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sortimenterbrief märz 2022

Das österreichische Branchenmagazin für Buchmarkt, Buchverkauf und Buchwerbung. Ausgabe März 2022.

Das österreichische Branchenmagazin für Buchmarkt, Buchverkauf und Buchwerbung. Ausgabe März 2022.

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<strong>sortimenterbrief</strong><br />

fACHINfORMATIONEN ZU bUCHMARKT, -VERKAUf UND -wERbUNG IN öSTERREICH<br />

42. JAHRGANG | 1. MÄRZ <strong>2022</strong><br />

3/<strong>2022</strong><br />

24<br />

JEDEM VOGEL WOHNT<br />

EIN ZAUBER INNE<br />

Ob Hochgebirge oder Weinberge, Wald oder Feld: Naturfotograf<br />

Leander Khil kennt die unbekannten Details der heimischen Vogelarten<br />

und gibt Tipps, wie und wann man Vögel beobachten kann.<br />

256 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen<br />

€ 35,00 | ISBN: 978-3-7104-0283-8 | Erscheint im April <strong>2022</strong><br />

S C H<br />

W A R<br />

Z E R<br />

„österreichische Post AG” „MZ 02Z031374 M”<br />

Verlagsbüro Karl Schwarzer GmbH, Dionysius-Andrassy-Straße 1/Top 2, 1190 wien,<br />

Tel. +43 (0) 1/548 13 15, fax +43 (0) 1/548 13 15-39, E-Mail verlagsbuero@schwarzer.at, www.schwarzer.at<br />

2<strong>2022</strong>8_AZ_Sortimenterbrief_Kihl_U1.indd 1 28.02.22 20:41


<strong>sortimenterbrief</strong> 3/<strong>2022</strong><br />

VON EINEM, DER AUSZOG,<br />

DAS ESSEN ZU RETTEN<br />

In entfernten Ländern sterben Wälder, damit Soja für die<br />

Fütterung von Tieren erzeugt wird. Matthias Krön, Autor und Chairman<br />

der Organisation Donau Soja, zeigt den Weg aus dem Dilemma.<br />

200ÊSeitenÊ|Ê€Ê24,00Ê|ÊISBN:Ê978-3-7110-0314-0<br />

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<strong>sortimenterbrief</strong> 3/<strong>2022</strong><br />

<strong>sortimenterbrief</strong><br />

fACHINfORMATIONEN ZU bUCHMARKT, -VERKAUf UND -wERbUNG IN öSTERREICH<br />

42. JAHRGANG | 1. MÄRZ <strong>2022</strong><br />

Herder-Programm-Highlight<br />

Frühjahr <strong>2022</strong><br />

3/<strong>2022</strong><br />

»Gehe mit offenen Ohren durch die Welt,<br />

damit du hörst, was das Leben dir sagen will.«<br />

JEDEM VOGEL WOHNT<br />

EIN ZAUBER INNE<br />

Der kleine Buddha mit seinen klugen Gedanken und Weisheiten<br />

begeistert schon seit Erscheinen des ersten Bandes 2013 seine<br />

Fans. Und die Fangemeinde, die loszog, um das Leben zu erkunden,<br />

ist immer größer geworden. In seinen mittlerweile fünf<br />

Abenteuern erzählt er beispielhafte Gleichnisse und veranschaulicht<br />

seine Philosophie. In diesem Bändchen erwartet die Leser<br />

nun die Essenz seiner Gedanken – in Form tiefsinniger Geschichten.<br />

Das richtige Marschgepäck für den Weg durchs Leben!<br />

Fragen Sie<br />

nach der praktischen<br />

Verkaufsbox.<br />

Über Konditionen<br />

10,3 x 25,0cm I 64 Seiten I Gebunden<br />

ISBN 978-3-451-03328-5 I € (A) 8,30<br />

informiert Sie unser<br />

Außendienst<br />

Ob Hochgebirge oder Weinberge, Wald gerne. oder Feld: Naturfotograf<br />

Verkaufsbox:<br />

ISBN 978-3-451-25831-2<br />

Leander Khil kennt die unbekannten Details der heimischen Vogelarten<br />

und gibt Tipps, wie und wann man Vögel beobachten kann.<br />

256 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen<br />

€ 35,00 | ISBN: 978-3-7104-0283-8 | Erscheint im April <strong>2022</strong><br />

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„österreichische Post AG” „MZ 02Z031374 M”<br />

www.herder.de<br />

Verlagsbüro Karl Schwarzer GmbH, Dionysius-Andrassy-Straße 1/Top 2, 1190 wien,<br />

Tel. +43 (0) 1/548 13 15, fax +43 (0) 1/548 13 15-39, E-Mail verlagsbuero@schwarzer.at, www.schwarzer.at<br />

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Herder-Programm-Highlight<br />

Frühjahr <strong>2022</strong><br />

»Nicht höher, schneller, weiter, sondern achtsamer,<br />

langsamer, menschlicher.«<br />

Burkhard Heidenberger<br />

Der Stress- und Zeitmanagement-Trainer Burkhard<br />

Heidenberger versammelt in seinem neuen Buch<br />

die schönsten Weisheitsgeschichten. Seine persönliche<br />

und anschauliche Hinführung zum jeweiligen<br />

Thema der Geschichte sowie alltagstaugliche Tipps<br />

zur Umsetzung der gewonnenen Lebensweisheiten<br />

begleiten die Leser auf der Suche nach den eigenen<br />

Blütezeiten. Die eingängigen Texte, die farbigen<br />

Fotos und die Illustrationen versprechen Entspannung<br />

und Lebensfreude pur.<br />

13,0 x 16,5 cm I 128 Seiten I Klappenbroschur<br />

ISBN 978-3-451-03331-5 I € (A) 12,40<br />

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<strong>sortimenterbrief</strong> 3/<strong>2022</strong><br />

24<br />

fACHINfORMATIONEN ZU bUCHMARKT, -VERKAUf UND -wERbUNG IN öSTERREICH<br />

42. JAHRGANG | 1. März <strong>2022</strong> | „österreichische Post AG” „MZ 02Z031374 M”<br />

Verlagsbüro Karl Schwarzer GmbH, Dionysius-Andrassy-Straße 1/Top 2, 1190 wien, Tel. +43 (0) 1/548 13 15, fax +43 (0) 1/548 13 15-39<br />

© Tobias de St. Julien<br />

Fortbildung ist wichtig<br />

Wenn es um die zukunft geht<br />

fehlt dazu oft die Zeit. Doch die könnte man sich nehmen ...<br />

Wie oft hörte ich in früheren Jahren,<br />

dass Seminarangebote<br />

zwar inhaltlich und auch preislich<br />

passen würden, aber aufgrund<br />

von Personalknappheit keiner entsandt<br />

werden könne. Die Fortbildungsangebote wurden<br />

im Laufe der Jahre in der Branche immer<br />

weniger. Manch Anbieter im In- und Ausland<br />

wich hoffnungsvoll auf Webinare aus. Mich<br />

selbst an der Nase genommen: Mir geht es oft<br />

genauso – die Pflicht lässt kaum eine Kür zu.<br />

Doch eigentlich ist ja Fortbildung keine Kür ...<br />

Umso schöner, dass der Fortbildungsfixpunkt<br />

Buch in Strobl nach einem Jahr Corona-<br />

Pause wieder stattfindet. Einst Jungbuchhändler:innen-Treffpunkt<br />

– heute offen für alle, denen<br />

die Zukunft des Buches am Herzen liegt.<br />

Strobl <strong>2022</strong> ist bereits sehr gut gebucht. Wer<br />

noch teilnehmen möchte, sollte nicht lange<br />

zögern. Erfreulich auch, dass Buch in Strobl in<br />

Richtung Zukunft sogar noch mehr als eine Art<br />

Denkwerkstatt Buch ausgebaut wird.<br />

Auf ein Wiedersehen in Strobl, Ihr<br />

Ossi Hejlek<br />

Buchhändlerinnen und Buchhändler im Gespräch<br />

Buch in Strobl<br />

25. bis 28. April <strong>2022</strong><br />

Buchungen bitte unter:<br />

office@buchinstrobl.at<br />

Tel.: +43 1 512 92 20<br />

www.buchinstrobl.at<br />

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4 Tage für € 299,–<br />

Inkl. Nächtigung und Verpflegung<br />

Die Fachgruppen der WKO unterstützen auf<br />

persönlichen Antrag jede/n Teilnehmer/in<br />

Nächster Termin: Bereits buchbar!<br />

2023: Mo 24. bis Do 27. April<br />

Programm: B. Borovansky, G. Büchner, E. Riedesser, C. Schmidt<br />

25. April <strong>2022</strong>:<br />

11.00 Uhr: Begrüßung und Warming up (E. Riedesser, B. Borovansky)<br />

14.00 Uhr: Multichannel und Omnichannel (B. Borovansky)<br />

15.00 Uhr: Wieviel SocialMedia macht Sinn? (O. Hejlek, M. Renk, E. Riedesser)<br />

16.00 Uhr: Werkstattgespräch Thienemann Verlag<br />

20.00 Uhr: Autor*innenabend Thienemann Verlag<br />

26. April <strong>2022</strong>:<br />

09.00 Uhr: Category Management/ Novitäteneinkauf Workshop<br />

(M. Renk, J. Larcher, E. Riedesser)<br />

10.00 Uhr: Buchlogistik Österreich Podiumsdiskussion<br />

(R. Fritthum, J. Larcher, F. Lintner, B. Borovansky)<br />

14.00 Uhr: Zukunft im Buchhandel in D, CH und Ö<br />

(M. Riethmüller, J. Stocker, C. Schmidt)<br />

16.00 Uhr: Werkstattgespräch Kampa Verlag<br />

20.00 Uhr: Autor*innenabend Kampa Verlag<br />

27. April <strong>2022</strong>:<br />

09.00 Uhr: Open Space mit E. Rodehack<br />

14.00 Uhr: VLBTix – der richtige Umgang mit der Verlagsvorschau<br />

(R. Trotta oder N. Oberngruber)<br />

15.00 Uhr: Plureos – Printing on demand (S. Burmeister)<br />

16.00 Uhr: Werkstattgespräch Brandstätter Verlag<br />

20.00 Uhr: Autor*innenabend Brandstätter Verlag<br />

28. April <strong>2022</strong>:<br />

09.00 Uhr: eReading, Hörbuch und Abos – Tolino (L. Hattinger)<br />

09.00 Uhr: eReading – Pocketbook (S. Balthasar)<br />

10.00 Uhr: Buchmessen – Frankfurt-Leipzig-London-Wien (P. Zöhrer)<br />

11.30 Uhr: Abschlussrunde (E. Riedesser, B. Borovansky)<br />

<strong>2022</strong>0228_Inserat Strobel_220 x 155 mm_quer.indd 1 28/02/<strong>2022</strong> 17:11:50


newsticker<br />

Clippings<br />

+<br />

pressespiegel<br />

+<br />

Analysen<br />

=<br />

MEdia intelligencE<br />

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Marktforschung<br />

=<br />

Brand Intelligence<br />

Medienbeobachtung seit 124 Jahren.<br />

Mit uns behalten Sie den Überblick.<br />

www.observer.at<br />

buchmesse_popup und<br />

Gastland-Auftakt in Leipzig<br />

Vom 18. bis 20. März findet im Werk 2<br />

in Leipzig die buchmesse_popup statt.<br />

Über 50 Verlage präsentieren ihre aktuellen<br />

Titel. Mit dabei sind u. a. die Aufbau<br />

Verlage, C.H.Beck, Hanser, Jung und<br />

Jung, Kampa, Kanon, Katapult, Klett-Cotta,<br />

Kunstmann, Mare, Matthes & Seitz,<br />

Schöffling, Suhrkamp/Insel, Verbrecher,<br />

Voland & Quist und Wagenbach. Auch<br />

der PEN wird vertreten sein. Und es gibt<br />

ein umfangreiches Lesungsprogramm in<br />

den Cammerspielen. Auch das Gastland<br />

2023 Österreich feiert den traditionellen<br />

Auftakt in Leipzig. Mit der Verleihung<br />

des Leipziger Buchpreises zur Europäischen<br />

Verständigung an den Österreicher<br />

Karl-Markus Gauß am 16. März,<br />

mit der Vorstellung der Wortbildmarke<br />

und des Programms sowie einer Langen<br />

Nacht der österreichischen Literatur am<br />

17. März startet Österreich in das Gastlandjahr<br />

2023. Dabei bringen zehn Autoren<br />

nicht nur österreichisches Flair nach<br />

Leipzig, sie geben zugleich einen Vorgeschmack<br />

auf das, was Literaturfreunden<br />

in den kommenden Monaten und auf<br />

der Leipziger Buchmesse vom 23. bis 26.<br />

März 2023 erwartet.<br />

Wo Tyrolia draufsteht,<br />

ist viel<br />

Vorarlberg drin<br />

Mit 1. März haben<br />

die Tyrolia-Buchhandlungen<br />

ihr Filialnetz in Vorarlberg<br />

um die drei vormaligen Brunner-Buch-<br />

Standorte in Egg, Götzis und Rankweil<br />

erweitert. Die Verlagsanstalt Tyrolia<br />

führt bereits seit 2009 eine eigene Buchhandlung<br />

in Bludenz. Zudem pflegt der<br />

hauseigene Verlag ein besonderes Naheverhältnis<br />

zu Vorarlberger Themen und<br />

Autoren, was für das Unternehmen den<br />

Ausbau seiner Ausrichtung auf Westösterreich<br />

und ein verstärktes Engagement<br />

in Vorarlberg sinnvoll macht. Kun<br />

den bleiben die bewährte Belegschaft,<br />

das gewohnte Ambiente sowie die Positionierung<br />

als klassische Buchhandlung<br />

erhalten. Tyrolia wird aber zusätzliche<br />

Schwerpunkte im Bereich regionaler Titel<br />

und Autoren, in der Belletristik und im<br />

Kinderbuch setzen. Den Filialleitern will<br />

man viel Raum zur individuellen Führung<br />

und Gestaltung der Standorte lassen<br />

und zugleich neue zentrale Serviceleistungen<br />

wie die Tyrolia-Kundenkarte<br />

oder den Tyrolia-Onlineshop www.tyrolia.at<br />

anbieten. Bei Begrüßungstagen am<br />

25. und 26. März heißt man die frischgebackenen<br />

Mitglieder der Tyrolia-Familie<br />

und alle Kunden willkommen. Gefeiert<br />

wird an allen vier Vorarlberger Standorten<br />

mit einer Stempelpass-Aktion, Autorenveranstaltungen,<br />

Kinderprogramm,<br />

Verlosungen und Gewinnspielen.<br />

Julia Decker leitet<br />

Presse für cbj,<br />

cbt und Penguin<br />

Junior<br />

Julia Decker hat<br />

die Presseleitung<br />

für die Verlage cbj,<br />

cbt und Penguin<br />

Junior innerhalb der Penguin Random<br />

Houses Verlagsgruppe übernommen.<br />

Nach dem Studium absolvierte sie ein<br />

Presse-Volontariat bei Diogenes, bevor<br />

sie ihren Master in Buchwissenschaften<br />

mit Schwerpunkt Verlagspraxis machte.<br />

Ab 2016 war sie als Pressereferentin, seit<br />

2020 als Teamleitung Presse für die Verlage<br />

cbj, cbt und Penguin Junior tätig.<br />

Johann-Peter-Hebel-Preis<br />

für Monika Helfer<br />

Die österreichische Schriftstellerin Monika<br />

Helfer wird mit dem Johann-Peter-<br />

Hebel-Preis des Landes Baden-Württemberg<br />

ausgezeichnet. Der<br />

Preis ist mit 10.000 €<br />

dotiert und wird<br />

alle zwei Jahre<br />

verliehen. Die Jury<br />

würdigte Helfers<br />

nüchtern-unpathetischen<br />

Erzählstil<br />

und die präzise und<br />

empathische Zeichnung der Figuren. Zuletzt<br />

ist von Monika Helfer Löwenherz im<br />

Carl Hanser Verlag erschienen. Nach Die<br />

Bagage und Vati ihr neuer Roman um<br />

eine Familie aus Vorarlberg.<br />

04 <strong>sortimenterbrief</strong> 3/22<br />

© Penguin Random House Verlagsgruppe<br />

© Nini_Tschavoll


news&informationen<br />

MIDAS<br />

NEUE KINDERBÜCHER<br />

Neues Online-Veranstaltungsangebot<br />

von Penguin Random House<br />

Nach dem großen Erfolg von #readntalk<br />

mit über 600 realisierten Einzelevents<br />

startet die Penguin Random House Verlagsgruppe<br />

mit #LifeLessons ein weiteres<br />

digitales Veranstaltungsprogramm.<br />

Hochkarätige Autoren aus dem Lebenshilfebereich<br />

der Verlage Heyne, Kailash<br />

und Kösel geben in einstündigen Livestreams<br />

Impulse zu den Themen Beziehungsglück,<br />

Erfüllung von Lebensträumen<br />

und dem Umgang mit Einsamkeit.<br />

Buchhandlungen können diese Talks als<br />

eigenes Angebot auf ihren Websites oder<br />

Social-Media-Kanälen gegen eine Aufwandspauschale<br />

einbinden. Zudem besteht<br />

wieder die Möglichkeit, beim Verlag<br />

signierte Bücher zu ordern.<br />

Buchhandels ausgerichtet. Ausgezeichnet<br />

werden Buchhandlungen, die ihren<br />

Sitz in Österreich haben, die ein literarisches<br />

Sortiment oder ein kulturelles<br />

Veranstaltungsprogramm anbieten, die<br />

innovative Geschäftsmodelle verfolgen<br />

oder sich im Bereich der Lese- und Literaturförderung<br />

engagieren. Die Bekanntgabe<br />

der Sieger findet im März statt.<br />

Bloggerpreis für Literatur<br />

Jessica Lind erhält für ihren Debütroman<br />

Mama aus dem Verlag Kremayr & Scheriau<br />

den renommierten<br />

Bloggerpreis für Literatur<br />

,„Das Debüt<br />

2021“. Das Projekt<br />

wurde von literaturaffinen<br />

Bloggern<br />

ins Leben gerufen,<br />

um regelmäßig über<br />

die Vielfalt literarischer<br />

Debüts – die es am Buchmarkt nicht immer<br />

leicht haben – zu berichten.<br />

© Mercan Sümbültepe<br />

Allan Wolf / Brianne Farley<br />

Das kann nur ein Buch<br />

32 Seiten, geb., ab 4 Jahren<br />

978-3-03876-222-5, € 16.70<br />

© Klett-Cotta/Marijan Murat<br />

Isländischer<br />

Literaturpreis<br />

für Hallgrímur<br />

Helgason<br />

Für seinen Roman<br />

Sixty Kilo of<br />

Knockouts gewinnt Hallgrímur Helgason<br />

den Isländischen Literaturpreis in der<br />

Kategorie Belletristik. Der Roman folgt<br />

auf Sechzig Kilo Sonnenschein, der 2018<br />

ebenfalls mit dem Preis ausgezeichnet<br />

wurde. Sixty Kilo of Knockouts ist ein eigenständiger<br />

Roman, mit dem der Autor<br />

seinen großen Romanzyklus über die<br />

Geschichte Islands fortsetzt. Die deutsche<br />

Übersetzung erscheint im Herbst<br />

2023 bei Tropen.<br />

Österreichischer Buchhandlungspreis<br />

Bis Ende Februar lief die Einreichungsfrist<br />

für den Österreichischen Buchhandlungspreis.<br />

Dieser ist mit fünfmal<br />

10.000 € dotiert und wird vom Bundesministerium<br />

für Kunst, Kultur, öffentlichen<br />

Dienst und Sport (BMKÖS) und<br />

dem Hauptverband des Österreichischen<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22<br />

© Raffal Lucas Maxian<br />

Ehren-Glauser für Beate und Jeff Maxian<br />

Die Jury des Syndikats hat den Ehren-<br />

Glauser <strong>2022</strong> Jeff und Beate Maxian für<br />

ihr „Krimi Literatur Festival“ für herausragendes<br />

Engagement im Bereich der<br />

deutschsprachigen Kriminalliteratur zuerkannt.<br />

Jeff und Beate Maxian werden<br />

am 21. Mai in einer großen Gala geehrt.<br />

Seit 2007 veranstalten sie im Raum Attersee/Oberösterreich<br />

jährlich das „Krimi<br />

Literatur Festival“. In 15 Jahren des Bestehens<br />

lasen im Rahmen dieses Festivals<br />

bisher 157 Autoren an Schauplätzen<br />

im Salzkammergut, aber auch in Linz<br />

und Wien. Die Veranstalter haben stets<br />

Wert darauf gelegt, neben Stars der Szene<br />

aus den deutschsprachigen Ländern<br />

auch Nachwuchsautoren eine Chance<br />

und eine Stimme zu geben.<br />

05<br />

Khalil Gibran<br />

Der Prophet – für Kinder<br />

48 Seiten, geb., ab 10 Jahren<br />

978-3-03876-194-5, € 18.70<br />

Umberto Galimberti<br />

Das große Buch der Gefühle<br />

224 Seiten, geb., ab 10 Jahren<br />

978-3-03876-220-1, € 22.70<br />

Mehr Infos & Leseproben: www.midas.ch


© Mario Schneider<br />

ihrer Liebe haben. Im Buch ist das das<br />

Leben in der DDR, die Nachwendezeit,<br />

die Konfrontation mit dem Kapitalismus.<br />

Die Liebe ist das zweite Hauptmotiv:<br />

Es geht um die verschiedenen Ausformungen<br />

von Liebe, um die Sehnsüchte,<br />

die wir entwickeln, um die Wunden, die<br />

wir einander zufügen, und das Glück,<br />

das nach dem Schmerz umso größer<br />

scheint.<br />

Das Liebes-Thema wird in erster Linie<br />

durch ein junges Paar aus der DDR<br />

verkörpert, das nach Frankreich reist<br />

und bei einer französischen Provinz-<br />

Adeligen Unterschlupf findet, deren<br />

Prägung und Liebeserfahrungen in<br />

eine ganz andere Richtung weisen. Wie<br />

viel an eigener Erfahrung ist in das<br />

Buch hineingeflossen?<br />

Advertorial<br />

Teresa Petrovitz im Gespräch mit<br />

Mario Schneider<br />

Über die Liebe, den Tod und<br />

die Verlockungen unserer Zeit<br />

Herr Schneider, Bekanntheit haben Sie<br />

insbesondere durch Ihre von der Kritik<br />

gefeierten Dokumentarfilme erlangt,<br />

nach einer Erzählsammlung haben<br />

Sie nun Ihren ersten Roman verfasst.<br />

Wie kam es dazu? Hatte der durch die<br />

Pandemie verordnete Rückzug damit<br />

zu tun?<br />

Schneider: Nein, die Anfänge des Romans<br />

reichen schon viel länger zurück.<br />

Ich habe insgesamt etwa acht Jahre am<br />

Roman gearbeitet und auch parallel<br />

zu meinen Dokumentarfilmen und zu<br />

meinem Erzählband immer daran geschrieben.<br />

Der Roman spielt kurz nach der<br />

Wende, Dreh- und Angelpunkt ist das<br />

Aufeinandertreffen von Menschen, in<br />

denen sich die sehr unterschiedlichen<br />

Geschichts- und Gesellschaftsformen<br />

dieser Zeit verdichten, auch mit<br />

Blick auf ihre Gefühlswelt. Welche<br />

Kerngedanken ziehen sich durch Ihren<br />

Roman?<br />

Schneider: Es gibt zwei Hauptmotive,<br />

die den Roman charakterisieren. Da<br />

sind zum einen die gesellschaftlichen<br />

Umstände, in denen sich die<br />

Protagonisten befinden und die dann<br />

eben auch Auswirkungen auf die Art<br />

Schneider: Es finden sich tatsächlich<br />

einige meiner Wende-Erfahrungen im<br />

Buch wieder. Die Phasen der Entdeckung<br />

der „neuen Welt“ kurz nach der Öffnung<br />

bin auch ich durchlaufen, mit den ersten<br />

Kontakten nach außen, so wie sie das<br />

junge Paar im Roman erlebt. Es gibt im<br />

Roman auch Szenen, die ich tatsächlich<br />

so erlebt habe. Die Liebesbeziehung,<br />

die beschrieben wird, ist ebenfalls ein<br />

Stück weit autobiografisch. Eingeflossen<br />

ist bis zu einem gewissen Grad auch<br />

meine heutige Sicht auf die damaligen<br />

Geschehnisse. Der Zeitabstand von<br />

mittlerweile mehr als 30 Jahren hat mir<br />

das Schreiben etwas erleichtert, da sich<br />

für mich rückwirkend viele Dinge geklärt<br />

haben und sich mein Blick geweitet hat.<br />

Mit dem Titel des Romans – Die<br />

Paradiese von gestern – beziehen<br />

Sie sich auf den klassischen Topos<br />

des verlorenen Paradieses. Welche<br />

Paradiese verlieren Ihre Protagonisten?<br />

Schneider: Die Paradiese sind verschiedener<br />

Art, viele Punkte im Roman<br />

verweisen auf den Titel. Das beginnt<br />

bei Madame de Violet, die sich am Ende<br />

einer langen Kette von Generationen<br />

eines Grafengeschlechts sieht und<br />

ihr Schloss und damit ihr Zuhause<br />

06<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


debütroman des preisgekrönten dokumentarfilmers<br />

zu verlieren droht, weil es ihr Sohn,<br />

der in Paris in einer nunmehr ganz<br />

anderen Welt lebt, nicht übernehmen<br />

will. Sie betrachtet ihr Leben als eine<br />

Art Rückschau, wandert immer wieder<br />

durch ihr Schloss und fühlt und erlebt<br />

es als Vergangenheitsort. Das Thema<br />

des Verlustes spielt auch stark in die<br />

Liebesbeziehung des Paares hinein.<br />

Renés und Ellas Reise und die gesamte<br />

Welt, in die sie dort eintauchen, erweist<br />

sich im Nachgang eben auch als ein<br />

Paradies, das sie mit allen Schmerzen<br />

und allem, was zu dieser speziellen<br />

Form von Paradies dazugehört, erleben.<br />

Das Paar, aber vor allem Ella sehnt<br />

sich und strebt danach, sich immer auf<br />

dem höchsten Punkt der Leidenschaft<br />

zu bewegen, mitsamt des Auskostens<br />

aller Möglichkeiten der menschlichen<br />

Existenz. Gerade in dieser Konstellation<br />

zeigt sich dann aber umso deutlicher,<br />

dass jeder erlebte Moment viel zu schnell<br />

vorbeigeht, dass jeder Moment irgendwie<br />

immer schon in der Vergangenheit liegt<br />

– eine Erkenntnis, die sehr schmerzt.<br />

Warum haben Sie Frankreich als<br />

Handlungsort gewählt? Spielt hier<br />

auch die Tatsache hinein, dass dort mit<br />

Proust, Balzac und anderen Autoren<br />

die Wurzeln und Höhepunkte des<br />

Gesellschafts- und Erinnerungsromans<br />

liegen? Im Roman nehmen Sie auch<br />

Bezug auf sie …<br />

Schneider: Für diese Entscheidung<br />

gab es mehrere Gründe: Frankreich ist<br />

eines meiner liebsten Reiseländer. Die<br />

im Roman beschriebene Reise habe ich<br />

auch tatsächlich mit meiner damaligen<br />

Freundin unternommen. Der Bezug auf<br />

das Land und die literarische Tradition<br />

ist am stärksten in den Figuren selbst<br />

angelegt. Ella und René sprechen<br />

Französisch, anders als die meisten<br />

DDR-Bürger, sie benutzen die Sprache<br />

unter sich auch als Geheimsprache.<br />

Das Land kennen sie tatsächlich nur<br />

so, wie es ihnen in Romanen vermittelt<br />

wurde. Frankreich ist für sie ein<br />

Mysterium. Zu DDR-Zeiten war es ja<br />

tatsächlich ein verschlossenes Land,<br />

das in den Medien nicht präsent war.<br />

Ich persönlich bewundere und schätze<br />

den französischen Gesellschaftsroman<br />

tatsächlich sehr, sehe darin aber keinen<br />

meiner literarischen Schwerpunkte,<br />

sondern einen bestimmten Blick auf die<br />

Welt, den ich unter vielen habe.<br />

Wie haben Sie das Schreiben des Romans<br />

erlebt, gerade angesichts der Unterschiede,<br />

die zu Ihrem Ursprungsmetier,<br />

dem Dokumentarfilm, bestehen?<br />

Schneider: Der Dokumentarfilm ist<br />

erstmal eine sehr reale Angelegenheit,<br />

wahrscheinlich die realste, die es in der<br />

Kunst überhaupt gibt. Es war natürlich<br />

ein sehr spannender Kontrast für mich,<br />

das genaue Gegenteil davon zu machen<br />

und einen Roman zu schreiben. So hatte<br />

ich die Gelegenheit, die Fantasie – die ich<br />

im Dokumentarfilm zwar auch ausreize,<br />

in allen Formen, die dort möglich sind –<br />

völlig neu zu denken. Das ist auch das,<br />

was mich am Schreiben interessiert hat.<br />

Auf der anderen Seite steht die Tatsache,<br />

dass ich durch den Dokumentarfilm<br />

sehr viel gelernt habe, insbesondere über<br />

den Menschen im Allgemeinen. Es gibt<br />

wohl kaum einen Beruf, bei dem man<br />

Menschen so nahe kommt, dass man am<br />

Ende das Gefühl hat, sie besser zu kennen<br />

als ihre eigenen Familienmitglieder.<br />

Man spricht über viel Intimes, tauscht<br />

sich intensiv aus. Ich glaube, der Aspekt<br />

der Menschenkenntnis, der über die<br />

Jahre durch den Dokumentarfilm<br />

geprägt wurde, fließt sehr stark in meine<br />

schriftstellerische Arbeit hinein.<br />

Sie haben lange an Die Paradiese<br />

von gestern gearbeitet. Werden Sie in<br />

nächster Zeit die Möglichkeit haben,<br />

die Veröffentlichung Ihres Romans<br />

gebührend zu feiern und im Austausch<br />

mit anderen vorzustellen?<br />

Schneider: Ja, es wird einige Lesungen<br />

geben, und darauf freue ich mich schon<br />

sehr. Ich lese unglaublich gerne vor<br />

Publikum und komme danach auch sehr<br />

gerne ins Gespräch. Bei meinen Filmen<br />

genieße ich es ebenfalls immer, nach<br />

der Vorstellung in den Filmgesprächen<br />

mit den Zuschauern in direkten<br />

Austausch zu treten. Ich bin jedenfalls<br />

sehr froh, dass trotz der immer noch<br />

herrschenden Unsicherheit Lesungen<br />

zustande kommen. Einige stehen<br />

bereits fest, ich werde unter anderem<br />

in Berlin sein, aber auch in Leipzig, wo<br />

nach der Absage der Buchmesse zum<br />

Glück dennoch einige Veranstaltungen<br />

stattfinden. Wahrscheinlich wird es<br />

auch eine Lesung in Wien geben. Nicht<br />

zuletzt wird bald die Hörbuch-Premiere<br />

in Halle stattfinden.<br />

Das Hörbuch zum Roman ist bereits<br />

in Bearbeitung, als Sprecherin konnte<br />

Gudrun Landgrebe gewonnen werden.<br />

Schneider: Es hat großen Spaß gemacht,<br />

mit Gudrun Landgrebe das Hörbuch<br />

einzulesen. Sie hat eine wunderbar<br />

leichte Art zu lesen und gibt den Figuren<br />

dennoch Tiefe. Insgesamt sind es 20<br />

Stunden an Lesezeit geworden. Ich habe<br />

nicht erwartet, dass mein Roman so viel<br />

Raum in Anspruch nehmen wird. Wir<br />

befinden uns gerade in der Phase der<br />

Endfertigung, bei der Premiere werden<br />

wir dann zusammen lesen, worauf ich<br />

mich auch schon sehr freue.<br />

Herzlichen Dank für das Gespräch!<br />

Mario Schneider<br />

Die Paradiese von gestern<br />

552 Seiten, gebunden, mit Lesebändchen<br />

978-3-96311-614-8, € 28,80<br />

Mitteldeutscher Verlag, ET: März<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22<br />

07


news&informationen<br />

Amelia Horgan<br />

Lost in Work<br />

Dem Kapitalismus entkommen<br />

Kurven<br />

Edition Konturen<br />

Mehr Solidarität,<br />

weniger Ausbeutung.<br />

192 Seiten, 12 cm × 22 cm, € 22,–<br />

ISBN 978-3-902968-73-9<br />

Claudia Erdheim<br />

„So etwas schreibt<br />

man nicht!“<br />

Absurdes, Komisches, Abstoßendes<br />

und Irritierendes in der Literatur<br />

Kurven<br />

Edition Konturen<br />

Darf man denn das?<br />

120 Seiten, 12 cm × 22 cm, € 22,–<br />

ISBN 978-3-902968-72-2<br />

Bitte bestellen Sie bei<br />

Mohr Morawa:<br />

Michael Orou<br />

Manfred Fischer-Reingruber<br />

Edition Konturen<br />

Wien – Hamburg<br />

www.konturen.cc<br />

K<br />

KONTUREN<br />

EDITION<br />

© Ruth Brožek<br />

Rauriser Literaturtage<br />

Die 51. Rauriser Literaturtage finden vom<br />

30. März bis 3. April statt. Die in Mainz<br />

geborene Autorin Anna Albinus, die<br />

Katholische Theologie,<br />

Judaistik und Kunstgeschichte<br />

studiert<br />

hat und nach<br />

mehreren Jahren<br />

in Wien derzeit<br />

in Greifswald lebt,<br />

erhält für ihre erste<br />

Buchveröffentlichung<br />

Revolver Christi (edition.fotoTAPETA<br />

20210) den Rauriser Literaturpreis <strong>2022</strong>,<br />

der vom Land Salzburg vergeben wird<br />

und mit 10.000 € dotiert ist. Der Förderungspreis<br />

<strong>2022</strong> geht an die an der Universität<br />

für angewandte Kunst in Wien<br />

studierende Autorin Alexandra Koch.<br />

Programm und aktuelle Informationen<br />

auf www.rauriser-literaturtage.at.<br />

Zum Tod von<br />

Gerhard Roth<br />

Gerhard Roth ist<br />

am 8. Februar nach<br />

schwerer Krankheit<br />

verstorben. Er<br />

wurde 1942 in Graz<br />

geboren und lebte<br />

als freier Schriftsteller in Wien und der<br />

Südsteiermark. Gerhard Roth veröffentlichte<br />

zahlreiche Romane, Erzählungen,<br />

Essays und Theaterstücke, darunter den<br />

1991 abgeschlossenen siebenbändigen<br />

Zyklus Die Archive des Schweigens und<br />

den nachfolgenden Orkus-Zyklus. Zuletzt<br />

erschienen die beiden Bände Die<br />

Irrfahrt des Michael Aldrian und Die Hölle<br />

ist leer – die Teufel sind alle hier bei S.<br />

Fischer. Am 25. Mai folgt Die Imker.<br />

© Lillian Birnbaum<br />

Erster MANGA DAY am 27. August<br />

Ein Zusammenschluss deutscher Manga-Verlage<br />

möchte am 27. August Sonderausgaben<br />

ausgewählter Mangas gratis<br />

an interessierte Leser in Österreich<br />

und Deutschland verteilen. Ziel ist es,<br />

mit der Unterstützung des stationären<br />

Handels die Strahlkraft des Mediums<br />

weiter zu erhöhen und das derzeit nahezu<br />

ungebremste Wachstum der Warengruppe<br />

noch weiter voranzutreiben.<br />

Die 25 kostenlosen Sonderproduktionen<br />

stammen aus acht verschiedenen Manga-Labels.<br />

Eine Liste der Manga-Titel, der<br />

teilnehmenden Verlage sowie weitere Infos<br />

rund um den Manga Day finden sich<br />

unter www.mangaday.de.<br />

Welturaufführung<br />

im Theater Odeon<br />

Ab 21. April findet<br />

im Odeon Theater in<br />

Wien die Welturaufführung<br />

von Die unheimliche<br />

Bibliothek<br />

des Autors Haruki<br />

Murakami statt. Die wundersame Geschichte<br />

von Verlust und Einsamkeit, von<br />

erster Liebe und Befreiung scheint wie<br />

die Quelle, aus der sich die vielen großen<br />

Romane des japanischen Meisters Haruki<br />

Murakami speisen. Erstmals wurde<br />

die Novelle nun von Jacqueline Kornmüller<br />

für die Bühne adaptiert und von Haruki<br />

Murakami persönlich freigegeben.<br />

Die Crime Cologne ist zurück!<br />

Das Kölner Krimifestival Crime Cologne<br />

findet vom 26. September bis 4. Oktober<br />

statt. Mit Unterstützung des Kölner Kulturamtes<br />

und mit riesiger Vorfreude auf<br />

großartige Autoren, die zu Gast in Köln<br />

sein werden, wurde mit den Vorbereitungen<br />

begonnen. Anfang Juni wird das<br />

Programm bekanntgegeben und der<br />

Vorverkauf der Tickets starten.<br />

Preis der Leipziger Buchmesse <strong>2022</strong><br />

Die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse<br />

hat 15 Buchtitel für den Preis der<br />

Leipziger Buchmesse <strong>2022</strong> in den Kategorien<br />

Belletristik, Sachbuch/Essayistik<br />

und Übersetzung nominiert. Am 17.<br />

März, um 16 Uhr wird der Preis in der<br />

Glashalle des Leipziger Messegeländes<br />

vergeben und auf der Website der Leipziger<br />

Buchmesse live gestreamt. Unter<br />

die Nominierten hat es auch der Grazer<br />

Literaturverlag Droschl mit Eine runde<br />

Sache von Tomer Gardi geschafft.<br />

08 <strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


Rolf Gustav Oesterheld<br />

Krankheitsursache<br />

Bettplatz?<br />

Softcover | 128 Seiten<br />

ISBN 978-3-99107-886-9<br />

EUR (A) 13,90<br />

Rolf Gustav Oesterheld erbringt den Beweis,<br />

dass der Aufenthaltsort des Menschen<br />

– Schlaf- oder Arbeitsplatz – ein<br />

erhebliches Krebsrisiko darstellen kann.<br />

Woher kommt das Risiko und wie kann<br />

man Abhilfe schaffen und sich vor einer<br />

Erkrankung schützen?<br />

Mica Scholten<br />

Die Seele im Unterzucker<br />

Softcover | 522 Seiten<br />

ISBN 978-3-99107-238-6<br />

EUR (A) 21,90<br />

Fast mein ganzes Leben war meine Seele bereits<br />

im Unterzucker, mein Selbstbewusstsein<br />

klein wie eine Erbse, mein körperlicher Zustand<br />

durch meine gesundheitlichen Handicaps ein<br />

reines Desaster. Alles, was ich jemals wollte,<br />

war „normal“ zu sein …<br />

Wolfgang Bader Hrsg.<br />

Fakt und Fiktion<br />

Warum Sie ein Buch schreiben<br />

und veröffentlichen sollten<br />

Softcover | 256 Seiten<br />

ISBN 978-3-99107-112-9<br />

EUR (A) 9,99<br />

Ein Mutmacher für Autoren, der Tipps,<br />

Tricks und eine unmissverständliche<br />

Botschaft enthält: Sie alleine haben<br />

es in der Hand.<br />

Lassen Sie Ihrer Tastatur freien Lauf!<br />

Manuskripte<br />

herzlich<br />

willkommen!<br />

novum Verlag<br />

Rathausgasse 73<br />

7311 Neckenmarkt<br />

Tel: 02610 431 11<br />

office@novumverlag.com<br />

VERLAG FÜR NEUAUTOREN<br />

www.novumverlag.com/neuautor


Henni Hofmeister<br />

Es war einmal oder die<br />

schönste Katze der Welt<br />

Hardcover | 60 Seiten<br />

ISBN 978-3-99107-960-6<br />

EUR (A) 22,90<br />

Martin André Steinert<br />

Martin André Steinert –<br />

der lange Weg zu mir selbst<br />

Hardcover | 248 Seiten<br />

ISBN 978-3-99130-001-4<br />

EUR (A) 25,90<br />

Wolfgang Müller<br />

Das bewusste<br />

Schöpfer-Sein<br />

Softcover | 164 Seiten<br />

ISBN 978-3-99131-041-9<br />

EUR (A) 18,90<br />

Eingebettet in zauberhafte Landschaften,<br />

in fantastische Welten und mit<br />

sagenhaften Figuren werden Märchen<br />

erzählt, die nicht nur Klein, sondern auch<br />

Groß begeistern werden. Am Ende ist<br />

alles gut und vielleicht lernt der ein oder<br />

andere etwas bei der Lektüre?<br />

Alicja Krzak<br />

Der kleine Hase Joe<br />

Softcover | 70 Seiten<br />

ISBN 978-3-7103-5107-5<br />

EUR (A) 26,40<br />

Alles Unbekannte und Gefährliche zieht<br />

den kleinen Hasen Joe magisch an. Die<br />

Abenteuerlust lässt ihn in der Nacht von<br />

zu Hause weglaufen. Auf sich allein gestellt<br />

erfährt er bald seine Grenzen. Wer<br />

hilft ihm mit Nachdenken die Realität zu<br />

erkennen?<br />

Andrea Seyfried-Artner<br />

Treppenlift nach<br />

Schottland<br />

Softcover | 442 Seiten<br />

ISBN 978-3-99107-468-7<br />

EUR (A) 19,90<br />

Silvia Cavelti<br />

Das Mandarin-Entchen,<br />

das glaubte ein Huhn zu sein<br />

Hardcover | 40 Seiten<br />

ISBN 978-3-99130-011-3<br />

EUR (A) 24,90<br />

Manuskripte<br />

herzlich<br />

willkommen!<br />

novum Verlag<br />

Rathausgasse 73<br />

7311 Neckenmarkt<br />

Tel: 02610 431 11<br />

office@novumverlag.com<br />

VERLAG FÜR NEUAUTOREN<br />

www.novumverlag.com/neuautor


Deutsche Bibelgesellschaft<br />

gibt Absatzzahlen<br />

bekannt<br />

Die Deutsche Bibelgesellschaft<br />

hat im ersten<br />

Jahr ihres Erscheinens<br />

216.834 Expl. der BasisBibel<br />

mit Altem und<br />

Neuem Testament verbreitet. Die Erstauflage<br />

lag bei rund 100.000 Expl. Sowohl<br />

Ausgaben der Lutherbibel (100.000 Expl.)<br />

als auch Kinder- und Jugendausgaben<br />

(165.000 Expl.) verzeichneten deutliche<br />

Zuwächse gegenüber 2020, liegen aber<br />

noch unter dem Niveau von vor der Pandemie.<br />

Einen Rückgang verzeichnet dagegen<br />

mit 55.000 verbreiteten Expl. die<br />

Gute Nachricht Bibel (2020: 85.000).<br />

200 Jahre Kosmos Verlag<br />

Im Jahr 1822 als Franckh’sche Verlagsbuchhandlung<br />

in Stuttgart gegründet,<br />

war Kosmos zunächst belletristisch ausgerichtet.<br />

Nach und nach rückten naturwissenschaftliche<br />

Themen, Kinder- und<br />

Jugendbücher sowie der Ausbau der Ratgeber-<br />

und Special-Interest-Programme<br />

in den Fokus. Ab Mitte der 1980er-Jahre<br />

folgten die ersten Brettspiele für Familien<br />

und Erwachsene. Die hohe Qualität in<br />

Ausstattung, Design und spielerischem<br />

Anspruch haben Kosmos über die Jahre<br />

zu einem der erfolgreichsten Spiele-Hersteller<br />

gemacht. Heute steht der Verlag<br />

für Tradition und Moderne, für Kreativität<br />

und Qualität, für Innovation und<br />

Beständigkeit. Das zeigt auch das breite<br />

Spektrum des aktuellen Sortiments. Anlässlich<br />

des 200. Bestehens erscheint im<br />

April die offizielle Verlagschronik ... von<br />

nicht verklungener Wirkung ..., im Juni<br />

kommt sie unter dem Titel Das rätselhafte<br />

Archiv auch als Comic heraus, und<br />

bereits im März ist eine Sonderedition<br />

des Bestseller-Kartenspiels Machi Koro.<br />

Bau dir deine Verlagswelt! erhältlich.<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22<br />

kurzmeldungen<br />

Leipziger Buchmesse findet<br />

auch heuer nicht statt<br />

Der Wunsch nach einem persönlichen<br />

Treffen auf der Leipziger Buchmesse war<br />

riesengroß. Doch zahlreiche Absagen<br />

von Ausstellern führten dazu, dass die<br />

erwartete Qualität und inhaltliche Breite<br />

einer solchen großen Publikumsmesse<br />

nicht mehr gewährleistet war. Aus diesen<br />

Gründen hat die Leipziger Messe in Einvernehmen<br />

mit dem Beirat entschieden,<br />

den Messeverbund aus Leipziger Buchmesse,<br />

Manga-Comic-Con, Leipzig liest<br />

und Antiquariatsmesse abzusagen. Die<br />

nächste Leipziger Buchmesse ist vom 23.<br />

bis 26. März 2023 geplant.<br />

Gewinner des Deutschen Buchtrailer<br />

Awards stehen fest<br />

Auf dem Buchbranchen-Kongress future!publish<br />

wurden die Preise zum vierten<br />

Deutschen Buchtrailer Award verliehen.<br />

Sieger in der Hauptrubrik „Erwachsene“<br />

ist der Trailer Die Bake von Brandon Q.<br />

Morris, Belle Époque Verlag. Der Buchtrailer<br />

zu Tschakka! von Mara Andeck<br />

aus dem Fischer Verlag gewann in dem<br />

Segment „Kinder- und Jugendbuch“. Die<br />

Leser des Buchjournals stimmten parallel<br />

über den Publikumspreis ab. Hier<br />

setzte sich der Trailer zu Matthias Lohres<br />

Der kühnste Plan seit Menschengedenken<br />

aus dem Verlag Klaus Wagenbach durch.<br />

Neue Netflix-Serien<br />

Zu den Neuankündigungen im Serien-<br />

Bereich gehört unter anderem die achtteilige<br />

Serie Achtsam Morden nach<br />

dem gleichnamigen Buch von Karsten<br />

Dusse. Eine weitere Buchverfilmung ist<br />

die Thriller-Serie Liebes Kind, basierend<br />

auf dem Roman von Romy Hausmann,<br />

sowie die sechsteilige Krimiserie Totenfrau,<br />

eine Co-Produktion mit dem ORF,<br />

nach der gleichnamigen Bestseller-Trilogie<br />

von Bernhard Aichner.<br />

11<br />

7. Auflage<br />

<strong>2022</strong><br />

Gerhard Mössmer /<br />

Michael Larcher / Walter Würtl<br />

Sicher am Berg: Skitouren<br />

Risikomanagement Stop or Go ©<br />

und Notfall Lawine<br />

Dieser SicherAmBerg-Klassiker bietet einen<br />

Überblick über das Thema Risikomanagement<br />

auf Skitouren nach der Methode Stop or Go © ,<br />

führt in die Schnee- und Lawinenkunde ein und<br />

zeigt, was im Notfall Lawine zu tun ist.<br />

8. Auflage<br />

160 Seiten | Broschur | € 18.90<br />

Heinz Zak / Michael Larcher<br />

Seiltechnik<br />

Ob Knotenkunde, Seilschaftsformen, Sicherungstechnik,<br />

Standplatzbau, Abseil- oder Bergetechniken:<br />

„Seiltechnik“ bringt alles, was man lernen<br />

und wissen muss, um sich und andere kompetent<br />

zu sichern.<br />

Die SicherAmBerg-Lehrschriften des<br />

Österreichischen Alpenvereins informieren<br />

über alle sicherheitsrelevanten<br />

Aspekte zu jeder Bergsportdisziplin.<br />

Jetzt erstmals im<br />

Buchhandel erhältlich!<br />

Bestellen Sie zu Reisekonditionen bei:<br />

Mohr Morawa Buchvertrieb | A-1230 Wien<br />

Tel. +43 (0) 1 680 14 -5 | Fax: +43 (0) 1 688-71 -30<br />

bestellung@mohrmorawa.at<br />

www.tyroliaverlag.at/sicher-am-berg<br />

192 Seiten | Broschur | € 17.90


© Alice Vogel<br />

Ossi Hejlek im Gespräch mit<br />

Julia Reichert<br />

Kurzweilig und leicht verständlich:<br />

Neurowissenschaft für den Alltag<br />

Mit Hirn to go ist eine sehr humorvolle<br />

und spritzige Begegnung mit dem<br />

menschlichen Gehirn entstanden. Wie<br />

kam es dazu?<br />

Reichert: Ich begann vor drei Jahren zu<br />

schreiben, was mich zum Thema Gehirn<br />

interessierte und bewegte ... Sukzessive<br />

entstand die Struktur des Buches. Es<br />

sind im Wesentlichen Alltagsphänomene,<br />

die ich beschreibe und neurowissenschaftlich<br />

beleuchte. Ich habe vor<br />

Jahren Darm mit Charme gelesen. Diese<br />

humorvolle Herangehensweise bei der<br />

Vermittlung von Wissen hat mich inspiriert.<br />

Ich habe mein Buch nach unterschiedlichen<br />

Lebensbereichen strukturiert,<br />

zu denen es jeweils viele<br />

Beispiele gibt. Der letzte Teil des Buches<br />

wendet sich in Richtung Zukunft –<br />

wie und wohin sich unsere Gehirne<br />

entwickeln werden. Dabei gehe ich auch<br />

auf philosophische Aspekte ein.<br />

Klar könnten wir alle Vorsätze einhalten.<br />

Doch zu einer Verhaltensänderung<br />

braucht es eine tiefe Überzeugung. Dass<br />

die Erkenntnis genau auf den ersten Tag<br />

des Jahres fällt, ist sehr unwahrscheinlich.<br />

Wäre ich jedoch tatsächlich der<br />

tiefen Überzeugung, dass beispielsweise<br />

Rauchen für mich schlecht ist, dann<br />

würde ich sofort damit aufhören – nicht<br />

erst an einem bestimmten Datum.<br />

Warum agieren Männer selbstbewusster<br />

als Frauen – wie Sie schreiben?<br />

Reichert: Das ist tatsächlich auf den Testosteronspiegel<br />

zurückzuführen. Das<br />

Testosteron unterdrückt eine gewisse<br />

Rückkoppelungsfunktion. Frauen kontrollieren<br />

sich die ganze Zeit selbst,<br />

reflektieren ständig ihre Handlungen.<br />

Das machen Männer viel weniger.<br />

Was macht Homeoffice schwierig?<br />

Julia Reichert,<br />

geb. 1993 in Hamburg, hat Germanistik<br />

und französische Philologie in Potsdam und<br />

Paris studiert, Flüchtlinge unterrichtet und ab<br />

2018 Neurowissenschaften der Sprache in<br />

Nordspanien studiert. Seit 2019 wohnt sie in<br />

München und arbeitet als Autorin. Sie schreibt<br />

u. a. für die Münchner Abendzeitung.<br />

Advertorial<br />

Warum ist es beispielsweise leichter,<br />

schlecht drauf zu sein als gut?<br />

Reichert: Wir Menschen haben mehr<br />

Facetten an negativen Emotionen als<br />

an positiven. Wir sind von Natur aus<br />

darauf gepolt, schlecht drauf zu sein –<br />

einen natürlichen Fokus auf potenziell<br />

Schlechtes zu haben. Diese Einstellung<br />

bewahrte uns in früher Vorzeit vor dem<br />

Tod. Man war ausgerichtet, wachsam zu<br />

sein, ständig darauf zu achten, wo etwas<br />

Gefährliches lauern könnte. Sozusagen:<br />

Pessimismus als Überlebensstrategie ...<br />

Warum können wir Neujahrsvorsätze<br />

nur ganz schlecht einhalten?<br />

Reichert: Dieses Kapitel mag ich persönlich<br />

sehr gerne – da fühlt sich jeder<br />

irgendwie ertappt, ich auch (lacht)!<br />

Reichert: Das Gehirn ist ein Gewohnheitstier.<br />

Richtet man etwa seinen<br />

Arbeitsplatz im Schafzimmer ein, sieht<br />

man permanent sein Bett, und das Gehirn<br />

denkt sich: „Ah, Zeit zum Schlafengehen<br />

...“ Nicht sehr produktiv (lacht)!<br />

Kann man Alzheimer und Demenz<br />

vorbeugen bzw. beeinflussen?<br />

Reichert: Neue Studien besagen,<br />

dass man durch das Erlernen von<br />

Fremdsprachen oder anderen komplexen<br />

Dingen, wie beispielsweise<br />

einem Musikinstrument, Alzheimer um<br />

fünf Jahre nach hinten verschieben kann<br />

– sofern man die Krankheit überhaupt<br />

bekommt. Je mehr man sein Gehirn<br />

fordert, umso fitter ist es auch im Alter.<br />

Danke für das Gespräch!<br />

12<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


so tickt unser gehirn<br />

Leseprobe<br />

Sei ein überglückliches<br />

Honigkucheneinhorn!<br />

Warum wir lachen und weshalb wir<br />

viel mehr lachen sollten<br />

Es gibt keinen Weg zum Glück. Glücklichsein<br />

ist der Weg. – Buddha<br />

Grimmiges Gesicht, der Blick haftet ein<br />

paar Meter vor ihm auf dem Boden.<br />

Schnellen Schrittes bewegt sich der graue<br />

Anzugträger vorwärts. „Guten Morgen!“,<br />

grinse ich ihn an, und er bleibt eine Millisekunde<br />

verdattert vor mir stehen, erwidert<br />

sprachlos meine Begrüßung, murmelt<br />

etwas vor sich hin und zieht weiter.<br />

Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist<br />

es, fremde Menschen in deutschen Großstädten<br />

auf der Straße zu begrüßen. Augenkontakt?<br />

Verwerflich! Ein nettes Lächeln?<br />

Fatal! Eine herzliche Begrüßung?<br />

Wie kann man nur! Haben wir verlernt,<br />

aufgeschlossen und glücklich zu sein?<br />

Dabei ist Lachen doch so gesund. Oder<br />

nicht?<br />

Lachyoga, das ist kein Scherz!<br />

In Indien ist es längst keine Einzelerscheinung<br />

mehr: Das sogenannte Lachyoga<br />

hat sich den Weg zum Volkssport<br />

erkämpft, und das mittlerweile auch in<br />

Europa. Beim Lachyoga treffen sich Menschen<br />

aller Altersgruppen zum gemeinsamen<br />

Lachen und Umarmen. Das vorerst<br />

künstliche Lachen geht nach wenig<br />

Übung in ein echtes Lachen über. Was<br />

wäre das für eine Welt, in der wir einander<br />

gegenseitig begegnen, anlächeln und<br />

umarmen würden, den Bekannten wie<br />

auch den Fremden auf der Straße? Wenn<br />

wir einander gegenseitig Freiraum, Verständnis<br />

und Toleranz entgegenbringen<br />

würden? Wenn wir uns miteinander und<br />

füreinander mehr freuen würden?<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22<br />

* * *<br />

Betrügen leicht gemacht:<br />

Unser Gehirn kann man manchmal<br />

ganz leicht austricksen. Es kennt den<br />

Unterschied zwischen echtem und gespieltem<br />

Lachen nicht, das heißt auch,<br />

wenn du dich mal nicht so fit fühlen<br />

solltest, lächle! Es steckt dich selbst und<br />

andere an, und aus dem unechten Lächeln<br />

wird ein echtes.<br />

* * *<br />

Wieso lachen Menschen?<br />

Diese Situation kennst du bestimmt: Du<br />

siehst dir allein eine Komödie an und<br />

an manchen Stellen musst du schmunzeln.<br />

Siehst du dir dieselbe Komödie mit<br />

Freunden an, musst du viel häufiger und<br />

heftiger lachen. In Gesellschaft lachen wir<br />

dreißigmal mehr als allein – kein Wunder<br />

also, dass wir uns in Isolation schnell betrübt<br />

und deprimiert fühlen. Wir lachen<br />

schon, bevor wir sprechen können. Wir<br />

sind soziale Wesen, und Lachen verbindet<br />

uns. An der Art, wie wir lachen, lässt<br />

sich sogar der Grad unserer Freundschaft<br />

festmachen. Wir lachen also mit einem<br />

Fremden anders als mit unserem besten<br />

Freund. In den meisten Fällen lachen wir<br />

nicht einmal über einen Witz oder eine<br />

lustige Situation, sondern nur, weil unser<br />

Umfeld gerade lacht. Gemeinsames<br />

Lachen vermittelt Harmonie: Hey, wir<br />

verstehen uns gut, alles ist im grünen Bereich.<br />

Diese Art des Understatements war<br />

früher wichtig für unser Überleben. Trafen<br />

wir in der Steinzeit einen Fremden,<br />

mussten wir schnell klären, ob er eine Bedrohung<br />

darstellte und mit wem er noch<br />

verbündet war.<br />

* * *<br />

Fun fact:<br />

Wissenschaftler haben herausgefunden,<br />

dass der Orbitofrontale Cortex<br />

(Emotionen, Belohnungszentrum, Entscheidungsprozesse)<br />

aktiviert wird, sobald<br />

man eine lächelnde Person sieht.<br />

Mit anderen Worten: Sehen wir eine<br />

lächelnde Person, fühlen wir uns selbst<br />

dafür belohnt.<br />

* * *<br />

Was bringt uns zum Lachen?<br />

Lachen ist ansteckend. Es reicht, dass unser<br />

Gegenüber lacht, und wir lachen mit.<br />

Wir lachen aber auch über Witze. Überrascht<br />

uns ein Witz mit seiner Pointe oder<br />

hören wir etwas ganz anderes als das, was<br />

wir erwartet haben, dann prusten wir los.<br />

Wo sitzt unser Humor? Es gibt vermutlich<br />

nicht die eine Region, die für unseren<br />

Humor verantwortlich ist. Zwar fand man<br />

bei einer Hirn-OP heraus, dass die Patientin<br />

immer lachen musste, sobald ein<br />

zweimal zwei Zentimeter kleiner Bereich<br />

in ihrer linken Gehirnhälfte stimuliert<br />

wurde, was darauf schließen ließe, dass<br />

diese Region fürs Lachen verantwortlich<br />

ist. Allerdings zeigte sich ein anderer<br />

Bereich immer besonders aktiv, wenn<br />

Humor verarbeitet wurde. Je nachdem,<br />

weshalb man lacht, sind unterschiedliche<br />

Hirnareale aktiv. Bei einem Wortwitz beispielsweise<br />

sind die Areale für Sprachverarbeitung<br />

aktiver als andere. (...)<br />

Julia Reichert<br />

Hirn to go<br />

Was wir von listigen Hirnforschern und<br />

smarten Prostituierten lernen können<br />

164 Seiten, Hardcover, 978-3-8000-7790-8<br />

€ 17,– (A) | Carl Ueberreuter Verlag<br />

13


GERALD<br />

ESCHENAUER<br />

MUTationen<br />

Lyrik<br />

In der Biologie eine<br />

Veränderung des Erbguts.<br />

In der Medizin der<br />

Stimmwechsel. Jüngst<br />

in Verruf gekommen,<br />

durch unerwünschte<br />

Veränderungen eines<br />

Ärgernisses, das die Welt<br />

beherrscht. Mutationen<br />

in der Literatur – bisher<br />

unberücksichtigt.<br />

Lyrisch den aktuellen<br />

Veränderungen<br />

entgegentretend …<br />

kurzmeldungen<br />

„The Power of the Dog“ für<br />

zwölf Oscars nominiert<br />

Der Film The Power of the<br />

Dog von Jane Campion, für<br />

den sie bereits mit dem Silbernen<br />

Bären in Vendig ausgezeichnet<br />

wurde, wurde<br />

für zwölf Oscars nominiert – u. a. in den<br />

Kategorien „Beste Regie“, „Bester Hauptdarsteller“<br />

(Benedict Cumberbatch) und<br />

„Bestes adaptiertes Drehbuch“. Buchvorlage<br />

ist die Wiederentdeckung des amerikanischen<br />

Klassikers Die Gewalt der<br />

Hunde von Thomas Savage von 1967, der<br />

im Dezember 2021 mit einem Nachwort<br />

von Annie Proulx erstmals auf Deutsch<br />

bei btb erschienen ist und in 23 Länder<br />

verkauft wurde.<br />

Hanser und Rowohlt Theater Verlag<br />

starten exklusive Kooperation<br />

Unter dem Label Hanser Bühne vertritt<br />

der Rowohlt Theater Verlag seit heuer<br />

exklusiv die Bühnenrechte der Hanser<br />

Verlagsprogramme (Hanser, Hanser<br />

Berlin, hanserblau, Hanser Kinder- und<br />

Jugendbuch) und des Zsolnay Verlags.<br />

Mit dieser neuen Kooperation setzen<br />

die Verlage ihre bisherige erfolgreiche<br />

Zusammenarbeit fort. Einige namhafte<br />

Hanser-Autoren wie Robert Seethaler,<br />

Mithu Sanyal, Janne Teller, Karen Köhler<br />

und Michael Köhlmeier sind mit ihren<br />

Romanen bereits fest im Programm des<br />

Rowohlt Theater Verlags verankert. Weitere<br />

Neuzugänge sind u. a. Fatma Aydemir,<br />

Elias Hirschl und Ronya Othmann.<br />

Cornelsen führt langfristig<br />

flexibles Arbeiten ein<br />

Cornelsen führt dauerhaft ein hybrides<br />

Arbeitsmodell ein, das Präsenz- und Remote-Arbeit<br />

verbindet. Neben der Möglichkeit,<br />

von zu Hause aus zu arbeiten,<br />

können die Mitarbeiter darüber hinaus<br />

den Arbeitsort innerhalb Deutschlands<br />

für drei Monate und im Europäischen<br />

Wirtschaftsraum und der Schweiz für 20<br />

Tage frei wählen. Die Neuregelung geht<br />

auf eine unternehmensweite Umfrage<br />

zurück und ermöglicht es, eine Zusammenarbeit<br />

für die Zukunft unabhängig<br />

von Pandemielagen neu aufzustellen.<br />

Fotoprojekt über<br />

Frauen in der Pandemie<br />

„Irgendwann geht auch<br />

das vorbei“, denken sich<br />

derzeit viele. Aus der eigenen<br />

Not heraus startete<br />

die Fotografin und<br />

Journalistin Pamela Rußmann<br />

zu Beginn der Pandemie im Jahr<br />

2020 ein künstlerisches Projekt: Sie holte<br />

mehr als 35 Frauen aus sechs Ländern<br />

vor die Zoom-Linse und begann eine fotografische<br />

und schriftliche Dokumentation<br />

dessen, wie die Pandemie das Leben<br />

dieser Frauen verändert hat. Das Ergebnis<br />

ist ein bewegender Band, der am 3.<br />

März im Leykam Verlag erscheint.<br />

Internationales Storytelling Festival<br />

Zum diesjährigen Internationalen Storytelling<br />

Festival wurden 52 Künstler aus<br />

zwölf Ländern eingeladen, die bei insgesamt<br />

26 Programmpunkten und 78 Veranstaltungen<br />

begeistern werden. Neben<br />

grazERZÄHLT, vorauERZÄHLT und badradkersburgERZÄHLT<br />

findet bereits zum<br />

16. Mal fabelhaft!NIEDERÖSTERREICH<br />

in Schwarzenau und Bad Schönau sowie<br />

MQmagicSTORIES im Wiener Museums-<br />

Quartier statt. Alle Infos unter www.storytellingfestival.at.<br />

15 Jahre Erzähl mal!<br />

2007 erschien die erste deutsche Ausgabe<br />

von Mama, erzähl mal!, mit der Elma van<br />

Vliet Mütter ermutigte, ihre Geschichten<br />

aufzuschreiben. Bald entstand eine ganze<br />

Reihe von Büchern und Quizspielen.<br />

Die vielen Rückmeldungen vom Publikum<br />

flossen nun in eine inhaltliche und<br />

optische Aktualisierung der Erzähl mal!-<br />

Reihe. Pünktlich zum Mutter- und Vatertag<br />

sind die neuen Ausgaben der vier Alben<br />

Mama/Papa/Oma/Opa, erzähl mal!<br />

in exklusivem Design erhältlich.<br />

14 <strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


AUS SPASS AN<br />

MEHR WISSEN<br />

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bis ins hohe Alter<br />

Körper, Geist und Seele<br />

gesund erhalten<br />

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Optimismus und Selbstliebe<br />

durch den Tag<br />

Im Berufsleben selbstfürsorglich<br />

sein, um gesund und belastbar<br />

zu bleiben<br />

Kraftquellen, Gelassenheit<br />

und Erfüllung finden<br />

Produktiv<br />

und gesund arbeiten<br />

Privates und Berufliches<br />

unter einen Hut bringen<br />

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Eva Kalbheim<br />

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bedienen können<br />

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Muir, N. C. / Kommer, I.<br />

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Die Dummies feiern ihr 30jähriges Jubiläum – Feiern Sie mit!<br />

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Sie uns:<br />

Claudia Mittnacht<br />

Tel +49(0)6201-606406<br />

cmittnacht@wiley.com<br />

www.wiley-vch.de


Claudia Steinschneider (li),<br />

promovierte Biologin, ist stellvertretende Bereichsleiterin in der Versuchsstation für Spezialkulturen in Wies,<br />

wo sie sich um die Anbau- und Versuchsplanung in den Bereichen biologischer Arznei- und Gewürzpflanzen,<br />

biologischer und konventioneller Gemüsebau im Freiland und im geschützten Bereich und Zierpflanzenbau<br />

kümmert. Sie hält Vorträge und publiziert Fachartikel.<br />

Ute Stückler-Sattler (re),<br />

promovierte Biologin, ist in der Qualitätssicherung eines pharmazeutischen Unternehmens tätig, Ausbildung<br />

zur Dipl. Kräuterpädagogin. Sie hält Vorträge und Workshops rund um die Themen Volksheilkunde und<br />

Heilpflanzenkunde.<br />

Teresa Petrovitz im Gespräch mit<br />

Claudia Steinschneider und<br />

Ute Stückler-Sattler<br />

Exotische Knollengewächse<br />

anbauen und genießen<br />

© priva????<br />

Kürzlich ist Ihr erstes gemeinsames<br />

Buch erschienen, ein unglaublich<br />

vielfältiges Kompendium zu exotischem<br />

Knollengemüse. Wie ist dieses Projekt<br />

entstanden und welchen Bezug haben<br />

Sie zu diesen Kulturen?<br />

Steinschneider: Mit dem Thema Knollengemüse<br />

wurde ich durch meine<br />

Tätigkeit in der Versuchsstation für<br />

Spezialkulturen im steirischen Wies<br />

konfrontiert. Wir haben jährliche<br />

Schwerpunkte, die Knollen waren ein<br />

Teil davon. Bei der Recherche ist mir<br />

dann aufgefallen, dass es eigentlich kein<br />

umfangreiches und detailliertes Werk<br />

zur Thematik gibt. Ganz allein wollte<br />

ich aber kein Buch schreiben, und so<br />

habe ich meine langjährige Freundin<br />

Ute Stückler-Sattler, deren Kompetenz<br />

ich sehr schätze, gefragt, was sie von der<br />

Idee hält.<br />

Stückler-Sattler: Ich arbeite in der<br />

pharmazeutischen Industrie, bin<br />

promovierte Biologin und habe auch<br />

die Ausbildung zur diplomierten<br />

Kräuterpädagogin gemacht und habe<br />

deshalb viel Bezug zu Pflanzen. Als<br />

Claudia Steinschneider bei mir angefragt<br />

hat, war ich hellauf begeistert. Gerade<br />

auch, weil mir eine Episode einfiel,<br />

die sich vor etwa 15 Jahren abgespielt<br />

hatte: Damals lernte ich Süßkartoffeln<br />

kennen und lieben und fragte sie als<br />

Expertin, ob es nicht möglich wäre,<br />

dieses Knollengemüse auch bei uns<br />

anzubauen. Ihre Antwort war damals<br />

ein klares Nein, mittlerweile haben sich<br />

die Voraussetzungen aber geändert.<br />

Im Buch erklären Sie, dass der Anbau<br />

von Knollengemüse in unseren Breiten<br />

durch den Klimawandel innerhalb<br />

weniger Jahre möglich wurde …<br />

Steinschneider: Das ist richtig, man<br />

merkt den Klimawandel ja am eigenen<br />

Leib, die Trockenperioden werden<br />

immer länger, Starkregenereignisse<br />

immer häufiger. Man kann angesichts<br />

der neuen Gegebenheiten entweder<br />

den Kopf in den Sand stecken und<br />

betrauern, dass viele unserer Kulturen<br />

hier nicht mehr funktionieren, oder die<br />

Veränderungen als Möglichkeit nutzen,<br />

um neue Nischen zu besetzen, neue<br />

Kulturen anzubauen.<br />

Wie schwierig ist ein erfolgreicher<br />

Anbau von Oca, Taro und Co.?<br />

Steinschneider: Auch Laien können<br />

das schaffen. Die verschiedenen<br />

Sorten werden im Buch umfassend<br />

beschrieben, man findet viele Tipps,<br />

damit der Anbau im Hausgarten, auf<br />

Balkon und Terrasse, in Pflanzsäcken,<br />

© Ute Stückler-Sattler, AT Verlag<br />

© Manfred Sattler, AT Verlag<br />

© Werner Krug, AT Verlag<br />

Süßkartoffelernte<br />

Die Autorinnen mit einer Taro-Pflanze<br />

Buntes Allerlei<br />

16<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


knollengemüse: schätze aus der erde<br />

© privat????<br />

Badewannen etc. funktioniert. Durch<br />

das Selbstanbauen kann man seinen<br />

Selbstversorgungsgrad steigern, viele<br />

weitere interessante Experimente<br />

machen und auch die Pflanzenteile für<br />

weitere Anwendungen in Anspruch<br />

nehmen.<br />

Stückler-Sattler: Das Tolle am Buch<br />

ist, dass einerseits die Expertise<br />

von großflächigem Anbau durch<br />

Claudia Steinschneider eingeflossen<br />

ist, während ich andererseits meine<br />

Erfahrungen auf einer ganz anderen<br />

Ebene einbringen konnte: Ich wohne in<br />

Kärnten, auf etwa 800 Meter Seehöhe,<br />

habe einen sehr kleinen Garten und<br />

habe bei mir sämtliche Kulturen<br />

im Garten bzw. in Pflanzsäcken angebaut,<br />

um auszutesten, wie sich das<br />

Knollengemüse in dieser Umgebung<br />

macht. Im Buch habe ich dann auch<br />

mein Wissen bezüglich Inhaltsstoffen<br />

und ernährungsphysiologischen Aspekten<br />

und Rezepte beigesteuert.<br />

Welche Benefits hat Knollengemüse,<br />

warum sollten wir es in unseren<br />

Essensplan aufnehmen?<br />

Stückler-Sattler: Die unterschiedlichen<br />

Knollen können als perfekte Ergänzung<br />

zu unserer Ernährung gesehen werden.<br />

Jede hat zugleich ihre Besonderheiten.<br />

Die vorherrschenden Nährstoffe von<br />

Knollengemüse sind Kohlenhydrate,<br />

wobei diese sich je nach Art von unseren<br />

typischen Kohlenhydratelieferanten wie<br />

Kartoffeln und Reis unterscheiden. Deren<br />

vorherrschendes Speicherkohlenhydrat<br />

ist Stärke, bei der Yacón, der<br />

Inkawurzel, sind aber beispielsweise<br />

Fructane in unterschiedlichen Verbindungen<br />

dominierend. Diese Kohlenhydrate<br />

gehen quasi unverdaut durch<br />

den Darm und dienen dann den guten<br />

Darmbakterien als Nahrung. Die<br />

Knollen sind somit Präbiotika, durch<br />

sie kann man die Darmflora ungemein<br />

stärken und aufbauen, z. B. bei Stress<br />

oder der Einnahme von Antibiotika.<br />

In Japan wird Yacón-Sirup bereits als<br />

Nahrungsergänzungsmittel vermarktet,<br />

bei uns ist er gänzlich unbekannt.<br />

Mithilfe der Rezepte im Buch kann man<br />

ihn ganz einfach herstellen und hat<br />

ein wunderbares, vielseitig gesundes<br />

Produkt. Die Süßkartoffel mit ihren<br />

vielen Farben von Orange bis Violett ist<br />

wegen ihrer Anzahl von sekundären<br />

Pflanzenstoffe zu erwähnen, die<br />

sehr wertvoll für den menschlichen<br />

Körper sind und etwa augen- und zellschützende<br />

Eigenschaften aufweisen.<br />

Steinschneider: Ein weiterer Benefit<br />

aus rein anbautechnischen Gründen<br />

ist, dass Topinambur oder Knollenziet<br />

über den ganzen Winter, selbst wenn<br />

das oberirdische Material abfriert, frisch<br />

geerntet werden können, solange der<br />

Boden nicht zu tief geworden ist. Somit<br />

kann man auch im Winter viel für die<br />

Inhaltsstoffpalette auf dem eigenen<br />

Teller tun.<br />

Das Besondere an Ihrem Buch ist,<br />

dass Sie die Pflanzen auch aus<br />

volksmedizinischer und ethnobotanischer<br />

Perspektive beschreiben.<br />

Stückler-Sattler: Das war uns deshalb<br />

wichtig, weil diese Pflanzen bei<br />

uns relativ unbekannt sind, aber in<br />

den Herkunftsländern eine lange<br />

Geschichte haben und tief in deren<br />

Kultur verwurzelt sind. Wir wollten<br />

dieses Wissen, auch hinsichtlich der<br />

Verwendung, zumindest zum Teil in<br />

unsere Breiten transportieren.<br />

Welche sind eigentlich Ihre persönlichen<br />

Lieblinge unter den Knollen?<br />

Stückler-Sattler: Für mich sind es<br />

Süßkartoffeln, da man sie in der Küche<br />

so vielfältig einsetzen kann, was auch im<br />

Rezeptteil ersichtlich ist: Von Curry über<br />

Flan bis hin zu Eis ist alles möglich, man<br />

kann sie sogar roh essen. Yacón schätze<br />

ich auch sehr, weil sie frisch geerntet ein<br />

fantastisches Obst hergibt, aber auch<br />

toll in einen klassisch österreichischen<br />

Suppentopf passt.<br />

Steinschneider: Die Chips der Yacón<br />

sind die besten! Auch mit Blick auf<br />

ihre Vielfältigkeit bin ich ihr absoluter<br />

Fan. Oca ist ebenfalls großartig, insbesondere<br />

aus pflanzenbaulicher Sicht,<br />

da sie als Verwandte unseres Waldsauerklees<br />

oder auch Glücksklees, wie<br />

wir ihn zu Weihnachten kennen, sehr<br />

dekorativ ist. Ich finde alle Formen der<br />

Doppelnutzung hervorragend.<br />

Herzlichen Dank für das Gespräch!<br />

Claudia Steinschneider, Ute Stückler-Sattler<br />

Ausgegraben – Süsskartoffel, Yacon & Co.<br />

Das große Garten- und Kochbuch<br />

Mit Tipps für den Balkongarten<br />

200 Seiten, 184 Farbfotos, gebunden<br />

978-3-03902-108-6 | € 30,80, AT Verlag<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22<br />

17


estsellerlisten februar<br />

Die SCHWARZER-BEStSEllERliStEN basieren auf einer Umfrage bei einem repräsentativen Panel österreichischer Sortiments-Buchhandlungen. Reihung nach Punkten und Gewichtung<br />

der Buchhandlungen. Die Auswertung basiert auf der Zuordnung der Verlage im VLB. Ziffern in Klammern = Platzierung im Vormonat. Für die Erhebung ist das Verlagsbüro<br />

Schwarzer verantwortlich: Tel. 01/548 13 15-0, E-Mail verlagsbuero@schwarzer.at. © by Verlagsbüro Schwarzer – Erhebungszeitraum: 16. Jänner bis 15. Februar<br />

Belletristik<br />

Sachbuch<br />

Taschenbuch<br />

1<br />

Michel Houellebecq<br />

Vernichten<br />

DumonT (–)<br />

1<br />

Johannes Huber<br />

Die Kunst des richtigen Maßes<br />

eDiTion a (1)<br />

1<br />

Delia Owens<br />

Der Gesang der Flusskrebse<br />

Heyne (1)<br />

2<br />

Monika Helfer<br />

Löwenherz<br />

Hanser (–)<br />

2<br />

Heidi Kastner<br />

Dummheit<br />

Kremayr & sCHeriau (5)<br />

2<br />

Monika Helfer<br />

Die Bagage<br />

DTV (4)<br />

3<br />

Rita Falk<br />

Rehragout-Rendezvous<br />

DTV (1)<br />

3<br />

Florian Klenk<br />

Bauer und Bobo<br />

Zsolnay (3)<br />

3<br />

Steve Cavanagh<br />

Thirteen<br />

GolDmann (–)<br />

4<br />

Thomas Stipsits<br />

Das Glück hat einen Vogel<br />

ueBerreuTer (7)<br />

4<br />

Reinhold Stecher<br />

Herz ist Trumpf<br />

Tyrolia (9)<br />

4<br />

Hera Lind<br />

Mit dem Rücken zur Wand<br />

Diana (5)<br />

5<br />

Abdulrazak Gurnah<br />

Das verlorene Paradies<br />

PenGuin (6)<br />

5<br />

Florian Illies<br />

Liebe in Zeiten des Hasses<br />

s. FisCHer (7)<br />

5<br />

Robert Preis<br />

Der Tod ist ein Spieler<br />

aus Graz<br />

emons (–)<br />

6<br />

Sebastian Fitzek<br />

Playlist<br />

Droemer (2)<br />

6<br />

Christina Bauer<br />

Backen mit Christina<br />

lÖWenZaHn (10)<br />

6<br />

Rachel Hawkins<br />

Die Verschwundene<br />

Heyne (–)<br />

7<br />

8<br />

9<br />

10<br />

Hanya Yanagihara<br />

Zum Paradies<br />

Claassen (–)<br />

Ruth Ware<br />

Das Chalet<br />

DTV (–)<br />

Martin Suter<br />

Einer von euch<br />

DioGenes (–)<br />

Bernhard Schlink<br />

Die Enkelin<br />

DioGenes (–)<br />

7<br />

8<br />

9<br />

10<br />

Monika Czernin<br />

Der Kaiser reist inkognito<br />

PenGuin (–)<br />

David Graeber,<br />

David Wengrow<br />

Anfänge<br />

KleTT-CoTTa (–)<br />

Melanie Wolfers<br />

Zuversicht. Die Kraft, die<br />

an das Morgen glaubt<br />

Bene! (–)<br />

Omar Khir Alanam<br />

Feig, faul und frauenfeindlich<br />

eDiTion a (–)<br />

7<br />

8<br />

9<br />

10<br />

Sebastian Fitzek<br />

Der Heimweg<br />

Knaur (–)<br />

Ethan Cross<br />

Die Stimme des Wahns<br />

lüBBe (–)<br />

Lia Louis<br />

Acht perfekte Stunden<br />

PenGuin (–)<br />

Charlotte Link<br />

Ohne Schuld<br />

BlanValeT (6)<br />

Zum Download als vierfarbiges Poster für den Buchhandel auf www.schwarzer.at/bestseller<br />

18<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


Neue Bücher bei Diogenes<br />

Foto: Lukas Lienhard / © Diogenes Verlag<br />

Foto: Lukas Lienhard / © Diogenes Verlag<br />

Foto: Eva Schram/ © Diogenes Verlag<br />

Dror Mishani<br />

Vertrauen<br />

Roman · Diogenes<br />

Sasha<br />

Filipenko<br />

Die Jagd<br />

Roman · Diogenes<br />

Joachim B.<br />

Schmidt<br />

Tell<br />

Roman· Diogenes<br />

Auch als eBook und Hörbuch<br />

Auch als eBook und eHörbuch<br />

Auch als eBook und eHörbuch<br />

Der lang erwartete neue<br />

Krimi von Dror Mishani<br />

Ein verlassenes Neugeborenes,<br />

ein vom Erdboden verschluckter<br />

Mann und ein Ermittler, der<br />

entscheiden muss, was recht<br />

und was gut ist.<br />

Mehr auf:<br />

diogenes.ch/drormishani<br />

Ein starker Roman<br />

am Puls der Zeit<br />

Ein Journalist, der zu viel weiß.<br />

Ein Sohn, der seinen Vater verrät.<br />

Ein Oligarch, der keine Gnade<br />

kennt. Ein korrupter Schreiberling<br />

ohne jeden Skrupel.<br />

Mehr auf:<br />

diogenes.ch/sashafilipenko<br />

The Revenant in den Alpen,<br />

Game of Thrones in Altdorf<br />

Joachim B. Schmidt greift<br />

nach den Schweizer Kronjuwelen<br />

und macht aus der<br />

Tell-Saga einen Pageturner,<br />

einen Thriller, ein Ereignis.<br />

Mehr auf:<br />

diogenes.ch/tell<br />

Diogenes


geburts- und todestage im april<br />

2. April: 50. Geburtstag von Thomas Glavinic<br />

thomas glavinic<br />

MeIne SCHreIBMASCHIne UnD ICH<br />

120 Seiten, Softcover<br />

978-3-446-24487-0, € 15,40<br />

HAnSer, A: MM<br />

Thomas Glavinic mag den Sommer. Er mag<br />

Großzügigkeit, Mut und Taktgefühl. Und<br />

er mag Menschen, die über seine Bücher<br />

nachdenken. An diese Menschen wendet<br />

er sich nun und erzählt ihnen alles, was es<br />

über ihn als Autor zu wissen gibt. Er schreibt über die Idee, die<br />

am Beginn eines jeden Textes steht, und er verheimlicht auch<br />

nicht die Torturen, die er erlebt, während er ungeduldig darauf<br />

wartet, dass aus der Idee ein Roman wird. Thomas Glavinic<br />

gewährt Einsicht in seine Gedanken, seine Hoffnungen und<br />

seine Ängste.<br />

8. April: 45. Geburtstag von Alex Beer<br />

Alex Beer<br />

Der letzte toD<br />

384 Seiten, Hardcover, mit SU<br />

978-3-8090-2749-2, € 20,60<br />

lIMeS, A: MM<br />

Die Freiheitsstatue, der Eiffelturm, das<br />

Kolosseum in Rom: Von einem Tag auf<br />

den anderen sind die weltberühmten<br />

Bauwerke wie vom Erdboden verschluckt!<br />

Und mit jedem Tag löst sich eine weitere<br />

Sehenswürdigkeit in Luft auf. Während<br />

alle verzweifelt nach Antworten suchen, finden sich Otis und<br />

Olivia in einem unterirdischen Verlies wieder. Dort treibt ein<br />

unheimlicher Riese sein Unwesen. Welche verbotenen Pläne<br />

schmiedet er? Was hat es mit der geheimnisvollen Lampe auf<br />

sich, die er immer bei sich trägt? Wie können sie entfliehen?<br />

12. April: 75. Geburtstag von Tom Clancy<br />

tom Clancy<br />

DAS reICH Der MACHt<br />

640 Seiten, Hardcover, mit SU<br />

978-3-453-27319-1, € 25,70<br />

HeYne, A: MM<br />

In China ist eine neue Regierung an der<br />

Macht – zunächst scheint ihr globaler<br />

Einfluss schwach. Jack Ryan junior und<br />

John Clark können sich einen Vorsprung<br />

im Kampf gegen chinesische Triaden<br />

erkämpfen. Doch der Schein trügt:<br />

Schon bald gibt es zahlreiche militärische Bewegungen der<br />

Volksrepublik, die die USA in eine heikle Lage bringen. Präsident<br />

Jack Ryan senior muss schnell handeln, bevor der anstehende<br />

G-20-Gipfel zum Desaster wird.<br />

15. April: 80. Todestag von Robert Musil<br />

robert Musil<br />

ÜBer DIe DUMMHeIt<br />

ca. 64 Seiten, Hardcover<br />

978-3-99027-254-1, ca. € 12,–<br />

JUng UnD JUng, A: MM, ET: 28. April<br />

Am 11. März 1937 hielt Robert Musil einen<br />

Vortrag, der wenig später als schmales,<br />

aber sehr erfolgreiches Buch herauskam.<br />

Schon der Vortrag selbst stieß auf große<br />

Resonanz, wohl auch wegen der politischen<br />

Umstände in einer Zeit, in der der gegenseitige Vorwurf<br />

der Dummheit „ungeheuerlich verbreitet ist“, wie Musil feststellt.<br />

Dieser Befund zeigt, wie aktuell seine Überlegungen geblieben<br />

sind und dass es auch und gerade heute wichtig ist zu sagen,<br />

dass Dummheit und Klugheit nicht nur vom Verstand abhängen,<br />

sondern auch vom Gefühl.<br />

17. April: 65. Geburtstag von Nick Hornby<br />

nick Hornby<br />

JUSt lIKe YoU<br />

ca. 384 Seiten, Softcover<br />

978-3-462-00274-4, € 12,40<br />

KIWI, A: HGV, ET: 5. Mai<br />

Der Mensch, mit dem du zusammen bist,<br />

ist genau wie du: ähnlicher Background,<br />

ähnliches Alter, ähnliche Hobbys und<br />

ähnliche Einstellungen. Doch dann<br />

geht die Beziehung in die Brüche, und<br />

wenn du am wenigsten damit rechnest, verliebst du dich in<br />

jemanden, der das genaue Gegenteil verkörpert. Wie bei Lucy,<br />

42, Mutter zweier Jungs, Lehrerin, die von ihrem Mann getrennt<br />

lebt und linksliberal wählt, und Joseph, 22, Aushilfsmetzger,<br />

Fußballtrainer und an Politik nicht interessiert. Und trotzdem<br />

hängt der Himmel voller Geigen.<br />

19. April: 140. Todestag von Charles Darwin<br />

Charles Darwin<br />

Der UrSprUng Der Arten<br />

612 Seiten, 10 Illustrationen, Leinenband<br />

mit Prägung, im Schuber, Lesebändchen<br />

Hardcover, 978-3-608-96115-7, € 49,40<br />

Klett-CottA, A: MM<br />

Mit seinem am 24. November 1859 erstmals<br />

publizierten Werk Der Ursprung der<br />

Arten leitet Darwin eine entscheidende<br />

Wende in der modernen Biologie ein.<br />

Diese brillante Neuübersetzung würdigt<br />

einen der bedeutendsten Naturwissenschaftler, dessen bahnbrechende<br />

Forschung unsere Sicht auf die Welt revolutioniert<br />

hat. Die letzte von Darwin bearbeitete, sechste Auflage erschien<br />

im Jahr 1872 und liegt dieser Neuübersetzung zugrunde. Sie<br />

bietet die Möglichkeit, Darwins Werk wiederzuentdecken.<br />

20<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


Krimis und Spannung<br />

in allen Facetten bei Jumbo<br />

Mit viel Liebe für die<br />

Figuren und ihre<br />

Umstände entspinnt<br />

der langjährige Justizmitarbeiter<br />

Brian<br />

Selfon in seinem Debüt<br />

Nachtarbeiter eine spannende Familiensaga<br />

– modern, authentisch und<br />

wendungsreich erzählt. Das Hörbuch erscheint<br />

am 16. März und wird von Volker<br />

Hanisch interpretiert, der die Schattenseiten<br />

des hippen Szeneviertels Brooklyn<br />

spannend und berührend zum Leben<br />

erweckt. Im großen<br />

Finale von Klaus-<br />

Peter Wolfs Trilogie<br />

schlüpft Kultfigur Rupert<br />

einmal mehr in<br />

der ungekürzten Autorenlesung<br />

Rupert Undercover. Ostfriesisches<br />

Finale, die am 25. Mai erscheint,<br />

als Undercover-Agent in die Haut des<br />

totgeglaubten Drogenbosses Frederico<br />

Müller-Gonzáles. Als Ruperts Tarnung<br />

auffliegt, muss er sofort die undichte<br />

Stelle finden, sonst ist sein Leben beendet.<br />

Fesselnd bringen<br />

Katja Danowski und<br />

Volker Hanisch Der<br />

Tote aus Zimmer 12<br />

von Anthony Horowitz<br />

zu Gehör. In dem Hörbuch, das am<br />

13. April erscheint, führt Horowitz durch<br />

ein Labyrinth aus Lügen und Intrigen mit<br />

doppeltem literarischen Boden.<br />

Mareike Fallwickl:<br />

aufwühlend,<br />

wütend, hellsichtig<br />

Die in Salzburg lebende<br />

Autorin erzählt in<br />

Die Wut, die bleibt von<br />

drei Frauen: einer ganz jungen, einer alternden<br />

und einer, die sich einfach dem<br />

entzogen hat, was das Leben einer Mutter<br />

zumutet. Ihre Schicksale verweben sich<br />

in Mareike Fallwickls aufwühlendem,<br />

wütendem und hellsichtigem Roman<br />

über das, was es heißt, in dieser Gesellschaft<br />

Frau zu sein. Das Hörbuch kommt<br />

am 23. März bei Argon Digital heraus.<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22<br />

hoerbuch<br />

Thomas Bernhard auf mp3<br />

Nach Der Atem und Ein Kind im letzten<br />

Jahr folgen im Frühjahr zwei weitere<br />

Hörbücher von Thomas Bernhard<br />

als ungekürzte Lesungen auf mp3 im<br />

Audio Verlag. In Die Kälte, das am 13.<br />

April erscheint, liest Burghart Klaußner<br />

eindringlich und zugleich einfühlsam<br />

ein bewegendes Kapitel der Leidensgeschichte<br />

Bernhards. In Der Keller, das<br />

am 18. Mai ausgeliefert wird, leiht der<br />

österreichische Schauspieler Peter Simonischek<br />

dieser sprachmächtigen autobiografischen<br />

Prosa seine Stimme.<br />

Bronski ist zurück<br />

Am 26. April erscheinen Teil zwei und drei<br />

der neuen Krimi-Reihe von Bestsellerautor<br />

Bernhard Aichner als ungekürzte<br />

Lesung mit Florian Lukas, Boris Aljinovic<br />

und Cathlen Gawlich im Hörverlag.<br />

In Gegenlicht fällt ein<br />

Mann vom Himmel,<br />

der als blinder Passagier,<br />

versteckt im<br />

Fahrwerkraum eines<br />

Flugzeugs, gereist ist.<br />

Die fünf Rohdiamanten in seiner Hosentasche<br />

verschwinden, bevor die Polizei<br />

auftaucht. In Brennweite<br />

kann ein Blinder<br />

plötzlich wieder<br />

sehen, ein Terroranschlag<br />

wird verhindert,<br />

und eine Prophezeiung<br />

erschüttert das ganze Land.<br />

Exklusive<br />

Kurzgeschichte<br />

von Marc Elsberg<br />

Zum zehnjährigen<br />

Jubiläum seines Megabestsellers<br />

Blackout<br />

erscheint am 14. März Black Hole<br />

bei Random House Audio. In der ungekürzten<br />

Lesung mit Dietmar Wunder<br />

wird erzählt, wie es weitergeht.<br />

21<br />

www.goyalit.de www.goya.de<br />

Das erwachsene<br />

HörProgramm<br />

Bestsellergarantie<br />

2 MP3-CDs · ISBN 978-3-8337-4360-3<br />

19,60 s UVP<br />

Der 16. Fall von Ann Kathrin Klaasen<br />

versetzt das Team in höchste Alarmbereitschaft:<br />

Die Umstände der Tat deuten auf<br />

das organisierte Verbrechen hin. Wie immer<br />

atemberaubend gesprochen vom Autor!<br />

Das literarische<br />

BuchProgramm<br />

Spannendes<br />

Debüt<br />

Buch · ISBN 978-3-8337-4425-9 · 22,60 s<br />

Ein düsterer Roman Noir, der uns mitten<br />

ins kriminelle Milieu Brooklyns führt.<br />

Gemeinsam mit seinem Neffen und<br />

seiner Nichte hat Shecky Keenan ein<br />

Geldwäschenetzwerk aufgebaut.<br />

Aber können sie sich vertrauen?<br />

Buch · ISBN 978-3-8337-4455-6 · 16,50<br />

s<br />

Ein Bouquet, das nie verblüht: Der<br />

vielseitige Gedichtband vereint Lyrik<br />

aus verschiedenen Jahrhunderten –<br />

farbenfroh und kühn illustriert<br />

von Barbara Dziadosz.<br />

Unsere Vertretung vor Ort: Verlagsagentur<br />

E. Neuhold OG • buero@va-neuhold.at<br />

Auslieferung: Medienlogistik Pichler-ÖBZ<br />

GmbH & Co. KG • mlo@medien-logistik.at<br />

JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH


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Nachbezugsspiegel<br />

Hörbuch<br />

Februar<br />

Mohr Morawa<br />

köhlmeier: Matou/der HÖrVerLaG<br />

Gruber, Hock: Und erlöse uns von den<br />

Blöden/oSterWoLdaUdio<br />

Beer: der letzte tod/LiMeS<br />

Falk: rehragout-rendezvous/dtV<br />

kling: das NeiNhorn und die SchLaNGe-<br />

WeiLe/HÖrBUcH HaMBUrG<br />

aichner: dunkelkammer/der HÖrVerLaG<br />

Walker: Französisches roulette/dioGeNeS<br />

Helfer: Löwenherz/der HÖrVerLaG<br />

reise durch das Märchenland. die beliebtesten<br />

Märchen der Brüder Grimm/<br />

MaGeLLaN<br />

Gruber: todesschmerz/der HÖrVerLaG<br />

Medienlogistik<br />

Lobe: Valerie und die Gute-Nacht-<br />

Schaukel/cracked aNeGG recordS<br />

Lobe: die Geggis/cracked aNeGG<br />

recordS<br />

Simsa: Große komponisten für kleine und<br />

große ohren/JUMBo<br />

Simsa: klassik-Hits für kinder/JUMBo<br />

Simsa: das große Mozart-album für kleine<br />

ohren/JUMBo<br />

Lindgren: Märchen/<br />

oetiNGer Media<br />

Oetinger<br />

Lindgren: Pippi, Michel und Lotta/<br />

oetiNGer Media<br />

inkiow: die große Hörbuchbox der<br />

griechischen Sagen/iGeL recordS<br />

Film<br />

Toplist<br />

Hoanzl<br />

die Stadt mit Gerhard roth/<br />

riLk FiLM/HoaNZL<br />

der stille ozean/HoaNZL<br />

orF-Landkrimi-Set 7: Steirertod – Steirerrausch<br />

– Flammenmädchen – Vier/HoaNZL<br />

Zeitfracht<br />

James Bond 007. keine Zeit zu sterben/<br />

UNiVerSaL PictUreS Video<br />

kaiserschmarrndrama/eUroVideo<br />

MedieN<br />

ammonite/LeoNiNe diStriBUtioN<br />

hoerbuch<br />

Zweiter<br />

Gartenkrimi von<br />

Martina Parker<br />

Auch in Hamdraht<br />

entführt Martina<br />

Parker wieder ins<br />

Südburgenland. Der „zuagroaste“ Arno<br />

will den „Hiesigen“ zeigen, wie Wellness<br />

geht, setzt sich dabei aber ordentlich in<br />

die Nesseln. Die kräuterkundige Köchin<br />

Mathilde kocht lieber ihren Chef ein als<br />

die Gäste. Die beißen ohnehin bald ins<br />

Gras. Lokaljournalistin Vera recherchiert<br />

und gräbt dabei zu tief. Und auch die Mitglieder<br />

des Gartenklubs haben ihre grünen<br />

Daumen im Spiel. Die ungekürzte Lesung<br />

von Catharina Ballan erscheint am<br />

9. März bei steinbach sprechende bücher.<br />

Der vierzehnte<br />

Fall für Bruno,<br />

Chef de police<br />

In Tête-à-Tête führt<br />

die Spur zu einem<br />

wortkargen Winzer<br />

und in ein dunkles Kapitel des Kalten<br />

Krieges. Brunos Chef lässt ein Mordfall<br />

bis heute nicht los. Im Wald bei Saint-<br />

Denis hatte man die Leiche eines jungen<br />

Mannes gefunden, die nie identifiziert<br />

werden konnte. Der neue Fall von Martin<br />

Walker kommt als ungekürzte Lesung<br />

von Johannes Steck am 27. April bei Diogenes<br />

als Hörbuch heraus.<br />

Medienkompetenz<br />

leicht erklärt<br />

Was sind eigentlich<br />

Medien? Wie erkenne<br />

ich seriöse Inhalte?<br />

Wo lauern die<br />

Gefahren im Internet? Sind Influencer<br />

wirklich deine Freunde? Was hat es mit<br />

Verschwörungstheorien auf sich? Wie<br />

funktionieren Datenschutz und Urheberrecht?<br />

Und wie kann ich mich vor<br />

Cybermobbing schützen? Welche Tricks<br />

nutzen Snapchat, Netflix, Candy Crush<br />

& Co.? Manfred Theisen vermittelt in<br />

Einfach erklärt – Social Media – Cybermobbing<br />

– Deine Daten im Web auf<br />

altersgerechte Weise Medienkompetenz<br />

und beantwortet grundlegende Fragen.<br />

Das Hörbuch für Kinder ab zehn Jahren<br />

erscheint am 9. März in der Hörcompany<br />

und wird von Peter Kaempfe gelesen.<br />

WAS IST WAS-Hörspiele<br />

In Abenteuer Autos erfahren die Kinder<br />

Wissenswertes und Kurioses zu Erfindung,<br />

Aufbau und Funktionsweise<br />

des Autos, zum Motorsport sowie zu<br />

modernen Fortbewegungsmitteln. In<br />

Die Welt der Pferde erhalten sie allerlei<br />

Sachwissen zu Haltung und Pflege, den<br />

Eigenarten der verschiedenen Pferderassen<br />

oder dem Körperbau der beliebten<br />

Reittiere. Theo, Tess und Quentin – das<br />

wissbegierige Fragezeichen, das schlaue<br />

Ausrufezeichen sowie der quirlige Punkt<br />

– begleiten Kinder ab sechs Jahren auf<br />

der spannenden Wissensreise und sorgen<br />

mit humorvollen Fragen und Anmerkungen<br />

für jede Menge Spaß und Unterhaltung.<br />

Kinder ab vier Jahren erfahren<br />

in Was macht die Feuerwehr? mehr über<br />

die Aufgabe der Feuerwehr und begeben<br />

sich auf Erkundungstour durch eine Feuerwache.<br />

Alle drei Hörspiele erscheinen<br />

am 4. April bei Tessloff.<br />

Loewe startet eigenes<br />

Hörbuch-Label<br />

Bücher für die Ohren<br />

gibt es seit Dezember<br />

2021 nun auch aus dem<br />

Hause Loewe. Unter dem<br />

Label Loewe Audio veröffentlicht der<br />

Verlag ausgewählte digitale Kinder- und<br />

Jugendhörbücher. Als Partner steht ihm<br />

dabei der Digitaldienstleister Bookwire<br />

zur Seite, der die Produktion und Distribution<br />

übernimmt.<br />

Hörbuch des<br />

Monats März<br />

der Deutschen Akademie<br />

für Kinder- und<br />

Jugendliteratur: • Ursula<br />

Poznanski/Shelter/Der<br />

Hörverlag – gelesen von Jens Wawrczeck.<br />

22 <strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


FEIERN WIR,<br />

WAS MENSCHEN<br />

STARK MACHT!<br />

Liebe Kolleginnen und Kollegen,<br />

leider wird unser Verlagsvertreter Herr Hipp längere Zeit krankheitsbedingt ausfallen<br />

– wir alle wünschen ihm baldigste Genesung. Mit allen Wünschen, Fragen und Anregungen<br />

können Sie sich gerne direkt an Ihre Ansprechpartnerin im Verlag wenden:<br />

Nina Jourdan | n.jourdan@kosmos.de. Wir freuen uns gemeinsam mit Ihnen auf ein<br />

erfolgreiches Jubiläumsjahr und senden herzliche Grüße! Ihr Kosmos Vertriebsteam<br />

WIR MACHEN MENSCHEN STARK


Europakarte: © shutterstock/bearbeitet von B+M/Herzberger.<br />

B<br />

L<br />

CH<br />

FL<br />

D<br />

I<br />

A<br />

Die Steuersätze auf Bücher<br />

und E-Books in deutschsprachigen<br />

Staaten bzw.<br />

Staaten mit deutschsprachigen<br />

Minderheiten<br />

Land<br />

Steuersatz<br />

Österreich 10 %<br />

Deutschland 7 %<br />

Belgien 6 %<br />

Italien 4 %<br />

Luxemburg 3 %<br />

Schweiz 2,5 %<br />

Liechtenstein 2,5 %<br />

Die Grafik zeigt die schlechte Ausgangsposition, die der österreichische Buchhandel im deutschsprachigen Markt vorfindet. Neben der bekannten Differenz mit Deutschland<br />

wird häufig übersehen, dass in Südtirol die italienische Umsatzsteuer mit 4 % auf Bücher geregelt ist. Und daher Bücher südlich des Brenners zu anderen Marktkonditionen<br />

verkauft werden können. Zu Belgien ist zu erwähnen, dass Deutsch dort Amtssprache ist, rund 1 % der Belgier (in Eupen und Malmedy) haben Deutsch als Muttersprache. Die<br />

drei Niedrigsteuerländer Schweiz, Liechtenstein und Luxemburg zeigen anhand der dortigen Steuersätze auf, welche günstigen Rahmenbedingungen der Buchmarkt vorfindet.<br />

Niedriger Mehrwertsteuersatz soll<br />

Verlags- und Buchbranche stärken<br />

Die Finanz- und Wirtschaftsminister der EU haben sich bei einem Treffen Anfang Dezember in Brüssel<br />

einstimmig auf flexiblere Vorgaben für die Mehrwertsteuer geeinigt. Mit diesem Richtlinienentwurf<br />

könnten die Konsumentensteuern auf Bücher in Österreich gesenkt werden und die heimische Verlags-<br />

und Buchhandelsbranche in Europa könnte endlich wettbewerbsfähig werden.<br />

Text: Ernst Wachernig<br />

bezahlte Einschaltung<br />

Viele Jahre währt der Kampf des Fachverbandes<br />

der Buch- und Medienwirtschaft<br />

für eine Anpassung der Mehrwertsteuer<br />

an andere Staaten des Wirtschaftsraumes<br />

Europa. Mit der Corona-Krise ist es gelungen,<br />

den Mehrwertsteuersatz von 10<br />

auf 5 Prozent zu senken – allerdings limitiert<br />

bis 31. 12. 2021, seit 1. 1. <strong>2022</strong> gelten<br />

10 Prozent, wie zuvor. „Um jedoch wieder<br />

auf Erfolgskurs zu kommen“, so Komm.-<br />

Rat Friedrich Hinterschweiger, Obmann<br />

des Fachverbandes, in einer Presseaussendung<br />

und in einem Interview mit dem<br />

Kurier, „müsse der verminderte Steuersatz<br />

weiterhin gelten“.<br />

Mit der Wiedereinführung des 10-Prozent-Steuersatzes<br />

auf Bücher ab 1. 1. <strong>2022</strong><br />

ist Österreich am deutschsprachigen<br />

Buchmarkt erneut massiven Wettbewerbsverzerrungen<br />

ausgesetzt. Ein Vergleich:<br />

Schweiz und Liechtenstein versteuern<br />

Bücher mit 2,5 Prozent, Luxemburg mit<br />

3 Prozent, Italien – Südtirol mit 4 Prozent<br />

bzw. Deutschland mit 7 Prozent. Nach<br />

wie vor kämpft die Branche mit den Auswirkungen<br />

der Pandemie, ohne eine Verlängerung<br />

des verminderten Steuersatzes<br />

ist die Erholung der Branche gefährdet.<br />

Apropos Deutschland und Österreich:<br />

Hier 7 Prozent, da 10 Prozent Mehrwertsteuer<br />

auf Bücher. In dieser Differenz von<br />

3 Prozent liegt viel Bürokratieaufwand, da<br />

8 von 10 Büchern, die in Österreich verkauft<br />

werden, aus Deutschland geliefert<br />

werden.<br />

25 % weniger Gewerbeberechtigte<br />

im Buchhandel<br />

Während die Politik in der Frage der<br />

Mehrwertsteuer keine wirtschaftsfreundlichen<br />

Entscheidungen zu beschließen ver-<br />

mag, sinkt die Zahl der Buchhandlungen<br />

Jahr für Jahr. In den kleinen und mittleren<br />

Städten Österreichs seit vielen Jahren,<br />

neuerdings auch in den Hauptstädten der<br />

Länder, selbst in der Millionenstadt Wien<br />

geht die Zahl des Kulturträgers Buchhandlung<br />

zurück. Sind es in Österreich<br />

im Jahr 2012 noch 1906, so liegt die Zahl<br />

im Jahr <strong>2022</strong> bei 1410 Gewerbeberechtigungen<br />

für den Buchverkauf.<br />

Branche leidet unter Verlusten<br />

Trotz anders lautender Meldungen haben<br />

für sehr viele Betriebe die Werbe- und<br />

Marketingmaßnahmen nicht ausgereicht.<br />

Rund 70 Prozent der Buchhandlungen<br />

konnten in den letzen zwei Jahren die<br />

Umsätze von 2019 nicht erreichen. Dazu<br />

kommt das Problem, dass Onlineverkäufe<br />

die Rentabiliät verringern. Die Versandund<br />

Logistikkosten wirken sich in dieser<br />

24 <strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


Branche besonders nachteilig aus, weil der<br />

Warenwert der durchschnittlichen Buchkäufe<br />

wesentlich geringer ausfällt, als dies<br />

sonst im Versandhandel üblich ist. Sämtliche<br />

Bemühungen der Interssenvertretung,<br />

bessere Versandhandelskonditionen<br />

für Bücher zu erreichen, sind gescheitert.<br />

Steuerdifferenz erhöht Verluste<br />

Bücher werden nicht ausschließlich Stück<br />

für Stück gekauft, es gibt auch Ausschreibungen,<br />

z. B. für die Ausstattung von Bibliotheken.<br />

Und in solchen Fällen wissen<br />

Institutionen, dass Bücher in anderen<br />

EU-Staaten billiger zu beschaffen sind.<br />

Großbestellungen werden daher kaum in<br />

Österreich getätigt. Der internationale Versandhandel,<br />

ein potenziell interessanter<br />

Nischenmarkt, leidet auch und kann sich<br />

in Österreich nur sehr schwer etablieren,<br />

da unsere Steuersätze zu hoch sind.<br />

Stark steigende Papierpreise<br />

Hinzu gesellt sich die Verknappung des<br />

Papier produzierenden Marktes – auch<br />

kein Kind der letzten Jahre, vielmehr eine<br />

Tatsache seit mehreren Jahrzehnten. Doch<br />

der Anstieg der Papierpreise, parallel mit<br />

den geradezu explodierenden Energiepreisen,<br />

ist erst in der jüngsten Vergangenheit<br />

signifikant und in der Folge für zahlreiche<br />

kleine und mittlere Verlage existenzbedrohend.<br />

Hierzu kommt im Hintergrund<br />

ein Phänomen: Die aufstrebende und junge<br />

Autorenszene gerät ins Wanken. Denn<br />

just jene Verlage, die junge Kreative veröffentlichen<br />

und für eine größere Leserschaft<br />

aufbauen, schlanken ihr Programm<br />

aus, da sie ansonsten in eine ökonomisch<br />

prekäre Lage kämen.<br />

Neue Mehrwertsteuer<br />

auf Bücher<br />

Nicht allein Bücher sind es, für die eine<br />

neue und dauerhaft gesenkte Mehrwertsteuer<br />

gefordert wird. Dennoch ist es just<br />

beim Kulturgut Buch essenziell, seitens<br />

der Branchenvertretung darauf zu pochen<br />

und seitens der Politik darauf zu achten.<br />

Es geht um die Ertragssituation, die durch<br />

den steigenden Onlinehandel zusätzlich<br />

prekär ist und damit wenig rentabel.<br />

Was steht in der EU-Richtlinie?<br />

Alle Mitgliedsstaaten sollen gleich behandelt<br />

werden und müssen daher dieselben<br />

Möglichkeiten in der Anwendung ermäßigter<br />

Mehrwertsteuersätze eingeräumt<br />

bekommen. Gleichzeitig haben diese Ermäßigungen<br />

eine Ausnahme vom Normalsteuersatz<br />

darzustellen. Diese Gleichbehandlung<br />

kann dadurch erreicht werden,<br />

dass allen Mitgliedsstaaten gestattet<br />

wird, auf die infrage kommenden Gegenstände<br />

und Dienstleistungen innerhalb<br />

festgelegter Grenzen höchstens zwei<br />

ermäßigte Steuersätze in Höhe des Mindestsatzes<br />

von 5 Prozent anzuwenden<br />

– einen ermäßigten Steuersatz, der unter<br />

dem Mindestsatz von 5 Prozent liegt,<br />

und eine Steuerbefreiung mit Recht auf<br />

Vorsteuerabzug. Für die Anwendung einer<br />

solchen Ausnahme werden Bücher im<br />

Artikel 98 der Richtlinienkompetenz explizit<br />

genannt. Das heißt im Klartext: In<br />

Österreich gibt es derzeit zwei ermäßigte<br />

Steuersätze – 10 Prozent und 13 Prozent.<br />

Neben diesen beiden Möglichkeiten gäbe<br />

es nun europarechtlich die Möglichkeit,<br />

einen weiteren Steuersatz einzuführen,<br />

der unter 5 Prozent liegt. •<br />

Digi-Neuerungen für<br />

das Schuljahr 22/23<br />

Ab dem 21.März <strong>2022</strong> werden die Schul-<br />

Bestellfunktionen für Schulbücher und<br />

weitere Unterrichtsmittel im Onlineportal<br />

geöffnet. Das Angebot für die Schülerinnen<br />

und Schüler wird im Rahmen der<br />

„Digitalisierung im Bildungswesen“ erweitert.<br />

Waren bisher digitale Unterrichtsmittel<br />

im Rahmen von DIGI4SCHOOL<br />

ausschließlich als Hybridprodukte bestellbar,<br />

so werden nun auch E-Book Solo und<br />

E-BOOK+ Solo angeboten. Bei den Solo-<br />

Produkten handelt es sich um ausschließlich<br />

digitale Schulbücher. Sie werden mit<br />

einer eigenen Schulbuchnummer und zu<br />

einem niedrigeren Preis als die Kombi-<br />

Produkte bestellbar sein. Das bedeutet<br />

für die Schulbuchverlage und den Schulbuchhandel<br />

eine große Herausforderung.<br />

Der Fachverband wird vor diesem Hintergrund<br />

allen betroffenen Teilnehmern<br />

Informationen zukommen lassen und<br />

darüber hinaus mit Rat und Tat zur Seite<br />

stehen. Damit bleibt der österreichische<br />

Schulbuchhandel am Ball und stellt sich,<br />

wie bisher auch, den Herausforderungen<br />

der digitalen Transformation des Bildungswesens.<br />

Das alles unter Bedacht<br />

darauf, dass die Existenzen der Mitgliedsbetriebe<br />

und die Arbeitsplätze für Mitarbeiter<br />

erhalten bleiben.•<br />

© WK StmK<br />

„Im Zuge der Digitalisierung<br />

sind wir sowohl mit SBX als<br />

auch mit DIGI4SCHOOL vorangeschritten.<br />

Dabei haben<br />

wir als besonnene Branchenvertreter<br />

stets darauf geachtet,<br />

dass die Interessen der<br />

Schüler, der Lehrer und der<br />

Eltern im Fokus bleiben.“<br />

Komm.-Rat Friedrich Hinterschweiger,<br />

Obmann des Fachverbandes der Buchund<br />

Medienwirtschaft<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22<br />

25


© Privat<br />

1722–<strong>2022</strong><br />

Von einer kleinen<br />

Buchhandlung zum<br />

großen Verlagshaus<br />

Ossi Hejlek im Gespräch mit<br />

GU Vertriebsleiter Sortiment<br />

Jan Wiesemann<br />

300 Jahre<br />

Wachstum<br />

Eine Büchersendung mit der Postkutsche<br />

brauchte Anfang des 18. Jahrhunderts<br />

vom deutschen Buchhandelszentrum<br />

Leipzig ins ostpreußische<br />

Königsberg für 660 Kilometer<br />

22 Tage. Die Kunden wollten ihr Buch<br />

aber sofort haben. Aus dieser – bis<br />

heute aktuellen – Situation heraus entwickelte<br />

Christoph Gottfried Eckart<br />

die innovative Idee einer Buchhandlung<br />

als „Vorratskammer der nützlichsten<br />

und brauchbarsten Bücher.“<br />

Auswahl und Verfügbarkeit – möglichst<br />

viele Titel vorrätig zu halten und<br />

nicht erst bestellen zu müssen – wurden<br />

zum Grundstein seines Erfolgs.<br />

Innerhalb weniger Jahre wird Eckart<br />

zum führenden Buchhändler Königsbergs<br />

und bleibt bis 1745 ohne ernstzunehmende<br />

Konkurrenz.<br />

Mit seinem am 20. Juli 1722 durch<br />

königliches Privileg im Kneiphof an<br />

der Schmiedebrücke gegründeten<br />

Buchladen beginnt die Geschichte vom<br />

„Haus der Bücher“, als das das spätere<br />

Unternehmen Gräfe und Unzer in<br />

den 1920er bis 1940er Jahren über die<br />

Landesgrenzen hinaus bekannt wird.<br />

* * *<br />

Wie ging es in der Geschichte nach der<br />

Buchhandelsgründung weiter?<br />

Wiesemann: Durch die Verfügbarhaltung<br />

der Bücher stieg Eckart schnell<br />

zu einem der führenden Buchhändler<br />

Königsbergs auf und blieb bis 1745 ohne<br />

ernstzunehmende Konkurrenz. Damals<br />

brauchte man Tauschware, um an<br />

Messen teilnehmen zu können. Man<br />

benötigte einen eigenen Verlag, um überhaupt<br />

andere Bücher zu bekommen.<br />

Das erste Buch brachte er 1722 heraus –<br />

es trug den Titel Historische Erkänntniß<br />

des Christenthums. Die Wurzeln des<br />

GU Ratgeberverlags gingen auf das<br />

im Jahr 1740 verlegte Buch Teutscher<br />

Gärtner zurück. Der Verfasser war<br />

kein Geringerer als der Hofgärtner des<br />

Mainzer Erzbischofs.<br />

1722 1740<br />

26<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


Aus heutiger Sicht amüsant<br />

klingt ein weiterer Titel der<br />

damaligen Zeit, Der nützliche<br />

Zeitvertreib auf dem Kranken-<br />

und Sterbebette ...<br />

Wiesemann: Damals waren die<br />

Bücher alle etwas theologisch<br />

angehaucht. Dieses Buch war<br />

eigentlich der erste Lebenshilfe-<br />

Ratgeber unseres Verlages –<br />

erschienen 1753.<br />

Können Sie ein paar Punkte<br />

skizzieren, die besonders oder<br />

wichtig waren – 300 Jahre im Schnelldurchlauf,<br />

sozusagen?<br />

Wiesemann: Besonders war sicherlich,<br />

dass in jener Zeit, als sich die<br />

Buchhandlung im ehemaligen Löbenicht’schen<br />

Rathaus befand, der<br />

Vielleser und bedeutendste Philosoph<br />

der Aufklärung, Immanuel Kant, in den<br />

Jahren 1766–69 in der Mansarde unter<br />

dem Dach wohnte. Die Buchhandlung<br />

galt damals als Mittelpunkt des Königsberger<br />

Geisteslebens. Man kam gerne,<br />

auch um sich über Neuerscheinungen zu<br />

informieren, nutzte die Buchhandlung<br />

auch als eine Art Lesezimmer.<br />

Eigentlich schade, dass Buchhandlungen<br />

als Kommunikations-Treffpunkt<br />

für die geistige Elite heute nicht mehr<br />

fungieren – von Ausnahmen abgesehen.<br />

Wiesemann: Königsberg war damals<br />

ein Schmelztiegel der Nationen. 1832<br />

werden dann die späteren Namensgeber<br />

zu den Besitzern des Geschäfts: der seit<br />

1794 bei Hartung angestellte August<br />

Das Verlagsgebäude: links 1930, rechts in München Haidhausen 2000<br />

Wilhelm Unzer und sein Schwiegersohn,<br />

der Hamburger Heinrich Eduard Gräfe,<br />

an den er das Geschäft am 1. Januar 1832<br />

verkauft. Unzer war kein herausragender<br />

Verleger, führte sein Unternehmen als<br />

Patriarch – aber sehr sozial. 1867 zog<br />

die Buchhandlung dann an den Paradeplatz<br />

um, wo sie gegenüber der königlichen<br />

Universität residierte. Der<br />

Paradeplatz war bis dahin der königliche<br />

Lustgarten. Mit der neuen Universität<br />

entstand dort ein pulsierendes Stadtviertel<br />

– die Buchhandlung mittendrin<br />

am Puls der Zeit. Nach dem Tod Gräfes<br />

1867 und mehreren Besitzerwechseln<br />

begann 1902 mit dem Einstieg des<br />

einstigen Lehrlings Otto Paetsch als<br />

Teilhaber dann eine neue Zeit. Eigentlich<br />

wollte er Schauspieler werden, musste<br />

aber „etwas Gescheites“ lernen. In<br />

der Buchhandlung entfaltete Paetsch<br />

regelrecht sein Genie, als Visionär<br />

und als Kaufmann – auch durch sein<br />

enormes Organisationstalent. Er war es,<br />

der das spätere „Haus der Bücher“ erfand.<br />

Das Geschäft wurde 1921 eröffnet. Es<br />

war mit 300.000 Büchern auf fünf Etagen<br />

die größte Buchhandlung Europas.<br />

300 jahre lieblingsbücher<br />

Was war dabei das Neue, das<br />

Paetsch umsetzte?<br />

Wiesemann: Er machte die<br />

Buchhandlung für die Kunden<br />

zugänglich. Zuvor musste<br />

man, wenn man ein Buch<br />

wollte – wie in einer Apotheke<br />

heute –, zu einer Theke und<br />

dort seinen Wunsch äußern.<br />

Der Buchhändler verschwand<br />

dann ins Lager, von wo aus<br />

dieser dann mit dem Buch<br />

zurückkehrte. Paetsch wollte,<br />

dass die Kunden selbst an die<br />

Regale gehen konnten. Paetsch begann<br />

damals auch, Leseinseln zu schaffen, wo<br />

Kunden sich hinsetzen und in Büchern<br />

schmökern konnten. Das war neu in<br />

diesen Zeiten. Man kann sich das heute<br />

schwer vorstellen. Natürlich hatte man<br />

im ganzen Haus Regale. Außerdem gab<br />

es auch eigene Holzbretter, wo damals<br />

schon Frontalpräsentation stattfand.<br />

Paetsch animierte die Kunden, Bücher<br />

anzufassen ... Man hatte für die fünf<br />

Stockwerke einen eigenen Mini-Bücheraufzug,<br />

wie man es vielleicht aus Schuhgeschäften<br />

kennt. Paetsch beflügelte<br />

auch die Verlagsproduktionen – allein<br />

von 1922 bis 1929 erschienen 67 Werke.<br />

Auf Paetsch folgte Bernhard Koch,<br />

unter dem der Name „Haus der Bücher“<br />

geprägt wurde. Damals arbeiteten 160<br />

Mitarbeiter auf 1.400 m².<br />

Nach dem Krieg war alles verloren.<br />

Bernhard Koch machte einen Neustart<br />

in Bayern, in Bad Wiessee. Er holte<br />

dann 1955 den Wiener Kurt Prelinger<br />

in den Verlag und bestimmte ihn 1961<br />

zu seinem Nachfolger ...<br />

1941 1973 1978 2010 2021<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22<br />

27


300 jahre lieblingsbücher<br />

vergangenes Jahr erfreuten wir uns<br />

zum Beispiel über Steffen Hensslers<br />

Kochbuch Hensslers schnelle Nummer,<br />

das bereits vor Erscheinen sechsstellige<br />

Vormerkerzahlen hatte! Nur ein Jahr<br />

später stehen wir heute bei 180.000<br />

verkauften Exemplaren. 2021 hatten wir<br />

32 Titel auf der Spiegel-Bestsellerliste ...<br />

Wie ist die Dimension bei Gräfe und<br />

Unzer heute?<br />

Wiesemann: Wir produzieren jährlich<br />

rund neun Millionen Bücher – gehen per<br />

anno mit 200 Novitäten auf den Markt.<br />

Und jetzt ist es da, das 300-Jahre-<br />

Jubiläum! Womit warten Sie auf?<br />

Highlights im Jubiläumsjahr: Monat für Monat ein neues Lieblingsbuch der GU-Bestsellerautoren<br />

Wiesemann: Man konzentrierte sich<br />

fortan mehr auf das Verlagswesen. Die<br />

Buchhandlung, von der man sich dann<br />

1975 trennte, blieb in Garmisch-Partenkirchen.<br />

Kurt Prelinger feierte 2021<br />

seinen 90. Geburtstag. Er war damals<br />

sehr erfahren im Druckwesen. Er<br />

erkannte die Zeichen der Zeit, dass der<br />

Freizeitfaktor eine große Rolle spielen<br />

würde. Unter seiner Leitung entstanden<br />

der erste Campingführer, die Kochkarten,<br />

Schiwanderkarten ... Er zog mit dem<br />

Verlagshaus nach München. Zuerst nach<br />

Nymphenburg und dann nach Schwabing.<br />

In den 1980er Jahren hatte man<br />

große Erfolge mit Kochen heute, Backvergnügen<br />

wie noch nie ... unglaubliche<br />

Startauflagen von 300.000 Exemplaren.<br />

1990 verkauften Kurt Prelinger, Dieter<br />

Banzhaf Gräfe und Unzer an Thomas<br />

Ganske vom Hoffmann und Campe<br />

Verlag in Hamburg. Beim Ausscheiden<br />

Banzhafs im 275. Jubiläumsjahr 1997<br />

erreichte das Unternehmen erstmals<br />

knapp die 100 Mio. DM-Umsatzschwelle.<br />

Wiesemann: 1998 zog Claudia Reitter<br />

als erste Frau in die Führungsetage ein<br />

und übernahm die Geschäftsführung.<br />

1999 schlägt der Titel Basic Cooking<br />

ein, von dem bis heute über eine<br />

Million Exemplare verkauft wurden.<br />

2001 übernahm Gräfe und Unzer<br />

den Verlag Teubner und ebenso den<br />

Buchbereich des Hallwag Verlags. 2004<br />

wird der Reiseverlag Travelhouse Media<br />

gegründet. Der Gräfe und Unzer Autorenverlag<br />

wird 2007 gegründet. 2010<br />

erschien Weber’s Grillbibel – bis heute über<br />

zwei Millionen Mal verkauft – und läutet<br />

damit eine jahrelange Partnerschaft mit<br />

Weber ein. 2012 wird das Internetportal<br />

kuechengotter.de gelauncht. 2019 übernahm<br />

man das Programm und die<br />

Markenrechte des BLV Verlags. Und<br />

Wiesemann: Das ganze Jahr über<br />

erscheint jeden Monat ein neues „Lieblingsbuch“<br />

von den ganz großen Autoren<br />

unseres Hauses. Sie fassen in den<br />

Lieblingsbüchern zusammen, was ihr<br />

Lebenswerk ausmacht, sozusagen den<br />

roten Faden, der ihr Werk ... ihr Leben<br />

begleitet – die Essenz ihres Lebens. Die<br />

Bücher laufen hervorragend. Die ersten<br />

kamen kurz nach Erscheinen schon in<br />

die zweite Auflage – bevor die Vertreter<br />

mit ihrer Reise fertig waren. Parallel<br />

dazu erscheinen die GU Essenzen.<br />

Hier stehen nicht die Autoren im<br />

Vordergrund, sondern die Inhalte. Alles<br />

Themen, die das Programm von GU<br />

über die Jahrzehnte ausmachten und<br />

auch heute noch ausmachen. Das zieht<br />

sich mit vielen Aktionen durchs Jahr ...<br />

Highlights werden auch zwei Reprints<br />

sein: Unser Kochbuch No. 1 und Unser<br />

Backbuch No. 1, die zum Jubiläum im<br />

Juli erscheinen – für Liebhaber!<br />

Danke für das Gespräch!<br />

Ein paar Eckdaten noch am Weg in die<br />

Gegenwart, bitte!<br />

Die Essenzen von GU – die nachweislich beliebtesten Themen, völlig neu konzipiert, mit Griffregister<br />

28<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


Spannender Auftakt <strong>2022</strong><br />

Doug Johnstone<br />

EINGEÄSCHERT<br />

Steph Post<br />

LIGHTWOOD<br />

Aus dem Englischen von Jürgen Bürger<br />

Mit einem Nachwort von Anthony J. Quinn<br />

424 Seiten | ISBN 978-3-948392-42-0<br />

EUR (D) 25,00 / (A) 25,70 | Hardcover<br />

Aus dem Amerikanischen von Kathrin Bielfeldt<br />

Mit einem Nachwort von Carsten Germis<br />

448 Seiten | ISBN 978-3-948392-44-4<br />

EUR (D) 16,00 / (A) 16,50 | Taschenbuch<br />

„Ich würde sagen, dass ‚Eingeäschert‘<br />

einen Autor auf dem Höhepunkt seines<br />

Könnens zeigt, nur dass Doug Johnstone<br />

mit jedem Buch besser wird.“<br />

Val McDermid<br />

„Steph Posts Geschichten enthalten<br />

einen dunklen Puls, der den perfekten<br />

Beat in einer Welt hält, in der die Leute<br />

alles aufs Spiel setzen.“<br />

Michael Connelly<br />

Wir bieten Ihnen auch Podcasts und Interviews mit den Autoren und Autorinnen, Fotoserien und<br />

Posts unter: www.polar-verlag.de | Alle Bücher sind auch als ebook erhältlich


uchrezensionen<br />

www.barbara-brunner.at<br />

Die aktuellen Lesetipps von Dr. Barbara Brunner<br />

Liebe Leute,<br />

wie wär’s mit einem kleinen Ausflug in<br />

die Vergangenheit?<br />

Nach der Zwiebeltheorie entwickelt sich<br />

bekanntlich das Gedächtnis der alten<br />

Menschen Schicht für Schicht wieder<br />

zurück in die Jugend und Kindheit. Und<br />

wie kann man betagten und dementen<br />

Menschen besser entgegenkommen, als<br />

dass man ihnen Räume ihrer eigenen<br />

Vergangenheit zur Verfügung stellt, in<br />

denen sie sich zumindest teilweise wiederfinden<br />

können? Zeitzuflucht heißt der<br />

Roman des derzeit bekanntesten bulgarischen<br />

Autors Georgi Gospodinov. Darin<br />

trifft der Ich-Erzähler auf Gaustine,<br />

einen Flaneur, der durch die Zeit reist und<br />

sich mit den Lebensgewohnheiten der<br />

vergangenen Jahrzehnte eingehend beschäftigt.<br />

In Zürich eröffnet er eine Klinik<br />

für Alzheimer-Kranke, in der jedes Stockwerk<br />

einer bestimmten Dekade des vergangenen<br />

Jahrhunderts nachempfunden<br />

ist – Möbel, Zeitschriften, Musik, Zigarettenmarken,<br />

Getränke, ja sogar Gerüche<br />

schaffen eine Atmosphäre, in der die Patienten<br />

Trost in ihren verblassenden Erinnerungen<br />

finden. Das Konzept ist so erfolgreich,<br />

dass auch immer mehr gesunde<br />

Menschen in die Klinik aufgenommen<br />

werden wollen, um den Schrecken der<br />

Gegenwart zu entkommen. Es entstehen<br />

ganze Retro-Siedlungen, und auch die<br />

anderen europäischen Staaten interessieren<br />

sich für das Konzept und geben der<br />

Vergangenheit breiten Raum – und, was<br />

einem zu denken geben sollte, das Volk ist<br />

begeistert! Georgi Gospodinov denkt in<br />

seinem Roman quasi Vergangenheit, Gegenwart<br />

und Zukunft zusammen, würzt<br />

die Geschichten mit klugen Gedanken<br />

und viel schwarzem Humor, sodass es<br />

nicht wundert, dass dieses 2020 in Bulgarien<br />

erschienene Buch gleich in 15 Sprachen<br />

übersetzt wird.<br />

Einen anderen Ausflug in die Vergangenheit<br />

habe ich unternommen, indem<br />

ich zwei Märchen von E. T. A. Hoffmann<br />

gelesen habe: „Die Königsbraut“ und<br />

„Das fremde Kind“. Nun weiß ich mich<br />

den Heroen der klassischen Literatur<br />

mit dem nötigen Respekt, Ehrfurcht und<br />

Demut zu nähern, aber ich fand die Märchen<br />

trotzdem ziemlich geschwätzig und<br />

schlussendlich auch langatmig und damit<br />

für mich langweilig. Mein Verlagsherz<br />

hat immer nach einem Lektor geschrien,<br />

der Herrn Hoffmann das eine oder andere<br />

herausgestrichen hätte oder gesagt<br />

hätte: „So, lieber Herr Hoffmann, geht es<br />

nicht, das hält ja kein Kind aus!“ Aber, wie<br />

gesagt, Weltliteratur sollte man ja nicht<br />

kritisieren, und Sie dürfen mich gerne teeren<br />

und federn. Ich will Ihnen auch nicht<br />

Stücke der Weltliteratur madigmachen,<br />

aber da das Bessere der Feind des Guten<br />

ist, gibt es jetzt eine wirklich wunderbare<br />

Fassung dieser Märchen, die die Autorin,<br />

jetzt sage ich, Dichterin, Sophie Reyer behutsam<br />

adaptiert hat. Herausgekommen<br />

sind zwei Geschichten, die jedes Kinderund<br />

auch Erwachsenenherz erwärmen,<br />

unterhalten und so die überbordende<br />

Fantasie des E.T.A. Hoffmann nahebringen<br />

und Weltliteratur erfahrbar machen.<br />

Der Dichter sollte sich posthum bei der<br />

Dichterin bedanken, finde ich und hoffe,<br />

dass Sophie Reyer noch weitere Märchen<br />

des Meisters in die Gegenwart holt.<br />

Ein drittes Buch beschäftigt sich so richtig<br />

mit Vergangenheit, beginnt also ein<br />

paar Tausend Jahre vor Christus und geht<br />

der Frage der Herkunft Europas nach.<br />

Bescheiden schrieb mir der Autor Prof.<br />

Bernhard Braun: „Was ich schreibe, sind<br />

eigentlich keine<br />

Neuigkeiten.<br />

Das ist alles in<br />

den einschlägigen<br />

Wissenschaften hinlänglich<br />

bekannt. Was es aber bisher noch<br />

nicht gibt, ist, dass jemand die verschiedenen<br />

Wissensfelder – also Geschichte,<br />

Kunst, Architektur, Philosophie, Wissenschaft,<br />

Politik und Geschichte aller<br />

drei Religionen – zusammenführt, dazu<br />

musste man bisher mindestens zehn<br />

Bücher lesen, die zudem alle im wissenschaftlichen<br />

Jargon geschrieben sind.“<br />

Bernhard Brauns Spurensuche nach der<br />

Herkunft Europas ist ein so kluges Buch,<br />

das flott geschrieben ist und manchmal<br />

zur Erheiterung der Leser sogar ein wenig<br />

flapsig daherkommt. Und dabei Wissen<br />

vermittelt, mit dem man gut und gerne<br />

auch Leute erstaunen kann – wussten<br />

Sie z. B., dass der Titel der Päpste „Pontifex<br />

Maximus“ 2700 Jahre alt ist, dass<br />

der Parthenon in Athen eigentlich das<br />

griechische Fort Knox war oder dass die<br />

Olympischen Spiele 393 n. Chr. vom byzantinischen<br />

Kaiser Theodosius als heidnische<br />

Kulte (!) verboten wurden? Ein<br />

Lesevergnügen, das bildet, das viele neue<br />

Sichtweisen ermöglicht und das dabei<br />

auch noch immer wieder erheitert.<br />

Liebe Menschen, alle drei Bücher – Roman,<br />

Märchen, Sachbuch – lege ich Ihnen<br />

ans Herz, alle drei Bücher sind ideale Geschenkbücher,<br />

weil sie die Beschenkten<br />

ehren. Alle drei Bücher laden zu Zeitreisen<br />

ein, die berührend, unterhaltsam und<br />

lehrreich sind.<br />

Ich wünsche Ihnen eine gute Reise – und<br />

kommen Sie gut in die Gegenwart zurück.<br />

Herzlich<br />

Barbara Brunner<br />

Georgi Gospodinov<br />

Zeitzuflucht<br />

336 Seiten, Hardcover, mit<br />

Schutzumschlag<br />

ISBN 978-3-351-03889-2<br />

€ 24,70<br />

Aufbau<br />

ET: 14. März<br />

E.T.A. Hoffmann<br />

Die Königsbraut und<br />

Das fremde Kind<br />

erzählt von Sophie Reyer,<br />

illustriert von Poul Dohle<br />

112 Seiten, Hardcover<br />

ISBN 978-3-451-03371-1<br />

€ 16,50<br />

Herder<br />

ET: 14. März<br />

Bernhard Braun<br />

Die Herkunft Europas<br />

Eine Reise zum Ursprung<br />

unserer Kultur<br />

ca. 560 Seiten, Hardcover,<br />

mit Schutzumschlag<br />

ISBN 978-3-8062-4437-3<br />

€ 36,–<br />

wbg Theiss<br />

30 <strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


© Alexander Müller<br />

Cornelia Fiechtl<br />

ist Klinische Psychologin, Gesundheitspsychologin sowie Yogalehrerin mit<br />

Schwerpunkt Yogatherapie. Während ihrer Tätigkeit in Kliniken und diversen<br />

Projekten wurde ihr bewusst, dass angewandte Behandlungsansätze oftmals<br />

„einseitig“ sind. Cornelia Fiechtl beschäftigt sich mit Themen wie achtsamem<br />

und intuitivem Essen sowie Körperrespekt und begleitet Personen zu einem<br />

gesunden Essverhalten. Sie unterrichtet Diätologen in Ausbildung, betreibt<br />

den Podcast ACHTSAM ESSEN: Wissen einer Ernährungspsychologin und die<br />

ACHTSAM ESSSEN AKADEMIE.<br />

Warum wir uns nichts verbieten,<br />

sondern umso mehr genießen sollten<br />

Advertorial<br />

Die Arbeit ist stressig? In der Beziehung gibt es Krach? Der<br />

eigene Körper entspricht nicht den Idealvorstellungen? Die<br />

Disziplin in Sachen Ernährung fehlt? Plötzlich ist da dieser<br />

innere Drang zu essen, der unkontrollierbar erscheint und<br />

sich z. B. in ungezügelten Essanfällen äußert. Ist dann eine<br />

ganze Tafel Schokolade aufgegessen oder eine ganze Kekspackung<br />

vernichtet, regen sich Schuldgefühle – warum hatte<br />

man sich nicht unter Kontrolle?<br />

Die Ernährungspsychologin Cornelia Fiechtl ist Spezialistin<br />

für emotionales Essverhalten. Sie kennt Anzeichen, Verhaltensweisen<br />

und auch die dunklen Gefühle, die mit dem Kontrollverlust<br />

beim Essen einhergehen. Mit Sachkenntnis geht<br />

sie den Gründen für emotionales Essverhalten nach, zeigt,<br />

warum psychischer und physischer Hunger nicht dasselbe<br />

sind, räumt mit dem<br />

Irrglauben auf, dass<br />

man der Lust auf Süßes<br />

und Fettiges nicht<br />

nachgeben darf, und<br />

begleitet alle, die einen<br />

Weg hin zu ungezwungener<br />

Ernährung frei<br />

von schlechtem Gewissen<br />

gehen wollen.<br />

Cornelia Fiechtl<br />

Food Feelings<br />

ca. 160 Seiten, Klappenbroschur<br />

978-3-218-01275-1, € 22,–<br />

K&S Gesundheit<br />

Leseprobe<br />

Der Begriff emotionales Essen meint, dass die Nahrungsaufnahme<br />

nicht durch körperliche Hungersignale, sondern<br />

durch Gusto oder Appetit, die eng mit Emotionen verknüpft<br />

sind, ausgelöst wird. (...) Emotionales Essen ist per se nichts<br />

Schlechtes: Wir alle haben den wohltuenden Effekt des Bewegungsprogramms<br />

„emotionales Essen“ bereits am eigenen Leibe<br />

gespürt: Hat man erst einmal den ersten Bissen genommen,<br />

verschwinden das Gedankenkreisen, die Traurigkeit oder der<br />

Ärger in einem geschmacklichen Urknall. Schon kurz darauf<br />

findet man sich in einer sanften emotionalen Hängematte aus<br />

Entspannung, Glückseligkeit und Genuss wieder. Ein paar Momente,<br />

in denen sich alles andere aufzulösen scheint. Belohnt<br />

durch einen Flash aus Glücksgefühlen wissen wir spätestens<br />

jetzt: Essen ist ein wohltuendes Wundermittel.<br />

Aus ernährungspsychologischer Perspektive<br />

widmet sich dieses Buch der Frage, woher das<br />

übermächtige Verlangen nach Essen kommt, wie<br />

es entsteht und warum der eigene Wille oder die<br />

Disziplin langfristig machtlos sind, wenn es ums<br />

Essen geht.<br />

Sehen Sie dieses Buch als Begleiter, der Ihnen dabei hilft, Heißhunger<br />

und Essdrang auf die Spur zu kommen und beides nachhaltig<br />

aufzulösen. Das Wort Begleiter verdeutlicht, dass dieses<br />

Buch keine psychologische Therapie, Psychotherapie oder Behandlung<br />

durch einen Arzt ersetzen kann. Aber es kann Sie auf<br />

Ihrem Weg zu einem gesunden Essverhalten unterstützen.<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22<br />

31


unterhaltsames für alle reisehungrigen<br />

„... und dann wurden wir vom Schwager unseres<br />

Taxifahrers zu seiner Hochzeit eingeladen und haben<br />

bis in den Morgen gefeiert!“<br />

Wer will nicht solche abenteuerlichen Geschichten aus dem Urlaub zum<br />

Besten geben? Mit den Challenges auf diesen Karten könntest du schon<br />

beim nächsten Urlaub eine solche Geschichte erleben. Im wunderbar<br />

handlichen Spielkartenformat passen 50 Kärtchen in jedes Handgepäck<br />

oder jeden Backpack hinein und sind so ein prima Reisebegleiter. Man<br />

kann sie überall anwenden, ob als willkommene Abwechslung oder<br />

lustigen Zeitvertreib im Strandurlaub oder als hilfreiches Werkzeug,<br />

um in eine fremde Kultur einzutauchen – die Herausforderungen<br />

sorgen für ungewöhnliche Erlebnisse, spannende Begegnungen und<br />

überraschende Gespräche. Für Reisefans und Urlaubshungrige sind sie<br />

damit ein perfektes Geschenk zum Abschied ins Abenteuer!<br />

Reiseabenteuer. 50 Challenges für unterwegs<br />

Spiel in Stülpdeckelschachtel, 51 Karten<br />

GTIN 4036442009895, € 7,– (UVP) I Groh Verlag, ET: 25. März<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

Bestens geeignet für Alleinreisende, Paare oder Gruppen<br />

50 ungewöhnliche, lustige und abenteuerliche<br />

Herausforderungen für den Reise-Alltag<br />

Challenges sorgen für Spaß, neue Erlebnisse und<br />

Begegnungen, Abenteuer und tolle Erinnerungen<br />

Handliches Karten-Format passt in jedes Handgepäck und<br />

jeden Rucksack<br />

Das Land mit den meisten Hotelzimmern ist: Italien!<br />

Hätten Sie’s gewusst? Dieses Buch vereint noch viele weitere kuriose<br />

Fakten, spannende Anekdoten und witzige Skurrilitäten, die Sie zum<br />

Staunen und Schmunzeln bringen werden. In einem bunten Potpourri<br />

werden historische Ereignisse und verblüffende Rekorde locker<br />

humorvoll beleuchtet. Die modern gestaltete Optik mit hübschen<br />

eingestreuten Illustrationen macht zusätzlich Lust, in dem Buch zu<br />

schmökern.<br />

Neben den umfangreichen Reiseführern ist es damit eine leichte und<br />

frische Ergänzung für Ihren Reisetisch – und das perfekte Mitbringsel<br />

für alle Reisebegeisterten! Ob als Überbrückung bis zum nächsten<br />

Jahresurlaub, als lockere Ergänzung zur Strandlektüre oder zum<br />

Abschied vor einer Weltreise – diese kleine Aufmerksamkeit wünscht<br />

Ihren lieben Menschen eine gute Reise und gesunde Wiederkehr!<br />

<br />

<br />

Für alle Reisehungrigen und Fans von skurrilen Geschichten<br />

Lockere Mischung aus spannenden Fakten, humorvollen<br />

Anekdoten und informativen Statistiken<br />

Unnützes Wissen übers Reisen<br />

ca. 112 Seiten, ISBN 978-3-8485-0119-9, € 9,30<br />

Groh Verlag, ET: 25. März<br />

32<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


DER WEG ZUM GLÜCK<br />

Wo lässt es sich besser durchatmen, Energie tanken und den<br />

seelischen Akku wieder aufladen als in der Natur? Wer sich nach<br />

der Natur sehnt, findet in diesem Aufsteller stimmungsvolle<br />

Aufnahmen von lichtdurchfluteten Wäldern, sattgrünen Wiesen<br />

und glasklaren Seen. Mit aufmunternden Zitaten und berührenden<br />

Impulsen lässt sich so die Natur direkt ins eigene Zuhause<br />

oder Büro transportieren.<br />

€ 10,30<br />

ISBN 978-3-8485-0107-6<br />

Erscheint am 25.03.<strong>2022</strong><br />

Passt in jeden Rucksack und ist ein toller Begleiter in den<br />

Bergen – ganz gleich, ob ein Gipfel gestürmt werden soll<br />

oder eine gemütliche Wanderung mit Kindern ansteht. Mit<br />

viel Platz für die schönsten Momente und alle wichtigen<br />

Fakten wie Höhenmeter, Länge der Wanderung, Wetter<br />

oder der Geheimtipp für die beste Einkehr. Ein Platz<br />

für den Hüttenstempel ist ebenfalls vorhanden.<br />

UVP € 10,00<br />

GTIN 4036442009932<br />

Erscheint am 25.03.<strong>2022</strong><br />

Imposante, schneebedeckte Gebirge, deren Gipfel in den Wolken versinken,<br />

saftige grüne Almwiesen, stille Seen und plätschernde Quellbäche, einzigartige<br />

Blumen und Tiere … Wer einmal die Natur „hoch droben“ für sich entdeckt<br />

hat, kehrt immer wieder zurück. Fotos (mit Ortsangaben!) von stimmungsvollen<br />

Berglandschaften in Österreich, Deutschland und der Schweiz lassen das<br />

Herz jedes Gipfelstürmers höherschlagen. Zitate rund um das Thema, Berge<br />

und Natur ergänzen die Bergfotos.<br />

€ 10,30<br />

ISBN 978-3-8485-0115-1<br />

Erscheint am 25.03.<strong>2022</strong>


Einfache Grundrezepte<br />

Allround-Helfer<br />

Wildkräuter-Basics<br />

Mit Anleitungs-Videos!<br />

© Wirlphoto.at<br />

Ossi Hejlek im Gespräch mit<br />

Claudia Schauflinger<br />

»Es gibt ein großes Bedürfnis<br />

unter Eltern, sich wieder mehr<br />

der Natur zuzuwenden«<br />

Claudia Schauflinger<br />

Zwiebel im Gepäck<br />

Familien-Hausmittel für unterwegs<br />

128 Seiten, Softcover mit Klappen<br />

978-3-99002-136-1, € 18,90 (A) | maudrich, ET: April<br />

Advertorial<br />

In welchen Bereichen sind Sie beruflich<br />

tätig? Einen großen Teil macht sicher<br />

kinderhausmittel.com aus ...<br />

Schauflinger: Mein Berufsalltag hat sich<br />

durch die Pandemie stark verändert, da<br />

ich vor Corona sehr intensiv Seminare<br />

und Workshops für Eltern abgehalten<br />

habe. Mittlerweile habe ich alles auf den<br />

Onlinebereich umgestellt, biete Webinare<br />

an. Ganz vergleichbar ist es nicht,<br />

da die praktischen Übungen bei Präsenzveranstaltungen<br />

den Eltern noch<br />

mehr Sicherheit geben – beispielsweise,<br />

wenn es darum geht, seinem Kind einen<br />

Verband anzulegen. Meine Workshops<br />

wurden vor Corona in Eltern-Kind-<br />

Zentren durchgeführt. Aber ich habe<br />

während der letzten Zeit auch sehr viel<br />

Zeit dem Schreiben gewidmet, freue<br />

mich schon sehr auf mein zweites Buch!<br />

Woher kommt Ihr Interesse und Ihr<br />

Wissen in puncto Hausmittel?<br />

Schauflinger: Ich bin in Oberösterreich<br />

am Land aufgewachsen – am Bauernhof<br />

meiner Großeltern – und wurde von<br />

klein auf durch das Leben in und mit der<br />

Natur geprägt. Meine beiden Schwestern<br />

und ich wurden in unserer Kindheit in<br />

Krankheitsfällen stets mit Hausmitteln<br />

begleitet. Als ich nach meinem IBW-<br />

Studium in Wien eine Familie gründete,<br />

war es selbstverständlich, dass auch<br />

ich bei meinen Kindern die Hausmittel<br />

anwendete. Es war mir damals noch<br />

nicht bewusst, welcher Schatz mir<br />

eigentlich mitgegeben worden war. Ich<br />

begann, mich an der Sebastian-Kneipp-<br />

Akademie in Bayern fortzubilden. Alle<br />

kannten die TCM – hingegen waren<br />

der Begriff und die Themen der TEM<br />

kaum geläufig. Dabei gibt es vieles aus<br />

der TCM auch in der Traditionellen<br />

Europäischen Medizin, vergleichbare<br />

Bewegungs- und Atemkonzepte etc.<br />

Trotzdem macht heute jeder Yoga (lacht).<br />

Hausmittel – bzw. das, was ich mache –<br />

ist am besten unter Erfahrungsmedizin<br />

zu subsumieren. Es ist das, was Laien –<br />

vorwiegend Frauen – seit Jahrhunderten<br />

in ihren Familien praktiziert haben. Die<br />

Erfahrungen wurden stets an die nächste<br />

Frauengeneration weitergegeben.<br />

Sie haben ja bereits einen Ratgeber bei<br />

Maudrich veröffentlicht, in dem es eben<br />

um diese Haumittel geht: Bäuchlein-Öl<br />

und Zwiebelsocken. Wie lief das Buch?<br />

Schauflinger: Ich hatte schon vor dem<br />

Buch sehr viele Zugriffe auf meinem<br />

Blog. Ob auch ein Buch zu dem Thema<br />

34<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


die natürliche reiseapotheke für die ganze familie<br />

auf Interesse stößt, da war ich mir<br />

unsicher. Maudrich vertraute darauf<br />

und bekam Recht. Das Interesse am<br />

Thema und am Buch sowie die Verkäufe<br />

waren großartig! Es gibt einfach ein<br />

großes Bedürfnis unter Eltern, sich<br />

wieder mehr der Natur zuzuwenden.<br />

Demgegenüber ging viel Wissen in<br />

den letzten Jahrzehnten verloren.<br />

Meine Bücher schließen diese Lücke.<br />

Ich versuche, bewährte Rezepte und<br />

Herangehensweisen weiterzugeben –<br />

das ist mir ein großes Anliegen!<br />

Es geht aber nicht nur ums Behandeln<br />

von Krankheiten ...?<br />

Schauflinger: Natürlich sind es<br />

einerseits Mittel wie Essigpatscherl,<br />

die ein Kind bei seiner Gesundung<br />

unterstützen. Andererseits ist es die<br />

Zeit, die wir dabei mit und für das<br />

Kind aufwenden, die Zuwendung und<br />

Zuneigung, das Für-das-Kind-Dasein.<br />

Diese Dinge brauchen die Kinder<br />

ungemein. Moderne Eltern nehmen<br />

sich wieder mehr Zeit für ihre Kinder<br />

– Schnellbehandlung mittels starker<br />

Medikation ist längst nicht mehr das<br />

Maß aller Dinge. Ich freue mich sehr<br />

darüber, dass ich immer wieder von<br />

Kinderärzt:innen eingeladen werde,<br />

um in deren Praxen Vorträge zu halten.<br />

Das ist ein schönes Zeichen für die<br />

Wertschätzung gegenüber dem Einsatz<br />

von Hausmitteln – für das Hand in Hand.<br />

Der Name Ihres neuen Buches sagt ja<br />

klar, worum es geht: Zwiebel im Gepäck.<br />

Es geht um die Hausmittelanwendung,<br />

wenn man auf Reise ist – wenn man so<br />

mag, die familiäre Reiseapotheke.<br />

Schauflinger: Genau, es geht ums<br />

Unterwegssein. Es ist mir dabei ein<br />

Anliegen, auch zu vermitteln, welche<br />

kreativen Möglichkeiten es gibt, wenn<br />

man nicht zu Hause ist und seinen<br />

Schrank mit allen Mittelchen nicht<br />

dabeihat. Welche Dinge kann man wie<br />

umfunktionieren, damit sie bei Bedarf<br />

schnell helfen und somit eine rasche<br />

Gesundung unterstützen.<br />

Das Inhaltsverzeichnis zeigt, dass Sie<br />

ein großes Spektrum an Einsatzmöglichkeiten<br />

abhandeln – von Insektenstichen<br />

über Bauchweh bis hin zu Hautproblemen,<br />

Erkältung und Fieber ...<br />

Schauflinger: Alles, was im Urlaub<br />

passieren kann – wenn man mit Kindern<br />

unterwegs ist ... Mit dem Buch ist man für<br />

viele Eventualitäten gut gerüstet.<br />

Bei allen Tipps gibt es auch grüne und<br />

rote Hinweis-Kästchen.<br />

Schauflinger: Die roten Achtung-Kästchen<br />

warnen vor möglichen schwerwiegenderen<br />

Folgen. Die grünen verstehen<br />

sich hingegen mehr als Mindset-<br />

Tipps. Einerseits sind es Ratschläge<br />

für die Eltern selbst, andererseits sind<br />

es Hilfestellungen, um die Kinder auf<br />

Augenhöhe in problematischen Situationen<br />

zu begleiten und liebevolle,<br />

psychologische Unterstützung zu bieten.<br />

Das ist mir sehr wichtig!<br />

Danke für das Gespräch!<br />

Sanfte Medizin für die Wechseljahre<br />

Mit Kräutern und Hausmitteln wieder in Balance<br />

Nathalie Rosenegger<br />

Wohlfühlen in den Wechseljahren<br />

Mit Kräutern und Hausmitteln in Balance<br />

<strong>2022</strong>, 164 S., Softcover mit Klappen<br />

978-3-99002-137-8, € 19,90 (A)<br />

maudrich<br />

Beschwerden und Begleiterscheinungen, die während der Wechseljahre<br />

auftreten können, sanft, aber effizient behandeln: Da helfen einfache<br />

und schnelle Mittel mit Zutaten aus Haushalt und Natur. Dieses<br />

Buch zeigt, wie die Anwendung von Kräutern, Bienenprodukten,<br />

Aromatherapie und bewährten Hausmitteln körperliche und seelische<br />

Dysbalancen ausgleichen kann.<br />

• Das komplexe Zusammenspiel der Hormone verständlich erklärt<br />

• Erprobte Rezepte mit leicht erhältlichen Zutaten<br />

• Praktische Hinweise zur Zubereitung und Anwendung<br />

• Ganzheitliche Tipps für den Alltag<br />

Nathalie Rosenegger<br />

ist Praktikerin für Traditionelle Europäische Medizin und seit vielen<br />

Jahren als Heilmasseurin in einem Wiener Krankenhaus tätig. In ihre<br />

Arbeit fließen Aus- und Weiterbildungen in TCM, Kinesiologie sowie<br />

Inkontinenz- und Osteoporoseprophylaxe ein.<br />

www.facultas.at/maudrich


sonderthema reise<br />

Wo das Herz Italiens schlägt<br />

Gärten, Geister und Giganten<br />

Julia Lorenzer<br />

Lesereise Umbrien<br />

132 Seiten, Hardcover<br />

ISBN 978-3-7117-1111-3<br />

€ 16,– | Picus<br />

Stefanie Bisping<br />

Lesereise Nordirland<br />

132 Seiten, Hardcover<br />

ISBN 978-3-7117-1110-6<br />

€ 16,– | Picus<br />

Umbrien gilt als Land der dunklen Wälder und der mittelalterlichen<br />

Burgen, außerdem ist die Region im Herzen der<br />

Apennin-Halbinsel als Heimat großer Heiliger und bedeutender<br />

Künstler bekannt. Julia Lorenzer geht nicht nur den<br />

alten Umbrien-Klischees auf den Grund, sondern taucht nebenbei<br />

auch in das quirlige Studentenleben der Hauptstadt<br />

Perugia ein und spaziert zum Mittelpunkt Italiens. Sie erzählt<br />

von den Ursprüngen umbrischer Schokolade, Angorawolle<br />

und Keramik, besucht das kleinste Theater, die kleinste Republik<br />

und die angeblich lebenswerteste Stadt der Welt. Ihre<br />

Reise führt hinauf in die karge Hochebene von Castelluccio,<br />

durch das Tiber- und das Neratal und schließlich durch den<br />

unergründlichen umbrischen Nebel, der am Ufer des Trasimener<br />

Sees seine Geheimnisse enthüllt.<br />

Nordirland ist Heimat der Troubles und der Titanic, ein Pilgerziel<br />

für Fans der Fernsehserie „Game of Thrones“ und für<br />

Verehrer von Poeten und Schriftstellern wie Seamus Heaney<br />

und C. S. Lewis. Dazu besitzt der Nordosten Irlands einige<br />

der berückendsten Gärten und Küstenlandschaften der mit<br />

Schönheit so reich gesegneten Insel. Viel hat sich getan, seit<br />

der Friedensprozess in Nordirland auf den Weg gebracht<br />

wurde. Das einst von Unruhen erschütterte Belfast ist zur<br />

attraktiven Miniatur-Metropole geworden, in der heute nur<br />

noch Besucherzahlen explodieren. Irisches Erbe, englische<br />

Einflüsse, eine wechselvolle Geschichte und der Wille der<br />

Menschen zum Blick nach vorn machen die Faszination<br />

Nordirlands aus.<br />

Legendäre Roadtrips<br />

ohne Flieger entdecken<br />

Wandern und herrliche Ausblicke<br />

auf Südtirols Landschaft entdecken<br />

Roland F. Karl, Andrea Willen<br />

Die Welt erleben in Europa<br />

Wüste, Pyramiden &<br />

55 weitere überraschende Ziele<br />

ohne Flieger entdecken<br />

ca. 192 Seiten, Hardcover<br />

ISBN 978-3-7343-2541-0<br />

€ 23,70 | Bruckmann<br />

ET: 29. April<br />

Lassen Sie sich mit diesem Ausflugsführer zu außergewöhnlichen<br />

Erlebnissen und kuriosen Sehenswürdigkeiten in Europa entführen,<br />

die jedes Fernweh heilen: Einmal vogelfrei über die Dächer<br />

von Wien spazieren. Bei einer persönlichen Elefantenstunde den<br />

einzigartigen Lauten lauschen. Bei einem Fotoshooting am Bergsee<br />

Syri I Kalter die magische Quelle erfühlen. Europa ist voller<br />

Abenteuer und regionaler Vielfalt, sodass jeder Reisetag zum Erlebnis<br />

wird. Entdecken Sie mit diesem Ausflugführer der besonderen<br />

Art Ihre nächsten Gänsehautmomente, die im Herzen bleiben.<br />

Anja Eichelsdörfer<br />

Die schönsten Aussichtsplätze<br />

in Südtirol<br />

ca. 144 Seiten, Softcover<br />

ISBN 978-3-85256-858-4<br />

€ 15,– | Folio<br />

ET: 15. März<br />

Rund 40 Wandertipps zu den<br />

schönsten und aufregendsten Aussichtspunkten<br />

des Landes verheißen<br />

einmalige Erlebnisse: In einem<br />

der Sessel des „Knottnkinos“ bei<br />

Vöran sitzend über das von Bergen<br />

gerahmte Etschtal blicken; die<br />

mystische Welt der „Stoanernen<br />

Mandln“ durchschreiten und über<br />

Langkofel, Brenta, Ortler- und Texelgruppe<br />

schauen; durch die Rastenbachklamm<br />

mit ihren Wasserfällen<br />

steigen und, oben angelangt, von Altenburg<br />

aus den Kalterer See auf sich<br />

wirken lassen; am 2500 Meter hohen<br />

Gitschberg bei Meransen mehrere<br />

Hundert Gipfel zählen oder das<br />

perfekte Dolomiten-Panorama von<br />

den UNESCO-Welterbe-Terrassen in<br />

Gröden und in Prags genießen ...<br />

Jede der einfachen bis mittelschweren<br />

Wanderungen führt durch herrliche<br />

Landschaften und verspricht<br />

atemberaubende Ausblicke.<br />

36 <strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


WUNDERBAR<br />

WANDERBAR<br />

JETZT BESTELLEN<br />

Tel.: +49 211 8 60 52 34<br />

vertrieb@droste-verlag.de<br />

Oder bei Ihrer<br />

Verlagsvertretung<br />

ISBN 978-3-7700-2316-5 | 17,50 Euro<br />

ISBN 978-3-7700-2335-6 | 17,50 Euro


eine einladung zur umsicht<br />

© S. R. Ayers<br />

© Jasmin Walter<br />

Teresa Petrovitz im Gespräch mit<br />

Kremayr-Scheriau-Verlagsleiterin Mag. Stefanie Jaksch (li)<br />

und Autorin Maria Kapeller (re)<br />

K&S Um/Welt – die neue Reihe aus<br />

dem Kremayr & Scheriau Verlag<br />

Advertorial<br />

Frau Jaksch, wie geht es Ihnen und<br />

dem Kremayr & Scheriau Verlag nach<br />

diesem langen Winter?<br />

Jaksch: Insgesamt gut. Wir hatten<br />

einen spannenden Winter und ein<br />

super Herbstprogramm, mit vielen<br />

Veranstaltungen und sehr guten<br />

Verkäufen, was wirklich sehr schön ist.<br />

Es war aber auch wahnsinnig intensiv,<br />

und wir sind jetzt alle gerade etwas<br />

müde, was man in der Verlagsbranche ja<br />

nicht so einfach zugibt bzw. zugeben darf<br />

(lacht). Wir hätten uns aber trotzdem<br />

sehr auf Leipzig gefreut und sind gerade<br />

am Überlegen, wie wir diesbezüglich<br />

weiter vorgehen, ob wir nicht doch<br />

nach Leipzig fahren, um die eine oder<br />

andere Veranstaltung zu besuchen und<br />

Kontakte zu treffen. Dennoch kann ich<br />

die Absage selbstverständlich verstehen.<br />

Trotz der anstrengenden Zeit haben Sie<br />

ein wunderbares Frühjahrsprogramm<br />

entwickelt. Im Editorial schreiben Sie:<br />

„Kremayr & Scheriau schimmert in<br />

allen Farben, in denen sich das Licht<br />

in einem Prisma bricht.“ Mit diesen<br />

Farben sind auch die neuen Reihen<br />

gemeint, die Sie herausbringen.<br />

Jaksch: Ja, wir sind voller Tatendrang<br />

und schon sehr gespannt, wie das<br />

Frühjahrsprogramm ankommen wird.<br />

Ich denke grundsätzlich gerne in Reihen,<br />

bin in dieser Hinsicht vielleicht auch eine<br />

Art Dinosaurier in der Verlagsbranche,<br />

in der generell doch in erster Linie an<br />

die Verkaufszahlen einzelner Titel und<br />

weniger in größeren inhaltlichen Bögen<br />

gedacht wird. Die zwei Themen, die wir<br />

für unsere Reihen gewählt haben, sind<br />

Umwelt und Gesundheit.<br />

Wir interessieren uns heute vor allem<br />

für die neue Reihe K&S Um/Welt.<br />

Betitelt ist sie als „eine Einladung zur<br />

Umsicht“. Mit welchen Ansprüchen ist<br />

die Reihe für Sie verbunden?<br />

Jaksch: Ausgangspunkt waren zwei<br />

wichtige Leitmotive unseres Verlags:<br />

Zum einen ist das das Zuhören und zum<br />

anderen die Überlegung, wie wir denn<br />

leben wollen, sowohl miteinander als<br />

auch füreinander. Mit Blick auf die Um/<br />

Welt-Reihe veröffentlichen wir drei neue<br />

Bücher: Maria Kapellers Lovely Planet,<br />

Timo Küntzles Landverstand und<br />

Bettina Ludwig mit Unserer Zukunft auf<br />

der Spur. Sie haben alle drei stimmig in<br />

dieses Bild gepasst und verdichtet, was<br />

als Idee bereits da war.<br />

38 <strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


eine einladung zur umsicht<br />

Mit Lovely Planet ist ein Reiseführer<br />

der anderen Art Teil der Reihe. Frau<br />

Kapeller, Ihr Buch ist eine Reflexion<br />

über eine verantwortungsvollere Form<br />

des Reisens und eine Kritik am Reisen<br />

in der Überflussgesellschaft und Konsumkultur.<br />

Seit wann machen Sie sich<br />

Gedanken über das Reisen und wie sieht<br />

Ihre persönliche Reisegeschichte aus?<br />

Kapeller: Zu reisen begonnen habe ich<br />

relativ spät. Ich komme aus einer Familie,<br />

in der nicht wie selbstverständlich von<br />

A nach B geflogen wurde. Nach meinen<br />

ersten beiden großen Reisen − mit 18<br />

war ich einen Monat in den USA, mit<br />

19 ein halbes Jahr in Nordirland − habe<br />

ich Blut geleckt. Ich bin von Anfang<br />

an immer in die Kultur des jeweiligen<br />

Landes eingetaucht und habe vor Ort<br />

gelebt. Während des Studiums habe<br />

ich dann zu schreiben begonnen, bald<br />

auch als Reisejournalistin. Das war die<br />

Zeit des Billig- und Viel-Reisens. Gerade<br />

auf Pressereisen für klassische Medien<br />

wurde mir immer klarer, wie viel Inszenierung<br />

und wie viel Wegsehen mit dem<br />

Reisen und dem Reisejournalismus<br />

verbunden war. Ich habe das Reisen<br />

immer kritischer betrachtet, mir vieles<br />

notiert. Ich war z. B. in Hanoi, hatte viel<br />

Spaß, und nachts beim Heimkommen<br />

sah ich, dass der Hotel-Mitarbeiter hinter<br />

der Rezeptionstheke am Boden schlief ...<br />

In Ihrem Buch schreiben Sie: „Wir<br />

zerreißen die Welt, indem wir sie<br />

‚zer-reisen’“. Wo liegen für Sie die<br />

dringlichsten Probleme?<br />

Kapeller: Über allem stehen sicherlich<br />

die Häufigkeit und Selbstverständlichkeit,<br />

mit der wir reisen. Aus ökologischer<br />

Sicht ist es die Erderwärmung, bei jeder<br />

Reise machen Anreise und Rückreise bis<br />

zu 80 % des gesamten CO2-Ausstoßes<br />

aus. Hinzu kommen Umweltverschmutzung<br />

und Luftverschmutzung. Jeder, der<br />

reist, hinterlässt im Zielland bis zu 2 kg<br />

Müll pro Nacht. Problematisch ist zudem<br />

der Bodenverbrauch, sei es die dritte Piste<br />

am Flughafen, die gebaut wird, oder<br />

dass ständig Hotels aus dem Boden gestampft<br />

werden. Auch Wasserverbrauch<br />

ist ein Thema, gerade auf Inseln.<br />

Und in sozialer Hinsicht?<br />

Kapeller: Reisen ist eine Fortsetzung der<br />

allgemein herrschenden Ungleichheit,<br />

das reicht von unmenschlichen Arbeitsbedingungen<br />

und schlechten Löhnen<br />

im Tourismus bis zur Beschneidung<br />

von Rechten, wenn etwa Fischern<br />

aufgrund eines Hotels der Zugang<br />

zum Meer genommen wird. Probleme<br />

haben wir auch vor der eigenen<br />

Haustüre, wie man in Städten wie<br />

Salzburg in puncto Übertourismus<br />

beobachten kann. Interessant ist, dass<br />

aus psychologischer Sicht niemand mit<br />

diesen Dynamiken zufrieden ist, weder<br />

die Reisenden selbst, die sich nicht mehr<br />

als Menschen, sondern nur noch als<br />

Nummer wahrgenommen fühlen, noch<br />

die Bevölkerung, die oft ein Gefühl der<br />

Entfremdung in ihrer Heimat entwickelt.<br />

Was glauben Sie, können wir anders<br />

machen?<br />

Kapeller: Mein Buch sollte in erster<br />

Linie ein Versuch sein, hinzusehen, die<br />

Probleme ausfindig zu machen und<br />

Denkräume zu öffnen. Beeindruckt hat<br />

mich bei meinen Recherchen insbesondere<br />

Niko Paech, ein Postwachstums-<br />

Ökonom, der darauf hinweist, wie viel<br />

an CO2-Ausstoß jedem von uns zusteht.<br />

Umgemünzt auf das Fliegen bedeutet<br />

das, dass jedem von uns im ganzen<br />

Leben maximal ein bis zwei längere<br />

Flüge zustehen. Mit diesen Ansichten<br />

wird er oft als radikal hingestellt.<br />

Radikal sind seiner und auch meiner<br />

Meinung nach aber nicht seine Thesen,<br />

radikal ist das, was mit der Umwelt<br />

geschieht. Bei all den unterschiedlichen<br />

Ansichten in der Expertenschaft gab es<br />

jedenfalls einen gemeinsamen Nenner:<br />

Was wir zuallererst tun sollten, ist unser<br />

Bewusstsein ändern. Es tut uns allen<br />

gut, hinzusehen und unser Verhalten zu<br />

überdenken. Mit einer anderen Haltung<br />

können wir auch als Einzelne aktiv<br />

werden und tatsächlich etwas ändern −<br />

und dazu wollte ich etwas beitragen.<br />

Herzlichen Dank für das Gespräch!<br />

Maria Kapeller: Lovely Planet<br />

224 Seiten, 978-3-218-01224-9<br />

ET: 24. März<br />

Timo Küntzle: Landverstand<br />

304 Seiten, 978-3-218-01290-4<br />

ET: 24. März<br />

Bettina Ludwig<br />

Unserer Zukunft auf der Spur<br />

ca. 176 Seiten, 978-3-218-01309-3<br />

ET: 21. April<br />

jeweils:<br />

Format 13,5 x 21,5 cm<br />

kartoniert, mit integriertem Lesezeichen<br />

€ 23,– | K&S Um/Welt<br />

Auch als E-Book erhältlich<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22<br />

39


sonderthema reise<br />

Österreich einmal anders kennenlernen<br />

Durch das Herz der „Grünen Mark“<br />

Brigitte Huber<br />

Rundumadum<br />

Am Rand vom Land<br />

ca. 200 Seiten, zahlr. Abb.,<br />

Softcover<br />

ISBN 978-3-99103-010-2<br />

ca. € 19,90 | Kral<br />

ET: 15. Mai<br />

Johann Dormann,<br />

Anni und Alois Pötz<br />

Gehmütliche Steiermark<br />

Wandern, entdecken, genießen<br />

ca. 282 Seiten, durchgehend<br />

farbig bebildert, Softcover<br />

ISBN 978-3-7025-1050-3<br />

ca. € 24,–<br />

Verlag Anton Pustet<br />

ET: 31. März<br />

Brigitte Huber wollte immer schon wissen, was sich rund um die<br />

Grenzen Österreichs verbirgt. Nun hat sie ihrem Wunsch nachgegeben<br />

und das Land in einer Rundtour von Ost nach West und wieder<br />

zurück bereist. So unterschiedlich sich die Landschaften im Inneren<br />

zeigen, so facettenreich ist auch der Blick zur und über die Grenze.<br />

Die Reise zu den Rändern Österreichs steht stellvertretend für die<br />

Vielfalt von Landschaft, Kultur und Bewohnern des ganzen Landes.<br />

Bei ihrer Rundreise ist eine Sammlung von Streifzügen herausgekommen,<br />

die ein abwechslungsreiches Bild zeigen. Sind doch gerade<br />

die Regionen an der Grenze meist kleine, feine und stille Plätze,<br />

die dazu einladen, entdeckt zu werden.<br />

Gemeinsam mit Johann Dormann erkunden Anni und Alois<br />

Pötz die attraktive „Mitte“ zwischen dem obersteirischen<br />

Dachstein und dem Grenzland im Süden mit seinen Weinstraßen.<br />

Wir begleiten sie auf ge(h)mütlichen Wegen abseits<br />

von touristischen Trampelpfaden zu ganz besonderen Ausflugszielen,<br />

z. B. auf den Spuren von Kaiser Karl I. im Joglland,<br />

zur Obstblüte in Pöllau und im Apfelland, zu romantischen<br />

Schlössern und geschichtsträchtigen Klöstern, durch das<br />

UNESCO-Weltkulturerbe Graz, in die Heimat der eleganten,<br />

weltberühmten Lipizzaner, auf Almen mit Panoramablick,<br />

zu den Hängenden Gärten der Sulamith in St. Kathrein, in<br />

ein österreichweit einzigartiges Theaterdorf, zu kreativen<br />

Bauwerken von Friedensreich Hundertwasser u. v. m.<br />

Im Buch sind, wie in den vorangegangenen Bänden, praktische<br />

Gutscheine enthalten.<br />

Die Liebeserklärung eines Weltenbummlers<br />

an seine Heimatstadt<br />

Perfekte Entscheidungshilfe für alle, die<br />

gerne planen, aber wenig Zeit haben<br />

Michael Schottenberg<br />

Wien für Entdecker<br />

Schotti to go<br />

224 Seiten, zahlreiche Abb.,<br />

Hardcover<br />

ISBN 978-3-99050-221-1<br />

ca. € 25,– | Amalthea<br />

ET: 12. Mai<br />

Alexandra Gruber,<br />

Wolfgang Muhr<br />

Spontan mit Plan. Wien<br />

ca. 208 Seiten, Softcover<br />

ISBN 978-3-222-13698-6<br />

€ 25,– | Styria<br />

ET: 28. März<br />

Wien ist Orient und Okzident, Gemütlichkeit und Perfidie,<br />

eine Melange aus himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt,<br />

eine Personalunion zwischen Ratte und sinkendem<br />

Schiff. Reisephilosoph Michael Schottenberg hat eine besondere<br />

Beziehung zu der Stadt, in deren schummrig beleuchteten<br />

Nachkriegsgassen er einst das Licht der Welt erblickte. Mit<br />

liebevoller Zuneigung und doch kritischem Blick trifft er hier<br />

neben Wiener Grant und Heurigenglück auf alteingesessene<br />

Originale, versteckte Friedhöfe und Märkte sowie bewegende<br />

Orte der Erinnerung ...<br />

Alexandra Gruber und Wolfgang Muhr verraten hier ihre<br />

Lieblingsorte und Erlebnisse, die zum Loslassen und Ankommen<br />

inspirieren. Entdeckertipps für spontane Abstecher,<br />

zum Beispiel eine Tour durch die beeindruckende<br />

Graffitiszene des Donaukanals, mit dem Faxi durch das<br />

Wien des Jugendstils oder Inspirationen für Begegnungen<br />

mit „echten“ Wienern. Originelle Kulinariktipps und<br />

Vorschläge für spontane Planänderungen runden den<br />

perfekten Wien-Moment ab.<br />

40 <strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


MIT<br />

111 ORTEN<br />

URLAUB VOR DER<br />

EIGENEN HAUSTÜR<br />

MACHEN!<br />

ISBN 978-3-7408-0137-3 ISBN 978-3-7408-1199-0 ISBN 978-3-7408-1213-3 ISBN 978-3-7408-1431-1<br />

ISBN 978-3-7408-1464-9<br />

ISBN 978-3-95451-318-5 ISBN 978-3-95451-834-0 ISBN 978-3-7408-1077-1 ISBN 978-3-7408-0140-3<br />

ISBN 978-3-7408-0843-3<br />

ISBN 978-3-7408-1570-7<br />

ISBN 978-3-7408-1074-0 ISBN 978-3-7408-0844-0 ISBN 978-3-7408-1078-8<br />

ISBN 978-3-7408-1309-3


© Conbook Verlag<br />

Ossi Hejlek im Gespräch mit<br />

Conbook-Verleger<br />

Matthias Walter<br />

»Die Krise hat auch uns im Verlag<br />

verändert – unsere Denk- und<br />

Herangehensweise bei der Planung<br />

von Reisebüchern«<br />

Veronika Wengert, Jörg Dauscher<br />

Nachtzugreisen<br />

Die schönsten Strecken Europas<br />

ca. 224 S., Hardcover, 978-3-95889-416-7<br />

€ 25,70 (A), Conbook, ET: Mai<br />

Wie geht es dem Conbook Verlag in<br />

diesen schwierigen Zeiten?<br />

Walter: Heute mittlerweile besser als vor<br />

einem Jahr. Nach dem katastrophalen<br />

ersten Coronajahr hofften wir, 2021<br />

wieder einiges am Reisebuchmarkt<br />

nach vorne bringen zu können. Nach<br />

zwei düsteren ersten Monaten merkten<br />

wir 2021 dann langsam, dass mit den<br />

richtigen Konzepten – im Rahmen dessen,<br />

was am Reisebuchmarkt möglich ist<br />

– doch wieder einiges zu bewegen war.<br />

Wir brachten beispielsweise den Reise-<br />

Bildband In Deutschland um die Welt.<br />

Abenteuer aus allen Kontinenten, für<br />

die wir nicht in die Ferne reisen müssen<br />

heraus. Das Werk wurde jetzt aktuell<br />

auch mit dem ITB Award ausgezeichnet.<br />

Der Erfolg mit diesem Buch ließ uns<br />

auf einen wieder vorhandenen Markt<br />

vertrauen. Wir merkten auch, dass Reiseerzählungen<br />

gut funktionieren, da diese<br />

weniger von der tatsächlichen Durchführung<br />

einer Reise abhängen. In unserem<br />

Frühjahrsprogramm <strong>2022</strong> bewegen<br />

wir uns mit unseren Publikationen<br />

thematisch nicht aus Europa heraus.<br />

Wir sind sehr zuversichtlich, da auch die<br />

Vorbestellungen wieder stärker sind.<br />

Trotzdem war und ist es problematisch?<br />

Walter: Conbook kommt aus der Ecke<br />

„Fremde Länder und Kulturen“, also<br />

Fernreisen – ein großer Themenbereich<br />

umfasste Asien. Die Backlist leidet<br />

seit März 2020. Die Titel haben sich<br />

bis heute nicht erholt. Das ist wirklich<br />

ärgerlich. Problematisch ist, dass wir<br />

nun ohne diesen Umsatzsockel aus<br />

den Backlistverkäufen neue Konzepte<br />

entwerfen und Produktionen neuer Titel<br />

vorfinanzieren müssen. Wir hatten einige<br />

Reihen, konnten früher gute Backlistumsätze<br />

generieren, waren gar nicht so<br />

stark von Novitäten getrieben. Das gilt<br />

seit zwei Jahren nicht mehr. Außerdem<br />

kämpfen wir mit der Überalterung.<br />

So sehr veralten die Titel doch nicht ...<br />

42<br />

Walter: Damit gemeint ist weniger<br />

das inhaltliche Veralten. Es ist aber<br />

natürlich schwer, Titel, denen in<br />

Coronazeiten der Markt entzogen<br />

wurde, wieder hervorzuholen. Dafür<br />

ist die Anzahl neuer Bücher zu groß.<br />

Und Sie haben vollkommen recht:<br />

Ein Kulturreiseführer Japan ist zwei<br />

Jahre nach Erscheinen noch genauso<br />

aktuell, so schnell verändern sich die<br />

Kulturen nun auch wieder nicht. Außer<strong>sortimenterbrief</strong><br />

3/22


dem aktualisieren wir unsere Titel in<br />

regelmäßigen Abständen. Sonst hätten<br />

wir Longseller, wie den Fettnäpfchenführer<br />

Japan, nicht zwölf Jahre lang sehr gut<br />

verkaufen können.<br />

Es gilt also, viel Neuaufbauarbeit im<br />

Programm zu leisten?<br />

Walter: Wir können nicht einfach<br />

weitermachen wie vor der Krise. Es<br />

gilt einmal mehr, in neue kreative<br />

Konzepte zu investieren und diese mutig<br />

auszuprobieren. Das war beispielsweise<br />

beim erwähnten Titel In Deutschland um<br />

die Welt der Fall. Der war nicht geplant,<br />

sondern eine Reaktion auf die Krise.<br />

Andererseits haben wir viel Geplantes<br />

verschoben und schnell unseren gesamten<br />

Produktionsoutput verkleinert.<br />

Und ja: Die Krise hat auch uns im<br />

Verlag verändert – unsere Denk- und<br />

Herangehensweise bei der Planung von<br />

Reisebüchern. Man muss nicht immer in<br />

die Ferne reisen, um kreative, exotische<br />

Inhalte zu bieten. Wir werden mehr für<br />

Deutschland und Europa machen –<br />

Fernziele werden mit oder ohne Corona<br />

im Programm reduziert.<br />

Welches Programmkonzept verfolgen<br />

Sie aktuell?<br />

Walter: Einerseits sind<br />

viele Titel eine Antwort<br />

auf die neuen Anforderungen<br />

am Reisemarkt.<br />

Andererseits haben wir<br />

aber den Anspruch,<br />

dass jeder einzelne Titel<br />

unique, besonders wertvoll<br />

und stimmig ist, seine<br />

Existenzberechtigung und<br />

seine spezielle Zielgruppe<br />

hat. In unserem Programm<br />

sollen sich besondere<br />

Werke finden. Wir haben<br />

viele Ideen – doch müssen<br />

wir im Moment viel<br />

schneller die Publikationen<br />

realisieren, als wir es<br />

historisch gewohnt sind.<br />

Außerdem ist es in diesen<br />

kreative konzepte machen uns zuversichtlich<br />

Tagen noch schwerer vorauszusehen,<br />

was in acht Monaten am Reisebuchmarkt<br />

funktionieren wird ...<br />

Eine Ihrer Ideen ist die neu erscheinende<br />

Reihe Reise-Hacks ...<br />

Walter: Wir nennen die Reise-Hacks<br />

auch „geschenkfähige Bücher“. Im<br />

April erscheinen fünf Bände: Reise-<br />

Hacks für Hundemenschen, für Laufbegeisterte,<br />

für frisch gebackene Eltern,<br />

für Klimabewusste und auch für<br />

Nackte. Beispielsweise ist Nudismus<br />

im Reisebereich ein wachsendes, heute<br />

schon großes Thema. Die FKK-Szene<br />

wird jünger, der Trend, Freikörperkultur<br />

zu leben, wächst stetig. Die Bücher haben<br />

einen hohen Nutzwert, sind Ratgeber<br />

für die jeweiligen Zielgruppen – auch<br />

mit einem gewissen Augenzwinkern.<br />

Die Titel sind alle vollfarbig und<br />

illustriert. Wenn die ersten Bände so gut<br />

ankommen, wie wir uns das vorstellen,<br />

haben wir eine lange Liste für weitere<br />

Themen in der Schublade. Wir haben<br />

das Konzept für die Reihe selbst im<br />

Verlag entwickelt und große Freude bei<br />

der Arbeit an den Büchern.<br />

Nachtzugreisen werden auch zum<br />

Trendthema am Reisesektor?<br />

Anita Vetter, Reise-Hacks für Hundemenschen, ca. 96 S., Hardcover,<br />

978-3-95889-419-8, € 10,30 (A), Conbook, ET: April<br />

Sandy Neumann, Speiseführer Südfrankreich, 30 typische Speisen, ein Blick in die<br />

Töpfe und Tipps für Märkte und Restaurants in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur<br />

ca. 192 S., Softcover, 978-3-95889-398-6, € 15,40 (A), Conbook, ET: April<br />

Walter: Wir wollten dieses Thema<br />

mit unserem Reisebildband besetzen.<br />

Viele Strecken werden wiederbelebt<br />

und neu ausgebaut. Zugreisen haben<br />

grundsätzlich an Relevanz gewonnen.<br />

Wir haben den Anspruch, ein schönes<br />

Buch zu machen – es wird ein großformatiger<br />

Bildband, der zu den 25 bis<br />

30 relevantesten europäischen Strecken<br />

die notwendigen Informationen liefert.<br />

Der Nutzwert muss für die Leser gegeben<br />

sein, wenn sie die Strecken bereisen<br />

möchten. Nachtzugreisen sind ein Trendthema<br />

– das spiegelt sich auch in der<br />

starken Rezensionsnachfrage der Medien<br />

wider. Wir versuchen immer etwas zu<br />

schaffen, das es am Markt noch nicht gibt,<br />

zeitgemäße Themen aufzuspüren ...<br />

Die Speiseführer sind auch ein entsprechendes<br />

Beispiel für Ihre Herangehensweise?<br />

Walter: Das Konzept habe ich vor<br />

zwei Jahren im Rahmen eines<br />

Familienurlaubs auf Kreta entwickelt.<br />

Ich fragte mich, warum es keine<br />

konsequenten Ergänzungen zu den<br />

klassischen Reiseführern gibt, die mir<br />

authentische Kulinarik aus der Region<br />

vermitteln. Ich fahre ja nicht nach Kreta,<br />

um ein Schnitzel zu essen. Ich bin sehr<br />

froh, dass wir jetzt mit Mallorca und<br />

Südfrankreich im Frühjahr<br />

starten können. Für den<br />

Herbst sind New York und<br />

Kreta bereits in Planung.<br />

Wir nehmen dabei die<br />

30 authentischsten Speisen<br />

der Region, erzählen<br />

Historisches dazu, geben<br />

Restaurant-Tipps, präsentieren<br />

Märkte – bringen<br />

Bezugstipps für daheim.<br />

Die Autoren laufen uns<br />

aktuell regelrecht die Bude<br />

ein ... (lacht). Das bringt<br />

verlegerische Zuversicht für<br />

die kommenden Jahre ...<br />

Danke für das Gespräch!<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22<br />

43


trendthema glück & wandern<br />

Dem guten Leben auf der Spur<br />

Leseprobe<br />

Sich Zeit lassen<br />

An einem warmen Frühsommertag starte ich meine Suche<br />

nach dem guten Leben im Norden von Oberbayern. Der Rucksack<br />

drückt auf meine Schultern und fühlt sich noch etwas<br />

fremd an. Ich habe mich beim Packen sehr beschränkt: genau<br />

abgezählte Wechselwäsche, Waschzeug, ein kleines Notizbuch<br />

und ein Bleistift, Sonnenschutz und Regenkleidung, mein<br />

Handy mit Aufnahmeequipment und ein paar gespeicherte<br />

Hörbücher. Kein Buch zum Durchblättern. Dafür reichte der<br />

Platz nicht. Auf meiner Suche werden mich neun Kilogramm<br />

zusätzliches Gewicht begleiten. Ich ziehe die Schulterriemen<br />

zurecht. Die richtige Position habe ich noch nicht gefunden.<br />

Aber für die erste Etappe wird es schon gehen. Für heute ist ein<br />

Treffen mit Georg, einem Fotografen mit bewegter Biografie,<br />

geplant. Es ist nicht unsere erste Begegnung, es gab vor einigen<br />

Jahren bereits ein flüchtiges Kennenlernen. Damals war ich in<br />

Marokko unterwegs. Für einen Abstecher in den Jardin Majorelle<br />

habe ich mich einer Fotoreisegruppe angeschlossen, die<br />

Georg leitete. Ich war von seiner ausgeglichenen, besonnenen<br />

Art sofort beeindruckt. Damals dachte ich mir: Der ruht in sich<br />

und weiß, wie man es schafft, zufrieden zu sein.<br />

Jetzt möchte ich wissen, ob ich richtig liege und was er dazu<br />

sagt. Am Telefon hat mir Georg sofort zugesagt, sich mit mir<br />

treffen zu wollen – allerdings gab er zu bedenken, dass er nicht<br />

wisse, ob er sich als Mensch, der ein gelingendes Leben führt,<br />

eignen würde. Aber ja, zufrieden sei er schon. Und von seinem<br />

Leben erzähle er mir gerne.<br />

Hopfen beruhigt<br />

Mein Weg zu Georg führt mich an dunkelgrünen, ordentlich<br />

gereihten Hopfenfeldern vorbei. Die noch jungen Kletterpflanzen<br />

recken sich kraftvoll an den Rankhilfen nach oben, aber es<br />

wird noch etwas dauern, bis sie ihre endgültige Höhe von bis zu<br />

neun Metern erreicht haben werden und die Dolden im Spätsommer<br />

dann abgeerntet werden können. Die Sonne strahlt.<br />

Es ist ein schöner Tag. Ich bin in geradezu feierlicher Stimmung,<br />

als ich die kleinen Nebenstraßen, die links und rechts<br />

von saftigen Birken gesäumt sind, entlanggehe. Ich fühle mich<br />

so frisch wie das Grün der kleinen Blätter, die von einer sanften<br />

Brise hin und her gewiegt werden. Interessant, wie wach mich<br />

die Neugierde auf das Bevorstehende macht.<br />

Das Haus von Georg finde ich auf Anhieb. Bevor ich auf den<br />

Klingelknopf drücke, atme ich erst einmal tief durch. Hoffentlich<br />

entpuppt sich meine Suche nicht als totaler Blödsinn,<br />

geht es mir durch den Kopf. Aber jetzt bin ich ja schon mal<br />

da. Ich straffe meine Schultern unter den gepolsterten Rucksackriemen<br />

und klingle. Es kann losgehen ...<br />

Petra Bartoli y Eckert<br />

Zum Glück zu Fuß<br />

180 Seiten, Paperback<br />

978-3-8000-7788-5, € 18,–<br />

Carl Ueberreuter Verlag<br />

Ein wirklich gutes Leben führen – jeder will es, doch es<br />

lässt sich nur schwer erreichen und häufig nicht auf Dauer<br />

festhalten. Dennoch gibt es Menschen, die es besser hinbekommen<br />

als andere. Doch wie gelingt ihnen das?<br />

Autorin Petra Bartoli y Eckert hat sich auf den Weg gemacht,<br />

um Antworten zu finden: drei Wochen lang. Mit dem Rucksack<br />

und zu Fuß. Durch das Salzburger Land, durch Bayern,<br />

Baden-Württemberg und Tirol. Bei herrlichstem Sonnenschein<br />

und nasskaltem Regenwetter. Durch wundervolle<br />

Landschaften und trostlose Industriegebiete. Dabei ist sie<br />

Menschen begegnet, die verstanden haben, wie das gute Leben<br />

funktioniert. 15 davon hat sie interviewt – bekannte und<br />

unbekannte. Eines haben all diese Menschen gemeinsam: Sie<br />

haben sich bewusst dazu entschieden, zufrieden zu sein. Sie<br />

können loslassen, verzeihen, das Positive sehen. Das Fazit:<br />

Die Belohnung für ein gutes Leben bekommt man meist sofort<br />

– nämlich ein gutes Leben.<br />

© Georg Schraml<br />

Petra Bartoli y Eckert,<br />

geboren 1974 in der Nähe von Regensburg in Bayern, studierte Sozialpädagogik<br />

und arbeitete über 14 Jahre lang mit verhaltensoriginellen<br />

Kindern und Jugendlichen. 2007/08 machte sie eine Ausbildung zur<br />

Drehbuchautorin und denkt sich seitdem Geschichten aus – wenn sie<br />

nicht gerade ihrer Leidenschaft, dem Wandern, nachgeht. Von ihr sind<br />

zahlreiche Sachbücher, Rundfunkgeschichten, Kinder- und Jugendromane<br />

erschienen. Petra Bartoli y Eckert lebt und arbeitet in Regensburg.<br />

44 <strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


100+1 KOSTBARKEITEN<br />

AUS DER STEIERMARK<br />

Autor: G. Jontes<br />

ISBN: 978-3-201-02061-9<br />

Erscheinungstermin: April/Mai <strong>2022</strong><br />

Ca. 128 Seiten mit ca. 224 Farbabbildungen, 21 x 27 cm, gebunden.<br />

Subskriptionspreis: € 20,-<br />

Späterer Ladenpreis: € 24,90<br />

Der Leobener Historiker Günther Jontes gilt als außergewöhnlich guter Kenner der Steiermark – nicht umsonst wurde ihm das<br />

große Ehrenzeichen des Landes Steiermark verliehen. In diesem neuen Buch stellt er uns 101 steirische Kostbarkeiten vor, vom<br />

Strettweger Kultwagen der steirischen Vorgeschichte bis hin zum „Schwarzen Gold“ der Steiermark, dem Kürbiskernöl. Jede<br />

Kostbarkeit wird einzeln beschrieben und mit eindrucksvollen Bildern untermauert. Egal, wo Sie sich gerade in der Grünen<br />

Mark befinden, dieser Prachtband hilft Ihnen dabei, eine für Sie vielleicht unbekannte Kostbarkeit in Ihrer Nähe zu finden und<br />

kennen zu lernen.<br />

ALBANIEN<br />

NATUR UND KULTUR<br />

Autor: Sepp Friedhuber<br />

ISBN: 978-3-201-02048-0<br />

288 Seiten mit zahlreichen Farbabb., 28 x 24 cm, gebunden.<br />

Preis: € 34,90<br />

Das Land am Balkan gilt als eines der letzten Geheimnisse Europas.<br />

Es birgt eine große landschaftliche und kulturelle Vielfalt: die schroffen<br />

Gipfel der Albanischen Alpen, das tiefblaue Meer an der Adriaküste,<br />

dazwischen entlegene Täler und Seen mit einer weitgehend<br />

intakten Natur, die in 14 Nationalparks und einem Marinen Nationalpark<br />

geschützt ist. Neben moslemischen und christlichen Kulturdenkmälern<br />

sind auch antike Ausgrabungen zu besichtigen. In<br />

Albanien erlebt man eine Zeitreise zu Menschen, für die Gastfreundschaft<br />

eines der höchsten Güter ist.<br />

Bestellen Sie direkt unter<br />

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0316/463003<br />

Lieferung erfolgt direkt vom Verlag,<br />

zu Buchhandelskonditionen,<br />

max. € 5,- Portokosten<br />

www.adeva.com


sonderthema reise<br />

Abenteuer in Linz, die in Erinnerung bleiben<br />

Unvergessliche Momente<br />

rund um den Bodensee<br />

Judith Mazzilli<br />

111 Orte für Kinder in und um Linz,<br />

die man gesehen haben muss<br />

ca. 240 Seiten, zahlreiche Fotos,<br />

Softcover<br />

ISBN 978-3-7408-1176-1<br />

€ 18,60 | Emons<br />

ET: 26. Mai<br />

Marion Vogt<br />

Lieblingsplätze für<br />

Senioren. Bodensee<br />

192 Seiten, 88 farb. Abb.,<br />

Paperback<br />

ISBN 978-3-8392-0156-5<br />

€ 17,50 | Gmeiner<br />

Neugierige Spürnasen aufgepasst! Überraschend bunt, vielfältig<br />

und wunderbar abenteuerlich zeigt sich Linz und sein<br />

Umland in diesem Buch. Ob für Regenwetter oder Sonnenschein,<br />

für das kleine Geldbörserl oder den großen Anlass, für<br />

auswärtige Besucher oder Immer-schon-Linzer, für Kinderwagen-Schieber<br />

oder Teenie-hinter-sich-her-Zieher. Bereit für<br />

die Entdeckungsreise? Na dann los!<br />

Sie möchten Ihre Zeit unbeschwert genießen, ohne Einschränkungen<br />

neue Orte und Menschen kennenlernen und<br />

aktiv sein, ohne auf Komfort zu verzichten? Am wunderschönen<br />

Bodensee können Sie entspannte Ausflüge erleben, die<br />

abseits des Trubels Erholung und Freizeitvergnügen garantieren.<br />

Entdecken Sie die lebhafte Kultur, malerische Natur, nostalgische<br />

Plätze und gemütliche Gasthöfe oder unternehmen<br />

Sie leichte Touren zu Fuß, auf dem Rad oder zu Wasser. Ob<br />

alleine, als Paar, in der Gruppe oder mit den Enkeln – der Bodensee<br />

bietet unvergessliche Momente, die Körper und Geist<br />

beflügeln.<br />

Traumhafte Zugreisen durch Europa<br />

Die schönsten Reisen<br />

mit dem Zug<br />

30 unvergessliche Touren<br />

durch Europa<br />

320 Seiten, Softcover<br />

ISBN 978-3-7342-0649-8<br />

€ 25,70 | Dorling Kindersley<br />

ET: 11. Mai<br />

Berit Hüttinger,<br />

Andreas Helmberger<br />

Mit dem Oldtimer<br />

durch Westafrika<br />

Wüste, Voodoo, Viren,<br />

Federbruch<br />

ca. 320 Seiten, 180 Abb.,<br />

Softcover<br />

ISBN 978-3-613-50927-6<br />

ca. € 30,80 | Pietsch<br />

ET: 30. März<br />

Aufregender Roadtrip<br />

durch die Wüsten Afrikas<br />

Dieses Buch präsentiert abwechslungsreiche Reisen mit dem<br />

Zug, die sowohl beliebte Reiseländer als auch unbekanntere Ziele<br />

abdecken. Praktische Tipps für die Reiseplanung und detaillierte<br />

Etappenbeschreibungen sorgen für ein unvergessliches Bahnabenteuer.<br />

Von einer achttägigen Weinroute im Elsass über eine<br />

siebentägige Tour durch Süditalien bis zur kulinarischen Reise<br />

durch die Käse- und Wein-Hotspots in der Schweiz – lassen Sie<br />

sich von den vielseitigen Zielen für jedes Zeitbudget inspirieren.<br />

Von Dänemark über Tschechien bis nach Griechenland, Litauen<br />

oder die Türkei – Sie erkunden Europa auf Touren, die durch ein<br />

Land oder durch mehrere verschiedene Länder führen – und das<br />

so nachhaltig, intensiv und komfortabel wie mit fast keinem anderen<br />

Fortbewegungsmittel.<br />

Den betagten Rundhauber-Oldtimer „Frau Scherer“ zieht es hinaus<br />

in die weite Welt, um Westafrika zu erkunden. An Bord: Die<br />

Designerin Berit, ihr Mann, der Zimmerermeister Heppo und der<br />

Hund Sidi. Ein Jahr wollen sie unterwegs sein, um zum Voodoo-<br />

Festival in den Benin und wieder zurückzufahren. Doch nach<br />

„nur“ sieben Monaten sorgt SARS-CoV-2 für ein jähes Ende der<br />

lang geplanten Reise. Auch sonst verläuft längst nicht alles wie<br />

geplant. Verwechslung mit einem international gesuchten Mörderpaar,<br />

ein Voodoo-Zauber in Benin und Frau Scherer macht<br />

weitere Scherereien: Federbruch! Es gibt viel zu erzählen ...<br />

46 <strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


Unsere neuen<br />

Lieblings-<br />

plätze<br />

ISBN 978-3-8392-0160-2<br />

Bereits erschienen<br />

ISBN 978-3-8392-0154-1<br />

Bereits erschienen<br />

ISBN 978-3-8392-0167-1<br />

Bereits erschienen<br />

ISBN 978-3-8392-0155-8<br />

Bereits erschienen<br />

ISBN 978-3-8392-0220-3<br />

ET: 11. Mai <strong>2022</strong><br />

ISBN 978-3-8392-0216-6<br />

ET: 11. Mai <strong>2022</strong><br />

ISBN 978-3-8392-0157-2<br />

Bereits erschienen<br />

ISBN 978-3-8392-0156-5<br />

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Susan Kaufman<br />

New York – wie es keiner kennt<br />

176 S., Hardcover, 978-3-03876-215-7<br />

€ 25,70 (A) | Midas Collection<br />

ET: 8. April<br />

© Midas Collection


new york is my kind of town<br />

© aller Fotos und Abbildungen: Midas Collection<br />

In New York: Gregory Zäch, Marietheres Wagner<br />

Aus der Einführung im Buch,<br />

von Susan Kaufman<br />

»Das sind die Stadtteile, die ich in<br />

dieses Buch aufgenommen habe. Und<br />

es ist keine Überraschung, dass die<br />

meisten von ihnen von meiner Wohnung<br />

in Greenwich Village aus zu Fuß<br />

erreichbar sind: das East und West<br />

Village, SoHo, NoHo, Nolita, Gramercy<br />

Park und Murray Hill. Etwas weiter<br />

entfernt liegen die Upper East Side,<br />

eine Gegend, die ich oft zum Arbeiten<br />

und für Museumsbesuche besuchte,<br />

und Brooklyn Heights, ein Viertel, das<br />

mich mit seinen begrünten Straßen<br />

voller wunderschöner historischer<br />

Architektur sofort in seinen Bann<br />

zog. Und obwohl es noch viele andere<br />

reizvolle und bemerkenswerte New<br />

Yorker Stadtteile gibt, wäre es doch<br />

unmöglich, sie alle in einem Buch<br />

© Zäch privat<br />

Ossi Hejlek im Gespräch mit Midas-Verleger<br />

Gregory Zäch<br />

New York von seiner<br />

charmanten Seite<br />

vorzustellen. Warum also dieses Buch?<br />

Nachdem ich immer wieder von meinen<br />

Instagram-Followern hörte, dass sie<br />

gerne mit mir spazieren gehen und die<br />

Stadt mit meinen Augen sehen würden,<br />

wurde die Idee zu New York – wie<br />

es keiner kennt geboren. Zusätzlich<br />

zu meinen Lieblingsfotos habe ich<br />

illustrierte Karten beigefügt, um meine<br />

Lieblingsstraßen hervorzuheben, und<br />

ich habe den Standort jedes Bildes<br />

angegeben, damit andere Spaziergänger<br />

diese Juwelen selbst entdecken<br />

können.«<br />

* * *<br />

Wie kam der New-York-Titel in Ihr<br />

Blickfeld?<br />

Zäch: Das Buch ist von demselben<br />

amerikanischen Verlag, von dem ich<br />

bereits den Titel La Parisienne. Das neue<br />

Paris – die Stadt der Frauen eingekauft<br />

hatte. Als „kosmopolitischer Verleger“<br />

(lacht) wollte ich schon immer Bücher<br />

zu anderen Städten und Ländern<br />

machen, aber Midas bringt weder<br />

Reiseführer noch Kochbücher heraus.<br />

Trotzdem interessieren mich diese<br />

Themen. Aber La Parisienne ist eben<br />

kein Reisehandbuch, sondern ein Buch<br />

über Paris in Form von 50 Porträts von<br />

Frauen in Paris. Es eröffnet den Zugang<br />

zur Stadt über die Personen.<br />

Genauso wie das New-York-Buch?<br />

Zäch: Ja, das ist auch kein Reiseführer. Es<br />

eröffnet den Zugang zu einer bestimmten<br />

Anmutung der Stadt – über Fotografie.<br />

Man findet in dem Buch kein<br />

einziges Hochhaus, keinen Broadway ...<br />

Es ist ein Buch über die charmanten, fast<br />

dörflich anmutenden Ecken der Stadt.<br />

„New York, das Dorf am Hudson River“<br />

war dann auch der erste, scherzhaft<br />

gemeinte Titelvorschlag meiner Lektorin.<br />

Man bekommt Einblicke, die<br />

tatsächlich keiner kennt. Es sind die<br />

50<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


new york, wie es keiner kennt<br />

Marcel Duchamps, und ein paar Blocks<br />

weiter wurde „Sex and the City“ gefilmt.<br />

Keine günstige Ecke (lacht). Susan<br />

Kaufman ist eine große Medienfrau, war<br />

Chefredakteurin namhafter Magazine.<br />

Sie ist sicher unter den Top 10 der<br />

amerikanischen Lifestyle-Journalisten.<br />

Sie hat alles selbst fotografiert und auch<br />

die Texte sind von ihr.<br />

Zäch: Ich bin in New York/Queens<br />

geboren und habe daher nebst CH-Pass<br />

auch noch einen US-Pass. Aufgewachsen<br />

und zur Schule gegangen bin ich aber in<br />

der Schweiz. Da ich oft in den USA bin<br />

und dort auch viele Kollegen habe, würde<br />

ich mich aber durchaus als „American<br />

minded“ bezeichnen. Auch für mich ist<br />

das Buch ganz besonders! Mein Vater<br />

arbeitete einige Jahre in Amerika als<br />

offizieller Swiss Representative für namhafte<br />

Schweizer Stickereifirmen.<br />

Was macht für Sie New York aus?<br />

Ecken, denen man als Tourist<br />

in der Regel nicht begegnet.<br />

Was macht das Buch besonders?<br />

Zäch: Es waren die Jogging-<br />

Runden von Susan, die sie in Form von<br />

Spaziergängen im Buch aufbereitet hat.<br />

Dadurch, dass sie ihr ganzes Leben lang<br />

dort wohnt, hat sie einen ganz anderen<br />

Zugang – kennt die Ecken, Straßen<br />

und Plätze genau, weiß, wo es wirklich<br />

schön und besonders ist. So entstanden<br />

zuletzt sehr charmante, fotografische<br />

Spaziergänge durch zehn Quartiere der<br />

Stadt. Die Autorin beschreibt New York<br />

als echte Insiderin und sehr authentisch.<br />

Sie selbst wohnt in Greenwich Village.<br />

In den Nachbarhäusern wohnten früher<br />

bekannte Künstler wie Mark Twain oder<br />

»Ich bin wirklich dankbar, dass ich in<br />

meinem täglichen Leben von so viel<br />

Schönheit umgeben bin«<br />

Susan kaufman<br />

Kein typisches Midas Buch ...?<br />

Zäch: Ja und nein. Im Vergleich zu La<br />

Parisienne gibt es hier deutlich weniger<br />

Text, aber dafür ist ein Bild schöner als<br />

das andere. Für mich ist es auch eine Art<br />

Sehnsuchtsbuch. Ich habe es deshalb<br />

ausnahmsweise auch gleich selber<br />

übersetzt und gelayoutet.<br />

Wie ist Ihre Beziehung zu New York?<br />

Zäch: Es ist eine Stadt, in der alles<br />

möglich ist – mit einem „Just-Do-It-<br />

Spirit“, wie ich ihn eigentlich selbst<br />

lebe. If you can dream it, you can do it.<br />

Ein wenig naiver Optimismus – positiv<br />

gemeint. Ich habe an der Hochschule<br />

St. Gallen studiert – alles blitzgescheite<br />

Menschen, aber oft nicht sehr mutig.<br />

Andererseits habe ich amerikanische<br />

Kollegen, die weit weniger qualifiziert,<br />

aber mutiger und zielorientierter sind<br />

und damit oft viel weiter kommen. New<br />

York ist anders – unser<br />

Buch auch (lacht)!<br />

Danke für das<br />

Gespräch!<br />

Susan<br />

kaufman<br />

war die erste Chefredakteurin der Zeitschrift<br />

People StyleWatch von Time Inc. In der<br />

»A-List«-Ausgabe von Ad Age wurde sie zur<br />

»Redakteurin des Jahres« gekürt, und unter<br />

ihrer Leitung erhielt People StyleWatch den<br />

begehrten ersten Platz als »Magazin des<br />

Jahres«.<br />

Zuvor war sie unter anderem Moderedakteurin<br />

bei Glamour, Modedirektorin bei Mademoiselle<br />

und Style Director bei People.<br />

Susan Kaufman lebt sowohl in ihrer Wohnung<br />

in Greenwich Village als auch in ihrem Haus in<br />

den Hamptons, dort mit ihrem Mann und ihrem<br />

schwarzen Labrador Lucky.<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22<br />

51


LUTHER.<br />

500 Jahre Bibelübersetzung <strong>2022</strong> –<br />

mit zehn Ausgaben zum Jubiläumspreis!<br />

LUTHER.<br />

500 JAHRE<br />

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DER BIBEL.<br />

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ISBN 978-3-438-04726-7<br />

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Erscheint am 23.05.<strong>2022</strong><br />

GUTE GESCHICHTEN ZUR NACHT<br />

17 Bibelerzählungen, die stärken<br />

und ermutigen<br />

23,7 × 19,5 cm, 64 Seiten, Festeinband<br />

Ab 3 Jahren<br />

ISBN 978-3-438-04749-6<br />

€(A) 15,40<br />

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Erscheint am 23.05.<strong>2022</strong><br />

BASISBIBEL.<br />

DIE KOMPAKTE.<br />

EDITION <strong>2022</strong><br />

14,3 × 20,3 cm, 1968 Seiten,<br />

in Kupferglanz,<br />

Festeinband, Klebebindung,<br />

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ISBN 978-3-438-00914-2<br />

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BASISBIBEL.<br />

AUSLESE TASCHENBUCH<br />

13,1 × 19 cm, 216 Seiten,<br />

Kartoniert<br />

ISBN 978-3-438-00928-9<br />

€(A) 9,20<br />

Mengenpreise verfügbar.<br />

Erscheint Ende Februar <strong>2022</strong><br />

DU BIST EIN GOTT, DER MICH SIEHT<br />

36 Mal Hoffnung aus der Bibel<br />

13,9 × 19,8 cm, 152 Seiten, Kartoniert<br />

ISBN 978-3-438-04837-0<br />

€(A) 8,10<br />

Balinger Straße 31 A | 70567 Stuttgart | www.die-bibel.de<br />

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glaube, liebe, hoffnung<br />

© Aquamarin Verlag<br />

Ossi Hejlek im Gespräch mit<br />

Katarina Michel und Aquamarinsowie<br />

Crotona-Verleger Peter Michel<br />

Über die Gesetzmäßigkeiten von<br />

Gesundheit und Krankheit aus<br />

seelisch-geistiger Perspektive<br />

Sie schreiben, dass es gegenwärtig einen<br />

Umbruch im Gesundheitssektor gibt.<br />

Was meinen Sie damit?<br />

P. Michel: Wir haben ja leider die<br />

unsägliche Trennung zwischen Schulmedizin<br />

und sonstigen, alternativen<br />

Heilmethoden. Die Heilpraktiker haben<br />

es in Deutschland gerade sehr schwer.<br />

Hier gibt es große Konflikte. Wie<br />

oft hört man bzw. die Patienten bei<br />

unheilbaren Krankheiten den Satz: „Sie<br />

sind unheilbar.“ Für uns gibt es diesen<br />

Begriff nicht. Denn wenn es jemals<br />

auch nur einen einzigen Menschen gab,<br />

der von einer unheilbaren Krankheit<br />

geheilt wurde, dann ist das prinzipiell<br />

für jeden Menschen möglich. Allein die<br />

positive Aufnahme eines Patienten kann<br />

– wenn schon nicht zu einer Heilung<br />

– zumindest zu einer Verbesserung<br />

führen.<br />

Ist nicht Hoffnung ein maßgeblicher<br />

Teil – also: Ohne Hoffnung keine<br />

Heilung? Unheilbar zu sein, schließt ja<br />

Hoffnung nahezu aus ...<br />

P. Michel: Ja, daher haben wir Mut –<br />

Hoffnung – Selbstliebe als Untertitel für<br />

unser neuestes Buch Das Einzige, was<br />

wirklich heilt, ist Liebe gewählt.<br />

K. Michel: Hildegard von Bingen sagte<br />

einst: „Es gibt keine unheilbaren<br />

Krankheiten. Es gibt nur unheilbare<br />

Patienten.“ Das ist ein riesiger Unterschied.<br />

Es geht nicht um die Krankheit,<br />

sondern um den erkrankten Menschen<br />

– und auch wie wir die Krankheit<br />

wahrnehmen. Eine Krankheit ist nicht<br />

nur etwas Negatives, sie bringt auch<br />

die Chance, in seinem Leben etwas zu<br />

verändern, sein Leben anders wahrzunehmen.<br />

P. Michel: Ich beschäftige mich seit 50<br />

Jahren mit diesen Themen. Stichwort:<br />

Schicksalsort Ärztepraxis. Wenn man<br />

dort sitzt und auf seine Diagnose wartet,<br />

ist alles, was vom Arzt kommt wichtig –<br />

jede Geste, jeder Blick, jedes Räuspern ...<br />

Für den Patienten geht es vielleicht um<br />

Leben und Tod. Ist man da nicht achtsam,<br />

löst man im Patienten Reaktionen<br />

aus, die einem gar nicht bewusst sind.<br />

Das sind Schlüsselsituationen für die<br />

Patienten und somit auch für eine<br />

potenzielle Genesung.<br />

Gibt es diesbezüglich Schulungen für<br />

Mediziner?<br />

K. Michel: Kaum. Ich weiß aber, dass<br />

medizinische Fakultäten beabsichtigen,<br />

54<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


diese Themen in die Ausbildung der<br />

Ärzte aufzunehmen.<br />

Wie wichtig ist es für den Patienten,<br />

seine Diagnose zu kennen?<br />

K. Michel: Das ist enorm wichtig, um<br />

sich orientieren zu können. 90 % der<br />

Menschen möchten ihre Diagnose<br />

wissen. Viele Menschen identifizieren<br />

sich danach mit der Diagnose. Da<br />

fängt dann das Problem an, denn der<br />

Mensch ist nicht seine Krankheit. Ich<br />

betreue eine Gruppe von an Krebs<br />

erkrankten Menschen hier in Konstanz.<br />

Da begegne ich dieser Problematik –der<br />

Sichtweise – ständig. Es geht darum,<br />

über der Krankheit zu stehen, diese nur<br />

als Teil von sich zu akzeptieren. Das ist<br />

schwierig, jedoch für eine Genesung<br />

Voraussetzung.<br />

Sie schreiben, dass Heilung nur zwischen<br />

Menschen möglich ist ...<br />

P. Michel: Das stimmt. Es braucht eine<br />

Beziehung zwischen Arzt/Therapeut<br />

und Patient. Nur dann kann etwas<br />

fließen. Man spricht hier auch von einem<br />

Heilungsfeld – einem Miteinander,<br />

bei dem Vertrauen und Zuversicht<br />

entstehen können. Das Verbindende ist<br />

von ganz elementarer Bedeutung – hat<br />

letztendlich auch mit Liebe zu tun.<br />

K. Michel: Solche Idealformen der<br />

Begegnung sind jedoch sehr schwer<br />

herzustellen. Was es dazu braucht, ist<br />

Zeit für und mit den Patienten. Das<br />

funktioniert vielerorts allein deswegen<br />

schon nicht, weil ganz einfach die Zeit<br />

dazu fehlt. Hierbei sind nicht einzelne<br />

Personen zu kritisieren, sondern das<br />

gesamte Gesundheitssystem. Das muss<br />

sich ändern.<br />

Neben der Hoffnung ist es auch der<br />

Glaube, der entscheidend zu einer<br />

Heilung beiträgt?<br />

P. Michel: Wenn ich in der medizinischen<br />

Forschung tätig wäre, dann<br />

würde mein Hauptaugenmerk auf der<br />

Placebo-Forschung liegen. Was ist<br />

Placebo denn anderes als die Entfaltung<br />

der inneren Heilkraft. Demgegenüber<br />

steht der Nocebo-Effekt – ausgelöst<br />

beispielsweise durch das Angstfeld,<br />

in dem wir uns befinden. Darauf sind<br />

wir auch im Buch eingegangen. In<br />

Deutschland gibt es die „German-Angst“<br />

– das ist ein international feststehender<br />

Begriff. Deutschland ist mit dem Thema<br />

Angst immens beschäftigt – sicher auch<br />

historisch bedingt. Angst ist der halbe<br />

Weg ins Grab! Man bekommt die Angst<br />

schwer aus den Köpfen der Leute. Neben<br />

vielen anderen Aspekten ist es auch die<br />

schwächer gewordene Rolle der Kirche<br />

und die mangelnde Verbreitung der<br />

frohen Botschaft – dass es ein Leben<br />

nach dem Tod gibt. Hätten die Menschen<br />

weniger Angst vor dem Tod, hätten sie<br />

auch weniger Panik, wenn ihnen eine<br />

schwere Krankheit diagnostiziert wird.<br />

Peter Michel, Katarina Michel<br />

Das Einzige, was wirklich heilt, ist Liebe<br />

Mut – Hoffnung – Selbstliebe<br />

<strong>2022</strong>, 192 S., Hardcover, 978-3-89427-904-2<br />

€ 18,50 (A), Aquamarin Verlag<br />

Sie haben im Buch die Wichtigkeit des<br />

Inneren Milieus genannt. Was ist das?<br />

glaube, liebe, hoffnung<br />

P. Michel: Ein spannendes Thema.<br />

Es ist im weitesten Sinne das Selbstheilungsvermögen<br />

des eigenen Körpers.<br />

Und es geht auch um das eigene Vertrauen<br />

darauf. In diesem Zusammenhang<br />

ist auch die geistige Immuntherapie<br />

zu erwähnen – das innere Arbeiten<br />

an einem selbst, beispielsweise durch<br />

entsprechende Meditation. Unser Geist<br />

– unser Denken – nimmt maßgeblichen<br />

Einfluss auf die physischen Reaktionen.<br />

K. Michel: Es ist wichtig, seinen eigenen<br />

Weg zu finden und zu gehen – dabei<br />

aber auch offen für Kurskorrekturen<br />

zu sein, wenn man merkt, dass ein<br />

Weg nicht zum gewünschten Ergebnis<br />

führt. Vertrauen auf der einen Seite –<br />

wachsames Reflektieren in Bezug auf<br />

das Ergebnis auf der anderen. Unser<br />

Körper besitzt viel Kraft und Weisheit.<br />

Nach innen zu lauschen, was der eigene<br />

Körper verlangt, ist entscheidend.<br />

Was hat es denn jetzt mit der Liebe auf<br />

sich?<br />

P. Michel: Wir haben zu Beginn schon<br />

darüber gesprochen. Die Liebe ist das<br />

Geheimnis, das sich in einer Begegnung<br />

abspielt bzw. abspielen kann – im<br />

Idealfall auch bei der Begegnung zwischen<br />

Arzt und Patient. Im Buch<br />

erzählen wir von der Heilung eines<br />

schwerkranken Patienten, welche die<br />

behandelnde Ärztin mit folgenden<br />

Worten beschreibt: „Das Einzige, was<br />

ihn wirklich geheilt hat, war meine<br />

liebevolle, innere Zuwendung ...“<br />

Dass schlechte partnerschaftliche Beziehungen<br />

oder permanente berufliche<br />

Schwierigkeiten auf Dauer krank<br />

machen, das muss man niemandem<br />

mehr erklären. Das weiß und akzeptiert<br />

man. Dass es dann aber auch andersrum<br />

funktionieren könnte ... müsste,<br />

hat nach wie vor Erklärungsbedarf ...<br />

P. Michel: Genau das ist das Problem!<br />

Danke für das Gespräch!<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22<br />

55


Für die ergreifenden<br />

Franz Hübner<br />

Trauerbuch<br />

für die Familie<br />

Hab dich immer dabei<br />

WORTE, DIE UNS TRÖSTEN<br />

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Momente des Lebens<br />

Möge Klarheit sich spiegeln<br />

auf dem Grunde deines Herzens<br />

Irische Segenswünsche<br />

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INSPIRATIONEN<br />

FRISCH<br />

GEDRUCKT<br />

141 Seiten, gebunden<br />

ISBN 978-3-7365-0422-6 | 18,00 €<br />

S∈ n f∈ dн<br />

160 Seiten | gebunden<br />

ISBN 978-3-7365-0429-5 | € 20,00<br />

Kirчn-<br />

рg<br />

640 Seiten | gebunden<br />

ISBN 978-3-7365-0425-7 | € 36,00<br />

sonderthema religion<br />

Die heilsamen Kräfte des Gregorianischen Chorals<br />

„Wer in einer solchen Musik lebt, was kann dem noch fehlen? Klingt<br />

so der Himmel?“, fragte sich Pater Johannes Paul vor seinem Eintritt<br />

in das Stift Heiligenkreuz. Und Tausende, die zur Abtei im Wienerwald<br />

pilgern, um den Gregorianischen Choral authentisch zu erleben,<br />

stellen sich diese Fragen mit ihm. Der Choral fasziniert, er ist<br />

Musik für gläubige und ungläubige Menschen, die sich von ihm anrühren<br />

und bewegen lassen. Viele empfinden diese außergewöhnlichen<br />

Klänge, erfüllt von einer geheimnisvollen Anziehungskraft, als<br />

etwas Paradiesisches, das ihnen Ruhe und inneren Frieden gibt. Pater<br />

Johannes Paul zeigt, was es mit dem Zauber dieser Musik auf sich<br />

hat, was die Quelle seiner einzigartigen meditativen Kraft ist und wie<br />

diese in unser Leben passt.<br />

Johannes Paul Chavanne: Wie der Himmel klingt<br />

Eintauchen in die Musik der Stille mit dem Gregorianischen Choral<br />

ca. 192 Seiten, Hardcover, ISBN 978-3-222-13677-1, € 25,– | Styria<br />

Friedenspreisträger Navid Kermani<br />

über Religion und den Sinn des Lebens<br />

„Als er im Krankenhaus lag, sollte ich Opa versprechen, dich den<br />

Islam zu lehren, wenn er nicht mehr da ist, unseren Islam, den Islam,<br />

mit dem ich aufgewachsen bin.“ So beginnt ein Vater Abend<br />

für Abend seiner Tochter zu erzählen – nicht nur von seiner eigenen<br />

Religion, sondern von dem, was alle Gläubigen eint, von Gott<br />

und dem Tod, von der Liebe und der Unendlichkeit um uns herum.<br />

Dieses sehr persönliche Buch ist nicht nur Verzauberung und literarisches<br />

Meisterstück, sondern auch ein wahrer Erkenntnisgewinn,<br />

gerade weil Navid Kermani auch ins Dunkle zu schreiben wagt und<br />

damit seiner, unserer Ratlosigkeit einen Ausdruck gibt. Und weil seine<br />

Sprache, seine Offenheit, sein Wissen aus zwei Kulturen einzigartig<br />

sind, so hell und so tief.<br />

Navid Kermani: Jeder soll von da, wo er ist, einen Schritt näher kommen<br />

Fragen nach Gott, 240 Seiten, Hardcover, ISBN 978-3-446-27144-9<br />

€ 22,70 | Hanser, von 14 bis 99 Jahren<br />

Papst Franziskus über die Kunst gelingenden Lebens<br />

Papst Franziskus wird von Menschen inner- wie außerhalb der Kirche<br />

als authentische Stimme wahrgenommen, die Orientierung bietet.<br />

In seinem neuesten Buch beschreibt der Papst, wie er sich selbst<br />

von den klassischen Leitbildern für ein gelungenes Leben motivieren<br />

lässt – den Tugenden. Für Franziskus sind das keine verstaubten Theorien<br />

von Gelehrten für besonders Fromme, sondern gelebtes Leben:<br />

Tugenden sind die „Muskeln“, die uns die Kraft geben, Gutes zu<br />

tun. Und ebenso definiert er Laster nicht als etwas, das man verbieten<br />

oder bekämpfen müsste, sondern als etwas, womit wir uns selbst<br />

schwächen. Im Gespräch mit dem bekannten Gefängnisseelsorger<br />

Marco Pozza entwirft Franziskus eine echt christliche Lebenskunst.<br />

Für alle, die sich der Schönheit und der Herausforderung des Glaubens<br />

stellen wollen.<br />

Papst Franziskus: Von Lastern und den Tugenden<br />

Die Balance des Lebens finden, 192 Seiten, Hardcover, mit Schutzumschlag<br />

ISBN 978-3-451-39214-6, ca. € 18,60 | Herder ET: 11. April<br />

vier-tuerme.de<br />

58 <strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


Die geheimnisvolle Begegnung<br />

des Tibetischen Buddhismus<br />

mit den Machtspielen des<br />

westlichen Kapitalismus<br />

Der Tibet-Thriller<br />

David Michie: Der Magier von Lhasa<br />

Hardcover | 360 Seiten | €[A]23.60 | ISBN 978-3-89427-906-6<br />

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Bestseller-Autor<br />

David Michie<br />

„Die Katze des<br />

Dalai Lama“<br />

Aquamarin Verlag www.aquamarin-verlag.de


Neu<br />

Das ‘Religiöse<br />

Buch des<br />

Monats’<br />

Februar <strong>2022</strong>!<br />

sonderthema religion<br />

Die Kompaktausabe in glanzvollem Kupfer<br />

Einfach zu lesen und gut zu verstehen – die BasisBibel ist eine<br />

vollständig neue Bibelübersetzung der hebräischen und altgriechischen<br />

Urtexte, die erstmals komplett mit Altem und Neuem<br />

Testament erschienen ist, wissenschaftlich geprüft und in das<br />

Deutsch des 21. Jahrhunderts übersetzt mit prägnanten Sätzen<br />

und vertrauten Worten, sinnvoll gegliedert und gut zu lesen. Dazu<br />

gibt es Erklärungen in den Randspalten, die das Verstehen des<br />

Textes erleichtern. In dieser Kompaktausgabe ist der Bibeltext<br />

gesetzt wie bei einem Roman und wird einspaltig und in einem<br />

platzsparenden Layout wiedergegeben. Eine handliche Ausgabe<br />

in gewohntem Schriftbild für einen guten Lesefluss! Diese glanzvolle<br />

Sonderausgabe in Kupfer gibt es nur <strong>2022</strong>.<br />

BasisBibel. Die Kompakte. Edition <strong>2022</strong><br />

1.968 Seiten, Hardcover, mit Lesebändchen, ISBN 978-3-438-00914-2<br />

€ 25,70 | Deutsche Bibelgesellschaft<br />

Biblische Geschichten für jungen Menschen<br />

Biblische Geschichten liefern jungen Menschen Motivation und<br />

hilfreiche Inputs. Dieses Buch erfüllt genau die Bedürfnisse der<br />

„Smartphone-Generation“ und vermittelt ihr biblische Geschichten<br />

lebensnah und aktuell. Ausgehend von ca. fünfzehn ausgewählten Erzählungen<br />

aus der Bibel, baut der Autor die jeweilige Thematik in eine<br />

Geschichte ein, gibt Deutungen und Anregungen und stellt so den Bezug<br />

zur Gegenwart her. Die großflächige farbige Gestaltung und die<br />

erfrischenden Texte lassen diese Bibel zu einem Klassiker werden, der<br />

sich primär als Firmgeschenk, aber auch in der Jugendarbeit und im<br />

Religionsunterricht eignet.<br />

Stephan Sigg: Firmbibel. Starke Geschichten für den Alltag<br />

ca. 128 Seiten, Softcover, mit Klappen, ISBN 978-3-7022-4030-1<br />

ca. € 14,95 | Tyrolia, ET: 31. März<br />

Ein Buch voller Hoffnung!<br />

Wie der Glaube alle Enge und<br />

Ängste überwindet. Persönlich.<br />

Engagiert. Überzeugend.<br />

20,60 € (A)<br />

20,00 € (D)<br />

ISBN: 978-3-7346-1280-0<br />

Auslieferung: Mohr Morawa<br />

bestellung@mohrmorawa.at<br />

Die Bibel für den Start ins Leseleben<br />

Diese neue, originell und farbenfroh illustrierte Bibel enthält die<br />

wichtigsten Geschichten aus dem Alten und dem Neuen Testament,<br />

von Christiane Herrlinger einfühlsam und verständlich<br />

erzählt. Für den Betrachter und Leser entsteht die Welt der Bibel<br />

in einer kindgerechten, humorvollen und zugleich eindringlichen<br />

Bild- und Zeichensprache noch einmal ganz neu.<br />

Christiane Herrlinger, Mathias Weber<br />

Die große Kinderbibel für alle, die schon selber lesen<br />

ca. 272 Seiten, illustriert, Hardcover, ISBN 978-3-438-04726-7<br />

€ 23,20 | Deutsche Bibelgesellschaft, von 6 bis 10 Jahren, ET: 23. Mai<br />

60 <strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


DER PERFEKTE HELFER<br />

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(Mohr Morawa Buchvertrieb GmbH)


Wir versuchen, nicht den 13. Aufguss von<br />

gut laufenden Sparten herauszubringen.<br />

Im Moment sind wir dabei, viele neue<br />

Konzepte und Spielideen zu entwickeln.<br />

Micro Crime ist so eine Novität am Markt.<br />

Wir haben unsere Programmscouts, die<br />

international die Märkte beobachten<br />

und Trends aufspüren – speziell auch<br />

im Erwachsenenbereich. Das Konzept<br />

kommt extrem gut im Handel an.<br />

Handelt es sich bei Micro Crime um<br />

eine Lizenz?<br />

Ossi Hejlek im Gespräch mit frechverlag Leiter Vertrieb<br />

Bernd Herzog<br />

»Mit Micro Crime haben wir ein ganz<br />

neues Konzept im Haus entwickelt –<br />

Wimmelbuch-Krimis für Erwachsene«<br />

© frechverlag<br />

Herzog: Nein, das ist eine Eigenentwicklung.<br />

Ein Wimmelbuch für Erwachsene,<br />

in dem sich Handlungsstränge<br />

mit aufzuklärenden Verbrechen über<br />

mehrere Wimmelseiten hinziehen. Die<br />

Illustrationen sind alle sehr aufwändig<br />

hergestellt – nach historischen<br />

Fotografien des alten Londons. Ein<br />

ganz neuer Rätselansatz. Es ist eine<br />

zusammenhängende Geschichte, in<br />

der die Leser:innen von der ersten Seite<br />

bis zur letzten gemeinsam mit Sherlock<br />

Holmes einen Fall lösen. Neben der<br />

linearen Handlung gibt es auf jeder<br />

Wie läuft es gerade im frechverlag?<br />

Herzog: Das Jahr <strong>2022</strong> hat es in sich<br />

– eine Woche nach Silvester ging es<br />

von Null auf 200 %. Und es hält an ...<br />

Die Neu- und Nach-Produktionen der<br />

Bücher – in Verbindung mit Papierknappheit<br />

und den angezogenen Produktionspreisen<br />

– machen uns, eigentlich<br />

der ganzen Branche, das Leben<br />

ganz schön schwer. Man hat das Gefühl,<br />

ein Buch nachzudrucken, steht auf derselben<br />

Stufe wie Goldschürfen. Demgegenüber<br />

steht die kaum noch mögliche<br />

Auflageneinschätzung, da gerade Großbestellungen<br />

schon einmal just in time<br />

relativ spät kommen. Was einem bleibt,<br />

ist der Blick in die Kristallkugel ...<br />

Schwierig für einen Hype, wenn der<br />

Nachdruck zu lange dauert ...<br />

Herzog: Du surfst auf einer Welle, die<br />

natürlich interimistisch abebben kann,<br />

wenn Nachdrucke nicht schnell genug<br />

realisiert werden können. Teilweise geht<br />

es bei Nachdrucken im Moment in die<br />

Monate. Andererseits sind wir glücklich,<br />

wie gut alles läuft!<br />

Apropos gut läuft – wie kommt Ihr<br />

neues Buchkonzept Micro Crime bei<br />

den Vorbestellungen an?<br />

Herzog: Micro Crime hat einen hohen<br />

Stellenwert. Der Bereich Raten und<br />

Spiele ist bei uns sehr stark am Wachsen.<br />

Micro-Crime. Das Krimi-Suchbuch. Sherlock<br />

Holmes und der Tod aus der Themse<br />

Wimmelbuch-Rätsel – jetzt auch für Erwachsene<br />

Mit Poster im Format A2, 48 Seiten, Hardcover<br />

ISBN 978-3-7724-8084-3, € 20,60 (A), ET: Mitte März<br />

62<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


micro crime, spiele, nonbook<br />

Seite noch kleine Seitenstränge. Man<br />

muss viel in der Geschichte entdecken<br />

und kombinieren, um letztendlich die<br />

Lösung herauszufinden. Die Sparte<br />

Rätsel funktioniert grundsätzlich sehr<br />

gut – braucht aber auch permanent<br />

Innovationsschübe.<br />

Sie haben auch ein Rätsel für Endkunden<br />

angekündigt – zum Verteilen<br />

für die Buchhändler?<br />

Herzog: Dieses stellen wir gerade<br />

fertig. Das Buch kommt ja schon Mitte<br />

März. Es sind Flyer, mittels derer<br />

die Endkund:innen das Konzept<br />

kennenlernen können, mit Rätseln<br />

zum Ausprobieren. Die Buchhändler:innen<br />

können die Flyer bei uns<br />

kostenlos bestellen.<br />

Sind schon Nachfolgebände<br />

in Arbeit?<br />

Herzog: Noch nicht direkt in Arbeit,<br />

aber konzipiert und in Planung. Wir<br />

wollen die Micro Crimes auf jeden<br />

Fall ausbauen. Als Ratgeber- und DIY-<br />

Verlag versuchen wir grundsätzlich,<br />

immer wieder mit neuen Konzepten<br />

aufzuwarten. Natürlich bringen wir<br />

Bücher zu Themen, die man kennt:<br />

Malen, Stricken, Zeichnen ... Wir<br />

machen uns dabei Gedanken, wie<br />

sich die Zielgruppen mit den Themen<br />

auseinandersetzen möchten. Wie beispielsweise<br />

Stricken funktioniert – das<br />

weiß man, dazu haben wir auch viele<br />

Bücher in der Backlist. Auf die besondere<br />

Aufbereitung kommt es an. Was macht<br />

gerade Spaß, was interessiert, welche<br />

Farben und welche Motive sind gerade<br />

interessant und gefragt?<br />

Wie zum Beispiel Harry Potter: Noch<br />

mehr magisch stricken ...?<br />

Herzog: Genau. Das kaufe ich nicht, weil<br />

ich Stricken lernen möchte, sondern weil<br />

ich mich mit den Harry-Potter-Welten<br />

umgeben möchte. Die Produkte müssen<br />

einfach für die Kund:innen von Relevanz<br />

sein!<br />

Die 24 Days Escape Adventskalender<br />

haben so gut funktioniert, dass Sie jetzt<br />

eine 24 Hours Escape Titelrange im<br />

Frühjahr bringen?<br />

Herzog: Die Adventskalender waren<br />

in den letzten beiden Jahren jeweils ein<br />

großer Erfolg. Daher wurde das Konzept<br />

in eine Ganzjahresvariante gespiegelt:<br />

die 24 Hours Escapes. Aber auch die<br />

Adventskalender werden mit vielen<br />

neuen Themen und Titeln ausgebaut.<br />

Sind die Vorbestellungen noch geprägt<br />

von der Pandemie – also grundsätzlich<br />

vorsichtig?<br />

Herzog: Einerseits ja – wenn man aber<br />

mit neuen Ideen und Produktkonzepten<br />

aufwartet, wird es sehr gut angenommen.<br />

Wir sind auch im Allgemeinen gut durch<br />

die Pandemie gekommen, was sicher<br />

unseren Titelspektren zu verdanken ist<br />

– Beschäftigungsbücher, DIY etc. liefen<br />

gut. Beispielsweise Makramee – das ist<br />

während Corona neu entdeckt worden<br />

und unfassbar abgegangen. Makramee<br />

läuft seit zwei Jahren ungebrochen auf<br />

hohem Niveau. Gelitten hat die Breite der<br />

Novitäten – Titel, die mehr Sichtbarkeit,<br />

Präsentationstische und Ähnliches<br />

gebraucht hätten. Manche Titel sind<br />

nicht gescheitert, weil sie schlecht sind,<br />

sondern weil ihnen die Bühne fehlte.<br />

Wie läuft Ihr Nonbook-Sortiment?<br />

Herzog: Auch das ist stark wachsend. Im<br />

Frühjahr haben wir einen Drehständer<br />

für die Buchhandlungen konzipiert,<br />

der mit unserem Sortiment an Design-<br />

Paper aufwartet – in erster Linie zum<br />

Zwecke des Handletterings. Das<br />

sind hervorragende Artikel, um Zusatzverkäufe<br />

zu generieren! Die Blöcke<br />

wurden sehr aufwändig designed<br />

– verschiedene Designwelten,<br />

Grafiken, Farben, Stile. Die Blöcke<br />

gibt es in den Formaten A5 und<br />

A6, sie haben bislang immer sehr gut<br />

funktioniert. Daher haben wir jetzt<br />

den Drehständer entwickelt, der<br />

selbst sehr hochwertig ist. Die Marke<br />

Werkhaus bürgt für Qualität. Der<br />

Ständer ist schon in der Auslieferung,<br />

wird bestückt ausgeliefert.<br />

Worauf möchten Sie noch einen Spot<br />

werfen?<br />

Herzog: The Last Pyramid ist ein hoch<br />

spannendes Buch mit Spiele-Faktor.<br />

Der Autor ist ein Spieledesigner aus<br />

London. Er hat eine Art Escape-Game-<br />

Next-Generation entwickelt. Es sind<br />

viele hochwertig designte Rätsel im<br />

Buch mit 3D-Grafik und -Animationen.<br />

Teilweise wird man über Videolinks an<br />

die digitale Welt angebunden, mit der<br />

man die Rätsel löst. Das ist schon etwas<br />

sehr Besonderes! Es gibt<br />

auch ein Promovideo,<br />

in das wir gerne<br />

kostenlos das Logo der<br />

Händler:innen, die es<br />

auf ihrer Website einsetzen,<br />

einbinden!<br />

Viel Neues in <strong>2022</strong> ...<br />

Danke für das<br />

Gespräch!<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22<br />

63


sonderthema geschenkbuch<br />

Was uns das Liebste ist,<br />

das liegt uns am Herzen<br />

Endlich Pensionist! Doch was kommt in<br />

diesem neuen Lebensabschnitt auf einen zu?<br />

Bastian Rütten<br />

Lieblingssachen<br />

Wohlfühlgedanken<br />

128 Seiten, Hardcover<br />

ISBN 978-3-7666-2938-8<br />

€ 12,30 | Butzon & Bercker<br />

Georg Lehmacher<br />

Wunderbare Wahrheiten<br />

über den Ruhestand<br />

ca. 96 Seiten, illustriert von<br />

Stefanie Wawer, Hardcover<br />

ISBN 978-3-8485-0125-0<br />

€ 10,30 | Groh<br />

ET: 24. Mai<br />

Wir alle haben unsere Vorlieben: Ohne zu überlegen, holen<br />

wir immer wieder dieselbe Kaffeetasse aus dem Schrank,<br />

ziehen diese merkwürdigen roten Stricksocken an, wenn<br />

uns kalt ist, oder setzen uns in einen bestimmten Sessel.<br />

Andere Lieblingsdinge wählen wir ganz bewusst: den Urlaubsort,<br />

an den wir immer wieder zurückkehren, den Lieblingsstift,<br />

mit dem wir besondere Briefe schreiben, oder den<br />

Baum, unter den wir uns legen, um ein wenig auszuspannen.<br />

Bastian Rütten schaut hinter diese kleinen und großen<br />

Lieblingssachen und lädt dazu ein, sie als tägliche Kraftquellen<br />

neu zu entdecken.<br />

Mit dem Eintritt in den Ruhestand steht man, wie bei vielen neuen<br />

Lebenabschnitten, vor ungeahnten Herausforderungen mit schönen<br />

und weniger schönen Seiten, über die man nicht so gerne spricht. Mit<br />

diesem Buch schenkt man Klarheit – denn hier kommen auch die oft<br />

verschwiegenen Themen zur Sprache.<br />

Eine Sammlung von amüsanten und pikanten Besonderheiten des<br />

Lebens als Rentner – humorvoll und unterhaltsam verpackt mit Illustrationen,<br />

die die jeweilige Situation auf den Punkt bringen. Diese einmalige<br />

Kombination schenkt dem angehenden Rentner oder der baldigen<br />

Rentnerin manchmal ein wissendes Lächeln, ein bestätigendes<br />

Nicken oder einfach das tröstliche Gefühl, in der einen oder anderen<br />

unangenehmen Situation nicht allein zu sein.<br />

Das Eintragebuch<br />

für die Herzensmenschen<br />

Das perfekte Geschenk<br />

für alle Mama und Papas<br />

ViktoriaSarina<br />

Spring in eine Pfütze!<br />

Meine Herzensmenschen<br />

ca. 96 Seiten, Hardcover<br />

ISBN 978-3-96096-222-9<br />

€ 12,– | Community Editions<br />

ET: 29. April<br />

Viktoria und Sarina sind absolute BFFs und wissen daher,<br />

wie wichtig Freundschaften sind. Deshalb haben sie jetzt ein<br />

Freundebuch kreiert, in dem sich all deine Lieblingsmenschen<br />

verewigen können. Ob in der Schule, im Sportverein<br />

oder zum Abschied vor den Sommerferien: Sammle Einträge<br />

und erfahre so noch mehr über deine besten Freunde!<br />

Mit diesem liebevollen Ausfüllalbum kann man Mama oder Papa<br />

ganz leicht eine Freude machen und im Handumdrehen ein persönliches<br />

und humorvolles Geschenk gestalten. Die frechen wolligen<br />

Begleiter von „Ohne Dich ist alles doof“ helfen dabei durch kreative<br />

Denkanstöße, das zu formulieren, was man sonst nicht in Worte fassen<br />

könnte. Ob zum Geburtstag, zum Mutter- oder Vatertag oder als<br />

kleine Aufmerksamkeit zwischendurch – das ausgefüllte Album ist<br />

das ideale Geschenk für alle Mamas und Papas.<br />

Ohne Dich ist alles doof, Mama | Ohne Dich ist alles doof, Papa<br />

ISBN 978-3-7423-2060-5 | ISBN 978-3-7423-2061-2<br />

jeweils ca. 64 Seiten, Hardcover, € 8,30 | riva, ET: 19. April<br />

64 <strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


MICR<br />

CRIME O<br />

DAS KRIMI-SUCHBUCH<br />

Sherlock Holmes und der Fall<br />

des roten Napoleon<br />

WIMMEL<br />

RÄTSEL<br />

jetzt auch für<br />

Erwachsene<br />

SHERLOCK HOLMES<br />

21 FÄLLE + EXTRAS<br />

Micro-Crime. Das Krimi-Suchbuch.<br />

Sherlock Holmes und der Tod aus<br />

der Themse<br />

48 Seiten, 23,4 x 31 cm, Hardcover<br />

€ (D) 20,00 / € (A) 20,60<br />

ISBN 978-3-7724-8084-3<br />

Auslieferung: 14.03.<br />

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(Mohr Morawa Buchvertrieb GmbH)


nonbookausbau bei edition michael fischer<br />

© privat<br />

© privat<br />

© EMF<br />

v.l.: Mareike Kreß, Ralph Richter, Ina Luers<br />

Edition Michael Fischer startet mit<br />

einer breiten Spielepalette ins Frühjahr<br />

Ossi Hejlek im Gespräch mit<br />

Mareike Kreß, Geschäftsführung, Verlags- und Programmleitung, Ralph Richter,<br />

Vertriebs- und Marketingleitung und Ina Luers, Produktmanagerin Spiele & Kinderbuch<br />

Advertorial<br />

Sie haben eine sehr repräsentative<br />

eigene Nonbook-Vorschau. Wie kam<br />

es zur Entscheidung, verstärkt in den<br />

Bereich Spiele zu gehen?<br />

Kreß: Nachdem wir letztes Jahr<br />

erfolgreich ins Spielesegment mit den<br />

beliebten Krimispielen von Hidden<br />

Games und iDventure eingestiegen sind,<br />

war es unser Wunsch, diesen Bereich<br />

zukünftig mit Eigenproduktionen auszubauen.<br />

Dabei setzen wir auf starke<br />

Marken wie unter anderem Lupin,<br />

Babylon Berlin und Peaky Blinders<br />

zur Heimbeschäftigung. Da wir unser<br />

Portfolio in der Vergangenheit bereits<br />

mehrfach erfolgreich durch neue,<br />

spannende Rubriken weiterentwickelt<br />

haben und der Spielebereich im Handel<br />

letztes Jahr während der Coronazeit<br />

einen deutlichen Zuwachs verspürt hat,<br />

war die Programmerweiterung durch<br />

Spiele für uns der nächste logische Schritt.<br />

Wie entwickelt sich der Spielemarkt<br />

generell und wie ist die Entwicklung im<br />

Buchhandel?<br />

Richter: Grundsätzlich hat sich der<br />

Spielemarkt in den letzten Jahren<br />

außerordentlich positiv entwickelt: Seit<br />

2014 haben sich die Umsätze mit Spielen<br />

verdoppelt, allein in den Jahren 2019<br />

und 2020 gab es jeweils zweistellige<br />

Umsatzzuwächse. Natürlich waren auch<br />

und gerade in der pandemischen Lage<br />

der Jahre 2020/21 ein Corona-Effekt<br />

und ein verstärkter Trend der Menschen<br />

zur „Heimbeschäftigung“ festzustellen<br />

– davon hat sicher der Onlinehandel<br />

überproportional profitieren können.<br />

Gleichzeitig ist der Umsatz mit Spielen<br />

für Kinder und Erwachsene auch im<br />

stationären (Buch-)Handel ein zunehmend<br />

wichtiger Faktor, die Entwicklung<br />

ist auch hier aktuell äußerst<br />

positiv – und dieser Trend dürfte sich in<br />

den kommenden Monaten und Jahren<br />

sicher fortsetzen.<br />

Wie sehr setzen Sie dabei auf die<br />

Buchhandlungen und wie groß ist die<br />

Akzeptanz in puncto Spielwaren im<br />

Buchhandel?<br />

Richter: Wir sind der Überzeugung,<br />

dass die Sortimentserweiterung in<br />

Richtung Spiele gerade dem stationären<br />

Buchhandel eine Chance zur<br />

Steigerung der Attraktivität des eigenen<br />

Angebotsportfolios und zum Erreichen<br />

neuer Zielgruppen bietet. Studien<br />

rechnen aktuell für die nächsten fünf<br />

Jahre mit einem Spieleplus von 30 %<br />

in Europa – wenn der Buchhandel die<br />

sich bietenden Chancen ergreift und<br />

die Ansprache der neuen Zielgruppen<br />

gelingt, wird man hier auch sehr deutlich<br />

von diesem Umsatzplus profitieren<br />

können. Besonders attraktiv kann dieses<br />

66<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


nonbookausbau bei edition michael fischer<br />

Umsatzplus im Übrigen durch die freie<br />

Preisgestaltung werden.<br />

Bleiben wir doch gleich beim Stichwort<br />

Preise und Preisgestaltung: Wie kaufen<br />

die Buchhändler die Spiele ein? Nach<br />

dem Buch-Rabattschema oder über<br />

Nettopreise?<br />

Richter: Der Spielemarkt tickt hier in<br />

der Tat etwas anders als der Buchmarkt,<br />

denn es wird mit UVPs und freier<br />

Preisgestaltung agiert – daraus ergeben<br />

sich andere Kalkulationsmodelle. Das<br />

gilt im Übrigen auch für den gesamten<br />

Nonbook-Bereich, also in unserem<br />

Fall auch für Puzzles, Papeterie (Bullet<br />

Journals), Karten-Sets und andere<br />

Nonbook-Produkte. Aus diesem Grund<br />

haben wir unsere Preisstruktur bzw.<br />

unser Einkaufsmodell im Bereich<br />

Nonbook zum Jahreswechsel und<br />

Reisestart unseres Außendienstes den<br />

Marktgepflogenheiten angeglichen und<br />

auf das Modell Grundnettopreis umgestellt.<br />

Gibt es spezifische Spiele-Pakete mit<br />

Sonderkonditionen für den Handel?<br />

Bieten Sie Verkaufshilfen, Deko, Displays<br />

oder Ähnliches an?<br />

Richter: Wir haben uns im Bereich<br />

Spiele bewusst für ein starkes Marken-<br />

Portfolio und die erwähnte Verbindung<br />

zu bekannten Namen und Lizenzen<br />

entschieden. Und sind überzeugt,<br />

dass wir dem Handel ein hochattraktives<br />

und – hoffentlich! –<br />

sehr verkäufliches Spieleportfolio<br />

anbieten können. Bei aller Demut<br />

als Neueinsteiger im Bereich<br />

Spiele sind wir so selbstbewusst<br />

zu sagen: Lasst uns mit diesen<br />

Spielen gemeinsam Erfolg haben<br />

und schöne Umsätze machen.<br />

Dabei haben wir uns bewusst<br />

gegen vorkonfigurierte Standard-<br />

Spiele-Pakete entschieden – der<br />

Handel weiß selbst am besten,<br />

für welches EMF-Spiel er welche<br />

Kund:innen hat. Natürlich unterstützt<br />

unser Außendienst bei der Auswahl<br />

und Einkaufsentscheidung jederzeit<br />

gerne beratend mit Spiele-Expertise und<br />

Zielgruppennähe.<br />

Auch auf Verkaufshilfen und Ähnliches<br />

haben wir bewusst verzichtet – hier in<br />

erster Linie aus Nachhaltigkeitsgründen:<br />

Wir wollten der Welt weitere kurzfristig<br />

eingesetzte Pappdisplays etc. ersparen.<br />

Zumal wir das Gefühl haben, dass der<br />

Handel das an dieser Stelle ähnlich sieht.<br />

Etwas anders verhält es sich im Bereich<br />

Papeterie: Hier haben wir gemeinsam<br />

mit Werkhaus ein nachhaltiges und sehr<br />

schönes Display für den dauerhaften<br />

Einsatz am PoS entwickelt.<br />

Auf welche Spielearten setzen Sie im<br />

Frühjahrsprogramm?<br />

Luers: Escape Games erfreuen sich nach<br />

wie vor großer Beliebtheit, weshalb wir<br />

in diesem Segment offizielle Spiele zu<br />

den Serien Lupin und Peaky Blinders<br />

herausbringen. Zudem gehen wir mit<br />

einer neuen Art von Krimispielen an den<br />

Start: Bei den Unsolved Crime Cases ermitteln<br />

die Spielenden gemeinsam in<br />

einem spannenden Fall. Die Besonderheit<br />

bei dieser Reihe ist der multimediale<br />

Spielansatz, der realistische Audio-Verhöre<br />

und Zeugenbefragungen mit sich<br />

bringt. Ein weiteres Programm-Highlight<br />

sind die immer wieder spielbaren<br />

Escape Games zu der beliebten Serie Babylon<br />

Berlin und einem packenden True-<br />

Crime-Fall in Las Vegas, welche durch<br />

ihr innovatives Konzept bestechen, das<br />

den Spielenden jedes Mal einen neuen<br />

Spielverlauf ermöglicht. Mit unserem<br />

Spiegel-Bestseller-Autor Carsten Müller<br />

bringen wir darüber hinaus ein psycho-<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22<br />

67


nonbookausbau bei edition michael fischer<br />

logisch fundiertes Kommunikationsspiel<br />

für Paare heraus, welches frischen<br />

Wind in jede Beziehung bringt.<br />

Welche Rolle spielen bei den Spielen<br />

Netflix und Co.?<br />

Kreß: Wir ergänzen und entwickeln<br />

unser Programm durch starke<br />

Marken, wie unter anderem offizielle<br />

Spielelizenzen zu beliebten Serien wie<br />

Lupin, Peaky Blinders und Babylon<br />

Berlin. In der nahen Zukunft werden<br />

in dieser Rubrik neue spannende und<br />

verkaufsstarke Produkte folgen, die die<br />

aktuellen Trends widerspiegeln.<br />

Sie haben aber auch Klassiker wie<br />

Stadt, Land ... im Programm, welche<br />

Besonderheiten weisen diese auf?<br />

Luers: Unsere Stadt, Land ...-Blöcke sind<br />

eine Weiterentwicklung des Kultspiels,<br />

welche mit Themen ausgestattet sind,<br />

die sowohl im Erwachsenen- als auch im<br />

Kinderbereich erfolgreich ankommen.<br />

Die Binge-Watching-Edition richtet<br />

sich dabei an alle Serien-Fans von<br />

Netflix, Amazon Prime und Co., der<br />

Superhelden-Block ist speziell für alle<br />

Marvel-Fans, die Fußball-Edition kommt<br />

passend zur Weltmeisterschaft in<br />

Katar, und natürlich gibt es einen Block<br />

extra für alle Potterheads und Fans der<br />

magischen Zauberwelt. In 26 Kategorien<br />

können die Spielenden Wissen und<br />

Kreativität unter Beweis stellen. Zudem<br />

ist in allen Blöcken eine praktische Anti-<br />

Schummel-Drehscheibe enthalten, die<br />

das gemeinsame Spielen erleichtert.<br />

Auch Puzzles gehören zu Ihrem Portfolio,<br />

was macht diese besonders?<br />

Kreß: Ähnlich wie der Spielemarkt<br />

hat sich auch der für Puzzles in den<br />

vergangenen Jahren deutlich positiv<br />

entwickelt, diese Entwicklung haben<br />

wir genau verfolgt. Wir als EMF stellen<br />

uns in einem solchen Fall die Frage:<br />

Spannender Markt – haben wir diesem<br />

Markt tatsächlich noch etwas Neues<br />

hinzuzufügen?<br />

Mit dem sehr besonderen und uniquen<br />

Design unserer Feel-Good-Puzzles haben<br />

wir nun aus unserer Sicht einen Weg<br />

gefunden, der unseren hohen Anspruch<br />

an außergewöhnliche Gestaltung erfüllt<br />

und dabei deutlich anders ist als der der<br />

großen Player am Markt. Und der dem<br />

Handel offenbar genauso viel Freude<br />

macht wie uns, wie die Zahlen seit<br />

Frühjahr 2021 zeigen.<br />

Luers: Die trendigen Feel-Good-Puzzles<br />

bestechen durch ihre starken Motive<br />

und sind mit 1000 Teilen sowohl für<br />

Anfänger als auch für Profis geeignet.<br />

Ob Nature Love, Into the wild oder<br />

Furry friends – bei dieser Motivauswahl<br />

ist für jeden etwas dabei. Die flächige<br />

Gestaltung der Motive ist ein besonderes<br />

Augenmerk, das den derzeitigen Design-<br />

Trend widerspiegelt und bislang so auf<br />

dem Markt noch nicht vertreten ist.<br />

Abgerundet wird Ihr Nonbook-Programm<br />

durch einen Reigen an Bullet<br />

Journals. Können Sie dazu ein paar<br />

Eckdaten erzählen?<br />

Kreß: Unsere Bullet Journals sind eine<br />

sehr schöne und für uns ganz besondere<br />

Geschichte, stehen sie doch für den<br />

erfolgreichen Einstieg von EMF ins<br />

Nonbook-Sortiment. Mittlerweile sind<br />

wir bei über 230.000 verkauften Journals<br />

– Tendenz steigend. Im Portfolio haben<br />

wir aktuell zwei Formate (A5 und<br />

A6), Journals mit und ohne Tombow-<br />

Marker und eine breite Palette<br />

unterschiedlichster Designs – hier ist<br />

wirklich für (fast) jeden Geschmack<br />

etwas dabei.<br />

Etwas ganz Besonderes haben wir uns<br />

für das Frühjahr <strong>2022</strong> ausgedacht: Die<br />

Bullet Journal Artist Edition, in der mit<br />

Helen Dardik und Mary Weber zwei<br />

aktuell angesagte und reichweitenstarke<br />

Künstler:innen exklusiv für EMF<br />

jeweils vier Journals gestalten. Wir sind<br />

überglücklich, dass uns das gelungen<br />

ist – die ersten Vormerkerzahlen<br />

geben uns recht und zeigen, dass der<br />

Handel das Potenzial ähnlich wie wir<br />

sieht ... Die Artist Edition wird daher<br />

selbstverständlich im nächsten Jahr<br />

fortgesetzt.<br />

Richter: Und zur Präsentation am PoS<br />

unserer Bullet-Journal-Reihe bieten<br />

wir dem stationären Buchhandel<br />

gleich zwei Möglichkeiten: Entweder<br />

eine hochwertige Holzdrehsäule (für<br />

gesamt 84 Journals) oder das neue<br />

Einsteigermodell, ein hochwertiges<br />

Werkhaus-Display für 23 Journals<br />

(s. oben) – hier sind wir wieder beim<br />

Ausprobieren, wozu wir an dieser<br />

Stelle gerne noch einmal ausdrücklich<br />

ermuntern wollen.<br />

Wie ist der generelle Plan in diesen<br />

Segmenten für die nächsten Saisonen?<br />

Kreß: Unser Nonbook-Portfolio wird<br />

mit großer Konzeptions- und Investitionsfreude<br />

ausgebaut. Unser Team<br />

entwickelt aktiv neue starke Reihen und<br />

einzigartige Produkte, sowohl im Erwachsenen-<br />

als auch im Kinderbereich.<br />

Seien Sie gespannt!<br />

Danke für das Gespräch!<br />

68<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


Bilderbuch<strong>märz</strong> im Jumbo Verlag<br />

Am 16. März erscheinen vier ganz unterschiedliche<br />

Bilderbücher im Jumbo<br />

Verlag: In Geburtstag ohne mich? reisen<br />

die Kinder in ein unbekanntes Land, in<br />

dem alle gemeinsam Geburtstag feiern,<br />

die anderswo nicht eingeladen wurden.<br />

Wolf und Schaf helfen in Zusammen<br />

sieht man mehr einem verzweifelten<br />

Hund, der seine Brille im Meer verloren<br />

hat. Die Paparazzi-Oma fängt in Immer<br />

wieder Oma die schönsten Momente auf<br />

ihren Fotos ein. Und die humorvolle Geschichte<br />

Mein Ball da oben, ich hier unten<br />

ist ganz nach dem „Ich packe meinen<br />

Koffer“-Prinzip geschrieben.<br />

kinder-| jugendbuch<br />

Österreichischer Kinder- und<br />

Jugendbuchpreis <strong>2022</strong> vergeben<br />

Die zehn besten Bücher von österreichischen<br />

Autoren und Illustratoren bzw.<br />

Verlagen werden heuer wieder mit dem<br />

Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis<br />

gewürdigt. Folgende vier Titel<br />

erhalten den Hauptpreis mit einer Dotation<br />

von jeweils 6.000 €: • Brüder Grimm,<br />

Julie Völk/Zur Zeit, wo das Wünschen noch<br />

geholfen hat/Gerstenberg, • Lena Raubaum,<br />

Katja Seifert/Mit Worten will ich<br />

dich umarmen/Tyrolia, • Nils Mohl, Regina<br />

Kehn/An die, die wir nicht werden<br />

wollen/Tyrolia und • Michael Stavaric, ˇ<br />

Michèle Ganser/Faszination Krake/Leykam.<br />

Sechs weitere Titel werden als Leseempfehlung<br />

der Jury in die Kollektion<br />

zum Preis aufgenommen.<br />

Neuer Roman von Colin Hadler<br />

Der aus Graz stammende, in Wien lebende<br />

Jugendbuchautor legt mit Ancora. Die<br />

Zeit ist gegen dich einen<br />

neuen Jugendroman<br />

vor, der bei Planet!<br />

im Thienemann-<br />

Esslinger Verlag erschienen<br />

ist. Colin<br />

Hadler erzählt intensiv<br />

und bildstark<br />

eine Geschichte, die Elemente<br />

aus den verschiedensten Genres<br />

Abenteuerroman, Mystery und Thriller<br />

vereint und zugleich die großen Themen<br />

der Adoleszenz behandelt: Freundschaft,<br />

Vertrauen, Identitäts- und Sinnsuche.<br />

© privat<br />

1<br />

2<br />

3<br />

4<br />

5<br />

6<br />

Bestseller Februar<br />

Kinder- & Jugendbuch<br />

Jeff Kinney<br />

Gregs Tagebuch 16<br />

Volltreffer!<br />

BAUMHAUS (1)<br />

Katja Brandis<br />

Seawalkers<br />

Im Visier der Python<br />

ArenA (–)<br />

Margit Auer<br />

Die Schule der magischen<br />

Tiere. Voll das Chaos!<br />

CArlSen (3)<br />

Marc-Uwe Kling<br />

Das NEINhorn und die<br />

SchLANGEWEILE<br />

CArlSen (10)<br />

Guinness World<br />

Records <strong>2022</strong><br />

rAvenSBUrger (9)<br />

Rachel Bright, Jim Field<br />

Der Wal, der immer mehr<br />

wollte<br />

MAgellAn (–)<br />

Ein<br />

krallenstarkes Abenteuer!<br />

978-3-473-40863-4 • Ab 9 J. • 5 [A] 15,50<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22<br />

Nova und Henry haben eine besondere Gabe:<br />

Sie können mit Katzen sprechen. Aber nicht<br />

nur das! Sie sind Felidix, Katzenbeschützer,<br />

und müssen ein Verbrechen verhindern:<br />

Die Siamkatze Penelope hat die rechtmäßige<br />

Katzenkönigin von England entführt und<br />

hält sie gefangen. Ein großes Abenteuer<br />

in London beginnt ...<br />

• Moderner Klassiker<br />

auf Samtpfoten<br />

• Mit ausdrucksstarken<br />

s/w Illustrationen<br />

• Für Fans der Illus erhältlich:<br />

zwei Motive als Puzzle und<br />

ein „Malen nach Zahlen“<br />

Sortimenter 2020_2021_<strong>2022</strong>.indd 50 10.02.22 14:30<br />

Illustrationen © Jérôme Pélissier<br />

69<br />

7<br />

8<br />

9<br />

10<br />

Kai Lüftner<br />

Furzipups und<br />

Hicksi Huhn<br />

CoppenrAtH (–)<br />

Nastja Holtfreter<br />

Herr Löwe trägt heut’ bunt<br />

MAgellAn (–)<br />

Marc-Uwe Kling<br />

Das NEINhorn<br />

CArlSen (–)<br />

Kobi Yamado<br />

vielleicht<br />

AdriAn (–)<br />

• Ziffer in Klammern =<br />

platzierung im vormonat


loewe graphix – comicbücher auf dem vormarsch<br />

Ossi Hejlek im Gespräch mit<br />

Loewe-Verlagsleiter<br />

Christoph Gondrom<br />

© Loewe<br />

»Wir sind von der Resonanz zu unseren<br />

Loewe-Graphix-Comicbüchern überwältigt«<br />

Sind Comics der Einstieg in die Welt der Bücher?<br />

Gondrom: Ich denke, dass es tatsächlich so ist – der Trend<br />

zu bildlastigen Geschichten mit kurzen Texten ist da. Das ist<br />

ein Fakt. Wir sind darauf ja bereits bei unserer erfolgreichen<br />

Reihe Loewe Wow! eingegangen, die seit zwei Jahren am<br />

Markt ist und sich gut entwickelt. Bei Loewe Wow! haben wir<br />

ein ganz neues Konzept kreiert. Comics sind ja grundsätzlich<br />

nichts Neues. Wir präsentieren sie jedoch in Buchform und<br />

gehen damit in die Kanäle der Kinder- und Jugendbücher. Wir<br />

wählten bewusst nicht die Nische der Comics, wobei sich die<br />

Bücher auch dort gut verkaufen werden. Comicbücher sind<br />

zudem nicht nur etwas für leseschwache Kinder.<br />

Bei Heartstopper geht es um eine Beziehung zwischen Jungs?<br />

Gondrom: Ja, es ist eine LGBTQ-Love-Story. Ursprünglich<br />

war das ein Webcomic von Alice Oseman, einer großen<br />

kommenden Erzählstimme. Bei dieser Autorin gehen wir<br />

zudem „all in“ – haben auch alle ihre Jugendbuchstoffe in<br />

der Pipeline. Parallel erschien gerade ihr Roman Loveless.<br />

Alice Oseman spricht die Themen der Jugend an, hat viel<br />

Gespür für die Emotionen dieser Generation. Heartstopper<br />

wird daher nicht nur von Jungs<br />

aus der Szene gelesen. Das<br />

lesen Mädchen genauso. Es<br />

Wie sind die ersten Reaktionen auf die Bücher?<br />

Advertorial<br />

Gondrom: Es gibt ein fulminantes Feedback – auch aus der<br />

Ecke der Vielleser. Das Echo ist so positiv, dass wir quasi mit<br />

Erscheinen bereits zwei Titel nachdrucken mussten: Quiet Girl<br />

von Debby Tung und Heartstopper von Alice Oseman, beides<br />

Stoffe, die sich an Jugendliche ab zwölf Jahren richten. Damit<br />

haben wir einen Nerv getroffen.<br />

Ab 12, 978-3-7432-0936-7, € 15,50 (A)<br />

70


loewe graphix – comicbücher auf dem vormarsch<br />

gibt eine große Nachfrage am Markt nach LGBTQ-Love-<br />

Storys und nach Stoffen, die sich mit Diversität befassen. Die<br />

Bücher von Oseman sind Lizenzen aus England. Spannend<br />

war für uns, dass sich sogar die englischen Originalausgaben –<br />

schon vor der deutschen Ausgabe – im fünfstelligen Bereich am<br />

deutschen Markt verkauften.<br />

Wie hoch ist der Lizenztitel-Anteil bei Loewe Graphix?<br />

Gondrom: Im Moment sind es vorwiegend Lizenzen – es wird<br />

aber auch Eigenentwicklungen geben.<br />

Gibt es einen Unterschied zwischen Graphic Novel und Comic?<br />

Gondrom: Wir haben uns dazu sehr viele Gedanken gemacht.<br />

Grundsätzlich kommt der Trend zu Comicbüchern aus<br />

Amerika. Dort heißen diese Bücher jedoch Graphic Novels. Jetzt<br />

wäre es doch einfach gewesen, die Bücher auch am deutschen<br />

Markt Grapic Novel zu nennen. Tatsächlich ist es aber so, dass<br />

sich dieser Begriff hier bei uns eher für anspruchsvolle, teilweise<br />

an Erwachsene gerichtete Comics etablierte. Ich persönlich<br />

liebe Graphic Novels, doch würde dieser Begriff hierzulande<br />

etwas Falsches suggerieren. Unser Ziel ist es jedoch, auf die<br />

Kinder- bzw. Jugendbuchtische zu kommen, deshalb haben wir<br />

auch die entsprechenden Warengruppen dafür gewählt.<br />

Gondrom: Ja und nein. Wir haben auch darüber lange<br />

diskutiert. Im Grunde sind es Geschichten, die einfach auch<br />

als Comic erzählt werden wollen – und können. Ob die<br />

Comicbücher davor, dazwischen, anstatt oder zusätzlich<br />

gelesen werden ... wahrscheinlich stimmt alles. Und genau das<br />

wird den Erfolg ausmachen. Es wird die Leser geben, die bei<br />

Loewe Wow! einsteigen, manche bei Loewe Graphix und andere<br />

bei umfangreichen Textbüchern. Es gibt heutztage hybride<br />

Leser – heute einen textlastigen Band und morgen ein Comic<br />

... relevant ist die Qualität der Geschichte. Man braucht keine<br />

Leseschwäche, um Comics zu lieben und zu konsumieren<br />

– aber bildlastige Darreichungsformen kommen natürlich<br />

denjenigen entgegen, die ungern längere Texte lesen.<br />

Spannend finde ich, dass Sie – wie bereits bei Loewe Wow!<br />

– mit ganz unterschiedlichen Zeichenstilen auf den Markt<br />

gehen. Es gibt nicht nur das Plakative, wie bei Kein Stress,<br />

Jim!, sondern es wird für die gleiche Altersgruppe auch mit<br />

feineren Strichen gearbeitet.<br />

Gondrom: Die künstlerische Vielfalt war uns extrem wichtig.<br />

Vielfalt ist auch genau das, was wir mit dieser Darreichungsform<br />

bezwecken: kulturelle Vielfalt – und auch Vielfalt im Programm<br />

von Loewe. Ebenso inhaltliche Vielfalt, die Themen wie Diversität<br />

mitberücksichtigt.<br />

Bei den Comicbüchern für die jüngeren Zielgruppen<br />

ist es noch deutlicher, dass es keine Graphic Novels<br />

sind ...<br />

Gondrom: Aufgrund dessen überlegten wir auch,<br />

die Titel für die Kleineren Comicbücher zu nennen<br />

und bei den Jugendlichen Graphic Novel zu sagen. Da<br />

wir aber für alles einen einheitlichen Begriff wollten,<br />

entschieden wir uns letztendlich für die Bezeichnung<br />

Comicbücher. Das versteht jeder.<br />

Sie haben die gute Resonanz ja bereits erwähnt.<br />

Warum waren Sie so vorsichtig?<br />

Gondrom: Es hat in der Vergangenheit schon öfter<br />

mal den Versuch gegeben, mit Comics und Graphic<br />

Novels auch reguläre Buchkäufer anzusprechen. Aus<br />

unserer Sicht von außen schlug sich das Meiste unter Wert.<br />

Daher waren wir eher zurückhaltend. Aber die Buchhändler<br />

haben darauf hoch positiv reagiert, engagierten sich bei ihren<br />

Ersteinkäufen stark. Wir haben mit mehr Skepsis gerechnet,<br />

dachten, mehr Überzeugungsarbeit leisten zu müssen. Weit<br />

gefehlt, wir sind überglücklich!<br />

Kann man die Titel in eine Art Lese-Reihenfolge bringen?<br />

Zuerst Loewe Graphix Comicbücher, dann Loewe Wow!,<br />

dann die herkömmlichen Titel?<br />

Ab 8, 978-3-7432-1045-5, € 15,50 (A)<br />

Diversität ist aber nicht der<br />

inhaltliche Hauptstrang bei den<br />

Comicbüchern für Jugendliche?<br />

Gondrom: Nein, gar nicht. Wir<br />

versuchen, moderne Stoffe für<br />

die heutige Jugend zu finden<br />

und umzusetzen. Ich finde es gut und wichtig, dass durch<br />

die Comicform auch ernstere Stoffe von der Zielgruppe als<br />

zugänglich empfunden werden. Beispielsweise beim Comicbuch<br />

für Kinder ab acht Jahren, mit dem Titel nICHt genug, bei<br />

dem die Selbstzweifel der Kinder im Mittelpunkt stehen – die<br />

Frage „Bin ich gut genug?“. Einer meiner Lieblingsstoffe im<br />

Moment bei Loewe ist der Titel El Taubinio, der im Herbst bei<br />

Loewe Graphix kommt. Es ist die autobiografische Umsetzung<br />

einer Autorin mit Hörbehinderung, Cece Bell. Dazu gibt es auch<br />

eine Apple TV+ Serie, die bereits im Januar <strong>2022</strong> angelaufen ist.<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22<br />

71


loewe graphix – comicbücher auf dem vormarsch<br />

Ein großartiger Stoff! Die Originalausgabe war Nr. 1-New-<br />

York-Times-Bestseller. Es ist eine Geschichte über das Anderssein<br />

und über Selbstakzeptanz – dabei sehr humorvoll und<br />

warmherzig erzählt. Es handelt von einem Mädchen, das mit<br />

einem übergroßen Hörgerät in die Schule kommt. Einerseits<br />

schämt sie sich dafür, andererseits kann sie mittels ihres Geräts<br />

aber überall die Lehrer hören und belauschen. Dadurch wird sie<br />

zu einer Art Superheldin. Ein Mädchen mit Hörschwierigkeiten,<br />

stellvertretend für alle Kinder mit Beeinträchtigungen.<br />

Eines finde ich bei den vielen Gesprächen mit Kinder- und<br />

Jugendbuchverlagen spannend und lustig zugleich: Alle<br />

sagen, wie schwierig Jugendbücher sind – aber alle wollen es<br />

wissen und publizieren exakt in dieses Segment hinein ...<br />

Gondrom: Ja, das stimmt. Wir sind auch so. Und ja, wir<br />

machen auch Fehler. Aber wenn man dann mit einem Stoff<br />

den Nerv der Jugendlichen trifft, ist sehr viel Dynamik<br />

drinnen. Ein verlegerischer Gemischtwarenladen ist ganz<br />

schwierig durchzusetzen – mal einen Fantasy-Roman,<br />

dann ein Young Adult stand alone ... Man braucht eine<br />

Kommunikationsstrategie, ein Stoytelling, eine Einbettung in<br />

ein Programmumfeld.<br />

Wahrscheinlich holt man die Jugendlichen dort ab, wo sie<br />

gerne hingehen. Grundsätzlich aber auch innerhalb einer<br />

Buchhandlung.<br />

Ab 7, 978-3-7432-1307-4, € 12,40 (A)<br />

Also nicht nur Abenteuer,<br />

sondern auch Vermittlung<br />

von Werten?<br />

Gondrom: Wir mögen es,<br />

wenn es in erster Linie eine spannende Geschichte ist, die<br />

Spaß macht. Wenn nebenbei – mit einer gewissen Selbstverständlichkeit<br />

– wichtige Themen in die Story eingewoben<br />

sind, umso besser! Geschichten mit Identifikationspotenzial<br />

sind enorm wichtig – auch Emotionen wie Empathie. Wenn<br />

Kinder und Jugendliche beim Lesen einen persönlichen Gewinn<br />

daraus ziehen, der ihnen im eigenen Leben hilft, haben wir<br />

unsere Aufgabe als Verlag noch besser erfüllt. Aber wie gesagt,<br />

im Vordergrund steht die Unterhaltung. Schwere Stoffe, zu<br />

denen man sich überwinden muss, sind nicht in unserem Fokus.<br />

Wie handhaben Sie es bei den Comicbüchern eigentlich mit<br />

der Altersfestlegung?<br />

Gondrom: Wir richten uns dabei nach Kern- und Sekundär-<br />

Zielgruppe. Nach oben hin ist die Alterszielgruppe der Graphix-<br />

Titel sicher offen. Beispielsweise gibt es bei Kein Stress, Jim! die<br />

klassischen Bilderbücher. Bei der Loewe-Graphix-Ausgabe<br />

haben wir das Alter ab sechs Jahren definiert, da es sich von der<br />

Lesequalifikation her an Erstleser richtet – also Warengruppe<br />

24. Nach oben hin ist die Alterszielgruppe der Graphix-Titel<br />

sicher offen. Das schenken sich auch Erwachsene gegenseitig.<br />

All age eigentlich ... (lacht). Im Wesentlichen ist die Textmenge<br />

mitentscheidend. Die gesamte Bandbreite der Loewe-Graphix-<br />

Comicbücher richtet sich an Kinder- und Jugendliche von<br />

sechs bis zwölf Jahren. Bei Loewe Wow! ist die Kernzielgruppe<br />

zwischen acht und zehn Jahren.<br />

Gondrom: Da sprechen Sie auch in puncto Loewe Graphix<br />

etwas an. Wir befürchteten ja viele Schwellen: Buchhändler,<br />

Eltern, die Jugendlichen selbst ... eine Art Belächelung, das<br />

Vermissen von Substanz, das Vergleichen mit Schundliteratur<br />

von Älteren. Wie sehen Sie das eigentlich?<br />

Die Argumente kenne ich aus meiner Kindheit, hörte sie<br />

vielleicht vor 40–45 Jahren. Mittlerweile bin ich, der selbst<br />

mit Comics aufwuchs und sie liebte, einer der Älteren. Mir<br />

würden Vergleiche dieser Art nicht einfallen. Noch eine<br />

Frage zum Programm: Vier bis sechs Titel pro Halbjahr sind<br />

geplant?<br />

Gondrom: So hatten wir es geplant. Da die Bücher so gut<br />

ankommen, werden es vielleicht etwas mehr (lacht). Einzeltitel<br />

sind nicht verboten, dennoch sind im Moment vor allem<br />

Reihen in Planung. Wir haben uns vor einiger Zeit die Top-100-<br />

Kinderbuchtitel eines Jahres angesehen. Davon waren 100<br />

Reihentitel ... Das sagt vieles aus.<br />

Danke für das Gespräch!<br />

Ab 6, 978-3-7432-1272-5, € 10,30 (A)<br />

72<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


Evangelischer<br />

Buchpreis für<br />

Nikola Huppertz<br />

Der Evangelische<br />

Buchpreis geht in diesem<br />

Jahr an Nikola<br />

Huppertz für ihr Jugendbuch<br />

Schön wie<br />

die Acht, erschienen bei Tulipan. Der<br />

Preis wird zum 44. Mal verliehen und ist<br />

mit 5.000 € dotiert. Die Preisübergabe<br />

findet am 1. Juni in der Marktkirche in<br />

Wiesbaden statt. Auszug aus der Jurybegründung:<br />

„Nikola Huppertz erzählt auf<br />

beeindruckende Weise die Entwicklung<br />

von der sachorientierten späten Kindheit<br />

zur emotional aufwühlenden und<br />

verunsichernden Phase der Pubertät.“<br />

Die drei ??? Kids in neuem Look<br />

Nachdem bereits im Herbst 2021 die<br />

klassische Reihe Die drei ??? überarbeitet<br />

wurde, ziehen nun auch Die drei ???<br />

Kids nach. Layout und Optik der Reihe<br />

wurden behutsam überarbeitet, damit<br />

sie weiterhin ihre frische Zeitlosigkeit<br />

im Erscheinungsbild behält. Zugleich<br />

werden die Titel noch nachhaltiger als<br />

bisher produziert, indem auf besonders<br />

streng zertifiziertem Cradle-to-Cradle-<br />

Papier gedruckt wird. Zur Umstellung<br />

erscheinen nicht nur vier neue Fälle, sondern<br />

auch die ersten drei Bände in der<br />

neuen Optik.<br />

Kinderbuch-Schreibseminar<br />

Der Basiskurs findet vom 12. bis 14. Mai<br />

im Kinderliteraturhaus in Wien statt und<br />

wird vom Institut für Jugendliteratur<br />

veranstaltet. Auf dem Programm stehen<br />

u. a. Begegnungen mit besonderen Kinder-<br />

und Jugendbuchtexten, Informationen<br />

zu Marktbedingungen und Verlagseinreichungen<br />

sowie der Austausch<br />

mit den beiden Coaches Mag. Karin Haller<br />

und Klaus Nowak und den anderen<br />

Seminarteilnehmern. Anmeldungen bis<br />

28. April an office@jugendliteratur.at.<br />

Das kleine Ich bin<br />

ich wird 50<br />

1972 wurde das Bilderbuch<br />

von Mira<br />

Lobe und Susi Weigel<br />

über ein buntes<br />

Tier auf Identitätssuche<br />

erstmals veröffentlicht.<br />

Im Jubiläumsjahr <strong>2022</strong> erscheint<br />

die Originalausgabe in der 47.<br />

Auflage. Mit über 1,2 Millionen verkauften<br />

Exemplaren aller Ausgabe-Varianten<br />

ist Das kleine Ich bin ich das meistverkaufte<br />

Bilderbuch im Verlag Jungbrunnen.<br />

Viele fremdsprachige Ausgaben<br />

erleichtern das Deutschlernen und werden<br />

erfolgreich in der Integrationsarbeit<br />

verwendet. Zum 50. Geburtstag gibt es,<br />

neben einem Gewinnspiel mit Sachpreisen<br />

für Bilderbuchfans, auch einige Aktionen<br />

für den Buchhandel. Zusätzlich<br />

zur beliebten Audio-CD und der Ich bin<br />

ich-Box für Pausenbrote ist auch eine<br />

bunte Stofftragetasche für Kinder erhältlich.<br />

Ein besonderes Highlight bietet die<br />

Münze Österreich, die das kleine Ich bin<br />

ich auf echten Münzen aus Silber und<br />

Kupfer verewigt. Die Wiener Spielkartenfabrik<br />

Ferd. Piatnik & Söhne sorgt mit<br />

einer Das kleine Ich bin ich-Edition von<br />

„Schnipp Schnapp“ und einer Kinderspielebox<br />

für gute Unterhaltung.<br />

Geschichten vom Franz in den Kinos<br />

Christine Nöstlingers legendäre ehrlichkomische<br />

Bücher mit den Geschichten<br />

vom Franz über die Fallstricke im Leben<br />

eines Volksschülers kommen im Verleih<br />

der Constantin Film ab 14. April in die<br />

österreichischen Kinos. Ursula Strauss<br />

und Simon Schwarz geben die liebevollen<br />

Eltern des kleinen Franz, Jossi<br />

Jantschitsch, Nora Reidinger und Leo<br />

Wacha sind als liebenswertes Kindertrio<br />

perfekt besetzt. Die Buchreihe aus dem<br />

Verlag Friedrich Oetinger, zwischen<br />

1984 und 2013 erschienen, erreichte eine<br />

Auflage von 2,5 Millionen und wurde in<br />

mehr als 30 Sprachen übersetzt.<br />

kinder-| jugendbuch<br />

© Ueberreuter Verlag<br />

Buntspecht –Nachwuchspreis<br />

für Bilderbuchillustration<br />

Die Jury (Foto) des Illustrationspreises<br />

Buntspecht hat getagt und die elf Finalisten<br />

bestimmt. Der mit 2.000 € dotierte<br />

Preis wird von der Annette Betz in der Ueberreuter<br />

Verlags GmbH gemeinsam mit<br />

der Akademie für Illustration und Design<br />

Berlin (AID) verliehen. Die elf besten<br />

Einreichungen werden zudem mit<br />

einer exklusiven Ausstellung geehrt. Der<br />

Gewinner wird im Rahmen der Preisverleihung<br />

am 4. August verkündet.<br />

Literatur für junge Leser*innen<br />

Vom 22. bis 28. Juni findet das Wiener<br />

Kinderliteraturfestival „Literatur für<br />

junge Leser*innen“ erstmals im Theater<br />

Odeon mit Lesungen, Workshops und<br />

Performances, aber auch einer großen<br />

Buchausstellung statt.<br />

50 Jahre rotfuchs<br />

In den 70er-Jahren kamen<br />

die ersten rorororotfuchs-Taschenbücher<br />

heraus, die zum<br />

Taschengeldpreis,<br />

neu, provokativ und<br />

anders bewusst einen<br />

Gegenentwurf zu verstaubten<br />

Heile-Welt-<br />

Büchern boten. Aus<br />

dem reinen Taschenbuchprogramm<br />

erwuchs<br />

nach und nach<br />

ein buntes Programm,<br />

das vom Pappbilderbuch<br />

über Hardcover bis zur Klappenbroschur<br />

Bücher für Leser von zwei bis 14<br />

Jahren anbot. Anlässlich seines 50. Geburtstags<br />

hat Rotfuchs ein neues Gesicht<br />

bekommen, das seine fröhlich-bunte<br />

Programmfülle widerspiegelt.<br />

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Nachbezugsspiegel<br />

Kinder- & Jugendbuch<br />

Februar<br />

Auslieferung Mohr Morawa<br />

Kinney: Gregs Tagebuch 16<br />

Volltreffer!/BAUMHAUS<br />

Brezina: Die Bibel in Reimen/JOPPY<br />

Kling, Henn: Das NEINhorn und die<br />

SchLANGEWEILE/CARLSEN<br />

Myst: Das kleine Böse Buch 4/<br />

UEBERREUTER<br />

Kling, Henn: Das NEINhorn/CARLSEN<br />

Yamada: Vielleicht/ADRIAN<br />

Auer: Die Schule der magischen Tiere<br />

Voll das Chaos!/CARLSEN<br />

Bright, Field: Der Löwe in dir/<br />

MAGELLAN<br />

Auer: Die Schule der magischen Tiere<br />

Das Buch zum Film/CARLSEN<br />

Hofer Schachenhuber: Mein Freund<br />

Teddy Eddy/G&G<br />

Auslieferung Medienlogistik<br />

Lobe: Das kleine Ich bin ich/<br />

JUNGBRUNNEN<br />

Schulz, Krejtschil: Die schlaue Mama<br />

Sambona/PETER HAMMER<br />

Lobe, Opgenoorth: Valerie und die<br />

Gute-Nacht-Schaukel/JUNGBRUNNEN<br />

Lobe, Weigel: Die Geggis/<br />

JUNGBRUNNEN<br />

Lobe: Das kleine Ich bin ich<br />

Kleinformat/JUNGBRUNNEN<br />

Spitzenreiter<br />

nach Verlagsangaben<br />

Fischer<br />

Frank: Tagebuch/FISCHER<br />

Boyne: Der Junge im gestreiften<br />

Pyjama/FISCHER KJB<br />

McBratney: Weißt du eigentlich,<br />

wie lieb ich dich hab?/FISCHER<br />

SAUERLäNDER<br />

Oetinger<br />

Nöstlinger: Die besten Geschichten<br />

vom Franz/OETINGER<br />

Lindgren: Ronja Räubertochter/<br />

OETINGER<br />

Funke: Herr der Diebe /DRESSLER<br />

Ravensburger<br />

Guinness World Records <strong>2022</strong><br />

Wieso? Weshalb? Warum? junior<br />

Zähne putzen, Pipi machen<br />

Mein großes Wimmelbuch<br />

kinder-| jugendbuch<br />

Kinderbuchklassiker<br />

als animierte Serie<br />

Der Kinderbuchklassiker<br />

Brezel von Margret<br />

Rey, mit Bildern von<br />

H.A. Rey, wurde als Serie<br />

animiert. „Pretzel<br />

and the Puppies“ läuft<br />

seit 11. Februar in acht Folgen im Streamingangebot<br />

von Apple TV+.<br />

Vollauslastung und hohe<br />

Investitionen bei Ravensburger<br />

Nach einem Rekordwachstum im Vorjahr<br />

von über 20 % hat die Ravensburger<br />

Gruppe 2021 ihren Umsatz noch einmal<br />

leicht um rund ein Prozent auf 636 Mio. €<br />

erhöht. Dies gelang dem Unternehmen,<br />

obwohl es durch das vorangegangene<br />

Sortiments-Info<br />

Dass Comic-Abenteuer, die<br />

leicht zu lesen sind, trotzdem<br />

spannend und witzig erzählt<br />

sein können, beweist Rüdiger<br />

Bertrams Mega fette Beute<br />

(Ueberreuter) mit Illustrationen<br />

von Horst Hellmeier.<br />

Nach dem ersten Band Mega<br />

dumm gelaufen, in dem die Buben Kalle (stark,<br />

aber nicht der Hellste) und Alexander (schlau, aber<br />

häufig Opfer Kalles) nach anfänglichen Schwierigkeiten<br />

Freunde werden, wartet hier nun eine neue<br />

Herausforderung auf die zwei. Diesmal ist auch<br />

die immer nur schwarz gekleidete, schweigsame<br />

Mitschülerin Nora mit von der Partie (Kalle müsste<br />

ja krankheitsbedingt daheim bleiben, stößt aber<br />

heimlich zu ihnen). Bei einem Projekttag sollen<br />

die Schüler nach Überresten der Römer und Ritter<br />

graben, die früher in der kleinen Stadt gelebt<br />

haben. Dank Noras selbst gebasteltem Metalldetektor<br />

fördern die Kinder so einiges zu Tage – doch<br />

ist wirklich etwas Wertvolles dabei? Ein in Wort und<br />

Bild humorvolles Lesevergnügen!<br />

© Ravensburger AG<br />

Die Buchklub-Redaktion empfiehlt<br />

www.buchklub.at<br />

Wachstum an seine Kapazitätsgrenze<br />

kam und wegen der Neuausrichtung<br />

der Logistik in den USA sowie globaler<br />

Transportengpässe weniger Ware auslieferte.<br />

Infolgedessen hat die Unternehmensgruppe<br />

schon ab 2020 hohe Investitionen<br />

angestoßen: Über 100 Mio. €<br />

fließen vor allem in die Ausweitung der<br />

Fertigungskapazitäten und in Arbeitsplätze.<br />

Weitere Felder sind die Expansion<br />

im Ausland, Innovationspartnerschaften<br />

und die Nachhaltigkeit des Unternehmens.<br />

Kinderbuchempfehlungen im März<br />

der Deutschen Akademie für Kinderund<br />

Jugendliteratur: • Jugendbuch:<br />

Michael Wolffsohn/Wir waren Glückskinder<br />

– trotz allem/dtv • Kinderbuch:<br />

Rose Lagercrantz, Rebecka Lagercrantz/<br />

Zwei von jedem/Moritz • Bilderbuch: Peter<br />

Sís/Nicky & Vera/Gerstenberg sowie<br />

weitere Buchtipps der österreichischen<br />

AG Kinder- und Jugendliteratur unter<br />

www.jugendliteratur.at/buchtipps/buchtipp<br />

inklusive Suchfilter nach Alter und<br />

Leseinteresse, im YouTube-Kanal „Zuckerseiten“<br />

und im Interview-Podcast<br />

„Kinderbuchtöne“.<br />

Die Welt da draußen (Bohem)<br />

kann ganz schön gefährlich<br />

sein – vor allem für<br />

kleine Kaninchen! Darum<br />

ist es besser, stets im eigenen<br />

Bau zu bleiben, denn<br />

hier ist es warm, sicher und<br />

gemütlich. So die Devise, die für alle Möhren-(bzw.<br />

Karotten-)liebhaber gilt, auch für das Kaninchen,<br />

das eines Tages seine Lieblingsspeise nur eine<br />

Winzigkeit entfernt im „Neuland“ entdeckt. Allen<br />

Warnungen zum Trotz streckt es seine Pfote aus<br />

und ... lernt eine völlig neue Welt kennen. In ihr<br />

leben Nicht-Kaninchen – groß, haarig, mit Hufen,<br />

Tatzen, Gefieder, Schuppen und Krallen, die Nicht-<br />

Möhren fressen, die klettern, schwingen und sogar<br />

fliegen! Und sie sind gar nicht so fürchterlich, wie<br />

das Kaninchen immer dachte! Ein wunderschön<br />

gezeichnetes Bilderbuch von Jessica Meserve, in<br />

dem es nicht nur viel zu entdecken gibt, sondern<br />

das auch eine wichtige Botschaft vermittelt.<br />

74 <strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


erich schleyer lebt in seinen geschichten weiter<br />

Geschätzt,<br />

geliebt,<br />

unvergessen!<br />

Am 1. März wäre der im Juli 2021 verstorbene<br />

Erich Schleyer 82 Jahre alt<br />

geworden. Mit einem neuen Buch<br />

erinnert der echomedia buchverlag<br />

an den vielseitig tätigen Künstler.<br />

Im umfangreichen künstlerischen<br />

Schaffen von Professor Erich Schleyer<br />

hatte das Schreiben von Geschichten für<br />

Kinder einen besonderen Stellenwert.<br />

Viele Geschichten wurden in Büchern<br />

und auf Tonträgern veröffentlicht.<br />

Besonders gerne trat er als leidenschaftlicher<br />

Geschichtenerzähler bei<br />

unzähligen Veranstaltungen vor einem<br />

jungen Publikum auf. Und es<br />

wurde immer zu einem ganz besonderen<br />

Erlebnis. Die Geschichten<br />

von Erich Schleyer sorgen für spannende<br />

Unterhaltung, sie beflügeln die<br />

Fantasie, sie regen zum Nachdenken<br />

an und sie behandeln Themen, die<br />

heute besonders aktuell sind.<br />

Viele Geschichten sind auch<br />

zum Hören<br />

Prof. Erich Schleyer<br />

geboren am 1. März 1940 in Dresden, gestorben am 6. Juli 2021 in Wien, aufgewachsen in der damaligen<br />

DDR. Nach der Grundschule und Oberschule arbeitete er von 1958–1959 als Bühnenarbeiter in Weimar,<br />

1959–1961 Theaterhochschule Leipzig mit Diplom. Es folgten Engagements an ostdeutschen Bühnen in<br />

verschiedenen klassischen Rollen. 1966 erhielt er den Chansonpreis Chemnitz. 1968 Flucht in die Bundesrepublik<br />

Deutschland. Danach spielte er auf allen großen Theaterbühnen im deutschsprachigen Raum.<br />

Ab 1971 unterhielt Erich Schleyer einen „Zweitwohnsitz“ in Wien. Es folgten erfolgreiche Engagements<br />

auf allen großen Bühnen Österreichs – von der Wiener Staatsoper und dem Wiener Burgtheater bis zu<br />

den Salzburger Festspielen. Er begeisterte als Theaterschauspieler ebenso wie in Film- und Fernsehserien<br />

sowie in TV-Dokus wie auch in Kinder-Fernsehsendungen. Seine große Leidenschaft galt dem Schreiben<br />

und Erzählen von Geschichten für Kinder. Daraus entstanden viele Bücher und Kinder-Hörbücher.<br />

Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, wurde u. a. 2008 Buchmensch des Jahres.<br />

Geschichten sind in diesem Buch nicht<br />

nur zu lesen, sie sind mittels Download<br />

(QR-Code), liebevoll mit Musik arrangiert<br />

von Günther Radelmacher, auch<br />

zu hören. Illustrationen von Gerd Menia<br />

und bibliografische Angaben über Erich<br />

Schleyer ergänzen das Buch.<br />

Hallo, ich bin der Erich! Geschichten zum Vorlesen,<br />

Lesen und Hören, Herausgeber: Werner Brunner<br />

Mit einem Vorwort von Robert Steiner<br />

Download von Geschichten mittels QR-Code arrangiert<br />

von Günther Radelmacher, mit Illustrationen von Gerd<br />

Menia, Coverfoto: Gerhard Merceder<br />

120 Seiten, ISBN 978-3-903989-31-3, € 19,80<br />

ECHO Medienhaus Ges.m.b.H. /Echomedia Buchverlag<br />

ET: Anfang März<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22<br />

75


© privat<br />

Teresa Petrovitz im Gespräch mit<br />

Melanie Laibl<br />

Wie wir alle<br />

wirksam wünschen<br />

und zum großen<br />

Ganzen beitragen<br />

können ...<br />

Advertorial<br />

Frau Laibl, mit Ihren Kindersachbüchern<br />

haben Sie nicht nur zahlreiche<br />

Preise, sondern auch eine große Fan-<br />

Gemeinde gewonnen. Jetzt kommt Ihr<br />

neues Buch WErde wieder wunderbar<br />

heraus, das ganz dem Zeitalter des Anthropozäns<br />

gewidmet ist. Wie kam es zu<br />

diesem Projekt?<br />

Laibl: Die Edition Nilpferd im G&G Verlag<br />

hat angefragt, ob ich Lust hätte, ein<br />

Buch zu diesem Thema zu konzipieren<br />

und zu schreiben. Als ich bei der Anfrage<br />

das Wort „Anthropozän“ gehört<br />

habe, haben bei mir sofort alle Glocken<br />

geklingelt. In den Medien und im Allgemeingebrauch<br />

ist das Konzept ja erst<br />

seit Kurzem vermehrt präsent. Ich hatte<br />

mich aber schon länger mit dem Begriff<br />

auseinandergesetzt. Auch aufgrund<br />

meiner Kindersachbücher war ich mit<br />

dem Anthropozän bereits vertraut. Ich<br />

wusste deshalb auch, was auf mich zukommen<br />

würde.<br />

Dieses riesige Themengebiet einzugrenzen<br />

und einen umfassenden Überblick<br />

zu bekommen, war sicherlich herausfordernd<br />

…<br />

Laibl: Ja, es handelt sich um ein riesiges<br />

und zugleich sehr komplexes Themengebiet,<br />

das insbesondere viel Detailwissen<br />

verlangt, um auch positive Aspekte<br />

berichten zu können. Über die Medien<br />

werden wir in erster Linie mit Schreckensmeldungen<br />

und negativ konnotierten<br />

Wörtern wie Erderwärmung<br />

usw. versorgt. Auch unsere eigenen Erfahrungen<br />

mit dem und Beobachtungen<br />

zum Thema weisen oft in eine wenig positiv<br />

stimmende Richtung. Mein erster<br />

Impuls war dann: Das Buch sollte eine<br />

Mischung werden, es sollte Informationsvermittler,<br />

aber zugleich auch Hoffnungsträger<br />

sein.<br />

Deshalb haben Sie WErde wieder wunderbar<br />

auch als „MUTmachBUCH“<br />

konzipiert …<br />

Laibl: Absolut. Ich mache viele Veranstaltungen<br />

mit Kindern und kriege<br />

hautnah mit, welche Gedanken sie sich<br />

über den Zustand der Welt, über ihre Zukunft<br />

und auch die ihrer Eltern machen.<br />

Daher wollte ich bei diesem Thema behutsam<br />

vorgehen. Selbstverständlich<br />

musste und wollte ich die Fakten ungeschönt<br />

auf den Tisch legen, aber gleichzeitig<br />

war es mir ein großes Anliegen, als<br />

Ausgleich Lösungen anbieten. Ich wollte<br />

zeigen, was die Welt schon geschafft hat,<br />

was sie an Negativem wieder rückgängig<br />

gemacht hat.<br />

Es geht Ihnen also insbesondere darum,<br />

den Kindern ein Gefühl von Selbstwirksamkeit<br />

zu vermitteln?<br />

Laibl: Genau, Selbstwirksamkeit ist<br />

für mich ein wesentlicher Leitbegriff.<br />

Ich bin der Ansicht, dass jeder von<br />

uns kleine Bausteine setzen kann, die<br />

dann zu einem sinnvollen Ganzen beitragen.<br />

Das ist auch die Message des<br />

Buches. Ich habe zu diesem Gedanken<br />

das Begriffspaar „Wünsche-wirksam“<br />

geschaffen. Im Buch habe ich in diesem<br />

Sinne neun Wünsche für das Anthropozän<br />

formuliert, die wiederum<br />

neun Bereiche betreffen, denen wir als<br />

Menschheit bereits Schaden zugefügt<br />

haben und bei denen wir uns anstrengen<br />

sollten. Die Selbstwirksamkeit oder<br />

auch „Wünsche-Wirksamkeit“ war mir<br />

total wichtig. Jedes Kind soll durch das<br />

Buch das Gefühl haben: Ja, es gibt einiges<br />

zu tun, aber ich kann etwas tun,<br />

selbst wenn ich keine Staatspräsidentin<br />

oder kein Greenpeace-Aktivist an vorderster<br />

Front bin.<br />

Welche Maßnahmen vermitteln Sie den<br />

Kindern in diesem Kontext?<br />

Laibl: Ich versuche etwa, zu zeigen, dass<br />

auch kleine Schritte etwas ändern, dass<br />

es wichtig ist, für welche Schuljause, für<br />

welche Trinkflasche, für welches Ge-<br />

76 <strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


neun wünsche fürs anthropozän<br />

schäft und für welchen Urlaubsort man<br />

sich entscheidet.<br />

Insgesamt behandeln Sie im Buch neun<br />

Bereiche. Welche sind das, und wie haben<br />

Sie die Auswahl getroffen?<br />

Laibl: Bei dieser schwierigen Aufgabe<br />

war ich glücklicherweise nicht allein.<br />

Unterstützt hat mich in vielerlei Hinsicht<br />

der renommierte Anthropozänforscher<br />

Professor Reinhold Leinfelder, der auch<br />

das Vorwort gestiftet und das Buch mit<br />

dem Auge des Geologen zum Abschluss<br />

überprüft hat. Die Zusammenarbeit mit<br />

der Wissenschaft und die Faktenbasiertheit<br />

meiner Quellen sind für mich wesentlich.<br />

Deren Bedeutung versuche ich<br />

auch stets, den Kindern zu vermitteln.<br />

Zudem war ich in einer Online-Vorlesungsreihe<br />

an der Uni Wien inskribiert<br />

und habe rasch gesehen, dass es fünf<br />

klassische Bereiche in der Anthropozän-<br />

Forschung gibt: die Elemente Erde, Wasser,<br />

Feuer, Licht und Luft, dann natürlich<br />

Pflanzen und Tiere sowie Menschen,<br />

als Verursacher, aber auch als Opfer.<br />

Zu diesen Gebieten habe ich noch zwei<br />

hinzugefügt, die meiner Meinung nach<br />

unbedingt dazugehören: der Schall und<br />

das Licht.<br />

Was hat es mit diesen beiden Gebieten<br />

auf sich?<br />

Laibl: Den Schall habe ich gewählt, weil<br />

Lärm ein großes Problem ist und ich<br />

selbst ungemein lärmempfindlich bin.<br />

Nicht ohne Grund<br />

Melanie Laibl & Corinna Jegelka<br />

WErde wieder wunderbar<br />

64 Seiten, dg. vierfarbig illustr., Hardcover<br />

978-3-7074-5272-3, € 18,–<br />

Edition Nilpferd, ab 8 Jahren, ET: 28. März<br />

gibt es den Begriff „Lärmverschmutzung“,<br />

genauso wie den der „Lichtverschmutzung“.<br />

Zu diesem Bereich gehören<br />

Phänomene wie die Dauerbeleuchtung<br />

in Geschäften. Es wird immer mehr<br />

dazu geforscht, wie sehr dies Menschen,<br />

Tiere und auch Pflanzen durcheinanderbringt.<br />

Ich möchte hier ein bisschen den<br />

Blick lenken: Kinder sind wahnsinnig<br />

empfänglich für feine Wahrnehmungen.<br />

Mir geht es darum, ihre Wahrnehmung<br />

zu schärfen, sie darauf aufmerksam zu<br />

machen: Was hört ihr eigentlich, wenn<br />

ihr bei eurer Haustüre rausgeht, in der<br />

Klasse seid oder im Wald?<br />

Wer war diesmal für die Illustrationen<br />

Ihres Buches verantwortlich?<br />

Laibl: Diesmal habe ich mit Corinna Jegelka<br />

zusammengearbeitet. Sie hat die<br />

anspruchsvollen Zielsetzungen bravourös<br />

verwirklicht und es geschafft, sowohl<br />

die kleinsten chemischen Prozesse als<br />

auch die Stimmung im Großen wunderbar<br />

darzustellen, mit Illustrationen, die<br />

das Herz erwärmen. Das Gesamtergebnis<br />

ist beeindruckend geworden. Durch<br />

die im Buch zusätzlich integrierten<br />

Comics gibt es auch kleine Nebenhandlungen,<br />

um verschiedene Rezeptionstypen<br />

anzusprechen und eine schnelle<br />

Einstimmung zu ermöglichen. Hinzu<br />

kommt, dass in der Edition Nilpferd extrem<br />

darauf Wert gelegt wird, dass die<br />

Bücher beispielsweise schön gesetzt sind.<br />

Es hat sich übrigens herausgestellt, dass<br />

am Buch bis auf Professor Leinfelder nur<br />

Frauen beteiligt waren. Es war somit ein<br />

richtiges Frauen-Power-Projekt.<br />

Werden Sie sich nach dieser anspruchsvollen<br />

Zeit eine Durchschnaufpause<br />

gönnen?<br />

Laibl: Tatsächlich hat mir mein Mann,<br />

mein stets strenger Erstleser, ein liebevoll<br />

gemeintes Sachbuch-Verbot für ein<br />

Jahr erteilt (lacht). Ich habe in kurzer Folge<br />

zwei Sachbücher geschrieben, das hat<br />

mich extrem okkupiert. Meine nächsten<br />

Projekte sind deshalb zwei klassische<br />

Bilderbücher, die bereits in Vorbereitung<br />

sind. Danach sollte eine Durchschnaufpause<br />

aber auf alle Fälle möglich sein.<br />

Herzlichen Dank für das Gespräch!<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22<br />

77


uchpräsentationen<br />

Buch zum Film<br />

Film zum Buch<br />

DREI ETAGEN<br />

ab 4. März<br />

im Kino<br />

Autor: Eshkol Nevo<br />

Titel: Über uns<br />

DTV | A: MM<br />

Ein Haus, drei Etagen<br />

– und Menschen voller<br />

Liebe, Trauer, Glück. Man weiß<br />

nie genau, was sich hinter der<br />

Wohnungstür unserer Nachbarn<br />

abspielt. Eshkol Nevo durchleuchtet<br />

ein Haus und seine Bewohner, erzählt<br />

klug, witzig und fesselnd von Alltag,<br />

Lügen, Liebe von Selbsttäuschung,<br />

Eigensinn und Glück.<br />

DIE HÄSCHENSCHULE<br />

DER GRoSSE EIERkLAU<br />

ab 17. März<br />

im Kino<br />

Autorin: Katja Grübel<br />

ESSLINGER | A: MM<br />

Die Häschenschule<br />

und das Osterfest sind<br />

in Gefahr! Denn der Gang-Hase Leo<br />

verbündet sich ausgerechnet mit den<br />

Füchsen, um Ostern abzuschaffen.<br />

Wird es Großstadthase Max und den<br />

anderen Meisterhasen gelingen,<br />

dass Ostern doch stattfinden kann?<br />

Können die Hasen dem Fuchsjungen<br />

Ferdinand vertrauen?<br />

DER SCHNEELEopARD<br />

ab 25. März<br />

im Kino<br />

Autorin: Sylvain Tesson<br />

RoWoHLT | A: HGV<br />

Gemeinsam mit dem<br />

Fotografen Vincent Munier<br />

reist der Abenteurer und<br />

Schriftsteller Sylvain Tesson nach<br />

Tibet, um sich auf die Suche nach<br />

einem der seltensten Tiere dieser Erde<br />

zu begeben – dem Schneeleoparden.<br />

Eine meditative Reise in die weiße<br />

Stille des Himalaya, eine Lektüre<br />

gegen die Hektik unseres Alltags und<br />

die Zerstörung der Welt.<br />

© Timeline/Rudi Handl<br />

Klemens Hruska mit Claudia Rossbacher<br />

Krimispannung bei Thalia<br />

Claudia Rossbacher stellte bei Thalia<br />

W3 ihren zwölften-Steirerkrimi Steirerwahn<br />

aus dem Gmeiner Verlag vor. Das<br />

Publikum wurde auf die Steirische Apfelstraße<br />

entführt, auf der ein Mann mit<br />

einer Holzkugel in der Mundhöhle aufgefunden<br />

wurde, erdrosselt mit dem Strick<br />

seiner Kutte. Die LKA-Ermittler Sandra<br />

Mohr und Sascha Bergmann erfahren,<br />

dass der Tote den Apfelmännern angehörte,<br />

die an diesem Morgen in einem geheimen<br />

Ritual den angeblich weltbesten<br />

Apfelschnaps herstellen. Bald schon soll<br />

der nächste Apfelmann sterben ...<br />

© Daniel Antalfi<br />

Martina Reuter mit Ueberreuter-Verlagsleiterin Birigit Francan<br />

Ansteckende Modebegeisterung mit<br />

einem Sinn für Alltagstauglichkeit<br />

Die beliebte TV-Stylistin Martina Reuter<br />

präsentierte in der Thalia-Buchhandlung<br />

in der Wiener Mariahilfer Straße Meine<br />

Styling-Geheimnisse aus dem Ueberreuter<br />

Verlag. Im Gespräch mit Eva Pölzl<br />

verriet sie so manche Tipps und Tricks,<br />

die gute Laune bringen, schon beim Lesen<br />

bzw. Zuhören jünger machen und<br />

für Otto-Normalverbraucher absolut alltagstauglich<br />

sind. Abseits von Designermode,<br />

überteuerter Kosmetik und unrealistischen<br />

Schönheitsvorstellungen<br />

vermittelt sie in ihrem Buch das Thema<br />

Mode mit viel Leidenschaft, Esprit und<br />

einer großen Portion Herzlichkeit.<br />

Die vielen Facetten<br />

der Langeweile<br />

Nichts fürchten wir<br />

mehr als die Langeweile.<br />

In einer Gesellschaft,<br />

die Wert<br />

in Produktivität, Geschwindigkeit<br />

und<br />

Erfolg misst, misstrauen<br />

wir der Stille,<br />

der Langsamkeit,<br />

dem Warten. Langeweile<br />

ist Antithese in Reinform: ein<br />

leerer Raum ohne Ablenkung, den es zu<br />

füllen, eine verunsichernde Emotion, die<br />

es abzuschütteln, eine Zeitspanne, die es<br />

zu überbrücken gilt. Wolfgang Popp (Ö1)<br />

sprach in der Buchhandlung Buchkontor<br />

mit Autorin Isabella Feimer über ihr<br />

neues Buch Langeweile aus der Kremayr<br />

& Scheriau-Reihe übermorgen.<br />

Weltbühne und Ortsbesichtigung<br />

liegen nur einen Absatz entfernt<br />

Karl-Markus Gauß stellte in der Alten<br />

Schmiede Die Jahreszeiten der Ewigkeit<br />

aus dem Zsolnay Verlag vor. Die Jahre<br />

von seinem 60. zu seinem 65. Geburtstag<br />

bilden den Rahmen des neuen Journals.<br />

Doch verführt er uns, ihm weit zurück<br />

in die Geschichte zu folgen und mit ihm<br />

den Blick auf die Verwalter der Zukunft<br />

zu werfen.<br />

Ross Antony live zu Gast<br />

bei Thalia Wien Mitte<br />

Der TV und Schlagerstar<br />

Ross Antony präsentierte<br />

in der Thalia- Buchhandlung<br />

Wien Mitte sein<br />

aktuelles Backbuch Backen<br />

mit Ross, das kürzlich<br />

im EMF Verlag erschienen<br />

ist, und signierte<br />

die Exemplare seiner Fans.<br />

Coverausschnitt<br />

© Verlag Kremayr & Scheriau<br />

Film ab!<br />

78<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


Olympia <strong>2022</strong><br />

Das Tagebuch der<br />

Spiele von Peking!<br />

› Besondere Spiele, die man nicht vergisst<br />

› Packende Texte, bewegende Fotos<br />

› Umfangreicher Statistikteil<br />

› Österreich mit 18 Medaillen (7/7/4)<br />

› Gold für Matthias Mayer<br />

(damit erfolgreichster Olympionike Österreichs)<br />

Detlef Vetten, Ulrich Kühne-Hellmessen<br />

Olympia <strong>2022</strong><br />

Das Tagebuch der Spiele von Peking<br />

160 Seiten, 21 x 29,7 cm, Hardcover, viele Fotos<br />

ISBN 978-3-7307-0576-6<br />

€ 20,50<br />

www.werkstatt-verlag.de<br />

Fragen Sie unsere Vertreter!<br />

Erich Neuhold & Wilhelm Platzer<br />

An der Kanzel 52, 8046 Graz<br />

Tel.: 0043 (0) 664 / 91 653 92<br />

buero@va-neuhold.at<br />

www.verlagsagentur-neuhold.at


aus Frauen – insofern war es auch ein<br />

sehr schönes Zeichen, dass man mir<br />

das Vertrauen für diese Aufgabe entgegenbrachte.<br />

In der Geschäftsleitung<br />

arbeite ich sehr eng mit Claudia Schmidt<br />

und Maximilian Joven zusammen.<br />

Herr Joven verantwortet den Vertrieb,<br />

die IT, interne Organisationsprozesse<br />

sowie Ladenbau und Expansion.<br />

Claudia Schmidt leitet den Sortimentsund<br />

Einkaufsbereich – aber auch den<br />

Personalsektor, den sie im Oktober<br />

übernahm.<br />

Personal ist ein gutes Stichwort.<br />

Aktuell informierte Thalia darüber,<br />

dass 36 Lehrstellen besetzt werden.<br />

Sie verwenden für die Lehrlinge die<br />

Bezeichnung Geschichtenentdecker ...<br />

© Thalia Österreich<br />

Ossi Hejlek im Gespräch mit<br />

Andrea Heumann<br />

Geschäftsführung Thalia Österreich<br />

Die Sichtbarkeit der<br />

Bücher ist ein wichtiger<br />

Erfolgsfaktor<br />

Sie übernahmen im Herbst letzten<br />

Jahres die Geschäftsführung von Thalia<br />

Österreich – sind schon bald zehn Jahre<br />

im Unternehmen. Eine lange Zeit ...<br />

Heumann: In der Tat – am 1. Februar<br />

waren es neun Jahre. Ich begann<br />

als Bereichsleiterin für den Onlinebereich<br />

und das digitale Lesen. Über<br />

die Jahre konnte ich meine Verantwortungsbereiche<br />

sukzessive erweitern,<br />

bekam 2017 das Marketing dazu und<br />

Anfang 2021 die gesamte Supply Chain.<br />

Am 1. Oktober trat ich als Geschäftsführerin<br />

die Nachfolge von Thomas<br />

Zehetner an, der in seinen 20 Jahren<br />

bei Thalia vieles bewegt und geleistet<br />

hat. Unsere Belegschaft besteht zu 80 %<br />

Heumann: Die Omnichannel-Strategie<br />

von Thalia setzt sich auch im<br />

Bewerbungsprozess fort. Die Bewerber<br />

können Videos von sich einsenden<br />

und uns erzählen, warum sie Lehrling<br />

bei Thalia werden möchten. Die Kunst<br />

eines jeden Buchhändlers ist es, aus<br />

den unzähligen Neuerscheinungen<br />

und lieferbaren Büchern die richtigen<br />

für unsere Kunden zu finden – die<br />

Bezeichnung Geschichtenentdecker<br />

liegt daher für uns nahe. Die Motivation<br />

dazu müssen die künftigen Mitarbeiter<br />

mitbringen.<br />

Wenn wir über Lehrlinge sprechen, geht<br />

es ja um die Zukunft des Buchhandels.<br />

Welche Wichtigkeiten sehen Sie für den<br />

Buchhandel von morgen, was wird für<br />

Thalia entscheidend sein?<br />

Heumann: Thalia hat eine ganz klare<br />

Omnichannel-Strategie, die konsequent<br />

verfolgt wird und auch in den nächsten<br />

Jahren die Richtung weist. Das steht<br />

bei uns im Fokus. Die Notwendigkeit<br />

und auch Richtigkeit dieses Weges<br />

hat die jüngste Vergangenheit gezeigt.<br />

Kommt es zu Restriktionen in einem<br />

Vertriebskanal, hat man die Möglichkeit,<br />

in einem anderen die Geschehnisse<br />

zu kompensieren. Man darf bei allen<br />

Überlegungen nicht vergessen, dass die<br />

80<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


vieles wird neu im heurigen jahr<br />

Kunden tagtäglich lernen, wie spielerisch<br />

einfach man heute online einkaufen<br />

kann. Unser USP ist aber, dass wir<br />

gegenüber reinen Internetshops auch<br />

unsere Buchhandlungen haben. Wir<br />

sind von deren Daseinsberechtigung<br />

überzeugt. Außerdem brauchen wir<br />

lebendige Innenstädte, die wunderschönen<br />

Läden in den Einkaufsstraßen. Als<br />

Thalia leisten wir unseren Beitrag dazu.<br />

Es gibt viele Wege, die zu einem Buch<br />

führen – wir bieten unseren Kunden all<br />

diese Möglichkeiten an.<br />

Thalia setzt ja schon lange visionär<br />

auf emotionale Themenwelten in den<br />

Geschäften. Wo geht es hin?<br />

Heumann: Dazu haben wir auch mit<br />

unserer Lifestyle-Fläche, die wir 2019<br />

in Linz ins Leben gerufen haben, einen<br />

ganz großen Schritt gemacht. Das setzt<br />

sich auch bei unserem neuen Shop mit<br />

950 m² in Vösendorf fort, der letztes<br />

Jahr eröffnet wurde. Diese Filiale reiht<br />

sich, mit Blick auf die Größe, nach dem<br />

Donauzentrum-Standort ein, der mit<br />

1.200 m² aufwartet. Auch zukünftig<br />

werden sich die Lifestylekonzepte – den<br />

Gegebenheiten angepasst – niederschlagen.<br />

Neben Buch wurden auch<br />

Spielwaren für Thalia ein ganz wichtiger<br />

Bereich, in dem wir in den letzten Jahren<br />

strategische Weichen gestellt haben.<br />

Dabei spielt auch die Kraft der Marken<br />

unserer Partner eine relevante Rolle.<br />

Auch stets berücksichtigend, wie sich<br />

das Kundenverhalten laufend verändert.<br />

Durch die Kundenkarte wissen wir<br />

genau, welche Produkte in welchen<br />

Filialen gefragt sind, welcher Bedarf<br />

wo vorhanden ist. Zu unseren Kunden<br />

zählen viele Familien. Da sind neben<br />

Buch auch Spielwaren ein Thema. Schön<br />

ist es, wenn man beide Welten – Buch<br />

und Spiele – kombiniert anbieten kann.<br />

Zwei Welten kombiniert haben Sie<br />

jüngst auch durch die Kooperation mit<br />

Interspar – mit selbstständig bespielten<br />

und ausgestatteten Verkaufsflächen<br />

innerhalb von drei Interspar-Märkten,<br />

in Wien, Linz und Lienz. Wie lief es an?<br />

Heumann: Die Kooperation hat sehr<br />

gut begonnen. Unser Ziel ist es, gezielt<br />

weitere Touchpoints für das Thema Buch<br />

zu schaffen. Unsere Stärke liegt sicher<br />

darin, die Sortimente entsprechend<br />

der Standorte optimal zu kuratieren.<br />

Dadurch schaffen wir in diesem Fall<br />

auch einen Mehrwert für Interspar und<br />

verleihen parallel dem Produkt Buch<br />

mehr Gesicht. Es ist für die gesamte<br />

Branche wichtig, möglichst viele<br />

Buchhandlungen und Shops zu haben,<br />

in denen Bücher gekauft werden können.<br />

Die Sichtbarkeit des Buches ist der<br />

Erfolgsfaktor. Bücher stehen permanent<br />

im Wettkampf mit anderen Medien.<br />

Die Zeit der Menschen ist begrenzt –<br />

demgegenüber steht ein kontinuierlich<br />

vielfältiger werdendes Angebot. Viele<br />

Menschen haben durch Corona auch<br />

wieder zum Buch zurückgefunden,<br />

lesen wieder mehr, merken, dass<br />

ihnen die Entschleunigung guttut.<br />

Entspannung und Horizonterweiterung<br />

gleichermaßen.<br />

In Kürze werden Sie eine neue Fläche in<br />

Wien eröffnen?<br />

Heumann: Das stimmt, am 7. April<br />

in der Millennium City in Wien. Eine<br />

kleine schmucke Fläche auf 300 m².<br />

Dort werden wir auch eine Abholstation<br />

einrichten – ein Service, das gerade an<br />

diesem Frequenz-Hotspot wichtig ist.<br />

Wie sieht es mit der Mariahilfer Straße<br />

aus? Da steht ja ein Großumbau schon<br />

seit einiger Zeit im Raum ...<br />

Heumann: Wir haben gerade entschieden,<br />

dass wir im heurigen Jahr den<br />

Umbau vollziehen werden. Das Konzept<br />

ist fertig, wir befinden uns in der finalen<br />

Zeitplanung. Nach Ostern fällt der<br />

Startschuss – Ziel ist es, im Oktober eine<br />

ganz neue Filiale eröffnen zu können.<br />

Verraten Sie schon, was neu wird?<br />

Heumann: Da wollen wir die Spannung<br />

noch ein wenig hochhalten (lacht). Es<br />

wird ein komplett neues Shopsystem sein<br />

– maßgeschneidert für die Mariahilfer<br />

Straße. Unser Anspruch ist, dass es ein<br />

echter Markenstern wird!<br />

Wird am offenen Herzen umgebaut –<br />

bleibt die Filiale geöffnet?<br />

Heumann: Ja. Wir möchten keinen<br />

Tag zusperren müssen. Das ist eine<br />

riesige Herausforderung. Es wird eine<br />

Big-Bang-Eröffnung im Herbst geben –<br />

unabhängig davon werden Kunden die<br />

Veränderungen mit dem Baufortschritt<br />

natürlich schon laufend erleben können.<br />

Dieser Standort soll die Vorzeigefläche<br />

für den ganzen Thalia-Konzern werden?<br />

Heumann: Das kann man schon so<br />

sagen – das ist unser Anspruch. Einen<br />

Umbau dieser Größenordnung hatten<br />

wir in Österreich noch gar nicht. Auch<br />

in Deutschland gab es bei Thalia einen<br />

Umbau auf einer so großen Fläche<br />

noch nicht. Es ist ein Mammut-Projekt<br />

– wird besonders die Ressourcen der<br />

Belegschaft am Standort fordern, die<br />

immer wieder ganze Stockwerke leer<br />

räumen und wieder füllen müssen.<br />

Wie wichtig ist Ihnen die Regionalität<br />

im Angebot der Filialen?<br />

Heumann: Regionalität ist ein wichtiger<br />

Faktor. Unsere Mitarbeiter können<br />

in den Buchhandlungen ihre Sortimente<br />

regional beeinflussen, entsprechend<br />

den Kunden vor Ort die richtige<br />

Auswahl treffen. Natürlich agiert Thalia<br />

als Konzern. Dabei ist uns Regionalität<br />

ein großes Anliegen – regionale<br />

Kuratierungen, regionale Thementische.<br />

Dafür haben wir für unsere Mitarbeiter<br />

vor Ort viele Freiheiten geschaffen.<br />

Das wird auch so bleiben!<br />

Wir brauchen als Land die Möglichkeit,<br />

autark zu agieren, und dezentrale Verantwortung<br />

bei unseren Mitarbeitern<br />

– um Schwerpunkte zu setzen. Das ist<br />

ein wichtiges Erfolgskriterium unserer<br />

Buchhandlungen.<br />

Danke für das Gespräch!<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22<br />

81


Das aktuelle Buch<br />

im Internet<br />

nachbezugsspiegel februar<br />

Der Nachbezugsspiegel soll als Dispositionshilfe bei Nachbezügen dienen. Er erfasst die nachbezugsstärksten<br />

Titel des Monats. Reihung nach Auslieferer- bzw. Verlagsangaben.<br />

Auf unserer Website www.schwarzer.at<br />

wird jeweils für zwei Wochen das aktuelle Buch<br />

des Monats präsentiert:<br />

Wolf Haas<br />

Müll<br />

1.–15. März<br />

In den Sperrmüllwannen eines Wiener<br />

Mistplatzes werden Leichenteile<br />

gefunden. Zum Glück ist unter den<br />

Müllmännern ein Ex-Kollege, der nicht nur<br />

das fehlende Herz samt Begleitschreiben<br />

findet, sondern auch nie vergessen hat,<br />

was man bei Mord bedenken muss.<br />

288 Seiten, Hardcover<br />

€ 24,– | 978-3-455-01430-3<br />

HoffMann und CaMpe, A: MM<br />

16.–31. März<br />

1<br />

2<br />

3<br />

4<br />

5<br />

6<br />

7<br />

8<br />

9<br />

10<br />

11<br />

12<br />

13<br />

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18<br />

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20<br />

1<br />

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6<br />

7<br />

8<br />

9<br />

10<br />

Belletristik & Sachbuch<br />

Auslieferung Mohr Morawa<br />

Helfer: Löwenherz/HANSER<br />

Houellebecq: Vernichten/DUMONT<br />

Suter: Einer von euch/DIOGENES<br />

Yanagihara: Zum Paradies/CLAASSEN<br />

Balzano: Ich bleibe hier/DIOGENES<br />

Camilleri: Das Ende des Fadens/LÜBBE<br />

Fitzek: Der Heimweg/KNAUR<br />

Louis: Acht perfekte Stunden/PENGUIN<br />

Osman: Der Mann, der zweimal starb/LIST<br />

Haig: Der fürsorgliche Mr Cave/DROEMER<br />

Reza: Serge/HANSER<br />

Clear: Die 1%-Methode/GOLDMANN<br />

Cross: Die Stimme des Wahns/LÜBBE<br />

Stipsits: Kopftuchmafia/UEBERREUTER<br />

Preis: Der Tod ist ein Spieler aus Graz/EMONS<br />

Kermani: Jeder soll von da, wo er ist, einen Schritt näher kommen/HANSER<br />

Hauptmann: Unser ganz besonderer Moment/PIPER<br />

Hainzl: Comeback/EDITION A<br />

Hausmann: Perfect Day/DTV<br />

Bauer: Backen mit Christina/LÖWENZAHN<br />

Auslieferung Medienlogistik<br />

Kastner: Dummheit/KREMAYR & SCHERIAU<br />

Salomon: Venedig/STYRIA<br />

Forcher: Die Berge meines Lebens/BRANDSTÄTTER<br />

Ferk: Der Rilke-Weg/EDITION KLEINE ZEITUNG<br />

Sachslehner: Wien/MOLDEN<br />

Plachutta: Der goldene Plachutta/BRANDSTÄTTER<br />

Desrues: Triest für Fortgeschrittene/STYRIA<br />

Beyerl, Hofmann: Die Dörfer von Wien/BRAUMÜLLER<br />

Plachutta: Die gute Küche/ORAC<br />

Seiser, Neunkirchner: Österreich vegetarisch/BRANDSTÄTTER<br />

Iris Blauensteiner<br />

ateMHaut<br />

Ein feinfühliges und zutiefst poetisches<br />

Porträt eines jungen Mannes,<br />

der seine Identität in einer Welt voller<br />

Automatisierungsprozesse neu definieren<br />

muss. Was ist er als Mensch noch<br />

wert, wenn seine Leistung nicht mehr<br />

benötigt wird?<br />

ca. 160 Seiten, Hardcover, € 20,–<br />

978-3-218-01279-9, KreMayr &<br />

SCHerIau, A: MLO | ET: 14. März<br />

1<br />

2<br />

3<br />

1<br />

2<br />

3<br />

1<br />

2<br />

3<br />

1<br />

2<br />

3<br />

Spitzenreiter nach Verlagsangaben<br />

Illies: Liebe in Zeiten des Hasses/S. FISCHER<br />

Gier: Vergissmeinnicht. Was man bei Licht nicht sehen kann/FISCHER<br />

French: Der Sucher/FISCHER SCHERZ<br />

Hotschnig: Der Silberfuchs meiner Mutter/KIEPENHEUER & WITSCH<br />

Seifert: Frauen Literatur/KIEPENHEUER & WITSCH<br />

Menasse: Dunkelblum/KIEPENHEUER & WITSCH<br />

Safier: Miss Merkel. Mord in der Uckermark/KINDLER<br />

Le Tellier: Die Anomalie/ROWOHLT HUNDERT AUGEN<br />

Anour: Die Totenärztin. Goldene Rache/RORORO<br />

Payr: Von Menschen und Mensch*innen/SPRINGER<br />

Kaluza: Gelassen und sicher im Stress/SPRINGER<br />

Lachenmeier: Mit ADHS erfolgreich im Beruf/SPRINGER<br />

Weitere Infos unter www.schwarzer.at<br />

oder von Silvia Kudrna<br />

Telefon 01/548 13 15-34 oder<br />

silvia.kudrna@schwarzer.at<br />

82 <strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


sortimentsnews<br />

© Herbert Lehmann<br />

Die ehemalige Inhaberin Gerda Schefz mit ihrem Mann<br />

Hermann Schefz sowie Medici-Geschäftsführer Markus Renk<br />

und dem Team der Buchhandlung Stöger<br />

Stöger wird von der Medici<br />

Buchhandels GmbH weitergeführt<br />

Die Buchhandlung Stöger, von manchen<br />

Kunden liebevoll „Döblinger Juwel“ genannt,<br />

gehört seit 1. Februar zur Familie<br />

der Medici Buchhandels GmbH. Die<br />

Traditionsbuchhandlung im 19. Wiener<br />

Gemeindebezirk kann auf eine hundertjährige<br />

Geschichte zurückblicken. Was<br />

damals in der Papierhandlung auf zwei<br />

Regalmetern begann, ist heute eine Buchhandlung,<br />

die auf 120 m² und zwei Etagen<br />

Buchliebhaber aller Altersgruppen dazu<br />

einlädt, das sorgfältig ausgewählte Sortiment<br />

zu entdecken. Wie gewohnt werden<br />

Kunden der Buchhandlung Stöger auch<br />

weiterhin ihre lieb gewonnenen Buchhändler<br />

antreffen. Zusätzlich wurde der<br />

Stöger-Onlineshop auf den modernsten<br />

Stand gebracht, um den Einkauf noch rascher<br />

und bequemer zu gestalten.<br />

Thalia bietet Büchern abseits des<br />

Mainstreams eine neue Bühne<br />

In einem neu geschaffenen Bereich auf<br />

www.thalia.at bietet der Buchhändler Lesenswertes<br />

jenseits der Bestsellerlisten<br />

an. Die Titel werden vom Thalia-Buchexperten<br />

und langjährigen Literaturrezensenten<br />

Volker Scheufens und seinem<br />

Redaktionsteam sorgfältig ausgewählt.<br />

Das Sortiment umfasst neben deutschsprachiger<br />

und internationaler Literatur<br />

auch Lyrik, Kinder- und Jugendbücher<br />

sowie Special-Interest-Themen wie Musik,<br />

Kunst und Design. Mit einem Klick<br />

finden die Nutzer die Buchspezialitäten<br />

– übersichtlich nach Kategorien sortiert<br />

und mit Informationen zum Buch und<br />

zu den Autoren versehen. Zudem werden<br />

auf der Seite regelmäßig neue Autoren<br />

und Bücher ausführlicher vorgestellt.<br />

Blind Date mit einem Buch<br />

Passend zum Valentinstag, der zum<br />

„Schenke-ein-Buch-Tag“ ausgerufen wurde,<br />

verführte Thalia seine Kunden zu<br />

einem „Blind Date“ mit einem Buch. In<br />

den Thalia-Buchhandlungen lagen verpackte<br />

Bücher auf, über die außer ein<br />

paar kryptischen Stichworte auf der Verpackung<br />

nichts weiter verraten wurde.<br />

So konnten sich die Buchliebhaber völlig<br />

unvoreingenommen auf ein Leseabenteuer<br />

einlassen.<br />

© Thalia<br />

Buchhandlung Patz gewinnt WAS IST<br />

WAS-Schaufensterwettbewerb<br />

Zum Jubiläum der Marke WAS IST WAS<br />

veranstaltete der Tessloff Verlag einen<br />

Schaufensterwettbewerb. Die bereitgestellten<br />

Aktionsspakete waren schnell<br />

vergriffen. Von Ende September bis einschließlich<br />

31. Dezember konnten Buchhandlungen<br />

Fotos von Schaufenstern<br />

oder Aktionstischen einsenden, dann<br />

hieß es Daumen drücken! Der Hauptgewinn,<br />

eine Reise nach Nürnberg inklusive<br />

zwei Übernachtungen, fränkischem<br />

Abendessen und Verlagsbesuch, ging an<br />

die Buchhandlung Patz in Bienenbüttel.<br />

Über den zweiten bis vierten Preis, je einen<br />

Präsentkorb mit fränkischen Spezialitäten,<br />

freuten sich die Buchhandlung<br />

Wort.Schatz in Gräfeling, der Bücherwurm<br />

in Nürnberg und die Georg Büchner<br />

Buchladen GmbH in Berlin.<br />

© Tessloff Verlag<br />

Tessloff Außendienstmitarbeiter Fred Iffländer mit Anne-Grete<br />

und Detlev Patz<br />

Alles Gute<br />

zum Geburtstag<br />

17. 3. MARIA KAGERER<br />

Verlagsvertreterin, St. Valentin<br />

18. 3. HELGA BUCHROITHNER<br />

Obelisk, Innsbruck<br />

18. 3. MELANIE MICHELBRINK<br />

S. Fischer, Frankfurt/Main<br />

20. 3. KATRIN MOdER<br />

BH Korneuburg, Korneuburg<br />

21. 3. CHRISTIAN LANGER<br />

Medienlogistik, Wiener Neudorf<br />

22. 3. SIMONE RUECH<br />

Tyrolia, Innsbruck<br />

23. 3. IRMGARd HOFER<br />

Bücherecke, Waidhofen/Ybbs<br />

23. 3. HELGA SCHUSTER<br />

Verlagsvertreterin, Wien<br />

24. 3. MARIO SEILER<br />

Verlagsvertretung Höller,<br />

Unterpremstätten<br />

26. 3. MARKUS HATZER<br />

Haymon, Innsbruck<br />

27. 3. VERENA MINOGGIO-<br />

WEIXLBAUMER<br />

Goldegg, Wien<br />

27. 3. ULRICH WINKLER-HERMAdEN<br />

Ed. Winkler-Hermaden,<br />

Schleinbach<br />

28. 3. JUdITH VON LOEFFELHOLZ<br />

Magellan, Bamberg<br />

29. 3. BERNHARd SCHMId<br />

Karl-May-Verlag, Bamberg<br />

29. 3. HERIBERT STEINBAUER<br />

Ed. Steinbauer, Wien<br />

30. 3. SYLVIA TOBIAS<br />

Hueber, München<br />

31. 3. URSULA GUGGENBERGER<br />

Verlagsvertreterin, Wien<br />

31. 3. PETRA HLAWITSCHKA<br />

C.H.Beck, München<br />

31. 3. THOMAS RITTIG<br />

Verlagsvertreter, Wels<br />

Informationen bitte an<br />

Silvia Kudrna<br />

silvia.kudrna@schwarzer.at<br />

Weitere Geburtstage auf Seite 86<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22<br />

83<br />

Happy Birthday!


Ossi Hejlek im Gespräch mit<br />

Tyrolia Vorstand Handel,<br />

Koordinator Immobilien<br />

Mag. Stephan Bair<br />

Auch was die eigenen Verlagsprodukte<br />

betrifft?<br />

Bair: Unser Verlag hat in den letzten<br />

Jahren sehr stark mit Vorarlbergensien<br />

im Programm aufgewartet. Diese Titel<br />

werden durch die neuen Standorte<br />

natürlich noch präsenter am Markt sein.<br />

Wie sieht es mit dem Personal aus?<br />

© Die Fotografen<br />

Egg, Rankweil, Götzis – auf den<br />

drei ehemaligen Brunner-Filialen<br />

weht seit 1. März die Tyrolia-Flagge<br />

Wie kam es dazu, dass Tyrolia drei<br />

Brunner-Standorte in Vorarlberg übernahm?<br />

Bair: Wir unterhalten seit vielen Jahren<br />

gute Geschäftsbeziehungen, auch<br />

durch die Gemeinsamkeit über die<br />

Buchmedia. Aber auch darüber hinaus<br />

pflegen wir einen wertschätzenden<br />

persönlichen Austausch. Es war nie<br />

unsere Absicht, uns zu konkurrenzieren.<br />

Tyrolia hatte eine Filiale in Bludenz, eine<br />

Expansion – parallel zu den Brunner-<br />

Buchhandlungen – war nicht geplant.<br />

Das würde auch der Markt nicht<br />

hergeben. Da Verena Brunner sich auf<br />

ihre Stammhäuser und den eigenen<br />

Internetshop konzentrieren will, war<br />

es für uns der logische Schritt, die drei<br />

Standorte in Egg, Rankweil und Götzis<br />

zu übernehmen. Natürlich steht der<br />

Ausbau unseres Filialnetzes im Westen<br />

Österreichs in unserem Fokus. Die drei<br />

Filialen passten daher perfekt zu unserer<br />

Unternehmensstrategie.<br />

Wie geht es mit den drei Filialen nun<br />

weiter?<br />

Bair: Sie sind in einem sehr guten<br />

Zustand, wir übernahmen sie so, wie sie<br />

sind. Natürlich wird alles entsprechend<br />

unserer Philosophie auf Tyrolia gebrandet.<br />

Das ist mit März abgeschlossen.<br />

Was die Einrichtung betrifft, bleibt alles<br />

weitgehend unverändert. In puncto<br />

Sortiment werden wir alles ein wenig<br />

adaptieren.<br />

Bair: Wir haben allen Mitarbeiter:innen<br />

das Angebot der Übernahme gemacht.<br />

Nur eine Mitarbeiterin wird das Unternehmen<br />

verlassen. Wir haben parallel<br />

dazu auch aufgestockt, da Tyrolia eine<br />

etwas andere Personalstruktur hat als<br />

Frau Brunner. Bei Tyrolia gibt es in allen<br />

bislang 18, nunmehr 21 Standorten<br />

Filialleiter:innen. Deren Auswahl fand<br />

noch gemeinsam mit Verena Brunner<br />

statt. Ich bin davon überzeugt, dass wir<br />

durch das bewährte Stammpersonal<br />

und die neuen Kolleg:innen gut aufgestellt<br />

sind.<br />

Wenn man Buchhandlungen übernimmt,<br />

dann in der Regel auch deren<br />

Online-Shop. Der Brunner-Internetshop<br />

wird aber weiterhin zu den<br />

Brunner-Buchhandlungen gehören ...<br />

Kann man das abgrenzen?<br />

Bair: Ja, das stimmt, der Punkt wurde<br />

auch angesprochen. Viele Kund:innen<br />

in Vorarlberg kaufen ihre Bücher mittels<br />

Click and Collect. Wir gehen davon aus,<br />

dass das nun über die Tyrolia-Filialen<br />

passiert. Natürlich wird es vereinzelte<br />

Überschneidungen geben. Die Kund:innen<br />

werden dort kaufen, wo sie sich am<br />

besten betreut fühlen. Das wird sich<br />

aber alles reibungslos einspielen.<br />

84<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


die drei neuen tyrolia-filialen<br />

Neben den geschlossenen Ladengeschäften<br />

waren die Onlineumsätze<br />

durch die Lockdowns etc. auf Rekordhoch.<br />

Wie hält sich dieser Zustand im<br />

Moment bei Tyrolia?<br />

Bair: Sehr erfreulich. Die Steigerungen<br />

waren durch die Schließungen der<br />

Geschäfte exorbitant. Großartig, dass die<br />

Kund:innen bei den regionalen Anbietern<br />

bestellten. Was uns ebenso freut, ist, dass<br />

die Onlineumsätze – die natürlich nach<br />

den Lockdowns wieder zurückgingen –<br />

auch danach noch deutlich höher blieben<br />

als vor Corona. Diese guten Niveaus<br />

blieben im Wesentlichen so.<br />

Fehlt dieses Online-Umsatzplus dann<br />

stationär – ist es nur eine Verschiebung?<br />

Bair: Wir haben ja in den Filialen<br />

unterschiedlich starke Produkt-Segmente<br />

bei Buch, Papier und Spielwaren<br />

vor Ort. Daher kann man das nicht<br />

einheitlich beziffern. Betrachtet man<br />

Buch allein, so war der Jahresumsatz<br />

2021 gegenüber dem Vor-Corona-Jahr<br />

2019 im Plus. Das hat viele Gründe – etwa<br />

die Anhebung der Buchpreise. Also ganz<br />

klar: Wir sind mit 2021 sehr zufrieden.<br />

Was aktuell die letzten Wochen betrifft,<br />

so geht es uns wie den meisten anderen<br />

Buchhandlungen: Die Frequenz auf den<br />

Straßen fehlt massiv. Es ist kaum etwas<br />

los. Ein Teil durfte nicht ins Geschäft,<br />

die anderen mussten kontrolliert werden.<br />

Man glaubt gar nicht, was sich<br />

unsere Kolleg:innen diesbezüglich an<br />

Beschwerden anhören lassen mussten.<br />

Aber es ändert sich ja jetzt einiges an den<br />

gesetzlichen Beschränkungen. Wir sind<br />

zuversichtlich, dass alles wieder in die<br />

Gänge kommt.<br />

Der Sektor Papier war schwieriger?<br />

Bair: Da die Papierwarenumsätze kaum<br />

auf die Onlinewelt umlegbar waren,<br />

schmerzten die roten Zahlen sehr.<br />

Dieser Bereich lebt von offenen<br />

Geschäften, viele dieser Produkte sind<br />

Mitnahmeartikel. Oder beispielsweise<br />

Schultaschen, die will man angreifen,<br />

haptisch begutachten, probieren ...<br />

Wie läuft es bei Tyrolia im Bereich der<br />

Spielwaren?<br />

Bair: Ganz gut. Wir haben in diesem<br />

Produktsegment Flächen erweitert und<br />

das Angebot aufgestockt. Die Nachfrage<br />

steigt kontinuierlich. Problematisch ist<br />

der unheimliche Platzbedarf bei Spielen<br />

– da sind wir an manchen Standorten<br />

aufgrund der Größe eingeschränkt.<br />

Dafür gibt es an anderen Standorten, wie<br />

beispielsweise Bludenz, sogar Playmobil<br />

im Sortiment. Grundsätzlich fehlte<br />

vielen Produkten in der Coronazeit die<br />

Sichtbarkeit. Die Sparte Geschenkbuch<br />

litt sicher auch – die lebt stark von<br />

Impulskäufen.<br />

Wie handhabt es Tyrolia aktuell mit<br />

Veranstaltungen?<br />

Bair: In der letzten Zeit lief gar nichts.<br />

In den Zwischen-Lockdown-Zeiten versuchten<br />

wir es immer wieder, unter<br />

Einhaltung aller Vorgaben. Autor:innen<br />

und Kund:innen – alle waren dankbar.<br />

Viele hätten sich aber eine höhere<br />

Publikumspräsenz verdient ... Es war<br />

schon wichtig, dass wir es immer wieder<br />

versuchten. Für die nächsten Monate<br />

haben wir wieder einiges in der Pipeline.<br />

Wie aktiv nutzt Tyrolia Social Media?<br />

Bair: Wir sind sehr aktiv – schon seit<br />

langer Zeit. Wir haben eine Mitarbeiterin,<br />

die fast ausschließlich Facebook und<br />

Instagram betreut. Ursprünglich hatten<br />

wir als Tyrolia nur ein Facebookseite –<br />

mittlerweile gibt es schon ein paar eigene<br />

für einzelne Filialen. Die monetäre<br />

Komponente ist bei all den Aktivitäten<br />

nicht direkt abbildbar. Einmal boten wir<br />

zwei Vorleseplakate über Facebook an.<br />

Der Beitrag erreichte über 230.000 User,<br />

da er unendlich oft geteilt wurde. Vieles<br />

ist möglich – über die Landesgrenzen<br />

hinaus. Aus unserer Sicht geht es jüngst<br />

mehr in Richtung Instagram. Wir<br />

schalten auch bezahlte Werbung – wenn<br />

es passt. Viel Werbegeld investieren wir<br />

aber nicht in diese Kanäle.<br />

Danke für das Gespräch!<br />

Die drei neuen Tyrolia-Filialleiter:innen in Vorarlberg<br />

Alle drei Fotos © Tyrolia<br />

v.l.: Filialleiter Götzis: Patrick Walser, Mag. Stephan Bair mit Egg-Filialleiterin Kathrin Berchtold, Rankweil-Filialleiterin: Stephanie Breuß<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22<br />

85


anchennews<br />

Alles Gute<br />

zum Geburtstag<br />

1. 4. HAJO SCHWABE<br />

Gerstenberg, Hildesheim<br />

© Ludwig Schedl<br />

auf den großzügigen Kinderbuchbereich<br />

mit Spielhäuschen, chilligen Beanbags<br />

und einem Youth Corner, aber auch auf<br />

den Bereich Jugendliteratur mit der größten<br />

im Einkaufscenter verfügbaren Auswahl<br />

an Mangas gelegt. „Buch & mehr“<br />

© Ludwig Schedl<br />

Weitere Geburtstage auf Seite 83<br />

2. 4. GÜNTHER LINTSCHINGER<br />

Verlagsvertreter, Bruck/Mur<br />

4. 4. SUSANNE BÜHLER<br />

Diogenes, Zürich<br />

6. 4. BIRGIT FRANCAN<br />

Ueberreuter, Wien<br />

7. 4. FOLKERT ROGGENKAMP<br />

Deutsche Bibelges., Stuttgart<br />

7. 4. MAG. ULRIKE SCHACHINGER<br />

Schachinger, Schärding<br />

7. 4. KR DR. EMMERICH SELCH<br />

Wien<br />

9. 4. MAG. HERMANN GUMMERER<br />

Folio, Wien<br />

9. 4. LENA RENOLD<br />

Rund ums Buch, Köln<br />

9. 4. DR. ALEXANDER POTYKA<br />

Picus, Wien<br />

11. 4. MAG. EvA MRAZEK<br />

Fachgruppe, Salzburg<br />

12. 4. BRIGITTE BRUNNER<br />

Brunner, Höchst<br />

12. 4. UTE KATZMANN<br />

Random House, München<br />

12. 4. GEORG OBEREDER<br />

Obereder, Unterweißenbach<br />

12. 4. ISABELLA SCHEURINGER<br />

G&G, Wien<br />

13. 4. FRANZ LINDL<br />

Morawa, Wien<br />

13. 4. ROSWITHA WONKA<br />

Residenz, Wien–Salzburg<br />

14. 4. ERNST KURZ<br />

Verlagsvertreter, Innsbruck<br />

14. 4. MAG. MARLENE POBEGEN<br />

Buchnetzwerk, Wien<br />

15. 4. CLAUDIA MITTNACHT<br />

Wiley-VCH, Weinheim<br />

Informationen bitte an<br />

Silvia Kudrna<br />

silvia.kudrna@schwarzer.at<br />

Modernster Morawa Buchshop<br />

in der Westfield SCS Vösendorf<br />

Der erste neu gestaltete Morawa Buchshop<br />

hat Ende Februar in der Westfield<br />

SCS in Vösendorf seine Tore geöffnet.<br />

Das Konzept der „Morawa Bücherwelt“<br />

wurde völlig neu gedacht. In verschiedenen<br />

und wechselnden Themenwelten<br />

präsentiert sich auf einer Gesamtfläche<br />

von 600 m² eine aufwendig kuratierte<br />

Buchauswahl mit den aktuellsten Titeln<br />

des Landes. „Der Morawa Buchshop als<br />

Buchwelt“ spiegelt sich in unzähligen Details<br />

wider. Ein stimmungsvolles Storekonzept<br />

mit modernstem Ladenbau in<br />

Zusammenarbeit mit der international<br />

bekannten Innenarchitektin Timea<br />

Nagy erwartet die Leser in einer außergewöhnlichen<br />

und inspirierenden<br />

Wohnzimmer-Atmosphäre. Durch und<br />

durch natürliche Farbtöne, eigens entworfene<br />

überdimensionale Tapeten mit<br />

Paradiesvögeln und Wasserlilien sowie<br />

einladende Wohlfühl-Inseln und großzügige<br />

und gemütliche Lounges, die zum<br />

Lesen, Entspannen und Finden einladen,<br />

begeistern Bücherfans. Im Anschluss an<br />

die Eröffnungswoche finden wöchentlich<br />

Signierstunden und „Meet&Greet“<br />

mit bekannten Bestsellerautoren wie<br />

Eva Rossbacher, Alex Beer, Didi Drobna,<br />

Christian Schleifer, Manfred Rebhandl<br />

und Martina Parker statt. Ein Selfie Place,<br />

in die Einrichtung integrierte Sitznischen<br />

und geheime Plätze, die entdeckt werden<br />

wollen, sollen Leseratten Raum für<br />

ein uneingeschränktes Lesevergnügen<br />

bieten. Gut sichtbare, handgeschriebene<br />

Wegweiser führen durch großzügige<br />

Neuheiten-, Bestseller- und Empfehlungscorner.<br />

Die 100 % LED-Beleuchtung<br />

ist auf optimale Licht- und Leseverhältnisse<br />

sowie maximale Energieeffizienz<br />

ausgerichtet. Großes Augenmerk wurde<br />

verlangt der genießerische Kunde heute,<br />

daher wird das Bücherangebot durch ein<br />

hochwertiges Non-Book-Sortiment komplettiert.<br />

Geschenkartikel, Accessoires,<br />

Papierwaren und Geschenkkarten sowie<br />

Kalender, Zeitungen und Zeitschriften<br />

spielen im Shopkonzept eine wichtige<br />

Nebenrolle. Das umfassende und außergewöhnliche<br />

Morawa-typische Kunden-<br />

Service bleibt auch hier Kernkompetenz.<br />

© privat<br />

Kiepenheuer & Witsch richtet seine<br />

Werbe- und Designabteilung neu aus<br />

Jennifer Ortner (li), seit 2004 im Verlag,<br />

hat die Teamleitung Werbung übernommen.<br />

Sie war zuvor stellvertretende<br />

Werbeleitung und blickt auf langjährige<br />

Erfahrung im Marketing zurück. Unterstützt<br />

wird sie von Viviane Popp, die als<br />

Marketing-Managerin Selina Reimer in<br />

der Elternzeit vertritt. Die Teamleitung<br />

Design hat Martin Kaufmann (re) übernommen,<br />

der zusammen mit Julia Krumhauer<br />

die Coverproduktion verantwortet.<br />

Julia Krumhauer ist bereits seit 2014, Martin<br />

Kaufmann seit September 2021 im<br />

Verlag. Jennifer Ortner und Martin Kaufmann<br />

folgen auf Ulla Brümmer, die 36<br />

Jahre die Werbe- und Designabteilung bei<br />

Kiepenheuer & Witsch geleitet hat.<br />

© Melanie Grande<br />

Happy Birthday! 86 <strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


AT/028/041<br />

202021019<br />

Wollen Sie Ihr Druckprodukt<br />

wirklich vergraben?<br />

www.gerin.co.at


Jetzt ein Bildungspaket schenken!<br />

Bildung und<br />

Zukunft statt<br />

Kinderarbeit<br />

& Armut<br />

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Seit 20 Jahren setzt sich die österr. Hilfsorganisation SONNE-International für die benachteiligte<br />

Kinder in Äthiopien, Bangladesch, Indien und Myanmar ein. Unser Motto:<br />

„Mit Bildung aus der Armut“<br />

Spendenkonto von SONNE-International<br />

BAWAG PSK<br />

IBAN: AT79 6000 0005 1006 1977<br />

Betreff: Zurück in die Schule<br />

www.sonne-international.org


auslieferer- & vertreterinfo<br />

Informationen bitte an Silvia Kudrna, Tel. 01/548 13 15-34,<br />

Fax 01/548 13 15-39, E-Mail silvia.kudrna@schwarzer.at<br />

Mohr Morawa:<br />

Neue Verlage in der Auslieferung<br />

Zuckersüß, 978-3-9821379, 978-3-949315<br />

Medienlogistik:<br />

Streichungen Verlage<br />

NWV – Neuer Wissenschaftlicher Verlag, Wien, 978-3-7083<br />

Mohr Morawa:<br />

Altaussee, 9783200073463<br />

Jonathan Mittermair, 978-3-9504177, 978-3-902961,<br />

978-3-903206<br />

Martin Rütter Dogs, Wien, 978-3-748<br />

Ed. Steinbauer, 978-3-902494<br />

Die Sonderthemen im<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 4/<strong>2022</strong><br />

Essen & Trinken<br />

Gesundheit & Wellness<br />

Erscheinungstermin: 12. 4. <strong>2022</strong><br />

Buchungsschluss: 15. 3. <strong>2022</strong><br />

Nähere Infos bei:<br />

Silvia Kudrna<br />

Redaktionsleiterin<br />

Tel.: 0043/1/548 13 15-34<br />

silvia.kudrna@schwarzer.at<br />

www.schwarzer.at<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 3/22 89


inserentenverzeichnis/impressum<br />

Guten Appetit<br />

Mit viel Liebe zum Detail, großem Fachwissen und Stolz auf ihre Besonderheiten<br />

hat die passionierte Bloggerin und Köchin Eva Fischer in ihren neuen Rezepten<br />

aus der Vorarlberger Küche das zusammengetragen, was diese auszeichnet<br />

– und hat sich zugleich erlaubt, manches ein wenig modern und ausgefallen<br />

zu interpretieren. So kommt bei ihr schon einmal der Schweinsbraten mit Sura<br />

Räba als Burger auf den Tisch, oder das Maismehl macht die Riebelwaffel zu<br />

etwas ganz Besonderem.<br />

SChiTTorhufo<br />

(SChEiTErhAufEN)<br />

Für 4 Personen<br />

Zutaten:<br />

1 Liter Milch<br />

3 Eier<br />

100 g Zucker<br />

1 Pck. Vanillezucker<br />

1 Prise Salz<br />

2 EL Rum nach Belieben<br />

2 EL Rosinen<br />

500 g Äpfel, säuerlich<br />

Saft einer Zitrone<br />

1 EL Butter für die Form<br />

etwas Zimt<br />

6 altbackene Toastbrotscheiben<br />

oder 3 Semmeln<br />

Servierfertig: 1 Stunde 5 Minuten<br />

Milch mit Eiern, Zucker, Vanillezucker<br />

und einer Prise Salz in einer Schüssel<br />

gut verrühren. Nun ein wenig<br />

Wasser mit Rum vermengen und die<br />

Rosinen darin ca. 10 Minuten einweichen.<br />

Währenddessen die Äpfel<br />

schälen, das Gehäuse entfernen und<br />

ebenfalls feinblättrig schneiden oder<br />

hobeln. Mit Zitronensaft beträufeln.<br />

Backofen auf 190 °C (Ober-/Unterhitze)<br />

vorheizen und eine Auflaufform<br />

mit Butter bepinseln.<br />

Äpfel mit den abgetropften Rosinen<br />

vermengen und mit Zimt würzen. Die<br />

alten Toastbrotscheiben (auch Semmeln,<br />

Milchzopf oder Weißbrot in rund 1 cm dicke Scheiben geschnitten) in<br />

die Eiermilch gut eintunken.<br />

Nun abwechselnd Brot und Apfelmasse in die Auflaufform schichten – dabei<br />

sollte die letzte Schicht eine Brotschicht sein. Zum Schluss mit der restlichen<br />

Eiermilch übergießen, den Scheiterhaufen ca. 40 Minuten lang backen und<br />

anschließend etwas abkühlen lassen.<br />

Mit freundlicher Genehmigung des Tyrolia Verlags aus: Vorarlberger Küche von Eva Fischer | ISBN 978-3-7022-3981-7<br />

inserentenverzeichnis<br />

ADEVA 45 Neue Stadt 60<br />

Aquamarin 59 Novum 9–10<br />

Deutsche Bibelgesellschaft 52–53 Observer 4<br />

Diogenes 19 Polar 29<br />

Droste 37 Ravensburger 69<br />

EMF 66–68 Rother Bergverlag 48<br />

Emons 41 Tyrolia 11<br />

Fachverband 24–25 Carl Ueberreuter 12–13<br />

S Fischer Verlage 91 Vier-Türme-Verlag 58<br />

frechverlag 61, 65 Die Werkstatt 79<br />

Paul Gerin 87–88 Wiley-VCH 15<br />

Gmeiner 47<br />

Groh 33 UMSCHLAGFOLDER<br />

G&G 76–77 Benevento<br />

Herder 1–2<br />

Jumbo 21 BEILAGE<br />

Edition Konturen 8 Mitteldeutscher Verlag<br />

Kosmos 23<br />

Kremayr & Scheriau 31, 38–39<br />

Loewe 70–72<br />

Magdalenen 56–57<br />

Matthes & Seitz 92<br />

Maudrich 34–35<br />

Midas 5<br />

Mitgift 14<br />

Mitteldeutscher Verlag 6–7<br />

Mohr Morawa 89<br />

S<br />

W<br />

Z<br />

C<br />

A<br />

E<br />

H<br />

R<br />

R<br />

impressum<br />

MEdiENiNhAbEr uNd VErlAG<br />

Verlagsbüro Karl Schwarzer<br />

Ges.m.b.H., Buchwerbung,<br />

Verlag, Buchhandlung, Werbemittlung,<br />

ARGE Buchliebling,<br />

ARGE Welttag des Buches.<br />

herausgeber, Chefredakteur und Eigentümer:<br />

Oskar Hejlek<br />

redaktionsleitung: Silvia Kudrna<br />

VErlAGSANSChrifT<br />

Dionysius-Andrassy-Straße 1/Top 2,<br />

A 1190 Wien<br />

Telefon 01/548 13 15-0, Fax 01/548 13 15-39,<br />

E-Mail: verlagsbuero@schwarzer.at<br />

Website: www.schwarzer.at<br />

Erscheinungsort: 1190 Wien<br />

Verlagspostamt: 1190 Wien<br />

druck: Paul Gerin, 2120 Wolkersdorf<br />

Erscheinungstermin: Anfang des Monats<br />

redaktions- und Anzeigenschluss:<br />

15. des Vormonats<br />

Auflage gesamt: 1.600 Exemplare<br />

Jahres-Abo: Inland: € 66,– inkl. MwSt. und<br />

Postversand, Ausland: € 76,– inkl. Postversand<br />

Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im<br />

redaktionellen Teil auf die gleichzeitige Verwendung<br />

weiblicher und männlicher Personenbegriffe<br />

verzichtet. Gemeint und angesprochen<br />

sind natürlich immer alle Geschlechter. Alle im<br />

redaktionellen Teil angeführten Buch-Preise<br />

sind – nach Verlags- bzw. Auslieferer-Angaben –<br />

österreichische €-Preise. Für die Inhalte der<br />

Anzeigen sind die Auftraggeber verantwortlich.<br />

Der <strong>sortimenterbrief</strong> – Fachinformation zu<br />

Buchmarkt, -verkauf und -werbung in Österreich<br />

– veröffentlicht Fachhandels-Informationen für<br />

die österreichische Buchbranche.<br />

90 <strong>sortimenterbrief</strong> 3/22


»Das Schreiben bedeutet alles für mich.<br />

Ich lebe in dem Moment, wo ich schreibe.«<br />

Wir trauern um unseren Autor<br />

Gerhard Roth<br />

24. Juni 1942 8. Februar <strong>2022</strong><br />

S. Fischer Verlage


»Wie soll man leben?<br />

Wie geht man mit dem Chaos<br />

der Welt um, das einen<br />

immer wieder einholt und alle<br />

Fiktionen, die man<br />

sich eingeredet hat, zunichte<br />

macht?<br />

Yoga, dieses Buch zwischen<br />

Dunkelheit und Hoffnung auf<br />

Licht, ist tief bewegend.<br />

Sein Schmerz schließt den<br />

Humor nicht aus und sein<br />

Egoismus ist<br />

immer brüderlich.«<br />

- LE MONDE<br />

Matthes & Seitz Berlin<br />

Emmanuel Carrère<br />

Yoga<br />

Aus dem Französischen von Claudia Hamm<br />

328 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag<br />

Preis: 25,00 €<br />

ISBN: 978-3-7518-0058-7<br />

Emmanuel<br />

Carrère<br />

Aus dem<br />

Französischen<br />

von<br />

Claudia Hamm<br />

©Julia von Vietinghoff

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