aufgweckt 2022
Aufg'weckt Magazin Ausgabe Nr 16 der Stadtkapelle Friedberg
Aufg'weckt Magazin Ausgabe Nr 16 der Stadtkapelle Friedberg
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DURCH
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... mit der
Stadtkapelle
Friedberg.
WECKRUFZEITUNG DER STADTKAPELLE FRIEDBERG
16. AUSGABE | JAHRGANG 2022
WWW.STADTKAPELLE-FRIEDBERG.AT
1
guten
Morgen
Einen wunderschönen guten Morgen!
Wir freuen uns, wieder flotte Märsche
und die neueste Ausgabe von
„aufg’weckt“ zu euch nach Hause zu
bringen – ihr euch auch? Denn 2022
wollen wir wieder mit Vollgas durchstarten!
Nichtsdestotrotz blicken wir auf die Ereignisse
im vergangenen Jahr mit Freude
zurück: Neben einem wunderbaren
musikalischen Sommer gab es auch so
einiges zu feiern, sodass wir trotz eines
ruhigen Winters mit einem guten Gefühl
ins neue Jahr starten. Wie Uwe und
Stefan die vergangen zwei Jahre erlebt
haben und wie ihre Zukunftsvisionen
für die Stadtkapelle aussehen, könnt ihr
hier nachlesen!
Das Zeitungsteam der
Stadtkapelle Friedberg
wünscht viel Spaß
beim Lesen.
INHALTSVERZEICHNIS
03 Hilfreiches im
Musi-Alltag
04 JHV 2021
Ein ehrenvoller Tag
06 Feiern können wir!
Geburtstage,
Hochzeiten und
Baby-Boom
08 Die Familie Hofer
reiSe DurCH
DaS MuSiJaHr
Über das Jahr hindurch gibt
es so einige spannende Tage,
denen wir gerne einen Beitrag
in den sozialen Medien widmen.
Nachfolgend geben wir euch
einen kleinen Einblick.
10 Das große Interview
Uwe und Stefan
im Gespräch
12 Ausrückungen und
Marschmusik
14 Jugendarbeit und
Neuzugänge
16 Ankündigungen
Die Highlights im Überblick:
Instagram-Account der Stadtkapelle
Wir freuen uns schon
darauf euch bei unseren
Events wieder willkommen
zu heißen!
Impressum
aufg’weckt – Weckrufzeitung der Stadtkapelle Friedberg,
16. Ausgabe, Jahrgang 2022, Erscheinungsweise:
1x jährlich, Erscheinungsort: Friedberg, Herausgeber:
Stadtkapelle Friedberg, Verteilung bei den Weckrufen
in Friedberg, Schwaighof und Ehrenschachen; Konzept
und Layout: Tanja Reitgruber; Redaktion: Birgit
Grill, Tanja Reitgruber; Lektorat: Stefan Prenner; Fotos:
Stadtkapelle Friedberg, Privatarchive; www.stadtkapelle-friedberg.at;
Satz- und Druckfehler sowie Irrtümer
vorbehalten.
03. März – Tag des Hörens
Hören ist ein wesentlicher Punkt in der Musik. Nicht nur, um zu
hören, ob man richtig oder falsch spielt, sondern auch um zu
hören, wie das Zusammenspiel klingt. In unserer Kapelle gibt es
viele verschiedene Stimmen und jede davon ist wichtig. Nur wenn
jede einzelne Stimme gespielt wird, kann es zu einem großartigen
Hörerlebnis führen. Dabei spielt aber auch unser Kapellmeister
Uwe eine wichtige Rolle. Er hat die Aufgabe jede Stimme zu
hören und zu erkennen, wenn etwas nicht so gespielt wird, wie
es sollte.
In unserer Kapelle hat das Hören nicht nur für die Musik eine
Bedeutung, sondern auch für die Gemeinschaft, denn auch hier
wird jede Stimme gehört. Egal ob jung oder alt, man findet immer
jemanden, der ein offenes Ohr für einen hat und zuhört.
Dieses einzigarte Gemeinschaftsgefühl wirkt sich natürlich positiv
auf unser musikalisches Tun aus.
2
HilfreiCHeS iM MuSi-alltag
VERFASST VON BIRGIT GRILL
Auch wir in der Stadtkapelle bilden uns gerne weiter und dazu werden uns so einige spannende
Möglichkeiten geboten.
-Account der Stadtkapelle
Der österreichische Blasmusikverband ist eine der größten
ehrenamtlichen Organisationen in Österreich und
nahm seine Anfänge bereits 1903. Der Blasmusikverband
sieht seine Aufgabe in der Stützung und Förderung der
Blasmusik und Nachwuchsmusiker*innen, aber auch in
der persönlichen und musikalischen Weiterbildung der
Musiker*innen. Aus diesem Grund bietet der Verband
zahlreiche Möglichkeiten zur Fortbildung, welche wir in
der Stadtkapelle auch gerne nutzen: Ensembleleiterausbildungen,
Stabführerkurse, aber auch Funktionärslehrgänge
wurden absolviert. Für alle, die nicht so hoch greifen
wollen gibt es auch seit kurzem sogenannte „MUSInare“,
welche der Steirische Blasmusikverband ins Leben gerufen
hat. Dies sind Seminare zu den unterschiedlichsten Themen
im Blasmusikbereich welche völlig kostenlos online
besucht werden können. Dabei bekommt man unter anderem
Tipps und Tricks für erfolgreiche Medienarbeit im
Verein, aber auch wichtige rechtliche Informationen zum
Thema Urheberrecht, sowie auch praxisbezogenere Tipps
für den Musiker*innen-Alltag zur Instrumentenpflege.
Sehr nützlich ist auch das Blasmusik Wiki mit spannenden
Informationen, gruppiert nach Bereichen, Landesverbänden
oder nach Funktionen. Hier finden sich wichtige
Termine im Jahresablauf, Richtlinien für Ausrückungen
und „Musik in Bewegung“, sowie die gesetzlichen Grundlagen
für das Vereinsleben in der Blasmusik. Besonders im
Bereich der Informationen zu den aktuellen COVID-19
Maßnahmen war das Blasmusik Wiki eine wichtige Quelle
zum Nachschlagen aller Bestimmungen.
Anfang 2022 holten wir uns im Social-Media-Team in den
MUSInaren „Medienarbeit kompakt: Tipps & Tricks zur
Medienwahl" und „Medienarbeit kompakt: Pressetexte
schreiben: Dos and Don'ts" mit Medien-/Pressereferentin
des Landesverbands MMag. Dr. Elke Höfler frische Ideen
für unsere Online-Präsenz, sowie zu nützlichen Tools.
Da der Fokus immer mehr auf das Internet und diverse
Plattformen, wie Instagram, Facebook und Co rückt, ist
es wichtig, dass auch wir mit der Zeit gehen und vor allem
interessierte Jungmusiker*innen ansprechen können, aber
auch unsere eingefleischten Fans nicht aus den Augen verlieren.
Mit unserer Weckruf-Zeitung haben wir bereits ein
Medium geschaffen, um mit Groß und Klein in Kontakt
zu treten, aber in Zukunft werden wir auch vermehrt in
den Sozialen Medien präsent sein – einen kleinen Einblick
findet ihr auf dieser Seite, aber natürlich auch mit tollen
Videos und Fotos auf unserer Homepage, auf Facebook,
Instagram und in der Cities App.
09. Juli - Tag des Rock & Rolls
Am 09. Juli ist der Tag des Rock & Rolls. Dieser Tag wurde
dem Moderator Dick Clark, der eine einflussreiche Person im
Rock & Roll war, zum Gedenken gewidmet. Rock & Roll steht
für eine amerikanische Musikrichtung der 1950er- und frühen
1960er-Jahre und dem damit verbundenen Lebensgefühl einer
Jugend-Protestkultur. Viele von uns verbinden Rock & Roll natürlich
mit dem berühmten „King“ Elvis Presley, der eine bedeutende
Persönlichkeit in dieser Szene war. Um diesen Gedenktag
zu würdigen, gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit. Holt die
verstaubten Platten aus dem Kasten, dreht die Musik laut auf
und schwingt das Tanzbein, so wie auch wir das machen werden.
Daher lautet unser Motto: “Rock around the clock!“
25. Sept. - Tag der Lunge
An diesem Tag wollen wir den Fokus auf das
Wichtigste unserer Instrumente legen: die
Lunge. Die Lunge und die richtige Atemtechnik
sind essenziell für das Musizieren mit
Blasinstrumenten und im Gegenzug dazu,
wird durch das Spielen die Lunge gestärkt.
Eine Win-Win-Situation also, oder nicht? Zur
richtigen Atmung gibt es unzählige Bücher
und Übungen, um so auch die Spieltechnik zu
verbessern. Kapellmeister Uwe Köller gab uns
hierzu bereits eine kurze Einführung in Form
eines Webinars – ein spannendes Thema!
30. April 2022 - Internationaler Tag des Jazz
Am 30. April soll an die künstlerische Bedeutung des Jazz, seine Wurzeln und seine weltweiten Auswirkungen
auf die kulturelle Entwicklung erinnert werden. Diese einzigartige Musikrichtung lebt von
Improvisation, speziellen Phrasierungen und technischer Komplexität. Jazz ist wie eine Unterhaltung
der Musiker*innen – er drückt Emotionen und Erlebnisse aus, die durch Bass, Schlagzeug und Klavier
im Rhythmus und zumeist mit Trompeten und Saxophonen melodisch untermalt werden.
Ihr denkt wir können
hier nur Theorie? Dann
seht euch auch unsere
Videos an!
3
Ein ehrenvoller Tag
VERFASST VON BIRGIT GRILL
Die vergangene Jahreshauptversammlung war geprägt von der Neuwahl des Ausschusses,
Neuaufnahme von Jungmusiker*innen und Ehrungen für verdiente Musiker*innen. Ein Tag nach
Protokoll mit dem einen oder anderen Tränchen.
Die Jahreshauptversammlung 2021
stand im Zeichen von Neuwahlen.
Nach 3 sehr herausfordernden Jahren
stellte sich unter anderem unser
Obmann Stefan Prenner abermalig
zur Wahl. Stefan übernahm das Amt
2018 in einer äußerst schwierigen
Zeit in der Geschichte unserer Kapelle.
Gemeinsam mit unserem Kapellmeister
Uwe Köller und seinem
Stellvertreter Michi Putz meisterte
Stefan seine erste Amtsperiode mit
Ruhe, perfekter Vorbereitung, organisiertem
Arbeiten und viel Humor.
Stefan schaffte es, die Kapelle digital
auf Vordermann zu bringen, sowie
in Zeiten der Pandemie immer tagesaktuell
informiert zu sein und
den Draht zu den Musiker*innen
aufrecht zu erhalten, sowie auch
durch die eine oder andere innovative
Idee den Zusammenhalt zu erhalten
und zu stärken.
NEUERUNGEN IM AUSSCHUSS
Josef Putz legte nach langjähriger
Tätigkeit als Archivar sein Amt zurück
und übergab diese wichtige
Arbeit an Mario Glatz. Peter Kogler
beendete seine Arbeit als Jugendreferent
und wird nun als Beirat im
Ausschuss tätig sein. Sein Amt übernehmen
Theresa Fellinger, Magdalena
Glatz und Hannah Pfeffer und
damit eine sehr wichtige Aufgabe in
unserer Kapelle zur Sicherung des
Nachwuchses und zur Stärkung der
Gemeinschaft.
ABSCHIED IST IMMER SCHWER
Gerhard Riegler hat sich nicht nur
entschlossen sein Amt im Ausschuss
niederzulegen, sondern auch
seine aktive Mitgliedschaft als Musiker.
Gerhard, welcher von allen
„Happi“ genannt wird, war 45 Jahre
im Schlagzeugregister tätig und
als Obmann 7 Jahre ein äußerst
korrekter und tatkräftiger Musikkollege.
Auch nach seiner Zeit als
Obmann war er im Ausschuss ein
gern gesehenes Mitglied – durch
seine langjährige Erfahrung und
seine kritischen und konstruktiven
Beiträge in diversen Diskussionen.
Die Stadtkapelle verlieh Gerhard
die Verdienstmedaille in Silber und
nahm ihn als Ehrenobmann auf.
Nach einer kurzen und bewegenden
Rede von Gerhard, verabschiedeten
wir ihn mit „Standing Ovations“
in seinen wohlverdienten Musiker-
Ruhestand.
EHRUNGEN UND JUNGMUSIKER
Es macht uns immer wieder stolz,
wenn wir Musiker*innen für ihre
aktive Mitgliedschaft im Verein auszeichnen
dürfen.
Hierfür durften wir
das Ehrenzeichen in
Bronze für 10 Jahre aktive
Mitgliedschaft bei
der Stadtkapelle Friedberg
an Hannes Dunst,
Magdalena Glatz, Tanja Reitgruber
und Herbert Kogler überreichen.
Das Ehrenzeichen in
Silber für 15 Jahre aktive
Tätigkeit geht an
Rainer Schebesta.
Die Ehrennadel in Silber
für ihre Verdienste im
Zeichen der Stadtkapelle
wurde an Melanie Faustmann
verliehen.
Gerhard Riegler erhielt
die Verdienstmedaille
in Silber als Anerkennung
für seine langjährige
Tätigkeit als Funktionär.
Für besondere Verdienste
mit der Ehrennadel
in Gold wurden
Daniela Pfeffer, Josef
Putz und Uwe Köller
ausgezeichnet.
Neben dem Dank und der Würdigung
verdienter Musiker*innen
ist die Aufnahme von
Jungmusiker*innen eine besondere
Ehre. Seit vergangenem Jahr dürfen
wir Corinna Gremsl auf der Querflöte,
Paula Prenner auf der Klarinette
und Elias Koglbauer auf der
Trompete in unseren Reihen willkommen
heißen und freuen uns auf
viele spannende Jahre des gemeinsamen
Musizierens.
4
Verdiente Musiker*innen v.l.n.r.:
Melanie Faustmann, Hannes
Dunst, Tanja Reitgruber, Josef Putz,
Daniela Pfeffer, Gerhard Riegler,
Herbert Kogler, Uwe Köller
Aufgrund des Lockdowns im Frühjahr und
Winter kamen wir insgesamt zu 37 Gesamtproben
im Jahr 2020, sowie 13 Ausrückungen
mit der gesamten Kapelle bzw. in kleinen
Gruppen/Ensembles. Zu den Ausrückungen
zählten 2 Weckrufe in Schwaighof und Ehrenschachen
sowie kirchliche Anlässe.
Gut zu wissen:
Per 31.12.2020 sind 72 aktive Mitglieder in
der Stadtkapelle Friedberg gemeldet, davon
45 männliche und 27 weibliche Musikerinnen
und Musiker. 16 aktive Musiker*innen
sind derzeit noch in Ausbildung. Noch nicht
aktiv im Verein aber derzeit in Ausbildung 23,
etwas weniger als 2019.
Unsere Ausschussmitglieder:
Obmann
Stefan Prenner
Obmann Stv.
Daniela Pfeffer
Obmann Stv.
Martin Auerböck
Kapellmeister
Uwe Köller
Kapellmeister Stv. Michael Putz
Kassier
Thomas Peinthor
Kassier Stv.
Hannes Hofer
Schriftführer
Melanie Faustmann
Schriftführer Stv. Gernot Staller
Archivar
Mario Glatz
Archivar Stv.
Peter Gremsl
EDV-/Pressereferent Birgit Grill
EDV-/Pressereferent Tanja Reitgruber
Stabführer
Martin Glatz
Stabführer Stv. Michael Putz
Jugendreferent Theresa Fellinger
Jugendreferent Stv. Magdalena Glatz
Jugendreferent Stv. Hannah Pfeffer
Beirat
Erwin Ehrenhöfer
Beirat
Josef Faustmann
Beirat
Markus Glatz
Beirat
Peter Kogler
Gerhard Riegler wurde die Verdienstmedaille in Silber
als Anerkennung für seine langjährige Tätigkeit als
Funktionär in der Stadtkapelle Friedberg verliehen.
Aufnahme von Jungmusikerinnen v.l.n.r.: Jugendreferentin Theresa
Fellinger, Obmann Stefan Prenner, Paula Prenner, Corinna Gremsl,
Jugendreferentin Hannah Pfeffer, Bgm. Wolfgang Zingl
5
Feiern? - Können wir!
VERFASST
VON BIRGIT
GRILL
Gründe zum Feiern gab es in den vergangenen Monaten so einige: Runde Geburtstage,
Nachwuchs(-Musiker*innen) und sogar eine spontane Vermählung zählten dazu und machten
das Jahr 2021 zu etwas Besonderem.
Nachdem das Jahr mit einigen Einschränkungen startete,
konnten wir im Sommer den einen oder anderen runden
Geburtstag in einer kleinen Runde nachholen.
Unser 1. Flügelhornist Hans Prenner — nach wie vor nicht
wegzudenken aus unseren Reihen — durfte im Mai bereits
70 Kerzen auf seiner Geburtstagstorte auspusten. Hans ist
seit unglaublichen 55 Jahren aktives Mitglied der Stadtkapelle.
Im Juli war es dann endlich möglich, dass wir ihn
auch bei der Stadtkapelle hochleben lassen durften und
spielten ihm einige Ständchen zu seinem Runden und
hoffen, dass er uns noch zahlreiche Jahre im hohen Blech
erhalten bleibt.
Im August lud uns unser Tubist Gernot Staller zu einer
guten Jause ein, um seinen 50. Geburtstag gebührend zu
feiern. Gernot unterstützt uns im tiefen Blech bereits seit
2013 und auch im Ausschuss ist er seit 2015 aktiv in der
Stadtkapelle.
Martin Auerböck – besser bekannt als „Azi“ – jährte sich
im Juli zum 50. Mal und nach einer Marschierprobe ließen
wir ihn hochleben. Azi ist seit 1985 Mitglied unserer Kapelle,
sorgt seither am Schlagzeug für den richtigen Beat
und bringt sich seit 1992 im Ausschuss tatkräftig ein. Wir
bedanken uns und wünschen nochmals alles Gute.
Im November ging es für ein paar von uns zu einem alten
Musikkameraden nach Hochneukirchen. Hans Riegler
unterstützte unsere Kapelle von 1967 bis 1989 auf der Klarinette
und feierte am 06.11. unter anderem mit Obmann
Stefan Prenner, Hans Prenner, Franz Riegler und Hannes
Hofer seinen 90. Geburtstag.
Die Feier zum 80. Geburtstag einer unserer Legenden oder
auch „Altherren“ im Dezember musste leider auf 2022 verschoben
werden. Unser allseits beliebter Hermann Pichler
vulgo Amtmann wird im Juni nachträglich feiern und wir
sind bereits sehr gespannt darauf.
Wir wünschen allen Geburtstagskindern
nochmal alles Gute,
weiterhin viel Gesundheit und
Kraft und natürlich viel Spaß
beim gemeinsamen Musizieren!
6
Weitere Fotos zu Feierlichkeiten und
Bund fürs (Musi-)Leben.
Unser Stabführer und Flügelhornist Martin Glatz
und seine Partnerin Michaela planten zur Taufe
ihres Sohnes auch überraschend ihre Vermählung
und durften den Bund der Ehe im engen Familienkreis
feiern.
Die gesamte Stadtkapelle freut sich mit ihnen und
wünscht viele glückliche und gesunde Jahre.
Nachwuchsmusiker:innen
in Babyschuhen
Benjamin
Die Störche flogen aus und landeten im Hohen Blech bei den
Flügelhörnern und bescherten Martin Glatz und seiner Frau
Michaela am 24.06.2021 ihren ersten Sohn Benjamin.
Johanna
Nächster Stopp war am
28.06.2021 im Klarinettenregister
bei Carina
Maurer und ihrem
Mann Hannes, um sie
zu stolzen Eltern der
kleinen Johanna zu
machen.
Johannes
Der letzte Aufenthalt
der Musi-Nachwuchs
Störche war im Flötenregister
bei Sarah
Kerschenbauer und
ihrem Mann Stefan
und brachten ihnen
am 25.07.2021 ihren
wundervollen Sohn
Johannes.
Weitere Fotos
Wir gratulieren herzlich und sind sehr
gespannt, ob wir sie in ein paar Jahren
in unseren Reihen begrüßen dürfen.
sonstigen Ausrückungen sind auch auf
unserer Homepage unter www.stadtka-
pelle-friedberg.at zu finden.
7
VERFASST VON YVONNE SCHLÖGL
Drei Mal Hofer auf einen " Schlag "
Natürlich darf auch in der diesjährigen „Aufg’weckt-Zeitung“ unsere Familienvorstellung nicht fehlen
und deswegen haben wir uns heuer für eine Familie entschieden, die die Musik bekanntlich
lebt. Jetzt fragen Sie sich sicher, um welche Familie es sich hier handelt? Ganz genau, um die Familie
Hofer. Hannes, unser langjähriges Mitglied und seine beiden Kinder Emma und Julius sind
ein wichtiger Bestandteil unserer Stadtkapelle. Auf den folgenden Seiten können sie die Familie
etwas besser kennenlernen und vielleicht sind ja die einen oder anderen Fakten dabei, die Sie zum
Schmunzeln bringen.
Beschreibt eure Familie in einem Satz:
Grüß Euch – wir sind die Hofers
Wie seid ihr zur Musik gekommen?
Hannes: Für Fußball zu langsam, also hat meine Mama
gesagt, ich soll‘s mit Musik versuchen!
Emma: Durch den Papa natürlich!
Julius: Weil meine Schwester und mein Papa auch
schon ein Instrument gespielt haben.
Warum habt ihr euch für eure Instrumente entschieden?
Hannes: Ich begann mit Blockflöte und mein damaliger
Lehrer Hr. Krinner hat gemeint, dass Klarinette da
gut draufpasst.
Emma: Ich wollte so sein wie mein Papa, also fing ich
an, Klarinette zu spielen.
Julius: Ich fand Schlagzeuggrooves schon immer cool.
Welche Bedeutung hat die Stadtkapelle für euch?
Hannes: Immer wieder ein willkommener Fixpunkt,
um Freunde zu treffen und Spaß zu haben.
Emma: Am meisten Bedeutung haben die Leute, die
ich dort sehe.
Julius: Freunde, Spaß, Musik
Welche Musik läuft bei euch zu Hause?
So ziemlich alles…je nachdem, wer grad die Fernbedienung
erwischt ;)
Welche Tipps könnt ihr angehenden Musikerinnen und
Musikern geben, die der Stadtkapelle beitreten wollen?
Hannes: Ein bisserl üben, Einsatz zeigen und dann
genießen.
Emma: Der ganze Aufwand, sich hochzuarbeiten,
lohnt sich für den Spaß danach.
Julius: Man sollte bis zur Aufnahme durchhalten –
die Proberei zahlt sich aus!!!
Gründe, die euch motivieren bei der Stadtkapelle zu sein:
Hannes: Die Freude danach, wenn wieder ein herausforderndes
Konzert gelungen ist.
Emma: Ich freue mich auf die Menschen, die ich treffe.
Julius: Mich musikalisch zu verbessern.
Wie viel eurer Freizeit investiert ihr in Musik?
Hannes: Rund 60 Auftritte und Proben bei diversen
Musikgruppen + ca. 40x Stadtkapelle…es läppert sich
zusammen…
Emma: Schwer zu sagen, manchmal habe ich mehr
Zeit, manchmal weniger.
Julius: ca. 6-7 Stunden pro Woche
Wie man in der Stadtkapelle weiß, ist euer Papa Hannes
unser „Supertalent“ in der ersten Reihe. Motiviert
er euch zu musizieren bzw. gilt er für euch als Vorbild
in der Stadtkapelle?
Emma: Ein Vorbild war er schon immer!
Julius: Auf jeden Fall!
Könnt ihr euch ein Leben ohne Musik überhaupt
vorstellen?
Hannes: Auf gar keinen Fall!
Emma: Bestimmt nicht!
Julius: Ganz sicher nicht!
Die Stadtkapelle Friedberg ist
sehr froh darüber, eine solche
talentierte, aber auch lustige
Familie in den Reihen zu haben
und freut sich schon auf
die nächsten musikalischen
Jahre mit den Hofers.
8
Alter: 47
Instrument: Klarinette
Bei der Stadtkapelle seit: 1986
Sternzeichen: Zwilling
Beruf: Formenbauer
Dein schönster Moment bei der Stadtkapelle:
Da gab es viele…z.B. Reisen nach Bayern, Tirol, Slowenien
und viele mehr.
Die drei wichtigsten Dinge in deinem Leben:
Alphabetisch gereiht: Barbara, Emma, Julius
Zitat: Jo söm!
Hannes
Emma
Alter: 17
Instrument: Klarinette
Bei der Stadtkapelle seit: 2016
Sternzeichen: Fisch
Beruf: Schülerin
Dein schönster Moment bei der Stadtkapelle:
Da gibt es einige, Konzerte, Musikertreffen und
Oktoberfeste.
Die drei wichtigsten Dinge in deinem Leben:
Familie, Freunde, Kunst
Zitat: Des geht scha
Alter: 14
Instrument: Schlagzeug
Bei der Stadtkapelle seit: 2019
Sternzeichen: Jungfrau
Beruf: Schüler
Dein schönster Moment bei der Stadtkapelle:
Dafür bin ich noch zu kurz dabei, aber in den nächsten
Jahren werden ganz bestimmt einige entstehen.
Die drei wichtigsten Dinge in deinem Leben:
Familie, Freunde, Spaß
Zitat: ,,ähm, keine Ahnung‘‘
Julius
Früh übt sich: Musik stand bei den Hofers schon von Klein an auf dem Tagesprogramm
9
Dieses Interview bietet Einblicke in die gemeinsame Zusammenarbeit, die größten Herausforderungen
der letzten Jahre, ihre Learnings aus der Pandemie und woran sie in Zukunft arbeiten
möchten. - Aber lest einfach selbst!
Gesamtes Interview online auf
Zuerst zu dir Stefan, du bist seit 30 Jahren
bei der Stadtkapelle Friedberg, bist
bereits 22 Jahre im Ausschuss und seit
4 Jahren als Obmann tätig. Wie hat sich
aus deiner Sicht in diesen Jahren die
Stadtkapelle verändert?
Stefan: Wenn ich so die letzten 30
Jahre zurückdenke, glaube ich, im
Großen und Ganzen hat uns immer
ausgezeichnet, dass wir einen guten
Zusammenhalt hatten einerseits und
andererseits aber auch, dass wir uns
musikalisch nie verstecken mussten
und da auch immer ganz gut unterwegs
waren. Diese 2 Grundsätze haben
sich eigentlich die letzten 30 Jahre
nicht wirklich verändert. [...]
Dann kurz zu dir Uwe… Du bist jetzt
eigentlich seit knapp 10 Jahren bei der
Stadtkapelle Friedberg, bist aber seit
36 Jahren Profimusiker und bei unserer
Stadtkapelle seit diesen 10 Jahren
Kapellmeister. Wie war so dein erster
Eindruck, wie du zu uns gekommen bist
und wie würdest du die Veränderung in
der Stadtkapelle sehen?
Uwe: [...] Ich bin hier hergekommen,
da war eine hoch motivierte Mannschaft
da gesessen. Alle mit spannungsgeladenem
Blick – bisschen eingeschüchtert,
weil da kommt der Profi
aus Deutschland – Professor auch noch
und so, aus meiner Sicht war viel Potential
grundsätzlich in der Kapelle da
und eine hohe, schon beim 1. Mal erkennbare,
Sozialkompetenz. Das Miteinander,
viele Jugendliche weniger älteres
Publikum bzw. Personal und die
waren auch nicht so die Eminenz, sondern
es war alles eher so auf Freundschaft
basierend, das war eine schöne
Atmosphäre und eine Neugier mal
was Neues zu erfahren. [...] Und dann
die Veränderung in meiner Zeit jetzt
hier, möchte ich sagen, ich bin ohne
Ansprüche hierhergekommen. Also
ich wollte keine Karrierekapelle aus
dem Boden stampfen oder irgendetwas
ummodeln – ich wollte eigentlich
nur schöne Musik machen. [...] Die
Leute haben Spaß gehabt auch schwerere
Stücke zu spielen, immer mehr im
Vertrauen darauf, dass ich sie fordere
aber nicht überfordere und auch fördere,
natürlich. Und das ist für mein
Dafürhalten Jahr für Jahr besser geworden,
bis wir dann relativ schuldlos
aber abrupt durch die Pandemie eingebremst
wurden und dann mal in die
Warteschleife gehen durften. Und jetzt
fangen wir wieder an im größeren Stil
miteinander zu musizieren, was gut
ist, aber trotzdem erstmal wieder gewöhnungsbedürftig.
Deshalb habe ich
für das nächste Konzert ein Programm
ausgesucht, das deutlich leichter ist als
das grundsätzliche Programm, das eigentlich
angedacht worden wäre. Einfach,
dass wir uns wieder aneinander
und an die Musik gewöhnen.
Vielen Dank – Uwe ist ausführlich wie
immer..
Uwe: Wenn ich mal anfange zu reden
…
Und wenn man jetzt einen Blick auf
eure Zusammenarbeit lenkt? Was
macht sie besonders?
Stefan: Naja, besonders – ich glaube
im Großen und Ganzen, dass wir uns
gut ergänzen. Uwe ist musikalisch der
Verantwortliche und auch in dieser
Hinsicht Visionär mit immer wieder
neuen Ideen. [...] Das ist ganz gut, wie
er es macht. Und meinen Beitrag dazu
sehe ich als passende Ergänzung, der
sich halt um die organisatorischen Belange
im Hintergrund kümmert und
dass das „Werkl“ insgesamt läuft. Da
gehören ja nicht nur wir beide dazu,
da gehören ja mehrere Leute dazu,
die da ineinandergreifen und zusammenarbeiten
müssen und natürlich
glaub ich, kann ich von meiner Seite
sagen, spielt natürlich mit, dass es zwischenmenschlich
auch ganz gut passt
und wir ganz gut zusammenkommen.
(lacht)
Uwe: Kann man so sagen. Also ich
meine, wir sind ja in keiner leichten
Zeit zusammengekommen. Es war ja
durch den völlig unerwarteten, plötzlichen
Tod von Bruno (Piebl, Anm.)
so ein Vakuum, so ein Machtvakuum,
weil er doch sehr viel in der Hand
gehabt hat. [...] Und da hat sich aber
trotzdem gezeigt, dass wir aus diesem
Schicksalsschlag, glaub ich sogar
gestärkt hervor gegangen sind, wir
haben Kompromisse gesucht und sie
auch gefunden. Wir haben ganz klar
erkennen können, dass eine gegenseitige
Loyalität da ist, was auch ganz
wichtig ist und was eine Zusammenarbeit
dann eben auch mit der Kapelle,
die erstmal sehr erschüttert war, wieder
festigen und einen konnte. Das
war auch ein deutlicher Prüfstein,
10
denk ich mal, für unsere Zusammenarbeit,
dass man sich darauf verlassen
konnte, dass wir absolut in die gleiche
Richtung gehen, in einer Situation, mit
der wir im Vorhinein überhaupt nicht
gerechnet haben.
Um jetzt ein bisschen mehr in die Jetzt-
Zeit zu schwenken, es war ja vor 2 Jahren
so, wir waren ja gerade mitten in den
Proben fürs Frühjahrskonzert – eigentlich
kurz vor dem Frühjahrskonzert,
und dann kam plötzlich der Lockdown,
es waren keine Proben mehr möglich
und alle sollten zuhause bleiben. Wie
hat sich die Pandemie im Endeffekt auf
eure Zusammenarbeit bzw auf die gesamte
Stadtkapelle ausgewirkt?
Stefan: Naja, ich glaube, was konkret
unser beider Zusammenarbeit betrifft,
es hat sich einfach mehr ins Digitale
verlagert, egal ob es jetzt Whatsapp
oder dann vermehrt Telefonieren
war. [...] Insgesamt auf die Stadtkapelle,
wenn man es jetzt auf den ganzen
Verein bezieht, ist es natürlich schon
schwieriger, das Ganze. Weil da ist das
Wichtige das gemeinsame Musizieren,
das gemeinsame Proben, die gemeinsamen
Ausrückungen und wenn das
monatelang nicht möglich ist, merkt
man das einerseits musikalisch klarerweise,
und andererseits fehlt die soziale
Komponente dann auch irgendwo.
Es ist sicher keine einfache Zeit gewesen,
ist es nach wie vor auch nicht –
wer weiß, was noch kommt.
Uwe: Also ich finde es hat auch einen
Wandel gegeben in der Pandemiezeit
von dem ersten superstrikten Lockdown
wo wirklich alle die Füße stillhalten
mussten wo überhaupt keiner
wusste, was überhaupt los ist, [...] da
haben wir ja eigentlich auch in gewisser
Weise die Flucht nach vorne
– zumindest zum Jahresende hin – gemacht,
wo wir diesen Adventskalender
digital erzeugt haben. Das war eine
heftige Geburt, weil es gab jeden Tag
ein neues Stück, eine neue Besetzung,
neue Stücke, neue Schnitte, neue "alles".
Wirklich, wirklich viel Arbeit von
Einzelnen in der Vor- und Nachbearbeitung
aber auch eigentlich von allen
in der Aufbereitung der Aufgaben,
die da musikalisch auf sie zu kamen.
Und ich muss auch nochmal sagen, ich
glaube, die Kapelle hat sehr davon profitiert,
dass wir eigentlich sehr im Futter
waren und viel vorher schon gearbeitet
haben, denn das Einspielen von
den Stücken lief ohne Anleitung ab.
Also jeder hat aus dem musikalischen
Fundus, den er sich so in den letzten
Jahren angeeignet hat, versucht, diese
Stücke da zu spielen und wir haben da
ein ganz anhörbares Produkt erzeugt.
Anders ist es dann geworden, als es
dann Impfungen gab, als es dann Einschränkungen
gab, manche dürfen
kommen, manche dürfen nicht kommen,
manche wollen noch nicht kommen
und es dürfen noch nicht alle – es
gab dann andere Probleme, die wir
aber, denke ich, auch im sozialen Interesse
ganz gut aufgelöst haben. Man
kann es nicht jedem Recht machen,
aber es war in jedem Fall immer der
Respekt da für persönliche Entscheidungen,
ob man kommen will, ob man
nicht kommen will, ob man sich traut,
ob man nicht möchte. Das ist auch die
Grundbasis: der Respekt vor der freien
Entscheidung. [...] Das spricht auch
für die soziale Kompetenz vom Stefan
– finde ich.
Definitiv, also man muss ja dazusagen:
Stefan, ich glaube du warst ja immer
tagesaktuell up-to-date mit jeglichen
Maßnahmen, Regeln, Verordnungen,
etc. Ich meine, du bist generell immer
und überall sehr gut informiert und das
war schon ein wichtiger Punkt in dieser
ganzen Zeit, dass man den Faden nicht
verloren hat und der Zusammenhalt
gegeben war. Es war immer Kommunikation
da – sobald es Neugikeiten gegeben
hat, wurden die kommuniziert,
damit jeder weiß, wie ist der Status
und wie machen wir weiter. In der Hinsicht,
hast du persönlich versucht, das
zu stemmen. Wie war die Resonanz für
dich, hat es viel Resonanz gegeben?
Stefan: Ja, wie gesagt, grundsätzlich
war es wichtig, dass wir immer, sobald
es möglich war, etwas gemacht
haben. Sei es, in der Anfangszeit, wie
es geheißen hat, man darf proben,
aber nur mit 2-3 Metern Abstand, wie
wir da ein paar Proben im Turnsaal
in der Mittelschule gemacht haben
oder dann eben in weiterer Folge, das
Wunschkonzert am Hauptplatz, welches
im 1. Pandemiejahr mehr oder
weniger die einzige Veranstaltung
war, die in der Stadt stattgefunden hat.
Wo wir eine sehr gute Resonanz vom
Publikum bekommen haben, und es
einem dann selber auch klarerweise
Spaß macht, wenn man dann merkt, es
kommt gut an bei den Leuten und die
Leute hören uns gerne und wir können
wieder was herzeigen. Oder dann
später eben der Adventkalender, wo
dann eben gar nichts persönlich möglich
war und dann später, wo es auch
die Phase gab, man darf proben aber
nur 8-10 Leute. Da haben wir eigentlich
immer geschaut, dass wir sagen,
ok, wir wollen etwas tun – denn keiner
weiß, wie lange dieser Stillstand dauern
wird und je länger es dauert, desto
schwieriger ist es. Klarerweise hat es –
so wie in der gesamten Gesellschaft -,
ZUSAMMENGESTELLT VON BIRGIT GRILL & TANJA REITGRUBER
auch im Verein, wie Uwe auch gesagt
hat, Leute die vorsichtiger sind oder
die gewissen Maßnahmen vielleicht
skeptischer gegenüberstehen und da
haben wir eigentlich generell im Ausschuss
gesagt, dass das nicht Kriterium
sein soll fürs Musizieren. Wir haben
das gemacht, was rechtlich möglich
war. Natürlich teilweise in einzelnen
Gesprächen habe ich immer versucht
und auch bei Sitzungen und Proben
darauf hinzuweisen. Es war mir schon
ein persönliches Anliegen, dass das
hier nicht aus irgendwelchen Gründen
auch immer einen Keil in die Kapelle
treibt, und ich glaube das ist uns ganz
gut gelungen.
Sonst irgendwelche Learnings oder Erkenntnisse,
die man so mitnimmt aus
der Zeit?
Stefan: Für mich war das Learning –
einerseits gut, dass wir den Adventkalender
gemacht haben und sehr gut,
dass wir in kleinen Gruppen geprobt
haben, aber das sind alles nur Lösungen
für einen kurzfristigen Zeitraum.
Wenn so kleine Gruppenproben über
einen Zeitraum von einem Jahr möglich
gewesen wären, wäre es langfristig
nicht gut gewesen für den Verein.
Und ich glaube es ist wichtig, dass wir
jetzt wieder alle gemeinsam proben
können, denn wir sind ein Verein, eine
Stadtkapelle und kein Sammelsurium
aus 4 verschiedenen Einzel-Ensembles.
[...]
Uwe: Ich hab in der Pandemie meine
Noten-schreib- und Arrangier-Skills
durchaus erweitern oder überhaupt
erstmal erschaffen können. [...] Was
ich auch interessant fand, was ich auch
gelernt habe zu schätzen, ist die Flexibilität
der Kapelle mit Fakten umzugehen.
Zum Beispiel wenn wir seit
60 Jahren ein Frühjahrskonzert haben
und seit 8 oder 9 Jahren sogar 2
davon, aber dann Pandemie ist, dann
wird aus dem Frühjahrskonzert eben
auch mal ein Sommerkonzert, weil es
auch Flexibilität verlangt und das ohne
großen Aufwand. Und wenn man erst
mal nur mit 10 Leuten probt, dann
mit 20, dann mit allen, dann wird
das kommuniziert und diese Flexibilität
ist auch ein Lernprozess, wie gut
das funktionieren kann. Im Umgang
mit Problemen lernt man nie aus.
Das stimmt natürlich. Wenn wir jetzt
ein bisschen in die Zukunft blicken –
was würdet ihr euch für die Stadtkapelle
in der Zukunft wünschen?
Stefan: Naja, einerseits dass es weiterhin
so gut funktioniert, wie es bis jetzt
funktioniert hat. Wie gesagt, einerseits
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die soziale Komponente, das Zwischenmenschliche.
Das ist das eine,
aber damit untrennbar verbunden ist
das gemeinsame Ziel, das man immer
vor Augen haben muss, schöne Musik
abzuliefern und abliefern zu wollen.
Ich glaube, das ist der Kitt – wir sind
doch eine bunte Truppe – der uns zusammenhält
und das würde ich mir
wünschen, dass das weiterhin so gut
funktioniert und dass es hoffentlich
jetzt einigermaßen bei dieser Normalität
auch bleibt. [...]
Uwe: Wir haben für das Sommerkonzert
ein Programm ausgesucht, was
die Kapelle wieder zusammenschweißen
wird und kann. Also, was auch die
mitunter vielleicht etwas eingeschlafenen,
individuellen Skills am Instrument
wieder ein bisschen wachrüttelt,
ohne dass man Stress haben muss.
Dass wir uns erstmal wieder auf das
Standbein der Kapelle – sprich, soziales
Miteinander konzentrieren und
Spaß an der Musik haben.[...]
Das heißt welche Ziele, musikalischer
Natur oder sonstiger Natur, setzt ihr
euch für die Stadtkapelle 2023?
Stefan: Mal schauen, wie viel Flexibilität
von uns abverlangt wird (lacht).
Aber ansonsten ist 2023 ja auch ein Jubiläumsjahr
für uns, 145 Jahre Stadtkapelle
haben wir da, wo uns schon
gewisse Sachen durch den Kopf gegangen
sind, die wir machen könnten. Ich
hoffe, dass wieder ein Frühjahrskonzert
dabei ist, das würde mich sehr
freuen und vielleicht eben die eine
oder andere Jubiläumsveranstaltung
in dem Jahr.
Uwe: Ich gehe auch davon aus, dass
sämtliche anderen kommunikativen
Veranstaltungen angekurbelt werden.
Dass wir einen Ausflug machen, Tages-
oder Mehrtages-Ausflug, dass wir
einfach wieder viele Sachen, die über
die letzten Jahre nicht möglich waren,
dass wir das wiederbeleben können
und dass daraus dann auch das musikalische
Niveau wieder weiterwächst.
Das ist eigentlich der logische Schritt.
Über die Freude, über die Motivation
miteinander zu spielen – die Kapelle
hatte die letzten Jahre um die 100 Treffen
pro Jahr also in verschiedenen Formationen.
Also, von 100 auf 0 mehr
oder weniger, oder auf eine Handvoll
vielleicht, also wir sollten uns schon
darauf freuen, diese Termine miteinander
zu verbringen und auch so
präsent in der Stadt zu sein, dass man
wieder weiß die Stadtkapelle ist aktiv
und hat Kraft.
Worauf freut ihr euch aktuell besonders?
Stefan: Ich glaube auf genau das, was
Uwe gerade gesagt hat. Dass wieder
ein bisschen Normalität ist, dass wir
einen Ausflug machen können, dass
wir ein schönes Frühjahrskonzert abliefern
können und gemeinsam schöne
Stunden verbringen können und
was auf die Beine stellen können und
genau das ist das, worauf ich mich
freue.
Uwe: Ich sehe das gar nicht so weit, ich
freue mich einfach auf die Probe, die
wir gleich haben. Dass wir dann wieder
möglichst viele Leute dahaben, mit
denen wir einfach weiterarbeiten und
was dann in naher Zukunft kommt,
liegt ja alles nicht in unseren Händen.
Heute freue ich mich auf die Probe.
Die Stadtkapelle rückt aus ...
VERFASST VON
BIRGIT GRILL
Der Sommer 2021 füllte sich schnell mit so einigen Veranstaltungen, die wir musikalisch gestalten
durften. Weckrufe, Frühschoppen und sogar eine Marschmusikwertung – alles dabei!
So ganz ohne Einschränkungen konnte das vergangene
Jahr noch nicht gestartet werden. Daher entschlossen
wir, zum Tag der Blasmusik am 02. Mai, eine Klangwolke
über Friedberg ertönen zu lassen. Als kleiner
Trost für die entfallenen Weckrufe zum Ostersonntag
und 1. Mai spielten wir vom Erlebnisberg diverse Stücke
von vergangenen Konzerten, um den Bewohnern
Friedbergs eine kleine Freude zu bereiten und ein wenig
Weckruf-Stimmung aufkommen zu lassen.
Nach diesem sanften Start in den musikalischen Sommer,
ging es ab Juli Schlag auf Schlag weiter.
EIN SOMMER VOLLER MUSIK
Nach einem gelungenen Weckruf in Schwaighof, startete
die Frühschoppensaison mit dem Pfarrfest Friedberg
bei herrlichem Wetter. Unter der Leitung von Kapellmeister
Stellvertreter Michi Putz und dank altbekannter
– und auch den einen oder anderen neuen – Fans
wurde der Vormittag zu einem gelungenen Fest.
Wir bedanken uns auch recht herzlich bei Roland Gressenbauer,
der FF Friedberg und der Stadtgemeinde,
dass sie uns zur musikalischen Unterstützung riefen.
Besonders spannend für uns waren die Messe und der
Frühschoppen zur Eröffnung des neuen Sportzentrums
mit zugehöriger Halle in Friedberg.
Das Feuerwehrfest wird uns bestimmt auch noch länger
in Erinnerung bleiben, denn starteten wir die Messe
und den Frühschoppen bei perfektem Sommerwetter
am Vorplatz, ließen wir das Fest bei einem ordentlichen
Gewitter in der Halle ausklingen. Und nicht nur das –
unsere Freude am Musizieren schien so spürbar für die
Zuschauer, dass wir uns sogar über einen spontanen
Neuzugang freuen dürfen: Johann Benedek entschloss
sich nach 25 Jahren Musiker-Pause der Stadtkapelle
Friedberg beizutreten – wenn das nicht das perfekte
Kompliment für uns und unsere Gemeinschaft bedeutet!
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Frühshoppen mit der
Stadtkapelle Friedberg beim Pfarrfest
IM SCHRITT MARSCH!
Neben all den Frühschoppen und Weckrufen nutzten
wir im Sommer die Zeit, um uns mit unserem Stabführer
Martin Glatz fleißig auf das bevorstehende Marschmusiktreffen
in Grafendorf vorzubereiten. Diese Veranstaltung
wurde vom Musikbezirk Hartberg organisiert,
um sich ungezwungen einer freundschaftlichen Bewertung
zu stellen.
„Musik in Bewegung“ ist ein wichtiger Grundpfeiler
in der Repräsentation unseres Blasmusikvereines. Daher
ist es umso spannender und wichtiger, sogenannte
„Marschierproben“ durchzuführen. Nicht nur, um die
Jungmusiker mit den Regeln und Kommandos vertraut
zu machen, sondern auch für alle anderen, um sich
die wichtigen Aspekte wieder ins Gedächtnis zu rufen.
Denn auch Marschieren muss wie das Musizieren geprobt
werden.
Beim Marschmusiktreffen in Grafendorf traten wir in
der Stufe C an und konnten 96,48 Punkte erzielen. Bewertet
wurden unter anderem das exakte Marschieren,
die Kommandos des Stabführers, das musikalische Spiel
aber auch der Zustand der Tracht und die Präsentation
der Kapelle.
Im Anschluss spielten alle teilnehmenden Musikkapellen
jeweils einen kurzen Dämmerschoppen und wir
nutzten die Gelegenheit, um alte Bekanntschaften aufzufrischen
und uns mit den Musikkolleg*innen auszu-
tauschen.
STUFE C
St. Lorenzen 92,31*
St. Magdalena 94,87*
Eichberg 96,90*
Friedberg 96,48*
* Achtung: Keine offizielle Bewertung.
Punktevergabe passierend auf interner gegenseitiger
Bewertung der teilnehmenden Musikkapellen.
Antreten
Abmarschieren mit Einschlagen
Halten mit klingendem Spiel und akustischem
Zeichen
Abmarschieren im Spiel mit akustischem
Zeichen
Defilierung
Abfallen
Aufmarschieren
Schwenken im Spiel
Abreißen mit akustischem Zeichen
Halten
Abtreten
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Die Jugend von heute ....
VON THERESA FELLINGER
UND HANNAH PFEFFER
„Musik verbindet“ – in der Stadtkapelle Friedberg vor allem die Generationen. Deshalb ist es uns
ein wichtiges Anliegen auch unseren JungmusikerInnen die Möglichkeit zu bieten, sich in der
Gemeinschaft musikalisch weiterzuentwickeln, und mit uns Erfahrungen zu sammeln. Wir freuen
uns daher über jeden, der ein Instrument erlernen will und dieses Talent bei uns einbringen kann.
Um mehr Verknüpfung zwischen Jugend und
Stadtkapelle zu schaffen und die Gemeinschaft zu
stärken, gibt es neben den Proben auch immer wieder
Team-Buildings wie Bowlen, Schifahren, Wandern
und vieles mehr.
Die Highlights für die Jungmusiker*innen und
auch für die gesamte Kapelle waren und sind unsere
Konzerte, Frühschoppen und Weckrufe, mit
denen viele lustige, aber auch anstrengende Erinnerungen
geschaffen wurden, an die man gerne
zurückdenkt.
In der derzeitigen Situation ist es schwierig
Jungmusiker*innen all das näher zu bringen, wenn
sie kaum bei diesen Aktivitäten dabei waren. Aber
wir sind uns sicher, dass auch das vorbeigeht, wir
können es kaum erwarten!
Wir haben schon viele neue Ideen für die Jugendarbeit
und freuen uns diese umzusetzen.
Natürlich sind Vorschläge bei uns immer herzlich
willkommen und auch für die Anliegen der
Jungmusiker*innen haben wir immer ein offenes
Ohr.
Jugendreferentinnen der Stadtkapelle Friedberg
Wir, die Jugendreferentinnen, möchten uns kurz vorstellen. Dazu haben wir uns mit drei Eigenschaften
beschrieben, (1) den Grund warum wir diese Tätigkeit übernommen haben und (2) was
wir uns für die Zukunft wünschen.
Theresa Anna Fellinger / 23 / Klarinette
verlässlich, ehrlich, zielstrebig
(1) Weil ich mich gerne im Verein einbringe und mit Jugendlichen arbeite.
(2) Dass wir bald wieder ein Konzert spielen können und so die JungmusikerInnen
sehen, welchen Spaß das macht.
Magdalena Glatz / 23 / Querflöte
gesellig, ideenreich, lustig
(1) Weil ich mich mehr einbringen möchte und es mir Spaß macht mit der Jugend
zusammenzuarbeiten.
(2) Dass wir in Zukunft mehr Aktivitäten mit der Jugend unternehmen und somit die
Gemeinschaft noch enger zusammenwächst.
Hannah Pfeffer / 21 / Klarinette
unternehmenslustig, kontaktfreudig, sozial
(1) Weil ich hoffe, dass wir als Jugendteam den guten Zusammenhalt der Stadtkapelle
immer wieder stärken und zahlreiche Jungmusiker*innen aufnehmen können.
(2) Ich hoffe, dass es bald mehr Auftritte und Ausflüge gemeinsam mit den Jugendlichen
gibt.
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Die fantaStiSCHen vier
Neuzugänge der
Stadtkapelle
Corinna Gremsl
12 Jahre / Querflöte
Warum Querflöte?
Ich habe es immer bewundert,
wenn jemand Querflöte gespielt hat
Hobbys: Querflöte spielen, Zeichnen, Sport
Was gefällt dir an der Stadtkapelle?
Abwechslungsreiche Proben und es macht
Spaß zu spielen
Elias Koglbauer
15 Jahre / Trompete
Warum Trompete?
es klingt schön und ist bequem
zu transportieren
Hobbys: Fußball und Trompete spielen,
Jagen mit Papa
Was gefällt dir an der Stadtkapelle?
Gemeinschaft, das
gemeinsame Musizieren
Paula Prenner
14 Jahre / Klarinette
Warum Klarinette?
Es hat mir am Tag der offenen Tür der
Musikschule am besten gefallen
Hobbys: Klarinette spielen, Freunde
treffen, Zeichnen
Was gefällt dir an der Stadtkapelle?
Es ist immer lustig und die Proben
sind abwechslungsreich
Johann Benedek
65 Jahre / Klarinette + Saxophon
Warum diese Instrumente?
Sie machen mir sehr viel Spaß
Hobbys: Urlaub mit Wohnmobil,
Rad fahren, Wandern, Ski fahren
Was gefällt dir an der Stadtkapelle?
Ich fühle mich sehr wohl und es
macht mich glücklich nach 25
Jahren wieder zu musizieren.
Einblicke in diverse Aktivitäten der Stadtkapelle v.l.n.r.: Feuerwehrfest Schwaighof, Musiwandertag zur Vorauer Schwaig und Glatzl Trahütn, Musi-
Schifahren am Semmering, Bowlen in Tom's Stadl, Musikalische Umrahmung des Adventmarkts am Friedberger Hauptplatz.
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Die wichtigsten Events im kommenden Jahr:
Anstelle des traditionellen Frühjahrskonzerts
werden wir heuer bei einem Sommerkonzert
am Hauptplatz unser musikalisches Können
zum Besten geben.
Im Herbst laden wir dann
mit schwungvoller Musik
und einer guatn Jausn
zum Musi-Heurigen ein.
save
the dates.
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Weckrufe und sonstige Termine.
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