Im Asien-Rausch - Berliner Sparkasse

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Im Asien-Rausch - Berliner Sparkasse

Das Unternehmermagazin der der Berliner Berliner Sparkasse Sparkasse

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März / April | 2011

AuslAnd

Weltweit gute Geschäfte machen

EC-KArtEn

sicherheit mit dem goldenen Chip

EinlAGEnsiChErunG

Besserer schutz für Anleger


hans Jürgen Kulartz

Mitglied des Vorstandes

der Landesbank Berlin (LBB)

Im Asien-Rausch

EditoriAl

Das Blatt hat sich gewendet: Waren die kleinen Niederlande vor zwei

Jahren noch wichtigster Lieferant der Bundesrepublik, heißt die Num-

mer eins seit 2010 China. Rund zehn Prozent der Importe stammen aus

der Volksrepublik. Auch die Ausfuhren ins Reich der Mitte sind im ver-

gangenen Jahr kräftig gestiegen – nach Angaben des Ifo-Instituts um

40 Prozent.

Bei Exporten ist die EU zwar nach wie vor der wichtigste Abnehmer

Deutschlands, aber auch hier steigt das Gewicht der Chinesen deutlich.

Die Zahlen und die Stimmung deuten sowohl bei exportierenden als

auch importierenden deutschen Unternehmen darauf hin, dass der

deutsch-chinesische Handel weiter floriert. Und so sind sich die Volks-

wirte selten einig: Deutschland hat das Potenzial, in den kommenden

Jahren einer der am stärksten wachsenden Märkte in Europa zu wer-

den. Und davon profitiert auch die mittelständische Wirtschaft bei uns

in der Region Berlin-Brandenburg, die sich von Jahr zu Jahr stärker

im Auslandsgeschäft engagiert. Unterstützung bei ihrem weltweiten

Außenhandel erhalten diese Unternehmen von uns, der LBB/Berliner

Sparkasse. Unsere Experten des KompetenzCenters Ausland beraten

bei der Gestaltung von Zahlungs- und Lieferbedingungen, sie finanzie-

ren Importe und Exporte und sichern Zins- sowie Währungsrisiken ab –

und das nicht nur im Handel mit China, sondern weltweit.

Ich wünsche Ihnen „good business“!

Hans Jürgen Kulartz

02/2011 ProfitS

3

2|2011


erliner sPArkAsse

Ein Beamer für

den Energieberater

Gewinner Michael schröter (2. v.r):

Es gratulieren Kundenbetreuerin

Kerstin Bahr (re.), Profits-Redakteur

Christian Kersten und lBB-Marketing-referentin

susanne Kolbow.

Normalerweise nimmt Michael

Schröter ja nicht an Preisausschrei -

ben teil, aber das Profits-Gewinnspiel

in der Dezember-Ausgabe

2010 reizte ihn doch: Der technikbegeisterte

Geschäftsführer der

Kreuzberger MegaWAtt ingenieurgesellschaft

für Wärme- und

Energietechnik war begeistert von

dem ausgelobten Beamer mit

einer neuen Laser- und LED-

Hybridlichtquelle. Und das Glück

war dann auch auf seiner Seite.

Denn im Januar teilte ihm seine

Kundenbetreuerin der Berliner

Sparkasse, Kerstin Bahr, mit, dass

er von der redaktion als Gewinner

des deutschlandweit verlosten

Beamers gezogen wurde. Michael

Schröters Unternehmen ist seit

Mitte der 1990er Jahre Kunde der

Berliner Sparkasse. MegaWAtt

erstellt u. a. Energiegutachten

und Klimaschutzkonzepte.

www.berliner-sparkasse.de/mittelstand

6 ProfitS 02/2011

Sicherheit mit dem goldenen Chip

Chipkarten. Seit Anfang des Jahres

sind alle EC-Karten (Girocards) mit

einem Chip ausgestattet. Darauf

sind persönliche Daten des Karteninhabers

fälschungs- und kopiersicher

gespeichert.

Mit dieser Ergänzung zum bisherigen

Magnetstreifen gilt europaweit

ein einheitliches technisches

System, das die höchsten Sicherheitsstandards

erfüllt. An Geldautomaten

ermöglicht der Chip eine

Prüfung, ob die Girocard echt ist.

Beim Bezahlen in Handel und Gastronomie

wird er künftig anstelle des

Magnetstreifens ein gelesen. Bei der

Kartenzahlung in Verbindung mit

der PIN ändert sich für den Bankkunden

nichts.

Die Sparkassen werden den

Magnetstreifen für Zahlungen und

Abhebungen innerhalb Europas

nach und nach deaktivieren. Ab

Juli können Sparkassenkunden in

Europa alle EC-Zahlungen dann nur

noch über den Chip auf der Karte

und ihre persönliche Geheimzahl

abwickeln. Da der Magnetstreifen

außerhalb des europäischen

Einlagensicherung. Der gesetzliche

Einlagenschutz für private

Kundenguthaben bei Kreditinstituten

in Deutschland hat sich verdoppelt.

Jetzt sind Kundenein -

lagen bis zu 100.000 Euro pro Person

abgesichert, bis Ende 2010

waren es 50.000 Euro.

Die Privat- und Firmenkunden

der Sparkassen sind aber weiter

wesentlich besser geschützt. Für

sie ändert sich nichts, denn sie sind

mit ihren gesamten Einlagen in voller

Höhe und damit über 100.000

Sepa-Raumes („Single European

Payment Area“) aber für Abhebungen

nötig ist, soll er auf der Plastikkarte

zunächst erhalten bleiben.

Erst in fünf Jahren verschwindet

er vollständig.

Offen ist, ob die Kunden der

Sparkassen nach 2016 eine zweite

Karte für das Ausland erhalten. Mit

der Entscheidung, den Magnetstreifen

nach und nach abzuschaffen,

unterstützen die Sparkassen

den Vorstoß des Bundeskriminalamtes.

In den vergangenen Jahren

hatten sich die Vorfälle gehäuft, bei

denen Kundendaten beim Abheben

am Automaten ausspioniert (Skimming)

wurden.

www.berliner-sparkasse.de/mittelstand

Besserer Schutz für Sparer und Anleger

Euro abgesichert. Die 430 deutschen

Sparkassen bauen auf eine

Institutssicherung, bei der es gar

nicht erst zu einer Bankpleite kommen

kann, weil jede Sparkasse vorher

von der Gruppe aufgefangen

würde. Die EU fordert unterdessen

als Reaktion auf die Finanzkrise

eine Vereinheitlichung der europäischen

Sicherungssysteme. Die Diskussion

darüber läuft noch.

www.berliner-sparkasse.de/

einlagensicherheit


ob klein oder groß – weltweit Geschäfte machen

Ausland. Die Grenzen fallen, die Welt

wird kleiner. Inzwischen sind die

Chancen, die sich auf internationalen

Märkten eröffnen, längst nicht

mehr nur für Konzerne interessant:

Auch auf Handwerksbetriebe,

kleine und mittlere Unternehmen

warten im Ausland gute Geschäfte.

„Gerade auch kleinere Unternehmen

können außerhalb Deutschlands

erfolgreich weitere Märkte

erschließen“, sagt Tarek El-Naschef.

Der Leiter des KompetenzCenters

Ausland der LBB/Berliner Sparkasse

betont, dass kleine und mittlere

Unternehmen bei der Etablierung

von Vertriebsbüros oder bei

der Gründung von Produktionsstätten

im Ausland vor neuen Herausforderungen

stünden: Dazu gehör-

ten neben der Finanzierung der

Geschäfte auch die Informationsbeschaffung

über fremde Märkte

sowie über Zahlungs- und Lieferbedingungen

und natürlich das Knüpfen

von Kontakten in das jeweilige

Land. „Genau dies – also Finanzierung,

Information und Kontakte –

bieten wir aus einer Hand an“, sagt

Tarek El-Naschef. So ermöglicht

die LBB/Berliner Sparkasse, dass

BErlin

Am Flughafen tegel informiert die Berliner sparkasse über ihre Auslandsaktivitäten.

die Unternehmer vorteilhafte Zahlungs-

und Lieferbedingungen mit

ihren internationalen Geschäftspartnern

aushandeln und so finanzielle

Risiken reduzieren können.

Die LBB/Berliner Sparkasse kann

den Unternehmern unter Umständen

bestehende Risiken abnehmen.

infos mit dem Qr-code

Auf ihre Kompetenz im Auslandsgeschäft

macht die LBB/Berliner Sparkasse

mit modernen Marketingmaßnahmen

aufmerksam. „Wir

informieren über die großen Internet-Suchmaschinen,

auf Flatscreens

am Flughafen Tegel und in Zeitungsanzeigen

über unsere internationalen

Angebote“, sagt die Marketing-

Referentin Juliane Kranz.

Auf den Plakaten mit dem Slogan

„International besser ankommen“ ist

am Flughafen Tegel ein sogenannter

QR-Code abgebildet. „Die Reisenden

können diesen Code mit ihrem

Handy abfotografieren. Anschließend

erhalten sie direkt auf ihr

Handy Informationen über unseren

Unternehmerabend“. In diesem

Jahr findet der Unternehmerabend

zum Thema „Wirtschaftsspionage

im internationalen Geschäft“ am

22. März statt. Als Referenten hat

die LBB/Berliner Sparkasse einen

Experten des Bundesamtes für Verfassungsschutz

gewinnen können.

gefahr: Wirtschaftsspionage

Welche Brisanz das Thema Wirtschaftsspionage

gerade auch für

den Mittelstand hat, belegen vom

Verfassungsschutz veröffentlichte

Zahlen. Danach wird der wirtschaftliche

Schaden durch „illegalen“

Know-how-Abzug für ganz

Deutschland auf derzeit 20 Milliarden

Euro pro Jahr geschätzt. Insbesondere

mittelständische Firmen

seien wegen ihrer Innovationsfähigkeit

begehrte Objekte für eine Ausspähung

durch die Konkurrenz und

fremde Nachrichtendienste, so eine

Expertin des Berliner Verfassungsschutzes.

Dabei stehen nicht nur das

fertige Produkt im Mittelpunkt der

Spione, sondern auch Forschung,

Entwicklung und Firmenstrategien.

lBB/Berliner sparkasse

KompetenzCenter Ausland

uhlandstraße 97

10715 Berlin-Wilmersdorf

tel.: 030 – 869 828 92

www.berliner-sparkasse.de/ausland

7


Kein Business ohne Englisch

inlingua Der Wirtschaftswissenschaftler Niel Ramsey leitet die Berliner Sprachenschule

und macht Unternehmen fit für den Weltmarkt.

Auch wenn inzwischen schon viele

deutsche Vertriebsexperten und

Manager versuchen, Chinesisch zu

lernen, ohne sehr gute Englischkenntnisse

läuft im internationalen

Business gar nichts. „Deutschland ist

eine Exportnation, die Geschäfte werden

auch für den Mittelstand immer

globaler. Wer auf internationalem Parkett

überzeugen will, muss Englisch

sprechen und auch die sprachlichen

und interkulturellen finessen bei Verhandlungen

kennen“, sagt Niel ramsey,

inhaber der Berliner Sprachenschule

„inlingua“ in Mitte.

Zu seinen Kunden gehören vor

allem Unternehmen, aber auch öffentliche

institutionen wie beispielsweise

drei Bundesministerien. „Wir unterrichten

auch einen Minister“, sagt

ramsey schmunzelnd. Den Namen

niel ramsey ist Wirtschaftswissenschaft-

ler und Experte für Business-English.

8 ProfitS 02/2011

des Politikers verrät er nicht – britische

Diskretion ist für ihn Ehrensache.

Das Sprachtraining bei den Unternehmen

vor ort macht rund 70 Prozent

seines Geschäftes aus. „Viele firmen

schicken ihre Mitarbeiter auch

zum Einzel-Crashkurs zu uns“, erzählt

der 44-jährige Waliser, der seit 1993

in Deutschland lebt und arbeitet.

Egal, ob Minister oder Manager: Bei

„inlingua“ stehe die mündliche Kommunikation

im Vordergrund, betont

Niel ramsey. „Die Sprachtrainer sprechen

mit unseren Kunden ausschließlich

Englisch. Übersetzungen sind

nicht notwendig, weil neue Wörter

und Begriffe visuell eingeführt werden

oder sich durch die Situation

und den Kontext von alleine erklären“,

so ramsey. Auch grammatika


lische Erklärungen werden so überflüssig.

„Durch intensives Üben der

Sprache kommen die Kunden selbst

auf die regeln und verinnerlichen sie

automatisch“. Die Aufgabe der Lehrer

sei es, die Kunden „zum Sprechen zu

bringen“, betont der „inlingua“-Chef.

Das heißt: Der redeanteil des trainers

bleibt gering. Er sagt nur das,

was unbedingt nötig ist. Der Lehrer

liefert neue Wörter und zeigt, wie

sie richtig kombiniert und angewendet

werden. Die „Schüler“ beantworten

fragen, sprechen sehr viel miteinander

und korrigieren sich auch

gegenseitig.

Dass diese Lehrmethode mit dem

fokus auf das freie Sprechen funktioniert

und effektiv ist, hat die Stiftung

Warentest im vergangenen Jahr bei

Anbietern für Business-English getestet.

Die „inlingua“-trainingscenter

gingen dabei als testsieger hervor.

Niel ramseys Schule in Mitte ist

außerdem nach iSo 9000 und nach

der Anerkennungs- und Zulassungsordnung

für Weiterbildungsträger

zertifiziert. „Damit können Unternehmen

auch Mitarbeiter in Kurzarbeit

mit finanzieller Unterstützung der

Arbeitsagentur und mit Mitteln aus

dem Europäischen Sozialfonds bei

uns weiterbilden“, betont ramsey.

Die „inlingua“-Sprachenschulen

mit 300 trainingszentren in 30 Ländern

sind ein echter „global player“.

„Alle Schulen unterliegen einem einheitlichen

Qualitätsstandard und

1 Welche Eigenschaften schätzen

Sie an anderen Menschen am

meisten? ich schätze offenheit und

Aufrichtigkeit, da ich mich nur so

als Mensch und Berater weiterentwickeln

kann.

2 Was reizt Sie an Ihrem Beruf?

Die tägliche Herausforderung, für

die Kunden eine optimale Beratung

und Lösung zu finden.

3 Wie lautet Ihr Motto? Der Kunde

steht im Mittelpunkt.

4 Wer sind Ihre liebsten Roman -

helden und Ihr Lieblingsschriftsteller?

Da gibt es viele und bei

kundenbetreuer

toni Gracanin: „Mir ist offenheit wichtig“

einem besonderen Kontrollsystem,

das hohe Leistungen, einen

sehr guten Service und natürlich das

besondere Sprach training gewährleistet.

Die vernetzte Struktur sorgt

so auch für ein weltweites Benchmarking“,

sagt Schulleiter Niel ramsey.

„inlingua“ ist nach dem franchise-

Prinzip organisiert. Die Schulen sind

inhabergeführt. „Jeder franchisenehmer

ist gleichzeitig Aktionär der

Muttergesellschaft und kann so mitbestimmen“,

erklärt ramsey.

Als Wirtschaftswissenschaftler

und ehemaliger Banker hat sich Niel

ramsey bei seinen finanzangelegenheiten

ganz bewusst für die Ber-

BErlin

jedem gelesenen Buch immer wieder

neue Helden und Autoren. Da -

her könnte ich keinen als liebsten

bezeichnen.

5 Welche Fehler entschuldigen

Sie am ehesten? Alle, so lange es

nicht meine sind. oder fehler, für

die man nichts kann.

6 Was war Ihr schönstes Erlebnis

als Kundenbetreuer? Der erfolgreiche

Abschluss eines Großprojektes.

7 Welche Persönlichkeit der Wirtschaft

beeindruckt Sie am meisten?

Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender

von Adidas. Er beeindruckt

mich mit seiner Zielstrebigkeit und

seiner fähigkeit, sein Unternehmen

weiterzuentwickeln.

8 Bitte beenden Sie den folgenden

Satz: „Das Besondere an dem

Unternehmer Niel Ramsey ist, …

seine fähigkeit, auf Veränderungen

rechtzeitig und zielstrebig zu reagieren.

ich schätze Niels ramsey als

Menschen und als Unter nehmer. Er

ist ein Gentleman.

liner Sparkasse entschieden. „Wir

arbeiten nur mit der Berliner Sparkasse

zusammen und haben keine

andere Bankverbindung“, betont er.

Er fühle sich gerade bei seinem Kundenbetreuer

toni Gracanin „unheimlich

gut aufgehoben“. Er sei „sehr

kooperativ und ein kompetenter Gesprächspartner“,

von dessen Angeboten

er bisher „immer profitiert“ habe.

Christian Kersten

inlingua sprachschule

Kronenstraße 55

10117 Berlin-Mitte

tel. 030 – 884 71190

www.inlingua-berlin.de

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