30.03.2022 Aufrufe

Technologies for Smart Factories

Die Produktion von morgen Die digitale Welt verändert sich immer rasanter. Ressourceneffizientes Arbeiten und der nachhaltige Einsatz von Rohstoffen ist so wichtig wie nie. Wer sich bereits mit den richtigen Strategien und Technologien auseinandergesetzt hat, arbeitet nicht nur ressourcenschonender, sondern erreicht auch eine höhere Qualität. In dieser Kampagne wird aufgezeigt, welche Maßnahmen zukunftsweisend sind und zu Effektivitätssteigerung beitragen.

Die Produktion von morgen

Die digitale Welt verändert sich immer rasanter. Ressourceneffizientes Arbeiten und der nachhaltige Einsatz von Rohstoffen ist so wichtig wie nie. Wer sich bereits mit den richtigen Strategien und Technologien auseinandergesetzt hat, arbeitet nicht nur ressourcenschonender, sondern erreicht auch eine höhere Qualität.
In dieser Kampagne wird aufgezeigt, welche Maßnahmen zukunftsweisend sind und zu Effektivitätssteigerung beitragen.

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EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET

TECHNOLOGIES

FOR SMART FACTORIES

Die digitale Produktion von morgen

IN DIESER AUSGABE:

Wettbewerbsfähigkeit unserer

Industrie gefährdet

Steigende Energiekosten, hohe

Rohstoffpreise und massive

Lieferengpässe belasten die

Wettbewerbsfähigkeit

Seite 9

Open Source Software

Der Innovationsbeschleuniger auch

in der Produktion

Seite 14

FOTO: LIU ZISHAN VIA SHUTTERSTOCK

KI-Studie:

Warum hier noch

Aufholbedarf

herrscht

Das Fraunhofer Austria

Institut gibt Einsicht


2 Lesen Sie mehr unter zukunftindustrie.info Eine Themenzeitung von Mediaplanet

IN DIESER AUSGABE

10

VORWORT

Open is the New Normal –

Warum wir teilen sollten

Effizienz als Wettbewerbsfaktor

Dipl. iur. Sabine Hesse über Effizienz in

der Produktion

15

Das Internet der Produkte

und Produktionssysteme

Prof. Kay Römer über das Internet

der Dinge

EDITORIAL

FOTO: MEDIAPLANET

Anna Deisenhammer

Project Manager

Mediaplanet GmbH

Project Manager: Anna Deisenhammer Business

Developer: Kerstin Köckenbauer Senior Business

Developer: Florian Rohm, BA Content and Production

Manager: Viktoria Pisker, BA Lektorat: Joseph Lammertz

Layout: Daniela Fruhwirth Managing Director: Bob

Roemké Medieninhaber: Mediaplanet GmbH,

Bösendorferstraße 4/23, 1010 Wien, ATU 64759844 ·

FN 322799f FG Wien Impressum: http://mediaplanet.

com/at/impressum Distribution: Der Standard

Verlagsgesellschaft m.b.H. Druck: Mediaprint

Zeitungsdruckerei Ges.m.b.H. & Co.KG

Kontakt bei Mediaplanet: Tel.: +43123634380

E-Mail: hello-austria@mediaplanet.com

ET: 30.03.2022

@Mediaplanet Austria

@austriamediaplanet

FOTO: ANDREAS HANDL

Roland Sommer

Geschäftsführer

Plattform Industrie

4.0 Österreich

In dieser Ausgabe wird eine

Reihe unterschiedlicher

Themen behandelt, darunter

Open Source, künstliche Intelligenz,

Robotik in der Logistik und

Effizienz als Wettbewerbsfaktor.

Welches Potenzial künstliche

Intelligenz bietet, beispielsweise

Produktions prozesse zu optimieren,

Qualitätsparameter zu

messen und auszuwerten und die

Intralogistik zu verbessern, zeigt

Ihnen Fraunhofer Österreich.

Sabine Hesse vom Fachverband

der Metalltechnischen Industrie

geht in ihrem Beitrag auf Effizienz

als Wettbewerbsfaktor ein und

Marco Prüglmeier spricht über

Robotik in der Logistik. Auf ein

Thema möchte ich aber besonders

hinweisen, das Prof. Dr. Alois

Zoitl von der Johannes Kepler

Universität Linz aufgreift. In den

letzten Monaten ist im Rahmen

unserer Arbeit in der Plattform

Industrie 4.0 Open Source überraschend

stark in den Fokus der

Aufmerksamkeit gerückt. Viele

Anwendungen, die den souveränen

und sicheren Daten austausch

ermöglichen, darunter auch

einige rund um das europäische

Leuchtturmprojekt Gaia-X, in dem

es um gemeinsame Spielregeln

zur Etablierung eines Datenökosystems

geht, standen dabei im

Mittelpunkt. Was auffällt: Der

Impact von Open Source in der

Industrie wird teilweise deutlich

unterschätzt. Aus diesem Grund

und um das zu ändern, haben

wir als ein Fokusthema dieser

Ausgabe Open Source gewählt.

Laut einer Studie der Europä ischen

Kommission ermöglicht rund

eine Milliarde Euro Investition in

Open-Source-Software in Europa

eine zusätzliche Wertschöpfung

von 65 bis 95 Milliarden Euro.

Doch was bedeutet das konkret?

Bei Open-Source-Software arbeiten

disziplinübergreifend Personen

aus verschiedenen Institutionen

zusammen und bringen dabei ihre

Expertise und damit unterschiedliche

Aspekte ein. Community -

Management, also der Aufbau einer

Community und der intensive

Austausch untereinander, ist dabei

sehr wichtig. Dieses Community-

Management bedeutet aber, dass

teilweise völlig andere Prozesse

etabliert werden müssen. Es wird

erwartet, dass jede und jeder, die/

der in einer Community tätig ist,

auch etwas dazu beiträgt, dass

diese erfolgreich ist.

Für den guten Austausch

von Erfahrungen, Software,

Codes etc. in den Communitys

werden gleichzeitig Strukturen

geschaffen, die die Öffnung von

unternehmensinternen Lösungen

erleichtern. Vielfach entstehen

gemeinnützige Konsortien und

Stiftungen. Damit werden Fragen

zu geistigem Eigentum, der

Nutz ung und gegebenenfalls

Verwertung der Software elegant

gelöst, da durch die Gemeinnützigkeit

keine Verwertung in

den Konsortien beziehungsweise

Stiftungen vorgesehen ist. Es gibt

eine Vielzahl unterschiedlicher

Stiftungen, die bekanntesten

dürften Linux, Apache und Eclipse

sein, es gibt aber viele weitere.

Ich bin überzeugt davon, dass Sie

mit dieser Ausgabe viele Inspirationen

bekommen, und wünsche

Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Ihr Roland Sommer

2022

@Mediaplanet Austria

@austriamediaplanet

digital : regional

6. Summit Industrie 4.0

Die Jahreskonferenz der Plattform Industrie 4.0 Österreich

› Programm und Anmeldung: www.plattformindustrie40.at

In Kooperation mit:

30.05.2022

Rathaus

Wien


Eine Themenzeitung von Mediaplanet

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3

Sponsored by VERBUND

Sonnenstrom ohne

Erstinvestition und Risiko

FOTOS: ©2021 YANNIK STEER

Die Idee, mit einer eigenen PV-Anlage ohne unternehmerisches

Risiko problemlos Sonnenstrom

zu gewinnen, klingt zu gut, um wahr zu sein?

Aufgepasst, VERBUND macht’s möglich.

Insbesondere in der Industrie und auf

Unternehmensgrundstücken herrschen

immer noch viele Brachflächen vor.

Ungenützte Areale wie etwa Dach- oder

Freiflächen, die den ganzen Tag mehr oder

minder direkt in der Sonne liegen – da

bietet sich doch eine Photovoltaikanlage

direkt an. So weit sind sich auch alle einig.

Bloß die Investitions kosten für die Errichtung

einer solchen Anlage sind meistens

der Hemmschuh, die Idee in die Realität

umzusetzen. „Was das wieder kostet! Und

bis sich das rechnet...“

Dank VERBUND stellen sich diese Fragen

in dieser Form aber nicht mehr. Denn

VERBUND plant, errichtet und wartet

Photovoltaikgroßanlagen als Eigenverbrauchsmodell

auf geeigneten Flächen

für die Industrie. Von der kostenlosen

Erstanalyse und der Erstellung eines

maßgeschneiderten Vergütungsmodells

bis zur Finanzierung, Planung, Errichtung

und Versicherung der Anlage kümmert sich

VERBUND um alles. Selbst eine laufende

Datenvisualisierung sowie das nötige

Monitoring über die gesamte Projektlaufzeit

hinweg sind im Service mit dabei. Die

Vorteile dieses Angebots sind mannigfaltig.

Vorrangig fallen keine Investitionskosten

an. Der erzeugte Sonnen strom kann vom

Unternehmen selbst verbraucht werden.

Das reduziert den eigenen CO 2

-Fußabdruck

und die Stromkosten deutlich. Es

besteht kein wirtschaftliches oder technisches

Risiko, da sich VERBUND um alles

kümmert. Dadurch ist eine langfristige

Kostensicherheit gegeben. Und nach der

Laufzeit des Vertrags geht die PV-Anlage

von VERBUND in den Besitz des jeweiligen

Unternehmens über.

Und selbst wenn der erzeugte Sonnenstrom

nicht ausreicht und der Energiebedarf

des Unternehmens größer ist – mit

einer auf die Bedürfnisse des jeweiligen

Unternehmens maßgeschneiderten Photovoltaikanlage

garantiert VERBUND neben der

umweltfreundlichen Energiegewinnung auch

langfristig günstigere Stromkosten als bei

Netzbezug. Zahlreiche Unternehmen in

Österreich wie SGL oder MAGNA setzen

bereits auf Photovoltaikanlagen von

VERBUND. „Mit dem Sonnenstrom aus

eigener Erzeugung nutzen wir brachliegende

Dachflächen, optimieren unsere Klimabilanz

und sparen gleichzeitig Kosten. Das schafft

Planungssicherheit. Ein Faktor, der angesichts

der aktuellen Entwicklungen am

Energiemarkt von entscheidender Bedeutung

ist“, stellt auch Gerald Schwarzl, Geschäftsführer

der MAGNA Energy Storage Systems

GmbH, klar.

Lesen Sie mehr unter:

verbund.com/pv-grossanlagen


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4 Eine Themenzeitung von Mediaplanet

Mission Globalisierung und Nachhaltigkeit

Digitalisierung als Lösungsweg für die Industrie?

Die Pandemie hat nicht nur unsere Gesellschaft beeinflusst,

sondern auch die globalen Wirtschaftsprozesse verändert. Sie

wurde zum Digitalisierungsmotor und hat dafür gesorgt, dass die

digitale Transformation in den Fokus der Unternehmen gerückt

ist. Dabei entwickelt sich die Nachhaltigkeit zu einem zentralen

Einflussfaktor zukünftiger Entwicklungen.

Text Sandra Hofmann

Internationale Konzerne im Anlagenbau

investieren bereits hohe Summen

in die Digitalisierung der Produktion

und die Vernetzung von Maschinen

(IIoT, Industrial Internet of Things). Es

existieren große Mengen an Sensor-,

Maschinen- und Produktivitätsdaten aus

den unterschiedlichsten Bereichen. Neben

Maschinendaten liegen auch Zigtausende

Unterlagen wie Handbücher, technische

Zeichnungen, Genehmigungsunterlagen

oder Verträge vor, die zwischen den

einzelnen Partnern ausgetauscht werden.

Eine gemeinsame Datenumgebung (kurz

CDE) kann die Lösung sein. Hier lassen

sich Informationen zusammenführen und

gleichzeitig über digitale Geschäftsprozesse

wertschöpfend nutzen.

Carbon-intelligent Cloud und

Carbon-aware Cloud-Services

Die aktuelle industrielle Transformation

findet in Form von Digitalisierungsmaßnahmen

in sämtlichen Bereichen statt.

Dabei spielt der CO 2

-Fußabdruck eine

entscheidende Rolle bei der Auswahl von

Digitalisierungswerkzeugen wie Cloud-

Services. Hier gilt es unter anderem,

folgende Fragen zu klären: Welches

Rechenzentrum wird mit erneuerbarer

Energie betrieben? Wie viel Strom wird in

einem solchen Datacenter zum Beispiel

aufgrund der Gebäudebauweise oder der

klimatischen Bedingungen am jeweiligen

Standort verbraucht? Die Entwicklung von

Carbon-aware Cloud-Services beziehungsweise

einer Carbon-intelligent Cloud wird

zusätzlich an Priorität zunehmen. Ein

Cloud-Kontinuum darf zukünftig nicht

mehr ausschließlich nach Performance

optimiert werden, sondern vorrangig nach

Energieverbrauch und Green Energy.

Durch den Einsatz von KI-Methoden ist die

Leistung nicht nur dynamisch skalierbar,

sondern auch nach dem Gesichtspunkt

„Wo bekommt man derzeit die beste

CO 2

-Bilanz?“ anpassbar. Nur unter Berücksichtigung

dieser Überlegungen wird die

industrielle (digitale) Transformation nachhaltig

gelingen.

Sponsored by Fabasoft

Andreas Dangl

Business Unit

Executive für

Cloud-Services bei

Fabasoft

Für mehr Infos

zu Projekten im

Siemens-Konzern

QR-Code scannen.

FOTO: FABASOFT

Industrial Transformation

bei Siemens Energy

Cloudbasierte Baustellenkoordination

verringert CO 2

-Fußabdruck

Bei der Projektabwicklung im Anlagen-

und Maschinenbau tauschen

interne Verantwortliche mit ihren

externen Partnern Unterlagen aus und

bearbeiten diese. Ein typisches Projekt

in diesem Bereich umfasst dabei

Tausende von Dokumenten und läuft

mehrere Jahre. Informationen über

die Grenzen des eigenen Unternehmens

hinweg zu lenken, bedeutet in

der Regel einen großen Aufwand für

die internen Teammitglieder.

Zentrale Datendrehscheibe

Abhilfe schafft Fabasoft Approve als

gemeinsame Datenumgebung (CDE),

in der Geschäftsprozesse digital

ablaufen. Die cloudbasierte Lösung

ist spezialisiert auf das Managen von

technischen Daten und Dokumenten.

Über zahlreiche Schnittstellen lässt

es sich schnell in die bestehende

IT-Landschaft (zum Beispiel SAP)

einbinden. Pläne, 3-D-Modelle,

Prüfprotokolle etc. sind an zentraler

Stelle gesammelt. Digitale Workflows

und ein Zugangsrechtesystem

steuern sämtliche Arbeitsschritte.

Die Vorteile: Es gibt keine veralteten

Dokumentenstände und sowohl

Projektfortschritt als auch Status

einzelner Unterlagen sind jederzeit

klar ersichtlich.

Unternehmensübergreifende

Digitalisierung

Ein CDE in der Cloud ermöglicht

es, neue Lieferanten schnell einzubinden.

Denn: Einmal erzeugte

Prozesse lassen sich selbst ohne

Programmierkenntnisse anpassen

und Speicher ist ohne Funktionsunterbrechung

erweiterbar.

Fabasoft Approve findet auch im

Siemens-Konzern vielfältige Einsatzgebiete

und kommt im Rahmen

der Digitalisierung der Technischen

Dokumentation, im Qualitäts- und

Abweichungsmanagement sowie für

nachvollziehbare Geschäftskorrespondenz

zur Anwendung.

Digitale Baustellenkoordination

Die Division „Operating Company Gas

and Power“ von Siemens Energy setzt

Großprojekte wie Industrieanlagen

oder Kraftwerke um. Für reibungslose

Abläufe war der Transport mehrerer

Tonnen von Dokumenten und Plänen

nötig. Durch die Digitalisierung der

Baustellenkoordination in der Cloud

gelang es, diese Papierberge sowie

den transportbedingten CO 2

-Fußabdruck

zu vermeiden. Nun stehen

sämtliche Unterlagen digitalisiert auf

Tablets zur Verfügung. So arbeiten die

zuständigen Personen bequem vor

Ort und halten dadurch automatisch

komplexe Workflows ein. Informationen

gehen nicht mehr verloren,

sondern sind sofort nach der Rücksynchronisierung

in die richtigen

IT-Systeme nutzbar.


Eine Themenzeitung von Mediaplanet

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Sponsored by MOTOREX

FOTO: MOTOREX

COOLANTLYNX

von MOTOREX

Thomas Kientzl

Area Sales Manager

MOTOREX GmbH

Thomas Kientzl, Area Sales Manager für Österreich und die

angrenzenden östlichen Nachbarländer, spricht über Probleme bei

Kühlschmierstoffen und erklärt, wie COOLANTLYNX diese löst.

FOTO: MOTOREX

Die Firma MOTOREX

ist ein Schweizer

Familienunternehmen,

das bereits

seit 1917 besteht. Die

Kernkompetenz von

MOTOREX ist die Veredelung von

Ölen mit unterschiedlichen Divisionen

im Unternehmen. Für den

Industriebereich ist Thomas Kientzl

zuständig. Er betreut Händler, die

MOTOREX-Schmierstoffe verkaufen.

Denn überall dort, wo mechanisch

Bauteile gefertigt werden und wo

zerspant wird, werden Kühlschmierstoffe

eingesetzt, die zu einem Teil

auch mit Wasser gemischt werden

müssen. Diese wassermischbaren

Kühlschmierstoffe sind aber relativ

anspruchsvoll in ihrer Handhabung

und in ihrem Mischverhältnis, mit

zahlreichen Problemen in der Verarbeitung

– zumindest bisher.

Wo liegen die Probleme im

Kühlschmierstoffprozess, und

was waren die Thematiken beim

Kunden Anton Paar?

Eines unserer Projekte der Automatisierung

des Kühlschmierstoffprozesses

(Mischverhältnisse

unserer Kühlschmierstoffe) mittels

COOLANTLYNX hat in Kooperation

mit dem Grazer Traditionsunternehmen

Anton Paar stattgefunden. Dort

beschäftigt man sich primär mit der

Herstellung von Präzisionsgeräten

auf dem Gebiet der Messtechnik.

Deren mechanische Fertigung

in Graz umfasst circa 35 große

Bearbeitungszentren, die mittels

einer Zentralanlage mit unseren

Kühlschmierstoffen versorgt

wurden. Diese Zentralanlage war reif

für eine Erneuerung. Die Entscheidung,

in eine neue Zentralanlage

zu investieren oder auf ein anderes

System umzusteigen, stand an. Die

Problemstellung für Anton Paar war

sicherlich, dass ein derart großes

Zentralanlagensystem mit

35 Maschinen die Gefahr bot, dass bei

einer ungewollten Kontamination

des Kühlschmierstoffs

an einer

Maschine

plötzlich alle

Maschinen be -

troffen wären.

Das Lokalisieren

der Fehlerursachen

und das

Gegensteuern

waren durch die

Verschleppung

sehr schwierig

und mit viel

zeitlichem Aufwand verbunden. Es

wurde nach einem System gesucht,

das diese Risiken minimiert und

trotzdem die Maschinen autonom

mit Kühlschmierstoff versorgt.

Wie kann man diese Probleme

mit dem COOLANTLYNX von

MOTOREX lösen?

Im vergangenen Jahr hat sich die

Firma Anton Paar dazu entschieden,

unsere Automatisierungslösung zu

verwenden, den COOLANTLYNX.

Das ist ein System, mit dem bis zu

sechs Bearbeitungszentren betrieben

werden können. Von der Befüllung

über die Reinigung bis hin zur

Messung der Maschinen ist damit

alles möglich, was bisher einen

großen Aufwand dargestellt hat. Und

ein ganz großer Vorteil ist auch, dass

man nun endlich kontrollieren kann,

was mit jeder einzelnen Maschine

passiert. Mit COOLANTLYNX können

wir alle Parameter der jeweiligen

Maschine wie den Verbrauch, die

Temperaturen und die Messergebnisse

nachvollziehen.

Welche Vorteile entstehen durch

die Umsetzung des COOLANTLYNX

für den laufenden Prozess?

Von der Prozesssicherheit über den

Mitarbeiterschutz bis hin zu

Einsparungen von Geld und

Arbeitszeit sind die Vorteile

mannigfaltig. Mit COOLANTLYNX

können wir alle Parameter der

jeweiligen Maschine wie den

Verbrauch, die Temperaturen und

die Messergebnisse nachvollziehen.

Damit ist die Gefahr der Verschleppung

eines Problems von einer

Maschine auf alle anderen gebannt.

Dank COOLANTLYNX können wir

den Kühlschmierstoffprozess

optimieren und die dabei entstehenden

Probleme stark minimieren.

FOTO: MOTOREX


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6 Eine Themenzeitung von Mediaplanet

Dr. Eva Eggeling

leitet das Fraunhofer

Austria Innovationszentrum

für Digitalisierung

und Künstliche

Intelligenz KI4LIFE

in Klagenfurt

FOTO: FRAUNHOFER AUSTRIA

Studie zur KI-Umsetzung:

Viel Aufholbedarf bei

österreichischen KMU

Technologien aus dem Bereich

der künstlichen Intelligenz

(KI) besitzen in vielen

Bereichen großes Potenzial

und stellen den nächsten großen

Entwicklungsschritt hin zu mehr Produktivität

dar. Von manchen Seiten

wird KI sogar als entscheidend für

die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit

des Wirtschaftsstandortes betrachtet.

Wie weit die österreichischen

Unternehmen aber bereits bei der

Implementierung von KI-Anwendungen

gekommen sind, ob sie schon

Anwendungsmöglichkeiten für sich

identifiziert haben oder ob sie der

KI noch skeptisch gegenüberstehen,

war bis vor Kurzem nicht genau

bekannt. Eine österreichweite Studie

von Fraunhofer Austria offenbart nun

den Status quo und zeigt, dass große

Unterschiede im Umsetzungsgrad

gegeben sind. Von den 455 Unternehmen

quer durch alle Bundesländer

haben nur neun Prozent bereits KI

operativ im Einsatz, weitere vier Prozent

befinden sich in der Implementierungsphase.

Am anderen Ende des

Spektrums stehen ihnen 36 Prozent

gegenüber, die dem Thema KI für sich

keine Relevanz beimessen, sowie 29

Prozent, die das Thema zwar als relevant

erachten, aber derzeit trotzdem

keine Pläne zur Umsetzung haben.

Dabei zeigt sich, dass der

Umsetzungs grad stark mit der

Unternehmensgröße zusammenhängt.

Dr. Eva Eggeling, Leiterin des Fraunhofer

Austria Innovationszentrums

für Digitalisierung und Künstliche

Intelligenz KI4LIFE und Mitautorin

der Studie, erklärt: „Wir haben in

unserer Befragung festgestellt, dass es

vor allem die kleinen und mittelständischen

Unternehmen sind, die derzeit

KI für sich als nicht relevant erachten

oder die zwar die Relevanz erkennen,

aber vielleicht noch nicht den richtigen

Anwendungsfall für sich identifiziert

haben. Die Herausforderung ist, dass

die perfekte Einsatzmöglichkeit von

KI in jedem Unternehmen anders aussehen

kann und individuell entdeckt

werden muss.“ Dass die Vielfalt der

Anwendungsgebiete noch nicht voll

ausgeschöpft ist, zeigt sich ebenfalls in

der Studie: Während in den Bereichen

Dienstleistung und IT tendenziell

bereits mehr KI eingesetzt wird, wird

beispielsweise in den Bereichen Vertrieb

oder Montage derzeit kaum eine

Einsatzmöglichkeit gesehen.

Besonders interessant ist für das

Forschungsteam auch die Analyse der

möglichen Hürden für die Unternehmen.

So wird nicht etwa fehlendes

Commitment des Managements als

Ursache dafür angegeben, dass KI noch

nicht im Einsatz ist, sondern vielmehr

sind es fehlende Kompetenzen und

hohe Kosten in der Anschaffung.

Sponsored by Softwarepark Hagenberg

Die Brücke zwischen menschlicher

und maschineller Lernfähigkeit

FH-Prof. Priv.-Doz.

DI Dr. Michael

Affenzeller

Wissenschaftlicher

Leiter Softwarepark

Hagenberg

FOTO: SARA ASCHAUER

Mehr Infos unter:

softwarepark -

hagenberg.com

Oder schreiben Sie uns:

office@softwareparkhagenberg.com

Im Industriebereich sind Begriffe wie künstliche Intelligenz und

Prescriptive Analytics immer öfter zu hören. Was sich dahinter

verbirgt, erläutert Michael Affenzeller im Expertengespräch.

Für Außenstehende erklärt: Was

haben Prescriptive Analytics und

künstliche Intelligenz gemeinsam?

Analytik wird in die aufeinander aufbauenden

Stufen der beschreibenden,

diagnostischen, prädiktiven und

präskriptiven Analytik kategorisiert.

Bereits ab der diagnostischen Stufe

kommen KI-Techniken ins Spiel.

Noch stärker ist das im prädiktiven

Bereich, der sich vornehmlich des

maschinellen Lernens bedient. Im

präskriptiven Bereich geht man unter

Hinzunahme von Optimierung und

Simulation darüber hinaus, indem

man die durch künstliche Intelligenz

und maschinelles Lernen virtuell

gewonnenen Erkenntnisse in die

echte Welt in Form möglichst sinnvoller

Vorschläge oder Vorschreibungen

zurückführt.

Würden Sie sagen, dass künstliche

Intelligenz die „Brücke“ zwischen

menschlicher und maschineller

Lernfähigkeit ist?

Zumindest für den Bereich der

menschenzentrierten künstlichen

Intelligenz (Human-Centered

AI) würde ich dieser Aussage

uneingeschränkt zustimmen.

Erklärbarkeit und Interpretationsfähigkeit

sind Schlüsselelemente, die

im Softwarepark Hagenberg intensiv

beforscht werden. Je besser sich

Mensch und Maschine gegenseitig

verstehen, desto eher ist teamorientierte,

interaktive Zusammenarbeit

möglich. Der Aspekt des Lernens

in der KI soll nicht hauptsächlich

maschinelles Lernen aus Daten sein,

sondern vermehrt interaktiv und

teamorientiert im Dreieck Mensch,

Gefördert aus Mitteln

des Landes OÖ

Maschine (KI-System) und Daten

stattfinden.

Vereinfacht gesagt: Was sind die

Hauptvorteile von künstlicher

Intelligenz für den Menschen im

Alltag? Wie wirken KI und Prescriptive

Analytics bereits heute

im Wirtschaftsleben?

Der Mensch wird durch gezielten

Einsatz von KI vornehmlich in

monotonen Tätigkeiten entlastet und

kann sich verstärkt mit ureigenen

menschlichen Stärken wie Kreativität

und Intuition einbringen. Dadurch

wird der Alltag komfortabler,

abwechslungsreicher und spannender.

Prescriptive Analytics kann

in produzierender Industrie und im

Anlagenbau durch die Verquickung

mit Optimierung und Simulation

Effizienz steigern und Ressourcen

schonen, indem etwa Designprozesse

durch Virtualisierung schneller und

umfassender durchgeführt werden.

Das steigert die Qualität und schont

Ressourcen in der Auslegung und im

späteren Betrieb einer Maschine oder

Anlage.


Eine Themenzeitung von Mediaplanet

Lesen Sie mehr unter zukunftindustrie.info 7

Sponsored by UAR

#DiversityInScience

Die weibliche Seite der

Künstlichen Intelligenz (KI)

MANUELA GEIß,

Senior Researcher, Software Competence

Center Hagenberg.

FOTO:SCCH

Bei der technologischen Weiterentwicklung von KI haben

Frauen eine zunehmend starke Stimme. Forscherinnen aus

dem UAR Innovation Network geben Einblicke.

WELCHE ROLLE SPIELT DIE ERKLÄR-

BARKEIT BEI KI-MODELLEN?

Erklärbare KI kann helfen, unbekannte

Zusammenhänge in den Daten aufzudecken, zu

verstehen und so neues Wissen zu generieren. Auf

diese Weise können durch Erklärbarkeit auch Schwächen

eines KI-Modells frühzeitig identifiziert und Folgen, wie diskriminierende

Entscheidungen, verhindert werden.“

ROXANA HOLOM,

Data Science Project Manager &

Researcher, RISC Software.

WARUM IST GENDER-

BALANCE IN DER KI-FORSCHUNG

WICHTIG?

„Ausgewogene Expertenteams können

Diskriminierung entgegenwirken, da

geschlechtsspezifische Sichtweisen bereits

in einem frühen Stadium in die Forschungs arbeit

einbezogen werden. Anwendungen von KI-Systemen

erfordern auch Kenntnisse, die zur Lösung der vielen ethischen

und rechtlichen Fragen beitragen können.“

CHRISTINA

HOCHLEITNER,

Forschungskoordinatorin,

RISC Software.

WIE BEREICHERT

VIELFALT DIE

FORSCHUNG?

„Medienberichte haben

aufgezeigt, welche Auswirkungen

es haben kann, wenn Vielfalt in der Forschung

nicht berücksichtigt wird – vom Gender-Gap

bis hin zu diskriminierenden Algorithmen. Es

ist wichtig, individuelle Lebensrealitäten in

der Forschung zu berücksichtigen.“

FOTO: RISC SOFTWARE

FOTO:RISC SOFTWARE

FOTO:RISC SOFTWARE

SANDRA WARTNER,

Data Scientist,

RISC Software.

WIE VERSTEHT

KÜNSTLICHE INTEL-

LIGENZ DIE MEN-

SCHLICHE SPRACHE?

„Die Verarbeitung von

natürlicher Sprache durch

Maschinen ermöglicht es als

interdisziplinäres Feld der Linguistik, Computerwissenschaft

und KI, die menschliche

Sprache zu lesen. Was es braucht, sind

Expertinnen, die den Sprung aus dem

Forschungsbereich in die Produktion

ermöglichen.“

ANNA-CHRISTINA GLOCK,

Researcher & Data Scientist,

Software Competence Center

Hagenberg.

BRAUCHT DIE

FORSCHUNG MEHR

WEIBLICHE VORBILDER?

„Motivierende und inspirierende

Vorbilder können eine starke Kraft

bei der Berufsorientierung und darüber

hinaus sein. Um Mädchen und junge Frauen zu

erreichen, kann das Geschlecht eine bedeutsame

Rolle spielen – als ein Aspekt unter vielen.“

FOTO:SCCH

ANNA-SOPHIE JAEGER,

Data Scientist, RISC Software.

WELCHE SPRACHE

SPRICHT DIE JUNGE

FORSCHUNG?

„Ich glaube, je mehr man

mit Technologie aufwächst,

desto geringer ist die

Hemmschwelle, diese

auch in allen Bereichen zu

nutzen. Es ist vor allem ein

naiverer Ansatz, der die junge

Forschung prägt. Mehr Offenheit

und weniger Angst vor

möglichen Konsequenzen.“

VERENA GEIST,

Key Researcher Software Science,

Software Competence Center

Hagenberg.

FOTO: RISC SOFTWARE

FOTO: SCCH

LISA EHRLINGER,

Senior Researcher

Data Science, Software

Competence

Center Hagenberg.

WAS HAT DIVERSITÄT MIT DATEN-

QUALITÄT ZU TUN?

„KI-Systeme treffen ihre Entscheidungen

auf Basis der Daten, die für das Trainieren

und Testen der Algorithmen herangezogen

werden. Nur wenn in diesen Daten

unterschiedliche Meinungen repräsen tiert

werden, kann eine Voreingenommenheit

verhindert werden.“

FOTO:SCCH

WIE KÖNNEN MEHR FRAUEN

IHREN WEG IN DIE FORSCHUNG

FINDEN?

„Es ist wichtig, das Interesse von jungen

Frauen an MINT-Berufen zu wecken. Praktika

für Schülerinnen und Studentinnen bringen wertvolle

Einblicke in das Arbeitsumfeld. Rahmenbedingungen müssen

geschaffen werden, um Familie und Beruf optimal vereinbaren

zu können.“

FOTO: UAR

Gelebte Vielfalt in der Forschung

Das UAR Innovation Network zählt insgesamt 17 hochkarätige

Forschungszentren, die Unternehmen bei der Realisierung ihrer

Innovationsvorhaben tatkräftig unterstützen. Die Kernkompetenzen

lassen sich in drei Stärkefelder zusammenfassen – smarte

Systeme, digitale Technologien und nachhaltige Materialien.

Mehr Einblicke

in die vielfältigen

Seiten

der Forschung

unter:

uar.at/insights


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8 Eine Themenzeitung von Mediaplanet

Ein Drittel aller österreichischen Produktionsbetriebe

setzt zumindest eine digitale Lösung für Dienstleistungen ein.

Industrie 4.0 wird oft

als Grundlage für neue

produktbegleitende

Dienstleistungen und

Geschäftsmodelle

gesehen. Industrie 4.0

erlaubt es Unternehmen,

auf Basis einer Vielzahl

von neuen Daten das

Verhalten ihrer Anlagen

besser zu verstehen. Dies

ist wiederum die Voraussetzung,

um Leistungen

genauer abzurechnen

sowie neue Dienstleistungen

wie etwa die digitale

Fernwartung, datenbasierte

Dienstleistungen

oder auch völlig

neue Geschäftsmodelle

anzubieten.

Datenverarbeitung und elektronische Ausrüstung

Maschienen und Fahrzeugbau

Möbel, sonstige Waren & Instalation von Maschienen

Nahrungsmittel und Getränke

Metalherstellung und -verarbeiter

Chemie, Pharma & Kunststoff

Glas & Keramik

Holz, Papier & Druck

Textil, Bekleidung & Leder

0% 5% 10%

15% 20% 25%

Quelle: https://www.ait.ac.at/fileadmin//mc/innovation_systems/projekte/EMS/EMS_Broschuere_Web.pdf

Sponsored by COPA-DATA

Johannes

Petrowisch,

Geschäftsführer

von COPA-DATA

CEE/ME

Lesen Sie

mehr unter:

FOTO: © COPA-DATA/FUTUREWEB FOTO BY FLORIAN MITTERER

Welche Auswirkungen hat die

digitale Transformation auf Umwelt

und Nachhaltigkeit?

Wirtschaftlicher Erfolg und Nachhaltigkeit

sind für produzierende

Betriebe kein Widerspruch mehr –

nicht nur aufgrund der sozialen

Verantwortung, der jedes Unternehmen

nachkommen sollte, sondern

auch weil Kosten eingespart werden.

Die Digitalisierung ermöglicht vielfältigste

Möglichkeiten: die Erzeugung

erneuerbarer Energie am Produktionsstandort,

die signifikante Reduktion

der Verbräuche wertvoller Ressourcen

wie Strom, Wasser und Druckluft

mithilfe eines Energiedatenmanagementsystems

oder Anwendungen wie

„Paper on Glass“. Wichtige Parameter,

Kennzahlen oder Ereignisse werden

dabei digital erfasst. Das bringt eine

geringere Fehleranfälligkeit und mehr

Effizienz – und verbraucht kein Papier,

was zusätzlich die Umwelt

schont. Gleichzeitig hat die Digitalisierung

aber auch die Möglichkeit

geschaffen, flexibel und modular

zu produzieren. Anders als noch

vor 20 Jahren sieht sich die produzierende

Industrie heute mit

einer steigenden Nachfrage nach

individuellen Artikeln, kleinen

Plug & Produce:

Paradigmenwechsel in

produzierenden Betrieben

Was es damit auf sich hat und warum sich

Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg gegenseitig

fördern, erklärt Johannes Petrowisch, Geschäftsführer

von COPA-DATA CEE/ME.

Chargen sowie kürzeren Produkt- und

Innovationszyklen konfrontiert. Agile

Fertigungskonzepte und modulare

Produktionen bieten Lösungen für

diese Herausforderungen.

Wie setzt man eine modulare

Produktion um?

Man gliedert die Gesamtaufgabe in

kleine Teile: Steuerungs- und Regelungsintelligenz

werden in Module

verlagert. Diese lassen sich einfach

anordnen, hinzufügen oder entfernen.

Damit werden Produktionsanlagen

modular und können deutlich flexibler

an die aktuellen Fertigungsanforderungen

angepasst werden.

Besch rieben werden diese Module in

der Softwareplattform zenon nach

dem herstellerunabhängigen und

-übergreifenden Informationsmodell

„Module Type Package“, kurz MTP.

Integriert in einen übergeordneten

Process Orchestration Layer, werden

diese Module einfach zu einer Gesamtanlage

verschaltet, die eine

unendliche Vielfalt an neuen Orchestrierungen

ermöglicht. Man spricht

darum von „Plug & Produce“. Dieser

Paradigmenwechsel in der produzierenden

Industrie, besonders in der

Prozessindustrie, bietet weitreichende

Flexibilität und erlaubt es, Produktionskosten

um 40 Prozent zu senken und

die „Time to Market“-Zeitspanne zu

halbieren.


Eine Themenzeitung von Mediaplanet

Lesen Sie mehr unter zukunftindustrie.info 9

Wettbewerbsfähigkeit

unserer Industrie gefährdet

Steigende Energiekosten, hohe Rohstoffpreise und massive

Lieferengpässe belasten die Wettbewerbsfähigkeit unserer

Unternehmen. Negative Auswirkungen auf Investitionen

ins Kerngeschäft, aber auch in F&E sind zu befürchten.

Trotz zuletzt sehr guter Auftragsbestände

sieht sich die

österreichische Elektro- und

Elektronikindustrie mit enormen

Herausforderungen konfrontiert.

Nicht zuletzt aufgrund der Preisexplosion

im Energiebereich ist nicht nur

die internationale Wettbewerbsfähigkeit

gefährdet, wir befürchten auch

Standortverlagerungen ins Ausland

und einen Rückgang der Investitionen

in F&E. Massive Lieferengpässe,

fehlende Ressourcen, stark gestiegene

Rohstoffpreise, Fachkräftemangel, die

Preisexplosion im Energiebereich, eine

hohe Inflation und jetzt auch noch der

Krieg Russlands gegen die Ukraine – all

das sind Störfaktoren, die den Unternehmen

der EEI eine instabile Situation

bescheren und unsere Branche belasten.

Aktuell sind wir zwar gut unterwegs,

aber noch nicht ganz auf dem

Vorkrisenniveau von 2019. Kostenseitig

ist die Branche einem enormen Druck

ausgesetzt, ein Ende ist vorläufig nicht

absehbar.

Gut fürs Klima, aber schlecht

für den Wirtschaftsstandort

Laut einer Umfrage der WKO unter rund

1.000 Mitgliedern sehen 83 Prozent der

befragten Unternehmen den Anstieg

der Energiekosten als „problematisch“

an. Die hohen Energiepreise verteuern

die Herstellungskosten, zusätzlich zu

den ebenfalls stark gestiegenen

Rohstoffpreisen. Das belastet die

Wettbewerbsfähigkeit. 75 Prozent der

Unternehmen wollen angesichts der

jüngsten Entwicklungen nun verstärkt

in Energieeffizienz investieren,

50 Prozent ihre Eigenversorgung mit

Energie ausbauen. Der Haken dabei:

Diese Investitionen gehen zulasten

jener in Forschung und Entwicklung, so

die WKO-Umfrageergebnisse. Das ist

zwar langfristig gut fürs Klima, aber

schlecht für den Wirtschaftsstandort

Österreich. Industriebetriebe könnten

ins Ausland abwandern und viele

Arbeitsplätze verloren gehen. Im

Namen des FEEI fordere ich daher von

der Politik Maßnahmen zur Entlastung

der heimischen Industrie. Es braucht

einen Verzicht auf zusätzliche

Belastungen, Technologieoffenheit

statt Technologieverbote und die

Absicherung der Versorgungssicherheit

durch einen raschen Ausbau

erneuerbarer Stromerzeugung. Um im

internationalen Wettbewerb nicht ins

Hintertreffen zu geraten, müssen wir

auf Kooperation und auf gleiche

Regeln für alle setzen – beispielsweise

mit einer einheitlichen, verbindlichen

CO 2

-Bepreisung und mit schnelleren

Genehmigungsverfahren.

FOTO: APA/LUDWIG SCHEDL

Marion Mitsch

Geschäftsführerin

des Fachverbands

der Elektro- und

Elektronikindustrie

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Nachhaltige Produktentwicklung –

unabhängig von Lieferengpässen

Das Thema Nachhaltigkeit ist im

Topmanagement angekommen

und beschäftigt produzierende

Unternehmen immer mehr.

Die Herstellerkostenoptimierung durch

Re-Engineering ist seit Langem ein

zentraler Ausgangspunkt, um Produkte

zu verbessern. Dabei geht es darum,

jede Komponente eines Produkts zu

durchleuchten und kritisch zu hinterfragen,

wie die Funktionalität gesteigert

werden kann – oder deren ökologischer

Fußabdruck verbessert.

Lösung für fragile Lieferketten

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass

die globale Vernetzung der Lieferketten

gegen Schwachstellen nicht gefeit

ist. Robert Sorschag, Senior Business

Solution Manager bei Zühlke Österreich:

„Wir begleiten Kunden schon lange in

diesem Bereich, die Lieferkettenproblematik

der letzten Jahre hat das Thema

nochmals viel stärker in den Fokus

gerückt. Besonders wenn bestimmte

Bauteile fehlen, müssen auch bestehende

mechanische und elektronische Produkte

schnell angepasst werden.“ Gute Re-

Engineering-Prozesse können somit auch

die Resilienzfähigkeit von Unternehmen

stärken.

SMART neu gedacht

Smart im heutigen Begriffsverständnis

steht oft für eine Vernetzung von Geräten,

kann aber auch die schnelle Anpassungsfähigkeit

an neue Gegebenheiten

bedeuten. Re-Engineering leistet einen

Beitrag zum Thema nachhaltiges

Wirtschaften. Beim Neuaufrollen von

Bauplänen, Software und Designs werden

unter anderem Materialvergleiche

durchgeführt und bestehende mit

besseren, zum Beispiel nachhaltigeren

Optionen verglichen. Produktverbesserungen

können neue Möglichkeiten eröffnen.

Andreas Pfleger, Industrial Innovation

Manager bei Zühlke Österreich: „Im

Grunde ist Re-Engineering inkrementelle

Innovation, also eine Weiterentwicklung

innerhalb des Unternehmens.“ Kunden

kennen ihre Prozesse und Produkte sehr

gut, aber Einblicke von außen können

neue Perspektiven bieten. „Neue Mechanismen

im Bereich der Entwicklung in

bestehende Unternehmen zu integrieren,

ist auch uns ein großes Anliegen. Sehr oft

sehen wir, dass die Produkte am Markt

zwar gut etabliert sind, aber Prozesse oft

intern nicht mehr weiterentwickelt

wurden.“ Gerade hier liegt viel Potenzial,

um Produkte wie auch Unternehmen

smart(er) an neue Herausforderungen

anzupassen.

FOTO: ZÜHLKE

Andreas Pfleger

Industrial Innovation

Manager bei Zühlke

Österreich

FOTO: ZÜHLKE

Robert Sorschag

Senior Business

Solution Manager

bei Zühlke

Österreich

Lesen Sie mehr unter:

zuehlke.com/de/nachhaltige-produktentwicklung


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10 Eine Themenzeitung von Mediaplanet

Effizienz als

Wettbewerbsfaktor

Dipl. iur.

Sabine Hesse

Geschäftsführerin

Fachverband

Metalltechnische

Industrie

FOTO: FMTI

Effiziente Produktion ist im ureigensten

Interesse jedes Unternehmens. Der

Kreativität sind hier Grenzen nur durch

Regelungen gesetzt, deren Ziel die

Steigerung der Effizienz ist.

Nicht erst seit die Energiepreise sich

auf unvergleichbaren Höhenflügen

befinden und die durch COVID ausgelöste

Lieferkettenproblematik die

Wichtigkeit der Verfügbarkeit von Rohstoffen für

die Produktion für viele Unternehmen schmerzhaft

in den Fokus gerückt hat, sind Energie- und

Ressourceneffizienz in der Produktion Topthema.

Rohstoffverfügbarkeit und Preis sind entscheidend

für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der

heimischen Industrie und den Standort Österreich

– insbesondere in einem Land, das über

wenig Rohstoffe für die Industrieproduktion

verfügt, gleichzeitig aber mit hohen Arbeitskosten

konfrontiert ist.

Energie- und Ressourceneffizienz sind das Gebot

der Stunde. Um energieeffizient und ressourcenschonend

zu produzieren, braucht es immer

wieder neue Ideen und deren konzeptionelle

Umsetzung. Die Unternehmen sind hier gefragt,

immer weiter out of the Box zu denken. Das geht

weit über Themen wie optimale Material- und

Energienutzung, Predictive Maintenance oder

Substitution von energie- und materialintensiven

Produkten hinaus.

Wenngleich das Thema Effizienz in der Metalltechnischen

Industrie schon lange im Fokus

der Unternehmen steht, häufen sich aktuell die

Faktoren, die ein Handeln zwingend erforderlich

machen. Dazu gehören diverse Initiativen

der Europäischen Kommission, allen voran die

verschiedenen Dossiers des European Green Deal,

das Paris Agreement und Initiativen im Bereich

Circular Economy. Auch auf nationaler Ebene

stehen Einsparverpflichtungen im Raum – teilweise

inkohärent mit europäischen Regelungen.

Gleichzeitig hat die Europäische Kommission mit

den diversen sogenannten Footprints ein neues

Lieblingsspielfeld entdeckt, welches Unternehmen

zu zwingenden Material- und Produktionsvorgaben

führen kann.

Entscheidend ist und bleibt, dass die Unternehmen

ausreichend Spielraum haben, um die für sie –

im Sinne von Ressourcen- und Energieeffizienz –

beste Lösung zu finden. Hier helfen die Sandboxsysteme,

die es Unternehmen ermöglichen, auch

bei konkreten Einsparungsvorgaben auszuprobieren,

wie neue Systeme funktionieren können.

Die Zusammenarbeit verschiedener Branchen und

die entsprechenden Unterstützungen im

Forschungsbereich sind hier das Vehikel, um

wirklich etwas zu erreichen – und Ge- und Verbote

in unternehmerische Erfolge zu verwandeln.

Führen von Experten und

Spezialisten

05.04.2022

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www.weka-akademie.at/

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Arbeitsrecht für Führungskräfte

21.04.2022

Online

www.weka-akademie.at/

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Bilanz & Jahresabschluss

verstehen und interpretieren

26.04.2022

Online

www.weka-akademie.at/

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Konfliktmanagement für

Führungskräfte

03.05.2022

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www.weka-akademie.at/

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Update Datenschutzrecht

11.05.2022

Online

www.weka-akademie.at/onlineseminar-update-datenschutzrecht/

Führen mit Zahlen

17.05.2022

Online

www.weka-akademie.at/onlineseminar-fuhren-mit-zahlen/

Entscheidungen schnell und sicher

treffen

18.05.2022

Vienna Hilton Plaza

www.weka-akademie.at/entscheidungenschnell-und-sicher-treffen/

Arbeitsrecht für Führungskräfte

01.06.2022

Vienna Hilton Plaza

www.weka-akademie.at/

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Rechtliche Risiken vermeiden in

der IT-Abteilung

29.06.2022

Vienna Hilton Plaza

www.weka-akademie.at/risikenvermeiden-in-der-it-abteilung/

Rechtskonformer Umgang mit

dem Betriebsrat

28.06.2022

Online

www.weka-akademie.at/onlineseminar-rechtskonformerumgang-mit-dem-betriebsrat/


Eine Themenzeitung von Mediaplanet

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11

Robotik in

der Logistik

Warum der Einsatz von kollaborativen Robotern

die Logistik nachhaltig verändern wird und wie

dadurch nicht nur Großkonzerne ihre Produktivität

immens steigern können.

Vor etwas mehr als

100 Jahren erfand der

Amerikaner Eugene

Bradley Clark den Gabelstapler

und erweiterte damit die

Logistik um eine weitere Dimension.

Fortan war es möglich,

Behälter zu stapeln und die

vorhandene Ware um ein Vielfaches

effizienter zu lagern. Dafür

wurde Clark 2007 in die Logistics

Hall of Fame aufgenommen.

Einige Expert:innen gehen nun

von einer ähnlich bahnbrechenden

Revolution in der Logistik aus, die

sich bereits vor unseren Augen

abspielt: der Einzug einer neuen

Art von Automatisierung – flexibler,

intelligenter, vernetzter und

vielfältiger als alles bisher Bekannte.

Kollaborative Roboter in verschiedensten

Ausführungsformen

kommen auf den Markt.

Autonomous Mobile Robots

(AMRs) ersetzen zunehmend

manuelle Transporte und bewegen

die Ware von A nach B ohne

zusätzliche Infrastruktur in den

Hallen. Im Wareneingang werden

Paletten durch Roboter depalettiert,

im Leergutbereich werden

Behälter gestapelt und Pickroboter

erstellen Sets mit Bauteilen. In

manchen Prozessen geht es um die

Vermeidung von Fehlern, wie im

Bereich der Carsetbildung, und

anderorts geht es tatsächlich

schlicht um die Abmilderung eines

akuten Arbeitskräftemangels. Meist

jedoch steht die Steigerung der

Profitabilität durch den Einsatz von

Robotern im Vordergrund. Und

hier eignet sich die Logistik

hervorragend, denn keine Kundin

und kein Kunde ist letztlich bereit,

für innerbetrieblichen

Materialtransport zu bezahlen. So

ist es auch wenig verwunderlich,

dass die Wachstumsraten von

AMRs bei circa 30 Prozent pro Jahr

liegen und sich die Meldungen

neuer Robotics-Start-ups oder von

Firmenübernahmen durch

etablierte Player derzeit geradezu

überschlagen. Aus technologischer

Sicht gibt es zahlreiche Gründe,

warum dieser Boom in den letzten

Jahren zunehmend an Fahrt

aufgenommen hat: zum einen die

weitere Zunahme der Rechenleistung,

die nun auch den sinnvollen

Einsatz von neuronalen Netzen

erlaubt, zum anderen verbesserte

Sensorik und ausgereiftere

Algorithmen sowie Software-

Frameworks. Doch wie sollte man

starten? Am besten mit der

Einführung eines einfachen AMR

für Transporte in der Halle, um

danach die Anzahl der Roboter, in

Zusammenarbeit mit den Mitarbeiter:innen,

weiter zu skalieren.

Denn das ist ja schließlich der große

Vorteil: Menschen und Roboter

können nun endlich Hand in Hand

arbeiten und sich ergänzen!

FOTO: I2MARKET GMBH

Marco Prüglmeier

Founder & CEO

i2market GmbH

und Founder & CEO

NOYES Technologies

GmbH

Buchtipp:

Innovation in der Logistik

FOTO: ZVG

Effizientes Lagermanagement in

der Praxis

04.04–06.04.2022

www.imh.at/lagermanagement

Personaleinsatz in der

Produktion flexibilisieren

06.04.–07.04.2022

www.imh.at/schichtplanung

Erfolgsfaktor Einkauf

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Ab 8. April 2022, 10:00–11:00 Uhr

12 Termine – Einstieg jederzeit

möglich

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Qualitätsmanagement

26.04.–27.04.2022

www.imh.at/qualitaet

Lehrgang Zertifizierter

Produktionsleiter

02.05.–05.05.2022

www.imh.at/produktionsleiter

Lehrlinge verstehen, führen &

motivieren

11.05.–12.05.2022

www.imh.at/lehrlinge

F&E-Verträge

16.05.–17.05.2022

www.imh.at/forschung-vertrag

Auftragsschwankungen im Griff

30.05.–31.05.2022

www.imh.at/produktion

4. Jahresforum

Pulverbeschichtung

21.06.–22.06.2022

www.imh.at/pulver

Der Weg zum nachhaltigen

Produktionscontrolling

28.06.–29.06.2022

www.imh.at/produktionscontrolling


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12 Eine Themenzeitung von Mediaplanet

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Wolfgang

Kienreich

Director for Business

and Markets,

Know-Center GmbH

Thomas Lutzky

Geschäftsführer

Phoenix Contact

Andreas Chromy

Managing Director

CEE Murrelektronik

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Mit künstlicher Intelligenz zum

datengetriebenen Produktionsökosystem

Wir entwickeln am Know-

Center neue Verfahren, die

eine sichere gemeinsame

Nutzung vertraulicher Daten ermöglichen

werden. Mit homomorpher

Verschlüsselung können verschlüsselte

Daten analysiert werden, ohne sie zu

entschlüsseln. KI-Systeme können

dadurch mit großen Datenmengen aus

unterschiedlichen Quellen trainiert

werden, ohne die individuellen Daten

zu veröffentlichen. Unsere Forschung

ist so weit fortgeschritten, dass erste

Unternehmen sich durch den

Die zunehmende Vernetzung

von Maschinen in Produktionsnetzwerken

bringt große

Vorteile, macht sie aber auch angreifbarer.

Systemversagen, Sabotage oder

Datenverlust können große Schäden

verursachen. Daher ist die Vermeidung

solcher Ausfälle essenziell.

Bestmöglichen Schutz vor Sicherheitslücken

auf der OT-Ebene bieten

die bewährten Phoenix Contact

mGuard Security Appliances für

sichere Fernwartung über öffentliche

Netze oder sichere Zugriffe durch

Servicemitarbeiter.

Ergänzende Dienstleistungen

Der digitale Wandel und steigende

Anforderungen an die

Produktion sind heute keine

Nischenerscheinungen mehr. Die

gesamte Produktionskette von der

Entwicklung bis zum lieferfähigen

Produkt und der anschließenden

Supply Chain lässt sich in Echtzeit

nachverfolgen. Murrelektronik

präsentiert mit Vario-X, einer

modularen und hochflexiblen

Automatisierungsplattform, die

Antwort! Sämtliche Automatisierungsfunktionen

lassen sich

frühzeitigen Einsatz einen Technologievorsprung

sichern. Doch das

Potenzial der neuen Methoden

erschließt sich erst in der Kooperation

zwischen Unternehmen in einem

größer gedachten, wirtschaftlichen

Ökosystem. Gemeinsam mit dem

ACstyria Mobilitätscluster haben wir

die „Modellregion Steiermark –

Datengetriebenes Ökosystem für die

Automotive Produktion“ initiiert.

Unser Ziel ist, Lieferketten in der

Automobilbranche und darüber hinaus

profitabler, resilienter und

Effektiver Schutz vor Cyber Angriffen

unterstützen Anwender ganz wesentlich:

Zur Absicherung industrieller

Netzwerke beraten und unterstützen

wir von der Konzeption detaillierter

OT-Security-Konzepte bis hin zur

Inbetriebnahme.

In unterschiedlichen Schulungsformaten

mit – auf Wunsch –

anschließender TÜV-Prüfung

vermitteln wir Einsteiger:innen und

Spezialist:innen die Grundlagen zur

Analyse von potenziellen Cyber-

Security-Schwachstellen wie auch

Referenzmodelle zur Umsetzung

von sicheren Netzen in der industriellen

Automatisierungs- und

Vario-X

Die Tage des Schaltschranks sind gezählt

erstmals komplett dezentral, also

ohne Schaltschrankarchitektur, realisieren.

Vario-X bringt Sensorik und

Aktorik ins direkte Maschinenumfeld

und sorgt bei der nahtlosen Integration

von dezentralen Servoantrieben

für ein zuverlässiges Spannungs-,

Signal- und Datenmanagement.

Eine mit Vario-X automatisierte

Anlage hat von Anfang an einen

digitalen Zwilling, der alle Konfigurationen

und räumlichen Gegebenheiten

einer Anlage aufnimmt und sich

perfekt in seine zukünftige Umwelt

nachhaltiger zu machen. Mitgliedsunternehmen

entwickeln gemeinsam

Anwendungsfälle, die das enorme

Potenzial des Konzeptes demonstrieren:

Im Rahmen einer Ursprungskennzeichnung

soll eine lieferkettenübergreifende

Berechnung von

Konformitäts- und Nachhaltigkeitsparametern,

wie etwa dem CO 2

-Fußabdruck,

erfolgen. Unternehmensübergreifende

Absatzprognosen sollen

eine globale Optimierung von Produktion

und Transport im wirtschaftlichen

Ökosystem ermöglichen.

Steuerungstechnik auf Basis der

IEC 62443.

Ein weiterer Ansatz ist die Anomalieerkennung

im Netzwerk mittels

IRMA, denn ungewöhnlich ist

verdächtig. Sie basiert auf einer

gehärteten Linux-Anwendung, die

auf einem Industrie-PC geliefert

wird. Zur Integration der Lösung

muss der laufende Betrieb der Anlage

nicht unterbrochen werden. Ein

Mirror- oder SPAN-Port am zentralen

Netzwerk-Switch genügt, damit sie

ohne Konfigurationsaufwand

einsatzbereit ist.

einfügt. Die digitale Anlage kann per

Augmented Reality auf dem Handy/

Tablet direkt in die spätere Produktionshalle

„gestellt“ werden, damit

alle Bewegungsabläufe in Funktion

vorab virtuell betrachtet werden

können. Durch dieses bewegliche

Eins-zu-eins-Abbild der realen

Anlagen werden Kosten und Zeit bei

Planung, Installation, Betrieb und

Service gespart. Dezentrale Automatisierung

in einem modular aufgebauten

System macht Anlagen fit für

die Zukunft.


Eine Themenzeitung von Mediaplanet

Lesen Sie mehr unter zukunftindustrie.info 13

Während sich die Digitalisierung seit ihrem Ursprung stets verändert und weiter ent wickelt

hat, ist eines jedoch immer gleich geblieben: dass sie unterschätzt wird!

Es gibt keinen Grund, weshalb

jeder einen Computer zu Hause

haben sollte.

Ken Olsen,

Gründer von DEC,

im Jahr 1977

Ich denke, dass es weltweit

einen Markt für vielleicht fünf

Computer gibt.

Thomas Watson,

Chairman von IBM,

im Jahr 1943

Jedoch lassen sich Vordenker nicht von ihrem Weg abbringen, die Digitalisierung voranzubringen.

Die Digitalisierung geht nicht „vorbei“, sie

ist nicht irgendein technologischer Trend.

Vorbeigehen wird höchstens der Gedanke

daran, dass sie vorbeigeht.

Michael Pachmajer,

Co-Founder d.quarks

Es ist nicht die stärkste Spezies, die

überlebt, auch nicht die intelligenteste,

es ist diejenige, die sich am ehesten

dem Wandel anpassen kann.

Charles Darwin,

britischer Naturforscher

Quelle: https://www.studihub.de/digitalisierung-die-besten-30-zitate-und-sprueche/

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14 Eine Themenzeitung von Mediaplanet

EVENTS

FOTO: MARKUS SPISKE

Open-Source-Software

Der Innovationsbeschleuniger

auch in der Produktion!

Prof. Alois Zoitl

Stv. Leiter LIT CPS

Lab, JKU

FOTO: WIESMAYR/LIT CPS LAB

Software ist aus keinem Bereich mehr wegzudenken –

auch nicht aus der Produktion. Sie hat alle Ebenen

der Produktion, vom Sensor bis zur Warenwirtschaft,

durchdrungen und ist ein wesentlicher Funktionsund

Innovationstreiber.

Dieser massive Softwareeinsatz

stellt

jedoch produzierende

Unternehmen vor große

Herausforderungen. Er geht mit

einem hohen Entwicklungs- und

Wartungsaufwand einher, obwohl

das Kerngeschäft dieser Unternehmen

die Produktion ist, nicht die

Softwareentwicklung. Unter diesen

Rahmenbedingungen konnte sich

bisher Open-Source-Software im

kommerziellen Umfeld am besten

behaupten. Die Kernidee von

Open-Source-Software ist, dass

diese allen Nutzer:innen kostenfrei

und auch in Quellenform

unter einer Open-Source-Lizenz

zugänglich gemacht wird. Diese

Lizenz definiert, unter welchen

Bedingungen Open-Source-Software

erweitert, verändert und mit

eigener kommerzieller Software

genutzt werden darf. Vor allem

der Entfall der Lizenzkosten

erscheint sehr attraktiv und zieht

Nutzer:innen an. Aber gerade

im betrieblichen Umfeld wäre

das alleine zu kurz gedacht. Die

letzten Jahre haben klar gezeigt,

dass Innovationen im Bereich

Software größtenteils über Open-

Source-Software in die Breite

getragen wurden. Dies trifft auch

auf Software innovationen in der

Produktion zu. Weitere wichtige

Eigenschaften von Open-Source-

Software, gerade in der Produktion,

sind die Unterstützung und Bereitstellung

offener Standards sowie

die Unabhängigkeit von Lieferanten

(Vermeidung von Vendor-Lockins).

Außerdem lassen sich oft

leichter sowohl Entwickler:innen

als auch externe Berater:innen

finden.

Eine weitere oft genannte Eigenschaft

von Open-Source-Projekten

ist der transparente und offene

Umgang mit Fehlern. Dies ist insbesondere

für das immer wichtiger

werdende Thema Cybersecurity

ein ausschlaggebender Faktor.

Auch wenn Open-Source-Software

hier in den letzten Monaten mit

Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam

machte, kann klar belegt

werden, dass bei Open-Source-

Software Sicherheitsprobleme

klarer kommuniziert und rascher

repariert werden.

Zusammenfassend kann gesagt

werden, dass beim Einsatz von

Open-Source-Software die Vorteile

gerade für produzierende Unternehmen

klar überwiegen.


Eine Themenzeitung von Mediaplanet

Lesen Sie mehr unter zukunftindustrie.info 15

Das Internet der Produkte

und Produktionssysteme

Das Internet der Dinge vernetzt Maschinen, Werkzeuge,

Menschen, Roboter und Produkte in der Smart Factory

und muss dafür absolut verlässlich funktionieren.

Das Internet der Dinge (IoT)

bettet mit Sensoren ausgestattete

Minicomputer in

physische Objekte ein und

verbindet diese drahtlos im Internet.

Dadurch kann der Zustand der Objekte

in Echtzeit erfasst, verarbeitet und zu

deren Überwachung und Steuerung

verwendet werden. Gerade in Smart

Factories spielt das IoT eine bedeutende

Rolle bei der Vernetzung von

intelligenten Werkzeugen, Maschinen,

Robotern, Menschen, Produkten

und deren Komponenten. Vernetzte

Roboterteams, intelligente Werkzeuge,

die den Bediener auf Fehler hinweisen,

Head-Mounted Displays, die Produktionsdaten

visualisieren, Predictive

Maintenance, um Ausfälle von

Maschinen anhand von Sensordaten

vorherzusagen, oder drahtlose Funkortung

von Kleinteilen sind nur einige

der zahlreichen Anwendungen.

Gerade in Smart Factories ist die Verlässlichkeit

des IoT von grundlegender

Bedeutung, um Ausschuss, Ausfälle

und Verletzungen zu vermeiden. Metallische

Objekte und elektromagnetische

Störeinflüsse beeinträchtigen die drahtlose

Kommunikation. Vibrationen,

Hitze, Feuchtigkeit und Schmutz

führen leicht zu Ausfällen von Computern

und Sensoren. Auch das komplexe

dynamische Zusammenspiel der

zahllosen eingebetteten Computer im

IoT kann Fehler auslösen. Wir müssen

daher garantieren, dass das IoT unter

allen Umständen korrekt funktioniert.

Im Leitprojekt „Verlässlichkeit im IoT“

an der TU Graz beschäftigt sich ein

Team von 40 Forscher:innen seit sechs

Jahren mit dieser Herausforderung. Ein

Thema ist dabei die verlässliche

zentimetergenaue Funkortung von

Objekten. Während Reflexionen von

Funkwellen durch metallische Objekte

die Funkortung normalerweise stören,

haben wir ein Verfahren entwickelt, das

von diesen Reflexionen profitiert. Ein

zweiter Themenkomplex ist der

Korrektheitsbeweis von IoT-Systemen

mittels mathematischer Beschreibungen

dieser Systeme. Ein großes

praktisches Hindernis ist dabei die

manuelle Erstellung dieser mathematischen

Beschreibungen. Wir haben ein

neuartiges Verfahren entwickelt, wie

diese automatisch gelernt werden

können. Ein dritter Themenbereich ist

die vernetzte Regelung, beispielsweise

von Robotern, die im Team an einer

gemeinsamen Aufgabe arbeiten und via

IoT Steuerkommandos austauschen.

Wir haben ein Verfahren für die

vernetzte Regelung entwickelt, das trotz

Verzögerungen und Verlusten bei der

Übertragung von Steuerdaten im IoT

verlässlich arbeitet.

FOTO: LUNGHAMMER / TU GRAZ

Prof. Kay Römer

erforscht mit seinem

Team an der

TU Graz wie das

Internet der Dinge

hochgradig verlässlich

gemacht

werden kann.

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Sind Sie Problemlöser:in für die

produzierende Industrie und bringen

Unternehmen in die „smarte” Zukunft?

Ja

Nein

Digitalisierung wird in unserem Unternehmen nicht nur umgesetzt,

sondern auch gelebt.

Unser Unternehmen kann beim Umschwung auf eine Smart

Factory unterstützen.

Wir helfen dabei, andere Unternehmen effizienter zu machen und

ihre Ressourcen besser einzuteilen.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Wettbewerbsfähigkeit

bei produzierenden Unternehmen zu stärken.

Unser Unternehmen will direkt an die produzierende Industrie in

Österreich kommunizieren.

Sie konnten zwei oder mehr Fragen mit Ja beantworten?

Dann werden auch Sie Teil dieser halbjährlich erscheinenden Kampagne!

Melden Sie sich bei Anna Deisenhammer (anna.deisenhammer@mediaplanet.com)

und vereinbaren Sie ein persönliches Gespräch.

Lesen Sie mehr unter: zukunftindustrie.info

FOTO: SHUTTERSTOCK

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