05.04.2022 Aufrufe

40plus Frühjahr 2022

40plus ist das Magazin für jeden, der aus dem immerwährenden Kreis ausbrechen möchte und mit einem lauten „JA!“ seiner Zukunft entgegenläuft. Don’t wish it, do it!

40plus ist das Magazin für jeden, der aus dem immerwährenden Kreis ausbrechen möchte und mit einem lauten „JA!“ seiner Zukunft entgegenläuft. Don’t wish it, do it!

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• Restaurant-Gutscheine - S. 46 •<br />

Mit Zuversicht in die Zukunft.<br />

AUSGABE FRÜHJAHR <strong>2022</strong><br />

<strong>40plus</strong> ist das Magazin für<br />

jeden, der aus dem immerwährenden<br />

Kreis ausbrechen möchte und mit<br />

einem lauten „JA!“ seiner Zukunft<br />

entgegenläuft. Don’t wish it, do it!<br />

05 Wasser, was sonst? 08 Der Marathonmann geht thermen. 10 Gin bleibt<br />

in. 12 Bier, aber richtig nachhaltig. 14 Opulente Fastenspeisen im Genusstheater.<br />

17 Das andere Fleisch. 22 Abstinenz, gelegentlich wichtig. 25 Heizen<br />

mit Herz. 31 Der LH hat es gerne süß. 34 <strong>40plus</strong> Talk: Nachdenken über die<br />

Zukunft 49 20 Jahre Emotionen. 54 Triest ist eine Ankunft wert.<br />

<strong>Frühjahr</strong> <strong>2022</strong><br />

Gewinn mit<br />

<strong>40plus</strong>!<br />

Gin - S. 10 • Hotel-Gutschein - S. 47 • Thermenbesuche - S. 8<br />

Lösungen in Sicht?


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DAS SOLLTE MAN ERLEBT HABEN!


40PLUS | N°1 <strong>2022</strong> 03<br />

Mach mit<br />

& gewinn'<br />

den Gin!<br />

© ACIB GMBH<br />

© GERHARD KROELL<br />

17 Fleisch aus dem<br />

Reagenzglas?<br />

10 Gib dem Leben<br />

einen Gin.<br />

54 Auf nach<br />

Trieste!<br />

04 Editorial.<br />

05 Lebenslang Wasser!<br />

07 Italy today - Brigante sperrt auf!<br />

08 Die Therme des Lebens!<br />

10 Gib dem Leben einen Gin.<br />

12 Nachhaltiger Biergenuss.<br />

14 Schlemmen wie<br />

Götter in Straden.<br />

16 Der Verpackungskünstler.<br />

17 Fleisch aus dem Reagenzglas?<br />

22 30 Tage alkoholfrei.<br />

25 Heizen mit Herz.<br />

28 Vorsorgen mit Premium Pellets.<br />

29 Private Banking mit der RLB.<br />

30 Vom Ottitsch!<br />

31 Süßes mit dem LH.<br />

34 Let's talk about Zukunft!<br />

38 Wo Wohnen Freude macht.<br />

40 Weniger Strom und mehr Spaß!<br />

42 Neue Fliesen für den Frühling.<br />

43 Die Welt von Montblanc.<br />

44 Kinder kriegen leicht gemacht!<br />

46 Lokale zum Hungrig werden.<br />

47 Golden Hills, wo sonst?<br />

48 Innovationspreis jetzt!<br />

49 20 Jahre Emotionen.<br />

52 Die neue<br />

Mitarbeitergewinnbeteiligung.<br />

53 Abschlag in die Golfsaison <strong>2022</strong>!<br />

54 Auf nach Trieste!


04 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

Zurück in die<br />

Zukunft?<br />

Seit der Jahrtausendwende läuft das Werkl nicht mehr<br />

so richtig rund, das gipfelte 2008 in der Weltwirtschaftskrise<br />

und das derzeit grassierende Virus setzt unserer Zeit tatsächliche seine<br />

Krone auf, hätte man meinen können, wenn nicht Wladimir Putin einen<br />

Auszucker bekommen hätte und die Ukraine in Schutt und Asche<br />

legte und auf Teufel komm raus die vorgestrige Ordnung von<br />

Europa wiederherstellen will.<br />

Da darf man sich fragen, was der vor kurzem verstorbene ORF-Journalist<br />

Hugo Portisch zu dem Dilemma gesagt hätte. Erstens hätte er<br />

wahrscheinlich einmal die Ereignisse abgewartet, um nicht voreilig<br />

falsche Schlüsse zu ziehen und dann hätte er, glaube ich, einleitend<br />

gesagt, dass die Neuordnung nach WK 2 und auch die nach dem Ende<br />

des Kalten Krieges, kein Land in Europa wirklich am Hungertuch nagen<br />

hat lassen. Jeder bekam etwas ab.<br />

Europa ist in den letzten 75 Jahren reicher und nicht ärmer geworden.<br />

Ein wesentlicher Punkt, der den Fortschritt und so auch den Reichtum<br />

garantierte, war immer die Forschung und damit einhergehend möglichst<br />

liberale Systeme, in denen sich die Bürger entfalten können.<br />

Diese Systeme werden sich auch über aktuelle tyrannische Ansinnen<br />

zu behaupten wissen.<br />

Unser Magazin <strong>40plus</strong> bemüht sich ein Teil des Fortschritts zu sein<br />

und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Gerade wir, Bewohner<br />

der Industrieländer, die zum Glück auch noch starke Wohlfühlmomente<br />

erleben dürfen und denen der nachhaltige Genuss noch<br />

nicht verwehrt bleibt, haben die Verantwortung die Dinge zu<br />

hinterfragen und unsere Verhaltensmuster den neuen Gegebenheiten<br />

anzupassen, damit wir das Staffelholz an die nächsten<br />

Generationen mit gutem Gewissen übergeben können. Schauen<br />

wir was die Zukunft bringt, dieses <strong>40plus</strong> setzt sich mit<br />

Visionen, Strategien und Lösungen auseinander. Ein „Zurück<br />

in​ die Zukunft“ wird es nicht spielen.<br />

Schön, dass Sie dabei sind!<br />

Martin G. Wanko, Chefredakteur<br />

Medieninhaber und Herausgeber: Madison Werbeagentur Marketing- und Werbeberatungs-GmbH, Stiftingtalstraße 60, 8010 Graz, www.madison.at Herausgeber: Martin<br />

G. Wanko und Gerhard Kroell. Herstellungsort: Walstead NP Druck GmbH, Gutenbergstraße 12, 3100 St. Pölten, walstead-npdruck.com. Entwicklung und Konzept: Madison<br />

Werbeagentur GmbH und Martin G. Wanko. Editorial Design & Cover: Ewald Domitner. Chefredaktion: Martin G. Wanko. Redaktion: Julia Strempfl, Martin G. Wanko.<br />

Autoren: Martin G. Wanko, Julia Strempfl. Gastbeiträge: Claudia Piller-Kornherr, Georges Desrues, Petra Schachner-Kröll. Fotos: Die Bildhinweise befinden sich direkt beim<br />

jeweilig verwendeten Foto. Entgeltliche Beiträge sind gem. § 26 MedienG als „entgeltliche Einschaltung“ gekennzeichnet. Ein Hinweis vorab: Aus Gründen der besseren<br />

Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachform verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für beiderlei<br />

Geschlechter.


40PLUS | N°1 <strong>2022</strong> 05<br />

Steirisches Wasser<br />

forever!<br />

Unser Wasser ist top. Es ist mit allen Qualitätskontrollen ein<br />

High-End Produkt aus der Natur, das nicht nur Lebenselixier ist,<br />

sondern absolut glücklich macht. Ein Gespräch mit Landesrat<br />

Hans Seitinger, zuständig für Landwirtschaft, Nachhaltigkeit<br />

und Ressourcenwirtschaft, schafft Einsicht.<br />

Text & Gespräch: Martin G. Wanko<br />

Es ist echt simpel: Wasser kommt mit dem Regen, wird<br />

zu Grund- und Quellwasser und daraus speist sich<br />

unser Trinkwasser. Durchaus eine harte Währung<br />

in Zeiten, wo alles ein bisschen schwieriger wird.<br />

Die Sommer werden immer mehr von Dürreperioden<br />

heimgesucht und vor allem die Süd- und Oststeiermark<br />

müssen oftmals eine halbe Ewigkeit auf Niederschlag<br />

warten.<br />

© STEIERMARK.AT/STREIBL<br />

Letzten Sommer hat uns das Tief Manfred „gerettet“.<br />

So ist die Frage an Landesrat Seitinger naheliegend,<br />

ob unsere Wasserversorgung grundsätzlich gesichert<br />

ist: „Wir haben in den vergangenen Jahren massiv in das<br />

Wassernetzwerk Steiermark und auch in den innersteirischen<br />

Wasserausgleich investiert. Damit können wir bei<br />

Bedarf Wasser aus dem wasserreichen Norden über Graz<br />

direkt dorthin befördern, wo es gerade am dringendsten<br />

benötigt wird.“<br />

Der tägliche durchschnittliche Bedarf macht 140 l pro<br />

Steirer*in aus. Als bestkontrolliertes Lebensmittel ist


06 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

Landesrat Hans Seitinger<br />

Wasser das elementare High-End Produkt aus der Natur.<br />

Es fühlt sich gut an, dass wir in der Steiermark fast<br />

100 % unseres Trinkwasserbedarfs aus hochqualitativem<br />

Grund- und Quellwasser beziehen. Von so einer<br />

Situation können die südlichen Länder nur träumen.<br />

Qualitätskontrolle, Speicher, Verteiler, Wasserhahn,<br />

diese Kette muss top funktionieren! Die Daten sind<br />

abrufbar und garantieren eine Qualitätssicherung des<br />

Wassers. Sie werden im Idealfall mit einem steirischen<br />

Gütesiegel ausgezeichnet. „Das Glück ausreichende Wasservorräte<br />

zu haben ist zu wenig, man muss auch viel tun,<br />

um sie abzusichern. Mit der Verleihung des Gütesiegels für<br />

ausgezeichnete steirische Wasserversorger, wollen wir die<br />

hohe Qualität unseres Wassers hervorheben und vor allem<br />

die unverzichtbare Arbeit der Versorgungsbetriebe würdigen“,<br />

so Landesrat Seitinger.<br />

Aber trotzdem: Der immerwährende Kreislauf bedeutet<br />

auch eine immerwährende Pflege des Netzwerks<br />

und einen Blick auf den Klimawandel, damit es heißen<br />

kann: H 2<br />

O forever. „In der Steiermark werden jedes Jahr<br />

rund 50 Millionen Euro in die Wasserinfrastruktur und<br />

Versorgungssicherheit investiert. Damit sorgen wir dafür,<br />

dass unsere Wasserleitungen im ganzen Land auf dem<br />

neuesten Stand der Technik sind. Außerdem arbeiten wir<br />

laufend an der Umsetzung von Störfallvorsorgeplänen,<br />

um auch für Ausnahmesituationen, wie einem Blackout,<br />

gerüstet zu sein.“<br />

Aber natürlich kommen wir deshalb noch lange nicht<br />

dem Klimawandel aus. Gerade hierfür ist verfügbares<br />

Trinkwasser die wichtigste Ressource: „Das ist richtig.<br />

der Klimawandel wird uns in Zukunft vor weitere Herausforderungen<br />

stellen. Deshalb starten wir in diesem Jahr<br />

auch eine Evaluierung des Wassernetzwerks Steiermark,<br />

das vor allem die Auswirkungen des Klimawandels auf die<br />

Trinkwasserversorgung beleuchten soll“, bleibt Landesrat<br />

Hans Seitinger zuversichtlich.


Entgeltliche Einschaltung<br />

© AVA<br />

© AVA<br />

Woran erkennt man einen Italiener<br />

im Ausland? Er hat Heimweh<br />

nach dem „Ragù della Mamma“,<br />

nach dem Meer und der italienischen<br />

Leidenschaft zu leben. So ist<br />

es auch beim international tätigen<br />

Architekten Andrea Vattovani, der<br />

in Graz lebt und in seiner Freizeit<br />

mit seinem Partner in Bälde in<br />

der Hofgasse 4 ein bezauberndes<br />

Delikatessengeschäft namens<br />

„Brigante“ eröffnen wird. Kleinigkeiten<br />

wird man auch gleich vor<br />

Ort verspeisen können.<br />

„Wichtig ist die Leidenschaft zu<br />

kochen, zu essen und zu leben.“<br />

Es wird aus den 20 Regionen Italiens<br />

und darüber hinaus Köstlichkeiten<br />

für den täglichen Gebrauch,<br />

aber auch als perfektes Geschenk<br />

für Feinspitze, geben: „Wir werden<br />

zum Beispiel einen 25 Jahre in Eichenfässer<br />

gereiften Balsamico Essig<br />

oder Pane di Matera anbieten. Unsere<br />

Kunden sind zugleich unsere Freunde,<br />

und denen wollen wir das Gefühl<br />

geben, dass sie bei uns die hochwertigsten<br />

Produkte kaufen können, egal<br />

ob um 5 oder 50 Euro, die Qualität<br />

muss stimmen! Ziel ist ein dynamisches<br />

Labor in der Stadt, in dem<br />

wir immer neue leckere Erfahrungen<br />

machen können.“<br />

„Geschmack, Qualität und<br />

Nachhaltigkeit gehören unverrückbar<br />

zusammen.“<br />

Ein Gradmesser für jedes italienische<br />

Lebensmittelgeschäft<br />

ist natürlich eine gut bestückte<br />

Vinothek. „Wir haben mindestens<br />

100 verschiedene Weine in den Regalen<br />

und können auch sehr schnell<br />

bestellen“, so der Architekt mit der<br />

großen Leidenschaft hochwertig<br />

zu essen. Und das in einem Laden,<br />

der von der Qualität und dem<br />

Design auch in Mailand im Jahre<br />

<strong>2022</strong> bestehen könnte, oder wie<br />

Vattovani es beschreibt: „Brigante<br />

wird nicht nur ein Geschäft, sondern<br />

ein Raum voller Ereignisse<br />

und Emotionen, der sich dem guten<br />

Essen verschrieben hat!“<br />

A.G. Brigante & Co. GmbH<br />

Hofgasse 4, 8010 Graz<br />

www.brigante.co.it<br />

Text: Martin G. Wanko<br />

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WASSERLAND STEIERMARK


08 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

Entgeltliche Einschaltung<br />

Der Marlboro-Mann wird<br />

zum Marathon-Mann.<br />

Folge 9.<br />

Text: Martin G. Wanko<br />

© MARTIN G. WANKO<br />

Zu Besuch beim<br />

Thermenrider!<br />

Es war einfach zu viel in letzter<br />

Zeit los! Der Marathon Mann fühlt<br />

sich matt und ausgebrannt. Sinnbildlich<br />

sitze ich in einer dunklen<br />

Höhle in diffusem Licht. Ich scrolle<br />

durch mein Telefonbuch und bleibe<br />

bei Gernot Deutsch, dem Manager<br />

der Heiltherme Bad Waltersdorf,<br />

hängen. Wir sind nicht nur Anhänger<br />

des gleichen Fußballvereins,<br />

wir sind auch im Ausdauersport<br />

zwei ganz spezielle Asse. Gernot<br />

Deutsch ist der Thermenrider und<br />

meine Wenigkeit kennen Sie ja.<br />

„Am besten du kommst schon<br />

heute vorbei!“, meint er und ich<br />

schaue gegen die Zimmerdecke.<br />

Über meinem Kopf trampeln die<br />

Menschen so laut wie Dromedare,<br />

dazu komme ich in den Genuss<br />

des Pressluftbohrer-Konzerts eine<br />

Querstraße weiter, so fällt mir<br />

die Entscheidung nicht schwer.<br />

Gesagt, getan! Im Quellenhotel<br />

Bad Waltersdorf angekommen,<br />

gehe ich auf mein Zimmer, blicke<br />

in die Dämmerung, will mich nur<br />

auf einen Sprung hinlegen und erwache<br />

am nächsten Morgen.<br />

Gleich nach einem sensationellen<br />

Frühstück treffe ich mich mit<br />

Geschäftsführer Gernot Deutsch.<br />

Nach einer freundlichen Begrüßung<br />

fragt er mich so beiläufig, wie<br />

ich mich fühle, und ich antworte<br />

ihm so beiläufig: Besser als gestern.<br />

© GERNOT DEUTSCH<br />

Der Marathon-Mann trifft<br />

den Thermenrider!


40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

09<br />

Entgeltliche Einschaltung<br />

Er schaut mich wissend an: „Das<br />

macht die Weitläufigkeit der Natur<br />

in unserer Umgebung. Du bist einfach<br />

zwischen Wald, Wiesen und<br />

unserer Thermenparkanlage gut<br />

aufgehoben. Du musst von den<br />

Überflussreizen im Alltag loslassen.<br />

Wenn du dann noch in unser Thermalwasser<br />

eintauchst, bringen wir<br />

80 % der überflüssigen Reize weg.“<br />

Gernot hat noch weitere gute<br />

Ratschläge und Erklärungen für<br />

mich, aber in Wahrheit will ich nur<br />

noch eines: Ins Wasser, ins Wasser!<br />

„Eines muss ich dir sagen, bevor wir<br />

uns am Nachmittag wiedersehen:<br />

Die Energie des Thermalwassers in<br />

seiner Urform hat etwas Magisches<br />

an sich. Es wird bei uns aus 1.200<br />

Meter Tiefe an das Tageslicht befördert.<br />

Zwei Quellen fördern bei<br />

uns täglich 1,9 Millionen Liter pures<br />

Thermalwasser!“ Respekt, denke ich<br />

mir, und gehe dann zu den Becken.<br />

Entspannt wie<br />

im Alten Rom.<br />

Damit es gleich anständig rauscht,<br />

entschließe ich mich für das Massagebecken<br />

im Freien. Die Luft ist erfrischend<br />

kühl, die letzten Wolken<br />

ziehen gerade über Bad Waltersdorf<br />

und ich denke mir nur hinein,<br />

hinein mit dir in das Thermal-Massagebecken<br />

mit Sprudelbetten!<br />

Wie lange habe ich auf das schon<br />

gewartet? Das im Verhältnis zur<br />

Luft wärmere Thermalwasser gibt<br />

mir den gewünschten Wärmekick.<br />

Hinein und loslassen, das mineralische<br />

Thermalwasser auf mich wirken<br />

lassen. Ich schließe kurz meine<br />

Augen und sehe nur noch schematisch<br />

die Anlage. Wir sitzen alle im<br />

Kreis und warten auf den großen<br />

Sprudel. So muss es gewesen sein,<br />

in den Thermen des antiken Roms.<br />

Zusammenkommen, genießen und<br />

entspannen. Das Thermalwasser<br />

umhüllt meine Haut wie ein Mantel.<br />

Sämtliche Mineralstoffe, u.a.<br />

Natrium, Magnesium, Jod, die mein<br />

Körper so dringend benötigt, werden<br />

jetzt über die Haut aufgenommen.<br />

Augen zu und entspannen.<br />

Und jetzt kommt der Sprudel und<br />

der spült den ganzen Stress hinweg.<br />

Eine Fülle von Becken.<br />

Aber von nichts kommt eben<br />

nichts, auch in der Therme will<br />

ich mich bewegen. Hinein in das<br />

Thermal-Schwimmbecken und<br />

einige Runden ziehen. Immer<br />

mehr verebben die stressigen Momente<br />

der letzten Tage, mit jeder<br />

Schwimmbewegung werde ich<br />

eins mit mir. Das etwas kühlere<br />

Thermalwasser im Schwimmbecken<br />

gibt mir den Frischekick. Und<br />

weil ich gerade dabei bin, muss ich<br />

gleich auch noch ins Sportbecken.<br />

Gegen den Strom schwimmen ist<br />

immer gut, also ist die Gegenstromanlage<br />

genau das Richtige!<br />

Diese Abwechslung ist wunderbar,<br />

obgleich es mich wieder zum<br />

Thermal-Massagebecken zieht. Da<br />

staune ich nicht schlecht, als mich<br />

am Beckenrand bereits meine<br />

Tochter Clarissa erwartet. „Wollte<br />

mal schauen, wie es dir so geht!“,<br />

antwortet sie mir und sieht einen<br />

sichtlich entspannten Vater vor<br />

sich. Wir tratschen noch ein<br />

wenig und sie bleibt noch im<br />

Thermalwasser, während ich es<br />

mir auf der reservierten Doppelliege<br />

so richtig bequem mache.<br />

Das Handy bleibt übrigens in der<br />

Tasche, man muss auch einmal<br />

einige Minuten bei sich sein. Vor<br />

mir am Fenster fährt gerade ein<br />

Heißluftballon vorbei, das schaut<br />

sehr entspannend aus und die<br />

Energien kommen schön langsam<br />

wieder.<br />

© HEILTHERME BAD WALTERSDORF<br />

Clarissa kommt zurück und wir<br />

gehen ins Restaurant Quellblick<br />

Mittagessen. Wir wählen beide<br />

die steirische Forelle mit Gemüse.<br />

Wir wollen ja gesund bleiben. Sie<br />

blättert dabei im Thermen Journal<br />

und fragt mich, ob ich mich schon<br />

massieren habe lassen. Ich schaue<br />

sie überrascht an, muss mir jedoch<br />

eingestehen, dass mir die verhärteten<br />

Muskeln ja auch beim Laufen<br />

nicht wirklich gut tun würden.<br />

Dann nichts wie hin und weil<br />

wir gerade beim Genießen sind,<br />

gönne ich mir die Genussmassage.<br />

Wellness kann ja bekanntlich auch<br />

genüsslich sein. Die Rückenmassage<br />

mit Melissenöl hat es wirklich<br />

in sich. Schon bald werden meine<br />

Verspannungen gelöst sein, und<br />

wir vereinbaren gleich einen<br />

weiteren Termin für den nächsten<br />

Tag.<br />

Tiefenentspannt<br />

& wie neugeboren.<br />

Ich spüre schon jetzt, dass ich<br />

meiner Reizüberflutung Herr geworden<br />

bin. Die letzten lästigen<br />

Reize habe ich im Schlafkissen<br />

zurückgelassen. Am zweiten Tag<br />

fühle ich mich schon wie ein alter<br />

Hase und mache nun das ganze<br />

Programm in allen sieben Becken<br />

erneut durch. Dieses mineralstoffhaltige,<br />

besonders weiche<br />

Wasser mit optimalem pH-Wert<br />

übt durch seine thermischen, physikalischen<br />

und chemischen Reize<br />

eine positive Tiefenwirkung auf<br />

meinen Organismus aus. Ich fühle<br />

mich extrem tiefenentspannt und<br />

wie neugeboren! Abschließend<br />

werde ich mir im Quellenhotel<br />

Bad Waltersdorf noch ein fünfgängiges<br />

Abendmenü mit Gernot<br />

Deutsch genehmigen, weil man<br />

gönnt sich ja sonst nichts. Doch<br />

ich traue meine Augen nicht.<br />

Vor mir steht Gernot alias der<br />

Thermenrider in voller Montur<br />

und ganz zufällig hat er auch<br />

meine Laufutensilien dabei. War<br />

meine Tochter also doch nicht<br />

ohne Hintergedanken hier. Dann<br />

werden wir vor dem delikaten<br />

Abendmahl wohl noch eine Runde<br />

laufen und dem Thermenrider<br />

zuhören, was er mir noch alles zu<br />

sagen hat, aber das ist wieder eine<br />

andere Geschichte.<br />

Jetzt mitmachen und<br />

5x einen<br />

Tageseintritt für<br />

zwei Personen<br />

in der Heiltherme<br />

Bad Waltersdorf<br />

gewinnen!<br />

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10 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

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Gin!<br />

Gin ist wie die Menschheit, keiner gleicht dem anderen,<br />

also sollte jeder Mensch seinen ganz persönlichen Gin<br />

finden. In der Steiermark stehen die Chancen gut, auf<br />

den richtigen zu stoßen. Die <strong>40plus</strong>-Redaktion machte<br />

eine kleine Verkostung, die Sieger-Gins gibt es in <strong>40plus</strong><br />

auch zu gewinnen!<br />

Text: Martin G. Wanko<br />

© JOHANN SCHNEEBERGER GMBH<br />

© STIN OG<br />

© HOME OF SPIRITS KG<br />

Für Neueinsteiger: Das Wichtigste<br />

am Gin sind die unterschiedlichen<br />

Botanicals, deren Aromastoffe<br />

im Destillieren mit dem Alkohol<br />

eines werden. Hier geht es um die<br />

Beigabe von Obst, Kräuter und<br />

Gewürze, die den Geruch und den<br />

Geschmack des Gins ausmachen.<br />

Die große Kunst des Brennens ist,<br />

seinen Gin so zu interpretieren,<br />

dass er im Idealfall unverwechselbar<br />

und zugleich ein Hit an der<br />

Bar wird.<br />

Ohne Zeit kein Gin<br />

Einer, der es wirklich wissen<br />

muss, ist Hans Schneeberger.<br />

Die Familie aus dem Sausal ist ja<br />

schon seit fünf Generationen als<br />

Winzer sprichwörtlich in aller<br />

Munde, und ist auch der Brenner<br />

dreier verschiedener Gins: „Es<br />

hat ein gutes Jahr gedauert, bis wir<br />

uns durch einige Gins verkostet und<br />

die richtigen Kräuter und Gewürze<br />

gefunden haben. Der Kräuterhexengrundkurs<br />

zahlt sich hier sicher<br />

aus“, so der Südsteirer.<br />

Apropos Grundkurs: „Destillieren<br />

geht tatsächlich über studieren“,<br />

weiß Johannes Firmenich, Mitbegründer<br />

vom jungen Gin-Klassiker,<br />

The STIN, zu berichten. „Mein<br />

STIN-Partner Reinhard und ich, wir<br />

haben uns in Wien auf der BOKU<br />

kennengelernt. Als Studenten haben<br />

wir selbst angefangen zu brennen,<br />

weil man muss ja mit seinem Geld<br />

haushalten. Anfangs war unser Gin<br />

nur für Freunde und zum Verschenken.<br />

Schlussendlich machten wir<br />

aus unserem Hobby The STIN. Dazu<br />

muss man aber auch sagen, dass<br />

unsere Väter begeisterte Schnapsbrenner<br />

sind.“<br />

Aber es kommt auch auf den<br />

richtigen Moment an, an dem man<br />

ein Experiment startet, denn bei<br />

all den Gins aus der Südsteiermark<br />

hat auch Graz sein eigenes<br />

Destillat, das auch tatsächlich den


40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

11<br />

Entgeltliche Einschaltung<br />

© JOHANN SCHNEEBERGER GMBH<br />

© STIN OG<br />

© STIN OG<br />

© HOME OF SPIRITS KG<br />

© JOHANN SCHNEEBERGER GMBH<br />

Namen der Landeshauptstadt<br />

in sich trägt: Graz Gin. Er ist<br />

eine Kreation von Dr. Bottle und<br />

Gin-Guru Wolfgang Thomann<br />

von Aeijst. „Unser Anspruch war<br />

es einen Gin zu machen, der unique,<br />

aber auch gefällig ist. Er hat einen<br />

Wiedererkennungswert und ein<br />

super Feedback. Wolfgang Thomann<br />

war schon damals im Kontakt<br />

mit Bürgermeister Siegfried Nagl,<br />

der hat das Projekt richtig cool<br />

gefunden. Das Stadtwappen zur<br />

offiziellen Verwendung wurde uns<br />

2021 verliehen!“, erzählt Bernd<br />

Brünner, der auch der Inhaber<br />

des gut sortierten Spirituosenfachhandels<br />

Dr. Bottle in der<br />

Reitschulgasse in Graz ist.<br />

Ohne Design keine Flasche<br />

Also ziert der Grazer Panther<br />

auch die schwarze Flasche und<br />

vier nebeneinander aufgestellte<br />

Gins ergeben das Graz-Bild in<br />

einem. Die drei STIN-Flaschen,<br />

gehalten in Rot, Weiß oder<br />

Schwarz, mit den verschiedenen<br />

Geschmacksrichtungen. Oder<br />

die Schneeberger Gin-Flaschen,<br />

wo u.a. der Schmetterling vom<br />

Logo der Weinflasche im Tattoo-<br />

Style weiterentwickelt wurde.<br />

Mann und Frau trinken eben<br />

auch mit dem Auge. So ist die<br />

weiterentwickelte Gin-Flasche im<br />

studentischen Wohnzimmer ein<br />

Designobjekt.<br />

Das Aroma macht den Gin<br />

Aber unter uns, Design hin, Design<br />

her, auf die Botanicals kommt<br />

es an! Und hier ist jeder Distiller<br />

auf seine Art ein Meister. Hans<br />

Schneebergers Dry Gin Styria<br />

beinhaltet Aromastoffe aus 27<br />

Kräutern, Gewürzen und Früchte.<br />

Ein paar bleiben ein Geheimnis,<br />

aber er gibt auch gerne Auskunft:<br />

„Unter den Botanicals erkennt man<br />

Wacholder und Lavendel sofort. Der<br />

Weg führt dann zu Rosmarin und<br />

Zitrusfrüchte. Beim Hopfen muss<br />

man zurückhaltend sein, damit<br />

nichts bitter wird. Unser Gin wird<br />

mit Bergquellwasser aus dem Nationalpark<br />

Hohe Tauern auf Trinkstärke<br />

abgeschwächt. Bevor der<br />

Gin gefüllt wird, kommt er noch in<br />

Steingutfässern zur Ruhe und kann<br />

so sein ganzes Potenzial entfalten.“<br />

Schaut man vom Sausal rüber<br />

nach Ehrenhausen, sind 28 verschiedener<br />

Botanicals in den STIN<br />

Gins rauszuschmecken, durchaus<br />

eine spannende Angelegenheit:<br />

„Das ist nicht einfach, aber diese<br />

Zusammensetzung macht genau<br />

diese Aromenvielfalt und Würze<br />

aus. Apfel, Holunder oder Zitrusfrüchte,<br />

diese schmeckt oder erkennt<br />

man sehr stark, bei den Gewürzen<br />

wird es schon schwierig, weil auch<br />

die Geschmäcker unterschiedlich<br />

ansprechen. Ich denke, die<br />

Mischung aus Frucht und Würze<br />

ist das entscheidende Thema“, so<br />

Johannes Firmenich.<br />

Der Graz-Gin hat sich tatsächlich<br />

auf die Gerüche der Stadt eingelassen<br />

und einiges mehr, verrät<br />

Dr. Bottle: „Ein paar Botanicals<br />

wachsen am Schloßberg, zum<br />

Beispiel Lindenblüten. Um die Internationalität<br />

am Lendplatz abzubilden,<br />

haben wir exotische Kräuter<br />

verwendet. Zum Beispiel Kardamom,<br />

Koriander und Lemongras,<br />

dazu noch eine mediterrane Note,<br />

um das Flair der Stadt abzubilden.<br />

Im Abgang ist auch ein subtiles<br />

Röstaroma von Kaffeebohnen zu<br />

schmecken, auch hier haben wir auf<br />

Grazer Qualität geschaut. Die Vol.<br />

42,1 % ergeben dazu die 421 Stufen<br />

auf den Schloßberg!“


12<br />

40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

Entgeltliche Einschaltung<br />

Nachhaltigkeit & Tradition<br />

als gelebtes Erfolgsmode<br />

l.<br />

Wenn man an Bier denkt, sollte man das<br />

nicht erst an der Theke mit Freunden oder<br />

beim gepflegten Dinner tun. Die Nachhaltigkeit<br />

geht durch den Magen und schmeckt vorzüglich.<br />

Chefredakteur Martin G. Wanko hat gekostet.<br />

Die steirische Brauerei Murau ist<br />

sich dessen bewusst, dass Geben<br />

und Nehmen in einem ausgewogenen<br />

Verhältnis stehen sollte –<br />

gerade wenn es um Mutter Natur<br />

geht! Der wohl wichtigste Baustein<br />

der Brauerei ist das Thema<br />

Nachhaltigkeit, denn Murauer<br />

Bier ist nicht nur Vorreiter in<br />

diesem Punkt, sondern auch ein<br />

Vorzeigeunternehmen, wenn es<br />

um den gelebten Umweltschutz<br />

geht.<br />

Das beginnt grundsätzlich mit<br />

der Verarbeitung regionaler<br />

Rohstoffe: „Unsere Rohstoffe sind<br />

rückverfolgbar und entsprechen<br />

strengen ökologischen Richtlinien.<br />

Das passiert in der großartigen<br />

Zusammenarbeit mit 14 Landwirten<br />

aus der Region, die für unsere<br />

gesamte Braugerste verantwortlich<br />

sind“, berichtet der geschäftsführende<br />

Vorstand Josef Rieberer.<br />

„So erfüllt es uns mit Ehre, dass<br />

wir seit 2010 das AMA-Gütesiegel<br />

tragen dürfen. Das bestätigt und<br />

dokumentiert die einwandfreie<br />

Herkunft unserer Rohstoffe aus<br />

Österreich.“<br />

Josef Rieberer spricht hier auch<br />

gerne von einer „gelebten Verantwortung“<br />

für eine gesamte<br />

Region. Von der Arbeitsplatzsicherung,<br />

über das Sponsoring<br />

sinnstiftender Veranstaltungen,<br />

oder im Spitzensport, zeigt die<br />

Brauerei eine hohe Präsenz.<br />

Qualität & Geschmack als<br />

harte Währung.<br />

Das wahre Herz jedoch schlägt<br />

in der Brauerei selbst und diese<br />

hat eine Vorreiterrolle bezüglich<br />

der CO 2<br />

Neutralität in Österreich.<br />

„Wir setzen zu 100 Prozent<br />

auf erneuerbare Energie. Seit 2014<br />

produzieren wir Bier ausschließlich<br />

mit Wärme aus dem Biomasse-<br />

Heizkraftwerk<br />

der Stadtwerke<br />

Murau.“<br />

Das bedeutet,<br />

dass in der Brauerei<br />

Murau keine<br />

fossilen Brennstoffe<br />

mehr zur Bierherstellung<br />

benötigt werden. Damit<br />

wurde die Brauerei Murau zur<br />

ersten CO 2<br />

-neutralen Brauerei<br />

Österreichs, mit einem Jahresausstoß<br />

von über 100.000 hl.<br />

Aber Nachhaltigkeit wäre nicht<br />

Nachhaltigkeit, wenn das Produkt<br />

als solches nicht angenommen<br />

werden würde. Ab dem<br />

Moment, wo es gezapft wird, oder<br />

wo eine Flasche geöffnet wird,<br />

findet ein magisches Zwischenspiel<br />

zwischen dem Bier und den<br />

Konsument*innen statt. Hier geht<br />

man eine Freundschaft ein, die<br />

das ganze Bier hält und wenn es<br />

© BRAUEREI MURAU EGEN<br />

passt,<br />

darüber<br />

hinaus<br />

und manchmal<br />

sogar ein<br />

Leben lang. „Qualität<br />

und Geschmack gehen bei<br />

uns einher. Bei Murauer Bier<br />

schmeckt man die Qualität. Das ist<br />

nicht nur eine subjektive Wahrnehmung<br />

von Biergenießer*innen,<br />

sondern hier können, wenn man<br />

die zahlreichen Auszeichnungen


Entgeltliche Einschaltung<br />

und Qualitätsprüfungen in Betracht<br />

zieht, durchaus Parallelen zwischen<br />

Qualität und Geschmack gezogen<br />

werden“, erzählt Josef Rieberer<br />

aus Erfahrung.<br />

Die Natur pur in Bierform<br />

genießen.<br />

Um den hohen Ansprüchen gerecht<br />

zu werden, wird bereits<br />

seitens der Wasserqualität auf ein<br />

möglichst hohes Level geachtet:<br />

„Qualität fängt bei uns schon beim<br />

Wasser an, das aus dem eigenen<br />

Brunnen gefasst wird und eben, wie<br />

schon erwähnt, die hochwertigen<br />

Braustoffe, die unsere 14 Bauern aus<br />

dem Murtal erzeugen. So wie wir,<br />

sind sie sich auch ihrer Verantwortung<br />

bewusst!“, so Josef Rieberer<br />

über die Grundlage des doch sehr<br />

geschmackvollen Bieres. Das<br />

Ergebnis kann sich tatsächlich<br />

sehen lassen: Die ausgezeichnete<br />

Bierqualität überzeugt nicht nur<br />

die Kund*innen, sondern auch die<br />

Qualitätsprüfer*innen, die unter<br />

anderem bestätigen, dass das<br />

Murauer Märzenbier frei von<br />

Glyphosaten ist, oder die anerkannte<br />

Preise, wie DLG-Gold-<br />

Medaillen verleihen.<br />

Das führt einen direkt zum<br />

Umweltschutz und zur Mehrwegflasche.<br />

Gerade hier ist bei<br />

vielen Bierproduzenten nämlich<br />

„Schluss mit lustig“, denen ihre<br />

Einweggebinde fast so etwas wie<br />

heilig sind. Auch hier sorgen die<br />

Murauer erfolgreich für Gegenwind:<br />

„Unser Mehrweganteil liegt<br />

bei 90,3 %! Bei Limonaden ist die<br />

Brauerei einer der wenigen Abfüller<br />

Brauerei Murau eGen<br />

Raffaltplatz 19-23<br />

8850 Murau<br />

www.murauerbier.at<br />

Brauerei der Sinne:<br />

Führungen: Dienstag bis<br />

Samstag, 14:00 & 16:00 Uhr<br />

Um Voranmeldung wird<br />

gebeten: brauereidersinne@<br />

murauerbier.at<br />

Führungen durch die<br />

„Brauerei der Sinne“<br />

sind voraussichtlich wieder<br />

ab Mai <strong>2022</strong> möglich!<br />

in Österreich, welche Limonaden in<br />

Mehrwegflaschen anbieten“, freut<br />

sich Josef Rieberer berichten zu<br />

können. Diese Einstellung trägt<br />

auch Früchte, denn die Brauerei<br />

Murau ist als Klimabündnis-Betrieb<br />

anerkannt und darf als<br />

einzige Brauerei in Österreich<br />

das Hundertwasser-Umweltzeichen<br />

Nr. 26 „Mehrweggebinde für<br />

Getränke“ führen.<br />

Die Brauerei der Sinne:<br />

Respekt vor Tradition<br />

– Mut zur Innovation.<br />

Um diese Gedanken leben zu<br />

können, muss die Verankerung<br />

quasi gegeben sein: „Das Wissen<br />

rund ums Bierbrauen wird in der<br />

Brauerei Murau seit 1495 permanent<br />

weitergegeben, basierend auf<br />

langer Erfahrung und Entwicklung.<br />

Einen Einblick in die traditionsreiche<br />

Vergangenheit und Gegenwart<br />

gewährt die Murauer-Biererlebniswelt,<br />

die ‚Brauerei der Sinne‘“,<br />

erklärt Josef Rieberer die Nähe<br />

der Brauerei zu ihrer eigenen<br />

Vergangenheit und zum Bier-Interessierten,<br />

weit über Murau<br />

hinaus, denn die „Brauerei der<br />

Sinne“ ist ein Teil der Erlebniswelt<br />

Wirtschaft Steiermark und<br />

© BRAUEREI MURAU EGEN<br />

Josef Rieberer<br />

Geschäftsführender Vorstand<br />

Brauerei Murau<br />

so für Besucher aus aller Herren<br />

Länder geöffnet. Die Tradition<br />

der Produkte selbst, aber auch<br />

der Werte, die die Brauerei verfolgt,<br />

werden nie aus den Augen<br />

gelassen, denn auf die Tradition<br />

kann man Erfolge aufbauen und<br />

Innovatives entstehen lassen.<br />

„Wir versuchen eine Mischung aus<br />

Tradition und Innovation zu leben.<br />

Wir müssen Neues zulassen, um<br />

Bewährtes zu erhalten“, ergänzt<br />

Josef Rieberer. Das gilt sowohl<br />

für die Produkte, als auch für<br />

Umsetzungen im Produktionsbetrieb<br />

und in der Unternehmensstruktur<br />

und Firmenphilosophie.<br />

Um am hart bekämpften Markt<br />

bestehen bleiben zu können, ist es<br />

notwendig am Puls der Zeit oder<br />

gar vor der Zeit zu sein.<br />

40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

13


14 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

Entgeltliche Einschaltung<br />

© CHRIS ROGL<br />

Die Auferstehung<br />

der Sinne am<br />

Genusstheater.<br />

Interview: Martin G. Wanko


40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

15<br />

Entgeltliche Einschaltung<br />

Natürlich wunderbar. Wir wollten<br />

einfach mit spannenden Gerichten<br />

und einer Wiederbelebung der<br />

Sinne in die Saison starten.<br />

Die Natur tut das eine dazu, alles<br />

blüht auf, die Farben und Gerüche<br />

kommen zurück in unser Leben,<br />

gerade hier im Vulkanland ist das<br />

ausgezeichnet mitzubekommen.<br />

Wir, am Genusstheater, sorgen für<br />

verlockende Gerichte, die den Geschmackssinn<br />

wieder aufmuntern.<br />

Wer kann schon bei einer Wollschwein-Fledermaus<br />

oder bei einer<br />

Goldenen Rübe widerstehen?<br />

Ja, klar. Zum Beispiel, wie wir das<br />

Wollschwein beizen: Es handelt<br />

sich hier um eine würzige<br />

Marinade aus Aal, Schweinefond<br />

und asiatische Gewürzen, wie<br />

Sternanis, Szechuanpfeffer, Zimt,<br />

Fenchel, Gewürznelken und<br />

Honig. Durch scharfes Anbraten<br />

karamellisiert die Kruste. Das verzaubert<br />

die an sich schon saftige<br />

Wollschwein-Fledermaus zu einem<br />

furiosen Geschmackserlebnis.<br />

Bei uns in Leipzig, wo ich herkomme,<br />

gibt es so eine großartige<br />

regionale Suppe gar nicht. Unsere<br />

Klachelsuppe besteht nur aus<br />

Gewürzen, Suppengemüse und<br />

Schweinshaxe, mit Fuß und Klaue.<br />

Das ist eine wirkliche delikate und<br />

zugleich sinnvolle Verwertung<br />

unserer Wollschweine auf höchstem<br />

Niveau.<br />

Gar nicht. Ich werde gerne gefordert!<br />

Wir fokussieren unsere<br />

Produkte, das ist wichtig, und<br />

weckt die Kreativität: Unsere Goldrübe<br />

mit Mohn und Staubzucker,<br />

oder unsere „La Ratte“-Kartoffeln<br />

mit Schaum und Kartoffel-Crumble,<br />

Cremespinat und einem pochierten<br />

Ei - in Summe macht unser<br />

vegetarisches „Fastenmenü“ satt<br />

und glücklich.<br />

Stimmt genau! Auch hier kommt<br />

unser Bestreben, die asiatischen<br />

Einflüsse zur Geltung zu bringen,<br />

zur Geltung: Die marinierte Mandarine<br />

mit Sesameis, Sesamchips<br />

und Koriander.<br />

Daniel Weißer<br />

Chefkoch des Genusstheaters<br />

Das Genusstheater<br />

Öffnungszeiten<br />

bis 23.04.<strong>2022</strong>:<br />

Donnerstag - Samstag ab 17:30 Uhr<br />

Küche: 18:00 bis 20:30 Uhr<br />

Öffnungszeiten<br />

03.05.<strong>2022</strong> bis 29.10.<strong>2022</strong>:<br />

Dienstag - Samstag ab 17:30 Uhr<br />

Küche: 18:00 bis 20:30 Uhr<br />

Reservierungen unter:<br />

+43 3473 7862 oder<br />

office@krispel.at<br />

Mehr Infos unter:<br />

www.krispel.at<br />

Auf unser Saisonopening. Wir beginnen<br />

am Freitag, dem 29.04.<strong>2022</strong>,<br />

mit der Lagenklassifikation der<br />

Eruptions-Winzer, die Stefan Krispel<br />

persönlich präsentiert. Aktuelle Lagenweine<br />

werden verkostet und mit<br />

einem 5-Gang-Menü von uns zelebriert.<br />

Dazu gibt es feine klassische<br />

Musik von einem Streichquartett.<br />

Alles vom Feinsten! Bitte unbedingt<br />

anmelden und vorbeischauen!<br />

© CHRIS ROGL


16 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

Die Entwicklung<br />

von umweltfreundlichem<br />

Verpackungsmaterial.<br />

Wenn es um Innovationen geht, die das tägliche Leben nachhaltiger machen, ist<br />

die TU Graz ein wichtiger Player. Nachhaltige Verpackungen sind hoch im Trend!<br />

Martin G. Wanko fragte nach.<br />

Samir Kopacic<br />

Projektleiter „PapSpray“<br />

© WWW.LUNGHAMMER.AT<br />

Es gibt Verpackungszukunft und<br />

Verpackungstrends: Ein Großteil<br />

der Verpackungen für Lebensmittel,<br />

Pharma und Kosmetikprodukte<br />

besteht aus Verbundstoffen,<br />

vorzugsweise Karton, Aluminium<br />

und Kunststoff, die aus technischer<br />

Sicht aufwendig und eher<br />

unrentabel zu recyceln sind. Aber<br />

es geht auch anders: Der Verfahrenstechniker<br />

Samir Kopacic<br />

ist Projektleiter des Projekts<br />

„PapSpray“ an der TU Graz, am<br />

Institut für biobasierte Produkte<br />

und Papiertechnik. Ziel ist es, „eine<br />

funktionelle biobasierte umweltfreundliche<br />

Barrierebeschichtung für<br />

Papier- und Kartonverpackungen zu<br />

erforschen und weiterzuentwickeln“,<br />

so der Forscher.<br />

Die Beschichtung<br />

macht den Unterschied<br />

Papier und Karton sind durchlässige,<br />

natürliche und faserige Stoffe,<br />

also eignen sie sich als Lebensmittelverpackung<br />

oft nur, wenn<br />

sie kunststoffbeschichtet sind.<br />

„Um eine nachhaltige Alternative<br />

für herkömmliche Beschichtungen<br />

zu entwickeln, forschen wir daran,<br />

biobasierte Polymere auf Verpackungspapiere<br />

aufzutragen und<br />

als Schutzbarriere zu testen und zu<br />

bewerten. Biobasierte Verpackungsmaterialien<br />

sind großteils biologisch<br />

abbaubar, solange sie nicht stark<br />

chemisch modifiziert oder verändert<br />

wurden“, so Samir Kopacic. „Der<br />

große Vorteil ist, dass diese Materialien<br />

ausgezeichnet recycelbar und<br />

kompostierbar sind. Man kann sie<br />

aber auch in die Altpapiertonne geben<br />

und wiederverwerten. Bei einer<br />

nennenswerten Produktion könnte<br />

man über ein eigenes Recycling<br />

nachdenken“, so der hoffnungserweckende<br />

Forscher.<br />

Die Abkehr von erdölbasierten<br />

Materialien<br />

Wichtig ist es nun, die Prozesstechnologien<br />

weiterzuentwickeln,<br />

wie Biopolymere auf die Verpackungspapiere<br />

aufzutragen sind:<br />

„Seit rund einem Jahr forschen wir<br />

an einem neuen Beschichtungsverfahren,<br />

bei dem die Biopolymere<br />

als Barriere gegen flüssige und<br />

gasförmige Stoffe eingesetzt werden<br />

können“, so Samir Kopacic. Aber<br />

wir suchen nicht nur natürliche<br />

und nachhaltige Alternativen<br />

zu erdölbasierten Materialien,<br />

sondern auch nach einem möglichen<br />

Ersatz für Alufolien und<br />

andere metallisierte Folien, die in<br />

der Verpackung für den Erhalt von<br />

Aromastoffen zurzeit unersetzlich<br />

scheinen, man denke hier nur an<br />

Kaffeepulver oder Schokolade.<br />

Die wirtschaftliche Herausforderung<br />

wird sein, Geld in die Hand<br />

zu nehmen, um am finalen Punkt<br />

der Forschung tatsächlich in<br />

Produktion zu gehen. Hier wäre<br />

die weitere Unterstützung durch<br />

die Wirtschaft und die öffentliche<br />

Hand notwendig, um den Technologietransfer<br />

zu beflügeln. Aber<br />

es bewegt sich bereits einiges:<br />

Dank einer Förderung durch die<br />

Forschungsgesellschaft FFG, sowie<br />

mit finanzieller Unterstützung<br />

durch Industriepartner, konnte<br />

ein Betrag in achtstelliger Höhe<br />

für die nächsten drei Jahre lukriert<br />

werden – und für Shopping<br />

Queens lebt die Hoffnung nicht<br />

gleich bei der Verpackung vom<br />

schlechten Gewissen befallen zu<br />

werden.<br />

© WWW.LUNGHAMMER.AT


40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

17<br />

Ich möchte ein<br />

Fleischbär sein…<br />

Text: Martin G. Wanko<br />

…mit ein<br />

bisserl Moral!


Um was geht es?<br />

„Kultiviertes Fleisch“, „Cultivated Meat“<br />

ist ein im Bioreaktor gezüchtetes<br />

Fleisch. Als Basis dienen die Stammzellen<br />

eines Tieres. Die Stammzellen werden<br />

vermehrt und wachsen anschließend<br />

zu Muskelfasern zusammen. Im<br />

Idealfall steht man am Schluss vor einer<br />

großen Menge an kultiviertem Fleisch,<br />

das man essen kann. Theoretisch kann<br />

man unter derzeitigen Laborbedingungen<br />

aus einer Probe von 0,5 cm 3<br />

von Muskelgewebe mit bis zu dreißig<br />

Teilungen von primären Muskelstammzellen<br />

ca. 2.000 kg kultiviertes Fleisch<br />

produzieren.<br />

Fleisch ist ziemlich wow! So<br />

ehrlich muss man einmal sein.<br />

Nur ein Beef Tartar ist nun mal<br />

ein Beef Tartar und nur ein<br />

Vitello Tonnato ist ein Vitello<br />

Tonnato, wenn drinnen ist, was<br />

außen draufsteht. Geht alles auch<br />

steirisch und nachhaltiger: Sagen<br />

wir Bio-Rind Tartar, dazu Vitello<br />

Forello, und schon läuft der Laden.<br />

Von meinem nachhaltigen Steak<br />

will ich jetzt erst gar nicht reden.<br />

Aber wir sind eben vom <strong>40plus</strong>,<br />

den Neuigkeiten immer aufgeschlossen,<br />

dem Genuss nicht<br />

abgeneigt, und tatsächlich, es<br />

kündigt sich etwas an: Kultiviertes<br />

Fleisch.<br />

Nicht nur die Hoffnung<br />

keimt<br />

Kultiviertes Fleisch. Das klingt wie<br />

sauberes Wasser, grüne Wiesen<br />

oder naturbelassene Strände. Es<br />

gibt also Hoffnung für den österreichischen<br />

Fleischtiger. Cultivated<br />

Meat in drei Worten erklärt: Die<br />

Stammzellen-Verdoppelung macht<br />

im Labor kleinste Fleischteilchen<br />

zu ganzen Burgern, bei Steaks ist<br />

die Forschung gerade dran, ist aber<br />

schwieriger, weil Muskelfleisch<br />

schwerer zu erzeugen ist, doch<br />

„irgendwann“ werden davon auch<br />

unsere Bäuche satt. Das „irgendwann“<br />

hängt damit zusammen,<br />

dass in regelmäßigen Abständen<br />

der Durchbruch vom Kultivierten<br />

Fleisch verkündet wird, dann<br />

bleibt der Speiseteller doch blank.<br />

Aber die Hoffnung keimt und das<br />

in der Steiermark!<br />

Das Austrian Centre of Industrial<br />

Biotechnology (acib), angesiedelt<br />

in Graz, arbeitet daran, die Forschung<br />

ein Stück weiterzuentwickeln.<br />

Zwei federführenden Forscherinnen<br />

des Teams sind Dr.rer.<br />

nat. MBiol. Aleksandra Fuchs und<br />

DI Viktorija Vidimce-Risteski. Die<br />

Forscherinnen leiten zwei unterschiedliche<br />

Projekte, finanziert<br />

von der DFK-Privatstiftung und<br />

dem FFG COMET-Programm. „In<br />

einem Projekt stellen wir tierische<br />

Hämoproteine in einer Hefe her, das<br />

etwa Anwendung in der Herstellung<br />

von alternativen Fleischprodukten<br />

© ACIB GMBH<br />

18 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong>


40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

19<br />

© ACIB GMBH<br />

finden soll. In einem zweiten Projekt<br />

konzentrieren wir uns auf die Herstellung<br />

von kultiviertem Fleisch“,<br />

so Viktorija Vidimce-Risteski.<br />

„Was wir machen, ist, die Hefe so<br />

,erziehen‘, dass sie tierische Hämoproteine<br />

und neue Komponenten für<br />

die Produktion von Kultiviertem<br />

Fleisch herstellen kann. In beiden<br />

Projekten verfolgen wir innovative<br />

Forschungswege.“<br />

Es geht um die Vielfalt<br />

Die Forschung hätte keinen besseren<br />

Zeitpunkt erwischen können<br />

– obgleich der Fleischbär in mir<br />

revoltiert – denn rund 12 Prozent<br />

der von oder für den Menschen<br />

verursachten CO 2<br />

-Emissionen<br />

kommen nun einmal von Nutztieren.<br />

Grob gerechnet ist das die<br />

gleiche Menge CO 2<br />

-Ausstoß, die<br />

wir durch Abgase verursachen.<br />

Auch die Futterproduktion für<br />

landwirtschaftliche Nutztiere<br />

weltweit verbraucht momentan<br />

ca. 80 % aller landwirtschaftlich<br />

genutzten Flächen und über<br />

70 % aller hergestellter Antibiotika.<br />

Kultiviertes Fleisch wird<br />

bis zu 95 % weniger Platz und<br />

praktisch kein Antibiotikum<br />

brauchen. Über das Dosenfutter<br />

für Haustiere reden wir jetzt einmal<br />

gar nicht, bleiben wir beim<br />

Menschen.<br />

Die Fachwelt ist sich einig, Fakten<br />

wie diese ebnen den Weg zu Kultiviertem<br />

Fleisch. Dazu brauche<br />

jetzt niemand Existenzängste<br />

haben, ist sich Aleksandra Fuchs<br />

sicher, denn in der Forschung<br />

wolle niemand die Viehhaltung<br />

abschaffen: „Neue Technologien<br />

ersetzen nicht schlagartig die alten.<br />

Der Fernseher hat das Radio auch<br />

nicht ersetzt. Die Welt wird größer,<br />

es gibt mehr Konsumenten, die abwechslungsreich<br />

essen wollen, und<br />

wir wollen eine Alternative schaffen,<br />

die uns allen und dem Planeten<br />

zugutekommen könnte.“<br />

Gefühlt wird es ein langes Nebeneinander<br />

geben, wie in anderen<br />

Branchen auch. 1960 kamen die<br />

Haribo Goldbären erstmals auf<br />

den Markt. Deshalb wird heute<br />

aber noch immer Schokolade<br />

genascht, gerade die letzten zwei<br />

Jahre erhöhte sich der Schokoladenkonsum<br />

massiv.<br />

Neues erweckt Neugier<br />

Bill Gates und Virgin-Airlines-<br />

Gründer Richard Branson sind<br />

bereits auf den Trend aufgesprungen.<br />

Bei uns kommen sicher auch<br />

bald ein paar klingende Namen<br />

dazu. Aber damit der Burger<br />

wirklich am Teller landet, fehlt es<br />

an der Masse, die auch den Preis<br />

senkt. Wann es einen ultimativen<br />

Durchbruch geben wird, können<br />

die Forscherinnen<br />

nicht genau<br />

sagen.<br />

© ISTOCKPHOTO.COM/LIUDMILA CHERNETSKA


Austrian Centre of Industrial<br />

Biotechnology (acib)<br />

© ACIB GMBH<br />

Es gibt noch einige Hürden, die<br />

genommen werden müssen: „Aber<br />

technische Ansätze, sie zu nehmen,<br />

gibt es bereits. Allgemeines Ziel ist,<br />

günstigeres Kultiviertes Fleisch zu<br />

produzieren. So kostete im August<br />

2013 der erste Cultivated Meat Burger<br />

des niederländischen Forschers<br />

Mark Post noch ca. 325.000 Dollar<br />

pro Kilo. Vor zwei Jahren war der<br />

Kilopreis bei ca. 5.000 Dollar, unser<br />

großes Ziel ist, den Preis auf ca. 5<br />

Dollar pro Kilo zu senken.“<br />

„Machst du eine Party vegan,<br />

bleibst du meistens alan!“, sagt der<br />

gelernte steirische Fleischtiger<br />

und ist damit tatsächlich nicht<br />

ganz alleine. Laut Umfragen<br />

sind zwar 50 % dafür, dass sie<br />

Kultiviertes Fleisch einmal<br />

beschnüffeln wollen, wenn es<br />

einmal da ist, 70 % wollen jedoch<br />

lieber beim Fleisch vom Tier mit<br />

Fell bleiben. Hier gilt es die Angst<br />

vor dem Fremden zu nehmen.<br />

Wahrscheinlich am ehesten durch<br />

Beispiele. Über E-Autos wurde so<br />

lange gelacht, bis der Tesla elegant<br />

seine Runden zog. Viktorija<br />

Vidimce-Risteski denkt hier ähnlich:<br />

„Ein gesundes Misstrauen ist<br />

per se nichts Schlechtes, aber Neues<br />

erweckt ja auch Neugier – wir<br />

wollen ja auch als Wissenschaftler<br />

deshalb an die Öffentlichkeit treten,<br />

um hier Aufklärungsarbeit zu leisten<br />

und die Menschen über dieses<br />

Thema zu informieren, damit wir<br />

Berührungsängste abbauen.“<br />

Salat lebt auch<br />

Für manche ist der größte Vorteil<br />

des künstlichen Fleischerzeugnisses<br />

der ethische: Keine Aufzucht,<br />

keine Mast, kein Schlachthof<br />

– trotzdem, es gibt gewisse<br />

Hemmnisse. Ich werde den Verdacht<br />

nicht los, dass in der Petrischale<br />

das Fleisch doch lebt,<br />

sonst könnte es nicht wachsen.<br />

Vidimce-Risteski zeigt prinzipiell<br />

Verständnis für meine Sorgen:<br />

„Das ist eine Grundsatzdiskussion.<br />

Denn Hefe lebt ja auch, bevor sie<br />

ins Brot oder den Backofen kommt.<br />

Auch pflanzliche Zellen, etwa<br />

Salatzellen, sind noch am Leben,<br />

wenn wir sie essen. Ungefähr so<br />

verhält es sich beim Kultivierten<br />

Fleisch. In einem Stück Rindfleisch<br />

sind die meisten Zellen auch nicht<br />

tot, bevor es in die Pfanne kommt.“<br />

Bleibt nur noch, einen Blick in die<br />

Zukunft zu werfen. Zuerst wird<br />

die Produktion etabliert, um auf<br />

einen vernünftigen Marktpreis<br />

zu kommen und erst dann ist das<br />

Thema Zulassung relevant. Laut<br />

Aleksandra Fuchs wird es eine<br />

Zulassung als Novel Food geben<br />

müssen – ein Vorteil: „Das bedeutet<br />

auch, dass man eine Sicherheitsstudie<br />

dazu machen wird, ob das<br />

Verzehren dieser Produkte keine<br />

Nebenwirkungen hat. Erst dann<br />

wird eine Zulassung erteilt: Dieser<br />

Prozess schafft wiederum Vertrauen<br />

seitens der Bevölkerung und baut<br />

Misstrauen ab.“<br />

Das Austrian Centre of Industrial<br />

Biotechnology (acib GmbH) ist<br />

eine internationale Non-Profit<br />

Spitzenforschungseinrichtung<br />

mit Hauptsitz in Graz. Mit ca.<br />

200 hochmotivierten und bestens<br />

ausgebildeten Mitarbeitern<br />

bietet das acib über 30 Jahre an<br />

Erfahrung. Derzeit führt die Einrichtung<br />

mit über 150 Partnern<br />

aus Forschung und Industrie<br />

nationale und internationale Forschungsprojekte<br />

sowie Auftragsforschungen<br />

durch. Gefördert<br />

wird das K2-Zentrum im Rahmen<br />

des COMET-Programms<br />

durch das BMK, BMDW sowie<br />

die Länder Steiermark, Wien,<br />

Niederösterreich und Tirol. Das<br />

COMET-Programm wird durch<br />

die FFG abgewickelt.<br />

© ACIB GMBH<br />

Dr.rer.nat. MBiol.<br />

Aleksandra Fuchs<br />

acib-Forscherin & Wissenschaftlerin<br />

am Institut für Molekulare<br />

Biotechnologie der Technischen<br />

Universität Graz.<br />

© ACIB GMBH<br />

DI Viktorija Vidimce-Risteski<br />

acib-Mitarbeiterin & Forscherin<br />

am Institut für Molekulare Biotechnologie<br />

an der Technischen<br />

Universität Graz.<br />

20 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong>


40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

21<br />

Entgeltliche Einschaltung


22 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

NO<br />

means<br />

NO<br />

oder:<br />

ein Monat<br />

ohne<br />

Alkohol.


40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

23<br />

Text: Martin G. Wanko<br />

Seit Jahren mache ich das einmal<br />

im Jahr, immer wieder mit<br />

anderen Erkenntnissen, manche<br />

jedoch setzen sich fest. Es ist eine<br />

Reduktion auf das Wesentliche –<br />

aber alles von Anfang an.<br />

Wenn sonst nichts geht, gönnt<br />

man sich zumindest zu Hause etwas.<br />

Ein wirklich schöner Ansatz<br />

zu einem genügsamen Leben und<br />

sicher eine Möglichkeit dem Virus<br />

ein Schnippchen zu schlagen.<br />

Dazu kommt noch der Dezember,<br />

weil etwas düsterer als sonst und<br />

eben in den Weihnachtstagen<br />

doch leidenschaftlich gelebt, sich<br />

der Körper gerne eine Auszeit<br />

gönnt.<br />

Ich freue mich über den kollektiven<br />

Gedanken, aber ich brauche<br />

ihn nicht zwingend, auch keine<br />

Freunde noch Bekannte, die bei<br />

etwas mittun, wofür ich mich<br />

entschieden habe, es schadet aber<br />

auch nicht. Dass man aus jedem<br />

Furz jedoch gleich eine kleine Bewegung<br />

macht, ist wahrscheinlich<br />

unseren sozialen Medien<br />

geschuldet, und sie „Dry January“<br />

nennt, ist mir fast schon ein<br />

bisserl zu viel, zeigt aber, dass die<br />

Welt ganz gerne am Gluckern ist.<br />

Plus 10 % Energie<br />

Das Schönste an der Entschlackung<br />

ist, dass man dem Körper<br />

in diesem Moment etwas<br />

Gutes tut und dieser sich gleich<br />

freudigst bedankt. Schon nach<br />

einigen Tagen der Enthaltsamkeit<br />

spürt man mehr Kraft in<br />

den Gliedern, durchwegs ausgeglichener<br />

zu sein und die Leistungsfähigkeit<br />

hinaufdrehen zu<br />

können. Das ist jetzt nicht einmal<br />

davon abhängig, wieviel oder wie<br />

wenig man im Vorfeld getrunken<br />

hat, da der Anstieg der Lebensenergien<br />

ja auch relativ ist.<br />

Leicht irritierend, aber gar nicht<br />

unlustig, war das Paradox, dass<br />

ich jetzt nicht aufgehört habe<br />

Wein zu kaufen. Die Vorfreude<br />

auf etwas scheint tatsächlich ein<br />

Faktor zu sein und die Weinwirtschaft<br />

kann beruhigt sein, Kurzzeit-Abstinenzler<br />

schaden jetzt<br />

dem Handel nicht zwingend, sie<br />

bereichern ihn sogar.<br />

Meine Stunde auf der<br />

Hängematte<br />

Jeder hat aber eine Schwachstelle<br />

und es gilt diese zu<br />

umschiffen, wenn nicht gar<br />

zu zerstören. Eine der großen<br />

Sachen bei mir sind die Wochenenden.<br />

Zugegeben, man ist<br />

jetzt nicht mehr so ein Springinkerl<br />

wie in jungen Jahren, aber<br />

man freut sich ganz einfach auf<br />

den Riedenwein am Freitagabend<br />

und auf das Bier zum Kick am<br />

Samstag. Jetzt hat man im Januar<br />

schon einen gewissen Vorteil,<br />

dass Fußball witterungsbedingt<br />

eher zweitrangig ist, so sind die<br />

Biere im wahrsten Sinne des<br />

Wortes ins Out zu kicken. Aber<br />

zuerst kommt der große Freitag,<br />

auf dem man sich schon am<br />

Donnerstagabend freut und den<br />

gilt es nun positiv zu meistern.<br />

Gar nicht so einfach, wenn es<br />

dazu noch COVID-19-bedingt<br />

auch nichts mit der Muckibude<br />

wird und Joggen unter 0 Grad<br />

einfach nicht gesund ist, dann<br />

geht nur noch eines: Nichts tun<br />

und ruhig daliegen. Glauben Sie<br />

mir, das hat etwas. Gönnen Sie<br />

sich einfach einmal den Luxus<br />

und tun Sie nichts. Kein Handy,<br />

kein Tablet, kein TV-Kastl, einfach<br />

nichts tun und warten, was<br />

passiert. Bei mir verwandelte<br />

sich das stetige Rauschen der<br />

vorbeifahrenden Autos in die<br />

brandenden Wellen in der Karibik<br />

und mein Bett in eine Hängematte.<br />

Tatsächlich sind Badeurlaube<br />

nichts für mich, aber mein<br />

Körper meint, ich soll das doch<br />

einmal versuchen. Sollte ich mir<br />

merken!<br />

Herumdrücken geht<br />

nicht<br />

Dann gibt es kleinere und größere<br />

Störmomente.<br />

Plötzlich ruft<br />

ein Freund<br />

an, den<br />

ich<br />

schon<br />

lange<br />

nicht mehr<br />

gesehen habe,<br />

und fragt an, ob<br />

ich nicht gerade Zeit<br />

für ein Glas oder zwei<br />

hätte. Ganz direkt „Nein!“ ins<br />

Gesicht zu sagen ist das beste<br />

und dazu noch den Grund benennen.<br />

Geht ja! Problematisch<br />

wird es erst, wenn man zum Herumdrücken<br />

beginnt. Bevor man<br />

in eine Bar geht und schlechte<br />

Stimmung verbreitet, bleibt man<br />

lieber zufrieden zu Hause.<br />

So nebenbei kommt es zu kleinen,<br />

freudigen Ereignissen,<br />

dieses oder jenes, wo man am<br />

Abend in Summe gerne ein<br />

Glas trinken würde. Aufheben<br />

und verschieben ist die Devise.<br />

Auch das berühmte Achtel zum<br />

Kochen ist einfach zu besorgen,<br />

indem man dafür kleine Weinflaschen<br />

besorgt, die tatsächlich<br />

nur für die Rotweinsauce bestimmt<br />

sind und jetzt nicht zum<br />

degustieren. Geht alles ganz einfach<br />

und tut niemandem weh.<br />

Fazit: Das Schönste am trockenen<br />

Monat ist, dass wir mit<br />

jedem Moment der Enthaltsamkeit<br />

wachsen, weil sie eben das<br />

probate Hausmittel gegen den<br />

Überfluss ist, in dem wir leben.<br />

„No means no“, ist die einzige<br />

Möglichkeit, dass unser<br />

Leben an Qualität gewinnt.<br />

Kleiner Nebeneffekt:<br />

Minus zwei<br />

Kilo an Körpergewicht.<br />

Und<br />

natürlich<br />

sollte<br />

man etwas mitnehmen,<br />

für die persönliche<br />

Zukunft: Es sind tatsächlich<br />

70 Prozent des Alkohols, den<br />

man streichen kann. Welcher<br />

das ist, sollte jeder für sich selbst<br />

herausfinden.


40PLUS 24 | N°4 2021 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong> 24<br />

Dritte<br />

Impfung.<br />

BEZAHLTE ANZEIGE DES LANDES STEIERMARK; BILD: GETTYIMAGES.AT / RIDOFRANZ<br />

Schützen Sie sich und andere<br />

– holen Sie Ihre dritte<br />

Impfung ab dem 4. Monat<br />

nach Ihrer 2. Impfung!<br />

An 7 Tagen in der Woche<br />

auf den steirischen Impfstraßen<br />

oder bei den zahlreichen<br />

Impfordinationen.<br />

! Mehr Informationen unter www.impfen.steiermark.at


40PLUS | N°4 2021<br />

25<br />

Entgeltliche Einschaltung<br />

© FLORIAN LIERZER<br />

Die Energiepreise<br />

steigen bei Öl, Gas<br />

und Strom. Auch üben<br />

die Brennstoffe ihren<br />

Einfluss auf die CO 2<br />

-<br />

Emissionen aus. Jetzt<br />

ist also der Zeitpunkt,<br />

um an die nächste<br />

Heizsaison zu denken.<br />

Als Komplettanbieter<br />

im Bereich erneuerbarer<br />

Energieträger,<br />

bietet HERZ Energietechnik<br />

eine Vielzahl an<br />

alternativen Systemen,<br />

mit denen man garantiert<br />

raus aus dem Öl<br />

kommt.<br />

Text: Julia Strempfl<br />

Heizungssysteme<br />

mit HERZ für die<br />

Umwelt & Zukunft.


26 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

Entgeltliche Einschaltung<br />

HERZ Energietechnik GmbH<br />

Herzstraße 1, 7423 Pinkafeld<br />

T: +43 (0)3357 / 42840 – 0<br />

E: office-energie@herz.eu<br />

Ing. Andreas Renner<br />

Vertriebsleiter Österreich<br />

www.herz-energie.at<br />

„Wir haben ein breites Sortiment<br />

an Heizsystemen mit erneuerbaren<br />

Energiequellen, wie Biomasseanlagen<br />

für Stückholz, Hackgut und<br />

Pellets, sowie Luft/Wasser, Sole/<br />

Wasser und auch Wasser/Wasser<br />

Wärmepumpen“, erzählt Andreas<br />

Renner, Vertriebsleiter der<br />

HERZ Energietechnik. „Unsere<br />

Kund*innen erhalten eine individuelle<br />

Beratung, bei der die Experten<br />

aus unserem Hause alle Faktoren<br />

berücksichtigen, wie die Frage nach<br />

dem Heizbedarf des Gebäudes, den<br />

benötigten Temperaturen im Heizsystem<br />

– abhängig vom Zustand<br />

und der Dämmung des Hauses, bis<br />

hin zur Größe des Haushalts und<br />

dem durchschnittlichen Warmwasserbedarf“,<br />

fährt Renner fort.<br />

Jedes System hat seine Vorteile<br />

und bietet Kund*innen individuelle<br />

Auswahlmöglichkeiten.<br />

Bei Wärmepumpen wählt man<br />

aus den Quellen Luft, Sole – mit<br />

Kollektor oder Tiefenbohrung –<br />

oder Wasser. Der Vorteil dieser<br />

Systeme liegt im geringen<br />

Platzbedarf der Wärmepumpe<br />

im Haus, da kein Brennstofflager<br />

erforderlich ist und sich lediglich<br />

ein kompaktes Außengerät bei<br />

einer Luft/Wasser Wärmepumpe<br />

als Wärmequelle einfinden muss.<br />

„Wärmepumpen kommen im Neubaubereich<br />

besonders häufig zum<br />

Einsatz. Am stärksten gefragt ist die<br />

Luft-Wärmepumpe, für diese wir bei<br />

HERZ auch viele unterschiedliche<br />

Lösungen anbieten“, so Andreas<br />

Renner.<br />

Hat man ausreichend Platz zur<br />

Verfügung, um einen Lagerraum<br />

für Biomasse einzurichten, sind<br />

auch Pelletsanlagen für viele ein<br />

Thema. Besonders interessant<br />

ist die Hackschnitzel-Variante<br />

in ländlichen Regionen. Ebenso<br />

beliebt bei Waldbesitzern sind<br />

Stückholzkessel, auch bekannt als<br />

Holzvergaserkessel. Hier profitiert<br />

man von günstigen Anschaffungskosten<br />

und erhält dennoch ein<br />

High-End-Produkt, mit automatischer<br />

Wärmetauscherreinigung,<br />

Regelung mit Touch-Display,<br />

langer Brenndauer und großem<br />

Füllschacht. Das Produkt gibt es<br />

auch als Kombikessel mit einem<br />

Pelletsbrenner. Anders als bei der<br />

klassischen Variante, ist hier durch<br />

die automatische Betriebsfortführung<br />

bester Komfort gegeben.<br />

Innovative Pellets-Brennwertanlagen<br />

(von HERZ) punkten vor<br />

allem mit höchster Effizienz,<br />

da sie den höchsten Wirkungsgrad<br />

bei niedrigen Emissionen<br />

aufweisen. Aus diesem Grund<br />

wecken die Heizungssysteme<br />

das Interesse vieler Kund*innen,<br />

wie auch das von Vanessa und<br />

Florian, aber das ist wieder eine<br />

andere Geschichte…<br />

© HERZ ENERGIETECHNIK GMBH


40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

27<br />

Entgeltliche Einschaltung<br />

Beratung<br />

von und<br />

mit HERZ.<br />

© FLORIAN LIERZER<br />

© FLORIAN LIERZER<br />

Wolfram Lampel<br />

Gebietsleiter & Kundenbetreuer bei HERZ<br />

Vanessa und Florian haben ein altes Holzhaus<br />

aus den 1950er Jahren in Trahütten<br />

gekauft, das bis dato mit Öl beheizt wurde.<br />

Auf der Suche nach einem nachhaltigen<br />

System, waren sie bei HERZ Energietechnik<br />

zu Besuch und wurden von Wolfram<br />

Lampel beraten.<br />

„Wir wussten zwar von Anfang an, dass wir von fossilem<br />

Brennstoff weg und den Vorteil des Raus-aus-dem-Öl-Förderprogramms<br />

von Land und Bund nutzen möchten, über<br />

die uns möglichen Optionen wussten wir jedoch nicht<br />

viel. Daher hatten wir einen sehr breit aufgefächerten<br />

Fragenkatalog mit im Gepäck“, erzählt Vanessa. „Besonders<br />

geschätzt an der Beratung von Herrn Lampel haben<br />

wir das Gespräch auf Augenhöhe. Es hat uns jegliche<br />

Scheu genommen, alles zu fragen, was uns in den Sinn<br />

kam. HERZ war tatsächlich die einzige Firma, bei der<br />

sich für uns, vom Angebot, über die Beratung, bis hin zur<br />

Umsetzung, alles stimmig angefühlt hat“, fährt sie fort.<br />

Wolfram Lampel ist seit 14 Jahren als Gebietsleiter<br />

bei HERZ tätig und berät Kund*innen zu Biomasseanlagen<br />

und Wärmepumpen von HERZ. In den ersten<br />

Schritten ist ihm wichtig festzustellen, welches Heizsystem<br />

den Kund*innen sympathisch (und geeignet)<br />

ist und auf deren persönliche Vorstellungen einzugehen<br />

– egal ob beim Neubau oder der Sanierung. „Hat<br />

man eine Richtung gefunden, ist es die Konfiguration<br />

einer individuelle Gesamtlösung, welche unsere Produkte<br />

zulassen, die sie zur optimalen Heizlösung machen.<br />

So kann ich das Optimum für die jeweilige Situation<br />

zum Vorteil meiner Kund*innen erreichen“, freut sich<br />

Wolfram Lampel.<br />

„Dass Herr Lampel eine langjährige Erfahrung als Installateur<br />

mitbringt und ein großes Wissen auch in Bezug<br />

auf andere Heizsysteme hat, war wirklich hilfreich. Vor<br />

allem, weil wir neben dem Haus auch Werkstättenräume<br />

und ein kleines Ferienhaus besitzen. Wie wir diese Räumlichkeiten<br />

zukünftig nutzen werden, wissen wir noch<br />

nicht genau. Bei der Begutachtung wurde das aber schon<br />

alles berücksichtigt“, so Florian.<br />

„Das Anwesen ist sehr groß und in der Bauweise in verschiedenen<br />

thermischen Ausführungen errichtet, sodass<br />

eine Umsetzung mit einem Niedertemperatursystem<br />

schwer machbar und mit großer Wahrscheinlichkeit<br />

unwirtschaftlich wäre. Nach genauer Begutachtung der<br />

bestehenden Anlage und einer detaillierten Besprechung,<br />

war die Lösung für Vanessa und Florian eindeutig eine<br />

Pelletsheizung“, erklärt Wolfram Lampel. Er hat dem<br />

Paar genau erklärt, wie die Pelletsheizung funktioniert<br />

und wie sie sich mit anderen Systemen, wie Photovoltaik<br />

oder thermischen Solarkollektoren, kombinieren<br />

lassen könnte. Vanessa ist vollstens zufrieden mit dem<br />

Kauf: „Das Pellets-Heizsystem wirkte gleich attraktiv auf<br />

uns und hat durch Preis, Leistung und Technik überzeugt.“


28 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

Entgeltliche Einschaltung<br />

Premium<br />

Pellets<br />

heizen<br />

besser!<br />

© MY PELLETS<br />

My Pellets Handels GmbH<br />

A-8552 Hörmsdorf 190<br />

T: +43 3466 42704<br />

E: premium@mypellets.at<br />

mypellets.at<br />

Text: Julia Strempfl<br />

Für die effiziente Nutzung spielen<br />

Faktoren, wie Größe, Heiz-,<br />

Asche- und Wassergehalt, sowie<br />

Festigkeiten eine entscheidende<br />

Rolle. Um eine saubere Verbrennung<br />

zu gewährleisten, wurde<br />

in Österreich ein Qualitätszertifizierungssystem<br />

– das ENplus<br />

Qualitätssiegel – eingeführt, das<br />

die kleinen Energielieferanten<br />

genauestens auf Herkunft, Qualität<br />

und Verarbeitung überprüft.<br />

„My Premium Pellets werden auch<br />

intern strengsten Qualitätskontrollen<br />

unterzogen und sind natürlich<br />

ENplus-zertifiziert. Wir sind stolz,<br />

dass Sie in allen Kategorien ein<br />

Top-Niveau aufweisen“, erzählt<br />

Matthias Kroell.<br />

Darauf kommt’s an<br />

In den österreichischen Werken,<br />

wo „my Premium Pellets“<br />

hergestellt werden, wird vor der<br />

Auslieferung die Stoffreinheit<br />

sichergestellt. „Wichtig ist, dass<br />

der Staubanteil sowie Ruß- und<br />

Ascherückstände unter 1 % liegen.<br />

Das kommt auch der Lebensdauer<br />

der Pelletöfen zugute“, betont<br />

Matthias Kroell. Der Unternehmer<br />

verwendet für seine Produkte<br />

ausschließlich Fichten- und<br />

Tannenholz, da diese Sorten den<br />

Wir sprechen von<br />

nachwachsendem<br />

Brennstoff. Matthias Kroell<br />

höchsten Brennwert auf geringster<br />

Umweltbelastung aufweisen.<br />

„Der gefällte Baum, den wir zu<br />

Pellets verarbeiten, wird nach dem<br />

Verbrennen wieder als CO 2<br />

von den<br />

Bäumen absorbiert. Diese brauchen<br />

das Kohlendioxid zum Wachsen.<br />

Wir sprechen also von nachwachsendem<br />

Brennstoff“, erklärt<br />

Matthias Kroell.<br />

Vorsorge per Mausklick<br />

Mit den klimaneutralen Energielieferanten<br />

leistet man einen Beitrag<br />

für eine sichere Zukunft.<br />

Matthias Kroell ist<br />

einer der ersten,<br />

der Qualitäts-Pellets<br />

aus Österreich<br />

online verkauft.<br />

„Apropos Zukunft, die tragische<br />

Lage in der Ukraine hat auch Einfluss<br />

auf die logistischen Möglichkeiten<br />

der umliegenden Länder.<br />

Daher ist es umso sinnvoller schon<br />

jetzt an die Vorsorge zu denken“,<br />

empfiehlt Matthias Kroell. „In<br />

schwierigen Zeiten wie diesen, ist<br />

es uns ein noch größeres Anliegen,<br />

den Umwelt- mit dem Lifestyle-Gedanken<br />

zu vereinen. Nachhaltigkeit<br />

spürbar im Leben zu integrieren,<br />

soll für die Konsument*innen komfortabel<br />

und leistbar sein. Daher<br />

verzichten wir auf Zwischenhändler<br />

und ermöglichen unseren<br />

Kund*innen den<br />

Pelletskauf per Mausklick<br />

– und das zum<br />

Produzenten-Bestpreis“,<br />

so Matthias Kroell.<br />

Im Webshop von<br />

„my Premium Pellets“<br />

wählt man einfach zwischen 15-kg<br />

Sackware und loser Tankware.<br />

Schon nach ein paar Mausklicks<br />

bekommt man die Lieferung bequem<br />

zu sich nach Hause geliefert.


Entgeltliche Einschaltung<br />

WIR schafft Werte.<br />

Im neuen Glanz präsentiert<br />

sich das Private Banking<br />

der Raiffeisen-Landesbank<br />

(RLB) Steiermark. Das Ziel:<br />

den persönlichen finanziellen<br />

Background zu managen,<br />

Interessen, Wünsche und<br />

Vorstellungen zu realisieren<br />

und zu begleiten. Nicht umsonst<br />

gilt Private Banking als<br />

Königsdisziplin.<br />

Private Banking ist für die Raiffeisen-Landesbank<br />

(RLB) Steiermark<br />

eine Philosophie, die neben<br />

höchster fachlicher Expertise vor<br />

allem die langfristige persönliche<br />

Beziehung zum Kunden in den<br />

Vordergrund stellt. Ein Vermögen<br />

aufzubauen und kontinuierlich zu<br />

vermehren, erfordert besonderes<br />

Know-how und individuelle Beratung.<br />

„Genau dafür stehen wir.<br />

Wir bieten für unsere Kunden neben<br />

klassischen Private Banking-Leistungen<br />

das gesamte Portfolio einer<br />

führenden Universalbank an. Das<br />

gelingt durch eine umfassende<br />

Kenntnis der Lebenswelt unserer<br />

Kunden und eine zukunftsorientierte,<br />

nachhaltige Denkweise bei<br />

Entscheidungen. Dabei sind wir<br />

überzeugt, dass die Aspekte Umwelt,<br />

Wirtschaft und Mensch keine<br />

Gegenspieler sind, sondern diese im<br />

Einklang miteinander stehen können<br />

– ja sogar müssen!“, so Johannes<br />

Tschemmernegg, Leiter Private<br />

Banking der RLB Steiermark. Gestärkt<br />

wird dieser ganzheitliche<br />

Anspruch mit einer mehrfach<br />

ausgezeichneten Fachexpertise<br />

und einer starken digitalen Produktpalette<br />

sowie einem absolut<br />

erfahrenen Team.<br />

In der Königsdisziplin<br />

Kunden des Private Banking<br />

schätzen vor allem die umfangreichen<br />

Leistungen, beginnend von<br />

der Beratung rund um den Vermögensaufbau<br />

über steueroptimierte<br />

Veranlagungen, Depotanalyse,<br />

Vorsorge, Unternehmensbeteili-<br />

© PHOTOWORKERS.AT<br />

V.l.n.r.: Stefan Kögl, Manfred Schliber, Christiana Kollegger, Angela Fladischer, Johannes Tschemmernegg, Kurt Pürstner, Gernot Samitsch<br />

gungen, Stiftungsmanagement bis<br />

hin zu alternativen Investments,<br />

Vorsorge und Nachfolgeplanung.<br />

„Für uns ist Private Banking die<br />

Königsdisziplin unter den Bankdienstleistungen“,<br />

erklärt Tschemmernegg.<br />

Denn ihm und seinem<br />

Team gehe es nicht nur darum,<br />

„Geld möglichst gewinnbringend<br />

anzulegen“, sondern um viel mehr:<br />

„Etwa darum, die Lebenswelten<br />

unserer Kunden zu verstehen. Und<br />

damit ihre Persönlichkeit, ihre<br />

Wünsche, Ziele und Hoffnungen zu<br />

ergründen.“<br />

Abgerundet wird die umfassende<br />

Betreuung bei Bedarf auch von<br />

Expertisen externer Fachleute aus<br />

dem zuverlässigen Netzwerk der<br />

RLB Steiermark. Maximale Transparenz<br />

bezüglich des Vorgehens<br />

geht dabei einher mit absoluter<br />

Diskretion gegenüber Außenstehenden.<br />

Im Familienverbund<br />

Was die Beratung des Private<br />

Banking der RLB Steiermark<br />

einzigartig macht, ist, dass der<br />

Kunde auch immer im Verbund<br />

mit seiner Familie gesehen wird.<br />

Denn das Team rund um Tschemmernegg<br />

ist auch für die nächste<br />

© PHOTOWORKERS.AT<br />

Generation im Private Banking<br />

da. „Das kann von alltäglichen Themen<br />

wie Vorsorge für Angehörige,<br />

bis zur komplexen Unternehmensnachfolge<br />

reichen. Uns geht es stets<br />

darum, die Beweggründe nachzuvollziehen<br />

und Vorlieben ernst zu<br />

nehmen. Daher verfolgen wir einen<br />

langfristigen, ganzheitlichen Ansatz“,<br />

sagt Tschemmernegg.<br />

Zu Beginn jeder neuen Kundenbeziehung<br />

steht eine Bestandsaufnahme,<br />

die den Fokus auf die<br />

Lebenswelt des Kunden legt und<br />

Basis für Vertrauen schafft. „Danach<br />

gehen wir tiefer und arbeiten<br />

ein maßgeschneidertes Wertekonzept<br />

aus. Unsere Lösungen sind immer<br />

einzigartig und so individuell wie<br />

unsere Kunden“, lautet die Maxime<br />

des Private Banking-Teams.<br />

Johannes Tschemmernegg<br />

Leiter Private Banking der RLB Steiermark<br />

„Wir bieten für unsere Kunden neben<br />

klassischen Private Banking-Leistungen<br />

das gesamte Portfolio einer führenden<br />

Universalbank an. Das gelingt<br />

durch eine umfassende Kenntnis der<br />

Lebenswelt unserer Kunden sowie<br />

einer nachhaltigen Denkweise<br />

bei Entscheidungen.“<br />

Im Zuge der Private Banking-Betreuung<br />

soll eine vertrauensvolle<br />

Beziehung entstehen, die weit<br />

über reine Beratungs- und Wealth<br />

Management-Aufgaben hinausgeht.<br />

Zahlreiche Auszeichnungen,<br />

wie etwa beim international<br />

unabhängigen Leistungsvergleich<br />

Fuchs-Performance-Projekt, bestätigen<br />

die Qualität, mit der dieser<br />

Anspruch vom Team verfolgt<br />

wird.<br />

Private Banking<br />

Paulustorgasse 4<br />

8010 Graz<br />

t: +43 316 8036 5083<br />

www.privatebanking-rlb.at<br />

40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

29


30 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

Vom Ottitsch!<br />

Mehr zu Oliver Ottitsch unter:<br />

www.oliverottitsch.com


Entgeltliche Einschaltung<br />

LH Hermann<br />

Schützenhöfer:<br />

Liebe Eveline, du bist ja ursprünglich<br />

Tirolerin und<br />

bist der Liebe wegen in<br />

die Steiermark gekommen.<br />

Geographisch und sprachlich<br />

jedenfalls eine Verbesserung.<br />

Aber Spaß beiseite, was schätzt<br />

du an der Steiermark?<br />

Die süße Seite des Lebens mundet auch dem Herrn Landeshauptmann. Aber im<br />

Grunde geht es um mehr: Wir sind Steirer. Auch wenn Eveline Wild ursprünglich aus<br />

Tirol kommt. Ein Dialog über die süße Versuchung, die Steiermark und das wahre<br />

Sein. <strong>40plus</strong> Chefredakteur Martin G. Wanko notierte und naschte mit.<br />

Eveline Wild:<br />

Ich habe die Steirerinnen und<br />

Steirer sofort wegen ihres Hangs<br />

zur Geselligkeit und ihrer tendenzielle<br />

Offenheit in mein Herz<br />

geschlossen. Besonders die Kreativität<br />

aus jedem Ereignis ein Fest<br />

zu machen - Storch-Aufstellen,<br />

Storch-Umschneiden, Ba(u)m-Aufstellen,<br />

Ba(u)m-Umschneiden, etc.<br />

– sagt viel über ihre lebensbejahende<br />

Grundhaltung aus.<br />

© GAS PETER STRAUB<br />

© STVP<br />

Eveline Wild:<br />

Lieber Hermann, einmal zum<br />

Warmwerden: ein kleines Multiple<br />

Choice aus der süßen Küche!<br />

Was schmeckt dem Chef<br />

im Land am besten?<br />

LH Hermann<br />

Schützenhöfer:<br />

Kaiserschmarrn<br />

Mousse au chocolat<br />

Fruchtsorbet<br />

Schokoladeneis<br />

Chocolatier<br />

Eveline Wild<br />

Landeshauptmann<br />

Hermann Schützenhöfer<br />

Gummibärchen<br />

Pralinen<br />

40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

31


Entgeltliche Einschaltung<br />

»Wir Steirerinnen<br />

und Steirer haben<br />

ja bekanntlich Kultur<br />

in der Seele und<br />

Genuss im Blut.«<br />

LH Hermann Schützenhöfer<br />

LH Hermann<br />

Schützenhöfer:<br />

Wir Steirerinnen und Steirer<br />

haben ja bekanntlich Kultur in<br />

der Seele und Genuss im Blut.<br />

Abseits von Schokolade, was<br />

schätzt du besonders an den<br />

steirischen Schmankerln?<br />

Eveline Wild:<br />

Etliche gläserne Manufakturen<br />

zeigen transparent und nachvollziehbar<br />

den Weg vom Ursprung<br />

zur fertigen Delikatesse und sorgen<br />

nicht nur bei Kinderaugen<br />

für Staunen. Die Steirerinnen und<br />

Steirer haben einen geschärften<br />

Fokus, diesen besonderen Blick<br />

auf die Person, die hinter einem<br />

ehrlichen Produkt steht. Bei einem<br />

Kauf haben sie immer im Hinterkopf,<br />

dass sie nicht nur sich selbst<br />

etwas Gutes tun, sondern auch<br />

den Produzenten, dessen Familie<br />

und die Region unterstützen. Als<br />

zuagroaste Beobachterin fällt mir<br />

diese Haltung wahrscheinlich<br />

viel mehr auf, als gelernten Steirerinnen<br />

und Steirern. Irgendwie<br />

kommt mir vor, dass das „Wir“-Gefühl<br />

hierzulande überwiegt. Eine<br />

Haltung, die man in der Welt mehr<br />

sehen möchte, muss man halt auch<br />

selbst leben. Also „Bravo“ – liebe<br />

Steirerinnen und Steirer – ich bin<br />

stolz auf UNS.<br />

Eveline Wild:<br />

Jetzt bist du ja doch an einer<br />

sehr einflussreichen Position<br />

im Land, wo siehst du im Großen<br />

und Ganzen deine Grenzen, bzw.<br />

wo fühlst du dich persönlich<br />

machtlos?<br />

© STVP<br />

LH Hermann<br />

Schützenhöfer:<br />

Wenn wir aktuell Richtung Ukraine<br />

blicken, macht mich diese<br />

humanitäre Tragödie tief betroffen.<br />

Österreich ist und bleibt<br />

militärisch ein neutraler Staat –<br />

32 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong>


Entgeltliche Einschaltung<br />

darüber sollte es keine Diskussion<br />

geben. Österreich antwortet auf<br />

diese Situation nicht mit Armeen<br />

und Raketen, sondern mit gewaltfreien<br />

Mitteln und Nachbarschaftshilfe.<br />

Es ist ein unsägliches<br />

Leid, das den Menschen in der<br />

Ukraine derzeit widerfährt. Ich<br />

würde mir wünschen, diese katastrophalen<br />

Zustände sofort beenden<br />

zu können.<br />

LH Hermann<br />

Schützenhöfer:<br />

»Irgendwie<br />

kommt mir<br />

vor, dass das<br />

„Wir“-Gefühl<br />

hierzulande<br />

überwiegt.«<br />

Eveline Wild<br />

Zum Abkühlen eine letzte kurze<br />

Abschlussfrage: Weißwein,<br />

Rotwein oder doch lieber<br />

ein (steirisches) Bier?<br />

Eveline Wild:<br />

Wenn ich mir von diesen drei Optionen<br />

etwas auswählen darf, dann<br />

wäre es ein Sauvignon Blanc aus<br />

der Südsteiermark. Gerne auch ein<br />

Glaserl Gelber Muskateller – doch<br />

am liebsten hab ich‘s alkoholfrei,<br />

Hollersaft und so.<br />

Eveline Wild:<br />

Wenn ich zuviel herumdenke und<br />

Probleme wälze, flüchte ich mich<br />

in meine Schokoladenküche.<br />

Wenn du einmal eine Auszeit<br />

brauchst, würdest du lieber:<br />

Gemeinsam mit mir in meiner<br />

Küche chocolatieren, oder einem<br />

anderen, bestimmt nicht so lustigen,<br />

Hobby nachgehen. Wenn<br />

du tatsächlich das aussuchst,<br />

möchte ich wissen, was du mir<br />

und Schokolade vorziehen würdest?<br />

LH Hermann<br />

Schützenhöfer:<br />

Na, selbstverständlich das gemeinsame<br />

Chocolatieren! Obwohl ich<br />

nicht versprechen kann, dass das<br />

Ergebnis uns auch optisch erfreuen<br />

würde.<br />

Eveline Wild:<br />

Die Liebe steckt im Detail.<br />

© WOLFGANG HUMMER<br />

Viele Menschen kennen<br />

mich als Konditorin,<br />

Patissier, ORF-Fernsehkonditorin,<br />

Goldmedaillen-Gewinnerin<br />

der<br />

Berufsweltmeisterschaft<br />

„World Skills“ in Seoul,<br />

Patissier des Jahres 2018<br />

(Gault Millau & Rolling<br />

Pin), Köchin der Köche<br />

2018, Superheldin des<br />

Alltags für zwei kleine<br />

Steirerchens, Dompteur<br />

des WILDe Eders, und<br />

vor allem eines – Chocolatier<br />

von ganzem<br />

Herzen!<br />

Obwohl Schokolade zu<br />

meinem täglich Brot geworden<br />

ist, fasziniert sie<br />

mich in all ihren Facetten<br />

bis heute jedes Mal<br />

aufs Neue. Jeder meiner<br />

Handgriffe ist wohl<br />

überlegt, jede einzelne<br />

Süßigkeit wird von mir<br />

persönlich hergestellt.<br />

Ein ehrliches Handwerk<br />

ist mir wichtig – nicht<br />

nur bei meinen Kreationen.<br />

Meine Liebe zum<br />

Detail und die Affinität<br />

zu hoher Qualität lassen<br />

mich die Welt manchmal<br />

mit anderen Augen<br />

wahrnehmen. So begeistern<br />

mich die kleinsten<br />

Dinge, da in ihnen<br />

oftmals mehr Raffinesse<br />

steckt, als man ihnen zutraut:<br />

Pralinen und so.<br />

Ich konzentriere mich<br />

auf die positiven, die<br />

Schokoladen-Seiten des<br />

Lebens. Es ist mir eine<br />

Herzensangelegenheit<br />

meine Begeisterung mit<br />

meinen Mitmenschen<br />

zu teilen – am besten<br />

verpackt man die genießerische<br />

Mentalität in<br />

Schokolade. Liebe geht<br />

ja bekanntlich durch den<br />

Magen!<br />

40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

33


34 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

Moderation: Martin G. Wanko<br />

Wo hat die Zukunft<br />

begonnen, beginnt<br />

sie jetzt, oder immer<br />

erst morgen?<br />

Horst Bischof: Aus Sicht der<br />

Relativitätstheorie sind Raum und<br />

Zeit miteinander verknüpft und<br />

nicht absolut, sondern vom jeweiligen<br />

Bezugssystem abhängig. So<br />

gesehen schafft sich jeder seine<br />

Zukunft selbst.<br />

Karl Stocker: Ich darf hier Douglas<br />

Rushkoff zitieren, der meinte,<br />

dass wir uns nicht über die Zukunft<br />

beunruhigen müssen, weil<br />

wir in einer Gegenwart leben, die<br />

für immer andauern wird.<br />

Gerhard Sommer: Zukunft<br />

beginnt immer jetzt, denn eine<br />

Sekunde danach ist es schon<br />

wieder Vergangenheit.<br />

Tammo Trantow: Immer erst<br />

morgen.<br />

Martin Graf: Um für die Zukunft<br />

gerüstet zu sein, braucht es auch<br />

ein Gestern. Es ist wichtig, strategisch<br />

nachhaltige Ziele zu planen,<br />

um sie überhaupt umsetzen zu<br />

können. Denken Sie zum Beispiel<br />

an unsere aktuellen Projekte, wie<br />

die Wasserstoff-Anlage in Gabersdorf,<br />

mit einer Investitionssumme<br />

von rund 10 Millionen Euro – die<br />

erste Wasserstoff-Produktionsanlage<br />

in Österreich für den<br />

Industrie-Markt. Hier konnten wir<br />

bereits das Unternehmen Wolfram<br />

(Sandvik-Konzern) als Abnehmer<br />

gewinnen. Oder an die PV-Freiflächenanlage<br />

in Bärnbach mit 12<br />

Millionen Euro. Zukünftig können<br />

damit rund 10.000 Steirer*innen<br />

mit grünem Sonnen-Strom versorgt<br />

werden. Da sind einige Aufgaben<br />

von unseren Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeitern im Vorfeld<br />

zu erledigen, um solche Großprojekte<br />

realisieren zu können. Das<br />

benötigt Zeit, Geduld und eine<br />

akribische Vorbereitung – von der<br />

Finanzierung, der Planung, Einhaltung<br />

der Verordnungen bis hin<br />

zum Bau der Anlagen.<br />

Was haben wir in<br />

den letzten 2 Jahren<br />

gelernt?<br />

Horst Bischof: Wie wichtig es ist,<br />

flexibel zu sein und wie rasch wir<br />

kreative Lösungen finden.<br />

Karl Stocker: Gelernt habe ich,<br />

dass ich offenbar vorher zu viel auf<br />

Eröffnungen und Events gegangen<br />

bin: Kommunikationssimulation,<br />

Data Overflow! Das geht mir nicht<br />

ab! Gelernt haben wir, dass offenbar<br />

das österreichische Bildungssystem<br />

unsere Bevölkerung nur<br />

sehr eingeschränkt zu kritischen<br />

Staatsbürger*innen „erzogen“ hat.<br />

Die Ablehnung wissenschaftlicher<br />

Forschung durch einen nicht<br />

geringen Teil der Bevölkerung ist<br />

dafür ein eindrucksvoller Beleg.<br />

Gerhard Sommer: Dass es immer<br />

anders kommen kann, als man<br />

denkt und dass wir nur eine Welt<br />

haben, auf die wir aufpassen<br />

müssen.<br />

Tammo Trantow: Branding und<br />

Marketing sind mächtige Werkzeuge<br />

– Menschen sterben – Die<br />

meisten Menschen haben Angst<br />

davor – Diese Ängste drücken<br />

sich individuell aus – Wie Ängste<br />

uns dazu bringen Freiheiten zu<br />

opfern…<br />

Martin Graf: Nun, dass man auf<br />

Unvorbereitetes bis zu einem<br />

gewissen Grad vorbereitet sein<br />

muss. Es hat sich gezeigt, dass<br />

in unserem Unternehmen der<br />

Krisenstab gute Arbeit leistet.<br />

Die Energie Steiermark ist eine<br />

kritische Infrastruktur und die<br />

Versorgungssicherheit für unsere<br />

Kundinnen und Kunden hat auch<br />

in Krisenzeiten oberste Priorität.<br />

In den letzten 2 Jahren Pandemie<br />

hat unser Arbeitseinsatz auch<br />

unter erschwerten Rahmenbedingungen<br />

bestens funktioniert.<br />

So absolvieren wir jedes Jahr mit<br />

unserem Krisenstab Übungen, um<br />

eventuelle Krisen durchzuspielen<br />

und aufzuzeigen, wo eventueller<br />

Handlungsbedarf besteht, damit<br />

wir im Anlassfall gerüstet sind<br />

und unsere Mitarbeiterinnen und<br />

Mitarbeiter genau wissen, was zu<br />

tun ist.<br />

Wie definieren Sie<br />

Zukunft?<br />

Horst Bischof: Zukunft ist der<br />

Ort, an dem ich zu leben gedenke.<br />

Karl Stocker: Zukunft ist für<br />

mich ein Verhalten, die Welt so<br />

anzusehen und anzugehen, dass<br />

wir nicht in den festgefahrenen<br />

und tradierten Strukturen stecken<br />

bleiben, sondern für Neues offen<br />

sind.<br />

Gerhard Sommer: Wir brauchen<br />

die Zukunft, um unsere Fantasie<br />

anzuregen.<br />

Tammo Trantow: Die Zukunft<br />

ist, wie wir uns das noch nicht<br />

Ereignete vorstellen. Als Kollektiv<br />

oder als Individuum.<br />

Martin Graf: Zukunft bedeutet<br />

Chancen zu haben. Veränderungen<br />

einzuleiten, mögliche<br />

Fehler zu korrigieren und mit<br />

Traditionen zu brechen und neuen<br />

Perspektiven, Zukunftsvisionen<br />

eine Chance zu geben. Aber es<br />

bedeutet auch, Mut zu zeigen,<br />

Kooperationen einzugehen, um<br />

Neues schaffen zu können.


Inwieweit ist „die<br />

Zukunft“ in Ihrem<br />

Beruf ein Thema?<br />

Horst Bischof:<br />

Forschung = Zukunft.<br />

Karl Stocker: Design ist seit 150<br />

Jahren an den Entwicklungen der<br />

industriellen Gesellschaften mit<br />

positiven und negativen Auswirkungen<br />

für Mensch und Umwelt<br />

beteiligt. Schon allein daraus<br />

ergibt sich für die Designer*innen<br />

eine hohe Verantwortung, an der<br />

Bewältigung der uns heute und<br />

zukünftig betreffenden Probleme<br />

mit gestalterischen Mitteln mit zu<br />

arbeiten.<br />

Gerhard Sommer: Welcher junge<br />

Künstler hat das Potenzial in Zukunft<br />

ein Großer zu werden.<br />

Tammo Trantow: Insofern, dass<br />

um im „Jetzt“ zu leben, wir erkennen<br />

müssen, dass „Jetzt“ der flüchtige<br />

Augenblick zwischen Erinnerung<br />

und Vorstellung ist. Somit<br />

ist die Zukunft eigentlich immer<br />

etwas zwischen einer Vision und<br />

einem zufälligen Ereignis.<br />

Martin Graf: In der Energie Steiermark<br />

gestalten wir gemeinsam mit<br />

unserem hochmotivierten Team<br />

von 1.850 Mitarbeiterinnen und<br />

Mitarbeiter die Zukunft – unser<br />

Ziel ist die Klimaneutralität 2040<br />

zu erreichen und wenn man sich<br />

das heute als Ziel setzt, muss man<br />

täglich darüber nachdenken und<br />

daran arbeiten, wie man dieses<br />

Ziel auch tatsächlich erreicht.<br />

Wo müssen wir es<br />

anpacken?<br />

Horst Bischof: Bei der Forschung!<br />

Besonders bei der Grundlagenforschung,<br />

denn diese ist die Basis<br />

jeder technologischen Entwicklung.<br />

Karl Stocker: Im Bereich des Designs<br />

brauchen die Designer*innen<br />

auf jeden Fall ein neues Mindset sowie<br />

entsprechende Strategien und<br />

erweiterte Methoden. Wichtig wäre<br />

auch die Bedürfnisse nichtmenschlicher<br />

Stakeholder – also Tiere und<br />

Umwelt – in den Designprozess zu<br />

integrieren. Dafür braucht es Wissen<br />

und Gestaltungstechniken aus<br />

dem Human-Centered Design und<br />

Usability ebenso wie aus Ökologie,<br />

Umweltwissenschaften, Soziologie<br />

und Philosophie.<br />

Gerhard Sommer: Jeder muss versuchen<br />

einen Teil dazu beizutragen<br />

(Umwelt, Klima, Soziales).<br />

Tammo Trantow: Parameter definieren,<br />

sowohl als Individuen als<br />

auch Gesellschaft. Diese können<br />

dann als Leitfaden für unser Handeln<br />

funktionieren. Dann sollten<br />

wir die jetzige Situation genau<br />

betrachten und möglichst viele der<br />

Implikationen unserer Handlungen<br />

erdenken. Und dann kluge Entscheidungen<br />

treffen. Als Individuen,<br />

als auch als Gesellschaft.<br />

Martin Graf: Die Energie Steiermark<br />

plant in den kommenden<br />

zehn Jahren einen massiven Ausbau<br />

der Erneuerbaren Energie. In<br />

Summe haben wir Projekte mit<br />

einem Investitionsvolumen von<br />

rund 2 Milliarden Euro in der<br />

Pipeline. Über 1 Milliarde Euro<br />

geht in die Erzeugung – dabei geht<br />

es sowohl um den Ausbau der<br />

Windkraft, der Photovoltaik und<br />

der Wasserkraft. Zum Beispiel das<br />

neue Wasserkraftwerk in Grat-<br />

© HELMUT LUNGHAMMER<br />

© DJ OCHO<br />

© LEX KARELLY<br />

Martin Graf<br />

2011 bis 2016 Vorstand der Energie-Control<br />

Austria. Seit 2016<br />

Vorstandsdirektor der Energie<br />

Steiermark AG. Zudem liegt die<br />

Zuständigkeit für die Energienetze<br />

Steiermark GmbH bei ihm. Er blickt<br />

auf mehr als 25 Jahre Erfahrung<br />

in der Energiebranche zurück. Er<br />

verfügt über ein tiefes Verständnis<br />

über die heutigen und zukünftigen<br />

Herausforderungen der Branche<br />

und über Managementerfahrung<br />

in technischen & kaufmännischen<br />

Funktionen.<br />

Horst Bischof<br />

Studierte Informatik an der TU Wien,<br />

wo er 1993 promovierte und sich<br />

1995 habilitierte. 2004 wurde er<br />

zum Universitätsprofessor für<br />

Computer Vision an der TU Graz<br />

berufen. Seit 2011 Vizerektor für<br />

Forschung an der TU Graz. Veröffentlichte<br />

mehr als 630 wissenschaftliche<br />

Arbeiten und erhielt<br />

20 nationale und internationale<br />

Preise für seine Publikationen.<br />

Tammo Trantow<br />

25 Jahren Praxis in unterschiedlichen<br />

Kampfkünste & Körperarbeit.<br />

Lehrer, Gründer und Leiter an der<br />

Sanshinkai Akademie in Graz.<br />

Beschäftigt sich seit 2014 mit esoterisch-philosophischen<br />

Themen.<br />

Allen voran mit Hatha Yoga & Schamanismus.<br />

Kampfkünste empfindet<br />

er als ein ideales Übungsfeld,<br />

um beides zu studieren.<br />

40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

35


<strong>40plus</strong> Talk<br />

<strong>40plus</strong> Talk<br />

Karl Stocker<br />

Bis 2021 Leiter der Studiengänge<br />

„Informationsdesign“ und<br />

„Ausstellungsdesign“ an der<br />

FH JOANNEUM – University<br />

of Applied Sciences in Graz.<br />

Derzeit als Berater, Vortragender<br />

und Netzwerker im Kultur- & Designbereich<br />

sowie international im<br />

universitären Bereich als Vortragender,<br />

Supervisor & Berater tätig.<br />

Botschafter von Graz – UNESCO<br />

City of Design.<br />

Gerhard Sommer<br />

Gelernter Koch und ist seit 33<br />

Jahren Kunsthändler & Galerist in<br />

Graz. Mit seinen 2 Galeriestandorten<br />

in der Innenstadt bzw. in Graz-<br />

Liebenau konzentriert er sich auf<br />

den Wiener Aktionismus und die<br />

Zeitgenössische Kunst nach 1945.<br />

© LEX KARELLY<br />

© FLORIAN LIERZER<br />

<strong>40plus</strong> Talk<br />

korn, welches wir gemeinsam mit<br />

dem Verbund errichten, hier ist der<br />

Baustart bereits erfolgt und wird<br />

nach geplanter Fertigstellung 2024<br />

rund 15.000 Haushalte mit grüner<br />

Energie versorgen und zirka 30.000<br />

Tonnen CO 2<br />

jährlich einsparen.<br />

Wir planen auch 100 Windräder,<br />

die bis zu 150.000 Haushalte<br />

versorgen können. In den nächsten<br />

Jahren investieren wir rund<br />

320 Millionen Euro alleine dem<br />

Windkraftausbau – etwa auf der<br />

weststeirischen Stubalm oder auf<br />

der Freiländeralm, wo wir weitere<br />

17 Windräder zu den 4 bestehenden<br />

planen. Ein weiteres Großprojekt –<br />

wie bereits erwähnt – ist die Photovoltaik-Freiflächenanlage<br />

auf einem<br />

Deponie-Gelände in Bärnbach. Hier<br />

werden wir mit einer Kollektoren-<br />

Fläche von rund 28 Fußballfeldern<br />

Sonnenstrom für über 10.000<br />

Steirer*innen erzeugen. Auch in<br />

Neudau beginnen wir im April mit<br />

dem Bau einer Photovoltaik-Anlage<br />

mit grünem Strom für rund 7.000<br />

Steirer*innen.<br />

Was oft vergessen wird: Auch Modernisierungen<br />

und Aufrüstungen<br />

unseres über 30.000 Kilometer langen<br />

Stromnetzes sind entscheidend,<br />

um grünen Strom aus dezentralen<br />

Anlagen überhaupt „abholen“ zu<br />

können. Allein dafür haben wir<br />

pro Jahr bis zu 150 Millionen Euro<br />

eingeplant.<br />

Die Menschen<br />

sehnen sich nach<br />

einer „geordneten<br />

Zukunft“, wird es<br />

so etwas (jemals)<br />

geben?<br />

Horst Bischof: Nein. Das Wesen<br />

der Zukunft ist es ja, dass wir sie<br />

nur sehr eingeschränkt vorhersagen<br />

können. Das lehrt uns die<br />

Chaostheorie.<br />

Karl Stocker: Österreich hat unter<br />

Bruno Kreisky einen Sozialstaat<br />

eingeführt, der jene unterstützt<br />

hat, die vorher ökonomisch,<br />

sozial und symbolisch deklassiert<br />

waren. Das implizierte für einige<br />

Jahre auch eine „geordnete Zukunft“,<br />

quasi von der Wiege bis<br />

zur Bahre. Der Neoliberalismus<br />

implantierte anschließend die Risikogesellschaft<br />

(Ulrich Beck) und<br />

heute ist angeblich jeder wieder<br />

selbst der Schmied seines eigenes<br />

Glücks.<br />

Gerhard Sommer: Wie man sieht,<br />

nein. Eine Pandemie ist nicht<br />

planbar, auch die Politik ist unberechenbar<br />

geworden.<br />

Tammo Trantow: Je größer das<br />

Maß an erdachter Ordnung, desto<br />

umfassender die Notwendigkeit<br />

der Kontrolle. Diese Kontrolle<br />

ist aber niemals ein Garant für<br />

andauernde Ordnung. Come to<br />

peace with the fact, that we are mere<br />

mortals and we will die.<br />

Als Spiegel der<br />

Zeit ist gerade in<br />

der Jugend eine<br />

gewisse Angst vor<br />

der Zukunft doch<br />

ein relevantes<br />

Thema. Was tun?<br />

Horst Bischof: Wir müssen noch<br />

stärker auf junge Menschen<br />

hören, denn die Jugend sollte die<br />

Zukunft gestalten, in der sie leben<br />

will.<br />

Karl Stocker: In meiner Jugendzeit<br />

dachten wir noch, dass alles<br />

machbar sei, dass wir die Welt<br />

beherrschen können und dass die<br />

Zukunft besser und schöner sein<br />

würde, ja wir glaubten tatsächlich<br />

an eine Utopie. Naja, im Kontext<br />

der nicht nur die Jugend umgebenden<br />

Probleme, ist es doch<br />

36<br />

40PLUS | N°1 <strong>2022</strong>


40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

37<br />

verständlich, dass sich die heutige<br />

Jugend um ihre Zukunft Sorgen<br />

macht. Nicht zu vergessen der<br />

soziale Faktor: Denn wenn die<br />

Eltern nicht zu dem einen Prozent<br />

gehören, dem 50 Prozent des<br />

österreichischen Eigentums gehört<br />

– ich denke, das kann schon<br />

Zukunftsängste bereiten.<br />

Gerhard Sommer: Mit der Jugend<br />

reden und versuchen ihr die Angst<br />

zu nehmen. Workshops anbieten,<br />

mit interessanten Vortragenden.<br />

Tammo Trantow: Was sich heute<br />

verändert hat ist, dass wir als<br />

Erwachsene so feige geworden<br />

sind, dass wir – anstatt unsere<br />

Jugend zu schützen – sie missbrauchen,<br />

um uns vor etwas zu<br />

schützen, wovon sie keine Gefahr<br />

haben. Und das mit unsicheren<br />

Mitteln. Das sollte uns wirklich zu<br />

denken geben und wir müssen das<br />

korrigieren.<br />

Martin Graf: Es ist an uns zu<br />

zeigen, dass Veränderungen auch<br />

positiv sein können. In unserer<br />

Lehrlingsausbildung versuchen<br />

wir, den jungen Menschen Perspektiven<br />

aufzuzeigen und gleichzeitig<br />

Stabilität zu geben. Derzeit<br />

sind in der Energie Steiermark fast<br />

100 Jugendliche in Ausbildung.<br />

Seit 2020 nehmen wir 30 Lehrlinge<br />

pro Jahr auf. Gleichzeitig haben<br />

wir die Ausbildungsschwerpunkte<br />

den zukünftigen Herausforderungen<br />

angepasst. Bei uns werden<br />

Lehrlinge zu Green Energy Profis<br />

ausgebildet – zu Expert*innen<br />

im Bereich Erneuerbare Energie<br />

mit einem besonderen Fokus auf<br />

zukunftsweisende Themen wie<br />

Digitalisierung, Smart Meter,<br />

E-Mobilität, etc. Ich denke, dass<br />

wir dadurch unseren Nachwuchskräften<br />

das nötige Rüstzeug für<br />

die Zukunft mitgeben und bieten<br />

allen erfolgreichen Lehrlingen<br />

nach Ende ihrer Lehrzeit eine Fixanstellung<br />

an.<br />

Wie soll man<br />

sich im Chaos<br />

zurechtfinden?<br />

Horst Bischof: Wissen und<br />

Wissenschaft waren immer schon<br />

Wege, um Ordnung in die Welt zu<br />

bringen.<br />

Karl Stocker: Der zweite Hauptsatz<br />

der Thermodynamik schreibt<br />

ja einen Trend zu wachsender<br />

Unordnung vor, aber dennoch gelingt<br />

es der Natur aus chaotischen<br />

Zuständen geordnete Strukturen<br />

zu entwickeln. Warum sollte das<br />

nicht auch unseren Gesellschaften<br />

gelingen.<br />

Gerhard Sommer: In die Natur<br />

gehen, um nachzudenken und<br />

den Verstand einzusetzen.<br />

Tammo Trantow: Das muss jede*r<br />

selber herausfinden. Aber sicherlich<br />

nicht mit noch mehr Regeln<br />

und Verordnungen.<br />

Was ist das<br />

Wichtigste, das wir<br />

sofort richten sollen?<br />

Horst Bischof: Wir müssen der<br />

Wissenschaftsskepsis in Österreich<br />

viel stärker entgegenwirken.<br />

Wenn die Menschen der Wissenschaft<br />

nicht vertrauen, sind sie<br />

selbst ernannten Prophet*innen<br />

und Verschwörungstheoretiker*innen<br />

ausgeliefert.<br />

Karl Stocker: Die 17 Sustainable<br />

Development Goals der UNO<br />

sagen uns im Detail, wo es langgehen<br />

sollte. Nur hält sich kein<br />

Staat daran. Ökologisch, sozial<br />

und ökonomisch müsste man<br />

schleunigst Änderungen durchführen<br />

und mit dem Beschwichtigungsgeschwurbel<br />

aufhören, es ist<br />

ja nicht nur beim Klima 5 nach 12!<br />

Der Staat hätte vor allem auch auf<br />

der sozialen Seite etwas tun können,<br />

hat aber in den letzten Jahren<br />

die soziale Ungleichheit steigen<br />

lassen, Armut und Arbeitslosigkeit<br />

nicht verhindert und ermöglicht<br />

die Anhäufung ungeheurer<br />

Reichtümer, was die Demokratie<br />

letztlich gefährdet.<br />

Gerhard Sommer: Umwelt, Klima,<br />

die Schule neu ausrichten. In<br />

der Politik Richtlinien schaffen.<br />

Tammo Trantow: Lasst die Kinder<br />

und Jugendlichen wieder ein<br />

normales Leben führen.<br />

Brauchen wir<br />

einen Messias?<br />

Horst Bischof: Definitiv nein,<br />

aber wir brauchen Grundlagenforschung,<br />

um die Werkzeuge schon<br />

zu haben, wenn wir sie brauchen<br />

(z.B. mRNA-Impfstoffe).<br />

Karl Stocker: Definitiv nicht.<br />

Schauen Sie sich an, was uns<br />

diverse Messiasse gebracht haben.<br />

Der Schlüssel zu einer positiven<br />

Zukunft ist das Kommunizieren<br />

und Entwickeln eines verantwortungsbewussten<br />

und nachhaltigen<br />

Zugangs zur Welt. Alles<br />

hängt von Zusammenarbeit ab<br />

– zwischen Politik, Wissenschaft,<br />

Wirtschaft, Designer*innen,<br />

Aktivist*innen und Menschen<br />

überhaupt – mit dem Ziel Lösungen<br />

zu finden und Änderungen zu<br />

erreichen.<br />

Gerhard Sommer: Wir bräuchten<br />

vernünftige Politiker und Menschen<br />

mit Hausverstand.<br />

Tammo Trantow: Nein. Denn:<br />

Als Individuen müssen wir lernen<br />

unbedingte Verantwortung über<br />

unsere Handlungen zu übernehmen.<br />

Ein Messias ist quasi<br />

die Antithese hierzu, da er/sie<br />

jemand ist, dem Mann/Frau folgen<br />

möchte. Dadurch geben wir Verantwortung<br />

ab.<br />

Martin Graf: Es braucht Menschen<br />

mit Engagement, Visionen, für<br />

eine saubere und gesunde Umwelt,<br />

die bereit sind gemeinsam unsere<br />

Zukunft zu gestalten.


38 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

Entgeltliche Einschaltung<br />

Warum nicht dort leben, wo es einem am besten gefällt, wo sich Graz<br />

von der entspanntesten Seite zeigt und immer ein Lächeln parat hat? Die<br />

Rede ist, nicht schwer zu erraten, vom Lendplatz. Das Wohnobjekt nennt<br />

sich HOME LEND - und die Mietwohnungen stehen ab 01. Juli bereit!<br />

Text: Martin G. Wanko<br />

© VIZIBLE


40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

39<br />

Entgeltliche Einschaltung<br />

Täglich findet dort der zweitgrößte<br />

Bauernmarkt in der<br />

Steiermark – am unteren Teil des<br />

Platzes – statt, wo sich Hipster,<br />

junge Familien und Alteingesessene<br />

über Erdbeeren aus dem<br />

Heu und ohne Plastik, Erdäpfel<br />

frisch aus der Erde oder einen<br />

warmen Kirschkuchen freuen,<br />

den die Verkäuferin noch vor<br />

Minuten vom Blech gehoben hat,<br />

während man bei Macello genüsslich<br />

einen Cappuccino von<br />

Nannini trinkt. Aber nicht nur<br />

verweilen, man träumt hier von<br />

einer richtig feinen Wohnung.<br />

Entspannt bleiben, wir sind am Weg<br />

nach Lend<br />

Man kann den Fußweg aber auch oben an der Hauptbrücke<br />

beginnen und langsam durch die Mariahilfer<br />

Straße zum Lendplatz flanieren. Schon beim Kunsthaus<br />

ist man in dieser anderen Welt, das dazugehörige<br />

Café hat den weltoffenen Berliner Charme, Shops,<br />

wie das tag.werk für lässige Taschen und urbane<br />

Accessoires, oder der nachhaltige Fahrradshop Upcycling<br />

runden das Bild ab. Hier studiert man gerne,<br />

hier arbeitet man gerne, hier lebt man gerne.<br />

Noch entspannter werden, wir sind schon<br />

fast Lend<br />

Musterwohnung HOME LEND<br />

Ein Teil vom Lend zu sein, für diesen Traum steht<br />

HOME LEND mit seinen Neubau-Wohneinheiten<br />

bereit, die mit einer Größe von 34 bis 134 m², von<br />

einem Singlehaushalt bis zur Familienwohnung,<br />

wirklich alle Stückerl spielen. HOME LEND, am<br />

Fuße des Lendplatzes, aufgeteilt in fünf Wohnobjekte,<br />

rund um das Schlüsselmuseum. Und das geht gut<br />

voran! Dazu der Projektentwickler Stefan Schauer:<br />

„Wir haben die Übergabe an die Mieter mit 01. Juli vereinbart!<br />

Der Rohbau ist längst fertig, am Innenbau wird<br />

mit Hochdruck gearbeitet. Eigentlich fehlt nur noch der<br />

wunderschöne Garten im Innenhof!“<br />

Wirft man einen Blick in die Wohnungen, kann man<br />

sich über Wohnobjekte freuen, die einen glücklich<br />

machen. Am besten darüber Bescheid weiß Immobilienmakler<br />

Michael Kraxner, der für die Vermietung<br />

der Wohneinheiten zuständig ist: „Sie zählen zu den<br />

© FLORIAN LIERZER<br />

besten Mietwohnungen, die zur Zeit am Markt sind. Es<br />

handelt sich um qualitativ hochwertige Neubauwohnungen,<br />

die mit viel Liebe zum Detail architektonisch<br />

anspruchsvoll geplant wurden. Alle Wohnungen verfügen<br />

über eine hochwertige Ausstattung samt Fußbodenheizung,<br />

Parkettböden, voll ausgestattete Küchen und<br />

3-fach verglaste Fenster.“ Bei all dem lässigen Treiben<br />

außerhalb ist eben auch der Faktor Ruhe wichtig. Die<br />

extra großen Balkone ergänzen den Wohlfühlfaktor.<br />

Apropos wohlfühlen: „Die fünf Wohnobjekte sind um<br />

einen zentralen 2.500 m² großen Innenhof gebaut, der<br />

seine Bewohnerinnen und Bewohner vom regen Treiben<br />

abschirmt. Es befinden sich neben den Gärten der ebenerdigen<br />

Wohnungen auch große grüne Allgemeinflächen<br />

mit Sitzgelegenheiten sowie ein Kinderspielplatz“,<br />

ergänzt Michael Kraxner. Im Herzen der Anlage<br />

befindet sich das kultige Schlüsselmuseum (Schell<br />

Collection). Alle Terrassen besitzen einen Wasserauslass<br />

in frostsicherer Ausführung, im Erdgeschoss<br />

steht ein extra Stromanschluss für Markisen zur<br />

Verfügung.<br />

Landet und werdet Lend-People<br />

Eure Suche hat nun ein Ende, landet und werdet<br />

Lend-People und so ein Teil einer ganz besonderen<br />

Community! Wer nun Lust bekommt, hier direkt<br />

einzuziehen und die Vorzüge dieser Wohngegend in<br />

vollen Zügen zu genießen, der bekommt ab Juli <strong>2022</strong><br />

die Möglichkeit dazu. Auf der Website (www.homelend.at)<br />

kann man sich bereits die richtige Wohnung<br />

zur Miete aussuchen und reservieren lassen. Das<br />

Leben kann sehr gut sein. Einfach nur melden!<br />

Die IMMOLA wird 15!<br />

Die IMMOLA erblickte am Dienstag,<br />

dem 24. April 2007, das Licht<br />

der Welt.<br />

2007 – was war da los? Die<br />

IMMOLA ist genau so alt wie das<br />

iPhone, der Murpark Graz und<br />

die Grazetta. Am gleichen Tag geboren<br />

sind auch Barbra Streisand<br />

und Shirley MacLaine. Der 24.<br />

April liegt im Tierkreiszeichen<br />

des Stiers. Mit den Eigenschaften:<br />

Sie hat ein selbstbewusstes Gemüt,<br />

ist zugleich sehr energisch,<br />

durchsetzungsstark und ist ein<br />

ehrlicher Genießer. Zitat der Person,<br />

der die IMMOLA am besten<br />

kennt, Markus Lampesberger:<br />

„Unsere ersten 15 Jahre vergingen<br />

wie im Flug, wir freuen uns auf die<br />

nächsten 15 Jahre!“<br />

Wir freuen uns auch!<br />

Gewachsen vom 1-Mann-Unternehmen<br />

bis zum 20-Mann/<br />

Frau-Betrieb. 29 abgeschlossene<br />

Projekte auf 88.520 m 2 Nettonutzfläche.<br />

In Umsetzung/Planung: 17<br />

Objekte auf 56.008 m 2 Nettonutzfläche.<br />

Das wichtigste IMMOLA-<br />

Zitat: „Geht net, gibt’s net!“<br />

<strong>40plus</strong> gratuliert sehr, sehr<br />

herzlich!<br />

IMMOLA Liegenschaftsverwertung<br />

und Projektentwicklungs GmbH<br />

Gleispachgasse 1<br />

8045 Graz<br />

+43 (0) 316 26 92 60<br />

office@immola.at<br />

www.immola.at


40 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

Entgeltliche Einschaltung<br />

Infrarotpaneel:<br />

BHP Infrarotheizpaneel B992195<br />

Geschirrspüler:<br />

Gorenje GI661C60X<br />

Kühl-Gefrierkombi:<br />

Siemens KG49E4ICA<br />

Stromfresser raus.<br />

Thomas Muck ist Customer<br />

Sales und Solution<br />

Manager bei Media-<br />

Markt in der Shopping<br />

City Seiersberg. Für<br />

das <strong>40plus</strong> deckt er die<br />

größten Stromfresser<br />

im Zuhause auf und<br />

gibt Tipps zu einem<br />

energieeffizienten und<br />

stromsparenden Alltag.<br />

Text: Julia Strempfl<br />

Die alten Geräte bis zum Gehtnichtmehr zu<br />

nutzen, ist oftmals gar nicht ratsam, denn<br />

die Technik entwickelt sich weiter und ist<br />

heute weitaus besser für die Umwelt als<br />

noch vor einigen Jahren. „Die Verwendung<br />

von älteren oder alten Heizstrahlern, zum<br />

Beispiel, kann jährliche Kosten im dreistelligen<br />

Bereich verursachen. Ganz schnell rechnen<br />

sich da neue Infrarotpaneele, die es bei<br />

MediaMarkt bereits ab 60 Euro gibt“, weiß<br />

Thomas Muck.<br />

Auch die Elektroherde zählen zu den<br />

größten Verbrauchern im Haushalt, weil<br />

sie meist aus einer Zeit stammen, in der<br />

der Stromverbrauch noch nicht im Fokus<br />

gestanden ist. Dann macht es durchaus<br />

Sinn auf einen energieeffizienten Herd mit<br />

einem ebensolchen Kochfeld umzusteigen.<br />

Der Experte rät mit kleinen Kniffen zusätzliches<br />

Einsparungspotenzial zu nutzen,<br />

wie durch die Überprüfung der Dichtung<br />

des Backrohrs, die Verwendung von hochwertigem<br />

Kochgeschirr, der richtigen Topfgröße<br />

und Nutzung der Restwärme.<br />

Energie und Geld sparen<br />

Gefrier- und Kühlschrank haben einen<br />

ebenso hohen Einfluss auf die Energierechnung,<br />

vor allem weil sie immer laufen<br />

müssen. „Hier ist auf die Effizienzklasse<br />

besonders zu achten. Das kann bis zu 50 %<br />

Einsparung im Stromverbrauch bringen. Oft


Entgeltliche Einschaltung<br />

FOTOS: © MEDIAMARKT<br />

Trockner:<br />

Elektra Bregenz TKF7206A<br />

Waschmaschine:<br />

Samsung WW90T554AE<br />

Backofen:<br />

AEG ECE455020M<br />

Energiehelden rein!<br />

sind Kühlschränke auch auf zu tiefe Temperaturen<br />

eingestellt, die gar nicht notwendig<br />

sind. Hier kann man sich mit ruhigem Gewissen<br />

auf die Empfehlung von 7 Grad verlassen“,<br />

so Thomas Muck. Apropos Einstellung,<br />

der MediaMarkt-Experte empfiehlt<br />

bei Geschirrspüler, Waschmaschine und<br />

Wäschetrockner unbedingt die Eco-Programme<br />

zu wählen, die fast alle Geräte<br />

von heute haben. Denn so praktisch die<br />

Kurzprogramme sein mögen, sie brauchen<br />

viel mehr Energie. Das Nutzungsverhalten<br />

hat generell einen großen Einfluss auf den<br />

Sparfaktor. „Bei längerer Abwesenheit sollte<br />

man das Gerät nicht im Standby-Modus<br />

belassen. Schaltet man den TV komplett aus,<br />

spart man bei einer durchschnittlichen Nutzungsdauer<br />

von 4 Stunden ganze 20 Stunden<br />

ein“, erzählt Thomas Muck.<br />

Die Größe macht den Unterschied<br />

Für alle Stromfresser im Haushalt gilt es,<br />

in Sachen Energieeffizienz, schon bei der<br />

Anschaffung auf die richtige Dimension<br />

zu achten. Während ein Side-by-Side Kühlschrank<br />

für einen Singlehaushalt in der<br />

Regel zu groß ist, wird eine vierköpfige<br />

Familie eine 6 Kilogramm-Waschmaschine<br />

wesentlich öfter laufen lassen müssen.<br />

Thomas Muck empfiehlt: „Schauen Sie gemeinsam<br />

mit dem Fachberater im Handel was<br />

für Ihre Bedürfnisse das richtige Gerät ist,<br />

dann werden Sie unnötige Kosten vermeiden.“<br />

presented by<br />

Shopping City Seiersberg 9<br />

8054 Seiersberg<br />

Salzburger Straße 1<br />

8940 Liezen<br />

Bahnhofplatz 1<br />

9400 Wolfsberg<br />

www.mediamarkt.at<br />

40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

41


42 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

Entgeltliche Einschaltung<br />

Leeb liefert<br />

Wohn(t)räume!<br />

© ATLAS CONCORDE<br />

© ATLAS CONCORDE<br />

Indoor sowie Outdoor<br />

sind Fliesen<br />

angesagter denn<br />

je. Fliesen Leeb in<br />

Graz ist Spezialist<br />

für Fliesen in Großformaten<br />

und eröffnet<br />

eine Welt voller<br />

fantasiereicher<br />

Gestaltungsideen.<br />

Text: Julia Strempfl<br />

Im Produktsortiment findet man<br />

das beliebte Wand- und Bodendekor<br />

in zahlreichen Arten und<br />

Größen und in den unterschiedlichsten<br />

Materialien. „Keramik,<br />

Feinsteinzeug und Holz haben<br />

viele Gesichter“, erzählt Barbara<br />

Pettek, Geschäftsführerin des<br />

Interior- und Designhauses. In<br />

Graz präsentiert sie Einrichtungsideen<br />

auf sechs Ebenen und legt<br />

großen Wert auf die Umsetzung<br />

individueller Wohnträume in<br />

Sachen Boden- und Wandbelägen<br />

für ihre Kund*innen. „Die Platten<br />

können auf jede beliebige Form,<br />

Größe und somit auf alle Ansprüche,<br />

zugeschnitten werden. Ob für Bad,<br />

Wohn- oder Schlafzimmer, ob im<br />

Keller oder in der Küche, ob als farbenfrohes<br />

Mosaik, naturreines Vollholz<br />

oder in edler Kombination – die<br />

gestalterischen Möglichkeiten sind<br />

endlos“, so die Interior-Expertin.<br />

Bekannt ist ihr Fliesenunternehmen,<br />

neben seiner Produktvielfalt,<br />

auch für das gute Service.<br />

„Wir bieten die schnellstmögliche<br />

Warenlieferung und garantieren<br />

den besten Preis“, freut sich Barbara<br />

Pettek. Besonders stolz ist sie auf<br />

ihr Team, das sich mit Kompetenz<br />

und Leidenschaft der Kundenwünsche<br />

annimmt. Im Moment drehen<br />

sich die Beratungsgespräche des<br />

Fachpersonals vor allem um die<br />

richtige Verlegung von Fliesen im<br />

Außenbereich, denn die Terrassensaison<br />

wird schon heiß erwartet.<br />

„Feinsteinzeug ist in verschiedenen<br />

Stillinien und mit verschiedenen<br />

Oberflächen und Farbeffekten<br />

gefragt. Unser Trend-Tipp ist die<br />

Monolithische Keramik. Sie verspricht<br />

ein äußerst ästhetisches<br />

Ergebnis und stellt die perfekte<br />

Balance zwischen technischer Funktionalität<br />

und einfachster Verlegung<br />

dar“, verrät Barbara Pettek. Welche<br />

Verlegeform sich schlussendlich<br />

für die Kund*innen am besten<br />

eignet, hängt von der Beschaffenheit<br />

der Böden und Wände ab. Das<br />

bespricht man gerne persönlich<br />

während dem genüsslichen Sondieren<br />

durch die Produktvielfalt im<br />

Hause von Fliesen Leeb.<br />

FLIESEN LEEB<br />

Interieur & Design Gmbh<br />

Puchstraße 20, 8020 Graz<br />

Tel: +43 316-27 12 35<br />

E: graz@fliesen-leeb.at<br />

www.fliesen-leeb.at<br />

© FLIESEN LEEB


40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

43<br />

Text: Julia Strempfl<br />

© MONTBLANC<br />

Montblanc ist das neue Highlight im Herzen von Graz. Natürlich findet man<br />

in unserer Altstadt keine weißen Berggipfel, doch ab sofort findet man hier<br />

europäische Handwerkskunst mit höchstem Qualitätsanspruch – in der neuen<br />

Montblanc Boutique.<br />

Bewährtes Design & Handwerk seit über<br />

100 Jahren<br />

Das Hamburger Traditionsunternehmen hat seinen<br />

Namen zurecht, denn die Kreationen sind ebenso<br />

atemberaubend wie weltbekannt. Montblanc steht<br />

für zeitlose Eleganz und Innovation, gepaart mit<br />

langjähriger Tradition und bewährtem Design.<br />

Seit 1906 ist das Unternehmen federführend in der<br />

Schreibkultur und ist heute die wohl bekannteste<br />

Schreibwarenmarke der Welt. Mit seinen hochwertigen<br />

Lederwaren, Uhren und Accessoires ist Montblanc<br />

stetiger Begleiter in der modernen Welt.<br />

Europäische Meisterwerke mit Tradition<br />

Jedes einzelne Produkt erzählt eine Geschichte und<br />

spiegelt die schlichte Eleganz und das zeitlose Design<br />

Hamburgs wieder. Das traditionelle Vermächtnis<br />

steht bei allen Kreationen im Fokus. Der Stil des<br />

antiken Florenz und die Leidenschaft der Italiener<br />

kennzeichnen die Lederwaren. Die technische und<br />

künstlerische Perfektion der Schweizer Uhrmacherkunst<br />

ist unverkennbar in den edlen Zeitmessern<br />

wiederzuerkennen.<br />

Kollektionen mit Herz und Seele<br />

Die Kunsthandwerker fertigen jedes Produkt<br />

mit viel Liebe zum Detail. Sie geben den Dingen<br />

eine Seele, denn sie werden Teil einer Geschichte<br />

werden. Gerade aus diesem Grund wird auf die<br />

Auswahl der Materialien besondere Aufmerksamkeit<br />

gelegt. In der heutigen, schnelllebigen Zeit, wird<br />

einem bewusst, wie wichtig es ist zu alten Werten<br />

zurückzukehren und nachhaltiger zu leben – die<br />

Verbindung von Tradition und Moderne.<br />

Eine Boutique, einzigartig in der<br />

Steiermark… und darüber hinaus.<br />

Erstmalig in der Steiermark eröffnet Montblanc<br />

nun auch in Graz, in der Sackstraße, eine Boutique.<br />

Auf rund 80 Quadratmetern kann die vielseitige<br />

Welt der Marke erlebt werden. Boutique Managerin<br />

Viktoria Wack freut sich, die Grazer*innen in der<br />

faszinierenden Welt von Montblanc willkommen<br />

zu heißen.<br />

Tipp: Mit einem Montblanc-Geschenk im<br />

Osternest setzt man selbst ein Statement.<br />

© MONTBLANC<br />

Montblanc Graz<br />

Sackstraße 5, 8010 Graz<br />

Tel: +43 (0) 664 133 0223<br />

Mehr unter:<br />

www.montblanc-graz.com


44 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

Entgeltliche Einschaltung<br />

Karriere,<br />

Kind<br />

und der<br />

Faktor Zeit.<br />

© LUEF LIGHT


Entgeltliche Einschaltung<br />

Text: Julia Strempfl<br />

Studium, Traumjob, reisen und die Jugend auskosten – manche Lebensziele<br />

lassen die Familienplanung immer weiter nach hinten rücken. Doch<br />

was, wenn man sich endlich bereit fühlt für ein Kind und es dann mit dem<br />

Schwangerwerden nicht klappen will?<br />

Das Kinderwunsch Institut<br />

Schenk GmbH<br />

Am Sendergrund 11, 8143 Dobl<br />

+4 (0) 3136 55 111<br />

office@kinderwunsch-institut.at<br />

www.kinderwunsch-institut.at<br />

„In unserer heutigen Gesellschaft ist 40 das neue 30“,<br />

weiß Kinderwunsch-Experte Dr. Michael Schenk.<br />

Im Kinderwunsch Institut in Dobl, in der Steiermark,<br />

behandelt er Paare, die diese Situation nur zu<br />

gut kennen. Denn die klassischen Rollenbilder, von<br />

der Frau am Herd und dem Mann im Job, sind längst<br />

veraltet. Eine Vielzahl der Frauen von heute ergreifen<br />

die Chance die Karriereleiter hochzuklettern<br />

und sich berufliche Träume zu erfüllen, bevor Sie an<br />

das Kinderkriegen denken. „Zudem sind sie körperlich<br />

fitter und mental länger jung geblieben, als die<br />

Generationen vor ihnen. Das Problem daran ist, dass<br />

die biologische Uhr nicht im Takt dieses Gesellschaftswandels<br />

tickt“, so Dr. Schenk.<br />

Die Genetik der Eizellen<br />

Frauen kommen mit etwa zwei Millionen Eizellen<br />

zur Welt, doch im Laufe des Lebens verringert sich<br />

diese Zahl erheblich. So ist die Fruchtbarkeit einer<br />

Frau in den frühen 20ern am höchsten. Mit 30 sind<br />

nur noch etwa 50 % der Eizellen genetisch fit und<br />

mit 40 sind es nur noch 10 %. „Paare sollten auch berücksichtigen,<br />

dass die Anzahl der befruchtungsfähigen<br />

Eizellen ab 32 Jahren immer schneller abnimmt, und,<br />

dass Schwangerschaften im Hohen Alter als risikoreicher<br />

gelten. Auch Samenzellen bleiben nicht ewig jung.<br />

Diese weisen mit fortschreitendem Alter immer häufiger<br />

DNA-Mutationen auf und vererben dadurch mehr Auffälligkeiten<br />

mit“, erklärt der Kinderwunsch-Experte.<br />

Eine Frage der Ethik<br />

Die Sache mit dem Kinderkriegen und dem Faktor<br />

Zeit ist jedoch nicht nur eine Frage der körperlichen<br />

Möglichkeiten. Man trägt eine gewisse Verantwortung<br />

dem Kind gegenüber. Ethiker sagen, Frauen<br />

sollten zumindest in der Lage sein, das Kind gut<br />

durch die Pubertät zu bringen. Wenn man also bedenkt,<br />

dass die bei Mädchen gut 20, bei Burschen<br />

auch 30 Jahre dauern kann, dann geht sich das bei<br />

einer Schwangerschaft mit 50 und einer geschätzten<br />

Lebenszeit von 85 Jahren nur noch knapp aus.<br />

„Es hat durchaus einen berechtigten Grund, dass eine<br />

Eizellspende in Österreich nur bis zu 45 Jahren erlaubt<br />

ist“, ergänzt Dr. Schenk.<br />

Initiative 32<br />

Das Alter ist somit wohl einer der größten Einflussfaktoren,<br />

wenn es um den unerfüllten Kinderwunsch<br />

geht. Vielen ist das nicht bewusst, weil<br />

Hollywood-Sternchen im Fernsehen stolz vom<br />

späten Mutterglück berichten. Dass in den meisten<br />

Fällen eine Eizellspende notwendig war, um eine<br />

Schwangerschaft mit 40 oder gar 50 plus zu ermöglichen,<br />

wird leider oft verschwiegen, gibt Dr. Schenk<br />

zu bedenken. „Ausnahmen bestätigen natürlich die<br />

Regel. Fakt ist jedoch, dass Frauen mit 32 Jahren eine<br />

doppelt so hohe Chance haben schwanger zu werden,<br />

als Frauen mit 37“, betont Claudia Schenk-Hauschka,<br />

Mitgründerin des Kinderwunsch Instituts. Sie ergänzt:<br />

„Uns ist es ein besonderes Anliegen dafür mehr<br />

Bewusstsein zu schaffen, denn der Großteil der Paare<br />

hegt schon seit ungefähr fünf Jahren einen Kinderwunsch,<br />

ehe sie sich an uns wenden. Mit der ‚Initiative<br />

32‘ rufen wir Paare mit Kinderwunsch dazu auf, sich<br />

frühzeitig Hilfe zu suchen.“<br />

Fragen Sie FertiBot<br />

Je früher man sich an<br />

den Experten wendet,<br />

desto größer sind die<br />

Chancen, den Traum vom<br />

Wunschkind wahr<br />

werden zu lassen.<br />

Aus eigener Erfahrung<br />

wissen Claudia<br />

Schenk-Hauschka und<br />

Dr. Michael Schenk, dass dieser<br />

erste Schritt kein leichter ist. „Wenn es mit dem<br />

Schwangerwerden einfach nicht klappen will, lässt<br />

man sich von Zweifel und Sorgen, man könnte selbst<br />

der Grund dafür sein, hemmen. Genau für solche Fälle,<br />

wurde unser ‚FertiBot‘ entwickelt. Den digitalen Fruchtbarkeitstest<br />

kann man ganz einfach über den Facebook-<br />

Messenger machen – völlig anonym und datenschutzkonform“,<br />

erzählt Claudia Schenk-Hauschka. Schon<br />

nach der Beantwortung weniger Fragen gibt der<br />

Fruchtbarkeitstest erste Auskunft zum Status quo. So<br />

kann man selbst schon einmal einschätzen, ob bald<br />

ein Termin im Kinderwunsch Institut notwendig ist.<br />

40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

45


46 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

Rettung für Gemüse<br />

mit Charakter.<br />

Lebensmittel, die es unter normalen Umständen<br />

nicht vom Feld in den Supermarkt<br />

geschafft hätten, bekommen bei Mangolds<br />

eine zweite Chance.<br />

Genormte Gurken, makellose Melanzani, perfekte<br />

Paprika – ein Bild, das uns aus dem Supermarkt vertraut<br />

ist. Obst und Gemüse, das verbeult, zu dünn oder<br />

zu krumm ist, wird meist vom Handel aussortiert oder<br />

schon vorher vernichtet. Für Julia Pengg, Geschäftsführerin<br />

des Grazer Veggie-Restaurants Mangolds, ein<br />

untragbarer Zustand, denn: „Schalenfehler, oberflächliche<br />

Risse oder eine ungewöhnliche Form haben keinerlei<br />

Einfluss auf Qualität, Geschmack oder Haltbarkeit.“<br />

Um Gemüse mit kleinen Schönheitsfehlern zu retten,<br />

wurden Pengg und ihr Team jetzt aktiv, schufen bei<br />

regionalen Landwirten ein Bewusstsein für die vermeintliche<br />

„B-Ware“ und organisierten in Eigenregie<br />

Warentransporte. Mit Erfolg: „Mit unserem Food-Saver-<br />

Projekt konnten wir im letzten halben Jahr 1,5 Tonnen<br />

Gemüse retten.“ Für <strong>2022</strong> nimmt sich die Veggie-Pionierin<br />

sogar die doppelte Menge vor. Das Gemüse „mit<br />

Charakter“ wird bei Mangolds im Restaurant verarbeitet<br />

oder als Ajvar, BBQ-Sauce oder Jalapeño Salsa in<br />

Gläser gefüllt zum Verkauf angeboten. Diversity im<br />

Kochtopf also – nachhaltig und nachahmenswert!<br />

© LEX KARELLY<br />

Jetzt mit <strong>40plus</strong> gewinnen!<br />

Restaurant-Gutscheine<br />

für Hummel & Mangolds<br />

Einfach mitmachen:<br />

www.<strong>40plus</strong>-magazin.com/<br />

restaurant-gewinn<br />

Texte: Claudia Piller-Kornherr<br />

Die Hummel landet in Graz!<br />

Anna-Lisa Gattinger ist jetzt Gastgeberin im ehemaligen Capperi.<br />

Neueröffnung in der Mariahilferstraße:<br />

Mit kreativer Levante-Küche,<br />

regionalen Lebensmitteln, Low Waste<br />

und guter Laune.<br />

Nur ein paar Schritte vom Grazer Kunsthaus<br />

entfernt, eröffnete Ende Februar die Hummel.<br />

Den Grazer Foodies ist die Location gut<br />

bekannt: Noch im letzten Jahr wurden hier<br />

im Kult-Italiener Capperi! Spaghetti auf die<br />

Gabel gedreht. Jetzt hat ein junges Gastronomen-Quartett,<br />

rund um Anna-Lisa Gattinger<br />

(zuvor betrieb sie das Zero-Waste-Café „Das<br />

Anna“), das Ruder übernommen – mit einem<br />

spannenden kulinarischen Konzept. Die<br />

Hauptdarsteller auf den Tellern sind raffiniert<br />

gewürzte Gemüsegerichte aus der levantinischen<br />

Küche: Bei Shakshuka, Baba Ghanoush,<br />

Taboulé, Feta im Sesammantel oder einem<br />

herrlich knackigen Fattoush, dem libanesischen<br />

Brotsalat, kommt schnell Urlaubsfeeling<br />

auf. Als Add-Ons für Fleischtiger gibt<br />

es Lamm-Köfte oder saftige Hühnerspieße.<br />

Im Sinne der Nachhaltigkeit kommen die<br />

Lebensmittel von regionalen Bauern, den<br />

Low-Waste-Gedanken pflegt die Chefin auch<br />

im Hummel weiter.<br />

Gespeist wird an wuchtigen alten Holztischen,<br />

ansonsten haben die Räumlichkeiten<br />

ein schickes, modernes Makeover bekommen.<br />

Sympathisch auf den ersten Blick ist<br />

die fröhliche Küchen- und Servicecrew: Die<br />

kunterbunte Truppe kommt aus dem Irak,<br />

Peru, Afghanistan, der Türkei, der Dominikanischen<br />

Republik und der Steiermark.<br />

© MARTIN HIMBERGER


40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

47<br />

Entgeltliche Einschaltung<br />

FRÜHLINGSERWACHEN<br />

Einige Tage zum Wohlfühlen<br />

und Kraft tanken<br />

in einer der schönsten<br />

Gegenden Österreichs,<br />

den Golden Hill in St.<br />

Nikolai im Sausal, zu<br />

Gast bei Barbara &<br />

Andreas Reinisch.<br />

Text: Martin G. Wanko<br />

im Paradies.<br />

© ARNE PASTOOR<br />

Jetzt mit <strong>40plus</strong> einen<br />

500 € Gutschein<br />

gewinnen und den<br />

Frühling genießen:<br />

www.<strong>40plus</strong>-magazin.com/<br />

golden-hill-gutschein-gewinn<br />

Einlösbar bei Mindestaufenthalt von<br />

2 Personen/3 Nächte in einem der Chalets.<br />

Golden Hill Country Chalets & Suites<br />

Waldschach/Steinfuchsweg 2<br />

A-8505 St. Nikolai im Sausal<br />

Tel. +43 (0) 650 350 59 36<br />

welcome@golden-hill.at | www.golden-hill.at<br />

Die ersten Frühlingsknospen der südsteirischen<br />

„Toskana“, gepaart mit einer sagenhaften Wohlfühlatmosphäre,<br />

exklusive Erlebnisarchitektur in<br />

der Symbiose mit mediterraner Natürlichkeit, das<br />

perfekte Zusammenspiel aus Luxus und vollends<br />

durchdachter Nachhaltigkeit: Das erwartet die<br />

Gäste im eigens geschaffenen kleinen Paradies<br />

namens Golden Hill in St. Nikolai im Sausal.<br />

Fernab von Alpenchic und üblichen Chalet-Normen<br />

strahlt das elegante Ensemble aus einem<br />

jahrhundertealten, zeitgenössisch renovierten<br />

Landhaus, fünf exklusiven Country- und einem<br />

extravaganten Premium-Chalet hier in die<br />

endlich wieder länger werdenden Tage hinein.<br />

Die Chalets sind aus Stein und Holz, möglichst<br />

naturbelassen, und wer einmal in den Golden<br />

Hills übernachtet hat, weiß von einer sagenhaften<br />

Ruhe und von einem positiven Energieerlebnis<br />

zu berichten. Alltag raus, Golden Hills rein, das<br />

Glück kann tatsächlich auch in der Nähe sein.<br />

Hinein in den Frühling!<br />

Um aus dem Grau in Grau des Winters in die frische<br />

Lebensblüte des Frühlings zu kommen, sollte<br />

man sich etwas gönnen: In den Golden Hill Chalets<br />

werden diese ausnahmslos erfüllt. Jedes Einzelne<br />

ein Goldstück für sich. Mit ausgesuchten Details<br />

und einem an Exklusivität kaum zu übertreffenden<br />

Interieur sowieso. Alle Chalets sind eine Wellness-<br />

Oase für sich. Sie haben jeweils ein Private Spa<br />

bestehend aus einem Sauna-Kubus im Freien sowie<br />

eine Outdoor-Badewanne. Seit Mai 2021 vollenden<br />

zwei neue Mitglieder, Polarfuchs und Steppenfuchs,<br />

das Ensemble. Mehr als die Hälfte des Stroms für<br />

das Resort wird bereits selbst erzeugt. Hier wird<br />

Luxus mit Nachhaltigkeit, Sinnhaftigkeit und<br />

Genuss verbunden.<br />

Saunieren, massieren, flanieren oder<br />

dinieren.<br />

Vom puren Luxus kosten, nicht nur beim Sechs-<br />

Gänge-Menü, das einem hier Köstlichkeit für<br />

Köstlichkeit ins Chalet serviert wird. Sondern<br />

auch beim Tagträumen in der großzügigen Grünanlage<br />

samt Schwimmteich. Den Fokus wieder<br />

aufs Wesentliche richten, nach all den kalten<br />

Wintertagen.<br />

…heißt das neue Paket, mit dem Barbara und<br />

Andreas Reinisch zu bestimmten Terminen im<br />

Frühling an ihren Kraftplatz einladen. Beim Entspannen<br />

im Paradies, aber auch während des neu<br />

angebotenen Bogen- und Tontaubenschießens,<br />

kann man das Country-Feeling spüren und in<br />

aller Ruhe neue Inspiration, Perspektiven und den<br />

eigenen Weg finden.<br />

Mehr Infos zur Pauschale unter:<br />

www.golden-hill.at/angebot/fokussiert-in-den-fruehling


48 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

DER ROTE TEPPICH<br />

für steirische Sieger!<br />

Der Innovationspreis des Landes<br />

Steiermark ist seit 25 Jahren ein<br />

Gradmesser für kreative und<br />

innovationbegeisterte steirische<br />

Unternehmen und Forschungseinrichtungen.<br />

Und ein steirisches<br />

Sieger*innen-Gen gibt’s auch!<br />

Text: Martin G. Wanko<br />

© LAND STEIERMARK<br />

Mehr zum Innovationspreis und den Finalisten <strong>2022</strong> unter:<br />

www.sfg.at/wirtschaftspreis-des-landes-steiermark/25-jahre-zukunft<br />

www.sfg.at/n/innovationspreis-steiermark-<strong>2022</strong>-das-sind-die-finalisten<br />

Seit Jahren wissen wir, dass<br />

Kreativität und Innovationskraft<br />

Teil der steirischen DNA<br />

sind, weiß Landesrätin Barbara<br />

Eibinger-Miedl zu berichten: „Der<br />

Ideenreichtum findet sich in allen<br />

Branchen, Unternehmensgrößen<br />

und Regionen der Steiermark. Mit<br />

einer Forschungs- und Entwicklungsquote<br />

von über fünf Prozent<br />

zählen wir zu den innovativsten<br />

Regionen in Europa und können<br />

daher mit Zuversicht in die Zukunft<br />

blicken.“ Auch COVID-19 hat<br />

den innovativen Geistern nichts<br />

entgegensetzen können. Ganz im<br />

Gegenteil, der Wirtschaftspreis<br />

ist begehrter als je zuvor. Heuer<br />

kratzt man mit 94 Einreichungen<br />

bereits an der 100er-Schallmauer.<br />

Schwere Gratulation!<br />

Wie man die Qualität der Teilnehmer<br />

<strong>2022</strong> einschätzen kann,<br />

weiß Christoph Ludwig, Geschäftsführer<br />

der Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft,<br />

zu berichten: „Ohne Übertreibung<br />

kann man sagen, dass ausnahmslos<br />

alle Einreichungen von außerordentlicher<br />

Qualität sind und vor<br />

allem spannende Antworten auf<br />

die aktuellen Herausforderungen<br />

liefern. Sie zeigen den hohen Innovationsgrad<br />

in der Steiermark.“<br />

Es gibt jedoch auch über eine inhaltliche<br />

Erneuerung zu berichten,<br />

die den Wirtschaftspreis mit<br />

neuen Impulsen versorgt, dazu<br />

die Landesrätin: „Mit der inhaltlichen<br />

Fokussierung auf Digitalisierung<br />

und Nachhaltigkeit rücken<br />

wir die beiden großen Themen<br />

unserer Zeit in den Mittelpunkt.<br />

Indem wir Erfolge vor den Vorhang<br />

holen, zeigen wir die Chancen auf,<br />

die mit den beiden Bereichen einhergehen.“<br />

Dabei hat der immer junge<br />

Preis der Wirtschaft eine wirklich<br />

schon lange Tradition hinter<br />

sich: „25 Jahre Zukunft“ heißt<br />

es auf dem Portal der SFG und<br />

damit liegt man nicht falsch:<br />

In den letzten 25 Jahren wurden<br />

unterschiedlichste Unternehmen<br />

– von Infineon Technologies bis<br />

zum Feldbacher „Steirer Kren“ –<br />

ausgezeichnet, alles Betriebe, die<br />

in ihrer Sparte auch heute noch<br />

zur absoluten Spitze gehören.<br />

Hier drängt sich die Frage<br />

auf, ob es ein gemeinsames<br />

„Sieger*innen-Gen“ gibt, dazu<br />

Christoph Ludwig: „Alle Einreicher<br />

stellen sowohl Innovationskraft,<br />

Ausdauer und Mut unter<br />

Beweis. Den Blick über den eigenen<br />

Tellerrand zu wagen, Einsatz zu<br />

zeigen und vor allem auch, wenn<br />

es einmal schwierig werden könnte<br />

oder Rückschläge zu verbuchen<br />

sind, Standfestigkeit zu zeigen:<br />

Alles in allem, hervorragende<br />

Merkmale!“


40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

49<br />

© MCG, KRUG<br />

Let’s<br />

talk about<br />

Stadthalle<br />

Graz!<br />

20<br />

Text & Gespräch: Martin G. Wanko<br />

Jahre ist Graz' modernes Wahrzeichen und eine<br />

der größten Veranstaltungshallen Europas nun alt.<br />

Ein Rück- und ein Vorblick geben Einsicht in den gesellschaftlichen<br />

und kulturellen Spiegel der Neuzeit.<br />

Nach wie vor zählt die Stadthalle Graz zu<br />

den opulentesten Bauwerken in Graz. Am<br />

auffallendsten ist das „schwebende Dach“, mit<br />

seinen 150 Meter Länge und 70 Meter Breite.<br />

46 Meter ragt es auf die Straße und schafft<br />

so eine Art öffentlichen Vorraum für die ankommenden<br />

Gäste. Drehbare Elemente lassen<br />

die Stadthalle in der Größe variieren, das<br />

Eingangsfoyer ist gläsern gehalten und bildet<br />

so mit dem Platz unter dem Vordach einen<br />

fließenden Übergang.<br />

Begonnen hat im Grunde alles in den 1970er-<br />

Jahren, in denen die Grazer Eishalle Popgrößen<br />

wie Frank Zappa, Deep Purple und<br />

Stevie Wonder beherbergen musste, weil es<br />

eben nichts Anderes für die zweitgrößte Stadt<br />

Österreichs gab. Hier sei auch dem unermüdlichen<br />

Veranstalter Vojo Radkovic gedankt,<br />

der mit den Rockstars, die er nach Graz<br />

brachte, für eine großstädtische Pop-Kultur<br />

sorgte und zugleich die Grenzen der Eishalle<br />

aufzeigte.<br />

Aber die Shows der Stars und die Fernsehformate<br />

wurden bekanntlich immer aufwendiger<br />

und Graz wäre als Veranstaltungsort verschwunden,<br />

hätten die Stadtväter nicht in den<br />

1990er-Jahren Mut gefasst, und den Bau der<br />

Stadthalle beschlossen. Unter dem politischen<br />

Duo Stingl/Nagl wurde 2001 über die Messehalle<br />

die Abrissbirne geschwungen und das<br />

durch DI Klaus Kada konstruierte architektonische<br />

Meisterwerk in Angriff genommen.


50 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

© MCG, WIESNER<br />

© MARTIN WIESNER<br />

„Es ist für mich interessant, dass die Stadthalle<br />

nach wie vor ein starkes Element in der Stadt ist.<br />

Eine gewisse Auffälligkeit ist ihr gegeben, die<br />

einem nicht auf die Nerven geht, sondern berührt.“<br />

DI Klaus Kada<br />

Gebaut wurde im Rekordtempo von 18 Monaten und<br />

eröffnet wurde am 06.10.2002.<br />

In den letzten 20 Jahren spielte die Stadthalle Graz<br />

alle nur erdenklichen Stückerln: „Die Grazer Stadthalle<br />

ist die einzige Halle in Österreich, die alle buchbaren<br />

TV-Show-Formate vorweisen kann. Von Carmen Nebel,<br />

Silbereisen, Musikantenstadl, Wetten Dass..? und The<br />

Dome“, so MCG-Marketing- und Kommunikationsleiter<br />

Christof Strimitzer. Großveranstaltungen, wie der<br />

RoboCup oder die World Choir Games – mit 20.000<br />

Sängern, muss man erst einmal unter einen Hut bringen.<br />

Von Pink bis zur Muse, kamen viele, weil auch<br />

die Infrastruktur stimmte.<br />

Für das Team zählen die großen TV-Shows zu<br />

den Highlights, denn hierfür bereitet man sich als<br />

Veranstalter bis zu zwei Jahre vor. Man darf hier<br />

nicht vergessen, dass Shows wie „Wetten Dass..?“<br />

100 Hallenanfragen pro Sendung bekommen.<br />

„Schlussendlich ist der Zuschlag eine unglaubliche<br />

Sache und ein gewisser Stolz im ganzen Team wird<br />

spürbar, wenn am Ende des Tages die Eurovisionshymne<br />

gespielt wird.“<br />

Um wirklich bei den Großen mitspielen zu dürfen,<br />

erweiterte die Stadthalle ihre Kapazität. „Unser Motiv<br />

lag einerseits in der Weiterentwicklung der Halle,<br />

andererseits auch darin, unseren Status am Markt noch<br />

klarer zu festigen, um auch Größen wie beispielsweise<br />

Muse zu uns nach Graz holen zu können. Wir haben als<br />

Team fast drei Jahre investiert, um die Kapazitätengröße<br />

der Stadthalle von 11.500 auf 14.500 Besucher<br />

anzuheben!“, freut sich Christof Strimitzer.


40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

51<br />

20 Jahre:<br />

5.500<br />

Veranstaltungen<br />

und<br />

13 Millionen<br />

Besucher.<br />

Den Gig von Muse hat Graz damals bekommen und<br />

so mischt man seit 2019 mit den größten Hallenveranstaltern<br />

in ganz Europa mit, wenn es um die Austragung<br />

von Konzerten und Großveranstaltungen geht.<br />

In Zahlen sind das: In 20 Jahren 5.500 Veranstaltungen<br />

und 13 Millionen Besucher. (Quelle MCG)<br />

Aber die Steiermark ist eben auch die Steiermark und<br />

so wird jetzt als größtes Event der größte Ball Europas<br />

in der Stadthalle ausgetragen: Der steirische Bauernbundball<br />

ist mit rund 16.000 Besuchern der größte Ball<br />

Europas. Das ist auch in der Stadt spürbar. „In der Region<br />

lösen unsere Veranstaltungen eine Wertschöpfung<br />

von 145 Millionen Euro im Jahr aus. Vor allem in den<br />

Bereichen Nächtigungen, Gastro, Handel und Transportwesen“,<br />

so Strimitzer. Nicht zu vergessen, die Konzerte<br />

sind auch eine Werbung für Graz, da immer wieder<br />

Besucher aus Südosteuropa kommen.<br />

Und dann kam Corona mit den Folgen. Gerade als<br />

Veranstalter ist es die Seuche der letzten 100 Jahre.<br />

„Binnen Sekunden wurde unser Betrieb von 100 auf 0<br />

runtergefahren. Wir haben 250 Veranstaltungen verloren,<br />

1,2 Mio. Besucher auf allen Standorten sind auf<br />

180.000 runtergerasselt. Natürlich haben wir in dieser<br />

Zeit Wartungsarbeiten vorgezogen. So ist es gut, dass<br />

man jetzt wieder vorsichtig von einem Anfang sprechen<br />

kann. Das letzte Konzert vor der Lockdown-Phase und<br />

das erste nach der Wiedereröffnung am 21.11.22 war<br />

Rainhard Fendrich. Das war extrem berührend, weil<br />

wir die meiste Zeit durch leere Hallen gegangen sind.<br />

Plötzlich sitzen vor dir wieder 2.500 Besucher und sind<br />

einfach nur dankbar!“<br />

© MCG, WIESNER © MCG, WIESNER<br />

Barbara Muhr<br />

Vorstand MCG<br />

Die Stadthalle war immer<br />

schon ein wesentlicher<br />

Veranstalter im Bereich<br />

des Sports. Was dürfen<br />

wir hier in Zukunft<br />

erwarten?<br />

Die Stadthalle Graz überzeugt auf<br />

ganzer Linie – vor allem durch ihre<br />

Multifunktionalität. Dies stellte<br />

sie insbesondere im Bereich Sport<br />

mehrfach unter Beweis. Durch die<br />

Weiterentwicklungen der MCG-<br />

Sportstätten Merkur Arena und<br />

Merkur Eisstadion haben wir auch<br />

in diesen Arealen grundlegende<br />

Möglichkeiten für den Sportbereich<br />

geschaffen. So können wir in Zukunft<br />

auf unterschiedliche Standorte<br />

zur bestmöglichen Durchführung<br />

von nationalen und internationalen<br />

Sportevents zurückgreifen.<br />

Armin Egger<br />

Vorstand MCG<br />

Welche Bedeutung hat<br />

die Stadthalle für Graz?<br />

Seit Beginn ihrer Entstehung und<br />

ihrer ersten Benutzung war klar: die<br />

Stadthalle Graz wird aufgrund ihrer<br />

beispielhaften Architektur, Optik<br />

und Bauweise nicht nur ein Wahrzeichen<br />

der Stadt, sondern auch ein<br />

Ort der Begegnung. So genießt sie<br />

weit über die Landesgrenzen hinaus<br />

große Wertschätzung. Die abwechslungsreichen<br />

Nutzungsmöglichkeiten<br />

und die ausgesprochen hohe<br />

Qualität in Technik und Service<br />

bieten erstklassige Optionen zur<br />

Durchführung unterschiedlichster<br />

Veranstaltungen.


52 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

©MANUEL SCHAFFERNAK<br />

: Die neue<br />

Mitarbeitergewinnbeteiligung<br />

– auch<br />

für Prämien 2021<br />

noch anwendbar?<br />

www.schachner-partner.at<br />

Im Rahmen der<br />

Ökosozialen Steuerreform<br />

wurde<br />

ab 01.01.<strong>2022</strong> eine<br />

Mitarbeitergewinnbeteiligung<br />

eingeführt, die die<br />

lohnsteuerfreie<br />

Auszahlung von<br />

derartigen Bezügen<br />

bis 3.000 Euro pro<br />

Jahr und Mitarbeiter<br />

ermöglicht.<br />

Voraussetzung, um in den Genuss<br />

dieser Begünstigung zu kommen,<br />

ist eine „Gewinnbeteiligung“, die<br />

an gewisse Gruppen von aktiven<br />

Arbeitnehmern gewährt wird.<br />

Weiters müssen die Prämien im<br />

Gewinn des Vorjahres Deckung<br />

finden, es darf keine schädliche<br />

Bezugsumwandlung vorliegen<br />

und der Anspruch darf nicht bereits<br />

durch lohngestaltende Vorschriften<br />

gegeben sein.<br />

Der Begriff der „Gewinnbeteiligung“<br />

ist im Gesetz nicht<br />

definiert. Die erläuternden Bemerkungen<br />

zur Regierungsvorlage<br />

sehen vor, dass es sich nicht<br />

zwingend um eine Beteiligung<br />

am Gewinn handeln muss, sondern<br />

auf jede „für das jeweilige<br />

Unternehmen passende, objektivierbare<br />

Erfolgsgröße“ abgestellt<br />

werden kann, wie beispielsweise<br />

Umsatz, Deckungsbeitrag oder<br />

Betriebsergebnis.<br />

Nachdem die Begünstigung nur<br />

aktiven Mitarbeitern zusteht, ist<br />

sie für Gesellschafter-Geschäftsführer,<br />

mit Einkünften aus selbstständiger<br />

Arbeit, ausgeschlossen.<br />

Weiters kann die Gewinnbeteiligung<br />

nur dann lohnsteuerfrei abgerechnet<br />

werden, wenn sie allen<br />

Arbeitnehmern oder bestimmten<br />

Gruppen von Arbeitnehmern (z.B.<br />

alle Verkaufsleiter) gewährt wird.<br />

Hier ist Kreativität gefordert.<br />

Die Steuerfreiheit der Gewinnbeteiligung<br />

ist letztendlich noch mit<br />

dem unternehmensrechtlichen<br />

EBIT (Earnings before interest and<br />

tax) des letzten Kalenderjahres<br />

gedeckelt.<br />

Leider besteht für die Mitarbeiterbeteiligung<br />

aktuell weder eine<br />

Steuerbefreiung in der Sozialversicherung,<br />

noch bei den Lohnnebenkosten.<br />

Praxistipp: Beachten Sie, dass die<br />

lohnsteuerfreie Mitarbeiterbeteiligung<br />

durchaus auch bereits für<br />

Gewinnbeteiligungen betreffend<br />

das Jahr 2021, die in <strong>2022</strong> ausgezahlt<br />

werden, in Frage kommen<br />

kann. Diesbezüglich empfehlen<br />

wir jedoch noch die Klarstellung<br />

des Ministeriums abzuwarten!


40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

53<br />

Entgeltliche Einschaltung<br />

Abschlag<br />

in die Golfsaison <strong>2022</strong>!<br />

Wo erfrischt man Geist und Körper besser als bei einer Runde<br />

Golf? Die Golfclubs Gut Freiberg und Klockerhof begeistern mit<br />

einer modernen Driving Range, abwechslungsreichen Fairways<br />

und speziell im Gut Freiberg mit einer traumhaften Naturkulisse.<br />

Text: Julia Strempfl<br />

wahlweise einen Elektrotrolley im<br />

Wert von 1.099 Euro gratis oder<br />

die kostenlose Miete eines E-Carts<br />

für die gesamte Golfsaison <strong>2022</strong>.<br />

Obendrauf gibt’s einen 90 Euro<br />

Sportbonus.<br />

Bis 15. Mai<br />

Mitglied werden<br />

& gratis E-Trolley<br />

sichern!<br />

E-Trolley im Wert von<br />

€ 1.099,- oder kostenlose<br />

Miete eines E-Carts<br />

für die Saison <strong>2022</strong>.<br />

Plus € 90,- Sportbonus.<br />

Jetzt anrufen!<br />

© FOTO MELBINGER PETER<br />

Nur wenige Minuten von Graz<br />

entfernt, liegt der naturverbundene<br />

Golfclub Gut Freiberg, der allen<br />

Golfern ein Erlebnis verspricht.<br />

Mit dem Schloss im Hintergrund<br />

und einer weitläufigen Waldsowie<br />

Teichlandschaft vor den<br />

Augen, genießt man absolute<br />

Ruhe. Die Platzqualität bietet<br />

beste Voraussetzungen für einen<br />

unvergesslichen Golftag – mit<br />

technisch interessanten Fairways<br />

und teils überdachten Drivingrangeplätzen.<br />

Für den krönenden<br />

kulinarischen Abschluss sorgt ein<br />

kühles Bier oder erlesene Weine<br />

zu regionalen Spezialitäten<br />

aus der Küche, bei anregenden<br />

Gesprächen auf der Panorama-<br />

Terrasse des Clubrestaurants.<br />

Bis 15. Mai <strong>2022</strong> gibt’s zur<br />

Neu-Mitgliedschaft<br />

einen E-Trolley gratis.<br />

Hat das nun Lust auf eine Mitgliedschaft<br />

gemacht, meldet man sich<br />

lieber gleich an, denn der Golfclub<br />

Gut Freiberg überrascht mit<br />

einem besonderen Geschenk. Bis<br />

15. Mai <strong>2022</strong> erhält man zu einer<br />

Einzel- oder Pärchenmitgliedschaft<br />

Schlag auf Schlag in der<br />

Toptracer Range – das<br />

ganze Jahr.<br />

Den Sportbonus erhält man<br />

auch im Golfclub Klockerhof.<br />

Eine Mitgliedschaft zahlt sich<br />

dort aus vielerlei Gründen aus.<br />

Die 9-Loch-Anlage ist als „Modern<br />

Golf Trainingszentrum“ bekannt<br />

und sorgt mit all seinen Innovationen<br />

das ganze Jahr über für ein<br />

Golfvergnügen. Als erste Toptracer<br />

Range Österreichs erlebt man<br />

Spaß, Training und Partygolf mit<br />

noch nie gehabten Features wie<br />

Virtual Golf, interaktiven Videospiel-Elementen<br />

und einer eigenen<br />

App. Als erste FootGolf Anlage<br />

Österreichs bringt sie die Trendsportart<br />

aus England und den<br />

USA nach Österreich. Das macht<br />

den Klockerhof zum Unterhaltungsort<br />

für Jung und Alt, denn<br />

hier gehen Tradition und Moderne<br />

Hand in Hand – oder eben Schlag<br />

auf Schlag.<br />

G O L F C L U B<br />

GUT FREIBERG<br />

GC Gut Freiberg<br />

Freiberg 32<br />

A-8200 Ludersdorf<br />

Tel.: +43 3112 / 62 70 - 0<br />

office@gc-gut-freiberg.at<br />

www.gc-gut-freiberg.at<br />

GC Klockerhof<br />

Hahnhofweg 22<br />

A-8075 Hart bei Graz<br />

Tel.: +43 316 / 49 26 29<br />

info@moderngolf.at<br />

www.moderngolf.at


54 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

Eine Reise mit Ziel – nachhaltig sein bedeutet auch, dass man in Gegenden verreist,<br />

die sich in der Nähe befinden. Friaul, Triest, Istrien zum Beispiel. Georges Desrues,<br />

ein Wiener mit französischem Ursprung, der nun seit einigen Jahren in Triest lebt,<br />

schreibt ab jetzt für <strong>40plus</strong> Eindrücke aus dem nördlichen Süden nieder.<br />

So nebenbei: Sein Buch „Triest für Fortgeschrittene“ entwickelt sich<br />

gerade zu einem Bestseller.<br />

Für Triest<br />

ist es nie zu spät.<br />

Ursprünglich waren es in erster<br />

Linie praktische Überlegungen,<br />

die mich vor sieben Jahren nach<br />

Triest trieben. In Italien lebte ich<br />

bereits zuvor seit zehn Jahren, in<br />

der Region Piemont, im Nordwesten<br />

des Landes, zehn bis zwölf<br />

Autostunden entfernt von Wien,<br />

wo ich aufwuchs. Und wo ich<br />

nach wie vor immer wieder zu<br />

tun habe. Irgendwann begann<br />

die lange Anreise mühsam zu<br />

werden.<br />

© GERHARD KROELL<br />

Eine gänzliche Rückübersiedlung<br />

kam nicht in Frage. Viel zu stark<br />

waren mir Italien und die Italiener<br />

ans Herz gewachsen, viel<br />

zu sehr hatte ich mich an den<br />

Lebensstil gewöhnt, als dass ich<br />

mir ein Leben vorstellen konnte<br />

ohne Plausch an der Bar bei<br />

einem Cappuccino am Morgen,<br />

ohne die tägliche Passeggiata,<br />

den frühabendlichen Spaziergang,<br />

ohne einen Aperitivo auf<br />

der Café-Terrasse bei Abenddämmerung.<br />

Folglich suchte ich<br />

nach einer Möglichkeit in Italien<br />

zu bleiben, mich an Wien aber<br />

zumindest anzunähern.


40PLUS | N°1 <strong>2022</strong><br />

55<br />

© GERHARD KROELL<br />

Triest schien ideal. Von dort dauert<br />

die Fahrt nicht nur halb so lange,<br />

sondern kostet auch nur halb so<br />

viel. Das war schon einmal gut.<br />

Noch besser war, dass ich die Stadt<br />

bereits seit meiner Jugend kannte,<br />

hier auch Freunde hatte. Schon immer<br />

faszinierte mich die für italienische<br />

Verhältnisse etwas morbide<br />

Atmosphäre, die so stark an Wien<br />

erinnert, die kulturelle Vielfalt der<br />

Bevölkerung, aber auch der Blick<br />

nach vorne aufs blaue Meer und<br />

der raue Charme des Karstgebirges<br />

im Rücken.<br />

Da ich nun also ans Meer zog,<br />

schien es nur logisch, auch eine<br />

Wohnung mit Meerblick zu suchen.<br />

Und davon gibt es in Triest,<br />

allein schon wegen der vielen<br />

Hügel und Hänge, etliche. Bald<br />

stellte sich heraus, dass hier nicht<br />

nur zahllose Objekte frei stehen,<br />

sondern auch noch vergleichsweise<br />

günstig zu haben sind. Was sich<br />

allein schon durch die demografische<br />

Entwicklung der Stadt erklärt.<br />

Laut Statistiken hat Triest in den<br />

letzten 30 Jahren nämlich nicht<br />

weniger als 30.000 Einwohner verloren<br />

– um die 1.000 im Jahr.<br />

Die schrumpfende Stadt<br />

Hinzu kommt, dass die Bevölkerung<br />

altert und inzwischen ein<br />

Drittel der Triester über 65 Jahre<br />

alt ist. Und das alles, obgleich es<br />

eine angesehene Universität gibt,<br />

von der man annehmen würde,<br />

dass sie viele jüngere Leute anzieht,<br />

oder aber hier hält. Und<br />

auch trotz der großen Erwartungen,<br />

die man vor 30 Jahren noch<br />

in die Ostöffnung setzte, durch<br />

die sich die Stadt im äußersten<br />

nordöstlichen Winkel Italiens<br />

plötzlich ins Zentrum Europas<br />

gerückt sah.<br />

Dennoch besteht Hoffnung.<br />

Seit einigen Jahren arbeitet der<br />

Hafen wieder auf Hochtouren<br />

und wuchs zum größten Italiens<br />

und einem der bedeutendsten in<br />

Europa. Das zieht Investoren an,<br />

fördert die Wirtschaft, schafft<br />

Arbeitsplätze und Perspektiven.<br />

Dann ist da der Tourismus, der in<br />

den letzten Jahren geradezu explodierte.<br />

Zumindest vor der<br />

Covid-Pandemie eröffnete alle<br />

paar Monate ein neues Hotel.<br />

Ganz scheint es so, als hätten<br />

nicht nur die Einwohner der<br />

Nachbarländer Österreich,<br />

Slowenien und Kroatien, sondern<br />

auch aller anderen Länder<br />

Europas, die bis dahin etwas<br />

verschlafene Stadt als Reiseziel<br />

entdeckt, als entspanntere<br />

alternative Destination zu den in<br />

vielen Fällen überlaufenen und<br />

unter Massentourismus ächzenden<br />

Kulturstädten wie Venedig,<br />

Florenz oder Rom.<br />

Was die Attraktionen betrifft,<br />

kann Triest mit genannten Kulturstädten<br />

freilich nur bedingt<br />

mithalten. Hier gibt es keine<br />

verwunschenen Kanäle und<br />

prächtigen Paläste wie in Venedig,<br />

keine antiken Herrlichkeiten<br />

wie in Rom und keine Schätze der<br />

Renaissance wie in Florenz. Küste<br />

und Hinterland zeigen sich lange<br />

nicht so lieblich wie etwa an der<br />

Amalfi-Küste oder an der Riviera<br />

dei Fiori. Es wachsen hier kaum<br />

Palmen und es blühen auch keine<br />

Zitronen. Und südländischeres<br />

Flair findet man selbst im nördlicher<br />

gelegenen Udine.<br />

Mit Einzigartigkeit in<br />

die Zukunft<br />

Doch was macht das schon? Der<br />

Charme der alten Hafenstadt ist<br />

ein ganz anderer, einzigartiger.<br />

Triest, so sagen viele Triester<br />

selbstsicher, sei zwar italienisch,<br />

zugleich aber noch viel mehr. Und<br />

tatsächlich kommt man, hat man<br />

sich einmal auf sie eingelassen,<br />

von der Stadt mit ihrer bewegten<br />

Geschichte nur mehr schwer los.<br />

Langweilig wird es hier nie, Neues<br />

zu entdecken findet sich hier<br />

ständig.<br />

Triest ist ein Füllhorn an<br />

spannenden Geschichten und<br />

mythischen Orten, an schillernden<br />

Bewohnern aus der Vergangenheit<br />

und der Gegenwart. Und<br />

auch im eigenen Umland und der<br />

allernächsten Nachbarschaft gibt<br />

es etliches zu erleben. Seien es die<br />

prachtvollen Städte des Friaul, die<br />

lieblichen, mit Weinreben überzogenen<br />

Hügel des Collio, oder der<br />

slowenischen Brda, die prächtigen<br />

Küstenorte und verschlafenen<br />

Bergdörfer Istriens, die Lagunen<br />

des Veneto oder die dichtbewaldeten<br />

Bergriesen der Karnischen<br />

und der Julischen Alpen. Drum<br />

kann ich mir in Wahrheit keinen<br />

aufregenderen Lebensmittelpunkt<br />

vorstellen, als diese einzigartige<br />

Region zwischen Alpen, Adria<br />

und Balkan, mit ihrer geografischen,<br />

kulturellen und sprachlichen<br />

Vielfalt, in deren Mitte<br />

Triest liegt.


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56 40PLUS | N°1 <strong>2022</strong>

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