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altlandkreis - Das Magazin für den westlichen Pfaffenwinkel - Ausgabe März/April 2022

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Ausgabe 70 | März / April 2022

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Eine Produktion von

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Titelbild: Ralph Hoppe, Adobe Stock

Altstadt Schongau

Mit Sonderteil

BAUEN &

WOHNEN

im Altlandkreis

Auf der Roten Couch

Der Kreishandwerksmeister erzählt

Zimmerer & Bergführer

Abenteuerliche Berufskombination


Eine Bereicherung fürs Leben

Einer der ältesten Skier der Welt,

die revolutionäre Vierpunkt-

Sicherheitsbindung und originale

Rennski von Deutschlands

erfolgreichster Athletin überhaupt:

Zu sehen sind diese Exponate

nicht etwa in einem

Skiort wie Garmisch-Partenkirchen,

sondern inmitten

des Schongauer Altlandkreises.

Das Peitinger Klösterle

beinhaltet ein in der Region

einzigartiges Skimuseum und

öffnet wöchentlich seine Pforten.

Täglich im Einsatz: Marcus

Graf und seine 39 Musiklehrer, die

unter dem Dach der Musikschule Pfaffenwinkel vom

Einzel- bis zum Ensembleunterricht die breite Palette

handgemachter Musik abdecken – und das in 13

verschiedenen Orten. Noch größer ist der Zuständigkeitsbereich

der Kreishandwerkerschaft Oberland.

Deren Vorsitzender: Michael Andrä. Im großen Interview

auf der Roten Couch spricht der Obersöcheringer

über eine Sonderrolle des Handwerks in der

Region, warum der Bauboom auch die kommenden

Jahre andauern wird, die Energiewende mit wesentlich

mehr Augenmaß betrieben werden muss und

das Thema „Fachkräftemangel“ auch aus einer ganz

anderen, im Grunde positiven Perspektive betrachtet

werden kann. Außerdem verrät uns der 39-Jährige,

dass seine Reden im Dialekt recht positiven Anklang

finden bei hiesigen Handwerkern. Obwohl, oder gerade

weil er entgegen vieler Politiker auch mal kritische

Themen beim Namen nennt? Die Antwort lesen

Sie, liebe Leser, ab Seite 9.

Unmittelbar danach: Unser Sonderteil zu „Bauen,

Wohnen & Energie“, worin wir unter anderem das

Thema „Altlasten“ aufgreifen – und wie zukünftige

Grundstückskäufer oder Bauherren „böse Überraschungen“

in Sachen unerwartete Mehrkosten

vermeiden können. Ähnlich wertvoll sind die Vorsorge-Tipps

für den Fall eines länger anhaltenden,

flächendeckenden Stromausfalls. Immer mehr Experten

rechnen damit, dass ein sogenannter „Blackout“

bereits in wenigen Jahren auf Deutschland

zukommen könnte. Weilheim-Schongaus Katastrophenschutz

möchte dahingehend nun Bürgermeister

und Bürger sensibilisieren. Fingerspitzengefühl ist

auch beim Umgang mit Nacktschnecken, den Feinden

des selbstangebauten Salats, gefragt. Wie wohl

die in Deutschland ansässigen Römer damals ihre

Kräutergärten vor diesen schleimigen Kriechtieren

geschützt haben? Neben Gartentrends, Baumhaus-

Bau, Heimwerker-Tipps und weiteren zum Sonderteil

passenden Texten finden Sie, liebe Leser, auch

jede Menge in Sachen „Ausbildung“. Zum Beispiel,

dass die SAM2022 ein weiteres Mal als Schongauer

Ausbildungsmarkt im Internet stattfinden muss. Wie

es im 21. Jahrhundert um die Chancengleichheit für

Azubis von Morgen steht, warum der Beruf „Fachkraft

für Kinderpflege“ besonders gefragt ist, wie sich

zwei junge Ingenrieder auf ihre Lehre zum Landmaschinenmechaniker

vorbereitet haben und was hiesigen

Unternehmen die alljährliche Teilnahme am

„Girls‘ Day“ bringt. Eine Bereicherung fürs Privatleben

zahlreicher Familien im Verteilgebiet ist dagegen

der Verein „einfach mehr“. Er kümmert sich um

Kinder mit Trisomie 21. Und das mit wirklich tollen

Projekten, wie aus erster Hand erfahren durfte,

Ihr Johannes Schelle

> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

Bereichernde Schicksale:

Über „einfach mehr“ und

Trisomie 21

Seite 6

Schwedischer „Rocker“

aus 1800 — Skimuseum mit

einzigartigen Exponaten

Seite 9

Auf der Roten Couch:

Kreishandwerksmeister

Michael Andrä

Seite 14

Vorsorge für den Ernstfall:

Katastrophenschutz warnt

vor „Blackout“

Seite 18

Kostenfalle Altlasten:

So vermeiden Sie

„böse Überraschungen“

Seite 22

Werden Ölheizungen ab

2026 verboten? Ein

Energiemix sei die Zukunft

Seite 26

Feind des Selbstangebauten:

Wertvolle Tipps im Umgang

mit Schnecken

Seite 32

Bunte Eier aus natürlichen

Zutaten: Ostern mit der

Hauswirtschafterei

Seite 34

Zwischen Dachstuhl und Mont

Blanc: Das Berufsleben von

Tobias Karpinski

Seite 38

Brotzeitbrettl aus Brennholz:

Anregungen und Tipps

zum Selberbasteln

Seite 44

Ekelerregende Schimmelpilz-

Fresser: Silberfische

im Badezimmer

Seite 52

Allerlei Lesenswertes:

Druckfrische Literatur

regionaler Autoren

Seite 54

Über Mini-Musik ins

Ensemble: Das breite Spektrum

der Musikschule Pfaffenwinkel

Seite 66

Ein Buggy mit „Bums“:

Ingenrieder bereiten sich auf

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märz / april 2022 | 3


Über „einfach mehr“ und Trisomie 21

Bereichernde Schicksale

Altlandkreis | Menschen mit Trisomie

21 haben Eigenschaften, auf

die ein Großteil der Gesellschaft

neidisch sein muss: Sie schätzen

die kleinen Dinge des Lebens, sehen

nahezu immer das Positive

und haben unglaublich viel Liebe

zu verschenken. Vermeintlich Banales

wie das Scheinen der Sonne,

das sanfte Herabfallen kristallener

Schneeflocken oder das in die Hand

drücken einer frischgeschnittenen

Scheibe Salami empfinden sie nicht

als alltäglich, sondern lassen sie

aufblühen und erstrahlen – Dinge,

die viele Erwachsene, gefangen im

Hamsterrad der Hochleistungsgesellschaft,

nicht mehr wahrnehmen

und zu schätzen wissen. „Insofern

sind Kinder mit Down-Syndrom

keine Last, sondern eine Bereicherung

für uns, für unsere Familien

und die Gesellschaft“, sagen

Regina Fath und Daniela Kalisch.

Beide gehören zu den Gründungsmitgliedern

des Vereins „einfach

mehr – Menschen mit Trisomie 21

im Pfaffenwinkel e.V.“. Und beide

haben selbst ein Kind mit Down-

Syndrom, jeweils elf Jahre jung.

Dabei handelt es sich nicht um eine

Krankheit, sondern eine Anomalie

des Erbguts, wonach die genetische

Ausstattung vom „Normalzustand“

abweicht – in allen oder

einigen Körperzellen der Menschen

mit Down-Syndrom finden sich drei

anstatt zwei Exemplare vom Chromosom

21. Daher auch der Name

„Trisomie“ 21. Und da es sich nicht

um eine Erbkrankheit handelt, Trisomie

21 im Grunde zufällig entsteht,

kann theoretisch auch jede

schwangere Frau davon betroffen

sein. Was einem dann, bei aller positiver

Lebensenergie, die Trisomie-

21-Kinder ausstrahlen, erstmal den

Boden unter den Füßen wegzieht.

„Ich hatte nicht mal ein persönliches

Gespräch mit dem Arzt, sondern

bekam lediglich ein kleines

Buch und einen Flyer mit Infos zu

Trisomie 21 in die Hand gedrückt –

da stehst du erstmal da mit deinem

Schicksal und weißt nicht mehr wo

oben und unten ist“, erinnert sich

Regina Fath noch ganz genau an

jenen Moment im Krankenhaus,

kurz nachdem ihr Sohn zur Welt

gekommen war. Noch kurioser ist

die Geschichte von Daniela Kalisch.

„Wir haben erst vier Monate nach

der Geburt erfahren, dass unser

Sohn das Down-Syndrom hat – rein

optisch hatte er damals noch keine

Anzeichen gehabt.“ Solch mangelnde

und unzureichende medizinische

Aufklärung und Untersuchung

sind auch mitentscheidende

Gründe gewesen, warum Fath, Kalisch

und sieben weitere Familien

aus Weilheim-Schongau und Umgebung

aus einem kleinen Privat-

Treff zum regelmäßigen Austausch

einen richtigen Verein gegründet

haben. Genaugenommen wurde

„einfach mehr“ am 21. März 2012

ins Leben gerufen, somit vor exakt

zehn Jahren.

Vor 30 Jahren noch

verpönt

Zum Vereinsjubiläum haben die

Vorsitzenden bereits vor längerer

Zeit den Ballenhaus-Saal in

Schongau reserviert. Da jedoch die

Chancen coronabedingt schlecht

stehen, diesen auch nutzen zu können,

wurde noch kein konkretes

Rahmenprogramm ausgearbeitet.

Umso wertvoller ist Pressearbeit

und der Verweis aufs Internet

(www.einfachmehr.org) sowie Facebook

und Instagram, um auf dieses

sensible Thema „Trisomie 21“

hinzuweisen. „Ein Thema, das vor

30, 40 Jahren noch verpönt war in

unserer Gesellschaft“, sagt Daniela

Kalisch. Damals habe man in vielen

Fällen gar nicht gewusst, dass

Kinder mit Trisomie 21 existieren.

„Aus Angst, vor der Gesellschaft

nicht akzeptiert zu werden, wurden

Kinder mit Down-Syndrom im

wahrsten Sinne zuhause eingesperrt.“

In Sachen Akzeptanz hat

sich die vergangenen Jahre, auch

dank Aktivitäten des Vereins „einfach

mehr“, viel getan. „Das Ziel

für Kinder mit Trisomie 21 muss

grundsätzlich sein, sie so normal

wie möglich aufwachsen und entwickeln

zu lassen“, sagt Regina

Fath. Insbesondere in jungen Jahren

ist es inzwischen Standard,

dass Kinder mit Down-Syndrom

mit rund drei Jahren in einen Regelkindergarten

kommen, und mit

sechs, sieben oder acht Jahren in

eine Grundschule. „Natürlich können

sie nicht das Leisten, wozu

Kinder ohne Beeinträchtigung im

Stande sind, aber allein das Gefühl,

fester Bestandteil des Großen

und Ganzen zu sein, hilft ihnen

ungemein weiter.“ Insbesondere

durch Begleitung und Zutrauen

von Mitmenschen können Kinder

mit Trisomie 21 weit mehr leisten

und lernen, als ihnen über Jahre

und Jahrzehnte hinweg zugetraut

4 | altlandkreis


Familienwochenende: Kinder mit

und ohne Downsyndrom malen an

einem gemeinsamen Projekt.

wurde. Im Schulalltag hilft beispielsweise

ein Schulbegleiter, bezahlt

vom Bezirk von Oberbayern.

Und ein aufklärendes Gespräch

von Sigune Echter, Vorsitzende des

Vereins „einfach mehr“, Mutter eines

Kindes mit Down-Syndrom und

Grundschullehrerin, insofern die

ideale Frau, um Eltern, Mitschülern

und Lehrer-Kollegen etwaige Sorgen

zu nehmen.

Workshops und

Therapeuten-Netzwerk

Nichtsdestotrotz ist der Alltag von

Familien mit Trisomie-21-Kindern

ein anderer. „Wir haben unglaublich

viel Spaß, können viel lachen,

brauchen aber auch verdammt

viel Geduld und starke Nerven,

weil Kinder mit Down-Syndrom

schlichtweg länger brauchen, um

Dinge zu verstehen und umzusetzen“,

sagt Daniela Kalisch. Ganz

wichtig seien auch regelmäßige

Therapien, damit die Kinder ihr gesamtes

Potential entfalten können.

Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie

und Therapieklettern sind

nur vier Beispiele. „Für uns ideal

sind zwei Therapien die Woche“,

sagt Regina Fath. Es gehe darum,

die Kinder in Maßen zu fördern,

nicht zu überfordern. Gleichzeitig

sollte genug Zeit und Raum übrigbleiben,

um sie im „normalen“ Alltag

reifen zu lassen. Zum Beispiel

durch Spielen mit Geschwistern

und Freunden. Letztlich richtet sich

die ganze Familie immer nach dem

schwächsten Glied, weshalb stets

abgewogen wird: „Können wir das

machen, und wenn ja, in welcher

Form?“ Für Mama, Papa, Bruder

oder Schwester eines Kindes mit

Down-Syndrom heißt das vor allen

Dingen eines: Verzicht. „Deshalb

klärt unser Verein nicht nur über

Trisomie 21 auf, sondern setzt sich

auch gezielt für Eltern und Geschwister

ein.“ Es gibt einerseits

regelmäßige Familientreffen und

Tagesausflüge, wo Gleichgesinnte

unter sich eine wunderbare Zeit

miteinander verbringen und oft

wertvolle Freundschaften fürs Leben

entstehen. Aber eben auch

Treffen, Seminare und Workshops,

die explizit nur für Mütter, Väter

und Geschwisterkinder stattfinden.

Coronabedingte Einschränken

erschweren diese regelmäßigen

Tages- und Wochenend-Aktionen

zwar, hält die einfach-mehr-Verantwortlichen

jedoch

nicht davon ab, auch für

2022 coole Events auf

die Beine zu stellen. Im

Sommer beispielsweise

ist ein Familien-Wochenende

im Gästehaus

Adlerhorst geplant, unweit

des oberen Drehhüttenparkplatzes

bei

Schwangau. Kurzum: Der

Verein „einfach mehr“

ist in vielerlei Hinsicht

ein Vorbild für gelebte

Inklusion, der Betroffenen

und Interessierten

in allen Lebenslagen entscheidend

weiterhelfen

kann. Auch zum Thema

Bluttest im Falle einer

Schwangerschaft, der

inzwischen von Krankenkassen

bezahlt wird und

ermöglicht, Trisomie 21 weit vor

der Geburt festzustellen. „Wir verfügen

über ein großes Netzwerk

an guten Therapeuten, kennen uns

mit staatlichen Fördermitteln aus,

wissen, was Krankenkassen übernehmen

und was nicht. Wir haben

wertvolle Tipps für den alltäglichen

Umgang mit Menschen, die mit Trisomie

21 geboren wurden, besitzen

zahlreiche Leihmedien und -spielsachen

und setzten uns aktiv für

Inklusion ein“, so Regina Fath über

das breite Spektrum von „einfach

mehr“, das sich offensichtlich herumgesprochen

hat. Aus den neun

Gründungsfamilien sind inzwischen

32 mit insgesamt 52 aktiven

Mitgliedern geworden. Die meisten

kommen aus Altenstadt, Schongau,

Peiting, Peißenberg und Weilheim,

wobei sich das Einzugsgebiet

inzwischen bis nach Bernried,

Buchloe, Dießen am Ammersee,

Unterammergau, Kaufering und

Bernbach bei Bidingen erstreckt.

Hinzu kommen 41 Fördermitglieder,

die den Verein finanziell unterstützen.

Und sicherlich auch von

der unbegrenzten Lebensfreude

und Liebe von Kindern mit Trisomie

21 profitieren. js

märz / april 2022 | 5

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6 | altlandkreis

Skimuseum mit einzigartigen Exponaten

Schwedischer „Rocker“ aus 1800

Peiting | Mit 36 Weltcup-Siegen,

einem WM-Titel und drei olympischen

Goldmedaillen ist Katja

Seizinger die erfolgreichste deutsche

Skirennfahrerin aller Zeiten.

Obwohl die aus dem nordrheinwestfälischen

Datteln stammende

49-Jährige bereits im April 1999

ihre aktive Karriere beendet hatte,

sind ihre Erfolge bis heute unvergessen.

Unter anderem auch dank

eines in der Region einzigartigen

Museums – dem Skimuseum im

Peitinger Klösterle. Auf 90 Quadratmetern

Ausstellungsfläche zu

sehen: Drei Paar Völkl-Rennski und

eine in Rennanzug und Abfahrtshelm

eingekleidete Schaufenster-

Puppe – alles Original-Ausstattung

von Katja Seizinger. Dabei sind

diese fünf Unikate nur ein winzig

kleiner Ausstellungs-Ausschnitt

des Peitinger Skimuseums, das

insgesamt mehr als 500 Exponate

beherbergt. Angefangen mit einem

der ältesten Skier in der Geschichte

der Menschheit: Ein aus Schweden

stammender Eschenholzski, hergestellt

im Jahre 1800! Er ist rund zwei

Meter lang, besitzt weder Taillierung,

Stahlkante noch Sicherheitsbindung,

stattdessen eine einfache,

von Hand fixierte Schlaufe, in

die man Badeschlappen-ähnlich

mit einem warmen Winterschuh

hineinschlupfen konnte. „Ein Ski,

der natürlich zum Fortbewegen

und Jagen gedacht war, keiner zum

Abfahren“, sagt Heinrich Bittner,

Museums-Archivar und einer derjenigen,

der den Hauptinitiator des

Peitinger Skimuseums persönlich

kannte: Erich Sanktjohanser. Der

hatte über mehrere Jahre hinweg

historisch wertvolle, zum Teil uralte

und seltene Exponate rund ums

Thema Ski zusammengesammelt.

Mehr zum Jagen als Abfahren: Im Peitinger Skimseum sind unter rem uralte Schneeschuhe und Skier aus Skandinavien

andeausgestellt.

Und zwar vorwiegend aus Skandinavien

und Tschechien. 16 Paar

Wander- und Alpinski aus Esche,

Eiche oder Rotbuche, gebaut zwischen

1850 und 1935, mal mit, mal

ohne Riemen-Bindung, stammen

beispielsweise aus Südmähren.

Pioniere der

Sicherheitsbindung

Über die Jahre hinweg wurde die

Ansammlung von Sanktjohanser,

der leider exakt ein Jahr nach offizieller

Museums-Eröffnung verstorben

ist, durch andere rührige

Peitinger schrittweise erweitert.

Zum Beispiel um den längsten Ski

mit 2,85 (!) Metern. Oder um 305

Bindungen vom namhaften Hersteller

Marker. Darunter auch: Die

revolutionäre Vier-Punkt-Sicherheitsbindung,

deren ursprüngliche

Entstehungsgeschichte einen

fast schon tragischen Hintergrund

hat: Hannes Marker verdiente

nach dem Zweiten Weltkrieg sein

„täglich Brot“ als Sportjournalist

in Garmisch-Partenkirchen. Und

als Skilehrer für US-Soldaten, die

sich in den Bayerischen Alpen erholten.

Allerdings verlor er diesen

Job um ein Haar, weil sich die Soldaten

reihenweise Füße und Beine

gebrochen hatten, deren General

infolgedessen das ihm viel zu verletzungsgefährliche

Skifahren verbieten

wollte. Dann erwischte es

auch den Vorzeige-Skifahrer selbst

– nach einem schweren Sturz lag

Hannes Marker mit Rippen- und

Beckenbruch wochenlang im Krankenhaus,

fing allerdings noch im

Krankenbett an zu grübeln: „Wie

kann ich eine bereits herumgeisternde

Idee, den Skisport sicherer

zu machen, in die Tat umsetzen?“

Letztlich hatte er riesengroßen Erfolg:

Die Firma Marker ist bis heute

Weltmarktführer im Skibindungsbereich.

Und ist dank einer Niederlassung

in Penzberg auch nach

wie vor im bayerischen Oberland

vertreten. Ähnlich faszinierend

wie die Hannes-Marker-Geschichte

ist die vom ersten Schnallenski-

schuh. Dessen Erfinder heißt Otto

Mathé, ein in Innsbruck geborener

Tausendsassa, unter anderem als

Rennradfahrer und Motorsportler

erfolgreich. Im Rahmen eines

Sandbahnrennens verletzte er

sich jedoch derart schwer, dass

seine rechte Hand für immer gelähmt

bleiben sollte. Doch anstatt

zu resignieren, stand er bereits

den darauffolgenden Winter auf

Skiern, „wofür ich im Grunde ja

nur meine Beine brauche“. Das

kräftige Zubinden seines dama-

ligen Skischuhs war ihm mit nur

einem gesunden Arm jedoch

unmöglich. Seine Lösung des

Problems: Pro Schuh drei Federstrammer

annieten, womit

der erste Schnallenskischuh

geboren war.

Insofern ist das Peitinger

Skimuseum vollgepackt mit

überregionalen und internationalen

Besonderheiten,

wobei die markteigene Historie

nicht zu kurz kommt.

Dort, wo in Peiting heute

Lidl-Kunden

Lebensmittel

einkaufen, stand vorher

eine Skifabrik. Sie hieß

Hofbauer und produzierte

unter gleichem Namen

zahlreiche

Pistenmodelle

für Hobbysportler und

Rennfahrer, später international

zugelassene Eisstöcke.

Wer unter den an

Wand und Decke hängenden

Hofbauer-Skiern weiterschreitet,

gelangt jedoch

in einen Museums-Bereich,

der nur noch indirekt etwas

mit Skisport zu tun hat: Die

Michael-Dacher-Stube, die

unter anderem wetterfeste

Jacken, Steigeisen, Pickel


und ein Foto von Dacher

und Reinhold Messner zeigt.

Letzteres wurde am 8611

Meter hohen K2 geknipst.

Der zweithöchste Berg der

Welt gilt als wesentlich anspruchsvoller

als beispiels-

weise der mit 8 848 Metern

höchste Berg der Welt, der

Mount Everest. Beim Verlassen

der Extrembergsteiger-Ecke

stechen dagegen

wieder weitere,

außergewöhnliche Skisporterfindungen

ins Auge.

Zum Beispiel ein Skischuh

aus 1956, der sowohl vorne

als auch hinten ein Schnürsystem

zu bieten hatte – und

zu dieser Zeit das Topmodell

schlechthin gewesen sein

muss. Schließlich wurde damit

die damalige Deutsche

Nationalmannschaft für die

Olympischen

Winterspiele

in Cortina d’ Ampezzo ausgestattet.

Oder ein Klappski,

dessen Baujahr zwar unbekannt

ist, jedoch aufgrund

Bauweise und lederner

Riemenbindung viele Jahre

zurückliegen muss. Und genau

das macht das Peitinger

Skimuseum auch für jüngere

Menschen so interessant:

Immer wieder entdeckt

der Besucher 50, 80, 100

oder gar 170 Jahre alte Skimodelle,

Bindungen und

Schuhe, deren Aufbauten

und Formen verblüffende

Ähnlichkeiten mit aktuellen

„Innovationen“ haben.

Eine slowenische Edel-

Im Original: Drei Paar Rennski sowie Rennanzug

und Sturzhelm von Katja Seizinger.

firma hat erst im vergangenen

Winter einen pistenorientierten

Klappski, der platzsparender zu

verstauen und transportieren ist,

herausgebracht. Wer dann beim

Durchschlendern des Peitinger Skimuseums

das gleiche Bau-Prinzip

aus längst vergangener Zeit entdeckt,

reibt sich verwundert die

Augen und kommt immer wieder

zum Entschluss: Vom Grundprinzip

her hat sich im Bereich Ski

und Skisport wenig verändert die

vergangenen Jahrzehnte. Ein weiteres

Paradebeispiel dafür: Das seit

Corona (wieder) schwer beliebte

Splitboard, womit Snowboarder

Tourenski-mäßig aufsteigen können.

Auch das ist keine Neuheit,

sondern gab’s bereits um 1991.

Und dann wäre da nochmals dieser

aus Schweden stammende Uralt-Ski

aus dem Jahre 1800 gesondert

hervorzuheben. Der hat eine

ziemlich starke, weit nach hinten

aufgebogene Skischaufel. Insofern

genau das, was im 21. Jahrhundert

als „revolutionäre Rockertechnik“

angepriesen wird – und inzwischen

in nahezu allen Skiern zum

> > > ÖFFNUNGSZEITEN SKIMUSEUM

Das Peitinger Skimuseum an der Kapellenstraße 1 hat jeden

Mittwoch von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Informationen zu

aktuellen Corona-Regeln hält die örtliche Tourist-Information

unter 08861 / 59961 oder touristinfo@peiting.de bereit.

Dort können auch Termine für Sonderführungen an anderen

Tagen und zu anderen Uhrzeiten vereinbart werden.

leichteren Einsteuern in die

Kurve sowie besseren Aufschwimmen

im Tiefschnee

verbaut ist. Eine tatsächliche

Weltneuheit war dagegen

der Doppelkanten-Carvingski

der österreichischen Firma

Kneissl. „Der soll auch

super funktionieren, Kosten

und Wartungsaufwand seien

jedoch zu hoch gewesen,

um sich auf dem Skimarkt

durchzusetzen“, sagt Klaus

Hilgner, Vorsitzender des

Peitinger Museumsvereins.

Zu sehen ist dieses exotische Exemplar

übrigens direkt neben

den ausgestellten Rennskiern von

Katja Seizinger. Und schräg gegenüber

dieser umfangreichen

Skibindungs-Sammlung von Marker.

An der war übrigens auch

Markus Wasmeier interessiert,

der mit zwei Olympischen Gold-

Medaillen, einem WM-Gold und

neun Weltcup-Siegen ähnlich erfolgreich

war wie Seizinger. „Wenn

wir keinen ehrenwerten Platz für

die Marker-Bindungen gefunden

hätten, würden sie jetzt in seinem

Bauernhof- und Wintersportmuseum

in Neuhaus am Schliersee

zu sehen sein“, erinnert Heinrich

Bittner an den Besuch von Markus

Wasmeier, der persönlich ins Klösterle

gekommen war, dabei jedoch

feststellen musste: Die Peitinger

haben nicht nur Platz für 500 Ski-

Exponate aus Deutschland, Österreich,

der Schweiz, Italien, Japan,

Kanada, Finnland, Frankreich, Norwegen,

USA und der ehemaligen

DDR, sondern hegen und pflegen

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märz / april 2022 | 7


8 | altlandkreis


Auf der Roten Couch

Repräsentant des

hiesigen Handwerks

Unternehmer, Zimmerer, Bautechniker,

Energieberater, Obermeister

der Zimmererinnung und Kreishandwerksmeister:

Langweilig

wird Michael Andrä aus Obersöchering

sicher nicht. Zum großen

Interview auf der Roten Couch

durften wir in die Abbundhalle

seines Betriebes in Eglfing. Privat

wohnt der Vollbluthandwerker im

benachbarten Obersöchering.

Foto: Felix Baab

märz / april 2022 | 9


Eglfing / Obersöchering | Sie gilt

als wichtiges Bindeglied zwischen

hiesigem Handwerk und Politik:

Die Kreishandwerkerschaft Oberland,

der aktuell 780 Betriebe aus

den Landkreisen Weilheim-Schongau

und Garmisch-Partenkirchen

angehören. Deren Vorsitzender

seit Juni 2021: Michael Andrä, 39,

ledig, wohnhaft in Obersöchering

und Inhaber einer Zimmerei in

Eglfing. Im großen Interview auf

der Roten Couch spricht der leidenschaftliche

Zimmerermeister,

Bautechniker und Energieberater

über die Sonderrolle des Handwerks

in der Region, warum er

auf Freisprechungsfeiern kein

Blatt vor den Mund nimmt, neue

Technologien körperlich schwere

Arbeiten erleichtern und der Fachkräftemangel

mit ganz anderen

Augen betrachtet werden kann –

fernab der gängigen Gründe wie

demografischer Wandel, besserbezahlende

Industriebetriebe und

Akademiker-Denke.

Zwischen Abbundhalle und Büro: Kreishandwerksmeister Michael Andrä

(links) und „altlandkreis“-Redakteur Johannes Schelle im Gespräch.

10 | altlandkreis

Herr Andrä, welche Bedeutung hat

das hiesige Handwerk fürs bayerische

Oberland?

In den Landkreisen Weilheim-

Schongau und Garmisch-Partenkirchen,

dem Einzugsgebiet der

Kreishandwerkerschaft Oberland,

haben wir 780 organisierte Handwerksbetriebe

mit mehr als 4 800

Männern und Frauen, die in rund

20 verschiedenen Handwerksberufen

tätig sind. Hinzu kommen

zahlreiche weitere Betriebe, die

nicht Teil unserer Organisation

sind. Allein diese Zahlen zeigen,

welch große Bedeutung Handwerk

für unsere Region, für uns

als Wirtschaftsstandort hat. Hinzu

kommt, dass wir eine Urlaubsregion

sind, deshalb nicht nur Wert

auf Funktionalität und Qualität

gelegt wird, sondern auch auf ein

schönes Äußeres – riesige Schirmbretter,

Balkone aus Holz, hochwertige

Außenschalungen sowie

von Hand geschweißte Wendeltreppen

aus Stahl sind nur wenige

Beispiele, die bei uns sehr häufig,

in anderen Bundesländern und

Regionen dagegen wenig bis gar

nicht zu sehen sind. Heißt: Handwerk

ist bei uns auch ein Stück

Kulturgut und Lebensgefühl. Vor

allem die letzten Jahre erweckt

es den Eindruck, dass auch jüngere

Leute wieder mehr Wert auf

Handgemachtes legen, insofern

auch exotischere Handwerksberufe

wie Säckler oder Schuhmacher

eine Art Renaissance erleben, getreu

nach dem Motto: Lieber mehr

Geld für was Gescheites ausgeben,

als Billigware bei Amazon

bestellen.

Wie steht es um die Frauenquote im

hiesigen Handwerk?

Die ist an sich gering, trotzdem

werden es immer mehr Frauen,

die im Handwerk tätig sind. Als ich

damals gelernt habe, so um 2002,

waren Frauen äußerst rar gesät

in unserer Branche, Mädchen in

der Berufsschule fast schon exotisch.

Inzwischen haben wir pro

Lehrjahr, allein bei den Zimmerern,

ein, zwei Mädels. Und: Es

gibt inzwischen sogar Leiterinnen

von Handwerksbetrieben in unserer

Region, zum Beispiel Renate

Christa von Christa Blockhaus in

Steingaden.

Zimmerer, Zimmerermeister, Bautechniker,

Energieberater, Gründer

einer eigenen Zimmerei: Warum

haben Sie diesen handwerklichen

Weg damals eingeschlagen, und bis

heute konsequent weiterverfolgt?

Mein Vater war Fliesenleger und

Ofensetzer. Mein Opa gelernter

Schreiner, der in einer Zimmerei

gearbeitet hat – als Kind war

ich ständig auf seinem landwirtschaftlichen

Anwesen, habe ihm

bei Arbeiten mit Holz geholfen

und war begeistert davon, wie

er sich selbst zu helfen wusste.

Insofern war mir schon sehr früh

klar, dass ich auch ein Handwerk

erlernen möchte. Das war sicherlich

auch der Grund dafür, dass

ich nach zwei Jahren Gymnasium

auf die Realschule gewechselt bin

und nach Abschluss der Mittleren

Reife eine Zimmerer-Ausbildung

im Betrieb meines Onkels begonnen

habe, ohne davor auch nur

ein einziges Praktikum absolviert

zu haben. Im Nachhinein kann ich

sagen, dass es die absolut richtige

Entscheidung war, die ich bis heute

nicht bereue.

Ein Mann der Praxis: Michael Andrä in der Werkstätte seines Betriebes.

Hier sägt er gerade ein Vollholzbrett aus Buche.

Ihr bisheriges Baustellen-Highlight?

Wir haben vor einigen Jahren

mal ein neues Starthaus für die

Kandahar-Rennen in Garmisch-

Partenkirchen gebaut, unter anderem

bei einem halben Meter

Neuschnee.

Dazu braucht es gute Mitarbeiter.

Haben Sie auch mit Fachkräftemangel

zu kämpfen?

Ich sehe das Problem mit dem

Fachkräftemangel, der grundsätzlich

ja alle Branchen betrifft, mit

etwas anderen Augen und gar

nicht so tragisch, wie häufig in der

Öffentlichkeit dargestellt. Es fehlt

uns nicht unbedingt an Leuten,

sondern wir haben schlichtweg

brutal viel Arbeit – so viel wie nie

zuvor, was im Grunde ja ein großer

Segen ist.

Was sind die Gründe für diesen seit

mittlerweile mehr als 15-Jährigen

Bauboom?

Es gibt einerseits viele Vermögende,

die aufs Land ziehen und

neu bauen. Aber auch, speziell

in unserer Region, immer mehr

ältere Menschen, die im Laufe

ihres Lebens gut gespart haben

und sich sagen: Jetzt bauen wir,

gemeinsam mit der jüngeren

Generation, doch nochmals um,

an oder aus. Hinzu kommt, dass

speziell in Weilheim-Schongau

und Garmisch-Partenkirchen eben

nicht nur viel, sondern auch sehr

hochwertig und nachhaltig gebaut

wird. Heißt: Ein Bauprojekt

im bayerischen Oberland dauert

von Haus aus länger als beispielsweise

Fertigbetonbauweisen in

größeren Städten oder anderen

Regionen Deutschlands.

Wie lange wird dieser Boom noch

andauern?

Eine langfristige Prognose ist immer

schwierig. Aber allein aus

oben genannten Gründen ist die

kommenden Jahre kein Einbruch

zu erwarten. Zumal die neue Regierung

ja auch noch 400 000

Wohnungen pro Jahr bauen möchte,

und dafür auch wir Handwerker

sicherlich gefragt sein werden.

Trotz dieser grandiosen Auftragslage

wird dem Handwerk immer wieder

ein Image-Problem nachgesagt.

Unter anderem, weil Industriebetriebe

bei geregelteren Arbeitszeiten

besser bezahlen und körperlich

weniger anstrengende Aufgaben

anzubieten haben.

Ein Image-Problem des hiesigen

Handwerks sehe ich im Großen

und Ganzen ehrlich gesagt auch

nicht. Rauer Umgangston und

Saufereien, wie es in den 1970er

Jahren noch gang und gäbe war

auf dem Bau, gibt es heutzutage

kaum noch. Und auch der von Politik

und Wirtschaft angepriesene


Akademiker-Status, wonach alles

außer Abi und Studium nichts

wert sei in unserer Gesellschaft,

ist nicht mehr so stark ausgeprägt

wie noch vor einigen Jahren und

Jahrzehnten. Natürlich können wir

mit Gehältern von beispielsweise

Roche nicht mithalten. Die andere

Frage ist aber auch: Werden die

Handwerker, die in die Industrie

wechseln, auch glücklicher? Ich

kenne mehrere Fälle, bei denen

genau das nicht der Fall ist – sie

haben zwar mehr Geld auf dem

Konto, dafür einen wesentlich einseitigeren

Arbeitsalltag, der meist

täglich im gleichen Gebäude an

der gleichen Maschine stattfindet.

Und in Sachen körperlich schwere

Arbeit?

Hat sich die vergangenen Jahre

Gewerke-übergreifend sehr viel

getan, in dem durch Technologisierung

Arbeitsverfahren deutlich

erleichtert wurden. Das beginnt

bereits bei uns Zimmerern mit

CNC-gesteuerten Abbundanlagen.

Es gibt mobile Kräne, gute Gerüste

für eine wesentlich höhere

Arbeitssicherheit, die Abstürze

mit schweren Verletzungsfolgen

verhindern. Anlagenmechaniker

müssen Rohre nicht mehr heiß

verschweißen, sondern können

sie kalt verpressen. Maurer haben

Silos, müssen ihren Mörtel nicht

mehr von Hand anrühren. Intelligente

Versetz- und Hebegeräte.

Da gibt es wirklich so viele kleine

Verbesserungen, weshalb man einen

Handwerksberuf in heutiger

Zeit auf jeden Fall bis ins Rentenalter

gut ausüben kann.

Was zeichnet denn einen Handwerksberuf

generell aus?

Es handelt sich um einen sehr

abwechslungsreichen und dank

der hervorragenden Auftragslage

auch krisensicheren Beruf. Man

ist wahnsinnig viel draußen an

der frischen Luft, was gesund ist,

das Immunsystem stärkt und in

Zeiten von Corona den Vorteil hat,

nicht den ganzen Tag mit Maske

rumlaufen zu müssen. Man kann

im Falle eines kulanten Arbeitgebers

auch privat sehr viel für sich

Daheim machen, weiß sich sozusagen

in vielen Lebenssituationen

zu helfen. Davon abgesehen ist

Handwerk keine Sackgasse, bietet

zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten

– der Weg vom Hauptschüler

bis zum Ingenieur steht

jedem offen. Hinzu kommt, dass

gute Handwerker auch in anderen

Branchen und Berufen gefragt

sind. Ich kenne zum Bespiel eine

Tiefbaufirma, die für den Beruf des

Bauleiters ganz gezielt Zimmerer

einstellt. Deren Begründung: „Die

haben von der Tiefbau-Materie

eigentlich gar keine Ahnung, können

aber super gut organisieren.“

Außerdem steht Handwerk für Beständigkeit.

Beständigkeit?

Wir können in Zeiten des Aufschwungs

vielleicht nicht wesentlich

höhere Löhne auszahlen,

schmeißen dafür unsere Mitarbeiter

im Falle einer kleineren Krise

aber auch nicht am erstbesten Tag

raus. In der Industrie sind viele

Angestellte nur Nummern, bei uns

dagegen geht’s wesentlich familiärer

zu.

Seit Corona sind viele wichtige Themen

in den Hintergrund geraten.

Wie sieht es in Sachen „Integration

von Flüchtlingen“ in hiesigen Handwerksbetrieben

aus?

Da haben wir die vergangenen

Jahre einige positive Erfahrungen

gemacht. Viele Betriebsleiter

schwärmen davon, dass es sich bei

Menschen mit Fluchthintergrund

häufig um diejenigen handelt, die

in der Früh als erstes da sind, am

Abend als letztes nach Hause gehen

und sich dazwischen für keine

Arbeit zu schade sind. Das ist wirklich

eine Bereicherung für unsere

Branche und meiner Meinung

nach auch die einzige Chance, zu

uns geflüchtete Menschen integrieren

zu können – wir müssen

sie in Lohn und Brot bringen und

für deren langfristige Aufenthaltsgenehmigung

kämpfen, damit

sie sich etwas Eigenes aufbauen

können.

Wie steht es um die Ausbildung im

hiesigen Handwerk?

Heizung und Sanitär sowie Elektro

sind momentan regelrechte

Boom-Berufe, weil es sich um

hochtechnologische, zeitgemäße

Berufsbilder mit unglaublich

großem Entwicklungspotential

handelt. Ähnlich beliebt sind die

Lehrberufe Schreiner und Zimmerer,

weil das Arbeiten mit Holz,

diesem warmen, sehr weich zu

verarbeitendem Werkstoff unglaublich

viel Spaß macht,

märz / april 2022 | 11


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man sich obendrein gestalterisch

und künstlerisch verwirklichen

kann. In der Lebensmittelbranche

dagegen, sprich Bäcker und Metzger,

haben Unternehmer schon

mehr zu kämpfen, junge Leute zu

finden. Wobei wir auch da dank

guter, kreativer Betriebe wesentlich

besser aufgestellt sind als es

in anderen Regionen Bayerns oder

Deutschlands der Fall ist.

Welche Bedeutung hat an dieser

Stelle die neue Berufsschule am

Narbonner Ring in Weilheim?

Der Neubau war allerhöchste Eisenbahn,

insofern gut investiertes

Geld – und ist für viele junge Menschen

ein guter Grund, eine Lehre

im Handwerk anzutreten, weil

man eben nicht bis nach München

oder noch weiter zur Berufsschule

fahren muss. Wobei natürlich nicht

alle hiesigen Handwerksberufe

in Weilheim unterrichtet werden.

Bäcker, Metzger und Frisöre sind

in Garmisch-Partenkirchen. Elektroniker

in Schongau. Exotischere

Berufe wie Spengler in München.

Säckler und Sattler sogar in

Mainburg. Schreiner, Zimmerer,

Maurer, Maler- und Lackierer, Kfz-

Mechatroniker, sämtliche Metallberufe

sowie Anlagen-Mechaniker

dagegen in Weilheim.

Nicht weit davon entfernt: Die Kreishandwerkerschaft

Oberland. Wofür

steht diese Organisation?

Jedes Handwerk hat eine eigene

Innung, vertreten durch einen

Obermeister und eine eigene

Vorstandschaft. Und all diese Innungen

sind wiederum gebündelt

unter dem Dach einer Kreishandwerkerschaft,

die diese Innungen

sozusagen verwaltet. In unserem

Falle betrifft das alle Innungen in

den Landkreisen Weilheim-Schongau

und Garmisch-Partenkirchen.

Die Kernaufgaben der Kreishandwerkerschaft

Oberland?

Wir sind einerseits das Bindeglied

zwischen Handwerk und Politik,

haben beispielsweise bei gewissen

Corona-Maßnahmen den

Obrigkeiten der Politik gesagt: So

nicht! Zum Beispiel als es hieß:

Berufsschule mit 3G, überbetriebliche

Ausbildung jedoch nur mit

2G, was kompletter Schwachsinn

war, den wir Gott sei Dank kippen

konnten.

Und andererseits?

Stehen wir unseren 780 Mitgliedsbetrieben

bei allen möglichen

unternehmerischen und technologischen

Fragen mit Rat und Tat

zur Seite. Zum Beispiel in Sachen

Rechtsberatung, Ausbildungsberatung,

Vertragsberatung oder

Energieeffizienz. Außerdem sind

wir so etwas wie eine Schlichtungsstelle

– wenn es mal zwischen

Lehrling und Ausbildungsbetrieb

zu Streitigkeiten kommen

sollte, versuchen wir das Problem

durch vernünftige Gespräche auf

Augenhöhe möglichst einvernehmlich

und außergerichtlich zu

lösen. Letztlich können wir auf ein

riesengroßes Netzwerk mit fachkompetenten

zurückgreifen.

Ansprechpartnern

Sind diese Beratungen kostenlos?

Für Mitgliederbetriebe der Kreishandwerkerschaft,

die einen jährlichen

Innungsbeitrag zahlen, der

von Gewerk zu Gewerk total unterschiedlich

hoch sein kann, sind die

Beratungen bis zu einem gewissen

Rahmen immer kostenlos.

Sitz der Kreishandwerkerschaft Oberland

ist eben auch in Weilheim,

genaugenommen an der Kerschensteinerstraße,

mit Roland Streim als

Geschäftsführer, der wiederum tatkräftig

unterstützt wird von den drei

Büro-Damen Prestele, Kammerlander

und Schmid. Vorsitzender und

somit Kreishandwerksmeister sind

seit 14. Juni 2021 jedoch Sie. Wie

kam’s dazu?

2011 bin ich als Unternehmer zur

Zimmererinnung gegangen. Kurz

darauf wurde ein Nachfolger als

Obermeister für die Zimmererinnung

gesucht, wofür mich mehrere

Mitglieder vorgeschlagen haben –

damit war der Helm im Grunde

schon gepresst und ich wurde

einstimmig gewählt. Schon lange

vorher, seit 2004, bin ich auch

im Gesellenprüfungs-Ausschuss,

hatte insofern schon immer eine

Bindung zur Innung gehabt. 2019

standen schließlich Neuwahlen

der Kreishandwerkerschaft Oberland

an, bei der Stellvertreter

gesucht wurden, jedoch keiner

so wirklich Ambitionen gehabt

hatte. Insofern habe ich mich als

einer der jüngsten zur Verfügung

gestellt und wurde zum Vize gewählt.

Seit den Neuwahlen am

14. Juni 2021 bin nun ich der neue

Vorsitzende der Kreishandwerkerschaft

Oberland, genannt Kreishandwerksmeister,

der von seinen

Stellvertretern Thomas Rutz, Elektromeister

aus Oberammergau und

Bertl Romberg, Schreinermeister

aus Bernbeuren, hervorragend

unterstützt wird.

Ihre Aufgaben als Kreishandwerksmeister?

In erster Linie bin ich Repräsentant

des hiesigen Handwerks nach

außen, halte Reden auf beispielsweise

Freisprechungsfeiern von

Berufsschulen. Ich treffe mich mit

politischen Interessensvertretern.

Bin aber auch Mitglied im Verwaltungsausschuss

der Agentur

für Arbeit sowie im Beirat der AOK

und im regelmäßigen Austausch

mit Wirtschaftsförderern. Und

natürlich so etwas wie das Bindeglied

zwischen Landratsämtern

und Obermeister der einzelnen

Innungen.

Schreiben Sie Ihre Reden selbst?

Ja, was ich ehrlicherweise auch

muss, da ich dahingehend sehr

konzeptgebunden bin. Wobei

meine Reden im Dialekt sicherlich

ganz gut ankommen. Ich versuche

jedenfalls immer ganz bewusst auf

die jungen Leute einzugehen, fern-

12 | altlandkreis


Ausdruck von Begeisterung: Michael Andrä spricht über das Handwerk.

ab von den Grußworten der Politiker,

die, sind wir ehrlich, niemand

mehr hören kann. Und ich bin jemand,

der auch mal kritische Dinge

beim Namen nennt und Sachen

anspricht, die andere sich nicht

aussprechen trauen – da geht’s

auch mal gegen die Politik oder

um offensichtliche Missstände.

Zum Beispiel?

Im Rahmen einer Freisprechungsfeier

habe ich zu den frischgebackenen

Gesellen mal gesagt, dass

sie vielleicht nicht immer die sein

werden, die am meisten Geld verdienen,

dafür aber zufriedener

leben können wie beispielsweise

so mancher Bänker, der Dinge verkaufen

muss, nach denen er sich

selbst nicht mehr anschauen kann

im Spiegel.

Hart, aber ehrlich. Arbeiten Sie in

der Kreishandwerksmeister-Funktion

auch von Weilheim aus?

Mein Amt ist ein Ehrenamt, insofern

arbeite ich für die Kreishandwerkerschaft

Oberland überwiegend

von meinem Firmenbüro in

Eglfing aus.

Wie sieht ein klassischer Arbeitsalltag

von Ihnen aus?

Wir fangen in der Früh um sieben

bei uns im Betrieb mit Baustellenbesprechung

und Mitarbeitereinteilung

an. Dann geht’s für mich

hinauf ins Büro, Mails checken, Telefonate

führen, Arbeitsvorbereitungen

treffen, Planen, Konstruieren,

schauen, dass Abrechnungen

rechtzeitig rausgehen, hinzu kommen

Baustellenbesichtigungen,

Angebotserstellungen und vieles

mehr. Insofern sehr vielschichtig,

wobei ich mittlerweile nicht mehr

so oft rauskomme aus dem Büro.

Und wie sehr spannt Sie der Vorsitz

der Kreishandwerkerschaft ein?

Manchmal wird dafür zwei Tage

lang nichts anderes gemacht.

Dann gibt es wieder Wochen, wo

ich regelmäßig nur mit Roland

Streim telefoniere, ansonsten aber

nichts anfällt. Hinzu kommen feste

Termine wie Versammlungen.

Wie viele Stunden arbeiten Sie?

Je nachdem, wie viel geboten ist,

zwischen zehn und 14 Stunden am

Tag, zwischen 50 und 75 Stunden

die Woche.

Bleibt da noch Zeit für Hobbys?

Wesentlich weniger als früher. Ich

bin bei der Söcheringer Feuerwehr

noch als aktiver Atemschutzgeräteträger

sowie beim Trommlerzug

dabei, allerdings nicht mehr als

Major. Ich war auch mal für zwölf

Jahre im Söcheringer Gemeinderat

und habe aktiv Theater gespielt.

Wird’s Ihnen trotz reduzierter Hobbys

nicht trotzdem mal zu stressig?

An manchen Tagen kommt man

schon auf dem sprichwörtlichen

Zahnfleisch daher. Ende vergangenen

Jahres haben wir die Tage bis

Weihnachten im wahrsten Sinne

gezählt – nach dem letzten Arbeitstag

war der Dampf dermaßen

raus, dass wir nur noch besenrein

sauber gemacht haben im Betrieb.

Wie gehen Sie mit Druck und Verantwortung

um?

Ich bin jemand, der manche Dinge

auch mal lockerer sieht, Mut zur

Lücke hat und sagt: Bevor wir es

halbscharig machen, lassen wir

es lieber bleiben. Auch hilfreich:

Zu Feierabend eine Halbe trinken,

sich mit Kollegen oder Vereinskameraden

unterhalten. Da

bekommst du dann mit, dass im

Grunde jeder so seine Päckchen

zu tragen hat, was deinen eigenen

Stress wiederum relativiert.

Und falls doch mal alles zu viel wird?

Gehe ich in die Berge. Mal nur aufs

Hörnle, mal was Größeres im Wettersteingebirge

oder Karwendel.

Beim Bergsteigen oder Radfahren

komme ich am besten runter.

Robert Habeck hat neulich ein ambitioniertes

Wirtschaftsprogramm für

Deutschland vorgestellt. Was sagen

Sie als Energieberater (IHK) dazu?

Dass wir das Thema Klimawandel

mit wesentlich mehr Augenmaß

betreiben müssen. Das geht bereits

damit los, dass wir sehr viel gute

Bausubstanz kaputt machen. Dass

wir Kraftwerke, die gut in Schuss

sind, abschalten, obwohl die Alternativen

noch nicht mal geplant

sind! Allein beim Beispiel „täglicher

Spritverbrauch“ müssen wir

uns mal vor Augen führen, wie viel

elektrische Energie dafür als Ersatz

notwendig wäre – so viele Kraftwerke

können wir gar nicht bauen.

Wo sollte unsere Gesellschaft stattdessen

ansetzen?

Zu allererst müssen wir davon

wegkommen, mit dem Finger auf

andere zu zeigen und erstmal unseren

eigenen Energieverbrauch

runterschrauben. Riesen Beleuchtungen

in Industriegebieten, mit

Spots beleuchtete Gärten – brauchen

wir das!? Unser ganzes

Konsumverhalten: Billig kaufen,

wegschmeißen, billig kaufen, wegschmeißen

– warum machen wir

das!? Thema Handys und Tablets –

was die an Strom fressen, was für

die Herstellung dafür an Rohstoffvorkommnissen

zerstört werden

Wahnsinn! Oder auch beim Thema

Klamotten-Verschleiß: Früher war

es normal, dass Handwerker mit

geflickter Hose und gestopftem Socken

zur Baustelle gekommen sind.

Heute wird man dafür ausgelacht.

Wie oft komme ich in Wohnungen,

in denen es heiß ist, dass es dich

schier umhaut, nur weil die Heiz-

Anlage nicht richtig eingestellt ist!?

Muss ich, selbst auf dem Land, immer

mit dem Auto zum Einkaufen

fahren?! Kurzum: Es gibt so viele

Möglichkeiten, wo wir ansetzten

könnten, angefangen bei sich

selbst – Nachhaltigkeit im Kleinen

ist der erste Schlüssel zum Erfolg.

Und welche Rahmenbedingungen

braucht das hiesige Handwerk für

eine noch stärkere Zukunft?

Neben der betrieblichen und berufsschulischen

Ausbildung für uns

ganz wichtig: Die überbetriebliche

Ausbildung, wofür wir ein neues

Zentrum brauchen, und womöglich

schon bald auch eines bekommen

werden. Da laufen gerade die

Grundstücksverhandlungen. Und

auch ganz wichtig: Eine gute Infrastruktur

mit stabilen Straßen und

Wegen, auf denen auch mal ein

Sattelschlepper fahren kann oder

ein Krantransport möglich ist –

insbesondere in Neubaugebieten

müssen wir von Straßen wegkommen,

auf denen nur noch Pkw und

Fahrräder fahren können.

js

märz / april 2022 | 13


Katastrophenschutz warnt vor „Blackout“

Vorsorge für den Ernstfall

Weilheim-Schongau | Im Falle

eines länger anhaltenden, flächendeckenden

Stromausfalls,

zum Beispiel in ganz Deutschland,

ja sogar Europa, ist von einem

„Blackout“ die Rede. Er kann ausgelöst

werden durch menschliches

Versagen. Zum Beispiel in Form

von Fehlschaltungen, oder weil

aufgrund krankheitsbedingter

Personalausfälle ganze Kraftwerke

abgeschaltet werden müssen.

Andere Auslöser könnten technische

Probleme aufgrund Materialverschleiß

alter Anlagen sein.

Unwetter mit Wirbelstürmen oder

massiven Schneefällen, die Stromleitungen

zerstören. Die Energiewende,

im Zuge derer bewährte

Atom- und Kohlekraftwerke abgeschaltet

und durch regenerative

Lösungen ersetzt werden sollen.

Aber auch durch Terroranschläge

oder Cyber-Attacken. „Was leider

sehr realistisch ist in unserem digitalen

Zeitalter“, sagt Dr. Sandra

Kreitner aus Hohenpeißenberg,

die sich als selbstständige Notfall-

und Krisenmanagerin auf

das Thema „Blackout“ spezialisiert

hat. Gemeinsam mit dem

Katastrophenschutz für Weilheim-

Schongau möchte sie hiesige Gemeinden

und Bürger auf dieses

Thema aufmerksam machen und

sensibilisieren. „Weil es die meisten

Menschen in unserer Bevölkerung

nicht auf dem Schirm haben,

obwohl inzwischen länderübergreifend

Experten davon ausgehen,

dass ein flächendeckender,

länger anhaltender Stromausfall

bereits in den kommenden Jahren

wahrscheinlich ist.“ Wann genau

und in welchem Ausmaß, kann

niemand vorhersagen. „Darauf reagieren,

wenn es bereits passiert,

ist allerdings zu spät.“ Denn eines

ist klar: Lebensmittelversorgung,

Infrastruktur, ja das komplette gesamtgesellschaftliche

Leben hängt

von Stromversorgung ab. Und die

kann aus oben genannten Gründen

weder deutschland- noch

europaweit rund um die Uhr garantiert

werden. Bereits im September

2003 kam es beispielsweise

in ganz Italien zu einem rund

zwölfstündigen Stromausfall, weil

eine Leitung aus Frankreich und

der Schweiz wegen eines Unwetters

kaputtgegangen und dadurch

das komplette Netz in Richtung

den lahmgelegte hatte.

Lebensmittelvorrat und

Notstromaggregate

Für den Fall der Fälle sollte jeder

Privathaushalt gerüstet sein. Eine

Möglichkeit: Eine Photovoltaikanlage

mit Inselbetrieb, die jedoch

ziemlich teuer ist und Sonnenschein

voraussetzt. Eine andere:

Diesel- oder Benzin-betriebene

Notstromaggregate, die je nach

Variante Stromausfall von ein bis

drei Tagen kompensieren können.

„Es gibt manuelle Varianten

sowie festinstallierte, die automatisch

zuschalten“, sagt Christian

Schmid, Inhaber eines Elektromaschinenbaubetriebs

in Eglfing

sowie aktives Mitglied des Arbeitskreises

„Blackout“ vom Katastrophenschutz

des Landratsamts

Weilheim-Schongau. Dank seiner

Notstrom-Aggregate konnten

vergangenen Sommer zahlreiche

Milchkühe von schier unerträglichem

Leid befreit werden – aufgrund

eines schweren Unwetters

mit massivem Hagelschaden viel

in Egfling, Tauting, Obersöcherung

und Umgebung für längere

Zeit der Strom aus, damit auch

die Melkanlagen dortiger Landwirte,

weshalb die prallgefüllten

Euter der Kühe im wahrsten Sinne

drohten zu Platzen. Wiederum

für uns Menschen extrem

wichtig: Lebensmittelvorräte für

mindestens zehn Tage, eher zwei

Wochen. „Weil ein Blackout immer

über drei Phasen geht – erst

ist der Strom komplett weg, nach

drei, vier Tagen in Teilen wieder

verfügbar, doch bis die Logistik

und Infrastruktur wieder hochfährt,

dauert es zwei Wochen“,

sagt Dr. Sandra Kreitner, die, gemessen

an einer Person für zehn

Tage, folgendes empfiehlt: 20 Liter

Wasser, 3,5 Kilogramm Getreide-

14 | altlandkreis


„Seit Corona häufen sich die Kundenanfragen“: Christian Schmid aus

Eglfing ist Spezialist für Notstromversorgung mit Aggregaten.

produkte wie Brot, Kartoffeln,

Nudeln und Reis. 4 Kilogramm

Gemüse sowie (vorgekochte) Hülsenfrüchte

in Dosen und Gläsern.

2,5 Kilogramm Obst und Nüsse,

ebenfalls in Dosen und Gläsern

verpackt, zum Teil aber auch als

Frischware, die zeitnah verbraucht

und regelmäßig nachgekauft wird.

2,6 Kilogramm Milchprodukte wie

Hartkäse und H-Milch. 1,5 Kilogramm

Fisch, Fleisch, Wurst und

Eier, im Idealfall auch langhaltbar

verpackt in Dosen oder Gläser.

400 Gramm Fette und Öle. Sowie

jede Menge weitere, gut haltbare

Lebensmittelvorräte wie zum Beispiel

Fertiggerichte, Zucker, Honig,

Mehl, Brühe, Kekse, Salz und

Pfeffer. Außerdem hilfreich: Batteriebetriebenes

Radio, Powerbanks

zum Laden von Smartphones und

Tablets, Taschenlampen, Kerzen,

Feuerzeuge, Campingkocher, Gasoder

Kohlegrill, Bargeld in kleinen

Scheinen und Münzen, warme

Decken, gut gefüllte Hausapotheke,

Hygieneartikel, Klopapier und

Küchenrollen.

Kompletter Stillstand?

Im Zuge der kommenden Bürgermeisterdienstbesprechung

am

4. März geht der Katastrophenschutz

Weilheim-Schongau mit

dem Thema „Blackout“ auf alle

Landkreisgemeinden zu. Eine

schwerpunktmäßige Anregung

dann: Das Einrichten eines Katastrophenschutz-Leuchtturms

an einer

zentralen Stelle im jeweiligen

Ort, an die sich Bürger im Falle

eines Stromausfalls wenden können,

wertvolle Infos und Anweisungen

an die Hand bekommen

sowie untereinander Hilfe organisieren

können, zum Beispiel für

Alleinstehende und Pflegebedürftige.

Denn eines ist klar: Sollte

es tatsächlich zu einem flächendeckenden

Stromausfall in ganz

Deutschland kommen, hätte das

nach nur wenigen Tagen massive

Auswirkungen auf Leib und Leben

von uns Menschen, weil eben

die komplette Infrastruktur, das

komplette gesellschaftliche Leben

auf Basis von ununterbrochener

Stromversorgung aufgebaut ist.

Licht, Heizung, Herd, Kühlschrank,

Telefon, Fernsehen, Internet und

Radio, sofern nicht batteriebetrieben,

fallen sofort aus. Das

Handynetz bricht nach spätestens

einigen Stunden zusammen. Ampeln

schalten nicht mehr, Schienenverkehr

kommt zum Erliegen,

Aufzüge bleiben stehen, elektronische

Türen lassen sich nicht mehr

öffnen. Lebensmittelmärkte sind

somit nicht mehr zugänglich, die

darin lagernde Ware kann nicht

mehr kühl gelagert, nicht mehr

frischgehalten werden, und falls

Kunden doch in den Laden gelangen

– die Lebensmittel sind in kürzester

Zeit ausverkauft, wobei das

elektronische Bezahlsystem an der

Kasse ohnehin nicht funktioniert.

Auch die Wasser- und Abwasserversorgung

wird ohne adäquate

Notstromversorgung ausfallen.

Heißt: Kein sauberes Leitungswasser

zum Trinken und Kochen,

kein Spülwasser für den Klogang,

kein Warmwasser zum Duschen

und Heizen, was insbesondere

an kalten Wintertagen schnell zur

Tortur werden würde. Und selbst

Krankenhäuser, die gesetzlich zur

Einrichtung einer Notstromversorgung

(Dieselaggregate) verpflichtet

sind, können einen Notbetrieb nur

zeitlich begrenzt aufrechterhalten –

so lange, bis der gelagerte Treibstoff

aufgebraucht ist. Denn tanken

ohne Strom? Nicht möglich. js

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märz / april 2022 | 15


Wie gefährlich sind Legionellen?

Bakterien im Duschkopf

Altlandkreis | Legionellen, bewegliche

Stäbchenbakterien, fühlen

sich in warmem Wasser wohl. Mit

einer Dicke von weniger als einem

Mikrometer sind sie hundertmal

dünner als ein menschliches

Haar. Legionellen können in Seen

und im Meer vorkommen und im

Grund- und Trinkwasser. In natürlichen

geringen Konzentrationen

sind sie für Menschen ungefährlich.

Geraten größere Konzentrationen

aber in die Lunge, lösen sie

Krankheiten aus. Die sogenannte

Legionärskrankheit – benannt

nach der „Amerikanischen Legion“,

einer Veteranenorganisation

in den USA, in der die Krankheit

1976 erstmals nachgewiesen wurde

– ist eine schwere Lungenentzündung,

die tödlich verlaufen

kann. Häufiger führen Legionellen

zum „Pontiac-Fieber“, eine harmlosere

grippeähnliche Erkrankung,

die meist nach wenigen Tagen

abklingt. Vor allem ältere Menschen,

Raucher sowie Menschen

mit geschwächtem Immunsystem,

wie an Diabetes Erkrankte, sind

betroffen. Kinder hingegen nur

sehr selten.

Die gute Nachricht: Wer Legionellen

trinkt, auch in stärkerer Konzentration,

kann sich so gut wie

nicht infizieren. Versprüht aber

eine Dusche, ein Whirlpool, eine

Fontäne im Schwimmbad oder ein

Rasensprenger aufgrund des hohen

Wasserdrucks feine lungengängige

Aerosole, können Legionellen

leicht eingeatmet werden.

Auch Klimaanlagen oder Kühltürme

von Fabriken können ein Infektionsrisiko

verursachen. Daher

ist es unbedingt empfehlenswert,

Legionellen vorzubeugen. Das

macht man am besten, indem

man Wasser im Haus nie zu lange

stagnieren lässt. „Betreibt man

also beispielsweise eine nicht immer

belegte Ferienwohnung oder

ein selten genutztes Gästebad im

Keller, sollte man an der Entnahmestelle

möglichst alle drei Tage

so viel Wasser ablaufen lassen, bis

das warme Wasser richtig warm

und das kalte Wasser richtig kalt

ist“, empfiehlt Wolfgang Tilgner

vom Gesundheitsamt in Weilheim.

„Die Kalt- und Warmwasserleitung

sollte man dabei getrennt

spülen, zunächst das Warmwasser,

dann das Kaltwasser.“

Vorsicht nach

(längeren) Urlauben

Auch nach eigener Abwesenheit,

zum Beispiel aufgrund eines Urlaubs,

sollte man Wasser erst

entsprechend laufen lassen, ehe

man duscht. Weiterhin empfehlen

Experten, die Wasserinstallation

im Haus regelmäßig prüfen und

warten zu lassen. Vor allem dann,

wenn sich Wassertemperaturen

nicht mehr so richtig einstellen

lassen. Das merkt man schon als

Laie: Warmwasser sollte nach einem

Ablauf von höchstens drei

Litern über 55 Grad heiß werden

das ist dann dampfend und so

heiß, dass man mit der nackten

Hand schnell zurückzuckt.

Kaltwasser hingegen sollte

unter 25 Grad warm

sein, sich also erfrischend

kühl anfühlen.

Denn diese Temperaturbereiche

sind

für Legionellen Gift:

Unter 25 Grad vermehren

sie sich wenig,

unter 20 kaum.

Und ab 60 Grad werden sie rasch

abgetötet – so heiß ist das Wasser

im Speicher, wenn es später am

Zapfhahn gut 55 Grad misst. Ein

fachkundiger Handwerker kann

die Temperaturen auch an anderen

Stellen in der häuslichen

Wasserversorgung messen, sowie

Zirkulationspumpe und -leitungen

überprüfen.

Sicherheit, was die Legionellen

Konzentration angeht, schafft eine

Testuntersuchung. Bei Betrieben

und Unternehmen, die Wasser

erhitzen, ist eine solche Untersuchung

einmal im Jahr Pflicht.

Zum Beispiel in Krankenhäusern,

Schulen, Kindergärten, Hotels und

Pflegeheimen, Schwimmbädern

sowie Saunabetrieben, Sportanlagen

und Fitnessstudios, sofern sie

Duschen bereitstellen. Seit 2011

müssen auch Besitzer und Vermieter

von Mehrfamilienhäusern,

sowie Wohnungsbaugesellschaften

und Hausverwaltungen alle

drei Jahre Legionellen-Testungen

durchführen lassen. Die dafür zugelassenen

Trinkwasseruntersu-

chungsstellen finden sich auf einer

Liste auf der Internetseite des Bayerischen

Landesamts für Gesundheit

und Lebensmittelsicherheit

16 | altlandkreis


(LGL). In Ein- oder Zweifamilienhäusern

besteht keine Untersuchungspflicht.

Eine vorbeugende

und regelmäßige Kontrolle und

Wartung der Wasseranlage aber

sind hier ebenso anzuraten.

Wenn man auf Legionellen testet,

entscheidet das Ergebnis über das

weitere Vorgehen: Ab einem Wert

von 100 KbE pro 100 Milliliter, (KbE

sind Kolonie bildende Einheiten,

eine Maßeinheit für die Anzahl der

Bakterien), müssen die Mieter und

das Gesundheitsamt informiert

werden. Durch eine Fachfirma

muss eine technische Prüfung der

Wasserinstallation (Gefährdungsanalyse)

erfolgen. Sind die technischen

Ursachen für die Legionellenvermehrung

behoben, folgen

drei Nachuntersuchungen, um

sicherzustellen, dass die Konzentration

wieder dauerhaft unter 100

KbE / 100 ml liegt. Misst man allerdings

beim ersten Test schon einen

Wert von über 10 000 KbE / 100 ml,

so ist die Infektionsgefahr derart

groß, dass das Gesundheitsamt

neben den weiteren Untersuchungen

auch sofortige Maßnahmen

wie Duschverbote verhängen

kann. Wenn auch nicht oft – solch

hohe Konzentrationen werden immer

wieder nachgewiesen.

Wie häufig Erkrankungen durch

Legionellen hierzulande sind, ist

nicht eindeutig geklärt. Pro Jahr

werden etwa 1500 schwere Lungenentzündungen

gemeldet. Mit

Legionellen infizieren sich tatsächlich

aber deutlich mehr Menschen,

schon allein weil harmlosere

Krankheitsverläufe nicht

erkannt oder nicht erfasst werden.

Allerdings sind an Legionellen

erkrankte Menschen nicht anste-

ckend. Einer der letzten größeren

Fälle mit Legionellen in nicht allzu

weiter Ferne liegt elf Jahre zurück.

Im Januar 2010 infizierten sich im

Raum Ulm durch ein Rückkühlwerk

65 Menschen, fünf davon

Durch einen Test nachgewiesene

Legionellenkolonie (links).

starben. Einer der weltweit größten

Vorfälle ereignete sich 1999 im

niederländischen Bovenkarspel.

Auf einer Blumenschau wurden

durch Whirlpools und einen Befeuchter

im Ausstellungsbereich

Legionellen verteilt. Über 200

Erkrankungen und 22 Todesfälle

waren die Folge. Allerdings wurde

die Schau von insgesamt 80000

Menschen besucht.

Experten wie Wolfgang Tilgner

betonen, dass es im Kampf gegen

Legionellen keine hundertprozentig

zuverlässigen technischen

Schutzmaßnahmen gibt, obgleich

diese von manchen Firmen angepriesen

werden. Viel wichtiger

seien Vorbeugung und in vorgeschriebenen

Fällen regelmäßige

Testungen.

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märz / april 2022 | 17


So vermeiden Sie „böse Überraschungen“

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Altlandkreis | Vor 30 bis 50 Jahren

ist die Bevölkerung ziemlich

sorglos mit der Entsorgung von

Hausmüll und Gewerbeabfällen

umgegangen. „Man hat vieles

einfach in eine Kiesgrube gekippt,

auf einen Bauschutthaufen am

Rande des Ortes oder sogar in

den eigenen Garten – Gedanken

über mögliche negative Folgen

machte sich damals niemand“,

so einhellige Erzählungen hiesiger

Opas und Omas. Die Rede ist

beispielsweise von Asche, Hausbrand,

Bauschutt, Asbest, Altöl,

Teer, Lacke, chemischen Farben

oder Reinigungsmittel, deren giftigen

Inhaltsstoffe, ob fest, flüssig

oder gasförmig, eine schädliche,

gesundheitsgefährdende, ja sogar

tödliche Gefahr für Pflanzen, Tiere

und Menschen darstellen – sie

können unter anderem Krebserkrankungen

auslösen, fruchtbare

den zerstören sowie auf Feldern

und in Gärten wachsendes,

einst gesundes Getreide oder Gemüse

verderben. Noch problematischer:

Regen, der diese giftigen

Stoffe durch den Boden hindurch

ins Grundwasser schwemmt und

damit die Grundlage eines jeden

Lebens verseuchen kann.

Bundesweite

Regelung seit 1999

Erst Anfang der 1990er Jahre ging

dieser sorglose Umgang mit Giftmüll

nicht mehr spurlos an allen

Menschen in der Bevölkerung

vorbei. So trat 1996 ein Kreislaufwirtschaftsgesetz

in Kraft. Und es

wurden wissenschaftliche Untersuchungen

unternommen. Aus

deren alarmierenden Ergebnissen

resultierte wiederum ein neues,

bundesweit gültiges Gesetz – das

Bundesbodenschutzgesetz, verabschiedet

am 1. März 1999. Darin ist

für ganz Deutschland, Bayern und

somit auch die Region ziemlich

genau definiert, wie Flächen zu

schützen, und wie im Boden versteckte

Altlasten aus vergangener

Zeit zu untersuchen und zu behandeln

sind. Dabei hilfreich: Ein

über die Jahre hinweg angelegtes

Altlastenkataster. Hierbei handelt

es sich um auf Landkreisebene

heruntergebrochene Landkarten

mit Flurnummern, auf denen,

basierend auf rückwirkender Recherche

in einzelnen Gemeinden,

Altlastenverdachtsflächen

eingezeichnet sind. „Hier reden

wir insbesondere von Flächen

ehemaliger Hausmülldeponien

sowie industriell und gewerblich

genutzten Grundstücken, zum

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Böse Überraschung? Im Zuge eines Aushubs

werden immer wieder mal Altlasten entdeckt.


aus denen mögliche Giftstoffe

ausgelaufen und in denden gelangt

sind“, sagt Irmgard Gugger,

Sachbearbeiterin für Altlasten im

Weilheim-Schongauer Landratsamt,

die beim Thema „Altlasten“

allen voran potentielle Grundstückskäufer

und Bauherren sensibilisieren

möchte – völlig gleich

ob privat oder gewerblich. „Viele

haben das Thema Altlasten nicht

auf dem Schirm und werden im

Falle eines unerwarteten Fundes

häufig mit massiven Mehrkosten

belastet.“

Altlastenuntersuchung

in vier Schritten

Im Kataster als Altlastenverdachtsfläche

hinterlegte Grundstücke

müssen vor offiziellem Spatenstich

immer auf mögliche Gefahrenstoffe

im Boden untersucht werden.

Zunächst im Rahmen einer historischen

Erkundung, die oftmals

im jeweiligen Landratsamt bereits

vorliegt. „Durch Recherchen in

beispielsweise Gemeindearchiven

sollen ausreichende Erkenntnisse

über Standortbedingungen sowie

frühere und aktuelle Nutzungen

erhoben werden, um eine erste

Abschätzung des Gefährdungspotenzials

der jeweiligen Altlastenverdachtsfläche

vornehmen

zu können“, sagt Eckhard Hopf,

Geschäftsführer eines in Eching

am Ammersee ansässigen, auf

Altlasten, Baugrund und Umwelt-

Zwischengelagerte Haufwerke mit belastetem Material, das nach teren Untersuchungen fachgerecht entsorgt

wei-

wird.

technik spezialisierten Ingenieurbüros,

dessen Mitarbeiter auch in

Weilheim-Schongau regelmäßig

tätig sind. Auf diese historische Erkundung

folgt schließlich eine orientierende

Untersuchung draußen

vor Ort – sie dient zur Feststellung,

ob sich der Verdacht einer Altlast

bewahrheitet. Zum Beispiel durch

Begutachtung von Probeaushüben

mittels Bagger sowie geophysikalischer

Messungen, der Entnahme

von Wasser, Bodenluft und Bodenproben,

aber auch chemischer

Analysen. Sollte sich nach Auswertung

dieser Untersuchungen

der Altlastenverdacht endgültig

bestätigen, ist eine Detailuntersuchung

des jeweiligen Grundstücks

unumgänglich. Rasterbeprobungen

in Form von vielen, aneinandergereihten

Bohrungen sowie

Grundwasseruntersuchungen sind

an dieser Stelle nur zwei Beispiele.

Und abschließend? „Gilt es unter

anderem einen Sanierungsplan zu

erstellen“, sagt Eckhard Hopf.

Im schlimmsten Falle muss der

komplette Boden ausgetauscht

und fachgerecht entsorgt werden,

zum Beispiel in auf Altlasten

spezialisierte Deponien. „So ein

kompletter Bodenaustausch kann

extrem teuer werden, bei großen

Flächen sogar in Millionenhöhe

gehen“, sagt Irmgard Gugger,

der an dieser Stelle ein konkretes

Beispiel aus der Region einfällt:

Das Gelände eines ehemaligen

Gaskraftwerks an der Krumpperstraße

mitten in Weilheim, wo

tatsächlich so ein Bodenaustausch

durchgeführt werden musste.“

Eine kostengünstigere Alternative,

sofern es die jeweiligen Untersuchungsergebnisse

zulassen, kann

eine Versiegelung des mit Altlasten

verseuchten Bodens sein –

durch den Bau einer wasserdichten

Schutzschicht mit Drainagen,

zum Beispiel in Form eines Parkplatzes,

wird Regenwasser gezielt

um im Boden befindliche Giftstoffe

herumgeleitet und dadurch

eine Verseuchung des Grundwassers

verhindert. „Fachliche Unterstützung

leisten hierbei Wasserwirtschaftsämter,

sowie nach

Bundesbodenschutzgesetz zugelassene

Sachverständigenbüros“,

sagt Eckhard Hopf. Außerdem

haben Kommunen über die Gesellschaft

für Altlastensanierung,

kurz GAB, die Möglichkeit auf finanzielle

Förderung.

Kostenlose Einsicht

ins Kataster

Grundsätzlich hängt die Intensität

von Untersuchung und Sanierung

einer Altlastenverdachtsfläche

auch immer mit der in Zukunft

geplanten Nutzung des jeweiligen

Grundstücks ab.

„Eine Fläche, auf der ein Wohnprojekt

mit Kinderspielplatz auf

Naturrasen entstehen soll, oder

Nutzpflanzen für die Herstellung

von Lebensmitteln angebaut werden,

muss wesentlich sorgfältiger

begutachtet und saniert werden

als beispielsweise ein industriell

genutztes Gewerbegebiet mit

großflächiger Versiegelung“, so

Irmgard Gugger. Unabhängig davon

rät die Expertin allen zukünftigen

Häuslebauern, sich in Sachen

Altlastenverdacht immer rückzuversichern

– auch bei vermeintlich

naturbelassenen, unkritischen

den. „Mit einer Vollmacht des

jeweiligen Grundstückseigentümers

können Bürger sich jederzeit

bei uns im Landratsamt

unter den allgemein bekannten

Kontaktdaten melden und eine

kostenlose Auskunft aus dem Altlastenkataster

erfragen.“ Wobei

diese Auskunft noch lange nicht

ausschließt, am Ende des Tages

doch auf „böse Überraschungen“

zu stoßen, die im Falle eines geplanten

Einfamilienhauses häufig

mit 25 000 bis 50000 Euro an

Mehrkosten verbunden sind. „Wir

haben immer wieder mal Fälle,

wo kein Altlastenverdacht besteht,

im Zuge des Aushubs dann doch

belastetes Material wie Teerrückstände

zum Vorschein kommen

und somit fachgerecht entsorgt

werden muss.“ Letztlich haben

die jeweiligen Grundstückskäufer

oder Bauherren immer selbst zu

entscheiden, ob sie das Risiko unbekannter

Altlasten in Kauf nehmen,

oder im Rahmen eines im

Voraus klärenden Gutachtens auf

Nummer sicher gehen.

js

märz / april 2022 | 19


Firma Haseitl stellt sich Altlasten-Problematik

„Zeit, Verantwortung

zu übernehmen“

Peiting | Die Firma Haseitl wird

am nordwestlichen Ortseingang

von Peiting eine Wohnanlage errichten,

deren Dimension für Aufregung

in der Bevölkerung sorgt.

Geplant sind 44 Wohnungen auf

einem knapp 4000 Quadratmeter

großen Grundstück, das sich östlich

der Schongauer Straße (am

Schlossberg) befindet. Die ansprechende

Architektur aus Holz

und Beton ist terrassenförmig

vorgesehen. Heißt: Zur Mitte des

Grundstücks wird das Gebäude

immer höher, von anfangs zwei

Stockwerken türmt es sich auf bis

zu fünf Etagen auf. „Viele Anlieger

und Bürger hätten dieses Gebäude

gerne niedriger“, weiß Haseitl-

Geschäftsführer Peter Schrehardt.

Doch beim Blick hinter die Kulissen

wird schnell klar, dass die

Erfüllung dieses Wunsches allein

wirtschaftlich betrachtet ein Ding

der Unmöglichkeit wäre. Der

Grund: Altlasten. Wie aus dem im

Landratsamt Weilheim-Schongau

hinterlegten Altlasten-Kataster

(siehe Seite 18 / 19) zu entnehmen

Wird zur Mitte hin immer höher: Die von der Firma Haseitl geplante

Wohnanlage an der Schongauer Straße in Peiting.

ist, wurde dieses Grundstück am

Schlossberg einst als kleine Kiesgrube

genutzt, unter anderem zur

Ablagerung von Bauschutt. „Stoffe

eines Straßenabbaus“, konkretisiert

Peter Schrehardt. Und die

bestehen wiederum aus Teer, welcher

bekanntlich krebserregende

Stoffe enthält, sogenannte Polyzyklische

Aromatische Kohlenwasserstoffe,

kurz PAK. Bedeutet für die

Firma Haseitl: Vor dem eigentlichen

Beginn dieses Wohnbauprojekts

muss diese Altlast erst einmal

vollständig beseitigt werden, um

Anlieger, umliegende Pflanzen

und Tiere sowie insbesondere das

Grundwasser vor diesen

Giftstoffen zu schützen.

„Was uns bei diesem

Grundstück

nur mit einem

vollständigen

Bodenaus-


Manfred Filser

Dipl.Ing. für Bauwesen

20 | altlandkreis

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Gerüstarbeiten

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Blick auf die zu erhaltenden Bäume von der Schloßbergstraße aus.


So könnte die Wohnanlage nach Fertigstellung aussehen.

tausch gelingen wird.“ Dafür notwendig:

Ausbaggern, Haufwerke

bilden, diese nochmals genauer

untersuchen und schließlich in bis

zu hunderte Kilometer entfernte

Spezialdeponien transportieren

und fachgerecht entsorgen lassen.

Insofern ein extrem aufwändiger

Prozess, der laut Peter Schrehardt

zu erheblichen Mehrkosten von

mindestens zwei Millionen Euro

führen wird. „Aufgrund der hohen

Energiekosten, allein was den derzeitigen

Dieselpreis betrifft, wird es

voraussichtlich noch teurer werden.“

Mehr Wohnraum auf

weniger Fläche

Warum die Firma Haseitl trotz dieser

wissentlichen Altlasten-Problematik

dieses Grundstück gekauft

hat? „Weil es an der

Zeit ist, Verantwortung

zu

übernehmen“, betont Peter Schrehardt,

der im Zuge dessen mit

der Bereinigung kontaminierter

den, Verhinderung von unnötigem

Flächenfraß und Deckung von

Wohnraumbedarf gleich mehrere

gute Gründe anspricht, die für

dieses Bauvorhaben am östlichen

Fuße des Peitinger Schlossbergs

sprechen. In der Tat werden allein

in Bayern rund 11,5 Hektar Fläche

pro Tag zugebaut, was in etwa der

Größe von 16 (!) Fußballplätzen

entspricht. „An der Schongauer

Straße in Peiting haben wir dagegen

ein bereits weitgehend

erschlossenes Grundstück als Teil

eines vorhandenen Wohngebiets.“

Und auch die Nachfrage nach

Wohnraum ist im bayerischen

Oberland, insbesondere in Peiting,

enorm hoch. „Über die Marktgemeinde

sind schon jetzt mehr

als 100 Anfragen von Kaufinteressenten

für dieses Vorhaben

bei uns eingegangen, bei

denen es sich im Übrigen nahezu

vollständig um einheimische Bürger

handelt.“ Um diesem Bedarf

gerecht zu werden, gelte es, insbesondere

in Zeiten des Klimawandels,

den Nachverdichtungsgedanken

mehr denn je in den

Mittelpunkt zu rücken. „Wir haben

zum Thema Flächenverbrauch extra

Kennzahlen berechnet.“ Demnach

würden beim Bau klassischer

Einfamilienhäuser drei Quadratmeter

Grundstücksfläche pro Quadratmeter

Wohnfläche verbraucht.

„Im Falle der am Schlossberg geplanten

Wohnungen erreichen wir

einen Kennwert von 1,12.“ Insofern

dient dieses geplante Bauvorhaben

auch als Vorzeigebeispiel für

zukünftiges Hausen – mehr Wohnraum

auf weniger Fläche, was

wiederum den jüngsten Vorgaben

der Bayerischen Staatsregierung

entspricht. Die verabschiedete erst

im Frühjahr 2021 eine neue Bauordnung,

nach der mit weniger

Abstand zum Nachbarn dichter gebaut

werden darf und soll.

Vorbildfunktion für

andere Bauherren

Letztlich schlägt die Firma Haseitl

mit dem Bauvorhaben am Peitinger

Schlossberg, das voraussichtlich

Ende 2022 beginnt und

im Sommer 2024 fertig sein soll,

sprichwörtlich mehrere Fliegen

mit einer Klappe: Der Bedarf nach

Wohnraum wird für rund 100 Menschen

gedeckt – dank Zwei- bis

Fünfzimmerwohnungen, die über

Terrasse, Balkon oder Dachterrasse

allesamt Zugang ins Freie haben,

ist für jeden Geschmack und Bedarf

was Passendes dabei. Durch

die terrassenförmige Bauform, die

nach außen hin von fünf auf zwei

Stockwerken abflacht, wird einerseits

viel Wohnraum auf wenig

Fläche geschaffen, unmittelbaren

Anliegern trotzdem ausreichend

natürliches Licht und Privatsphäre

garantiert. Und der dort kontaminierte

Boden wird vollständig

ausgetauscht, durch unbelastetes

Material ersetzt. „Was mir besonders

wichtig ist“, sagt Peter Schrehardt,

der an dieser Stelle auch

als Vorbild für andere Bauherren

vorangehen möchte. „Wir haben

allein in Bayern mehr als 16 500

Flächen mit Altlasten oder Altlastenverdacht,

hinzu kommt eine

hohe Dunkelziffer.“ Die in seinen

Augen einzige Möglichkeit, diesen

erschreckend hohen Wert für

nachfolgende Generationen nach

unten zu drücken: Vor diesen

kontaminierten Flächen nicht die

Augen verschließen, sondern aktiv

auf sie zu gehen und das Beste

daraus machen. Zum Beispiel

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Werden Ölheizungen ab 2026 verboten?

„Energiemix

ist die Zukunft“

Altlandkreis | Heizöl dient seit

Jahrzehnten als verlässlicher

Brennstoff, um für wohlige Wärme

in Haus und Wohnung zu

sorgen. Rund 20 Millionen Menschen

in Deutschland nutzen eine

Öl-Zentralheizung. Sobald Temperaturen

rapide fallen, vermittelt

dieser Energievorrat im Keller ein

sicheres Gefühl. Doch das neue

Gebäudeenergiegesetz, kurz GEG,

das am 8. August 2020 zur „Einsparung

von Energie und zur Nutzung

erneuerbarer Energien zur

Wärme- und Kälteerzeugung in

Gebäuden" auf den Weg gebracht

wurde, hat zahlreiche Betreiber

von Ölheizungen verunsichert.

Sogar in Medien war von einem

Verbot von Heizungssystemen mit

Öl ab dem Jahr 2026 die Rede.

Dass dem nicht so ist, erklärt Peißenbergs

Bezirksschornsteinfeger

Dieter Wenzl: „In den meisten

Fällen brauchen Besitzer von ölbeheizten

Häusern hinsichtlich

des GEG nichts zu unternehmen.

Lediglich Anlagen, die mehr als

30 Jahre alt sind, müssen unter

bestimmten Umständen ausgetauscht

oder nachgerüstet werden.

Und es gelten Anforderungen,

wenn ein Haus in größerem Umfang

modernisiert werden soll.“

Die Regelungen

des GEG im Einzelnen

22 | altlandkreis

Tankwagenfahrer werden auch in Zukunft für volle Öltanks in hiesigen

Haushalten sorgen. In Zukunft womöglich mit sogenannten E-Fuels.

Mehr als 30 Jahre alte ölbetriebene

Standardheizkessel dürfen

laut Gesetzgeber also nicht mehr

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sind jedoch Kaufbeuren Ein- und

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Zweifamilienhauseigentümer,

die ihr

Haus seit 1. Februar 2002 selbst

bewohnen. Auf sie käme der Austausch

des Heizungssystems erst

mit einem Hausverkauf, also Eigentümerwechsel,

zu. Heißt: Bis

zum 31. Dezember 2025 ist der

Einbau einer neuen Ölheizung in

einem Bestandsgebäude wie bisher

möglich, da es sich bei diesen

Modellen um Niedertemperaturoder

Brennwertgeräte handelt, die

bereits einen geringen Verbrauch

sowie niedrige Emissionswerte

garantieren. Sollte jedoch ab dem

1. Januar 2026 der Einbau einer

neuen Ölheizung geplant sein,

muss anteilig erneuerbare Energie,

zum Beispiel in Form einer

Photovoltaikanlage, eingesetzt

werden. Die genaue Zusammensetzung

dieser Einbindung wurde

Landsberg

Hohenfurch

allerdings noch nicht festgelegt.

Peißenberg

Dies soll mit der nächsten Novellierung

des GEG, voraussichtlich

noch in diesem Jahr, festgeschrieben

werden. So oder so der richtige

Ansprechpartner in diesen Fällen:

Der Bezirksschornsteinfeger,

der heizungstechnische Anlagen

überprüft und abklärt, ob etwaige

Nachrüstverpflichtungen notwendig

sind, oder Anforderungen bei

Neuinstallation einer Heizanlage

eingehalten werden.

Klimafreundlich

in die Zukunft

Unabhängig davon zählen fossile

Brennstoffe wie Öl, Gas und Kohle

zu den sogenannten Klimakillern,

weshalb die Industrie an einer

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die aus erneuerbaren Energien

hergestellt werden.

Dr.-Ing. Bernd Hartmann, einer

der beiden Geschäftsführer der

Mineralöl Harrer GmbH in Weilheim,

sagt dazu: „Ich bin davon

überzeugt, dass die Energiewende

ohne synthetische Kraft- und

Brennstoffe nicht durchführbar ist.

Für eine Produktion von E-Fuels

in industriellem Maßstab gibt

es aber hoffnungsvolle Projekte.

Derzeit arbeiten der Sportwagenhersteller

Porsche und Siemens

Energy im chilenischen Punta

Arenas an der weltweit ersten

integrierten kommerziellen Anlage

zur Herstellung von E-Fuels.“

Grundlage für die Produktion von

diesen synthetischen Brennstoffen

namens E-Fuels ist die Umwandlung

elektrischer Energie in Flüssigkeit.

Dabei wird zunächst aus

Wasser via Elektrolyse und unter

Verwendung erneuerbar erzeugten

Stroms Wasserstoff gewonnen.

Mittels eines technischen Verfahrens

wird daraus, in Verbindung

mit Kohlendioxid aus der Luft, ein

treibhausgasneutraler flüssiger

Brennstoff „synthetisiert“. Der so

gewonnene Treibstoff kann letztlich

Heizöl beigemengt werden

oder es sogar zu 100 Prozent ersetzen.

Noch besser: Diese klimaneutrale

Heizöl-Alternative sei

ohne aufwändige Umrüstung einer

Ölheizung einsetzbar. „Wann

E-Fuels auf den Markt kommen,

ist allerdings noch ungewiss“, so

Dr.-Ing. Bernd Hartmann. „Wir

erwarten, dass die Europäische

Union E-Fuels demnächst offiziell

als klimaneutral einstuft. Erst

ab diesem Zeitpunkt ist mit einer

kommerziellen und breitflächigen

Produktion der synthetischen

Treibstoffe zu rechnen, dann aber

auch mit massiven Investitionen.“

E-Fuels

in den Tank?

Da synthetische Brennstoffe

mit herkömmlichen

Ölfeuerungen kompatibel

sind, ist die effiziente und

klimaneutrale Wärmeversorgung

auch über das

Jahr 2026 hinaus sichergestellt.

Für Verbraucher

bedeutet das, dass sich in

der komfortablen Nutzung

ölbetriebener Zentralheizungen

nichts ändert.

Der Ölbrenner kann wie

bisher verwendet werden

und statt des Heizöls

käme in Zukunft synthetischer

Brennstoff in den

Tank. „Der große Vorteil

der synthetischen Brennstoffe

liegt darin, dass die

gesamte bisherige Infra-

Dieser graue Rahmen gehoert nicht zur Anzeige

struktur weiterhin genutzt werden

kann“, bekräftigt Dr.-Ing. Bernd

Hartmann. Zur Preisgestaltung

lässt sich dahingehend jedoch wenig

sagen, lediglich mutmaßen.

Namhafte Forschungsinstitute be-

Schleich

legen aber, dass der Herstellungspreis

von E-Fuels bei rund einem

INNEN- UND AUSSENPUTZ

TROCKENLEGUNG

Euro pro Liter liegen wird. Wobei

mit diesem Preis erst gerechnet

werden kann, sofern politische

Rahmenbedingungen gegeben

sind und erste industrielle Produktionsanlagen

in Betrieb gehen.

„Die Ölheizung wird für die nächsten

zehn bis 20 Jahre im Energiemix

eine Zukunft haben“, gibt

sich auch Dieter Wenzl überzeugt.

Dafür sei eine Investition in die

Modernisierung einer Öl-Brennwertheizung

sinnvoll. Schließlich

überzeugt Ölfeuerung schon seit

Jahrzehnten mit Kosteneffizienz

sowohl bei der Anschaffung als

auch Wartung. Außerdem wandelt

sie Energieträger wie Heizöl oder

eben E-Fuels zu fast 100 Prozent in

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märz / april 2022 | 23


Trends für die kommende Gartensaison

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24 | altlandkreis

5

Von Mini-Gemüse

bis Naturteich

Altlandkreis | Während laut

Statistik-Portal „statista“ vor der

Corona-Krise rund vier Prozent

der Beschäftigten von zu Hause

arbeiteten, waren es im ersten

Lockdown im April 2020 rund 30

Prozent. Und auch 2021 arbeiteten

aufgrund hoher Infektionszahlen

stellenweise über ein Viertel der

Erwerbstätigen ausschließlich

oder überwiegend im Home-Office.

Das Potenzial scheint hierbei

längst noch nicht ausgeschöpft.

So sprechen sich der Studie nach

über 70 Prozent der Deutschen

für einen gesetzlichen Anspruch

auf Home-Office aus. Diese neue

Arbeits-Normalität wirkt sich

zwangsläufig auch auf das eigene

Zuhause aus. Um Produktivität

und Effizienz aus den eigenen

vier Wänden zu gewährleisten,

sind ruhige Ecken oder ein eigenes

Büro sehr zu empfehlen.

Zur Wohlfühlatmosphäre können

Pflanzen einen positiven Beitrag

leisten – sie senken das Stresslevel

und fördern die Konzentration.

Manche Arten sollen sogar das

Raumklima verbessern. Darüber

hinaus sind sie für Balkone und

Gärten verfügbar. Einem erfolgreichen

Arbeitstag steht somit nichts

mehr im Wege, oder? Der „altlandkreis

hat sich bei regionalen

Pflanzen-Experten umgehört und

nach Trends für die bevorstehende

Gartensaison gefragt.

Nachhaltigkeit und

Selbstversorgung

Um im eigenen Zuhause für die richtige Wohlfühlatmosphäre zu sorgen,

ist nicht zwangsläufig ein großer Garten nötig. Bester Beweis dafür

sind diese hier abgebildeten bienenfreundlichen Balkonblumen.

Für Büro oder Schreibtisch-

Umgebung sind laut Wolfgang

May, Inhaber des gleichnamigen

Schongauer Blumenhauses, Drachenbäume

sehr beliebt. Sowie

generell großblättrige Grünpflanzen,

die nicht allzu lichtbedürftig

sind. Sie sorgen für eine

ansprechende Optik und gute Arbeitsumgebung

und verbessern

das Raumklima zumindest ein

Stück weit. „Viele Leute besinnen

sich auf den eigenen Garten“,

stellt Wolfgang May außerdem

fest. Dabei ist auch der Nachhaltigkeits-Gedanke

vermehrt in den

Fokus gerückt. Bei der Auswahl

von Gartenblumen wird auf Bienenfreundlichkeit

geachtet. Eine

Vielzahl der Menschen bevorzuge

spät und länger blühende Sträucher

wie beispielsweise Schmetterlingsflieder

oder Hortensien.

„Die Kunden achten auch bei ihren

Pflanzen wieder vermehrt auf

Qualität“, glaubt May, dass sich

diese Entwicklung fortsetzen und

verfestigen wird. Einen Trend,

den er bereits seit ein paar Jahren

beobachten kann: „Gemüsejungpflanzen

zum Eigenanbau sind

stark gefragt.“ Diese produziert

Blumenhaus May selbst vor Ort.

In einer großen Auswahl, „damit

man auch ausprobieren kann“.

Und um sich während eines langen

Home-Office-Tages bestenfalls

um die Energiezufuhr aus dem eigenen

Garten zu kümmern.

Den Aspekt der Selbstversorgung

sieht auch Kollegin Iris Pröbstl:

Das Interesse, Obst oder Gemüse

selbst anzubauen, ist riesig.“

Mit ihrer Gärtnerei Pröbstl in

Schongau, im Übrigen die älteste

Gärtnerei Bayerns, hat sie sich

unter anderem auf alte Tomaten-


Zwischen den Video-Meetings kurz in den

eigenen Pool hüpfen? Durchaus ein spannender Gedanke.

Haustechnik

Reißmann

sorten spezialisiert. Wie Green

Zebra, Auriga, Beach Plum, Yellow

Ruffled oder Berner Rose. Sowie

ganz generell auf Gemüsepflanzen

wie Pak Choi, Artischocken,

Chili-Pflanzen, Mini-Gurken, Mini-

Auberginen, Mini-Paprika. Oder

auch Wasser- und Honig-Melonen.

Um Ernteerfolge einzufahren,

braucht es nicht zwangsweise einen

weitläufigen Garten. Gerade

die Mini-Versionen der Gemüsesorten

eignen sich hervorragend

für den Balkon, wie Iris Pröbstl

verrät: „Wegen der schnelleren

Reifezeit.“ Dass sich die Leute auf

Regionalität besinnen, stimmt die

Inhaberin der Gärtnerei Pröbstl

naturgemäß froh. Im Gegenzug

dürfen sich Kunden in lokalen

Fachgeschäften auf eine qualitativ

hochwertige Beratung freuen. Und

über den einen oder anderen Tipp:

„Nicht alles, über was sich Leute

informieren, passt auch auf den

eigenen Balkon“, weiß Pröbstl.

Ein Phänomen, das derzeit in den

heimischen Wohnzimmern Einzug

hält, nennt sich „Urban Jungle“.

Der Interior-Trend soll die Natur in

die Wohnung bringen und ist unter

anderem hervorragend für das

eigene Büro geeignet: Pflanzen,

abgestimmt auf schöne Möbel, in

Kombination mit Vasen, Körben,

Lichtern, Kerzen und vielem mehr.

Auch hierfür können sich Kunden

in der Gärtnerei Pröbstl Inspiration

holen.

Einen Faktor, den Franz Andergassen

von der Schongauer Gartenund

Landschaftsbau Andergassen

GmbH im Hinblick auf die Gartensaison

ergänzt: Die Wünsche

der Kunden seien individueller

geworden. „Wie die Mode, nur

langlebiger.“ Für die Veranda

sind heutzutage verschiedenste

Materialien gewünscht. Gerne

großformatige Terrassenplatten,

bevorzugt pflegeleicht. „Viele Leute

haben auf etwas gespart“, weiß

der Gartenbau-Fachmann von der

einen oder anderen Reise, die

pandemiebedingt ausfallen musste.

Dieses Geld wird unter anderem

in den Garten investiert. Ganz

nach dem Motto: Wir machen es

uns daheim schön.

Ein Sprung

ins kühle Nass

Eine Entwicklung, die auch Handwerker

aus anderen Branchen bestätigen.

„Unsere Spezialisierung

ist die Vielfalt“, spricht Franz Andergassen

die Stärken seines Unternehmens

an. Von ganzen Anlagen

wie im Peitinger Ahorn-Park

bis zu kleinen Vorgärten – Andergassen

bepflanzt alles. Hier und

da helfen Eigentümer bei den Arbeiten

mit, auch das lässt sich vermehrt

beobachten. Die Leute sind

interessiert und möchten genau

wissen, was passiert. Und: „Kunden

wollen, was ihnen gefällt. So

einfach ist das“, sagt Andergassen.

Darum kümmern sich die Experten,

auch wenn ein Vorschlag

bautechnisch mal nicht umsetzbar

ist, weil beispielsweise die Statik

des Dachgartens nicht dafür ausgelegt

ist.

Es gibt wohl wenig, das während

eines stressigen Home-Office-Arbeitstages

mehr zur Entspannung

beiträgt als ein Sprung ins kühle

Nass – insbesondere an heißen

Hochsommertagen. Genau dafür

hat sich Garten- und Landschaftsbau

Gschwend aus Schwabsoien

einen Namen weit über die Landkreisgrenzen

hinweg gemacht.

„Der Garten wurde als Wohnraum

entdeckt“, weiß Inhaber Armin

Gschwend. Und der Trend gehe

eindeutig hin zum Pool oder auch

Naturteich, worauf sich das Unternehmen

unter anderem spezialisiert

hat. Die Auftragsbücher

für das Jahr 2022 sind schon gut

gefüllt. Kleine Teiche, Seen, Bäche,

Biotope oder klassisches Design –

die Phantasie der Kunden scheint

grenzenlos.

Bleibt also festzuhalten: Gemüseund

Obstanbau zur Selbstversorgung.

Bienenfreundliche Sträucher

für den Nachhaltigkeitsgedanken.

Und eine Bademöglichkeit zur

Erholung. Die Trends für die Gartensaison

2022 erscheinen somit

überaus einleuchtend. Und tragen

mit Sicherheit zu einem entspannteren

Leben und Arbeiten bei. tis

märz / april 2022 | 25

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Altlandkreis | Weltweit existieren

mehr als 100000 Arten. Sie leben

im Wasser, auf dem Land und

unter der Erde. „Insofern ist es

zwecklos, ihnen aus dem Weg zu

gehen, sie sind im Grunde überall.“

Johann-Christian Hannemann

spricht in diesem Falle mit einem

Augenzwinkern. Wobei dem Kreisfachberater

für Gartenkultur, der

nebenbei eine solidarische Landwirtschaft

betreibt, das Lachen

gehörig vergangen ist beim Thema

Schnecken. „Im ersten Jahr unserer

SoLaWi haben sie den Salatbestand

nahezu vollständig kaputtgefressen.“

Genau davor fürchten sich

die meisten Gartenbesitzer in der

Region: Dass ihr eigens angebauter

Salat nicht überlebt, weil über

ihn, oft in nur einer einzigen Nacht,

derart viele Schnecken herfallen,

dass für den Menschen nichts mehr

übrigbleibt. Grundsätzlich können

diese schleimigen Kriechtiere

unterteilt werden in Nacktschnecken

und Gehäuseschnecken. Zu

letzteren gehören unter anderem

die geschützte Weinbergschnecke,

die kleine, gelbe Gartenschnirkel-Schnecke,

die Hainschnirkel-

Schnecke sowie die seltenere

Turmschnecke, die eher an Felsen,

Bäumen oder hohen Sträuchern

vorzufinden ist. Die größte Gefahr

fürs garteneigene Gemüsebeet

geht jedoch von den Nackigen aus.

Hauptschädling in der Region: Die

Gemeine Wegschnecke, meistens

rotgelb, ziegelbraun oder braun

und bis zu 15 (!) Zentimeter lang.

Weitere heimische Nacktschneckenarten,

die jeder Hobbygärtner

schon mal gesehen haben wird:

Die Rote Wegschnecke, die drei

bis fünf Zentimeter große, marmorierte,

grau bis dunkelgraubraune

und gestreifte Gartenwegschnecke,

sowie die eher bleiche, beigefarbene

Ackerschnecke, die mit drei

bis sechs Zentimetern ebenfalls

zu den kleineren gehört. Allen

voran im Vergleich zum König der

Schnecken – dem in Leopardenmuster

geschmückten Tigerschnegel,

der zwischen zehn und 20 (!)

Zentimeter groß wird. Und mehr

Nützling als Schädling ist, „weil

er bevorzugt andere Schnecken

frisst, Pflanzen dagegen eher seltener“.

Ähnlich wertvoll ist an dieser

Stelle die bereits erwähnte Weinbergschnecke,

die sich ganz gerne

auch mal von Eiergelegen anderer

Schnecken ernährt.

Tote Schnecken

locken lebendige an

Die ersten wichtigen Erkenntnisse

beim Thema Schnecken sind also

Folgende: „Man muss mit

Schnecken leben,

insbesondere

in unserer,

ver-

gleichsweise niederschlagsreichen

Region, wo Böden oft dauerfeucht

sind und den Schnecken somit einen

idealen Lebensraum bieten.

Sie können aber auch, wie am Beispiel

Tigerschnegel und Weinbergschnecke,

nützlich sein.“ Letzteres

gilt auch für den Kompost. „Wo sie

als Müllabfuhr organischer Abfälle

akribische Helfer bei der Umsetzung

zu Humus sind.“ Ein weiterer

wichtiger Tipp vom Fachberater:

„Sich in Geduld üben und den

Kampf gegen Schnecken immer als

mittel- bis langfristiges

Projekt in Betracht ziehen.“

Natürlich gebe es

zig Hilfsmittel und Methoden,

Schnecken kurzfristig

auszubremsen. Zum

Beispiel ein Kupferband um

Hochbeete, das Schnecken

das Hochkriechen erschweren

soll. „Kann helfen, so

lange es trocken ist, bei

anhaltender

Nässe

Nützlich:

Der Tigerschnegel

26 | altlandkreis


Davor fürchtet sich jeder Hobby-Gärtner: Frischgewachsene Salatpflanzen,

über Nacht kaputtgefressen von Dutzenden Nacktschnecken.

kriechen sie jedoch einfach drüber.“

Es gibt Giftköder und Streumittel,

„die auch helfen können,

jedoch die Gefahr mit sich bringen,

dass man auch andere Tiere damit

tötet, oder sogar sein eigenes Ge-

müse damit belastet“. Eine brutale,

aber chemiefreie Alternative dazu:

Einen täglichen Rundgang machen,

Schnecken suchen, aufsammeln

und in kochendem Wasser, in konzentrierter

Essiglösung oder

durch Zerschneiden töten.

„Wobei auch hier oft große

Fehler gemacht werden“, warnt

Johann-Christian Hannemann. Tote

Schnecken ziehen nämlich lebendige

Schnecken, ausgestattet mit

einem ausgeprägten Geruchsinn,

intensiv an. „Wichtig wäre deshalb,

vernichtete Schnecken der

Natur zurückzugeben – entweder

in den eigenen Kompost, oder

vom eigenen Garten entfernt, zum

Beispiel auf Wiesen oder in Wäldern.“

Es gibt aber auch elektronische

Schneckenzäune, die ähnlich

funktionieren wie ein Weidezaun.

„Da muss ich mir aber ernsthaft

die Frage stellen: Will ich meinen

Garten mit Strom verbarrikadieren,

den auch andere Lebewesen, womöglich

sogar die eigenen spielenden

Kinder zu spüren bekommen.“

Letztlich sind Schneckenbekämpfungsmethoden

auch eine Frage

des Geldes, und eine Frage der

Philosophie.

Artenvielfalt der

Schlüssel zum Erfolg?

Wer langfristig Erfolg haben will,

braucht einen ausgeprägten Sinn

für Ökologie. Denn: Je naturbelassener

ein Garten gestaltet ist,

desto mehr Pflanzen, Kräuter und

Tiere fühlen sich darin wohl. Und je

höher die Artenvielfalt ist, desto

größer sind die Chancen, dass

selbstangebaute Salate von Schnecken

verschont bleiben. Zum Beispiel

dank natürlicher Fressfeinde

von Schnecken. Neben dem artengleichen

Tigerschnegel sind

hier Igel, Kröten, Blindschleichen

sowie größere Laufkäfer ganz entscheidend.

„Sofern sie überhaupt

in einen Garten kommen.“

Löcher im Zaun sind an

dieser Stelle ganz wichtig.

Ebenso kleinere Haufen aus

Laub und Totholz, in denen

diese wertvollen Fressfeinde

Flucht- und Schutzräume

finden. Auch hilfreich:

Eine abwechslungsreiche

Bodenbeschaffenheit. Man

kann zum Beispiel zwischen

fruchtbarer, naturbelassener

Bodenkultur,

auf der man Gemüse anbaut,

schmale Kieswegerl anlegen,

über die Schnecken an trockeneren

Tagen schlecht drüber kommen.

„Sie brauchen zur Fortbewegung

nämlich immer selbstproduzierten

Schleim – bei Regen fast gar keinen,

bei anhaltender Trockenheit

jedoch sehr viel, manchmal sogar

zu viel.“ Auch hilfreich: Zwischen

den Gemüsebeeten Holzbretter

auslegen, unter denen sich Schnecken

gerne verstecken und, Männlein

wie Weiblein, bis zu 400 Eier

ablegen. „Die Bretter kann man

dann im Rahmen eines täglichen

Rundgangs umdrehen und nach

Schnecken sowie Eiergelegen absuchen.“

Johann-Christian Hannemann und

seine SoLaWi-Mitstreiter haben ihren

Salat im zweiten Jahr an einer

anderen, wesentlich fruchtbareren

und naturbelasseneren Fläche angebaut.

Und dadurch den Salatausfall

aus dem Vorjahr in Ertrag

umwandeln können. Ein „Luxus“,

den sich Gartenbesitzer nicht leisten

können – sie haben schließlich

nur diese eine Fläche vor und um

ihr Haus, aus der sie jedoch verdammt

viel herausholen können.

Wer weitere Tipps und Tricks in

Sachen Humusaufbau, Umgang

mit Schnecken und Anlage eines

Naturgartens braucht? Johann-

Christian Hannemann empfiehlt

einen Besuch der Aktionstage des

Netzwerks „Gartenwinkel Pfaffenwinkel“.

Und den Kontakt zu

lokalen Obst- und Gartenbauvereinen.

js

Die artengeschützte Weinbergschnecke

frisst Eiergelege anderer Schnecken.

märz / april 2022 | 27

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ALLERLEI IM ALTLANDKREIS

Für Jugend, Jagd und Forschung

Schongau | Frauen aufgepasst: Am Samstag, 23.

April, findet zwischen 10 und 16 Uhr eine Kleidertauschparty

im Schongauer Ballenhaus statt. Das

Motto: „Gib 5, nimm 5“. Heißt: Bis zu fünf Teile mitbringen,

und diese wiederum gegen bis zu fünf Teile

anderer Partyteilnehmerinnen eintauschen. Taschen,

Von Spionageschutz bis Schlafgedicht – die Gewinner

Altlandkreis | Wer Wissenswertes aus der Heimat

erfahren möchte, kommt am Jahrbuch „Lech-Isar-

Land“ nicht vorbei. Drei Exemplare der jüngsten

Auflage haben wir in unserer Januar / Februar-

Ausgabe an Franz Schmid aus Peiting, Martin

Riegger aus Prem und Sonja Maier-Stückl verlost.

In starren Dingen Lebendiges entdecken – dafür

steht die Pareidolie. Das dazu passende Fotobuch

des ehemaligen Hausarztes Dr. Ernst Weeber aus

Steingaden haben Bettina Vogel aus Steingaden,

Gerti Graun aus Altenstadt und Melanie Obermeier

aus Apfeldorf gewonnen. Wie wichtig Schlaf für

uns Menschen ist, verdeutlicht dagegen das neue

lyrische Handbuch der Schongauer Apothekerin

und Heilpraktikerin Marianne Porsche-Rohrer. An

ihren gesundheitsfördernden Versen dürfen sich

Kleidertauschparty im Ballenhaus

Schuhe, Gürtel, Hosen, Kleider, Blusen, Pullis –

erlaubt ist alles, was Frau gefällt. Die Teilnahme

ist kostenfrei und findet unter aktuell geltenden

Corona-Regeln statt. Nähere Infos bei Beatrice

Amberg unter 08861 / 6999893 und

post@schongau-belebt.de.

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Dagmar Weidhaas aus Schongau,

Maria Bauer aus Peiting und rion Schlenster aus Reichling

erfreuen. Bereits in unserer

November / Dezember-Ausga-

be haben wir aus dem Hause

„Ostenrieder Design & Marketing“ sogenannte

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WebcamSafes zum Schutz vor möglicher Spionage

über Tablet oder PC-Bildschirm verlost. Die glücklichen

Gewinner von je 100 Stück, passend mit

dem jeweiligen Firmenlogo bedruckt: Knauer Motorsport

& more mit Sitz in Birkland, die Arbeits-

gemeinschaft „Evangelische Erwachsenenbildung“

in Weilheim sowie die Zimmerei „Roland

Goth“ in Peißenberg. Wir gratulieren allen

Gewinnern recht herzlich!

js

Luftqualität in

Klassenzimmern erforschen

Altlandkreis | „Sicheres Klassenzimmer“

heißt ein überregionales

Forschungsprojekt, das auf Initiative der Münchner len sowie des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz zu Be-

ginn des Jahres ins Leben gerufen wurde. Ziel des Projekts: Bis

Ende des aktuellen Schuljahres die Luftqualität in Klassenzimmern

zu messen. An dieser Studie beteiligen sich unter anderem

auch elf weiterführende Schulen sowie drei Förderzentren aus

dem Landkreis Weilheim-Schongau. Zur Messung der Luftqualität

– CO 2 , relative Feuchte und Temperatur – wird eine handtellergroße

Sensorbox inklusive Bewegungsmelder verwendet.

Über diese Messungen können wiederum unterschiedliche Lüf-

tungskonzepte wie Fensterlüften, mobile Raumluftreiniger oder

Hochschudezentrale

Lüftungsanlagen analysiert werden. Aber auch witterungsbedingte

Einflüsse der kalten und warmen Jahreszeiten

auf die Luftqualität sowie das daraus rende Corona-Infektionsrisiko.

resultiejs

Fortbildungsangebote für Ehrenamtliche

Altlandkreis | Die landkreisweite

Koordinierungsstelle

für Bürgerengagement,

kurz KOBE, bietet

im Rahmen ihres Vereinsforums

auch im Jahr 2022

wieder kostenlose Fortbildungen

für Vereine, gemeinnützige

Institutionen

und ehrenamtlich enga-

gierte Männer, Frauen und Jugendliche im Weilheim-Schongauer

Landkreis an. Themen sind unter anderem: Steuerrecht für Vereine,

Vereinsverwaltungsprogramme, Vereinsgründung, Mitgliedergewinnung,

Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit und Praxistipps für

generationenübergreifendes Miteinander im Verein. Näheres zu

Terminen, Inhalten, Veranstaltungsorten und Anmeldmodalitäten

sind der Internetseite des Landratsamtes (www.weilheim-schongau.de)

unter dem Reiter „Bürgerservice“ zu entnehmen.

Oder direkt bei Utta Pollmeier unter 0881 / 681-1519

oder ehrenamt@lra-wm.bayern.de.

js

28 | altlandkreis


Wertvolle Hilfe bei Krankheit und Lebenskrise

Neuer Jagdberater für den Landkreis

Weilheim-Schongau | Abschussplanung, Fütterung

und Schonzeitverkürzung von Reh- und Rotwild

sind nur drei Themenschwerpunkte, um die sich

ein Jagdberater in enger Absprache mit Unterer

Jagdbehörde und Jagdbeirat fachlich auseinanderzusetzen

hat. Für Weilheim-Schongau übernimmt

diese Aufgabe nun Stefan Zimmermann aus Antdorf.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit

Herrn Zimmermann und bedanken uns, dass er

sich für dieses wichtige Amt zur Verfügung stellt –

die Herausforderungen im Themenfeld Wald

und Jagd sind vielfältig und umfangreich“, sagte

Jugendarbeit in den Fokus rücken

Altlandkreis | Unter dem Hashtag #RestartJugendarbeit

möchte der Landkreis junge Menschen

dazu bewegen, wieder verstärkt an gemeinsamen

Projekten und Aktionen zu arbeiten. Konkretisiert

werden soll dieses Vorhaben im Rahmen eines dezentralen,

landkreisweiten „Tag der Jugend“, der

sowohl am Freitag, 18. März, als auch Samstag,

19. März, in allen 34 Landkreis-

Gemeinden stattfinden soll.

Heißt: Mitglieder aus Vereinen,

Jugendzentren, Jugendtreffs,

aber auch Jugendreferenten

sowie Initiativen für Jugendarbeit

werden mit öffentlichkeitswirksamen

Aktionen an und

Altlandkreis | Verstanden

zu werden, ohne

viel erklären zu müssen?

Dafür stehen Selbsthilfegruppen.

Diabetes,

Rheuma, Multiple Sklerose,

Krebserkrankung,

Depression, Suchterkrankung,

Lebenskriese,

Trauer und – ganz aktuell

– Long-Covid: Die Liste der Neuauflage hiesiger

Selbsthilfegruppen ist lang, umfasst insgesamt

rund 90 verschiedene Angebote. Das Verzeichnis

wurde in Kooperation aus Telezentrum Herzogsägmühle,

Caritasverband

Weilheim-Schongau und

Selbsthilfebüro des Gesundheitsamtes

aufgelegt.

Für Ärzte, Therapeuten,

Beratungsstellen sowie

sozial engagierte und interessierten

Menschen ist

die neue Broschüre, die

laufend aktualisiert wird,

kostenfrei unter 0881 / 6811616 oder selbsthilfebuero@lra-wm.bayern.de

sowie im

Internet unter www.sozial-atlas.de hältlich.

erjs

Landrätin Andrea

Jochner-Weiß zum

Antritt der fünfjährigen

Amtszeit von

Stefan Zimmermann,

der damit in die Fußstapfen

von Klaus

Thien aus Schongau

tritt. Und witziger-

weise genau so heißt wie sein namensgleicher

Stellvertreter – Stefan mann aus Raisting.

Zimmerjs

in beispielsweise Rathäusern, Jugendzentren, Vereinsheimen,

Sportvereinen oder Feuerwehrhäusern

auf sich und ihre Ideen aufmerksam machen.

Ziel der Aktionstage unter anderem: Unter Jugendlichen

eine starke Gemeinschaft schaffen. „Wir

wollen mit dieser Initiative unter anderem auch die

Jugendlichen stärken, die unter den sozialen Einschränkungen

der Coronapandemie

gelitten haben“, sagt

Wolfgang Herz von der Kommunalen

Jugendarbeit. Nähere

Infos zum „Tag der Jugend“

auch Online unter

sog.de

tagder.jugendwmjs

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märz / april 2022 | 29


Für die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Weilheim-Schongau

„Haben alles auf Herz und Nieren geprüft“

Sonderveröffentlichung der

Schongau / Weilheim | An den bisherigen

Standorten festhalten,

oder ein neues Zentralkrankenhaus

bauen? Um die Zukunft der Gesundheitsversorgung

im Landkreis Weilheim-Schongau

zu sichern, haben

Prof. Dr. Norbert Roeder und sein

Team ein umfangreiches Gutachten

erstellt. Im Interview spricht der

externe Experte von einem eindeutigen

Ergebnis – und davon, was

mit den Krankenhäusern in Weilheim

und Schongau passieren wird.

Herr Prof. Dr. Roeder, die Krankenhaus

GmbH hat bei Ihnen ein Gutachten

zur Gesundheitsversorgung

im Landkreis Weilheim-Schongau

in Auftrag gegeben. Was ist der

Hintergrund?

Die Welt verändert sich und wir mit

ihr. Wer die Gesundheitsversorgung

für diesen Landkreis sicherstellen

will, muss die geänderten

Rahmenbedingungen beachten

und jetzt handeln, denn nur so

lässt sich der Prozess für die Zukunftssicherung

der Versorgung

gestalten.

Von welchen Bedingungen

sprechen Sie?

Der medizinische Fortschritt hat

es mit sich gebracht, dass die

Medizin immer mehr ambulantisiert

wurde. Ehemals 18 Tage auf

Station sind auf ein Drittel, also

sechs Tage, zusammengeschmolzen.

Insofern können heutzutage

viele Leistungen auch ambulant

erbracht werden. Darüber hinaus

stellt die Politik immer höhere Anforderungen,

wie zum Beispiel die

Vorgabe nach Mindestmengen bei

Behandlungen, Erreichbarkeit oder

der Qualität, was von kleinen Krankenhäusern

kaum noch zu leisten

ist. Obendrein laufen wir auf einen

gigantischen Fachkräftemangel zu

– dies betrifft sowohl die Medizin

als auch die Pflege. Hier müssen

wir unser personengebundenes

Know-how bündeln und zielgerichtet

einsetzen.

Wie sieht Ihr Lösungsvorschlag aus?

Der Landkreis Weilheim-Schongau

sollte an einen hochmodernen

Krankenhausstandort denken, der

aus allen Teilen des Landkreises gut

erreichbar ist und die Bedürfnisse

einer Klinik nach aktuellem Standard

abdeckt. Leider sind wir zu

dem Ergebnis gekommen, dass weder

der Standort in Weilheim noch

der in Schongau dafür geeignet ist –

im Rahmen unseres Gutachtens

haben wir sprichwörtlich alles auf

Herz und Nieren geprüft, wodurch

wir zu klaren Empfehlungen für die

langfristige Zukunftssicherung der

kommunalen Gesundheitsversorgung

auf höchstem medizinischem

Niveau im Landkreis Weilheim-

Schongau gekommen sind. Eine

Informationsbroschüre dazu ist auf

der Internetseite www.meinkrankenhaus2030.de

jederzeit abrufbar.

Was bedeutet dieses Gutachten-

Ergebnis für die Standorte Weilheim

und Schongau. Schließlich wurde

in den vergangenen Jahren in beide

Standorte viel investiert?

Man muss bedenken, dass der Bau

eines neuen Krankenhauses Jahre

braucht, bis er von der Planung

über den Bau bis zur Einrichtung in

Betrieb gehen kann. Wir denken da

an rund zehn Jahre. Bis dahin sind

die Investitionen von gestern schon

wieder veraltet.

Weilheim hat sich in den vergangenen

Jahren sehr gut entwickelt mit

Prof. Dr. Norbert Roeder

dem Ausbau der Inneren Medizin,

der Robotik in Endoprothetik und

Allgemein- und Viszeralchirurgie

sowie der Geriatrie. Die Kooperation

mit dem Universitätsklinikum

rechts der Isar in München

bringt universitäre Medizin aufs

Land. Aber der innerstädtisch liegende

derzeitige Standort hat im

Gegensatz zu dem von uns empfohlenen

Neubau im Charakter

eines Gesundheitscampus keine

Entwicklungsperspektive — ein

Hubschrauberlandeplatz wäre dort

zum Beispiel nicht möglich.

Für den Standort Schongau denken

wir an eine Fortentwicklung

des derzeitigen Angebots hin zu

einem Ambulanzzentrum mit verschiedenen

Facharztpraxen und

einem ambulanten OP-Zentrum.

Zudem bietet Schongau sehr gute

Voraussetzungen für ein Ausbildungszentrum,

das es für die

Pflege ja bereits gibt und noch um

weitere Ausbildungen erweitert

werden soll.

Die Vorteile eines Ambulanzzentrums?

So ein Ambulanzzentrum erfüllt

die Ansprüche des wandelnden

Gesundheitswesens mit Fachärzten

vor Ort, viele andere Regionen in

Deutschland machen oder haben

sich hier schon auf den Weg gemacht.

Patienten schätzen die Termintreue

und die guten Abläufe in

so einem ambulanten Facharztzentrum.

Hier wird vor Ort der weitere

Weg für den Patienten zügig entschieden

und eine eventuell stationäre

Behandlung in dem dann neu

geschaffenen Landkreisklinikum

veranlasst, bis hin zur reibungslosen

Verlegung in das Universitätsklinikum

rechts der Isar, sofern dies

nötig wird. Auch für Mitarbeitende

ist ein Ambulanzzentrum mit vielen

Vorteilen verbunden und schafft

Zukunftsperspektiven für die Personalgewinnung.

Zum Beispiel

durch Vereinbarkeit von Familie

und Beruf, sowie eine bessere

Work-Life-Balance ohne Schichtund

Nachtdienste. Viele Mitarbeiter

zeigen hierfür schon jetzt ein hohes

Interesse.

Wie lautet die Zukunfts-Parole für

eine qualitativ gute und verantwortbare

gesundheitliche Versorgung im

Landkreis Weilheim-Schongau?

Zukunft gestalten statt Vergangenes

verwalten. Die Entwicklung

ist nicht aufzuhalten, weshalb der

Landkreis agieren und den Prozess

mitgestalten sollte. Auf die Karte

Hoffnung kann man beim Thema

Gesundheit nicht setzen, das wäre

den Menschen im Landkreis gegenüber

nicht verantwortlich. Deshalb

freut es mich außerordentlich,

die breite Zustimmung aus dem

Kreistag und dessen Wahrnehmung

der Verantwortung vernommen

zu haben.


– ANZEIGE –

Neue Facharztpraxis für Viszeralchirurgie und Proktologie

Ein Konzept, das sich bewährt

Schongau | Im Oktober vergangenen

Jahres hat im Schongauer

Krankenhaus die neue Facharztpraxis

für Viszeralchirurgie und

Proktologie ihren Betrieb aufgenommen.

Deren Leiter, Dr. Rolland

Rosniatowski, ist auf den

Bauchraum (Reflux, Gallenbeschwerden,

Bauchschmerzen, Magen-,

Darm- und Enddarmkrebs),

Hernien (Leisten, Nabel, Narben

und Zwerchfell), Proktologie und

chronische Wunden spezialisiert.

Die Bilanz des Facharztes nach

den ersten Monaten: „Ich bin regelrecht

begeistert, wie schnell so

viele Patienten unsere neue Praxis

gefunden haben – der Bedarf ist

in der Proktologie und bei Leistenbrüchen

offensichtlich

besonders hoch.“ Mit

dieser Schwerpunktpraxis,

die durch eine Sonderbedarfszulassung

der

Kassenärztlichen Vereinigung

eröffnen konnte,

geht für den Facharzt

ein großer Wunsch in Erfüllung.

„Gemeinsam mit der Krankenhaus

GmbH Weilheim-Schongau möchte

ich dazu beitragen, die ambulante

Chirurgie und die Kurzzeitchirurgie

Claus Rauschmeier

in Schongau zu etablieren“, so Dr.

Rosniatowski, der bereits seit 2002

Facharzt für Chirurgie und seit

2004 Facharzt für Viszeralchirurgie

» Das Ambulanzzentrum in Schongau

ist ein wichtiges zukünftiges

Gesundheitsangebot für alle Bürger.

Claus Rauschmeier, stellv. Geschäftsführer

ist. Nach langjährigen Stationen

als Oberarzt und Chefarzt in Rheinland-Pfalz,

sowie als Konsiliararzt

an der Universitätsklinik Marburg,

ist Dr. Rosniatowski nun seit 2017

leitender Oberarzt an der Klinik für

Allgemein- und Viszeralchirurgie

in der Krankenhaus GmbH.

Letztlich schließt dieses Angebot

eine Versorgungslücke, da dort

viele Krankheiten ambulant behandelt

werden können. Gleichzeitig

sind aber auch stationäre

Aufenthalte möglich, sofern sie

notwendig sein sollten.

Neben der Praxis für Neurologische

Wirbelsäulenchirurgie von Chefarzt

Dr. Florian Soldner und der orthopädischen

Praxis von Dr. Immanuel

Neuwirth ist die neue Praxis für

Dr. Rosniatowski in seiner Praxis

Viszeralchirurgie und Proktologie

nun die dritte Facharztpraxis am

Standort – damit geht das Krankenhaus

Schongau einen weiteren

Schritt in Richtung Facharztzentrum.

„Wir schaffen

attraktive Voraussetzungen

und bieten Raum, dass sich

Fachärztinnen und Fachärzte

bei uns mit ihrer Praxis

niederlassen können“,

sagt Claus Rauschmeier,

stellvertretender Geschäftsführer

der Weilheim-Schongauer Krankenhaus

GmbH, der sich unter

anderem auch für den Aufbau des

Ambulanzzentrums am Standort in

Schongau verantwortlich zeichnet.

Das Ambulanzzentrum setzt sich

aus dem Facharztzentrum und dem

Ambulanten OP-Zentrum zusammen

– ein Konzept, das sich bewährt

hat, da die Patienten gut vorbereitet

zur OP kommen und sich

anschließend in ihrem vertrauten

Umfeld auskurieren können. Insofern

sind weitere Facharztpraxen in

Planung. „Wir werden diesen Prozess

in den nächsten Monaten und

Jahren kreativ gestalten und wollen

eine Vorreiterrolle in Bayern einnehmen“,

sagt Claus Rauschmeier.

LEISTUNGSSPEKTRUM

BAUCHRAUM

· Reflux, Sodbrennen, Magenu.

Bauchschmerzen, Durchfall,

Verstopfung, Blähungen

· Gallensteine, Gallenkoliken,

Appendizitis, Divertikulitis

· Magen-, Darm- und Enddarmkrebs

HERNIEN

· Leistenhernie, -schmerzen

und -schwellung

· Nabelhernie, -schmerzen und

-schwellung

> > > KONTAKT

Facharztpraxis für Viszeralchirurgie & Proktologie

im Krankenhaus Schongau

· Narbenhernie, -schmerzen

und -schwellung

· Zwerchfellhernie, -bruch,

Hiatushernie

ENDDARM

(Proktologie)

Hämorrhoiden, Analfissur,

Analfisteln, Marisken, Analekzem,

Feigwarzen/Kondylome,

Analfibrom, Analpapille,

Analpolyp, Schmerzen,

Brennen, Nässen, Jucken,

Blut im Stuhl

Das Team der Facharztpraxis für Viszeralchirugie & Proktologie.

Dr. med. Rolland Rosniatowski

Facharzt für Viszeralchirurgie

Marie-Eberth-Straße 6, 86956 Schongau

Telefon 08861 / 9094266, E-Mail praxis@rosniatowski.com

Mehr unter www.meinkrankenhaus2030.de

märz / april 2022 | 31


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Peiting | In Zeiten des Klimawandels

sollte auch das Eierfärben

überdacht werden – weg von

knalligen, künstlich hergestellten

Supermarktfarben, hin zu naturbelassenen

Pastelltönen? Wie das

Ostereierfärben mit Mitteln aus

der Natur funktioniert, haben die

drei Damen der Hauswirtschafterei

eigenhändig ausprobiert. Und

dabei Folgendes festgestellt: „Grüne

Kräuter, Spinat, Kaffeesatz und

schwarzer Tee haben sich nicht

bewährt. Umso idealer geeignet

sind dafür Blaukraut, Kurkuma,

Johannisbeernektar und Zwiebelschalen.“

Im Idealfall werden weiße

Eier verwendet, auf denen die

Naturfarben besser zum Tragen

kommen – und so für ein buntes,

jedoch nicht kitschiges Osterfest

Bunte Eier aus

natürlichen Zutaten

sorgen. Zum feierlichen Brunch

am Ostersonntag, an dem gläubige

Christen die Auferstehung

von Jesus Christus feiern, darf

neben selbstgefärbten Eiern auch

ein traditionelles Osterlamm nicht

fehlen. Wem das frischgebackene

Lamm jedoch zu wenig deftig ist

im Rahmen des Osterbrunchs: Mit

„Sauce á la Tartare“ empfehlen

Silvia Schlögel, Christine Schilcher

und Bettina Eder auch etwas

Herzhaftes. „Ein Rezept, das sich

außerdem ideal dazu eignet, übriggebliebene

Ostereier sinnvoll zu

verarbeiten.“ In diesem Sinne: Viel

Spaß beim Eierfärben, Osterlamm

backen und Tartare kreieren.

Ostereier färben – mit

Farben aus der Natur

Eier färben gehört zu Ostern wie

das Plätzchenbacken zu Weihnachten.

Gerade in Zeiten von

Corona und Klimawandel lohnt

es sich doppelt, nicht einfach auf

gewohnte Farben aus dem Supermarkt

zurückzugreifen. Doch was

eignet sich überhaupt als natürliche

Alternative zum Ostereierfärben?

Laut Selbstversuch der

Hauswirtschafterei ideal: Blaukraut,

Kurkuma, Johannisbeernektar

und Zwiebelschalen. Doch

Vorsicht vor falschen Erwartungen:

Die oben genannten Zutaten

umfärben die Eier mit wunderschönen

Pastellfarbtönen. Wer jedoch

auf knallige Eier steht, wird

beim „Eierfärben mit der Natur“

eher enttäuscht. Ein umso wichtigerer

Nebeneffekt: Mutter, Vater

und Kinder wissen in diesem Falle,

was drinsteckt, nämlich nichts

Künstliches.

Außerdem haben insbesondere

Kinder mehr Spaß, da das Eierfärben

mit selbstkreierten Farben

aus natürlichen Zutaten etwas

länger dauert. In diesem Sinne:

Lasset das Eierfärben beginnen!

Färben mit Zwiebelschalen

Einfach die Schalen von mehreren

roten oder braunen Zwiebeln in

Wasser 10 Minuten kochen und

dann die Eier direkt darin kochen.

Färben mit Blaukraut

Ein Stück Blaukraut (ca. 150 g)

klein schneiden und in 500 ml

Wasser mind. 10 Minuten kochen

lassen. Die Eier auch direkt darin

kochen.

32 | altlandkreis


Färben mit Kurkuma

10 g Kurkuma in 0,5 l Wasser aufkochen

und dann die Eier direkt

darin färben.

mit dem Sauerstoff in der Luft, was

zu einem ranzigen Geruch und seifigen

Aroma führen kann.

Osterlamm

ZUTATEN:

2 Eier

1 Prise Salz

125 g Butter

125 g Puderzucker

2 EL Vanillezucker

180 g Mehl

1 TL Backpulver

4 EL Eierlikör

Zum Verzieren:

50 g Puderzucker

dabei darauf achten, dass keine

Hohlräume bleiben.

Die Backzeit beträgt rund 40

Minuten bei einer Temperatur

von 180 °C (160 °C Heißluft).

4. Die Form ca. 30 Minuten abkühlen

lassen und dann erst öffnen.

Das Osterlamm mit Puderzucker

bestäuben.

Sauce á la Tartare

Färben mit Johannisbeernektar

Eier kochen und noch heiß nacheinander

in 200 ml warmen Johannisbeernektar

10 Minuten färben.

TIPP: Selbstgefärbte Ostereier wirken

schöner, wenn sie mit Speiseöl

oder Speck abgerieben werden.

Allerdings sollten sie erst kurz vor

dem Essen so behandelt werden.

Sonst könnte es sein, dass das Ei

unangenehm schmeckt, wenn es

nach dem Abreiben länger aufgehoben

wird. Das Fett oxidiere dann

ZUBEREITUNG:

1. Die Eier trennen und das Eiweiß

mit dem Salz steif schlagen.

2. Die Butter mit dem Puderzucker

und dem Vanille-Zucker sehr

schaumig schlagen. Das Eigelb

nacheinander unterrühren.

Mehl und Backpulver mischen

und im Wechsel mit dem Eierlikör

unterheben. Das Eiweiß

unterheben.

3. Die Osterlammform gut einfetten

und nach Anleitung zusammensetzen.

Den Teig einfüllen,

ZUTATEN:

3 gekochte Eier

1 kleine Zwiebel

3 TL Kapern

3 Essiggurken

200 g Schmand

1 EL Kräutersenf

Salz, Pfeffer

ZUBEREITUNG:

Die Eier schälen und mit den restlichen

Zutaten sehr fein schneiden.

Alles mit Schmand und Senf

mischen und pikant abschmecken.

Mit Gemüsesticks und Schinken

servieren.

Die Sauce á la Tartare passt auch

gut zu gekochten Kartoffeln oder

Fondue.

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märz / april 2022 | 33


Das abenteuerliche Berufsleben von Tobias Karpinski

Zwischen Dachstuhl

und Mont Blanc

Glücklicher Kunde, glücklicher Guide: Hier

führte Tobias Karpinski (vorne) einen Gast

auf den 4 206 Meter hohen Alphubel.

Altenstadt | Die schlicht eingerichtete

Dachgeschosswohnung

mit freigelegten

Altholzbalken passt wie angegossen

zu Tobias Karpinski.

„Der steile, schmale und

lichtarme Treppenaufgang

hier ist gewöhnungsbedürftig,

die Wohnung dafür umso

schöner“, sagt der 34-jährige

Wildsteiger, der seit wenigen

Jahren in Altenstadt wohnt,

jedoch selten zuhause ist. Der

Grund: Sein außergewöhnliches

Berufsleben. Zur Hälfte

arbeitet er als Zimmerer

und Bautechniker für eine in

Peiting ansässige Firma, zur

anderen als freiberuflicher

Berg- und Skiführer, überwiegend

in Frankreich und der Schweiz.

Gestern noch auf dem 4478 Meter

hohen Matterhorn, heute früh

schon wieder beim Setzen eines

Dachstuhls auf einer Baustelle

im Schongauer Altlandkreis, drei

Tage später auf dem Gipfel des

Mont Blanc, mit 4809 Metern

höchster Berg der Alpen. „So,

wie es momentan läuft, bin ich

ganz zufrieden“, sagt der Mann,

der einerseits seine Heimat, den

Pfaffenwinkel, liebt, andererseits

das Bergabenteuer in der Ferne

braucht. Und dank Unterstützung

seines Arbeitgebers diesen abwechslungsreichen

Traum auch

leben darf. An diesem Montag

hat er als Zimmerer gearbeitet,

und sich kurz nach Feierabend

Zeit genommen für ein Interview

mit der „altlandkreis“-Redaktion.

Angefangen beim Welfen-Gymnasium

in Schongau, das er nach

einem Praktikum in einer Bad

Bayersoiener Zimmerei unbedingt

verlassen wollte, „weil für mich

ein Handwerksberuf damals wesentlich

mehr Sinn ergeben hat als

Lateinvokabeln lernen“. Mehr oder

weniger gegen den Willen seiner

Eltern, „ich war ziemlich stur“, beendet

er seine Schulzeit nach Ende

der 9. Klasse, entscheidet sich für

den Quali und gegen das Abitur,

für eine Ausbildung und gegen

ein Studium. „Heute würde ich es

vielleicht anders machen, damals

war es aber die richtige Entscheidung,

weil mir die Zimmererlehre

beim Bertl in Wildsteig viel Spaß

gemacht hat.“ Die schließt er mit

starken Leistungen in Theorie und

Praxis ab, wird vom Lehrbetrieb

übernommen und sammelt wertvolle

Berufserfahrung als Geselle.

Mit richtigem Bergsport hat er zu

diesem Zeitpunkt jedoch gar

nichts am Hut. Mountainbiken

und ab und an Motocross fahren

sind seine Hobbys. Dann,

mit 19, nimmt ihn seine damalige

Freundin einfach mal mit.

Zum Klettern.

Berufung in

Expeditions-Kader

„Wir waren an der Schwanenseeplatte

bei Hohenschwangau“,

erinnert sich Tobias Karpinski

noch genau. Felskletterei

im siebten Schwierigkeitsgrad,

die er auf Anhieb meistert. Als

absoluter Anfänger! „Rückblickend

kann man sicherlich

sagen, dass ich Talent hatte.“ Und

verdammt viel Spaß. Noch im selben

Jahr geht er zum Alpenverein,

Sektion Steingaden, wird kurz

darauf Jugendgruppenleiter mit

Schwerpunkt Klettern. Gleichzeitig

lernt er Gleichgesinnte wie Michael

Dürr und Dario Haselwarter

kennen. Typen, die ihn einführen

in die Welt des anspruchsvollen

Alpinismus. Und mit Erstaunen

beobachten, wie sich dieser dunkelhaarige,

leichtgewichtige, 1,77

Meter große Spätstarter in wenigen

Monaten zu einem Topathleten

mausert. Keine sechs Jahre später,

mit 24, erreicht die bergsteigerische

Entwicklung von Tobias Karpinski

einen schier unglaublichen

Höhepunkt: Er wird als einer von

sechs Auserwählten in den Expeditions-Kader

des Deutschen Alpenvereins

(DAV) berufen. „Eine

mega Zeit, in der Freundschaften

fürs Leben entstanden sind und ich

mich nochmals enorm weiterentwickeln

konnte – sowohl bergsteigerisch

als auch als Mensch.“ Hintergrund:

Die bundesweit besten

Nachwuchsbergsteiger haben über

den Expeditions-Kader des DAV

die einmalige Gelegenheit, nach

umfassenden Trainingscamps eine

Expedition in einer der entlegensten

Gebirgsregionen dieser Welt zu

beschreiten, Erstbesteigung inklusive.

Tobias Karpinski war damals

in Kirgistan. „Fernab jeglicher Zivilisation,

wo es weder Geschäfte,

noch Bergrettung noch medizinische

Versorgung gibt, man nur als

Team eine Chance hat.“

Einige Jahre vor diesem Kirgistan-

Abenteuer hat sich auch hauptberuflich

etwas getan beim Wildsteiger,

der durch diese für den

Bergsport entdeckte Leidenschaft

immer weniger Lust auf Überstunden

auf dem Bau hatte. Sein Plan:

Kündigen, für ein halbes Jahr in die

USA abhauen und im Nationalpark

Yosemite eine entspannte Zeit verbringen.

„Was letztlich nicht geklappt

hat, da mir das Arbeitsamt

ordentlich auf die Füße gestiegen

ist.“ Obwohl sich Tobias Karpinski

bewusst bei Betrieben vorstellt,

„die top besetzt waren und sicher

keinen Neuen brauchen“, wird er

genommen. „Bei den ersten Vorstellungsgesprächen

ging mein

Plan voll auf, indem ich abgelehnt

wurde.“ Doch ausgerechnet

bei der Firma, wo er im Stil eines

gutgeschulten Schauspielers einen

besonders schlechten Eindruck

hinterlassen wollte – „ich bin ab-

34 | altlandkreis


sichtlich aufreizend lässig, barfuß

und in Badehose aufs Firmengelände

spaziert“ – wird er erst abgelehnt,

wenige Wochen später

aber doch gebraucht und somit

eingestellt.

Parallelen

zweier Welten

Heute betrachtet ein Glücksfall,

„da mein Chef, Norbert Gröger,

mich von Beginn an unterstützt hat

in Sachen Bergsport“. Denn was

Tobias Karpinski im Zuge des Expeditions-Kaders

zum ersten Mal vernimmt:

Dass man im Bergsport

auch arbeiten und Geld verdienen

kann.“ Zum Beispiel als Fotograf.

Oder als Berg- und Skiführer. Zwar

bildet er sich zunächst in seinem

gelernten Beruf weiter, besucht

für zwei Jahre die Meisterschule

in München, die er mit dem Bautechniker

abschließt. Sein eigentliches

Ziel aber: Die Ausbildung

zum Berg- und Skiführer, die sich

inklusive Eignungstests über rund

zweieinhalb Jahre zieht. „Immer

wieder blockweise in Theorie und

Praxis.“ Schwerpunkt: „Sein bereits

vorhandenes Können einzusetzen,

um Gästen ein unvergessliches

Erlebnis in den Bergen zu

ermöglichen – und zwar so, dass

man nach einer Tour wieder gesund

und glücklich unten am Auto

ankommt.“ Seither arbeitet Tobias

Karpinski im ständigen Wechsel

als Zimmerer sowie freiberuflicher

Berg- und Skiführer, Sponsoren

inklusive. Im Grunde zwei Welten,

die im Detail betrachtet jedoch

viele Parallelen aufzuweisen haben.

„In beiden Berufen musst du

schwindelfrei sein, brauchst Kraft

und Kondition, bist auch bei widrigsten

Bedingungen draußen und

immer wieder mal am Abgrund

stehend, an dem Abstürzen verboten

ist.“ Von einem Bandscheibenvorfall

abgesehen, ist Tobias Karpinski

bislang verschont geblieben

von schweren Verletzungen. „Die

Berufsgenossenschaft fürs Handwerk

ist mittlerweile sehr streng,

weshalb wir auf Baustellen großen

Wert auf Sicherheit legen.“ Im

Gebirge kommen jedoch tödliche

Gefahren hinzu, die selbst durch

professionelles Risikomanagement

nicht ausgeschlossen werden

können. Steinschläge, Lawinen,

herausbrechende Tritte und Griffe.

„Auf dem Bau kann ich mich an

keinen schweren Unfall erinnern.“

Im Gebirge dagegen hat Tobias

Karpinski bereits mehrere (!) aus

dem Bekanntenkreis verloren. „Einerseits

egoistisch, nach all diesen

schweren Schicksalsschlägen

dem Bergsport treu zu bleiben.“

Andererseits kann sich der Handwerker

schlichtweg nichts Schöneres

vorstellen, nach zwei, drei

Arbeitstagen als Zimmerer wieder

auszubrechen aus dem Schongauer

Altlandkreis – und ambitionierte

Hobbybergsteiger auf die höchsten

Berge Europas zu führen.

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20

Jahren

Service und Wartung

Höhenangst kennen Tobias Karpinski (li.) und seine Kollegen nicht. Die

Arbeit auf dem Dach bringt ihm auch Sicherheit am Berg.

märz / april 2022 | 35


Bauen & Wohnen im 2. Jahrhundert

Liebeszauber im antiken Badehaus

Peiting | Drusus und Tiberius hießen

die Stiefsöhne des römischen

Kaisers Augustus. Deren Auftrag

um das Jahr 15 vor Christus: Weite

Teile der Alpen und Voralpen militärisch

zu erobern. Laut Überlieferungen

ist ihnen dieses Vorhaben

gelungen – in nur einem Jahr hatten

sie die hier heimischen Kelten

größtenteils verdrängt, somit das

römische Reich auch um das Gebiet

des Schongauer Altlandkreises

erweitert. Bester Beweis dafür:

Die Villa Rustica südwestlich

von Peiting. Sie wurde im 2. Jahrhundert

nach Christus errichtet

und bis Mitte des 4. Jahrhunderts

von Römern bewohnt. Heute können

Besucher die Geschichte von

damals hautnah bestaunen. Allen

voran dank eines von Archäologen

und freiwilligen Helfern des

Fördervereins „Villa Rustica e.V.

Peiting“ freigelegten Badehauses.

An dieser Stelle hervorzuheben:

Der unermüdliche Einsatz von Jakob

Leicher, bis 2019 noch Vorsitzender,

heute Ehrenmitglied des

Vereins, auf dessen Initiative hin

ein verglastes Schutzhaus über die

freigelegten Grundmauern errichtet

wurde, um diese vor Wind und

Wetter zu schützen. „Wobei diese

hier öffentlich zugängliche Ausgrabungsstätte

nur ein kleiner Teil

eines ausgedehnten Landgutes

ist, dessen Gesamtgröße wir auf

rund 2,5 Hektar schätzen“, sagt Dr.

Jürgen Schreiber, Archäologe und

Vorsitzender des Fördervereins

„Villa Rustica“. Erstaunlich ist, wie

gut erhalten all die freigelegten

Mauern und Bodenplatten sind.

Und wie ähnlich sie Bauweisen

von heute gleichen, obwohl mehr

als 1 600 Jahre dazwischenliegen.

Für das Errichten von Mauern verwendeten

die Römer Kalktuffsteine,

die im Falle der Peitinger Villa

Rustica sogar aus unmittelbarer

Nähe gestammt haben könnten,

da in Richtung Ortsteil Kreut Überreste

einer Anlage zum Abbau

solcher Steinvorkommnisse gefunden

wurden. Damit die einzelnen,

aufeinandergesetzten Steine

Frei zugänglich und touristenfreundlich gestaltet: Die Villa Rustica südwestlich

von Peiting, unter anderem mit Schutzhaus und Kräutergarten.

36 | altlandkreis

letztlich zu einer stabilen Mauer

wurden, verwendeten die Römer

Mörtel, zusammengerührt aus

Kalk, Wasser und Sand. An dieser

Stelle besonders interessant: Für

das Verputzen von Innenwänden

haben sie, jeweils für die äußerste

Schicht, feinere Korngrößen der

Grundzutaten verwendet, um glattere

Oberflächen zu bekommen.

„Die zum Teil dann mit weißer

oder bunter Farbe bemalt wurden.“

Brennöfen für

Ziegelherstellung?

Ein noch besserer Beweis dafür,

dass bis heute gängige Bauweisen

von den damals hier sesshaften

Römern übernommen wurden:

Ziegelsteine. „Weitere archäologische

Untersuchungen weisen darauf

hin, dass sich auf diesem Areal

auch Brennöfen befunden haben,

in denen Ziegel, aber auch andere

Tongefäße, hergestellt wurden“,

sagt Dr. Jürgen Schreiber.

Ob dieses Landgut mit großem

Hauptgebäude, mehreren durch

Gänge verbundenen Nebenräumen,

Badehaus sowie drei weiteren,

größeren Gebäudekomplexen

letztlich von den Römern selbst,

durch mitgebrachte Sklaven oder

durch vor Ort versklavte Einheimische

errichtet wurde? „Können wir

leider nicht beantworten, weil für

diese Region keine Schriftstücke

gefunden wurden, die dazu nähere

Schlüsse liefern.“ Sehr wohl

gefunden wurden neben diesem

freigelegten Fundament zahlreiche

weitere antike Schätze, die auf

diese einstige, durchaus luxuriöse

Römersiedlung im Pfaffenwinkel

hinweisen. Zum Beispiel eine

Freigelegtes Zeugnis aus einer längst vergangenen Zeit: So mauerten

die Römer damals eine Fußbodenheizung für ein Badehaus.

Münze von Kaiser Konstantin I.

dem Großen, deren Prägung auf

die Jahre 328 bis 335 nach Christus

zurückzuführen ist. Oder eine

sogenannte „Terra Sigillata“ – ein

teures, äußerst edles Tafelgeschirr

mit künstlerisch wertvollen Mustern,

hergestellt durch ein ganz

besonderes Töpferverfahren. „In

dem die komplette Schale in eine

feste Form gepresst wurde“, so

Dr. Jürgen Schreiber, der nun auf

das absolute Highlight bisheriger

Ausgrabungen auf dem Areal südwestlich

von Peiting deutet: Ein 17

Zentimeter langer, vier Zentimeter

breiter und drei Millimeter dicker

Bleiblechstreifen mit eingeritzten

Schriftzeichen, der 2018 unter die

100 wertvollsten Heimatschätze

Bayerns gekürt worden ist. Der

sogenannte „Peitinger Liebeszauber“

wurde 1956 im Fundament

des Haupthauses gefunden. Zwei

Jahre später gelang es, diesen

schwer lesbaren Text zu entziffern.

Das verblüffende Ergebnis: Entgegen

vieler Erwartungen war es

keine antike Verwünschungsformel,

sondern ein hocherotischer,

pornografischer Text. „Was zur

damaligen Zeit völlig normal gewesen

war.“

Kostenlose Zeitreise

durch Kräutergarten

Dass dieses antike Kulturgut im

Südwesten Peitings überhaupt

entdeckt, freigelegt und seit Anfang

der 2000er zu einer touristischen

Attraktion geworden ist,

hat mehrere Hintergründe. Den

ältesten Hinweis auf eine dortige,

ehemalige Römersiedlung lieferte

ein aus 1837 stammender Brief zu

Zeiten von König Ludwig I. Weiters

wollte im Jahre 1956 der Peitinger

Max Schäffler seine dortige

landwirtschaftliche Nutzfläche der

Technologisierung anpassen und

mittels Planierraupe einebnen. Im


Zuge dessen veranlasste der damalige

Bürgermeister Karl Fliegauf,

auf Anraten des Bayerischen

Landesamtes für Denkmalpflege,

Bodenuntersuchungen nach

möglichen Mauerresten. Noch

im März, bei 20 Zentimeter Neuschnee,

machten sich der Schongauer

Archäologe Wilfried Titze

sowie Helfer aus der Peitinger

Gemeinde an die Arbeit. „Letztlich

hätte man noch viel mehr entdecken,

ausgraben und freilegen

können“, sagt Dr. Jürgen Schreiber.

Über die Jahre hinweg wurde

auch immer wieder archäologisch

Wertvolles gefunden. Doch allein

der Bau einer Gasleitung, die

mitten durch das Landgut-Areal

führt, habe sehr viel potentielles

Fundmaterial zerstört. Gleiches

gilt für den Bau der Umgehungsstraße.

Und trotzdem zählt die

Peitinger Villa Rustica zu einem

der bedeutendsten Orte antiker

Geschichtskunde, an dem die Besucher

eintauchen können in eine

längst vergangene, aber äußerst

spannende Zeit. Übersichtliche

Infotafeln mit Texten und Bildern,

sowie im Original erhaltene Funde,

aber auch originalgetreue Repliken

hinter Glasvitrinen machen

einen dortigen Rundgang zu einer

kurzweiligen Abenteuerreise.

Im Optimalfall zwischen Frühjahr

und Hochsommer, wo der extra

angelegte Kräuterlehrgarten sich

von seiner schönsten Seite zeigt.

„Hier wachsen mehr als 70 Pflanzen

und Kräuter, die damals von

den Römern nach Deutschland

gebracht wurden und heute nicht

mehr wegzudenken sind aus unseren

Küchen.“ Unterhalten und

immer wieder modernisiert wird

das Gelände vom 1992 gegründeten

Förderverein, der passend

zum 30-Jährigen zwei interessante

Neuerungen geplant hat. „Die

wir allerdings noch nicht verraten

möchten“, sagt Dr. Jürgen Schreiber

als Vorsitzender des Vereins,

der seit seiner Gründung fast eine

Million Euro und knapp 40 000

Ehrenamtsstunden in das Projekt

„Villa Rustica“ gesteckt hat. Und

auch im Jahr 2022 wieder kostenlose

Führungen auf Spendenbasis

anbieten wird – von Mai bis Oktober,

jeden Samstag, zwischen 14

und 16 Uhr und ohne Voranmeldung.

Dabei näher beschrieben

wird auch eine Fußbodenheizung,

errichtet im 2. Jahrhundert nach

Christus.

js

Im Schutzhaus der Villa Rustica zeigt sich lediglich das Badehaus. Insgesamt war die Römersiedlung bei

Peiting wesentlich größer, umfasste unter anderem drei größere Gebäudekomplexe. Unten die B472.

märz / april 2022 | 37


Anregungen und Tipps zum Selberbasteln

Brotzeitbrettl aus Brennholz

Peiting | „Alexa, Absauganlage

an!“ Keine zwei Sekunden später

zirkuliert die Luft durch mehrere

Meter lange, staubdichte Kunststoffrohre.

Kai Zellerhoff hat sie

so installiert, dass sie nicht im

Weg umgehen. Nicht beim Gang

zur Wandhalterung mit sieben

hochwertigen Akku-Schraubern,

nicht beim Greifen nach einer seiner

sieben Wasserwagen, seiner

35 Paar Schraubzwingen, seinem

in Schubladen aufbewahrtem,

gigantischem Schraubenlager,

schon gar nicht an Tischkreissäge,

Dicken-Hobelmaschine, 3D-Drucker

und Laser-Graviermaschine.

Die 20-Quadratmeter-Werkstätte

im Keller des leidenschaftlichen

Hobby-Heimwerkers ist wahrlich

nicht groß. Doch dank Struktur,

perfektionistischer Ordnung und

klugen, selbstgebastelten Aufbewahrungs-Kniffen

und 3D-gedruckten

Wandhalterungen hat alles

an Werkzeugen und Maschinen

Platz, was der ursprünglich gelernte

Zimmerer und heutige CNC-

Zerspaner so braucht – und das

ist ziemlich viel. Denn egal ob mit

Holz, Metall, Leder, Kunststoffen

oder Elektronischem: Kai Zellerhoff

scheut in seiner Freizeit keine

Herausforderung, wenn es darum

geht, sich in Bastelprojekten für

Haus, Garten und Wohnung, aber

auch in Sachen Reparaturen von

Haushaltsgeräten zu verwirklichen.

Noch besser: Er lässt seine

Mitmenschen daran teilhaben,

regt immer wieder mal Privatleute

dazu an, selbst anzupacken. Zum

Beispiel auf Instagram, wo er unter

„KaiNase“ Fotos und Videos

seiner Heimwerker-Projekte veröffentlicht.

„Egal was ist, wir brauchen

nie einen Handwerker, sparen

uns damit jede Menge Geld“,

schwärmt an dieser Stelle Kais

Ehefrau Katharina. Die bekam,

Corona-bedingt, einen selbstgebauten

Schreibtisch fürs Homeoffice

aus über 40, je 18 Millimeter

dünnen, zusammengeleimten

Multiplexplatten, wobei die Tischplatte

dieses Unikats auf der rechten

Seite sich um 90

Grad nach unten wölbt

und als Tischfuß bis

auf den Boden reicht.

Materialeinkauf beim

Fachhändler in der Region,

Leisten für Tischgerade

und Leisten für

90-Grad-Biegung aussägen

und passgenau

fräsen, alle Einzelteile

zusammenleimen, mit

Schraubzwingen verpressen,

abschließend

lackieren und schließlich

im Arbeitszimmer

Liebt das Heimwerkern: Kai Zellerhof in seiner kleinen aber

feinen Werkstätte. Rechts ein selbstgebastelter Dosenhalter.

aufstellen und montieren. So die

grobbeschriebenen Arbeitsschritte

des hauseigenen Schreibtisch-

Projekts.

Lampen für mehr

Lebensqualität

Der an einer schmalen Wohnzimmer-Wand

fixierte, aus Platzspargründen

hochklappbare und wesentlich

kleinere Schreibtisch für

Corona-bedingtes Homeschooling

seiner zwei Kinder war gegen dieses

Multiplex-Schreibtisch-Projekt

ein Klacks. Das Lieblingsprojekt

von Kai Zellerhoff ist jedoch eine

kühlschranktürgroße, weißgestrichene

Holzplatte, versehen mit

beachvolleyballgroßen, kreisrunden

Ausschnitten, aus denen bunte

LED-Lichter strahlen und das

Leben in dieser veranstaltungstoten

Zeit wenigstens in den eigenen

Hat wieder einen Nutzen: Die Betonmischmaschine von Kai

Zellerhof wird nun zum Sieben von Humus verwendet.

vier Wänden ein bisschen

bunter machen. Wobei die schräggegenüberliegenden

Lämpchen,

verbaut in einem 200 Jahre alten,

rustikalen, lediglich gebürsteten

Holzbalken, abgegriffen im Zuge

eines Hausabrisses bei Altenstadt,

mindestens genauso viel Wohnqualität

ausstrahlen. Letztlich gibt

es keinen Raum im Reihenhaus

von Familie Zellerhoff, ja nicht mal

eine Zimmerecke, ohne Selbstgebasteltes.

Klangqualitativ hochwertige

Lautsprecherboxen, die an

der Front mit edelaussehendem

Echtholz-Furnier aus Olive versehen

sind. Auf Maß geschnittene,

gehobelte und zusammengeleimte

Brotzeit- und Schneidbretter aus

Brennholz oder edlem Mahagoni,

das ein in der Gegend Wohnender

wegwerfen wollte. Aber auch

jede Menge kleinerer Leuchtmittel

in Zimmerecken oder Gängen.

Passend dazu: „Alexa, es werde

Licht!“ Die aus der Werbung hinlänglich

bekannte Smart-Home-

38 | altlandkreis


Assistentin ist wohl die

einzige, die Kai hoff nicht selbst gebastelt,

beziehungsweise

programmiert hat. „Wobei

die Vernetzung, um mit

ihr im ganzen Haus

Zeller-

kommunizieren zu

können, von der Kellerwerkstätte

über Küche und

Wohnzimmer bis hinauf

ins Büro und in die Kinderzimmer,

gar nicht so

leicht war.“

Betonmaschine

zum Humus sieben?

Für die meisten seiner Bastel-Projekte

informiert sich

Kai Zellerhoff im Internet. Vor

allem via Videoplattform You-

Tube, wo es Dutzende professionelle

Heimwerker gibt, die

ihre Ideen und Umsetzungen

zur Schau stellen. Matthias

Wandel, Jonas Winkler und

„Lets Bastel“ sind nur drei

Beispiele. „Kann ich nur jedem

empfehlen, sich da mal intensiver

umzuschauen“, sagt der Mann mit

ausgeprägtem Nachhaltigkeitsgedanken,

der sich seit seinem 15.

Lebensjahr viel Geld gespart hat,

weil er tatsächlich weder Handwerker

noch Reparaturservice in

Anspruch nimmt. Auch nicht, als

er im Dachgeschoss aus einem

großen Raum zwei gleichgroße

Kinderzimmer sowie ein kleineres

Badezimmer machte – Strom,

Wasser und Heizungsanschlüsse

inklusive. Derzeit liegt ein großer

Flachbildschirm seiner Eltern auf

seiner selbstgebauten Werkbank

im Zentrum der Keller-Werkstätte.

99 Prozent der Deutschen hätten

das Ding längst entsorgt. Kai

Zellerhoff dagegen recherchiert

nach potentiellen Ursachen des

Problems, lokalisiert den Fehler

im Gerät, „in diesem Falle ein

Hitzeschaden an einer dunkelverfärbten

Platine“, bestellt online

adäquaten Ersatz zu günstigen

Schreiner, Elektriker und Programmierer in einem: Dieser Bau einer

großen LED-Wandlampe zählt zu Kais Lieblingsprojekten.

Preisen, verlötet und verschraubt

diesen und hofft, „dass die Kiste

wieder läuft“. Oft seien es Kleinigkeiten,

die Kosten sparen, oder

den Alltag erleichtern. Paradebeispiel

Betonmischmaschine. „Von

denen viele eine zuhause haben,

aber nicht nutzen.“ Kai Zellerhoff

hat um die Öffnung der Trommel

einen bodenlosen Lochgitter-

Müllereimer montiert, durch den

er und seine Frau nun den Humus

aus dem garteneigenen Kompost

sieben. Auch hilfreich: Eine passgenaue

Holzabdeckung fürs Spülbecken

in „unserer kleinen Küche,

womit wir mehr Arbeitsfläche

schaffen“. Obwohl er schon Mikrowellen,

Staubsauger und Radios

erfolgreich repariert hat, ist ihm

die Arbeit mit Holz am allerliebs-

ten. „Da kommt der Zimmerer

in mir durch.“ Aus dieser Zeit

rührt auch sein Insta-Name

„KaiNase“: Mit einer Motorsäge

schnitt er sich mal

ins Gesicht, wovon heute,

dank guter Notfall-

Chirurgie, „die Klinik

war Gott sei Dank in

Baustellennähe“,

nichts mehr zu sehen

ist. Dafür, auf

Instagram, jede

Menge weitere

bereichernde

Handwerker-

Projekte, un-

ter denen sich eine Community regelmäßig

austauscht. „Zufrieden

mit der Maschine? Was hast du da

für ein Material verwendet? Wie

hast du das im Detail gemacht?“

Fragen, die KaiNase gerne beantwortet.

Das gilt auch für Familie,

Freunde, Bekannte, Nachbarn,

Arbeitskollegen und die, die einen

kennen, der einen kennt. Ein Gewerbe

möchte er trotzdem nicht

anmelden. „Ich mache das zum

Spaß, verlange von den Leuten

nichts. Wenn sie mich dafür mal

zum Grillen einladen, ist das umso

schöner.“ Sein nächstes Projekt:

Eine fast zwei Meter hohe Mühle

aus Holz, die als Deko in den Garten

kommen soll. 50 der rund 300

filigranen Einzelteile hat er schon

zubereitet. Doch für heute ist

Schluss. Die Nachtschicht ruft.

„Alexa, Licht aus!“ js

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märz / april 2022 | 39


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Und Trockeneis in Form von drei

Millimeter dünnen Pellets. Das

braucht Peter Fischer, um verschmutze

Gegenstände wie neu

aussehen zu lassen. Mit einem

Druck von rund zehn Bar, „das

sind in etwa 1 500 Liter Luft pro Minute“,

schießt er diese Minus 78,8

Grad Celsius (!) kalten Eiskörner

dann auf Holz, Kunststoff, Metalle,

Gestein, Baumwollstoffe, Leder

und vieles mehr. „Damit kannst du

im Grunde alle Oberflächen behandeln“,

sagt der 54-jährige Reinigungsprofi

aus dem Bernbeurener

Ortsteil Nachsee, wo er neben

seinem Privathaus eine eigene

Reinigungswerkstätte für Kunden

aus dem kompletten deutschsprachigen

Raum eingerichtet hat. Wer

noch nie von Trockeneisstrahlen

gehört hat: Es handelt sich um ein

Verfahren, bei dem dieses durch

Druckluft beschleunigte Trockeneis

ohne Verflüssigung direkt vom

festen in den gasförmigen Zustand

übergeht. Was gleich mehrere

Vorteile hat: Keine chemischen

Reaktionen mit zu behandelnden

Stoffen, keine elektrische Leitfähigkeit,

keine Brandgefahr, keine

Feuchtigkeit, die abtrocknen muss,

und – im Vergleich zu vielen anderen

Reinigungsmitteln – keine

Giftstoffe, „da wir ausschließlich

mit Eis und Luft arbeiten“. Peter

Fischer erinnert sich gut an jenen

Tag, als er im Rahmen einer Au-

40 | altlandkreis

tomesse in Frankfurt im Vorbei-

wir damit schon alles gereinigt

gehen jemanden gesehen hatte, haben.“ Verdreckte Teppiche, be-

der einen mit Lippenstift verschmierten

malte Holzschränke, vermooste

Stoffsitz eines Pkw mit Grabsteine, denkmalgeschützte

Trockeneis in wenigen Sekunden Fenster, öl- und staubbeschmutze

blitzsauber strahlte. Dass dieses Motorblöcke und Maschinen aus

Trockeneisgerät so viel kostet wie

ein Kleinwagen, wusste Peter Fischer

Industrie und Handwerk, Türen

und Fassaden aus Altholz bis hin

zu diesem Zeitpunkt noch zu Reise- und Linienbussen, „voll-

nicht. Doch im Stil eines gewieften

Geschäftsmannes bekommt er mit,

wie ein Scheich aus Dubai diesem

dort ausstellenden Vertreter 30 (!)

gekotzte“ Zugwagone am Münchner

Hauptbahnhof sowie kleinere

Passagierflugzeuge, zum Beispiel

am Flughafen in Memmingen.

Geräte auf einmal abkauft. „Durch

dieses gute Geschäft hatte sich Filmreifer Auftrag

der Verkäufer kulant gezeigt und

in der Schweiz

mir dann eines zum halben Preis

gegeben.“ Inzwischen arbeitet „Ich habe mich in all den Jahren

der einstige Werkzeugmacher seit

über 15 Jahren mit diesem Druckstrahlverfahren.

immer versucht, von den wenigen

Konkurrenten, die es in diesem

Überwiegend Bereich gibt, abzuheben“, sagt

säubert er damit Autos. „Wobei Peter Fischer, der auch Trockeneis-

Das Bild links zeigt den Autositz in deutlich verschmutzem Zustand.

Rechts das Resultat nach der Reinigung mit Trockeneis.


strahlgeräte vertreibt und namhaften

Herstellern zur Optimierung

ihrer Geräte verholfen hatte. Das

wiederum, „meist durch Mundpropaganda“,

hat ihm immer

mehr Aufträge beschert. Fußballer,

Unternehmer, Politiker. Aus

datenschutzrechtlichen Gründen

darf er keine prominenten Namen

nennen. Nur so viel: „Das hat irgendwann

Dimensionen angenommen,

wo du aufpassen musstest,

auf dem Boden zu bleiben.“

Sein kuriosester Auftrag begann

mit einer E-Mail eines wildfremden

Mannes aus Düsseldorf, selbst

Inhaber eines Reinigungsservices,

der meinte, „ich solle eine Boing

747 mit Trockeneis sauber machen“.

Peter Fischer löschte diese

Anfrage unbeantwortet, weil er

sich sicher war, „dass mich da jemand

reinlegen wollte“. Drei Tage

später klingelt sein Handy. Wieder

dieser Düsseldorfer, der sagte,

dass er das selbst nicht machen

könne, weil er weder Technik noch

Know-how noch Erfahrung damit

habe. Das Ziel: Das Flugzeug eines

Scheichs von vorne bis hinten

durchzureinigen. Peter Fischer

traut der Sache immer noch nicht,

rückt nach längerem Zögern dann

aber doch seine IBAN raus: „Der

Mann meinte, als Vertrauensbeweis,

werden mir 5000 Euro im

Voraus auf mein Konto überwiesen.“

Keine fünf Stunden später

meldete sich Peter Fischers Frau,

„woher diese 5000 Euro kommen!?“.

Somit war dem misstrauischen

Allgäuer endgültig klar:

„Die meinen das wirklich ernst!“

Weil er aufgrund eines prallgefüllten

Auftragsbuches eigentlich gar

keine Zeit hatte, diesen Auftrag

anzunehmen, nutzt er den Karfreitag,

um in die Schweiz, Nähe Basel,

zu fahren. „Das Verrückte war:

Wir haben nur Koordinaten und

eine Telefonnummer bekommen,

sonst nichts.“ Was erst der Anfang

einer filmreifen Geschichte war.

Dieses Privatflugzeug stand nämlich

als eines von „sicherlich 50

Mit Bus und Anhänger auf Außendienst: Peter Fischer aus dem Bernbeurener

Ortsteil Nachsee reinigt unter anderem Flugzeuge.

Stück“ auf einem komplett abgeschotteten

Privatflugplatz, „der in

keinem Navi registriert ist“, dafür

bewacht von Männern mit Maschinengewehren.

Als Peter Fischer

mit VW-Bus und Spezialtrockeneisstrahler

an diesem Flieger

ankommt, bekommt er nochmals

den ausdrücklichen Hinweis, ja

nichts kaputt zu machen. Allein

der Teppich würde 300 Euro pro

Quadratmeter kosten. „Letztlich

war in diesem Flugzeug eine eigene

Luxuswohnung verbaut, unter

anderem mit einer Badewanne

aus purem Gold. Fazit: „Der

Scheich war so begeistert, dass er

über mich ein eigenes Trockeneisgerät

gekauft hat.“

Eispreis geht

durch die Decke

Von solchen Großaufträgen abgesehen,

hat die Coronapandemie

massive Auswirkungen auf das

Trockeneisstrahlen. „Der Eispreis

ist um 40 Prozent gestiegen.“ Der

Grund: Krankenhäuser, Arztpraxen

und Impfzentren halten mit diesem

Eis Corona-Impfstoffe frisch.

„Da habe ich mich nach einem

alternativen, kostengünstigeren

Reinigungsverfahren

umgesehen, das genauso effektiv

und umweltfreundlich sein muss.“

Die Lösung: Eine Trockendampfreinigung

mit 165 Grad Celsius

(!) heißem Wasserdampf, der mit

ebenfalls ordentlichen sieben Bar

Luftdruck auf beispielsweise Sitzbezüge

von Oldtimern gesprüht

wird. Einziger Nachteil: „Dass man

hier ab und an Feuchtigkeit noch

nachträglich raustrocknen muss.“

Vom Reinigungsergebnis an sich

ist Peter Fischer jedoch genauso

begeistert wie nach Arbeiten mit

Trockeneis – zwei Verfahren, die

dank Eis oder Wasser in Kombination

mit Luft umweltfreundlicher

nicht sein könnten. Vorausgesetzt,

der dafür notwendige Strom wird

aus regenerativen Energien gewonnen.

Peter Fischer lässt die

Tage eine Photovoltaikanlage auf

seine Reinigungsstätte in Nachsee-Bernbeuren

installieren. Dann

klingelt sein Handy. „Da muss ich

unbedingt ran.“ Ein Promi! js

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Altlandkreis | Auch wenn dem

und Mehrtageswanderungen

Pfaffenwinkel Superlativen

zur Verfügung stehen.

wie die Zugspitze fehlen, hat

Zum Beispiel die 2015 eröffneten

er in Summe viel zu bieten.

Pilger-Wanderwege-

Zum Beispiel seine facettenreiche,

in weiten Teilen noch

unberührte Natur in Form einer

sanfthügeligen Wald- und

Wiesenlandschaft, den breiten

Lech, die schmalere, wildere

Ammer sowie Dutzende

Schleifen „Heilige Landschaft

Pfaffenwinkel“ mit zentralem

Ausgangspunkt auf dem Hohen

Peißenberg. Oder der

inzwischen mit zahlreichen

Info- und Erlebnisstationen

versehene LechErlebnisWeg.

Seen, oft mit glasklarem, an

anderer Stelle wiederum mit

Social Media statt

trübem, gesundheitsförderndem

Moorwasser befüllt.

Erlebnisstation an der Litzauer Schleife.

Buswerbefahrten

Es gibt mit Auerberg (1055) und

Hohem Peißenberg (988) zwei exponierte

tember 2020 eröffnete STOA169 –

eine Kunstsäulenhalle südwestlich

Gegründet wurde der Tourismusverband

Pfaffenwinkel im Jahre

Erhebungen, die atem-

von Polling, inmitten der Natur 1971 durch den damaligen Landrat

beraubenden Rundblick über die stehend und ausschließlich zu Fuß Manfred Blaschke – zunächst als

komplette Region und darüber hinaus

bieten – an wolkenlosen Tagen

oder mit dem Rad über einen Feldweg

erreichbar. Wer möchte, kann

Fremdenverkehrsverband für den

Schongauer Altlandkreis. Das damalige

reicht die Sicht über Ammersee Kunst und Kultur wiederum verbinden

mit Sport und Genuss. Bereits

und Starnberger See hinweg bis

Ziel: In enger Zusammen-

arbeit mit einzelnen Gemeinden

nach München, entgegengesetzt

zeigen sich die höchsten Gipfel des

Karwendels, des Wettersteingebirges

sowie der Tannheimer Berge.

in den Jahren 2005 und 2006 hat

der Tourismusverband Pfaffenwinkel

eine flächendeckende Radwege-Beschilderung

installiert, die

das touristische Angebot auszubauen

und gemeinsam zu bewerben.

Im Zuge der Gebietsreform im

Jahr 1972, also nur ein Jahr später,

Und dazwischen? „Zahlreiche alle Orte der Region über gut fahr-

schlossen sich auch immer mehr

kulturelle Sehenswürdigkeiten“, baren Schotter oder Asphalt miteinander

Gemeinden aus dem Weilheimer

sagt Susanne Lengger, Geschäftsführerin

verbindet. Ähnliches gilt Raum dem Verband an. Ein pro-

des Tourismusverbandes für Wanderer, denen Rundtouren bates Mittel damals, die Region

Pfaffenwinkel. Das Aushängeschild

schlechthin: Die Wieskirche mit fast

einer Million Besucher pro Jahr.

Aber auch die Klöster in Bernried,

Wessobrunn oder Polling sind immer

eine Rast wert. „Und wo Klöster

sind, gibt es auch Kunst.“ Das

Campendonk Museum in Penzberg,

2016 in Form eines architektonisch

sehr ansprechenden Zwillingsbaus

eröffnet. Das „Museum der Phantasie“,

auch bekannt als Buchheim-

Museum – ein 4000 Quadratmeter

großer Bau in Bernried am Starnberger

See, der der Form eines

Schiffes gleicht. Und die im Sep-

Idyllischer Innenhof: Das Kloster in Wessobrunn.

42 | altlandkreis


Umstritten, aber beliebt: Das Kunstprojekt STOA 169 bei Polling.

für Urlauber bekannt zu machen:

Werbefahrten mit Bus und ganzer

Blaskapelle in andere Städte, zum

Beispiel nach Hildesheim oder

Saarbrücken, wo die Werbetrommel

für den Weilheim-Schongauer

Landkreis als Urlaubsdomizil fleißig

gerührt wurde. Weil durch

die Gebietsreform nicht nur das

Schongauer Land, sondern der

gesamte neue Landkreis bis zu

den Osterseen zum Verbandsgebiet

gehörte, galt es letztlich einen

treffenderen Namen zu finden:

1978 wurde aus dem „Schongauer

Land“ der „Fremdenverkehrsverband

Pfaffenwinkel“ und 1996 aus

dem Fremdenverkehrsverband der

„Tourismusverband Pfaffenwinkel“,

dessen Aufgabengebiet sich

gewandelt hat im Vergleich zur

Anfangszeit. „Heute bewerben wir

unsere Region sehr stark übers

Internet sowie auf Social Media“,

sagt Susanne Lengger. Auf der verbandseigenen

Internetseite (www.

pfaffen-winkel.de) können Urlauber

auch Unterkünfte buchen – mit

Hotels in allen Kategorien, Gasthöfen,

Pilgerherbergen, Ferienwohnungen,

Campingplätzen sowie

Urlaub auf dem Bauernhof ist das

Übernachtungsangebot breit gefächert.

Seit Corona boomt insbesondere

Camping. Dafür leiden unter

der Krise Hotellerie und Gastronomie

umso mehr. „Einerseits fehlt

ihnen das Geschäft während den

Lockdownphasen, vor allem in der

Weihnachtszeit.“ Andererseits Personal,

„weil in Zeiten der Krise viele

die Branche gewechselt haben und

neues Personal schwer zu finden

ist“. Die Folge: Zwischen den Lockdowns,

im Sommer, wo im Pfaffenwinkel

erfreulicherweise sehr

viele junge Familien sowie ältere

Pärchen Urlaub gemacht haben

und auch eingekehrt sind, fehlte

dieses Personal umso schmerzlicher.

„Wir hoffen sehr, dass unsere

Gastronomiebetriebe diese Krise

gut überstehen – denn der Verlust

der ohnehin in manchen Gemeinden

nur noch wenigen Dorfwirte

wäre sowohl für Urlauber als auch

Einheimische ein großes Problem.“

Naturschutz durch

Besucherlenkung

Derzeit arbeitet der Tourismusverband

Pfaffenwinkel ein neues

Freizeit-Radwege-Konzept aus,

das sich an Genuss-Tourer, Gravelbiker

(geländetaugliches Rennrad)

und Rennradfahrer richtet. Alle

Touren führen an landschaftlichen

und kulturellen Highlights vorbei

– und laden zum Einkehren

und Einkaufen in beispielsweise

Dorfläden, Wirtshäusern und

Bauernhofcafés mit regionalen

Produkten ein. Einzig der Wunsch

gezielt ausgeschilderte Trails für

Mountainbiker, die vom Hohen

Peißenberg hinabführen, gestalte

sich in der Umsetzung als schwierig.

„Sind wir aber dran“, sagt Susanne

Lengger, die an dieser Stelle

die Philosophie des Verbandes in

den Vordergrund rücken möchte:

„Alle unsere Maßnahmen dienen

immer dazu, sowohl für Urlauber

als auch Einheimische einen

Mehrwert zu generieren.“ Heißt:

Der Tourismusverband Pfaffenwinkel

setzt nicht nur auf Tagesausflügler

aus größeren Städten

wie München und Augsburg sowie

auf Urlauber aus ganz Deutschland,

sondern sorgt ganz gezielt

dafür, dass die Lebensqualität für

hier lebende Menschen erhalten

bleibt und verbessert wird. Und

die ist im Pfaffenwinkel ohnehin

sehr hoch. „Bei uns findet man

immer ein ruhiges Platzerl abseits

der Menschenmassen, auch bei

schönstem Wetter an Wochenenden.“

Wer also zur Ruhe kommen

möchte, ist im Pfaffenwinkel

sicherlich besser aufgehoben als

beispielsweise in Garmisch-Partenkirchen

oder am Tegernsee, wo

der Besucherandrang an manchen

Tagen nicht mehr kontrollierbar

ist, geschützte Naturbereiche gefährdet

werden und Konflikte mit

Einheimischen vorprogrammiert

sind. Wobei durch Social Media

und coronabedingtem Bewegungsdrang

das Thema „Naturschutz

durch Besucherlenkung“

auch für den vergleichsweise

sanfttouristischen Pfaffenwinkel

immer wichtiger wird. So sollen

zum Beispiel an weniger sensiblen

Abschnitten der Ammer gezielt

attraktive Aufenthaltsbereiche mit

Grillplatz geschaffen werden, um

Menschen vom Feuermachen in

empfindlicheren Bereichen mit

Vogelschutzgebiet, zum Beispiel

der Ammerschlucht bei Peiting,

abzuhalten. Ein zukunftsweisender

Schritt, damit der Naturraum im

Pfaffenwinkel auch die kommenden

Jahre und Jahrzehnte gesund

bleibt. Apropos: Da die eigentliche,

für November 2021 vorgesehene

Jubiläumsfeier der Delta-Variante

zum Opfer gefallen ist, „starten wir

in der Gaststätte auf dem Hohem

Peißenberg heuer einen neuen

Versuch“. Wann genau, ist noch

offen. In jedem Falle eingeladen:

Altlandrat Manfred Blaschke, der

den hiesigen Tourismusverband

vor gut 50 Jahren aus der Taufe gehoben

hatte.

js

märz / april 2022 | 43


Silberfische in Badezimmer, Speisekammer und Küche

Die ekelerregenden

Schimmelpilz-Fresser

Altlandkreis | Kurz nach Mitternacht:

Die Blase drückt, zwingt

einen zum Aufstehen. Schlafwandlerisch

tastet man sich im Dunkeln

zwischen Wand und Bettkante bis

zur Tür, schleicht vorsichtig den

Gang hinaus, weiter bis zum Bad,

öffnet vorsichtig die dortige Tür

und drückt den innenliegenden

Lichtschalter. Just in diesem Moment

huscht, parallel zur hellgrauen

Fuge, ein winziges, grauweißes

Ding in blitzartiger Geschwindigkeit

Richtung linke Zimmerecke.

Ein Silberfisch! Um dieses flügellose,

lichtscheue Insekt mit sechs

Beinen, zwei längeren Tastfühlern

am Kopf sowie drei Fadenanhängen

am Hinterleib ranken sich seit

jeher Gerüchte. Es sei gesundheitsgefährdend

für Menschen. Und

richte in Häusern massive Schäden

an. „Alles nicht richtig“, sagt Jakob

Kaiser, der seit mittlerweile über 30

Jahren als Kammerjäger tätig ist.

Und in all dieser Zeit auch immer

wieder wegen Silberfischen gerufen

wurde. „Vergangenes Jahr hatten

wir einen größeren Fall in Weilheim,

wo sich in einem Wohnblock

mit acht Parteien tatsächlich auffallend

viele Silberfische aufgehalten

haben.“ Noch weniger lange her

44 | altlandkreis

seien Einsätze in Bad Bayersoien

und Urspring. Schlimm gewesen?

„Grundsätzlich überhaupt nicht“,

sagt der Experte, der an dieser

Stelle ausdrücklich betont, dass von

diesen bis zu elf Millimeter kleinen

Insekten weder eine gesundheitliche

Gefahr für Menschen, noch

eine ernstzunehmende Bedrohung

für das Zerstören von Einrichtungsgegenständen,

Klamotten und

Lebensmitteln in Wohnungen ausgehe.

„Theoretisch könnte man sie

einfach leben lassen.“ Doch dafür

sind diese nachtaktiven Sechsbeiner

für die meisten Männer, Frauen

und Kinder dann doch zu ekelerregend.

Eingeschleppt über

Einkaufstüten?

Der Ursprung von Silberfischchen,

so der eigentlich korrekte Name,

reicht mehr als 300 Millionen Jahre

zurück. Das zeigt, wie wenig sie

zum Überleben brauchen. Wobei

sie in Sachen Lebensraum so anspruchslos

nicht sind. Sie lieben

es warm und feucht, kommen deshalb

im Süden Europas auch häufig

draußen in der Natur, zum Beispiel

in Biotopen, vor. Im Bereich gemäßigter

Klimazonen wie hier im

Schongauer Altlandkreis leben sie

jedoch überwiegend in gut beheizten

Badezimmern, Küchen und

Waschräumen. Genaugenommen,

weil dunkelaktiv, verstecken sie sich

tagsüber in kleinen Höhlen hinter

leicht eingerissenen Fugen, unter

Türstöcken oder Sockelleisten.

„Überall dort, wo Ecken und Kanten

nicht sauber abgedichtet sind, es

trotzdem schön warm ist, im Idealfall

so 20 bis 30 Grad“, sagt Jakob

Kaiser, der auch sagen kann, wie

Silberfischchen überhaupt in Häuser

gelangen. „Häufig beim Abverpacken

von Lebensmitteln, zum

Beispiel in Getreidemühlen, von wo

die Ware dann an Supermärkte gelangt.

Von dort verkriechen sich die

Fischchen wiederum in Einkaufstü-


ten, die vom Kunden schließlich

mit nach Hause geschleppt werden.“

Im Haus eingelebt, starten

die Männchen zur Fortpflanzung

einen Tanz, laufen anschließend

gemeinsam mit einem Weibchen

erregt umher und legen schließlich

ein Sperma-beutelchen auf dem

Boden ab. Das Weibchen wiederum

nimmt das Beutelchen auf,

befruchtet die rund 20 darin abgelegten

Eier und versteckt sie nun in

Spalten und Ritzen, wo die Temperatur

zwischen 25 und 30 Grad beträgt.

Bleibt die Temperatur stabil

und die Luft feucht genug, sollten

nach rund 20 Tagen Junge schlüpfen,

die wiederum selbst nach rund

einem Jahr und acht (!) Häutungen

geschlechtsreif sind. Auf dem Speiseplan

von Silberfischchen stehen

bevorzugt stärkehaltige Stoffe wie

Brot, Nudeln, Reis, Mais, Erbsen

oder Kartoffeln. Sie mögen aber

auch Zucker, Haare, Hautschuppen

und Hausstaubmilben, sind außerdem

nicht abgeneigt von Baumwolle,

Leinen, Seide, Papier und Kunstfaser

sowie Dextrin (in Klebstoffen),

unter anderem in Bucheinbänden

enthalten. Beim Lesen des Speiseplans

wirft die Kammerjäger-Aussage

„im Grunde harmlos“ neue

Fragen auf. Aber: „Die Mengen,

die von Silberfischchen gefressen

werden, sind sehr gering, werden

kaum bemerkt.“ Auch deshalb, weil

sie dank körpereigener Cellulasen

über einen Zeitraum von mehreren

Monaten ohne Ernährung auskommen.

Hilfreich bei

Schimmelbefall?

Doch zurück zum mitternächtlichen

Klogang: Obwohl von Silberfischen

keine wirkliche Gefahr ausgeht,

möchte sie am Ende des Tages

niemand freiwillig als Haustiere

halten. Weder im Badezimmer,

noch in Küche, Waschraum oder

Speisekammer. „Viele verbinden

Silberfische auch mit Unreinheit,

sehen sie als Indikator für eine

zu unhygienische Wohnung und

fürchten teilweise sogar ein Imageproblem

unter Freunden, Nachbarn

und Bekannten, die dann nicht

mehr zu Besuch kommen wollen“,

sagt Jakob Kaiser. Das erste, was

er beim Betreten einer von Silberfischchen

bewohnten Wohnung

macht: Die Anwohner beruhigen

und darüber aufklären, dass von

Silberfischchen eben keine Gefahr

ausgeht. Trotzdem weiß der Experte

natürlich, wie man sie wieder

loswird. Klebefallen, an denen sie

beim nächtlichen Ausschwärmen

haften bleiben. Köderdosen, in denen

sich Lockstoffe sowie ein für

Silberfischchen tödliches Gift befindet.

Oder Spraydosen, deren Inhalt

man beispielsweise auf Sockelleisten

sprühen kann. „Von diesen

Spraydosen bin ich allerdings kein

großer Fan, da sie von Privatleuten

oft zu intensiv eingesetzt werden,

sie sich damit im wahrsten Sinne

selbst vergiften – hier sollte äußerst

punktuell und dosiert vorgegangen

werden.“ Die einfachste und

ungiftigste Vernichtungsmethode

von Silberfischen wäre ein klassisches

Zerdrücken. Oder? „Wenn

man nur hin und wieder mal einen

sieht, es nicht zu viele werden und

sich nicht in übertriebenem Maße

davor ekelt, spricht absolut nichts

dagegen, sie in Frieden zu lassen“,

sagt Jakob Kaiser. Auch vor dem

Hintergrund, dass sie im Falle des

Falles sogar nützlich werden können.

Denn: Sollten aus einzelnen

Fischchen plötzlich doch mehrere

oder gar ganze Scharen werden,

stecken oft Schimmelbildung oder

Wasserschaden dahinter, was von

Menschen nicht immer rechtzeitig

entdeckt wird. Außerdem mildern

Silberfischchen Schimmelbefall,

da sie sich von dessen Pilzen ernähren.

Gleiches gilt für Hausstaubmilben,

die bei Menschen

Allergien auslösen können. Und,

um Kaisers Entwarnung ein letztes

Mal zu bekräftigen: Silberfischchen

sind auch keine Krankheitsüberträger.

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Handgemacht auf Gut Raucherberg

Kopfhörer für

Profimusiker

Wielenbach | Hätten Sie, liebe Leser,

gedacht, dass zwischen Alpen

und Starnberger See ein führender

Entwickler und Hersteller von

edlen, qualitativ hochwertigen

Kopfhörern sitzt – und das seit 30

Jahren? Seit ihrer Gründung im

Jahr 1991 hat sich die Ultrasone

AG in Wielenbach einen Namen

bei audiophilen Hörern in mehr

als 50 Ländern weltweit gemacht,

Tendenz steigend. Die Rede ist

von absoluten Spezialisten auf ihrem

Gebiet – Musiker und DJs von

Welt. Auch renommierte Tonstudios

werden mit handgemachten

Ultrasone-Produkten ausgestattet.

Und nicht zu vergessen sind jede

Menge private Hi-Fi-Liebhaber, die

diese Produkte in Preislagen von

300 bis 3 000 Euro in hohem Maße

schätzen. Genaugenommen werden

die Highend-Kopfhörer von

Ultrasone auf dem etwas abgelegeneren

Gut Raucherberg hergestellt,

wo sich auch der Stammsitz

des Unternehmens befindet. Auch

MP3-Player und Smartphone-Besitzer

kommen seit einigen Jahren

in den Klanggenuss von portablen

Kopfhörern in Ultrasone-Qualität

– das Unternehmen unweit des

Starnberger Sees hat bereits mehr

als 100 Patente angemeldet. „Uns

zeichnet primär aus, dass wir auf

eine andere Art den Klang ans Ohr

bringen“, sagt Michael Willberg,

CEO des Unternehmens. Die sogenannte

Ultrasone S-Logic-Technologie

(Surround Sound Technologie)

sorgt über eine dezentrale

Anordnung der Schallwandler für

einen räumlichen und natürlichen

Klang, schont gleichzeitig das

Gehör. Da sich dieser Klang

nicht direkt im Kopf abspielt,

hört es sich für den Nutzer

von Ultrasone-Kopfhörern an,

als würde er über Boxen Mu-

sik hören, die mehrere Meter von beim Hören von Kopfhörern zu

ihm entfernt stehen.

berücksichtigen, ist unsere S-Logic

Technologie.“ Der Trick dabei sei,

Weniger Schalldruck den Schallwandler vom Gehörgang

wegzurücken – aufgrund

und Strahlenbelastung

einer dezentralen Positionierung

der Treiber spricht diese Technologie

auf möglichst natürliche Weise

zuerst das Außenohr an. „Dadurch

hören wir jedes Detail, weil

das Gehirn nichts neu berechnen

muss“, so Willberg.

Auch ein positiver Effekt der hand-

„Dazu muss man wissen, wie das

menschliche Gehör funktioniert“,

sagt Willberg. Geräusch-Entfernungen

realisiere der Mensch

ausschließlich im Außenohr.

„Wir haben eine ganz besondere

Außenohrform, die bei jedem

Menschen individuell ist“, erklärt

Willberg. Um eine Distanzwahrnehmung

zu schaffen, benötige

man also das eigene Ohr. „Die

einzige Möglichkeit, dies auch

Die Kopfhörer von Ultrasone zeichnen

sich durch edle Formgebung aus.

gemachten Ultrasone-Kopfhörer

von Gut Raucherberg ist das „Sichere

Hören“. S-Logic erzeugt

eine größere Klangbühne, so dass

automatisch die Lautstärke verrin-

Auf Gut Raucherberg befindet sich

der Hauptsitz von ULTRASONE.

46 | altlandkreis


Hochwertige Materialien und

Langlebigkeit im Profi- und

Luxussegment.

gert wird. „In einer Testreihe lag Sessions“, sagt Michael Willberg.

der Durchschnitt bei drei bis vier

Dezibel weniger Schalldruckpegel

Die Anfertigung in der Manufaktur,

eine eigene Photovoltaikanlage

sowie die Zusammenarbeit

am Trommelfell, was tatsächlich

einer Reduzierung von 30 bis 40 mit klimaneutral arbeitenden

Prozent entspricht.“ Und was genau

bedeutet? „Weniger Belastung

fürs Ohr.“

Partnern: Nachhaltigkeit ist ein

fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie

und für Michael

Willberg seit jeher ein großes

Nachhaltigkeit als Anliegen. So besteht auch der

Selbstverständnis

Firmenfuhrpark vorwiegend aus

Elektrofahrzeugen. Der CEO ist

Ein weiterer Meilenstein des überzeugt, dass eine klimaschonende

Unternehmens ist die 1997 entwickelte

ULE-Abschirmung. Die

meisten Kopfhörer, die derzeit auf

Arbeitsweise im Einklang

mit Standort und Natur den richtigen

Weg für eine erfolgreiche und

dem Markt sind, erzeugen beim zukunftssichere Unternehmensgestaltung

darstellt.

Umwandeln von elektrischen zu

akustischen Signalen sogenannte Ebenso kommen für die Manufakturprodukte

Niederfrequenzfelder. Ultrasone

ausschließlich ausge-

entwickelte dagegen diese Ultra suchte und hochwertige Materialien

zum Einsatz: Edle Hölzer in

Low Emission Technologie, kurz

ULE, speziell dafür, um niederfrequente

Felder zu minimieren. Das

geschieht mit Hilfe einer sogenannten

MU-Metall-Abschirmung,

die als Trennwand zwischen dem

Luftvolumen am Ohr und der Kopfhörerkapsel

massiver Ausführung oder feinstes

Schafsleder garantieren eine lange

Lebensdauer. Mit einem Kopfhörer

der Marke Ultrasone erwirbt der

Kunde zweifellos einen Kopfhörer

fürs Leben. „Das ist auch der Kern

zum Einsatz kommt. unserer Einstellung. Eine Anschaf-

Dadurch wird die elektromagnetische

Strahlenbelastung des Kopfes

bei der Nutzung eines Ultrasone-

Kopfhörers um bis zu 98 (!) Prozent

fung, die ewig hält.“

An dieser Stelle erinnert sich Michael

Willberg gerne daran zurück,

wie er sich seinen ersten eigenen

im Vergleich zu handelsüblichen Ultrasone HIFI-100 verdient hat –

Kopfhörern reduziert. Zu schätzen

wissen das insbesondere professionelle

indem er beim Bau der Geräte

mithalf. „Meiner war der ers-

Anwender wie eben DJs te nicht-gelbe Ultrasone Kopf-

und Musiker, die regelmäßig viele hörer, und belegt immer noch

Stunden mit ihren Kopfhörern arbeiten.

einen Ehrenplatz in meinem

Aber auch privaten Nut-

Büro. Auch nach 15 Jahren ist

zern kommt die ULE-Technologie der Klang nach wie vor hervorragend.“

zugute. „Gerade bei langen Hör-

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Bad & Spa in Zeiten von Corona

Wellness Dahoam

Altlandkreis | Ob Plantsch in

Schongau, Rigi-Rutsch’n in Peißenberg

oder die größeren Thermalbäder

in Schwangau und Bad

Wörishofen: Sie alle hatten coronabedingt

immer wieder über

längere Zeit geschlossen, allen

voran während der Lockdowns.

Gleiches gilt für Wellness-Hotels,

Sonnen- und Massagestudios. Von

den wirtschaftlichen Einbußen

der direkt Betroffenen abgesehen,

übertrug sich dieses Dilemma

auch auf zahlreiche Privatpersonen:

Wer zum Ausgleich eines

stressigen Berufslebens regelmäßig

Schwimmen oder Saunieren

geht, um Geist und Körper Gutes

zu tun, konnte dies seit Eintritt

der Pandemie über viele Wochen

und Monate hinweg nicht mehr.

Die einzige Alternative: Wellness

Dahoam. „Die Leute sind so viel

Zuhause wie lange nicht, hocken

in ihrer Wohnung und fangen an,

sich Gedanken zu machen“, sagt

Michael Gailler. Der Spezialist für

Bad- und Spa-Gestaltung hat sich

vor mehr als elf Jahren selbstständig

gemacht – und seit Beginn der

Corona-Pandemie „so viel Arbeit

wie nie zuvor“. Seine Hauptaufgabe:

Sanierungen von Bädern in

Privathaushalten, die allerdings

meist über die standardmäßige

Installation von Waschbecken, Toiletten

und Duschen, optional auch

Badewannen, hinausreichen. Aufblasbare

Whirlpools für Terrasse

oder Balkon sind zwar nicht das

Steckenpferd von Michael Gailler.

Dafür jede Menge festverbaute

Wellness-Highlights, die preislich

bei Summen für den kleineren

Geldbeutel beginnen – und nach

oben hin keine finanziellen Grenzen

kennen. Entsprechend breit

gestreut ist das Klientel des Raistingers,

der konkrete Namen nicht

nennen darf und will. Einerseits

aus datenschutzrechtlichen Gründen.

Andererseits, weil Badezimmer

in Privathaushalten die intimsten

Räumlichkeiten überhaupt

darstellen, Diskretion bei diesem

Thema oberstes Gebot sei. Produkt-Highlights

darf der Experte

selbstverständlich trotzdem beim

Namen nennen. Und beschreiben,

wie die auf die Gesundheit von uns

Menschen wirken.

Infrarot und Aquamoon

Angefangen bei einer „Sunshower“

– eine klassische Dusche, jedoch

kombiniert mit Infrarotlicht,

das in Form eines rund 80 Zentimeter

langen Lichtstrahlers seitlich

neben dem Duschkopf in die Wand

verbaut wird. „Diese Kombination

stärkt das Immunsystem, entspannt

die Muskulatur und entgiftet die

äußerste Schicht des Körpers, wodurch

Hautprobleme abnehmen“,

sagt Michael Gailler, der selbst auf

eine regelmäßige Dusche mit Infrarot-Einheit

schwört. Im Idealfall so:

Nach einem gestressten Arbeitstag

sich die „Sorgen des Alltags“ kurz

vom Körper duschen, anschließend

an diesem Infrarotlicht, das eine

intensive Tiefenwärme erzeugt und

einen richtig zum Schwitzen bringt,

entspannen, die Gedanken schweifen

lassen, abschließend nochmals

kalt abduschen, wodurch das Immunsystem

aufgeweckt, aktiviert

und nachhaltig gestärkt wird. „Das

sind zwar Kleinigkeiten, die ausreichend

Schlaf, ausgewogene Ernährung

und gute Therapeuten nicht

ersetzen können, aber in Summe

die Lebensqualität in jedem Falle

erhöhen.“ Und zwar zu einem

durchaus erschwinglichen Aufpreis

von gut 1 000 Euro. Bereits in der

oberen Liga in Sachen Wellnesseffekt

und Preisklasse spielt dagegen

eine Liegedusche. „Kann

man sich ein wenig wie einen Altar

im Zentrum des Badezimmers

vorstellen“, sagt Michael Gailler.

Die Vorzüge: „Sich komplett fallen

lassen können, theoretisch sogar

im Schlafen duschen und somit

extrem gut entspannen.“ Bei wem

Geld wenig bis gar keine Rolle

spielt, dürfte auch das Duschsystem

„Aquamoon“ Begehrlichkeiten

wecken. „Ein Extrembeispiel was

Luxus und Preiskategorie betrifft.“

So ein System hat Michael Gailler

auch erst ein einziges Mal verbaut.

Es handelt sich um eine Erlebnis-

48 | altlandkreis


dusche, edel eingebettet in perfekt

aufeinander abgestimmter Architektur,

gepaart mit faszinierenden

Lichtspielen. Das Besondere ist allerdings

der Duschkopf in Form eines

Vollmondes mit facettenreichen

Strahlfunktionen nach Kneipp, die

Geist und Körper wacher, gesunder,

fitter und entspannter machen

können. Zum Beispiel mit wildem

Gewitterregen. Einem an die Körperpartien

angepassten Wasserfall,

der im Kopfbereich einen sanften,

im Schulter- und Nackenbereich

dagegen sehr kräftigen Wasserdruck

ausübt. Oder mittels „Gefühl

der Geborgenheit“, das so erzeugt

wird: Das aus dem „Vollmond“

fallende Wasser legt sich wie eine

dicke Schutzhülle um den kompletten

Körper, lediglich der Kopf bleibt

frei. „Das Duscherlebnis ist hierbei

wirklich genial und der Wellnesseffekt

enorm“, sagt Michael Gailler,

der an dieser Stelle aber auch den

Nachteil dieses Systems offen und

ehrlich anspricht: „Ein sehr hoher

Wasserverbrauch, was in Zeiten

der Klimaerwärmung ein immer

wichtigeres Thema ist – und auch

der Grund, warum viele Menschen

eine Badewanne durch eine bodenebene,

begehbare Dusche mit

geringerem Wasserverbrauch ersetzen

wollen.“

Gießrohre für

Kneipp-Anwendungen

Neben Wellness-Duschen sind in

Zeiten von Corona auch Saunen und

Dampfbäder für den Privathaushalt

auffallend stärker gefragt, die aus

Platzgründen allerdings selten

in Badezimmern selbst verbaut

werden. „Keller, Garten oder Nebengebäude

sind beliebte Plätze“,

sagt Michael Gailler, der den Gesundheitsaspekt

von Saunen oder

Dampfbädern als „unbestritten“

bezeichnet und anfügt: „Gerade

zur kalten Jahreszeit, wo der Körper

mehr Ruhe und Pflege braucht, ist

saunieren natürlich ideal.“ Poren

der Haut öffnen sich, Muskeln entspannen,

„Gift“ wird aus dem Körper

geschwitzt, das Immunsystem

in Kombination mit kalter Dusche

gestärkt. Wiederum für den kleineren

Geldbeutel wertvoll: Gießrohre,

die an Dusche, Waschbecken

oder Badewanne angebracht werden

können und sich hervorragend

für Hydrotherapie eignen. Darunter

sind Anwendungen mit warmem

und kaltem Wasser zu verstehen,

„wie sie bereits im antiken Rom

praktiziert wurden“. Eine Zeit lang

geriet diese Methode zwar in Vergessenheit,

bis sie schließlich von

Pfarrer Sebastian Kneipp wiederentdeckt

und perfektioniert wurde.

Kneippgüsse und Barfußtreten in

seichten Kaltwasserbecken sind

heutzutage jedem bekannt. Es hilft

zur Schmerzlinderung bei Rheuma,

beim Behandeln von Verbrennungen,

kann den Kreislauf anregen,

Muskulatur entspannen, den

Blutdruck senken und Abwehrkräfte

stärken. Eben jene Dinge,

die mit einem vom Fachmann installierten

Gießrohr auch zuhause

erreicht werden können – und

wenigstens ein Stückweit den im

Corona-Lockdown ausgefallenen

Sauna- und Schwimmbadbesuch

ersetzen.

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Peißenberg | Im Jahr 2010 schien

das Schicksal der Schallplatte besiegelt:

Laut Bundesverband für

Musikindustrie gingen deutschlandweit

gerade einmal 600 000

Stück der schwarzen Scheiben

über die Ladentheken. Dem gegenüber

standen 98,7 Millionen

verkaufte Compact Discs (CD). Ein

rasanter Niedergang seit Markteinführung

der CD im Jahr 1983.

Damals wurden 71,1 Millionen

Schallplatten an Mann und Frau

gebracht, während gerade einmal

drei Millionen CDs gekauft

wurden. Emil Berliner, der die

Schallplatte 1887 auf Grundlage

einer Erfindung von Thomas Alva

Edison zur Serienfertigung brachte,

wäre sicherlich erschüttert gewesen.

Jahrzehntelang waren die

Langspielplatten (LPs) und Singles

aus deutschen Haushalten nicht

wegzudenken. Hörspiele für Kinder,

Schlager für Eltern und Popund

Rockmusik für die Jugend –

es führte kein Weg an den mit

analogen Daten bespielten Tonträgern

vorbei. Zu Zeiten des Grammophons

wurde der teure Naturstoff

Schellack für die Herstellung

benutzt. Seit Ende der 1960er bestehen

LPs mit einem Durchmesser

von 30 Zentimetern aus dem

Kunststoff „Polyvinylchlorid“, kurz

„Vinyl“ genannt. Doch seitdem die

Digitalisierung und Streaming der

Musikindustrie zusetzen, hat sich

ein erstaunlicher Trend etabliert,

der dazu führte, dass Verkäufe

von CDs einbrachen, während sich

der Schallplattenmarkt Jahr für

Jahr erholte. 32,2 Millionen CDs

50 | altlandkreis

Mit der „Schlachtplatte“ hat sich Franz Garber einen Traum erfüllt.

standen im Jahr 2020 4,2 Millionen

verkauften Schallplatten gegenüber.

Und während im ersten

Halbjahr desselben Jahres 58 330

Plattenspieler verkauft wurden,

waren es in diesem Jahr bereits

63 000. Und ein Drittel der Kunden

sind unter (!) 40 Jahre alt.

Nirwana aus der

Metzgerei

„Auch ich gehörte damals zu denen,

die von Schallplatten auf CDs

umgestiegen sind, als sie auf den

Markt kamen“, sagt Franz Garber

und lacht dabei herzlich. Der heute

56-jährige Peißenberger war

als junger Erwachsener DJ. Und

damals drehte sich alles um die

schwarzen Scheiben. „Den Kontakt

zur Schallplatte habe ich aber nie

ganz verloren, denn ich habe eine

Weile aus meinem Keller heraus

mit den Scheiben gehandelt. Aber

dann kam die Familie, der Beruf

und der Sport und ich war erst

einmal ganz raus.“ In Sachen Baumanagement

reiste er viele Jahre

lang quer durch Deutschland und

wohnte in Hotels in fremden Städten.

Seine alte Leidenschaft wurde

durch die Langeweile neu entfacht,

die ihn gelegentlich in der Fremde

heimsuchte. Er streifte durch die

Innenstädte und landete irgendwann

wieder in Plattenläden, die

der Invasion der CD getrotzt hatten.

Um das Jahr 2006 begann er

damit, Erstpressungen auf Vinyl zu

kaufen: Progressive Rock, Blues

und Krautrock. Franz Garber war

wieder infiziert und ein Gedanke

nahm langsam Gestalt an:


„Warum

sollte ich nicht

einen Plattenladen in Peißenberg

aufmachen? Nicht nur für den

Handel, sondern auch, um alte

Freunde zu treffen, zu denen ich

den Kontakt verloren hatte.“ Durch

einen Kumpel erfuhr er 2016 von

einer Metzgerei in Peißenberg,

die ihre Pforten schließen musste.

Er unterschrieb den Mietvertrag

und eröffnete unter dem treffenden

Namen „Schlachtplatte“

einen Laden. Seinen Hauptberuf

übt er weiter aus, weshalb er seiner

Leidenschaft nur an Freitagabenden

und Samstagen frönt.

Im April 2018 erfolgte schließlich

der Umzug aus dem Hinterhof an

die Hauptstraße in Peißenberg.

An seinem Konzept hat sich seither

nichts geändert: „Es soll ein

Treffpunkt für Gleichgesinnte sein,

wo man sich austauscht, chillig

zusammen Musik hört und in

Secondhand-Schallplatten stöbern

kann. Ein richtiger Sammler war

ich aber eigentlich nie.“

Ganz im Gegenteil zu Florian Süss,

der ebenfalls regelmäßig in der

„Schlachtplatte“ steht. Der 48-jährige

Weilheimer unterrichtet Kunst

an einer Schule in Penzberg und

besitzt eine Sammlung, über deren

Umfang er Stillschweigen bewahren

möchte. „Es sind mehrere

Tausend“, sagt er bescheiden.

„Franz und ich ergänzen uns gut.

Ich kenne die Preise und Trends

am Markt. Und

die Preise, die

im Internet aufgerufen

werden,

sind um

bis zu 80 Prozent

überzogen. Hier

kommen Leute mit

ihren alten Platten

vorbei, die völlig

übertriebene Vorstellungen

haben. Die schicken

wir dann manchmal

wieder weg.“ Franz Garber

berichtet von Anlaufschwierigkeiten

in den ersten Monaten nach

Eröffnung der „Schlachtplatte“,

doch nach und nach habe es sich

herumgesprochen und heute

kann er sich über fehlende Besucher

nicht beklagen. Besonders

junge Leute würden Vinyl neu für

sich entdecken und beispielsweise

alte Nirwana-Scheiben kaufen.

„Aber es kommen auch junge Damen,

die nach Joan Beaz und Janis

Joplin fragen. Das ist wirklich

erstaunlich.“

Schallplatten als

Wertanlage

Mehrere Gründe sprechen seiner

Meinung nach für den Vinyl-

Boom: „Jede Schallplatte ist ein

kleines Kunstwerk. Man kann

sie in die Hand nehmen und anschauen.

Für manche Kunden ist

es ein Ritual, abends eine Platte

aufzulegen, ein Glas Wein zu

trinken und die Musik zu genießen.

Wenn die Scheibe in einem

guten Zustand ist, kommt auch

eine ganz andere Qualität rüber.

Und dann gibt es natürlich noch

die Sammler, die Schallplatten

als Wertanlagen betrachten.“ Für

eine Platte der Krautrocker Can

seien schon 4 000 Euro aufgerufen

worden, Black Sabbath könne

auch mal für 2 500 Euro über die

Theke gehen. „Meine Frau sammelt

alles von David Bowie und

ich alles von Motörhead“, sagt der

55-jährige Kunde Carsten Lannert

und zeigt sein Tattoo des 2015 verstorbenen

Motörhead-Frontmans

Lemmy Kilmister. Der gebürtige

Dortmunder lebt seit Jahren in

Füssen und schaut regelmäßig in

der „Schlachtplatte“ vorbei: „Als

die CD kam, habe ich den Großteil

meiner Sammlung verkauft. Heute

möchte ich einfach das alte Gefühl

und die LPs wiederhaben.“ Für

diese Menschen öffnen Franz Garber

und Florian Süss freitags und

samstags die „Schlachtplatte“. In

Mitten in Peißenberg: Früher war hier das Ladengeschäft einer Metzgerei,

heute ist es ein Plattenladen mit Kultcharakter.

München könne er höhere Preise

erzielen, sagt Garber, aber es gehe

ihm ja auch viel mehr um die sozialen

Kontakte. Mittlerweile sei das

Einzugsgebiet groß und die Kunden

treu. „Ich denke, das Interesse

an Schallplatten wird auf einem

relativ hohem Niveau bleiben“,

prognostiziert Florian Süss, „aber

es wird in Deutschland keinen Milliardenmarkt

mehr geben“. Und

Franz Garber pflichtet bei: „Einen

Boom für Neupressungen wird es

nicht wieder geben, aber der Handel

mit altem Vinyl wird bleiben.

Es wird immer Menschen geben,

die eine Schallplatte besser behandeln

als ihre Frau.“

edl

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Tutzing | Der in Tutzing lebende Weltenbummler

Thomas Bauer hat mal

wieder ein neues Buch auf den Markt

gebracht. Es heißt „Neugier auf die

Welt – in 80 Rätseln um die Erde“.

Hierfür hat der Autor höchstpersönlich

24600 Kilometer auf allen Kontinenten

dieser Erde zurückgelegt, davon 3812

auf dem Postrad sowie 175 mit einem

Hundeschlitten. Er fuhr aber auch per

Fahrradrikscha von Laos nach Singapur,

folgte der Donau im Padelboot

zum Schwarzen Meer, streifte ein Vierteljahr durch

Südamerika, ging zweieinhalbtausend Kilometer

auf Jakobswegen durch Europa und beobachtete

im Himalaya einen der letzten Schneeleoparden.

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Polling | Zwischen 1996 und 2014 arbeitete die

Ergo- und Psychotherapeutin Sabine Berndt in

Hamburg, zog von dort nach Polling, eröffnete eine

eigene Praxis, hat sich in zahlreichen Bereichen

weiterqualifiziert und wiederum daraus eigene

Therapiekonzepte entwickelt, die sie an Erzieher,

Lehrer und Eltern, aber auch an Therapeuten und

Ärzte im In- und Ausland weitervermittelt. Die

Rede ist von „lösungsorientiertem Verhaltenstraining“

sowie „elementarem Bindungsaufbau“, was

sie selbst an Säuglingen und Kleinkindern sowie

Jugendlichen und Erwachsenen mit großem Erfolg

anwendet. Spezialisiert ist sie obendrein auf Therapiearbeit

mit traumatisierten Kindern und Säuglingen

sowie Kindern mit Down-Syndrom oder autistischen

Spektrumsstörungen. In ihrem Buch „Sei

mutig, schau hin und versteh‘ mich!“, 236 Seiten

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und versteh‘ mich!“ Schicken Sie uns bis 15. März

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info@altlandkreis.de.

52 | altlandkreis


Hans Schütz

Endlich wieder was zu Lachen

Peiting | In Zeiten von Corona hält sich die Le-

bensfreude bei vielen Menschen in Grenzen.

Umso lohnender ist der Blick in das neue Buch

von Kreisrat Hans Schütz. Es heißt „Scherzgedichte“

und umfasst 120 Seiten voller lustiger,

aber auch hintergründiger und satirischer Texte

in Reimform. Die ersten Werke handeln eher aus

Erlebnissen in seiner heimischen, schwäbischoberbayerischen

Grenzregion. Im zweiten Kapitel

reichen seine Versinhalte auch mal weit über die Heimatregion naus. Erhältlich ist das im Eigenverlag erschienene Werk des in Pei-

hiting

lebenden Autors in nahezu allen regionalen Buchhandlungen,

sowie auf seiner Internetseite www.hansschuetz.de.

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>>> Bücher zu gewinnen

Ihr Regionalmagazin „altlandkreis“ verlost zwei Exemplare des neuen

Schütz-Buches. Schicken Sie uns bis 15. März eine Postkarte mit

dem Stichwort „Scherzgedichte“ an „altlandkreis“, Birkland 40, in

86971 Peiting. Oder eine E-Mail an info@altlandkreis.de.

Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Viel Erfolg!

„Hohe Wogen“ – der neue

Alpen-Krimi von Nicola Förg

Prem | Bestseller-Autorin Nicola Förg

bringt mit „Hohe Wogen“ ihren 13. Alpen-Krimi

auf den Markt. Ermittlerin Irmi

Mangold wird diesmal an den Starnberger

See gerufen. Der Grund: Eine auf einem

SUP liegende, regungslos im Wasser vor

sich hin treibende Frau, ermordet mit einem

Fünfzack! Die Tote war wohl als übergriffige

Frau bekannt, beruflich als Locationscout für einen Filmdreh

stets auf der Suche nach den schönsten Orten. Ob sie dabei

ihre Nase etwas zu tief in anrüchige Dinge gesteckt hatte? „Hohe

Wogen“ umfasst 320 Seiten und ist ab sofort in allen regionalen

Buchhandlungen erhältlich und verspricht nicht nur eine gleichermaßen

spannende wie gewiefte Krimi-Handlung — in diesem Buch

erfahren die Leserinnen und Leser auch jede Menge über brisante

Themen aus dem Bereich Natur- und Umweltschutz.

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Ihr Regionalmagazin „altlandkreis“ verlost zwei Exemplare des neuen

Alpen-Krimis von Nicola Förg. Schicken Sie uns bis 15. März eine

Postkarte mit dem Stichwort „SUP“ an „altlandkreis“, Birkland 40, in

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Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen viel Erfolg!

märz / april 2022 | 53


Das breite Spektrum der Musikschule Pfaffenwinkel

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Über Minimusik ins

Ensemble

Schongau | 1 148 Schüler, 39 Lehrer

und 32 Unterrichtsstätten in

den Altlandkreisorten Apfeldorf,

Bernbeuren, Burggen, Hohenfurch,

Altenstadt, Schwabbruck,

Steingaden, Peiting (neu dabei),

Wildsteig, Lechbruck, Ingenried,

Hohenpeißenberg und Schongau.

Wer ein Musikinstrument lernen

möchte, kommt an der breitaufgestellten

Musikschule Pfaffenwinkel

allein aufgrund ihrer Reichweite

nicht vorbei. „Wir besitzen einen

riesigen Fundus an Leihinstrumenten,

angefangen von zahlreichen

Altinstrumenten, die nach

wie vor sehr gut zu bespielen sind,

bis hin zu nagelneuen, erst vor

wenigen Tagen eingetroffenen,

zum Beispiel eine Harfe für Kinder“,

sagt Schulleiter Marcus Graf,

der gemeinsam mit seinem neuen

Stellvertreter Manuel Wolf sowie

seinen Sekretärinnen Gabi Atzler

und Christine Venturi die Stellung

hält im Altbau gegenüber des

Schongauer Ballenhauses,

dem Hauptsitz der

Musikschule Pfaffenwinkel.

Und mit klugen,

kreativen Ideen und

Konzepten den größten

Feinden der handgemachten

Musik – Digitalisierung

und Coronapandemie

– erfolgreich

entgegenwirkt. Angefangen

bei „Minimusik“.

Getreu nach dem Motto

„früh übt sich“ werden bereits

die Allerkleinsten im Alter von 18

Monaten bis drei Jahren auf spielerische

Art und Weise sanft herangeführt

an Musik, zum Beispiel

mittels Klänge erzeugen durch

Tasten, Streicheln und Klopfen.

„Man glaubt gar nicht, wie wertvoll

Minimusik für die spätere musikalische

Entwicklung der Kinder

ist“, so Marcus Graf auf die Frage,

ob Musikunterricht für Kleinkinder

nicht ein wenig zu verfrüht sei.

Richtig Spaß macht musizieren erst in einer

Gruppe. Hier im Saxophon-Ensemble.

Erste Erfahrungen zeigen jedoch

das genaue Gegenteil. Gefolgt von

„musikalischer Früherziehung“ für

Kinder ab vier Jahren in Form von

Sprechen, Singen, Tanz und Spiel

in Gruppen. Und wiederum darauf

baut die musikalische Grundausbildung

für Grundschulkinder aus

der ersten und zweiten Klasse auf.

Gehörerziehung sowie Festigung

von Notenlehre und Rhythmusgefühl

fördern hierbei die Freude

am Musizieren – und helfen den

Sechs- bis Achtjährigen, ihr jeweiliges

Lieblingsinstrument für den

dann richtigen Musikunterricht zu

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Reger Andrang: Am Tag der offenen Türe in Peitings Schloßberghalle

konnten Instrumente getestet und Musiklehrer kennengelernt werden.

Von Blockflöte bis

Gesang

Angesichts des umfassenden Unterrichts-

und Instrumentenangebots

an der Musikschule Pfaffenwinkel

ist das Finden eines

Lieblingsinstrumentes sicherlich

kein leichtes Unterfangen: Gelernt

werden können die Streichinstrumente

Violine, Bratsche, Violoncello

und Kontrabass. Die Blasin-


strumente Blockflöte, Querflöte,

Klarinette, Saxophon, Trompete,

Flügelhorn, Waldhorn, Posaune,

Tenorhorn, Bariton, Tuba, Fagott

und Alphorn. Die Zupfinstrumente

Gitarre, E-Gitarre, Harfe, Hackbrett

und Veeh-Harfe. Die Tasteninstrumente

Klavier und Cembalo.

Und die Schlagwerke Xylophon,

Glockenspiel, Marimbaphon, Vibraphon,

Percussion, Cajon und

Drumset (Schlagzeug). Hinzu

kommt Vokalunterricht in Solound

Popgesang. „Wir als öffentliche

Musikschule haben einen Bildungsauftrag

zu erfüllen, der die

ganze Bandbreite der Musik abzudecken

hat“, so Marcus Graf auf

die Frage, warum die Musikschule

Pfaffenwinkel ein derart breites

Angebot zur Verfügung stellt. Teil

des Konzepts sind auch kostenlose

Schnupperstunden, im Rahmen

dessen potentielle Neuschüler sich

einfach mal ausprobieren können

als Bläser, Streicher, Zupfer oder

Schläger. Bei Begeisterung im Sinne

von „Ja, ich will ein Instrument

lernen“ gibt es ebenfalls unterschiedliche

Unterrichtsformen zu

ergreifen: Einzelunterricht, Kleingruppenunterricht,

oder, ab einem

gewissen musikalischen Grundniveau:

Ensembleunterricht. Von

letzterem schwärmt Marcus Graf

in höchsten Tönen. „Gute Musik

entsteht für mich immer erst durch

eine gemeinsame Teamleistung,

woraus oft innige Freundschaften

fürs Leben entstehen.“ Obwohl bei

Vor- und Grundschulkindern (erste

und zweite Klasse) der einjährige

Besuch einer musikalischen

Grundausbildung Voraussetzung

für das Erlernen eines Instruments

oder Gesangs ist, gibt es im Hause

der Musikschule Pfaffenwinkel

keine wirkliche Altersbeschränkung.

„Unsere jüngsten Schüler

sind ein gutes Jahr alt, der älteste

ist derzeit 84“, sagt Marcus Graf,

der über diesen bunten Alters-Mix

ebenso erfreut ist wie über die

zahlreichen Ensembles, die sich

im Laufe der vergangenen Jahre

Dank musikalischer Früherziehung, hier in Steingaden, werden bereits

Kindergartenkinder mit selbsterzeugten Klängen vertraut gemacht.

gebildet haben. „Vom Trio bis zur

Bigband mit 30 Musikerinnen und

Musikern.“ Darunter sind auch

immer mehr Kinder mit Migrationshintergrund,

aber auch welche

mit Handicap – Integration und

Inklusion sind für Marcus Graf und

seine Musiklehrer eine Herzensangelegenheit.

Schüler trotzen der

Pandemie

Umso schmerzlicher sind die

negativen Auswirkungen der inzwischen

seit zwei Jahren anhaltenden

Coronapandemie. Zwar

konnten Einzelunterrichtsstunden

der Musikschule Pfaffenwinkel,

meist 30 Minuten pro Woche, fortgesetzt

werden. „Oft im ständigen

Wechsel zwischen Online- und

Präsenzunterricht.“ Allerdings

betreibt die Musikschule Pfaffenwinkel

normalerweise auch

Ensembleunterricht in Grundund

Mittelschulen sowie an der

Realschule in Schongau und am

Welfen-Gymnasium. „Was uns die

Politik seit Beginn der Pandemie

nicht mehr erlaubt, obwohl es mit

Abstandhaltung und regelmäßigem

Lüften keine große Infektionsgefahr

darstellt – das haben

wissenschaftliche Untersuchungen

von Aerosolen gezeigt.“ Gruppenunterricht

in der Musikschule

selbst sei dagegen, zumindest

phasenweise, immer wieder mal

möglich gewesen. „Im Sommer

waren wir viel draußen, zum Teil

mit Überdachung, wo wir auch bei

Regen üben konnten.“ Und trotzdem

stellt sich Marcus Graf schon

länger die Frage: Wie lange verträgt

das eigentlich wertvollste der

Musik, das Musizieren in einer Gemeinschaft

vor einem Publikum,

diese Coronapandemie noch? Was

ihn positiv stimmt: „Seit der Pandemie

hat kaum ein Schüler von

uns aufgehört und der Zulauf ist

nicht nur durch die neue Kooperation

mit Peiting sogar größer

geworden als vor dieser Krise.“

Obendrein hätten viele Schüler

in der Musik ein probates Mittel

gefunden, die pandemiebedingte

Last besser zu verkraften – einige

üben mehr denn je, haben dadurch

ein höheres musikalisches

Niveau erreicht.“ Wobei Marcus

Graf ohnehin seit geraumer Zeit

den Eindruck hat, dass sich immer

mehr Menschen in dieser schnelllebigen

Welt wieder nach etwas

Ruhigem und Echtem sehnen.

Das gilt auch für handgemachte

Musik, für das Erlernen eines Instruments.

Geduld, Fleiß und Hartnäckigkeit

sind hierfür erforderlich.

„Wichtige Tugenden, die im

Zeitalter der Reiz- und Informationsüberflutung

verloren gehen.“

Nicht so bei den 1148 Schülern, 39

Lehrkräften und 13 Partnergemeinden

der Musikschule Pfaffenwinkel

– sie halten trotz Corona und

Digitalisierung ein lebensbereicherndes

Kulturgut im Schongauer

Altlandkreis aufrecht: Die handgemachte

Musik.

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Di., Do., Fr. 8.30–11.30 Uhr

Di. u. Do. 16.00–19.00 Uhr

Station A

Altlandkreis | Er hat Höhen und

Tiefen, die gleichermaßen schön

wie hart sind: Der Kreuzweg von

Jesus, der in der Regel aus 14 Stationen

besteht. Angefangen mit

„Jesus wird zum Tod verurteilt“

bis hin zu „Jesus wird ins Grab

gelegt“. Dazwischen nimmt Jesus

unter anderem das Kreuz auf

seine Schultern, fällt unter dieser

Last immer wieder hin, begegnet

nochmals seiner Mutter Maria, bekommt

Hilfe beim Tragen und ein

Schweißtuch gereicht, wird seiner

Kleidung beraubt und schließlich

ans Kreuz genagelt. Modernere

Kreuzwege haben oft auch eine

15. Station – die der Auferstehung

56 | altlandkreis

Station B

von Jesus Christus, die Anhänger

der Katholischen Kirche traditionell

am Ostersonntag feiern. Im

Verteilgebiet des „altlandkreis“-

Magazins gibt es ebenfalls Kreuzwege.

Genaugenommen sind es

drei an der Zahl, die alle auf einen

kleineren bis mittleren Hügel hinaufführen.

Für das neue Heimaträtsels

hat sich die „Redaktion“

selbst auf den Weg gemacht, ist

alle Stationen abgegangen.

Wir möchten von Ihnen, liebe Leserinnen

und Leser, nun wissen:

Welche auf dieser Seite abgebildeten

Kreuzweg-Stationen stehen

an welchem Ort? Schicken Sie uns

bis 15. März eine Postkarte mit

Station C

dem Stichwort „Heimaträtsel“ und

der richtigen Zuordnung an „altlandkreis“,

Birkland 40, in 86971

Peiting. Oder eine E-Mail an info@

altlandkreis.de. Zu gewinnen gibt

es wieder einen leckeren Spezialitäten-Korb

der Schönegger

Käse-Alm. Er heißt, passend zum

Heimaträtsel, „buntes Osternest“

und beinhaltet unter anderem

Almblütenkäse, Allgäuzeller, Bärlauchfrühling,

Alprahmkäse und

gefüllte Kirschpaprika. Letztlich

entscheidet unter allen Einsendungen

mit der richtigen Lösung

das Los, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen viel Erfolg! js


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> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

Wo dieser über Nacht zusammengestutzte „Telefonmast für Zwerge“ steht, wollten wir

von Ihnen in unserer Januar / Februar-Ausgabe wissen. Die Lösung: Am südlichen Ortseingang

des Peitinger Ortsteils Birkland, was dank zahlreicher Einsendungen mit der

richtigen Lösung jede Menge Leser erkannt haben. Das Losglück war letztlich auf Seiten

von Walter Weber. Der Weilheimer durfte sich auf den Spezialitätenkorb „Feinschme-

cker“ der Schönegger Käse-Alm freuen.

Herzlichen Glückwunsch und guten Appetit!

Interessanter Hintergrund:

In der Zwischenzeit wurde

der heimlich gekürzte

Telefonmast entfernt

und wieder durch

einen in standesgemäßer

Größe ersetzt.

> > > IMPRESSUM

der „altlandkreis“ ist ein Medium von

Für eingesandte Manuskripte wird keine

Haftung sowie keine Erscheinungsgewähr

übernommen.

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten

Ausgabe Mai / Juni 2022: Freitag, 29. April

2022 (Anzeigenschluss: 11. April 2022)

altlandkreis

Birkland 40 in 86971 Peiting

Telefon: 08869 / 91 22-16

Fax: 08869 / 91 22-17

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Mail: info@altlandkreis.de

Redaktion: Johannes Schelle,

Stand bei Drucklegung im Februar 2022.

Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Auflage: 28 000 Exemplare

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Christian Rauch,

Hubert Hunscheidt, Ernst-Dietrich Limper

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter

Ostenrieder, Kurt Zarbock, Irmgard Gruber,

Jeannine Echtler, Christian Lechner

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, Martin-

Moser-Str. 23, 84503 Altötting

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am

Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose

Verteilung an alle Haushalte im Altlandkreis

Schongau und einzelnen angrenzenden

Gemeinden

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten

sowie Erscheinungstermine und weitere

technische Angaben finden Sie auf unserer

Webseite www.altlandkreis.de.

Fotos: Felix Baab, Johannes Schelle, Adobe Stock, Christian Rauch, Ernst-Dietrich Limper, Hubert Hunscheidt, Kurt

Zarbock, „einfach mehr“ — Menschen mit Trisomie 21 im Pfaffenwinkel e.V., Elektromaschinenbau Schmid, Bayerisches

Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Architekturbüro Hörner, Garten- und Landschaftsbau Gschwend,

SoLaWi Schaufel & Gabel, Landratsamt Weilheim-Schongau, Bettina Eder, ulligunde.com, Tobias Karpinksi, Zimmerei Gröger,

Förderverein Villa Rustica e.V., Kai Zellerhof, Peter Fischer, Oliver Raatz, Welz TV, Felix Pitscheneder, ULTRASONE AG, Klaus

Schlenker GmbH, Thomas Bauer, Hans Schütz, PIPER Verlag, Musikschule Pfaffenwinkel, Schönegger Käse-Alm, Screenshot

SAM2022, Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau, Felix von Scheffer, Via Claudia Camping Lechbruck, HOERBIGER, kompetenzz.de,

Regens-Wagner Rottenbuch, Sky Fly Kempten

www.altlandkreis.de

märz / april 2022 | 57


Kunsthandwerker baut professionelle Baumhäuser

Abschalten auf einer

anderen Ebene

Steiles Schindeldach, Terasse

mit Geländer und Holztreppe als

Zugang: Dieses Baumhaus wurde

auf Stelzen und zwischen mehreren

Bäumen erbaut.

Dießen | Felix von Scheffer verwirklicht

Kindheitsträume. „Früher

habe ich zwei Bretter zwischen

zwei größeren Ästen gelegt und

mit einer Schnur festgebunden

– die Bauweise heute ist eine andere,

wesentlich professioneller,

die Philosophie dahinter jedoch

die gleiche.“ Die Rede ist von

Baumhäusern, in denen Kinder

wie Erwachsene eintauchen können

in eine andere Welt, ohne

dafür eine weite Reise auf sich

nehmen zu müssen. „Die Kraft

des Windes, das Rauschen der

Blätter, der Gesang der Vögel –

all das nimmt man dort oben viel

intensiver wahr.“ Man werde quasi

eins mit der Natur, befinde sich

nicht nur physisch, sondern auch

mental auf einer anderen Ebene.

„Insofern ein guter Ort, um dem

Trubel unseres hektischen Alltags

zu entfliehen.“ Fasziniert von der

Natur, dem Rohstoff Holz sowie

vom Handwerk an sich war Felix

von Scheffer schon als Kind. Allein

deshalb, weil sein Vater Schreinermeister,

seine Mutter Gärtnerin ist.

„Und einen das kunsthandwerklich

geprägte Umfeld in Dießen am

Ammersee ohnehin formt.“ Trotzdem

entscheidet er sich nach dem

Abitur gegen eine Ausbildung im

Handwerk, gegen ein Studium in

Architektur. „Ich absolvierte zunächst

ein freiwilliges soziales

Jahr im Senegal, war dort in einem

Kindergarten tätig.“ Eine Zeit,

die ihn bis heute nicht loslässt.

„Die Mehrheit der dort lebenden

Menschen haben materiell gesehen

wenig, leben im Grunde von

der Hand im Mund, und sind trotzdem

so viel dankbarer, glücklicher

und zufriedener als wir.“ Felix von

Scheffer schwärmt insbesondere

von einer „unbeschreiblichen“

Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit

dieser in Armut lebenden

Menschen. „Nach diesem Jahr

wollte ich begreifen, warum unsere

Welt so ungerecht ist, und

wie diese Unterschiede zwischen

Arm und Reich zustande kommen.“

Er studiert Internationale

Entwicklung in Wien, wo genau

solche Fragen beantwortet, aber

auch Konzepte entwickelt werden,

die die Welt ein bisschen besser

machen sollen. „Irgendwann war

ich aber an einem Punkt, wo ich

gemerkt habe: Den ganzen Tag

nur über das Leben nachdenken

und sich den Kopf über Ungerechtigkeiten

zu zerbrechen bringt dich

auch nicht weiter – ich muss wieder

ins Schaffen kommen.“

Mit Lärchenholz und

Spezialschrauben

Schon vorher, in den Semesterferien,

durfte Felix von Scheffer

einem Zimmerer beim Bau eines

gigantischen Teehauses auf einem

großen Areal in Breitbrunn am

Ammersee helfen. „Was mir unglaublich

viel Spaß bereitet hat.“

Und im Grunde die Initialzündung

für sein heutiges Baumhausbauen

im kompletten bayerischen Oberland

war. Sein erstes eigenes Projekt:

Ein barrierefreies Baumhaus

58 | altlandkreis


Baufachlich auf hohem Niveau, naturblassen in der Wirkung.

an einer Förderschule in München,

gefolgt von einem halben

Dutzend privater Baumhaus-Projekte

im Wert zwischen 5 000 und

30 000 Euro, unter anderem auch

in Weilheim. Als Rohstoff verwendet

Felix von Scheffer nahezu

ausschließlich Lärchenholz. „Das

besitzt einen hohen Harzanteil,

macht es somit besonders stabil

und witterungsresistent.“ Befestigt

werden seine Baumhäuser mit

Spezialschrauben aus legiertem

Stahl, 35 (!) Millimetern Durchmesser

und konischer Form –

die erreichen bei einer Einschraubtiefe

von zehn Zentimetern

eine Traglast von bis zu acht (!)

Tonnen. Und verletzen den Baum

dank professioneller Abdichtung

auch nicht. Doch der Reihe nach:

Im Falle einer neuen Anfrage für

den Bau eines Baumhauses trifft

sich Felix von Scheffer mit den

Auftraggebern immer vor Ort, bespricht

deren Wünsche. „Für erste

Skizzen beziehe ich in der Regel

auch die Kinder der Bauherren

bewusst mit ein.“ Dann gilt es den

Garten, die vorgesehenen Bäume,

die das spätere Haus tragen sollen,

zu begutachten. „Man kann

ein Baumhaus an einem, aber

auch zwischen zwei oder mehreren

Bäumen fixieren.“ Letztere

Variante erfordert nicht nur eine

maßgenaue Ausrichtung, sondern

auch die Einkalkulierung eines

durch Wind erzeugten Spiels –

je nach Baumart, Stammdicke und

Höhe bewegen sich Bäume im

Falle eines Sturmes unterschiedlich

stark. „Deshalb sind unsere

Spezialschrauben auch immer mit

einem Spiel versehen, das diese

naturgegebenen Bewegungen

ausgleicht.“

„Tree-Office“ und

Ferienwohnung

Steht der Baumhaus-Plan, muss

Felix von Scheffer abklären, ob

eine behördliche Genehmigung

notwendig ist. „Grundsätzlich sind

umbaute Räume bis 75 Kubikmeter

genehmigungsfrei.“ Letztlich

sei das Bauen von Baumhäusern

eine rechtliche Grauzone, „in der

die greifenden Gesetze sehr stark

vom jeweiligen Standort abhängig

sind“. Sobald der finale Bauplan

steht, wird Material wie eben Lärchenholz

und Spezialschrauben

bestellt. Die zum Bau notwendigen

Maschinen und Werkzeuge besitzt

Felix von Scheffer dagegen selbst:

Handkreissäge, Akkuschrauber,

Elektrohobel, Flex, Ratschen-Kasten,

Drucklufthammer, Leiter,

märz / april 2022 | 59


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aber auch Klettergurt

und Seile. Letzteres

braucht er insbesondere

zu Beginn des

Baumhausbaus. „Bis

die Plattform steht,

muss man sich unbedingt

sichern.“ Darüber

hinaus dienen

Seile zum Hochziehen

von Werkzeugen,

handlichen Maschinen

sowie einzelnen Holzelementen,

aus denen

ein Baumhaus Schritt

für Schritt errichtet

wird – und zwar immer

direkt vor Ort. Insofern

besitzt Felix von

Scheffer ausschließlich

eine mobile

Werkstätte in Form eines großen

Anhängers, wo all sein Equipment

verstaut ist. Sobald die Plattform

des Baumhauses samt Unterboden,

Terrassenbelag und Geländer

steht, kann der Vollbluthandwerker

dann ungesichert weiterarbeiten:

Außen- und Innenwände,

Dachstuhl, Schindeldach (ebenfalls

aus Lärche), Fenster, Türe, Bett,

Strickleiter oder Wendeltreppe

als Zugang sowie alles, was sich

der Kunde so wünscht. „Stromund

Wasseranschluss sind auch

kein Problem“, meint der Mann,

Der Mann hinter den Baumhäusern: Felix von Scheffer aus

Dießen, handwerklich begabt und weltoffen.

der vom Baumhausbau alleine

nicht leben kann, deshalb auch

Tiny-Häuser, Geräteschuppen und

Gartenhäuser baut, obendrein mit

Handwerksbetrieben aus der Region

zusammenarbeitet.

Baumhäuser als

Ferienwohnungen?

Langfristig möchte er jedoch

nichts anderes mehr bauen als

diese märchenhaften Häuschen in

drei, vier, teilweise sogar zehn (!)

Metern Höhe. Er spricht nicht nur

von Wohnräumen und

Spielhäusern für Privatpersonen,

sondern

auch vom Tree-Office

(Büro auf Bäumen) in

beispielsweise Parks

oder stillgelegten Industriebrachen,

sowie

vom Baumhaus als

Alternative zu Ferienwohnungen.

„Allein

in Dießen gibt es

mehr als 100 Ferienwohnungen,

die das

halbe Jahr unbewohnt

sind und man doch

auch wohnungssuchenden

Familien

für ein ganzjähriges

Zuhause zur Verfügung

stellen könnte.“

Urlauber könnten stattdessen einen

unvergesslichen Aufenthalt

in einem Baumhaus verbringen.

Wie genial sich ein Leben darin

anfühlt? Nach dem Studium, „ich

hatte wenig Geld“, lebte Felix von

Scheffer nicht nur in einem eigens

gebauten TinyHouse, sondern

schlief auch regelmäßig in einem

Baumhaus. Mitten im Wald, sieben

Meter hoch. Wo genau, möchte

der Vater zweier kleiner Kinder

nicht verraten. Nur so viel: Das von

vielen so ersehnte „wieder bei sich

sein“ sei dort oben garantiert. js

Bau einer Plattform, unter anderem mit Akkuschrauber, Zimmererhammer, Schrauben und Wasserwaage.

60 | altlandkreis


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Informationskreis

der Wirtschaft

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märz / april 2022 | 61


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62 | altlandkreis


Kaufleute für Tourismus und Freizeit

Abwechslungsreiche Ausbildung

auf dem Campingplatz

Lechbruck | Der Ausbildungsberuf

„Kaufmann/-frau für Tourismus

und Freizeit“ ist in der Region äußerst

unbekannt. Allein deshalb,

weil ihn weder hiesige Hotels

noch Tourist Informationen noch

Freizeiteinrichtungen ausbilden.

Es gibt aber eine Anlaufstelle im

Verteilgebiet des „altlandkreis“-

Magazins, wo er bereits seit 2008

gelehrt wird: Auf dem Via Claudia

Campingplatz in Lechbruck. „Wir

hatten immer wieder mit Fachkräftemangel

zu kämpfen und

uns deshalb dazu entschlossen,

selbst auszubilden“, sagt Angelika

Holzmann, stellvertretende

Geschäftsführerin des Campingplatzes.

Drei Azubis arbeiten momentan

am nordwestlichen Ufer

des Urspringer Lechstausees, deren

Arbeitsalltag sich wesentlich

abwechslungsreicher gestaltet als

der von klassischen Bürokaufleuten.

Angefangen an der Rezeption.

„Insbesondere während der

Hauptsaison sind unsere Azubis in

ständigem Kundenkontakt.“ Von

jungen Familien mit Kindern über

Jugendliche, junge Pärchen sowie

rüstige Rentner bis hin zu Alleinreisenden

sind alle Altersgruppen

und Konstellationen vertreten. Die

wiederum haben unterschiedliche

Interessen, wollen beraten werden

in beispielsweise kulinarischen

Empfehlungen, Bademöglichkeiten,

Rad- und Wanderwegen sowie

Öffnungszeiten von Museen,

Sehenswürdigkeiten und Bergbahnen.

Insbesondere seit Corona

kommen die meisten Urlauber aus

ganz Deutschland nach Lechbruck.

Angelika Holzmann spricht aber

auch von Schweizern, Niederländern,

Italienern und Franzosen,

weshalb die Azubis auf dem Via

Claudia Campingplatz auch die

englische Sprache in Wort und

Schrift gut beherrschen sollten,

im Idealfall sogar eine zweite oder

gar dritte Fremdsprache lernen,

„was allerdings nicht zwingend

erforderlich ist“.

Berufsschule in Füssen

Langweilig wird den jungen

Männern und Frauen dank Buchhaltung,

Ein- und Auschecken,

Buchungen, Stellplatzzuordnung

und einer total unterschiedlichen,

stets individuellen Kundenberatung

also nicht. Wobei das bei

weitem nicht die einzigen Aufgaben

der Campingplatz-Azubis

von Lechbruck sind. Gefragt sind

sie auch im Mini-Shop mit täglich

frischer Backware. Im Falle eines

Stromausfalls gilt es die Sicherung

wieder reinzumachen. Und

in ruhigeren Zeiten außerhalb der

Hauptsaison, insbesondere über

den Winter, werden unter anderem

Statistiken erstellt und neue

Projekte initiiert. „Aktuell arbeiten

unsere Azubis lohnenswerte Ausflugsziele

und -tipps für unsere

Gäste aus, gestalten dazu eigenständig

Flyer.“ Insofern spielen

auch Marketing und Mediengestaltung

eine zentrale Rolle bei

Kaufleuten für Tourismus und Freizeit,

deren Ausbildung insgesamt

über drei Jahre andauert. Die dazu

passende Berufsschule für Interessenten

aus der Region befindet

sich im unweit entfernten Füssen,

die blockweise über meistens zwei

Wochen am Stück besucht wird.

Religionslehre, Deutsch, Politik

und Gesellschaft, Sport, Englisch,

Betriebliche und gesamtwirtschaftliche

Prozesse, Kaufmännische

Steuerung und Kontrolle

sowie Tourismusprozesse sind

die breitgestreuten Zeugnisfächer,

die ein grundsolides Rüstzeug für

Büroaufgaben, Kundenkommunikation,

Tourismusmanagement,

aber auch allgemeines Wissen

und Können bilden. Neben einer

klassischen Abschlussprüfung in

Theorie wird von den Absolventinnen

und Absolventen auch ein

Spaß bei der Arbeit: Die Auszubildenden zum Kaufmann, zur Kauffrau

für Tourismus und Freizeit sitzen oder stehen nicht nur im Büro.

Fachgespräch, eine Art mündliche

Prüfung, abverlangt. Zum Beispiel

in Form eines Beratungsgesprächs

für eine urlaubswillige Familie mit

zwei Kindern.

Beruf mit Zukunft

Die Resonanzen der bisherigen

und aktuellen Via-Claudia-Azubis,

die je nach Lehrjahr zwischen 800

und 1100 Euro brutto verdienen,

sind durchwegs positiv. „Weil es

eben ein sehr abwechslungsreicher

Beruf ist, der aufgrund des

ständigen Kontaktes mit Menschen

aus unterschiedlichsten

Regionen und Kulturen auch im

zwischenmenschlichen Bereich

immer wieder eine Bereicherung

ist“, bekräftigt Angelika Holzmann.

Einziger Nachteil: Regelmäßige

Wochenendarbeit, die im Bereich

Tourismus nun mal dazugehört.

Das gilt übrigens auch für die zwei

dualen Studenten des Via-Claudia-

Campingplatzes. Sie studieren

Betriebswirtschaftslehre mit Fachrichtung

Freizeitwirtschaft, sind

Semesterweise entweder an einer

Hochschule in Ravensburg oder

eben auf dem Lechbrucker Campingplatz.

Letztlich handelt es sich,

ob klassische Ausbildung oder Studium,

um zwei Berufe mit großer

Zukunft, weil „Urlaub Dahoam“

nicht zuletzt durch die pandemiebedingten

Reisebeschränkungen

einen immer größeren Stellenwert

bekommt. Hotels, Tourist Informationen,

Freizeiteinrichtungen

oder eben Campingplätze sind nur

vier Beispiele, wo Kaufleute für

Tourismus und Freizeit gefragte

Arbeitskräfte sind. Insbesondere

im Schongauer Altlandkreis und

Umgebung. „Auch wir bekommen

immer wieder mit, wie überrascht

junge Menschen sind, dass man

diesen Beruf bei uns erlernen

kann“, sagt Angelika Holzmann,

deren Azubis überwiegend über

den Schongauer Ausbildungsmarkt

„SAM“ (siehe Seite 70 / 71) auf diesen

in der Region seltenen Lehrberuf

aufmerksam geworden sind. js

märz / april 2022 | 63


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Altlandkreis | Vor fünf Jahrzehnten

war es in weiten Teilen der

Gesellschaft selbstverständlich,

dass Männer überwiegend in

handwerklichen und technischen

Berufen eine Ausbildung oder ein

Studium absolviert haben, Frauen

dagegen eher im sozialen, gesundheitlichen

oder kaufmännischen

Bereich. Hinter dieser festgefahrenen

Selbstverständlichkeit

verbargen sich jedoch jede Menge

Ungerechtigkeiten – insbesondere

für Frauen in von Männern

dominierten Berufen. Schlechtere

Bezahlung, höhere Hürden für

betriebsinterne Aufstiege sowie

Sexismus sind nur drei Beispiele

für nichtvorhandene, geschlechterübergreifende

Chancengleichheit

am Arbeitsmarkt. „Auch

nach anhaltenden Debatten über

Diversität sowie dem Abbau genderspezifischer

Berufswahlklischees

gelingt es noch nicht in

allen Branchen und Regionen,

die beruflichen Chancen für junge

Männer und Frauen tatsächlich

zu vereinheitlichen“, sagt Petra

Callwitz, Teamleiterin in der Berufsberatung

der Agentur für Arbeit

in Weilheim. Zunehmend sei

jedoch erkennbar, dass sich der

hiesige Ausbildungsmarkt immer

stärker für Diversität öffne. „In

den letzten zehn Jahren ist eine

Veränderung der Rollenverteilung

in verschiedenen Branchen

erkennbar – es gibt zum Beispiel

mehr männliche Pflegekräfte,

medizinische Angestellte oder

Frisöre, sowie junge Frauen, die

eine Ausbildung im Handwerk,

64 | altlandkreis 64 | altlandkreis

Frauen in technischen oder naturwissenschaftlichen Berufen? Sind im

21. Jahrhundert keine Seltenheit mehr, Tendenz steigend.

in Metall- oder Kfz-Berufen absolvieren.“

Das liegt auch daran,

dass sich aufgrund des seit Jahren

anhaltenden Fachkräftemangels

Arbeitgeber in gewisser Weise

für neue Dinge öffnen müssen,

um überhaupt an Auszubildende

zu kommen. Vor 20 Jahren hatten

gute Firmen noch die Qual der

Wahl, weil auf eine offene Lehrstelle

mehrere, zum Teil Dutzende

Bewerbungen eingegangen sind.

Genommen wurde letztlich der

gepflegte Junge mit gutem Notendurchschnitt,

anständiger Kurzhaarfrisur

und präsentiertauglichem

Kleidungsstil. Dass dieses

gepiercte Mädchen mit türkisgefärbten

Haaren und Springerstiefeln

sogar die besseren Noten in

Mathe und Physik hatte, technisch

nicht weniger begabt war und

rein fachlich betrachtet sogar die

idealere Mitarbeiterin hätte werden

können?

Weniger Wert auf

Äußerlichkeiten

„Nach meiner Erfahrung ist die

Arbeitswelt beim Thema Äußerlichkeiten

tatsächlich sehr viel toleranter

geworden“, sagt an dieser

Stelle Maria Vogl, Beauftragte

für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt,

ebenfalls tätig bei der


Agentur für Arbeit in Weilheim.

„Wir alle unterliegen heute durch

soziale Netzwerke und neuen Medien

so vielen Einflüssen, dass

sich auch hier die Unternehmen

angepasst haben und liberaler

zeigen.“ Vor 20 Jahren sei es noch

ein No-Go gewesen, mit sichtbarem

Piercing oder Tattoo zum

Kunden zu gehen. „Daran stört

sich heute kaum noch jemand.“

Petra Callwitz unterstreicht diese

Entwicklung: „Tattoos und

Piercings sind wesentlich gesellschaftsfähiger

als noch vor

einigen Jahren. Allein deshalb,

weil im einundzwanzigsten Jahrhundert

auch viele Menschen mit

Vorbildcharakter tätowiert oder

gepierct sind.“ Selbst in Banken,

in denen der strenge Anzug-und-

Krawatte-Dresscode bereits vor

einigen Jahren aufgelockert wurde,

arbeiten immer häufiger junge

Männer und Frauen, die nicht

mehr dem einstigen Idealbild

entsprechen. „Manchmal sollen

Tattoos auf Wunsch von Arbeitgebern

zwar nach wie vor durch

Kleidung überdeckt werden, viele

setzen solche Merkmale aber

auch gezielt ein, um beispielsweise

jüngere Zielgruppen wie

Jugendliche besser und auf Augenhöhe

zu erreichen.“

Zahlreiche offene

Lehrstellen

Bessere Chancen, eine Ausbildungsstelle

zu bekommen, haben

laut Petra Callwitz inzwischen

auch junge Menschen mit Fluchtoder

Migrationshintergrund.

„Selbst junge Männer und Frauen

mit nicht so guten Noten und

Sprachkenntnissen haben insbesondere

im Einzelhandel oder Hotel-

und Gaststättenbereich eine

Ausbildungsstelle gefunden, weil

aufgrund des Fachkräftemangels

Motivation und persönliche Kompetenzen

mehr in den Entscheidungsfokus

fallen als noch vor

zehn bis 15 Jahren.“

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Besonders erfreulich für junge

Männer und Frauen: Trotz erschwerter

Bedingungen aufgrund

der Corona-Pandemie ist das

Ausbildungsangebot hiesiger Betriebe

nur leicht zurückgegangen.

„Für September 2022 sind zum

aktuellen Zeitpunkt – wie üblich –

viele Ausbildungsstellen aus allen

Branchen offen“, sagt Fabian

Schiebelsberger, Teamleiter im

Arbeitgeberservice der Weilheimer

Agentur für Arbeit. Darüber

hinaus seien sogar noch Lehrstellen

für das bereits im September

2021 begonnene Ausbildungsjahr

nachzubesetzen, allen voran in

Handwerksberufen sowie im Steuerfach.

Wobei dieses Ungleichgewicht

auch wieder ein nicht zu

unterschätzendes Problem darstelle.

„Viele Ausbildungssuchende

haben aufgrund des Überangebots

mit Orientierungslosigkeit

zu kämpfen und wissen nicht so

recht, welcher Ausbildungsberuf

nun der bessere für sie wäre“, sagt

Petra Callwitz. Dabei immer hilfreich:

Gesunde Selbsteinschätzung

sowie Selbstvertrauen, was auch

beim Thema Chancengleichheit

am Ausbildungsmarkt eine ganz

zentrale Rolle spielt. „Junge Frauen,

die sich ihrer Stärken bewusst

sind, haben heutzutage die gleichen

Chancen wie Männer, sich im

Beruf zu entwickeln. Leider unterschätzen

sich Frauen hier häufig,

geben sich oft mit geringer qualifizierten

und damit auch weniger

gut bezahlten Stellen zufrieden“,

sagt Maria Vogl, die an dieser Stel-

le ausdrücklich betonen möchte, Kollegen. „Die Vergütung von Aus-

„dass junge Frauen genauso viel zubildenden ist gesetzlich geregelt

Potential haben wie Männer“. Und und geschlechterunabhängig“,

zumindest während einer Lehre sagt Petra Callwitz. Völlig gleich,

auch gleich viel verdienen müssen

wie berufsgleiche männliche toos und gefärbten Haaren.

ob mit oder ohne Piercings, Tat-

js

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märz / april 2022 | 65


Cooles Vorbereitungsprojekt für Ausbildung

Ein Buggy mit „Bums“

Ingenried | Damit sie am ersten

Tag ihrer Berufsausbildung zum

Mechatroniker für Land- und Baumaschinen

nicht planlos in der

Werkstätte stehen, haben sich

zwei junge Ingenrieder ein außergewöhnliches

Vorbereitungsprojekt

einfallen lassen: Sie bauten

komplett eigenständig einen straßen-

und geländetauglichen Buggy

– einen mit ordentlich „Bums“

unter der sprichwörtlichen Haube.

„Erst wollten wir eine leere Bierkiste

mit vier Rädern unterbauen

und mittels Motorsägen-Motor

zum Fahren bringen. Daraufhin

meinte mein Vater nur: Machts

doch glei was gscheids“, erinnert

sich Timo Hartmann noch gut zurück

an den März 2021, als er das

Buggy-Projekt gemeinsam mit

seinem Kumpel Manuel Szewczyk

gestartet hatte. Von diesem Tag an

waren die inzwischen 16-Jährigen

über vier Monate hinweg nahezu

täglich damit beschäftigt, ihren

schwarzen Flitzer mit Überrollbügel

von der Pike auf aufzubauen.

„Aufgrund Homeschooling hatten

wir ja Zeit“, sagen die beiden ehemaligen

Mittelschüler frechgrinsend.

Angefangen mit der Internetsuche

nach für den Buggy geeigneten

Bauteilen. Der erste Motor, 30 PS

stark, stammte aus einer 250er

Honda, das Grundgerüst aus einem

kleineren Go-Kart. Beides

kauften die zwei im Emsland,

Nordwestdeutschland, knapp

neun Autostunden von Ingenried

entfernt. Gefahren ist Timos

Vater, der aufgrund damals verschärfter

Corona-Auflagen extra

eine Dienstreisegenehmigung von

seinem Arbeitgeber für diesen

Deutschland-Trip ausgestellt bekommen

hatte. Um 12 Uhr Mittag

sind sie losgefahren, gegen 20

Uhr am Abend beim Verkäufer

angekommen, danach ging’s zum

zufällig in der Nähe wohnenden

Chef von Timos Vater (Vertrieb im

Außendienst), Steakessen, und

noch in der gleichen Nacht wieder

zurück. Trotz Ausgangssperre aufgrund

des Lockdowns? „Wir sind

extra vor der bayerischen Grenze

rechts rangefahren und haben

auf einer Raststätte ein Nickerchen

gemacht – so lange, bis die

Ausgangssperre offiziell wieder

aufgehoben war für Bayern.“ Die

insgesamt 35 (!) Meter langen Eisenrohre,

die später im Buggy verbaut

wurden, haben sie dagegen

von einem regionalen Eisenhändler

via Lkw liefern lassen. Dann

wurde gesägt, gebohrt, gedreht,

gebogen, geschweißt und geschraubt

was das Zeug hielt. „Wir

haben sogar Werkzeuge und Vorrichtungen

selbst gebaut, um gewisse

Arbeitsschritte umsetzen zu

können“, sagt Manuel Szewczyk.

Zum Beispiel einen Kettenspanner.

Oder eine Biegevorrichtung

für die Bearbeitung der Eisenstangen,

woraus die Jungs unter anderem

einen Überrollkäfig gebaut

haben.

Dank Schweißarbeiten am Buggy ist Michael Szewczyk bestens vorbreitet

in seine Ausbildung zum Landmaschinenmechaniker gestartet.

Mit Motor einer

500er Suzuki

Nach nur zwei Monaten harter Arbeit

war der schwarzlackierte Benzin-Motorer

mit Stoßdämpfern,

echtledernen Schalensitzen aus

einem fünfer BMW, straßenverkehrstauglichen

Lichtern, Blinkern

und verchromten Seitenspiegeln

samt eingearbeiteter Hand eines

Skeletts (sieht gleichermaßen stylisch

wie gruselig-wild aus) fertiggeworden

– und sogar auf Anhieb

angesprungen. Das Problem:

Während der ersten, rund einstündigen

Probefahrt ist der Kick-

66 | altlandkreis 66 | altlandkreis


Teamarbeit unter Freunden: Realisiert wurde das

Buggy-Projekt in der Werkstätte von Timos Vater.

starter und damit auch der Motor

kaputtgegangen, „was uns letztlich

dazu gezwungen hat, das ganze

Konstrukt neu zu überdenken“.

So wurde abermals über gut eineinhalb

Monate täglich am Buggy

gearbeitet. Und ein neuer Motor

besorgt. Diesmal sind die Jungs

in Ingolstadt fündig geworden,

wo ein Privatmann sein Motorrad,

eine unfallbeschädigte 500er (!)

Suzuki, loswerden wollte. „Zunächst

ein Reinfall, weil der Motor

entgegen dessen Behauptungen

am Telefon doch nicht angesprungen

ist, wir dachten, umsonst nach

Ingolstadt gefahren zu sein.“ Doch

Timos Vater, abermals Chauffeur

dieser Einkaufstour, handelte den

Preis auf verschmerzbare 200

Euro runter, und brachte den Motor

zuhause in Ingenried nach nur

wenige Minuten zum Laufen. „Insofern

das Schnäppchen unseres

Lebens!“ Und der Garant dafür,

dass der Buggy von Timo Hartmann

und Manuel Szewczyk nun

extrem viel Power unter der Haube

hat. Die Rede ist von 110 bis 120

(!) Stundenkilometern, die bereits

mittels GPS-Geschwindigkeitsmessung

auf einem Smartphone

gemessen wurden

während der einen

oder anderen

Ausfahrt. „Im

sechsten Gang bei

gerade Mal halber

Drehzahl – da ist

also noch viel Luft

nach oben.“ Wobei

die Jungs, die ohne

Autoführerschein

und Zulassung

ausschließlich auf

Privatgrundstücken

fahren dürfen, gut

daran tun, es nicht

zu übertreiben.

Gefahren wird die

Kiste letztlich mit

zwei Fußpedalen –

eines zum Gas

geben, eines zum

bremsen. Die

Kupplung ist dagegen am Hebel

der Sechs-Gang-Schaltung angebracht.

Und die Bereifung? „Weil

wir insbesondere den Sommer

über sehr viel gefahren sind, ist

der Reifenverschleiß relativ hoch –

vorne haben wir mittlerweile den

vierten Satz aufgezogen.“

Deutliche Vorteile

im Arbeitsalltag?

Während Freunde und Bekannte

zu Beginn des Buggy-Projekts an

der Umsetzung mit „das wird doch

eh nix gscheids“ zweifelten, ist inzwischen

das halbe Ingenrieder

Dorf regelrecht narrisch auf diesen

selbstgebauten Buggy von Timo

Hartmann und Manuel Szewczyk.

„Der eine oder andere wollte ihn

uns sogar schon abkaufen.“ Noch

entscheidender aber ist, dass das

eigentliche Ziel der beiden voll

aufgegangen ist: Timo Hartmann

hat zum 1. September 2021 seine

Ausbildung zum Land- und Baumaschinen-Mechatroniker

bei der

Firma Jais in Forst-Wessobrunn

angefangen. Manuel Szewczyk

lernt den exakt gleichen Beruf,

ebenfalls seit 1. September 2021,

Fährt auch auf Schnee, Matsch und Eis: Der selbstgebaute Buggy von

Timo Hartmann (re.) und Manuel Szewczyk.

im Betrieb von Johann Amberg

in Schwabbruck. Und beide sind

sich einig, „dass uns das Buggy-

Projekt enorm viel gebracht hat

für unsere Lehre“. Das zeigt sich

nicht nur im direkten Vergleich mit

Azubi-Kollegen aus dem gleichen

Lehrjahr, sondern auch an den

Aussagen von Kunden. „Einer hat

meinem Chef gar nicht geglaubt,

dass ich Azubi im ersten Lehrjahr

bin, meinte, ich sei bereits ein

gestandener Geselle“, so Timo

Hartmann, der mit dieser Aussage

absolut nicht angeben möchte –

dafür ist der junge Bursche viel zu

bodenständig. Aber den Stolz in

seinem Gesichtsausdruck kann er

in diesem Moment ebenso wenig

verbergen wie Manuel Szewczyk

beim Thema „Schweißen“, das er

vom ersten Tag an im Betrieb erledigen

darf. Insofern haben die

beiden alles richtig gemacht mit

diesem Buggy-Projekt, das voraussichtlich

nicht das letzte sein

wird. „Wir werden vielleicht einen

zweiten bauen – einen mit Rückbank

für die Mädels“, sind sich

die beiden einig. Fehlen nur noch

der Autoführerschein und Kfz-

Zulassung, um mit Buggy bis nach

Weilheim in die Berufsschule fahren

zu können. Auch dort sind der

eine oder andere Klassenkamerad

von Hartmann und Szewczyk regelrecht

narrisch auf das, was die

beiden in wenigen Monaten aus

dem Boden gestampft haben – einen

straßen- und geländetauglichen

Buggy mit ordentlich „Bums“

unter der Haube.

js

märz / april 2022 | 67


Dein Start ins Berufsleben.

Praktikum und Ausbildung bei Pfanzelt

> > > SAG MAL … MIT JUNGMAURER MATTHIAS BALAZS

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68 | altlandkreis

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Hohenfurch | Eigentlich wollte

Matthias Balazs nach erfolgreichem

Abschluss der Schongauer

Realschule technischer Modellbauer

bei einem Zulieferer für

Audi und BMW werden. Doch aufgrund

einer starken allergischen

Reaktion auf einen Kunststoff

musste er diese Ausbildung nach

nur einer Woche abbrechen. „Im

Nachhinein betrachtet bin ich froh,

dass es so gekommen ist“, sagt

der 20-jährige Hohenfurcher, der

stattdessen im Maurerhandwerk

seine wahre Berufung gefunden

hat. Im Interview spricht der

amtierende Vize-Kammersieger

von Oberbayern, was ihm auf der

Baustelle besonders viel Freude

bereitet, warum er im Rahmen

seiner Gesellenprüfung ganz bewusst

nicht auf Zeit gearbeitet hat

und ob er seine starken Prüfungsergebnisse

in Zeiten von Corona

überhaupt feiern konnte.

Sag mal, Matthias, warum hast Du

Dich für eine Maurerlehre entschieden?

Bereits als Kind, das war 2014,

habe ich bei der Badrenovierung

von Opa und Oma fleißig mitgeholfen.

Entkernen, Schlitze rausbrechen,

Fliesen legen – hat richtig

Spaß gemacht. Bin auch immer

schon gerne ins Holz gegangen

und habe mehrere Praktika in

unterschiedlichen Handwerksberufen

gemacht, bin außerdem

hobbymäßiger Modellflugbauer.

Insofern war Technik, Handwerk

und Kreatives schon immer mein

Ding. Hinzu kommt, dass ich in

Matthias Balasz aus Hohenfurch hat im Rahmen der Kammerprüfung

den zweiten Platz belegt. Als Preis gab's eine Wasserwaage.

meinen Sommerferien nach Abschluss

der Realschule ziemliche

Langeweile hatte, täglich auf dem

Hof eines Spezls abgehangen bin.

Dort gegenüber war damals eine

Baustelle. Einer der Arbeiter: „Sag

mal, dir is doch stinklangweilig,

hast nicht Lust, uns zu helfen, dir

dein Taschengeld bisserl aufzubessern.“

So ist der erste Kontakt

zur Baufirma Baab in Apfeldorf zu

Stande gekommen. Und nachdem

ich meine Ausbildung zum technischen

Modellbauer wegen dieser

Kunststoffallergie aufhören musste,

war mir klar, dass ich dort eine

Maurerlehre machen möchte.

Wie lange hat die Ausbildung gedauert?

Eigentlich wollte ich wegen meiner

guten Mittleren Reife von drei

auf zweieinhalb Jahren verkürzen.

Doch am letzten Berufsschultag

vor den großen Ferien im ersten

Lehrjahr hatten wir noch Sport –

bisserl Basketballspielen, danach

Weißwurstessen. So der

eigentliche Plan. Leider habe ich

mich beim Basketball schwer am

Sprunggelenk verletzt, mir unter

anderem die Bänder gerissen,

den Knochen sehr stark gestaucht.

Dann hat sich auch noch Wasser in

den Knochen abgelagert, weshalb

ich insgesamt ein halbes Jahr lang

nicht richtig auftreten konnte und

starke Schmerzen hatte. Insofern

war es mir unmöglich, die praktischen

Lehrinhalte in kürzerer Zeit


zu

meistern,

habe

meine Ausbildung

deshalb dann

doch über drei Jahre absolviert.

Die inhaltlichen Aufgaben?

Im Betrieb sind wir auf Rohbauten

von Einfamilien-

und Doppelhäusern

spezialisiert, die

wir mit großformatigen Ziegeln

und im Halbsteinverband mauern.

In der Berufsschule in Landsberg

am Lech sowie überbetrieblich in

Weilheim haben wir dagegen mit

kleineren Steinen gearbeitet, im

Grunde das ursprüngliche Maurerhandwerk

erlernt. Im Theorieunterricht

waren Hochbau, Tiefbau

und Mauerwerksbau unsere

Schwerpunktfächer – da lernst du

wirklich alles. Angefangen beim

Einrichten einer Baustelle übers

Aufmessen eines bevorstehenden

Rohbaus bis hin zu den einzelnen

Techniken für Kellerbau, Bodenplatte

und Decke betonieren,

aber auch Dachgiebel mauern,

wo wir wiederum viel vom Zimmererhandwerk

gelernt haben,

damit die Zusammenarbeit dann

draußen vor Ort gut funktioniert.

Auch interessant: Im zweiten Lehrjahr

hatten wir „Beton“ als eigenes

Fach. Welche Bewehrung für

welche Bauart? Welches Mischverhältnis

für welchen Beton aus den

Grundzutaten Wasser, Sand, Kies

und Zement? Es ging aber auch

um Zugkräfte und Festigkeit.

Dein Gesellenstück?

Ein Mauerwerk in L-Form, 1,25

Meter lang, 1,50 Meter hoch,

Fensterloch inklusive. Ehrlicherweise

habe ich die oberste Reihe

nicht mehr geschafft. Mir war aber

wichtiger, dass die Winkel und

Lote optimal passen, es sauber

aussieht. Meine Taktik deshalb:

Lieber mehr Zeit lassen für eine

dafür exakte Arbeitsweise.

Dieser Plan ging auf: Zweitbester

der Maurerinnung, später sogar

2. Kammersieger von Oberbayern.

Wie kam’s dazu?

Wenige Wochen nach meiner Gesellenprüfung

ruft mich da Hias,

mein Chef an, er habe einen Anruf

bekommen, ich könne bei der

Kammerprüfung für Oberbayern in

München teilnehmen, da der eigentliche

Innungssieger aus Hurlach

nicht teilnehmen wollte. Da

habe ich natürlich nicht gezögert.

Was galt es im Rahmen der Kammerprüfung

zu bewerkstelligen?

Wir mussten wieder ein Mauerwerk

errichten, jedoch mit Klinkersteinen

sowie weißen Kalksandsteinen,

mit denen wir die Buchstaben

„K“ und „W“ maßversetzt eingearbeitet

haben. Auch hier war besonders

wichtig, auf Sicht, also sehr

sorgfältig und sauber zu arbeiten.

Letztlich bin ich von fünf Teilnehmern

aus ganz Oberbayern zweiter

geworden, was mich natürlich sehr

gefreut hat.

Seit Juli 2021 arbeitest Du als Geselle.

Was hat sich im Vergleich zur

Lehrzeit verändert?

Die Arbeitskollegen gehen anders

mit einem um, behandeln

dich nicht mehr wie den „Hiwi“.

Gleichzeitig habe ich mehr Eigenverantwortung

zu übernehmen,

muss selbstständig arbeiten und

nicht bei jedem kleinen Problem

den Capo fragen.

Welche Arbeiten taugen Dir am

meisten?

Decke oder Bodenplatte betonieren.

Man steht mit seinen Gummistiefeln

in diesem frischen Beton

drin, der im Winter sogar leicht

vorgeheizt wird. Und wenn dann

auch noch die Konsistenz optimal

passt, ist das wirklich eine richtig

schöne Arbeit: Erst grob mittels

Bombe einbringen, dann mit Krücke

verteilen, mit Laser hinterhergehen

und auf Ebenheit überprüfen,

und zu guter Letzt mit einer

Alu-Latte an einem langen Stil, wir

nennen sie „Flieger“, den frischen

Beton glattziehen.

Dann gilt es, rechtzeitig herauszukommen.

(lacht) Die Ziehzeiten des Betons

sind ganz unterschiedlich. Bei

Garagenbodenplatten beispielsweise

wird in der Regel Beton mit

Hochwertzement verwendet, der

bereits nach drei, vier Stunden

so stark anzieht, dass man darauf

rumgehen kann. Trödeln darf man

beim Betonieren also nicht.

Was war Dein bislang größtes Projekt?

Eine Bodenplatte auf einer Fläche

von 31,50 auf 20 Metern. Und ein

Bürogebäude in Tutzing mit Blick

auf den Starnberger See und aufs

Tonstudio von Peter Maffay.

Möchtest Du auch mal ein eigenes

Haus bauen?

Auf jeden Fall. Die Frage ist nur,

ob man es sich in der heutigen

Zeit trotz viel Eigenleistung noch

leisten kann angesichts der derzeitigen

Preisentwicklung.

Unsere Ausbildungsplätze für 2022

Und wie hast Du deine Erfolge nach

Gesellen- und Kammerprüfung gefeiert?

Seit Corona findet ja nichts

mehr statt.

Meine Spezl und ich hocken uns

regelmäßig bei uns im Gartenhäuschen,

in Hütten oder Bauwagen

zusammen, was mir persönlich

eh gut gefällt, weil's so viel

gemütlicher ist. Aber klar: Der Fasching,

die eine oder andere größere

Party und die Gelegenheit,

auch mal andere Leute wieder zu

treffen – das fehlt mir und meinen

Freunden schon auch.

js

Als weltweit führender Spezialist für Maschinen zur Blechbearbeitung

entwickeln wir, die Hans Schröder Maschinenbau GmbH, Lösungen für

Industrie und Handwerk. Unsere hochmoderne Fertigung ist ein wichtiger

Schlüssel zum Erfolg. Wir suchen junge Technik begeisterte Menschen mit

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märz / april 2022 | 69


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SAM2022 – mit Infobroschüre und Gewinnspiel

Ausbildungsbetriebe

stellen sich vor

Schongau | Ehemalige Besucher,

teilnehmende Betriebe und Veranstalter

sind sich nach wie vor

einig: Die erstmals im Jahr 2017 ins

Leben gerufene Schongauer Ausbildungsmesse

ist durch ein Online-Angebot

nicht zu ersetzen. Es

fehlt das bunte Treiben von Alt und

Jung, das Anfassen von Produkten,

das Vier-Augengespräch zwischen

Schülern und Azubis, zwischen

Schülern und Ausbildern. Und

dennoch wird auch die SAM2022

wieder als Ausbildungsmarkt im

Internet stattfinden müssen. „Nach

Abwägung aller Corona-bedingten

erforderlichen Maßnahmen

und in enger Absprache mit dem

Landratsamt Weilheim-Schongau

sind wir zu dem Entschluss gekommen,

auch im Frühjahr 2022

keine Präsenzmesse in der Schongauer

Lechsporthalle durchführen

zu können“, sagt Alexander

Berndt, Messe-Organisator von

Ostenrieder Design & Marketing.

Was jedoch nicht heißt, dass die

künftigen Schulabgänger hiesiger

Mittelschulen, Realschulen und

Gymnasien weniger gute Aussichten

auf eine berufliche Ausbildung

oder ein (duales) Studium haben.

Allein deshalb nicht, weil aufgrund

des seit Jahren anhaltenden

und auch immer stärker werdenden

Fachkräftemangels das

Angebot an Ausbildungsplätzen

größer ist als die Nachfrage. Aktuelle

Zahlen der Agentur für Arbeit

in Weilheim bestätigen diese

Entwicklung. Obendrein bietet der

Schongauer Ausbildungsmarkt als

Online-Variante viele Vorteile, die

eine Präsenzveranstaltung nicht

zu bieten hat: Aussteller und Besucher

sind nicht an einen fixen

Termin gebunden – während die

Präsenzveranstaltung an einem

halben Tag über die Bühne geht,

ist die Online-Messe von Anfang

März bis Ende des Jahres rund um

die Uhr unter www.schongauerausbildungsmarkt.de

abrufbar.

Insofern können sich zukünftige

Schulabgänger, aber auch Lehrer

und Eltern in aller Ruhe durch

die Seiten klicken und sich über

zahlreiche Ausbildungsangebote

von hiesigen Firmen, Behörden

und Fachschulen informieren. Und

zwar bequem von Zuhause aus,

aber auch von unterwegs oder

vom anderen Ende der Welt, sofern

PC, Tablet oder Smartphone

mit Internetanschluss oder mobilem

Datennetz greifbar sind.

Laut Veranstalter werden dieses

Jahr rund 80 Teilnehmer aus den

Branchen Handwerk, Industrie,

Gesundheit, Handel, Gastro- und

Hotellerie sowie öffentlicher und

sozialer Bereich ihr Ausbildungsangebot

im Rahmen der SAM2022

online präsentieren.

Erst klicken, dann

schnuppern

Die meisten Teilnehmer kommen

aus dem Landkreis Weilheim-

Schongau, einige aber auch aus

den benachbarten Landkreisen

Ostallgäu, Landsberg am Lech und

Garmisch-Partenkirchen, vereinzelt

sogar aus Kempten, Rosenheim

und Bad Wörishofen. Wie gut

die erste Online-Messe im vergangenen

Jahr angenommen wurde,

zeigt eine vom Veranstalter durchgeführte

Webseiten-Auswertung

via Analyse-Tool. Demnach hatte

70 | altlandkreis


der Schongauer Ausbildungsmarkt

2021 mehr als 3 000 Aufrufe

zu verzeichnen, und somit einige

hundert „Besucher“ mehr als

die jüngste Präsenzveranstaltung

in Schongaus Lechsporthalle im

Frühjahr 2019. Wer erstmals auf

www.schongauer-ausbildungsmarkt.de

klickt, findet ab Anfang

März gleich auf der Startseite

unter anderem den Reiter „Ausbildungsplätze“.

Beim Klick auf

diesen öffnen sich die Rubriken

Industrie, Handwerk, Handel, Gesundheit

sowie öffentlicher und

sozialer Bereich, hinter denen

wiederum alle teilnehmenden Firmen,

Fachschulen und Behörden,

ihrer jeweiligen Branche zugeteilt,

vorzufinden sind. Welche Firma

sich wie präsentiert? „Das kann

im Detail ganz unterschiedlich

sein“, sagt Alexander Berndt. Vom

schlichten Internetauftritt mit den

wichtigsten Informationen rund

um Ausbildungsangebote bis hin

zu herzergreifenden wie packenden

Image-Filmen sei alles dabei.

Das allerwichtigste aber für die

Azubis von Morgen: Direkte Kontaktdaten

zur Personal- oder Ausbildungsabteilungen,

um via E-

Mail oder Telefonat ins Gespräch

zu kommen mit den jeweiligen

Ausbildern der Betriebe.

iPad zu gewinnen

Aus den so entstehenden Kontakten

resultieren oft Praktikumsplätze

und Schnuppertage, die unter

Einhaltung gewisser Hygienemaßnahmen

auch in Zeiten von Corona

vor Ort, nämlich in den Firmen,

stattfinden können.

Auch lohnenswert für Azubis von

Morgen: Ein Blick in die auf der

SAM-Seite hinterlegte Messebroschüre,

ebenfalls in digitaler

Version, in der zahlreiche Beiträge

rund ums Thema Ausbildung

redaktionell aufgegriffen wurden.

Zum Beispiel zu „Schwanger während

der Ausbildung“, „Berichtsheft“,

„Bewerbungsschreiben“

oder „Das perfekte Bewerbungsfoto“.

Außerdem, als Zuckerl

obendrauf, werden die SAM-Veranstalter

wieder ein Gewinnspiel

online stellen: Wer alle auf der

Internetseite versteckten SAMileys

(gelbe Smileys) findet und seine

Lösung dem Veranstalter mitteilt,

wird in eine große Verlosung mit

aufgenommen. Hauptgewinn: Ein

nigelnagelneues iPad. In diesem

Sinne: Viel Erfolg – insbesondere

bei der Suche nach einem für Euch

perfekt geeigneten Ausbildungsplatz.

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märz / april 2022 | 71


Girls’ Day & Boys’ Day – heuer am Donnerstag, 28. April

Bundesweiter Aktionstag

mit regionaler Strahlkraft

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Altlandkreis | Die Idee

stammt aus den USA, hieß

ursprünglich „take our

daughter to work day“ und

wurde dort erstmals im Jahre

1993 umgesetzt. Seit 2001

gibt es den „Girls’ Day“ auch

in Deutschland. Ein bundesweiter

Aktionstag, der immer

am vierten Donnerstag

des Aprils stattfindet. Sein

Ziel: Mädchen ab der fünften

Schulklasse ermöglichen, in

technische und naturwissenschaftliche

Berufe, in sogenannte

Männerberufe, hineinzuschnuppern.

„Aufgrund

des demografischen Wandels

und des damit verbundenen

Fachkräftemangels nutzen diesen

Tag auch immer mehr Betriebe in

unserer Region“, sagt Maria Vogel

von Weilheims Agentur für Arbeit,

die diesen Tag aktiv bewirbt, indem

sie sowohl Schulen als auch

hiesige Unternehmer darauf aufmerksam

macht und motiviert,

mitzumachen. Ein regionaler Betrieb

der sprichwörtlichen ersten

Stunde beim Thema „Girls’ Day“:

Die ept GmbH in Peiting. Der

Steckverbinderhersteller öffnet,

sofern coronabedingt möglich,

auch heuer wieder seine Pforten,

bietet insgesamt 24 Schülerinnen

einen Schnupperplatz in den

Berufen Werzeugmechanikerin,

Mechatronikerin, technische Produktdesignerin

und Oberflächenbeschichterin

an. Gemeinsam mit

Azubis und Ausbildern dürfen

die Schülerinnen drehen, fräsen,

bohren, schleifen, anreißen und

72 | altlandkreis 72 | altlandkreis

Heinz Resch GmbH & Co. KG

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Faszination Technik, dank Girls' Day auch für

Mädels erlebbar.

löten. Mit nachhaltigem Erfolg?

„Uns gelingt es über diesen einen

Tag immer wieder, junge Frauen

für eine technische Ausbildung zu

begeistern. Die Frauenquote unter

allen technischen Ausbildungsberufen

liegt in unserem Haus bei

20 Prozent“, sagt Konrad Socher,

Ausbildungsleiter bei ept in Peiting.

Auch aus anderen Betrieben

in der Region ist zu hören, dass

Frauen in „Männerberufen“ zwar

nach wie vor in (deutlicher) Unterzahl,

aber eben keine absolute

Ausnahme mehr sind – auch dank

praxisbezogener Einblicke im

Rahmen des bundesweiten Girls‘

Days.

„Radar“ zeigt

teilnehmende Betriebe

Vor einigen Jahren noch war die

Agentur für Arbeit eine entscheidende

Schnittstelle, um Schüler

und Unternehmen zusammenzubringen

für diesen

Schnuppertag. Inzwischen

wird nahezu alles über die

Internetseite www.girlsday.de

abgewickelt. Heißt:

Betriebe, die am 28. April

ihre Pforten öffnen möchten,

können sich jederzeit

auf dieser Onlineplattform

mittels kurzer Firmen- und

Ausbildungsberufsbeschreibung

registrieren, geben

außerdem an, wie viele

Praktikumsplätze sie für

diesen einen Tag zur Verfügung

stellen und was sie in

Sachen Rahmenprogramm

so anzubieten haben. Schülerinnen

können sich wiederum auf

gleicher Plattform dann in aller

Ruhe umschauen, den für sie interessantesten

Betrieb oder Beruf

herausfiltern und auch gleich anmelden

– vorausgesetzt, es sind

noch Plätze frei. Über einen „Radar“,

rechts oben auf der Startseite

von www.girls-day.de zu finden,

werden alle am Girls‘ Day teilnehmenden

Betriebe in Form eines

orangefarbenen Punktes auf einer

Landkarte angezeigt. Beim Klick

auf einen dieser Punkte sehen die

Schülerinnen auf einen Blick, wie

viele Plätze ein Betrieb in welchem

Beruf zur Verfügung stellt,

und wie viele davon bereits belegt

sind. Noch wichtiger für alle am

Girls’ Day interessierten Mädels:

Ihr jeweiliges Vorhaben rechtzeitig

mit der Schule abzusprechen,

um für diesen einen Tag auch

wirklich freigestellt zu werden. „In


Jungs können im Rahmen des Boys’ Days in soziale

Berufe hineinschnuppern.

der Regel machen fast alle Schulen

in der Region mit, gehen von

sich aus rechtzeitig auf die Schülerinnen

zu und setzen für diesen

Tag auch keine Proben und Schulaufgaben

an.“ Nur das eigentliche

Ziel, dass bereits Mädchen ab der

fünften Klasse schnuppern dürfen,

klappe laut Maria Vogel in der

Praxis nicht so wirklich. „Viele Betriebe

wollen ältere Schülerinnen,

die sich schon bald für eine Ausbildung

entscheiden

müssen.“

Dabei wäre die

konsequente Umsetzung

ab der

bereits fünften

Klasse durchaus

sinnvoll, da die

jungen Mädchen

so über mehrere

Jahre hinweg

Erfahrung

in technischen

und naturwissenschaftlichen

Berufen machen

könnten“, sagt Maria Vogl, die den

Girl’s Day trotzdem als „Bereicherung

für die Region“ betrachtet.

Aufruf zur Anmeldung!

Stand Mitte Februar beteiligen

sich am diesjährigen Girls’ Day

auch andere, namhafte Firmen

aus dem Schongauer Raum. Zum

Beispiel die Firma Hochland mit

Sitz in Schongau, einer der größten

Käsehersteller Europas, der

Einblick in die Berufe Mechatronikerin,

Industriemechanikerin und

Elektronikerin für Betriebstechnik

gewährt. Die Firma Hoerbiger

öffnet die Pforten seines Ausbildungszentrums

in Peiting, bietet

verschiedene Workshops an, bei

denen die Mädels zuschauen und

aktive anpacken, und am Ende ein

persönlich gefertigtes Werkstück

mit nach Hause nehmen können.

Schongaus V-Markt gewährt Einblicke

in den Beruf „Fachkraft für

Lagerlogistik“. Die in Weilheim

ansässige Handwerkskammer

zeigt die Berufe Maurerin, Malerin,

Elektronikerin, Kfz-Mechatronikerin,

Feinwerkmechanikerin

und Anlagenmechanikerin. Und

auch Roche in Penzberg ist mit

einer ganzen Reihe an naturwissenschaftlichen

Ausbildungsberufen,

zum Beispiel dem zur Chemikantin,

dabei. Maria Vogl rechnet

damit, dass bis Ende März noch

wesentlich mehr Unternehmen

aus dem Altlandkreis auf dieser

Radar-Karte in Form eines orangefarbenen

Punktes aufploppen.

„Weil sich die Unternehmen auch

noch kurzfristig melden können.“

Das gilt übrigens auch für Einrichtungen

und Betriebe aus dem Sozialen

Bereich. Denn wie es sich in

Zeiten der Emanzipation gehört,

sollten in diesem Falle auch die

männlichen Schulabgänger von

Morgen und Übermorgen nicht zu

kurz kommen. Für sie wurde das

Pendant zum Girls‘ Day, der „Boy’s

Day“ eingeführt. Zunächst mehr

auf Initiative einzelner Personen

und Arbeitsgruppen, die Jungs

im Zuge des Girls’ Day-Hypes als

ungerecht behandelt angesehen

hatten. Heute gibt es auch für

den Boys’ Day, der ebenfalls am

Donnerstag, 28. April, stattfinden

wird, eine eigene, bundesweit

zugängliche Internetseite, im

Grunde baugleich mit der Girls’

Day-Seite. Laut Radar auf www.

boys-day.de bietet zum Beispiel

das Diakoniedorf Herzogsägmühle

einen Tag im Pflegeheim an,

Peitings Kindergarten St. Michael

einen Tag als Erzieher, Schongaus

und Peitings V-Markt zeigt die Berufe

Drogist und Fachverkäufer für

Lebensmittelhandwerk, und im

St. Georgs Hof in Rettenbach am

Auerberg gibt’s Einblicke in die

Berufswelt des Erziehers, Ergotherapeuten

und Heilerziehungspflegers.

Wer sich am vom Bundesministerium

für Familie, Senioren,

Frauen und Jugend geförderten

Aktionstag dieses Jahr noch beteiligen

möchte: Anmelden! Das gilt

sowohl für hiesige Behörden, Einrichtungen

und Betriebe als auch

für Schülerinnen und Schüler, die

Lust haben, in eine vom jeweils

anderen Geschlecht dominierten

Berufswelt hautnah Eindrücke zu

gewinnen.

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märz / april 2022 | 73


Berufsfachschulische Ausbildung für Kinderpflege

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Rottenbuch | Der Bedarf nach Kinderpflegern

ist in ganz Deutschland,

Bayern sowie in der Region

riesig. Die Gründe dafür sind vielschichtig.

Rein gesetzlich betrachtet

haben Kinder, oder besser gesagt

deren Eltern, ab dem ersten

Lebensjahr Anspruch auf Betreuung.

Damit eng einher geht der

Wandel der Zeit, nachdem eine

klassische Rollenverteilung – Papa

arbeitet, Mama kümmert sich

ums Kind – längst keine Selbstverständlichkeit

mehr ist. Heißt:

Möchten oder müssen Papa und

Mama Vollzeit arbeiten, braucht

es jemanden, der sich währenddessen

um ihren Säugling, ihr

Kleinkind oder Kindergartenkind

kümmert. Hinzu kommt, dass insbesondere

im Weilheim-Schongauer

Raum und Umgebung wieder

auffallend viele junge Paare

Familien gründen und gegründet

haben, oft mit mehreren Kindern.

Darunter sind auch einige, die

beispielsweise aus München aufs

Land gezogen sind, insofern keine

Großeltern in der Nähe haben, die

ab und an die „Kleinen“ nehmen

könnten. Ausgebildet wird der

gefragte Beruf zur Kinderpflege

unter anderem an der Berufsfachschule

von Regens-Wagner

in Rottenbuch. Erfolgreicher Mittelschulabschluss

oder qualifizierender

Mittelschulabschluss sind

die Voraussetzungen. „Im Idealfall

mit einer Drei in Deutsch“,

sagt Silvia Christa, Leiterin der

Berufsfachschule für Kinderpflege

in Rottenbuch, die bereits seit

September 2021 Bewerbungen für

das kommende Schuljahr entgegennimmt.

Letztlich geht diese

fachschulische Ausbildung über

zwei Jahre. Schwerpunktfächer im

Theorieunterricht sind Pädagogik,

Psychologie, Deutsch, sowie Säuglingsbetreuung

im ersten und

Rechtskunde im zweiten Schuljahr.

Der fachpraktische Unterricht

ist unter anderem geprägt von

sozialpädagogischer Praxis sowie

Praxis- und Methodenlehre, wofür

eigene Räumlichkeiten wie Werkstätte

und Schulküche zur Verfügung

stehen. Insofern gestaltet

sich der Schulalltag zur Kinderpflege

sehr abwechslungsreich.

Kooperation mit

Einrichtungen

„Bei uns werden auch mal Kinderlieder

einstudiert, kindgerechte

Gerichte gekocht sowie kreative

Dinge gebastelt“, sagt Silvia Christa,

die an dieser Stelle alle weiteren

Fächer in Theorie und Praxis

aufzählt: Religionslehre und -pädagogik,

Englisch, Ökologie und

Gesundheit, Mathematisch-naturwissenschaftliche

Erziehung, Berufs-

und Rechtskunde. Aber auch

Medienerziehung, Sport- und

Bewegungserziehung, Musik und

Musikerziehung, Werkerziehung

und Gestaltung

sowie hauswirtschaftliche

Erziehung. Wobei all diese

Fächer immer nur von

Montag bis Donnerstag,

mal bis 15 oder 16 Uhr,

mal bis 12 Uhr unterrichtet

werden. Denn neben

dem fachpraktischen Unterricht an

der Schule selbst sind die Kinderpfleger

von Morgen jeden Freitag

in einer zum Beruf passenden

Einrichtung aktiv. Hinzu kommen,

verteilt auf diese zwei Jahre, sechs

Praxiswochen, ebenfalls in einer

der jeweiligen Einrichtungen,

in denen die Schüler das wahre

Kinderpfleger-Leben hautnah

kennenlernen. Zum Beispiel in

Kindergärten, Horten, Mutterkind-

Heimen und Kinderkrippen, aber

auch in Schulen (für die Ganztagsbetreuung)

sowie Einrichtungen

mit Behindertenhilfe. Allein das

Auflisten dieser sechs Beispiele

zeigt, dass Kinderpfleger immer

eine Anstellung finden werden,

weil nicht nur die Nachfrage nach

Kinderbetreuung an sich groß,

sondern auch das Einrichtungsspektrum

sehr breit gefächert ist.

An der Regens-Wagner-Berufsfachschule

in Rottenbuch werden

derzeit 40 Kinderpflegerinnen

ausgebildet, 20 im ersten und

20 im zweiten Schuljahr. „Wobei

wir unsere Kapazitäten zum

neuen Schuljahr wieder erhöhen

können“, sagt Achim Gerbig, Gesamtleiter

von Regens-Wagner

in Rottenbuch. Bereits im Jahr

2015 wurde die Klassenstärke aus

74 | altlandkreis


Dreieinhalb Jahre nach dem Brand: Die Sanierungsarbeiten sind abgeschlossen,

in den Osterferien wird umgezogen.

Renovierungsgründen reduziert,

dann kam dieser verheerende

Brand im September 2018 erschwerend

hinzu. Doch nun, rund

dreieinhalb Jahre später, brennt

Licht am Ende des Sanierungstunnels.

„In den Osterferien werden

wir umziehen“, bekräftigt Silvia

Christa. Für die Kinderpfleger von

Morgen heißt das: Raus aus den

Räumlichkeiten der Rottenbucher

Grundschule.

Viele Möglichkeiten

auf Weiterbildung

Wer die Berufsfachschule zur

Kinderpflege erfolgreich abgeschlossen

hat und sich beruflich

weiterbilden möchte, hat zahlreiche

Möglichkeiten. Zum Beispiel

zur Erzieherin, die in einem

Kindergarten leitende Positionen

einnimmt und pädagogische Konzepte

für Kinderpfleger erstellt.

Bei Regens-Wagner in Rottenbuch

wird auch dieser Beruf sowohl in

Vollzeit als auch berufsbegleitend

ausgebildet. Aber auch Logopäde,

Heilerziehungspfleger, Altenpfleger

sowie Gesundheits- und

Krankenpfleger kämen für Kinderpflegerinnen

und Kinderpfleger in

Frage. „Letztlich kann man über

einen dieser Berufe auch das Abitur

nachholen und zum Beispiel

Soziale Arbeit studieren“, sagt Silvia

Christa über eine Branche mit

schier grenzenloser Karriereleiter,

aber eben auch einem Imageproblem.

Der Grund: Mehrarbeit

aufgrund Personalmangel. Trotzdem

lohnt sich der Beruf für Kinderpflege,

weil er Dinge zu bieten

hat, die mit keinem Geld der Welt

zu bezahlen sind: Die Arbeit mit

Säuglingen und Kindern, die nicht

nur unverstellt ehrlich zu einem

sind und täglich neue Herausforderungen,

Überraschungen sowie

unglaublich viel Spaß mit sich

bringen. „Sondern in sehr kurzer

Zeit unglaubliche Entwicklungsschritte

erzielen – das als Fachkraft

für Kinderpflege hautnah erleben

und begleiten zu dürfen, gibt einem

unglaublich viel“, sagt Silvia

Christa über einen „auch sehr

kreativen Beruf“, der Empathie,

Einfühlungsvermögen, Freundlichkeit,

Respekt, Hilfsbereitschaft und

Toleranz voraussetzt. Werte, die

auch bei Regens-Wagner großgeschrieben

werden. Das gilt sowohl

für den Schulunterricht als auch

das Miteinander im anliegenden

Wohnheim, das Platz für Schülerinnen

bietet, die von weiter her

sind. „Unser Einzugsgebiet erstreckt

sich bis nach Garmisch-Partenkirchen,

Füssen, Kaufbeuren,

Landsberg, Weilheim, Starnberg,

Wolfratshausen und Murnau.“ Das

zeigt einerseits, wie beliebt die

Berufsfachschule im Rottenbucher

Klosterhof ist. Andererseits, wie rar

gesät das Ausbildungsangebot zur

staatlich geprüften Kinderpflegerin

grundsätzlich ist. Vergleichbare

Berufsfachschulen in der Region

gibt es lediglich in Starnberg,

Kaufbeuren und Schongau. js

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Faschingsdienstag

HOHENPEISSENBERG

9.30 bis 11.00 Uhr

Seniorentreff in gemütlicher

Runde im HOP im Schächen

LECHBRUCK

9.00 bis 16.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathaus

14.00 bis 15.50 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion. Weitere

Infos unter 08862 / 987830

DENKLINGEN

8.00 bis 10.00 Uhr

Gemeindebücherei geöffnet

MI 02.03.

Aschermittwoch

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

SCHWABBRUCK

17.30 bis 18.30 Uhr

Dorfbücherei geöffnet

LECHBRUCK

18.00 bis 19.45 Uhr

Discolauf im Eisstadion. Weitere

Infos unter 08862 / 987830

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 16.00 Uhr

APRIL 2022

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer

Guido Hosp. Infos und Anmeldung

unter 08845 / 8784

DO 03.03.

SCHONGAU

18.00 Uhr

Whisky Tasting im Weinmarkt

Küche & Keller. Keine Anm. nötig

BIRKLAND

15.30 Uhr

Kinderkino „Der Räuber Hotzenplotz“

im Feuerwehrhaus. Für

Kinder ab 6 Jahren

BERNBEUREN

16.00 bis 17.30 Uhr

Märchenerzählung „Aschenputtel“

im Waldseminarhaus Gut

Kinsegg. Ab 4 Jahren, Kosten: 12 €,

Anmeldung unter 08342 / 914458

LECHBRUCK

14.00 bis 15.50 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion. Weitere

Infos unter 08862 / 987830

STEINGADEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Kameramuseum in der Füssener

Straße 5 geöffnet

DENKLINGEN

16.00 bis 18.00 Uhr

Gemeindebücherei geöffnet

FR 04.03.

SCHONGAU

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

15.00 bis 18.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der

Passage. Weitere Infos unter

www.weibsdeifi-markt.de

16.00 bis 18.00 Uhr

Treffen der Krebs-Selbsthilfegruppe

im Gemeindehaus der

Evangelischen Kirche

PEITING

8.30 bis 12.00 Uhr

1. Frühlings-Bauernmarkt am

oberen Hauptplatz

18.00 Uhr

Heimspiel EC Peiting vs. SC Riessersee

im Eisstadion

LECHBRUCK

10.30 Uhr

Führung „Folgen Sie den Spuren

der Flößer“. Treffpunkt am Rathaus.

Anmeldung bei der Tourist-

Info unter 08862 / 987830

14.00 bis 15.50 Uhr

Schlägerlauf im Eisstadion. Weitere

Infos unter 08862 / 987830

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm. Reservierung ab

10 Personen unter 08867 / 489 nötig

SA 05.03.

SCHONGAU

10.00 bis 16.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der

Passage. Weitere Infos unter

www.weibsdeifi-markt.de

LECHBRUCK

10.00 bis 11.50 Uhr

Schlägerlauf im Eisstadion. Weitere

Infos unter 08862 / 987830

14.00 bis 15.50 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion. Weitere

Infos unter 08862 / 987830

SO 06.03.

LECHBRUCK

14.00 bis 15.50 Uhr

Publikumslauf im Eisstadion. Weitere

Infos unter 08862 / 987830

MO 07.03.

SCHONGAU

ganztags

Schongauer Ausbildungsmarkt

„SAM2021“. Weitere Infos siehe

Seite 70 / 71 und unter www.

schongauer-ausbildungsmarkt.de.

Bis Herbst 2022

18.00 bis 19.30 Uhr

Vortrag „Wie geht Selbstliebe?“

im Ballenhaus. Anmeldung bei

der VHS unter 08861 / 214-191 oder

vhs@schongau.de

PEITING

15.00 bis 16.00 Uhr

Vorlesestunde in der Gemeindeund

Pfarrbücherei. Für Kinder von

3 – 6 Jahren. Eintritt frei, Anmeldung

unter 08861 / 59613

DI 08.03.

PEITING

18.00 bis 19.30 Uhr

Einführungskurs „ehrenamtliche

Betreuer/-innen und Interessierte“

im Museum im Klösterle.

Anmeldung bei der VHS unter

08861 / 59962

HERZOGSÄGMÜHLE

13.00 Uhr

Vernissage „machART 2022

hör den Augenblick (Kunst

im Schaufenster)“ im Rainer-

Endisch-Saal. Infos unter www.

herzogsaegmuehle.de. Bis 19.3.

HOHENPEISSENBERG

9.30 bis 11.00 Uhr

Seniorentreff in gemütlicher

Runde im HOP im Schächen

ALTENSTADT

15.30 Uhr

Kinderkino „Der Räuber Hotzenplotz“

in der Bücherei. Für Kinder

ab 6 Jahren

LECHBRUCK

9.00 bis 16.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathaus

> > > BLUTSPENDETERMINE IM ALTLANDKREIS

Mo, 28. März 16.00 bis 20.00 Uhr Lechbruck, Lechhalle

märz / april 2022 | 77


DENKLINGEN

8.00 bis 10.00 Uhr

Gemeindebücherei geöffnet

KINSAU

9.00 Uhr

Senioren-Frühstück im Rathaus-

Café

MI 09.03.

SCHONGAU

11.00 bis 17.00 Uhr

Kleiderkammer in der Blumenstraße

2 geöffnet. Anmeldung

unter 0151 / 50837171

14.30 Uhr

Treffen der Selbsthilfegruppe

„Schlaganfallbetroffene im Pfaffenwinkel

im Alpenhotel

15.00 Uhr

Kinderkino „Der Räuber Hotzenplotz“

im Pfarrsaal. Für Kinder ab

6 Jahren

HOHENPEISSENBERG

16.00 bis 19.00 Uhr

Jugendtreff im Pumpenhaisl

ALTENSTADT

15.30 Uhr

Café (nicht nur) für Trauernde im

Bürgerzentrum

SCHWABBRUCK

17.30 bis 18.30 Uhr

Dorfbücherei geöffnet

KINSAU

14.00 bis 15.00 Uhr

Vorlesestunde im Turnraum der

Schule. Für Kinder bis 8 Jahren

16.30 bis 17.30 Uhr

Vorlesestunde im Turnraum der

Schule. Für Kinder ab 8 Jahren

DO 10.03.

STEINGADEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Kameramuseum in der Füssener

Straße 5 geöffnet

DENKLINGEN

16.00 bis 18.00 Uhr

Gemeindebücherei geöffnet

PEITING

WEIN HANDEL PFALZ

14.00 bis 17.00 Uhr

Lust auf Pfälzer Wein?

Museum im Klösterle geöffnet

FR 11.03.

Für Sie geöffnet:

SCHONGAU

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

15.00 bis 18.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der

Passage. Weitere Infos unter

www.weibsdeifi-markt.de

PEITING

19.30 bis 21.30 Uhr

Trommel-Workshop „Afro-Drumming“

im Marktbauamt. Kosten:

27 €, Anmeldung bei der VHS unter

08861 / 59962

HOHENPEISSENBERG

15.30 Uhr

Kinderkino „Der Räuber Hotzenplotz“

im Haus der Vereine. Für

Kinder ab 6 Jahren

BAD BAYERSOIEN

LECHBRUCK

14.00 bis 16.00 Uhr

10.30 Uhr

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer Führung „Folgen Sie den Spuren

Guido Hosp. Infos und Anmeldung der Flößer“. Treffpunkt am Rathaus.

Anmeldung bei der Tourist-

unter 08845 / 8784

Info unter 08862 / 987830

WEIN HANDEL PFALZ

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm. Reservierung ab

10 Personen unter 08867 / 489 nötig

SA 12.03.

SCHONGAU

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der

Passage. Weitere Infos unter

www.weibsdeifi-markt.de

Lust auf Pfälzer Wein?

www.weinhandelpfalz.de

Bernbeurener Str. 7 • Schongau

Rückseite dm-Drogeriemarkt

Tel. 08861 - 35 35 (Inh.: Uwe Wieland)

Lust auf Pfälzer Wein?

PEITING

10.00 bis 13.15 Uhr

Tanzkurs „Salsa Cubana Aufbaukurs“

in der Schulturnhalle

der Mittelschule. Kosten: 42 €,

Anmeldung bei der VHS unter

08861 / 59962

SO 13.03.

HERZOGSÄGMÜHLE

9.00 bis 12.00 Uhr

Tauschtag der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. für

Briefmarken, Münzen, Ansichtskarten

u.v.m. in der Deckerhalle

Für Sie geöffnet:

Mi 15-19 Uhr & Do 14-18 Uhr

www.weinhandelpfalz.de

Bernbeurener Str. 7 • Schongau

Rückseite dm-Drogeriemarkt

Tel. 08861 - 35 35 (Inh.: Uwe Wieland)

78 | altlandkreis

WEIN HANDEL PFALZ

Mi 15-19 Uhr & Do 14-18 Uhr

SCHWABNIEDERHOFEN

MÄRZ/

14.00 Uhr

Kinderkino „Der Räuber Hotzenplotz“

im Kulze. Für Kinder ab 6

Jahren

MO 14.03.

SCHONGAU

19.30 bis 21.00 Uhr

Vortrag „Immunsystem stärken“

im Ballenhaus. Anmeldung bei der

VHS unter 08861 / 214-191

DI 15.03.

HOHENPEISSENBERG

9.30 bis 11.00 Uhr

Seniorentreff in gemütlicher

Runde im HOP im Schächen

LECHBRUCK

9.00 bis 16.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathaus

DENKLINGEN

8.00 bis 10.00 Uhr

Gemeindebücherei geöffnet

MI 16.03.

SCHONGAU

11.00 bis 17.00 Uhr

Kleiderkammer in der Blumenstraße

2 geöffnet. Anmeldung

unter 0151 / 50837171

18.00 bis 22.00 Uhr

Kurs „Gesünder Naschen ohne

Zucker“ in der Küche der Mittelschule.

Anmeldung bei der VHS

unter 08861 / 214-191

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

18.30 bis 20.00 Uhr

Schnupperkurs „autogenes

Training“ im Kinderhaus. Kosten:

12 €, Anmeldung bei der VHS unter

08861 / 59962

HOHENPEISSENBERG

16.00 bis 19.00 Uhr

Jugendtreff im Pumpenhaisl


ALTENSTADT

14.00 Uhr

Senioren-Nachmittag im Pfarrsaal

SCHWABBRUCK

17.30 bis 18.30 Uhr

Dorfbücherei geöffnet

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 16.00 Uhr

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer

Guido Hosp. Infos und Anmeldung

unter 08845 / 8784

KINSAU

14.00 bis 15.00 Uhr

Vorlesestunde im Turnraum der

Schule. Für Kinder bis 8 Jahren

16.30 bis 17.30 Uhr

Vorlesestunde im Turnraum der

Schule. Für Kinder ab 8 Jahren

DO 17.03.

SCHONGAU

19.00 bis 20.30 Uhr

Vortrag „Nachhaltigkeitsziele –

was kann ich als Bürger beitragen?“

im Ballenhaus. Anmeldung

bei der VHS unter 08861 / 214-191

oder vhs@schongau.de

PEITING

16.00 bis 18.00 Uhr

Filzkurs im ehemaligen Klösterlein-Werkraum.

Für Groß und

Klein ab 9 Jahren, Kosten: 14 €,

Anmeldung bei der VHS unter

08861 / 59962

STEINGADEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Kameramuseum in der Füssener

Straße 5 geöffnet

DENKLINGEN

16.00 bis 18.00 Uhr

Gemeindebücherei geöffnet

SCHONGAU

FR 18.03.

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

15.00 bis 18.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der

Passage. Weitere Infos unter

www.weibsdeifi-markt.de

PEITING

16.00 bis 16.30 Uhr

Kasperltheater mit Marie-Luise

Kaiser im Jugendheim. Eintritt frei,

Anmeldung unter 08861 / 59613

LECHBRUCK

10.30 Uhr

Führung „Folgen Sie den Spuren

der Flößer“. Treffpunkt am Rathaus.

Anmeldung bei der Tourist-

Info unter 08862 / 987830

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm. Reservierung ab

10 Personen unter 08867 / 489 nötig

SA 19.03.

SCHONGAU

10.00 bis 14.00 Uhr

Kurs „Kreatives Tanzen“ in der

VHS. Anmeldung bei der VHS unter

08861 / 214-191

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der Passage.

Infos unter www.weibsdeifi-markt.de

SO 20.03.

PEITING

9.00 bis 17.00 Uhr

Frühjahrsmarkt mit verkaufsoffenem

Sonntag von 13 – 17 Uhr

am Rathaus und entlang der

Bachstraße

BAD BAYERSOIEN

11.00 bis 13.30 Uhr

Schmankerl-Brunch im Gasthof

zum Weißen Roß. Anmeldung

unter 08845 / 74020. Weitere Infos

siehe Anzeige Seite 58

MO 21.03.

PEITING

19.00 bis 21.00 Uhr

Vortrag „Mit Lymphgymnastik

die körpereigene Kläranlage in

Fluss halten“ in der ehemaligen

Mädchenschule. Kosten: 16 €,

Anmeldung bei der VHS unter

08861 / 59962

DI 22.03.

HOHENPEISSENBERG

9.30 bis 11.00 Uhr

Seniorentreff in gemütlicher

Runde im HOP im Schächen

LECHBRUCK

9.00 bis 16.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathaus

DENKLINGEN

8.00 bis 10.00 Uhr

Gemeindebücherei geöffnet

MI 23.03.

SCHONGAU

11.00 bis 17.00 Uhr

Kleiderkammer in der Blumenstraße

2 geöffnet. Anmeldung

unter 0151 / 50837171

17.00 bis 19.00 Uhr

Malkurs „Happy Painting! by Clarissa

Hagenmeyer® Ostern Basis“

in der Mittelschule. Anmeldung

bei der VHS unter 08861 / 214-191

oder vhs@schongau.de

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

19.30 bis 21.00 Uhr

Multivisionsshow „Queensland –

Australien im Kleinformat“ mit

Harald Mielke im Sparkassensaal.

Kosten: 7 €, Anmeldung bei der VHS

unter 08861 / 59962

HOHENPEISSENBERG

16.00 bis 19.00 Uhr

Jugendtreff im Pumpenhaisl

SCHWABBRUCK

17.30 bis 18.30 Uhr

Dorfbücherei geöffnet

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 16.00 Uhr

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer

Guido Hosp. Infos und Anmeldung

unter 08845 / 8784

KINSAU

14.00 bis 15.00 Uhr

Vorlesestunde im Turnraum der

Schule. Für Kinder bis 8 Jahren

16.30 bis 17.30 Uhr

Vorlesestunde im Turnraum der

Schule. Für Kinder ab 8 Jahren

DO 24.03.

STEINGADEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Kameramuseum in der Füssener

Straße 5 geöffnet

www.boeglmueller.com

Zauberhafte Momente mit besten Aussichten...

APRIL 2022

Auf der Gsteig GmbH · Gsteig 1 · 86983 Lechbruck am See · Telefon 08862 - 98 77-0 · info@aufdergsteig.de · www.aufdergsteig.de

Day SPA* (9.00-18.00 Uhr)

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inklusiv 2-Gänge Vitalmenü und

3-Gänge Verwöhnmenü € 89,– p. P.

* Preise inkl. gesetzl. MwSt.

märz / april 2022 | 79


DENKLINGEN

16.00 bis 18.00 Uhr

Gemeindebücherei geöffnet

FORST

15.30 Uhr

Kinderkino „Der Räuber Hotzenplotz“

in der Grundschule. Für

Kinder ab 6 Jahren

FR 25.03.

SCHONGAU

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

15.00 bis 18.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der

Passage. Weitere Infos unter

www.weibsdeifi-markt.de

16.00 bis 18.00 Uhr

Repair-Café „Reparieren,

Austauschen, Kaffeetrinken“ im

AWO-Stüberl. Weitere Infos unter

0176 / 38347608

LECHBRUCK

10.30 Uhr

Führung „Folgen Sie den Spuren

der Flößer“. Treffpunkt am Rathaus.

Anmeldung bei der Tourist-

Info unter 08862 / 987830

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm

SA 26.03.

SCHONGAU

9.00 bis 16.00 Uhr

Seminar „Gesundheitstag“ im

Turmsaal des Münzgebäudes. Anm.

bei der VHS unter 08861 / 214-191

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der Passage

ALTENSTADT

9.00 Uhr

Radlbasar in der Aula / Turnhalle

PEISSENBERG

10.00 Uhr

Kinderkino „Der Räuber Hotzenplotz“

in der Bücherei

SO 27.03.

STEINGADEN

9.00 bis 17.00 Uhr

Frühjahrsmarkt am Marktplatz

MO 28.03.

LECHBRUCK

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Lechhalle

DI 29.03.

HOHENPEISSENBERG

9.30 bis 11.00 Uhr

Seniorentreff in gemütlicher

Runde im HOP im Schächen

LECHBRUCK

9.00 bis 16.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathaus

DENKLINGEN

8.00 bis 10.00 Uhr

Gemeindebücherei geöffnet

WEILHEIM

19.30 Uhr

Vortrag „Wie vererbe ich richtig?“

mit Caroline Kistler im Dachs-

Bräustüberl. Siehe Anzeige links

unten

MI 30.03.

SCHONGAU

11.00 bis 17.00 Uhr

Kleiderkammer in der Blumenstraße

2 geöffnet. Anmeldung

unter 0151 / 50837171

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

HOHENPEISSENBERG

14.00 Uhr

Spielenachmittag – für alle, die

Spaß an Gesellschaftsspielen

haben im HOP im Schächen

16.00 bis 19.00 Uhr

Jugendtreff im Pumpenhaisl

SCHWABBRUCK

17.30 bis 18.30 Uhr

Dorfbücherei geöffnet

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 16.00 Uhr

PEITING

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer

Guido Hosp. Infos und Anmeldung

unter 08845 / 8784

REICHLING

15.00 Uhr

Kinderkino „Kommissar Gordon &

Buffy“ im Pfarrheim

KINSAU

14.00 bis 15.00 Uhr

Vorlesestunde im Turnraum der

Schule. Für Kinder bis 8 Jahren

16.30 bis 17.30 Uhr

Vorlesestunde im Turnraum der

Schule. Für Kinder ab 8 Jahren

SCHONGAU

DO 31.03.

19.00 bis 20.30 Uhr

Vortrag „Ludwig Thoma gefeiert –

verkannt – verbannt“ im Ballenhaus.

Anmeldung bei der VHS

unter 08861 / 214-191

MÄRZ/

STEINGADEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Kameramuseum in der Füssener

Straße 5 geöffnet

DENKLINGEN

16.00 bis 18.00 Uhr

Gemeindebücherei geöffnet

FR 01.04.

SCHONGAU

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

15.00 bis 18.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der

Passage. Weitere Infos unter

www.weibsdeifi-markt.de

16.00 bis 18.00 Uhr

Treffen der Krebs-Selbsthilfegruppe

im Gemeindehaus der

Evangelischen Kirche

8.30 bis 12.00 Uhr

2. Frühlings-Bauernmarkt am

oberen Hauptplatz

LECHBRUCK

10.30 Uhr

Führung „Folgen Sie den Spuren

der Flößer“. Treffpunkt am Rathaus.

Anmeldung bei der Tourist-

Info unter 08862 / 987830

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm. Reservierung ab

10 Personen unter 08867 / 489 nötig

SCHONGAU

SA 02.04.

10.00 bis 16.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der Passage.

Infos unter www.weibsdeifi-markt.de

PEITING

19.30 bis 21.00 Uhr

Lesung für Erwachsene mit Mitzi

Irsaj und Moses Wolff im Pfarrsaal.

Weitere Infos und Anmeldung

unter 08861 / 59613

80 | altlandkreis


BIRKLAND

15.30 Uhr

Kinderkino „Petterson und

Findus – kleiner Quälgeist, große

Freundschaft“ im Feuerwehrhaus.

Für Kinder ab 6 Jahren

DENKLINGEN

9.00 Uhr

61. Klamottenkiste in der Turnhalle

SO 03.04.

LECHBRUCK

16.00 bis 18.00 Uhr

Flößermuseum geöffnet

MO 04.04.

PEITING

15.00 bis 16.00 Uhr

Vorlesestunde in der Gemeindeund

Pfarrbücherei. Für Kinder von

3 – 6 Jahren. Eintritt frei, Anmeldung

unter 08861 / 59613

DI 05.04.

HOHENPEISSENBERG

9.30 bis 11.00 Uhr

Seniorentreff in gemütlicher

Runde im HOP im Schächen

ALTENSTADT

15.30 Uhr

Kinderkino „Pettersson und

Findus – kleiner Quälgeist, große

Freundschaft“ in der Bücherei.

Für Kinder ab 6 Jahren

LECHBRUCK

9.00 bis 16.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathaus

APRIL 2022

DENKLINGEN

8.00 bis 10.00 Uhr

Gemeindebücherei geöffnet

MI 06.04.

SCHONGAU

11.00 bis 17.00 Uhr

Kleiderkammer in der Blumenstraße

2 geöffnet. Anmeldung

unter 0151 / 50837171

19.00 bis 20.30 Uhr

Vortrag „Alles nur Spielerei?

Darstellungen des Mittelalters in

Freizeitaktivitäten und Unterhaltungsindustrie“

im Ballenhaus.

Anmeldung bei der VHS unter

08861 / 214-191 oder vhs@schongau.de

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

15.00 Uhr

Kinderkino „Petterson und

Findus – kleiner Quälgeist, große

Freundschaft“ im Pfarrsaal. Für

Kinder ab 6 Jahren

HOHENPEISSENBERG

16.00 bis 19.00 Uhr

Jugendtreff im Pumpenhaisl

ALTENSTADT

15.30 Uhr

Café (nicht nur) für Trauernde im

Bürgerzentrum

SCHWABBRUCK

17.30 bis 18.30 Uhr

Dorfbücherei geöffnet

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 16.00 Uhr

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer

Guido Hosp. Infos und Anmeldung

unter 08845 / 8784

KINSAU

14.00 bis 15.00 Uhr

Vorlesestunde im Turnraum der

Schule. Für Kinder bis 8 Jahren

16.30 bis 17.30 Uhr

Vorlesestunde im Turnraum der

Schule. Für Kinder ab 8 Jahren

DO 07.04.

SCHONGAU

18.00 Uhr

Whisky Tasting im Weinmarkt

Küche & Keller. Keine Anm. nötig

- Einlagen nach Maß

- Schuhreparatur

- Schuhverkauf

- Flip-Flops und Hausschuhe nach Maß

Schuhe

Vorher

Nachher

Werkstä(e für Fußgesundheit

Benjamin Schwarz

Brandsta( 18

82435 Bad Bayersoien

08845/9146

www.orthopaedieschwarz.de

19.00 bis 20.30 Uhr

Vortrag „Das Leben auf der

Schongauer Weidegenossenschaft

Alm von 1946 – 1958“ im Ballenhaus.

Eintritt: 7 €, Anmeldung bei

der VHS unter 08861 / 214-191 oder

vhs@schongau.de

LECHBRUCK

17.30 bis 19.00 Uhr

Flößermuseum geöffnet

STEINGADEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Kameramuseum in der Füssener

Straße 5 geöffnet

16.00 bis 18.00 Uhr

Klostermuseum im Pfarrhof

geöffnet

DENKLINGEN

16.00 bis 18.00 Uhr

Gemeindebücherei geöffnet

FR 08.04.

SCHONGAU

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

15.00 bis 18.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der

Passage. Weitere Infos unter

www.weibsdeifi-markt.de

19.00 bis 21.00 Uhr

Multivisionsshow „Sudan –

Land zwischen Niltal, Sahara

und Rotem Meer“ mit Harald

Mielke im Ballenhaus. Kosten:

7 €, Anmeldung bei der VHS unter

08861 / 214-191

HOHENPEISSENBERG

15.30 Uhr

Kinderkino „Petterson und

Findus – kleiner Quälgeist, große

Freundschaft“ im Haus der Vereine.

Für Kinder ab 6 Jahren

LECHBRUCK

10.30 Uhr

Führung „Folgen Sie den Spuren

der Flößer“. Treffpunkt am Rathaus.

Anmeldung bei der Tourist-

Info unter 08862 / 987830

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm. Reservierung ab

10 Personen unter 08867 / 489 nötig

SA 09.04.

SCHONGAU

7.00 bis 14.00 Uhr

Flohmarkt mit Imbiss am Festplatz

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der Passage.

Infos unter www.weibsdeifi-markt.de

PEITING

14.00 bis 21.00 Uhr

4. Peitinger Brettspieltage in der

Schloßberghalle. Eintritt: 4 €

SO 10.04.

Palmsonntag

PEITING

14.00 bis 21.00 Uhr

4. Peitinger Brettspieltage in der

Schloßberghalle. Eintritt: 4 €

HERZOGSÄGMÜHLE

9.00 bis 12.00 Uhr

Tauschtag der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. für

Briefmarken, Münzen, Ansichtskarten

u.v.m. in der Deckerhalle

SCHWABNIEDERHOFEN

14.00 Uhr

Kinderkino „Petterson und

Findus – kleiner Quälgeist, große

Freundschaft“ im Kulze. Für Kinder

ab 6 Jahren

LECHBRUCK

16.00 bis 18.00 Uhr

Flößermuseum geöffnet

MO 11.04.

SCHONGAU

19.00 bis 21.00 Uhr

Malkurs „Happy Painting! Die

Monogramm-Maler“ in der

Münzstraße 9. Anmeldung unter

0151 / 21263859 oder www.zeichenblog.de

märz / april 2022 | 81


DI 12.04.

PEITING

14.30 Uhr

Treffen der Selbsthilfegruppe

„Schlaganfallbetroffene im Pfaffenwinkel

im Alpenhotel

HOHENPEISSENBERG

9.30 bis 11.00 Uhr

Seniorentreff in gemütlicher

Runde im HOP im Schächen

LECHBRUCK

9.00 bis 16.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathaus

DENKLINGEN

8.00 bis 10.00 Uhr

Gemeindebücherei geöffnet

KINSAU

9.00 Uhr

Senioren-Frühstück im Rathaus-

Café

MI 13.04.

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

SCHWABBRUCK

17.30 bis 18.30 Uhr

Dorfbücherei geöffnet

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 16.00 Uhr

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer

Guido Hosp

DO 14.04.

SCHONGAU

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

PEITING

8.30 bis 12.00 Uhr

Oster-Bauernmarkt am oberen

Hauptplatz

LECHBRUCK

17.30 bis 19.00 Uhr

Flößermuseum geöffnet

STEINGADEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Kameramuseum in der Füssener

Straße 5 geöffnet

16.00 bis 18.00 Uhr

Klostermuseum im Pfarrhof

geöffnet

DENKLINGEN

16.00 bis 18.00 Uhr

Gemeindebücherei geöffnet

SA 16.04.

SCHONGAU

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der Passage

> > > SO ERREICHEN SIE DEN „ALTLANDKREIS“

Anschrift

altlandkreis

Birkland 40

86971 Peiting

Tel.: 08869 / 91 22-16

Fax: 08869 / 91 22-17

www.altlandkreis.de

82 | altlandkreis

Email

Redaktion: redaktion@altlandkreis.de

Termine: veranstaltungen@altlandkreis.de

Anzeigen: anzeigen@altlandkreis.de

Anregungen / Kritik: info@altlandkreis.de

Das Impressum finden Sie auf Seite 57.

SO 17.04.

Ostersonntag

BAD BAYERSOIEN

11.00 bis 13.30 Uhr

Schmankerl-Brunch im Gasthof

zum Weißen Roß. Anmeldung

unter 08845 / 74020. Weitere Infos

siehe Anzeige Seite 58

DI 19.04.

HOHENPEISSENBERG

9.30 bis 11.00 Uhr

Seniorentreff in gemütlicher

Runde im HOP im Schächen

LECHBRUCK

9.00 bis 16.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathaus

DENKLINGEN

8.00 bis 10.00 Uhr

Gemeindebücherei geöffnet

MI 20.04.

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet

ALTENSTADT

14.00 Uhr

Senioren-Nachmittag im Pfarrsaal

SCHWABBRUCK

17.30 bis 18.30 Uhr

Dorfbücherei geöffnet

DO 21.04.

LECHBRUCK

17.30 bis 19.00 Uhr

Flößermuseum geöffnet

STEINGADEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Kameramuseum in der Füssener

Straße 5 geöffnet

16.00 bis 18.00 Uhr

Klostermuseum im Pfarrhof

geöffnet

DENKLINGEN

16.00 bis 18.00 Uhr

Gemeindebücherei geöffnet

FR 22.04.

SCHONGAU

7.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

15.00 bis 18.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der

Passage. Weitere Infos unter

www.weibsdeifi-markt.de

LECHBRUCK

ROTTENBUCH

BAD BAYERSOIEN

14.00 bis 16.00 Uhr

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer

Guido Hosp. Infos und Anmeldung

unter 08845 / 8784

SCHONGAU

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm. Reservierung ab

10 Personen unter 08867 / 489 nötig

SA 23.04.

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der

Passage. Weitere Infos unter

www.weibsdeifi-markt.de

10.00 bis 16.00 Uhr

Kleidertauschparty „Gib 5, nimm

5“ mit Musik und Kaffee im Ballenhaus.

Teilnahme kostenfrei,

weitere Infos unter 08861 / 6999893

oder post@schongau-belebt.de,

siehe Seite 28

ALTENSTADT

13.30 Uhr

Königs- und Pokalfischen am

Dienhauser Weiher

BERNBEUREN

14.00 bis 16.00 Uhr

Auerbergmuseum geöffnet

SO 24.04.

BERNBEUREN

14.00 bis 16.00 Uhr

Auerbergmuseum geöffnet

LECHBRUCK

16.00 bis 18.00 Uhr

Flößermuseum geöffnet

DI 26.04.

10.30 Uhr

Führung „Folgen Sie den Spuren

der Flößer“. Treffpunkt am Rathaus.

Anmeldung bei der Tourist-

Info

MÄRZ/

unter 08862 / 987830

HOHENPEISSENBERG

9.30 bis 11.00 Uhr

Seniorentreff in gemütlicher

Runde im HOP im Schächen


LECHBRUCK

9.00 bis 16.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathaus

DENKLINGEN

8.00 bis 10.00 Uhr