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blu Mai/Juni 2022

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MAI / JUNI 2022 І HEFT 141

BERLIN

VIP

Cover-Star

Edson

Cordeiro

LIFESTYLE

Inspiration durch

unser großes

Design-Special

JUBILÄUM

30 Jahre

Bar jeder Vernunft,

20 Jahre Tipi

INTERVIEWS: MEGY B., RENÉ WILLE, TASH SULTANA, HE/RO, HARRY STYLES,

MICHELLE, SAM VANCE-LAW, TILDA SWINTON


DAS ZUHAUSE FÜR

INTERIOR DESIGN IN BERLIN.

Markenvielfalt in über 40 Stores.

Auping Store | Bang & Olufsen | Bauwerk Parkett | BoConcept | BRETZ | bulthaup minimum | C. Bechstein Centrum |

Casa Einrichtungen | Damjan K | Die Palme | FENNOBED | ferro | FraaiBerlin | Kanthaus Einrichtungen | Kerana |

Kiran Kelim & Teppich Kunst | Lambert | LARS LEPPIN | LEOLUX BOUTIQUE L.O.M. Interior | Lichthaus Mösch |

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Zweiffel Einrichtung | 11 Rooms

CYPRIS MIRROR © Nina Mair Architecture + Design

Kantstraße 17 • Berlin-Charlottenburg • living-berlin.com


Intro 3

Inhalt

Liebe Leser*innen,

spätestens am Osterwochenende

waren Minusgrade und Kontaktbeschränkungen

nur noch schemenhafte

Erinnerung: Öffis, Parks, Bars,

Klubs, Galerien und Zuschauerräume

platzten aus allen Nähten. Das Leben

ist zurück in der Stadt. Diese energetische

Hochstimmung für Schönes,

Sinnvolles und Tolles zu verwenden,

STYLE

Hinter dem Mode- und Fetischprojekt

„Homopunk Action“ steht der in Costa Rica

geborene Designer und Schneider Diego

Mendez Obaldia, der mit seinem Label und

Fanzine Queers unterstützen und vernetzen

will, deren Geschmack und Lebensweise

abseits des Mainstreams angesiedelt

sind. Erst mal mit einer Online-Community

und Jockstraps – aber auch mit Produkten

anderer Kreativer. Unser punkiges Mode-

Feature gibt es hier im Heft.

MUSIK

Sam Vance-Law begeisterte sich bei

seiner allerersten Reise nach Berlin sofort

für diese Metropole. „Eigentlich wollte

ich nur meinen Kumpel für eine Woche

besuchen“, erzählt er. „Doch dann bin

ich einfach geblieben.“ Die ersten beiden

Nächte verbrachte er in einem besetzten

Haus in der Rigaer Straße. Da er aus

Paris kam, war er High-Fashion-mäßig

gekleidet. Die Punks störte das indes

nicht. Unser Interview mit Sam gibt es

hier im Heft.

wird euch mit dieser Ausgabe sicher

noch leichter fallen. Viel Spaß beim

Lesen und Entdecken, genießt den

Frühling und bleibt gesund!

Deine blu und männer* Redaktion

www.männer.media,

www.facebook.com/blumag

epaper.männer.media

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IMPRESSUM

Herausgeber:

Christian Fischer (cf) &

Michael Rädel (rä)

Chefredakteur:

Michael Rädel (rä) (V.i.S.d.P.)

Stellv. Chefredakteur:

Christian Knuth (ck)

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Köln: T: 0221 29497538,

termine@rik-magazin.de,

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München: T: 089 5529716-11,

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MITARBEITER:

Patrick Heidmann, Christian Knuth (ck),

Thomas Wassermann, Dagmar Leischow,

Christian K. L. Fischer (fis)

Lektorat (ausgewählte Texte):

Tomas M. Mielke,

www.sprachdesign.de

Grafik: Janis Cimbulis, Susan Kühner,

Cover: Edson Codeiro /

Foto: Oliver Bieber

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Druck: PerCom, Vertriebsgesellschaft

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24784 Westerrönfeld

Abonnentenservice:

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Tel. 030-4 190 93 31

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zu 74,9%, Degnerstr. 9b, 13053 Berlin

Christian Fischer zu 25,1%,

Dunckerstr. 60, 10439 Berlin

Gesellschafter

sergej Medien und Verlag GmbH:

Hendrik Techel zu 100%,

Am Treptower Park 45, 12435 Berlin

Infektiologie

Ärzteforum Seestrasse

Medizinisches Versorgungszentrum

Schwerpunktpraxis für HIV/AIDS,

Infektiologie, Hepatologie, Suchtmedizin,

Hausärztliche Versorgung

Wir suchen zur Unterstützung unseres Teams ab sofort:

Medizinische Fachangestellte/MFA (m/w/d)

Bewerbungen bitte an:

praxis@infektiologie-seestrasse.de

Tel.: 030 . 455 095 - 0

Fax: 030 . 455 095 - 22

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(Eingang: Oudenarder Straße)

www.infektiologie-seestrasse.de


4 STADT

Community

UKRAINE: KATY UND

FRANCIS

Eine der prominentesten

Dragqueens Deutschlands

half aktiv den Menschen in

der von Russland angegriffenen

Ukraine: mit Essen,

Medikamenten, Spielzeug

und Nahrungsmitteln auch

für die Haustiere. Mit am

Start war natürlich ihr Mann

Francis und das Team von

bähmbähmwigs.com. „Wir

wollten nicht weiter rumsitzen

und abwarten, was passiert“,

verrät Katy am Telefon, „daher

haben wir uns entschlossen,

eine Spendenaktion zu

starten, die mittlerweile echt

durch die Decke gegangen

ist. Selbst meine Friseurin hat

Sachen gespendet!“ Anfang

März fuhren Francis und

Katy zusammen mit Nikita

und Lena sowie Merle als

Die beiden Inhaber Fabian und Martin

haben den seit den 1960ern bestehenden

FKK-Platz mit der Campingzeit am

Rätzsee GmbH an der Mecklenburgischen

Seenplatte vor fünf Jahren übernommen

und sorgen mit queeren Happenings wie

dem „Rainbow-Camping-Weekend“ vom

20. – 22. Mai für FKK-Spaß und LGBTIQ*-

Sichtbarkeit.

Mecklenburg-Vorpommern bietet Natur

pur, viele wunderschöne Seen, Wald und

Wildtiere – und ist vor allem gut zu erreichen:

Von Hamburg oder Berlin aus sind es nur

circa zwei Stunden. Im Mai wird es dort

wieder queerer. „Schwul, lesbisch, hetero –

egal. Wichtig ist, dass Du gerne campst und

Lust auf ein paar Tage Community, Freiheit

und Natur hast, fernab vom Großstadtgetümmel“,

verraten sie via E-Mail. „Beim

Rainbow-Camping-Weekend auf dem FKK

Campingplatz am Rätzsee kannst Du nackt

baden, über den See paddeln, den Grill aufstellen,

wandern und Rad fahren, nette Leute

kennenlernen oder einfach die Seele baumeln

lassen, abends zusammen am Lagerfeuer

sitzen und in die Sterne gucken …“ *rä

www.raetzsee.de

FKK

„RAINBOW-CAMPING-WEEKEND“

in Mecklenburg-Vorpommern

FOTOS: K. BÄHM

freiwillige Helfer*innen mit

zwei kleinen Lastern an die

Grenze zur Ukraine und gaben

ihre gesammelten Hilfsgüter

an Hilfsorganisationen. Wir

freuen uns sehr, dass Katy

Bähm und Francis sich so

einsetzen und Gutes tun,

denn es ist eben nicht damit

getan, sein Profilbild auf Social

Media mit der Ukraine-Flagge

zu schmücken. Worten und

Zeichen müssen auch Taten

folgen! *rä

COMMUNITY

„Soul of Stonewall Award“ –

2021 und 2022

Mit dem alljährlichen „Soul of Stonewall Award“

(SoSA, früher „Zivilcouragepreis“) werden seit 2001

besondere Verdienste um die Gleichstellung und Errungenschaften

von Schwulen, Bisexuellen, Lesben, Trans,

Inter, Asexuellen sowie queeren und marginalisierten

Gruppen gewürdigt. Bekannte queere Preisträger*innen

waren zum Beispiel Ralf König, Maren Kroymann und

einst auch die gerade in der Kritik stehende Alice

Schwarzer.

Für 2021 vergibt der

Berliner CSD e. V. in den

Kategorien „Widerstand“,

„International“ und

„Grassroot National“ die

Auszeichnung nachträglich

an drei Mitglieder der

LGBTIQ*-Community: an

die polnische Aktivistin

Monika Tichy, an den australischen

Profifußballer Josh

Cavallo und an das Kollektiv

QTI*BIPOC UNITED. Wir

gratulieren! Doch wann wird

es so weit sein? „Die Awards

sollen auf dem diesjährigen

CSD zusammen mit

den auszuzeichnenden

Preisträger*innen des

Jahres 2022 übergeben

werden“ so der Berliner

CSD e. V. schriftlich in einer

E-Mail an uns. Wir freuen

uns drauf! *rä

csd-berlin.de

Josh Cavallo

Monika Tichy


TIPP

fire of love

Frühlingsfest

STADT 5

FOTO: FIRE OF LOVE

Drei Jahre ist es her, dass Herausgeber

und Chefredakteur Michael eine Baustelle

in Alt-Hohenschönhausen aufsuchte und

mit Erfinder und Unternehmer Hans-

Jürgen Esch über sein aktuelles Projekt

sprach.

Dessen Vision für das 1900 gebaute

Kraftwerk, das bis 2003 als Kino VENUS

genutzt wurde und in unmittelbarer Nähe

zu Ober- und Orankesee liegt, sah großzügige

Lofts zum Wohnen und Arbeiten

mit queerem Schwerpunkt vor. Auch ein

Veranstaltungsraum für Spielerisches, Ausprobieren

und die Freude am Leben sollte

entstehen: Das „fire of love – Zentrum für

Gay/Bi/Trans/Queer/Straight-Männer“ öffnete

im Februar 2020. Social Events, Yoga,

Tantra, Meditation, Massageaustausch und

-workshops, Kuschelpartys, Kinoabende

und vieles mehr liefen an. Auch wenn die

vervirten (und verwirrten) Zeiten zunächst

noch nicht zu der gewünschten Resonanz

führten, so gibt Esch seiner Vision die Zeit,

die sie zur Entwicklung braucht und blickt

nach Vorne. Im aktuellen Interview auf

männer* klingt das so: „Wir können aus

unserem Leben ein Drama machen und

leiden, wir können aber auch ein Lustspiel

draus machen.“ Interessierte dürfen also

im Frühjahr und Sommer viele freudvolle

Events erwarten. Neu ist unter anderem ein

Stadtteilspaziergang aus der Reihe „Berlin

idiosynkratisch“, der auch im Oberseeviertel

eine überraschende Vielfalt an historischen

queeren Wegpunkten entdecken lässt.

Um das Zentrum näher kennenlernen

zu können, planen Esch, fire of love und

einige Bewohner*innen des inzwischen

gut genutzten Projektes für den 8. Mai

ein kleines Frühlingsfest mit Kultur, Musik

und Fingerfood. Mit dabei: männer*, das

Onlineportal der blu Mediengruppe. Alle

Infos und Termine online! *ck

fireoflove.berlin

Aktuelle Club- & Dance-Hits aus den Charts.

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6 Stadtgespräch

KALENDER

Bewirb dich für den

„Jungbauernkalender“

Kaum ein Thema erfreut an manchen Tagen unsere

Leser*innen und Follower*innen so sehr wie der jährliche

„Jungbauernkalender“. Auch 2023 soll es wieder einen

geben, jetzt kann man sich bewerben. Bundesweit!

GEBURTSTAG

80 Jahre Rosa von Praunheim!

Er hat so vieles bewegt, ermöglicht und auf den Weg gebracht.

Ohne ihn wäre die Geschichte der LGBTIQ*-Emanzipationsbewegung

sicherlich anders verlaufen. Danke dafür!

Und alles Gute zu deinen 8 Jahrzehnten, die du dieses

Jahr feiern wirst. Und obwohl das Wiegenfest erst im

November ist, wird nun schon zelebriert. Und zwar mit

der Ausstellung „Ich bin ein Gedicht“ in der Galerie Mond

in der Bleibtreustraße 17 vom 7. bis zum 30 Mai und

mit zwei neuen Filmen: „Der grausame Sohn“ und „Der

Hirschensprung“. Beide Filme werden im Kino Filmkunst 66

(Bleibtreustraße 12) gezeigt, am 15.5. um 13 Uhr „Der grausame

Sohn“, am 29.5. um 13 Uhr „Der Hirschensprung“. *rä

www.rosavonpraunheim.de

FOTO: M. RÄDEL

BILD: R. VON PRAUNHEIM

Via E-Mail schrieb uns das

„Jungbauernkalender“-Team:

„Nach zweijähriger pandemiebedingter

Pause gibt es ihn nun

wieder – den länderübergreifenden

Jungbauernkalender!

Dazu hat sich die Steierische

Jungbauernschaft mit der

Bayerischen Jungbauernschaft

e. V. einen starken Partner

geholt. Zusammen produziert

das Jungbauernkalender Team

den Kalender 2023 und die

Vorbereitungen dazu sind

bereits in vollem Gange.“

Und du hast die Chance mitzumachen!

Voraussetzung für die

Bewerbung sei ein besonderer

Bezug zur Landwirtschaft, bei

den Bewerber*innen sei es egal,

ob sie männlich oder weiblich

sind. „Für den attraktivsten und

reizvollsten Kalender des Jahres

sind alle motivierten Jungbäuerinnen

und Jungbauern

aus Österreich, Bayern und

Deutschland dazu aufgerufen,

die Landwirtschaft von einer

neuen Seite zu präsentieren.

Bewerbungen können ab

sofort bis zum 2. Mai 2022 auf

www.jungbauernkalender.at

eingereicht werden.“ Die sexy

Kalender dienen übrigens nicht

nur der erotischen Erbauung,

nein, sie haben auch eine Botschaft.

Lebenswerte ländliche

Räume sollen für Jugendliche

und junge Erwachsene erhalten

und gestaltet werden. Die Bayerische

Jungbauernschaft e. V.

(BJB) vertritt als Jugendverband

rund 20.000 junge Menschen

in den ländlichen Regionen

Bayerns, Teil des Netzwerks

ist auch unter anderem der

Bayerische Jugendring. *rä

www.landjugend.bayern,

www.jungbauernkalender.at

SHOW

Musik schafft

Zusammenhalt

Der seit 1956 zelebrierte Eurovision

Song Contest (bis 2001 Grand Prix

Eurovision de la Chanson) ist ein

Wettbewerb, der Einheit beschwört und

sie auch erschafft.

Sei es, dass man zu Hause vor den Empfangsgeräten mit

der (Wahl-)Familie mitfiebert oder dass Europa, Australien

und Israel verbunden durch Musik Einheit feiern und sich

musikalisch messen – und gegenseitig begeistern. Der ESC

ist ein Symbol für ein friedliches Miteinander, der alle Arten

Musik und Menschen feiert. Chart-Erfolge wie „Euphoria“,

„Love Shine a Light“, „Zitti e buoni“, „Waterloo“, „Ne partez pas

sans moi“ und „Diva“ wecken Erinnerungen und sorgen für ein

wohliges Gefühl bei den Fans. Dieses Jahr wird der – übrigens

66. – Eurovision Song Contest voraussichtlich vom 10. bis

zum 14. Mai 2022 im PalaOlimpico in der italienischen Stadt

Turin stattfinden, das Motto ist „The Sound of Beauty“. Ja,

Balsam für die Seele ist bitter nötig! Krieg, Pandemie, Dürren

und Gewalt belasten. Selbstverständlich wird es die Musik

danach auf einem Album zu kaufen geben. *rä

www.eurovision.de

FOTO: M. RÄDEL


ICH

SPRITZ

DIR IN

DEN ARM!

WIR IMPFEN

GEGEN COVID-19.

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Inhaber: Nico Daniel Reinold e.K.

APOTHEKE


8 Stadtgespräch

FOTOS: VICTORIA FEDIRKO

WELLNESS

Sei gut zu dir!

Das Leben kann stressig sein: fordernde Kollegen,

bräsige Querdenker, volle U-Bahnen und Ämter, die

einen in den Wahnsinn treiben. Da sollte man auf

kleine Auszeiten achten und sich um sich kümmern.

Oliver aus Brandenburg macht es ganz richtig und

verwöhnt sich im Bad.

ESSEN

MQ amKurfürstendamm

Chefkoch Andelko Krmpotic

und Besitzer Stilian

Laufer, den man von der Lützow Bar

kennen kann, eröffneten unlängst

das Restaurant MQ am Kurfürstendamm,

um dort in bester Lage mit

besten Speisen in edlem Ambiente

zu erfreuen.

Auf der von der US-Westküste

inspirierten Karte findet man leichte

zeitgenössische Küche. Etwa

Papaya-Salat, Pulpo Ceviche oder

Yellowfin Tuna Tatar. Neben vegetarischen

Gerichten wie Pilzrisotto

und Trüffel-Tagliolini gibt es zum

Hauptgang vor allem Fleischspezialitäten

wie Entrecôte, Chateaubriand

oder Korean Porkbelly und Fischgerichte

wie Miso Black Cod oder

norwegischen Lachs. Beilagen wie

grünen Spargel, Brokkoli, Pimentos

oder die Trüffel-Pommes-frites

mit Suchtfaktorgarantie können

separat bestellt werden. Die zumeist

kalifornischen Weine überraschen

mit besonderer Tiefe und passen

ideal zur außergewöhnlichen Küche

des Restaurants MQ.

Restaurant MQ, Kurfürstendamm

160, mq-restaurant.de

„In der Woche gehe ich gerne duschen, um schnell

wieder fit zu sein. Nach einer intensiven Trainingseinheit

ist das genau das Richtige“, verrät der

Sportler. „Ab Freitagabend wird das Wochenende

eingeläutet, und das geht am besten in der heißen

Wanne mit einer Kleinigkeit zum Essen. Ob herzhaft

oder süß. So kann ich am besten entspannen und

dem stressigen Alltag entkommen. Zeit für mich

ist mir sehr wichtig. Dabei

hole ich mir auch gerne

Inspirationen für

meine Hobbys,

wie zum Beispiel

Handarbeiten

– Malen,

Häkeln oder

auch Sportvideos.“

*rä

www.instagram.

com/o._._.schulze

FOTO: @O._._.SCHULZE

LuB Akademie GmbH

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KOSMETIK

Das volle Verwöhnprogramm

Stadtgespräch 9

Ja, baden ist nicht so günstig wie duschen. Aber es tut verdammt gut, wenn die Tage davor bescheiden waren.

Nichts wäscht Spuren toxischer „Freund*innen“ und nerviger Kontakte besser weg als ein knallbuntes und duftendes

Bad. Eine Wanne voll Glück!

Und die hast du dir

verdient! Das queere Team

vom nachhaltig wirkenden

und fair handelnden Kosmetikunternehmen

LUSH

hat da etwas für dich

– und zudem immer ganz

besonders ausgefallene

Badebomben im Angebot,

die dein Badezimmer zum

wohltuenden Spaßbad

machen.

Uns besonders gut

gefallen hat die 380

Gramm schwere vegane

Badebombe „Big Aubergine“,

die dein Badewasser

erst zur modernen Kunst

macht, dann duftet und

dich super pflegt. Ein

schlechtes Gewissen

FOTO: M. RÄDEL

brauchst du wirklich nicht

zu haben beim Planschen,

denn: „Wir haben schon

vor der Eröffnung unseres

ersten Ladens gegen Tierversuche

gekämpft und

der Kampf geht bis heute

weiter. Wir testen unsere

Produkte an freiwilligen

Testpersonen und fördern,

finanzieren und nutzen

alternative Testmethoden,

die komplett tier- und

tierproduktfrei sind“, so

LUSH. 1 a. Und: Beschenke

deinen Schatz doch

mit etwas Besonderem,

zum Beispiel mit diesem

aromatherapeutischen

Badeerlebnis?! *rä

www.lush.com

Für dich da!

MediosApotheke Oranienburger Tor

Friedrichstraße 113a, 10117 Berlin

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MediosApotheke Hackescher Markt

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Inh. Anike Oleski e. Kfr.


UNDERGROUND

„HOMOPUNK ACTION“

Erotische Mode, queere Bild- und

Designkunst und punkige Träume,

die eine klare Aussage haben: Lebe

lieber ungewöhnlich!

Hinter dem Mode- und Fetischprojekt

„Homopunk Action“ steht der in

Costa Rica geborene Designer und

Schneider Diego Mendez Obaldia, der

mit seinem Label und Fanzine Queers

unterstützen und vernetzen will, deren

Geschmack und Lebensweise abseits

des Mainstreams angesiedelt sind. Erst

mal mit einer Online-Community und

Jockstraps – aber auch mit Produkten

anderer Kreativer.

„Ich hatte schon immer den Traum,

etwas zu schaffen, wo jeder seine

Fantasien verwirklichen kann – was

mehr ist, als einen Jockstrap zu nähen.

AUS BERLIN

Ich möchte der Berliner Community

und auch ganz Europa das Allerbeste an

Herrenfetischwäsche und -bekleidung

anbieten, wo all die Fantasien im

Zusammenhang mit Berliner schwulen

Punks Wirklichkeit werden können. Mit

exzentrischen Farben und hochwertigsten

Stoffen von lokalen Lieferanten

aus Berlin“, verrät uns der queere

Handwerker, dessen Wurzeln auch in

den besetzen Häusern im Friedrichshain

liegen, dazu im Chat. Ein spannendes

Projekt und tatsächlich recht kunstvolle

Bilder … *rä

homopunkaction.bigcartel.com


TREND

Schick und geschützt:

SVEN-HOLGER

Wer sich gerne von der Masse abhebt, dem könnte

die Mode dieses Labels gefallen. Edle Materialien wie

Kaschmirwolle der Edelhaarziege und beste Verarbeitung

überzeugen auch hohe Ansprüche. Das „Cashmere Casual

Jacket“ – innen und außen 100 % Kaschmir – ist in diversen

Farben nach Selektion bestellbar, so der Designer Sven-

Holger Behnke. *rä

www.sven-holger.com

FOTOS: P. BUNING

Let’s date

happy.


12 STYLE

Mode, Social Media und Erotik:

RENÉ WILLE

Ein Designer, der nicht nur in

Handarbeit coole Mode produziert,

sondern der auch noch

aussieht wie ein Model. Wir erreichten

René Wille am Telefon.

INTERVIEW

Du achtest sehr auf Nachhaltigkeit

und Umweltverträglichkeit, ist das

nicht mitunter schwierig?

Anfangs habe ich noch nicht so sehr darauf

geachtet, aber innerhalb der letzten sieben

Jahre hat sich da viel getan, auch bei mir.

Nach meinem Umzug nach Frankfurt vor

einigen Jahren habe ich das Label nochmals

neu aufgezogen und achte nun darauf, nur

noch mit (Bio-)Zulieferern zu arbeiten, die

ihre Mitarbeiter fair behandeln und nachhaltig

und ökologisch wirtschaften, etwa

weniger Wasser verbrauchen. Es brauchte

etwas Zeit, da ich das ja nur nebenberuflich

mache.

Wie würdest du deinen Modestil

beschreiben?

Hm, schwierig. Ich glaube, dass ich vom

Typ her Edles und Stilvolles mag. Wenig

Farben, eher schwarz-weiß, wie man an

meinem Modelabel sehen kann. Privat bin

ich aber auch gern der sportliche Typ mit

Jogginghose und Sneakern.

Deine Mode sei „optimal für den

Fashionjunkie mit kleinem Geldbeutel“,

bleibt da noch genug für dich

übrig?

Es ist kein hoher Gewinn, aber ich habe

meine Ausgaben gedeckt. Wenn ich nun

aber meine Arbeitszeit einrechnen würde,

dann nicht. (grinst) Aber es ist ja nur ein

Kleingewerbe, mein Hobby, ich muss nicht

reich werden damit.

Was schätzt du am Modestandort

Frankfurt am Main?

Es ist eine Großstadt, es leben hier viele

unterschiedliche Menschen, die Wert auf

Mode legen, aber es ist eben nicht Berlin.

Man sieht eher die großen Marken auf der

Straße, extrem frei ist man hier nicht – aber

ich glaube schon, dass man sich mit Mode

beschäftigt.

Hat die Fashion Week etwas Schwung

gebracht?

Bisher nicht, aber das mag auch an der

Corona-Lage liegen. Die Veranstaltungen

wurden bisher noch nicht so groß aufgezogen,

aber das wird sich sicherlich noch

entwickeln. Die Fashion Week kam hierher,

weil es ein lukrativer Standort ist, das kommt

noch in Fahrt.

Auf Instagram erfreust du deine

Follower auch mit einer Prise Erotik,

wie weit gehst du?

Bei meinem privaten Profil spiele ich eher

mit sexuellen Reizen, aber in einem gewissen

Rahmen. Ich würde nicht viel mehr zeigen,

als man sonst im Freibad sieht.

Machst du denn täglich Sport?

Mein Freund ist nebenberuflich Fitnesstrainer,

im Sommer gehen wir oft raus, spielen

auch Squash. Aber der Tag hat eben nur

24 Stunden, je mehr Zeit ich ins Modelabel

investiere, desto weniger Zeit bleibt dafür …

Wie ernährst du dich?

Zum Glück kocht mein Freund gesund,

ich würde eher Hausmannskost kochen.

Und das mag er nicht, weil sie so fettig ist.

Wir essen viel Gemüse, Hähnchen …

Was ist deine Lieblingssünde beim

Essen?

Alles, was gebacken wird! Kuchen, Kekse

und Macarons … Der Gummibärchentyp

bin ich nicht. (lächelt)

*Interview: Michael Rädel

www.renewilledesign.de,

www.instagram.com/onlyme.rw


WO DIE

NATUR

NOCH

IN ORDNUNG

IST?

In Ihrem wohnoffice

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14 Style

LIEBE QUEERS,

blu bringt dir einmal mehr die schönen und

bunten Seiten des Lebens nahe. Etwa die

mitunter lustige Kunst von Marcus Günther

auf den KUNST-Seiten oder die stimmstarken

Sterne auf den MUSIK-Seiten. Und Szeneliebling

Sven Ratzke nahm sich gar Zeit für

ein Interview, bevor er die Bühne stürmte.

#GoodVibesOnly! Super im Trend liegen

auch die Möbel, die wir euch hier in unserem

Design-Special auf den STYLE-Seiten

vorstellen. *rä

männer.media

FOTO: ISTOCKPHOTO.COM/FOTOSTORM

STAURAUM

Schön ordentlich,

schön sauber

Na, wenn man „And Just Like That…“ anschaut, wird man doch

ein bisschen neidisch auf Carrie, wie sie so alles perfekt verstauen

kann? Das schaffst du aber auch!

MÖBEL

„SCHEANES“

aus Österreich

Österreich ist bekannt für Mozart, Berge, Ski, Torten und

Falco. Aber auch in Sachen Design tut sich hier Interessantes.

Uns besonders angetan hat es dieser Ohrensessel

„Cozy Tall“ von TOM TAILOR, den der Polstermöbelhersteller

ADA für das Hamburger Modehaus entworfen und

gefertigt hat. „Bei der Gestaltung eines Möbels kommt

es auf das ideale Zusammenspiel von rationellen Komponenten

wie Funktion, Benutzerfreundlichkeit und Kosten

mit ansprechender Optik, also Form und Materialien, an.

Außerdem spielt natürlich die Umsetzbarkeit eine entscheidende

Rolle. Denn Ziel ist es schließlich, Produkte zu

gestalten, die vervielfältigbar sind“, verrät Thomas Probst,

Head of Design von ADA dazu. *rä

FOTO: ADA

Unser Tipp ist da die Kollektion MOMENTS 2.0 von Leonardo

living. „Mit einer großen Bandbreite an praktischen Beimöbeln

lassen sich Kleidungsstücke, Accessoires, Kosmetik und Co.

stilvoll und platzsparend verstauen. Genauso wie das Grundinventar

der neuesten Serie bestechen auch die Beimöbel durch

elegantes Design mit stilvollen Glaselementen.“ Überzeugend!

Und praktisch. *rä

www.ada.at


NACHGEFRAGT

Über die Kaufbereitschaft von

Immobilien unter den Queers

Mit der aufkommenden post-pandemischen

Frühlingsstimmung gehen die

Menschen nicht nur wieder mehr aus

und aufeinander zu, auch werden mehr

und mehr Träume vom eigenen Heim

erfüllt. Unser Community-Makler Sam

Sabzian zeigt im Interview das aktuelle

Stimmungsbild in der Berliner Szene

auf.

Sam, neue Immobilienpreise für

Berlin wurden gerade veröffentlicht,

wie würdest du die aktuelle Stimmung

auf dem Immobilienmarkt

bewerten?

Die neuesten Erkenntnisse zeigen, dass

die Preise zuletzt stärker gestiegen sind als

zuvor. Im vierten Quartal 2021 sind etwa

die Preise für Eigentumswohnungen im

Vergleich zum Vorjahr um 12 % gestiegen,

der stärkste Anstieg seit 2001. Ich denke

der Trend wird in diesem Jahr anhalten.

Derzeit erleben wir sogar einen regelrechten

Run auf Immobilien, da die Zinsen

noch relativ günstig sind.

Das ist ein gutes Stichwort, trübt

die aktuelle Krise und Zinsankündigungen

die Stimmung bei den

Kaufinteressent*innen?

Nach den zwei Jahren Einschränkung ist

die Lust auf Freiheit und Unabhängigkeit

verständlich, viele aus der Community

wollen jetzt ein Zuhause ihr Eigen nennen.

Gleichzeitig aber sind die Immobilienpreise

bereits auf ein sehr hohes Niveau

geklettert. In Kombination mit steigenden

Kreditzinsen und einer hohen Inflation,

verlieren Kund*inen zunehmend an

Kaufkraft. Dadurch wird es künftig immer

weniger Menschen gelingen, sich den

Traum vom Immobilienbesitz zu erfüllen.

Es wird interessant sein zu sehen, wie sich

die Preise in Zukunft entwickeln.

Welchen Rat hast Du an Menschen,

die gerade überlegen ihre Immobilie

in gute Hände übergeben zu wollen?

Wenn ich die aktuelle Marktsituation

betrachte, so haben wir derzeit wirklich

gute Bedingungen für einen Verkauf. Die

Style 15

Preise sind so hoch wie nie zuvor, viele

Käufer*innen befinden sich im Wettlauf

gegen steigende Zinsen, und treffen dabei

auf ein knappes Angebot. Verkaufswillige

Immobilienbesitzer*innen sollten den

Markt jetzt genau beobachten und nicht

zu lange zögern, um ihrerseits von den

günstigen Verkaufsbedingungen zu

profitieren. Ich empfehle eine unabhängige

Beratung sowie kostenfreie Immobilienbewertung

durchführen zu lassen.

*Interview: Hannelore Stein

berlinerimmobilienmakler.de

Perfectionist

at Home.

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Freecall 08000-RANCILIO

08000-72624546


16 Style

ACCESSOIRE

EINE

GEHT

REIN

Wer es gerne trendig hat, der ist manchmal

am Zweifeln, welche Vase denn in die durchgestylte

Wohnung passt. Zu unverputzten

Wänden und Industrial Chic passt fast alles,

wer aber noch ganz klassisch Tapeten hat,

der muss mitunter aufpassen, dass das

blumengefüllte gute Stück dann nicht

einfach konservativ und spießig ausschaut.

Diese Vase hier kann dein Problem lösen

– wenn du ohnehin immer nur eine Blume

in deiner Wohnung platzieren willst. Denn

diese schicke Vase von haoshi kann genau

EINE Blume, Blüte, ein Zweigchen fassen.

„Chipmunk X Vase“ ist 15 cm hoch und 250

Gramm leicht. Ein drolliger Hingucker, aber

nicht das einzige, was haoshi anbietet. Hier

gibt es Uhren, Kunst und Lampen.

„Wir glauben, dass das Leben voller Glück

und interessanter Dinge ist“, so die Designschmiede

aus Taiwan auf ihrer Homepage.

„Betrachte alles aus verschiedenen

Blickwinkeln und konzentriere dich auf alles

aus dieser geschäftigen Welt. Alles kann gut

sein. Jedes exquisite Design repräsentiert

haoshis einzigartige Lebensphilosophie. Die

Welt ist einfach, solange unser Geist einfach

ist. haoshi entdeckt alles Gute in unserem

Leben und erschafft im Lauf der Zeit neue

Geschichten. Lass dich von dem einfachen

und exquisiten Detail beruhigen, lass dir

gute Dinge geschehen!“ *rä

www.haoshi.us

NEU IN BERLIN

www.welcome-interiors.com

WELCOME interiors

Yorckstraße 26 | 10965 Berlin

Telefon 030 - 39 91 93 65 | Mo - Fr 10 - 19 Uhr | Sa 11 - 18 Uhr


Style 17

WOHNEN

Was für eine

coole Lampe!

Die richtige Beleuchtung schafft ein völlig

neues Raumgefühl. Je nach Lichtquelle wirkt

ein Raum größer, edler oder auch einfach

wärmer. Uns besonders angetan hat es

Strahler, die Stehlampe rechts im Bild. Aber

auch sonst bietet home24 jede Menge toller

Sachen, um deine Bude in ein hyggliges

Nest zu verwandeln. „Kahle Wände, ein leerer

Fußboden oder einfach nur eine Stelle,

die unvollständig aussieht, wenn man sie

betrachtet – jeder Haushalt kennt diese eine

Baustelle, an der es eigentlich nur ein bisschen

Detailarbeit braucht, um sie in den Rest

der Einrichtung zu integrieren. Hier kommen

unsere monatlichen Neuheiten ins Spiel,

die jede noch so verloren wirkende Lücke

füllen können. Bunte Teppiche, Prints und

stimmungsvolle Wandleuchten tauschen

gähnende Leere gegen Persönlichkeit und

Farbe ein“, so die Designexperten dazu. *rä

www.home24.de

THE GREATEST COMFORT, ELEGANCE AND PERFORMANCE

Flagshipstore Berlin

Budapester Str. 22, 10787 Berlin

Persönliche Beratung im Budapester Salon

nach Terminvereinbarung: Tel. 030 23005978


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Ihr Partner für Modernisierungen in Berlin und Brandenburg

Spachtel-, Maler und

Fußbodenarbeiten;

auch Grundrissänderungen

gestalten wir individuell

nach Ihren Wünschen

und Ansprüchen.

DAS SIND WIR

Die Wemod Wohneinheitenmodernisierungs GmbH ist Ihr Experte für

Renovierungen in Berlin und Brandenburg. Wir sorgen dafür, dass Ihr Ein- oder

Mehrfamilienhaus sich wieder in einem einwandfreien und hochwertigen Zustand

präsentiert. Auch Gewerbeobjekte realisieren wir in fachmännischer Ausführung.

Vom ersten Gespräch bis zum Abschluss des Projektes erhalten Sie von uns

schlüsselfertig alle Ausführungsleistungen aus einer Hand. Dies erspart Ihnen den

Stress, verschiedene Dienstleister für Ihr Projekt suchen zu müssen. Wir stehen

Ihnen für ein unverbindliches Gespräch gerne zur Verfügung.

Planung und Installation

von Sanitär-, Heizungs

und Klimaanlagen sowie

Wartungs- und

Reparaturarbeiten

UNSER NETZWERK

Wir greifen auf einen Erfahrungsschatz von

über 15 Jahren zurück, wodurch wir ein sehr

gutes Verständnis für einzelne Abläufe und

Gewerke haben und immer flexibel auf neue

Gegebenheiten reagieren können. Gemeinsam

entwickeln wir kreative Lösungen für so

manches Raumproblem.

UNSERE LEISTUNGEN

■ Maler/Stuck*

WIR SUCHEN

■ Fußboden*

MITARBEITER!

■ Fliesen und Mosaik Weitere informationen

finden Sie auf

■ Elektroinstallation*

■ Trockenbau/Akustikbau unserer Webseite.

■ Asbestsanierung

■ Fassadenbau*

■ Fensterbau*

■ Bautischler*

■ Dachbau*

■ Heizungs-, Sanitär- und Klimaanlagenbau

■ Wiederherstellung nach

Wasserschaden inkl. Trocknung

*In Zusammenarbeit mit unseren Partnerunternehmen

UNSERE QUALITÄT

Zur Qualitätssicherung sind wir eng mit renommierten

Herstellern, Lieferanten, Planungs- und

Gutachterbüros vernetzt, um bei besonderen

bautechnischen Fragestellungen oder Spezifikationen

bestmögliche Lösungswege für unsere

Kunden zu finden.


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UNSERE WERTE

Im Umgang mit unseren Kunden legen

wir Wert auf gute Planung und Beratung,

sorgfältige Materialauswahl, professionelles

Handwerk, Präzision und Verlässlichkeit.

Umweltschutz spielt

für uns eine wichtige Rolle. Daher setzen wir

ausschließlich auf allgemein zugelassene

Baustoffe, Bauteile und Bauarten.

UNSERE KOMMUNIKATION

Mit unseren Partnern und Kunden pflegen

wir einen offenen und ehrlichen Umgang.

Ein Hauptansprechpartner aus unserem

Hause bündelt die Fachbauleitung Ihres

Projekts und gewährleistet die reibungslose

Koordination aller Einzelgewerke.

DAFÜR STEHEN WIR

Unser zuverlässiges Team besteht aus gut

ausgebildeten Facharbeitern, Meistern

und Ingenieuren. Weiterhin verfügen

wir über ein funktionierendes Berliner

Netzwerk, bestehend aus Architekten,

Bausachverständigen, Partnerunternehmen

und Lieferanten, die seit vielen

Jahren sehr erfolgreich miteinander

arbeiten. Wir entwickeln für alle Projekte

wirtschaftliche und nachhaltige Lösungen,

welche die aktuell gültigen Normen, die

anerkannten Regeln der Technik und

ihre individuellen Gestaltungsvorgaben

stets berücksichtigen. Dazu gehört

selbstverständlich auch die Übernahme

der Gewährleistung für alle Gewerke.

Durch unsere Flotte

von Fahrzeugen sind

wir flexibel und stehen

Ihnen mit unserem

20-köpfigen Team zur

Verfügung.

STEVEN FINN

Geschäftsführer, Planung,

Beratung, Service, Akquise

UNSERE ZERTIFIKATE

■ Sanierung von Schimmelschäden im Innenbereich, TÜV Rheinland

■ Zertifizierung für Kälte-, Klimaanlagen und Wärmepumpen, SHK Berlin

■ Fachkraft für Wasserschadenbeseitigung, TÜV Rheinland

■ Soka Weissbucheintrag

■ ULV Eintragung

■ TRGS 519 und 521

WEMOD, Wohneinheitenmodernisierungs

GmbH, Degnerstraße 9,

13053 Berlin, Tel. 030 923 78 65-0,

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20 Termine

MAI

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

Szene

SO 1.5.

10:00 Gespächskreis

Homosexualität in

der Advent-Kirche,

Gedenkveranstaltung

für die homosexuellen

Opfer des

NS im KZ Sachsenhausen,

Danziger

Str. 203

MO 2.5.

19:00 fire of love, offenes

Zentrum, fire of love

kennenlernen. Um

eine Anmeldung

wird gebeten., Degnerstraße

9b

18:00 Mann-O-Meter,

Tests auf HIV und

andere STIs, bis

21:30 Uhr, anonym

und ohne Voranmeldung,

Bülowstr. 106

SA 7.5.

19:30 Restaurant Gino,

The Leather Dinner

#BLACKWEEKEND

Berlin, Full Menu in

full Gear. Platzreservierung

www.male.

space, Welserstr. 27

SO 8.5.

17:00 Malu 15, Fetish

Social Berlin, Kein

Dresscode, Martin-

Lutter-Str. 15

SO 8.5.

17:00 Mann-O-Meter,

Psychologische

Beratung & Infos zu

HIV & Aids, bis 21

Uhr, Bülowstr. 106

DO 12.5.

19:00 fire of love,

Kuschelparty „Berlinkuschelt“,

Berührung

und Nähe wie

du sie möchtest.

Anmeldung erforderlich,

Degnerstraße

9b

SO 15.5.

15:00 Alter St.-Matthäus-Kirchhof,

Gedenkfeier: International

AIDS Candlelight

Memorial Day

2022, Wir Erinnern

– Wir Handeln – Wir

Leben Jenseits Von

HIV, Großgörschenstr.

12-14

DI 17.5.

15:00 U-Bahnhof Wittenbergplatz,

IDAHO-

BIT-Kundgebung,

mit Redebeiträgen

von Vertreter*innen

aus Bundes- und

Landespolitik &

Vertreter*innen aus

dem Bündnis gegen

Homophobie, Wittenbergplatrz

18:00 Mann-O-Meter,

Tests auf HIV und

andere STIs, bis

21:30 Uhr, anonym

und ohne Voranmeldung,

Bülowstr. 106

MI 18.5.

19:00 AHA, IDAHOBIT-

Woche gegen

Queerfeindlichkeit,

ein bunter Mix aus

Talks, Monumentenstraße

13

DO 19.5.

19:00 AHA, IDAHOBIT-

Woche gegen

Queerfeindlichkeit,

ein bunter Mix aus

Talks, Monumentenstraße

13

SA 21.5.

14:00 Vor dem Schloss

Bellevue, Guided

Tour: Berlin‘s

History of Sex,

Englisch und

Deutsch. Anmeldung

erforderlich:

orjizmic.com/

berlin-sex-historytour,

Spreeweg 1

19:00 Village, Village Potluck,

Gemeinsam

Zeit verbringen!

Bring einfach eine

Speise deiner Wahl

mit, Kurfürstenstr.

31-32

DI 24.5.

19:00 AHA, AHA-

Spieleabend,

Monumentenstraße

13

19:30 Village, Cuddle

Puddle — Kuschelgruppe,

bis 19:30

Uhr, Kurfürstenstr.

31-32

DO 26.5.

18:00 Sonntags-Club

e.V., NoAlk, trockene

schwule

Alkoholiker, Greifenhagener

Straße

28

18:00 Mann-O-Meter,

Tests auf HIV und

andere STIs, bis

21:30 Uhr, anonym

und ohne Voranmeldung,

Bülowstr. 106

Kultur

SO 1.5.

15:00 Theater des

Westens, Ku‘Damm

56 - Das Musical,

weitere Vorstellung

um 19:30 Uhr, Kantstraße

12

18:00 Neue Bühne Friedrichshain,

Ich bin wie

ihr, ich liebe Äpfel,

von Theresia Walser,

Regie von Marco

Thom, Boxhagener

Straße 18 (2HH)

18:00 Schlosspark Theater,

Der König stirbt,

Schlossstr. 48

PREMIERE

MO 2.5.

10:00 Buchhandlung

Eisenherz, Ausstellung:

„SexBiosis“ von

Paul Fraser, bis zum

10.05.2022; Mo. -

Sa. von 10 Uhr bis

20 Uhr., Motzstr. 23

MI 4.5.

20:00 Bar Jeder Vernunft,

Cora Frost & Tim

Fischer: Niemand

liebt dich so wie ich

– Berühmte Duette,

Schaperstraße 24

20:00 BKA Theater, The

Cast – die Opernband:

No Limits,

Mehringdamm 34

20:00 Komödie im Schiller

Theater, Die

Niere, Bismarckstr.

110

DO 5.5.

19:00 SchwulesMUSEUM,

Eröffnung: Ocaña,

Ausstellung zum

andalusischen

Künstler José Pérez

Ocaña. Bis 22 Uhr,

Lützowstraße 73

FR 6.5.

18:00 Galerie Mond,

Eröffnung: Rosa von

Praunheim. Ich bin

ein Gedicht, Bleibtreustr.

12

20:00 BKA Theater, The

Cast – die Opernband:

No Limits,

Mehringdamm 34

20:15 AHA, TGIF - Trash

Goddess In Film: 30.

Todestag von Marlene

Dietrich, Gaby

Tupper präsentiert

que(e)re Filme,

Monumentenstraße

13

SA 7.5.

20:00 SchwuZ, Falling in

Love again: Marlene

Dietrich Revue zum

120. Geburtstag,

Ticketverkauf nur

online!, Rollbergstraße

26

23:59 BKA Theater,

Jurassica Parka:

Paillette geht immer,

Mehringdamm 34

DI 10.5.

20:00 Berliner Kriminal

Theater, Das Paket,

Umspannwerk Ost

Palisadenstr. 48

20:00 BKA Theater,

Unerhörte Musik:

Duo Stock-Wettin,

Mehringdamm 34

MI 11.5.

21:00 delphi LUX, Queer

Filmnacht: Eine

total normale

Familie, OmU, DK

2020, YVA Bogen,

Kantstr. 10

DO 12.5.

19:00 Schwules-

MUSEUM, Buchpräsentation

Klassismus, Die

Herausgeber*innen

Julian Knop & Frede

Macioszek lesen aus

ihren neu erschienen

Sammelband

Klassenfahrt,

Lützowstraße 73

FR 13.5.

20:00 Ufa-Fabrik, Wien

meets Berlin: Voices

On!, Viktoriastr.

10/18/2016

SA 14.5.

16:00 Schlosspark Theater,

Max Goldt liest,

Schlossstr. 48

23:59 BKA Theater,

Ades Zabel & Biggy

van Blond: Ediths

Discoballs, Mehringdamm

34

DI 17.5.

18:00 Zwölf-Apostel-Kirche,

Ökumenischer

Gottesdienst mit

Erzbischof Koch

zum IDAHOBIT,

Gemeinsam mit der

Initiative #OutIn-

Church – Für eine

Kirche ohne Angst,

An der Apostelkirche

1

20:00 Zoo Palast, FIRE-

BIRD, Estland/UK

2021, OmU mit

Regisseur Peeter

Rebane & Hauptdarsteller

Tom Prior.

Zum Internationalen

Tag gegen Homo-,

Bi-, Inter- und Transphobie

(IDAHOBIT).,

Hardenbergstr. 29A

DO 19.5.

19:30 BABYLON, Edson

Cordeiro: Anders

als die andern, Live

- Film und Musik.

Edson Cordeiro mit

dem Babylon Orchester

Berlin, Rosa-

Luxemburg-Str. 30

20:00 BKA Theater, Ades

Zabel & Company:

Tatort Neukölln,

Mehringdamm 34

FR 20.5.

21:00 SchwuZ, What a

show! by Ocean,

Entertainment:

Meo, Stinny Stone,

Ocean, Santana

$exMachine –

Ticketverkauf nur

online!, Rollbergstraße

26

SA 21.5.

23:59 BKA Theater,

Jurassica Parka:

Paillette geht immer,

Mehringdamm 34

Mi. bis Sa. ab 19 Uhr Eintritt frei

Wed. to Sat. from 7pm Free of charge

20:00 Berliner Kriminal

Theater, Außer Kontrolle,

Umspannwerk

Ost Palisadenstr.

48

MO 9.5.

20:00 Bar Jeder Vernunft,

Erik Leuthäuser &

Gäste: Wünschen,

Schaperstraße 24


Termine 21

SO 22.5.

18:00 Schlosspark Theater,

Monsieur Claude

und seine Töchter -

Teil 2, Schlossstr. 48

MO 23.5.

20:00 Schlosspark Theater,

Antje Rietz &

Band: Musik liegt in

der Luft, ein Caterina-Valente-Abend,

Schlossstr. 48

20:00 Tipi, Rainald Grebe:

Popmusik, Große

Querallee

MI 25.5.

20:00 BKA Theater, Ades

Zabel & Company:

Tatort Neukölln,

Mehringdamm 34

DO 26.5.

19:00 SO36, Queer Slam

Berlin, mit Felin,

Meike Harms, Volker

Surmann, Jenny Riek,

Oranienstraße 190

23:59 BKA Theater,

Jade Pearl Baker:

Badeperle, Mehringdamm

34

SO 29.5.

18:00 Renaissance Theater,

Hedwig and the

Angry Inch, Knesebeckstr.

100

18:00 Schlosspark 20:00

BKA Theater, Ades

Zabel & Company:

Tatort Neukölln,

Mehringdamm 34

MO 30.5.

18:00 Schlosspark

Theater, Isabel

Varell liest aus ihrer

Autobiographie,

eine musikalische

Lesung , Schlossstr.

48

20:00 Tipi, Gustav Peter

Wöhler Band: Love

Is The Drug, Große

Querallee

20:00 Insomnia, Die

ultimative Kuschelparty,

Kuschelparty

& Workshop.

Dresscode: leger,

kuschelig, bequem.

Für den zweiten Teil

sexy Unterwäsche,

sinnlich, nackt, Alt-

Tempelhof 17

DO 5.5.

17:30 Gestrandet, Gay

19:00 SchwuZ,

Pepsi Boston Bar:

$UPER SI$$Y

$MACKDOWN, a

Drag Talent Competition

hosted by

Miss Ivanka T., Rollbergstraße

26

20:00 Zum Schmutzigen

Hobby, KlumBum

- GNTM 2022 Viewing,

Hosting: Brigitte

Skrothum, Revaler

Straße 99

FR 6.5.

22:00 lab.oratory, Lab.

dance, Men only!.

Einlass bis 24 Uhr.,

Am Wriezener Bhf.

23:00 SchwuZ, La Discoteka,

House, Disco,

Reggaeton, Latin.

Einlass ab 21 Uhr,

Rollbergstraße 26

SA 7.5.

19:00 Quaelgeist Berlin

e.V., Q Youngsters,

Offene BDSM-

Pre-Party für junge

Männer zwischen 18

bis 35 Jahren. Bis 22

Uhr, Lankwitzer Str.

42 – 43

19:00 SchwuZ, Pepsi

Boston Bar: Blumen

der Liebe - die

Schlagernacht

im SchwuZ, DJ &

Moderation: Inge

Borg, Rollbergstraße

26

20:00 Rauschgold, 17

Jahre Rauschgold -

Die große Geburtstagsparty,

Freibier,

Show und Party,

Mehringdamm 62

22:00 Süß War Gestern,

ROSE KENNEDY -

Jogginhosenparty,

by Magic Magnus &

Nina Queer, Wühlischstr,

43

23:00 SchwuZ, bump!

das Retro Studio,

80s, 90s, 70s,

Schlager & Show,

Rollbergstraße 26

MI 11.5.

19:00 SchwuZ, Pepsi

Boston Bar: HOT

SAUCE, a House.

Darkroom Bar

Night, Rollbergstraße

26

DO 12.5.

21:00 SchwuZ, ESC

Screening: 2. Halbfinale,

Doors: 19

Uhr, Rollbergstraße

26

FR 13.5.

22:00 Berghain, Panorama

Bar: 10 Years

Príncipe, Am Wriezener

Bahnhof

22:00 Busche Club,

Sweatpants Night,

Warschauer Platz 18

23:00 SchwuZ, SLEAZE

– the filfthy, House,

Techno, Non-Stop

Erotic Cabaret

Show, QueerPorn-

Screening, Big

Darkroom, Rollbergstraße

26

SA 14.5.

20:00 AHA, Eurovision

Song Contest 2022

- The Sound of

Beauty, ESC Public

Viewing mit Mimi

Mllano und Gundel

Schlauch. Einlass ab

19 Uhr, Monumentenstraße

13

21:00 Marienhof, Saturday

Night Fever,

Marienburger

Straße 7

22:00 lab.oratory, SNAX

CLUB, pervy party,

play safe, men only!

Dresscode: dirty &

fetish, Am Wriezener

Bhf.

23:00 SchwuZ, Popkicker

by Jurassica

Parka, Parka-Pop,

House, Retro, Show,

Entertainment,

Rollbergstraße 26

Mi. bis Sa. ab 19 Uhr Eintritt frei

Wed. to Sat. from 7pm Free of charge

MO 16.5.

19:00 SO36, Roller Skate

Disko, Roller Dance

Lessons ab 20:30

Uhr anschließend

Disko, Oranienstraße

190

FR 20.5.

21:00 Hafen, BitchPort,

mit Victoria Bacon

& Jordan Snapper,

Motzstraße 19

SA 21.5.

18:00 Cassiopeia, Nina

Queers IRREN-

HOUSE, 10 DJs,

Darkroom, DRAG

SHOW und Biergarten,

Revaler Str. 99

23:00 SchwuZ, Queen‘s

Land, Moderne

Pop-Musik, 2000er,

RnB, Retro & Entertainment,

Rollbergstraße

26

SO 22.5.

08:00 KitKat, Nachspiel,

Techno,

Electro, Im U-Bhf.

Heinrich-Heine-

Str

18:00 SO36, Café Fatal,

Ballroom Hits,

Latin, Salsa, Tango,

Oranienstraße 190

DI 24.5.

19:30 BLOND, Sing Sing

Sing – Star Party

mit Tommi, Eisenacher

Straße 3A

MI 25.5.

19:00 SchwuZ, Pepsi

Boston Bar: HOT

SAUCE, a House.

Darkroom Bar

Night, Rollbergstraße

26

22:00 Busche Club,

Daddys Day, Warschauer

Platz 18

FR 27.5.

122:00 M-Bia Club, DRTY

by REVOLVER,

Dircksenstr. 123

23:00 SchwuZ, Friends

with Benefits,

Queers for Queers:

Your monthly fundraiser

Party, Rollbergstraße

26

SA 28.5.

22:00 SO36, Gayhane

- House of Halay,

Homo Oriental

Dancefloor, Oranienstraße

190

FR 27.5.

Party

SO 8.5.

16:00 Villa Elisabeth,

Wir sind so frei #1

Fidelio, Für Ludwig

van Beethoven – von

Novoflot. Musiktheater-Installation.

Bis

20 Uhr. Reservierung:

performingartsfestival.de/de,

Invalidenstr.

3

120:30 Buchhandlung

Eisenherz, 30 Jahre

Bibliothek rosa Winkel,

Jubiläumsabend

mit dem Herausgeber

Wolfram Setz

& Benedikt Wolf,

Florian Mildenberger

und James Steakley,

Motzstr. 23

SA 28.5.

16:00 Villa Elisabeth,

Wir sind so frei #1

Fidelio, Für Ludwig

van Beethoven – von

Novoflot. Musiktheater-Installation.

Bis

20 Uhr. Reservierung:

performingartsfestival.de/de,

Invalidenstr.

3

DI 3.5.

19:00 ClubCulture-

Houze, Sports &

Underwear, gaysex-Party,

Görlitzer

Str. 71

20:00 Monster

Ronson‘s Ichiban

Karaoke, The House

of Presents (2G+),

Gieza‘s Pokehouse

um :21 Uhr; main

show um: 22 Uhr.,

Warschauer Straße

34

19:00 ClubCulture-

Houze, Sports &

Underwear, gaysex-Party,

Görlitzer

Str. 71

MI 4.5.

19:00 SchwuZ, Pepsi

Boston Bar: Björkmania,

a special

night dedicated

to Björk, Rollbergstraße

26

08:00 KitKat, Nachspiel,

Techno, Electro, Im

U-Bhf. Heinrich-

Heine-Str

15:00 Quaelgeist Berlin

e.V., Honey & Spice,

Die BDSM-Party nur

für Frauen & Trans_*.

Einlass bis 16 Uhr.

Ende 22 Uhr, Lankwitzer

Str. 42 – 43

17:00 SO36, X – mal

Kreuzberg - Edition

2, mit GYM Tonic,

Wax Legs, Lacquer,

Electric Masochist,

The Inserts, DJ Ass

Struggle, Oranienstraße

190

DI 10.5.

20:00 Monster Ronson‘s

Ichiban Karaoke,

The House of Presents

(2G+), Gieza‘s

Pokehouse um :21

Uhr; main show um:

22 Uhr., Warschauer

Straße 34

FILM

XPOSED Queer Film Festival

Auch dieses Jahr werden queere Filmliebhaber*innen und

ihre Freund*innen auf ihre Kosten kommen, denn das Team

des XPOSED Queer Film Festival hat eine Fülle unterschiedlichster

LGBTIQ*-Filmkultur und -kunst zusammengesammelt

und präsentiert sie dir kuratiert und eingebettet in ein

abwechslungsreiches Programm. *rä

26. – 29.5., XPOSED Queer Film Festival,

www.xposedfilmfestival.com

FOTO: M. RÄDEL


22 Termine

JUNI

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

Szene

MO 6.6.

19:00 fire of love,

offenes Zentrum,

fire of love kennenlernen.

Um eine

Anmeldung wird

gebeten., Degnerstraße

9b

18:00 Mann-O-Meter,

Tests auf HIV und

andere STIs, bis

21:30 Uhr, anonym

und ohne Voranmeldung,

Bülowstr.

106

19:00 AHA, AHA-

Spieleabend,

Monumentenstraße

13

Mi. bis Sa. ab 19 Uhr Eintritt frei

Wed. to Sat. from 7pm Free of charge

FR 10.6.

20:00 Mann-O-Meter,

Schwule Väter und

Ehemänner Berlin,

offenes Treffen. Bis

22 Uhr, Bülowstr.

106

SA 18.6.

14:00 Vor dem Schloss

Bellevue, Guided

Tour: Berlin‘s

History of Sex,

Englisch und

Deutsch. Anmeldung

erforderlich:

orjizmic.com/

berlin-sex-historytour,

Spreeweg 1

SO 19.6.

17:00 Village, Playfight

Ritual, for GBTQ

men * Bis 20:30

Uhr, Kurfürstenstr.

31-32

DI 21.6.

20:00 Mann-O-Meter,

Arbeitsrechtsberatung,

Kostenlos,

durch einen

Anwalt. Bis 21 Uhr,

Bülowstr. 106

DO 30.6.

18:00 Mann-O-Meter,

Tests auf HIV und

andere STIs, bis

21:30 Uhr, anonym

und ohne Voranmeldung,

Bülowstr.

106

Kultur

DO 2.6.

19:30 Theater des

Westens, Ku‘Damm

56 - Das Musical,

Kantstraße 12

20:00 Berliner Kriminal

Theater,

Die Mausefalle,

Umspannwerk Ost

Palisadenstr. 48

20:00 BKA Theater,

Ades Zabel &

Company: Tatort

Neukölln, Mehringdamm

34

FR 3.6.

20:00 Berliner Kriminal

Theater, Das Paket,

Umspannwerk Ost

Palisadenstr. 48

19:30 Friedrichstadt-

Palast, ARISE

Grand Show, Friedrichstraße

107

20:00 BKA Theater,

Ades Zabel &

Company: Tatort

Neukölln, Mehringdamm

34

SA 4.6.

20:00 Bar Jeder Vernunft,

Georgette

Dee & Terry Truck:

All of me – Lebenslieder,

Schaperstraße

24

20:00 Berliner Kriminal

Theater, Die

acht Millionäre,

Umspannwerk Ost

Palisadenstr. 48

20:00 BKA Theater,

Ades Zabel &

Company: Tatort

Neukölln, Mehringdamm

34

SO 5.6.

15:00 Theater des

Westens, Ku‘Damm

56 - Das Musical,

weitere Vorstellung

um 19:30 Uhr,

Kantstraße 12

18:00 Schlosspark

Theater, Monsieur

Claude und seine

Töchter - Teil 2,

Schlossstr. 48

19:00 Bar Jeder Vernunft,

Georgette

Dee & Terry Truck:

All of me – Lebenslieder,

Schaperstraße

24

20:00 BKA Theater,

Ades Zabel &

Company: Tatort

Neukölln, Mehringdamm

34

MO 6.6.

19:30 Globe-Bühne, Der

Sturm, von William

Shakespeare, Sömmeringstr.

15

20:00 BKA Theater,

Chaos Royal: Impro

à la carte, Mehringdamm

34

20:00 Wühlmäuse, Der

Blaue Montag,

Moderation: Arnulf

Rating, Pommernallee

2-4

DI 7.6.

20:00 BKA Theater,

Unerhörte Musik:

Ensemble SEV,

Mehringdamm 34

20:00 Tipi, Wilhemine:

Meine Geschichte

in Liedern, Große

Querallee

MI 8.6.

20:00 BKA Theater,

Travestie für

Deutschland: Das

SchattenQ*abinett,

Mehringdamm 34

DO 9.6.

19:30 Theater des

Westens, Ku‘Damm

56 - Das Musical,

Kantstraße 12

20:00 Berliner Kriminal

Theater, Die Therapie,

Umspannwerk

Ost Palisadenstr.

48

20:00 BKA Theater,

Ades Zabel &

Company: Tatort

Neukölln, Mehringdamm

34

FR 10.6.

19:30 Friedrichstadt-

Palast, ARISE

Grand Show, Friedrichstraße

107

20:00 Bar Jeder Vernunft,

Georgette

Dee & Terry Truck:

All of me – Lebenslieder,

Schaperstraße

24

20:00 BKA Theater,

Ades Zabel &

Company: Tatort

Neukölln, Mehringdamm

34

20:00 Wintergarten, Flying

Dreams, Potsdamer

Str. 96

SA 11.6.

20:00 Berliner Kriminal

Theater,

Außer Kontrolle,

Umspannwerk Ost

Palisadenstr. 48

20:00 BKA Theater,

Ades Zabel &

Company: Tatort

Neukölln, Mehringdamm

34

23:59 BKA Theater,

Gisela Sommer &

Inge Borg: Die Bühnentrinkerinnen,

Mehringdamm 34

SO 12.6.

15:00 Theater des

Westens, Ku‘Damm

56 - Das Musical,

weitere Vorstellung

um 19:30 Uhr,

Kantstraße 12

20:00 BKA Theater,

Sigrid Grajek:

Berlin, die 1920er

Jahre – eine Stadt

im Taumel, Mehringdamm

34

MO 13.6.

20:00 Bar Jeder

Vernunft, Jack

Woodhead & Band:

Reflections, Schaperstraße

24

DI 14.6.

20:00 Tipi, The 12

Tenors – Die Jubiläumstour,

Große

Querallee

MI 15.6.

20:00 Bar Jeder Vernunft,

Muttis

Kinder: Konzert,

Schaperstraße 24

20:00 BKA Theater,

The Golden Gmilfs:

Extra Dry, Mehringdamm

34

20:00 Ufa-Fabrik, The

Cast - die Opernband:

No Limits,

Viktoriastr. 10-18

DO 16.6.

19:30 Globe-Bühne,

Wie es Euch gefällt,

von William Shakespeare,

Sömmeringstr.

15

19:30 Theater des

Westens, Ku‘Damm

56 - Das Musical,

Kantstraße 12

20:00 BKA Theater,

The Golden Gmilfs:

Extra Dry, Mehringdamm

34

20:00 Tipi, The 12

Tenors – Die Jubiläumstour,

Große

Querallee

FR 17.6.

19:30 Friedrichstadt-

Palast, ARISE

Grand Show, Friedrichstraße

107

19:30 Staatsoper Unter

den Linden, Onegin,

Staatsballett

Berlin, Unter den

Linden 7

20:00 Bar Jeder Vernunft,

Muttis

Kinder: Konzert,

Schaperstraße 24

20:00 BKA Theater,

The Golden Gmilfs:

Extra Dry, Mehringdamm

34

20:00 Wintergarten, Flying

Dreams, Potsdamer

Str. 96

SA 18.6.

20:00 Admiralspalast,

Bianca Del Rio,

Friedrichstraße 101

20:00 Berliner Kriminal

Theater, Arsen und

Spitzenhäubchen,

Umspannwerk Ost

Palisadenstr. 48

23:59 BKA Theater,

Jurassica Parka:

Paillette geht

immer, Mehringdamm

34

SO 19.6.

15:00 Theater des

Westens, Ku‘Damm

56 - Das Musical,

weitere Vorstellung

um 19:30 Uhr,

Kantstraße 12

18:00 Schlosspark

Theater, Monsieur

Claude und seine

Töchter - Teil 2,

Schlossstr. 48

DI 21.6.

20:00 BKA Theater,

Unerhörte Musik:

Ensemble Junge

Musik, Mehringdamm

34


Termine 23

MI 22.6.

19:30 Komische Oper,

Lab_Works 2022,

Staatsballett Berlin.

Choreographien

aus der Compagnie,

Behrenstr. 55-57

20:00 Bar Jeder Vernunft,

Muttis

Kinder: Konzert,

Schaperstraße 24

20:00 BKA Theater,

The Golden Gmilfs:

Extra Dry, Mehringdamm

34

DO 23.6.

19:30 Globe-Bühne,

Maria Stuart, von

Friedrich Schiller,

Sömmeringstr. 15

19:30 Theater des

Westens, Ku‘Damm

56 - Das Musical,

Kantstraße 12

20:00 Berliner Kriminal

Theater, Das Paket,

Umspannwerk Ost

Palisadenstr. 48

20:00 BKA Theater,

The Golden Gmilfs:

Extra Dry, Mehringdamm

34

FR 24.6.

19:30 Deutsche Oper,

Dornröschen,

Staatsballett Berlin,

Bismarckstr. 35

19:30 Friedrichstadt-

Palast, ARISE

Grand Show, Friedrichstraße

107

20:00 Bar Jeder Vernunft,

Muttis

Kinder: Konzert,

Schaperstraße 24

20:00 BKA Theater,

The Golden Gmilfs:

Extra Dry, Mehringdamm

34

SA 25.6.

20:00 Berliner Kriminal

Theater, Der

Tatortreiniger,

Umspannwerk Ost

Palisadenstr. 48

20:00 BKA Theater,

The Golden Gmilfs:

Extra Dry, Mehringdamm

34

20:00 Tipi, The 12

Tenors – Die Jubiläumstour,

Große

Querallee

23:59 BKA Theater,

Jade Pearl Baker:

Badeperle, Mehringdamm

34

MI 29.6.

20:00 BKA Theater,

The Golden Gmilfs:

Extra Dry, Mehringdamm

34

DO 30.6.

19:30 Theater des

Westens, Ku‘Damm

56 - Das Musical,

Kantstraße 12

20:00 Bar Jeder Vernunft,

Muttis

Kinder: Konzert,

Schaperstraße 24

20:00 Berliner Kriminal

Theater, Der

Seelenbrecher,

Umspannwerk Ost

Palisadenstr. 48

20:00 BKA Theater,

The Golden Gmilfs:

Extra Dry, Mehringdamm

34

Party

MI 1.6.

19:00 SchwuZ, Pepsi

Boston Bar, Rollbergstraße

26

FR 3.6.

20:00 Böse Buben, Cocksucker

Contest, DC:

für „blasen“ weiße

Socken – und für

„blasen lassen“

farbige Socken. Bis

2 Uhr, Sachsendamm

76

SA 4.6.

21:00 Marienhof,

Saturday Night

Fever, Marienburger

Straße 7

22:00 Süß War Gestern,

ROSE KENNEDY -

Jogginhosenparty,

by Magic Magnus &

Nina Queer, Wühlischstr,

43

DO 9.6.

17:00 Gestrandet, Gay

Beach, Rolandufer 4

23:00 Suicide Circus,

Chantals House

of Shame, Super

Disco, Show, Entertainment,

Revaler

Str. 99

DO 16.6.

19:00 SchwuZ, Pepsi

Boston Bar, Rollbergstraße

26

23:00 Suicide Circus,

Chantals House

of Shame, Super

Disco, Show, Entertainment,

Revaler

Str. 99

SA 18.6.

18:00 Cassiopeia, Nina

Queers IRREN-

HOUSE, 10 DJs,

Darkroom, DRAG

SHOW und Biergarten,

Revaler Str. 99

SO 19.6.

08:00 KitKat, Nachspiel,

Techno, Electro, Im

U-Bhf. Heinrich-

Heine-Str.

Mi. bis Sa. ab 19 Uhr Eintritt frei

Wed. to Sat. from 7pm Free of charge

DI 21.6.

19:00 ClubCulture-

Houze, Sports &

Underwear, gaysex-Party,

Görlitzer

Str. 71

20:00 Monster

Ronson‘s Ichiban

Karaoke, The

House of Presents

(2G+), Gieza‘s

Pokehouse um :21

Uhr; main show

um: 22 Uhr., Warschauer

Straße 34

DI 23.6.

19:00 SchwuZ, Pepsi

Boston Bar, Rollbergstraße

26

FR 24.6.

22:00 KitKat, Piep-

Show, Techno,

TechHouse, Im

U-Bhf. Heinrich-

Heine-Str.

DI 28.6.

19:00 ClubCulture-

Houze, Sports &

Underwear, gaysex-Party,

Görlitzer

Str. 71

20:00 Monster

Ronson‘s Ichiban

Karaoke, The

House of Presents

(2G+), Gieza‘s

Pokehouse um :21

Uhr; main show

um: 22 Uhr., Warschauer

Straße 34

MI 29.6.

19:00 SchwuZ, Pepsi

Boston Bar, Rollbergstraße

26

DO 30.6.

23:00 Suicide Circus,

Chantals House

of Shame, Super

Disco, Show, Entertainment,

Revaler

Str. 99

DVD

VERLEIH

2

3

4

1

STADTPLAN2

1

3

4


24 Klubwelt

FOTO: M. RÄDEL

PARTY

HORSE MEAT DISCO

Die Bars sind wieder offen, die

Klubs ebenfalls. Auch die von

uns sehr geschätzte „Horse

Meat Disco“ ist seit April wieder

am Start im angesagten Klub Prince

Charles in Berlins Zentrum.

Pandemie, Dürre, Krieg … Um nicht jeden

Lebensmut zu verlieren, sollte man sich

TROTZDEM an Dingen erfreuen, die einem

guttun. Man darf lachen, man darf tanzen,

man darf genießen. Und man sollte helfen.

Eine musikalische Form des Eskapismus

bietet dir das Team der „Horse Meat Disco“

an: Sorgen vergessen unter Discokugeln

zur Bass Drum durch DJs wie Prosumer

und mit Musik von Legenden wie Cerrone

und Moroder. „Wir tanzen, um wir selbst

zu sein, wir tanzen, um jemand anderes

zu sein, wir tanzen, um uns zu erinnern,

wir tanzen, um zu vergessen. Wir tanzen.“

Über die Party: Schon seit 2009 bereichert

das queere Disco- und High-Energy-

Happening „Horse Meat Disco“ das Nachtleben

Berlins. Ursprünglich gestartet ist die

Sause mit dem Fokus auf Klubmusik der

1970er- und 1980er-Jahre (also eher kein

Boney M., dafür Patrick Cowley ...) im Jahr

2003 in London. Mittlerweile gibt es LPs

(Vinyl muss sein) und auch DJ-Sets der

„HMD“ auf bekannten Mittelmeerinseln.

Obwohl extrem angesagt, immer noch eine

Veranstaltung, die kritischen Mainstream-

Hatern gefällt. *rä

14.5., Horse Meat Disco, Prinzenstr. 85 F,

U Moritzplatz, 23 Uhr,

www.horsemeatdiscoberlin.com

25 Jahre LFCD e.V.

30 Jahre BUNKER

20.-22.05.2022

Dresden

3 Tage 4 Locations 5 Events

mit großer Fetischparty am

Samstag im angesagten

Club Arteum mit Dance

Floor, Cruising Area und

Lounge

NUR

14

AUCH MOBIL

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JUBILÄUM

25 Jahre LFCD e. V. und 30 Jahre BUNKER

Klubwelt 25

Wir gratulieren zu diesem schwulen

Doppelgeburtstag! Die Männer vom

Leder- und Fetischclub Dresden e. V. und

das Team vom BUNKER feiern jahrzehntelangen

Community- und Partyerfolg.

Und das wird vom 20. bis zum 22. Mai groß

in Dresden gefeiert: „Los geht’s Freitagabend

bei uns im BUNKER, Samstag gibt’s

tagsüber eine große Stadtrundfahrt im

Doppeldeckerbus, und das Highlight wird die

große Fetischparty am Samstagabend ab

21 Uhr im Klub Arteum, in dem bis zu 800

Leute feiern und Spaß haben können. Dort

gibt es eine Lounge-Zone, einen Dancefloor

mit drei DJs und einen Cruising-Bereich“,

so David Zastrow vom LFCD via E-Mail.

„Sonntag lassen wir dann alles bei einem

ausgiebigen Brunch ausklingen, und abends

gibt’s noch die Abschlussparty im BUNKER.“

Über die Geschichte des Klubs und der

Location erzählt er auch etwas: „Bereits

1991 hat sich eine Gruppe innerhalb der

Aids-Hilfe Dresden in den Kellerräumen der

Aids-Hilfe getroffen und somit wurde der

BUNKER, unser Vereinslokal, geboren. Der

Leder- und Fetischclub Dresden e. V., früher

FOTO: C. LORENZ, DRESDEN

nur Lederclub Dresden e. V., wurde 1996

gegründet, 1997 sind wir dann in unseren

neuen BUNKER in die Dresdner Neustadt

gezogen.“ Schwule Fetische aller Art haben

hier ein Zuhause gefunden: Sportswear,

Leder, Gummi und Neopren, Pup Play,

Scally, aber auch Unterwäsche, Bären und

Workwear … *rä geburtstag.

geburtstag.lfc-dresden.de


JUBILÄUM

30 Jahre Bar jeder Vernunft,

20 Jahre Tipi

Gleich zwei queere Kulturstätten feiern 2022 ihr Wiegenfest. Wir gratulieren

von Herzen! Und nicht nur wir, auch die Promis der queeren Kulturszene Berlins.

„Herzlichen Glückwunsch! Feliz Aniversário

zu diesen Jubiläen!

Ich bin stolz, Teil dieser Geschichte zu sein!

Alles Gute für die Zukunft, Euer Edson“

Edson Cordeiro

FOTO: OLIVER BIEBER

„Congratulations! Was für ein unheimlich

schöner kleiner, feiner Spielort! Die Grenzen

zwischen Publikum und Akteuren

werden in der Bar jeder Vernunft förmlich

aufgehoben, ermöglichen eine große

Intimität und machen ein gemeinsames

Erleben möglich. Das ist einfach einmalig!

Zudem wird hier ein sehr breit gefächertes

Programm von ganz unterschiedlichen

Künstler*innen angeboten, deren Aussage

unterschiedlicher nicht sein könnte. Hetze

oder Ausgrenzung von Minderheiten

werden hier nicht geduldet. Diese Haltung

vermittelt sich auch nach außen und zieht

ein aufgeschlossenes, tolerantes Publikum

an, das bereit ist, sich auf Neues einzulassen.

Als Gast habe ich es immer sehr

genossen, mit den Künstlerkolleg*innen

nach der Vorstellung im Garten auf dem

Parkdeck bis in die frühen Morgenstunden

zu feiern. Mit Cora Frost habe ich sogar

mal Backstage im Zirkuswagen übernachtet.

War sehr romantisch …! Das werden

wir zum Jubiläum im Mai natürlich wieder

machen! Ich wünsche für die Zukunft viel

Durchhaltevermögen und von Herzen nur

das Beste! Euer Tim“

Tim Fischer

„Wir gratulieren herzlich zu den Jubiläen

der Bar jeder Vernunft und dem Tipi

am Kanzleramt. Wir wünschen Holger

Klotzbach, Lutz Deisinger sowie allen

Beteiligten auf und hinter Bühne

weiterhin erfolgreiche Programme. Wir

waren oft zu Gast und Künstler*innen

wie die Geschwister Pfister, Sven

Ratzke, Anna Mateur und Katharina

Thalbach haben uns nachhaltig

begeistert. Sobald die charmante

Hausdame Marlene elegant durch die

Reihen geschwebt ist, um Gäste nach

ihrem Wohlbefinden und Wünschen

zu fragen, ist gewiss, gleich wird sich

der Vorhang heben und eine großartige

Show beginnen!“

Oliver Sechting und

Rosa von Praunheim

„Ja die Bar und auch das Tipi sind

ja irgendwie fast so was wie jene

vielzitierten Sehnsuchtsorte. Hat

immer was Wunderschön-Festliches

dahinzugehen, was hab ich da schon

gelacht und Freudentränen vergossen.

Auf viele weitere glück- und rührungsreiche

Jahre!“

Andreas Schwarz

FOTO: BENNO KRAEHAHN

FOTO: M. RÄDEL

*Interviews: Michael Rädel

Tim Fischer und Cora Frost im Programm

„Niemand liebt dich so wie ich – berühmte Duette“

www.bar-jeder-vernunft.de,

www.tipi-am-kanzleramt.de


FOTO: OLIVER BIEBER

HAPPENING

Edson Cordeiro,

das Babylon

und DER Film

Eine große Stimme trifft im

Mai in Berlin-Mitte auf einen

wichtigen Film.

1919 wagte Regisseur Richard Oswald

den ersten schwulen Film. 2022 kommt

er zurück ins Kino, dazu Livemusik und

Retro-Flair. Die wilden 1920er- und

1930er-Jahre werden mit Edson

Cordeiro im Kino Babylon wieder lebendig.

Am 19. Mai wird es so weit sein.

Zu sehen gibt es den Stummfilm

„Anders als die andern“, der erste

LGBTIQ*-Film überhaupt. Passend dazu

wird der brasilianische Ausnahmesänger

Edson Cordeiro zusammen mit dem

Babylon Orchester auf eine Zeitreise

in die Weimarer Republik mitnehmen,

als das Großstadtleben tobte und

Queers feierten, als ob die Nacht kein

Ende hätte. In dieser Zeit wurde Berlins

Ruf als Hure Babylon geboren! Um

19:30 Uhr werden Edson Cordeiro und

das Kino Babylon in der geschichtsträchtigen

Rosa-Luxemburg-Straße

gegenüber der Volksbühne in Berlin-

Mitte in turbulente Zeiten entführen.

Countertenor Edson Cordeiro wird

mit dem BABYLON Orchester Berlin

Lieder aus dieser Zeit singen, als wäre er

einem expressionistischen Stummfilm

entstiegen – nur mit einer 4-Oktaven-

Stimme! Die Musik zum Film wurde vom

musikalischen Leiter des Babylon-Kinos

Hans Brandner neu vertont und arrangiert.

In Anlehnung an die Tradition hat

er die neue Begleitmusik aus klassischer

Musik und Stummfilmmusik ausgewählt

und szenengenau an die Stimmung und

Handlung des Films angepasst. *rä

19.5., Edson Cordeiro: „Anders als die

andern“, Rosa-Luxemburg-Straße 30,

U Weinmeisterstraße, U Rosa-Luxemburg-Platz,

19:30 Uhr,

www.babylonberlin.de

HAPPENING

Performing Arts Festival Berlin:

ZUSAMMEN

Das Berliner Festival der freien darstellenden

Künste zeigt vom 24. bis 29. Mai

2022 rund 50 künstlerische Produktionen

an zahlreichen Spielstätten, etwa im

Ballhaus Ost, im village.berlin, im HAU

Hebbel am Ufer und in den Sophiensælen,

sowie im öffentlichen Raum, etwa

am Rosa-Luxemburg-Platz.

Die beteiligten Künstler*innen und Kollektive

verhandeln aktuelle gesellschaftliche

Themen in vielfältigen künstlerischen

Formen: Sie fragen nach Ausgrenzung

und Zugehörigkeit, untersuchen Migration

und Kolonialismus, beschäftigen sich mit

(queeren) Identitäten, Nachhaltigkeit als

auch Poetik und klassischen Stoffen.

Gezeigt werden Produktionen aus unterschiedlichsten

Genres von Performance,

Theater, Tanz, Zeitgenössischer Zirkus

und Kindertheater bis hin zu Installationen,

Videoarbeiten und Audiowalks. Das

Festival 2022 steht unter dem Motto

ZUSAMMEN: Wie wollen wir zusammen

leben, arbeiten, altern und die Zukunft

gestalten.

www.performingarts-festival.de


28 Kultur

NACHGEFRAGT

Zwei Jahrzehnte

MEGY B.

FOTOS: PR SCHÖNWETTER

Wir telefonierten mit dem Travestiekünstler

und Schauspieler Marc

Rudolf alias MEGY B. anlässlich ihres

20-jährigen Bühnenjubiläums.

Du bist auch „als Mann“ auf der

Bühne zu sehen, aber Megy B.

überwiegt, oder?

Bei meiner Ausbildung im Theater durfte

ich die Travestie lernen – Megy B. habe ich

für die Bühne entwickelt, sie ist ein schöner

Schein für das Theater.

Was fasziniert dich an der Zauberei?

Sie war mein Weg auf die Bühne, ähnlich wie

bei Jürgen von der Lippe oder auch Sascha

Grammel. Und sie war auch mein Weg zur

Travestie!

Wie das?

Es war vor vielen Monden auf einer Kreuzfahrt

mit meinen Eltern. Ein Künstler führte

dort Zaubertricks auf und zeigte mir einen

davon, den ich dann aufführte, das kam sehr

gut an! Der Moderator der Show, das Berliner

Original Peter Wieland, sagte zu meinen

Eltern: „Dit Kind ist ein Künstler, da können

Se nüscht gegen machen.“ Also förderten

sie mich, wie es nur ging … Ich ging dann auf

eine Zauberschule in Pullach, München, und

gewann auch in Berlin Preise. Dann bin ich

auf die Schauspielschule gegangen. Um mir

Geld dazuzuverdienen, habe ich das Münchner

Original Petra Dorén gefragt, ob ich bei

ihr arbeiten könnte, sie gastierte mit ihrem

Programm im Travestielokal Bel Étage. Und

sie sagte: Du kannst dein Zauberzeug gerne

machen, aber im Fummel! Und so passierte

es … Das Publikum war begeistert und ich

blieb dabei. Ich kam mit der Zauberei zur

Travestie und habe nun eine Show, in die

auch mal magische Momente einfließen.

Gerade ist Krieg in Europa, wir reden

über Spaß.

Theater muss stattfinden! Der Mensch

muss lachen können. Desto schlimmer die

Zeiten, desto wichtiger ist es, dass wir den

Menschen Lebensfreude geben. Freudentränen

sorgen dafür, dass die Scheibe vom

Auge gereinigt wird, dass wir wieder einen

klaren Blick auf die wunderschöne Welt

bekommen.

2022 feierst du nicht nur zwanzig

Jahre Megy B., du bist auch vierzig

geworden. Ist für dich 2022 also

bisher besonders schön?

Ja … Vierzig zu werden gibt

einem mehr Gelassenheit.

Man hat nicht mehr den

Druck, sich beweisen

zu müssen, immer zu

kämpfen. Was nicht

heißt, dass man

aufhört, an sich zu

arbeiten.

Du hast deinen

Mann in Freiburg

geheiratet, warum

dort?

Das war pandemiebedingt.

Freiburg war der einzige Ort, der

damals seine Hotels geöffnet hatte.

Weder in Berlin noch in München hätten

wir im Kreise der Familie feiern können.

Ich sagte damals: Entweder sind wir am

Ende des Tages verheiratet oder verhaftet.

(lacht) Die Pandemie hat uns – bei aller

Tragik – Ruhe gegeben und die Heirat

eigentlich erst möglich gemacht, davor

haben wir 18 Jahre durchgearbeitet. Ich

bin glücklich, im Hafen der Ehe gelandet

zu sein.

Du bist auch in deiner Heimatstadt

München populär, was magst du an

der Stadt?

Das Münchnerische! Das ist diese

Mischung aus den Bergen, dem Essen, den

Trachten, das Granteln der Münchner, das

übrigens nie böse gemeint ist. München

ist Gelassenheit und Heimat. Wir sind nach

Rosenheim gezogen und haben dort ein

kleines Paradies erschaffen.

Und an deiner Wahlheimat Berlin?

Berlin explodiert, Berlin sind Farben, Lichter,

Hektik, eine unglaubliche Energie … Berlin

ist ein Marathon, Bayern ist eine

Ruhephase.

Abschließend: Was

willst du noch

loswerden?

Ich will Danke sagen!

Danke meinem

Maskenbildner Stefan

Winkler, meinem lieben

Freund, der es seit

zwanzig Jahren schafft,

dass Megy B. so aussieht,

wie sie aussieht. Und

meinem Fotografen Sascha

Funke, der dafür sorgt, dass

die Person auf dem Plakat der

entspricht, die die Leute dann auch auf

der Bühne sehen, sowie meiner Mama, dass

sie seit zwanzig Jahren meine Kostüme

schneidert und natürlich meinem Mann

Dennis Schönwetter! Allein würde ich das

alles nicht schaffen.

*Interview: Michael Rädel

www.megy-b.com


SHOW

Ades Zabel &

Biggy van Blond:

„Ediths Discoballs“

Edith Schröder und Biggy

van Blond werfen sich

am 14. Mai ab 23:59

Uhr die Bälle zu und

lassen die Puppen

tanzen – eine

Nachtshow für

echte Fans, die es

aushalten, wenn Edith

und Biggy auf offener

Bühne trinken und sich mit

absurden Plaudereien um Kopf und Kragen

reden. Es gibt eigentlich keine Grenzen, die

nicht überschritten werden. Und manchmal

driften die beiden hierbei derart heftig vom

Thema ab, dass man sich kaum vorstellen

kann, wie sie aus dieser Nummer wieder herauskommen

wollen … Was aber natürlich am

Ende auf wundersame Weise doch immer

wieder gelingt. Und damit die Zuschauer

nicht durchdrehen, gibt es zwischendurch

die eine oder andere Shownummer.

www.adeszabel.de, www.bka-theater.de

FOTO: M. RÄDEL

FOTO: SALZGEBER

Bundeweite Special-Screenings

Am 17. Mai wird mit dem „Internationalen

Tag gegen Homo-, Bi-, Interund

Transphobie (IDAHOBIT)“ weltweit

den verfolgten Queers gedacht

und auf deren Ängste, Sorgen, das

erlebte Unrecht und ihre Hoffnungen

aufmerksam gemacht. Der Filmverleih

Salzgeber macht ebenfalls mit!

Schriftlich wendet sich das queere

Team von Salzgeber an unseren Verlag:

„An diesem Aktionstag bringen wir den

mitreißenden schwulen Liebesthriller

FIREBIRD in die Kinos, der auf einer

wahren Geschichte beruht und in

Estland in den 1970ern spielt. Der

junge Soldat Sergey dient auf einem

Luftwaffenstützpunkt der UdSSR. Als

Roman auf die Basis versetzt wird, verfällt

Sergey dem Charme des kühnen

Kampfpiloten. Doch die aufkeimende

Kultur 29

Liebe zwischen den Männern muss um

jeden Preis geheim bleiben – Roman

steht bereits auf der Überwachungsliste

des KGB. Zusammen mit unserem

Partner All Out stellen wir für jedes

verkaufte Kinoticket einen Gratis-

Screeninglink für eine LGBTIQ*-Person

in der Ukraine, in Russland oder einem

anderen Land zur Verfügung, in dem

queere Menschen Repressionen

ausgesetzt sind. All Out ist eine global

agierende Non-Profit-Organisation,

die LGBTIQ-Aktivist:innen auf der

ganzen Welt miteinander vernetzt und

mit lokalen Partner*innen besonders

bedrohte queere Communitys unterstützt.“

Eine wunderbare solidarische

Aktion, die für LGBTIQ*-Sichtbarkeit

sorgt und Gutes tut. *rä

www.salzgeber.de

IDAHOBIT

WERDE JETZT

NICHTS-GEHT-MEHR-

ANSAGER

Mehr Infos zu weiteren offenen Stellen

– auch in der Verwaltung –

auf spielbank-berlin-academy.de


30 Kultur

FOTO: MICHELLE HAYWARD

TOUR

#GoodVibesOnly

mit MORCHEEBA

Das Schöne an Musik ist ja, dass sie einen

sofort in eine andere Stimmung versetzen

kann. Die Arbeit in der Agentur oder im

Geschäft geht einfacher von der Hand, man

ist entspannter – außer man hört Musik, die

man nicht mag oder die eher aufputscht,

Speed Metal zum Beispiel. Für entspannte,

etwas soulige, Pop-Klänge steht schon seit

1995 die Band Morcheeba. Das Duo hatte

bei uns in Deutschland zwar nur einen Hit,

„Rome Wasn’t Built in a Day“, ist aber in den

Album-Charts eigentlich immer erfolgreich.

2021 zum Beispiel mit „Blackest Blue“ oder

auch 1998 mit ihrem Klassiker „Big Calm“.

Jetzt kommen sie bald auf Tournee – und

wollen #GoodVibesOnly verbreiten. Im

Fokus der geplanten Tour stehen Stücke

vom aktuellen Album: „In unseren aktuellen

Songs“, so die Band selbst über die zehn

Kompositionen von „Blackest Blue“, „zeigen

wir einen Weg auf durch diese dunklen

Zeiten, um am Ende zwar verändert, aber heil

wieder herauszukommen.“ Ja, das brauchen

wir genau jetzt. *rä

MORCHEEBA – „Blackest Blue Tour 2022“:

28.5. Stuttgart, Im Wizemann, 29.5. Saarbrücken,

Garage, 30.5. Köln, Live Music

Hall, 31.5. Hamburg, Fabrik, 2.6. Berlin,

Huxley’s Neue Welt, 4.6. München, Muffathalle,

5.6. Frankfurt, Batschkapp

Ariane Spanier, Tolerance Poster,

Deutschland 2018 © Ariane Spanier

Vom 17. Mai an, dem International

Day Against Homophobia,

Biphobia, Interphobia and

Transphobia, kurz IDAHOBIT, werden

bis zum 17. Juli am Kulturforum in der

Kunstbibliothek Grafiken zum Thema

Toleranz präsentiert.

Pop-Art, Fotografie, Typo und

Modern Art: Die Künstler*innen

waren vollkommen frei in der Wahl

der Motive, nur das Wort „Toleranz“

musste verarbeitet und sichtbar sein.

Die Ausstellung der Kunstbibliothek –

Staatliche Museen zu Berlin findet in

Zusammenarbeit mit dem Tolerance

Project, New York, statt und zeigt

am Matthäikirchplatz 6 nahe dem

Potsdamer Platz Entwürfe und

Toleranz.

Götz Gramlich, Tolerance Poster,

Deutschland 2021 © Götz Gramlich

AUSSTELLUNG

STUDIO TOLERANCE

Grafiken von 184 Künstler*innen

aus 56 Ländern, unter anderem

Milton Glaser, Alejandro Magellanes,

Paula Scher, Edel Rodriguez, Dan

Reisinger und Annette Lenz. Über das

Happening wird verraten: „Sie zeigen

nicht nur eine immense Vielfalt an

grafischen Lösungen, sondern auch

die Bandbreite dessen, was soziale

Akzeptanz international ausmacht

– in Bezug auf nationale, religiöse

oder sexuelle Identität ebenso wie

politische Haltung. In Workshops für

Jugendliche wird das Thema entlang

aktueller Diskurse verhandelt, politische

Bildung und kreatives Gestalten

treffen aufeinander.“ *rä

tolerance-project.org

Götz Gramlich, Germany 2021

3DVD &

3Blu-ray

ab 24. Juni

erhältlich!

2 CD

4 Vinyl (limitiert)

www.eurovision.tv · www.universal-music.de/eurovisionsongcontest

2 MC (limitiert)


FESTIVAL

„Schwules Film Festival“

im Babylon

Kultur 31

Queere, schwule Filmkunst satt! Vom 19. bis zum 29. Mai

sind im Kino Babylon an der Volksbühne in Berlin-Mitte

täglich elf Tage lang in drei Sälen drei Screenings pro

Saal, sprich neun Screenings täglich geplant. Darunter

Klassiker wie Fassbinders „Querelle“, Praunheims „Nicht der

Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er

lebt“ und natürlich „Brokeback Mountain“, „Die Mitte der

Welt“ mit Jannik Schümann und „Call Me by Your Name“

mit Timothée Chalamet. Leichte Kost gibt es auch, etwa

den 1978er-Klassiker der Drag-Komödie (mit ernstem

Unterton!) „Ein Käfig voller Narren“ und „Priscilla – Königin

der Wüste“. Beide Filme haben übrigens etwas mit Gloria

Gaynor zu tun: Der eine Film verwendet ihre Hymne „I Will

Survive“ an prominenter Stelle, der andere inspirierte sie zu

ihrem Welthit „I Am What I Am“. *rä

babylonberlin.eu

FOTO: JEAN PENNINCK

PARADISE

LOST

THE GENESIS OF MUSICAL

VON ZAUFKE & LUND

AB 11. JUNI 22

AKROBATIK

Zirkuskunst und Slapstick

Ausgedürstet nach Kultur? Warum nicht mal etwas Witz,

Akrobatik und Exzentrik? Also ab in die Hackeschen Höfe!

Und zwar ins Chamäleon, das seit Februar mit einer

außergewöhnlichen Show der Truppe Cirque Le Roux und

ihrem Stück „The Elephant in the Room“ erfreut. Akrobatik,

Zirkuskunst und Slapstick, eingebettet in eine monochrome

Welt, die an alte Filmklassiker erinnert. Der Ort der Handlung

ist das luxuriöse Anwesen von Miss Betty, hier treffen auf der

Hochzeitsfeier der Gastgeberin zwei tollpatschige Butler auf

einen verzweifelten Ehemann, einen fröhlichen Trauzeugen

und einen lüsternen Verehrer. Das wird Betty alles zu viel

und sie flieht in eine abgeschiedene Raucherlounge … Hinter

Streitereien und falschen Vorwänden steht in dem Stück das

Ungesagte – der im Englischen sprichwörtliche Elefant im

Raum. „The Elephant in the Room“ ist ein extrem unterhaltsames

Stück über die Geheimnisse der Liebe, der Freundschaft

und der offensichtlichen Wahrheiten, die bewusst unter den

Teppich gekehrt werden und sich zu einem unübersehbaren

Elefanten entwickeln. Danach oder davor kann man sich ja

noch Genuss in Schokoladenform bei Sawade oder Bildkunst

in der benachbarten Galerie LUMAS gönnen. *rä

Bis 29.5., The Elephant in the Room, Chamäleon Berlin,

Hackesche Höfe, S Hackescher Markt,

www.chamaeleonberlin.com


32 Kultur

Karrierechancen in der

Spielbank Berlin

KARRIERE

Initiativbewerbungen sind

jederzeit willkommen! Vom

smarten Croupier im klassischen

Spiel bis zum zahlenaffinen

Excel-Profi in der Buchhaltung. In

der Spielbank Berlin gibt es zahlreiche

abwechslungsreiche Jobprofile und Entwicklungsmöglichkeiten.

Wenn man an eine Spielbank denkt, assoziiert

man häufig Spielautomaten, Roulette

und Pokerturniere damit. Dass jedoch

weitaus mehr dahintersteckt als nur bunte

Lichter, Jetons und Spielkarten, um den

Betrieb am Laufen zu halten, wissen die

meisten nicht. Neben der Vielzahl an Mitarbeitern

im Klassischen Spiel und Automatenspiel,

an der Rezeption sowie an den

Kassen und im Service, beschäftigt die

Spielbank Berlin auch Kolleg*innen in der

Verwaltung. Dort arbeiten unter anderem

Spielerschutzbeauftragte, IT-Expert*innen,

Marketing-Profis sowie Buchhaltungs- und

Personalspezialist*innen. Die Spielbank

Berlin ist ein Arbeitgeber, der Jobs in

vielfältigen Fachbereichen anbietet.

Quereinsteiger*innen sind jederzeit

willkommen! Ein Vorteil am Beruf Croupier

im Klassischen Spiel ist, dass auch unerfahrene

Interessenten in der Spielbank

Berlin anfangen können. Als Einsteiger*in

startet man mit dem Spiel Poker – der

Ausbildungskurs dauert sechs Wochen.

Im Laufe der Zeit bekommt man die

Gelegenheit zusätzlich Kurse in Black Jack

sowie American Roulette zu absolvieren

und sich so stetig weiterzuentwickeln.

Gerade für Menschen, die eher nachtaktiv

sind und Flexibilität in der Tagesgestaltung

suchen, bietet sich ein Job als Croupier

oder im Automatenspiel der Spielbank

Berlin hervorragend an. „Vom Barmann

zum Geschäftsführer – in der Spielbank

Berlin ist so etwas möglich“, erzählt

David Schnabel, Mitglied der dreiköpfigen

Geschäftsführung. Für derartige Karrierelaufbahnen

finden sich in der Spielbank

Berlin gleich mehrere Beispiele. Auch die

jahrzehntelange Verbundenheit vieler Kolleginnen

und Kollegen sprechen für sich.

Neben den vielseitigen Stellenprofilen,

bietet die Spielbank Berlin auch attraktive

Konditionen, wie z. B. flexible Arbeitszeiten,

Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie

individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten.

www.spielbank-berlin-academy.de

Savignyplatz 07-08 | 10623 Berlin

030-318.64.711 | www.habitare.de

Mo. bis Fr. 10 - 19 Uhr | Sa. 10 - 18 Uhr

Klapptisch „SIRIO“ € 198,- /

Klappstuhl „SPRING“ € 119,-*

klappbare, wetterfeste Metallgartenmöbel

in verschiedenen Farben pulverbeschichtet


Kultur 33

AUSSTELLUNG

„SEXBIOSIS“

im Eisenherz

Schwule Fetischkunst von Paul Fraser im queeren

Buchladen in der Motzstraße – dank male.space.

Im 1978 an den Start gegangenen Buchladen mit

Galerie geben sich Stars wie Marc Martin und Ralf

König die Ehre, es gibt queere Lesungen, Bücher

von Dragqueens wie Barbie Breakout – und auch

provokante Ausstellungen wie diese. Paul Fraser,

geboren 1971 in Portugal, inszeniert in seiner Bildreihe

„SexBiosis“ gekonnt die erotische Fetischwelt

der Community, wir können seine Kunst hier auf

uns wirken lassen. *rä

Bis 10.5., Paul Fraser „SexBiosis“, Eisenherz,

Motzstr. 23, www.prinz-eisenherz.com

FOTO: T. KOY

NEUKÖLLNER OPER

Ja, es war das Paradies …

Großartig, hochwertig und in Neukölln! Pan tanzte durch die Wälder, die

Meerjungfrauen sangen in der Brandung, alle Tiere spielten und hatten

sich lieb. Bloß der Mensch konnte gar nichts. Weder singen, noch tanzen,

noch spielen. Und dann kam die Schlange … Die Dreifachbegabung

als Sündenfall. Das ist die Grundidee des neuen Musicals „Paradise

Lost“ von Zaufke und Lund. Die Premiere ist am 11. Juni.

www.neukoellneroper.de

LIVE

Performancefestival

Dort, wo Berlin-Neukölln wirklich hässlich

ist, an der verlassenen Esso-Tankstelle in

der Sonnenallee 9 sorgt eine Gruppe von

Studierenden der Kulturarbeit an der FH

Potsdam für Kunstgenuss. Kostenlos und

eintägig! Via E-Mail Simon Spannig „Eines

der Ziele des Projekts ist es aufzuzeigen,

dass man Immobilien-Leerstand gerade

für Kunst- und Kulturprojekte sinnvoll

zwischennutzen kann. Ebenso möchten

wir die Diversität und die Offenheit des

sogenannten Problembezirks durch

ein diverses und queeres Booking

aufzeigen.“ Angekündigt werden unter

anderem Adir Jan, Kevin Bonono sowie

Asphalt Djeli und Senu. *rä

21.5., kultur.tanken, verlassene

Esso-Tankstelle in der Sonnenallee 9,

14 – 21:30 Uhr, U Hermannplatz

*Abholpreise ohne Dekoration

Gartenliege „AMIGO 40 +“, € 219,-*

42 cm hohes, klappbares Aluminiumgestell

mit wetterfester Textilenbespannung

in verschiedenen Farben möglich;

auch in 29 cm Höhe für € 198,- erhältlich

W O H N E N + W O H N E N G M B H


34 Kultur

Bild: David Hockney, Three Trees near Thixendale, Spring, 2008, Öl auf acht Leinwänden, Sammlung Würth 12500, ©

David Hockney, Foto: Richard Schmidt

AUSSTELLUNG

Im Dialog: David Hockneys

Landschaften

ERÖFFNUNG

URBAN CLASH

Am 15. April eröffnete eine queere

Gruppenausstellung in der P6 in

der Gossowstraße 6. Angekündigte

Künstler sind unter anderem

Florian Hetz, Gilberto Giardini,

Erling Viktor, Ole Vesterlund,

Steffen Kraft, Patrick Bartsch,

Reza sowie Bodo Haring und Rene

Budzuhn. Die Themen sind, so

die Galerie, „Fantasy und Fiktion,

Drama und Dekadenz, Schönheit

und Verletzlichkeit“ – das weckt

hohe Erwartungen, die die Künstler

aber sicherlich halten oder gar

übertreffen werden. *rä

Er ist einer der bekanntesten

Queers der Kunstwelt, die Bilder

des 1937 geborenen Malers sind

von April bis Juli in Berlin zu sehen.

Die Sonderausstellung „Landschaften

im Dialog. Die vier Jahreszeiten“

der Staatlichen Museen zu Berlin

und der Sammlung Würth begrüßt

bis zum 10. Juli ab dem 9. April

Kunstinteressierte im Kulturforum

am Matthäikirchplatz. „Es ist eine

große Freude, dass wir nach den

‚Illustren Gästen‘ und Anthony Caros

monumentaler Installation ‚The Last

Judgement Sculpture‘ den großartigen

Landschaftszyklus von David

Hockney aus der Sammlung Würth

zeigen können. Noch bevor das

Museum des 20. Jahrhunderts seine

Türen öffnet, wird ein noch heute

aktiver Künstler, der die letzten

Jahrzehnte maßgeblich beeinflusst

hat, in das Kulturforum geholt, wo

er mit den Werken vergangener

Jahrhunderte in einen fruchtbaren

und augenöffnenden Dialog treten

wird“, so Michael Eissenhauer, Generaldirektor

der Staatlichen Museen

zu Berlin vorab. Die Direktorin der

Gemäldegalerie, Dagmar Hirschfelder,

ergänzt: „Die Gegenüberstellung

und der Dialog der Werke Hockneys

mit den Landschaften des 17., 18.

und 19. Jahrhunderts offenbaren

nicht nur die Innovationskraft der

älteren Landschaftsmalerei von

Rembrandt bis Constable, sondern

auch ihre anhaltende Bedeutung für

die Kunst der Gegenwart.“ *rä

9.4. – 10.7., David Hockney

„Landschaften im Dialog. Die vier

Jahreszeiten der Sammlung Würth

zu Gast in Berlin“, Kulturforum,

Gemäldegalerie, Matthäikirchplatz,

www.smb.museum

Bis 27.5., Urban Clash, Galerie P6,

Gossowstr. 6, Vernissage ab 17 Uhr

FOTO: FLORIAN HETZ / BILD: ERLING VIKTOR

Kuckuck

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MUSIK

NACHGEFRAGT

TASH SULTANA

„Es geht nicht darum, anderen zu gefallen“

Tash Sultana ist eher unprätentiös.

Nicht einmal für ihre

MTV Unplugged Session im

vergangenen Jahr im Chapel

Off Chapel in Melbourne hat sich die

Singer/Songwriterin extra aufgebrezelt.

Sie trägt eine bequeme Hose, darüber ein

weites, schwarzes Hemd. Auf dem Kopf

hat sie die für sie obligatorische Baseballkappe.

Statt mit Äußerlichkeiten beeindruckt

die Multiinstrumentalistin lieber

mit ihrem Talent und ihrem Händchen für

ausdrucksstarke Lieder.

FOTO: BEN MCFADYEN

„Blame It On Society“ hebt einen in

höhere Sphären. „Dream My Life Away“

hat eine verträumte Note. Da möchte

man sofort Kerzen und Räucherstäbchen

anzünden. „Greed“ verführt mit seinem

souligen Touch. Vor allem ist jedoch

bemerkenswert, wie schnell Tash Sultana

zum Beispiel bei „Coma“ die Gitarren

wechselt. Wenn die 26-Jährige eingangs

zur akustischen Gitarre greift, wirkt der

Song puristisch, fast zerbrechlich. Er

lässt der Stimme genug Raum, damit sie

sich in ihrer vollen Schönheit entfalten

kann. Später werden die Riffs fetter, die

Nummer driftet ins Epische ab.

Dieses Stück mag Tash Sultana am liebsten,

das erzählt sie im Zoom-Interview, für

das sie allerdings die Kamera abgeschaltet

hat. „Coma“ stammt aus ihrer Frühphase.

Damals setzte sie auf akustische Musik

– ohne dass jemand Notiz von ihr nahm.

„Erst als ich zur elektrischen Gitarre

wechselte, interessierten sich die Leute

bei meinen Straßenkonzerten für mich“,

erzählt sie. Dabei wurde ein Element

essentiell: ihre Loopstation, die ihr Vater

ihr zu ihrem 18. Geburtstag geschenkt

hatte. Sie brachte zum Beispiel ihren

Hit „Jungle“ hervor. „Plötzlich galt ich

als Looperin“, ereifert sie sich. „Dabei

finde ich gerade die Lieder am besten,

die meinen Gesang und die akustische

Gitarre in den Fokus rücken. Sie haben so

etwas Rohes, hinter ihnen kann ich mich

nicht verstecken.“

Hauptsächlich das Looping war allerdings

das, was Tash Sultana Vergleiche mit Ed

Sheeran einbrachte. Sie lacht, bevor sie

energisch klarstellt: „Wir spielen nicht

in derselben Liga. Ed Sheeran ist ein

Megastar, ich nicht.“ Das ist natürlich

tiefgestapelt. Zumindest in ihrer Heimat

hat die Australierin längst Popstarstatus.

Ihr Debüt „Flow State“ schaffte es 2018

auf Platz zwei der Albumcharts, „Terra

Firma“ schoss gut drei Jahre später auf

die Spitzenposition. Diese Platte nahm

Tash Sultana während der Pandemie

auf, außerdem produzierte sie ihr MTV

Unplugged Album während des Lockdowns

und mischte es sogar selber ab:

„Ich hatte Langeweile, darum musste ich

mich irgendwie beschäftigen.“

Ansonsten kümmerte sie sich in dieser

Phase um ihre Tiere, sie ging surfen oder

verbrachte Zeit mit ihrer Familie. Des

weiteren arbeitete sie an sich. „Man sollte

sein, wer man ist“, grübelt sie. „Um sich

tatsächlich des eigenen Ichs bewusst

zu werden, braucht man aber wohl ein

ganzes Leben.“ Eins hat sie immerhin

schon erkannt: „Es geht nicht darum,

anderen zu gefallen. Selbstakzeptanz

ist total wichtig.“ Gerade der LGBTQIA-

Community rät Tash Sultana deshalb:

„Liebt euch selber. Wer euch nicht so

annimmt, wie ihr seid, gehört nicht in

euren Freundeskreis.“ Da spricht die

Musikerin vermutlich aus persönlicher

Erfahrung. Was sie besonders stört, ist

das ewige Schubladendenken. „Es wird

viel zu viel gelabelt“, regt sie sich auf.

Oftmals auch noch falsch: „Ich bezeichne

mit nicht als nichtbinär, sondern als

genderfluid. Letztlich existiere ich aber

einfach als Person.“

*Dagmar Leischow


Harry’s House

Das neue Album von

HARRY STYLES

Ab dem 20. Mai überall


MUSIK

INTERVIEW

HE/ROs

FOTO: M. RÄDEL

Statement zur Diversität und gegen Homophobie

Wir telefonierten mit den

beiden Musikern Roman und

Heiko, die einst als „Die Lochis“

Social-Media-Rekorde brachen.

Seit letztem Jahr legen die Zwillinge

erfolgreich als HE/RO los. Gerade

erschien ihr Album „Teen Star

Dilemma“.

Definiert der Titel des Albums auch

gleich die Zielgruppe?

Roman: Nein, unsere Fans sind mit uns

älter geworden, sind nun auch keine

Teenager mehr. Die sind die Allerliebsten,

aufgeklärt und tolerant.

Heiko: Der Albumtitel beschreibt eher

das Klischee unseres früheren Lebens,

aber auch die Entwicklung, die jeder

auf dem Weg zum Erwachsenwerden

durchmacht.

„F___ U“ ist ein sehr ungewöhnliches

Liebeslied, oder? Eher eine

toxische Person, die da angehimmelt

wird, oder?

Roman: Fuck you! Ja, man kann manchmal

einer Person nicht widerstehen,

obwohl man weiß, dass sie einem nicht

guttut. Aber man hat eben immer wieder

eine geile Zeit zusammen! Dieser Song

hat etwas total Naives, er beschreibt den

Zustand der rosaroten Brille … (lacht)

Heiko: Gift kann so lange guttun, bis

es nachlässt. Man verliebt sich nach

Scheißsituationen immer wieder neu.

„Kuss an Dich“ hat das Zeug zum

Partykracher. Wie ist es entstanden?

Roman: Das Lied geht nicht an einen

Menschen.

Heiko: Es ist eine Hymne an die Leichtigkeit,

geschrieben 2021, als alle wegen

COVID-19 pissed waren.

Roman: Lasst uns alle miteinander küssen

war eine Metapher, dass wir uns alle wieder

mehr lieb haben sollten, auch wenn der

Alltag einen runterzieht.

Musikalisch pendelt ihr zwischen

Trap, Hip-Hop und auch mal Punk

Rock. Sind das auch privat eure

bevorzugten

Musikarten?

Heiko: Auf jeden

Fall. Wir lieben

Popmusik und sind

auch damit groß

geworden. Alles, was

man zwischen dem

8. und 14. Lebensjahr

hört, prägt einen ja

fürs ganze Leben.

Bei uns war das „The

golden age of Pop“,

wir lieben gute, freshe

Popmusik.

Roman: Was wir am Ende auf dem Album

mit diesen Einflüssen gemacht haben, ist,

sie mit anderen Musikarten, Elementen zu

verbinden. Metal, Hyper Pop, alles, was uns

gefällt, kam mit rein.

Heiko: Als wir fünf oder sechs waren,

hörten wir viel Rock, wir waren dann auch

in Deutschland eine der ersten Bands, die

wieder die echten Instrumente zurück in

aktuelle Musik gebracht haben.

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit

LGoony?

Heiko: Ich war schon immer ein großer

Fan von ihm. Als 13-Jähriger habe ich

seine Mixtapes ständig gehört. Als wir mit

unseren Produzenten geredet haben, kam

dann auch LGoony ins Spiel …

Roman: Wir haben zusammen im Studio

Songs gehört und es hat sich ergeben,

dass er mit auf dem Album ist. Ihm ging es

einfach um die Musik, er fand das Lied gut,

bei dem er nun mit drauf

ist. Das fanden wir geil.

Wie politisch seid

ihr?

Roman: Wir sind nicht

die, die Politik krass zum

Thema machen. „Kuss

an Dich“ etwa, da hat

jeder mit jedem rumgemacht

im Video, das

war schon bewusst ein

Statement zur Diversität

und gegen Homophobie.

Heiko: Wenn es um Dinge wie Werte,

Toleranz und Mobbing geht, positionieren

wir uns auf jeden Fall. Dass Homophobie

und Ausgrenzung überhaupt noch so

ein Riesenthema ist, ist zum Kotzen. Wir

versuchen da etwas zu bewegen.

*Interview: Michael Rädel


SOUL

Würdigung einer Großen

Mary Wilson war 1959 bei der

The-Supremes-Gründung ** in

Detroit dabei, arbeitete mit den anderen

Sängerinnen und dem Team vom Plattenlabel

Motwon in der US-Autostadt daran,

dass man endlich den ersten Hit landen

konnte.

MUSIK

Das gelang 1962 mit „Let Me Go the

Right Way“ in den R ’n’ B-Charts. Ab

1964 folgten dann Nummer-eins-Hits

wie „Stop! In the Name of Love“, „I Hear a

Symphony“ oder auch „Someday We’ll Be

Together“.

Zur Frontfrau wurde Diana Ross aufgebaut,

die 1970 das Trio verließ und eine über alle

Maßen erfolgreiche Solokarriere startete,

Mary Wilson blieb der Band bis zur

Trennung 1977 treu und landete mit ihren

Kolleginnen weitere Hits, etwa „Floy Joy“.

Am 8. Februar 2021 verstarb Mary Wilson,

etwa ein Jahr später erscheint nun das

Album „The Motown Anthology“, das

ihre musikalische Karriere würdigt. Und

den Menschen hinter dem Star: die

Friedens- und HIV-Aktivistin, Autorin

und Modeikone, Schauspielerin und Kulturbotschafterin,

Rednerin und Tänzerin,

Mutter, Groß- und auch Urgroßmutter,

Freundin und Wegbereiterin. Unsere

Anspieltipps sind „Automatically Sunshine

(2021 Alternate Mix)“, „Pretty Baby“

und „Red Hot (The Eric Kupper Remix)“.

Eine klasse Zusammenstellung mit

vielen Liedern, die man (so) noch nicht

bekommen konnte. Und eine gelungene

Würdigung einer großen Soul-, Discound

Pop-Sängerin, deren Musik bis heute

dunkle Gedanken vertreibt. *rä

** Anfangs noch The Primettes

SAM VANCE-LAW

DAS NEUE ALBUM

„GOODBYE“

AB 06/05 ÜBERALL ERHÄLTLICH AUF

LIMITED COLOURED VINYL,

DOWNLOAD & STREAM


MUSIK

SAM VANCE-LAW:

„Man kann hier

INTERVIEW

anders sein“

FOTO: ALEXANDER COGGIN

Er spricht ganz ausgezeichnet

Deutsch. Das zeigt sich beim

Interview im Konferenzraum seiner

Berliner Plattenfirma binnen weniger

Minuten. „Ich wohne seit zwölf

Jahren in Berlin und setzte es mir

zum Ziel, schnellstmöglich Deutsch

zu lernen“, sagt der Kanadier. „Außerdem

habe ich jetzt einen deutschen

Freundeskreis.“

Sam Vance-Law begeisterte sich bei seiner

allerersten Reise nach Berlin sofort für diese

Metropole. „Eigentlich wollte ich nur meinen

Kumpel für eine Woche besuchen“, erzählt

er. „Doch dann bin ich einfach geblieben.“

Die ersten beiden Nächte verbrachte er in

einem besetzten Haus in der Rigaer Straße.

Da er aus Paris kam, war er High-Fashionmäßig

gekleidet. Die Punks störte das indes

nicht. „Sie boten mir ein Bier an und hingen

mit mir ab“, erinnert sich der Musiker. „Da

habe ich gemerkt: Man kann hier anders

sein – und das ist gut so.“

In Berlin fand Sam Vance-Law als Schwuler

alsbald seine Community, er bekam einen

Plattenvertrag und veröffentlichte 2018

sein Debütalbum „Homotobia“. In seinen

Songs griff der 34-Jährige die Geschichten

anderer auf, er beschäftigte sich mit

unterschiedlichen Facetten des homosexuellen

Lebens. Sein zweiter Langspieler

„Goodbye“ ist dagegen autobiografisch – die

Stücke kreisen um eine Trennung. Das

hebt sie auf eine andere Ebene, denn

Liebeskummer ist ja universell. Das sieht

Sam Vance-Law zwar genauso, trotzdem ist

es ihm ein Anliegen, das Queersein immer

wieder zu thematisieren. „In Berlin oder

anderen Großstädten muss man sicher

nicht mehr darüber reden“, gibt er zu. „Doch

in den meisten Teilen dieser Welt würde

ich wegen meiner Sexualität im Gefängnis

sitzen, geächtet sein oder sogar getötet

werden.“ So etwas ist für ihn natürlich

inakzeptabel: „Ich wünschte, ich könnte

einfach lieben, wen ich liebe.“

Ein glückliches Händchen bei der Partnerwahl

scheint Sam Vance-Law allerdings

nicht unbedingt zu haben, diesen Eindruck

vermitteln zumindest seine neuen Songs.

„Icarus“ handelt davon, dass sein Ex sehr

freiheitsliebend war. Eben kein Beziehungsmensch.

Diese Erkenntnis wird mit

schwelgerischer Musik unterlegt, inklusive

Bläsern und Streichern. Ist das Kammerpop

par excellence? „Ich weigere mich, meine

Musik selber zu klassifizieren“, erklärt Sam

Vance-Law. Immerhin räumt er ein, dass

ihn klassische Werke, mit denen er als

Chorknabe in Oxford aufwuchs, bis heute

beeinflussen: „Ich kenne mich mit der Oboe

viel besser aus als mit der Gitarre.“

Im Endergebnis ist der Singer-Songwriter

musikalisch durchaus recht breit aufgestellt.

Während „Get Out“ als Pop mit Indie-Vibes

daherkommt, lehnt sich die puristische

Klavierballade „Blissful Times“ eher an das

traditionelle englische Volkslied an. „Too

Soon“ driftet dank des Saxofons und des

Fingerschnippens zum Jazz ab. Ist das Sam

Vance-Laws heimliche Leidenschaft? „Ich

höre selten Musik. Also auch keinen Jazz.“

Stattdessen zieht er Stille vor: „Wenn ich

den ganzen Tag mit meinen Ohren gearbeitet

habe, möchte ich danach ein bisschen

Ruhe haben.“

Aus der Großstadthektik zog sich Sam

Vance-Law auch zurück, während er an

seinem aktuellen Album tüftelte. Die

meisten Lieder schrieb er in den schottischen

Highlands, dort konnte er ungestört

komponieren und texten, ohne großartige

Ablenkungen. Er machte lediglich Wanderungen,

ansonsten widmete er sich seinen

Stücken: „Um mich herum waren Schnee,

Regen, Kälte, Depression – das war perfekt

für meine Platte.“ *Dagmar Leischow


MUSIK

KLUBMUSIK

Moby im Mai

Sein letztes Album „Reprise“ erreichte Platz 1 der Charts

in der Schweiz, Platz 4 bei uns in Deutschland und verkaufte

sich auch in UK und den USA sehr gut. Mit diesem Erfolg

im Gepäck präsentiert der Musiker nun zusammen mit anderen

Künstler*innen „Reprise – Remixes“.

Eine ganze Riege hervorragender Musiker*innen, darunter Efdemin

und Planningtorock, haben ihre kreativen Kräfte vereint und

aus Mobys Kompositionen Neues erschaffen. Der Meister selbst

hat aber natürlich auch Hand an manchen Track gelegt. Über

die Zusammenarbeit verrät die Berlinerin Planningtorock: „Ich

mochte die sanfte Coverversion von Heroes, die Moby gemacht

hat, sehr, besonders den weichen, ruhigen Gesang von Mindy

Jones. Für diesen Remix wollte ich diese wunderschönen Vocals

noch ruhiger und stattlicher machen, indem ich sie ein wenig

heruntergepitched habe. Dann wollte ich diese ruhige Energie

mit einem treibenden, tranceartigen Clubtrack kontrastieren,

der sowohl meine nordenglischen musikalischen Wurzeln als

auch meine zwanzig Jahre, in denen ich in Berlin lebe und Musik

produziere, verkörpern sollte.“

Das Duo Felsman + Tiley, das ebenfalls mitwirkte, zeigt sich

angetan: „Wir sind mit der Musik von Moby aufgewachsen, die

unseren Wunsch, (oft melancholische) elektronische Musik

zu produzieren, stark beeinflusst hat. Daher sind wir dankbar,

dass wir Jahrzehnte später offiziell eingeladen wurden, mit

einem seiner Tracks zu arbeiten. Unsere Neuinterpretation von

‚Extreme Ways‘ ist eine synthetische Meta-Beleuchtung seiner

organischen, orchestralen Reprise-Version. Niemand kann dem

Kreislauf entkommen, egal wie extrem der gewählte Weg auch

sein mag.“

Exklusive

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Edition

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Ab dem 13.05.22 als CD, 2CD Deluxe,

Download und Stream erhältlich.

Für Efdemin, der auch schon beim „Berghain-Plattenlabel“

Ostgut Ton veröffentlichte, war es etwas völlig Neues, denn der

Musiker hatte sich zuvor nie mit dem seit 1990 erfolgreichen

bisexuellen Producer Moby beschäftigt. „Lustigerweise muss ich

zugeben, dass der größte Teil von Mobys Werk an mir vorbeigegangen

ist, bis ich vor Kurzem die Gelegenheit hatte, an Porcelain

mitzuwirken, das mir sehr gut gefallen hat. Während Moby natürlich

immer als Phänomen in den Medien präsent war, habe ich

es irgendwie geschafft, die meisten seiner für viele so wichtigen

Hits in den 90er-Jahren zu ignorieren. Diese Art von Amnesie hat

mir geholfen, mit großer Freiheit an neuen Versionen zu arbeiten,

da ich das Original von Porcelain nicht kannte, ob Sie es glauben

oder nicht.“

Das Album „Reprise Remixes“ erscheint am 20. Mai bei Deutsche

Grammophon als CD, LP und natürlich digital. Unsere Anspieltipps

sind „Why Does My Heart Feel So Bad? (Biscits Remix)“, „We

Are All Made Of Stars (Moby’s Ac@n Remix)“ und „Natural Blues

(Topic Remix)“. *rä

www.moby.com


MUSIK

Das Haus von

HARRY STYLES

POP

FOTO: LILLIE EIGER

Dass Mr. Harry Styles eine große Vergangenheit

hat, in der er noch nicht

als Solokünstler, sondern als Teil einer gewissen

Gruppe bekannt war, spielt mittlerweile

wirklich keine Rolle mehr. Wo andere sich

gerade noch so als Popstars etablieren können,

bevor sie mit den alten Hits und noch

älteren Bandmitgliedern wieder auf Tour

müssen, hat er es geschafft als eigenständiger

Künstler verstanden zu werden. Sein

bisher letztes, zweites Album „Fine Line“ war

daher nicht nur wieder Nummer eins in den

USA, auch die Kritiker waren völlig verzaubert

– und das bestimmt nicht, weil sie

schon immer heimlich One-Direction-Fans

gewesen sind. Es war ein selbstbewusstes

Statement mit mehr kreative Ideen als

irgendjemand von ihm erwartete hatte. So

wurde 2019 das Jahr von Harry Styles – und

es scheint, als würde er auch 2022 alles

überstrahlen wollen.

Schon „As It Was“, die erste Single, beweist

das. Er will zurecht ernst genommen werden.

Und auch mit einem Indie-Dance-Track

auf einem 80er-Fundament wie diesem,

gelingt ihm das. Ganz nebenbei kann er

die Welt damit auch noch zum Tanzen

bringen und das, obwohl es sich um einen

eher traurig-melancholischen Blick auf eine

Beziehung handelt. Genauer gesagt auf

ein Ende, das man jetzt vielleicht endlich

akzeptieren kann – einfach weil man muss.

So wurde „As It Was“ mit seiner Mischung

aus mitreißendem Sound und emotionalem

Text in kürzester Zeit zur meistgestreamten

Single des Jahres 2022.

Während es beim letzten Album „Fine Line“

vor allem um das Leben und das Erleben

alles Körperlichen ging, weißt die Richtung

dieses Mal also auf Introspektive und all die

ungewollten und gewollten Veränderungen,

die jede Seele seit 2019 durchgemacht

haben muss. Obwohl

er auch auf „As It Was“

wieder mit seinen treuen

Kollaborateuren Kid Harpoon

und Tyler Johnson

zusammengearbeitet

hat, scheint nicht nur

inhaltlich, sondern auch

musikalisch ein neuer

Horizont erobert zu werden.

Und ja, selbst wenn

ein alter Boomer wie

Noel Gallagher in seiner

typischen Art gegen

Harry austeilt und behauptet, dass dieser

seine Songs nicht schreibt, ist Mr. Styles

natürlich trotzdem an allem was erscheint

mindestens als Songwriter beteiligt. Auch

wenn Noel sich nie den Grund seiner Frustration

eingestehen wird: Klar ist sein Neid auf

den jungen Mann völlig berechtigt. Was Harry

ebenfalls bewusst sein wird, denn er hat

sich nicht zu einer Antwort herabgelassen.

Doch natürlich hegen nicht alle solch einen

Alt-Herren-Groll gegen ihn. Die legendäre

Joni Mitchell fühlte sich schon allein von Titel

seines kommenden Albums angesprochen:

„Harry‘s House“ wird das neue Werk nämlich

heißen. Kein Wunder, dass es ihr gefällt, denn

vielleicht bezieht er sich ja wirklich auf ihren

Song „Harry's House / Centerpiece“. Auch

sonst sammelt Harry Styles nur guten

Willen. Ob mit seiner genderneutralen

Beauty-Linie oder

der Selbstverständlichkeit

mit der er

Geschlechterregeln

und -grenzen ignoriert.

Dass er allerdings auch

noch so aufgeräumt

ist, und es ihm gelingt,

gleich zweimal täglich

zu meditieren, geht

dann schon fast zu

weit. Doch bloß, weil

wir nicht sehr viel von

seinen Abgründen und

kleinen Macken mitbekommen, heißt

das nicht, dass wir sie nicht doch finden

können – und wenn es nur als Ausdruck in

seiner Musik ist. Dafür ist sie ja letztlich da:

Dass wir mit ihm erleben, was er uns über

sein Inneres mitteilt. Genau deshalb lädt er

uns in sein „House“ ein. Schön, willkommen

zu sein.

*Christian K. L. Fischer


ELEKTRO

Stromae

„Multitude“

Da ist es, das neue Album des belgischen

Vollblut-Künstlers, der mit Hits

wie „Papaoutai“ und „Alors on danse“

die Dancefloors zum Beben brachte

und auch Kritiker begeisterte. Er macht

eben nicht „nur“ Eurodance, Stromae ist

und macht Kunst, queere Kunst. Unsere

Anspieltipps auf seinem neuen Album

sind „L‘enfer“ und „Santé“ – beides

Singles erreichten in seiner Heimat die

Chartsspitze. *rä

www.stromae.com

FOTO: PH. LEBRUMAN

KLASSIK

Maxence Cyrin:

„Melancholy Island“

Besondere Musik für jene Momente und Situationen im Leben,

in denen du deine Hörgewohnheiten durchbrechen solltest,

um mal ganz anders Ruhe und Entspannung zu finden.

Klassische Musik hilft dabei. Oder auch neue Musik mit klassischen

Instrumenten wie dem Piano – und einer Prise Elektro.

Der französische Pianist Maxence Cyrin komponierte genau

solche Musik für sein neues Album „Melancholy Island“, das vor

Kurzem erschienen ist.

Lieder wie „Soft Skin“, „Voyage“ oder auch „Faro Bay“ nehmen ab

der ersten Sekunde mit auf eine musikalische Reise weg vom

Stress hin zum hyggeligen Glück. Musikalische Inseln in einem

Meer von Stress und Sorgen. „Ich liebe das gedankliche Konzept

und die Definition von Inseln, da sie ein wunderbares Gefühl von

Zuflucht in mir hervorrufen“, so Maxence Cyrin. In seinen Liedern

beschäftigt sich der Künstler mit Themen wie Reisen, Exil, Reflexion

des Seins und dem Vergehen der Zeit. Jedes der Stücke

sei mit einer spezifischen Aufnahmetechnik produziert, die den

Klaviersound mit erlesenen Effekten kombiniere – bittersüße

Melancholie, die beruhigt. Alles wird gut. *rä

POP

Einmal alles bitte

Das Comeback von ABBA ist 2021

mehr als nur geglückt, höchste Platzierungen

und Verkäufe, begeisterte

Fans – und zufriedene Kritiker. 2022

wird nachgelegt, es gibt eine neue

allumfassende Box für CD- und

Vinyl-Sammler, die alle Studioalben

von 1973 bis 2021 und auch Hits wie

„Gimme! Gimme! Gimme! (A Man After

Midnight)“ auf dem extra Tonträger

„ABBA Tracks“ vereint. Unsere Anspieltipps

sind „When I Kissed the Teacher“,

„Ring Ring“, „ Move On“ sowie „ Our

Last Summer“ und „ Bumble Bee“. *rä

MUSICAL

„Ku’damm 56 –

Das Berlin Musical“

MUSIK

TIPP

„Shiny Things“ –

KAT FRANKIE

Eigensinnigen Popmusik! Vier Jahre

nach ihrem hochgelobten Album

„Bad Behaviour“ veröffentlicht KAT

FRANKIE im Mai ihr neues Album.

„Shiny Things“ ist die Arbeit einer

gewachsenen Beobachterin, einer einfühlsamen

Denkerin, einer wütenden

Erzählerin. Vor allem aber: einer großen

Songwriterin. Die 43-Jährige scheint in

ihrem Kunsthandwerk über der Zeit zu

stehen, scheint von dort ihren sorgenvollen

Blick auf die Verflechtungen des

menschlichen Handelns zu richten.

Protestmusik? Ja, mitunter.

www.katfrankie.com

Nach mehr als elf Jahren haben sich AnNa R. und Peter

Plate wieder in einem Musikstudio getroffen und gemeinsame

Sache gemacht. Mit fünf Nummer-1-Alben allein

in Deutschland und mehr als sechs Millionen verkauften

Tonträgern galten sie unter dem Namen Rosenstolz als

eines der wohl erfolgreichsten Deutschpop-Phänomene

Deutschlands. Und unlängst veröffentlichten AnNa R. und

Peter Plate eine gänzlich neue und überaus bewegende

Interpretation des Songs „Ich tanz allein“ aus dem Musical

„Ku’damm 56“, welches Plate gemeinsam mit Ulf Leo

Sommer und Annette Hess schrieb. Die neue Interpretation

erschien nur zwei Wochen, nachdem

Annett Louisan mit ihrer

Version von „Wenn Du Dich

auflöst“ den Auftakt

für eine ganze Reihe

weiterer prominenter

Interpretationen

der großartigen

„Ku’damm 56“-

Songs gegeben

hat. Im Juni werden

diese unter dem

Titel „Ku’damm 56

– Das Musical (Deluxe

Edition)“ erscheinen.

FOTO: O. HEINE


MUSIK

INTERVIEW

MICHELLE:

30 Jahre Schlager

FOTO: A. JANEVA

Direkt nach ihrem verdienten

Urlaub nahm sich eine der

erfolgreichsten Deutsch-Pop- und

Schlagersängerinnen Zeit für einen

Chat, um sich mit uns über ihr neues

Album „30 Jahre Michelle – Das

war’s…noch nicht!“ auszutauschen.

Das neue Album ist mehr als nur

ein Blick zurück, immerhin finden

sich neben 18 Klassikern wie „Das

Hotel in St. Germain“ und „Wer Liebe

lebt“ – teilweise neu aufgenommen

– auch 12 neue Lieder drauf.

Drei Jahrzehnte Erfolg, macht dich

das stolz oder eher dankbar?

Ich bin für alles dankbar in meinem Leben.

Ich bin stolz auf die Menschen die seit 30

Jahren an meiner Seite stehen und durch

dick und dünn mit mir und meiner Musik

gehen.

Einige deiner Hits präsentierst du

in neuem Gewand. Hat es Spaß

gemacht, daran zu arbeiten?

Es hat großen Spaß gemacht, jedem Song

FOTO: UNIVERSAL MUSIC

ein neues Leben einzuhauchen. Und wir

haben während der Produktion mit viel

Begeisterung diese Entwicklung verfolgt,

das Ergebnis ist großartig.

Was macht man nun anders?

Wir haben uns natürlich in erster Linie der

neuen Technik bedient und die „alten Hits“

mit neuen Sounds ausgestattet, und so in

die Gegenwart geholt. Das war wirklich ein

spannender Prozess, der uns viel Freude

gemacht hat.

„Scheißkerl“ ist ein auf den ersten

Blick ungewöhnlicher Liedtitel.

Verrate mir etwas darüber.

Scheißkerl steht für sich ... Nicht nur

ich war schon mehrfach in solch einer

beschriebenen Situation. Dass ein sogenannter

Scheißkerl nicht nachvollziehbar

ist und dennoch diese Anziehung hat, jeder

kennt das, keiner versteht das.

Wie frech darf Deutsch-Pop denn

sein?

Für mich gibt es keine Tabus. Was „man

darf“, ist für mich nicht relevant. Ich

gehe nach meinem Gefühl und bleibe

authentisch.

Auch das Lied „Romeo und Julian“

fallt einem sofort auf, wenn man dein

Album anschaut.

„Romeo und Julian“ ist eine Liebeserklärung

an die Liebe zwischen Menschen.

Diese gibt es seit Menschengedenken

und ist ganz sicher nicht erfundenen

gesellschaftlichen „Regeln“ untergeordnet,

sondern verbindet Seelen. Dies mit der

bekanntesten Liebesgeschichte der Welt

zu verknüpfen und damit auch „Romeo

und Julia“ in die Gegenwart zu holen und

gewissermaßen upzudaten, hat mir mehr

als nur Spaß gemacht, das ist ein wichtiges

Statement und ich kann es kaum erwarten

den Song das erste Mal live aufzuführen.

Erinnerst du dich noch an deinen

ersten TV-Auftritt?

„Und heut Nacht will ich tanzen“, mein

erster Auftritt bei der ZDF Hitparade,

bleibt unvergessen – lange ist es her! Und

die neue Version des Songs kommt auch

wieder auf eine TV-Bühne.

Wie wichtig ist Social Media für eine

Künstlerin heute?

Social Media ist enorm wichtig geworden

für Künstler. Man ist so direkt im Kontakt

mit den Fans und auch anderen Künstlern,

diese Plattformen sind enorm wichtig und

entwickeln sich auch ständig weiter, da

muss man mitmachen.

Worauf freust du dich 2022

besonders?

Ich freue mich auf alles, was kommt. Mein

neues Album, endlich wieder live auftreten

und das Publikum spüren. Wir haben viel

vor, schließlich ist es mein Jubiläumsjahr!

*Interview: Michael Rädel


COMEBACK

Marius Müller-Westernhagen

Das eine Leben ist zu

kostbar, um es an den

Zeitgeist zu verschwenden.

So könnte der erste

Vorbote aus dem erwarteten

23. Studioalbum des

„Freiheit“-Sängers (1990)

wohl interpretiert werden.

Wütend klingt „Zeitgeist“,

allerdings nicht ohne

diese Wut über eine

zum Lebensprinzip erklärte Substanzlosigkeit in einer

algorithmusgetriebenen Scheinwelt auf Instagram und Co

auch als überwindbar zu brandmarken. Westernhagen über

den Text und Social Media: „Sie begünstigen Voyeurismus,

Exhibitionismus, Neid. Und sie promoten Banalitäten. Das

ist doch idiotisch.“ Marius Müller-Westernhagen ist mit

73 ein routinierter Liedermacher, der sich nicht mehr neu

erfinden mag und muss. Warum aber auch, wenn doch

immer noch dieser unerschütterliche Glaube an die Macht

des Aufstandes, die friedliche Revolution für ein gutes

Ende durch die Zeilen blitzt. Das macht um so gespannter

auf die anderen Werke auf „Das eine Leben“. *ck

FOTO: SONY MUSIC

CSD Frankfurt 15. - 17. Juli 2022

westernhagen.de

POP

Gesungene Selbstreflexion

„Das Gold Rush Kid? Das

bin ich. Was die Tracks alle

vereint, ist dass jeder einzelne

von ihnen genau nach

mir klingt“, erzählt George

Ezra über den Titel seines so

benannten dritten Albums.

„Es ist eine Figur, die ich verkörpern

will.“ Gespeist durch

den krassen Gegensatz

zwischen bewegtem Touralltag und lähmender Pandemie

hat er neue Songs zum Teil basierend auf Notizen aus

der Anfangszeit seiner Karriere so kombiniert, dass sie

Antworten geben. Eine Standortbestimmung sind und

optimistischer Wegpunkt auf dem Weg in die Zukunft. *ck

www.georgeezra.com

FOTOS: SONY MUSIC

Play Well,

Sleep Well

Mitten im Herzen von Frankfurt,

komplett renoviert und nur 50 m

vom Festplatz entfernt liegt das

Westin Grand Frankfurt!

Ob auf dem Paradewagen

oder im Heavenly Bed -

“Simply the Best” for you!

Mehr auf

staygayatwestin.com

The Westin Grand Frankfurt

Konrad-Adenauer-Str. 7, 60313 Frankfurt

westingrandfrankfurt.com


film

INTERVIEW

TILDA SWINTON

„ … die Magie des Kinos“

FOTOS: KICK THE MACHINE FILMS, BURNING, ANNA SANDERS FILMS, MATCH FACTORY PRODUCTIONS, ZDF/ARTE AND PIANO

Aufs Internat ging sie gemeinsam

mit Lady Di, in den Achtzigern

stand sie für filmische

Experimente von Künstlern wie

Derek Jarman oder Christoph Schlingensief

vor der Kamera und spätestens mit

dem Oscar für „Michael Clayton“ kam auch

der Mainstream-Erfolg dazu. Doch damit

sind Leben und Karriere von Tilda Swinton

noch lange nicht hinlänglich umrissen,

schließlich lag die 61-jährige Britin auch

schon in Glaskästen schlafend im Museum,

trat in Videos von David Bowie auf

oder gründete eigene kleine Filmfestivals.

Ganz zu schweigen davon, dass sie als

Schauspielerin immer wieder in den spannendsten

Filmen auftritt, von „The Beach“

und „Burn After Reading“ über „We Need

to Talk About Kevin“ und „Only Lovers Left

Alive“ bis hin zu „Snowpiercer“ und „The

Grand Budapest Hotel“. Vergangenes Jahr

war sie in Pedro Almodóvars „The Human

Voice“ (zu sehen bei Prime Video) und „The

French Dispatch“ von Wes Anderson (verfügbar

bei Disney+) zu sehen, nun meldet

sie sich mit „Memoria“ auf der Leinwand

zurück. Der Film des schwulen Regisseurs

Apichatpong Weerasethakul läuft ab dem

5.5. im Kino und ab dem 5.8. exklusiv bei

MUBI.

Ms. Swinton, der Regisseur Apichatpong

Weerasethakul hat bislang nur Filme in

seiner thailändischen Heimat gedreht.

„Memoria“ ist nun seine erste Zusammenarbeit

mit westlichen Schauspieler*innen

wie Ihnen. Wie leicht fiel es Ihnen, Teil seiner

künstlerischen Welt zu werden?

Interessantes Bild, das Sie da zeichnen, aber

darin erkenne ich mich nicht wieder. Was

schon mal damit anfängt, dass ich mich

selbst nicht in erster Linie als „westliche

Schriftstellerin“ fühle. Aber Joe, wie er ja

von Freund*en genannt wird, und seine

künstlerische Welt fühlen sich für mich

auch nicht fremd an. Ich fühlte mich ihm

schon verbunden, als ich vor vielen Jahren

erstmals seine Arbeit sah; später wurden wir

Freunde und fingen schließlich an, zusammenzuarbeiten.

Denn schon vor „Memoria“

haben wir bei verschiedenen Kunstwerken

kollaboriert. Jedenfalls fühlt es sich an, als

seien wir Brüder im Geiste, wir haben das

gleiche Empfinden für Kunst und teilen die

gleiche Kultur, nämlich die des Kinos.

Wie lange sind Sie beide denn schon

befreundet?

Unsere Wege kreuzten sich das erste Mal

2004, da saß ich in Cannes in der Jury

und er zeigte dort seinen Film „Tropical

Malady“. Ich bewunderte seine Arbeit sehr,

und zwischen uns entstand eine E-Mail-

Freundschaft. Irgendwann kuratierten wir

gemeinsam ein Festival und kollaborierten

bei einer Veranstaltung in Doha, und immer

wieder sprachen wir über Ideen, aus denen

letztlich „Memoria“ erwuchs. Ich kam also

nicht als Außenseiterin zu diesem Projekt,

sondern wir haben es von Anfang an

gemeinsam entwickelt. Diese enge, familiäre

künstlerische Zusammenarbeit erinnert

mich immer wieder an meine früheren

Arbeiten mit meinem guten Freund Derek

Jarman. Zu schade, dass er und Joe sich

nicht kennen lernen konnten. Die Filme der

beiden sind höchst unterschiedlich, keine

Frage. Aber in ihrer Annäherung an ihre

Kunst und ihrem Feinsinn sind sich beide

wirklich ähnlich.

Mit Jarman begannen Sie Ihre

Karriere, bis zu seinem AIDS-Tod

1994 arbeiteten Sie immer wieder

zusammen. Suchen Sie seither immer

wieder nach ähnlich engen künstlerischen

Beziehungen?

Die neun Jahre mit Derek haben mich

enorm geprägt und verwöhnt; eine bessere

Ausbildung hätte ich in Sachen Film nicht

genießen können. Als er dann starb, dachte

ich zunächst, das sei es jetzt gewesen. Ich

war mir sicher, dass die Sache mit dem

Kino und mir ohne ihn vorbei sei, obwohl ich

zweimal auch mit anderen Regisseur*innen

gedreht hatte, mit Peter Wollen bei „A

Friendship’s Death“ und mit Sally Potter bei

„Orlando“. Und selbst als sich dann doch

Optionen mit neuen Filmmacher*innen

ergaben, konnte ich mir nicht vorstellen,

nochmal dieses intensive, familiäre

Arbeitserlebnis wie mit Derek zu erfahren.

Aber ich irrte mich. Im Laufe der Jahre fand

ich meinen Weg in andere Filmfamilien, in

die von Wes Anderson oder Jim Jarmusch,

Joanna Hogg oder Bong Joon-ho. Auch mit

Joe werde ich weiterhin zusammenarbeiten.

Dass ich mehr als einmal solche kreativen


Wahlverwandtschaften erleben durfte,

ist mein großes Glück. Denn wenn ich

nicht immer wieder in solchen Kontexten

arbeiten könnte, hätte ich diesen Beruf

vermutlich längst an den Nagel gehängt.

Wie schnell fühlen Sie sich denn

bei solchen künstlerischen

Mitstreiter*innen wirklich zu

Hause?

Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich,

wie mit allen Freundschaften, aber mit

der Zeit hat man schnell ein Gespür dafür,

mit wem man gut harmoniert und mit

wem nicht. In manchen Fällen kenne ich

die Leute ewig, mit denen ich drehe, etwa

Joanna Hogg, mit der ich befreundet bin.

Joe und ich kennen uns, wie gesagt, auch

schon 17 Jahre, Luca Guadagnino sind

seit über 20 Jahren Weggefährten. Aber

dann gibt es auch Fälle wie Pedro Almodóvar.

Als der mich vor drei Jahren anrief,

um einen Kurzfilm zu drehen, kannten

wir uns eigentlich kaum, aber weil ich so

vertraut war mit seinem Werk, spürte ich

trotzdem eine enge Verbindung zu ihm.

Gerade habe ich mit Julio Torres einen

Film gedreht, der zum ersten Mal überhaupt

Regie geführt hat. Doch auch ihn

kannte ich zumindest als Comedy-Autor.

So ein Minimum an Bezug zu jemandem

muss ich schon haben, um mich darauf

einzulassen.

Lieben Sie denn alle Ihre Filmfamilien

gleichermaßen?

Ja, und ich habe Angst vor dem Tag,

an dem das für mich zum Problem

wird. Denn was mache ich,

wenn Joe und Bong und

Joanna alle gleichzeitig

mit mir drehen wollen?

Mich zwischen ihnen

entscheiden zu

müssen wäre mein

Albtraum. Bislang ging

das immer glatt, und wir

zeitlich immer alles so

geregelt bekommen, dass

ich in Ruhe von Haus zu Haus

wandern konnte, um es mal so

auszudrücken. Die Organisation meines

Kalenders ist in meinem Alltag wirklich

die größte Herausforderung von allen.

Denn natürlich hat man das Timing

nicht immer im Griff. Ich vergleiche

solche künstlerischen Kollaborationen

immer mit der Arbeit eines Gärtners.

Man pflanzt hier ein paar Rosen, dort

ein paar Tulpen und auch noch einige

Drillingsblumen – und dann wartet

man. Aus mancher Blumenzwiebel wird

nie etwas, andere Pflanzen brauchen

– so wie zum Beispiel Guadagninos

„Suspiria“-Projekt – 25 Jahre. Und

mitunter geht es auch mal viel schneller

als erwartet.

Um noch einmal auf „Memoria“

zurückzukehren: sind Sie denn

letztlich dafür verantwortlich,

dass Weerasethakul nun erstmals

außerhalb von Thailand gedreht

hat?

Ich hatte zumindest von Anfang an

gesagt, dass ich mir nicht wirklich

vorstellen kann, wie ich auf stimmige

Weise Teil seiner thailändischen Szenerie

werden könnte. Und auch Joe hatte kein

Interesse daran, mich als Fremdkörper

in dieser Welt zu inszenieren. Er wollte

nicht, dass ich „die Andere“ bin, sondern

dass wir auf Augenhöhe miteinander

arbeiten. So entstand die Idee, dass wir

irgendwo drehen, wo wir beide fremd

sind. Und so landeten wir letztlich in

Kolumbien.

Steckt in der Figur, die Sie nun

verkörpern, eigentlich auch etwas

von Ihnen? Oder denken Sie nicht

in solchen Kategorien über Ihre

Rollen nach?

Es gibt zumindest Elemente, die ich konkret

mit eingebracht habe. Die Schlaflosigkeit

dieser Frau habe ich, genau wie

übrigens auch Joe, schon selbst erlebt.

Ich weiß, in welchen seltsamen Zustand

man gerät, wenn man zwei Wochen lang

eigentlich nicht schläft. Das fühlt sich

fast an wie eine Art Drogentrip. Bei mir

war das damals eine Nebenerscheinung

von Trauer, eine Reaktion auf den Tod

meiner Eltern. Deswegen verarbeitet nun

auch die Figur in „Memoria“ einen Verlust

und ringt mit diesem Gefühl

der Entwurzelung. Diese

Trauer-Erfahrung als

Schwebezustand

hat mich selbst

sehr geprägt. Ich

weiß noch, wie

meine Mutter im

Sterben lag und

Luca Guadagnino

mit mir „A Bigger

Splash“ drehen wollte.

Eigentlich wollte ich in

dem Jahr keinen Film machen,

aber er konnte mich überreden, weil ich

Lust darauf hatte, Zeit mit ihm und dem

Team zu verbringen. Meine Bedingung

war nur, dass ich still sein kann, denn

damals konnte ich nicht sprechen und

wollte nichts sagen. Also verwandelten

wir die Rolle von einer Schauspielerin

in eine Rocksängerin nach einer

Stimmbandoperation.

*Interview: Patrick Heidmann

Im vollständigen Interview auf

männer.media erklärt Tilda Swinton,

warum sie das Kino für so gar nicht

tot hält. Trotz Netflix.

film

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film

INTERVIEW

Marcus Günther: „… diese fürchterliche Machtlosigkeit“

Der in Düsseldorf beheimatete Künstler

Marcus Günther veröffentlichte

gerade einen Animationsfilm auf YouTube.

Worum geht es in „Vor nicht allzu

langer Zeit“?

Um den Mythos meiner selbst, also mein

eigener Schöpfungsmythos. Es ist meine

frühkindliche Vorstellung, wie ich auf die

Welt komme und die Welt um mich herum

wahrnehme. Ein Märchen, erstunken und

erlogen! (lacht) Es ist das allererste Mal, dass

ich mich mit Animation beschäftige.

Wie lange dauerte das?

Ich war fast zweieinhalb Monate – angefangen

von der Idee, basierend auf meinen

Linolschnitten – damit beschäftigt. Als

blutiger Anfänger musste ich immer wieder

Überlegungen und Versuche durchführen,

wie etwa dieses Reittier frontal oder

rückseitig aussieht, wie es sich bewegt und

welche Mimik es besitzt. Kommen meine

Traumlandschaften auch als Animationssequenz

rüber? All solche Dinge, eine

unglaublich aufwendige Arbeit.

Wirst du noch mehr in dieser Kunstform

machen?

Ich denke ja, weil es einfach ein neues

Feld ist, das es zu beackern gilt und mich

neugierig auf weitere Behauptungen dieser

Art macht.

Beeinflusst dich der Krieg in Europa?

Jeder Krieg auf der Welt ist verabscheuungswürdig.

Eine schreckliche Situation, diese

fürchterliche Machtlosigkeit, der man ausgesetzt

ist, weil man sie nicht unmittelbar

ändern kann. Aber auf lange Sicht gesehen

liegt es eben an uns allen, etwas zu ändern,

damit die Welt ein besserer Ort wird, wo wir

alle in Frieden und Freiheit leben können.

Was ist das große Thema deiner

Kunst?

Seitdem ich künstlerische Behauptungen

aufstelle, fließen weltpolitische Themen

in meine Arbeiten ein. Ich trenne das

nicht von meiner Kunst, da mich alles,

das mich umgibt, auch beeinflusst. Die

Auseinandersetzung mit dem Menschen in

seiner Umwelt steht dabei im Vordergrund.

Es gibt diabolische, tragikomische, aber auch

poetische Momente, die sich in meinen

Welten abspielen. Ich versuche das mal auf

humorvolle Weise, mal mit bitterbösem

Unterton zu konstruieren, fiktive Galaxien

einer fernen Vergangenheit oder Zukunft.

*Interview: Michael Rädel

www.marcusguenther-art.com

AVANTGARDE

2.500 Euro Filmförderung

Jedes Jahr schreibt QueerScope eine

Förderung für queere Kurzfilmprojekte

aus, die mit bis zu 2.500 Euro gefördert

werden können. Die Förderung wird in

Form eines Preisgeldes ausgezahlt, das für

Drehbuchentwicklung, Herstellung oder

Postproduktion genutzt werden kann. Die

Ausschreibung beginnt am 1.4.2022 und

endet am 15.6.2022, die Gewinner*innen

werden am 11.7.2022 bekannt gegeben.

Gefördert werden innovative queere

Kurzfilmprojekte mit einer Vorführdauer von

bis zu dreißig Minuten, die für die öffentliche

Vorführung im Kino oder auf Filmfestivals

bestimmt und geeignet sind, Kurzfilme mit

seriellem Charakter, Videoinstallationen,

Kurzfilme mit werbendem Charakter

(Imagefilme) oder immersive Formate sind

nicht förderfähig.

Von der Förderung

ausgeschlossen sind

Filmvorhaben, die

verfassungsfeindliche

oder gesetzwidrige

Inhalte enthalten, einen

pornografischen oder

gewaltverherrlichenden

Schwerpunkt haben oder

offenkundig religiöse

Gefühle tiefgreifend und

unangemessen verletzen.

QueerScope – Verband der unabhängigen

queeren Filmfestivals in Deutschland e. V.

ist eine Kooperation von 19 unabhängigen,

queeren Filmfestivals in Deutschland und

zwei Schweizer Festivals. Jedes Jahr erreichen

diese über 30.000 Besucher*innen

und vergeben zahlreiche Preise an

Kurzfilme, Langfilme und Debütfilme.

Gemeinsam verleihen die Festivals den

QueerScope-Debütfilmpreis.

queerscope.de

FOTO: M. RÄDEL


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FILM

DVD

Letztes Jahr lief die äußerst spannende

Geschichte einer Band aus

Norwegen, die mit zu Klassikern gewordenen

Hits wie „The Sun Always Shines

on T.V.“, „Move to Memphis“, „Foot of the

Mountain“ und natürlich „Take On Me“ in

den internationalen Charts abräumte, mit

vielen Interviews, reich und schön retro

bebildert neu erzählt. Und jetzt gibt es

„a-ha – The Movie“ von Thomas Robsahm

und Aslaug Holm auf DVD und Blu-Ray.

„Es geht darum, gemeinsam große,

unrealistische Träume zu haben, wenn man

jung ist, und wenn die Träume dann wahr

werden, fangen auch die Probleme an. Der

Film erzählt die Geschichte, wie die Band

erfolgreich wurde und wie sie damit umgegangen

ist“, so Regisseur Thomas Robsahm

über den Film.

Drei Freunde, die eine Band gründen,

WÜRDIGUNG EINES

POP-PHÄNOMENS

das kann zu Spannungen führen. Als

„Hornissennest“ bezeichnete etwa Magne

Furuholmen den Vorgang, wenn das Trio

an neuer Musik arbeiten würde. Er wolle

nichts Neues mehr aufnehmen: „Am Ende

schlagen wir uns nur die Köpfe ein“. a-ha –

das waren/sind Pål Waaktaar-Savoy (Gitarre,

Chor), Magne Furuholmen (Keyboard, Chor)

und Sänger Morten Harket –, drei Musiker,

die 1982 eine Band gründeten, schon 1983

einen Plattenvertrag hatten – und den

Druck, einen Hit zu landen. Das schafften

sie dann kurz darauf mit „Take On Me“. Ab

1985 waren a-ha plötzlich Teenager-Idole

und Poster-Boys und sangen erfolgreich

für einen James-Bond-Streifen die Hymne

(„The Living Daylights“ 1987 für „James

Bond 007 – Der Hauch des Todes“). Die drei

Musiker landeten mit Singles wie „Crying

in the Rain“ und „Touchy!“ Hit auf Hit. Doch

Mitte der Neunziger wollten Magne, Pål

und Morten erst mal nicht mehr: zu groß

der Druck, der Stress, der Terz innerhalb der

Band ... Erst 2000 standen sie wieder an der

Spitze der norwegischen Charts, „Summer

Moved On“ läutete das Comeback ein, mit

„Forever Not Yours“ und „Celice“ schafften

sie bis zur immer noch andauernden –

immer mal wieder unterbrochenen – Pause

weitere Nummer-eins-Hits in Europa.

a-ha sind seit Mitte der 1980er vor allem

in Europa und UK in den Charts und

ein Phänomen – dieser Film erzählt ihre

Geschichte. *rä

www.salzgeber.de

FOTOS: SALZGEBER

VERLOSUNG

Dame Judi Dench – „Belfast“

Die Familie des neunjährigen Buddy lebt in einem überwiegend protestantischen Stadtteil

mit wenigen katholischen Bewohnern, als ihr Leben eines Tages durch die ausbrechenden

Turbulenzen auf den Kopf gestellt wird. Buddys Familie muss sich plötzlich entscheiden, ob

sie den einzigen Ort verlassen will, den sie jemals als ihr Zuhause betrachtet hat. Die leidenschaftlichen

Eltern des Jungen (Caitríona Balfe und Jamie Dornan) und seine schlagfertigen

Großeltern (Oscar-Gewinnerin Judi Dench und Ciarán Hinds) sorgen mit Musik und der Magie

von Filmen dafür, dass die Lebensfreude trotz allem nicht versiegt. Wir verlosen den Film!

www.männer.media/gewinne


„Ich bin

Mutter,

Rollerfahrerin,

Spirituell und

Weltenbummlerin.“

Sarah

# HIVersity

Weil ich mehr bin als

nur HIV-positiv: LiVLife.de

NP-DE-HVU-ADVT-210002; 07/2021


Kunst

EROTIK

Heimliche erotische FANTASIEN

Bild: Rinaldo Hopf „Surprise“ 2022

Jeder hat sie. Manch einer

denkt an den großbrustwarzigen

Tennislehrer, der andere an

Prager Burschen, der nächste an den

rothaarigen Bartmacho, der so herrlich

unfreundlich war an der Tanke,

andere ergötzen sich an beschwipsten

Punks ... Erotische Fantasien sind

so unterschiedlich wie die Menschen

selbst. Rinaldo Hopf plant ein

Kunstprojekt dazu. Und du kannst

mitmachen!

Was wäre unser aller Leben ohne die

heimlichen Gedanken erotischer Natur?

Das tabulose Träumen in aller Heimlichkeit.

Auch in den besten Beziehungen darf dafür

Raum sein, auch hier gilt: Erlaubt ist, was

niemandem schadet. Und man muss sie ja

auch nicht verraten, außer man plant, sie in

die Tat umzusetzen. Wer deine Fantasien

aber auf jeden Fall gerne erfahren und zu

Kunst verarbeiten will, ist der Wahl-Berliner

Künstler Rinaldo Hopf, der sich via E-Mail an

uns gewandt hat.

„Für ein Kunstprojekt, das im September an

mehreren Orten in Berlin ausgestellt wird (u.

a. The Ballery), suche ich Teilnehmer, die mir

einen kurzen Text (oder auch ein Gedicht

etc.) zu einer heimlichen erotischen Fantasie

schicken – ich werde diese Fantasien dann in

Bilder umsetzen“, so der international erfolgreiche

und wirkende Kurator, Verleger („Mein

schwules Auge“) und Maler. Wer mitmachen

will, kann sich bei Rinaldo Hopf melden. *rä

www.rinaldohopf.com

ERINNERUNG

Bob Mizer, Vorkämpfer mit

der Kamera

Dieses Jahr jährt sich sein Todestag zum 30. Mal, sein Geburtstag

im März gar zum 100. Mal. Doch auf seine Kunst müssen

wir nicht verzichten: Bobs wegweisendes Magazin „Physique

Pictorial“ ist wieder zu haben – neu aufgelegt.

Bob Mizer (27. März 1922 – 12. Mai 1992) gründete 1945 seine

Fotoagentur „Athletic Model Guild“, 1951 erschien erstmals die

Zeitschrift „Physique Pictorial“. Der Fotograf erlangte mit seinen

homoerotischen Fotos und Filmen den Status einer Legende.

Mizers schwule und später auch explizite Bilder sind Bestandteil

der Sammlungen des Museum of Modern Art in New York und

des Museum of Contemporary Art in Los Angeles. Auch der

Kölner TASCHEN Verlag hat seine Kunst im Angebot. Es scheint,

als ob die Kunstwelt seine Fotografien zu schätzen gelernt hat.

Dabei zeigte Bob Mizer seit den 1940ern pure Homoerotik:

nackte Hintern, ausgebeulte Badehosen (später auch Glieder im

Sonnenlicht), Brusthaar, sich miteinander vergnügende Machos,

freche Jungs und kernige Kerle in derben und auch sexuellen

Posen. Das kann (leider) immer noch provozieren – und auf

verschiedene Weisen erregen. *rä

www.bobmizer.org, www.instagram.com/bobmizer,

www.facebook.com/BobMizerFoundation


In jeder

Stadt

zu Hause

Übernachten bei queeren

Gastgebern in über 70 Ländern!

29 €

AB

PRO NACHT

FOTO: ISTOCKPHOTO.COM/ SHAPECHARGE

Seit 20 Jahren in der Community bekannt unter ebab


kunst

AUSSTELLUNG

DENI

HORVATIĆ:

Der Mensch

mal anders

Das kann auch mal erotisch sein! Vor allem aber ungewöhnlich,

denn wann sieht man schon einen Badenden aus der

Badewannenbodenperspektive?

Vom 3. Juni bis zum 16. Juli stellt der in Kroatien geborene

Künstler seine Kunst bei nüüd.berlin in Berlins Mitte aus.

Er lässt uns die Abgebildeten intim und nah erfahren, doch

eines gönnt er uns nicht: deren Gesicht. Ein wunderbarer und

kunstvoller Kontrapunkt zu den vielen, vielen Porträtaufnahmen,

die vor allem seit dem Siegeszug von Social Media die

Welt fluten. „Mich erinnern die lebensgroßen Fotografien, die

auch etwas Fetischmäßiges haben, an eine moderne Interpretation

alter holländischer Meister, das Bild LOCKER ROOM

ist ein modernes Stillleben, wenn man nicht genau hinschaut,

könnte es auch ein durcheinandergewirbeltes Wildbret mit

Tulpe sein. Die nackten Füße oder das Selbstporträt scheinen

eine Wiederbelebung der großen Renaissancemaler wie Caravaggio

oder Michelangelo zu sein“, so Galerist Henner Merle

über die Ausstellung. Ungewöhnliche Bilder, großes Können

eines noch jungen Künstlers, sicherlich einer der Höhepunkte

des Galerie-Sommers. *rä

3.6. – 16.7., Deni Horvatić „SCAN“, nüüd.berlin,

Kronenstr. 18, Berlin, www.nüüd.berlin


FOTOGRAFIE

Sinnlich und süß,

kernig und sexy

Regenbogen-Fabelwesen,

die für Unschuld, Magie, das

Gute und seit einigen Jahren

ebenfalls für das Queere

stehen, bereichern auch

unsere Kultur.

Wunderbar, dass ein

Feen-Regenbogen-

Pferdchen auch in dem

Bildband „MÄNNER 2“

von Anja Müller auftaucht.

Hier versammelt die

Künstlerin über siebzig

Männer zwischen zwanzig und

achtzig Jahren. Ganz im Sinne des von uns geförderten

Body-Positivity-Gedankens kommen viele Arten Mann

und Körper vor. Ein ungewöhnliches und mitunter auch

erotisches Buch, das einen kunstvollen Blick auf Männer in

vielen Facetten zulässt. Besonders sinnlich sind die Bilder

der sich (nicht nur) kuschelnden Paare … *rä

www.elite-contacts.com

Berlin-Hamburg-Köln-Düsseldorf-

Frankfurt-Stuttgart-München-Wien

Klaus & Peter

Traumhochzeit 2022

Johannes & Maik

glücklick verheiratet

Maximilian & David

anderthalb Jahre verlobt

Markus & Dennis

sind „endlich angekommen“

Philipp Schwarzenberg

Partnervermittler in 2.

Generation

Jonas & Kai

2 Jahre zusammen

Anja Müller „MÄNNER 2“, 208 Seiten,

Format: 27 x 20 cm, gebunden, Fadenheftung und

Schutzumschlag, Preis: 29,90 Euro,

ISBN 978-3-88769-307-7, www.konkursbuch.de,

anja-mueller-fotografie.de

Exklusive Persönliche Partnervermittlung

für homosexuelle Männer

Ihr Glück ist unser Ziel!

Jetzt kostenfrei informieren:

069/5050604448 o. 040/8090319645

Inh. Philipp Schwarzenberg

Email: mail@elite-contacts.com


BUCH

KULT

„Flash Gordon –

Der Untergang von Ming“

Ab 1934 begeisterte Zeichner und Autor

Alex Raymond (2.10.1909 – 6.9.1956)

mit seinen Comics über den Superhelden

weltweit eine große und bis heute wachsende

Fan-Gemeinschaft.

Schon in den 1930ern gab es fürs Kino

produzierte Kurzfilme (Serials), 1980

wurde der Superheld dann sogar ganz

pompös für die Kinoleinwand inszeniert,

den Soundtrack dazu stellten die queeren

Rock-Popper von Queen. Mit „Flash

Gordon – Der Untergang von Ming“

erschien unlängst eine weitere aufwendige

und hochwertige Comicsammlung (die

Originale waren in Zeitungen zu finden)

als gebundenes Buch. Der muskulöse

Aalglatte mit blonder Tolle setzt sich hier

einmal mehr für das Gute ein – und rettet

seine Mitstreiter*innen auch vor gefährlichen

Monstern. Zusammen mit seiner

Gefährtin Dale Arden und dem genialen

Wissenschaftler Dr. Zarkov macht sich der

Starke auf, um gegen Ming, den Unbarmherzigen,

zu kämpfen. Einmal mehr kehrt

das Trio zurück auf den Planeten Mongo …

Die hier versammelten Comics erschienen

erstmals von Januar 1941 bis August

1944 und waren die letzten, die Erfinder

Alex Raymond selbst zeichnete, bevor

er an seinen Kollegen Austin Briggs

übergab. Dessen Einstand, die ersten 15

Sonntagsseiten, erscheinen in diesem

Band als Bonus. Beim Lesen wird schnell

klar, wie groß der Einfluss dieser kultigen

Science-Fiction auf spätere Erzählwelten

wie „Dune“, „Masters of the Universe“,

„Captain Future“ und „Star Wars“ ist. Große

Kunst und ein tolles, auch heute noch

spannendes Zeitzeugnis. *rä

www.hannibal-verlag.de

FOTOGRAFIE

Die demokratische Kunst?!

Ist Fotografie immer Kunst? Dieses knackige Buch

voller Wissen für alle beschäftigt sich auch mit diesem

Gedanken.

FOTO: ISTOCKPHOTO.COM_POIKE

Als in den 1820er-Jahren die Fotografie von Joseph

Nicéphore Niépce erfunden wurde – nach seinem Tod

setzte in den 1830ern Louis-Jacques-Mandé Daguerre

seine Arbeit fort –, war an Phänomene wie Instagram

oder Facebook noch nicht zu denken. Trotzdem war

schnell klar, dass mit der Kamera scheinbar jeder zum

Künstler werden kann. Heute weiß man es besser:

Fehlen die Idee und das Auge für den richtigen

Moment und Ausschnitt, helfen auch keine tausend Filter, es bleibt ein

Schnappschuss. Immerhin ein Zeitzeugnis, ein Tatsachendokument.

Das gerade im MIDAS Verlag erschienene Buch „Fotografie“ von David

Bate aus der Reihe „Art Essentials“ nimmt uns mit auf eine Reise zu den

Anfängen bis zum Heute. Auf über 170 Seiten werden Kunstströmungen

wie „Die Neue Sachlichkeit“, Konzeptkunst oder auch Piktorialismus

behandelt und Künstler*innen wie Nan Goldin werden gut verständlich und

informativ dargestellt. *rä

www.artessentials.de


BUCH

CINEMA

Mythos Hollywood

in der Kunst

Die Oscars mit ihrem

Glamour, die Stadt mit

ihren Stars und Skandalen, vor

allem aber die Filmkunst, die hier

erschaffen wird und weltweit

beflügelt. Der TASCHEN Verlag

in Köln und die Helmut Newton

Stiftung in Berlin widmen sich

dieses Jahr der Legende, die auch

schon Weltstars wie Amanda Lear

und Madonna inspirierte.

Am 2. Juni eröffnet die Ausstellung

der Helmut Newton Stiftung

„HOLLYWOOD“ mit einer Vernissage,

die Ausstellung ist bis zum 20.

November geöffnet. Gezeigt werden

Stars wie Liz Taylor, Judy Garland und

Marianne Faithfull, aber auch Kunst von

Künstler*innen wie Jens Liebchen, Eve

Arnold, Annie Leibovitz und natürlich

Helmut Newton.

Schon früher konnte man in Buchform

den Mythos ergründen, Jürgen Müller

präsentiert die Filme der Jahre 2011

– 2020. Mit dabei in dem Bildband „100

Filme der 2010er“ (19,6 x 25,5 cm, 2,77

kg, 880 Seiten) sind schwule Klassiker

wie „Moonlight“ und „Bohemian Rhapsody“

sowie Stars wie George MacKay

und Timothée Chalamet. *rä

www.helmutnewton.com,

www.taschen.com


BUCH

Wege zum Glück und Tipps, Trauer zu

überwinden. Zwei neue Bücher machen

Mut und geben Kraft an schweren Tagen.

Krieg in Europa, Jahre der Pandemie, der

Verlust geliebter Menschen oder Freunde,

Sorgen um den Arbeitsplatz. Viele Faktoren

können dazu führen, dass man sich

wie gelähmt vor Trauer, unglücklich und

einsam fühlt. Gerade erschienen sind zwei

Bücher, die sich zum einen mit der Trauer,

zum anderen mit den Wegen zum Glück

beschäftigen.

PSYCHOLOGIE

Das Glück, die Trauer und

die Lebensfreude

„endlich. Über Trauer reden“ von

Caroline Kraft und Susann Brückner,

den Macherinnen des gleichnamigen

erfolgreichen Podcasts, erscheint am 14.

März bei Goldmann und liest sich anders

als andere Bücher zum Thema Tod. „Uns

geht es um das Erkennen der Trauer in all

ihren seltsamen Erscheinungsformen, um

Funktionierenmüssen und Kapitulation,

echten Trost, um die Körperlichkeit der

Trauer, um Rituale und Sex“, wird vorab

verraten. So ist der Ton dann auch nicht

allzu pietätvoll, kirchlich oder betulich,

FOTO: ISTOCKPHOTO.COM/PHOTOSCHMIDT

nein, es werden ehrliche Worte gewählt

und praktische Tipps gegeben, die das

Loslassen und Verarbeiten leichter

machen. Beide Autorinnen mussten dies

schon: Susann Brückner verlor ihren Vater

und ihren Bruder durch Suizid, Caroline

Kraft, ausgebildete Sterbebegleiterin,

musste über den Tod des Ex-Freundes

hinwegkommen. endlich.cc

Natalie Jeanne Zonnekeins Buch „Komm

mit, wir gehen glücklich werden“ bietet

auch Rat und Lebenshilfe, allerdings ganz

anders, nicht von der Trauer ausgehend,

es geht um das Streben nach Glück – und

das mit ganz praktischen Denkanstößen

und Tipps in poppiger Aufmachung.

Schriftlich verrät der Verlag über das Buch

der studierten Psychologin und Yoga- und

Meditationslehrerin via E-Mail: „Es ist in

der heutigen von Wandlungen und Krisen

gezeichneten Welt nicht immer leicht zu

erkennen, was das eigene Glücklich-Sein

nun eigentlich genau ausmacht. Oft wird

die Suche von der Frage begleitet, wie man

nachhaltig die notwendigen Grundlagen

für das eigene Glück erschaffen kann.

Dieses Buch lädt ein, sich auf eine Reise

zum eigenen Glück zu begeben und das

eigene Glücks-Vermögen zu stärken.“

Natalie Jeanne Zonnekein betreibt ein

Meditationszentrum auf Korfu und

gibt dort und gibt Workshops und die

Möglichkeit zu spirituellen Ruhepausen in

der Natur. *rä

manto-corfu.com

KINDER

Zwei Regenbogenfamilien,

viel Hetze und ein Skandal

Kinder können glücklich in Regenbogenfamilien

aufwachsen oder bei Alleinerziehenden. Oder eben

bei heterosexuellen Paaren. Warum aber sorgt ein kindgerechtes

Buch über diese Möglichkeiten für einen Skandal?

FOTOS: LAWRENCE SCHIMEL, NORMUNDS BRASLIŅŠ

Nun, weil „Miscoda család!“ von Lawrence

Schimel und Elīna Brasliņa in Ungarn

erschienen ist, einem Land, dessen aktuelle

Regierung sich anscheinend auf einem

Kreuzzug gegen queere Lebenswelten

befindet. Irgendein Feindbild muss ja

sein, um von den eigentlichen Problemen

abzulenken. Hier war es der Umstand, dass

das Buch in zwei Geschichten einmal von

einem Mädchen mit zwei Vätern erzählt,

einmal von einem Jungen mit zwei Müttern.

Im Fokus steht übrigens nicht die homosexuelle

Liebe der Erziehenden, sondern zum

Beispiel die hellwache Katze Rosa und der

Familienhund, der den Teddy klaut …

Durch eine Crowdfundingaktion des

Projekt 100% MENSCH Verlages kann

dieses lustige gereimte Kinderbuch mit

dem Titel „Hundemüde & Hellwach“ nun

zweisprachig in Deutschland erscheinen,

auf Deutsch und auf Polnisch. „Für jedes

in Deutschland verkaufte Exemplar geht

eine polnische Version an die queere

Menschenrechtsorganisation Equality

Factory (Fabryka Równości) in Stuttgarts

polnischer Partnerstadt Łódź“, wird via

E-Mail vom in Stuttgart sitzenden Projekt

100% MENSCH verraten. *rä

www.100mensch.de


BILDBAND

Die Stadt des

Heiligen Franziskus

BUCH

Die legendäre Golden Gate Bridge,

Hippies, sichtbar schwules Leben

schon ab den späten 1960ern, pittoreske

viktorianische Häuser und eine malerische

Lage am Pazifik: San Francisco verzaubert

schon seit Generationen – und wurde

(deswegen) auch schon in vielen Liedern

besungen.

„San Francisco (Be Sure to Wear Flowers in

Your Hair)“ von Scott McKenzie ist so eine

Hymne. Oder „Fake Tales of San Francisco“

der Arctic Monkeys, „San Francisco (You’ve

Got Me)“ der Village People und „I Left My

Heart in San Francisco“ von Tony Bennett.

Auch in der Kunstwelt wurde die Stadt, die

Franz von Assisi (um 1180 – 1226) gewidmet

ist, unzählige Male inszeniert – und

ist jetzt gern genutzter Hintergrund bei

schnöden Selfies.

Wie es besser geht, zeigt das Buch „San

Francisco. Porträt einer Stadt“ von Autor

Richie Unterberger und Herausgeber Reuel

Golden, das beim TASCHEN Verlag erschienen

ist. Es macht mit Fotografien unter

anderem von Steve Schapiro, Minor White,

Daniel Nicoletta „Enchantra at the Castro Street Fair“ 1976

Dorothea Lange, Albert Watson, Robert

Frank, Garry Winogrand, Fred Herzog und

Ansel Adams die spannende und bewegte

Geschichte der im 18. Jahrhundert gegründeten

und Mitte des 19. Jahrhunderts

auch durch den kalifornischen Goldrausch

erblühten Stadt erfahrbar. *rä

„San Francisco. Porträt einer Stadt“,

www.taschen.com

WELCOME TO THE

ONESUITS CLUB

WWW.ONESUITSCLUB.DE

WWW.ONESUITSCLUB.DE


mode

bademode

hingucker am

strand

Bunt und von den 1990ern geküsst, so

präsentiert sich die hier vorgestellte

Swimwear von der Urlaubsinsel Gran

Canaria. Ein Sehnsuchtsort für viele, der

nicht nur für Feierfreuden steht, sondern

auch für Strand und Meer.

Und wie man sich da am besten kleidet,

siehst du hier bei den aktuellen Kollektionen

der beiden auf der Insel beheimateten

Modelabels Palmas und Chela Clo. 2022 kam

die „Gran Canaria Swimwear Fashion Week“

zur Fashion Week nach Berlin. Dazu verrät

Christiane Arp, die Vorsitzende des Fashion

Council Deutschland: „Grenzen überschreitende

Zusammenarbeit ist in der Modewelt von heute

von großer Bedeutung. Kooperationen auf

kreativer Ebene, aber auch in der Produktion,

sind überlebenswichtig für lokale Talente und

Hersteller im globalen Wettbewerb. Diese zu

fördern ist eines der wichtigsten Anliegen des

Fashion Council Germany. Die Partnerschaft mit

der Gran Canaria Swimwear Fashion Week, der

einzigen professionellen Runwayshow für Swimwear

in Europa, ist ein wichtiges Signal und ein Schritt in

die Zukunft, um den Austausch zwischen deutschen

und internationalen Designern zu unterstützen.“ *rä

www.chelaclo.com, www.palmaswim.com


mode

TREND

ONESUITS CLUB

Jumpsuits für Männer werden

immer beliebter. Nicht nur bei

Hipstern hat sich dieser bequeme Trend

mittlerweile durchgesetzt.

Noch kein Outfit für den Sommer?

Onesuits Club hat die Lösung! Die

Marke hat den Jumpsuit für IHN

entworfen. Für mehr Freiheit und

Spaß auf Festivals, auf privaten

Feiern mit Freunden oder im

Urlaub, sorgt dieser bequeme

Ganzkörperanzug mit kurzen

Armen und Beinen. Jumpsuits

wurden ursprünglich als

Einsatzkleider für Fallschirmjäger

entworfen, mittlerweile kommen sie

bei normalen Fallschirmsportlern zum

Einsatz. Die Einteiler sind praktisch, da sie

einfach anzuziehen sind und bei starkem

Wind optimalen Sitz garantieren. Zudem

sind sie sehr angenehm zu tragen, da

beispielsweise kein Hosenbund drücken

oder zerren kann.

www.onesuitsclub.de


Reise

GAY CRUISE 2023

VON FRANKREICH NACH ITALIEN

Die Spartacus Cruise wird

auch 2023 wieder in See

stechen und hat nach der Ägäis

und den Kanaren ein neues,

vielseitiges Fahrgebiet. Im wunderschönen

Frühsommermonat Mai geht es

die französische und italienische Küste

entlang. Die französische Küstenstadt

Marseille ist Abfahrts- und Endpunkt der

sieben Nächte dauernde Kreuzfahrt mit

zwei Insel-Stopps. Von hier kann man

als Vor- oder Nachprogramm noch eine

Verlängerung mit Besuch der Côte d`Azur

planen. Außerdem ist Marseille sowohl

mit dem Flugzeug als auch mit der Bahn

hervorragend zu erreichen.

Die Route im Detail:

■ 13. Mai Marseille

■ 14. Mai See-Tag

■ 15. Mai Elba

■ 16. Mai Rom

■ 17. Mai Livorno (Florenz)

■ 18. Mai Villefranche-sur-Mer (Nizza)

■ 19. Mai Korsika

■ 20. Mai Marseille

Diese Route kombiniert kulturhistorisch

herausragende Städte wie Rom und

Florenz mit genug Zeit für Tagesausflüge.

Den Charme der französischen Lebensart

vermitteln die pittoresken Häfen von

Portoferraio (Elba) und Calvi (Korsika). Hier

locken Bergdörfer mit Wanderungen und

Strände zum Schnorcheln. 2023 gibt es

neben den touristisch geprägten Ausflügen

auch Führungen mit lokalen Guides, die

spezielle Kenntnisse über die Geschichte

und Lebensweise der schwulen Community

vor Ort vermitteln. Wer lieber an Bord

bleiben möchte, kann auch wunderbar auf

dem FKK-Deck relaxen.

UMWELTFREUNDLICHES

BOUTIQUE-SCHIFF

Als Schiff steht wieder die umweltfreundliche

Vasco da Gama mit ihrer überschaubaren

Gästezahl von unter 1.000 Reisenden

zur Verfügung. Das Schiff wurde mit einer

neuen Antriebsanlage ausgestattet, die

nicht mit Schweröl betrieben wird. Die

Vasco besticht durch ihre zwei Pools, von

denen der größere mit einem verschließbaren

Glasdach versehen ist und somit bei

jedem Wetter genutzt werden kann. Auch

gastronomisch spielt die Vasco da Gama

in der Oberliga. Sie verfügt über drei À-lacarte-Restaurants,

von denen das asiatisch

ausgelegte „Fusion“ mit besonderer Liebe

zum Detail überzeugt. Dazu gehören auch

stilechte japanische Tische auf Bodenhöhe.

Aber auch das Buffet-Restaurant

Pantry sticht konzeptionell hervor. Es

erinnert eher an einen Food-Court mit

unterschiedlichen kulinarischen Stationen.

Dieser konzeptionelle Ansatz findet sich

auch bei den zahlreichen Bars wieder und

erreicht seinen Höhepunkt in der rundum

verglasten Aussichtslounge The Dome.

ENTERTAINMENT

Neben dem bordeigenen Showprogramm

werden wieder zahlreiche Highlights für

Begeisterung sorgen. Für die Bars und

Lounges sind kleine abwechslungsreiche

Acts wie Karaoke, Lesungen und Quiz, aber

auch Aufführungen von Instrumentalkünstlern

und Akrobaten vorgesehen. Übrigens

kann sich jeder in das bunte Programm

einbringen, indem er sich am Contest zur

Dekoration der Kabinentüren beteiligt.

Höhepunkt werden die Pool Games mit

der Wahl des Mr. Cruise am See-Tag sein.


Medienpartner:

MÄNNER.

UND MEER.

DEINE GAY CRUISE

13. – 20. Mai 2023

Marseille – Elba – Rom – Livorno –

Nizza – Korsika – Marseille

FRÜHBUCHER-

RABATT

bis 31. August 2022

Die Kandidaten müssen hier verschiedene sportliche

Herausforderungen meistern und sich im Mehrkampf fast

jugendfreien Spielen unterziehen.

Auf vielfachen Wunsch unserer Gäste werden die beliebten

Themenparties ausgeweitet, bei denen die Gäste ihrer

Fantasie für Kostüme freien Lauf lassen können. Sie beginnen

mit dem Ablegen des Schiffes am dreigeschossigen

Heckpool, der mit einer aufwendigen Licht- und Soundtechnik

ausgestattet wird. Als Themen stehen White, Drag,

Uniform, Disco, Sports, Kinky und Rainbow fest. Sollte die

Wetterlage eine Heckparty nicht zulassen, steht der DOME

Club auf Deck 12 zur Verfügung. Musikalisch reicht die

Auswahl von Clubsounds über House bis zu Techno z. B.

durch unseren Resident DJ Chris Bekker. Um auch den

Bedürfnissen der Erholung gerecht zu werden, kann man

seine Kabine in der Party- oder Ruhezone auswählen.

Buchungen sind unter www.spartacus.cruises bis August

mit einem Frühbucherrabatt von 10 % möglich, so dass die

Preise für Vollpension schon bei 98 EUR pro Tag starten.

www.spartacus.cruises


Gesellschaft

INTERVIEW

HELMUT

METZNER:

„Diesem Anliegen

von Diversität, von

Vielfalt, wieder ein

Haus geben“

FOTO: CARO KADATZ

Zehn Jahre führte Jörg Litwinschuh-Barthel

als Gründungsvorstand

die Geschicke der einzigen

queeren Bundesstiftung. Die Suche

nach eine*m/einer*r Nachfolger*in

dauerte einige Zeit, Anfang April gab

das Kuratorium über den Kuratoriumsvorsitz

im Bundesjustizministerium

ihn bekannt. Helmut Metzner

ist der zweite geschäftsführende

Vorstand der Bundesstiftung Magnus

Hirschfeld. Wir sprachen telefonisch

mit ihm.

Erhoffst Du dir durch deine guten

Kontakte in die Politik auch mehr

Unterstützung aus dem Bundestag?

Erwartest Du persönlich von dort

mehr?

Es geht darum, die Finanzbasis für die

Arbeitsfähigkeit der Stiftung zu verbessern.

Dafür muss ein breiterer Blickwinkel eingenommen

werden. Ich freue mich, dass die

Koalition bei der Antidiskriminierungsarbeit

viel vor hat und die Architektur dieser auch

weiterentwickeln will wie zum Beispiel

mit dem Queerbeauftragten, mit einem

nationalen Aktionsplan oder im Projekt

„Mehr Demokratie“. Die Frage ist, wie sich

die Stiftung in dieser Landschaft positioniert

und was dabei ihren spezifischen Mehrwert

ausmacht. Ich bin guter Hoffnung, dass

das Bewusstsein dafür vorhanden ist,

dennoch dürfen uns nicht nur auf dieses

Feld verlassen und müssen breiter schauen.

Was können andere Ebenen leisten, welcher

Beitrag aus Mitteln der Europäischen Union

zum Beispiel ist möglich. Wir sollten auch den

privatwirtschaftlichen Sektor adressieren.

Welcher Hebel könnte dort wirken?

Bei dem, was die Stifter seinerzeit auch

motiviert hat, spielte der Gedanke einer

kollektiven Wiedergutmachung eine Rolle.

Einer Wiedergutmachung für das zerstörte

Lebenswerk von Magnus Hirschfeld. Von

politischer Seite haben wir dazu inzwischen

allerhand gesehen. In der Wirtschaft gibt es

zwar auch einiges im Bereich der Corporate

Responsibility, aber ich glaube, dass muss

noch stärker adressiert werden. Ich meine

übrigens, dass wir da auch am positiven

Vorbild von Magnus Hirschfeld anschließen

können. Hirschfeld hat ja – für seine Zeit

unglaublich innovativ – mit wirtschaftlichen

Playern zusammengearbeitet, um seine

Arbeit und seine Projekt wie das Institut für

Sexualwissenschaften, wirtschaftlich zu

betreiben.

„Entscheidend ist das

Programm, das dabei

raus kommt.“

Seit einigen Jahren ist pink Marketing

ein Megatrend. Kaum eine Marke, die

keine Pride-Kollektion oder ein Logo

in Regenbogenfahnen zur CSD-Saison

hat. Wirst Du da auch anklopfen?

Ja, durchaus. Im Grunde sehe ich dabei

zwei Aufgaben: Die Stiftung muss das

Selbstbewusstsein der Community stärken

und das Verantwortungsbewusstsein der

Gesamtgesellschaft. entwickeln Wir müssen

Solidarität organisieren, besonders auch bei

denen, die vielleicht denken, „Was hab ich

denn mit Diversität zu tun?“ Ihnen müssen

wir klar machen, dass Angriffe auf die

Freiheit von sexuellen und geschlechtlichen

Minderheiten, dass Homo-, Bi-; Inter-und

Transphobie Angriffe auf die Mitte der

Gesellschaft sind und diese Realität sind. In

Frankreich stehen rechtsnationale Parteien

bei 30 Prozent, wir haben die AfD im Bundestag

und von Polen und Ungarn muss ich

hier wohl erst gar nicht anfangen. Kurzum:

Die Mitte muss sich behaupten. Das zeigt,

dass Investitionen in das Selbstverständnis

und das Selbstbewusstsein der offenen

Gesellschaft unabdingbar sind.

Mal frech gefragt: Willst Du etwas

anders machen, als Dein Vorgänger?

Darum geht es nicht. Es wäre doch

unklug und anmaßend, über die Köpfe der

Entscheidungsträger*innen und über die

Köpfe der Community hinweg so zu tun,

als habe man das Rezept zur Glückseligkeit

schon gefunden. Ich setze sehr auf einen

dialogischen Prozess. Hineinhören in die

Community und dann sehen, was wir dort

stärken können mit Blick auf die Aufgaben,

die die Satzung der Stiftung vorgibt: Das

ist einmal die Erinnerung an die Arbeit

von Magnus Hirschfeld, die Erforschung

dessen, was LSBTIQ*-Verfolgung in der

Vergangenheit bedeutet hat und vor allem

Aufklärung und Prävention, dass sich so

etwas nie wieder einstellen kann. Da sind

Gespräche und Austausch glaube ich erst

einmal die grundlegenden Werkzeuge. Erst

danach muss man dann schauen, was zum

Beispiel mit dem Bund und den Ländern

über Bildung und Ausbildung als Basis für

die Fähigkeit mit Heterogenität umgehen zu

können, geleistet werden kann. Das ist eine

spannende Aufgabe, bei der es nicht darum

geht, alles anders oder neu zu gestalten,

sondern Bewährtes zu erhalten, anderes kritisch

zu hinterfragen und aus allem im engen

Austausch das Beste abzuleiten. Denn: Die

Stiftung ist nur so stark, wie die Menschen,

die sie gemeinsam tragen und unterstützen.

*Interview: Christian Knuth

Wie Helmut Metzner auf Kritiken reagiert

und wo er die Stiftung in zehn Jahren

sieht, lest ihr im vollständigen Interview

auf männer.media!


GESUNDHEIT

Warum der/die

richtige Ärzt*in

so wichtig ist

Was gilt es bei der

Arztsuche für HIVpositive

Menschen

zu beachten?

NP-DE-HVU-ADVR-220003

Die Suche nach einem/r Ärzt*in,

der/die gut zu einem passt,

kann man im Allgemeinen

ziemlich gut mit der Suche

nach einem/r passenden Friseur*in vergleichen.

Man entscheidet sich dabei auch

nicht gleich für die erstbeste Möglichkeit,

sondern probiert erst einmal verschiedene

aus, bevor man eine langfristige Entscheidung

trifft.

Auch für HIV-positive Menschen

gestaltet sich die Arztsuche so, denn

wie bei Friseur*innen muss auch bei

HIV-Schwerpunktärzt*innen nicht nur

die Fachkompetenz stimmen, auch auf

der Beziehungsebene sollte eine gewisse

Sympathie vorhanden sein. Schließlich

werden regelmäßige Termine bei diesem/r

Ärzt*in nach einer HIV-Diagnose zu einem

Teil des Lebens, auch wenn die Abstände

dazwischen Monate betragen.

DIE „RICHTIGE“ WAHL TREFFEN

Bei der Arztwahl kann es für HIV-positive

Menschen hilfreich sein, sich Empfehlungen

aus dem Freundeskreis, von Bekannten

oder auch aus dem Internet einzuholen.

Manchmal hat man ja im eigenen Umfeld

HIV-positive Freund*innen, die selbst

eine/n Ärzt*in haben, mit dem/der sie sehr

zufrieden sind.

Bei der Wahl sind natürlich praktische

Aspekte wie Lage, Erreichbarkeit oder Dauer

der Anfahrt relevant. Es gibt Menschen,

die nehmen für den/die für sie „richtige/n“

Ärzt*in auch einen längeren Anfahrtsweg

in Kauf, obwohl die nächstgelegene Praxis

sogar direkt bei ihnen ums Eck wäre.

All das sind wichtige Punkte, die natürlich

auch in die Entscheidung mit einfließen.

Letztendlich ist es aber gut, wenn man sich

als HIV-positiver Mensch den/die Ärzt*in

aussucht, der/die vom eigenen Gefühl

her am besten zu einem passt und so die

persönlich „richtige“ Wahl ist.

OFFEN ÜBER DIE EIGENEN BEDÜRFNISSE

SPRECHEN

Wenn man den/die richtige/n

Schwerpunktärzt*in gefunden hat und

sich dort wirklich wohlfühlt, dann ist damit

bereits ein großer Schritt geschafft. Das

Wohlfühlen ist hierbei so wichtig, weil man

mit dem/r Ärzt*in offen über alles sprechen

können sollte. Wenn sich beispielsweise

im Leben die eigenen Bedürfnisse

ändern oder einen etwas bezüglich der

HIV-Therapie beschäftigt, dann ist er/sie die

erste Ansprechperson und sollte für alles ein

offenes Ohr haben.

Manche Menschen wünschen sich im Arztgespräch,

dass sie über all das, was sich in

ihrem persönlichen Alltag abspielt, sprechen

können. Andere wiederum möchten mit

ihrem/r Ärzt*in auch ganz selbstverständlich

über bestimmte Sorgen und Ängste

reden, die sie bewegen. Es gibt aber auch

Menschen, die einfach nur das Nötigste mit

ihrem/r Ärzt*in teilen und den regelmäßigen

Termin nur zum Check der Laborwerte und

dem Abholen der Rezepte wahrnehmen.

Hier gibt es weder richtig noch falsch.

SENSIBLE THEMEN ANSPRECHEN

Ein gutes Verhältnis zum/r Ärzt*in macht

es allerdings deutlich leichter, wenn es

um ganz persönliche Bedürfnisse und

Herausforderungen im Umgang mit der

HIV-Therapie oder auch um sehr sensible

und intime Themen geht.

Auch wenn ein Thema im ersten Moment

vielleicht unangenehm erscheint, kann

es wichtig sein, darüber ganz offen zu

sprechen – es gibt keinen Grund sich

zu schämen. Beispielsweise kann die

Einstellung zur eigenen Sexualität eines

dieser Themen sein. Vielleicht hat man

vor kurzem dem/r neuen Partner*in von

der HIV-Infektion erzählt und diese/r

hat nun Fragen, wie sich HIV auf das

gemeinsame Sexualleben auswirkt?

HIV-Schwerpunktärzt*innen können hier

wertvolle Hilfestellung leisten.

ÄRZT*INNEN KÖNNEN UNTERSTÜTZEN

Ein weiterer Vorteil einer guten Beziehung

und dem offenen Austausch mit dem/r

Ärzt*in ist, dass er/sie mit wertvollen Tipps

und konkreten Ansprechpartner*innen

unterstützen kann.

GEMEINSAM LÖSUNGEN FINDEN

Wenn man als HIV-positiver Mensch den/

die für sich richtige/n Ärzt*in gefunden

hat, fällt es leichter, Veränderungen im

Alltag oder Herausforderungen mit der

Therapie offen anzusprechen. So findet

man gemeinsam Lösungen und kann mit

dem/r Ärzt*in eine Therapie wählen, die am

besten zum eigenen Leben passt.

Weitere Infos sowie persönliche Geschichten

zum Leben mit HIV findest du

unter www.livlife.de.

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