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COBURGER – Das Magazin #50

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Jubiläumsausgabe Nr. 50

April 2022

Gesellschaft. Kultur. Wirtschaft. Politik.


Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft

der Stadt Coburg mbH

gratuliert dem „Coburger“ ganz

herzlich zur 50. Ausgabe!

Unabhängige, neutrale und funktionierende

Medien sind nicht nur eine eigene Branche,

sondern auch ein wichtiger Standortfaktor

für die Entwicklung einer Region. Nicht nur,

aber ganz besonders in diesen aktuellen

schwierigen Zeiten.

Unternehmen und Menschen, die in einer

Region arbeiten und leben oder die in

eine Region kommen sollen, betrachten

neben vielen anderen Dingen auch die

Medienlandschaft. Je vielfältiger und

neutraler diese ist, umso attraktiver ist auch

die Heimat als Arbeits- und Lebensstandort.

Der „Coburger“ trägt mit seiner qualifizierten

Berichterstattung und seinem hochwertigen

Erscheinungsbild einen wesentlichen

Bestandteil zu unserer Medienlandschaft bei.

Fachlich fundierte Berichte über Themen

von Wirtschaft bis Technik, gesellschaftliche,

architektonische und kulturelle Highlights

und auch ein bisschen Stadtgeflüster machen

den Coburger zu einem äußerst spannenden

Magazin.

Wir freuen uns auf viele weitere Ausgaben

des „Coburger“, wünschen alles Gute und

viel Erfolg dem Magazin an sich, aber

insbesondere den vielen Macherinnen und

Machern, die dahinterstehen und rufen Euch

zu: Bleibt so wie Ihr seid!

www.wifoeg-coburg.de

2 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022



INHALT

Mittelalterliches Kleinod

Die Kleinstadt Seßlach. Mehr Bilder aus dem westlichen

Landkreis in unserer zweiten Landpartie 2022 ab Seite 26.

AUSGABE 50 | APRIL 2022

6 EDITORIAL. Danke.

8 HOFBERICHT. Endlich wieder.

10 STADTGESPRÄCHE. Wenn sich Oskar Schindler und Max Brose treffen …

88 KULTURTIPPS. Nach dem „Freedom“-Day.

101 IMPRESSUM. Wir waren es dieses Mal.

112 MONACO FRANKE. Prinz Albert im Gespräch.

113 AUF EIN WORT. Der Russe in Euskirchen.

114 DAS LETZTE. Zitate über Diktaturen.

WOLFRAM HEGEN

GABI ARNOLD

SEBASTIAN BUFF

GABI ARNOLD

VAL THOERMER

12 DOPPEL„JUBELLÄUM“.

Der 50. COBURGER im zehnten Jahr.

22

26

ALS DIE ALTSTADT IN FLAMMEN STAND …

10 Jahre nach dem Brand in der Herrngasse.

IM WESTEN COBURGS.

Fotostrecke Landpartie #2.

WOLFRAM HEGEN 34

MUTIGE IDEEN #4.

Ein Haus für die Stadtautobahn.

WOLFRAM HEGEN

GABI ARNOLD

WOLFRAM HEGEN

SEBASTIAN BUFF

WOLFRAM HEGEN

SEBASTIAN BUFF

TIM BIRKNER

CAROLIN OSWALD

WOLFRAM HEGEN

HEIDI SCHULZ-SCHEIDT

HEIDI SCHULZ-SCHEIDT

VAL THOERMER

36

40

44

SONDERTHEMA „WERTE“.

Was ist uns wichtig?

DER WERT DES LEBENS.

Das Leben einfach leben.

KELLE STATT KOCHLÖFFEL.

Mit 30 nochmal Auszubildender.

50 MACHERIN.

Dieses Mal Beate Heller.

52

62

COBURGS BESTE.

DELIFE und HABA FAMILYGROUP.

DER EIGENE WEG.

20 Jahre finori.

72 KULTOUREN.

Dieses Mal Berlin.

80

HIER WOHNTE ...

… ein Fünfundzwanziger.

4 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 5



EDITORIAL

INHALT

EDITORIAL

WOLFRAM HEGEN

Darf man in einer Zeit, in der sich in unser aller Leben Szenarien hineinschleichen,

von denen wir, zumindest geht es mir so, immer das Gefühl hatten, dass sie niemals

hier, und dass sie niemals uns passieren könnten, in einer Zeit, in denen einen selbst

behutsamer Mediengenuss und rationale Herangehensweise nicht vor einem diffusen

Bedrohungsgefühl bewahren, in einer Zeit also, in der Gewissheiten ungewisser,

Sicherheiten unsicherer, Stabilitäten instabiler und Freundschaften unfreundlicher

werden, darf man in einer solchen Zeit eigentlich fröhlich sein, feiern, jubeln?

22

DIE ALTSTADT IN FLAMMEN

10 Jahre nach dem Brand

Endlich geht’s

rauswärts

… rüsten Sie sich

für sonnigere Zeiten!

Man darf nicht nur, man muss sogar. So begehen wir mit dieser Ausgabe ein Jubiläum, auf das wir ein

bisschen stolz sind: den 50. COBURGER. Unser Titelbild setzt sich aus allen 49 Ausgaben vorher zusammen,

und im Magazin blicken wir acht Seiten lang zurück auf den Anfang und auf besondere Geschichten und

Menschen. Außerdem stellt unsere „Galerie“ gegen Ende dieser 116 Seiten starken Ausgabe des COBURGER

das Schaffen vieler Malerinnen und Maler, Fotografinnen und Fotografen aus 49 Ausgaben zusammen,

Mitbegründer Peter Einheuser meldet sich mit einem „Auf ein Wort“ zu Wort, und sogar der berühmteste

Coburger Prinz Albert persönlich gibt sich die Ehre, weil unser seit der ersten Ausgabe fleißig grantelnder

„Monaco Franke“ ihn im Zug getroffen hat. Außerdem haben wir ein paar „Reminiszenzen“ an alte Zeiten

eingebaut.

Wir hoffen also, dass wir Ihnen mit dieser Ausgabe eine besondere Freude machen und Sie sich – so

hoffen wir – mit uns mitfreuen. Ohne Sie, unsere Leserinnen und Leser, gäbe es uns nicht.

Danke für Ihre Treue.

12

RÜCKBLICK

10 Jahre COBURGER

44

SONDERTHEMA

„Werte“ - Kelle statt Löffel

10 %

sparen

beim Sonnenbrillenkauf

bis zum 31.05.2022

Nicht kombinierbar mit anderen Rabattaktionen,

keine Auszahlung möglich.

Treue, Verlässlichkeit, Verbindlichkeit, das sind grundlegende Werte einer Gemeinschaft. So widmen

wir uns in dieser 50. Ausgabe eben auch dem Sonderthema „Werte – was ist uns wichtig?“. Außerdem

freuen wir uns über zwei neue „COBURGS BESTE“, die wir in diesem Magazin vorstellen, HABA und

DELIFE, portraitieren mit Beate Heller eine MACHERIN, erzählen mit finori eine Erfolgsgeschichte, die

demnächst ja auch schon 20 Jahre währt, blicken zurück auf zehn Jahre Brand in der Herrngasse, statten in

der LANDPARTIE dem westlichen Landkreis einen Besuch ab, und lassen uns in HIER WOHNTE in ein

Bauernhaus entführen.

So, jetzt sind Sie dran.

P.S. Ein ganz ganz ganz großes Dankeschön dem ganzen Team. Danke für Eure Ideen, Geschichten, Fotos,

Kreativität, Ehrlichkeit, Kompetenz, Unterstützung, Geduld und vor allem für Eure Treue. Die ausführliche

Vorstellung von allen dann zum Zehnjährigen am Ende des Jahres in unserer Ausgabe #54.

80

HIER WOHNTE ...

… ein Fünfundzwanziger

Die neuen Sonnenbrillenkollektionen sind da!

Bei Optik Müller halten wir bereits jetzt alles für sonnigere Zeiten

bereit, u. a. polarisierende Gläser zur Eliminierung von

gefährlicher Blendung beim Autofahren und 100 % UV-Schutz

bei allen getönten Kunststoffgläsern. Außerdem sparen Sie

10 % auch bei verglasten Sonnenbrillen in Ihrer Sehstärke.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Coburg, Mohrenstr. 31, Tel. 0 95 61 / 98 49

Mo. − Fr. 08.30 − 18.00 Uhr, Sa. 08.30 − 14.30 Uhr

52

COBURGS BESTE

102

GALERIE

DELIFE & HABA FAMILYGROUP

Aus dem Portfolio

Rödental, Bürgerplatz 8, Tel. 0 95 63 / 26 26

Mo. − Fr. 08.30 − 18.00 Uhr, Sa. 08.30 − 12.30 Uhr

www.optikmueller.de

6 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 7



HOFBERICHT

FOTOS: VAL THOERMER

Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg

sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist

sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner Hofstaat. Es gibt

einen Prinzen und einen Statthalter und das Fußvolk. Und alle feiern

gerne kleine und große Partys. Wir vom COBURGER natürlich auch.

HOFBERICHT

Wenn wir eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann

sehen, zeigen wir Ihnen. In unserem Hofbericht. Dieses Mal von

den Konjunkturprognosen der Wirtschaftsjunioren Coburg e. V. in

St. Augustin, nach zweijähriger coronabedingter Pause.

Traditionell. Modern. Fränkisch.

Unser Restaurant bietet Gästen fränkische Gemütlichkeit und Coburger Gastlichkeit

in historischem Ambiente. Traditionelle Gerichte wie Braten mit Coburger Klößen,

Bratwürste und fränkische Brotzeiten werden aus frischen Zutaten hergestellt, die von

heimischen Lieferanten bezogen werden.

Schon 1508 wurden hier – im ältesten Haus Coburgs – Gäste mit Speisen und Getränken

bewirtet. Das Team des Goldenen Kreuz knüpft an die hundertjährige Tradition

an und serviert Ihnen traditionelle Speisen und hauseigenen Kreuztrunk.

Das “Goldene Kreuz” zählt zu einem der 40 schönsten Gasthäuser Deutschlands.

Unsere Öffnungszeiten

Montag - Sonntag, 11:00 Uhr -14:00 Uhr

(Küche bis 13:30 Uhr)

Montag - Samstag, 17:30 Uhr - 22:00 Uhr

(Küche bis 21:00 Uhr)

Sitzplätze

Gaststube ..............45 Plätze

Innenhof ...............45 Plätze

Saal ...........................60 Plätze

Biergarten .............40 Plätze

Goldenes Kreuz

Herrngasse 1

96450 Coburg

Telefon: +49 (0)9561 513407

Fax: +49 (0)9561 513408

E-Mail: info@goldenes-kreuz-coburg.de

www.goldenes-kreuz-coburg.de

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

8 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 9



STADTGESPRÄCH

STADTGESPRÄCH

Manchmal Erstaunliches, oft Neues, gerne ein bisschen Klatsch und

Tratsch, vor allem natürlich über Promis und solche, die sich dafür

halten, das ist seit der ersten Ausgabe 2012 unser STADTGESPRÄCH.

STADTGESPRÄCH...

DER ALTE COBURGER AUF NEUEN WEGEN

Dieser COBURGER ist der 50. seiner Art, ein „Jubelläum“, das wir ja in diesem

Magazin auch ausgiebig feiern. Ein Anlass, im Archiv und unter dem Dach nach

Erstausgaben vom ersten COBURGER aus dem Jahr 2012 zu suchen. Und in

der Tat: Wir wurden fündig: Fast 100 quasi „druckfrische“ Erstausgaben gibt es

noch. Und weil die zu schade zum Rumliegen sind und wir gerne der Organisation

„Reporter ohne Grenzen“, die auch angesichts des Krieges in der Ukraine

und der parallel dazu erfolgten „Gleichschaltung“ der Medien in Russland eine

wichtige Aufgabe erfüllt, Geld spenden möchten, verkaufen wir diese Erstausgaben

zum Preis von 10 Euro, davon gehen 50% an den guten Zweck. Einzige Verkaufsstelle

in der Region ist die Buchhandlung Riemann in Coburg am Markt.

DER COBURGER

MEDIENPREIS

OBERFRANKEN 2022

DREI KATEGORIEN | SECHS PREISE

DOTIERT MIT INSGESAMT 3750 €

02. JUNI

2022

Moderiert von

Christian Sievers

EIN FALSCHER NAME AUF NEUER STRASSE

Coburg hat jetzt eine Oskar-Schindler-Straße. Zumindest wenn es nach Google

Maps geht. Dort wird die Oskar-Schindler-Straße pikanterweise ausgerechnet

als kurze Fortsetzung der Max-Brose-Straße kurz vor der Bamberger Straße

aufgeführt. Max Brose und Oskar Schindler verbindet der dunkelste Abschnitt

deutscher Geschichte: In Zusammenhang mit der umstrittenen Umwidmung

der früheren von-Schultes- in die Max-Brose-Straße 2015 war nämlich auch der

Name des Unternehmens Oskar Schindler immer wieder aufgetaucht. Schindler

hatte im dritten Reich über 1000 jüdische Zwangsarbeiter vor der Ermordung in

Konzentrationslagern gerettet. Max Brose, Firmengründer von Brose, hat dagegen

eine mindestens umstrittene Rolle zur Zeit des Nationalsozialismus. Dennoch

wurde die Straße nach ihm benannt. Dass ein Teil jetzt laut google maps

ausgerechnet „Oskar-Schindler-Straße“ heißt, hat satirische Züge: Laut offiziellem

Straßenverzeichnis nämlich gibt es in Coburg keine Oskar-Schindler-Straße,

auch laut anderen Stadtplänen wie z.B. Falk heißt auch der kurze Zipfel vor

der Bamberger Straße schlichtweg „Max-Brose-Straße“ … vielleicht steckt ja Jan

Böhmermann hinter der Kaperung des Straßennamens.

DER HALBE MANN AUF GANZER STRECKE

Einmal fast komplett durch Deutschland – und das mit dem Handbike: Das hat

sich Flo Sitzmann aus Anlass eines ganz besonderen Jahrestages vorgenommen:

„Der halbe Mann“, wie er sich selbst nennt, hat bei einem Unfall 1992 beide Beine

verloren, also vor 30 Jahren. Er hat in dieser Zeit das tragische Erlebnis in

neue Stärke verwandelt, sportlich, aber vor allem auch als Impulsgeber, Vortragsreisender,

Autor. (Siehe auch das Portrait unter www.coburger-magazin.

de/der-halbe-mann-25). Immer wieder führte ihn sein Weg dabei auch nach

Coburg, sein Vater war hier Professor, er fand viele Freunde, unter anderen in

Max Beyersdorf, der auch Sitzmanns neues Projekt „Miles for hope“ wieder unterstützt.

Die Strecke auf den Handbike über 900 Kilometer führt in der zweiten

Augusthälfte in 13 Etappen von Hamburg über Coburg auf die Zugspitze. Sitzmann

radelt dabei für einen guten Zweck: Die Stiftung „Hoffnung für Kinder.“

www.dersitzmann.de/miles-for-hope

HISTORISCHES STADTGESPRÄCH AUF FRISCHEM PAPIER

Als kleine Reminiszenz an 50 Coburger in zehn Jahren auch in dieser Ausgabe

ein Stadtgespräch aus einer früheren Ausgabe. Es belegt, dass das meiste nur

halb so heiß gegessen wie es gekocht wird. Damals nämlich, im Herbst 2013,

schrieben wir in der vierten Ausgabe des COBURGER unter der Überschrift

„Topfgucker“ davon, dass die „Gerüchteküche brodelt“: „Kommt ein Hotel auf

die Bertelsdorfer Höhe? Und ein Supermarkt gleich dazu? Bekommt Rödental

ein kleines Theater? Könnte der Schlachthof Neustadt als Ersatz für den geschlossenen

in Coburg wiederbelebt werden? Kommt nach der Schließung des

Coburg Schlachthofes jetzt schneller das Band für Wissenschaft, Technik und

Design auf dem alten Güterbahnhof? Fragen über Fragen.“ Heute kennen wir die

Antworten: Nein, Nein, Nein, Nein, Nein (zumindest nicht schneller).

Gesponsert

von:

Tickets ab Anfang Mai unter

www.medienclub-coburg.de

10 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 11



RÜCKBLICK

10 JAHRE COBURGER

Der COBURGER feiert

Doppel„jubelläum“.

Ein Blick zurück. Teil 1 zur 50. Ausgabe.

LEITARTIKEL – BEISPIELE.

WEIL COBURG HERZENSSACHE IST.

COBURGS ZUKUNFT ist die Zukunft unserer Kinder

Ein Plädoyer für neue Visionen statt reinem Sparzwang // Ausgabe #01/2012

Das Jahr 2012. Die Welt war noch halbwegs in Ordnung. Auch

in Coburg. Norbert Kastner war Oberbürgermeister wie immer

schon. Auf der Lauterer Höhe stand gerade eine neue Ballsporthalle,

um das Theater gab es noch kein Theater außer dem üblichen

Theater, die heutige Max-Brose- hieß noch Von-Schultes-Straße,

am Wochenende flanierte man gerne um den neuen

Goldbergsee, im Sommer feierte man auf dem Schlossplatz, bei

Samba und den OpenAirs, im Winter gab es Glühwein auf dem

Weihnachtsmarkt und auf dem Albertsplatz noch Coburger

Bratwurst. Man hatte es sich gemütlich gemacht im Städtchen.

Aus historischer Perspektive betrachtet war alles schlichtweg

beneidenswert normal, damals aber war das spannend genug,

Peter Einheuser, dem damaligen Mit- und Gründungsherausgeber,

ohne dessen Kompromisslosigkeit und Kreativität der

„Wir leben jetzt seit 22 Jahren in Coburg. Der Eine zwanzig und

der andere zwei Jahre. Ehrlicherweise hätte der eine von uns Beiden

im Jahr 1992 nicht daran gedacht, sich hier länger aufzuhalten

und der andere von uns hat immer noch ein eher ambivalentes

Verhältnis zur Vestestadt. An jedem gelebten Tag in Coburg

sammeln sich unsere positiven und negativen Eindrücke, innere

und äußere Zusammenstöße, Glückmomente und frustrierte

Fassungslosigkeit. Wir sind überrascht von der Borniertheit

mancher und der überwältigenden Freundlichkeit der meisten

Coburger Bürger. Diese Stadt ist liebevoll und abweisend zugleich

und genau darum genauso wenig langweilig. Wer Coburg

kennenlernen möchte, muss es erleben wollen. Und das Leben

findet dort statt, wo die Coburger sind. Zuhause oder im Beruf,

auf dem Markt, im Café, vor der Ampel, im Rathaus oder in der

Sportarena. Von diesem Leben

und seinen Umständen berichten

wir ab sofort regelmäßig im Coburger,

dem Magazin. Wir zeigen

das Lächeln wie den wütenden

Blick, die Ratlosigkeit wie das

Schmunzeln. Wir zeigen Coburg,

wie wir es sehen und wie es vielleicht

auch wirklich ist. In diesem

Magazin. Um Sie zu unterhalten.“

Textausschnitt: Wenn man verschiedene Analysen, die ja

schon erarbeitet wurden, auf ihre wesentlichen Aussagen

reduziert, zeigen sie den Weg auf: Forschung und Entwicklung,

Innovationen, Bildung. Coburg hat in diesen Bereichen Qualität,

hat Stärken: viele öffentliche und private Bildungseinrichtungen,

viele erfolgreiche auch weltweit tätige Unternehmen. Das ist

anerkannt, das belegen Studien. Ja, Coburg ist schon traditionell

ein starker Wirtschaftsstandort, ja, Coburg ist ein Bildungs- und

immer mehr auch Innovationsstandort. Jetzt gilt es, die Stärken

in diesen Bereichen zu bündeln, ein klares Ziel daraus abzuleiten,

Megatrend regionale Produkte

Die neue Lust am Essen aus der Heimat // Ausgabe #14/2016

und das Geld, das man hat, gezielt zu investieren: in ein Band

für Wissenschaft, Technik und Design, in ein Kongresshotel

als Infrastruktureinrichtung und Treffpunkt für Unternehmen

und Unternehmer. Platz schaffen und Geld ausgeben für schlaue

Köpfe. Das wird sich lohnen und Coburgs soziale, kulturelle

und gesellschaftliche Vielfältigkeit wird davon

profitieren. Denn: das Geld ist zwar knapper als

bisher, das aber ist gut so, dann überlegt man

sich besser, wofür man es ausgibt.

Ein Bild aus alten Tagen: Die beiden Gründungsherausgeber Peter Einheuser und Wolfram Hegen im Jahr 2012.

Und das mit diesem Magazin bereits

zum 50. Mal. Peter Einheuser

ist nach fünf Jahren andere Wege

gegangen (er hat dieser Jubiläumsausgabe

ein „Auf ein Wort“ gewidmet,

siehe Seite 113, lieben Dank),

die Werbeagentur markatus ist

dafür als Verlag eingestiegen und

hat den COBURGER weiterentwickelt,

das Grundkonzept aber

ist dasselbe wie bei der ersten Ausgabe

2012.

Textausschnitt: Was daher noch vor zwanzig Jahren als

rückständig galt, ist heute in Oberfranken ein Segen: Gemessen

an der Einwohnerzahl, so rühmt man sich seitens Oberfranken

offensiv, gibt es im Regierungsbezirk die meisten Bäcker- und

Konditoreien, Metzgereien und Brauereien der Welt: 529

Bäckereien und Konditoreien, 714 Metzgereien und immer

noch 200 Brauereien, wenn da auch viele in den letzten Jahren

die Segel gestrichen haben. Und eine Fülle an Dorfwirtschaften

und Gaststätten mit deftiger Hausmannskost. Basis ist in vielen

Fällen eine Landwirtschaft, die zwar schwer geblutet hat durch

Flächenfraß und Kostendruck, immer noch aber gibt es um die

11000 kleine Familienbetriebe, Haupt- und

Nebenerwerbslandwirte, die direkt um die Ecke

das produzieren, was der Verbraucher von heute

immer mehr sucht.

COBURGER so nie entstanden wäre, und Wolfram Hegen, früher

Radiomacher, dann TV und Film, um eine Stadtillustrierte

auf den Weg zu bringen. Die Beiden quälten sich monatelang

mit Finanzierungs-, Inhalts-, Layout-, Technik-, Vertriebs-, Personal-

und „Meint Ihr, Coburg braucht NOCH EIN Stadtmagazin“-Fragen,

bis er endlich frisch gepresst vor Ihnen lag: der erste

COBURGER. Ihren Antrieb haben beide damals in einem „Brief

an unsere Leser“ so formuliert:

Wir wollen alles, nur nicht langweilen: haptisch, fotografisch,

thematisch, stilistisch, grafisch. Wir wollen konstruktiv sein,

nach vorne schauen, Lösungen aufzeigen, zum Denken anregen,

zupackenden Menschen und innovativen Firmen eine Plattform

bieten, Ideen und Visionen erzählen, ohne dabei in journalistischer

Schönfärberei zu verfallen. Ein paar wenige Beispiele für

solche Geschichten aus den ersten 49 Ausgaben haben wir auf

den kommenden Seiten zusammengestellt.

12 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 13



RÜCKBLICK

10 JAHRE COBURGER

Der Tunnelmann

Dr. Friedrich Dinkel und die Pläne einer Tiefgarage samt Atombunker samt Umgehungsstraße

durch den Festungsberg, die zu großen Teilen der Staat bezahlt hätte. // Ausgabe #15/2016

Der ungleiche Kampf

Der Versuch, den Wert des Landestheaters Coburg – über den eigentlichen Zweck Kultur und Bildung hinaus – als

Wirtschaftsfaktor für die Region darzulegen – in handfesten Zahlen mittels der sogenannten Umwegrentabilität.

Ausgabe #24/2017

Textausschnitt: Die Stadtplanung wollte aus dem Atombunker

gleich eine Umgehungsstraße machen. Die Coburger

Osttangente von der Rosenauer Straße in die Wettiner Allee

war geboren, einen Kilometer lang. Die Engstellen rund um

Schlossplatz, Theaterplatz und Oberen Bürglaß würden der

Vergangenheit angehören, die Innenstadt hätte aufatmen

können, auch neue unterirdische Parklätze könnten entstehen,

so die Vision. 100 Millionen Mark hätte das Loch durch den

Festungsberg gekostet. 95% davon hätte der Bundesluftschutz

bezahlt, nur fünf Millionen wären zu finanzieren gewesen –

für einen eigenen Tunnel, natürlich mit allen Nutzungsrechten

für die Stadt und alle Bürger. Doch „einige Stadträte“ hätten

finanzielle Bedenken vorgetragen, schmunzelt er. Daher blieb

der Tunnel unter dem Festungsberg eine Vision,

die Geschichte selbst aber nicht. Dinkel baute

letztlich nur die Tiefgarage mit 112 Parkplätzen

und ein Geschäftshaus, beides auf das Gelände

der Tankstelle, mit dem alles anfing.

Textausschnitt: Das Landestheater Coburg erwirtschaftet nach

dieser Aufstellung für die Region Coburg mehr Geld, als es kostet.

Doch darum geht es nicht allein. Die Aufstellung nämlich

ist sicherlich angreifbar, bei allen unseren Versuchen, vorsichtig

mit Zahlen zu agieren. Sie ist populärwissenschaftlich. Vielleicht

bleibt am Ende nur eine schwarze Null stehen. Vielleicht kann

man auch kritisieren, dass die Verluste die Stadt Coburg trägt,

die Umsätze ihr aber nur zu einem kleinen Teil über Steuern,

Abgaben und Gebühren wieder zugutekommen, der große Teil

aber der Privatwirtschaft, dem Handel, Dienstleistern, Energieversorgern,

Hotels, Gaststätten. Und zwar nicht nur in der Stadt,

sondern auch im Landkreis, der sich an den Kosten nicht beteiligen

muss. In Wirklichkeit aber geht es um ein Umdenken. Es

geht darum, ein Theater nicht nur an seinen Kosten auf der einen,

und seinem Bildungs- und Kulturauftrag auf der anderen Seite zu

messen, sondern es auch als Wertschöpfungseinrichtung für die

Region zu begreifen, und zwar finanzieller Art. Vielleicht würde

es helfen, nicht mehr von Kultursubvention zu

reden, sondern von Wirtschaftsförderung. Genau

um diesen Perspektivenwechsel geht es.

Spiel nicht mit den Schmuddelkindern

Ein Plädoyer für den Steinweg, die Partymeile Coburgs // Ausgabe 21/2017

Textausschnitt: Mehr ältere Menschen, mehr Eigentum, höherer

Lebensstandard, das heißt auch mehr Bedarf an Sicherheit, am

Bewahren des Geschafften, am Erhalten, an Sauberkeit, Ordnung

und Ruhe. Das ist der normale Lauf der Dinge. Aber Junge und

Junggebliebene, Andersdenkende, Anderslebende bleiben in

dieser Welt mehr und mehr auf der Strecke. Weil es immer

weniger von ihnen gibt, und weil eine nur schicke, saubere,

ordentliche, teure, schöne Stadt, eine nicht mehr vielfältige,

sondern im wahrsten Sinne des Wortes einfältige Stadt auch

keine jungen Menschen mehr anzieht. Junge Menschen nämlich

wollen im besten Fall die zu Tode zitierte „gefühlte Großstadt“

aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept von Prof.

Ackers aus dem Jahr 2008. Zu einer gefühlten Großstadt

gehören Reibungspunkte, gehören Gegensätze. Die würde

man opfern. Wer erleben will, wie selbst eine um ein Vielfaches

größere Metropole zur Provinz verkommt, dem sei ein Blick

in die Bayerische Landeshauptstadt empfohlen und ein Artikel

in der SZ vom Mai unter der Überschrift „Mia san mia? Nein,

blöd san mia“. In diesem stellt ein gebürtiger Münchner, der

25 Jahre seines Lebens auch dort verbracht hat, seiner Heimat

ein vernichtendes Urteil aus: „München ist eine Theaterkulisse

auf den Schultern von sechs DAX-Konzernen. Die Schleuser

hierher nennen sich Headhunter. Sie haben eine Karriere- und

Schlafstadt geschaffen, in die unentwegt Menschen kommen, um

Geld zu verdienen und am Wochenende wandern zu gehen.“ Ja,

eine Stadt lebt von gutgehenden Unternehmen, die Steuern in die

Stadtkasse spülen. Ja, das ermöglicht Wohlstand, Infrastruktur,

einen gehobenen Lebensstandard. Aber zu einer echten Stadt

gehört eben auch das junge, laute, bunte, manchmal dreckige,

unangepasste Leben wie die Majo auf die

Pommes. Das ist Vielfalt statt Einfalt. Und noch

hat Coburg seine Schmuddelkinder. Man sollte

aufhören, auf sie einzuprügeln.

Mutige Ideen

Sieben Ideen für die Zukunft Coburgs // Ausgabe #43/2021

Textausschnitt: Nehmen wir mal an, der COBURGER würde

als Par tei zur nächsten Kommunalwahl antreten. Nur mal angenommen.

Wie könnte er schnell Aufmerksamkeit erringen?

Mit prominentem Personal sicherlich. Aber vor allem auch mit

Ideen. Ideen, die erstaunen oder begeistern, verwirren oder entsetzen.

Ideen, die auffallen, über die Stadt spricht. Ideen, die in

neue Richtungen führen. Vielleicht auf Abwege, vielleicht auch

zu neuen Horizonten. Keine Ideen mit dem Anspruch auf Mach -

oder Finanzierbarkeit oder Originalität. Sicherlich ist das reine

Publizieren solcher Ideen nicht mutig. Papiertiger, nicht mehr.

Aber immerhin werden Ideen durch das Publizieren manifest.

Und verfangen vielleicht bei denen, die aus Ideen Taten ableiten.

Das wäre dann mutig.

Anmerkung: Die ersten drei Ideen haben wir seither bereits vorgestellt:

Einen Rathausneubau auf dem Anger, einen Einbahnring

um die östliche Innenstadt und kürzere Amtszeiten und

Wahlperioden für das leitende politische Personal.

In diesem Magazin finden Sie die vierte

Idee: die Einhausung der Stadtautobahn.

14 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 15



10 JAHRE COBURGER

MENSCHEN – BEISPIELE.

WEIL SO VIELE SO BESONDERS SIND.

Viele besondere Coburgerinnen und Coburger haben

wir in diesen Jahren getroffen, uns mit ihnen unterhalten

und sie fotografiert. Daraus sind ganz persönliche Portraits

geworden. Eine kleine Auswahl.

Prof. Dr. Johannes Brachmann, Kardiologe

Wir freuen uns

auf Ihren Besuch!

Argentinische Eisleidenschaft + Cortendorfer Traditionsgebäude =

die Adresse für hervorragendes Eis in und um Coburg!

Herzensangelegenheiten // Ausgabe #20/2016

Textausschnitt: Wenn man mit einem Arzt eine Verabredung hat, ist man in der Regel krank. Selbst,

wenn man nur einen Interviewtermin hat. Das Parken, das Eintreten ins Foyer, vorbei an frischoperierten

Patienten, die Fahrt im bettengerechten Großraumaufzug, der lange Weg durch tageslichtbefreite Gänge,

der spezielle Geruch, das Sitzen im Wartebereich, bis man an der Reihe ist, der Gang an der Empfangsdame

vorbei ins Allerheiligste, das Arztzimmer, der weiße Kittel. Man fühlt sich einfach krank. Erst, als der – und

das ist respektvoll gemeint – mittlerweile in Ehren leicht ergraute Herr gegenüber dynamisch und mit einem

Lachen im Gesicht Kaffee anbietet, entpuppt sich das Unwohlsein als reine Psychosomatik. Dass er überhaupt

hier sitzt, ganz oben im Klinikum Coburg, ist ohnehin Zufall, „mein Weg zum Klinikchef war wirklich

nicht absehbar.“ Nicht weil er es nicht verdient hätte, sondern weil er eigentlich überhaupt nicht Mediziner

werden wollte. „Aber es gibt in meinem Leben viele dieser Momente, wo es in die eine oder andere Richtung

hätte gehen können“. Ein solcher Moment ereignet sich, als Johannes ein junger Mann ist, ein schlimmer

Zwischenfall: Sein Bruder stirbt bei einem Unfall. Das gibt Johannes Leben eine Wende. Der junge Mann

aus der Kleinstadt Preetz bei Kiel geht nach Heidelberg und studiert Medizin. Er hat großen

Respekt vor der Arbeit von Hausärzten, die damals ein hohes Ansehen genossen, die vor Ort

für die Menschen, für ihre Sorgen, Nöte, Problem und die vielen Wehwechen da waren und

ja auch heute oft noch sind. Dabei hat er nicht das verkitschte Bild moderner TV-Serien vor

Augen, nein, er möchte das tun, was ein Arzt tut: helfen. Er möchte Landarzt werden.

Andreas Leopold Schadt, Schauspieler, TV-Kommissar

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Wie das Leben so spielt // Ausgabe #21/2017

Textausschnitt: Andreas Leopold Schadt. Franke. Rein altersmäßig ein Enddreißiger, der aber am Anfang

steht. Am Anfang einer Karriere, die eigentlich schon beendet war, obwohl sie nie so richtig begonnen hatte.

Ein Leben im Aufbruch. Grund genug für eine leicht euphorisierte Grundstimmung, die ob des gepflegten

Hofer Slangs nonchalant rüberkommt. Schadt bewegt sich auf einem spannenden Grat zwischen klugen

philosophischen Lebenseinsichten und bodenständiger Derbheit, der fränkische Zungenschlag macht aus

seinen Monologen eine nahezu kabarettwürdige Selbstanalyse, wenn er über sich redet, existenzielle Nöte,

Brüche im Lebenslauf, jetzt das neue Selbstwertgefühl. Dabei wirkt er so in sich ruhend, so

gelassen vor sich hin plaudernd, dass man ehrlich erstaunt ist, dass er sich bis vor wenigen

Jahren so gar nicht selbst annehmen konnte, dass dieses Gefühl ihm aber nicht der neue

berufliche Erfolg, sondern zuallererst seine Freundin vermittelt hat, die ihn so annahm wie

er ist. Und die ihn mitnahm nach Coburg.

AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 17



RÜCKBLICK

10 JAHRE COBURGER

Laura Mann, Sängerin, Musical-Darstellerin

Bühnenreif // Ausgabe #23/2017

Sabine Friedrich, Autorin

Mit Mut zum Risiko // Ausgabe #49/2022

Textausschnitt: Kennen Sie die? Menschen, die über sich erzählen, ohne von sich zu reden? Menschen,

die im Angesicht des Tages nicht ihren eigenen Schatten werfen, weil ihr Koordinatensystem Achsbruch

erlitten hat? Denen man immer sagen möchte: Und was willst Du mir eigentlich wirklich sagen? Laura Mann

gehört nicht zu ihnen. Sie ist ganz „bei sich“. Angefangen von einer spürbaren, aber ehrlichen Nervosität

am Anfang des Gesprächs, unverstellt – sie ist mit ihren 27 Jahren zwar schon bühnenerfahren, aber eben

noch kein abgezockter Interviewprofi – bis hin zur ihrem jungen aber konsequenten Lebenslauf. Eigentlich

skizziert ihr Leben schon früh einen künstlerischen Weg. Die Eltern sind zwar beide keine Musiker, die

Mutter aber ist sehr „theateraffin“, erzählt Laura, nicht nur, weil der Besuch des Weihnachtsmärchens am

Theater jährliches Ritual ist, auch die musikalische Ausbildung ihrer Tochter ist ihr wichtig, nicht so sehr

zur frühkindlichen Berufsorientierung, eher zur ganzheitlichen Formung. „Meine Mutter hat mir ihre

Liebe zur Musik weitergegeben“, sagt sie: Laura bekommt musikalische Früherziehung, lernt Klavier, später

Gesang. Sie geht auf das musische Gymnasium, singt im Chor, im Fränkischen Kinderchor,

im Kammerchor, nimmt an „Jugend musiziert“ teil, entdeckt ihre Liebe zum Musical, als

sie, gerade mal 16 Jahre jung, bei der Produktion von „Jesus Christ Superstar“ als Soulgirl

auf der Bühne des Landestheaters Coburg steht – ein besonderer Kick. Sie lernt Klassiker,

wendet sich dem Schauspiel zu. Es gibt wenig, das nicht ihr Interesse findet.

Annette Hopfenmüller, Filmemacherin

Von einer die auszog // Ausgabe #33/2019

Textausschnitt: Eine bewachsene Mauer grenzt das Grundstück zur Straße hin ab. Durch eine hellblau

gestrichene Tür gelangen wir in den Garten. „Klopfen Sie an die Terrassentür“, hat Sabine Friedrich am

Telefon gesagt. Ein Golden Retriever empfängt uns freundlich bellend und schwanzwedelnd. Ihm folgt

seine Besitzerin: Sabine Friedrich, groß, schlank, kurze Haare, sie ist eine charismatische Frau, die uns

herzlich begrüßt. Einladend und gemütlich ist ihr Zuhause in Coburg, ein älteres Haus, das sie und ihr Mann

mit viel Liebe saniert haben. Hier also schreibt die Autorin einen großen Teil ihrer Romane. Mehr als ein

Dutzend Bücher hat sie verfasst, seit der Erscheinung ihres ersten Werks „Das Puppenhaus“. Hochgelobt sind

Friedrichs Werke in den Feuilletons namhafter Zeitungen und Magazine. Das bekannteste

Buch „Wer wir sind“ ist 2012 erschienen und widmet sich dem deutschen Widerstand gegen

den Nationalsozialismus. Sechs Jahre lang hat Friedrich an dem über 2000 Seiten zählenden

Roman geschrieben. Mit einer Trilogie setzt sie 2019 das Thema fort und schließt es 2021 mit

dem Band „Die Nacht hat zwölf Stunden“ ab.

Alle diese Gespräche, die oft persönlichen Treffen, die privaten

Einblicke in eigentlich fremde Leben waren und sind für uns immer

ganz besondere Momente. Vielen Dank für das Vertrauen.

Textausschnitt: Zuhause in Ebersdorf bei Coburg wird es ihr zu eng, mit gerade achtzehn Jahren zieht es sie

in die große weite Welt, sie lernt viele Größen der Musikbranche kennen, wird zum jungen TV-Gesicht, dreht

später über 60 Filme und entdeckt dabei mehr und mehr ihre alte Heimat Coburg wieder, filmisch, aber auch

persönlich. Sie sitzt da mit einem Tässchen Kaffee, ihrer größten Leidenschaft, „das Kaffeehaus ist für mich

eine Art Lebenselixier“, sagt sie, zum Freunde treffen, arbeiten, schreiben, „das Klappern von Geschirr finde

ich beruhigend“ und sie habe ja lange Zeit in Wien verbracht, eine Zeit, in die sie sich in Coburg gerne auch

zurückversetzt bei ihrem alten Freund Peter Feyler in der Rosengasse, „das ist ein richtiges

Kaffeehaus, Backware ist für mich der Duft der großen weiten Welt“, zum Gespräch aber

treffen wir uns im Foyer der Goldenen Traube, ihrem „Zuhause“ auf Zeit, wenn die Wahl-

Münchnerin in ihrer alten Heimat gastiert, in den letzten Jahren immer häufiger, um ihre

Filme zu recherchieren, vorbereiten, zu drehen.

Christian Seltmann, Buchautor

Ich wollte immer schreiben // Ausgabe #34/2019

Textausschnitt: Am Anfang hätten ihn alle gewarnt vor Coburg, da sei ja nicht viel los, so Autor Christian

Seltmann, Geburts-Lüdenscheider, Langzeit-Berliner, seit etwa zwei Jahren Neu-Coburger, noch keine

lange Zeit, genug aber, um Coburg – trotz aller Warnungen – liebgeworden zu haben, der erste Eindruck

beim Treffen zum Interview mag symbolisch dafür sein, wie er da sitzt im Café Feiler am Theaterplatz,

wie im eigenen Wohnzimmer, als ob er nie woanders gesessen hätte, er schreibt ja dort auch oft an seinen

Kinderbüchern, und als während unseres Gesprächs auch noch seine Tochter aus der Schule kommt und

sich zu uns gesellt, weiß man: Seltmann ist angekommen. Sein Lebenslauf nämlich hatte bis dahin nicht

viele Konstanten, außer vielleicht die zwanzig Jahre in Berlin, eine lange Zeit, und außer vielleicht, nein

nicht vielleicht, ganz sicher vielmehr, die Liebe zum Schreiben. Die nämlich hat er schon als Kind, „ich

wollte immer schreiben“, er hat Spaß an Sprache, am Erfinden von Geschichten, am Erzählen. Bis aus dieser

jugendlichen Leidenschaft aber ein Beruf wird, von dem er heute gut leben, seine vierköpfige

Familie ernähren kann, dauert es ein paar Jahrzehnte. „Wenn man das arbeitet, was einem

Freude macht, wofür man Leidenschaft hat, wird man irgendwann seinen Platz finden, sein

Auskommen auch“, sagt er heute rückblickend, wissend, dass der Weg bis dorthin nicht

immer einfach war.

Wir setzen auf Spezialisierung.

Bei uns finden Sie Fachanwälte für die Rechtsgebiete Familienrecht, Verkehrsrecht,

Arbeitsrecht, Versicherungsrecht, Erbrecht, Medizinrecht, Bau- und Architektenrecht,

Verwaltungsrecht sowie Miet- und Wohnungseigentumsrecht.

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Jürgen Hopf

Nadine Werner

18 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 19



RÜCKBLICK

AUCH DAS NOCH.

BEVOR WIR ES VERGESSEN.

Natürlich haben wir uns viel mit Politik und Politikern beschäftigt.

Wir haben lange Interviews geführt z.B. mit dem damaligen

„neuen“ OB Norbert Tessmer 2014 nach seiner Wahl unter dem

Titel „Der alte Bekannte“ (Ausgabe 7), oder auch mit den jetzigen

neuen OB Sauerteig („Der Neue“/ Ausgabe 38), wir haben

Umfragen beauftragt mit der sogenannten Sonntagsfrage vor den

OB-Wahlen 2020 („Alles auf Anfang“ Ausgabe 37/ „Dreikampf

um den Titel“ Ausgabe 38), für die wir uns wütende Angriffe aus

Partei- und Gesellschaftskreisen einfingen, obwohl unsere Zahlen

und Auswertung das Stimmungsbild gut wiedergab, wie sich

nach der Wahl zeigte.

Wir haben Menschen interviewt wie Julia Stoschek, Sammlerin

und Kuratorin von Videokunst (Ausgabe 40) wie haben Menschen

portraitiert und ihre Schicksale erzählt wie z.B. die Geschichte

Manuel „Bobby“ Fischer, der sein Gedächtnis verloren

hatte und trotzdem den Mut nicht verloren hat (Ausgabe 44),

wir haben das Welt- und Lokalgeschehen in „Auf ein Wort“, im

„Monaco Franke“ und mit vielen Karikaturen kommentiert, wir

haben in unseren Sonderthemen namhafte Wissenschaftler zu

Wort kommen lassen, wir haben mittlerweile 27 regionale Firmen

mit dem Label „Coburgs Beste“ ausgezeichnet und sie aufwändig

portraitiert, wir haben Macherinnen und Macher gekürt,

und vor allem haben wir schöne Stories im Magazin wie eine unserer

beliebtesten Rubriken, „Hier wohnte“, wie unsere Galerie

mit Werken regionaler Künstlerinnen und Künstler und von Fotografierenden

und wir haben die Kultouren, mit den wir uns von

Coburg aus auf die Reise machen.

In diesem Magazin, in den weiteren in diesem Jahr und auch in

unserem Jahresendmagazin zum 10. Geburtstag des COBUR-

GER haben wir immer wieder ausführliche Rückblicke zu diesen

Rubriken untergebracht wie in diesem 50. Coburger einen Rückblick

auf 49-mal Galerie.

Und eine Vorstellung des Teams, ohne das all das nicht möglich

wäre, gibt es übrigens Ende des Jahres beim Rückblick Teil 2 zum

dann zehnjährigen Bestehen.

Respekt Vielfalt Weitsicht

Teilhabe Verantwortung Vorsorge

Weil’s um

mehr als

Geld geht.

20 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022

Wir setzen uns ein für das, was im

Leben wirklich zählt. Für Sie, für

die Region, für uns alle. Mehr auf

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Coburg - Lichtenfels



Von Gabi Arnold | Fotos: Sebastian Buff

ALTSTADT IN FLAMMEN

Vor zehn Jahren bricht ein Großbrand in der Coburger Altstadt

aus. Der Dachstuhl der Herrngasse 12 steht in Flammen. Florian

Kirchner wohnt in dem brennenden Haus, Steffi Cestone verkauft

nebenan Mode. Im Dezember 2012, ein halbes Jahr nach dem

Inferno, haben wir uns mit den beiden unterhalten.

Steffi Cestone konnte ihren Laden in der Herrn -

gasse ein Jahr nach dem Brand wieder eröffnen.

Zehn Jahre später blicken wir noch einmal zurück ...

nterview

Pfingstsonntag, 27. Mai 2012: Ein Gerippe aus verkohlten Balken

ragt in den Frühlingshimmel, Dächer sind eingestürzt,

Glutnester glimmen, aus den Fenstern steigt Qualm auf. Um

die 300 Feuerwehrleute sind mit Löscharbeiten beschäftigt.

Ungläubig und fassungslos starren Menschen auf das Szenario

in der Herrngasse. Historische Häuser, einige erst kurz vorher

saniert, sind Opfer eines Flammeninfernos geworden.

Ein Tag zuvor: Die Teilnehmer des COBURGER CONVENT und

ihre Freunde feiern ausgelassen in der Innenstadt, nichts ahnend,

dass Stunden später Teile der Altstadt in Flammen stehen werden.

Nur einen Steinwurf entfernt vom Coburger Marktplatz.

Es ist der frühe Sonntagmorgen, als um 1.18 Uhr ein Notruf in der

Rettungsleitstelle eingeht: „Die Innenstadt brennt.“ In der Altstadt

stehen historische, denkmalgeschützte Häuser eng beieinander.

Sie wurden einst mit leicht entflammbaren Materialien wie Fachwerkwerkbalken

und in Lehmbauweise errichtet. Die Bebauung ist

verwinkelt und dicht, die Innenhöfe sind schwer erreichbar. Gastronomie,

Geschäfte und kleine Läden sind hier angesiedelt und

Wohnungen bezogen. Als an diesem Frühlingsabend bei Cestone

nachts gegen halb zwei das Telefon klingelt, feiert sie mit Freunden

und Familie das zweijährige Jubiläum ihres Ladens. Mit der Eröffnung

ihrer Boutique hat sich Cestone im Jahr 2010 einen Traum

erfüllt. Der Anruf beunruhigt sie zunächst nicht weiter. „Ich habe

gedacht, vielleicht ist ein Kochtopf oder Ähnliches vergessen worden,

ein kleines Feuer eben.“ Sie macht sich auf den Weg in die

Stadt, um die Lage zu prüfen. Aus der Ferne erhellen lodernde

Flammen den Nachthimmel. Cestone ist geschockt, sie kann kaum

fassen, was sie da sieht.

„Es war surreal. Als ich das Inferno gesehen habe

und die Menschenmassen, habe ich gedacht,

ich bin jetzt im falschen Film.“

Etwa 80 Anwohner werden in der Nacht aus ihren Wohnungen

geholt, teilweise stehen sie in Schlafanzügen, barfuß, in Decken

gehüllt auf der Straße, sie weinen und blicken entsetzt auf das Szenario.

Die Freiwillige Feuerwehr ist mit Löscharbeiten beschäftigt,

das Technische Hilfswerk, Ärzte und Seelsorger kümmern sich um

Anwohner, Gastronomen schenken Tee aus und bieten Hilfe an.

„Es war sofort sehr viel Solidarität und Unterstützung da.“ Immer

wieder betont Cestone, wie groß die Welle der Hilfsbereitschaft

war, die noch in der Brandnacht angerollt ist. Cestones Laden befindet

sich unmittelbar neben der Herrngasse 12, im Erdgeschoss

der Herrngasse 10. In der Dunkelheit sieht sie nicht, ob und wie

stark ihre Boutique beschädigt ist. Sie harrt bis morgens früh um

sechs Uhr aus und sieht, wie die vielen Einsatzkräfte der Feuerwehr

versuchen die Flammen in den Griff zu bekommen. Dann geht sie

nach Hause und sinkt völlig erschöpft ins Bett.

22 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 23



10 JAHRE DANACH

Am nächsten Tag hofft sie, dass es ihr Geschäft nicht so schlimm

erwischt hat. Immerhin ist die Scheibe des Schaufensters intakt.

Als sie den Laden betritt, sieht sie, dass das Löschwasser durch

die Decken und Wände gedrungen ist, es steht zentimeterhoch in

den Deckenlampen. Es riecht unangenehm und beißend. Diesen

Geruch wird sie auch ein Jahr nach dem Brand noch in der Nase

haben. Sie realisiert, dass ihre Einrichtung und ihre Ware vom Löschwasser

komplett zerstört sind. Ihre gesamte Kollektion muss im

Müll entsorgt werden. Doch viel betroffener macht sie das Schicksal

der Anwohner.

„Für die Anwohner war das natürlich noch viel

schlimmer, weil die haben ja ihre Wohnung,

ihr Zuhause verloren.“

Steffi Cestone

Florian Kirchner wohnt im zweiten Stock in der Herrngasse 12.

Dort, wo in dieser Nacht der Dachstuhl lichterloh in Flammen

steht. Wir treffen uns mit Kirchner in der Möhre 27. In den Räumen

wird er demnächst mit einem Partner vegane und vegetarische

Speisen anbieten. Das neue Lokal soll ein wenig Großstadtflair in

die Vestestadt bringen. Bei einer Tasse Kaffee unterhalten wir uns

über den Brand, der es vor zehn Jahren in die Tagesschau geschafft

hat. Kirchner ist erstaunt, wie schnell die Zeit seitdem verstrichen

ist. „Das ist echt schon wieder zehn Jahre her“, sagt er. Er arbeitet

noch immer als Informatiker in der IT-Branche und mittlerweile

ist er Vater einer kleinen Tochter. Das Pfingsten 2012 ist präsent,

als sei es gestern gewesen.

In der Brandnacht halten sich im Erdgeschoss Gäste in der Cocktailbar

„Gingers“ auf, im zweiten Stock leben Kirchner, sein Bruder

und dessen Freundin. An diesem Pfingstwochenende sind die

Bewohner nicht zu Hause. Kirchner vergnügt sich mit Freunden

feuchtfröhlich auf der Bergkirchweih in Erlangen, sein Bruder genießt

mit seiner Partnerin Urlaubstage in der Ferne. Als Kirchner

morgens auf sein Handy schaut, zeigt das Display über 100 Nachrichten

und Anrufe an.

„Früh bin ich aufgewacht und habe gedacht,

okay, etwas muss passiert sein.“

Flo Kirchner am Morgen nach dem Brand

Er ruft zurück und erfährt, dass in Coburg in der Herrngasse 12

ein Großbrand ausgebrochen ist. Es handelt sich um das Haus, in

dem sich sein Hab und Gut befindet. Wie groß das tatsächliche

Ausmaß der Zerstörung sein könnte, malt sich Kirchner nicht aus.

„Es muss ja nicht heißen, dass es etwas Extremes ist“, denkt er. Eigentlich

war ein Besuch bei seinen Eltern in Bad Neustadt geplant,

jetzt steigt der 25-Jährige in seinen „Mini“ und fährt nach Coburg.

Dort zeigt ihm der damalige Oberbürgermeister Norbert Kastner

Luftaufnahmen, die den Schaden erahnen lassen. „Ja, das ist meine

Wohnung, da ist mein Wohnzimmer“, denkt Kirchner. Realisieren

kann er es immer noch nicht.

Als er ankommt, sind noch um die 300 Einsatzkräfte mit dem

Löschen beschäftigt. Mittlerweile sind fünf Häuser zwischen der

Herrn- und der Steingasse betroffen. In der Nacht hat sich das Feuer

rasant auf die umliegenden Häuser verbreitet, auch im Coburger

Puppenmuseum ist eine Zwischendecke eingebrochen.

Wegen drohender Einsturzgefahr darf Kirchner seine Wohnung

nicht betreten. Er überlegt, ob er seinen Bruder anrufen soll, lässt

es aber zunächst bleiben. „Ich habe gedacht, wenn sie zurückkommen,

dann haben die ja keine Wohnung mehr.“ Schließlich bekommt

Kirchner grünes Licht, sich für 15 Minuten in Begleitung

der Feuerwehr, in seiner Wohnung aufzuhalten.

„Und dann bin ich rein und dann wurde mir

erst so richtig bewusst: ‚Okay, da ist ja wirklich

nichts mehr übrig, beziehungsweise durch das

Löschwasser und den Ruß unbrauchbar‘.“

Er rettet, was zu retten ist. Viel ist es nicht. Kirchner holt einen

Ordner mit den wichtigsten Dokumenten und füllt zwei blaue

IKEA-Taschen mit den Dingen, von denen er glaubt, dass sie noch

intakt seien, inklusive ein paar Klamotten. Der Geruch wird beim

Waschen nicht aus der Kleidung verschwinden und sie wird später

im Müll landen. Fest steht: Florian Kirchner hat in dieser Brandnacht

fast alles verloren, was er besessen hat; darunter viele persönliche

Erinnerungsstücke, Fotos und das Ledersofa von seiner

Oma. Dennoch sagt er heute: „Es waren nur materielle Dinge, es ist

niemand zu Schaden gekommen.“ Er habe den Brand gut verarbeitet,

sagt er mit einem nachdenklichen Bick.

„Vielleicht auch deshalb, weil ich nicht da war. Du

erlebst das anders, wenn Du nachts aus dem Schlaf gerissen

wirst und auf der Straße steht und siehst, wie das

Haus abbrennt und Du nichts machen kannst.“

Florian Kirchner, zehn Jahre nach dem Brand

Kirchner wohnt eine Woche lang bei einem Kumpel und schläft

dort auf der Couch. Danach bezieht er mit seinem Bruder eine

Wohnung in der Hindenburgstraße. Er erlebt in dieser Zeit eine

große Welle an Hilfsbereitschaft und Unterstützung. Die Abwicklung

mit der Versicherung läuft reibungslos und er bekommt von

einer Möbelfirma ein neues Sofa geschenkt. Alle Dinge des alltäglichen

Lebens kauft er neu, und er merkt, wie wenig man eigentlich

benötigt. „Ich kann schon sagen, dass sich meine Einstellung zum

Konsum geändert hat. Man braucht nicht wirklich viel.“ Nach circa

zwei Jahren zieht er in seine alte Wohnung zurück und wohnt dort

bis zum Jahr 2019.

Es dauert ein Jahr, bis Cestone ihre Boutique wiedereröffnen kann.

In der Übergangszeit verkauft sie ihre Ware im Wäscheladen von

Marlene Wolf. Die Kunden halten ihr in dieser Zeit die Treue, dafür

sei sie unendlich dankbar, betont sie. Der Großbrand habe lange

nachgewirkt. „Immer wenn ich die Feuerwehr gehört habe, habe

ich gedacht, oh Gott, hoffentlich nicht schon wieder.“ Cestone war

es ein Herzensanliegen, sich bei allen Helfern zu bedanken, sie organisiert

zum Dank im Jahr 2013 ein Fest in der Herrngasse. Mit

weit über tausend Besuchern wird es ein großer Erfolg.

Heute ahnt man nicht mehr, dass in der Altstadt vor zehn Jahren

ein Feuer gewütet hat, auch dank des fränkischen Automobilzulieferers

Brose, der Millionen gespendet hat, um die Herrngasse wieder

im alten Glanz erstrahlen zu lassen. „Es ist die schönste Gasse

in Coburg“, ist Cestone überzeugt. Kirchner ist froh, dass er heute

positiv über die Ereignisse reden kann. Für beide steht fest: „Es

hat sich gezeigt, wenn es hart auf hart kommt, hält Coburg zusammen.“

Florian Kirchner – zehn Jahre nach dem Brand in

der Herrngasse, bei dem sein Hab und Gut

Opfer eines Flammeninfernos geworden sind.

24 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 25



Von Gabi Arnold | Fotos Val Thoermer

Landpartie

ein Streifzug durch das Coburger Land

Sanfte Hügel, naturnahe Flüsse, satte Wiesen und Wälder, historische Städtchen mit schmucken

Fachwerkhäusern, bekannte und weniger bekannte Ausflugsziele, das ist das Coburger Land. Wir

laden Sie in unserer Reihe „Landpartie“ zu einer kleinen Entdeckungsreise durch den Landkreis

Coburg ein. In dieser Ausgabe streifen wir durch den westlichen Landkreis.

Ahorn

Von der Alten Schäferei blickt man auf die Gemeinde Ahorn und direkt

auf ein malerisches Schloss. Das Ahorner Schloss ist im Renaissancestil

gebaut und in Privatbesitz; es kann deshalb nicht besichtigt werden.

Die Schlosskirche nebenan ist dagegen geöffnet. Die Schäferei selbst

ist das letzte erhaltene Ensemble seiner Art im ehemaligen Herzogtum

Coburg. Sie liegt malerisch inmitten von Streuobstwiesen auf einer

Anhöhe. Die barocke Gutschäferei wurde im Jahr 1713 errichtet und

war bis in die 1930-Jahre mit 500 Schafen in Betrieb. Nachdem der

letzte Schäfer mit seinen Tieren ausgezogen ist, verfielen die Gebäude

zusehend. Anfangs der 1970-er Jahre gründete sich der Förderverein

„Gerätemuseum des Coburger Landes e. V.“ und rettete die Alte Schäferei

vor dem Verfall. Das Gerätemuseum des Coburger Landes ist heute

dort angesiedelt. In den Schäferstuben zog ein Wirtshaus ein und im

Sommer schmecken Bier und Brotzeiten im Biergarten.

26 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 27



Weitramsdorf

Gegenüber dem WildPark hat der Golf-Club Coburg

Schloss Tambach sein Domizil. Es handelt sich um einen der

schönsten Golfplätze Oberfrankens, eingebettet in eine

sanfte Hügellandschaft und mit herrlichen Ausblicken in

die fränkische Landschaft. Ob anspruchsvolles Golfen oder

lieber geruhsam, der Platz ist für Neulinge und für Profis

geeignet. Der Golfplatz gehört mit 6055 Metern Spiellänge

zu einem der wenigen in Deutschland, die über 6000 Meter

Länge verfügen. Das ist ein Grund, warum das einzige Profiturnier

in Nordbayern – die Brose Pro-Am – seit 1999 im

Golf-Club Coburg Schloss Tambach ausgetragen wird.

Im WildPark Schloss Tambach selbst leben auf einem 50

Hektar großen Areal unter anderen Rothirsche, Damhirsche,

Wildschweine, Wildkatzen, Lüchse, Wölfe und Greifvogelarten.

Hier ist auch der Bayerische Jagdfalkenhof

beheimatet. Ein Spaziergang führt durch eine herrliche

Natur mit Teichen, Bächen und alten Baumbestand, entlang

von Gehegen mit Wildtier- und Greifvogelarten. Besonders

im Frühling zur Blüte- und Jungtierzeit ist der Besuch ein

Erlebnis. Der Wildpark gehört zu dem englischen Landschaftspark

von Schloss Tambach, das sich in Privatbesitz

der Grafen zu Ortenburg befindet.

28 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 29



Weitramsdorf

Schloss Tambach, dahinter der Wildpark.

30 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 31



Seßlach

Wussten Sie, dass man sich mit einer Stadtkarte aus dem Mittelalter

auch heute noch in Seßlach zurechtfindet? Nahezu unverändert hat das

Städtchen die Jahre überstanden. Seßlach blickt auf eine 1200-jährige

Geschichte zurück. Malerische Gassen, Plätze und eine Stadtmauer mit

Wehrtürmen und drei Stadttoren, die am Wochenende für den Verkehr

geschlossen werden, geben der Stadt ihren Charme. Kein Wunder also,

dass Seßlach immer mal wieder als Filmkulisse dient, zum Beispiel für eine

Luther Verfilmung oder die Neuauflage von Räuber Hotzenplotz. Beim

jährlichen Altstadtfest lebt die Vergangenheit auf. Aber die Mittelalterstadt

ist auch außerhalb des Trubels einen Besuch wert. Gasthäuser und

Biergärten laden zum Verweilen ein, Wander- und Radwege führen entlang

von Bächen, Wiesen und Wäldern in herrliche Landschaften und Orte,

zum Beispiel nach Ummerstadt, der kleinsten Stadt in Thüringen.

32 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 33



MUTIGE IDEEN

STADTAUTOBAHN

Von Wolfram Hegen

Mutige

Ideen#4

Unsere Geschichte über sieben vielleicht ungewöhnliche, aber

gerade deswegen mutige Ideen für Coburgs Zukunft aus dem

Coburger #43 im Februar 2021 hat uns einige Rückmeldungen

eingebracht. Meist positiv, und wenn kritisch, dann vor allem,

dass die eine oder andere Idee nicht größer präsentiert, gedacht,

erläutert worden ist, sondern durch die Aufzählung auf vier Seiten

fast ein wenig unterging. Das wollten wir ändern. Und haben

in Ausgabe 45, 46 und 48 schon drei Ideen ausführlicher dargestellt:

Einen modernen Rathausneubau auf dem Anger, die Verkürzung

der Amtszeiten für Stadtoberhäupter und Stadträte,

und eine Einbahnstraßenregelung für die östliche Innenstadt.

In dieser Ausgabe jetzt unsere vierte der damaligen Ideen etwas

ausführlicher.

Und wenn Sie auch noch Ideen haben … her damit.

Ein Haus für die

Stadtautobahn

Ein Blick zurück: Die Bundesstraße B4 führt jahrzehntelang mitten

durch die Coburger Innenstadt, vom Norden kommend durch die

Ketschengasse bis in den Süden in Richtung Bamberg, und das bis

in die 1980er Jahre hinein. Seit das Auto ab der ersten Hälfte des

20. Jahrhunderts zum dominierenden Verkehrsmittel avanciert, seit

sich Stadtentwicklung auf den Pfad einer möglichst autogerechten

Planung begibt, eine von der Wissenschaft sogenannte „Pfadabhängigkeit“,

die 100 Jahre vorherrscht, versucht man den wachsenden

Verkehrsfluss durch Coburgs Mitte so gut es geht zu kanalisieren.

Der Verkehr aber belastet die Innenstadt. So baut man die Verbindung

„Neuer Weg“ westlich der Innenstadt auf Höhe des Hofbrauhauses

ab den 1970ern zur vierspurigen Stadtautobahn aus, reißt

dazu Gebäude ab wie beispielsweise die Brauereigaststätte der traditionsreichen

Coburger Wagnersbrauerei, um eine neue leistungsfähige

Autoverbindung von Süd nach Nord bis zur Rodacher Straße

zu schaffen. Es entsteht eine neue Bundesstraße 4, entlang der Bahntrasse.

In den 1980ern wird die Verbindung freigegeben. Schon bald aber

wälzt sich der zunehmende Verkehr über die B4 im nördlichen

Coburg. Die innerdeutsche Grenze öffnet sich, mehr Autos, mehr

Staus. Anwohner demonstrieren. So entsteht schon bald der vierspurige

Nordring bis zur Bertelsdorfer Höhe und führt dort wieder

auf die Bundesstraße B4 Richtung Erfurt. Wenige Jahre später wird

die Autobahn A73 fertiggestellt, die neue Nord-Süd-Verbindung für

den Fernverkehr. Fast alle genießen wir die neuen schnellen Verbindungen,

den Komfort, das Auto.

Und jetzt?

Wir begehen einen neuen „Pfad“, wir reden über Umwelt, wir reden

über Chancen für lebenswerte Innenstädte, wir reden über soziales

Miteinander, wir reden über Coburg, wie wir Coburgerinnen und

Coburger uns es in Zukunft wünschen. Dazu gehört das Auto, nicht

zuletzt, weil große Unternehmen dieser Stadt mit Autos Geld verdienen

und damit vieles in dieser Stadt erst möglich machen. Dazu

gehört, dass das Auto den Menschen dienen muss und nicht umgekehrt.

Dazu gehört also, Straßen, Verkehr, Lärm, Hektik, alles, was

Lebensqualität einschränkt, zu beschränken. Die letzte Mutige Idee

#3 im Coburger 48 mit dem Vorschlag einer Einbahnstraße um die

östliche Innenstadt mit stark reduziertem Tempolimit hat sich auf

diesen Pfad begeben, und jetzt auch die Idee einer „Einhausung“ der

Stadtautobahn.

Möglichkeiten dazu gibt es viele: Schallschutzwände zu beiden Seiten

sind das einfachste, die Schaffung eines „Tunnels“ das Aufwändigste,

möglicherweise sogar in Verbindung mit einer Tieferlegung.

In und entlang vieler anderer kleiner und großer Städte geht man

diesen Weg, entlang der A3 bei Aschaffenburg und Würzburg, in

München am Mittleren Ring, in Starnberg mit der B2 oder in Ruhpolding

mit dem Tunnel um die Stadt. Nur wenige von sehr vielen

Beispielen.

In Coburg zum Beispiel könnte man die Stadtautobahn im Innenstadtbereich

bis auf Zufahrtsbereiche zu Häusern oder Abfahrten

fast komplett einhausen, also vom Weichengereuth bis hin zur Rodacher

Straße.

Vorteile:

• Harmonisierung des Stadtbildes

• Weniger Lärmbelästigung

• Weniger Schadstoffemissionen

• Mehr Lebensqualität beidseitig der Stadtautobahn

• Mehr Wert von Grundstücken und Immobilien entlang der Trasse

• Mehr Begrünung und Klimaschutz möglich

• Neue Nutzungen entlang oder auf Einhausung möglich

z.B. Fahrrad- oder Fußwege

Coburg könnte Vorbild sein.

Der Artikel gibt die Meinung des Verfassers wieder.

34 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 35



Werte

Was ist uns wichtig?

SONDERTHEMA WERTE

Sie sind nicht da und doch überall.

Wir erkennen sie nur durch ihr Wirken in Kultur, Sprache, Leben.

Sie sind seelischer Kleister und gesellschaftlicher Kitt.

Sie wirken nach innen und außen.

Sie sind stabil wie Stahl und flexibel wie Gummi.

Nichts bleibt wie es ist.

Sie sind schon vor uns da und leben nach uns weiter.

Sie liegen in unserer Wiege und wir vererben sie weiter.

Sie sind rein menschlicher Natur und Kultur.

Ohne Menschen gäbe es sie nicht.

Sie trennen Gut und Böse, richtig und falsch, wichtig und unwichtig.

Sie sind stillschweigende Absprachen in und zwischen uns.

Sie prägen individuellen und gesellschaftlichen Charakter und Identität.

WERTE

Gibt es absolute Werte oder sind Werte immer relativ?

Gibt es Werte überhaupt oder nur die Vorstellung von ihnen?

Und überhaupt:

Was ist Ihnen denn wichtig?

AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 37



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Zuhause zwischen 2.500 EUR und 2.800 EUR pro Monat

zzgl. möglicher Feiertagszuschläge

Reisekosten mit ca. 100 EUR (einfache Fahrt)

Geringe PSB-Jahresgebühr für Beratung- und Vermittlung

Freie Kost und Logis für Betreuungskräfte

Wohnsituation

Für die Betreuungskräfte muss ein eigenes Zimmer zur

alleinigen und privaten Nutzung zur Verfügung stehen

Betreuungskräfte müssen uneingeschränkt Zugang zu

Küche, Bad und Toilette haben

Die Aufgaben und Leistungen werden im Aufnahmegespräch ermittelt, besprochen

und bei Abschluss eines Dienstleistungsvertrages entsprechend vereinbart.

Ärztliche verordnete medizinische Versorgung und Behandlungspflege wird

von den Betreuungskräften grundsätzlich nicht geleistet und muss durch einen

ambulanten Pflegedienst erbracht werden.

Arbeitszeiten und Entlastung der Betreuungskräfte

Betreuungskräfte sind im besten Fall ein Ersatz für einen pflegenden Angehörigen

und müssen daher auch mit ihren persönlichen Bedürfnissen wahrgenommen

und gegebenenfalls mit weiteren einzubindenden Dienstleistern wie ambulanten

Pflegediensten, stundenweiser Betreuung, Tagespflege etc. entlastet

werden. Die vertraglichen Arbeits-, Frei- und Ruhezeiten müssen eingehalten

und gewährleistet werden. Sprechen Sie mit uns.

Die Coronapandemie hat gezeigt, wie entscheidend die Frage sein kann, ob die

Seniorinnen und Senioren in einem Pflegeheim leben oder ob sie in den eigenen

vier Wänden betreut werden. Die Private Seniorenbetreuung Deutschland

bietet hierzu eine sogenannte 24-Stunden-Betreuung im eigenen Zuhause, mit

qualifizierten und herzlichen Betreuungskräften. Das minimiert nicht nur das

Risiko einer Ansteckung, sondern die Betreuungskräfte können auch individuell

auf die Wünsche und Bedürfnisse der bedürftigen Menschen eingehen. „Gerade

in Zeiten hoher Infektionszahlen ist das Bedürfnis nach Schutz und Sicherheit

sehr groß. Und genau hier bieten wir mit unserer häuslichen Betreuung ein hohes

Maß an Sicherheit und beugen gleichzeitig einer möglichen Vereinsamung

vor“, sagt Anna Rapp, Regionaldirektorin PSB-Coburg.

Die PSB Deutschland bietet

Erfahrung und Kompetenz in der

24-Stunden-Beteuung seit 2012

Persönliche Beratung und Aufnahme -

gespräch vor Ort

Professionelle und individuelle Betreuung

im eigenen Zuhause

Persönliche Betreuung die auf die indi viduellen

Bedürfnisse und Bedarfe eingeht

Betreuungskräfte müssen Zugang zu einer

WLAN-Internetverbindung haben

Grundsätzliche Aufgaben der Betreuungskräfte

Hauswirtschaft mit Kochen, Putzen, Waschen, Einkaufen

Vorsorgliche und notwendige Anwesenheit

Grundpflegerischen Leistungen wie Körperpflege und Toilettengänge

PSB Standort Coburg

Anna Rapp

Regionaldirektorin

Ober- und Mittelfranken

Wir freuen uns über Ihren Anruf!

Grafengasse 1

96450 Coburg

Tel.: 09561-426537

E-Mail: coburg@psb-deutschland.de

Unsere PSB-Betreuungsanamnese erhalten Sie gerne per E-Mail oder Sie finden

diese auch online unter www.psb-deutschland.de/online-anamnese

Betreuungskräfte in häuslicher Gemeinschaft

Die Betreuungskräfte kommen grundsätzlich aus den EU-Ländern

Polen, Slowakei, Bulgarien etc. und leben mit den

bedürftigen Seniorinnen und Senioren in häuslicher Gemeinschaft.

„Mit der vorsorglichen und teilweise auch

notwendigen Anwesenheit können sie persönlich und

individuell auf die Bedürfnisse und Bedarfe eingehen“, so

Rapp.

Entlastung für Angehörige und Sicherheit

für Seniorinnen und Senioren

Persönlicher PSB-Ansprechpartner mit

Unterstützung vor Ort

PSB-Beratungs- und Vermittlungsvertrag

für Professionalität und Transparenz

Mehr Lebensqualität und Lebensfreude

im eigenen Zuhause

Zusammen mit ihren 11 EU-Partnerunternehmen hat

die PSB Deutschland Zugriff auf einen großen Pool von

qualifizierten und motivierten Betreuungskräften.

Viele Stamm-Betreuungskräfte sind seit Jahren

über die PSB Deutschland im Einsatz und bringen

viel Erfahrung und Wissen mit. Gerade die

weiblichen und männlichen Betreuungskräfte

aus dem EU-Land Polen kommen gerne ins

oberfränkische Coburg, da die Fahrtzeiten

doch deutlich kürzer sind als die in andere Regionen

in Deutschland. Auch mit ihren polnischen

Wurzeln ist die Regionaldirektorin der

PSB Coburg, Anna Rapp, eine geschätzte

und verlässliche Ansprechpartnerin für viele

Betreuungskräfte aus Polen.

Insbesondere in der Coronapan demie

habe der Wunsch nach einer sicheren

24-Stunden- Betreuung stark zugenommen,

so Anna Rapp. Hier habe sich gezeigt,

wie wichtig und unersetzlich die häusliche

Betreuung mittlerweile geworden ist.

38 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 39

Foto: Tobias Zwiener



Von Gabi Arnold

SONDERTHEMA WERTE

Halten wir einen Moment inne und hören wir in uns hinein. Was ist uns

Frisch verheiratet in der Südsee:

Ralf Zetzmann und Liane Blietzsch

wichtig im Leben? Was fühlt sich für uns richtig an? Ist es die Erfüllung

im Beruf? Oder benötigen wir ein PS-starkes Auto und ein schickes Haus?

Sind es Werte wie Ehrlichkeit oder Treue? Brauchen wir das Abenteuer

oder lieben wir die Sicherheit? Der COBURGER hat ein Paar getroffen, das

alles hinter sich gelassen hat und zwei Jahre lang um die Welt gereist ist.

Fragt man Liane Blietzsch und Ralf Zetzmann nach ihren Werten, wird

eines sofort klar: An materiellen Dingen hängen die beiden nicht, weder

ein teures Auto noch ein Eigenheim besitzt das Ehepaars, nicht einmal ein

Mobiltelefon benötigt Ralf Zetzmann. „Der Wert des Lebens bedeutet

für mich, das Leben zu leben“, sagt der Coburger. „Und Träume nicht

aufzuschieben, sondern umzusetzen“, ergänzt seine Frau. Die beiden haben

das getan: Ihre Träume realisiert.

Der Wert

des Lebens

Das Leben einfach leben

Mit wenig Gepäck, aber umso mehr Optimismus starten

Liane Blietzsch und Ralf Zetzmann am 25. Oktober 2018 in

ein Abenteuer. Zwei Jahre lang kehren sie Coburg den Rücken

und entdecken neue Länder. Sie ziehen los, ohne einen konkreten

Plan zu haben. Nur das nehmen sie sich vor: „Wir wollten

längere Zeit in Indonesien bleiben und einen Wal sehen.“

Abenteuerlustig war das Paar schon immer: Im Jahr 1991 reist

Ralf Zetzmann mit einem guten Freund ein halbes Jahr durch die

Türkei, macht sich mit Land und Leuten vertraut und lernt ein

wenig die türkische Sprache. Ein Jahr später begibt er sich auf

Weltreise. Existenzängste sind ihm fremd, er gibt aber zu „Es ist

am Anfang klar nicht immer einfach, wenn man zurückkommt

und man hat nichts, keine Wohnung und keine Arbeit.“ Später

unternehmen er und seine Partnerin Reisen in ferne Länder jenseits

der Touristen. Sie wollen vorwiegend die Menschen und die

Kultur kennenlernen. „Wir sind nach Madagaskar, Eritrea, Venezuela

gereist, immer so für drei, vier Wochen“, erzählen sie. Aber

für zwei Jahre aussteigen, ist für beide eine neue Erfahrung.

40 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 41



WELTREISE

SONDERTHEMA WERTE

Das Schlüsselerlebnis

Liane Blietzsch sitzt im Zug von Erfurt nach Coburg, als ihr diese

Gedanken kommen: „Die Welt ist viel zu schön, als nur einmal

im Jahr für dreieinhalb Wochen in Urlaub zu fahren.“ Sie möchte

ferne Länder und neue Kulturen entdecken, und zwar für längere

Zeit. Die Idee nimmt Gestalt an. „Ich habe gesagt, wenn wir auf

Weltreise gehen, dann sollen es zwei Jahre sein“, sagt ihr Partner.

Das Vorhaben steht unter einem guten Stern, alles läuft wie

geplant. Blietzsch, Sozialpädagogin im AWO-Mehrgenerationenhaus,

wird von ihrem Arbeitgeber freigestellt, Zetzmann,

Schreiner und Maschinenbauer, kündigt seinen Job. Es gelingt,

die Wohnung für zwei Jahre möbliert zu vermieten. Im Vorfeld

regeln die beiden die Krankenversicherung und die Finanzen.

Mit einem Budget von je 30.000 Euro und zwei Rucksäcken,

einem kleinen und einem großen, startet die Weltreise. Das Packen

will überlegt sein. Nicht fehlen dürfen Geschirr, Tassen und

Besteck. Hinzu kommen eine Solarzelle, eine Taschenlampe,

Aufbereitungstabletten für Wasser, Kleidung, Regenjacke, Turnschuhe,

Bergschuhe und Flipflops. Außerdem Medikamente wie

Breitband-Antibiotika, Malariaprophylaxe und ein Mittel gegen

Durchfall, auch Bücher finden im Gepäck Platz. Mit 20 Kilogramm

auf dem Rücken und circa fünf bis sieben Kilogramm auf

der Brust geht es los. Mit einem One-Way-Ticket fliegen sie von

München nach Kuala Lumpur in Malaysia, ihr erstes Ziel.

Vier Monate halten sich die beiden in Indonesien auf und wohnen

dort in günstigen Hotels. Sie leben wie die Einheimischen,

fahren mit Fähren dicht an dicht gedrängt, 28 Stunden über das

Meer. Es ist stickig, es ist laut, es sind viele Menschen auf engem

Raum. Sie erkunden viel Schönes, erleben große Gastfreundschaft,

sehen aber auch viel Armut und Menschen, die unter den

ärmlichsten Bedingungen hausen.

„Du drückst beim Reisen den Resetknopf und

stellst fest, wir haben zu Hause eine Heizung,

wir haben Leitungswasser.“

Ralf Zetzmann

Anders als in Indonesien muss man in Neuseeland für eine Unterkunft

tief in die Tasche greifen. Deshalb kaufen die Reisenden

ein Auto, das Platz für eine Matratze als Schlaflager bietet und

übernachten auf Campingplätzen. Mit dem durchschnittlichen

Budget von 60 Euro können sie gut haushalten. Die erschwinglichen

Lebenshaltungskosten in den asiatischen Ländern gleichen

die höheren Preise in Ländern wie Neuseeland wieder aus.

Von Neuseeland reisen sie weiter in die Südsee und beschließen

zu heiraten. „Wir haben gesagt, wenn wir einen schönen Strand

finden, dann heiraten wir dort.“ Einen idealen Strand entdecken

sie schließlich und wieder klappt der Plan reibungslos. Das Paar

bekommt eine Genehmigung für die Eheschließung und Trauzeugen

werden gefunden. „Wir hatten wieder Glück und eine internationale

Geburtsurkunde und Ehefähigkeitsbescheinigung

dabei.“ Sie geben sich an einem Traumstrand im türkisblauen

Wasser das Ja-Wort. Ihre Eheringe haben beide am Ringfinger

tätowiert.

Argentinien wird abgeriegelt

Frisch vermählt fliegt das Paar in die USA und nach Mexiko

und weiter nach Südamerika, nach Kolumbien, Ecuador, Peru,

Bolivien, Chile und Argentinien. Dann kommt Corona. In der

500.000 Einwohner Stadt, in der sich das deutsche Paar aufhält,

gibt es fünf bestätigte Covid-19-Infektionen. Der gesamte Kontinent

wird rigoros dichtgemacht. Das Land ist abgeriegelt, es

fahren keine Busse mehr, die Eingänge der Stadt sind mit mit

Pollern versperrt, die Polizei kontrolliert streng die Ein- und

Ausfahrten, vor den Lebensmittelgeschäften bilden sich lange

Menschenschlangen, vor dem Betreten wird die Temperatur

gemessen. Das geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem die Weltenbummler

ihre weitere Reise durchgeplant und Flüge gebucht

haben. Zum Glück halten sie sich in einer AirBnB Wohnung auf,

in der sie bleiben können. Sie hoffen, dass sie nach zwei Wochen

ihre Reise fortsetzen können. Es sollen zweieinhalb Monate werden,

in denen sie eingeschlossen in der Wohnung leben. „Wir hatten

Internet, eine Küche und auch Netflix hat uns über diese Zeit

gerettet“, sagt die 44-Jährige.

ausgebremst. „Ich glaube unter normalen Umständen, wäre ich

vielleicht überfordert gewesen“, sagt Blietzsch.

„Es war unwirklich. Ich dachte, wenn ich die

Veste sehe, bin ich ergriffen, aber es war nicht so.

Irgendwie war alles so wie immer, aber Du weißt,

Du warst zwei Jahre lang weg.“

Liane Blietzsch

Was geblieben ist, sind viele Eindrücke und Erfahrungen. „Wir

waren überall freundlich willkommen geheißen“, erinnern sich

beide. Das Paar hat sich seine Wünsche erfüllt und an einem

Traumstrand geheiratet. Und: Liane hat ihren Wal gesehen.

Zurück in Europa

Zurück nach Deutschland

Im Juni 2020 schließlich fahren sie mit dem Taxi nach Buenos

Aires, hier fliegen sie mit einem von der Deutschen Botschaft organisierten

Flugzeug nach Frankfurt am Main. Es handelt sich

aber um keinen Rückholflug, sondern sie zahlen das Ticket. Ein

Jahr und fünf Monate sind seit dem Aufbruch aus Deutschland

vergangen und die zweijährige Weltreise ist damit noch nicht beendet.

„Wir hatten noch Zeit, auch Geld und Lust, um weiterzureisen.“

Das Paar lässt sich Fahrräder von Freunden nach Frankfurt

bringen, dort verbringen sie zwei Wochen in Quarantäne,

bevor sie mit Lastenanhängern und je 30 Kilogramm Gepäck

losradeln, in Richtung Polen, an die Ostsee, an die russische

Grenze und wieder zurück. Sie legen gut 3600 Kilometer zurück.

Am 16. Oktober 2020 kommen sie mit vielen Eindrücken wieder

in Coburg an. Zum zweiten Mal hat das SARS-CoV-2 das Leben

„Der Abstand tut gut,

um Dinge leichter anzugehen“

Ralf Zetzmann

„Gegenseitig wertschätzend miteinander umgehen,

das gehört zu meinen Werten “

Liane Blietzsch

42 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 43



Von Wolfram Hegen

SONDERTHEMA WERTE

Advertorial

Foto Sebastian Buff

Die eigene Leidenschaft, das eigene Talent, die persönlichen Fähigkeiten

finden und entwickeln, um mit sich selbst im Reinen, zufrieden zu

sein, und um auf diese Weise auch sein Bestes für Familie, Arbeitgeber

und Gesellschaft beitragen zu können, das ist sicherlich besonders

wertvoll – auch wenn man manchmal Umwege gehen muss.

Kelle statt

Kochlöffel

Mit 30 nochmal Auszubildender

Christoph Komm hatte alles so gemacht, wie es sich gehört.

Nach der Schule sucht der gebürtige Coburger erst einmal

eine Lehrstelle. Er lernt Koch in guten Häusern, wie dem früheren

Grenzgasthof in Fürth am Berg und im Kräutergarten

in Coburg. Er absolviert den Grundwehrdienst in Hammelburg.

Danach steigt er wieder in den gelernten Beruf als Koch

ein. Er ist Küchenchef, bildet aus, verdient ordentlich. Schon

früh lernt er außerdem seine Liebe fürs Leben kennen und

heiratet 2018. Ein Lebenslauf wie aus dem Bilderbuch. Bis er

2020 beschließt: Ich mache jetzt was anderes.

„In meinem zweiten Leben lerne ich etwas Handwerkliches“, hat

er immer gedacht. „Maurer, Dachdecker, Maler, irgendetwas mit

den Händen.“ Doch ein zweites Leben gibt es nicht. Seine Gedanken

verfestigen sich im Laufe der Jahre immer mehr, und mit

ihnen die Unzufriedenheit mit der Situation. „Am Anfang war

nur ein kleines Loch, das wurde aber immer größer.“ Er redet

mit seiner Frau und seinen Eltern. Vor allem im coronabedingten

Lockdown im Frühjahr 2020 hat er viel Zeit, sich Gedanken zu

machen. „Wenn du was anderes machen willst, dann unterstütze

ich dich“ sagt seine Frau.

44 COBURGER | DAS MAGAZIN

Christoph ist 30, als er beschließt, sich wieder zu bewerben. Sein

erstes Gespräch führt ihn zu Max Beyersdorf, dem Chef des Bauunternehmens

Otto Hauch in Coburg. „Wenn einer mit 30 eine

neue Ausbildung beginnen will, trifft er eine bewusste Entscheidung“,

meint der Geschäftsführer über das Gespräch. „Wenn

so jemand seinen sicheren Hafen verlässt, steht bei mir die Tür

ganz weit offen, so etwas finde ich einfach stark.“ Die beiden sind

sich sympathisch. Max Beyersdorf spricht von seiner Philosophie,

von einem Miteinander, von Verlässlichkeit und Fürsorge.

„Wenn sich ein Mitarbeiter für uns entscheidet, will ich das zurückgeben“,

meint er. Christoph sagt alle weiteren Bewerbungsgespräche

ab und beginnt eine Maurerlehre bei Otto Hauch.

„Ich musste natürlich nicht nur eine Stufe zurück, sondern eine

ganze Etage“, sagt er. Vom Ausbilder in der Küche zum Lehrling

auf der Baustelle, vom Lehrer zum Berufsschüler und vom Normalverdiener

zur Ausbildungsvergütung. „Wir leben halt jetzt

ein wenig sparsamer. Meine Frau hilft mir und wir haben Versicherungen

stillgelegt. Zwei Jahre kriegt man schon rum, wenn

man etwas will.“ Christoph steigt im zweiten Lehrjahr ein, arbeitet

und lernt fast Tag und Nacht, saugt alles auf. Aber all das

reicht ihm noch nicht. Parallel zur Berufsausbildung startet er

noch im Januar 2022 seinen Meisterkurs und wird dann fast zeitgleich

Maurer und Maurermeister – mehr Leidenschaft für den

Bau geht nicht. Die Arbeiten sind vielfältig: Mauern, Restaurieren,

Steinmetzarbeiten, Planen, kreative Ideen einbringen, eine

Top Berufsperspektive. Christoph ist wieder bei sich angekommen,

freut sich jeden Tag auf neue Projekte, die Herausforderungen.

„Ich kann nur jedem raten, sich aus der Komfortzone raus zu

bewegen, den Kopf hoch und etwas zu machen.“

Übrigens: Er kocht auch heute noch gerne. Aber jetzt Zuhause,

für seine Frau und sich.

Die Bauunternehmung Otto Hauch: Ein Familienbetrieb in

vierter Generation mit Bauprojekten in ganz Deutschland,

spezialisiert auf die Sanierung von bestehenden Bauwerken

und Gebäuden und die behutsame Modernisierung von

historischer Bausubstanz.

Mehr Informationen unter www.otto-hauch.com

AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 45



HÖRNLEIN & FEYLER

Verkaufter Beitrag

TB LEGAL

Verkaufter Beitrag

Digitaler

Werteverfall

Mobbing im Netz

Steuerfreie Vermögenswerte schaffen

Nach OECD-Studien belegt Deutschland bei der Einkommensbesteuerung von Ledigen und Familien

regelmäßig Spitzenplätze. Einkommensteuer, Mehrwertsteuer, Benzinsteuer oder sonstige Steuern auf

den Konsum: Der Staat kassiert in vielen Fällen mit, wenn auch teilweise unbemerkt. Der Konsum wird

stets besteuert, während der Staat sich bei Investitionen eher zurückhaltend zeigt. Im Vergleich mit

anderen Volkswirtschaften in Europa und der Welt gibt es dennoch in Deutschland nach wie vor einige

wenige „Besteuerungslücken“, die eine steuerfreie Vermögensmehrung auf legalem Wege zulassen.

Welche Möglichkeiten der Gesetzgeber bislang noch offengelassen hat, darüber hat der COBURGER mit

Rechtsanwalt/Steuerberater Thomas Bittorf von der Kanzlei tb.legal gesprochen.

Werte, Konventionen, das sind stille Vereinbarungen in einer Gesellschaft, wie man miteinander umgeht.

Eine gesellschaftliche Kultur des Miteinanders, die von Generation zu Generation weitergegeben wird

und sich dabei weiterentwickelt. Viele davon sind in gesetzliche Form gegossen, Verstöße gegen sie

werden geahndet. In den letzten Jahren gibt es dazu mehr und mehr Anlass, vor allem durch Äußerungen

in sozialen Medien, durch Cybermobbing und Hassreden. Der COBURGER hat in seinem letzten

Magazin auch über Fälle aus der Region berichtet. In dieser Ausgabe unterhalten wir uns dazu mit Julia

Gremmelmaier, Fachanwältin bei der Rechtsanwaltskanzlei Hörnlein & Feyler in Coburg.

COBURGER: Frau Gremmelmaier, was versteht

man eigentlich unter Cybermobbing?

Julia Gremmelmaier: Letztlich handelt es sich dabei um

Mobbing mithilfe elektronischer Kommunikationsmedien.

Also wenn jemand über einen Chat, in E-Mails, auf Webseiten

oder anderen digitalen Kanälen beleidigt, bedroht, bloßgestellt

oder belästigt wird. Das können diffamierende Fotos

oder Filme sein, das kann Geläster sein oder üble Nachrede,

Beleidigungen oder Bedrohungen.

COBURGER: Was ist denn eigentlich der

Unterschied zu normalem Mobbing?

Julia Gremmelmaier: Letztlich geht es um dieselben Tatbestände.

Es ist in der Regel auch immer eine Beziehung zur

analogen Welt da. Oft beginnt Cybermobbing in der Schule

oder am Arbeitsplatz und wird dann in der digitalen Welt

weitergeführt. Dadurch bekommt diese Form des Mobbings

eine andere Dimension, weil viel mehr Menschen darauf Zugriff

haben können, weil man sich der Sache nicht so einfach

entziehen kann, weil dieses Mobbing durch die digitale Verfügbarkeit

jeden Tag rund um die Uhr erfolgt.

COBURGER: Welcher Fall aus der Region

ist Ihnen denn besonders im Gedächtnis?

Julia Gremmelmaier: Ich hatte ein Verfahren, bei dem eine

junge Frau in der Umkleide von einem Mitschüler leichtbekleidet

abfotografiert und das Foto in der schulischen Whats-

App-Gruppe veröffentlicht wurde. Da gab es dann ein Verfahren

gegen den Jugendlichen. Er wurde wegen Beleidigung

und anderen Tatbeständen zu Sozialstunden verurteilt. Das

Mädchen hat die Schule gewechselt. Das sind große menschliche

Schäden, die durch so eine Tat verursacht werden.

COBURGER: Was kann man tun?

Julia Gremmelmaier: Digital ist natürlich die Nachweisbarkeit

von Mobbing leichter als früher. Viele meinen zwar, sie

könnten sich hinter Fake-Accounts verstecken, aber mittlerweile

gibt es ja sogar eigenen Dezernate bei Staatsanwaltschaften,

die über geeignete Mittel und Wege verfügen, Täter

zu ermitteln. Wichtig ist aber für Betroffene: Man muss so

eine Tat nicht nur bei der Polizei anzeigen, sondern auch einen

Strafantrag stellen.

Am besten ist, es kommt gar nicht

so weit: Dafür gibt es viele Präventionsangebote,

es geht um

die Förderung von Sozial- und

Medienkompetenz, um Aufklärung,

um das Erlernen

von Umgangsformen im

Netz, um die Information

über Hilfsangebote.

COBURGER: Steuerfreie Vermögensmehrung hört sich gut an,

wo könnte ich steuerfrei investieren ?

Thomas Bittorf: Sie könnten in Goldmünzen, Gemälde, Uhren, Autos und

alle sonstigen Gegenstände mit einem Sammlerwert investieren. Die Wertsteigerung

bei der Einkommensteuer ist steuerfrei, wenn die Zeitspanne zwischen

dem Kauf und dem Verkauf mindestens ein Jahr und ein Tag beträgt.

Es kommt dabei maßgeblich auf die beiden Vertragsabschlüsse an. Die Tätigkeit

darf aber keinen gewerblichen Charakter haben, sondern sollte nur

gelegentlich erfolgen und darf nach Auffassung des Finanzamts über die private

Vermögensverwaltung nicht hinausgehen. Aber meistens hält man solche

Gegenstände ohnehin langfristig, weil eine Wertsteigerung auch nicht

über Nacht eintritt. Die bislang sicherste, rentabelste und steuerlich gesehen

beste Anlage sind allerdings privat gehaltene Immobilien.

COBURGER: Inwiefern? Ich dachte immer,

man muss die Mieteinkünfte versteuern?

Thomas Bittorf: Das ist auch richtig. Einkünfte aus Vermietung privat gehaltener

Immobilien sind einkommensteuerpflichtig. Bei der Ermittlung der

Einkünfte werden von den Mieteinnahmen als Werbungskosten vor allem

die laufenden Gebäudeabschreibungen (derzeit 2 %) sowie die Zinsen für

Darlehen abgezogen. Mit Ausnahme des anschaffungsnaher Erhaltungsaufwands

sind Aufwendungen für Instandsetzungen und Modernisierung

sofort absetzbar, wenn sie nicht zu Herstellungskosten führen.

Im Ergebnis werden dadurch aus der Vermietungstätigkeit oftmals

steuerliche Verluste ausgewiesen, die im gleichen Jahr mit positiven

Einkünften aus anderen Einkunftsarten, wie z.B. Gehältern

oder freiberuflichen Einkünften verrechnet werden können. Dadurch

vermindert sich die Steuerlast. Die Steuerersparnis wird üblicherweise

dafür genutzt, das Bankdarlehen zur Finanzierung der

Immobilie zurückzuzahlen.

COBURGER: Wie kommt man dann zu

einer steuerfreien Vermögensmehrung?

Thomas Bittorf: Die Wertsteigerungen, die Abschreibungen

und die sonstigen Abzüge bei der Immobilie

führen zur Entstehung von stillen Reserven. Diese

müssten zur Vermeidung einer Doppelbegünstigung

eigentlich spätestens bei einem Verkauf nachversteuert

werden. Trotzdem bleiben Gewinne aus

dem Verkauf von Immobilien steuerfrei, wenn die Immobilie nach dem Erwerb

länger als 10 Jahre gehalten wurde. Wird die Wohnung oder das Haus

somit z.B. nach 11 Jahren veräußert, erfolgt auch keine Nachversteuerung

der als Werbungskosten geltend gemachten Beträge. Im Ergebnis ist die

Wertsteigerung somit komplett steuerfrei.

COBURGER: Gilt dies auch für selbstbewohnte Immobilien?

Thomas Bittorf: Wird die Wohnimmobilie ausschließlich - quasi als Familienheim

– zu eigenen Wohnzwecken genutzt, können zwar keine Ausgaben

wie Abschreibung und Zinsen geltend gemacht werden. Jedoch ist eine

Veräußerung unabhängig von der Haltedauer sogar stets steuerfrei. Somit

braucht die Wertsteigerung ebenfalls nicht versteuert zu werden. Selbst

wenn man ein Arbeitszimmer nutzt, das nicht zum Betriebsvermögen z.B.

eines Freiberuflers oder Gewerbetreibenden gehört, sondern für das Werbungskosten

bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit angesetzt

wurden, hindert dies nicht die Steuerfreiheit. Private Immobilien – egal,

ob vermietet oder selbstbewohnt – sind in Deutschland deshalb nach wie

steuerlich gesehen die beste Anlageform. Bei Aktien muss zum Beispiel sowohl

auf die Dividenden als bei Verkauf auf die Kurssteigerung in der Regel

jeweils Abgeltungssteuer von 25 % gezahlt werden, es sei denn, der persönliche

Einkommensteuersatz liegt tatsächlich darunter.

COBURGR: Das ist wirklich interessant.

Haben Sie vielen Dank für das Gespräch!

Löwenstraße 27

96450 Coburg

Telefon: 09561 79 42 400

Fax: 09561 79 42 402

E-Mail: info@tb.legal

Internet: www.tb.legal

46 COBURGER | DAS MAGAZIN

AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 47



OPTIK MÜLLER

Advertorial

ZAHLEN & FAKTEN

seit 1896

Traditionelles

Optikerhandwerk

COBURGER: Als Traditionsoptiker betreibt Optik

Müller im Gegensatz zu vielen anderen Optikern auch

heute noch eine eigene Werkstatt. Wie groß ist das

Werkstattteam?

Interview mit Daniela Stolz, Augenoptikerin und

Werkstattleiterin bei Optik Müller in Coburg

Daniela Stolz: In Coburg befindet sich die Zentralwerkstatt

unserer beiden Geschäfte Rödental und Coburg.

Unser Werkstattteam besteht aus fünf Augenoptikern

beider Geschäfte, welche im Wechsel tätig sind und alle

über langjährige Werkstatterfahrung verfügen. Im Jahr

bearbeiten wir etwa 5.000 Gläser. Ausgestattet mit der

neuesten Technik und durch unser gebündeltes Knowhow

können wir fast alle Verglasungswünsche unserer

Kunden erfüllen.

COBURGER: Welche Leistungen können in der

Optik-Müller-Werkstatt genau umgesetzt werden?

Zahlen & Fakten

Die zehn wertvollsten

Unternehmen der Welt

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

Microsoft (Tech)

Apple (Tech)

Saudi-Aramco (Erdöl)

Alphabet / Google (Tech)

Amazon (Handel / Tech)

Tesla (Auto / Tech)

Meta / Facebook (Tech)

Berkshire Hathaway (US-Holdinggesellschaft

mit über 80 Unternehmen)

NVIDIA (Tech)

Taiwan Semiconductor (Tech)

Länder mit den größten

Goldreserven der Welt

in Tonnen

8,1

3,4

2,5

2,4

2,3

1,9

1,0

0,8

0,7

0,6

USA

Schweiz

Japan

Indien

Italien

Deutschland

Frankreich

Russland

China

Niederlande

SAUBERES COBURG

„Wert“ steht für

Zahl, mathematisches Objekt

Funktionswert

Größenwert

Messwert, Signal von einem Messgerät

Wert, moralisch erstrebenswerte Eigenschaft

oder Qualität

Wert (Wirtschaft), Bedeutung von Gütern

Wert, Maß in einer Wertung

„Das eigene Leben hat einen Wert,

solange man dem Leben anderer

einen Wert zuschreibt.“

Simone de Beauvoir

französische Schriftstellerin und Philosophin

Welche politischen und

sozialen Werte sind für Sie

am wichtigsten?

Frieden 59%

Menschenrechte 47%

Demokratie 37%

Rechtsstaatlichkeit 26%

Respekt 26%

Daniela Stolz: Mit unserem Schleifsystem neuester

Generation können wir Gläser mit Spitz- und Flachfacette,

Rille, mit Bohrlöchern, Minifacette sowie

Sport- und Stufenfacette versehen. Somit ist uns für

jede Fassungsart und jedes Fassungsmaterial die genau

richtige Be arbeitung der einzupassenden Gläser

möglich. Besondere Verglasungstechniken, z. B. für

Fassungen von Flair, Lindberg, MARKUS T, i.c.!Berlin

und Silhouette, beherrschen wir ebenso. Auch führen

wir Lötungen, Kittungen, Bügel- und Federscharnierreparaturen

genau durch.

COBURGER: Welche Vorteile entstehen durch die

hauseigene Werkstatt für die Optik-Müller-Kunden?

Daniela Stolz: Die Zufriedenheit unserer Kunden liegt

uns sehr am Herzen. Durch unsere hauseigene Werkstatt

können wir ganz gezielt auf individuelle Bedürfnisse

und Wünsche unserer Kunden eingehen und fertigen

jede Brille nach unserem hohen Qualitätsstandard.

Äußerst präzise, mit großer Sorgfalt und viel handwerklichem

Geschick passen wir alle Gläser unter Einhaltung

enger „optischer Normen“ auch ästhetisch perfekt

in jede Fassung ein. Auch genießen unsere Kunden den

besonderen Service, dass Reparaturen jeglicher Art und

Einschliffe neuer Gläser in eigene Fassungen binnen

weniger Stunden wieder abgeholt werden können.

COBURGER: Inwiefern profitiert die Beratung und

der Verkauf von der Werkstatt und dem traditionellen

Optikerhandwerk?

Daniela Stolz: Durch unsere Erfahrungen und

Erkenntnisse beim Verglasen und dem täglichen Umgang

mit verschiedensten Materialien treffen wir in der

Verkaufsberatung eine gezielte Glasauswahl, passend

zum Kundenwunsch und zum Fassungsmaterial. Alles

aus einer Hand, von der Sehanalyse bis hin zur fertigen

Brille, profitieren unsere Kunden von unserem Wissen

und unserer Handwerkskunst in der Augenoptik. Die

Zufriedenheit unserer Kunden hat für uns seit jeher

oberste Priorität.

Coburg, Mohrenstr. 31

Tel. 0 95 61 / 98 49

Mo. − Fr. 08.30 − 18.00 Uhr

Sa. 08.30 − 14.30 Uhr

Rödental, Bürgerplatz 8

Tel. 0 95 63 / 26 26

Mo. − Fr. 08.30 − 18.00 Uhr

Sa. 08.30 − 12.30 Uhr

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#klimar etter

48 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 49



KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF

Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der

großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe

einer oder eine – Männer und Frauen oder Diverse.

MACHERIN

Dieses Mal: Beate Heller, Gründerin und Leiterin der Galerie Späth. Sie holte unter anderem James Rizzi oder

auch James Francis Gill nach Coburg und ist mit ihrem künstlerischen Angebot weit über die Grenzen Coburgs

hinaus ein Begriff.

Sind Sie eine Macherin?

Macherin heißt für mich, ICH handle und setze eine Idee

in die Tat um. Das geht nur in Verbindung mit anderen.

Deshalb möchte ich meinen Mann Bernd Späth und unser

Team einbeziehen. Ein starkes und verlässliches Team,

das sich vertraut. Das ist der Boden unter meinen Galerie-

Füßen. Nur so kann man Macher sein.

Warum sind Sie eine Macherin?

Das ist vererbt. In meiner Familie sind und waren alle Macher

– selbständig oder politisch aktiv. Ich denke, dass ich

deshalb der Typ Mensch bin, der sich zu 150% einsetzt, um

etwas zu erreichen, wenn er begeistert von einer Sache ist.

Aufgeben zählt nicht. Ich versuche Menschen für meine Sache

zu begeistern und möchte am liebsten, dass die sofort

auf meinen Zug aufspringen und meine Freude und Begeisterung

teilen. Was mir auch meistens gelingt. Zum Glück

habe ich da meinen Mann, der mich immer wieder geerdet

hat.

Was macht das Machen aus?

Es war je eine spontane Entscheidung und Herausforderung,

eine Galerie in Coburg aufzubauen. „In Coburg?“

hieß es da. Ja, das ist möglich, haben wir gedacht. Ich war

da auch resistent für alle Warnungen und Zukunftsszenarien.

Das war gut so. Das möchte ich auch anderen Menschen

mitgeben, die sich vielleicht noch nicht entschieden haben,

eine Idee umzusetzen: Man muss sich treu bleiben, mutig

sein und Ruhe bewahren, wenn es erst einmal nicht steil

bergauf geht. Außerdem ist eine Voraussetzung, zu reflektieren

und aus Fehlern zu lernen. Folgender Gedanke hilft

immer: Aufstehen! Krone richten! Weiter machen!

Wie ging es los mit dem Machen?

Unsere Galerie entstand aus der Bildereinrahmung und

Glaserei, das Geschäft wurde von meinem Mann und Firmeneigentümer

Bernd Späth 1994 gegründet. Damals

war die Galerie ein kleines Geschäft an der Ketschendorfer

Kreuzung. Wir suchten Kontakte zu anderen Galerien,

Verlagen und Künstlern, unser Portfolio wuchs und wir

wagten die ersten Ausstellungen auf Schloss Hohenstein.

Glücklichen Umständen sei es gedankt, dass mein Mann

das alte Remisengebäude in der Rosenauer Straße/ Ecke

Wiesenstraße kaufen konnte und in kürzester Zeit mit viel

Liebe zu neuem Glanz verholfen hat. Viel Platz für Galerie,

Rahmenwerkstatt und zunächst auch für die Glaserei. Kurz

vor Weihnachten 2004 hatten wir plötzlich viel Platz. Das

war eine Chance! Der Mut und die Entscheidung für ein

hochwertiges Angebot und Investitionen hat uns kreativ

werden lassen. Wichtig für uns sind Qualität und Exklusivität,

Wertschätzung und Respekt. Eine Galerie in Coburg,

das war damals ungewöhnlich, die Vernissagen waren ein

neuer Treffpunkt. Als hätten wir in Coburg eine Lücke gefüllt.

Unsere Ausstellungen und Events sind bis heute gut

besucht und weit über die Grenzen Coburgs bekannt. Abseits

vom Mainstream arbeiten wir international mit vielen

außergewöhnlichen Künstlern zusammen. Wir haben viele

interessante Menschen kennengerlernt. Es hat sich gelohnt!

Ist die Region Coburg ein guter Ausgangspunkt?

Sowieso!!! Alles ist hier möglich!! Das erkennt man, wenn

man mit geöffneten Augen durch diese wunderschöne

Stadt geht. Ich bin hier aufgewachsen und auch zurückgekehrt.

Coburg ist liebenswert, was natürlich auch an denen

liegt, die bewusst, gerne und freiwillig hier wohnen und am

Leben in dieser Stadt teilnehmen. Wer dieser Stadt etwas

gibt bekommt es vielfach zurück.

Und: Der so oft geschmähte „Residenzler“ ist eine gute Spezies!

Manchmal braucht er halt ein bisschen – wenn man

Ihn auf seiner Seite hat, ist er aber zuckersüß.

Die Fragen stellte Wolfram Hegen.

50 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 51



COBURGS BESTE

Advertorial

Coburg, das Coburger Land und die angrenzenden Gebiete:

Eine lebenswerte Region, mitten in Europa. Naturnah und doch

urban, mit Sinn für Kultur, Platz für Freizeit, Raum für Bildung.

Und vor allem ein idealer Ort zum Arbeiten. Das belegen viele

erfolgreiche Unternehmen. Sie sind die Treiber der Region

Coburg, tief verwurzelt in ihrer Heimat und weltoffen zugleich,

verantwortungsbewusst, visionär.

Der COBURGER wählt sie aus und stellt sie vor – Unternehmen, die sich durch

die Kombination verschiedener Kriterien auszeichnen:

· Innovation

· Tradition

· Ausbildung

· Engagement

Diese Unternehmen bekommen vom COBURGER die Chance, sich als

COBURGS BESTE zu präsentieren. Unternehmen aus Industrie, Handwerk,

Handel oder Dienstleistung.

In einem gemeinsamen Workshop erarbeitet der COBURGER den Wesenskern

dieser Unternehmen heraus. Danach entwirft das COBURGER-Team – bestehend

aus Redakteur, Designer und Marketingfachleuten – eine ganz individuelle

vierseitige Präsentation: Was treibt das Unternehmen, wo sieht es sich in Zukunft,

welche Visionen tragen es?

Sie sind …

Das waren bisher

seit Dezember 2018:

®

COBURGS BESTE ist des LABEL des COBURGER für die

besten Unternehmen seit Ende 2018.

COBURGS BESTE nennen sich heute schon viele Unternehmen der

Region Nordwestoberfranken und Südthüringen.

In diesem COBURGER tragen

zwei Unternehmen den

Titel „COBURGS BESTE“:

Hat Ihr Unternehmen auch das Label „COBURGS BESTE“ verdient?

Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf:

Anke Feuer | feuer@coburger-magazin.de

Wolfram Hegen | hegen@coburger-magazin.de

52 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 53



Advertorial

Coburgs Beste

Unser Erfolgsgeheimnis

sind unsere

Warum Werte bei DELIFE das

Fundament für die Zukunft sind

Mitarbeiter

Seit 2008 erobern Max und Nicki Kirchner mit ihrem Unternehmen

DELIFE die Möbelwelt in ganz Europa. Das Geheimnis

für ihren Erfolg kennen die beiden genau – es sind die über

120 engagierten Mitarbeiter, die das Familienunternehmen unauf -

haltsam machen.

Außergewöhnliche Möbel und Wohnaccessoires ohne lange Lieferzeit,

das macht den Onlineanbieter DELIFE mit Sitz in Ebersdorf für

Kunden in ganz Europa so attraktiv. Jedes Jahr wächst das Unternehmen

kontinuierlich und kann, wie etwa durch mit der Auszeichnung

Bayerns Best 50 im Jahr 2021, immer neue und beeindruckende Erfolge

vorweisen. „Unsere Belegschaft ist bunt und vielseitig. Sie kommt

aus aller Welt mit unterschiedlichen Religionen, Muttersprachen und

Hintergründen. Und das ist absolut gut so“, erzählen die Brüder.

„Die flachen Hierarchien und kurzen Entscheidungswege machen uns

viel schneller als andere Unternehmen. Wir leben von der Offenheit und

den Ideen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – das funktioniert

nur in einer familiären Atmosphäre“, ist Max Kirchner überzeugt. Das

ist aufwändig, weil jede und jeder einzelne seine Bedürfnisse hat –

wie in einer richtigen Familie eben auch. Aber es lohnt sich. Das

Klima im Betrieb ist gut, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter denken

mit und bringen sich ein. „Der Arbeitsplatz ist doch wie ein zweites

Zuhause. Hier muss man sich wohl und inspiriert fühlen, um seine Auf -

gaben erledigen zu können und neue Ideen zu entwickeln“, sagt Nicki.

Dazu gehören auch das „Du“, flache Hierarchien und ein offenes Ohr:

„Wir sind froh, dass sich unsere Mitarbeiter mit ihren Sorgen und Problemen

an uns wenden. Das zeigt uns, dass sie uns vertrauen und

wir offen sprechen können. Und Offenheit macht es immer leichter,

Lösungen zu finden, von denen alle profitieren“, beschreibt Max wie

Geben und Nehmen bei DELIFE zusammenhängen.

Nicki + Max

Geschäftsführer von DELIFE

DELIFE Store auf 3000 m 2

Ehrlicher Straße 19 in 96237 Ebersdorf

Montag bis Freitag von 8 – 17 Uhr

Samstag von 10 bis 16 Uhr

„Es ist doch eigentlich ganz logisch, dass man besser arbeitet und

glücklicher lebt, wenn man in einem Unternehmen tätig ist, das gesund

wirtschaftet und auch für die nächsten Jahre auf stabilen Füßen steht“,

sagt Max. Nachhaltigkeit ist bei den Produkten, aber auch bei der

Lebens planung notwendig. „Unsicherheit macht Menschen auf Dauer

doch extrem unglücklich. Es nimmt die Motivation und die Freude,

etwas leisten zu wollen. Deshalb planen wir alles immer langfristig, um

den Menschen eine gute Perspektive zu geben, was wiederum uns eine

gute Perspektive gibt“, ergänzt Nicki. Eigentlich klar, dass DELIFE auch

selbst ausbildet – und die Azubis auch übernehmen will. „Schließlich

erhalten wir super ausgebildete Mit arbeiter, die uns kennen, die wir

kennen und wo das Vertrauen einfach schon da ist.“

www.delife.eu

Hier findest du alle Infos

und offenen Stellen für

eine Karriere bei DELIFE:

www.DELIFE.eu/info/

jobs-und-karriere

Benefits

Nur wer sich wohlfühlt, kann mit ganzer Leidenschaft

seiner Berufung nachgehen. Deshalb bietet

DELIFE umfangreiche Benefits und arbeitet stetig

an weiteren Maßnahmen, die den Arbeitsalltag

noch besser machen.

Mitarbeiterrabatte &

Gewinnbeteiligungen

Zusätzliche Sozialleistungen,

z. B. Vermögenswirksame

Leistungen und betriebliche

Altersvorsorge

Flexibles Arbeitszeitmodell

mit Homeoffice und individuellen

Arbeitszeitregelungen

Betriebliches

Gesundheitsmanagement

Spannende Karrierechancen

und individuelle Möglichkeiten

zur persönlichen und fachlichen

Weiterentwicklung und -bildung

Viele Mitarbeiterevents

wie Sommerfeste und

Weihnachtsfeiern

Kostenlose Heiß- und

Kaltgetränke mit Obst

und Naschereien in

vollausgestatteter Küche

und Aufenthaltsräume inkl.

Kicker, TV und Airhockeytisch

2 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 40 / AUGUST 2020 AUSGABE 40 / AUGUST 2020 COBURGER | DAS MAGAZIN 3



Ich kann meiner Arbeit nachgehen und

mein Zwillingsmama-Dasein genießen.

familiäre Atmosphäre

Es ist immer jemand da,

der einem hilft.

nachhaltig + sozial

Arbeitsplatzsicherheit

Unterstützung + Hilfe

Anna

Online Marketing Managerin,

seit 8 Jahren bei DELIFE

Anna kam 2014 als Content- und Social Media-Managerin zu

DELIFE. „Ich war vorher in einem großen Konzern tätig und schon

am ersten Tag begeistert, dass ich sofort Projekte umsetzen

durfte, deren Genehmigung bei meinem früheren Arbeitgeber

Monate gedauert hätte“, erzählt die Bambergerin. „Im Team mit

zwölf Mitarbeitern durfte ich dann auch die Pressearbeit, das

Affiliate-Marketing und die Betreuung unserer Azubis übernehmen.“

2016 wurde Anna schwanger mit Zwillingen. „Ich habe mich so

gefreut“, sagt Anna. „Schnell war klar, dass ich unmöglich weiter

in Ebersdorf arbeiten und gleichzeitig die Kinder pünktlich von

der Krippe abholen können würde.“ Die Kirchners boten Anna an

(lange vor Corona), vier Tage die Woche von zu Hause aus zu

arbeiten. „Das klappte von Anfang an super“, freut sie sich.

„Ich kann weiter meiner Arbeit nachgehen und gleichzeitig mein

Zwillingsmama-Dasein genießen. Klar bleibt es aufregend und

wird manchmal auch stressig. Aber es ist genau so, wie ich es

haben möchte.“

Wir suchen Dich

im Marketing!

· Marketplace Manager

(m/w/d)

· Auszubildender zum

Kaufmann für E-Commerce

(m/w/d)

Said

mit seinem Bruder

Lagerist, seit 7 Jahren bei DELIFE

Said kam 2013 aus Marokko nach Deutschland. 2015 wurde er

von einer Zeitarbeitsfirma an DELIFE vermittelt und zeigte überdurchschnittliche

Motivation und Zuverlässigkeit. Nach einem

Jahr bekam er eine Festanstellung in einem von sechs Lagern mit

einer Gesamtfläche von 45.000 Quadratmetern. Ein weiteres Jahr

später machte er seine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik.

„Danach wurde ich schnell stellvertretender Lagerleiter und dann

sogar Lagerleiter,“ erzählt Said. „Weil ich jedoch mehr Freizeit

wollte, bin ich jetzt wieder Kommissionierer – auch das war überhaupt

kein Problem. Man kann immer etwas lernen, die vielen Feste

gefallen mir und es ist immer jemand da, der einem hilft.“ Auch

sein jüngerer Bruder macht jetzt eine Ausbildung hier vor Ort als

Fachlagerist. „Ob IHK oder Ausländerbehörde – DELIFE war immer

da, hat alles geregelt und meinem Bruder eine Chance gegeben.

Das machen nicht viele und deshalb freue ich mich umso mehr,

hier zu arbeiten.“

Wir suchen Dich

im Lager!

· Logistikleiter (m/w/d)

· Mitarbeiter Lagerlogistik (m/w/d)

· Polsterer/Schreiner (m/w/d)

offene Kommunikation

Ich habe viele Freiheiten

und Möglichkeiten.

Lifestyle-Arbeitsplatz

Eine Atmosphäre, in der man

seine Meinung sagen kann.

Vorausdenker

positives Arbeitsklima

Wir suchen Dich

in der Technik!

· Softwareentwickler (m/w/d)

· Systemadministrator

(m/w/d)

· Auszubildender zum

Fachinformatiker für

Anwendungsentwicklung

(m/w/d)

Andreas ist bereits seit 2010 Teil des Unternehmens. „Ich habe

zunächst als Fotograf angefangen“, erzählt der gelernte Schreiner.

„Wir waren gerade einmal zu viert im Büro und ich habe die ersten

Möbel noch bei mir zu Hause fotografiert, weil es noch kein Fotostudio

gab.“ Mit dem Erfolg von DELIFE wuchsen auch seine

Aufgaben bereiche. Neben der Fotografie kamen die Grafik und

auch immer mehr technische Tätigkeiten hinzu. „Ich war schon

immer ein IT-Nerd. Ich habe überall reingeschaut und mitgemacht

und so bin ich zum leitenden Systemadministrator in unserem

Technikteam mit acht Mitarbeitern geworden.“ Nebenbei

jettet Andreas regelmäßig um die Welt, um als Fotograf bei den

Fashion-Weeks unterwegs zu sein. „Ich habe viele Freiheiten

und Möglichkeiten bei DELIFE, werde am Erfolg beteiligt und

kann meine Arbeit mit meinen Interessen verbinden“, freut sich

der leidenschaftliche Plattensammler, „und das ist der Grund,

warum ich seit 12 Jahren quasi zum Inventar gehöre.“

Andreas

Teamlead Systemadministration,

seit 12 Jahren bei DELIFE

Wir suchen Dich

im Kreativteam!

· Stellvertretender

Creativ Director (m/w/d)

· Mediengestalter/Grafiker

(m/w/d)

· 3D-Produktvisualisierung/

Konstrukteur (m/w/d)

· Fotograf (m/w/d)

Susanne hatte schon immer eine Passion für Möbel und Interior.

Deshalb ergriff sie begeistert die Chance bei DELIFE, als Mediengestalterin

anzufangen. „Von Anfang an gefiel mir der hilfsbereite

Umgang miteinander“, erzählt sie. „Das hat mir den Start leicht

gemacht, zumal man immer kreativer arbeiten kann, wenn es

eine Atmosphäre gibt, in der man seine Meinung sagen kann.“

Susannes Tätigkeiten sind vielfältig. Arbeitete sie zunächst

oft im Fotostudio, gestaltete Moodboards und inszenierte den

DELIFE-Store, liegt ihr Schwerpunkt heute auf der Gestaltung

der Website, von Mockups über das CI bis zu verschiedensten

Printarbeiten. „Ich finde es faszinierend, von der Entwicklung

eines Produkts, über seine Inszenierung bis zur fertigen

Dar stellung von Anfang an dabei zu sein.“ Ein Shooting mit ihrer

gesamten Familie für die Startseite war ein besonderes Highlight

für Susanne. „Wir probieren immer wieder neue Dinge aus“, sagt

sie und lacht. „Es bleibt einfach spannend.“

Susanne

Mediengestalterin für Digital und Print,

seit 3 Jahren bei DELIFE

Ich kann mich in die Richtung

entwickeln, die mir Spaß macht.

ausgezeichneter

Ausbildungsort

Viele internationale Mitarbeiter mit

ganz verschiedenen Charakteren.

neue Karrierechance

teamorientiert

Mara macht gerade ihre Ausbildung bei DELIFE und ist mit 18 Jahren

die Jüngste von sieben Azubis. „Mein Alter ist aber nie ein Problem“,

sagt sie. „Ich wurde in allen Abteilungen als vollwertiges Mitglied

Wir suchen Dich

des Teams aufgenommen und durfte schnell an wichtigen Projekten

mitarbeiten.“ Mara entdeckte eher zufällig die Ausbildung zur im Einkauf!

E-Commerce-Kauffrau – ein junger Ausbildungsberuf, der Kreativität

und kaufmännische Prozesse verbindet. „Mit der Entscheidung · Auszubildender zum

bin ich total glücklich. Ich kann vom Einkauf, über den Support bis Kaufmann für Büromanagement

hin zum Marketing in alle Abteilungen reinschnuppern und mich genau

in die Richtung entwickeln, die mir am meisten Spaß macht.“

(m/w/d)

Mara

Gerade durchläuft Mara die Einkaufsabteilung mit einem neunköpfigen,

internationalen Team. Die frisch gewählte Azubi-Sprecherin

· Leitung Einkauf (m/w/d)

· Prozessmanager IT Logistik

sagt: „Ich fühle mich sehr wohl bei DELIFE. Besonders mag ich,

& Einkauf (m/w/d)

dass man als Azubi bei Projekten oder Mitarbeiterevents richtig

mitwirken kann. Man lernt viel mehr, wenn man wie ein festes · Einkäufer Europa/Asien

Auszubildende zur Kauffrau für E-Commerce,

Teammitglied behandelt wird.“

(m/w/d)

seit 2 Jahren bei DELIFE

4 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022

international

Robrecht, den alle Robbe nennen, kam 2012 aus Belgien nach

Coburg und war sofort von Land und Leuten begeistert. Als DELIFE

2018 seinen niederländischen Onlineauftritt plante, stieß Robbe

aufgrund seiner holländischen Sprachkenntnisse zum Unter -

nehmen dazu. „Ich hatte überhaupt keine Ahnung von Technik oder

wie ein Online-Shop funktioniert“, lacht der Belgier. „DELIFE hat

Robrecht

mir die Chance gegeben, einen neuen beruflichen Weg einzuschlagen.

Ich habe in kürzester Zeit so viel gelernt, vor allem,

dass ich gerne mit Kunden aus aller Welt in Kontakt bin und

Wir suchen Dich

ihnen helfe, das perfekte Produkt zu finden.“ Robbe hat sich in

im Vertrieb!

wenigen Jahren zum Teamleader International mit drei Mit arbeitern

hochgearbeitet und betreut heute auch die franzö sischsprachige

· Kundenberater Key Account

DELIFE-Seite. „Mir gefällt die familiäre Atmosphäre mit vielen

Manager Niederlande (m/w/d)

internationalen Mitarbeitern und ganz verschiedenen Charakteren“,

sagt Robbe. „Jeder bekommt hier eine Chance und kann mit · Kundenberater E-Commerce

Teamlead International,

Motivation und eigenen Ideen viel erreichen.“

(m/w/d)

seit 4 Jahren bei DELIFE

AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 5



Advertorial

Spielzeug zum Vererben

„Entscheidend ist,

miteinander Zeit zu verbringen.“

Coburgs Beste

Kinder können alles.

Sie dabei zu unterstützen, ist unser Auftrag.

„Wir haben eine starke Tradition – zu der gehört auch,

dass wir uns stetig weiterentwickeln“, sagt Sabine Habermaass.

Schon ihr Großvater arbeitete für die „schönste

Zielgruppe der Welt“, wie sie es nennt. Kinder und ihre

Familien. „Entscheidend ist doch, dass wir als Familie Zeit

miteinander verbringen.“ Die Spielsachen von HABA

stehen für Langlebigkeit und sollen von einer Generation

an die nächste weitergegeben werden. Die Produkte

sind so gestaltet, dass Raum für Kreativität entsteht. Fast

nebenbei entsteht so zeitloses Design, wie beispielsweise

bei der Ziehente: Sie ist seit 1954 ein fester Bestandteil

des Sortiments und heute immer noch in vielen Kinderzimmern

zu fi nden.

Mit „Obstgarten“ sind schon viele

Kindergenerationen großgeworden.

Sabine Habermaass, geschäftsführende

Gesellschafterin

und Tim Steffens, Geschäftsführer

der HABA FAMILYGROUP

Für uns ist ganz klar: Kinder können einfach alles.

Sie dabei zu unterstützen war, ist und bleibt unser

Auftrag“, erklärt Sabine Habermaass, Geschäftsführende

Gesellschafterin der HABA FAMILYGROUP.

„Alles was wir tun, tun wir aus dem gleichen Antrieb:

Unsere Welt und unsere Leidenschaft sind

Kinder und ihre Familien. Mit Fantasie, Herzblut und

den eigenen Erfahrungen unserer Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter können wir generationsübergrei-

fend und nachhaltig denken und handeln.“

Genau das macht die HABA FAMILYGROUP einzigartig

und zur Heimat der Marken HABA, HABA

Digitalwerkstatt, HABA Pro, JAKO-O und aller

Menschen, die dort beschäftigt sind. Die HABA

Ente ist dabei eine treue Gefährtin und macht

als Markenbotschafterin die Mission des Familienunternehmens

lebendig.

Holz aus der Region

Wir übernehmen

Verantwortung

Nachhaltigkeit ist fest in der DNA des

Familienunternehmens verankert und

wird seit Beginn der über 80-jährigen

Firmengeschichte gelebt. „Eine gute

Nachhaltigkeitsstrategie geht mit einem

guten Geschäftsinteresse einher“, sagt

Geschäftsführer Tim Steffens. Eine wichtige

Rolle spielt dabei der Materialeinsatz.

„Wir beziehen unser Holz zu 98 Prozent

aus der Region“, sagt Steffens. 5000 Festmeter

Buchenholz kommen jährlich aus

einem Umkreis von maximal 150 Kilometern.

„In der Zusammenarbeit mit den Lieferanten

wird insbesondere Wert darauf gelegt,

dass Holz aus zertifi zierter Forstwirtschaft

eingesetzt wird. Das ist für uns genauso

wichtig, wie die regionale Herkunft

unserer Rohstoffe“, so Steffens.



The Playground

Gemeinsam. Zukunft.

Gestalten.

„Bei uns kann man gegen den Strom

schwimmen“, sagt Tim Steffens. Gemeinsam.

Zukunft. Gestalten. Diese drei Begriffe prägen

jeden einzelnen Arbeitsplatz der HABA

FAMILYGROUP. Die Jobwelt des größten

Arbeitgebers des Landkreises Coburg heißt

daher auch „Playground“ – Spielplatz.

„Wir leben die Lernkultur: Unsere Beschäftigten

können ausprobieren und einfach

machen“, beschreibt Steffens den Geist des

Familienunternehmens. Flexibilität wird in

der HABA FAMILYGROUP in vielerlei Hinsicht

großgeschrieben: Mobiles Arbeiten ist ein

wichtiger Baustein der Unternehmenskultur –

auch über die Pandemie hinaus. Unsere

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können,

wenn es ihre Tätigkeit zulässt, die Hälfte ihrer

Arbeitszeit im Jahr von zuhause aus arbeiten.

Auch bei der Wahl des Arbeitsortes

legen wir Wert darauf und überlassen unseren

Beschäftigten die Entscheidung, ob sie

am Standort Bad Rodach oder im neuen

Hauptstadtbüro in Berlin tätig sein möchten.

Offene Stellen auf

dem Playground der

HABA FAMILYGROUP

fi nden Sie hier:

Ausbildung

Deutschlands beste Holzmechaniker

kommen aus Bad Rodach

Von Holzmechanik über Mediengestaltung bis hin zu Produktionstechnologie:

Seit über 80 Jahren begleitet die HABA

FAMILYGROUP junge Menschen beim Start ins Berufsleben und

bildet in 10 Fachrichtungen aus. Das Familienunternehmen

stellte bereits zum 12. Mal seit 2006 den besten Holzmechaniker

Deutschlands. Der Grundstein für eine erfolgreiche Berufsausbildung

wird in der unternehmenseigenen Lehrwerkstatt gelegt.

Dort lernen die angehenden Nachwuchskräfte den Werkstoff

Holz von Grund auf kennen, um später eigenständig und mit

modernster Technik arbeiten zu können. Nach dem Motto

„Learning by doing“ durchlaufen die jungen Leute die verschiedensten

Bereiche der Fertigung und können so ihr späteres

Einsatzgebiet ausloten.

Digitalwerkstatt

Die Bildung der Kinder

liegt uns am Herzen

Kann man mit einer Banane Musik machen?

Wie kann spannender Mathe-Unterricht mit

Robotern aussehen? Und müssen Kinder eigentlich

überhaupt mit digitalen Geräten arbeiten

und wenn ja, wie? Antworten auf diese Fragen

gibt die HABA Digitalwerkstatt. Dort erleben

Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren die

digitale Welt spielerisch, können kreativ sein

und erleben jede Menge Aha-Momente.

An zehn Standorten in Deutschland bietet die

Digitalwerkstatt neben Angeboten für Kinder

und Familien auch Fortbildungen für Lehrkräfte

und pädagogische Fachkräfte. Alle Kinder in

Deutschland sollen an unserer digitalisierten

Gesellschaft teilhaben können – unabhängig

von schulischen Angeboten, dem Know-how

der Familien, individuellen Stärken oder etwaigen

Beeinträchtigungen.

International

Von Bad Rodach aus in die ganze Welt

Die HABA FAMILYGROUP befi ndet sich auf internationalem Wachstumskurs:

Mit der Übernahme der Online-Händler Bella Luna Toys und Oompa baut das

oberfränkische Familienunternehmen, das neben seinen Standorten in Europa

auch Niederlassungen in Amerika und Asien hat, seine E-Commerce-Präsenz

in den USA aus. Auch in China beispielsweise wächst die Nachfrage nach

Spielzeug aus Bad Rodach. „Wir machen unser Sortiment und alle Marken

interna tional fi t und bieten dabei Familien und Kindern einen sinnvollen Mix

aus analog und digital, genau das trifft den heutigen Zeitgeist“, erklärt Tim

Steffens. „Wir gehen mutig in die Zukunft. Bei aller nationaler und internationaler

Expansion bleiben wir unseren Wurzeln und unserer Identität als authentisches

Familienunternehmen treu“, fasst Sabine Habermaass zusammen.

HABA FAMILYGROUP

www.habafamilygroup.com



Von Wolfram Hegen

FINORI

Advertorial

Stefan Finzel &

20 Jahre finori

Der eigene Weg

Es ist die Geschichte von einem, der

sich auf den Weg gemacht hat, auf den

eigenen Weg, den er mutig an ge gangen

ist vor zwanzig Jahren, der ihn manch mal

hat stolpern, aber nie umfallen lassen, der

ihn erfahrener gemacht hat, auf dem er

einzelne Menschen ge troffen hat, die ihn

bremsen, aber mehr, die ihm helfen, ihm

zur Seite stehen, ein Weg, der sich oft vor

ihm ge gabelt hat und er sich ent scheiden

musste, ein Weg, der ihn gelehrt hat, demütig

sein zu müssen und gleichzeitig stolz

sein zu dürfen, ein Weg, der er weitergehen

wird: Der Weg von Stefan Finzel und

seinem Möbel unter nehmen finori, das vor

zwanzig Jahren entstanden ist.

2002Stefan Finzel hat einen guten

Job in der Möbelbranche, arbeitet

in leitender Position. Aber in ihm lebt schon lange

ein anderer Traum. Die eigene Firma. „Ich wollte

mich schon immer selbst verwirklichen, es wäre

doch schön, für sich selbst zu arbeiten, etwas Neues

aufzubauen.“ Das Risiko scheut er nicht, „wenn es

funktioniert, profitierst Du ja auch mehr davon.“

Also gründet er 2002 gemeinsam mit einem Mitgesellschafter

die Firma finori in Niederfüllbach, „das

klang so schön italienisch, und ich liebe Italien.“ Das

Logo sieht ein bisschen aus wie das von Ferrari, und

auch sein Unternehmen nimmt sehr schnell Tempo

auf, fast fünf Millionen Euro Umsatz im ersten

Jahr. finori beliefert den Lebensmitteleinzelhandel,

die Normas, Nettos und Lidls, mit Aktionsartikeln,

Massenware vom Regal bis zu Drehstühlen. Ein

Hersteller unterstützt das Startup, liefert Ware und

lässt sie sich erst nach Verkauf im Handel bezahlen.

„Ohne solche Menschen wäre das alles nicht möglich

gewesen, er hat uns vertraut, wir hatten ja nicht viel

Startkapital.“ Mit dem damaligen Inhaber dieses

Herstellers ist Stefan Finzel noch heute befreundet,

COBURGER | DAS MAGAZIN 63



20 JAHRE

FINORI

einer dieser Wegbegleiter, die man braucht. Weitere

Lieferanten kommen dazu, das Geschäft brummt.

finori entwickelt die ersten eigenen Möbel, Retrolook,

eine selbst entwickelte Folie sorgt für Hochglanz,

„bunte Sachen, ein absoluter Renner.“ Möbelhäuser

wollen finori verkaufen, man vergrößert das

Sortiment, stellt Personal ein. Ein rasanter Erfolg.

Mitbewerber erkennen den Markt, machen Konkurrenz,

die Gewinnmargen sinken, finori reagiert,

mehr eigene Produkte, ein großes Lager. „Wir kamen

mit dem Liefern nicht mehr nach, europaweit,

haben uns im Erfolg gesonnt.“

2006

Doch plötzlich bricht der Verkauf

ein. Die Lager aber sind

noch voll. finori verliert alles, das ganze Geld der

letzten Jahre. „Man denkt halt, es geht immer so

weiter, aus dieser Naivität habe ich gelernt.“ Die

Firma nämlich steht kurz vor dem Aus. „Wir sollten

Eigenkapital nachschießen, um nachzuweisen, dass

wir hinter der Firma stehen.“ Dazu kommt Ärger

mit seinem Kompagnon. Beide trennen sich, Finzels

Vater steigt ein, „so sind wir einigermaßen aus der

2016

Und die geht stetig nach oben.

Vor allem auch dank eines Franzosen,

Frédéric Brasseur, einem dieser Wegbegleiter,

die aus einem Weg einen erfolgreichen Weg

machen. Hartnäckig hat Finzel um den begehrten

Vertriebsprofi geworben, der nach einer neuen Aufgabe

sucht, der viele Angebote hat, „es hat mich riesig

gefreut, dass er bei uns zugesagt hat.“ Der neue

Mitarbeiter macht aus einem Export von 2 Millionen

Euro innerhalb von wenigen Jahren das zehnfache,

über 20 Millionen Euro. Das Exportgeschäft in viele

Länder der Welt wächst stetig auf heute 30-40%

des Gesamtumsatzes. „Deswegen sind wir auch gut

durch die Coronakrise gekommen, weil es weltweit

immer Märkte gab, die geöffnet waren, wo wir unsere

Produkte verkaufen konnten.“ Und auch das mittlerweile

etablierte Onlinegeschäft trägt einen wichtigen

Teil dazu bei, wie auch die deutlich stärkere

Präsenz in Deutschland, Dank Hermann Lehmann,

den man 2014 gewinnen konnte.

„Ich bin schon geflasht, wie wir vor zwanzig Jahren

angefangen haben und wo wir jetzt stehen.“

Stefan Finzel

Krise herausgekommen.“ Finzel lernt aus dieser Erfahrung:

Nie die Bodenhaftung verlieren, immer auf

mehreren Beinen stehen, mehr Lieferanten, mehr

Banken, so steht man sicherer. Und wenn ein Geschäft

nicht funktioniert, ein Produkt sich nicht verkauft,

dann runter mit den Preisen, damit die Lager

nicht volllaufen.

2012

So erholt sich finori schnell von

der Krise auch Dank Stefan Welack,

der 2005 ins Unternehmen eingetreten und bis

jetzt seine rechte Hand ist. Zum zehnjährigen Geburtstag

zieht das Unternehmen nach Untersiemau

um mit einem eigenen Firmengebäude, einer eigenen

Ausstellung. „Wir wollten unsere Möbel präsentieren.“

Finzel richtet einen Trendstore ein, der

Umsatz vor Ort ist gut, „aber wir hatten viel zu viel

Aufwand.“ Wieder ein Lernprozess für Stefan Finzel,

eine Weggabelung, an der er sich entscheidet: Er

zieht sich aus dem Einzelhandel zurück und konzentriert

sich wieder auf den Großhandel. Das Gebäude

in Untersiemau wird zum Headquarter für die Entwicklung

der nächsten zehn Jahre.

finori beliefert seit 2002 weltweit

Kunden den Sparten SB und

Junges Wohnen mit zerlegten

Möbeln aus den Bereichen Living,

Working und Dining.

2022

„Ich bin schon geflasht, wie wir

vor zwanzig Jahren angefangen

haben und wo wir jetzt stehen“, sagt Stefan Finzel

heute rückblickend. „Man hat ja immer neue Zielsetzungen,

wenn man 20 Millionen Umsatz erreicht,

ist man begeistert, dann sind es 50 Millionen, und

heute 70.“ Manchmal hatte finori 20% Umsatzsteigerungen

pro Jahr mit allen Herausforderungen an die

eigene Struktur, Mitarbeiter, Logistik. Heute fahren

40-50 LKW-Züge pro Tag für finori, 40 000 Palettenstellplätze

hat man bei einem Logistikpartner in

Westfalen, beschäftigt in Untersiemau 50 Mitarbeiter,

darunter drei Designer, vier Grafiker und zwei

Produktmanager. Eigene Entwürfe stehen heute im

Mittelpunkt und exklusive Kollektionen für Großkunden.

20..

Stefan Finzel will das Unternehmen

auch in Zukunft als Familienunternehmen

weiterführen, auf dem Weg der letzten 20 Jahre

weitergehen. „Gute Partnerschaften sind mir sehr

wichtig, zu unseren Kunden, Lieferanten, und vor

allem auch zu unseren Mitarbeitern, ohne die der

Erfolg nicht möglich wäre.“

finori GmbH

Straßäcker 2

D-96253 Untersiemau

09565 / 54 281-0

info@finori.com

www.finori.com

64 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 65



Das professionelle Team

von Hörgeräte Geuter

HÖRGERÄTE GEUTER

Advertorial

Eine starke

Mannschaft

Hörgeräte Geuter ist der Ansprechpartner für alle Fragen

rund um gutes Hören. Gehörschutz, Hörgeräteversorgung,

Beratung bei Tinnitus-Patienten, Hörtraining,

Cochlea-Implantate, Kinder-Versorgung (Pädakustik)

Philipp Röhm

Hörakustiker, Spezialist für Gehörschutz und

Cochlea-Implantate

Sina Heß

Hörakustikerin

Simone Vöth

Fachassistentin für Hörakustik, Service

und vieles mehr.

In der Zentrale des Meisterbetriebs in Coburg stehen

über 10 ausgebildete Fachkräfte zu Verfügung, davon

fünf Hörgeräteakustikmeisterinnen beziehungsweise

-meister, dazu fünf Hörräume mit modernster Technik.

Der Hörraum ist das Herz jedes Hörakustik-Fachgeschäfts.

Hier beraten die Fachleute von Hörgeräte

Geuter, testen mit ihren Kunden Hörsysteme, passen

Hörgeräte an und sorgen für die Wartung. Ein Alleinstellungsmerkmal

des Unternehmens ist die sogenannte

terzo®-Gehörtherapie mit integriertem Gehörtraining,

welches für das Hören wichtige Nervenzellen reaktiviert.

Und auch in den Niederlassungen in Lichtenfels und Kronach

sorgt Hörgeräte Geuter für professionelle Beratung und

Betreuung von Kundinnen und Kunden aus der gesamten

Region. Damit ist Hörgeräte Geuter Oberfrankens größtes

reines Hörakustikgeschäft.

Andrea Wendler

Fachassistentin für Hörakustik, Service

Carla Müller

Hörakustikmeisterin, Pädakustikerin

Simon Krackau

Hörakustikmeister, Pädakustiker

Das terzo-Zentrum Hörgeräte Geuter ist der

Ansprechpartner rund um das gute Hören. An allen

drei Standorten – Coburg, Kronach und Lichtenfels

– beraten Hörakustiker, passen die Geräte an und

begleiten die Kunden im Nachgang. Am besten

gleich Termin vereinbaren.

Mohrenstraße 18 | 96450 Coburg

09561 / 9 57 31

coburg@hoergeraete-geuter.de

www.hoergeraete-geuter.de

Jessica Heß

Konstantin Schemberger

Alexandra Schillig

Tim Bachmann

Öffnungszeiten

Geschäftsführerin und Hörakustikmeisterin Hörakustikmeister, Filialleiter Coburg

Hörakustikerin, Pädakustikerin

Hörakustikmeister, Pädakustiker,

Montag bis Freitag 8:30 bis 18:00 Uhr

Cochlea-Implantate

Kronach und Lichtenfels bis 17:30 Uhr

Samstag 8:30 bis 13:00 Uhr

66 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 67



BÄTZOLDT

Advertorial

STARKE TYPEN

für jeden Einsatz!

Die Firma Bätzoldt oHG besteht seit 1949 in Coburg und ist ein in der dritten

Generation geführter Familienbetrieb mit 9 Mitarbeitern. Entstanden aus einer

Bosch-Batterieladestation hat der Betrieb mittlerweile drei Geschäftszweige.

Die KfZ-Werkstatt für PKW, Transporter und Wohnmobile, angeschlossen an das

Meisterhaft-Konzept der Stahlgruber-Gruppe. Die Gartenabteilung mit eigener

Werkstatt und großem Verkaufsraum, hier finden die Kunden vorwiegend Produkte

der Firma Stihl, Sabo, John Deere, Tielbürger und Remarc, sowie die Zweiradabteilung

für die Marken Kymco und Super Socco, mit Reparaturwerkstatt und Verkauf.

Auf ins Frühjahr

Der COBURGER im Gespräch mit Erik und Natalie Bätzoldt.

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z. B. Implantate

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gefertigt auf LASCO Produktionsanlagen – seit 1863

International führende Hersteller hochwertigster Komponenten vertrauen

auf unsere nahezu lückenlose Palette klassischer Werkzeugmaschinen

für die Umformtechnik. Sie reicht von hydraulischen Pressen, Gesenkschmiedehämmern,

Gegenschlaghämmern über Spindelpressen,

Vorformaggregate, Reck- und Querkeilwalzen, Sondermaschinen

bis hin zu Automatisierung von Maschinen und Anlagen.

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COBURGER: Erik, seit zwei Jahren seid ihr nun

im Zweiradgeschäft tätig. Wie sind die beiden

Marken Kymco und Super Socco angenommen

worden?

Erik: Ich kann mich nicht beschweren, unser

Kundenstamm wächst, auch wenn der Start

etwas holprig war. Die 50-ziger und 125-ziger

Roller sowohl als Benzin als auch auf Akku-Basis

haben wir gut verkauft. Gerade haben wir neue

Modelle, den SUPER 8 R 50i in Apfelgrün hereinbekommen

und einen DT X360 350i ABS

Cross-Over in Grau-Orange, beides Modelle

der Firma Kymco. Obwohl die aktuelle Liefersituation

etwas angespannt ist, können wir

unseren Kunden einen bereits gut bestückten

Ausstellungsraum präsentieren, sowohl mit

Rollern als auch mit Zubehör wie Helmen und

Handschuhen. In der Zweiradabteilung sind wir

auch samstags von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr da

und freuen uns auf Besuch. Am besten vor Ort

einen Eindruck der schnittigen Stadtflitzer verschaffen.

COBURGER: Das Frühjahr steht vor der Tür und

die neue Zweiradsaison beginnt, was sollte deiner

Meinung nach der Zweiradfahrer zu Beginn der

neuen Saison beachten?

Erik: Bevor man mit dem Bike

in die neue Saison startet, sollte

man sich vergewissern, ob das Zweirad

fahrtauglich ist und falls benötigt,

sich rechtzeitig um ein neues Versicherungskennzeichen

kümmern. Wie

sieht es mit der HU und AU aus, ist die

Batterie bzw. der Akku geladen? Wie

ist die Beschaffenheit der Reifen? Die

Profiltiefe sollte überprüft werden. Braucht

das Zweirad einen Frühjahrcheck beim Fachhändler

oder kann ich zumindest selbst die Beleuchtung

und die Flüssigkeiten am Bike überprüfen?

Wenn die wichtigsten Dinge überprüft

sind, steht der ersten Tour nichts im Weg. Nach

der langen Standzeit sollte man dem Fahrzeug

die entsprechende Pflege zukommen lassen und

sich selbst auch wieder an die Fahrt mit dem

Zweirad gewöhnen.

COBURGER: Natalie, du bist nun seit eineinhalb

Jahren in der Gartenabteilung tätig. Hast du einen

Tipp, auf was man im Frühjahr achten sollte bzw.

wie man seinen Garten fit bekommt?

Natalie: Bevor man im Frühjahr mit der Gartenarbeit

beginnt, sollte man schauen, ob alle

Geräte einsatzbereit sind. Beim Rasenmäher

ist es wichtig, das Messer zu überprüfen, ist es

noch scharf, hat es evtl. Risse oder sind bereits

Ecken abgeplatzt. Bei der Heckenschere ist die

Schneidgarnitur zu prüfen, um einen sauberen

Schnitt zu erlangen. Bei hochwertigen Heckenscheren

kann die Schneidgarnitur geschärft

werden. Bei allen Benzingeräten sollte man die

Flüssigkeiten, Zündkerze und Luftfilter überprüfen,

wenn man das nicht selbst kann, hilft der

Fachhändler vor Ort mit einer Durchsicht weiter.

Beim Freischneider sollte man vor dem ersten

Einsatz den Mähfaden über Nacht wässern,

damit dieser wieder geschmeidig wird. Tipps

zur Pflege der Gerätschaften und was im Frühjahr

im Garten alles ansteht, erfährt man auf der

Seite www.Stihl.de unter der Rubrik Ratgeber

und Produkte. Um sich die Gartenarbeit zu erleichtern

bzw. den Garten und die Terrasse fit

für den Frühling zu machen, haben wir die passenden

Gerätschaften. Falls man mit dem

Gedanken spielt, sich einen Mähroboter

anzuschaffen, beraten wir gerne persönlich

zu Hause. So können sich

unsere Mitarbeiter ein Bild vom

Gartengrundstück machen und

man erhält zeitnah ein passendes

Angebot. Falls die Rasenfläche etwas

größer sein sollte, haben wir auch Aufsitzmäher.

Am besten vorbeikommen und beraten lassen.

COBURGER: Natalie, auf was sollte man beim

Kauf eines Gartengerätes achten?

Natalie: Der Kunde sollte sich im Vorfeld überlegen,

in welche Richtung es gehen sollte, das hängt

viel vom Grundstück und den Gegebenheiten

vor Ort auch ab. Möchte ich ein Akku-Produkt

oder doch lieber einen klassischen Benzinmotor

… das Beste ist, sich beim Fachhändler beraten

zu lassen. Dieser kann durch gezielte Fragen das

richtige Produkt empfehlen und dem Kunden

auch im Geschäft vorführen. Der Kunde hat hier

die Möglichkeit das Gerät in die Hand zu nehmen

und auszuprobieren und merkt so manchmal,

dass es für seinen Einsatzbereich doch lieber

ein anders wählen sollte. Eine gute Beratung

zählt zu den Stärken des Fachhändlers vor Ort,

was ihm das Internet nicht bieten kann. Wir sind

für die kommende Gartensaison gerüstet und

hoffen, dass wir trotz angespannter Liefersituation

die Wünsche unserer Kunden zeitnah erfüllen

können.

COBURGER: Erik, noch eine letzte Frage an dich.

Wenn du an die kommende Zweiradsaison denkst,

gibt es hier etwas Neues zu berichten?

Erik: in der Tat. Kymco will den CV3 in

Deutschland auf den Markt bringen, ihren ersten

Dreirad-Roller. Ich persönlich bin schon

sehr gespannt, wie dieser sich fahren lässt. Kymco

setzt auf eine Vorderachse mit zwei Rädern,

die von einer Parallelogramm-Aufhängung mit

doppelten USD-Telegabeln geführt wird. Ein

Zweizylinder-Motor mit 550 Kubikzentimeter

Hubraum leistet 38 kW/52 PS.

Mehr Informationen unter

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68 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022



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zu beginnen – starte jetzt und profitiere von

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70 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022



Kultouren

DER COBURGER AUF REISEN

BERLIN

Reisen allein, zu zweit, als Familie mit Kindern, „die schon aus dem

Gröbsten“ raus sind, mit Freunden. Regionen in Europa, die mit

dem Auto, per Bahn, mit dem Bus (oder dem Flugzeug) in ein paar

Stunden erreichbar sind. Ziele für Menschen, die etwas sehen und

erleben wollen, die interessiert sind an Kultur, Land und Leuten,

an Natur, Bergen, Seen, Flüssen und Meer, gerne verbunden

mit Bewegung an der frischen Luft und manchmal auch mit ein

bisschen kalkuliertem Abenteuer. Das sind unsere COBURGER-

Kultouren. In jedem Magazin eine. Mit vielen Bildern, die Lust

aufs Fortfahren machen, und mit ein paar wenigen persönlichen

Eindrücken, wenn Sie dieser Lust erliegen. Unser Tipp: Selbst auf

Entdeckungsreise gehen.

VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT

BERLINER LUFT

AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 73



COBURGER AUF REISEN

BERLIN

STEHT FÜR …

DIE HAUPTSTADT

Frühjahr, Frühsommer, Pandemiepause. Die ersten lauen Sonnenstrahlen

locken nach draußen, zum maskenbefreiten Durchatmen, Flanieren,

Ablenken. Wenn die winterliche Kühle weicht und die sommerliche Hitze

noch nicht brütet, ist eine Großstadt dafür ein ideales Ziel. Kultur und

Natur, Dorf und Metropole, Geschichte und Geschichten, das alles findet

man zuhauf in der deutschen Hauptstadt. Also machen wir uns auf den

Weg, dank Deutscher Bahn ist man ja jetzt in unter drei Stunden aus dem

beschaulichen Coburg im quirligen Berlin.

HUMBOLDT-FORUM ODER STADTSCHLOSS?

So ganz einig sind sich da die Berliner noch nicht, aber man darf gespannt sein,

welchen ulkigen Namen sich die Hauptstädter für das imposante Gebäude in

Berlins Mitte noch ausdenken werden. Schließlich ist das Bundeskanzleramt

mit seiner Optik ganz offiziell auch einfach nur die „Kanzler-Waschmaschine“.

Überhaupt war der ganze Bau mit seinen über 640 Millionen an Baukosten zu

keiner Zeit unumstritten. Letztendlich nur eine teure Fassade? Denn das Humboldt-Forum

als Kulturmuseum ist ja das, was dieses teure Gebäude mit Leben

füllt. Nun steht es aber, sehr imposant auf der Museumsinsel und aller Kritik

zum Trotz – christliches Kreuz auf der Kuppel eines ethnischen Museums, ja

oder nein – schöner als Erich Honeckers Lampenladen, also der ehemalige Palast

der Republik, ist das Stadtschloss auf jeden Fall. Und rein gehen darf ausnahmslos

auch jeder.

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macht spass,

fit & gesund

FREIHEIT AUF ZWEI RÄDERN

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Inspektion & Service

NICHT IST, WIE ES SCHEINT

Gerade bei einer Reise in die - pardon, liebe Münchener – einzige Metropole in

Deutschland hätte man seine fünf Sinne natürlich schon am liebsten beieinander.

Genau auf diese haben es aber die vielen optischen Täuschungen und visuellen

Effekte abgesehen in Berlins „Illuseum“ am Alexanderplatz. Gerade stand

die Reisebegleiterin noch in Lebensgröße neben mir - plötzlich ist sie von jetzt

auf gleich um mindestens einen Meter geschrumpft. Was der Verstand rational

zu erklären versucht, widerspricht der Wahrnehmung sehr nachdrücklich. Alles

ein großes Verwirrspiel. Das ist das Programm dieses Mueumsspaßes für die

ganze Familie. Im umgekehrten Raum steht alles Kopf, im Vortex Tunnel wird

einem schnell schwindlig, obwohl man ja einfach nur hindurchgeht. Lustige

Streiche werden dem Gehirn gespielt und das sehr zuvorkommende und hilfsbereite

Personal erklärt dem verwirrten Besucher gerne, wo man stehen muss, um

das perfekte Foto zu machen. Fotografieren ist nämlich ausdrücklich erwünscht

hier.

Zugegebenermaßen nicht ganz neu ist die Idee, eine Stadt per pedes zu erkunden.

In Berlin macht es aber doppelt Spaß, denn die Hauptstadt ist eine ausgesprochen

grüne. Nicht nur der Tiergarten oder das Spreeufer locken Touristen

genauso wie Einheimische auf die unterschiedlichsten Räder. Der Anteil der

Radfahrer am Straßenverkehr liegt derzeit bei über 13 Prozent – da kann keine

andere europäische Stadt dieser Größe mithalten. Also dann los: An der ehemaligen

Mauer entlang? Oder lieber durch die alten und neuen Szene-Viertel

Kreuzberg oder Prenzlauer Berg? Raus mit dem Ollen an den Wannsee oder lieber

hip unterwegs zu den Street-Art-Ecken der Hauptstadt? Unzählige geführte

Touren stehen zur Auswahl. Und das Radl kann man gleich mitbuchen. Nie war

die Erkundungstour durch die Großstadt so einfach so organisieren und so gesundheitsfördernd.

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Im Humboldt-Forum

74 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 75



Der vollelektrische

Kia EV6.

Inspiration für deine Sinne.

COBURGER AUF REISEN

BIERKULTUR

BERLIN

O.k., Berliner Weisse ist nicht so ganz meine Sache. Aber da hat es die Hauptstadtspezialität

auch ausgesprochen schwer – der fränkische Gaumen ist zugegebenermaßen

ziemlich verwöhnt. Aber die Berliner Bierkultur hat viel mehr als

diese schaumige Brause zu bieten. Tatsächlich haben sich in den letzten Jahren

einige kleine Brauereien etabliert – dem Craftbier sei Dank. Und die Tradition

der Biergärten geht – wie auch hierzulande – schon zurück auf Anfang des 19.

Jahrhunderts. Egal ob der idyllisch gelegene Schleusenkrug mitten im Tiergarten,

das hippe Pendant Berlin Brewdog, das gemütlich-studentische Golgatha

in Kreuzberg, die Kulturbrauerei auf dem Gelände der ehemaligen Schultheiss-

Brauerei. Die Auswahl ist riesig.

Jetzt für:

€ 44.890.00

Kia EV6

58-kWh-Batterie RWD

Abbildung zeigt kostenpflichtige Sonderausstattung.

Bei Inspiration geht es um weit mehr als Ideen: sich

zu bewegen, Neues zu erfahren und so die Sinne mit

neuen Eindrücken anzuregen. Deshalb haben wir

den neuen Kia EV6 entwickelt: Dank seiner Reichweite

von bis zu 394 km¹ und der beeindruckenden

Fähigkeit, von 10 % auf 80 % in ca. 18 Minuten

zuladen², erlebst du mehr von der Welt. Lass dich bei

einer Probefahrt inspirieren.

Im Illuseum am Alexanderplatz

Kia EV6 58-kWh-Batterie RWD (Elektromotor/

Reduktionsgetriebe); 125 kW (170 PS): Stromverbrauch

kombiniert 16,6 kWh/100 km; CO 2 -

Emission kombiniert 0 g/km. Effizienzklasse A+++.³

Reichweite gewichtet, max. 394 km.¹ Reichweite

Citymodus, max. 578 km.¹

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Tel.: 09561 / 86530-0 | Fax: 09561 / 865-129

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1 Die Reichweite wurde nach dem vorgeschriebenen EU-Messverfahren

ermittelt. Die individuelle Fahrweise, Geschwindigkeit, Außentemperatur,

Topografie und Nutzung elektrischer Verbraucher haben Einfluss auf

die tatsächliche Reichweite und können diese u. U. reduzieren.

2 Um die maximale Ladegeschwindigkeit zu erreichen, muss für den EV6

ein 800-Volt-Elektrofahrzeug-Ladegerät verwendet werden, das

mindestens 350 kW Strom liefert. Die tatsächliche Ladegeschwindigkeit

und Ladezeit kann von der Batterietemperatur und den äußeren

Witterungsbedingungen beeinflusst werden.

3 Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind

nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken

zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen.

Am Potsdamer Platz

Vor dem Brandenburger Tor

Meine Zielgruppe sind

Führungskräfte, Selbstständige,

Unternehmer und Ärzte, die ihr

Potenzial beruflich, privat und

gesellschaftlich voll und effektiv

ausschöpfen wollen.

Personaltrainer/Fitnessfachwirt

Frank Sperschneider

Trainingsstützpunkt

Bahnhofstrasse 14 | 96450 Coburg

Tel. 09561 973 44 68 | Mobil. 0177 299 39 21

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76 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 77



BERLIN

Blick von der Siegessäule

BLICKE VON OBEN

Jeder Städtereisende kennt dieses Gefühl: Heruntersehen auf die Großstadt will

man, die Vogelperspektive genießen, neue Einblicke bekommen. Seit 1999 hat

man diese auf dem Reichstagsgebäude. Ganz nach oben muss man dazu auf die

200 Quadratmeter große Aussichtsplattform. Von dort kann man die deutsche

Hauptstadt in 40 Meter Höhe mit einer Tasse Kaffee genießen. Ein Klassiker:

der Fernsehturm am Alexanderplatz. Leider oft mit Schlangestehen und nicht

ganz billig. Die Alternative: der Panoramapunkt im Kollhoff Tower am Potsdamer

Platz. In 20 Sekunden rauscht man mit Europas schnellstem Aufzug in 100

Meter Höhe. Nebeneffekt: Auf Schautafeln erfährt man Interessantes über die

ehemalige Baustelle dieses riesigen Platzes. Absoluter Geheimtipp der Kinder:

Fotosession auf der Siegessäule. Günstige Tickets, keine langen Schlangen und

nach knapp 300 Stufen der Blick auf die Paradestraße des 17. Juni in Richtung

Brandenburger Tor: unbezahlbar. Die Goldelse macht an diesem Abend ihrem

Namen alle Ehre und schenkt uns einen herrlichen Sonnenuntergang über den

Tiergarten hinweg.

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78 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 79



HIER WOHNTE …

HIER WOHNTE…

VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT

FOTOS: VAL THOERMER

… EIN FÜNFUNDZWANZIGER

Eine stark verwitterte Jahreszahl, kaum zu erkennen. Eingemeißelt auf dem

Abschlussstein über einer Tür. Im Jahre des Herrn 1856 und dazu die Abkürzung eines

Eigentümers. Das Bauernhaus im Herzen von Scheuerfeld hieß damals einfach nur

Nummer 6. Es gab noch nicht viele Wohnhäuser hier. Heute ist das die Nikolaus-Zech-

Straße 16. Im Herzen des Coburger Stadtteils liegt das Haus noch immer.

Johann Nicol Gieck hat sich da einst in Sandstein verewigen lassen über

der Eingangstür des Brunnenhauses. Heute ist derselbe leider versiegt.

Wahrscheinlich aufgrund des Neubaugebietes ist der Grundwasserspiegel

in den letzten Jahrzehnten zu sehr abgesunken. Und nicht nur ein

Brunnenhaus gehörte zum Gieckschen Hof. Mit einer Futterkammer,

einem Stall, einem Holzhaus, einem Backofen, einem Wurz- und Baumgarten

und einem Stadel war die Nummer 6 auch früher schon kein

kleiner Hof. Deswegen zählte die Familie Gieck auch zu den 25 wohlhabenden

Familien in Scheuerfeld, die sich im Volksmund „Die Fünfundzwanziger“

nannten. Seit dem 17. Jahrhundert war in der Dorfordnung

festgeschrieben, dass diejenigen, die Landbesitz hatten, die Bedürfnisse

der Dorfgemeinschaft mitfinanzieren mussten. Sehr modern gedacht:

die Wohlhabenden bauen die Wege und bezahlen den Pfarrer und dürfen

im Gegenzug Überschüsse aus dem Gemeindevermögen unter sich

aufteilen. Das ging auch viele Generationen lang gut.

Bis die Magd Elisabeth Pommer ein uneheliches Kind zur Welt brachte,

das nun irgendwie versorgt werden musste. Da das Gemeindesäckel gerade

nicht so üppig gefüllt war, beschlossen die Fünfundzwanziger kurzerhand,

dass eine Umlage von 20 fränkischen Gulden für jeden Scheuerfelder

fällig wird, um das Kind großziehen zu können. Also auch für

die Kleinbauern und besitzlosen Arbeiter und Knechte. Nun schwappte

jedoch der Freiheitsgedanke der revolutionären Ereignisse von 1848 bis

in die entlegensten Zipfel Deutschlands, also auch bis nach Scheuerfeld.

Die „kleinen Leute“ wehrten sich, diese Umlage zu bezahlen. Sie begehrten

erstmals in ihrem Leben öffentlich auf. Schließlich hatten sie

nicht die gleichen Rechte wie die Landbesitzer, also hatten sie, so ihre

Argumentation, auch nicht die Pflichten, die diese ihnen auferlegten.

Der Streit im Dorf um die Armenunterstützung konnte nicht beigelegt

werden und beschäftigte zu guter Letzt die Herzogliche Landesregierung,

denn keine der beiden Parteien lenkte ein. Erst im Jahre 1864 einigten

sich die Gemeindemitglieder und stimmten mehrheitlich für eine

Gleichstellung aller Dorfbewohner. Die Sonderrolle, die die Fünfundzwanziger

innehatten, war damit Geschichte. Nicht alle fanden sich mit

dem für sie revolutionären Umschwung in Scheuerfeld ab. Einige der

bevorzugten Familienoberhäupter kämpften noch mit Hilfe von Rechtsanwälten

um die Widerherstellung ihrer alten Rechte. Schlussendlich

unterlagen sie. Eine neue Zeit hatte begonnen. Das Herzogliche Staatsministerium

klappte den Aktendeckel „Dorfordnung Scheuerfeld“ zu.

2006 klappten die jetzigen Besitzer Uta Orlamünde und Ingo Ernst ein

neues Kapitel des Gieckschen Hofes auf. Der bereits vorhandene Anbau

an das Wohnhaus mit darunter liegender Garage war für das Ehepaar

ein unerwarteter Glücksfall, konnte der neue Besitzer hier doch seine

Oldtimer reparieren. Über der Werkstatt lebt die fünfköpfige Familie,

während im „alten“ Teil des über 400 Jahre alten Bauernhauses zwei

Wohnungen vermietet sind. Lieblingsplatz der Hausherrin ist eindeutig

die an den Pfarrgarten angrenzende Scheune. Hier wohnen Fledermäuse

– das Scheunentor bleibt deswegen immer auf Durchzug, um

den nachtaktiven Flugtieren die Einflugschneise offen zu halten. Und

irgendwo in dem alten Baumbestand nistet auch eine Eule.

Die original erhaltene Scheune dient aber auch den Menschen als Rückzugsort.

In lauen Sommernächten fühlt man sich hier zurück versetzt in

längst vergangene Zeiten. Jetzt ist auch das Scheunendach endlich wieder

dicht. Die Hausherren

höchstselbst tauschten die

Ziegel aus, nachdem bei

einer Baustelle in der Leopoldstraße

glücklicherweise

jede Menge der fränkischen

Rinne abgebrochen

worden war und nicht

mehr benötigt wurde. Nun

dürfen sie sich auf dem

ehemaligen Gieckschen

Hof auf ihr Altenteil zurückziehen

und dem

Scheunendach und deren

Bewohner darunter noch

gute Dienste leisten.

Häuser, die mit Unterstützung der

Gemeinschaft Stadtbild Coburg e.V.

saniert worden sind.

Der COBURGER stellt sie vor: 2021

in jeder Ausgabe des COBURGER

eines in unserer Reihe „Hier wohnte“.

80 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 81



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84 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 85



STADTGALERIE

INNENSTADT

NEU BELEBEN!

Die zweite Folge der Stadtgalerie geht an den Start. Dieses Mal lädt das Coburger

Designforum Oberfranken (CDO) zu einem Perspektivenwechsel ein. Gezeigt

werden Coburgs architektonische Ecken und Kanten. „Der Blick führt weg vom

Altbekannten hin zu einer ungewöhnlichen Sicht auf die Dinge“, sagt Organisatorin

Alba Mojak. Charakterstarke Porträts, die ganz unterschiedliche Menschen

zeigen, ergänzen die Abbildungen der Gebäude und Orte. Die ausdrucksstarken

Schwarz-Weiß-Fotografien werden an zehn Standorten in der Coburger Innenstadt

zu sehen sein.

Architekturfotograf Sebastian Kolm nimmt die Stadt aus einem neuen Blickwinkel

unter die Lupe. „Coburgs Ecken und Kanten waren für mich nicht zwingend

Schmuddelecken, sondern Orte, die auf den ersten Blick unscheinbar sind, denen

aber eine Besonderheit innewohnt“, sagt er. Kolm hat zehn prägnante Orte genauer

analysiert, um den besten Blickwinkel zu finden, ohne diese zu entfremden,

aber auch nicht alltäglich wirken zu lassen. Seine Bilder sind am frühen Morgen,

zwischen 6.30 Uhr und 7.00 Uhr, entstanden. „Diese Lichtstimmung am Morgen

erzielt eine ganz eigene, spannende Bildästhetik“, sagt er.

Ausdrucksstarke Schwarz-Weiß-Porträts

Annemone Taake findet die Idee, Leerstände in der Innenstadt mit Fotografieren

zu beleben, ganz wunderbar. Bei ihrer Arbeit ging es ihr vor allem darum, den

Menschen die Angst zu nehmen. „Denn sich in ein Gesicht sehen zu lassen und

ein Bild von sich machen zu lassen, erfordert Mut“, weiß die Fotografin, die sich

auf das Fotografieren von Künstlern und Konzerten spezialisiert hat. Taakes Art

und Weise zu arbeiten, steht unter dem Einfluss ihrer Ausbildung in der analogen

Fotografie und ihrer Sehnsucht zu erzählen. Für ihre Shootings nimmt sie sich

Zeit, solange natürliche Lichtverhältnisse das zulassen. „Die Kriterien zum Gelingen

eines Bildes sind nicht die Gedanken an Schönheit, sondern meine eigene

Vorstellung von Ästhetik.“ Taake verzichtet deshalb auf Retusche und Photoshop

und bietet Raum für den Ausdruck der Geschichte im und hinter dem Bild.

Standorte

Bahnhofsstelen – vor Bahnhofsplatz 2

Spiegel Mauer – vor Mauer 12

Steinweg 57

Steinweg 14

Löwenstraße 11

Mohrenstraße 7c

Webergasse 2

Kunstverein – Park 4a

Ketschengasse 56

Markthalle – Albertsplatz 2



KULTURTIPPS

KULTURTIPPS

KULTUR

THEATER

Liebe Leser,

nach gut zwei Jahren erlaubt Corona der Kultur eine Verschnaufpause, vielleicht sogar eine

Rückkehr zu so etwas wie Normalität. Wir wünschen von daher viel Freude bei den von uns

ausgewählten Veranstaltungen. Gehen sie hin. Haben Sie Freude.

DER TAG, AN DEM COBURG DIE WELT GERETTET HAT

Uraufführung einer Coburger Stadtgeschichte

Die goldenen 20er-Jahre. Swing und Charleston erobern den Kontinent. Veränderung

liegt in der Luft. Es wird getanzt, gefeiert, getrunken und gekokst. Zwei

Freunde, Veteranen des großen Krieges, werden im Coburg der 1920er-Jahre in

Ereignisse verwickelt, die Geschichte machen werden. Die Geschichte kennen

wir. Glauben wir. Diese Stadt kennen wir. Glauben wir. Die Regisseurin Katharina

Ramser hat mit dem Autor Fabian Appelshäuser eine Recherche über die

Stadt Coburg angestellt, deren Destillat ein Theatertext über die ehemalige Residenzstadt

in den 1920er-Jahren geworden ist, der die Geschichte erzählt, der

Fakten mit so viel Fantasie mischt, dass man sich wünscht, so wäre es gewesen

und der vor allem eine Geschichte über eine Freundschaft in den Wirren einer

Zeit ist, die so schnelllebig war, dass sie sich am häufigsten selbst überholt hat.

DU HAST LUST

AUF AGENTUR,

WEIL DORT

EINFACH SO

VIELES SO

ANDERS IST?

Wann? bis Juni 2022

Wo? Landestheater Coburg, Großes Haus

Weitere Informationen: www.landestheater-coburg.de

Dann los

PROJEKTMANAGER *

SOCIAL-MEDIA-MANAGER *

ONLINE-MARKETING-MANAGER *

*

(M/W/D) | RÖDENTAL | VOLLZEIT/TEILZEIT

DIE WALKÜRE

Libretto von Richard Wagner

Der Kampf um Macht und Liebe geht weiter: Göttervater Wotan zeugt das

Wälsungen-Geschwisterpaar Siegmund und Sieglinde als „freies“ Heldengeschlecht,

durch das er hofft, den Ring zurückzugewinnen. Die Geschwister verlieben

sich nichts ahnend ineinander – doch Fricka als Hüterin der Ehe duldet

den Inzest nicht. Wotan sieht sich gezwungen, seinen Sohn zu opfern und befiehlt

seiner Lieblingstochter Brünnhilde, Siegmund im Kampf gegen Sieglindes

Ehemann Hunding zu töten. Die Walküre aber hat Mitleid mit dem Paar und

widersetzt sich dem Befehl des Vaters.Mit der 1856 fertig gestellten „Walküre“

schafft Richard Wagner ein packendes Familiendrama und verknüpft die Welt

der Götter mit der Welt der Menschen. Nach dem großen Erfolg von „Das Rheingold“

in der Saison 2019/2020 setzt Alexander Müller-Elmau seine Inszenierung

der „Ring“-Tetralogie fort und wird auch diesmal die familiären und emotionalen

Verstrickungen und den Untergang einer Weltenordnung mit mythisch-symbolträchtigen

Bildern zeitlos aktuell in Szene setzen.

ALLES LIEBE, LINDA

Das Leben der Mrs. Cole Porter

Musical von Stevie Holland und Gary William Friedman

Musik und Liedtexte von Cole Porter

Deutsch von Boris Priebe

Im Jahr 1919 heiratet Linda Lee Thomas den acht Jahre jüngeren Cole Porter.

34 Jahre lang bis zu ihrem Tod ist sie Muse und Ehefrau des berühmten amerikanischen

Liedtexters und Komponisten, der mit seinen Broadway-Erfolgen wie

„Kiss Me, Kate“, „High Society“ oder „Anything Goes“ zu den wichtigsten Vertretern

des amerikanischen Showgeschäfts gehörte. Von ihrer ungebrochenen

Liebe zu Cole, aber auch von ihrem eigenen Drang nach Geltung und Ansehen

erzählt dieses One-Woman-Musical, das aus Lindas Perspektive die Licht- und

Schattenseiten dieser besonderen Beziehung beschreibt. Neben Schicksalsschlägen

wie einer Fehlgeburt, Coles Reitunfall und einer unheilbaren Lungenkrankheit

sind es vor allem die Homosexualität ihres Mannes und seine zahlreichen

Affären mit anderen Männern, die Linda zu schaffen machten.

WIENER BLUT

Operette in drei Akten von Johann Strauß

Es ist die letzte Operette von Johann Strauß (1825-1899), die er gemeinsam mit

Adolf Müller aus früheren Kompositionen zusammengestellt hat. Sie wurde erst

nach dem Tod des gefeierten Walzerkönigs in Wien uraufgeführt und ist eine

der beliebtesten und erfolgreichsten Klassiker des Genres. Mit Melodien wie

„Draußt in Hietzing gibt’s a Remasuri“, „Grüß dich Gott, du liebes Nesterl“ und

dem titelgebenden Walzer „Wiener Blut“ entfaltet sich der Wiener Charme im

Dreivierteltakt. Die Autoren der „Lustigen Witwe“ schufen dazu ein vor Witz

und Esprit sprühendes Libretto voller Verwicklungen und Intrigen. Die junge

Regisseurin Jasmin Sarah Zamani setzt diesen Liebesreigen mit viel Humor,

Tempo und augenzwinkernder Ironie auf die Bühne bringen.

Coburger Str. 7 | Gebäude 2

96472 Rödental

markatus.de/jobs

Tel. 0 95 61 / 97 345-00

E-Mail: info@markatus.de

Wann? bis Juni 2022

Wo? Landestheater Coburg, Großes Haus

Weitere Informationen: www.landestheater-coburg.de

Wann? bis 28. April 2022

Wo? Landestheater, Reithalle

Weitere Informationen: www.landestheater-coburg.de

Wann? Samstag, 16. April 2022 um 19.30 Uhr

Wo? Landestheater, Großes Haus

Weitere Informationen: www.landestheater-coburg.de

Wege gemeinsam bis zum Ziel zu gehen, ist eine Frage des Vertrauens.

88 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 89



KULTURTIPPS

KULTURTIPPS

MUSIKALISCHES

PASIÓN TANGO

Friedrich Kleinhapl, Violoncello & Andreas Woyke, Klavier

Die virtuose Reduktion des Tangos auf die Besetzung Cello und

Klavier, die kompromisslose Leidenschaft, mit der sich südamerikanisches

Temperament und europäischer Tiefgang verbinden:

„Pasión Tango“ stellt die ganze Größe dieser Musik in ein neues,

mitreißendes Licht – spannungs- und emotionsgeladen, farben- und

kontrastreich. Sechs CDs hat das Duo bisher eingespielt, allesamt

international preisgekrönte Aufnahmen. Auch „Pasión Tango“ wurde

mit dem Supersonic Award 2014 ausgezeichnet.

Doch mit diesem Programm beschreiten die beiden Musiker Neuland.

Ihr Anliegen ist es nicht, Originalklänge zu imitieren, sondern

etwas Eigenständiges, Neues zu schaffen. Die Vorbereitung dieses

Programms, die Auswahl der Stücke, die Suche nach dem eigenen

Weg und nach den richtigen Arrangeuren nahm Jahre in Anspruch.

Schließlich wurden die beiden Musiker in Südamerika fündig, dann

in Österreich und letztlich in Hollywood. Der Prozess der Bearbeitung

war lang und intensiv. Am Ende feilten die beiden Musiker so

lange, bis aus den Tangos Charakterstücke wurden, jedes mit einem

eigenen unverwechselbaren Klang.

Wann? 25. April 2022, 20 Uhr

Wo? Foyer der HUKCoburg

Weitere Informationen: verein-coburg.de

GLOBE SONGS EPISODE I

Matthias Straub und Rudolf Hild bringen einen Konzertabend auf die Bühne,

der uns den Londoner Regen spüren lässt, die Sonne des Summer of Love oder

auch die Sehnsucht nach den Straßencafés Italiens weckt. Ganz gleich, ob die

Songs von ABBA die Bilder des Partykellers unserer Eltern wiederauferstehen

lassen oder „My Generation“ der persönliche Soundtrack für den Wohnungsputz

ist – Globe Songs ist ein Abend voller Hits und Erinnerungen.

Interpretiert von der siebenköpfigen Band und sieben Schauspielerinnen und

Schauspieler, lädt das Landestheater Coburg auf eine musikalische Welt- und

Zeitreise ein.

MARIUS PREDA UND SEIN MISSION

CIMBALOM TRIO „THE PREDAS“

Marius Preda bekam mit vier Jahren ein Cimbalom geschenkt. Seither verbrachte

er Tage und Nächte damit, das neue Instrument zu lernen. In all den Jahren

wurde aus ihm ein virtuoser Hackbrett-Spieler. Mit seinem ausgeprägten Sinn

für Jazzsprache fügt er auch Elemente des Latin-Jazz, Salsa, Afro Cuban, Arabisch

und des Blues hinzu. Marius Preda ist aber nicht nur ein begnadeter Cimbalist,

neben dem Hackbrett hat er auch Klavier, Akkordeon, Violine, Vibrafon,

Kontrabass und die Panflöte erlernt. Nach Coburg kommt er mit seinen Söhnen

Eduard und Thomas, die gerade am renommierten Berklee College of Music in

Boston studieren und wie ihr Vater begnadete Multiinstrumentalisten sind.

Wann? 20. April 2022 & 23. April 2022 jeweils um 19.30 Uhr

Wo? Landestheater Coburg, Großes Haus

Weitere Informationen: www.landestheater-coburg.de

Wann? 5. Mai 2022, 20 Uhr (Einlass: 19.30 Uhr)

Wo? Leise am Markt

Weitere Informationen: www.leise-am-markt.de

KONGRESSHAUS ROSENGARTEN

COBURG

AUSSTELLUNG

34. COBURGER DESIGNTAGE

Design kann so vieles sein.

Ein Werkzeug. Eine Vision. Eine Identität.

Oder der Schlüssel zur Zukunft.

Nach der pandemiebedingten Pause sollen wieder die Designtage die Stadt beleben.

Dieses Mal allerdings nicht wie gewohnt am Güterbahnhof, denn da werden

das Globe gebaut und die Pakethalle saniert. Die 34. Designtage ziehen in die

sechste, siebte und achte Etage des Parkhauses Mauer. Wo sonst Autos parken,

wird es lebendig, mit Ausstellungen, Inszenierungen, Workshops, Vorträgen,

Diskussionen, Gastronomie und Kunst. Design wird aber nicht nur im Parkhaus

erlebbar, auch andere Orte werden einbezogen, wie die Stadtgalerie oder das

Landestheater.

zentrale Lage

in Deutschland

inkl. ICE-Anschluss

klimatisierte,

lichtdurchflutete

Tagungsräume

begrünte Dachterrasse

mit Blick

auf den Rosengarten

Wo? Parkhaus Mauer, Ebenen 6, 7 und 8

Wann? 24. bis 29. Mai

Weitere Informationen: www.c-d-o.de

modernste

Veranstaltungstechnik

Festsaal mit flexibler

Bühne sowie 5 weitere

kombinierbare Räume

Auch der COBURGER ist übrigens

mit dabei bei den COBURGER DESIGNTAGEN.

Mit einer kleinen Ausstellung unseres

Labels „COBURGS BESTE“.

www.coburg-kongress.de Berliner Platz 1 | 96450 Coburg | +49 (0) 9561 89 830 | kongress@coburg.deZ u m V i d e o

90 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 91



KULTURTIPPS

9 . C O B U R G E R

Letztes Jahr ist sie coronabedingt ausgefallen, in diesem Jahr findet sie wieder statt, aber nicht wie

gewohnt Anfang Januar, sondern im Mai. Wieder unterstützt vom COBURGER – Das Magazin.

ENDLICH WIEDER COMEDY GALA.

LACHEN FÜR DEN GUTEN ZWECK.

DIE KÜNSTLER DES ABENDS

Die Comedy-Gala geht am 13. Mai 2022 im Kongresshaus

Coburg in die 9. Runde. Und auch in diesem Jahr lohnt

sich ein Besuch gleich doppelt: Zum einen garantiert eine

Auswahl bester Comedians einen Abend voller Lacher,

zum anderen fließen die Einnahmen des Abends wieder

in die Servicekasse des Round Table 151, um Menschen in

der Region zu helfen, die Hilfe benötigen.

Präsentiert von

INGMAR STADELMANN

HERR NIELS

Der vielfach preisgekrönte ostdeutsche Stand-up Comedian Ingmar Stadelmann

tourt seit 10 Jahren quer durch Deutschland. Mit seinen Solo-Programmen

begeistert er das Publikum. Vom kleinen Ossi-Jungen zum bitterbösen

Großstadt-Satiriker – dieses seltene Phänomen in der deutschen Comedy-

Landschaft spiegelt das breite Spektrum seiner Themen wider. Stadelmann reißt

auch das Fernsehpublikum mit, als Außenreporter in der „heute-show“ (ZDF),

als Standupper in diversen Formaten wie u.a. „Pufpaffs Happy Hour“ (3SAT)

oder „Nuhr im Ersten – der Satiregipfel“ (DAS ERSTE). Von 2019 bis Herbst

2021 moderierte er wöchentlich das Comedy- und Satireformat „Abendshow“

im TV des RBB live aus Berlin. Ebenso erblickte sein Solo-Special „#findickjut“

bei SKY das Licht der Welt.

Herr Niels macht eigentlich Nichts...! ...und wenn er was macht, dann macht er

meistens Unsinn...!

... aber das macht ja nichts! Getreu diesem Motto spielt sich Herr Niels in die

Herzen seiner Zuschauer. Mit seiner außergewöhnlichen Körperbeherrschung

und Bühnenpräsenz ist er international mehrfach ausgezeichnet und gehört zu

den besten und gefragtesten Visual Comedy Acts. Man versteht ihn weltweit

und seine Referenzen reichen vom „Daidogei Worldcup“ in Shizuoka/Japan bis

hin zum berühmten Comedy Arts Festival in Moers, von Galaauftritten beim

Deutschen Filmpreis in Berlin über Engagements in Monaco, bis zu TV-Shows

in Paris und Peking.

FABIO LANDERT

ROBERT ALAN

2018 betrat Fabio Landert das erste Mal mit einem schüchternen „Hey“ eine

Comedy Bühne. Mit seinem ganz eigenen Stil eroberte er die Bühnen in der

Schweiz und in Deutschland. Im Jahr 2019 gewinnt er den SRF3 Comedy Talent

Award 2019 als bester Newcomer und einen Monat später als erster Schweizer

den „Nightwash Talent Award“. Jetzt ist es endlich so weit: Fabio Landert

präsentiert sein erstes Solo-Programm: „Unter die Haut“. Dabei geht er den

wirklich wichtigen Fragen des Lebens auf den Grund: Wie lief die Mondlandung

wirklich ab? Was sollte man nicht sagen, wenn man ein Kind im Arm hat?

Und warum sollte es mehr schwule Fußballer geben? Mit einer charmanten

Mischung aus einem anderen Blickwinkel, selbstironischer Haltung und

Schweizer Gelassenheit, schlägt er mühelos den Spagat zwischen mitunter auch

kontroversen Themen.

Von seinen mittlerweile 153 Soloprogrammen ist »Streuner« das Dritte,

welches Robert Alan der Öffentlichkeit präsentiert. Der ewige Geheimtipp

der deutschen Comedy-Szene bricht hier wieder mit allen gängigen Dos und

Don’ts der gepflegten Abendunterhaltung, um weiterhin der ewige Geheimtipp

der deutschen Comedy-Szene zu bleiben. »Streuner« erzählt von skurrilen

Begegnungen zu unchristlichen Zeiten in unchristlichen Etablissements. Denn

Robert Alan ist umtriebig und ungetauft. Sein Credo: Jede gute Geschichte

beginnt mit einer dummen Idee. Robert hatte viele dumme Ideen in den letzten

Jahren (z.B. Banküberfall mit Heißluftballon im September 2017, Ehrlichkeit

in der Beziehung 2019, Teleshopping). Und schließlich haben ihm diese die

mühselige Recherche für dieses Programm erspart.

MARCELINI & OSKAR

Marcelini & Oskar moderieren nicht nur von der ersten Stunde an die Coburger

Comedy-Gala, sie sind auch als Hund und Herrchen in Coburg bekannt wie

„ein bunter Hund“. Sie teilen Haus und Hütte, gehen durch Dick und Dünn

und auch Gassi. Wobei es laust Oskar gar nicht so klar ist, wer hier wen an der

Leine führt. Mit einer einzigartigen Mischung aus Bauchreden, Zauberkunst,

Comedy und Musik sind die Beiden in ganz Deutschland unterwegs, in großen

Varieté-Produktionen, Galas odermit ihrem Solopogramm „Friede, Freude

Hundekuchen“ und weltweit auf Kreuzfahrtschiffen wie der MS Amadea (ZDF-

Traumschiff) oder der MS Artania (ARD – „Verrückt nach Meer“). Mehrfach

wurden sie für Ihre Kunst ausgezeichnet und haben bei der Comedy-Gala 2022

wieder neue Freunde und Überraschungen im Gepäck.

Die 9. Comedy-Gala

des Round Table Coburg 151

am 13. Mai 2022 um 20 Uhr

im Kongresshaus Rosengarten.

Jetzt Karten sichern.

Online auf

www.coburger-comedy-gala.de

oder bei der Buchhandlung Riemann.

BENEFIZ-VERANSTALTUNG

Eventpartner

LACHEN FÜR EINEN GUTEN ZWECK!

ROUND TABLE 151 COBURG

Medienpartner

92 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022

WWW.COBURGER-COMEDY-GALA.DE



KULTURTIPPS

COBURGER GLASPREIS

Der Coburger Glaspreis ist der wichtigste Wettbewerb für zeitgenössische Kunst

aus Glas in Europa. Die begleitende Ausstellung auf der Veste Coburg und im

Europäischen Museum für Modernes Glas in Rödental präsentiert Werke von 90

internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Vom 10. April bis 25. September

2022 stehen hier neue künstlerische Tendenzen rund um das Material Glas im

Fokus. Die hochaktuellen Themen und die Vielfalt der eingesetzten Techniken

machen die Coburger Schau zu einem besonders spannenden Highlight im internationalen

Jahr des Glases 2022.

Wo? Veste Coburg und Europäisches Museum für Modernes Glas

Wann: 10. April bis 25. September 2022

Weitere Informationen: coburger-glaspreis.de

94 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 95



Foto Val Thoermer

Von Gabi Arnold

KULTURTIPPS

Advertorial

Coburg

ENTDECKEN

Die Stadt Coburg hat viele Gesichter, bekannte und weniger bekannte. Diese

lernen Besucherinnen und Besucher sowie Einheimische bei unterhaltsamen

Stadtführungen kennen und erleben die Vergangenheit auf Schritt und Tritt.

Die Geschichte der Stadt Coburg hat Renate Klebeg

schon immer gefesselt. Klebeg hat sich deshalb ein Jahr

lang intensiv mit der Historie beschäftigt und sich zur

Stadtführerin ausbilden lassen. „Es macht mir einfach

sehr viel Freude, die Menschen für Coburg, das Coburger

Land und seine Geschichte zu begeistern“, sagt sie.

Klebeg ist bei Coburg Marketing in der Tourist-Information

beschäftigt. Der Eigenbetrieb der Stadt Coburg

bietet eine ganze Reihe von Stadtführungen an. Es gibt

Themen- und Kostümführungen, von denen einige auf

Wunsch auch in Fremdsprachen und barrierefrei angeboten

werden. „Gerne begleiten wir körperlich beeinträchtigte

Menschen wie Rollstuhlfahrerinnen und

Rollstuhlfahrer“, sagt Kathrin Wortmann, Leiterin der

Abteilung Tourismus. Lara Fleischmann, Auszubildende

Kauffrau für Tourismus und Freizeit, berät gerne

rund um das Thema. „Alle Touren passen wir den

persönlichen Wünschen entsprechend an, soweit dies

organisatorisch realisierbar ist, und stellen individuelle

Ausflüge zusammen“, sagt sie.

Von Marktfrauen und Kammerzofen

Zeiten zum Leben erwecken. „Viele denken ja, dass Coburg

früher nur von Männern regiert wurde“, sagt Klebeg.

Das sei aber keinesfalls so gewesen. Katharina von

Henneberg nämlich, die Markgräfin von Meißen und

Landgräfin von Thüringen, übernahm als Witwe im

14. Jahrhundert die Regierungsgeschäfte. Die Markgräfin

führt zu historischen Sehenswürdigkeiten und

erzählt von der komplizierten Erbfolgeregelung, ihrem

ereignisreichen Leben und dem ihrer Nachkommen.

Kulinarisches

Ab April 2022 dürfen sich Genießer auf eine kostprobenreiche

Stadtführung freuen. Der neue Rundgang

„Coburg kulinarisch“ nimmt Gäste mit in die Vergangenheit

und Gegenwart von traditionellen Coburger

Spezialitäten. Wie wäre es mit den Schmätzchen der

Konditorei Feyler? Und freilich darf die original Coburger

Bratwurst nicht fehlen. Der „Gurken-Alex“ wird besucht

und eine Apotheke, die den herzoglichen Hoflikör

noch heute nach geheimer Rezeptur herstellt.

In historischen Kostümen lassen die Gästeführerinnen

und Gästeführer die Vergangenheit aufleben. Als Marktfrau,

Kammerzofe, Bratwurstbrater oder Nachtwächter

nehmen sie die Gäste mit auf einen Streifzug durch Coburgs

Straßen und Gassen. Klatsch und Tratsch und

manche Anekdote gibt es da zu hören. Renate Klebeg

wird zum Beispiel als Katharina von Henneberg alte

www.coburgmarketing.de/

entdecken-geniessen/stadtfuehrungen

AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 97



PP EVENT

Advertorial

Feste muss man feiern, wie sie fallen. Ein Jubiläum. Eine Firmeneröffnung.

Ein Mitarbeiterfest. Einen runden Geburtstag. Damit

aus dem Event etwas ganz Besonderes wird und vor allem,

damit man Zeit und im besten Fall sogar Geld spart, holt man sich

zur Organisation Profis ins Haus. Das nämlich spart Zeit und im

Normalfall auch Geld. Oliver Popp, Inhaber von pp event: „Viele

gerade kleinere und mittelgroße Unternehmen denken, dass sie

sich eine Eventagentur nicht leisten können. Dabei ist genau das

Gegenteil der Fall.“ pp event ist der kompetente Partner für die

Planung, Organisation und Durchführung von events aller Art.

Oliver Popp // pp event

„Eine professionelle Unterstützung

bei der Organisation einer Veranstaltung

spart Zeit und Geld.“

Das Team rund um Oli Popp kann auf eine über 15-jährige Erfahrung

zurückgreifen. Die Vorteile für die Kundinnen und Kunden

liegen auf der Hand:

• Ein großes Netzwerk

• Ein eingespieltes Team

• Locations für jeden Anlass

• Zahlreiche erfolgreiche Konzepte und kreative Ideen

• Rechtssicherheit

pp event berät, begleitet, begeistert. Darauf können sich Kundinnen

und Kunden verlassen. So hat man im Vorfeld den Kopf frei

für das eigene Business, Familie und Privatleben, so kann man

entspannt mitfeiern, so wird der Event zu einem Erfolg – und so

spart man im Bestfall auch noch Geld. Unter anderen organisiert

pp event im Jahr 2022 alle Feierlichkeiten rund um das 100-jährige

Jubiläum der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft

in Neustadt bei Coburg und organisiert und betreibt mit Partnern

den Coburger Stadtstrand im Rosengarten und den Goldstrand

am Goldbergsee.

Und auch das bieten wir noch an:

Shorty

Das ganz besondere Food Truck Catering.

www.shortys-foodtruck.de

CocktailChef

Unsere CocktailChef-Anlagen sind ein Highlight für

Festlichkeiten im privaten und geschäftlichen Bereich.

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Joachim Ernst // Autohaus Willy Ernst GmbH

„Auf Oli Popp und sein Orgateam von

pp event kann man sich 100%-ig verlassen.

Da klappt alles wie geplant.“

beraten. begleiten. begeistern.

Mit dem Orgateam von pp event

Zeit und Geld sparen

Oliver Popp

0 95 61 / 511 04 75

01 51 / 40 13 73 84

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www.pp-event.de

AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 99



KULTURTIPPS

Advertorial

IN EIGENER SACHE

BUCHEMPFEHLUNG

IMPRESSUM

MARTIN VÖGELE VON DER BUCHHANDLUNG RIEMANN

„Der Anblick dieser Halle brachte mir drei Gewissheiten: Mein Vater war ein armer Schlucker,

er lebte allein, und ich hatte die schwierigsten sechs Wochen meines Lebens vor mir.“

COBURGER – Das Magazin

Ausgabe 50 / April 2022

Zehnter Jahrgang

Auflage 3750 Stück

www.coburger-magazin.de

Hardcover mit Schutzumschlag

336 Seiten

ISBN: 978-3-453-27377-1

22,00 Euro

eBook

ISBN: 978-3-641-28590-6

17,99 Euro

Hörbuch (MP3-CD)

ISBN: 978-3-8445-4546-3

22,00 Euro

Hörbuch Download

ISBN: 978-3-8445-4551-7

14,95 Euro

In „Der Markisenmann“ schildert Bestsellerautor Jan Weiler die Geschichte eines Sommers, der holprig

beginnt und letztlich das Leben aller Beteiligten nachhaltig verändert.

Als Kim ihren Vater an einem heißen Sommernachmittag am Bahnsteig des Duisburger Bahnhofs zum ersten

Mal sieht, ist sie trotz geringer Erwartungen enttäuscht. Der kleine Mann hat nichts mit ihren Vorstellungen

gemein. Die waren ohnehin bestenfalls diffus, denn außer einer verwackelten Fotografie hat Kim kein Bild

ihres Vaters. Gemeldet hat er sich nie und ihre Mutter spricht nicht über ihn.

Papen, von Kims Stiefvater ausschließlich als „Der feine Herr Papen“ tituliert, lebt am Duisburger Hafen

in der Halle, in der auch seine Markisen lagern. Diese versucht er unermüdlich und mit unverdrossener

Beharrlichkeit an Ruhrgebietshaustüren zu verkaufen, was ihm mit nur recht bescheidenem Erfolg gelingt.

Schnell wird klar, dass diesen zarten und etwas wunderlichen Mann mit den Markisen mehr verbindet als

nur der reine Broterwerb.

Wie Kim hat offenkundig auch Ronald Papen eine schwere Bürde zu tragen und die aus der Zeit gefallenen

Markisen aus Ex-DDR-Beständen scheinen damit etwas zu tun zu haben.

Mangels alternativer Optionen der Freizeitgestaltung begleitet Kim ihren Vater auf dessen täglichen

Verkaufsfahrten und bringt mit frischen Ideen neuen Schwung in Papens Haustürgeschäfte. Die beiden

lernen einander kennen und nähern sich behutsam ihrer gemeinsamen Geschichte an. Kims frühe Idee,

einfach wieder abzuhauen, verfliegt rasch, was nicht zuletzt am gleichaltrigen Alik liegt, der als Ferienarbeiter

Wertstoffe auf dem benachbarten Schrottplatz trennt.

Ihre Feierabende verbringen Kim und ihr Vater meist zusammen mit den Stammgästen von „Rosi‘s Pilstreff“,

einer düsteren Kneipe bei Papen ums Eck. Die ist der Mittelpunkt eines Freundeskreises, der rauer, skurriler

und wundersamer nicht sein könnte.

Macht der Anblick dieser „Sauftruppe“ Kim zunächst noch Angst, stellen sich diese unterschiedlichen

Charaktere bald als grundehrliche und verlässliche Menschen heraus, denen der Roman wunderbar

amüsante Dialoge und Anekdoten zu verdanken hat.

„Der Markisenmann“ ist eine unerhört großartige Geschichte über das Erwachsenwerden, über Freundschaft

und Liebe, über Schuld, Verantwortung und Vergebung. Dieses Buch hat mich sowohl herzhaft lachen lassen

als auch zu Tränen gerührt. Ein ganz besonderer Lesegenuss und schon jetzt für mich einer der Romane des

Jahres.

INHALTSANGABE

Nachdem die fünfzehnjährige Kim

einen katastrophalen Unfall verschuldet

hat, wird sie zu ihrem Vater abgeschoben,

den sie bisher nur von einem

unscharfen Foto kannte. Anstatt also

nach Florida zu fliegen, muss sie die

großen Ferien am Rhein-Herne-Kanal

bei einem Fremden absitzen. Dieser

erweist sich nicht nur als ziemlich

seltsam, sondern auch als der erfolgloseste

Vertreter der Welt. Nach einem

schwierigen Start versuchen Vater und

Tochter, das Beste aus ihrer Zwangsgemeinschaft

zu machen – und erleben

den Sommer ihres Lebens.

JAN WEILER

... 1967 in Düsseldorf geboren, ist Journalist und Schriftsteller. Er

war viele Jahre Chefredakteur des SZ Magazins. Sein erstes Buch

„Maria, ihm schmeckt‘s nicht!“ gilt als eines der erfolgreichsten

Debüts der letzten Jahrzehnte. Es folgten unter anderem „Antonio

im Wunderland“, „Mein Leben als Mensch“, „Das Pubertier“,

„Die Ältern“ und die Kriminalromane um den überforderten

Kommissar Martin Kühn. Neben seinen Romanen verfasst Jan

Weiler Kolumnen, Drehbücher, Hörspiele und Hörbücher, die er

auch selbst spricht. Er lebt in München und Umbrien.

Verlag:

MARKATUS

Branding | Marketing | Film

Coburger Straße 7

96472 Rödental

Telefon 0 95 61 / 973 45 00

www.markatus.de

Herausgeber und Chefredakteur:

Wolfram Hegen

Telefon 01 71 / 690 52 84

hegen@coburger-magazin.de

Gründungsherausgeber:

Peter Einheuser

Wolfram Hegen

Redaktion / Autoren dieser Ausgabe:

Wolfram Hegen

Tim Birkner (Coburgs Beste)

Peter Einheuser

Wolfram Porr

Heidi Schulz-Scheidt

Gabi Arnold

Fotografen dieser Ausgabe:

Sebastian Buff

Val Thoermer

Tobias Zwiener

Titelbild

#1 to #49

Layout / Illustrationen:

Axel Straubinger

Carolin Oswald (Coburgs Beste)

Grundlayout:

Peter Einheuser

Anzeigengestaltung:

MARKATUS

Branding | Marketing | Film

Anzeigenvertrieb:

Wolfram Hegen

hegen@coburger-magazin.de

Anke Feuer

feuer@coburger-magazin.de

Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2022

Druck:

DCT GmbH

www.dct.de

Preis:

kostenlos

Vertrieb:

über 200 Verteilstellen

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Bestellung:

Online über www.coburger-magazin.de

Preis inkl. Verpackung und Versand

innerhalb Deutschlands

5 Euro inkl. MwSt.

IN EIGENER SACHE

RARITÄT FÜR GUTEN ZWECK

COBURGER #1

Der erste COBURGER erschien Ende November

2012. Den Titel schmückte ein „Miro-eske“ Grafik

aus den Händen des Mitgründers und fünf Jahre

lang Mitherausgebers Peter Einheuser. Wer diese

COBURGER Premierennummer mit ihren 84 Seiten

noch nicht hat, bekommt jetzt dazu die Chance:

Einige Erstausgaben gibt es nämlich noch, wenn

man so will, „druckfrisch“, zu kaufen bei der Buchhandlung

Riemann zum Preis von 10 Euro,

50% davon gehen an „Reporter ohne

Grenzen“, ein Verein,

der sich für die

Pressefreiheit stark

macht und Journalisten

unterstützt.

Ab

sofort in der

Buchhandlung

zu kaufen!

COBURGER #1 jetzt bei

IM NÄCHSTEN COBURGER

AUSGABE 51

… stellen wir die Preisträger vom 9. Coburger

Medienpreis vor.

… widmen wir uns dem Sonderthema „Neugier –

was wollen wir erleben?“

… freuen wir uns hoffentlich über politisches

Feedback unserer #mutigen Idee „Einhausung

Stadtautobahn“ aus diesem Magazin,

… besuchen wir in unserer Landpartie den Nordosten

des Coburger Landkreises. Wir fahren

nach Neustadt.

… und vieles mehr.

JUBELLÄUM BRAUCHT FREUNDE

TREUE PARTNER

Diese 50. Ausgabe ist nur möglich, weil der COBUR-

GER über 49 Ausgaben hinweg treue Partnerschaften

aufgebaut hat, Firmen, Unternehmen, Freunde,

Begleiter über oft lange Zeiten, die dem COBUR-

GER wirtschaftliche Sicherheit geben, indem sie

sich mit ihren Geschichten, ihren Stories, ihren Produkten

und Dienstleistungen wiederfinden. Wir haben

es schon oft gesagt, und wir sagen es besonders

laut und deutlich und ehrlich in dieser Jubiläumsausgabe:

DANKE DAFÜR.

Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler

Baugesellschaft Otto Hauch

Bätzoldt oHG

Bodystreet Coburg Heiligkreuz

Buchhandlung Riemann

DELIFE

Engel & Völkers

Friseur Julia Göring Intercoiffure

Galerie Späth

Goldenes Kreuz

Hörgeräte Geuter

iTVCoburg

Lasco Umformtechnik

Möbelhaus Schulze

Optik Müller

Sparkasse Coburg – Lichtenfels

Sportland Coburg

Stadtbild Coburg e.V.

Stadtmarketing Coburg

SÜC

süc//dacor

Teppichhaus Bartel

Thomas Bittorf tb.legal

Vitadrom

Von Poll Immobilien

VVC Pillipp Versicherungsmakler

Wichtrey Homeware

Haben Sie auch Interesse?

PREMIUM

PARTNER

Weitere Infos unter

www.coburger-magazin.de/premium-partner

Wolfram Hegen: hegen@coburger-magazin.de

Anke Feuer: feuer@coburger-magazin.de

Foto ©Thomas Leidig

100 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 101



GALERIE

Anna Deller - Yee | Ausgabe #41

Marcus Sonntag | Ausgabe #34

G A L E R I E

AUS DEM COBURGER PORTFOLIO

In der „Galerie“ zeigt der COBURGER seit der ersten Ausgabe

Fotografien, Malereien, Zeichnungen und Grafiken von

Künstlerinnen und Künstlern aus der Region oder von solchen,

die in der Region zu Gast waren mit ihren Werken. Jede

Ausgabe Auszüge aus dem persönlichen Schaffen eines oder

einer Einzelnen. Über die Jahre kam so eine eindrucksvolle

Sammlung zusammen, ein in seiner Qualität und Vielfalt erstaunliches

Portfolio der schöpferischen Kraft der Region. Im

COBURGER 50 zeigen wir einige ausgewählte Werke aus 49-

mal COBURGER, alle hätten es verdient, noch einmal gezeigt

zu werden. Danke vom gesamten COBURGER-TEAM für das

Vertrauen an alle Fotografinnen und Fotografen, alle Künstlerinnen

und Künstler.

Sandra Küntzel | Ausgabe #33

Chris Bögle | Ausgabe #39

AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 103



AUS DEM PORTFOLIO

GALERIE

Gerd Kanz | Ausgabe #17

James Francis Gill | Ausgabe #18 (damals Ausstellung in der Galerie in der Remise) Matthias Kroth | Ausgabe #40

Liliana Frevel | Ausgabe #2 vom Coburger Medienpreis 2013

104 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 105



AUS DEM PORTFOLIO

GALERIE

Uli Präcklein | Ausgabe #8

Herbert Werner Neitzel | Ausgabe #42 Rainer Brabec | Ausgabe #31

Till Mayer | Ausgabe #5 (damals schon aus der Ukraine) Torsten Russ | Ausgabe #46

106 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 107



AUS DEM PORTFOLIO

GALERIE

Erleben auch Sie

die neue Art Haare

zu schneiden!

David Wanka | Ausgabe #35

Sebastian Kolm | Ausgabe #24

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einem unglaublichen Frisurenergebnis.

Das bedeutet für Sie:

weniger Spliss, mehr Volumen und

ein leichter und lockerer Fall

Heiko Probst | Ausgabe #38

Ausgezeichnet

im Jahr 2021

CoburgsBeste

Kasernenstraße 15 · 96450 Coburg

Tel: 09561-75 677

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Helmut Vorndran | Ausgabe #14

Martin Rehm | Ausgabe #28

108 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 109



AUS DEM PORTFOLIO

GALERIE

Sebastian Buff | Ausgabe #9

Zum Gedenken an den verstorbenen Coburger Fotografen Frank Schulz | Ausgabe #21

anlässlich der Armenischen Kulturtage 2022 in Coburg

12. - 20. Mai 2022

Vortrag und Film

mit Davit Smbatyan

18. Mai, 19.00 Uhr

Volker Lesch | Ausgabe #23

Wiesenstraße 22

96450 Coburg

www.galerie-spaeth.com

09561 . 247688

110 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 111



MONACO FRANKE

AUF EIN WORT

Für den COBURGER von Wolfram Porr

Erschdamaal herzlichen Glückwunsch zur 50. „Coburger“-Ausgabe

und dass Ihr es so lang mit mir

ausg’halten habt, gell – ja, Sie auch! Des ganze

Gschmarri über die Jahre – des muss ma verdauen

könna! Heut‘ kann ich Sie beruhigen: Der Monaco

wird diesmal ned so viel dumm daherreden, sondern

bloß Fragen stellen. Wie’s der Zufall so will, hob

iech doch im Zug zwischen München und Franken

an gutn alten Bekannten gedroffen! Iech hab ihn

erst fast gar ned erkannt, weil er is scho a weng älter

wor’n. Aber an seiner saangmamol leicht andägwierden

Frisur und seinem Säbel hab ich ihn dann doch

erkannt und die Gelegenheit g’nutzt, um ihn a bissala

auszugwädschn.

Ja so ein Zufall: Wohin des Wegs, Herr Prinz?

Prinz Albert: Ich bin auf dem Wege in meine alte

Heimat. Mit dem Zug. Wissen Sie, früher sind wir

ja noch mit Kutschen unterwegs gewesen, da hat

so ein Trip Tage gedauert, aber heute … schnell

wie der Wind!

Das stimmt. Und Coburg hat ja seit kurzem sogar

einen ICE-Anschluss?

Prinz Albert: Einen Ice-Anschluss? Na ja, kalt

war es im Winter schon früher immer.

Wenn Sie heute auf die Stadt Coburg blicken. Was

sehen Sie?

Prinz Albert: Ich sehe eine wunderschöne Residenzstadt

in der Mitte Europas, die sich prächtig

entwickelt hat, seit ich nicht mehr da bin. Es ist

zwar schade, dass der alte Glanz etwas verblasst ist

und die Schlösser und Ländereien meiner Familie

nur noch Touristenattraktionen und Museen

sind. Aber die Welt hat sich verändert. Und über

mein Denkmal und den „Albertsplatz“ freue ich

mich jedesmal, wenn ich nach Coburg komme.

Und wie erleben Sie die Menschen dort?

Albert: Oh, als etwas eigen, das schon, aber tatsächlich

auch als sehr lebensbejahend, innovativ

und nach vorne schauend. Coburg ist ja, wie ich

lernen durfte, auf einigen Gebieten ganz vorne

dabei, nicht zuletzt bei der Digitalisierung. Und

auch die Fachhochschule erfreut mein altes Herz,

wobei ruhig noch etwas mehr Studentinnen die

Annehmlichkeiten der Stadt genießen könnten.

Sie hatten ja durchaus Glück mit Ihrer Frau, mit

Queen Victoria.

Albert: Der Himmel hat mich in keine schlechten

Hände gegeben, und wir waren zusammen

glücklich.

Und wie sehen Sie die Entwicklung des Königshauses

– vier bis sieben Generationen später?

Albert: Ach na ja, meine Ur-Ur-Enkelin opfert

sich ja immer noch auf mit ihren 95 Jahren. Elisabeth

Alexandra Mary – ich nenne sie immer

bei ihrem vollen Namen – hat sich voll und ganz

ihrem Volk verschrieben. Ich habe gelesen, dass

sie ab sofort nur noch von Schloss Windsor aus

regieren möchte, der Buckingham Palace wird

umgebaut für die Zeit, wenn Charles übernimmt.

Buckingham wurde ja damals erst mit dem Einzug

meiner Gattin zur offiziellen Hauptresidenz

des Königshauses.

Prinz Charles musste ja sehr lange warten …

Albert: Charles wird seine Sache auch gut machen,

meine ich, auch wenn alle Briten schon

warten, dass sein Sohn William auf den Thron

kommt, mein Ur-Ur-Ur-Ur-Enkel. Ach ja, time

goes by, die Zeit vergeht. God save the kings and

queens!

Was sagen Sie dazu, dass Prinz Harry und seine

Frau Meghan sich quasi vom Königshaus losgelöst

haben?

Albert: Very sad, sehr sehr traurig! Aber ehrlich

gesagt hoffe ich, dass ihr Sohn eines Tages wieder

in den Schoß der königlichen Familie zurückkehren

wird.

Sie meinen Archie?

Albert: Archie Harrison Mountbatten Windsor, bitte

– so viel Zeit muss sein.

Ein Wort zum Skandal um Prinz Andrew?

Albert: Darüber reden wir nicht gerne. Ich weiß

nur, dass Elisabeth alles andere als amused ist.

Wie denkt sie über Coburg?

Albert: Oh, ich glaube, sie wäre gerne mal gekommen.

Aber das hätte wegen Carl Eduard und

seiner Geschichte in Nazi-Deutschland schlechte

Presse gegeben. Bei der gnadenlosen Yellow

Press im Vereinigten Königreich kein Spaß. Da

war Elisabeth immer sehr vorsichtig.

Das war ja auch der Grund, warum die Windsors

heute Windsor heißen und nicht mehr „von Sachsen-Coburg

und Gotha“ …

Albert: Richtig. Das schmerzt mich immer noch

etwas, das will ich gerne zugeben. Immerhin steht

der Name so noch immer in meinen Papieren.

DER MONACO FRANKE

In Coburg ist man dem englischen Königshaus

trotzdem immer noch sehr zugetan und wohlgesinnt.

Albert: Dessen ist sich das Königshaus wohl bewusst

und weiß es zu schätzen. Ich habe gehört,

hier werden nun auch schon neue Gebäude mit

englischsprachigen Namen bedacht wie dieses

„Globe“?!

Die Ersatzspielstätte des Coburger Landestheaters,

also des ehemaligen Hoftheaters Coburg, ja.

Albert: Ach, ein Theater? Was wird dort gespielt?

Ich hoffe doch Shakespeare? Viele andere Autoren

meiner Generation wie Henry Arthur Jones

oder dieser weltfremde Paradiesvogel Oscar Wilde

haben der Nachwelt ja nun wirklich nichts Relevantes

hinterlassen.

Das wird sich zeigen. Das Globe ist ja noch im Bau.

Entscheiden wird das dann letztlich der Dramaturg.

Albert: Wer? Bei uns wurde das früher ja anders

geregelt. Diese demokratischen Entscheidungswege

und flachen Hierarchien, wie sie heute üblich

zu sein scheinen, sind wahrlich nicht my cup

of tea.

Zum Schluss vielleicht noch eine persönliche Frage:

Werden Sie auch Ihr Geburtshaus, Schloss Rosenau,

besuchen?

Albert: Ich erinnere mich gerne an die Tage im

Jahr 1845 zurück, als ich Schloss Rosenau erstmals

mit meiner Gattin besuchte. Sie liebte es und

hätte dort gerne ihren Sitz genommen. Natürlich

werde ich Rosenau einen Besuch abstatten, sofern

das die Feierlichkeiten zur 50. Ausgabe des

„Coburger“ zulassen

Und Schloss Callenberg?

Albert: Sicher. Der ideale Ort, um sich an unsere

großartige Familiengeschichte zu erinnern,

auch wenn meine eigene Erinnerung an unseren

einstigen Stammsitz nicht mehr besonders ausgeprägt

sind. Oder gerade deshalb.

Lieber Prinz, ich danke Ihnen für das Gespräch.

So, Leutla, so war des. Da sagt ihr nix mehr, gell? Da

fährst einmal mit der Bahn, und dann sowas! Gut,

dass ich des Gschbräch mitgeschnitten hab, sonst

däded Ihr mir des ja nie und nimmer glau’m, ihr

Prinzen!

Schätzla, schau wie iech schau!

Der Russe in Euskirchen

Von Gründungsherausgeber Peter Einheuser zum 50. Coburger.

Ein russischer Helfer wurde in Euskirchen von ukrainischen

Flüchtlingen zu Tode geprügelt. Das

berichtete eine Frau in einem kurzen Videopost am

Sonntagmorgen, dem 20. März. Die Meldung ist

schnell unterwegs. Die zu Putins Propagandaapparat

gehörende „Federal News Agency“ hatte

sie bereits um 14:00 Uhr landesweit verbreitet.

Am Abend des gleichen Tages meldete sich die

Frau erneut. Sie entschuldigte sich. Die frühere

Nachricht sei falsch! Es tue ihr leid.

Zu spät. Das Eingeständnis der Frau wurde in

Russland nicht verbreitet. In den meisten sozialen

Medien bei uns nur hier und da. In Russland

gibt es gerade wenig Chancen, sich außerhalb

gleichgeschalteter Medien zu informieren.

Doch auch bei uns gibt es Propaganda. In Newsgruppen

von Telegram, dem Sender RT (früher

Russia Today) und auch auf Facebook, YouTube

und Twitter. Mitteilungen von PEGIDA, Querdenkergruppen

und Verschwörungstheoretikern

zeigen es.

Doch anders als in totalitären Staaten gibt es bei

uns freie Medien, die echte Nachrichten vermitteln.

Informationen, deren Hintergründe von

Journalisten recherchiert sind. Und natürlich

auch Meinungen, die jedoch als solche gekennzeichnet

sind!

In Deutschland haben wir reichlich Zugang zu

freien Medien. Wir können unter hunderten

Fernseh- und Radiosendern wählen. Aus fast allen

Ländern. Die gedruckten oder Internetausgaben

von Zeitungen und Magazinen stehen uns zur

Verfügung. Wir dürfen selbst publizieren, wenn

wir wollen. Es nennt sich Pressefreiheit.

Coburg ist eine der medienreichsten Städte

Deutschlands. Per capita gibt es kaum mehr Zeitungen,

Fernseh- und Radiosender.

Und den Coburger. Mit dem Blick auf die Erfolgreichen

und die Schwachen, mit Lob für das Gelungene

und manchmal ein wenig spöttelnd über

das, was knapp daneben ging. Jetzt schon zum

fünfzigsten Mal. Glückwunsch den Coburgern.

In jedem

COBURGER laden wir

an dieser Stelle Coburger

oder Nicht-Coburger

ein, ihre Meinung

zu sagen.

112 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 113



Coburger | Das Magazin

erscheint wieder im Juni 2022.

Anzeigenschluss ist

der 27. Mai 2022.

Schon 14000 Kunden?

Echt jetzt?

Echt!

Ostern 2022

Von Peter Einheuser

Zitate über Diktatur sind dieses Mal … das Letzte

„Diktaturen sind entstanden und werden geduldet, weil das Gefühl für die Würde und

das Recht der Persönlichkeit nicht mehr genügend lebendig ist.“

Albert Einstein

„Eine Diktatur ist ein Staat, in dem sich alle vor einem fürchten und einer vor allen.“

Alberto Moravia

„Diktatur ist ein Staat, in dem das Halten von Papageien lebensgefährlich sein kann.“

Jack Lemmon

„Mit Mord muss herrschen, wer den Thron geraubt.“

Friedrich Schiller

„Die Despotie stempelt gewöhnlich die Begriffe wie die Münze.“

Johann Gottfried Seume

„Nicht die Gewehrkugeln und Generäle machen Geschichte, sondern die Massen.“

Nelson Mandela

„Kein Abschied auf der Welt fällt schwerer als der Abschied von der Macht.“

Charles Maurice de Talleyrand

Schnelles Internet.

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114 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 50 / APRIL 2022 AUSGABE 50 / APRIL 2022 COBURGER | DAS MAGAZIN 115



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