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Stimmtrainerausbildung-Trainingsskript_2022

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FON Stimmtraining

Ausbildung zur Stimmtrainetr:in Jahrgang 9

Online-Gruppentraining am 18.03.2022


Körperhaltung

Körper ausklopfen

- mit flacher Hand den Körper von unten nach oben ausklopfen

Ziel der Übung: gezielte Körperwahrnehmung

Bauklotzturm

- Oberkörper nach unten fallen lassen

- Oberkörper dabei vollständig aushängen und bewusst genießen

- danach Wirbel für Wirbel aufrollen, bzw. aufbauen wie einen Bauklotzturm

Klotz für Klotz aufbauen

Ziel der Übung: aufrechter Stand

Körperpendel

- aufrechter Stand, Knie locker

- Füße sind fest verwurzelt mit dem Boden

- Augen sind geschlossen

- nun nach Vorne und Hinten schwingen wie ein Pendel, danach Links und

Rechts schwingen.

Wichtig! Füße dürfen dabei nicht den Kontakt zum Boden verlieren

Ziel: Aufrechter Stand

Lena Albrecht

Richte dich auf

für deine

kraftvolle Stimme!


Körper und Präsenz

Brustbein durch das Öffnen der Schultern heben für mehr Präsenz

Bild: Schmuck, Medaille, Medaillon - etwas zeigen wollen

Hände

dürfen locker seitlich runterhängen - nicht am Körper kleben

eher frei schwebend - Bild: Revolverheld aus dem „Wilden

Westen“

Gestik

Sollen sich bewegen und das Gesagte unterstützen

keine Angst vor großen Gesten - wirkt Selbstbewusst

Vorstellung Fenster / Fensterrahmen / Oberhalb der Gürtellinie

Stifte, Pointer, Moderationskarten ok, wenn sie Sinn machen

im Vortrag Aber! Nicht spielen

Keine „Merkelraute“ Beweglichkeit behalten von Anfang an

Denn „Gestik macht man nicht, man hat sie.“ - nicht einstudieren

- Bewegung wirkt energetisch und nimmt Publikum mit

Melodisch sprechen durch Unterstützung der Hände/ Arme

Unterstreichung des gesagten durch passende Bewegung

Sachbereich / Emotionsbereich

Handflächen zeigen als Zeichen der Offenheit und

Vertrauenswürdigkeit

Übungsmöglichkeit: Vorm Spiegel - Selbstkontrolle in

Onlinemeetings einfach mögl.


Mimik

Blickkontakt suchen, wahrnehmen des Gegenübers

Lächeln, auch die Augen, dann ist es echt, freundliche, offene Präsenz, positive

Grundhaltung - lächeln verändert den Stimmklang! - Stichwort Telefon

Präsenz - „Energie die vom ganzen Körper ausgestrahlt wird“ Körperhaltung, Gestik

und Mimik signalisieren Offenheit und Bereitschaft (Aktivität)

erhöhte Achtsamkeit. - „alles ist möglich“ Haltung

Nach Außen orientiert, im Hier und Jetzt sein, nicht mit den Gedanken

„weiterwandern“

Übung: „Ich bin da, ich bin weg“

Übung: „Löwendompteur“ Vorstandsmeeting

Stefanie Mikus-Marx

Optimiere Deine Wirkung durch

Körpersprache und Präsenz!


Atmung

unser Atemmuskel – das Zwerchfell

Einatmung = Zwerchfell senkt sich / spannt sich an

Ausatmung = Zwerchfell hebt sich / entspannt sich

Atemübungen

Atemräume spüren

Bauchatmung:

Lege eine Hand auf den Bauch und atme genüsslich hinein. Spüre, wie sich die

Bauchdecke hebt und senkt.

Flankenatmung:

Lege beide Handflächen hinten in den Flankenbereich und atme tief hinein.

Hühner verscheuchen & für Ruhe sorgen

„Kscht!“ und „Pst!“ mit lockerem Zwerchfell (Anspannen und Loslassen) Stell

dir dabei wirklich die Hühner vor, oder die Menschen, die du zur Ruhe bitten

möchtest. Nimm eine passende Handbewegung dazu.

Jana Metz

Atmung -

die Basis für unsere Stimme!


Stimmhygiene

Stimmpflege zu Erhaltung/ Verbesserung Stimmqualität

Lippenflattern (Pferd) mit Ton auf angenehmer Tonhöhe, in Tonlagen variieren,

ersetzt auch das überflüssige Räuspern

Tägliches Gurgeln nach der Zahnhygiene

Do‘s ausreichend Trinken 2-3l/ Tag, stilles Wasser, Tee‘s, Schlaf,

Inhalieren, Stimmpausen, Luftbefeuchter in trockenen Räumen

Dont‘s übermäßiger Konsum von Zigaretten/ Alkohol, unaufgewärmt

Stimme belasten, Überschreien, Halsweh/ Halsentzündung

Stimmruhe

Heiserkeit!!! Stimmruhe, nicht Flüstern, bei Stimmgebrauch normal sprechen

Bei andauernder Heiserkeit HNO konsultieren

Julie van Hoeven

Stimmhygiene

ist Wellness

für die Stimme!


Stimmlage

Erklärung:

Die individuelle Sprechstimmlage, in der wir ohne große Kraftanstrengung

sprechen, liegt im unteren Drittel unseres Sprechstimmumfangs. Dieser Bereich

wird Indifferenzlage genannt und umfasst ein Intervall von ein paar Tönen.

Wichtig: immer, wenn ich aus dem ‘Brustton der Überzeugung’ reden möchte, ist

die Indifferenzlage die richtige. Hier transportieren wir mit der Stimme den

Eindruck von Kompetenz und klingen authentisch.

Wie finde und stabilisiere ich die ideale Sprechstimmlage für mich? Das zeigen

die folgenden Übungen:

1. Gelangweiltes Zustimmen

Stellt euch vor, ihr seid in einem langweiligen Telefonat. Ihr gebt dabei immer nur

sehr gelangweilte Laute wieder. Zum Beispiel: „mmmh“. Da wir dies ohne

Kraftanstrengung und Engagement tun, erfolgt das in der Regel in der

Indifferenzlage.

2. Ton locker summen

Lippen locker aufeinanderlegen. Den Ton aus der 1. Übung auf „mm‘ summen.

Dabei lässt sich die Vibration im Körper spüren. Dieses lockere Summen ist wie

Jogging für die Stimmbänder. Diese Übung täglich angewandt, macht die Stimme

belastbarer und stabilisiert die individuelle Indifferenzlage.

3. Kausummen mit geschlossenem und offenem Mund

Den Ton aus der letzten Übung nun kauen, dabei Kiefer auseinanderbringen, den

Mund aber noch geschlossen halten. Auch hier wieder die Vibration spüren.

Dann: Mund beim Kauen öffnen und die Silbe „miom“ dazu nehmen. Dies dient

dazu, um aus dem Summen in das erst Sprechen von Silben zu kommen. Die

Töne werden hörbarer und durch die Vokale „i“ und „o“ auch differenzierter und

klangvoller.

4. Tonhalteübung

Tonhalteübungen verbessern die Tragfähigkeit der Stimme. Sie eignen sich

zudem zur Schulung der Eigenwahrnehmung. Wir wollen unseren Eigenton der

vorangegangenen Übungen auch erkennen und halten können.

Dazu Zwerchfellatmung nutzen. Es reicht ein wenig Luft (eine Hand auf den

Bauch legen, um die Einatmung zu spüren). Dann in einem Fluss (ohne Absetzen)

den Eigenton auf die Silbe “mo“ aus dem Mund herausziehen. Dazu die andere

Hand von der Lippe in gerader Linie waagerecht und langsam ausfahren. Diese

Gestik unterstützt die Tonbildung. Besonders auf den Klang der Stimme achten.

Die Länge des Tones soll von der Atemlänge bestimmt werden und endet, wenn

der Arm ausgefahren ist. Übung variieren mit den Silben „mo“, „mü“, „la“.


Resonanz

Was bedeutet überhaupt Resonanz und wofür brauchen wir das für unsere

Stimme?

-lat. Resonare= widerhallen auch wiederschwingen

Viele fragen sich, wie sie eine lautere oder tiefere Stimme bekommen.Dabei

können wir uns ohne Anstrengung Gehör verschaffen mit Resonanz.Wie bei

einer Gitarre durch den Korpus der Klang widerhallt oder die Töne schwingen,

haben wir auch unsere sogenannten Resonanzräume.In diese „schicken“ wir

unsere Töne:Klang-Erlebnisreise

Die Katzenübung

Mit dem „M I A O U“ einer Katze/eines Katerserkunden wir unsere

Resonanzräume mit geschlossenen Lippen.-Ganz viel Platz im Mund-Kiefer,

Zunge und Gesicht dürfen ordentlich arbeiten-Hand an Brust-Hand auf Hals-

Hand auf Wangen-Hand an Nasenbereich-Hand an Stirn-Hand auf Kopf-mit

allen Bereichen spielen wie eine gähnende Katze

Dann sanft das MIAOU tönenJeden Buchstaben genießen, schön artikulieren.

Resonanzkonzert

Suche dir einen Partner und töne und winke mit einem

gedachten HALLIIIHALLOOOO

Christina Arndt

Feel it!

Mehr Stimmpräsenz

durch Resonanz


Stimmmelodie/Modulation

„Tonleitern“

Lasse einen Ton, der für dich angenehm ist (mittlere Sprechstimmlage) auf „Ma“

oder „La“ erklingen. Singe nun ausgehend von diesem Ton eine Tonleiter nach

oben und wieder nach unten bis zu deinem Ausgangston. Variiere wenn du magst

die Ausgangstonhöhe, wenn du dich mit der vorigen Übung sicher fühlst.

Wichtig: Es geht bei dieser Übung nicht um „schönes“ Singen. Töne ganz locker.

„Modulation – Martinshorn“

Richte dich entweder im Sitzen oder im Stehen gut ein.

Beginne wieder in der mittleren Sprechstimmlage. Halte

den Arm vor dich und lasse auf dieser Höhe diesen Ton

erklingen und schwinge ihn wie das Geräusch eines

Martinshorns 3-mal nach oben und lande am Ende

wieder in deinem Ausgangston. Begleite deinen

Tonwechsel mit deiner Hand.

Achte darauf, dass die Bewegung der Hand immer zum

Tonwechsel passt und der Tonwechsel gleitend passiert.

„Sprechen mit unterschiedlichen Emotionen“

Sprich die vorgegebenen Sätze mit unterschiedlichen Emotionen bzw.

Intentionen: sachlich, freudig, befehlend, zornig, schüchtern, schläfrig, traurig

Was ist denn dort passiert?

Ich bin nicht müde.

Hör‘ mir doch endlich zu!

Herzlich Willkommen.

Nicole Jungbauer

Verleihe Deiner Stimme

Lebendigkeit &Ausdrucksstärke


Kraft- und Rufstimme

Ziel der Kraftübungen ist es eine laute und kraftvolle Stimme zu erreichen, ohne

die Stimmbänder zu belasten. Dafür ist Wichtig: aufrechte Körperhaltung, fester

Stand, Zwerchfellaktivität und eine aufgewärmte Stimme.

Rufübungen dienen nicht nur der Lautstärke, sondern auch der allgemeinen

Kräftigung der Stimme. Dies wirkt sich wiederum positiv auf das Sprechen in

normaler Lautstärke aus.

1. Der Weihnachtsmann

Stelle dir vor, du bist ein dicker, alter Weihnachtsmann, der auf dem Markt

Geschenke an die Kinder verteilt. Ruf ein kräftiges und tiefes: „Ho, ho, ho …“

2. Der Fußballfan

Stelle dir vor, die schaust bei einem Fußballspiel zu und

deine Lieblingsmannschaft schießt ein Tor.

Stehe auf und ruf ein lautes „Tooooor“, beginne dann das

Spiel laut zu kommentieren: „Loos“, „Lauf jetzt“ usw.


Artikulation

Besonders wichtig ist hierbei die Lockerheit des Kiefers und der Zunge, daher zu

Beginn:

Strecken und Gähnen

Kiefer ausstreichen

Zungenspitze an den Gaumen legen und den Kiefer soweit wie möglich öffnen

/brrrt/ 5x hintereinander locker produzieren

Eine weite Kieferöffnung ist für eine gute Artikulation besonders wichtig:

Sprecht den kurzen Satz: „Du stehst da und machst nichts!“

Daumensprechen:

Den Daumen in den Mund nehmen

Sprecht alle Monate, ohne dass Lippen oder Zähne den Daumen berühren

Der Kopf bleibt aufrecht – „Krone tragen“

Sprecht den Satz noch einmal: „Du stehst da und machst nichts!“

Spürt den Unterschied in der Lockerheit des Kiefers und der präziseren

Artikulation

Wichtig bei einer deutlichen Artikulation sind vor allem die Konsonanten und die

präzise Verbindung zwischen ihnen. Das kann man gut mit Vorstellungshilfen

üben:

Blubbern – die Blase im Mund fühlen

Sprudeln – das Wasser drückt sich aus der Quelle (ähnlich dem blubbern)

Zischen – das Geräusch der Schlange

Spritzen – schnelle und zackige Bewegungen beim Anspritzen

Alexandra Drechsler

Setze Akzente mit einer

lebendigen Artikulation!


Alltagstransfer

Übungstext

Rechts stinkt´s →

links fließt´s sprudelnd

oben zischt´s spritzend

unten spritzt´s zischend

und du stehst da und machst nichts!

zu jeder Zeile gibt es eine Armbewegung und eine neue Intention

eine kraftvolle Bewegung nach rechts, die Stimme ist kräftig und voll

eine fließende Bewegung nach links, die Stimme ist warm und weich

eine gezielte Bewegung nach oben, wir wechseln in eine höhere Stimmlage

eine fallende Bewegung nach unten, wir wechseln in eine tiefere Stimmlage

eine präzise und schnelle Bewegung nach vorne, die Stimme ist kräftig und voll

alle vorangegangen Bereiche bleiben aktiv; der Körper unterstützt unsere

Stimme!

Abschluss

sucht euch 2-3 Übungen aus, die euch gefallen oder gutgetan haben

übt pro Tag 5 Minuten; z.B. beim Autofahren, unter der Dusche oder beim

Kochen

nehmt euch auch gerne mal auf, um Vergleiche zu haben

Viel Spaß beim Üben und vielen Dank für eure Teilnahme!!

Yvonne Schneider

Nutze deine Stimme

Im Alltag optimal sprechen


FON STIMMTRAINER JAHRGANG 9

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