Handwerk in Bremen - Handwerkskammer Bremen

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Handwerk in Bremen - Handwerkskammer Bremen

Foto: Christian Volk

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Handwerk in Bremen

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Die Zeitschrift

für das Handwerk in Bremen

und Bremerhaven

Langer Winter macht

dem Handwerk Probleme

Zukunft sichern:

Personalplanung

im Wandel

Neujahrsempfang Kfz:

Offene Worte zur

Mobilität in Bremen

Eingliederung:

Projekt „BEM“

gestartet


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Verkauf nur über das eingetragene Fachhandwerk. *Keine Beratung/kein Verkauf außerhalb gesetzlicher Öffnungszeiten.


Liebe Handwerkerinnen und Handwerker,

sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Auf ein Wort – Editorial

wohl selten in der jüngeren deutschen Geschichte haben Äußerungen von Politikern

Gemüter so erhitzt wie der Vergleich von Hartz IV mit „spätrömischer Dekadenz“. Ob

ein solcher Vergleich durch den Vizekanzler berechtigt ist oder nicht, wird gerade

äußerst kontrovers diskutiert. Fakt aber ist, dass die meisten seriösen Historiker heute

annehmen, dass neben der Bedrohung Roms von außen vor allem auch der Verfall der

Sitten und der Verlust von Redlichkeit im Inneren das Ende des Imperiums beschleunigt

haben dürften.

Es ist wie so oft: In der aktuellen Debatte hat ganz sicher jede Seite ein bisschen

Recht. Denn natürlich brüskieren Äußerungen wie die des Vizekanzlers viele unverschuldet

in Not geratene Bezieher von staatlicher Unterstützung. Natürlich muss derjenige, der arbeitet,

mehr haben als jemand, der nicht arbeitet. Natürlich bedroht die Globalisierung den Wohlstand in unserem

Land. Und natürlich haben auch wir einen Verfall der Sitten zu beklagen. Steuerhinterziehende

Manager, Milliarden verzockende Banker und Steuergeld zum Fenster hinaus werfende Behörden

machen es vor und mancher Normalbürger tut es ihnen im Kleinen mit Schwarzarbeit gleich. Allein im

abgelaufenen Jahr hat die Schwarzarbeit in Deutschland um sechs Milliarden Euro zugenommen. Zum

illegal erwirtschafteten Wert von 253 Milliarden Euro pro Jahr kommen in 2010 nochmal geschätzte acht

Milliarden Euro hinzu. Auf diese Weise holen sich die Menschen zurück, was ihnen der Staat in Form von

hohen Steuern weg nimmt.

Diesem Trend in die Schattenwirtschaft müssen wir entgegen wirken. Dafür gibt es nur einen Weg:

Die Steuern müssen gesenkt und die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen muss verbessert

werden! Passiert dies nicht, wird über kurz oder lang die Schattenwirtschaft die Oberhand gewinnen

und diejenigen, die früh aufstehen, hart arbeiten, fleißig sind und regulär all ihre Einnahmen angeben,

werden soviel von ihren Einkünften abgeben müssen, dass die Mittelschicht – zu der vor allem wir

Handwerker gehören – durch die derzeit herrschenden Verhältnisse immer weiter verschwindet. Damit

würden wir auch die Klammer von Arm und Reich und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft verlieren.

Darum müssen wir etwas ändern in diesem Land. Auch in Bremen! Weg von zynischen Debatten und

endlich hin zu ernsthaften Schritten, die Wachstum schaffen. Weg von 1-Euro-Jobs und staatlicher

Beschäftigung und hin zu mehr arbeitsmarktgerechter Qualifizierung. Weg von bürokratischer Gängelung

und sinnlosen Verboten hin zu mehr und besserer Förderung.

Bremen handelt falsch wenn es zwei Drittel der Mittel aus seiner Gründungsförderung abzieht, wenn

es auf die künftigen Einnahmen aus erfolgreicher selbständiger Tätigkeit angewiesen ist. Es handelt

sinnlos, wenn es Projekte für Langzeitarbeitslose um über 10 Millionen Euro aufstockt und im Gegenzug

Programme zur Fachkräfteinitiative und der Ausbildungsförderung kürzt. Und es handelt ohne Nutzen,

wenn es für viel Geld vorhandene Brücken abreißt und stattdessen für weiteres Geld verkehrsbremsende

Ampeln aufstellt. Hier setzt der Bremer Senat die falschen Signale.

Herzlichst

Ihr

Joachim Feldmann

Präses der

HANDWERKSKAMMER BREMEN

Handwerk in Bremen 3/2010 | 3


INHALT

BREMEN & BREMERHAVEN

6 Gebäudesanierungsprogramm beschlossen

7 Verkehrskonzept: „Kurzsichtig und kontraproduktiv“

9 Konjunkturprogramm: Gebot der Zusätzlichkeit

10 CDU und FDP sind weiter gegen Umweltzone

HANDWERKSKAMMER BREMEN

12 „Fachkräftemangel vorbeugen – Auszubildende übernehmen“

13 „i2b-Netzwerk“: Beliebter Treff der Wirtschaft

14 Gesellen-Coach: „Bis die Köpfe rauchen“

15 Demografischer Wandel: Rechtzeitig die Zukunft sichern

16 Mentoren: Das eigene Glück schmieden

KREISHANDWERKERSCHAFT BREMEN

17 Kfz-Handwerk: Glückwünsche zur Berufswahl

17 Ab 2011 neue Abwassergebühren in der Stadt Bremen

18 Kfz-Handwerk: Mobilisierender Neujahrsempfang

19 Eingliederung: Projekt „BEM“ ging an den Start

20 Langer Winter bringt Probleme

20 Energetische Gebäudesanierung

21 Freisprechungen Zahntechniker und Friseure

22 Klempnerball 2010 – Winterfest der Tischler

23 Gebäudereiniger: Sauberer Start ins Neue Jahr

KREISHANDWERKERSCHAFT BRHV-WEM

24 Neujahrsempfang der Betriebswirte

25 Glückwunsch zur bestandenen Gesellenprüfung

26 20 Jahre UFH-Arbeitskreis Brhv-Wem

26 Kooperationsprojekt bildet Schiffbauer aus

NAMEN & NOTIZEN

28 Geburtstage, Jubiläen, Gedenken

29 Otto Lamotte – neuer Präses der Handelskammer

30 Erfolgreich abgeschlossene Lehrgänge

31 Hair-Fashion 2010 – Haarmode für guten Zweck

32 Museum des Handwerks: Unermüdlicher Einsatz belohnt

33 Bäcker helfen 35.000 Kindergärten

TIPPS & TERMINE

34 Angebote zur Aus- und Weiterbildung

35 Das „läuft“ in Bremen und umzu

36 Neue Namen für Schulabschlüsse

37 Service für Unternehmer

MARKTPLATZ

38 Betriebsbörse der

Handwerkskammer Bremen

SCHLUSSPUNKT

39 Nachgefragt: Karoline Linnert

39 Impressum

4 | Handwerk in Bremen 3/2010

„Der Winter hat uns fest im Griff“, so der wohl am häufigsten

gebrauchte Satz in den Nachrichten der vergangenen

Wochen. Weitere Merkmale: Streusalzmangel,

Verkehrschaos, Störungen im Bahnverkehr, Schulausfälle

und Schimmelpilzbefall in mehr als jeder dritten Wohnung

Norddeutschlands. Und: Wochenlanger Stillstand

auf den Baustellen. Matthias Winter, Vorsitzender des

Volk

Arbeitgeberverbandes Handwerk Bremen, glaubt nicht,

dass die Verluste im ersten Quartal vom Bauhandwerk

im weiteren Jahresverlauf wieder einzuholen sind.

Christian

Mehr dazu auf Seite 20. Foto:

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BREMEN & BREMERHAVEN

GEBÄUDESANIERUNG BESCHLOSSEN

Der Senat gab 30,2 Millionen Euro für das Gebäudesanierungsprogramm 2010 frei. Schwerpunkt wie in den Vorjahren

ist der Bereich Bildung.

Der Senat hat das Gebäudesanierungsprogramm

2010 in Höhe von 30,2 Millionen Euro

beschlossen. „Damit orientieren wir uns am

finanziellen Rahmen der Vorjahre“, erklärt

Finanzsenatorin Karoline Linnert. „Das Konjunkturprogramm

hilft, den Sanierungsstau

abzubauen. Wir haben aber weiter eine lange

Liste öffentlicher Gebäude – vor allem Schulen

– wo dringend etwas passieren muss. Brandschutzrisiken,

Unfallgefahren und Schadstoffbelastungen

können wir nicht ignorieren.

Außerdem müssen begonnene Sanierungen

fortgesetzt und beendet werden.“

Der Schwerpunkt des Programms 2010

liegt wie in den Vorjahren im Bereich Bildung.

Für 19,8 Millionen Euro werden zahlreiche

Die FDP-Bürgerschaftsfraktion kritisiert die

Haltung des Senats zu Arbeitsgelegenheiten für

Langzeitarbeitlose. Anlass ist die Antwort des

Senats auf eine Anfrage der FDP-Fraktion zur

Gefahr für reguläre Beschäftigung durch

Arbeitsgelegenheiten. Der arbeitsmarktpolitische

Sprecher der FDP-Bürgerschaftsfraktion, Dr.

Oliver Möllenstädt, dazu: „Wie befürchtet, vergeben

öffentliche Einrichtungen wie Schulen und

Kindergärten Aufträge in erheblichem Ausmaß

an öffentlich subventionierte arbeitsmarktpolitische

Dienstleister. Dabei könnten gerade sie

wichtige Auftraggeber für das örtliche Handwerk

sein.“

In der Antwort verteidigt der Senat die Auftragsvergabe

von öffentlichen Einrichtungen an

arbeitsmarktpolitische Dienstleister, die Langzeitarbeitslose

zur Erbringung von handwerklichen

oder sozialen Tätigkeiten einsetzen. Eine

Vergabe an private Anbieter sei nach Aussage

des Senats nicht erforderlich, da es sich nicht um

„marktfähige“ Produkte handle.

Möllenstädt widerspricht dieser Ansicht:

„Hier wird künstlich ein Markt geschaffen, in

dem hochsubventionierte Arbeiten angeboten

6 | Handwerk in Bremen 3/2010

Schulen saniert und Mobilbauten ersetzt.

Außerdem stehen beispielsweise das Bürgerhaus

Vegesack und das Fockemuseum auf der

Liste. Um Fehlinvestitionen zu vermeiden,

wird geprüft, ob die sanierungsbedürftigen

Gebäude langfristig genutzt werden sollen.

Finanziert wird das Sanierungsprogramm

durch 3,98 Millionen Euro aus Verkaufserlösen

(zum Beispiel das ehemalige Frauenhaus

an der Marcusallee, Krankenhaus Brauel) und

einem 26,29 Millionen Euro-Kredit des

Sondervermögens Immobilien und Technik

(SVIT). Die Kreditfinanzierung ist notwendig,

da aufgeschobene Reparaturen teuer zu stehen

kommen: Wer ein kleines Loch im Dach

nicht flickt, wird später für die aufgeschobene

FDP KRITISIERT ARBEITSGELEGENHEITEN

Oliver Möllenstädt sieht Gefahren für reguläre Betriebe des lokalen Handwerks.

werden. Eben weil diese Produkte nicht marktfähig

zustande kommen, gefährden sie reguläre

Beschäftigung. Würde man sich das Geld für

diese Arbeitsmaßnahmen sparen, die erwiesenermaßen

die Teilnehmer in den allermeisten

Fällen in den allermeisten Fällen nicht beim

Übergang in den ersten Arbeitsmarkt unterstützen,

wäre auch genug für die Beauftragung

regulärer Betriebe da.“

Aussagen, wonach der Senat die Kontrolle

der arbeitsmarktpolitischen Dienstleister für

ausreichend hält, hält Möllenstädt für absurd:

„Wenn wir den Senat auf das widerrechtliche

Marktverhalten der Dienstleister hinweisen

müssen, die im Internet auf eindeutige Weise für

sich Werbung machen, dann kann es mit der

Kontrolle nicht weit her sein.“

Möllenstädt fordert dagegen, Instrumente

zu entwickeln, die Langzeitarbeitlose in reguläre

Betriebe integrieren. „Kleine Betriebe würden

sich direkt um die Betroffenen kümmern, sie

praxisnah qualifizieren und bekämen dafür eine

staatliche Förderung. So könnte viel mehr für die

Arbeitslosen und den Arbeitsmarkt erreicht werden“,

erklärt Möllenstädt.

Reparatur weit mehr Geld ausgeben müssen,

so die Finanzsenatorin.

AOK Bremen/Bremerhaven:

Garantiert kein Zusatzbeitrag 2010

„Die AOK Bremen/Bremerhaven wird im

gesamten Jahr 2010 keinen Zusatzbeitrag

erheben“, betonte Norbert Kaufhold, Vorstandsvorsitzender

der AOK Bremen/Bremerhaven.

„Das können wir

unseren Versicherten garantieren.“ Aufgrund

einer vorausschauenden, wirtschaftlich

soliden Finanzpolitik habe die

AOK Bremen/Bremerhaven das Jahr 2009

mit einem Überschuss abgeschlossen.

Der Haushaltsplan 2010 der größten Krankenkasse

im Land Bremen umfasst ein

Gesamtvolumen von 594 Millionen Euro in

der Krankenversicherung und 109 Millionen

in der Pflegeversicherung. Die AOK

Bremen/Bremerhaven ist schuldenfrei und

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„KURZSICHTIG UND

KONTRAPRODUKTIV“

Die Spitze der Kfz-Innung Bremen aus Hans-Jörg

Kossmann und Günther Engelke zum Verkehrskonzept

des Senats.

Bremen befindet sich in einer schwierigen

Phase. Im zurückliegenden Jahr hat es die Auswirkungen

der Wirtschaftskrise deutlich zu spüren

bekommen. Im Dezember 2009 waren

mehr als 37.000 Personen arbeitslos gemeldet.

Hinzu kommen mehr als 500 Betriebe mit fast

15.000 Kurzarbeitern. Angesichts dieser Zahl

betrachtet das bremische Kfz-Handwerk die

aktuelle Verkehrspolitik des Verkehrsressorts

mit großer Sorge. Fußgängerampeln in der Kurfürstenallee/

Richard-Boljahn-Allee, Umweltzone,

Tempo 30 im Stadtverkehr und Tempo 80

auf allen bremischen Autobahnen eignen sich

nicht um Verkehr zu verflüssigen. „Damit

schränkt der rot-grüne Senat die Mobilität aller

Autofahrer im Allgemeinen und die der

Betriebe im Speziellen ein. Eine solche Politik

zielt darauf ab, den Verkehr zu erschweren und

zu verlangsamen und verteuert ihn damit für

alle Autofahrer, die auf die Benutzung von

Kraftfahrzeugen angewiesen sind. Gleichzeitig

wird es den Betrieben des Handwerks

erschwert ihre Kunden im Innenstadtbereich zu

erreichen – und es im Umkehrschluss Kunden

schwerer gemacht, zu den dortigen Unternehmen

zu kommen“, sagt Andreas Meyer,

Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft

Bremen, und findet: „In einer Situation, in der

alle Betriebe es mit einer gesamtwirtschaftlich

schwierigen Situation und großen standortpolitischen

Herausforderungen zu tun haben ist

dies geradezu kurzsichtig und kontraproduktiv.

Wer solchermaßen die wirtschaftliche Entwicklung

beeinträchtigt und verlangsamt, gefährdet

wirtschaftliches Wachstum und Arbeitsplätze!“

„Wer an Ampeln im Stau steht kann

keinen Umsatz erwirtschaften!“

Hans-Jörg Kossmann, Obermeister der Kfz-

Innung Bremen bedauert, dass Bürgermeister

Jens Böhrnsen innerhalb kürzester Zeit 140

Millionen Euro, die eigentlich für Investitionen

gedacht waren, in Richtung von Kindergärten,

Bildung und in den Sozialbereich

umgeleitet hat. „Künftig sollen noch für mehr

als eine halbe Million Euro in der Kurfürstenallee

vorhandene Brücken abgerissen und

stattdessen Fußgängerampeln aufgestellt

werden – während im Baustellen-Management

von insgesamt zwei Personalstellen seit

über einem Jahr eine aus Geldnot unbesetzt

bleibt und bei der A1-Weserbrücke, an Altenwall

und Tiefer die Verzögerungen vier

Wochen länger als geplant den Verkehr

behindert haben. Hier setzt der Senat die falschen

Prioritäten!“, sagt er und bezeichnet

die derzeitige Politik des Senats, als „kontraproduktiv

für alle Bemühungen der bremischen

Betriebe inmitten wirtschaftlich

schwieriger Zeiten ihre Arbeitsplätze zu

sichern, und zutiefst unsolidarisch gegenüber

den Geber-Länder im Länderfinanzausgleich.“

Ganz offenbar hat der Senat weiten Teilen

der Bremer Betriebe und Selbständigen das

Gefühl vermittelt, dass sie bei der Zukunftsplanung

des Senats auf der Strecke bleiben.

Die Innung der Kfz-Betriebe im Land Bremen

erwartet daher „künftig eine Verkehrspolitik,

die Bremen als Ganzes betrachtet und dem

gesamten Bundesland dient – statt nur die

Interessen rot-grüner Beiräte in einzelnen

Stadtteilen zu befriedigen. Arbeitsplätze werden

von Betrieben geschaffen – nicht von der

Politik“. Die Kfz-Innung fordert den Senat und

insbesondere Bürgermeister Jens Böhrnsen

auf, mehr wirtschafts- und strukturpolitische

Impulse zu setzen, damit Arbeitsplätze erhalten

und geschaffen werden können. Obermeister

Kossmann formuliert es klar: „Kein

Brückenabriss in der Kurfürstenallee und

Richard-Boljahn-Allee – denn durch Ampeln

statt Brücken wird der zügige Transport von

Personen und Gütern nur beeinträchtigt und

eine schnelle Erbringung von Dienstleistungen

durch Handwerker in der Stadt

erschwert! Nur wo der Verkehr fließt, kann

Umsatz erwirtschaftet werden. Steht man an

der Ampel oder im Stau, verplempert man

Zeit, verbraucht teuren Treibstoff, verpestet

die Luft und kann keinen Umsatz erwirtschaften!“

BREMEN & BREMERHAVEN

„Fortschritt fördern statt bestrafen!“

Auch Günther Engelke, stellvertretender

Obermeister der Kfz-Innung Bremen, sieht in

Verbotsschildern, Geschwindigkeitsbegrenzungen,

Brückenabrissen, Umweltzone und

mehr Ampeln keine geeigneten Mittel, um

eine Stadt interessant zu machen. „Viel effektiver

als zu verbieten und zu strafen ist Förderung.

Die staatlich bezuschusste Umweltprämie

beispielsweise hat es geschafft, dass

innerhalb kurzer Zeit mehr als 1.746.267 Fahrzeuge

– die im Durchschnitt 14,4 Jahre alt

waren – gegen umweltverträglichere Autos

mit Abgasnorm Euro 4 eingetauscht wurden“,

betont er.

Schätzungen zufolge verbraucht davon

jeder neue Wagen durchschnittlich 1,7 Liter

Treibstoff (20 Prozent) weniger pro 100 Kilometer.

In der Summe werden dadurch

deutschlandweit gut 30 Millionen Liter Kraftstoff

und der Ausstoß von rund 100.000 Tonnen

CO 2 pro Jahr eingespart. Zusätzlich produzieren

die neuen Fahrzeuge deutlich

weniger Geräusche.

„Moderne Autos sind hochwertige Wirtschaftsgüter.

Sie werden nach neuesten

Umweltstandards gefertigt und zum Teil

schon in modernen Technologien wie mit

Hybrid-Antrieb für weniger Emissionen angeboten.

Sie verfügen über Kommunikationsund

Navigations- und Unterhaltungselektronik

und zukunftsweisende Technik für die

aktive und passive Sicherheit wie zum Beispiel

für automatisches Abstandhalten. Die

Menschen haben Freude an solchen Fahrzeugen“,

sagt er und empfiehlt: „Bremen wäre

gut beraten, mehr Anreize für den Kauf von

Fahrzeugen mit hohen Umweltstandards zu

bieten. Moderne Konzepte wie Verkehrsflussund

Wegweiser-Systemen mit gleichzeitiger

Unterstützung von Impulsen für die Entwicklung

schadstoffarmer Antriebe bringen mehr

statt Verbote nur die Menschen für die Liebe

zu ihrem Fahrzeug zu bestrafen.“

Handwerk in Bremen 3/2010 | 7


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8 | Handwerk in Bremen 3/2010

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LINNERT: „PEINLICHER SCHWINDEL“

Bremens Bürgermeisterin kritisiert die Finanzminister der Länder, die gegen die

Stimme Bremens das Gebot der Zusätzlichkeit aus dem Konjunkturprogramm

strichen: „Das hat mit Konjunkturförderung gar nichts mehr zu tun.“

Sieben Monate nachdem Bundespräsident Köhler seine Unterschrift unter das Konjunkturprogramm

II gesetzt hat, haben die Finanzminister der Länder dem Programm seine konjunkturfördernden

Impulse genommen. Das Programm sollte mit zusätzlichen öffentlichen Investitionen

der Wirtschaft Schwung und Unterstützung in der Krise bringen. Mit insgesamt zehn

Milliarden Euro, die zu 25 Prozent von den Ländern ergänzt werden mussten, sollten insbesondere

im Bereich Bildung neue Maßnahmen angestoßen oder für später geplante Vorhaben vorgezogen

werden. Hierfür hatte der Bund auch eine höhere Verschuldung in Kauf genommen.

Ziel war insofern nicht, die Länder und Kommunen zu entlasten, sondern ihnen zusätzliches

Geld für zusätzliche Investitionen zur Verfügung zu stellen.

Ende Januar haben die Finanzminister auf

Antrag Sachsens und gegen die Stimme Bremens

beschlossen, aus dem Gesetz das Gebot

der Zusätzlichkeit der Ausgaben zu streichen.

Die Gelder aus dem Konjunkturprogramm

sollten oben drauf ausgegeben werden.

Damit ist es nun vorbei. Jetzt können die

Mittel des Bundes für die normale Investitionstätigkeit

des jeweiligen Landes eingesetzt

werden. Die Maßnahmen müssen nicht

mehr neu und zusätzlich sein, sondern jetzt

kann das Land seine eigenen Investitionen

zurückfahren und sich statt dessen die Vorhaben

vom Bund finanzieren lassen.

Dazu Finanzsenatorin Karoline Linnert:

Der Jahreswirtschaftsbericht 2010 belegt,

dass der massive gesamtwirtschaftliche Konjunktureinbruch

zwar gestoppt werden konnte,

aber der Weg aus dem Tal langwierig und

beschwerlich bleiben wird. Der für die Handwerkswirtschaft

wichtige private Verbrauch

wird der Prognose der Bundesregierung zufolge

sogar schrumpfen.

Besondere Bedeutung kommt daher der Wirkung

der Konjunkturpakete zu, insbesondere

den Mitteln des Zukunftsinvestitionsgesetzes.

Nach geltender Rechtslage dürfen mit diesen

Geldern nur zusätzliche Investitionen getätigt

werden. Damit wurden und werden gezielte

ergänzende Wachstumsimpulse freigesetzt und

insbesondere Umsatz und Beschäftigung der

Bau- und Ausbaubetriebe des Handwerks in der

„Das hat mit Konjunkturförderung gar nichts

mehr zu tun. Die Länder, die es bisher nicht hin

bekommen haben, die KPII-Mittel sinnvoll und

zeitnah zu verplanen, werden nun durch einen

direkten Haushaltszuschuss belohnt. Allein für

Sachsen – das von Anfang an gegen das Programm

war – sind das 600 Millionen Euro. Bremen

hat gesetzestreu seine Mittel zusätzlich

schon so weit festgelegt, dass es keinen Weg

zurück gibt, obwohl wir als Konsolidierungsland

eine zusätzliche Finanzspritze mehr als

gut gebrauchen könnten. Es bleibt ein peinlicher

Schwindel, der nur dazu dienen soll,

einige Länder nach den unverantwortlichen

Steuersenkungen ruhig zu stellen.“

„WIRKUNG NICHT GEFÄHRDEN“

ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke warnt davor, die Wirkung der

Konjunkturpakete zu gefährden.

Wirtschaftskrise stabilisiert.

Holger Schwannecke, Generalsekretär des

Zentralverbandes des Deutschen Handwerks

(ZDH): „Diese Wirkung der Konjunkturpakete

darf nicht gefährdet werden. Das Handwerk

wehrt sich daher entschieden dagegen, dass die

Bundesländer die Vorgabe der ‚Zusätzlichkeit´

abschaffen wollen." Sollte sich der Bundesrat

durchsetzen, droht die Wirkung der Konjunkturpakete

für das Handwerk zumindest teilweise

zu verpuffen.

Schwannecke warnt auch vor einer Kürzung

der Förderung der energetischen Gebäudesanierung:

„Das Programm ist erfolgreich, hilft dem

Klima und dem Arbeitsmarkt, die Förderung

muss in gleicher Höhe wie bisher fortgeführt

werden.“

BREMEN & BREMERHAVEN

Finanzierungsdefizit verdoppelt

„Die negativen Auswirkungen der Finanzund

Wirtschaftskrise prägen das hinter uns

liegende Jahr. Die Haushaltsbilanz 2009 fällt

drastisch schlechter aus als 2008 – trotz aller

Sparanstrengungen. Ein dramatischer

Absturz,“ kommentiert Finanzsenatorin

Karoline Linnert den im Senat vorgestellten

vorläufigen Jahresabschluss 2009. Das

Finanzierungsdefizit hat sich gegenüber

dem Vorjahr um 433 Millionen Euro auf insgesamt

867 Millionen Euro erhöht (Stadtstaat

Bremen, im Interesse der Vergleichbarkeit

wird hierbei das Konjunkturprogramm II

nicht berücksichtigt). Hauptursache sind

drastisch gesunkene Steuereinnahmen. Sie

liegen 11,8 Prozent unter dem Vorjahreswert.

„Das sind 366 Millionen Euro weniger. Angesichts

dieser Entwicklung Steuersenkungen

zu planen, ist verantwortungslos.“ Die

Finanzsenatorin sieht in der Bilanz eine

Bestätigung der Senatslinie, Steuersenkungen

strikt abzulehnen. „Wir können die

Schuldenbremse nur einhalten, wenn

schwarz-gelb ein Einsehen hat. Der Staat

braucht zur Finanzierung seiner Aufgaben

eine solide Finanzierungsgrundlage - das gilt

für Bund, Länder und Kommunen.“

Rücktritt von Senator Ralf Nagel

Mit Bedauern hat Bürgermeister Jens Böhrnsen

den Rücktritt von Ralf Nagel aus dem

Amt des Senators für Wirtschaft und Häfen

und des Senators für Justiz und Verfassung

zur Kenntnis genommen: „Die Zusammenarbeit

im Senat mit Ralf Nagel war sehr gut, er

hat in der Wirtschaftspolitik Akzente gesetzt.

Ich denke an die Umstrukturierung der Wirtschaftsförderung

hin zu Kreditvergaben statt

Zuschüssen, ich denke an die klare Positionierung

Bremens in der Windenergiewirtschaft.“

Ralf Nagel wird künftig in Hamburg

die Geschäfte des Verbands deutscher Reeder

führen. Böhrnsen: „Für Bremen und Bremerhaven

haben wir an einer wichtigen

Stelle der maritimen Wirtschaft einen weiteren

Verbündeten.“ Die Bürgerschaftsfraktionen

von CDU und FDP kommentierten den

Rücktritt als „notwendige Konsequenz aus

persönlichen Fehlern und politischer Untätigkeit“

(Thomas Röwekamp, CDU) und bewerten

„die Arbeit des Wirtschaftssenators als

eher glücklos“ (FDP).

Handwerk in Bremen 3/2010 | 9


BREMEN & BREMERHAVEN

CDU UND FDP SIND WEITER GEGEN DIE UMWELTZONE

Die Bürgerschaftsfraktionen von CDU und FDP bezweifeln weiter den Nutzen der Bremer Umweltzone. Die Liberalen sprechen

von „grüner Symbolpolitik“, die CDU davon, „die Menschen für dumm zu verkaufen“.

Die CDU sieht in dem Zwischenbericht des

Senats zur Feinstaubbelastung auf Bremens

Straßen keinen Beleg dafür, dass die Umweltzone

zu einer maßgeblichen Verbesserung der

Luft beigetragen hat. „Rot-Grün unternimmt

den Versuch, die Menschen für dumm zu verkaufen.

Anders ist es nicht zu erklären, dass für den

angeblichen Erfolg Ergebnisse von Messstellen

herangezogen werden, die außerhalb der

Umweltzone liegen. Das sind unlautere Methoden“,

sagt Heiko Strohmann, stellvertretender

Vorsitzender der CDU-Bürgerschaftsfraktion.

Dies sei beispielsweise bei der Neuenlander

Straße der Fall.

Der Unionspolitiker macht deutlich: „Wenn

es einen wissenschaftlichen Beweis geben

würde, dass die Umweltzone irgendeinen positiven

Effekt auf die Luftverschmutzung in unserer

Stadt haben würde, wären wir die Letzten, die

sie ablehnen würden. Aber in seiner Vorlage zur

Sitzung der Umweltdeputation hat der zuständige

Senator selber eingestanden, dass es einen

solchen Beweis noch immer nicht gibt.“

Insbesondere im Bereich der Neustadt ist aus

Sicht der CDU die Feinstaubreduzierung auf die

Inbetriebnahme der A 281 zurückzuführen. „Dass

die Grenzwerte im vergangenen Jahr seltener

überschritten wurden, liegt daran, dass tausende

Lastwagen nicht mehr täglich an den Vorgärten

vorbei fahren, sondern die Autobahn nutzen“,

sagt Strohmann. Aus seiner Sicht hat die

Umweltzone bislang nichts als Bürokratie und

zusätzliche Kosten verursacht. „Wir haben

immer gesagt, dass es sinnvollere Maßnahmen

für den Umweltschutz gibt“, bekräftigt er. Die

Vermeidung von Stop-and-Go-Verkehr durch

grüne Wellen, die Entwicklung moderner

Antriebstechniken und der Ausbau des öffentlichen

Personennah verkehrs seien einige Beispiele.

„Nicht zuletzt sind durch die Abwrackprämie

viele Autos mit hohen Emissionswerten

aussortiert worden. Da ist es wenig erstaunlich,

dass viele Fahrzeuge mit einer grünen Plakette

in der Stadt unterwegs sind“, sagt Heiko Strohmann.

Die FDP-Bürgerschaftsfraktion sieht sich

durch die Antwort des Senats auf ihre Kleine

Anfrage zur „Feinstaubreduktion“ bestätigt. Dr.

Magnus Buhlert, umweltpolitischer Sprecher

der FDP-Fraktion, erklärte dazu: „Die Umwelt-

10 | Handwerk in Bremen 3/2010

zone hat nichts Wesentliches gebracht. Wo die

Feinstaubbelastung gesunken ist, gibt es dafür

andere Gründe: modernere Autos, weniger Verkehr

und beendete Bauarbeiten.“

In der Antwort des Senats wird die deutliche

Reduktion der Feinstaubbelastung in der Neuenlander

Straße mit der Fertigstellung des Bauabschnittes

des A281 begründet. Eine erhöhte

Belastung am Dobbenweg wird durch eine neu

eingerichtete Baustelle erklärt

Für die FDP-Fraktion ist dies eine Bestätigung

ihrer Position, dass fließender Verkehr und

moderne Fahrzeuge die Belastung für die

Anwohner senken können. „Alle positiven

Effekte seit Einführung der Umweltzone lassen

sich im Wesentlichen auf andere Ursachen

zurückführen. Die Bremer Umweltzone ist und

bleibt einzig und allein grüne Symbolpolitik und

ein Beschäftigungsprogramm für Bürokraten.

Zur Feinstaubbekämpfung ist sie nicht erforderlich

und darüber hinaus unverhältnismäßig“, so

Buhlert. Der FDP-Politiker weist schließlich noch

auf einen Punkt hin: „Verschärfte Geschwindigkeitsbegrenzungen

und neue Ampelanlagen an

Hauptverkehrsstraßen werden die Belastung

erhöhen.“

Amtliche Bekanntmachung der Handwerkskammer Bremen

Kammerbeitrag 2010

Die Vollversammlung der HANDWERKSKAMMER BREMEN hat am 15. Dezember 2009

gemäß § 106 Abs. 1 Nr. 5 HwO in Verbindung mit § 3 der Beitragsordnung der Handwerkskammer

Bremen den Beitragsmaßstab für das Wirtschaftsjahr 2010 wie folgt festgesetzt:

Selbständige Handwerker und Inhaber handwerksähnlicher Betriebe:

1. Grundbeitrag

1.1. Für Alleininhaber, Einzelfirmen und Personengesellschaften: 288 Euro

1.2. Ermäßigter Grundbeitrag für Betriebe nach 1.1., bei Veranlagung

nach Gewerbeertrag bzw. Gewinn aus Gewerbebetrieb bis 10.000 Euro: 183 Euro

1.3. Ermäßigter Grundbeitrag für Betriebe nach 1.1., bei Veranlagung nach

Gewerbeertrag bzw. Gewinn aus Gewerbebetrieb von 10.001 Euro

bis 17.900 Euro: 237 Euro

1.4. Für juristische Personen oder Personengesellschaften, bei denen

eine juristische Person Vollhafter ist: 555 Euro

2. Zusatzbeitrag

2.1. Nach Gewerbeertrag / Gewinn aus Gewerbebetrieb bis 128.000 Euro: 1,13 %

2.2. Von dem 128.000 Euro übersteigenden Gewerbeertrag/Gewinn aus

Gewerbebetrieb: 0,65 %

Basis für die Bemessung des Grund- und Zusatzbeitrages des Jahres 2010 ist das Jahr 2007.

Für Alleininhaber, Einzelfirmen und Personengesellschaften, bei denen eine juristische Person

nicht Vollhafterin ist, wird die Bemessungsgrundlage für den Zusatzbeitrag um einen

Freibetrag von 10.000 Euro gekürzt.

Soweit ein Gewerbeertrag bzw. Gewinn aus Gewerbebetrieb nicht vorliegt, der Kammer

jedoch Gewerbesteuermessbeträge vorliegen und der letzte Gewerbesteuermessbetrag

größer als 0 Euro ist, wird der Grundbeitrag und der Zusatzbeitrag auf der Grundlage des

aus dem Gewerbesteuermessbetrag errechneten Gewerbeertrags erhoben und als vorläufiger

Beitrag ausgewiesen. Falls dies nicht der Fall ist, wird der nach dem Einkommensteueroder

Körperschaftssteuergesetz ermittelte Gewinn aus Gewerbebetrieb herangezogen.

Der vorstehende Beschluss wurde durch den Senator für Wirtschaft und Häfen durch

Bescheid vom 28. Januar 2010 und von der Senatorin für Bildung und Wissenschaft durch

Bescheid vom 8. Februar 2010 genehmigt.

Bremen, 11. Februar 2010

Feldmann (Präses) Busch (Hauptgeschäftsführer)


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HANDWERKSKAMMER

„FACHKRÄFTEMANGEL VORBEUGEN,

AUSZUBILDENDE ÜBERNEHMEN“

Gemeinsamer Apell zur Ausbildung von Handwerkskammer, Handelskammer,

Kreishandwerkerschaft, DGB und Agentur für Arbeit.

Viele junge Menschen beenden in diesen

Wochen ihre Ausbildung. Mit dem Berufsabschlusszeugnis

in der Tasche stellt sich für sie die

Frage nach der weiteren beruflichen Zukunft in

einem konjunkturell schwierigen Umfeld. Handwerkskammer

Bremen, Kreishandwerkerschaft

Bremen, Handelskammer Bremen, DGB und

Agentur für Arbeit haben an die Wirtschaft appelliert,

sich im Hinblick auf den drohenden Fachkräftemangel

diese Fachkräfte bereits jetzt zu sichern.

„Viele junge Menschen stehen derzeit am Übergang

vom Ausbildungssystem ins Arbeitsleben.

Wegen der damit oft verbundenen Schwierigkeiten

wird dieser Übergang unter Fachleuten als „2.

Schwelle“ bezeichnet. Nicht alle ausgelernten

Fachkräfte können oder wollen aus den unterschiedlichsten

Gründen in ihrem Ausbildungsbetrieb

bleiben. Sie treffen aktuell auf eine infolge

der Krise angespannte Arbeitsmarktlage.Vor dem

Hintergrund der demografischen Entwicklung

sind Betriebe gut beraten, genau zu prüfen, ob sie

ihre Ausbildungsinvestitionen kurzfristig einfach

abschreiben, indem sie Ausbildungsabsolventen

entlassen, oder sich weitsichtig verhalten und

langfristig knapper werdende Fachkräfte frühzeitig

an sich binden. Ob durch Vertragsverlängerung

eigener Auszubildender oder Neueinstellung

junger Ausbildungsabsolventinnen und

–absolventen vom Arbeitsmarkt ist dabei zweitrangig.

Ein Beitrag zur Sicherung der eigenen

Wettbewerbsfähigkeit ist dies auf jeden Fall. Und:

Junge Menschen, denen wir vermittelt haben,

dass es wichtig ist, sich für einen Ausbildungsabschluss

anzustrengen, dürfen nach der Ausbildung

nicht an der 2. Schwelle scheitern, nur weil

die Rahmenbedingungen aktuell nicht so günstig

sind wie sonst“ , meint Hans-Uwe Stern,

Geschäftsführer Agentur für Arbeit Bremen:

Handwerk ist innovativ, Handwerk ist stark,

Handwerk ist stabil! Kurz gesagt: Handwerk

macht Spaß! Moderne Technologien, Kreativität

12 | Handwerk in Bremen 3/2010

und Team-Arbeit von jungen mit erfahrenen Kollegen

machen die Ausbildung und Arbeit im

Handwerk unglaublich vielfältig und spannend.

Zusätzlich waren die Arbeitsplätze im bremischen

Handwerk während des vergangenen Krisenjahres

auch sicherer, als in vielen anderen

bremischen Wirtschaftsbereichen.

Doch in den nächsten Jahren sinken die Schülerzahlen.

Dann werden sich weniger junge Menschen

um Ausbildungsplätze bei den bremischen

Handwerkern bewerben. „Schon jetzt findet nicht

jeder Betrieb geeigneten Nachwuchs. Dazu

kommt, dass in Kürze auch noch viele Alt-Gesellen

der geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand

gehen werden. Gut ausgebildete junge Kräfte

werden dann rar und sind Gold wert! Darum wissen

die meisten handwerklichen Betriebsinhaber,

dass sie ausbilden und übernehmen müssen,

wenn sie auch in Zukunft eine ausreichende Zahl

qualifizierter Fachkräfte haben wollen“, sagt Reinhard

Bröker, Referent für Ausbildung bei der

Handwerkskammer Bremen.

Das Handwerk begegnet dem sich abzeichnenden

Fachkräftemangel durch eine weiterhin

hohe Ausbildungsbereitschaft und Ausbildungsqualität.

So haben im Jahr 2008 im Bezirk der

Handwerkskammer Bremen zirka 1.050 junge

Menschen die Berufsausbildung erfolgreich

beendet und stehen dem Arbeitsmarkt als

junge, motivierte Fachkräfte zur Verfügung.

2009 haben weitere 1.000 Auszubildende die

Berufsabschlussprüfung bestanden und in der

Winterprüfung 2010 wurden erneut 400

Abschluss- und Gesellenprüfungen durchgeführt.

Andreas Meyer, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft

Bremen bekommt in vielen

Gesprächen von Inhaber der Innungsbetriebe

gesagt: „Wir setzen auf die Zukunft – und dafür

brauchen wir unsere gut ausgebildeten Mitarbeiter!“

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Bessere Rahmenbedingungen gefordert

KH-Geschäftsführer Andreas Meyer empfiehlt,

die Rahmenbedingungen für das Handwerk und

den Mittelstand zu verbessern: „Damit die

Handwerksbetriebe auch in der weiter anhaltenden

Krise stabil bleiben, sollte das Land Bremen

auch künftig die Binnenkonjunktur ankurbeln“,

sagt er und sieht weiterhin in bremischen

Schulen, Kindergärten sowie Krankenhäusern

Bedarf für energetische Sanierungen.

Auch in der bremischen Verkehrsinfrastruktur

gibt es aus seiner Sicht Handlungsbedarf. „Zahlreiche

Straßen müssen instand gesetzt werden,

wenn das Land weiterhin ein attraktiver Logistikund

Tourismus-Standort bleiben soll“, betont

Andreas Meyer und sieht in solchen Aufträgen

an Bremer Betriebe einen Beitrag zur Sicherung

der Ausbildungsquote und der Beschäftigung.

Zusätzlich fordert er langfristig bessere Rahmenbedingungen

fürs Handwerk: „Die Schwarzarbeit

in Deutschland hat im Krisenjahr 2009

um fünf bis sechs Milliarden Euro auf insgesamt

rund 253 Milliarden Euro zugenommen. 2010

wird eine weitere Steigerung zwischen fünf und

acht Milliarden Euro erwartet. Um die Schwarzarbeit

zu senken, muss die steuerliche Absetzbarkeit

von Handwerkerrechnungen verbessert

werden. Die Wirtschafts- und Finanzminister der

EU haben schon vor einem dreiviertel Jahr einen

Richtlinientext zur dauerhaften Einführung

reduzierter Mehrwertsteuer-Sätze auf arbeitsintensive

Dienstleistungen angenommen. Damit

könnten auch die deutschen Mehrwertsteuer-

Sätze auf Friseurdienstleistungen, kleine Reparaturdienstleistungen

wie Ausbesserungen und

Änderungen an Fahrrädern, Schuhen und Lederwaren,

Kleidung und Haushaltswäsche, Reinigung

von Fenstern und Reinigung in privaten

Haushalten Renovierung und Reparatur von Privatwohnungen,

mit Ausnahme von Materialien,

die einen bedeutenden Teil des Wertes der

Dienstleistung ausmachen gesenkt werden.

„Das wäre ein gutes Programm um letztlich

auch das Vertrauen in die Zukunft, die Ausbildungsbereitschaft

bzw. die Übernahme von ausgelernten

Lehrlingen zu erhöhen“, betont Meyer.

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BELIEBTER TREFF DER WIRTSCHAFT

Handwerker sind Netzwerker. Das i2b-Netzwerk feierte sein zehnjähriges

Bestehen und lud mit der Gewoba zum ersten ‚meet-up 2010‘ in die

Handwerkskammer ein.

Zehn Jahre ist es her, dass sich das Wirtschaftsnetzwerk

idea2business (i2b) unter

dem damaligen Namen ‚First Tuesday‘ zum

ersten Mal getroffen hat. Seither knüpfen

die Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung

und Politik bei kaum einer anderen

Einrichtung der Region mehr persönliche

Kontakte. Allein im vergangenen Jahr

besuchten rund 5.000 Gäste die insgesamt

fünfzehn i2b-meet-ups, die jeweils an verschiedenen

Orten in Bremen, Bremerhaven

und Oldenburg stattfinden.

Zum ersten Treffen im neuen Jahr hatte

das i2b-Team von Andreas Kottisch, Dr. Volker

Redder, Dirk Schwampe, Margrit Springhorn,

Sanem Erdinc und Uwe Nullmeyer

zusammen mit der Handwerkskammer ins

historische Gewerbehaus am Ansgarkirchhof

eingeladen. Präses Joachim Feldmann

zeigte sich bei der Begrüßung der annähernd

250 Besucher darüber hoch erfreut.

„Als ich erfahren habe, dass i2b ihr meet-up

über Energie-Versorgung und Energie-

Management in der Handwerkskammer

abhalten möchte, war ich zugegebenermaßen

etwas überrascht. Gleichzeitig habe ich

mich aber auch sehr gefreut“, gab er zu und

sagte: „Überrascht, weil heute weite Teile

der Öffentlichkeit viele moderne Berufe

nicht mehr als Gewerke des Handwerks

wahrnehmen. Gefreut, weil i2b die Bedeutung

des Handwerks für die Versorgung

und Einsparung von Energie offensichtlich

nicht nur kennt, sondern mit der Wahl des

Veranstaltungsortes auch würdigt!“ In diesem

Zusammenhang wies er darauf hin,

dass Handwerk und Energie-Einsparung

untrennbar miteinander verbunden sind.

Nicht nur das klassische Elektro-Handwerk

oder die Gebäude-Energie-Berater, sondern

viel mehr auch die Ausbau-Gewerke und

Rolladenbauer würden heute mit intelligenten

Systemen dafür sorgen, dass im

Sommer der Kühlbedarf von Räumen

gesenkt und im Winter der Heizungsverbrauch

reduziert werden könne. Allein

dadurch ließen sich europaweit 111 Millionen

Tonnen CO 2 jährlich einsparen, unterstrich

er.

Angesichts des aktuellen Beschlusses

des Haushaltsausschuss des Deutschen

Bundestages entgegen der Ankündigung

im Koalitionsvertrag die Fördermittel für

energetische Sanierungen drastisch zurück

zu fahren forderte der Präses den anwesenden

Umweltsenator Dr. Reinhard Loske auf,

dass Bremen auch nach Auslaufen des Konjunkturpakets

die energetische Sanierung

der öffentlichen Gebäude nicht stoppe, da

sanierte Gebäude künftige Heizkosten

sparten und so den engen Finanz-Spielraum

des Landes entlasteten. „Ich denke,

dass Deutschland besser da steht, wenn es

bei Sanierungen das Tempo beschleunigt

statt es zu verlangsamen!“, sagte er.

Der Umweltsenator empfahl in seinem

Grußwort, den Begriff Energieeffizienz

durch den Ausdruck Energieintelligenz zu

ersetzen und von nachwachsenden Rohstoffen,

erneuerbare Energien, energieeffiziente

Sanierungen und Modernisierung

miteinander zu kombinieren und konsequent

ökologisch zu denken.

Anschließend diskutierten unter Leitung

von Susanne Korhammer, Geschäftsführerin

des TARA Ingenieurbüros für Energie

und Umwelt, der Leiter des

Kompetenzzentrums ‚Neue Energien‘ der

GC-Gruppe Hermann-Josef Lüken; Dr. Volker

Riebel, Vorsitzender des GEWOBA-Vorstandes;

Cornelis Rasmussen, Geschäftsführer

der Bremer Energie-Konsens GmbH;

Peter Hoffmeyer, Klima-Botschafter der

Bremer Energie-Konsens und Vorstands-

HANDWERKSKAMMER

Handwerker sind Netzwerker! Wir waren die ersten, die sich zu

Zünften zusammen geschlossen haben. In den handwerklichen

Innungen lebt diese Idee bis heute weiter“, sagte Präses Joachim

Feldmann anlässlich seiner Begrüßung. (Fotos: Christian Volk)

mitglied der Nehlsen AG. Dabei wurde

deutlich, dass heute zwar fünfundsiebzig

Prozent des Energieverbrauchs von Privathaushalten

für das Heizen der Räume verwendet

werden, aber lediglich neun Prozent

des Wärmebedarfs aus erneuerbaren

Energien gedeckt wird. Die Experten kamen

zu dem Ergebnis, dass die Investition in

regenerative Energien eine Investition in

die Zukunft ist: „Nur so sei es für Unternehmen

auf lange Sicht möglich, sich auf dem

Markt zu positionieren und wirtschaftlich

zu bleiben.“

i2b steht für idea to business. Bei ihren meet-up´s treffen

sich die Akteure der Metropolregion Nordwest, lernen sich

kennen und verbinden auf Ihre Weise Ideen, Menschen und

Ressourcen. Mehr unter www.i2b.de.

„Investitionen in regenerative Energien sind Investitionen in die

Zukunft“ – Auf Einladung von i2b-Geschäftsführer Andreas

Kottisch (ganz rechts) diskutierten unter Leitung von Susanne

Korhammer (Mitte) Peter Hoffmeyer, Dr. Volker Riebel, Cornelis

Rasmussen, Hermann-Josef Lüken.


HANDWERKSKAMMER

„BIS DIE KÖPFE RAUCHEN“

Die Vollversammlungs-Mitglieder der Handwerkskammer Bremen aus dem

Gesellenstand machen sich fit für ihre Aufgaben. Erste Runde der Seminarreihe

abgeschlossen. Weitere vier Wochenendveranstaltungen folgen.

„Rhetorik, Kommunikation und Verhandlungsführung“

– das waren die Schwerpunkte

der jetzt abgeschlossenen ersten Runde im

„Gesellen-Coaching“, der auf Eigeninitiative

gestarteten Seminarreihe der Arbeitnehmervertreter

der Kammer-Vollversammlung. Die

zehn Vollversammlungsmitglieder und deren

Stellvertreter aus dem Gesellenstand haben

die ersten fünf Wochenendseminare hinter

sich gebracht. Mit viel Freude, Einsatz und

Elan bildeten sich die Mitglieder der Selbstverwaltung

der Handwerkskammer für die

Wahrnehmung ihrer Interessen und derer, die

sie vertreten, weiter.

Im ersten Modul der Seminarreihe ging es

unter anderem um die Möglichkeiten der

Gesprächsführung, um Aufbau von Argumenten,

Auswertungskriterien, aktives Zuhören,

Fragenstellung und das eigene Kommunikationsverhalten.

In der Weiterführung im zweiten

Modul konnten die Teilnehmer in Rollenspielen

selbst herausfinden, wo ihre Stärken

oder Schwächen lagen. Bei der Videoanalyse

stellte sich heraus, dass die Akteure sich

selbst anders wahrnahmen oder sich sofort

wieder erkannten in ihrem Verhalten. Diskutiert

wurde nicht nur die „Ist-Situation“, sondern

auch, wie sich Ziele mit größtmöglichem

Erfolg im umfangreichen Feld „Kommunikation“

erreichen lassen. Aus allen Handwerksbereichen

brachten die Gesellen ihre Erfahrungen

mit ein, so dass es immer einen

interessanten Austausch mit viel Spielfreude

und ebenso sehr engagiertem Spielernst gab.

Alle Teilnehmer waren sich nach Abschluss

des Seminarabschnittes einig, besser gerüstet

in Gespräche, Konflikte und Auseinandersetzungen

gehen zu können. Wie in anderen

Bereichen ist „learning by doing“ Programm;

so kann die Selbstüberprüfung und Anwendung

von Gelerntem gerade in ehrenamt-

In fünf Wochenendseminaren erfuhren die

Arbeitnehmervertreter der Kammer-Vollversammlung

mehr zum eigenen Kommunikationsverhalten

sowie über den Umgang mit Konflikten.

Nach dieser ersten Runde stehen nun vier

weitere Seminarwochenenden an. Das Foto zeigt

einige Seminar-Teilnehmer.

14 | Handwerk in Bremen 3/2010

lichen Beschäftigungen nur von Nutzen sein

für die Durchsetzung von Arbeitnehmerinteressen

– und somit auch für die Interessen der

Vollversammlung der Handwerkskammer.

Kompetente, fähige Partner in der schwierigen

wirtschaftlichen Situation im Handwerk

zu sein, ist nicht nur das Ziel der TeilnehmerInnen

dieses Seminars, sondern auch aller

Gesellen in Bremen und Bremerhaven.

Die Seminarreihe wird fortgeführt mit

dem Schwerpunktthema „Schulungen der

Arbeitnehmervertreter in wirtschaftlichen

Belangen“. Alles, was in diesem Zusammenhang

gebraucht wird, werden die Gesellen in

den nächsten vier Wochenendseminaren

erlernen und ihr Wissen vertiefen. Mit Sicherheit

wird auch hier der Spaß nicht zu kurz

kommen und mit viel Engagement fleißig

gelernt, bis die „Köpfe rauchen“.

(Text und Foto: Gaby Köckritz, Rainer Schnaars)

Präses appelliert an

EU-Parlamentarier

Die Kommission des Europäischen

Parlaments hat vorgeschlagen,

Kleinstunternehmen von den EU-

Bilanzierungspflichten auszunehmen.

Ende Februar wird der Rechtsausschuss

über den Vorschlag

abstimmen.

Der Präses der Handwerkskammer

Bremen appelliert an die Abgeordneten

des europäischen Parlaments,

der Entscheidung zuzustimmen und

die Richtlinie zügig zu verabschieden:

„Die Abstimmung ist ein wichtiger

Schritt auf dem Weg, dass Kleinstunternehmen

endlich von den aufwendigenEU-Bilanzierungspflichten

befreit werden können. Mit

einem positiven Votum kann Europa

beweisen, dass es unnötige Bürokratie

abbauen möchte sowie dem

Handwerk und dem Mittelstand

angesichts der Krise die notwendigen

Erleichterungen zugestehen will.“


RECHTZEITIG DIE ZUKUNFT SICHERN

Der demografische Wandel geht am Handwerk nicht vorbei. Das Projekt „ZuM“,

„Zukunftsfaktor Mensch – Handwerk im demografischen Wandel“ nimmt Fahrt

auf. Jetzt hat sich der Beirat konstituiert.

Die Zahl an Nachwuchskräften geht zurück.

Zunehmend müssen auch kleine und mittelständische

Unternehmen eine langfristige Personalplanung

und -entwicklung betreiben.

Das von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz

und Arbeitsmedizin geförderte Projekt ‚ZuM

Handwerk‘ der Handwerkskammer Bremen, der

HandWERK gGmbH, des Vereins Demografie-

Netzwerk Nordwest (DNN e.V.) und des Instituts

für Gerontologie der Hochschule Vechta soll

Wege aufzeigen wie eine alternsgerechte

Arbeitsgestaltung aussieht, bei der Mitarbeiter

nicht verschlissen werden und das Wissen ausscheidender

Erfahrungsträger im Betrieb gehalten

werden kann.

Nun hat sich ein Beirat konstituiert. In der

Handwerkskammer kam der Beirat aus Vertretern

wichtiger regionaler und überregionaler

Institutionen und Behörden zu seiner ersten Sitzung

zusammen. Er berät den Projektträger und

betreibt die Qualitätssicherung. Darüber hinaus

wird er das Projekt in seinem zentralen Ziel, der

Für viele Handwerksunternehmen ist das

Schlagwort des „demografischen Wandels“, das

seit einigen Jahren in den Medien kursiert, nach

wie vor ein abstrakter Begriff. Wenn aber die

dahinter stehenden Personal-Themen auf die

betriebliche Situation übertragen werden, ist

schnell erkennbar, dass der demografische Wandel

nicht nur die Industrie oder Großunternehmen

betrifft.

Schon im September 2008 in einer Veranstaltung

der Handwerkskammer Bremen zu diesem

Thema im Rahmen der Reihe „Handwerk im Dialog“

machten Unternehmer verschiedener

Gewerke deutlich, dass für sie der demografische

Wandel im Betrieb spürbar ist und dass sie Handlungsbedarf

sehen, insbesondere:

• Personalgewinnung z.B. zum Ausgleich von

Auftragsspitzen und mit Blick auf qualifizierte

Auszubildende,

• Erhalt der Gesundheit, Leistungsfähigkeit und

Motivation älterer Beschäftigter,

• Weiterbildung der Mitarbeiter zum Erhalt des

Anschlusses an die technologischen Entwicklungen.

Eine rechtzeitige Auseinandersetzung mit diesen

Fragen ist betriebswirtschaftlich angebracht

Förderung der bremischen Handwerkerschaft

im Umgang mit dem demografischen Wandel,

unterstützen und zum Transfer der Ergebnisse

beitragen.

Dabei sprach die Senatorin für Arbeit, Frauen,

Gesundheit und Soziales, Ingelore Rosenkötter,

in einem Grußwort ihre Anerkennung dafür aus,

dass sich das Bremer Handwerk auch in Zeiten

der Finanz- und Wirtschaftskrise als verlässlicher

Partner bei der Bereitstellung von Ausbildungsstellen

erwiesen habe. Dies Interesse am Nachwuchs

sei eine gute Grundlage für ein Demografie-Projekt.

Sie äußerte die Hoffnung, dass mit

dem hier in Gang gesetzten Vorhaben ein

„Leuchtturm-Projekt“ von Bremen ausstrahlen

werde.

Dr. Götz Richter als Vertreter des Fördermittelgebers

INQA betonte, dass die in Bremen erarbeiteten

Ergebnisse eine bundesweite Bedeutung

haben. Man erhoffe sich von dem Projekt

klare Aussagen darüber, wo im Hinblick auf die

demografische Entwicklung für kleine und

und gleichzeitig strategisch sinnvoll, weil Unternehmen

sich damit auf sich verändernde bevölkerungsbezogene

Rahmenbedingungen vorbereiten

und eine gute Position am Markt sichern. Die

Handwerkskammer Bremen hat sich deshalb mit

den Kooperationspartnern DNN e.V., HandWERK

und der Hochschule Vechta in dem kürzlich

gestarteten zweijährigen Projekt „Zukunftsfaktor

Mensch – Handwerk im demografischen Wandel“

(ZuM Handwerk) das Ziel gesetzt, dieses

Thema auf die Ebene der kleinen und mittelständischen

Betriebe herunter zu brechen und Möglichkeiten

aufzuzeigen, wie Unternehmen mit

dieser Herausforderung umgehen können.

Als konkretes Angebot für Unternehmen werden

spezifische Betriebsberatungen angeboten.

Dies beinhaltet ein Vorgespräch mit einem

Demografieberater, in dem Rahmenbedingungen

geklärt werden. In der anschließenden ca. 3-4stündigen

Demografieberatung wird eine differenzierte

Altersstrukturanalyse vorgenommen, in

die, sofern vorhanden, auch Fehlzeiten- und

Weiterbildungsdaten einfließen. Für Handwerksbetriebe

im Land Bremen wird eine begrenzte

Zahl an Beratungen durch Fördermittel finanziert.

Interessierte Unternehmen können sich bei der

HANDWERKSKAMMER

mittelständische Betriebe „der Schuh drückt“.

Mit anderen Worten: Welche Personalstrategien

sind in Zeiten von langfristig abnehmenden

Zahlen von Schulabgängern, rasanten technologischen

Veränderungen und der

Notwendigkeit des Erhalts der Arbeitsfähigkeit

älterer Beschäftigter für Handwerksbetriebe

erfolgreich? Hier will ‚ZuM Handwerkin den

kommenden gut eineinhalb Jahren Erkenntnisse

liefern.

Die Beirats-Mitglieder sind: Agentur für Arbeit

Bremen; Agentur für Arbeit Bremerhaven; Agentur

Mark Gmbh (Hagen); Arbeit Bremen; Arbeitnehmerkammer

Bremen; Bundesanstalt für

Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Berlin/ Dortmund);

Der Senator für Wirtschaft und Häfen;

Deutsche Rentenversicherung Bund (Berlin); DGB

Bremen-Elbe-Weser; Die Senatorin für Arbeit,

Frauen, Gesundheit und Soziales; Heinz-Piest-

Institut (Hannover); Institut für Arbeit und

Gesundheit der Dt. Gesetzlichen Unfallversicherung

(Dresden); ITB Uni Bremen; Junioren des

Handwerks, Bundesverband e.V. (Berlin); Metropolregion

Bremen-Oldenburg e.V. (Delmenhorst);

TZI Uni Bremen; WFB Wirtschaftsförderung Bremen.

Ebenfalls Beirats-Mitglieder, jedoch bei der

Sitzung nicht anwesend: Bremer Arbeit GmbH,

Handelskammer Bremen, Zentralverband des

Deutschen Handwerks, RKW Bremen.

Handwerkskammer dazu näher informieren und

anmelden (Service-Büro Tel.: 0421-30500-200)

Eine weitere Säule des Projekts stellen Netzwerk-

Veranstaltungen für Handwerksunternehmen

und handwerksnahe Institutionen dar, die einen

fachlichen Austausch ermöglichen und die

Grundlage von Kooperationen sein können. Problemstellungen

wie die eingangs von einem

Unternehmer genannte Personalrekrutierung bei

Auftragsspitzen sind nämlich oftmals keine Einzelfälle,

sondern betreffen auch andere und können

möglicherweise im Verbund gelöst werden.

Es ist sinnvoll, rechtzeitig solche neuen Wege zu

prüfen und zu beschreiten. Die erste Veranstaltung

in dieser Reihe findet am 20. April 2010 ab

17:00 Uhr in der Handwerkskammer Bremen

statt. Thema: „Personalplanung im Handwerk.

Instrumente im Praxistest“

Nähere Informationen über das Projekt und die

Angebote auf der Homepage der Handwerkskammer

Bremen oder direkt unter: www.zum-

Handwerk.eu .

(Text: Tuku Roy-Niemeier, HWK Bremen, und Dr.

Anneli Röhr, DNN e.V.)

Handwerk in Bremen 3/2010 | 15


HANDWERKSKAMMER

Silvia Grabandt steht als Mentorin der Handwerkskammer

in Schulen Rede und Antwort.

DAS EIGENE GLÜCK SCHMIEDEN

Mit Friseurmeisterin Silvia Grabandt

setzt HANDWERK IN BREMEN seine Serie

über die Mentoren im Handwerk fort.

Zu Beginn hatte Silvia Grabandt, angestellte

Friseurmeisterin, noch leichte Bedenken

wegen der neuen Aufgabe als Mentorin

der Handwerkskammer. „Ich hatte so eine

Idee von der neunten Klasse. Ich dachte die

schmeissen mich da mit Papierkugeln voll

und machen sich über mich lustig“, sagt sie

heute lachend. „Das kam natürlich ganz

anders. Nachher war es doch ganz toll.“ Deshalb

machte sie weiter und geht auch nach

einem Jahr noch immer mit Elan in die Klassen.

Sie will so lange dabei bleiben, wie sie

noch Lust hat. Und so lange, wie sie merkt,

„dass der Dienst dankbar aufgenommen

wird“. Denn das treibt Silvia Grabandt an und

freut sie besonders. Wenn die Kinder während

des Besuches der Handwerker viele Fragen

stellen, dann hat sie das Gefühl etwas sinnvolles

zu tun. Noch besser: „Wenn ich auf der

Straße angesprochen werde auf die Arbeit die

wir machen, dann merke ich, wie sehr ich und

meine Arbeit wahrgenommen und wertgeschätzt

werden.“ Dass sie bisher nur gutes

Feedback bekommen hat von den Schulleitern

und auch von den Schülern tut ein übriges.

„Ich finde es schön, jungen Menschen das

Handwerk nah zu bringen, denen zu zeigen,

dass es dort eine Zukunft gibt“, sagt Grabandt.

Wenn die Schüler zu ihr sagen, dass

man als Friseur kein Geld verdienen kann,

16 | Handwerk in Bremen 3/2010

dann widerspricht sie. Ihre eigene Lebensgeschichte

hat ihr gezeigt, dass es meistens an

einem selbst liegt, was die Zukunft bringt und

was man daraus macht. Und das möchte sie

vermitteln. „Jeder ist seines eigenen Glückes

Schmied“, bemüht sie das alte Sprichwort.

„Ich habe in meinem Berufsleben so viele

Erfahrungen gesammelt und so viel Leiden-

schaft entwickelt“, sagt Grabandt. „Und das

können die auch, wenn sie den richtigen Beruf

finden. Das möchte ich den Schülern weitergeben.“

Sie jedenfalls würde, wenn sie nochmal

am Anfang ihrer Berufslaufbahn stehen

würde, alles wieder genauso machen. Da hat

sie keine Bedenken.

(Text und Foto: Bastian Mojen)

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GLÜCKWÜNSCHE ZUR BERUFSWAHL IM HANDWERK

Im Gegensatz zu Politikern zählen Handwerker zu den angesehenen Berufen, so

Thomas Röwekamp auf der Freisprechungsfeier der Kfz-Innung: „Ihr Beruf ist also

eher einer, bei dem die Leute sagen: Gut, dass es ihn gibt.“

Politiker-Besuch war angekündigt für die

Freisprechung der Kfz-Mechatroniker. Der

CDU-Fraktionsvorsitzende der Bremischen

Bürgerschaft, Thomas Röwekamp, hielt die

Laudatio an die neuen Kfz-Gesellen. Er

beglückwünschte die 82 jungen Menschen zu

ihrer Entscheidung, ihre Zukunft auf dem

Handwerk zu begründen. „Anders als die Politiker

zählen Handwerksberufe immer noch zu

den am meisten angesehenen. Ihr Beruf ist

also eher einer, bei dem die Leute sagen: Gut,

dass es ihn gibt.“ Ebenso würdigte er den

Fleiß und Ehrgeiz des neuen Jahrgangs Kfz-

Mechatroniker. „Das wir hier heute feiern können

verdanken wir ihnen“, so der Fraktions-

Aufgrund der aktuellen Rechtsprechung wird

in der Stadt Bremen ab Januar 2011 das Abwassergebührensystem

umgestellt. Bisher werden

die gesamten Kosten der Schmutz- und Niederschlagswasserbeseitigung

in einer Einheitsgebühr

erhoben, die sich nach dem Trinkwasserverbrauch

bemisst.

Das neue Gebührenmodell sieht – wie in fast

allen deutschen Großstädten – die getrennte

Erhebung von Schmutz- und Niederschlagswassergebühren

vor. Die Schmutzwassergebühr

wird ebenso wie die derzeitige Einheitsgebühr

anhand des Frischwasserbezugs abgerechnet,

allerdings zu einem niedrigeren Satz. Daneben

gibt es dann die Niederschlagswassergebühr,

die sich nach der Größe der versiegelten Fläche

richtet. Das Abwassergebührenaufkommen insgesamt

wird sich durch die getrennte Veranlagung

nicht erhöhen, die Gebühr wird nur anders

als bisher aufgeteilt. Die genaue Höhe der einzelnen

Gebührensätze wird in der zweiten Jahreshälfte

2010 feststehen.

Die bisherige Abrechnung nach der Einheitsgebühr

ist zwar einfach umzusetzen, aber nicht

immer gerecht. Bei Grundstücken mit einem

hohen Flächenanteil und geringem Schmutzwasseranfall,

von denen viel Niederschlagswas-

chef und gab den Gesellen mit auf den Weg

immer positiv zu denken und auch ehrenamtliche

Arbeit zu übernehmen.

Auch Obermeister Hans Jörg Kossmann

gratulierte den neuen Gesellinnen und Gesellen

zu ihrer Leistung. Er wies jedoch darauf

hin, dass mit der bestandenen Prüfung die

Zeit des Lernens nicht vorüber sei. „Gerade im

Kfz-Bereich ist ständiges Weiterlernen unerlässlich“,

so Kossmann.

Insgesamt waren 86 Lehrlinge zur Prüfung

angetreten, vier bestanden nicht. Eine herausragende

Leistung war laut Lehrlingswart

Rudolf Liebeskind „leider nicht dabei.“

KH BREMEN

AB 2011 NEUE ABWASSERGEBÜHREN IN DER STADT BREMEN

Schmutz- und Niederschlagswasser werden in Bremen künftig getrennt berechnet.

Gebühren sollen verursachergerecht erhoben werden.

ser in die öffentliche Kanalisation eingeleitet

wird (wie z. B. Discountermärkte mit großen

Parkplatzflächen), erfolgte die Gebührenerhebung

bislang nicht verursachergerecht. Hier sind

zukünftig höhere Abwasserkosten zu erwarten.

Im Gegensatz dazu reduzieren sich die Kosten

bei Grundstücken mit einem hohen Schmutzwasseranfall

bezogen auf die befestigte Grundstücksfläche,

wie etwa Gewerbebetriebe mit

hohem Frischwasserbezug oder mehrstöckige

Wohnanlagen.

Bei der Ermittlung der befestigten Flächen

unterscheidet man zukünftig zwischen stark

versiegelten Flächen wie Asphalt, Beton oder

Standarddächern und Flächen mit geringer Versiegelung

wie Rasengittersteine, Schotter und

Gründächer. Dieses System kann somit Anreize

bieten, ökologisch zu handeln und durch eine

naturnahe Regenwasserversickerung Niederschlagswasser

erst gar nicht mehr in den Kanal

zu leiten. Damit werden insbesondere bei Starkregenereignissen

Bremens Mischwasserkanalsysteme

entlastet.

Für Grundstücke mit einem abflusswirksamen,

an die Kanalisation angeschlossenen Flächenanteil

von mindestens 1.000 Quadratmeter

ist die getrennte Gebühr verbindlich. Dies gilt für

Beglückwünschte zur Berufswahl:

Thomas Röwekamp.

öffentliche wie private Grundstücke gleichermaßen.

Für Besitzer von kleineren Grundstücken

wird weiterhin die bisherige Einheitsgebühr

erhoben. Wer dennoch eine getrennte Gebührenerhebung

wünscht, kann ab Mitte dieses Jahres

im Rahmen der freiwilligen Selbstveranlagung

einen entsprechenden Antrag stellen.

Für die Umsetzung des neuen Gebührenmodells

sind umfangreiche Vorbereitungen getroffen

worden. Anhand von Luftbildauswertungen

wurden die Grundstücke mit einer versiegelten

Fläche von mindestens 1.000 Quadratmeter in

einem Versiegelungskataster bereits vor

ermittelt. Auf dieser Grundlage erhalten die

betroffenen Grundstückseigentümer Ende

Februar Erhebungsbögen, in denen die für ihr

Grundstück ermittelten befestigten Teilflächen

aufgelistet sind. Die Eigentümer sind aufgefordert

anzukreuzen, ob die Flächen an die Kanalisation

angeschlossen sind oder das Niederschlagswasser

in ein angrenzendes Gewässer

fließt beziehungsweise auf dem Grundstück

versickert. Die Erhebungsbögen sind abschließend

zu unterschreiben und an die hanseWasser

Bremen GmbH zurückzusenden. Die Rücksendung

ist kostenfrei.

Weitere Informationen zur getrennten Abwassergebühr

finden Sie im Internet unter

www.getrennte-abwassergebuehr-bremen.de.

Handwerk in Bremen 3/2010 | 17


KH BREMEN

MOBILISIERENDER NEUJAHRSEMPFANG

Offene Worte beim Neujahrsempfang der Kraftfahrzeugtechniker-Innung.

Andreas Meyer,

Geschäftsführer

der Kreishandwerkerschaft

Bremen; Günther

Engelke, stellvertretenderObermeister;Obermeister

Hans-Jörg Kossmann

und Lehrlingswart

Rudolf

Liebeskind mit

Bürgermeister

Jens Böhrnsen

(2.v.l.) und Detthold

Aden (2.v.r.)

von der BLG

Logistics Group

AG & Co. KG.

Mehr als 90

Gäste kamen

zum Neujahrsempfang

der

Kfz-Innung in

die Handwerkskammer.

Zuerst die Umweltprämie und dann

die Nachrüstung der Dieselfahrzeuge mit

Partikelfiltern haben den Betrieben des

Kfz-Techniker-Handwerks mitten in der

allgemeinen Wirtschaftskrise zum Teil

gute Aufträge beschert. Die Bewertung

von 85 Prozent der geprüften Betriebe mit

der Note ‚sehr gut‘ beim ADAC-Werkstatttest

sowie die Note 1,9 beim ‚Kundenmonitor‘

und überwiegend ‚vollkommen

zufriedenen‘ Kunden bescheinigen den

Betrieben ein herausragendes Service-

Niveau und machen die Kfz-Handwerker

zurecht stolz. Erfreulich ist sicher auch,

dass das neue Bundeskabinett die Absicht

erklärt hat, endlich auch die Nachrüstung

leichter Nutzfahrzeuge mit Filtern zu fördern

und die Nachrüstung von PKW

erneut aufzunehmen. Andererseits macht

den Betrieben mit Premium-Marken die

Rückkauf-Verpflichtung für Leasing-Fahrzeuge

das Leben schwer und die derzeitige

Regelung bringt ihnen schnell mal

Verluste von fünf-, zehn- und teilweise

noch mehr Tausend Euro pro Fahrzeug.

„Das Jahr 2009 war durchwachsen“, resümierte

darum der Obermeister Hans-Jörg

Kossmann anlässlich des Neujahrsempfanges

der Kfz-Techniker-Innung im Handwerkssaal

der Handwerkskammer. Etwa

neunzig Gäste waren seiner Einladung

gefolgt und hörten, wie der Obermeister

den Zusammenhalt in den Betrieben mit

ihren Mitarbeitern lobte, den man in

anderen Wirtschaftsbereichen oft vergeblich

sucht. „Gerade letzte Woche hatte

18 | Handwerk in Bremen 3/2010

ich ein Gespräch, in dem mir gesagt

wurde, dass der Betrieb aus kalkulatorischer

Sicht völlig anders handeln müsste.

Wir tun das aber nicht, weil wir auf die

Zukunft setzen. Und dafür brauchen wir

unsere gut ausgebildeten Mitarbeiter“,

erzählt er.

Als ausbildender Betriebsinhaber

kennt Kossmann jedoch auch die Probleme

mit der Ausbildung. „Das Bildungssystem

ist eine der wesentlichen Standortschwächen

Bremens“, sagte er und

wünschte sich künftig eine sinnreichere

Verteilung von Geldern: „Es macht keinen

Sinn, für immer weniger Schüler an mehreren

Standorten Berufsschulen vorzuhalten,

deren Unterricht auch noch ständig

ausfällt – und deren Räume trotzdem mit

teuren Geräten ausgestattet werden,

obwohl diese nur ein- oder zweimal im

Jahr lediglich für Prüfungen benötigt wer-

den. Sinnlose Investitionen in ungenutzte

Berufsschul-Werkstätten wie die Millionen-Verschwendung

bei der Zahntechniker-Werkstatt

am Wandrahm, sollten

angesichts der bremischen Haushaltslage

unterbleiben – vor allem, wenn das bremische

Handwerk in seinem Bildungszentrum

bereits über ebensolche Geräte und

geeignete Räumlichkeiten verfügt!“

Für das Jahr 2010 regte er mehr

Abstimmungen des Senats mit dem

Handwerk an und erwartet dabei mehr

Impulse für Kooperationen, damit künftig

die theoretische Ausbildung mit der praktischen

Unterweisung zeitlich und räumlich

sinnvoll miteinander verknüpft wird

und die Qualität der Ausbildung steigt.

„Solche Offenheit jedoch vermissen viele

Unternehmer und handwerklichen Führungskräfte

in unserem Stadtstaat“,

unterstrich er. Daneben nahm er die

Bundesregierung gegen Vorwürfe in

Schutz, dass sie zurzeit Klientel-Politik

machen würde. „Hand aufs Herz, liebe Kolleginnen

und Kollegen: Im deutschen

Steuersystem gibt es einen Bereich, in

dem der Steuertarif steil nach oben verläuft.

Und diese Progression betrifft eben

nicht die besonders hohen Einkommen,

sondern die der Mittelständler, denen die

Zahl ihrer Wochenstunden egal ist und die

dafür auch noch am stärksten zur Kasse

gebeten werden! Insofern sind wir die

Klientel und ich schäme mich nicht zu

sagen: Ich finde eine Politik für die Klientel

des Mittelstandes gut!“

Er unterstrich die Bedeutung von Mut,

Engagement und Leistungsbereitschaft

für ein Bundesland und streckte symbolisch

seine Hand aus. „Aber wir erwarten

auch, dass die Sorgen unserer Betriebe


gehört und ernst genommen werden – und

dies betrifft vor allem auch die bremische Verkehrspolitik,

denn die Handwerker sind auf

schnelle Verbindungen angewiesen, wenn wir

weiter ihr unverzichtbares Angebot für Stadt

und Umland erhalten und ihre Rolle als Dienstleister

erfüllen sollen!“

Sehr herzlich begrüßte der Obermeister den

Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen,

Jens Böhrnsen, der beteuerte, dass es „keine

flächendeckende Einführung von Tempo 30 in

Bremen und Tempo 80 auf bremischen Autobahnen“

geben werde. Der Obermeister und

die Gäste freuten sich besonders, dass der Bürgermeister

sich die Zeit für die Unternehmer

genommen hatte, obwohl er am selben Abend

noch nach Berlin aufbrechen musste, wo er am

nächsten Morgen als Bundesratspräsident

erwartet wurde.

Den Gastvortrag hielt der Vorsitzende des

Vorstandes der BLG Logistics Group AG & Co.

KG, Detthold Aden. Auf spannende Weise schilderte

er die Herausforderungen der Globalisierung

für das weltweit tätige Logistik-Unternehmen

in Gegenwart und Zukunft. Am

Autoterminal in Bremerhaven und anderen

ausländischen Standorten schlägt die BLG

Logistik nicht nur Autos um, sondern stattet sie

auch für den Im- und Export aus. „Wir betreiben

die größte Autowerkstatt Europas“, sagte

Aden und profitiert für sein Unternehmen in

hohem Maße von der hohen Ausbildungsleistung

des Handwerks.

Hintergrund: Die BLG Logistics Group

1877 wurde die Bremer Lagerhaus-Gesellschaft

gegründet. Heute besitzt die Nachfolgerin

BLG Logistics Group eine Vielzahl

von Tochter-Unternehmen und Beteiligungen

auf mehreren Kontinenten. Von Brasilien

und den USA, über Marokko und

Indien bis nach Malaysia und über zehn

Länder Europas erstrecken sich die Standorte.

Allein in Deutschland betreibt sie in

zweiunddreißig Städten Technik-, Transport-

und Logistikzentren für Autos, Autoterminals

sowie Handels-, Produktionsund

Hafenlogistik.

Ihre weltweit rund 14.000 Mitarbeiter

erwirtschafteten 2007 einen Umsatz von

890 Millionen Euro. An der Weser betreiben

500 Beschäftigte für die BLG das

größte Hochregallager Europas.

KH BREMEN

PROJEKT „BEM“ GING AN DEN START

Das betriebliche Eingliederungsmanagement hilft Betrieben und Betroffenen.

Die Kreishandwerkerschaft Bremen hat mit

der AOK Bremen/Bremerhaven ein Projekt entwickelt,

das Arbeitgebern praktisches Rüstzeug

an die Hand geben soll, wie mit der gesetzlichen

Vorschrift des Betrieblichen Eingliederungsmanagements,

BEM, sicher und effektiv umgegangen

werden kann. Darüber hinaus geht es um

den Aufbau gesundheitsförderlicher Bedingungen

im Betrieb, damit Beschäftigte lange gesund

und leistungsfähig bleiben.

Das Projekt wird von der bremer arbeit

GmbH aus dem Programm 50+ gefördert, das

die Beschäftigungsfähigkeiten und -chancen

älterer Langzeitarbeitsloser nachhaltig verbessern

soll. Der Bezug zum Förderprogramm:

Wenn kranke Beschäftigte gut in den Betrieb

wiedereingegliedert und nachhaltig gesundheitlich

stabilisiert werden, dann gibt es weniger

arbeitslose Menschen. Denn, wenn jemand erst

einmal aus dem Beschäftigungsverhältnis durch

Krankheit herausfällt, ist die Chance der Integration

in den Ersten Arbeitsmarkt äußerst schwierig.

Im Besonderen gilt das für ältere Menschen

ab 50 plus.

Von dem Projekt der Kreishandwerkerschaft

und der AOK profitieren in jedem Fall beide Seiten,

der einzelne Beschäftigte und der Betrieb. Es

geht um die Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit

und den Erhalt qualifizierter, erfahrener und

leistungsfähiger Mitarbeiter.

BEM umfasst alle Aktivitäten, Maßnahmen

und Leistungen, die zur Wiedereingliederung

von Mitarbeitern notwendig sind, die innerhalb

eines Jahres mehr als sechs Wochen ununterbrochen

oder wiederholt arbeitsunfähig sind. Jeder

Arbeitgeber ist gemäß § 84 Abs. 2 Sozialgesetzbuch

(SGB) IX verpflichtet, ein betriebliches Eingliederungsmanagement

durchzuführen. Diese

Pflicht zum Eingliederungsmanagement

bezieht sich auf alle Mitarbeiter und nicht nur

auf schwerbehinderte Menschen.

Eingliederungsmanagement für alle, dazu

ein Beispiel aus dem Bundesarbeitsgericht vom

12. Juli 2007, Az.: 2 AZR 716/06: Im Urteilsfall ging

es um einen Maschinenbediener, der weder

schwerbehindert noch gleichgestellt war. Nachdem

er über zwei Jahre arbeitsunfähig war, kündigte

ihm der Arbeitgeber fristgemäß, ohne ein

betriebliches Eingliederungsmanagement versucht

zu haben. Der Mitarbeiter klagte daraufhin

gegen die Kündigung. Er meinte, bei entspre-

chender Ausstattung seines Arbeitsplatzes hätte

er weiterhin als Maschinenbediener arbeiten

können. Durch Umgestaltung anderer Arbeitsplätze

hätte er auch dort eingesetzt werden können.

Auf Grund des betrieblichen Eingliederungsmanagements

sei der Arbeitgeber hierzu

verpflichtet gewesen.

Das Gericht gab ihm im Prinzip Recht. Damit

ist klar, dass sich die Pflicht zum betrieblichen

Eingliederungsmanagement auf alle Mitarbeiter

bezieht und nicht nur auf Schwerbehinderte.

Wie genau ein betriebliches Eingliederungsmanagement

funktioniert und welche Maßnahmen

zur Gesundheitsförderung in einem Handwerksbetrieb

passend sind, dazu wird Handwerk

in Bremen regelmäßig informieren. Beispiele aus

der Praxis und Erfahrungen, die im Projekt

gesammelt werden, runden diese Berichte ab.

Der Start des Projekts BEM erfolgte jetzt mit

sechs Unternehmen des Handwerks, vier weitere

Betriebe werden zeitnah dazu kommen.

Erste Gespräche, Beratungen und Bedarfserhebungen

in den beteiligten Betrieben sind erfolgt.

Zehn Betriebe haben damit die Chance, mit

ihren individuellen Wünschen zu dem Thema

BEM rundherum versorgt und passgenau unterstützt

zu werden. Neben den Einzelberatungen

werden zwei Schulungen angeboten und ein

gemeinsames Netzwerktreffen mit Öffentlichkeitscharakter

durchgeführt. Schließlich sollen

viele Betriebe im Handwerk von dem Projekt

profitieren. Die gesamte Unterstützung ist kostenlos,

die Betriebe müssen lediglich die bereitgestellten

Instrumente und die externe Unterstützung

nutzen und aktiv werden, sollte ein

„BEM-Fall“ eintreten.

Darüber hinaus ist mit dem Projekt der Aufbau

einer Anlaufstelle und Plattform geplant,

um allen Betrieben der Kreishandwerkerschaft

Bremen bei den gesetzlichen Vorgaben zu BEM

und Gesundheitsförderung im Betrieb passgenaue

Hilfestellung zu geben.

Ansprechpartner für das Projekt BEM und

Gesundheitsförderung sind:

Gabriele Schneider (Schneider+team), Projektleitung,

Telefon (04 21) 78 207;

Stefan Schiebe, Kreishandwerkerschaft Bremen,

Telefon (04 21) 22 28 06 20;

Jörg Twiefel, AOK Bremen/Bremerhaven, Telefon

(04 21) 17 61 494.

Handwerk in Bremen 3/2010 | 19


KH BREMEN

LANGER WINTER

BRINGT PROBLEME

Arbeitgeberverband Handwerk e.V. befürchtet erhebliche Umsatzeinbußen, die sich auch im Jahresverlauf

nicht mehr ausgleichen lassen. Kritik an den Bremer Straßenverhältnissen.

Der anhaltende Winter verhagelt dem Bremer

Handwerk den Start ins Jahr 2010. Vor allem

die saisonal abhängigen Bau- und Ausbau-

Gewerke sind von den frostigen Temperaturen

stark betroffen. „Asphalt und Beton können

nicht gegossen werden und auch der öffentliche

Bau und der Wohnungsbau sind stark eingebrochen.

Viele Baustellen liegen still“, erklärt Matthias

Winter, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes

Handwerk Bremen e.V., AGVH.

Matthias Winter glaubt nicht, dass die

Umsatzeinbußen der Bremer Bau-Branche im

Jahresverlauf wieder aufgeholt werden können.

„Wenn sich das Wetter nicht bald ändert, verlieren

die Bau-Handwerke im ersten Quartal

erheblich an Wertschöpfung. Das wird nicht

Energetische Gebäudesanierung:

FÖRDERUNGSHÖHE BEIBEHALTEN!

Der Haushaltsausschuss des Deutschen

Bundestages hat dem Überbrückungsvorschlag

von Bundesbauminister Peter Ramsauer zugestimmt.

Nunmehr können die Fördermittel für

energieeffizientes Bauen und Sanieren wieder

ungehindert fließen, obwohl der Haushalt 2010

noch nicht in Kraft getreten ist.

Dazu Bremens Kreishandwerksmeister Jan-

Gerd Kröger: „Dies gewährleistet die notwendige

Planungssicherheit für die Investoren. Diese

schnelle Entscheidung begrüßt das Handwerk

ausdrücklich. Mit großer Sorge und Unverständnis

sehe ich allerdings, dass nach dem Haushaltsentwurf

2010 die Fördermittel für Maßnah-

20 | Handwerk in Bremen 3/2010

mehr kompensiert werden können und das

Gesamtergebnis für 2010 deutlich belasten. Wir

sind sehr besorgt“, sagt er.

Auch in anderen handwerklichen Gewerken

gibt es Umsatzausfälle. Zahlreiche Betriebsinhaber

haben sich bereits über die katastrophalen

Straßenverhältnisse in Bremen beschwert, da

ihre Kunden viele Betriebe kaum noch erreichen

können.

„Die Straßenverhältnisse in Bremen sind

indiskutabel. Die meisten Nebenstraßen sind

überhaupt nicht geräumt oder gestreut. Daneben

ist sogar manche Hauptverkehrsstraße in

einem so schlechten Zustand, dass viele Handwerksbetriebe

kaum angefahren werden können.

Dadurch haben sie zeitweise keine Einnah-

men zur energetischen Sanierung insgesamt

drastisch zurückgefahren werden sollen. Dies

widerspricht der Ankündigung im Koalitionsvertrag,

die energetische Sanierung zu intensivieren.

Statt 2,2 Milliarden Euro wie im vergangenen

Jahr sollen 2010 nur noch 1,1 Milliarden Euro

zur Förderung zur Verfügung stehen. Eine solche

Halbierung der Fördermittel würde zwangsläufig

die Sanierungsaktivitäten bremsen und

damit den klimapolitischen Zielsetzungen der

Bundesregierung entgegen stehen. Der zu

erwartende Nachfragerückgang gefährdet auch

hoch qualifizierte Arbeits- und Ausbildungsplätze

in den Bau- und Ausbauhandwerken.

men bei weiter laufenden Kosten. Dies gefährdet

die Konjunktur und vor allem die vielen kleinen

Betriebe“, sagt Winter.

Der Arbeitgeberverband Handwerk Bremen

fordert darum den Senat auf, dringend seiner

Verkehrssicherungspflicht nachzukommen.

„Selbstverständlich müssen für die Sicherheit

der Bremer Bürger auch bei schwierigen Wetterlagen

die Straßen frei gehalten werden, damit

sie sicher zur Arbeit kommen und Handwerker

zu ihren Kunden gelangen können. Wer wirtschaftliche

Prosperität möchte, sollte auch dafür

sorgen, dass das Wirtschaftsleben in Bremen

nicht zum Erliegen kommt“, betont AGVH-Vorsitzender

Winter.

Das Förderprogramm ist bisher ein großer

Erfolg – auch in der Wirtschafts- und Finanzkrise

wurde in die energetische Sanierung von Gebäuden

und Wohnungen investiert. Wir fordern die

Bundesregierung deshalb auf, mindestens das

ursprünglich vorgesehene Fördervolumen von 1,5

Milliarden Euro für das laufende Jahr bereitzustellen.

Sie sind gut angelegt, denn die Förderung von

energetischen Sanierungsvorhaben hat in der

Regel um ein Vielfaches höhere private Investitionsausgaben

zur Folge. Deutschlands Klimaschutz-

Ziele werden nur erreicht, wenn das bisherige

Sanierungstempo verstärkt wird – ein Rückgang

der Förderung wäre hier kontraproduktiv.

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Im historischen Gebäude der Handwerkskammer

erhielten 26 Zahntechniker-Auszubildende

jetzt von Obermeister Theodor Overhoff und

dem Geschäftsführenden Gesellschafter der

BEGO Bremer Goldschlägerei und der BEGO

Medical GmbH, Christoph Weiß, ihren Gesellenbrief.

Musikalisch von der Formation Bra-Capella

begleitet wünschten Overhoff und Weiß alles

Gute für die Zukunft. Theodor Overhoff betonte

den gesellschaftlichen Wert des Berufes und

inspirierte die jungen Gesellen zur Flexibilität

bei der Arbeitssuche und ihren guten Möglichkeiten.

„Sie besitzen eine solide Basis die ihnen

europaweit gute Wege ebnet.“

Über ihre Möglichkeiten müssen sich die meisten

der 20 Absolventen vorerst keine Gedanken

machen – sie haben bereits einen Arbeitsvertrag

in der Tasche. Darum appellierte Christoph Weiß,

stets das Ziel hoher Qualität im Fokus zu behalten.

„Was Sie herstellen, kann das Leben von

Menschen verändern. Im Mittelpunkt stehen

Für 32 junge Friseure hat jetzt mit der Freisprechung

aus dem Lehrlingsverhältnis der Start

ins Gesellenleben begonnen. Nigar Asli (Salon

Aysen Turgol) und Mücahit Bezeyis (Salon Gülhizar

Biricik) erreichten mit jeweils der praktischen

und theoretischen Note „gut“ die besten

Abschlüsse. Eine Absolventin fiel durch die Prüfung.

Der zum Lehrlingssprecher gewählte Bezeyis

bedankte sich im Namen aller Junggesellen bei

den Prüfern, Lehrern und den Lehrmeistern,

„die drei haarige Jahre mit uns verbracht

haben“. Er wies in lockeren Worten auf den

Anteil hin, den alle Beteiligten am jetzigen

Erfolg haben und erntete dafür das Lob der

darum immer diejenigen, die mit diesen Zähnen

kauen müssen“, sagte er. Auch auf die weitere

Veränderung des zahntechnischen Berufsbildes

ging er ein und betonte: „Die Lehrzeit ist beendet

– die Ausbildung jedoch nicht, denn die Entwicklung

geht weiter!“, und nahm mit einen

sehr persönlichen Beispiel den jungen Zahntechnikern

das unbehagliches Gefühl über die

weiter voran schreitende Digitalisierung zahntechnischer

Arbeitsabläufe. „Grafiker haben in

den 1980er Jahren noch mit Schere und Pappe

gearbeitet. Der Schreck war groß als die ersten

Apple Macintosh-Computer auftauchten und

alle Grafiker dachten, künftig machen alle Firmen

ihre Werbung selbst und die Grafiker werden

arbeitslos. Heute stehen Computer in jeder

Agentur, doch das Gefühl für Typographie und

Farben haben nur die Leute, die die Hintergründe

der Gestaltung wirklich gelernt haben!“,

verglich er die Werbe-Welt mit der Entwicklung

der modernen Zahntechnik.

Obermeisterin Brigitte Seekamp: „Das haben

sie toll gesagt.“ Die Obermeisterin übernahm

in Vertretung von Lehrlingswartin Nuray Özalp

die Übergabe der Zeugnisse und führte

gewohnt locker und souverän durch den

Abend.

Für die Zukunft gaben auch von Seiten der

Schule Lehrerin Antje Rath und Jürgen Barutha

den jungen Menschen die besten Wünsche mit

auf den Weg. „Es ist toll, sie hier alle zu sehen,

denn das zeigt, dass sie alle durchgehalten

haben“, sagte Rath an ihre ehemaligen Schülerinnen

und Schüler gewandt. „Mir hat das

Arbeiten mit ihnen viel Spaß gemacht und ich

wünsche ihnen alles Gute für die Zukunft.“

KH BREMEN

Erfolgreicher Abschluss der Ausbildung – Mehr als

zwei Drittel der in der in der Handwerkskammer

Bremen freigesprochenen neuen Zahntechniker

haben bereits einen Arbeitsvertrag in der Tasche.

Unten: Obermeisterin Brigitte Seekamp führte

durch den Abend und beglückwünschte die 32

neuen Gesellinnen und Gesellen.

Links: Blicken lächelnd in die Zukunft: die jungen

Friseurinnen und Friseure auf ihrer Freisprechung

in der Handwerkskammer.

Handwerk in Bremen 3/2010 | 21


KH BREMEN

KLEMPNERBALL 2010

Über viele Jahre wurde das traditionelle

Winterfest der Innung Sanitär Heizung

Klima Bremen im Borgfelder Landhaus

ausgerichtet, für dieses Jahr hatte der

Festausschuss das Weserhaus von Radio

Bremen gebucht. Doch aufgrund der hohen

Anmeldezahl stellte sich bereits Anfang

Dezember 2009 heraus, dass die Räume im

Weserhaus für die rund 200 angemeldeten

Personen nicht ausreichen würden. Da die

Veranstaltung möglichst in der Bremer

Innenstadt stattfinden sollte, war Improvisationsfähigkeit

gefordert. Die Suche fiel

auf das erst seit einigen Monaten wieder

eröffnet Swisshotel am Hilmannplatz.

22 | Handwerk in Bremen 3/2010

Dort wurden dann Anfang Februar die

Innungsmitglieder und zahlreiche Gäste in

festlicher Atmosphäre vom Festausschuss

um Uta Heiter begrüßt. Carl Bock hielt

seine voraussichtlich letzte Rede als

Innungs-Obermeister, da er auf der

Innungsversammlung im Mai sein Amt voraussichtlich

an Kai Schulz abgeben wird.

Dennoch bleibt Carl Bock der Innung erhalten,

da er sich angeboten hat, im Festausschuss

mitzuwirken und sich zumindest bei

der Organisation der zukünftigen Klempnerbälle

einbringen wird. Nach dem

umfangreichen Buffet sorgten die

Band Swinging Pool sowie die vom Festausschuß

schwungvoll moderierte Ziehung

der Tombola-Gewinne für eine abwechslungsreiche

Unterhaltung. Viele der 200

Gäste nutzen die Gelegenheit, bis in den

frühen Morgen das Tanzbein zu schwingen.

(Text: Andreas Meyer)

DIE TISCHLER FEIERTEN

Traditioneller gesellschaftlicher Höhepunkt des Tischler-Jahres

in Bremen ist der Tischler-Ball – das so genannte

‚Winterfest‘ im Hotel Munte. Diesmal machte sogar das

Wetter dem Namen alle Ehre, denn anders als in vielen

voran gegangenen Jahren bildeten der verschneite Bürgerpark

vor dem Hotel, deutliche Minusgrade und die vereisten

Straßen Bremens tatsächlich eine winterliche

Kulisse.

Drinnen indessen ging es heiß zu. Zur Begrüßung

durch Obermeister Matthias Winter mit roten Rosen für

die Damen nutzen die Gäste den allgemeinen Sekt-Empfang,

um sich einmal außerhalb ihrer gewohnten Arbeitsumgebung

zu unterhalten und kennen zu lernen.

Anschließend heizte die Michael Thiel Showband so richtig

ein und sorgte mit einer bunten Mischung aus Pop,

Schlagern und tanzbaren Klassikern für eine stets gut

gefüllte Tanzfläche. Wer von soviel Bewegung Appetit

bekam sammelte bei Menüs und Nachspeisen á la Carte

Kraft für die weiteren Tänze.

TERMINE KH und AGVH Bremen

1. März, 18.30 Uhr:

Vorstandssitzung SHK, Innungssaal

2. März, 17.30 Uhr:

Vorstandssitzung Elektro, Besprechungszimmer

KH 2 (1. OG)

2. März, 20 Uhr:

Stammtisch Elektro, Alte Gilde

2. März, 20 Uhr:

Innungsversammlung Zweiradmechaniker,

Innungssaal

3. März, 17 Uhr:

Kundenbeirat HandWERK, Besprechungszimmer

KH

4. März, 18 Uhr:

Saisoneröffnung Maler und Lackierer,

Handwerkssaal

8. März, 19 Uhr:

Vorstandssitzung Maler und Lackierer,

Innungssaal Gewerbehaus

8. März, 20 Uhr:

Vorstandssitzung Raumausstatter

und Sattler, Alte Gilde

9. März, 19 Uhr:

Vorstandssitzung Metall, Clubzimmer,

Alte Gilde

15. März, 19.30 Uhr:

Innungsversammlung Raumausstatter

und Sattler, Wandschneidersaal

16. März, 15 Uhr:

Vorstandssitzung Konditoren, Besprechungszimmer

KH

17. März, 19 Uhr:

Innungsversammlung Bildhauer und

Steinmetze, Bibliothek Gewerbehaus

22. März, 10 Uhr:

Vorstandssitzung Friseure, Besprechungszimmer

KH

22. März, 15 Uhr:

Vorstandssitzung KH/AGVH, Besprechungszimmer

KH

29. März, 19 Uhr:

Innungsversammlung Friseure, Ort: n.n.


SAUBERER START INS NEUE JAHR

Der Landesinnungsverband der Gebäudereiniger startete mit seinem Neujahrsempfang

ins „Jahrzehnt der Sauberkeit“.

Draußen eiskalter Nordwind, drinnen herzliche

Gemütlichkeit – Zum traditionellen Neujahrsempfang

trafen sich im Handwerksaal der

Handwerkskammer die Mitglieder der Landesinnung

Bremen und Nord-West-Niedersachsen

des Gebäudereiniger Handwerks mit Vertretern

aus Wirtschaft und Verwaltung. Dabei

erlebten die Gäste eine kleine Premiere: Nach

der 22jährigen Amtszeit von Ellinore-Piepenbrock

hatte Wolfgang Kruse im vergangenen

Mai die Landesinnungsmeisterin im Amt abgelöst.

In seiner ersten Ansprache als Landesinnungsmeister

zum Neujahrsempfang blickte

er auf das abgelaufene Jahr zurück und lobte

die erfolgreichen Tarifverhandlungen aus dem

letzten Herbst. Demnach erhalten die Mitarbeiter

seit Beginn des Jahres 3,1 Prozent mehr

Lohn. Im kommenden Jahr sollen es noch mal

1,8 Prozent mehr werden. „Mit diesem Vertrag

haben wir das bewährte Mindestlohn- und

Tarifsystem für unsere Branche erhalten. Das

ist ein Ergebnis mit dem wir alle zufrieden sein

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können“, sagt Kruse. Als weiteren Erfolg sieht

er die flexible Arbeitszeitregelung bei den Glasreinigern.

Sie können künftig in Form von Jahresarbeitszeitkonten

Plus- und Minus Stunden

innerhalb eines Jahres sammeln und ausgleichen.

Es wurden Vorsätze für das neue Jahr

gefasst. So sprach Obermeister Wolfgang

Kruse von guten Vorsätzen und In Bezug auf

die Krise kritisiert er die Ehrbarkeit der Wirtschaft

und ruft zur Besinnung auf: „Geld ist

lediglich ein Zahlungsmittel – kein Werkzeug

um die eigene Macht zu festigen und oder

andere Menschen zu beherrschen!“, sagte er

und fasste für das vor uns liegende Jahr und die

Konstanz der Zahl der Ausbildungsplätze feste

Vorsätze. „Die Betriebe haben erkannt, dass sie

nur durch nachhaltige Ausbildung genügend

geeigneten Nachwuchs haben werden, sobald

die Konjunktur wieder anzieht“, so der Obermeister.

Darüber hinaus setzt die Innung sich

das Ziel noch mehr Betriebe für die Mitglied-

Datenschutz im Betrieb

Seminar des AGVH Bremen

Manja Barth, Arbeitsrechtlerin bei der Bundesvereinigung

der Deutschen Arbeitgeberverbände

(BDA), hielt vor Mitgliedern des Arbeitgeberverbandes

Handwerk Bremen e.V.

(AGVH) Anfang Februar ein informatives Seminar

über den Datenschutz im Betrieb. Dabei

ging die Referentin auf die Grundzüge des

Datenschutzrechts, die Person des Datenschutzbeauftragten

im Betrieb und Dinge wie

Videoüberwachung, Telefon, E-Mail, Internet

und Erhebung von Gesundheitsdaten ein.

Unter Einbindung praktischer Beispiele, auch

seitens der Teilnehmer, vermittelte das Semi-

Obermeister Wolfgang Kruse.

KH BREMEN

schaft zu motivieren. Im Fokus stehen die

besonders erfolgreichen und ausbildenden

Betriebe. „Je mehr Mitgliedsbetriebe wir

haben, desto stärker sind wir“, betont er die

Wichtigkeit zum Zusammenschluss einer

Gemeinschaft und lobte in diesem Zusammenhang

die für fünf Jahre angesetzte Image-Kampagne

des Handwerk: „Ohne das Handwerk

geht in Deutschland nichts“.

Nicht nur diese nachdenklichen Themen

sorgten für Gesprächsstoff bei den Gästen. Im

Rahmenprogramm des Empfangs unterhielt

‚Herr Mock, der Motivationstrainer‘, alias Boris

Radivoj. Er zog aus einem Hut kleine Zettel mit

zuvor vom Publikum notierten Sprüchen und

improvisierte aus ihnen Geschichten. Dasselbe

Spiel wiederholte er anhand von Begriffen, die

ihm die Teilnehmer zu riefen. So fanden „Wirtschaftskrise“

und „Paris Hilton“ sich im Lachen

des Publikums wieder.

nar insbesondere, vor welchen Herausforderungen

Betriebsinhaber durch die Verschärfungen

des Datenschutzrechts in der jüngsten

Zeit stehen. Lange Zeit führte er Datenschutz

ein Schattendasein, durch neue Regelungen

im Bundesdatenschutzgesetz und zu erwartenden

künftigen Überprüfungen der Betriebe

durch die Aufsichtsbehörden sind diese Zeiten

definitiv vorbei. Jeder Betriebsinhaber ist

gehalten, bestimmte Vorkehrungen beim

Umgang mit Daten zu treffen. Das Seminar

beantwortete viele Fragen, und die Teilnehmer

waren von der unterhaltsamen Wissensvermittlung

sehr angetan.

(Text: Stefan Schiebe)

Handwerk in Bremen 3/2010 | 23


KH BRHV-WEM

NEUJAHRSEMPFANG BETRIEBSWIRTE

Die „Havenwelten“ gibt es schon lange,

jetzt kommt das „Havenhostel“ dazu. Zu den

ersten Nutzern der neuen Herberge am Roten

Sand zählte jetzt der Verein der Betriebeswirte

des Handwerks Bremerhaven-Cuxland.

Beim Neujahrsempfang des Vereins zeigten

sich die Gäste aus Wirtschaft und Politik von

den komplett neu gestalteten Räumlichkeiten

in der ehemaligen Kaserne begeistert. Als Gastredner

zum Thema „Was kann Bremerhaven

für das Handwerk tun?“ hatte der Verein Nils

Schnorrenberger von der Bremerhavener Wirtschaftsförderungsgesellschaft

gewinnen können.

In seiner Rede ging Schnorrenberger unter

anderem auf die Praxis der Ausschreibungen

bei größeren aber auch bei kleineren Bauprojekten

ein. Bei den größeren Aufträgen, so der

Wirtschaftsförderer, blieben rund 60 Prozent

der Aufträge in der Region, Anschlussaufträge

wie Wartung und Reparatur sogar zu 100 Prozent.

In kaum einer anderen Großstadt, sagte

Schnorrenberger, sei in den vergangen Jahren

so viel investiert worden wie in Bremerhaven.

Ziel müsse es nun unter anderem sein, Bremerhaven

als Stadt zum Leben auch für Auswärtige

attraktiver zu machen. Bei den Arbeitslosenzahlen

gebe es eine positivere Entwicklung

als im Bundestrend, der Einwohnerrückgang,

unter dem Bremerhaven lange Zeit gelitten

habe, sei gestoppt.

Im Foto oben: der Vorstand des Vereins der

Betriebswirte des Handwerks mit seinen Gästen

Hans-Joachim Stehr, Vizepräses der Handwerkskammer

Bremen (links), Bremerhavens

Wirtschaftsförderer Nils Schnorrenberger von

24 | Handwerk in Bremen 3/2010

der BIS (5. von links) und Imke Lathwesen,

Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft

Bremerhaven-Wesermünde (2. von rechts).

FRISEUR-INNUNG: SPENDEN FÜR HAITI

Von dem schweren Erdbeben in Haiti sollen

rund 3 Millionen Überlebende unmittelbar

betroffen sein. Was ihnen jetzt vor allem fehlt,

sind sauberes Trinkwasser, Nahrungsmittel

und medizinische Versorgung. Angesichts der

Not haben viele Menschen eine Spende

geleistet. Auch die Friseur-Innung Bremerhaven-Wesermünde

möchte helfen und hat sich

kurzfristig dazu entschlossen, eine Spendenaktion

zu starten.

Von Mitte bis Ende Februar sammelten die

teilnehmenden Innungsfriseure in Bremerhaven

und im Altkreis Wesermünde pro Haar-

Das Thema Unternehmensnachfolge ist

besonders für die mittelständische Wirtschaft

von großer Bedeutung. Bei einer

Informationsveranstaltung des RKW Bremen,

der IHK Bremerhaven, der Handwerkskammer

Bremen sowie der BIS Bremerhaven

am 21. April, 18 Uhr, im t.i.m.e. Port II können

sich Unternehmer und potenzielle Nachfolger

rund um das Thema Unternehmensübergabe

informieren. Auf dem Programm stehen

ein professionelles Rollenspiel, ein

Fachvortrag zum Thema Steuerrecht sowie

Interviews mit Unternehmern, die Erfahrungen

mit der Übergabe gesammelt haben. Im

Anschluss gib es die Gelegenheit, Fragen zu

stellen.

Anmeldungen zu der kostenlosen Veranstaltung

nimmt die B.E.G.IN-Gründungsleitstelle

Bremerhaven entgegen:

Telefon (04 71) 14 04 60,

E-Mail: info@begin24.de.

schnitt 50 Cent zugunsten der Erdbebenopfer.

Die Kunden konnten diesen Betrag direkt

beim Friseurbesuch mit einer weiteren, frei

wählbaren Summe aufstocken.

Der Vorstand der Friseur-Innung rechnet mit

einer stattlichen Spendensumme (von links):

Monika Schulz (Lehrlingswartin), Sabine

Schwarz (Fachbeiratsleiterin), Peter Zillmann

(stv. Obermeister, Stadt), Stefan Hartmann

(Obermeister) und Jeanette Jürgens (Fachbeiratsleiterin).

(Text und Foto: Oliver Brandt)


GESELLENPRÜFUNG BESTANDEN

Die Jung-Gesellen des Kfz-Handwerks,

ihre Ausbilder, Prüfer und Vertreter der Innung.

Herzlichen Glückwunsch von HANDWERK IN BRE-

MEN zur bestandenen Prüfung.

Bäckerei-Fachverkäuferinnen: Jamina Mamerow

(Bäckerei Brüser GmbH ), Juli Schmidt (Stadtbäckerei

Engelbrecht GmbH).

Bäcker: Tim Wetzel (Bäckerei Schultz)

Elektroniker in Energie- und Gebäudetechnik:

Hassan Amiri (Chedor Elektro), Roman Bischoff

(Heinfried Teuber), Benjamin Büttelmann (Chedor

Elektro), Tjade Dasenbrock (Hanke Pakusch), Marcel

Eisenreich (Frese & Salbert Elektro- und Gebäudetechnik

GmbH), Tobias Geberbauer (Elektrotechnik

Jantzen GmbH), Alexander Katt (J.H.K. Anlagenbau

und Service GmbH & Co. KG), Björn Laube (Stephan

Erdmann), Thimon Lerch (Wilhelm Bühring), Dennis

Markmann (Isa Elektrotechnik GmbH), Dominik

Pascal Russell (Dipl.-Ing. H. Sitte GmbH & Co Schaltanlagen

KG), Nicolai Sahlmann (S & P GmbH & Co.

KG), Nico Schmidt (Britta Haupt), Mirco Schönwälder

(Elektro-Spannhake GmbH & Co.), Benjamin

Schulze (Wolfgang Thermer), Kevin Stengel

(Elektro-Spannhake GmbH & Co.), Thorben Weber

(Chedor Elektro), Frederik Wulff (Heiko Heinen).

Elektroniker in Maschinen- und Antriebstechnik:

Dennis Ferber, Eugen Haak (E + A Elektrotechnik

und Aggregatebau Betriebsgesellschaft mbH).

Informationselektroniker: Marco Reschke, Marco

Zweigle (Gorden Thies Informationstechnik), Eugen

Mick (Rudolf Oelrich), Alexander Stiller (Bortels

Unterhaltungselektronik), Alexander Ferl (Manfred

Zietz), Eduard Kosel (Externer). Lehrlingswart: Werner

Sperling, Prüfungsvorsitzende: Helmut Bortels,

Kay Kupferschmidt, Heiner Reidenbach.

Friseure: Huayi Jürgens (Luise Geier), Birthe Steinmüller

(Susan, Bodo und Christian Jentsch GbR),

Adriana Hartmann (Clips der Frisör im Extramarkt,

Irmgard Frank und Oswald GbR), Janine Sonnefeld

(Incotrain GmbH), Miriam Mühlenbeck (Haarscharf

Stefan Hartmann), Sebastian Grabowski

(haupt/sache-der friseur, Inh. Andre Albers), Sabrin

Shehab (Rund um`s Haar, Claudia Tiedtke), Isabella

Dehnenkamp (Gabriele Henning und Andrea

Grau), Sabrina Demny (Frisör Klier GmbH). Prüfungskommission:

Brigitte Konegen, Monika

Schulz, Bodo Jentsch, Sandra Brauner, Birgit Böhlken,

Claudia Rass-Polacek.

Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk: Sascha Ahrens

(MWB Fahrzeugtechnik GmbH), Sven Bister (Autohaus

Klinke GmbH), Max Bohling (Autohaus Küver

GmbH), Christopher Bopp (Schmidt u. Koch

G.M.B.H.), Tim Buschhardt (Jens Bebiolka), Matthias

Dawidowski (Autohof Wolfgang Stöppelkamp

GmbH), Lasse Hofmann (Heinz Mann Kfz-Mechanikermeister),

Tobias Kamp (Henning Reil Kfz.-Technikermeister),

Andre Kardolsky (Schmidt u. Koch

G.M.B.H.), Oliver KIotz (Hans Biela Automobile

GmbH), René Klunk (W. Tiemann GmbH & Co. KG),

Sven Lücken (Liebtrau + Sohn Steil + Sohn GmbH &

Co. KG), Sebastian Lücker (Hans Biela Automobile

GmbH), Sabrina Ludwig (Georg Diekmann Automobile

GmbH & Co. KG), Tobias Maaß (Autohaus Manikowski

GmbH & Co. KG), Patrick Meyer (Container-

Service Friedrich Tiemann GmbH & Co. KG), Oleg

Naumov (W. Tiemann GmbH & Co. KG), Sven Regul

(MWB Fahrzeugtechnik GmbH), Daniel Steffen (Verkehrsgesellschaft

Bremerhaven Aktiengesellschaft),

Christoph Tomasics (BLG AutoTec GmbH & Co. KG),

Florian Wiesner (Hans Biela Automobile GmbH),

Dmitrij Zaporoschenko (Autohaus Franz Bolle), Karol

Gorski und Sascha Kath (Bildungszentrum der Wirtschaft),

Vanessa Uelzen (Bobrink GmbH).

Maler und Lackierer: Chris Weynell (Petra Weiß),

Dennis Niklas (Gerhars Heins).

Bauten- und Objektbeschichter: Patryk Krawczyk

Bei der Freisprechung trafen sich díe jungen Friseurinnen,

ihre Prüfer, Lehrer und Vertreter der Innung.

KH BRHV-WEM

und Ardian Zeka (InCoTrain GmbH). Prüfungsvorsitzender:

Wolfgang Michalla.

Metallbauer: André Behrens und Maik Thielemann

(Unterweser Stahl- und Maschinenbau

GmbH), Mario Kaufmann und Dennis Schäfer

(Georg Künzel), Joshua von Glahn (Huth Metallbau

GmbH), Florian Besmehn, Dimitri Schreiner, Witali

Witmaier (Incotrain GmbH), Andrè Wieting (Hans-

Hermann Gehrke). Prüfungsausschuss: Georg Künzel

und Hans-Hermann Behrens.

Anlagenmechaniker SHK: David Gärtner (ad fontes

Elbe-Weser GmbH), Melven Klaffka (Bildungszentrum

der Wirtschaft), Michael Decke (Eichler

GmbH Sanitär-Klima-Heizung), Christoph Lohse

(Helmuth Genuttis), Stefan Langwucht (James

Marquardt & Co. GmbH), Gerrit Homberg (Koop &

von Döhlen GmbH Installation u. Heizungsbau),

Daniel Walther (Sanitär & Wärme Technik GmbH),

Marco Stockfisch (Vollath + Goldbeck GmbH), Lars

Mangels (Axel Heidtmann), Johannes Noland, Luke

Cook (Dieter Schelm Sanitär- und Heizungstechnik

e.K..), Jan-Christian Nolte (Frank Nolte), Nils Dettmann

(Gebr. Birke Sanitär-, Heizungs- u. Lüftungsbau

GmbH), Dennis Westerkamp (Jonny Voigt

GmbH Sanitär und Heizung Mark Strauch

(Manitzky Heizungs- und Sanitärbetrieb GmbH &

Co. KG), Pascal Siemsen (Muth & Bahr Haustechnik

GmbH), Florian Engelbarts (Robert Frenzel,Sanitärinstallation

und Heizungsbau GmbH &

Co. KG), Matthias Lohse (Robert Schumann), André

Kipp (Sanitär- und HeizungstechnikAxel Pruszak

GmbH), Dimitri Koslow und Stefan Schiffers (James

Marquardt & Co. GmbH), Björn Schmand (Energie

Menken Bremerhaven GmbH).

Mehr Bilder auf der Homepage der KH Bremerhaven-Wesermünde:

www.kreishandwerkerschaft-bremerhaven.de


KH BRHV-WEM

20 JAHRE UFH-ARBEITSKREIS

Die Unternehmerfrauen im Handwerk Bremerhaven-Wesermünde feiern ihr

Jubiläum mit einem bunten Veranstaltungs-Strauß. Handwerkerinnen, die am

Arbeitskreis interessiert sind, können sich bei Gaby Krinke melden.

Der Arbeitskreis der Unternehmerfrauen

im Handwerk Bremerhaven-Wesermünde hat

sich für sein Jubiläumsjahr 2010 viel vorgenommen.

Vor 20 Jahren wurde er mit der

Unterstützung von Klaus Körner, dem damaligen

Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft,

im Haus des Handwerks gegründet.

Aus diesem Anlass wird am 5. Mai im Haus

des Handwerks ein Festabend mit den Mitgliedern,

dem damaligen Vorstand und vielen

Gästen veranstaltet.

Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung

stellte Gaby Krinke, die erste Vorsitzende

des Arbeitskreises, das aktuelle Programm

vor. An erster Stelle steht die

Seminarreihe „femme digitale“. Dabei können

sich Unternehmerfrauen rund um die

Themen EDV und Internet fortbilden. Bei den

nächsten Seminaren am 14. und 21. April,

jeweils von 18 bis 21.15 Uhr, stehen Internetrecht

und Datensicherheit im Mittelpunkt.

Trotz hoher Arbeitslosenzahlen fehlt es in

einigen Branchen an gut ausgebildeten Fachkräften.

Damit sich dieser Fachkräftemangel

nicht zu einem massiven Konjunkturhemmnis

entwickelt, müssen mehr Fachkräfte ausgebildet

werden. Diesen Weg haben in den vergangenen

zwei Jahren die Kreishandwerkerschaft Bremerhaven-Wesermünde,

die Lloyd Werft

Bremerhaven GmbH, die ehemalige Schichau

Seebeck Shipyard GmbH (SSW) und das Unternehmen

Weserwind GmbH zusammen

beschritten. In einem gemeinsamen Umschulungsprogramm

bildeten die Kooperationspartner

Arbeitsuchende aus dem Metallbereich zum

Konstruktionsmechaniker, Fachrichtung Metallund

Schiffbautechnik, aus.

Die elf Absolventen haben sich innerhalb von

zwei Jahren in den Werkstätten der InCoTrain

GmbH im Haus des Handwerks sowie auf den

Werften und bei der Weserwind GmbH zum

Konstruktionsmechaniker mit der Fachrichtung

Metall- und Schiffbautechnik (Schiffbauer)

umschulen lassen. Die Grundlagen lernten sie in

den Werkstätten im Haus des Handwerks. Bei

26 | Handwerk in Bremen 3/2010

Im September kommen die Damen der

UFH-Arbeitskreise Ammerland, Friesland und

Wesermarsch zu Besuch. Zusammen wird das

Klimahaus in Bremerhaven besucht und mit

der Geophysikerin Dr. Susanne Wienecke über

die Bedeutung des Klimahauses diskutiert.

Über Energiesparen und Fördermöglichkeiten

neuer Technologien beraten Heinfried

Becker vom Bauökologischen Bildungszentrum

und Gebäudeenergieberaterin Susanne

Korhammer am 13. Oktober im Restaurant

Reinhards, Schaufenster Fischereihafen.

Arbeiten und Leben im Gleichgewicht, ein

Wochenendseminar mit Maren Harting-Bullmann,

findet in Otterndorf im Hotel Am

Medemufer statt.

Unternehmerfrauen, die Interesse haben,

den Arbeitskreis kennenzulernen, können sich

bei Gaby Krinke (Tel 04744 9229-0) oder bei

Anna Sommer (Tel 0471 63813) melden.

(Text und Foto: UFH)

den Werften und bei der Weserwind GmbH hatten

sie die Gelegenheit, das Arbeiten mit riesigen

Stahlelementen zu trainieren. Nun bekamen

die Absolventen ihre Prüfungszeugnisse

überreicht.

Bestanden haben: Hüseyin Basmaz, Jürgen

Goldschmidt, Manfred Grimm, Ibrahim Kaptirmaz,

Valerij Mogilnik, Timo Özgür, Andre Pache,

Schreiten im Arbeitskreis Bremerhaven-Wesermünde

gemeinsam voran (von links): Vorsitzende

Gaby Krinke, 2. Vorsitzende Anna Sommer, Schriftführerin

Beate Kupferschmidt, Pressesprecherin

Gerda Cordes und Kassenwartin Marion Lührs.

KOOPERATIONSPROJEKT BILDET SCHIFFBAUER AUS

Kai Papenfuß, Hajo Scheermann, André Tappeser

und Kim Wolfram (nicht alle auf dem Bild). Mit

den frisch ausgebildeten Schiffbauern freuten

sich (von rechts): Reiner Borkowski, Bernhard

Schriefer und Josef Solscheid von der InCoTrain

GmbH bei der Kreishandwerkerschaft Bremerhaven-Wesermünde

sowie Uwe Rath von den

Gewerblichen Lehranstalten Bremerhaven.


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NAMEN & NOTIZEN

Glückwunsch zum Jubiläum

100 Jahre

Am 1. März

KARL-HEINZ ROLFES, Gas-/Wasserinstallateur,

Bremen

50 Jahre

Am 21. März

WOLFGANG WEBER, Maler- und Lackierermeister,

Bremen

25 Jahre

Am 1. März

HAT ABDICHTUNGSTECHNIK GMBH, Bremen

Am 11. März

PROFI-TEAM-GMBH, Kfz-Reparatur- und Lackierwerkstatt,

Bremerhaven

HINRICH SCHRÖDER, Bremen, Raumausstatterhandwerk

Am 14. März

WIROBA BAUELEMENTE GMBH, Bremen

Am 26. Dezember

2009 verstarb

der Ehrenobermeister

der

Bremer Tischler

Innung, Helmut

Pape, im Alter von

68 Jahren.

1977 wurde Helmut

Pape in den

Innungsvorstand

gewählt, zunächst

war er zuständig für den Bereich Technik.

1990 wurde er stellvertretender Obermeister

der Innung und wurde 1993 einstimmig zum

amtierenden Obermeister gewählt. Dieses

Ehrenamt bekleidete er fast 15 Jahre.

Auch im übergreifenden Landesinnungsverband

in Hannover war Helmut Pape engagiert.

Von 1996 bis 2006 gehörte er dem Vorstand

des Landesinnungsverbandes an,

außerdem war er im Tarifausschuss, dessen

Vorsitz er von 2003 bis 2007 inne hatte.

Helmut Pape wurde für seine Ehrenamtliche

Arbeit mit der Goldenen Ehrennadel des Tischlerhandwerkes

in Niedersachsen und Bremen

ausgezeichnet und erhielt die Ehrenobermeisterwürde

der Bremer Tischler Innung.

28 | Handwerk in Bremen 3/2010

Am 22. März

AUTOHOF WOLFGANG STÖPPELKAMP GMBH, Bremerhaven

Glückwunsch zum Geburtstag

Am 1. März

DANIEL WÖHLER, stellvertretender Obermeister

der Bildhauer- und Steinmetz-Innung Bremen

Am 2. März

DIETER DASENBROOK, ehemaliger Präses der

Handwerkskammer Bremen

Am 3. März

GÜNTER SCHMIEDER, stellvertretender Obermeister

der Bäcker-Innung Bremen

Am 6. März

DIRK RITSCHEL, stellvertretender Obermeister

der Innung SHK Bremerhaven-Wesermünde

Am 8. März

MATTHIAS WINTER, Obermeister der Tischler-

Innung Bremen

Am 11. März

ROY KAHL, Vorstandsmitglied der Handwerkskammer

Bremen

In jeder Branche gibt es Persönlichkeiten, die

sich mit großem Einsatz und großer Energie

für sie einsetzen, so auch im Handwerk. Hans

Kaliske war ohne Zweifel eine solche Persönlichkeit.

Jahrzehnte lang machte er sich für

das Handwerk in der Region und darüber hinaus

stark. Auch im Ruhestand verfolgte er

aufmerksam die Geschicke seiner Branche

und meldete sich zu dem einen oder anderen

Thema zu Wort. Jetzt ist Hans Kaliske im Alter

von 91 Jahren gestorben.

In seiner langen Handwerkskarriere wurde

der Ehrenobermeister der Innung Sanitär, Heizung

Klima Bremerhaven-Wesermünde oft

für sein großes ehrenamtliches Engagement

ausgezeichnet. Die prominenteste Ehrung

erhielt Kaliske mit dem Bundesverdienstkreuz

am Bande in Anerkennung seines Engagements

für das Handwerk und in der Selbstverwaltung

der Sozialversicherung. Außerdem

bekam er das goldene Ehrenzeichen der

Handwerkskammer Bremen, die goldene

Ehrennadel des Zentralverbands Sanitär, Heizung,

Klima und die Ehrennadel der Innung

Sanitär, Heizung, Klima Bremen.

Jahrzehnte wirkte er in verschiedenen

Ämtern in der Innung Bremerhaven-Wesermünde

mit, von 1970 bis 1987 als Obermeister.

Einige weitere Stationen: 1967 bis 1976 Vor-

Am 19. März

THOMAS KURZKE, Obermeister der Innung des

Maler- und Lackiererhandwerks Bremen

Am 21. März

NORBERT KAHRS, stellvertretender Obermeister

der Innung des Bauhandwerks Bremerhaven-Wesermünde

Am 22. März

KAY KUPFERSCHMIDT, Obermeister der Innung

der Elektrohandwerke Bremerhaven-Wesermünde

Am 25. März

HARTWIG PIEPENBROCK, Ehrenobermeister der

Gebäudereiniger

Am 26. März

HEIKE BEHRE, stellvertretende Obermeisterin

der Innung für Orthopädie Technik Niedersachsen/Bremen

Am 31. März

HANS-JOACHIM STEHR, Vizepräses der Handwerkskammer

Bremen und stellvertretender

Obermeister der Fleischer-Innung Bremerhaven-Wesermünde

standsmitglied der Kreishandwerkerschaft

Bremerhaven-Wesermünde, 1973 bis 1976

stellvertretender Kreishandwerksmeister,

1966 bis 1979 Mitglied der Bundesfachgruppe

Heizung/Klima, 1972 bis 1979 Vorstandsmitglied

im Arbeitgeberverband, 1972 bis 1985

Vorsitzender der Tarifkommission für das

Metallhandwerk. Außerdem engagierte sich

Hans Kaliske in den Vorständen der AOK Bremerhaven/Wesermünde

und im AOK-Landesvorstand.

1969 kandidierte er für die FDP für

den Bundestag.

Begonnen hatte er seine lange Karriere mit

einer Lehre im väterlichen Betrieb in Bremerhaven.

1945 übernahm er das Unternehmen

und baute es stetig aus. Bis 1990 war er beeidigterSachverständiger.

1985 gab er

den Betrieb

aus Altersgründen

auf.

Das Handwerk

Bremerhaven-

Wesermünde

wird sein

Andenken

stets in Ehren

halten.


NAMEN & NOTIZEN

OTTO LAMOTTE – NEUER PRÄSES DER HANDELSKAMMER

Das Plenum der Handelskammer wählte

Otto Lamotte am 25. Januar einstimmig

für drei Jahre an die Spitze der Kammer.

Der 58-jährige Unternehmer ist Nachfolger

von Lutz H. Peper, dessen Amtszeit zu

Beginn der neuen Legislaturperiode des

Plenums der Handelskammer turnusgemäß

nach drei Jahren endete.

Vorstand und Geschäftsführung der

Handwerkskammer Bremen haben Otto

Lamotte zu seiner Wahl als Präses der

Handelskammer Bremen gratuliert und

ihm für sein verantwortungsvolles Amt

viel Glück und Erfolg gewünscht.

Präses Joachim Feldmann: „Die Handwerkskammer

und ich persönlich freuen

uns über die Wahl von Otto Lamotte. Ich

selbst kenne ihn aus der Zusammenarbeit

in der ‚Wilhelm-Kaisen-Bürgerhilfe‘.

Darüber hinaus engagiert Herr Lamotte

sich ehrenamtlich in zahlreichen weiteren

Gremien und Ämtern für die bremische

Wirtschaft und hat auf diesem

Gebiet bereits große Erfahrung. Für Bremen

ist seine Wahl in dieses Amt darum

ein Glücksfall. Ich bin sicher, dass Herr

Lamotte der bremischen Wirtschaft und

ihrer Selbstverwaltung wichtige Dienste

erwiesen kann. Wir sind sicher, dass sich

die gute und kooperative Zusammenarbeit

zwischen der Handelskammer und

Natalia Bock ist die neue sympathische

Stimme vom Zentralruf des HandWERK.

Seit Januar ist die gelernte Bürokauffrau

im internen Service tätig und lenkt unter

anderem die einkommende Kommunikation.

Über ihre Arbeit sagt sie: „Ich habe

mich schnell und gut eingelebt“.

der Handwerkskammer auch in der

Zukunft fortsetzen wird.“

Der Diplom-Kaufmann ist Geschäftsführender

Gesellschafter der Henry Lamotte

Oils GmbH und gehört dem Plenum der

Handelskammer seit Januar 1998 an. Seit

Oktober 2005 ist er Mitglied des Präsidiums.

Außerdem ist er seit 2007 Rechnungsführer

der Handelskammer und seit 2005

Mitglied im Finanzausschuss. Seit 2006 ist

Otto Lamotte zudem Vorsitzender des

Arbeitskreises Kultur-Wirtschaft und war

von 2000 bis 2006 Mitglied im Mittelstandsausschuss.

Darüber hinaus engagiert

er sich ehrenamtlich in zahlreichen

weiteren Gremien und Ämtern für Bremen

Mit einem Empfang hat der Zentralverband

des Deutschen Bäckerhandwerks seinen

langjährigen Hauptgeschäftsführer Dr. Eberhard

Groebel in den Ruhestand verabschiedet. Rund

200 geladene Gäste aus Politik, Handwerk und

Medien fanden sich im Meistersaal des Zentralverbandes

des Deutschen Handwerks (ZDH) in

Berlin ein. Peter Becker, Präsident des Zentralverbandes

des Deutschen Bäckerhandwerks,

Michael Glos, Bundesminister a. D. und Otto

Kentzler, Präsident des ZDH, dankten Groebel in

ihren Grußworten für seine Leistungen.

Peter Becker: „Im Namen des gesamten deutschen

Bäckerhandwerks möchte ich mich für Ihr

Engagement und Ihre Leistung bedanken, die

Sie für unser schönes Handwerk erbracht

haben. Sie haben unseren Zentralverband zu

einer schlagkräftigen Organisation gemacht,

Auf gute Nachbarschaft

Zur Einweihung des neuen Kundenzentrums

der Brepark GmbH in der

Ansgaritorstraße 16 kam der Hauptgeschäftsführer

der Handwerkskammer,

Michael Busch (r.), gern. Schließlich

liegt das Kundenzentrum in

unmittelbarer Nähe der Handwerkskammer

und einige eingesessene

Handwerksbetriebe waren an dem

Ausbau beteiligt, denen ausdrücklich

gedankt wurde. Die Handwerkskammer

wünscht alles Gute in den neuen

Räumen.

und die bremische Wirtschaft. So ist er

unter anderem Aufsichtsratsmitglied der

Sparkasse Bremen AG.

Der neue Präses der

Handelskammer

Bremen Otto Lamotte.

Der Geschäftsführende

Gesellschafter der

Henry Lamotte Oils

GmbH gehört dem

Plenum der Handelskammer

seit Januar

1998 an. Seit Oktober

2005 ist er Mitglied

des Präsidiums.

die die Interessen unseres Handwerks erfolgreich

vertritt und durchsetzt. Sie haben sich um

das deutsche Bäckerhandwerk verdient

gemacht.“

Groebel, der am 5. Januar sein 65. Lebensjahr

vollendet hat, hat den Zentralverband mit seinen

rund 12.000 Innungsmitgliedern, 21 Jahre

überaus erfolgreich geführt. Groebel scheidet

zwar aus dem Zentralverband aus, wird aber als

Generalsekretär des europäischen Verbandes

der Bäcker und Konditoren (CEBP) und als Vorstandsmitglied

der Zusatzversorgungskasse des

Bäckerhandwerks, für das Bäckerhandwerk

weiterhin tätig sein.

Neuer Hauptgeschäftsführer ist seit dem 1.

Februar Amin Werner, der als Geschäftsführer

seit Oktober 2009 bereits für den Zentralverband

tätig ist.

Handwerk in Bremen 3/2010 | 29


NAMEN & NOTIZEN

„SCHIMMEL?

NICHT MIT UNS!“

Informationen

zu den Kursen

Schimmelpilzsanierung

im

Internet unter

www.handwerk

bremen.de oder

direkt bei:

HandWERK

gGmbH, Johann

Dirks, Schongauer

Str. 2,

28219 Bremen,

Telefon (04 21)

22 27 44-433.

Auch der zweite Durchgang zur Qualifizierung

als „Fachkraft Schimmelpilzsanierung

(HWK)“ ist im HandWERK erfolgreich

verlaufen. Glückliche Absolventen sind:

Markus Loch, Martin Raschke, Stephan

Mattke, Markus Schwaner, Jörg Döhle,

Marina Marijic, Carsten Heinze, Johann

Dirks (HandWERK), Rainer Stasch (Dozent),

Heinfried Becker (bfw); nicht auf dem Bild:

Uwe Deepe.

Der kalte und feuchte Winter zeigt in

immer mehr Häusern und Wohnungen

ungeahnte Schwachstellen auf. Vermehrter

Schimmelpilzbefall ist eine der Folgen. Hier

sind qualifizierte Fachkräfte gefragt. Bereits

Ende November 2009 haben acht Teilnehmer

den Lehrgang zur Fachkraft Schimmel-

„Ich bin felsenfest davon überzeugt,

dass das, was sie gemacht haben, immer

richtig ist. Egal wie Kopenhagen läuft,

egal was mit Kyoto passiert“, zeichnete

Michael Busch, Hauptgeschäftsführer

der Handwerkskammer Bremen, ein

positives Bild für die Zukunft von acht

frischgebackenen Gebäudeenergieberater

im Wandschneidersaal der Handwerkskammer.

Die acht Experten bekamen

dort ihre Zeugnisse ausgehändigt

und waren sichtlich erfreut darüber.

Durchgefallen ist keiner der Teilnehmer.

Die Berater haben viel dafür investieren

müssen, um ihr Ziel zu erreichen.

30 | Handwerk in Bremen 3/2010

pilzsanierung (HWK) nach einer schriftlichen

und mündlichen Prüfung erfolgreich

abgeschlossen und bekamen jetzt ihre Zertifikate

der Handwerkskammer Bremen

sowie der HandWERK gGmbH überreicht.

Übereinstimmend gaben die Teilnehmer

an, dass ihnen der Lehrgang neue

Sichtweisen auf dieses vielschichtige Problem

gegeben hat und einige ihre Studien

sogar noch vertiefen wollen.

Eine Qualifizierung mir Zukunft. Gerade

wenn es sich um kleinere Schäden oder

Zwei Mal in der Woche für insgesamt 50

Abende kam der Kurs in den Räumen der

HandWERK gGmbH zusammen. Für viele

Teilnehmer war das neben dem normalen

Berufsalltag eine zusätzliche Belastung.

Doch die Chemie stimmte zwischen

den Teilnehmern und den Lehrern,

was vieles leichter macht.

„Sie waren wirklich ein ausgesprochen

netter Kurs“, sagte Architekt

Michael Pleus von Essen – und die anderen

Lehrkräfte teilten seine Ansicht. „Und

das sagen wir nicht jedes Mal“, wie sie

einen geringen Befall handelt, kann z.B. ein

Maler, Maurer oder anderer Handwerker

mit dieser Zusatzqualifikation eine fachgerechte

Analyse sowie eine entsprechende

Sanierung vornehmen, ohne dass man

gleich eine Spezialfirma engagieren muss.

Auch in diesem Jahr werden wieder

Kurse angeboten. Informationen unter

www.handwerkbremen.de oder bei: Hand-

WERK gGmbH, Johann Dirks, Telefon (04 21)

22 27 44-433, E-mail: dirks.johann@handwerkbremen.de.

TROTZ KOPENHAGEN EINE RICHTIGE ENTSCHEIDUNG

Rechts: Die

neuen Gebäudeenergieberater

mit den

Lehrkräften und

Michael Busch

bei der Zeugnisübergabe.

Unten (v.l.n.r.):

Michael Pleus

von Essen,

Michael Busch

und Lehrgangsbester

Walter

Trampe.

versicherten. „Außerdem bin ich immer

wieder begeistert von der Sorgfalt und

den Fertigkeiten des Handwerks“, so

Pleus von Essen weiter. „Sie haben wirklich

eine tolle Leistung hingelegt.“

Im Anschluss an den offiziellen Teil

entwickelte sich noch eine rege Diskussion

über die Vor- und Nachteile des

HandWERK gGmbH als Unterrichtsstätte,

die sicherlich durch konstruktive

Kritik auch zur weiteren Verbesserung

beitragen wird.

(Text und Fotos: Bastian Mojen)


HAIR-FASHION

FRÜHLING UND

SOMMER 2010

Bei winterlichen Temperaturen läutete die

Friseur-Innung Bremen jetzt die Frühlingsund

Sommer-Saison 2010 ein. Die kreativen

Akteure präsentierten die neue Kollektion im

restlos gefüllten Saal der Strandlust in Bremen

Vegesack. Friseure aus Bremen und dem

Umland warteten mit Spannung auf die

neuen Trends der wärmeren Jahreszeiten.

Neben dem stellvertretenden Obermeister

der Friseur-Innung Bremen, Heiko Klunker,

moderierte der Düsseldorfer Goldwell Studioleiter,

Peter Kamp, den Abend. Er brachte

gleich zwei seiner Kreativ Artists mit, die ihr

Können zusammen mit den Bremer Akteuren,

auf der Bühne zeigten.

Das Motto der neuen Mode steht ganz

unter dem Zeichen der Natürlichkeit. Sie

besteht aus organischen Formen, die sich

leicht im Salonalltag umsetzten und am Kunden

anwenden lassen. Grundlage für den

kommenden Trend sind klassische Looks. Pilzköpfe

und Pagenköpfe wurden wiederent-

deckt und zeitgemäß modern interpretiert.

Sie zeichnen sich durch Stufungen und weiche

Übergänge aus. Somit erhält die Frisur

eine neue Lebendigkeit. Weg vom geraden

und glatten Haar setzen sich zusätzlich

Locken und der Mittelscheitel durch. Neue

Färbetechniken unterscheiden sich von den

plakativen Techniken der letzten Jahre und die

neue Natürlichkeit. Auch die Männer kommen

auf ihre Kosten. Dezente Tönungen und

Haartattoos setzten sich durch. Ebenfalls

greif die Kosmetik das Motto der Natürlichkeit

auf. Susi Kruse, Landesbeauftrage im

Bereich der Kosmetik, erläuterte, dass ein feiner

Teint, dezent geschminkte Lippen, betonte

Augenbrauen und verschiedene Augen-

NAMEN & NOTIZEN

Make-ups unverzichtbar seien.

Anstatt der üblichen Tombola gab es bei

dieser Hair Fashion Show einen Spendenaufruf

für die Erdebenopfer in Haiti. Die Obermeisterin

der Friseur-Innung, Brigitte Seekamp,

rief dazu auf, am 1. März die Hälfte aller

Einnahmen durch Haarschnitte zu spenden.

Spontan erklärten sich viele Anwesende zur

Teilnahme bereit. Dazu wurde in der Strandlust

mit herumgereichten Spendendosen für

die Erdbebenopfer gesammelt.

Mit vielen neuen Trends und Techniken für

Haut und Haar wurde auch diese Hair Fashion

zu einem unverzichtbaren Event für Friseure

aus Bremen und dem Umland.

(Text und Foto: Stefanie Pietschmann)

Handwerk in Bremen 3/2010 | 31


NAMEN & NOTIZEN

UNERMÜDLICHEN EINSATZ BELOHNT

Martha und Peter Hennig engagieren sich in ihrem Ruhestand für das Museum

des Handwerks in Bad Bederkesa und haben dafür jetzt die Verdienstmedaille

des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

Martha und Peter Hennig engagieren sich in

ihrem Ruhestand für das Museum des Handwerks

in Bad Bederkesa und haben dafür jetzt

die Verdienstmedaille des Verdienstordens der

Bundesrepublik Deutschland erhalten.

Seit über zehn Jahren gibt es das Museum

des Handwerks in Bad Bederkesa. Dort können

Besucher die Traditionen von 22 Handwerken

hautnah erleben. Nahe gebracht werden sie

ihnen von Martha und Peter Hennig. Seit den

ersten Tagen des Museums sind beide dessen

Herz und Motor. Das Museum würde es ohne ihr

großes Engagement wohl nicht geben. Dafür

wurden sie jetzt mit der Verdienstmedaille des

Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

ausgezeichnet.

Bei der Verleihung dankte Kai-Uwe Bielefeld,

Landrat des Kreises Cuxhaven, den Hennigs für

ihre großen Verdienste um das Museum: „Sie

haben mit Ihrem Engagement unserer Gesellschaft

unschätzbare Dienste erwiesen. Ihr Herz

gehört diesem Museum und dafür gebührt

Ihnen großer Dank und Anerkennung.“

Martha und Peter Hennig haben ihren

Ruhestand ganz dem Museum gewidmet und

verbringen einen großen Teil ihrer Zeit dort. Bei

den beliebten Aktionstagen, die viermal im Jahr

stattfinden, bewirtet Martha Hennig Gäste und

Teilnehmer sehr liebevoll. Besucher und Reise-

Die Nürnberger Resolution, eine Initiative zur

Durchsetzung verschiedener Forderungen

von Frauen, hat jetzt in Bremen die ersten Unterzeichner

gefunden. Ulrike Hauffe, Landesbeauftragte

für Frauen, gehört zu ihnen. Zusammen

mit der 1. Vorsitzenden der Business and Professional

Women (BPW) Bremen, Christiane Niebuhr-Redder

(rechts), und der Projekt-Koordinatorin

in Bremen, Ursula Niemann (links),

unterzeichnete Hauffe die Nürnberger Resolution.

Deren vier Kernforderungen lauten:

• Entsprechend dem norwegischen Modell

im Aktiengesetz festzulegen, dass die Aufsichtsräte

deutscher Aktiengesellschaften

bis zum Jahr 2013 jeweils mindestens zu 40

Prozent mit Frauen und Männern besetzt

sein müssen,

32 | Handwerk in Bremen 3/2010

gruppen haben nicht selten das Gefühl, eine

gute Stube zu betreten.

Peter Hennig war von Beginn an die treibende

Kraft des Museums, das seit guten elf Jahren

neben dem Museumsbahnhof Bad Bederkesa

seine Heimat hat. Er ist zweiter

Vorsitzender des Museumsvereins und leitet die

Ausstellung. Von 1983 bis 1998 war er Obermeister

der Schuhmacherinnung Bremerhaven-

Wesermünde und ist jetzt deren Ehrenobermeister.

Schon 1986 richtete er, neben seiner beruflichen

Tätigkeit als Schuhmacher-Meister, im

Amtshaus Bederkesa eine kleine Ausstellung

über die Geschichte seines Gewerkes ein. Nachdem

er seinen Betrieb altersbedingt in jüngere

Hände übergeben hatte, widmete er sich voll

und ganz dem Ziel, ein Museum des Handwerks

zu schaffen. Seine Frau Martha hat ihn dabei

stets mit großem Einsatz unterstützt. Heute

können Besucher des Museums 22 alte Handwerksberufe

erleben. Stolz ist Peter Hennig auch

auf seine Bügeleisensammlung, die weit und

breit ihresgleichen suchen dürfte.

Museum des Handwerks, Heubruchsweg 8 in

27624 Bad Bederkesa, Telefon (04 745) 18 19.

Öffnungszeiten: Dienstags bis Sonntags von

10:00 bis 17:00 Uhr, Freitags 14 bis 17 Uhr.

10.000 EURO FÜR JUNGE MEISTER

Der Bundesverband Holz und Kunststoff (BHKH) und die SPAX International GmbH & Co. KG vergeben

erstmals einen Preis für Existenzgründer im Tischlerhandwerk. Der Preis ist mit 10.000 Euro

dotiert. Teilnahmeberechtigt sind alle Gesellinnen und Gesellen, die 2010 ihre Meisterprüfung ablegen

und einen eigenen Tischler-Betrieb gründen wollen. Der Betrieb muss 2010 oder 2011 gegründet

oder übernommen werden. Der Sitz muss in Deutschland liegen.

Die Bewerber sind aufgefordert, die Entwurfs-, Planungs- und Dokumentationsunterlagen ihres

Meisterprüfungsprojektes einzureichen. Außerdem sollen sie auf maximal einer Din-A4-Seite den

Betrieb präsentieren, den sie gründen wollen, ihre betriebswirtschaftliche Herangehensweise

beschreiben sowie ihre unternehmerische Einstellung und persönlichen Stärken darstellen. Einsendeschluss

ist der 31. Dezember 2010. Bewerbungs-Unterlagen an: Bundesverband Holz und Kunststoff,

zu Hd. Arne Bretschneider, Littenstraße 10, 10179 Berlin.

• die Definition von Qualifikationsstandards

für männliche und weibliche Aufsichtsratsmitglieder

und die entsprechende gesetzliche

Verankerung,

• den Aufbau und die Weiterentwicklung einer

zentralen Datenbank, in die sich alle potentiellen

Aufsichtsratsmitglieder eintragen

können und

• ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft

u. a. zur Erhöhung des Frauenanteils in

Führungspositionen.

Der BPW Bremen steht hinter den Forderungen

der Resolution. Auf den Clubabenden des Verbands

im Schütting besteht die Möglichkeit, mit

den Projekt-Koordinatorinnen zu sprechen.

Mehr unter www.bpw-bremen.de und:

www.nuernberger-resolution.de.


BÄCKER HELFEN 35.000 KINDERGÄRTEN

Das deutsche Bäckerhandwerk verschenkt ein selbst entwickeltes Brettspiel an

Kindergärten, mit dem die Kids spielerisch mehr über das Frühstück und die richtige

Ernährung lernen können.

Mit dem selbst entwickelten Brettspiel „Wer

wird Frühstücks-König?“ unterstützt das deutsche

Bäckerhandwerk mehr als 35.000 Kindergärten

in ganz Deutschland bei der Ernährungserziehung.

Die Kindergärten erhalten seit Mitte

Januar das Brettspiel geschenkt.

Mit Hilfe des Brettspiels „Wer wird Frühstücks-König?“

lernen Kinder schnell, einfach

und mit Freude, was zu einem ausgewogenen

Frühstück dazu gehören kann. Denn die richtige

Ernährung ist aufgrund zahlreicher und komplexer

Ernährungsempfehlungen eine Wissenschaft

geworden, die es Eltern immer schwerer

macht, ihre Kinder ausgewogen zu ernähren.

Hinzu kommen die stark veränderten Lebensgewohnheiten,

so dass viele Kinder wegen des

Zeitmangels nicht oder nur selten frühstücken

Spende für Kinderhospiz Löwenherz

Jedes Jahr richtet der Ingenieurdienstleister

Fleischhauer Bremen einen eigenen Weihnachtsmarkt

für Mitarbeiter und Kunden aus.

Auch 2009 wurden wieder Weihnachtsbäume

für einen guten Zweck verkauft. „Der

Erlös von 579,50 Euro geht wieder an das

Kinderhospiz Löwenherz in Syke. Wir unterstützen

diese wichtige soziale Arbeit seit

vielen Jahren“, berichtet Geschäftsführer

Arne Bär. Beim Verkauf der Bäume helfen

auch zwei ehrenamtliche Mitarbeiter des

Kinderhospizes mit. „Und sie freuen sich

schon immer vorher auf den Termin“, sagt

Fanny Lanfermann vom Verein Kinderhospiz

Löwenherz.

und ohne Verpflegung aus dem Haus gehen.

„Mit unserer Initiative möchten wir neben

den Kindern vor allem auch deren Eltern auf die

Wichtigkeit und den Nutzen eines ausgewogenen

Frühstücks für ihr Kind aufmerksam

machen. Denn das Frühstück – ob zu Hause oder

im Kindergarten – hat entscheidenden Einfluss

auf die Entwicklung der Kinder“, so Peter Becker,

Präsident des Zentralverbandes des Deutschen

Bäckerhandwerks.

Hilfreiche Informationen rund um das

Thema Frühstück und Bewegung erhalten interessierte

Verbraucher in allen Bäckereien, die

diese Initiative unterstützen. Welche Innungs-

Bäckereien an der Aktion teilnehmen, können

interessierte Verbraucher im Internet unter

www.richtig-fruehstuecken.de erfahren.

Im Internet können alle Kindergärten unter

www.richtig-fruehstuecken.de auch an dem

attraktiven Fotowettbewerb „Der Frühstücks-

König“ teilnehmen. Zu gewinnen gibt es ein Fest

(1. Platz), ein Frühstück (2. Platz) und Brot und

Brötchen für ein Frühstück (3. Platz) für den ganzen

Kindergarten. Dazu müssen Fotos ins Internet

gestellt werden, über die Eltern, Verwandte

und Freunde der Kindergärten abstimmen.

Das vom Bäckerhandwerk entwickelte Brettspiel

„Wer wird Frühstücks-König?“

NAMEN & NOTIZEN

Senat beschließt Ehrenamtskarte

für Bremen und Bremerhaven

Für weniger Geld ins Theater, ins

Schwimmbad oder ins Museum – das bietet

die neue Ehrenamtskarte, die der Senat

auf den Weg gebracht hat. Das Land Bremen

schließt sich damit einer Initiative

aus Niedersachsen an. Bremens Sozialsenatorin

Ingelore Rosenkötter: „Wir brauchen

bürgerschaftliches Engagement in

Bremen und Bremerhaven. Mit der Ehrenamtskarte

würdigen wir diejenigen, die

die Ärmel hochkrempeln und Gutes für die

Gesellschaft tun.“

Die Ehrenamtskarte kann bekommen, wer

sich seit drei Jahren mindestens fünf Stunden

pro Woche ehrenamtlich engagiert

und mindestens 18 Jahre alt ist. Bescheinigt

wird das Engagement von den jeweiligen

Vereinen, Initiativen und Verbänden.

Das Sozialressort prüft die Angaben auf

Plausibilität und stellt dann die Karte aus.

Mit ihr gibt es dann Vergünstigungen in

diversen Einrichtungen, darunter die Bremer

Bäder, das Focke-Museum, Universum,

Stadtbibliothek, Werder Bremen und

das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven.

Angestrebt ist auch, dass die Karte in

Niedersachsen Gültigkeit hat. Senatorin

Rosenkötter: „Das stärkt den Gedanken

der Metropolregion Nordwest und fördert

die Zusammenarbeit über die Landesgrenze.“

Die Karte wird voraussichtlich ab

März 2010 erhältlich sein.

Handwerk in Bremen 3/2010 | 33


TIPPS & TERMINE

ANGEBOTE ZUR AUS- UND WEITERBILDUNG

Kompetenzzentrum HandWERK Bremen

Unternehmensführung

Betriebswirt/-in (HWK) berufsbegleitend: ab 1.März

Betriebsübergabe, 1 Samstag: 24. April

Rhetorik, 2 Tage (Do+Fr): 22. + 23. April

Existenzgründung (8 Abende): ab 10. Mai

Der Handwerker als Visitenkarte des Unternehmens, 2 Tage:

15. + 16. April

Meistervorbereitung (berufsbegleitend)

Bäcker-Handwerk Teil I+II: ab 23. März

Teil IV - Ausbildereignung AEVO - Wochenend-Intensivlehrg.: ab 26.März

Meistervorbereitung (Vollzeit)

Friseur-Handwerk Teil I+II: ab 15.März

Kfz-Handwerk Teil II: ab 15.März

Teil IV - Ausbildereignung AEVO, Vollzeit 2 Wochen/BU: ab 1.März

Fachlehrgänge (berufsbegleitend)

Netzwerktechnik: ab 8. März

Steuerrelais Siemens LOGO: ab 8.März

Telekommunikation ISDN: ab 15. März

Nageldesigner/-in, 64 Stunden, ab 4. Mai

Edelstahl: freitags u. samstags, 7. + 8. Mai

Fachlehrgänge (Vollzeit)

Mess- und Regelungstechnik: ab 1.März

Hydraulik: ab 1. März

Pneumatik: ab 15. März

Elektro-Pneumatik: ab 29. März

Tischler-Maschinenlehrgang TSM1: ab 12. April

Airbag - Sachkundenachweis: 29. April

CNC-Technik I + II: ab 10. Mai

Öl- und Gasfeuerungsmonteur: ab 17. Mai

Gewerkeübergreifende Bildungsangebote

Gebäudeenergieberater/-In (HWK), 200 Stunden, 2 Abende/Woche:

ab 20. April

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten, 108 Stunden,

2 Abende/Woche: ab 13. April

Fachkraft Schimmelpilzsanierung (HWK), 64 Stunden, ca. 5 Wochenenden:

ab 5.März

Fachkraft Wärmedämmtechnik (HWK), 140 Stunden, ca. 6 Monate:

ab 4. Mai

EnEV-Energieeinsparverordnung: 18. + 19.März

Gabelstaplerfahrer/-In: 13. März

Akademie des Ehrenamtes

Der Lehrlingswart: Freitag, 19.März

Grundlagen der Bewertung praktischer und mündlicher Prüfungsleistungen:

Freitag, 16. April

Informationen und Anmeldungen:

HandWERK gemeinnützige GmbH

Kompetenzzentrum der Handwerkskammer Bremen

Schongauer Straße 2, 28219 Bremen

Telefon (04 21) 22 27 44 - 422 oder -421

E-Mail: info@handwerkbremen.de

Internet: www.handwerkbremen.de

34 | Handwerk in Bremen 3/2010

Akademie des Handwerks an der Unterweser

Seminare

Baurecht und VOB/B: 9. + 17. März, 18 bis 21.15 Uhr

Professionelles Arbeiten im Büro (mit der IHK Brhv.): 12. März, 9 bis 16 Uhr

Excel-Grundlagenkursus (mit der IHK Brhv.): 17. März bis 7. April (16

Unterrichtsstunden), 18 bis 21.15 Uhr

Einführung in den betrieblichen Datenschutz, Modul 3: IT-Sicherheit

(mit der IHK Brhv.): 25. März, 9 bis 12.15 Uhr

Workshop: I. Demografischer Wandel und dessen Folgen; II: Alternative

Suche nach Fachkräften (mit der IHK Brhv.): 8., 15. und 22. April, 18 bis 21.15 Uhr

Gesundheitsmanagement (Vollwertkost und Schüßler Salze): 10. +

17. April, 14 bis 17.15 Uhr

Betriebsübergabe/Betriebsübernahme (mit der Handwerkskammer Bremen,

Außenstelle Bremerhaven): 14., 21., 28. April, 5., 12. Mai, 18 bis 21.15 Uhr

Femme digitale (Seminar für Unternehmerfrauen), Internetrecht und

Datensicherheit: Teil 1: 14. April, 18 bis 21.15 Uhr, Teil 2: 21. April, 18 bis 21.15 Uhr

Berufsorientierung für Um- und Wiedereinsteigerinnen… 20. bis 22.

April, 8 bis 11.30 Uhr

Kompaktseminar Arbeitsrecht und Forderungsmanagement: 21. +

28. April, 18 bis 21.15 Uhr

Netzwerken: 23. April, 9 bis 16 Uhr

Baurecht: Die zehn gravierendsten Fehler: 28. April + 5. Mai, 18 bis 21.15 Uhr

Meisterausbildung

Bau-Handwerke (Maurer, Stahl-Betonbauer, Zimmerer), Teile I & II

und Metallbauer- und Feinwerkmechaniker-Handwerk, Teile I & II:

ab Herbst 2010

Teil IV: AEVO (Vollzeit): 31. Mai bis 11. Juni

Teil IV: AEVO (Teilzeit): ab 9. August

Informationen und Anmeldungen:

Akademie des Handwerks an der Unterweser e.V., Columbusstraße 2,

27570 Bremerhaven, Tel.: 0471/185-249

info@akademie-bremerhaven.de

www.akademie-bremerhaven.de

Bäckerfachschule Hannover – Lehrgänge 2010

Meistervorbereitungslehrgang in den Prüfungsteilen 1 bis 4 inkl. der

Hygieneschulung. 17-wöchiger Gesamtlehrgang vom 28.6. bis 22.10. Lehrgangsgebühr:

3.308 Euro (inkl. Materialkosten), Prüfungsgebühr: 850

Euro, Internatsgebühr: 2.838 Euro (inkl. MwSt. und Verpflegung).

Berufsbegleitende Meistervorbereitung 2010 in den Meisterprüfungsteilen

1 und 2 inkl. der Hygieneschulung. Lehrgangstermin: 28.6. bis 22.10.,

Vollzeit vom 28.6. bis 16.7., anschließend 2 Tage pro Woche. Lehrgangsgebühr:

2.020 Euro )inkl. Materialkosten), Prüfungsgebühr: 510 Euro, Internatsgebühr:

1.596 Euro (inkl. MwSt. und Verpflegung)

Zertifikats-Studiengang Ernährungsberater/in im Bäckerhandwerk, 4

Module in der Zeit vom 30. 8. bis 1.12. Die Gebühr für den gesamten Studiengang

beträgt 1.290 Euro (inkl. Pausenverpfl., Unterl., Prüfungsgeb.).

Kontakt: Bäckerfachschule Hannover, Herschelstraße 28, 30159 Hannover.

Telefon (05 11) 12 60 76 52, Fax: (05 11) 12 60 76 59.

E-Mail: info@biv-baecker.de, Internet: www.bfs-baecker.de.


DAS „LÄUFT“ IN BREMEN UND UMZU

Steuerliche Aspekte der

Unternehmensnachfolge

Mittwoch, 10. März, von 18 bis 20.30 Uhr In der

Handelskammer Bremen

Kostenloser Workshop der Reihe ‚Unternehmensnachfolge’

der B.E.G.IN-Gründungsleitstelle

und des Bremer Netzwerks für Unternehmensnachfolge.

Zum Thema ‚Steuerliche

Aspekte der Unternehmensnachfolge’ referiert

der Oldenburger Diplom-Kaufmann Thomas

Ullrich. Anhand verschiedener Beispiele

aus der Praxis werden die Auswirkungen auf

die Steuerbelastung eines Unternehmens

und der beteiligten Personen aufgezeigt.

Unverbindlich informieren können sich

sowohl Unternehmer wie auch potentielle

Übernehmer. Anmeldung bei der B.E.G.IN-

Gründungsleitstelle unter info@begin24.de

oder (04 21) 32 34 6 412.

Der richtige Umgang mit

Gewerbemietverträgen

Donnerstag, 11. März, ab 19 Uhr in der Handwerkskammer

(Gewerbehaus)

Ob Friseursalon, Produktionshalle oder Dentallabor

– die Übernahme eines Betriebes ist meistens

mit dem Eintritt in neue Geschäftsräume

verbunden. Eine Alternative zu den vorhande-

Handwerker Beratung

nen Räumen und zum existierenden Mietvertrag

gibt es selten. Dabei ist die Bedeutung des

Mietvertrages sehr groß, denn die gesetzlichen

Regelungen über die Geschäftsraummiete

haben – anders als diejenigen zum Wohnraummietrecht

– viele Lücken. Beispielsweise gibt es

für Geschäftsraum-Mietverträge weder Vorschriften

über den Kündigungsschutz noch über

die Anpassung der Miete. Räumungsschutz wird

ebenfalls gesetzlich nicht garantiert. Ferner existiert

kein allgemein gültiger Mietvertrag, so dass

ständig neue Gerichtsentscheidungen zu den

Vertragsbedingungen beachtet werden müssen.

Die Fachanwältin für Miet- und Wohnungseigentumsrecht

und Lehrbeauftragte des Internationalen

Studiengangs Steuer- und Wirtschaftsrecht

an der Hochschule Bremen, Dr. Ximena

Sejas, und

Rechtsanwältin

Anja Stilz (Foto)

geben Tipps für

die Übernahme

von gemieteten

Geschäftsräumen

und Hinweise

zur Gestaltung

von

Mietverträgen.

Daneben wer-

Ihr Handwerk ist ausgezeichnet.

Und Ihre Versicherung?

Seit 100 Jahren bieten die INTER

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Vorsorge für das Handwerk.

Von der Kranken- über die Unfallversicherung

bis zum modernen

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wir Ihnen gerne persönlich.

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TIPPS & TERMINE

den Themen behandelt, die in der Praxis oft zu

Streit führen, wie die Verlängerung von Verträgen

und die Umlage von Betriebskosten. Im

Anschluss an den Vortrag stehen die Referentinnen

für Fragen und eine Diskussion zur Verfügung.

Die Besucher erhalten einen Leitfaden

zum gewerblichen Mietrecht.

Themenabend Unternehmensnachfolge

Mittwoch, 21. April, von 18 bis 20 Uhr im

t.i.m.e. Port II, Barkhausenstraße 2,

27568 Bremerhaven

Einen etablierten Betrieb zu übernehmen,

kann der Schritt in die Selbstständigkeit sein.

Auf der anderen Seite sollte ein Betriebsinhaber

rechtzeitig über eine Nachfolge nachdenken.

Beide Seiten beleuchtet die Veranstaltung

der B.E.G.IN- Gründungsleitstelle.

Zum Auftakt werden ein realer Unternehmensübergeber

und ein Übernehmer eine

Nachfolge szenisch aufführen. Anschließend

folgt ein Vortrag mit Einbindung von zwei

Praxisbeispielen. Danach besteht die Möglichkeit,

mit den Beteiligten ins Gespräch zu

kommen. Anmeldungen unter Telefon (04 71)

14 04 60 oder E-Mail: info@begin24.de.

Die Veranstaltung findet im Rahmen einer

sechsteiligen Informationsreihe zum Thema

‚Nachfolgeregelung im Betrieb’ statt. Vom 14.

April an findet jeden Mittwoch um 18 Uhr ein

kostenloser Vortrag statt. Das genaue Programm

bei der Handwerkskammer Bremen.

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Handwerk in Bremen 3/2010 | 35


TIPPS & TERMINE

NEUE NAMEN FÜR SCHULABSCHLÜSSE

Ausbildungsbetriebe müssen sich auf neue Schulabschlüsse der Bewerber einstellen.

Der Bogen zum Arbeits- und Sozialverhalten ist wenig bekannt.

Die alten Bezeichnungen für Schulabschlüsse

haben im Bundesland Bremen ausgedient.

Während Ausbildungsbetriebe in der

Vergangenheit Zeugnisse mit den bekannten

Haupt- und Realschulabschlüssen bekommen

haben, kommen in diesem Jahr erstmals die

neuen Bezeichnungen vor. Der alte Hauptschulabschluss

heißt jetzt Berufsbildungsreife

(BBR), der erweiterte Hauptschulabschluss

entsprechend erweiterte Berufsbildungsreife.

Auch der alt bekannte Realschulabschluss

hat einen neuen Namen

bekommen. Er heißt ab sofort Mittlerer Schulabschluss

(MSA).

In Bremen

bis 2009:

Hauptschule

(9 Jahre)

In Bremen

ab 2010:

36 | Handwerk in Bremen 3/2010

Sekundarschule

Berufsbildungsreife (BBR)

(bisher Hauptschulabschluss)

Hauptschule Sekundarschule

Erweiterte Berufsbildungsreife (BBR)

(bisher erweiterter Hauptschulabschluss)

Realschule Sekundarschule

Mittlerer Schulabschluss (MSA)

MSA mit Zugangsberechtigung zur gymnasialen

Oberstufe nur bei entsprechendem

Zensurenbild

(bisher Realschulabschluss)

Gymnasium Gymnasium

Alle Abschlüsse wie an der

Sekundarschule möglich.

Förderzentrum

(L)

Förderzentrum (L)

Zuerkennung der Berufsbildungsreife (BBR)

bei entsprechendem Zensurenbild

Nicht ganz so neu, aber von ähnlich großer

Bedeutung für Ausbildungsbetriebe ist ein zweiter

Bogen, den die Schüler der Sekundarstufe I

(Klassen 5 bis 10) im Bundesland Bremen zusammen

mit ihren Zeugnissen bekommen. Darauf

wird ihr Arbeits- und Sozialverhalten, früher

bekannt als so genannte Kopfnoten, beurteilt.

Die Bewertungsskala erstreckt sich von „verdient

besondere Anerkennung“ über „erfüllt die

Erwartungen“ und „erfüllt die Erwartungen mit

Einschränkungen“ bis „erfüllt die Erwartungen

nicht“. Der Bogen ist fester Bestandteil der Zeugnisse

im Bundesland Bremen, aber trotzdem

wenig bekannt.

(Text: Oliver Brandt)

Schulabschlüsse nach 10 Schuljahren

in den Bundesländern Bremen und Niedersachsen und ihre

neuen Bezeichnungen (im Bundesland Bremen) ab Schuljahr 2009/10:

In Niedersachsen:

Hauptschule (9 Jahre)

Hauptschulabschluss

Hauptschule

Hauptschulabschluss

Sekundarabschluss I

Realschule

Hauptschulabschluss

Sekundarabschluss I

Realschulabschluss

Erweiterter Sekundarabschluss I

Realschulabschluss (Versetzt in

GyO)

Gymnasium

Alle Abschlüsse wie an der

Realschule möglich

Förderschule (L)

Abschluss Förderschule

Hauptschulabschluss

Auch in weiterführenden Systemen – nach dem Abgang ohne Abschluss von der Regelschule – können

die o. a. Abschlüsse erworben werden. Etwa in Abendschulen (Schule für Erwachsene), Berufsbildende

Schulen, Werkstattschulen oder Maßnahmen der Bildungsträger.

Ökostrom zapfen vorerst gratis

Ab sofort können Fahrer von Elektroautos

in Bremen bei swb ihre Batterien kostenfrei

aufladen. Seit kurzem stehen dazu auf

dem Gelände der swb-Hauptverwaltung,

an der Theodor-Heuss-Allee 20, zwei Ladestationen

mit jeweils zwei Ladekontakten

zur Verfügung. Damit bietet swb die Möglichkeit

vier Elektroautos zeitgleich mit

‚grünem Strom‘ aufzuladen. Mindestens

bis Ende 2010 bietet der Bremer Energieversorger

seinen Strom zum Nulltarif für

alle elektromobilen Pioniere. So lange können

sich die Fahrer von Elektroautos beim

Werkschutz von swb melden. Dort erhält

man dann eine Chipkarte ausgehändigt,

mit der man sich an der Ladesäule identifiziert.

Danach fließt Ökostrom in die Batterien.

Sollte einmal ein Adapterkabel für

den richtigen Anschluss fehlen, so kann

man auch damit bei swb aushelfen. swb

testet seit November 2009 den Einsatz

von E-Autos im eigenen Fuhrpark. Mittelfristig

steht im Rahmen verschiedener

Projekte der Aufbau einer Lade-Infrastruktur

in der Metropolregion Oldenburg/Bremen

im Focus. Der Strom für die Ladesäulen

ist aus dem swb Strom

proNatur-Kontingent und somit CO 2 -frei

erzeugter Strom.

Bremer wollen dem Klima helfen

Neun von zehn Bremer Bürgern sind der Meinung,

dass neben Politik und Wirtschaft vor

allem die Verbraucher gefordert sind, um die

Klimaziele bis zum Jahr 2020 zu erreichen. So

das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage

der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag der

Klimaschutzagentur Bremer Energie-Konsens

und des Instituts für Informationsmanagement

an der Universität Bremen (ifib). Mit

einem auf zwei Jahre angelegten Forschungsprojekt

soll jetzt die Handlungsbereitschaft der

Bürger genauer erforscht werden.

Bereits jetzt handeln viele Bremer klimafreundlich

– dies legen jedenfalls die Ergebnisse

nahe: So achten rund 88 Prozent nach

eigenen Angaben auf den Energieverbrauch, 79

Prozent verzichten auf Stand-By und 73 Prozent

bevorzugen im Nahverkehr umweltfreundliche

Verkehrsmittel. Jeder fünfte gibt an, Bio-

Lebensmittel zu kaufen. In den kommenden

Tagen werden 4.000 Bürger angeschrieben

und zur Teilnahme eingeladen.


Roter Faden für Hausbesitzer und Mieter

Die meisten Hauseigentümer und Mieter wissen, wie hoch ihre jährlichen

Heizkosten sind – aber nur die wenigsten können einordnen, ob sie damit

im Vergleich zu anderen gut dastehen oder ob ihre Immobilie ein „Energieschlucker“

ist. Hilfe bei der Beurteilung bietet jetzt der neue „Heizspiegel

Bremen 2010“, der soeben erschienen ist.

Der Heizspiegel enthält Tabellen, mit denen sowohl der Heizenergieverbrauch

und die Heizkosten als auch der CO 2 -Ausstoß von Wohnungen und

Häusern einfach eingeschätzt werden können. Der Spiegel differenziert

nach den drei Heizenergieträgern Heizöl, Erdgas und Fernwärme sowie

nach der Gebäudegröße.

Der „Heizspiegel Bremen 2010“ liegt beim Senator für Umwelt, Bau, Verkehr

und Europa, in Ortsämtern, Bibliotheken, bei Haus & Grund, bei Mieterschutzorganisationen

und an vielen weiteren Stellen aus. Außerdem

können Exemplare bei Bremer Energie-Konsens, Telefon (04 21) 37 66 710,

bestellt werden. Der Heizspiegel im Internet unter www.co2online.de und

www.bremer-modernisieren.de.

Neue Förderinitiative für Innovationsberatung

Damit Innovationen auch zu unternehmerischen Erfolgen führen, müssen

kleine und mittlere Betriebe oft erhebliche Vorleistungen auf innerbetriebliche

Ebene erbringen. Eine Innovationsberatung von externen Fachleuten

oder bestimmte Dienstleistungen Dritter können da wertvolle Dienste leisten.

Häufig werden sie jedoch nicht in Anspruch genommen, weil die Kosten

für die Unternehmen zu hoch sind. Hier bietet jetzt das Land Bremen

über die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH mit einer neuen Förderinitiative

Unterstützung an. So können sich Unternehmen die Kosten

für eingekaufte Innovationsberatungsdienste und unterstützende Dienstleistungen

bis zu einem Anteil von 50 Prozent (max. 20.000 Euro) fördern

lassen. Antragsberechtigt sind kleine und mittelständische Unternehmen

mit Sitz in Bremen oder Bremerhaven. Förderfähig sind Maßnahmen wie

Betriebsführungsberatung, Marktforschung, Technologietransfer, Qualifizierung

oder die Nutzung von Laboratorien. Mehr Informationen bei:

Albert Grützmann (WFB), Telefon (04 21) 9600-344 oder E-Mail:

albert.gruetzmann@wfb-bremen.de.

WFB unterstützt Antragsteller

Seit dem 1. Januar 2010 ist ein neues Programm der Bundesregierung zur

Förderung von Klimaschutzprojekten in Kraft getreten. Hinter der Abkür-

TIPPS & TERMINE

zung IEKP verbirgt sich das ‚Integrierte Energie- und Klimaschutzprogramm’.

Soziale, kulturelle und öffentliche Einrichtungen können nun Gelder

für verschiedene Maßnahmen zum Klimaschutz beantragen. Unterstützung

bei der Antragstellung gibt die WFB Wirtschaftsförderung

Bremen GmbH. Um eine möglichst hohe Multiplikatorenwirkung zu erzielen,

richtet sich das Programm im Schwerpunkt an Einrichtungen mit

hoher gesellschaftlicher Vorbildfunktion und öffentlicher Wahrnehmung,

wie zum Beispiel Kommunen, Kirchen, Bildungs- oder Kultureinrichtungen.

Diese können finanzielle Unterstützung für die Erstellung von Klimaschutzkonzepten

sowie die beratende Begleitung bei der Umsetzung

mittels eines Klimaschutzmanagers erhalten, aber auch die Anwendung

von Klimaschutztechnologien bei der Stromnutzung oder Modellprojekte

mit dem Leitbild der CO 2 -Neutralität sind förderwürdig.

Ansprechpartner: Dr. Detlef Pukrop, WFB Wirtschaftsförderung Bremen

GmbH, Telefon 0421 – 9600346, detlef.pukrop@wfb-bremen.de.

SERVICE: EINER FÜR ALLES

Dienstleistungsunternehmen aus dem In- und Ausland haben

jetzt einen einheitlichen Ansprechpartner.

Der „Einheitliche Ansprechpartner“ gibt Unternehmen Hilfestellung

bei Erledigung der behördlichen Anforderungen. Erforderliche Erlaubnisse

oder beizubringende Nachweise, diese Verfahren und Formalitäten können

nun mit Hilfe des „Einheitlichen Ansprechpartners“ auch elektronisch

und aus der Ferne über das Internet erledigt werden. Die neue elektronische

Verfahrensabwicklung für Dienstleistungsunternehmen aus dem Inund

Ausland ist ein Meilenstein zum E-Government. Egal ob eine Gärtnerin

aus Lissabon, ein Friseur aus London, ein Klempner aus Riga oder eine

Bäckerin aus München, Verden oder Bremen, allen, die ein Gewerbe in Bremen

anmelden möchten, steht jetzt unter www.ea.bremen.de der Gründungsmanager

zur Verfügung. Auf diesem Wege können alle notwendigen

Anmeldeformulare direkt von zu Hause am Computer ausgefüllt und

eingereicht werden. Das neue elektronische Angebot ist unter

www.wirtschaft.bremen.de und www.wfb-bremen.de zu finden. Persönlich

ist der „Einheitliche Ansprechpartner“ über die Wirtschaftsförderung Bremen

GmbH (WFB) erreichbar: Telefon: (0421) 96 00-10 oder (0421) 96 00-122.

Oppenheimerstraße 26 | 28307 Bremen | Tel. (04 21) 4 85 78-0 | Fax (04 21) 4 85 78 48

www.schintz-druck.de | info@schintz-druck.de

Handwerk in Bremen 3/2010 | 37


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Veröffentlichung zusammen mit Ihrem

Namen, Ihrer Anschrift, Telefonnummer und gegebenenfalls

einem Ansprechpartner per Fax an die

Abteilung Betriebsberatung der Handwerkskammer

Bremen, Stichwort: Betriebsbörse (Kontakt:

unten rechts). Die Offerten werden kostenlos und

ohne Gewähr veröffentlicht.

Bremen Angebote

1076 Langjähriges und erfolgreiches Gerüstbaugeschäft

in Norddeutschland (keine GmbH) sucht

aus Altersgründen Nachfolger oder Teilhaber.

Eigenkapital erforderlich.

1124 Tischler-Werkstattgemeinschaft in Bremen-

Woltmershausen sucht selbständigen Tischler für

eigenen Werkstattbereich (mit Maschinenbenutzung).

1129 Zweiradfachgeschäft und Kfz-Werkstatt aus

Altersgründen zu verkaufen (guter Kundenstamm).

Verkaufsräume mit zwei darüber liegenden Wohnungen

auch für anderes Gewerbe verwendbar;

Grundstücksgröße 2.000 qm; zentrale Lage.

1130 Friseurgeschäft in Bremen-Nord mit 9 Plätzen,

guten Stammkunden, aus Altersgründen

abzugeben.

1131 Damen-Friseursalon (florierend und kostengünstig)

in Bremen-West zu verkaufen.

1134 Überseestadt: TOP-Herrensalon (2 Plätze,

ausbaufähig, konkurrenzlose Lage, gut als Filiale

geeignet) zu verkaufen. Preis VB.

1136 Malermeister als Nachfolger für alteingesessenen

Malerbetrieb gesucht.

1158 Ladengeschäft (ca. 70 qm), incl. Büroräume,

mit direktem Zugang zum beheizb. Lager (ca. 40

qm) in Bremen-Woltmershausen zu vermieten.

1163 Friseursalon im Zentrum von Bremen-

Lesum (ca. 100 qm) aus Altersgründen zu vermieten,

zu verpachten oder zu verkaufen.

1164 Büroräume und Lagerflächen (ca. 356 qm,

ebenerdig) in Bremen-Überseestadt zu vermieten;

Parkplätze und Freifläche vorhanden.

1170 Autosattlerei sucht dynamischen Mitarbeiter

zur späteren Teilhaberschaft bzw. Erwerb/Pacht

möglich.

1176 Alteingesessener Friseursalon in Bremen-

Nord zu verpachten und evtl. später zu verkaufen.

38 | Handwerk in Bremen 3/2010

Salongröße: ca. 90 qm; 11 Plätze im Damensalon + 2

Plätze im Herrensalon; 1 Büro (geeignet als Fußpflegebereich),

1 kl. Küche und 2 Toiletten. Geschäftsgünstige

Lage an einer Hauptstraße.

1177 Aus Altersgründen alteingeführtes, erfolgreiches

Fliesen- und Natursteingeschäft für Großund

Einzelhandel zu verkaufen. Die Möglichkeit zur

Übernahme auf Rentenbasis wie auch Jungunternehmerteilhaberschaft

ist gewünscht. Eigenkapital

ist erforderlich.

1181 Nachmieter für Friseursalon mit Kosmetik

über zwei Ebenen gesucht (262 qm, in der Nähe

vom Hbhf., Abstand erforderlich)

✆ Betriebsbörse (04 71) 97 24 9-0

1182 Verkauf/Vermietung eines Radio- und Fernsehtechnikergeschäftes

+ Inventar (auch separat):

Arbeitsplatz mit Trenntrafo, Regeltrafo, Beistelltische,

Regalsystem mit Glastüren bzw. für Hifianlagen

plus Verkabelung.

1183 Sehr leistungsfähiger Feinmechanikerbetrieb

abzugeben.

1189 Ich suche einen Nachfolger für meinen

Malereibetrieb in Bremen zum 1.04.2010. Komplett

mit Maschinen, Gerüst, Leitern, Lagerraum, Büroraum

(zur Miete), guter Kundenstamm vorhanden.

1190 Traditionsreicher Elektroinstallateurbetrieb

aus Altersgründen abzugeben, (Übernahme der

Werkstatträume, ca. 220 qm, auch separat möglich)

1191 Langjähriger (25 Jahre) und erfolgreicher

Elektroinstallationsbetrieb sucht Nachfolger bzw.

Beteiligung mit späterer Übernahme (2 Mitarbeiter,

Werkstatt- und Bürogebäude vorhanden, Fahrzeug

EZ: 2008 kann übernommen werden).

1192 Gut eingeführtes Kosmetik- und Fußpflege-

Institut in Bremen-Walle aus Altersgründen zu verkaufen.

Komplett eingerichtete Räume: Kosmetik/

Massage, Fußpflege, Empfang und Privatbereich;

geschäftsgünstige Lage mit guter Verkehrsanbindung;

VB.

Bremen Gesuche

2032 Elektromeister sucht Beteiligung oder Übernahme

eines mittelständigen Installationsbetriebes.

Auch freie Mitarbeit möglich.

2038 Friseursalon zur Übernahme in Bremen

gesucht; mind. 6 Plätze; Kosmetik- bzw. Wellness-

Angebot in Planung.

2043 Produktionshalle für Metallbauer in zentraler

Bremer Lage gesucht. 500 qm - 1.200qm Fläche,

vorzugsweise mit Büro-/Sozialräumen , beheizbar,

mit guter Zufahrt für LKW-Anlieferungsverkehr.

2044 Suche Backstube, ca. 1.000 - 1.200 qm, zu

mieten, zu pachten oder zu kaufen, möglichst in

Gewerbe- oder Mischgebiet (Verkaufsgeschäft

nicht notwendig).

2049 Suche einen attraktiven Friseursalon in

guter Lage (ausgenommen Randgebiete Bremens)

Bremerhaven Angebote

3039 Werkstatträume mit Wohngebäude

besonders geeignet für Nutzung in den Bereichen

Lebensmittel (Fleischerei), Sanitär-Heizung-Klima,

Malerei etc., günstig zu verkaufen oder zu verpachten.

3056 Alteingesessener Heizungs- und Sanitärbetrieb

sucht aus Altersgründen einen Nachfolger.

Übernahme auf Kauf- oder Pachtbasis möglich. Ein

guter Auftragsbestand, ein solider Kundenstamm

und ein eingespieltes Team sind vorhanden.

3057 Alteingesessenes Ladengeschäft aus dem

Bereich Bodenbeläge und Heimtextilien aus Altersgründen

abzugeben.

3058 Friseurmeister/in mit eigenem Kundenstamm

zwecks Stuhlmiete gesucht (Übernahme

möglich).

3059 Moderner Friseursalon, ca. 60 qm, 7 Plätze, in

bevorzugter Lage, ab sofort zu verkaufen/zu verpachten.

Auf Wunsch mit Immobilie zu erwerben.

Erwerb der Saloneinrichtung (modernes Design,

neuwertig) separat möglich.

3061 Handwerksbetrieb mit hochwertigem

Wohnhaus, Bj. 2000, günstig zu verkaufen. (großzügiges

Bürogebäude mit Sozialräumen, Betriebshof

und Remise).

3064 Büro/Verkaufsräume (ca.150 qm) und/oder

Lagerräume (ca. 200qm) in guter Verkehrslage mit

eigenen Parkplätzen zu verpachten. Verkaufsräume

können aufgeteilt werden. Gut geeignet für Handwerksbetriebe,

Einzelhandel oder Versicherung.

3067 Kfz-Unternehmen am Rande Bremerhavens

aus Altersgründen abzugeben. Bebaute Verkaufsfläche

600 qm; anderweitige Nutzung ist denkbar.

Interessenten wenden sich unter Angabe der

Chiffre-Nr. an die Abteilung Betriebsberatung

der Handwerkskammer Bremen, Außenstelle

Bremerhaven, Ansprechpartnerin: Anke Pötsch,

Columbusstr. 2, 27570 Bremerhaven,

Telefon (04 71) 97 24 9-0, Telefax (04 71) 20 70 29,

E-Mail: hwk-bremerhaven@hwk-bremen.de.

Die vollständige Betriebsbörse der Handwerkskammer

Bremen und weitere Angebote und

Gesuche aus dem gesamten Bundesgebiet

unter www.nexxt-change.org im Internet.


NACHGEFRAGT: KAROLINE LINNERT

Bremens BürgermeisterinKaroline

Linnert zu

den kürzlich vorgestelltenErgebnissen

des Gleichstellungsgesetzes

in der bremischen

Verwaltung und

der Situation von

Frauen im Beruf.

HANDWERK IN BREMEN: Frau Linnert, passend zum

Weltfrauentag am 8. März haben Sie kürzlich

Bilanz zum Landesgleichstellungsgesetz gezogen.

Konnten die Frauen in Bremen aufholen?

KAROLINE LINNERT: Die Bilanz bezieht sich auf die

Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Dort haben

die Frauen ganz klar aufgeholt. Der Frauenanteil

bei den Beschäftigten liegt bei 54 Prozent. Auch in

den Führungsetagen sind die Frauen angekommen:

In der höchsten Leitungsebene beträgt ihr

Anteil 44 Prozent (1998 waren es noch 35 Prozent)!

Ein Wert, den vermutlich nur wenige Unternehmen

in der freien Wirtschaft erreichen.

Der Frauenanteil in unseren Fortbildungsveranstaltungen

beträgt rund 56 Prozent. Von unseren

Auszubildenden sind 57 Prozent weiblich.

Auch bei den klassischen Männderdomänen wie

Vollzugsdienst, technisches Personal und Polizei

tut sich was: Der Frauenanteil bei der Polizei

erhöhte sich innerhalb von zwei Jahren um 1,3

Prozent. Noch deutlicher wird die positive Entwicklung

bei den unter 35-jährigen Beschäftigten

im Polizeidienst: Dort beträgt der Frauenanteil

44 Prozent – 1993 waren es nur 11 Prozent!

Ich bin gespannt auf den nächsten Bericht zur

Umsetzung des Landesgleichstellungsgesetzes:

Dann werden auch die Bremischen Gesellschaften

erfasst. Das sorgt jetzt schon dafür, dass sich

auch die dortigen Chefetagen mit dem Thema

Geschlechtergerechtigkeit befassen.

Gleichberechtigung ist für mich keine Einbahnstraße:

Ich würde es begrüßen, wenn mehr Männer

sich für angeblich typisch weibliche Berufe

interessierten. In den Kindergärten fehlen beispielsweise

männliche Bezugspersonen.

Wird der künftig zu erwartende Engpass bei

qualifizierten Facharbeitern den Frauen neue

Chancen öffnen?

Davon bin ich überzeugt. Spätestens wenn der

Fachkräftemangel im eigenen Betreib spürbar

wird, werden sich die Verantwortlichen um

weibliche Nachwuchskräfte bemühen. Kluge Firmenleitungen

warten nicht so lange.

Zum Girls‘ Day am 22. April bieten Bremer

Betriebe den Mädchen wieder Gelegenheit, sich

typische Männerberufe anzuschauen. Sind Sie

mit dem Engagement der Wirtschaft zufrieden?

Der Girl´s Day wird immer populärer. Firmen nutzen

die Möglichkeit, gezielt Mädchen anzusprechen.

Wichtig ist, dass es nicht beim einmaligen

Schnuppertag bleibt. Vorausschauende Firmen

werden Mädchen auch bei längeren Praktika eine

Chance geben, ihr technisches Interesse und ihre

Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Verdienen Frauen das, was sie verdienen oder

nur das, was man(n) ihnen zugesteht?

Im öffentlichen Dienst gilt gleicher Lohn für gleiche

Arbeit – keine Selbstverständlichkeit in

Europa. Häufig verdienen Frauen bei gleicher

Qualifikation und gleicher Position deutlich

weniger als Männer, das ist nicht hinnehmbar.

Aber auch beim Staat ist die Geschlechtergerechtigkeit

nicht verwirklicht: Frauen sind auch

bei uns in höheren Entlohnungsstufen geringer

vertreten als Männer. Sie holen allerdings auf

(siehe oben) – das fördern wir durch flexible und

familienfreundliche Arbeitsstrukturen und bessere

Angebote bei der Kinderbetreueung.

Besonders Frauen sind angesichts des noch

immer traditionellen Familienbilds darauf angewiesen.

Die Frage „Wer kümmert sich um die

Kinder?“ wird Männern nicht gestellt! Wir haben

die Möglichkeiten für Teilzeitbeschäftigungen

und Beurlaubungen erhöht und Aufstiegschancen

verbessert. Wer sich regelmäßig qualifiziert,

kann auch ohne Hochschulabschluss in die

höhere Laufbahngruppe aufsteigen.

Der viel zitierte durchschnittliche Lohnunterschied

von 25 Prozent liegt auch an unterschiedlichen

Lebensmustern. Wenn Kinder ins Spiel kommen

vermeiden viele Frauen Jobs mit hoher Reisetätigkeit

oder vielen Überstunden. Gleichzeitig wissen

wir, dass Jungs bei der Berufswahl mehr auf das

Gehalt achten. Berufe mit niedrigem Einkommen

schließen viele von vornherein aus.

Eine wichtige Rolle spielt außerdem die „gläserne

Decke“ für Frauen auf dem Weg nach

oben. Frauen, die nicht ins Testosteron gesteuerte

System passen, werden ausgebremst. Das

Bewusstsein, dass auch in Top-Jobs Kommunikationsstärken

und Einfühlungsvermögen

genauso wichtig sind wie Durchsetzungskraft

wächst erst langsam.

Handwerk-Kontakt

SCHLUSSPUNKT

Handwerkskammer Bremen

Ansgaritorstraße 24

28195 Bremen

Telefon (04 21) 30 50 0-0

Telefax (04 21) 30 50 0-1 09

Außenstelle Bremerhaven

Columbusstraße 2

27570 Bremerhaven

Telefon (04 71) 2 80 14

Telefax (04 71) 20 70 29

Internet: www.hwk-bremen.de

E-Mail: service@hwk-bremen.de

Redaktionsleitung HWK:

Thomas Dürr

Telefon (04 21) 3 64 99 10

Mobil (01 51) 14 13 68 10

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KH Bremen: Stefan Schiebe

Telefon (04 21) 222 80 620

E-Mail: schiebe@bremen-handwerk.de

KH Bremerhaven-Wesermünde:

Oliver Brandt, Telefon (04 71) 18 52 18

E-Mail: brandt@kreishandwerkerschaftbremerhaven.de

Impressum

HANDWERK IN BREMEN

Verlag: Schintz Druck GmbH & Co. KG

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Anzeigen: Schintz Druck

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Redaktion: Rainer Haase (V.i.S.d.P.)

Telefon (01 71) 64 25 483

redaktion@handwerk-in-bremen.de

HANDWERK IN BREMEN ist das

offizielle Mitteilungsmagazin der

HANDWERKSKAMMER BREMEN

Alle redaktionellen Beiträge sind sorgfältig

recherchiert oder stammen aus

zuverlässigen Quellen. Jegliche Haftung

ist ausgeschlossen. Für unverlangt

eingesandte Beiträge und Fotos

wird keine Haftung übernommen.

Handwerk in Bremen 3/2010 | 39


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