Der Harz_05_22_I

Harzdruckerei

Schutzgebühr 2,00 E | Ausgabe 05_2022

Jahreshauptversammlung

Seite 4/5

Windparks künftig

auf dem Harz?

Seite 11

Vogelstimmenwanderung

Seite 14

www.harzklub.de


SCHLOSS

scHlOss

NEUENBURG

nEuEnBurg

kultur KULTUR

stiftung STIFTUNG

SACHSEN-

ANHALT

Glanzvolles Zentrum

höfischer Kultur

Hoch über der Winzerstadt Freyburg liegt das

Schloss Neuenburg, flankiert vom mächtigen

Bergfried „Dicker Wilhelm“. Die Anlage wurde

um 1090 durch Ludwig den Springer gegründet

und unter den Landgrafen von Thüringen prachtvoll

ausgebaut. Architektonisches Kleinod ist die

romanische Doppelkapelle mit ihrer herausragenden

Ornamentik. Um 1230 war die Neuenburg

bereits dreimal so groß wie die Wartburg und ein

glanzvolles Zentrum höfischer Kultur. Hier vollendete

Heinrich von Veldeke mit dem „Eneasroman“

das erste höfische Versepos in mittelhochdeutscher

Sprache.

Heute ist die Neuenburg ein beliebtes Ausflugsziel.

Sie bietet einen atemberaubenden Ausblick

über das Unstrut-Tal und modern präsentierte

Ein blicke in die Bau­ und Herrschaftsgeschichte.

Darüber hinaus gibt es ein Weinmuseum, ein

Uhren museum und für die kleinen Edelfräulein und

Ritter die „Kinderkemenate“. Besuchermagneten

sind auch das beliebte Mittelalter-Burg-Fest und

das internationale Festival der mittelalterlichen

Musik „montalbâne“.

www.schloss-neuenburg.de

Schloss Neuenburg | Schloss 1 | 06632 Freyburg (Unstrut)

Foto: Janos Stekovics

www.kulturstiftung-st.de


EDITORIAL

Impressum

Herausgeber:

Der Harzklub e.V.

Heimat-, Wander- und

Naturschutzbund

Am Alten Bahnhof 5a

38678 Clausthal-Zellerfeld

Telefon 05323 81758

info@harzklub.de

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Redaktion:

Christoph Steingaß (CS)

Redaktionskollegium:

David Rügner (Hauptpressewart),

Christine Eggers (stellv. Hauptpressewartin),

Michael Rudolph

(stellv. Hauptpressewart), Marion

Schmidt (Hauptschriftwartin), Klaus

Dumeier (stellv. Präsident).

Beiträge, die nicht ausdrücklich

als Stellungnahme der genannten

Institutionen gekennzeichnet sind,

stellen die persönliche Meinung

des Verfassers dar. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte und Fotos

übernimmt der Verlag keine Gewähr.

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gestattet.

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DER HARZ erscheint Anfang des Monats.

Jahresabonnementpreis: 31,57

€ inkl. Versandkosten und

7 % MwSt. Zeitung ist kündbar bis

30. September des laufenden Jahres

für das Folgejahr.

Foto Titelseite:

Aurorafalter bei der Paarung

Foto: Otto Unruh

Liebe Freundinnen und Freunde des Harzklubs,

endlich wieder eine Jahreshauptversammlung des Harzklubs in Präsenz. Alles (fast) wie

früher? Mitnichten. Die Covid-19-Pandemie hat viel verändert. Und sie hat, das steht fest,

Entwicklungen beim Harzklub beschleunigt. Nicht an jeder Stelle Veränderungen zum Guten,

wie ich anfügen möchte.

Was ich meine? Nun, die Anzahl von Zweigvereinen und die Anzahl unserer Mitglieder verringert

sich weiter. Und das wird sich mittelfristig auch auf die finanzielle Leistungsfähigkeit

und die (hauptamtlichen) Strukturen unseres Harzklubs auswirken. Es gilt, bei Zeiten – in

guten Zeiten – die richtigen Antworten auf Zukunftsfragen zu geben. Der Hauptvorstand

arbeitet daran.

Wir haben in den vergangenen Monaten viel über Systemrelevanz gehört. Erinnern Sie sich?

Zunächst waren Ärzte systemrelevant, dann die Menschen aus den Pflege- und Heilberufen,

Polizei und Feuerwehr. Es folgten Menschen aus dem Einzelhandel, sofern es Grundversorgung

betraf.

Mir wurde dabei zu oft vergessen, dass unsere Gesellschaft insbesondere von Frauen und

Männern getragen wird, die unser Land auf ehrenamtlicher Basis tragen, ihr Umfeld vor

Ort gestalten. Diese Menschen bereichern nicht nur sich selbst, sondern unser aller Leben!

Systemrelevant waren und sind diejenigen Menschen, die das ehrenamtliche Fundament

der Gesellschaft darstellen. Dazu gehören auch alle engagierten Harzklub-Mitglieder.

Und nicht vergessen sollten wir, dass der Rahmen für diese wichtige ehrenamtliche Arbeit

durch Vereine gegeben wird. Vereine wie der Harzklub tragen das ehrenamtliche Gerüst

unseres Landes, das wir alle für so selbstverständlich halten.

Systemrelevanz bezieht sich nicht nur auf die Covid-Pandemie oder einen Krisenfall. Systemrelevanz

darf und muss auch im „Normalbetrieb“ gelten und wertgeschätzt werden.

Systemrelevant sind nicht nur touristische Betriebe und Hoteliers; Systemrelevanz im Harz

hat der Harzklub mit seinen Mitgliedern!

Viel Freude bei der Lektüre!

Oliver Junk

Präsident des Harzklub e.V.

INHALT

Jahreshauptversammlung Harzklub e.V. 4 – 5

Förderanträge für Umweltprojekte 5

Die Schwarzwälder Tränke am Dittmarsberg 6 – 7

Seit 35 Jahren zu Fuß auf Wanderschaft 7

Straße in St. Andreasberg nach Walter Eckold benannt 8 – 9

23 Informationtafeln im neuen Glanz 10

Natur- und UNESCO-Geopark: Kartenspiele für Viertklässler 10

Windparks künftig auf dem Harz? 11

Letzte aktive Harzer „Mallet“-Dampflok geht in den Ruhestand 12

LieblingsHarz – Dein schönster Harzmoment 13

Vogelstimmenwanderung im Wernigeröder Zwölfmorgental 14

2.000 € für ukrainische Flüchtlinge 15

Abt-Fabricius-Weg bekommt wieder Ruhebänke 15

Wiederansiedlung des Luchses im Harz

Rückblick, Sachstand, aktuelle Herausforderungen und Ziele 16 – 17

Köhlerhütte, Brunnen und Backhaus in Neuhof 18

Jahreshauptversammlung Zweigverein Thale 19

Geführte Wanderungen im Mai/Juni 2022 20 – 21

05 | 2022

3


HARZKLUB

Hybride Jahreshauptversammlung fand am 23. April 2022 in St. Andreasberg statt

Harzklub e.V. bleibt erste Adresse

für das Wandern im Harz

Harzklubpräsident Dr. Junk und Hauptvorstand

Der Harzklub e.V. ist und bleibt die erste

Adresse im Harz, wenn es um das Wandern

geht.“ betonte Präsident Dr. Oliver

Junk in seiner Rede zur Jahreshauptversammlung

2022 in St. Andreasberg. „Der

Harzklub hat seit 135 Jahren die umfangreiche

Wander-wege-Infrastruktur geschaffen

und damit den Grundstock für

einen erfolgreichen Wandertourismus im

Harz gelegt. Ein nach Qualitätskriterien

optimiertes Wegenetz und die vom Harzklub

neu erstellte digitale Wanderkarte

geben der Tourismusregion jetzt neuen

Aufschwung. Mit jährlich etwa 55.000 ehrenamtlichen

Stunden sorgen die Zweigvereine

für eine optimale Beschilderung

der 8.000 km Wanderwege und den Erhalt

der Erho-lungseinrichtungen. Schon

deshalb bleibt der Harzklub dauerhaft

Partner für alle Menschen, die unseren

Wald als Freizeit-, Erholungs- und Naturraum

erleben wollen.“

Massive Waldschäden und die Corona-

Pandemie erschwerten die Arbeit, gesellschaftliche

Trends wurden beschleunigt.

„Wir werden mit Entwicklungen konfrontiert,

die wir sonst in sieben Jahren erst

gehabt hätten“. Der Präsident mahnte

mit dem Blick in die Zukunft an: „Welche

Strategien verfolgen wir, um unseren Harzklub

nachhaltig und perspektivisch stabil

zu erhalten? Wie werden wir es schaffen,

flächendeckend unser umfangreiches

Wegenetz zu betreuen? Wir benötigen für

die Zukunft junge aktive Mitglieder, die

zupacken, aber vor allem auch Kommunen,

die dem Harzklub zur Seite stehen. Hierauf

müssen wir unser besonderes Augenmerk

lenken.“

Junge Leute bringen neuen Schwung

ins Vereinsleben. Sie haben innovative,

unkonventionelle Ideen. Es gilt, künftig

Projekt- und Teamarbeit zu stärken. Ein

gutes Beispiel sind die umfangreichen

Pflanzaktionen des Harzklubs zum Aufbau

klimastabiler Wälder. Der Harzklub

hofft, durch persönliche Ansprache der

Helferinnen und Helfer neue Mitglieder

zu gewinnen. Das Ehrenamt und dessen

Gerüst, die Vereine, bezeichnete er als

„systemrelevant“.

Zahlreiche Mitglieder konnten für ihren

ehrenamtlichen Einsatz und ihre Arbeit

im Dienst des Harzklubs geehrt werden.

Darüber werden wir in der nächsten Ausgabe

berichten.

Bei den diesjährigen Wahlen wurde ein

neues Jugendwarte-Team gewählt. Mit

Marlen Krimmling und Norman Goldmann

haben sich gleich zwei aktive Mitglieder

gefunden, die sich gemeinsam mit Inge

Hus und Frank Ulrich um die Kinder und

Jugendlichen kümmern möchten. Der bis-

4

05 | 2022


HARZKLUB

herige stellv. Hauptschatzmeister Hans-

Albert Tadge gibt sein Amt ab. Er hatte in

den vergangenen Jahren das Jugend- und

Wanderheim umfangreich modernisiert.

Für seine vielfältigen Tätigkeiten wurde

ihm herzlich gedankt. Mit Uwe Janssen,

Zweigverein Hahnenklee-Bockswiese, hat

sich ein geeigneter Nachfolger gefunden.

Das Team der Naturschutzwarte wurde

ebenfalls verstärkt. Otfried Wüstemann,

Zweigverein Tanne, übernimmt das Amt

des stellv. Hauptnaturschutzwartes.

Wiedergewählt wurden: Guido Liesecke

(stellv. Hauptkartenwart), Manfred Böhm

(stellv. Hauptwegewart), Klaus Wippermann

(stellv. Hauptnaturschutzwart) und

Joachim Jauer (stellv. Hauptwegewart).

Sowohl Corona als auch der Krieg in der

Ukraine wirkten sich in diesem Jahr auf

die Versammlung aus. Normalerweise kann

der Harzklub 300 Mitglieder und viele Ehrengäste

begrüßen. Der Hauptvorstand

hatte sich erneut für eine Versammlung in

hybrider Form entschieden, man konnte

auch vorab schriftlich abstimmen.

Zur Eröffnung erhoben sich die Anwesenden

von ihrem Plätzen als Zeichen ihrer

Solidarität mit der Ukraine. Der stellvertretende

Präsident Christoph Steingass

und Harzklub-Präsident Dr. Oliver Junk

betonten: „Der Harzklub e.V. steht zu den

Der Leiter des Nationalparks Dr. Roland Pietsch bei seinem Gastvortrag

demokratischen Grundwerten und hofft

auf ein sofortiges Ende der Gewalt in der

Ukraine. Unsere Gedanken sind bei der

ukrainischen Bevölkerung, bei allen, die

von den Angriffen direkt oder indirekt betroffen

sind und bei allen Menschen, die

derzeit Hilfe für die Kriegsflüchtlinge organisieren“.

Der Verein ruft seine Mitglieder

zur Unterstützung auf und möchte selbst

aktive Hilfe leisten.

Zu Beginn der Veranstaltung erhielt Nationalpark-Leiter

Dr. Roland Pietsch Gelegenheit,

die Ziele des Nationalpark Harz

für die kommenden Jahrzehnte in einem

interessanten Vortrag zu erläutern.

Text und Fotos: Christine Eggers

SUNK fördert mit bis zu 90 Prozent

Jetzt Förderanträge

für Umweltprojekte

in Sachsen-Anhalt einreichen

Ein tolles Projekt in Arbeit, aber leider

nicht genug Geld, es so umzusetzen wie

geplant? Ein Problem, das die Stiftung für

Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes

Sachsen-Anhalt (SUNK) lösen kann.

Die finanzielle Unterstützung kommt für

alle in Frage, die ihre Liebe zur Natur in Taten

ausdrücken oder etwas zur Umweltbildung

beitragen wollen. Die SUNK übernimmt

bis zu 90 Prozent der anfallenden

Kosten. Dabei sind Anträge kleinerer und

größerer Fördersummen gleichermaßen

willkommen. Die maximale Fördersumme

liegt bei 10.000 Euro.

„Wir konnten bereits viele, ganz verschiedene

Projekte unterstützen, die Großartiges

im Bereich der Umweltbildung geleistet

haben“, sagt Dr. Nele Herkt, Geschäftsführerin

der Stiftung. „Wenn Engagierte den

Umweltgedanken durch tolle Projekte an

Groß und Klein weitergeben, sind wir gern

zur Stelle“, so Herkt weiter.

Natürlich fördert die Stiftung weit mehr als

nur Umweltbildung. Jegliche Projektideen

der Bereiche Nachhaltigkeit, Umwelt-, Natur-

oder Klimaschutz sind willkommen.

Seit der Stiftungsgründung 1994 konnten

so zahlreiche Naturgärten angelegt, verschiedene

Baum- und Heckenpflanzungen

ausgeführt, Maßnahmen zur Renaturierung

angegangen sowie Klimacamps gefördert

werden, um nur ein paar praktische Beispiele

zu nennen. Drei Bedingungen gilt es

jedoch zu erfüllen: Das Projekt sollte einen

Bezug zu Sachsen-Anhalt haben, ehrenamtlich

ausgeführt und einem öffentlichen

Interesse dienlich sein.

Mehr Informationen zur

Thematik der Fördermittelvergabe

gibt es unter:

www.sunk-lsa.de/foerderung

05 | 2022 5


HARZ AKTUELL

Harzklub-Zweigverein Astfeld

Die Schwarzwälder Tränke am Dittmarsberg

Ideen kommen oft im Urlaub!

Es war im Juni 1977. Haumeister Faller

aus St.Märgen im Hochschwarzwald hatte

uns ein Urlaubsquartier organisiert.

Faller war mit seinen Forstwirten 1972

„abkommandiert“ vom Land Baden-

Württemberg zur Windwurfaufarbeitung

(Orkan Quimburga) im hiesigen Forstamt

und – daraus entwickelte sich eine

Freundschaft!

Faszinierend ist diese Landschaft um

St.Märgen. Im Gegensatz zum Harz bestimmen

das Landschaftsbild in diesen Höhenlagen

neben den Fichten- und Weißtannenwälder

ausgedehnte Wiesenflächen, die oft

einen wunderbaren Weitblick gewähren,

bei gutem Wetter sogar bis zu den Alpen.

Dazu vollenden Kuhherden das imposante

Bild dieser reizvollen Landschaft.

Mich beeindruckte eines besonders. In diesen

Wiesen war oft eine für diese Gegend

typische Tränke zu sehen, die natürlich für

das Weidevieh gebaut war. Diese Tränken

bestanden aus einem Trog, der aus einem

starken Fichtenstamm entsprechend

ausgehöhlt war. Wasserspender war ein

senkrechtes Stammstück aus einer stark

beasteten Fichtenkrone. Aus einem starken

Fichtenast, natürlich ausgehöhlt, floss das

wunderbare Quellwasser.

1978 – Übergabe an den Harzklub Astfeld, v.li.: Haumeister Mull, Aselmeier, Vors. Pieplack,

?, Förster Grope, Forstmeister Dr. von Kortzfleisch u.a.

Großartig! Das wäre doch etwas für mein

Revier …. und – gesagt, getan!

Meine Forstwirte – federführend Haumeister

Walter Mull – waren von der Idee sofort

angetan. Nur wo? Auch hier fand sich

schnell eine Lösung. Am Dittmarsberg

an der Abteilungslinie 339 / 340 verhielt

ich öfter wegen des freien Blickes auf die

Granetalsperre. Und oberhalb befand sich

eine Quelle. Zusätzlich wird hier die Varleystraße,

die westliche Uferstraße an der

Granetalsperre, von Wanderern häufiger

frequentiert. Das war der richtige Platz!

Aber die Verwirklichung dieses Objektes

war nicht so einfach. Das Material, ein starker

Fichtenstamm und ein starkastiges Kronenstück

waren bald gefunden. Nur, die

Aushöhlung des Trogs mit der Motorsäge

war eine ungewohnte Arbeit und nicht ganz

ungefährlich. Auch die Bohrung in das senkrechte

Tränkestück war für uns eine unbekannte

Arbeit. Aber ein extra angefertigter

Handbohrer von etwa 2 Meter Länge mit

einem entsprechenden Durchmesser löste

auch dieses Problem. Zur Quelle wurde

schließlich eine Drainage gelegt und – alles

funktionierte – das Wasser floss!!

In den Jahren danach war hin und wieder

die Tränke verstopft, jedoch die Aktiven des

Harzklubs Astfeld sorgten immer wieder

für einen zügigen Zulauf.

Jetzt gerade in „Corona-Zeiten“ floss die

Tränke wieder nicht; vielleicht auch unbeabsichtigt

beeinflusst durch die umfangreichen

Forstarbeiten nach dem Orkan

„Frederike“, bei dem – leider – sämtliche

Altfichten des Frankenbergkopfes wie

Streichhölzer umgeknickt wurden. Ein

schrecklicher Anblick – der kahle Kopf.

Zum Bedauern vieler Wanderer floss auch

unsere „Dittmarsbergquelle“ schon seit

längerer Zeit nicht mehr.

Nun war Ortstermin, sogar mit unserer

Ortsbürgermeisterin und der Presse. Was

war passiert?

Hier ein Ausschnitt aus dem Pressebericht

der GZ:

Die aktiven Harzklub-Mitglieder Heinz Kuthe,

Harry Fricke, Uwe Ehli und Jörg Schwidurski

sind viel mit dem Fahrrad am Dittmarsberg,

oberhalb der Granetalsperre, unterwegs.

Das Quartett wurde des Öfteren schon von

Wandernden oder Radfahrern angesprochen,

warum aus der Tränke kein Wasser

mehr komme. Die vier Männer und Willi

Sander nahmen sich der Sache an und erkundeten

das Gelände: Der rund 50 m von

der Tränke, den Dittmarsberg hinauf in der

Erde verlegte etwa 3 cm starke Schlauch,

war verstopft. Mit einer eigenen Konstruktion

wurde der Schlauch „durchgepustet“, damit

wieder Wasser hindurchfließen kann. Vor der

Einmündung wurde das Wasser etwas angestaut

und mit einem Sieb versehen, damit

kein Unrat hindurch kommt. Anschließend

fließt das Wasser durch einen Trichter und

dann in den Schlauch.

Beliebte Raststelle

Knapp 20 Euro hat die ganze Konstruktion

gekostet, die der Harzklub Astfeld übernahm.

Die Männer sind froh darüber, dass

sie innerhalb von nur 2 Tagen und mit gerin-

6 05 | 2022


HARZ AKTUELL

gen Mitteln die Tränke wieder zum Fließen

gebracht haben. Denn die mit Tisch und Bank

versehene „Dittmarsbergquelle“ wird von

zahlreichen Wanderern und Fahrradfahrern

gern als Raststelle genutzt. Ein Ehepaar

kommt sogar täglich an diesen Platz.......

Auch der Blick zur Talsperre wurde von

den Ein-Euro-Kräften des Harzklubs wieder

freigestellt.

Text: Willi Grope

Fotos: Willi Grope / Archiv

Ortstermin mit der Ortsbürgermeisterin und den Aktiven des Harzklubs Astfeld.

Wandergruppe Königslutter

Seit 35 Jahren zu Fuß auf Wanderschaft

Ihr 35 jähriges Bestehen feierte die Wandergruppe

Königslutter im Bornumer

Weißen Ross nun durch Corona erst mit

38 Jahren mit fast 60 Mitgliedern. Sie

sowie Bürgermeister Alexander Hoppe

und Ortsbürgermeister Kurt Bötel wurden

von Wanderführer Dieter Hauschild

herzlich begrüßt.

Gegründet hatte sich die Gruppe spontan

nach einer Grenzlandwanderung, die eine

Damengymnastikgruppe am 7.Oktober

1984 zusammen mit ihren Männern unternommen

hatte. Als feststehender Wandertag

wurde der letzte Sonntag im Monat bestimmt.

Viele schöne Ziele wurden dabei

schon erwandert. Dank der Grenzöffnung

warteten bisher unerreichbare Ziele in den

neuen Bundesländern. Höhepunkte im

Wanderjahr waren stets die Wanderreisen

sowie die Tages- und Nachtwanderungen

zum Brocken.

Auch wurden jährliche Fahrradtouren sowie

Spielenachmittage auf dem Schöninger

Seniorenspielplatz in den Jahresplan

aufgenommen. Nach Kegeln, Minigolf und

Dart verweilte man dort noch gemütlich

beim Grillen. Gesellige Treffen wie Braunkohl-,

Gänsebraten- und Spargelessen

sowie die gemeinsame Geburtstagsfeier

sind ebenso fester Bestandteil des Jahresprogramms.

Durch das harmonische Miteinander in der

Gemeinschaft entstehen immer wieder

Aktionen wie der

Erhalt der Schutzhütten

im Elm, die

Pflege der Bänke,

ja sogar die Spenden

von bereits 9

Bänken durch die

Wandergruppe

selbst. Diese Aktionen

werden seit

einiger Zeit erfreulicherweise auch durch

Spenden von Bürgern und Geschäftsleuten

unterstützt. Zusätzlich werden weiterhin

immer wieder die Spendensammlungen

für das Postbetreuungswerk sowie

für die Weihnachtsbeleuchtung der Stadt

Königslutter unterstützt.

Mit einem Mittagessen und anschließender

Kaffeetafel mit selbstgebackenem

Kuchen und viel Erzählen aus der schönen

Vergangenheit verging die Zeit wie

im Fluge.

Unübertroffen jedoch war die Überraschung

eines nahen Freundes der Wandergruppe

– der Unternehmer Rainer

Puschmann schenkte allen Mitgliedern

eine Kaffeetasse, versehen mit dem aktuellen

Wanderemblem „35 Jahre Wandergruppe

Königslutter“ Auch die Gärtnerei

Schmidt spendete allen Mitgliedern der

Wandergruppe eine Rose.

Gruppenfoto der Wandergruppe Königslutter (Foto: Mühe)

Die Freude über die gelungene Jubiläumsfeier

war sehr groß und gedanklich

war man vielleicht schon beim 40 jährigen

Jubiläum im Jahre 2024.

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HISTORIE

Neuer Straßenname in St. Andreasberg

Straße nach Harzer Fabrikant, Erfinder und

Tüftler Walter Eckold benannt

Das oberhalb von St. Andreasberg entspringende

Harzer Flüsschen Sperrlutter

schlängelt sich südwärts bergab in dem

anmutigen Sperrluttertal in Richtung

Bad Lauterberg. Kurz vor dem Ortseingang

der Kurstadt mündet es kurz hinter

der Talsperrenmauer in die zuvor angestaute

Oder. In diesem Tal wurde schon

vor sehr langer Zeit eine Verbindungsstraße

von Bad Lauterberg nach St. Andreasberg

angelegt. Dies ist heutzutage

die Landstraße L 520. In dem Ortsgebiet

von St. Andreasberg trägt sie den Straßennamen

„Silberhütte“.

Doch eigenartiger Weise hat St. Adreasberg,

besser gesagt die Stadt Braunlage zu der St.

Andreasberg gehört, flussabwärts an der

Landstraße eine exterritoriale Fläche, auf

dem der große Betrieb „Eckold GmbH & KG“

seinen Standort hat. Doch dieser Teil der L

520 trägt keinen Straßennamen. So war in

der Firmenadresse nur „St. Andreasberg,

Sperrluttertal“ angeben. Diese war weder

im Adressenverzeichnis von Braunlage

noch in den Navigationsgeräten verzeichnet.

Viele Firmenkunden, Spediteure und

Besucher hatten Orientierungsschwierigkeiten

beim Aufsuchen der Eckold Firma.

Dies hat nun ein Ende.

Die 1941 eingeweihte Werkhalle in Wernigerode

Die als Geschäftsführerin fungierende Enkelin

des Firmengründers Walter Eckold,

Annegret Eckold, bat mit ihren weiteren

Geschäftsführern Ralf Pilgrim und Patrik

Daske die Stadtverwaltung von Braunlage

diesen Straßenteil in „Walter-Eckold-Straße“

zu benennen. Der Stadtrat stimmte der

Bitte zu und so erhielt unlängst Annegret

Eckold aus den Händen des Bürgermeisters

Wolfgang Langer und seinem Stellvertreter

Karl-Heinz Plosteiner eine entsprechende

Urkunde überreicht. Ein Straßenschild

wurde bestellt und soll demnächst aufgestellt

werden. Weitere Wohnhäuser gibt es

auf dieser Stadtfläche nicht, so dass keine

persönlichen Dokumente umgeschrieben

werden müssen. Für den Betrieb besteht

nun die Aufgabe ihre Geschäftspapiere mit

den neuen Straßennamen zu ergänzen.

Diese Straßenbenennung soll nun der Anlass

sein sich mit dem Leben und Wirken

des Unternehmers, Erfinder, Patentinhaber

Walter Eckold zu beschäftigen. Geboren

wurde er am 14. März 1896 im Thüringer

Wald in der Nähe der Stadt Luisenthal. Sein

Elternhaus war geprägt durch ein Kleinunternehmen

des Vaters. Nach dem Besuch

der Schule erlernte er in einem größeren

Metallbetrieb in Schmalkalden den Beruf

Walter Eckold

eines Schlossers und Werkzeugmachers.

Doch lange konnte er in diesem Beruf nicht

arbeiten, denn schon gleich zu Beginn des

I. Weltkrieges wurde er zu den Soldaten

eingezogen. Walter Eckold hatte Glück und

musste nicht an die Front. Zur Kieler „Germania

Werft“ wurde er dienstverpflichtet

und konnte dort als Werkzeugmacher arbeiten.

Schon zu der Zeit wurde man auf seine

handwerklichen Fähigkeiten aufmerksam.

In dieser Zeit trat er in die SPD ein. Nach

Beendigung des Krieges zog es ihn nach

Dessau. In den „Junkers Flugzeugwerken“

fand er in seinem Beruf einen Arbeitsplatz.

Hier begann eine berufliche steile Karriere.

Auf seine Fähigkeiten aufmerksam geworden,

wurde er zum Meister, Obermeister

und Ingenieur im Werkzeugbau eingesetzt.

Man betraute ihn mit der Leitung des Werkzeugbaues.

In dieser Tätigkeit entwickelte

er viele neue Technologien zur Blechbearbeitung

und viele dazu gehörige entsprechende

Maschinen. So geht das sogenannte

Blindnieten aus seinem Patent hervor. Die

Hauptproduktion der Junkers Werke war

der Flugzeugbau. Hier war Walter Eckold

maßgeblich in der Fertigung der Lehren

für den Flugzeugrumpf und Tragflächen

verantwortlich. (Um die Lehren aus Metall

oder Holz wurden die Außenhüllen der

Flugzeugkörper gebaut. (Anschaulich im

Wernigeröder Flugzeugmuseum zu sehen).

8 05 | 2022


HISTORIE

Das Firmengelände der „Eckold GmbH & KG“ im Sperrluttertal

Schon Anfang der 30. Jahre des vorigen

Jahrhunderts wurde Hugo Junkers enteignet.

Junkers war kein Freund der neuen

braunen Machthaber. Walter Eckold beschloss,

auch nicht länger in den Junkers

Werken zu arbeiten. Er kündigte 1936 sein

Arbeitsverhältnis. Sein Lebenswunsch war

schon immer, sich selbstständig zu machen.

Er suchte nach leerstehenden Betrieben.

In Wernigerode wurde er fündig.

Eine in Konkurs gegangene Möbelfabrik

bot sich zum Verkauf an. Eckold griff zu.

So wurde am 1. April 1936 in der Wernigeröder

Feldstraße der „Walter Eckold Vorrichtungs

und Lehrenbau Wernigerode“

eröffnet. Einige Arbeitskräfte folgten ihm

aus Dessau, weitere stellte er aus Wernigerode

und Umgebung ein. Auf Grund seiner

unternehmerischen Fähigkeiten fächerte er

sein Fertigungsprofil. Da war zu einem als

Hauptproduktion, die ihm aus den Junkers

Werken vertraute Fertigung von Vorrichtungen

und Lehren für den Flugzeugbau.

Zum anderen entstand die Fertigung von

Stauchmaschinen für die Blechverarbeitung

und Flurfördergeräte (Förderbänder)

in Stahlleichtbauweise. Der Betrieb

entwickelte sich prächtig. Bald wurde ein

Zweigwerk in Seehausen (bei Wanzleben,

Börde) aufgebaut. Über 400 Beschäftigte

standen bei Eckold in Lohn und Brot. 1941

wurde eine neugebaute Fertigungshalle in

Wernigerode eingeweiht. Diese klimaneutrale

Holzbinderhalle besteht noch an der

Feldstraße und wird als Fertigungshalle

genutzt.

Mit dem Ende des II. Weltkrieges endete

die Rüstungsproduktion. Es wurden in einer

Nachkriegsproduktion (sogenannte

Friedensproduktion) lebenswichtige Güter,

wie unter anderem Herde, Fruchtpressen,

Kartoffelroder, Äxte und Mehrzweckgeräte

hergestellt.

Am 1. Juli 1945 gehörte der Kreis Wernigerode

zur Sowjetischen Besatzungszone.

Die neuen Machthaber regierten mit

sogenannten Administrations-Befehlen

(SMAD-Befehle). Diese betrafen auch die

Industrie. Demontagen und Enteignungen

wurden befohlen, so auch für den „Walter

Eckold Vorrichtungs- und Lehrenbau

Wernigerode“. Wichtige Maschinen wurden

abgebaut und in die Sowjetunion transportiert.

Die Enteignung erfolgte am 17.

März 1948. (Der Nachfolgebetrieb war der

volkseigene Betrieb „VEB Getriebewerk

Wernigerode“ und nach der politischen

Wende erfolgter Privatisierung „Getriebe

und Antriebstechnik GmbH Wernigerode“).

Kurz vor der Enteignung wurde Walter

Eckold durch Freunde gewarnt. Er tauchte

bei Bauern unter und flüchtete dann

über die Grüne Grenze bei Stapelburg/

Eckertal in die Britische Zone. Seine Frau

Hildegard und die Söhne Gerd-Jürgen und

Hartmut folgten später. Im Oberharz fand

die Familie eine Bleibe. Dort suchte Walter

Eckold wieder nach einem leerstehenden

Betrieb und fand ein Hoesch-Zweigwerk

im Sperrluttertal. Mit einigen Arbeitskräften

wurde wieder eine Produktion für die

Blechbearbeitung aufgebaut. Der Betrieb

nannte sich „Walter Eckold Vorrichtungsund

Gerätebau“, später „Eckold GmbH &

KG“. Zu dem Betrieb gehörte ein Wohnhaus,

in dieses zog die Familie Eckold ein. Auch

dieser Betrieb entwickelte sich gut, heute

ist er der größte Arbeitsgeber in der Region

St. Andreasberg. Bis zum 31. Dezember

1961 leitete Walter Eckold das Unternehmen.

Dann übergab er seinen Söhnen die

Geschäftsführung. Walter Eckold verzog

in die Schweiz, da es in der Nähe von Chur

ein Eckold-Zweigwerk gab. Er lebte aber

nicht lange im Kanton Graubünden, denn

am 13. Januar 1963 verstarb er leider an

einem Herzinfarkt.

In der Verleihung des Straßennamens

sieht Annegret Eckold eine Würdigung Ihres

Großvaters Walter Eckold, der durch

sein Erfinderreichtum viel Neues auf dem

Gebiet der Blechbearbeitung und Blechverformung

schuf. Etliche Patente gehen auf

seine schöpferischen Erfindungen zurück.

Ebenfalls besaß er eine unternehmerische

Gabe, die sich im heutigen prosperierenden

Betrieb mit einigen Auslandsniederlassungen

widerspiegelt.

Text und Fotos: Günther Breutel

Quellen: Hartmut Eckold: Firmenchronik in zwei Broschüren

„Meisterjahre“; „Sperrluttertal“; Chronik des VEB Getriebewerkes,

Autorenkollektiv: „Stufenlos durch die Jahrzehnte“.

05 | 2022 9


REGIONALVERBAND HARZ

Herzlich willkommen im Landkreis Mansfeld-Südharz

23 Informationstafeln erstrahlen in neuem Glanz

Pünktlich zum Frühlingsanfang laden

23 neue Informationstafeln zum Entdecken

des Landkreises Mansfeld-Südharz

ein. Ein Kooperationsprojekt zwischen

dem Landkreis, der Standortmarketing

Mansfeld-Südharz GmbH und dem Regionalverband

Harz sorgte dafür, dass

die Tafeln mit der Aufschrift „Herzlich

willkommen im Landkreis Mansfeld-

Südharz“ modernisiert werden konnten.

Ob in Allstedt, auf dem Großen Auerberg,

in Benndorf, Kelbra, Helfta, Hettstedt, in

der Lutherstadt Eisleben, in Mansfeld, Sangerhausen,

Stangerode, Stolberg, Seeburg,

Tilleda, Uftrungen oder in Wippra:

Alte Informationstafel auf dem Hof von Burg

und Schloss Allstedt (Foto: SMG)

Die neuen, farbenfrohen Informationstafeln

fallen auf! Sie sind nun an ihren jeweiligen

Standort angepasst mit einem

kurzen allgemeinen und einem ebenso

kurzen ortsbezogenen Text. Letzter ist

durch jeweils vier Bilder illustriert.

Auf Burg und Schloss Allstedt stellte Landrat

André Schröder das Ergebnis der Öffentlichkeit

vor. Als Träger des Natur- und

UNESCO-Geoparks übernahm der Regionalverband

Harz die Neugestaltung und

Herstellung der Informationstafeln. Diese

enthalten neben einer großen Karte Hinweise

zu Ausflugszielen und Besonderheiten

der Region. Dazu zählen auch die Geopunkte

des UNESCO-Geoparks. Explizit

genannt sind jeweils die Geopunkte in der

Umgebung einer der neuen Tafeln. Es sind

Geopunkte entweder im Geopark-Teilgebiet

um die Landmarke 10 – Auerberg, 12

– Hohe Linde, 17 – Schloss Mansfeld oder

19 – Bösenburg. Die Standortmarketing

Mansfeld-Südharz GmbH übernahm die

Aufarbeitung der Holzaufsteller sowie die

Montage der neuen und Entsorgung der

alten Informationstafeln.

Annelies Stolle & Isabel Reuter

Natur- und Geoparkleiter Dr. Klaus George,

Bürgermeister Jürgen Richter, Landrat André

Schröder und Geschäftsführerin Diana

zur Horst-Schuster (v. l.) vor einer der neuen

Informationstafeln in Allstedt (Foto: SMG)

Spielend den Natur- und UNESCO-Geopark kennenlernen

Geopark-Kartenspiele nun

auch für Viertklässler in

Sachsen-Anhalt

Die Viertklässler der Grundschule „Am

Hagenberg“ Gernrode bekamen das Geopark-Kartenspiel

„Was für Brocken“ als

Erste. Der UNESCO Global Geopark Harz

Braunschweiger Land ∙ Ostfalen zeichnet

sich durch eine große geologische Vielfalt

aus. Mit dem Kartenspiel sollen die jüngsten

Bewohner des Geoparks spielerisch

die natürlichen und kulturellen Besonderheiten

ihrer Heimat kennenlernen.

Dazu verteilt der Regionalverband Harz als

einer der Träger des UNESCO-Geoparks das

Kartenspiel kostenfrei an Grundschüler im

Verbandsgebiet. Die Verteilung im Landkreis

Harz startete in Gernrode. Anschaulich

und interaktiv erklärte die Geologin Esther

Czymoch vom Regionalverband Harz das

Spiel den 32 neugierigen Viertklässlern. Von

jedem Gestein, das im Spiel vorgestellt wird,

konnten die Kinder ein echtes Exemplar

bestaunen. Granit und Sandstein wurden

ebenso erklärt wie eher unbekannte Gesteine,

z. B. Rhyolith und Rogenstein.

Wie das Spiel funktioniert, demonstrierten

neben Geschäftsstellenleiter Dr. Klaus George

und Schulleiterin Gesine Neumann auch

Oberbürgermeister Frank Ruch sowie Katrin

Kaltschmidt von der Welterbestadt Quedlinburg.

Gemeinsam wagten sie vor den

Kindern, die eifrig mitfieberten, eine erste

Spielrunde. Am Ende der Unterrichtsstunde

erhielt jedes Kind aus den Händen des Oberbürgermeisters

ein Spiel. Nun können die

Kinder spielend den Natur- und UNESCO-

Geopark kennenlernen. Mit dem Spiel und

dem dazugehörigen Begleitheft mit interessanten

Informationen zum Geopark können

sie sich mit ihren Familien zudem sehr gut

auf echte Entdeckungsreisen im UNESCO-

Geopark vor der Haustür vorbereiten.

10 05 | 2022


REGIONALVERBAND HARZ

Auf 54 bunten Karten sind Bauwerke und

Geotope im UNESCO-Geopark abgebildet.

Spielend werden diese Orte gesammelt. Einen

hohen Stellenwert hat zudem der Bergbau

in der Harzregion. Ereigniskarten, allesamt

mit echten Geopark-Persönlichkeiten

illustriert, beeinflussen den Spielverlauf.

Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen im

Landkreis Goslar, im Gebiet des Altkreises

Osterode am Harz und in der Gemeinde Kalefeld

(Niedersachsen) hatten bereits die 1.

Auflage des Spiels erhalten. Eine Förderung

der 3., angepassten Auflage für die Kinder

im Landkreis Nordhausen (Thüringen) ist

beantragt.

Esther Czymoch & Isabel Reuter

Die Öffentlichkeitsarbeit des

Regionalverbands Harz wird gefördert

aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft,

Energie, Klimaschutz und

Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt.

Oberbürgermeister Frank Ruch, Dr. Klaus George und Gesine Neumann (v. l.) testen das

Geopark-Kartenspiel.

(Foto: Tosca Zadow)

Energiewende

Windparks künftig auf dem Harz?

Die Debatte ist eröffnet. Dass es eng werden

würde, mit dem im Koalitionsvertrag

der Ampel formulierten Ziel, zwei Prozent

der Landesfläche der Bundesrepublik

Deutschland für die Windenergie

auszuweisen, war abzusehen. Um dieses

Ziel zu erreichen sollte das Baugesetzbuch

geändert werden. Offensichtlich

ist das aber nicht hinreichend, denn der

Bundeswirtschaftsminister und die Bundesumweltministerin

stellen nunmehr

auch die Landschaftsschutzgebiete zur

Disposition.

Landschaftsschutzgebiet ist der Harz einschließlich

weiter Teile seiner Vorländer in

allen drei Bundesländern (Sachsen-Anhalt,

Niedersachsen und Thüringen). Die Unterschutzstellung

war eine der Voraussetzungen

für die Einrichtung des Naturparks

Harz.

naturnahe Erholung. Was zum Schutz von

Natur und Landschaft erforderlich ist, wird

hinsichtlich des Landschaftsschutzes vor

Ort in den Landkreisen entschieden. Eine

entsprechende Verordnungsermächtigung

enthält das Naturschutzgesetz. Diesen seit

Jahrzehnten bewährten Grundkonsens

nun aufkündigen zu wollen, darf nicht unwidersprochen

bleiben. In die Debatte über

eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes

sind die Träger der Naturparke als

Sachwalter einer landschaftsbezogenen

Erholung deshalb unverzüglich einzubeziehen.

K. G.

Dessen Leiter, Dr. Klaus George, meldet

sich deshalb jetzt auch zu Wort. Er verweist

darauf, dass der Verband Deutscher Naturparke

(VDN) schon 2011 ein Positionspapier

zur Energiewende auf den Weg gebracht

hatte. Einer der Eckpunkte des Papiers:

Die Energiewende muss im Einklang stehen

mit den Zielen Schutz von Natur und Landschaft,

Erhalt der biologischen Vielfalt und

Dunkle Wolken über dem Naturpark Harz (Foto: Dr. Klaus George)

05 | 2022

11


HARZER SCHMALSPURBAHNEN

Umfangsreiches Abschiedsprogramm für die 99 5906 – Reaktivierung

einer bauartgleichen Lok zu Jubiläum im Jahre 2024 vorgesehen

Derzeit letzte aktive Harzer „Mallet“-Dampflok

geht mit 104 Jahren in den Ruhestand

Wernigerode – Sie prägen bereits seit

dem Jahre 1897 den Verkehr auf dem

Streckennetz der heutigen Harzer

Schmalspurbahnen GmbH (HSB), die

Dampflokomotiven der Bauart „Mallet“.

Im Mai schickt das kommunale Bahnunternehmen

mit der 99 5906 nun die derzeit

letzte noch einsatzfähige Vertreterin

mit mehreren Abschiedsfahrten in den

Ruhestand.

Auf dem Streckennetz der heutigen Harzer

Schmalspurbahnen verblieben nach dem

zweiten Weltkrieg noch insgesamt sechs

Exemplare der ehemaligen NWE-„Mallets“.

Davon befinden sich mit den Lokomotiven

99 5901 (Bj. 1897), 99 5902 (Bj. 1897),

99 5903 (Bj. 1898) und der 99 5906 noch

heute vier Exemplare im Bestand der HSB.

Einsatzfähig ist derzeit allerdings nur noch

die 99 5906. Aufgrund des bevorstehenden

gezählt. Die 99 5906 wird künftig als museales

Exponat in dem von der Interessengemeinschaft

Harzer Schmalspurbahnen

e. V. (IG HSB) betreuten Lokschuppen des

Bahnhofs Hasselfelde zu sehen sein.

Um die derzeit letzte einsatzfähige „Mallet“

würdig in den Ruhestand zu schicken,

gibt die HSB allen Fans der besonderen

Bauart bei verschiedenen Sondereinsätzen

noch einmal ausführlich Gelegenheit, sich

zu von „ihrer“ 99 5906 verabschieden. So

veranstaltet das Unternehmen am 5. Mai

eine Fotofahrt auf der alten Stammstrecke

der Maschine von Nordhausen nach

Wernigerode. Einen Tag später wird die

Lokomotive dann den Traditionszug von

Wernigerode zum Brocken bespannen.

Eine weitere Fotofahrt veranstaltet die

HSB am 7. Mai. Diesmal führt die Tour mit

vielen Fotohalten von Wernigerode nach

Gernrode. Und auch in den fahrplanmäßigen

Verkehr wird die 99 5906 noch ein

letztes Mal zurückkehren. Am 13. und 14.

Mai wird die Lok auf der Selketalbahn jeweils

ganztägig anstelle eines Triebwagens

eingesetzt. Eine weitere Sonderfahrt führt

der Freundeskreis Selketalbahn e. V. mit

der Lokomotive am 8. Mai von Quedlinburg

zum Brocken und zurück nach Wernigerode

durch, während die endgültige

Abschiedsfahrt dann am 15. Mai von der

IG HSB von Nordhausen nach Hasselfelde

veranstaltet wird.

Mit einem umfangreichen Programm verabschiedet die HSB ihre „Mallet“-Dampflok 99 5906

in der ersten Maihälfte in den Ruhestand.

(Foto: Archiv HSB/Heide Baumgärtner)

Die im Jahre 1918 in Karlsruhe gebaute 99

5906 gehört mit ihren 104 Lebensjahren

eigentlich noch zu den jüngeren Harzer

Lokomotiven der Bauart „Mallet“. Sie wurde

1920 durch die damalige Nordhausen-

Wernigeroder Eisenbahn (NWE) erworben.

Ihre spezielle Konstruktion mit dem vierzylindrigen

und zweigeteilten Triebwerk war

ideal für die bogenreichen Schmalspurstrecken

im Harz geeignet. Namensgeber

für die Bauart war der Schweizer Anatole

Mallet, der die Antriebstechnik im Jahre

1884 entwickelt hatte.

Fristablaufs mit anschließend umfangreich

notwendigen Kesselarbeiten sowie der im

Vergleich zu den übrigen HSB-„Mallet“-

Lokomotiven geringen Leistungsfähigkeit

sind ihre Tage im aktiven Dienst nun jedoch

Doch die zahlreichen Fans der „Mallet“-

Bauart müssen im Harz nicht für immer auf

die markante Loktype verzichten. Im Zuge

des in zwei Jahren anstehenden Jubiläums

„125 Jahre Harzquer- und Brockenbahn“

hat die HSB die Reaktivierung einer 1897

gebauten „Mallet“-Lokomotive vorgesehen,

die noch zur Ursprungsausstattung

der damaligen NWE gehört.

Informationen und Tickets zu den von der HSB veranstalteten Abschiedsfahrten

sind ab sofort auf der Homepage des Unternehmens unter

www.hsb-wr.de sowie telefonisch unter 03943/558-0 erhältlich.

Die beiden Vereine halten Informationen und Fahrkarten für ihre Sonderfahrten

unter www.selketalbahn.de und www.ig-hsb.eu bereit.

12 05 | 2022


HARZER TOURISMUSVERBAND

Neue Kampagne zur Frühjahrs- und Sommersaison

LieblingsHarz

Dein schönster Harzmoment

Harzer Tourismusverband

Unter diesem Slogan startet der Harzer

Tourismusverband seine neue Kampagne

zur Frühjahrs- und Sommersaison.

In jedem Jahr macht sich das Team des

Harzer Tourismusverbandes bereits in den

Wintermonaten umfassend Gedanken,

mit welcher Gästeansprache in welchen

Quellmärkten und über welche Kommunikationskanäle

im Frühjahr/Sommer für

den Urlaub im Harz geworben werden kann.

In 2020 und 2021 geschah dies auch unter

Berücksichtigung der Corona-bedingt veränderten

Rahmenbedingungen und Reisemöglichkeiten.

So wurde der Harz 2020

in der FERNWEH HARZ-Kampagne explizit

als nahe und sichere aber nicht weniger

attraktive Alternative zu internationalen

Reisezielen in Szene gesetzt. In 2021 standen

die Vorteile der kurzen Anreise in den

Harz im Mittelpunkt, die in einer gemeinsamen

Kampagne „Berge oder Meer“ in Kooperation

mit der Ostfriesland Tourismus

GmbH thematisiert wurde. Insbesondere

in den Social Media-Kanälen sorgte diese

eher ungewöhnliche Zusammenarbeit für

große Aufmerksamkeit.

So gelang es in den letzten beiden Jahren

verstärkt neue Gäste oder auch ehemalige

Besucher, die viele Jahre nicht in der

Region waren, wieder für den Harz zu begeistern.

Mit einer emotionalen und recht

persönlichen Ansprache, die im Stil der

Kommunikation sozialer Medien aufgebaut

ist, versucht der Tourismusverband diese

nun auch zu treuen Stammgästen werden

zu lassen. In vielen Reisekalendern steht

der Harz aufgrund seiner guten Verkehrsanbindung

und seiner ganzjährigen Attraktivität

regelmäßig auf der Agenda.

„Finde Deinen LieblingsHarz!“ lautet daher

in diesem Jahr die Aufforderung. Dazu

rief der Verband „Harzer“ und „Harzkenner“

auf, von ihren Lieblingserlebnissen,

-plätzen und -attraktionen zu berichten

– persönlich, echt und emotional. Diese

Reiseberichte werden fortlaufend auf

der eigens dafür eingerichteten Webseite

www.Lieblings-Harz.de ausgespielt und mit

konkreten Freizeit-Tipps verknüpft. Die dazugehörige

Kampagne startet nun umfangreich

im Quellmarkt Nordrhein-Westfalen.

Hier fahren Taxen mit einer entsprechenden

Werbung, im Rahmen einer Kinowerbung

in Dortmund, Düsseldorf und Köln wird

im Vorfeld stark nachgefragter Premieren

ein Spot mit beeindruckenden Bewegtbildern

der Region gezeigt. Ergänzt werden

diese Maßnahmen über die Schaltung von

Radio-Spots - im Quellmarkt über Antenne

Düsseldorf, darüber hinaus über Radio ffn

im Großraum Hannover/ Hameln und in

Mitteldeutschland über Klassik Radio.

Parallel zu dieser analogen Kommunikation

startet eine umfangreiche Online-Werbung.

Zum einen gilt es interaktiv über Facebook

und Instagram Harzer selbst oder Harzkenner

anzusprechen, um von ihren persönlichen

Tipps und Erlebnissen zu erfahren,

andererseits soll die bestehende Webseite

mit den bereits aufbereiteten Berichten

beworben werden, um darüber zum Harzbesuch

zu inspirieren. Ein Fotowettbewerb

über Instagram befindet sich in Planung.

Ab Mitte Mai wirbt für den Rest des Jahres

ein umfangreiches Advertorial auf verschiedenen

– stark frequentierten – Webseiten,

wie Welt.de, Handelsblatt.de oder den Seiten

der Frankfurter Rundschau und der

Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Um die

Sichtbarkeit des Advertorials und den Zugriff

darauf zu erhöhen, verweisen Popup-

Anzeigen in verschiedenen Bereichen der

genannten Webseiten darauf.

Weitere Kommunikationsmaßnahmen für

den Sommer und Herbst befinden sich in

Vorbereitung.

05 | 2022 13


NATIONALPARK HARZ

Dr. Gunter Karste vom Nationalpark Harz führte die Teilnehmer

einer Vogelstimmenwanderung ins Zwölfmorgental

Rotkehlchen, Singdrossel, Kleiber und Buchfink

waren die häufigsten Sänger am Abend

Insgesamt 38 Teilnehmer waren der Einladung zur abendlichen Vogelstimmenwanderung

im Zwölfmorgental gefolgt. (alle Fotos: Dr. Gunter Karste, Nationalpark Harz)

Morgens und abends ist der Vogelgesang

für menschliche Zuhörer besonders

stimmungsvoll. Die musikalische

Aktivität unserer heimischen Singvögel

wird auch von der Umgebungshelligkeit

beeinflusst. Die verschiedenen Vogelarten

beginnen zu unterschiedlichen,

aber jeweils regelmäßigen Zeitpunkten

im Verlauf der Morgendämmerung mit

ihrem Gesang.

Vogelkundler haben aus dieser „Pünktlichkeit“

der gefiederten Sänger die „Vogeluhr“

abgeleitet. Die Frühaufsteher unter

den Singvögeln sind Garten- und Hausrotschwanz,

die sich schon mehr als eine

Stunde vor Sonnenaufgang bemerkbar machen.

Vielen Menschen, die morgens früh

rausmüssen, dürfte auch der melodische

Gesang der Amsel vertraut sein. Sie gehört

auch zu den Letzten, die abends noch ein

Lied anstimmen, ebenso wie das Rotkehlchen.

Und sogar nachts singen manche

Vögel, wie zum Beispiel die Nachtigall.

Den Gesang der heimischen Singvögel hat

Dr. Gunter Karste vom Nationalpark Harz

kürzlich den Teilnehmern einer der Vogelstimmenwanderungen

erläutert, die nach

einer zweijährigen, corona-bedingten Pause

in diesem Jahr wieder stattfinden. Seit

vielen Jahren bietet der Nationalpark Harz

Der Kleiber gehörte zu den am häufigsten zu

hörenden Sängern.

in Zusammenarbeit mit der Kreisvolkhochschule

Harz, dem Harzklub Zweigverein

Wernigerode und dem NABU-Kreisverband

Harz zwei ornithologische Wanderungen

an: Vogelstimmen des Abends im April ab

18 Uhr und Vogelstimmen des Morgens im

Mai ab 4.30 Uhr.

Ornithologischer Lehrpfad auf dem Weg

zur Harburg

Die Wanderrouten variieren. In diesem

Jahr startete die Gruppe mit Dr. Karste die

abendliche Wanderung am Schanzenhaus

im Zwölfmorgental. Das Wetter spielte allen

schlechten Prognosen zum Trotz einigermaßen

mit. Auf dem Weg zur Harburg

installierte die Familie Ahrendt einen ornithologischen

Lehrpfad, der dazu einlädt, die

abendliche Tour noch einmal ganz in Ruhe

für sich allein Revue passieren zu lassen.

Ebenso war das relativ leise singende Rotkehlchen

zu hören.

Die ansprechenden Tafeln machen es dem

Interessierten möglich, sich den Gesang des

dargestellten Vogels über einen QR-Code

anzuhören. So kann man sich aus der Vielzahl

der Vogelstimmen am Tafelstandort die

abgebildete Art „herausfiltern“.

Bei der Vogelstimmenexkursion am Mittwoch,

6. April, konnten immerhin 15 Vogelarten

gezählt werden, berichtet Dr. Karste.

Das waren allerdings deutlich weniger als

bei der Vorexkursion, bei der 25 Arten gezählt

wurden. „Obwohl die Teilnehmerzahl

mit 38 Personen sehr hoch war, gelang es,

selbst das relativ leise singende Rotkehlchen

zu hören. Das Rotkehlchen, die Singdrossel,

der Kleiber und der Buchfink waren

auch am häufigsten wahrzunehmen“, berichtet

er. „Aber auch der Schwarzspecht,

der Buntspecht und ein Sperber, der die

ganze Singvogelgesellschaft erregte, konnten

registriert werden.“

An der Vogelartenzusammensetzung erkennt

man, dass die Wanderroute um die

Harburg sehr abwechslungsreich ist, sagt

Karste: Lebensraumvielfalt bedeutet oft

auch Artenvielfalt. Neben Buchen- und

Eichenwäldern trifft man u.a. auch auf

Feldgehölze, Hochstaudenfluren und auf

die Zwölfmorgentalwiese.

Auch ein Schwarzspecht machte auf sich

aufmerksam.

Die Mai-Exkursion „Vogelstimmen des

Morgens“ findet am Samstag, 21.05., statt

und startet um 4.30 Uhr am Parkplatz hinter

dem Forsthaus am Armeleuteberg (keine

Anmeldung erforderlich).

Eine weitere Vogelexkursion „Vogelstimmen

entdecken mit dem Biologen Dr.

Hermann Martens“ beginnt am Samstag,

11.06., um 8.00 Uhr am Nationalpark-Besucherzentrum

TorfHaus (Anmeldungen

erforderlich unter Telefonnummer 05320-

331790 oder post@torfhaus.info. Die Teilnehmerzahl

ist begrenzt).

Nähere Informationen dazu sowie

zu weiteren Veranstaltungen sind in

unserem Natur-Erlebnisprogramm

2022 sowie auf unserer Internetseite

in der Rubrik „Tierbeobachtungen“

unter https://www.nationalpark-harz.

de/de/veranstaltungen/ zu finden.

14

05 | 2022


HARZ AKTUELL

Harzklub Hahnenklee-Bockswiese sammelt

2.000 € für ukrainische Flüchtlinge

Der Harzklub-Zweigverein Hahnenklee-

Bockswiese möchte Flüchtlingen aus der

Ukraine, die hier im Landkreis Goslar

ankommen und Schutz suchen, helfen.

Der Erlös zweier Spendenaktionen soll

den geflüchteten Menschen – zumeist

Mütter mit Kindern – zugutekommen

und die Ankunft erleichtern.

Bereits am 26. März fand der Ostermarkt

im Heimatmuseum statt. Das kleine Team

rund um Hildegard Steffens hatte Gestecke

und Kränze, Wollsocken, Holzarbeiten und

Ostereier gebastelt. 850 € kamen zusammen,

die diesmal nicht für den Unterhalt

des Museums, sondern der Flüchtlingshilfe

zugutekommen sollen. Eine weitere Spende

rundete den Erlös auf.

Nur zwei Wochen später hatten die Kinder

der Jugendgruppe „Die Waldluchse“

die Idee, dass auch sie helfen möchten

und können. Unterstützt von ihren Eltern

verkauften sie bei Kälte,Schnee und Wind

in der Fußgängerzone selbstgefertigten

Osterschmuck und Crêpes. Mütter und

Großmütter spendeten selbstgemachte Socken,

Mützen, Topflappen, Nackenkissen.

Die örtliche Bäckerei Moock spendete 100

Muffins, Marnie’s Rastplatz stellte Getränke

zur Verfügung. Das Ergebnis übertraf alle

Erwartungen: mehr als 1.000 € konnten

gesammelt werden!

Alle Generationen des Harzklub-ZV Hahnenklee-Bockswiese

sind sehr stolz, dass

es in so kurzer Zeit gelungen ist, 2.000 € für

die ukrainischen Kriegsopfer im Landkreis

Goslar und in Hahnenklee zu sammeln. Egal

ob Jung oder Alt, Jeder kann helfen!

Die Kindergruppe „Die Waldluchse“ hilft ukrainischen Flüchtlingen mit einer Spendenaktion

Christine Eggers

Wandergruppe Königslutter

Abt-Fabricius-Weg bekommt wieder Ruhebänke

Der Abt-Fabricius Weg, auch bekannt als

Weg „unter den Eichen“ im Elm, Norddeutschlands

größter Buchenwald, gehört

zu einem der schönsten ortsnahen

Spazierwege in Königslutter.

Schon lange beschäftigt die rührige „Waldtruppe“

der Wandergruppe das Problem

fehlender Bänke an diesem Wanderweg,

einst waren dort nämlich zumindest 3

Bänke aufgestellt. Das konnte nun endlich

geändert werden.

Der zuständige Förster Herr Herzog sowie

auch die Stadtverwaltung gaben grünes

Licht zur Aufstellung von 3 Bänken. Dabei

wurde das Aufstellen der Bänke mit den

nötigen Vorarbeiten vom Bauhof übernommen.

Die Bänke wurden erneut aus

Mitteln der Wandergruppe Königslutter

gespendet. Dabei soll dankenswerterweise

nicht unerwähnt bleiben, dass sich nach

wie vor auch Bürger und Firmen in Königslutter

mit Spenden beteiligen.

Einer der schönsten Ruheplätze wird die

Ruhebank am Kutscherloch sein. Aber

auch die zwei weiteren Bänke entlang dem

Lutterlauf werden zum Verweilen einladen.

Die Wandergruppe wird die Pflege

und Sauberkeit der Bänke übernehmen

und freut sich mit vielen Spaziergängern

darüber, wieder einen schönen Spazierweg

entlang der Lutter aufgewertet zu

haben. In diesem Jahr soll auch ein neuer

größerer Tisch an der „Dieter Hauschild

Hütte“ aufgestellt werden.

Text u. Foto: D. Hauschild

05 | 2022

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HARZ AKTUELL

Zur Information:

In den Ausgaben November 2021, Dezember 2021 und Januar 2022 haben wir einen Beitrag über die Wiederansiedlung des

Luchses im Harz gebracht. Der Autor ist Dr. Wolf-Eberhard Barth, ehemaliger Leiter des Nationalparks Harz.

Als Resonanz darauf und auf unsere Bitte hin entstanden, veröffentlichen wir in dieser Ausgabe einen Beitrag des Nds. Ministeriums

für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, der in enger Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung Harz entstanden

ist und die Situation des Luchses aus heutiger Sicht schildert.

Ein ausführliches Quellenverzeichnis liegt der Redaktion vor und kann bei Interesse angefordert werden.

Die Wiederansiedlung des Luchses im Harz

Rückblick, Sachstand, aktuelle

Herausforderungen und Ziele

Ausgangssituation

Der Eurasische Luchs (Lynx lynx) besiedelte

ursprünglich große Teile Europas und Asiens

und war auch in Deutschland flächendeckend

vertreten (Sommer und Benecke

2006). Als Folge einer jahrhundertelangen

Ausrottungsgeschichte verschwand die Art

bis 1900 aus den letzten ihr in Mitteleuropa

verbliebenen Lebensräumen. Erst Wiederansiedlungsprojekte

machten ab den

1970er Jahren die Rückkehr des Luchses

möglich. Langfristig erfolgreiche Wiederansiedlungen

fanden vor dem Jahr 2000

in Slowenien, der Schweiz, dem heutigen

Tschechien (Böhmerwald) und in Frankreich

(Vogesen) statt (Linnell et al. 2009).

Vor dem Start des Luchsprojektes im Harz

hatte noch nie zuvor eine Landesregierung

in Deutschland die Entscheidung getroffen,

einen großen Beutegreifer in der Kulturlandschaft

wieder anzusiedeln. Nicht nur

deshalb hatte die Maßnahme Pioniercharakter.

Die Auswilderung von Gehegeluchsen

war damals vor dem Harzer Projekt

nur im Kampinoski-Nationalpark in Polen

schon einmal erprobt worden (Böer et al.

1994, 1995, 2000). Internationale Experten

äußerten sich unter anderem deshalb skeptisch

zu den Erfolgschancen des Projektes

(z.B. Wotschikowski et al. 2001, Kramer-

Schadt et al. 2005).

Populations-Entwicklung

Zwischen 2000 und 2006 wurden insgesamt

24 Luchse (9 Männchen, 15 Weibchen) im

Nationalpark Harz in die Freiheit entlassen.

Bei allen Tieren handelte es sich um

Gehegenachzuchten aus deutschen und

schwedischen Wildparks (Anders 2016).

Da auf eine Besenderung der Luchse verzichtet

wurde, lagen bis zum Abschluss der

Auswilderungen nur sehr wenige Informationen

darüber vor, ob und wie lange die

Gründertiere überlebten. Jedoch konnte

bereits 2002 erster Luchsnachwuchs im

Harz verzeichnet werden. Danach kamen

in jedem der Folgejahre junge Luchse zur

Welt. Ab dem Jahr 2010 siedelten sich erste

Individuen außerhalb des Mittelgebirges

im Kaufunger Wald an. Bis zum Monitoringjahr

2019/20 war dann eine langsame

aber stetige Arealerweiterung der Harzer

Luchspopulation nach Westen und Süden

zu verzeichnen (Anders und Middelhoff

2021), die zuletzt allerdings stagnierte.

In fünf Waldgebieten außerhalb des Harzes

fand bisher eine Reproduktion von Luchsen

statt: Im Kaufunger Wald zwischen 2010

und 2015, im Hils seit 2013, im Solling seit

2016, im Westerhöfer Wald und im Hainberg

seit 2018. Im Kaufunger Wald brach

das Luchsvorkommen im Jahr 2015 wieder

zusammen (Port et al. 2020). Es wurden

mehrere Luchse mit Fuchsräudeinfektionen

bestätigt. Vermutlich gingen daran auch die

reproduzierenden Weibchen ein.

Status der Population

Eine 2014 durchgeführte Studie belegt

eine recht hohe Akzeptanz des Luchses in

der Har-zer Bevölkerung und auch in der

Jägerschaft des Mittelgebirges (v. Ruschkowsky

2018). Der Luchs spielt darüber hinaus

eine nicht unerhebliche Rolle in der

touristischen Werbung für den Harz (White

et al. 2016). Einige private Wirtschaftsunternehmen

nutzen das positive mediale

Interesse am Luchs, um auf ihre Produkte

hinzuweisen. Die Etablierung der Luchspopulation

im Harz darf somit rückblickend

als voller Erfolg bezeichnet werden. Deren

spontane Ausbreitung über die Grenzen des

Mittelgebirges hinaus und in eine nur mäßig

bewaldete Kulturlandschaft hinein ist auch

im Vergleich mit anderen Wiederansiedlungen

als Besonderheit zu bezeichnen. Bei

der seit 2016 erfolgten Wiederansiedlung

von Luchsen im Pfälzerwald (Rheinland-

Pfalz) wurden dementsprechend Erfahrungen

aus dem Harz berücksichtigt.

Der Nationalpark Harz etablierte 2014 ein

systematisches Fotofallenmonitoring. Bis

2017 fand eine Studie statt, die erstmals

Daten lieferte, um statistisch fundiert einen

Bestand von Luchsen innerhalb des Harzes

zu schätzen. Es leben demnach 55 selbständige

(von der Mutter unabhängige) Luchse

auf der 2.200 Quadratkilometer großen

Fläche des Mittelgebirges (Middelhoff und

Anders 2018). Es ist außerdem davon auszugehen,

dass pro Saison etwa 35 Jungluchse

im Harz geboren werden.

Im Jahr 2009 wurden bundesweit einheitliche

Standards für das Monitoring des

Luchses etabliert (Kaczensky et al. 2009,

Reinhardt et al. 2015). Seither wird durch

das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mittels

der von den Bundesländern zur Verfügung

gestellten Monitoringdaten nicht nur

eine jährliche Verbreitungskarte erstellt,

sondern auch eine Anzahl von Luchsen

genannt, die im jeweiligen Monitoringjahr

(01.05.- 30.04) vom Monitoring erfasst und

individuell unterschieden werden konnten.

In den Bundesländern Niedersachsen,

Sachsen-Anhalt, Thüringen und Hessen,

die allesamt von der Harzpopulation berührt

werden, handelte es sich dabei im

Monitoringjahr 2019/20 um 66 selbständige

Individuen. Zusätzlich wurden 34 Jungtiere

vom Monitoring erfasst (BfN 2020).

Genetische Analysen machten deutlich,

dass längst nicht jedes der zwischen 2000

und 2006 im Harz freigelassenen Tiere zur

Gründung der Population beigetragen hat

(Mueller et al. 2020). Im Vergleich zu anderen

wiederangesiedelten Luchspopu-

16

05 | 2022


HARZ AKTUELL

lationen ist die genetische Diversität der

Harzluchse bislang trotzdem noch relativ

hoch, auch, wenn sie naturgemäß mit jeder

abtretenden Luchsgeneration allmählich

abnimmt (Mueller et al. 2022).

Herausforderungen

Bereits sehr früh im Verlauf des Harzer

Projektes wurde die Notwendigkeit einer

Vernet-zung von deutschen und europäischen

Luchsvorkommen betont (Barth und

Pohlmeyer 2000, Barth 2002). Tatsächlich

sind insbesondere die wiederangesiedelten

Populationen in Mitteleuropa bis heute

recht klein und, wie neuere Studien belegen,

zum Teil sehr stark von Inzuchterscheinungen

bedroht (Mueller et al. 2022, Ryser-

Degiorgis et al. 2020). Wenn nicht deren

erneutes Aussterben in Kauf genommen

werden soll, muss dringend ein genetischer

Austausch stattfinden. Erfolgt dieser in den

kommenden Jahrzehnten nicht, ist u.a.

auch die Zukunft des Harzer Vorkommens

nicht gesichert.

Es ist festzustellen, dass sich einige wenige

männliche Luchse aus der Harzpopulation

mitunter sehr weit vom Ursprungsort der

Population, dem einstigen Auswilderungsgehege

im Nationalpark Harz, entfernen.

Ein Tier brachte es auf eine Distanz von

mehr als 300 Kilometern und wurde bei

Wiesloch am Rhein nachgewiesen. Andere

wanderten bis nach Brandenburg, in

die Altmark in Sachsen-Anhalt oder in den

fränkischen Steinwald. Die größte Entfernung,

die ein Harzweibchen zurücklegte,

das später auch Jungtiere zur Welt brachte,

beträgt hingegen weniger als 100 Kilometer

(Anders und Middelhoff 2021). Während

einzelne Harzmännchen also ein gewisses

Potential haben, die nächstgelegenen

Luchspopulationen im Bayerischen Wald

oder im Pfälzerwald zu erreichen, ist dies

von Weibchen nicht zu erwarten.

Darin liegt ein Grund, warum die Ausbreitung

von Luchspopulationen vergleichsweise

langsam verläuft. Angesichts einer

zunehmend von Verkehrswegen zerschnittenen

Landschaft ist unklar, ob es den

Luchsen auf natürlichem Wege gelingen

wird, die einzelnen Vorkommen rechtzeitig

genug in einen ausreichenden genetischen

Austausch zu bringen.

Ziele

Zu den wichtigsten Zielen für die Zukunft

zählt die Aufrechterhaltung der genetischen

Diversität der Harzer Luchspopulation.

Dazu ist zunächst ein regelmäßiges

genetisches Monitoring erforderlich, um

(Foto: Ole Anders)

Veränderungen rechtzeitig erkennen zu

können. Die genetische Vernetzung mit anderen

Luchsvorkommen in Deutschland

und Europa auf dem Wege einer natürlichen

Arealerweiterung und der Abwanderung

einzelner Individuen ist zu fördern. Auch

um diese Entwicklung im Auge zu behalten,

ist die Fortführung und dynamische Anpassung

des Monitorings mit Kamerafallen und

anderen Methoden erforderlich. Die bislang

positive Entwicklung der Harzer Luchse

liefert viele nützliche Informationen für die

weiteren Bemühungen um den Schutz der

Tierart. Es ist vorgesehen, diese Daten auch

in der Zukunft zu erheben, zu publizieren

und in den Diskurs mit nationalen und internationalen

Expertinnen und Experten

einzubringen.

Voraussetzung für eine weiterhin positive

Entwicklung der Harzer Luchspopulation

ist natürlich die Aufrechterhaltung und die

weitere Förderung der Akzeptanz des großen

Beutegreifers im Harz, insbesondere

aber auch in den Gebieten, in denen Luchse

sich neu ansiedeln.

Fazit

Entgegen der anfangs auch in Expertenkreisen

geäußerten Skepsis und den Vorbehalten

gegenüber einem Luchs-Wiederansiedlungsprojekt

im Harz, ist die Maßnahme

bislang sehr erfolgreich verlaufen. Es ist

gelungen, innerhalb des Harzes eine vitale

Luchspopulation aufzubauen, die fortlaufend

reproduziert. Die Akzeptanz des

Luchses in der Bevölkerung ist als hoch

zu bezeichnen. Eine äußerst wichtige Rolle

spielt dabei die bis heute gute und enge Zusammenarbeit

mit der Landesjägerschaft

Niedersachsen e.V.. Während in anderen

Luchspopulationen illegale Tötungen einen

negativen Einfluss auf die Bestandsentwicklung

nehmen (Schmidt-Posthaus et

al. 2002, Müller et al. 2014), kommen solche

Fälle im Verbreitungsgebiet der Harzluchse

nur sehr selten vor. Die Befürchtungen,

dass eine Harzer Luchspopulation aufgrund

der isolierten Lage des Mittelgebirges sehr

schlechte Chancen einer Ausbreitung und

Anbindung an andere Vorkommen besitzt

(Kramer-Schadt et al. 2005), haben sich

nicht bewahrheitet. Im Gegenteil wies die

Harzpopulation über Jahre eine deutliche

Arealerweiterung in die mäßig bewaldete

Kulturlandschaft außerhalb des Mittelgebirges

auf. Ein Phänomen, das im Vergleich mit

anderen Luchsvorkommen bemerkenswert

ist. Das Luchsprojekt Harz ist somit eines

von nur wenigen seit den 1970er Jahren in

Mitteleuropa durchgeführten Luchswiederansiedlungsprojekten,

die auch mehr als

zwei Jahrzehnten nach dem Beginn noch

als voller Erfolg bezeichnet werden können.

Der große Raumbedarf des Luchses, seine

insgesamt mäßige Ausbreitungsgeschwindigkeit

und die Tatsache, dass die

Vorkommen in Mitteleuropa unter einem

dramatischen Verlust genetischer Diversität

leiden, stellen aber gleichzeitig auch

Herausforderungen dar, denen man in der

Zukunft mit aktiven Maßnahmen des Populationsmanagements,

der Öffentlichkeitsarbeit

und des Monitorings auf nationaler

und internationaler Ebene begegnen muss.

05 | 2022 17


HARZ AKTUELL

Förderverein Kultur- und Heimatpflege Neuhof e.V.

Köhlerhütte, Brunnen und Backhaus in Neuhof

Der Förderverein Kultur- und Heimatpflege

Neuhof e.V. hat es sich zur Aufgabe

gemacht, Historisches und Kulturelles

wieder zum Leben zu erwecken.

Nach einer Brandstiftung im Herbst 2019

brannte die vorhandene Köhlerhütte ab.

Dank zahlreicher Spender konnte die Köhlerhütte

2020 wieder aufgebaut werden.

Diese kann für Feierlichkeiten angemietet

werden. Gern genutzt wird sie von Kitas,

Schulklassen, Vereinen und für andere

Events jeder Art.

36 Sitzplätze stehen zur Verfügung. Es gibt

Möglichkeiten zum Grillen. Stockbrot usw.

können jederzeit zubereitet werden, genauso

wie warme Getränke, insbesondere

in der kalten Jahreszeit. Im Außenbereich

laden umfangreiche Sitzmöglichkeiten und

eine offene Feuerstelle zum Verweilen und

feiern ein.

Im Jahr 2021 konnte über einen LEADER-

Zuschuss der Region Osterode ein lang

ersehnter Wunsch des Fördervereins in

Erfüllung gehen. Ein Backhaus neben der

Köhlerhütte wurde in alter historischer

Bauart errichtet.

Bis in die 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts

hat es in Neuhof immer eine Bäckerei

und viele private Backhäuser oder

Das Backhaus. Im Hintergrund ist der Brunnen

zu sehen. Bild rechts: Der Holzbackofen.

(Fotos: W. Balogh)

Backöfen gegeben. Diese alte Tradition des

Backens soll mit dem Bau des Backhauses

in Erinnerung gerufen und fortgesetzt

werden. Monatlich ein öffentliches Backen

sowie Backseminare für Gruppen, Kitas und

Schulen werden im Neuhofer Backhaus

angeboten.

Im Zuge der Bauvorhaben wurde auch ein in

direkter Nähe vorhandener Brunnen wieder

entdeckt, restauriert, hochgemauert und

mit einem Brunnenhaus versehen. Eine in

dem Bereich stehende Hillebille erinnert an

altes Brauchtum im Harz. Der Förderverein

leistete bei Erstellung dieser Bauwerke mit

seinen Mitgliedern ca. 2.500 ehrenamtliche

Arbeitsstunden für den Aufbau der vier

Objekte.

Die Bauwerke liegen im Mittelpunkt des

Dorfes nahe des Dorfgemeinschaftshauses

Neuhof, dem Sportplatz und dem Reitgelände.

In direkter Nähe gibt es auch ein

Kinderspielplatz mit vielen interessanten

Spielgeräten. Der Karstwanderweg, der

Wanderweg Grünes Band und weitere Wanderwege

führen durch das Gelände und in

unmittelbarem Bereich gibt es zwei Harzer

Stempelstellen. (HWN 166 Sachsenstein u.

HWN 192 Gipsbrennofen)

Klaus Liebing

18

05 | 2022


HARZKLUB

Jahreshauptversammlung Zweigverein Thale

Nach zwei Jahren Pause......

Zwei Jahre Pandemie bedingte Zwangspause!

Nun endlich wieder eine Jahreshauptversammlung,

wenn auch unter

3G-Corona-Regeln.

Der Vorsitzende des Zweigverein Thale,

Fritz Nennhuber, erwähnte in seinem Jahresrückblick

die vielen Veranstaltungen,

welche durch Corona „geopfert“ werden

mussten. Es waren vor allem Veranstaltungen,

welche im Zweigverein Thale eine

gute Tradition haben, u.a. Advent im Walde,

diverse Tageswanderungen und auch

die jährliche Jahreshauptversammlung.

Besonders bedauerlich war die zweimalige

Absage, 2020 und 2021, der jährlich durchgeführten

Dreitageswanderung, quer

über den Harz. Gemeinsam mit Wanderfreunden

des Zweigverein Seesen fanden

diese Touren bereits 29-mal statt. In 2020

sollte sie starten, die 30. Harzquerung.

Gute Vorbereitungen für diese Jubiläumstour

wurden durch ein kleines, unsichtbares

Virus zunichte gemacht. Auch im

Folgejahr sorgte Corona für den erneuten

Ausfall.

Trotz aller Pandemiebedingten Einschränkungen,

so Fritz Nennhuber, gab

es einige, da wo es die Schutzmaßnahmen

erlaubten, „kleinere“ Aktivitäten. 14

Wanderungen mit unter 10 Teilnehmern,

die Hubertusfeier im November 2021, Arbeiten

an der Wanderwegbeschilderung

und natürlich die obligatorischen Einsätze

der Naturstation. Hier bei der Naturstation

bahnen sich mittelfristig Änderungen

an. Es gilt die Wanderinfrastruktur sicher

zu halten. 150-jährige Wanderwege, stellenweise

mit massiven Trockenmauern

gesichert, bedürfen besonderen Unterhaltungsaufwand.

Hier suchen der Zweigverein

und das Rathaus nach passenden

Lösungen. Thales Bürgermeister, Herr

Zedschack, hat das Problem „auf dem

Zettel“. Neben geförderten Maßnahmen

werden auch andere Lösungen ausgelotet.

Dagmar Heber, Schriftführerin; Günter Hundt stellv. Kulturwart bei der Bronze-Ehrung

(Foto: A. Seiler)

Unterstützung in 2021 durch den Zweigverein

für die Bodetal-Tourismus-Information.

An mehreren Wochenenden fanden,

unter Anleitung einiger Harzklubmitglieder,

Führungen in der Walpurgishalle statt.

Eine sinnvolle, gleichwohl sehr aufwändige

Erweiterung des Ausstellungsangebotes

in der Halle wurde mit dem Hendrich-Zimmer

geschaffen. Hier hat sich

der Zweigverein stark engagiert, um den

interessierten Besucher der Walpurgishalle

Bilder des Malers Hermann Hendrich zu

präsentieren, so Fritz Nennhuber in seinen

Ausführungen.

Z.Zt. sind 136 aktive Mitglieder im Zweigverein

Thale registriert. Die Mitgliederzahl

ist stabil. Sterbefälle und Austritte

konnten durch neu geworbene Mitglieder

kompensiert werden.

Ein ganz besonderes Ereignis wurde durch

Corona komplett in den Hintergrund gedrängt

– die Wiederbegehbarkeit der

Schurre, nach 11 Jahren Sperrung. Auch

hier würdigte der Vorsitzende in seinem

Rückblick alle Beteiligten, die sich für diesen

einmaligen Wanderweg stark gemacht

hatten.

Nach dem Rechenschaftsbericht durch

den Vorsitzenden kamen die Fachwarte

zu Wort. Der Bürgermeister von Thale,

Herr Zedschack, dankte in seinem Grußwort

dem Zweigverein für das stetige

Engagement. Wanderwegsicherungen,

Wanderwegbeschilderungen, Walpurgishalle,

die wesentlichen Punkte, wo auf

den Harzklub- Zweigverein Thale immer

Verlass ist.

Nach zwei Jahren Pandemie standen

wieder offizielle Ehrungen an. Für ihren

langjährigen Einsatz im Ehrenamt wurden

mit dem Bronzenen Ehrenzeichen

die Schriftführerin Dagmar Heber und die

Kulturwarte Andrea und Günter Hundt

ausgezeichnet. Namentlich wurden Wolfgang

Schrödter und Axel Seiler erwähnt,

mit Würdigung des Ehrenzeichens in Silber.

Ehrenzeichen in Gold für Anita Ochmann.

Die drei letztgenannten erhalten

die offizielle Ehrung anlässlich der Jahreshauptversammlung

des Hauptvereins am

23.04.2022 in St. Andreasberg.

Mit dem Schlusswort des Vorsitzenden

endete die diesjährige Jahreshauptversammlung

des Harzklub-Zweigverein

Thale.

05 | 2022 19


HARZKLUB AKTUELL

Der Harzklub wandert wieder, wandern Sie mit!

Geführte Wanderungen

im Mai/Juni 2022

Bitte beachten Sie:

Die angebotenen Wanderungen finden

unter Vorbehalt statt, da sich die Regelungen

zur Corona-Pandemie jederzeit

ändern können. Anmeldung zu den

Wanderungen erforderlich, wir empfehlen

Rucksackverpflegung!!

Samstag, 14.05.2022

„Am Tag des Wanderns zu einem alten

Grenzturm“

(Zweigverein Bad Lauterberg)

Wanderung (mit Einkehrmöglichkeit)

von Bad Lauterberg Haus des Gastes

vorbei an den Westersteinen zu einem

alten noch erhaltenen Grenzturm.

Zurück über Bartolfelde mit Einkehr in

Müllers Hof café, ca: 16 km. Rückkehr

gegen 17.00 Uhr.

Treffpunkt: 11.00 Uhr, Bad Lauterberg,

Haus des Gastes

Anmeldung und Führung:

Wilhelm Diekmann, Tel.: 0177-8355893

Montag, 16.05.2022

„Exkursion zur Bergwiesenblüte“

(Zweigverein Hahnenklee-Bockswiese)

Rundgang über die Bergwiesen von

Hahnenklee-Bockswiese, ca. 4 km.

Rückkehr gegen 12.00 Uhr.

Treffpunkt: 10.00 Uhr, Hahnenklee,

Wandertreff Kurhaus

Anmeldung und Führung:

Biologin Christine Eggers, 05325-52962

oder 0157-35341936

Samstag, 21.05.2022

„Zum Großen Knollen“

(Zweigverein Bad Lauterberg)

Wanderung (mit Einkehrmöglichkeit)

von Bad Lauterberg Haus des Gastes

über Knollenkreuz zum Gr. Knollen.

Zurück durch das Knollental, ca. 16 km.

Rückkehr gegen 17.00 Uhr

Treffpunkt: 11.00 Uhr, Bad Lauterberg,

Haus des Gastes

Anmeldung und Führung:

Wilhelm Diekmann, Tel.: 0177-8355893

Sonntag, 22.05.2022

„Frühling im Harly“

(Zweigverein Bad Harzburg)

PKW-Fahrgemeinschaften. Wanderung

(mit Einkehrmöglichkeit) entlang der

Oker zum Schacht 1, weiter über den

Kammweg und schmale Wege zurück

zum Kloster, ca. 14 km, Rückkehr gegen

16.30 Uhr.

Treffpunkt: 09.15 Uhr, Bad Harzburg,

Parkplatz TEDI, 09.45 Uhr, Kloster

Wöltingerode

Anmeldung und Führung:

Ines Hohlbein, 0170-4310437

Montag, 23.05.2022

„Exkursion zur Bergwiesenblüte“

(Zweigverein Hahnenklee-Bockswiese)

Rundgang über die Bergwiesen von

Hahnenklee-Bockswiese, ca. 4 km.

Rückkehr gegen 12.00 Uhr.

Treffpunkt: 10.00 Uhr, Hahnenklee,

Wandertreff Kurhaus

Anmeldung und Führung:

Biologin Christine Eggers, 05325-52962

oder 0157-35341936

Sonntag, 29.05.2022

„Die Bisons im Leinetal“

(Zweigverein Bad Harzburg)

PKW-Fahrgemeinschaften. Wanderung

(mit Einkehrmöglichkeit) von Pansfelde

über Clusberg zu den Bisons ins Leinetal,

ca. 15 km, Rückkehr gegen 18.00 Uhr.

Treffpunkt: 09.15 Uhr, Bad Harzburg,

Parkplatz TEDI.

Anmeldung und Führung:

Alfred Heineke, 05322-2206

Sonntag, 29.05.2022

„Besuch beim Alten vom Berge“

(Zweigverein Herzberg am Harz)

PKW-Fahrgemeinschaften. Wanderung

von Oker über Kästeweg und Alte Harzstraße

nach Romkerhalle, zurück über

Klippenweg, Käste und Ziegenrücken

nach Oker, ca. 14 km, Rückkehr gegen

17.00 Uhr.

Treffpunkt: 09.00 Uhr, Herzberg,

Busbahnhof, 2. Treffpunkt 10.00 Uhr

Oker, Schützenhaus.

Anmeldung und Führung:

Frank Lange, 0511-591633

Sonntag, 29.05.2022

„Blütenträume im Weltwald“

(Zweigverein Neuekrug-Hahausen)

PKW-Fahrgemeinschaften. Wanderung:

Gemeinsam mit Harzklub Seesen,

durch den Weltwald bei Bad Grund,

ca. 8 km, Rückkehr gegen 14.00 Uhr.

Treffpunkt: 09.30 Uhr Neuekrug-

Hahausen, Parkplatz Neiletal, 09.45 Uhr,

Seesen, Hansa-Eck.

Anmeldung und Führung:

Peter Brandes, 05381-2987

Sonntag, 29.05.2022

„Schalke-Turm und Graben im Blick“

(Zweigverein Wolfshagen)

PKW-Fahrgemeinschaften. Wanderung

vom Auerhahn zum Schalke-Turm,

weiter über Lochstein und Kellerhalsteiche,

ca. 13 km.

Treffpunkt: 09.30 Uhr, Wildemann,

Kiosk am Eck, 10.00 Uhr Parkplatz am

Auerhahn.

Anmeldung und Führung:

Uwe Brennecke, 0151-62428452

Montag, 30.05.2022

„Exkursion zur Bergwiesenblüte“

(Zweigverein Hahnenklee-Bockswiese)

Rundgang über die Bergwiesen von

Hahnenklee-Bockswiese, ca. 4 km.

Rückkehr gegen 12.00 Uhr.

Treffpunkt: 10.00 Uhr, Hahnenklee,

Wandertreff Kurhaus

Anmeldung und Führung:

Biologin Christine Eggers, 05325-52962

oder 0157-35341936

Samstag, 04.06.2022

„Bergwiesen bei Buntenbock“

(Zweigverein Buntenbock)

Rundgang über den Buntenbocker

Bergwiesenweg, für Kinderwagen

geeignet, ca. 3 km. Rückkehr gegen

16.30 Uhr.

Treffpunkt: 14.00 Uhr, Buntenbock,

Parkplatz Ortsmitte.

Anmeldung und Führung:

Barbara Ellendorf, 0176-20664702

20 05 | 2022


HARZKLUB

Sonntag, 05.06.2022

„Steinmühlental im Südharz“

(Zweigverein Tanne)

PKW-Fahrgemeinschaften. Wanderung

(mit Einkehr) von Rothesütte zur

ehemaligen Steinmühle, weiter durch

das Steinmühlental nach Rothesütte,

ca. 15 km. Rückkehr gegen 16.30 Uhr.

Treffpunkt: 10.00 Uhr, Tanne,

Wandertreff Lindenwarte.

Anmeldung und Führung:

Günther Gundlach, 039457-3256

Dienstag, 07.06.2022

„Exkursion zur Bergwiesenblüte“

(Zweigverein Hahnenklee-Bockswiese)

Rundgang über die Bergwiesen von

Hahnenklee-Bockswiese, ca. 4 km.

Rückkehr gegen 12.00 Uhr.

Treffpunkt: 10.00 Uhr, Hahnenklee,

Wandertreff Kurhaus.

Anmeldung und Führung:

Biologin Christine Eggers, 05325-52962

oder 0157-35341936

Sonntag, 12.06.2022

„Naturschutzgebiet Steinholz

bei Quedlinburg“

(Zweigverein Bad Harzburg)

PKW-Fahrgemeinschaften. Wanderung

im Steinholz, ca. 15 km, Rückkehr gegen

17.00 Uhr.

Treffpunkt: 09.15 Uhr, Bad Harzburg,

Parkplatz TEDI.

Anmeldung und Führung:

Otto Pake, 05322-787901

Freitag, 17.06.2022

„Blühende Bergwiesen am Auerhahn“

(Zweigverein Hahnenklee-Bockswiese)

Wanderung über die Bergwiesen am

Auerhahn und um Bockswiese,

ca. 5 km. Rückkehr gegen 17.00 Uhr.

Treffpunkt: 14.00 Uhr, Hahnenklee,

Wandertreff Kurhaus.

Anmeldung und Führung:

Biologin Christine Eggers, 05325-52962

oder 0157-35341936

Der Feuersalamander. Dieser liebenswerte Geselle ist vielleicht auf einer der Wanderungen zu beobachten. (Foto: Otto Unruh)

05 | 2022 21


Schutzgebühr 2,00 E | Ausgabe 05_2022

HARZKLUB


Beitrittserklärung

Zutreffendes bitte ankreuzen:

Ja, ich möchte die wichtigen Ziele und Aufgaben des Harzklubs unterstützen

und erkläre hiermit meinen Beitritt als:

Vollmitglied Lebenspartner Jugendlicher/Kind

Familie

Vorname/Name:

Geburtsdatum:

Straße:

PLZ /Ort:

E-Mail:

Beitritt zum Harzklub-Hauptverein/Zweigverein:

Der Jahresbeitrag ist unterschiedlich und liegt zwischen 10,- und 30,- €

Ort, Datum

Mitgliederzeitschrift »DER HARZ«:

Ort, Datum

Der Harz (-er Wald)

geht nicht ohne uns

Harzklub hilft!

Hier geht es zur großen Pflanzaktion:

https://harzklub.de/harzklub-hilft/

Aktiv für den Naturschutz

im Harz!

Unterschrift

Bei Minderjährigen, Unterschrift

eines Erziehungsberechtigten.

Ich abonniere die Mitgliederzeitschrift »DER HARZ«

(Jahresabonnement 31,57 € – erscheint monatlich).

Unterschrift

Jahreshauptversammlung

Seite 4/5

Windparks künftig

auf dem Harz?

Seite 11

Vogelstimmenwanderung

Seite 14

www.harzklub.de

Vorteile der Mitgliedschaft

im Harzklub e.V.

✔ Vergünstigungen, preiswerte Nutzung

von Wanderheimen z.B. beim Kauf

von Wanderkarten, Übernachtungen in den

Wanderheimen

✔ DWV-Mitgliedskarte (Deutscher

Wanderverband): Vergünstigungen regional

und deutschlandweit bei vielen Partnern

✔ Angebote: Möglichkeit der Teilnahme

an Veranstaltungen des Harzklub e.V., z.B.

Harzer Heimattag, Naturschutztag, Sternwanderung,

Brockenveranstaltungen, den

Veranstaltungen der Zweigvereine und an

den geführten Wanderungen und Ausflügen

des Harzklubs

✔ Lehrgänge und Fachtagungen: Möglichkeit

der Teilnahme an den Lehrgängen,

Fachtagungen und Weiterbildungen (Wanderführer,

Wegebeschilderung, Naturschutz,

Jodeln und Peitschenknallen, Akkord-Zither,

Klöppeln)

✔ Kinder- und Jugendfreizeiten im

Wanderheim Wildemann, Ausflüge:

Teilnahme an den Kinderfreiten mit Aktivitäten

im Wald, zu Bergbau und Naturschutz,

Basteln, Harzer Brauchtum und Lagerfeuer,

Ausflüge zum Weltwald Harz, auf den Brocken,

in Höhlen oder Bergwerke

✔ Versicherungen: günstige Beiträge aufgrund

der hohen Mitgliederzahl im Harzklub-

Gesamtverein (Haftpflicht,-Unfall,- Schutzhütten,-

Musikinstrumente)

✔ Gema-Rahmenvertrag: Durch Mitgliedschaft

im Deutschen Wanderverband

20 % Nachlass der Gema-Gebühren bei Auftritte

und Möglichkeit der Mitgliedschaft im

Landestrachtenverband

✔ Vermarktung und Werbung für die

Heimat- und Brauchtumsgruppen sowie für

Wanderungen und sonstige Veranstaltungen

über die Geschäftsstelle, das Internet,

Rundschreiben und Presseinformationen

✔ Information sämtlicher Zweigvereine

zu den Geschehnissen im Harzklub und im

gesamten Harz z.B. durch Rundschreiben,

Vereinszeitschrift „Der Harz“, Versammlungen,

Internet, Presse

✔ Termine: Weitergabe aus den Zweigvereinen

über Rundschreiben und Veröffentlichungen,

Internet

✔ Austausch der Zweigvereine untereinander

z.B. über Vereinsrecht (Satzungen),

Versicherungen, Betreuungsgebiete usw.

✔ Stiftungen: Inanspruchnahme finanzieller

Zuschüsse entsprechend den Richtlinien

für besondere Projekte der Zweigvereine

✔ Unterstützung der Zweigvereine durch

den Hauptverein bei Problemen, Gründungen,

Veranstaltungen usw.

✔ Beratung durch den Hauptverein über

die Zusammenarbeit mit Forstbetrieben,

Kommunen, anderen Partnern, Pressearbeit,

Datenschutz usw.

✔ Hohe Mitgliederzahl: 12.000 Mitglieder

im gesamten Harzklub können sich viel besser

Gehör verschaffen, als einzeln agierende

„Ortsvereine“

✔ Aktive Mitwirkung in der großen

Harzklub-Familie: Umsetzung gemeinsamer

Aufgaben und Ziele, Pflege des Gemeinschaftssinns

22 05 | 2022


NEU: Ferienhaus am Wald

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SEILBAHNEN THALE

ERLEBNISWELT

Thale ist berühmt für das Bodetal, seine Hexen, Teufel und allerlei Sagen und Mythen.

Genau hier, wo sich Hexentanzplatz, Bodetal und Rosstrappe berühren, ist die

Seilbahnen Thale Erlebniswelt mit ihren vielen Attraktionen.

Achtung: Der Hexentanzplatz wird noch schöner! Deshalb finden umfangreiche

Baumaßnahmen statt. Unsere Sommerrodelbahn hat trotzdem täglich von

9:30 bis 18:00 Uhr geöffnet. Am besten ist der Harzbob vom Bodetal aus mit der

Kabinen bahn zu erreichen. Von der Bergstation sind es nur Minuten zu Fuß!

Parkplatz Bodetal, Parkstraße 1 in Thale - nur 5 Minuten bis zur Seilbahnen

Thale Erlebniswelt. Auch vom Bahnhof ist es nur ein kurzer Weg!

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