KB 16 - 2022
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Nr. 16 | 21.04.2022
1404 | 2,10 €
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Übergabe
Schreinerei Tervooren aus Kervenheim
liegt nun in den Händen
von Jens Beckmann. Seite 7
Überragend
So gesund ist Kevelaer: Studie
belegt die gesundheitliche Wirkung
der Thermalsole. Seite 9
Überzeugt
Verantwortliche der Kevelaerer
Wallfahrt sind optimistisch: fast
wie vor Corona. Seite 11
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In dieser Ausgabe
Corona
Ostern in Kevelaer: Frühlingswetter,
Familienzeit und Feiertagsaktionen
Kevelaer. Oben ohne? Wir
haben uns umgehört, wie das
Stimmungsbild zum Wegfall der
Maskenpflicht ist. Seite 2
Historisches
Kevelaer. In dieser Woche
werfen wir einen Blick auf die
Geschichte der Marienstraße:
Heimat vieler Künstler… Seite 5
Am Rande
Unbekannte überfallen
73-Jährigen
Winnekendonk. Am Freitag,
15. April, gegen 22.10 Uhr, schellten
unbekannte Täter an einem
Haus am Pastoratsweg. Als ihnen
der 73-jährige Geschädigte öffnete,
verschafften sie sich schlagartig
Zutritt zu dem Gebäude. Sie
forderten die Herausgabe von
Bargeld und Mobiltelefon und
drängten ihr Opfer in einen rückwärtig
gelegenen Raum, von wo
aus der 73-Jährige fliehen konnte.
Die Unbekannten erbeuteten
Bargeld. Sie wurden als 175 bis
180 cm groß, schlank und dunkel
gekleidet beschrieben. Beide
Männer sprachen akzentfreies
Deutsch. Einer trug eine weiße,
der andere eine schwarze Sturmmaske.
Die Polizei bittet Zeug*innen,
die zur Tatzeit verdächtige
Beobachtungen gemacht haben,
sich unter Tel. 02824-880 bei der
Kripo Kalkar zu melden.
Dachkanten gestohlen:
Polizei sucht Zeug*innen
Kevelaer. Unbekannte haben
von einem Heiligenhäuschen
an der Gelderner Straße die
Dachkanten aus Kupfer abmontiert
und gestohlen. Zuletzt
unbeschädigt wahrgenommen
hatte ein Zeuge das Dach am 5.
April, aufgefallen ist der Diebstahl
am Freitag, 15. April. Das
Heiligenhäuschen gehört zu
einem Schützenverein. Zeugenhinweise,
auch zur Eingrenzung
des Tatzeitraums, werden von der
Kripo Goch unter Tel. 02823-1080
entgegengenommen.
www.kevelaerer-blatt.de
facebook.com/KevelaererBlatt
instagram.com/kevelaererblatt
t.me/KevelaererBlattNews
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Bis Ende 2023 will die Firma Tecklenburg im ehemaligen „Goldenen Apfel“ 15 Eigentumswohnungen
errichtet haben.
Foto: Tecklenburg GmbH
Tradition weicht
Innovation?
Im ehemaligen „Goldenen Apfel“ wird’s künftig Wohnraum
und Gewerbe geben – inklusive Aufzug in den Abgrund
Kevelaer. Seit Herbst vergangenen
Jahres sind es nur noch der
Fassadenschriftzug und ein Blick
in die leeren Räumlichkeiten,
die an den „Goldenen Apfel“ mit
seiner ehemaligen Inhaberin Jutta
Pesch-Braun erinnern. Einige
Monate nun ist das Traditionslokal
am Kapellenplatz bereits geschlossen.
Und während die aktuell
laufenden Sanierungsarbeiten
an dem geschichtsträchtigen
Platz Kevelaers vor allem den Besucher*innen
der Stadt zugute
kommen, entsteht im „Goldenen
Apfel“ etwas für die Einheimischen
– oder die, die es werden
wollen. Die „Tecklenburg GmbH“
unter Geschäftsinhaber Hermann
Tecklenburg hat das Gebäude erworben.
Entstehen sollen Wohnraum
und Gewerbefläche.
„Das Interesse war schon lange
da“, betont Edgar Walter, Abteilungsleiter
Projektentwicklung
bei Tecklenburg. Bereits Ende
2019 sei daher eine Bauvoranfrage
für das Objekt im Herzen Kevelaers
gestellt worden. Gekauft
habe man dann allerdings erst
im Oktober 2021 – nach Ende des
Betriebs von Jutta Pesch-Braun.
„Sagenhafte Lage“, „herausragende
Stellung“ – die Begeisterung
des Projektentwicklers für dieses
Fleckchen Erde ist kaum zu überhören.
Trotzdem – oder vielleicht
gerade deswegen – scheint eine
gute Portion Ehrfurcht mitzuschwingen.
„Das muss natürlich
auch honoriert werden, das ist
ja klar“, macht Walter deutlich.
Man wolle die Waage halten, den
Spagat schaffen, den Mittelweg
finden – wie auch immer. Neues
soll entstehen, Altes dennoch erhalten
bleiben.
Neues – das bedeutet in diesem
Falle 15 Eigentumswohnungen,
ein Gewerbeangebot, eine Tiefgarage.
Dazu werde man planmäßig
zunächst den hinteren Anbau
des Gebäudes abreißen und neu
aufbauen, erklärt Walter. Dort
sollen im Anschluss barrierefreie
Wohnungen entstehen. Im vorderen,
denkmalgeschützten Teil
des Gebäudes sollen im oberen
Teil ebenfalls Wohnungen errichtet
werden, im Erdgeschoss
ist das Gewerbeangebot geplant.
„Das ist was ganz
Neues für Kevelaer.“
Edgar Walter,
Tecklenburg GmbH
Der Neubau soll außerdem mit
einer Tiefgarage versehen werden
– denn ein ausreichendes
Parkangebot ist derzeit noch
Fehlanzeige. Gleich dazu wird’s
eine Besonderheit geben, die dem
reichlich begrenzten Platzangebot
an der Ecke Kapellenplatz/Neustraße
geschuldet ist: Die Tiefgarage
wird anstatt mit einer Rampe
mit einem Aufzug erschlossen.
„Das ist was ganz Neues für Kevelaer.
Man fährt nicht über eine
Rampe in die Tiefgarage, sondern
über einen Aufzug.“ Unten angekommen,
werde das Fahrzeug
dann mit einer beweglichen Platte
in die richtige Fahrtrichtung
ausgerichtet. Hochmodern also.
Nur fahren, das muss man noch
(!) selbst. Erfahrung habe man mit
dieser Technik bereits, sagt Walter.
In Kempen habe das Straelener
Unternehmen ein solches Projekt
in der Vergangenheit bereits
realisiert.
Was bleiben soll, ist vor allem
der Charme des Gebäudes. „Wir
müssen und wollen auch ganz
klar die erhaltenswerten Dinge
– beispielsweise die Fassade – erhalten“,
kündigt der Projektentwickler
an. „Die wird am Ende
genauso sein, wie sie jetzt ist.“
Gerade im Bereich des Denkmalschutzes
gibt es im historischen
Teil des Gebäudes ohnehin einiges
zu beachten. Vor unlösbare Aufgaben
sehen sich die Straelener
damit allerdings nicht gestellt. „Es
gibt schon einige Erfahrungen,
was den Denkmalschutz angeht“,
so Walter. „Die Zusammenarbeit
mit der unteren Denkmalbehörde
in Kevelaer ist super, wirklich
klasse. Da wird nach Lösungen
gesucht, da wird nichts verhindert.“
Bauantrag für Mitte
2022 geplant
Seit drei Monaten laufe nun
der Abstimmungsprozess mit der
unteren und oberen Denkmalbehörde.
Auch die Kommunikation
mit der Feuerwehr bezüglich des
Brandschutzes und den entsprechenden
Fachabteilungen der
Stadt sei im Gang. „Darüber hinaus
sind wir im Moment damit beschäftigt,
ein innovatives Energiekonzept
auf die Beine zu stellen“,
kündigt Edgar Walter an. Was
genau das bedeutet, lässt er noch
nicht durchblicken. Lediglich die
Stichworte „Luft-Wärmepumpe“
und „CO2-Abdruck“ lässt der
Projektentwickler fallen. Klingt
alles zeitaufwändig, soll aber bald
abgeschlossen sein. „Wir gehen
im Moment davon aus, dass wir
Mitte des Jahres einen Bauantrag
stellen – für beide Bereiche. Perspektive:
Ende 2023 wollen wir das
eigentlich fertiggestellt haben.“
Elena Gavriil
Fortsetzung auf Seite 7
Kevelaer. Einfach mal ein
paar Tage entspannen, abschalten,
Zeit mit den Liebsten
verbringen. Das dürfte vielen
von uns in den vergangenen
Tagen ziemlich gut gelungen
sein: Pünktlich zu den Osterfeiertagen
zeigte sich der April
auch in Kevelaer von seiner
besten Seite. Das Feiertagswetter
lockte Besucher*innen
und Einheimische nicht nur
in die gut gefüllte Innenstadt,
auch viele andere Plätzchen
der Wallfahrtsstadt luden wie
das Gradierwerk zum Verweilen
ein.
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Langweilig werden konnte
einem dabei in Kevelaer so
schnell nicht. Denn neben
den nach langer Corona-Pause
endlich wieder zahlreich
veranstalteten Osterfeuern in
der Umgebung gab es auch im
Stadtkern einige Osteraktionen
zu entdecken.
Kultur, Politik, Händler*innen
- zahlreiche Akteur*innen
ließen sich zu den Feiertagen
etwas einfallen.
Was genau los war, gibt‘s
im Bericht auf Seite 3.
Foto: eg
Seite 2
Kevelaerer Blatt Nr. 16 vom 21. April 2022
Kurz gemeldet
Hotline für
arbeitswillige
Ukrainer*innen
Niederrhein. Die Bundesagentur
für Arbeit (BA) hat für
Geflüchtete aus der Ukraine
eine Sonderhotline eingerichtet.
Mitarbeitende der BA geben dort
Geflüchteten Informationen zur
Arbeits- und Ausbildungssuche
in russischer und ukrainischer
Sprache. Die Hotline ist von
Montag bis Donnerstag von 8 bis
16 Uhr und Freitag von 8 bis 13
Uhr unter der Servicerufnummer
0911/178-7915 erreichbar. Der
Anruf ist nicht gebührenfrei, es
fallen Gebühren für einen Anruf
ins deutsche Festnetz an. Die
Einrichtung einer gebührenfreien
Hotline ist technisch nicht
möglich. Die Hotline fungiert als
erste Anlaufstelle für geflüchtete
Menschen aus der Ukraine, die
Interesse an einer Arbeitsaufnahme
oder einer Ausbildung haben.
Kostenlose Kurse
bei „Helmahilft“
Kevelaer. Kostenlose Pflegekurse
für Senior*innen und
pflegende Angehörige hat das Seniorenbüro
„Helmahilft“, Marktstraße
40 in Kevelaer, seit Anfang
April neu im Programm. An den
Terminen werden unterschiedliche
Themen in den Bereichen
Leben im Alter, Unterstützung
und Hilfsmittel behandelt. Um
Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung
dreht sich alles in
der Veranstaltung am Mittwoch,
27. April, 17 bis 20 Uhr. Bettina
Trenckmann (Landgericht Kleve)
beantwortet Fragen wie: Wofür
brauche ich so etwas? Wie verhält
es sich mit der Gültigkeit?
Die „Leistungen der Pflegeversicherung“
werden am Mittwoch,
4. Mai, 17 bis 20 Uhr, thematisiert:
Welche Leistungen gibt es
und ab wann steht mir was zu?
Diese und weitere Fragen behandelt
Rainer Schanzmann (Pflegeberater
von der AOK Rheinland /
Hamburg). Um Anmeldung wird
gebeten unter Tel. 02832-9741770
oder seniorenberatung@awokreiskleve.de.
Kreis lockert Regeln
in Dienstgebäuden
Kreis Kleve. Infolge der
aktuellen Corona-Schutzverordnung
des Landes NRW beendet
der Kreis Kleve die generellen
„3G“-Bestimmungen für seine
Dienstgebäude. Der Zutritt zum
Kreishaus und zu den Nebenstellen
ist für Besucher*innen
ab sofort auch ohne Impfnachweis,
Genesenenzertifikat oder
Negativ-Testnachweis möglich.
Einzige Ausnahme ist das Gesundheitsamt
mit seinen Standorten
in Kleve und Geldern. Dort
wird weiterhin ein „3G“-Nachweis
benötigt. Um zu verhindern,
dass in den Wartebereichen viele
Menschen aufeinandertreffen, ist
es weiterhin erforderlich, einen
Termin zu vereinbaren. Die Ansprechpartner*innen
stehen im
Bereich „Dienstleistungen“ auf
der Homepage www.kreis-kleve.
de. Die Besucher*innen werden
gebeten, sich an die „AHA“-
Regeln zu halten. Das Tragen
einer medizinischen Maske ist
in Dienstgebäuden des Kreises
Kleve weiterhin vorgeschrieben.
Kevelaer Marketing auf vier Rädern
Kevelaer. Das Warten hat ein Ende, der
Transporter ist endlich da und beklebt. Messen,
Veranstaltungen, Transporte – das neue Fahrzeug
des Kevelaer Marketing ist vielseitig einsetzbar.
Was zunächst für den Transport des technischen
Equipments des Konzert- und Bühnenhauses angedacht
war, entwickelte sich im Laufe der Zeit
zu einer multifunktionalen Lösung. „So kann das
neue Fahrzeug nicht nur Material und Equipment
transportieren, sondern auch als mobiler Messestand,
Eyecatcher und Aushängeschild genutzt
werden“, sagt Hendrik Görtz, Leiter des Konzert-
und Bühnenhauses. Bereits die Vignette und
das Logo der Wallfahrtsstadt Kevelaer stechen
ins Auge, wenn das dunkelblaue Fahrzeug auf
der Straße unterwegs ist. „Beide Seiten sind mit
auffallenden und stimmungsvollen Bildern beklebt
und mit dem Slogan ‚Komm nach Kevelaer‘
beschriftet“, berichtet Verena Rohde, Leiterin
Kevelaer Marketing. Auf der einen Seite ist das
Gradierwerk im Solegarten St. Jakob mit den
Schlagwörtern „Auftanken. Wohlfühlen. Genießen.“
zu sehen. Die Wörter „Geschichte. Atmosphäre.
Erlebnis“ zieren die andere Seite des Fahrzeuges,
wie auch ein Bild des Kapellenplatzes mit
der Gnadenkapelle. Die Rückseite ist mit einem
Bild des Konzert- und Bühnenhauses versehen.
Um die Gestaltung und fachgerechte Umsetzung
der Beklebung hat sich Joachim Kastell mit seiner
Firma „ArtVertising“ aus Geldern gekümmert.
Auf dem Foto: Das Bühnenhaus-Team (v.l.)
Matthis Zellmann, Volker Meisel, Hendrik Görtz
(Leitung Konzert- und Bühnenhaus), Verena Rohde
(Leitung Kevelaer Marketing) und Alexander
Zellmann freuen sich über den neuen Sprinter.
Foto: © Wallfahrtsstadt Kevelaer
Mit Maske ohne Maskenpflicht?
Das KB fing ein Stimmungsbild nach dem Wegfall
der Vorschriften im Einzelhandel ein
Esther Simons, Inhaberin von
Hammans. Foto: FrG
Biggi Marquardt, Mitarbeiterin
bei der Bücherstube Aengenheyster.
Foto: FrG
Kevelaer. Am 2. April entfiel
die Maskenpflicht auch in den
meisten Geschäften der Kevelaerer
Innenstadt. Wie gehen Inhaber*innen
und Mitarbeitende
damit um? Das KB hat dazu ein
Stimmungsbild eingefangen.
Wurde das langsam Zeit oder
war das noch zu früh? Auf den
ersten Blick scheint sich seit dem
2. April nicht viel verändert zu haben.
In der Kevelaerer Innenstadt
sieht man viele Menschen noch
ihre Maske tragen. Das kann seit
Kurzem aber jede*r für sich selbst
entscheiden. Dabei gehen die
Meinungen dazu auseinander.
In den Kevelaerer Geschäften
würde man wohl jede Meinung
zu dem Thema finden. Vor allem
findet man aber eine tolerante
Einstellung gegenüber der mit
dem Thema verknüpften Meinungsdiversität.
,Leben und leben
lassen‘ ist dabei immer wieder
zu hören. Wer keine Maske mehr
tragen will, wird in keinem der
befragten Geschäfte aufgefordert
zu gehen. Gisela Schaffärs, Mitarbeiterin
bei „Stoffqult“, sieht das
mehr als Gewöhnungssache. Man
habe die Maske nun so lange getragen,
dass es jetzt ungewohnt
erscheint, ohne aus dem Haus zu
gehen bzw. Menschen ohne in Läden
zu sehen.
Doch der Umgang in so einem
Fall ist von Laden zu Laden unterschiedlich.
In vielen Schaufenstern
sind Plakate zu sehen, auf
denen darum gebeten wird, die
Maske weiterhin zutragen. Bei
Radio Heckens findet man außerdem
immer noch Trenngläser
an der Kasse. Kund*innen ohne
Maske begegnet man eher hinter
diesen Gläsern oder mit mehr
Abstand. Ähnlich läuft es in der
Kevelaerer „S.Oliver“-Filiale. Hier
werden Kund*innen an die Masken
erinnert, wenn sie den Laden
ohne betreten. Viele setzen dann
noch eine auf, erzählt Storeleiterin
Trudi Albers.
Zu Auseinandersetzungen
dieser Art kommt es allerdings
in keinem der Geschäfte besonders
häufig, weil noch so viele
Kund*innen die Maske unaufgefordert
tragen. Wie in vielen
anderen Läden auch, wurde der
Umgang mit dem Entfallen der
Maskenpflicht vorher im Team
besprochen. Bei der Buchhandlung
Bercker war das kein großes
Thema, denn alle erklärten sich
schnell bereit, die Masken weiterhin
zu tragen, berichtet Mitarbeiterin
Maline Bongers. Häufig geht
es dabei darum, Eigen- und Kundenschutz
zu gewährleisten. Und
obwohl sich keine*r der Befragten
unsicherer beim Bedienen von
Kund*innen ohne Maske fühlt,
tun sich die meisten schwer damit,
den Beschluss der Regierung
positiv zu sehen. So fällt immer
wieder der Satz: „Die Zahlen waren
einfach noch zu hoch.”
Die Maskenpflicht sei eine einfache
Maßnahme, durch die die
Ausbreitung des Virus wirksam
eingedämmt werden könne, meint
Inhaberin der Hammans-Filiale,
Esther Simons. Etwas anders
sieht das Dominik Nellesen vom
Feinkostgeschäft Biekerie. All die
Maßnahmen jahrelang mitzutragen,
sei vor allem auch wirtschaftlich
eine Belastung gewesen. Er
findet, dass es Zeit sei, zur Normalität
zurückzufinden. Das Ende
der Maskenpflicht ist für ihn ein
Schritt in die richtige Richtung.
Umfrage: Franka Geßwein
Maline Bongers, Mitarbeiterin
bei Bercker. Foto: FrG
„Einmal ohne, bitte!“
Müllfreies Einkaufen im Kreis Kleve soll
durch Kampagne gefördert werden
Kreis Kleve. Beim Einkauf
ist der Ärger über die unzähligen
Verpackungsmaterialien oft
groß, da sie mittlerweile einen
großen Anteil des Haushaltsabfalls
ausmachen. Viele Menschen
wünschen sich daher alternative
Möglichkeiten, um die Flut an
Verpackungsmüll zu reduzieren.
Einen neuen Weg in diese Richtung
zeigt nun die Abfallberatung
der Kreis-Kleve-Abfallwirtschaftsgesellschaft
(KKA) auf. Vor
Kurzem ist die KKA Partnerin der
Kampagne „Einmal ohne, bitte“
des gemeinnützigen Vereins „rehab
republic e.V.“ geworden. Ziel
ist es, das verpackungsfreie Einkaufen
insbesondere von Waren
wie Brot, Käse oder Wurst zu
fördern und damit einen aktiven
Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz
zu leisten.
Ein Aufkleber mit dem Aufdruck
„Einmal ohne, bitte“, der an
Ladentheke oder im Schaufenster
angebracht ist, zeigt an, dass
in diesem Geschäft eine eigene,
selbst mitgebrachte Dose, Tüte
oder anderes Behältnis an der Ladentheke
mit dem gewünschten
Lebensmittel befüllt werden kann.
„Wir freuen uns, dass bereits erste
Geschäfte im Kreis Kleve bereit
sind, das verpackungsfreie Einkaufen
aktiv zu bewerben“, sagt
Yvonne Kannenberg von der Abfallberatung.
Auch die „mit ins
Boot geholten“ Städte und Gemeinden
im Kreis Kleve haben bereits
Interesse und Unterstützung
signalisiert.
Schnelltestzentren
Paessens Zahnwelten: Tel. 02832-896810 (Hüls 21, 47623 Kevelaer)
Tierarzt Dr. Bühner: Tel. 02832-799544 (Keylaer 71, 47623 Kevelaer)
Zahnarzt Dr. Klaus Bongers: Tel. 02832-98630 (Hauptstraße 27,
47626 Kevelaer)
Zahnarzt Dr. Tom Verhofstadt: Tel. 02832-8152 (Heiligenweg 29,
47626 Kevelaer)
Zahnarzt Dr. Halbach-Spielau: Tel. 02832-5410 (Johannesstraße 5,
47623 Kevelaer)
Physiotherapeutin Christine Kopka: Tel. 02832-4090330 (Röntgenstraße
15, 47623 Kevelaer)
Hotel Klostergarten: Tel. 02832-4089937 (Klostergarten 1, 47623 Kevelaer)
Kevelaer testet: www.kevelaer-testet.de (Petrus-Canisius-Haus, Busmannstraße
1, 47623 Kevelaer)
Das Corona-Telefon des Kreisgesundheitsamtes ist unter Tel. 02821 / 594-
950 zu erreichen.
Notdienste
Ärztlicher Notdienst: Tel. 116 117 oder Faxabruf 0800 5895210
Augenärztlicher Notdienst: Tel. 01805 04411070
Zahnärztlicher Notdienst: Tel. 01805 986700
Apothekennotdienst: Tel. 0800 0022833
Hilfsangebote
Durch Schilder können teilnehmende
Betriebe kennzeichnen,
dass bei ihnen verpackungsfreies
Einkaufen
möglich ist.
Foto: Yvonne Kannenberg
Doch jede Kampagne lebt von
der Bereitschaft der Unterstützer*innen:
So sind nun interessierte
Unternehmen aufgefordert,
sich an der Kampagne „Einmal
ohne, bitte“ zu beteiligen. Um das
Label zu erhalten, müssen Betriebe
bestimmte Kriterien erfüllen:
Neben den erforderlichen Hygienemaßnahmen
muss ein Großteil
der angebotenen Produkte (wie
Käse, Brot, Wurst, Fleisch, Fisch
oder Feinkost) auch unverpackt
angeboten werden. Die Einhaltung
der Kriterien wird von den
Label-Botschafter*innen vor Ort
überprüft.
Polizei: Tel. 02823 1081999
Weisser Ring: Tel. 01803 343434
Opferhilfe Gewaltopfer: Tel. 0800 6546546
Telefonseelsorge: Tel. 0800 1110111 o. 0800 1110222
Offene Sprechstunde für Teenies: Tel. 02821 979256
Schiedsamt Ost: Johannes Kronenberg, Tel. 0162 9093123
Schiedsamt West: Liesel Borman, Tel. 02832 979923
Demenztelefon: Tel. 0800 4004800 (Mo. - Fr. 8 - 16 Uhr)
Suchtkranke Guttempler: Tel. 02832 2016
Kreuzbund St. Marien: Tel. 02837 663627
AWO Seniorenberatung: Marktstraße 40, Mo+Do 9-13 Uhr, Mi 13-
17 Uhr; Tel. 02832 9741770
Caritas-Centrum, Marktstraße 35, Kevelaer
• Allgemeine Sozialberatung: Di 15-17 Uhr, Do 10-12 Uhr
• Beratung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene: Mi 14-15 Uhr,
sowie nach Vereinbarung
• Schuldnerberatung: Termine nach Vereinbarung
• Freiwilligen-Zentrum: Mi 14-17 Uhr
Nr. 16 vom 21. April 2022
Kevelaerer Blatt Seite 3
Ostern in Kevelaer mit
vielen Aktionen in der City
Kevelaer. Nesträuber*innen unbedingt
erwünscht, hieß es am Ostersamstag im
Niederrheinischen Museum in Kevelaer: Mit
Unterstützung des Vereins für Museumsförderung
Kevelaer e.V. hatte das Museum
wieder zur Ostereiersuche eingeladen. Auf
allen Ebenen konnten Familien zwischen
den zahlreichen Ausstellungs-Exponaten
kleine Leckereien und so ganz nebenbei
auch die anderen Schätze des Museums
entdecken. Wie jedes Jahr lautete das Motto:
Bis alle Nester geplündert sind. Gregor und
Adam Stenten ließen sich das nicht zweimal
sagen und wurden glatt fündig.
Mit einer besonderen Aktion überraschten
die Einzelhändler*innen in der Marienstadt
ihre Kund*innen. Diese bekamen am Ostersamstag
zusätzlich zu ihrem Einkauf eine
nette Aufmerksamkeit in Form eines nützlichen
„Give Away“ in die Hand gedrückt:
Mit einem Petersilienbüschchen erfreuten
die Händler*innen an der Busmann- und der
Hauptstraße (zum Beispiel Josef Heckens
links und Veronika Ophey rechts). Mit der
Aktion hatte die Interessengemeinschaft
Hauptstraße eine bewährte Tradition auf
der Bumannstraße aufgegriffen und mit der
Unternehmervereinigung Kevelaer (UVK)
durchgeführt.
Nur noch knapp vier Wochen, dann wählt
NRW einen neuen Landtag. Wer wird das
Rennen um das Amt des Ministerpräsidenten
machen? Welche Koalitionen wären
denkbar? Am Ostersamstag begrüßte die
CDU Kevelaer mit (von links) Matthias
Wirth, Sven Ambroz, Uwe Christiaens und
Sohn Ben, Jutta Bückendorf, Martin Schmidt
und Wilhelm Wehren (hier mit einem interessierten
Bürger) die Bürger*innen an ihrem
Canvassingstand, wo es für die Kevelaerer*innen
nicht nur ein bunt bemaltes Osterei
gab, sondern natürlich auch die eine oder
andere Argumentationshilfe für die Wahl
am 15. Mai.
FG / Fotos: FG
Der Busman
Hellebarde - helle Köpfe
Nachdem Sie mir, so hoffe
ich, den Kalauer in der
Überschrift verziehen haben,
bitte ich Sie, sich dieses Szenario
einmal vorzustellen:
Bei beginnender Dunkelheit
wandert gemächlichen
Schrittes
ein Stadtführer durch
Kevelaers Straßen, hinter
ihm eine Gruppe
interessierter Besucher*innen.
Er ist in
ein mittelalterliches
Gewand gekleidet, wie
es auch zu Kevelaers vergangenen
Jahrhunderten
passen würde. Die ebenfalls
stilechte Hellebarde, die eigentlich
schon im 16. Jahrhundert
als veraltet galt und durch die
sogenannte Pike abgelöst wurde,
dient ihm als Wanderstab,
aber sie gehört halt zu seinem
Outfit dazu.
Nun bleibt er stehen und
beginnt, die Geschichte
der Gnadenkapelle seit ihren
Anfängen im 17. Jahrhundert
zu erzählen. Aus dem Zuhörerkreis
um ihn herum wird er von
einem Besserwisser mehrmals
unterbrochen, was seine Laune
ganz allmählich in den Keller
gleiten lässt. Er sagt nichts
dazu, macht gute Miene zum
bösen Spiel und wendet sich
mit seiner Besuchergruppe der
benachbarten Kerzenkapelle
zu. Dort lässt sich nach einer
Minute wiederum derselbe
Zwischenrufer vernehmen und
nun reißt unserm wackeren
Stadtführer der Geduldsfaden.
Er senkt seine Hellebarde, die
mit ihrer scharfen Spitze bedrohlich
auf den Störenfried
zeigt, und geht auf ihn zu...
So oder ähnlich muss man
sich das in der Stadtverwaltung
unserer Landeshauptstadt
vorgestellt haben.
Sie hat für ihre Altstadt
aus gutem Grund und
gegebenem Anlass ein
Waffenverbot beschlossen
und wird es berechtigterweise
auch durchsetzen.
Aber ist der folgende
Schritt denn auch noch
nötig? In konsequenter Anwendung
des Waffenverbotes
für die Düsseldorfer Altstadt
traut man auch den eigenen
Stadtführer*innen nicht mehr,
verbietet das Tragen der Hellebarde
bei einer Stadtführung
und unterstellt ihnen quasi,
sie würden mit „dieser gefährlichen
Waffe“ auf Leute zugehen?
Da kann ich ja nur hoffen,
dass unser einziger männlicher
Stadtführer niemals eine
solche Hellebarde spazieren
führen wird. Ängstliche Kevelaer-Besucher*innen
werden es
ihm danken.
Mechel schüttelt nur den
Kopf: „Joa, joa, Düsseldorf!
Hellebarde hat neks met
helle Köpp te duun on außer
öhre gescheite Mostert köj’e se
vergeete.“
Euer Hendrick
Schaffers ist neuer Chef der Schützen
Neuwahl des Stadtbundvorstandes der Kevelaerer Schützen
Kevelaer. Rund 50 Mitglieder
der sechs Kevelaerer Schützenvereine
kamen zur Jahreshauptversammlung
am Mittwoch, 13.
April, in der Gaststätte Gelder
Dyk zusammen. Auf der Tagesordnung
stand unter anderem die
Neuwahl des Stadtbundvorstandes,
dessen zentrale Aufgabe die
Interessenvertretung der insgesamt
ca. 500 Kevelaerer Schützen
ist. „Das Schützenwesen gehört
zum immateriellen Kulturerbe der
Welt. Im Wort Stadtbund steckt
auch das Wort ‚Verbinden‘“, so
Ortsvorsteher Peter Hohl, der
einen Gruß von Bürgermeister
Dominik Pichler an die Versammlung
richtete. „Also lasst uns die
Vereine miteinander verbinden.
Seid einig – Völ Glöcks“, schloss
er seine Ansprache ab.
Rainer Koppers von der St.
Antonius Gilde, der nun seit 12
Jahren das verantwortungsvolle
Amt des Stadtbundmeisters der
Kevelaerer Schützen innehatte,
stellte seinen Posten auf der Jahreshauptversammlung
zur Verfügung.
Von den Mitgliedern der
Vereine wurde er unter tosendem
Beifall zum Ehrenstadtbundmeister
ernannt, als Zeichen der Anerkennung
und Wertschätzung
seiner ehrenamtlichen Dienste.
Die Versammlung gratulierte ihm
herzlich.
Koppers‘ Amt übernahm sein
Schützenbruder aus der St. An-
Der neue Vorstand des Stadtbundes der Kevelaerer Schützen versammelt sich um den Ehrenstadtbundmeister
(Mitte) v.l.: Schriftführer Jörg Brade, Stadtbundmeister Wolfgang Schaffers,
Ehrenstadtbundmeister Rainer Koppers, stellvertretender Stadtbundmeister Patrick Tenhaef,
Kassenwart Ralf Trepmann.
Foto: privat
tonius Gilde, Wolfgang Schaffers.
Von der Versammlung wurde
Schaffers einstimmig gewählt.
Er bedankte sich für das in ihn
gesetzte Vertrauen in der Hoffnung,
die an ihn gerichteten Erwartungen
erfüllen zu können. Er
freute sich auf eine gute Zusammenarbeit
und bedankte sich bei
Wahlleiter Rudi van Bühren.
In den geschäftsführenden Vorstand
des Kevelaerer Stadtbundes
wurden des Weiteren einstimmig
gewählt: Patrick Tenhaef von der
Bürgerschützengesellschaft als
stellvertretender Stadtbundmeister,
Jörg Brade von der St. Sebastianus
Schützenbruderschaft als
Schriftführer und Ralf Trepmann,
ebenfalls von der St. Sebastianus
Schützenbruderschaft, als Kassenwart.
Die Versammlung gratulierte
dem nun neuen geschäftsführenden
Vorstand herzlich und
wünschte viel Erfolg und gutes
Gelingen.
Ein besonderer Dank galt den
ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern
Michael Kalcker, der zuletzt
als stellvertretender Stadtbundmeister
tätig war, sowie
Michael Jansen, der das Amt des
Schriftführers bekleidete. Ebenfalls
galt ein Dank Bernd Aymanns,
der unter anderem 16
Jahre lang ehrenamtlich die Vermietung
der Schützenhalle verantwortete.
In den erweiterten Vorstand
wurden gewählt: Stadtbundschießmeister
Stefan Hoenmanns,
Sportstättenwart Hans Faahsen,
Fahnenschwenkerobmann Tobias
Langenhuizen, Hallenvermietung
Stefan Manders, Thomas Schagen,
Theo Verbeek und Michael Lingnau,
stellv. Schriftführer Michael
Kohl, stellv. Kassenwart Michael
van Bühren, stellv. Stadtbundschießmeister
Jürgen Kisters und
Webmaster Michael Jansen.
Wahlplakate beschmiert
Kevelaer. Wieder sind in
Kevelaer Wahlplakate von
Unbekannten mit teils nationalistischen
Parolen beschmiert
worden. Schon in vorangegangenen
Wahlkämpfen war es zu
solchen Sachbeschädigungen
an den Plakaten mehrerer Parteien
gekommen.
Foto: KS
Lindenstraße voll gesperrt
Kevelaer. Ein stattlicher
Bagger sorgt für Behinderungen
an Kevelaers wohl umstrittenstem
Bahnübergang.
Diesmal ist dieser allerdings
nicht der Grund für die Baustelle,
sondern die Herstellung
eines Kanalanschlusses. Noch
bis zum morgigen Freitag soll
die Lindenstraße nach Angaben
der Stadt Kevelaer vollständig
gesperrt sein. Foto: KS
Seite 4
Kevelaerer Blatt Nr. 16 vom 21. April 2022
Kultur in Kürze
Die Leichtigkeit
des Aquarells
Winnekendonk / Kreis Kleve.
Das Kreisbildungswerk Kleve
bietet von Donnerstag, 28. April,
bis zum 2. Juni jeweils donnerstags
9.30 bis 11.45 Uhr, in Kooperation
mit dem Bildungswerk
Winnekendonk im Pfarrheim
St. Urbanus, Klösterpad 8, einen
Aquarellmalkurs für Teilnehmende
mit Vorkenntnissen und Fortgeschrittene
an. Gegenüber anderen
Techniken zeichnet sich ein
Aquarell durch seine scheinbare
Leichtigkeit aus. Aber Vorsicht,
leicht ist die Technik gewiss
nicht... Wer hinter das Geheimnis
einer gelungenen lockeren Aquarellmalerei
von Blumen, Himmel,
Wasser und Landschaften
kommen möchte, ist hier richtig.
Die Teilnahmegebühr beträgt 40
Euro. Information und Anmeldung:
Kreisbildungswerk Kleve,
Tel. 02821-721525 oder über die
Homepage www.kbw-kleve.de.
Räuber Hotzenplotz
Kevelaer. Der Nachholtermin
zum Kindertheater „Der Räuber
Hotzenplotz und die Mondrakete“
ist am 26. Juni, 15 Uhr, Einlass
14.30 Uhr, im Kevelaerer Konzertund
Bühnenhaus.
„Des Landwirts Hof“:
Ein Kevelaerer in Tirol
Kevelaer / Kitzbühel. Nach zahlreichen
Ausstellungen und Beteiligungen an
internationalen Kunstmessen in Europa,
Asien und Amerika werden die Werke
des Kevelaerer Künstlers Paul Wans
nun erstmals auch in Österreich gezeigt.
Die Stadtgalerie „Kitz Art“ im Zentrum
von Kitzbühel, die den deutschen Maler
bereits seit 2017 vertritt, zeigt seit Anfang
dieses Monats zu dessen 65. die Ausstellung
„Des Landwirts Hof“.
„Unter diesem Titel präsentieren
wir eine Auswahl von großformatigen
Aquarellen des Malers Paul Wans, der
am Niederrhein nahe der deutsch-niederländischen
Grenze lebt und arbeitet. Hier,
in der von Gartenbau und Landwirtschaft
geprägten Region zwischen Rhein und
Maas sucht und findet Wans seit nunmehr
rund vierzig Jahren seine künstlerisch
umgesetzten Themen und seine
Bildinhalte. Er pflegt den persönlichen
Kontakt zu mehreren Landwirten,
kennt ihre Betriebe
von innen und außen. Seine
Kunst zeigt jedoch nicht
die verklärte, nostalgisch
gefärbte Idylle. In seinen
ungewöhnlichen, stets in
aufwändiger Aquarelltechnik
gestalteten Bildwerken
setzt er sich kritisch, aber
ohne moralischen Zeigefinger
mit der Landwirtschaft
auseinander und besetzt
ungeachtet aller stilistischen
Modeerscheinungen auf dem
Kunstmarkt konsequent und
eigenwillig eine Nische, die
sein Werk hinsichtlich inhaltlicher
und künstlerischhandwerklicher
Ausrichtung
innerhalb der zeitgenössischen
Kunst einzigartig
werden lässt....“, schreibt
Galerist Rudolph Pigneter
(Foto links, mit Paul Wans,
re.) im Vorwort des Katalogs
zur Ausstellung. Diese ist noch bis zum
30. April, Mittwoch bis Samstag von 10
bis 12 Uhr, Freitag von 15 bis 17 Uhr und
nach Vereinbarung geöffnet.
Paul Wans, der von 1987 bis 1992 Vorsitzender
im Bundesverband Bildender
Künstler Bezirk Niederrhein war, wurde
soeben von der Mitgliederversammlung
in Kempen einstimmig als neuer Vorstandsvorsitzender
dieses Verbandes mit
rund 90 professionell tätigen Künstler*innen
zwischen Mönchengladbach, Düsseldorf,
Duisburg, Wesel und Kleve gewählt.
Fotos: Wans
Workshop „Strickspiel und Strickliesel“
Die Puppen tanzen wieder
Kevelaerer Puppenspiel-Tage sind nach langer Corona-Pause zurück
Kevelaer. In den 80er-Jahren
haben fast alle gestrickt, ob mit
der Strickliesel oder mit dem
Strickspiel, gerne auch mal die
Stulpen für den Aerobic-Kurs.
Ganz in diesem Sinne bietet der
Workshop an drei Terminen
die Möglichkeit, sich damit zu
beschäftigen. Die Kurse sind
auf Anfänger*innen ausgelegt.
Eine Anmeldung für die drei
Kurse kann individuell gestaltet
werden. Wer möchte, darf seine
eigenen Nadeln, Stricklieseln
und Wolle mitbringen. Es wird
aber gegen einen Aufpreis auch
Material für die erfolgreiche
Umsetzung eines Stückes zur
Verfügung gestellt.
Die Workshops finden am Freitag,
22. und 29. April, von 18 bis
20 Uhr, statt, und am Samstag,
23. April, von 10 bis 12 Uhr.
Es wird um eine Anmeldung
gebeten. Dies kann telefonisch
(02832-954120), per E-Mail
(info@niederrheinisches-museum-kevelaer.de)
oder aber
über die Veranstaltung auf der
Internetseite des Museums erfolgen.
Die Workshops kosten
10 Euro pro Person pro Termin,
zzgl. auf Wunsch 12 Euro für
Material.
Weitere Infos gibt‘s auch im
Quartalsprogramm des Museums.
Fotos: NMK
Kevelaer. Am 21. und 22. Mai
verwandelt sich die Kevelaerer
Innenstadt wieder in ein Paradies
für alle Puppenspiel-Fans. An diesem
Wochenende finden zum 24.
Mal die „Kevelaerer Puppenspiel-
Tage“ statt. Viele verschiedene
Stücke warten auf Jung und Alt.
Mit der Veranstaltung kehrt ein
beliebtes Familienevent in die
Wallfahrtsstadt zurück. Unterstützt
wird die Veranstaltung von
der Volksbank an der Niers und
der Unternehmervereinigung Kevelaer
(UVK).
Eröffnungsstück und
Kinderworkshop
Die Eröffnung der diesjährigen
Kevelaerer Puppenspiel-Tage findet
am Samstag, 21. Mai, statt.
Das Event startet um 10 Uhr
mit einem Kinderworkshop im
Niederrheinischen Museum für
Volkskunde und Kulturgeschichte.
Mithilfe verschiedenster Materialien
werden eigene Puppen
erschaffen. Bei der Anmeldung im
Museum ist ein Kostenbeitrag von
9,50 Euro pro Teilnehmer*in zu
errichten. Kinder unter 6 Jahren
dürfen nur in Begleitung eines Erwachsenen
teilnehmen. Um 14.30
Uhr findet dann das Eröffnungsstück
des Veranstaltungswochenendes
auf der Bühne am Museum
statt. Das Theater „Laku Paka“
begeistert mit „Serafina und der
Löwenkönig“ sicherlich nicht nur
die kleinen Gäst*innen. Das Stück
nach der Fabel „Löwe und Maus“
von Jean de LaFontaine handelt
von einem alten Löwen, der bei
einem Streifzug in eine Falle gerät.
Helfen möchte dem Löwen,
vor dem sonst niemand sicher ist,
keiner. Die kleine Savannenmaus
Serafina wendet die Geschichte
und macht das Stück zu einer
Auf fünf Bühnen in der Kevelaerer Innenstadt wird ein buntes Familienprogramm für Klein und
Groß geboten.
Foto: Wallfahrtsstadt Kevelaer
Hommage auf ungleiche Freundschaften.
Neben bunten Figuren
fürs Auge bietet das Stück gleichzeitig
eine musikalische Untermalung
für die Ohren. Das Puppenspiel
ist für alle kostenlos.
Buntes Familien-Programm
auf fünf Bühnen
Am Sonntag, 22. Mai, gibt es von
13 bis 18 Uhr ein abwechslungsreiches
Programm auf fünf Bühnen,
die in der Innenstadt verteilt
sind. Neben klassischen Märchen
wie „Hänsel und Gretel“ und „Rapunzel“
warten „Großer Wolf und
kleiner Wolf“ und „Der Grüffelo“
auf die Besucher*innen. Mit der
„RoadShow“ kommt ein witziger
Puppen-Punker nach Kevelaer.
Ein tierisches Abenteuer kann
man mit „Tafiti und Pinsel“, dem
Erdmännchen und dem Pinselohrenschwein
erleben, die sich auf
die Suche nach einem Kuschelkissendieb
begeben.
In den Pausen zwischen den
Aufführungen verwandelt sich
die Innenstadt selber in den Aufführungsort.
Dann sind nämlich
„Güstaf und Smoky 41“ zwischen
den Bühnen unterwegs. Im Steampunk-Look
wandert der Walk
Act durch die Straßen und fasziniert
mit seiner Maschine auf Rädern.
Alle Bühnen der Innenstadt
sind kostenfrei zu besuchen.
Mach mal Pause!
Zwischen 15 und 16 Uhr findet
am Sonntag erstmals eine Shoppingpause
statt. Eine Stunde,
um sich in der Innenstadt umzuschauen
oder in einem Café über
das Puppenspiel-Erlebnis zu erzählen.
Kaffee, Eis oder neueste
Mode – der verkaufsoffene Sonntag
lädt zum Shoppingerlebnis
ein und verspricht ein besonderer
Erlebnistag für Jung und Alt zu
werden.
Nr. 16 vom 21. April 2022
Kevelaerer Blatt Seite 5
Kevelaer. In lockerer Reihenfolge
stellt KB-Autor Wilfried Schotten
(WiScho) in einer Serie Straßennamen
in Kevelaer und den
Ortschaften vor. Dabei geht es nicht
allein um den Namen der Straße
und dessen Entstehung, sondern
auch um so manche interessante
Besonderheit, die sich am Straßenrand
findet - oder einstmals befunden
hat. Heute...
Die Marienstraße
Schon wieder ein Doppelgänger!
Wetten und Kevelaer-City
waren sich wohl einig – eine
unserer Straßen muss zwangsläufig
den Namen Marienstraße
bekommen. Recht haben sie alle
beide.
Die Suche nach einer Namensgeberin
erübrigt sich hier wie
schon bei anderen Straßen, dieses
Mal aus sehr bekanntem Grund.
Ich bleibe wiederum erst einmal
in der City und fange wo an? Die
Ecke Bahnstraße soll’s werden
und liefert mir wieder einmal den
Beweis, dass in vielen Gebäuden
– so auch hier – die unterschiedlichsten
Nutzer*innen, Pächter*innen,
Inhaber*innen und
Eigentümer*innen ihre zeitweilige
Bleibe gefunden haben.
Da wo heute ein seriöses Seminarzentrum
seine Räume für
Schulungen und Ähnliches anbietet,
gab es da nicht mal eine
Gaststätte, Kneipe, Wirtschaft,
wo man an der Theke nicht unbedingt
Herren im Nadelstreifenanzug
erwartete? Jedenfalls gehört
das seit den 90er-Jahren zum
bekannten „Schnee von gestern“
und ich begebe mich weiter in die
Die Marienstraße...
...beheimatete unter anderem Künstler und Handwerkskünstler
Serie: Kevelaer - deine Straßen
Marienstraße hinein. Da erinnere
ich mich an einen Friseurladen
auf der anderen Seite, der einer
Familie Nellesen gehörte.
Schräg gegenüber wiederum
geht es zwar in die Bonifatiusstraße
hinein, aber nur kurz und
knapp, denn das ist eine Sackgasse.
Erwähnenswert aus dem
Grund, dass es hier bis 1985 das
Familienunternehmen der Zimmerei
und Schreinerei van Aaken
gab, bis man aus Modernisierungs-
und vor allem Platzgründen
zum Gewerbering 7 zog und
seitdem dort seine hochwertige
Qualitätsarbeit im Umgang mit
Holz fortsetzt. Unvergessen, dass
diese Firma maßgeblich beim
Wiederaufbau der 1982 abgebrannten
St. Antonius-Pfarrkirche
beteiligt war.
Beinahe ehrfürchtig nähere ich
mich dem Nachbarhaus, Marien-
Marienstraße 1930er.
Marienstraße 2003.
straße 18. Denn ich weiß, wer hier
wohnte: die bekannten Künstlerbrüder
Heinrich und Karl Neuy.
In seiner Broschüre „Vom Historismus
zur Moderne“, die Peter
Lingens 2006 einen „Führer zu
Künstlern und ihren Häusern in
Kevelaer“ nennt, finde ich vier
volle Seiten über das Leben dieser
beiden Männer mit einer Fülle
von Informationen. Diese hier
zusammenzufassen, sprengt mit
Sicherheit den verfügbaren Rahmen.
Daher nur so „viel“:
Heinrich Neuy (1911-2003) erwarb
sich einen internationalen
Namen als Verfechter der Bauhaus-Architektur.
„Im Kevelaerer
Hotel ‚Zu den Drei Königen‘ hatte
er 1933 seine erste große Ausstellung
mit Wohnhausmodellen,
ganzen Inneneinrichtungen [...].“
„Seine Tochter verwaltet und präsentiert
heute sein umfangreiches
Werk in der Borghorster Heinrich-Neuy-Stiftung“.
(P. Lingens)
Bruder Karl (1923-1998) folgte
dem Willen seines Vaters und
erlernte das Tischlerhandwerk
bis zur Meisterschaft. Er war der
„Bodenständigere“, blieb lange
Zeit in Kevelaer und stellte seine
Radierungen und Gemälde,
später auch antike Möbel in den
großen Fenstern des Elternhauses
zum Verkauf aus. Er war an Restaurier-
und Reparaturarbeiten
an der Orgel der Basilika ebenso
beteiligt wie an entsprechenden
Arbeiten in der Wettener St. Petrus-Kirche.
Das Foto (Quelle: Neuy-Kunst-
Verein e.V.) erinnert an das Gebäude
aus den 1920er-Jahren. Es
wurde nach einem Bombenangriff
völlig zerstört. Ab 1950 gab es den
Neubau, so wie wir ihn heute kennen.
Die Marienstraße
hatte
einen weiteren
Künstler
und Maler zu bieten, dessen Name
in Kevelaer heute ebenfalls noch
einen Klang hat. Ich höre manche*n
Kevelaerer*in sagen „Wenn
ich nur einen Wenzel im Wohnzimmer
hängen hätte...“. Karl
Wenzel jedenfalls hatte zeitweilig
Wohnung und Atelier auf der Marienstraße
Nr. 9a.
Er war zusammen mit anderen
Kevelaerer Künstlern (u.a. Josef
Pauels) daran beteiligt, die Arbeit
Stummels auf Geheiß von Pfarrer
Holtmann zu vollenden (1934)
und einen Teil der Beichtkapelle
mit einem aufwändigen Bildprogramm
auszuschmücken.
Das Foto aus 1936 zeigt noch
den Aufbau mit der Wohnung im
2. Stockwerk, das es nach dem
Krieg nicht mehr gab. In der Verlängerung
hinter dem vornehmen
Fahrzeug hat man Jahre später
einen Durchstich geschlossen; somit
konnte man auf diesem Weg
nicht mehr über die Bahngeleise
zur Basilikastraße gelangen.
Wahrscheinlich war das auch der
Grund, warum dieser kurze Teil
fortan zur Marienstraße zählte
und nicht mehr Willibrordstraße
genannt wurde.
Das Foto zeigt auch, dass es
bereits zu Wenzels Zeiten im
Parterre einen Friseursalon Hans
Busch gab, der sich bis weit in die
60er-Jahre gehalten hat und wiederum
durch einen weiteren Friseursalon
abgelöst wurde.
Wenn Sie, liebe Leser*innen, ein
ausführliches Porträt, vor allem
über den teils umstrittenen, von
seiner Tochter heftig verteidigten
Karl Wenzel vermisst haben, bitte
ich Sie höflich zu beachten, dass
ich bei dem gewählten Thema
„Marienstraße“ nicht abschweifen,
sondern eine weitere Straße
Kevelaers beschreiben wollte.
Ergänzungen sind willkommen;
hierzu weiter unten mehr.
Auch das Gebäude Marienstraße
Nr. 9a hat in der Folge noch so
manche*n Pächter*in, Inhaber*in
etc. beherbergt.
An der Einfahrt zum ehemaligen
Bürogeschäft der Firma Bercker
vorbei komme ich nun zu
einem Gebäude, das manche*r
von den gaaanz alten Kevelaerer*innen
noch in schmerzhafter
Erinnerung haben dürfte. Hier
residierte ein Zahnarzt mit dem
bedeutungsschwangeren Namen
Richter. Dass er gleichwohl
feinfühlige Hände gehabt haben
Marienstraße 2003. Marienstraße 2004.
Marienstraße 1920er.
Fotos: WiScho
muss, bewies seine Mitgliedschaft
in einem Billardklub, der damals
bei Stassen beheimatet war.
Die Basilikastraße naht und damit
das Ende meiner „Reise“. Hier
auf der Ecke darf ich allerdings
auf keinen Fall das renommierte
Gardinen- und Bettengeschäft
EBUS und dessen späteren Inhaber
Hubert Rogmann vergessen.
Sein „Hobby“ war das Deutsche
Rote Kreuz, womit er mir persönlich
einen riesigen Gefallen getan
hat. Aber das ist eine andere Geschichte.
Liebe*r Leser*in, wenn Sie zu
der einen oder anderen Stelle eine
Ergänzung oder auch Korrektur
anbringen möchten, schreiben Sie
uns einen Leserbrief. Wir freuen
uns immer über das Schließen
von Bildungslücken.
Wilfried Schotten
Was war da los? Diese Geschichten
schrieb das Kävels Bläche / Ausgabe 16
1992 „Keine ernsthaften Schäden - aber viel Angst“ hinterließ
vor 30 Jahren dem Kävels Bläche zufolge das damalige Erdbeben:
„In der Nacht von Sonntag auf Montag erlebten viele Kevelaerer
zum ersten Mal ein Erdbeben und waren tief beeindruckt.“ Von ungewöhnlichen
Bewegungen im Schlafzimmer - des dortigen Schrankes
- bis hin zu umkippendem Nippes auf dem Fernseher wussten
die - in ihrer Nachtruhe - gestörten Kevelaerer*innen dem Bläche zu
berichten. Von Pferden ist die Rede, die - egal ob Kaltblut oder nicht
- ruhig Blut bewahrten, weil sie sich schon an den Fluglärm übender
Armeen gewöhnt hatten, aber auch von sehr sensiblen Puten: „Am
Morgen nach dem Beben sah der Stall ziemlich wüst aus, das Stroh
war durchwühlt und jede Menge Federn flogen umher.“ Der Züchter
meldete aber: „Zum Glück keine Verluste.“ In Kevelaer sei überhaupt
bis auf das Beben selbst alles ruhig verlaufen, im Gegensatz
zum Kreis. „Unzählige Menschen“ hätten den Notruf angerufen, um
sich über die Ereignisse auf dem Laufenden zu halten. Die Klarissenschwestern
nutzten einen anderen ,heißen Draht‘: Sie begaben sich
spontan und voller Angst in die Kirche und beteten.
Ein ganz anderes Beben, für Kevelaer nicht minder erschütternd,
gab es vor 30 Jahren in der Wirtschaft. Pardon, in der Wirtschaft:
„Mia und Willy Stassen sagen ade“, schrieb das Bläche mit einer großen
Träne im Bierglas. Das Wirtspaar verabschiedete sich „mit einer
schönen Feier“ von den Stammgäst*innen. Ab dem 1. Mai werde ein
Pächter die Geschicke der Traditionsgaststätte lenken, kündigt das
Kävels Bläche an.
Ein Thema, das damals wie heute aktuell ist: In Kevelaer wurde
vor 30 Jahren der Wohnraum knapp. So knapp, dass der Runderlass
des Landesstadtentwicklungsministers, der schon vor zehn Jahren
Abhilfe hätte schaffen können, nun endlich umgesetzt werden soll:
Für die Zweckentfremdung von Wohnraum - etwa als Arbeitsplatz
zu Hause, vom ,Homeoffice‘ hatte damals noch niemand was gehört,
obschon viele es praktizierten - sollen die Bürger*innen nun
200 Mark Ablöse bezahlen - pro Quadratmeter wohlgemerkt. Die
Kommunen wurden nun vom Land aufgefordert, den Verstößen
endlich nachzugehen, was bei einem zehn Jahre alten Erlass den
Beamt*innen in den Stuben des Rathauses naturgemäß den Schweiß
auf die Stirn trieb.
So einfach gibt eine gestandene Wettenerin ihre Lotto-Einnahmen
nicht her: Als sie vor ihrer Annahmestelle ein Auto mit auswärtigen
Kennzeichen erblickt, schwante ihr was, berichtet das Bläche. Als
dann noch ein junger Mann mit langen Haaren und Lederhose, sowie
ein Mädchen mit einem Stoppelhaarschnitt die Annahmestelle
betreten, wird ihr Verdacht zur Gewissheit: Die beiden zücken eine
Pistole und verlangen Geld. Doch die Wettenerin schließt die Kasse
zu. „Das irritierte die Täter so, daß sie sich umdrehten, in ihr Auto
sprangen (hier wartete ein zweiter Mann), und davonbrausten“,
schreibt das Bläche vor 30 Jahren. Die Polizei schnappt die beiden
fahnenflüchtigen Bundeswehrsoldaten und das Mädchen nur eine
halbe Stunde später in Xanten-Veen.
2002 Infos aus der ersten Reihe gab‘s vor 20 Jahren für die
12. und 13. Jahrgangsstufe des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums:
Landtagsvizepräsident Dr. Helmut Linssen (CDU) besucht die Marienstadt
und deren Eleven-Elite. Er erzählte „aus seinem Leben als
Landtagsabgeordneter“, schreibt das Kevelaerer Blatt und ein Blatt
nahm der Mann aus der Wirtschaft, der sich auch der Umwelt verpflichtet
fühle, laut Berichterstattung nicht vor den Mund. Auf die
Nachfrage nach seiner Tätigkeit für die West-LB und eine mögliche
Befangenheit kontert er, man dürfe sich natürlich nicht beeinflussen
lassen. „Die Frage sei: ,Wo fängt Bestechung an?‘ Es ,menschele‘
schließlich überall“, zitiert das Blatt den Spitzenpolitiker. Politiker
müssten „höheren Ansprüchen genügen als andere Berufstätige“,
meint er, gibt aber auch zu: „Solche Leute haben wir nicht immer.“
2012 Hart geht das KB vor zehn Jahren mit der Marienstadt
ins Gericht: „Was ist mit der Stadtmitte Kevelaers los?“, fragt die
Heimatzeitung und beschreibt eine wüste Straßen-Landschaft aus
Leerständen und Filialisten. „Unverwechselbar“ sei Kevelaer schon
lange nicht mehr und deshalb sei der Weg, der einzuschlagen sei,
klar: „Zurück in die Zukunft“. Für Maasstraße, Amsterdamer Straße
oder Basilikastraße komme wohl jede Hilfe zu spät und auch
für Busmannstraße und Hauptstraße sehe es nicht wirklich gut aus,
versucht das KB aufzurütteln. Andererseits zeigt das Blatt damals
auch Verständnis für die Hausbesitzer*innen: Wenn sich niemand
anderer als Filialisten meldeten, könne man eben auch nur an diese
vermieten... Das was Kevelaer ausmache, müsse weiter verfestigt
und ausgebaut werden, laute die Strategie. „Dazu gehört sicherlich
auch das Angebot an der Hauptstraße. Dazu gehören ebenso innerstädtische
Aktionen. Hinter vorgehaltener Hand wird in der Stadt
über den Verkehrsverein geschimpft. Kritik wird auch an der Wirtschaftsförderung
geübt. Man müsse viel mehr machen - „mit Blick
auf die Zukunft“, heißt es im KB. „Kevelaer ist schön und hat mit der
Trösterin der Betrübten ein wichtiges Ziel für sehr viele Menschen,
die spirituell auf der Suche sind. Aber auf dem Status Quo ausruhen
darf sich Kevelaer nicht.“
Michael Nicolas
Seite 6
Kevelaerer Blatt Nr. 16 vom 21. April 2022
Anzeigen
Amtliche Bekanntmachungen
Amtliche Bekanntmachung
der Wallfahrtsstadt Kevelaer
Hinweis der Wallfahrtsstadt Kevelaer auf öffentliche Bekanntmachungen
gemäß § 17 Abs. 1 der Hauptsatzung der Wallfahrtsstadt Kevelaer
Die öffentlichen Bekanntmachungen über
- die Ordnungsbehördliche Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen
sowie
- die Änderung der Verbandssatzung des Sparkassenzweckverbandes Rhein-
Maas
erfolgen im Internet unter www.kevelaer.de/bekanntmachungen.
Wallfahrtsstadt Kevelaer
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öffnete die Touristikmesse
Niederrhein in Kalkars Messehallen
wieder ihre Tore (das
KB berichtete). Touristiker*innen
vom Niederrhein und aus
ganz Deutschland warben um
Urlaubsgäst*innen. Mit dabei
waren auch Vertreter*innen
aus Kevelaer.
„Wir haben die Zeit genutzt
und ansprechende, aussagekräftige
Messewände erstellen
lassen. Diese spiegeln genau
das Kevelaer wider, das wir
auch sind – eine Stadt mit
hohem Freizeitwert“, freut sich
Verena Rohde, Leiterin des
Kevelaer Marketing. „Dank
moderner Technik können wir
nun Kevelaers Facetten noch
besser hervorheben“, ergänzen
Alina Peters und Volker Meisel
aus selbiger Abteilung.
Auch in diesem Jahr präsentierten
sich die Städte im Kreis
Kleve gemeinsam: Ein grüner
Teppich zeigte den Weg – und
führte damit auch gleich an
den Stand der Wallfahrtsstadt,
wo Barbara Dicks und Monika
Metsch gemeinsam mit den
Auszubildenden Laura van den
Berg und Julian Binn die Besonderheiten
Kevelaers präsentierten.
Viele bunte Broschüren
wechselten die Besitzer*innen
und sorgen nun für Lust auf
einen Kevelaer-Besuch.
„Mit der Vielzahl unserer
neuen und stets aktuellen Broschüren
– sei es das Kevelaer
Magazin, die Informationen
rund um den Solegarten St.
Jakob oder auch Wander- und
Veranstaltungstipps – nahmen
die Gäste das Kevelaer-
Feeling mit nach Hause“, ist
sich Andrea Kirk sicher.
Foto: Wallfahrtsstadt Kevelaer
Nr. 16 vom 21. April 2022
Kevelaerer Blatt Seite 7
Nachfolger mit Leidenschaft tritt an
Heinz-Peter Tervooren hat seine Traditionsschreinerei an Jens Beckmann übergeben
Fortsetzung von Seite 1: Rund
eineinhalb Jahre soll gebaut werden
Kervenheim. Drei Jahrzehnte
lang lag die Schreinerei Tervooren
in Kervenheim in den Händen
von Heinz-Peter Tervooren. Seit
1992 leitete er die Geschicke des
Familienbetriebs. Nun war es an
der Zeit, den Blick nach vorn zu
richten, die Weichen für die Zukunft
zu stellen. Seit Jahresbeginn
leitet Jens Beckmann das Unternehmen.
Gemeinsam mit seiner
Frau Jessica möchte er die Philosophie
des Familienbetriebs weiterführen.
„Bei mir war das schon immer
Thema“, sagt Heinz-Peter Tervooren
mit Blick auf Jens Beckmann.
Schon früh sei ihm klar gewesen,
dass er in dem heute 32-Jährigen
einen würdigen, leidenschaftlichen
Nachfolger hätte. Seit 2010
ist der gebürtige Xantener, der
seine Ausbildung im elterlichen
Betrieb in Uedem absolvierte, bei
Tervooren angestellt. Aushilfsweise
hat er den Betrieb schon
vorher unterstützt. „So bin ich
dann hier reingekommen“, sagt
Beckmann. Dass er dem Betrieb
seines Vaters nach der Ausbildung
nicht treu blieb, liegt im
Fachlichen begründet. Er arbeite
leidenschaftlich gerne an „feinen“
Projekten, sein Vater sei eher auf
groß angelegte Arbeiten fokussiert.
Eines habe für ihn jedenfalls
immer festgestanden: „Hauptsache
Holz.“ Und dass bei Tervooren
dann Zimmertüren, Fenster,
Haustüren, Denkmalschutz und
Co. auf dem Plan standen, war für
den gelernten Tischler quasi der
Jackpot.
Vom Lehramtstudenten
zum Tischlerlehrling
„Wir machen nur Holzsachen
und fahren da sehr gut mit, wir
sind da spezialisiert“, sagt Tervooren.
Holz sei unglaublich vielseitig
und spannend zu verarbeiten.
Seine Leidenschaft für den Beruf
hat der heute 60-Jährige allerdings
– anders als sein Nachfolger
– erst später erkannt. Denn bevor
er 1984 seine Tischlerausbildung
begann und 1990 die Meisterschule
besuchte, fing der gebürtige
Kevelaerer ein Lehramtsstudium
Kevelaer. Bereits im vergangenen
Jahr hat die Spielplatzkommission
in Kevelaer sich
dafür eingesetzt, am Europaplatz
ein themenbezogenes Großspielgerät
anzuschaffen. An diesem
Jens Beckmann (l.) hat zum Jahresbeginn die Schreinerei Tervooren in Kervenheim von Heinz-
Peter Tervooren übernommen.
Foto: eg
(Sport und Geschichte) an. Auch
wenn er zu Beginn der 80er-Jahre
bereits aushilfsweise im Betrieb
unter der Leitung seines
Schwiegervaters Hans Tervooren
mithalf, schmiedete er noch keine
weiteren Pläne: „Da wäre ich
nicht drauf gekommen, dass ich
den Laden hier mal übernehmen
werde.“
Bereut habe er den Schritt, sein
Studium abzubrechen und in den
Familienbetrieb einzusteigen nie,
sagt Tervooren. Der Umgang mit
anderen Menschen, der ihm beruflich
wichtig gewesen sei, den
habe er mit den rund 20 Mitarbeitenden
und den Kund*innen ja
trotzdem.
Da eine Übernahme des Betriebs
in Kervenheim durch seine eigenen
zwei Kinder ausgeschlossen
war, wurde für den 60-Jährigen
das Thema Nachfolge in den vergangenen
Jahren immer konkreter.
Mit Beckmann habe er immer
mal wieder darüber gesprochen.
Konkret wurden die Pläne dann in
den vergangenen Jahren. Dass das
Unternehmen nun nicht mehr in
den Händen der Tervoorens liegt,
das sei gar nicht schlimm. „Das
war für mich immer klar, dass ich
Antonius-Kinder nehmen neues Spielgerät in Beschlag
Standort mussten einige Spielgeräte
ersetzt werden (das KB
berichtete). Ende Februar wurde
das neue Gerät geliefert und von
den Mitarbeitenden des städtischen
Betriebshofes aufgebaut.
das will. Es muss ja weitergehen.“
Und in Jens Beckmann habe er ein
„Urvertrauen“.
Mehr Technik, mehr
Digitalisierung
Viele Kinder, hier unter anderem
vom St. Antonius Kindergarten
in Kevelaer, können sich seitdem
auf dem neuen Spielgerät
austoben. Als Highlight durften
die Kinder über das Motiv für
Der 32-Jährige möchte das
Unternehmen in gleicher Weise
fortführen, wie er es übernommen
hat. Sicherlich werde man
allgemein in Sachen Technik und
Innovation noch weiter aufrüsten,
aber das bringe die Digitalisierung
ja ohnehin mit sich. Fensteralarm,
automatische Türen – all das seien
eben schon lange keine Fremdwörter
mehr. Unterstützt wird
der Unternehmensinhaber von
seiner Frau Jessica. Die 28-jährige
gelernte Physiotherapeutin ist
bereits 2018 als Bürokraft in das
Unternehmen eingestiegen.
Auch wenn Beckmann um die
Herausforderungen in der aktuellen
Zeit weiß – die Holzpreise
hätten sich für das Unternehmen
seit Januar teilweise mehr als
verdoppelt – freut er sich auf die
neue Aufgabe. Natürlich müsse
man in die neue Rolle erst „hineinwachsen“
und auch in Sachen
Belegschaft weiß der Unternehmer
um seine Verantwortung:
„Mit 20 Leuten, das ist schon eine
Nummer.“ Der schleichende Übergang
habe in der vergangenen
Zeit aber bereits gut funktioniert.
Und eines steht fest: Ganz aus
dem Betrieb herausziehen wird
sich Heinz-Peter Tervooren vorerst
nicht. „Ich werde hier immer
mit rumwühlen“, sagt der Tischlermeister
lächelnd. „Wir haben
ja bald 100-Jahr-Feier. Da möchte
ich noch mittanzen. Dann muss
auch gut sein.“ Die Unterstützung
ist für die nächsten sieben Jahre
also noch gesichert, denn im Jahr
2029 kann der Betrieb auf 100 Jahre
Geschichte zurückblicken – bis
zu den Anfängen unter Gründer
Fritz Tervooren.
Bis dahin dürfte Jens Beckmann
dann auch bei allen als neues „Gesicht“
der Schreinerei Tervooren,
die ihren Namen übrigens behalten
wird, bekannt sein. Und die
Ziele für die erste Zeit in seiner
neuen Rolle hat der 32-Jährige
auch klar gesteckt: „Die Firma
muss grundsätzlich erstmal so
weiterlaufen. Das muss erstmal
seinen Weg finden. Das ist das
Hauptziel.“
Elena Gavriil
den zukünftigen Abfallbehälter
an dem Standort abstimmen.
Zur Auswahl standen ein Bär,
ein Frosch und ein Pinguin. Die
Mehrheit der Kinder wählte den
Pinguin aus. Foto: C. Geurtz
Kevelaer. Bereits jetzt gebe
es zahlreiche Anfragen bezüglich
der 2- bis 4-Raum-Eigentumswohnungen,
so Walter.
Was derzeit noch völlig offen
sei: die Vergabe der ca. 200
Quadratmeter großen Gewerbefläche.
„Wir würden da am
liebsten natürlich eine gute
Gastronomie reinbringen.“ Erste
Anfragen habe es gegeben,
Interessierte könnten sich aber
nach wie vor bei der Firma
Tecklenburg melden.
18 Monate Bauzeit planen
die Bauunternehmer*innen für
das Projekt ein. Nach Adam
Riese wäre eine ziemlich zeitige
Bewilligung des Bauantrags
im Sommer also von Vorteil.
Edgar Walter sieht dabei einer
unkomplizierten Zusammenarbeit
mit der Stadt Kevelaer
entgegen. Bisher laufe es gut.
„Sehr gut sogar.“
„Wesentlich ist, dass wir an
einer so herausragenden Stelle
direkt in der Kevelaerer Innenstadt
innovative Wohnungen
schaffen können. Das ist so die
Herausforderung: Alt mit Neu
zu verbinden“, drückt Walter
den besonderen Anreiz dieses
Kevelaerer Objekts aus. „Herr
Tecklenburg hat dieses Projekt
auch zur Chefsache gemacht.
Ihm liegt da unheimlich viel
dran. Er möchte da was ganz
Tolles draus machen.“
eg / Foto: Tecklenburg GmbH
Ausbruch der Geflügelpest
im Kreis Wesel bestätigt
Kreis Kleve richtet Schutzzone ein:
Derzeit ist Kevelaer noch nicht betroffen
Kreis Kleve. Das zuständige
Friedrich-Loeffler-Institut hat
den Verdacht auf einen Geflügelpest-Ausbruch
auf einem Hof
im Bereich Kamp-Lintfort (Kreis
Wesel) bestätigt. Dabei handelt
es sich um die hochansteckende
Variante „HPAI“ (Hochpathogene
Avitäre Influenza). Somit werden
die - bislang vorläufig eingerichtete
- Schutzzone sowie die Überwachungszone
bis auf Weiteres
fest eingerichtet. Die Schutzzone
mit einem Radius von mindestens
drei Kilometern umfasst das nördliche
Rheurdt sowie das südliche
Issum (Sevelen, Oermten und
Hamsfeld). Derzeit ist die Stadt
Kevelaer noch nicht von den Einschränkungen
betroffen.
Die Überwachungszone mit
einem Radius von mindestens
zehn Kilometern umfasst neben
Rheurdt und Issum auch das fast
vollständige Gebiet von Kerken,
einen kleinen Bereich im Nord-
Osten von Wachtendonk sowie
das östliche Stadtgebiet von Geldern.
Der genaue Verlauf der
Grenzen der Schutzzone und der
Überwachungszone kann einem
Kartenausschnitt auf der Internetseite
des Kreises Kleve entnommen
werden. Dort finden sich
zudem weitere Informationen für
Geflügelhalter*innen unter www.
kreis-kleve.de, Suchbegriff „Geflügelpest“.
Für diese Gebiete hat der Kreis
Kleve mit einer Allgemeinverfügung
vom 19. April 2022 verschiedene
Regelungen erlassen. Die
Allgemeinverfügung ist ebenfalls
auf der Internetseite des Kreises
Kleve veröffentlicht, Suchbegriff
„Bekanntmachungen“.
Der Kreis Kleve informiert fortlaufend,
sofern sich die Krankheit
ausbreiten und weitere Bereiche
des Kreisgebietes betroffen sein
sollten. Für Geflügelhalter*innen
in der Wallfahrtsstadt gibt es aktuell
noch keine Einschränkungen.
Bei einer Ausbreitung der
Geflügelpest wären aber auch hier
wieder Sonderregeln möglich.
Seite 8
Politik in Kürze
KBV möchte einen
Zebrastreifen auf der
Lindenstraße
Kevelaer. In einem Schreiben
an Verwaltungschef Dr. Dominik
Pichler beantragt die Kevelaerer
Bürgervereinigung (KBV) die
Querungshilfe auf der Lindenstraße
(an der Einmündung
zur Weezer Straße) in einen
im Volksmund „Zebrastreifen“
genannten Fußgängerüberweg
umzuwandeln. „Der Übergang
wird sehr häufig genutzt, sowohl
von Fußgängern, insbesondere
auch aus den beiden Seniorenheimen
auf der Friedenstraße,
wie auch von Radfahrern, um auf
den Radweg auf der Weezer Str.
zu wechseln. Dabei ergeben sich
oft unklare Situationen. Autofahrer
halten plötzlich an, obwohl
sie Vorrang haben, Fußgänger,
vor allem ältere, sind unsicher, ob
sie rechtzeitig die Halteinsel erreichen“,
schreibt die KBV dazu.
„Die Umwandlung in einen Zebrastreifen
gibt den Fußgängern
Vorrang und führt gleichzeitig
auch zu einer Geschwindigkeitsverringerung.
Darüber hinaus
wird das Abbiegen aus der Weezer
Str. deutlich erleichtert, da es
sich bei der Lindenstr. um eine
sehr stark frequentierte Straße
handelt“, glaubt die KBV-Ratsfraktion.
Auf die Antwort der Verwaltung
darf man gespannt sein,
denn für die Einrichtung von
Fußgängerüberwegen gelten
strenge gesetzliche Regeln. So
müssen beispielsweise zuvor
durchgeführte Fußgänger- und
Fahrzeugfrequenzmessungen
bestimmte, recht hohe Werte
ergeben. Weiterhin sind ,Zebrastreifen‘
in geschwindigkeitsreduzierten
Bereichen nur in
begründeten Ausnahmefällen
zulässig; es müssen auf beiden
Seiten reine Gehwege (ohne
Nutzung durch Fahrradverkehr)
vorhanden sein. Und schließlich
dürfen Fußgängerüberwege
„nicht in der Nähe von Lichtzeichenanlagen“
eingerichtet werden.
„In der Nähe von“ ist zwar
in keinem Regelwerk definiert,
aber die Fußgängerampel an der
Amsterdamer Straße ist nicht
weit weg...
Kurz gemeldet
Kevelaerer Blatt Nr. 16 vom 21. April 2022
Die KBV möchte einen Zebrastreifen an der Lindenstraße, die CDU versprach sich von einem
Fußgängerüberweg am Bahnhof mehr Sicherheit.
Foto: pixabay
Zebrastreifen am Bahnhof
wäre rechtswidrig
Fußgängerüberweg widerspricht Vorschriften der StVO
Kevelaer. Man könnte fast denken,
Zebrastreifen seien aus der
Mode gekommen. Die Einrichtung
eines Fußgängerüberweges,
wie die Verkehrsanlage im Amtsdeutsch
heißt, scheint jedenfalls
nicht einfach zu sein, wie das
nebenstehende Beispiel des KBV-
Antrags schon andeutet. Auch die
von der CDU-Fraktion beantragte
Überprüfung, ob am Bahnhof
zwischen Bahnhofsvorplatz und
dem neuen Gebäude der Lebenshilfe
(Am Bahnhof 58a) eine solche
Anlage eingerichtet werden
könnte, wurde von der Verwaltung
negativ beschieden: „Die
Anordnung eines Zebrastreifens
widerspricht den Vorschriften
der StVO und wäre rechtswidrig“,
heißt es zusammenfassend in der
Antwort der Verwaltung auf den
CDU-Antrag aus 2021.
„Mit der Einrichtung eines
Fußgängerüberweges an diesem
Verkehrsknotenpunkt verspricht
sich die CDU-Fraktion Kevelaer
ein Stück mehr Sicherheit für
alle Verkehrsteilnehmer, die hier
zu Fuß, per Rad und motorisiert
unterwegs sind - ganz im Sinne
der von der Bundesregierung ausgerufenen
Verkehrssicherheitsstrategie
,Vision Zero‘, wonach
die Zahl der Verkehrstoten und
Schwerstverletzten gegen Null
gelenkt werden soll“, hieß es im
Antrag der Christdemokraten.
Polizei und Technik
Die Stadtverwaltung hörte zu
dem Antrag die örtliche Polizei
und die Technischen Betriebe Kevelaer
an, zuständig für den Tiefbau.
Die Polizei überprüfte den
Verkehr mehrfach und zu verschiedenen
Tageszeiten. Ergebnis:
„Die Frequentierung/Querung an
der vorgesehenen Örtlichkeit ist
gering.“ Und weiter: „Aus polizeilicher
Sicht sind die dort gegebenen
Voraussetzungen, Tempo 30
Zone, Ausleuchtung bei Dunkelheit
ausreichend.“ Die Technischen
Betriebe Kevelaer schlossen
sich den Ausführungen an.
Hinzu komme, erläutert die
Verwaltung in ihrer Antwort auf
den CDU-Antrag, dass bestimmte
bauliche und verkehrliche Voraussetzungen
für die Einrichtung
eines Zebrastreifens nicht erfüllt
seien. Einerseits sei auf beiden
Seiten kein erforderlicher weiterführender
Fußweg vorhanden
(er reiche in diesem Bereich nur
zwei Grundstücke weit), andererseits
werde auch der erforderliche
Mindestverkehr an Fahrzeugen
und Fußgänger*innen nicht erreicht.
Voraussetzung seien hier
im Mittel 200 bis 300 Kraftfahrzeuge
sowie 50 bis 100 Fußgänger*innen
pro Stunde. Selbst in
der verkehrsstärksten Zeit im
Berufs- und Schülerverkehr (7
bis 8 Uhr morgens und 16 bis 17
Uhr nachmittags) sei bei Stichproben
lediglich einmal die Mindestfußgängeranzahl
einmal knapp
erreicht worden. „Die Mindestanzahl
an Fahrzeugen wurde gar
nicht erreicht.“
nick
Es geht weiter mit dem
Wohnbaugebiet Hüls
Entwurf des Teils B des B-Plans ist fertig
Kevelaer. Wer A sagt, muss
auch B sagen, sagt der Volksmund.
In Kevelaer soll nun der
Stadtentwicklungsausschuss B sagen,
sprich: Der Entwurf des Teils
B des Bebauungsplans Nr. 85 soll
vom Ausschuss gebilligt werden
und bald öffentlich ausliegen. Mit
dem Plan sollen die Voraussetzungen
für die Bebauung des Wohngebietes
Hüls festgelegt werden -
einem städtebaulichen Filetstück
der Wallfahrtsstadt in der Nachbarschaft
zu Gradierwerk, Solegarten
und Hotel.
Ende 2018 war Teil A des gesplitteten
B-Plans (dort, wo inzwischen
das Kerpenkate-Haus
steht) mit dem Satzungsbeschluss
des Rates abgeschlossen worden.
Teil B ist der südliche Teil und
beginnt ab dem Verbindungsweg
zwischen Hüls und Twistedener
Straße (siehe Grafik) und ist 3,43
Hektar groß. Für die Aufstellung
von Bebauungsplänen muss ein
Planungsanlass vorliegen. In diesem
Fall ist das die Ausweisung
eines neuen Wohngebietes. In
der Begründung der Verwaltung
heißt es: „Mit der Aufstellung
des Bebauungsplanes Kevelaer
Nr. 85 (Wohngebiet Hüls) sollen
die planungsrechtlichen Voraussetzungen
für die Entwicklung
eines neuen Wohngebietes als
städtebauliche Abrundung des
südwestlichen Siedlungsbereiches
von Kevelaer geschaffen
und nachgefragte Wohnungsbaugrundstücke
für Eigentumsmaßnahmen
im Ein-/Zweifamilienhausbereich
verfügbar gemacht
werden. Darüber hinaus sollen in
untergeordnetem Umfang auch
Flächen für eine Mehrfamilienhausbebauung
(z.B. im Segment
des öffentlich geförderten Wohnungsbaus)
bereitgestellt werden.
Das Plangebiet bietet auf Grund
der Anbindung an die gewachsene
Siedlungsstruktur und der
möglichen Anbindungen an die
äußere Erschließung insgesamt
günstige Voraussetzungen für
die Entwicklung eines attraktiven
Wohngebietes.“ Der Stadtentwicklungsausschuss
befasst sich
in seiner Sitzung am 28. April mit
dem Plan.
nick
Das Plangebiet des B-Plans 85 B. Oben rechts der Kreisverkehr
am Gradierwerk.
Grafik: Wallfahrtsstadt Kevelaer
Backhaus: Fahrschulen als Partner bei der ,Antriebswende‘
Grüne Landtagskandidatin besucht Helmes in Kevelaer und bespricht Zukunftsthemen auf dem Rouenhof
Vortrag zu Anpassung
an Klimawandel
Kevelaer. Die Gestaltung von
Balkonen, Vorgärten, Dächern
und Fassaden spielt eine entscheidende
Rolle, um die Umgebung
von Wohnungen und
Häusern an klimatische Veränderungen
anzupassen. Welche
Möglichkeiten es gibt, erläutert
Dipl. Biologin Dagmar Seidel und
beantwortet dazu auch Fragen.
Die Veranstaltung findet am 28.
April um 18.30 Uhr im Forum der
Öffentlichen Begegnungsstätte
Kevelaer statt. Die Teilnahme ist
kostenlos, eine Anmeldung ist
nicht erforderlich. Es gelten die
3G-Regel und Maskenpflicht.
3,2 Millionen Ausleihen
zählten die Mitarbeitenden
in den Büchereien des Bistums
Münster im vergangenen
Jahr.
Kevelaer / Kervenheim. Klimafreundlich
fahren von Beginn
an: Die Grünen-Landtagskandidatin
Paula Backhaus und Mitglieder
der Grünen-Ratsfraktion
und Partei besuchten jetzt die
Fahrschule Helmes in Kevelaer,
die ein Vorreiter in der Elektromobilität
ist.
Fahrlehrer Tim Helmes schult
Kevelaerer Grüne und ihre Landtagskandidatin Paula Backhaus
waren jetzt bei der Fahrschule Helmes in Kevelaer zu Gast:
Karl-Heinz Kandolf, Martina Kandolf, Paula Backhaus, Fahrlehrer
Tim Helmes, Klara Aymans-Kock und Nicole Ganss (v.l.).
Foto: privat
bereits seit bald drei Jahren Fahranfänger*innen
auf einem Elektro-Fahrzeug.
„Von Beginn an
elektrisch zu fahren, verhindert
Vorurteile und wird die Antriebswende
beschleunigen“, erklärt
Paula Backhaus.
Bei den Fahrschüler*innen
kommt das Elektroauto gut an,
berichtet Helmes, der neben Kevelaer
auch in Issum-Sevelen eine
Fahrschule betreibt. Er will seine
E-Flotte in naher Zukunft noch
erweitern. Probleme bereite nur
die Ladeinfrastruktur im Südkreis.
„Ein Schnelllader in Geldern ist
einfach viel zu wenig, wenn man
keinen eigenen Stellplatz mit Lademöglichkeit
hat“, sagt Helmes.
Die Idee eines Ladeparks auf dem
Rouenhof an der A57 in Kevelaer-
Kervenheim begrüßt er deshalb
ausdrücklich.
Grünen-Fraktionsmitglied
Martina Kandolf regte Elektroauto-Einführungskurse
für erfahrene
Fahrer*innen an, um Hemmschwellen
zu überwinden: „Viele
würden gerne umsteigen, aber sie
haben Berührungsängste und
wissen nicht, wo sie sich unabhängig
informieren können.“ Für
Tim Helmes ein bedenkenswerter
Vorschlag.
„Die Fahrschulen können ein
wichtiger Partner bei der Antriebswende
sein. Ich will mich
dafür einsetzen, dass ihre Belange
mehr Gehör in Düsseldorf finden“,
erklärt Paula Backhaus.
Familientag mit niederrheinischer
Kaffeetafel und Vorträgen am 23. April
Unter dem Motto „Unabhängigkeit,
Sicherheit
und Regionalität“
findet am Samstag, 23.
April, ab 12 Uhr, auf
dem Rouenhof in Kervenheim
ein Familientag
mit niederrheinischer Kaffeetafel
statt.
Auf Einladung der Grünen-
Landtagskandidatin Paula Backhaus
und der Kevelaerer Grünen
wird die Bundestagsabgeordnete
und frauenpolitische
Sprecherin Ulle
Schauws (Foto oben)
einen Bericht aus Berlin
geben und über die
Bemühungen zu einer
schnellen Energieunabhängigkeit
sprechen.
Anne Verhoeven (Foto unten)
vom Versuchs- und Bildungszentrum
Landwirtschaft Haus
Riswick wird das innovative
Projekt „Holistic Grazing“
vorstellen, das
auch in Dürrezeiten
eine effiziente Landwirtschaft
möglich machen
kann. „Wir wollen
in gemütlicher Atmosphäre
ernste und wichtige Zukunftsthemen
besprechen und
hoffen auf einen intensiven Austausch
mit unseren Gästen“, sagt
Paula Backhaus.
Auch eine Kinderbetreuung
wird angeboten. „Es
sind also gerne ganze
Familien willkommen.“
Die Teilnahme ist kostenlos,
über eine Spende
für Speisen und Getränke
freuen sich die
Veranstalter*innen.
Anmeldungen bis Freitag, 22.
April, an Paula Backhaus unter
info@paula-backhaus.de oder
Tel. 0163-4412777.
Nr. 16 vom 21. April 2022
Kevelaerer Blatt Seite 9
Innenstadt in voller Blüte
„Kräuter- und Blumenmarkt“ lädt zum Bummeln, Stöbern und Informieren
Kevelaer. Am Sonntag, 8. Mai,
verwandelt sich die Kevelaerer
Innenstadt in eine farbenfrohe
Oase, denn der „Kräuter- und
Blumenmarkt“ lädt erstmalig von
11 bis 18 Uhr zum Bummeln und
Stöbern ein. Hier präsentieren
ausgesuchte regionale und überregionale
Aussteller*innen ihre
Waren und Produkte. Am Tag
des Marktes ist zwischen 13 und
18 Uhr auch ein verkaufsoffener
Sonntag geplant.
Besucher*innen dürfen sich auf
eine große Auswahl an Kräutern
und Blumen als Beet- und Balkonpflanzen,
dekorative Blumenampeln
sowie Schnittblumen freuen.
Zudem werden bienenfreundliche
Gehölze sowie Obstbäume und
Gemüse angeboten. Neben dem
Verkauf von Kräutern und Blumen
findet auch eine fachkundige
Beratung an den jeweiligen Ständen
durch die Aussteller*innen
statt.
Ob für den eigenen Garten oder
als Geschenk: Dekoration aus verschiedenen
Materialien wie Keramik
oder Holz werden angeboten.
Händler*innen im bunten
Mix mit Infoständen
Der „Kräuter- und Blumenmarkt“ am 8. Mai lädt Bürger*innen und Besucher*innen mit zahlreichen
Aussteller*innen und Aktionen in die Innenstadt ein. Foto: Wallfahrtsstadt Kevelaer
Welche Berufe gibt es in der
grünen Branche? Und was macht
eigentlich ein*e Garten- und
Landschaftsbauer*in genau? Diese
und andere Fragen können auf
dem Markt durch Betriebe aus
dem Bereich Garten- und Landschaftsbau
beantwortet werden.
Hier gibt es Berufsinformationen
zum Thema Ausbildung im Gartenbau
und der grünen Branche.
Interessierte können sich zudem
an verschiedenen Ständen über
das Thema Vorgartengestaltung
und über den städtischen Vorgartenwettbewerb
(das KB berichtete)
informieren.
Die Kevelaerer Einzelhandelsgeschäfte
beteiligen sich am
„Kräuter- und Blumenmarkt“
mit passender Dekoration vor
dem Geschäft und durch ansprechende
Schaufensterdekoration.
Kund*innen dürfen sich über kleine
Geschenke wie Blumensamen
oder Seatballs freuen.
Zudem bietet die lokale Gastronomie
passende Gerichte rund um
das Thema „Kräuter“ an. Das kulinarische
Angebot erstreckt sich
von Bärlauch-Käse-Grillern vom
Holzkohlegrill über Wildkräuter-Salat
bis hin zu Kräutersuppen,
Erdbeer-Minze-Bowle oder
Ofenkartoffel mit Kräuterquark.
Neben herzhaften Angeboten
werden auch süße Marzipanrosen
und Gewürzgebäck angeboten.
Außerdem wird eine Verkostung
von regional produzierten Kräutersalzen
und -ölen angeboten.
Getrocknete Kräuter, Gewürze
und Kräutertees stehen an diesem
Tag ebenfalls im Mittelpunkt.
Aktionen für Familien
und Kinder
Auf dem „Kräuter- und Blumenmarkt“
werden natürlich auch für
Familien und Kinder verschiedene
Aktionen angeboten. Bastelaktionen
laden zum Mitmachen ein.
Hier können selbst Insektenhotels
gebaut und Samenbomben hergestellt
werden.
Ein Malwettbewerb unter dem
Motto „So bunt ist unser Kräuterund
Blumenmarkt in Kevelaer“
sorgt außerdem für Spaß bei den
kleinen Gäst*innen. Für große
Kinderaugen wird zudem ein thematisch
passender Walk-Act in
den Einkaufsstraßen der Innenstadt
sorgen.
Führung durch
die Innenstadt
Das Kevelaer Marketing bietet
passend zu der Veranstaltung
einen geführten Spaziergang
für Einzelgäst*innen durch
Kevelaers Innenstadt an. Die
Führung startet um 14 Uhr
und dauert ca. eine Stunde.
Tickets für die Führung sind
in der Tourist Information im
Erdgeschoss des Rathauses
zum Preis von 6 Euro pro Person
oder 15 Euro pro Familie
erhältlich. Kinder bis 5 Jahre
nehmen kostenlos teil, müssen
jedoch registriert werden.
Anmeldungen sind telefonisch
unter 02832 / 122-991 oder per
E-Mail an tourismus@kevelaer.de
möglich.
Mehr Wasserstoff für
den Kreis Kleve
Wirtschaftsförderung informierte über
Zukunftspläne. Besondere „Wasserstoff-
Lagegunst“ im Kreisgebiet bestätigt.
Kreis Kleve / Kevelaer. Einmal
mehr waren es die „Höhner“,
die mit ihrem immerzu motivierenden
Gassenhauer herhalten
mussten: „Wenn nicht jetzt,
wann dann“, rief Bernd Meyer
von der „Zenit GmbH“, dem Zentrum
für Innovation und Technik
in Nordrhein-Westfalen aus Mülheim,
den gut 70 Gäst*innen im
Bürgerhaus Weeze zu. Auf Einladung
der Wirtschaftsförderung
Kreis Kleve interessierten sich
Unternehmensvertreter*innen
aus dem Kreis Kleve für die Zukunftspläne
rund um das Thema
Wasserstoff und dessen künftige
Einsatzbereiche. Der Kreis Kleve,
so Meyer, könne ein erkennbar
wichtiges Bindeglied werden
zwischen Wasserstoff, Strom und
Speichertechnologie.
Erste Förderanträge
sind auf dem Weg
Meyer dankte zunächst dem
Geschäftsführer der in Kevelaer
beheimateten „Wasserstoff-Systeme-Niederrhein“,
Franz-Josef Schraven, für seine
massive Unterstützung eines
Rubin-Förderantrags „Vernetzte
Wertschöpfung durch erneuerbare
Energien sowie Erzeugung und
Verbrauch von grünem Wasserstoff
in der Region Niederrhein“.
Für diesen werde eine Entscheidung
im Mai erwartet. Rubin
wolle Netzwerke und deren Entstehen
fördern - insbesondere in
strukturschwachen Regionen.
Noch in diesem Monat werde der
Unternehmer einen weiteren Antrag
auf den Weg bringen, in dem
Innovationspartnerschaften, wie
sie derzeit im Kreisgebiet wachsen
und zu denen man sich bei
Interesse gerne melden könne,
gefördert werden sollen.
Wasserstoff-Nutzung
stößt auf offene Ohren
Zum Einstieg in den Nachmittag,
für den sich auch Standort-
Bürgermeister Georg Koenen aus
Weeze und Flughafen-Chef Dr.
Sebastian Papst Zeit genommen
haben, stellte Kreis-Wirtschaftsförderer
Hans-Josef Kuypers die
große Resonanz auf einen zuvor
zugesandten Fragebogen zur Interessensabfrage
heraus, der eindeutig
zum Ausdruck bringe: Die
Unternehmerschaft im Kreisgebiet
wünscht sich erste Schritte
Richtung Wasserstoff-Nutzung.
In gleicher Weise, so die Kreis-
WfG, solle sich der Kreis der Anwesenden
motiviert fühlen, den
Prozess und seine Breitenwirkung
erkennbar zu unterstützen.
Motivierend war dazu der Vortrag
von Jan Eisenberg von Thyssengas,
der die Wasserstoffnetzentwicklung
und das vorhandene
Netz vorstellte. Im Jahr 2030 wolle
man die Wasserstoffleitungen
– bis dahin umgewidmet – in
Betrieb nehmen. Der Kreis Kleve
dürfe sich hier über eine besondere
Lagegunst freuen, erstrecke
sich das derzeitige und vorhandene
Leitungswerk doch aus
dem niederländischen Zevenaar
kommend von Emmerich am
Rhein über Kleve, Goch, Weeze,
Kevelaer und Geldern zum Ruhrgebiet.
Zwei Quellen speisen das Rekreations-Potenzial von Kevelaer
Hochrangige Studie belegt die Wirkung: Thermalsole als vielversprechender Ansatz in der Behandlung von
Atemwegserkrankungen wie Asthma, COPD oder COVID-19. Symptome und Infektionen sowie Erkrankungen
der Atemwege werden durch gezielte Hydratation von Nase, Kehlkopf und Luftröhre reduziert.
Kevelaer. Eine im März 2022
international publizierte und von
diversen Nachrichtensendern
aufgegriffene Studie belege den
medizinischen Nutzen einer Befeuchtung
der oberen Atemwege.
Das teilten die Stadtwerke Kevelaer
jetzt mit. „Ein Team um den
deutschen Aerosolforscher Gerhard
Scheuch, der auch das RKI
berät, zeigte auf, dass die regelmäßige
Einatmung von solehaltiger
Gradierwerk
Foto: Wallfahrtsstadt Kevelaer
Luft ein vielversprechender Behandlungsansatz
auf natürlicher
Basis sein kann, um das Risiko für
Atemwegserkrankungen zu mindern.“
Genau diesen Ansatz verfolgt
auch der „Kevelaerer Atemweg“
mit dem zentralen Element
des Gradierwerkes.
Eine Austrocknung der oberen
Atemwege wie z.B. durch Heizungsluft,
Klimaanlagen sowie
die mit dem Klimawandel verbundene
Verschlechterung der
Luftqualität, so die Studie, erhöht
das Risiko für Atemwegserkrankungen
von Covid-19 bis hin zu
Asthma und COPD. Angesichts
wachsender globaler Gesundheitskrisen
scheint eine regelmäßige
Befeuchtung der Atemwege
besonders wichtig zu sein, um
die prophylaktischen, therapeutischen
und ansteckungshemmenden
Vorteile zu nutzen. Wer
dagegen die Atemwege mit solehaltiger
Luft befeuchtet, erweist
sich und seiner Gesundheit einen
wertvollen Dienst – und das auf
ganz natürliche Art und Weise.
Daher haben die Kevelaerer
Stadtwerke mit Hilfe eines multiprofessionellen
Teams von
Ärzt*innen, Atem- und Physiotherapeut*innen
unter Leitung
von Dr. Elke Kleuren-Schryvers,
medizinische Referentin in der
Kurortentwicklung Kevelaers, bereits
im Frühjahr 2021 den seitens
des Kevelaer Marketing um Verena
Rohde medial ausgestalteten
„Kevelaerer Atemweg“ ins Leben
gerufen (das KB berichtete), der
genau diesen Ansatz verfolgt.
„Der Kevelaerer Atemweg mit
seinem Gradierwerk bietet hier
eine vielversprechende, sichere,
nicht-medikamentöse, täglich
nutzbare Hygiene- und Präventionsstrategie
zur Befeuchtung
der oberen Atemwege und zur
Erleichterung der natürlichen
Ausscheidung von inhalierten
Schadstoffen“, so Hans-Josef
Thönnissen, Leiter der Kevelaerer
Stadtwerke. „So wird das Wohlbefinden
des in der Sonne am Gradierwerk
sitzen, Salz auf den Lippen
schmecken und entspannt die
beruhigende Wirkung des Atems
spüren zusätzlich zu einer Therapie.
Und das völlig ohne Aufwand“.
„Besonders dabei ist, dass das
einzigartige Rekreations-Potenzial
von Kevelaer durch zwei
Quellen gespeist wird. Darum
beneidet man uns in vielen Kurorten
in ganz Deutschland“, sagt
Dr. Elke Kleuren-Schryvers. „Eine
Quelle ist seit Jahrhunderten die
Wallfahrt und das Pilgern mit all
der spirituellen Kraft und Regeneration,
die darin zu finden ist. Die
zweite Quelle ist die ‚Kevelaer.
Gradierwerk
Thermalsole‘, welche ein enormes
gesundheitliches Präventiv- und
Therapie-Potenzial zu entfalten
vermag, an dessen Anfang wir
erst stehen mit der Realisierung
des Gradierwerkes und der Nutzbarmachung
der ‚Kevelaer.Thermalsole‘
für die Atemwege,“ so die
Foto: onesecond
Kevelaerer Ärztin mit Blick auf
weitere kurative, präventive und
rehabilitative Anwendungsmöglichkeiten
der Sole in den Bereichen
der Dermatologie, Orthopädie
und Rheumatologie im Sinne
des „gesund an Leib und Seele“.
Seite 10
Kevelaerer Blatt Nr. 16 vom 21. April 2022
Kurz gemeldet
Kreissportbund tagt
im Bühnenhaus
Kevelaer. Die diesjährige Mitgliederversammlung
des Kreis-
SportBundes Kleve e.V. findet
am 14. Mai statt. Aufgrund der
Corona-Pandemie wird die Versammlung
erneut als Hybridveranstaltung
durchgeführt. Den
Vereinsvertreter*innen steht
somit offen, ob sie in Präsenz
oder digital an der Versammlung
teilnehmen möchten. Der Präsenzteil
findet im Konzert- und
Bühnenhaus Kevelaer (Bury St.
Edmunds-Straße 5) statt. Beginn
der Mitgliederversammlung ist
um 11 Uhr. Der Einlass beginnt
ab 10 Uhr. Da die zum Zeitpunkt
der Versammlung geltenden
Coronaschutzbestimmungen
einzuhalten sind, weisen die
Organisator*innen bereits jetzt
darauf hin, dass es zu kurzfristigen
Anpassungen kommen
kann. Zwecks Planung wird
- falls möglich - um vorherige
Anmeldung gebeten mit dem
Hinweis, ob in Präsenz oder
digital teilgenommen werden
soll. Die Einladung mit Tagesordnung,
vorliegenden Anträgen
und weiteren Informationen
zum Ablauf wird den Vereinen
satzungsgemäß spätestens drei
Wochen vor der Versammlung
schriftlich übermittelt. Anträge
müssen dem KSB Kleve spätestens
drei Wochen vor der Versammlung
schriftlich vorliegen.
Auf das Antragsrecht sei damit
hingewiesen. Bei Nichtteilnahme
wird auch in diesem Jahr ein
Ordnungsgeld fällig.
Umfeld bepflanzen
und gewinnen
Kreis Klve / Kevelaer.
Das bundesweite „Netzwerk
Nachbarschaft“ ruft Anwohnergemeinschaften
zu kreativen
Pflanz-Aktionen im Quartier
auf. Besonders gefragt sind in
diesem Jahr Projekte zur Dachund
Fassadenbegrünung: Viele
Nachbarschaften starten jetzt
die Bepflanzung von Balkonen,
Beeten, Hinterhöfen und Brachflächen
im Wohnumfeld. In
diesem Jahr lädt der Wettbewerb
„Jede Wiese zählt!“ dazu ein,
sich verstärkt der Begrünung
von Hausfassaden und Dächern
zu widmen. Die Vorteile von
Dach- und Fassadenbegrünungen
für Quartiere sind enorm,
so die Verantwortlichen. „Durch
die Bindung von Feinstaub und
CO2 sorgen die ‚Hausgärten‘
für ein besseres Klima. Zudem
erhöhen sie die Luftfeuchtigkeit,
was zur Temperatursenkung in
heißen Sommern beiträgt – mit
wohltuenden Effekten auch für
die Lebensqualität aller Anwohner.
Es zahlt sich daher aus,
Begrünungen mit Vermietern
und Miteigentümern zu vereinbaren
und sich gemeinsam für
den Schutz der Umwelt stark zu
machen.“ Die diesjährige Aktion
läuft bis zum 30. September.
Prämiert werden Begrünungsaktionen
von Haus-, Hof- und Straßengemeinschaften.
Die zehn
schönsten Projekte erhalten eine
Plakette von Janosch und einen
Zuschuss von jeweils 500 Euro.
Mehr Infos gibt‘s unter https://
www.netzwerk-nachbarschaft.
net/wettbewerbe/jede-wiese-zaehlt/.
Caritas gratuliert
zum bestandenen
Examen
Kevelaer. Der Caritasverband
Geldern-Kevelaer gratuliert den
Altenpflege-Absolventinnen
zum bestandenen Examen. In
einer kleinen Feierstunde in der
Kapelle des Laurentius-Hauses
in Uedem beglückwünschte der
Verband seine frisch examinierten
Pflegekräfte.
Ausbildungskoordinator
Stefan Smits blickte in einer
kurzen Ansprache auf die Ausbildungszeit
zurück: „Während
ihrer Ausbildung durchliefen die
Absolventinnen mehrere Praxis-
Einsätze in der stationären wie
ambulanten Versorgung des Caritasverbandes
Geldern-Kevelaer
sowie in gerontopsychiatrischen
oder geriatrischen Einrichtungen.
Das theoretische Wissen
erlangten sie in den Fachseminaren
bzw. Pflegeakademien,
mit denen der Caritasverband
seit vielen Jahren kooperiert“,
erläuterte Smits. In ihren Ausbildungseinrichtungen
konnten die
Auszubildenden die erworbenen
Kenntnisse und Fertigkeiten in
die Praxis umsetzen. Unterstützt
und begleitet wurden sie während
der gesamten Ausbildungsdauer
von Praxisanleitungen.
Der Caritasverband bedankte
sich nicht nur bei den Absolventinnen
für ihr Engagement,
sondern bei allen an der Ausbildung
der neuen Pflegefachkräfte
beteiligten Mitarbeitenden
und Praxisanleitungen. „Diesen
war auch in Coronazeiten eine
fachgerechte Begleitung unserer
Azubis besonders wichtig“, lobte
Smits abschließend.
Die Absolventinnen: Ewa
Kmita (ambulante Pflege Issum),
Melanie Augat (ambulante Pflege
Wachtendonk), Nancy Neumann
(Laurentius-Haus Uedem),
Elena Wiludda (Laurentius-Haus
Uedem), Gina Maria Wirtz
(Laurentius-Haus Uedem) und
Jana op de Orth (Marien-Haus
Straelen). Nicht im Bild: Mareike
Beckers-Odenthal (Theresienstift
Weeze), Anne Broeksteeg
(ambulante Pflege Kevelaer), Lea
Fitzen (Laurentius-Haus Uedem),
Andrea Sibben (Elisabeth-Haus
Nieukerk) und Rayane Al Jabali
Handwerk: eine Branche zwischen
Fachkräftemangel und Preissteigerungen
Handwerkskammer Düsseldorf startete Umfrage zur Frühjahrskonjunktur
Kreis Kleve. Die Aussichten
auf eine wirtschaftliche Erholung
im Jahr 2022 sind auch im Handwerk
zerstoben. Das wird aus
der aktuellen Umfrage der Handwerkskammer
Düsseldorf (Panel:
8.000; 1281 Antworten) zur Frühjahrskonjunktur
deutlich.
Geschäftsklima
Demnach ging das Geschäftsklima
um vier Prozentpunkte zurück
und liegt nun noch bei 118
Punkten. Dass der Dämpfer insgesamt
so glimpflich ausfällt, sei
entscheidend auf das Bauhauptgewerbe
und das Ausbaugewerbe
zurückzuführen, die sich weiterhin
einer außerordentlich hohen
Nachfrage erfreuen und mangels
Fachkräfte längst an Kapazitätsgrenzen
stoßen, beschreibt die
HWK die Entwicklung. Die Auslastungsquote
liegt in beiden
Branchengruppen mit 89 Prozent
(Bau) und 85 Prozent (Ausbau)
mittlerweile deutlich jenseits der
Vollauslastungsgrenze von 80
Prozent; die Auftragsreichweite
bei knapp 16 (Bau) bzw. 11 Wochen
(Ausbau).
Aber auch die baunahen Branchen
und Betriebe werden durch
Preissteigerungen und Lieferengpässe
empfindlich getroffen.
Um einiges kritischer sieht die
Lage im Lebensmittelgewerbe,
im Gesundheitsgewerbe und bei
den Personenbezogenen Dienstleistungen
aus, in denen das Geschäftsklima
deutlich zurückgegangen
ist.
Umsatz
Nur in der Bauwirtschaft berichten
die Betriebe im Saldo von
gestiegenen Umsätzen, in allen
anderen Branchen sind mehr
oder weniger starke Einbrüche
zu verzeichnen – so neben den
genannten Branchengruppen
auch im Kfz-Gewerbe, wo nur
16 Prozent der Werkstatt- und
Autohandelsunternehmen seit
Herbst eine Belebung der Geschäftsaktivitäten
verzeichneten
(Durchschnitt aller 7 Branchengruppen:
26 Prozent). Auch im
von größeren Betrieben gekennzeichneten
Segment der Handwerke
für den gewerblichen Bedarf
ging das Geschäftsvolumen
leicht zurück. Immerhin jedoch
waren die Betriebe hier zum
Umfragezeitpunkt Anfang März
mehrheitlich zuversichtlich, was
die Entwicklung im kommenden
halben Jahr angeht.
„Alle Branchen zusammengenommen,
rechnen wir im
Kammerbezirk anstelle des angepeilten
Wachstums nur mit
schwachen nominalen Wachstumsraten
im Jahr 2022, die hinter
den gut 3 Prozent Wachstum
aus dem Vorjahr zurückbleiben
werden. Bei einer Inflation von
aktuell 7 Prozent wird das real
eine Schrumpfung bedeuten,“
kündigte der Präsident der Handwerkskammer,
Andreas Ehlert,
an.
Preissteigerungen
Von massiven Preissteigerungen
sind alle Branchen des
Handwerks betroffen – manche
sogar mehrfach. So muss das
Lebensmittelgewerbe nicht nur
gestiegene Personalkosten und
Energiepreise an die Kundschaft
weitergeben, sondern auch Preissteigerungen
und Versorgungsengpässe
bei Rohstoffen wie
Weizen oder Ölen.
Rund sieben von zehn Unternehmen
des Bau- und Ausbaugewerbes,
der Kfz-Berufe und der
Zulieferunternehmen befürchten
darüber hinaus aufgrund des
Kriegs in der Ukraine weiter steigende
Beschaffungspreise; über
60 Prozent Beeinträchtigungen
der Lieferketten und Logistik;
mehr als ein Drittel außerdem
Störungen im Zahlungsverkehr.
Auch aus Sicht des Handwerks
spreche, so Ehlert, „alles dafür,
schnellstmöglich die Abhängigkeit
von russischen Energie- und
Rohstofflieferungen zu beenden,
Lieferketten zu diversifizieren
und insgesamt die Verwundbarkeit
von Wertschöpfungsketten
und Infrastrukturen zu reduzieren“.
Zugleich könne und müsse
das Handwerk mit vielen Gewerken
selbst einen starken Beitrag
zur Schaffung resilienter Infrastrukturen
leisten und „Teil der
Lösung“ sein – konkret für mehr
Energieeffizienz und mehr dezentrale,
weniger verwundbare
Lösungen der Energieerzeugung.
„Nachhaltigkeit schließt wirtschaftliche
und äußere Sicherheit
mit ein,“ betont Ehlert.
Fachkräftemangel
Eng damit hängt die zweite
Herausforderung zusammen, vor
der das Handwerk steht. Laut der
Frühjahrskonjunktur zeigt das
Beschäftigungsbarometer nach
unten. Trotz voller Auftragsbücher
und exzellenter Karriereperspektiven
sucht das Handwerk
händeringend Fachkräfte. 39 Prozent
der antwortenden Firmen
melden unbesetzte Stellen – ein
Rekordwert. Bereits im vergangenen
Jahr war die Beschäftigung
im Handwerk landesweit
leicht rückläufig. „Der Trend
wird sich in diesem Jahr fortsetzen
– vor allem in den Branchengruppen
Lebensmittelgewerbe
und bei den personenbezogenen
Dienstleistungen“, prognostiziert
die HWK.
Investitionen
Abnehmende Tendenz seit
Herbst weist im Übrigen auch
das Investitionsklima auf. Regional
betrachtet hat sich das Geschäftsklima
in den vier Regionen
Raum Düsseldorf, Bergisches
Land, Westliches Ruhrgebiet und
Linker Niederrhein wieder angeglichen,
da der Rückgang im
zuletzt starken Wirtschaftsraum
Düsseldorf stärker ausfiel, die
Konjunktur im bergischen Städtedreieck
dagegen stabiler verlief.
Ehlert mahnt als Fazit aus dem
Frühjahrsgutachten die Politik zu
mehr Realismus und Ernsthaftigkeit:
„Der russische Angriffskrieg
auf die Ukraine ist für uns mit all
seinen wirtschafts- und sicherheitspolitischen
Konsequenzen
noch gar nicht abschätzbar. Störungen
der Lieferketten und des
Zahlungsverkehrs, steigende
Energiepreise, aber auch akute
Versorgungsrisiken und latente
Sicherheitsprobleme gefährden
ganze Wertschöpfungsketten
und treffen damit direkt oder indirekt
auch das Handwerk empfindlich.
Es liegt daher in unser
aller Interesse, dass wir die freiheitliche
Ordnung nach innen
und außen gegen solche Bedrohungen
und Risiken absichern.“
(Adelheid-Haus Geldern).
Informationen zur Pflegeausbildung
und Kontakt unter
www.caritas-geldern.de/jobs/
ausbildung/ausbildung-pflege
oder direkt bei Stefan Smits
unter Tel. 02832-9780544.
Foto: Caritasverband
Geldern-Kevelaer
Die Bienenschwarm-Saison
2022 beginnt. Foto: Pixabay
Bienenschwarm
gesichtet?
Imkervereine bitten
um Meldung
Niederrhein / Kevelaer. Seit
einigen Tagen ist es am Niederrhein
wieder so weit: die Bienenschwarmsaison
beginnt. Dabei
zieht ein Teil der Bienen samt
Königin aus der Bienenbehausung
aus, um ein neues Volk zu
gründen. Dazu lassen sie sich, bevor
sie ihr endgültiges Ziel finden,
zunächst in der Nähe des alten
Bienenstocks nieder. Dies ist der
normale Vermehrungsprozess der
Honigbienen.
Wenn Sie in nächster Zeit einen
Bienenschwarm in Kevelaer oder
Umgebung sichten sollten, bitten
die Imkervereine darum, eine entsprechende
Meldung zu erhalten.
Denn die Tiere sind darauf angewiesen,
in eine neue Behausung
überführt zu werden.
Auch wenn die meisten Menschen
den Bienenschwärmen mit
großem Respekt entgegentreten,
ist die Angst vor den Tieren tatsächlich
unbegründet. Schwärmende
Honigbienen sind für gewöhnlich
harmlos und stechen
nicht. Nichtsdestotrotz sollte ein
Abstand zur Sicherheit und vor
allem auch aus Respekt zu den
Insekten eingehalten werden.
Bienen sollten vor allem nicht
sich selbst überlassen werden.
Es droht der Hungertod. Ein*e
Imker*in fängt den Schwarm ein
und gibt ihm eine neue bienengerechte
Behausung.
Nr. 16 vom 21. April 2022
Kevelaerer Blatt Seite 11
„Pilgerjahr wird in großen Teilen
wieder wie gewohnt stattfinden“
Kevelaer bereitet sich auf Wallfahrtseröffnung am 1. Mai vor
Kevelaer. Drei Mal wird der
Bischof von Chur in der Schweiz,
Joseph M. Bonnemain, am Sonntag,
1. Mai, um 10 Uhr, mit einem
Hammer gegen das Pilgerportal
der Marienbasilika in Kevelaer
schlagen. Wenn dann die schweren
Türen aufschwingen, ist das
Pilgerjahr offiziell eröffnet – zum
dritten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie
und deutlich im
Zeichen der Entspannung. Wallfahrtsrektor
Gregor Kauling zeigt
sich zuversichtlich: „Es kommen
wieder mehr Menschen nach
Kevelaer, das konnten wir auch
schon an den Ostertagen deutlich
spüren.“
Auch Dr. Rainer Killich, Generalsekretär
der Wallfahrt, beobachtet:
„Die Anmeldungen der
Gruppen laufen gut. Das Pilgerjahr
wird in großen Teilen wieder
wie gewohnt stattfinden“, kündigt
er an. Zurückhaltend seien jedoch
noch Gruppen, die überwiegend
aus Senior*innen bestehen. „Auch
wenn es deutlich entspannter
wird, ist die Pandemie noch nicht
vorbei“, betont Killich. Daher
werde die Wallfahrtsleitung die
Entwicklung ständig im Blick
haben und gegebenenfalls auch
kurzfristig reagieren. Vorerst
jedenfalls stehen die Tamil*innen
ebenso im Wallfahrtskalender wie
die Bocholter Fußpilger*innen,
die „Oldtimer-Traktorfreunde“,
ebenso wie die Motorradfahrer*innen.
Gerade Pilger*innen
Wallfahrtsrektor Gregor Kauling freut sich auf den Beginn des
neuen Pilgerjahres.
Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer
mit einer weiteren Anreise müssten
ihre Route sorgsam planen,
sagt Killich. Denn einige Herbergen,
die von Fußpilger*innen zur
Übernachtung genutzt wurden,
mussten während der Pandemie
schließen und stehen (noch) nicht
zur Verfügung.
Dass so viele Gruppen und Individualpilger*innen
Kevelaer die
Treue halten, hänge wohl auch
damit zusammen, dass man auch
während der Pandemie mit neuen
Angeboten Möglichkeiten zur
Wallfahrt geschaffen hat, sagt
der theologische Referent Dr.
Bastian Rütten. „Wir haben immer
getan, was möglich war, um
mit den Menschen in Kontakt zu
bleiben, zum Beispiel mit individuellen
Angeboten. Zudem haben
wir intern geschaut, wie wir uns
neu aufstellen können, denn man
kann nicht einfach alles so weitermachen
wie früher. Klar ist: Man
soll Kevelaer wiedererkennen,
aber auch wir kommen verändert
aus der Pandemie.“ Für Kauling ist
entscheidend, dass „wir zuhören
und wahrnehmen, was die Menschen
wollen und dass wir auf sie
zugehen“.
Das Pilgerjahr der nordwestdeutschen
Wallfahrtsorte steht
2022 unter dem Leitgedanken
„Himmel + Erde berühren“, wobei
das Plus-Zeichen zugleich für
das Kreuz steht. „Ursprünglich“,
erklärt Wallfahrtsrektor Kauling,
„wollten wir uns damit den Themen
Klima, Ökologie und Schöpfungsbewahrung
widmen. Nun
sind wir durch das Weltgeschehen
überholt worden. Und dennoch
passt das Leitwort. Denn die Berührung
von Himmel und Erde
steht im Zeichen der Versöhnung.
Und wir müssen uns konkret den
Fragen stellen, wie Versöhnung
möglich ist, aber auch wie wir mit
Vergebung umgehen können.“
Zur Wallfahrtseröffnung können
wieder alle Plätze in den
Bänken besetzt werden, bis zu
700 Gläubige können mitfeiern.
Verpflichtend ist das Tragen eines
Mund-Nasen-Schutzes zwar nicht
mehr, es wird jedoch sowohl vom
Bistum Münster als auch von der
Wallfahrtsleitung empfohlen. Killich:
„Es ist noch ungewohnt, mit
so vielen Menschen den Gottesdienst
zu feiern – und ich denke,
dass gerade die großen Wallfahrten
erst mal wieder neu erlernt
werden müssen.“
Als erste größere Gruppe sind
übrigens direkt für den 1. Mai die
Fahrradpilger*innen eingeladen.
Um 14.30 Uhr werden Fahrräder
– und natürlich die Fahrer*innen
– auf dem Kapellenplatz gesegnet.
Anschließend wird ab 15 Uhr gemeinsam
die erste Pilgerandacht
des Jahres in der Basilika gefeiert.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Liebe Leserinnen und
Leser des KB!
Der
evangelische
Theologe
Dietrich Bonhoeffer
hat einmal mit
Blick auf Ostern
eindrucksvolle Worte
gefunden: „Der auferstandene
Christus trägt die
neue Menschheit in sich, das
letzte herrliche Ja Gottes zum
neuen Menschen. Zwar lebt
die Menschheit noch im Alten,
aber sie ist schon über das Alte
hinaus. Zwar lebt sie noch in
einer Welt des Todes, aber sie
ist schon über den Tod hinaus“
(vgl. Ethik, DBW Band 6).
Der Inhalt dieser Worte ist
so wahr und trostvoll zu
gleich. Wahrheit birgt oftmals
auch eine schmerzhafte Seite,
die uns offenlegen kann, dass
wir manchmal nicht das erreichen,
wohin unser Wille unterwegs
ist. Auch unsere Kräfte
mögen vielleicht nicht immer
ausreichend sein für das angestrebte
Tun. Das eigene Schuldigwerden
vor Gott und den
Menschen, die mit uns sind,
zeigt uns zumal, dass Paulus
recht hat, wenn er im Römerbrief
schreibt: „Denn ich begreife
mein Handeln nicht:
Ich tue nicht das, was ich will,
sondern das, was ich hasse. (…)
Ich unglücklicher Mensch! Wer
wird mich aus diesem dem Tod
verfallenen Leib erretten? Dank
sei Gott durch Jesus Christus
unseren Herrn…“ (vgl. Röm 7,
15.24-25).
Bedenkliches
Osterns trostvolle Hoffnung
Ostern
schenkt
uns die trostvolle
Hoffnung, dass es
bereits einen Sieg
in dieser Welt gibt,
gegenüber allen
Kräften des Hasses
und der Gewalt, des
Untergangs und des
Todes. Dieser Sieg trägt
den Namen des Auferstandenen.
Er hilft uns buchstäblich,
über unseren Schatten zu
springen. Ein Sprung, der in
das Leben führt, das niemals
mehr endet.
Das Licht und die Freude
des Auferstandenen möge
das Leben der Menschen erreichen,
dass wir befähigt werden,
seinen Frieden in die Welt zu
tragen. Angesichts der neuerlichen
kriegerischen russischen
Großoffensive in der Ukraine
stockt uns zwar erneut die
Sprache, aber nicht unser solidarisches
christliches Herz,
welches weiß, „dass unser Erlöser
lebt.“
Dass es uns allen immer
mehr gelingen möge, den
Frieden zu suchen in dieser österlichen
Zeit und das Jawort
Gottes zum Menschen zu erkennen,
das ist mein Wunsch
für alle Menschen guten Willens
in dieser österlichen Zeit.
Pfarrer Gregor Kauling
St. Marien Kevelaer
Kirche muss wieder Orientierung
und Lebenshilfe geben können
Weihbischof Rolf Lohmann feierte die Osternacht am Niederrhein
Weihbischof Rolf Lohmann sprach auch an Ostern über die Herausforderungen
der Kirche in der heutigen Zeit. Foto: Archiv
Niederrhein / Xanten. Die
Osternacht hat Weihbischof Rolf
Lohmann, Regionalbischof für den
Niederrhein und Recklinghausen,
in Marienbaum gefeiert. In der
Wallfahrtskirche gedachte er der
Auferstehung Jesu und sprach in
seiner Predigt von der „ungeheuerlichen
Spannung“, die in den Ereignissen
von Gründonnerstag bis
Ostern liege. „Eine Spannung, die
wir mitunter in unserem eigenen
Leben, im gesellschaftlichen und
kirchlichen Leben wiederfinden“,
sagte Lohmann.
So etwas wie Karfreitag sei auch
in der Welt zu erleben, etwa in
der Gewalt, die Menschen in der
Ukraine und anderswo angetan
wird. Auch „eine Welt, die keine
Achtung vor dem Leben hat und
damit die Würde des Menschen
mit Füßen tritt, ist eine Welt des
Karfreitags“, führte er weiter
aus und ergänzte: „Wo Klimaziele
nicht weiter verfolgt werden,
drauflos gelebt wird, die Achtung
vor der Schöpfung mit Füßen getreten
wird, stimmt doch etwas
nicht. Überschwemmungen, Naturkatastrophen,
die wir erleben,
Plastikmüll in den Meeren, ungezügelter
Konsum – das alles geht
auf Kosten der Menschheitsfamilie
und der kommenden Generationen.“
Doch an Ostern werde das Leben
und die Auferstehung gefeiert,
„deshalb ist es für uns wichtig
zu überlegen, wie aus dem Dunkel
des Karfreitags das Licht von
Ostern spürbar werden kann“.
Es gelte, so wie Jesus einst den
schweren Stein vom Grab weggewälzt
hat, Steine aus dem Weg zu
räumen: „Steine des Egoismus, der
Selbstverliebtheit, der Aggression,
der Lüge, der Halbherzigkeit, der
Trägheit – und in der Kirche die
Steine des ewig Gestrigen, Steine
der Starre, Steine der Verhärtung,
Steine des Klerikalismus.“ Es gehe
um ein Leben, „das ernst macht
mit den Geboten Gottes, das die
Würde des Menschen hochachtet,
das dem Menschen Lebensraum
zur Entfaltung gibt, das Hilfen in
Schwierigkeiten anbietet, das zum
Dienen bereit ist. Überall dort geschieht
die Erfahrung von Ostern,
vom Leben“, erklärte Lohmann.
Auch in der Krise ist
Unterstützung notwendig
Als Beispiele nannte er Menschen,
die sich im caritativen
Dienst, in der Friedensarbeit und
in Umweltprojekten engagieren.
Sie seien Vorbilder. „Es bringt
doch nichts, diese Welt dunkel zu
reden und beim Karfreitag zu bleiben,
resignativ zu sein, obgleich
manche Ereignisse uns dahin
führen könnten. Doch dann hätten
wir Ostern missverstanden“,
so der Weihbischof. Es brauche
engagierte Christ*innen, die sich
auch in schwerer Zeit, in der die
Kirche eine Krise durchmacht, in
Kirche und Gemeinde einbringen.
Ausweg aus den Irrungen
und Verschlingungen
Weihbischof Lohmann: „Gerade
jetzt brauchen wir mutige,
entschlossene Weggefährten des
auferstandenen Christus, die
mithelfen, dass die Kirche herausfindet
aus den Irrungen und
Verschlingungen. Sie muss wieder
Orientierung, Lebenshilfe
geben können, Wegweisung anbieten
können, damit das Leben
der Menschen gelingt, damit die
Menschen österliche Erfahrungen
machen können. Damit sie
Mut schöpfen, Halt finden und
die Spuren Christi nachzugehen
bereit sind. Wir brauchen eine
Kirche, die Barmherzigkeit propagiert,
die neben allen rechtlichen
und moralischen Hintergründen
die Lebenswirklichkeit der Menschen
ernst nimmt und pastorale
Lösungen für Gescheiterte und
Verwundete aufzeigt. Für mich
sind das zutiefst österliche Erfahrungen,
für die es höchste Zeit
wird.“
Aus den Pfarreien
Jehovas Zeugen feiern Gottesdienste hybrid
Kevelaer. Seit Beginn der Pandemie im März 2020 fanden alle
Gottesdienste der „Jehovas Zeugen“ weltweit ausnahmslos per Videokonferenz
statt. Nun freute sich die Gemeinde in Kevelaer, im April
wieder Besucher*innen in ihrem Königsreichsaal, wie sie ihr Kirchengebäude
nennt, persönlich willkommen zu heißen. Zusätzlich bieten
sie nun alle Gottesdienste als Hybridveranstaltungen an. So können
Personen, die sich aufgrund ihrer persönlichen Umstände besonders
vor einer Infektion schützen wollen, alternativ die Gottesdienste auch
per Videokonferenz miterleben und interaktiv teilnehmen.
Josefine Kosub aus der Kevelaerer Gemeinde zieht nach dem ersten
Präsenzgottesdienst ein Fazit: „Obwohl zwei Jahre vergangen sind,
fühlt es sich normal und richtig an, wieder mit allen zusammenzukommen.
Es ist schön, alle wieder live zu sehen und zu wissen, dass
auf gute Hygiene geachtet wird. Die Möglichkeit, online teilzunehmen
und dabei aktiv mitmachen zu können, ist besonders hilfreich, denn
so hat jeder die Chance, den Gottesdienst zu besuchen.“
Jede*r ist eingeladen, an den Gottesdiensten der Gemeinde teilzunehmen.
Der Eintritt ist frei. Es findet keine Kollekte statt. Mehr
Informationen über Jehovas Zeugen sowie über einen Gottesdienst in
der Nähe finden Interessierte im Internet unter jw.org.
Kevelaerer Blatt
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www.kevelaerer-blatt.de
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Osterfeuer 2022
Nach langer Corona-Pause fanden auch in Kevelaer zum diesjährigen Osterfest wieder einige Osterfeuer statt - wie hier auf Keylaer.
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Foto: Axel Hundertmarck