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Falstaff LIVING Residences 1/2022

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1/2022

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EDITORIAL

VERGOLDETE ZIEGEL

Der Immobilienmarkt boomt, und die Preise gehen durch die Decke.

Kein Wunder bei einer Inflation, die hierzulande bereits bei sechs

Prozent angelangt ist und wohl noch weiter steigen wird. Dennoch

bleiben die Zinsen – noch – ganz unten. Die Immobilienbranche profitiert

ungemein von den bereits seit Jahren fast »kostenlosen Finanzierungen«.

Das wird sich bald ändern, denn die Zinsen werden steigen. Also jetzt noch

kaufen, so lange es geht! Die globale Angst – Stichwort Ukraine –, aber auch

die Rohstoffknappheit, die auch vor der Bauwirtschaft nicht haltmacht,

verschärfen die Situation. Nicht nur, dass die Baukosten um 30 Prozent

gestiegen sind und wohl noch weiter steigen werden, sind auch die Liefer -

zeiten von Professionisten zu einem einzigen Vabanquespiel geworden.

Instabile Zeiten verlangen daher umso mehr nach Sicherheiten, wissen

Brancheninsider. »In Zeiten erhöhter Unsicherheit«, so Michael Ehlmaier,

CEO der EHL-Immobiliengruppe, »halten die Anleger verstärkt Ausschau nach

besonders sicheren Investitionsmöglichkeiten« (Seite 74, »Krieg der Werte«).

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Foto: Rafaela Pröll

So haben wir im aktuellen RESIDENCES all jene Themen rund um interessante

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Angelika Rosam

Herausgeberin und Chef redakteurin

Falstaff LIVING, LIVING RESIDENCES

»Die Tokenisierung

ermöglicht es, neue

kleinteilige Finanzinstrumente

zu schaffen.

Dadurch können Kleinanleger

in Assetklassen

investieren, die ihnen bei

einem Direktinvestment

vielleicht verwehrt

bleiben würden.«

FLORIAN PETRIKOVICS ÜBER

TOKENISIERUNG, SEITE 118

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 11


INHALT

1/2022

11 EDITORIAL

186 BEZUGSQUELLEN

183 IMPRESSUM

130

Spektakuläre Privatdomizile

rund um die Welt.

COVER

FOTO: VILLA AZURINE SOTHEBY’S

INTERNATIONAL REALTY GREECE

42

Der renommierte

Rotterdamer

Architekt Winy

Maas im Interview.

146

Einblicke in die Residenz von Raffaella

Leone, Tochter des legendären Regisseurs.

COSMOPOLITAN

16 TRÄUME VOM WESTEN

Die Architektur der Moderne in

Los Angeles verbindet Luxus

mit Leichtigkeit.

24 SPANNUNG IM PARADIES

Kalifornien: ein Immobilienmarkt voller

Widersprüche.

26 EINE NACHT, EINE KOPFREISE

Neue Hotelkonzepte, die traumhafte

Geschichten erzählen.

32 ROOM SERVICE!

Ausgesuchte Stücke mit Hotelflair.

34 INSELBEGABUNG

Für anspruchsvolle Individualisten:

Griechenlands Topvillen abseits

der Massen.

40 HELLAS’ FREUDE

Blau-weißes Luxusfeeling für zu Hause.

42 TRÄUMER UND HUMORIST

Ein Gespräch mit Winy Maas, Partner des

Rotterdamer Büros MVRDV.

INVESTMENT

50 DAS NEUE GOLD

Mit Immodaten lässt sich gutes Geld verdienen,

vorausgesetzt, man legt’s richtig an.

54 »BETONGELD« – ABER WELCHES?

Lukrative Geldanlagen unter der Lupe.

58 »WIR SIND GUTE SCHUSTER UND

WIR HABEN GUTE LEISTEN«

Das Powerduo Harald und Michael

Schmidt von der 3SI Group im Interview.

64 ENDLICH FERIEN

Ferienimmobilien an der Ostsee boomen.

70 WIE IM GROSSEN, SO IM KLEINEN

Investitionsziel: Vermögensabsicherung.

74 KRIEG DER WERTE

Auswirkungen der russischen Invasion in

der Ukraine auf die Immobilienbranche.

82 EINE BESONDERE PERLE

AN DER ADRIA

Montenegro lockt mit schönen Objekten.

URBAN LIVING

90 DER MIX MACHT DIE STADT

Warum urbane Quartiere mit gemischter

Nutzung für Investoren spannend sind.

98 WOHNEN MIT MUTTER NATUR

Noble Wohnbauprojekte im Grünen.

104 GUTE SACHE!

Moderne Gewerbeimmobilien im Zeichen

der umfassenden Nachhaltigkeit.

110 »DIE KLAVIATUR DER

ATMOSPHÄRE BEHERRSCHEN«

Interview mit Daniel Jelitzka, CEO von

JP Immobilien, und dem Architekten

Thomas Pucher über das Kayser

in Wien.

118 GEPIXELTE VERMÖGENSWERTE

Über die Tokenisierung von Immobilien.

120 EIN ACHTERL IN EHREN

Bei Zweitwohnsitzen im Luxussektor wird

Co-Ownership immer beliebter.

126 BRANCHEN-NEWS

Neues aus der Welt der Immobilien.

Fotos: www.boysplaynice.com, Martin Dijkstra, Helenio Barbetta, Giorgio Scarlini, Francisco Nogueira

12 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


LUXUS WOHNEN

130 WILD AT HEART

Einblicke in einige der spektakulärsten

Privatvillen der Welt.

138 HAUS MIT LUNGENFLÜGEL

Elegante, wohnliche Architektur ohne

synthetische Kosmetik.

142 NACHHALTIG WÄHRT

AM LÄNGSTEN

Zeitlos schöne, nachhaltige

Interior-Ideen.

146 SPIEL MIR DAS LIED

VOM WOHNTRAUM

Zu Besuch im Domizil von

Raffaella Leone, Tochter

des legendären Regisseurs.

158 GROSSE SIZILIANISCHE OPER

Vom Palazzo in Palermo bis zum Landsitz

mit Meerblick: Sizilien lockt mit Vielfalt.

142

Dekorative Höhenflüge: nachhaltige

Einrichtung und Accessoires für zu Hause.

164 ZURÜCK ZUR HEIMAT

Der Trend geht wieder zu Ferienimmobilien

und Kaufobjekten im Alpenland.

172 ZIMMER MIT FJORDBLICK

Ein Beispiel für die Neudefinition alpiner

Hotellerie ist das »Entners« am Achensee.

176 NUR EINE FRAGE DER TECHNIK

Design-Techtools ohne Ablaufdatum.

178 DER LUXUS, MUT ZU HABEN

Architekt Jakob Dunkl von querkraft

über mutige Zugänge und Bauprojekte.

182 EVENT-CLIPPINGS

Die Happenings der Immoszene.

138

Häuser, die »atmen«: Bauen mit Materialien,

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RESIDENCES

cosmopolitan

42

16

34

Fotos: © WAX Architectural Visualizations, © WAX Architectural Visualizations, Michael Clifford, © ZJJZ

26

TRÄUME VOM WESTEN

Der besondere Charme moderner

Architektur und renovierter Mid-

Century-Villen in Los Angeles. (S. 16)

EINE NACHT, EINE KOPFREISE

Ausgefallene Hotelkonzepte, die in

Traumwelten entführen. (S. 26)

INSELBEGABUNG

Griechenlands Hideaways mit besten

Aussichten abseits der Massen. (S. 34)

TRÄUMER UND HUMORIST

Talk mit dem Architekten Winy Maas

des Rotterdamer Büros MVRDV über

Konventionen und Visionen. (S. 42)

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cosmopolitan / CALIFORNIAN DREAM

Die Architektur der Moderne ist so etwas wie die Seele von Los Angeles. Sie verbindet

Luxus mit Leichtigkeit, sie schafft Eleganz ohne Protz. Viele der klassischen Mid-

Century-Villen wurden liebevoll renoviert, und heutige kalifornische Architekten lassen

sich von der sexy Hightech der Sixties inspirieren. TEXT MAIK NOVOTNY

Foto: Iwan Baan

16 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Silvertop House

Den Namen trägt es nicht zu Unrecht:

John Lautners Haus von 1963 mit dem

schwebenden Betondach liegt wie ein

silbernes Blatt auf dem Hügel. Seine

Kombination aus konstruktivem

Hightech-Wagemut und geschwungener

Eleganz wurde von Architektin Barbara

Bestor sorgfältig restauriert.

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cosmopolitan / CALIFORNIAN DREAM

Klappe und … Action! Der Dude

schlurft durch die stimmungsvoll

beleuchtete Villa und lässt sich auf

den langen braunen Lederpolster

sinken. Er schaut sich um. »Hübsche Bude

haben Sie da«, knurrt er anerkennend seinem

reichen Gastgeber Jackie Treehorn entgegen.

Da hat er natürlich recht, der langhaarige Jeff

Bridges alias The Dude im legendären Film

»The Big Lebowski« der Coen-Brüder von

1998. Die Bude ist in der Tat hübsch. Etwas

untertrieben vielleicht, denn das Sheats

Goldstein House, in dem die Szene gedreht

wurde, ist selbst unter den vielen Film schauplätzen

eine der Architektur-Ikonen der

kalifornischen Moderne.

SINNLICHER LUXUS

Kaum ein Architekt schaffte es, großstädtischen

Glamour, sinnlichen Luxus und räumliche

Leichtigkeit mit konstruktivem Wagemut

zu kombinieren und diese Mischung dann

auch noch kongenial in die kalifornische

Landschaft zu platzieren wie John Lautner.

Beim Sheats Goldstein House ließ er Innenund

Außenraum unter einem gekippten Betonrasterdach

ineinander fließen, die Möbel

sind in diese Landschaft wie hineingegossen.

Eleganz, die keinen Protz benötigt. Die Geräusche

klirrender Jet-Set-Cocktailgläser mischten

sich hier mit denen der zirpenden Grillen

in den Kakteen. Entworfen wurde das Haus

1963 von John Lautner für Helen und Paul

Sheats, neun Jahre später erwarb es James

Goldstein, der es pflegte und gemeinsam mit

Lautner erweiterte.

Dieser stiftete es schließlich 2016 dem Los

Angeles Museum of Contemporary Art

(LACMA), ein Symbol dafür, wie etabliert

und wertvoll die Ära des Mid-Century Modern

inzwischen geworden war. »Ich hoffe,

dass mein Geschenk andere dazu ermutigt,

die architektonischen Schätze von Los

Wohnlandschaft

Wie für John Lautner typisch gehen

im Silvertop House Innenraum und

Garten fugenlos ineinander über.

Alles ist Landschaft – das warme

kalifornische Klima macht’s möglich.

Angeles zu erhalten.« Dies waren wohl

bedachte Worte, denn viele dieser Schätze

fielen bereits Abrissbirne und Profitgier

zum Opfer (siehe auch Seite 24). Doch

nicht alle.

VERSPRECHEN DER ZUKUNFT

Denn viele Architekten der jüngeren Generation

wissen um den einzigartigen Wert

der modernen Häuser. Ein anderes Meisterwerk

von John Lautner, das ebenfalls 1963

realisierte Silvertop House, wurde von der

Architektin Barbara Bestor liebevoll restauriert,

die selbst das Buch »Bohemian Modern«

über die Villen ihres Stadtviertels

Silver Lake publiziert hat und sich bestens

Fotos: Tim Street-Porter, Alan Weintraub/Picture Alliance/picturedesk.com, beigestellt

18 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


auskennt. Silvertop House war damals wie

ein Versprechen der Zukunft, ein Haus für

die Jetson-Familie. Ein 25 Meter überspannendes

gewölbtes Betondach, automatisch

verschiebbare Glastüren und ein Infinity-

Pool, lange bevor der Name »Infinity Pool«

erfunden wurde. Ganz fertig wurde es allerdings

nie, und als es 2014 auf den Markt

kam, rief Barbara Bestor sofort einen ihrer

Bauherren an: Kaufbefehl! »Dieses Haus ist

wie Frank Lloyd Wrights Fallingwater für

die Westküste«, schwärmt sie, »expressiv

und revolutionär in konstruktiver und

ästhetischer Hinsicht.« Klar also, dass sie all

ihre Fähigkeiten mobilisierte und im Planarchiv

forschte, um Lautners futuristische

Ideen 50 Jahre später zu komplettieren und

in die Gegenwart zu transferieren.

Klappe, Schnitt, Untertitel: Beverly Hills,

2021. Hier wurde 2021 eine weitere zeitlosmoderne

Ikone auf Hochglanz poliert. Das

MCM Alfred Wilkes House stammt aus dem

Jahr 1957 und wurde vom gleichnamigen >

Sheats Goldstein House

Kein Wunder, dass dieses Haus in zahlreichen Filmen,

Modeshootings und Musikvideos zu sehen ist. Es verkörpert

geradezu ikonisch die Eleganz des Space-

Age-Optimismus der 60er-Jahre. Die Sitzlandschaft

alleine ist wie eine nie endende Party mit klirrenden

Martinigläsern. Besitzer Jim Goldstein optimierte

das Haus gemeinsam mit Architekt Lautner

bis zu dessen Tod 1994 noch weiter,

2016 schenkte er es dem LACMA-Museum.

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cosmopolitan / CALIFORNIAN DREAM

Malibu House

Architektin Barbara Bestor kennt die Häuser

der Westcoast-Moderne so gut wie kaum

jemand. Kein Wunder also, dass sie deren

beste Qualitäten auch kongenial in ihren

eigenen Bauten umsetzt: Holz, Glas, Licht,

Farbe, Natur. Zum Beispiel im fast skandinavisch

anmutenden freundlichen Malibu House.

bestorarchitecture.com

>

Architekten geplant, ein zartes, leichtes

Etwas mit lässigen Kurven und großem

Pool. Nachdem es die 36-jährige Filmproduzentin

und Milliardärstocher Megan

Ellison erwarb, durfte die junge Architektin

Sophie Goineau beim Entstauben des kleinen

Juwels in die Vollen greifen. »Ich glaube,

dass jedes Ding eine Seele hat und dass

auch Materialien leben«, ist sie überzeugt.

Das sieht man: dänische Tonziegel, Terrazzo,

italienischer Gipsputz, eine spanische

Badewanne aus einem massivem Natursteinblock.

Trotz des grenzenlosen Budgets

gelang es Sophie Goineau, ein Maß an

eleganter Zurückhaltung zu bewahren. Ein

Luxus-Make-up für den nie endenden

Gala-Abend von Hollywood.

WOHNLICHE EXPERIMENTE

Doch Los Angeles, das sind nicht nur die

großen, von keiner Sparsamkeit angekratz-

LOS ANGELES

MODERNISM REVISITED

Ein Kunsthistoriker und ein Fotograf

auf Expedition zu den Häusern des L.A.

Modernism. Andreas Nierhaus und

David Schreyer porträtierten Interieurs

und Bewohner der praktisch nicht

gealterten Wohnexperimente aus der

Mitte des 20. Jahrhunderts.

Verlag: Park Books Preis: 48 Euro

ten Glamourvillen, sondern auch die Case

Study Houses der 1950er-Jahre, die mit ihren

cleveren Grundrissen und innovativen

Materialien wohnliche Experimente auf

kleinem Raum realisierten. Klappe, Schnitt,

Schwenk nach Wien. Hier sitzen Andreas

Nierhaus, Kunsthistoriker und Kurator des

Wien Museums, und der Fotograf David

Schreyer. Im Jahr 2017 unternahmen die

beiden eine mehrwöchige Reise nach L.A.,

um den Häusern des österreichischen Emigranten

Richard Neutra und seiner Zeitgenossen

nachzuspüren. Sie taten das auf sehr

amerikanische Weise: mit einem Miet wagen,

einem Stadtplan und viel Optimismus. Fast

alle Bewohner öffneten ihnen bereitwillig

die Tür und erzählten Nierhaus ihre Leben,

während Schreyer das Stativ aufbaute.

»Viele von ihnen sind in der Film- und

Kreativbranche tätig«, berichten die beiden.

Alle lieben sie ihre Domizile, deren kalifornische

Wohnlichkeit in den gleißend >

Foto: © Trevor Tondo/OTTO/picturedesk.com

20 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


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cosmopolitan / CALIFORNIAN DREAM

>

sonnigen Fotos mehr als deutlich wird. Es

sind kleine Wundermaschinen: mal industriell

wie Alyn Morris’ Haus in Silver Lake mit

dünnem rotem Stahl und viel Glas, mal fast

hippieesk wie Gregory Ains Daniel House,

mal zurückhaltend modern wie das meiste

von Richard Neutra. Doch sie alle leben in

intimer Nachbarschaft mit der inzwischen

üppig angewachsenen Vegetation.

Doch die L.A.-Moderne ist nicht nur ein

Fall für Museen und Restauratoren. Viele

Architekten von heute lassen sich von der

industriell-edlen Leichtigkeit inspirieren wie

Barbara Bestor oder auch Lehrer Architects,

die – selten in den USA – auch eine soziale

und ökologische Ader haben. Das Barker

House konzipierten sie als Nullenergiehaus

mit natürlicher Lüftung und einem Dach,

das das Regenwasser einsammelt. Luxus,

ganz ohne Verschwendung – ja, das geht.

Abblende, Abspann.

<

MCM Alfred Wilkes House

Ein Traum in dunklem Holz, Marmor, Terrazzo

und viel Glas: Die Architektin und Designerin

Sophie Goineau bekam Gelegenheit, dieses feine

kleine moderne Juwel aus dem Jahr 1957 in

Bel Air zu renovieren, und machte daraus eine

perfekte Fingerübung in luxuriöser Zurückhaltung.

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Fotos: Michael Clifford

22 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


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cosmopolitan / L.A. INVEST

SPANNUNG IM

PARADIES

Der Immobilienmarkt in Kalifornien ist voller Widersprüche.

Mid-Century-Villen für die Bohème der Filmindustrie einer -

seits, steigende Grundstückpreise und monströse Mega-

Mansions andererseits. Wird Los Angeles in Zukunft sein

Gesicht verlieren oder seinen Kreativgeist behalten?

TEXT MAIK NOVOTNY

Es ist der Weißeste und Größte unter

den weißen Elefanten. Schon sein

Name trompetet die Gigantomanie

heraus: The One heißt das Megahaus

in Bel Air, eines der größten der USA. Fast

10.000 Quadratmeter Wohnfläche, ein Kino,

ein Spa, ein Nightclub, eine Laufstrecke, 21

Schlafzimmer und eine Garage für 30 Autos.

Gewohnt hat bisher noch niemand darin,

und doch gibt The One jetzt schon genug

Stoff ab für einen Hollywood-Blockbuster.

Errichtet wurde das weiße Monstrum vom

Developer Nile Niami – einem ehemaligen

Filmproduzent – und seinem Unternehmen

Crestlloyd, doch haben wollte es niemand.

Bald wurden seine Finanziers nervös, im

Oktober war er bankrott, und im Februar

dieses Jahres wurde das Haus schließlich zur

Auktion freigegeben. Der exzentrische Developer

versuchte, das noch zu verhindern,

indem er es zuerst in eine Veranstaltungshalle

für Boxkämpfe verwandeln wollte und

dann vorschlug, den Wert des Hauses an eine

eigene Kryptowährung (»The One Coin«) zu

koppeln. Es half nichts, im März wurde es für

126 Millionen Dollar von Fashion-CEO

Richard Saghian ersteigert, weniger als die

Hälfte des anvisierten Werts und deutlich

weniger als die 500 Millionen, für die es

schon während der Bauzeit vergeblich auf

dem Markt lanciert wurde.

KREATIVES AUSBLUTEN

The One mag einzigartig sein, aber in seiner

Megalomanie ist es symptomatisch für die

Schieflage des kalifornischen Immobilienmarkts.

Schon seit Jahren laboriert man an

einer Wohnungskrise, die man nicht in den

Griff bekommt. Viele der alteingesessenen

Bewohner aus der Kreativszene können sich

die teure Stadt nicht mehr leisten, und auch

die Filmindustrie selbst ist teilweise nach

Kanada abgewandert. »Der kalifornische

Traum verblasst«, klagte die »Los Angeles

Times« Anfang 2021.

Ein Symbol für dieses Ausbluten von Los

Angeles sind die berüchtigten McMansions –

überdimensionierte Villen, meistens in endlosen

Varianten von Beigetönen. Sie haben

seit den 1990er-Jahren die wohlproportionierten,

schönen Häuser der L.A.-Moderne

Fotos: Larry Gibson/Shutterstock, Allen J. Schaben/Los Angeles Times via Getty Images

24 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Weißer Elefant

Die Megavilla The One

in Bel Air, eine der größten

der USA, wurde im März 2022

für 126 Millionen Dollar

versteigert.

verdrängt, und einer Studie der University

of Southern California zufolge mit ihrem

absurd großen Fußabdruck auch die reiche

Vegetation in deren Gärten zerstört. Zwischen

2000 und 2009 ist ein Drittel aller

Bäume auf Privatgrundstücken verschwunden.Nicht

nur das, die Riesenvillen

bringen auch die Infrastruktur der Stadt

zum Kollabieren. In den Stadtvierteln

Beverly Grove und Melrose kommt es regelmäßig

zu Stromausfällen und geplatzten

Wasserleitungen, weil die luxuriösen

McMansions mit ihren beheizten Pools

und ihren Klimaanlagen veritable Energiefresser

sind.

Seit Langem schon versucht die Stadt,

hier gegenzusteuern, doch die Baugesetze

haben es auch in 15 Jahren nicht geschafft,

den Auswuchs der Riesenhäuser zu stoppen,

die den Charme und Charakter vieler

Stadtviertel zerstören. Denn die »Anti-

Mansionization«-Verordnungen haben

genug Schlupflöcher, um jedem Developer

letztlich doch seine Wünsche zu erfüllen.

TEURES KALIFORNIEN

Währenddessen wird versucht, den Exodus der

Angelinos aufzuhalten, die die Stadt auf der

Suche nach günstigeren Wohnorten verlassen.

Sowohl hier als auch in San Francisco oder San

Diego sind die Wohnungspreise astronomisch

gestiegen: Im Jahr 2020 waren es in ganz

Kalifornien durchschnittlich 700.000 Dollar für

ein Einfamilienhaus. Dafür bekommt man in

Phoenix, Arizona, zwei Häuser. Los Angeles

plant nun, bis 2030 den Bau von 455.000 neuen

Wohnungen zu ermöglichen. Ob das funktioniert

oder ob der Glanz der Traumfabrik

unwiederbringlich verblassen wird, steht in den

Sternen über dem Sunset Boulevard.

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cosmopolitan / MOTTOHOTELS

Schönheit und Komfort alleine sind schon lange kein Garant

mehr für touristischen Erfolg. Es braucht eine Geschichte, die

sich wie ein roter Faden durch das Hotelkonzept zieht und den

Besucher in eine Traumwelt entführt. Zum Beispiel so.

TEXT WOJCIECH CZAJA

Wie große, überdimensionale

Samenkörner sitzen die vier

Hotelzimmer in der Landschaft,

an der Oberseite mit Kieferschindeln

eingedeckt, am Unterbauch, damit

sich der lebendige Waldboden darin spiegeln

kann, mit reflektierenden Aluminiumschuppen

verkleidet. »Um die schöne, rurale

Landschaft möglichst wenig zu stören«, sagt

Yuying Kate Tsai, »wollten wir unbedingt

eine Form verwenden, wie sie auch in der

Natur häufig vorzufinden ist. Dank der natürlichen

Farbgebung ordnet sich die Architektur

zusätzlich unter. Das Hauptaugenmerk

richtet sich ganz auf See, Wald und Berge.«

Gemeinsam mit ihren Kollegen und Kolleginnen

hat Tsai 2017 das ZJJZ Atelier Xiu

Geng in Shanghai gegründet. »Xiu Geng«

heißt so viel wie »Ruhe in der Landwirtschaft«

und bringt damit die Arbeitsweise des

Büros auf den Punkt: Im Mittelpunkt steht

die Planung von Hotels und Rückzugsoasen

in meist ländlicher, landwirtschaftlicher

Idylle. Den Boden gilt es dabei möglichst

>

Im Inneren eines Samenkorns

Innen sind die vier Zimmer im

»The Seeds Hotel« mit warmen

Hölzern und Möbeln mit

natürlichen Stoffen ausgekleidet.

Der Fokus richtet sich auf die

Aussicht.

Fotos: © ZJJZ

26 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


The Seeds Hotel (China)

Inmitten von Wäldern und Reisfeldern

schuf das ZJJZ Atelier Xiu Geng das

Hotel »The Seeds«. Um den ökologischen

Fußabdruck im wahrsten Sinne

des Wortes zu reduzieren und die Natur

der chinesischen Provinz Jiangxi

möglichst wenig zu beeinträchtigen,

wurden die vier großen Samenkörner

auf Stelzen gestellt. Dank der organischen

Formen und der naturbelassenen

Kieferschindeln verschmelzen

die runden Häuschen fast nahtlos mit

der Landschaft. zjjz-atelier.com

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cosmopolitan / MOTTOHOTELS

>

The Penn Estate (UK)

Die Küstenlinie der Isle of Portland in

Dorset ist Unesco-Weltnaturerbe. Um

den Ort nicht zu beeinträchtigen, entschieden

sich die Londoner Architekten

Marrow + Lorraine, die Clifftop-Gästehäuser

am Fuße des »Penn Castles«

so zu gestalten, dass der Eindruck entsteht,

es wäre nie anders gewesen. Zu

den verwendeten Materialien zählen

Kupfer und regionaler Albionstein. Die

Architektur orientiert sich bewusst am

Erscheinungsbild einer alten, romantischen

Ruine. morrowlorraine.com,

thepennestate.co.uk

wenig zu beeinträchtigen. »Daher«, so die

Architektin, »stehen unsere vier Samenkörner

auf Stelzen. Eine Versiegelung des

Bodens kommt für uns nicht in Frage.« Auf

einer Terrasse, die sich wie ein schwebendes

Lotusblatt aus dem Haus hinausschiebt, kann

man an die frische Luft hinaustreten.

Auch innen steht alles ganz im Zeichen von

Wärme, Behaglichkeit und Mutter Natur. Die

mit Galerie und Splitlevels ausgefüllten, rund

60 Quadratmeter großen Zimmer sind rundum

mit Holz verkleidet. Fast scheint es, als

hätten die Architekten versucht, die Innenhülle

des Samens mit gekrümmtem Parkettboden

auszustaffieren. Das Badezimmer fügt

sich organisch ins Raumkonzept, die wenigen

Möbel sind unauffällig in Naturtönen

gehalten, nichts lenkt von der Aussicht durch

die kreisrunden Fenster ab, die den Eindruck

erwecken, als könne das Samenkorn jeden

Moment zu keimen beginnen.

Superbude (Österreich)

Am Rande des Wurstelpraters konnten

sich die »Superbude«-Betreiber und

nonconform-Architekten so richtig austoben.

Unter den insgesamt 178 Zimmern

finden sich auch Fünf-Bett-Schlafstätten

unter den Namen Kinobude,

Discobude oder Austropop-Bude.

Die Disko-Einrichtung dieses Zimmers

soll den Besuch in Wien samt Hochschaubahn

und Saturday-Night-Fever

unvergesslich machen. Der Preis einer

Fünf-Bett-Bude liegt bei 129 Euro.

superbude.wien, nonconform.at

Fotos: Jim Stephenson, Jakub Markech | www.superbude.de, © Alex Filz, Tina Herzl

28 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


AEON Hotel (Südtirol)

Das italienische Architekturbüro noa

network of architecture hat schon oft

für Überraschungen gesorgt. Das

»Aeon«­ Spa-Hotel for Adults only betreibt

eine gewisse Schwarz-Weiß-Malerei

und zieht künstliche Horizontlinien

durchs Zimmer: »Die Vertikalität und

Linearität sind die Leitfäden zweier sich

stark kontrastierender Gestaltungsansätze«,

sagt Architekt Christian Rottensteiner.

»Teilweise entsteht das Gefühl,

zwischen den Welten zu schweben.«

noa.network, aeon.it

MODERNE GESCHICHTENERZÄHLER

Das 2020 eröffnete Hotel »The Seeds« in der

chinesischen Provinz Jiangxi, die zu den

größten und wichtigsten Reiskammern der

Welt zählt, ist kein Einzelfall. Immer mehr

Hotelbetreiber – ob im städtischen oder im

ländlichen Raum – haben erkannt, dass

Schönheit und Komfort alleine kein Garant

mehr für touristischen und letztendlich auch

wirtschaftlichen Erfolg sind. Im Zeitalter des

Überangebots, der Reizüberflutung und des

vielerorts zugänglichen Luxusnächtigens

reicht es nicht mehr aus, ein nobles Dach

über dem Kopf zu bieten. Es braucht ein

Motto, eine Geschichte, die sich wie ein roter

Faden durch das Hotelkonzept zieht und den

Besucher in eine mal natürliche, mal erdverbundene,

mal kontrastreiche, mal nächtliche,

mal surreale Traumwelt entführt.

So auch im Wiener Prater. »Die Geschichte

dieses Ortes ist magisch, und auch der Ort

selbst hat einen Zauber, dem man sich

>

Hotel Josefine (Österreich)

Den Barfly’s Club in der Esterházygasse

kennt fast jeder. Was sind wir

hier schon betrunken in Gedanken

versunken! Nun ist das – ganz ohne

geschüttelte Volumensprozente – auch

in den darüber liegenden Hoteletagen

möglich. Das neue Boutiquehotel »Die

Josefine« entführt seine Besucher in

die Goldenen Zwanziger und sorgt mit

Marmor, Messing, Samt, Plüsch und

schummrigem Licht dafür, dass

die Grenzen zwischen Tag und Nacht

verschwimmen. hoteljosefine.at,

jpi.at, megatabs.com

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 29


cosmopolitan / MOTTOHOTELS

>

kaum entziehen kann«, sagt Katharina

Kothmiller, Partnerin im Wiener Architekturbüro

nonconform. »Den Blick auf den

grünen Prater und auf die Attraktionen des

Vergnügungsparks mit seinen Karussellen

und Hochschaubahnen wollten wir einfangen.«

Für den Hamburger Hotelbetreiber

Superbude gestaltete sie am Rande des

Wurstelpraters den ersten nicht-deutschen

Ableger. Unter den insgesamt 178 Zimmern

finden sich zwar auch mehr oder weniger

klassische Doppelzimmer, doch die wahre

Spezialität dieses Hotels liegt woanders.

»Wir haben 17 unterschiedliche Zimmertypen,

darunter auch Glamping-Zimmer,

Vierbettzimmer für Freunde und Familien

sowie riesige Themenzimmer mit bis zu fünf

Betten in Reih und Glied«, sagt Christian

Lainer, Gesellschafter der Superbude Wien.

»Es ist für jeden Geschmack etwas dabei –

für Gamer, Cineasten, Austro-Popper und

Disco-Fetischisten. Außerdem haben wir

Kooperationen mit FM4 und der Wiener

Stadtzeitung ›Falter‹.« Und: Ein Zimmer ist

in Zusammenarbeit mit dem Concept-Store

Supersense entstanden und beinhaltet sogar

ein analoges Aufnahmestudio.

ZEITMASCHINE IM KELLER

Überaus analog mutet auch das Boutique-

Hotel »Die Josefine« in Wien-Mariahilf an.

Der jüngste Hotelwurf von JP Immobilien

steht ganz im Zeichen der Goldenen Zwanziger

und wirkt – wie dies der im Untergeschoß

beheimatete Barfly’s Club schon seit Jahrzehnten

tut – wie eine räumliche Zeitmaschine,

die einen direkt auf eine Champagner -

party des Great Gatsby zurückkatapultiert.

Entstanden ist das Themenkonzept in Zusammenarbeit

mit Architekt Daniel Hora

und Manfred Stallmajer, Direktor im »The

Guesthouse«.

»Die Geschichte dieses Ortes

ist magisch, und auch der

Ort selbst hat einen Zauber,

dem man sich kaum

entziehen kann.«

KATHARINA KOTHMILLER nonconform

Steinbruch-Hotel

(Kappadokien)

Nachdem die Bergbaulizenz in Nevşehir

ausgelaufen ist, soll das Gelände des

ehemaligen Steinbruchs nun für den

Tourismus freigegeben werden. Gökhan

Avcıoğlu vom Istanbuler Büro GAD

Architecture orientiert sich an den

für Kappadokien typischen Tuffstein-

Landschaften und setzt das Hotel als

unterirdische Matrix direkt in den Berg.

Eine künstliche Lagune setzt dem Spa-

Hotel die Krone auf. Aktuell befindet

sich das ungewöhnliche Projekt in

Planung. gadarchitecture.com

»Das Haus stammt aus dem Jahr 1896 und

bot uns viel Gelegenheit, in der Geschichte

zu wühlen«, sagt Daniel Hora, CEO des

Wiener Architekturbüros Megatabs. »Wir

haben es von späteren, hässlichen Einbauten

entrümpelt und im Zuge dessen immer

wieder Rundbögen und alte, historische

Schichten und Materialien freigelegt. Das

Haus hat förmlich danach geschrien, wieder

in seiner alten Pracht wachgeküsst zu werden.«

Das Resultat ist eine Neuinterpretation

eines frivolen, verruchten Etablissements

mit einer knisternden, prickelnden Erotik –

eine Welt in Marmor, Messing, Samt, Plüsch

und schummrigem Licht. Oder, wie Hora

dies ausdrückt: »Wir wollten ein Hotel

schaffen, in dem man die Zeit verliert und

die Grenzen zwischen Tag und Nacht

verschwimmen. Das war unser Bild der

Sehnsucht.« <

Foto: © Gadarchitecture

30 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


YOUNIQ

Vienna

TrIIIple

Hochwertiges

Wohnen auf Zeit

Temporäres Micro-Living in attraktivem

Umfeld liegt voll im Trend. YOUNIQ Vienna

bietet für Young Professionals und

Studierende ideales Wohnen auf Zeit im

Wiener Architektur-Highlight TrIIIple.

Neben seiner außergewöhnlichen Architektur

und dem sensationellen Ausblick

zeichnet sich YOUNIQ Vienna TrIIIple durch

hochwertige Community-Angebote und

zahlreiche Management-Services aus. Mit

bodentiefen Fenstern und großteils eigenem

Balkon geben die Wohnungen auf

einer Fläche von 19 bis 57 Quadratmeter

einen einmaligen Blick auf den Donaukanal

und die Wiener Innenstadt frei. Alle

Apartments sind vollständig möbliert und

mit einem modernen Bad mit Dusche sowie

einer Kitchenette mit Induktionsherd,

Mikrowelle und Spüle ausgestattet. Die

größeren Einheiten bieten zudem einen

abgetrennten Wohnbereich inklusive Sofa

und Esstisch. Darüber hinaus zeichnen

sich die Innenräume des Gebäudes durch

urbanes Design und zahlreiche Werke des

Wiener Künstlers Emanuel Jesse aus.

Die Besonderheit von YOUNIQ Vienna

TrIIIple liegt neben der hochwertigen Ausstattung

und der Lage am Wiener Prater

in den All-In-Konditionen: Nicht nur die

Nutzung verschiedenster Community-

Bereiche, darunter Cinemas, Learning-,

Chillout- und Creative-Lounges, Outdoor-Flächen,

Community-Kitchen und

Party-Raum samt Rooftop-Terrasse im

35. Stock sind beinhaltet, sondern auch

Strom, Wasser, Heizung und High-Speed-

Internet. Mieter*innen können sich damit

nicht nur auf einen Fixpreis einstellen,

sondern ziehen in eine voll funktionsfähige

Wohnung ohne Nebengebühren ein. Die

Preise für die Micro-Apartments starten

bei 619 EUR pro Monat.

Mehr Informationen:

youniq-living.com/location/wien

www.facebook.com/youniq.vienna.triiiple/

www.instagram.com/youniq.vienna.triiiple

#youniqvienna


cosmopolitan / HOTEL ACCESSOIRES

Klangvoll

Dank Active Room

Compensation garantieren die

Lautsprecher ein perfektes

Hörerlebnis in jedem Raum.

bang-olufsen.com

Serve in Style

Immer bereit für

eine Happy Hour

voll herrlicher

Erfrischungen – der

»Doheny«- Barwagen.

perigold.com

ROOM SERVICE!

Hotelzimmer beamen uns in eine elegante Welt ohne Stress und Arbeit, in der wir uns zurücklehnen

und maximal entspannen. RESIDENCES hat einen Streifzug durch einige Hot-Spots

unternommen und Stücke gesammelt, die für Hotel-Ambience in den vier Wänden sorgen.

Kuschelweich

Zuhause müssen Sie die Pölster

zwar leider alleine aufschütteln,

werden dafür allerdings mit

samtigem Liegekomfort belohnt.

rituals.com

Schlupflöcher

Der Paravent von

Essential Home

schafft es, den Raum

zu teilen und trotzdem

genügend Licht

durchzulassen.

amara.com

Fotos: beigestellt

32 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Schachmatt

Skyline Chess bringt ikonische

Architektur aus der ganzen

Welt spielerisch direkt ins

Wohnzimmer.

skylinechess.com

Einmal kopieren, bitte!

Wer gerade keine Reise geplant

hat, kann sich von den tollen

Räumlichkeiten im Buch »Hotel

to Home« inspirieren lassen.

amazon.com

2in1

Der »Grant Loveseat« von

Essential Home verbindet auf

schicke Weise Komfort mit

Stauraum.

essentialhome.eu

Roaring Twenties

Das Sideboard »GATSBY« sieht aus, als

wäre es direkt dem großen Fitzgerald

Roman entsprungen.

maisonsdumonde.com

Das Runde muss

ins Eckige

Die »Jacques«-

Pendelleuchte ist die

perfekte Mischung

aus Schlichtheit und

Glamour.

jonathanadler.com

Hypnotisierend

Kaum etwas versprüht

mehr Hotelfeeling als

ein gemachtes Bett mit

einer schicken Tagesdecke

– wie dieser von

&Tradition.

connox.at

Glanzvolle Aussichten

Edles handbemaltes Porzellan:

Die Lampe von Augarten Wien

wertet jedes Beistelltischchen

im Handumdrehen auf.

modaoperandi.com

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 33


cosmopolitan / GRIECHENLANDS LUXUS-HIDEAWAYS

Sie sind klein, aber fein. Und sie liegen zunehmend im Trend: Griechenlands

touristisch kaum vertraute Inseln, die für anspruchsvolle Individualisten

exklusive Villen abseits der Luxushotellerie bieten. Wo aktuell noch private

Hideaways mit traumhaften Aussichten zu finden sind und warum das

blau-weiße Urlaubsvergnügen gerade jetzt so gefragt ist. TEXT SUSANNA SKLENAR

Foto: © Greece Sothebys International Realty

34 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Heureka!«, rief einst der griechische

Gelehrte Archimedes, »ich hab’s

gefunden!« Heute sind wir es, die

auf noch relativ unbekannten,

kleinen griechischen Inseln faszinierende

Traumvillen und Hideaways entdecken.

Denn passt die Lage, überzeugt das Objekt

außen wie innen und stimmt der Preis, sind

diese Immobilien begehrter denn je.

Bei den Österreichern erfreut sich

Griechenland seit jeher großer Beliebtheit

als Urlaubsdestination, ebenso bei den

Deutschen. Schon jetzt sind Hellas’ Inseln bei

vielen Reiseveranstaltern für 2022 besser

gebucht als im bisherigen Rekordjahr 2019,

also vor Ausbruch der Pandemie. Umso

schwieriger wird es, abseits der gehobenen

Hotellerie eine eigene Luxusvilla zu finden,

die alle Stücke spielt – in traumhafter Alleinlage

auf einem weitläufigen Grundstück, mit

unverbaubarem Meer- und Panoramablick

samt bester Ausstattung und auf einer Insel,

die nicht vom Massentourismus überschwemmt

ist und dennoch eine gute

Infrastruktur bietet. Die Nachfrage nach

Ferienimmobilien zur Eigennutzung, aber

auch zur Miete ist so hoch wie selten zuvor,

da vor allem ein autarker Urlaub ohne Einschränkungen

und mit höchstem Komfort in

den Fokus rückt. Diese Entwicklung wird in

Griechenland kurz- und mittelfristig für einen

zusätzlichen Schub auf dem Ferienhausmarkt

sorgen, sagen Immobilienexperten, denn der

Mehrwert von Luxus und absoluter Privatsphäre

gewinnt gerade in Krisenzeiten bei

denen, die es sich leisten können und wollen,

international an Bedeutung. >

Paros, »Alcaeus«

Ein privates Paradies und Traumrefugium: Die Villa »Alcaeus« in

Santa Maria liegt auf einem 10.000 Quadratmeter großen Anwesen

im Nordosten von Paros und besticht durch beste Ruhelage

und direkten Meerzugang. Neben dem Haupthaus befindet sich ein

Gästehaus, außen laden zwei Swimmingpools zum Erfrischen ein.

Eine perfekte Mischung aus lokaler Architektur und modernem

Lifestyle. 10 Millionen Euro via Sotheby’s. sothebysrealty.com

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cosmopolitan / GRIECHENLANDS LUXUS-HIDEAWAYS

ERLESENER KREIS

Hydra, »Paouris Mansion«

In erhöhter Lage mit Blick auf den historischen Hafen und die

bezaubernde autofreie Stadt Hydra liegt »Paouris Mansion«,

wo bereits prominente Politiker, Künstler und Filmstars logiert

haben. Die Residenz erstreckt sich über vier Ebenen, die Innenräume

auf 590 Quadratmetern sind exquisit eingerichtet, teils

mit antiken Gemälden und faszinierenden Sammlerstücken.

4,85 Millionen Euro via Engel & Völkers. engelvoelkers.com

Einige dieser erlesenen Refugien gehören zur

Inselgruppe der Kykladen alias »Ringinseln«,

darunter etwa die Insel Paros, die mit einer

Vielzahl an naturbelassenen goldgelben

Stränden punktet und zu den aufstrebenden

Hot Spots im Mittelmeer zählt – nicht zuletzt

wegen ihrer malerischen traditionellen Dörfer

und des weltbekannten feinkörnigen weißen

Marmors. Die Quadratmeterpreise bewegen

sich hier zwischen 6.000 und 10.000 Euro.

Weiter nördlich liegt Tinos, die Insel der

Schönheit und Hoffnung, die seit der Entdeckung

einer Ikone der Jungfrau Maria im Jahr

1822 zum »griechischen Lourdes« avancierte.

22 Kilometer südlich von Paros befindet

sich die Insel Ios mit rund 2.000 Einwohnern,

auf welcher der berühmte antike Dichter

Homer geboren und begraben sein soll. Von

allen Kykladeninseln liegt aber Kea am nächsten

zu Athen – man erreicht sie nach etwa drei

Stunden Fahrt mit dem Schnellboot. Von Einheimischen

liebevoll »Tzia« genannt, ist die

Insel ca. 20 Kilometer lang und maximal zehn

Kilometer breit. Ihre Küste gestaltet sich –

abgesehen von kleinen Buchten – eher felsig

und karg, im Gegensatz zum fruchtbaren

Insel inneren, wo kleine Hochebenen unterbrochen

von Tälern und Schluchten mit

üppiger Vegetation und sogar kleinen

Waldbeständen das Landschaftsbild prägen.

»Die kleineren Inseln der Kykladen werden

nun – im Vergleich zu den traditionell beliebten

und bekannten Inseln wie Mykonos oder

Santorini – verstärkt nachgefragt«, bestätigt

Georg Petras, CEO von Engel & Völkers

Griechenland, »das Preisniveau ist hier noch

moderat.« Besonders begehrt sind Immobilien

in erster Meereslinie mit Panoramablick, hochwertig

ausgestattet und am besten mit einem

Swimmingpool bzw. Garten. »Hier ergeben

sich spannende Investmentmöglichkeiten für

Privatkäufer und institutionelle Anleger«, so

der Experte. Denn: »Das Angebot an privaten

Villen im Premiumsegment ist auf diesen

Inseln generell knapp – entsprechend werden

auch die Preise künftig anziehen. Für Villen in

Toplage beginnen sie derzeit bei 700.000 Euro.«

MICK WEISS, WAS GUTTUT

Wer eine autofreie Insel schätzt, kann auf Hydra,

die selbst Künstler wie Chagall oder Picasso

verzaubert hat, seinen Traum von einem exklusiven

Refugium verwirklichen. Kulturinteressierte

können hier neben Sand und Meer auch

prunkvolle Villen, historische Kirchen und

sehenswerte Kunstausstellungen genießen.

Dabei begegnet man unerwartet vielleicht auch

Stars wie Mick Jagger oder Eric Clapton oder

auch Österreichern wie Erwin Wurm und

Thaddäus Ropac, die sich hier aufgrund des

authentischen Flairs der kleinen Insel einen

persönlichen Rückzugsort ein gerichtet haben.

Christian Seyrer, Geschäftsführer und

Griechenland-Experte bei Global Immobilien

Service (GIS), betont, dass »der Trend bei

kaufwilligen Villen-Interessenten auch immer

mehr hin zu Ganzjahresdestinationen geht« –

also jenen Inseln, die das ganze Jahr über

sowohl gute Infrastruktur als auch touristische

Fotos: © Engel Völkers Market Center Griechenland, © Greece-Sothebys-International

36 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Korfu, »Magical Agni«

In der pittoresken Bucht Agni oberhalb eines kleinen Strands, zu

dem ein privater Fußweg führt, liegt die Villa »Magical Agni« auf

einem 3.000-Quadratmeter-Grundstück, gesäumt von duftenden

Zypressen, mit einem endlosen Ausblick. Das Design des Objekts

maximiert Raum und Licht, hohe Decken, weiße Marmorböden,

Terrassen, Pool und Outdoor-Bar sorgen für zusätzlichen

Luxus. 6,4 Millionen Euro via Sotheby’s. sothebysrealty.gr

Annehmlichkeiten bieten. Das sind eher die

Regionen, die auch in der Nebensaison gut

er reichbar sind, wie zum Beispiel die Halbinsel

Peloponnes, Korfu oder Kreta. Vorteilhaft seien

hier ganzjährige Flugverbindungen oder die

Nutzung mit dem Auto, sodass man nicht nur

auf saisonale Schiffstransfers angewiesen ist.

Auch Griechenland-Experte Seyrer bestätigt

die steigende Nachfrage nach Zweitwohnsitzen

und Luxus-Hideaways im blau-weißen Inselparadies:

»Nach dem einstigen Abwärtstrend

entwickelt sich das Land mit seinen Inseln jetzt

zu einem der gefragtesten Immobilienstand orte

im Mittelmeerraum, zumal die Preise, insbesondere

für Grundstücke, noch immer auf

einem relativ niedrigen Niveau sind – im

Vergleich zu anderen südeuropäischen >

Ios, »Arsinoe«

Ankommen, abschalten, genießen: Die Villa »Arsinoe« auf der

Insel Ios ist eine Kombination von zwei einzigartigen Immobilien

mit einer Größe von 270 Quadratmetern. Das Anwesen befindet

sich auf einem Hügel über der malerischen Bucht von Mylopotas

und bietet einen atemberaubenden Fernblick über das tiefblaue

Ägäische Meer. Der Ort Ios ist vier, der Haupthafen neun Kilometer

entfernt. 1,75 Millionen via Sotheby’s. sothebysrealty.com

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 37


cosmopolitan / GRIECHENLANDS LUXUS-HIDEAWAYS

Skiathos, »4 Elements«

Ein architektonisches Juwel im High-End-Design ist die großzügig

angelegte Villa »4 Elements« in Koukounaries auf der Sporadeninsel

Skiathos. Das 3.450 Quadratmeter große Anwesen liegt,

ungewöhnlich für Griechenland, umgeben von einem üppigen Wald

nahe den schönsten Stränden der Insel. Zur exklusiven Ausstattung

gehört auch ein 75 Quadratmeter großer Infinity-Pool. 2,3 Millionen

Euro via Barnes International. barnes-international.com

>

Urlaubsländern.« Der griechische Ferienimmobilienmarkt

entwächst also langsam

den »Kinderschuhen« und wird Experten

zufolge in den nächsten Jahren einer der treibenden

Wachstumsmärkte in Griechenland.

MAMMA MIA MIT PISTAZIEN

Lefkada, die »weiße Perle« Griechenlands, ist

ein solcher ganzjährig nutzbarer Geheimtipp,

da die Insel mit einer Art schwimmender

Brücke mit dem Festland verbunden ist. Sie

besticht durch malerische, teils üppige Natur,

urige Bergdörfer, die sich ihren ursprünglichen

Charakter bewahrt haben, und romantische

Klöster sowie ein wahrlich türkisfarbenes

Meer. Die höchste Erhebung der Insel ist der

Berg Elati mit 1.182 Metern.

Ebenso außergewöhnlich und bei vermögenden

Individualisten gefragt ist Ägina, die

Insel der Pistazien, von der bis zu fünf Prozent

Fährverbindung (eine bis zwei Fähren pro

Stunde vom Hafen Piräus, mit dem Schnellboot

ca. 35 Minuten vom Festland entfernt)

haben auch etliche Athener auf der 87 Quadratkilometer

großen Insel beeindruckende

Sommerresidenzen errichtet.

Via Direktflug in zwei Stunden von Wien

erreichbar, liegt noch ein Juwel der griechischen

de Insel der nördlichen Sporaden. Bekannt ist

sie durch ihre vielen Sandstrände, von denen

es mehr als 60 geben soll, und die historisch

bedeutenden Klöster. Aber auch der alte Hafen

samt seinen romantischen Restaurants wird

dem einen oder anderen vertraut vorkommen.

Denn genau hier wurden Teile des Films

»Mamma Mia« gedreht. Und filmreif ist auf

der Welternte stammen. Dank der sehr guten Urlaubswelt – Skiathos, eine bezaubern­

Skiathos ohnehin fast jede Perspektive.

<

Kea, »Stunning«

Umgeben von insgesamt fünf traditionellen Windmühlen und mit

einer sensationellen Aussicht thront die »Stunning«-Villa auf der

Insel Kea südöstlich von Athen. Die zwei Wohnebenen mit mehr

als 300 Quadratmetern bieten alle Annehmlichkeiten und vereinen

mediterranes Flair mit modernem Luxus. Täglicher Sonnenuntergang

erste Reihe fußfrei inklusive. 1,45 Millionen Euro via

Barnes International. barnes-international.com

Fotos: © Barnes International, © Greece-Sothebys-International

38 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


photo © Martin Wacht

@SunSquareInternational


cosmopolitan / GRIECHENLAND-ACCESSOIRES

Ab ins kühle Nass!

Wer sich öfter unter die Decke

von zoeppritz kuschelt, steht

vielleicht ganz schnell im

nächsten Reisebüro.

zoeppritz.com

Sonnengott

Kaum etwas versprüht mehr

Griechenland-Flair als eine Büste

des Sonnengottes Apollo.

debijenkorf.at

HELLAS’ FREUDE

Ob Vorfreude auf den nächsten Urlaub oder genussvolle Erinnerung an

die letzte Reise – Gründe, sich das Griechenland- Feeling in die eigenen

vier Wände zu holen, gibt es genug. Zwischen blau-weißer Leichtigkeit

und geometrischen Mustern wird die Sehnsucht nach den duftenden

Olivenbäumen groß.

Weiße Weste

Philippe Starck entwarf

für Kartell das skulptural

anmutende »Bubble

Club«-Sofa.

ambientedirect.com

Pflegeleicht

Selbst ohne grünen Daumen

macht der »Fleur«-Kunstolivenbaum

von Chic Antique

Denmark einiges her.

skandeko.de

Fotos: beigestellt

40 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Magisch

Der »Magic Carpet« von F.

Taylor bringt selbst in cleane

Badezimmer frischen Wind.

modaoperandi.com

Mustergültig

Seit der Antike kennt man die

typischen Muster, die auch auf

dem Kissen von SDDesign

Collections einiges hermachen.

etsy.com

Zum Zurücklehnen

Eigentlich für den Outdoor-Bereich

gedacht, ist der »Weekend Lounge

Chair« von Petite Friture auch

indoor ein Highlight.

finnishdesignshop.com

Blaue Periode

Die Keramiktischlampe

»Alicia« von Westwing

versprüht angenehmes

Licht inklusive Urlaubsfeeling.

westwingnow.de

Hereinspaziert!

Das Coffee-Table-Book »Great

Escapes Greece« nimmt einen

mit auf eine Reise zu den

schönsten Hotels des Landes.

hamptonshome.de

Augen auf

Im griechischen Volksglauben

soll das Auge

vor bösen Blicken

schützen. Das Kartenspiel

von CasaCarta tut

dies auf stilvolle Weise.

amara.com

Tiefseetaucher

Gestapelt erscheinen die

Gläser des Sets von Doiy

als Koi und sind so ein

echter Blickfang.

connox.at

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 41


cosmopolitan / INTERVIEW

Der Architekt und

seine Salatschüssel

Winy Maas vor seinem Kunstdepot

Boijmans Van Beuningen in Rotterdam,

das vor Kurzem eröffnet wurde.

Foto: Martin Dijkstra

42 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


TRÄUMER

UND

HUMORIST

Das Rotterdamer Büro MVRDV mit knapp 350 Mitarbeitern hält

nicht viel von Konventionen, sondern versteht sich viel lieber

als Traumfabrik. Ziel ist es, Utopien in die Realität umzusetzen.

Manchmal auch mit einer Prise Humor. Der RESIDENCES-Talk

mit dem Gründer, Partner und Chefträumer Winy Maas.

INTERVIEW WOJCIECH CZAJA

RESIDENCES Sie haben ein lustiges Büro im

Zentrum von Rotterdam. Wie kam es dazu?

WINY MAAS Ja, das ist eine wunderschöne,

denkmalgeschützte Industriehalle von Architekt

Hugh Maaskant, ein Relikt der späten

Nachkriegsmoderne, das früher als Fabrik,

Lagerhalle und Autowerkstatt genutzt wurde.

Wir sind hier seit fünf Jahren. Wir haben das

Gebäude saniert und zum Teil auch umgebaut.

Das Ziel war ein Gute-Laune-Büro, das

uns zum Nachdenken und Arbeiten anregt.

ursprünglich als Kreativlabor gedacht. In

der Coronapandemie hat sich herausgestellt,

dass der Raum am liebsten zum Zoomen

verwendet wird, weil er einen tollen

Onlinehintergrund bietet.

Warum die Monochromie?

Schon im 17. Jahrhundert wurde in der

Architektur viel mit monochromen Räumen

experimentiert. Jedes Zimmer eines Hauses

hatte damals eine andere Farbe. Vieles davon

ist in Vergessenheit geraten, weil vor allem

die weißen, eleganten und mit hochwertigen

Seidenstoffen bespannten Räume überlebt

haben. Wir möchten diese Kultur des Bunten

und Fröhlichen wieder in Erinnerung rufen.

Von der Decke hängen Pflanzen, ein Büro ist

knallgelb, Sie selbst haben gar kein Büro, sondern

arbeiten oft auf der Treppe sitzend. Was

sagt uns das über die Konventionen, wie wir

heute Wohn- und Büroimmobilien nutzen?

Die Idee war, dass jeder Raum eine andere

Erfahrung, ein anderes Erlebnis bieten soll.

Ein wichtiger Bestandteil unseres Erlebens

sind die Farben. Wir haben beispielsweise

einen grünen Writing Room zum Schreiben,

einen roten Living Room zum Ausruhen und

einen hellblauen Wonder Room zum Lego-

Wohnen wir heute zu langweilig, zu

konservativ?

Ja. Es gibt eine starke Tendenz, dass man die

Wahl des Wohnens vor allem von immobilienwirtschaftlichen

Faktoren wie Lage und

Größe abhängig macht. Dabei wäre es so

wichtig, auch auf den Charakter eines Hauses

und Modellspielen. Das gelbe Zimmer war zu achten – auf den Stil, auf die Ästhetik, >

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 43


cosmopolitan / INTERVIEW

Seoullo 7017

Der 1970 errichtete Seoul-Station-

Overpass wurde stillgelegt und ist

nun ein linearer Park mit 24.000

Pflanzen mitten in der Stadt.

>

auf das ganz besondere Alleinstellungsmerkmal,

das uns eine emotionale Bindung

ermöglicht. Wir setzen uns dafür ein, eine

größere Biodiversität in der Architekturlandschaft

zu erschaffen.

Biodiversität?

Ja. So wie es in der Natur eine gewisse Vielfalt

gibt, so sollte auch die Architektur meines

Erachtens noch vielfältiger, noch heterogener

werden. Es muss nicht immer alles allen

gefallen. Aber je breiter die Streuung,

desto besser, desto kleiner die soziale und

wirtschaftliche Vulnerabilität.

MVRDV bereichert die Palette mit Humor …

Das stimmt. Mit Humor und Charakter.

Humor ist ein gutes Mittel gegen Krisen, ein

ziemlich praktikables Werkzeug, um Dinge

zu relativieren und uns auch in schwierigen

Zeiten ein gewisses Wohlbefinden zu sichern.

Wie weit darf Humor gehen? Sprechen wir hier

von Lächeln oder von Lachen?

»Humor ist ein gutes Mittel gegen Krisen, ein ziemlich

praktikables Werkzeug, um Dinge zu relativieren und

uns auch in schwierigen Zeiten ein gewisses Wohlbefinden

zu sichern.«

WINY MAAS Gründer und Partner MVRDV

Im Zweifelsfalle lieber von Lächeln. Humor ist

immer eine Gratwanderung. Wie viel geht

noch? Und ab wann ist es zu viel? Wie weit

reicht eine subtile Ironie? Und wann wird es

nur noch zynisch und sarkastisch? Um es auf

den Punkt zu bringen: Humor ist ein sehr

delikater Baustoff, der nicht zuletzt eine Frage

der Kultur und der jeweiligen Gesellschaft ist.

Man muss damit umzugehen wissen.

Darf Humor provozieren?

Er darf zum Nachdenken anregen.

Wie reagieren Ihre Auftraggeber darauf?

Die meisten unserer Bauherren lieben diese

Form des Humors. Manche erkennen die

Refurbishment

Gestern Textilfabrik, heute Bürogebäude

im Herzen von Shenzhen. Gerade in China,

wo das Alte selten als Wert erkannt wird,

sind Re-Use und Recycling ein wichtiger

Beitrag für die Zukunft.

Fotos: Ossip van Duivenbode, MVRDV Winy Maas, © WAX Architectural Visualizations

44 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


»Die Stadt ist die Summe

aus Wohnen und Arbeiten,

aus Freizeit und Mobilität,

aus Fauna und Flora. Ohne

ein durchmischtes Konzept

gewinnt man heute keinen

Wettbewerb mehr.«

WINY MAAS Gründer und Partner MVRDV

Hollands neue Berge

In den eher flachen Niederlanden ist

Nieuw Bergen in Eindhoven ein

Highlight. Das Projekt umfasst

220 Wohnungen, Geschäfte, begrünte

Dächer und sogar Urban Farming mit

Blick in den Himmel.

subtile Ironie eines Projekts erst, wenn es bereits

in Bau ist. Und manche können sich damit

überhaupt nicht anfreunden. Dann müssen

wir umdenken und einen anderen Weg finden.

Am Ende muss es ein gutes und markantes

Wohnprojekt sein. Das ist das Wichtigste.

In einigen Projekten wie etwa Pixel, Holland

Village oder De Oosterlingen fällt auf, dass Wohnen

immer häufiger nicht mehr als Einzelbauwerk

gedacht wird, sondern als Teil eines Ganzen,

als Stadtquartier mit vielen unterschiedlichen

Nutzungen. Wann hat das angefangen?

An sich gab es die durchmischte Stadt ja schon

um 1900. Bloß haben wir im 20. Jahrhundert

verlernt, wie das geht. Die Moderne hat uns

hineingepfuscht. Ich würde sagen, in den letzten

15, 20 Jahren hat das ganzheitliche Stadtdenken

glücklicherweise wieder zugenommen. Die

Stadt ist demnach die Summe aus Wohnen und

Arbeiten, aus Freizeit und Mobilität, aus Fauna

und Flora. Tatsache ist: Ohne ein durchmischtes

Konzept, ohne Arztpraxis, Bäckerei und

Co-Working-Space gewinnt man heute keinen

Wettbewerb mehr.

Welche Funktionen braucht ein funktionierendes

Stadtquartier unbedingt?

Die Must-haves sind auf jeden Fall ein kleines

Café, Geschäfte für den täglichen Bedarf,

öffentliche Dachterrassen mit Urban Farming

sowie – und als Konsequenz einer sich

verändernden Mobilitätskultur – attraktive

Fahrradabstellräume.

Und was sind schöne Add-ons?

Immer häufiger planen wir auch Ateliers und

Räume zum Arbeiten. In Baugruppen sind

meist auch Gästezimmer gefordert. Und ab und

zu auch ein kleiner Kultur- und Theaterraum.

Ein Wohnprojekt, das sich gerade in Bau befindet,

ist das RED7 in Moskau. Wie weit ist das

Projekt? Welche Auswirkungen hat der Ukraine-

Krieg auf Ihre Zusammenarbeit mit Russland?

Ich hätte diesen Krieg nicht für möglich gehalten.

Unsere Projekte in Russland haben wir gestoppt,

sie befinden sich »on hold«. Das ist auch

das, wofür sich die meisten unserer Kollegen

entschieden haben. Ich hoffe, dass Russland bald

wieder eine Basis für einen Dialog auf Augenhöhe

herstellt. Das ist mein persönlicher Wunsch

für die Zukunft. Und was das RED7 betrifft: Wir

haben das Projekt an unser russisches Partnerbüro

Apex übergeben. Soviel ich weiß, befindet

sich dieses Projekt nach wie vor in Bau und soll

bis Jahresende übergeben werden.

Hat der Ukraine-Krieg auch auf andere Projekte

Auswirkungen?

Nicht direkte, aber wir haben einige Projekte

in umliegenden und benachbarten Ländern,

beispielsweise in Armenien, das Tumo-Schulprojekt

oder das sogenannte Gagarin Village,

eine ökologische, nachhaltige Fair-Trade-Farm

für die DAR Foundation for Regional Development

and Competitiveness. Es wird sich

zeigen, welche (über)regionalen Auswirkungen

der Ukraine-Krieg haben wird.

Ein Thema, für das Sie sich intensiv einsetzen,

ist Re-Use und Recycling. In Seoul haben Sie

eine alte Autobahn in einen Stadtpark >

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 45


cosmopolitan / INTERVIEW

>

verwandelt, und in Shenzhen wurde letztes

Jahr eine Textilfabrik in ein Bürohaus umgebaut.

Wie kommt es zu solchen exotischen Projekten?

Das sind die dringlichen Themen für die

Zukunft! In Seoul handelt es sich um ein altes

Stück Stadtautobahn, das dringend saniert

werden musste, weil es durch den Schwerverkehr

bereits Risse aufwies und einsturzgefährdet

war. Zudem war die Autobahn ein Hindernis

in der Stadtentwicklung. Wir haben sie

stillgelegt und im Zuge der Sanierung in einen

linearen Park mit insgesamt 24.000 Pflanzen

verwandelt und ihn mit Brücken und Treppen

an die Stadt angebunden. Und in Shenzhen

haben wir gemeinsam mit einem chinesischen

Investor bewiesen, dass Refurbishment eine

intelligente und auch attraktive Alternative zu

Abbruch und Neubau ist. Die alte Fabrik ist

nun ein Bürogebäude mit Geschichte und

Charakter. Ein wunderschönes Projekt, das

zum Träumen anregt. Träumen von einer

grünen, ressourcenbewussten Zukunft.

Wie weit kann Träumen gehen?

Unendlich weit.

Gibt es irgendwelche Grenzen für einen

Architekten?

Wenn es nach mir geht, nein! Ich träume

zum Beispiel davon, Architektur und Nanotechnologie

miteinander zu kombinieren. Es

geht darum, nicht mehr einzelne unveränderbare

Bausteine übereinanderzustapeln, sondern

kleine Partikel so zu programmieren,

dass sie in einem Gebäude alles und nichts

sein können.

»Wir setzen uns dafür ein,

eine größere Biodiversität in

der Architekturlandschaft zu

erschaffen. Es muss nicht

immer alles allen gefallen.«

WINY MAAS Gründer und Partner MVRDV

RED7, Moskau

Der Rohbau steht schon, bis Jahresende

soll das Wohn- und Bürohaus RED7 von

den russischen Partnerarchitekten Apex

fertiggestellt werden.

Wie kann man sich diese Partikel vorstellen?

Die Bestandteile dieser Architektur wären

Nanopartikel, also Moleküle in der Größenordnung

von rund 0,2 Millimetern. Je nach

Bedürfnis könnten diese Partikel mal Wand

sein und mal Tür, mal Boden und mal

Fenster, mal Wasserleitung und mal Lift, mal

Waschbecken und mal Balkon. Das Resultat

wäre eine flexible, ständig veränderbare,

ständig auf unsere Wünsche reagierende

Architektur.

So eine Art Barbapapa?

Ja, so eine Art Barbapapa. Nur nicht klein,

sondern groß.

Das klingt utopisch.

Alles nur eine Frage dessen, woran man

glaubt. Vieles, was uns heute selbstverständlich

erscheint, war in einem anderen zeitlichen

Kontext einst eine riesengroße Utopie.

Manchmal wird die Utopie Realität. Und

manchmal auch nicht.

<

Foto: © MVRDV

46 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


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RESIDENCES

investment

74

82

Fotos: Alex Halada/picturedesk.com, emperorcosar/Shutterstock, © HOT Architektur, beigestellt

64

54

»BETONGELD« – ABER WELCHES?

Zinshaus, Bauherrenmodell, Vorsorgewohnung:

über lukrative Möglichkeiten

einer Geldanlage. (S. 54)

ENDLICH FERIEN

Neue Ferienimmobilien an der Ostsee

versprechen attraktive Mietrenditen

und Wertsteigerungspotenzial. (S. 64)

KRIEG DER WERTE

Die russische Invasion in der

Ukraine sorgt in der Immobilienbranche

für Diskussionen. Was

verändert sich? (S. 74)

EINE BESONDERE PERLE

AN DER ADRIA

Warum sich Montenegro bei ausländischen

Investoren zunehmender

Beliebtheit erfreut. (S. 82)

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 49


investment / DATENHYPE

DAS NEUE

GOLD

Daten seien so wertvoll, hat es lange Zeit

geheißen. Aber welche? Und was tut man

damit? Mit Immobiliendaten lässt sich

jedenfalls gutes Geld verdienen, vorausgesetzt,

man legt es richtig an.

TEXT HEIMO ROLLETT

Cube Berlin

Ein Gebäude, das mitdenkt –

weil Daten gesammelt und

verarbeitet werden. Entwickelt

wurde der Cube Berlin von der

österreichischen CA Immo AG.

Foto: TravelSH/Shutterstock

50 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Den richtigen Riecher hatte Roland

Schmid. Wie kein anderer erkannte er,

was sich in der Immobilienbranche

aus Daten machen lässt. Das war 2006,

damals fehlte allen anderen überhaupt eine

Vorstellung, was Digitalisierung bedeuten

könnte. Heute ist Schmid ein Selfmade-Millionär.

Und sprudelt immer noch vor Ideen, aktuell

will er etwa den Breiten- und Amateursport

mittels Kamerasystemen digital vermarkten.

VEREDELN STATT BESITZEN

Durch die digitale Aufbereitung von Grundbuch-

und Kaufvertragsdaten hat Schmids

Unternehmen IMMOunited über die Jahre

einen Industriestandard geschaffen. Fundierte

Marktinformationen sind unverzichtbar für die

Arbeitswelt der Immo-Player, man will wissen,

was eine Immobilie wert ist, wer im Umfeld was

verkauft hat, wie viel welche Ausstattung bringt

etc. »Dabei ist allerdings nicht unbedingt der

Besitz von Daten entscheidend. Viel eher geht

es darum, aus den vorhandenen Datensätzen

nützliche Informationen herauszuholen«,

erzählt Schmid rückblickend. Das wurde am

Immobilienmarkt erstmals durch die Produkte

IMMOmapping (geografische Visualisierung

von Kaufverträgen) und IMMOstats (statistische

Auswertung von Transaktionen) möglich.

Auch mithilfe von IMMOfarming wurden die

Informationen aus dem österreichischen

Grundbuch zeitgemäß und übersichtlich aufbereitet.

Für die Bewertung von Immobilien

wurde zusätzlich der Service IMMOvaluation

entwickelt. Und schließlich gibt es ein eigenes

Modul, mit dem auch der Onlineimmobilienangebotsmarkt

übersichtlich analysiert wird.

Mittlerweile haben neben dem Immobilien- >

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 51


investment / DATENHYPE

>

markt auch andere Branchen den Vorteil

von verständlich aufbereiteten Transaktionsinformationen

erkannt – Banken beziehen

die Daten etwa in ihre Geschäftsprozesse mit

ein. Vor Kurzem kam noch eine Bauträgerdatenbank

als eigenes Produkt hinzu, sie

soll zeigen, welcher Bauträger wo was plant

und zu welchem Preis er das verkaufen will.

Wiederum Infos, die durch das intelligente

Verwerten von Daten für viele einen hohen

Nutzen haben.

Wohnungsmarkt

Lohnt sich das Geschäft mit gebrauchten

Wohnungen? Rationale Antwort, weil datenbasiert:

ja. Von 2011 bis 2020 wurden ca.

6.060 Wohnungen in den österreichischen Landeshauptstädten

gekauft und mindestens einmal

weiterverkauft. Die absolute Preissteigerung

beim Wiederverkauf lag bei knapp 38 Prozent,

die jährliche bei 23 Prozent (Quelle: IMMOunited,

im Bild My Smart City Graz von Trivalue).

»Man muss Daten

nicht besitzen, es

geht darum, aus den

vorhandenen Datensätzen

nützliche Informationen

herauszuholen.«

ROLAND SCHMID Gründer IMMOunited und RS Group

Fotos: ©freeDIMENSIONS, ildagentur Zoonar GmbH/Shutterstock, Helmut Tremmel, immodium/Shutterstock

GRATIS SCHÄTZEN – GRATISDATEN!

Gute Ideen werden natürlich gerne kopiert.

Roland Schmid kann damit leben. Das

Grundbuch haben auch andere Anbieter

digitalisiert, Preisdatenbanken gibt es viele

(mit unterschiedlichen Qualitäten), und Otto

Normalverbraucher stolpert im Internet auch

Beispiel Klagenfurt

Klagenfurter Wohnungen (40 bis 100 m²)

kosten im Schnitt 156.800 Euro. Kommen

sie vom Bauträger, zahlt man durchschnittlich

256.500 Euro. Dies ist nur eines

der Ergebnisse, die sich mit den Daten von

IMMOunited analysieren lassen.

52 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Hot Spot Berlin

Berlin ist eine tolle Stadt für Immobilieninvestments.

Aber wo genau sollte man eine

Wohnung kaufen? Daten von PriceHubble

verraten, dass die Mietrendite im Ortsteil

Bohnsdorf mit fünf Prozent am höchsten ist.

häufig über Angebote, die ihm eine Werteinschätzung

für eine Immobilie versprechen.

Dabei handelt es sich meist um ein komplett

anderes Geschäftsmodell, nämlich um eine

Akquiseplattform für Makler. Da gibt unser

Otto geduldig die Objektdaten ein und wird

dann um persönliche Daten und E-Mail-Adresse

gebeten, damit ihm die Schätzung zugestellt

werden kann – und schon wissen die

Betreiber, wo vielleicht bald eine Immobilie

verkauft wird, und verkaufen die Daten an

Makler (so nicht selbst ein Makler hinter dem

rudimentären Schätzservice steht).

Während IMMOunited einer Person gehört,

sind die meisten anderen Immodatenunternehmen

Teil einer mitunter recht schwindeligen

Start-up-Szene und der geldgetriebenen

Proptech-Welt. Ob da jede Idee Sinn macht,

steht nicht unbedingt im Vordergrund. Da

muss man sich erst mal beweisen und sich von

einer Finanzierungsrunde zur nächsten entwickeln.

Beispiel PriceHubble. Das Unternehmen

wurde 2016 in der Schweiz gegründet und

hat letzten Sommer 34 Millionen Euro von

diversen Investoren bekommen, es war eine

Serie B-Finanzierung, die die weitere Expansion

ermöglichen soll. Mittlerweile ist das

(Jung-)Unternehmen in neun Märkten aktiv,

neben Österreich auch in der Schweiz, in

Frankreich, Deutschland, Japan, Belgien, den

Niederlanden, der Tschechischen Republik

und der Slowakei. Der Kundenstamm in Europa

und Asien besteht aus mehr als 800 Unternehmen.

Das ist schon was. Alle Lösungen

von PriceHubble haben mit Daten zu tun,

teilweise basieren sie auch auf maschinellem

Lernen. Vor allem werden Bewertungen,

prädiktive Analysen und benutzerfreundliche

Erkenntnisse, welche in einer vernünftigen

Visualisierung aufbereitet werden, angeboten.

PECH FÜR DIE MAFIA

Daten im Immo-Business sind vielfältig.

Neben Marktdaten gibt der Betrieb von

Gebäuden viel her. Mittels kostengünstiger

Sensoren werden plötzlich Qualitäten wie

Luftfeuchtigkeit, CO 2

-Gehalt etc. messbar,

mit Apps können die Nutzer angeleitet werden,

das Gebäude optimal zu gebrauchen,

und die Haustechnik weiß in Echtzeit, wo sie

gegensteuern sollte. Hat ein Unternehmen

viele Gebäude, kann es sein Portfolio anhand

solcher Daten optimieren, weiß genau, welches

gut und welches schlecht ist. Anderer

Use Case: Mietverträge, die automatisiert

mit – mehr oder weniger – künstlicher Intelligenz

archiviert oder auch schon erstellt

werden. Wieder andere Baustelle: die Baustelle.

In Zukunft werden hier wohl Materialien

erst dann geliefert, wenn sie vom

digitalen Projektplan bestellt werden, dann

werden sie vor Ort eingescannt und mittels

eines automatisierten Vertrags verrechnet.

Von den digitalen Firmen kann hier noch

viel entwickelt und viel Geld verdient werden.

Nur die Mafia tut sich schwer, weil sie

dann nicht behaupten kann, es sei die

doppelte Menge geliefert worden. <

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 53


investment / GELDANLAGE

Zinshaus

Ein Investement, das als sicher gilt:

das städtische Zinshaus. Die

Renditen dafür liegen im Souterrain,

was vielen aber dennoch egal ist.

Fotos: Elke Mayr/WirtschaftsBlatt/picturedesk.com

54 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


»BETONGELD« –

ABER WELCHES?

Eine Wohnung zu kaufen und diese zu vermieten, kann kaum ein Fehler

sein, heißt es oft. Aber was kann eine Vorsorgewohnung mehr als

eine »normale« Immobilie, wann rechnet sich ein Bauherrenmodell,

und welche Alternativen gibt es sonst noch? TEXT HEIMO ROLLETT

Wenn eine Eigentumswohnung

nicht selbst bewohnt wird,

sondern der Geldanlage dient,

handelt es sich um eine Vorsorge-

oder eine Anlegerwohnung. So einfach ist

das. Als Begriff geläufig ist diese Kapitalanlage

deswegen, weil zahlreiche Unternehmen

Pakete anbieten, bei denen den Anlegern

alles abgenommen wird und sie ein Rundumservice

erhalten. Man bekommt fertig gebaute

Produkte inklusive Prognoserechnungen,

Mietersuche, Hausverwaltung etc. Kauft man

sich einfach nur eine Wohnung, muss man

sich um all das das das selbst kümmern –

diese Zeit haben die wenigstens. Bei den

niedrigen Zinsen, die wir zuletzt gesehen

haben, ist eine Anlagewohnung tatsächlich

eine spannende Variante, denn dann zahlt

sozusagen die Miete zuerst einen möglichen

Kredit, der zum Kauf der Wohnung aufgenommen

wurde, zurück, danach kann der

Eigentümer die Mieteinnahme als Einkommen

verbuchen. Das Wichtigste hierbei ist

wohl, nicht nach eigenen Präferenzen und

persönlichen Vorlieben zu entscheiden,

sondern jene Wohnung auszusuchen, die

rational Sinn macht. Sie muss schließlich in

30 Jahren auch noch gut vermietbar sein.

Denn vermieten muss man sie schon,

nicht nur wegen der etwaigen Tilgung eines

Darlehens. Bei zu langem Leerstand bzw.

wenn mittel- bis langfristig kein finanzieller

Überschuss produziert wird, schreit das

Finanzamt »Liebhaberei!«. Apropos Steuern:

Natürlich müssen die Mieteinnahmen

versteuert werden. Nicht so der Kauf einer

Vorsorgewohnung. »Da eine Anlegerimmobilie

unternehmerisch genutzt wird, fällt

beim Kauf einer Anlegerwohnung keine

Umsatzsteuer an – sofern die Wohnung

nicht vorzeitig verkauft, sondern für mindestens

20 Jahre vermietet wird«, erklärt

Cyrus Asreahan, Geschäftsführer der

C&P Immobilien AG Wien.

ALS BAUHERR VERDIENEN

Ein anderes Modell, über das in den letzten

Jahren oft geschrieben wurde, ist das

Bauherrenmodell. Hier beteiligt man sich

anteilig an einem Bau- bzw. Sanierungsprojekt.

»Auf Ebene eines Anlegers bzw. einer

Anlegerin kann man ein Bauherrenmodell

dann als sinnvoll und geeignet sehen, wenn

das zu versteuernde Einkommen bei 40.000

bis 90.000 Euro liegt. Bei noch höheren Einkommen

über 100.000 Euro ist die Effizienz

noch einmal höher im Hinblick auf die Verwertungsmöglichkeit

der beschleunigten

Abschreibung, die bei Bauherrenmodellen zu

steuerlichen Verlusten führt. Diese Verluste

rechnet der Bauherr seinen sonstigen Einkünften

gegen, und dadurch reduziert sich

die Einkommensteuer des jeweiligen Veranlagungsjahrs

– ein Effekt, der sich sehr

positiv auf die Nettorentabilität eines solchen

Investments auswirkt«, erklärt Stefan Koller,

Geschäftsführer von Pericon.

Besonders beliebt sind Bauherrenmodelle

in der Steiermark, denn dort sind sie in Kombination

mit Wohnungseigentum möglich.

Das heißt, der Investor beteiligt sich nicht

nur mit einem Anteil, sondern kann konkrekt

eine oder mehrere Wohnungen aussuchen

und wird auch grundbücherlich >

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 55


investment / GELDANLAGE

>

Eigentümer. Das macht das Investment

angreifbarer und bei einem späteren

möglichen Verkauf fungibler.

Vorsorgewohnung

Öffentlich gut angebunden, vernünftige

Grundrisse, guter Wohnungsmix: Die

Einheiten in der Pappenheimgasse in Wien

werden als Anlegerwohnung vertrieben.

rvw.at

RISIKO VERSUS RENDITE

Ein ehernes Gesetz lautet: mehr Risiko,

mehr mögliche Rendite. So ist das auch bei

Immobilien, und deswegen gelten Zinshäuser

in Wien zwar als besonders sicher, die

Renditen rasselten aber in den vergangenen

Jahren mindestens ins Souterrain. Mit

einem Prozent im Ersten Bezirk und zwei

Prozent innerhalb des Gürtels kann man da

schon zufrieden sein.

Die Alternative am anderen Ende der

Skala heißt Internet. Diverse Plattformen

machen es heutzutage möglich, sich auch

mit recht kleinen Beträgen an Immobilienentwicklungen

zu beteiligen. Das

Prozedere ist angenehm unkompliziert.

Experten kritisieren aber genau das. Bei

kleinen Beträgen, die einfach investiert

werden, prüfe man die Investition, die

Immobilie, den Bauträger nicht so genau.

Und wenn ein Projekt nichts wird, hat man

den Schwarzen Peter – Stichwort Nachrangdarlehen.

Eine lohnende Überlegung

ist daher, in mehrere Projekte zu investieren

und so mit einem Portfolio das Risiko zu

diversifizieren.

»Da eine Anlegerimmobilie unternehmerisch

genutzt wird, fällt beim Kauf einer Anlegerwohnung

keine Umsatzsteuer an.«

CYRUS ASREAHAN Geschäftsführer C&P, Wien

ACHTUNG: ZINSEN!

Eines ist jedenfalls klar: Am Geld mangelt es

nicht. Der Trend zum Immobilieninvestment

hält an. Und weil Private genauso wie Institutionelle

wenig attraktive Alternativen haben,

wie sie sonst ihr Geld vernünftig anlegen sollen,

kaufen alle Immobilien in den unterschiedlichsten

Veranlagungsformen. Das erhöht wiederum

die Preise. Die Gretchenfrage, wie lange das

noch so weitergeht, war bislang mit einem »eher

lange« zu beantworten. Mit der steigenden Inflation

und dem absurden Krieg in der Ukraine

verändern sich aber die Rahmenbedingungen

zusehends, und die Zinsen könnten doch steigen.

Das sollten Anlegern jeglicher Spielart

mitbedenken. <

Bauherrenmodell

In Leoben wird ein Bestandshaus umfassend

saniert und ausgebaut. Das Land Steiermark

fördert das. Anleger können sich als Bauherren

daran beteiligen und so ganz nebenbei bei der

Einkommensteuer sparen. pericon.at

Fotos: © HOT Architektur, © Pericon

56 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


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investment / INTERVIEW

Die Meisterstückmacher

Vater Harald Schmidt und

Sohn Michael Schmidt haben

ein Herz für Zinshaussanierungen.

Zum Beispiel auch für

»The Masterpiece« in der

Josefstadt, dessen Modell

unter der Plexiglashaube

durchschimmert.

58 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


»WIR SIND

GUTE SCHUSTER

UND WIR HABEN

GUTE LEISTEN«

Die Wiener 3SI Immogroup hat sich vor Jahren schon auf Zinshäuser und Altbausanierungen

spezialisiert. Im Zuge von Grundstückknappheit, Lieferengpässen

und explodierenden Baupreisen ist das Geschäft jedoch härter geworden.

Ein Gespräch über Meisterstücke und einzigartige Erwartungshaltungen.

INTERVIEW WOJCIECH CZAJA

FOTOS LUKAS ILGNER

RESIDENCES Die letzten zwei Pandemiejahre

standen ganz im Zeichen des Wohnens. Inwiefern

hat sich denn Ihr persönliches Wohnen

verändert?

MICHAEL SCHMIDT Ich wohne in einem

Einfamilienhaus. Und ich habe das Gefühl,

dass ich das Wohnen mit meiner Familie in

dieser Zeit noch einmal bewusster zu schätzen

gelernt habe.

HARALD SCHMIDT Mir haben die Baustellen

gefehlt. Daher habe ich selbst ein kleines Projekt

in die Hand genommen, das Wohnzimmer

renoviert und den Kamin neu gestaltet. Ich

habe den Selfmademan in mir entdeckt.

Michael Schmidt

»Die heimischen Bauvorschriften

zählen zu

den strengsten der

Welt. Wir müssen uns

überlegen, ob wir diese

hohen Standards noch

halten können.«

3si.at

Inwiefern schlagen sich denn diese beiden

Themen, Wohngenuss und Selbstbau, am

Markt nieder?

MICHAEL SCHMIDT Viele Leute und auch

Firmen haben die Zeit genutzt, um zu sanieren

und umzubauen. Und man merkt auch deutlich,

dass Corona den Mehrwert von Balkonen

und Terrassen wieder in den Fokus gerückt

hat. Bis vor zwei Jahren noch waren Erdgeschoßwohnungen

recht unbeliebt. Nun sind

ebenerdige Wohnungen mit Eigengarten

gefragter denn je.

>

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 59


investment / INTERVIEW

Harald Schmidt

»Auch wenn die City-Hotellerie

derzeit ein bisschen zum Erliegen

gekommen ist: Schon bald wird

dieses Segment wieder florieren!

Der Kauf von Hotels hat also sicher

eine gewisse Attraktivität.«

Was tun?

MICHAEL SCHMIDT Die österreichischen

Bauvorschriften zählen zu den strengsten der

Welt. Wir müssen uns à la longue überlegen,

ob wir diese hohen Standards überhaupt

noch halten können – oder ob es nicht sinnvoll

wäre, die Anforderungen ein bisschen

runterzuschrauben. Zum Beispiel, indem

man Garagenerrichtungen minimiert.

Wie schaut die Entwicklung am Zinshausmarkt

aus?

MICHAEL SCHMIDT Meine Einschätzung

ist, dass die Preisentwicklung im Bereich

Zinshaus noch dramatischer ist als bei

Eigentumswohnungen.

HARALD SCHMIDT Außerdem: Wir kaufen

die Zinshäuser ja nicht einfach nur ein und

halten sie dann unverändert im Portfolio,

sondern wir kaufen sie, um sie zu sanieren

und in ihrer Bausubstanz aufzuwerten.

Ihr aktuell größtes Projekt im Zinshausbereich

ist »The Masterpiece« in der Skodagasse. Was

macht ein Meisterwerk zu einem Meisterwerk?

MICHAEL SCHMIDT Das ist das größte

Zinshaus, das wir je hatten, und aktuell

sicherlich auch eine der größten Zinshausentwicklungen

in ganz Wien. Einerseits

haben wir hier wirklich eine sensationelle

Ausstattung und generell sehr hochwertige

Materialien und andererseits lebt dieses Haus

von seinen Ausblicken und seinem intensiven

Grünbezug. Für eine so zentrale, urbane

Lage ist das wirklich ein Masterpiece! Wir

sind sehr stolz darauf.

>

Laut jüngstem Zinshausbericht von Otto

Immobilien sind die Verkäufe in Wien gestiegen.

In manchen Bezirken hat sich das Transaktionsvolumen

gegenüber dem Vorjahr sogar

verdoppelt. Und im Bereich der Eigentumswohnungen

sind die Verkaufspreise um

12,6 Prozent gestiegen. Ist diese dramatische

Entwicklung überhaupt noch gesund?

MICHAEL SCHMIDT Ob die Preisentwicklung

gesund ist, traue ich mich nicht zu sagen.

60 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22

Das müssen Soziologen und Ökonomen

beurteilen. Aus immobilienwirtschaftlicher

Sicht ist die Preisentwicklung aber durchaus

legitim. Denn erstens werden die Grundstücke

immer rarer und immer teurer und

zweitens nimmt auch das Anforderungsprofil

an uns Entwickler zu. Die Standards und

Bauvorschriften werden von Jahr zu Jahr

strenger, und die Bau- und Baustoffpreise

gehen gerade durch die Decke.

Wie reagieren die Kunden auf solche Namen

und Zuschreibungen?

MICHAEL SCHMIDT Die Erwartungshaltung

steigt. Ich gebe zu: So ein Name ist eine

Herausforderung. Wenn man dann nicht die

gewünschte Qualität liefert, dann hat man

ein Problem. Einige Wohnungen haben wir

sogar an unsere Konkurrenz verkaufen

können. Ich denke, die Qualität passt.

Wie ist der Verwertungsgrad?

MICHAEL SCHMIDT 39 Wohnungen gibt es

insgesamt. Eine Dachgeschoßwohnung mit

rund 150 Quadratmetern ist noch zu haben.

Ein großer Unterschied zu früher ist, dass in

den letzten paar Jahren vor allem institutionelle

Investoren und Entwickler ihr Engagement

im Wohnsegment stark ausgebaut haben.

Welche Auswirkungen hat das auf den Markt?

>


investment / INTERVIEW

Intergenerationenunternehmen 3SI

Michael Schmidt (rechts): »Wir arbeiten

schon seit über 20 Jahren zusammen, wir

haben uns schon längst zusammengerauft.«

Harald Schmidt (Mitte): »Ich wünsche mir,

dass wir unsere Kompetenz bewahren und

ausbauen können – als guter Wohnentwickler

und Zinshaussanierer.«

>

MICHAEL SCHMIDT Die direkte Auswirkung

ist, dass der Anteil an frei finanzierten

Mietwohnungen am Markt massiv

gestiegen ist. Das Angebot an Wohnungseigentum

hingegen ist dadurch gesunken.

Der Markt für Eigen tümer ist tatsächlich

ziemlich ausgedünnt.

Wie ist das Verhältnis zwischen Vermietung

und Verkauf in Ihrem eigenen Portfolio?

HARALD SCHMIDT Wir entwickeln laufend

Häuser, die wir im Wohnungseigentum

auf den Markt bringen. Das sind, wenn

Sie so wollen, unsere Signature-Projekte.

Doch die meisten Zinshäuser behalten wir

im Portfolio. Wir haben in Wien einen

Bestand an rund 100 Häusern, die wir

vermieten und verwalten.

2021 haben Sie nach Graz expandiert.

Worauf sind Sie da spezialisiert?

MICHAEL SCHMIDT Mittlerweile sind

wir auch schon in Linz und Salzburg tätig.

Noch müssen wir uns mit den Märkten

vertraut machen. Daher sind wir in diesen

Städten vorerst ausschließlich im Zinshausbestand

tätig.

62 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22

Was raten Sie Anlegern, Investoren und Inhabern

von Immobilienfonds, wenn Sie sich ein

bisschen in die Karten blicken lassen?

HARALD SCHMIDT Wir lassen uns ungern

in die Karten blicken.

Ein bisschen bitte!

HARALD SCHMIDT In den letzten Jahren

war ein starker Anstieg im Hospitality-Bereich

zu beobachten. Und auch wenn die

City-Hotellerie derzeit ein bisschen zum

Erliegen gekommen ist, sind wir davon überzeugt,

dass dieses Segment schon bald wieder

florieren wird. Der Kauf von Hotels hat also

sicher eine gewisse Attraktivität.

Auch für Sie?

HARALD SCHMIDT Ja. Bis jetzt haben die

meisten Hotels – auch aufgrund der Förderungen

und Ausfallszahlungen – ganz gut

überlebt. Wir rechnen damit, dass im Herbst

2022 und Frühjahr 2023 einige Hotelimmobilien

auf den Markt kommen werden.

Werden Sie zuschlagen?

HARALD SCHMIDT Das wissen wir noch

nicht. Könnte sein.

2020 haben Sie den Cäsar bekommen. Was

genau macht Sie denn zum »Immobilienmanager

des Jahres«?

MICHAEL SCHMIDT Wir zählen zu den

wenigen am Markt, die wirklich mit Leidenschaft,

Begeisterung und extrem hohen Ansprüchen

Zinshäuser sanieren. Und wir sind

gute Partner. Wir können mit allen.

3SI ist ein Intergenerationenunternehmen: zwei

Brüder, ein Vater. Wie rauft man sich zusammen?

MICHAEL SCHMIDT Wir arbeiten schon seit

über 20 Jahren zusammen, wir haben uns

schon längst zusammengerauft.

Welchen Wunsch haben Sie für die Zukunft?

HARALD SCHMIDT Ich wünsche mir, dass

wir unsere Kompetenz bewahren und ausbauen

können – als guter Wohnentwickler

und Zinshaussanierer. Wir sind gute Schuster

und wir bleiben bei unseren Leisten.

MICHAEL SCHMIDT Ich wünsche mir eine

gesundheitliche und globalpolitische Beruhigung.

Ich wünsche mir, dass wir alle diese

furchtbare, surreal wirkende Zeit überstehen

und bald wieder in eine fröhliche Normalität

zurückkehren können.


VMF IMMOBILIEN

PARK & BLOOM: DAS EINMALIGE

WOHNERLEBNIS

Das neue Wohnbauprojekt in der Hawelgasse 17 in Wien-Währing der

Projektentwicklung- und Bauträger Gesellschaft VMF Immobilien versetzt

selbst anspruchsvolle Bewohner in Verzückung.

FOTOS: BEIGESTELLT

Qualitativ hochwertiger Wohnraum in

Wien ist rar. Doch das neue Wohnbauprojekt

Park & Bloom in der

Hawelgasse 17 in 1180 Wien bietet

nicht nur eine Spitzenlage, sondern Wohnraum

auf höchstem Niveau. In zwei benachbarten

Wohnhäusern werden neun exklusive

und vollklimatisierte Wohnungen errichtet.

Die insgesamt 18 Wohneinheiten mit Nutzflächen

zwischen 48 bis 144 Quadratmetern

überzeugen mit durchdachten Grundrissen

und verfügen über großzügige Freiflächen wie

Terrassen, Balkone oder einen privaten Eigengarten.

Für die Innenausstattung werden ausschließlich

hochwertige Materialien verwendet.

Ausstattungsmerkmale wie Parkettböden

und Feinsteinzeug stehen ganz im Zeichen der

Nachhaltigkeit und verbreiten ein elegantes

Wohnambiente, während bodentiefe, dreifach

verglaste Fensterfronten lichtdurchflutete Räume

garantieren. Darüber hinaus werden die

Wohnräume mit der Fußbodenheizung im

Winter gewärmt und im Sommer gekühlt.

Elegante Bäder mit Marken-Sanitärprodukten

machen das Wohnerlebnis perfekt.

DURCHDACHTE LÖSUNGEN

FÜR MEHR KOMFORT

Beim Wohnbauprojekt Park & Bloom

sind es besonders die vielen durchdachten

Details, die das Erledigen täglicher Arbeiten

erleichtern und das Sicherheitsgefühl

deutlich heben. Die beiden nebeneinander

liegenden Wohnhäuser sind über ein

gemeinsames Untergeschoß verbunden,

das 15 Pkw-Stellplätze, Einlagerungsräume

sowie einen Fahrrad- und Kinderwagenabstellraum

bietet. Über einen Aufzug

gelangt man bequem von den Wohneinheiten

bis ins Untergeschoß. Für Briefund

Paketzustellungen ist im Erdgeschoß

eine Briefkastenanlage mit Paketboxen

untergebracht. Videogegensprechanlagen

in allen Wohnungen und einbruchhemmende

Einbaurollläden in den Erdgeschoßwohnungen

sowie intelligente

Beleuchtungssysteme auf allen öffentlich

begehbaren Freiflächen des Innen- und

Außenbereichs sorgen für ein hohes Maß

an Sicherheit.

GRÜNE OASE IN DER METROPOLE

Park & Bloom kombiniert die Vorteile der

Großstadt mit einer Lage im Grünen. Der

18. Bezirk in Wien zeichnet sich nicht nur

durch viel Grünraum aus, sondern bietet auch

eine gute öffentliche Verkehrsanbindung und

Infrastruktur. In nur 30 Minuten erreicht man

die Innenstadt und kann die vielseitigen kulturellen

Angebote, Einkaufsstraßen und exzellente

Gastronomie genießen. Aber auch in der

unmittelbaren Umgebung finden sich Einkaufsmöglichkeiten,

Kindergärten sowie Schulen

und Restaurants. Der nahegelegene Schafberg

lädt nicht nur zu ausgedehnten Waldspaziergängen

ein, das bekannte Wiener Schafbergbad

sorgt im Sommer für Abkühlung.

VMF IMMOBILIEN GMBH

Wir sind die Projektentwicklungs- und

Bauträger-Gesellschaft mit Handschlagqualität.

Mehr Infos zu den aktuellen

Projekten: vmfimmo.at

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1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 63


investment / FERIENIMMOBILIEN AN DER OSTSEE

Die Preise für Ferienimmobilien an der Ostsee sind auf Rekordkurs. Dennoch sind

die meisten Objekte schon verkauft, ehe überhaupt der Spatenstich erfolgt ist.

Neben deutschen bekunden auch internationale Investoren steigendes Interesse.

Doch der Platz ist begrenzt. Wo trotzdem noch Objekte mit Wertsteigerungspotenzial

und attraktiven Mietrenditen zu finden sind. TEXT WOLFGANG MAYR

OstseeResort Olpenitz

Im Nordosten Schleswig-Holsteins,

zwischen Schleimündung und Ostsee

in Kappeln, entsteht auf dem 150 Hektar

großen Areal des ehemaligen Marinestützpunkts

das »OstseeResort Olpenitz«.

Die Hälfte der HELMA-Ferienimmobilien

im skandinavischen Stil – Strandvillen,

Apartments, »schwimmende Häuser« –

ist bereits verkauft. Das Herz des Resorts

bildet ein exklusiver Yachthafen.

helma-ferienimmobilien.de

ostsee-olpenitz.org

Foto: beigestellt

64 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Die frische Brise an der Ostsee gefällt

Urlaubern ebenso wie Investoren.

Während die einen bei Spaziergängen

auf den kilometerlangen

naturbelassenen Stränden Erholung vom

Alltag finden, suchen die anderen nach lukrativen

Investitionsmöglichkeiten im Bereich

der boomenden Ferienimmobilien. Denn

anders als die Nordsee- lässt die Ostseeküste

noch etwas Raum und Grund für kreative und

leistbare Baukonzepte. Im Vergleich zur Nordsee

bieten die Preise nämlich nach wie vor

ein erkennbares Steigerungspotenzial. Zum

ausgiebigen Lebensgenuss gesellt sich an der

Ostsee also ein durchaus rentables Geschäft.

FREIER BLICK BRINGT MEER

Der Kauf einer Ferienimmobilie in Strandnähe

oder gar mit Meerblick sei für Ostseefans bei

den derzeitigen Renditen und Zinsen ein attraktives

Investment, sagen Experten. Beispiel

Timmendorfer Strand: 2019 zählte das »Nizza

des Nordens« mit 4.520 Euro pro Quadratmeter

schon zu den teuersten Standorten an der

Ostsee. 2020 betrug der Quadratmeterpreis >

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 65


investment / FERIENIMMOBILIEN AN DER OSTSEE

Ferien-Resort Bades Huk

Das Ferienresort, das in Hohen

Wieschendorf an der mecklenburgischen

Ostseeküste entsteht, ist ein Ort

für Ruhesuchende, Zeit in der Natur,

zum Golfen oder Segeln. Verteilt auf 17

Häuser entstehen hier 77 Apartments

im gehobenen Segment – mit hellem

Design und offener Raumgestaltung.

Die Immo bilien der Clavis International

werden eingerichtet übergeben.

clavisinternational.com

badeshuk.de

>

bereits 6.000 Euro, aktuell werden 7.500

verlangt, ein weiterer Zuwachs um 25 Prozent.

»Der Trend hat sich infolge der Coronapandemie

noch verstärkt«, erklärt Per Barlag

Arnholm, Geschäftsführer der HELMA

Ferienimmobilien, die Ferienprojekte entwickelt,

realisiert und an Anleger veräußert.

Entscheidend für den Preis an der Ostsee

sei – wie auch anderswo – die Lage. »Unsere

Immobilien liegen zwischen 5.000 und

10.000 Euro pro Quadratmeter.« Besonders

gefragt im Bereich Luxusimmobilien sind

Resortkonzepte, wie etwa das »OstseeResort

Olpenitz«. Idyllisch umgeben von Wasser,

direkt am Naturschutzgebiet zwischen Kiel

und Flensburg gelegen, ist es bauseitig für

die ganzjährige Nutzung bzw. Vermietung

angelegt. Im derzeit letzten Ferienparkabschnitt

III entstehen insgesamt 55 moderne

Ferienhäuser im skandinavischen Stil.

Den Trend zu Resortkonzepten an der

Ostsee bestätigt auch Hamid M. Farahmand,

Geschäftsführer von Clavis International und

Betreiber des neuen Ferienresorts »Bades

Huk« an der mecklenburgischen Ostseeküste.

»Das Konzept ist für Deutschland recht neu,

im europäischen Ausland aber durchaus

bekannt. So bietet es auch in Verbindung mit

einem Hotel etwa eine Marina, einen Golfplatz,

Fahrradverleih, Freizeit-, Fitness- und

Wellnessangebote. Dahin wird sich auch der

deutsche Markt entwickeln.« Das Resortkonzept

sichert eine Objektqualität und sorgt

durch saisonunabhängige Angebote für eine

ganzjährige Auslastung, betont der Experte

mit internationaler Projekterfahrung. Die

Betriebsgesellschaft kümmere sich um die

Instandhaltung, Vermarktung und Vermietung

der Immobilie sowie den Service vor

Ort (Housekeeping, Schlüsselübergabe,

Brötchenservice). Die Erlöse der Ferienvermietung

erhält man am Ende des Jahres – in

manchen Fällen gibt es auch feste Mieteinnahmen

pro Monat. Die Gäste wiederum

profitieren vom hohen Erholungswert durch

einen Rundum-sorglos-Aufenthalt im qualitätsvollen

Ambiente. »Maßgeblich für die

Bestimmung des Kaufpreises einer Immobilie

in diesem Segment ist der Übernachtungspreis.

Konzeptimmobilien reichen von

5.500 Euro bis 12.000 Euro pro Quadratmeter.«

Fest steht: Ob Nord- oder Ostsee, das

Meer sei immer ein Magnet für Erholungsuchende

und eine Immobilie in Küstenlage

daher eine sichere Kapitalanlage, ist Hamid

M. Farahmand überzeugt.

EMOTIONALE RENDITE

Wenige Kilometer östlich von Travemünde

entsteht derzeit auf dem Gelände von Schloss

Pötenitz eine große Ferienanlage mit circa

300 Einheiten. Viele davon sind bereits verkauft.

»In den Feriengebieten an der Ostsee

übersteigt die hohe Nachfrage das knappe

Objektangebot«, so Jens Gienapp, Geschäftsführer

von Engel & Völkers Rostock. »Zudem

registrieren wir gestiegene Käuferansprüche in

Bezug auf den Komfort, die Ausstattung und

Vermietbarkeit der Objekte.« Ferienimmobilienbesitzer

profitieren von einer wertstabilen

Kapitalanlage und genießen gleichzeitig die

emotionale Rendite in Form der Eigennutzung.

»Unsere Kunden bevorzugen Objekte

mit Meerblick, zwei Schlafzimmern, einem

großzügigen Außenbereich, einem Pkw-Stellplatz

sowie einer barrierefreien Ausstattung.«

»Die Preise an der Ostsee haben sich seit

2019 verdoppelt, und wir sehen weiterhin

einen Anstieg«, bestätigt Christian Köhn

von Bonava Deutschland. Das Unternehmen

Fotos: beigestellt

66 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Natur, Strand und Geldanlage

Die Ostsee ist derzeit ein Magnet

für Erholungsuchende und Investoren.

Trotz vieler neuer Bauprojekte

übersteigt die hohe Nachfrage das

knappe Objektangebot.

errichtet u. a. romantische Reetdachhäuser,

die typisch für diese Gegend sind und sich

harmonisch in die Landschaft einfügen. Das

Reetdach erfordert aufgrund des Brandschutzes

aber erhebliche Abstände zwischen den

Häusern und damit größere Grundstücke. Das

muss der Bebauungsplan zulassen. Manche

Standorte eignen sich daher eher für Ferienwohnungen.

Köhn: »Unsere Käufer sind

überwiegend Kapitalanleger, denn die meisten

Gemeinden an der Ostsee haben bereits in

den Bebauungsplänen geregelt, ob eine dauerhafte

Bewohnung erlaubt ist oder die Immobilie

an wechselnde Mieter vermietet werden

muss. Dann ist eine Eigennutzung auf nur

wenige Tage im Jahr begrenzt.«

Bei Ferienimmobilien, die abseits der Hot Spots

entstehen, sei wichtig, so Köhn, dass die Feriengäste

dennoch keine Annehmlichkeiten

>

Reetdachferienhäuser

Sie sind schön anzusehen, lassen

Urlaubsfeeling aufkommen und gelten

als solide Geldanlage – die reetgedeckten

Ferienhäuser von Bonava, dem

führenden Projektentwickler in Nordeuropa.

Auf Usedom, an der Ostseeküste

Mecklenburg-Vorpommerns, kann man

unter neun Typen auswählen – etwa

im »Fischerdorf« in Zirchow, wo Einfamilienhäuser

sowie Doppelhaushälften

angeboten werden (ab 498.500 Euro).

bonava.de

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investment / FERIENIMMOBILIEN AN DER OSTSEE

Eichenhain

In traumhaft schöner Lage mit

unverbaubarem Ostseeblick

entstehen in Pelzerhaken in der Region

Ostholstein 40 Eigentumswohnungen,

wovon zwölf als Ferienimmobilie angeboten

werden. Jede verfügt über einen

Balkon, eine Loggia, Garten- oder Dachterrasse.

Neben den lichtdurchfluteten

Räumen dank der bodentiefen Fenster

überzeugt auch die Ausstattung mit

viel Liebe zum Detail.

otto-wulff.de, eichenhain.de

>

vermissen: »Ein Beispiel ist das Quartier ›Im

Kiefernhain‹, etwas abgelegener am Stettiner

Haff auf der Südseite Usedoms. Die 140 Wohnungen

können zur Vermietung, teils aber auch

als dauerhafter Wohnsitz genutzt werden. Im

›Fischerdorf‹ auf Usedom verkaufen wir wiederum

schlüsselfertige Reetdachhäuser inklusive

Grundstück für 498.500 bis 598.500 Eu ro. In

den Kaiserbädern auf der gegenüberliegenden

Seite der Insel wird schon das Doppelte gezahlt.«

Weitere für Investoren attraktive Projekte

entstehen im Seebad Loddin (»Bernsteinquartier«),

bei Großenbrode im Stil der historischen

Bäderarchitektur (»Südstrand 44«) und

nördlich von Lübeck (»Eichenhain«). <

Projekt Südstrand 44

Am feinsandigen, familienfreundlichen

Südstrand nahe Großenbrode wird von

der UPESTATE Projektentwicklung eine

Ferienapartmentanlage (22 exklusive

Einheiten) im Stil der historischen

Bäderarchitektur errichtet – samt Pkw-

Stellplätzen. Das Betreiberkonzept

beinhaltet sowohl Instandhaltung als

auch die Ferienvermietung. Eine Eigennutzung

(bis zu 42 Tage im Jahr) ist

ohne Saisonausschluss möglich.

upestate.de, südstrand44.de

Fotos: beigestellt

68 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


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investment / UPDATE

WIE IM GROSSEN,

SO IM KLEINEN

In Immobilien zu investieren, wird immer weniger eine Frage der Rendite,

sondern eine Frage der Absicherung des Vermögens. TEXT WALTER SENK

Marina Tower

Es gibt weiterhin großen strukturellen

Bedarf nach modernem Wohnraum,

und die Wohnungssuchenden nutzen

das breite Angebot, um jetzt in ihre

Wunschwohnung umzuziehen, die

sie in den vergangenen Jahren nicht

immer gefunden haben.

buwog.at

Fotos: Stephan Huger | Studio Huger, Arnold immobilien

70 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Risiko minimieren

Um das eigene Portfolio etwas

auszugleichen, werden neben

Wohnimmobilien verstärkt auch

Gewerbeprojekte gesucht, wie kleine

Bürohäuser und Hotels, aber auch

systemrelevante Einzelhandelsflächen.

Institutionelle Investoren wissen den

österreichischen Immobilienmarkt zu

schätzen. Rund 4,55 Milliarden Euro wurden

im vergangenen Jahr in Österreich investiert,

und auch dieses Jahr lässt sich sehr gut an.

»Trotz der großen Unsicherheit aufgrund der

Pandemie hat sich der österreichische Immobilienmarkt

bisher als äußerst krisensichere

Anlagemöglichkeit erwiesen. Der Trend dürfte

sich auch im heurigen Jahr fortsetzen, ein

wirklich gutes Zeichen für den Standort und

heimischen Immobilienmarkt«, erklärt

Stephan Größ, Partner bei EY Law und Leiter

des Real-Estate-Sektors für EY Österreich. Dies

gilt für die großen institutionellen Investoren

ebenso wie für die privaten, allerdings mit

einem Unterschied, wie Christoph Lukaschek,

Leiter Investment bei OTTO Immobilien,

erklärt: »Viele nationale und internationale

Anleger handeln aktuell nach dem Prinzip

›Beds and Sheds‹, suchen also dringend

passende Wohn- und Logistikobjekte.« Privatpersonen

haben sich eher grundsätzlich auf

»Viele nationale und internationale Anleger

handeln aktuell nach dem Prinzip ›Beds and

Sheds‹, suchen also dringend passende

Wohn- und Logistikobjekte.«

CHRISTOPH LUKASCHEK Leiter Investment bei OTTO Immobilien

Wohnimmobilien fokussiert, und Markus

Arnold, Gründer und CEO von Arnold

Immobilien, stellt fest: »Immer häufiger ist der

Kaufpreis nicht mehr die Topentscheidungsgrundlage.

Objektzustand, Lage, Demografie

und immer häufiger auch der nachhaltige

Investitionsbedarf ergänzen die Betrachtung

über den reinen Kaufpreisfaktor hinaus.«

Für die Kaufwilligen wäre jetzt bei Wohnprojekten

der beste Zeitpunkt, um zuzugreifen,

meint BUWOG-Geschäftsführer Andreas

Holler. Rückläufige Baubewilligungen, die geringe

Anzahl an Widmungen in der Kategorie

Wohnen während der Pandemiejahre 2020

und 2021 sowie die heuer deutlich reduzierte

Zahl an Baustarts werden ab 2023 mehrere

Jahre lang zu einem Rückgang der Fertigstellungszahlen

führen. Mittelfristig rechnet

Andreas Holler, dass sich der Wohnungsneubau

auf dem Niveau der 2010er-Jahre

einpendelt. Allerdings kein Grund zur Sorge,

so Holler: »Das entspricht dem strukturellen

Bedarf und sichert einen gesunden Markt mit

ausgewogenem Verhältnis von Angebot und

Nachfrage.« Die Preise werden aber dieses

Jahr wieder steigen und Michael Ehlmaier,

>

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 71


investment / UPDATE

>

Geschäftsführer von EHL Immobilien,

rechnet mit durchschnittlich drei bis fünf Prozent,

wobei sich die Auswirkungen der Ukraine-

Krise und der Inflation noch nicht genau sagen

lassen: »Wenn die Inflation höher ausfallen

sollte als noch vor einigen Monaten erwartet,

werden die Wohnungspreise auch entsprechend

stärker anziehen. Auch hier gilt: Je zentraler

die Lage, desto stärker die Zuwächse.«

DIVERSIFIZIERTE PORTFOLIOS

Der Großteil des Investmentgeschehens spielt

sich nach wie vor in den Landeshauptstädten

ab, allen voran in Wien. Aufgrund der immer

stärker steigenden Preise zieht es die Investoren

aber immer stärker in Klein- und Mittelstädte.

Höchst lukrativ sind Bezirksstädte oder

größere Kommunen ab 5.000 Einwohnern.

Die Preise sind geringer, aber bei der richtigen

Wahl der Stadt ist die Nachfrage nach

Wohnraum gegeben.

Auch wenn nach wie vor Wohnen im Trend

ist, so wollen doch »immer mehr Private,

Family Offices und Stiftungen ihre Portfolios

diversifizieren«, erklärt Markus Arnold. »Aktuell

interessant sind zum Beispiel Investments

im systemrelevanten Einzelhandel, Logistik

oder Büro. Aber auch Hotels performen überraschend

stark.« Käufer, die renditenstärkere

Investments suchen, werden aktuell am heimischen

Gewerbesektor fündig. Für nachhaltige

Mieteinnahmen sorgen Handelsimmobilien in

guten Lagen, die derzeit rund vier bis 6,5 Prozent

Rendite erwirtschaften. Allerdings ist in

diesem Segment eine gewisse Kenntnis des

Marktes und vor allem der rechtlichen Gegebenheiten

eine wesentliche Voraussetzung.

Investoren mit mittleren Budgets setzen aktuell

auch auf größere Wohnungseigentumspakete.

Dabei stehen zum Beispiel Wohnungen in

Wohnhausanlagen der 70er- bzw. 80er-Jahre

im Fokus, die nicht dem Mietrechtsgesetz

unterliegen und eine durchschnittliche Rendite

von aktuell circa drei Prozent erzielen – so

Markus Arnold.

Zu guter Letzt: Das Zinshaus bleibt trotz

enormer Preissteigerungen weiterhin ein Renner.

Wien bliebt die Nummer eins, aber auch

die Landeshauptstädte sind für ein Investment

interessant. Aufgrund der deutlich höheren

Richtwerte für Altbaumieten in Graz sind in

der steirischen Landeshauptstadt Renditen

von drei bis 3,5 Prozent realistisch. Auch in

Linz und Salzburg bewegen sich die Renditen

auf einem ähnlichen Niveau. Ebenso wie bei

Wohninvestments sind im Zinshausmarkt

Klein- und Mittelstädte interessant, wo die

Mieten oftmals ähnlich denen der Großstadt

sind, jedoch die Einkaufspreise noch deutlich

darunter liegen. Die Attraktivität des Zinshauses

fasst Michael Schmidt, geschäftsführender

Gesellschafter bei 3SI Immogroup,

zusammen: »Ein Zinshaus ist wie ein Oldtimer

oder ein guter Wein. Etwas, das über die Jahre

immer besser und teurer und rarer wird.«

Das gilt allerdings für alle Immobilieninvestments,

sofern sie mit Bedacht getätigt

wurden.

<

Ungeschlagene Nummer eins

Das Zinshaus bleibt für Anleger der sichere

Hafen unter den Immobilien investments. Wien

ist die Nummer eins, aber in den Landeshauptstädten

und auch in Mittelstädten entwickelt

sich immer mehr Interesse an diesen Unikaten.

arnold.investments

Foto: Andreas Leo Wallner

72 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


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investment / KRIEG IN EUROPA

KRIEG

DER

WERTE

Die russische Invasion in der Ukraine ist in der Immobilienbranche

derzeit ein maßgebliches Thema. Wichtiger als die Frage, was

aus den Villen von russischen Oligarchen wird, sind die indirekten

Folgen. In der Krise steigt der Wunsch nach Sicherheit in Form

von Immobilien. Es gibt aber auch Problemzonen: Steigende

Energiepreise verteuern die Betriebskosten, Baumaterial wird

knapp, und die Zinsen für Hypotheken gehen spürbar nach oben.

TEXT MARTIN KWAUKA

Foto: Airportcity St. Petersburg

74 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Ausgeflogen

Die Airportcity im russischen St. Petersburg

gehört dem öster reichischen Investor

Warimpex. Jetzt bleiben am Flughafen

wegen der Sanktionen viele Fluggäste aus.

An der noblen Adresse Schwarzenbergplatz

3 in Wien dürften

demnächst neue Büroräume frei

werden. Der bisherige Mieter, die

russische Sberbank, musste in Folge des

Kriegs in der Ukraine Insolvenz anmelden.

Auch sonst schlägt die russische Invasion

hohe Wellen auf den Immobilienmärkten. So

suchen jetzt viele Ukrainer nach Unterkunft

in Österreich. Manche kommen temporär bei

Freunden oder Notunterkünften unter, es

werden aber auch Wohnungen an neue

zahlungskräftige Mieter vergeben. So wurden

Ende März in einer Luxus-Wohnsiedlung im

19. Wiener Gemeindebezirk mit hohem

Leerstand auf einen Schlag sieben Wohnungen

an eine große Familie aus Kiew

vermietet. Russische Oligarchen, die auf der

Sanktionsliste stehen, könnten dagegen bald

vor verschlossenen Türen stehen. Das Waldschlössl

am Attersee etwa steht im Visier der

Behörden. Auch in Rottach-Egern am Tegernsee

will der Bürgermeister kurzerhand

Villen von Putin-Freunden mit Flüchtlingen

füllen. Direkt betroffen ist zudem das börsennotierte

Wiener Immobilienunternehmen

Warimpex als Eigentümer der Airportcity in

St. Petersburg.

»In Zeiten erhöhter Unsicherheit

halten die Anleger

verstärkt Ausschau nach

besonders sicheren

Investitionsmöglichkeiten.«

INFLATION WIRD ZUM PROBLEM

Wichtiger als diese unmittelbaren Folgen sind

aber die indirekten Auswirkungen auf den

Markt für Wohnungen und Büros. So ist

durch die extreme Verteuerung von Gas und

Strom ein Anstieg der Betriebskosten programmiert.

Und die Inflation sorgt auch ganz

generell für Turbulenzen. Die Oesterreichische

Nationalbank hat ihre Inflationsprognose für

heuer bereits drastisch auf 5,3 Prozent erhöht.

Durch die Unterbrechung vieler Lieferketten

werden nicht nur Energie und Nahrungsmittel

aus Russland und der Ukraine fehlen, sondern

auch Baumaterialien – die Ukraine lieferte

bisher zum Beispiel Eichenholz für Parkettböden.

Nicht zuletzt geht durch den Anstieg

der Inflation auch die lange Nullzinsphase

abrupt zu Ende, was die Finanzierung der

Immobilien spürbar verteuern wird.

MICHAEL EHLMAIER CEO EHL Immobilien Gruppe >

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 75


investment / KRIEG IN EUROPA

> »Es wird hier und dort besondere Gelegenheiten

für Immobilienkäufer geben.«

BRUNO ETTENAUER Vorstandsvorsitzender der S Immo AG

Viele dieser Auswirkungen waren schon

im vergangenem Jahr zu beobachten. Seit

Kriegsausbruch haben sich die Effekte aber

massiv verstärkt. Was heißt das nun für alle,

die Immobilien besitzen oder neu kaufen

wollen und für bestehende und künftige Mieter?

Michael Ehlmaier, Chef der renommierten

EHL Immobilien Gruppe, sieht jedenfalls

die Nachfrage nach Immobilien weiter ungebrochen:

»In Zeiten erhöhter Unsicherheit

halten die Anleger verstärkt nach besonders

sicheren Investitionsmöglichkeiten Ausschau.

Das ist der Moment, in dem definitiv die

Renditen in den Hintergrund rücken.« Zu

diesen sicheren Häfen zählen traditionell

Immobilien. Ehlmaier: »Auf der internationalen

Immobilienmesse MIPIM in Cannes

Mitte März war eine spürbare Zurückhaltung

bei Objekten in Staaten wie Ungarn, Polen

oder Rumänien zu bemerken. Der deutschsprachige

Raum inklusive Österreich boomt

dafür umso mehr. Besonders gefragt sind

Topimmobilien mit langfristigen Mietverträgen

von guten Mietern.« Für Objekte,

die nicht allererste Wahl sind, muss man

allerdings mit Risikoabschlägen rechnen,

sprich: geringeren Preisen. Das kann für

erfahrene Profis sogar von Vorteil sein.

Bruno Ettenauer, CEO der börsennotierten

S Immo: »Da wird es hier und da für uns

besondere Gelegenheiten geben.« Mehr Sorgen

bereitet Ettenauer die steigende Inflation:

»Darunter wird die Kaufkraft der Konsumenten

spürbar leiden. Für den Handel ist das

eine komplexe Situation, zumal er auch mit

Lieferproblemen zu kämpfen hat.« Die Flaute

im Portemonnaie spüren Wohnungsmieter

gleich mehrfach. Erstens werden Betriebskosten

empfindlich teurer. So verrechnet der

Verbund etwa für neue Stromkunden

35,99 Cent pro KWh, im Vorjahr kosteten

vergleichbare Verträge 8,39 Cent. Ähnliche

Preisexplosionen sind beim Gas zu erwarten.

Zweitens können die Vermieter die Steigerung

im Verbraucherpreisindex an die Mieter

weiterreichen. Damit sind Vermieter zwar

inflationsgesichert, das Problem laut EHL-

Chef Ehlmaier: »Es besteht die Gefahr, dass

die Leistbarkeit des Wohnraums abnimmt.«

Dachmarke

Am Dach des Gebäudes am Wiener

Schwarzenbergplatz 3 prangt noch das

Logo des Mieters Sberbank. Nicht

mehr lange: Die Österreich-Tochter der

russischen Sparkasse ist pleite.

Fotos: ALEX HALADA/picturedesk.com, VALERY HACHE/AFP/picturedesk.com

76 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Was nützt eine Index-Mieterhöhung, wenn

die Mieter nicht mehr zahlen können und

ausziehen? Neuen Investoren rät Alexander

Widhofner, geschäftsführender Gesellschafter

des Immobilieninvestors und -entwicklers

wieninvest Holding, zur besonderen Vorsicht

bei der Auswahl der Objekte: »Es gibt derzeit

enorme Leerstände am Markt. Die Erstvermietung

geht meist noch problemlos. Bei der

Zweitvermietung wird es oft zäh.« Da muss

man bei weniger attraktiven Wohnungen

entweder mit längeren Leerständen rechnen

oder Preisabschläge in Kauf nehmen. Das gilt

besonders bei schlecht gedämmten Altbauten

mit hohen Betriebskosten.

TEURERE HYPOTHEKEN

Die Inflation bringt auch die Hypothekarzinsen

unter Druck. Es gibt derzeit vor allem im

»Die Immobilienpreise werden zwar weiter steigen, aber

nur noch um zwei bis drei Prozent.«

ALEXANDER WIDHOFNER Geschäftsführer der wieninvest Holding

Sicherheit

Die Immobilienmesse MIPIM im

französischen Cannes war Mitte März

der internationale Branchentreffpunkt.

Der Tenor: Objekte an besonders

sicheren Standorten sind gefragt.

langfristigen Bereich einen klaren Trend

nach oben. So haben die Renditen für

zehnjährige österreichische Bundesanleihen

inzwischen die Ein-Prozent-Marke durchstoßen.

Dementsprechend werden auch neue

Fixzinskredite spürbar teurer. Bei den variablen

Zinsen ist der Anstieg noch überschaubar.

Aber auch da ist es nur eine Frage der

Zeit, bis die Zinsen nach oben gehen, wenn

die EZB härte Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung

setzt. Das macht es gerade für

Jungfamilien noch schwerer, eigenen Wohnraum

zu schaffen. Hinzu kommt, dass Immobilien

immer teurer werden: Laut Statistik

Austria sind die Kaufpreise für Häuser oder

Wohnungen im Jahr 2021 um 12,3 Prozent

nach oben geschnellt. Schon bisher konnten

sich viele den Traum von den eigenen vier

Wänden nur dank extrem niedriger Zinsen

leisten. Jetzt sollen die Banken die Eigenkapitalvorschriften

weiter verschärfen. S-

Immo-Chef Ettenauer: »Es wird Modelle

geben müssen, wie man Jungfamilien beim

Eigenkapital unterstützt.« Auch bei manchem

laufenden Kredit wird es künftig knapp.

Ettenauer: »Bisher haben Banken in kritischen

Fällen die Kreditlaufzeit verlängert.

Inzwischen laufen aber Finanzierungen

schon 30 Jahre und mehr. Da bleibt kaum

Spielraum für Erleichterungen.«

GESTOPPTE BAUSTELLEN

Für alle Neubauten hat der Ukraine-Krieg die

Kosten für Baumaterialien deutlich erhöht.

EHL-CEO Ehlmaier: »Manche Baustellen

mussten wegen Lieferschwierigkeiten von

Dämmstoffen und Co. sogar einen Baustopp

einlegen.« Die Immobilienentwickler tun

sich schwer, die Kosten weiterzugeben. >

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 77


investment / KRIEG IN EUROPA

Fluchthilfe

In Rottach-Egern am Tegernsee besitzen

russische Milliardäre mehrere Villen.

Jetzt sollen ihre Domizile kurzerhand

an Flüchtlinge vergeben werden.

>

Wieninvest-Geschäftsführer Widhofner:

»Es gibt zwar weiter lebhaftes Interesse an

Vorsorgewohnungen, aber große Preiserhöhungen

spielt es nicht. Angesichts der

steigenden Kosten ist dann bald unsere

Marge weg. Wir bauen noch fertig. Aber viele

Objekte in der Pipeline rechnen sich nicht

mehr.« Für Käufer mit ausreichend Eigenkapital

gebe es aber für die nächsten drei bis

vier Jahren noch ausreichend Neubauwohnungen

auf Lager. Widhofner: »Die Immobilienpreise

werden zwar weiter steigen, aber

nur noch um zwei bis drei Prozent. Und wer

jetzt auf dem hohen Niveau zu teuer kauft,

braucht sogar ein paar Jahre, bis er wieder

auf null kommt.«

<

Nachforschungen

Das Waldschlössl am Attersee

im Besitz eines Putin-nahen

Oligarchen steht im Visier

der Ermittler.

Durch die Unterbrechung vieler Lieferketten

werden nicht nur Energie und Nahrungsmittel

aus Russland und der Ukraine fehlen, sondern

auch Baumaterialien.

Fotos: Sina Ettmer Photography/Shutterstock, Franz Neumayr/picturedesk.com

78 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


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investment / MONTENEGRO

Bucht von Kotor

Wer möchte nicht so eine

faszinierende Aussicht von

seiner eigenen Immobilie

haben? Die Perle der Adria

macht es möglich.

Montenegro überrascht! Zwar gilt

das Balkanland eher als »Geheimtipp«,

ist aber längst zur «Perle der

Adria« avanciert. Seine Schönheit

wusste schon der englische Dichter Lord

Byron zu schätzen, als er Ende des 18. Jahrhunderts

das Land besuchte: »Als unser

Planet entstand, muss sich die schönste

Begegnung zwischen Meer und Land an der

montenegrinischen Küste zugetragen haben.«

Nicht nur die Küste beeindruckt, sondern

auch das Hinterland. Trotz seiner Größe

kann Montenegro mit einer unglaublichen

landschaftlichen Vielfalt aufwarten, bis hin

zur einzigartigen unberührten Natur in den

Nationalparks. Für Osteuropäer zählt es

schon lange zu den beliebtesten Regionen für

Ferienimmobilien.

Bis vor Kurzem führten Interessenten aus

Russland und Serbien die Immobilienkäufergruppen

in Montenegro an. Das hat sich aber

mittlerweile verschoben, wie Ivan Dasic,

Eigentümer von Montenegro Prospects,

erklärt: »In den letzten zwei Jahren machten

Käufer aus Deutschland etwa 55 Prozent

aus, dann folgen England, Amerika und

Frankreich.«

BELIEBTES REISEZIEL

Die letzten zwei Jahre haben aber nicht nur

eine Veränderung in der Nachfragerstruktur

gebracht. Seit März 2020 stellt Ivan Dasic

generell ein verstärktes Interesse an Immobilien

in dem kleinen Balkanstaat fest. »Seit

Beginn der Pandemie ist die Nachfrage nach

Immobilien in Montenegro außergewöhnlich

hoch«, bestätigt auch Anastasia Shchepetova,

Sales Manager bei Tranio, einem

internationalen Immobilienmaklerunternehmen:

»Im Jahr 2021 gehörte Montenegro

zu den Top Ten der meistgesuchten Reiseziele

in unserem Katalog. Im Vergleich zu

2019 erhalten wir jetzt doppelt so viele Anfragen

für montenegrinische Immobilien.«

Sicherlich spielen »die relativ niedrigen

Immobilienkosten im Land eine wichtige

Rolle für die gestiegene Nachfrage«, sagt

Shchepetova und meint damit aber nicht

die kleinen, erschwinglichen Apartments im

Speziellen, sondern die Preise in Montenegro

im Allgemeinen. Wer jetzt kauft, kauft noch

günstig. »Viele Investoren erwarten einen

starken Preisanstieg, wenn Montenegro der

EU beitritt, und wollen in den lokalen Markt

investieren, solange die Immobilienpreise

noch niedrig sind.« Hinzu kommt, dass

Montenegro im Jahr 1991 zum ersten Umweltstaat

der Welt erklärt wurde. Dadurch

dürfen größere Baumaßnahmen die Natur

des Landes nicht beeinträchtigen. Die Regierung

verfolgt mit dieser Maßnahme ein

ganz bestimmtes Ziel: Trotz des boomenden

Tourismus und der Nachfrage nach Ferienimmobilien

sollen die idyllischen Naturparks

bestehen bleiben.

Fotos: Natalia Barliaeva/Shutterstock, emperorcosar/Shutterstock, Natalya Volchenkova/Shutterstock

84 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Reges Interesse

Sveti Stefan ist ein weiterer

Hot Spot des Immobilienmarkts,

der insbesondere

für seine Insel an der Adria

bekannt ist.

WAS DAS HERZ BEGEHRT

Was Immobilien betrifft, so finden sich alle

Möglichkeiten: von günstigen Apartments

bis hin zu luxuriösen Villen. Eine kleine

Villa ist bereits mit einem durchschnittlichen

Budget von 150.000 bis 300.000 Euro

zu erwerben, teure High-End-Immobilien

wie geräumige Villen und Penthäuser gibt es

ab 700.000 Euro. »Sie machen etwa zehn

Prozent der Käuferwünsche aus«, so Anastasia

Shchepetova. Natürlich ist die Küstenlinie

begehrt und teuer, je weiter man ins

Landes innere schaut, desto eher sinken die

Preise. Wobei die Berghäuser nicht nur >

Große Auswahl

In Montenegro findet sich

alles: von günstigen Apartments

bis hin zu luxuriösen

Villen, und selbst diese haben

moderate Preise.

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investment / MONTENEGRO

»Für Käufer, die Einfamilienhäuser und Villen innerhalb von

200.000 Euro kaufen möchten, ist die Stadt Bar eine gute

Option. Wer mehr Budget zur Verfügung hat, dem empfehlen

wir, sich Kotor und Tivat anzusehen.«

IVAN DASIC Montenegro Prospects

>

mit ihrer idyllischen ruhigen Lage beeindrucken,

sondern auch mit ihrer Originalität.

Sie befinden sich in ländlichen Gebieten, und

vor allem die Herzlichkeit der hier lebenden

Menschen ist ein Attribut, von dem auch die

neuen Eigen tümer der Immobilien profitieren.

Dieses heimische Gefühl und die Gastfreundlichkeit

motivieren Kaufinteressenten

dazu, sich bewusst für Ländereien und Objekte

in diesen Regionen zu entscheiden.

»Für Käufer, die Einfamilienhäuser und Villen

innerhalb von 200.000 Euro erwerben

möchten, ist insbesondere die Stadt Bar – die

zweitgrößte des Landes – eine gute Option,

da es hier mehr Auswahl gibt und die Stadt

das ganze Jahr über aktiv ist«, erklärt Ivan

Dasic. »Wer mehr Budget zur Verfügung hat,

dem empfehlen wir, sich Kotor und Tivat

anzusehen.«

Kotor ist zu einem der wichtigsten Handelszentren

Montenegros avanciert, und beide

Orte befinden sich in der gleichnamigen

Bucht. Direkt am Meer, aber durch die vorgelagerte

Halbinsel bestens geschützt.

Ausländische Investoren zieht es auch nach

Budva, dem bekannten Touristenmekka des

Landes. Expertin Shchepetova: »Wohnungen

sind in Budva die begehrteste Immobilienart,

da an der Küste viele Apartmentkomplexe

stehen, während frei stehende Sommerhäuser

weiter von der Küste entfernt sind.« Die südlich

gelegene Insel Sveti Stefan zählt zu den

schönsten Sehenswürdigkeiten in Montenegro.

Auf der weltbekannten Insel selbst gibt es

nichts zu kaufen, aber rundherum hat sich

ein reger Immobilienmarkt für Neubauten

entwickelt.

Wer aber noch eine klassische Altstadt sucht,

der findet sie eine Autostunde Richtung Süden.

Die 10.000-Einwohner-Stadt Ulcinj lockt zusätzlich

mit einem 13 Kilometer langen Sandstrand.

Der Zustand der jeweiligen Häuser ist

allerdings sehr unterschiedlich, und ohnehin

gilt hier die gleiche Regel wie in ganz Montenegro:

Ohne professionelle Beratung sollte man

sich nicht auf die Suche machen.

<

Traumhafter Ausblick

Wer jetzt kauft, der kauft günstig –

auch in der malerischen Stadt Tivat.

Mit dem Beitritt zur EU in den

kommenden Jahren sind Preissteigerungen

zu erwarten.

Foto: Beautiful Montenegro/Shutterstock

86 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


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RESIDENCES

urban living

110

120

Fotos: Lukas Ilgner, © 3SI Immogroup | JAMJAM, © VillaCircle, beigestellt

98

90

DER MIX MACHT DIE STADT

Immer mehr Investoren wagen sich

an urbane Quartiere mit gemischter

Nutzung. (S. 90)

WOHNEN MIT MUTTER NATUR

Aktuelle Projekte, die durch noble

Architektur inmitten von Gärten und

Parklandschaften überzeugen. (S. 98)

»DIE KLAVIATUR DER ATMOSPHÄRE

BEHERRSCHEN«

Zwei Menschen, zwei Meinungen: Daniel

Jelitzka von JP Immobilien und Architekt

Thomas Pucher über das Smart-Luxury-

Wohnhaus Kayser in Wien. (S. 110)

EIN ACHTERL IN EHREN

Co-Ownership bei Luxus-Zweitwohnsitzen

steht hoch im Kurs. (S. 120)

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 89


urban living / MIXED USE

Red Apple, Rotterdam

Auf der dreieckigen Insel Wijnhaveneiland

mitten im Zentrum der Hafenstadt war lange

ein ödes Büroviertel. Jetzt türmt sich hier

eine komplexe, atemberaubende Mischung

auf. 231 Wohnungen, Büro, Einzelhandel und

Gastronomie. Planung: KCAP. kcap.eu

Foto: Ossip van Duivenbode

90 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


DER MIX

MACHT

DIE STADT

Die meisten Investoren gehen auf Nummer sicher und

entwickeln entweder Wohn- oder Gewerbeimmobilen. Doch

immer mehr wagen sich an urbane Quartiere mit gemischter

Nutzung. Bei Architekten und Kommunen von London bis Wien

rennen sie dabei offene Türen ein. TEXT MAIK NOVOTNY

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 91


urban living / MIXED USE

Europaallee, Zürich

Ein teures Pflaster in einer teuren Stadt:

Das Areal neben dem Zürcher Hauptbahnhof

hätte lebloses Betongold werden können.

Wurde es nicht, denn hier wurden viele

Nutzungen kleinteilig gemischt und in klare

Formen gegossen. kcap.eu

Garagen, Autowerkstätten, Lager, ein

ehemaliges Vereinslokal der Hell’s

Angels. Dazwischen Beton, Kies,

Gestrüpp. Was auch immer das Berliner

Wort für eine »Gstättn« ist, hier trifft es

genau zu. Das 27 Hektar große Areal in Hohenschönhausen

schläft, so der Investor mit

dem schönen Namen Zeitgeist, den Dornröschenschlaf.

Doch Zeitgeist hat große Pläne mit

dem Gebiet im Osten der deutschen Hauptstadt,

in dem zu DDR-Zeiten eine Haftanstalt

der berüchtigten Stasi angesiedelt war.

Bis zu 3.500 Wohnungen im mittleren Preissegment

könnten hier entstehen, die sich mit

Büros und Gewerbe vermischen. Die Stadt

Berlin selbst ist noch skeptisch, denn das

Gebiet ist für den »produktionsgeprägten

Bereich« reserviert, und solche Reserveflächen

sind in heutigen Städten, in denen sich alle

Investoren auf den Wohnbau stürzen, rar. Wie

die Entscheidung fallen wird, ist noch offen.

KOCHEN MIT KÜNSTLERN

Doch der Mix zwischen Wohnen und Gewerbe

– wohl die älteste Grundrezeptur für eine

Stadt überhaupt – wird immer öfter als reizvoll

wiederentdeckt, auch wenn das Gros der Investoren

lieber auf Nummer sicher geht und

sich entweder aufs eine oder aufs andere konzentriert.

In London hat die Stadtverwaltung

selbst die Initiative ergriffen. Hier wird das

größte zusammenhängende Gewerbegebiet

der Metropole, Old Oak Common, sukzessive

mit Wohnen angereichert, ohne das Gewerbe

zu vertreiben. Ein erster Masterplan für ein

knapp zwei Hektar großes Teilgebiet wurde

»Wir müssen in radikalen

Nutzungsmischungen

denken. Wohnen, Arbeiten und

Konsu mation müssen in

Zukunft näher zusammen

gedacht werden.«

UTE SCHNEIDER Stadtplanerin, Professorin TU Wien

2016 beschlossen, hier entstehen für rund 200

Millionen Euro 600 Wohnungen, darunter

zwei Hochhäuser mit 17 und 27 Stockwerken.

Ein Grund dafür, dass hier eine neue urbane

Mischung angerührt wird, ist die geplante

Kreuzung der zwei Hochgeschwindigkeitsstrecken

HS2 und Crossrail, einer der größten

Bahnknotenpunkte Londons, der das Areal

vom vergessenen Hinterhofdasein in die

bestens erschlossene erste Reihe katapultieren

wird. Zusätzliches Gewürz im Mix ist die

Kultur. Im September 2021 wurde hier im

Rahmen der London Design Week der Park

Royal Design District eröffnet. Von der Old

Oak and Park Royal Development Corporation

(OPDC) wurden 150 Künstler und 40 Initiativen

gefördert, darunter London’s Kitchen,

das Künstler und lokale Gewerbebetreiber

gemeinsam an die Kochtöpfe brachte.

Deutlich kleiner, aber dafür zentraler und

ebenso ambitioniert wird die städtische Mischung

am Münchner Ostbahnhof entwickelt.

Das Werksviertel auf einem ehemaligen Industrieareal

begnügt sich nicht damit, einfach

Büroflächen übereinanderzustapeln. Hier soll

ein richtiges Stadtquartier mit eigener Identität

entstehen. Daher bekommt jeder Bauteil

seinen eigenen, sorgfältig konzipierten

Charakter. Beim iCampus, einem Teil des

Werksviertels, kamen verschiedene Architekten

zum Einsatz, um zu viel Monotonie zu

vermeiden.

Fotos: © Rene Dürr, beigestellt

92 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


WOHNEN FÜR START-UPS

Auch gewohnt wird auf dem 39 Hektar

großen Areal – 1.150 Wohnungen mischen

sich unter die 7.000 Arbeitsplätze, hinzu

kommen Schulen, Nahversorger, Gastronomie

und reichlich Kultur. Ein wichtiger

Bonus auch für das Gründerzentrum

WERK1.4, mit dessen Bau im Oktober

2021 begonnen wurde. »Gründer finden

zwar selbst in München relativ leicht

Büroflachen, Wohnfläche ist jedoch Mangelware«,

so Eric Heppt, Leiter der Projektentwicklung

beim Bauherren OTEC.

Besonders Start-up-Gründern, die aus dem

Ausland kommen, sei der Münchner Wohnungsmarkt

schwer zugänglich. »Mit dem

WERK1.4 geben wir ihnen sprichwörtlich

ein Zuhause im Werksviertel Mitte. Wir

schaffen einen Ort, an dem sie sowohl

arbeiten als auch wohnen können.«

Die Mischung macht die Stadt – das betont

auch die deutsche Architektin und

Stadtplanerin Ute Schneider, seit 2021 Professorin

für Städtebau an der TU Wien.

»Wir müssen in radikalen Nutzungsmischungen

denken. Wohnen, Arbeiten,

Konsumation und Entsorgung müssen in

Zukunft näher zusammen gedacht werden«,

sagt sie. Selbst ist sie Partnerin im Büro Kees

Christiaanse Architects + Planners (KCAP),

das zahlreiche dichte, lebendige und

gemischte Quartiere wie die Europaallee

direkt neben dem Hauptbahnhof in Zürich

realisiert hat. Denn je gemischter ein

Stadtquartier, desto anpassungsfähiger und

resilienter ist es auch, wenn sich die wirtschaftlichen

Voraussetzungen ändern.

ROSA UND GRÜN

Das hat man auch in Wien realisiert. Hier

hat die Stadt 2017 das »Fachkonzept Produktive

Stadt« beschlossen, welches in

bestimmten Betriebsgebieten auch einen

>

Werksviertel, München

Am Münchner Ostbahnhof wurde ein

Industrie areal zu einem Schaufenster des

New Works. Neben Firmensitzen, Gastronomie

und Kultur wird hier auch gewohnt, denn

nur so lassen sich junge Start-ups ins notorisch

teure München locken. werksviertel.de

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 93


urban living / MIXED USE

>

Wohnanteil ermöglicht, sofern der

Investor dafür ein schlüssiges Konzept

vorlegt. Gekennzeichnet sind diese Areale

im Flächenwidmungsplan als gewerbliche

Mischgebiete, aufgrund ihrer Planfarbe

auch als »rosa Zonen« bekannt. Grundgedanke

dabei ist, die derzeit gute Rendite

im Wohnbau als Anreiz zu nutzen, um das

Gewerbe »mitzuziehen« – natürlich nur

Gewerbearten, die sich mit wohnenden

Nachbarn vertragen.

Bisher sind die rosa Flecken in der Stadt

noch wenige, und die Investoren nähern

sich ihnen mit Vorsicht. Doch die ersten

Vorzeigeprojekte sind schon auf Schiene. In

der Pilzgasse in Wien-Floridsdorf entsteht

ein Plus-Energie-Quartier des Developers

Süba AG: Hier sind rund 14.000 Quadratmeter

für Wohnen und 18.000 Quadratmeter

für Gewerbe und Büros vorgesehen. Mit

Photovoltaik und Bauteilaktivierung – damit

die Stadt nicht nur ein Stück mehr rosa,

sondern auch ein Stück grüner wird.

<

Old Oak Common, London

Operation am offenen Herzen der Stadt: Das

größte zusammenhängende Gewerbe gebiet

Londons rückt dank neuer Bahn verbindungen

in den Mittelpunkt. Jetzt wird es mit Wohnungen

und Design angereichert, und bleibt dabei

weiterhin produktiv. london.gov.uk

Plus-Energie-Quartier, Wien

Wiens erste »rosa Zone« entsteht in Floridsdorf.

Hier wird ein Betriebsgebiet zu einem

gewerblichen Mischgebiet und zum Quartier,

das Wohnen und Arbeiten mit einem ambitionierten

Energiekonzept kombiniert. Planung:

Soyka/Silber/Soyka Architekten. architekt.at

Fotos: © CZWG, © Soyka/Silber/Soka Architekten

94 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


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urban living / WOHNEN IM GRÜNEN

WOHNEN MIT

MUTTER NATUR

Nobel, nobel! Bei diesen Projekten bezieht sich das Entzücken aber nicht nur

auf die Architektur, sondern vor allem auch auf die Gärten und Parkland -

schaften, in die die bauliche Materie eingebettet ist. Ein Spaziergang durch

diverse Neuinterpretationen des Gartens Eden. TEXT WOJCIECH CZAJA

THE UNIQUE, Wien 19

Kaum zu glauben, aber hinter dem Projekt mit dem einzigartigen Namen verbirgt

sich eine Widmung für ganzjähriges Kleingartenwohnen. Absolut nicht mickrig ist

der hier gebotene Luxus mit 130 Quadratmetern Wohnfläche, Saunalandschaft

und eigenem Swimmingpool. Jedes Haus verfügt über Terrasse und Balkon, bei

Bedarf kann die Glasfassade auf Knopfdruck elektrisch verschattet werden. Die

Eigengärten haben zwischen 190 und 400 Quadratmeter, die Preise variieren je

nach Lage und Grundstücksgröße zwischen 1,1 und 1,8 Millionen Euro. Soeben

war Baubeginn. Geplante Fertigstellung ist Herbst 2023. Für 14 der insgesamt

17 Villen liegen nach Auskunft des Immobilienentwicklers 3SI bereits Anbote vor.

the-unique.at, 3si.at, formarchitektur.com

Foto: © 3SI Immogroup | JAMJAM

98 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 99


urban living / WOHNEN IM GRÜNEN

Ein Garten voller Eschen, Erlen,

Kiefern, Kastanien und Trompetenbäume.

»Noch dazu alte, stattliche

Bäume, die bereits eine gewisse

Größe erreicht haben«, sagt Alexander

Schattovich, Projektleiter im Wiener Büro

Kieran Fraser Landscape Design. »Fast alles,

was man sich als Landschaftsarchitekt wünschen

kann, ist also bereits da.« Aber eben

nur fast. Aufgewertet wird der grüne Park

im Herzen von Hietzing mit Gräsern und

Stauden, mit Sträuchern und anmietbaren

Gemüsenutzbeeten. Am Plan steht die Pflanzung

von Eiben, Eberrauten, Kugeldisteln,

Liguster, Rosmarinweiden, Efeu, Bambus,

Salbei, Lavendel, Kirschlorbeer, Chinaschilf

und Lampenputzergras. Hinzu kommen

mehr als hundert neue Bäume, die in den

kommenden 18 Monaten ebenfalls direkt vor

Ort gesetzt werden sollen.

»Das Ziel«, so Schattovich, »ist ein naturnaher,

romantischer, ja sogar etwas wilder

Garten mit Schotterwegen, Kleinsteinpflaster

und ein paar gemütlichen Sitzgelegenheiten,

auf jeden Fall also ein Wohnumfeld, in dem

die künftigen Bewohner nicht nur im Luxus,

sondern auch mitten im Grünen leben

FLORIETTE, Wien 13

Private Park Living: Nichts anderes verspricht dieses Wohnprojekt des Grazer

Immobilienentwicklers Trivalue in der Nähe der Wiener Gloriette. Geplant ist ein

12.000 Quadratmeter großer Garten mit teilweisem Altbestand, der mit 105 neuen

Bäumen und einem ziemlich üppigen Gräser- und Staudenspektrum bepflanzt werden

soll. Die Freiraumplanung stammt von Kieran Fraser Landscape Design, für die

Architektur zeichnen Dietrich Untertrifaller verantwortlich. Neben dem revitalisierten

Altbau werden drei Stadtvillen neu errichtet. Insgesamt umfasst das Projekt 63 Wohnungen

mit zwei bis fünf Zimmern und mit 45 bis 150 Quadratmetern Wohnfläche.

Raumhöhen bis 3,6 Meter. Die Preise starten bei 399.000 Euro.

floriette.at, trivalue.com, www.dietrich.untertrifaller.com, kieranfraser.com

können. Damit man die einzelnen Wohnungsstiegen

trockenen Fußes erreichen

kann, werden wir die Hauptwege mit

gestockter Betonoberfläche anlegen. Einen

Secret Garden mit besonders dichter Verschattung

für die immer heißer werdenden

Sommertage wird es ebenfalls geben.«

Floriette – Private Park Living: So nennt

sich das 1,5 Hektar große Wohnbauvorhaben

mit insgesamt 63 Wohnungen, das der Grazer

Immobilienspezialist Trivalue entwickelt.

Unschwer zu entziffern, dass es sich dabei

um eine florale Annäherung an die Gloriette

handelt – auch wenn der historische Namensgeber

an der besagten Adresse, Jagdschlossgasse

23, mehr als drei Kilometer Fußmarsch

entfernt liegt. Vor wenigen Wochen war Spatenstich,

bis Dezember 2023 soll der Traum

vom grünen Reigen Realität werden. Der

bauliche Bestand soll dabei zum Teil erhalten

bleiben. »Wir sind gerade dabei, einige Trakte

der alten Krankenpflegeschule und des anschließenden

Wohnheims abzutragen«, sagt

Florian Xander von Dietrich Untertrifaller

Architekten, die für den Entwurf zuständig

sind, der ursprünglich für die BAI ausgearbeitet

wurde, ehe die Projektentwicklung erst

von der Signa übernommen und dann an

Trivalue weiterverkauft wurde. »Den alten

Hauptriegel jedoch werden wir als geschichtsträchtiges

Rückgrat erhalten und

aufstocken. Mit einer Verstärkung des Fundaments

und neuen Deckenplatten werden

wir die Konstruktion ertüchtigen.«

Ergänzt wird der helle, zum Teil mit Stuck

geschmückte Altbau von drei schlichten

Punkthäusern, die etwas dunkler verputzt

und mit bronzefarben eloxierten Balkonbrüstungen

verkleidet werden sollen. »Die

Architektur«, so Florian Xander, »nimmt sich

Fotos: © Visualisierungen: Christian Pichlkastner, © JamJam, © CROWND Estates

100 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


ewusst zurück und dient hier lediglich als

elegante, aber ruhige Hintergrundkulisse. Die

Bühne gilt eindeutig dem Grünraum.«

Damit das stimmige Bild auch in Zukunft

erhalten bleibt, haben die Architekten und

Landschaftsarchitekten sogar einen Farbenund

Designkatalog entwickelt, aus dem die

zukünftigen Bewohner Inspiration für die

Outdoor-Möblierung ihrer Terrassen schöpfen

können. Schwerpunkt: Sandtöne, Rostrot, >

CUVÉE 49, Wien 19

Eine Mischung mit gutem Aroma ist am Unteren Schreiberweg 49 in Grinzing

zu finden. Winegg hat hier ein Haus mit insgesamt elf Wohneinheiten errichtet,

im März war Fertigstellung. Besonderheiten des Hauses (Entwurf: chociwski

architekten, Ausführung: Gerhard Moßburger) sind die großzügigen Balkone und

Terrassen, die röt liche, vorgehängte Klinkerfassade sowie der Outdoor-Pool,

von dem aber lediglich die Wohnung im Erdgeschoß profitiert. Drei Wohnungen

sind noch zu haben: 67 Quadratmeter für 897.300 Euro, 123 Quadratmeter für

1,74 Millionen Euro und 165 Quadratmeter mitsamt riesiger Dachterrasse für

2,85 Millionen Euro. Und, wie der Name verrät: Einen Weinkeller und Degustationsraum

gibt es natürlich auch. cuvee49.at, winegg.at, chociwski.at, moosburger.at

CROWND BY CHIPPERFIELD, WIEN 13

Wo einst eine Villa des Wiener Architekten Carl Auböck stand, die bereits durch

viele Bauträger-Hände ging, ehe sie beim Wiener Immobilienentwickler Crownd

landete, soll nun durch hochwertige Architektur hehre Kompensation entstehen:

Niemand Geringerer als der Londoner Architekt David Chipperfield, Meister einer

unaufgeregten Neomoderne, plant drei Stadtvillen mit insgesamt 20 Wohnungen

zwischen 45 und 300 Quadratmetern. Die Gartenwohnungen verfügen über einen

eigenen Swimmingpool, die darüber liegenden Einheiten über Luft und Ausblick.

Der Rohbau befindet sich kurz vor der Fertigstellung. Ein Drittel der Wohnungen ist

nach Auskunft von Crownd bereits verkauft. Preis auf Anfrage.

crownd.at, chipperfield.crownd.at, davidchipperfield.com

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 101


urban living / WOHNEN IM GRÜNEN

>

BELLEVUE 74, WIEN 19

Hoch oben in Sievering liegt dieses edle Anwesen der Meryn + Partner Bauträger

GmbH mit insgesamt neun Eigentumswohnungen und einer riesigen Einfamilien -

villa im Garten (438 Quadratmeter Wohnfläche) mit ebenfalls riesigem Preis

(7,49 Millionen Euro). Die Architektur hüllt sich – wie in vielen anderen Projekten –

in ein schwarzes, unauffälliges Kleid, das Hauptaugenmerk richtet sich auf

die umliegenden Weingärten. Wohnungsgrößen von 49 bis 240 Quadratmeter,

zwei Wohnungen sind bereits verkauft. Geplante Fertigstellung ist Herbst 2022.

An zwei Tagen pro Woche steht ein mobiler Concierge von William Premium

Services zur Verfügung. bellevue74.at, marschall.at

Anthrazit und Dunkelbau. Die Floriette

ist bei Weitem kein Einzelfall. Als Folge der

zahlreichen Corona-Lockdowns und Einschränkungen

in den oft engen, viel zu hermetisch

verschlossenen Stadtwohnungen

floriert das Nobelwohnen im Grünen derzeit

geradezu. In Entwicklung und Bau befinden

sich an den zumeist westlichen Rändern

Wiens unzählige Projekte, in denen die Architektur

zwar sämtliche Stückerln spielt, die

man sich nur wünschen kann, die Hauptrolle

aber jedes Mal aufs Neue Mutter Natur überlassen

wird.

Auch bei The Unique mitten in den

Döblinger Weinbergen – der Name ebenfalls

von nicht gerade tiefstapelnder Qualität –

sind kürzlich die Bagger angerollt. »Ja,

obwohl es diese Villa insgesamt 17-mal gibt,

ist sie dennoch einzigartig«, sagt Michael

Schmidt, CEO der 3SI Immogroup, die das

Projekt entwickelt und vermarktet. Denn:

»Jede Villa hat 130 Quadratmeter Wohnnutzfläche

auf drei Etagen, eine großzügige

Terrasse sowie einen eigenen, privaten Swimmingpool,

der auf Wunsch sogar beheizt

werden kann.« Die baulichen Maßnahmen

dafür sind vorgesehen, die Technik kann auf

Wunsch jederzeit nachgerüstet werden.

»The Unique lebt von und mit dem Freiraum«,

sagt Architekt Peter Steininger, der in

Wien und Krakau das Büro Formarchitektur

leitet. »Die Architektur selbst nimmt sich

farblich zurück und überlässt die Show der

Natur, den Weinbergen und der spektakulären

Aussicht auf Wien.« Jedes Haus öffnet

sich dramatisch in zwei Himmelsrichtungen,

sodass niemand dem Nachbarn in den fremden

Garten hineinschaut. Um sich gegen die

sommerliche Sonne zu schützen, können die

Balkone und Glasfassaden bei Bedarf mit

Knopfdruck elektrisch geschlossen werden.

Elegante Screens aus gelochtem Metall schieben

sich dann vors Fenster und hüllen das

Haus in einen schwarzen, diffundierenden

Schleier.

Ob Cuvée 49 in Grinzing, Bellevue 74 in

Sievering oder die Crownd by Chipperfield

Residences in Hietzing: Die gehobene Immobilienwirtschaft

entdeckt neuerdings die

Kraft organischer Materie und übertrumpft

sich mit immer exklusiveren Wohnvillen

im paradiesischen Garten-Eden-Milieu.

Die Nachfrage ist anhaltend hoch, die Preislage

selbstredend ebenso, doch dafür gibt’s

Blätterrauschen und Urlaubsfeeling 365 Tage

im Jahr.

<

Foto: © SQUAREBYTES

102 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


VMF IMMOBILIEN

HOCHWERTIG UND

NACHHALTIG WOHNEN

Das neue Wohnbauprojekt Bergheidengasse 21 in Wien-Hietzing der Projektentwicklungs- und

Bauträger-Gesellschaft VMF Immobilien bietet Wohnraum auf höchstem Niveau.

FOTO: BEIGESTELLT

Die VMF Immobilien GmbH hat

es sich zur Aufgabe gemacht,

hochwertigen Wohnraum zu

schaffen – und das sehr erfolgreich.

Das Unternehmen baut und entwickelt

derzeit mehr als 1.000 Wohnungen

in Wien, Niederösterreich, Salzburg, in der

Steiermark und in Kärnten. Ein zentraler

Anspruch dabei ist, dass die Wohnräume

nicht nur bis ins letzte Detail durchdacht

sind, sondern auch hohen Nachhaltigkeitsansprüchen

gerecht werden. Horst Lukaseder,

Mitglied der Geschäftsführung von VMF

Immobilien: »Wobei wir den Begriff Nachhaltigkeit

sowohl bei der Errichtung einer

Immobilie wie auch beim Betrieb sehr ernst

nehmen. Ein zentrales Thema ist Ressourcenschonung.

Hier haben wir uns eine große

Expertise angeeignet, die vom Markt und

unseren Kunden besonders honoriert wird.«

ZEITGEMÄSSER HOLZBAU

Die VMF Immobilien GmbH errichtet in

einer der gefragtesten Wohngegenden

Wiens mit dem Projekt Bergheidengasse 21

ein Mehrfamilienhaus, das ökologische und

moderne Bauweise elegant miteinander vereint.

Nachhaltigkeit nimmt hier von Beginn

der Planung an ein zentrales Thema ein.

Die Fassade aus Lärchenholz mit natürlich

anmutender Optik und Dreifachverglasung

sorgt für eine hohe Ökobilanz und ein

hervorragendes Raumklima.

Die Geländer in Holzausführung an den

Balkonen verleihen dem Bauwerk ein

modernes und hochwertiges Design.

Geheizt und gekühlt wird naturschonend

mit Erdwärme, was auch Kosten im

laufenden Betrieb einspart.

WERTVOLLE AUSSTATTUNG

Das Wohngebäude bietet sechs erstklassige

und über einen Aufzug barrierefrei erreichbare

Eigentumswohnungen. Alle Wohnungen

verfügen über Freiflächen wie Balkon,

Terrasse oder Garten. Eine Dachgeschoß-

Wohnung kann gegen Aufpreis um eine

großzügige Dachterrasse mit rund 100

Quadratmetern Fläche erweitert werden.

Raffstores an Fenstern und Terrassentüren

sorgen für Beschattung und Kühlung, eine

Fußbodenheizung für wohlige Wärme in

den Wohnräumen. Eine effiziente Nutzung

ist durch die Erdwärmepumpe mit Tiefenbohrung

gewährleistet. Das Untergeschoß

bietet Einlagerungsabteile, 14 Fahrradstellplätze

und eine Tiefgarage mit sechs Pkw-

Stellplätzen mit Wandauslass zur nachträglichen

Installation einer E-Ladestation. Alle

Wohnungen sind mit einer Alarmanlage

ausgestattet.

Die Nähe zum Lainzer Tiergarten macht

die Wohnanlage für Naturverbundene und

Familien mit Kindern attraktiv.

VMF IMMOBILIEN GMBH

Wir sind die Projektentwicklungs- und

Bauträger-Gesellschaft mit Handschlagqualität.

Mehr Infos zu den aktuellen

Projekten: vmfimmo.at

ADVERTORIAL

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 103


urban living / GEWERBEIMMOBILIEN

GUTE

Bei Immobilienentwicklungen geht es schon lange nicht mehr nur

um Energiefragen. Soziale Nachhaltigkeit, Materialrecycling,

Kreislaufwirtschaft und politische Haltungen der Unternehmen

werden gerade in der heutigen Zeit immer wichtiger. TEXT HEIMO ROLLETT

Foto: © Delugan Meissl Associated Architects

104 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


SACHE!

MedUni Campus Mariannengasse

Bevor mit dem Bau des offenen Campus in

Wien begonnen wurde, hat das Bau­

Karussell wiederverwertbare Materialien

ausgebaut – das gab auch Langzeitarbeitslosen

wieder einen sinnvollen Job.

baukarussell.at, nachhaltigkeit.big.at

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 105


urban living / GEWERBEIMMOBILIEN

Konsequent

Bis in die letzte Faser nachhaltig:

Das österreichische Unternehmen

Invester entwickelt mit extrem

hohen Selbstauflagen an einem

einstigen Industriestandort in

Nürnberg ein Büroobjekt.

invester.at

Auf den Ampeln der Bundeshauptstadt

leuchten gleichgeschlechtliche Pärchen

mit Herzerl, die elektronischen

Tafeln der Wiener Linien fordern auf,

den Krieg zu stoppen. »Rassismus bitte nicht

einsteigen!«, hieß es ein anderes Mal. Dass Unternehmen

eine politische Haltung einnehmen,

ist ein neues Phänomen, das auch mit Woke

Capitalism beschrieben wird. Immobilienunternehmen

zögerten gleich am Anfang des

russischen Aggressionskriegs nicht lange und

bildeten Initiativen, um Flüchtlinge mit Unterkünften

zu versorgen – in Österreich wird freier

Wohnraum an den Kooperationspartner Caritas

vermittelt und europaweit wurden von einem

globalen Tourismusconsulter Hotels aufgerufen,

freie Zimmer zu melden, was Flüchtlingen vor

allem auch im direkten Grenzgebiet ein Dach

für eine Nacht bringt, um dann weiterzuziehen.

Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) stellt

in diversen Liegenschaften in Österreich den

Menschen aus der Ukraine kurz- bis mittelfristig

Wohnraum zur Verfügung.

106 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22

»Alle Wohnungen, die wir bauen, dürfen

maximal zehn Minuten von einer U-Bahnoder

einer S-Bahn-Station entfernt sein.«

MICHAEL KLEMENT CEO von Invester United Benefits und der United Benefits Holding

SOCIAL URBAN MINING

Aber auch ohne Kriegssituation zeigen Unternehmen

Haltung. Beispiel BIG: Da sie ihre

Immobilien über den gesamten Lebenszyklus

hinweg – von der Planung bis zum Rückbau –

entwickelt und begleitet, steht entlang dieser

Wertschöpfungskette ein verantwortungsvoller

Umgang mit allen Ressourcen im Vordergrund.

Dazu führt die Gesellschaft eine

eigene Dialogplattform, vieles des Engagements

ist auch im Nachhaltigkeitsbericht zu

lesen, aber ganz pragmatisch ersichtlich wird

es etwa beim Projekt Mariannengasse. Schon

lange bevor der Rohbau des Kompetenzzentrums

für Grundlagenforschung der Medizinischen

Universität Wien Anfang dieses Jahres

begonnen wurde, wurde das BauKarussell als

Partner involviert – eine Re-Use-Organisation,

die im Auftrag der BIG den Altbestand rückbaute

und 140.000 Kilogramm Material aus

den bestehenden Gebäuden gewinnen und

verwerten konnte. Nicht nur das. Die Kooperation

hat auch einen sozialen Impact, da das

BauKarussell Langzeitarbeitslose beschäftigt.

So wurden allein beim Projekt Mariannengasse

in Summe 5.000 sozialwirtschaftliche

Arbeitsstunden geleistet.

>

Foto: © INVESTER United Benefits


© ÖSW_RLP_Frame 9

Q-Tower Penthouses.

Eine neue Dimension des Wohnkomforts.

Q-Tower, THE MARKS, Wien 3

Individuelle Penthouse-Apartments mit rund 60 bis 140 m²

und hochwertiger Ausstattung, Balkon und Terrasse mit privater

Atmosphäre, perfekt ergänzt durch ein repräsentatives Foyer

mit Concierge-Service sowie Fitness- und Wellnessbereich im Haus.

Fertigstellung: Frühjahr 2023

q-tower.at


urban living / GEWERBEIMMOBILIEN

ESG MACHT DRUCK

»Alle Wohnungen, die wir bauen, dürfen maximal

zehn Minuten von einer U-Bahn- oder

einer S-Bahn-Station entfernt sein. Außerdem

bauen wir immer einen Teil der Wohnungen in

einem leistbaren Segment, sie müssen unter

800 Euro Bruttomiete sein«, erklärt Michael

Klement, CEO von Invester United Benefits und

der United Benefits Holding. Klement macht

sich selbst sein Leben nicht leicht. Unter dem

Begriff ESG versteht man das freiwillige Engagement

eines Unternehmens in den Bereichen

Umwelt, Soziales und Unternehmensführung,

und Klement und sein Team haben sich selbst

strikte Vorgaben auferlegt. Öl- oder Gasheizungen

kommen selbstverständlich gar nicht infrage,

Bauteilaktivierungen werden zum Heizen

und Kühlen eingesetzt, digitale Vorrichtungen

zur Messung, Analyse und Optimierung der

Energieverbräuche gehören zum Standard. In

der Planungsphase ist ein Nachweis über eine

Gebäudesimulation der Raumtemperatur auf

Basis der standortbezogenen Klimadaten bis

2050 zu erbringen und überhaupt muss der

Primärenergiebedarf für Niedrigstenergiegebäude

bei den eigenen Immobilien um

mindestens 20 Prozent unterschritten werden.

Auch Re-, Up- oder Downcycling findet sich in

den internen Vorschriften. Nochmals zur Erinnerung:

Das sind freiwillige Einschränkungen

und Anforderungen, die sich das Unternehmen

selbst auferlegt hat. Respekt!

SOGAR LOGISTIK IST TOP!

Nachhaltigkeit ist bei Büroimmobilien schon

lange ein Muss, ohne entsprechende internationale

Zertifizierungen von ÖGNI/DGNB,

LEED oder BREEAM lassen sie sich am internationalen

Investmentmarkt nicht transaktionieren.

»Im Durchschnitt der Jahre 2013 bis

2020 beträgt der Anteil der Green Buildings

21,2 Prozent«, weiß Hermann Horster, Head of

Sustainability der BNP Paribas Real Estate. Neu

ist, dass nun immer mehr soziale Komponenten

»Im Durchschnitt der Jahre

2013 bis 2020 beträgt der

Anteil der Green Buildings

21,2 Prozent.«

HERMANN HORSTER Head of Sustainability

der BNP Paribas Real Estate

(etwa auch Gleichstellung, Diversität etc.) berücksichtigt

werden, und auch, dass sich neben

Büros andere Gewerbeimmobilien-Typologien

um immer mehr Nachhaltigkeit bemühen. Logistikgebäude

etwa. So wurde in Deutschland

von Palmira Capital Partners vor Kurzem der

erste German Logistics Impact Fund aufgelegt,

ein Logistikimmobilienfonds, der die äußerst

strengen »Artikel 9«-Vorgaben der deutschen

Finanzmarktaufsicht einhalten muss. Lagerhallen,

die sozial nachhaltig sind – das hätte

sich vor zehn Jahren auch noch keiner

gedacht. Gut so!

<

ESG

Energetische Nachhaltigkeit allein reicht

nicht aus. Daher arbeiten viele Immobilienunternehmen

gerade an freiwilligen – aber

verbindlichen – Richtlinien, die interne Bereiche

wie Gleichstellung genauso betreffen wie die

soziale Nachhaltigkeit von Immobilienprojekten.

Invester hat diese Hausaufgabe bereits erledigt.

wohngarten.invester.at

Foto: © VERO Digital

108 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Provisionsfrei,

direkt vom Bauträger!

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urban living / ZWEI MENSCHEN – ZWEI MEINUNGEN

Der Architekt und sein Bauherr

Thomas Pucher aus Graz und Daniel Jelitzka

aus Wien haben sich beim Kayser, wie sie

selbst sagen, mit ihren jeweiligen Planungsund

Bestellkompetenzen eingebracht. Das

Resultat ist ein »eigenständiges, losgelöstes

Zeichen«, das sich der umliegenden Stadt in

keinster Weise anbiedert.

110 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


»DIE KLAVIATUR DER

ATMOSPHÄRE BEHERRSCHEN«

Das Smart-Luxury-Wohnhaus Kayser in der Wiener Innenstadt befindet sich gerade in Fertigstellung

und wird demnächst übergeben. Wie hat sich das Projekt im Laufe der Zeit verändert?

Wer hat welche Expertise eingebracht? Und warum sind die Wohnungen darin so klein?

Ein Gespräch mit Daniel Jelitzka, CEO von JP Immobilien, und dem Grazer Architekten

Thomas Pucher. INTERVIEW WOJCIECH CZAJA FOTOS LUKAS ILGNER

RESIDENCES Wie haben Sie einander

kennengelernt?

DANIEL JELITZKA Wir sind beide Steirer,

und ich habe bereits einige Projekte von Thomas

Pucher gekannt, zum Beispiel das »Café

Promenade« in Graz und das Wohnhaus

Rondo im Viertel Zwei in Wien.

THOMAS PUCHER 2015 hat mich Daniel

Jelitzka angerufen und gemeint, er würde

mich gern einmal kennenlernen. So kam es

zum ersten Treffen.

Ging es da bereits um das konkrete Projekt

Kayser?

JELITZKA Nein. Das war erst einmal ein

Kennenlernen. Eine der Aufgaben als Bauträger

und Projektentwickler ist es, Kontakt

mit verschiedenen Architekten aufzunehmen,

sodass man zum richtigen Zeitpunkt ganz

genau weiß, wer der richtige für die Aufgabe

X ist. Es ist fast so, als würde man einen

Fuhrpark aufbauen. Das Auto, das überall

fahren kann, oder der Architekt, der alles

gleich gut kann – die gibt es nicht.

Welches Auto wäre denn Thomas Pucher?

JELITZKA Da reden wir schon von der

Oberliga, von einem Zwölfzylindermotor

oder von einem elektrischen Porsche Taycan.

PUCHER Porsche, das klingt gut! Viel Power.

2017 hat JP Immobilien das alte Magna-Steyr-

Bürohaus gekauft. Wie war der bauliche

Zustand des Hauses?

JELITZKA Na ja … Das war einmal ein modernes

Bürohaus von Architekt Josef Becvar.

Aber diese Zeiten waren schon lange vorbei.

Daher haben wir uns entschieden, das Grundstück

neu zu bebauen und dafür einen kleinen

Wettbewerb mit drei geladenen Teilnehmern

zu machen. Die Aufgabe lautete, ein Wohnhaus

im gehobenen Segment zu errichten.

Wenn Sie beide auf die Anfänge des Projekts

zurückblicken: Welcher war Ihr größter und

wichtigster Wunsch?

JELITZKA Unsere größter Wunsch war –

ehrlich gesagt – ganz klar die Maximierung der

verwertbaren Nutzfläche, damit sich das Projekt

unterm Strich wirtschaftlich rechnet. Aber

ZWEI MENSCHEN

Thomas Pucher (53) studierte Architektur

in Graz, war Co-Founder von LOVE architecture

and urbanism und gründete 2005 sein

eigenes Büro Atelier Thomas Pucher. Er

realisiert Projekte in aller Welt, darunter

etwa auch in Polen, Estland, Serbien,

Ru mänien, China und Saudi-Arabien. Zu seinen

letzten Projekten zählen die Sinfonia

Varsovia in Warschau und der Green Tower

in Graz-Reininghaus. Er unterrichtet an der

FH Joanneum in Graz und wurde 2011 mit

dem Best Architects Award ausgezeichnet.

thomaspucher.com

Daniel Jelitzka (53) studierte Jus in Graz

und Immobilienökonomie in Frankfurt. 1994

begann er, bei der Constantia Privatbank zu

arbeiten, wo er Assistent der Geschäftsführung

war. 1995 erwarb er seine ersten

eigenen Liegenschaften, 1996 gründete er

gemeinsam mit seinem Partner Reza Akhavan

das Unternehmen JP Immobilien, das

auf die Bereiche Maklerei, Bauträgergeschäft,

Zinshausinvestment und Hospitality

spezialisiert ist. Das Bestandsportfolio

umfasst u. a. rund 100 Zinshäuser und

15 Hotels. jpi.at, kayser.wien

natürlich ging es auch darum, einen Mehrwert

für die Käufer zu schaffen und auch ein

Exempel für einen zeitgenössischen Neubau in

der historischen Innenstadt zu statuieren. Es

bringt nichts, an so einem Ort einen Neubau

hinzustellen, der sich der umliegenden Stadt

anbiedert. Dieses Haus ist ein eigenständiges,

losgelöstes Zeichen – auch, wenn das Resultat

manchmal polarisiert.

PUCHER Für uns war wichtig, in den

Wohnungen eine möglichst große Transparenz

zu schaffen. Wir wollten, dass Wohnraum,

Freiraum und Stadtraum hier quasi ineinander

fließen. Und wenn man einmal das Bedürfnis

hat, sich zurückzuziehen oder die Wohnung

zu verdunkeln, kann man die mobilen

Verschattungselemente auf Knopfdruck

schließen. Es ist ein Spiel mit der Transparenz,

das man selbst bestimmen kann.

Gab es die Verschattungselemente von Anfang an?

PUCHER Nein. Zu Beginn hatten wir nur eine

Glasfassade mit umlaufenden Balkonbändern.

Die Verschattungselemente wurden von der

Wiener Magistratsabteilung für Stadtgestaltung

eingefordert.

Warum?

PUCHER Weil es nicht gewünscht ist, im

ersten Bezirk Balkone zu errichten. Das passt

angeblich nicht zum Stadtbild. Aber im Nachhinein

bin ich sehr froh, weil das Haus von der

zweischaligen Fassade extrem profitiert. Es

entsteht eine sinnliche Poesie. Dazu passt auch

die Lochstanzung in Form floraler Motive.

Und dem Fachbeirat hat’s auch gefallen. Das

Projekt wurde ohne Einwand zur Realisierung

empfohlen.

JELITZKA Weniger sinnlich ist, dass wir jetzt

bei einer elektrisch schließbaren doppelschaligen

High-End-Fassade aus Aluminium

>

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 111


urban living / ZWEI MENSCHEN – ZWEI MEINUNGEN

im Innenraum und habe mich hier sehr stark

eingebracht: Böden, Hölzer, Teppiche, Farben,

Beleuchtung … ich glaube, da war ich

ziemlich hartnäckig, vielleicht auch ein bisschen

nerdig.

PUCHER Ein bisschen! Aber das Gute ist,

dass sich hier ja jeder mit seiner Expertise

und seinen Erfahrungswerten einbringt.

Auch wenn wir in manchen Punkten viel

diskutiert haben, kann ich heute sagen: Alles

in allem war der Planungsprozess recht harmonisch.

»Die Menschen sehnen sich

offenbar nach einer kompakten

Wohnung im Herzen der

Wiener Innen stadt, wo sie

sich räumlich reduzieren

können, ohne dabei auf Luxus

zu verzichten.«

DANIEL JELITZKA über Wohnsehnsüchte

Der Bauträger

Daniel Jelitzka ist ein Meister der Smart-

Luxury-Wohnungen und hat sich dafür

eingesetzt, im Kayser viele kompakte

Wohneinheiten unterzubringen. 85 Prozent

der Wohnungen sind bereits verkauft.

>

an gelangt sind. Das war wirtschaftlich

ziemlich schmerzvoll. Andererseits ist auch

klar: Je besser die Lage, desto mehr wird der

Bauträger in die öffentliche Verantwortung genommen,

der Stadt einen Mehrwert zurückzugeben.

Das passt schon, das ist durchaus fair.

Steigende Baukosten führen in der Regel auch

zu einem erhöhten Honorar – gab es eine Nachforderung

oder eine Nachverhandlung?

PUCHER Wenn man so ein komplexes, luxuriöses

Projekt an so einem diffizilen Standort

wie in der Wiener Innenstadt realisiert, dann

gibt es immer Umplanungen und Veränderungen.

Wir haben diesen erhöhten Aufwand in

der ursprünglichen Honorarkalkulation

mit berücksichtigt – und uns dann auf einen

Pauschalbetrag geeinigt, an dem wir im

Nachhinein nichts mehr verändert haben.

Gab es im Laufe des Planungsprozesses irgendeinen

Punkt, an dem Sie sich erst einmal

zusammenraufen mussten?

JELITZKA Ja, beim Interieur. Ich habe – auch

durch meine Hospitality-Projekte – viel Erfahrung

Das Projekt zeichnet sich durch viele kompakte,

zum Teil sehr kleine Wohnungen im

Luxussegment aus. Können Sie die Genese

dieses ungewöhnlichen Raumprogramms

kurz umreißen?

JELITZKA Zu Beginn hatten wir viel größere

Wohnungen vorgesehen. Geplant waren

etwa 50 bis 60 Wohnungen mit einer

durchschnittlichen Wohnnutzfläche von 85

bis 90 Qua dratmetern. Heute sind wir bei

etwa 80 Wohnungen mit einer durchschnittlichen

Wohnfläche von 55 Quadratmetern

– sind also deutlich kompakter und decken

auf diese Weise auch ein Wohnungsangebot

ab, das im ersten Bezirk aufgrund der hohen

Altbaudichte und der charakteristischen

Altbau-Raumstruktur kaum existiert.

Warum dieses radikale Umdenken?

JELITZKA 2019 haben wir das N°10 in der

Renngasse fertiggestellt. In der Vermarktung

hat sich gezeigt, dass die kleinen, kompakten

Luxuswohnungen am schnellsten verkauft

wurden. Die Menschen sehnen sich offenbar

nach einer kompakten Wohnung im Herzen

der Wiener Innenstadt, wo sie sich räumlich

reduzieren können, ohne dabei auf Luxus zu

verzichten. Wir nennen dieses Modell

Smart-Luxury. Also haben wir aus N°10

gelernt und diesen Wohnungsmix auch auf

das Kayser übertragen.

Mit Erfolg?

JELITZKA Ja, 85 Prozent der Wohnungen

sind bereits verkauft.

Klein geschnittene Wohnungen mit 39 bis 45

Quadratmetern: Was heißt das für die Gestaltung

des Grundrisses?

PUCHER In den ganz kleinen Wohnungen

gibt es kein klassisches Wohn- und kein

klassisches Schlafzimmer, denn dafür hat

das Haus eine zu große Trakttiefe. Stattdessen

arbeiten wir mit abtrennbaren

Schlafnischen, die wie ein Möbelstück

ausgebildet sind und mit Schiebetüren und Paneelen

geschlossen werden können. Auch die

Küchenzeilen können mit Klapp- und Schiebetüren

– fast wie ein Triptychon – geschlossen

werden.

Eine ziemlich komplexe Interieur-

Planung also …

Der Architekt

Thomas Pucher hat zunächst ein sehr transparentes

Wohnhaus mit umlaufenden Balkonbändern

entworfen. In der Zusammenarbeit mit der Stadt Wien

bekam das Haus nachträglich mobile Verschattungselemente,

die sich auf Knopfdruck schließen lassen.

112 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Starkes Duo

Thomas Pucher (l.): »Wenn man in Wien modern

und innerstädtisch wohnen will, dann ist das

eine super Option. Ich weiß nur nicht, ob ich mir

so eine Wohnung leisten kann.«

Daniel Jelitzka (r.): »Ach komm!«

PUCHER Ja. Je kleiner die Wohnung, desto

komplexer und ausgetüftelter der Grundriss.

Außerdem darf man nicht vergessen: Wir

sprechen hier von einem Eckhaus mit sehr

kleinem Innenhof. Daher war es wichtig, den

Fassadenanteil der Wohnungen möglichst

effizient und demokratisch zu verteilen.

Herr Jelitzka, verdient man mit vielen kleinen

Wohnungen mehr als mit wenigen großen?

JELITZKA Nein, das nicht. Der Quadratmeterpreis

ist überall der gleiche, aber indem

man die Wohnungsgrößen und somit auch

die finan zielle Gesamtbelastung reduziert,

hat man automatisch mehr potenzielle Interessenten

und kann das Projekt schneller

verwerten. Unsere Erfahrung ist, dass sich

die Smart-Luxury­ Wohnungen leichter

verkaufen.

Wer hatte die Idee zum Namen Kayser mit Y?

JELITZKA Das war Teamwork. Der Name ist

sympathisch und einprägsam und lässt sich

gut vermarkten.

In Berndorf gibt es ein gleichnamiges Unternehmen,

das Sodasiphone und Sprühflaschen

für Schlagsahne herstellt. Ist das gut? Ist das

schlecht?

JELITZKA Sehr lustig! Stört mich gar nicht.

Es ist augenscheinlich, dass diese beiden

Namen nichts miteinander zu tun haben.

Was sorgt denn bei Ihnen, Herr Pucher,

bei diesem Projekt so richtig für Prickeln

und Sprudeln?

PUCHER Mir gefällt der Projektname sehr

gut. Aber wirklich prickelnd finde ich die Tatsache,

dass man im ersten Bezirk in so einer

prominenten Lage so einen hochwertigen,

exklusiven Wohnungsneubau hinstellen kann.

Die Lage an der Ecke zum Donaukanal ist

einfach sensationell.

Herr Pucher, würden Sie sich im Kayser eine

Wohnung zulegen?

PUCHER Absolut! Wenn man in Wien modern

und innerstädtisch wohnen will, dann ist das

eine super Option. Ich weiß nur nicht, ob ich

mir so eine Wohnung leisten kann.

JELITZKA Ach komm!

Wenn Sie auf die letzten Jahre zurückblicken:

Was haben Sie bei diesem Projekt voneinander

gelernt?

»Je kleiner die Wohnung,

desto komplexer

und ausgetüftelter

der Grundriss. «

THOMAS PUCHER über architektonische

Herausforderungen

JELITZKA Wir haben uns gut verstanden, es

gab eine großartige Vertrauensbasis. Die wenigen

Reibereien, die wir hatten, waren effizient

und gewinnbringend für beide Seiten. Ich habe

viel über gutes Planen und Bauen gelernt.

PUCHER Daniel Jelitzka und sein Team wickeln

Projekte in dieser Größenordnung unglaublich

professionell ab. Ich habe gelernt, dass die Zusammenarbeit

mit einem gewerblichen Immobilienentwickler

eine sehr schöne sein kann.

Und dass man auf Augenhöhe über Qualität

diskutieren kann.

Das sind schöne Komplimente, das geht runter

wie Öl. Gibt es auch Kritik?

PUCHER Aus meiner Perspektive nicht.

JELITZKA Der einzige Nachteil dieser Zusammenarbeit

war, dass die beiden Bürositze mit

Wien und Graz ziemlich weit auseinander liegen.

PUCHER Mit digitalem Arbeiten geht das

schon!

Zum Abschluss bitte ich Sie jeweils, den folgenden

Satz zu vervollständigen: JP Immobilien ist

für mich …

PUCHER … ein hochwertiger Immobilien-

Developer, der gut nach Wien passt.

Atelier Thomas Pucher ist für mich …

JELITZKA … ein äußerst kreatives Büro, das

die Klaviatur der Atmosphäre perfekt

beherrscht.

<

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 113


DAS PERFEKTE HIDEAWAY IN DEN KITZBÜHELER BERGEN

Die M Chalets sind das neueste Projekt der Prime Properties Group

und eine moderne Interpretation des klassischen Tiroler Chalets.

Die traditionelle Chalet-Architektur wurde mit zeitgenössischen

Elementen kombiniert.

Die Chalets verfügen über jeweils vier Schlafzimmer, einen

Weinkeller, einen privaten Wellnessbereich und bieten von allen

Ebenen spektakuläre Blicke auf das Massiv des Wilden Kaisers.

Die M Chalets teilen sich in das „Chalet Centro“ und das „Chalet

Travertin“ Jedes Chalet für sich geht eine einzigartige Symbiose aus

herausragender Architektur und unvergleichlicher Naturlage ein.

CHALET TRAVERTIN

Das Chalet Travertin bietet einen beeindruckenden Blick auf den

Wilden Kaiser und dient als private Zufluchtsstätte, die keine Wünsche

offenlässt. Das einzigartige holistische Konzept, sowie die vielen

Entertainment-Highlights machen das Chalet Travertin zu einem

Refugium für die ganze Familie.


Photocredit: Jamie McGregor Smith

Über den Eingangsbereich im Erdgeschoss gelangt man zur luxuriösen

Master-Suite, welche zusammen mit dem Master-Badezimmer und der

begehbaren Ankleide, beeindruckende Blicke auf den Wilden Kaiser –

insbesondere von der privaten Master-Terrasse – gewährt.

Der einladende, verglaste Wohn- und Essbereich des Chalet Travertin im

Obergeschoss ist in hellen Grautönen gehalten. Mit dem großzügigen

Panoramabalkon bietet das Chalet ausreichend Platz für genussvolle

Stunden.

Das erste Highlight im weitläufigen Untergeschoss ist das High-end Heim-

Kino, welches hochkarätige Filmmomente im privaten Umfeld bietet. Der

temperierte Weinkeller bildet das Zentrum auf dieser Wohnebene und lädt

zu genussvollen Stunden, mit Blick auf den angrenzenden Wellnessbereich,

ein. Von der Sauna und dem Dampfbad gelangt man direkt auf die

davorliegende Terrasse mit Blick auf den Wilden Kaiser. Das professionell

ausgestattete Home Gym bietet alles für ein effizientes Work-Out.


CHALET CENTRO

Das Chalet Centro ist ein romantisches Refugium mit atemberaubender

Aussicht auf den legendären Wilden Kaiser. Liebevolle Details, warme

Elemente und Highlights für die ganze Familie machen das Chalet

Centro zu einem alpinen Zuhause das keine Wünsche offen lässt.

Wie das Chalet Travertin verspricht auch das Chalet Centro im

Erdgeschoss höchsten Wohnkomfort und erstreckt sich über den

Eingangsbereich, ein Gästezimmer mit Bad en-suite, sowie den

angeschlossenen Masterbereich, von dem aus man das bezaubernde

Panorama des Wilden Kaisers genießen kann.

Der offen gestaltete Wohn- & Essbereich im Dachgeschoss des Chalet

Centro bietet neben dem spektakulären Ausblick viele Möglichkeiten

zum Entspannen, Feiern und Genießen. Der weitläufige Panoramabalkon

dient als Wohnraumerweiterung, die breiten Glasfronten lassen

sich vollständig öffnen und erzeugen so ein Gefühl von Freiheit und

Großzügigkeit. Ein gemütlicher Kamin im „Centro“ des Wohnbereichs

mit eigener Bibliothek, aber auch die traditionellen Elemente und die

offene Natursteinküche laden dazu ein, wertvolle Zeit mit Familie und

Freunden zu verbringen.


Photocredit: Jamie McGregor Smith

Die eigentliche Größe des Chalets offenbart sich, wie im Chalet Travertin,

im Untergeschoss. Zwei versteckte Lese-Höhlen und der Weinkeller mit

seiner geschmackvollen Degustations-Bar ermöglichen ein wahrhaft

erhabenes Wohnerlebnis. Eines der Gästezimmer eignet sich perfekt für

die ganze Familie, das Kinderzimmer mit seinen Stockbetten aus Altholz ist

durch das Badezimmer mit der großzügigen Eltern-Suite verbunden. Der

moderne Wellnessbereich mit Sauna und Dampfbad und eine Terrasse,

die sich zur Talseite hin öffnet, bieten maximale Entspannung nach

einem Training im professionell ausgestatteten Fitnessraum des Hauses.

KONTAKT

Gornik Immobilien GmbH

Karin Gornik

+43 (0)676 5 355 355

www.immobilien-kitz.com

Prime Properties GmbH

Jessica Lang

+43 (0) 664 7516 4855

www.prime-properties-group.com


urban living / TOKENISIERUNG

RESIDENCES Können Sie kurz erklären, worum

es bei Blockchain und Tokenisierung geht?

FLORIAN PETRIKOVICS Die Blockchain

kann mit einem weltumspannenden Betriebssystem

verglichen werden, auf dem kleine

Programme installiert werden können. Diese

kleinen Programme sind die sogenannten

Token, die je nach Ausgestaltung eine Vielzahl

von Rechten und Pflichten repräsentieren

können. Im Zusammenhang mit

Immobilien beziehen sich diese im Token

verbrieften Rechte momentan in der Regel

auf die finanziellen Aspekte einer Immobilie,

also die Beteiligung am laufenden Ertrag.

Denkbar wäre es zukünftig auch, Mitbestimmungsrechte

oder Gestaltungsrechte über

einen Token abzubilden.

118 falstaff LIVING RESIDENCES

1 / 22

Die Tokenisierung von Immobilien eröffnet neue

Möglichkeiten des Investments. Was vor zwei,

drei Jahren noch weit weg erschien, ist mittlerweile

in der Immobilien wirtschaft angekommen.

Steuerexperte Florian Petrikovics von

der TPA Group erklärt im Interview die

Zusammenhänge und die

künftigen Entwicklungen.

INTERVIEW WALTER SENK

GEPIXELTE

VERMÖGEN

Wie weit ist die Tokenisierung von Immobilien

vorangeschritten? Gibt es bereits Projekte?

In der Vergangenheit wurden bereits erfolgreich

Immobilien-Token emittiert, die

Genussrechte an Immobilien verbrieften.

Dadurch wurden die Token-Anleger wirtschaftlich

am laufenden Ertrag und an einem

allfälligen Veräußerungserlös einer Immobilie

beteiligt. Momentan sind einige Projekte

in Arbeit, bei denen ein unmittelbarer Bezug

zur Immobilie hergestellt werden soll. TPA

selbst ist gerade in die Konzeption mehrerer

solcher Projekte involviert.

Fotos: Alexander Müller, Shutterstock


SWERTE

Was würde eine Vielzahl an tokenisierten

Immobilien für eine Privatperson bedeuten?

Bei Fortschreiten der Entwicklung wird

mittelfristig für Anleger die Möglichkeit bestehen,

aus einer Vielzahl von Immobilien-

Token zu wählen und somit wirtschaftlich

ein breit diversifiziertes Immobilienportfolio

aufzubauen. Im Gegensatz zur Investition in

eine Eigentumswohnung kann man durch

diese Diversifikation gewisse Immobilienrisiken

(z. B. Leerstand) minimieren.

Wo liegen die rechtlichen Herausforderungen?

Gerade bei Immobilien-Token liegt die Herausforderung

darin, dass viele Immobilienanleger

eine gewisse »Nähe« zur Immobilie

im Sinne eines Grundbucheintrags wünschen.

Eine Grundbucheintragung kann in Österreich

nicht mit einem Token abgebildet werden.

Daher beziehen sich Immobilien-Token in der

Regel auf den Ertrag einer Immobilie. Es

befinden sich jedoch gerade Token-Projekte in

Arbeit, die durch Tokenisierung von GmbH-

Anteilen eine Beteiligung an Immobilienprojektgesellschaften

ermöglichen sollen.

Was bedeutet die Tokenisierung für

die Zukunft?

Die Tokenisierung ermöglicht es, neue kleinteilige

Finanzinstrumente zu schaffen. Dadurch

können Kleinanleger in Assetklassen

investieren, die ihnen bei einem Direktinvestment

aufgrund des Mindestinvestments

vielleicht verwehrt bleiben würden.

FLORIAN PETRIKOVICS

ist Steuerberater und Partner bei TPA. Seine

Beratungsschwerpunkte sind Immobilien,

Konzern- und Privatstiftungssteuerrecht und

Tokenisierung von Vermögenswerten. Er

betreut vorwiegend Immobilienkonzerne

und Unternehmensgruppen sowie Privatstiftungen

und wohlhabende Privatpersonen.

Wäre eine Tokenisierung auch für Projektentwickler

ein Thema?

Für Projektentwickler wird die Tokenisierung

einerseits als Finanzierungsinstrument und

andererseits auch als Absatzinstrument

interessant. Je nach Ausgestaltung kann der

Projektentwickler Fremd- oder Eigenkapital

für die Projektentwicklung aufnehmen oder

die errichteten Immobilien wirtschaftlich

verkaufen.

Sind Immobilien-Token untereinander

handelbar?

Durch die Tokenisierung werden die im

Token verbrieften Rechte auf der Blockchain

handelbar. Das bedeutet, dass der Token

grundsätzlich frei übertragen werden kann.

Aktuell gibt es noch keine Handelsplätze für

derartige Token. Es ist davon auszugehen,

dass sich solche Marktplätze zukünftig

bilden werden.

Wann, schätzen Sie, wird so ein Geschäftsmodell

bei uns Usus sein?

Die rechtlichen und technischen Grundlagen

sind vorhanden, größere Tokenisierungsprojekte

werden heuer umgesetzt werden.

Es ist daher von einem weiteren Wachstum

dieser Assetklasse auszugehen.

1 / 22 RESIDENCES

LIVING

falstaff

119


urban living / DIGITALINVESTMENT

Reif für die Insel

Villa auf Mallorca mit

fünf Schlafzimmern,

vier Badezimmern, Garten,

Pool und Strandnähe.

Ein Achtelanteil kommt

auf 349.000 Euro.

myne-homes.de

Foto: © MYNE

120 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


EIN ACHTERL

IN EHREN!

Der Traum vom Zweitwohnsitz: Start-ups sollen ihn

möglich machen. Co-Ownership bei Luxusimmobilien

steht dabei besonders hoch im Kurs. Was kann das?

TEXT MANFRED GRAM

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 121


urban living / DIGITALINVESTMENT

Es ist zwar etwas ausgelutscht, schon

wieder am Covid-Thema herumzureiten,

aber wenn man aktuelle Digitalisierungstrends

am Immobilensektor ins

Auge fasst, kommt man an der Pandemie leider

nicht vorbei. Nicht zuletzt, weil sie der Branche

einen ordentlichen Boost verpasst hat. Die Zahl

der PropTechs (Property Technology) wächst,

die Nachfrage nach neuen Digitalsierungs-

Lösungen bei Asset- und Facilitymanagment,

Bauplanung oder auch bei Vermietung, Verkauf

und Investment ist ungebrochen. Dabei

herrscht in der PropTech-Szene fast ein wenig

Goldgräberstimmung – wohl auch, da es bis

dato noch kein europäisches PropTech geschafft

hat, zum Unicorn zu werden, also eine Unternehmensbewertung

von über einer Milliarde

Dollar einzufahren. Jeder will in dieser Hinsicht

der Erste sein. Und dies ist eigentlich nur noch

eine Frage der Zeit.

Insbesondere, wenn man in die USA oder,

besser, ins Silicon Valley schaut, wo Techtrends

entstehen und Entwicklungen vorweggenommen

werden. Dem Start-up Pacaso ist dort

nämlich ein besonderes Kunststück gelungen.

Gegründet im Herbst 2020 von Austin Allison

und Spencer Rascoff, hat man es geschafft, innerhalb

eines Jahres mehr als 200 Millionen

Dollar Risikokapital einzusammeln und so mit

über einer Milliarde Dollar bewertet zu werden.

In Rekordzeit avancierte man zum Unicorn.

Mit welcher Idee? »Viele Menschen können

ihren Traum vom Ferienwohnsitz nicht verwirklichen,

weil Zweitwohnsitze üblicherweise

ein sehr teures Marktsegment sind und gleichzeitig

auch nicht sehr stark genutzt werden. Wir

wollen das erschwinglich machen«, bringt Austin

Allison in Interviews den Grundgedanken

hinter Pacaso auf den Punkt. Dennoch sollte

man jetzt doch ein bisschen ins Detail gehen

und erzählen, wie dieses Erschwinglichmachen

funktioniert.

TEILBESITZ

Gleich vorweg: Bei Pacaso wird nicht gekleckert,

sondern geklotzt, man hat sich nämlich

auf Luxusimmobilien spezialisiert. Chalets,

Villen, exklusive Penthouses – das volle Programm

im hohen siebenstelligen Dollarbereich.

Allerdings kauft man keine ganze Luxusimmobilie,

sondern lediglich ein Achtel davon. Die

sieben anderen Mitbesitzer kennt man im

Regelfall nicht und sieht sie auch nie.

Für jede Immobilie gründet Pacaso übrigens

eine eigene GmbH, von der man dann die

Achtelanteile erwirbt bzw. das Recht, 44 Tage an

diesem Zweitwohnsitz zu verbringen. Bei

Sommerfrische

Chalets in den Kitzbühler Alpen

sind begehrt. Auch als Achteleigentum

mit drei Schlaf- und vier

Badezimmern, 412.927 Euro.

villacircle.com

Pacaso wird man also Besitzer bzw. Teilbesitzer

einer Immobilie, Grundbucheintrag und Weiterverkaufsrecht

inklusive. Ein fundamentaler

Unterschied zu artverwandten Timesharing-

Modellen, die ebenfalls am Immo-Markt kursieren

und bei denen man sich lediglich ein

(üblicherweise langfristiges) Ferienwohnrecht

erwirbt. Auch nicht unwichtig: Um alles Rechtliche,

um die Verwaltung, aber auch um die

Einrichtung und Annehmlichkeiten wie einen

gefüllten Kühlschrank kümmert sich Pacaso.

Dafür zahlt jeder Besitzer 100 Dollar im

Monat und ist quasi von allen Scherereien, die

Immobilienbesitz mit sich bringen, befreit. Das

Konzept geht auf. Bis dato verkaufte man rund

400 Pacaso-Einheiten und erzielte 2021 einen

Umsatz von 300 Millionen Dollar. Für 2022

sollen 30 neue Luxusimmobilien, also 240 Einheiten,

erworben werden, und man streckt seine

Fühler auch bereits außerhalb der USA aus.

So hat man aktuell etwa Villen auf Ibiza und ein

Penthouse in London im Portfolio. Aber man

steht erst am Anfang, wie Allison in einem Podcast

verdeutlicht: »In fünf Jahren sollte Pacaso

Fotos: © VillaCircle, © Pacaso

122 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


gut 100 Immobilien betreuen. Und zwar nicht

nur in den USA, Europa, Mexiko und der

Karibik, sondern weltweit.«

INSPIRATIONSQUELLEN

Managed Co-Ownership wird in den USA seit

mehreren Jahrzehnten erfolgreich praktiziert

und ist weit verbreitet. Nicht nur bei Immobilien,

sondern auch bei Yachten und Jets

werden Miteigentums-Anteile erworben. In

Europa setzt man üblicherweise auf Mieten

und Eigentum. Nur: Der Erfolg von Pacaso

inspiriert auch europäische Gründer. Im Vorjahr

wurden bereits in Deutschland zwei Startups

gegründet, die dem Geschäftsmodell des

amerikanischen PropTechs sehr ähnlich sind.

VillaCircle und Myne heißen die beiden Herausforderer,

die nicht nur am deutschen Immobilienmarkt

aktiv sind. VillaCircle verkauft

etwa Zweitwohnsitze in den Alpen, an der

Côte d’Azur, aber auch in Kroatien oder auf

Teneriffa. Übergeben werden vorwiegend

schlüsselfertige Bauten aus dem Luxussegment.

Wohnungen und Apartments hat man

nicht im Programm. Mitbewerber Myne legt

bei seinem aktuellen Angebot einen kleinen

Schwerpunkt auf Mallorca und fasst die Zielgruppe

ein bisschen weiter, in dem nicht nur

Anteile an Prestige- und Luxusobjekten feilgeboten

werden. »Wir wollen den Besitz von

Ferienhäusern demokratisieren und jüngeren

Menschen zugänglich machen«, meinte etwa

Fabian Löhmer, der gemeinsam mit Nikolaus

Thomale Myne gegründet hat. Wobei schon

festgehalten werden muss, dass die Demokratisierung

aktuell bei 159.000 Euro für einen

Achtelanteil an einem »charmanten Holzhaus

am Wieker Bodden« auf Rügen beginnt.

Ergo: Auch geteilt bleiben Ferienhäuser und

Apartments in europäischen Toplagen ein

Luxus und sind nicht für jedermann. Und

selbst wenn einem vieles in Sachen Verwaltung

der Immobilie abgenommen wird, sollte

man sich vor Anteilserwerb über einige Sachen

im Klaren sein. Der Immobilienanteil,

den man erwirbt, ist etwas teurer, also höher

inseriert als bei einem kompletten Kauf, man

hat kaum individuelle Gestaltungsmöglichkeiten

beim Wohnbereich, für wichtige Fragen

braucht es eine Dreiviertelmehrheit der Miteigentümer,

und man wird nicht immer seinen

Wunschtermin für die eigenen Urlaubstage

bekommen.

Aber als Alternative, oder um sich im

Immo-Luxussegment zu verankern, kann man

die Angebote der Start-ups durchaus in

Betracht ziehen.

<

Küstenort

Start-up-Einhorn Pacaso ist auch in

Spanien aktiv. Die Villa Mimosa

steht im malerischen Marbella. Ein

Achtel gibt’s um 727.060 Dollar.

pacaso.com

PROPTECHS

TO WATCH

Pacaso

Im Herbst 2020 gegründet, gilt das

Start-up mittlerweile als erfolgreiche

Blaupause für Co-Ownership-Modelle

bei PropTechs. Man hat sich auf exquisite

Luxusimmobilien spezialisiert. Interessenten

kaufen davon mindestens einen

Achtelanteil. pacaso.com

VillaCircle

Deutsches Start-up, das seit Sommer

2021 Anteile an Luxusimmobilien verkauft.

Die ersten Finanzierungsrunden

waren erfolgreich. Im Portfolio finden

sich Feriendomizile in Österreich

(Kitzbühel), Spanien, Kroatien oder der

Côte d’Azur. villacircle.com

Myne

Das deutsche Jungunternehmen ging

ebenfalls im Sommer 2021 an den

Start. Die Grundidee gleicht denen der

Mit bewerber Pacaso und VillaCircle. Im

Detail versucht man aber, breiter aufgestellt

zu sein, und bietet auch »günstigere«

Immobilien-Anteile zum Kauf an.

myne-homes.de

Urbyo

Die Plattform geht im Laufe des Jahres

live. Hier soll der Immobilienkauf

revolutioniert werden. Und zwar so,

dass jeder, der Eigentum kaufen will,

dies ohne viel Aufwand tun kann.

Vielversprechend. urbyo.com

Brickwise

Österreichisches Start-up, bei dem

man per App digitale Anteile von

Wohnungen oder Häusern kaufen

kann. Also Investment über Blockchaintechnologie.

Könnte Immo-Investments

auf eine neue Ebene hieven.

www.brickwise.at

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 123


GENUSSREFUGIUM AM SEE

Am Südufer des Wörthersees entsteht ein Immobilienprojekt der Luxusklasse –

mit privatem Seezugang sowie Golfvergnügen und Gourmetküche in nächster Nähe.

Ihr persönlicher PLACE TO SEE – herzlich willkommen!

Morgens auf der Sonnenterrasse

ausgiebig frühstücken, gefolgt

von einer genüsslichen Runde

am Golfplatz nebenan.

Danach zur Erfrischung in den Pool, am

Nachmittag Kärntens Bergwelt erobern

und am Ende des Tages mit der Sonne im

Wörthersee eintauchen … Lebensgenuss

pur an einem der schönsten Fleckchen

Österreichs. Hier könnte es sein, Ihr privates

Paradies zum Entschleunigen.

VISIONÄRE KÖPFE

Bauträger ist 1508 Immobilien, die sich mit

ihrer über 30-jährigen Erfahrung exklusiven

Bauprojekten jenseits von Nullachtfünfzehn

verschrieben haben. Das gesamte Projekt wird

nach dem neuesten Stand der Technik ausgeführt.

Großzügige Balkone und Sonnenterrassen

garantieren einen atemberaubenden Blick

über den Wörthersee und auf die umliegende

Bergwelt. Für die stilvolle Innenausstattung

mit edelsten Materialien, Designermöbeln

zum Wohlfühlen und liebevollen Details

sind die Interior-Designer S3 Raum &

Design verantwortlich, langjährige Partner

von 1508.

DIREKT AM WÖRTHERSEE

Eingebettet zwischen den Alpen im Norden

und der Adria im Süden lockt die Region

Wörthersee mit nahezu mediterranem

FOTOS: 3D-MANUFAKTOR

124 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


1508 IMMOBILIEN

Klima. Der smaragdgrüne Wörthersee ist

nicht nur der größte See Kärntens, sondern

mit bis zu 28 °C Temperatur auch einer

der wärmsten Seen der Alpen – ein Eldorado

für Wassersportler, Sonnenanbeter und

Lebenshungrige. Und Sie genießen den

Luxus eines eigenen direkten Seezugangs

mit Badeplatz, Badehaus und WC-Anlage.

Auch am privaten Pool mit Sonnendeck

und gemütlichen Liegeinseln lässt es sich

im eigenen Garten perfekt entspannen.

AKTIV UND ENTSPANNT

Die exklusive Wohnanlage besticht vor

allem durch ihre exponierte Lage und

bietet den perfekten Ausgangspunkt für

Aktivitäten und Ausflüge in der Region.

Nur ca. 50 Meter entfernt wartet das

Green auf Sie – für idyllische Golfrunden

mit Panoramablick. Neben vielen weiteren

Freizeitaktivitäten, wie Segeln, Wasserski

oder Stand-up-Paddling, lädt die Kärntner

Bergwelt zu ausgiebigen Wander- und

Biketouren ein.

DAS SAHNEHÄUBCHEN

Was fehlt jetzt noch zum vollendeten

Lebensglück? Natürlich die Gastronomie!

Seien Sie unbesorgt: Auch in kulinarischer

Hinsicht bleiben keine Wünsche offen.

Rund um die Wohnanlage befinden sich

zahlreiche Toprestaurants, die Ihren

Gaumen mit regionalen Köstlichkeiten

und Kochkunst vom Feinsten verwöhnen.

Allen voran Starkoch Hubert Wallner,

der nur ein paar Gehminuten entfernt in

seinem Gourmetrestaurant aufkocht.

Fazit: PLACE TO SEE ist der absolute

Place to be für Lebensgenießer.

PLACE TO SEE SÜDUFER WÖRTHERSEE

• Baustart: Frühjahr 2022

• Fertigstellung: Sommer 2024

• 9 exklusive Wohnungen

zwischen 77 m² und 194 m²

• Tiefgarage mit 20 Stellplätzen

• eigener Lift

• Klima- und Lüftungsanlage

• Pool- und Fitnessbereich

• komplette hochwertige Möblierung

• Smart Home mit individueller Steuerung

INFO

Christoph Fürstner

cf@1508.at

T: +43 5352 21100

1508.at

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1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 125


urban living / FACTS

BRANCHEN-NEWS

Ehrenvolle Auszeichnungen, spannende Bauprojekte und internationale Big

Player, die nach Österreich kommen. Newsticker aus der Immobilienwelt.

+++ NEUES FORSCHUNGSZENTRUM

Im steirischen Leoben errichtet AT&S, einer

der Weltmarktführer im Bereich Mikroelektronik,

ein neues Forschungszentrum. Bis

2025 investiert das Hightech-Unternehmen

500 Millionen Euro, um einen neuen Hub mit

mehr als 10.000 Quadratmetern Fläche für

Entwicklung und Produktion zu schaffen.

+++ INTERNATIONALE AWARDS FÜR BUWOG

Im Rahmen einer exklusiven Verleihung in London wurden zwei

BUWOG-Projekte aus Wien mit dem »International Property

Award« ausgezeichnet – SUNSET-Penthouse im Marina Tower

und RIVUS Schule (Foto). Ersteres überzeugte in der Kategorie

Apartment/Condominium, das zweite Großprojekt punktete als

multifunktionales Gewerbegebäude (Public Service Development)

mit Schule, Nahversorger und Sportplatz unter einem Dach.

+++ NEW YORKER PROPTECH-RIESE KOMMT

Das US-Immotechnologieunternehmen Blueground zählt zu

den am schnellsten wachsenden Start-ups der Welt. Jetzt

kommt es nach Österreich. Mit aktuell 5.700 Apartments (bis

2025 sind 30.000 geplant) bietet das PropTech ein riesiges

internationales Netzwerk an möblierten Wohnungen für längere

Aufenthalte. Im Unterschied zu anderen mietet Blueground die

Objekte direkt von Eigentümern und gibt sie provisionsfrei weiter.

+++ MIXED-USE-QUARTIER FÜR ANLEGER

Am Einfahrtstor zur Salzburger Altstadt entsteht das

neue Quartier »V33«. Das Konzept der IFA Invest setzt

auf gemischte Nutzung und vereint Hotel, Büro-, Gewerbeund

Gastronomieflächen sowie geförderten Wohnbau. Mit

120 Zimmern ist »V33« übrigens eines der letzten großen

genehmigten Hotelprojekte der Mozartstadt. Als Hotelpächter

agiert das Berliner Hospitality-Start-up Numa.

+++ WIENS »DRITTE GRÜNDERZEIT«

Ein modernes architektonisches Konzept soll das denkmalgeschützte

»Gewerbehaus« am Rudolf-Sallinger-Platz, ein

typisches Bauwerk der »zweiten Gründerzeit« der Stadt, in ein

extravagantes neues Hotel (196 Zimmer) der internationalen

Gruppe Hoxton verwandeln. JP Immobilien will »The Hoxton«

bewusst als Teil der Umgebung gestalten – samt Event-Space

und Rooftop-Bar mit tollem Blick auf Wien.

Fotos: © AT&S, © by Michael Baumgartner/KiTO, © Hoxton, © Numa

126 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


WETSCHER

LEIDENSCHAFT

FÜR SCHÖNES WOHNEN

Die Wetscher Wohngalerien im Zillertal stehen für maßgefertigte Handwerkskunst,

internationale Designgrößen und individuelle Planungslösungen aus einer Hand.

Fotos: Courtesy of Wetscher

Im Jahr 1912 gründete Franz Wetscher

seine kleine Tischlerei im Tiroler Zillertal

und wusste damals noch nicht, dass

aus seinem Betrieb eines der besten Einrichtungshäuser

Europas werden sollte. Mehr

als 100 Jahre später zählen die Wetscher

Werkstätten zu den modernsten und innovativsten

Tischlereien des Landes und die

Wetscher Wohngalerien zu den Top-Adressen,

wenn es um individuelles, stilvolles Wohnen

auf internationalem Niveau geht. Auch wenn

Werkzeuge und Arbeitsweise laufend modernisiert

wurden, einem ist Wetscher bis in

die fünfte Generation treu geblieben: dem

Anspruch, meisterliche Qualität zu liefern.

ÖSTERREICHS ERSTE ADRESSE FÜR

WOHNKULTUR

Mit einem einzigartigen Konzept und wohnfertigen

Präsentationen hat sich das Tiroler

Familienunternehmen längst internationales

Renommee erarbeitet und hebt luxuriöses

Wohnen in den Alpen auf ein neues Level.

Wer in die Welt des feinen Wohnens eintauchen

möchte, der findet in den Wetscher

Wohngalerien auf ca. 8000 Quadratmetern

zahlreiche Ausstellungen zu verschiedensten

Wohnthemen samt dem »Wetscher Braukeller«,

einem eigenen Designmuseum.

Bei Wetscher werden führende Design-

Spitzenmarken mit dem nötigen Feingefühl

für die Verbindung von Tradition und

Moderne mit Maßanfertigungen aus den

Wetscher Werkstätten ergänzt, perfektioniert

und zu stilvollen, wohnfertigen Einrichtungskonzepten

vereint. Die Erfahrung

und die Leidenschaft für personalisiertes

Wohnen machen Wetscher zum idealen

Partner für alle, die sich kompetente Beratung,

Planung, Konzeption und Realisierung

aus einer Hand wünschen.

INFO

Wetscher Wohngalerien

Zillertalstraße 30

6263 Fügen

email@wetscher.com

T: +43 5288 600

wetscher.com

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1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 127


was macht

edelstahlpools

so besonders?

Es ist das elitäre Material, das elegante Erscheinungsbild,

die lange Lebensdauer und die Nachhaltigkeit.

Ausgezeichnet mit dem Oscar

der Schwimmbadindustrie

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RESIDENCES

luxus wohnen

176

158

130

Fotos: GIUSEPPE LA COLLA FOTOGRAFO, Oliver Jaist, www.boysplaynice.com, HELENIO BARBETTA, beigestellt

164

146

WILD AT HEART

Zwischen Dschungel und Meer:

spektakuläre Privathäuser. (S. 130)

SPIEL MIR DAS LIED VOM

WOHNTRAUM

Zu Besuch in der Familienvilla von

Raffaella Leone, Konzernchefin der

Leone Film Group und Tochter des

legendären Sergio Leone. (S. 146)

GROSSE SIZILIANISCHE OPER

Italiens größte Insel lockt mit

Traumobjekten vom Palazzo in

Palermo bis zum Landsitz. (S. 158)

ZURÜCK ZUR HEIMAT

Immer mehr Österreicher entdecken

das nahe liegende Gute

zwischen See und Berg. (S. 164)

NUR EINE FRAGE DER TECHNIK

Klassiker von morgen. (S. 176)

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 129


luxus wohnen / SPEKTAKULÄRE PRIVATHÄUSER

WILD AT

HEART

Fotos: BoysPlayNice

130 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Wie ist es, wenn man die Grenzen der Architektur neu auslotet? Wenn

Know-how, Gelegenheit und Kreativität ein »Wild Date« wagen? Dann

wird ein Dschungel zum kunstvollen Garten Eden, ein Hügel zum

wohnlichen Amphitheater und ein Haufen Terracotta zum organischen

Bubble-Palast. Über einige der spektakulärsten Privathäuser der Welt

zwischen Wald, Meer und Polder. TEXT SUSANNA SKLENAR

Art Villa, Costa Rica

Ein wildromantisches Tête-à-tête

zwischen Sichtbeton und Dschungel,

ausgelebt auf zwei Ebenen, mitten im

Urwald von Costa Rica. Die Prager

Architekturbüros Refuel Works und

Formafatal sowie ein tschechischer

Investor machten es möglich.

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 131


luxus wohnen / SPEKTAKULÄRE PRIVATHÄUSER

Atelier, Costa Rica

Die Design-Schwester der »Art

Villa«, die ebenso Teil des »Art Villa

Resorts« im Dschungel von Costa

Rica ist, besticht durch klare Linien,

edle wie rohe Baumaterialien und eine

intime Verbundenheit zur

umliegenden Natur.

Mensch und Natur, gewagt und

eindringlich, fast wie ein Kräftemessen

der Giganten. Und doch

ist es Harmonie, ein wildes

Rendezvous inmitten des Dschungels von

Costa Rica, bei dem ein Dialog, eine Beziehung

zwischen ungezähmter Vegetation und

ebenso monumentalem wie intimem Baustil

entsteht. Denn wenn sich mutige Träumer,

smarte Planerinnen, willige Geldgeber und

Fortuna zusammentun, wird aus dem Raum

Möglichkeit und aus der Chance Einzigartiges.

Das Ergebnis manifestiert sich auf einem

zwei Hektar großen und vollständig bewachsenen

Hang nördlich von Playa Hermosa.

Hier haben mehrere internationale Büros

und ein Investor aus Tschechien das Art Villa

Resort buchstäblich aus dem wilden Boden

gestampft. Die drei Luxusvillen thronen

»jenseits der Zivilisation« im üppigen Grün,

wobei der Ausblick auf den Pazifischen Ozean

mindestens ebenso atemberaubend ist.

Entworfen wurden die Bauwerke »Art Villa«,

»Atelier« und »CoCo« von Refuel Works und

Formafatal, fertiggestellt hat man sie vor vier

Jahren. Die mehrfach ausgezeichnete Prager

Architektin Dagmar Štěpánová ließ sich vom

Konzept der südamerikanischen Villen des

20. Jahrhunderts inspirieren und wählte dabei

vor allem Beton als Verbündeten bei der

Konstruktion großer, weitläufiger Räume. So

wird mit dem rohen Material die Schönheit

der gleichermaßen rohen Natur bewusst

unterstrichen. Die majestätische zweigeschoßige

»Art Villa« hat eine Nutzfläche

von 570 Quadratmetern, auf der obersten

Ebene schließt ein Swimmingpool an. Innen

finden sich neben Atrium, Hauptwohnzimmer

und Küche mit Essbereich fünf Schlafzimmer,

ein rundes Wasserbecken und

mehrere Bäder. Als Gegenspieler zu den rauen

Wänden agieren edle Stoffe, luxuriöse

Einrichtung, Teakholz, Metall und erlesene

Kunstobjekte. Rund ums Haus wachsen Kokospalmen,

Papaya- und Bananenbäume, die

immer wieder auch tierische Prominenz auf

die Gästeliste setzen. Übrigens: Man kann

alle drei Villas auch mieten (artvillas.com).

»BLASEN-PALAST« AUS LEHM

Spektakuläre, architektonisch meisterliche

Residenzen, eingebettet in malerische Landschaften,

stehen auch in Europa. An der Côte

Fotos: BoysPlayNice, archivespierrecardin/Action Press/picturedesk.com, vervaardigde fotografie met copyrights

132 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Palais Bulles, Frankreich

Für den exotischen, 1.200 Quadratmeter

großen »Bubble Palast« aus Lehm, in dem

zuletzt der berühmte Modeschöpfer Pierre

Cardin lebte, wird schon länger ein Käufer

gesucht. Um rund 400 Millionen Euro

kann man die legendäre Schöpfung des

Architekten Antti Lovag erwerben.

d’Azur etwa verschmilzt eine Ansammlung

großer, scheinbar versteinerter Lehmblasen

mit dem Felsen des Esterel. Hier residierte bis

vor zwei Jahren niemand Geringerer als der

berühmte französische Modezar Pierre

Cardin. Obwohl er den »Palais Bulle« zu

Lebzeiten als sein »traumgewordenes

Paradies« bezeichnete, stand das exotische

1.200- Qua dratmeter-Anwesen mit 25 Räumen,

mehreren Swimmingpools und Wasserfällen

sowie einem eigenen Amphitheater für

500 Schaulustige seit 2017 zum Verkauf – um

sagen hafte 409 Millionen Euro. Ein >

W.I.N.D House, Niederlande

Nicht weit vom Meer in der typisch

nordholländischen Polderlandschaft

wurde nach Plänen des Architekturbüros

UNStudio diese smarte Luxusvilla

erbaut. Weitblick, absolute Energieeffizienz

und modernes, edles Design prägen

den windmühlenartigen Grundriss.

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 133


luxus wohnen / SPEKTAKULÄRE PRIVATHÄUSER

>

würdiger Käufer hat sich bis heute nicht

gefunden. Und so könnte das organische

Gesamtkunstwerk des ungarischen Architekten

Antti Lovag, der es ursprünglich

(1975–1989) für den französischen Industriellen

Pierre Bernard erschaffen hat, künftig

vor allem für öffentliche Megaevents und

Kunstausstellungen zur Verfügung stehen.

Aktuell wird die exotische Luxusresidenz

fallweise auch vermietet – für stolze

30.500 Euro pro Tag (palaisbulles.com).

SMARTES »W.I.N.D HAUS«

Ganz anders mutet das windmühlenartige

»Smart Home« inmitten der einzigartigen

nordholländischen Polderlandschaft an.

Hier, auf dem typischerweise eingedeichten

weitläufigen Gebiet der Niederlande unweit

der Nordsee, hat sich der Architekt Ben van

Berkel vom Amsterdamer UNStudio verewigt.

Der Grundriss gleicht einer riesigen

Windmühle mit vier Flügeln, von deren

Flachdachterrasse aus man eine schier endlose

Aussicht hat. Die Ebenen der Luxusvilla

sind um eine offene Treppe im Zentrum

organisiert, bewusste Sichtachsen durch

die Gebäudemitte sorgen für eine harmonische

Liason aller Flügel miteinander. Die

geschwungenen Einbuchtungen des Baukörpers

mit raumhohen Panoramaver glasungen

scheinen die Landschaft förmlich ins

Innere des Hauses zu ziehen. Eine wahr gewordene

Liebesbeziehung zwischen Innen

und Außen, zwischen Mensch und Natur,

im nordeuropäischen Flachlanddschungel,

sozusagen.

Das »W.I.N.D House« wird ausschließlich

privat genutzt. Dabei profitieren die Bewohner

nicht zuletzt von der umfassenden Automatisierung

und Energieeffizienz dieser

außergewöhnlichen Villa: Spezielle Lüftungsanlagen,

Wärmerückgewinnung,

Lehmputz und Sonnenkollektoren sowie

fernsteuerbare Haustechnik tun auch dem

Klima Gutes.

»AMPHITHEATER« UNTER PALMEN

Unsere spektakuläre Architektureise endet

auf Ibiza, wo sich auf einem Hügel über dem

tiefblauen Meer eine faszinierende Bauform

mit den urwüchsigen mediterranen Palmenhainen

vereint. Inspiriert von römischen Villen

sowie spanischem und arabischem Erbe

nimmt das private Anwesen »Mediterraneo

01“ eine höchst ungewöhnliche Gestalt an.

Nahezu symbiotisch mit der umgebenden

Natur verschmolzen, erinnert es an ein

Amphitheater, das außen wie innen den

wohnlichen Komfort auf eine neue Ebene

hebt. Genau genommen auf drei.

Entworfen von den Metroarea Architetti

Associati und 2016 fertiggestellt, dreht sich

auf insgesamt 1.100 Quadratmetern Fläche

alles um den zentralen Innenhof, berauscht

durch einen Wasserfall und einen Bach, der

auch die beiden Swimmingpools verbindet.

Geschwungene Wege und Treppen führen im

Norden zur Mastersuite, im Süden zu den

sechs Gästezimmern und dem Hauptpool.

Zwei riesige Wohnateliers, die eine beeindruckende

Aussicht entlang hängender Gärten

gewähren, und ein eigener Spabereich schaffen

selbst für unbändige Herzen Raum und

Gelegenheit zum Träumen und Genießen.

Ganz im Sinne einer entfesselten Leidenschaft

für »erbauliche« Meisterwerke. <

Villa Mediterraneo, Ibiza

Durch die Verschmelzung mediterraner Kultur

mit der natürlichen Umgebung nimmt die

private Villa samt Meerblick die organische

Gestalt eines Amphitheaters an. Die Metroarea

Architetti ließen sich von einstigen römischen

Bauwerken inspirieren und setzten hier bewusst

auf den Kontrast von Beton und Bambus.

Foto: Fernando Alda

134 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22




FERTIGSTELLUNG 2022

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luxus wohnen / ATMENDE ARCHITEKTUR

HAUS MIT

LUNGENFLÜGEL

Es ist nicht alles edel, was glänzt. Denn auch Architektur ohne

synthetische Kosmetik kann elegant, wohnlich und schön sein.

Wenn die Materialien atmen dürfen, können auch die Menschen

verschnaufen und sich wohlfühlen. Und das funktioniert

in jedem Klima der Welt. TEXT MAIK NOVOTNY

Die Älteren unter uns werden sich

noch an die Zeit erinnern, als

Nylon pullover und Viskosekleider

die heißesten Dinge waren. Und sie

wissen sicher auch noch, dass es in diesen

gemeinsamen Meisterwerken von Mode und

Chemie buchstäblich sehr heiß wurde. Die

Atmungsaktivität war damals schließlich

noch nicht wiedererfunden.

Ein Haus wie die Erde

Die Casa Azul im portugie sischen

Alentejo verwendet die Materialien

der Landschaft: Kalkputz und Kork.

bakgordon.com

KEINE SCHWITZHÜTTEN

Die Architektur kennt ein ähnliches Phänomen,

doch was das Umdenken betrifft, hinkt

man der Mode noch leicht hinterher. Immer

noch werden brandneue Häuser in dämmenden

Schaumstoff gepackt und luftdicht versiegelt,

immer noch werden zum

Haareraufen der Klimaschützer mehrere

Materialien zu Verbundstoffen verklebt, die

sich niemals wieder – oder nur mit großem

Aufwand – trennen lassen.

Doch es geht auch anders. Man muss nicht

zukünftigen Sondermüll produzieren und

auch keine Schwitzhütten bauen. Häuser

sollen atmen können. So wie der klassische

Vierkanthof in Oberösterreich, den Anna

>

Fotos: Francisco Nogueira

138 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Licht und Schatten

In den heißen Sommern kühlen

die schattigen Bereiche,

und die atmungsaktiven

Mauern helfen dabei.

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 139


luxus wohnen / ATMENDE ARCHITEKTUR

>

Moser und Michael Hager vom 2011 gegründeten

Büro Moser Hager auf ganz luftige

Weise sanierten. Sie ließen die Spuren der

jahrzehntelangen Nutzungen sichtbar, ohne

sie beschönigend zu überschminken. All die

vielen Generationen von Ziegeln bilden eine

historische Collage, die Dachbalken und

Stützen aus Holz dürfen ihre Holzigkeit frei

im Raum entfalten. Aufgeladen wird dieses

Atmen durch den Kontrast eines verspiegelten

Einbaus in die Tenne – einer entmaterialisierten

Oberfläche, auf der der Atem des

alten Hofes sichtbar wird. »Den Hof in seiner

unberührten Ursprünglichkeit vorzufinden,

erschien uns wie ein wertvoller Schatz, den es

gut zu hüten und zu erhalten gilt«, sagen

Moser und Hager.

LUFT IM KORKEN

Luft holen dürfen Häuser nicht nur im kontinentalen

Klima Oberösterreichs, sondern

auch im atlantischen Alentejo am Südwestzipfel

Portugals. Hier baute der Architekt

Ricardo Bak Gordon das Ferienhaus Casa

Azul, das sich wie ein Chamäleon in der

rotbraunen Erde tarnt. Denn hier wurde traditioneller

Putz aus Kalkmörtel verwendet,

ergänzt durch Kork aus den vor Ort wachsenden

Korkeichen. Beides besonders

ökologische Baustoffe, da sie keine weiten

Haut aus Holz

Für die ciAsa Aqua Bad Cortina

in St. Vigil (Südtirol) wurde nur

einheimisches Holz verwendet,

das ganz ohne Klebstoff

und Harz zusammenhält.

pedevilla.info

Transportwege zurücklegen müssen und die

Rinde der Eichen obendrein auch nachwächst,

nachdem man den Kork geerntet hat.

So überließ es der Architekt dem Licht der

Sonne, die kubische Architektur aus der

Landschaft sichtbar zu machen – und einem

schmalen Pool, der die atmende Fassade

spiegelt. Zudem gibt es kaum Fenster, stattdessen

schattige Höhlen, die im heißen portugiesischen

Sommer Kühlung schaffen,

damit Haus und Bewohner atmen können.

Luftigen portugiesischen Kork wählten

auch CSK Architects für ihr Wohnhaus im

noblen britischen Eton aus. Matthew Barnett

Howland, Dido Milne und Oliver Wilton

Tief Luft holen

Auch im Inneren des Hauses

wurden nur natürliche Baustoffe

verwendet, für die Möbel kam

Zirbenholz zum Einsatz, das in

den Alpen für seinen angenehmen

Raumduft bekannt ist.

Fotos: Gustav Willeit, © Lukas Lenherr, Gregor Graf

140 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


forschten dafür zehn Jahre lang mit Universitäten

und der Baustoffindustrie, bis es gelang,

ein ganzes Gebäude aus massiven Kork ­

blöcken und vereinzelten Holzelementen zu

errichten. Folien und Klebstoffe waren dabei

verboten, stattdessen wurden die Blöcke von

Roboterhand so gefräst, dass sie genau ineinanderpassen.

Das Haus, das die Architekten

aus diesem Baukastensystem auftürmten,

ist zwar klein, doch ragt es in tempelhaften

Pyramidendächern hervor, die das Neue

hier ganz archaisch und etwas geheimnisvoll

wirken lassen.

Ganz bescheiden

wirkt dieses kleine Haus in der

Schweiz, das mit unbehandeltem

Holz einen fast japanischen

Minimalismus erreicht.

lukaslenherr.ch

DER DUFT DER ZIRBE

Von der feuchten Insel zurück in die Alpen.

Hier ist es natürlich vor allem Holz, das seit

Jahrhunderten als Baustoff leben und aus

seinen kleinen Poren weiter atmen darf. Zum

Beispiel in St. Vigil in den Dolomiten. Das

Wohnhaus ciAsa Aqua Bad Cortina von

Pedevilla Architekten verwendete nur Holz

von Bäumen, die in den angrenzenden Wäldern

von herbstlichen Unwettern gefällt wurden.

Auch hier wurde, Sie ahnen es schon,

ganz auf synthetische Materialien verzichtet

und die Einzelteile ohne Klebstoffe und Harze

klug ineinander gesteckt. Fichte, Zirbe, Lärche:

Sie alle dürfen verschnaufen, und das

auch im Inneren. Dort wurde das Zirbenholz,

das im Alpenraum seit Jahrhunderten für

seinen angenehmen und natürlichen Raumduft

bekannt ist, für alle Möbel verwendet.

Das geht auch im Kleinen: Der junge Architekt

Lukas Lenherr realisierte im schweizerischen

Jonschwil ein kleines Haus, das das

unbehandelte Holz mit sichtbaren Montagespuren

es selbst sein lässt und so eine Art

helvetisch-japanischen Minimalismus erreicht.

Ungeschminkte Schönheit, ganz ohne

Schweißperlen.

<

Den Hof gemacht

Ein typischer oberösterreichischer

Vierkanthof wurde sorgfältig

renoviert, ohne ihm die Spuren des

Lebens zu überschminken.

moserundhager.at

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 141


luxus wohnen / EINRICHTEN

NACHHALTIG WÄHRT

AM LÄNGSTEN

Interieur-Profis wissen: Am umweltfreundlichsten ist es, auf langlebige Möbel und

Wohnaccessoires zu setzen, die zeitlos schön sind. Umso besser, wenn bereits bei

der Produktion auf Nachhaltigkeit gesetzt wird.

2.

Höhenflug

Wer bis jetzt an der Papierfaltkunst

gescheitert ist, holt sich

einfach diese Variante aus

recyceltem Messing ins Haus.

liv.tmroom77.de

1.

Nachhaltig

Jedes Glasgeschirr

von French Connection

Home wird liebevoll

aus recyceltem Glas

hergestellt. Wie auch

die »Trumpet«-Vase.

eu.frenchconnection.com

Fotos: Giorgio Scarlini, beigestellt

142 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


3.

4.

Natürliche Schönheit

Die Kommode »Nahta« ist in einen

Upcycling-Prozess eingebunden,

der Holz verwendet, das bereits

ein erstes Leben hinter sich hat.

tikamoon.de

5.

Zweites Leben

Jeder »Medina Safi«-

Teppich wird aus bis zu

5.400 recycelten Plastikflaschen

hergestellt.

weavergreen.com

1. Fliegengewicht Der runde Beistelltisch »Fee« macht seinem Namen alle Ehre. Dank

recyceltem Aluminium ist der Tisch nämlich leicht und dennoch standfest. milanari.com

2. Sonnenschein Eine süße Versuchung der besonderen Art – der »Candy Wrapper«-Teppich

wird aus Schurwolle und altem Bonbonpapier gewebt. nomad-shop.de 3. Es grünt so

grün Die süße Etagere »Babell« ist, man glaubt es kaum, aus recyceltem Pflanzenfett und

FSC-zertifizierten Holz produziert worden. home24.at 4. Jede Menge Fläche Mit dem

Couchtisch »Seadrift« von Leiner schafft man es, sich direkt einen Hauch Natur in die

eigenen vier Wände zu holen. leiner.at 5. Tisch mit Geschichte Die »Chakala«-Couchtische

werden aus wiedergewonnenen hölzernen Kräutermühlen hergestellt, die einst ein traditionelles

Merkmal des indischen Alltags waren. nkuku.com

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 143


EXKLUSIVES WOHNGEFÜHL

IN BESTER LAGE

In Hietzing, dem wohl prachtvollsten Bezirk Wiens, werden jetzt Wohnträume Wirklichkeit.

Direkt gegenüber des Tiergartens Schönbrunn entsteht mit der »Villa Schönbrunn«

ein herausragendes Wohnprojekt, das sowohl die Natur ins Eigenheim holt als auch

den Komfort der Großstadt bietet. Ein neues Wohngefühl der Extraklasse!

Umgeben von historischen Bauwerken

werden in Hietzing,

dem 13. Wiener Bezirk, sechs

paradiesische Rückzugsorte

geschaffen, vereint in der neuen, exklusiven

»Villa Schönbrunn«. Der Name des Luxuswohnprojekts

ist angelehnt an den Tiergarten

Schönbrunn, der sich direkt vis-à-vis

befindet. So punkten alle Wohneinheiten

der »Villa Schönbrunn« sowohl durch ihre

Naturnähe als auch mit allen Annehmlichkeiten

der Großstadt. Denn Hietzing zählt

nicht nur zu den schönsten und geschichtsträchtigsten

Bezirken Wiens, sondern ist

auch der grünste mit rund 70 Prozent

Anteil Grünfläche – der Schlosspark Schönbrunn

und der Lainzer Tiergarten sind nur

zwei der Grünoasen. Hinzu kommen zahlreiche

moderne Lokale bis hin zu etablierten

Restaurants und Cafes sowie Geschäfte

und Boutiquen in der Umgebung, die alles

bieten, was das Herz begehrt, und zum Flanieren

und Verweilen einladen. Die U4-Station

Hietzing sowie die Straßenbahnlinien

FOTOS: SQUAREBYTES

144 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


OTTO IMMOBILIEN

»My home is my castle«: Ein Zuhause

vom Feinsten samt hochwertiger

Ausstattung und einer Grünoase in

der Hauptstadt – so lässt sich’s leben

in der »Villa Schönbrunn«.

10, 49, 52 und 60 runden die perfekte Infrastruktur

und öffentliche Anbindung ab.

HÖCHSTER KOMFORT

Aufgeteilt auf vier Etagen bieten die insgesamt

sechs exklusiven Wohneinheiten mit

Größen von 58 bis 157 Quadratmetern

eine gelungene Kombination aus Design

und Funktionalität. Die Panoramafensterfronten

sowie die großzügigen Balkone und

Freiflächen schaffen ein Gefühl der Freiheit

und Grenzenlosigkeit. Dank der durchdachten

Raumaufteilung wird jeder Quadratmeter

optimal genutzt, um den idealen Wohntraum

zu kreieren – für (Jung-)Familien wie

für Jetset-Pärchen. Die großzügige Gartenwohnung

(157 Quadratmeter) beispielsweise

– inklusive eines großen Wohn-Ess-

Bereichs, drei Schlafzimmern, zwei Badezimmern

und zwei separaten WCs – verfügt

über 457 Quadrat meter Grünfläche, eine

Terrasse (76 Qua dratmeter), einen eigenen

beheizten Outdoor-Pool sowie eine Sauna.

Das einzigar tige Penthouse im dritten

Obergeschoß auf 125 Quadratmetern bietet

einen wunderschönen Panoramaausblick

sowie eine 145 Quadratmeter große Dachterrasse

mit Jacuzzi und Outdoor-Küche.

Alle Wohnungen der »Villa Schönbrunn«

sind hochwertig ausgestattet, u. a. mit Fußbodenheizung

(Pellets) und Decken kühlung.

Sechs Garagenstellplätze zu je KP 45.000

Euro runden das Wohlfühlpaket ab. Alles in

allem ein perfekt durchdachtes Wohnprojekt,

das den höchsten Ansprüchen an ein

traumhaftes Zuhause gerecht wird!

FAKTEN IM ÜBERBLICK

T.T. Immobilien Holding GmbH

6 Wohneinheiten (58 bis 157 m 2 )

Fertigstellung: Anfang 2024

Gesamtnutzfläche: 1.453 m²

INFO & KONTAKT

Evelyn Steiner

E-Mail: e.steiner@otto.at

T: +43 664 88590431

Claus Loidolt

E-Mail: c.loidolt@otto.at

T: +43 664 88590405

www.otto.at

ADVERTORIAL

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 145


luxus wohnen / HOMESTORY

SPIEL MIR DAS

LIED VOM

WOHNTRAUM

Raffaella Leone, Konzernchefin der Leone Film Group und Tochter des legendären

Sergio Leone, heißt uns in ihrer herrlichen Familienvilla in Rom willkommen. Dank ihres

persönlichen Stilgefühls und der Unterstützung von Blend Roma erfüllt sie ihre Residenz

mit Esprit und Ästhetik. TEXT SARA DAL ZOTTO & PAUL FLEISCHMANN FOTOS HELENIO BARBETTA/LIVING INSIDE

146 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Markante Optik

Die Betonbauweise der Villa weist

sie eindeutig als Vertreterin des

Brutalismus britischer Prägung aus.

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 147


luxus wohnen / HOMESTORY

Die im brutalistischen Stil errichtete

Villa befindet sich am Rande des

Stadtviertels EUR (kurz für Esposizione

Universale di Roma). Und

zweifellos enthält die DNA der Baumasse

eine ordentliche Prise italienischer Kinohistorie.

Immerhin wurde das Gebäude in

den frühen 1970ern von Filmproduzent Alberto

Grimaldi in Auftrag gegeben. Die Pläne

dafür lieferte der Architekt und Bühnenbildner

Carlo Simi, der renommierte italienische

Ingenieur Sergio Musumeci setzte diese in

die Tat um. Später wohnte hier der Scheich

von Katar während seiner Aufenthalte in der

ewigen Stadt. Raffaellas Vater – der legendäre

Filmregisseur und Mitbegründer des Italowesterns

Sergio Leone – kaufte die Villa

schließlich im Jahr 1988.

»Im Laufe der Jahre hat sich zwischen der

Familie Leone und uns eine auf Vertrauen

basierende Beziehung entwickelt.«

PAOLO VASI Blend Roma

FÜR EINE HANDVOLL GESCHICHTE

Das als sehr großes Einfamilienhaus konzipierte

Gebäude wurde nun auf seinen

Wunsch hin in drei separate Wohneinheiten

gegliedert. Erst unlängst wurde die Villa

dann in zwei symmetrische Wohnungen auf

unterschiedlichen Etagen geteilt, in denen

mittlerweile die beiden Schwestern Raffaella

und Francesca Leone residieren.

Abgesehen von ein paar Details blieb die

Fassade über all die Jahrzehnte hinweg unverändert.

Raffaella, die heute die Leone Film

Group leitet und inzwischen selbst zu den

einflussreichsten Namen der weltweiten Unterhaltungsbranche

zählt, kombiniert in ihrem

Zuhause die Vergangenheit gekonnt mit

der Zukunft. »Dieses Haus steckt natürlich

Saloon

Den Essbereich dominiert ein großer

Modultisch aus Eiche und Messing.

Die Stühle sind mit Bouclé von Métaphores

bezogen. Pierpaolo Todisco entwarf dieses

Ensemble im Auftrag von Blend Roma.

voller Erinnerungen«, so Raffaella. »Hier

verbringe ich liebend gern meine Zeit, und

ich kann mir selbstverständlich gut vorstellen,

hier auch alt zu werden.« Zur fantastischen

Innenausstattung ihres Wohnsitzes, die

auf clevere Weise Design mit Kunst verbindet,

hat vor allem Blend Roma im großen Stil

beigetragen. Hierbei handelt es sich um das

römische Kreativduo Paolo Vasi und Stefano

De Paola. »Im Laufe der Jahre hat sich zwischen

der Familie Leone und uns eine auf

Vertrauen basierende Beziehung entwickelt«,

erzählt Paolo Vasi. »Wir integrierten für die

Leones neue und exklusive Sammlerstücke in

die bereits vorhandene Einrichtung samt den

diversen Kunstgegenständen. Oft griffen wir

dabei auf maßgefertigte Objekte zurück. Die

Designer Hannes Peer und Duccio Maria

Gambi, mit denen wir eine sehr produktive

Partnerschaft pflegen, entwarfen für uns etliche

Möbel und Beleuchtungselemente, die

sich perfekt an das bestehende Ambiente

148 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Sheriff

Die Hausherrin Raffaella

Leone zählt zu den weltweit einflussreichsten

Persönlichkeiten

der Filmbranche.

anpassen.« Raffaella vertrat hinsichtlich der

gewünschten Ergebnisse eine klare Vorstellung.

»Frau Leone äußerte ihren Wunsch,

dem Haus ein spontanes, ungezwungenes

Flair verleihen zu wollen. Gleichzeitig sollte

ihr Domizil aber auch funktional sein und

sich für repräsentative Zwecke eignen«, fasst

Paolo Vasi die konkrete Vision seiner Auftraggeberin

zusammen.

ZWEI GLORREICHE

INNENARCHITEKTEN

Für ihre insgesamt zweijährige intensive Beratungstätigkeit

und die Beschaffung allerlei

außergewöhnlicher Elemente verließen sich

die beiden Blend-Masterminds Vasi und De

Präriemaus

Das Wohnzimmer samt edler Einrichtung,

die namhafte Designer wie Duccio Maria

Gambi, Hannes Peer und Ivan Baj im Auftrag

von Blend Roma beisteuerten, überblickt ein

Mickey-Mouse-Motiv von Andy Warhol.

Paola sowohl auf ihre Erfahrung und Expertise

als auch ihren eigenen ästhetischen

Instinkt. Eine Herangehensweise, die auch

schon Sergio Leones Filme auszeichnete.

»Die Architektur ist sehr markant: Außenund

Innenbereiche stehen in einem sehr

engen Verhältnis – sie kommunizieren miteinander«,

erörtert Paolo Vasi sehr anschaulich.

»Da wir dies unbedingt berücksichtigen

und beibehalten wollten, konnten wir nicht

einfach vollkommen beliebige Objekte einfügen,

die aufgrund ihrer Gegensätzlichkeit

den Charakter des Ambientes verändert hätten.

Das wäre einfach nicht stimmig gewesen.«

Außerdem befanden sich bereits etliche

exklusive Designelemente im Besitz der Familie

Leone – etwa ein Stück aus der Serie

»Myths« von Pop-Art-Ikone Andy Warhol –,

was sich ebenfalls maßgeblich auf ihren

Auswahlprozess auswirkte. Der Beitrag, den

Blend Roma leistete, kann sich selbstverständlich

sehen lassen. Die von Duccio

>

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 149


luxus wohnen / HOMESTORY

>

Maria Gambi entworfenen Applikationen

aus Aluminium umrahmen und beleuchten

ein Werk von Künstler Robert Indiana. Die

an ein Mobile erinnernde Pendelleuchte von

Hannes Peer rückt den großflächigen Esstisch

ins rechte Licht. Die enorme Arbeitsfläche

des Schreibtischs liegt auf einem

originalen Gestell von Leonardo Ricci aus

den 1950ern auf. »Zudem bestückten wir das

Arbeitszimmer mit zwei in Italien gefertigten

und mit weißem Bouclé überzogenen Lehnstühlen

aus den 1970ern«, so Vasi. Eine originelle

Vintage-Lampe von Carlo Nason, die

ebenso aus den 1970ern stammt, korreliert

wiederum perfekt mit den »Lina«-Lampen

von Hannes Peer. Das trifft auch auf eine

Reihe von Vasen aus Murano-Glas zu – allesamt

Einzelstücke von Ivan Baj, die die anderen

wertvollen, ebenso aus Murano-Glas

bestehenden Vintage-Objekte makellos ergänzen,

die Frau Leone so leidenschaftlich

sammelt. Ihr Eingreifen hat, so erklärt es

Vasi, mittels kleiner, aber bedeutsamer Veränderungen

auch dazu beigetragen, alten

Elementen neues Leben einzuhauchen. Auch

»Mein Zuhause ist

gleichzeitig ein Refugium

und ein Ort der Begegnung,

wo ich auch gern Gäste

empfange.«

RAFFAELLA LEONE Filmproduzentin

dies erinnert ein wenig an den filmischen

Ansatz Sergio Leones, der in den 1960ern

dem eigentlich uramerikanischen Western-

Genre eine Frischzellenkur verpasste, mit

seiner berühmten »Dollar-Trilogie« mit

Clint Eastwood in der Hauptrolle international

für Furore sorgte und letzten Endes

Kinogeschichte schrieb.

ES WAR EINMAL IN ROM

Offenbar war die Herangehensweise von

Blend Roma von Erfolg gekrönt, und das

Ergebnis kann sich absolut sehen lassen. Das

Hung Pork

Modulsofa von Minotti, neu bezogen mit

Bouclé von Nobilis. Zur Rechten eine

Vintage-Lampe aus den 1970ern von

Carlo Nason. Im Hintergrund ein Werk

von Pop-Art-Maler Robert Indiana.

wundervolle Haus repräsentiert Raffaella

Leones Persönlichkeit und ihren individuellen

Stil auf ganz unnachahmliche Weise. »Mit

der Hilfe von Blend ist es mir gelungen, mein

Wesen und meine Essenz zum Ausdruck zu

bringen – das Haus spiegelt all das ganz wunderbar

wider, was ich mir ausgemalt habe«,

schwärmt Raffaella Leone. »Mein Zuhause ist

gleichzeitig ein Refugium und ein Ort der

Begegnung, wo ich auch gern Gäste empfange«,

betont sie voll aufrichtiger Begeisterung.

»Am liebsten verbringe ich meine Zeit im

Wohnzimmer. Das liegt mit Sicherheit an den

Fenstern, die einen fließenden Übergang

zwischen Außenwelt und Wohnbereich kreieren.

Das ermöglicht es mir, die Schönheit

all der Dinge, die mich hier umgeben, in

vollen Zügen auszukosten.«

Tatsächlich vereint Raffaella Leones Wohnzimmer

unzählige exquisite Designkom­ >

150 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Brutaler Dialog

Die von Sergio Musumeci erbaute

brutalistische Villa erlaubt den

Innen- und Außenbereichen,

miteinander zu kommunizieren und

einen stimmigen Dialog zu führen.

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 151


luxus wohnen / HOMESTORY

Wie man sich bettet

Im Schlafgemach hängt ein

herrliches Gemälde, das

Raffaellas Schwester Francesca

Leone im Rahmen ihres Bilderzyklus

»Carte« gemalt hat.

>

ponenten zu stilistischem Hochgenuss.

Als echter Sohlenschmeichler erweist sich der

handgetuftete Teppich von Tai Ping. Auf ihm

steht, umgeben von einer mit Bouclé überzogenen

monumentalen Couchlandschaft, ein

kunstvoller Tisch aus schwarzem Marquina-

Marmor, den ebenfalls Duccio Maria Gambi

designt hat. Auf dem von Hannes Peer entworfenen

»Butterfly«-Tisch stehen mehrere

elegante Vasen aus Glas, die Ivan Baj im Auftrag

von Arcade Murano designen durfte. Ein

weiterer Blickfang ist die abstrakte Skulptur,

die Bildhauer Eric Frank aus gelbem iranischem

Marmor geschaffen hat.

Doch auch das Schlafzimmer von Raffaella

Leone zeugt von exzellentem Geschmack

>

Schlichter Luxus

Das Bad überzeugt mit gediegenen,

von J Stone für Antolini entworfenen

Marmoroberflächen. Die Glasvasen

designte Ivan Baj für

Arcade Murano.

152 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Die rahmenlosen Schiebefenster des Schweizer Herstellers Sky-Frame gehen

schwellenlos in ihre Umgebung über. Innenräume verwandeln sich so zu Aussenräumen

und ermöglichen eine einzigartige Wohnatmosphäre. SKY-FRAME.COM


luxus wohnen / HOMESTORY

Bei jeder Witterung

Ausblick auf den prächtigen

Tisch aus pigmentiertem

Beton am Fuß der Treppe, den

Duccio Maria Gambi für Blend

Roma maßgefertigt hat.

>

und einer Nase für Noblesse. Für das

Kunstwerk über dem Kopfende zeichnet sich

niemand Geringerer als Francesca Leone

verantwortlich. »Sie ist eine höchst begabte

Künstlerin«, so Raffaella über ihre jüngere

Schwester. Das Design der Nachtkästchen

stammt von Duccio Maria Gambi. Über diesen

baumeln Lampen, entworfen von Arne

Jacobsen in den 1950ern, von der Decke. Die

drehbaren Lehnsessel aus den frühen 2000er-

Jahren wurden mit einem Stoff von Metaphorés

neu bezogen. Rechts davon befindet sich

eine Bodenlampe aus Stahl, die dem italienischen

Meisterfotografen und Designer Willy

Rizzo zugeschrieben wird. Eine echte Antiquität

ist der Beni-Ourain-Teppich, der

schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts

angefertigt worden ist. Die verspielte Glasschüssel

auf dem Kaffeetisch aus Holz und

Glas, den Edward Wormley in den 1950ern

für Dunbar entwarf, hat Ivan Baj – wie so

zahlreiche gläserne Elemente hier – für

Arcade Murano designt.

High Noon

Am Pool und im Schatten der

grünen Hecke lässt es sich an

heißen römischen Sommertagen

perfekt relaxen und über zukünftige

Filmprojekte sinnieren.

Unleugbar haben Paolo Vasi und Stefano De

Paola hier Einzigartiges erschaffen und das

in sie gesetzte Vertrauen vollauf gerechtfertigt.

»Uns ist es immer eine große Ehre, mit

Frau Leone zusammenarbeiten zu dürfen«,

bekräftigt Vasi noch einmal, was sein Partner

De Paola mit einem Nicken quittiert.

Angesichts ihres Wohntraums kommt die

Gastgeberin aus dem Schwärmen gar nicht

mehr heraus. »Blend Roma verdanke ich,

dass diese phänomenale Villa, mit der ich so

viele Erinnerungen verbinde, sogar noch

wohnlicher geworden ist«, sagt Raffaella.

Fest steht, dass es ihr gelungen ist, nicht nur

den Geist ihres Vaters in ihrer prachtvollen

Residenz zu bewahren, sondern auch der

Zukunft ihre Pforten zu öffnen.

<

154 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


By Peter Pichler Architecture, Milano

EINZIGARTIGES PROJEKT

AM FAAKERSEE

MIT PRIVATSTRAND

„Wir glauben, dass Schönheit zum menschlichen Wohlbefinden beiträgt und verstehen die

Komplexität zwischen menschlichen Beziehungen und Raum. Unsere fertigen Projekte sind von

der heimischen Architektur, an denen sie geschaffen werden, inspiriert und in diesen Ort

charakteristisch eingebettet.

Um sicherzustellen, dass wir durch unsere Designs etwas zurückgeben, stehen wir

während des gesamten Entstehungsprozesses mit der natürlichen Umgebung in enger

Verbindung.“

Peter Pichler Architecture

Cloud P

Faakersee, Kärnten, Österreich

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luxus wohnen / SIZILIEN

Italiens größte Insel lockt mit

entspanntem Lebensstil, viel Kultur

und Natur und mit Traumobjekten

vom Palazzo in Palermo bis zum

versteckten Landsitz mit Meerblick

unterm rauchenden Ätna.

TEXT MAIK NOVOTNY

Foto: © Italy Sotheby’s International Realty

158 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Acireale

Wer einmal ganz legal Pate

spielen will, findet hier die beste

Sizilien-Kulisse. Im Palazzo Pennisi

wurden sogar Szenen von Francis

Ford Coppolas Meisterwerk gedreht.

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 159


luxus wohnen / SIZILIEN

Capri, Elba, Ischia, Pantelleria. Schon

die Namen der italienischen Mittelmeerinseln

klingen wie kleine Arien,

wie Musik in den Ohren. Volare, oh,

oh, cantare, oh, oh! Auch ihre landschaftliche

Schönheit erweckt den Sänger in jedem Betrachter.

Gerade die melodischen Inseln haben

sich auch zu Dauerbrennern in der Hitparade

der Luxusimmobilien entwickelt. »Italien und

seine Inseln sind seit jeher ein attraktiver

Standort für den Immobilienkauf, insbesondere

für ausländische Kunden«, sagt Paloma

Pérez Bravo, Chief Operating Officer bei Engel

& Völkers. »Während der Pandemie, insbesondere

im Jahr 2021, haben wir festgestellt, dass

die Preise aufgrund der Stärke des Premiumsegments

nicht unter den Auswirkungen der

Wirtschaftskrise nach Covid gelitten haben.

Auch die Präsenz internationaler Käufer bleibt

APARTMENT IM PALAZZO MONCADA, Palermo

465 Quadratmeter Marmorboden und weißlackierte Doppelflügeltüren

locken in diesem neu renovierten Apartment in einem Palazzo aus dem

Jahr 1909 im Zentrum von Palermo. Von den Räumen geht der Blick auf

die Via Roma und die Piazza San Domenico, wo sich abends die Palermitaner

zum Corso treffen. Dank zweier Eingänge lässt sich das Apartment problemlos

für eine Kombination aus Zweitwohnsitz und Vermietung zweiteilen.

1.400.000 Euro, via Engel & Völkers engelvoelkers.com

PIAZZA AGOSTINO PENNISI, Acireale

Realität und Fiktion vermischen sich auf typisch sizilianische Art in

diesem Traum von einem Palazzo. Errichtet Ende des 19. Jahrhunderts

für die Familie Pennisi am Südhang des Ätna beherrscht der

gleich namige Baron in Skulpturen, Wappen und Gemälden heute noch

das Haus mit seinem 8.500 Quadratmeter großen Park. Doch auch

Gina Lollobrigida und Al Pacino schweben als Erinnerung durch die

Räume, denn beide drehten sie in dieser neogotischen Kulisse ihre berühmten

Filme. 6.000.000 Euro, via Sotheby’s. sothebysrealty.com

Fotos: © Italy Sotheby’s International Realty, © Engel & Völkers Palermo-Mondello/ GIUSEPPE LA COLLA FOTOGRAFO

160 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


sehr hoch, und wir prognostizieren für die

kommenden Monate einen Anstieg. Wir erwarten

eine Zunahme des internationalen

Jetsets aus Nordeuropa und Nordamerika.«

KULTURELLER REICHTUM

Doch nicht nur die kleinen Inseln mit ihrem

verlockenden Sirenengesang des Eskapismus

haben es den Käufern angetan. Auch Sizilien,

Italiens größte Insel, lässt immer mehr von

sich hören. Schließlich hat sie alles zu bieten,

was Italien ausmacht: azurblaues Wasser,

Strände, Klippen, Palazzi, wildromantische

Vulkanlandschaft, und überbordenden kulturellen

Reichtum von den griechischen Tempeln

in Agrigent bis zu den Barockstädten

des Südwestens. Das zieht neben den vorwiegend

einheimischen Käufern auch immer

mehr internationale Interessenten an. »Der

Immobilienmarkt auf Sizilien entwickelt sich

weiterhin positiv. Einer der Hauptgründe

dafür ist die konstant starke Nachfrage aus

dem Ausland. Vermehrt werden Zweitwohnsitze

nicht nur privat genutzt, sondern durch

Vermietungen zur Einnahmequelle für den

Besitzer«, sagt Christoph Feigenbutz, Country

Manager von Engel & Völkers Italien.

»Internationale Käufer kommen vor allem

aus Nordeuropa, vor allem der Schweiz,

Deutschland, Belgien, England, aber auch

immer mehr Österreicher«, bestätigt auch

Danila Addario von Sotheby’s Real Estate

Sizilien. »Viele suchen alte Landsitze, die auf

VIA SANTA MARIA DI GESÙ, Catania

Die Spuren der alten Aristokratie sind immer noch überall in Sizilien zu

finden, und die Patina der Jahrzehnte macht się nicht weniger attraktiv.

Diese Villa zwischen Orangenhain und Zypressenallee ist das beste Beispiel.

Deckenfresken, Originalmöbel aus dem 19.Jahrhundert, wunderschöne

Handwerkskunst in Keramik und Holz. All das in der Reichweite

von Stadt, Vulkan und Mittelmeer. Ganz Sizilien in einer sehr noblen

Nussschale. 1.900.000 Euro, via Sotheby’s. sothebysrealty.com

Renovierung warten, andere bevorzugen

moderne Villen in ruhiger Lage. Wir sehen

auch große Nachfrage nach Apartments in

historischen Stadtzentren wie in Noto,

Taormina, Palermo, Catania oder Siracusa.«

Besonders populär ist die Küste zwischen

Palermo und Cefalù mit ihren historischen

Kulturstätten und ihren Stränden. In Palermo

werden immer mehr prachtvolle Palazzi dem

jahrelangen Zerfall entrissen und zu alt-neuem

Glanz poliert, und in Cefalù wurden

Villen im Wert von bis zu zwei Millionen

Euro verkauft.

LÄSSIG UNTERM ÄTNA

Aber auch die zweitgrößte Stadt Siziliens,

Catania, wird immer populärer. Die basaltschwarze

Metropole unter dem Ätna überzeugt

mit guter Erreichbarkeit und tollem

kulturellen Angebot. Noch sind hier 94 Prozent

der Käufer aus Italien, doch steigt die

>

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 161


luxus wohnen / SIZILIEN

VIA 517, Ragusa

Dramatisch auf zwei Plateaus zwischen tiefen Schluchten

thronend bietet Ragusa einen der spektakulärsten Anblicke

unter Siziliens Städten. Noch spektakulärer geht es nur noch,

wenn man diesen Blick vom eigenen Pool aus genießt. Möglich,

wenn man diese archaisch-moderne Villa erwirbt, die

noch dazu drei Hektar Grund umfasst, wo die Träume vom

eigenen Oliven- oder Zitronenhain Wirklichkeit werden können.

Preis auf Anfrage, via Sotheby’s. sothebysrealty.com

Mehrzahl, denn dank des warmen und trockenen

Klimas verbringen viele Nordlichter hier

ihre Wintermonate. Zur Angebotspalette zählen

große Landgüter, Herrenhäuser oder Villen mit

Pool oder Strandnähe. Die höchsten Preise

werden mit 6.000 Euro pro Quadratmeter im

historischen Zentrum der antiken Hafenstadt

von Siracusa erreicht.

Wie wird sich der Luxusmarkt hier weiter

entwickeln? »Wir glauben, dass die Transaktionen

in Zukunft zunehmen«, sagt Danila Addario

von Sotheby’s in Noto. »Denn immer mehr

potenzielle Käufer schauen sich auch außerhalb

der berühmten Orte um, und die entspannte

Kultur, das großartige Essen und die gesunde

natürliche Umgebung sind genau das, was viele

Menschen jetzt suchen.« Darauf einen Limoncello.

Und dann: Volare, cantare.

<

>

internationale Nachfrage, berichtet Luca

Venora, Geschäftsführender Gesellschafter

von Engel & Völkers in Catania. In den kommenden

Jahren sieht Engel & Völkers vor

allem die ländliche Gegend rund um die Stadt

im Kommen – hier sind an der Küste im Norden

der Stadt noch Orte wie Acireale zu finden,

die noch nicht vom Overtourism befallen

sind und sich ihre sizilianische Lässigkeit bewahrt

haben. Auch Taormina lockt mit seinen

hochwertigen Apartments in der Altstadt.

VIA SANTA MARIA DI GESÙ, Catania

Alles, was man sich von einer mediterranen Villa wünscht, findet man hier:

terrakottarote Wände, Pool, Dampfbad, einen Garten mit üppiger Vegetation

und natürlich Meerblick. Dieser Landsitz nördlich von Catania wurde mit viel

Liebe zum Detail restauriert, dabei wurden Landhausstil und Mid-Century

Modern kombiniert, ohne zu protzen oder einander auf die Füße zu treten,

denn dazwischen bleibt – auch dank der hohen Räume – viel Luft zum Atmen.

4.200.000 Euro, via Sotheby’s. sothebysrealty.com

BAROCK-JUWELEN

Ein ganz besonderes Juwel sind die Barockstädte

im Val di Noto, die nach dem Erdbeben

von 1693 neu errichtet wurden und heute

zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Ragusa

und Modica beeindrucken mit ihrer atemberaubenden

Lage auf steilen Felsen, und

Noto mit der sandsteinfarbenen Pracht seiner

Fassaden. Kein Wunder, dass Sotheby’s seine

Sizilien-Filiale genau hier angesiedelt hat. Hier

sind auch die internationalen Kunden in der

Fotos: © Italy Sotheby’s International Realty

162 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


STEININGER

EIN KLARES STATEMENT

Puristisch, ästhetisch, schön und zugleich Hightech auf allen Ebenen – die ROCK AIR

Outdoorküche by STEININGER überzeugt durch edles Design und perfekte Funktionalität.

Ein absolutes Highlight der diesjährigen Saison.

FOTOS: BEIGESTELLT

Gutes Design ist klar, unaufdringlich,

zeitlos. »Form follows

function mag zwar absolut

berechtigt sein, aber meine Antithese

dazu lautet ›Ästhetik ist Funktion!‹«,

sagt der Designer Martin Steininger. »Denn

die Dinge müssen gefallen. Dass sie funktionieren,

setzen wir voraus, sonst hätte das

Produkt keinen Sinn.« Dieses Credo verfolgte

Martin Steininger auch beim Entwurf

der modularen Outdoorküche ROCK AIR.

Das Modell für den Außenbereich ver ­

bindet innovatives Design und Hightech-

Funktionen – ein architektonisches Statement

für Terrasse oder Garten. Die Optik

der Küche trägt eine puristische und klare

Handschrift, die an das Indoor-Pendant

ROCK angelehnt ist. Für diesen Entwurf

wurde Steininger mit dem renommierten

German Design Award ausgezeichnet.

»Neben der Kochstelle sollte eine

Outdoorküche über ausreichend Arbeitsfläche

verfügen«, erklärt der Designer. »Nur

so ist es möglich, alle Speisen bequem vorund

zuzubereiten. Ablagemöglichkeiten und

Stauraum für Küchenutensilien erleichtern

das Arbeiten zusätzlich.« Praktisch ist

außerdem, wenn wie bei der ROCK AIR ein

Spülbecken und ein Wasserhahn vorhanden

sind. Auch dafür sorgte der Designer bei

diesem stylishen Modell.

VIELFÄLTIGE, EDLE KUBEN

Die einzelnen Küchenkuben der ROCK AIR

können individuell miteinander kombiniert

werden. Dabei erfüllen sie unterschiedliche

Funktionen: Gasgriller oder Lavagrill,

Spüle, Geschirrspüler, Kühl- und Gefrierelement

mit Eiswürfelbereiter, Stauraum

oder Feuerstelle. Die Abdeckungen der

einzelnen Blöcke lassen sich durch eine

patentierte Mechanik horizontal nach hinten

versetzen – so hat man vor sich eine

komfortable Arbeitsfläche in 90 Zentimetern

Höhe, auf der Rückseite der Küche

eine 110 Zentimeter hohe Theke in

klassischer Barhöhe. Nicht zuletzt ist dem

De signer wichtig, dass man diese Augenweide

von einer zeitlos schönen Outdoorküche

auch tatsächlich eine lange Zeit

genießen kann: »Die Außenhülle der Kuben

ist besonders strapazierfähig, sie besteht aus

pulverbeschichtetem Stahl«, betont Steininger.

»Das äußerst pflegeleichte Material

trotzt sämtlichen Wetterkapriolen.«

CEO & Chefdesigner

Martin Steininger

steiningerdesigners.com

ADVERTORIAL

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 163


luxus wohnen / ALPENHEIMAT

ZURÜCK ZUR

HEIMAT

Warum in die Ferne schweifen? Immer mehr Österreicher

entdecken das nahe liegende Gute zwischen See und Berg,

ob bei Ferienhäusern oder Kaufobjekten. Dabei geht der

Trend eindeutig weg vom Saisonalen und hin zur Allround-

Destination fürs ganze Jahr. TEXT MAIK NOVOTNY

Foto: vyhnalek.com

164 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Alpenlofts

Hell und modern und zugleich gemütlich sind

die fünf Alpenlofts, die Architekt Ike Ikrath in

Bad Gastein entwarf. Jedes von ihnen hat

seinen eigenen Charakter, alle sind mit

Panoramablick aufs Gasteinertal ausgestattet

und wurden ausnahmslos aus natürlichen

Baustoffen errichtet. alpenlofts.com

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 165


luxus wohnen / ALPENHEIMAT

Mit den Chinesen, seufzt der Wirt am

See, sei es einfacher gewesen. Doch

die sind seit der Pandemie hier in

Hallstatt ausgeblieben, dafür wird

der ikonisch sehenswürdige Ort jetzt von

Österreichern in großer Zahl aufgesucht. Und

während sich die asiatischen Touristen im engen

Radius um den Busparkplatz bewegen und klaglos

alles vorsetzen lassen, parken die Einheimischen

die Straßen bis zum Nachbarort voll,

wuseln durch die Wälder und monieren beim

Wirten, dass das Schnitzel nicht authentisch sei.

Alpenlofts

Die Einrichtung der hellen

Holzhäuser in moderner

Alpenstilistik garantiert trotz

hölzernem Minimalismus

maximale Gemütlichkeit.

RUN AUF DEN SEE

Doch der Run der Einheimischen auf die Heimat

ist nicht aufzuhalten. Man kann es ihnen

nicht übel nehmen, denn schön ist es halt schon.

Auch klar, dass vielen der Wochenendausflug

mit Besuch beim Seewirten nicht ausreicht,

sondern die Sehnsucht nach Zweitwohnsitz

wächst. Dabei vermischen sich zunehmend die

Winter- und Sommerdestinationen zu einer

ganzjährigen Allround-Heimat.

»Seit Beginn der Pandemie hat sich bei vielen

Menschen die Sehnsucht nach Ruhe und Natur

weiter manifestiert. Suchkunden legen ihren

Fokus daher vermehrt unter anderem auf

Immo bilien in den idyllischen Berglandschaften

der Alpenregionen«, bestätigt auch Jan

Christmann, Lizenzpartner von Engel &

Völkers. Ein Trend, der durch die Coronapandemie

verstärkt wurde, sei die ganzjährige

Nutzung von Ski-Immobilien. »Die deutlich

gestiegene Flexibilität durch Remote Working

hat den Wunsch nach mehr Platz sowie

Privatsphäre und damit die Attraktivität einer

Immobilie in den Bergen deutlich verstärkt«,

sagt Christmann.

So stiegen beispielsweise in Seefeld die Preise

für Chalets von 2020 bis 2021 in sehr guten

Lagen von 1,35 bis 1,75 auf 1,4 bis 1,8 Millionen

Euro, Luxuswohnungen von 5.500 bis 6.500

auf 6.000 bis 7.000 Euro pro Quadratmeter –

mit Kitzbühel als einsamer Spitze. Viele

Zell am See

Wer selbst in den Fremdenverkehr einsteigen

will, könnte das hier tun: Ein ursprünglich

als Boutiquehotel geplantes und 2018 kernsaniertes

Haus mit acht Suiten, Liegewiese,

Hubschrauberlandeplatz und Bootshaus wäre

für lockere 16 Millionen Euro zu haben.

muhr-immobilien.com

Fotos: Michael Heinrich, Muhr Immobilien, wenefrieda, vyhnalek.com

166 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Aufberg 1110 + 1113

Die Seehöhe liegt schon im Namen: Hoch über

Zell am See interpretiert der Münchner Architekt

Andreas Meck die traditionelle Pinzgauer Berghütte

neu. Klare Linien, natürliche Materialien,

viel Holz, offene Kamine und Harmonie mit der

Landschaft. Luxuriös und ganz einfach.

aufberg.at

Skidestinationen passen ihre Freizeitangebote

dem Ganzjahrestrend an. Gemeinsam mit Lech/

Zürs, Ischgl und Zell am See ist Kitzbühel nach

wie vor sehr begehrt, konstatiert RE/MAX, aber

auch die Kärntner Seen, der Bodensee und die

Salzkammergut-Seen verspürten eine Nachfrage

wie noch nie.

EINFACH UND LUXURIÖS

Die Immobilien, ob Ferienhäuser oder Kaufobjekte,

reagieren auf diese neue umfassende

Heimatliebe. Viele von ihnen verbinden das

Helle und das Gemütliche, das winterliche Kaminfeuer

und die sommerlich geöffnete Fensterfront.

Zum Beispiel die beiden Häuser Aufberg

1110 und 1113 bei Zell am See. »Die Einrichtung

ist ebenso einfach wie luxuriös«, erklärte

einst der Architekt Andreas Meck aus München,

der das alpine Duo konzipierte. »Natürliche

Materialien wie Loden, Holz und Stein, warme

Farben und klare Linien schaffen den perfekten

Rahmen, um den Kopf auszulüften und der

Entspannung freien Lauf zu lassen.«

>

wenefrieda

Wer Bregenzerwald hört, denkt an hochwertige

Architektur mit bester Holz-Expertise.

Das Haus wenefrieda ist der beste Beweis:

Geplant von den Local Heroes Bernardo Bader

und Rene Bechter, ist dieses Ferienhaus ein

Traum von stilvoller Gastfreundschaft.

wenefrieda.com

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 167


luxus wohnen / ALPENHEIMAT

Chalet Stegerwiese

Bei den österreichischen Prime Locations

zieht Kitzbühel seine einsamen Kreise, doch

auch hier ist noch nicht alles abgegrast. Das

Chalet Stegerwiese am Ortsrand verbindet

Alpenblick mit garantiert kitschfreier

Architektur und moderner Lässigkeit.

theplacetobe.world/chalet-stegerwiese

Kitzbühel – The Legend

Im Dorf Aurach bei Kitzbühel lockt dieses

selbstbewusst betitelte Objekt, das auf

737 Quadratmetern mit Spa, Dampfbad,

Pool, Billardtisch und High-End-Design bis

ins letzte Detail prunkt. Preis auf Anfrage.

engelvoelkers.com

>

Ein Paradebeispiel für den saisonalen Shift

der Alpenheimat ist Bad Gastein. Der seit Jahrzehnten

verblasste K.-u.-k.-Glanz des Kurorts

wird durch die Renovierung des Straubinger-

Ensembles wieder zum Leben erweckt, und

auch die Häuser an den Hängen beidseits des

Wasserfalls richten ihr Angebot längst nicht

mehr ausschließlich an den Skitourismus.

Camillo, Ed, Madero, Rosa und Tessa heißen

die fünf Alpenlofts, die sich das quirlige Paar

Evelyn und Ike Ikrath vom etablierten »Haus

Hirt« ausdachte. Was eigentlich als Privathaus

für den Architekten Ike gedacht war, wurde zu

einem Quintett aus Long-Stay-Wohnungen,

die die perfekte alpine Balance zwischen

Blumenwiese und Schneewehe halten. Lärche,

Fichte und Naturstein wurden kombiniert mit

Designermöbeln von Eames und Frank,

Fußbodenheizung mit flackernden Kaminen.

Die Prime Locations der Heimatliebe sind

natürlich jene, die Berg und See verbinden. So

wie die Seeblick-Chalets über dem Ossiacher

See. Die 250 Meter entfernte Gondelbahn

bringt einen wahlweise nach oben auf die Piste

oder nach unten zum Badestrand. Ein

Allround-Angebot für die anspruchsvollen

Österreicher.

<

Fotos: Oliver Jaist, Engel & Völkers

168 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


R E A L - E S T A T E - O G

Seit knapp 20 Jahren sind wir auf Immobilien spezialisiert und zählen zu den am längsten in

Kitzbühel ansässigen und staatlich geprüften Maklern. Der Leitsatz unseres Vaters: „Zuerst

der MENSCH und dann die Immobilie“, hat uns das Vertrauen unzähliger Kunden gesichert.

Wir setzen auf Fachwissen, Ehrlichkeit, Kundennähe und Nachhaltigkeit. Das Eingehen auf die

speziellen Wünsche unserer Kunden ist unsere wichtigste Aufgabe. Durch Zuhören, Einfühlen

und Erkennen von Bedürfnissen, finden und vermitteln wir für ALLE den Wohntraum in der

Region Kitzbühel. Und das muss nicht die teuerste, sondern die für den Kunden optimale

Immobilie sein. SIE haben den WUNSCH und WIR die Immobilie!

Jahre KITZIMMO


„Wenn Wohnträume

wahr werden“

"Diamond - Hills" Neubauprojekt in Kitzbühel

Umgeben von Natur und prächtiger Landschaft und dennoch in der Nähe des

Kitzbüheler Zentrums entstehen drei einzigartige Apartments.

Die Philosophie hinter „Diamond Hills“ ist die Seltenheit, die Reinheit und Klarheit

für Körper und Seele, der Glanz mitten in der Natur durch das Auffangen des Lichtes.

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luxus wohnen / HOTEL

Smaragdgrün wie der See

Architekt Erich Bernard orientierte sich an einem

skandinavischen Motto: helle Zimmer hell machen,

Zimmer mit dunkler Aussicht aber noch dunkler

lackieren. Ergänzt wird der dunkelgrüne Wandlack

von Holz, Leder und regionalem Stein. bwm.at

ZIMMER MIT

FJORDBLICK

Vor Kurzem haben BWM Architekten das Traditionshaus »Entners« am Achensee umgebaut.

Das Hotel am »Fjord Tirols« ist ein schönes Beispiel dafür, wie Refurbishment verstaubte

Klischees über Bord werfen und alpine Hotellerie neu definieren kann. TEXT WOJCIECH CZAJA

Fotos: © Andreas Pollok, Entners am See

172 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Er war in Sicherheit. Endlich hatte er

ein Dach über dem Kopf. Kein Wind,

kein Schnee«, schreibt Bernhard

Aichner. »Kurt machte alles richtig.

Er stand im Dunklen. Nur ein bisschen

Mondlicht erhellte den großen Raum.« Passender

hätte Aichner die Wahl seiner Lektüre

nicht treffen können, als er letztes Jahr bei

der alljährlich stattfindenden »Achensee

Literatour« aus seinem jüngsten Krimi,

»Dunkelkammer«, vorlas. Im Mai 2022 ist es

wieder soweit, dann geht die nächste Ausgabe

der Literaturfestivals im »Hotel Entners« am

See über die Bühne.

SMARAGDGRÜNES REVIVAL

»Unsere seeseitigen Zimmer sind seit Neuestem

auch recht dunkel, und manchmal hat

man das Gefühl, dass nur Kerzenschein und

Mondlicht die romantische Stimmung erhellen«,

sagt Martina Entner. Die 43-Jährige

leitet das besagte Hotel in dritter Generation

und engagiert sich nebenberuflich als Landesvorsitzende

des Ausschusses »Frau in der

Wirtschaft« in der Wirtschaftskammer Tirol.

»Mein Großvater hat das Haus 1954 errichtet.

Damals war es noch viel kleiner, bestand aus

zwei Gebäuden, in der Mitte ging eine Straße

durch. Mittlerweile haben wir 83 Zimmer

und Suiten und einen riesigen Spa-Bereich

mit Indoor-Pool und Schwimmdeck im See.«

Doch nachdem das Vier-Sterne-Hotel

»Entners am See«, erste Reihe fußfrei mitten

in Pertisau, im Laufe der Zeit in die Jahre

»Eine der größten Herausforderungen

in so einem

alten traditionellen Hotel ist,

das Haus umzubauen und

zu erneuern, ohne dabei

seinen Charme und seinen

Charakter zu zerstören.«

ERICH BERNARD Partner, BWM Architekten

Kacheln und Kulinarik

Die ehemalige Hausdisco wurde in einen

Veranstaltungssaal mit Bewirtungsmöglichkeit

umgebaut. Die Keramik an den

Säulen wurden in das Ambiente bewusst

integriert und hat skandinavische

Appetitlichkeit.

gekommen war und sich in seiner typisch

verzirbenstubten Tirolerheit kaum noch von

der Konkurrenz unterschied, war die Zeit für

einen Tapetenwechsel gekommen. Über

einen befreundeten Handwerker nahm

Martina Entner Kontakt zum Wiener Büro

BWM Architekten auf, das unter anderem

auf Ladenbau, Gastronomie und Hotellerie

spezialisiert ist. Wenige Monate später waren

die Bagger vor Ort, rissen im Spa-Bereich, in

der 500 Quadratmeter großen Hoteldisco

und in einem Teil der Zimmer die Wände

ein. »Seit damals«, so Entner, »sind 15 unserer

Seeblick-Zimmer smaragdgrün.«

Die Farbe sei kein Zufall, meint Architekt

Erich Bernard, Partner bei BWM. »Wir haben

uns in der Gestaltung der Zimmer sehr

stark an der Umgebung orientiert. In den

>

Lektüre der Zeitschichten

Auch die Bibliothek wurde umgebaut. Samt,

warme Hölzer und punktuelle Beleuchtung

sorgen hier für Gemütlichkeit. Umgesetzt

wurde der Umbau in Zusammenarbeit mit

Christoph Neier vom Tiroler Baubüro.

baubuero.org

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 173


luxus wohnen / HOTEL

Einfach mal abhängen

Im Spa-Bereich sorgen helles Holz, graue

Textilien und konglomeratartiges Steinzeug

für behagliches Ambiente. Das Ziel war, ein

Haus mit vielen unterschiedlichen

Rückzugsmöglichkeiten zu gestalten.

>

bergseitigen Zimmern mit Blick aufs

Karwendelgebirge haben wir das helle, kühle

Graublau der Felswände in die Zimmer geholt,

auf der Seeseite jedoch haben wir uns

vom Achensee inspirieren lassen, in dem sich

der Wald spiegelt und der je nach Wetter und

Jahreszeit manchmal in einem sehr dunklen,

satten Smaragdgrün schimmert.« Genau

dieses Grün ist jetzt auch an den Wänden

und an der Decke zu finden. Der glänzende

Lack spielt mit den Reflexionen des Tageslichts.

»Eine der größten Herausforderungen in

so einem alten traditionellen Hotel«, meint

Bernard, »ist, das Haus umzubauen und zu

erneuern, ohne dabei seinen Charme und

seinen Charakter zu zerstören.« Geglückt ist

dies vor allem mit den Farben und Materialien.

Ergänzt wird das Potpourri mit Eichenholz,

Keramikkacheln, klassischen

Vertäfelungen, cognacbraunem Leder und

schön marmoriertem Dorfergrün aus einem

nahe gelegenen, regionalen Steinbruch. Im

»Wir wollten ein Haus mit vielen Lieblingsplätzen.

Den einen gefällt das eine, den anderen das andere.

15 unserer Seeblickzimmer glänzen nun in

einem dunklen Smaragdgrün.«

MARTINA ENTNER Hotelbetreiberin »Entners am See«

Spa-Bereich kamen zudem helle, lodenartige

Textilien und konglomeratartiges Steinzeug

zum Einsatz.

Fast wirkt das Hotel nach seinem Refurbishment

ein bisschen skandinavisch. »Das

ist durchaus gewollt«, so der Architekt. Oft

nämlich wird der Achensee aufgrund der

Topografie und des eiskalten Wassers auch

als »Fjord Tirols« bezeichnet. Mit der Architektur

wurden übrigens auch das Leitbild

des gesamten Hotels und die Kulinarik erneuert:

Moodley kümmerte sich um einen

neuen visuellen Auftritt, Georges Desrues

mischte die Speisekarte und die Food-

Lieferanten neu auf. Mahlzeit bei dieser

Neuentdeckung Tirols.

Das Haus am Tiroler Fjord

Das »Entners am See« wurde schon oft

umgebaut und erweitert. Das jüngste

Refurbishment konzentriert sich auf das

Innenleben im rechten Teil des Hauses.

Vorne im See ist das 2014 errichtete

Schwimmdeck zu sehen.

entners.at

<

Fotos: © Andreas Pollok, Entners am See

174 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


2371 Hinterbrühl

Moderne Familienvilla € 1.550.000,–

Erholsames Leben in Grünruhelage mit herrlichem Ausblick · 317 m 2 Wohnfläche

819 m 2 Garten · 7 Zimmer · Maßküche · Terrasse · Fußbodenheizung · HWB 58,30

2380 Perchtoldsdorf

Villa The ONE € 2.685.000,-

Architektur Highlight vis à vis idyllischer Weinhügel · 190 m 2 Wohnfläche

Eigengarten mit Pool und Terrassen · 4 Schlafzimmer · 3 Bäder · Doppelgarage · HWB i.A.

© archplanviz

© Christian Steinbrenner

© Leon Bau

1170 Wien

Wohlfühlambiente am Schafberg - elegant wohnen mit Aussicht ab € 545.252,-

Wohnqualität auf höchstem Niveau · 11 Wohnungen · ab 67 m 2 Wohnfläche · 2-5 Zimmer · Niedrigenergiebauweise · Parkettboden · Fußbodenheizung · HWB i.A.

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luxus wohnen / TECH-TOOLS

Miami-Cruiser

Die schwedische Elektroschmiede

Cake designt

einfach meisterlich. Hier ihr

neuester Wurf, der »Makka«.

ridecake.com

NUR EINE FRAGE

Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere nutzt sie

und rüstet auf das Neueste um. So oder so ähnlich dichtete

bereits Dante. Und weil gutes Design kein Ablaufdatum kennt,

zeigen wir heute schon die Klassiker von morgen.

Oper für zu Hause

Netrebko oder Domingo

zu Hause erleben? In voller

Pracht? Das Klangwunder von

Devialet schafft genau das.

devialet.com

Leiser knattern

Die Ingenieure von Harley

fahren nicht nur auf Hubraum

ab. Jetzt gibt es auch

E-Bikes mit einem Motor aus

Milwaukee. serial1.de

Fotos: beigestellt

176 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Stylish sprudeln

Die Idee, Soda selbst zu machen,

ist nicht neu. So stilvoll umgesetzt

wie mit »Carbonator 3«

wurde sie aber selten.

aarke.com

Gewissensfrage

Kamera nicht mehr up to

date? Beim Fairphone lässt

sich alles austauschen. Ein

Baukastensystem beinahe für

die Ewigkeit. fairphone.com

Kluger Wecker

Wer weckt uns, wenn das

Smartphone aus ist? Ach ja,

der Wecker! Und der »Loftie«

kann noch so viel mehr.

byloftie.com

DER TECHNIK

Fast nichts im Ohr

Schon Steve Jobs

wusste, dass Technik

auch sexy sein kann.

Bei den »ear (1)«

sieht und hört man

ebenfalls, was in

ihnen steckt.

eu.nothing.tech

Jeder Moment zählt

Die »Action 2« passt in jede

Hosentasche, schießt 12-MP-

Fotos und Videos in 4K. Einen

Selfiebildschirm gibt es auch

noch. dji.com

Zeitlos schön

Smartwatches sind längst an

den Handgelenken angekommen.

Aber sie müssen ja nicht immer

danach aussehen.

porsche-design.com

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 177


luxus wohnen / INTERVIEW

DER LUXUS,

MUT ZU HABEN

Im Interview plädiert Architekt Jakob Dunkl nicht nur für mehr Mut

beim Bauherrn, sondern auch dafür, dass Architekten »Nein« sagen

können. Neben sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit hält Dunkl

zudem die Schönheit für einen wesentlichen Faktor. Denn was geliebt

wird, werde auch gepflegt und erhalten. INTERVIEW HEIMO ROLLETT

RESIDENCES Warum schauen alle Chalets

gleich aus?

JAKOB DUNKL Das ist schon auf eine Mutund

Kulturlosigkeit seitens der Auftraggeber

und Architekten zurückzuführen. Es braucht

Auftraggeber, die sich etwas trauen. Denken

Sie an das Fallingwater-Haus, geplant von

Frank Lloyd Wright, das war etwas Weltoffenes,

Radikales, Neues, weil sich der

Besitzer Edgar J. Kaufmann was getraut hat.

Apropos Mut. Wie politisch ist man als Architekt?

Viele große Namen haben in Regimen

gebaut, die – sagen wir mal – als nicht besonders

demokratisch gelten. Kann man da sagen:

»Das geht mich nichts an, ich plane ja nur eine

schöne Architektur«?

Bis vor Kurzem hätte ich behauptet, gerne für

eine Welt zu bauen, die sich gegenseitig annähert

und die ja wirtschaftlich voneinander

abhängig ist, in der Architekten auf der ganzen

Welt ihre Handschrift hinterlassen. Die

Politik der Annäherung habe ich eigentlich

immer sehr positiv gesehen und ich hätte als

Architekt mit einem Auftrag in China oder

Russland auch keine Berührungsängste

gehabt – da bin ich ganz ehrlich. Jetzt sehe

ich das anders. Man muss sich bei jedem

Projekt – auch in Österreich – fragen: Ist die

Aufgabenstellung richtig? Führt sie zu etwas

Gutem oder Schlechtem? Als wir zum Wettbewerb

für IKEA in Wien eingeladen worden

sind, haben wir uns auch gefragt, ob wir das

wollen. Bauen wir für den Trend einer Wegwerfindustrie

oder nicht? Unsere Antwort

war, dass wir die Chance haben, einen Supertanker

ein bisschen in eine richtige Richtung

mitzudrehen. IKEA meint das ernst, das ist

kein Greenwashing, und so haben wir einen

autofreien, energetisch und sozial nachhaltigen

Standort geschaffen.

Schön, aber das war sicher auch ein lukrativer

Auftrag. Schließlich ist man nicht Feind seines

eigenen Geschäfts …

Wir haben unlängst auch einen Auftrag

zurückgewiesen. Es hätte ein Haus in Wien

abgerissen und neu gebaut werden sollen, wir

hatten nachgewiesen, dass der Umbau sehr

sinnvoll wäre. Der Meinung war der Auftraggeber

aber nicht. Lustiger zu planen wäre für

uns eh auch ein Neubau, aber wir stellen die

Interessen von Mensch und Planet über die

unseres Büros.

Welche Rolle spielt denn das gehobene Wohnsegment

in der Stadtentwicklung?

Eine sehr wichtige! Mixen ist immer die richtige

Lösung. Jede Segregation, jede Ghettobildung

ist zu vermeiden, da sind wir in Wien

ganz gut. Selbst in strukturschwächeren Gebieten

werden bei Dachausbauten unterschiedliche

Käufer bedient. Beim Citygate-Hochhaus,

das wir geplant haben, sind 80 Prozent der

Wohnungen gefördert, die obersten Etagen

sind dann frei finanziert. Der Siegfried Wolf im

Gemeindebau ist ja positiv, er müsste halt kraft

seines Einkommens mehr zahlen. Es kann

nicht sein, dass die Leute, wenn sie viel mehr

verdienen, die gleiche Miete zahlen wie vor

vielen Jahren, als sie förderbedürftig waren.

Das müsste man ändern.

>

Foto: © Querkraft-Alvarez

178 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


Jakob Dunkl

59 Jahre alt, führt gemeinsam mit Gerd Erhartt

und Peter Sapp das 1998 gegründete Architekturbüro

querkraft mit einem Team von ca.

50 Mitarbeitern, das u. a. den IKEA Westbahnhof,

das Museum Liaunig und den Österreich-

Pavillon für die letzte Expo geplant hat.

1 / 22 RESIDENCES LIVING falstaff 179


luxus wohnen / INTERVIEW

Fallingwater

Es braucht mutige Bauherren!

Die private Villa von Edgar J.

Kaufmann wurde in den

1930er-Jahren in den USA

von Frank Lloyd Wright geplant

und wurde weltberühmt.

>

Und wie hoch ist der architektonische

Anspruch Wiens, wie die Qualität bei

Wohnbauten?

Global betrachtet jammern wir in Österreich

auf hohem Niveau – egal worüber. Trotzdem

ist es verbesserungswürdig. Persönlich glaube

ich auch, dass wir nur VW Golf bauen,

hochwertig, ordentlich, aber nie Außergewöhnliches,

etwas Spektakuläres.

Gilt das auch für private Auftraggeber?

Ja. Auch von den sogenannten großen Stararchitekten

stehen die allerbesten Bauwerke

nicht in Wien, das ist doch interessant.

Dafür gibt es außergewöhnlich schönen

Bestand, wie sollen wir mit dem umgehen?

Die Sanierung und der Umbau sind absolut

sinnvoll. Früher hat man Dinge repariert,

heute wirft man sie weg. Wir – die Bauherren

und die Architekten – müssen Architektur

machen, die emotional geliebt wird. So wie

das bei historischem Bestand manchmal der

Fall ist. Die Formel ist einfach: Was geliebt

wird, wird erhalten und gepflegt. Wir müssen

wieder lernen, prachtvolle, liebenswerte

Architektur zu machen. Das haben wir

verlernt. Ein besonders teures Möbel von

Charles Eames wird auch lange erhalten. Das

Holz wird aufpoliert, das Leder vielleicht

erneuert. So kann auch eine moderne Villa,

die emotional nachhaltig ist, länger bestehen.

»Wir müssen wieder

lernen, prachtvolle,

liebenswerte Architektur

zu machen. Das haben

wir verlernt.«

JAKOB DUNKL Architekt

Das ist weitaus intelligenter als ein billiges

Einfamilienhaus, das nach 20 Jahren, wenn

die Kinder außer Haus sind, schon wieder

keinen Wert mehr hat.

Also Schönheit als Nachhaltigkeitsfaktor?

Auch. Ästhetik ist doch Luxus! Wir trauen

uns den Satz nicht zu sagen: Doch, das

müssen wir tun, weil es schöner (sic!) ist.

Da werden dann immer gleich Kosten ins

Treffen geführt. Vielleicht leben wir aber

auch bald in einer Welt, in der es zum guten

Ton gehört, nachhaltig zu sein. Wer viel Geld

hat, kann ja in eine extrem nachhaltige Art

des Bauens investieren, ein energieneutrales

Haus bauen, das Energie ins Netz zurückspeist.

Solche Objekte gibt es, Werner Sobek

aus Deutschland ist da Vorreiter. Heute

zeigen Superreiche immer noch etwa durch

PS-starke Autos ihren Status. Vielleicht wird

aber bald der besonders respektvolle Umgang

mit der Erde zum Prestigefaktor.

<

Foto: Sean Pavone/Shutterstock

180 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


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luxus wohnen / REVIEW & PREVIEW

EVENT-CLIPPINGS

Events, Messen, Präsentationen – RESIDENCES zeigt die besten Happenings aus der Immo-Szene.

MIPIM 2022 – »URBAN CHANGE«

In Cannes standen im März internationale Trends und Highlights der Immobilienbranche im Fokus.

review

Zukunftsthemen. Prominenter

Keynote-Speaker: François

Hollande, Frankreichs ehemaliger

Staatspräsident.

Palais des Festivals, Cannes. Nach coronabedingter Pause

trafen sich im März auf der MIPIM 2022 an der Côte d’Azur wieder

führende Akteure des internationalen Immobilienmarkts.

Das Revival der weltweit bedeutenden Immobilienmesse MIPIM brachte von

15. bis 18. März rund 20.000 Besucher aus mehr als 80 Ländern nach Cannes.

Im berühmten Palais des Festivals war in vielen Gesprächen der Krieg in der

Ukraine präsent, Corona hingegen kaum noch. Investoren machten diesmal gut ein

Viertel der Teilnehmer aus. Ihre Aufmerksamkeit galt den Trends im Bereich Stadtentwicklung

und Nachhaltigkeit. Insgesamt boten 360 Vortragende und 2.400 Aussteller

wieder eine exklusive Networking-Plattform und die Möglichkeit, neueste

internationale Entwicklungen der Immobilienbranche zu beleuchten sowie aktuelle

Herausforderungen zu reflektieren. Fazit: Wohnen wird zunehmend zum Lieblingsthema

der Investoren, die Nachfrage konzentriert sich noch stärker auf Objekte, die

hohe Ertragsstabilität versprechen. Nachhaltigkeit im Sinne von Green Buildings und

Wertbeständigkeit steht an erster Stelle, auch beim großen Thema »Urban Change«.

Network. Gute Stimmung,

gute Kontakte: Die bedeutendste

Immobilienmesse des

Jahres war wieder ein Erfolg.

»PROPTECH VIENNA«-KONGRESS

Im Juni dreht sich in der Wiener Ottakringer Brauerei alles um Digitalisierung und Innovation.

preview

Effizienzsteigerungen, optimierte Entscheidungsfindungen,

erhöhte Umsatzsteigerung, stärkere Kundenbindung: Die

Immobilienbranche geht aus unterschiedlichen Gründen Partnerschaften

mit Proptech-Unternehmen ein. Genau diese derzeit

omnipräsente digitale Transformation im Real-Estate-Bereich steht

beim »PropTech Vienna«-Kongress (1. Juni 2022, acht bis 20 Uhr)

im Fokus. Der Veranstalter Austrian PropTech Initiative (apti)

rechnet mit mehr als 45 renommierten Speakern sowie spannenden

Start-ups, denen mit der »PitchBox« eine einmalige Bühne geboten

wird. Infos: proptechvienna.com

Fotos: Jana Madzigon, beigestellt

182 falstaff LIVING RESIDENCES 1 / 22


02

IMPRESSUM

1/2022

ZEITSCHRIFT FÜR INTERIEUR

UND ARCHITEKTUR

Die in dieser Ausgabe veröffentlichten

Beiträge sind urheberrechtlich geschützt.

Übersetzung, Nachdruck, Vervielfältigung

und Speicherung in Datenverarbeitungs -

anlagen nur mit ausdrücklicher Genehmigung

des Verlags. Zitate aus Beiträgen dieser

Ausgabe sind ausschließlich mit Angabe

der Quelle gestattet.

MEDIENINHABER

Falstaff LIVING Verlags GmbH

REDAKTIONSORT

DES MEDIENINHABERS

Wiesingerstraße 6/8, 1010 Wien

T: +43 1 9042141

F: +43 1 9042141-450

hello@falstaff-living.com

www.falstaff-living.com

Gegenstand des Unternehmens

ist die Heraus gabe, der Verlag

und der Vertrieb von Zeitschriften

und Druckwerken aller Art unter

der Bezeichnung »Falstaff LIVING«.

GESELLSCHAFTER DER

FALSTAFF LIVING VERLAGS GMBH

Falstaff Verlags-Ges.m.b.H. (Anteil 51 %)

Angelika Rosam (Anteil 39 %)

Mag. Michaela Cholewa (Anteil 10 %)

HERAUSGEBERIN

Angelika Rosam

CHEFREDAKTEURIN

Angelika Rosam

CHEFIN VOM DIENST

Dr. Susanna Sklenar

ART DIRECTOR

Klaus Rauch

PHOTO DIRECTOR

Eva Bauer

PRODUKTION/LITHO

Konstantin Riemerschmid

MITARBEITER DIESER AUSGABE

Amelie-Catharina Bacher, DI Wojciech Czaja,

Sara Dal Zotto, Mag. Paul Fleischmann,

DI Manfred Gram, DI Martin Kwauka, Wolfgang

Mayr, DI Maik Novotny, Mag. Heimo Rollet,

Mag. Walter Senk, Dr. Susanna Sklenar,

Moritz Weinstock

LEKTORAT

Andreas Hierzenberger,

Angelika Hierzenberger-Gokesch

www.korrekturleserei.at

GESCHÄFTSFÜHRUNG

Angelika Rosam,

Mag. Taskin Yüksel, MSc. MPA

BÜROLEITUNG

Viktoria Reden

ANZEIGENKOORDINATION

Magdalena Eser,

Christiane Ceccarelli

RECHNUNGSWESEN

Sommer & Zarits

Steuerberatung GmbH

Robert Graf Platz 1, 7000 Eisenstadt

ANZEIGEN- & PROMOTIONKONTAKT

Mag. Michaela Cholewa MC Services (Interior,

Immobilien, Auto), Kinga Mohrent (Auto, Reisen,

Lebensmittel), Nikolaus Peinitz, Ricarda Posch-

Steinacher (Life style, Kultur, Versicherungen),

Mag. Sara Zager (Verkauf Kärnten/Steiermark,

Kultur), Angela Kindermann Projektagentur

(Immobilien)

anzeigen@falstaff-living.com

DIRECT SALES

Timotheus Lamberg (Leitung)

LEITUNG LESER- UND ABOSERVICE

Laura Strauss DW 401

abo@falstaff-living.com

HERSTELLER

Druckerei Berger

Wiener Straße 80, 3580 Horn

VERTRIEB

Presse Großvertrieb

Austria Trunk GmbH

St. Leonharder Straße 10,

5081 Anif

www.pgvaustria.at

DVR-Nummer: 06a9192

202122021

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RESIDENCES

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LIVING falstaff 183


Ein Traum – nicht nur für jeden Wiener:

DER ZWEITWOHNSITZ

In Wien leben wir in einer der lebenswertesten Städte der

Welt und wir haben mit Österreich ein wunderschönes

Land und sind landschaftlich mit einer unglaublichen

Vielfalt beschenkt. Mehr und mehr wird diese Vielfalt

geschätzt und der Österreicher sucht nach einem schönen

Plätzchen im eigenen Land ... nach einem Zweitwohnsitz!

Die geschichtsträchtige und idyllische Region am Semmering

wird bereits seit dem 19. Jahrhundert gerne als

Sport-, Freizeit- und Ferienziel im Sommer wie auch im

Winter genutzt. Ob im Sommer zum Wandern, Mountainbiken

im Bikepark (inkl. Liftanlagen), Golfspielen im

Golf club, Minigolfen, oder im Winter zum Schneeschuh-

Wandern, Langlaufen, Ski- und Snowboardfahren und

Rodeln bietet das Gebiet Sport- und Freizeitangebote für

Alt und Jung an. Kultur, Kulinarik und Sehenswürdigkeiten

runden das Angebot der Region ab.

Daher werden wir in Kürze mit einem neuen Projekt von

FLAIR Bauträger beginnen. Am Semmering nahe des

Zauber berges entsteht unsere nächste FLAIR-Anlage.

Der ideale Zweitwohnsitz im Wintersport-, Erlebnis- und

Erholungsgebiet Semmering.

Das südlich ausgerichtete Grundstück ist eines der letzten

mit Zweitwohnsitzwidmung und hat somit absoluten

Seltenheitswert. Es entstehen 27 bezaubernde Appartments

mit einer Größe zwischen 44 und 78 m 2 in einer

naturbelassenen Lage – nur 1 Stunde von Wien entfernt

– und laden zu Sport, Freizeitaktivitäten oder einfach zum

Entspannen ein.

Jetzt schon voranmelden:

wohnen@flair.at

IMMY 2020 Sonderpreis

für besondere Kunden- und Umweltorientierung

Vertrieb provisionsfrei von

FLAIR Bauträger GmbH


AM SEMMERING

Heute haben Sie die Gelegenheit, sich bereits vorab – unverbindlich – für

ein Appartement anzumelden:

Bitte schreiben Sie eine Mail mit Telefonnummer, Namen und ob Sie sich für eine

2-Zimmer- oder 3,5-Zimmer-Einheit interessieren. Die Wohnungen haben Ende Frühjahr

2022 Baubeginn und es wird dann die erste Präsentations veranstaltung und Unterlagen

und Preise dazu geben. Eine Homepage wird ebenfalls ab Ende Frühjahr 2022 online

gehen. Die Fertigstellung und Übergabe ist Ende 2023 geplant.

Ihre E-Mail schicken Sie bitte an wohnen@flair.at. Sobald es konkrete Unterlagen gibt,

kommen wir auf Sie zu!

Verkaufsstart: Ende Frühjahr 2022

• 2 bis 4 Zimmer, 44-78 m 2 Wohnfläche

• Alle mit Balkon oder Terrasse nach Süden

• Provisionsfrei, direkt vom Bauträger

• Zweitwohnsitzwidmung – kann auch als

Hauptwohnsitz genutzt werden

• Südlich ausgerichtetes Grundstück in einer

natur belassenen Lage / in malerischer Kulisse

(Dorf randgegend)

Lage & Umfeld

• Die Liegenschaft liegt zentral in der modernst

ausgebauten Ski- und Wanderregion Semmering

• Sie befindet sich in Fußgehweite vom Ortszentrum

und der Talstation Hirschenkogel

• Leicht erreichbar ist das Stuhleck:

zu den Stuhleck Bergbahnen: 6 Min. per Auto

• Per Auto ca. 1 Stunde von Wien und ca. 1 Std.

47 Min von Bratislava entfernt

(von Graz ca. 1 Std. 11 Min.)

• Öffentlich ca. 2 Stunden von Wien

JETZT!


ezugsquellen

Sonnengott

Kaum etwas versprüht mehr

Griechenland-Flair als eine

Büste des Sonnengottes Apollo.

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AARKE aarke.com

AEON SPA-HOTEL aeon.it

ALPENLOFT alpenloft.com

AMARA amara.com

AMBIENTE DIRECT

ambientedirect.com

ARNOLD IMMOBILIEN

arnold.investments

ART VILLAS artvillas.com

ATELIER THOMAS PUCHER

thomaspucher.com

AUFBERG aufberg.at

B

BADES HUK badeshuk.de

BAK GORDON ARCHITECTURE

bakgordon.com

BANG & OLUFSEN

bang-olufsen.com

BARBARA BESTOR

bestorarchitecture.com

BARNES INTERNATIONAL

barnes-international.com

BAUBÜRO baubuero.org

BAUKARUSSELL

baukarussell.at

BELLEVUE 74 bellevue74.at

BLEND ROMA blend.it

BNP PARIBAS bnpparibas.at

BONAVA bonava.de

BRICKWISE brickwise.at

BUWOG IMMOBILIEN buwog.at

BWM ARCHITEKTEN bwm.at

C

C&P IMMOBILIEN cp-ag.at

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CAKE ridecake.com

CHOCIWSKI ARCHITEKTEN

chociwski.at

CLAVIS INTERNATIONAL

clavisinternational.com

CONNOX connox.at

CROWND BY CHIPPERFIELD

crownd.at,

chipperfield.crownd.at

CUVÉE 49 cuvee49.at

D

DAVID CHIPPERFIELD

davidchipperfield.com

DE BIJENKORF debijenkorf.at

DEVIALET devialet.com

DIE JOSEFINE

hoteljosefine.at

DIETRICH UNTERTRIFALLER

www.dietrich.untertrifaller.com

DJI dji.com

E

EHL IMMOBILIEN ehl.at

EICHENHAIN-PELZERHAKEN

eichenhain.de

ENGEL & VÖLKERS

engelvoelkers.com

ENTNERS AM SEE entners.at

ESSENTIAL HOME

essentialhome.eu

F

FAIRPHONE

fairphone.com

FINNISH DESIGN SHOP

finnishdesignshop.com

FLORIETTE floriette.at

FORMA ARCHITEKTURA

formarchitektur.com

FRENCH CONNECTION

eu.frenchconnection.com

G

GAD ARCHITECTURE

gadarchitecture.com

GERHARD MOSSBURGER

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SERVICE gisimmobilien.de

H

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JONATHAN ADLER

jonathanadler.com

JP IMMOBILIEN jpi.at

K

KAYSER kayser.wien

KCAP kcap.eu

KIERAN FRASER LANDSCAPE

DESIGN kieranfraser.com

L

LEHRER ARCHITECTS

lehrerarchitects.com

LEINER leiner.at

LIV INTERIOR liv.tmroom77.de

LOFTIE byloftie.com

LUKAS LENHERR

lukaslenherr.ch

M

MAISON DU MONDE

maisondumonde.com

MEGATABS ARCHITEKTEN

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MILANARI milanari.com

MIPIM mipim.com

MODA OPERANDI

modaoperandi.com

MONTENEGRO PROSPECTS

montenegroprospects.com

MORROW + LORRAINE

morrowlorraine.com

MOSER UND HAGER

moserundhager.at

MUHR REAL ESTATE

muhr-immobilien.com

MVRDV mvrdv.nl

MYNE HOMES myne-homes.de

N

NKUKU nkuku.com

NOA NETWORK OF

ARCHITECTURE noa.network

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NONCONFORM nonconform.at

NOTHING eu.nothing.tech

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OSTSEERESORT OLPENITZ

ostsee-olpenitz.org

OTTO IMMOBILIEN otto.at

OTTO WULFF otto-wulff.de

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PACASO pacaso.com

PALAIS BULLES

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PEDEVILLA ARCHITECTS

pedevilla.info

PERICON pericon.at

PERIGOLD perigold.com

PORSCHE DESIGN

porsche-design.com

Q

QUERKRAFT ARCHITEKTEN

querkraft.at

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RAIFFEISEN VORSORGE

WOHNUNG rvw.at

RE/MAX remax.at

RITUALS rituals.com

RS GROUP rsgroup.at

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S IMMO simmoag.at

SERIAL 1 serial1.de

SKANDEKO skandeko.de

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SOPHIE GOINEAU

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SOTHEBY’S REALTY

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SOYKA/SILBER/SOYKA

ARCHITEKTEN architekt.at

SUPERBUDE WIEN

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SÜDSTRAND 44

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T

THE PENN ESTATE

thepennestate.co.uk

THE UNIQUE the-unique.at

TIKAMOON tikamoon.de

TPA STEIERBERATUNG

tpa-group.at

TRIVALUE MANAGEMENT

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U

UPESTATE upestate.de

URBYO urbyo.com

V

VILLACIRCLE villacircle.com

W

WEAVER GREEN

weavergreen.com

WENEFRIEDA FERIENHAUS

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WESTWING NOW

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WINEGG REALITÄTEN

winegg.at

WOHNGARTEN SIMMERING

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ZOEPPRITZ zoeppritz.com

ZJJZ ATELIER XIU GENG

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– eingerichtet von Wetscher.

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der führenden Einrichtungshäuser in Österreich macht.

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