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tassilo - das Magazin rund um Weilheim und die Seen - Ausgabe Mai/Juni 2022

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Ausgabe 42

Mai / Juni 2022

®

Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

Eine Produktion von

Titelbild: mauritius images, Martin Siepmann

Hochschloss Pähl

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Auf der Roten Couch

Notfallseelsorger Dirk Wollenweber

Oldtimer-Treffen

Jubiläumsfahrt im VW Porsche 914


Oberammergau

Unabhängig · Selbstständig · Sicher

10 Gute Gründe

LAGE

Jetzt

Appartement

sichern!

im SeniorenWohnen

Oberammergau zu leben

Bei uns wohnen Sie abseits von Lärm und Hektik der Stadt am Rande des Naturparks Ammergauer

Alpen. Genießen Sie Möglichkeiten, die Ihnen der weltbekannte Passionsspielort Oberammergau

mit seinen kulturellen und naturnahen Angeboten bietet. Unser Haus passt sich dem alpinen Baustil

der Umgebung an und bietet ein komfortables Zuhause in unmittelbarer Nähe zum Ortszentrum.

ESSEN

Wer sich gerne an einen gedeckten Tisch setzt, ist bei uns richtig! Unser

freundliches Servicepersonal freut sich auf Ihren Besuch in unserem Restaurant.

Unsere Küche ist auch verantwortlich für das „Essen auf Rädern“

des BRK-Kreisverbands Garmisch-Partenkirchen im Ammertal.

GESELLIGKEIT

Individualität und Gemeinschaft, das ist bei uns kein Widerspruch. In

Ihrem Appartement können Sie ganz für sich sein, in unseren gemeinschaftlichen

umen wie dem Kaminzimmer, den Restaurants und im

Garten können Sie die Hausgemeinschaft erleben.

WOHNUNGEN

Das SeniorenWohnen Oberammergau

bietet 75 Appartements mit Wohnflächen

zwischen 30 und 70 m². Alle Appartements

sind ausgestattet mit einer praktischen Miniküche

und eigenem Bad. In Ihren eigenen

vier Wänden können Sie schalten und walten,

wie Sie es gewohnt sind. Unsere hauswirtschaftlichen

Mitarbeiterinnen übernehmen

gerne die Pflege Ihres Appartements.

SERVICE

Unsere Rezeption und Verwaltung ist an

allen Werktagen geöffnet und steht Ihnen

mit Rat und Tat zur Seite, sei es für Informationen

rund um unser Haus und unsere

Angebote oder den richtigen Ansprechpartner

für Ihr Anliegen zu finden. Auch

unser Haustechniker ist von Montag bis

Freitag im Haus.

PFLEGE UND

WOHLBEFINDEN

Eine pflegerische Unterstützung in Ihrem neuen

Zuhause ist in unserem Hause frei wählbar. Unser

eigener Ambulanter Pflegedienst steht Ihnen gerne

zur Verfügung. In unserer Massagepraxis können Sie

sowohl medizinische wie auch dem persönlichen

Wohlbefinden dienende Leistungen buchen. Das

Friseurstüberl ist einmal wöchentlich für Sie geöffnet.

SICHERHEIT

RUND UM DIE UHR

Unser Ambulanter Pflegedienst ist täglich von 6.00

Uhr bis 20.00 Uhr im Haus erreichbar. Zusätzlich verfügt

jedes Appartement über eine Notrufeinrichtung,

die 24 Stunden aktiv ist und an den Notruf des Bayerischen

Roten Kreuzes angeschlossen ist.

VERANSTALTUNGEN

Wir haben ein abwechslungsreiches monatliches Veranstaltungsprogramm,

das regelmäßige Bewegungsangebote und gesellige Anlässe

bietet, sowie Highlights wie Konzertnachmittage, Ausflüge in die nähere

Umgebung oder gemeinsame Feste im Jahreslauf. Auch Gottesdienste

werden in unserem Haus in wöchentlichem Wechsel gefeiert.

FAMILIÄRE ATMOSPHÄRE

Im SeniorenWohnen kennt man sich! Hier die freundliche Begrüßung,

dort die Nachfrage nach dem Befinden: Unsere Bewohner und Besucher

schätzen unsere familiäre Atmosphäre und das gute Miteinander

zwischen allen Beteiligten.

BARRIEREFREIHEIT

Unser Haus hat Geschichte. Schon in den 1930er Jahren war es als Hotel

ein beliebter Ort für Urlauber aus aller Welt. Dennoch bewegen Sie sich

sicher: die Zugänge zu unserem Haus sowie alle Räumlichkeiten sind

nahezu alle barrierefrei und mit Rollator oder Rollstuhl gut zu erreichen.

Sozialservice-Gesellschaft des BRK GmbH

SeniorenWohnen Oberammergau · St.-Lukas-Straße 15, 82487 Oberammergau

Birgit Krebs, Kundenberatung · Tel. 08822 918-155 · birgit.krebs@ssg.brk.de · www.seniorenwohnen.brk.de


Vom Leben mit dem Tod

Menschengroße,

rustikale

Skulpturen aus Holz, hergestellt

mit Motorsäge und

Beil. Für die Darstellung

von

Friedensnobelpreisträgern

hat ein aus Polen

stammender

Pöckinger

internationale Bekanntheit

erlangt. Durch den

von Russland ausgeübten

Krieg in der Ukraine

haben seine „Figuren des

Friedens“ nun nochmals an

Bedeutung und Strahlkraft

dazugewonnen, auf

die er sicherlich gerne

verzichtet hätte. Ein absoluter

Vollprofi an der Motorsäge ist Johannes Unland seit

mehreren Jahrzehnten. Und Gründer einer in der Region

einzigartigen Sägenschule, die oft erster „Ansprechpartner“

für Behörden, Verbände, Firmen und

Privatpersonen in Sachen „Baumschnittkurse“ ist.

In dieser Ausgabe spricht der Experte über Rechte,

Pflichten und korrekten Umgang mit Kettensägen,

von denen bekanntlich tödliche Gefahren ausgehen.

Höchste Vorsicht ist auch beim Umgang mit aus der

Wüste stammenden, bis zu drei Meter großen Vögeln

gefragt. Die Rede ist von Straußen, deren gelegte

Eier derart groß und stabil sind, dass sich ohne

weiteres ein 80 Kilogramm schwerer Mensch draufstellen

könnte. Für unsere Mai / Juni-Ausgabe haben

wir ausnahmsweise mal die Grenzen unseres Verteilgebiets

verlassen, und das zwischen Ammersee

und Landsberg gelegene „Straußennest“ mit großer

Bewunderung genauer angeschaut. Besten Überblick

über Weilheim-Schongau und Umgebung bietet

ab sofort auch eine Hightech-Drohne der Johanniter.

Der mit hochwertiger Wärmebildkamera ausgestattete

Quadrokopter soll Rettungskräfte bei der Suche

nach Vermissten unterstützen, und in vielen anderen

Bereichen eingesetzt werden.

Eng verwoben mit dem Rettungsdienst ist das Leben

von Dirk Wollenweber. Der in Peiting lebende Pfarrer

und Feuerwehrmann ist inzwischen oberster Seelsorger

der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche

Bayerns. Im großen Interview auf der Roten Couch

spricht der Familienvater über den Umgang mit Menschen,

die wegen einem plötzlichen Todesfall eines

Liebsten den Boden unter den Füßen verlieren. Und

darüber, wie er selbst die ständige Konfrontation mit

Tod und damit verbundenem Leid verkraftet.

Auch hilfreich: An einem freien Tag sich gemeinsam

mit Freunden oder Familie aufs Fahrrad schwingen,

durchs Tassiloland strampeln und zwischendurch an

einem der immer mehr werdenden Eisautomaten

ein Päuschen einlegen. Warum das handgemachte

Heumilcheis der Pollinger Eismanufaktur so boomt?

Antwort finden Sie, liebe Leserinnen und Leser, auf

Seite 40 und 41 in dieser insgesamt sehr themenbunten

Ausgabe, in der sich auch mehrere tolle Gewinne

verstecken. Und zwar zu Kulturveranstaltungen, die

nun endlich wieder zahlreich und ohne nennenswerte

Corona-Einschränkungen stattfinden können.

Zum Beispiel das Erfolgsmusical „ZEPPELIN“ von

Ralph Siegel im Füssener Festspielhaus, ein Kabarettabend

mit Roland Hefter zu 100 Jahre TSV Iffeldorf,

oder das weltweit bekannte Oberammergauer

Passionsspiel, für das wir sogar Tickets zur Premiere

am Samstag, 14. Mai, verlosen. Viel Erfolg wünscht

an dieser Stelle,

Ihr Johannes Schelle

> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

Rechte, Pflichten und

Sinnhaftigkeit von Kursen

an der Motorsäge

Seite 6

Dicke Eier und feinstes

Fleisch: Die Straußenfarm

von Familie Wiedemann

Seite 9

Der Notfallseelsorger:

Dirk Wollenweber im großen

Interview auf der Roten Couch

Seite 14

Eigentlich ein Liebesbeweis!

Heuer werden wieder

Maiume aufgestellt

Seite 16

Skulpturen des

Friedens: Bildhauerei

mit Beil und Motorsäge

Seite 18

Sportlerinnen rocken

700-Mann-Zelt: TSV Iffeldorf

feiert 100-Jähriges

Seite 22

Realität trifft Virtualität:

Allerlei aus dem

Tassiloland

Seite 26

Ein Refugium für Pflanzen und

Tiere — Wasserwirtschaftsamt

untersucht Bäche und Flüsse

Seite 28

Expertenteam gibt grünes

Licht — Sicherheitsprüfungen

in Gotteshäusern

Seite 32

Saisonal und regional:

Fruchtiges Frühjahr mit

der Hauswirtschafterei

Seite 34

Treffen der VW Porsche 914

Freunde: Ein Dreisitzer mit

herausragender Straßenlage

Seite 40

Handgemachtes Heumilcheis

aus dem Automaten — die

Pollinger Eismanufaktur

Seite 44

Vermisstensuche via

Hightech-Drohne — Johanniter

investieren in die Zukunft

Seite 52

Ausbildungsmesse und Tag

der offenen Tür: Weilheimer

Berufsschule öffnet die Pforten

mai / juni 2022 | 3


Motorsägenkurse – Rechte, Pflichten und Sinnhaftigkeit

Zum Schutz der

Gesundheit und Natur

Murnau | Seit Januar 2013 ist es für

alle im Bereich der Forstwirtschaft

tätigen Gewerbetreibenden Pflicht,

einen Motorsägen-Kurs zu absolvieren,

und diesen im Rahmen einer

Prüfung in Theorie und Praxis

zu bestehen. Aber auch Privatleute,

die im Waldgebiet eines Försters

holzen möchten, ist der Nachweis

eines abgespeckten Motorsägen-

Kurses notwendig seit diesem

bundesweiten Beschluss vor acht

Jahren – wer ohne dieser Lizenz

in Staatswäldern arbeitet und verunfallt,

hat keinen Anspruch auf

Versicherungsschutz. Unabhängig

davon schadet es grundsätzlich

nicht, den fachgerechten Umgang

mit einer Motorsäge von Profis

zu erlernen – selbst wenn der

Schwerpunkt auf Baumfällung und

Heckenzuschnitt im hauseigenen

Garten oder eben Privatwald liegt.

Angeboten werden solche Kurse

zum Beispiel über den Bayerischen

Bauernverband (BBV), über hiesige

Waldbauvereinigungen oder

Selbstständige, die sich darauf

spezialisiert haben. Ein absoluter

Vollprofi in diesem Bereich: Johannes

Unland, Forstwirt, Forstwirtschaftsmeister

sowie Gründer und

Inhaber der weit und breit einzigen

Sägenschule mit Hauptsitz in

Murnau. Geboren und aufgewachsen

ist Johannes Unland allerdings

nicht im bayerischen Oberland,

wo er seine Sägenschule vor rund

zwölf Jahren gegründet hat, sondern

im Ruhrpott. Sein damaliger

Lehrbetrieb, zuständig für das

größte zusammenhängende Waldgebiet

im Pott, heißt heute E.ON.

Trotz dieses namhaften Arbeitgebers

wollte er nach Jahren voller

Fleiß und dazugewonnener Fachkompetenz

raus aus dem Ruhrgebiet.

„Weil ich nicht nur den Wald,

sondern auch die Berge liebe.

Außerdem die Lebensqualität hier

in Bayern nun mal um ein Vielfaches

höher ist als im Ruhrgebiet.“

Hiesigen Waldarbeitern sollte diese

Lebensentscheidung nur Recht

sein. Inzwischen gibt es nämlich

kaum einen in der Region ansässigen

Forstbetrieb, der seine Mitarbeiter

noch nicht von Johannes

Unland schulen hat lassen. Gleiches

gilt für Mitarbeiter von Landschafts-

und Gartenbaubetrieben,

Straßenmeistereien und Bauhöfen,

aber auch für aktive Mitglieder von

Feuerwehren und Technischem

Hilfswerk sowie Landwirten – sie

alle hatten bereits das Vergnügen,

4 | tassilo


Baumkletter-Seminare — die deutliche Steigerung zu Anfängerkursen.

einen Motorsägen-Kurs der Sägenschule

zu besuchen.

Baumfällung für jeden

Teilnehmer

Im Detail betrachtet gibt es drei

verschiedene Kurse. Den „AS-

Baum I“, der auch als Motorsägen-

Grundkurs für gewerbliche Waldarbeiter

bezeichnet werden kann.

Hierbei werden an fünf Werktagen

alle Fäll- und Sägetechniken mit

Motorsägen theoretisch geschult

und praktisch angewandt. Den

„AS-Baum II“, ebenfalls über fünf

volle Tage, der vorwiegend kompliziertere

Baumfällarbeiten aus

Hebebühnenkörben vorsieht. Und

einen Kurs für „Selbstwerber“, also

Privatpersonen, der lediglich über

eineinhalb Tage geht. „Den setzen

wir meistens von Freitagmittag bis

Samstagabend an, damit die Teilnehmer

nicht extra Urlaub dafür

nehmen müssen.“ Den ersten halben

Tag nutzt Johannes Unland für

Theorie zu Unfallsicherheit, Werk-

zeuge und Motorsäge. Am Samstag

wird das ganze draußen im Wald

und in voller Montur vertieft –

Baumfällung von jedem einzelnen

Teilnehmer inklusive. „Das sind

sehr lange, anstrengende Tage,

weil in kurzer Zeit viele Informationen

auf die Teilnehmer einprasseln.“

Aber es sind auch Tage, die

unglaublich lehrreich sind und ver-

dammt viel Spaß machen – Johannes

Unland hat es nicht nur fachlich

drauf, sondern versteht es auch

immer wieder, mit einem lockeren

Spruch die Stimmung aufzuheitern,

ohne jedoch den für einen

Motorsägen-Kurs notwendigen

Ernst aus den Augen zu verlieren.

Mindestalter von 18 Jahren, Schutzausrüstung

in Form von Stahlkappenschuhen

oder -stiefeln, Schnittschutzhose,

Schnittschutzjacke

sowie Schutzhelm mit Visier und

Gehörschutz sind unter anderem

die Teilnahme-Voraussetzung. „In

der Regel bringt auch jeder seine

eigene Motorsäge mit, die ich

vor Anwendung auf Funktonalität

und Sicherheit überprüfe.“ Sägeund

Fälltechniken, zum Beispiel

Fächerschnitt oder Stechschnitt,

werden beim Selbstwerber-Kurs

jedoch nur an Bäumen geübt, die

auf einer Stammhöhe von 1,20 Metern

maximal 20 Zentimeter dick

sind. „Bei dieser Baumgröße sprechen

wir noch von Schwachholz,

deren Verarbeitung man Privat-

personen zutraut. Alle Bäume, die

größer sind, sollten dann schon

von Fachkräften gefällt

werden.“ Unabhängig

davon

warnt

Johannes Unland: „Nur, weil jemand

einen meiner Kurse besucht

hat, ist er noch lange kein Profi.“

Auch die Besucher von AS-Baum

I und II nicht. Forstarbeiter wie er

haben schließlich eine Ausbildung

über drei Jahre absolviert, anschließend

mehrere Jahre Berufserfahrung

gesammelt und trotzdem

immer wieder Fehler gemacht und

neue Grenzen kennengelernt. „Ein

facettenreicher Beruf, bei dem du

im Detail betrachtet nie auslernst.“

Klinik-Chirurgen retten

kaputtes Knie

Der schwerste Unfall, der Johannes

Unland selbst passiert ist, liegt inzwischen

zehn Jahre zurück. „Mir

ist ein Baumabschnitt unkontrolliert

heruntergebrochen und hat

dabei mein Knie zerquetscht.“ Die

Ärzte im Murnauer Unfallklinikum

sagten ihm damals, dass sie eine

so schwere Knieverletzung noch

nie gesehen hätten, den Totalschaden

aber trotzdem mit ausschließlich

körpereigenen Sehnen und

Knochen reparieren konnten.“ Da

Johannes Unland obendrein verdammt

hart an seinem Körper gearbeitet

hat, kann er heute wieder

nahezu uneingeschränkt körperlich

schwer arbeiten, regelmäßig in

die Berge gehen und Radfahren.

„Natürlich geht das Leben eines

Holzarbeiters nicht spurlos an einem

vorbei – die Gelenke schmerzen

natürlich immer wieder mal.“

Aber verhältnismäßig gehe es dem

54-Jährigen trotz dieses schweren

Unfalls gut. Auch im Rahmen

seiner Motorsägenkurse ist ergonomisches

Arbeiten im Wald ein

zentrales Thema. Hinknien anstatt

Bücken, oder beim Ausasten eines

bereits gefällten Baumstammes

die

viereinhalb

bis zehn Kilogramm schwere Motorsäge

nicht ständig in den Händen

halten, sondern einfach Stück

für Stück auf dem Stamm des gefällten

Baumes entlangschieben.

„Da geht es meist um Kleinigkeiten,

die ich den Kursteilnehmen

während ihrer Baumfällungen mit

auf den Weg gebe.“

Diese Tipps und Kniffs gelten übrigens

auch für Frauen, für die unter

anderem auch beim BBV eigene

Kurse angeboten werden. „Oft

haben Frauen ihre Männer oder

Söhne bei mir angemeldet – so

ist man in Gespräche gekommen

und hat festgestellt, dass insbesondere

auf landwirtschaftlichen

Betrieben auch die Frauen selbst

gerne im Holz professioneller arbeiten

möchten.“ Eine interessante

Beobachtung, die Unland im Rahmen

seiner Motorsägen-Kurse für

Frauen immer wieder macht: „Sie

gehen systematischer an die Sache

ran, lernen so oft schneller als

Männer.“ Letztlich sind aber alle

Teilnehmer gleichermaßen begeistert

von Motorsägen-Kursen, allen

voran bei denen mit Johannes

Unland. Allein die Google-Rezensionen

unter seinem Homepage-

Eintrag könnten besser nicht sein –

die Teilnehmer schwärmen vom

Know-how, von praktischen Tipps,

aber auch von den rhetorischen

Fähigkeiten des Mannes, der auch

immer wieder vom Bayerischen

Bauernverband, der Bayerischen

Forstverwaltung und von vielen anderen

Verbänden für Motorsägen-

Schulungen gebucht wird. Und dabei

nicht nur auf Säge, Werkzeuge,

Fäll- und Schnitttechniken eingeht.

Auch das Thema „Wald mit Wild“

und das damit eng einhergehende,

noch viel bedeutendere Thema

„Wald der Zukunft“ sind ihm

wichtige Anliegen. Insofern sind

gut geschulte Waldarbeiter nicht

nur Menschen, die mit Motorsägen

umgehen undume fällen können,

sondern auch diejenigen, die

klug und achtsam mit der Natur

umgehen.

js

mai / juni 2022 | 5


Auf der Straußenfarm von Familie Wiedemann

Dicke Eier und feinstes Fleisch

Memming | Auf dem landwirtschaftlichen

Anwesen von Barbara

und Klaus Wiedemann ist nicht

Hofhund Buddy der Boss, sondern

Django – ein drei Meter hoher, 170

Kilogramm schwerer und zwölf

Jahre alter Straußenhahn, der bis

zu 70 Stundenkilometer schnell

laufen kann und aufgrund fünf

Zentimeter langer Krallen an seinen

Zehen mit äußerster Vorsicht

zu behandeln ist. Letztlich sorgt

dieser Prachtkerl dafür, dass seine

Hennen fleißig Eier legen. Und

die Nachzucht dieser in der Region

einzigartigen Exoten gesichert

ist. „Wir führen einen klassischen

Milchviehbetrieb und haben aufgrund

des niedrigen Milchpreises

vor vielen Jahren schon nach einem

zweiten Standbein gesucht.“

Urlaub auf dem Bauernhof kam für

die Memminger (Weiler bei Hofstetten)

damals nicht in Frage,

„weil unsere drei Kinder noch sehr

klein waren“. Insofern haben die

beiden nach Nutztieren gesucht,

die ähnlich zu halten sind wie

Milchkühe. Warum die Wahl am

Ende des Tages ausgerechnet auf

Strauße fiel, die ursprünglich heimisch

in Afrika, in der Wüste sind?

„Als unser damaliger Bürgermeister

mit diesem Vorschlag auf uns

zugekommen ist, haben wir ihm im

wahrsten Sinne erstmal den Vogel

gezeigt.“ Doch wie das Leben oft so

spielt, „hat uns dieser Vogel in der

Folge nicht mehr losgelassen, über

Zeitungsberichte und TV-Beiträge

regelrecht verfolgt“. Eines Tages

machten sich die beiden auf nach

Leipheim (Landkreis Günzberg),

wo eine der größten Straußenfarmen

Deutschlands steht, und

fingen endgültig Feuer. Es folgte

an gleichem Ort ein dreitägiges

6 | tassilo

Fachseminar mit Abschlussprüfung

für die Haltung und Zucht von

Straußen, abgenommen von der

Vogelklinik der Ludwig-Maximilians-Universität

in München. Und

im Jahre 2010 kauften sie, ebenfalls

in Leipheim, die ersten zehn Küken

für ihren eigenen, idyllisch gelegenen

Hof. Inzwischen sind zwölf

Jahre vergangen, die Anzahl der

Tiere hat sich versechsfacht und

die Nachfrage nach Straußenprodukten

(www.straussennest-wiedemann.de)

ist derart groß, „dass

wir immer wieder zahlreiche Kundenanfragen

ablehnen müssen“.

Eierschalen mit

Bohrmaschine knacken?

Apropos „groß“: Ein Straußenei

entspricht in etwa der Größe von

20 (!) klassischen Hühnereiern. Es

kann eingefroren und somit länger

haltbar gemacht werden. Und

ist dank seines geringen Cholesteringehalts

(20 Mal geringer als

bei Hühnereiern) besonders gut

verträglich. „Viele Menschen mit

einer Hühnereierunverträglichkeit

können Straußeneier ohne Probleme

essen.“ Nur wie? Diese zwei

bis drei Millimeter dicke Schale ist

derart stabil, dass ein bis zu 80 Kilogramm

schwerer Mensch ohne

weiteres draufsteigen könnte. „Es

über die Kante einer Pfanne aufzuschlagen

ist unmöglich – wir

knacken die Schalen unserer Straußeneier

meistens mit Hilfe einer

Bohrmaschine“, sagt Klaus Wiedemann,

und fügt an: „Da bekommt

der Spruch, Essen müsse erst verdient

werden, eine angemessene

Bedeutung.“ Wobei es die rund 400

Stammkunden von Familie Wiedemann

wesentlich leichter haben als

die beiden Halter sowie ihre Geschäftspartner

selbst. Jeden Donnerstagnachmittag

ist der Hofladen

von Familie Wiedemann zwischen

14 und 19 Uhr für sie geöffnet –

und bietet alles, was das Herz von

Straußenliebhabern höherschlagen

lässt. Fleisch und Wurst aus

der sieben Kilometer entfernten

Metzgerei. Eiernudeln, hergestellt

im Nachbarlandkreis Aichach.

Sind extrem neugierig: Klaus Wiedemann auf dem Futtertisch seiner

Straußenfarm, hier mit den rund einjährigen Vögeln.

Eier, Eierlikör,

aus Straußenhaut

handgemachte

Geldbörsen und

Gürtel, Lampen

mit aus Eierschalen

gefertigten

Schirmen, diverse

Dekorationsgegenstände,

ja

sogar Staubwedel

und Fächer aus

Straußenfedern –

reich werden die

Wiedemanns mit ihrer

Straußenfarm allerdings

nicht, sehen sie eher als professionelles

Hobby. „Stressig

ist es für uns immer dann, wenn

die 30 bis 35 Küken pro Jahr aus

unserem Brutautomaten schlüpfen.“

Die müssen die ersten sechs

Wochen hinweg fünf Mal am Tag

mit einer speziellen Kornmischung

gefüttert, und auf einer täglich zu

reinigenden Gummimatte gehalten

werden, „da sie im Gegensatz

zu den älteren Vögeln Streu fressen

und daran erkranken oder gar sterben

würden“. Weitere Hochphasen

in Sachen hoher Arbeitsaufwand

sind die Zeiten vor Weihnachten

und Ostern, wo das Straußengeschäft

besonders boomt. „Ansonsten

aber hält sich die Arbeit

einigermaßen in Grenzen, weil

Strauße, sobald sie ein gewisses

Alter erreicht haben, tatsächlich

ähnlich zu halten sind wie Kühe.“

Angriffe können

tödlich enden

Derzeit halten die Wiedemanns 63

Strauße, aufgeteilt in drei Gruppen.

Einmal die inzwischen auch

schon rund 2,70 Meter großen,


aber noch jüngeren Tiere. „Das ist

auch die Gruppe, die wir ab einem

Alter von 15 Monaten schlachten.“

Und zwei Zuchtgruppen, bestehend

aus mehreren Hennen sowie

je einem Hahn, darunter auch

Django. Wiederum für alle gleich:

Der in drei Bereiche aufgeteilte

Laufstall mit Futtertischen, sowie

rund um die Uhr offenen Einund

Ausgangstüren, die Sommer

wie Winter uneingeschränkten

Freigang gewähren. Das

Tierschutzgesetz schreibt an

dieser Stelle 1 500 Quadratmeter

Auslauf pro Straußenhahn

vor, sowie 500

weitere Quadratmeter pro

Henne. Entsprechend riesig

sind die Weideflächen südlich

des Straußenstalles von

Familie Wiedemann, allesamt

mit einem Spezialzaun umbaut –

das Zaungerüst besteht aus Wasserrohrleitungen,

die Pfähle aus

Beton und das Dazwischen aus einem

sehr stabilen Maschendraht.“

Zaunhöhe: Rund drei Meter, insofern

ähnlich hoch wie die Tiere,

die im Übrigen pro Fuß nur zwei

Zehen besitzen, groß sind. Wenn,

insbesondere die Hähne, mit ihren

Flügeln schlagen und anfangen zu

fauchen, sollte man sich fernhalten

von den Tieren. „Bei uns ist Gott sei

Dank noch nie was Schlimmeres

passiert – wir versuchen mit den

Tieren immer so umzugehen, dass

sie gar keinen Grund haben, sich

aufzuregen.“ Nichtsdestotrotz ist,

insbesondere beim Betreten von

Stall oder Weide, stets allerhöchste

Vorsicht geboten. „Die wollen

schon zeigen, wer der Chef ist“,

betont Klaus Wiedemann, der das

Picken und Zuschnappen der Tiere

mit ihren Schnäbeln als harmlos

bezeichnet. „Gefahr geht von ihren

kräftigen Beinen aus, mit denen

sie im Falle von Gefahr, Bedrohung

oder gezieltem Angriff nach vorne

schlagen, und aufgrund ihrer bis

zu fünf Zentimeter langen Krallen

einen Menschen tödlich verletzen

können.“ Deshalb „klauben“ die

Wiedemanns die auf der Weide

abgelegten Straußeneier – bis zu

70 Stück pro Henne pro Jahr – auch

nicht von Hand auf, sondern mittels

zehn Meter langer Alustange,

„mit der wir von außen unter den

Zaun durchgreifen“.

Kieselsteine zur

besseren Verdauung

Reisebusgruppen aus ganz Bayern,

die den Hof von Familie Wiedemann

immer wieder mal aufsuchen,

bekommen Führungen –

und im Rahmen derer zahlreiche

weitere, hochinteressante Informationen

rund um Strauße an die

Hand. Zum Beispiel, dass sich die

Tiere auf dem Hof zwischen Thaining

und Hofstetten pudelwohl

fühlen, obwohl sie im Grunde vom

anderen Ende der Erde stammen.

„In Afrika hast du bei 35 Grad tagsüber

und bis zu minus zehn Grad

nachts an einem Tag die Temperaturunterschiede,

die sich bei uns

über vier Jahreszeiten verteilen“,

sagt Klaus Wiedemann. Heißt: Die

Tiere kommen mit dem hiesigen

Klima supergut zurecht. Und lieben

– kaum zu glauben – vor allem

Schnee und Regen. „Im Winter

Die Strauße von Memming können

Sommer wie Winter raus.

mai / juni 2022 | 7


Es gibt Kaiserschmarrn aus der Riesenpfanne und das Glas Sekt zum

Anstoßen darf natürlich auch nicht fehlen!

Wir blicken auf fünf tolle und spannende, aber auch herausfordernde

Jahre zurück. Als Dank für Ihre Treue bekommen Sie am 7. Mai 2022

5 % Rabatt auf alle vorrätigen Produkte.

Bei schönem Wetter haben Sie im Außenbereich die Gelegenheit,

einige unserer regionalen Lieferanten kennenzulernen und ihre

Produkte zu verkosten.

• selbst hergestellte Nudeln

• Feinkostsalate und Käse

• Müslis, Mehle, Reis (Off Mühle)

• Clement-Schokolade

• Slyrs-Lantenhammer-Produkte

QUALITÄT AUS DER REGION

Im wunderschönen Ambiente des Schlossgutes befindet sich

unser Bernrieder Hofladen mit regionalen Spezialitäten.

Feiern Sie mit uns am Samstag, 7. Mai 2022!

• Essig, Öle und Liköre zum Abfüllen

• Decken und Kissen von Fussenegger

• wunderschöne regionale Schaffelle

• Geschenkkörbe mit regionalen

Produkten und vieles mehr...

Wir freuen uns auf viele weitere erfolgreiche Jahre mit Ihnen!

Ihre Gabi Schuller mit Hofladen-Team

BERNRIEDER HOFLADEN Tutzinger Straße 12d • 82347 Bernried

info@bernrieder-hofladen.de • www.bernrieder-hofladen.de

Öffnungszeiten: Di – Sa: 10 – 18 Uhr • Tel: 08158 / 90 48 777

schaufeln sie gezielt mit ihren

Flügeln Schnee auf ihren Rücken

und springen damit quickfidel

herum, bei Regen suhlen sie

sich gerne in Pfützen.“ Insofern

haben sie auch das ganze Jahr

über die Möglichkeit, im Stall,

oder eben draußen zu sein –

der Zugang ist rund um die Uhr

offen. Zu Fressen bekommen

die größeren sowie erwachsenen

Strauße Grassilage, Maissilage,

gehäckseltes Heu und

Streu, gequetschtes Getreide

wie Gerste und Weizen sowie

getrommelte, insofern runde

Kieselsteine mit einer Körnung

von acht (für Küken) oder 16 (für

die Erwachsenen) Millimetern.

„Strauße haben zwei Mägen, und

brauchen diese Steine als Hilfsmittel

zum Verdauen ihrer Nahrung.“

Durch Reibung und Mithilfe

der Magensäure lösen sich die

Kieselsteine im Körper der Strauße

nicht nur vollständig auf, sondern

decken damit obendrein deren

Kalk- und Calciumbedarf. Darüber

hinaus gibt’s immer wieder Mal

Mineralfutter und natürlich das

frische, auf der Straußenweide

wachsende Gras.

Fleisch von

höchster Qualität

Um ein gut einjähriges,

schlachtreifes Tier stressfrei von

der Weide zu holen, benutzen

Klaus und Barbara Wiedemann

abgetrennte Pulloverärmel, „die

wir dem jeweiligen Strauß

vorsichtig über Kopf und Hals

stülpen“. Der Vorteil dabei:

„Sobald Strauße nichts mehr

sehen, werden sie total ruhig.“

Was insbesondere Barbara

Wiedemann bei diesem Prozess

immer wieder aufs Neue

verwundert: „Wie gefühlskalt

diese Tiere sind. Denn wenn

wir eines aus der Gruppe herausholen,

juckt das die anderen

überhaupt nicht, obwohl sie direkt

daneben stehen.“ Für Laien

8 | tassilo

Die noch jüngeren Strauße müssen bei

Geschlechtsreife getrennt werden.

auch eine verblüffende Nachricht:

Strauße haben lediglich an ihren

Oberschenkeln Fleisch. „Wir reden

hier von insgesamt 35 bis 40 Kilogramm

Fleischanteil bei 90 bis 100

Kilogramm Lebendgewicht insgesamt.“

Dafür ist jedes Gramm von

bester Qualität: Ein Drittel Steak,

ein Drittel Filet, ein Drittel Braten

und Gulasch. „Das Fleisch muss

auch nicht reifen, kann unmittelbar

nach der Schlachtung zerlegt

und portioniert werden.“ Es ist

außerdem mager, frei von Sehnen,

insofern, ähnlich wie bei den

Eiern, sehr gut verträglich, außerdem

nicht flachsig und dennoch

Im Hofladen gibt's Straußeneier, nudeln, Fleisch, Staubwedel, Lampen-

Eierschirme

und vieles mehr.

saftig. Trotzdem entstehen beim

Putzen und Zuschneiden der

Ware Fleischabschnitte, „aus

denen wir Wurst wie Pfefferbeißer

oder Salami herstellen

lassen“. Und zwar mit Sonnenblumenöl

anstatt Schweinefett,

was auch die Straußenwurst

besonders delikat und gut verträglich

macht. Und auch die

Innereien landen nicht im Container

für Fleischabfälle, sondern

werden zu hochwertigem,

ebenfalls leicht verträglichem

Hundefutter verarbeitet. Letztlich

werden auf der Farm von

Familie Wiedemann 30 bis 35

Strauße pro Jahr geschlachtet.

Die aus den Zuchtgruppen dagegen

dürfen ein umso längeres und

erfüllteres Leben führen. „Wildlebend

erreichen die Tiere ein Alter

von rund 40 Jahren, bei Farmhaltung

werden sie in der Regel bis

zu 70 Jahre alt, legen davon über

rund 40 Jahre lang Eier.“

Interessant für

Funk und Fernsehen

Kein Wunder, dass die Zuchttiere,

die sozusagen mit Familie Wiedemann

gemeinsam Alt werden,

„uns ans Herz wachsen“. Und aufgrund

ihrer zahlreichen Besonderheiten

auch regelmäßig Funk

und Fernsehen sowie Verbände

auf den Plan rufen. TOGGO plus,

München TV, ein erfolgreicher

YouTuber sowie der Bayerische

Bauernverband haben bereits

auf der Straußenfarm von Familie

Wiedemann gedreht.

Darüber hinaus der Bayerische

Rundfunk für die Fernsehserie

„Grillen mit Ali und Adnan“ – in

diesem Falle „fischte“ der in der

Türkei geborene und in Frankfurt

aufgewachsene Schauspieler

Adnan Maral ein Straußenei

vom Feld der Wiedemanns. Was

ihn neben dieser Größe und

Stabilität des Zwei-Kilo-Eis besonders

beeindruckt hat am Tag

des Drehs: Boss Django. js


Auf der Roten Couch

Der Notfallseelsorger

Die Rote Couch am Feuerwehrhaus

in Herzogsägmühle.

Auf ihr sitzend:

Dirk Wollenweber aus Peiting,

oberster Notfallseelsorger

der Evangelisch-

Lutherischen Landeskirche

in Bayern.

Foto: Felix Baab

mai / juni 2022 | 9


Peiting | Im Falle eines plötzlichen

Todes zieht es Hinterbliebenen den

sprichwörtlichen Boden unter den

Füßen weg. Entscheidende Erste

Hilfe in solch allgegenwärtigen

Akutsituationen leisten Notfallseelsorger,

von denen es, allein

von Seiten der Katholischen und

Evangelischen Kirche, 1 500 bayernweit

gibt. Einer davon: Dirk

Wollenweber. Der aus Hamburg

stammende Peitinger ist seit

1. Januar 2022 sogar oberster Notfallseelsorger

der Evangelisch-Lutherischen

Landeskirche in Bayern.

Im großen Interview auf der Roten

Couch spricht der 52-jährige Pfarrer,

Feuerwehrmann, Familienvater

und Ausbilder für psychosoziale

Akuthilfe über die Vorgehensweise

im Ernstfall, wie er selbst traumatische

Erlebnisse verkraftet, dass

Einsatzkräfte vor allem präventiv

auf schlimme Erlebnisse vorbereitet

werden müssen und ob es ihm

gelingt, trotz ständiger Konfrontation

mit dem Tod ein glückliches

und erfülltes Leben zu führen.

Herr Wollenweber, warum haben

Sie sich damals, nach Abschluss

des technischen Gymnasiums in Ihrer

Geburtsstadt Hamburg, für ein

Theologiestudium entschieden?

Mir war klar: Entweder Funkgeräteelektroniker,

oder Theologiestudium.

Da es für die Technik am

Ende des Tages nicht gereicht hat,

ich gleichzeitig in meiner damaligen

Heimatgemeinde im Bereich

der Jugendarbeit sehr aktiv gewesen

bin und mich Theologie schon

in sehr jungen Jahren fasziniert

hat, wollte ich mir schließlich ein

eigenes Bild davon machen – die

Entstehungsgeschichte der Bibel,

die uralten Sprachen und vor allem

der rege Austausch mit Kommilitonen

hat mich regelrecht in

einen Bann gezogen.

Wirkt unverstellt glücklich und zufrieden: Seelsorger Dirk Wollenweber,

hier im Gespräch mit „tassilo“-Redakteur Johannes Schelle.

10 | tassilo

Mit der Absicht, auch Pfarrer zu

werden?

Einen Wink von oben, eine Gottesbegegnung,

gab es bei mir

nicht. Aber im Laufe des Studiums

in Hamburg, Marburg und Basel

wurde mir schnell klar, dass ich

den richtigen Weg eingeschlagen

habe und anschließend als Pfarrer

arbeiten möchte. Es gibt nur wenige

Berufe, in denen Menschen

von der Geburt bis zum Sterben

begleitet werden. Morgens ein

Trauergespräch, danach Religionsunterricht

in einer Schule,

am Nachmittag Leiter eines Gesprächskreises,

danach ein Taufgespräch

– sozusagen das ganze

Leben an einem Tag.

Muss man für den Beruf des Pfarrers

trotzdem ein Stück weit geboren

sein?

Es gibt glaube ich keine genetische

Veranlagung zu irgendeinem Beruf.

Eine tiefe Beziehung zu Gott

muss aber vorhanden sein. Wenn

ich die nicht hätte, würde mir vieles

von dem, was ich als Notfallseelsorger

für Privatpersonen oder

Einsatzkräfte mache, viel schwerer

fallen.

Sie sprechen es an: Seit 1. Januar

2022 sind Sie sogar Beauftragter

für Notfallseelsorge der Evangelisch-Lutherischen

Landeskirche in

ganz Bayern. Wie kam es zu diesem

beruflichen Aufstieg?

Seit 2013 habe ich bereits eine

halbe Stelle als Notfallseelsorger

unserer Kirche für ganz Südbayern

inne. Als dann im Amtsblatt unserer

Kirche diese Stelle für ganz

Bayern ausgeschrieben war, habe

ich mich beworben und wurde

genommen. Somit bin ich seit Beginn

dieses Jahres hauptamtlicher

Notfallseelsorger. Zu 50 Prozent

für Südbayern und zu 50 Prozent

für ganz Bayern.

Ihr Aufgabengebiet in dieser Funktion?

Ist ein sehr Vielschichtiges. In

erster Linie habe ich die Notfallseelsorge

der Evangelisch-Lutherischen

Landeskirche Bayerns

politisch und administrativ zu vertreten.

Einerseits nach außen in

beispielsweise politischen Gremien

sowie für den Landeszentralstellenrat

für Psychosoziale Notfallversorgung.

Andererseits bin

ich innerhalb der Landeskirche für

die Koordination und Ausbildung

im Bereich Notfallseelsorge federführend

verantwortlich, kümmere

mich aber auch um konzeptionelle

Arbeit und um den dafür

zur Verfügung stehenden Haushalt.

„Wie gehen Rettungskräfte mit schlimmen Erlebnissen um?“ Dirk Wollenweber

ist auch als ehrenamtlicher Feuerwehrmann aktiv.

Klingt nach vielen Terminen in ganz

Bayern, nach viel Autofahrerei?

Im Moment findet Vieles von meinem

Bürostuhl in Peiting aus statt –

Videokonferenzen, Telefonate, E-

Mail-Verkehr. Das wird sicherlich

auch im Falle einer überstanden

Corona-Pandemie so bleiben, weil

es schlichtweg nachhaltiger, kostengünstiger

und stressfreier ist

als regelmäßige Vor-Ort-Treffen,

zu denen Menschen aus ganz Bayern

oft mehrere Stunden anreisen

müssen. Nichtsdestotrotz ist meine

neue Position natürlich trotzdem

mit vielen Reisen durch ganz Bayern

verbunden, von wichtigen Präsenztreffen

geprägt – Treffen in der

digitalen Welt sind vor allem dann

effektiv, wenn sie Präsenztreffen in

einer guten Weise ergänzen.

Doch der Reihe nach: Was genau

ist eigentlich Notfallseelsorge – und

wie unterscheidet sie sich von „normaler“

Seelsorge?

Im Falle einer normalen Seelsorge

muss nicht immer ein Todesfall dahinterstecken,

können Menschen

mit allen möglichen Anliegen auf

beispielsweise einen Pfarrer zukommen,

ihn um seelischen und

moralischen Beistand bitten und

mit ihm über Probleme reden. In

der Notfallseelsorge dagegen werden

Menschen ausschließlich nach

einem für sie potentiellen traumatischen

Ereignis begleitet – und

zwar unmittelbar danach, meist

ein bis vier Stunden nach einem

jeweiligen Ereignis.

Heißt konkret?

Am Beispiel „Frau Maier“: Sie

wacht morgens auf und findet ihren

Mann leblos neben sich, ruft

die 112. Es kommen Rettungsdienst,

Notarzt, eventuell noch

Feuerwehr und im Falle einer unklaren

Todesursache sogar die Polizei

– es herrscht also ein massiver

Eingriff in die Privatsphäre, den

Frau Maier wahrscheinlich so noch

nicht erlebt hat. Sie erlebt, wie die

Einsatzkräfte um das Leben ihres

Mannes kämpfen. Erschrecken,

Hilflosigkeit, Trauer, Wut, Selbstvorwürfe

und vieles mehr können

in so einer Situation bei einem

Menschen hochkommen. Wenn

die Einsatzkräfte vor Ort den Eindruck

haben, dass Frau Maier nach

diesem Einsatz nicht alleingelassen

werden kann und Beistand

braucht, wird über die jeweils zuständige

Integrierte Leitstelle die

psychosoziale Notfallversorgung,

kurz PSNV, gerufen. Die wiederum

schickt dann einen dafür extra

ausgebildeten Notfallseelsorger,

der sich um Frau Maier kümmert.

In welcher Form?

In einer Akutsituation ganz wichtig:

Erstmal für Sicherheit sorgen.

Einfach da zu sein. Und: Viel reden


hilft in einer Notsituation in der

Regel nicht viel. Es geht darum,

wenige, dafür passende Worte zu

finden. Denn in einer Krise ist ein

Mensch sehr dünnhäutig. Manchmal

ist es so, dass diese Menschen

auf ihre Urreflexe zurückgreifen

und sich in einem Flucht- und

Kampfreflex befinden. Letztlich

wollen wir den Menschen helfen,

so schnell wie möglich in eine gute

Trauerarbeit zu kommen. Dafür

muss der betroffene Mensch das

Geschehene sowohl kognitiv als

auch haptisch erstmal begreifen.

Unter anderem, in dem man sich

vom Verstorbenen verabschiedet,

auch körperlich durch Berührung –

man soll spüren, dass sich ein toter

Mensch anders anfühlt.

Was passiert dann?

Die Akutbegleitung beschränkt

sich immer auf die ersten ein bis

vier Stunden nach einem schlimmen

Erlebnis. In dieser Zeit haben

wir Notfallseelsorger auch dafür

zu sorgen, dass die Menschen, die

wir begleiten, ihr eigenes Netzwerk

aktivieren. Wir fragen: „Frau

Maier, wen möchten Sie denn gerne

anrufen? Wer könnte sie weiter

begleiten, wenn ich wieder weg

bin?“ Im Zuge dessen müssen

wir auch überlegen, wie man die

von Frau Maier auserwählte Person

anruft – der wird in diesem

Moment ja auch eine schlimme

Nachricht mitgeteilt.

Und wer keine Freunde, Bekannten

oder Familie in der Nähe hat?

Wir haben natürlich Zugriff auf

ein sehr großes Netzwerk zu beispielsweise

Selbsthilfegruppen

und Experten. Wir nennen das

„Netzwerke der bleibenden Aufmerksamkeit“.

In der Ganzen

Begleitung darf man aber nicht

vergessen, dass es sich eben um

eine Akutsituation handelt. Insofern

müssen wir immer helfen

zu überlegen, was die nächsten

zwölf, die nächsten 24 Stunden

passiert, wofür eben das Finden

eines Menschen, der weiteren

Beistand leistet, unerlässlich ist.

Einen Menschen anzurufen, einen

Kaffee zu kochen, die nächsten

Schritte zu planen und aktiv in Angriff

zu nehmen, hilft Frau Meier

zu spüren: „Ich bin wieder handlungsfähig.

Ich kann Entscheidungen

treffen und sie in die Tat

umsetzen“. Das bedarf viel Fingerspitzengefühl

für Menschen, die

sich in einer Ausnahmesituation

befinden.

Und setzt sicherlich eine fundierte

Ausbildung voraus. Wie wird man

überhaupt Notfallseelsorger?

Es gibt eine bundesweit einheitliche

Ausbildung zur psychosozialen

Notfallversorgung, bestehend

aus mindestens 100 Unterrichtseinheiten

über je 45 Minuten. Zurzeit

unterrichten wir online und

in Präsenz. Zum Beispiel in dafür

geeigneten Seminarräumen, die

wir, bayernweit betrachtet, immer

in Orten anmieten, die für die

jeweiligen Interessenten gut erreichbar

sind. Ich persönlich habe

beispielsweise schon in Weilheim

und Penzberg angehende Notfallseelsorger

unterrichtet.

Welche Voraussetzungen gilt es für

diese Ausbildung mitzubringen?

Theoretisch kann diese Ausbildung

jeder Mensch bestreiten, der

das 23. Lebensjahr vollendet hat

und, in unserem Falle, der evangelischen

oder katholischen Konfession

zugehörig ist. Wer mit Gott

und Glaube nichts anfangen kann

und keiner oder einer anderen

Religion zugehörig ist, kann eine

vergleichbare Ausbildung bei den

Kriseninterventionsdiensten der

Hilfsorganisationen absolvieren

und dann später auch dort tätig

werden.

Wie hilfreich ist an dieser Stelle das

von Ihnen verfasste Buch „Ausund

Fortbildung in der Notfallseelsorge;

Beschreibung von Lernzielen

und Kompetenzen“?

Dieses Buch ist natürlich kein

Spiegel-Bestseller, keines für fesselnde

Unterhaltung. Darin wird

beschrieben, welche Inhalte und

Kompetenzen ein angehender

Notfallseelsorger im Rahmen seiner

Ausbildung erreichen soll.

Es geht auch um didaktische Hilfen

für den Unterricht sowie eine

Menge Fallbeispiele, anhand derer

die Teilnehmer ihre Kompetenz

in der Begleitung von Menschen

in Krisensituationen für den zukünftigen

Einsatz erproben und

erweitern können. Insofern eine

wichtige Lektüre für Ausbilder und

Absolventen.

Wobei Mindestalter, Religionszugehörigkeit

und Inhalte aus Ihrem

Lehrbuch sicherlich nicht


ausreichend sind für eine Aufgabe,

die eben auch extrem viel Fingerspitzengefühl

verlangt?

Ganz wichtig ist, dass man sich

physisch und psychisch stark, gesund

und fähig fühlt, Menschen

in Krisen begleiten zu können.

Insofern selbst mit beiden Beinen

fest im Leben steht und mit sich im

Reinen ist. Lebenserfahrung spielt

hierbei eine wesentliche Rolle.

Außerdem muss ich sprach- und

empathiefähig sein.

Sie haben bislang ausschließlich

über Notfallseelsorge für Privatpersonen

gesprochen. Wer aber

kümmert sich um Einsatzkräfte, die

sicherlich auch schwer zu kämpfen

haben mit der Verarbeitung schlimmer

Erlebnisse?

Letztlich unterscheiden wir ganz

stark zwischen der psychosozialen

Notfallversorgung von Betroffenen

wie Angehörige, Hinterbliebene,

Opfer und Zugehörige von plötzlich

Verstorbenen, kurz PSNV-B

genannt. Und zwischen der PSNV-

E – damit ist die psychosoziale

Notfallversorgung von Einsatzkräften

gemeint. Bei letzterem funktioniert

es in der Regel so, dass zur

Verarbeitung schlimmer Einsätze

Kameraden unter sich sind. Noch

entscheidender aber: Dass wir

Einsatzkräfte präventiv auf Einsätze

mit Potential für traumatische Ereignisse

vorbereiten. Früher sagte

man dazu Stressimpfung, die

enorm wichtig ist, um mit der richtigen

Einstellung, mental wie körperlich,

in einen jeweiligen Einsatz

hineinzugehen. 2006 wurde zu

diesem Themenfeld von der LMU

München eine Studie veröffentlicht,

nach deren Ergebnis drei bis

sechs Prozent aller Einsatzkräfte

nachhaltig von einem Einsatz belastet

sind. Seither wird versucht,

dieser Gefahr bereits im Rahmen

der jeweiligen Ausbildung von

Einsatz- und Rettungskräften präventiv

vorzubeugen. Wobei man

aber nicht vergessen darf, dass

das Verarbeiten von schlimmen

12 | tassilo

Erlebnissen natürlich auch immer

von Tagesform, Charakter und psychischer

Stabilität der einzelnen

Person abhängt.

Sie selbst sind nicht nur Notfallseelsorger,

sondern auch Gruppenführer

und Atemschutzgeräteträger der

Freiwilligen Feuerwehr in Peiting

sowie der Werkfeuerwehr Herzogsägmühle.

Wie gehen Sie selbst

mit schlimmen Erlebnissen um?

Auch ich habe natürlich eine Rückfallebene

und nehme Supervisionen

– professionelle Beratung zur

Reflexion des eigenen Handelns –

in Anspruch. Ich habe das Gebet

zu Gott. Und ein Ritual: Ich nehme

meine Notfallseelsorge-Einsatzkleidung

nie mit in die Wohnung.

Ich lege sie im Hauseingang ab.

Das macht deutlich, dass all das,

was ich erlebt habe, draußen

bleiben soll. Anschließend wasche

ich meine Hände nicht nur aus

hygienischen Gründen – erst dann

können mich meine Frau und

Kinder ansprechen. Aber natürlich

gibt es auch Einsätze, die mir

nachgehen.

Ihr schlimmstes Erlebnis?

Das „schlimmste Erlebnis“ gibt es

nicht. Aber es gibt Situationen,

die schwer zu ertragen sind. Das

ist oft nicht das Bild eines schwer

verunglückten Menschen an sich,

sondern eher das Schicksal der

Menschen, die zurückbleiben. In

solchen Situationen gehe ich dann

auch ganz bewusst in die Kirche,

um mir eine Auszeit zu gönnen,

um mit Gott zu sprechen und

ihm zu sagen, dass ich alles getan

habe, was ich tun konnte und

darauf vertraue, dass er bei den

Personen bleibt, die ich begleitet

habe.

Oberster Notfallseelsorger für

Bayern, nach wie vor auch Beauftragter

für Südbayern, aktiver

Notfallseelsorger draußen vor Ort,

Feuerwehrmann für zwei Wehren

und auch immer noch Pfarrer?

Hoffnungsvoller Blick: Dirk Wollenweber beim Interview im Pfarrhaus.

Der Titel „Pfarrer“ bleibt mir natürlich

erhalten. Und natürlich

werde ich hier in der Evangelisch-

Lutherischen Kirchengemeinde

in Peiting und Herzogsägmühle

weiterhin Gottesdienste feiern und

wenn Not am Mann ist auch als

Pfarrer einspringen, meine Frau

sowie Kollegen und Kolleginnen

im Dekanat unterstützen. Feste

Termine und Aufgaben als klassischer

Pfarrer habe ich aufgrund

meiner neuen Funktion jedoch

keine mehr.

Dennoch: Wie bekommen Sie all

diese Dinge unter einen Hut?

Das ist eine gute Frage. Die vergangenen

Wochen hat sich natürlich

alles verschärft, hinzu kommen

Dinge wie Corona, Hilfe in der

Ukraine-Krise und viele kleine und

große Projekte. Doch als Mensch,

der in der Krise arbeitet, entwickelt

man auch eine gewisse Gelassenheit.

Was geht, geht, was nicht,

halt nicht.

Eine Work-Life-Balance ist da ganz

wichtig. Die muss ich natürlich

jetzt, so kurz nach Antritt eines

neuen Aufgabengebietes, erstmal

neu austarieren.

Wie sieht ein klassischer Arbeitsalltag

von Ihnen aus?

Es ist wirklich jeder Tag total unterschiedlich,

was im Pfarramt

aber schon immer so war. Du hast

schon zwei, drei feste Termine am

Tag, dazwischen kann aber sehr

viel Unvorhergesehenes passieren.

Umso wichtiger, für sich selbst ein

gutes Zeitmanagement zu entwickeln

und dann ganz klar definieren,

wann es gut ist mit der Arbeit.

Wie schwer ist es im 21. Jahrhundert

generell für einen Pfarrer – eine

Zeit, in der sich immer mehr Menschen

von der Kirche abwenden?

Auch hier in der Gemeinde in Peiting

haben wir viele Kirchenaustritte.

Die letzte Studie dazu hat

ergeben, dass es überwiegend

Menschen im Alter zwischen 30

und 50 Jahren sind, die den Bezug

zur Kirche verloren haben. Da

ist die Notfallseelsorge wiederum

eine tolle Sache. Wir kommen,

wenn Menschen in Not sind. Wir

sind einfach da, ohne nach Religion,

Ethnie oder politischer Einstellung

zu fragen. Wir sind da, weil

diese Menschen Hilfe brauchen

und wir uns als Christen zur Hilfe

am Nächsten berufen fühlen. Für

manche ist das ein erster Kontakt

zur Kirche nach vielen Jahren.

Spannend ist, dass sich Menschen

in diesem Alter für Notfallseelsorge

interessieren. Wenn man nach

deren Motivation fragt, bekommt

man zur Antwort, dass es eine

Möglichkeit für sie sei, sein Christ-


sein praktisch auszuüben. Für

mich ist das somit eine spezielle

Art von Gottesdienst.

Viele sagen: „Glaube ja, aber ohne

Kirche.“ Geht das?

Eine Gemeinschaft ist total wichtig,

um sich abzugleichen. Wenn

ich so schaue, was in den Medien

los ist, dann habe ich zunehmend

den Eindruck, dass Menschen sehr

eloquent erklären können, wie

ihr Sexualleben funktioniert, aber

sehr sprachlos sind, was ihre Religiösität

angeht. In einer Kirche

wird über den Glauben geredet,

diskutiert, abgeglichen, und nur

so funktioniert unser christlicher

Glaube – Menschen setzen sich zusammen

und sprechen über ihren

Glauben, feiern gemeinsam Gottesdienst.

Unabhängig davon wird

innerhalb der Evangelisch-Lutherischen

Kirche gerade sehr viel in

Sachen Bedürfnisse der Menschen

analysiert und geschaut, wie wir

sie abholen können.

Wie froh sind Sie, dass Evangelische

Pfarrer und Pfarrerinnen Familie

gründen dürfen?

Ich finde es total toll, eine Familie

zu haben, mit einer Frau eine

Beziehung zu leben. In unserem

Falle sogar den Beruf teilen zu

können – meine Frau, Brigitte

Weggel, ist nach wie vor Pfarrerin

für die evangelische Kirche in

Peiting und Herzogsägmühle. Wir

mussten uns die ersten Jahre diese

eine 100 Prozent Stelle teilen –

eine Regelung unserer Kirche,

die erst später gesetzlich gekippt

wurde. Insofern ist das Verhältnis

zwischen mir und meiner Frau

allein aus diesem Grund ein ganz

besonders. Hinzu kommt, dass wir

zwei wunderbare Kinder im Alter

von 15 und 17 Jahren haben. Heute

betrachtet umso witziger, dass

ich mir damals als Student immer

gesagt habe: Heirate niemals eine

Frau, die auch Theologie studiert

und schon gar nicht eine aus Bayern.

Von wegen … Da hat wahrscheinlich

jemand etwas anderes

vorgehabt…

Gelingt es Ihnen als Mensch, der

mehr als die meisten anderen mit

Leid und Tod konfrontiert wird,

trotzdem glücklich zu sein?

Ich finde es schön, wenn jemand

Danke sagt, was mir auch immer

wieder passiert, wenn ich Menschen

in Krisen begleite. Es ist

generell erfüllend, Menschen zu

helfen, egal in welcher Form. Und

es ist ein riesen Privileg für mich,

Taufen und Trauungen machen zu

dürfen, aber eben auch ein Ritus

mit Menschen zu gestalten, die einen

Menschen beerdigen müssen.

Es ist ein Privileg für mich, wenn

Menschen zu einem kommen und

ihr Herz, ihre Seele öffnen, mich

um Hilfe, Beistand und Rat bitten

– all das sind Dinge, die mich

erfüllen, die mich stolz und somit

auch glücklich machen. Darüber

hinaus sind es diverse Kleinigkeiten

im Leben, die mir Kraft geben.

Ein gutes Glas Wein, gutes Essen,

Spiele spielen im Kreise der Familie

und Freunde, mal eine Stunde

lang zum Joggen, Fahrradfahren

oder Gitarre spielen. Mit allen diesen

Dingen kann ich trotz dieser

schlimmen Erlebnisse, die meinen

beruflichen Alltag begleiten, ein

sehr glücklicher und zufriedener

Mensch sein.

Um beim Thema „Helfen“ zu bleiben.

Wie gehen Sie mit dem Krieg

in der Ukraine um?

Ich war und bin dabei, Netzwerke

zu knüpfen, um die Menschen zu

unterstützen, die sowohl vor Ort

als auch zu uns Geflüchteten helfen.

Und bin gespannt, was da jetzt

noch alles auf uns zukommen wird.

Wir sind überwiegend eine Generation,

die keinen Krieg live vor Ort

erlebt hat. Unsere Gesellschaft wird

insofern nochmals anders als in

der Flüchtlingswelle 2015 mit dem

Thema Krieg und Flucht konfrontiert,

da das gerade direkt nebenan

passiert. Wir werden Menschen

erleben, die traumatisierende Erlebnisse

hatten. Die zwar hier in

Sicherheit sind aber deren Männer,

Freunde und Angehörige weiterhin

in der Ukraine ums Überleben

kämpfen. Ich glaube, es wird für

uns eine Herausforderung werden,

diesen Menschen zu helfen,

ohne selbst davon seelische Schäden

mitzunehmen. Konkret haben

wir unter anderem Flyer mit Tipps

entwickelt, wie Helfer am besten

mit Flüchtlingen reden können,

aber eben auch, was Helfer für

sich selbst tun können, um sich

nicht zu sehr damit zu belasten.

Es geht auch darum, Helfern bewusst

zu machen, dass das, was sie

leisten, großartig ist, sie zur rechten

Zeit aber auch einen Schlussstrich

ziehen müssen und etwas

für sich tun, ein gutes Steak in

die Pfanne hauen und das Leben

einfach genießen.

Und was wünschen Sie sich in Zeiten

von Kriegen, Corona und damit

verbundenen Wirtschaftskrisen für

die Menschen hier und in der großen

weiten Welt?

Ich glaube, dass ein friedliches

Miteinander funktioniert, wenn

man miteinander redet und den

anderen das sein lässt, was er ist.

Wenn das jeder tut, ohne jegliche

Egozentrik, würde das bedeuten,

dass wir eine Menschheit haben,

die rücksichtsvoll ist. Nicht nur

sich und die eigenen Bedürfnisse

betrachten, sondern auch die

der anderen Menschen. Meine

Freiheit hört da auf, wo sie den

Anderen beschränkt, hindert oder

gar zu etwas zwingt, was dieser

nicht will. Theologisch hat das

Luther so auf den Punkt gebracht:

„Wir sind Freie und Knechte zur

gleichen Zeit, wir sind frei in dem,

was wir tun, und wir sind Knechte

unseres nächsten.“ Vielleicht wird

uns diese Krisenzeit deutlich machen,

dass nicht nur das Ego eine

Rolle spielt, sondern es zum „Ich“

auch immer ein Gegenüber, ein

„Du“ gibt.

js

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mai / juni 2022 | 13


Am 1. Mai werden wieder Maiume aufgestellt

Eigentlich ein Liebesbeweis

Tassiloland | Von Hand oder mit

Kran, mit Rinde, geschält oder bemalt?

Nach zweijähriger Durststrecke

werden am Sonntag, 1. Mai, in

zahlreichen Gemeinden der Region

wieder Maiume aufgestellt. Federführend

am Anpacken sind in

der Regel Burschenvereine, Landjugenden,

Trachtler oder lose Zusammenschlüsse.

Vorausgesetzt,

die existieren noch in ausreichend

starker Mitgliederzahl. Die Sorge,

dass dieser zum Teil uralte Brauch

während der kulturstilleren Coronazeit

an Beliebtheit verloren haben

könnte, hat Kreisheimatpfleger

Klaus Gast in jedem Falle nicht. „Ich

glaube eher, dass die Bürgerinnen

und Bürger regelrecht scharf drauf

sein werden.“ Ein Maibaum-Aufstellen

wie zu Zeiten vor der Pandemie?

Dieser Gedanke weckt in der

Tat große Lust, endlich mal wieder

rauszugehen und mit Alt und Jung

einen gleichermaßen aufregenden,

entspannten wie geselligen

Tag zu verbringen. Die Frage nach

dem Ursprung dieser Tradition ist

da erfahrungsgemäß Nebensache.

Dabei hat das Maibaum-Aufstellen,

wie es im bayerischen Oberland seit

vielen Jahrzehnten zelebriert wird,

mit dem ursprünglichen Brauchtum

wenig zu tun. „Im Grunde ist

das Pflanzen oder Aufstellen eines

Maibaums ein Liebesbeweis von

Männern an eine angebetete oder

geliebte Frau“, sagt Klaus Gast.

Also eher eine private „Gschicht“.

Erste Beweise hierfür reichen sogar

bis in die Antike zurück, 800 vor bis

600 Jahre nach Christus. Die älteste

überlieferte, schriftliche Quelle

eines aufgestellten Maibaums

in Deutschland dagegen ins Jahr

1224, Bronzezeit. Und zwar in Aachen,

Nordrhein-Westfalen, insofern

fernab vom Bayerischen Oberland.

Und auch der fixe Tag des

1. Mai war vor Jahrhunderten alles

andere als in Stein gemeißelt.

„Meistens wurden Maiume um

Kirchweih, Mitte Oktober, oder

Johanni, Ende Juni, aufgestellt“,

sagt Klaus Gast. Und die ersten

klassischen Maiume, wie sie bis

heute die Zentren oberbayerischer

Ortschaften schmücken? Die wurden

erstmals um 1520 aufgestellt.

Beweise dafür liefert zum Beispiel

die Münchner Residenz, in der ein

an einer Wand angebrachtes Fresko

Schloss Starnberg mit Maibaum

und Gesellschaft drumherum darstellt.

Die älteste Maibaum-Darstellung

für den Weilheimer Raum

wurde dagegen im beschaulichen

Deutenhausen entdeckt. Dort hängt

bis heute eine von einst drei Bauern

gestiftete Votivtafel in der Kirche

St. Johann. Darauf zu sehen:

Dorfplatz mit geschepstem (entrindetem)

Maibaum, allerdings ohne

seitlich angebrachte Zunfttaferl.

Symbol menschlicher

Fruchtbarkeit

Wie so ein oberbayerischer Maibaum

letztlich aufbereitet und

verziert wird, kann im Detail betrachtet

total unterschiedlich sein.

Helmut Schmidbauer, ehemaliger

Kreisheimatpfleger aus Schongau,

hat sich diesem Thema intensiver

gewidmet und so ziemlich alle „erlaubten“

Maibaum-Möglichkeiten

beschrieben. Angefangen bei der

Baumart, einer Fichte, die in sich

stabil, geradlinig und

bis zu 40 (!) Meter

hoch sein kann, in

seltenen Fällen sogar noch

höher. An der Spitze bleibt entweder

der grüne Wipfel in Form eines

kleinen Christbaums stehen, oder

es werden Wappen der jeweiligen

Stadt, des jeweiligen Ortes oder

das des Freistaats Bayern angebracht.

In der Regel ebenfalls oben

hängend: Ein mit bunten Bändern

verzierter Fichtenkranz. Ob der

vollständig entastete Stamm nun

seine Rinde behält, ganz oder nur

teilweise geschält (geschepst), oder

geschält und mit bayerischem Weiß

und Blau bemalt wird? Auch dahingehend

haben die Initiatoren und

Mitwirkenden jede Menge Gestaltungsfreiheiten,

können beispielsweise

auch Verzierungen in die

Rinde schneiden oder den Stamm

mit einer Girlande schmücken. Das

i-Tüpfelchen in Sachen Maibaum-

Gestaltung ist sicherlich die Anbringung

von bis zu 18 Schildern,

die am Stamm von Holzsprossen

oder doppelseitigen Eisensprossen

gehalten werden. Auf diesen

einstigen Zunfttaferln heutzutage

überwiegend abgebildet: Örtliches

Gewerbe, Figuren, Szenen aus dem

Gemeindeleben, Vereinswappen,

sowie ein Spruch, der den Maibaum

aufstellenden Verein verantwortlich

zeichnet. Und nicht zu

vergessen: Die Figuren „Hansl“ und

„Gretl“ als Symbol für menschliche

Fruchtbarkeit. Mit letzterem kommt

die Symbolkraft des oberbayerischen

Maibaums also doch der

ursprünglichen Maibaum-Tradition

nahe. Doch aufgepasst: Je größer

der Verzierungsaufwand,

desto früher

muss der Baum gefällt, gelagert

und bewacht werden. Denn auch

das Maibaumstehlen hat sich zu einer

im Oberland beliebten Tradition

entwickelt.

Auf ein unfallfreies

Aufstellen

Am Tag des 1. Mai selbst wird der

hoffentlich streng und erfolgreich

bewachte Baum aus einer Halle

geholt, auf ein Langholzfuhrwerk

gehoben und von einem vier- oder

gar sechsspännigen Pferdegespann

zum Maibaumplatz, meist

im Dorfzentrum, gefahren. Dieser

Zug wird häufig von Trachtlern und

Blaskappelle begleitet. Es folgt die

Baumsegnung durch den örtlichen

Pfarrer – und das, worauf sich alle

Anwesenden am meisten freuen:

Das Aufstellen des Baumes. Vor

allem das klassische Aufrichten

durch Muskelkraft erfordert viel

Geschick und Zusammenhalt. „Da

braucht es einen erfahrenen Mann,

zum Beispiel einen Zimmerer, der

das Kommando gibt“, sagt Klaus

Gast, der wie Helmut Schmidbauer

inständig hofft, dass diese nicht

ungefährliche Sache unfallfrei über

die Bühne geht. Manche Gemeinden

gehen da von vorne herein

auf Nummer sicher, stellen ihren

Maibaum lieber mit Hilfe eines

Autokrans auf. Gefeiert wird im

Anschluss so oder so bei Blasmusik

und Tanz, was bei entsprechender

Witterung und hoffentlich niedrigen

Inzidenzen auch in zahlreichen

Orten der Region der Fall sein

sollte – erstmals seit drei Jahren. js

> > > ZUM THEMA

Wer das Maibaum-Aufstellen in

seinem oder benachbarten Ort

nicht verpassen möchte, sollte

auf im Ort aufgehängte Plakate,

Veranstaltungshinweise in

Tages- und Wochenzeitungen

sowie auf Social Media und

Mitteilungsblättern achten.

Oder direkt in der jeweiligen

Gemeinde nachfragen.

14 | tassilo


16 | tassilo

Kultur und Konzerte

Ausstellungen

Tagungen und Konferenzen

private Feierlichkeiten

Bildhauerei mit Beil und Motorsäge

Stahlblech-Gehäuse

9,-

329,-

Stahlblech-GehäusePolymer-Gehäuse

Skulpturen des Friedens

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Pöcking | Holz zählt seit Menschengedenken

zum bedeutendste

die Akademie der Bildenden

hauer werden würde. Er besuch-

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ten und vielseitigsten Rohstoff. Es Künste in Krakau, die er 1991 mit

Farben: Art: Black UNB, Cyan Farben: Magenta Black Yellow Cyan Magenta Yellow

duftet, verbreitet Wärme, ist lebendig

Diplom abschloss. Seit 1994 lebt

hmen gehoert Dieser nicht graue zur Rahmen Anzeigegehoert nicht zur Anzeige

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und sinnlich. Jozek Nowak und arbeitet er abwechselnd in

hat sich ganz diesem Werkstoff Pöcking und in Polen.

verschrieben. Der Bildhauer fertigt

Skulpturen aus Holz ausschließlich Holz aus

mit Kettensäge und Beil. Dass er

polnischer Heimat

sich damit international einen Namen

reite 46 cm Schnittbreite NEU 46 cm Schnittbreite NEU 33 cm Schnittbreite 33 cm

gemacht hat, beeindruckt ihn Regelmäßig fährt er tausend Kilo-

wenig. „Ich bin quasi im Wald aufgewachsen“,

erzählt der 59-Jähnow,

südlich von Krakau, um Stämmeter

in seinen Heimatort Jorda-

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rige, als sei es das Normalste der me zu holen. Früher wählte der

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Welt. Schon als kleines Kind hat er Bildhauer für seine Skulpturen Eichenholz,

heute bevorzugt er Pap-

• Gewicht ohne Akku, 27,5 kg • Gewicht• ohne Gewicht Akku, ohne 27,5Akku,

kg • Gewicht ohne Akku,

• Grasfangkorb 50 l • Grasfangkorb 14 kg50 l

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seinen Vater, einen Forstarbeiter,

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immer begleitet. Der gebürtige pel. „Sie ist leichter und hat einen

Pole erinnert sich gerne an die schöneren Farbton.“ Außerdem ist

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Zeit zurück, in der Beil und Säge das Holz des Pappelbaumes sehr

ist der 2. Akku ist der 2. Akku

zu seinen ersten Spielzeugen gehörten.

stabil und reißfest. In einem Wald-

gratis.

gratis.

Heute ist er hauptsächlich stück außerhalb des Dorfes kann er

im Freien tätig. Holz bedeutet ihm ungestört die Rohlinge sägen, die

Sie sparen 68,– Sie sparen 68,– viel, spürt es „organisch“, nennt er er für seine Kunst benötigt. Den

gegenüber Einzelkauf

gegenüber Einzelkauf

einen Grund, weshalb er sich nie Großteil der Stämme transportiert

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SET RMA 235

überlegen musste, wie man das er nach Pöcking zu seinem Atelier

am Schmalzhof. Hier stehen

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Material bearbeitet – das sei für

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• mit 6 Ah Akku und

• mit AK 20 und AL 101 ihn von Anfang an klar gewesen. ganzkörperliche Skulpturen unter

it 6 Ah Akku und

• mit AK 20 und AL 101

chnellladegerät Schnellladegerät

Auch die Tatsache, dass er Bild-

hohen Bäumen auf der Wiese.

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Bei schlechtem Wetter hat er eine

Scheune zum Unterstellen. Wie

aber werden aus den unbehauenen

Stämmen unverwechselbare

Menschenfiguren? Früher gestaltete

Jozek Nowak abstrakte Formen.

Dann entdeckte er seine Vorliebe

für das Figurative. „Ich beobachte

gerne Menschen und erstelle

später Portraits von ihnen“, sagt

der Künstler. Er erinnert sich, dass

seine Tochter (heute 27) und einige

Nachbarskinder seine ersten Models

waren. Später fertigte er auch

von Erwachsenen hölzerne Abbilder

an. Nur selten benutzt er Vorlagen,

stattdessen versucht er das

Besondere der Person zu erfassen

und zu verinnerlichen. Manchmal

greift er auf ein schlichtes Handyfoto

als Gedächtnisstütze zurück.

Wenn Jozek Nowak mit seiner Arbeit

beginnt, dann hat er die fertige

Figur schon im Kopf: „Jede

Skulptur erzählt eine eigene

Geschichte, hat eine eigene Melodie.“

Mit Motorsäge und Beil

bringt der Bildhauer exakt diese


Unterschiede zum Ausdruck: Ein

markantes Gesicht, eine besondere

Körperhaltung, die Kleidung,

Frisur. In der Regel arbeitet er an

mehreren Skulpturen gleichzeitig,

um den ersten Blick lebendig zu

halten. „Wenn man zu lange an

einem Portrait arbeitet, besteht die

Gefahr, dass man sich verkünstelt

und das Wesentliche nicht zum

Ausdruck bringt.“

„Künstler brauchen

einen Rahmen“

„Spuren vom Beil im Holz sind

meine Signatur“, erzählt Nowak.

Ein Künstler muss eine eigene

Handschrift haben. Allerlei Schnittwerkzeuge

in verschiedenen Grö-

ßen sucht man bei ihm vergebens.

„Wenn ich eine Säge und ein Beil

habe, dann brauche ich kein anderes

Werkzeug.“ So kann er sich

besser auf seine Arbeiten konzentrieren.

Die vielen Möglichkeiten an

Werkzeugen würden nur zu Unsicherheiten

führen. „Künstler brauchen

einen Rahmen, in dem sie

sich bewegen.“ Technisch geht der

Bildhauer in mehreren Schritten

vor: Wenn er einen Baumstamm

bearbeitet, teilt Nowak diesen zunächst

in drei Teile. Den Kern verwendet

er nicht, weil der Stamm in

der Mitte am stärksten arbeitet und

die Gefahr besteht, dass die fertige

Skulptur später Risse bekommt.

„Ich arbeite nicht gegen das Holz“,

ist seine Devise. Die großen Umrisse

einer Figur sägt er aus, mit dem

Beil macht er die Feinheiten. Hier

darf er sich keinen Fehler erlauben,

ist hochkonzentriert. Er denkt

an sein Studium zurück, als er

Modelle aus Ton gestalten musste.

„Das war nichts für mich. Wenn

man sich verbaut, dann kann man

es nochmal machen. Nicht so bei

Arbeiten mit Stein oder Holz. Da

muss man sich voll konzentrieren.“

Was bereitet ihm die meiste Freude?

„Wenn ich mit den Skulpturen

anfange, ist es am Schönsten“,

antwortet er. „Wenn ich fertig bin,

bin ich immer unzufrieden. Ich

denke immer, dass die nächste Figur

besser wird.“

Ein Großteil seiner Werke sind

Auftragsarbeiten für Galerien und

Institutionen, aber auch für Privatleute.

Holzportraits

für den Frieden

Bekannt gemacht hat ihn die Skulpturengruppe

„The Messengers“, die

dreizehn Friedensbotschafter des

20. und 21. Jahrhunderts darstellt,

darunter Albert Schweitzer, Dalai

Lama, Mahatma Gandhi, Nelson

Mandela und Martin Luther King.

Fast Zwei Jahre hat der Künstler

an den lebensgroßen Holzskulpturen

gearbeitet, die an öffentlichen

Plätzen in der ganzen Welt gezeigt

wurden. Eine andere Portraitgruppe

stellt zehn Obdachlose dar, denen

er in Krakau begegnete. Sie

strahlen etwas Besonderes aus,

haben eine speziell Körperhaltung

und Energie. Für seine hohe bildhauerische

Qualität wurde er 2017

mit dem Kulturpreis des Landkreises

Starnberg ausgezeichnet. Darüber

habe er sich zwar sehr gefreut,

aber ihm geht es nicht um Ehrungen

und Preise. Jozek Nowak ist

bescheiden. Die Bildhauerei wurde

ihm in die Wiege gelegt. „Mit Holz

muss ich nicht kämpfen“, erklärt

er. Alles was er braucht ist Holz, ein

Beil und eine Kettensäge. nb

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TSV Iffeldorf feiert 100-Jähriges nach

Sportlerinnen

rocken 700-Mann-Zelt

Iffeldorf | Mit 2 600 Einwohnern

zählt Iffeldorf zu den kleineren

Ortschaften in der Region. Umso

beachtlicher, dass mehr als die

Hälfte davon Mitglieder im dortigen

Sportverein sind. Dem wiederum

steht ein großes Highlight

bevor: die erste öffentliche Party

seit Corona. Der TSV Iffeldorf feiert

nämlich sein 101-jähriges Bestehen.

Und zwar so, wie es bis vor

zwei Jahren beinahe wöchentlich

der Fall gewesen war im Tassiloland,

in Zeiten der Pandemie jedoch

schon fast in Vergessenheit

geriet: In einem Bierzelt mit Bar,

Bühne, Musik, Essen und Getränken.

„Geplant war das Jubiläum

natürlich zum 100-Jährigen, das

wir aufgrund Corona jedoch schon

relativ früh um ein Jahr verschoben

haben“, sagt Thorsten Kuhrt, der

die Jubiläumsfeier von Freitagabend,

24. Juni, bis Sonntagabend,

26. Juni, federführend organisiert.

Und hierfür auch einen Blick in die

Vereinshistorie geworfen hatte. Der

ist unter anderem zu entnehmen,

dass der Iffeldorfer Sportverein am

19. März 1921 zunächst als reiner

Turnverein für Iffeldorf und seinen

Ortsteil Staltach gegründet wurde.

Zum klassischen TSV wurde er

erst nach den Wirren des Zweiten

Weltkriegs umbenannt, als im April

1947 die Abteilung Fußball dazukam.

Wobei es bei weitem nicht

beim Turnen und Fußballspielen

geblieben ist. Über die im Jahre

1955 gegründete Schwimm-Sparte

schafften es Heidi Mayer, Toni Oswald

und Edith Kling zeitweise zu

den besten Schwimmern Bayerns.

18 | tassilo

Leider Geschichte: Das Volleyball-Mixed-Team des TSV Iffeldorf.

„Trainiert wurde damals auf einer

25 Meter langen Naturbahn

im Fischerkalter See“, erinnert

Thorsten Kuhrt. Allerdings nur bis

1972, als die Schwimmabteilung

den TSV verließ und sich, gemeinsam

mit Tutzing und Penzberg, zur

Schwimmgemeinschaft Oberland

zusammenschloss. Auch interessant:

Um 1974 gründete sich im TSV

Iffeldorf eine eigene Wanderabteilung,

die wiederum die über viele

Jahre hinweg weithin bekannten

Iffeldorfer Wandertage organisierten.

Später, bis heute stattfindend,

wurde daraus ein Lauf um die Osterseen.

Die Sparte „Wandern“,

über die insbesondere ältere Menschen

unvergessene Ausflüge erleben

durften, ist allerdings schon

länger wieder Geschichte. Dagegen

etabliert haben sich neben Turnen

und Fußball die ebenfalls nach und

nach gegründeten Sparten Tennis,

Tischtennis und Badminton sowie

Eisstock und Kegeln. Letztere organisieren

traditionelle Dorfmeisterschaften,

an denen alle Iffeldorfer

teilnehmen dürfen.

Auf Anhieb

Volleyball-Meister

Die aktiven Kegler dürfen seit Mitte

März wieder ran. Das auch gleich

auf nigelnagelneuen Bahnen, drei

an der Zahl, integriert im Landgasthof

Osterseen. Und auch

die anderen Abteilungen dürfen

weitestgehend wieder uneingeschränkt

trainieren, sind außerdem

froh, „dass im Grunde niemand

aufgehört hat während der pandemiebedingten

Zwangspause“.

Überhaupt stehen die Zeichen im

TSV Iffeldorf auf Wachstum. „Die

Mitgliederzahl, derzeit bei 1350,

steigt seit Jahren leicht an“, bekräftigt

Thorsten Kuhrt. Dies liegt

in seinen Augen vor allem daran,

dass Iffeldorf als ein beliebter

Wohnort für Zuzügler gilt. Warum?

„Mit den vielen Seen und der Nähe

zu den Bergen ist es hier landschaftlich

sehr schön, wir haben

durch die direkte Autobahnanbindung

kurze Wege nach München

und mit Roche im benachbarten

Penzberg einen der größten Arbeitgeber

Deutschlands vor der sprichwörtlichen

Haustüre.“ Da eignet

sich natürlich die Plattform eines

Sportvereins, um rasch Anschluss

zu finden in hiesiger Gesellschaft.

Allen voran dann, wenn für alle

Altersklassen jede Menge geboten

wird. Es gibt zahlreiche Fitnesskurse,

Laufgruppen, aber auch einen

Sandplatz für Beachvolleyball. Apropos:

Iffeldorf galt lange Zeit als

eine der rar gesäten Anlaufstellen


Foto-Impressionen aus 100 Jahren Vereinsgeschichte des TSV Iffeldorf.

für Hallenvolleyballer. Hintergrund:

Einerseits trafen sich seit 2002 aktive

Sportler aus der Turnabteilung

zum regelmäßigen Volleyballspielen.

Andererseits zogen ehemalige

Spieler und Spielerinnen, die höherklassig

in Bayern- und Landesliga

aktiv waren, neu in die Region.

Und so gründetet sich unter dem

Dach des TSV Iffeldorf eine eigene

Volleyballabteilung. Das im Ligen-

Betrieb gemeldete Mixed-Team aus

Männern und Frauen stieg dank

Sondergenehmigung gleich in der

B-Klasse ein, wurde prompt Meister

und stieg in die A-Klasse auf.

Die Abteilung wuchs gleichzeitig

um Nachwuchsspieler in den Bereichen

U12, U13 und U14 weiter an.

Doch leider, bereits vor Ausbruch

der Corona-Pandemie, musste die

Volleyball-Sparte des TSV Iffeldorf

im Jahr 2019 aufgrund von Personalmangel

aufgelöst werden.

So bleibt es bei schönen Erinnerungen,

die Thorsten Kuhrt auch

mit den Fußballern des TSV Iffeldorf

verbindet. Die feierten Anfang

der 1990er ihren größten Erfolg,

stiegen mit der ersten Mannschaft

in drei aufeinanderfolgenden

Spielzeiten zwei Mal in die Bezirksliga

auf, „was damals, als es

> > > TICKETS FÜR KABARETTABEND

noch keine Kreisklasse und Kreisliga

gegeben hat, ein Riesenerfolg

für unser kleines Dorf war“. Davon

können die kleineren Abteilungen

wie Badminton, „die immer wieder

mit Personalproblemen zu kämpfen

haben“, nur träumen. Ende

Juni aber spielt es keine Rolle, ob

eine vom Verband geforderte Mindestanzahl

an Spielern aufs Feld

geschickt werden kann: Dann stehen

vor allem die Feierlichkeiten

zum 101-Jährigen im 700-Mann-

Zelt zwischen Feuerwehrhaus und

(neuerem) Fußballplatz (Am Bahnhof)

im Vordergrund.

Autogrammstunde

mit Profisportlern

Beginnend am Freitagabend, 24.

Juni, gegen 18 Uhr, an dem DJ Olli

lässige Songs aus den 1970ern,

1980ern und 1990ern auflegen

wird. Der Samstag, 25. Juni, steht

dafür ganz im Zeichen von Familien.

Ab 13 Uhr stellen sich, zum

Teil im ganzen Dorf verteilt, die

einzelnen TSV-Sparten vor, Kinder

können sich außerdem in einer

Hüpfburg austoben und Autogrammkarten

von Profisportlern

holen. „Es kommen aller Voraus-

Ihr Regionalmagazin „tassilo“ verlost gemeinsam mit dem TSV Iffeldorf

1 x 2 Tickets für den Kabarettabend am Samstag, 25. Juni,

mit Roland Hefter. Schicken Sie uns bis 16. Mai eine Postkarte mit

dem Stichwort „101“ an „tassilo“, Birkland 40, in 86971 Peiting.

Oder eine E-Mail an info@tassilo.de. Absenderadresse und Telefonnummer

bitte nicht vergessen! Das Los entscheidet, der Rechtsweg

ist ausgeschlossen. Wir wünschen viel Erfolg!

sicht nach Tennisspieler, gelistet in

der Weltrangliste, und Fußballer

des TSV 1860 München.“ Der Höhepunkt

dieses Tages wird jedoch

zum Abend erwartet – ab 20 Uhr

tritt Kabarettist Roland Hefter mit

seinem Programm „So lang’s no

geht“ auf der Bierzelt-Bühne auf.

Sonntags starten die Feierlichkeiten

dagegen wesentlich früher

und gesitteter – um 9 Uhr in der

Früh mit festlichem Kirchenzug,

gefolgt von Feldgottesdienst, Frühschoppen

mit Iffeldorfer Blasmusik

sowie Kaffee und Kuchen. Vorausgesetzt

natürlich, die Pandemie

bringt nicht noch eine weitere

Wende zum Negativen mit sich.

„Was jedoch Ende Juni eher unwahrscheinlich

sein wird bei der

harmloseren Omikron-Variante“,

so Thorsten Kuhrt, der sich sicher

ist, „dass wir das Jubiläum diesmal

feiern können“. Und zwar mit

allen, die an diesem Wochenende

Zeit und Lust haben, nach Iffeldorf

zu kommen.

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50 Jahre Tourismusverband Pfaffenwinkel

Lebensqualität für

Einheimische und Urlauber

Tassiloland | Auch wenn dem

Pfaffenwinkel Superlativen wie

die Zugspitze fehlen, hat er in

Summe viel zu bieten. Zum Beispiel

seine facettenreiche, in

weiten Teilen noch unberührte

Natur in Form einer sanfthügeligen

Wald- und Wiesenlandschaft,

dem breiten Lech, der schmaleren,

wilderen Ammer sowie Dutzenden

Seen, oft mit glasklarem,

an anderer Stelle wiederum mit

trübem, gesundheitsförderndem

Moorwasser befüllt. Es gibt mit

Auerberg (1 055) und Hohem Peißenberg

(988) zwei exponierte

Erhebungen, die atemberaubenden

Rundumblick über die komplette

Region und darüber hinaus

bieten – an wolkenlosen Tagen

reicht die Sicht über Ammersee

und Starnberger See hinweg bis

nach München, entgegensetzt

zeigen sich die höchsten Gipfel

des Karwendels, des Wettersteingebirges

sowie der Tannheimer

Berge. Und dazwischen? „Zahlreiche

kulturelle Sehenswürdigkeiten“,

sagt Susanne Lengger,

Geschäftsführerin des Tourismusverbandes

Pfaffenwinkel. Das

Aushängeschild schlechthin: Die

Wieskirche mit fast einer Million

Besucher pro Jahr. Aber auch die

Klöster in Bernried, Wessobrunn

oder Polling sind immer eine Rast

wert. „Und wo Klöster sind, gibt

es auch Kunst.“ Das Campendonk

Museum in Penzberg, 2016

in Form eines architektonisch

sehr ansprechenden Zwillingsbaus

eröffnet. Das „Museum der

Phantasie“, auch bekannt als

20 | tassilo

Buchheim-Museum – ein 4000

Quadratmeter großer Bau in

Bernried am Starnberger See, der

der Form eines Schiffes gleicht.

Und die im September 2020 eröffnete

STOA169 – eine Kunstsäulenhalle

südwestlich von Polling,

inmitten der Natur stehend und

ausschließlich zu Fuß oder mit

dem Rad über einen Feldweg erreichbar.

Wer möchte, kann Kunst

und Kultur wiederum verbinden

mit Sport und Genuss. Bereits in

den Jahren 2005 und 2006 hat der

Tourismusverband Pfaffenwinkel

eine flächendeckende Radwege-

Beschilderung installiert, die alle

Orte der Region über gut fahrbaren

Schotter oder Asphalt miteinander

verbindet. Ähnliches gilt

für Wanderer, denen Rundtouren

und Mehrtageswanderungen

zur Verfügung stehen. Zum Beispiel

die 2015 eröffneten Pilger-

Wanderwege-Schleifen „Heilige

Landschaft Pfaffenwinkel“ mit

zentralem Ausgangspunkt auf

dem Hohen Peißenberg. Oder der

inzwischen mit zahlreichen Infound

Erlebnisstationen versehene

LechErlebnisWeg.

Social Media statt

Buswerbefahrten

Gegründet wurde der Tourismusverband

Pfaffenwinkel im Jahre

1971 durch den damaligen Landrat

Manfred Blaschke – zunächst

als Fremdenverkehrsverband für

den Schongauer Altlandkreis.

Das damalige Ziel: In enger Zusammenarbeit

mit einzelnen

Altlandkreis-Gemeinden das touristische

Angebot auszubauen

und gemeinsam zu bewerben.

Im Zuge der Gebietsreform im

Jahr 1972, also nur ein Jahr später,

schlossen sich auch immer mehr

Gemeinden aus dem Weilheimer

Raum dem Verband an. Ein probates

Mittel damals, die Region

für Urlauber bekannt zu machen:

Werbefahrten mit Bus und ganzer

Blaskapelle in andere Städte, zum

Beispiel nach Hildesheim oder

Saarbrücken, wo die Werbetrommel

für den Weilheim-Schongauer

Landkreis als Urlaubsdomizil

fleißig gerührt wurde. Weil durch

die Gebietsreform nicht nur das

Schongauer Land, sondern der

gesamte neue Landkreis bis zu

den Osterseen zum Verbandsgebiet

gehörte, galt es letztlich einen

treffenderen Namen zu finden:

1978 wurde aus dem „Schongauer

Land“ der „Fremdenverkehrsverband

Pfaffenwinkel“ und 1996 aus

dem Fremdenverkehrsverband

der „Tourismusverband Pfaffenwinkel“,

dessen Aufgabengebiet

sich gewandelt hat im Vergleich

zur Anfangszeit. „Heute bewerben

wir unsere Region sehr stark

übers Internet sowie auf Social

Media“, sagt Susanne Lengger.

Auf der verbandseigenen Internetseite

(www.pfaffen-winkel.de)

können Urlauber auch Unterkünfte

buchen – mit Hotels in allen

Kategorien, Gasthöfen, Pilgerherbergen,

Ferienwohnungen,

Campingplätzen sowie Urlaub auf

dem Bauernhof ist das Übernachtungsangebot

breitgefächert. Seit


Corona boomt insbesondere Camping.

Dafür leiden unter der Krise

Hotellerie und Gastronomie umso

mehr. „Einerseits fehlt ihnen das

Geschäft während den Lockdownphasen,

vor allem in der Weihnachtszeit.“

Andererseits Personal,

„weil in Zeiten der Krise viele

die Branche gewechselt haben

und neues Personal schwer zu

finden ist“. Die Folge: Zwischen

den Lockdowns, im Sommer, wo

im Pfaffenwinkel erfreulicherweise

sehr viele junge Familien

sowie ältere Pärchen Urlaub gemacht

haben und auch eingekehrt

sind, fehlte dieses Personal umso

schmerzlicher. „Wir hoffen sehr,

dass unsere Gastronomiebetriebe

diese Krise gut überstehen – denn

der Verlust der ohnehin in manchen

Gemeinden nur noch wenigen

Dorfwirte wäre sowohl für

Urlauber als auch Einheimische

ein großes Problem.“

Naturschutz durch

Besucherlenkung

Derzeit arbeitet der Tourismusverband

Pfaffenwinkel ein neues

Freizeit-Radwege-Konzept

aus,

das sich an Genuss-Tourer, Gravelbiker

(geländetaugliches rad) und Rennradfahrer richtet.

Alle Touren führen an landschaftlichen

und kulturellen Highlights

vorbei – und laden zum Einkehren

und Einkaufen in beispielsweise

Dorfläden, Wirtshäusern und

Bauernhofcafés mit regionalen

Produkten ein. Einzig der Wunsch

gezielt ausgeschilderten Trails für

Mountainbiker, die vom Hohen

Peißenberg hinabführen, gestalte

sich in der Umsetzung als schwierig.

„Sind wir aber dran“, sagt

Susanne Lengger, die an dieser

Stelle die Philosophie des Verbandes

in den Vordergrund rücken

möchte: „Alle unsere Maßnahmen

dienen immer dazu, sowohl für

Urlauber als auch Einheimische

einen Mehrwert zu generieren.“

Heißt: Der Renn-

Tourismusverband

Pfaffenwinkel setzt nicht nur auf

Tagesausflügler aus größeren

Städten wie München und Augsburg

sowie auf Urlauber aus ganz

Deutschland, sondern sorgt ganz

gezielt dafür, dass die Lebensqualität

für hier lebende Menschen

erhalten bleibt und verbessert

wird. Und die ist im Pfaffenwinkel

ohnehin sehr hoch. „Bei uns

findet man immer ein ruhiges

Platzerl abseits der Menschenmassen,

auch bei schönstem

Wetter an Wochenenden.“ Wer

also zur Ruhe kommen möchte,

ist im Pfaffenwinkel sicherlich

besser aufgehoben als beispielsweise

in Garmisch-Partenkirchen

oder am Tegernsee, wo der Besucherandrang

an manchen Tagen

nicht mehr kontrollierbar ist, geschützte

Naturbereiche gefährdet

werden und Konflikte mit Einheimischen

vorprogrammiert sind.

Wobei durch Social Media und

coronabedingtem Bewegungsdrang

das Thema „Naturschutz

durch Besucherlenkung“ auch

für den vergleichsweise sanfttouristischen

Paffenwinkel immer

wichtiger wird. So sollen zum

Beispiel an weniger sensiblen

Abschnitten der Ammer gezielt

attraktive Aufenthaltsbereiche mit

Grillplatz geschaffen werden, um

Menschen vom Feuermachen in

empfindlicheren Bereichen mit

Vogelschutzgebiet, zum Beispiel

der Ammerschlucht bei Peiting,

abzuhalten. Ein zukunftsweisender

Schritt, damit der Naturraum

Pfaffenwinkel auch die kommenden

Jahre und Jahrzehnte gesund

bleibt. Apropos: Da die eigentliche,

für November 2021 vorgesehen

Jubiläumsfeier der Delta-

Variante zum Opfer gefallen ist,

„starten wir in der Gaststätte auf

dem Hohem Peißenberg heuer

einen neuen Versuch“. Wann genau,

ist noch offen. In jedem Falle

eingeladen: Altlandrat Manfred

Blaschke, der den hiesigen Tourismusverband

vor gut 50 Jahren

aus der Taufe gehoben hatte. js

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Wir freuen uns, Sie

in unserer

blühenden

Gärtnerei,

begrüßen zu

dürfen.

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Warnung vor Cyber-Angriffen

Tassiloland | Polizei, Katastrophenschutz und nun auch die Industrie-

und Handelskammer für München und Oberbayern: Sie alle

warnen immer wieder und immer häufiger vor Cyberattacken,

die sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen schwer treffen

können. Die IHK richtet an dieser Stelle explizit einen Appell an

alle oberbayerischen Firmen, sich zeitnah für etwaige IT-Notfälle

zu wappnen, ihre Systeme auf aktuellsten Stand zu bringen und

Schutzprogramm-Vorsorge zu treffen. Hintergrund der aktuellen

Warnung ist unter anderem der Ukraine-Krieg und die damit verbundenen,

möglichen Vergeltungsmaßnahmen Russlands angesichts

der von der EU beschlossenen Sanktionen. Einer Statistik zu

Folge machen zwar mehr als 90

Prozent aller hiesigen Betriebe

regelmäßige Sicherungskopien

ihrer Daten, einen richtigen

IT-Sicherheitsbeauftragten

würden jedoch nur 45 Prozent

beschäftigen, darüber hinaus

hätten nur 43 Prozent der Betriebe

Notfallpläne für

den Fall einer Cyberattacke

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Freizeit-App für den Pfaffenwinkel

Tassiloland | Mit Stolz präsentiert der Tourismusverband Pfaffenwinkel

(siehe Seite 20) die zweite Auflage seiner Freizeit-App für

Touristen und Einheimische. In dieser komplett neu überarbeiteten

Version finden Nutzer schnell und unkompliziert mehr als 200

Wander- und Radtouren der Region, dazu weit über 700 Einträge

in Sachen Ausflugsziele, regionale

Küche, Übernachtungsmöglichkeiten

und Veranstaltungen.

„Pfaffenwinkel Touren

& Freizeit“ ist sowohl für And-

roid- als auch iOS-Nutzer im

jeweiligen App-Store

runterzuladen. tenlos.

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Allerlei Literarisches – die Gewinner

Tassiloland | Leseratten hatten in unserer

März/April-Ausgabe die Chance, gleich

fünf verschiedene Bücher zu gewinnen.

Je ein Exemplar von „Neugier auf die

Welt – in 80 Rätseln um die Erde“ des

Tutzinger Autors und Weltenbummlers

Thomas Bauer ging an Carola Dittel

aus Oberhausen und Pauline Kuhn aus

Peißenberg. „Sei mutig, schau hin und

versteh‘ mich!“ von der aus Hamburg

stammenden Ergo- und Psychotherapeutin Sabine Berndt haben

Bettina Kulzer aus Murnau und Ruth Drechsel aus Weilheim

gewonnen. Die „Scherzgedichte“ von Kreisrat Hans Schütz

gingen an Monika Tafertshofer aus Murnau und Ralf Patrunky aus

Augsburg. „Die Männer der Désirée“, ein Roman des Pollinger

Sportenthusiasten Hans-Peter Grünebach haben Edith Pinsberger

aus Weilheim und Maria Düsch aus Olching gewonnen. Und den

neuen Alpen-Krimi „Hohe Wogen“ von Bestseller-Autorin Nicola

Förg Marion Ammermann aus Weilheim und Ursula Karlinger aus

Peißenberg. Wir wünschen allen Gewinnerinnen und Gewinnern

viel Spaß beim „Verschlingen“ der Bücher – und drücken

den Leerausgegangenen umso mehr die Daumen bei

Gewinnspielteilnahmen in dieser Ausgabe.

js

22 | tassilo


Steingadener Blütentage – die Wunderwelt des Gartens

Steingaden | Blüten, Farben und

Düfte für alle Sinne: Dafür stehen die

Steingadener Blütentage, die heuer

am Samstag, 11. Juni, von 10 bis 19

Uhr sowie am Sonntag, 12. Juni, von

9 bis 18 Uhr, im Zentrum Steingadens

stattfinden – und alles bieten

werden, was das „grüne“ Herz von

Hobbygärtnern und Pflanzenfreunden

höherschlagen lässt. Zum Beispiel

Fachvorträge von Floristen

und Gartengestaltern, Aussteller

mit einem breiten Angebot an Stauden, Rosen

und Pflanzen aller Art, ein vielseitiges Angebot an

Gartenaccessoires, Ausstellungen von Künstlern

und Handwerkern, ein Themenrundgang

mit Heilkräutern, christlichen

Symbolpflanzen sowie Garten- und

Wildblumen, ein mit dem Umweltpreis

ausgezeichnetes Labyrinth in

einem Klostergarten, aber auch kulinarischen

Köstlichkeiten, Musik und

ein Programm für Kinder. Ziel der

Steingadener Blütentage, zu denen

Alt und Jung aus Nah und Fern herzlich

eingeladen sind: Traditionell

bäuerliche Gartenkultur mit neu-

en, modernen Angeboten zu verbinden.

Nähere Infos auch im Internet unter

www.steingadener-bluetentage.de js

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und unverbindliche

Bewertung Ihrer

Immobilie!

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Lizenzpartner der Engel & Völkers Residential GmbH

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Freiluftfestival

mit Fackeln und Weltmusik

Tauting | Mit dem Freiluftfestival „Klangleichtn“ im

Eglfinger Ortsteil Tauting kommen am Samstag,

18. Juni, Musikbegeisterte allen Alters voll auf ihre

Kosten. Beginn ist um 17.30 Uhr mit einem Musical,

aufgeführt von Kindern aus dem Veranstaltungsdorf.

Ab 18 Uhr gibt’s Straßenmusik von regionalen

Bands und Musikgruppen, die ebenfalls aus Tauting,

Eglfing und Umgebung stammen. Und um

20 Uhr, bei brennenden Fackeln, beginnt schließlich

das eigentliche Konzert, das mit Klassik, Jazz,

Blasmusik, Volksmusik, Hip-Hop, Weltmusik und

einer Hang-Gruppe (spezielles Schlaginstrument)

ein breites Spektrum an Musikrichtungen zu bieten

hat. Highlight des Abends ist sicherlich die weit

über Eglfing hinaus bekannte Gruppe „gruberich“,

die das Freiluftfestival „Klangleichtn“ heuer zum

dritten Mal veranstaltet. Musiziert wird überwiegend

in der Dorfstraße, auf dem schon jetzt legendären

Toteissilo (siehe Bild), auf einer Druckluftbühne

sowie am Krokodilweiher. Der Eintritt für alle

interessierten Besucher, die herzlichst eingeladen

sind, ist frei. Und auch fürs leibliche Wohl

wird an diesem von Feuer erleuchteten

Musikabend bestens gesorgt sein.

js

Kindgerechter Umgang mit neuen Medien

Tassiloland | Wie viel Zeit vor Smartphone,

Tablet, PC und TV sind für Kinder welchen

Alters tragbar? Welche Inhalte sind

altersgerecht und sinnvoll, welche ein

absolutes No-Go für die Entwicklung

der Jungs und Mädels? Diese und

viele weitere Fragen im Bereich

„Neue Medien“ stellen Eltern mer wieder vor große, oft nicht

imlösbare

Aufgaben. Hilfe dazu

bietet nun das Projekt ELTERNTALK, eine Initiative

des Weilheim-Schongauer Landratsamtes,

die Eltern im Umgang mit neuen

Medien innerhalb der Familie unterstützen

möchten. Nähere Infos dazu geben die

Regionalbeauftragten Gabriele Jocher

(0170 / 4471767; Mail: gabrielejocher@

gmx.de) und Gerti Grahl

(0881 / 92494231, Mail:

gerti.grahl@web.de). js

mai / juni 2022 | 23


Qualitätssiegel für Oberarzt Christian Wutz

Was tun beim Leistenbruch?

Weilheim / Schongau | Die Leistenregion

des Menschen ist anatomisch

betrachtet eine Schwachstelle

der Bauchwand. Weitet

sich diese aus, entsteht eine sogenannte

Bruchpforte, durch die

Bauchfell, aber auch Eingeweide

wie beispielsweise der Darm nach

außen hervortreten können. In

diesem Falle handelt es sich um

einen Leistenbruch, der überwiegend

bei Männern (27 Prozent)

sowie äußerst selten bei Frauen

(drei Prozent) vorkommt. Weltweit

betrachtet werden rund 20

Millionen Operationen aufgrund

Bauchwandbrüchen jährlich

durchgeführt, davon rund 350000

in Deutschland, und somit auch

zahlreiche in den Häusern der

Krankenhaus GmbH Weilheim-

Schongau. Ursachen für einen

Leistenbruch sind neben körperlicher

Veranlagung genetische

Dispositionen, Bindegewebsschwächen,

vorherige Leistenbrüche

auf gegenüberliegender Seite

sowie erhöhter Druck innerhalb

der Bauchhöhle. Bemerkt wird

ein Leistenbruch in der Regel

durch eine meist wiederkehrende

Schwellung im Bereich der Leiste,

sowie durch schwer definierbare

Symptome, die von Patienten

häufig mit „Druckgefühl“ oder

„Fremdkörpergefühl“ beschrieben

werden. Diese durchaus unangenehmen

Beschwerden können

wiederum in das Genital ausstrahlen

und sich bei anstrengenden

Aktivitäten, zum Beispiel beim Heben

eines schweren Gegenstandes,

verstärken. Häufig bleiben

Leistenbrüche aber auch unbemerkt,

werden eher durch Zufall

Sonderveröffentlichung der

im Rahmen einer routinemäßigen

Untersuchung beim Hausarzt oder

Urologen bemerkt. Sehr starke

Schmerzen im Leistenbereich inklusive

Schwellung deuten dagegen

auf eine Einklemmung des

Bauchinhalts hin. Das wiederum

heißt: Medizinischer Notfall – und

eine Behandlung innerhalb der

nächsten sechs Stunden, um ein

Absterben der in der Regel dabei

betroffenen, eingeklemmten

Darmschlinge zu vermeiden.

Unterschiedliche

Operations-Verfahren

Das Prinzip einer Leistenbruch-

Operation fußt im Grunde auf drei

Säulen: Zurückverlegen des Bruchinhalts

in den Bauchraum, Verschluss

der Bruchpforte und Stabilisierung

des Gewebes. Wobei die

Spezialisten der Allgemein- und

Viszeralchirurgie der Weilheim-

Schongauer Krankenhaus GmbH

auf unterschiedliche Operationsverfahren

zurückgreifen, diese

stets abhängig machen von Art

und Ausprägung des jeweiligen

Bruchs, sowie Alter und Alltagsbelastung

des zu behandelnden

Patienten. Bei beispielsweise jüngeren

Männern mit kleinen Leistenbrüchen

wird in der Regel ein

offenes Operationsverfahren mit

einem fünf bis acht Zentimeter

großen Schnitt im Leistenbereich

angewandt – und die dabei entstehende

Bruchlücke mit körpereigenem

Gewebe verschlossen. In

den meisten anderen Fällen einer

Leisten-OP erfolgt die Verschließung

der Bruchlücke jedoch mit

einer Verstärkung des Gewebes in

Form eines speziellen Kunststoffnetzes,

welches sich seit vielen

Jahren bewährt und gut verträglich

ist für Patienten. Es gibt aber

auch ein minimalinvasives Verfahren

namens „Transabdominelle

Präperitoneale Netzimplantation“,

kurz TAPP, das sich ideal für Leistenbrüche

bei Frauen, sowie beidseitigen

Leistenbrüchen eignet.

Hierbei wird nicht nur über drei

kleine Inzisionen (Durchtrennen

von Haut und Weichgeweben, um

ein Operationsgebiet freizulegen)

operiert, sondern auch das Kunststoffnetz

faltenfrei direkt über den

Christian Wutz

Oberarzt der Viszeralchirurgie

Bruch platziert sowie das Bauchfell

darüber verschlossen. So wird

Kontakt zum Darm verhindert und

dafür gesorgt, dass es zu keinen

Verklebungen kommt. Ein weiterer,

großer Vorteil des TAPP-

Verfahrens: Dass beidseitige Leistenbrüche

über ein und denselben

Zugang operiert werden können,

sozusagen aus eigentlich zwei

Operationen eine wird. Am Standort

in Weilheim wird dieses

Operations-Verfahren Roboterassistiert

angewandt, erfolgt insofern

auf dem neuesten Stand der

Technik.

Teilnahme

an Studie

Gesondert hervorzuheben

gilt es bei

der Behandlung von

Leistenbrüchen in der

Krankenhaus GmbH

Weilheim-Schongau

Christian Wutz. Die

Deutsche Herniengesellschaft

verlieh

dem Oberarzt der

Allgemein- und Viszeralchirurgie

das Siegel „Qualitätsgesicherte

Hernien Chirurgie“. Darüber hinaus

nehmen die Krankenhäuser

in Weilheim und Schongau an

der deutschlandweiten Studie namens

„Herniamed“ teil. Im Zuge

dessen wird die Qualität der Hernienversorgung

genau kontrolliert

und dokumentiert, und die

daraus resultierenden Ergebnisse

mit Leistenburch-Behandlungen

aus anderen Krankenhäusern verglichen.

Letztlich nehmen an dieser

Studie mehr als 400 Krankenhäuser

teil, die wiederum Informationen

von weit über 200000 Patienten

datenschutzkonform erfassen. Die

daraus gewonnenen Erkenntnisse

tragen wiederum zur Verbesserung

und Modernisierung der Behandlung

von Leistenbrüchen bei,

was letztlich auch den Patienten

der Weilheim-Schongauer Krankenhaus

GmbH zu Gute kommt.

> > > KONTAKT

Allgemein- und Viszeralchirurgie

Standort Weilheim

Leistenoperationen werden minimal-invasiv

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ausgeführt.

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Aus drei mach eins — die Berufsfachschule für Pflege in Schongau

„Eine neue Ausbildung“

Schongau | Im Jahr 2020 ist ein

neues Pflegeberufegesetz in Kraft

getreten. Im Zuge dessen hat

sich auch die Ausbildung an der

Berufsfachschule für Pflege der

Weilheim-Schongauer Krankenhaus

GmbH geändert. Im Interview

sprechen Schulleiter Thomas

Schäfer sowie Marie Orban,

Koordinatorin der praktischen

Ausbildung, welche Vorteile die

generalistische Pflegeausbildung

mit sich bringt, wie viele Schüler

dieses Angebot bereits angenommen

haben und was ihre Schule

am Standort in Schongau in besonderem

Maße auszeichnet.

Herr Schäfer, was ist eine generalistische

Pflegeausbildung?

Thomas Schäfer: Es handelt

sich um eine neue Ausbildung,

die theoretische und praktische

Schwerpunkte aus Altenpflege,

Gesundheits- und Krankenpflege

sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege

vereint. Unseren

Auszubildenen öffnen sich damit

von vorne herein verschiedene

Türen und Möglichkeiten,

da sie in unterschiedlichen Bereichen

der Pflege ausgebildet

werden. Letztlich starteten wir

vor rund zwei Jahren mit der generalistischen

Pflegeausbildung

an unserer Berufsfachschule in

Schongau – in den ersten beiden

Jahren haben knapp 90 Schülerinnen

und Schüler dieses Angebot

angenommen und bei uns begonnen.

Marie Orban: Mit Inkrafttreten des

neuen Pflegeberufegesetzes im

Jahr 2020 wurde die Pflegeausbildung

komplett neu gestaltet.

Das Gesetz verfolgt das Ziel, dass

alle Auszubildenden die ersten

zwei Jahre eine einheitliche generalistische

Ausbildung erhalten.

Während dieser Zeit sammeln sie

Erfahrungen in der ambulanten

sowie stationären Langzeitpflege,

in psychiatrischen Einrichtungen

oder auch in Einrichtungen der

Kinderpflege. Im dritten Ausbildungsjahr

müssen sich die Auszubildenden

dann für einen Versorgungsbereich

entscheiden, in dem

sie ihre Handlungskompetenzen

vertiefen möchten. Die Krankenhaus

GmbH Weilheim-Schongau

bietet an dieser Stelle die Vertiefung

in akutstationäre Pflege an.

Thomas Schäfer

Leiter der Berufsfachschule

für Pflege

Was hat sich in der Berufsfachschule

durch das neue Pflegeberufegesetz

verändert?

Thomas Schäfer: Mit der neuen

Ausbildung zunächst einmal die

Unterrichtsinhalte. Den Schülern

soll eine sichere Anleitung zur eigenständigen

Problemerkennung

und -bewältigung an die Hand

gegeben werden. Im Rahmen des

exemplarischen Unterrichts werden

so die notwendigen Kompetenzen

bei den Auszubildenden

entwickelt. Uns als Schule war

es schon immer wichtig, mit den

Schülern auf Augenhöhe zu agieren

und sie in ihrem individuellen

Lernprozess zu unterstützen. Die

stetige Weiterentwicklung unserer

Lehrmethoden trägt dazu bei,

den Schülern die bestmögliche

Chance auf eine erfolgreiche und

vielversprechende Ausbildung zu

bieten. Aus diesem Grund werden

die Unterrichte zunehmend schülerzentrierter,

weg von klassischen

Frontalunterrichten. Ein weiterer

Aspekt, der unsere Schule in den

vergangenen Jahren auszeichnete,

ist der fortgeschrittene Grad

der Digitalisierung. Jeder Schüler

erhält von uns ein persönliches

iPad, unsere Klassenzimmer sind

mit freiem WLAN und neuester

Technik ausgestattet. Dadurch

kann auch die digitale Kompetenz

optimal gefördert werden. Unser

Ziel ist es, eine in Zukunft weitestgehend

papierlose Schule zu werden.

Außerdem ist unsere Schule

die letzten Jahre kontinuierlich

gewachsen, was sie auch weiterhin

tun soll. Dabei ist uns wichtig,

dass die Auszubildenden immer

im Mittelpunkt stehen. Und dafür

geben wir jeden Tag unser Bestes.

Marie Orban: Neben den Veränderungen

im Schulkontext hat

sich auch der praktische Teil der

Pflegeausbildung verändert. Einer

der wichtigsten Bestandteile

ist hier die Sicherstellung der

Praxisanleitung – die gab es als

Instrument der praktischen Ausbildung

schon immer, allerdings

ist jetzt der Unterschied, dass der

Umfang gesetzlich vorgegeben

ist. Die Anleitung ist dazu da, den

Auszubildenden einen geschützten

Rahmen im Versorgungsset-

Mitglied Vorteile.

Beispielsweise

könnten so klei-

ting zu bieten, um sie mithilfe berufspädagogischen

Fachpersonals

an ihre zukünftigen Aufgaben als

Pflegefachpersonen heranzuführen.

Eine weitere herausfordernde

Veränderung ist die gesetzliche

Stundenvorgabe in den einzelnen

Versorgungsbereichen.

Unsere

Auszubildenden absolvieren den

Großteil ihrer Praxisstunden in

unseren Krankenhäusern Weil-

nere Unternehmen die Chance

nutzen, ihren eigenen Nachwuchs

heim und Schongau. Allerdings

auszubilden.

müssen nun auch Praxisstunden

in anderen Einsatzgebieten ge-

Welche Vorteile und Möglichkeiten

leistet werden. Dieser Umstand

bringt eine Ausbildung in der Pflege

stellt für die Auszubildenden eine

sehr wertvolle Erfahrung dar.

mit sich?

Thomas Schäfer: Wie eingangs

schon erwähnt, ermöglicht die

Wie genau werden Sie diese neuen

Anforderungen organisieren und

umsetzen?

Marie Orban: Um den organi-

generalistische Ausbildung das

Sammeln von Erfahrungen in

verschiedensten Pflegebereichen,

wodurch den Schülern bereits im

satorischen Aufwand langfristig Rahmen ihrer Lehre unterschiedliche

zu reduzieren, streben wir die

Karrierewege aufgezeigt

Gründung eines Ausbildungsverbundes

im Landkreis Weilheim-

Schongau an. Der Antrag hierfür

wurde bereits beim Landesamt in

werden. Denn vor allem das Thema

Weiterbildungsmöglichkeiten

ist ein sehr Wichtiges im Bereich

der Pflege. Frau Orban und ich

München gestellt. Wir schließen durften selbst erfahren, wie viele

uns mit verschiedenen Pflegeeinrichtungen

verschiedene Möglichkeiten sich

und einer weiteren nach einer pflegerischen Ausbil-

Pflegefachschule zusammen, sodass

mindestens je ein Vertreter

jeder Art von Pflegeeinrichtungen

repräsentiert ist. Die Pflegefachschule

dung ergeben und welche neuen

Wege man einschlagen kann. Der

Pflegeberuf ist spannend, attraktiv

und abwechslungsreich. Zudem

der Krankenhaus GmbH kann man sich jederzeit in eine

agiert als offener Kooperationspartner

neue Richtung weiterentwickeln.

und

der

Zusammenschluss

soll der gegenseitigen

Unterstützung

dienen. Der Ausbildungsverbund

schafft für jedes

> > > KONTAKT

Marie Orban

Koordinatorin der

praktischen Ausbildung

Berufsfachschule für Pflege

Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau

Klinik Schongau

Marie-Eberth-Straße 8 . 86956 Schongau

Telefon 08861 215 - 580

mai / juni 2022 | 25


Wasserwirtschaftsamt untersucht Bäche und Flüsse

Ein Refugium

für Pflanzen und Tiere

Wielenbach | 2022 begann für den

Brunnenbach bei Wielenbach ein

neues Untersuchungsjahr. Am

nordwestlichen Ortsrand, unterhalb

des Wehrs, nahm ein Mitarbeiter

des Wasserwirtschaftsamts

Weilheim schon im Januar erste

Proben. „Sieht ein bisschen wie

Urlaub aus“, schmunzelt Axel

Marten, der Klapptisch, Stuhl, Gefäße,

Schalen und Eimer dabei hat.

An unterschiedlichen Stellen entlang

des Bachs dreht er Steine um

und hält einen Kescher ins Wasser.

Was er aus dem Bach gefischt hat,

gießt er in den Eimer. Die trübe

Flüssigkeit, voll von Pflanzenresten,

Holzstückchen und Kies, läuft

anschließend durch unterschiedlich

engmaschige Netze. In diesen

bleiben kleine wirbellose Tiere

hängen: Muscheln, Schnecken,

Würmer, Käfer, Wanzen und Insektenlarven.

Axel Marten verteilt die

Makrozoobenthen, wie diese Tiere

im Fachjargon heißen, in Schalen

und identifiziert sie. Darunter sind

Hakenkäferarten, die nur zwei

Millimeter groß sind, wie auch

mehrere Zentimeter lange Larven

einer Steinfliegenart. Unter diesen

Makrozoobenthen gibt es weltweit

zahllose Vertreter. Allein die

Steinfliegen, Eintagsfliegen und

Köcherfliegen, die ihre Eier in Bächen

ablegen, kommen in jeweils

vielen Hundert Arten vor. Im Pfaffenwinkel

leben auf einem Quadratmeter

Bachwasser im Schnitt

etwa 1 500 Klein- und Kleinstlebewesen

aus bis zu 80 unterschiedlichen

Arten. Was diesen Januar

im Brunnenbach gezählt wurde,

26 | tassilo

Axel Marten vom

Wasserwirtschaftsamt

untersucht hier Lebewesen

aus einem Fließgewässer.

wird im Wasserwirtschaftsamt

Weilheim ausgewertet. Ein Computerprogramm

berechnet die Belastung

mit organischen Stoffen,

die aus abgestorbenen Pflanzen

und Laub, aber auch aus der Abschwemmung

organischer Dünger

und aus unzureichend gereinigten

Abwässern stammen. Makrozoobenthen

zerkleinern diese Stoffe

im Wasser, ehe sie von Pilzen,

Einzellern und Bakterien verzehrt

werden. All diese Prozesse verbrauchen

Sauerstoff. Finden sich

also vergleichsweise viele Makrozoobenthen

mit geringen Sauerstoffansprüchen

in einem Bach,

ist die organische Belastung hoch.

Beim Brunnenbach ist dies nicht

der Fall. Dort ist die Vielfalt sauerstoffliebender

Kleinlebewesen

„gut“, der Bach erhält die Note

Zwei auf der fünfstufigen Skala.

Doch die Januar-Untersuchung

war nur die erste in diesem Jahr.

Makrozoobenthen,

Wasserpflanzen & Fische

Jeden Monat, bis Dezember, nehmen

die Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamts

Proben im Brunnenbach,

um auch den chemischen

Zustand zu untersuchen. Im Labor

werden Temperatur, Sauerstoffhaushalt,

Salzgehalt, Nährstoffverhältnisse

und die Schadstoffbelastung

bestimmt. Im Sommer

erfolgt dann eine einmalige Untersuchung

der Wasserpflanzen,

Moose und Algen. Während Algen

von Steinen oder Holz abgekratzt

werden, damit sie später unter

dem Mikroskop näher bestimmt

werden können, schauen die Fachleute

bei großen Wasserpflanzen


wie dem Hahnenfuß bereits vor

Ort genauer hin. Sie versuchen die

Blütezeit zu erwischen, denn dann

lässt sich die jeweilige Unterart

leicht bestimmen. Und schließlich

werden dieses Jahr, voraussichtlich

im Herbst, auch die Fischarten im

Brunnenbach untersucht. Das organisiert

– für alle Gewässer im

Freistaat – das Bayerische Landesamt

für Umwelt.

Aus den Noten für Makrozoobenthen,

Wasserpflanzen und Fischen

lässt sich letztlich ablesen, inwieweit

ein Bach seinem natürlichen

Zustand entspricht. Die Wasserrahmenrichtlinie

der Europäischen

Union, die seit dem Jahr 2000 in

allen Mitgliedstaaten gilt, schreibt

vor, dass bis 2027 alle europäischen

Gewässer in einem naturnahen

guten oder sehr guten Zustand

sein müssen. Gewässer mit einer

Drei (mäßig), Vier (unbefriedigend)

oder Fünf (schlecht) müssen ihren

Zustand verbessern. In diesem Fall

ermittelt das Wasserwirtschaftsamt

die Ursachen und setzt gemeinsam

mit Kommunen und Verursachern

Maßnahmen zur Verbesserung der

Bachwasser-Qualität um. Gar nicht

leicht fiel die Ursachenforschung

bei einem Fall vor drei Jahren, wie

sich Robert Kapa, Sachgebietsleiter

Biologie im Wasserwirtschaftsamt

Weilheim, erinnert. Am großen

Rothbach, der nördlich von Bad

Tölz in die Isar fließt, noch einen

sehr naturnahen Zustand aufweist

und fast nur von Mooren, Wäldern

und Grünland umgeben ist, fand

man mittels chemischer Untersuchung

ein Pflanzenschutzmittel im

Bachwasser. Robert Kapa und sein

Team erkannten, dass das Herbizid

im Maisanbau verwendet wird. Mit

Hilfe von Luftbildern entdeckten

sie zwei Maisäcker in der Nähe

des Bachs. „Ein Mitarbeiter konnte

mit dem zuständigen Landwirt ermitteln,

dass die Substanz kurz vor

einem starken Regen ausgebracht

wurde und damit zu konzentriert

in den Bach geriet“, so Kapa. Der

Landwirt versprach, in Zukunft vor

Anwendung des an sich zugelassenen

Herbizids auf eine geeignete

Witterung zu achten.

Nur 53 Prozent erfüllen

ökologisches Soll

Dies aber war ein Einzelfall. Hauptproblem

hiesiger Fließgewässer

ist die massive Veränderung der

Gewässermorphologie durch Gewässerausbau,

Begradigung und

Querbauwerken. Auch Abflussregulierungen

durch Speicherseen

und Wasserkraftanlagen wirken

sich negativ auf die Bachwasserqualität

aus. Ebenso Einflüsse bei

intensiver Landwirtschaft und

vereinzelt – Probleme beim Betreiben

von Kläranlagen.

Köcherfliegenlarve

Wasserkäfer

Steinfliegenlarve

Seine Routineuntersuchungen

führt das Wasserwirtschaftsamt

Weilheim in den fünf Landkreisen

durch, für die es zuständig ist:

Weilheim-Schongau, Landsberg

am Lech, Starnberg, Bad Tölz-

Wolfratshausen und Garmisch-

Partenkirchen. Und zwar alle drei

bis sechs Jahre an insgesamt 58

„Fließgewässerkörpern“ – unter

diesem Begriff werden ähnliche

Bäche sowie Flussabschnitte einer

Region zusammengefasst. Die Untersuchung

am Brunnenbach gilt

somit auch für benachbarte Bäche

wie den Weilheimer Angerbach.

An den großen Flüssen Ammer,

Loisach und Isar dagegen erfolgen

jährliche Messungen. An dieser

Stelle wichtig zu wissen: Mit der

Trinkwasser- und Badewasserqualität

haben diese Untersuchungen

des Wasserwirtschaftsamts nichts

zu tun – dafür tragen die jeweiligen

Wasserversorger und Gesundheitsämter

Verantwortung. Außerdem

wird Trinkwasser im Alpenvorland

nicht aus Flüssen oder Bächen

entnommen. „Uns geht es ausschließlich

um die Ermittlung und

Verbesserung des ökologischen

Zustands von Fließgewässern“, so

Robert Kapa. Und in dieser Hinsicht

schneidet das Alpenvorland

mit dem Pfaffenwinkel besser ab

als im bayerischen und bundesweiten

Vergleich. 53 Prozent der

hiesigen Fließgewässer haben

mit einer Zwei ihr ökologisches

Soll erfüllt. Heißt aber auch, dass

47 Prozent in ihrer Qualität besser

werden müssen. Die schlechtere

Gesamtnote resultiert hierzulande,

so auch am Beispiel Brunnenbach,

aus Defiziten bei Fischen, die, anders

als Kleinlebewesen und Pflanzen,

früher und empfindlicher auf

Veränderungen der Wasserqualität

reagieren. Sorgen machen den

Fachleuten auch steigende Wassertemperaturen

und vermehrt

trockenfallende Gewässer in Folge

des Klimawandels. Und auch bei

Wasserkraftwerken müssten viele

Querbauwerke wie Wehre in naturnahe

Sohlrampen umgebaut,

oder mit Fischaufstiegshilfen ergänzt

werden, um Fischen wieder

einen natürlicheren Lebensraum zu

ermöglichen.

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mai / juni 2022 | 27


Ein Experten-Team gibt grünes Licht

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Weilheim | Wie kommt es eigentlich,

dass Menschen sich zweifellos

sicher fühlen, wenn sie in Deutschland

ein öffentliches Gebäude betreten?

Sie vertrauen darauf, dass

in einem so durchbürokratisierten

Land eine Klausel besteht, die

eine regelmäßige Überprüfung von

Statik, Baumängeln oder Dachkonstruktionen

unbedingt vorsieht.

Aber eine konkrete Vorstellung

davon, was das im Detail bedeuten

könnte, haben die wenigsten. Wie

so eine Verkehrssicherheitsprüfung

tatsächlich von statten geht, konnte

jüngst in der Weilheimer Stadtpfarrkirche

Mariä Himmelfahrt

beobachtet werden, als Diplom-

Restauratorin Eva Höfle zusammen

mit zwei erfahrenen Stukateuren

das sakrale Bauwerk einer solchen

Prüfung unterzog. Ausgangspunkt

der Maßnahme war ein im Jahr

2018 gefasster Beschluss, dem Gotteshaus

eine neue Orgel zu schenken.

„Seit in der Eissporthalle Bad

Reichenhall vor 16 Jahren das Dach

einstürzte und gut ein Dutzend

Menschen unter sich begrub, ist

eine Verkehrssicherheitsprüfung im

Abstand von acht Jahren bei öffentlichen

Gebäuden eigentlich obligatorisch“,

erklärt Höfle. Und natürlich

bietet es sich an, vor größeren

baulichen Maßnahmen, zum Beispiel

dem Bau einer neuen Orgel,

das Gebäude einer solchen Prüfung

zu unterziehen. Über die Jahre setzen

Wind und Wetter, Wasser und

Erschütterungen Bauwerken sichtbar

zu. Die letzte Kirchenrenovierung

der Stadtpfarrkirche Weilheim

fand 2004 statt, als sechs neue

Glocken in deren Turm, errichtet

im 13. und 14. Jahrhundert, Einzug

fanden. Nun ist eine Spezialfirma

damit beauftragt, im heiligen Gemäuer

ein neues Instrument zu installieren

– vorausgesetzt, Eva Höfle

und ihr Team geben grünes Licht

für die Verkehrssicherheit des Kirchenraumes

der Weilheimer Stadtpfarrkirche.

Deren Sicherheitsprüfung

läuft letztlich wie folgt ab:

Nachdem sich das Restauratoren-

Team einen groben Überblick

über das Bauwerk verschafft hat,

wird zuallererst eine Hebebühne

aufgestellt, denn die Decke der

Stadtpfarrkirche ist gute 16 Meter

hoch. Keine leichte Aufgabe, das

Gespann durch das Kirchenschiff

bis zum Chor zu manövrieren. Aber

das Team ist geübt und hat schnell

einige Kirchenbänke ausgebaut,

um das Gerät entsprechend zu

platzieren.

Bloß keine Höhenangst

Michael Kerber, Stuckateur-Meister

in der Gruppe, macht sich mit dem

Handling der Hebebühne betraut,

während Eva Höfle ihrerseits technische

und praktische Vorbereitungen

trifft. Fotoapparat und Computer

müssen zur Hand sein, um die

Arbeit digital in einer Kartierung zu

erfassen. Außerdem legt sie einen

Percussions-Hammer, eine Bohrmaschine,

Schrauben für eventuelle

Notsicherungen, einen Diamantbohrer

und einen Metalldetektor

bereit. Wichtigste Voraussetzung

für die Arbeit ist allerdings, keinen

Anflug von Höhenangst zu bekommen,

wenn man sich mithilfe

28 | tassilo


In luftiger Höhe: Mittels Hebebühne

untersuchen Eva Höfle und ihr

Team die Deckenstabilität.

der Hebebühnenarme in Richtung

Deckenfresken bewegt. Das Team

unter der Leitung von Herbert Haug

beginnt nun, das Kirchengewölbe

der Stadtpfarrkirche im Innenraum

genauer unter die Lupe zu nehmen.

Es wird handnah nach Rissen,

Hohlstellen und Wasserschäden

gesucht. Es werden lockere Stuckund

Putzteile ausfindig gemacht

und die Beschaffenheit des Putzes

analysiert. „Natürlich ist es schon

vorgekommen, dass wir Stuckteile

notsichern mussten, weil einzelne

Fragmente am letzten Faden hingen“,

berichtet Höfle, „aber in der

Regel sind die Mängel, nach denen

wir suchen, nicht auf den ersten

Blick zu erkennen.“ Nach über 180

Verkehrssicherheitsprüfungen, bei

denen unter anderem auch die

Stadtpfarrkirche in Schongau, die

Pfarrkirche in Schwabsoien, die

Friedhofskirche in Bernbeuren und

die Pfarrkirche in Oderding geprüft

wurden, sind die Drei nachweisliche

Experten für Problemzonen

historischer Gebäude und wissen

genau, worauf sie achten müssen.

Also fährt Michael Kerber die Decke

des Kirchenchores Stück für Stück

ab und untersucht mit geschultem

Auge die Beschaffenheit. Er nimmt

den Diamantbohrer zur Hand und

bohrt ein kreisrundes Stück mit

etwa vier Zentimetern Durchmesser

aus dem Deckenputz heraus. „Diese

Bohrungen sind wichtig um herauszufinden,

wie der Putz beschaffen

ist“, erklärt Höfle. Außerdem

muss geklärt werden, wie der Putzträger,

also die Unterkonstruktion,

welche die äußere Putz-Mörtel-

Schicht trägt, beschaffen ist. Dabei

gibt es nicht nur unterschiedliche

Materialien wie Holz oder Metall,

sondern auch diverse Konstruktionsweisen,

die je nach Art auch

eine spezifische Halbwertszeit mit

sich bringen.

Pfusch beim Putzauftrag?

„Zu Problemen kommt es vor allem

dann, wenn in den verschiedenen

Epochen jüngere Putzschichten

einfach auf die älteren aufgetragen

wurden, um so den Stil der Kirche

entsprechend der Zeit anzupassen“,

erklärt Höfle, die sich unterdessen

zu Kerber in die Höhe gesellt hat.

Sie nimmt den Percussions-Hammer

in die Hand und klopft damit

vorsichtig den Putz ab. So wird

überprüft, ob Hohlstellen beziehungsweise

Putzablösungen vom

Träger vorhanden sind. Auch der

Metalldetektor kommt bei diesem

Arbeitsschritt zum Einsatz, damit

Eisenarmierungen, die zur Befestigung

der Stuckteile integriert wurden,

ausfindig gemacht werden.

Jede Information gibt Aufschluss

und Ausblick über den Zustand

des Gebäudes. Ist die gesamte Decke

des Kircheninneren abgearbeitet,

werden die Gewölbeoberseiten

auf Wasserschäden, Putzhohlstellen

und Risse überprüft sowie

stichprobenartig das Dachtragwerk

begutachtet. Dazu verschaffen sich

die Sachverständigen Zugang zum

Dachraum des Gotteshauses. „Wir

haben schon Kirchen gesehen,

deren Dachgewölbe als Lager umfunktioniert

wurde“, so Höfle. Lokal

drückende Lasten wirken sich aber

ebenfalls negativ auf die Verkehrssicherheit

von Deckenkonstruktionen

aus.

Nach drei Tagen ist die praktische

Arbeit in der Kirche beendet. Den

Rest erledigt die Diplom-Restauratorin

zu Hause am Computer. Das

Ergebnis der Untersuchung wird

dann in einem langen Bericht an

den Auftraggeber übermittelt und

informiert nicht nur über den Momentanzustand

des Bauwerks,

sondern spricht auch Empfehlungen

darüber aus, welche Arbeiten

zeitnah in Angriff genommen werden

sollten, damit die Verkehrssicherheit

auch dauerhaft gewährleistet

werden kann. Fest steht

aber schon heute: Die Stadtpfarrkirche

Weilheim ist – gemessen

an ihrem stolzen Alter – in einem

ziemlich guten Zustand. Es konnten

keine wesentlichen Mängel

festgestellt werden. Grünes Licht

also für den Bau der neuen Orgel.

Und ein gutes Gefühl für all jene,

die den nächsten Gottesdienst besuchen

werden.

lm

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Peißenberg | Im Jahr 2010 schien

das Schicksal der Schallplatte besiegelt:

Laut Bundesverband für

Musikindustrie gingen deutschlandweit

gerade einmal 600 000

Stück der schwarzen Scheiben über

die Ladentheken. Dem gegenüber

standen 98,7 Millionen verkaufte

Compact Discs (CD). Ein rasanter

Niedergang seit Markteinführung

der CD im Jahr 1983. Damals wurden

71,1 Millionen Schallplatten an

Mann und Frau gebracht, während

gerade einmal drei Millionen CDs

gekauft wurden. Emil Berliner, der

die Schallplatte 1887 auf Grundlage

einer Erfindung von Thomas Alva

Edison zur Serienfertigung brachte,

wäre sicherlich erschüttert gewesen.

Jahrzehntelang waren die

Langspielplatten (LPs) und Singles

aus deutschen Haushalten nicht

wegzudenken. Hörspiele für Kinder,

Schlager für Eltern und Popund

Rockmusik für die Jugend –

es führte kein Weg an den mit analogen

Daten bespielten Tonträgern

vorbei. Zu Zeiten des Grammophons

wurde der teure Naturstoff

Schellack für die Herstellung benutzt.

Seit Ende der 1960er bestehen

LPs mit einem Durchmesser

von 30 Zentimetern aus dem

Kunststoff „Polyvinylchlorid“, kurz

„Vinyl“ genannt. Doch seitdem Digitalisierung

und Streaming der

Musikindustrie zusetzen, hat sich

ein erstaunlicher Trend etabliert,

der dazu führte, dass Verkäufe von

CDs einbrachen, während sich der

Schallplattenmarkt Jahr für Jahr erholte.

32,2 Millionen CDs standen

im Jahr 2020 4,2 Millionen verkauften

Schallplatten gegenüber.

Und während im ersten Halbjahr

desselben Jahres 58 330 Plattenspieler

verkauft wurden, waren es

in diesem Jahr bereits 63 000. Und

ein Drittel der Kunden sind unter (!)

40 Jahre alt.

„Nirvana“ aus der

Metzgerei

„Auch ich gehörte damals zu denen,

die von Schallplatten auf CDs

umgestiegen sind, als sie auf den

Markt kamen“, sagt Franz Garber

und lacht dabei herzlich. Der

heute 56-jährige Peißenberger

war als junger Erwachsener DJ.

Und damals drehte sich alles

um die schwarzen Scheiben.

„Den Kontakt zur Schallplatte

habe ich aber nie ganz verloren,

denn ich habe eine Weile

aus meinem Keller heraus mit

den Scheiben gehandelt. Aber

dann kam die Familie, der

Beruf und der Sport und ich

war erst einmal ganz raus.“ In

Sachen Baumanagement reiste

er viele Jahre lang quer durch

Deutschland und wohnte in Hotels

in fremden Städten. Seine alte Leidenschaft

wurde durch die Langeweile

neu entfacht, die ihn gelegentlich

in der Fremde heimsuchte.

Er streifte durch die Innenstädte

und landete irgendwann wieder

Eine ehemalige Metzgerei war Namensgeber für das Ladenlokal von

Franz Garber in Peißenberg.

in Plattenläden, die der Invasion

der CD getrotzt hatten. Um das Jahr

2006 begann er damit, Erstpressungen

auf Vinyl zu kaufen: Progressive

Rock, Blues und Krautrock.

Franz Garber war wieder infiziert

und ein Gedanke nahm langsam

Gestalt an: „Warum sollte ich nicht

einen Plattenladen in Peißenberg

aufmachen? Nicht nur für den Handel,

sondern auch,

um alte Freunde

zu treffen, zu

denen ich

den

ist wieder v

Das Co

der sch

Sch

Kontakt

verloren

hatte.“ Durch

einen Kumpel erfuhr

er 2016 von einer

Metzgerei in Peißenberg, die ihre

Pforten schließen musste. Er unterschrieb

den Mietvertrag und

eröffnete unter dem treffenden Namen

„Schlachtplatte“ einen Laden.

Seinen Hauptberuf übt er weiter

aus, weshalb er seiner Leidenschaft

nur an Freitagabenden und Samstagen

frönt. Im April 2018 erfolgte

schließlich der Umzug aus dem

Hinterhof an die Hauptstraße in

Peißenberg. An seinem Konzept hat

30 | tassilo


sich seither nichts geändert: „Es

soll ein Treffpunkt für Gleichgesinnte

sein, wo man sich austauscht,

chillig zusammen Musik hört und

in Secondhand-Schallplatten stöbern

kann. Ein richtiger Sammler

war ich aber eigentlich nie.“

Ganz im Gegenteil zu Florian Süss,

der ebenfalls regelmäßig in der

„Schlachtplatte“ steht. Der 48-jährige

Weilheimer unterrichtet

Kunst an

einer Schule

in Penzberg

Mit der „Schlachtplatte“ hat sich Franz Garber einen Traum erfüllt.

oll im Trend

meback

warzen

eibe

und

besitzt

eine Sammlung,

über deren

Umfang er Stillschweigen

bewahren möchte. „Es sind mehrere

Tausend“, sagt er bescheiden.

„Franz und ich ergänzen uns gut.

Ich kenne die Preise und Trends am

Markt. Und die Preise, die im Internet

aufgerufen werden, sind um

bis zu 80 Prozent überzogen. Hier

kommen Leute mit ihren alten Platten

vorbei, die völlig übertriebene

Vorstellungen haben. Die schicken

wir dann manchmal wieder weg.“

Franz Garber berichtet von Anlaufschwierigkeiten

in den ersten

Monaten nach Eröffnung der

„Schlachtplatte“, doch nach

und nach habe es sich herumgesprochen

und heute

kann er sich über fehlende

Besucher nicht beklagen.

Besonders junge Leute würden

Vinyl neu für sich entdecken

und beispielsweise alte

Nirvana-Scheiben kaufen.

„Aber es kommen auch junge

Damen, die nach Joan Beaz

und Janis Joplin fragen. Das ist

wirklich erstaunlich.“

Schallplatten als

Wertanlage

Mehrere Gründe sprechen seiner

Meinung nach für den Vinyl-Boom:

„Jede Schallplatte ist ein kleines

Kunstwerk. Man kann sie in die

Hand nehmen und anschauen. Für

manche Kunden ist es ein Ritual,

abends eine Platte aufzulegen, ein

Glas Wein zu trinken und die Musik

zu genießen. Wenn die Scheibe in

einem guten Zustand ist, kommt

auch eine ganz andere Qualität

rüber. Und dann gibt es natürlich

noch die Sammler, die Schallplatten

als Wertanlagen betrachten.“

Für eine Platte der Krautrocker Can

seien schon 4 000 Euro aufgerufen

worden, Black Sabbath könne

auch mal für 2500 Euro über die

Theke gehen. „Meine Frau sammelt

alles von David Bowie und

ich alles von Motörhead“, sagt der

55-jährige Kunde Carsten Lannert

und zeigt sein Tattoo des 2015 verstorbenen

Motörhead-Frontmans

Lemmy Kilmister. Der gebürtige

Dortmunder lebt seit Jahren in Füssen

und schaut regelmäßig in der

„Schlachtplatte“ vorbei: „Als die CD

kam, habe ich den Großteil meiner

Sammlung verkauft. Heute möchte

ich einfach das alte Gefühl und

die LPs wiederhaben.“ Für diese

Menschen öffnen Franz Garber und

Florian Süss freitags und samstags

die „Schlachtplatte“. In München

könne er höhere Preise erzielen,

sagt Garber, aber es gehe ihm ja

auch viel mehr um die sozialen

Kontakte. Mittlerweile sei das Einzugsgebiet

groß und die Kunden

treu. „Ich denke, das Interesse an

Schallplatten wird auf einem relativ

hohem Niveau bleiben“, prognostiziert

Florian Süss, „aber es wird

in Deutschland keinen Milliardenmarkt

mehr geben“. Und Franz

Garber pflichtet bei: „Einen Boom

für Neupressungen wird es nicht

wieder geben, aber der Handel mit

altem Vinyl wird bleiben. Es wird

immer Menschen geben, die eine

Schallplatte besser behandeln als

ihre Frau.“

edl

mai / juni 2022 | 31


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Peiting | Bei günstigen Witterungsverhältnissen

beginnt die Erdbeersaison

in Bayern bereits Ende Mai.

Alt und Jung werden dann bis Ende

Juni einzelne Felder aufsuchen,

eigenhändig ernten und zuhause

Leckeres daraus zaubern. Die drei

Damen der Hauswirtschafterei

empfehlen für heuer Erdbeerbecher

mit Sahne und Naturjoghurt

sowie Erdbeer-Baisertorte. Aber

auch ein Rezept für die Verarbeitung

von Himbeeren, die viele

tassilo“-Leser in ihrem eigenen

Garten anbauen. Himbeeren reifen,

je nach Sorte, im Zeitraum von

Ende Juni (Sommerhimbeeren) bis

hin zum ersten Frost, meist Ende

Oktober (Herbsthimbeeren) oder

Anfang November. In jedem Falle

enthalten sie mehrere B-Vitamine

sowie jede Menge Vitamin C, welches

wichtig für die Stärkung des

menschlichen Immunsystems ist.

Silvia Schlögel, Christine Schilcher

und Bettina Eder verbauen

Himbeeren ganz gerne in einem

„Kaskuchn“, dem Alt und Jung nur

schwer widerstehen können.

Erdbeerbecher

ZUTATEN:

Creme:

200 g Sahne

300 g Naturjoghurt

50 g Zucker

2 EL Vanillezucker

2 EL Zitronensaft

Zum Anrichten:

80-100g Cantuccini o. Amarettini

ca. 350 g Erdbeeren

evtl. etwas Zucker

einige Blüten nach Belieben

ZUBEREITUNG:

Für die Creme die Sahne steif

schlagen. Den Joghurt mit Zucker,

Vanillezucker und Zitronensaft glatt

rühren. Die Sahne unterheben.

Die Cantuccini (Amarettini) zerbröseln.

Einige Brösel für die

Garnitur beiseitestellen. Die restlichen

Brösel in vier Dessertgläser

verteilen.

Die Erdbeeren waschen und putzen.

Die Hälfte der Erdbeeren mit

einem Stabmixer pürieren. Nach

Bedarf etwas Zucker dazugeben.

Die restlichen Erdbeeren halbieren.

Die Erdbeerhälften am Rand der

Gläser auf die Brösel stellen und

mit der Creme auffüllen. Die pürierten

Erdbeeren darüber verteilen

und mit Bröseln und Blüten

verzieren.

Erdbeer-Baisertorte

ZUTATEN:

Baiser:

10 Eiweiß

150 g Zucker

150 gemahlene Haselnüsse

50 g Mehl

Zum Bestreuen:

2–3 EL Haselnussblättchen

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Füllung:

500 g Erdbeeren

750 g Sahne

2 EL Sofortgelatine

400 g Erdbeermarmelade

Zum Bestäuben:

Puderzucker

ZUBEREITUNG:

Auf Backpapier sechs Kreise mit

einem Durchmesser von 22 cm

zeichnen.

Das Eiweiß mit dem Zucker steif

schlagen. Die Haselnüsse mit dem

Mehl mischen und unterheben.

Die Baisermasse in den sechs

Kreisen verstreichen. Einen Boden

mit den Haselnussblättchen

32 | tassilo


estreuen und die Böden backen.

Die Backzeit beträgt rund zehn Minuten

bei 180 °C (160 °C)

Die Erdbeeren waschen, putzen und

in Scheiben schneiden. Die Sahne

mit der Gelatine steif schlagen.

Die fünf abgekühlten Tortenböden

ohne Nüsse jeweils mit der Marmelade

und der Sahne bestreichen.

Mit den Erdbeerscheiben

belegen und die Torte zusammensetzen.

Der Boden mit den Nussblättchen

bildet den Abschluss.

Vor dem Servieren mit Puderzucker

bestäuben.

Himbeer-Kaskuchn

ZUTATEN:

Mürbteig:

250 g Mehl

3 EL Kakao

125 g Zucker

1 EL Vanillezucker

100 g Butter

1 Ei

Füllung:

400 ml Milch

1 Pck. Vanillepuddingpulver

500 g Topfen (20 %)

80 g Zucker

2 EL Vanillezucker

2 Eier

Belag:

500 g Himbeeren

2 Pck. Tortenguss klar

500 ml Johannisbeernektar

ZUBEREITUNG:

Aus den Teigzutaten einen Mürbteig

herstellen. Etwa 2/3 des Teiges

für den Boden einer gefetteten

Springform (28 cm Ø) verwenden.

Aus dem restlichen Teig eine Rolle

formen und glatt drücken. Als

Rand an die Form drücken und

in der Form für 30 Minuten kühl

stellen.

Für die Füllung aus der Milch und

dem Puddingpulver nach Anleitung

einen Pudding kochen. Abkühlen

lassen. Den Topfen mit Zucker,

Vanillezucker und Eiern glatt

rühren. Den Pudding unterrühren.

Die Masse auf dem Teig verstreichen

und backen.

Backzeit: 60 Minuten bei 180 °C

(160 °C)

Auf dem abgekühlten Kuchen die

Himbeeren verteilen.

Aus Tortenguss und Nektar nach

Anleitung einen Guss zubereiten

und die Himbeeren damit überziehen.

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mai / juni 2022 | 33


Jubiläumsfahrt im VW Porsche 914

Farbenfroher Dreisitzer mit

herausragender Straßenlage

Peiting | Längseingebauter Mittelmotor,

knallige Farben, üppiger

Stauraum vorne und hinten,

herausragende Straßenlage und

drei Sitzplätze nebeneinander:

Das sind die Highlights des schon

seit jeher rar gesäten Sportwagens

VW-Porsche 914, von dem

zwischen 1969 und 1976 knapp

116 000 Exemplare mit einem 80

PS starken Vierzylinder-Boxermotor

von VW, sowie gut 3300 Fahrzeuge

mit einem 110 PS starken

Sechszylinder-Boxermotor von

Porsche gebaut wurden. „Damals

war dieser Targa erst ab deutlich

über 12 000 Mark zu haben, was in

den frühen 1970er Jahren, als der

VW-Käfer rund 5000 Mark gekostet

hat, sehr viel Geld war“, sagt

Harald Mielke, der selbst drei von

diesen einzigartigen Sportwagen

besitzt. Und der seit vielen Jahren

Gleichgesinnte in den wunderschönen

Pfaffenwinkel lockt. Wobei

das zweitägige Ausfahrtstreffen

der „VW Porsche 914-Freunde

Oberbayern“ in diesem Jahr unter

einem ganz besonderen Motto

steht. „1992, also genau vor

30 Jahren, habe ich unsere erste

Rundtour organisiert. Somit feiern

wir heuer einen runden Geburtstag“,

erinnert sich Harald Mielke

an das damals erste überregionale

Treffen mit rund 15 Fahrzeugen

nur zu gerne zurück. Durch Mundzu-Mund-Propaganda

und 914er-

Fan-Gruppen auf Social-Media-

Plattformen wie Facebook haben

sich im Laufe der Jahre jedoch

immer mehr Enthusiasten gefunden,

die ihre über Jahre in Scheunen

verschollenen Schmuckstücke

wieder ans Tageslicht führen, oft

hochwertig restaurieren, zum Teil

auch ordentlich tunen lassen, und

dann im Rahmen einer Rundfahrt

unter Freunden wieder zum

Brummen bringen.

Traditioneller Start

um 9.14 Uhr

Ausgangspunkt der diesjährigen

Rundfahrt, an der 40 (!) Fahrzeuge

mit 80 Teilnehmern aus ganz

Deutschland, Österreich und der

Schweiz teilnehmen werden: Der

Gasthof Dragoner in Peiting. Und

zwar sowohl am Samstag, 25.

Juni, als auch Sonntag, 26. Juni.

Die meisten Teilnehmer reisen bereits

Freitagabend an, einige aus

näherer Umgebung am Samstagmorgen.

Heißt: Wer von den Tassilolesern

diese 40, überwiegend

im Originalzustand erhaltenen VW

Porsche 914 aus nächster Nähe bestaunen

möchte, sollte an diesen

beiden Tagen am besten zwischen

8.30 und 9 Uhr an die Ammergauer

Straße, Höhe Hausnummer 11, in

Peiting kommen, wo die Teilnehmer

ihre Oldtimer präsentieren.

Die erste Rundtour startet schließlich,

passend zur Modellbezeichnung,

um 9.14 Uhr. Sie führt unter

anderem über die Lechtalbrücke

nach Altenstadt und dann auf

landschaftlich reizvollen Wegen

weiter nach Sachsenried, Osterzell,

Dienhausen, Denklingen und

von dort unter der B17 hindurch

in Richtung Rott und Dießen, wo

anlässlich eines zünftigen Mittagessens

im Gasthaus Schatzbergalm

die erste große Rast geplant ist.

„Die phantastische Lage am Rande

des Waldlehrpfads gewährt uns

auch einen herrlichen Blick auf

den Ammersee“, freut sich Harald

Mielke schon jetzt. Bestens gestärkt

ist es von dort aus auch nur

noch ein Katzensprung hinüber

nach Raisting, genaugenommen

zum Industriedenkmal Radom,

„an dem wir zunächst ein professionelles

Fotoshooting inklusive

Drohnenflug machen werden und

anschließend eine Innenraumführung

durch die Erdfunkstelle bekommen“.

Nur ein paar hundert

Meter weiter, im Raistinger Gasthof

Drexl, ist dann die dritte Rast mit

Kaffee und Kuchen geplant, ehe es

in wieder größerem Bogen zurück

zum Ausgangsort geht – und dieser

ereignisreiche Tag in geselliger

Runde im Stadel der Zechenschenke

in Peiting seinen Abschluss finden

wird.

Bestens ausgeruht starten die

Sportwagen-Enthusiasten dann

auch am Sonntagmorgen, wieder

um 9.14 Uhr, eine zweite Ausfahrt,

Im Zuge der Rundfahrten fahren die Autoliebhaber sehenswerte Plätze

an. Hier besuchten sie das Dornier-Museum in Friedrichshafen.

die in jedem Falle auf den Hohen

Peißenberg hinaufführen wird“.

Sollte es mit einer Führung durch

die Wetterstation klappen, fahren

die 914er Freunde die nördlichste

Erhebung der Alpen auf direktem

Wege an. Falls – coronabedingt –

nicht, „werden wir den Hohen

Peißenberg über den Umweg Rottenbuch,

Böbing und Peißenberg

anfahren“. Nachdem, sofern das

Wetter stimmt, dieser geniale Ausblick

in Richtung Flachland und

Gebirge in vollen Zügen genossen

wurde, rollen die knapp eine Tonne

leichten Boliden den Hohen Peißenberg

wieder hinab in Richtung

Paterzell – zu Mittag wird im Rahmen

dieser Sonntagsaufahrt nämlich

im Eibenwald gegessen. Die

ersten 914er-Fahrer klinken sich

unmittelbar danach aus und treten

die oft bis zu 650 (!) Kilometer

weite Heimreise an. „Einer kommt

nördlich von Berlin, viele andere

aus Nordrhein-Westfalen, wieder

andere aus der Gegend von Karlsruhe

oder auch aus Niederbayern,

der Oberpfalz, aus München

und Augsburg.“ Die Teilnehmer,

die aus näherer Gegend kommen

oder an dieses Treffen ein paar

Tage Kurzurlaub im Pfaffenwinkel

dranghängen, haben dagegen die

34 | tassilo


Möglichkeit mit Harald Mielke in

die Tiefe des Eibenwalds einzutauchen,

wo der Weltenbummler und

Diplom-Biologe höchstpersönlich

eine spannende, naturkundliche

Führung geben wird.

Wert der Autos

vervielfacht

Insofern erwartet die VW Porsche

914-Freunde an ihrem Jubiläumswochenende

ein bunter

Programmmix, bestehend aus

Motorsport, Kulinarik, Technik

und Natur. „Für uns ist dieses alljährliche

Treffen vor allem dazu

da, um langjährige Freundschaften

zu pflegen, neue zu knüpfen

und einfach eine gute Zeit miteinander

zu verbringen“, so Harald

Mielke, der an dieser Stelle aber

auch betont, „dass es immer wieder

ein Highlight für die ganze

Region ist, wenn wir mit 40 aneinandergereihten

914er durch den

Pfaffenwinkel touren“. Insbesondere

die im Original erhaltenden

Sportwagen sind eine Schau,

„weil sie aus einer Zeit stammen,

in der es sehr bunt war, und für

die Lackierung oft knallige Farben

verwendet wurden – Farben,

die es für modernere Autos gar

nicht mehr gibt“. Tatsächlich ist

die Rückmeldung der Menschen

aus der Region auch in Zeiten des

Klimawandels durchwegs positiv,

wenn Mielke und Co. mit ihren

topgepflegten Oldtimern die Gegend

sprichwörtlich unsicher machen.

„Immer mit der Hoffnung,

dass wir niemanden verlieren.“

Dank Handynavigation ist diese

Wahrscheinlichkeit im Jahr 2022

äußerst gering, „zumal wir alle via

WhatsApp-Gruppe bestens vernetzt

sind und jedem Teilnehmer

unsere Standorte, die wir anfahren,

bekannt sind“. Vor zwei oder

gar drei Jahrzehnten war das noch

anders. „Da kam es immer wieder

mal vor, dass ein, zwei Teilnehmer

den Anschluss an die Kolonne verloren

und ohne Navi nicht mehr

zur Gruppe gefunden haben.“ Die

sind dann oft umgedreht und auf

direktem Wege wieder nach Hause

gefahren. Und dass in einem

Sportwagen mit Kultstatus, dessen

Wert sich von damals zu heute

vervielfacht hat – von einst 12000

D-Mark auf teilweise bis zu über

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mai / juni 2022 | 35


Lernen, Gefühlen nachzuspüren

Seminare gegen Wut

36 | tassilo

Pähl | Wut gehört zu den mächtigsten,

aber auch unbeliebtesten

Gefühlen. Sie ist heftiger als Ärger

und schwerer zu kontrollieren als

Zorn. Einige Menschen sind außer

sich vor Wut, manche könnten

heulen und andere wiederum haben

sie verdrängt. Gesellschaftlich

genießt diese Eigenschaft kein

gutes Image. Dabei ist es für die

Gesundheit eher förderlich, seiner

inneren Wut in einem angemessenen

Rahmen auch mal freie Bahn

zu lassen. Unterdrückte Gefühle

können sich im Gegensatz dazu

negativ auf die Psyche auswirken.

Was also kann man tun, wenn

man in irgendeiner Weise mit dem

Thema Wut beschäftigt ist, sie unterdrückt

und dadurch einen Teil

seiner Lebenskraft verliert? Oder

sich häufig die Frage stellt, „wohin

mit meiner Wut“? Hier kann Stefan

Rieß aus Pähl helfen. Der Gestaltund

Traumatherapeut unterstützt

Teilnehmer in Wutseminaren darin,

ihre Wut kennenzulernen und

mit dieser in Kontakt zu kommen.

„Ich schaffe einen Raum, der offen

ist für die Intensität aggressiver

Gefühle und auch für deren

manchmal schattigen Abgründe“,

sagt er. Das Seminar-Wochenende

soll dabei helfen, sich über seine

„Wut-Projektionen“ bewusst

zu werden und diese aufzulösen.

„Grundsätzlich geht es darum, die

Qualitäten der aggressiven Kräfte

auf eine gesunde Art und Weise zu

integrieren.“

Bei Wut gehe es

häufig um alles

„Die Thematik ist viel komplexer,

als man denkt“, weiß Stefan Rieß.

Als Therapeut hat er einige gezielte

Fortbildungen zum Thema

„Umgang mit unterdrückten Aggressionen“

gemacht. Bei seinen

Wutseminaren knüpft er an die sogenannten

Glaubengrundsätze jedes

Einzelnen an. „Das sind innere

Überzeugungen verbaler oder non

verbaler Art.“ Ein Beispiel: Wenn

Eltern ihre schreienden Kinder alleine

lassen, erleben diese das als

Bestrafung oder Abweisung. Dies

könne dann zu der Überzeugung

führen, bei einem bestimmten Verhalten

nicht liebenswert zu sein.

Um geliebt zu werden, beginnen

Kinder sich anzupassen. Die Wut

wird abgespalten mit der Folge,

dass man sie später nicht als Kraft

zur Verfügung hat. „Unterdrückte

Wut ist sehr häufig mit Angst

verknüpft. Ängste, sich schuldig

zu machen, abgelehnt zu werden

oder nicht mehr dazu zu gehören.

Bei Kindern ist es eben die Furcht,

dass die Beziehung zu den Eltern

verloren geht.“

Im Seminar sollen die Teilnehmer

Gefühle wie Wut oder Ärger wahrnehmen,

spüren und in angemessener

Weise auch ausdrücken

können. „Das Wichtigste dabei ist

die Beziehung, das heißt ein sicheres

Umfeld, in dem auch diese

abgelehnten Gefühle willkommen

geheißen werden“, erklärt der

Therapeut. Außerdem sei eine

angemessene Herausforderung

wichtig: „Wir wachsen nicht ohne

Herausforderung. Diese soll aber

unserem Rhythmus folgen und in

unserem Tempo bestehen.“ Stefan

Rieß möchte die Erfahrung

von Sicherheit und Bindungen

der Teilnehmer stärken. „Viele

kommen hierher, weil sie zu wenig

Zugang zu ihrer Wut haben

und sich dadurch zum Beispiel

schlecht in bestimmten Situationen

abgrenzen können. Einigen hilft

das Hineinboxen in Schaumstoffklötze.

Für sie ist zu schlagen wie

ein Katalysator, da unsere Gefühle

auch in unserem Körper gehalten

werden“, so Rieß. Gefühle, die

lange unterdrückt wurden, kommen

zum Vorschein. „Wut ist Teil

des emotionalen Ausdrucks. Kann

der Ausdruck nicht stattfinden,

beginnen wir einen sogenannten

Körperpanzer aufzubauen, der sich

durch Verspannungen äußert.“

Den Körper zu nutzen könne zwar

ein probates Mittel sein, muss es

aber nicht. „Durch das Schlagen

erhält nicht jeder den Zugang zu

seiner Wut. Bei einigen kommt

Angst an die Oberfläche“, erklärt

er. Diese wiederum brauche Sicherheit,

Unterstützung, Zugewandtheit

und Präsenz. In der

Gruppenarbeit bekommt man die

Unterstützung, die man braucht.

„Wenn Menschen hinter einem

stehen und man sich sicher fühlt,

kann dies auch ein Katalysator für

unterdrückte Wut sein – eine Möglichkeit,

seinen Gefühlen freien

Lauf zu lassen“, weiß der Experte.

Letztlich geht es um Integration

und dass man wieder eine bessere

Verbindung zur Außenwelt

aufbaut. Dies trage auch dazu bei,

Stefan Rieß

hält seit 2014

regelmäßig

Wutseminare

ab. Das Schlagen

in Schaumstoff-

Teile kann ein

Katalysator für

unterdrückte

Wut sein.

besser „Nein“ sagen zu können.

Letztlich besteht eine höhere Chance,

Kontakte zu behalten. „Ganz

wesentlich bei meinen Seminaren

ist, dass wieder eine Beziehung

entstehen darf und jemand da

ist, wenn Wut an die Oberfläche

kommt oder andere Gefühle, die

damit verbunden sind.“

Der Kennenlernplatz

In der Regel dauert ein Wutseminar

von Freitag bis Sonntag und

findet in einer Gruppe mit maximal

zehn Teilnehmern statt. Im

Vordergrund steht die Einzelarbeit

mit Unterstützung der Gruppe, so

dass sich jeder auf seine eigene

Art und Weise mit der Thematik

auseinandersetzen kann. „Unsere

Erfahrung zeigt, dass das Miterleben

der Einzelaktionen der

anderen Teilnehmer eine tiefe

und bereichernde Erfahrung sein

kann“, sagt Stefan Rieß. So sei

die Idee mit den Kennenlernplätzen

entstanden. Als Teilnehmer

eines Kennenlernplatzes gilt man

als vollwertiger Teil der Gruppe,

kann sich aber erst einmal alles

ansehen und sich als Unterstützer

an den Einzelarbeiten beteiligen.

„Das ist vor allem denjenigen zu

empfehlen, die mit dem Thema

Wut schwanger gehen, aber Angst

vor der Auseinandersetzung haben.

Da kann der Kennenlernplatz

ein guter Zwischenschritt sein.“ nb


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Mittwoch, 11. Mai 2022 um 17.00 Uhr

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Huglfing vor dem Bezirksentscheid

Das Hungerbachdorf macht sich schick

Huglfing | „Unser Dorf hat Zukunft“

lautet der griffige wie

allseits bekannte Slogan des 27.

Bundeswettbewerbs, durchgeführt

vom Bundesministerium für

Ernährung und Landwirtschaft.

Eigentlich sollten die Ergebnisse

bereits seit 2020 feststehen, doch

aufgrund Corona mussten viele

Termine verschoben werden. Der

Landeswettbewerb wird insofern

heuer entschieden. In der Kategorie

„Dörfer mit mehr als 600

Einwohnern“ hatte die Gemeinde

Huglfing ihren Hut in den Ring

geworfen und den Kreisentscheid

2019 mit Erhalt einer Goldmedaille

gewonnen. Die nächste Hürde

nun: Der Bezirksentscheid. Zwischen

30. Mai und 3. Juni wird

eine Jury den Ort Huglfing in Augenschein

nehmen und schließlich

eine Entscheidung fällen.

Der andere Bewerber, gegen den

es sich durchzusetzen gilt: Die

Gemeinde Rottau am Chiemsee.

Angestoßen wurde die Teilnahme

am Dorfwettbewerb durch den

inzwischen ehemaligen Bürgermeister

Bernhard Kamhuber, der

im März 2020 von Markus Huber

beerbt wurde. Allerdings saß der

heutige Amtsinhaber seinerzeit

schon im Gemeinderat, sodass er

in das Projekt von Anfang an eingebunden

war. Letztlich gilt es, die

Jury in fünf Kategorien zu überzeugen:

„Entwicklungskonzepte“,

„Soziale und kulturelle Aktivitäten“,

„Baugestaltung und -entwicklung“,

„Grüngestaltung und

-entwicklung“ sowie „Das Dorf

in der Landschaft“. Markus Huber

betont an dieser Stelle, dass die

ganze Gemeinde den Wettbewerb

angenommen habe und sich sehr

engagiere. „Das kann eine Person

allein gar nicht leisten und ich

möchte mich bei allen bedanken,

die uns unterstützen.“

Gute Zuganbindung

nach München

Markus Huber bezeichnet die Lage

seiner Gemeinde zwischen Weilheim

und Staffelsee als ideal: „Mit

dem Zug ist man in 45 Minuten in

München. Und Tourismus spielt

bei uns keine große Rolle – hier

herrschen Ruhe und Frieden,

während sich im Hochsommer die

Menschen beispielsweise in Uffing

gegenseitig auf den Füßen stehen.“

In Huglfing gibt’s lediglich

wenige Unterkünfte, aber auch die

Möglichkeit auf Urlaub auf dem

Bauernhof. Wer sich hier einmietet,

sehnt sich nach Entspannung

abseits jeglichen Trubels. Zum

Beispiel auf „Gut Grasleiten“ inmitten

einer faszinierenden Moorlandschaft.

Knapp 3 000 Einwohner

leben derzeit in Huglfing, das

mit fünf weiteren Gemeindeteilen

eine Gesamtfläche von rund 25

Quadratkilometern aufweist. „Wir

sind tolerant, weltoffen, lebensund

liebenswert. Und wir haben

einen unheimlich schönen Dorfkern,

umgeben von blühender

Landschaft“, sagt der 47-Jährige,

in Vollzeit beschäftigte Bürgermeister.

Und auch das Freizeitangebot

für Huglfinger sei vielfältig.

Verkehrsarme Wege führen in alle

Himmelsrichtungen und laden

zum Radeln und Wandern ein.

Kinder spielen im Sommer am

Hungerbach und bauen Dämme,

oder tummeln sich auf einem der

beiden Spielplätze. Das Vereinsleben

ist ausgesprochen aktiv, reicht

vom Burschenverein über Kirchenchor

und Musikkapelle bis hin

zum Trachten- sowie Bezirksbie-

Blick von Süden über Huglfing

im Pfaffenwinkel.

38 | tassilo


Das Huglfinger Rathaus wird aktuell saniert. Die Pfarrkirche St. Magnus im Ortskern von Huglfing.

nenzuchtverein. Besonders wichtig

für den laufenden Dorfwettbewerb

ist der „Arbeitskreis 7 – Kultur

und Geschichte“, der seit seiner

Gründung im Jahre 1998 viel

Schwung in das gesellschaftliche

Dorfleben brachte. Die umfassende

Ortschronik von Bernhard

Maier beschreiben Huglfing auf

über 1 000 Seiten „im Wandel der

Zeit“.

Verstärkte Einbindung

der Jugend?

Derzeit residiert Markus Huber im

Feuerwehrhaus, da das Rathaus

aufwändig saniert wird. Gleiches

geschah bereits mit Bahnhofsgebäude

und angeschlossenem

Lager, worin sich nun Café und

Ausstellungshalle befinden. Leerstände

gibt es im Ort kaum und

die Gemeinde selbst besitzt mehr

als 50 Wohnungen, die an sozial

Bedürftige vergeben werden. Für

junge Familien wurde dagegen

Wohnraum in Neubaugebieten

ausgewiesen. Markus Huber weist

darauf hin, dass das Wachstum

des Ortes organisch verlaufen und

sich in die Topographie des Hungerbachtals

einfügen solle. All

das, und noch viel mehr, wurde

auch von der Kreisbewertungskommission

im Jahr 2019 begutachtet.

Aus deren Abschlussbericht

gehen nur wenige Kritikpunkte

hervor. Zum Beispiel sollten die

jungen Dorfbewohner regelmäßiger

in die Gestaltung des Dorflebens

einbezogen werden. Es

wird außerdem empfohlen, erneuerbare

Energien auszubauen,

und die zahlreichen Kiesgruben

zu wertvollen Lebensräumen für

bedrohte Tier- und Pflanzenarten

umzubauen. Markus Huber nimmt

diese Ratschläge ernst: „Natürlich

war der Abschlussbericht der

Kommission sehr wichtig. Daran

orientieren wir uns. Aber ich

möchte vor dem Bezirksentscheid

noch nicht im Detail verraten,

was wir alles umgesetzt haben.“

Viel wichtiger seien ohnehin die

positiven Eindrücke, die die Jury

bereits mitgenommen habe: Vorbildliche

Integration von Zugezogenen.

Beweidung gemeindlicher

Flächen durch Schafe. Erhalt von

Blumenwiesen. Pflanzen im Pfarrgarten.

All das hat die Kommission

begeistert und den Eindruck

erweckt, als habe Huglfing in Sachen

Dorferneuerung vieles richtig

gemacht die vergangenen Jahre.

Nun gilt es dem Dorf noch den

letzten Feinschliff zu verpassen,

um für den Bezirksentscheid Anfang

Juni gewappnet zu sein. Und

sich die Frage zu stellen, ob sich

der ganze Aufwand im Zuge des

Wettbewerbs gelohnt hat? „Der

Wettbewerb bringt unser Dorf

voran, da er sehr viele Menschen

und Vereine zusammenschweißt.

Außerdem schauen Fachleute von

außen auf uns, deren Feedback

dazu führt, Dinge zu verbessern.“

Insofern könne Martin Huber die

Teilnahme am Wettbewerb „Unser

Dorf hat Zukunft“ auch anderen

Ortschaften nur empfehlen. „Wir

würden es auf jeden Fall wieder

machen.

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mai / juni 2022 | 39


Aus einer Manufaktur in Polling

Handgemachtes Heumilcheis

Polling | „Pollinger Eismanufaktur.

Milcheis. Pistazie.“ Diese vier

Wörter sind auf dem Deckel eines

weiß-blauen Bechers mit 120 Millilitern

Inhalt abzulesen, soeben gekauft

für knapp drei Euro an einem

schwarzen Lebensmittelautomaten.

Beim Abziehen des Deckels,

in dem ein Löffelchen versteckt

ist, wundert sich der Eisliebhaber

allerdings. Denn dieses „Pistazie“

sieht eher aus wie „Haselnuss“.

Falsch deklariert? „Nein“, sind sich

Karina und Manuel Glas einig. Die

Gründer der Pollinger Eismanufaktur

legen allergrößten Wert auf

Qualität. Dieses Pistazieneis ist nur

deshalb nicht grün, „weil wir nach

langer Suche doch noch einen zertifizierten

Fachhändler für natürliche

Zutaten ohne Farbstoff gefunden

haben, in diesem Falle einen

Nähe Mailand“. Und bei originaler

Pistazie ist diese Zutat eben nicht

grün, sondern eher gräulich bis

braun. Auch auffallend: Die Konsistenz

des Eises, die sich beim ersten

Einstechen mit diesem Löffelchen

als weniger fluffig-luftig, dafür als

umso gehaltvoller und trotzdem

perfektionistisch cremig entpuppt.

Nun aber genug begutachtet. Jetzt

wird probiert. Der Geschmack des

handgemachten Eises aus regionaler

Bio-Heumilch ist tatsächlich so

gut wie der von Familie Glas an sich

selbst vorgegebene Qualitätsanspruch:

Nicht zu süß und trotzdem

intensiv. Wobei Pistazie bei weitem

nicht die einzige Sorte aus der Pollinger

Eismanufaktur ist. Neben

Klassikern wie Schoko, Vanille, Erdbeere,

Haselnuss und Stracciatella

kreieren Manuel und Karina Glas

in ihrer Hightech-Produktionsstätte

an der Längenlaicherstraße in

Polling Dutzende, darunter auch

immer wieder neue, zum Teil total

ausgefallene, oft zur Jahreszeit

passende Sorten. Zu Weihnachten

gab’s beispielsweise Spekulatius,

zwischendurch auch mal

„Dachs-Weißbier“, wofür ein leichtes

Weizenbier aus der Brauerei in

Weilheim verwendet wurde. „Neue

Sorten sind neben den Klassikern

immer der Renner, weshalb wir

unserer Kreativität freien Lauf lassen

können“, betont Karina Glas.

Die derzeit begehrteste Sorte:

Dunkle Belgische Schokolade.

Mit Bio-Heumilch aus

Obersöchering

Die Idee einer eigenen Eismanufaktur

kam Karina und Manuel

Glas vor gut drei Jahren in den

Sinn. Einerseits entdeckte Manuel

im Zentrum Wiens einen mit

„Schleckeis“ gefüllten Automaten,

der es ihm auf Anhieb in Sachen

Geschäftsidee angetan hatte. Andererseits

hatten er und seine

Frau Karina bereits Erfahrungen im

Vertrieb über Lebensmittelautomaten

– sie betrieben über rund fünf

Jahre hinweg mehrere Grill-Automaten.

Und genau das nahmen

die beiden dann auch in Sachen

Eis in Angriff. „Nur dass wir mit

der Qualität des Lieferanten nicht

zufrieden waren – dessen Eis war

uns zu stark gefroren, zu hart.“ Als

gelernte Bäckerin war sich Karina

Glas sicher, es eigenhändig besser

hinzubekommen. Und so reifte in

kürzester Zeit der Gedanke, das Eis

für ihre Automaten künftig selbst

herzustellen. Die beiden absolvierten

einen Fachkurs für Eisherstellung,

besuchten Messen, auf

denen für Eisproduktion passende

Maschinen ausgestellt wurden

und reichten kurz darauf einen

Bauantrag im Pollinger Rathaus

ein: Doppelgarage für Produktion,

Kühlraum und Tiefkühllager sowie

ein zusätzliches Tiefkühllager

gegenüberliegend. Inzwischen sagen

die beiden: „Hätten wir besser

größer gebaut.“ Das von Manuel

und Karina Glas sowie deren vier

Mitarbeiterinnen in Teilzeit und auf

450 Euro hergestellte Eis kommt

Die Gründer der Pollinger Eismanufaktur: Manuel und Karina Glas.

Verkauft wird das handgemachte

Eis über Lebensmittelautomaten

von einer Weilheimer Firma.

derart gut an in der Bevölkerung,

dass wir sogar schon Anfragen

ablehnen mussten“. Grund dafür

ist nicht nur die herausragende

Qualität des Eises an sich, sondern

auch die Philosophie dahinter, die

Kunden offensichtlich begeistert.

Die biozertifizierte Heumilch, aus

der Familie Glas Milcheissorten

produziert, stammt aus der Hofmolkerei

Zum Marx in Obersöchering.

„Die bekommen wir bereits

pasteurisiert geliefert.“ Im

nächsten Schritt wird die Milch

gemeinsam mit biozertifizierter

Sahne, Zucker und der jeweiligen

Eissorten-Paste auch in der Pollinger

Eismanufaktur ein weiteres

Mal pasteurisiert, dabei auf 88

Grad Celisus erhitzt, ehe „wir es

rund 20 Stunden reifen lassen“.

Am nächsten Morgen, bei dann

rund vier Grad Celsius, kommt das

Gemisch in eine auf minus 14 Grad

Kälte eingestellte Eismaschine, wo

drei Zylinder mit scharfen Messern

die inzwischen cremige Konsistenz

Umdrehung für Umdrehung

abschaben. Von dort wiederum

gelangt das Eis nun in eine Abfüllanlage,

aus der es schließlich

mit händischer Unterstützung der

Inhaber und Angestellten in biologisch

abbaubaren (!) Bechern mit

40 | tassilo


iologisch (!) abbaubaren Löffelchen

gefüllt wird.

Verkauf über

Lebensmittelautomaten

Erhältlich ist das regional hergestellte

Eis dann nahezu ausschließlich

über rund um die Uhr zugängliche

Lebensmittelautomaten, die

wiederum von einer Spezialfirma

aus Weilheim stammen, „und

von uns bewusst in überwiegend

kleineren Dörfern aufgestellt wurden,

wo es weder Eisdielen noch

größere Supermärkte gibt“. Die

120-Milliliter-Variante, entspricht

zwei gehaltvollen Kugeln, gibt’s

für 2,80 Euro, die 480-Milliliter-

Variante, rund neun Kugeln, für

7,50 Euro. Bezahlt werden kann

mit Münzen, Scheinen, EC-Karten,

Kreditkarten sowie via Smartphone

mit beispielsweise Apple-Pay.

Aktuell betreibt Familie Glas 17 (!)

Eisautomaten, Tendenz steigend,

die in folgenden Orten stehen:

Polling, Weilheim, Wielenbach,

Pähl, Raisting, Wessobrunn, Rott,

Böbing, Murnau, Uffing, Ohlstadt,

Obersöchering, Iffeldorf, Bad Kohlgrub,

Eglfing, Oberhausen und

Huglfing. Beliefert und befüllt werden

sie mit den zwei hauseigenen

Tiefkühltransportern von Manuel

und Karina. Wie häufig die beiden

ausschwärmen, hängt letztlich

vom jeweiligen Umsatz an den

Automaten ab. „Dank intelligenter

Erkennungssoftware sind unsere

Automaten immer mit unserem

Smartphone verbunden, auf dem

wir ablesen können, wie viel Eis

noch vor Ort ist, ob die Kühltemperatur

passt und technisch alles in

Ordnung ist.“ Letztlich achten die

beiden penibel darauf, „dass ein

Automat nie leer ist“. Das heißt für

die junge Familie auch: Sieben Tage

die Woche präsent sein, auch an

Samstagen und Sonntagen die bis

zu achtstündige Auslieferungsrunde

in Angriff zu nehmen. „Urlaub

machen wir nur einmal im Jahr,

und das im Winter.“ Auch deshalb,

weil neben den eigens betriebenen

Automaten auch immer mehr Gastronomiebetriebe

das Eis aus der

Pollinger Manufaktur für ihre Gäste

haben möchten, zusätzlich auch

ein Automatenbesitzer im Münchner

Norden die leckeren Sorten

abnimmt. Dazu gehören übrigens

auch Sorbets wie Zitrone, Mango,

Himbeere und Granatapfel –

ein ohne Milch und Sahne hergestelltes,

glutenfreies Fruchteis, das

auch Veganer sowie Menschen mit

Laktoseintoleranz uneingeschränkt

genießen können. „Und das auch

genauso gut schmeckt wie unser

Milcheis, von der Konsistenz her

ähnlich cremig ist.“ Persönlich

bevorzugen Manuel und Karina

jedoch ihre Sorten aus biozertifizierter

Heumilch wie Weiße Schokolade,

Butterkeks, Brownie, Zimt,

Apfelkuchen, Spaghetti, Amarettini

oder Nutella. Handgemacht in ihrer

Pollinger Eismanufaktur.

js

Ein absoluter Klassiker, der immer geht: Schoko, hergestellt aus Bio-

Heumilch von einer in Obersöchering ansässigen Hofmolkerei.

mai / juni 2022 | 41


ZEPPELIN im Festspielhaus Füssen – Tickets zu gewinnen

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Füssen | Weltpremiere hat das

ZEPPELIN-Musical von Ralph Siegel

bereits im vergangenen Jahr

gefeiert – und war mit rund 25 000

verkauften Tickets trotz strenger

Corona-Auflagen ein voller Erfolg

gewesen. Heuer startet Siegels

Lebenstraum ins zweite Jahr. Genaugenommen

am 19. Mai. Und

wieder im Festspielhaus Füssen,

das allein aufgrund seiner einzigartigen

Lage direkt am südwestlichen

Ufer des Forggensees zu den

schönsten Kulturstätten Deutschlands

gehört. Ganz zu schweigen

vom atemberaubenden Blick auf

Schloss Neuschwanstein und die

dahinterliegenden Berge Säuling

und Branderschrofen. Die absoluten

Highlights finden dank hochklassigem

Programm jedoch im

Inneren des Festspielhauses statt,

dessen klassische Architektur mit

Deutschlands größter Musical-

Drehbühne sowie einer stattlichen

Besuchertribüne Platz für rund

1 350 (!) Kunst- und Kulturbegeisterte

bietet. Darüber hinaus laden

fünf verschiedene Restaurationen

drumherum zum Verweilen

ein – vom gemütlichen Biergarten

über eine coole Loungebar bis hin

zum Spiegelsaal ist für jeden Geschmack

das Richtige dabei. Bundesweite

Bekanntheit erlangte das

sogenannte Drei-Sparten-Haus bereits

mit LUDWIG², DER RING und

DIE PÄPSTIN, die bis heute zu den

beliebtesten Musicals Deutschlands

zählen. Ein Standing, das Kenner

und Experten der Kunst- und Kulturszene

auch dem ZEPPELIN-Musical

von Ralph Siegel bereits kurz

nach der Premiere attestierten.

Unbrennbares

Helium

Letztlich hatte Ralph Siegel fünf

Jahre an seinem Lebenstraum

gearbeitet, um das Musical über

Ferdinand Graf von Zeppelin und

den letzten Flug der Hindenburg

auf die Bühne zu bringen. Der Ab-

KASPAR SANKTJOHANSER

Händlereindruck

HOLZERSTR. 2

82380 PEIßENBERG

indruck

42 | tassilo


sturz des Luftschiffes LZ 129 gilt bis

heute als einer der tiefgreifendsten

Momente in der Geschichte des 20.

Jahrhunderts – einer, der sich in

die Köpfe der Menschen weltweit

eingebrannt hatte. Im Berliner

Buchautor Hans Dieter Schreeb

fand Ralph Siegel einen kongenialen

Historiker und Partner für sein

Werk. Er selbst schrieb dagegen

die zum Musical passenden Liedertexte

sowie die teils dramatisch

wirkende, der Zeit angepassten

Musik. Auf und über der 1 000 (!)

Quadratmeter großen Bühne sorgen

nicht nur hochprofessionelle

Schauspieler sowie ein ausgefeiltes

Bühnenbild für faszinierende

Eindrücke, sondern auch ein zehn

Meter langer und 2,50 Meter breiter,

funkferngesteuerter Zeppelin –

die intern als „Hindenburg 1“

und „Hindenburg 2“ (es gibt also

zwei) bezeichneten Luftschiff-Modelle

sind absolute Unikate, die

eigens für das Musical konstruiert

und gebaut wurden. Innerhalb der

Luftschiffhülle sorgt unbrennbares

Helium einerseits für notwendigen

Auftrieb, andererseits soll es ein

vergleichbares Schicksal wie seinerzeit

mit der Wasserstoff-gefüllten

Hindenburg verhindern.

Prallgefülltes

Jahresprogramm

Mit „Die größten Musical-Hits aller

Zeiten“, dem Ballett „Shen

Yun“, dem „Musical Deluxe Trio“,

dem Musical „Boyband Special“,

der Sonderveranstaltung „OM am

See“, Konzerten von Haindling, Roland

Kaiser, Sarah Connor, Sido und

Wincent Weiss, den Muscials „Ludwig²“,

„Die Schöne und das Biest“,

„The Dream King – Ludwigs’s Castle

& his Empress“, „Tabaluga oder die

Reise zur Vernunft“, den Konzerten

„Ludwig meets Michael Jackson“

und „Ludwig meets Falco“, „Königsgala“,

der Oper „Der fliegende

Holländer“, „Dschungel Special“,

Klassikkonzerten wie „Schuhmann

Quartett“ und „Henschel Klavier

Trio“, sowie dem Musical „Die

Päpstin“ und einigen weiteren Veranstaltungen

ist das Festspielhaus-

Programm für 2022 gleichermaßen

hochklassig wie prall gefüllt. In den

nun bevorstehenden Monaten Mai

und Juni aber wird überwiegend

das von Ralph Siegel geschriebene

> > > TICKETS ZU GEWINNEN

ZEPPELIN-Musical aufgeführt. „Das

Spannende dabei ist, dass hier

zwei zeitlich getrennte Handlungsstränge

nebeneinander ablaufen“,

so Siegel. Der eine Strang drehe

sich um das Leben und Wirken

des Grafen Zeppelin, wohingegen

der zweite Strang sich mit der Geschichte

und dem Untergang der

Hindenburg beschäftige. „In dieser

Linie spielt auch die Nazi-Zeit

mit dem extremen Rassismus und

Judenhass eine Rolle.“ Insofern

ein musikalisches, schauspielerisches

sowie geschichtsträchtiges

Bühnenspektakel zugleich. Nähere

Infos zum ZEPPELIN-Musical, das

von Mai bis Juli gespielt wird, aber

auch zum Ticketkauf und zu allen

anderen Veranstaltungen im Festspielhaus

Füssen finden Sie, liebe

Leser, im Internet unter www.dasfestspielhaus.de.

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Ihr Regionalmagazin „tassilo“ verlost 2 x 2 Tickets für das ZEPPELIN

Musical im Festspielhaus Füssen am Samstag, den 28. Mai, um 19.30

Uhr. Schicken Sie uns bis 15. Mai einfach eine Postkarte mit dem

Stichwort „Ralph Siegel“ an „tassilo“, Birkland 40, in 86971 Peiting.

Oder eine E-Mail an info@tassilo.de. Das Los entscheidet, der

Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen viel Erfolg!

mai / juni 2022 | 43

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Johanniter investieren in die Zukunft

Vermisstensuche via Hightech-Drohne

Peißenberg | Seit 23 Jahren gibt es

die Johanniter-Unfall-Hilfe in Peissenberg.

Neben Einheiten für Bevölkerungsschutz

bieten die derzeit

20 aktiven, ehrenamtlichen Mitglieder

Sanitätsdienste bei Veranstaltungen,

stellen eine Rettungshundestaffel,

ein Einsatzmotorrad, eine

Einheit für Auslandshilfe sowie

eine Johanniter-Jugend. „Obendrein

unterstützen wir den Regelrettungsdienst

mit First Responder

und Rettungswagen, sind außerdem

durch Inbetriebnahme eines

Impfzentrums über die Ortsgrenzen

hinaus bekannt geworden“, sagt

Maximilian Lutz, stellvertretender

Leiter der Peißenberger Johanniter,

der die vergangenen Wochen und

Monate federführend dafür sorgte,

dass die Johanniter im Bayerischen

Oberland noch präsenter sein werden

in den Medien, und gefragter

bei Einsätzen. Der Grund: Eine nigelnagelneue

Hightech-Drohne für

Vermisstensuche, die es in dieser

Form landkreisweit kein zweites

Mal gibt. „Bislang arbeiten

in unserer Region lediglich

die Pöckinger Wasserwacht rund

um den Starnberger See sowie die

Bergwacht in Penzberg mit Einsatz-

Drohnen.“ Dank dieser „DJI Matrice

300 RTK“ öffnen sich nun auch für

den kompletten Weilheim-Schongauer

Raum und darüber hinaus

ganz neue Möglichkeiten in Sachen

Einsatzgestaltung und -optimierung.

Denn neben klassischer Vermisstensuche

eignet sich diese mit

einer hochwertigen Wärmebild-

Kamera ausgestatteten Drohne

auch für Aufklärungsflüge

bei Großschadenslagen,

zum Beispiel

Hochwasser, zur

Brandnachschau

(Glutnestersuche

nach Großbränden), zur

Lageaufstellung von Einsatzkräften,

die via Echtzeitluftaufnahmen stets

besten Überblick haben auf ein jeweiliges

Einsatzgebiet und sich so

besser koordinieren und positionieren

können. Die Drohne

kann aber auch für diverse

Aufklärungsflüge, Pressearbeit

und Rehkitzsuche vor Beginn der

alljährlichen Mähsaison verwendet

werden. „Schwerpunktmäßig ist

sie aber für die Suche nach Vermissten

vorgesehen“, bekräftigt

Maximilian Lutz. Zum Beispiel im

Falle einer dementen Person, die

spurlos aus einem Altenheim verschwindet.

Oder bei Wanderern,

die vom Weg abkommen und sich

verlaufen, oder aufgrund einer Verletzung

nicht weiterkommen.

Beim Blick auf die Eckdaten dieser

neuen Drohne, ein Quadrokopter

mit vier Propellern, wird

schnell klar, dass es

sich um ein absolutes

Topmodell handelt,

das in keinster

Weise mit Drohnen für Pri-

vatpersonen zu vergleichen ist“. Ihr

maximales Abfluggewicht liegt bei

neun, und nicht wie standesgemäß

unter fünf Kilogramm. Mit einem

Durchmesser von knapp 90 Zentimetern

ist sie auch wesentlich größer

als gängige Modelle. Und dank

zweier 52-Volt-Hochleistungs-Akkus

beträgt ihre Flugzeit rund 55

und keine 20 bis 25 Minuten.

Gesamtkosten

von 35 000 Euro

Obendrein ist sie äußerst Temperatur-resistent,

kann dank selbstheizenden

Akkus theoretisch sowohl

bei eisigen Minus 20 Grad als auch

bei bockheißen 50 Grad Celsius in

die Luft. Und sie ist spritzwasserfest,

insofern auch bei Niesel und

leichtem Regen einsetzbar. All

diese Qualitätsmerkmale spiegeln

sich letztlich im Anschaffungspreis

nieder: 10 000 Euro kostet allein

die Drohne, 1 400 Euro die beiden

Akkus und mehr als 1 000 Euro die

zusätzliche Fernbedienung mit

Display für die Steuerung der Kamera

sowie Bildauswertung. Hinzu

kommt die am Körper der Drohne

angebrachte, mindestens genauso

hochwertige Kamera „H20T“ für

12 000 Euro

sowie eine

dafür eigene, zusätzliche Fernbedienung

für nochmals gut 1 000

Euro. „Die Kamera ist natürlich das

Herzstück dieses Hightech-Pakets“,

schwärmt Maximilian Lutz. Vor allem

dank Triple-Cam – eine mit 20

Megapixel und 200-fachem digitalem

Zoom, eine für Weitwinkelaufnahmen

und eine Thermalkamera

für Wärmebildaufnahmen. Hinzu

kommt ein integrierter Laserentfernungsmesser,

um Abstände von

anvisierten Zielen auf den Meter

genau zu erkennen. Insgesamt

kostet diese Hochleistungsdrohne

samt Akkus, Kameras, Fernbedienungen,

Zubehör, Ersatzteilen sowie

Fahrzeugausbau – ein Neunsitzer

wird so umfunktioniert, dass

diese Drohne sicher zu Einsatzorten

transportiert werden kann,

stolze 35 000 Euro. Die setzten sich

zu einem Drittel über Spenden von

Privatpersonen sowie den Firmen

Pfanzelt Maschinenbau, Sparkasse

Oberland und Fahrschule Hahn zusammen.

Die anderen zwei Drittel

stammen aus der Kasse des Bay-

„SEG F.L.I.G.H.T.“ steht für

Schnelleinsatzgruppe Fernerkundung

und Luftinformationsgewinnung

Hochauflösend und Thermografisch

44 | tassilo


erischen Landesverbandes der Johanniter.

Hauseigene

Pilotenausbildung

Drohnenschulung

vom

Fachhändler:

Die aktiven

Mitglieder der

Johanniter-

Unfall-Hilfe in

Peißenberg.

Damit die neue Drohne ab Ende

Mai für den Ernstfall uneingeschränkt

eingesetzt werden kann,

„haben wir Sonderrechte bekommen,

die sich in einigen Punkten

deutlich von privaten Drohnenflügen

unterscheiden“. Während

Privatpersonen weder über Privatgrundstücke

noch Naturschutzgebiete

sowie in Flugverbotszonen

fliegen dürfen, und auch bei Bundestraßen

und Autobahnen einen

Mindestsicherheitsabstand von 100

Metern seitlich einzuhalten haben,

dürfen sich die Johanniter im Falle

eines Einsatzes oder im Rahmen

einer Übung über alle diese eigentlichen

Verbote hinwegsetzen.

„Wir brauchen zum Steuern der

Drohne auch nicht die klassische Lizenz

vom Bundesamt für Luftfahrt,

sondern bilden unsere Drohnenpiloten

hauseigen aus.“ Und zwar

in Form einer Grundausbildung

über insgesamt 90 Unterrichtseinheiten,

die unter anderem Sanitätslehrgang

und Grundlagen des

Bevölkerungsschutzes beinhaltet,

sowie die eigentliche Ausbildung

zum Drohnenpilot über 30 Unterrichtseinheiten.

Dem Voraus geht

außerdem ein Flug-Einweisungs-

Wochenende mit einem Experten

vom Fachhändler dieser Hightech-

Drohne. Letztlich lassen sich 12 der

20 Johanniter zum Drohnenpiloten

ausbilden, „damit wir im Falle eines

Einsatzes das ganze Jahr über

ausreichend Leute zur Verfügung

haben“. Denn für das Steuern der

Drohne braucht es immer zwei

Leute – eine Person zum Steuern

der Drohne auf Sichtkontakt. Und

eine zum Auswerten und Analysieren

der Bilder in Echtzeit, die

via WLAN oder mobilem Datennetz

direkt auf Smartphone, Tablet oder

Laptop übertragen werden können.

Sollte die Drohne trotzdem

mal außer Sichtkontakt sein, der

Akku leerwerden oder das Signal

zur Fernbedienung abreißen,

greift der vollautomatische Sicherheitsmodus,

nach dem die Drohne

eigenständig und rechtzeitig zum

Startpunkt zurückfliegt. Wie gut

die Kamera funktioniert, konnte

Maximilian Lutz im Rahmen eines

ersten Testflugs bereits ausprobieren.

„Wir haben aus 450 Metern

Entfernung das Küchenfenster des

Hauses meines Johanniterkollegen

anvisiert und die Farbe der auf

dem dortigen Fensterbrett stehenden

Orchidee erkannt.“ Und

trotzdem hoffen er und seine Kollegen,

dass diese nigelnagelneue

Hightech-Drohne möglichst selten

für den Ernstfall gebraucht wird.

Wenngleich sie für einige Einsatzzwecke

sicherlich die kostengünstigere,

umweltfreundlichere

und somit auch zukunftsträchtige

„Waffe“ sein wird. Zum Beispiel

für Waldbeobachtungsflüge bei

länger anhaltender Trockenheit,

was via Rundflug mit Sprit oder

gar Kerosin verbrauchenden Flugzeugen

oder Helikoptern wesentlich

teurer ist.

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mai / juni 2022 | 45


In Oberammergau – Tickets zu gewinnen!

Passionsspiele feiern Premiere

Oberammergau | Die Oberammergauer

Passionsspiele, coronabedingt

von 2020 auf 2022 verschoben,

feiern Premiere: Mehr als

2 000 Männer, Frauen und Kinder

werden ab Samstag, 14. Mai, auf

der Bühne des inzwischen unter

Denkmalschutz stehenden Passionstheaters

stehen. Und alle, so

die Grundvoraussetzung, müssen

entweder in Oberammergau geboren

sein, oder seit mindestens

20 Jahren im von Kofel, Laber und

Aufacker eingebetteten Schnitzerdorf

leben. Die Handlung des

weltberühmten Spiels beginnt

traditionell mit dem „Einzug in

Jerusalem“ und erzählt von da

an in beeindruckender Weise die

Passionsgeschichte mit letztem

Abendmahl, Kreuzigung und Auferstehung

von Jesus Christus.

Aufgeteilt ist das Spiel in insgesamt

zwölf Szenen: Die ersten

sechs bilden Teil eins, der stets

am Nachmittag beginnt. Die

Szenen sieben bis zwölf starten

nach einer dreistündigen Pause,

die Schauspieler wie Publikum

sicherlich brauchen werden, am

Abend. Gespielt wird wöchentlich

bis einschließlich Sonntag,

2. Oktober, jeweils an vier Tagen

die Woche – immer am Dienstag,

Donnerstag, Freitag, Samstag

und Sonntag. Und immer zu

gleichen Uhrzeiten. Zwischen 14.

Mai und 14. August findet Teil eins

von 14.30 und 17 Uhr sowie Teil

zwei von 20 bis 22.30 Uhr statt.

Zwischen 15. August bis 2. Oktober

beginnen die Aufführungen

jeweils eine Stunde früher. In

jedem Falle wird beim Betrachten

der Spieldauer auch Laien

sofort bewusst: Schauspieler

brauchen enormes Durchhaltevermögen,

Zuschauer gutes Sitzfleisch.

Was jedoch niemanden

davon abschrecken sollte, sich

eine Eintrittskarte zu sichern – die

Oberammergauer Passionsspiele

werden auch heuer so inszeniert

sein, dass sie den Besuchern aus

aller Welt ein Leben lang in positiv-beeindruckender

Erinnerung

bleiben werden. Passend dazu:

Jeder einzelnen Szene ist ein Auftritt

von Chor und Orchester in

Form eines Lebendbildes vorangestellt,

deren Motive Bezüge zu

bedeutenden Inhalten des Alten

Testaments nehmen – also Andachtsbilder

zum Innehalten und

zur Reflexion.

Doppelbesetzung und

Schocknachricht

Alle 20 Hauptrollen des Passionsspiels

sind doppelt besetzt. Die

von Jesus durch Frederik Mayet

und Rochus Rückel, die von Maria

durch Eva-Maria Reiser und

Andrea Hecht. Sie und 107 weitere

Darsteller haben sich, unter

Einhaltung strenger Corona-Maßnahmen,

erstmals am 6. Januar

zu einer großen gemeinsamen

Leseprobe getroffen. In der Folge

jedoch wieder überwiegend für

sich und in Kleingruppen geübt,

wobei das Grundgerüst der Inszenierung

für 2022 nicht neu gewesen

war und ist – durch die coronabedingte

Verschiebung hatten

die Hauptdarsteller bereits auf

das eigentlich geplante Spieljahr

2020 hin fleißig Texte auswendig

gelernt und Szenen geprobt,

wenngleich Regisseur Christian

Stückl wiederum auch dafür bekannt

ist, die fürs Passionsspiel

intensiven Vorbereitungen stets

als „andauernden Prozess“ zu betrachten,

in dem sich Texte und Inhalte

oft bis kurz vor der Premiere

noch ändern können. Ein Schock,

nicht nur für alle Oberammergauer,

war die Nachricht über einen

Herzinfarkt von Christian Stückl im

Februar, dem es Medienberichten

zufolge seit Anfang März besser

gehe und seither auch wieder im

Probenbetrieb aktiv sei. Auch die

Sorge, dass Corona dem neuerlichen

Zeitplan abermals einen

Strich durch die Rechnung machen

könnte, ist bei allen Verantwortlichen

und Mitwirkenden

nach wie vor präsent, die Zuversicht

mit wärmer werdenden

Temperaturen und nun wieder

zurückgehenden Fallzahlen der

harmloseren Omikron-Variante

jedoch groß, das Spiel am 14. Mai

planmäßig starten zu können.

Von Historie bis

Kartenkauf

Die Geschichte des Oberammergauer

Passionsspiels, wofür sich

die männlichen Darsteller über

ein Jahr hinweg Haare und Bärte

wachsen lassen, reicht weit zurück.

Erstmals aufgeführt wurde

es im Jahr 1634 als Zeichen der

Dankbarkeit, die damals wütenden

Pest überstanden zu haben.

Seit 1680 wird das Spiel in der

Regel alle zehn Jahre aufgeführt.

Extraspielzeiten gab’s lediglich

1934 und 1984 anlässlich „300

und 350 Jahre Passionsspiele“.

Und eben heuer aufgrund der

coronabedingten Verschiebung.

Alle wichtigen Informationen

rund um Historie, Handlung,

Darsteller, Spielleitung, Chor und

Orchester hält die Internetseite

www.passionsspiele-oberammergau.de

bereit. Dort finden Sie,

liebe Leserinnen und Leser, auch

alles Wichtige zum Thema Spielzeiten,

Tribüne und Kartenkäufe.

Letztere sind online oder telefonisch

unter 08822 / 8359330 erhältlich

und kosten, je nach Kategorie,

zwischen 30 und 180 Euro.

Darüber hinaus werden Arrangements

für zwei oder drei Tage

am Stück angeboten, die unter

anderem Eintrittskarten, Hotelübernachtung,

Gänge-Menü und

Ortsbus-Nutzung in und um Oberammergau

beinhalten. Abgesehen

davon warnt der Veranstalter

vor nichtoffiziellen Ticketanbietern

wie „Viagogo“, die Karten zu vielfach

höheren Preisen anbieten. js

> > > KARTEN FÜR PREMIERE ZU GEWINNEN

Ihr Regionalmagazin „tassilo“ verlost 1 x 2 Karten für die Premiere

der Passionsspiele 2022 am Sonntag, 14. Mai. Schicken Sie uns bis

Sonntag, 8. Mai, eine Postkarte mit dem Stichwort „Passion“ an

tassilo“, Birkland 40, in 86971 Peiting. Oder eine E-Mail an info@

tassilo.de. Absenderadresse mit Telefonnummer an dieser Stelle

nicht vergessen! Unter allen Einsendungen entscheidet das Los,

der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

mai / juni 2022 | 47


Selbstbedienungsladen mit regionalen Lebensmitteln

Direktvermarktung

aus der „Kiste“

Unter dem Dach der Xylem Analytics Germany agieren wir

an vier deutschen Standorten.

Unsere Marken WTW, ebro, SI Analytics und STM haben sich

als führende Anbieter von Mess- und Analysengeräten im

Bereich der Wasseranalytik etabliert.

Wir bilden aus:

48 | tassilo

Ausbildung 2022

xylemanalytics.com

(Ausbildungsstart am 01.09.2022)

• Feinwerkmechaniker (m/w/d)

• Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d)

• Elektroniker für Geräte und

Systeme (m/w/d)

Nähere Informationen zu unserer Ausbildung und zur

Bewerbung findest Du auf unserer Homepage unter

Karriere und auf Ausbildung.de.

Wir freuen uns auf Deine

Bewerbung!

Xylem Analytics Germany GmbH

Die „Kiste“ als Nahversorger saisonaler Produkte aus der Region.

Tassiloland | Ein kleiner Lebensmittelladen,

der alles bietet, was

der Mensch zum täglichen Leben

braucht? Der, von gesetzlich geschützten

Sonntagen abgesehen,

24 Stunden am Tag geöffnet hat?

Dessen Sortiment zu mindestens

50 Prozent aus frischen, saisonalen

und regionalen Produkten besteht,

die wiederum im Umkreis von

maximal 40 Kilometern angebaut

und geerntet, aufgezogen und

geschlachtet wurden? An dessen

Kasse kein (!) Personal sitzt? Und

an dessen Regalen kein Personal

steht? Erfunden hat den Selbstbedienungsladen

zur Direktvermarktung

hiesiger Lebensmittel und Hygieneartikel

Christoph Mayer. Der

Österreicher machte zunächst als

Betriebsmittel-Jurist internationale

Karriere in der Automobilbranche,

stieg vor wenigen Jahren aus, zog

mit Frau und Kindern aufs Land,

gründete einen landwirtschaftlichen

Betrieb, wo er sich rasch ein

kleines Obstbaum-Imperium mit

Direktvermarktung aufbaute. Und

im Zuge dessen feststellte: So wie

er seinen saisonalen, regionalen,

vor seiner eigenen Haustüre gewachsenen

Streuobst-Nektar aus

insgesamt 170 (!) Sorten an Mann

und Frau bringt, so sollte das

mit allen anderen Lebensmitteln

auch funktionieren. In Österreich

heißt sein Selbstbedienungsladen-Konzept,

betrieben als Franchisesystem,

„KastlGreissler“, in

Deutschland „KistenKrämer“ – ein

sechseinhalb auf zwei Meter großer

Container, ausgestattet mit

Regalen, Kühlschränken, Tiefkühlschränken

mit Platz für 400 bis 500

Produkten und Selbstbedienungskassensystem.

„Von denen wir

inzwischen länderübergreifend 22

Stück betreiben“, sagt der Mann,

der seinen ersten Laden vor gerade

einmal eineinhalb Jahren eröffnete.

Heißt: Dieses Konzept eines Selbstbedienungsladens

mit regionalen

Produkten scheint voll aufzugehen,

den Nagel der Zeit zu treffen. „Österreich

und Deutschland, allen voran

Bayern, sind überwiegend geprägt

von einer kleinstrukturierten

Landwirtschaft – um diese langfristig

erhalten zu können, sehe ich

nur eine reelle Chance, und das ist

die über die Direktvermarktung.“

Wertvoller

Vernetzungseffekt

Sinn macht Mayers „Kiste“ in erster

Linie dort, wo es weder größere

Supermärkte noch kleinere Bio-

Läden oder bereits funktionierende

Dorfläden gibt. Insofern auf dem

Land. In Dörfern „mit 600 bis 1 000

Einwohnern“, die für ihren Lebensmitteleinkauf

oft sieben Autokilometer

oder mehr bis zum nächsten

Supermarkt zurücklegen müssen.

Kleine Dörfer, Ortsteile und Weiler

ohne ortseigene Einkaufsmöglichkeiten

gibt es auch im Tassiloland

zu Hauf. Vor wenigen Wochen

stellte Christoph Mayer seine Revolution

auch dem Tourismusverband

Pfaffenwinkel vor. „Die Idee kam

bei den Anwesenden gut an“, sagt

er. Auch deshalb, weil sie Vorteile

mit sich bringt, die auf den ersten

Blick nicht ersichtlich sind. Hintergrund:

In Zeiten des Klimawandels,

aber auch der Krisen mit Kriegen

und Corona, machen sich immer

mehr Menschen verstärkt Gedanken

über einen nachhaltigeren, bewussteren

Lebensstil. Und wollen

im Zuge dessen wissen: Was steckt


in frisch gekauften Lebensmitteln?

Wo kommen sie her? Bio oder

konventionell? Aus artgerechter

Tierhaltung? Fragen, die in Mayers

„Kiste“ in Form von deutlich sichtbaren

Etikettierungen auch ohne

Personal beantwortet werden. Und

indirekt einen weiteren positiven

Effekt hervorrufen: „Wir haben gemerkt,

dass sich über unsere Kisten

Kundschaft und Direktvermarkter

supergut vernetzen.“ Ein fiktives

Beispiel zum besseren Verständnis:

Familie Müller kauft jeden Samstag

Bio-Eier beim Bauer um die Ecke,

und erfährt dadurch, dass es diese

Eier nun auch im KistenKrämer

im benachbarten Weiler zu kaufen

gibt. Familie Müller ist neugierig,

fährt zum Selbstbedienungsladen,

entdeckt die Eier des Landwirts

ihres Vertrauens, aber eben auch

Kartoffeln, Rindfleisch und Frischkäse,

ebenfalls von Bauern aus der

Gegend stammend, von dessen

Direktvermarktung Familie Müller

bis dato jedoch noch nie gehört

hatte. „Was wiederum dazu führt,

dass Kundinnen und Kunden nicht

nur in unserer Kiste einkaufen,

sondern ganz bewusst auch andere

Höfe anfahren, sich vor Ort über

Tierhaltung und Lebensmittelproduktion

erkundigen und dort ebenfalls

direkt einkaufen.“ Insofern

dient die „Kiste“ auch als indirekter

Werbeträger aller hiesiger Direktvermarkter.

Das wiederum führt bei

Verbrauchern zu mehr Verständnis,

Vertrauen und Bewusstsein nach

dem Motto: Lieber weniger, dafür

qualitativ hochwertigeres Fleisch

aus der Region kaufen, wofür gerne

mehr Geld in die Hand genommen

wird.

Vertrauen in Ehrlichkeit

der Kundschaft

Gänzlich ohne Personal funktioniert

so ein Selbstbedienungsladen

allerdings nicht. „Wir brauchen

natürlich schon einen zuverlässigen

Betreiber als Franchisenehmer

vor Ort.“ Im Idealfall jemanden,

der sich bestens auskennt in seiner

Heimat, um ein Netz hiesiger

Christoph Mayer aus Österreich,

Gründer des KistenKrämers.

eröffnung

Neu-

April 2022

Lebensmittelproduzenten zu spinnen.

Und dafür sorgt, dass Regale

und Kühlschränke regelmäßig

gefüllt sind mit Brot, Gebäck und

Teigwaren, mit Obst und Gemüse,

Fleisch und Wurst, Milch, Käse,

Joghurt und Sauerrahm, Haferflocken,

Müsli, Marmeladen und

Honig, mit Eiern und Mehl, mit

Säften und Bieren, aber auch Seifen

und anderen Hygieneartikeln.

Ergänzt wird das saisonale und

regionale Sortiment mit diversen

weiteren Artikeln des täglichen

Bedarfs, zum Beispiel Wasch- und

Reinigungsartikel sowie Tierfutter

für Katze und Hund. Dann? Einfach

reingehen, bereits etikettierte

Ware in den Einkaufskorb packen,

nicht etikettierte Ware eigenhändig

abwiegen und mit ausdruckbarem

Barcode bekleben, zum

Kassensystem gehen, Produkte

einscannen, Zahlungsart – bar

oder mit Karte – am Touchscreen

auswählen und bezahlen. Sollten

trotzdem Fragen auftauchen, die

nur Personal beantworten kann,

steht die Service-Zentrale des KistenKrämers

jederzeit Rede und

Antwort, aber auch die jeweiligen

Betreiber vor Ort, „die im Idealfall

zu bestimmten festen Zeiten am

Laden sind“. In erster Linie aber

ist der KistenKrämer-Kunde ganz

bei sich und den regionalen Produkten.

„Das Prinzip der Selbstbedienung

setzt hundertprozentiges

Vertrauen in die Ehrlichkeit der

Käuferinnen und Käufer“, sagt

Christoph Mayer auf die Frage, wie

er sein revolutionäres Konzept vor

Diebstahl und Vandalismus schütze.

Letzteres sei noch gar nicht

vorgekommen, Diebstahl, trotz Videoüberwachung,

lediglich zwei

Mal in kleinerem Stil. Ob es in absehbarer

Zeit auch eine „Kiste“ im

Pfaffenwinkel geben wird, wisse er

Stand jetzt noch nicht. Die Idee an

sich ist in jedem Falle vielversprechend.

Und im Grunde nochmals

eine deutliche Steigerung zu den

ebenfalls immer beliebter werdenden

Lebensmittelautomaten. js

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Terminvereinbarung:

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mai / juni 2022 | 49

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Sechseinhalb auf zwei Meter: Im Selbstbedienungsladen in form finden sich alle alltagsrelevanten Lebensmittel und

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April 2022

April 2022

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Musik im Pfaffenwinkel

Sonntag, 03. Juli 2022 19.00 Uhr Wieskirche

Giovanni Battista Pergolesi: „Stabat Mater“

Johann Seb. Bach: Doppelkonzert für Violine und Oboe d-Moll

Antonín Dvořák: Notturno B-Dur op.40

Edvard Grieg: Suite aus Holbergs Zeiten

Weitere Konzerte: 31. Juli 2022 Wieskirche

16. Oktober 2022 Basilika Benediktbeuern

Info: www.musikimpfaffenwinkel.de

Kartenvorverkauf: www.gap-ticket.de Tel.: 08821/730 1995

www.muenchenticket.de

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Bergwerkstr.10, 82380 Peißenberg, Tel.: 08803 2257

Jubiläums-Töpfermarkt in Dießen am Ammersee

160 Keramiker

aus 15 Ländern

Dießen | Der Töpfermarkt in Dießen

am Ammersee gilt als einer

der größten Keramikmärkte Europas.

Und kann nach zweimaliger

pandemiebedingter Absage nun

endlich wieder traditionell an und

um Christi Himmelfahrt stattfinden.

Von Donnerstag, 26. Mai, bis

Sonntag, 29. Mai, werden sich am

südwestlichen Ufer des Ammersees

rund 160 Keramiker aus bis zu

15 (!) Ländern bündeln. Die meisten

kommen aus ganz Deutschland,

einige aber auch aus dem

näheren und entfernteren Ausland

wie Italien, Frankreich, Belgien,

Großbritannien, Spanien, Polen,

Griechenland und Tschechien, ja

sogar Korea. Ausgestellt wird von

praktischer Gebrauchskeramik für

Haus und Garten, zum Beispiel

Tassen, Teller, Schüsseln, Töpfe

und Vasen, bis hin zu abstrakter

Kunst, zum Beispiel menschengroße

Figuren und Skulpturen,

wirklich alles, was die Vielfalt der

Keramik zu bieten hat. „Aussteller,

Besucher und die Marktgemeinde

freuen sich gleichermaßen, dass

der Markt in Dießen wieder stattfinden

wird“, betont Marktleiter

Wolfgang Lösche. Allein deshalb,

weil es heuer auch gleich ein

Jubiläum zu feiern gilt: Es wird

nämlich der 20. Dießener Töpfermarkt

in seiner Geschichte sein.

Und einer, der in all diesen Jahren

nichts an Attraktivität verloren

hat. Ganz im Gegenteil sogar, wie

Lösche betont: „Der Dießener Töpfermarkt

findet inzwischen wieder

viel stärkere Beachtung.“ Das liegt

mit Sicherheit auch an den großen

Hochwertige Handwerkskunst am südwestlichen Ufer des Ammersees.

Krisen dieser Zeit, allen voran Coronapandemie,

Klimawandel und

Kriege, die viele Menschen zum

Umdenken bewegen, hin zu einem

bewussteren, nachhaltigeren

Lebensstil. Auch deshalb werde

in Lösches Augen der diesjährige

Dießener Töpfermarkt bereits mit

großer Sehnsucht von Keramikfans

aus Nah und Fern erwartet.

Demonstration

hochwertiger Techniken

Eingeladen wurden für heuer die

Werkstätten, die bereits für den

im Vorjahr geplanten Töpfermarkt

vom Veranstalter angenommen

und registriert wurden. Dass es

sich dabei um zahlreiche Aussteller

von jenseits der Grenzen Dießens,

Bayerns und Deutschlands

handelt, ist kein Zufall, sondern

von den Veranstaltern ganz bewusst

so organisiert. „Um auch

auf dem Gebiet der Keramik ein

gemeinsames, kulturelles, europäisches,

ja sogar weltweites Miteinander

zu signalisieren.“ Dabei

wichtig: Auch immer wieder neue

Aussteller ans Ammerseeufer einzuladen.

Für heuer sind das unter

anderem die internationale Keramikklasse

der Kunsthochschule in

Halle an der Saale, die tatsächlich

das erste Mal auf dem Dießener

Töpfermarkt vertreten sein wird.

Weitere erwähnenswerte Highlights,

die nicht alle neu sind:

Ein Ausstellungszelt mit Keramikunikaten,

ein Informationszelt des

„Kalkspates“ mit Keramikliteraturbörse,

Barbos-Stiftung und dem

Verlag Neue Keramik. Aber auch

die Keramikschulen aus Landshut

und Höhr-Grenzhausen, die über

50 | tassilo


die Ausbildungsmöglichkeiten von

Berufen im Bereich der Keramik

berichten. Und lebende Werkstätten

wie die von Stefan Jakobs –

er zeigt keramische Handwerkstechniken

und demonstriert sein

Können auch zum Thema „Raku“,

eine spezielle, ursprünglich in Japan

entwickelte Brenntechnik zur

Verarbeitung keramischer Massen.

Bis zu 60 000 Besucher

werden erwartet

Im Zentrum des Marktes wird jedoch

ein Ausstellungspavillon mit

dem Thema „Jubiläumsbecher“

stehen, um eben auf das 20-jährige

Bestehen des Dießener Töpfermarktes

explizit hinzuweisen. Im

Zuge dessen wird im Kulturforum

„Blaues Haus“ auch eine Sonderausstellung

zu „20 Jahre Dießener

Keramikpreis“ mit Arbeiten

aller bisherigen Preisträger eingerichtet.

Dort zu sehen werden

auch die Bilder der Teilnehmer

des ersten Fotowettbewerbs rund

um den Dießener Töpfermarkt.

Doch zurück zu diesem von einer

Brennofen-Firma gestifteten Keramikpreis,

der heuer mit 4 000

Euro dotiert sein wird – und dessen

fachkundige Jury Werke zum

Thema „Gefäß-Objekt-Gefäß“ in

Augenschein nehmen wird. Auch

interessant für Besucher: Der traditionelle

Keramikweg, der sowohl

zu Sonderausstellungen des

Töpfermarktes als auch zu Töpferwerkstätten

führt, die in Dießen

selbst zuhause sind und auch an

diesen Tagen aktiv produzieren

und Einblicke hinter die Kulissen

gewähren werden. Unter anderem

der „Keramikgarten“ sowie die

Werkstätte von „Lösche Keramik“

im Dießener Ortsteil St. Georgen.

Aber auch die Arbeitsgemeinschaft

Dießener Kunst sowie anderweitige

Galerien und Ateliers

hiesiger Kunsthandwerker. Dazu

gehören auch Georg Kleber und

Jochen Rüth vom Heimatverein

„Zeichnung und Keramik“, die

im berüchtigten Taubenturm eine

Ausstellung einrichten werden. Insofern

ist für die bis zu 60 000 (!)

Besucher, die die Veranstalter des

Dießener Töpfermarkts nicht nur

aus der Region, sondern auch aus

ganz Bayern, Deutschland, Österreich,

Italien und der Schweiz

erwarten, jede Menge geboten.

Selbstverständlich auch, was kulinarische

Schmankerl betrifft.

Außerdem für die Aussteller von

besonderer Bedeutung: Besuche

von Vertretern bedeutender Keramik-Galerien,

die an diesen vier

Tagen durchaus zu internationaler

Bekanntheit verhelfen könnten. js

Besucher und Aussteller aus ganz Deutschland, Europa und der Welt.

mai / juni 2022 | 51

WIR BIETEN AUSBILDUNGS- UND

WIR BIETEN AUSBILDUNGS- STUDIENPLÄTZE AN:

UND

WIR STUDIENPLÄTZE BIETEN AUSBILDUNGS- AN:

UND

Ausbildungsbeginn 1. September Ausbildungsbeginn 1. September 2023

2023

STUDIENPLÄTZE

Ausbildungsbeginn 1.

AN:

September 2023

• Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten (m/w/d)

Ausbildung

Ausbildung

zum

zum

Verwaltungsfachangestellten

Verwaltungsfachangestellten

(m/w/d)

(m/w/d)

• Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten (m/w/d)

• Ausbildungsbeginn zum Verwaltungswirt 1. September 2023

(m/w/d)

• zum

zum

Verwaltungswirt

Verwaltungswirt zum Verwaltungsfachangestellten (m/w/d)

(m/w/d)

Ausbildungsbeginn 1. September 2023

(m/w/d)

Ausbildungsbeginn 1. September 2023

• Ausbildungsbeginn Ausbildungsbeginn (Erfolgreiche

zum Teilnahme 1. September

Verwaltungswirt 1. September am Auswahlverfahren 2023

2023 (m/w/d)

des

(Erfolgreiche Teilnahme am Auswahlverfahren des

Ausbildungsbeginn (Erfolgreiche Landespersonalausschusses Teilnahme am Auswahlverfahren

1. September erforderlich) des

Landespersonalausschusses erforderlich) 2023

Landespersonalausschusses erforderlich)

Ausbildung (Erfolgreiche zum Teilnahme Verwaltungswirt am Auswahlverfahren (m/w/d) des


Ausbildungsbeginn Landespersonalausschusses Duales Studium zum

1. September Diplom-Verwaltungswirt erforderlich) 2023

(FH) (m/w/d)

(Erfolgreiche Duales

Duales

Studium

Studium

Teilnahme zum

zum

Diplom-Verwaltungswirt

Diplom-Verwaltungswirt

am (FH)

(FH)

(m/w/d)

(m/w/d)

Studienbeginn 1. Oktober 2023

Auswahlverfahren des

Studienbeginn 1. Oktober 2023

• Landespersonalausschusses Duales Studienbeginn (Erfolgreiche

Studium Teilnahme 1. Oktober

zum Diplom-Verwaltungswirt am 2023

Auswahlverfahren

erforderlich)

des

(Erfolgreiche Teilnahme am Auswahlverfahren des (FH) (m/w/d)

Studienbeginn (Erfolgreiche Landespersonalausschusses Teilnahme am Auswahlverfahren

1. Oktober 2023

erforderlich) des

Landespersonalausschusses erforderlich)

Landespersonalausschusses erforderlich)

• Duales (Erfolgreiche Studium Teilnahme zum Diplom-Verwaltungswirt am Auswahlverfahren des (FH) (m/w/d)

Studienbeginn Landespersonalausschusses 1. Oktober 2023 erforderlich)

WARUM (Erfolgreiche ZU Teilnahme UNS?

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Wir legen hohen Wert auf eine qualitätvolle Ausbildung. Sie lernen daher

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WARUM die Dort betreut. werden Sie jeweils von einem/einer kompetenten Ausbilder/in

verschiedensten ZU Fachbereiche UNS? und Teams des Landratsamtes kennen.

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lernen unsere

Nach erfolgreich absolvierter Ausbildung übernehmen wir alle unsere daher

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Teams des Landratsamtes kennen.

an.

Nachwuchskräfte und bieten Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten an.

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Johanna Sarah Wolleschak Brauer (-77234)

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Kerstin ausbildung@LRA-starnberg.de

Lehmeier (-77506)

Johanna Landratsamt Brauer Starnberg (-77234)

ausbildung@LRA-starnberg.de

Landratsamt Starnberg

Sarah Landratsamt Strandbadstr. Wolleschak Starnberg

2 (-77831)

Strandbadstr. Strandbadstr. 82319 Starnberg 2

Landratsamt 82319 Starnberg Starnberg

ausbildung@LRA-starnberg.de

82319 Starnberg

Strandbadstr. 2

82319 Starnberg

Landratsamt Starnberg

Strandbadstr. 2

82319 Starnberg


In der neuen Berufsschule am Narbonner Ring

Ausbildungsmesse

und Tag der offenen Tür

Weilheim | Vor zwei Jahren musste

die Weilheimer Jobmesse coronabedingt

abgesagt werden. Vergangenes

Jahr fand sie, gemeinsam

mit dem Hochschulforum, als

Berufsbildungsforum ausschließlich

online statt. Und heuer?

„Wird aus der Jobmesse die Ausbildungsmesse

und findet erstmals

seit der Pandemie wieder

in Präsenz statt“, sagt Christine

Wurm, Kreisentwicklung für Weilheim-Schongau.

Allerdings nicht

in Weilheims Stadthalle, deren

Nutzung momentan nicht möglich

ist. Stattdessen in der neuen

Berufsschule am Narbonner

Ring. Die öffnet am Samstag, 25.

Juni, ohnehin ihre Pforten für die

Öffentlichkeit. Und im Rahmen

dieses Tags der offenen Tür findet

auch die neuorganisierte Ausbildungsmesse

für Schulabgänger

von morgen und übermorgen

statt. Damit schlägt der Landkreis

sprichwörtlich zwei Fliegen mit

einer Klappe, und das im Inneren

der derzeit wohl modernsten

Berufsschule Bayerns. In Sachen

Ausbildungsmesse erwartet die

Schüler, Eltern, Lehrer und alle

ausbildungsinteressierten Besucher

unter anderem Folgendes: Im

Eingangsbereich der Staatlichen

Berufsschule Weilheim, wo auch

der Ausbildungskompass 2023

zum Mitnehmen ausliegt, werden

die Kooperationspartner der Messe

– Agentur für Arbeit, Arbeitskreis

Schule-Wirtschaft, Industrieund

Handelskammer für München

und Oberbayern, Kreishandwerkerschaft

Oberland – sich mit

Infoständen den Besuchern präsentieren.

Die an der Messe teilnehmenden

Ausbildungsbetriebe

stellen ihre Lehrberufe dagegen

mit Infoständen in den jeweiligen

Klassenzimmern des innovativen

Schulhauses vor. Insofern

dürfen sich die Besucher, ähnlich

wie vor Corona im Rahmen der

Weilheimer Jobmesse oder SAM

in Schongaus Lechsporthalle auf

einen bunten Branchenmix aus

Industrie, Handel, Handwerk, Soziales,

Dienstleistungen, Gesundheit

und öffentlicher Dienst freuen.

Obendrein können die an der

Ausbildungsmesse teilnehmenden

Schüler und Schülerinnen an

einem Gewinnspiel teilnehmen.

Aktiv anpacken und

ausprobieren

Parallel zur Ausbildungsmesse für

Weilheim-Schongau ist auch im

Zuge des Tages der offenen Türe

jede Menge geboten – ein buntes

Rahmenprogramm lädt Alt und

Jung zum Anschauen, Staunen

und Mitmachen ein. Metallbauer-

Azubis stellen beispielsweise, gemeinsam

mit den Besuchern, einen

Flaschenöffner zum mit nach

Hause nehmen her. Bei „KNALL-

PENG-PUFF“ werden chemische

Versuche gezeigt. Es wird einen

Kräutergarten to Go geben. Besucher

können selbst Hand anlegen

bei der Verarbeitung von grobem

Stahl zu einem filigranen Bauteil.

Es wird mehrere Vorführungen im

Bereich Automatisierungstechnik

geben. Aus dem Kfz-Mechatroniker-Bereich

wird eine große

Bandbreite, vom Reifenwechsel

bis zur computergesteuerten Diagnose

von Hochvoltfahrzeugen,

demonstriert. Metaller lassen

via CNC-gesteuerten Dreh- und

Fräsmaschinen Späne fliegen.

Im Bereich Sanitär und Heizung

werden modernste Methoden der

Wärmeerzeugung aus Gas, Öl und

Holz gezeigt, aber auch, wie via

Abwasserhydraulik sichere Gebäudeentwässerung

funktioniert.

Besucher dürfen sich als Maurer

versuchen, eigenhändig Stein auf

Stein setzen. Zimmerer bieten ein

Fachwerke-Puzzle an, dass es erst

richtig zusammenzusetzen, anschließend

zu prüfen gilt. Beim

grammgenauen Sägen können

Besucher tolle Preise gewinnen,

ebenso beim Schreiner-Mehrkampf,

im Rahmen dessen Besucher

ihr handwerkliches Geschick

unter Beweis stellen können. Und

über „Schreinerwissen zum Mitnehmen“

alles vom Baum bis zum

fertigen Holzprodukt erfahren.

Außerdem öffnen die Malerinnen

und Maler ihre Berufsschulwerkstätte,

zeigen ihr Können

unter anderem beim Vergolden,

Gestalten und Tapezieren – und

gewähren detaillierte Einblicke

in modernste Betriebsfahrzeuge.

Wer also Einblicke in die nigelnagelneue

Weilheimer Berufsschule

bekommen möchte, oder auf der

Suche nach einem Ausbildungsplatz

ist, sollte sich den Samstag,

25. Juni, unbedingt freihalten und

der hiesigen Kreisstadt Weilheim

einen Besuch abstatten. Parkmöglichkeiten

bieten sich unter anderem

direkt auf dem Schulgelände.

Wobei die neue Staatliche Berufsschule

auch gut via Zug und Fußmarsch

erreichbar ist, für Einheimische

ohnehin zu Fuß oder mit

dem Fahrrad. Zeitgleicher Beginn

von Ausbildungsmesse und Tag

der öffnen Tür ist um 9 Uhr in der

Früh. Veranstaltungsende gegen

16 Uhr. Der Eintritt ist selbstverständlich

frei und für das leibliche

Wohl der Besucher wird ebenfalls

gesorgt sein. Darüber hinaus bitten

die Veranstalter, etwaige Coronaregeln

einzuhalten. Nähere

Informationen zur Veranstaltung

finden Sie, liebe Leserinnen und

Leser, auch im Internet unter www.

weilheim-schongau.de.

js

Fotos: Stefan Müller-Naumann

52 | tassilo


DAS TASSILO-HEIMATRÄTSEL

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Tassiloland | Bauern waren früher

Leibeigene von Grundherren

und Kirche, hatten Frondieste abzuleisten.

Im Jahre 1799, als sich

die damalige kurfürstliche Regierung

in Bayern erstmals zum Bauernstand

bekannte, änderte sich

dies.

Für die hiesigen Klöster bedeutete

das: Sich fortan eigenständig zu

versorgen und zu wirtschaften. Eines

sicherte sich Wohlstand durch

Gärten, Brauerei und Fischfang.

An letzteren erinnert bis heute ein

Wanderweg nahe des Starnberger

Sees. Diese lohnende Tour

ist mit 13 Kilometern Länge und

140 Höhenmetern ideal für Alt

und Jung, und führt durch eine

herrliche, von zahlreichen Gewässern

geprägte Moränenlandschaft.

Wir möchten nun von Ihnen, liebe

Leserinnen und Leser, wissen:

Wie heißt dieser Rundwanderweg?

Und wie das Gewässer, an

dem die hier abgebildete Infotafel

und die Relaxliege platziert sind?

Schicken Sie uns eine Postkarte

mit der Lösung und dem Stichwort

„Heimaträtsel“ an „tassilo“,

Birkland 40, in 86971 Peiting. Oder

eine E-Mail an info@tassilo.de.

Zu gewinnen gibt es einmal mehr

einen sündhaft leckeren Spezialitätenkorb

der Schönegger Käse-

Alm — der Maikorb ist gefüllt

mit Bierkäse, „Bergler“, Landjäger

und Speck. Wie immer

entscheidet unter allen richti-

gen Einsendungen das Los, der

Rechtsweg ist aussen.

Wir

wünschen

recht viel

geschlos-

Erfolg! js

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

Welche Geschichte ein besonderer Stein zu erzählen hat, wollten

wir in unserer März / April-Ausgabe wissen. Gemeint war der Wettkampfstein

der Huglfinger Stoaheber, 508 Pfund schwer, der vor

einem Fliesengeschäft Nähe Edeka mitten in Huglfing steht und

an diese Tradition zurückerinnert. Gewusst hat das unter anderem

Annemarie Kurz aus Murnau-Hechendorf — herzlichen Glückwunsch

zum Gewinn des Osterkorbs der Schönegger Käse-Alm!

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Telefon: 08869 / 91 22-26

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Mail: info@tassilo.de

Stand bei Drucklegung im April 2022 – Auflage: 43000 Exemplare

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe Juli / August 2022:

Freitag, 24. Juni 2022 (Anzeigenschluss: 7. Juni 2022) –

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine

Erscheinungsgewähr übernommen.

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine

und weitere technische Angaben finden Sie auf www.tassilo.de

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion: Johannes Schelle, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Ernst-Dietrich Limper, Christian Rauch,

Nicole Burk, Lena Maierhof

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, M.-Moser-Straße 23, 84503 Altötting

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock,

Irmgard Gruber, Jeannine Echtler, Christian Lechner

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung an alle Haushalte

rund um Weilheim und die Seen — Zahlreiche Auslegestellen im Verteilgebiet.

Fotos: Felix Baab, Johannes Schelle, Adobe Stock, mauritius images, Martin Siepmann, Ernst-Dietrich Limper, Bettina Eder, Kurt Zarbock, Christian Rauch,

Isa Berndt, Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau, Schönegger Käse-Alm, VW Porsche 914 Freunde Oberland, Harald Mielke, Johannes Unland, Sägenschule,

Klaus und Barbara Wiedemann, Jozek Nowak, TSV Iffeldorf, Tourismusverband Pfaffenwinkel, gruberich, Andreas Klausmann, Buchheim Museum, Velontour,

Felix Pitscheneder, Touristinfo Schongau, Lena Maierhof, Nicole Burk, Gemeinde Huglfing, Pollinger Eismanufaktur, Festspielhaus Management GmbH, Brauer

Photos, Goran Nitschke, Peter Samer, Michael Tinnefeld, Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Ortsverband Peißenberg, Arno Declair, Passionsspiele Oberammergau,

Franz Reiterer, Gudrun Merk, Noah Cohen, Stefan Müller-Naumann, AWO Bezirksverband Oberbayern, Gemeinde Steingaden

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mai / juni 2022 | 53


MAI/


Veranstaltungskalender

1. Mai bis 30. Juni 2022

Stand 12.4.2022 – kurzfristige Absagen, Änderungen und Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie sind möglich!

SO 01.05.

Tag der Arbeit

MAIBAUM-AUFSTELLEN

Termine finden Sie in der aktuellen

Tagespresse. Weitere Infos siehe S. 14.

STARNBERG

10.00 bis 17.00 Uhr

Ausstellung „Die Pinguine retten

die Welt“ im Museum. Bis 5.6.

MURNAU

10.30 bis 12.00 Uhr

Ortsführung durch Murnau. Treffpunkt

am Rathaus. Anmeldung

unter www.murnau.de, Kosten: 8 €,

jeden Sonntag

BERNRIED

10.00 bis 18.00 Uhr

Ausstellung „Brücke Secession“

im Buchheim Museum. Eintritt:

10 €, bis 26.6.

10.00 bis 18.00 Uhr

Ausstellung „Chinesische Bauernmalerei“

im Buchheim Museum.

Eintritt: 10 €, bis 10.7.

10.00 bis 18.00 Uhr

Ausstellung „Frischauf! Ditti zum

100. Geburtstag“ im Buchheim

Museum. Eintritt: 10 €, bis 3.10.

ANDECHS

10.00 bis 13.00 Uhr

Sonntagsfrühstück im Bowling

Islands. Anmeldung unter www.

bowling-islands.de, jeden Sonntag

JUNI

TUTZING

2022

10.30 Uhr

Geh-Meditation „Friedensweg“ im

Kustermannpark. Anmeldung unter

08158 / 906944, Eintritt frei

MO 02.05.

PEISSENBERG

19.00 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in

der Bücherei

WIELENBACH

DIESSEN

15.30 Uhr

Kinderkino „Petterson und Findus:

kleiner Quälgeist – große Freundschaft“

im Feuerwehrhaus

OBERHAUSEN

10.00 bis 12.00 Uhr

Offenes Atelier „freies Gestalten

mit und ohne Anleitung“ im

Malwerk. Für Anfänger und Fortgeschrittene.

Kosten: 25 €, Farben

inkl., weitere Infos und Anmeldung

unter 0171 / 5607082, jeden Montag

DI 03.05.

WEILHEIM

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz,

jeden Dienstag

STARNBERG

15.00 Uhr

Kultur & Kaffee im Museum. Anmeldung

unter 08151 / 447757-0

PÄHL

15.30 Uhr

Kinderkino „Petterson und Findus:

kleiner Quälgeist – große Freundschaft“

im Gemeindezentrum

POLLING

9.00 Uhr

Kreuzmarkt am Kirchplatz

TUTZING

17.00 Uhr

Online-Gesundheitsforum „Schultergelenk:

Riss der Rotatorenmanschette“

im Benedictus Krankenhaus.

Infos siehe Anzeige Seite 37

MI 04.05.

8.00 bis 14.00 Uhr

Viktualienmarkt in der Von-Eichendorff-Straße

1, jeden Mittwoch

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone,

jeden Mittwoch

15.00 bis 19.00 Uhr

Offene Werkstatt / Bastelclub im

Erlhaus. Eintritt frei, Anmeldung

08841 / 2656, jeden Mittwoch

18.00 bis 19.30 Uhr

Abendliche Ortsführung durch

Murnau. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 8 €, Anmeldung unter

www.murnau.de, jeden Mittwoch

OBERHAUSEN

18.00 bis 19.00 Uhr

Einführung Aktzeichnen ohne Modell

im Malwerk. Anmeldung unter

0171 / 5607082, jeden Mittwoch

19.00 bis 21.00 Uhr

Aktzeichnen mit Modell im Malwerk.

Infos und Anmeldung unter

0171 / 5607082, jeden Mittwoch

ANDECHS

20.00 Uhr

Musikkabarett „Verrückt nach

Müller“ mit Michl Müller im

Florian-Stadl. Tickets ab 27,50 €

unter www.bee-veranstaltung.de

DO 05.05.

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz,

jeden Donnerstag

20.00 bis 22.30 Uhr

Kabarett „Pointe of no Return:

The greatest Witz“ mit Willy Astor

im beccult. Weitere Infos und

Karten unter 0821 / 450125-0 oder

www.lk-konzerte.de

FR 06.05.

WEILHEIM

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz,

jeden Freitag

STARNBERG

PEISSENBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

18.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz, Gartler-Treff für Jung und Alt im

jeden Donnerstag

Pfarrgarten St. Johann

18.00 Uhr

MURNAU

Feierabend-Führung im Museum.

Anmeldung unter 08151 / 447757-0 10.00 bis 12.30 Uhr

Geführte Radtour „Murnaus Kultur-

und Naturschätze“. Treffpunkt

PENZBERG

an der Tourist-Info. Kosten: 19 €,

8.00 bis 13.00 Uhr

Anmeldung unter www.murnau.de,

Wochenmarkt am Stadtplatz,

jeden Freitag

jeden Donnerstag

HUGLFING

RAISTING

14.00 Uhr

19.00 Uhr

Kinderkino „Petterson und Findus:

Offener Stammtisch für Künstler &

kleiner Quälgeist – große Freundschaft“

im Feuerwehrhaus

Kunstinteressierte im Gasthof Drexl

FORST

ANDECHS

15.30 Uhr

20.00 bis 24.00 Uhr

Kinderkino „Petterson und Findus:

Party Bowling mit DJ und Animation

im Bowling Islands. Weitere

kleiner Quälgeist – große Freundschaft“

in der Grundschule

Infos und Anmeldung unter www.

bowling-islands.de, jeden Freitag

PÖCKING

FELDAFING

8.00 bis 12.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz,

jeden Freitag

> > > BLUTSPENDETERMINE VOM ROTEN KREUZ

Di, 10. Mai 16.00 bis 20.00 Uhr Peißenberg, Mittelschule

mai / juni 2022 | 55


SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt an der Kirche

St. Ulrich, jeden Freitag

TUTZING

17.00 Uhr

Spezialsprechstunde „komplexe

Wirbelsäulenchirurgie“ im Benedictus

Krankenhaus. Weitere Infos

siehe Anzeige Seite 37, jeden Freitag

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käse-Alm. Reservierung ab

10 Personen, jeden Freitag

SCHONGAU

10.00 bis 17.00 Uhr

Tag der offenen Tür bei rb media.

Weitere Infos siehe Anzeige Seite 15

SA 07.05.

PEISSENBERG

10.00 Uhr

Kinderkino „Petterson und

Findus: kleiner Quälgeist – große

Freundschaft“ in der Bücherei

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz,

jeden Samstag

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz,

jeden Samstag

MURNAU

20.30 Uhr

Konzert „Psychedelic Kraut Indie

Country“ mit BV's plus San Antonio

Kid in der Westtorhalle. Eintritt:

12 €, Infos unter www.westtor.de

BERNRIED

10.00 bis 18.00 Uhr

Jubiläumsfeier zum 5-jährigen

Bestehen im Hofladen. Weitere

Infos siehe Anzeige Seite 8

EBERFING

21.00 Uhr

Führung in der Sternwarte. Infos

unter www.sternwarte-eberfing.de

EGLFING

9.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Heimatmuseum geöffnet. Anmeldung

unter 08847 / 6174

OBERHAUSEN

16.30 Uhr

Kinderkino „Petterson und

Findus: kleiner Quälgeist – große

Freundschaft“ im Rathaus

ETTING

10.00 bis 15.00 Uhr

Hof- und Garagenflohmarkt im

Ortszentrum. Ebenso in Oderding

und Polling

ANDECHS

20.00 bis 24.00 Uhr

Party Bowling im Bowling

Islands. Anmeldung unter www.

bowling-islands.de, jeden Samstag

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Rathausplatz,

jeden Samstag

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Weißwurst- und Käswurstessen

auf der Schönegger Käse-Alm.

Reservierung ab 10 Personen unter

08867 / 489, jeden Samstag

13.00 bis 18.00 Uhr

Tag der offenen Tür mit Unterhaltungsprogramm

und Infos zu

Ausbildungen bei Regens Wagner.

Siehe Anzeige Seite 29

SO 08.05.

Muttertag

POLLING

16.00 Uhr

Konzert mit Yuya Okamoto &

Amadeus Wiesensee im Bibliotheksaal.

Tickets ab 31,90 €, Infos

unter www.hoertnagel.de

DIESSENER

TÖPFERMARKT

26. MAI – 29. MAI

2022

Keramik am See

Diessener

Keramikpreis

Keramikweg durch

Diessen

Markt Diessen

am Ammersee

TUTZING

16.00 bis 20.00 Uhr

Konzert mit dem Minguet Quartett

im Musiksaal der Ev. Akademie.

Tickets: 23 € unter 08158 / 3876

ROTTENBUCH

13.00 bis 18.00 Uhr

Tag der offenen Tür mit Unterhaltungsprogramm

und Infos zu

Ausbildungen bei Regens Wagner.

Siehe Anzeige Seite 29

DI 10.05.

PEISSENBERG

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Josef-Zerhoch-

Mittelschule

MURNAU

17.30 bis 18.30 Uhr

Kinderkonzert der Camerloher

Musikschule im Kultur- und

Tagungzentrum. Eintritt frei

MI 11.05.

MURNAU

10.00 bis 12.30 Uhr

Geführte Radtour „Murnaus Kultur-

und Naturschätze“. Treffpunkt

an der Tourist-Info. Anmeldung unter

www.murnau.de, jeden Mittwoch

POLLING

19.00 Uhr

Dämmerschoppen der Weinfreunde

im Weinkeller des Rathauses

TUTZING

17.00 Uhr

Online-Gesundheitsforum „Die

Fusions-OP der lumbalen Wirbelsäule“

im Benedictus Krankenhaus.

Siehe Anzeige Seite 37

FR 13.05.

MURNAU

20.30 bis 23.00 Uhr

Musikkabarett mit Jo Strauss in der

Westtorhalle. Kosten: 18 €, weitere

Infos unter www.westtorhalle.de

BERNRIED

SA 14.05.

MAI/

10.00 bis 18.00 Uhr

Ausstellung „Das weite Feld der

Unvernunft“ von Rudi Hurzlmeier

im Buchheim Museum. Bis 25.9.

RAISTING

18.00 Uhr

Museumsnacht im Heimatmuseum

im alten Pfarrhof

TUTZING

15.30 bis 18.30 Uhr

Kreativer Schreibworkshop für

Erwachsene und Jugendliche

in der Textstube. Ab 17 Jahren,

Anmeldung unter 08158 / 9643

OBERAMMERGAU

14.30 Uhr

Premiere Passionsspiele im Passionstheater.

Weitere Infos siehe S. 47

SO 15.05.

DIESSEN

11.00 Uhr

Konzert „Wie der Jazz das Sehnen

sucht“ mit dem Trio Nautico im

Schacky-Park. Eintritt frei

11.00 bis 18.00 Uhr

Carl Orff Museum geöffnet. Anmeldung

unter 08807 / 91981

WIELENBACH

9.00 bis 15.00 Uhr

5. Dorfflohmarkt im ganzen Ort

MO 16.05.

MURNAU

15.30 bis 17.00 Uhr

Themenführung „Murnau und

Emanuel von Seidl“. Treffpunkt

vor dem Rathaus. Kosten: 10 €, Anmeldung

unter www.murnau.de

DI 17.05.

ANTDORF

19.30 Uhr

Benefizkonzert des Gebirgsmusikkorps

der Bundeswehr in der

Mehrzweckhalle. Eintritt: 15 €

56 | tassilo


DO 19.05.

MURNAU

9.30 bis 14.45 Uhr

Moosführung „Von Bulten,

Drischen und Köcheln“. Treffpunkt

am Wanderparkplatz. Kosten: 18 €,

Anmeldung unter www.murnau.de

14.30 bis 16.30 Uhr

Themenführung „Gabriele Münter

und der Blaue Reiter“. Treffpunkt

vor dem Rathaus. Kosten: 9 €,

Anmeldung unter www.murnau.de

FR 20.05.

DIESSEN

19.30 Uhr

Lesung „Es beginnt alles mit der

Sehnsucht“ mit Thomas Eichinger

im Café Goldammer. Eintritt frei

PENZBERG

14.30 bis 17.30 Uhr

Reparatur-Café in der Christianstraße

8. Eintritt frei, Anmeldung

unter 08856 / 6391

SA 21.05.

DIESSEN

20.00 Uhr

Konzert mit two Well im Marienmünster.

Eintritt: 15 €, Infos unter

www.muensterkonzerte-diessen.de

PENZBERG

10.00 bis 13.00 Uhr

Kleidertauschparty U25 „Tauschen

statt Kaufen“ in der Rathauspassage.

Anmeldung unter 08856 / 3615

MURNAU

JUNI 2022

20.00 bis 22.00 Uhr

Musikalische Lesung „Spuren im

Dunkeln“ im Kultur- und Tagungszentrum.

Eintritt: 26 €, Infos unter

www.murnauer-jazzkonzerte.de

20.30 Uhr

Konzert „Instrumental Americana

Avantgarde“ mit Sutcliffe in der

Westtorhalle. Eintritt: 12 €, weitere

Infos unter www.westtorhalle.de

EBERFING

21.30 Uhr

Führung „Galaxien – die größten

Sterneninseln in den Weiten des

Weltalls“ in der Sternwarte. Infos

unter www.sternwarte-eberfing.de

PÖCKING

20.00 bis 22.00 Uhr

Konzert mit dem Sinfonieorchester

„Philharmonie Starnberger See“

im beccult. Tickets unter 08157 / 4871

TUTZING

14.00 bis 16.00 Uhr

Bewegung, Entspannung, Tanz

im Tanzstudio, Bräuhausstraße 1a.

Infos und Anmeldung unter www.

kreativitaet-in-bewegung.de

SO 22.05.

PEISSENBERG

12.00 bis 18.00 Uhr

Hüpfburgenpark am Festplatz

SEESHAUPT

10.00 bis 16.00 Uhr

2. Hofflohmarkt im ganzen Ort

MURNAU

MO 23.05.

17.00 bis 18.30 Uhr

Themenführung „Kunsthistorischer

Spaziergang“. Treffpunkt vor

dem Rathaus. Kosten: 8 €, Anmeldung

unter www.murnau.de

ANTDORF

16.30 Uhr

Kinderkino „Käpt'n Sharky“ im

Sportheim

DI 24.05.

EBERFING

15.00 Uhr

Kinderkino „Käpt'n Sharky“ in der

Schule

POLLING

18.00 bis 21.30 Uhr

Wildkräuterführung & Kochen in

der Hütte bei den Krautgärten.

Weitere Infos unter 0881 / 490746

MI 25.05.

OBERSÖCHERING

15.30 Uhr

Kinderkino „Käpt'n Sharky“ im

Pfarrheim

POLLING

19.00 Uhr

Dämmerschoppen der Weinfreunde

im Weinkeller des Rathauses

TUTZING

17.00 Uhr

Online-Gesundheitsforum „Divertikel:

Die richtige Therapie“ im

Benedictus Krankenhaus. Weitere

Infos siehe Anzeige Seite 37

DO 26.05.

Christi Himmlfahrt

DIESSEN

10.00 bis 18.00 Uhr

20. Töpfermarkt mit rund 160 Keramikern

in den Seeanlagen. Weitere

Infos siehe Seite 50 / 51 und Anzeige

links, bis 29.5.

MURNAU

9.30 bis 12.00 Uhr

Moosführung „Geschichte und Geschichten

vom Murnauer Moos“.

Treffpunkt am Wanderparkplatz.

Anmeldung unter www.murnau.de

EGLFING

16.00 Uhr

Kinderkino „Käpt'n Sharky“ im

Sportheim

FR 27.05.

PENZBERG

20.00 Uhr

Tollhub-Festival: Kabarett „Ich

helfe gerne“ mit Andreas Rebers

auf Gut Hub. Tickets: 25 € unter

08856 / 82091

RAISTING

14.00 bis 18.00 Uhr

Bücherflohmarkt in der Bücherei

17.00 Uhr

Kinderkino „Käpt'n Sharky“ im

Haus der Arbeiterwohlfahrt

SA 28.05.

PEISSENBERG

20.00 bis 22.00 Uhr

Konzert mit dem Gitarrenduo

„Estilo“ in der Tiefstollenhalle.

Weitere Infos siehe Anzeige Seite 5

PENZBERG

13.00 Uhr

Tollhub-Festival: Alternativmarkt

auf Gut Hub. Um 15 Uhr Puppentheater,

Eintritt: 8 €

POLLING

15.00 Uhr

Kinderkino „Käpt'n Sharky“ im

Feuerwehrhaus

PENZBERG

SO 29.05.

10.00 Uhr

Tollhub-Festival: musikalischer

Frühschoppen auf Gut Hub

EBERFING

9.00 bis 16.00 Uhr

Dorfflohmarkt im Ortszentrum

MO 30.05.

WIELENBACH

15.30 Uhr

Kinderkino „Käpt'n Sharky“ im

Feuerwehrhaus

DI 31.05.

WEILHEIM

19.00 Uhr

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor

im 2. Stock des Caritasverbands.

Eintritt frei, weitere Infos unter

www.leseratten-pfaffenwinkel.de

PÄHL

15.30 Uhr

Kinderkino „Käpt'n Sharky“ im

Gemeindezentrum

PÖCKING

20.00 bis 22.00 Uhr

Lesung „Vermintes Gelände – Wie

der Krieg um Wörter unsere Gesellschaft

verändert“ im beccult.

Tickets: 18 € unter www.beccult.de

MI 01.06.

MURNAU

10.00 bis 13.00 Uhr

Radtour „Auf den Spuren des

Blauen Reiters“. Treffpunkt an der

Mariensäule. Anmeldung unter

0157 / 50603691, Kosten: 28 €

DO 02.06.

STARNBERG

18.00 Uhr

Feierabend-Führung im Museum.

Anmeldung unter 08151 / 447757-0

mai / juni 2022 | 57


MURNAU

9.30 bis 15.00 Uhr

Moosführung „Von Bulten,

Drischen und Köcheln“. Treffpunkt

am Wanderparkplatz. Kosten: 12 €,

Anmeldung unter www.murnau.de

RAISTING

19.00 Uhr

Offener Stammtisch für Künstler &

Kunstinteressierte im Gasthof Drexl

ANTDORF

18.00 Uhr

Frühlingskonzert der Musikschule

im Trachtenheim

FORST

15.30 Uhr

Kinderkino „Käpt'n Sharky“ in der

Grundschule

FR 03.06.

PEISSENBERG

18.00 Uhr

Gartler-Treff für Jung und Alt im

Pfarrgarten St. Johann

HUGLFING

14.00 Uhr

Kinderkino „Käpt'n Sharky“ im

Feuerwehrhaus

SA 04.06.

PEISSENBERG

10.00 Uhr

Kinderkino „Käpt'n Sharky“ in der

Bücherei

20.00 Uhr

Konzert „Eine Reise nach Cuba“

mit Cubaboarische Tradicional

in der Tiefstollenhalle. Tickets ab

29 €, Infos siehe Anzeige Seite 5

EGLFING

9.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Heimatmuseum geöffnet. Anmeldung

unter 08847 / 6174

OBERHAUSEN

16.30 Uhr

Kinderkino „Käpt'n Sharky“ im

Rathaus

POLLING

9.00 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt am Kirchplatz

SO 05.06.

Pfingstsonntag

DIESSEN

11.30 Uhr

Orgelmatinée im Marienmünster.

Eintritt: 10 €, weitere Infos unter

www.muensterkonzerte-diessen.de

EBERFING

11.00 Uhr

Führung „Sonne und ihre unruhige

Oberfläche mit speziellen Filtern

betrachet“ in der Sternwarte. Infos

unter www.sternwarte-eberfing.de

TUTZING

10.30 Uhr

Geh-Meditation „Friedensweg“ im

Kustermannpark. Anmeldung unter

08158 / 906944, Spendenbasis

MO 06.06.

Pfingstmontag

PEISSENBERG

19.00 bis 21.30 Uhr

Tauschabend „Briefmarken,

Münzen, Ansichtskarten u.v.m.“

der Sammlerfreunde Peiting und

Umgebung e.V. in der Bücherei

DI 07.06.

STARNBERG

15.00 Uhr

Kultur & Kaffee im Museum. Anmeldung

unter 08151 / 447757-0

PÄHL

20.00 Uhr

Bauernstammtisch im Gasthof

Neue Post

MI 08.06.

POLLING

19.00 Uhr

Dämmerschoppen der Weinfreunde

im Weinkeller des Rathauses

DO 09.06.

PEISSENBERG

14.30 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrsaal

St. Barbara

MURNAU

9.30 bis 12.00 Uhr

Moosführung „Geschichte und Geschichten

vom Murnauer Moos“.

Treffpunkt am Wanderparkplatz.

Anmeldung unter www.murnau.de

RAISTING

19.00 Uhr

Offener Stammtisch für Künstler &

Kunstinteressierte im Gasthof Drexl

FR 10.06.

MURNAU

9.30 bis 12.00 Uhr

Geführte Wanderung „Drachenstich

Rundweg“. Treffpunkt an der

Tourist-Info. Kosten: 10 €, Anmeldung

unter www.murnau.de

PÖCKING

20.00 bis 22.00 Uhr

Konzert „Bei mir – Solo Tour

2022“ mit Werner Schmidbauer

im beccult. Tickets: 33,65 € unter

www.beccult.de

SA 11.06.

WEILHEIM

17.00 bis 22.00 Uhr

Nacht-Flohmarkt vor der kleinen

Hochlandhalle

PEISSENBERG

7.00 bis 14.00 Uhr

Flohmarkt am Festplatz

PENZBERG

18.00 Uhr

Oldtimertreffen am Festgelände

STEINGADEN

10.00 bis 19.00 Uhr

7. Steingadener Blütentage im

Ortszentrum. Weitere Infos siehe

Seite 23

SO 12.06.

PENZBERG

9.00 bis 16.00 Uhr

Oldtimertreffen am Festgelände

58 | tassilo

MAI/


STEINGADEN

9.00 bis 18.00 Uhr

7. Steingadener Blütentage im

Ortszentrum. Infos siehe Seite 23

FR 17.06.

PENZBERG

14.30 bis 17.30 Uhr

Reparatur-Café in der Christianstraße

8. Eintritt frei, Anmeldung

unter 08856 / 6391

SA 18.06.

MURNAU

10.00 bis 11.00 Uhr

Ortsführung für Kinder „Große

Geschichten für kleine Entdecker“.

Treffpunkt vor dem Rathaus. Anmeldung

unter www.murnau.de

EGLFING

14.00 bis 16.00 Uhr

Bewegung, Entspannung, Tanz

im Tanzstudio, Bräuhausstraße 1a.

Infos und Anmeldung unter www.

kreativitaet-in-bewegung.de

15.30 bis 18.30 Uhr

Kreativer Schreibworkshop für

Erwachsene und Jugendliche

in der Textstube. Ab 17 Jahren,

Anmeldung unter 08158 / 9643

17.30 Uhr

Freiluftfestival „Klangleichtn“ im

Ortsteil Tauting. Infos siehe Seite 23

DIESSEN

SO 19.06.

11.00 bis 18.00 Uhr

Carl Orff Museum geöffnet

EBERFING

JUNI 2022

11.00 Uhr

Führung „Sonne und ihre unruhige

Oberfläche mit speziellen Filtern

betrachet“ in der Sternwarte. Infos

unter www.sternwarte-eberfing.de

TUTZING

MURNAU

10.30 Uhr

9.30 bis 12.00 Uhr

Geh-Meditation „Friedensweg“ Geführte Wanderung „Drachenstich

Rundweg“. Treffpunkt an der

nach Thich Nhat Hanh im Kustermannpark.

Treffpunkt unterhalb Tourist-Info. Kosten: 10 €, Anmeldung

unter www.murnau.de

der Kustermann-Villa. Anmeldung

unter 08158 / 906944, Spendenbasis

IFFELDORF

MO 20.06.

MURNAU

17.00 bis 18.30 Uhr

Themenführung „Kunsthistorischer

Spaziergang“. Treffpunkt vor

dem Rathaus. Kosten: 8 €, Anmeldung

unter www.murnau.de

MI 22.06.

POLLING

19.00 Uhr

Dämmerschoppen der Weinfreunde

im Weinkeller des Rathauses

DO 23.06.

MURNAU

9.30 bis 12.00 Uhr

Moosführung „Geschichte und

Geschichten vom Murnauer

Moos“. Treffpunkt am Wanderparkplatz.

Anmeldung unter www.

murnau.de

9.30 bis 15.00 Uhr

Moosführung „Von Bulten, Drischen

und Köcheln“. Treffpunkt

am Wanderparkplatz. Kosten: 12 €,

Anmeldung unter www.murnau.de

PEISSENBERG

FR 24.06.

20.00 Uhr

Konzert „Auf den Straßen von

New Orleans“ mit Andis Bluesorchester

in der Tiefstollenhalle.

Tickets ab 14 €, weitere Infos siehe

Anzeige Seite 5

20.00 Uhr

100 Jahre TSV „Disco-Abend: Motto

1970 – 1990“ im Festzelt am Feuerwehrhaus.

Siehe Seite 18 / 19

SA 25.06.

IFFELDORF

WEILHEIM

9.00 bis 16.00 Uhr

Ausbildungsmesse & Tag der offenen

Tür in der Berufsschule am

Narbonner Ring. Infos siehe S. 52

MURNAU

10.00 bis 11.00 Uhr

Ortsführung für Kinder „Große

Geschichten für kleine Entdecker“.

Treffpunkt vor dem Rathaus. Anmeldung

unter www.murnau.de

11.00 bis 12.30 Uhr

Themenführung „Auf den

literarischen Spuren Ödön von

Horváths“. Treffpunkt vor dem

Rathaus. Kosten: 8 €, Anmeldung

unter www.murnau.de

IFFELDORF

13.00 Uhr

100 Jahre TSV mit Kinderprogramm

im Festzelt am Feuerwehrhaus.

Infos siehe Seite 18 / 19

20.00 Uhr

100 Jahre TSV: Musikkabarett „So

lang’s no geht“ mit Roland Hefter

im Festzelt am Feuerwehrhaus.

Einlass: 18.30 Uhr, siehe Seite 18 / 19

PEITING

8.30 Uhr

Oldtimer-Rundfahrt VW Porsche

914. Treffpunkt am Hotel Restaurant

Dragoner. Siehe S. 34 / 35

SO 26.06.

WEILHEIM

9.00 bis 17.00 Uhr

Johannimarkt in der oberen Stadt.

Verkaufsoffener Sonntag ab 12 Uhr

PENZBERG

19.00 Uhr

Konzert mit Fürstlich Löwensteinische

Hofmusic auf Gut Hub.

Tickets: 20 €, weitere Infos unter

www.musikfreunde-penzberg.de

9.00 Uhr

100 Jahre TSV mit Festumzug und

Feldgottesdienst am Sportplatz. Ab

11 Uhr Frühschoppen im Festzelt am

Feuerwehrhaus. Weitere Infos siehe

Seite 18 / 19

PEITING

8.30 Uhr

Oldtimer-Rundfahrt VW Porsche

914 im Pfaffenwinkel. Treffpunkt

am Hotel Restaurant Dragoner.

Weitere Infos siehe Seite 34 / 35

MO 27.06.

ANTDORF

16.30 Uhr

Kinderkino „Überflieger: kleine

Vögel – großes Geklapper“ im

Sportheim

> > > SO ERREICHEN SIE UNS

Anschrift

tassilo

Birkland 40

86971 Peiting

Tel.: 08869 / 91 22-26

Fax: 08869 / 91 22-20

www.tassilo.de

DI 28.06.

WEILHEIM

19.00 Uhr

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor

im 2. Stock des Caritasverbands.

Eintritt frei, weitere Infos unter

www.leseratten-pfaffenwinkel.de

EBERFING

15.00 Uhr

Kinderkino „Überflieger: kleine

Vögel – großes Geklapper“ in der

Schule

MI 29.06.

HEUTE ERSCHEINT

DER NEUE TASSILO

OBERSÖCHERING

15.30 Uhr

Kinderkino „Überflieger: kleine

Vögel – großes Geklapper“ im

Pfarrheim

DO 30.06.

EGLFING

16.00 Uhr

Kinderkino „Überflieger: kleine

Vögel – großes Geklapper“ im

Sportheim

Änderungen und Fehler vorbehalten

Email

Redaktion: redaktion@tassilo.de

Termine: veranstaltungen@tassilo.de

Anzeigen: anzeigen@tassilo.de

Anregungen / Kritik: info@tassilo.de

Das Impressum finden Sie auf Seite 53.

mai / juni 2022 | 59


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