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Blick ins neuen MINI-MAX-PLUS Mai 2022

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Heft 07 • Mai 2022

www.mini-max-plus.at

ab EUR 1,80

Schwebfliegen

Meister der Tarnung

I m

Wald

Sport im Freien

Gut für Körper und Geist

Mein MINI-MAX


INHALT

MINI-MAX-PLUS

Erscheinungstermine:

001 – Oktober 2021...... 20. Sep. 2021

002 – November 2021.... 3. Nov. 2021

003 – Dezember 2021.... 30. Nov. 2021

004 – Jänner/Feb. 2022.. 10. Jän. 2022

005 – März 2022......... 28. Feb. 2022

006 – April 2022. . . . . . . . . . 29. März 2022

007 – Mai 2022 .......... 2. Mai 2022

008 – Juni 2022 .......... 7. Juni 2022

INHALT


Liebe Lehrerinnen und Lehrer!

Liebe Schülerinnen und Schüler!

Unsere Natur ist einzigartig!

Endlich ist der April mit seinem wechselhaften Wetter zu Ende

gegangen, der Sommer kann kommen. Es gibt wohl kaum etwas

Schöneres, als nun seine Freizeit wieder draußen zu verbringen.

In unserer herrlichen Natur gibt es jetzt wieder jede Menge zu

erleben und zu beobachten. Bäume und Sträucher sind vollständig belaubt und betreiben

Photosynthese (Seite 12), im Wald ist das Leben nun wieder in vollem Gange

(Seite 24) und bei vielen Waldtieren gibt‘s Nachwuchs (Seite 18). Und das Beste ist: die

Bewegung im Freien macht Spaß und hält unseren Körper und Geist fit (Seite 30).

Viel Spaß mit dem neuen MINI-MAX-PLUS,

eure Editorin Christina Fritz

HOTLINE: 0664 / 54 26 112 • E-Mail: mini-max@aon.at • www.mini-max-plus.at


18

Wissen und Bildung

Sagen aus Österreich (H5P)............................5

Fauna: Schwebfliegen (AB) (H5P)....................6

Feiertage im Mai (AB) (H5P)............................9

Flora: Photosynthese (H5P)...........................12

Leben auf dem Mars (AB) (H5P) (AR).............14

Wieso? Weshalb? Warum? (H5P) ..................16

Was ist los im Revier? (H5P)..........................18

Tauerngold – auf den Spuren der

Goldsucher (AB) (H5P)...................................20

Europäischer Ziesel (H5P).............................22

Umwelt: Der Wald als Lebensraum (H5P)......24

Umwelt: Wieso landet Essen im Müll? (H5P)..26

24

Gesundheit und Sport

Sport: Agility (AB) (H5P).................................28

Spiel und Sport im Freien (H5P)....................30

Englisch

Mother‘s day!...............................................34

Poem: Mummy............................................34

Colour me in!...............................................35

Words: What are the four seasons

of the year? (AB) (H5P)..................................36

Words: Breakfast Time:

What do you have for breakfast? (H5P).........38

26 58

Mach mit!

Experiment: Tricksen wir die Schwerkraft aus!..40

Basteln: Geschenke für Mama und Papa......42

Arbeitsblätter (AB)........... 43 – 57

Rechnen macht Spaß (AB)............................43

Spiel und Spaß mit Sprache (AB) (H5P) .........53

Noch mehr Lesestoff

Haustier: Eine Katze zieht ein (AB) (H5P).......58

Reptilien und ihre Jungen (H5P)....................60

Geschichte: Rettet die Kaulquappen.............62

IMPRESSUM

• Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft MINI-MAX & Lemberger: MINI-MAX, Verein zur Förderung der Lesekompetenz von Schüler/inne/n (ZVR-Zahl: 783128097), Moosburger

Straße 40, 9201 Krumpendorf, E-Mail: mini-max@aon.at • Lemberger GmbH (Lemberger Publishing), Franz-Glaser-Gasse 10, 1170 Wien, E-Mail: office@lemberger.at

• Medieninhaber, Verlagsrechte sowie für den Inhalt des Printmediums verantwortlich: MINI-MAX • Verantwortlich für digitale Inhalte: Lemberger GmbH

• Druck: Druckerei Berger • Auflage: 3.000 Stk. • Titelfotos: Helge Heimburg MSc, Freepik• Erscheinung: monatlich (8 Ausgaben

pro Schuljahr, Jänner/Februar als Doppelnummer) • HOTLINE: 0664 / 54 26 112 • www.mini-max-plus.at

4

AB = Arbeitsblatt • H5P = Eduvidual • AR = Augmented Reality


Sagen aus ÖSTERREICH

aus DEM BUNDESLAND Kärnten

Die Tauben zu Tiffen

SAGEN

Scannen!

Fotos: wikimedia.org / CC-BY-SA: Asurnipal; Freepik

Dorf Tiffen (Bezirk Feldkirchen in Kärnten)

Vor mehreren hundert Jahren pilgerten jeden

Sommer Gläubige aus der Steiermark

nach Tiffen (einem kleinen Dorf nahe der Stadt

Feldkirchen in Kärnten), wo sie um Segen für die

Herbsternte beteten.

Die an der Prozession teilnehmenden Personen

übernachteten beim Tiffner Hof Rauchenwald,

dem einzigen Gasthof des Dorfes. Als alle im

Speisesaal zu Abend aßen, erblickte die Tochter

des Pflegers (Beamter des Erzbischofs), der dort

wohnte, einen schönen Burschen, in den sie sich

sofort verliebte. Der junge Bursche erwiderte ihre

Liebe jedoch nicht, da er zuhause schon einer

anderen Frau versprochen war.

Das Mädchen war wütend über die Zurückweisung

und beschloss, aus Rache, den goldenen Becher

ihres Vaters im Rucksack des Burschen zu

verstecken. Am nächsten Morgen suchte der

Pfleger diesen Becher und fragte seine Tochter,

ob sie wisse, wo er sei. Die Tochter antwortete

argwöhnisch, dass er doch einmal im Rucksack des

jungen Burschen nachsehen solle. Und so ließ der

Gasthof Tiffner Hof Rauchenwald

Pfleger den Rucksack des Burschen durchsuchen

und tatsächlich fand man dort den goldenen

Becher. Obwohl der Bursche seine Unschuld

beteuerte, wurde er verurteilt und gehängt.

Als die armen Eltern des Burschen erfuhren, was

geschehen war, machten sie sich sofort auf den

Weg nach Tiffen. Dort angekommen fanden sie

zu ihrem großen Erstaunen ihren Sohn lebend an

seiner Hinrichtungsstätte. Schnell eilten sie zum

Pfleger, der gerade beim Mittagessen saß, um ihn

zu bitten, dass er ihnen ihren Sohn überlassen

möge. Der Pfleger aber sprach unerbittlich: „Euer

Sohn ist genauso schuldig, wie diese Tauben hier

tot auf meinem Teller liegen.“

Doch daraufhin erhoben sich die

Tauben von seinem Teller und

flogen zum Fenster hinaus.

Der gläubige Mann sah dies

als ein Zeichen Gottes und gab

den jungen Burschen frei. So

konnten die Eltern mit ihrem Sohn wieder nach

Hause zurückkehren.

Quelle: Graber, Georg (1941): Sagen aus Kärnten.

5


TIERWELT

Scannen!

Alleine in

Österreich

gibt es 428

Schwebfliegenarten!

Schwebfliegen sind auch geschickte

Flieger und können, wie Kolibris, eine

Zeit lang schwerelos in der Luft „stehen“.

Einen Stachel besitzt jedoch keine einzige

Schwebfliege – daher kann man sie

bedenkenlos fangen und aus der Nähe

betrachten!

Fotos: Helge Heimburg MSc, Freepik

Genau hinschauen

Jedoch gibt es unter den Fliegen auch besondere

Familien und Arten, die uns Menschen sehr

nützlich sein können.

Die Schwebfliegen sind zum Beispiel solche

Fliegen. Auf den ersten Blick sehen manche Arten

– wegen ihrer gelbschwarzen Tarnfärbung und der

Gestalt ihres Körpers – aus wie Wespen. Wieder

andere besitzen einen dichten „Pelz“ und werden

oft mit Bienen verwechselt. Häufig kommt es

beispielsweise zu Verwechslungen zwischen der

großen Bienenschwebfliege (Eristalis tenax) und

der Honigbiene (Apis mellifera). Dabei kann man

diese zwei Arten leicht auseinanderhalten, würde

man zum Beispiel nur die Flügel zählen. Fliegen

haben generell 2 Flügel, wohingegen Bienen

immer 4 Flügel besitzen.

6 Herzlichen Dank an Helge Heimburg, MSc und Dr. Christian Wieser für diesen lehrreichen Beitrag!


Schwebfliegen

FAUNA

Geschickte Flieger und Meister der Tarnung

Die Natur erwacht

Langsam hält der Frühling in unserem

Land Einzug und mit den steigenden

Temperaturen erwacht die Natur zu

neuem Leben. Mit den ersten warmen

Sonnenstrahlen sind auch wieder

vermehrt Fliegen in unseren und rund

um unsere Häuser oder auf Wald und

Wiese unterwegs. Nur allzu oft sind

uns die kleinen Insekten lästig und

stören bei der Mahlzeit (Stubenfliege),

im Schwimmbad (Bremse) oder in der

Nacht (Gelse).

Manche Schwebfliegen besitzen einen dichten „Pelz“

und werden oft mit Bienen verwechselt.

Schwebfliegen

ernähren sich von

Pollen und Nektar.

Bestäuber

Schwebfliegen ernähren

sich, wie Bienen, von Pollen

und Nektar. Dabei müssen

sie bei der Nahrungssuche

von Blüte zu Blüte schweben

und helfen somit bei der

Bestäubung von Pflanzen.

In manchen Ländern

werden Schwebfliegen

beispielsweise für die

Bestäubung von großen

Erdbeerfeldern eingesetzt. Ist

die Bestäubung der Pflanzen

erfolgreich, können wir schon

im Juni die ersten süßen und

saftigen Erdbeeren ernten.

LANDESMUSEUM - RUDOLFINUM KÄRNTEN • www.landesmuseum.ktn.gv.at

7


fauna

Schwebfliegen

8

Blattlausfresser

Ein Großteil der Schwebfliegenlarven

hat kleine Blattläuse zum Fressen gern!

Vielleicht habt ihr mit euren Eltern

schon einmal selber Holundersaft

gemacht? Auf den Blüten oder an den

Stängeln der Blätter des Holunders

sitzen oft kleine schwarze Insekten.

Die müssen dann, bevor man den

Saft mit Zuckerwasser ansetzt,

abgewaschen werden. Wenn genügend

Schwebfliegen im Garten leben, können

die Schwebfliegenlarven die Blattläuse

mühelos auffressen und sorgen so

dafür, dass die Pflanzenschädlinge nicht

zur Plage werden. Sie helfen also bei der

biologischen Schädlingsbekämpfung!

Somit müssen weniger Umweltgifte

wie Spritzmittel in der Landschaft

ausgebracht werden.

Schwebfliegen haben keinen Stachel!

Schwebfliegen helfen bei der biologischen Schädlingsbekämpfung,

weil deren Larven z. B. Blattläuse fressen.

Fotos: Helge Heimburg MSc, Freepik

Schwebfliegen

Wissenschaftlicher Name: Syrphidae

Farbe: Körper gelbschwarz gestreift

bis völlig schwarz oder braun

Größe: von 4 mm bis 24 mm

Nahrung: Erwachsene Tiere fressen Pollen und Nektar;

Larven fressen Blattläuse, filtern Mikroorganismen aus

dem Wasser oder leben parasitisch (sie nutzen einen

Wirt zum eigenen einseitigen Vorteil aus).

Aktivität: Schwebfliegen überwintern je nach Art

als erwachsenes Tier, Larve/Puppe oder Ei.

Manche Arten können auch an warmen

Wintertagen beobachtet werden.

Gefährdung: Von manchen Schwebfliegenarten weiß

man, dass sie bereits ausgestorben sind. Keine der

428 Arten, die in Österreich bekannt sind, stehen unter

Schutz. Größte Gefahr: Lebensraumverlust!


Tag der Arbeit

Feiertage

Von Dr. Maren Kreutler

Arbeitsblatt

Seite 47

1Mai

Früher mussten die Arbeiter

meist lange in dunklen

Fabriken schwere Tätigkeiten

verrichten.

Stelle dir vor, du müsstest den ganzen Tag in einer

dunklen Fabrik schwere Arbeiten verrichten. „Ich bin

doch noch ein Kind – das ist verboten!“, denkst du dir. Stimmt!

Heute ist es in Österreich und vielen anderen Ländern nicht mehr erlaubt,

dass Kinder arbeiten, und auch zum Schutz der Erwachsenen gibt es

Gesetze, die alle befolgen müssen. Vor über 100 Jahren war das anders.

Scannen!

Ursprung der Arbeiterbewegung in den USA

Früher waren die Bedingungen, unter denen viele Menschen arbeiten mussten, sehr

schlecht. Sie arbeiteten lange an lauten Maschinen, bekamen nur einen geringen

Lohn und viele verletzten sich während ihrer schwierigen Arbeit oder wurden durch sie

krank. Um ihre Situation zu verbessern, entschieden sich bereits 1886 viele Arbeiter

in Chicago (eine Großstadt im Osten der USA) zu streiken, also nicht zur Arbeit

zu gehen. Sie versammelten sich auf Plätzen, um für bessere Arbeitsbedingungen

einzutreten. Als die Polizei eingriff und versuchte, die Versammlungen zu beenden,

kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, infolge derer Menschen starben.

Fotos: wikimedia.org/CC-BY-SA: Bundesarchiv, Illner; pixabay

Internationaler Arbeiterkongress

Auch die Menschen in Europa litten unter den

schlechten Arbeitsbedingungen. Im Juli 1889 fand

daher der Internationale Arbeiterkongress in

Paris (Hauptstadt von Frankreich) statt, an dem

400 Vertreter von Parteien und Gewerkschaften

teilnahmen (eine Gewerkschaft vertritt die Interessen

von Arbeitern und Angestellten).

Auf diesem wurde beschlossen, dass am 1. Mai 1890

auch bei uns alle Arbeiter streiken und stattdessen auf

ihre Situation aufmerksam machen sollten. Dank des

mutigen Einsatzes der Arbeiter damals haben sich die

Arbeitsbedingungen in den vergangenen 100 Jahren

enorm verbessert. Es gibt zum Beispiel Gesetze, die

regeln, wie lange Menschen maximal arbeiten dürfen.

Außerdem wurden Bestimmungen eingeführt, durch

die sie vor gesundheitlichen Gefahren am Arbeitsplatz

geschützt sind und die ihnen ermöglichen, zu Hause

zu bleiben, wenn sie selbst oder auch ihre Kinder

krank werden.

Brauchtum zum 1. Mai

Seit dieser Zeit galt der 1. Mai in Europa als

„Kampftag der Arbeiterbewegung“. Bis heute ist er

ein gesetzlicher Feiertag, an dem die Menschen frei

haben. Viele gehen schon am Vorabend zum „Tanz in

den Mai“, um den neuen Monat mit einem fröhlichen

Fest zu begrüßen. Eine jahrhundertealte Tradition

besteht im Aufstellen des Maibaums. Dieser Brauch

ist in Österreich bereits seit dem 16.

Jahrhundert bekannt. Der Maibaum

als Fruchtbarkeitssymbol soll für eine

gute Ernte sorgen. Rund um den

Maibaum finden am 1. Mai vielerorts

Familienfeste statt. Einige beweisen

beim „Maibaumkraxln“, wie gut sie

klettern können. Außerdem laden

Ponyreiten, lustige Ringelspiele und

Musik dazu ein, den Tag zusammen

mit Familie und Freunden im Freien

zu verbringen.

Herzlichen Dank an Verena Franco-Mischitz, BA, von der Gewerkschaft GPA für die wertvolle Zusammenarbeit zu diesem Beitrag!

9


FLORA

Pflanzen betreiben

„Photosynthese“. Und

dieser Vorgang ist extrem

wichtig für unser Leben

auf der Erde. Denn

ohne ihn würde es

uns Menschen und die

meisten anderen (Land-)

Lebewesen auf unserem

Planeten gar nicht geben!

Photosynthese

Blaualgen

Schon am Anfang, vor 4 ½ Milliarden Jahren,

als unser Planet entstand, war Sauerstoff da;

aber nicht zum Atmen, sondern in gebundener

Form, wie beispielsweise in Wasser.

Dann – vor etwa 2 Milliarden Jahren –

entstanden Cyanobakterien (Blaualgen) und

begannen mit der Photosynthese. Das war der

Beginn der Atemluft auf unserer Erde.

Ein schwieriges Wort

Das Wort „Photosynthese“ kommt von den

altgriechischen Wörtern „phos“ (= Licht)

und „synthesis“ (= zusammensetzen). Bei

der Photosynthese wird also etwas mit Hilfe

von Licht zusammengesetzt.

Das Foto zeigt

ein aus Algen

aufgebautes

Gestein, das

etwa 1 Milliarde

Jahre alt ist.

Dieser große

Fluss ist voll

mit Blaualgen.

Für die „Photosynthese“ braucht

die Pflanze Sonnenlicht, Wasser

und Kohlendioxid.

Sonnenlicht liefert die nötige Energie und

so können Wasser und Kohlendioxid zu

TRAUBENZUCKER und SAUERSTOFF

umgewandelt werden.

Den Traubenzucker braucht die Pflanze

und den Sauerstoff gibt sie an die Luft

ab. (Pflanzen atmen auch! Aber sie

verbrauchen viel, viel weniger Sauerstoff,

als sie herstellen.)

12

Herzlichen Dank an Dr. Roland Eberwein vom Kärntner Botanikzentrum!


Wovon leben Pflanzen?

Pflanzen holen sich aus dem Boden Wasser und

Nährstoffe, aber sie brauchen noch mehr: und

zwar den bei der Photosynthese entstehenden

Traubenzucker. Er ist der Baustoff für die

Pflanzenzellen, das heißt: aus ihm wird überhaupt

erst der Körper der Pflanze aufgebaut.

Pflanzenwelt

Scannen!

Müssen die Blätter grün sein?

Nur Pflanzen mit „Chlorophyll“ (= grüner

Pflanzenfarbstoff) können Photosynthese

betreiben. Wie sieht das aber bei roten Blättern

aus, wie z. B. bei Blutbuche oder Ahorn – können

die dann keine Photosynthese betreiben?

Doch! Diese Pflanzen haben auch Chlorophyll

in ihren Blättern, allerdings überdeckt der rote

Pflanzenfarbstoff den grünen (das Chlorophyll).

Das Rot dient als Filter, der weniger Licht

durchlässt. Daher haben manche bunten

Pflanzenzüchtungen den Nachteil, dass sie zum

Gedeihen mehr Licht benötigen. In der Wüste

oder auf Bergen, wo die Sonneneinstrahlung sehr

stark ist, sind Filter jedoch wichtig, denn durch

zu viel Licht können Pflanzen auch geschädigt

werden.

In Tropenwäldern kommt es häufig zu so

genannten „Laubausschüttungen“, wie oben auf

diesem Zimtbaum. So nennt man das schlagartige

Wachsen von Trieben mit Blättern und Zweigen.

Die frischen Triebe sind anfangs noch extrem zart

und rötlich, da Stützgewebe und Blattgrün um

einiges langsamer gebildet werden.

Wichtig für unser ganzes Leben!

Wenn wir Pflanzen essen, ernähren wir uns

von den vielen Produkten, die die Pflanze

aus dem Traubenzucker herstellt, der bei der

Photosynthese entsteht. Ohne Photosynthese

hätten wir also nicht nur keinen Sauerstoff zum

Atmen, sondern auch nichts zu essen. Und wie ist

das mit Fleisch? Auch Fleisch könnten wir keines

essen, denn auch die Tiere leben ja nur, weil sie

sich von Pflanzen ernähren können.

Auch Pflanzen mit roten Blättern – wie dieser

rote Salat – haben Chlorophyll (Blattgrün)

in ihren Blättern, das aber vom roten

Pflanzenfarbstoff überdeckt wird.

Fotos: Dr. Roland Eberwein, Freepik

LANDESMUSEUM - RUDOLFINUM KÄRNTEN • www.landesmuseum.ktn.gv.at

13


WISSEN

Von Chiara Raunig Arbeitsblatt

Arbeitsblatt

Seite 45

Scannen!

Mars

Der Traum vom Leben

auf dem roten Planeten

14

Der Mars wird wegen

seiner rötlichen Farbe

auch roter Planet genannt.

Der rote Planet

Der Mars ist unser Nachbar und etwa halb so groß

wie die Erde. Er ist ein Wüstenplanet und seine

Oberfläche ist mit Staub und Steinen bedeckt. Der

Mars leuchtet orange-rötlich: Für die grelle Farbe

sorgt Eisenoxid, also Rost im Wüstengestein.

Durch die größere Entfernung von der Sonne ist

es dort auch kälter: Etwa –63 Grad, wobei bis zu

–120 Grad möglich sind. Wir wiegen auch nur ein

Drittel unseres Gewichtes, weil die Schwerkraft

viel geringer ist. Es gibt zahlreiche Sonnenstürme

und Meteoriteneinschläge, aber

keine Pflanzen und somit

keine Luft zum Atmen.

Trotzdem möchten

Weltraumorganisationen

wie die NASA bald

Menschen dorthin

schicken.

Der Mars ist wie eine große karge

Wüste von Staub und Steinen bedeckt.

Schon lange ist es ein großer Traum der

Menschheit, den Weltraum zu erobern. Einige

Wissenschaftler schmieden bereits eifrige

Pläne, den Mars zu besiedeln. „Unsinn!“ wirst

du sicherlich denken. Immerhin gleicht der

Mars mehr einer kargen und tödlichen Wüste.

Wir zeigen dir, wie die Weltraumforschung es

trotzdem schaffen möchte!

Ohne Raumanzüge könnte der Mensch

auf dem Mars niemals überleben.

Wusstest du, dass

Marsfahrzeuge auf dem

roten Planeten herumfahren?

Sie suchen z. B. nach Wasser oder

Spuren von Leben, das es

einmal auf dem Mars

gegeben haben soll.


Von der Rakete bis zur Landung

Eine Raumfahrt zum Mars und wieder zurück zu unserem Heimplaneten dauert

bis zu 3 Jahre! Jede Reise ist sehr gefährlich und eine Rakete verbraucht

jede Menge Treibstoff. Dieser würde zwar für einen Hinflug ausreichen, vom

Mars wieder wegzukommen wäre aber ohne neuen Treibstoff fast unmöglich.

Natürlich gibt es keine Tankstellen im All, weshalb unbemannte Raumschiffe

(ohne Personen) vorausgeschickt werden sollen. Diese haben dann die Aufgabe,

mithilfe von Robotern riesige Kraftwerke auf dem Mars zu errichten. Damit

könnte man eigenen Kraftstoff erzeugen oder sogar versuchen, den Planeten

künstlich aufzuheizen. Auf dem Mars gibt es nämlich gefrorenes Wasser, das

so zum Schmelzen gebracht werden könnte. Die Wissenschaft hat sogar schon

überlegt, Pflanzen oder Algen anzubauen, um durch Photosynthese (Prozess, bei

dem Pflanzen Sauerstoff erzeugen) eine dickere Atmosphäre (Lufthülle um einen

Planeten) zu erzeugen. Das würde aber einige Tausend Jahre dauern.

Weltraum

So ungefähr stellt sich die NASA eine

Siedlung auf den Mars vor.

Foto: freepik, pixabay, wikimedia: NASA

Moderne technische

Erfindungen könnten

den Menschen dabei

helfen, den Mars zu

besiedeln.

Danke an Kurt Anetzhuber von

der Astronomischen Vereinigung

Kärnten für die Zusammenarbeit

an diesem Beitrag!

Leben auf dem Mars

Angenommen, wir schaffen es auf den Mars, gibt

es dort viele Herausforderungen für die Menschen.

Nicht nur Kälte, sondern auch starke Strahlung (von

unserer Sonne, der Milchstraße oder anderen fernen

Galaxien) sind ein Problem. Der Mars hat nämlich

kein starkes Magnetfeld wie die Erde, welches

diese kosmische Strahlung aufhält. Raumanzüge

sind daher Pflicht. Um zu überleben, müssten

Astronauten Sonnenkollektoren (dadurch kann

mit der Sonne Strom erzeugt werden) aufstellen

und luftgefüllte Wohnräume aufbauen, die

gleichzeitig Strahlung und Sandstürme abhalten.

Zudem müssten sie Wasser beschaffen und in

speziellen Gewächshäusern Gemüse für Nahrung

anbauen sowie Pflanzen, damit sie Luft zum Atmen

haben. Ein größeres Problem könnten die fehlenden

Materialen sein: Für die Wasseraufbereitung,

Abfallentsorgung oder Wartungsarbeiten kann

nicht einfach eine Rakete gestartet werden.

Man darf aber auch nicht vergessen, dass

eine solche Mission sehr viel Geld kostet.

Bis wir zu Marsianern werden, dauert es

vermutlich noch eine ganze Weile!

15


Wissen

Was ist die „Poleposition“?

Beim Formel-1-Rennen wollen alle Fahrer

von der Poleposition aus starten, denn das

ist der vorderste Startplatz. Dafür muss

man beim so genannten Qualifying, einer Art

Training vor dem Rennen, die schnellste Runde

fahren. Fahrer

und Mechaniker

besprechen

deshalb jede der

Runden ganz

genau.

Warum werden manche

Tierkinder getragen?

Eine Welt ohne Insekten?

Scannen!

Wie wird Reis angebaut?

Aus Reiskörnern werden kleine Pflänzchen

vorgezogen, die in die mit Wasser

überfluteten Felder gesetzt werden. Nach

drei bis vier Monaten werden die Pflanzen

allmählich gelb. Nun sind sie reif! Das Wasser

wird aus den Feldern abgelassen, dann wird

geerntet. Aus den Halmen werden die Körner

herausgeschlagen und getrocknet.

16


Was ist ein Säugetier?

Fotos: Freepik, wikimedia.org / CC-BY-SA: diekid, Per Harald Olsen

Welches ist das

größte Tierbaby?

Was ist hier los?

Kuckuckseltern haben keinen

Nestbauinstinkt. Deshalb

legt das Weibchen sein Ei

in ein fremdes Nest. Ist das Kuckucksjunge

ausgeschlüpft, wirft es die anderen Eier hinaus.

Die Wirtseltern halten den Kuckuck für ihr Junges

und füttern ihn sogar noch, wenn er schon viel

größer ist als sie selbst.

Was passiert zu Hause, in der Stadt,

in der Natur, am Himmel,

in der Geschichte?

Die Ravensburger Buchreihe

„Wieso? Weshalb? Warum?“ nimmt

euch mit auf eine spannende Reise

in die Welt des Wissens.

„Tiere und ihre Kinder“, kostet: 15,50 Euro

ISBN: 978-3-473-32743-0, www.ravensburger.de

17


Wissen

Lebensmittelabfälle vermeiden!

Wir Menschen verbrauchen viel Wasser, Energie

und Boden, um unsere Nahrungsmittel zu

erzeugen. Außerdem wird unberührte Natur

zerstört, um neues Ackerland zu gewinnen und

darauf noch mehr Nahrung anbauen zu können.

Wird Essen weggeworfen, werden auch diese

Ressourcen verschwendet.

Mehr als ein Fünftel der Treibhausgase in

Österreich ist auf die Herstellung unserer

Nahrungsmittel zurückzuführen.

Wieso landet

ESSEN im

MÜLL?

Wo geht Essen verloren?

Viele Lebensmittel werden schon auf

dem Feld aussortiert, weil sie etwas

zu klein oder zu krumm sind. Auch

bei der Lagerung, der Verarbeitung

und beim Transport geht jede Menge

Essen verloren.

Dabei leiden mehr als 800 Millionen

Menschen auf der Welt Hunger!

Weltweit geht etwa ein Drittel der

Lebensmittel auf dem Weg vom

Feld zum Teller verloren.

Hier siehst du, wo diese vielen

Nahrungsmittel verloren gehen:

Wie viel wird weggeworfen?

Rund 30 % der Lebensmittelabfälle, die im Restund

Biomüll gefunden werden, sind vermeidbar,

weil sie beim Wegwerfen oder bei rechtzeitiger

Verwendung noch uneingeschränkt genießbar

gewesen wären.

Durchschnittlich wirft jeder österreichische

Haushalt im Jahr 40 kg genussfähige

Lebensmittel im Wert von 300 Euro weg.

Wir Menschen in Österreich kaufen etwa 10 % mehr

Lebensmittel ein, als wir verbrauchen. Dabei essen

viele von uns auch noch viel zu viel. Die meisten

Menschen müssten also deutlich weniger einkaufen,

um gesund und umweltfreundlich zu leben.

Bei der ERNTE

gehen kaputt oder

bleiben am Feld

liegen: 8 %

Durch falsche

LAGERUNG und

TRANSPORT gehen

verloren: 8 %

Bei der

VERARBEITUNG

zu Säften und

Konserven: 1,5 %

Ablauf MINDEST-

HALTBARKEITS-

DATUM im

Geschäft: 4 %

In HAUSHALT und

RESTAURANTS

werden nicht

gegessen: 11,5 %

Fotos: Land Kärnten Klimaheft, Freepik

26


Jeder von uns sollte

etwas dagegen tun!

Unsere Gewohnheiten zu verändern,

fällt schwer, aber durch eine Verbesserung

unseres Einkaufs- und Konsumverhaltens

könnte der Lebensmittelverbrauch um

mindestens 10 % verringert werden.

Scannen!

Umwelt

Daher geben wir dir im Folgenden

wertvolle Tipps zur Vermeidung von

Lebensmittelabfällen!

Tipps für das Einkaufen:

• Vor dem Einkauf planen, was in den

nächsten Tagen gegessen wird,

• einen Einkaufszettel schreiben,

• nur einkaufen gehen, wenn man satt ist,

• regionale (aus der Region stammende)

und saisonale (was zu dem Zeitpunkt

gerade wächst) Produkte wählen,

• nicht zu große Portionen kaufen,

• auch Obst oder Gemüse mit kleinen

Schönheitsfehlern (blass, krumm, fleckig)

nehmen.

Tipps für Zuhause:

• In Kühlschrank und Speisekammer die

älteren Lebensmittel nach vorne stellen.

• Nicht gleich wegwerfen:

Die meisten Lebensmittel tragen ein

Mindesthaltbarkeitsdatum. Viele Produkte

sind nach diesem Tag aber immer noch

einwandfrei. Das können wir anhand von

Geruch, Geschmack und Aussehen leicht

feststellen.

• Regelmäßig „Restlessen“ kochen.

• Öfter auf Fleisch verzichten:

Wenn jeder Mensch in Österreich an einem

Tag in der Woche auf Fleisch verzichten

würde, ließen sich im Jahr 70.000 Tonnen

Fleisch einsparen.

• Essen spenden:

Viele Vereine retten Lebensmittel vor

der Mülltonne. Beim so genannten

„Foodsharing“ kann jeder überschüssige

Lebensmittel tauschen und verschenken.

Herzlichen Dank an Mag. Julia Oberauer für ihre wertvolle

Unterstützung zu diesem Beitrag!

27


Words

Breakfast Time: What do

a loaf of bread

a slice of bread

a pack of milk

a bowl of porridge

bread rolls / cobs / baps

a cup of cocoa / tea

/ coffee

a block of cheese

a slice of toast

a block of butter

a jar of jam

38

a packet of cereal

a leg of ham

a glass of orange juice


you have for breakfast?

Words

Scannen!

a jar of honey

fried eggs

scrambled eggs

a slice of cucumber

a croissant

a tomatoe

a yoghurt

fruit

pancakes

What do you have

for breakfast?

Draw it on the plate

or in the bowl

and in the glass!

39


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Admiral

Naschender Edelfalter

Meister der Tarnung

I m

W a l d

Tausende Tomaten

Unglaubliche Vielfalt

Harvest Time is

Sport im Freien

Gut für Körper und Geist

Ke r n b e i ß e r

König unter den Finken

Haselnüsse

Beliebt bei Mensch und Tier

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Heft 04 • Jän./Feb. 2022

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Hat Ihnen dieser kurze Blick in

unser 64-Seiten umfassendes

MINI-MAX-PLUS

Magazin

gefallen, dann würden wir uns freuen,

wenn Sie es für Ihre Schülerinnen

und Schüler zur Förderung der

Lesekompetenz wählen.

Tauben

Ganz erstaunliche Vögel

Ungleichheit

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K r o k u s s e

Erste Frühjahrsblüher

Osterglocken

Beliebte Frühlingsboten

ISS Raumstation

Leben im Weltraum

REITEN

Frohe Ostern!

Spielideen und Rezept

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