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DRK Zollernalb Jahresrückblick 2021

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<strong>DRK</strong>-Kreisverband<br />

<strong>Zollernalb</strong> e. V.<br />

<strong>Jahresrückblick</strong><br />

<strong>2021</strong><br />

1


Inhalt<br />

<strong>DRK</strong>-JAHRESRÜCKBLICK<br />

3 GRUSSWORT<br />

Retten<br />

52 BETREUTE SENIORENREISEN<br />

53 GESUNDHEITSPROGRAMM / BEWEGUNG<br />

54 KREISSENIOREN<br />

55-56 SOZIALLEITUNG DER ORTSVEREINE<br />

56 DIENSTFAHRTEN<br />

Ausbilden und Fördern<br />

Grußwort<br />

Sehr geehrte Freunde und Förderer des Deutschen Roten<br />

Kreuzes, liebe Kameradinnen und Kameraden,<br />

liebe Kolleginnen und Kollegen,<br />

mit diesem Rückblick, den Sie in Ihren Händen halten, blicken wir<br />

gemeinsam auf ein herausforderndes Jahr <strong>2021</strong> zurück.<br />

Sie halten nun unseren Rückblick <strong>2021</strong> in den Händen. Er berichtet<br />

über unsere Arbeit, aber auch über unser Vereinsleben im zurückliegenden<br />

Jahr. Insbesondere auch aufgrund der allgegenwärtigen<br />

Corona-Pandemie im Jahr <strong>2021</strong> gab es jede Menge<br />

Aufgaben und Arbeit für die Kameraden und Mitarbeiter unseres<br />

Kreisverbandes.<br />

4-8 RETTUNGSDIENST/RETTUNGSWACHEN<br />

9<br />

10-11<br />

12-15<br />

ORGANISATORISCHER LEITER RETTUNGSDIENST (ORGL)<br />

UND EINSATZLEITER VOM DIENST (EVD)<br />

INTEGRIERTE LEITSTELLE ZOLLERNALB (ILS)<br />

DIENSTPLANUNG<br />

KREISBEREITSCHAFTSLEITUNG (KBL)<br />

MOTORRADSTAFFEL, DROHNENGRUPPE<br />

16-17 BERGWACHT<br />

18 FÜHRUNGS- UND LEITUNGSDIENST (FLD)<br />

19 RETTUNGSHUNDEBEREITSCHAFT<br />

20-37 ORTSVEREINE<br />

Helfen<br />

38-40 HAUSNOTRUF<br />

41 MENÜ-SERVICE<br />

42-43 KLEIDERLADEN<br />

44 NOTFALLNACHSORGEDIENST (NND)<br />

45-46 GLÜCKSMOMENTE<br />

47 BLUTSPENDEDIENST<br />

48 WOHNEN AN DER MARTINSKIRCHE<br />

49 PATENSCHAFTSPROJEKT / INTEGRATIONSHILFE<br />

50<br />

SANITÄTSWACHDIENST<br />

SCHNELLTESTZENTRUM<br />

57-59 KREISAUSBILDUNGSLEITUNG (KAL)<br />

60 AUS- UND FORTBILDUNG RETTUNGSDIENST<br />

61 AUSBILDUNG ROTKREUZKURSE<br />

62-63 MEDIZINPRODUKTE-GESETZ (MPG)<br />

63-64 AUSZUBILDENDE<br />

65 FAMILIENPROGRAMME<br />

66 JUGENDROTKREUZ<br />

67 SCHULARBEIT<br />

68 FUNDRAISING & FÖRDERMITGLIEDER<br />

Stützen<br />

69 ÖFFENTLICHKEITSARBEIT<br />

70 UNSERE STÜTZEN<br />

71 QUALITÄTSMANAGEMENT (QM)<br />

73-78 EHRUNGEN 2020/<strong>2021</strong><br />

Zahlen & Fakten<br />

80-81 ZAHLEN & FAKTEN<br />

82 GEDENKEN AN UNSERE VERSTORBENEN<br />

Unbeschreiblich, wie uns die Corona-Pandemie-Lage ein weiteres<br />

Jahr in solch einem Ausmaß fest in ihrem Griff hielt und das<br />

gesellschaftliche Leben nach wie vor stark beeinflusst.<br />

Dazu kam das furchtbare Naturkatastrophenereignis im Ahrtal.<br />

Viele Menschen verloren von jetzt auf gleich ihre gesamte über<br />

viele Jahre hinweg mühevoll aufgebaute Existenz. Viele Menschen<br />

dort verloren mehr als das - ihr Leben.<br />

Das Deutsche Rote Kreuz wurde im Jahr <strong>2021</strong> rund um den<br />

Bereich des Bevölkerungsschutzes auf eine harte Probe gestellt.<br />

Einmal mehr zeigt sich, welch wichtige Rolle das <strong>DRK</strong> im <strong>Zollernalb</strong>kreis<br />

einnimmt. Die Corona-Pandemie hat die Bevölkerung,<br />

die Behörden und unsere Einsatzkräfte wieder vor große Herausforderungen<br />

gestellt, deren Bewältigung für alle Beteiligten ein<br />

Kraftakt war. Durch umsichtiges und gezieltes Handeln sowie der<br />

engen wie bewährten Kooperation mit den Behörden und dem<br />

<strong>Zollernalb</strong> Klinikum wurden schnell die richtigen Weichen gestellt<br />

und wichtige Vorkehrungen getroffen. Dafür wurden durch hauptund<br />

ehrenamtliche Kräfte unzählige Arbeitsstunden geleistet.<br />

Mein großer Dank gilt gleichermaßen allen hauptamtlichen wie<br />

ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kreisverbandes,<br />

unabhängig davon, in welchen Bereichen sie für den<br />

<strong>DRK</strong> Kreisverband <strong>Zollernalb</strong> e. V. tätig sind. Besonders möchte<br />

ich mich bei den Arbeitgebern im <strong>Zollernalb</strong>kreis bedanken, die<br />

bereit waren, Mitarbeiter für den Einsatz beim <strong>DRK</strong> freizustellen.<br />

Die Zahlen auf Seite 80 und 81 zeigen Ihnen die vielen Aktivitäten<br />

unseres Kreisverbandes aus dem Jahr <strong>2021</strong>.<br />

Hinter unserem Kreisverband stehen 215 hauptamtliche Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter, über 2.300 ehrenamtliche Helferinnen<br />

und Helfer sowie 24 Ortsvereine. Einige davon haben wieder einen<br />

wichtigen Beitrag geleistet, damit dieses Werk zusammengestellt<br />

werden konnte. Sie alle vertreten gemeinsam die Ideale und Überzeugungen<br />

von Henry Dunant und setzen sich für Humanität und<br />

Solidarität ein. Sie alle zeigen nicht nur Mitgefühl, sondern leisten<br />

täglich herausragenden Einsatz für die vielen Menschen, die sich<br />

in Notsituationen oder in schwierigen Lebensphasen befinden.<br />

Blicken wir voller Mut und Zuversicht auf die Aufgaben, die<br />

auf uns warten, verbunden mit dem Gedanken, dass unser<br />

Tun und Wirken dazu beitragen kann, den Hilfesuchenden und<br />

Notleidenden einen kleinen Funken Hoffnung zu schenken.<br />

Für den großartigen, beispielgebenden Einsatz möchte ich mich<br />

bei allen Ehren- und Hauptamtlichen sowie bei unseren über<br />

12.600 Fördermitgliedern und Unterstützern von ganzem Herzen<br />

bedanken.<br />

Ihr Heiko Lebherz<br />

Vorsitzender<br />

51 ALLTAGSBETREUUNG / AKTIVIERENDER HAUSBESUCH<br />

83 IMPRESSUM<br />

2 3


Retten<br />

Retten<br />

Rettungsdienst<br />

Rettungswache Albstadt<br />

Die Notfallversorgung ist in Deutschland<br />

in drei Bereiche gegliedert:<br />

• den ärztlichen Bereitschaftsdienst<br />

der niedergelassenen<br />

Vertragsärzte<br />

• den Rettungsdienst<br />

• die Notaufnahmen/Rettungsstellen<br />

der Krankenhäuser<br />

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117<br />

Krankheiten kennen keine Praxisöffnungszeiten.<br />

Handelt es sich um eine<br />

Erkrankung, mit der Sie normalerweise<br />

einen niedergelassenen Arzt in der Praxis<br />

aufsuchen würden, aber die Behandlung<br />

aus medizinischen Gründen nicht bis<br />

zum nächsten Tag warten kann, ist der<br />

ärztliche Bereitschaftsdienst zuständig.<br />

Er ist in einigen Regionen Deutschlands<br />

auch als ärztlicher Notdienst oder Notfalldienst<br />

bekannt. Die Nummer funktioniert<br />

ohne Vorwahl, gilt deutschlandweit und<br />

ist kostenlos – egal ob Sie von zu Hause<br />

oder mit dem Mobiltelefon anrufen.<br />

Bei lebensbedrohlichen Notfällen wie<br />

Herzinfarkt, Schlaganfall und sonstigen<br />

schweren Unfällen: Über die Notrufnummer<br />

112 erreichen Sie die örtlich zuständige<br />

Rettungsleitstelle. Diese nimmt Ihr<br />

Hilfeersuchen entgegen und alarmiert<br />

entsprechend der geschilderten Lage<br />

die erforderlichen Rettungsmittel (z. B.<br />

Rettungswagen, Notarzt, Feuerwehr,<br />

Berg- und Wasserrettung).<br />

Dieser verfügt über einen Allrad-Antrieb<br />

und ist der erste seiner Art im <strong>Zollernalb</strong>kreis.<br />

Im Bereich Albstadt kann dieser<br />

aufgrund der Witterungsbedingungen<br />

von großem Nutzen sein. Auch der Fahrzeugbestand<br />

im Bereich Krankentransport<br />

wurde zum Großteil erneuert.<br />

Der Rettungsdienst wurde nach intensiver<br />

Planungsphase im ersten Schritt mit<br />

neuen Diensthosen ausgerüstet, welche<br />

im Tragekomfort und in der Funktionalität<br />

eine große Verbesserung im täglichen<br />

Einsatzbetrieb darstellen.<br />

Ärztlicher Bereitschaftsdienst:<br />

116 117<br />

Rettungsdienst:<br />

112<br />

Neuer Allrad-RTW und Ersatzfahrzeuge Rettungswache Albstadt<br />

Das Jahr <strong>2021</strong> war, wie das Jahr zuvor,<br />

von der Corona-Pandemie geprägt.<br />

Unser Team der Rettungswache Albstadt<br />

meisterte dies ohne Probleme. Viele<br />

verschiedene Neuerungen und Dienstanweisungen,<br />

die den Krankentransport<br />

und die Notfallrettung betrafen, wurden<br />

von allen Beteiligten angenommen und<br />

mit Bravour umgesetzt. Dadurch konnten<br />

wir trotz der erschwerten Bedingungen<br />

jederzeit höchste Sicherheit und Qualität<br />

für unsere Patientinnen und Patienten und<br />

Kolleginnen und Kollegen gewährleisten.<br />

Wegen der zahlreichen Infektionsfahrten<br />

und dem anschließenden Desinfizieren und<br />

Putzen des Fahrzeugs gab es sicherlich<br />

schon einfachere Tage. Hierdurch wissen<br />

wir aber umso mehr den stetigen Einsatz<br />

der Kolleginnen und Kollegen zu schätzen<br />

und auch deutlich hervorzuheben.<br />

Wir bedanken uns bei allen Kolleginnen<br />

und Kollegen der Rettungswache Albstadt,<br />

die hier täglich ihren Dienst leisten!<br />

Die Firma Rominger/Blaier spendet der<br />

Rettungswache Albstadt täglich ihr nicht<br />

verkauftes Essen. So können die diensthabenden<br />

Kolleginnen und Kollegen<br />

belegte Brötchen, Brezeln etc. abholen.<br />

Eine solche Geste ist in der heutigen Zeit<br />

nicht selbstverständlich und wir möchten<br />

uns hierfür herzlich bedanken.<br />

Auch im Jahr <strong>2021</strong> konnte in Albstadt ein<br />

neuer Rettungswagen mit modernster<br />

Technik in Betrieb genommen werden.<br />

Es wurden darüber hinaus alle geplanten<br />

Investitionen der Rettungswache Albstadt<br />

genehmigt, diese konnten bis Ende<br />

des Jahres <strong>2021</strong> verwirklicht werden.<br />

Auf der Rettungswache wurde ein<br />

Wasserspender installiert, der von allen<br />

Kolleginnen und Kollegen rege genutzt<br />

wird. Dieser wurde durch das Weihnachtsgeschenk,<br />

eine Kohlensäure beständige<br />

Trinkflasche, ideal ergänzt.<br />

Die Rettungswache Albstadt verfügt<br />

seit <strong>2021</strong>, nach Genehmigung der<br />

Kostenträger, über einen eigenen Ersatz-<br />

Rettungstransportwagen und einen<br />

eigenen Ersatz-Krankentransportwagen.<br />

Dies erleichtert die täglichen Arbeitsabläufe<br />

sehr, da die benötigten Fahrzeuge<br />

direkt vor Ort zur Verfügung stehen.<br />

4<br />

5


Retten<br />

Retten<br />

Rettungswache Hechingen<br />

In der Fahrzeughalle wurden drei neue<br />

Tore installiert. Aufgrund der hohen Laufleistung<br />

und dem damit verbundenen Verschleiß<br />

der Tore, konnte keine konstante<br />

und sichere Ausfahrt für die Rettungsfahrzeuge<br />

gewährleistet werden. Die neuen<br />

Tore verfügen über eine manuelle Not-<br />

Entriegelung, dadurch können auch bei<br />

Stromausfall und sonstiger technischer<br />

Störungen die Tore manuell geöffnet<br />

werden.<br />

Personal<br />

• Theresa Klewer wurde nach<br />

Abschluss ihrer Ausbildung zur<br />

Notfallsanitäterin übernommen.<br />

• Seit dem 01.01.<strong>2021</strong> ist<br />

Markus Laube neuer stellvertretender<br />

Wachenleiter.<br />

Rettungswache Balingen<br />

Trotz der Pandemie konnte auf der Rettungswache<br />

Balingen einiges verändert<br />

werden:<br />

So erhielt die Rettungswache Balingen<br />

zwei neue Rettungstransportwagen,<br />

die mit hydraulischen Fahrtragen ausgestattet<br />

wurden. Diese ermöglichen uns<br />

ein rückenschonendes Arbeiten und<br />

vereinfachen den rettungsdienstlichen<br />

Alltag. Die neuen Rettungstransportwagen<br />

verfügen über einen weiteren Begleitstuhl<br />

im Patientenraum. So können ab<br />

jetzt die Notfallsanitäter-Auszubildenden,<br />

die Notfallsanitäter und der Notarzt<br />

den Patienten gemeinsam betreuen.<br />

Dadurch wiegen die Fahrzeuge über 3,5 t,<br />

womit der Führerschein der Klasse C1<br />

benötigt wird. Mittlerweile konnten fast<br />

alle Kolleginnen und Kollegen die Führerscheinprüfung<br />

Klasse C1 erfolgreich<br />

ablegen.<br />

Die Rettungswache erhielt ebenfalls die<br />

ein oder andere Neuerung: So wurden<br />

die Schlafräume mit neuen Matratzen<br />

ausgestattet, die Aufenthaltsräume erhielten<br />

neue Sofas und Stühle. Weiterhin<br />

können die Mitarbeiter auf einen neu aufgestellten<br />

Wasserspender zurückgreifen,<br />

der uns rund um die Uhr mit frischem<br />

Wasser versorgt.<br />

Danke an all unsere Kolleginnen und<br />

Kollegen auf der Rettungswache für<br />

ihren oft nicht einfachen und doch so<br />

selbstverständlichen Einsatz in der pandemiegeprägten<br />

Zeit.<br />

Der Aufenthaltsraum 2 wurde von der<br />

Firma Jetter renoviert, ebenfalls wurde das<br />

Inventar des Raumes neu ausgestattet.<br />

Ebenfalls wurde ein Technikschrank für<br />

die sichere Ladung aller Einsatzmeldemittel<br />

sowie ein Medikamentenschrank<br />

zur ordnungsgemäßen Lagerung von<br />

Medikamenten beschafft.<br />

Die beiden Fahrzeuge 3/85-3 und 3/85-5<br />

wurden mit einer Laufleistung von knapp<br />

500.000 km durch zwei neue Fahrzeuge<br />

der Firma Ford Transit Custom ersetzt.<br />

Mitarbeiter<br />

15<br />

2<br />

15<br />

10<br />

Ehrungen<br />

Notfallsanitäter<br />

Rettungsassistenten<br />

Rettungssanitäter<br />

FSJler<br />

Bruno<br />

Haas<br />

Wolfgang<br />

Dieter<br />

• Neuer KFZ-Beauftragter:<br />

Hans-Jürgen Schneider<br />

Pirmin<br />

Steinwand<br />

6<br />

7


Retten<br />

Rettungswache Owingen<br />

Organisatorischer Leiter Rettungsdienst (OrgL)/<br />

Einsatzleiter vom Dienst (EvD)<br />

Retten<br />

In unserem ersten vollständigen Dienstjahr<br />

auf der Rettungswache Owingen<br />

konnten wir mit unserem festen Team<br />

dieses Jahr voll durchstarten. Die<br />

Besatzungen wechselten nun nicht mehr<br />

wie im Vorjahr und wurden nicht mehr<br />

von anderen Wachen eingesetzt. Der<br />

Personalstamm war hiermit vollständig<br />

und konnte sich voll und ganz als Team<br />

einspielen.<br />

Neben vieler Routineabläufe, die sich<br />

im Laufe der Zeit im Team eingespielt<br />

haben, gab es natürlich auch einige<br />

Besonderheiten im Jahr <strong>2021</strong>.<br />

Im Sommer wurde es uns als Wachengemeinschaft<br />

ermöglicht, einen Freisitz<br />

auf dem Wachenparkplatz in Eigenregie<br />

zu errichten, um möglichen Stauraum für<br />

überschüssige Lagerartikel oder Gartengeräte<br />

für Freiflächen zu erhalten.<br />

Der Freisitz konnte im Rahmen eines internen<br />

Sommerfestes eingeweiht werden.<br />

Des Weiteren ergab sich für uns aufgrund<br />

der angespannten Lage im <strong>Zollernalb</strong><br />

Klinikum der Feldversuch, das Notfall-<br />

Einsatzfahrzeug wieder aus Balingen zu<br />

Einsätzen ausrücken zu lassen, um den<br />

Personalstamm im Klinikum sicherzustellen.<br />

Das Highlight zum Ende des Jahres<br />

war der neue Rettungswagen, der eine<br />

passende Motorisierung zur sehr stark<br />

befahrenen B463 bietet. Außerdem sorgt<br />

die zusätzliche Standheizung dafür, dass<br />

gerade Infusionen bei Minusgraden<br />

immer noch eine angenehme Temperatur<br />

behalten konnten.<br />

Abschließend lässt sich festhalten, dass<br />

die Rettungswache Owingen eine große<br />

Aufgabe ist, die viele Herausforderungen<br />

mit sich bringt und den Rettungskräften<br />

die Chance gibt, über sich selbst hinauszuwachsen<br />

und eine wundervolle<br />

Wachengemeinschaft zu pflegen.<br />

Unterstützung in der Ausfallplanung<br />

Personal<br />

Ende Februar wurde begonnen, die<br />

Dienstausfälle an den Wochenenden und<br />

Feiertagen durch die Diensthabenden<br />

OrgL/EvD zu verwalten. Dazu wurden zwei<br />

Diensthandys und Laptops beschafft. Dies<br />

dient seither der Entlastung der Leitstellenmitarbeiter.<br />

Fortbildungen<br />

Es wurden <strong>2021</strong> zwei Fortbildungen<br />

durchgeführt. Die erste zusammen mit<br />

den Kollegen Einsatzleitern vom Ehrenamt.<br />

Hier wurde der Schwerpunkt auf die<br />

Einsatzeinheiten sowie die besonderen<br />

Einsatzlagen gelegt. Im Herbst gab es<br />

eine weitere Fortbildung zusammen mit<br />

den Kollegen des Malteser Hilfsdienstes,<br />

den ehrenamtlichen Einsatzleitern sowie<br />

den leitenden Notärzten. Größere Einsatzlagen<br />

wurden durch Gastreferenten<br />

in Impulsvorträgen präsentiert und<br />

besprochen. Außerdem wurden u. a. die<br />

Drohnengruppe, Bergwacht, BHP 25<br />

usw. vorgestellt.<br />

Desweitern konnten die OrgL/EvD an<br />

einer Online-Schulung für Flugunfälle,<br />

die von der Kreisbrandmeisterstelle angeboten<br />

wurde, teilnehmen.<br />

Personal<br />

Folgende Personen nehmen am OrgL/<br />

EvD Dienst teil: Alwin Koch, Rainer Knoll,<br />

Dieter Fecker, Martin Wiench, Wolfgang<br />

Dieter und Alexander Kleinmaier, der<br />

auch für die Dienstplanung zuständig ist.<br />

Heiko Lebherz und Christian Schluck<br />

werden als Back-up eingesetzt. Holger<br />

Beck hat sein Amt zum 31.12.<strong>2021</strong> zur<br />

Verfügung gestellt.<br />

Der Malteser Hilfsdienst übernimmt seit<br />

<strong>2021</strong> pro Jahr insgesamt 16 Tage den<br />

OrgL-Dienst im Landkreis.<br />

Beschaffungen<br />

Beschafft wurden neue Helme sowie<br />

Sprechgarnituren für die Funkgeräte. Die<br />

Umstellung auf Digitalfunk konnte noch<br />

nicht realisiert werden.<br />

Einsätze<br />

OrgL<br />

9 Einsätze<br />

EvD<br />

46 Einsätze<br />

Impulsvortrag Großbrand Villingen<br />

am 09.10.<strong>2021</strong><br />

Fahrzeugaufstellung beim Verkehrsunfall<br />

in Haigerloch/Stetten<br />

Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten<br />

am 02.06.<strong>2021</strong> bei Schörzingen<br />

8<br />

9


Retten<br />

Retten<br />

Integrierte Leitstelle <strong>Zollernalb</strong> (ILS)<br />

Nach 2020 war auch in <strong>2021</strong> die Pandemie<br />

ein Thema, das die Disponenten<br />

und Notrufsachbearbeiter immer wieder<br />

vor Probleme stellte. So kamen immer<br />

wieder bei der Notrufabfrage und bei<br />

den Nachfragen zum Impfstatus oder<br />

einer möglichen Infizierung beleidigende<br />

Kommentare und Aussagen.<br />

Ein weiteres Thema war die unsichere<br />

Wetterlage, die letztendlich zu fünf Leitstellenverstärkungen<br />

und auch den<br />

Einsatz des Personals der Ausnahmearbeitsplätze<br />

auf den Plan rief.<br />

Technik<br />

Die IP Umstellung, die seit 2019 in<br />

mehreren Schritten durchgeführt wurde,<br />

fand mit der Umstellung der 112 auf<br />

Session Initiation Protocol (SIP) sein<br />

Ende. Die Einführung der Nora-App, die<br />

bundesweit in allen Leitstellen installiert<br />

wurde, musste auch geschult werden.<br />

Die Erneuerung der Hardware des<br />

Einsatzleitrechners, die Erneuerung der<br />

Server der TK-Anlage und die weitere<br />

Einführung des Digitalfunks nahmen<br />

nicht nur Zeit in Anspruch, sondern<br />

stellten auch immer wieder unsere<br />

Disponenten und Datenpfleger vor große<br />

Herausforderungen. Gerade im Digitalfunk<br />

musste sehr viel Datenpflege durchgeführt<br />

werden, da die Feuerwehren<br />

des Landkreises bereits von analog auf<br />

digital umgestellt haben.<br />

Im Bereich des Notrufabfragesystems<br />

(NOAS) wurden einige Anpassungen<br />

durchgeführt. Nicht zuletzt wurden<br />

Nachschulungen für Disponenten und<br />

Notrufsachbearbeiter durchgeführt. Das<br />

Abfrage-Modul Feuerwehr wurde beschafft<br />

und ist aktuell in Bearbeitung.<br />

Bundesweiter Ausfall 112<br />

Am 11.11.<strong>2021</strong> kam es gegen 05:30 Uhr<br />

zu einem bundesweiten Ausfall der 112.<br />

Sehr schnell reagierten die Disponenten,<br />

alarmierten Leitstellenverstärkung und<br />

die Verantwortlichen von <strong>DRK</strong> und Landratsamt.<br />

Die Feuerwehrhäuser wurden<br />

in jeder Stadt/Gemeinde besetzt und<br />

dienten als Anlaufstelle für Notfälle. Nach<br />

ca. 1,5 Stunden konnte die 112 wieder in<br />

Betrieb genommen werden, ohne dass<br />

im <strong>Zollernalb</strong>kreis jemand zu Schaden<br />

gekommen ist. Als Ursache konnte<br />

später ein fehlerhaft eingespieltes Update<br />

ermittelt werden.<br />

Schulungen/Fortbildungen<br />

In <strong>2021</strong> waren etliche Disponenten und<br />

Springer bei Rechtsanwältin T. Melzer in<br />

Schulungen „Rechtliche Grundlagen“.<br />

Frau Melzer ist eine ausgewiesene Expertin<br />

und hat sich auf Leitstelle und<br />

Rettungsdienst spezialisiert. Weiter wurde<br />

begonnen mit Schulungen Crew Resource<br />

Management (CRM), die, sobald<br />

es wieder möglich ist, weiter fortgeführt<br />

werden.<br />

Personelle Situation<br />

Im vergangenen Jahr konnte Maximillian<br />

Müller (Notfallsanitäter auf der Rettungswache<br />

Ebingen) einen Leitstellenlehrgang<br />

erfolgreich absolvieren. Rainer Knoll und<br />

Michael Rempfer nahmen erfolgreich<br />

an der Weiterqualifizierung zum Notfallsanitäter<br />

teil. Etliche Ehrungen konnten<br />

durchgeführt werden.<br />

Dienstplanung<br />

Für die Dienstplanung war das<br />

Jahr <strong>2021</strong> wieder eine große Herausforderung.<br />

Neben der Pandemie und immer<br />

noch fehlenden Notfallsanitätern<br />

und Rettungssanitätern wurde<br />

Tobias Kopf von der Rettungswache<br />

Hechingen als Dienstplaner<br />

eingelernt.<br />

Weiter wurde von Gerd Schuler ein<br />

Rettungssanitäter-Rahmendienstplan<br />

entworfen, der immer wieder<br />

mit der Rettungsdienst-Leitung,<br />

Geschäftsleitung, Personalleitung<br />

und Fachbereichsleitung 5 in etlichen<br />

Sitzungen besprochen und<br />

ergänzt wurde.<br />

10<br />

11


Retten<br />

Retten<br />

Kreisbereitschaftsleitung (KBL)<br />

Die Aufgaben der Kreisbereitschaftsleitung<br />

im vergangenen Jahr waren<br />

geprägt durch den Katastrophenschutz.<br />

Im Zentrum aller Tätigkeiten stand die<br />

Bekämpfung und Bewältigung der Corona-Pandemie.<br />

Darüber hinaus erforderte<br />

die Flutkatastrophe im Sommer unseren<br />

vollen Einsatz.<br />

Zu Beginn des Jahres <strong>2021</strong> konzentrierte<br />

sich die Tätigkeit auf die Unterstützung<br />

des Landkreises bei der Errichtung und<br />

dem Betrieb des Kreisimpfzentrums in<br />

Meßstetten. In den folgenden Monaten<br />

waren nahezu alle Bereitschaften im<br />

<strong>Zollernalb</strong>kreis in den Betrieb von Corona-<br />

Schnelltestzentren involviert. Die KBL<br />

unterstützte bei der Klärung der Rahmen-<br />

bedingungen, Fragen zum Aufbau und<br />

dem Betrieb der Testzentren und stand<br />

für Rückfragen aller Art zur Verfügung.<br />

Darüber hinaus wurden Schnelltests bei<br />

verschiedenen Unternehmen von Mitgliedern<br />

diverser Bereitschaften unter<br />

der Leitung der KBL durchgeführt.<br />

Zum Sommer hin entspannte sich die<br />

Pandemielage etwas, doch an eine Verschnaufpause<br />

war nicht zu denken.<br />

Am 15. Juli <strong>2021</strong> wurden Einheiten des<br />

Bevölkerungsschutzes in das überflutete<br />

Ahrtal alarmiert. Zehn Einsatzkräfte<br />

fuhren unter Führung der Kreisbereitschaftsleitung<br />

im geschlossenen Verband<br />

mit zwei Krankentransportwagen<br />

und dem Führungsfahrzeug der Medical<br />

Task Force (MTF) nur innerhalb weniger<br />

Stunden nach Alarmierung in Richtung<br />

Bad Neuenahr-Ahrweiler, um dort in der<br />

sog. Chaos-Phase für mehrere Tage<br />

den Regelrettungsdienst bei der Notfallversorgung<br />

zu unterstützen und bei<br />

der Evakuierung von Krankenhäusern<br />

und anderer stationärer Einrichtungen<br />

mitzuwirken. Insgesamt waren dem Führungspersonal<br />

des <strong>DRK</strong> Kreisverbandes<br />

<strong>Zollernalb</strong> e. V. 38 Krankentransportwagen<br />

unterstellt.<br />

Auch in den Wochen und Monaten<br />

danach entsandte der <strong>DRK</strong> Kreisverband<br />

<strong>Zollernalb</strong> immer wieder Einsatzkräfte<br />

aus zahlreichen Bereitschaften<br />

in das Katastrophengebiet, um beim Wiederaufbau<br />

der Infrastruktur, dem Betrieb<br />

einer Großküche für 10.000 warme<br />

Mahlzeiten pro Tag, dem Transport von<br />

Material und Logistik oder beim Bau<br />

einer temporären Kläranlage zu helfen.<br />

Motorradstaffel<br />

Insgesamt besteht die Motorradstaffel derzeit aus 15 Mitgliedern.<br />

Hiervon wurden bis jetzt 11 Mitglieder mit einer<br />

einsatzfähigen Motorradkombi ausgestattet. Die Motorradkombi<br />

bietet höchstmöglichen Schutz unserer Mitglieder durch<br />

bereits integrierte Protektoren in Schultern, Ellenbogen und<br />

Rücken in fest vernähten Protektorentaschen.<br />

Desweiteren wurde ein zweites Motorrad der Marke BMW<br />

GS 850 beschafft, um eine geländefähige Komponente zu<br />

gewinnen, um auch in unwegsamen Gelände Einsätze garantieren<br />

zu können. Dieses soll zu Saisonbeginn 2022 in Dienst<br />

gestellt werden.<br />

Es gab nur wenige Möglichkeiten im Rahmen der Corona-<br />

Beschränkungen, aktiv Diensten oder Veranstaltungen<br />

beizuwohnen. So wurde <strong>2021</strong> eine Gedenkfahrt mit Gottesdienst<br />

in Böblingen von unseren Mitgliedern besucht.<br />

12<br />

13


Retten<br />

Retten<br />

Ebenso durfte unsere Motorradstaffel sich erstmalig am<br />

„Zentralen Fortbildungstag“ des <strong>DRK</strong> Kreisverbandes <strong>Zollernalb</strong><br />

am 23. Oktober in Bitz vorstellen. Hier stellten wir unser<br />

erstes Motorrad und dessen Ausstattung sowie die Einsatzmöglichkeiten<br />

unserer Staffel vor.<br />

Abgesehen von Bewegungsfahrten durch unsere Mitglieder,<br />

um sich selbst mit dem Motorrad vertraut zu machen und<br />

somit im Einsatzfall sicher im Sattel zu sitzen, blieb in diesem<br />

Jahr lediglich viel Organisation und Planung für das Jahr 2022.<br />

Vorschau: Ein Erste Hilfe-Lehrgang für Biker durch die Motorradstaffel<br />

ist geplant. Digitalfunk wird unseren bisherigen Funk<br />

ablösen und es werden Fahrsicherheitstrainings für unsere<br />

Mitglieder organisiert.<br />

Mit Blick auf hoffentlich baldige Lockerungen der Corona-<br />

Beschränkungen freuen wir uns auf ein ereignisreicheres Jahr<br />

mit mehr Gelegenheiten für Öffentlichkeitsarbeit und Unfallprävention<br />

an sogenannten Hotspots in unserem geliebten<br />

<strong>Zollernalb</strong>kreis.<br />

Drohnengruppe<br />

Schon seit längerer Zeit gab es die<br />

Überlegung des Kreisverbandes, eine<br />

Drohnengruppe zur Unterstützung bei<br />

Rettungseinsätzen zu gründen.<br />

Am 15. Dezember <strong>2021</strong> war es endlich<br />

soweit. Die Drohnengruppe <strong>Zollernalb</strong>,<br />

die direkt der Kreisbereitschaftsleitung<br />

unterstellt ist, wurde offiziell in Dienst<br />

gestellt. Dem vorangegangen war die<br />

Anschaffung zweier identischer Drohnen<br />

vom Typ DJI Matrice M300 RTK durch<br />

die beiden <strong>DRK</strong> Ortsvereine Geislingen<br />

und Bitz. Die Anschaffungskosten von<br />

rund 35.000 Euro je Drohne stemmten<br />

die Ortsvereine in Eigenregie.<br />

Bei den Drohnen handelt es sich um<br />

hochmoderne Flugsysteme mit automatischen<br />

Erkennungs- und Positionierungssystemen,<br />

ausgestattet mit einer<br />

Hochleistungs-Zoom- und Weitwinkel-<br />

kamera, einer integrierten Wärmebildkamera<br />

sowie einem Laserentfernungsmesser<br />

und einem LED-Scheinwerfer<br />

mit über 10.000 Lumen. Die Drohnen<br />

können auch bei schlechtem Wetter,<br />

Regen und bei Windstärke 7 noch zum<br />

Einsatz kommen.<br />

Die möglichen Lagen, auf die sich die 12<br />

Mitglieder der Bereitschaft Geislingen<br />

und 11 Mitglieder der Bereitschaft Bitz<br />

seit Sommer <strong>2021</strong> vorbereiten, sind vielschichtig:<br />

Neben der Unterstützung bei<br />

Personensuchen können die Drohnen zur<br />

Lageerkundung und Führungsunterstützung,<br />

bei unübersichtlichen Großschadenslagen<br />

oder bei Großveranstaltungen<br />

zum Einsatz kommen. Auch die Unterstützung<br />

der Polizei bei Unfällen oder<br />

aber der Feuerwehr bei Großbränden ist<br />

vorgesehen.<br />

Doch bevor das Konzept der Drohnengruppe<br />

<strong>Zollernalb</strong> stand, investierten<br />

die Mitglieder aus Bitz und Geislingen<br />

etliche Stunden in Aus- und Fortbildung.<br />

Grundsätzlich ist der Betrieb einer Drohne<br />

für Behörden und Organisationen mit<br />

Sicherheitsaufgaben (BOS) weitestgehend<br />

genehmigungsfrei. Allerdings stand von<br />

vornherein fest, dass die Drohnengruppe<br />

<strong>Zollernalb</strong> professionell geschult und<br />

auf den Einsatz gut vorbereitet sein soll.<br />

Nur so kann gewährleistet werden, dass<br />

ein maximaler Einsatzwert bei größtmöglicher<br />

Sicherheit erreicht wird.<br />

Daher haben alle Mitglieder zunächst<br />

beim Luftfahrtbundesamt den EU-Flugschein<br />

A1/A3 erworben. Im Anschluss<br />

durchliefen alle eine speziell für die<br />

BOS ausgelegte Ausbildung, bevor der<br />

regelmäßige Übungsflugbetrieb bei zahlreichen<br />

Tages- und Nachtflügen stetig<br />

ausgebaut wurde und verschiedenste<br />

Einsatzszenarien geübt wurden. Auf dem<br />

Programm standen <strong>2021</strong> auch mehrere<br />

gemeinsame Übungen beider Bereitschaften,<br />

um das Zusammenspiel und<br />

die Koordination zweier Drohnen am<br />

Himmel zu trainieren.<br />

Kurz nach dem Jahreswechsel erfolgte<br />

dann die erste unangesagte Alarmübung.<br />

Alarmiert wurde die Drohnengruppe<br />

<strong>Zollernalb</strong> zum Lochen beim<br />

Hausen am Tann mit dem Stichwort<br />

„Zwei vermisste Personen aus Schülergruppe<br />

von der Jugendherberge“. Trotz<br />

extremen Witterungsbedingungen für<br />

Mensch und Technik wurde die Suche<br />

nach den beiden als vermisst gemeldeten<br />

Schülern begonnen. Allerdings<br />

zwangen Windböen über 55 km/h und<br />

einsetzender starker Schneefall im Verlauf<br />

der Übung zum Abbruch.<br />

Die aktuelle Personenstärke der Drohnengruppe<br />

<strong>Zollernalb</strong> von insgesamt<br />

23 Mitgliedern gewährleistet, dass die<br />

Einheit immer einsatzklar ist, sobald der<br />

erste Einsatz kommt.<br />

14<br />

15


Retten<br />

Retten<br />

Bergwacht<br />

Die Bergwacht hat ein lebhaftes und arbeitsreiches Jahr <strong>2021</strong><br />

hinter sich.<br />

Wir wurden 42 mal alarmiert, davon konnten wir 21 Personen<br />

aus Notlagen retten, versorgen, transportieren und dem<br />

Rettungsdienst boden- wie luftgebunden übergeben. Auch<br />

einige Einsatz-Abbrüche waren leider zu beklagen.<br />

Das Einsatzspektrum reichte von Ski- und Rodelunfällen bis<br />

zu Wander-, Mountainbike- und Motocross-Unfällen, auch<br />

eine Personensuche war dabei. Zudem hatten wir auch eine<br />

schwierige Totenbergung durchzuführen.<br />

Die Einsätze mussten wir, wie schon letztes Jahr unter den aktuellen<br />

Corona-Richtlinien, unter strengen Hygienemaßnahmen<br />

im Einsatzgeschehen anpassen und umsetzen.<br />

Unser Einsatzleiterkonzept wurde nochmals verbessert<br />

und abgestimmt. Auch zwei digitale Handsprechfunkgeräte<br />

wurden in Dienst gestellt, sodass wir jetzt auch im Gelände<br />

damit arbeiten können. Endlich konnten wir unsere praktische<br />

Grundeinweisung mit Dreibein abhalten, welches wir bereits im<br />

letzten Jahr erworben hatten. Spannende Szenarien wurden<br />

geübt und auch noch eine hilfreiche Ergänzung mittels einer<br />

Akku-Winkelbohrmaschine zum Antrieb unserer Winde beschafft.<br />

Eine große Freude sind unsere neuen Anwärterinnen und<br />

Anwärter. Sie sind mit viel Engagement und Freude bei der<br />

Ausbildung dabei und sind für uns eine echte Verstärkung!<br />

Auch konnten wir nun noch zwei weitere Ärzte, die in der Notfallmedizin/Chirurgie<br />

tätig sind, für uns gewinnen, sodass wir mit<br />

unserem Bergwachtarzt drei Mediziner in unseren Bergwachtreihen<br />

haben. Sie sind begeistert dabei und werden für die Bergrettung<br />

ausgebildet und unterstützen uns im Einsatzfall.<br />

Vorhaben<br />

Der Bau der neuen Bergrettungswache in Albstadt-Tailfingen<br />

nimmt immer mehr Gestalt an. So konnten wir Richtfest feiern<br />

und den Ausbau vorantreiben. Hier sind fleißige Bergwachthelfer/<br />

-innen im Arbeitseinsatz und leisten großartige Arbeit! Wir<br />

können somit noch im ersten Halbjahr 2022 mit dem Einzug<br />

rechnen. Dazu planen wir auch die etwas verzögerte Inbetriebnahme<br />

unseres neuen Bergrettungsfahrzeuges.<br />

Veranstaltungen<br />

Durch den Ausfall der Mountainbike WM 2020 in Albstadt<br />

konnte unter besonderen und außergewöhnlichen<br />

Bedingungen ein UCI World Cuprennen in Albstadt <strong>2021</strong> abgehalten<br />

werden. Dies war für alle Rettungskräfte einschließlich<br />

der Bergwacht ein aufwändiges, ungewohntes und forderndes<br />

Einsatzwochenende.<br />

Wir konnten auch letztes Jahr zwei Felsenräumaktionen in<br />

Dotternhausen/Plettenberg sowie in Nusplingen/Heckental<br />

erfolgreich abhalten.<br />

Den zentralen Fortbildungstag im Oktober <strong>2021</strong> in Bitz unterstützten<br />

wir mit einer praktischen Übung.<br />

Ausbildung<br />

Die Ausbildung wurde auf ein Minimum beschränkt. Nur die<br />

Einsatzkräfte absolvierten die wichtigen Übungseinheiten in<br />

kleinen Gruppen. Für die vielen neuen Anwärter war das eine<br />

schwierige Phase, da die Dienstabende nur eine begrenzte<br />

Teilnehmeranzahl zuließen. Einige konnten jedoch auch wieder<br />

ihre Basisprüfung ablegen.<br />

Ein Besuch des Luftrettungsstützpunktes von Christoph 11 in<br />

Villingen-Schwenningen von einigen Bergwächtler/-innen der<br />

<strong>DRK</strong> Bergwacht <strong>Zollernalb</strong> rundete die Ausbildungsreihe ab.<br />

Prüfungen<br />

Die Sommerdienstprüfung, der Vorbereitungslehrgang wie<br />

auch die Winterdienstprüfung mussten wegen der Pandemielage<br />

ständig geschoben werden. Jedoch konnte ein Teilnehmer<br />

erfolgreich die Sommerdienstprüfung bestehen. Die Winterdienstanwärter/-innen<br />

konnten dann jetzt im Frühjahr 2022 ihre<br />

Winterdienstprüfung erfolgreich zu Ende bringen. Gratulation!<br />

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17


Retten<br />

Retten<br />

Führungs- und Leitungsdienst (FLD)<br />

Rettungshundebereitschaft<br />

Ein sehr lehrreiches und turbulentes<br />

Jahr liegt wieder hinter uns. Wie für den<br />

gesamten Kreisverband war auch für<br />

unsere Mitglieder das Jahr durch die<br />

Pandemie geprägt. Die Herausforderung<br />

lag im letzten Jahr darin, die Mitglieder<br />

trotz ausgefallener Dienstabende immer<br />

auf dem aktuellen Stand zu halten und<br />

ihr Erlerntes zu festigen. Insbesondere<br />

die Einführung in die neue Einsatzleitsoftware<br />

EDP war Teil unserer Dienstabende.<br />

Trotz der außergewöhnlichen Situation<br />

hatten wir auch in diesem Jahr wieder<br />

einige Einsätze und einen Sanitätswachdienst<br />

(SWD). So planten und leiteten wir<br />

wie jedes Jahr den Sanitätswachdienst<br />

beim UCI Weltcup in Tailfingen.<br />

Auch <strong>2021</strong> wurden wir zu den verschiedensten<br />

Einsätzen alarmiert. Diese<br />

waren neben vier Personensuchen und<br />

drei Brandeinsätzen auch acht weitere<br />

Einsätze wie Flug- und Schienenunfälle,<br />

Ertrinkungsunfälle und Massenunfälle<br />

von Verletzten (MANV). Ein Teil der Einsätze<br />

wurde nur mit dem Einsatzleitwagen<br />

50/11 begleitet. In diesem Jahr gab es<br />

deutschlandweit Überschwemmungen.<br />

Eine Überschwemmung in Rheinland-<br />

Pfalz war sogar so dramatisch, dass es<br />

zum ersten Alarm der Medizinischen<br />

Task Force (MTF) kam. So rückte eine<br />

Besatzung des Kreises unter Leitung<br />

der Kreisbereitschaftsleitung mit dem<br />

50/11 nach Ahrweiler aus. Andere unterstützten<br />

mit verschiedenen Aufgaben<br />

den Führungsstab des <strong>DRK</strong> Kreisverbandes<br />

<strong>Zollernalb</strong> so gut es ging.<br />

Eine Arbeitsgruppe aus Ehrenamtlichen<br />

und Hauptamtlichen hat in den letzten<br />

Monaten ein Konzept für die Beschaffung<br />

eines Einsatzleitwagens der Stufe<br />

2 (ELW2) erarbeitet. Im November <strong>2021</strong><br />

konnten wir das neue Einsatzfahrzeug in<br />

Empfang nehmen. Das neue Fahrzeug<br />

wird vermutlich ab März 2022 mit einer<br />

gemischten Einsatzgruppe zwischen Ehrenamt<br />

und Hauptamt den 50/11 ablösen.<br />

Um alle Bereiche des Führungs- und Leitungsdienstes<br />

zu gewährleisten, freuen wir<br />

uns auch im kommenden Jahr über neue<br />

Gesichter in unseren Reihen. Kommt<br />

gerne auf uns zu und wir bringen Euch die<br />

Aufgaben des Führungs- und Leitungsdienstes<br />

näher.<br />

Auch <strong>2021</strong> hat uns weiterhin das Thema<br />

Corona nicht losgelassen, so konnten<br />

weiterhin folgende Aktivitäten nur bedingt<br />

stattfinden bzw. nur unter verschärften<br />

Auflagen:<br />

• Monatliche Hundeführerbesprechungen<br />

wurden weiterhin nur<br />

online durchgeführt.<br />

• Fortbildungen konnten, bis auf<br />

eine Ausnahme, nicht durchgeführt<br />

werden.<br />

• Unser Training zweimal pro<br />

Woche konnte nur unter<br />

Hygienevorschriften stattfinden.<br />

Aber wir lassen uns nicht unterkriegen<br />

und so hatten wir auch <strong>2021</strong> unsere<br />

besonderen Momente:<br />

• Im Mai und Oktober konnten drei<br />

Rettungshundeteams erfolgreich<br />

ihre Flächenprüfung ablegen und<br />

sind somit einsatzfähig.<br />

• Im Oktober konnten zwei Hunde<br />

ihren Eignungstest zum Rettungshund<br />

erfolgreich bestehen und<br />

dürfen somit ihre Laufbahn als<br />

Rettungshund beginnen.<br />

• Die Staffel war trotz Corona an<br />

365 Tagen einsatzfähig, ebenso<br />

der Fachberater für Rettungshunde.<br />

Fakten<br />

• 10 geprüfte Rettungshundeteams,<br />

davon sind <strong>2021</strong> vier<br />

Rettungshundeteams in den<br />

wohlverdienten Ruhestand<br />

gegangen.<br />

• 24 Rettungshundler bilden<br />

insgesamt 18 Hunde aus.<br />

• 30.355 Besucher auf<br />

der eigenen Homepage<br />

www.rettungshunde.zollernalb.de<br />

• 1.456 Besucher haben die<br />

facebook Seite der Staffel im<br />

Jahr <strong>2021</strong> abonniert.<br />

• Die Staffel wurde zu insgesamt<br />

12 Personensuchen gerufen:<br />

3 Einsätze im LKR Tübingen,<br />

3 Einsätze im LKR Reutlingen,<br />

1 Einsatz im LKR Sigmaringen,<br />

1 Einsatz im LKR Tuttlingen<br />

und 4 Einsätze im eigenen<br />

Landkreis<br />

• Der Fachberater für Rettungshunde<br />

wurde insgesamt zu<br />

6 Einsätzen im eigenen Landkreis<br />

gerufen.<br />

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Retten<br />

Retten<br />

Ortsvereine<br />

Ortsverein Bisingen<br />

Leider mussten im Jahr <strong>2021</strong> immer noch viele Sanitätswachdienste<br />

und andere Aktivitäten wegen der Corona-Pandemie<br />

abgesagt werden oder konnten nur in reduziertem Umfang stattfinden.<br />

Da wir aber seit Januar <strong>2021</strong> mehrmals in der Woche zusammen<br />

mit den Ertelt Apotheken an der Durchführung der Antigen-<br />

Schnelltests im Gesundheitszentrum Hohenzollern beteiligt sind,<br />

wurde uns trotzdem nicht langweilig.<br />

Weitere Höhepunkte waren der Betrieb eines kommunalen Testzentrums<br />

in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bisingen und die<br />

Mithilfe bei mehreren Impfaktionen.<br />

Auch die ein oder andere Blutspende wurde durchgeführt und<br />

auch sonstige Einsätze gab es zu bewältigen.<br />

Abschließend bleibt zu sagen: All diese Tätigkeiten wären ohne<br />

die tatkräftige Mithilfe und Unterstützung aller Helferinnen und<br />

Helfer nicht möglich gewesen. Daher an dieser Stelle ein großer<br />

Dank für Euren Einsatz und bleibt weiter so tatkräftig.<br />

Ortsverein Bitz<br />

Pandemiebedingt konnten wir nur wenige<br />

Präsenz-Dienstabende durchführen, dafür<br />

nahmen wir an Online-Kursen zur Weiterbildung<br />

der Mitglieder/-innen teil.<br />

Ortsverein Balingen<br />

Ein weiteres Jahr mit Corona ist zu Ende.<br />

Doch trotz Corona gab es für den <strong>DRK</strong><br />

Ortsverein Balingen im Jahr <strong>2021</strong> viel<br />

zu tun. So hatten wir zusammen mit<br />

den Kameraden des <strong>DRK</strong> Ortsvereins<br />

Schömberg 52 SEG (Schnelleinsatzgruppe)<br />

Einsätze zu bewältigen.<br />

126 Veranstaltungen wurden von uns<br />

sanitätsdienstlich abgesichert. Dazu zählten<br />

Handballspiele in der 1. und 2. Bundesliga,<br />

Fußballspiele in der Regionalliga<br />

sowie aber auch Veranstaltungen in der<br />

Stadthalle, um hier ein paar zu nennen.<br />

Von Mitte März bis Dezember betrieben<br />

wir einen Drive-In Schnelltestcenter an<br />

unseren neuen Garagen am Bangraben.<br />

Hier wurden bei insgesamt 40 Terminen<br />

3.086 Abstriche abgenommen.<br />

Von Januar bis November testeten wir<br />

bei 50 Terminen die Spieler, Trainer<br />

und Betreuer der 1. und 2. Handballbundesliga<br />

des HBW Balingen-Weilstetten.<br />

Insgesamt waren das 1.250<br />

Tests. An dieser Stelle ein Dankeschön<br />

für das in uns gesetzte Vertrauen. Das<br />

Hochwasser im Juli im Ahrtal ging<br />

ebenfalls nicht an uns vorbei, so ent-<br />

sandten wir mehrere Einsatzkräfte aus<br />

unseren Reihen in das Katastrophengebiet.<br />

Eingesetzt wurden diese in den<br />

unterschiedlichsten Bereichen über<br />

einen längeren Zeitraum. So unterstützten<br />

wir das 4. und 5. Kontingent aus<br />

Baden-Württemberg, das in das Katastrophengebiet<br />

entsandt worden ist, wie<br />

aber auch den Versorgungsplatz 10.000<br />

im Ahrtal.<br />

Helfer unterstützten Ende des Jahres die<br />

Impfaktion im Rathaus in Balingen an<br />

insgesamt 16 Terminen.<br />

Kommunales Testzentrum<br />

Anfang Februar halfen einige unserer<br />

Helfer/-innen in der Corona-Teststation in<br />

Balingen. Ab dem 23. Februar wurde in Bitz<br />

ein eigenes Corona-Testzentrum für die<br />

Lehrer/-innen und Kindergartenmitarbeiter/<br />

-innen im <strong>DRK</strong>-Gebäude in Betrieb genommen.<br />

Ab dem 12. Februar wurden wir zum kommunalen<br />

Testzentrum und führten an 39<br />

Testtagen 2.311 Corona-Schnelltests durch.<br />

Im März konnten wir in unserem Helfer-vor-<br />

Ort-Fahrzeug das Digitalfunkgerät einbauen<br />

lassen. Das Funkgerät wurde über die<br />

Corona-Zuschüsse des Landes finanziert.<br />

An drei Blutspendeaktionen konnten unter<br />

verschärften Hygienemaßnahmen in der<br />

Festhalle Bitz 253 Blutkonserven abgenommen<br />

werden.<br />

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21


Retten<br />

Retten<br />

An den kreisweit angebotenen Sanitätsausbildungen<br />

konnten zwei Helfer/-innen<br />

erfolgreich ihre Sanitätsausbildung abschließen.<br />

Am 20. März <strong>2021</strong> wurde unsere Helfervor-Ort-Gruppe<br />

wieder in Dienst gestellt.<br />

Unter den gegebenen Hygienemaßnahmen<br />

konnten wir 101 Einsätze fahren. Zu<br />

fünf Brandeinsätzen wurde die gesamte<br />

Bereitschaft alarmiert.<br />

Seit dem 10. April <strong>2021</strong> führen wir einen<br />

Kohlenstoffmonoxid (CO)-Warner auf dem<br />

Helfer-vor-Ort-Fahrzeug mit. Dieser sorgt<br />

für mehr Sicherheit für unsere Helfer/-innen,<br />

da somit die Kohlenstoffmonoxid-Konzentration<br />

im Raum geprüft wird.<br />

Beim Helfer-Grundausbildungs-Praxistag<br />

in Harthausen schlossen drei unserer<br />

Helfer/-innen erfolgreich ihre Grundausbildung<br />

ab. Mit unserer Drohne wurden<br />

hierbei Bilder des Ausbildungstages für<br />

den Kreisverband aufgenommen.<br />

Am 23. Oktober fand in Bitz der zentrale<br />

Helfertag statt. Hier konnten wir ca. 250<br />

Helfer/-innen aus dem gesamten Kreisverband<br />

begrüßen und ihnen einen<br />

interessanten Fortbildungstag unter<br />

Einhaltung der geltenden Coronaverordnungen<br />

bieten. In den Räumen des <strong>DRK</strong>-<br />

Gebäudes wurde der Frühstückstreff der<br />

Ortsvereinsvorsitzenden angeboten.<br />

Bei der ersten Impfaktion der Gemeinde<br />

Bitz am 03. Dezember <strong>2021</strong> halfen drei<br />

unserer Helfer/-innen und sorgten hier<br />

für einen geregelten Ablauf der Impfaktion.<br />

Bereits im Mai <strong>2021</strong> entschlossen wir<br />

uns, bei der vom Kreisverband geplanten<br />

Drohnengruppe mitzuwirken. Hierzu<br />

beschafften wir die geforderte Drohne<br />

und das entsprechende Zubehör.<br />

Elf Mitglieder absolvierten die benötigten<br />

Lehrgänge und unzählige Übungsflüge,<br />

um für den Einsatzfall gerüstet zu<br />

sein. Seit dem 15. Dezember <strong>2021</strong> ist die<br />

Drohnengruppe des <strong>DRK</strong> <strong>Zollernalb</strong> zusammen<br />

mit dem Ortsverein Geislingen<br />

nun in Dienst gestellt.<br />

Ortsverein Burladingen-Ringingen<br />

Wir hatten es in <strong>2021</strong> auch ruhiger,<br />

aber wir konnten zwei unserer Mitglieder<br />

zum Feldkochlehrgang entsenden.<br />

Hans-Peter Girra und Jerome Meindorfer<br />

waren vom 17.09. bis zum 26.09.<strong>2021</strong><br />

beim Lehrgang in Pfalzgrafenweiler.<br />

Dann konnten wir mit unserem ehrenamtlichen<br />

Rettungswagen (EA-RTW) die<br />

Übung der Notfallsanitäter-Azubis in Jungingen<br />

unterstützen, welche zusammen<br />

mit der Feuerwehr durchgeführt wurde.<br />

Ansonsten hatten wir einige Brandeinsätze<br />

und Dienstabende, wenn es erlaubt war.<br />

Im Dezember konnten wir endlich unseren<br />

Abrollbehälter abholen, sodass unser<br />

Wechsellader-Fahrzeug nun komplett ist.<br />

22<br />

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Retten<br />

Retten<br />

Ortsverein Ebingen<br />

Auch das Jahr <strong>2021</strong> stand beim Ortsverein<br />

Ebingen ganz im Zeichen der<br />

Corona-Pandemie. Anfang des Jahres<br />

<strong>2021</strong> startete der Ortsverein Ebingen in<br />

Kooperation mit den anderen Albstädter<br />

Ortsvereinen das Corona-Testzentrum<br />

in der Ebinger Festhalle. An 2 Tagen die<br />

Woche konnten sich Albstädter Bürgerinnen<br />

und Bürger kostenlos auf das<br />

Corona-Virus testen.<br />

Parallel starteten wir in Zusammenarbeit<br />

mit der Stadtverwaltung Albstadt das Angebot,<br />

Einwohner der Stadt, die älter als<br />

80 Jahre alt sind, ins Kreisimpfzentrum<br />

zu fahren und diese auf dem Weg der<br />

Corona-Schutzimpfung zu begleiten.<br />

Hier leisteten wir ehrenamtlich rund 170<br />

Fahrten für die Erst- und Zweitimpfung<br />

nach Meßstetten.<br />

Trotz eingeschränktem Übungsbetrieb<br />

und kameradschaftlichem Beisammensein<br />

ist die Mitgliederzahl im Ortsverein<br />

Ebingen erfreulicherweise gestiegen.<br />

Gegen Jahresende <strong>2021</strong> durften wir<br />

unseren neuen Logistikanhänger<br />

beschaffen, welcher uns bei vielfältigen<br />

Transporten unterstützt.<br />

Drohnengruppe<br />

Die neugegründeten Drohnengruppen der <strong>DRK</strong> Ortsvereine<br />

Bitz und Geislingen konnten nach fast einem<br />

Jahr Übungsphase zum Ende des Jahres in Status 2<br />

gesetzt werden. Beide Gruppen haben sich auf die<br />

Ausschreibung des <strong>DRK</strong>-Kreisverbandes gemeldet.<br />

Aus logistischen Gründen wurden die identischen<br />

Einsatzdrohnen inkl. Zubehör beschafft. So kann im<br />

Einsatzfall durch das gleiche Material unterstützt und<br />

auch ausgeholfen werden. Alle Mitglieder wurden in<br />

einer internen Schulung auf die Eigenschaften der<br />

Einsatzdrohne und dessen Zubehör geschult.<br />

Danach ging es für die Mitglieder in die<br />

Praxis, um das Gelernte schnellstmöglich<br />

bei Übungen und internen Fortbildungen<br />

anzuwenden.<br />

Ortsverein Geislingen<br />

Das <strong>DRK</strong> Geislingen blickt auf das einsatzreichste Jahr seit<br />

Bestehen des Ortsvereins zurück. Mit insgesamt 621 Einsätzen<br />

konnten die Einsatzkräfte des Geislinger Deutschen Roten<br />

Kreuzes das vergangene Jahr abschließen. Eine Rekord-Einsatzzahl<br />

für uns!<br />

Einer der dramatischen Einsätze wurde am Morgen des 28.<br />

Januar <strong>2021</strong> gemeldet. So wurden unsere Einsatzkräfte zu<br />

einem Gebäudebrand nach Binsdorf gerufen. Als die ersten<br />

Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, stand das Einfamilienhaus<br />

bereits im Vollbrand. Durch den Einsatz der Feuerwehren<br />

konnte das Gebäude schnell gelöscht werden, dennoch kam<br />

die schnelle Hilfe für die beiden Bewohner zu spät.<br />

Corona-Schnelltestzentrum Geislingen<br />

Im März konnten unsere Einsatzkräfte zusammen mit der Stadt<br />

Geislingen Corona-Schnelltests in der Geislinger Schlossparkhalle<br />

anbieten. Diese wurden immer mittwochs und samstags<br />

für die Bürger/-innen durchgeführt. So konnte man bis in den<br />

Juli hinein über 2.000 Tests durchführen.<br />

Fortbildungen<br />

Zu Jahresbeginn wurden beim <strong>DRK</strong> Geislingen<br />

die Dienstabende durch die Corona-Pandemie<br />

online weitergeführt. Zwischenzeitlich konnte der<br />

Übungsbetrieb ab März unter strengen Auflagen<br />

wieder in Präsenzveranstaltungen unterrichtet werden.<br />

So konnten im vergangenen Jahr dennoch 22<br />

Dienstabende, teils als Präsenzveranstaltung, teils<br />

als Onlinefortbildung abgehalten werden.<br />

Altkleidersammlungen / Blutspenden<br />

Im letzten Jahr konnten drei Blutspenden und zwei<br />

Altkleidersammlungen durchgeführt werden. Bei den<br />

Blutspenden konnten über 350 Spender/-innen gewonnen<br />

werden. Schön war es, dass im letzten Jahr<br />

über 50 Erstspender den Weg zur Blutspende gefunden<br />

haben.<br />

Zwei Altkleidersammlungen konnten fast wieder normal<br />

durchgeführt werden. So konnte ein starkes Sammelergebnis<br />

von über 13.000 kg in der Gesamtstadt<br />

Geislingen gesammelt werden.<br />

24<br />

25


Retten<br />

Geislingen impft<br />

Gemeinsam mit dem Praxisteam Dr. Bethke, der Feuerwehr<br />

Geislingen und der Stadt Geislingen konnten wir im November<br />

und Dezember bei zwei Gemeinschaftsaktionen insgesamt<br />

über 1.000 Impfungen durchführen. Durch vorherige Online-<br />

Anmeldungen konnte eine lange Warteschlange minimiert werden.<br />

Die Impfaktionen wurden ebenfalls in der Schlossparkhalle<br />

Geislingen durchgeführt, wo bereits im März die ersten<br />

Schnelltestaktionen für die Geislinger Bürger/-innen angeboten<br />

wurden. Beide Termine waren sehr schnell ausgebucht und<br />

konnten mit durchweg positiven Resonanzen beendet werden.<br />

Jugendrotkreuz<br />

Auch unsere Kleinsten hatten an der Pandemie zu knabbern.<br />

So entfielen viele Gruppenstunden wegen geltender Corona-<br />

Regelungen. Kurz vor den Sommerferien konnte in einer<br />

Gruppenstunde unser Rettungswagen mit dem gesamten<br />

Equipment durch die Gruppenleitung vorgestellt werden.<br />

Viele Fragen zum Fahrzeug und Zubehör konnten noch vor Ort<br />

erläutert und erklärt werden. Mit insgesamt 46 Jugendrotkreuzlern<br />

ist für starken Nachwuchs in Geislingen gesorgt.<br />

Krankentransport<br />

Im vergangenen Jahr konnten über 450 Patiententransporte<br />

im Bereich Krankentransport<br />

und Hintergrund-Rettungswagen durch<br />

die Geislinger Einsatzkräfte durchgeführt<br />

werden. So kamen unsere<br />

Mitglieder über den <strong>DRK</strong>-Flugdienst<br />

zu Abholungen von<br />

Patienten auf den Flughäfen<br />

Zürich und Stuttgart. Hier<br />

wurden die Patienten meist<br />

in umliegende Krankenhäuser<br />

direkt vom abgesperrten<br />

Flugfeld abtransportiert.<br />

„<br />

Bis dass der TÜV<br />

uns scheidet!“<br />

Ortsverein Haigerloch<br />

Nach 22 Jahren mussten wir uns<br />

Ende 2020 von unserem Gerätewagen<br />

verabschieden. Wir standen nun vor<br />

der Frage: Neuer Gerätewagen oder<br />

Anhänger? Die Entscheidung fiel<br />

schlussendlich auf einen Anhänger.<br />

Anfang <strong>2021</strong> konnten wir das gute<br />

Stück dann unser Eigen nennen. Den<br />

ersten Einsatz hatte er schon im Juli bei<br />

einer Impfaktion in Haigerloch. In den<br />

nächsten Wochen und Monaten wird er<br />

in Eigenregie nach unseren Bedürfnissen<br />

ausgebaut.<br />

Ende Februar <strong>2021</strong> kam von der Stadt Haigerloch<br />

die Anfrage, ob wir eine Teststation<br />

mit aufbauen und betreiben können.<br />

Kurze Zeit später wurde knapp die Hälfte<br />

der Bereitschaft in das Procedere eingewiesen.<br />

Mit zwei Terminen wöchentlich<br />

konnten wir knapp 1.300 Test durchführen.<br />

Retten<br />

Ortsverein Hechingen<br />

Der Ortsverein Hechingen schaut auf ein schönes Jahr zurück<br />

– trotz Pandemie.<br />

Der Ortverein wurde zu 22 alarmierten und 19 gefahrenen Einsätzen<br />

gerufen. Dazu kamen 33 Hausnotrufe, die wir durch<br />

unser hervorragendes Personal abdecken konnten.<br />

Veranstaltungen<br />

In diesem Jahr konnten wir trotz Pandemie zwei Sanitätswachdienste<br />

in Hechingen besetzen, nämlich beim Badespaß für<br />

Groß und Klein im Hallen-Freibad und beim Lichterglanz.<br />

In diesem Jahr absolvierten wir sechs Blutspenden, davon eine<br />

„sehr schrecklich-schaurige und lustige Halloween-Blutspende“.<br />

Die Pandemie hatte auch etwas Gutes an sich, denn wir<br />

konnten eine eigene Schnelltestaktion in der Turn- und Festhalle<br />

in Hechingen-Stetten organisieren und durchführen. Für<br />

die Organisation möchte sich der Ortsverein bei Nadine Pellizzari<br />

ganz herzlich bedanken. Ebenfalls geht ein Dank an Tobias<br />

Kopf, der stellvertretend die Organisation übernommen hat!<br />

Über den Sommer hinweg war es still in unserer Bereitschaft.<br />

Im Dezember ging es mit der Schnelltestaktion wieder weiter.<br />

Dann unter der Leitung von Tobias Kopf, hierfür ein großes<br />

Dankeschön für die Organisation und den Schriftverkehr!<br />

Dieses Mal sind wir eine tolle Kooperation mit „BeSave –<br />

Sicherheit und Service“ eingegangen. Hierfür auch ein Dankeschön<br />

für die tolle Zusammenarbeit.<br />

26<br />

27


Retten<br />

Retten<br />

Anschaffungen<br />

Im Jahr <strong>2021</strong> hat sich der Ortsverein einen neuen Gerätewagen<br />

für Sanitätswachdienste angeschafft. Dieser wurde mit dem<br />

Schriftzug des Ortsvereins und dem <strong>DRK</strong> foliert. Für diese<br />

hervorragende Leistung, die tolle Zusammenarbeit und die<br />

vielen Arbeitsstunden möchte der Ortsverein dem „City Promotion-Team“<br />

ein herzliches Dankeschön aussprechen! Der<br />

Innenausbau des Gerätewagens wurde von der Firma „Morale<br />

Karosserie und Lack“ mit viel Engagement und Liebe zum Detail<br />

übernommen. Dafür möchte sich der Ortsverein ebenfalls für<br />

die geleisteten Stunden und die sehr hochwertige Arbeit beim<br />

gesamten Team bedanken. Für den Gerätewagen wurden<br />

ebenfalls zwei Zelte angeschafft, um einen Behandlungsplatz<br />

für 25 Personen innerhalb einer Stunde (BHP 25) zu stellen.<br />

„<br />

Was lange währt wird<br />

endlich wahr – unser<br />

zweites Einsatzfahrzeug<br />

ist jetzt einsatzbereit!“<br />

Ausbildung<br />

Im vergangenen Jahr haben Helfer aus dem Ortsverein verschiedene<br />

Lehrgänge absolviert, um sich selbst weiterzubilden.<br />

„<br />

Feldköche: Tobias Kopf und Ronnie Frick, Sanitätsausbilder:<br />

Tobias Kopf, Digitalfunkausbilder: Tobias Kopf und Daniel<br />

Rausch, Erste Hilfe Outdoor-Ausbilder: Tobias Kopf sowie zwei<br />

Erste Hilfe-Ausbilder: Marcel und Tina van Dam<br />

Am Ende des Jahres haben bei uns sieben Helfer den Rettungshelferlehrgang<br />

angefangen und werden diesen Anfang<br />

Januar mit gutem Ergebnis absolviert haben.<br />

Herzlichen Glückwunsch<br />

zu den absolvierten Kursen<br />

und Prüfungen!“<br />

Ortsverein Laufen-Lautlingen<br />

Bisher besaß der <strong>DRK</strong>-Ortsverein Laufen-Lautlingen<br />

nur ein Einsatzfahrzeug,<br />

das in Laufen stationiert ist. Die Lautlinger<br />

Einsatzkräfte rückten mit ihren<br />

Privatfahrzeugen aus und konnten somit<br />

keine Sonderrechte in Anspruch nehmen.<br />

Deshalb trafen sie oft erst zeitgleich oder<br />

nach dem Rettungsdienst ein, weil bei<br />

starkem Verkehrsaufkommen wertvolle<br />

Zeit zulasten der Patienten verloren ging.<br />

Bereits im Frühsommer <strong>2021</strong> konnte,<br />

dank der Unterstützung sowohl durch<br />

zahlreiche Spender/-innen aus Lautlingen<br />

und Laufen als auch durch Firmen<br />

und die Stadt Albstadt, eine geländegängige<br />

Doppelkabine mit Allradantrieb<br />

und 10-Gang-Automatic (Aufwand rund<br />

34.000 Euro) angeschafft werden.<br />

Auf die sach- und fachgerechte Ausstattung<br />

dieses Fahrzeugs wurde besonderen<br />

Wert gelegt. Schließlich wird das<br />

neue Fahrzeug nicht nur bei Einsätzen<br />

in Lautlingen eingesetzt. Es dient auch<br />

als Zugfahrzeug für unseren Katastrophenschutzanhänger<br />

als Ergänzung zu<br />

unserem Mannschaftstransportwagen<br />

für Einsätze an den Albstädter Premiumwanderwegen<br />

(Traufgänge) und generell<br />

im unwegsamen Gelände. Auch für<br />

großvolumige und/oder Schwerlastmaterialtransporte<br />

ohne Anhänger muss es<br />

geeignet sein.<br />

Diese aufwändige Ausstattung konnte<br />

insbesondere durch eine erhebliche<br />

Förderung der Aktionsgruppe „Konversionsraum<br />

Alb“ mit Mitteln der<br />

Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung<br />

der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“<br />

des Bundes sowie des Landes<br />

Baden-Württemberg finanziert werden.<br />

Der „Konversionsraum Alb“ umfasst die<br />

Kommunen Albstadt, Meßstetten, Nusplingen<br />

und Obernheim. Im Bedarfsfall<br />

wird unser gut ausgestattetes zweites<br />

Fahrzeug selbstverständlich auch in diesem<br />

Gebiet und bei benachbarten <strong>DRK</strong>-<br />

Bereitschaften zum Einsatz kommen.<br />

28<br />

29


Retten<br />

Retten<br />

Ortsverein Meßstetten<br />

Das Jahr <strong>2021</strong> begann in Meßstetten mit<br />

dem Abschied unserer Einsatzfahrzeuge.<br />

Nach einem Unfall auf Einsatzfahrt mussten<br />

wir uns von unserem Helfer-vor-Ort-<br />

Auto verabschieden. Zum Glück wurden<br />

bei dem Unfall keine Personen verletzt.<br />

Nahezu zeitgleich ging unser treues<br />

„Bussle“ – der Mannschaftstransportwagen<br />

(MTW) – kaputt. Eine Reparatur<br />

der beiden Fahrzeuge war finanziell nicht<br />

mehr rentabel und so stand unser Ortsverein<br />

innerhalb von einem Monat ohne<br />

Einsatzfahrzeug da.<br />

Dank großzügiger Spenden und Rücklagen<br />

konnten wir das Helfer-vor-Ort-<br />

Auto innerhalb kürzester Zeit ersetzen.<br />

An dieser Stelle möchten wir uns noch<br />

einmal bei allen Gönnern und Spendern<br />

bedanken, die dieses möglich gemacht<br />

haben. Im Mai konnten wir dem Kreisverband<br />

einen Krankentransportwagen<br />

abkaufen.<br />

Nachdem der Krankentransportwagen<br />

in mühevoller Handarbeit „auf Vordermann“<br />

gebracht wurde, können wir jetzt<br />

mit dem Krankentransportwagen den<br />

Kreisverband unterstützen. Auch bei<br />

Helfer-vor-Ort-Einsätzen kommt er gelegentlich<br />

zum Einsatz.<br />

Seit März <strong>2021</strong> betreiben wir in Kooperationen<br />

ein Corona-Schnelltestzentrum,<br />

wo wir an bis zu sechs Tagen in der Woche<br />

zertifiziert tiefe Nasenabstriche und<br />

im Fall eines positiven Schnelltests auch<br />

den erforderlichen PCR-Test durchführen.<br />

<strong>2021</strong> konnten wir zwei Sanitätsdienste<br />

durchführen. Wir sicherten das Sportwochenende<br />

des TSV und das Ski-Springen<br />

sanitätsdienstlich ab. Weiterhin konnten<br />

wir Blutspenden und Altkleidersammlungen<br />

wie geplant durchführen und auch<br />

unsere „Schlachtplatte to go“ war <strong>2021</strong><br />

wieder ein großer Erfolg.<br />

Dank 2G+ und der niedrigen Inzidenz<br />

im Sommer konnten wir zwei Kameradschaftspflege-Abende<br />

stattfinden lassen.<br />

Wir wollen uns bei allen bedanken, die<br />

uns auch <strong>2021</strong> wieder mit ihrer Unterstützung<br />

durch ein weiteres schwieriges<br />

Jahr geholfen haben und hoffen, dass<br />

2022 wieder ein wenig mehr Normalität<br />

in unser Vereinsleben einkehrt.<br />

Ortsverein Obernheim-Oberdigisheim<br />

Durchführung von Corona-Schnelltests<br />

im Auftrag der Gemeinde<br />

Obernheim<br />

Wir haben im Februar und März für die<br />

Gemeinde Obernheim die Erzieher aus<br />

dem Kindergarten und die Lehrer der<br />

Grundschule getestet. Die Tests fanden<br />

zwei Mal wöchentlich ab 7.00 Uhr in<br />

unserem Dienstraum in Obernheim statt.<br />

Nach einiger Zeit kamen auch noch die<br />

Lehrer und Erzieher aus Oberdigisheim<br />

dazu.<br />

Betrieb Corona-Schnelltestzentrum in<br />

Meßstetten<br />

Ab April haben wir zusammen mit den<br />

Bereitschaften Meßstetten, Tieringen-<br />

Hausen und dem DLRG Meßstetten das<br />

Testzentrum betrieben. Das Angebot<br />

wurde bis Ende Juni <strong>2021</strong> aufrechterhalten.<br />

Danach war kein Bedarf mehr da.<br />

Blutspende mit Corona<br />

Am 23. März <strong>2021</strong> fand unser Blutspendetermin<br />

in Oberdigisheim statt. Wir<br />

trafen uns um 13.00 Uhr in der Festhalle<br />

zum Aufbau. In die Vespertüten kamen<br />

Wurstsalat und ein Weckle, Obst, Schokolade<br />

und ein Getränk. Wir hatten 80<br />

Plätze zu vergeben und waren im Vorfeld<br />

ausgebucht. Am Ende kamen dann 74<br />

Blutkonserven zusammen.<br />

Ein weiterer Termin fand am 14. September<br />

<strong>2021</strong> in Obernheim statt. Diesmal wurde<br />

die Vespertüte mit ein paar Würsten,<br />

Weckle, Obst, Schokolade und einem<br />

Getränk gefüllt. Von 107 Plätzen waren 80<br />

gebucht und es blieben 75 Blutkonserven.<br />

Kameradschaft<br />

Im Sommer durften wir uns endlich mal<br />

wieder treffen. Wir unternahmen eine<br />

Wanderung mit anschließendem Grillfest.<br />

Für den Zusammenhalt war das<br />

wichtig. Da wir uns längere Zeit nicht<br />

mehr gesehen hatten, gab es viel zu<br />

erzählen.<br />

Großbrände in Obernheim<br />

Am 11. Januar <strong>2021</strong> hat auf dem Weiler<br />

Tanneck ein Haus gebrannt. Es ging ca.<br />

17.00 Uhr los und dauerte bis weit in die<br />

Nacht. Am 27. Juli <strong>2021</strong> kam es dann zu<br />

einem Großbrand bei der Firma Gesa in<br />

Obernheim. Alarmierung war um 10.43<br />

Uhr. Es waren rund 150 Einsatzkräfte<br />

der Feuerwehr da. Bei beiden Bränden<br />

haben wir den ehrenamtlich besetzten<br />

Rettungswagen gestellt, welcher bei<br />

30<br />

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Retten<br />

Retten<br />

den Bereitschaften stationiert ist. Mit der<br />

Bereitschaft Ratshausen haben wir uns<br />

um die Verpflegung gekümmert. Für die<br />

Einsatzkräfte des <strong>DRK</strong> dauerte der Einsatz<br />

bis um 11.30 Uhr am nächsten Tag.<br />

Altkleidercontainer<br />

Wir leeren unsere Altkleidercontainer in<br />

Obernheim, Oberdigisheim, Unterdigisheim<br />

und Hossingen selbst und fahren<br />

die Kleider nach Schwäbisch Hall zum<br />

Verwerter. Dies ist mit viel Arbeit verbunden,<br />

vor allem da wir immer wieder Abfall<br />

aus den Containern entsorgen müssen.<br />

Helfertag in Bitz<br />

Dieser fand am 23. Oktober <strong>2021</strong> statt.<br />

Natürlich nahmen auch von unserer<br />

Bereitschaft mehrere Helfer und unsere<br />

Vorstände teil. Da am gleichen Tag in<br />

Oberdigisheim noch eine Feuerwehrübung<br />

stattfand, konnten drei unserer<br />

Helfer nur morgens Kurse besuchen,<br />

da wir sonst zu wenig Personal für die<br />

Übung gehabt hätten.<br />

Paketaktion an Weihnachten<br />

Unsere Bereitschaft verteilt jedes Jahr<br />

zu Weihnachten ein kleines Paket an die<br />

Senioren aus Obernheim und Oberdigisheim,<br />

die 80 Jahre und älter sind. Hauptsächlich<br />

geht es um die nette Geste und<br />

die Gespräche bei den Senioren. Durch<br />

Corona konnten wir die Tüten leider<br />

schon das zweite Jahr nur noch kontaktlos<br />

an den Haustüren abstellen. Aber da<br />

wir die Weihnachtskation schon viele<br />

Jahre durchführen, wollten wir die Aktion<br />

nicht ganz einstellen.<br />

Ortsverein Schömberg<br />

<strong>2021</strong> war für die Bereitschaft Schömberg<br />

vor allem geprägt von einer enormen<br />

Anzahl geleisteter Covid-19 Schnelltests.<br />

Getestet wurde in verschiedenen Einrichtungen<br />

mit besonders gefährdeten<br />

Personen, bei Edeka und gemeinsam<br />

mit der Stadtapotheke Schömberg im<br />

Oberen Schlichemtal.<br />

4<br />

Blutspendetermine<br />

wurden trotz aller widrigen<br />

Umstände durchgeführt<br />

Ortsverein Pfeffingen<br />

Das Jahr zwei in der Corona-Pandemie<br />

war für unseren kleinen Ortsverein weiter<br />

herausfordernd.<br />

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen<br />

konnten wir alle unsere Dienste<br />

erfüllen. So waren es die Blutspenden, die<br />

wir wieder drei Mal durchgeführt haben<br />

und auch die jährliche Kleidersammlung.<br />

Dies gehört eher zum Standard, wie auch<br />

die Dienstabende, in denen wir zweiwöchentlich<br />

unseren Ausbildungsstand<br />

sichern und weiter ausbauen konnten.<br />

Unterstützen konnten wir auch bei den<br />

vom <strong>DRK</strong> betriebenen Abstrichzentren<br />

Der Einsatz war für alle eingesetzten<br />

Helfer extrem anstrengend und zufür<br />

die Coronatests. Ende des Jahres<br />

hatten wir noch zwei eigenständige Corona-Impfaktionen<br />

in Pfeffingen und Margrethausen<br />

in Zusammenarbeit mit der<br />

Praxis Dres. Spengler, die sehr gut von<br />

der Bevölkerung angenommen wurden.<br />

Unsere Helfer-vor-Ort-Gruppe konnte<br />

127 Einsätze fahren und den betroffenen<br />

Menschen vor Ort bis zum Eintreffen des<br />

Rettungsdienstes helfen.<br />

Somit war das Jahr <strong>2021</strong> trotz der Pandemiezeiten<br />

und der damit verbundenen<br />

Herausforderungen ein gutes Jahr für<br />

unseren Ortsverein.<br />

Im Juli wurde unser ehrenamtlicher<br />

Rettungstransportwagen (EA-RTW) zum<br />

überregionalen Einsatz bei der Flutkatastrophe<br />

im Ahrtal alarmiert. Als Teil<br />

eines Kontingents von 100 Notfall-Krankentransportwagen<br />

(KTW-B) aus ganz<br />

Baden-Württemberg unter Führung des<br />

KV <strong>Zollernalb</strong> waren wir vom 15.07. bis<br />

18.07.<strong>2021</strong> mit mehreren Helfern im Einsatz.<br />

Im Zuge des Einsatzes haben wir den<br />

Regelrettungsdienst unterstützt, Krankenhäuser<br />

und Pflegeheime evakuiert.<br />

32<br />

33


Retten<br />

Retten<br />

tiefst beeindruckend. Das Ahrtal hat<br />

die Schömberger Helfer seither und bis<br />

heute nicht losgelassen. Zunächst wurde<br />

Frank Tantzky als Mitglied der Emergency<br />

Response Unit - Water Sanitation<br />

and Hygiene (ERU-WASH) zum Aufbau<br />

einer temporären Kläranlage ins Ahrtal<br />

alarmiert.<br />

Aufgrund des dringenden Personalbedarfs<br />

wurden nach und nach mehrere Helfer/<br />

-innen der Bereitschaft Schömberg in Einsatz<br />

zum Aufbau der Kläranlagen eingebunden.<br />

Zuerst im August in Mayschoß,<br />

dann im Dezember in Hönningen. Für die<br />

Verpflegung der Betroffenen und der Helfer<br />

im Ahrtal wurde eine Verpflegungsstelle<br />

10.000 eingerichtet. Hier waren im September<br />

ebenfalls Helfer der Bereitschaft<br />

Schömberg im Einsatz. Insgesamt wurden<br />

durch die Bereitschaft Schömberg im Ahrtal<br />

über 1.300 Einsatzstunden erbracht.<br />

Moritz Tantzky und Carola Hebeler<br />

konnten <strong>2021</strong> die Lehrscheine für Erste<br />

Hilfe-Ausbilder erlangen. Alle Helfer/-innen<br />

der Bereitschaft Schömberg haben<br />

die Grundausbildung zum Digitalfunk<br />

abgeschlossen. Am Helfertag in Bitz<br />

haben Heike Sauter, Moritz Tantzky und<br />

Frank Tantzky verschiedene Vortragsthemen<br />

übernommen. Im Dezember<br />

haben wir als Ersatz für den ausgefallenen<br />

Seniorennachmittag bereits zum<br />

zweiten Mal 650 kleine Pakete mit Bretle<br />

und einem netten Gruß persönlich verteilt.<br />

Ortsverein Tieringen-Hausen<br />

Helfer-vor-Ort-Einsätze<br />

Im Jahr <strong>2021</strong> wurden wir insgesamt<br />

65-mal von der Integrierten Leitstelle zu<br />

Helfer-vor-Ort-Einsätzen alarmiert.<br />

Weitere Aktionen: Blutspende, Sanitätsdienste<br />

beim Radrennen „Interstuhl<br />

Cup“ und Fußballturnier, Altkleidersammlungen<br />

Impfaktion<br />

Am 22.12.<strong>2021</strong> fand in Hausen a.T. in<br />

der Gemeindehalle eine Impfaktion statt.<br />

54 Impfwillige buchten ihre Termine, die<br />

vom Corona-Zentrum <strong>Zollernalb</strong> zusammen<br />

mit unserem Ortsverein angeboten<br />

wurden.<br />

Testzentrum<br />

Seit Dezember <strong>2021</strong> sind wir erneut im<br />

Kampf gegen Corona tätig. Gemeinsam<br />

mit den Ortsvereinen Meßstetten und<br />

Obernheim-Oberdigisheim führen wir<br />

fast täglich Corona-Schnelltests im katholischen<br />

Gemeindehaus in Meßstetten<br />

durch.<br />

Interstuhl spendet Fahrzeug für den<br />

Ortsverein<br />

Am 20.01.2022 übergaben uns Lenore<br />

und Joachim Link von der Firma Interstuhl<br />

das neue Helfer-vor-Ort-Fahrzeug,<br />

einen Skoda Octavia. Dieses Helfer-vor-<br />

Ort-Fahrzeug wird als Zusatzfahrzeug für<br />

unsere Ersthelfergruppe im Einsatz sein.<br />

Zur Übergabe bei der Firma Interstuhl<br />

fanden sich Stefanie Hofmann – Bereitschaftsleiterin<br />

und Helfer-vor-Ort-Leiterin,<br />

Siegfried Link – 1.Vorsitzender, Sven<br />

Neher – Bereitschaftsleiter und Helena<br />

Knecht – stv. Bereitschaftsleiterin ein.<br />

Das neue Fahrzeug wurde eingehend<br />

von den Anwesenden in Augenschein<br />

genommen. Der Innenraum wurde in<br />

kompletter Eigenleistung von Siegfried<br />

Link für die verschiedenen Gerätschaften<br />

ausgebaut. Defibrillator, Schaufeltrage,<br />

Helme, Absaugpumpe, Sanitätstasche<br />

etc. - alles hat seinen entsprechenden<br />

Platz, so dass es im Bedarfsfall schnell<br />

zur Hand ist. Das Holz für den Ausbau<br />

hat die Zimmerei Narr kostenlos zur<br />

Verfügung gestellt. Der Entwurf und die<br />

Beklebung - entsprechend dem <strong>DRK</strong><br />

Erscheinungsbild - stammt von Christian<br />

Butz, Skulldesign aus Unterdigisheim.<br />

Durch die Überlassung der zentralen<br />

Garage neben dem Pfarrhaus in Tieringen<br />

sind wir im Einsatzfall noch schneller<br />

verfügbar.<br />

34<br />

35


Retten<br />

Retten<br />

„<br />

Wir hoffen das Beste und<br />

freuen uns auf die neuen<br />

Herausforderungen, die uns<br />

das Jahr 2022 bringt.“<br />

Ortsverein Weilstetten-Frommern<br />

Das Jahr <strong>2021</strong> begann für uns im Lockdown.<br />

Es wurden nur Einsätze gefahren<br />

und einsatzrelevante Treffen in Kleingruppen<br />

abgehalten. Unsere Helfer<br />

waren bei mehreren Schnelltestaktionen<br />

bei örtlichen Firmen wie W&S und<br />

EDEKA im Einsatz. Auch unterstützten<br />

wir den <strong>DRK</strong> Kreisverband <strong>Zollernalb</strong><br />

e. V. bei der Schnelltestaktion auf dem<br />

Messegelände mit mehreren Helfern.<br />

Damit ältere Menschen leichter an einen<br />

Impftermin kommen, startete die Stadt<br />

Balingen im Februar die Aktion „Balingen<br />

hilft“. Hier konnten sich alle Balinger Bürger<br />

über 80 Jahren bei der Stadt melden.<br />

Diesen wurden dann ein Impftermin und<br />

gegebenenfalls ein Fahrservice ins Impfzentrum<br />

angeboten. Diese Aktion wurde<br />

durch die Stadt Balingen initiiert und<br />

durch uns federführend mit der Unterstützung<br />

durch viele andere Balinger<br />

Vereine durchgeführt. Insgesamt konnte<br />

so für über 400 Personen ein Impftermin<br />

ausgemacht werden.<br />

Ab März unterstützten unsere Helfer erst<br />

beim Testzentrum der Bären-Apotheke in<br />

Frommen und später dann in der Kreissporthalle<br />

in Balingen bei der CSA (Corona-Abstrich-Schwerpunktambulanz).<br />

Unsere Helfer unterstützten hier sowie in<br />

der Stadtmitte das komplette Jahr über<br />

und machen dies noch immer.<br />

Ab 16.03.<strong>2021</strong> wurde genau nach einem<br />

Jahr unsere Helfer-vor-Ort-Gruppe wieder<br />

freigeschaltet. Diese musste leider aufgrund<br />

Corona im März 2020 eingestellt<br />

werden. Nachdem nun aber alle Maßnahmen<br />

zum Schutz unserer Helfer getroffen<br />

wurden, konnte diese wieder starten. Die<br />

Helfer-vor-Ort-Gruppe wurde im restlichen<br />

Jahr zu über 120 Einsätzen alarmiert.<br />

Im August hielten wir unsere dritte Blutspende<br />

traditionell in Frommern ab.<br />

Zwei Tage später veranstalteten wir zusammen<br />

mit den Bereitschaften Ebingen<br />

und Harthausen und der Kreisbereitschaftsleitung<br />

eine Sonderblutspende<br />

in Frommern. Insgesamt konnten wir im<br />

Jahr <strong>2021</strong> fünf Blutspendetermine bei<br />

uns abhalten und es wurden mehr als<br />

700 Blutkonserven an den Blutspendedienst<br />

übergeben. Leider aber immer<br />

noch unter Pandemiebedingungen und<br />

somit ohne dem allseits beliebten Lunch<br />

zum Schluss.<br />

Unser Jugendrotkreuz startete im September<br />

nach 18 Monaten Pause neu<br />

durch. Gleich am ersten Dienstabend<br />

waren 13 Kinder mit dabei. Dies steigerte<br />

sich in kürzester Zeit auf fast 30 Kinder.<br />

Leider musste das Jugendrotkreuz im<br />

November wieder einmal pausieren. Wir<br />

hoffen, dass es im Frühjahr 2022 weitergehen<br />

kann.<br />

Die Flutkatastrophe im Juli in Rheinland-<br />

Pfalz und NRW hat auch uns sehr mitgenommen.<br />

Über das ganze Jahr hinweg<br />

waren immer wieder vereinzelt Kräfte<br />

von uns vor Ort, um den Flutopfern zu<br />

helfen.<br />

Zwischendurch gab es für uns aber auch<br />

wieder vermehrt Sanitätsdienste abzudecken.<br />

Sei es bei Firmenfeiern, Sportveranstaltungen<br />

oder Spendenläufen.<br />

Insgesamt kamen wir auf 52 Sanitätsdienste.<br />

Aber auch die Weiterbildungen kamen<br />

bei uns nicht zu kurz. So absolvierten<br />

zwei unserer Helfer die Sanitätsausbildung<br />

und eine Helferin bildete sich zur<br />

Rettungssanitäterin weiter. Desweiteren<br />

haben sich viele Helfer im Bereich Digitalfunk<br />

weitergebildet, da dieser hoffentlich<br />

im kommenden Jahr bei uns eingeführt<br />

wird.<br />

Auch im neuen Jahr wird uns die Arbeit<br />

nicht ausgehen. So sind weiterhin mehrere<br />

unserer Kameraden in Einrichtungen und<br />

Firmen im Einsatz, um Corona-Schnelltests<br />

vorzunehmen. Auch die Blutspende<br />

im Januar steht wieder an.<br />

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37


Helfen<br />

Helfen<br />

Hausnotruf<br />

Trotz der weiterhin anhaltenden Corona-<br />

Pandemie und den damit erschwerten<br />

Bedingungen konnte die Abteilung<br />

Hausnotruf im Jahr <strong>2021</strong> ein gutes Ergebnis<br />

erzielen.<br />

Der Arbeitskreis umfasst aktuell zehn<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in<br />

den Nachtstunden und am Wochenende/<br />

an Feiertagen zusammen mit den Bereitschaften<br />

die Hilfeleistungen und abgelaufenen<br />

Sicherheitsuhren bearbeiten.<br />

Zu diesem erfolgreichen Ergebnis führte<br />

sicherlich nicht zuletzt die hohe Einsatzbereitschaft<br />

des inzwischen sechsköpfigen<br />

Hausnotruf-Teams sowie einige Werbeaktionen,<br />

die verstärkt unternommen<br />

wurden. Neben einem viermonatigen<br />

Gratis-Testen des Hausnotrufes für<br />

Angehörige von Mitarbeiterinnen und<br />

Mitarbeiter, fand außerdem eine große<br />

Verteilaktion unserer Bro schüren an<br />

Apotheken, Arztpraxen, Pflegeheime<br />

usw. statt.<br />

Personelles<br />

Daniela Pflumm unterstützte die Abteilung<br />

bis Mitte des Jahres in der Technik<br />

sowie auch im Büro. Außerdem war<br />

Lara Veeser im Rahmen eines FSJ in der<br />

Abteilung tätig und übernahm neben<br />

den Dienstfahrten auch die Hilfeleistungen<br />

bei den Hausnotrufteilnehmer/<br />

-innen, bis sie im Sommer <strong>2021</strong> ihr FSJ<br />

beendete. Am 01.10.<strong>2021</strong> übernahm<br />

Tobias König diese Tätigkeiten und leistet<br />

seither einen wichtigen Beitrag für die<br />

Hilfeleistungen unserer Teilnehmer.<br />

Monica Flieg verließ zum 31.01.2022<br />

auf eigenen Wunsch den Kreisverband.<br />

Um in Sachen Technik und Neuerungen<br />

auf aktuellem Stand zu bleiben, fanden<br />

auch im letzten Jahr zahlreiche Online-<br />

Meetings und Schulungen statt. Außerdem<br />

gab es regelmäßig einen Austausch<br />

mit anderen Kreisverbänden und dem<br />

Landesverband.<br />

Im vergangenen Jahr feierten insgesamt<br />

sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer<br />

ihren 100. Geburtstag, zu denen wir<br />

teilweise persönlich mit einem Blumenstrauß<br />

gratulieren durften.<br />

Schulungen<br />

Die Hausnotrufmitarbeiter/-innen nahmen<br />

an zahlreichen Schulungen und Informationsveranstaltungen<br />

online teil. Ferner<br />

beschaffte der Kreisverband weitere Aufstehhilfen,<br />

die auf den Rettungswachen<br />

zukünftig vorgehalten werden, um den<br />

Mitarbeiter/-innen von Hauptamt und<br />

Arbeitskreis eine weitere Möglichkeit der<br />

Unterstützung bei den Hilfeleistungen zu<br />

geben.<br />

Neuerungen im Technikbereich<br />

Um Sicherheit auch von unterwegs anbieten<br />

zu können, werden wir Anfang<br />

2022 den Mobilruf der Firma EasierLife<br />

einführen. Dieser Mobilruf bietet bei<br />

Auslösung eines Notrufs sowohl eine<br />

Sprechverbindung zur Leitstelle wie<br />

auch eine GPS Ortung dank integrierter<br />

Sim-Karte im Mobilteil.<br />

Zu Hause kann der Mobilruf auch als<br />

Hausnotruf genutzt werden. Dazu steckt<br />

man das Mobilteil zum Laden in die<br />

Station und nutzt den Funksender zur<br />

Auslösung des Notrufs. Zur Inbetriebnahme<br />

des Mobilrufs wird lediglich eine<br />

Stromsteckdose benötigt.<br />

Für die Einführung des Mobilrufes mussten<br />

unsere allgemeinen Geschäftsbedingungen<br />

geändert werden. In Anlehnung<br />

an die AGBs des Landesverbandes<br />

wurden unsere AGBs überarbeitet und<br />

von einem Rechtsanwalt geprüft. Der<br />

Servicevertrag wurde in dem Zuge ebenfalls<br />

vom Landesverband übernommen.<br />

Mobilruf der Firma EasierLife<br />

HNR Teilnehmer <strong>2021</strong><br />

HNR Einsätze <strong>2021</strong><br />

Anneliese Bayer zum 100. Geburtstag<br />

Vorstellung von Aufstehhilfen im Forum<br />

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Helfen<br />

Helfen<br />

Menü-Service<br />

Bei unserem Menü-Service geht es nicht nur darum, Menschen<br />

zu ermöglichen, länger in ihrem gewohnten Umfeld zu leben.<br />

Es geht auch um die Zwischenmenschlichkeit und darum,<br />

den älteren Menschen ein Ansprechpartner zu sein. Viele der<br />

Kundinnen und Kunden wohnen abgeschieden und haben<br />

wenig Kontakt zu anderen Menschen. So sind unsere<br />

Mitarbeiter oft die einzige Kontaktperson. Mit etwas Aufmerksamkeit<br />

und einem warmen Mittagessen kommt eine kleine<br />

Unterbrechung in den eintönigen Alltag der Essensteilnehmer,<br />

welche oft schon am Fenster auf uns warten. Durch unsere<br />

große Auswahl an Essen können wir nahezu alle Essenswünsche<br />

und jede Diätform erfüllen.<br />

Unsere FSJler und ehrenamtlichen Fahrer waren täglich pünktlich<br />

und zuverlässig unterwegs, um die Essensteilnehmer in<br />

den Bereichen Balingen mit Teilorten, Geislingen, Bisingen mit<br />

Teilorten, Rangendingen, Grosselfingen und Hechingen mit<br />

Teilorten mit den bestellten Essen zu beliefern.<br />

Ein kleiner Einblick über die Tätigkeit bei unserem Menü-<br />

Service geben uns unsere 3 FSJler Justin Gritsch, Sandy Tress<br />

und Tamara Akinwunmi.<br />

„<br />

Im Jahr <strong>2021</strong> wurden fast<br />

29.000 warme Essen und<br />

4.900 tiefgefrorene Essen<br />

ausgeliefert!“<br />

<strong>DRK</strong>: Was sind Eure Aufgaben beim Menü-Service?<br />

FSJler: Morgens beginnt der Tag damit, dass wir die Öfen mit<br />

den bestellten Essen der Teilnehmer einräumen, welche später<br />

auf verschiedenen Heißtouren von uns und den ehrenamtlichen<br />

Mitarbeitern ausgefahren werden. Außerdem kümmern wir uns<br />

noch um die Hygiene und Reinigung der Küche und pflegen<br />

die Autos. An bestimmten Tagen liefern wir zwischendurch<br />

zusätzlich in den Bereichen Balingen, Schömberg, Schörzigen,<br />

Weilen u.d.R., Hausen a.T., Ratshausen, Dotternhausen, Haigerloch<br />

und Rosenfeld tiefgefrorene Menüs aus. Diese Kunden<br />

können ihre Essen selbst zu Hause im Backofen oder einem<br />

Mikrowellengerät zubereiten. Donnerstagnachmittags räumen<br />

wir die angelieferte Ware in die begehbaren Tiefkühlzellen ein.<br />

<strong>DRK</strong>: Wie empfindet Ihr den Kontakt zu unseren Kunden?<br />

FSJler: Die Kunden freuen sich, wenn wir ihnen das Essen<br />

bringen, nicht nur weil ihnen das Essen schmeckt, sondern<br />

auch, weil die kleinen Besuche ihnen Freude und Unterhaltung<br />

bereiten. Für uns ist es sehr schön zu sehen, wie dankbar<br />

die Kunden sind und dass wir ihnen ein Lächeln ins Gesicht<br />

zaubern können. Insgesamt finden wir, dass Essen auf<br />

Rädern eine super Möglichkeit für ältere Menschen ist und wir<br />

freuen uns jedes Mal, wenn wir unsere Kunden wiedersehen.<br />

Es macht uns glücklich, die Freude der Essensteilnehmer miterleben<br />

zu können.<br />

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Helfen<br />

Helfen<br />

Kleiderladen<br />

Der Kleiderladen Balingen blickt auf<br />

ein turbulentes Jahr <strong>2021</strong> zurück. Aufgrund<br />

der Corona-Pandemie galt es,<br />

viele Hürden zu meistern. Zu Beginn des<br />

Jahres musste der Kleiderladen komplett<br />

geschlossen bleiben. Umso größer war<br />

die Freude bei unserem Kleiderladen-<br />

Team, als die Türen wieder aufgingen<br />

und die Kunden in Empfang genommen<br />

werden konnten. Wir sind dankbar, dass<br />

auf unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter<br />

im Kleiderladen immer Verlass war. Seit<br />

vielen Jahren helfen diese fleißig und<br />

zuverlässig mit. Selbst unter den<br />

schwierigen Bedingungen und Herausforderungen<br />

durch Corona haben die Ehrenamtlichen<br />

immer tolles Engagement<br />

gezeigt und die Hürden super gemeistert.<br />

Ohne diese Hilfe wäre es nicht möglich,<br />

den Kleiderladen in diesem Umfang<br />

zu betreiben.<br />

Das täglich wechselnde Team von jeweils<br />

drei bis fünf Ehrenamtlichen nimmt die<br />

Kleiderspenden an, sortiert diese, bringt<br />

die Ware in den Verkauf und steht den<br />

Kunden beratend zur Seite. Immer mehr,<br />

vor allem ältere Menschen, möchten<br />

Kleider spenden, haben aber nicht die<br />

Möglichkeit, diese eigenständig in den<br />

Kleiderladen zu bringen. So hat in letzter<br />

Zeit die Abholung von Bekleidung bei<br />

den Spendern deutlich zugenommen.<br />

Wir sind der Meinung, dass alle Kleiderspenden<br />

für uns wichtig sind aus Gründen<br />

der Bedürftig- und Nachhaltigkeit.<br />

Herzlichen Dank an Chevon Eschler mit<br />

ihrem ehrenamtlichen Kleiderladen-Team<br />

und an unsere FSJler, die uns tätkräftig<br />

unterstützen.<br />

„<br />

Ein herzliches<br />

DANKESCHÖN an alle<br />

unsere Spender!“<br />

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Helfen<br />

Helfen<br />

Notfallnachsorgedienst (NND)<br />

Glücksmomente<br />

Die Integrierte Leitstelle <strong>Zollernalb</strong> alarmierte<br />

die ehrenamtlichen Helferinnen<br />

und Helfer des Notfallnachsorgedienstes<br />

im vergangenen Jahr insgesamt 76 Mal.<br />

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst<br />

oder andere BOS-Einheiten im <strong>Zollernalb</strong>kreis<br />

nahmen das Angebot des Notfallnachsorgedienstes<br />

in Anspruch. Auch<br />

kommen Aufträge von anderen Leitstellen.<br />

Der lokale Schwerpunkt der Betreuungsmaßnahmen<br />

lag in diesem Jahr im Bereich<br />

Balingen. Die grafische Darstellung<br />

zeigt die Anzahl der Einsätze innerhalb<br />

der Bereiche Albstadt, Balingen und<br />

Hechingen.<br />

Im Jahr <strong>2021</strong> lag der Schwerpunkt<br />

wieder bei der Unterstützung von Ange-<br />

hörigen nach plötzlichen Todesfällen<br />

oder Schicksalen im häuslichen Umfeld<br />

und leisteten so „Erste Hilfe an der Seele“<br />

bis zum Eintreffen von Angehörigen oder<br />

Bekannten. Regelmäßig wurden auch<br />

Beamte der Schutz- und Kriminalpolizei<br />

bei der Überbringung von Todesnachrichten<br />

begleitet und im Anschluss die<br />

Betreuung der Betroffenen übernommen.<br />

Zudem erfolgten im Jahr <strong>2021</strong> auch<br />

Nachbesprechungen mit Helfern aus<br />

verschiedenen Organisationen bzw.<br />

Privatpersonen, die im Hochwassergebiet<br />

in Rheinland-Pfalz tätig waren.<br />

Die Haupttätigkeiten des Notfallnachsorgedienstes<br />

sind Beistehen, Zuhören<br />

und Trösten. Das Grundverständnis der<br />

Mitglieder besteht darin, einfach für<br />

andere da zu sein. In Stunden, in denen<br />

Fassungslosigkeit, Kummer und Leid<br />

die Atmosphäre bestimmen, leisten die<br />

ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer<br />

diesen ergänzenden kostenlosen Service<br />

des <strong>DRK</strong> Kreisverbandes <strong>Zollernalb</strong><br />

e. V. für die Bürgerinnen und Bürger im<br />

<strong>Zollernalb</strong>kreis.<br />

Sehr oft übernehmen die Helferinnen<br />

und Helfer aber auch praktische Arbeiten,<br />

wie z. B. fahren sie noch in der Nacht<br />

Angehörige in Kliniken oder helfen<br />

Pflegedienste zu organisieren oder Angehörige<br />

kurzfristig in einem Pflegeheim<br />

unterzubringen.<br />

Derzeit sind weiterhin 30 ehrenamtliche<br />

Helferinnen und Helfer aktiv, wovon sich<br />

zwei in der Hospitationsphase befinden.<br />

Das Jahr startete für die Glücksmomente trotz der schwierigen<br />

Corona-Lage sehr gut. Das Backhaus Mahl hat wieder den Verkauf<br />

seines „Heuberger Brotes“ für die Glücksmomente aufgenommen<br />

und letztlich die stattliche Summe von 7.000 Euro an<br />

unser Projekt Glücksmomente gespendet. Auch wenn wir einige<br />

Absagen von angefragten Fahrten aufgrund der schwierigen<br />

Corona-Situation und/oder der gesundheitlichen Verfassung<br />

der Fahrgäste hatten, konnten wir u. a. zwei Hospizbewohnern<br />

wunderschöne Glücksmomente schenken. Ein letzter Wunsch<br />

war noch einmal auf den Pfänder zu gehen und Kässpätzle zu<br />

essen. Hier ein Auszug:<br />

„Als wir auf dem Pfänder ankamen und den Patienten ausgeladen<br />

und in seinen Rollstuhl umsetzt hatten, war der Patient<br />

wie umgewandelt und konnte es gar nicht glauben, wie wenig<br />

Leute auf dem Pfänder waren. Er war bis vor einem Jahr relativ<br />

häufig noch fußläufig dort und kannte die Gegend wie seine<br />

Westentasche. Er war überglücklich und saß am Aussichtspunkt<br />

und genoss den schönen Blick auf den Bodensee bei<br />

einem Kaiserwetter.<br />

Er war kaum mehr ansprechbar und wir ließen ihn diesen Augenblick<br />

in Ruhe genießen. Auch die Angehörigen genossen<br />

diesen Moment. Beim Mittagessen entstanden die wildesten<br />

Pläne, was an diesem Tag noch alles erlebt werden könnte. So<br />

machte der Patient den Vorschlag, er könne von Friedrichshafen<br />

mit dem Katamaran nach Konstanz fahren, was er sonst<br />

wohl öfters gemacht hatte, und wir könnten ihn in Konstanz<br />

wieder abholen. Dies war nur schwierig, da wir ja für den Notfall<br />

die ganzen Medikamente dabei hatten.<br />

Unser Vorschlag ging dann in eine andere Richtung: Wir schlugen<br />

vor, dass wir mit dem Glücksmomente-Fahrzeug später<br />

noch von Meersburg nach Konstanz auf die Fähre gehen, um<br />

noch etwas Seeluft zu schnuppern. Nach dieser Klärung wollte<br />

der Patient wieder so schnell wie möglich nach draußen, um<br />

wieder die Aussicht zu genießen.<br />

Für den Patienten, die Angehörigen und uns ein unvergesslicher<br />

Tag! Er fragte uns auch, ob er uns dauerhaft anstellen<br />

könne, was wir leider verneinen mussten.“<br />

Einsätze <strong>2021</strong><br />

Der NND ist direkt der Kreisbereitschaftsleitung<br />

zugeordnet. Im Einsatzfall<br />

sind die Mitglieder über die Leitstelle<br />

erreichbar. Die regelmäßigen Treffen, wie<br />

auch die interne Aus- und Fortbildung,<br />

leiten Heike Rau und Karin Augustin.<br />

Die Einsätze disponieren Annemarie Arnold<br />

(Bereich Hechingen), Bruno Lachmann<br />

(Balingen) und Heike Rau (Albstadt).<br />

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Helfen<br />

Helfen<br />

Wir mussten innerhalb zwei Tagen eine Glücksmomente-<br />

Fahrt um Wochen vorlegen, da der Gesundheitszustand sich<br />

so rasch verschlechterte. Die Fahrt ging auf die Blumeninsel<br />

Mainau. Der Fahrgast konnte nur noch liegend den Bodensee<br />

genießen. Nach der Fahrt erreichten uns von den Angehörigen<br />

diese Zeilen:<br />

„<br />

Meiner Frau, unserer Mama<br />

und Oma hat der Tag wunderbar<br />

gefallen. Wir sind so unendlich<br />

dankbar!“<br />

Ein weiterer Glücksmoment wurde einem Hospizpatienten<br />

durch eine Fahrt zur Schenkenberger Kapelle erfüllt.<br />

Es sind jedoch nicht immer die großen weiter entfernten<br />

Wünsche, die die Ehrenamtlichen der Glücksmomente erfüllen.<br />

Es sind auch oft kleine Wünsche mit wunderbaren Glücksmomenten,<br />

wie z. B. dass sich ein Fahrgast von seiner verstorbenen<br />

Frau noch verabschieden möchte, was nur mit den<br />

<strong>DRK</strong>-Glücksmomenten ermöglicht werden konnte. Die Vorstellung<br />

der Glücksmomente bei der Pflegeakademie <strong>Zollernalb</strong><br />

konnten wir auch nicht in Präsenz durchführen, jedoch über<br />

Online-Schaltung.<br />

Der <strong>DRK</strong>-KV <strong>Zollernalb</strong> e. V. hat mit dem <strong>DRK</strong>-KV Reutlingen<br />

e. V. eine Kooperation geschlossen. Hier wurden wir auch nach<br />

Reutlingen zu den Pflegetagen eingeladen und konnten die<br />

Glücksmomente präsentieren und vorstellen.<br />

Leider hatten wir jedoch auch in <strong>2021</strong> mit den Einschränkungen<br />

aufgrund der aktuellen, teils sehr angespannten Situation zu<br />

kämpfen. Treffen mit den Ehrenamtlichen konnten leider nicht<br />

stattfinden. Wir danken allen Ehrenamtlichen für ihr Ausharren<br />

und Verständnis für die schwierige Situation.<br />

Blutspendedienst<br />

Blutspendeaktionen<br />

Das Jahr <strong>2021</strong> war trotz Corona-Pandemie<br />

ein gutes Jahr für unsere Blutspendeaktionen<br />

bei uns im <strong>DRK</strong>-Kreisverband.<br />

Viele Menschen konnten wieder durch<br />

zahlreiche Spender und deren abgenommenen<br />

Blutspenden gerettet werden.<br />

Da das vergangene Jahr aber noch von<br />

der Pandemie geprägt wurde, konnte<br />

immer noch nicht mit den gewohnten<br />

Blutspendeaktionen fortgefahren werden.<br />

Weiterhin werden alle Termine zum<br />

Blutspenden mit Terminreservierung<br />

angeboten. Ebenso wird die Verpflegung<br />

als Lunch-Paket zum Mitnehmen<br />

von den Bereitschaften zubereitet und<br />

ausgegeben. Bei der Zubereitung der<br />

Lunchpakete kann hier der Kreativität<br />

freien Lauf gelassen werden.<br />

Da besonders in der Sommerurlaubszeit<br />

die Blutkonserven knapp sind, haben wir<br />

Anfang August <strong>2021</strong> in Frommern eine<br />

Sonderblutspendeaktion auf die Beine<br />

gestellt. Hierbei wurden speziell die<br />

Spender mit der Blutgruppe 0 negativ/<br />

positiv eingeladen, allerdings war trotzdem<br />

jeder Blutspender mit jeder Blutgruppe<br />

willkommen. So konnten wir<br />

dem <strong>DRK</strong>-Blutspendedienst über das<br />

„Sommerloch“ mit insgesamt 123 abgenommenen<br />

Blutspenden helfen. An<br />

dieser Stelle ein herzliches Dankeschön<br />

an die Bereitschaften, die hier mitgewirkt<br />

haben.<br />

Insgesamt wurden im Jahr <strong>2021</strong> bei uns<br />

im <strong>DRK</strong>-Kreisverband 79 Blutspendeaktionen<br />

durchgeführt, 9.398 Blutspenden<br />

wurden abgenommen. Darunter waren<br />

593 Erstspender.<br />

Ein herzliches Dankeschön an alle<br />

Bereitschaften, die auch wieder im Jahr<br />

<strong>2021</strong> die Blutspendeaktionen möglich<br />

gemacht haben.<br />

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Helfen<br />

Helfen<br />

Wohnen an der Martinskirche<br />

Patenschaftsprojekt / Integrationshilfe<br />

Unser Hausbüro<br />

Der <strong>DRK</strong> Kreisverband <strong>Zollernalb</strong> betreibt im Wohnen an der<br />

Martinskirche in Albstadt-Ebingen sein eigenes Hausbüro.<br />

In der Wohnanlage leben aktuell 43 Bewohner in 40 Wohneinheiten.<br />

Die Aufgaben der Koordinatorin sind die Organisation<br />

und Durchführung von regelmäßig wiederkehrenden Aktionen<br />

wie Kaffeenachmittage, Einkaufsfahrten, Ausflüge sowie Gymnastik,<br />

gemeinsames Mittagessen und vieles mehr. Über unser<br />

eigenes Hausbüro werden organisierte hauswirtschaftliche<br />

Leistungen angeboten. Die Koordinatorin ist darüber hinaus<br />

Ansprechpartnerin für alle alltäglichen Probleme und Fragen<br />

der Bewohner.<br />

Rückblick <strong>2021</strong><br />

Die Pandemie hatte auch auf unsere Angebote im Wohnen<br />

an der Martinskirche negative Auswirkungen. Wöchentliche<br />

Angebote wie Einkaufsfahrten mussten in Einkaufsdienste<br />

umgewandelt werden. Soziale Angebote und Aktivitäten fielen<br />

immer wieder den Corona-Regelungen zum Opfer. Wir nutzten<br />

allerdings jede Möglichkeit, die uns geboten wurde, um im<br />

Rahmen der Vorgaben Kontakte zu halten und gemeinsame<br />

Zeit zu ermöglichen.<br />

Besonders dankbar waren wir, dass wir das mobile Impfteam<br />

im Wohnen an der Martinskirche dreimal begrüßen durften und<br />

jedem Bewohner das Impfangebot anbieten konnten.<br />

Ausblick 2022<br />

Aufgrund des sehr guten Impfstatus der Bewohner und Mitarbeiter<br />

ist es uns wieder möglich, soziale Unternehmungen<br />

anzubieten. Wir hoffen, dass wir unsere Aktivitäten und Angebote<br />

wieder in ganzem Umfang anbieten können und hoffen,<br />

zukünftig wieder unbefangen und mit viel Freude gemeinsame<br />

Zeit zu verbringen.<br />

Das bieten wir an<br />

• Unterstützung und Begleitung<br />

von Ehrenamtlichen, die sich<br />

offen und respektvoll Menschen<br />

über einen gewissen Zeitraum<br />

widmen möchten<br />

• Fortbildungen und Austauschtreffen<br />

• Deutschunterricht für Frauen<br />

mit Kinderbetreuung<br />

In <strong>2021</strong> konnten wir mit Hilfe unserer<br />

Ehrenamtlichen geduldete Flüchtlinge<br />

und sozial benachteiligte Menschen<br />

durch 39 abgeschlossene Patenschaften<br />

unterstützen. Sie benötigen Hilfe und<br />

Unterstützung in jeglicher Form: seien es<br />

Amtsgänge, Wohnungssuche, Organisation<br />

von Umzügen, Suche von Kindergartenplätzen,<br />

Suche von Arbeits- und<br />

Ausbildungsplätzen, Praktikantenstellen<br />

und vieles mehr. Dies hat uns durch die<br />

Pandemie oft vor große Schwierigkeiten<br />

gestellt.<br />

Auch die Gewinnung von Ehrenamtlichen<br />

gestaltete sich weiterhin schwierig.<br />

Gerade bei Flüchtlingen, die einen<br />

Ausbildungsplatz suchen oder eine<br />

Ausbildung begonnen haben, ist die<br />

Unterstützung überaus notwendig.<br />

Vor allem sprachliche Probleme sind<br />

immer noch ein Thema in der beruflichen<br />

Ausbildung und führen ohne vielfache<br />

Hilfe oftmals zum Ausbildungsabbruch.<br />

Deshalb wünschen wir uns<br />

weitere Ehrenamtliche, die vor allem bei<br />

der Begleitung zur Arbeits-/Ausbildungsplatzsuche<br />

und während der Ausbildung<br />

die Flüchtlinge unterstützen. Ebenso ist<br />

es äußerst schwierig, Ehrenamtliche, die<br />

sich für sozial benachteiligte Personen<br />

einsetzen, zu gewinnen.<br />

Einige Patenschaften wurden „erfolgreich“<br />

abgeschlossen: Mehrere Flüchtlinge<br />

wurden durch unsere Ehrenamtlichen in<br />

Ausbildungsplätze und Jobs vermittelt.<br />

Ein gutes Beispiel ist Radwan Mostafa:<br />

Er wurde nach seiner Ankunft in Deutschland<br />

durch uns begleitet und unterstützt,<br />

war dann ehrenamtlich im DOMIZIEL<br />

tätig und übernahm eine Patenschaft für<br />

eine geflüchtete Familie. Heute arbeitet<br />

er bei der Post und ist sehr stolz auf seinen<br />

Werdegang.<br />

Auch die intensive Begleitung während<br />

der Ausbildungszeit brachte Erfolge,<br />

die zum Teil sogar mit hervorragenden<br />

Leistungen ausgepriesen wurden. Dies<br />

konnte durch unsere Unterstützung und<br />

Hilfe ermöglicht werden.<br />

In Zusammenarbeit mit der Integrationshilfe<br />

des <strong>DRK</strong> wurde weiterhin Deutschunterricht<br />

für Flüchtlingsfrauen, die durch<br />

die Kindererziehung keinen Integrationskurs<br />

besuchen können, angeboten. Auf<br />

Wunsch mit Kinderbetreuung. Unser<br />

„Kennenlern- und Austauschtreffen“<br />

wurde von Patinnen und Paten sehr<br />

gerne angenommen. Die regelmäßige<br />

Durchführung des Asylcafés in Zusammenarbeit<br />

mit den Kirchen in Albstadt ist<br />

weiterhin ein voller Erfolg.<br />

In 2022 wird das Patenschaftsprojekt<br />

weitergeführt. Hierzu bitten wir um<br />

Unterstützung aus der Bevölkerung<br />

durch viele Ehrenamtliche.<br />

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Helfen<br />

Helfen<br />

Sanitätswachdienst<br />

„<br />

Großbaustelle Groz-Beckert<br />

Der <strong>DRK</strong>-KV <strong>Zollernalb</strong> hat einen Vertrag<br />

mit der Firma Groz-Beckert über einen<br />

Sanitätswachdienst (San-Wachdienst)<br />

während der Bauphase einer Großbaustelle<br />

(Fertigungsanlage) abgeschlossen.<br />

Seit dem 01.06.<strong>2021</strong> wird ein San-Wachdienst<br />

vorgehalten.<br />

Für den Wachdienst wurden zwei Mitarbeiter/-innen<br />

eingestellt. Ein Arbeitskreis<br />

wurde gebildet, der sich aus Mitgliedern<br />

der Bereitschaften zusammenstellt, um<br />

Dienste zu übernehmen. Von Montag<br />

bis Freitag wird der San-Wachdienst von<br />

07:00 bis 18:00 Uhr abgestellt. Die ursprüngliche<br />

Planung, auch am Samstag<br />

den San-Wachdienst zu stellen, wurde<br />

schon sehr früh eingestellt.<br />

Das Einsatzgebiet bezieht sich ausschließlich<br />

auf die Großbaustelle. Alarmierungen<br />

in andere Bereiche/Gebäude<br />

dürfen nicht durchgeführt werden.<br />

Unsere Mitarbeiter sind vor Ort mit DME/<br />

Handy/2m Handsprechfunkgerät und<br />

Laptop ausgestattet.<br />

Als Unterkunft dienen mehrere Container<br />

(Küche, Aufenthaltsraum und San-Container).<br />

Ein herzliches Dankeschön<br />

an alle Ehrenamtlichen<br />

für ihre Unterstützung<br />

in diesen schweren<br />

Corona-Zeiten! “<br />

Alltagsbetreuung / Aktivierender Hausbesuch<br />

Schnelltestzentrum<br />

Auch in <strong>2021</strong> war die Pandemie eines der<br />

beherrschenden Themen beim <strong>DRK</strong>. Im frühen<br />

Frühjahr und auch im Herbst mit der Omikron-<br />

Variante hinterließ diese Pandemie deutliche<br />

Spuren. Fachbereichsleiter Alwin Koch wurde Ende<br />

November die Aufgabe erteilt, ein Schnelltestzentrum<br />

auf dem Balinger Messegelände (Volksbankmesse) aufzubauen.<br />

Bereits am 04.12.<strong>2021</strong> ging das Schnelltestzentrum<br />

als „drive through“ in Betrieb. Es wird vorrangig<br />

mit einem Arbeitskreis aus ca. 15 Personen betrieben.<br />

Das Testzentrum wurde dem Fachbereich 5 zugeteilt.<br />

Nadine Pellizzari wurde als Koordinatorin eingestellt.<br />

Die Abstriche werden durch die Seitenscheiben durchgeführt.<br />

Durch diese Methode wird der Kontakt zu der<br />

abzustreichenden Person auf ein Minimum reduziert.<br />

Leider konnten wir unsere Schulungsreihe<br />

auch <strong>2021</strong> nicht zum Abschluss<br />

bringen, da es immer wieder extreme<br />

Corona-Einschränkungen gab.<br />

Trotz aller Widrigkeiten konnten wir fünf<br />

neue Ehrenamtliche für unsere Alltagsbetreuung<br />

gewinnen. Die Schulungsreihe<br />

wird, sobald die Corona-Auflagen es<br />

zulassen, wieder im rollierenden System<br />

durchgeführt.<br />

Die Nachfrage nach Unterstützung bei<br />

den Seniorinnen und Senioren steigt<br />

stetig. Hierzu gehören Einkaufs- oder<br />

Arztfahrten, Spazierengehen, Gespräche<br />

mit den Seniorinnen und Senioren<br />

führen, um auch manchmal nur ein wenig<br />

Abwechslung in den Alltag zu bringen.<br />

All das sind wichtige Unterstützungsleistungen,<br />

vor allem, um Vereinsamung der<br />

betroffenen Seniorinnen und Senioren<br />

entgegenzuwirken.<br />

Viele von ihnen können an der<br />

Gesellschaft nicht mehr oder nur noch<br />

sporadisch teilnehmen und deshalb<br />

ist es umso wichtiger, hier für diesen<br />

Personenkreis „da zu sein“, im Alltag zu<br />

unterstützen und ein Leben im eigenen<br />

Zuhause zu ermöglichen.<br />

Deshalb suchen wir dringend weitere<br />

Ehrenamtliche, die uns in unserer wichtigen<br />

Aufgabe, „für die Seniorinnen und<br />

Senioren da zu sein“, unterstützen.<br />

Unser zweites Aufgabengebiet in diesem<br />

Bereich ist der Aktivierende Hausbesuch.<br />

Hier werden die Seniorinnen und<br />

Senioren in ihrem vertrauten Umfeld<br />

motiviert und mobilisiert, um noch lange<br />

in ihrer gewohnten Umgebung zu leben.<br />

Ausblick 2022<br />

Im März starten wir mit der Wiederaufnahme<br />

der Schulungsreihe. Somit wird<br />

das Angebot weiter ausgebaut und das<br />

<strong>DRK</strong> wird weiterhin Seniorinnen und<br />

Senioren im <strong>Zollernalb</strong>kreis unterstützen<br />

bzw. die Angehörigen entlasten. Der<br />

Aktivierende Hausbesuch soll weiter<br />

verstärkt angeboten werden, da eine<br />

Vielzahl der Teilnehmer unserer Gruppenangebote<br />

im Gesundheitsprogramm nicht<br />

mehr wahrnehmen können.<br />

Bei diesen Angeboten besteht die<br />

Möglichkeit der Kostenübernahme<br />

bzw. Abrechnung über die zusätzlichen<br />

Betreuungsleistungen gemäß § 45b SGB XI.<br />

50<br />

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Helfen<br />

Helfen<br />

Betreute Seniorenreisen<br />

Gesundheitsprogramm / Bewegung<br />

Das Jahr <strong>2021</strong> startete leider ohne das Angebot der Gymnastikund<br />

Tanzgruppen. Aufgrund der hohen Inzidenzen konnten wir<br />

erst im Juni mit unserem Gruppenangebot im Freien, welches<br />

durch das ATP-Programm (Alltags-Bewegungs-Programm) gut<br />

umzusetzen war, starten.<br />

Im Jahre <strong>2021</strong> konnten wir leider<br />

coronabedingt unser komplettes Reiseprogramm<br />

nicht durchführen.<br />

Erfreulicherweise konnten wir aber im<br />

November eine wunderschöne 4-tägige<br />

betreute Kulturreise an die schöne,<br />

herrliche italienische Blumenriviera<br />

durchführen. Unser Mut wurde belohnt<br />

und vom 10.11. bis 13.11.<strong>2021</strong> erlebten<br />

35 Reisegäste und Reisebegleiter die<br />

wunderschöne italienische Riviera<br />

mit ihren Oliven; ein herrliches Gebiet<br />

zwischen Frankreich und der Toskana.<br />

Auf dem Programm stand unter anderem<br />

der Besuch der Städte Nizza, Eze<br />

Village, Menton und San Remo sowie die<br />

Besichtigung einer Parfumfabrik.<br />

Alle Reisenden waren glücklich über die<br />

ihnen vergönnten Reisetage, ein wenig<br />

Normalität im Alltag in diesen schweren<br />

Zeiten.<br />

Wir danken unseren ehrenamtlichen Reisebegleitern<br />

und der Firma Müller Reisen<br />

für die Unterstützung und freuen uns auf<br />

eine schöne Reisezeit in 2022.<br />

Ausblick 2022<br />

Reisen des <strong>DRK</strong>-KV <strong>Zollernalb</strong> e. V. in<br />

Zusammenarbeit mit Müller Reisen<br />

Wir freuen uns sehr, dass für das Jahr<br />

2022 bereits unser gesamtes Reiseprogramm<br />

steht und sind zuversichtlich,<br />

dieses Jahr unsere Reisen auch durchführen<br />

zu können. Neben unseren Halbtages-<br />

und Tagesreisen sind wie bisher<br />

zwei 4-tägige Kulturreisen eingeplant.<br />

Im Frühjahr geht’s Richtung Harz und<br />

im Herbst an Mosel und Saar. Erstmals<br />

bieten wir zwei reine behindertengerechte<br />

Tagesreisen für Rollstuhlfahrer/-innen an.<br />

Diese sind - wie alle unsere Fahrten - von<br />

unseren ehrenamtlichen Reisebegleitern<br />

betreut. Wir freuen uns auf eine schöne<br />

Reisesaison 2022.<br />

Allerdings bemerkten wir sehr schnell, dass nicht alle Gymnastikgruppen<br />

wieder mit dabei waren. Viele Seniorinnen und<br />

Senioren waren stark verunsichert aufgrund der angespannten<br />

Corona-Lage, bei wenigen Übungsleiterinnen war auch eine<br />

gewisse Skepsis zu bemerken. Unter einem strengen Corona-<br />

Hygienekonzept wurden im Anschluss die meisten Gruppen<br />

in den Räumlichkeiten wieder aktiviert. Glücklicherweise<br />

konnten drei Übungsleiterinnen im Herbst ihre Ausbildung<br />

beginnen. Leider waren seit Mitte November wieder keine<br />

Gruppenangebote mehr möglich.<br />

Die Übungsleiterinnen konnten sich nach einigen Monaten<br />

am Zentralen Fortbildungstag in Bitz bei verschiedenen Workshops<br />

austauschen.<br />

„<br />

Ein herzliches Dankeschön an<br />

alle Übungsleiterinnen, dass sie<br />

uns auch in diesen schweren<br />

Corona-Zeiten unterstützend<br />

zur Seite gestanden haben! “<br />

52<br />

53


Helfen<br />

Helfen<br />

Kreissenioren<br />

Sozialleitung der Ortsvereine<br />

Auch das Jahr <strong>2021</strong> war wieder geprägt<br />

von der Corona-Pandemie.<br />

Dank den Impfungen und den zurückgehenden<br />

Infektionszahlen war es möglich,<br />

Zusammenkünfte mit kleineren Gruppen<br />

zu planen.<br />

Die Bereitschaften Schömberg, Weilstetten,<br />

Obernheim, Nusplingen und<br />

Tieringen trafen sich bei herrlichem<br />

Spätsommerwetter im Schiefererlebnispark<br />

in Dormettingen. Die Freude war<br />

groß, sich einmal wieder zu sehen, nach<br />

der langen Zeit.<br />

Mit einem Spaziergang um den See und<br />

zum Aussichtspunkt, bei Essen, Kaffee<br />

und Kuchen verbrachten wir einen<br />

schönen Nachmittag auf der Terrasse.<br />

Eine Woche später trafen sich die<br />

Bereitschaften Balingen, Rosenfeld und<br />

Hechingen zum selben Programm im<br />

Schiefererlebnispark. Auch dieser Nachmittag<br />

war sehr kurzweilig und unterhaltsam<br />

und wir konnten uns die ganze Zeit<br />

auf der Terrasse aufhalten.<br />

Marianne Schemeit und Margret Maute<br />

organisierten für die Bereitschaften<br />

Ebingen, Straßberg, Winterlingen, Onstmettingen,<br />

Pfeffingen, Tailfingen und<br />

Meßstetten im Oktober eine Zusammenkunft.<br />

Treffpunkt war das Albaquarium.<br />

In den Aquarien konnten wir Fische,<br />

Schlangen, Echsen und Schildkröten<br />

aller Kontinente bewundern. Sehr beeindruckend<br />

waren auch die tropischen<br />

Piranhas. Anschließend ging es zur Einkehr<br />

ins Ochsenhaus. Es gab auch die<br />

Möglichkeit zu einem Spaziergang auf<br />

der Hochfläche. Auch hier freuten sich<br />

alle über das Wiedersehen und man war<br />

sich einig, so bald wie möglich wieder<br />

zusammenzukommen.<br />

Für die Bereitschaften der Raumschaft<br />

Balingen gab es ein weiteres Treffen<br />

beim Käppele im Oberen Schlichemtal,<br />

das auf der Gemarkungsgrenze von<br />

Tieringen und Hausen a. T. errichtet wurde.<br />

Unser Kamerad Eugen Schick aus<br />

Tieringen war damals Initiator und Bauherr<br />

der Dank- und Friedenskapelle. Er<br />

erzählte uns, wie damals die Idee, ein<br />

54<br />

Käppele zu bauen, verwirklicht wurde,<br />

obwohl die Bewohner unterschiedlichen<br />

Konfessionen angehören. Nach der<br />

Besichtigung und der schönen Aussicht<br />

zum Lochenstein ging es zur Berghütte<br />

zum Mittagessen. Einige machten noch<br />

einen Spaziergang und genossen die<br />

schön verfärbte Herbstlandschaft.<br />

Für November war noch eine Besichtigung<br />

des Nähmaschinen-Museums bei<br />

der Firma Mey in Lautlingen geplant.<br />

Leider musste der Termin wegen den<br />

stark ansteigenden Infektionszahlen<br />

abgesagt werden. Marianne Schemeit<br />

und Margret Maute hatten alles schon<br />

bestens vorbereitet. Leider konnten<br />

nicht mehr Veranstaltungen stattfinden,<br />

aber die wenigen Treffen wurden von den<br />

<strong>DRK</strong>-Senioren dankbar und zahlreich<br />

angenommen.<br />

Ortsverein Rosenfeld<br />

<strong>2021</strong> besteht unser Team aus 5 Erwachsenen<br />

und 2 Jugendlichen.<br />

Die ehrenamtliche Tätigkeit umfasst<br />

<strong>2021</strong> nicht nur Seelsorge und Betreuung,<br />

sondern auch, bedingt durch die Pandemie,<br />

viele Fahrten zu den Impfzentren.<br />

Bereits im Juni hatten wir schon 19 Fahrten<br />

durchgeführt und durften Menschen<br />

zum „Pieks“ begleiten.<br />

Großartige Aktionen gab es auch<br />

in Kooperation mit den Landfrauen<br />

<strong>Zollernalb</strong>. Diese stricken begeistert<br />

Socken, Mützen und Schals für<br />

bedürftige Menschen.<br />

<strong>2021</strong> durften wir Frau Dagmar Gondoli<br />

aus Rosenfeld-Leidringen frisch<br />

in unserem Team begrüßen. Durch ihre<br />

289<br />

Arbeitsstunden<br />

Sozialarbeit <strong>2021</strong><br />

48<br />

Impftermine<br />

vereinbart<br />

56 Telefonate<br />

(Polizei, Jugendamt, sonstiges)<br />

geschätzte Tätigkeit in der verlässlichen<br />

Grundschule bringt sie die nötige Empathie<br />

und das Know-how im Umgang mit<br />

Menschen mit.<br />

<strong>2021</strong> erstellte Christoph Huber aus Heiligenzimmern<br />

neue Flyer für unser Team,<br />

sodass wir die Möglichkeit hatten, uns<br />

noch etwas bekannter zu machen und<br />

uns zu entwickeln.<br />

Wie jedes Jahr unterstützten wir auch<br />

unsere Kameraden und Kameradinnen<br />

der HvO. Sei es, bei der Hilfe an den Blutspendeterminen<br />

oder der Reinigung des<br />

Einsatzfahrzeuges, der Garage und des<br />

Depots. Helfen, wo Hilfe gebraucht wird,<br />

das ist unser Motto und da die Sozialarbeit<br />

unheimlich breit gefächert ist, können<br />

wir nahezu überall zum Einsatz kommen.<br />

28 Fahrten<br />

zu Impfzentren<br />

120<br />

37<br />

Stunden Schulungen/<br />

Seminare/Lehrgänge<br />

Stunden Seelsorge, Aktivierung,<br />

Spendenarbeit, Besuche und vieles mehr<br />

55<br />

S<br />

O<br />

Z<br />

I<br />

A<br />

L<br />

Sozialleiterin P. Schreiner & Dagmar Gondoli


Helfen<br />

Ortsverein Weilstetten-Frommern<br />

Im Jahre <strong>2021</strong> unterstützten wir, wie in den Jahren zuvor, in der<br />

Alltagsbegleitung von Seniorinnen und Senioren.<br />

Einkäufe, Rezepte holen, Spazierengehen, aber auch Arztfahrten<br />

und Besuchsdienst standen an. Aufgrund der Corona-<br />

Lage und den empfohlenen Corona-Impfungen versuchten wir,<br />

Seniorinnen und Senioren bei der Terminvergabe unter die Arme<br />

zu greifen. Dies war aufgrund der digitalen Anforderungen, wie<br />

z. B. Bestätigungen der Termine auf das Handy usw., dringend<br />

nötig, denn viele der Älteren besitzen kein Smartphone. Im<br />

Anschluss organisierten wir bis in den Mai hinein in<br />

Zusammenarbeit mit der Stadt Balingen unzählige Fahrten ins<br />

Impfzentrum nach Meßstetten. Bei MDK-Terminen und Pflegegraderhöhungen<br />

begleiteten wir bei Bedarf die Seniorinnen<br />

und Senioren. Bei der Hauptversammlung des Ortsvereins<br />

waren wir ebenso beteiligt.<br />

Wir unterstützten den Musikverein bei seiner Aktion „Gökeleverkauf“<br />

und verteilten diese an die Senioren. Die Freude war<br />

riesengroß. Im Oktober wurde unser größter Wunsch erfüllt.<br />

Wir erhielten über den Kreisverband einen Caddy, gesponsert<br />

10 Mitarbeiter im<br />

Besuchsdienst<br />

3<br />

Übungsleiter für<br />

Aktivierenden Hausbesuch<br />

4 Pflegeanträge und<br />

6 MDK-Gutachten<br />

2<br />

Hausnotrufe<br />

vermittelt<br />

4<br />

Widersprüche<br />

9 betreute<br />

Senioren<br />

Ehrenamtliche Stunden<br />

(pro Person min. 2 h/Woche)<br />

0 Mitglieder<br />

0 Senioren<br />

56<br />

über die Volksbank Hohenzollern-Balingen e. G. Wir freuen uns<br />

sehr darüber, können wir jetzt die Rollatoren mitnehmen und<br />

haben noch genügend Platz für die Einkäufe. An dieser Stelle<br />

ein herzliches Dankeschön an den Kreisverband und die Volksbank.<br />

Ein Wermutstropfen begleitet jedoch unsere Arbeit: Wir<br />

brauchen dringend weitere Helfer.<br />

Unser Wissen erweiterten und vertieften wir durch die<br />

Teilnahme an mehreren Vorträgen und Schulungen.<br />

Im Dezember konnten wir mittels Videoübertragung einer<br />

Seniorin den Wunsch ermöglichen, bei der Taufe von ihrem<br />

Urenkel virtuell dabei zu sein. Zum Jahresende wurden die<br />

Besuchsdienstmitarbeiter und unsere betreuten Senioren mit<br />

einem kleinen Geschenk überrascht. Unsere geplanten Treffen<br />

mussten leider wieder coronabedingt ausfallen; und somit<br />

konnten wir unser 15-jähriges Bestehen nicht feiern.<br />

An dieser Stelle möchte ich mich noch bei allen bedanken, die<br />

uns in irgendeiner Weise geholfen oder unterstützt haben. Über<br />

jede noch so kleine Hilfe sind wir dankbar.<br />

Dienstfahrten<br />

Nach der erfolgreichen Einführung einer Stelle<br />

„Dienstpostfahrer“ konnte auch nach dem<br />

Ausscheiden von Lara Vesser mit Tobias König diese<br />

Stelle wieder besetzt werden.<br />

Neben der Dienstpost leistet der FSJler auch Dienst<br />

in der Hausnotruf-Abteilung. Hier wird er tagsüber zu<br />

Hilfeleistungen oder auch zu abgelaufenen Sicherheitsuhren,<br />

wenn niemand erreichbar ist, alarmiert.<br />

Ferner können Besorgungen oder Werkstattfahrten,<br />

auch über die Rettungswachen hinweg, von der Verwaltung<br />

dem Dienstpostfahrer aufgetragen werden.<br />

Auch in anderen Bereichen wird der FSJler immer<br />

wieder kurzfristig eingesetzt und leistet so einen hilfreichen<br />

Beitrag und erleichtert manchem die Arbeit.<br />

Kreisausbildungsleitung (KAL)<br />

Fit im Ehrenamt<br />

Zu Jahresbeginn konnten wir nur mit den<br />

zur „Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit“<br />

wichtigen Fortbildungen starten. Ab<br />

Juli wurden alle angebotenen Lehrgänge<br />

wieder unter strengsten Corona-Hygieneregeln<br />

durchgeführt. Vom Rotkreuz-<br />

Einführungsseminar, Einsatzleitsoftware<br />

für SAN-Wachdienste, strukturierte<br />

Patientenversorgung bis hin zum Fresh-<br />

Up für Gruppen- und Zugführer war<br />

für jede Gruppierung etwas dabei.<br />

Insgesamt konnten wir 338 Einsatzkräfte<br />

aus- und fortbilden. Über den <strong>DRK</strong><br />

Lerncampus konnten selbstverständlich<br />

weitere Online-Fortbildungen, wie z. B.<br />

„Einweisung in den Datenschutz“ sowie<br />

andere interessante Themen aus allen<br />

Bereichen über Hygieneregeln im Einsatz,<br />

Händedesinfektion bis zu Trauma-<br />

Management, belegt werden.<br />

Herzlichen Dank an unsere Ehrenamtlichen<br />

für das Engagement und<br />

die Stunden, die sie in dieser sehr<br />

schwierigen Zeit für das Wohl unserer<br />

Mitbürgerinnen und Mitbürger und der<br />

weiteren Fortbildung für sich selber<br />

immer wieder aufbringen und einsetzen.<br />

Sanitätsdienstausbildung<br />

Nachdem im vergangenen Jahr keine<br />

Sanitätsdienstausbildung durchgeführt<br />

werden konnte, wurden im Frühjahr <strong>2021</strong><br />

neue Sanitäter ausgebildet. Hier wurde<br />

die Theorie in Online-Modulen und die<br />

Praxis in Präsenz durchgeführt. Andere<br />

Umstände erfordern neue Optionen und<br />

Möglichkeiten. Im Mai konnten 23 Teil-<br />

Frühjahr <strong>2021</strong><br />

Herbst <strong>2021</strong><br />

57<br />

Ausbilden und Fördern<br />

nehmer und im Dezember 18 Teilnehmer<br />

ihr Zertifikat nach der schriftlichen und<br />

praktischen Prüfung in Empfang nehmen.<br />

EKA-Praxistag<br />

Am 07. August <strong>2021</strong> wurde erstmalig<br />

im <strong>Zollernalb</strong>kreis der Praxistag für zukünftige<br />

Einsatzkräfte angeboten und<br />

konnte erfolgreich mit den vier Modulen<br />

„Betreuung“, „Einsatz“, „Technik und<br />

Sicherheit“ und „erweiterte Erste Hilfe“<br />

abgeschlossen werden. Es konnten 17<br />

Mitglieder mit Erfolg den EKA-Praxistag<br />

in Geislingen beenden. Trotz leichtem<br />

Nieselregen war es für die Ausbilder und<br />

Teams ein interessanter und spannender<br />

Tag. Alle Neumitglieder benötigen vor<br />

ihrem ersten aktiven Dienst die Einsatzkräfte-Grundausbildung.<br />

Diese beinhaltet<br />

verschiedene Bereiche, welche vor dem


Ausbilden und Fördern<br />

Ausbilden und Fördern<br />

Praxistag in Form von Online-Modulen<br />

absolviert werden. Mit dem Praxistag<br />

wird die Ausbildung abgeschlossen.<br />

Aus dem gesamten Kreisverband<br />

werden verschiedenste Fahrzeuge, wie<br />

z. B. Einsatzleitwagen, Gerätewagen,<br />

Krankenwagen, vorgestellt. Nach der<br />

Einsatzkräfte-Grundausbildung können<br />

unterschiedliche Fachdienstausbildungen<br />

angestrebt werden. Die Drohnengruppe<br />

<strong>Zollernalb</strong> rundete den Tag ab.<br />

Ein weiterer EKA-Praxistag wurde am<br />

09. Oktober <strong>2021</strong> in Harthausen bei<br />

Sonnenschein mit weiteren 17 neuen<br />

Einsatzkräften erfolgreich angeboten.<br />

Auch hier wurde der Tag mit Fotos der<br />

Drohnengruppe <strong>Zollernalb</strong> festgehalten.<br />

Zentraler Fortbildungstag<br />

Der Höhepunkt in <strong>2021</strong> war unser<br />

„Zentraler Fortbildungstag“ am 22. Oktober<br />

<strong>2021</strong> in Bitz. Die Einsatzkräfte<br />

des <strong>Zollernalb</strong>kreises konnten bei ihrer<br />

Anmeldung aus 42 Workshops in vier<br />

Unterrichtsblöcken die gewünschten<br />

Fortbildungsthemen wählen und erfolgreich<br />

teilnehmen. Über 230 Einsatzkräfte<br />

und Referenten konnten begrüßt<br />

werden. Der zentrale Fortbildungstag<br />

fand in Präsenz statt und war ein voller<br />

„<br />

Erfolg.<br />

Herzlichen Dank an<br />

den Ortsverein Bitz und<br />

seine Einsatzkräfte! “<br />

BOS-Sprechfunk<br />

Im Herbst starteten die ersten BOS-Sprechfunklehrgänge, da<br />

die Umstellung auf Digitalfunk in den kommenden Monaten<br />

umgesetzt wird.<br />

Weiter freuen wir uns über den im <strong>Zollernalb</strong>kreis durchgeführten<br />

Lehrgang zum Rettungshelfer in den Monaten November <strong>2021</strong><br />

bis Januar 2022. Dieser wurde in Online-Modulen sowie in<br />

Präsenz erfolgreich durchgeführt.<br />

Erste Hilfe – Ausbildungen im Ehrenamt<br />

Wir freuen uns über sieben neue EH-Ausbilder/-innen, die in<br />

ihren Gemeinden zukünftig der Bevölkerung Rotkreuzkurse,<br />

sei es für Ersthelfer im Betrieb wie auch Führerscheinerwerber,<br />

anbieten werden. Somit haben wir 52 aktive ehrenamtliche<br />

Ausbilder/-innen im <strong>Zollernalb</strong>kreis. Der Kreisverband freut<br />

sich ebenso über die Verstärkung von zwei neuen SAN-Ausbildern.<br />

Weiter haben wir das EH-Angebot ausgeweitet. Zwei<br />

Ausbilder bieten fachspezifisch EH-Forst an. Erfolgreich haben<br />

wir bei der Ausschreibung des Verbandes der Agrargewerblichen<br />

Wirtschaft e. V. teilgenommen und bieten zukünftig Erste<br />

Hilfe-Lehrgänge im Bereich „Forst“ für diesen an.<br />

Der <strong>DRK</strong>-KV <strong>Zollernalb</strong> e. V. ist weiterhin Kooperationspartner<br />

des Arbeitskreises „Gib-ACHT im Verkehr <strong>Zollernalb</strong>“ und aktiv<br />

bei den „Verkehrs-Sicherheitstagen“ für Senioren, die zuletzt<br />

im September in Straßberg stattfanden, mit dabei. Leider<br />

hatten wir aufgrund des Lockdowns zu Beginn des Jahres und<br />

der sehr strengen Auflagen durch die Berufsgenossenschaft,<br />

welche in einigen Ortsvereinen nicht umgesetzt werden<br />

konnten, weniger Teilnehmer in den Erste Hilfe-Lehrgängen.<br />

2.150<br />

Erste Hilfe-<br />

Lehrgänge<br />

Statistik<br />

Teilnehmer<br />

55<br />

Erste Hilfe<br />

am Kind<br />

16<br />

Erste Hilfe<br />

Forst<br />

Allen Referenten möchten wir ein herzliches Dankeschön sagen.<br />

Dank dem Engagement und der Bereitschaft, in der Freizeit ihr<br />

Wissen und Können den Einsatzkräften zu vermitteln. Wir sind<br />

stolz auf unsere über 2.000 Einsatzkräfte im <strong>Zollernalb</strong>kreis.<br />

58<br />

59


Ausbilden und Fördern<br />

Ausbilden und Fördern<br />

Aus- und Fortbildung Rettungsdienst<br />

Ausbildung Rotkreuzkurse<br />

Die Pandemie traf natürlich auch<br />

den Bereich Aus- und Fortbildung im<br />

Rettungsdienst.<br />

So konnten die geplanten Fortbildungen<br />

im Frühjahr leider nicht stattfinden und<br />

auch geplante Fortbildungen auf der<br />

DKR Landesschule mussten zum Teil<br />

gestrichen werden.<br />

Umso erfreulicher war es, dass in der<br />

kurzen Erholungspause der Pandemie<br />

die wichtigen Fortbildungen mit Rechtsanwältin<br />

Frau Melzer in Präsenz in<br />

Balingen stattfinden konnten. In<br />

mehreren Terminen ging Frau Melzer auf<br />

die Thematik „Recht im Rettungsdienst“<br />

ein und sensibilisierte so die Kolleginnen<br />

und Kollegen in diesem wichtigen<br />

Bereich. Im Ausbildungsplan 2020+<br />

wurden den Kolleginnen und Kollegen<br />

neben der 30-stündigen Pflichtfortbildung<br />

das erste Mal weitere Fortbildungen<br />

an der <strong>DRK</strong> Landesschule angeboten.<br />

Eine Steigerung des Angebots wurde nun<br />

<strong>2021</strong> erreicht, indem auch zertifizierte<br />

Lehrgänge für die Kolleginnen und Kollegen<br />

ermöglicht wurden. Sogenannte Buchstaben-Kurse<br />

können nun ebenfalls<br />

besucht werden und werden durch die<br />

Abteilung Aus- und Fortbildung organisiert<br />

und geplant.<br />

Dies ist ein deutliches Zeichen der Wertschätzung<br />

und Anerkennung für ihre täglich<br />

geleistete Arbeit am Patienten und<br />

für den <strong>DRK</strong> Kreisverband <strong>Zollernalb</strong> e. V.<br />

Vier Wochen vor Lehrgangsbeginn erhalten<br />

die Teilnehmer die Kursunterlagen,<br />

die dann im Vorfeld bearbeitet werden<br />

müssen. Die Kurse selbst finden dann an<br />

einem Wochenende statt.<br />

Auch auf die Bedürfnisse der Rettungssanitäter<br />

ging die Abteilung Aus- und<br />

Fortbildung Rettungsdienst ein. Da verstärkt<br />

der Wunsch von den Rettungssanitätern<br />

nach speziellen, auf ihre<br />

Bedürfnisse angepasste Fortbildungen<br />

aufkam, wurde reagiert und diese in die<br />

Jahresplanung aufgenommen.<br />

Corona, Corona, Corona…<br />

Dürfen Kurse stattfinden, welche aktuellen<br />

Regeln gelten, welche Verordnung<br />

greift gerade?<br />

1G, 2G, 2G+, 3G….Fragen über Fragen,<br />

Verordnungen über Verordnungen.<br />

Schulungen zu Schnelltests waren<br />

gefragt, das <strong>DRK</strong> bot Hilfe an, bei<br />

über 50 Schulungen mit mehr als 360<br />

Teilnehmern ließen sich diese in die<br />

korrekte Anwendung und Durchführung<br />

sogenannter Schnelltests durch fachkundige<br />

Ausbilder einweisen.<br />

Tausende Hygienepakete, bestehend<br />

aus FFP2- und Mund-Nasen-Schutz-<br />

masken sowie Einmal-Handschuhe und<br />

Kugelschreiber wurden an die Teilnehmer<br />

von Erste Hilfe-Kursen ausgegeben.<br />

Die Abstandsregeln wurden in den Lehrräumen<br />

umgesetzt, so konnten weniger<br />

Teilnehmer bei steigenden Kosten für<br />

Erste Hilfe-Kurse aufgenommen werden.<br />

Viele Teilnehmer und auch Firmen waren<br />

verunsichert und stornierten die Teilnahme<br />

– auch ganze Tagesskurse. Es war<br />

ein planerischer Seiltanz.<br />

Trotzdem konnten über 3.000 Kursteilnehmer<br />

in die Erste Hilfe eingewiesen<br />

werden.<br />

Entwicklung Gesamt-Teilnehmerzahlen 2016 – <strong>2021</strong> im Erste Hilfe-Programm.<br />

Abteilung Ausbildung Kreisverband und <strong>DRK</strong>-Ortsvereine.<br />

Jahr<br />

Gesamt<br />

(Lehrgänge/Teilnehmer)<br />

Kreisverband<br />

(Lehrgänge/Teilnehmer)<br />

Ortsvereine<br />

(Lehrgänge/Teilnehmer)<br />

Rechtsanwältin Frau Melzer:<br />

„Verletzung von Privatgeheimnissen“<br />

Kolleginnen und Kollegen beim ERC-Lehrgang<br />

Was sind ERC-Kurse?<br />

Die Versorgung kritisch kranker Erwachsener und Kinder stellt das Behandlungsteam<br />

vor große Herausforderungen. Die Kurse des ERC (European<br />

Resuscitation Council) ermöglichen ein alltagsnahes Training im interprofessionellen<br />

und interdisziplinären Team. Das Institut für Rettungs- und Notfallmedizin<br />

bietet diese in Kooperation mit der GRC-Akademie an.<br />

2016 470 / 5.753 293 / 3.671 177 / 2.082<br />

2017 513 / 6.766 337 / 4.575 176 / 2.191<br />

2018 519 / 6.608 358 / 4.519 161 / 2.089<br />

2019 557 / 7.196 414 / 5.164 143 / 2.032<br />

2020 383 / 3.708 233 / 2.036 150 / 1.672<br />

<strong>2021</strong> 605 / 6.085 405 / 3.864 200 / 2.221<br />

60<br />

61


Ausbilden und Fördern<br />

Medizinprodukte-Gesetz (MPG)<br />

Im Jahr <strong>2021</strong> wurde einiges bewegt.<br />

Im März wurde das Team um Matthias<br />

Kohler erweitert.<br />

Der hauptamtliche Notfallsanitäter (NFS)<br />

der Wache Balingen absolvierte gleich<br />

im April zusammen mit Alwin Koch den<br />

dazugehörigen Lehrgang und ist nun Stv.<br />

MPG Beauftragter.<br />

Matthias Kohler als Stv. MPG Beauftragter.<br />

Fachbereichsleiter Alwin Koch überreicht<br />

ihm die Urkunde.<br />

Übergabe der Sonografie-Geräte durch<br />

Kreisbrandmeister Stefan Hermann an den<br />

ärztlichen Verantwortlichen Dr. Peter Baur.<br />

Im April wurden die mobilen Sonografie-<br />

Geräte, die sich auf dem Notfall-Einsatzfahrzeug<br />

(NEF) befinden, übergeben.<br />

Zur gleichen Zeit begann die Planung<br />

der EPI Shuttle Task Force. Nach langer<br />

und schwieriger Planung konnte das<br />

Pilotprojekt ausgeschrieben und mit<br />

gutem Personal besetzt werden. Aufgrund<br />

der Pandemie sind die Übungsdienste<br />

dieser Gruppe leider eingestellt.<br />

Im Mai wurden die EKGs von der Firma<br />

Stryker geprüft und gewartet (STK = Sicherheitstechnische<br />

Kontrolle).<br />

Ein weiteres Großprojekt war die<br />

Beschaffung von elektrischen Fahrtragen.<br />

Hierzu wurde eine Vorführveranstaltung<br />

durchgeführt. Namenhafte Hersteller wie<br />

Stryker, Stollenwerk, Kartsana und Ferno<br />

waren am gleichen Tag in Balingen zu<br />

Gast und führten ihre Produkte vor. Alle<br />

Beteiligten vom KV hatten sofort ihren<br />

Favoriten. Die Stryker Power Pro. Im<br />

Vorstellung einer hydraulischen Fahrtrage<br />

selben Jahr wurde mit der Umrüstung<br />

begonnen. Dieses Gerät erleichtert jetzt<br />

den Alltag in der Notfallrettung enorm.<br />

Weitere Projekte im Sommer waren die<br />

MPG Fresh-Up Veranstaltungen für den<br />

Arbeitskreis Rettungsdienst. Hier stellte<br />

Matthias Kohler alle Geräte den ehrenamtlichen<br />

Rettungssanitätern vor und<br />

machte einige Fallbeispiele. Die vier Veranstaltungen<br />

waren ein voller Erfolg. Eine<br />

weitere MPG Veranstaltung gab es für<br />

die Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle,<br />

welche die Notfallsanitäter-Ergänzungsprüfung<br />

machten oder hin und wieder<br />

Dienste in der Notfallrettung besetzten.<br />

Es wurde auch ein Fortbildungstag für<br />

unsere hauptamtlichen Rettungssanitäter<br />

gestaltet. Hier kooperierten M. Kohler<br />

und S. Rager zusammen. Erst wurden<br />

die Geräte neu unterwiesen und dann<br />

führten die beiden einen Workshop zum<br />

Thema Reanimation durch.<br />

Nach dem Sommerurlaub wurden die<br />

Corpuls CPR der STK unterzogen, wie<br />

auch die Druckminderer der Firma Weinmann.<br />

Es wurden alle Druckminderer<br />

von Haupt- und Ehrenamt geprüft. Seit<br />

September wurde auch alle vier Wochen<br />

ein sogenannter „On-Boarding-Day“ für<br />

neue FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) und<br />

RS (Rettungssanitäter) durchgeführt.<br />

Hier machte M. Kohler immer die MPG-<br />

Einweisung für die neuen Mitarbeiter.<br />

Im Herbst waren zwei mehrtägige Prüfaktionen auf der Agenda.<br />

Zum einen wurden alle Fahrzeuge des Rettungsdienstes<br />

von Seewald & Seewald geprüft. Es wurden die Tragen und<br />

Tragestühle sowie die Elektronik überprüft und gerichtet. Im<br />

Anschluss wurden die Lüftungen noch desinfiziert. Hier wurden<br />

auch die Ortsvereine eingeladen.<br />

Die nächste Prüfung war mit der Firma Hissin. Hier wurde die<br />

STK an Beatmungsgeräten und Perfusoren gemacht. Außerdem<br />

war das MPG Team auch am Helfertag aktiv. Es wurde<br />

Auszubildende<br />

Übersicht über die derzeitigen Auszubildenden als Notfallsanitäter<br />

3. Lehrjahr (N2018–04):<br />

2 Auszubildende: Fabrice Klemm,<br />

Carolin Lohner<br />

3. Lehrjahr (N2018–10):<br />

4 Auszubildende: Sonja Bock,<br />

Kathrin Kessler, Theresa Klewer<br />

und Dominik Müller<br />

Alle Auszubildenden absolvierten <strong>2021</strong><br />

erfolgreich ihre Ausbildung zum/zur Notfallsanitäter/-in<br />

und konnten im Anschluss<br />

ihren Dienst auf unseren Rettungswachen<br />

antreten. Erstmalig beendete ein Frühjahrsjahrgang<br />

die Ausbildung.<br />

2./3. Lehrjahr (2019-04):<br />

4 Auszubildende: Anil Atalaya,<br />

Nathalie Pfitzenmaier, Niklas Gleich<br />

und Marius Conzelmann<br />

2./3. Lehrjahr (2019-10):<br />

5 Auszubildende: Hannah Neher,<br />

Ardenis Prebreza , Lisa-Maria Simson,<br />

Moritz Tantzky und Julian Greß<br />

2./3. Lehrjahr (Azubi Bundeswehr):<br />

1 Auszubildende: Jessica Merz<br />

1./2. Lehrjahr (2020-04):<br />

5 Auszubildende: Nadine Oefele,<br />

Natalie Piwowarczyk, Aline Sauer,<br />

Jens Schetter und Karin Schuch<br />

1./2. Lehrjahr (2020-10):<br />

4 Auszubildende: Raphael Donkel,<br />

Julian Gieß, Markus Richard und<br />

Ana-Maria Zovkic<br />

1. Lehrjahr (<strong>2021</strong>-04):<br />

5 Auszubildende: Sebastian Bregulla,<br />

Vanessa Frühwirt, Corinna Kratschmann,<br />

Franziska Hellwig und Tobias Stocker<br />

1. Lehrjahr (<strong>2021</strong>-10):<br />

5 Auszubildende: Remko Ehrgott,<br />

Andreas Erler, Andy Dausch,<br />

Antonia Hartmann und Jessica Ahrens<br />

Ausbilden und Fördern<br />

ebenfalls ein Geräte-Fresh-Up angeboten wie auch ein Workshop<br />

zum Thema Schwerlast Rettungswagen (RTW).<br />

In der darauffolgenden Woche war die Einführung der neuen<br />

Stryker Tragen. Diese organisierte Wolfgang Dieter und Herr<br />

Lukic von der Firma Stryker, um alle hauptamtlichen Mitarbeiter<br />

einzuweisen. W. Dieter war auch maßgeblich für die Beschaffung<br />

der Combi Carrier verantwortlich, welche zur gleichen<br />

Zeit auf die Rettungstransportwagen (RTWs) gekommen<br />

sind.<br />

Nach bestandenem Examen die Teilnehmer/<br />

-innen des Lehrjahres 2018-04<br />

Nach bestandenem Examen die Teilnehmer/<br />

-innen des Lehrjahres 2018-10 mit dem Leiter<br />

Aus- und Fortbildung Wolfgang Dieter<br />

62<br />

63


Ausbilden und Fördern<br />

Ausbilden und Fördern<br />

Im Jahr <strong>2021</strong> sind 36 Notfallsanitäter-Auszubildende beim<br />

<strong>DRK</strong> angestellt und sechs davon absolvierten <strong>2021</strong> erfolgreich<br />

ihre Ausbildung.<br />

Die Auszubildenden werden betreut durch den Leiter Aus- und<br />

Fortbildung Rettungsdienst Wolfgang Dieter, seinem Stellvertreter<br />

Steffen Rager sowie den Praxisanleitern Anne-Sophie<br />

Franke, Frank Kleinmann, André Gauss, Sascha Seebacher,<br />

Jens Stingel und Sebastian Stroh. In der Integrierten Leitstelle<br />

ist unser Praxisanleiter Andreas Horn für die Auszubildenden<br />

zuständig.<br />

Auch dieses Jahr prägte uns die Pandemie weiterhin. Die Auszubildenden<br />

wurden teilweise noch von der Landesschule im<br />

Home-Schooling unterrichtet. Dennoch konnten die Klinikeinsätze<br />

wie geplant stattfinden.<br />

Die Einführungswochen im April und Oktober der neuen Auszubildenden,<br />

das jährliche Teamtraining im Hochseilgarten mit<br />

Coach Udo Bartsch und die geplanten Praxistage konnten<br />

unter Einhaltung der aktuellen Corona-Maßnahmen trotzdem<br />

stattfinden.<br />

Es fand u. a. am 23.03.<strong>2021</strong> ein Schockraumtraining in der<br />

ZNA in der Kreisklinik Albstadt statt.<br />

Unser geplanter Azubi Day im April musste leider wieder<br />

abgesagt werden. Im Oktober konnten wir wieder unsere Willkommensübung<br />

für die neuen Auszubildenden durchführen.<br />

Die neuen Azubis der Jahrgänge <strong>2021</strong>-04 und <strong>2021</strong>-10<br />

konnten hierbei als Mimen bei einem Großschadensszenario<br />

teilnehmen. Hier konnten zahlreiche Zuschauer einen Einblick<br />

in unsere Arbeit bekommen.<br />

Familienprogramme<br />

Lehrjahr <strong>2021</strong>-04 Lehrjahr <strong>2021</strong>-10<br />

Schieferpark in Dormettingen –<br />

Übung mit den Notfallsanitäter-Azubis<br />

Alle Notfallsanitäter-Azubis des <strong>DRK</strong> KV <strong>Zollernalb</strong><br />

Schockraumtraining mit Azubis<br />

des <strong>DRK</strong> KV <strong>Zollernalb</strong><br />

Damit Kinder gut aufwachsen, brauchen<br />

sie Liebe und Geborgenheit. Sie<br />

brauchen einen Ort, an dem sie lernen,<br />

spielen, ausprobieren, heranwachsen<br />

und Kind sein können. Diesen Rahmen<br />

bieten die Familien ihrem Kind.<br />

Elternschaft bringt aber auch jede Menge<br />

Herausforderungen mit sich. Deshalb<br />

bieten wir seit Jahren mit unseren Kursen<br />

einen Rahmen, in dem sich Eltern kennenlernen<br />

und austauschen und Kinder<br />

ein erstes Miteinander erleben können.<br />

In circa drei Monaten haben über 30<br />

Familien im Jahr <strong>2021</strong> Kurse in den<br />

Familienprogrammen besucht. Sie konnten<br />

erste Kontakte knüpfen und eine<br />

intensive Zeit mit ihrem Kind genießen.<br />

Die Nachfrage von Seiten der Familien<br />

war das ganze Jahr über sehr groß.<br />

Aufgrund der Pandemie durften jedoch<br />

viele Monate keine Angebote in Präsenz<br />

stattfinden. Um die Zeit zu überbrücken,<br />

wurden kleine Anregungen wie Fingerspiele<br />

usw. an die Familien versendet.<br />

Während der Pandemie legten Sabine<br />

Stäudle-Hirschler und Antje Stein ihre<br />

langjährige Tätigkeit als Kursleiterinnen<br />

in den Familienprogrammen nieder.<br />

Dr. Karolina Matheis und Michaela<br />

Oesterle haben Ende des Jahres mit<br />

der Ausbildung zur Kursleiterin in den<br />

Familienprogrammen begonnen und<br />

hoffen gemeinsam mit den Familien auf<br />

„<br />

eine baldige Wiederaufnahme des Kursangebotes.<br />

Wir danken ihnen an<br />

dieser Stelle für ihren<br />

liebevollen und engagierten<br />

Einsatz für und<br />

mit den Familien!“<br />

64<br />

65


Ausbilden und Fördern<br />

Ausbilden und Fördern<br />

Jugendrotkreuz<br />

Schularbeit<br />

Bereits zum Jahresanfang war klar, dass<br />

ein Jahresprogramm im Jugendrotkreuz<br />

nicht wie gewohnt stattfinden kann. Und<br />

so hat die Kreisjugendleitung auch angesichts<br />

der äußeren, zu diesem Schritt<br />

zwingenden Umstände zu digitalen Veranstaltungen<br />

eingeladen.<br />

Somit fanden auch die JRK Wettbewerbe<br />

in einem neuen Format statt. Erstmals<br />

gab es eine mehrwöchige Wettbewerbsphase<br />

anstelle eines Tages. Die Jugendrotkreuzler<br />

traten als altersgemischte<br />

Gruppen an, um die Aufgaben entweder<br />

digital oder als Kleingruppe in Präsenz<br />

zu lösen. Im Aufgabenbereich Soziales<br />

durften die Kinder kulinarisch nach<br />

Portugal reisen. Die Teilnehmer mussten<br />

sich gemeinsam ein Drei-Gänge-<br />

Menü aus portugiesischen Spezialitäten<br />

überlegen. Dann wurde in den Familien<br />

kräftig gekocht und geschlemmt und die<br />

„<br />

Danke für ein<br />

besonderes, aber auch<br />

schönes Jahr <strong>2021</strong>!“<br />

Ergebnisse wurden fotografisch in einer<br />

Kollage festgehalten. Als Ergebnis des<br />

Wettbewerbs bekam die Jury beeindruckende<br />

Filme, emotionale Botschaften<br />

und ganze Kochbücher für die portugiesische<br />

Küche eingesendet.<br />

Die Notfalldarstellung für Kids konnte<br />

in Präsenz angeboten werden. An zwei<br />

Samstagen lernten Kinder zwischen<br />

6 und 13 Jahren, wie man Wunden<br />

realistisch schminkt. Zu jeder Wunde<br />

wurde ein kleines Fallbeispiel besprochen.<br />

Dann ging es endlich dran, das<br />

Dermawachs mit dem Spatel kunstvoll<br />

aufzutragen und die passende Menge<br />

Kunstblut an die richtige Stelle zu bringen.<br />

Gar nicht so einfach. Im Anschluss<br />

wurden die Wunden professionell verbunden.<br />

Wer unter solchen Bedingungen<br />

Erste Hilfe übt, bekommt keine weichen<br />

Knie, wenn’s wirklich drauf ankommt!<br />

Die JRK-Schularbeit beginnt bereits mit<br />

Angeboten im Kindergartenalter.<br />

Prof. Gerald Hüther sagt: „Eigentlich<br />

braucht jedes Kind drei Dinge: Es<br />

braucht Aufgaben, an denen es wachsen<br />

kann, es braucht Vorbilder, an denen<br />

es sich orientieren kann, und es braucht<br />

Gemeinschaften, in denen es sich aufgehoben<br />

fühlt.“<br />

Mit dem Kindergarten-Projekt „112 –<br />

Jeder kann ein Helfer sein!“ tragen wir<br />

maßstäblich dazu bei, diese drei Dinge<br />

zu erfüllen.<br />

Die Kinder des Kindergarten Dormettingen sind<br />

hochkonzentriert bei der Versorgung ihrer Kuscheltiere<br />

Im Jugendrotkreuz werden seit vielen<br />

Jahren Programme zur Ersten Hilfe<br />

für Kinder angeboten. Die Erfahrungen<br />

daraus zeigen, dass Kinder, die früh<br />

lernen, wie sie sich in Notfällen verhalten,<br />

in Gefahrensituationen adäquat reagieren.<br />

Deshalb möchten wir die eigenen Fähigkeiten<br />

der Kinder stärken, sie in ihrer<br />

natürlichen Freude am Helfen unterstützen<br />

und Ängste abbauen.<br />

Die Zielgruppe dieses Programms sind<br />

altersgemischte Gruppen von Kindern<br />

zwischen fünf und sieben Jahren. Pandemiebedingt<br />

fand auch die JRK Schularbeit<br />

nur eingeschränkt statt.<br />

JRK-Schularbeit<br />

• „Radfahren will gelernt sein –<br />

Helfen auch!“ – Grundschule<br />

4. Klasse: 23 Schulen mit<br />

47 Klassen<br />

• „Ich sehe was, was du nicht<br />

siehst“ – Händehygiene in der<br />

Grundschule: 4 Schulen mit<br />

16 Klassen<br />

• Erste Hilfe-Grundausbildung:<br />

An zwei Vormittagen wurden<br />

Schüler eines Sonderpädagogischen<br />

Bildungsinstituts geschult.<br />

66<br />

67


50<br />

Ausbilden und Fördern<br />

Stützen<br />

Fundraising &<br />

Fördermitglieder<br />

Öffentlichkeitsarbeit<br />

Das Wohl unserer Mitglieder stand in <strong>2021</strong> an erster Stelle.<br />

Steigende Infektionszahlen führten im Januar zu einem zweiten<br />

Lockdown und unser Kreisverband reagierte mit einer gratis<br />

Schnelltest-Aktion für unsere Fördermitglieder. Im Drive-<br />

Through-Testzentrum auf dem Balinger Messegelände haben<br />

unsere Ehrenamtlichen über den Februar hindurch an drei<br />

Tagen in der Woche Schnelltests angeboten.<br />

Erstmalig wurden Dankesbriefe mit allen Spendenbescheinigungen<br />

an unsere Fördermitglieder und Spender verschickt.<br />

Um das Potenzial zur Werbung von neuen Mitgliedern auszuschöpfen,<br />

werden seit Anfang Juli <strong>2021</strong> Fördermitgliedsflyer<br />

mit den Krankentransport- und Rettungswagenrechnungen<br />

versandt.<br />

Am 29. September fand im <strong>DRK</strong>-Forum in Balingen der erste<br />

exklusive Vortrag für unsere Fördermitglieder zu den Themen<br />

Testament, Vollmacht, Unternehmensnachfolge und Stiftung<br />

mit Rechtsanwalt Michael Prottengeier statt. Der Experte<br />

verfügt über 20 Jahre Erfahrung und berät Mandanten im<br />

Bereich Erbrecht und Vermögensnachfolge. Neben der gut<br />

besuchten Veranstaltung waren auch alle 16 verfügbaren gratis<br />

Beratungstermine ausgebucht.<br />

Das Jahr ging zu Ende mit den Vorbereitungen für eine<br />

kreisverbandweite Telefonaktion zur Beitragserhöhung und<br />

Mitgliederwerbung, die im Januar 2022 den Startschuss<br />

bekommen hat.<br />

Wie jedes Jahr richtet sich unser Dank vor allem an unsere<br />

Fördermitglieder und regionale Unternehmen für ihre großzügigen<br />

Spenden insbesondere zur Weihnachtszeit. Sie sind<br />

zu zahlreich, um hier individuell aufgelistet zu werden, aber<br />

jede einzelne Spende fördert unsere ehrenamtliche Arbeit und<br />

macht einen Unterschied im Leben hilfsbedürftiger Menschen.<br />

„<br />

Wie jedes Jahr, richtet sich<br />

unser Dank vor allem an<br />

unsere Fördermitglieder und<br />

regionale Unternehmen für<br />

ihre großzügigen Spenden!“<br />

Die Corona-Pandemie dominierte ganz<br />

klar <strong>2021</strong> unsere Kommunikation. Auf<br />

unserer Webseite www.drk-zollernalb.de<br />

findet man zum Beispiel bis heute jederzeit<br />

aktuelle Informationen zu unserem<br />

<strong>DRK</strong>-Schnelltestzentrum in Balingen<br />

sowie zu den zahlreichen Corona-Teststationen,<br />

die unsere Bereitschaften im<br />

<strong>Zollernalb</strong>kreis betreiben. Die permanente<br />

Aktualisierung der Homepage ist<br />

eine zentrale Aufgabe, doch der Bereich<br />

Öffentlichkeitsarbeit ist vielfältig. Zahlreiche<br />

Projekte wurden wieder für unseren<br />

Kreisverband umgesetzt.<br />

Grundlage ist weiterhin, das einheitliche<br />

Erscheinungsbild (Corporate<br />

Identity) vom Deutschen Roten Kreuz<br />

voranzutreiben. Bestehende Werbemittel<br />

und Drucksachen wie zum<br />

Beispiel Flyer oder Anzeigen werden<br />

an unsere Design-Richtlinien angepasst,<br />

Inhalte werden aktualisiert<br />

oder neu gestaltet. Nicht zu vergessen<br />

ist hierbei das umfangreiche Projekt<br />

„<strong>Jahresrückblick</strong>“, das unser großartiges<br />

Engagement über die letzten 12 Monate<br />

im Haupt- und Ehrenamt widerspiegelt.<br />

Redaktionelle Texte werden intern als<br />

auch für externe Medien verfasst und<br />

aktualisiert, diverse Medienanfragen<br />

z. B. von Anzeigenvertretern gehen hier<br />

ein. Eine große Bereicherung ist – dank<br />

der etablierten Online-Meetings – der<br />

regelmäßige Austausch mit den Kollegen<br />

und Kolleginnen vom Landesverband<br />

und aus anderen Kreisverbänden.<br />

So funktioniert<br />

Ihr Hausnotrufgerät.<br />

3<br />

Ein Druck auf die Notfalltaste 1 oder den Funksender<br />

2 baut eine direkte Verbindung zur rund<br />

um die Uhr besetzten Hausnotrufzentrale auf.<br />

Das Gespräch erfolgt über eine integrierte<br />

Freisprecheinrichtung 3 .<br />

Zusätzliche Sicherheit gibt auf Wunsch die<br />

Tagestaste 4 . Diese kann in Verbindung mit einem<br />

Kontaktmelder einprogrammiert werden, um<br />

zu signalisieren: Alles in Ordnung! Bleibt die<br />

Bewegung aus, schlägt das Hausnotrufgerät<br />

automatisch Alarm. Bei längerer geplanter Abwesenheit<br />

kann die Tagestastenfunktion über eine<br />

An-/Abmeldetaste 5 zeitweise deaktiviert werden.<br />

Preise.<br />

4<br />

1<br />

monatlich<br />

Basispaket 25,50 €<br />

Komplettpaket 40,64 €<br />

Netzabhängige Aufzahlung<br />

• GSM Modul 4,36 €<br />

Zubehör, z. B.<br />

• weiterer Funksender<br />

• Sicherheitsuhr / Kontaktmelder<br />

5<br />

3,00 €<br />

5,00 €<br />

Mobilruf: 59,00 €<br />

Anteilige Kostenübernahme durch Pflegekasse möglich.<br />

2<br />

L<br />

A<br />

Helfen<br />

I<br />

Z<br />

O<br />

S<br />

Lange gut leben.<br />

Mit unseren Angeboten und Dienstleistungen.<br />

• Hausnotruf / Mobilruf<br />

• Menü-Service<br />

• Gesundheitsprogramme<br />

• Glücksmomente<br />

• Betreutes Reisen<br />

• Alltagsbetreuung<br />

• Aktivierender<br />

Hausbesuch<br />

Sozia leitung Ortsverein Rosenfeld<br />

Vieles stand immer wieder still 2020. Nicht jedoch unsere<br />

ehrenamtlichen Tätigkeiten bei der Sozialarbeit. Viele Menschen<br />

benötigten unsere Hilfe. Sei es bei der Erste lung von Anträgen<br />

(Schwerbehindertenausweise, Haushaltshilfen, Erwerbsminderung,<br />

etc..) oder der Seelsorge. Durch die Kontaktbeschränkungen<br />

war es uns dann ein Anliegen, auch alleinstehende<br />

Menschen zu betreuen. Unter erschwerten Bedingungen und<br />

natürlich auch den verordneten Schutzmaßnahmen konnte<br />

trotzdem ein Gespräch, ein kleiner Einkauf, Sterbebegleitung,<br />

Krisen . bewältigt werden.<br />

Wir haben zugehört, Lösungen geschaffen und uns Zeit<br />

genommen und mit viel Empathie und Fürsorge ein bisschen<br />

mehr Lachen und Licht mitgebracht. Erstaunlich viele Haushalte<br />

haben sich besonders in den Lockdown-Zeiten an uns<br />

<strong>DRK</strong>-Kreisverband <strong>Zollernalb</strong> e. V.<br />

Henry-Dunant-Str. 1-5<br />

72336 Balingen<br />

Tel.: (07433) 90 99 55<br />

Fax: (07433) 90 99 50<br />

hausnotruf@drk-zollernalb.de<br />

www.drk-zollernalb.de<br />

• Kleiderladen<br />

• Rotkreuzkurse<br />

• Jugendrotkreuz<br />

• Patenschaftsprogramm<br />

• Rotkreuzdose<br />

• Familienprogramme<br />

• Schulsanitätsdienst<br />

gewendet, in Hinsicht auf die Spende von Bekleidung, Spielsachen<br />

und vielen anderen nützlichen Dingen. Etliche hilfsbedürftige,<br />

sozial schwache Familien und Personen konnten<br />

davon profitieren. Winterbekleidung für ein kleines, 3-jähriges<br />

Mädchen …Spielsachen für ein Grundschulkind, dessen Eltern<br />

die nötigen Mittel nicht aufbringen können, um etwas Schönes<br />

zu kaufen. Bekleidung, die sowohl in den <strong>DRK</strong>-Containern als<br />

auch in Haushalten verteilt werden konnte. 2020 waren wir<br />

sehr viel unterwegs und wurden gerufen. Das vermittelt uns<br />

genau das richtige Gefühl: Wir werden gebraucht!!!!<br />

Nun ho fen wir auf ein ruhigeres Jahr <strong>2021</strong>, ohne Beschränkungen,<br />

damit wir unsere schönen Seniorennachmittage und<br />

auch die Besuche im Pflegewohnhaus Rosenfeld zusammen<br />

mit den Kids vom JRK, wieder planen können.<br />

Im neuen Jahr <strong>2021</strong> bekommen wir Zuwachs von zwei<br />

weiteren, ehrenamtlichen Helfern. Ein Mutter-Teenager-Team<br />

aus Rosenfeld, wird uns künftig unterstützen. Somit ist unsere<br />

Gruppe auf insgesamt sieben Personen gewachsen.<br />

8 Mitarbeiter<br />

Wohnungsvermittlung<br />

(und eine Wohnungsauflösung)<br />

Sozia leitung Ortsverein Weilstetten-<br />

Frommern<br />

Wir unterstützten Senioren beim Ausfü<br />

len von Anträgen, Formularen und<br />

Wohnungsbesichtigungen. Telefonate<br />

mit pflegenden Angehörigen wurden<br />

geführt und nach diversen Lösungen,<br />

wie z.B. Kurzzeitpflegeplätzen, gesucht.<br />

Wir begleiten und unterstützen die<br />

Senioren bei Arztterminen, beim Hörgeräteakustiker,<br />

beim Einkaufen oder<br />

tre fen sie einfach nur zum Reden,<br />

Spielen oder Ka feetrinken. Es fanden<br />

Planungen für Wohnungsumzüge aber<br />

auch Wohnungsauflösungen statt. Hierbei<br />

unterstützen wir bei Renovierungen<br />

beim Einzug wie auch beim Auszug.<br />

Widersprüche<br />

50 51<br />

© text / concept + artwork: vatter + va ter | www.drk.werbemedienpla tform.de<br />

<strong>DRK</strong>-Kreisverband<br />

<strong>Zollernalb</strong> e. V.<br />

Hausnotruf.<br />

Bunter, sicherer, unbeschwerter.<br />

1<br />

Daten, Zahlen & Fakten<br />

5<br />

Ehrenamtliche Stunden<br />

(pro Person min. 2 h/Woche)<br />

Dann kam der Corona-Lockdown.<br />

Im Pflegeheim galt Besuchssperre. Es<br />

konnte nur noch telefonisch nachgefragt<br />

werden, wie es den Bewohnern<br />

geht. Bei unseren anderen Senioren,<br />

die daheim waren, sind wir, je nach<br />

Lage, hingefahren. Die Einstufungen<br />

der Pflegegrade wurden mit dem MDK<br />

per Telefon besprochen. Rezepte einlösen,<br />

Einkaufen und einfach zuhören<br />

war angesagt. Ein Senior wurde ins<br />

Krankenhaus gefahren und zwei Tage<br />

später wieder abgeholt. Danach wurde<br />

noch die Betreuung sichergestellt und<br />

dann ging es auch dort wieder seinen<br />

normalen Weg. Es wurden Vo lmachten<br />

und Patientenverfügungen erste lt<br />

sowie immer wieder Gespräche mit<br />

Angehörigen geführt.<br />

Manche Wohnungsauflösungen sind<br />

ein Kraftakt. Wohin mit den Möbeln,<br />

dem Geschirr usw. In Frommern gibt es<br />

jedoch das Sozialkaufhaus „Domiziel“.<br />

Ein Anruf und schon kam Nathalie Hahn<br />

und hat sich a les angeschaut und für<br />

den Nachmittag eine Gruppe organisiert,<br />

die das Meiste mitgenommen hat.<br />

Das gese lige Miteinander kam im Jahr<br />

2020 leider manchmal zu kurz, sei es<br />

wegen der Aufgaben im Besuchsdienst<br />

oder wegen Corona. Aber das macht ein<br />

Team aus, dass jeder für jeden da ist und<br />

Mobilruf – dank GPS.<br />

Sicherheit für<br />

unterwegs !<br />

4 10<br />

Hausnotrufe vermittelt Pflegeanträge<br />

3<br />

Übungsleiter für<br />

Aktivierenden Hausbesuch<br />

Mit viel Spaß und Freude bieten wir den<br />

Senioren den Aktivierenden Hausbesuch<br />

an. Den Lehrgang haben wir beim <strong>DRK</strong>-<br />

Kreisverband zu dritt absolviert. Die<br />

Vortragsreihe der „A ltagsbetreuung“<br />

beim <strong>DRK</strong> ging mit dem 2. Teil „Tod und<br />

Trauer“ weiter. Bei der Blutspende waren<br />

wir auch mit am Start und die Messe „Fit<br />

und Gesund“ wurde besucht.<br />

An dieser Ste le möchte ich mich noch<br />

bei a len bedanken, die uns in irgendeiner<br />

Weise geholfen oder unterstützt haben.<br />

Über jede noch so kleine Hilfe sind wir<br />

dankbar. Dankbar sind wir auch der<br />

Volksbank Balingen-Hohenzo lern, die<br />

uns mit dem VW UP sehr unterstützt.<br />

Leider kommen wir mit diesem Auto<br />

jetzt an die Grenzen. Wir können keine<br />

Ausflüge machen, weil das Auto keinen<br />

Platz für einen Ro lstuhl oder einen Ro lator<br />

besitzt.<br />

10 betreute Personen<br />

2 Mitglieder<br />

4 Senioren<br />

Helfen<br />

unterstützt. Dafür meinen herzlichen Dank.<br />

Ich ho fe und wünsche mir, dass es im<br />

Jahr <strong>2021</strong> besser läuft und wir unsere<br />

Tre fen nachholen können. Immerhin<br />

feiern wir in <strong>2021</strong> unser 15-jähriges Jubiläum.<br />

68<br />

69


Stützen<br />

Stützen<br />

Unsere Stützen<br />

„<br />

Alles, was wir erreicht<br />

haben, und alles, was wir<br />

erreichen wollen, ist einem<br />

hochmotivierten Team<br />

zu verdanken. Ein großes<br />

Dankeschön an alle, die<br />

sich das ganze Jahr über<br />

für das Deutsche Rote Kreuz<br />

einsetzen!“<br />

Qualitätsmanagement (QM)<br />

Im Oktober fand im <strong>DRK</strong>-Kreisverband<br />

<strong>Zollernalb</strong> e. V. das Überwachungsaudit<br />

durch den TÜV-Süd statt. Der <strong>DRK</strong>-Kreisverband<br />

hat das Audit erfolgreich durchlaufen.<br />

Alle zertifizierten Abteilungen haben<br />

die Vorgaben nach ISO 9001:2015<br />

durchgängig erfüllt. Die Verlängerung des<br />

Zertifikates nach ISO 9001:2015 wurde<br />

vom TÜV-Süd bestätigt.<br />

Das Präsidium<br />

Das Präsidium des Kreisverbandes <strong>Zollernalb</strong> e . V. besteht aus<br />

14 ehrenamtlichen Mitgliedern. Vorsitzender des Präsidiums<br />

ist Herr Bürgermeister Heiko Lebherz. Das Präsidium wird alle<br />

vier Jahre gewählt.<br />

Der Kreisverband <strong>Zollernalb</strong> e. V.<br />

Der Kreisverband <strong>Zollernalb</strong> e . V. versteht sich als Stütze<br />

der ehren- und hauptamtlichen <strong>DRK</strong>-Mitarbeiterinnen und<br />

Mitarbeiter. Eine Vielzahl von Dienstleistungen wird hier angeboten,<br />

die Fachbereiche arbeiten Hand in Hand und erbringen<br />

so kostengünstige und qualitativ hochwertige Leistungen.<br />

Derzeit arbeiten 215 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und<br />

Mitarbeiter im <strong>DRK</strong>-Kreisverband <strong>Zollernalb</strong> e . V.<br />

Die Ortsvereine<br />

Dem Kreisverband <strong>Zollernalb</strong> e. V. gehören 24 Ortsvereine<br />

inklusive den Bereitschaften an, dazu gehören u. a. der Katastrophenschutz,<br />

der Blutspendedienst, die Helfer-vor-Ort-<br />

Gruppen, der Sanitätswachdienst, die Altkleidersammlungen<br />

und Haus- und Straßensammlungen. Alle Helferinnen und<br />

Helfer arbeiten ehrenamtlich für das Deutsche Rote Kreuz.<br />

Die ehrenamtlich Aktiven<br />

Die größte Stütze des <strong>DRK</strong> im <strong>Zollernalb</strong>kreis: die über 2.300<br />

ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den sozialen<br />

Diensten, ohne deren Engagement diese Vielfalt an Dienstleistungen<br />

nicht möglich wäre! Das Ehrenamt wird größtenteils von<br />

den Fördermitgliedschaften und Spendengeldern finanziert. Von<br />

ganzem Herzen bedanken wir uns bei unseren Mitgliedern und<br />

Spenderinnen und Spender!<br />

70<br />

71


Stützen<br />

Ehrungen 2020/<strong>2021</strong><br />

Die Verleihung der Ehrungen für 2020 war bereits für unsere<br />

Ehrungsfeier im Jahr 2020 vorgesehen. Leider mussten wir<br />

diese coronabedingt absagen. Geplant war, die Veranstaltung<br />

im Jahr <strong>2021</strong> nachzuholen. Aber auch im vergangenen Jahr<br />

haben wir uns entschieden, unsere ursprünglich für die am 8.<br />

und 15. Oktober <strong>2021</strong> angekündigten Ehrungsfeiern aufgrund<br />

der aktuellen Bestimmungen hinsichtlich der Corona-Pandemie<br />

und zum Schutz unserer Mitglieder abzusagen. Die Ehrungen<br />

wurden per Postversand vorgenommen. Geehrt wurden:<br />

„<br />

Allen Geehrten gilt unsere<br />

Anerkennung und unser Dank für<br />

ihr langjähriges und besonderes<br />

ehrenamtliches Engagement!“<br />

Ehrungen 2020 Ortsverein Mitgliedschaft<br />

Helmut Janus Balingen 55 Jahre<br />

Marga Janus Balingen 55 Jahre<br />

Helmut Fuoß Balingen 60 Jahre<br />

Hannelore Wick Bitz 40 Jahre<br />

Hermann Arnold Burladingen-Ringingen 40 Jahre<br />

Anton Freudemann Burladingen-Ringingen 40 Jahre<br />

Hans Baur Burladingen-Ringingen 50 Jahre<br />

Stefan Josef Riedinger Burladingen-Ringingen 50 Jahre<br />

Marianne Säle Burladingen-Ringingen 50 Jahre<br />

Leopold Schäfer Burladingen-Ringingen 50 Jahre<br />

Josef Mößmer Burladingen-Ringingen 55 Jahre<br />

Simone Emter Ebingen 25 Jahre<br />

Ria Müller Ebingen 40 Jahre<br />

Irmgard Wilske Ebingen 60 Jahre<br />

72<br />

73


Stützen<br />

Stützen<br />

Ehrungen 2020 Ortsverein Mitgliedschaft<br />

Anton Knobel Ebingen 65 Jahre<br />

Karin Lohner Geislingen 40 Jahre<br />

Angelika Pfeffer Geislingen 40 Jahre<br />

Friedrich Holzmann Harthausen 50 Jahre<br />

Bernhard Postler Hechingen 50 Jahre<br />

Renate Pudrycki Hechingen 50 Jahre<br />

Erna Maria Ott Hechingen 55 Jahre<br />

Dr. med. Ulrich Martin Euchner Laufen-Lautlingen 25 Jahre<br />

Ehrungen 2020 Ortsverein/Kreisverband Mitgliedschaft<br />

Christine Elisabeth Strobel Tieringen-Hausen 25 Jahre<br />

Fritz Lohner Tieringen-Hausen 55 Jahre<br />

Werner Merz Tieringen-Hausen 55 Jahre<br />

Eugen Schick Tieringen-Hausen 55 Jahre<br />

Hans-Peter Laubender <strong>Zollernalb</strong> 25 Jahre<br />

Jörg Schweizer <strong>Zollernalb</strong> 25 Jahre<br />

Bruno Haas Hauptamt RW Hechingen 40 Jahre<br />

Hans Schick Hauptamt RW Albstadt 40 Jahre<br />

Elke Nix Laufen-Lautlingen 25 Jahre<br />

Elmar Albert Herrmann Laufen-Lautlingen 40 Jahre<br />

Margret Roth Meßstetten 40 Jahre<br />

Manfred Roth Meßstetten 55 Jahre<br />

Marianne Ritter Nusplingen 25 Jahre<br />

Gerhard Dett Nusplingen 40 Jahre<br />

Frank Härter Obernheim-Oberdigisheim 25 Jahre<br />

Wolfgang Tietzsch Obernheim-Oberdigisheim 65 Jahre<br />

Erna Eberhard Pfeffingen 25 Jahre<br />

Peter Baumann Rosenfeld 50 Jahre<br />

Siegfried Letze Rosenfeld 60 Jahre<br />

Werner Halter Rosenfeld 60 Jahre<br />

Armin Norbert Burry Schömberg 40 Jahre<br />

Heike Ute Müller Schömberg 40 Jahre<br />

Bianca Eisele Tailfingen 25 Jahre<br />

Axel Conzelmann Tailfingen 40 Jahre<br />

Dr. Hartmut Wältner Tailfingen 40 Jahre<br />

Gerhard Schlenker Tailfingen 55 Jahre<br />

Ehrungen <strong>2021</strong> Ortsverein Mitgliedschaft<br />

Bastian Vogel Balingen 25 Jahre<br />

Sven Vogel Balingen 25 Jahre<br />

Dr. Ernst-Hermann Decker Balingen 40 Jahre<br />

Hans-Jörg Lohner Balingen 40 Jahre<br />

Gerd Wolf Balingen 40 Jahre<br />

Margarete Schmidt Balingen 50 Jahre<br />

Fritz Lang Balingen 65 Jahre<br />

Claudia Lorch Bitz 25 Jahre<br />

Georg Andreas Faigle Burladingen-Ringingen 40 Jahre<br />

Karl Unmuth Burladingen-Ringingen 55 Jahre<br />

Heribert Harer Burladingen-Ringingen 60 Jahre<br />

Lore Ebner Ebingen 60 Jahre<br />

Heiko Lebherz Geislingen 25 Jahre<br />

Heinz Ernst Hennige Haigerloch 55 Jahre<br />

Maria Klingler Haigerloch 55 Jahre<br />

74<br />

75


Stützen<br />

Stützen<br />

Ehrungen <strong>2021</strong> Ortsverein Mitgliedschaft<br />

Sylvia Maria Abt Harthausen 40 Jahre<br />

Helga Franziska Krajka Harthausen 40 Jahre<br />

Christian Dreveton Hechingen 25 Jahre<br />

Rosemarie Wannenmacher Hechingen 50 Jahre<br />

Ilse Strenzl Laufen-Lautlingen 55 Jahre<br />

Heike Stefanie Sieber Meßstetten 25 Jahre<br />

Ehrungen <strong>2021</strong> Ortsverein/Kreisverband Mitgliedschaft<br />

Rosa Conzelmann Tailfingen 55 Jahre<br />

Erich Merz Winterlingen 55 Jahre<br />

Edith Blickle Winterlingen 60 Jahre<br />

Wolfgang Dieter Hauptamt RW Hechingen 25 Jahre<br />

Pirmin Steinwand Hauptamt RW Hechingen 25 Jahre<br />

Veronika Maria Bantle Abteilung Kreisauskunftsbüro 40 Jahre<br />

Werner Horn Meßstetten 25 Jahre<br />

Monika Müller Obernheim-Oberdigisheim 40 Jahre<br />

Kurt Sauter Onstmettingen 65 Jahre<br />

Wolfgang Maute Pfeffingen 25 Jahre<br />

Rainer Wißmann Pfeffingen 40 Jahre<br />

Lore Wissmann-Binder Pfeffingen 65 Jahre<br />

Für besondere Verdienste und beispielhafter Förderung des <strong>DRK</strong>-Kreisverbandes oder eines Ortsvereins sowie der Bergwacht<br />

wurde die höchste Auszeichnung unseres Kreisverbandes im Rahmen einer kleinen coronakonformen Ehrungsveranstaltung am<br />

19. November <strong>2021</strong> verliehen an:<br />

Jürgen Bantel Rosenfeld 50 Jahre<br />

Ursula Sofie Burry Schömberg 40 Jahre<br />

Doris Eha Schömberg 40 Jahre<br />

Rudolf Alfred Hinz Schömberg 50 Jahre<br />

Robert Licht Schömberg 55 Jahre<br />

Wolfgang Schulz Schömberg 55 Jahre<br />

Josef Schwaibold Schömberg 55 Jahre<br />

Franz Xaver Weber Schömberg 55 Jahre<br />

Walter Karpf Straßberg 40 Jahre<br />

Elisabeth Remensperger Straßberg 55 Jahre<br />

Gisela Schlagenhauf Straßberg 55 Jahre<br />

Erwin Titelbach Tailfingen 40 Jahre<br />

Günther Ehrlich Tailfingen 40 Jahre<br />

Christel Pfeiffer Tailfingen 40 Jahre<br />

Ehrungen kleine Glasskulptur<br />

Ruth Jüngst<br />

Renate Hojdem<br />

Heiko Lebherz<br />

Christian Schluck<br />

Klaus Sieber<br />

Ortsverein/Abteilung<br />

Bergwacht <strong>Zollernalb</strong><br />

Ortsverein Hechingen<br />

Präsidium Kreisverband/Ortsverein Geislingen<br />

Ortsverein Geislingen<br />

Ortsverein Geislingen<br />

76<br />

77


Stützen<br />

Stützen<br />

Im Rahmen einer weiteren kleinen coronakonformen Ehrungsveranstaltung<br />

beim Ortsverein Rosenfeld am 27. August <strong>2021</strong><br />

wurden geehrt:<br />

Siegfried Schüehle<br />

vom Ortsverein Rosenfeld<br />

Hilde Effinger<br />

vom Ortsverein Rosenfeld<br />

Die hohe Auszeichnung wurde verliehen durch die Vizepräsidentin<br />

des <strong>DRK</strong>-Landesverbandes Baden-Württemberg, Frau Renate Kottke.<br />

„<br />

Wir danken allen Geehrten für<br />

ihr beispielhaftes ehrenamtliches<br />

Engagement für unseren<br />

Kreisverband!“<br />

78<br />

79


Zahlen & Fakten<br />

Zahlen & Fakten<br />

Retten<br />

17.978 Einsätze Rettungswagen<br />

1.690 Einsätze Feuerwehr<br />

6.830 Einsätze Notarzt<br />

176 Rettungshubschrauber-Einsätze ohne Verlegungen<br />

262 Einsätze Hausnotruf (Hausnotruf-Team, Bereitschaften, Arbeitskreise)<br />

190.000 Eingehende Anrufe bei der Integrierten Leitstelle<br />

98 Mitarbeiter im Arbeitskreis Rettungsdienst<br />

28.753 Krankentransporte<br />

22.989 Anrufe 112<br />

23.896 Anrufe 19222<br />

12.736 Vermittlungen/Anrufe kassenärztlicher Bereitschaftsdienst<br />

67 Angehörige der Bergwacht mit 42 Rettungseinsätzen<br />

24 Rettungshundler bilden 18 Hunde aus<br />

26 Mitarbeiter im Arbeitskreis Führungs- und Leitungsdienst<br />

18 Mitarbeiter in der Notfalldarstellung<br />

Helfen & Pflegen<br />

1.796 Hausnotruf Teilnehmer, 171 Teilnehmer dazugewonnen<br />

29.000 Heiße und 4.900 gefrorene Mahlzeiten wurden ausgeliefert<br />

Zahlen & Fakten<br />

30 Mitglieder im Notfallnachsorgedienst mit 76 Notfalleinsätzen<br />

116.930 Kilogramm Altkleider bei Straßensammlungen gesammelt<br />

79 Blutspendeaktionen mit über 9.398 abgenommenen Blutspenden<br />

26 Mitglieder im Kreisauskunftsbüro<br />

39 Neue Patenschaften wurden gewonnen, 61 Mitarbeiter im Arbeitskreis Patenschaften<br />

Ausbilden & Fördern<br />

605 Erste Hilfe-Lehrgänge<br />

6.085 Erste Hilfe-Teilnehmer<br />

36 Notfallsanitäter-Auszubildende<br />

494 Kinder und Jugendliche engagierten sich beim Jugendrotkreuz<br />

12.660 Fördermitglieder<br />

338 Einsatzkräfte wurden aus-/fortgebildet (Fit im Ehrenamt)<br />

Stützen<br />

14 Mitglieder im Präsidium<br />

215 Hauptamtliche Mitarbeiter<br />

6 Mitglieder in der Kreisbereitschaftsleitung<br />

1.141 Mitglieder in den Bereitschaften der Ortsvereine<br />

2.326 Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer<br />

31 Ehrenamtliche Mitarbeiter setzten sich für Glücksmomente ein<br />

25 Ehrenamtliche Mitarbeiter im Arbeitskreis „Alltagsbetreuung“<br />

20 Ehrenamtliche Mitarbeiter engagierten sich im Kleiderladen<br />

80<br />

81


In stillem Gedenken<br />

Wir gedenken in Ehrfurcht und<br />

in Dankbarkeit aller Mitglieder<br />

und Freunde, die durch den Tod<br />

aus unserer Mitte geschieden sind.<br />

Impressum<br />

Herausgeber<br />

<strong>DRK</strong>-Kreisverband <strong>Zollernalb</strong> e. V.<br />

Henry-Dunant-Str. 1-5<br />

72336 Balingen<br />

Tel. 07433/90 99-0<br />

info@drk-zollernalb.de<br />

www.drk-zollernalb.de<br />

facebook.com/drkzollernalb<br />

Mai 2022<br />

Vorsitzender<br />

Heiko Lebherz<br />

Redaktion<br />

Yvonne Willy (Projektleitung)<br />

Hauptamt<br />

Ortsvereine<br />

Ehrenamt<br />

Layout<br />

komFOUR ® GmbH & Co. KG<br />

Druck<br />

Druckhaus Mayer<br />

Fotos<br />

<strong>DRK</strong><br />

Ortsvereine<br />

Ehrenamt<br />

Kreisverband<br />

A. Zelck <strong>DRK</strong><br />

www.stock.adobe.com: © Johanna Mühlbauer<br />

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www.stock.adobe.com: © unverdorbenjr<br />

www.stock.adobe.com: © Martin Green<br />

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www.stock.adobe.com: © Robert Kneschke<br />

Spendenkonto<br />

Sparkasse <strong>Zollernalb</strong><br />

DE48 6535 1260 0079 0082 08<br />

BIC: SOLADES1BAL<br />

82 83


<strong>DRK</strong>-Kreisverband<br />

<strong>Zollernalb</strong> e. V.<br />

Henry-Dunant-Straße 1-5<br />

72336 Balingen<br />

Tel. 07433/90 99-0<br />

Fax 07433/90 99-50<br />

info@drk-zollernalb.de<br />

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