus

recycelbarem TPE, enthält somit weder Gummi noch

PVC, ist rutschfest, geruchslos, fleckabweisend und

färbt auf keinen Boden ab!

Seit 2017 entwirft und produziert unsere Firma Digital-Art-Floors in Kufstein

umweltfreundliche Designmatten und -teppiche. Wir bieten die höchste Auflösung für

fotorealistische Matten weltweit. Wir möchten Kunst und individuelle Ideen in Ihre

Räume bringen.

Digital Art Floors bietet 3 Weltneuheiten an:

1. Erster Teppich / Matten Produzent mit digitalem Druck

2. Erster digitaler Druck mit PET Polyester Garn aus recycelten Plastikflaschen.

3. Erster schadstofffreier Thermoplastischer Rücken.

Bitte schickt uns euer Designs oder eure Fotos und wir werden ein Fußboden-

Kunststück für euch zaubern. Vom Einzelstück bis zur Großauflage mit unserem

Produktionsprozess ist alles möglich.

Art-Floors Team

F a s h i o n for F l o o r s


Nr. 55/2017 Buch IV - ST/A/R - ART FLOORS

ST/A/R 7

ST/A/R - FLOORS Die neue Teppichserie des ST/A/R - Mediumvertriebs in Zusammenarbeit mit Art Floors !!!

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work in

progress

GERNGROSS

FLOORS

l0OO Unterschriften/ Gerngroß / ZOl 3

Brandl für ST/A/R


8 ST/A/R

Buch IV - ST/A/R - ART FLOORS Nr. 55/2017

B A C K D O O R

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ST/A/R - FLOORS Die neue Teppichserie des ST/A/R - Mediumvertriebs in Zusammenarbeit mit Art Floors !!!


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2 ST/A/R

Buch V - ERNEST Nr. 55/2017

10 Jahre ST/A/R - Kolumnist Lindermayr

Andreas F. Lindermayr

Lieber Heidulf

anbei die versprochenen Zeilen. Seit

der Hauptmieter Sepp N im August

vorigen Jahres in ein Pflegeheim überstellt

wurde, komme ich mir in der

ehemaligen Wohngemeinschaft in der

Praterstraße, in der ich fast 33 Jahre

meinen Hauptwohnsitz habe, wie im

freien Fall vor.

Nun zeichnet sich Licht am Ende eines

langen Tunnels ab, denn ein Ersatz,

der noch dazu eine Verbesserung der

Wohnverhältnisse verspricht, ist gefunden.

Der Frühling kann kommen.

Mit freundliche Grüssen

Andreas

Auszug Umzug

17. 3. 2017 Fr

Manfred Schu und ich waren heute im Bauhaus.

Punkt Drei stand ich an seiner Tür, in deren

geöffneten Spalt er stand, um mich zu empfangen.

„Du bist jo so genau wie a Atomua!“, sagte

er lächelnd.

Ich hatte vor lauter Aufregung schlecht geschlafen

und als wird dann dort waren, fand ich

schon den langen Gang durch das endlose

Warenangebot anstrengend.

Als wir endlich bei den Rollos und Jalousien

angelangt waren, begann für mich ein innerer

Eiertanz.

Das meiste, das da zum Angebot stand war zu

klein. Vor allem die kostengünstigen Angebote.

Nach langer Suche fand ich, was meinen

Vorstellungen entsprach. Ein dunkelbraunes

Rollo mit den Abmessungen 183 x 190. Fünf mal

teurer, als das durchschnittliche Angebot. Nur

konnte ich mir nicht vorstellen, dieses Rollo mit

Klemmhalter, was am einfachsten gewesen wäre,

am Fensterrahmen zu befestigen.

Eine Einzelanfertigung, was sich ja auch machen

lassen hätte, wäre mir zu teuer gekommen.

Vollends in Teufelsmühle geriet ich bei dem

Vorschlag seitens des Bauhaus–Experten, das

Rollo auf die erwünschte Länge mit Metallsäge

und Schere selber zu kürzen. Für einen passionierten

Heimwerker sicherlich ein Leichtes, für

mich die Hölle.

Umso erfreulicher war es, als wir nach getanem

Einkauf von einem dieser lichtundurchlässigen

Rollos, einer lange schon angepeilten, diesmal

endlich erworbenen kleinen, hochfunktionellen

Stehleiter, einem Wäschetrockner und einem

Paneel von Pack–Kartons in der Wohnung im

Rabenhof angelangt feststellten, dass das Rollo

wie maßangefertigt den Fensterrahmen abdeckt.

Nun muss ich jemaden finden, der mir das montiert.

Ich werde mich auf jeden Fall mit Herbert

Flois in Verbindung setzen.

Nächste Woche fahren Manfred Schu und ich zu

Ikea, um noch das eine oder andere zu besorgen.

Auf jeden Fall ein Gestell als Ablage für meine

Bücher – kann auch ein Lagerregal sein. Und

eine Kleiderablage. Manfred sagte mir, dass es

ein aufklappbares, sehr stylisches System gebe,

das obendrein recht günstig ist. Die alten Kästen

werde ich sicher nicht mitnehmen. Vielleicht den

alten Schreibtisch, den ich im Vorraum postieren

könnte.

P. S. E–Herd und Abwasch waren noch nicht

installiert. Dafür war das Problem mit dem

Licht mit einem Schlag gelöst, als Manfred am

Schaltkasten feststellte, dass der Hauptschalter

heruntergeklappt war. Er ist ja doch um einiges

größer als ich und hat das sofort gesehen.

Ausserdem brauchte er keine Leiter, um den

Schalter hochzuklappen.

18. 3. 2017 Sa

Die Aufregung hat sich noch immer nicht

gelegt, dafür konnte ich heute halbwegs schlafen.

Bin fast bei Kräften. Fast.

P. S. 19. 3. Kruder und Dorfmeister erhielten

unlängst von Kulturstadtrat Mailath–Pokorny

das goldene Verdienstkreuz der Gemeinde

Wien überreicht. Auf Facebook tauchte ein

Foto auf, das diese „Helden“ des Downbeat –

die mich stets unbeschreiblich langweilten –

mit Sugar Bee und Gümix zeigt. Das war genau

das Kollektiv, das zu der Zeit als ich im Roxy

zusammen mit dem Terrassinger Peter an der

Tür stand oder den Besuchern die Garderobe

abnahm, für den Sound sorgte. Heuer im

Herbst werden es 25 Jahre, da Horst Scheuer

mich für diesen Job anheuerte.

19. 3. 2017 So

Dass mir der Umzug pausenlos im Kopf herumgeht,

ist klar. Ich sehe jetzt mein Umfeld

mit anderen Augen. Die Wohnung in der

Praterstraße, wo ich gerade noch bin, ihre Lage,

ihr Zustand, das alles hat einen veränderten

Nimbus.

Ein anderes, fast unbekanntes Gefühl, ein Gefühl

der Leere und Auflösung macht sich breit, wo

vordem ein schmuddeliger aber ruhiger und einlullender

Dauerzustand vorherrschte.

Die jahrzehntelange Bezugsperson Sepp, ist nun

fast sieben Monate nicht mehr da. Wesentliche

Bezugsobjekte, seine vielen, großteils antiquarischen

Bücher sind zur Gänze abtransportiert.

Ich habe mich schon gewundert, warum das

Ehepaar N in den letzten Tagen nicht aufgetaucht

ist, jetzt habe ich die Erklärung. Wenn sie wieder

kommen, werden sie einen Möbelwagen dabei

haben, um das ganze Gerümpel, die Schränke,

Kästen, usw aus der Wohnung zu schaffen, die

nach meinem Auszug zurückgeblieben sein

werden.

Mittlerweile dämmert mir, wie ich den Auszug

bewerkstellige. Das Quälendste an der ganzen

Angelegenheit war für mich die Tatsache, dass ich

mir darüber schwer, brauchbare Vorstellungen

bilden konnte.

Mit den neu erstandenen Pack–Kartons, deren

Prototyp ich gestern Abend in der Küche zusammenstellte,

schaut es wesentlich besser aus. Und

ich werde wegwerfen, was sich leicht entbehren

lässt. Der alte Wäschetrockner muss zum

Sondermüll, desgleichen der Ölkanister. Und

nur nicht zu zimperlich vorgehen, sage ich mir.

JOHANN NEUMEISTER

d u

liebe freunde

dear friends

heute wäre der 63ste geburtstag meiner mutter ingeborg neumeister

today would be the 63rd birthday of my mother ingeborg neumeister

wien / vienna 18.01 .17

heute war auch der letzte ausstellungstag von "johann neumeister was an inside job / 1976-2016"

today was also the last day of my exhibition "johann neumeister was an inside job / 1976-2016"

zu diesem anlass veröffentliche ich diesen katalog

on this occasion i am publishing this catalog

http ://www99 .zippyshare .com/v/iNt 14CY m/file .htm 1

zusätzlich zur digitalen gibt es auch eine gedruckte version

in addition to the digital version there is also a printed one

jedes der 40 stück ist signiert und nummeriert und für 42.- euro(+ extra) zu haben

each of the 40 pieces is signed and numbered and will be yours for 42.- euro(+ extra)

viel spass und lasst mich wissen , wenn ihr einen haben wollt

enjoy and let me know in case you want one

johann neumeister

nebelleben @gmx.at

MUTTER


Nr. 55/2017 Buch V - ERNEST

ST/A/R 3

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17 Mars

L’haleine festonnée des jonquilles

L’haleine capiteuse des jacinthes

Les cris échevelés des tulipes

Et les chorales des crocus

Jonjatucro jonjatucro

jonjatucrois quoi

Que tu fais le printemps ?

Brigitte Denker-Bercoff

ST/A/R Dankt dem Kuenstler ERNESTO fuer die Zeichnung

Der TitelSeite 50?

84NK

,__--i. ---- __,.-- ._,__

1B lE

mn

Denker-Bercoff

(Kein Betreff)

tu t'en fous

quand j'ai le blues

j'entends combien

tu m'écoutes pas

tu raccroches sans regret

et tu rappelles même pas

quand c'est toi qui demandes

une attention si grande

sur le champ tu tempêtes

si tu ne l'obtiens pas

tu t'en fous

quand j'ai le blues

tes trous noirs

nous absorbent

nous anéantissent

et puis tu reparais

et nous ré-existons

tes buts soudain

t'absorbent

et nous anéantissent

tu es si affairé

que nous disparaissons

tu es si bien tout seul

avec nous quelque part loin

que je ne sais plus

ce que je suis pour toi

tes trous noirs

m'ont anéantie

les rires des amis

et les joues des enfants

les magasins fermés

et les grands coups de vent

qu'en sauras-tu ?

il y a longtemps

que ce que je vis

est enfermé

par ton indifférence

ou par tes cris

comme un secret

qui chaque jour

s'efface

restent les rires des amis

et les joues des enfants

Ce qui est dommage, c'est quand il n'y a plus rien à décapsuler

Ernest DENKER-BERCOFF, 3 Gedichte in der

Alltagsmonterwelt

BUNDESKANZLERAMT: ÖSTERREICH

KUNST


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4 ST/A/R

+ +

Buch V - Demokratie ST/A/R 5

Akademie über Demokratie

Zeitgleich mit dem Bau des Reserveparlaments am Heldenplatz sucht

auch die Akademie der bildenden Künste am Schillerplatz während ihrer

Sanierung ein Ausweichquartier. Die „Akademie über Demokratie“ ist

die geplante Reaktion auf diese synchrone und räumliche Verschiebung

der beiden Träger des demokratischen Denkens und Sprechens.

Die 10m hohe Arbeitshalle für StudentInnen ist öffentlich zugänglich

und kann auch von Besuchern durchschritten werden. In der Mitte der

150m langen Halle über dem Österreichischen Parlament befindet sich

die Mensa der Akademie, der „Futuregarden“ in dem die Besucher in

Augenhöhe mit der Erherzog-Carl-Statue diskutieren können.

Architektur: Milan Mijalkovic in Zusammenarbeit mit Arminé Maksudyan

und Heidulf Gerngross

Über Demokratie ÜBER DEMOKRATIE

ÜBER Milan Mijalkovic von Makedonien

Milan Mijalkovic von Makedonien

Ich, ich verhalte mich zu der demokratischen Welt wie ein seliger Dämon, dem es beliebt,

einige Zeit Demokratie zu sein. Es ist mir nicht so wohl darum zu tun, sie kennen zu

lernen, weil ich sie schon voraussetzte, als ihr dasjenige, was ich mitbringe und was ihr so

Not tut, freundlich mitzuteilen. Ich dringe in die Tiefen, mehr um sie mit meinem Wesen

auszufühlen, als sie zu verbessern oder zu verändern.

Ich, ich verhalte mich zu der demokratischen Welt wie ein seliger Dämon, dem es beliebt,

einige Zeit Demokratie zu sein. Es ist mir nicht so wohl darum zu tun, sie kennen zu

lernen, weil ich sie schon voraussetzte,

Das Affizieren von

als

Naturereignissen

ihr dasjenige,

und Worten,

was

das Versprachlichen

ich mitbringe

von Perspektive

und was ihr so

und Wegen und das Aufwecken der Weite und des Möglichen ist mein Tun. Das heißt,

Not tut, freundlich mitzuteilen. die Wiederbefreiung Ich dringe der Architektur in die Tiefen, von dem Räumlichen, mehr um das sie Gesamte mit anzusprechen,

diese zu zitieren und herbeizurufen.

meinem Wesen

auszufühlen, als sie zu verbessern oder zu verändern.

Die demokratische Kurzsichtigkeit von heute in Form „des unerreichbaren Zieles“ ist

nicht von dieser Weite. Diese gehört gehört. Jetzt und hier werden die Entscheidung

und die Perspektive pathologisch angezweifelt, sie werden verwechselt, manipuliert,

diskriminiert, um schlussendlich Minderheiten zu produzieren, um mit diesen mit zu

diskutieren über alle und alles, aber vor allem nicht über die Unzufriedenheit, die als

Gesetz gepflegt wird. Diese treibt und treibt (weiter) auseinander.

Die Unzufriedenheit ist hier auch eine demokratische Säule...

Das Affizieren von Naturereignissen und Worten, das Versprachlichen von Perspektive

und Wegen und das Aufwecken der Weite und des Möglichen ist mein Tun. Das heißt,

die Wiederbefreiung der Architektur von dem Räumlichen, um das Gesamte anzusprechen,

diese zu zitieren und herbeizurufen.

Sogar, der Nichtwähler wird nicht als Unzufriedener herabgestuft, sondern als nichtvertretbar

abgestempelt, im Parlament nicht vorgesehen oder mit eingeplant, bleibt dieser

unpositioniert und wird einfach - und vor allem - leise mitgezählt.

Die Barbaren ...sind hier nicht der Rede wert, um dann von den aktuellen Philosophen

sogar als Volksprodukt, als eine autoimmune Erkrankung diagnostiziert zu werden. Die

Gleichsetzung bleibt hier mythologisch und wird als Gefahr erlebt.

So bleibt das Volk weiter verunsichert und unrepräsentiert.

Die demokratische Kurzsichtigkeit von heute in Form „des unerreichbaren Zieles“ ist

nicht von dieser Weite. Diese Diese gehört Demokratie gehört. vermeidet die Jetzt Zufriedenheit und von hier allem und werden alle und bleibt die der Entscheidung

Perfektion

lieber fern - ein Gerede mit Metaphern und Bildern und Künsten, um Ruhe zu

und die Perspektive pathologisch angezweifelt, sie werden verwechselt, manipuliert,

genießen und mit Ruhe zu verhandeln und zu profitieren. Ruhe und Unzufriedenheit

diskriminiert, um schlussendlich

werden hier

Minderheiten

propagiert.

zu produzieren, um mit diesen mit zu

Die allumfassende Freude erscheint hier eine Lüge zu sein. Nicht alles kommt vom Volk,

diskutieren über alle und alles, sondern aber das alles vor wird vom allem Volk vermieden nicht und über verschwiegen. die Unzufriedenheit, Das Volk ist aber nicht die als

mehr allein - und wir nicht mehr auf Distanz. Die „Akademie über Demokratie“ ist

Gesetz gepflegt wird. Diese diese treibt Metapher, und um treibt diese Koalition (weiter) zu artikulieren. auseinander.

Die Unzufriedenheit ist hier auch eine demokratische Säule...

Ich, Milan Mijalkovic von Makedonien, ich wiederhole:

DAS VOLK IST NICHT ALLEIN, DAS VOLK IST NICHT ALLEIN.

Es lebe die Demokratie!

Sogar, der Nichtwähler wird nicht als Unzufriedener herabgestuft, sondern als nichtver-


6 ST/A/R

Buch V - ERNEST Nr. 55/2017

Bruder

Aleksandar

Fotocredits: Darko Hristov

Milan Mijalkovic

Mijalkovic


Nr. 55/2017 Buch V - ERNEST

ST/A/R 7

R. GERNGROSS & MC HINTERTHÜR - FLURSQUAW-ALTAR mit LICHTSCHWERT

HINTERTHÜR / GERNGROSS - FLURSKULPTUR ALTAR LASERSCHWERT


ST/A/R

/ Buch V - ERNEST Nr. 55/2017

8 ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion

P.b.b. Verlagspostamt 1060 Wien • Adresse: 1060 Wien Königsklostergasse 10/26 • star.wien.at@gmail.com • Europa € 3,- • Nr. 55

Du


Städteplanung // Architektur // Religion

Buch IV VI -- HERMA ST/A/R Nr. 55/2107 1

ST/ /A/ /R

VIRUS - BACKDOOR

DOC “Spidermarcus


OCK

Städteplanung / Architektur / Religion

P.b.b. Verlagspostamt 1060 Wien • Adresse: 1060 Wien Königsklostergasse 10/26 • star.wien.at@gmail.com • Europa € 3,00 • Nr. 55

Multimedia Kyborg -Punk

Action - Artist - Assassin

M.C. HINTERTHÜR

B A C K D O O R



Bild: MC DOC “Spidermarcus” OCK mit herzlichstem Dank an Janus Zudnik


2 ST/A/R

Buch VI - LITERATUR Nr. 55/2017

Alles über Frankenstein und das dritte Auge

UI 11.1.~

des Dr.Totenkopf

by

Christian Schärling

~·· ·

UIIU

Eine Literaturvorstellung aus dem Frostrubin-Forum des Jahres 2007,

die man im Kontext seiner Zeit verstehen mag. Beinahe ein Jahrzehnt

nach der Erstveröffentlichung in der TO KNOW LIVE Publikation von m

Stephan Lugbauer und Johann Neumeister, der Wiederveröffentlichung 1g

im ST/A/R Nr.29, 2012, der erstmaligen Veröffentlichung zum Thema 1a

Literatur im Virtuellen Raum im METROPOLIS METAVERSUM auf Llf

der Summer of Arts 2012, dem “Contest of Monumental Art” im längst

vergangenen CloudParty-VR/Metaverse, gefolgt von den unheimlichen ~n

Ereignissen, welche den beiden Protagonisten unserer Geschichte - Prof. >f.

DDr.psy.x.yps. M.Hinterthür und Univ.Prof.DDr.Häberle-Bors - in der

Zwischenzeit wiederfahren sind, macht die alte Theaterkritik aus dem m

Forum wieder aktuell:

“...diesmal ein theaterstück, welches aber in unmittelbarer zukunft 1/i

spielt... i.g. 2017 im september, wenn ich mich richtig erinnere.

Die Genetiker Professor DDr. Häberle-Bors und Professor DDr. Helmut

Totenkopf (der sich selbst Frankenstein nennt) haben eine Methode ie

entwickelt, durch das PAX-6 Gen einer Maus auch beim menschlichen

~n

Fötus an den unmöglichsten Stellen des menschlichen Körpers soge-

renannte

Wärmeaugen einer Schlange entstehen zu lassen. Durch den

~n

Einsatz einfacher Stammzellen gelingt ihnen das sogar Postfötorial. Das

Ergebniss hiervon sieht zwar abscheulich aus, ermöglicht dem Träger

eines solchen Auges aber ungeahnte Einblicke in die “wahre Strucktur llf

des Universums”!

Auf der Geburtstagsparty der Weltberühmten Künstlerin Iv Toshain

lll

kommt es zum Showdown. Die neue Fähigkeit führt zu einer Eskalation,

n,

die vorher wieder niemand bedacht haben wollte...

Protest in der Westbahnsy-asse

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1 Stlldteplanung / Architektur / Religion



besonders lustig!

aber auch nicht ohne Hintergrund...

was auch gut ist: es spielt wieder in wien...

und zu bekommen ist es in irgendeinem anthologischen Katalog:

M rnwt" TROIS, Foto WAHAU-D OER DRfHf\WSf MIT BER!'.'.OETTE Wmm .

M ~RK\/S SCHOlZE, MAIICOS HINTERTHOR . ÜI-.IIEMlo.NIHER FOTOGR..IF, QUELcE: G!ÄRCHIVFUNDUS

VON

JOHANN NEUMEISTER UND STEPHAN LUGBAUER

Avßc,e Nasenöffnung

TO KNOW LIVE

Jacobwosche,s

Organ

MIT BEITRÄGEN VON / WITH CONTRIBIUTIONS FROM:

MARTIN GUTTMANN * PETER KERN * BENEDIKT

LEDEBUR * MARCO LULIC * CHRISTIAN SCHÄRLING

VomNona!w!I

anal

7unqe

1 nerc Ndscnoffnung

Zung~ngrund


Nr. 55/2017 Buch VI - LITERATUR

ST/A/R 3

V

1976

Auf ihr liegend, gingen die beiden Kinder im Irrgarten

umher, begannen zu laufen und kamen gut voran. Sie liefen

immer schneller die Straße seiner Errinnerung empor,

stießen ein paar Türen auf und standen auf einmal leuchtend

im Gedankenblitz seiner wiedergewonnenen Kindheit.

Da waren sie wieder, die lang verdrängten Spielgefährten

jenes Sommers, der ihm bis eben völlig entfallen war.

1976, ein Jahr, in dem in der Welt wahrscheinlich viel passierte,

unter anderem auch diese vergessene Geschichte.

1976, er sollte bald eingeschult werden und verbrachte

die letzte freien Sommerwochen bei seiner Großmutter

auf dem Land.

Sie lebte in einem abgelegenen Dorf in der Nähe eines

Gutsschlosses, einer alten Burgruine, von der nur noch

der Wachturm übriggeblieben war. Es gab jede Menge

Wald, von dem das Dorf in einer Senke liegend gerahmt

war.

Da stand er also, von seinen Erzeugern in dieses Idyll

gebracht. Sein Vater war Maurer und hatte gerade im

Sommer viel zu tun und seine Mutter war Apothekerin

und beide lebten, als hätte es die sechziger Jahre nie gegeben,

in ihrer durch Arbeit bestimmten Welt.

Er wurde normalerweise auf die Ferienlager seines Kindergartens

geschickt, doch da er nun in die Schule kommen

sollte meldeten ihn seine Eltern in diesem Sommer

bei der Großmutter an, um ihn von den Kleinkindern zu

lösen. Er liebte seine Oma und bei ihren Besuchen in der

Stadt, neigte sie dazu, sich über den Fortschritt, den Lärm

und den Gestank in diesem Moloch zu beklagen.

Ihr liebster Spruch war „ Kindchen, Kindchen, was macht

ihr nur, der Buhr braucht doch Natur „

Damit behelligte sie meistens seine Mutter, weil sie mit

dem Leben ihrer Tochter ganz und gar nicht zufrieden

war. War diese jedoch nicht greifbar, lag sie seinem Vater

in den Ohren ( den sie, glaubte er, nicht leiden konnte ).

Er fand das damals sehr lustig, wie seine Eltern auf einmal

die Rolle der Kinder einnahmen und wie er, nur noch

“ Ja “ und “ Amen “ sagen konnten.

Sie pflegten zu kuschen und ihr zu versprechen „ JA Mutter

wenn wir genug Geld haben machen wir eine Laden

bei euch auf dem Dorf auf „

Ihre Besuche waren für ihn immer schön gewesen, weil

Oma viel mit ihm unternahm.

Sie gingen in den Zoo, in den Park oder saßen stundenlang

auf einer Bank am See und fütterten die Enten mit

altem Brot und er redete und redete und sie hörte ihm

immer zu und wusste einfach alles.

Am ersten Tag bei seiner Großmutter, es war ein Sonntag,

packten sie seinen Koffer aus. Er bezog das alte Zimmer

seiner Mutter, das einen Teil des Dachbodens ausmachte.

Der Dachboden war geteilt. Das eine Zimmer voller

Plunder (alte Kleider, Anzüge seines Großvaters von

vor dem Krieg, aus dem er nicht zurückkam ) Das andere

Zimmer diente als Schlafkammer, mit Bett und Schrank

und Nachttisch. Den Boden hatte sein Großvater noch vor

dem Krieg selbst ausgebaut, denn er war, bevor er Soldat

und dann tot wurde, Tischler gewesen.

Dann saßen sie beim Abendbrot und Oma las ihm eine

Geschichte vor und er ging Todmüde schlafen.

Alles fällt ihm plötzlich wieder ein, all die Kleinigkeiten,

Details aus jenem Sommer, den er fast dreißig Jahre verdrängt

hat. Dreißig Jahre und jetzt ist alles wieder da, wie

ein altes Foto, oder ein alter Film den man nach Jahren

wiedersieht und sich plötzlich an jede Kleinigkeit erinnert.

Der erste Tag begann mit einem herrlichen Frühstück, er

durfte Kaffe trinken (natürlich Karokaffe) es gab Brötchen

mit selbstgemachtem Pflaumenmuß, Marmeladen

und Gelees. Dann sagte seine Oma „ Junge geh raus spielen,

ist doch so schönes Wetter, geh zum Bach bei der

Dorfmitte, da spielen die anderen Kinder „

„ Ja Oma „ sagte er widerwillig, denn er hatte ein flaues

Gefühl im Magen. Er war schüchtern und kannte ja keines

der anderen Kinder.

„ Die sind alle nett „ versprach seine Oma „ Sieh dich nur

Nils Heberle - Bukowski

vor dem Klaus und vor dem Rüdiger vor, aus denen wird

nichts gutes, diese Rotzbengel „

Sein Gefühl wurde nach dieser Bemerkung noch flauer,

aber er ging tapfer raus, die lange Straße hinunter zur

Dorfmitte.

Er schlenderte munter drauf los. Seine Oma wohnte am

Dorfrand und da das Dorf in einer Senke lag, stand das

Haus leicht erhöht. Überall standen alte Fachwerkhäuser

mit Wiesen und Gärten dazwischen. Auf den Wiesen weideten

Kühe und Schafe und er kam aus dem Staunen nicht

raus. Eine unglaubliche Ruhe und Idylle lag in der heißen

aber nicht unangenehmen Sommerluft, die ihn wie eine

wohlig warme Decke umhüllte, und der Duft der Tiere

und Pflanzen verzauberte ihn.

Er hörte die anderen Kinder aus dem Dorf schon aus einiger

Entfernung und ging tapfer auf sie zu. Als er vielleicht

zwei Meter von den Kindern entfernt war, sagte er leise „

holla .“ „ Oh Gott „ dachte er verzweifelt, “jetzt hast Du

Dich auch noch versprochen.“ Aber bevor er sich verbessern

konnte schrie ihm schon ihr Gelächter entgegen. „

HOLLA HA;HA;HA, wo kommst Du denn her ?“

Er konnte nicht anders und lachte erstmal mit, knallrot

im Gesicht.

„ Hallo, verbesserte er sich, ich mache hier Urlaub „

„ Du kannst ja doch deutsch „ sagte ein älteres Mädchen „

komm runter in den Bach, wir bauen einen Damm „

Also spielte er mit ihnen und es wurden tolle Tage im

Dorf seiner Oma. Das Mädchen, das ihn angesprochen

hatte, hieß Kerstin und sie wurden sofort Freunde.

Sogar Klaus und Rüdiger waren dufte. Sie erzählten

ihm das ihre Väter tranken und das ihre Familien keinen

guten Ruf im Dorf hatten, und das das irgendwie auf sie

abfärbte.

Es war einfach toll.

Sie spielten Fußball, bauten Dämme, spielten verstekken

und das beste war, das er mit Kerstin richtig Kumpel

wurde. In der Stadt hatte er nämlich keine Freunde.

Dann kam der Tag, an dem er mit Kerstin allein spazieren

ging. Sie tat sehr geheimnisvoll und sagte nur, „ Wir treffen

uns nachher oben im Wald, komm allein, ich zeig dir

einen unheimlichen Ort „

Er war nervös, ging aber natürlich mit, denn für ihn war

sie, obwohl sie schon elf war, seine erste richtige Freundin.

Nachdem sie sich trafen, gingen sie immer weiter in den

Wald hinein und er drängte immer mehr darauf, was ihn

denn eigentlich erwartete.

„ Los Kerstin, sag wo gehen wir hin, ich find es hier schon

unheimlich genug „

Er bekam keine Antwort.

„ Los sag schon, sonst geh ich zur Oma „

„ Komm schon du Feigling „ neckte sie ihn „ wir sind

auch gleich da „

Er konnte ihr nicht böse sein. Er war zu klein und fand sie

toll, mit ihren Zöpfen, ihrem Rock und ihren gerade erwachenden

Brüsten, die sie für ihn so erwachsen machte.

Ihm wird auf einmal bewusst, das er das alles heute ganz

anders sieht, sehr viel erotischer, als ob ein Zauber auf

ihnen, vor allem auf ihm dem kleinen sechsjährigen lag.

Sie gingen immer weiter in ein Gestrüpp aus Holunderbüschen,

Dornenzweigen, hohem Gras und mannshohen

Bäumen, bis sie zu einer fußballfeldgroßen Sumpflandschaft

kamen. Die Sonne schien spärlich durch die hohen

dichten Bäume, die das Unterholz zu beschützen schienen.

„ Wir sind da. Aber hier musst du sehr vorsichtig sein, das

ist das Dorfmoor, es verschlingt alles was ihm zu nahe

kommt „ sagte Kerstin und fügte mit einem sehr ernsten

Blick hinzu „ Ist das hier nicht ein unheimlicher verwunschener

Ort „

„ Ja „ sagte er zitternd und nahm wie natürlich ihre Hand.

„ Weißt du warum ich dich mitgenommen habe „ fragte

sie ihn und blickte ernst in seine Augen.

„ Nein „ erwiderte er voller Spannung und Aufregung,

denn der Abend schlich sich langsam in den Nachmittag

und es begann dunkel zu werden.

„ Weil ich dich lieb hab und mit dir allein sein wollte „ bei

diesen Worten küsste sie ihn und schob ihm ihre Zunge in

den Mund „ und weil ich das Küssen ausprobieren wollte

„ fügte sie nach dem Kuss außer Atem hinzu.

Er stand völlig perplex vor ihr und war kurz vor dem heulen.

Er war so überfordert mit der Situation, das er sich in

die Hose pinkelte.

Kerstin guckte ihn verwirrt an, als sich ein dunkler Fleck

auf seiner Jeans, genau zwischen seinen Beinen bildete

und fing fürchterlich an zu lachen.

„ Was ist denn, du Baby „ rief sie keck und lachte ihn aus,

„ soll ich dir ne Windel holen ?“

Er war außer sich vor Wut und Scham und geriet in Panik.

Er hatte auf einmal Angst vor Kerstin. Er verlor die Kontrolle

und schäumte über vor Zorn.

Ohne zu wissen was er tat stieß er sie mit aller Kraft in

das Moor.

Sie schrie um Hilfe, ruderte mit den Armen, doch je mehr

sie sich bewegte um so mehr versank sie auch.

„ Hilf mir, hol einen Ast, hilf mir doch!!“ schrie sie. Sie

hatte schon Schlamm im Mund und wurde langsam kraftlos,

doch er war unfähig ihr zu helfen, drehte sich einfach

um. tauchte direkt in das Zwielicht der Bäume ein. Als

er sich noch einmal umschaute war das letzte was er sah,

ihr blondes Haar schlammverschmiert, wie es im Moor

versank.

Heulend lief er durch den Wald. „ Ich war das nicht, ich

war das nicht, ich war das nicht „ sagte er zitternd und

weinend zu sich und zum Wald, der jetzt bei Dunkelheit

Tausende von Monstergesichtern zu haben schien. Während

er völlig aufgelöst in Richtung Dorf lief stürzte er,

fiel der Länge nach auf die Nase rappelte sich hoch und

fiel sofort darauf in Ohnmacht.

Das einzige was er von da ab wusste, an das er sich erinnern

konnte, waren viele Männer aus dem Dorf, die ihn

fanden und nach Hause brachten.

Ihm wurden viele Fragen zu dem Nachmittag gestellt,

aber er wusste nichts mehr, er hatte seine Erinnerung

verloren. Von da an war er noch schüchterner, geradezu

verängstigt.

Später erzählten ihm seine Eltern, das Kerstin und er von

einem „ bösen „ Mann entführt worden waren, und das

niemand weiß was aus Kerstin geworden war. Aber er

konnte auch nicht weiterhelfen. Er wusste von nichts und

Kerstin wurde nie gefunden.

Auch nach vielen Therapien, später als heranwachsender,

war sein Leben immer nur verkorkst, er konnte nichts mit

seinem Inneren anfangen und war und blieb total verstört.

„ BITTE LAß MICH LOS, BITTE, LUFT!!! „ würgt die

Blonde unter ihm.

Sie ist wunderschön mit dem Schlamm im Haar. Er erinnert

sich an alles, drückt ihr langsam den pochenden Hals

zu und das Puzzle fügt sich zusammen.

Jetzt hört sie auf zu zappeln, kein Mucks mehr. Wie eine

wunderschöne Puppe liegt sie da.

„ Ehrlich, Ich war das nicht, glaub mir doch Kerstin „

Kein zappeln unter ihm, kein Blick zurück.

Er geht allein nach Haus. Geht allein den schlammigen

Feldweg entlang, mit der wiedergewonnenen Erinnerung

und einer Gewissheit, ohne Reue, die ihn sein Leben lang

begleiten wird.

ENDE


4 ST/A/R

Der Herausgeber dieser Zeitung, Heidulf

Österreich ST/A/R - Wien

Mama

OMA

Geb u r t s t a g

a m 1. . 0 1

L U D W I G

Urenkel

eine Kinder

gerkinder

Mutter

D i e F r ö h lic

H e r b e r t & U

Papa

röhlichs

t & Ulrike

terthürs

eine ti & Reiner

Enkel

L U D W I G Gam 1. . 01

Marcus

Jenni

& Jan

Moritz

Zum .

am 1. . 01

Bild: Ludwig Büchsenschütz

ST/A/R

Städteplanung / Architektur / Religion

Buch VI - HERMA

ST/A/R 5

!itnbtrtt\or

Büchsenschüb


6 ST/A/R

RAMPONIERTE TEXTE

GÜNTHER GEIGER

men. Ich habe meinen Computer zurückerobert.

Aber es wird noch viel Zeit weiter fließen. Mein

Rhythmus hat sich korrigiert, ich musste mich

zurückschrauben. Meine Logopädin musste

Satz für Satz mit mir arbeiten. Ich war zu

sehr in Eile und so ging alles drunter und drüber.

Das Franz-Josefs-Spital, hier starb Peter,

der Anarchist, als deutlicher für nicht alle.

Linda bewachte ihn als er nur röchelte, dann

noch aus einem Pfiff, sich aufbäumte, und

von Wasser ließ, Peter stammte aus dem Osten,

aus den früheren deutschen Gebieten: Demnach

war er fast Pole. Der Pole kennt den schnellsten

Stürmer der Welt. Ich bin der langsamste,

aber mit 64 Jahren ein Veteran.

Ich hatte nur noch 50 % meiner Laufkapazität,

das rechte Bein war mit 85 % soweit in Ordnung.

Das andere linke hatte ich strapaziert. Ich

rauchte x-Zigaretten, um die Verzweiflung zu

umgehen, aber dies ruinierte meine Gesundheit.

Ich magerte ab. Vesna und wir waren für

ein paar Monate glücklich, und nicht allein

sexuell. Aber alles zertrümmerte ich mit

G Ü N T H E R

T E X T E G E I G E R

R A M P O N I E R T E

Seit Tagen an der Zeit von 31, 7. 2013 und 10. 10. 2013 in

Zahlen, köpfte sich der ACMS-Insult, und die Stille folgte.

Der Graukopf mit Schnurrbart war leblos, geschlossen

waren die Augen so lag er wie tot. Er war vor mir daher

gekommen, als gab es dahin niemand. Graukopf war da

keiner noch. Als befand ich mich selbst mit mir allein.

Unwahr war nur ich allein, niemand ich selbst. Die Nachtschwester

saß draußen, hatte beide Betten in Nachbarschaft.

Der Graukopf musste künstlich ernährt werden.

Ich schlief schlecht seit Monaten. Seit Jahren fast könnte

man es nennen. Man brauchte eine Erklärung, eine Verzweiflung,

die um sich griff. Ich machte mich nach ein

paar Tagen im Franz-Josefs Spital wieder frei. Ich bin

wieder in den Karl-Marx-Hof zurückgekommen. Ich habe

meinen Computer zurückerobert. Aber es wird noch viel

Zeit weiter fließen. Mein Rhythmus hat sich korrigiert, ich

musste mich zurückschrauben. Meine Logopädin musste

Satz für Satz mit mir arbeiten. Ich war zu sehr in Eile und

so ging alles drunter und drüber. Das Franz-Josefs-Spital,

hier starb Peter, der Anarchist, als deutlicher für nicht alle.

Linda bewachte ihn als er nur röchelte, dann noch aus

einem Pfiff, sich aufbäumte, und von Wasser ließ, Peter

stammte aus dem Osten, aus den früheren deutschen

Gebieten: Demnach war er fast Pole. Der Pole kennt den

schnellsten Stürmer der Welt. Ich bin der langsamste,

aber mit 64 Jahren ein Veteran.

Ich hatte nur noch 50 % meiner Laufkapazität, das rechte

Bein war mit 85 % soweit in Ordnung. Das andere linke

hatte ich strapaziert. Ich rauchte x-Zigaretten, um die

Verzweiflung zu umgehen, aber dies ruinierte meine

Gesundheit. Ich magerte ab. Vesna und wir waren für ein

paar Monate glücklich, und nicht allein sexuell. Aber alles

zertrümmerte ich mit meiner Gier. Das war zu schnell

aus gewesen. Noch hatte ich 93 Kilogramm gewogen. Als

mich Vesna vor 11 Monaten verließ, verschlankte ich um

80 Kilo ab. Vor dem Schlaganfall gab ich das Rauchen im

Bett nach. Darauf waren die Schäden wieder gutzumachen.

Ich schaffte es nicht, von jeder Zigarette zu lassen.

Ich schnorrte von den leichten Glimmstängeln meiner

Nachbarin. Gelegentlich kaufte ich ihr eine Packung. Sie

war wenig über Sechzig, zwei jünger als ich. Sie schenkte

mir ständig selbstgebackene Apfelkuchen oder helle Fladenbrote.

Die ich mir ersparen, denn ich war an Vollkorn

angewiesen. Dinkelbrot ging ebenso gut.

Buch VI - Propaganda Nr. 55/2017

R A M P O N I E R T E T E X T E

G Ü N T H E R G E I G E R

meiner Gier. Das war zu schnell aus gewesen.

Noch hatte ich 93 Kilogramm gewogen. Als mich

Vesna vor 11 Monaten verließ, verschlankte

ich um 80 Kilo ab. Vor dem Schlaganfall gab

ich das Rauchen im Bett nach. Darauf waren

die Schäden wieder gutzumachen. Ich schaffte

es nicht, von jeder Zigarette zu lassen. Ich

schnorrte von den leichten Glimmstängeln meiner

Nachbarin. Gelegentlich kaufte ich ihr eine

Packung. Sie war wenig über Sechzig, zwei jünger

als ich. Sie schenkte mir ständig selbstgebackene

Apfelkuchen oder helle Fladenbrote. Die

ich mir ersparen, denn ich war an Vollkorn

angewiesen. Dinkelbrot ging ebenso gut.

Ein junger Mann blaffte als ob er sich wie eine

Richtschnur anhielt. Der Mann hatte sein jungfrauliches

„Schlagerl“ und behielt sich seine

Balance einigermaßen vor. Damit war gemeint,

dass der Schlaganfall ihm sein Vorsehen

gibt. Kris, seines Zeichens ein notorischer

Alkoholiker, abhängig vom Rotwein, Raucher,

Kiffer, Whiskey Fusel. Wir wollen uns nicht

schädigen, aber tun wir anderes als dies?

Kris ist ein fähiger, geschickter Handwerker.

Ein junger Mann blaffte als ob er sich wie eine Richtschnur

anhielt. Der Mann hatte sein jungfrauliches „Schlagerl“

und behielt sich seine Balance einigermaßen vor. Damit

war gemeint, dass der Schlaganfall ihm sein Vorsehen

gibt. Kris, seines Zeichens ein notorischer Alkoholiker,

abhängig vom Rotwein, Raucher, Kiffer, Whiskey Fusel.

Wir wollen uns nicht schädigen, aber tun wir anderes als

dies? Kris ist ein fähiger, geschickter Handwerker. Er hat

Waschmaschinen repariert. Ebenso wie Wascharmaturen

und Waschbecken. Auch mit Sicherheitsschlössern hatte

er Erfahrungen. Auch Kris war schon an der Kippe gestanden.

Sie hatte ihn faktisch im letzten Moment gerettet. Der

Herzinfarkt war von ihm angeläutet worden. Mit Glück

hatte er sich nicht vor dem Abschied. Eben ereignete sich

ein junger Sportler, der tot zusammenbrach.

Mir wurde schwindlig, doch fiel ich nicht in Ohnmacht.

Ich sah, was mir selbst nahe war. So schälte sich mir der

Gehirnschlag in mir. Er ging ungeheuer langsam, ich

hatte wie viele Stunden um mich. Ich glaubte, es gäbe wie

eine Reise um mich. Aber es konnte sich länger als um

eine Stunde gehandelt haben. Wie eine Ewigkeit nahm

sie mich mit. Spitalsluft füllte mich an. Mein Besuch

war Roberts Rollwagenfahrer. Er brachte mir, Waschzeugs

mit, für nasses Rasieren. Seine Gattin befand sich

in Begleitung. Ich nützte das mit meinem Verschwinden

aus. Robert war in Sorge. Er hätte liebend meine Krankenstation

länger frequentiert. Der Neurologe bedauerte dies.

Ein schauriges Szenarium kam aus den Saudis für uns.

Ein Mann wurde geköpft, der einen weiteren Mann

erschossen hatte. In Saudi-Arabien fackeln sie nicht lange.

Da gibt’s Todesstrafe am Fließband. Es ist eine grauenvolle

Welt. Blutfontänen schießen aus abgetrennten Köpfen.

Wir in die Französische Revolution zurückversetzt.

Die Köpfe mussten rollen und die Henker hatten Hochsaison.

In der brutalen Hitze gab es kein edles Ansinnen.

Pure nackte Welt. Ein Schwertstreich zeigte eine europäische

Kultur. Wir setzten die Zivilisation dagegen. Beide

Weltkriege waren nicht so lange her. Aber die Wüste hat

ein Faszinosum. Meine syrische Nachbarin äußerte sie

sich dahin.

Er hat Waschmaschinen repariert. Ebenso wie

Wascharmaturen und Waschbecken. Auch mit

Sicherheitsschlössern hatte er Erfahrungen.

Auch Kris war schon an der Kippe gestanden.

Sie hatte ihn faktisch im letzten Moment gerettet.

Der Herzinfarkt war von ihm angeläutet

worden. Mit Glück hatte er sich nicht vor

dem Abschied. Eben ereignete sich ein junger

Sportler, der tot zusammenbrach.

Mir wurde schwindlig, doch fiel ich nicht in

Ohnmacht. Ich sah, was mir selbst nahe war.

So schälte sich mir der Gehirnschlag in mir.

Er ging ungeheuer langsam, ich hatte wie viele

Stunden um mich. Ich glaubte, es gäbe wie eine

Reise um mich. Aber es konnte sich länger als

um eine Stunde gehandelt haben. Wie eine Ewigkeit

nahm sie mich mit. Spitalsluft füllte mich an.

Mein Besuch war Roberts Rollwagenfahrer.

Er brachte mir, Waschzeugs mit, für nasses

Rasieren. Seine Gattin befand sich in Begleitung.

Ich nützte das mit meinem Verschwinden aus.

Robert war in Sorge. Er hätte liebend meine

Krankenstation länger frequentiert. Der

Neurologe bedauerte dies.

R A M P O N I E R T E T E X T E

Hier gibt es eine Menge gekränkter Schlaganfall-Patienten.

Es zeigten sich mitunter sehr junge Leidensgenossen.

Mein Zimmernachbar war immerhin schon 43jährig und

er hatte hübsche Kinder, eine Tochter und den jüngeren

Bruder. Ihre Geschwister verehrten den Vater, so sei der

Mutter voller Stolz auf den Vater. Wie zerbrach ihre Wortwahl,

sie warf ihm die ähnlich vor. Der Gatte, ein schlanker

feinsinniger, überarbeitet, ein Computermann,

verließ ihn fürs erster die fatale Sprache. Ein Ungar,

mit Halbglatze, eine Woche wurde er vom Rosenhügel

vorstellig. Hier gefiel es fast allen. Wir fühlten

uns umsorgt, kriegten unsere Tabletten, und das

passable. Es waren drei Menüs am Tag besonders

kam das Frühstück ausgezeichnet ab. Roggenbrot,

Vollkornbrot, Mischbrot, Semmel, Kipferl, Butter,

diverse Käse, Topfen, Paprika, Tomaten, Wurst,

Schinken, Bananen, Äpfel, Kiwi, selbstverständlich

zu Kaffee und Tee. Wir wurden bestens bedient.

Den Kranken fehlte es an nichts, und sie wurden

allesamt vom Pflegepersonal gesund betreut. Soweit

es noch möglich war. Nach einem Reha war ich vorläufig

frei. Das blieb ein Trugschluss. Mir schwante,

dass ich nun ein kranker Mensch war.

Günther Geiger

ist seit über 20 Jahren Mitherausgeber und

Gründungsmitglied der WIENZEILE Redaktion,

hat zahlreiche Romane über seine

Erlebnisse in der russischen Taiga bis hinauf

in den Karl-Marx-Hof veröffentlicht und ist

auch im ST/A/R immer wieder dabei. Nach

einem mittelschweren Schlaganfall sind

seine RAMPONIERTEN TEXTE, nach eigenen

Angaben, die ersten Versuche, wieder

zu schreiben.

Die gesammte ST/A/R Red. wünscht an dieser

Stelle recht gute Besserung und noch

viel Erfolg mit dem neuen OpenOffice für

MAC


Nr. 55/2017 Buch VI - Commercial

ST/A/R 7

Wir unterstützen auch

die Viennale -Vienna International Film Festival.

den MehrWERT-Filmpreis.

die Wiener Festwochen.

die Jeunesse.

das Klangforum Wien.

Wien Modern - Festival für Neue Musik.

den Kompositionspreis für Neue Musik.

das Gustav Mahler Jugendorchester.

den Zyklus Jazz im Konzerthaus.

das Jazzland.

die Seeession.

das weisse haus - Kunstverein.

den MehrWERT-Kunstpreis.

das Volkskundemuseum Wien.

das ZOOM Kindermuseum.

das Internationale Kinderfilmfestival.

Tricky Women - International Animation Film Festival.

das dotdotdot_ Kurz~ilmfestival.

i

das Tanzquartier Wien.

~t l

die Vienna Design Week. ~ß\ '6 . '

den Meh~WERT-Designprei~. "et ~5~ .

::: :~~~~~kturzentrum Wien. sc";1erf!lehrt

das Hilfswerk. Schones !

die Gedenkstätte Yad Vashem.

den Verein lobby.16.

die Friedensflotte mirno more.

die Aktion Hunger auf Kunst & Kultur.

Kultur-Transfair.

u.v.m.

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· PBl'riRhodan ..

Lese rko ntaktse ite

Qer Comic der Woche _ · . von Marcus Hinterthür, M.Hinterthuer@gmx.net

Den Comic habe ich vor Jahren mal gemacht. Ich dachte, es ist Zeit, euch das mal vorzustellen.

Irgendwann . am Rande

der- Gataxrs ....

"'

·. ·,

Un s ere neuen

Mu1.antent

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