28.03.2022 Aufrufe

Jahresbericht_2021_LVHV

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

JAHRESBERICHT<br />

<strong>2021</strong>


Inhaltsverzeichnis<br />

Vorwort<br />

Seite 2<br />

Inhaltsverzeichnis, Impressum<br />

Seite 3<br />

Vorwort Landeshauptmann-Stv. Dr. Heinrich Schellhorn<br />

Seite 4<br />

Einschaltung Stiegl<br />

Seite 5<br />

Vorwort Landesobmann Hannes Brugger<br />

Seite 6 Neuwahlen <strong>2021</strong><br />

Seite 7<br />

Die Vereinsfahne - Der Fähnrich<br />

Seite 8-9<br />

Zum Gedenken Ehren-Landesobmann Erwin Eder<br />

Seite 10<br />

Zum Gedenken<br />

Seite 11<br />

Landesverband: Nikolaus- u. Krampusbrauch<br />

Seite 12<br />

Landesverband: Musizierwoche Eben<br />

Seite 13<br />

Landesverband: Musizierwoche Mauterndorf<br />

Seite 14<br />

Referat Volkstanz<br />

Seite 15<br />

Vorschau<br />

Seite 16<br />

Einschaltung Zeltverleih Götzinger<br />

Seite 17<br />

s‘Ebener Gwandl<br />

Seite 18 Rechnungsjahr <strong>2021</strong><br />

Seite 19<br />

Einschaltung Generali Versicherung<br />

Seite 20-21 Gauverband Volkskultur Tennengau<br />

Seite 22-23 Gauverband Pongau<br />

Seite 24-25 Gauverband Salzburg-Stadt<br />

Seite 26-27 Flachgauer Heimatvereine<br />

Seite 28-29 Lungauer Volkskultur<br />

Seite 30-31 Gauverband Pinzgauer Heimatvereinigungen<br />

Seite 32<br />

Einschaltung Generali Versicherung<br />

Liebe Mitglieder der Salzburger Heimatvereine,<br />

liebe Salzburgerinnen und Salzburger!<br />

Wir befinden uns in herausfordernden Zeiten - in unserem Berufsleben wie in unserem Privatleben. Auch die<br />

Kultur spürt diese zahlreichen Einschränkungen und zusätzlichen Belastungen sehr: angefangen vom großen<br />

Theaterhaus bis hin zur kleinen Tanzgruppe. Unsere Zusammenkünfte, um Kultur zu erleben und Kultur zu<br />

leben und aktiv mitzugestalten, wurden stark reduziert. Für die zahlreichen Vereine und Gruppierungen, die<br />

unser Kulturland so bereichern, war dies eine besonders große Entbehrung. Denn gerade die Vereine leben<br />

vom Miteinander, vom Zusammenkommen und davon, Feste gemeinsam zu gestalten.<br />

In allen Gemeinden Salzburgs sind volkskulturelle Gemeinschaften aktiv, sie gestalten den Jahreskreis und<br />

machen Überliefertes lebendig. Ob Volksmusik- und Volkstanzgruppen, Trachtenvereine, Hochzeitsschnalzer<br />

oder Mundartdichter – der Landesverband Salzburger Heimatvereine zählt über 360 Brauchtumsgruppen mit<br />

mehr als 60.000 Mitgliedern. Das sind bemerkenswerte Zahlen, auf die wir stolz sein können.<br />

Trotz aller Corona-bedingten Einschränkungen hat der Landesverband Salzburger Heimatvereine seine Aktivitäten<br />

so gut es ging aufrechterhalten, Workshop-Reihen angeboten und die Vereine dabei tatkräftig unterstützt,<br />

ihr Vereinsleben auch während der Pandemie fortzusetzen. Ich möchte mich daher bei allen Mitwirkenden<br />

und Mitgliedern der Salzburger Heimatvereine für ihren Einsatz für die Salzburger Volkskultur herzlich<br />

bedanken. Mit diesem „Dranbleiben“ tragen der Landesverband und alle Mitglieder der Heimatvereine viel<br />

dazu bei, dass unser Kulturland weiterhin eine bunte und blühende Landschaft sein kann und unsere Traditionen<br />

und Bräuche weitergeführt und weiterentwickelt werden.<br />

Impressum:<br />

Herausgeber und Medieninhaber: Landesverband Salzburger Heimatvereine, Redaktion und Layout: Angelika Reichl<br />

Druck: Neumarkter Druckerei 5202 Neumarkt, Fotos: wenn nicht anders angegeben: Salzburger Heimatvereine<br />

Verantwortlich für die jeweiligen Beiträge sind ausschließlich die Verfasser.<br />

Alle Rechte vorbehalten; DVR 0526444; ZVR-Zahl 284119531<br />

©AR<br />

Es ist schön zu sehen, dass mit der Kraft des Miteinanders viele Herausforderungen bewältigt werden können.<br />

Ihr<br />

Dr. Heinrich Schellhorn<br />

Landeshauptmann-Stellvertreter<br />

Immer bestens informiert - werde Fan von<br />

2 Salzburger Heimatvereine auf Facebook<br />

3


Vorwort<br />

Liebe Mitglieder, Funktionäre und Freunde der<br />

Salzburger Heimatvereine!<br />

Geschätzte Gönner, liebe Brauchtums- und<br />

Trachtenfreunde!<br />

Als ich im vergangenen Jahr das Amt als Obmann des Landesverbandes<br />

übernommen habe, war nicht absehbar mit welchen<br />

Herausforderungen wir pandemiebedingt als neu formiertes<br />

Team fertig werden müssen.<br />

Mit Unterstützung des Forums Salzburger Volkskultur ist es uns<br />

gelungen, immer wieder auf die aktuell geltenden Maßnahmen<br />

und Bestimmungen einzugehen, so dass für die Vereine Aktivitäten,<br />

wenn auch in eingeschränkter Form, möglich waren. Bei<br />

vielen geplanten Festen und Veranstaltungen waren die Bemühungen<br />

allerdings vergeblich. Leider mussten diese aufgrund<br />

langer Planungsunsicherheit mehrfach verschoben bzw. abgesagt<br />

werden. Alles in allem natürlich eine nicht zufriedenstellende<br />

Situation für alle durchführenden Vereine.<br />

Probenarbeit und Aufführungen wurden auf ein Minimum heruntergefahren und vielen unserer Mitglieder<br />

fehlten dadurch wichtige soziale Kontakte sowie Treffen mit Gleichgesinnten.<br />

Als positives Zukunftsprojekt ist es nach Auflösung der ARGE Volkstanz gelungen, das neu geschaffene Referat<br />

Volkstanz im Landesverband zu installieren. Mit einem kompetenten Führungsteam ausgestattet, werden<br />

künftig vermehrt Fortbildungen in diesem Bereich angeboten, mit dem Ziel das Niveau der tanzenden Vereine<br />

zu steigern und Freude am Volkstanz zu vermitteln. Weitere Höhepunkte im abgelaufenen Jahr waren die<br />

Durchführungen der Musizierwochen, das neu kreierte Ebener G‘wand, die Lungauer Trachtenfibel um nur<br />

Einige zu nennen.<br />

Einen besonderen Dank möchte ich an das Land Salzburg aussprechen, das unsere Projekte und die damit<br />

verbundene Motivation nachhaltige Arbeit zu leisten, finanziell unterstützt. Es ist aus meiner Sicht in Zeiten<br />

wie diesen sehr wichtig, positiv in die Zukunft zu schauen und Leute in den Gauverbänden und Vereinen mit<br />

kreativen Ideen zu unterstützen.<br />

Wir, unsere Gauverbände und vor allem die Vereine, müssen weiterhin bestrebt sein, Kinder und Jugendliche,<br />

sowie Personen die Gefallen an unseren Bräuchen und Traditionen haben, einzuladen, in unseren Vereinen<br />

aktiv teilzunehmen und mitzugestalten. Nur mit einem Umdenken in diese Richtung kann ein Fortbestand<br />

unserer Vereine und Gruppierungen über die Pandemiezeit hinaus funktionieren.<br />

Ich bin sehr zuversichtlich, dass es bald wieder möglich sein wird unsere Bräuche im Jahreskreis zu pflegen,<br />

auch wenn vorerst noch „Kreativität“ gefragt ist, wenn es heißt, von der gewohnten Form abzuweichen um<br />

diese Traditionen doch auszuleben. Wir als Landesverband werden weiterhin alles in unserer Macht stehende<br />

tun um Ihnen ein Stück Normalität zu bieten. Ich appelliere stark an alle Funktionsträger in den Vereinen: Bitte<br />

werdet nicht müde ehrenamtliche Arbeit in euren Gemeinschaften zu leisten - Vereine und die Menschen die<br />

nach diesen Idealen leben sind eine wichtige Stütze unserer Gesellschaft!<br />

Glas oder Flasche?<br />

Mit den Worten „Hoit ma z‘sam - und steh ma z‘sam“ möchte ich euch ein erfolgreiches Vereinsjahr 2022<br />

wünschen und freue mich schon jetzt auf künftige persönliche Zusammentreffen und nette Gespräche.<br />

Euer<br />

Landesobmann<br />

4 5


Landesverband<br />

Landesverband<br />

v.l.n.r.: Simon Illmer, Eduard Fuchsberger, Hannes Brugger, Cäzilia Althuber, Heinrich Schellhorn<br />

Fotos: Salzburger Heimatvereine<br />

Fotos: Salzburger Heimatvereine<br />

Neuwahlen <strong>2021</strong><br />

Nachdem <strong>2021</strong> coronabedingt kein Jahrtag abgehalten werden konnte, musste die Neuwahl erstmals mittels<br />

Briefwahl durchgeführt werden. 225 der 372 Vereine haben von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht und ihre<br />

Wahlkarte rechtzeitig zurückgesandt.<br />

Im Beisein von Landeshauptmann Stv. Dr. Heinrich Schellhorn und Landtagspräs. aD ÖR Simon Illmer, Vorsitzender<br />

des Forums Salzburger Volkskultur, wurde bei der konstituierenden Vorstandssitzung am 15. März das<br />

Wahlergebnis durch die Wahlkommission (Dr. Lucia Luidold, Robert Kendlbacher, Berta Wagner) bekanntgegeben.<br />

Mit 98 % Ja-Stimmen wurde Hannes Brugger als Landesobmann gewählt, die Stellvertreterin Cäzilia Althuber<br />

aus Eben/Pg. wurde mit 95 % bestätigt. Als neuer Stellvertreter wurde Eduard Fuchsberger aus<br />

Tamsweg ebenfalls mit 95 % der Ja-Stimmen gewählt. Die weiteren Funktionäre und Beiräte wurden mit<br />

ebenso großem Zuspruch bestätigt.<br />

„Natürlich wäre es auch mein Wunsch gewesen, mich einer großen Öffentlichkeit im Zuge eines Landesjahrtages<br />

vorzustellen“, so Hannes Brugger bei seiner Antrittsrede.<br />

Als Schwerpunkte für die Funktionsperiode will LO Hannes Brugger die Kinder- und Jugendlichen für die<br />

Volkskultur begeistern. Weiters ist ihm das gute Service für die Mitgliedsvereine durch die MitarbeiterInnen<br />

der Salzburger Heimatvereine im Haus der Volkskulturen sehr wichtig.<br />

Hannes Brugger ist 36 Jahre alt und führt in der vierten Generation als Tapezierer- und Dekorateurmeister<br />

einen Familienbetrieb in Salzburg Gnigl. Privat ist er seit 2006 Obmann der „Alt Gnigler Krampus- Perchten<br />

Pass - seit 1966“ und Organisator des Gnigler Krampuslaufes, ist aktiver Musikant (Akkordeon und steirische<br />

Harmonika) und sucht Entspannung bei sportlichen Aktivitäten.<br />

Ein Interview mit Vorstellung von Hannes Brugger ist in der Zeitschrift der Salzburger Volkskultur (Ausgabe:<br />

45. Jahrgang - Mai <strong>2021</strong>) nachzulesen.<br />

Landesverband<br />

Die Vereinsfahne - ein Symbol für Zusammengehörigkeit<br />

Gerne erinnern wir an die Broschüre des Landesverbandes, wo diese für jeden Verein wichtigen Themen erläutert<br />

und dargestellt werden.<br />

- Leitfaden für Fahnenträger und Begleiter zum richtigen Umgang mit der Vereinsfahne<br />

- Aufbewahrung der Fahne und Fahnenpflege<br />

- Vorgangsweise bei Fahnenweihen<br />

- Fahnensprüche<br />

- Das richtige Tragen von Auszeichnungen auf Uniform und Tracht<br />

Das Fest einer Fahnenweihe gehört in der geschichtlichen Entwicklung<br />

der verschiedenen Vereine zu den ganz großen Höhepunkten des Gemeinschaftslebens.<br />

Eine Fahne zählt zu den kostbarsten, schönsten und ausdrucksvollsten<br />

Abzeichen eines Vereins. Sie dokumentiert nicht nur das Alter und die<br />

historisch gewachsene Bedeutung einer Gemeinschaft, sie ist zugleich<br />

Sinnbild für unverzichtbare menschliche Tugenden, sie ist Ausdruck<br />

des Geistes, der in einer Gemeinschaft herrscht. So nachzulesen in „Der<br />

Fähnrich“.<br />

Eine Fahne macht fundamentale Werte der Volkskultur sichtbar.<br />

Erhältlich ist die Broschüre sowie viele weitere Publikationen im Shop<br />

auf der Homepage der Salzburger Heimatvereine oder einfach den<br />

QR-Code scannen und stöbern.<br />

Angelika Reichl, Landesverband<br />

6 7


Nachruf Ehren-Landesobmann Erwin Eder (13.9.1947 - 20.12.<strong>2021</strong>)<br />

Es war einmal, so fängt eine Geschichte, ein Märchen an. Es war einmal - es war einmal ein junger Mann aufgewachsen<br />

auf einem Bauernhof in Straßwalchen, welcher von seiner Großmutter zum Volkstanzen animiert<br />

wurde. Die Großmutter selber war eine begeisterte Innviertler Landlertänzerin. Zu dieser Zeit gab es in Straßwalchen<br />

bereits eine Schuhplattlergruppe, aber keine Volkstanzgruppe. Der damals 16-jährige junge Mann,<br />

Namens Erwin, kam mit 3 Freunden auf die Idee einen eigenen Verein zum Volkstanzen, Schuhplatteln und<br />

zur Pflege der Bräuche im Jahreskreis zu gründen - im Jahr 1963 wurde die Brauchtumsgruppe Straßwalchen<br />

gegründet. Erwin war bis zu seinem Tod aktives Mitglied und leitete die Kinder- und Jugendgruppe. Von 1974<br />

– 1996 war er Obmann des Vereins, als Dank wurde er sogar zum Ehrenobmann ernannt. Die Vermittlung des<br />

Tanzes und der Bräuche an Kinder und Jugendliche waren ihm ein Herzensanliegen, so wurde bereits im Jahr<br />

1974 die erste Jugendgruppe im Verein gegründet. Die letzten Jahre seit seiner Pension besuchte er regelmässig<br />

die Volksschule in Straßwalchen und vermittelte den Kindern den Volkstanz und die Bräuche, wobei<br />

er sich immer wieder neue, zeitgemäße Tanzelemente wie z.B. einen Rap einfallen lies und diese zur Freude<br />

der Kinder in die Tanzfolge einbaute.<br />

Ein großes Anliegen hatte er für seinen Verein, ihm war das Miteinander und das gegenseitige Respektieren<br />

egal welcher Herkunft, welcher Sprache, welcher Hautfarbe oder welcher Stand ein großes Anliegen. So kam<br />

es, dass er bereits während seiner Obmannschaft die ersten Kontakte zum Kulturaustausch ins Ausland pflegte<br />

und mit seinem Verein die ersten Kulturreisen nach Griechenland, Litauen, Ungarn, Spanien unternahm.<br />

Als Dank für seine Initiativen wurde er vom damaligen Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger 1998 auf<br />

die Expo nach Südkorea mit einer Abordnung der Brauchtumsgruppe Straßwalchen entsandt. Eine besondere<br />

Ehre kam dem damals 51-jährigen Erwin noch zugute, er wurde aus 45 teilnehmenden Nationen auserwählt,<br />

den Friedenseid für die verschiedensten Kulturen der Welt abzulegen. Man muss sich das vorstellen, ein<br />

Mann aus dem kleinen Österreich in typischer Salzburger Tracht mit Lederhose, welcher nicht einmal fließend<br />

Englisch spricht, bekommt diese ehrenvolle Aufgabe. Erwin hat mit Sicherheit mit dem ersten Treffen der<br />

Menschen aus den Nationen den Kontakt gesucht und wahrscheinlich mit ihnen mit „Händen und Füßen“<br />

gesprochen, sich über die Kultur verständigt und sich so in die Herzen der Teilnehmer getanzt.<br />

Das Tragen der Tracht wurde durch die Mitinitiative von Erwin mit der Gründung des „Dirndlgwandl-Sonntags“<br />

gewürdigt. Viele Bräuche und Traditionen wurden wiederbelebt und erfreuen sich seitdem großer Beliebtheit.<br />

Die Vereinsobleute der Heimatvereine in den Gemeinden im Land Salzburg wurden von ihrem Landesobmann<br />

Erwin Eder immer bestens betreut und in seiner Amtszeit wurden viele neue Vereine gegründet.<br />

Ein besonderes Anliegen waren für Erwin wie vorher schon erzählt, der Kulturaustausch, fremde Länder und<br />

Migration. Seine Offenheit für „das Fremde“, das Aufeinander zugehen, um Gemeinsamkeiten zu finden, Brücken<br />

zu bauen, um Barrieren abzubauen und das gegenseitige Verständnis für ein Miteinander, zeichneten<br />

ihn aus. Als Kulturbotschafter für das Land Salzburg bereiste er viele Länder der Welt. Erwin organisierte viele<br />

Begegnungen und Feste zum gegenseitigen Kennenlernen und Respektieren der Kulturen und konnte damit<br />

viele Ängste und Barrieren abbauen.<br />

Sein Engagement für interkulturelle Angelegenheiten wurde schnell erkannt. 1997 wurde er von der IOV – internationale<br />

Organisation für Volkskunst - zum Landesvertreter Salzburgs bestellt. Seit 2009 war er zusätzlich<br />

stellvertretender Obmann der IOV Österreich und durfte in dieser Funktion Österreich bei internationalen<br />

Kongressen in vielen Ländern der Welt, wie zuletzt in Dubai, vertreten.<br />

Als im Jahr 2000 das erste Mal die „St. Johanner Friedenstage“ von der Salzburger Volkskultur gemeinsam mit<br />

dem Verein „Intersol“ und der Gemeinde St. Johann organisiert wurden, war es für Erwin selbstverständlich,<br />

im Team für die Salzburger Heimatvereine mitzuarbeiten und sich mit Themen zum Weltfrieden, Religionen,<br />

Klimawandel, Weltwirtschaftsthemen und Migration auseinander zu setzen. 2009 übernahm er die ehrenamtliche<br />

Stelle als interkultureller Referent der Salzburger Heimatvereine und des Forums Salzburger Volkskultur.<br />

In dieser Funktion begründete er den Kulturenstammtisch im Salzburger Müllner-Bräu, vor 2 Jahren feierten<br />

wir den 50. Stammtisch. Er organisierte Reisen zum Kulturaustausch in verschiedene Länder und setzte sich in<br />

vielen Begegnungen für ein gutes kulturelles Miteinander aller Volkskulturen ein. Als Mitorganisator der großen<br />

Feste der Salzburger Volkskulturen wurde sein Engagement für ein großes Miteinander in Tanz, Musik,<br />

Handwerk und Kulinarik zur Freude vieler tausender Besucher der breiten Öffentlichkeit präsentiert.<br />

Sein Eifer für die Heimatvereine, die interkulturellen Begegnungen und die Salzburger Volkskultur, und seine<br />

Beliebtheit wurden durch viele Auszeichnungen und Ehrungen gewürdigt, wobei die Verleihung des Ehrenbechers<br />

des Landes Salzburg und die Volkskulturmedaille in Gold die höchsten Auszeichnungen sind, die in<br />

Salzburg vergeben werden, welche er bekommen hat. Die vielen ehrenamtlichen Funktionen in verschiedenen<br />

Bundes- und Landesgremien, bis hin zu Ortsvereinen z.B. beim Kameradschaftsbund in Straßwalchen<br />

oder beim Kulturverein Hravatski San in Salzburg zeigen seinen Einsatz für die Sache. Zudem war er als Sänger<br />

und „einfaches“ Mitglied in mehreren Vereinen tätig. Erwin hat sich immer als waschechter Straßwalchner bezeichnet<br />

und dies auch in seiner Fürsorge für andere Straßwalchner gezeigt, z.B. indem er für die Gemeinde<br />

„Essen auf Räder“ verteilt hat, in dem er sich um die Flüchtlinge angenommen hat und indem er immer da<br />

war, wenn man ihn brauchte.<br />

Er hat viele Stunden im Haus der Volkskulturen im Petersbrunnhof als ehrenamtlicher Funktionär verbracht.<br />

So endet die Geschichte eines bewundernswerten ehrenamtlichen Funktionärs, welcher in die Geschichtsbücher<br />

der Salzburger Volkskultur eingehen wird. Gemeinsam werden wir das Erbe von Erwin weiterführen und<br />

ihm in unserem Tun für ein interkulturelles Miteinander ein würdiges Andenken setzen.<br />

Erwin war ein begeisterter und begnadeter Volkstänzer und Schuhplattler und er konnte diese Tanztechniken<br />

in vielen Kursen und Seminaren sowohl an Kinder als auch an Erwachsene weitergeben. Was zur Folge hatte,<br />

dass er 22 Jahre lang der Volkstanzreferent des Flachgaues für den Gauverband war. In dieser Zeit organisierte<br />

er unzählige Kurse und Volkstanzveranstaltungen. Zudem war er von 1993 - 1997 stellvertretender<br />

Obmann der Arbeitsgemeinschaft für Volkstanz in Salzburg. Seine Initiativen blieben nicht unerkannt, so<br />

wurde er 1997 zum Landesobmann der Salzburger Heimatvereine gewählt. Diese ehrenvolle Aufgabe führte<br />

er 12 Jahre bis 2009 aus. Er war übrigens der erste ehrenamtliche Landesobmann für den Landesverband der<br />

Salzburger Heimatvereine. Vor ihm war Prof. Harald Dengg als Referatsleiter zugleich der Landesobmann. Als<br />

Landesobmann der Salzburger Heimatvereine war er auch im Vorstand des Landesverbandes der Salzburger<br />

Volkskultur und Landesvertreter im Bund der österreichischen Trachten- und Heimatverbände, zu deren Ehrenmitglied<br />

er in Folge ernannt wurde.<br />

12 Jahre Landesobmann für die Salzburger Heimatvereine – in dieser Zeit setzte er viele Meilensteine in der<br />

Aus- und Fortbildung. 2003 wurde durch seinen Impuls das Bordunseminar „Augustin“ gegründet, welches er<br />

10 Jahre organisatorisch leitete. In seiner Ära als Landesobmann wurden die Ausbildungen und Prüfungen zu<br />

Lieber Erwin, Danke für dein Ehrenamt, deine Initiativen, dein Engagement für ein gutes Miteinander und die<br />

den Volkstanzleistungsabzeichen installiert, die sich als Meisterprüfung der Volkstänzer bis in die Gegenwart<br />

vielen tausenden Stunden deiner Freizeit für die Salzburger Volkskultur!<br />

größter Beliebtheit erfreuen. Die Musizierwochen in Oberalm und Mauterndorf wurden stetig weiterentwickelt<br />

und sind nach wie vor wichtige Säulen in der Volksmusikausbildung.<br />

Berta Wagner, Geschäftsführerin Forum Salzburger Volkskultur<br />

8 9


Zum Gedenken<br />

Nikolaus- und Krampusbrauch<br />

Von verdienten Funktionärinnen mussten wir uns <strong>2021</strong> verabschieden<br />

Helga Puttner (1937-<strong>2021</strong>)<br />

Am 18. Februar <strong>2021</strong> ist Helga Puttner aus Saalfelden unerwartet verstorben. Ehe<br />

Helga Puttner 1992 Schriftführerin des Gauverbandes der Pinzgauer Heimatvereinigungen<br />

wurde, hat sie mit Sepp Payer jahrelang die Rumänienhilfe mitorganisiert.<br />

Ihr Engagement, ihr großes Wissen in allen Bereichen und vor allem ihr<br />

Organisationstalent waren für den Gauverband und über die Grenzen hinaus<br />

eine große Bereicherung. Sie war Initiatorin für die Erstellung einer Homepage,<br />

organisierte unzählige Kurse und war bei der Organisation von den großen Gaufesten<br />

eine große Stütze. Die Funktion der Schriftführerin führte sie mit größter<br />

Sorgfalt und Akribie bis 2017 aus.<br />

Mit ihrem Humor, ihrer Fröhlichkeit und ihrem Wesen war sie überall geschätzt<br />

und beliebt. Und um es mit den Worten des Obmannes der Pinzgauer Heimatvereinigungen<br />

Bernhard Fuchs zu sagen: „ Das Leben geht weiter, die Erinnerung<br />

bleibt. Und wenn wir an Helga denken, dann lächeln wir und sagen: „Weißt du<br />

noch?“. Der Gauverband der Pinzgauer Heimatvereinigungen wird Helga Puttner<br />

immer dankbar und ehrend in Erinnerung behalten!<br />

Alexander Oberhofer<br />

Fotos: Gauverband Pongauer Heimatvereine<br />

Edith Pummerer(1944-<strong>2021</strong>)<br />

Die hoch geschätzte Sängerin, Liedlehrerin, Chorleiterin und Musizierwochen-<br />

Referentin Edith Pummerer aus Grödig ist am 23. Februar verstorben.<br />

In den Landesverbänden der Salzburger Volkskultur war sie bestens bekannt und<br />

vernetzt. Ihre musikantische Erfahrung als Lehrerin für Zither und Hackbrett gab<br />

sie über vierzehn Jahre hindurch, von 2000 bis 2014, als Referentin bei den Musizierwochen<br />

der Salzburger Heimatvereine weiter. In den Erinnerungen damaliger<br />

Teilnehmerinnen, Teilnehmer und den Organisationsteams kam noch eine<br />

andere, für das soziale Gefüge entscheidende Rolle hinzu - wann immer ein Kind<br />

Heimweh verspürte, wurde Edith gerufen und bald war aller Kummer vergessen.<br />

Zahlreiche Auszeichnungen geben Zeugnis vom jahrzehntelangem Engagement,<br />

darunter das Verdienstzeichen des Landes Salzburg und das Volksmusik-Ehrenzeichen<br />

in Gold. Die Vermittlung von Volkslied und Volksmusik war ihr eine Herzensangelegenheit,<br />

die Salzburger Volkskultur hat durch ihren Tod eine wichtige<br />

Stimme verloren.<br />

Wolfgang Dreier-Andres<br />

Katharina Eder (1937-<strong>2021</strong>)<br />

Katharina Eder ist am 21. Juni <strong>2021</strong> friedlich eingeschlafen. Kathi war 1986 Gründungsobfrau<br />

und 24 Jahre Obfrau der Goldhauben- und Kopftuchfrauen Michaelbeuern.<br />

Nach ihrem Rücktritt wurde sie am 3. August 2010 zur Ehrenobfrau<br />

ernannt. Kathi wurde 1996 unter Gauobmann Johann Berner Trachtenreferentin<br />

der Flachgauer Heimatvereine. Diese Funktion beendete sie beim Jahrtag 2011.<br />

Mit ihrem Fachwissen wirkte sie bei vielen Trachtenpräsentationen mit.<br />

Kathi war Trägerin des Ehrenzeichens des Landes Salzburg in Silber, der Ehrung<br />

Heimat und Brauchtum in Silber des Landesverbandes Salzburger Heimatvereine<br />

und des Ehrenzeichens des Landesverbandes Salzburger Heimatvereine in Silber.<br />

Wir werden ihr stets ein ehrendes Andenken bewahren.<br />

Margit Schneeweis<br />

Zurück zu den Wurzeln - Nikolaus- und Krampusbrauch in der CORONA-Zeit<br />

Das Nikolaus- und Krampusbrauchtum hat in der CORONA-Zeit wieder zu den ursprünglichen Wurzeln zurückgefunden.<br />

Viele Nikolaus- und Krampusgruppen im Land Salzburg haben sich in dieser schwierigen Zeit<br />

wieder an die Anfänge des Brauches besonnen. Auf Grund der Auflagen durch die Behörden mussten alle<br />

Krampusläufe abgesagt werden und daher haben sich die Krampusgruppen (Passen) etwas einfallen lassen,<br />

damit sie ihren geliebten Brauch doch irgendwie durchführen konnten.<br />

So wurden aus großen Gruppen einige kleine Formationen mit Nikolaus, 2 bis 3 Krampussen, Korbträger und<br />

Engel zusammengestellt, um die Hausbesuche durchführen zu können. Wenn auch die Hausbesuche nicht<br />

im Haus, sondern vor dem Haus stattfinden mussten, konnten die Ausführenden feststellen, dass man diesen<br />

Brauch mit den Hausbesuchen viel persönlicher mit der Bevölkerung durchführen konnte. Dies wurde aber<br />

auch von den Familien und Bewohnern in den Orten sehr positiv und schön aufgenommen und hat besonders<br />

den Kindern viel Freude bereitet.<br />

So kann man auch feststellen, dass so eine Pandemie nicht nur Negatives auf sich hat, sondern für unser<br />

Nikolaus- und Krampusbrauchtum sehr viel Gutes gebracht hat. Wir hoffen, dass durch diese Entwicklung<br />

wieder viele Passen zu den Wurzeln zurückkehren und auch in den nächsten Jahren die Hausbesuche bei den<br />

Familien durchführen und ihnen damit viel Freude bereiten.<br />

Pongauer Perchten waren bei Barbara Karlich Show<br />

Die Pongauer Perchten waren am 15. Dezember <strong>2021</strong> bei Barbara Karlich zu Gast<br />

und präsentierten die Pongauer Perchten mit einer Schön- und Schiachpercht. Sie<br />

überbrachten mit dem Perchtenspruch „An Fried, an Gsund und an Reihm für 2022“<br />

die Grüße aus dem Land Salzburg. Fredi Mössler und Hans Strobl konnten auch die<br />

Salzburger Heimatvereine in dieser Sendung vertreten und auch auf die Wichtigkeit<br />

der Übermittlung der Bräuche auf unsere jüngere Generation hinweisen, das bei unseren<br />

Vereinen auch sehr gut funktioniert. Wir hoffen, dass wir unsere Salzburger<br />

Vereine gut vertreten haben und möchten auch andere Mitglieder ermuntern sich<br />

für diese Sendung zu interessieren und bei einem Anruf auch nach Wien zu fahren<br />

um unsere Vereine zu vertreten und damit aber auch aufmerksam zu machen, dass<br />

wir sehr gute Ansprechpartner für neue Mitglieder sind.<br />

Hans Strobl, Landesreferent für Nikolaus, Krampus und Perchten<br />

10 www.heimatvereine.at<br />

www.heimatvereine.at<br />

11


Landesverband<br />

Landesverband<br />

Fotos: Salzburger Heimatvereine<br />

Fotos: Salzburger Heimatvereine<br />

Musizierwoche für Kinder und Jugendliche in Eben<br />

Die 54. Musizierwoche für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahren konnte nach einem Jahr Pause wieder erfolgreich<br />

abgehalten haben. Nur war es diesmal nicht im Schulkomplex von Winklhof in Oberalm möglich. In der<br />

Landwirtschaftsschule wurde renoviert, daher mussten wir uns um eine Ausweiche umsehen.<br />

Mit dem Jugendgästehaus Lindenhof in Eben im Pongau machten wir den besten Griff. Maria und Sepp Kirchner<br />

wissen aus langjähriger Erfahrung ganz genau, wie man mit so vielen Kindern und Jugendlichen umgeht.<br />

Alle fühlten sich pudelwohl. 66 Teilnehmer und 19 Referenten genossen den tollen Service.<br />

Der neue musikalische Leiter Anton Mooslechner jjun. wurde von seinem perfekt zusammengestellten Referententeam<br />

bestens unterstützt. Toni, der bereits 2010 mit 14 Jahren, zum ersten Mal Referent bei der Musizierwoche<br />

war, konnte eine perfekte Mischung von Persönlichkeiten als Referenten gewinnen. Das kam allen<br />

Teilnehmern zugute, sie waren mit vollem Eifer dabei.<br />

Neben der musikalischen Weiterbildung durfte der Spaß<br />

natürlich nicht fehlen. Nach dem Unterricht und dem fleißigen<br />

Üben, von jedem Balkon konnte man die Melodien<br />

hören, wurde der Ausgleich beim Fußball- und Volleyballspiel<br />

oder einfach nur beim Herumtollen gesucht. Für jeden<br />

war was Passendes dabei. Langeweile kam auf keinen<br />

Fall auf.<br />

Beim bunten Abend am Donnerstag gaben bereits viele<br />

Teilnehmer ihr Können zum Besten und bei lustigen Spielen<br />

war dies ein richtig cooler Abschlussabend.<br />

Am Freitag wurde der Abschluss mit vielen Eltern und<br />

Ehrengästen gefeiert. Landesobmann Hannes Brugger<br />

dankte dem Referententeam sowie Familie Kirchner mit<br />

ihrem Team sehr herzlich für den großen Einsatz für unsere<br />

Kinder und Jugendlichen. Ebenso gilt der Dank den<br />

Eltern, dass sie ihren Kindern das Erlernen eines Instruments<br />

ermöglichen und so die Volksmusik für die Zukunft<br />

bestens gerüstet ist.<br />

Angelika Reichl, Landesverband<br />

Musizierwoche Mauterndorf<br />

Die 30. Musizierwoche konnte erfolgreich in Mauterndorf durchgeführt werden. 68 Teilnehmer wurden von<br />

18 Referenten unterrichtet und genossen das gemeinsame Musizieren in vollen Zügen. Die Teilnehmer zwischen<br />

15 und 76 Jahre kamen von nah und fern. Z.B. Erwin aus Ruswil in der Schweiz, der schon seit vielen<br />

Jahren mit seiner Frau den Urlaub in Mauterndorf verbringt und diese Woche Jahr für Jahr als sein Highlight<br />

bezeichnet. Oder Johannes, Marco und Siegfried, die aus der Nähe von Nürnberg den Weg auf sich nehmen,<br />

um die österreichische Volksmusik zu lernen und in sich aufsaugen. Wolfgang kommt mit dem Zug und Bus<br />

aus Neusiedl am See, weil das Dabeisein einfach ein „Muss“ ist. Aber auch viele Salzburger, Oberösterreicher,<br />

Steirer, Niederösterreicher, Tiroler oder Bayern nutzen die Chance, von den besten Referenten zu lernen.<br />

Egal ob beim Einzel- oder Gruppenunterricht, die Tasten und Saiten wurden ordentlich strapaziert. Leider<br />

konnte die Almwanderung wegen des nicht so guten Wetters nicht stattfinden, dafür bestand die Möglichkeit<br />

einer Burgführung, die für einige ein tolles Alternativprogramm war. Viele jedoch nutzten den freien Nachmittag<br />

zum Üben, damit das Erlernte auch „sitzt“.<br />

Auch die Blasmusikanten kamen voll auf ihre Rechnung. Weil ja, wie schon viele Jahre der Brauch, der Aufmarsch<br />

der Musizierwochenmusi wieder ein Fixpunkt war. Die Samsongruppe machte durch die Mitwirkung<br />

des Samson den Donnerstagabend für alle zum Augenschmaus. Viele Gäste bewunderten den Aufmarsch<br />

und die Samsontänze. Beim anschließenden Aufgspielt bei den Wirten lauschten viele Zuhörer der echten<br />

Volksmusik. Matthias Häusler aus Piding ist als einziger<br />

Referent seit Anfang an mit dabei. Ihm wurde herzlich für<br />

seinen großen Einsatz gedankt. Hias ist nach all den Jahren<br />

eine besondere Bereicherung für alle Musikanten. Der<br />

Lungauer Priester Rupert Santner feierte mit allen Teilnehmern,<br />

Referenten und Besuchern den Gottesdienst<br />

und verlieh abschließend den Primizsegen. Rupert war<br />

selbst einige Jahre als junger Musikant mit Leib und Seele<br />

bei der Musizierwoche dabei. Die Referenten umrahmten<br />

mit feinfühligen Musikstücken diese besinnliche Stunde.<br />

Mit herzlichen Grußworten von Bürgermeister Herbert Eßl<br />

vlnr: Michael Lindinger, Matthias Häusler, Hannes Brugger<br />

und abschließenden Dankesworten von Landesobmann Hannes Brugger wurde die Woche feierlich beschlossen.<br />

Das musikalische und gemütliche Beisammensein wurde voll ausgekostet und die Volksmusik erklang<br />

auch bei dieser 30. Musizierwoche während der gesamten Woche im gesamten Ortszentrum.<br />

Angelika Reichl, Landesverband<br />

12 www.heimatvereine.at<br />

www.heimatvereine.at<br />

13


Referat Volkstanz<br />

Hinweis | Vorschau<br />

Foto: Angelika Reichl<br />

Foto: Landesverband<br />

Fortbildungen für Volkstänzerinnen und Volkstänzer<br />

Das Referat Volkstanz wurde <strong>2021</strong> beim Landesverband Salzburger Heimatvereine neu eingegliedert und ist<br />

nun ein fixer Bestandteil und für die Fort- und Weiterbildung im Volkstanzbereich zuständig.<br />

Die Aufgabe im Referat Volkstanz ist, die Qualität im Salzburger Volkstanz anzuheben!<br />

Das Angebot soll neben den schon bekannten Fortbildungsveranstaltungen eine Vereinsunterstützung<br />

für Probenabende, Probentage oder Probenwochenenden sein. Das Angebot gilt nicht nur für die<br />

Vorbereitung auf das Volkstanzleistungsabzeichen sondern auch für allgemeine Probentätigkeiten.<br />

Es gibt gute Gründe, warum ein Verein eine Vereinsunterstützung anfordern kann. Schau<br />

dazu auf die Homepage www.heimatvereine.at/referat-volkstanz oder scann den QR-Code.<br />

Hier sind auch die Richtwerte (Niveaustufen), nach denen sich Tänzer, Volkstänzer oder Vereine<br />

orientieren können, abrufbar.<br />

Das Kernteam setzt sich aus Volkstanz- und Plattlerspezialisten aus allen Gauen zusammen.<br />

In kleineren Arbeitsgruppen werden Fortbildungsveranstaltungen erarbeitet und organisiert, die sämtliche<br />

Bereiche wie den Volkstanz, den Schuhplattler, den Kindertanz sowie Musik und Tanz der Kulturen abdecken.<br />

Das Angebot der schon bekannten Fortbildungen im Bereich Volkstanz soll weiter entwickelt, und das Niveau<br />

beim beliebten Volkstanzleistungsabzeichen in den nächsten Jahren noch mehr angehoben werden.<br />

Sämtliche Bücher und CD‘s, wie „Volkstanz in Salzburg“ und „Plattler in Salzburg“ wurden ebenfalls vom Landesverband<br />

übernommen und können über die Homepage geordert werden. Hier sind natürlich auch alle<br />

weiteren Informationen wie Kontaktpersonen zu finden.<br />

Das Team freut sich auf viele Anfragen und unterstützt gerne bei allen Belangen rund um den Volkstanz.<br />

Hans Strübler, Landes-Volkstanzreferent<br />

14 www.heimatvereine.at/referat-volkstanz<br />

www.heimatvereine.at<br />

15


s‘Ebener Gwandl<br />

Alles aus einer Hand!<br />

• Zelte<br />

Pagodenzelte • Großzelte • Festzelt • Übergänge<br />

• Catering<br />

Feiern • Buffet • Spanferkel • Mobile Küche<br />

• Ausstattung<br />

Bestuhlung • Geschirr • Heizungen • Hüpfburgen<br />

WC Wagen • Kühlwagen<br />

Tel.: 0664 1259 871 • Mail: info@goetzinger-zelte.at<br />

Wildmoosweg 2, 5071 Wals<br />

Fotos: TVB Eben im Pongau<br />

Massgeschneidert für die Heimat s`Ebener Gwandl, eine „neue“ Werktagstracht<br />

Die Ortstracht soll wie ein Ortsplan über die Gemeinde etwas aussagen können.<br />

Ich habe die Ebener Ortschronik durchforstet; die Geschichte, geographische Begebenheiten, Katastralgemeinden,<br />

das Ortswappen – alles soll in die Tracht einfließen. Aus meinen Recherchen entstand vorerst ein<br />

von mir gemaltes Bild, welches daraufhin von einer Künstlerin überarbeitet wurde. Gemeinsam mit zwei weiteren<br />

Schneiderinnen wurde die von mir entworfene Werktagstracht im originalen Leibikittelschnitt ausgearbeitet<br />

und angefertigt.<br />

Der Dirndlgwandl-Ortsplan zum „s`Ebener Gwandl“ schaut nun so aus:<br />

Eben ist von „Wäldern“ umgeben, daher wurde Grün die Hauptfarbe der Werktagstracht. Das Grün bezieht<br />

sich auf die ehemalige Ortsbezeichnung „Taxen“ (bis 1912), ein alter Name für die Tanne. Die „Taxzapfen“<br />

sind daher auch auf den exklusiv angefertigten versilberten Knöpfen zu sehen. Der geschützte Landschaftsteil<br />

„Ebener Moor“ findet durch den mystisch anmutenden Schattendruck am mit Stehfalten gezogenen Kittel<br />

seinen Platz. Das 13 cm breite einfärbige grüne Kittelblech stellt den markanten „Einschnitt der Eisenbahn“<br />

und somit die Verbindung in Richtung Niedernfritz dar (1875 Eisenbahn). Die gestreifte Schürze in Kaminrot<br />

und Weiß gehalten weist auf das „Gemeindewappen“ hin (1968), welches die Wasserscheide Enns-Salzach<br />

darstellt. Zwischen Kittel und Blech verläuft ein ca. 3 cm breiter Besatz der aus dem Längsstreifen des Schürzenstoffes<br />

entnommen ist, dieser symbolisiert die „Römerstraße“ (375 n. Chr.). In der Hinteren Mitte ist eine<br />

Blume zu sehen, bei der der Stängel mit einer Altsilberkordel in sich verschlungen verarbeitet ist. Am Stängel<br />

ragen drei Blütenblätter empor, die symbolisieren die drei „Katastralgemeinden Eben, Gasthof und Schattbach“.<br />

Diese Blume zeichnet den „Zusammenhalt des Ortes“ aus (3 Blütenblätter 5,5 cm hoch, in sich gedrehter<br />

Stängel 7 cm hoch).<br />

Und weil zu jedem „feschen Dirndl“ auch ein „fescher Bua“ dazugehört, habe ich auch für den Herren ein<br />

passendes Gilet mit allen Attributen die das Dirndlgwandl aufweist entworfen. Natürlich ist diese Tracht auch<br />

passend für die Kinder. Das „s`Ebener Gwandl“ soll alle Generationen erreichen. Es soll und darf natürlich auch<br />

landauf und landab von allen getragen werden, denen es gefällt und vor allem die gerne Tracht tragen.<br />

Die Originalknöpfe sind beim Verein „Ebener Trachtenfrauen“ erhältlich.<br />

Cäzilia Althuber, Trachtenreferentin Pongau und Obfrau der Ebener Trachtenfrauen<br />

16 www.heimatvereine.at<br />

17


Rechnungsjahr <strong>2021</strong><br />

Foto: Salzburger Heimatvereine<br />

In das Jahr <strong>2021</strong> starteten wir mit verhaltenem Optimismus, in der Hoffnung, dass im kommenden Brauchtumsjahr<br />

wieder mehr Aktivitäten durchgeführt werden können als 2020. In vollem Umfang war es leider<br />

wieder nicht möglich, doch einige Veranstaltungen und Fortbildungskurse konnten abgehalten werden.<br />

Die verringerten Tätigkeiten und die Subventionsfortschreibung aus 2020 spiegelt sich im Kassenbericht wieder:<br />

Die Fördermittel des Landes wurden auf € 129.900,-- festgesetzt, wobei aber unsererseits lediglich ein<br />

Betrag von € 89.400,-- abgerufen wurde. Der Restbetrag von € 40.500,-- wurde nicht in Anspruch genommen.<br />

Dies ist u.a. dem pandemiebedingt verringerten Fortbildungsprogramm geschuldet.<br />

Besonders erfreulich ist aber, dass die Musizierwoche in Eben und Mauterndorf, wenn auch im eingeschränkten<br />

Umfang, durchgeführt werden konnten. Die Aufwendungen in der Fortbildung belaufen sich auf knapp<br />

€ 91.000,--, für die Weiterentwicklung der Mitgliederverwaltung wurden knapp € 20.000,-- aufgewendet. An<br />

die Gauverbände wurde ein Betrag von € 36.600,-- weitergeleitet.<br />

Ein seit längerer Zeit laufender Prozess konnte abgeschlossen werden: die Einbindung der ARGE Volkstanz in<br />

den Aufgaben- und Zuständigkeitsbereich der Salzburger Heimatvereine. In den vielen Besprechungen waren<br />

natürlich auch die finanziellen Belange ein großes Thema. Durch die konstruktive Diskussionsführung konnte<br />

auch hier eine für alle positive Lösung erzielt werden.<br />

Danke sagen wir dem Land Salzburg für die Fördermittel, der möglichen Nutzung der Infrastruktur und der<br />

verständnisvollen und guten Zusammenarbeit!<br />

Abschließend wird allen Mitgliedsvereinen des Landesverbandes für die vielen ehrenamtlichen Stunden zum<br />

Erhalt unserer Volkskultur ein großer Dank ausgesprochen. Wir alle hoffen, dass das Vereinsleben bald wieder<br />

starten und so das Brauchtum und die Gemeinschaft weitergetragen werden kann.<br />

Bernhard Schöchl, Verbandskassier und<br />

Martha Strubreiter, Verbandskassier-Stellvertreterin<br />

ROT GIBT<br />

SICHERHEIT<br />

Unfälle passieren oft schneller, als man denkt. Dann kümmern wir uns<br />

darum, dass Sie so rasch wie möglich wieder gesund werden<br />

und finanziell abgesichert sind. Sprechen Sie jetzt mit uns über<br />

den Generali Unfallschutz. Ich bin für Ihre Fragen da, auch zum<br />

Versicherungspaket der Generali für die Salzburger Heimatvereine.<br />

Erich Prommegger, T +43 662 648 222 14<br />

erich.prommegger@versicherungspartner.com<br />

Versicherungspartner GmbH, Rupertgasse 26, 5020 Salzburg<br />

UNS GEHT’S UM SIE<br />

18<br />

www.heimatvereine.at


Foto: Kuchler Rauhnachtsperchten Foto: Krippenbauverein Bad Vigaun<br />

Ein Verein stellt sich vor...<br />

Was wäre das Salzburger Land ohne die vielen gelebten Bräuche, traditionellen Volkstänzen und dem alten<br />

Kunsthandwerk? Um zu erfahren, wer unter anderem hinter dieser gelebten Volkskultur im Tennengau steckt,<br />

möchte der Gauverband Volkskultur Tennengau zwei seiner jüngsten Mitgliedsvereine vorstellen:<br />

Kuchler Rauhnachtsperchten<br />

Nur wenige Tage im Jahr sind so eng mit Aberglauben und Brauchtum verbunden, wie die Rauhnächte zwischen<br />

Weihnachten und dem 06. Jänner. Laut dem Volksglauben sollen in diesen Nächten viele Dinge passieren,<br />

da die Verbindung zwischen Diesseits und Jenseits besonders stark ist. Die Raunächte gelten als die dunkelsten<br />

Nächte des Jahres, in denen, dem Glauben nach, auch Perchten und Dämonen ihr Unwesen treiben.<br />

Rund 35 Kuchler haben sich 2014 dem Brauchtum der Rauhnächte angenommen und führen seither jährlich<br />

am 05. Jänner traditionell ihr Perchtenspiel bei den Bauernhöfen im Ort auf. Die Gruppe besteht aus Figuren,<br />

wie Frau Perchta, Schiachperchten, Hexen, Wilderer, Tod, Rauchfangkehrer und vielen mehr. Sie besuchen<br />

jedes Jahr einen anderen Ortsteil von Kuchl, sodass sich die einzelnen Bauern ungefähr alle 10 Jahre auf die<br />

Aufführung der Perchten bei ihnen freuen dürfen.<br />

Welche Sage steckt hinter dem Perchtenspiel der Kuchler Rauhnachtsperchten?<br />

Hinter dem Perchtenspiel steht die Sage des Göll-Weibes und dem Wetterbock, welche die Hauptrollen darstellen<br />

(Im Bild: die ersten beiden Figuren von links in der vordersten Reihe). „Ein böses Weib zog einst im<br />

Göllanger – eine prächtige Alm – ein. Es hieß, sie sei mit dem Teufel im Bunde, der in der Gestalt eines großen<br />

Geißbockes sein Unwesen trieb. Beide wurden von guten Berggeistern versteinert und müssen noch heute<br />

den Kuchlern das Wetter anzeigen. Bei aufkommendem Schlechtwetter färben sich der Bock und das kniende<br />

Göll-Weib in der Wetterbockwand schwarz.“, so Obmann Steinberger Josef über die Sage.<br />

Mittlerweile verzeichnet die Perchtengruppe rund 50 Mitglieder im Alter zwischen 20 und 50 Jahren und freut<br />

sich jedes Jahr darauf den Zusehern „an Fried und an Reim und an G’sund“ zu wünschen.<br />

Krippenbauverein Bad Vigaun<br />

Der Krippenbauverein Bad Vigaun wurde im Jahre 2007 gegründet. Er zählt derzeit über 80 Mitglieder. Es<br />

wurden vor Coronazeiten jährlich rund 50 Krippen gebaut. Besonders schön ist der Krippenbaukurs mit den<br />

Kindern. Es wurden Krippen in allen Stilrichtungen, also heimatlich, orientalisch, Wurzelkrippen, moderne<br />

Krippen und zuletzt vor allem Laternenkrippen errichtet. Figurenkurse, Malkurse und so manch anderes werden<br />

ebenso gehalten. Aber auch das Osterratschen in Bad Vigaun wurde vom Verein wiederbelebt. Die großen<br />

Kirchenratschen wurden saniert und kleine Handratschen angefertigt.<br />

Gemeinschaftsprojekte<br />

Neben diesen Aktivitäten werden auch immer wieder Gemeinschaftsprojekte umgesetzt. So konnte die Kirchenkrippe<br />

in St. Margarethen zusammen mit den Bewohnern des Ortsteils errichtet werden. Es folgte der<br />

Bau der Kirchenkrippe im Ort und des Passionskreuzes, welches in der Osterzeit in der Pfarrkirche aufgestellt<br />

ist. Ein besonderes Projekt war der Bau der Dorfkrippe. Die Idee dahinter war, dass sich alle Bewohnerinnen<br />

und Bewohner auf der Krippe finden können und zusammenkommen um sich gemeinsam über die Geburt<br />

Jesus zu freuen. Die Idee dabei war, möglichst alle Vereine auf der Krippe zu zeigen. Ein Großteil der Bevölkerung<br />

unseres Ortes gehört einem Verein an. So gibt es den Trachtenverein, die Schnalzer, die Trachtenfrauen,<br />

Musikkapelle, Schützen, Feuerwehr, die Kameradschaft, die Jägerschaft, die Imker und auch sämtliche Sportvereine<br />

auf der Krippe zu sehen. Auch findet man Franz Xaver Gruber und Josef Mohr, welche beide einen<br />

Bezug zu Bad Vigaun haben, auf der Krippe wieder. Der Schlenken als Hausberg, die Taugl und die Römerbrücke,<br />

sowie das Almgebiet zeigen die Landschaft des Ortes. Auch die Kirche vom Ortsteil St. Margarethen<br />

ist zu finden. Die Figuren sind holzgeschnitzt und bekleidet. Als Stoffe wurden, so es irgendwie möglich war,<br />

Originaltrachtenstoffe verwendet. Eine weitere Besonderheit ist das Dach des Krippenstalles. Die Dachschindeln<br />

waren früher auf dem Kriegerdenkmal. Dieses wurde neue gedeckt und die alten Dachschindeln sind hier<br />

eingebaut worden. Auch ein Stück Geschichte des Ortes.<br />

Monika Hopfgartner, Gauverbandsschriftführerin<br />

20 www.volkskultur-tennengau.at & facebook.com/volkskultur.tennengau<br />

www.volkskultur-tennengau.at & facebook.com/volkskultur.tennengau<br />

21


Gauverband Pongau<br />

Gauverband Pongau<br />

Fotos: Gauverband Pongau<br />

Fotos: Gauverband Pongau<br />

Jahrtag mit Neuwahlen - Ehrung Sepp Gehwolf<br />

Der Gauverband der Pongauer Heimatvereinigungen hat am 9.1.2022 seinen Jahrtag mit einem Kirchgang<br />

und anschließendem Jahrtag mit Neuwahlen in Pfarrwerfen abgehalten. Die Abhaltung dieses Jahrtages war<br />

auf Grund der derzeitigen Situation nicht ganz einfach, jedoch konnte dieser unter Einhaltung aller vorgeschriebenen<br />

Maßnahmen ganz gut durchgeführt werden.<br />

Bei der Neuwahl wurde Hans Strobl als Gauobmann, Roland Weiß und Roland Rettenwender (neu) als Stellvertreter<br />

gewählt. Ebenfalls neu in den Vorstand wurden Christian Holzer als Schnalzervertreter und Matthias<br />

Kaml aus Wagrain als Schriftführerstellvertreter in den Vorstand gewählt. Alle wurden einstimmig gewählt<br />

bzw. wiedergewählt.<br />

Aus dem Vorstand ausgeschieden sind Sebastian Gsenger und Josef Gehwolf.<br />

vlnr: Hannes Brugger, Sepp Gehwolf, Hans Strobl<br />

Für seine Verdienste um das Schnalzerbrauchtum im Land Salzburg<br />

wurde Sepp Gehwolf mit dem Ruperti-Kreuz in Gold ausgezeichnet.<br />

Sepp Gehwolf ist seit 1978 Mitglied der Herreiter- und Goaßlschnalzer<br />

Wagrain. Er war Gründungsobmann von 1978 bis<br />

2008 und von 1997 bis 2022 Schnalzerreferent und von 2012<br />

bis 2022 Gauobmannstellvertreter der Pongauer Heimatvereinigungen,<br />

von 2004 bis 2020 war er Schnalzerreferent der Festund<br />

Hochzeitsschnalzer des Landesverbandes der Salzburger<br />

Heimatvereine. Er ist auch mit Leib und Seele ein Freund und<br />

Pferdehalter von Norikapferden, ein hervorragender Kutscher<br />

und Pferdeschlittenfahrer und fährt fast täglich mit den Gästen<br />

von Kleinarl zum Jägersee.<br />

Für diese verdienstvolle Arbeit möchten wir ihm einen herzlichen<br />

Dank aussprechen und noch viel Freunde mit seinen Pferden<br />

wünschen.<br />

Hans Strobl, Gauobmann<br />

Brauchtum im Jahreskreis in den schulen<br />

Auf Grund von CORONA war die Arbeit in den Schulen in den letzten beiden Schuljahren sehr schwierig,<br />

da wir teilweise als Außenstehende nicht in die Schule durften und schon überhaupt nicht mit den Schülern<br />

arbeiten. So haben wir uns etwas anderes einfallen lassen müssen, um mit den Schülern bzw. Klassen etwas<br />

machen zu können.<br />

Für das Binden der Erntekrone habe ich die Kinder einer Klasse zu mir nach Hause eingeladen, es war dadurch<br />

keine Schulveranstaltung und konnte daher eine<br />

wunderbare Erntekrone mit den Kindern gestalten,<br />

welche wir zum Erntedankfest stolz mit den Kindern<br />

in die Kirche tragen durften.<br />

Ebenso haben wir beim Martlschwaigbauern in St.<br />

Johann eine kleine Werkstatt aufgebaut, um mit den<br />

Kindern Ratschen bauen zu können, was auch vom<br />

Servus TV gefilmt und aufgezeichnet wurde (wird<br />

heuer zu Ostern gesendet).<br />

Mit unseren Ratschen sind wir am Karfreitag in die<br />

Kirche gezogen und haben mit der Pfarre St. Johann<br />

den Todestag unseres Herrn mitgestaltet.<br />

Die Palmbuschen konnten wir beim Reithofbauern<br />

in St. Johann mit einer Firmgruppe binden, welche<br />

von unserem Herrn Pfarrer Andreas Maria Jakober<br />

geweiht wurden. Die 200 gebundenen Palmbuschen<br />

konnten danach in der Kirche für eine kleine Spende<br />

abgeholt werden. Der Reinerlös wurde für eine bedürftige<br />

Familie gespendet.<br />

So konnten wir auch in dieser schwierigen Zeit ein<br />

bisschen Brauchtum im Jahreskreis unseren Kindern<br />

übermitteln und hoffen, dass sie dies auch weitergeben,<br />

damit wir das Brauchtum im Jahreskreis auch<br />

wieder leben können und dürfen.<br />

Hans Strobl, Gauobmann<br />

22 www.gauverband-pongau.at<br />

www.gauverband-pongau.at<br />

23


Gauverband Salzburg-Stadt<br />

Gauverband Salzburg-Stadt<br />

Foto: Wild & Team Salzburg<br />

Fotos: Gauverband und Heimatvereine<br />

Fotos: Gauverband und Heimatvereine<br />

Brauchtumsveranstaltungen in der Stadt Salzburg<br />

Trotz der Pandemie konnten wir in der Stadt unter strenger Einhaltung der Vorgaben einige Veranstaltungen<br />

abhalten.<br />

Brauchtumsveranstaltungen im<br />

Heckentheater<br />

Die 10 Brauchtumsveranstaltungen im Heckentheater des<br />

Mirabellgartens konnten nur mit Kontrollen durchgeführt<br />

werden. Hier gebührt der Dank dem Publikum, das die<br />

Maßnahmen auch mitgetragen hat. Es waren wieder sehr<br />

schöne Veranstaltungen. Die mitwirkenden Vereine zeigten<br />

mit Begeisterung unsere Volkstänze, Volkslieder und Volksmusik,<br />

wobei auch vorgetragene Mundartgedichte das Publikum<br />

begeisterten.<br />

Fest zur Festspieleröffnung<br />

Beim Fest zur Festspieleröffnung gab es witterungsbedingt<br />

am Beginn weniger Zuschauer, das Fest wurde mit einem<br />

Salut der Brauchtumsschützen unter Major Gottfried Grömer<br />

eröffnet. Die Salzburger Militärmusik spielte ein Konzert<br />

unter den Arkaden des Heimatwerks, ebenso die Flachberger<br />

und Aberseer Tanzlmusiken. Nach dem der Film<br />

„Städtisches Leben zwischen Tradition und Fortschritt“ gezeigt<br />

wurde, fand das Turmblasen statt. Anschließend kam<br />

der Salzburger Fackeltanz zur Aufführung. Die Proben dazu<br />

wurden unter strikter Einhaltung der Vorgaben zur Covid<br />

Verordnung abgehalten.<br />

Dirndlgwandlsonntag und Erntedank<br />

Danksagen im Dom zu Salzburg, verbunden mit dem<br />

Dirndlgwandsonntag, der vier volkskulturellen Verbände<br />

und der Stadt Salzburg fand am 12. September statt.<br />

Nach dem geordneten Kirchgang aller Teilnehmer zelebrierte<br />

Generalvikar Mag. Roland Rasser den Festgottesdienst.<br />

Die Festungsprangerstutzenschützen begleiteten<br />

mit einem Begrüßungssalut und dem Wandlungsschießen<br />

unser Fest.<br />

Nach der Messe wurden die geweihten Brote (Spende der<br />

Salzburger Bäckerinnung) von den Goldhaubenfrauen vor<br />

dem Dom verteilt. Nach dem Festzug durch die Altstadt ist<br />

im Müllner Bräu bei einem Frühschoppen das Fest ausgeklungen.<br />

Das ist nur ein kleiner Rückblick über das abgelaufene Jahr,<br />

wir hoffen, dass im Jahr 2022 wieder mehr Aktivitäten stattfinden<br />

können.<br />

Danke an alle, die im abgelaufenem Jahr beigetragen haben,<br />

unser Brauchtum in der Stadt Salzburg hochzuhalten.<br />

vlnr: Hannes Brugger, Johannes Niedermayer, Gottfried Grömer<br />

Johannes Niedermayer, Gauobmann<br />

24 www.gauverband-salzburg-stadt.at<br />

www.gauverband-salzburg-stadt.at<br />

25


Flachgauer Heimatvereine<br />

Flachgauer Heimatvereine<br />

Goldhaubengruppe Eugendorf<br />

Foto: Peter Mayr<br />

Aktivitäten der Flachgauer Heimatvereine<br />

OBFRAU Margit Schneeweis<br />

Bayernstraße 2, 5204 Straßwalchen • Tel: 0664 402 45 82 • margit.schneeweis@gmx.at • fl achgauer.gauverband.at<br />

Bankverbindung: Raiffeisenbank Strasswalchen reg.GenmbH • IBAN: AT13 3506 2000 0007 3973 • BIC: RVSAAT2S062<br />

ZVR-Nr.: 072185579<br />

Foto: GTEV Dö Haunsperger<br />

Lamprechtshausner Tanzlmusi<br />

Jubiläen<br />

<strong>2021</strong> war für unsere Vereine ein sehr ruhiges Jahr, und doch konnten unter Einhaltung der Coronavorschriften<br />

in kleinem Kreise vier Vereinsjubiläen begangen werden.<br />

Am Dreifaltigkeitssonntag, den 30. Mai <strong>2021</strong>, feierte der Volksliedsingkreis Faistenau mit einer festlich gestalteten<br />

Messe sein 50-jähriges Bestandsjubiläum.<br />

Ein noch junger Verein, die Fuschler Goldhaubengruppe, konnte am 10. Juli <strong>2021</strong> das 15-jährige Bestandsjubiläum<br />

begehen.<br />

Am 28. August <strong>2021</strong> feierte die Goldhauben- und Kopftuchgruppe Eugendorf mit kleinen Abordnungen<br />

der örtlichen Vereine ihr 50jähriges Vereinsjubiläum.<br />

Im Rahmen einer Jahreshauptversammlung beging der GTEV Dö Haunsperger aus Lamprechtshausen das<br />

100jährige Bestandsjubiläum, wo eine beeindruckende<br />

Festschrift präsentiert wurde. Leider war<br />

kein großes Fest möglich, daher wurde das Jubiläum<br />

mit einem Armbrustschießen der aktiven<br />

Mitglieder, einem Tanzworkshop für alle Kindergartengruppen,<br />

einem Auftritt beim Kirtag und einem<br />

Steierer-Tanzkurs für alle Interessierten sowie<br />

einer umfangreichen Festschrift begangen. Vielen<br />

Teilnehmern wurde einmal mehr bewusst, dass es<br />

immer wieder sehr schwierige Zeiten in der Vereinsgeschichte<br />

zu bewältigen gab.<br />

Flachgauer Gemeinen (Oberndorf, Anif, Seekirchen, Hof, Henndorf und St. Gilgen) wurden zur Freude aller<br />

Marktstandler und Marktbesucher Musik- und Gesangsgruppen engagiert, die eifrig musiziert und gesungen<br />

haben.<br />

Das Volksliedwerk unterstützt von den Flachgauer- Heimatvereinen konnte mit dieser gelungenen Aktion<br />

vielen Brauchtumsfreunden eine Freude bereiten, es wurde auch fleißig mitgesungen, und mancher hat auch<br />

das Tanzbein geschwungen. Danke an alle Musikerinnen und Musiker sowie Sängerinnen und Sänger - der<br />

Anfang wurde gemacht und wir hoffen auf den Fortbestand dieses Projektes in den kommenden Jahren.<br />

Fahnen-Mal-Wettbewerb<br />

Mit Begeisterung und zur großen Freude unserer Vereinsjugend haben einige Gruppen die Möglichkeit genutzt<br />

und beim Fahnen-Mal-Wettbewerb teilgenommen. Die beim Salzburger Bauernherbst erhältlichen Fahnen<br />

wurden von den Flachgauer Heimatvereinen den Vereinen zur Verfügung gestellt.<br />

Bei zwölf Vereinen wurden von der Vereinsjugend mit viel Eifer und Freude ganz tolle Ideen, die sich natürlich<br />

auf das Vereinsleben und auf den Heimatort bezogen, Fahnen gestaltet und bemalt. Herzliche Gratulation an<br />

alle Teilnehmer zu ihren gelungenen Kunstwerken. Jeder Verein wurde mit einer Teilnehmerprämie belohnt<br />

und die Fahnen werden bei passender Gelegenheit ausgestellt und präsentiert.<br />

OBFRAU Margit Schneeweis<br />

Bayernstraße 2, 5204 Straßwalchen • Tel: 0664 402 45 82 • margit.schneeweis@gmx.at • fl achgauer.gauverband.at<br />

Bankverbindung: Raiffeisenbank Strasswalchen reg.GenmbH • IBAN: AT13 3506 2000 0007 3973 • BIC: RVSAAT2S062<br />

ZVR-Nr.: 072185579<br />

Fotos: von den Vereinen zur Verfügung gestellt<br />

Elfriede Forsthuber, Gauobfrau<br />

Foto: Peter Mayr<br />

Musik am Markt<br />

Das sehr erfolgreiche Projekt „Salzburger Straßenmusik“<br />

vom Salzburger Volksliedwerk wurde auf<br />

die Flachgauer Heimatvereine ausgeweitet. Die<br />

Volksliedreferentin Elisabeth Radauer organisierte<br />

in Zusammenarbeit mit dem Volksmusikreferenten<br />

Michael Lindinger „Musik am Markt“. In sechs<br />

26 www.flachgauer-heimatvereine.at<br />

www.flachgauer-heimatvereine.at<br />

27


Fotos: Michael Moser<br />

vlnr.: Max König, Othmar Purkrabek, Wolfgang Essl,<br />

Elisabeth Macheiner, Agnes Luginger<br />

Foto: Burgi Löcker<br />

Die Lungauer Volkskultur stellt aus<br />

Die Lungauer Volkskultur durfte sich von 4. - 5. September in und am Gelände der Künstlerei in Tamsweg<br />

in all ihrer bunten und wunderschönen Vielfalt präsentieren. Ob Samson, Musik, Volkstanzgruppe, Krampus<br />

oder Trachten, alles was unsere schöne Heimat ausmacht, durfte bestaunt werden. Gezeigt wurde ebenfalls<br />

wie man eine Krampusmaske schnitzt oder wie es sich in einem Krampusfell anfühlt. Sänger und Chöre,<br />

Volkstanzgruppen und Volksmusiker sowie Mundartdichter umrahmten die „Leistungsschau“ der Lungauer<br />

Volkskuktur.<br />

Palmbesenaktion<br />

Das Glück war uns hold. Ein gefällter Weidenbaum der kurz vor dem Aufarbeiten (häckseln) entdeckt wurde,<br />

bescherte uns eine Fülle an Palmkätzchen (zur richtigen Zeit, am richtigen Ort). Die Idee war schnell geboren<br />

und somit startete die Planung des Vorhabens. Die Arbeit wurde unter den<br />

Vorstandsmitgliedern aufgeteilt. Da ein gemeinsames Binden durch die<br />

damalige Situation nicht möglich war, bekam der Vorstand ein bisschen<br />

„Hausarbeit“. Jeder für sich, aber dennoch zusammen!<br />

Das Herz der Lungauer Volkskultur schlägt auch in schwierigen Zeiten für<br />

die heimischen Traditionen.<br />

Die Verteilung der 150 gesegneten Palmbuschen fand an drei Orten im<br />

Lungau statt. Für die Palmbuschen wurden Freiwillige Spenden entgegen<br />

genommen und so kam eine Summe von 1200 € zusammen. Dieser Betrag<br />

wurde an den karitativen Verein „Einfach geben - Lungau“ überreicht.<br />

Michael Moser, Pressereferent<br />

„Die Lungauer Fibel“ – ein Nachschlagewerk für Tracht-Mundart-Volkslied“<br />

Nach zweijähriger intensiver Arbeit, in der sich die drei Referate der Lungauer Volkskultur Tracht, Mundart<br />

und Volksmusik zusammengetan haben, konnte am 1. September <strong>2021</strong> das Buch „Lungauer Fibel für Tracht,<br />

Mundart und Volkslied“ auf der Burg Mauterndorf vorgestellt werden.<br />

In der Fibel wird nicht nur die große Auswahl der Lungauer Tracht, von den Werktags-, Alltags- bis hin zu den<br />

Sonn- und Festtagstrachten in Schrift und Bild aufgezeigt, auch wurde ein besonderes Augenmerk auf fol-<br />

gende Fragen gelegt: Was trage ich zur Tracht, unter der Tracht und natürlich darüber? Wichtige Themen sind<br />

auch die Pflege und Reinigung, Verarbeitungstechniken von Schürzen, Blusen, Röcken usw. Ebenso sind die<br />

verschiedenen Männertrachten wie zum Beispiel der Lungauer Schalk mit den unterschiedlichen Mustermöglichkeiten,<br />

sowie 37 verschiedene Modelstrickmuster für Stutzen zur Lederhose, in der Fibel zu finden. Den<br />

Bezirkstrachtenreferentinnen Agnes Luginger und Elisabeth Macheiner ist es eine Herzensangelegenheit, ihre<br />

Begeisterung für die Tracht der Heimat auch auf andere Frauen, Männer und Kinder überspringen zu lassen,<br />

und somit generationenverbindend zu arbeiten.<br />

Die Mundart, wie sie im Lungau gesprochen und geschrieben wird, hat der ehemalige Mundartreferent Othmar<br />

Purkrabek anhand verschiedener Gedichte und Texte von und mit unbekannten Lungauer Mundartschaffenden<br />

vorgestellt. Die Schreibweise und Aussprache des Lungauer Dialekts wird mit Hilfe der „Bairischen<br />

Umschrift“ erklärt.<br />

Maximilian König, ein junger, sehr engagierter Volksmusikreferent hat sich verschiedener Volkslieder mit Verwurzelungen<br />

aus dem Lungau angenommen, und mit den dazu passenden Erklärungen vervollständigt. „Die<br />

Inhalte dieser Fibel sollen keineswegs eine einzig richtige Art wie Volkslieder zu singen sind, vorschreiben.<br />

Vielmehr möchte ich Altes und Vergessenes entstauben und wieder unter die Leute bringen, ohne die Absicht<br />

etwas anderes damit zu verdrängen“, schreibt Max in seinem Nachwort.<br />

Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Seite der Widmung gelegt. Sie kann mit jedem Stift beschriftet<br />

werden, sodass bei der Weitergabe einer Tracht oder von einem Musikinstrument etc. mit Wünschen, Gedanken<br />

und Geschichten eine besondere Erinnerung verewigt werden kann. In einer hervorragenden Teamarbeit,<br />

welche mehrere Generationen verband, sowie mit Unterstützung vom Obmann der Lungauer Volkskultur<br />

Wolfgang Eßl ist diese Fibel entstanden. Ein großer Dank ergeht an die ehemalige Landesobfrau der Salzburger<br />

Heimatvereine Walli Ablinger-Ebner für ihr Vertrauen in dieses Projekt, sowie ihre fachliche Unterstützung<br />

und Hilfe.<br />

Die Lungauer Fibel ist über die Homepage der Lungauer Volkskultur wie auch in den Lungauer Buchhandlungen<br />

und in verschiedenen Lungauer Betrieben zum Preis von 35,90 € zuzüglich Versand erhältlich.<br />

Agnes Luginger, Trachtenreferentin<br />

28 www.lungauervolkskultur.com<br />

www.lungauervolkskultur.com<br />

29


Gauverband Pinzgau<br />

Gauverband Pinzgau<br />

Foto: krabart photography<br />

Fotos: krabart photography<br />

Geschichte des Trachenvereins D’Saalachtaler Unken<br />

1919 wurde der Verein (damals noch unter dem Namen: Gebirgstracht- Erhaltungs- und Unterstützungsverein<br />

„die lustigen Grenzler in Melleck“) von einigen jungen Leuten aus den Nachbargemeinden Melleck und<br />

Unken, gegründet. „Die Aktivn“, wie sie im Verein heißen, bestehen bis heute und sind aktuell 6 - 8 Tanzpaare.<br />

Sie treten bei verschiedenen Anlässen auf, z.B. früher viele Heimatabende (teilweise 3x die Woche), Waldfeste,<br />

Oktoberfest Spanien, Preisplatteln, Auftritte im Stieglkeller, Habsburgvilla, Kavalierhaus, usw…<br />

Die „Aktivn Buam“ tanzen auch den „Unkner Stelzentanz“, der mit 6 oder 8 Tänzern auf Stelzen mit einem<br />

Bandlbaum getanzt wird. Die selben 8 Buam sind auch bei der „Unkner Tresterergruppe“ die Schönperchten,<br />

die mit drei Schiachperchten, einem Kasperl, einem Pater und drei Musikanten von Hof zu Hof ziehen, um die<br />

bösen Geister zu vertreiben und „an FRIED, an G’SUND und an REIM“ zu wünschen.<br />

1921 schlossen wir uns dem Gauverband 1 in Bayern an.<br />

1965 traten wir dem Gauverband der Pinzgauer Heimatvereinigungen bei.<br />

1967 feierten wir unser 50-Jahr-Jubiläum mit großem Brauchtumsfest. Mit dabei waren 72 Vereine, 7 Musikkapellen<br />

und ca. 2500 Mitwirkende.<br />

1970 entschloss man sich eine Kinder- und Jugendgruppe zu gründen, um den Fortbestand des Vereins zu<br />

sichern. Nach kürzester Zeit konnte bereits mit 16 Paaren für die kommende Saison geprobt werden. Die<br />

Probenarbeit wurde so konsequent betrieben, dass diese Gruppe bereits 1972 beim Gebietspreisplatteln in<br />

Unken mittanzen konnte. Heute haben wir ca. 40 Kinder und Jugendliche in der Gruppe, die bei unterschiedlichsten<br />

Anlässen auftreten: z.B. Maifest, Almabtriebsfest, Dorffest, Preisplatteln!<br />

1979 wurde dann, Dank der Initiative zweier Trachtler, die Goaßlschnalzerguppe aus Vereinsmitgliedern gegründet.<br />

Heute sind ca. 10 Schnalzer in der Gruppe aktiv. Die Schnalzer sind auch bei verschiedensten Veranstaltungen<br />

anzutreffen: z.B. Maifest, Bauernherbstfest, Oktoberfest Spanien, Auftritte in Münster, Dortmund,<br />

München und Baden bei Wien. Ein Höhepunkt war das Schnalzertreffen am 11. August 1997 mit 12 Schnalzergruppen<br />

und 80 Mitwirkenden aus Österreich und Bayern.<br />

1993 wurde das 75-Jahr-Jubiläum gefeiert. Zu dem Fest wurden 35 Vereine und 6 Musikkapellen eingeladen.<br />

1998 hatten wir die ehrenvolle aber auch riesige Aufgabe, das große 108. Gaufest des Gauverbandes 1 (größtes<br />

Trachtenfest Europas) auszurichten. Es kamen 8500 aktive Teilnehmer, 14000 Zuschauer, 140 Fahnen und<br />

13 teilweise vierspännige Festwagen. Das Fest war ein voller Erfolg und ist sicher allen Teilnehmern (nicht nur<br />

wegen der langen Umzugsstrecke von über 3 km) in Erinnerung geblieben.<br />

2010 wurde das 90-jährige Bestandsjubiläum gefeiert und es waren 36 Vereine und 6 Musikapellen dazu ein-<br />

vlnr: Michael Hauser Vorstand Gauverband 1 Bayern, Martin Fuchs (Dankesmedaille des Landesverbandes in Gold), Richard<br />

Hochleitner (Ehrenzeichen für Heimat & Brauchtum in Silber), Monika Fuchs (Dankesmedaille des Landesverbandes in Gold),<br />

Sebastian Baueregger Obm. Saalachtaler (Ehrenzeichen für Heimat & Brauchtum in Silber), Michael Gasteiger (Dankesmedaille<br />

des Landesverbandes in Bronze), Bernhard Fuchs Obmann Gauverband Pinzgau, Florian Juritsch Bürgermeister Unken.<br />

geladen, das Jubiläum mit uns zu feiern.<br />

2020 wollten wir unseren 100. Geburtstag feiern, aber leider konnten wir durch die CORONA Pandemie unser<br />

Jubiläumfest nicht ausrichten!<br />

Jubiläumsfest GTEV D’Saalachtaler Unken<br />

Nach mehrmaligem Verschieben des großen Jubiläumsfestes „100 Jahre D’Saalachtaler“ und „40 Jahre Goaßlschnalzer<br />

Unken“ wurde das Fest am 3. Oktober <strong>2021</strong> dann endlich in kleinem Rahmen mit den örtlichen<br />

Vereinen, dem Patenverein D‘Rauschberger Zell (Ruhpolding) und einigen geladenen Gästen nachgeholt.<br />

Bei der Festmesse wurde die neu renovierte Vereinsfahne geweiht und ein Fahnenband von Monika und Maria<br />

Luise Fuchs an den Fähnrich übergeben.<br />

Anschließend ging der Festzug, angeführt von der Trachtenmusikkapelle Unken und beiden Gaufahnen, des<br />

Gauverband 1 (Bayern) und des Gauverband der Pinzgauer Heimatvereinigungen, durchs Dorf Richtung Festsaal<br />

Bad UNKEN, wo ein Brauchtumsnachmittag mit Volkstänzen, Schuhplatteln und Schnalzern stattfand.<br />

Zu diesem schönen Anlass wurde vom Verein die Gelegenheit genutzt, fünf langjährige und engagierte Mitglieder<br />

mit Ehrungen des Landesverbandes der Salzburger Heimatvereine zu ehren.<br />

Es war trotz der CORONA Maßnahmen und dem kurzen Planungszeitraum von 2 Wochen ein sehr gelungenes<br />

Fest, wo man bei jedem einzelnen Besucher gemerkt hat, wie viel Freude so ein geselliges Miteinander<br />

(nach so langer Festabstinenz) macht. Hoffentlich dürfen wir die kommenden Jubiläumsfeste wieder in gewohnter<br />

Weise feiern!<br />

Wir hoffen wieder auf uneingeschränkte Vereinsjahre, dass wir unsere Probenarbeiten wieder starten können,<br />

um den Fortbestand des Vereins zu sichern!!!<br />

„Treu dem guadn oidn Brauch“<br />

Bernhard Fuchs, Gauobmann<br />

30 www.volkskultur.org<br />

www.volkskultur.org<br />

31


ROT<br />

TRÖSTET<br />

Unfälle passieren oft schneller, als man denkt. Dann kümmern wir uns<br />

um Ihr Kind, dass es so rasch wie möglich wieder gesund werden<br />

kann und finanziell abgesichert ist. Sprechen Sie jetzt mit uns über<br />

den Generali Kinder-Unfallschutz. Ich bin für Ihre Fragen da, auch zum<br />

Versicherungspaket der Generali für die Salzburger Heimatvereine.<br />

Erich Prommegger, T +43 662 648 222 14<br />

erich.prommegger@versicherungspartner.com<br />

Versicherungspartner GmbH, Rupertgasse 26, 5020 Salzburg<br />

UNS GEHT’S UM SIE

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!