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Basel Special 2022

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SPEZIAL

S O N D E R A U S G A B E

REGIONAL

VON LÄCKERLI

BIS TINGUELY

TANJA GRANDITS

DIE TOP-KÖCHIN

ÜBER IHRE HEIMAT

CITY-GUIDE

DIE BESTEN

ADRESSEN

Genussstadt Basel

KULINARISCHER SCHMELZTIEGEL AM RHEIN

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Weltklassearchitektur in Basel;

alle Infos dazu auf basel.com


HERAUSGEBERBRIEF

BASEL – EINE STADT DER GENÜSSE

LIEBE FEINSCHMECKERINNEN,

LIEBE FEINSCHMECKER!

Basel ist Schweizer Genussstadt 2022 – und das nicht ohne Grund! Alleine

die Lage Basels am Rhein ist einzigartig. Seit jeher versorgt die wichtige

Wasserstrasse die Metropole in der Nordwestschweiz mit unterschiedlichsten

Einflüssen. Kulinarisch zeigt sich das nicht nur in der breiten Auswahl an

Top-Lokalen, die wir Ihnen im grossen City-Guide in dieser Ausgabe vorstellen,

sondern etwa auch am Basler Läckerli – dem lebkuchenartigen Gebäck, das vom

Geschmack weit gereister Gewürze lebt. In dieser Ausgabe gehen wir der Basler

Spezialität auf den Grund.

Der Rhein beeinflusst Basel und dessen Bewohnerinnen und Bewohner aber

auch auf anderer Ebene. Im Rhein zu baden und sich anschliessend ein kühles

Blondes oder ein Gourmetpicknick zu gönnen, gehört zum Lifestyle der Stadt.

Für Sie haben wir die besten Tipps in diesen Bereichen ausfindig gemacht. Wer

statt Bier lieber Wein möchte, wird auch nicht enttäuscht: Gleich mehrere Top-

Weingüter befinden sich rund um die Stadt. Unter anderem das Weingut Riehen,

ausgezeichnet für die beste Kollektion im Falstaff Weinguide Schweiz 2022.

Basels spezielle Lage im Dreiländereck sorgt für eine immense Produktvielfalt.

Kein Wunder laufen die Köchinnen und Köche hier zu Höchstform auf. Zu den

Prominentesten gehört die gebürtig aus Deutschland stammende Tanja Grandits

– sie ist Genusspatin Basels, der Stadt, die für sie mittlerweile Heimat ist.

Mehr über die Top-Köchin erfahren Sie im grossen Falstaff-Interview.

Auch die in Basel so wichtige Beizenkultur entwickelt sich prächtig. Immer

mehr Gastronomen setzen auf regionale, nachhaltige Produkte aus der Region,

was für einen zusätzlichen Qualitätsschub sorgt. Zu verdanken ist das mitunter

der Genussstadt selbst – mehr darüber lesen Sie in unseren Geschichten über die

Regionalprodukte Basels.

Und was wäre Basel ohne die Kunst und die blühende Wirtschaft? Sicherlich

nicht dieselbe Stadt. Letztlich sind die Bewohner:innen und Besucher:innen der

Rheinstadt hauptverantwortlich für das Gedeihen der Genussstadt. Kommen Sie

mit und lernen Sie Basel auf den folgenden Seiten von seiner besten – genussreichen

– Seite kennen.

WOLFGANG ROSAM, Herausgeber

Falstaff, BENJAMIN HERZOG und

DOMINIK VOMBACH, Chefredaktion

Schweiz

Basel ist Schweizer

Genussstadt 2022

und das nicht ohne

Grund! Die Rheinmetropole

überrascht

mit Top-Küche und

Regionalprodukten

der Extraklasse.

WOLFGANG M. ROSAM

wolfgang.rosam@falstaff.com

@RosamWolfgang

DOMINIK VOMBACH

dominik.vombach@falstaff.com

BENJAMIN HERZOG

benjamin.herzog@falstaff.com

Foto: Ian Ehm

IMPRESSUM MEDIENINHABER Falstaff Verlags-GmbH, Führichgasse 8, 1010 Wien, T: +43 1 9042141, www.falstaff.com, redaktion@falstaff.com HERAUSGEBER Wolfgang M. Rosam,

Angelika Rosam GESCHÄFTSFÜHRUNG Mag. Elisabeth Kamper, Ronald Tomandl, MSc, Michael Spreitzhofer (Digital), Philipp Bitzer (Geschäftsführung Schweiz) ANZEIGEN Martina Kummer,

Hanna Rappold, Martina Kummer, Therese Kramarz, Camille Husson-Stengel, Daniel Pauletto, Eugen Baumgartner anzeigen@falstaff.ch MARKETINGLEITUNG SCHWEIZ Sophie-Marie

von Haugwitz CHEFREDAKTION Benjamin Herzog, Dominik Vombach CHEFIN VOM DIENST Herta Scheidinger ART DIRECTOR alaki design/Wolfgang Lackinger PHOTO-DIRECTOR Eva

Bauer FOTOREDAKTION Andrea Berger MITARBEITER DIESER AUSGABE Ilse Fischer, Larissa Graf, Monica Herzog-Arquint, ARTDIRECTION MARKETING & SALES Katahrina Winkler

ADVERTORIAL MANAGERIN Julia Kremser DIRECT SALES Timotheus Lamberg LEKTORAT Thomas Fisher, MSc LEITUNG ABO, VERTRIEB & MARKETING Arang Rezayati LESER &

ABOSERVICE Laura Strauss, DW 401, abo@falstaff.at HERSTELLER Druckerei Berger, Wiener Strasse 80, 3580 Horn. GESELLSCHAFTER DER FALSTAFF-VERLAGS-GMBH 67 % Wolfgang

Rosam Privatstiftung, 23 % JOFE Immobilienverwaltung GmbH, 10 % Angelika Rosam

falstaff

7


S O N D E R A U S G A B E

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GENUSSSTADT BASEL

18

Tanja Grandits im

Interview über ihre

Arbeit und ihre

Wahlheimat Basel.

SPEZIAL

REGIONAL

VON LÄCKERLI

BIS TINGUELY

TANJA GRANDITS

DIE TOP-KÖCHIN

ÜBER IHRE HEIMAT

CITY-GUIDE

DIE BESTEN

ADRESSEN

COVER

FOTO:

JULIEN MAYER

Genussstadt Basel

KULINARISCHER SCHMELZTIEGEL AM RHEIN

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FALSTAFF.COM

12 GENUSS AM FLUSS

DES GENUSSES

Basels Genussszene blüht auf und hat

sich den Titel «Schweizer Genussstadt

2022» redlich verdient

18 TANJA GRANDITS IM INTERVIEW

Sie ist eine der besten Köchinnen der

Schweiz und Patin der Genusswoche

2022 in Basel

28

Die besten

Restaurants

und Beizen, die

beliebtesten

Cafés und Bars

im Überlick.

28 CITY-GUIDE BASEL

Der Falstaff-City-Guide zeigt die

Top-Betriebe auf einen Blick

44 WINE IN THE CITY

Wir stellen die Weinstadt Basel und ihre

Weingüter vor

54

Die Initiative

«Aus Stadt

und Land»

fördert

regionale

Produkte und

Manufakturen.

54 AUS STADT UND LAND

Ob Bier, Wein, Gemüse, Getreide oder

Fleisch, in der Region Basel findet man

feinste Regionalprodukte

60 GEBACKENE TRADITION

Das Basler Läckerli ist Teil vom

kulinarischen Erbe der Schweiz

66 GENIESSEN IM GRÜNEN

Die Stadt am Rhein bietet viele

stimmungsvolle Plätze für ein Picknick

mit Freunden und Familie

72 EINE KUPPEL VOLLER GENUSS

Die Markthalle Basel blickt auf eine fast

100-jährige Geschichte zurück. Und ist

auch heute wieder ein Hotspot

Fotos: DigitaIe Massarbeit/digitalemassarbeit.ch, Basel Tourismus, Kostas Maros

8 falstaff


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GIBT CARTE BLANCHE

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ERLEBEN SIE DIE CARTE BLANCHE

AUF DER ART BASEL UND ONLINE

DRINK RESPONSIBLY


GENUSSSTADT BASEL

72

Eine bunte

Vielfalt macht

den Charme

der Markthalle

aus.

116

Top-Spirituosen für

kreative Cocktails.

78 BASLER BROT: RÜCKKEHR AUF

UMWEGEN

Christian Aeby verkauft sein Brot nun

auch in Basel

90

Basel ist das

Zentrum von

Kunst, Design

und gutem

Geschmack.

108

Die lokalen

Brauereien

machen Basel

zum Mekka für

Bierliebhaber.

84 DAS LACHS-COMEBACK

Lachs hat in Basel eine lange Tradition.

Nun wird an seinem Comeback

gearbeitet

90 DER GESCHMACK VON KUNST

Die einzigartige Verschmelzung von

Kunst, Design, baulicher Ästhetik und

Kulinarik

100 STREET-ART BASEL

Eine bunte Spurensuche, auf der es viel

zu entdecken gibt

108 BIER-STADT BASEL

Hier gibt es Hopfen und Malz an allen

Ecken, denn die Brauereidichte ist

verdächtig hoch

116 ECHTE BASLER COCKTAILS

Das Team des «Angel’s Share» hat für

uns drei Rezepte auf Basis regionaler

Brände kreiert

7 AUS DER CHEFREDAKTION

7 IMPRESSUM

122 NACHGEFRAGT

Fotos: Basel Tourismus, Mauritius Images, Shutterstock, Andreas Zimmermann Fotografie

10 falstaff


Picasso

El Greco

1 1 . 6 . —

25.9.2022

Pablo Picasso, Madame Canals (Benedetta Bianco), 1905

Museu Picasso, Barcelona, Acquisition Plandiura 1932

© Succession Picasso, 2022 ProLitteris, Zurich

Alonso Sánchez Coello (ehemals El Greco zugeschrieben/

formerly attributed to El Greco) Lady in a Fur Wrap, ca. 1580/88

Glasgow Museums, Stirling Maxwell Collection

© CSG CIC Glasgow Museums and Libraries Collections


asel / GENUSSSTADT BASEL

GENUSS AM

Anlässlich des Benefiz-Dinners «Chefs for

Peace» in der Premium-Lounge des St. Jakob-

Stadions trommelte Sterneköchin Tanja Grandits

zehn Basler Kollegen zusammen. Es war das

erste Mal, dass die Genussstadt Basel auf diesem

Niveau in einem Raum erlebbar wurde.

Foto: Lukas Gold

12 falstaff


FLUSS

Basels Genussszene blüht auf. Die Stadt

war kulinarisch nie besser aufgestellt als

heute. Das ist mitunter der grossen Zahl

von Spitzenköchen zu verdanken. Den

Titel «Schweizer Genussstadt 2022» hat

sich die Stadt am Rhein redlich verdient.

TEXT BENJAMIN HERZOG

falstaff

13


asel / GENUSSSTADT BASEL

Markt während der Genusswoche 2019 auf dem Basler Marktplatz. Aus dem

einwöchigen Ereignis entstand die Genussstadt mit einem Ganzjahresprogramm.

Anfang Mai 2022 geschah in

Basel Historisches. Der FC

Basel und Dynamo Kiew trafen

im St. Jakob-Park anlässlich

eines Benefizspiels aufeinander.

Die Einnahmen kamen den Opfern

des Ukraine-Kriegs zugute. Mit von der Partie

war auch das kulinarische Basel. Unter

dem Titel «Chefs for Peace» kreierten zehn

Köche rund um die Spitzenköchin Tanja

Grandits ein Benefiz-Dinner. «Stucki»-

Chefin Grandits selbst servierte Kalbstatar,

Sternekoch Pascal Steffen aus dem «Roots»

kochte Entenragout und Urs Gschwend aus

der «Brasserie Les Trois Rois» steuerte eine

Bisque de Homard bei. Drei Beispiele für

diesen historischen Moment, an dem die

gesamte Basler Genusskompetenz erstmals

in einem Raum vereint erlebt werden konnte.

Es dürfte sicher nicht das letzte Mal

gewesen sein. Die anwesenden Gäste waren

begeistert und ebenso die Köche, die

gemeinsam die «Schweizer Genussstadt

2022» repräsentierten.

Seit 2019 ist die Stadt Basel Teil der

Schweizer Genusswoche, auch bekannt als

Semaine du Goût, verantwortet von der

Stiftung Fondation pour la Promotion du

Goût. Die Stiftung hat Basel zur Genussstadt

2022 erklärt. Und Genusspatin im

Jahr 2022 ist keine Geringere als die Wahlbaslerin

Tanja Grandits. Grandits gilt nicht

nur als beste Köchin Basels, sondern auch

als eine der besten im gesamten deutschsprachigen

Raum.

DYNAMISCHE GENUSSSTADT

«Als alte Handelsstadt war Basel immer

offen für Neues und zieht seit jeher feine

Küche und feine Köche an», sagt Beat

Jans, amtierender Regierungspräsident

der Stadt Basel, im Gespräch mit Falstaff.

«Derzeit bewegt sich viel – viele Initiativen

für regionale Produkte entstehen

und wir erkennen, was bei uns alles vorhanden

ist.»

Basel ist ein wahres Mekka für Liebhaber

der Bar- und Bierkultur und auch für Gourmets

ist es eine überaus attraktive Destination.

Mit dem «Stucki» von Tanja Grandits

und dem «Cheval Blanc by Peter Knogl»

befinden sich in der Stadt gleich zwei der

Pascal Steffen gehört zur jungen Garde der

Sterneköche in Basel. Er hat das «Roots» innert

weniger Jahre zu einer Top-Adresse gemacht.

Fotos: beigestellt PHOTO Sara Barth/Basel, Geri Born Schweizer Illustrierte, beigestellt

14 falstaff


Spitzenkoch Peter Knogl (l.) kocht im «Cheval Blanc» im «Hotel les Trois Rois» (o.) direkt

am Rhein. Das Drei-Sterne-Lokal gehört zu den besten Restaurants der Schweiz.

Hier ist der Name Programm: Im Laden

«Lokal» werden ausschliesslich regionale

Erzeugnisse verkauft.

besten Lokale der Schweiz. Mit dem

«Roots» des jungen Sternekochs Pascal

Steffen ist auch die neue Generation von

Spitzenköchen vertreten. Und auch die Beizen-

und Regionalküche entwickelt sich

dynamisch. Basels Köche setzen immer häufiger

auf Zulieferer aus der unmittelbaren

Umgebung. Bei all dem, was die Stadt in diesem

Bereich zu bieten hat, absolut verständlich.

Basel hat erstklassige, handwerklich

arbeitende Bäckereien, eine blühende Weinszene

und erstklassige Kaffeeröstereien. Um

nur einiges zu nennen – denn die Liste könnte

endlos fortgeführt werden. Regierungspräsident

Jans geniesst es, immer neue Regionalprodukte

in seiner Stadt zu entdecken –

zum Beispiel in der Nähe seines Wohnorts

im Laden mit dem treffenden Namen

«Lokal». «Ich habe noch lange nichts alles

probiert, was es dort gibt», so Jans.

GENUSS DAS GANZE JAHR

Mit der starken Kulturszene – einigen der

wichtigsten Museen des Landes und der

Kunstmesse Art Basel – genauso wie der

brummenden, international ausgerichteten

Wirtschaft, finden sich in dem Kleinod am

Rhein genügend Gäste, die das reiche Kulinarikangebot

zu schätzen wissen. Ein nicht

zu vernachlässigendes Detail.

2022 findet die Genusswoche vom 15.

bis 25 September statt, als Genussstadt

erlebbar ist die Stadt Basel aber ganzjährig.

Das ist mitunter den Bemühungen des breit

abgestützten Kommitees der Genusswoche

und -stadt Basel zu verdanken. Daniel

Nussbaumer, Projektleiter der Genussstadt,

sorgt in seiner Funktion dafür, dass Bestehendes

erlebbar wird, aber auch, dass neue

Initiativen zusammenkommen.

«Basels Kulinarik ist einmalig», sagt Nussbaumer.

«Sie ist geprägt durch verschiedenste

Einflüsse – durch die Lage der Stadt im

Dreiländereck und am Rhein etwa, durch

unsere Kultur zwischen Tradition und

Avantgarde oder durch die vielen Expats in

unseren Firmen.» Das Basler Läckerli – das

lebkuchenartige und symbolträchtige

Gebäck aus der Stadt – sei zwar ein schönes

Symbol für die Vielfalt. Um der Stadt gerecht

zu werden, reiche das allerdings nicht. «Der

Schmelztiegel macht Basel einmalig, nicht

>

falstaff

15


asel / GENUSSSTADT BASEL

>

das einzelne Produkt», so Nussbaumer.

Wer einen Blick in das pralle Veranstaltungsprogramm

auf der Website der Genussstadt

wirft, kann sich von der kulinarischen

Vielfalt der Stadt überzeugen. Von Frühling

bis Herbst 2022 finden Märkte, Workshops,

Dinners, Ausstellungen, Degustationen und

vieles mehr rund um Essen und Trinken

Sterneköchin Tanja

Grandits hat gemeinsam

mit Urban Roots und der

Genussstadt eine nach

ihrem Geschmack

gefüllte Saatbox

kreiert. Diese ist online

erhätlich.

statt. Zu den Highlights gehören beispielsweise

die wilden Abende in der «Taverne St.

Johann». Koch und Wirt Christian Hartmann

setzt die Jäger zu seinen Gästen an

den Tisch und serviert regionales Wild.

Am 21. August lädt Pascal Steffen im

«Roots» zum Day-Dinner und serviert am

Sonntagmittag, was man eigentlich eher am

Abend erwarten würde: Ein Menu in neun

Gängen. Am 17. September startet die

Bäcker-Confiseurwoche. Dabei bringen Füh-

rungen und Workshops in den Bäckereien

der Region den Besuchern das Bäckerhandwerk

näher.

Auch wenn in der Genussstadt Basel

gerade kein Event stattfindet, lässt sie sich

im Jahr 2022 auf besonde Weise erleben.

Mit der Urban-Roots-Box von Genusspatin

Tanja Grandits etwa. Das Basler Unternehmen

Urban Roots vertreibt Saatgutboxen

für Urban Gardening und ist zudem eine

eine Quelle für wertvolle Gartentipps.

Gemeinsam mit der Spitzenköchin Grandits

und den Organisatoren der Genussstadt hat

Urban Roots eine Saatgutbox kreiert, die

bevorzugte Kräutersorten der Köchin enthält.

Wer will, kann sich so im heimischen

Garten – oder auf dem Balkon – während

24 Stunden am Gedeihen der Genussstadt

Basel erfreuen. <

GENUSSSTADT BASEL: EVENT-HIGHLIGHTS

20. JUNI 2022

FALSTAFF-EVENT IN DER

FONDATION-BEYELER

Falstaff lädt seine Leserinnen und Leser zum

Gourmet-Flying-Dinner in die Fondation Beyeler.

Ehrengäste sind Genussstadt-Patin Tanja Grandits

sowie der aus dem Fricktal stammende Spitzenkoch

Sven Wassmer. Das Catering macht Urs

Gschwend mit seiner Brigade von der «Brasserie

Les Trois Rois». Unterstützt wird er dabei vom

Team des Restaurants der Fondation Beyeler.

falstaff.com

DONNERSTAG, 30. JUNI 2022,

18.30 BIS 22 UHR

WILDER ABEND IN DER

«TAVERNE JOHANN»

Die «Taverne Johann» serviert ein viergängiges

Abendmenü mit Wildfleisch aus der Region. Chefkoch

Christoph Hartmann und sein Team verarbeiten

ganzjährig Wildtiere nach dem Prinzip

«Nose to Tail». Um den Gästen den respektvollen

Umgang mit den Tieren näher zu bringen, haben

sie an dem Abend Jäger eingeladen, die sich mit

an die Tische gesellen. Vor dem Dessert werden

die Jäger traditionell das Horn blasen.

tavernejohann.ch

SONNTAG, 21. AUGUST 2022, 12 BIS 18 UHR

DAY DINNER IM «ROOTS»

Am «Day Dinner» nimmt das «Roots» seine Gäste

mit auf eine kulinarische Reise. Mit einer atemberaubenden

Sicht auf die Basler Altstadt können

die Besucher:innen ein Neun-Gänge-Menü geniessen.

Gestartet werden kann zwischen 12 und

13:30 Uhr, der Event dauert bis zum frühen Abend.

roots-basel.ch

FREITAG, 2. UND DONNERSTAG, 8. SEPTEM-

BER 2022

SLOW-FOOD-TOUREN

Das Slow Food Convivium Basel – Stadt und Land

empfiehlt Restaurants, Läden und Produzenten in

der Region, die die Slow Food Philosophie leben und

vermitteln. Diese genussvollen Touren durch die

Stadt führen den Besucher zu ausgewählten Perlen.

Auf dem Spaziergang gibt es hier und da ein Amuse-

Bouche mit auf den Weg.

slowfood.ch

17. BIS 24. SEPTEMBER 2022

BÄCKER-CONFISEURWOCHE

Der Regionalverband Bäcker-Confiseure Regio

Ausschnitt aus der Ausstellung «Erde am

Limit» im naturhistorischen Museum.

Basel lädt während einer Woche Interessierte zu

Führungen in ihre Backstuben ein. Zudem animieren

Workshops die Teilnehmer:innen dazu, verschiedenstes

Backwerk selbst herzustellen. Zu den

Highlights gehören Manufakturführungen bei

«Jakob’s Läckerly», der Kurs «How to Croissant»

bei der «Bäckerei Kult» und ein Praliné-Workshop

bei der «Confiserie Kern.»

MITTWOCH, 29. JUNI 2022, 17 BIS 19 UHR

ERDE AM LIMIT: AUSSTELLUNG

UND FOOD TALK

In Kooperation mit Ebenrain, dem basellandschaftlichen

Zentrum für Landwirtschaft, Natur und Ernährung

lädt die Genussstadt Basel zur Sonderausstellung

Erde am Limit im Naturhistorischen Museum

Basel. Ab 17 Uhr kann die Ausstellung mit freiem

Eintritt besucht werden. Guides geben dabei Auskunft

zu aktuellen Themen. Anschliessend findet von

18 bis 19 Uhr der Food Talk zum Thema «Tierische

Lebensmittel – Fluch oder Segen?» statt.

FREITAG, 16 UND SAMSTAG, 17. SEPTEMBER

2022, 10.30 BIS 17 UHR

SLOW-FOOD-WANDERUNGEN

Auf der kulinarischen Erkundungstour von Slow

Food nehmen die Teilnehmer:innen ein paar Kilometer

unter die Füsse und werden dabei immer wieder

gestärkt durch besondere, regionale Köstlichkeiten.

Auf der geführten Wanderung lernt man zudem die

spannende Geschichte von Basel-Stadts Kulinarik

kennen. wandersinn.ch/touren

Alle Events der Genussstadt:

genussstadtbasel.ch/events

Fotos: Kostas Maros, beigestellt

16 falstaff


TRANSGOURMET

UMWELTBEWUSSTE

WEICHEN STELLEN

Wie nachhaltig der Belieferungs- und Abholgrosshändler

Transgourmet/Prodega unterwegs ist, erzählt Sergio Brito,

Geschäftsführer am Standort Basel, im folgenden Interview.

ADVERTORIAL Fotos: beigestellt

FALSTAFF Welchen Stellenwert hat die

Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen?

SERGIO BRITO Viele Menschen haben während

Corona zu Hause vermehrt auf den

Genuss nachhaltiger Produkte geachtet. Die

Nachfrage für ein nachhaltiges Angebot ist

seither ebenfalls in der Gastronomie gestiegen.

Auch das Bedürfnis nach Regionalität

sowie nach Bio hat zugenommen.

Was heisst das konkret in Bezug auf Ihr

Sortiment?

SERGIO BRITO In unserem Eigenmarkenportfolio

führen wir unter anderem die Nachhaltigkeitseigenmarke

Origine und die Bio-Eigenmarke

Natura. Seit Anfang dieses Jahres

bieten wir zudem mit Plant-based pflanzenbasierte

Produkte für die Gastronomie und

Gemeinschaftsverpflegung an und können so

Küchenprofis bestmöglich in ihrem veganen

und vegetarischen Angebot unterstützen.

Sergio Brito ist seit 2020

Geschäftsführer des

Prodega-Marktes am

Standort Basel.

Warum eine Bio-Eigenmarke für die Gastronomie?

SERGIO BRITO Immer mehr Menschen

konsumieren zu Hause ganz bewusst Bio-

Lebensmittel. Diese Personen wollen im

Restaurant vermehrt Bio-Produkte essen.

Mit der Eigenmarke Natura können wir für

Seit einigen Jahren nimmt die

Produktion von Strom Fahrt auf.

Die Dächer der Prodega-Märkte in

Basel, Chur, Kriens, Hinwil und Givisiez

sind mit Solarpanels ausgestattet.

die Gastronomie Bio zu einem bezahlbarem

Preis anbieten.

Welche weiteren Engagements nimmt Transgourmet/Prodega

ausserhalb des Sortimentes

wahr?

SERGIO BRITO Die Nachhaltigkeit ist für uns

in allen relevanten Unternehmensbereichen

ein wichtiges Thema. So werden wir unseren

CO2-Ausstoss weiter reduzieren. Konkret

haben wir weitgehend in fast allen Märkten

moderne Kälteanlagen implementiert oder

die Beleuchtung auf LED umgestellt. Bereits

auf fünf Dächern unserer Standorte wurden

Photovoltaikanlagen installiert, mitunter auf

dem Gebäude des Prodega-Marktes in Basel.

Zudem suchen wir stets nach weiteren Lösungen,

um den Verbrauch von Verpackungsmaterialien

bei unseren Eigenmarken wie

ebenfalls in der Logistik zu senken. All diese

Massnahmen unterstützen die Klimastrategie

«Klimaneutral 2050» der Coop-Gruppe, zu

welcher wir gehören. Wir engagieren uns ausserdem

stark im Bereich sozialer Projekte wie

«Tischlein deck dich» oder «United Against

Waste» und unterstützen die interne und externe

Nachwuchsförderung.

Wie leben Sie die Nachhaltigkeit?

SERGIO BRITO Wie viele andere auch: Ich

konsumiere überwiegend nachhaltig produzierte

Lebensmittel in Bio-Qualität. Meinen

Fleischkonsum habe ich reduziert. Meistens

bin ich mit dem ÖV unterwegs. Zu Hause

verwenden wir fast kein Plastik mehr,

Rüstabfälle werden gesammelt und

kommen auf die Biosammelstelle.

INFO

Weitere Informationen unter

transgourmet.ch, prodega.ch

falstaff 17


asel / INTERVIEW

Mit zwei Michelin-Sternen und

95 Falstaff-Punkten gehört Tanja

Grandits zu den besten Köchinnen

der Schweiz. Mit Falstaff spricht

sie über ihre Arbeit und ihre

Wahlheimat Basel.

18 falstaff


Tanja Grandits

«BASEL

IST MEINE

HEIMAT»

Tanja Grandits zählt zu den besten Köchinnen der Schweiz – und weit

darüber hinaus. In ihrem Zwei-Sterne-Restaurant «Stucki» in Basel

kocht sie für ihre Gäste mit einem langjährigen Team, betreibt einen

kleinen Laden und schreibt Kochbücher. Mit ihrer Tochter lebt sie auch

in der Stadt. Die gebürtige Deutsche ist Patin der Genusswoche 2022.

INTERVIEW BENJAMIN HERZOG

Foto: DigitaIe Massarbeit/digitalemassarbeit.ch

falstaff

19


asel / INTERVIEW

FALSTAFF Sie lernten Ihr Handwerk in

Deutschland, verfeinerten es in London

und Südfrankreich. Vor 14 Jahren landeten

Sie in Basel. Wie kam es dazu?

TANJA GRANDITS Das war Zufall. Das

Restaurant «Stucki» war zur Pacht ausgeschrieben

und wir waren damals im Thurgau

tätig. Ich wollte schon immer in eine

Stadt, habe aber gar nie an Basel gedacht.

Mittlerweile bin ich jedoch extrem froh

hier zu sein. Es gibt wenige Orte, die so

perfekt sind, um ein Restaurant zu führen.

Warum?

Das liegt an den Baslerinnen und Baslern.

Sie sind ganz tolle Gäste, extrem offen,

wahnsinnig loyal, lassen sich auf alles ein

und kommen immer wieder. Die Basler sind

echte Geniesser. Es ist in in dieser Stadt

wichtig, dass man gut isst und sich auch

mal verwöhnen lässt. Und das mit viel Stil

und nicht etwa protzig. Mir entspricht das

Offene, Natürliche und Neugierige sehr

und so erlebe ich meine Gäste. Mir bereitet

das grosse Freude.

War das schon vor 14 Jahren so, als Sie

das «Stucki» frisch übernommen haben?

Das Haus hatte mit der Schweizer Kochlegende

Hans Stucki ja bereits eine grosse

Geschichte.

Ich muss gestehen, dass ich das «Stucki»

relativ blauäugig übernommen habe und

mir vorab nicht viele Gedanken gemacht

habe über die Geschichte oder die Tradition

des Hauses. Ich fand alles von Anfang an so

toll hier, dass ich nie daran gezweifelt habe,

dass es ein grosser Erfolg wird. Die Energie

in dem Haus ist super. Und dann habe ich

einfach gemacht. Ich glaube es war gut,

dass ich einfach drauf los ging.

Sie haben sich in Ihrem «Stucki» zu einer

der besten Köchinnen der Schweiz entwickelt,

wie hat sich die Stadt Basel in der

Zeit verändert?

Die Stadt entwickelt sich natürlich stetig

weiter, aber in einem gemächlichen Tempo.

Es ist ein Wandel in der Beständigkeit. Das

ist auch bei uns so. Alle wichtigen Leute in

meinem Restaurant sind von Beginn an

dabei. Wir machen immer wieder Neues

aber wir haben unsere Basis. Ein sehr

gesundes Fundament. Erschüttern kann

man uns nicht so leicht – trotzdem sind wir

offen und neugierig.

Für den Charity-Anlass «Chefs for Peace»

im Rahmen des Fussballspiels FC Basel

gegen FC Dynamo Kyiv Anfang Mai

haben Sie innert weniger Tage einige

hochkarätige Basler Kollegen zusammengetrommelt

– es war der erste Anlass dieser

Art in Basel. Das würde auch nicht überall

funktionieren.

Ja, da war wirklich toll. Es war sehr kurzfristig:

Ich habe meine Kollegen knappe

drei Wochen vor dem Anlass angerufen.

Alle von ihnen haben sofort zugesagt. Und

auch die Gäste kamen zahlreich, es war ein

sehr schönes Erlebnis.

Haben Sie diese Reaktion so nicht

erwartet?

Doch, ich gehe immer vom Besten aus. Ich

zweifle nicht an dem, was ich mache. Wenn

man eine Idee hat, muss man sie umsetzen.

Einfach machen. Wenn man sich bei einer

Idee fragt, ob sie gut ist, sollte man es besser

lassen, denn dann ist sie wahrscheinlich

keine gute Idee.

»ICH GEHE IMMER VOM BESTEN AUS.

ICH ZWEIFLE NICHT AN DEM, WAS ICH

MACHE. WENN MAN EINE IDEE HAT, MUSS

MAN SIE UMSETZEN. EINFACH MACHEN.«

Die Basler Gastroszene hat in den letzten

Jahren einige hochkarätige Neuzugänge

bekommen. Wie ist der Austausch untereinander

in der täglichen Arbeit?

Untereinander haben wir Gastronomen oft

weniger Kontakt, als wir uns wünschen.

Wir haben fast alle dieselben Öffnungszeiten

und Spitzen, was es teilweise schwierig

macht, sich gegenseitig zu besuchen. Da

sind Anlässe wie der Charity-Event, die

Genusswoche und die Bemühungen der

Genussstadt perfekt, um gemeinsam Dinge

zu tun. Ich freue mich immer sehr, noch

mehr und auch neue Kontakte zu knüpfen.

Es ist für mich immer eine Bereicherung mit

Kollegen gemeinsam etwas zu machen.

Was Sie mit ihren Kollegen teilen, ist

>

Fotos: perspektiv, GEORGIOS KEFALAS/Keystone/picturedesk.com

20 falstaff


TANJA GRANDITS

hat sich im Zwei-Sterne-Restaurant

«Stucki» in Basel ihre perfekte Welt geschaffen

– ein Mikrokosmos des Lächelns,

der Aromen und der Freude am Essen.

Das ist letztlich, was die beste Köchin der

Schweiz auszeichnet: Die Fähigkeit, genau

das zu tun, was sie für richtig hält, und

damit die Menschen um sie herum zu begeistern

– Gäste, Mitarbeiter oder Berufskollegen.

Tanja Grandits kocht, ist Gastgeberin,

Buchautorin und Unternehmerin.

Seit 2001 ist sie selbstständig und führt

mittlerweile ein Team von über 40 Angestellten.

2022 ist sie Patin der Schweizer

Genusswoche.

falstaff 21


asel / INTERVIEW

>

der Standort Basel, eine Stadt am Rhein

im Dreiländereck. Inwiefern prägt Sie die

spezielle Lage Basels in Ihrer Arbeit?

Das ist tatsächlich ein grosser Einfluss. Wir

können hier im Dreiländereck auf zahlreiche

Dinge zurückgreifen, die direkt hinter

der Grenze zu finden sind. Beim Käse beispielsweise

arbeiten wir mit einem Affineur

aus dem Elsass. Natürlich haben wir in der

Schweiz auch tollen Käse und auch diesen

bieten wir an, doch es ist schön, dass unser

Affineur aus Frankreich einfach schnell

vorbeikommen kann. Allgemein schätze ich

unsere Region als erstklassig ein, was die

landwirtschaftlichen Produkte betrifft. Es

gibt eine Fülle von Erstklassigem hier. Wir

haben besten Wein, unglaubliches Fleisch

und so tolles Gemüse. Aber auch Produkte

wie erstklassige Nussöle, die viele bei uns

gar nicht kennen und sogar in der Spitzenküche

in Kopenhagen Verwendung finden.

»ES GIBT EINE

FÜLLE VON

ERSTKLASSIGEM

HIER. WIR HABEN

BESTEN WEIN,

UNGLAUBLICHES FLEISCH

UND SO TOLLES GEMÜSE.«

Sie selbst stammen aber von der anderen

Seite der Grenze, aus Deutschland. Welche

Rolle spielt für sie persönlich die nahe

Grenze?

Ich nehme sie nicht wahr. Ich bin gebürtige

Deutsche, aber auch halb Österreicherin.

Ich habe jetzt nach 22 Jahren einen Antrag

auf den Schweizer Pass gestellt. Ich habe

alle Nationen, die Deutsch sprechen, in mir.

Darum sind Grenzen für mich nicht so

wichtig, genauso wie die Nationalität einer

Person nicht wichtig für mich ist. Ich fühle

mich hier sehr wohl. Basel ist meine Heimat

geworden. Und auch die Heimat von meiner

Tochter Emma, sie wird im August

17 Jahre alt.

Was hat ihre Heimat Basel denn zu bieten?

Es scheint, als sei die Lebensqualität hier

besonders hoch.

Was diese Stadt bietet, ist immens. Die ganze

kulturelle Vielfalt etwa. Wir haben hier

beispielsweise die besten Museen der

Schweiz. Auch sonst kann man hier alles

machen, jede Freizeitaktivität, die es überhaupt

gibt. Gerade wenn die Freizeit so

beschränkt ist wie in unserem Beruf, ist das

natürlich schon herrlich.

Viele ihrer Mitarbeiter begleiten Sie schon

viele Jahre, einige sind gar seit dem Anfang

dabei. Steckt dahinter ein Geheimnis?

>

Fotos: DigitaIe Massarbeit/digitalemassarbeit.ch

22 falstaff


April bis

Oktober

2022

genussstadtbasel.ch

BASEL –

STADT DER

GENÜSSE

Hauptpartner:

Partner:

Medienpartner:


asel / INTERVIEW

>

Das «Stucki» ist ein spezieller Ort.

Wir schaffen eine Atmosphäre, in der man

sich wohlfühlt. Als Gast, aber auch als

Mitarbeiter. Morgens während der Miseen-Place

wird gelacht, wir hören Musik.

Jeder ist natürlich konzentriert und fokussiert.

Wir geniessen es miteinander Zeit zu

verbringen. Man muss das als Chefin auch

vorleben. Ich habe mittlerweile 45 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter und möchte

zeigen, dass es auch leicht sein kann, ohne

Druck. Man arbeitet besser, wenn man entspannt

ist. Und man kann besser kochen

oder servieren, wenn die Atmosphäre

stimmt.

Und warum bleiben die Leute so lange bei

Ihnen?

Ich glaube als Chefin ist es wichtig, dass

man sein eigenes Ding macht. Dann kann

man die Leute commiten und sie bleiben

dann auch. Wenn man einfach irgendetwas

macht, geht das nicht. Ich glaube das ist

etwas, was man als Chef nie unterschätzen

darf.

Ihre Küche ist einzigartig und hat eine starke

Handschrift. Ein Gourmet erkennt Ihre

Teller ohne sie zu kosten – nur schon der

Farben wegen. Sie sagten über diese Einschränkung,

die Sie sich selbst auferlegen,

dass sie ihre Kreativität beflügelt.

Ja, diese Beschränkung ist wohltuend und

macht kreativ.

Ist das etwas, was für Sie auch in anderen

Lebensbereichen wichtig ist? Diese Reduktion?

Reduktion und Klarheit sind für mich in all

meinem Schaffen zentral. Das ist das, was

einem Kraft und Stärke gibt. Man muss

wissen, was man will und sich nicht in

1000 Dingen verlieren. Reduktion und

Klarheit sind wirklich wichtig, genauso wie

Offenheit oder Neugierde natürlich.

Diese Klarheit kommt auch bei Ihren Kochbüchern

zum Ausdruck. Als Buchautorin

haben sie eine ganz andere Rolle als im

Restaurant. Sie müssen den Lesern Dinge

an die Hand geben, die sie zu Hause umsetzen

können.

Ja, das ist wirklich etwas anderes, als für sie

zu kochen. Ich habe bis jetzt sieben

>

»REDUKTION UND

KLARHEIT SIND

FÜR MICH IN

ALL MEINEM

SCHAFFEN

ZENTRAL. DAS

IST DAS, WAS

EINEM KRAFT

UND STÄRKE GIBT.«

Fotos: DigitaIe Massarbeit/digitalemassarbeit.ch

24 falstaff


Nebenan

produziert

von hier

zu dir

Kurz

transportiert

Fair

bezahlt

Bewusst

geniessen

Unter der Marke «Aus Stadt und Land» bieten wir dir

lokale Produkte direkt von Betrieben aus der Region an.


asel / INTERVIEW

>

Kochbücher herausgebracht. Mein letztes

Buch – Tanja vegetarisch – war unglaublich

erfolgreich. Bis heute wurden mehr als

40 000 Exemplare davon verkauft. Es

erschien wohl genau zum richtigen Zeitpunkt,

während der Pandemie. Ich habe

selbst gemerkt, wie die Leute ihr Bewusstsein

verändert haben in dieser Zeit. Seit

dem Lockdown und dem Buch verkaufen

wir viel mehr vegetarische Menus. Die

Kochbücher sind auch ein Marketingtool

fürs Restaurant.

»ICH UND MEINE TOCHTER ESSEN DAHEIM,

PRIVAT, IMMER VEGETARISCH. WENN ICH EINEN

KOCHKOLLEGEN BESUCHE UND DER MACHT EIN

TOLLES MENU MIT FISCH ODER FLEISCH, DANN

ESSE ICH DAS UND GENIESSE DAS.«

Plant-based ist der Trend der Stunde.

Sie haben einige Kollegen, die ganz umgestellt

haben und keine tierischen Produkte

mehr servieren. Wäre das für Sie auch

denkbar?

Nein, im Moment nicht. Wir bieten beides

an. Nach wie vor glaube ich, dass meine

Gäste die Option erwarten, Fleisch essen

zu können. Ich finde es auch schön, gute

und vertretbare Produkte in der Region

zu finden und diese meinen Gästen anzubieten.

Ich und meine Tochter essen

daheim, privat, immer vegetarisch. Wenn

ich einen Kochkollegen besuche und der

macht ein tolles Menu mit Fisch oder

Fleisch, dann esse ich das und geniesse

das, weil ich weiss, dass die Produkte von

bester Herkunft und gut zubereitet sind. Ich

habe viele Gäste, die das auch so machen.

Sie gönnen sich bei uns dann einen Fischoder

Fleischgang. Wir machen daraus

gemeinsam etwas Besonderes. Und das

ist schön.

In ihrem Laden bieten Sie auch Produkte

für die heimische Küche an. Um diesen

zu besuchen, muss man nicht mal die

Treppenstufen zum Restauranteingang

hochsteigen.

Genau, da ist die Schwellenangst klein.

Während des Lockdowns haben wir im

Laden Take-away angeboten. Die Köche

haben oben gekocht und das Servicepersonal

war unten im Laden. Das hat eine noch

stärkere Verbindung mit den Leuten aus

dem Quartier und der Stadt geknüpft. Die

Leute waren teilweise jeden Tag im Laden,

obwohl sie unser Restaurant zuvor noch

nie besucht hatten. Als wir wieder öffnen

durften, sind sie dann teilweise wirklich

gekommen. Das ist wunderschön.

<

Fotos: DigitaIe Massarbeit/digitalemassarbeit.ch, GEORGIOS KEFALAS/Keystone/picturedesk.com

26 falstaff


KULINARISCHE GENUSSORTE

UNBEK ANNTES ELDORADO

FÜR GAUMENFREUDEN

Die Schweiz ist das Land mit der höchsten Anzahl von Michelin-Sterne-

Restaurants pro Kopf in Europa. Die «Kulinarischen Genussorte» laden ein,

neue Regionen durch authentische und originelle Erlebnisse zu entdecken.

In den Salzbergwerken von

Bex können sich die Besucher

durch die Stollen in die Mine

wagen, die Geschichte des Ortes

entdecken und vor allem den

Herstellungsprozess der

«Fleur des Alpes» miterleben.

ADVERTORIAL Fotos: ©C hristian Guerra; Salines Suisses; beigestellt

Ganz nach der Devise «klein, aber

fein», ist die Schweiz genauso

«klein, aber vielfältig». In der Tat

ist seine Gastronomie noch vielfältiger

als die wunderschönen Landschaften

oder die vier Sprachregionen.

Jede Region – ja fast jedes Tal – hat eine

Spezialität, die es zu entdecken gilt; auch

ausserhalb von Sternerestaurants, in urchigen

Berghäusern, authentischen Gasthöfen

oder trendigen Cafés. Hinter den klassischen

Klischees über Fondue und Schokolade verbirgt

sich eine grosse kulinarische Varietät

von Fleischspezialitäten, Käsesorten, Broten,

vegetarischen Gerichten, raffinierten Weinen

(Merlot, Chasselas usw.), Weinbränden

(Absinth, Damassine, Schnäpse usw.) und

Süssspeisen, die so manchen Besucher

erstaunen lassen. Dank dem Netzwerk

«Kulinarische Genussorte» lässt sich diese

Vielfalt an oft unbekannten Spezialitäten in

jedem Winkel des Landes leicht entdecken

und degustieren. Ob in der internationalen

Kulturstadt Basel, den Weinbergen des Genfersees

oder des Luganersees, berühmten

Bergdestinationen wie Gstaad oder im abgelegenen,

authentischen Val Poschiavo. Die

regionale Verankerung der Schweizer Gastronomie

bietet eine hervorragende Basis für

überraschende, authentische und nachhaltige

Geschmackserlebnisse mit kurzen

Anfahrten, aber einem langfristigen Gaumengenuss.

13 Regionen sind bereits vertreten:

Ajoie, Basel-Stadt, Basel-Land, Bellelay

und Franches-Montagnes, Chablais, Grand

Entremont, Grandson, Lavaux, Morges,

Region Gstaad, Tessin, Val-de-Travers und

Val Poschiavo. Bald werden es über 20 sein.

Entdecken Sie die «Kulinarischen

Genussorte» mit #HELVETIX, dem

Schweizer Taschenmesser-Botschafter der

Gourmet-Schweiz von SWIZA®

In den kulinarischen Genussorten erleichtert

#HELVETIX die Entdeckung der lokalen

Spezialitäten und öffnet die besten Tropfen.

Nehmen Sie am Fotowettbewerb teil und

gewinnen Sie ein Wochenende für zwei im

kulinarischen Genussort ihrer Wahl.

INFO

Weitere Informationen unter

sites-du-gout.ch

falstaff 27


asel / CITY-GUIDE

Kulinarisches Kleinod: Die Stadt

Basel wartet mit einer Fülle

erstklassiger Lokale auf. Der

Falstaff-City-Guide zeigt die

Top-Betriebe auf einen Blick.

Die besten Restaurants und Beizen, die schönsten Cafés

und die beliebtesten Bars. Die Falstaff-Redaktion präsentiert

ihre Favoriten für einen Aufenthalt in Basel.

TEXT DOMINIK VOMBACH UND BENJAMIN HERZOG

CITY-GUIDE

BASEL

Foto: Basel Tourismus

28 falstaff


falstaff

29


asel / CITY GUIDE

DIE BESTEN

Grosse Küche ist in Basel daheim

– diese Auswahl begeistert auch

den anspruchvollsten Geniesser.

CHEVAL BLANC

99 Falstaff-Punkte sprechen eine eigene

Sprache: Das Basler «Cheval Blanc»

gehört zu den besten Restaurants im

deutschsprachigen Raum.

BEL ETAGE

Das «Bel Etage im Teufelhof»

gehört zu den Basler Fine-Dining-

Institutionen. Das Lokal gibt es seit

dem Ende der 1980er-Jahre.

CHEVAL BLANC BY PETER KNOGL

Peter Knogl kocht im «Cheval Blanc» mit der

Souveränität eines alten Hasen und der Passion

eines jungen Hüpfers. Jedem einzelnen Gericht ist

anzumerken, wie viel Akribie in seiner Entwicklung

und Zubereitung steckt.

Blumenrain 8, 4001 Basel,

T: +41 61 2605007, chevalblancbasel.com

RESTAURANT STUCKI

Tanja Grandits’ «Restaurant Stucki» gehört

zweifelsohne zu den besten Adressen der Schweiz.

Chefin Grandits konzentriert sich auf das Wesentliche,

ihr Flair für Kräuter und Gewürze sowie ihr

artistisches Layout sind längst legendär.

Bruderholzallee 42, 4059 Basel,

T: +41 61 3618222, tanjagrandits.ch

ROOTS – PASCAL STEFFEN

In edler Atmosphäre direkt am Rheinufer geniesst

man im «Roots» die spannenden Kreationen des

Basler Shootingstars Pascal Steffen. Im Zentrum

seiner Küche steht das Gemüse, tierische Proteine

spielen eine Nebenrolle.

Mülhauserstrasse 17, 4056 Basel,

T: +41 61 3221056, roots-basel.ch

BEL ETAGE IM TEUFELHOF

Das «Bel Etage im Teufelhof» ist eine Basler

Fine-Dining-Institution, genau wie Chefkoch Michael

Baader, der seit der Eröffnung des Hauses 1989

verantwortlich für die Küche ist. Im «Bel Etage»

serviert er eine saisonale, schnörkellose

Gourmetküche.

Leonhardsgraben 49, 4051 Basel,

T: +41 61 2611010, teufelhof.com

OLIV

Didier Bitsch (r.) ist seit 2010 Küchenchef

im Basler Restaurant «Oliv». Das Lokal ist

eine Gourmet-Institution: Es existiert seit

mehr als 40 Jahren.

IM ACKERMANNSHOF

Flavio Fermi präsentiert eine modern-mediterran

interpretierte Küche, die seine schweizerischen und

italienischen Wurzeln verbindet, das Ambiente ist

ungezwungen und familiär.

St. Johanns Vorstadt 19/21, 4056 Basel,

T: +41 61 5512244, ackermannshof.ch

OLIV

Seit bald 40 Jahren geniesst man im Restaurant

Oliv – früher rein französisch, heute

mediterran, gewürzt mit einem

Hauch Asien. LangjährigerKüchenchef

ist Didier Bitsch.

Bachlettenstrasse 1

4054 Basel

T: +41 61 2830303

restaurantoliv.ch

RESTAURANT LA

Sympathisches Restaurant

unweit des Stadtzentrums.

Die Küche ist modern, die

Weinkarte aufs Wesentliche

reduziert und der Service von

Gastgeber Salvatore Mantelli

Fotos: Geri Born Schweizer Illustrierte, Ismael Lorenzo, hoto Christian Jaeggi, Olivier Benoin, beigestellt

30 falstaff


GOURMET-RESTAURANTS

IM ACKERMANNSHOF

Flavio Fermi gehört zu den Lieblingen der Baslerinnen und Basler.

Er ist ein Meister der hochstehenden, italienischen Küche.

herzlich. Seit Neuer Küchenchef ist

Matthieu Judenne.

St. Johanns-Vorstadt 13, 4056 Basel,

T: +41 61 5349669, restaurant-la.com

CHEZ DONATI

Das Chez Donati ist eine Basler Institution und

berühmt für seine Klassiker aus der französischen

und italienischen Küche. Im stilvollen Speisesaal

oder auf der Rheinterrasse geniesst man durchaus

feudal.

St. Johanns-Vorstadt 48, 4056 Basel

T: +41 61 3220919, bindella.ch

RESTAURANT LA

Seit Kurzem ist der Franzose Matthieu

Judenne verantwortlich für die Küche im

«Restaurant LA». Gastgeber Salvatore

Mantelli sorgt für bestes Ambiente.

ROTER BÄREN

Grossartig sind die kleinen Gerichte im Restaurant

«Roter Bären». Auf eine klassische Menüfolge wird

verzichtet, dafür stellt man sich seine Selektion der

kleinen Köstlichkeiten selbst zusammen.

Ochsengasse 17, 4058 Basel

T: +41 61 2610261, roterbaeren.ch

ZUM WILDE MAA

Andreas Schürmanns Basler Kultbeiz orientiert

sich an regionalen und saisonalen Produkten.

Jedes Gericht wird frisch zubereitet und ohne

Schnickschnack auf den Punkt gebracht. Die übersichtliche

Weinkarte ist hervorragend bestückt.

Oetlingerstrasse 165, 4057 Basel

T: +41 61 3631919, zumwildemaa.ch

falstaff

31


asel / CITY GUIDE

DIE BESTE

Basel ist ein Schmelztiegel

der Kulturen – das zeigt sich

auch in der Kulinarik. Die

verschiedensten Küchen

der Welt lassen sich hier

erstklassig erleben.

ACQUA

Italianità meets Urban Lifestyle, das ist die Osteria

Acqua in den alten Mauern des Wasserwerks. Wo

früher Fuhrwerke standen, sprudelt heute italienisches

Lebenselixier.

Binningerstrasse 14, 4051 Basel

T: +41 61 5646666, acquabasilea.ch

NOOHN

Das «Noohn» verbindet asiatische und europäische

Einflüsse. Eine Attraktion ist die Sushibar, in deren

Mitte die Speisen von asiatischen Sushi-Mastern

vor den Gästen frisch zubereitet werden.

Henric Petri-Strasse 12, 4051 Basel

T: +41 61 2811414, noohn.ch

GATTO NERO

Im Kleinbasler Ristorante Gatto Nero von Matthias

Tedesco vereint sich die Seele Italiens auf 40 Quadratmetern.

Die Speisekarte ist gespickt mit Klassikern

des Belpaese und die Atmosphäre herzlichrustikal.

Die hausgemachten Wildsau-Ravioli

sollten sie probieren.

Oetlingerstrasse 63, 4057 Basel, T: +41 61 6815056

ACQUA

Osteria, Lounge, Bar und Caffè:

Das «Acqua» gehört zu den besten

italienischen Lokalen Basels.

NOOHN

Das «Noohn» verbindet die Geschmäcker

Asiens mit europäischen Einflüssen.

Das Lokal verfügt über mehr als

600 Quadratmeter Gastfläche – inklusive

grosszügigen Aussenbereichen.

CHANTHABURI RESTAURANT SAIRUNG

Sairung Suksamran stammt aus Chanthaburi in

Thailand. Seit 2005 zaubert sie in ihrem «Chanthaburi

Restaurant Sairung» die Gerichte ihrer Heimat

unverfälscht auf die Teller.

Feldbergstrasse 57, 4057 Basel

T: +41 61 6832223, chanthaburi.ch

FUTO

Das China-Restaurant «FuTo» bietet

ein grosses Angebot an authentischen

Hongkong- und kantonesischen

Spezialitäten. Alle Gerichte

werden aus frischen und qualitativ

hochwertigen Zutaten zubereitet.

Hochstrasse 51, 4051 Basel

T: +41 61 3612828

restaurant-futo.ch

KNOCK ON WOOD AT EULER

Das Restaurant «Knock on Wood» im

«Hotel Euler» widmet sich kulinarisch

voll und ganz der vietnamesischen Küche.

Mit modernem Twist, wird sie hier auf Fine-

Dining-Niveau gehoben.

Centralbahnplatz 14, 4002 Basel

T: +41 79 3273899, knockonwoodateuler.com

MIRAI

Die Gerichte im «Mirai» basieren auf einer modernen

Küche im japanischen Stil, die auf den Grundlagen

der französischen Küche aufbaut. Bekannt ist

der Ort vor allem für seine erstklassigen, hausge-

Fotos: Claudia Link, Donata Ettlin, Copyright 2021 okaeri GmbH, beigestellt

32 falstaff


INTERNATIONALE KÜCHE

MIAKE IZAKYA

Izakayas – japanische Gastropubs –

erfreuen sich auch hierzulande

wachsender Beliebtheit. Das «Miake

Izakaya» ist das erste in Basel.

machten Ramen.

Sternengasse 10, 4051 Basel

T: +41 61 2714040, mirai.ch

MIAKE IZAKAYA

Ein Izakaya ist ein japanisches Gastropub. Das

«Miake Izakaya» gehört zu den ersten seiner Art

in Basel. Der Ort mit authentischem Ambiente

und Angebot befindet sich im aufstrebenden

Gundeli-Quartier.

Sempacherstrasse 7, 4053 Basel

T: +41 61 3111313, miake.ch

NOMAD

Der Name lässt es vermuten:

In der «Nomad Eatery» gibt es Gerichte

gegen das Fernweh – die Rezepte

stammen aus aller Welt.

NOMAD EATERY

In der stylischen «Nomad Eatery» lässt sich das

kulinarische Fernweh stillen. Auf der Karte finden

sich Entdeckungen aus aller Welt, die in unkomplizierter

Atmosphäre serviert werden.

Brunngässlein 8, 4052 Basel

T: +41 61 6909160, nomad.ch

ISBILIR RESTAURANT

Was wäre eine Auswahl internationaler

Restaurants ohne

Döner? Den besten der Stadt

kriegt man im «Restaurant

Isbilir» in Kleinbasel. In diesen

Döner kommen nur

beste Zutaten, das luftige

Taschenbrot wird stets

frisch gebacken.

Feldbergstrasse 113,

4057 Basel

T: +41 61 6837737,

isbilir-restaurant-basel.ch

falstaff

33


asel / CITY GUIDE

DIE BESTEN

BEIZEN

TAVERNE

JOHANN

Christian Hartmann orientiert sich

an den saisonalen Produkten der

Region. Wild kauft er direkt beim

Jäger und als ganzes Tier ein.

SILO SOULFOOD

Silo Soulfood zeichnet sich durch ein abwechslungsreiches

kulinarisches Angebot aus – egal zu welcher Tageszeit.

Spannende Klassiker aus der Welt des soul foods und

neuartige Gerichte aus der ganzen Welt wechseln sich hier ab.

Die Basler Restaurant- und

Beizenkultur ist vielfältig. Diese

15 Lokale servieren regionale

Genüsse auf Top-Niveau.

TAVERNE JOHANN

Die sympathische Quartierbeiz setzt auf der ganzen

Linie auf Nachhaltigkeit. Begonnen bei der Auswahl

der Produkte bis hin zu den Beziehungen zu den

Produzenten – die Jäger liefern hier ganze Tiere an. Die

Gerichte sind mal modern, mal traditionell interpretiert.

St. Johanns-Ring 34, 4056 Basel

T: +41 61 5012777, tavernejohann.ch

RESTAURANT HASENBURG

In der urchigen Traditionsbeiz mitten in Basel schafft

Gastgeber Daniel Riederer den Spagat zwischen Tradition

und Moderne mit Bravour. Er serviert Klassiker wie

Geschnetzeltes mit Rösti, aber auch seine bunte Salat-

Bowl, den grillierten Halloumi oder den hausgeräucherten

Lachs.

Schneidergasse 20, 4051 Basel

T: +41 61 2613258, hasenburg.swiss

ZUM GOLDENEN FASS

Im lebendigen Kleinbasel haben Gilbert Engelhard,

Bettina Larghi und Ueli Gerber mit dem «Goldenen

Fass» einen Ort für Kulinarik und Kultur geschaffen.

Die Küche ist radikal saisonal und setzt voll auf

regionale, naturnahe und nachhaltige Produkte.

Hammerstrasse 108, 4057 Basel

T: +41 61 6933400, goldenes-fass.ch

RHYSCHÄNZLI

Im Restaurant «Rhyschänzli» stehen bekannte Klassiker

aus besten regionalen Zutaten im Zentrum. Karnivoren

schwören auf den berühmten Hackbraten, das Dry-aged

Bier-Schweinskotelett oder das Côte de Bœuf.

Lichtstrasse 9, 4056 Basel

T: +41 61 2722323, rhyschaenzli.ch

RHYSCHÄNZLI

Beste regionale

Zutaten und klassische

Rezepte – das

«Rhyschänzli» ist ein

Garant für regionale

Küche mit dem

gewissen Etwas.

UFER 7

Mit direktem Blick auf den Rhein geniesst man im

«Ufer 7» die unkomplizierte Atmosphäre, feine Drinks

und Speisen. Man setzt auf eine einfache, aber feine

Küche – «schweizerisch, regional, urban und kreativ.»

Untere Rheingasse 11, 4058 Basel

T: +41 61 5510077, ufer7.ch

VOLKSHAUS BRASSERIE

Die Stararchitekten Herzog & de Meuron haben der Bar

und Brasserie im «Volkshaus Basel» Grossstadtatmosphäre

eingehaucht. Kulinarisch bietet das Haus eine

Kombination von Schweizer und französischer Küche.

Rebgasse 12-14, 4058 Basel

T: +41 61 6909310, volkshaus-basel.ch

SILO SOULFOOD

Im einstigen Getreidespeicher von 1912 wird serviert,

was die Seele begehrt: Bowls zum Lunch,

Caesar Salad, Mac&Cheese, Stews oder Pork

Ribs am Abend. Wer will, kann sich seinen perfekten

Soulfood-Teller frei zusammenstellen.

Signalstrasse 37, 4058 Basel

T: +41 61 5550606, silobasel.com

Fotos: Marc Gilgen, beigestellt

34 falstaff


Entdecke in Basel digitale Kunst

in einer neuen Dimension.

ARTour

Andy Picci, Erika Marthins, Manuel Rossner, Marc Lee,

Mélodie Mousset, MengXuan Sun, Studer / van den Berg,

Studio Above and Below, Tabita Rezaire, Tamiko Thiel

Jetzt entdecken!

artour.basel.com

In Kooperation mit


UFER 7

Nur schon der Lage direkt am

Rhein wegen einen Besuch wert:

Die Küche im «Ufer 7» ist einfach,

aber hochwertig.

DIE BESTEN

BEIZEN

DIE BESTEN

BEIZEN

RESTAURANT ZUM TELL

Ein Besuch im «Restaurant zum Tell» ist wie ein Abend

in der eigenen Stube, man fühlt sich wohl, isst, trinkt

und lacht. In der gediegenen Quartiersbeiz geniesst

man mit Freunden regionale und Bündner Spezialitäten

wie Capuns und leckere Schmorgerichte.

Spalenvorstadt 38, 4051 Basel

T: +41 61 2620280, zumtellbasel.ch

SAFRAN ZUNFT

Die Safran Zunft wurde im Mittelalter als eine der vier

Basler Herrenzünfte gegründet. Das Ambiente versprüht

viel Tradition, die Speisekarte ist modern und

kreativ. Sie bietet eine schöne Auswahl an Schweizer

Klassikern, mediterranen Gerichten und asiatischen

Köstlichkeiten.

Gerbergasse 11, 4001 Basel

T: +41 61 2699494, safran-zunft.ch

RHIN BLEU

Das «Le Rhin Bleu» befindet sich überhalb des Rheinbads

Breite, einer Konstruktion von Badeplattformen

im Rhein. Neben grandioser Aussicht und mediterranem

Ambiente gibt es hier elegante, einfache

Gerichte zu geniessen.

St. Alban-Rheinweg 195, 4052 Basel

T: +41 61 3115353, lerhinbleu.ch

ALCHEMIST

Das «Alchemist» beim Lällenkönig ist ein Ort, an dem

sich Experimentierfreude, Genuss und Wohlbefinden

vereinen. Die Karte bietet geschmacksintensive, authentische

Gerichte aus aller Welt. Soulfood im besten Sinne.

Schifflände 1, 4051 Basel

T: +41 61 5618868, alchemistbasel.ch

ALCHEMIST

Ein besonderer Fokus liegt bei

den Gerichten des «Alchemist»

auf Schmorgerichten und

pflanzenbasierten Kreationen.

VOLKSHAUS BRASSERIE

Die «Volkshaus Brasserie» haben die Stararchitekten Herzog &

De Meuron gestaltet. Auch auf die Teller gib es Hochkarätiges.

DIE SAUEREI

Tradition und Brauch werden in der «Sauerei» hochgehalten.

Aus Produkten von ausgewählten Produzenten

werden hier bodenständige Köstlichkeiten gezaubert.

Die Bier-Bibel des Hauses hat ihren Namen wirklich

verdient.

Klingental 20, 4058 Basel

T: +41 61 6816248, die-sauerei.ch

CANTINA DON CAMILLO

Kreativ, vegan, bio. All das wird in der «Cantina Don

Camillo» seit 1997 gelebt. In der Küche bewegt man

sich stilistisch frei. Die Atmosphäre ist locker und die

Weinkarte umfassend.

Burgweg 7, 4058 Basel

T: +41 61 6930507, cantina-doncamillo.ch

ZUM ONKEL

Charmantes Quartierrestaurant im Kleinbasler

Matthäusquartier. Kleine, aber feine Karte, basierend

auf regionalen Produkten. Samstags und sonntags

gibt es hier einen grossen Brunch.

Mörsbergerstrasse 2, 4057 Basel

T: +41 61 5546530, zum-onkel.ch

RESTAURANT ZUR MÄGD

Im altehrwürdigen Zunfthaus hat früher Hans Holbein

getafelt, heute ist das Lokal in der trendigen St.

Johanns-Vorstadt ein Lokal für Geniesser aller Art.

0Ob zum Lunch, zum Tête-à-Tête oder Apéro im lauschigen

Garten und zur Zigarre im gemütlichen Fumoir.

St. Johanns-Vorstadt 29, 4056 Basel

T: +41 61 2815010, zurmaegd.ch

Fotos: Ufer 7, Olivia Pulver - Glanzlicht Fotografie, beigestellt

36 falstaff


Basels farbige Saison

Mai bis September

Das Stadtraum Festival

Création jjsscc.ch


asel / CITY GUIDE

DIE BESTEN

BARS

Basel ist das Mekka für

Cocktail-Afficionados in der

Schweiz. Das sind die besten

Adressen.

ANGEL’S SHARE

Das «Angel’s Share» gehört zu den besten Bars der

Schweiz. Das Team liest den Gästen die Wünsche von

den Augen ab und mixt Erstklassiges.

ANGEL’S SHARE

Mitten im Basler Bermudadreieck liegt eine der besten

Bars des Landes: Die «Angel’s Share» Cocktail Bar.

Hier lassen sich bei bester Beratung moderne

Cocktailkreationen, vergessene Klassiker und rare

Whisk(e)ys geniessen.

Feldbergstrasse 51, 4057 Basel

T: +41 79 6093107, angelsshare.bar

BAR LES TROIS ROIS

Die raffiniert komponierten Drinks vom mehrfach ausgezeichneten

Chef de Bar Thomas Huhn machen die Bar im

«Les Trois Rois» zum Pflichtbesuch in Basel. Den kleinen

Hunger stillen auserlesene Häppchen. Klassisch durch

und durch.

Blumenrain 8, 4051 Basel

T: + 41 61 2605002, lestroisrois.com

BALTAZAR

Stylische 70er-Atmosphäre drinnen und eine wunderschöne

Terrasse mit Blick auf die Stadt draussen

machen die «Baltazar Bar» zu einem Highlight in Basel.

Auf Spirituosenliebhaber wartet zudem eine grosse

Auswahl an exquisiten Flaschen.

Steinenbachgässlein 34, 4051 Basel

T: +41 61 2831818, baltazarbar.ch

BAR LES TROIS ROIS

Die feudale Bar des Fünf-Sterne-Hauses «Les Trois

Rois» gehört zu den besten der Stadt. Ein Besuch ist

für Cocktailafficionados Pflicht.

WERK 8

Cocktails treffen auf Soulfood und

einzigartiges Industriechic-Ambiente: Das

«Werk 8» im Quartier Gundeldingen.

CAMPARI BAR

Die einzigartige «Campari Bar» lockt mit Cocktailkunst

vom Feinsten. Angeschlossen an die Basler Kunsthalle

ist sie einer der spannendsten Treffpunkte der Stadt. Den

Feierabend-Drink geniesst man unter grossen Kastanienbäumen,

direkt am Tresen oder der Sonnenterrasse.

Steinenberg 7, 4051 Basel

T: +41 61 2728383, restaurant-kunsthalle.ch

WERK 8

Das «Werk 8» liegt im ehemaligen Areal der Maschinenfabrik

Sulzer-Burckhardt im Basler Quartier Gundeldingen.

Die Atmosphäre ist geprägt vom Industrie-Chic

der ausladenden Halle, die Crew der Bar- und Restaurantbereiche

befeuert sich gegenseitig mit innovativen

Cocktails und Soul Food.

Dornacherstrasse 192, 4053 Basel

T: +41 61 5510880, werkacht.ch

BARFLY

Das Basler «Barfly» setzt voll auf die Trendspirituose

Gin. Mit mehr als 300 Etiketten gehört es zu den bestsortieren

Gin-Bars der Schweiz. Neben Cocktails bietet

das Team auch Gin-Tastings an.

St. Johanns-Vorstadt 11, 4056 Basel

T: +41 061 2620138, bar-fly.ch

ZUM KUSS

Tagsüber führt die Bar «Zum Kuss» beste Kaffee- und

Tee-Spezialitäten. Am Abend wählt man in gediegener,

gemütlicher Atmosphäre aus der umfangreichen Barkarte

einen Drink oder lässt sich mit einem Champagner-

Fotos: Andreas Zimmermann Fotografie, beigestellt

38 falstaff


Cocktail verwöhnen. Zudem gibt es diverse Tagesangebote,

die den kleinen Hunger stillen.

Elisabethenstrasse 59, 4051 Basel

T: +41 61 2716030, zumkuss.ch

LORA

Lora steht für hochwertigen und zeitgemässen

Genuss. Die Leidenschaft für Spirituosen und

Mixology ist stets spürbar. Dementsprechend

vielfältig ist auch die Auswahl an

anspruchsvollen Drinks. Das stilvolle

Ambiente erinnert an eine Orangerie im

modernen Stil.

Centralbahnstrasse 10, 4051 Basel

T: +41 77 2676126, lorabasel.ch

RENÉE

Die Szenebar mit urbanem Flair ist vor

allem für Champagnerfans eine wahre

Oase. Die Auswahl ist mannigfaltig und

sucht in Basel seinesgleichen. Auch

Cocktailfans kommen hier nicht zu kurz, denn

das freundliche Barteam besticht mit wunderbaren

Eigenkreationen.

Klingental 18, 4058 Basel, renee.ch

HERZ

Geniesser können sich hier von den immer wieder

wechselnden Cocktailkreationen verwöhnen lassen.

Häufig Saisonales, genauso wie Modernes oder

Klassisches. Viele der Spirituosen kommen direkt

aus der Umgebung. Natürlich lässt sich hier auch

ein gutes Bier geniessen.

Clarastrasse 11, 4058 Basel, herzbasel.com

CAMPARI BAR

Die «Campari Bar», angeschlossen

an die Basler Kunsthalle,

gehört zu den spannendsten

Treffpunkten der Stadt.

LORA BAR

«Lora» steht für modernen, zeitgemässen

Bargenuss. Die Leidenschaft für Mixology

ist stets spürbar.

falstaff

39


asel / CITY GUIDE

DIE BESTEN

MUSEEN

Basel wartet mit einigen

der legendärsten Museen

der Schweiz auf. Diese fünf

sollten Sie auf keinen Fall

verpassen.

KUNSTMUSEUM BASEL

Das Kunstmuseum Basel gehört zu den ältesten

öffentlich zugänglichen Kunstsammlungen der Welt. Rund

4000 Werke lassen sich hier heute bestaunen.

FONDATION BEYELER

Die Fondation Beyeler ist das meistbesuchte

Kunstmuseum der Schweiz. Die Sammlung umfasst

mehr als 400 Meisterwerke.

FONDATION BEYELER

Das Museum im idyllischen Berower Park ist das

meistbesuchte Kunstmuseum der Schweiz. Die

Sammlung umfasst über 400 Meisterwerke der

Moderne und Gegenwart – von Picasso bis Warhol.

Zudem finden mehrmals jährlich temporäre

Ausstellungen statt.

Baselstrasse 101, 4125 Basel

T: +41 61 6459700, fondationbayeler.ch

KUNSTMUSEUM BASEL

Das Kunstmuseum Basel gilt als erste öffentlich

zugängliche Kunstsammlung der Welt. Rund

4000 Gemälde, Skulpturen und Installationen lassen

sich hier heute bestauenen. Darunter Werke

von Joseph Beuys, Cézanne und Albrecht Dürer.

St. Alban-Graben 8, 4010 Basel

T: +41 61 2066262, kunstmuseumbasel.ch

MUSEUM TINGUELY

Das von Mario Botta entworfene Museum liegt

direkt am Rhein und präsentiert die weltweit

grösste Sammlung des Künstlers Jean Tinguely.

Das vielseitige Ausstellungsprogramm sucht den

Dialog mit anderen Künstlern, Kunstformen und

Wissenschaften.

Paul Sacher-Anlage 2, 4002 Basel

T: +41 61 6819320, tinguley.ch

MUSEUM TINGUELY

Die weltweit grösste Sammlung von Werken des

Künstlers Jean Tinguely befindet sich in dem

nach ihm benannten Museum in Basel.

KUNSTHALLE BASEL

Die Kunsthalle Basel gehört zu den weltweit

renommiertesten und aktivsten öffentlichen Kunstinstitutionen.

Seit ihrer Eröffnung 1872 engagiert

sie sich für die Präsentation zeitgenössischer

Kunstpositionen. So kann die Kunsthalle Basel auf

eine lange Tradition zurückblicken, in der sie stets

die Avantgarde unterstützt und die akzeptierten

Grenzen zeitgenössischer Kunst erweitert hat.

Steinenberg 7, 4051 Basel

T: +41 61 2069900

kunsthallebasel.ch

VITRA DESIGN MUSEUM

Das Museum zählt zu den führenden Designmuseen

weltweit. Es erforscht und vermittelt die

Geschichte und Gegenwart des Designs. Das

Hauptgebäude, entworfen von Frank Gehry, präsentiert

jährlich zwei grosse Wecheslausstellungen.

Charles-Eames-Str. 2, D-79576 Weil am Rhein

T: +49 7621 702 3200

design-museum.de

40 falstaff


Die Cafékultur gehört zu Basel.

Eine Pause in einem dieser

fünf Lokale ist besonders

zu empfehlen.

CAFÉ FRÜHLING

Das Kleinbasler «Café frühling» ist Kult – weit über

Basel hinaus. Betrieben wird es von den

Kaffeemacher:innen, die zu den Pionieren des Speciality

Coffees in der Schweiz gehören. Logisch kommt

hier nur Erstklassiges in die Tasse und auf die Teller.

Klybeckstrasse 69, 4057 Basel

T: +41 61 5448038, cafe-fruehling.ch

Fotos: Serge Hasenböhler, Basel Tourismus, GEORGIOS KEFALAS/Keystone/picturedesk.com, Anaïs Pohler, beigestellt

FINKMÜLLER

«Finkmüller – Coffee & Fine Goods» steht für

erstklassigen Espresso sowie hochwertige, naturnahe

und gesunde Küche. Das Kaffee gibt es gleich

mehrfach: an der Güterstrasse, der Klybeckstrasse

sowie in der Markthalle Basel.

Güterstrasse 104, 4053 Basel

T: +41 61 2713564, finkmueller.ch

CAFÉ SMILLA

Das «Café Smilla» ist ein kleines Quartiercafé.

Vom vielfältigen Frühstücksangebot über eigene

Ingwer- und Chai-Sirup-Kreationen bis zu Salaten,

hausgemachtem Hummus und Kuchen bleibt einem

hier fast kein Wunsch verwehrt.

Grimselstrasse 1, 4054 Basel

T: +41 61 3023131, smilla.cafe

BÄCKEREI KULT – «ELSI»

In der zweiten Filiale der hippen Handwerksbäckerei

Kult an der Elsässerstrasse gibt es neben erstklassigem

Gebäck auch feinen Café sowie ein Mittagsangebot.

Die Qualität ist allgemein hoch, alles wird

inhouse selbst gemacht.

Elsässerstrasse 43, 4056 Basel

T: +41 61 6921180, baeckereikult.ch

ÄNGEL ODER AFF

Das «Baizli» «Ängel oder Aff» befindet sich mitten

im Herzen der Basler Altstadt gleich neben dem

Marktplatz. Hier wird erstklassiger, italienischer

Kaffe serviert, dazu zahlreiche Teesorten und lokales

Bier. Schmackhafte Kleinigkeiten stillen den Hunger.

Andreasplatz 15, 4051 Basel

T: +41 78 8704142 , aengeloderaff.ch

CAFÉ FRÜHLING

Das «Café Frühlig» ist bei Schweizer Fans von

Speciality Coffee legendär. Es wir von den Kaffeemacher betrieben –

Pionieren in dem Bereich des Kaffeegenusses.

DIE BESTEN CAFÉS

CAFÉ SMILLA

Im kleinen Quartiercafé «Smilla»

trifft nordisches Design auf

hausgemachte Speisen.

BÄCKEREI KULT

Die Handwerksbäckerei «Kult» betreibt

zwei Filialen in Basel. Das liebevoll

als «Elsi» betitelte Lokal an der

Elsässerstrasse ist auch ein Café.

falstaff

41


DIE BESTEN

SHOPS

Basel ist ein Paradies für

Feinschmecker. In diesen

Läden kommen stilvolle

Geniesser voll auf ihre Kosten.

JOHANN WANNER

Die Institution für Weinhachtsfans: Im Laden von Johann Wanner

findet man ganzjährig hochwertige Weinhachtsdekoration.

STUCKI-LADEN

Im schmucken Laden von Tanja Grandits finden

Gourmets, was das Herz begehrt. Vom frischen Zopf

für den freien Samstag über Andenken bis hin zu

kleinen Geschenken. Unter anderem aus der

Tanja-Grandits-Kollektion.

Bruderholzallee 42, 4059 Basel

T: +41 61 3618222, tanjagrandits.ch

KONDITOREI GILGEN

Die Konditorei «Gilgen» befindet sich in einem kleinen

Altstadthäuschen. Sie gehört zu den Traditions -

betrieben der Stadt mit erstklassigen Spezialitäten.

LOKAL

Hier ist der Name Programm.

Im Laden «Lokal» gibt es

ausschliesslich Lebensmittel

und Spezialitäten aus der

unmittelbaren Umgebung.

JOHANN WANNER

Seit über 50 Jahren eine Institution für Weihnachtsfans

aus der ganzen Welt. In drei Stuben glitzern und glänzen

hier gläserne Zapfen, Würfel und natürlich Kugeln

aus den altehrwürdigen Glasbläser-Werkstätten in

Thüringen, Polen und Tschechien.

Spalenberg 14, 4051 Basel

T: +41 61 2614826, johannwanner.ch

LOKAL

Im «Lokal» in Basel ist der Name Programm. Hier findet

man fair und lokal produzierte Lebensmittel aus kleinbäuerlicher

Landwirtschaft und von kleinen Manufakturen.

Lokale Kreisläufe werden so bewusst gefördert.

Feldbergstrasse 26, 4057 Basel

T +41 61 5364575, lokalfeldberg.ch

OELIST MARKTHALLE

Die Manufaktur für Bio-Öle im Herzen von Kleinbasel

gibt es schon seit mehr als zehn Jahren. Die erstklassigen

Produkte werden im Geschäft in der Markthalle

verkauft oder an die Spitzengastronomie in der

ganzen Schweiz geliefert.

Steinentorberg 20, 4051 Basel

T: +41 61 2713564, oelist.ch

KONDITOREI GILGEN

Nur schon beim Betrachten der üppigen Auslage des

Altstadthäuschens läuft einem das Wasser im Mund

zusammen. Die Konditorei «Gilgen» gehört zu den

traditionsreichsten der Stadt.

Spalenberg 6, 4051 Basel

T: +41 61 2616229, gilgenag.ch

Fotos: Johann Wanner, hansjoergwalter.com, beigestellt

42 falstaff


Authentische Italianità und Basler Lokalkolorit,

gewürzt mit einem Hauch französischer

Noblesse: Diese Institution verwöhnt seine

neuen wie treuen Gäste in jeder Hinsicht –

seit über 70 Jahren! Die Terrasse überblickt

Rhein und Johanniterbrücke, der Weinkeller

präsentiert sich ebenso von feiner Hand ausgestattet

wie die Stube, wo Leuchter aus Murano-Glas

an der Decke prangen. Den Prosciutto

hobelt die blank polierte Klinge der

altehrwürdigen Berkel-Schneidemaschine

und die Speisen rollt das Team des Vollblut-

Gastgebers Salvatore Testa stilecht auf Carellos

an den Tisch. Mit Zurückhaltung und Raffinesse

inszeniert die Equipe um Alessandro

Nardiello in der Küche hochwertige Zutaten,

wobei der Chef die Classicos seiner süditalienischen

Heimat mit französischen Einflüssen

anzureichern weiss. So gehört die Scaloppina

in purgatorio dello Chef genauso zu den

Favoriten wie das Chateaubriand an

Sauce poivre noir – neben Antipasti,

Pasta-Spezialitäten, mediterranen

Fischgerichten ... Den

Dolci zum Grande Finale kann

kaum jemand widerstehen,

und wen selbst das nicht

überzeugt: Gault&Millau

würdigen das Chez Donati

mit 13 Punkten!

St. Johanns-Vorstadt 48

4056 Basel

+41 61 322 09 19

info@chez-donati.ch

Eine Osteria con molto amore – und hausgemachter

Pasta! Der Publikumsliebling am

«Barfi» würde ohne Weiteres auf ziemlich

jede Piazza zwischen Turin und Palermo passen.

Tür wie Terrasse stehen allen offen, der

Umgang ist ebenso ungezwungen wie der

schnörkellose Giro durch die Cucina Italiana.

Falknerstrasse 31

4001 Basel

+41 61 261 34 43

info@latini.ch


asel / WEIN

WINE

Fotos: Thomas Ruf

44 falstaff


IN THE CITY

Basel ist Weinstadt, doch das wissen nicht einmal die Basler selbst. Auf dem Grund des

Stadtkantons steht eines der besten Weingüter der Schweiz sowie eine Kellerei, die sogar

Trauben aus anderen Regionen in der Stadt verarbeitet – und dann ist da ja noch der Kanton

Basel-Landschaft, der die Baslerinnen und Basler mit regionalen Weinen beglückt.

TEXT DOMINIK VOMBACH

Von den Rebbergen des

Spitzenweinguts Jauslin

ist es nicht weit bis in die Stadt

Basel. Regionale Weine

sind in den dortigen Lokalen

gefragter denn je.

falstaff

45


asel / WEIN

«MAN MERKT,

DASS ES DEN

RESTAURANTS

HEUTE WICHTIG

IST, LOKALE

PRODUKTE

ANZUBIETEN».

SILAS WEISS Betriebsleiter Weingut Riehen

Silas Weiss (o.) verantwortet seit 2018 den

Rebberg und den Keller des Weinguts

Riehen. Im Falstaff-Weinguide 2022 gehörte

der Betrieb zu höchstbewerteten überhaupt.

Es scheint so, als gehöre der Basler

Weinbau zu den bestgehüteten

Geheimnissen der Schweiz.

Selbst die Einwohner der

Schweizer Rhein-Metropole

sind sich häufig nicht bewusst, dass Weinbau

in ihrer Stadt existiert. Dabei ist der

Weg in die Basler Reben vom Stadtzentrum

aus gar nicht so weit. Rund 15 Minuten

dauert die Fahrt vom Basler Bahnhof aus

bis nach Riehen, dem Ort, an dem die Weine

der Mini-DOC-Baselstadt entstehen. Der

Rebbau hier blickt auf eine über 1200-jährige

Geschichte zurück. Seine Blütezeit

erlebte er zwischen dem 16. und 18 Jahrhundert,

als reiche Basler begannen, hier

Landgüter für den Rebbau zu erwerben.

Ende des 18. Jahrhunderts umfasste die

Rebfläche satte 70 Hektar, sank über die

Jahrhunderte auf 0,4 Hektar, bis der Weinbau

von der Gemeinde Riehen wiederbelebt

wurde.

Heute sind es rund fünf Hektar – aufgeteilt

auf zwei Weingüter. Eines davon ist das

Weingut Riehen, das bis 2013 von der

Gemeinde selbst geführt wurde. Als diese

im darauffolgenden Jahr Pächter suchte,

bekamen der deutsche Starwinzer Hanspeter

Ziereisen und Thomas Jost, der bis

2018 als Betriebsleiter fungierte, den

Zuschlag. Ein Glücksfall für die Gemeinde

und den Stadtbasler Weinbau, denn das

Weingut entwickelte sich prächtig.

2018 übernahmen Jacqueline und Urs

Ullrich den Betrieb gemeinsam mit Ziereisen.

Im selben Jahr kam auch Silas Weiss,

der aktuelle Betriebsleiter, ins Weingut. Er

kümmert sich heute um die 3,8 Hektar

Rebfläche sowie den Keller des Hauses. Die

Rebflächen des Weinguts liegen in unmittelbarer

Nähe zur deutschen Grenze, im unteren

Teil des Tüllinger Bergs, der auch als

Schipf bezeichnet wird. Eine Lage, die sich

durch ihre Böden aus Süsswasserkalk mit

Löss-Lehm-Auflage kennzeichnet.

KOLLEKTION DES JAHRES

Wie einzigartig das Potenzial des Schipfs

ist, offenbart der Falstaff Weinguide

Schweiz 2022. Unglaubliche 94 Punkte

erreichten die Riehen-Weine aus dem Jahrgang

2018 im Durchschnitt, was dem Weingut

den Titel «Kollektion des Jahres» einbrachte.

Als wir Silas Weiss treffen, zeigt er

Fotos: Gerry Nitsch, Thomas Ruf, Beat Schwald

46

falstaff


sich zufrieden mit der Entwicklung des

Betriebs in den letzten Jahren. Mittlerweile

hat das Weingut einen Namen in der

Schweiz. «Mit dem Jahrgang 2018 haben

wir einen deutlichen Schritt nach vorne

gemacht. Auch in Basel selbst ist die Nachfrage

nach unseren Weinen noch einmal

deutlich gestiegen. Man merkt, dass es den

Restaurants heute wichtig ist, lokale Produkte

anzubieten», erzählt Weiss.

Aber nicht nur in Basel und der Schweiz

sind die Riehen-Weine heiss begehrt. Seit

geraumer Zeit exportiert man auch ins Ausland,

nach New York beispielsweise, Taiwan

und Deutschland. «Wir würden uns gerne

noch etwas vergrössern, aber in Riehen, auf

Schweizer Boden, ist das leider nicht möglich»,

erzählt Weiss. Deshalb pachtete das

Weingut im Jahr 2019 Reb berge auf deutschem

Gebiet. Ein Projekt, das mittlerweile

jedoch wieder verworfen wurde. Der

<

Das Weingut von Familie Jauslin in Muttenz

vor den Toren Basels gehört zu den Top-

Betrieben der Deutschschweiz.

Jacqueline würde niemals

damit angeben, dass sie zu

jedem Wein Foodpairings

empfehlen kann.

Deshalb tun wir es.

Jacqueline Przybyla ist Product &

Brand Manager und selektioniert für

Sie die besten Weine aus Italien,

Spanien und Frankreich.

Basel: Scheindergasse 27, Laufenstrasse 16, Untere Rebgasse 18

Bern: Kramgasse 45, Hohle Gasse 4, Westside Shopping Center

Morges: Grand Rue 95 Zürich: Talacker 30


asel / WEIN

«WIR ARBEITEN NOCH QUALITÄTSBEWUSSTER,

ERNTEN LIEBER WENIGER, DAFÜR ABER IN

BESSERER QUALITÄT»

THOMAS ENGEL Kellermeister Kellerei Siebe Dupf

Thomas Engel (o.) ist

Kellermeister bei Siebe-Dupf,

dem grössten Kellerbetrieb der

Region. Er beobachtet eine

erhöhte Nachfrage nach

regionalen Weinen.

>

administrative Aufwand war letztlich zu

kompliziert. Den Blaufränkisch, der in dieser

Zeit entstand, bringt Riehen aber dennoch

bald auf den Markt. Wir sind

gespannt, wie er sich im Glas präsentiert.

Wie Silas Weiss erlebt auch Thomas

Engel eine verstärkte Nachfrage nach Basler

Weinen. Er arbeitet als Kellermeister für

die grösste Kellerei der Region, Siebe Dupf

in Liestal. Engel macht für diese Entwicklung

vor allem den grossen Qualitätssprung

verantwortlich, den die Basler Winzer in

der letzten Dekade verzeichnet haben. «Wir

arbeiten noch qualitätsbewusster, ernten lieber

weniger, dafür aber in besserer Qualität»,

erzählt er uns. Zum anderen seien Initiativen

wie «Aus Stadt und Land», die

regionale Produkte aus Basel fördern, hilfreich.

Den Stadtbaslern ist Siebe Dupf auch

als Weinhändler bekannt. Direkt in Basel

betreibt das Unternehmen eine Filiale, in

der auch Weine aus Spanien, Frankreich

oder aus dem Burgund vertrieben werden.

Zum Burgund zieht Engel auch hinsichtlich

der Anbaubedingungen in und um Basel

eine direkte Verbindung. «Das Klima in

unserer Region ist ausserordentlich günstig

für Weinbau, da wir von der burgundischen

Pforte profitieren. Das bedeutet vergleichsweise

viele Sonnenstunden und wenig Niederschläge»,

verrät er uns. Zu den Top-

Weingütern im Kanton Baselland gehört

das Weingut Jauslin im an die Stadt angrenzenden

Muttenz. Das Familienweingut

>

Fotos: Kostas Maros, beigestellt

48 falstaff


GRILL ME TENDER.

Dafür wurde Feuer entdeckt

Erhältlich in grösseren Coop Verkaufsstellen.

bell.ch


asel / WEIN

>

ist in der Vereinigung Mémoire des Vins

Suisses und beweist mit ihren Schatzkammerweinen,

dass Basler Wein auch reifen

kann. Das biodynamisch arbeitende Weingut

Klus 177 oder auch das Weingut Tschäpperli

sind unter Kennern von Schweizer Wein

längst mehr als Geheimtipps.

Valentin Schiess (o.) baut die

Trauben für seine Weine

mitunter in Jenins an. Nach der

Ernte bringt er sie nach Basel

zu Kelterung und Ausbau in

seiner «Urban Winery».

«ICH BRAUCHE

MENSCHEN, DIE

MICH VERSTEHEN

UND MEINE IDEEN

UMSETZEN, DENN

DIE WEINE MÜSSEN

MEINE HANDSCHRIFT

TRAGEN.»

VALENTIN SCHIESS Winzer

DIE STADTKELLEREI

In der Stadt Basel selbst macht aber letztlich

nur einer Wein. Und das ist Valentin Schiess.

Erst kürzlich bezog der studierte Ethnologe

nach zweijähriger Bauphase seine neue

«Urban Winery» an der Lyonstrasse. Dort

werden die Weine gekeltert, die er unter

dem Namen Vinigma vertreibt. Bevor

Schiess in Basel aktiv wurde, ging Schiess

der Weinherstellung auf den Grund. Lernte

in Spanien, Bordeaux, Australien und

schloss in Beaune und Dijon sein Önologiestudium

ab. Anfang der 1990er, zurück in

der Schweiz, wirkte er als Kellermeister in

der Ostschweiz und reiste später im Auftrag

eines Getränkeherstellers durch die Welt.

Irgendwann wollte Schiess jedoch sein eigenes

Ding machen, fand passende Räumlichkeiten

in Basel und startete seine Stadtkellerei

Vinigma.

Seit dem Jahrgang 2012 bringt er einmal

im Jahr die Trauben seines Rebbergs im

bündnerischen Jenins nach Basel und keltert

daraus Wein. «Ich mach das gerne, auch

wenn die Leute sich manchmal die Augen

reiben und fragen weshalb», erzählt Schiess.

Ausserdem arbeitet er mit Winzern wie dem

Walliser Amadée Mathier oder Ueli Bänniger

vom Weingut Tschäpperli in Aesch zusammen,

die für ihn Weine nach seinem sensorischen

Profil herstellen. «Das Wichtigste hierbei

ist die Verlässlichkeit der Produzenten.

Ich brauche Menschen, die mich verstehen

und meine Ideen umsetzen, denn die Weine

müssen meine Handschrift tragen», sagt er.

Überraschend: Schiess macht heute rund

einen Viertel seines Umsatzes in Japan und

Korea. Ein Glücksgriff für ihn, denn der asiatische

Markt half seinem Unternehmen in

den letzten schwierigen Jahren. Schiess ist

davon überzeugt, dass Wein etwas zum Teilen

ist – das treibt ihn an. «Für mich gibt es

nichts schöneres, als zu sehen, wenn die

Menschen strahlen, wenn sie meine Weine

geniessen», sagt Schiess. Die Basler Weinmacher

bieten allen Grund dazu. >

Fotos: beigestellt

50 falstaff


original

Appenzeller alpenbitter

Swiss Made.

seit 120 Jahren.

appenzeller.com

kraeuterwelt.ch


asel / WEIN

BEST OF BASLER WEIN

96

92

90

2018 LE GRAND

CHARDONNAY

Weingut Riehen

Kräftiges Gelb. Sehr diskrete

Reduktion in der Nase. Dann

Röstnoten, etwas Erdnuss und

Popcorn. Zudem Zitrus, reife

Mango und etwas kandierte

Ananas. Animierender, satter

Gaumen, herrliche Säurestruktur,

Salz zitrone und etwas

Szechuan- Pfeffer.

weingutriehen.ch, CHF 69,–

2020 BIEL-BENKEN PINOT

NOIR

Klus 177, Aesch

Dezentes, elegantes Bukett

mit Noten von Sauerkirsche,

Bittermandel und roten Beeren.

Ein Hauch Kakao und getrocknete

Blüten. Am Gaumen äusserst

filigran, mit rassiger Säure

ausgestattet und Aroma von

roten Beeren sowie Sauerkische.

Feinkörniges Tannin, langer

Abgang.

klus177.ch, CHF 20,–

2018 JENINSER

BLAUBURGUNDER

Vinigma, Basel

In der Nase konzentrierte

Fruchtaromatik mit Noten von

gedörrten Kirschen, roter Johannisbeere

und Dörrzwetschge.

Anklänge von Kakao und Pfeffer.

Am Gaumen straffe Säure,

Waldbeeren und Sauerkirsche.

Feinkörniges, leicht spürbares

Tannin, langer Abgang.

vinigma.ch, CHF 48,–

95

91

90

2018 LE GRAND PINOT NOIR

Weingut Riehen, Riehen

Duftet nach reifen Schattenmorellen,

roten Waldbeeren und

diskret balsamischen Noten.

Eleganter Gaumen mit feinsten

Röstnoten vom Holz, kreidigem

Tannin und reifer, saftiger Säure,

rote Frucht und Noten von

Zartbitterschokolade im langen

Finale.

weingutriehen.ch, CHF 69,–

2021 SAUVIGNON BLANC

SIebe Dupf Kellerei, Liestal

Intensives Bukett mit Noten von

Cassis, Zitrus und exotischen

Früchten. Anklänge von

Holunderblüte und Limette. Am

Gaumen frisch-fruchtig, mit

langem Säurefaden, der sich in

das aromatische Finale zieht.

siebe-dupf.ch, CHF 19,50

2019 TSCHÄPPERLI NUR

PINOT NOIR

Tschäpperliweine, Aesch

Kräftiges Bukett mit Noten von

konfierten Waldbeeren und

Dörrzwetschge. Zudem Anklänge

von Karamell und nussige Nuancen.

Am Gaumen vollmundig, mit

präsenter Röstaromik und Aroma

von Waldbeeren. Feines Tannin,

langer Abgang.

tschaepperliweine.ch, CHF

38,–

93

91

90

2019 PINOT NOIR

HOHLE GASSE

Weingut Jauslin, Muttenz

Rote Beerenfrucht, dunkle Kirsche,

recht intensive aber schöne,

rauchige Holzwürze. Am Gaumen

kräftig und mundfüllend mit

ausbalancierender, saftiger Säure

und spürbarem Tannin im

Abgang. Ein Wein mit Potenzial.

weingutjauslin.ch, CHF 35,–

2021 LE ROSÉ

Klus 177, Aesch

Dezentes Bukett mit Noten von

Blutorange, Limette und gelbem

Steinobst. Am Gaumen leichtfüssig,

mit schöner frischer Säure

und Aroma von roten Beeren

sowie Zitrusnuancen. Langer

Abgang, der Lust auf mehr

macht.

klus177.ch, CHF 19,–

2021 PINK FLUYD

Vinigma, Basel

Intensives Bukett mit Noten von

Grapefruit, Erdbeere und reifem

Kernobst sowie kräutrig-würzigen

Anklängen. Am Gaumen frisch,

mit schöner saftiger Säure,

Aroma von roten Beeren und

Zitrus. Langer Abgang.

vinigma.ch, CHF 18,–

Fotos: Benjamin Herzog, beigestellt

52 falstaff


scannen & gewinnen

Basel Tattoo

Piper’s Lounge

Neben bester kulinarischer Verpflegung im Pub-Stil bieten

wir Ihnen exklusive Überraschungsauftritte und Meet and

Greet mit den Akteuren des Basel Tattoo. Geniessen Sie

einen Abend voller unbezahlbarer Erlebnisse!

Ein Erlebnis der besonderen Art

Lassen Sie sich vom schottischen Pub-

Ambiente perfekt auf die Basel Tattoo

Vorstellung einstimmen. Geniessen Sie

vor der Show ein Dinner Buffet und treffen

Sie nach der Show beim Mitternachts-

Snack die verschiedenen Pipe Majors an

der Bar oder an ihrem Stammtisch.

Preis pro Person: CHF 199.-

(exkl. Ticket)

Die Piper’s Lounge kann zu jedem Ticket

dazu gebucht werden. Das Angebot

beinhaltet:

• Dinner Buffet, Dessert, Mitternachts-

Snack und sämtliche Getränke

• Whisky-Tasting

• Get together mit den Pipe Majors

• Überraschungsauftritt

• Separater Eingang

• Begrüssung durch den Produzenten

• Programmheft

th

15. – 23. JULI 2022

JETZT TICKETS

SICHERN

AB CHF 39.-

BASELTATTOO.CH

Hauptsponsor Co-Sponsoren Nationale Medienpartner


asel / REGIONALPRODUKTE

Regionalprodukte

Basels Schatz an regionalen Delikatessen ist gross. Ob Wein, Bier, Gemüse, Getreide oder

Fleisch – in der Region Basel finden Geniesser vieles, was das Herz höher schlagen lässt. Die

Initiative «Aus Stadt und Land», die regionale Produkte und Manufakturen fördert, kommt

genau im richtigen Moment – denn das Bewusstsein für Regionalprodukte wächst.

TEXT BENJAMIN HERZOG

AUS STADT

Foto: Kostas Maros

54 falstaff


Produzieren alle in der Region

(v. l. n. r.): Istvan Akos von der

Brauerei Unser Bier, Dennis Banelli

von der Wurstmanufaktur

Salsitsch, Leon Heinz von der

Bäckerei Kult und Timon Bürgin

von Salsitsch.

UND LANDfalstaff

55


asel / REGIONALPRODUKTE

Produkte «Aus Stadt und Land»

liegen ihnen am Herzen: Lukas Ott,

Leiter Stadtentwicklung Kanton

Basel-Stadt, Lukas Kilcher, Leiter

Ebenrain und Geschäftsführerin

des Vereins «Aus Stadt und

Land», Johanna Gysin (v. l. n. r.).

Basel ist für Geniesser, die regionale

Produkte schätzen, ein

wahrer Glücksfall. Kaum

irgendwo sonst auf der Welt

findet man eine grössere Produktvielfalt

als hier. Dies dank der speziellen

Lage Basels. Denn der Stadtkanton, zu

dem nur drei Gemeinden gehören, grenzt

an Deutschland, Frankreich sowie an den

Kanton Basel-Landschaft. Besonders die

Produkte aus den Schweizer Anbaugebieten

sowie den Lebensmittelmanufakturen auf

Stadt- und Landgebiet erleben derzeit einen

Aufschwung. «Verglichen mit anderen

Gegenden der Schweiz war das Bewusstsein

für lokale Produkte bei uns lange bescheiden»,

sagt Lukas Kilcher vom Ebenrain-

Zentrum für Landwirtschaft, Natur und

Ernährung der beiden Basel. Kilcher hat

darum im Jahr 2015 dafür gesorgt, dass

Produzenten aus der Region Basel beim

Schweizer Wettbewerb für Regionalprodukte

teilnehmen. Mit grossem Erfolg – Die

Produzenten aus der Region gewannen

13 Medaillen.

In den darauffolgenden Jahren haben dieselben

Initianten ein Projekt zur regionalen

Entwicklung auf die Beine gebracht, das

unter dem Titel «Aus Stadt und Land» Produzenten

und Manufakturen aus Basel-Stadt

und Baselland unterstützt. Interessenten können

sich im Rahmen des Projekts mit ihren

Vorhaben bewerben und haben die Chance

darauf, dass Kanton und Bund je ein Drittel

konkrete Investitionen beitragen.

EINE MARKE FÜR DIE REGION

«Genuss aus Stadt und Land» ist pionierhaft:

Es ist das erste Regionalentwicklungsprojekt

der Schweiz, welches gezielt Brücken

baut zwischen Stadt und Land. Die

Marke «Aus Stadt und Land» steht allen

Produzenten beider Basel zur Verfügung,

inklusive dem solothurnischen Schwarzbubenland

und dem Aargauer Fricktal – zertifiziert

von einer unabhängigen Stelle

natürlich. Seit Anfang 2022 unterstützt das

PRE 13 unterschiedliche Projekte rund um

Landwirtschaft und Ernährung. «Der Zeitpunkt

könnte nicht besser sein», sagt Lukas

Kilcher. «Der Moment ist mit Basel als

Schweizer Genussstadt optimal. Zudem ist

vielen klar geworden, dass in Krisenzeiten

Das Team von der Brauerei

Unser Bier braut mitunter mit

Braugerste aus der Region.

Dies ermöglicht das Projekt

Juramalz, das den Anbau

lokaler Braugerste fördert.

Fotos: Kostas Maros, Anaïs Pohler, beigestellt

56 falstaff


eine starke regionale Landwirtschaft und

damit eine Versorgungssicherheit durch die

Region essenziell ist.

Die Spannweite der geförderten Projekte

von «Aus Stadt und Land» ist vielfältig

(siehe Kasten, nächste Seite). Grosse Aufmerksamkeit

erhielt beispielsweise das Projekt

Juramalz. Ein Projekt, das sich dem

Anbau von Braugerste in der Nordwestschweiz

widmet. Wie Bierkenner wissen, ist

lokales Braumalz nur schwer zu bekommen.

Aus dem Wunsch heraus in der Nordwestschweiz

wieder Braugerste anzubauen,

wurde deshalb im Dezember 2020 die Interessensgemeinschaft

Juramalz gegründet.

Heute hat die Interessensgemeinschaft rund

60 Mitglieder, darunter Landwirtschaftsbetriebe,

Brauereien und Brennereien. Eine

der Brauereien, die bereits Biere mit regionalem

Malz anbietet, ist die im Jahr 1998

gegründete Brauerei Unser Bier in Basel.

Bereits seit 2010 experimentiert die Brauerei

mit lokalem Malz, jedoch musste im

deutschen Memmingen vermälzt werden,

der administrative Aufwand war gross und

die Malzqualität nicht zufriedenstellend. Im

Jahr 2021 wurden der regionale Anbau

sowie die Vermälzung erstmals erfolgreich

durchgeführt, was im Regiobier resulierte.

Seit Kurzem wird das Bier mit einem Aufpreis

zugunsten der IG Juramalz verkauft.

Win-win-win gewissermassen.

WACHSENDER BÄCKEREIKULT

Die Basler Handwerksbäckerei Kult, die im

Januar 2016 von Leon Heinz, Lea Gessler

und Felicia Schäfer mittels Crowdfunding

gegründet wurde, ist aus Basel nicht mehr

wegzudenken. Das erfolgreiche Unternehmen

betreibt mittlerweile zwei Standorte –

das Credo der Bäckerinnen und Bäcker:

Wir machen alles selbst. Die rund 40 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter aber haben

an den jetzigen Standorten zu wenig Platz,

um das sicherzustellen. Mit einem neuen

Produktionsstandort sollen bald angenehmere

Arbeitsverhältnisse geschaffen werden.

Bei der Umsetzung ihres Plans wird

die Bäckerei Kult vom Projekt zur regionalen

Entwicklung unterstützt, das ihnen

Fördermittel für den neuen Produktionsstandort

zur Verfügung stellt. Für den

Kult-Gründer Leon Heinz ist es eine Bereicherung,

einer der Projektteilnehmer zu >

Für viele Baslerinnen und Basler gehören die Brotkreationen der Bäckerei Kult

zu den besten der Stadt – sie werden in 100 Prozent Handarbeit produziert.

Die Wursterei Salsitsch

entstand im Jahr 2020.

Sie produziert Wurst- und

Fleischwaren aus regionalen

Rohstoffen.

falstaff 57


asel / REGIONALPRODUKTE

DAS BESTE AUS

STADT UND LAND

Diese Unternehmen werden seit Anfang 2022

vom 2022 Basler vom Basler Projekt Projekt zur regionalen zur regionalen Entwick-

Entwicklung

gefördert. gefördert. Weitere Weitere sollen sollen folgen. folgen.

KRÄUTERHOF AMRIZA

Der Kräuterhof mit eigener Pflanzendestillerie

arbeitet biodynamisch. Mittels Wasserdampfdestillation

werden Hydrolate, ätherische Öle

und Naturkosmetik hergestellt. amriza.ch

Amriza ist ein Kräuterhof mit eigener

Pflanzendestillerie – auf dieser Basis entsteht

regionale Naturkostmetik der Spitzenklasse.

BÄCKEREI KULT

Die Basler Handwerksbäckerei Kult existiert

seit 2016. Hier wird alles selbst gemacht. Wo

immer möglich verwendet die Bäckerei Kult

lokale Rohstoffe. baeckereikult.ch

IG JURAMALZ

Die IG Juramalz ist eine Vereinigung von Braugerstenproduzenten,

Mälzereien und Verarbeitern

von Malz. Der Verein will die Produktion

regionaler Braugerste fördern. juramalz.com

>

BIRSMATTEHOF

Der Birsmattehof umfasst 20 Hektar. Seit 1981

wird hier nach den Richtlinen von Bio-Suisse

Gemüse angebaut und per Genossenschaft

verkauft. birsmattehof.ch

FELD ZU TISCH

Feld zu Tisch ist ein Onlinemarktplatz. Er

bringt regionale Lebensmittel aus kleinbäuerlicher

Landwirtschaft in die Restaurants und

Läden der Region. feldzutisch.ch

HOF DANGERN

Der Hof Dangern ist seit 1993 Bio-zertifiziert.

Die Hauptzweige des Bauernhofs sind Ackerbau

und Mutterkuhhaltung, gelegentlich finden Essen

und Anlässe auf dem Betrieb statt.

HOF FLUHBERG

Auf dem über 200 Jahre alten Betrieb wird

Obst, Wein und Schaffleisch produziert – ausserdem

werden rustikal-romantische Feste

gefeiert. lafamiglia-fluhberg.ch

HONIGWEG

Mit dem Honigweg Rünenberg wollen die regionalen

Imkerinnen und Imker auf die grosse

Honigvielfalt des Oberbaselbiets hinweisen und

die Honigverwendung fördern. honigweg.ch

sein. «Für Unternehmen, wie wir es sind,

ist es ein positives Gefühl zu wissen, dass es

noch andere gibt, die am gleichen Strang ziehen.»

Es sei sinnvoll, kleinere Wirtschaftskreisläufe

zu fördern. «Wenn wir einen

neuen Aufschnitt benötigen, kommen mir

sicherlich die anderen Projekte in den

Sinn», ergänzt Heinz.

DIE BASLER WURSTMANUFAKTUR

Zu den möglichen Lieferanten der Bäckerei

Kult könnten vielleicht schon bald Timon

Bürgin und Dennis Banelli gehören. Sie

gründeten im Jahr 2020 ihr Unternehmen

HOFKÄSEREI NEBIKER

Dank der Unterstützung des Projekt zur regionalen

Entwicklung soll eine neue Käserei

gebaut werden. Durch die Vergrösserung kann

ein breiteres Sortiment angeboten werden.

MARKTHALLE

In der imposanten Markthalle direkt beim

Bahnhof Basel wird mit dem «Feierabendmarkt»

Produzenten ein neuer Verkaufskanal

geboten. altemarkthalle.ch

POSAMENTER

Posamenter gibt es seit 15 Jahren und steht

für hochwertige Produkte von Hochstammfrüchten,

vor allem Zwetschgen aus dem

Tafeljura. posamenter.ch

REGIOBALE

Das Herz von Reigobale bildet die Käserei im

Dorfkern von Allschwil. Von dort kommen

Milchprodukte aus regionaler, fair eingekaufter

Bio-Milch. kaez.ch

SALSITSCH

Salsitsch steht für die bewusste, regionale und

nachhaltige Veredelung von Fleisch. Auf Nachhaltigkeit

und Regionalität legt das Team

besonderen Wert. salsitsch.ch

Salsitsch – eine lokale und handwerklich

arbeitende Wursterei. Die beiden starteten

ganz klassisch mit der Produktion von groben

Schweinsbratwürsten wie der Salsiccia

al finocchio, einer sizilianischen Fenchelbratwurst,

die auch heute noch ihr Bestseller ist.

Mit der Inbetriebnahme ihrer Produktionsküche,

die mehr Platz für die Produktion

bot, erweiterte sich das Sortiment Ende

2020 um Trockenfleisch wie Salami, Schinken

und Speck. Um innovativ zu bleiben,

kreierten sie schon bald Würste, deren

Geschmack dem Schweizer Gaumen noch

unbekannt sind. «Wir suchen uns Fleischge-

richte aus aller Welt aus und überlegen uns

dann, wie wir den Geschmack auf die Wurst

übertragen können», sagt Bürgin. Aus dem

italienischen Schmorbraten Brasato ist beispielsweise

ihre Rotweinwurst entstanden,

wobei das Fleisch zusammen mit Zwiebeln

und Knoblauch in Rotwein eingelegt wird.

Bürgins persönliche Lieblingsprodukte sind

der British Bacon sowie Irish Stout Ispìnì.

Bei Letzterem wird Lammfleisch zusammen

mit Karotten und Sellerie in Guinness Bier

eingelegt, was einen «sehr speziellen

Geschmack» ergibt. Damit die Fleischveredelung

perfektioniert werden kann, ist

ein Ausbau der Produktionsstätte in der

Aktienmühle geplant. Dieser wird im Rahmen

des Projekts zur regionalen Entwicklung

stattfinden.

Die geförderten Projekte sind heute in

einem Verein organisiert und werden auf

verschiedenen Ebenen begleitet. Erklärtes

Ziel ist es, nicht nur die ökologische Nachhaltigkeit

zu fördern, sondern auch die wirtschafliche.

Den Unternehmen wurde auch in

puncto Wirtschaftlichkeit Hilfestellung

geleistet, etwa mittels Experten, die Businesspläne

erstellten. «Es ist uns wichtig, dass die

geförderten Unternehmen auch nach Förderphase

bis 2027 prosperieren», sagt Lukas

Kilcher. Derzeit sind noch Fördergelder vorhanden,

für die Anträge gestellt werden können

– die Köpfe hinter dem Förderprogramm

wollen besonders darauf achten,

dass die Qualtiät und Vielfalt der Projekte

weiter wächst und dass mehr Regionalprodukte

auf dem Markt verfügbar sind. <

Fotos: Christoph Gonzales Gomez, beigestellt

58 falstaff


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asel / LÄCKERLI

Basler Läckerli

GEBACKENE

Es zu beschreiben, ergibt wenig Sinn – es zu kosten jedoch viel. Und es bleibt nicht bei einem

Stück. Das Basler Läckerli ist Teil vom kulinarischen Erbe der Schweiz wie der Berner

Lebkuchen und die Bündner Nusstorte. Es wurde im 17. Jahrhundert entwickelt und gehört

seither, wie das Münster, der Lällekönig oder die Fasnacht zu den Basler Besonderheiten.

TEXT HERTA SCHEIDINGER

Fotos: Getty Images

60 falstaff


Der Name «Läckerli», des

berühmten Basler Backwerks

kommt vom Althochdeutschen

«leckon», also ablecken.

TRADITION

falstaff

61


asel / LÄCKERLI

Auch heute noch

wird in den Basler

Manufakturen und

Bäckereien das

Läckerli von Hand

hergestellt.

Doch beginnen wir doch mit

dem Wichtigsten: dem

Geschmack. Das Basler

Läckerli ist ein traditionelles

Honig-Gebäck und wird mit

edlen Zutaten wie Honig, Mandeln, Haselnüssen,

Orangeat und reichlich aromatischen

Gewürzen wie Muskatnuss, Zimt

und Nelke hergestellt. Und ja, es erinnert

an Lebkuchen. Die auf dem Blech gebackenen

und in Stücke geschnittenen

Honigkuchen sind schön fest und nicht

allzu süss, und sie schmecken herrlich. Und

das nicht nur zur Weihnachtszeit – dafür

sorgt der angebotene Sortenreichtum.

DIE GESCHICHTE

DES BASLER LÄCKERLIS

Seine Geburtsstunde hatte das Basler

Läckerli im 17. Jahrhundert. Zuerst wurden

die Läckerli nur ganz privat von

Hausfrauen produziert, um sich ein kleines

Zusatzgeld mit dem Verkauf zu verdienen.

Die Hausfrauen mit ihrem schwunghaften

Handel erregten jedoch bald das Missfallen

der Zünfte. Diese wollten das Gewerbe

regulieren und den Zuckerbäckern das

alleinige Recht übertragen, Läckerlis

herzustellen. Im Jahr 1716 erklärte der

Kleine Rat die Zuckerbäckerei jedoch als

zunftfreies Gewerbe und erlaubte ab 1720

das aromatische Gebäck als «freie Kunst»

zu fabrizieren.

MANUFAKTUR MIT

LANGER TRADITION

Mit der Freigabe des Gewerbes erfolgte der

Startschuss für die ersten Läckerli-Manufakturen

in Basel. Jakob’s Basler Leckerly war

dabei einer der Pioniere. «Das Spezielle an

Jakob’s Basler Leckerly ist, dass unsere Firma

seit 1753 Basler Leckerly von Hand in der

Altstadt von Basel herstellt. Wir sind der

älteste Biscuit-Hersteller der Schweiz und

gehören zu den 30 ältesten heute noch existierenden

Unternehmen», bestätigt uns

Andreas Kuster, der die Manufaktur seit

2017 gemeinsam mit seiner Frau Charlotte

führt. Seine Liebe zum Basler Läckerli entdeckte

er eher zufällig, wie er sagt. «Es war

immer mein Ziel Unternehmer zu werden

und Jakob’s Basler Leckerly war ein schöner

Der Laden der

Jakob’s Basler

Lekerly Manufaktur

ist ein Treffpunkt

für Freunde des

aromatischen

Gebäcks.

Zufall.» Denn Andreas Kuster ist ein Quereinsteiger,

er ist gelernter Ökonom und

kommt aus der Rückversicherungsbranche.

Gemeinsam mit seiner Frau wollte er nach

Jahren im Ausland wieder in seiner Heimatstadt

Basel Fuss fassen. Und er fand seine

Bestimmung. «Die älteste Biscuit-Manufaktur

der Schweiz zu führen und zu entwickeln,

ist ein Privileg und erfüllt meine Frau

Charlotte und mich jeden Tag von Neuem»,

bestätigt er.

DER WEG IN DIE ZUKUNFT

Wer denkt, das Basler Läckerli würde in seiner

Tradition verharren, der irrt. Es entwickelt

sich immer weiter, wie auch Andreas

Kuster sagt: «Wir produzieren heute noch

aus jedem Jahrhundert, in dem unsere >

Fotos: Marco Aste, Michael Hochreutener, Florian Bärtschige, beigestellt

62 falstaff


Charlotte und Andreas Kuster

führen die Jakob’s Basler Leckerly

Manufaktur seit 2017. Die Manufaktur

besteht seit 1753.

falstaff 63


asel / LÄCKERLI

>

Firma existierte, mindestens eine Leckerly-Sorte.

Das Besondere daran ist, dass mit

jedem Jahrhundert die Anzahl der Zutaten

zugenommen hat. Dies vor allem weil die

passenden Rohstoffe einfacher erhältlich

wurden. Das Honigleckerly aus dem

18. Jahrhundert, das klassische Leckerly aus

dem 19. Jahrhundert, im 20. Jahrhundert

waren es gleich zwei Leckerly: das Schoggileckerly

und das Mandelleckerly und im

21. Jahrhundert die Frühjahrsleckerly.»

NACHHALTIGE ZUTATEN

Wie steht es mit der Nachhaltigkeit bei

den Zutaten und der Produktion? «Die

Nachhaltigkeit der Rohstoffe ist ein

wichtiges Thema für uns. Die Umstellung

auf grössere Nachhaltigkeit ist ein längerer

Prozess: So haben wir bereits vor ein paar

Jahren auf IP-Suisse-Mehl umgestellt. Wir

liefern innerhalb von Basel grössere Bestellungen

mehrheitlich mit dem Velokurier aus.

Wir konnten über die vergangenen drei Jahre

trotz grösserer Produktion den Stromverbrauch

senken. Weitere Schritte zur vergrösserten

Nachhaltigkeit werden folgen»,

sagt Kuster.

Das glasierte

Basler Läckerli gibt

es in verschieden

aromatischen

Varianten. Gute,

nachhaltige

Zutaten bilden

jedoch immer

die Basis.

DIE BESTEN

ADRESSEN

JAKOB’S BASLER LECKERLY

Manufaktur: St. Johanns-Vorstadt 47

Laden: Spalenberg 26

4056 Basel

T: +41 61 3220818, baslerleckerly.ch

BÄCKEREI BUMANN

Bachlettenstrasse 11,

4054 Basel

T:. +41 61 2812468,

baeckerei-bumann.ch

CONFISERIE

BACHMANN

Blumenrain 1,

4051 Basel

T: +41 61 2609999,

confiserie-bachmann.ch

BÄCKEREI KREBS

Spalenring 100

4055 Basel

T: + 41 61 3025400,

krebsbegg.ch

VIELFALT, DIE SCHMECKT

Wer vom Basler Läckerli nicht genug

bekommt, der sollte eine kleine Tour durch

Basel starten. Hier warten einige Bäckereien

und Confiserien mit ihren Läckerli-Spezialitäten

auf Geniesser. So führt die Bäckerei

Conditorei Catering Bumann ein ausgewähltes

Sortiment an hausgemachten, täglich frischen

Produkten und Spezialitäten. Die

hausgemachten Basler Läckerli werden von

den Bäckern unter Anleitung und Aufsicht

des Seniorchefs Wilfried Bumann jeden

zweiten Dienstag hergestellt.

Die Confiserie Bachmann ist ein Traditionsunternehmen

seit dem Jahr 1942.

Aurel Bachmann ist Geschäftsführer in

3. Generation. «Unsere Basler Läckerli werden

aus den erlesensten Zutaten hergestellt

und sind unverwechselbar im Aussehen und

Geschmack. Der 100 Prozent reine Blütenhonig

verleiht diesem Traditionsgebäck die

unvergesslich süssliche Note», heisst es dort.

Die frischen Mandeln und kandierten

Früchte sorgen für das wunderbare Lebkuchen-Aroma.

Die Läckerli von Confiserie

Bachmann werden von Hand beidseitig glasiert,

was sich im typischen Wolkenmuster

widerspiegelt.

«Urechte Basler-Leckerli» heisst die aromatische

Süssigkeit der Bäckerei Krebs. Seit

über 80 Jahren bäckt man hier nach einem

alten, überlieferten Rezept die beliebten Basler

Läckerli. Für diese Spezialität verbäckt

man im Familienbetrieb ausschliesslich beste

Zutaten. Und noch einen Tipp hat man

parat: «Um das volle Aroma geniessen zu

können, bricht man das einzelne Leckerli

entzwei (bitte nicht mit den

Zähnen) und lässt es im

Mund zergehen. Nur

so kann man das

herrliche Aroma

aller edlen

Zutaten

geniessen.» <

Das traditionelle

Gebäck und wird

mit Zutaten wie

Honig, Mandeln,

Haselnüssen und

reichlich Gewürzen

hergestellt.

Fotos: Stock Food, beigestellt

64 falstaff


Die kostenlose

BaselCard

Gästekarte

bei jeder

Übernachtung

inbegriffen!

Auch als

Web App

erhältlich

Ihre persönliche Gästekarte wird Ihnen beim Check-in überreicht.

Die freie Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel oder das kostenlose

Surfen im Gäste-WiFi gehören ebenso zu den attraktiven Leistungen

der BaselCard wie 50 % Rabatt auf den Eintritt in die Basler Museen,

den Basler Zoo, das Theater Basel und vieles mehr.

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asel / SOMMER

Fotos: 2017 Museum Tinguely, Basel/Foto: Daniel Spehr

Im Museum Tinguely kann

man Kunst und kulinarischen

Genuss perfekt verbinden.

66 falstaff


GENIESSEN

IM GRÜNEN

Die Seele baumeln lassen, gut essen und die Sonne geniessen: Basel

hat viele Orte und versteckte Plätze für ein perfektes Picknick im Grünen.

TEXT HERTA SCHEIDINGER

falstaff

67


asel / SOMMER

W

er denkt, Picknick ist

eine rein englische

Angelegenheit, der

war noch nie in Basel.

Ja, Picknicken geht

auch in der Stadt am Rhein – und macht

gerade dort richtig Spass. Die Sonne

scheint, die Temperaturen sind angenehm,

was liegt also näher, als ein Essen mit

Freunden einfach ins Freie zu verlegen.

Unter grosse Bäume, in einen Park oder ans

Rheinufer. Besonders Familien mit Kindern

nutzen gerne die Gelegenheit, bei einem

Picknick gemeinsam die Natur und das

schöne Sommerwetter ungezwungen zu

zelebrieren. Viele Picknickplätze punkten

bei Familien auch mit einem Spielplatz

direkt neben der Picknickstelle. So können

Eltern Speis und Trank geniessen und die

Kinder haben ihren Spass.

Aber auch Romantiker kommen auf ihre

Die Äss-Bar bietet Backwaren vom

Vortag an, die so nicht im Abfall der

Bäckereien landen, sondern im besten

Fall in einem Picknick-Korb.

Kosten. Paare oder Verliebte können bei

einem Picknick die Zweisamkeit inmitten

der Natur geniessen. Dabei spielt die

Tageszeit keine Rolle, wichtig sind ein gut

gefüllter Picknick-Korb, mit ausgesuchten

Leckereien, die richtige Begleitung, ein

gemütlicher etwas abgelegener Platz auf

der Wiese und eine Picknick-Decke.

Und wer nicht selbst für Salate und

Sandwiches sorgen möchte, der versorgt

sich an Ort und Stelle. In und um Basel gibt

es etliche Ausflugsziele, die einen gefüllten

Picknick-Korb anbieten, mit dem man

direkt vor Ort Hunger und Durst stillt.

RUHEOASEN & TREFFPUNKTE

Oasen mitten in der Stadt laden bis in den

Herbst hinein zum Verweilen und Chillen

ein. Dazu gehört auch das Museum

Tinguely – hier kommen Körper und Geist

auf ihre Rechnung. Im Solitude-Park kann

man unkompliziert Speisen und Getränke

geniessen. Vielleicht auch direkt am

Rheinufer? Ein Sprung ins kühle Nass

bringt Abkühlung an heissen Tagen. Nicht

umsonst sagt man, dass das Schwimmen im

Rhein im Sommer der Basler Volkssport

Nummer eins ist. Und am besten schwimmt

Beim Picknick sorgt der Sprung

in den Rhein für willkommene

Abkühlung.

68 falstaff


Im St. Johanns-Park fühlen sich alle

Generationen wohl. Beim Picknick trifft

man sich gerne mit Freunden.

Fotos: Basel Tourismus, Zoo Basel, beigestellt

es sich ab dem Museum Tinguely. Versorgen

kann man sich bei einer der zahlreichen

und beliebten Buvetten. Jede einzelne überzeugt

mit ihrem ganz eigenen Charme und

einem Umfeld, das gute Sommerlaune

macht. Ideal für einen Treffpunkt zum Picknick

mit Freunden.

Wer auf den Geschmack gekommen ist

und ein weiteres Mal Picknick und Kunst

verbinden möchte, sollte den Park der Fondation

Beyeler besuchen. Mit dem Picknick-

Korb unterm Arm dürfen sich Besucher und

Besucherinnen selbst ein Picknick-Plätzchen

im Berower Park der Fondation Beyeler

suchen.

GRÜNE PLÄTZE ZUM ERHOLEN

Die grosse Wiese im St. Johannspark ist wie

geschaffen, um die mitgebrachte Picknick-

Decke auszubreiten. In den Sommermonaten

kann man sich an der Saint Louis

Buvette am unteren Rand des Parks mit

kühlen Drinks und Fischgerichten versorgen.

In der einzigen Buvette auf der Grossbasler

Seite des Rheins kann man auch die

wunderschöne Abendstimmung in romantischer

Atmosphäre fernab von Menschenmassen

auf sich wirken lassen.

Und auch ein Besuch im Zoo Basel >

Ein Ausflug in den Zoo Basel ist immer ein Erlebnis. Wer Lust hat, kann sich auch zum

Picknick niederlassen – was am gesamten Gelände erlaubt ist.

falstaff 69


asel / SOMMER

Bei den kleinen

Gastrobetrieben unter freiem

Himmel kann man sich besten

mit Speisen und Getränken

versorgen.

Umgeben von rund 8000 Pflanzenarten wird das

Picknick im Botanischen Garten zum Naturerlebnis.

Der Berower Park liegt gleich neben der Fondation Beyeler. Die Besucherinnen und Besucher

sind hier von Kunst und Natur umgeben – ein perfekter Platz für ein Picknick.

>

kann mit einem Picknick verbunden

werden. Grundsätzlich ist Picknicken im

ganzen Zolli erlaubt. Darum laden

verschiedene Locations im Zoo zum

Verweilen ein.

Wer lieber einen der ältesten Botanischen

Gärten als Kulisse für sein Picknick wählt,

dessen Herz wird im 1589 gegründeten

Botanischen Garten der Universität Basel

höherschlagen. Umgeben von rund

8000 Pflanzenarten schmecken die mitgebrachten

Speisen und Getränke besonders

gut. Um die volle Pracht dieses Ortes mit

allen Sinnen erfassen zu können, sollte man

sich Zeit nehmen und die üppige Natur auf

sich wirken lassen. Und der Park lädt ein,

sich nach dem Picknick ausgiebig die Füsse

zu vertreten – die beim langen Sitzen auf

der Decke gerne einmal einschlafen können.

Der Gedanke der Nachhaltigkeit darf

gerade dann nicht fehlen, wenn man von

Natur umgeben ist. Warum also nicht einfach

die Speisen für das Picknick in der Äss-

Bar besorgen? Diese hat es sich zur Aufgabe

gemacht, Brot und Backwaren vom Vortag

noch an den Mann oder die Frau zu

bringen. Dieses Anti-Food-Waste-Konzept

trifft den Nerv der Zeit und verhindert,

dass Backwaren im Müll landen.

<

Fotos: Basel Tourismus, Shutterstock, beigestellt

70 falstaff


Basel’s Haus

mit den meisten

Küchenchefs.

Museum, Restaurant und Shop:

Di bis So von 10 bis 18 Uhr, im Dezember täglich von 10 bis 18 Uhr

Steinenvorstadt 1, CH-4051 Basel | www.swmb.museum

Spielzeug Welten

Museum Basel


asel / MARKTHALLE

Die achteckige Kuppel der

Markthalle war bei ihrer

Erbauung eine bauliche

Pionierleistung – immerhin

war sie bei ihrer Fertigstellung

die drittgrösste Stahlbeton-

Kuppel der Welt.

VO

Foto: Basel Tourismus

72 falstaff


Markthalle Basel

EINE KUPPEL

LLER GENUSS

Die Markthalle Basel war bei ihrem Bau 1929 die drittgrösste Stahlbeton-Kuppel

der Welt. Fast 100 bewegte Jahre später wird sie wieder als Markthalle genutzt –

mit Streetfood aus aller Welt, nachhaltigen Lebensmittelangeboten und

abwechslungsreichem Eventprogramm.

TEXT MONICA HERZOG-ARQUINT

falstaff

73


asel / MARKTHALLE

Die Marktstände, Läden,

Gastronomiebetriebe, Festivals,

Konferenzen, Performances,

Kurse und Degustationen

machen die Markthalle zum

Publikumsmagneten.

Basel, 1929: Endlich konnte das

Holzgerüst entfernt werden,

welches die Verschalung der

27 Meter hohen und 60 Meter

breiten Stahlbetonkuppel trug.

Die Legende besagt, dass der verantwortliche

Ingenieur Alfred Adolf Goenner in die Tiefe

des eindrücklichen Raumes vordrang – sterben

habe er wollen, hätten seine Berechnungen

nicht gestimmt. Doch die Konstruktion

hielt und sie tut es auch heute, fast hundert

Jahre später, nach wie vor.

Die achteckige Kuppel der Markthalle war

bei ihrer Erbauung eine bauliche Pionierleistung.

Bei ihrer Fertigstellung war sie die drittgrösste

Stahlbeton-Kuppel der Welt. Ihre

Ausmasse übertrafen schon damals berühmte

Kuppeln der Welt: Etwa das Pantheon von

Paris, die Peterskirche in Rom oder die Hagia

Sophia in Istanbul. Nicht von der Hand zu

weisen ist die Ähnlichkeit zu der im selben

Jahr fertiggestellten doppelkuppeligen Grossmarkthalle

von Leipzig. Sie war eines der

grossen Vorbilder für den Bau der Basler

Halle und wurde für ihre gelungene Symbiose

von Form und Funktionalität weltweit

gerühmt. Die innovative Technik der Schalenbauweise

mit ihren ausserordentlich dünnen

Wandstärken und den daraus resultierenden

geringen Gewichten ermöglichte auch

in Basel den Bau eines imposanten Baus ohne

störende Stützpfeiler, von dem eine gewisse

weltoffene Grandezza ausging.

EINE HALLE FÜRS ESSEN

Erbaut wurde die Markthalle Basel für den

Grosshandelsmarkt. Bis hinein ins 19. Jahrhundert

spielten sich sowohl der Gross- als

auch der Detailhandel in Basel unter freiem

Himmel auf dem Marktplatz ab. 1883

wurde er wegen seiner zunehmenden Grösse

auf den Barfüsserplatz verwiesen. Er war

ein Treffpunkt für Produzenten und Händler

aus der Schweiz und dem nahen Ausland,

welche die Erzeugnisse der Region

und aus südlichen Ländern auf den Markt

brachten. Auf der anderen Seite besuchten

den Markt auch Verbraucher, die Obst und

Gemüse in grösseren Mengen benötigten

und Detaillisten den regen und florierenden

Betrieb. Die Markthalle schliesslich entstand

aus Platzmangel und aus dem

Wunsch nach Expansion heraus. Eine

eigens zu diesem Zweck gegründete Genossenschaft

aus verschiedenen Interessengemeinschaften

kaufte das Areal damals und

liess für rund drei Millionen Franken die

Grossmarkthalle erstellen. Es ist also den

regionalen und überregionalen Lebensmitteln

und ihren Händlern zu verdanken, dass

Basel 1929 ein städtebauliches und architektonisches

Glanzstück erhielt.

Nachdem sie jahrzehntelang die Handelspattform

der Basler Gemüse- und Früchte-

74

falstaff


Fotos: beigestellt

SAMSTAG, 17. SEPTEMBER

GENUSSFESTIVAL IN

DER MARKTHALLE

Zum Auftakt der Schweizer Genusswoche

2022 wird in der Basler Markthalle ein

grosses Genussfestival gefeiert. An diesem

Tag treffen sich Produzierende, Manufakturen,

Gastronom:innen, Marktfahrer:innen,

Interessierte und Schaulustige zu einem

Festival, an dem regionale Lebensmittel und

der nachhaltige Genuss ganz oben stehen.

händler war, steht die Halle heute unter

Denkmalschutz.

Ab 2004 entstand in der Markthalle ein

Shoppingcenter, das bei den Baslerinnen und

Baslern allerdings auf wenig Anklang stiess.

2013 schliesslich wurde die Halle wieder

ihrem ursprünglichen Zweck zugeführt. Die

Markthalle AG übernahm und läutete eine

neue Ära des Markttreibens ein.

Projektgruppe aus Architekten und Kulturunternehmern

rund um die Baslerin Architektin

Barbara Buser. Die Markthalle AG ist

seit Mitte 2013 Mieterin der Kuppel mitsamt

ihren Einbauten und koordiniert das

Gesamtgeschehen. Sie verfolgt seither das

ehrgeizige Ziel, der Öffentlichkeit den eindrücklichen

Kuppelbau als Architekturikone

und Drehscheibe der regionalen Lebensmittelversorgung

zurückzugeben. Und so ist vor

bald zehn Jahren in der altehrwürdigen

Markthalle eine Kulturstätte mit guter Unterhaltung,

lokalen und internationalen Küchen

und unkomplizierten Verpflegungs- und

Zusammenkunft-Möglichkeiten entstanden.

Mit der Einrichtung von Marktständen

und Gastronomiebetrieben, Läden, Festivals,

Konferenzen, Performances, Kursen und

Degustationen rund ums Essen, Trinken und

Geniessen ist die neue alte Markthalle innert

kurzer Zeit zu einem Publikumsmagnet

geworden. Aus dem einstigen Handelsplatz

ist ein öffentlicher und sozialer Ort geworden,

der genutzt wird. Ein Glücksfall ist die

Übernahme der Markthalle samt Sockelgeschoss

und Nebenbauten im Jahr 2016 durch

die Edith Maryon AG aus Basel, die sich ausdrücklich

dafür einsetzt, Grundeigentum der

Immobilienspekulation zu entziehen und

sozialverträglich nutzbar zu machen. Seither

sichert ein langfristiger Mietvertrag den Fortbestand

des anfangs befristeten Projektes.

Rund 50 Mitarbeitende in unterschiedlichen

Pensen arbeiten heute bei der Markthalle

AG Basel und teilen sich 25 Vollzeitstellen.

Die Gründungsmitglieder sind weiterhin

im Aktionariat vertreten und im strategischen

oder operativen Geschäft aktiv.

Nichts wie hingehen, einatmen und der

Nase folgen, sich treiben lassen von den vielen

Gerüchen aus unterschiedlichsten Ländern

und Produkten, die Ohren spitzen und

vielleicht ist ja gerade irgend ein Spezialmarkt,

ein Sprachkurs, ein Vinylmarket, ein

Folkkonzert, ein thematischer Apéro, ein stylischer

Secondhand-Markt, ein Zero-Waste-

Workshop, eine inklusive Rollstuhldisco, der

Tag des reifen Apfels, eine Backmeisterschaft.

Alles Beispiele aus dem bunten Veranstaltungsprogramm

der Markthalle-Macher.

Und sollte gerade kein Event und der Hunger

klein sein, beeindruckt die Halle auch heute

noch den Besucher mit ihrer grossen Kuppel

ganz ohne Stützen. Ein zeitlos grandioses

Bauwerk, das für genussaffine Menschen mit

ebensolchen Inhalten aufwarten kann.

FOOD-, KULTUR-

UND EVENTHALLE

Die eigentlich naheliegende Idee für die

Bespielung der Markthalle als Streetfoodund

Lebensmittel-Markt kam 2013 von einer <

falstaff

75


asel

shortlist

SQUADRA VIOLI

Die Gebrüder Salerno stellen

mit viel Liebe und Zuwendung

Ravioli her, und führen so die

Familientradition weiter. Die

handgemachten Ravioli

werden aus biologisch

angebauten Produkten

hergestellt.

squadravioli.com

WÜRZSTOFF

Bei Würzstoff gibt es verschiedene handgemachte Würzmischungen. Es

werden ausschliesslich natürliche Produkte in die Dosen gepackt. Bei

Würzstoff verzichtet man auch auf jegliche Zusatzstoffe und Konservierungsmittel.

wuerzstoff.ch

TOFUREI TUYU

Hier gibt es Tofu im Glas. Die Koreanerin Jinhee Park benutzt

ausschliesslich Zutaten aus der Schweiz – dazu zählen auch die

verarbeiteten Sojabohnen. Die handwerkliche Produktion garantiert

feinsten Tofu mit bestem Geschmack. tuyutofu.ch

Fotos: andreasfrossard.com, beigestellt

76

falstaff


MANUFAKTUREN

FERMENT

Die Brauerei Ferment

wurde 2018 in Basel

gegründet. Das

Herzstück und

Hauptprodukt ist die

Usukuchi Shoyu, eine

helle Sojasauce aus

rein biologischen

Zutaten.

brauerei-ferment.ch

PASTA PASTA

Masar und Désirée Sheholli übernahmen den Familienbetrieb im Jahr

2017. Die beiden zaubern Ravioli, Gnocchi und andere genussvolle

Teigwaren nach traditioneller italienischer Kochkunst.

Gemüse aus lokaler Produktion und Fleisch aus artgerechter

Tierhaltung garantieren beste Qualität.

pastapasta.ch

PURE TASTE

Die erste Schweizer Fermentations-

Manufaktur setzt auf die Zusammen arbeit

mit regionalen Produzenten. Hier werden

immer wieder neue fermentierte Lebensmittel

kreiert. Die Kreativität kennt keine

Grenzen. puretaste.ch

falstaff

77


asel / BROT

AUF

Foto: Bertram Solcher

78 falstaff


Der gebürtige Basler

und Wahlhamburger

Christian Aeby startete sein

Brot-Business in Hamburg

und Berlin. Erst seit ein

paar Monaten verkauft er

sein Basler Brot auch in Basel.

Basler Brot

RÜCKKEHR

UMWEGEN

Der gebürtige Basler Christian Aeby ist mit

20 Jahren nach Hamburg ausgewandert.

Heimweh hatte er dort vor allem nach einem –

dem Basler Brot seiner Kindheit. Private

Backversuche und ein kleiner Marktstand führten

dazu, dass er zum beliebtesten Bäcker

Hamburgs avancierte. Seit ein paar Monaten

verkauft er nun auch Brot in seiner alten Heimat

Basel – Aebys Basler Brot ist nach

Hause zurückgekehrt.

falstaff

79


asel / BROT

Christian Aeby lernte das Brothandwerk mithilfe von YouTube-Videos sowie Besuchen bei Bäckern in Österreich und der Schweiz.

50 bis 60 Stunden ruht der Teig, bevor er zu vier verschiedenen Brotarten geformt und im heissen Ofen vollendet wird.

Das Basler Brot ist eines der

beliebtesten Schweizer Brote

und weit über die Grenzen des

kleinen Kantons hinaus

bekannt. Es hat eine weisse,

weiche, poröse Krume und eine schmackhafte,

dunkle, bemehlte Kruste, die durch die

kurze Backzeit in einem sehr heissen Ofen

entsteht. Wie weit seine Geschichte zurückreicht,

weiss niemand genau. Zwar wurde

ein Basler Brot 1792 in Eugen A. Meiers

«das Süsse Basel» erwähnt, es ist jedoch

nicht bekannt, ob es Ähnlichkeiten mit der

heutigen Version aufwies. Das Basler Brot,

wie man es heute kennt, wurde erstmals

1944 im Lehrbuch «Der Schweizer Bäcker-

Konditor» beschrieben und erreichte in der

zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

schweizweite Beliebtheit. Die meisten Bäckereien

Basels bieten eines an, jedoch ist kaum

eines so geschmacksintensiv wie das von

bread.basel.

Seit dem 16. September 2021 gibt es den

kleinen Laden am Blumenrain in Kleinbasel.

So einfach wie der Name, ist auch das Konzept:

Es gibt hier Basler Brot und nichts

anderes. Es wird gemunkelt, dass es das beste

der Stadt sei. Der Grund dafür ist einfach

– auch wenn die Herstellung des Brotes

es nicht ist. Die Qualität steht im Vordergrund,

es werden keine Kompromisse

gemacht. Ein einziger Teig wird auf Basis

von 550er-Bio-Weissmehl angemischt. Nach

50 bis 60 Stunden Ruhezeit ist dieser zur

Perfektion gereift und wird geformt. Vier

Ausführungen gibt es: Die einem Wurzelbrot

ähnliche Flûte, vier zu einem Kleeblatt

geformte Büürli, und zwei Laibe – das Pfünderli

und der erheblich grössere Hammer.

Das Verhältnis zwischen Kruste und Krume

macht dabei den Unterschied, der Teig und

die Garzeit sind immer gleich. Alle Brote

werden anschliessend im Holzofen sehr dunkel

ausgebacken, sie sind aussen knusprig

und voller Röstaromen und innen weich und

luftig. Obwohl es sich um ein Sauerteigbrot

handelt, ist die Krume nicht sauer, sondern

von einer Geschmacksintensität, die ihresgleichen

sucht.

So reduziert wie das Sortiment kommt

auch der Laden daher: Eine wenige Quadratmeter

grosse Brot-Boutique, die auf den

ersten Blick eher wie ein Designerladen

wirkt. Sie ist dunkel gestrichen, die Laibe

werden im Schaufenster präsentiert und in

der Mitte steht eine Holztheke, auf der das

gekaufte Brot in pinkes Seidenpapier gewickelt

wird. Das Produkt steht im Mittelpunkt,

nichts soll von ihm ablenken. Im

angrenzenden Bistro wird das Brot zu einer

kleinen Anzahl feiner Gerichte gereicht.

DAS BROT DER KINDHEIT

Das Basler Brot von bread. kam über

Umwege nach Basel. Die Geschichte nahm

ihren Lauf in Norddeutschland. Der gebürtige

Basler Christian Aeby verliess seine Heimatstadt

Basel als 20-Jähriger. Erst zog es

ihn nach Zürich, dann in die USA und

schliesslich kam er 1991 nach Hamburg, wo

er Karriere als Werbefilmregisseur machte.

Die norddeutsche Stadt wurde zu seinem

Zuhause, aber die Sehnsucht nach dem Brot

seiner Kindheit wurde er nie los. Ein gutes

Basler Brot passt nämlich zu allem, es

schmeckt für sich allein gut, ist aber anders

als das Norddeutsche Schwarzbrot auch ein

hervorragender Essensbegleiter. >

Fotos: beigestellt

80 falstaff


Familienbetrieb: Samuel

Aeby (l.), Neffe von

bread.-Erfinder Christian

Aeby, begrüsst die

Kunden im Laden an der

Blumenrainstrasse in

Basel. Zur Auswahl

stehen viert Brotformen,

deren Grundlage immer

derselbe Teig ist.

falstaff 81


asel / LÄCKERLI

>

So entwickelte er zusammen mit seiner

Mutter kreative Strategien, um nicht auf sein

geliebtes Basler Brot verzichten zu müssen.

Sie schmuggelten es sogar über die Grenze:

Die Mutter legte ihm manchmal einen

Koffer mit Brot in den Zug von Basel nach

Hamburg. Wenn dieser abends ankam,

schlich sich Aeby an Bord, um ihn abzuholen.

Mit der Zeit wurde das zu kompliziert,

und so musste Aeby andere Mittel finden, zu

seinem Basler Brot zu kommen. Er machte

sich also selbst ans Backen.

Die Holzofenbäckerei Bio Andreas bietet

rund 50 verschiedene Backwaren in Bio-

Qualität an – darunter auch beste Brote.

BASLER BÄCKEREIEN

BREAD.

In der Brot-Boutique von Christian Aeby gibt es

das Basler Brot seiner Kindheit zu kaufen – und

das in vier verschiedenen Formen. Im Eingang

wird Brot verkauft, daneben befindet sich ein

kleines Bistro, wo dieses ebenfalls verkostet

genossen kann.

Blumenrain 32, 4051 Basel

T: +41 79 5757455, bread.love

BÄCKEREI KULT

Unter dem Namen «Kult» hat die Crew der

Internationalen Gastronautischen Gesellschaft

eine fast 300-jährige Basler Traditionsbäckerei

übernommen und dieser mit einem frischen

Konzept neues Leben eingehaucht. Die Brotteige

ruhen mindestens 18 Stunden, einige sogar

weitaus länger.

Riehentorstrasse 18, 4058 Basel

T: +41 61 6921180, baeckereikult.ch

HOLZOFENBÄCKEREI BIO ANDREAS

Bio Andreas bedeutet Backtradition und

genussvolle Vielfalt in höchster Qualität. Mehr

als 50 verschiedene Backwaren werden täglich

frisch im Holzofen gebacken und in mehreren

Filialen sowie auf Märkten verkauft. Auch

Christian Aeby vertraut für sein bread. auf den

heissen Ofen der Basler Bio-Institution.

Andreasplatz 14, 4051 Basel

T: +41 61 2618486, bio-andreas.ch

BÄCKEREI ZIEGLER

Die Familienbäckerei Ziegler beliefert aus der

Backstube in Liestal mehrere Filialen in der

Region. Sie wird heute in zweiter und dritter

Generation geführt. Das Basler Brot der Bäckerei

Ziegler ist klassisch dunkel gebacken und

hat einen besonders niedrigen Salzgehalt.

Rheinstrasse 91, 4410 Liestal

T: +41 61 9069206, zieglerbrot.ch

COOL BEANS

Frisches Sauerteigbrot, Brownies, Butter- oder

Plant-based Gipfeli und Zopf: Seit 2013 gibt es

in der Holzofenbäckerei «Cool Beans» in der

Markthalle Basel köstliche, nachhaltige Backwaren.

Nachhaltigkeit, Regionalität und zero

waste stehen bei «Cool Beans» im Zentrum.

Markthalle Basel, Viaduktstrasse 12, 4051

Basel

T: +41 79 1985841, coolbeansbakery.ch

SUTTER BEGG

Der Sutter Begg gehört zu den bekanntesten

Bäckern Basels und betreibt einige Filialen in

der Stadt und der Region. Natürlich wird auch

ein traditionelles Basler Brot angeboten – mit

unregelmässiger, klassischer Porung und

herrlich dunkler Kruste.

Hauptsitz & Backstube: Frankfurt Str. 78

4142 Münchenstein

T: +41 61 6859696, sutterbegg.ch

DEN GESCHMACK DER KINDHEIT

Um das Brothandwerk zu lernen, schaute

sich Christian Aeby YouTube-Videos und

Blogs an und besuchte Bäcker in der Schweiz

und Österreich. Nach vielen Versuchen hatte

er ein Rezept entwickelt, das so schmeckte,

wie er es aus seiner Kindheit kannte. Das

Resultat war so gut, dass er beschloss, sein

Basler Brot auf dem Hamburger Isemarkt zu

verkaufen. Meist war sein Stand innerhalb

weniger Stunden ausverkauft und so eröffnete

er im Hamburger Stadtteil Eppendorf

seinen ersten Laden. Kurz darauf kürte ein

Fallstaff-Voting Christian Aeby zum beliebtesten

Bäcker Hamburgs – was grosse Wellen

schlug in der Stadt.

Auch das Fernsehen wurde auf ihn Aufmerksam.

Der deutsche Sender ARD zeigte

ihn und seine Bäckerei in einer Sendung über

Hamburg. Ein Basler Zuschauer sah diese

und beschloss, Christian Aeby anzurufen

und ihm vorzuschlagen, sein Basler Brot in

die Rheinstadt zurückzubringen. Denn in

Basel gäbe es seit 20 Jahren keinen Bäcker

mehr, der dieses wie früher backe.

Aeby liess sich gerne überzeugen. Es gäbe

für ihn nichts Sinnvolleres auf der Welt, als

das Basler Brot wieder in seine Heimat

zurückzubringen. Eine Partnerbäckerei wurde

gefunden und nach drei Wochen Coaching

mit Aeby war das Basler Basler Brot

nicht mehr von der Hamburger Originalversion

zu unterscheiden. Die Einheimischen

haben bread.basel mit offenen Armen empfangen.

Anders als in Hamburg oder Berlin,

wo es eine weitere bread.-Filiale gibt, kannten

sie das Brot ja schon. Vor allem ältere

Kunden loben das Brot sehr, sagt Aeby. Bei

ihnen wecke sein Basler Brot nämlich Erinnerungen

an ihre Kindheit. Und das sei doch

das schönste Kompliment.

<

Foto: beigestellt

82 falstaff


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asel / KULINARIK

DAS LACHS

Fotos: Basel Tourismus, Getty Images

84 falstaff


COMEBACK

Woran denkt man, wenn man «Basel» hört? An Basler Läckerli, die Art Basel, Fasnacht?

Dass ausgerechnet der Lachs – den man wohl eher mit nordischen Ländern verbindet –

eine grosse Bedeutung für die Stadt hat, erstaunt. Eine Annäherung.

TEXT ILSE FISCHER

Die Fischerhäuschen und

Fischergalgen am Basler

Rheinufer werden im

Vergleich zu früher eher

selten zum Fischen genutzt.

Vielmehr sind es gemütliche

Lauben mit einzigartigem

Rheinblick.

falstaff

85


asel / KULINARIK

Fangen wir einmal mit ein wenig

Historie an. Im 19. bis zum

Anfang des 20. Jahrhunderts

ging man, um Lebensmittel zu

kaufen, fast immer auf den

Markt. Und von denen hatte Basel damals

viele, diese lagen zu der Zeit noch alle

innerhalb der Stadtmauer von 1398. Butter

gab es am «Ankenmarkt», Gemüse und

Obst täglich auf dem «Barfüsserplatz», am

Marktplatz und am «Claragraben». Auf

dem «Andreasplatz» fand der Geflügelund

Wildbretmarkt, auf gut Baslerisch: «dr

Bibbelimärt». Und dann gab es noch jeden

Freitag den Fischmarkt. Hier steht seit

1390 der schönste mittelalterliche Brunnen

Basels. Während der Markttage konnten

einst die Fischer im Brunnenbecken ihre

lebenden Fische kühlen. Der originale

Brunnenstock ist heute im Historischen

Museum in der «Barfüsserkirche» zu

bestaunen, auf dem Fischmarkt steht eine

Kopie aus dem 20. Jahrhundert. Geändert

hat sich im Laufe der Zeit auch alles rund

um den einst berühmten Lachs.

86 falstaff

LACHSE SCHWIMMEN

VIELE 1000 KILOME-

TER, UM VOM ATLANTIK

DURCH MEHRERE LÄN-

DER STROMAUFWÄRTS

ZU IHREN KINDERSTU-

BEN IM RHEIN ZURÜCK-

KEHREN ZU KÖNNEN.

BASLER LACHS

Aus der Basler Stadtgeschichte ist der Basler

Salm oder Lachs jedenfalls nicht wegzudenken.

Kaum ein anderer Fisch hat die

Stadt kulinarisch so geprägt wie er. Schon

zu Zeiten der Römer wurde im Rhein

Lachs gefischt und in der ältesten Basler

Speiseordnung des Bischofs Heinrich I von

Horburg verpflichtet sich der Domprobst

zu vielerlei Gerichten, die als Fastenspeise

aufzutischen seien. Darunter auch Lachs

mit Salz, gesottene Salme mit Lauch oder

Albeln mit Semmeln in Öl gesotten …….

Martialisch klingen die Hilfsmittel zum

Fang: Zackenfallen, Gehren (Fischerspiesse)

und die Fischgalgen, die man auch heute

noch in Basel findet. Aber auch Restaurantnamen

wie «Zum Salmeck», «Salmen»

oder «Salmenstübli» zeugen von einst florierender

Fischerei. Der Rhein war jedenfalls

bis Anfang des 20. Jahrhunderts

Europas wichtigster Lachsfluss, heute ist

der Lachs (fast) ausgestorben. Bis jetzt

jedenfalls. Denn die Initiative «Lachs

2020» der Internationalen Kommission

zum Schutz des Rheins (IKSR) möchte bis

2027 den Lachs wieder bis nach Basel

gelangen lassen.

WEITSCHWIMMER

Lachse schwimmen viele 1000 Kilometer,

um vom Atlantik durch mehrere Länder

stromaufwärts zu ihren Kinderstuben im

Rhein zurückkehren zu können. Derzeit

«wartet» der Lachs quasi in Strassburg,

wenn alle Hürden im Fluss überwunden

sind, kann er dann wieder nach Basel

schwimmen. Bis dahin gibt es zwar keinen

Basler Salm, aber jedenfalls die Köstlichkeit

des «Lachs à la Bâloise», zubereitet mit

Lachsen aus dem Norden.

BROTFISCH & MYTHOS

Einerseits ist überliefert, dass der Lachs

trotz hoher Fangquoten nie billig war und

ihn die heimischen Fischer lieber teuer verkauften,

als ihn selber zu essen. Andererseits

besagt eine rheinische Gesindeordnung


aus dem 19. Jahrhundert, dass es verboten

war, den Hausangestellten öfter als dreimal

die Woche Lachs aufzutischen. Was wahr

ist, wird man nicht mehr herausfinden.

Überliefert ist, dass der Lachs zur Delikatesse

wurde und jedenfalls im Fisch-Streit

mit den Elsässern 1736 eine Hauptrolle

spielte. Damals gerieten Basler und Elsässer

Fischer in einen Lachsfangstreit, der erst

nach Verhandlungen mit dem Staatsminister

Kardinal Fleury in Paris geschlichtet

werden konnte. Der Basler Rheinsalm

wurde danach zur Stadt-Spezialität ersten

Ranges und fand Eingang in die gehobene

Gastronomie.

Im Jahr 1883 wurde anlässlich der ersten

Schweizerischen Kochkunstausstellung in

Zürich von «Glaser & Sohn» ein Büchlein

mit Fischrezepten herausgegeben. Als «Lachs

à la Glaser» steht da ein Rezept, das

eigentlich der «Lachs à la bâloise» ist. Denn

schon 1882 führte die «Gartner Zunft» das

Gericht auf der Karte, 1884 bot die

>

Viele Restaurantnamen in Basel zeugen von der einst florierenden Fischerei. So auch die

«Fischerstube», die Heimat des Ueli-Biers, das es seit Kurzem als «Laggs Spezial» gibt.

Fotos: Shutterstock, Basel Tourismus, Andreas Zimmermann Fotografie, beigestellt

falstaff 87


asel / KULINARIK

BASLER LACHS NACH EINEM REZEPT VON 1883

Der «Gasthof zum Goldenen Sternen» ist das älteste Restaurant der Stadt Basel.

Es liegt in St. Alban, dem grünsten Bezirk direkt am Rhein und hat zwei schöne

Gastgärten – im Inneren des Hauses und am Ufer mit Blick auf das Basler

Münster. Chefkoch Timo Roniger steht für köstliche, kreative und auch traditionelle

Fischgerichte, «Fischgalgen-Menü» inklusive. Das Rezept für den Basler

Lachs hat der ehemaligen Küchenpatron Lars Fumic aufgetan, es stammt aus dem

Jahr 1883. Das Rezept vom Lachs nach Basler Art zum Nachkochen.

Richtung Meer heisst er Salm, schwimmt er

vom Atlantik rheinaufwärts, heisst er Lachs.

Lachse haben sehr hohe Ansprüche an

ihren Lebensraum, lieben die Abwechslung

zwischen Süss- und Salzwasser und die

unberührte Natur. Sie sind sportlich und

können kleine Wasserfälle überwinden und

Treppen steigen. Und solche Treppen

könnten dem Lachs helfen, bald wieder nach

Basel zurückzukehren. Ziel des WWF-Projekts

«Lachs Comeback» ist es, die heute

fragmentierten Flussabschnitte des Rheins

wieder zu vernetzen, damit Lachse und

andere Fische frei wandern können.

>

ZUTATEN

4 Lachstranchen

½ Zitrone

Salz und Pfeffer

2 Zwiebeln

50 g Butter

3 EL Öl

1 dl Kalbsfond

Petersilie, Dill

LACHS À LA BÂLOISE

(FÜR 4 PERSONEN)

ZUBEREITUNG

– Lachs filetieren und entgräten. Die Seiten im

«Schmetterlingsschnitt» circa 2 cm dick

portionieren. Öl in einer beschichteten Pfan-

«Schlüssel Zunft» «Saumon du Rhin» an

und 1889 wurde der Fisch erstmals vor den

Fleischgerichten aufgetragen. Frankreich

war und ist ja nahe. Und so findet man auch

in Escoffiers «Kochkunst-Führer» (deutsche

Erstausgabe 1904) ein Inserat von

«Comestibles Christen» aus Basel, das

ne erhitzen und den Lachs von beiden

Seiten circa 30 Sekunden anbraten. Die

Tranchen herausgeben und ruhen lassen.

– Im Bratrückstand Zwiebelringe goldgelb

rösten und zusammen mit den Kräutern

auf dem Lachs verteilen.

– In die Pfanne den Kalbsfond geben und

leicht reduzieren. Zum Schluss Butter einrühren,

bis eine sämige Bindung entsteht

und die Sauce über den Lachs geben.

– Eventuell mit etwas Zitrone beträufeln.

– Mit Butterkartoffeln, frischer Petersilie,

Dill und einem kleinen Sommersalat

servieren.

«Rheinsalme aus eigener grösster Fischerei

am Oberrhein» bewirbt.

SALM ODER LACHS?

Lachs und Salm sind eigentlich eine Fischart,

die Bezeichnung ändert sich aber nach der

Richtung, in der sich der Fisch bewegt.

LACHS-PROJEKTE

Fast als «Auftakt» konnte man die

Ausstellung im Basler Stadthaus sehen, die

mit grossformatigen Aufnahmen von Michel

Roggo den Lachs von Kanada bis Saint

Louis in seinen Lebensräumen zeigte.

Im Rahmen dieser Kampagne braut die

«Brauerei Ueli» das «Laggs Spezial». Keine

Angst: Wo Lachs draufsteht, ist nicht immer

Lachs drin. Beim Spezialbier handelt es sich

um ein spritziges Sommerbier mit

feinwürzigen Aromen alter Hopfensorten,

garantiert ohne Fischgeschmack. 50 Rappen

pro Flasche gehen an das Lachs-Projekt. In

der «Laggs-Stube» am Rhein kann man

dazu Lachs-Clips anhören. Im «Restaurant

Fischerstube» oder der «Ueli-Brau-Bar»

in Kleinbasel geniesst man zu mancherlei

kultigen Biersorten feinstes Ueli-Bier-Treberbrot,

das mit der Quartiersbäckerei Beschle

hergestellt wird. Käse und Wurst dazu sind

natürlich auch regional.

LAGGS-TRAIL

Man sagt den Lachsen eine feine «Nase»

nach auf ihrer Reise vom Arktischen Eis

bis zu den Rheinschiffen. Vieles davon

entdeckt man beim Laggs-Trail, der im

Naturhistorischen Museum in Basel beginnt.

Das Museum ist eines der ältesten der

Schweiz und liegt auf dem Münsterhügel mit

Blick auf den Rhein, der den Trail bestimmt.

Man sieht die Fischergalgen, löst Rätsel und

erfährt viel Wissenswertes über den Fisch

mit Geschichte. Am Ende bekommt man

vielleicht Lust, einen Basler Lachs in einer

Beiz zu probieren oder ihn selber zu machen.

Auch, wenn er derzeit noch nicht aus dem

einstigen Lachsfluss Rhein kommt. <

Foto: Getty Images

88 falstaff


Basel 22.- 30.10.2022

TICKETVORVERKAUF

Ticket-Hotline Tel. +41 (0)900 552 225, CHF 1.19/Min.

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Infos und Reservationen Tel. +41 (0)61 485 95 94


asel / MUSEUMSSTADT

DER

GESCHMACK

VON KUNST

Basel hat die höchste Museumsdichte Europas, beheimatet in Gebäuden

bekannter Architekten. Und so kommt es hier zu einer einzigartigen

Verschmelzung von Kunst, Design und baulicher Ästhetik.

Manchmal mit einer Prise Kulinarik.

TEXT ILSE FISCHER

Grossartige Museumsarchitektur

trifft köstliche

Speisen. Im Museum Tinguely

und im Bistrot «Chez

Jeannot» mitten unter

den Werken verbindet

sich beides perfekt.

Foto: Mauritius Images, beigestellt

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91


asel / MUSEUMSSTADT

Kunst-Geschmack. Mit seinen kinetischen Kunstwerken

zählt Jean Tinguely zu den wichtigsten Wegbereitern

der Kunst nach 1950. Monumentale Maschinenskulpturen

der 1980er-Jahre inklusive.

Basel ist verrückt nach Kunst.

Und nicht nur das. Basel ist auch

verrückt nach gutem Geschmack

und herausragender Kochkunst.

Über Geschmack lässt sich

bekanntlich nicht streiten, sagt man. Aber

man kann gut über ihn sprechen. Und gerade

in der Kunststadt Basel gibt es dafür reichlich

Gelegenheit. Im Jahr 2020 setzte das

Museum Tinguely mit der Ausstellung

«Amuse Bouche. Der Geschmack der Kunst»

die Reihe zu den menschlichen Sinnen in der

Kunst mit 45 internationalen Künstlern fort.

Schmeckt Kunst süss, sauer, bitter, salzig oder

gar umami, fragte man. Denn alle Sinne spielen

beim Erleben der Kunst eine essenzielle

Rolle. Diesen Geschmack der Kunst findet

man auch im Programm der «GenussStadt

Basel». Und natürlich an den Orten der

Kunst. Mit der weltweit grössten Sammlung

seiner Werke ist das Museum die erste

Adresse zu Jean Tinguely (1925–1991). Der

beeindruckende Museumsbau direkt am

Rhein wurde vom Tessiner Architekten

Mario Botta geschaffen. Die permanente

Ausstellung zeigt einen Überblick über vier

Luptam facessitate as volore non consectatqui tent que aliqui

ommodigendis aditibeatum, odit por aut velent dolor si adit que

nonsed quia quaes arum deliscit ea consernam inis et l

Jahrzehnte von Tinguelys Schaffen, in den

interaktiven Wechselausstellungen wird

ausgehend von Tinguelys Arbeiten ein buntes

Spektrum von Künstlern und Themen des

20. und 21. Jahrhunderts gezeigt.

BEYELERS KUNST-GESCHMACK

Die Fondation Beyeler gehört zu den meistbesuchten

Museen der Schweiz. Die Menschen

kommen wegen der weltberühmten

Sammlung der klassischen Moderne von

Hildy und Ernst Beyeler, den immer wieder

aussergewöhnlichen Ausstellungen, aber

Fotos: GEORGIOS KEFALAS/Keystone/picturedesk.com, PATRICK STRAUB/Keystone/picturedesk.com, Robert Rieger, www.markniedermann.com

92

falstaff


«FÜR EINE RELATIV KLEINE

STADT HAT BASEL EINE

ENORME INTERNATIONALE

STRAHLKRAFT. EINE

AUSSTRAHLUNG, DIE SIE

NICHT ZULETZT DEN

MUSEEN UND DER ART

BASEL VERDANKT.»

SAM KELLER Direktor Fondation Beyeler

auch wegen des einzigartigen Gebäudes

vom Tessiner Stararchitekten Renzo Piano

mit dem idyllischen Park samt Seerosenteich

und Skulpturen von Alexander Calder

und Ellsworth Kelly. Mit Werken von

Monet, Cézanne, Van Gogh, Picasso, Matisse,

Klee, Giacometti, Warhol bis Bacon vereint

die Sammlung über 300 Meisterwerke.

Und vielleicht verdankt die Fondation Beyeler

ihre Anziehungskraft auch der Verbindung

einer bedeutenden Sammlung mit der

lichtdurchfluteten, faszinierenden Museumsarchitektur

in einer wunderbaren Wein-

Landschaft. Durch den geplanten Erweiterungsbau

von Stararchitekt Peter

<

Superlativen. Die «Fondation Beyeler» ist nicht nur das meistbesuchte Kunstmuseum der Schweiz,

sondern auch eine einzigartige Verbindung von Kunst, Genuss, Architektur und Natur.

falstaff

93


asel / MUSEUMSSTADT

Kunstmuseum

Basel. Die älteste

öffentliche

Kunstsammlung

der Welt zählt mit

4000 Gemälden

und Skulpturen

zu einem der

renommiertesten

Museen seiner

Art weltweit.

>

Zumthor wird ein einzigartiges Ensemble

an Museumsbauten entstehen.

Den perfekten Geschmack nach dem

Kunstgenuss findet man im «Restaurant

der Villa Gut Berower» im Berower Park.

Prädikate besonderer Art trägt auch das

Kunstmuseum Basel: älteste öffentliche

Kunstsammlung der Welt, grösste Kunstsammlung

der Schweiz und weltweit renommierte

öffentlich Institution für zeitgenössische

Kunst. Den historischen Kern der

Sammlung bildet das Kabinett des Basler

Sammlers Basilius Amerbach, 1661 von

Stadt und Universität gekauft, 1671 der

Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Daraus

hat sich die Öffentliche Kunstsammlung Basel

entwickelt, die rund 4000 Gemälde, Skulpturen,

Installationen, Videos und 300 000

Zeichnungen und Druckgrafiken aus sieben

Jahrhunderten umfasst. Superlative auch hier.

DREI HÄUSER FÜR DIE KUNST

1936 wurde der Hauptbau am St. Alban-

Graben eröffnet, 1980 fand mit der

Eröffnung des Museums für Gegenwartskunst

am St. Alban-Rheinweg – eines

der weltweit ersten Museen für zeitgenössische

Kunst – die erste Erweiterung statt.

Heute trägt es den Namen Kunstmuseum

Basel | Gegenwart und ist ein Laboratorium

für eine vielfältige zeitgenössische Kunstproduktion.

Im Jahr 2016 eröffnete gegenüber

dem Hauptbau und unterirdisch mit diesem

verbunden ein drittes Haus: der Neubau.

Das Basler Architekturbüro Christ & Gantenbein

zeichnet für den archaischen Baukörper

mit vielen Feinheiten verantwortlich.

Seine helle Farbigkeit macht ihn zum

respektvollen Nachbarn des Haupthauses

und ist für Sonderausstellungen und für die

Sammlungspräsentationen konzipiert.

WELTOFFEN:BASEL

Seit 1872 gehört die Kunsthalle Basel zu den

weltweit renommiertesten und aktivsten

öffentlichen Institutionen für zeitgenössische

Kunst. Bekannt für ihr mutiges und vielfältiges

Programm mit spektakulären Ausstellungen

und ihr Engagement für bekannte und

unbekannte Künstlerinnen und Künstler fügt

sie sich perfekt in das weite Spektrum von

aussergewöhnlichen Kunst-Orten.

Wie weltoffen die Stadt für die Kunst ist,

zeigt auch die Art Basel. Die Stadt ist dann

Fotos: juliansalinas.ch, Basel Tourismus, beigestellt

94 falstaff


Die Kunsthalle Basel ist seit 1872 ein Ort, an dem

zeitgenössische Kunst ausgestellt, diskutiert und reflektiert

wird. Im «Kunsthalle Restaurant» i(s)st «tout Bâle».

für einige Zeit das Mekka für Kunstliebhaber

aus der ganzen Welt, denn sie ist die

führende Messe des internationalen

Kunstmarktes und für ein paar Tage das

wichtigste Museum auf Zeit. Über

250 sorgfältig selektionierte Galeristen zeigen

Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.

Ein neuer kulinarischer Leckerbissen gesellt

sich heuer dazu. Das Pop-up-Restaurant

«Tree by roots» von Pascal Steffen, Chefkoch

des «roots», erwartet die Kunstfreunde

während der Messe.

Das Antikenmuseum Basel und Sammlung

Ludwig bringt mit seiner herausragenden

Sammlung von Kunstwerken der frühen

Mittelmeerkulturen mediterranes Art-

Feeling in die Stadt. Und bewahrt mit

5000 Jahren Kultur das Fundament des

heutigen Europas. Die Kunstreise geht von

von Griechenland nach Rom und Etrurien,

von Ägypten über die Levante bis nach

Mesopotamien und den Iran. Und wieder

eine Superlative: es ist das einzige Museum

der Schweiz, in dem ausschliesslich antike

Kunst und Kultur des Mittelmeerraumes

>

falstaff

95


asel / MUSEUMSSTADT

5000 Jahre Kultur. Das Antikenmuseum Basel verfügt über

eine herausragende Sammlung ägyptischer, griechischer,

italischer, etruskischer und römischer Kunstwerke.

Vitra Design Museum. Die Stararchitekten Frank

Gehry und Herzog & De Meuron zeichnen für die

Architektur verantwortlich. Design in Beziehung zu

Architektur, Kunst und Alltagskultur ist der Fokus.

96 falstaff

>

präsentiert wird. Und es ist dazu die

grösste Sammlung antiker Kulturgüter der

Schweiz. Während des GenussStadt Basel-

Festivals ist das Museum unter dem Motto

«Kultur trifft Kulinarik» ein Ort für köstlich-interessante

Begegnungen.

Nicht nur der Museumsbau des Vitra

Design Museums in Weil am Rhein vom

Star architekten Frank Gehry und das Schaudepot

vom bekannten Schweizer Architekturbüros

Herzog & de Meuron zeigen schon

von aussen die perfekte Verbindung von

Kunst, Design & Architektur. Das setzt sich

in der Museumskonzeption fort, denn das

Museum erforscht und vermittelt die

Geschichte und Gegenwart des Designs und

setzt diese in Beziehung zu Architektur,

Kunst und Alltagskultur. Es zählt zu den

führenden Design-Museen der Welt.

Im Hauptgebäude werden zweimal jährlich

zwei grosse Wechselausstellungen präsentiert,

parallel dazu werden in der Vitra

Design Museum Gallery kleinere Ausstellungen

gezeigt. Viele Ausstellungen entstehen in

Zusammenarbeit mit bekannten Designern

und befassen sich mit zeitgenössischen Themen

wie Zukunftstechnologien, Nachhaltigkeit,

Mobilität oder sozialer Verantwortung.

Vieles liesse sich noch berichten, aber

eines ist unumstritten: Basel ist die Kulturhauptstadt

der Schweiz, denn hier wird

Kultur gelebt, gemacht, gefördert und

immer wieder gefeiert.

>

Fotos: Bettina Matthiessen, beigestellt


THIS IS NOT

A NATUR-

SCHAUSPIEL

Hochkultur auf Höchstniveau

im Theater Basel; alle Infos

dazu auf basel.com


asel / MUSEUMSSTADT

ADRESSEN/AUSSTELLUNGEN

FONDATION BEYELER

25 Jahre Fondation Beyeler. Eine einzigartige

Kombination aus Kunst, Natur und Architektur

Baselstrasse 101

T: +41 61 6459700, fondationbeyeler.ch

AUSSTELLUNGEN

Passagen – Landschaft, Figur und Abstraktion

12. Februar – 14. August 2022

Mondrian Evolution 5. Juni – 9. Oktober 2022

Die grosse Sammlungsausstellung 25 Jahre

Fondation Beyeler

Oktober 2022 – Jannuar 2023

MUSEUM TINGUELY

Weltweit grösste Sammlung und erste Adresse

für Leben und Werk von Jean Tinguely

Paul-Sacher-Anlage 2

T: +41 61 6819320, tinguely.ch

AUSSTELLUNGEN

Le Définitif – c’est le Provisoire. Neue Sammlungspräsentation

im Museum Tinguely

Ab dem 3. März 2021

Jean-Jacques Lebel

«La Chose» de Tinguely, quelques philosophes et

«Les Avatars de Vénus»

13. April – 18. September 2022

Anouk Kruithof

Universal Tongue

24. April – 30. Oktober 2022

Bang Bang

Translokale Performance Geschichte:n

8. Juni – 21. August 2022

Territories of Waste

Über die Wiederkehr des Verdrängten

14. September 2022 – 8. Januar 2023

KUNSTMUSEUM BASEL

Älteste öffentliche Kunstsammlung der Welt.

St. Alban-Graben 8

T: +41 61 2066262, kunstmuseumbasel.ch

AUSSTELLUNGEN

Dauerausstellung. Epochen der Gegenwart

Böcklin begegnet. Sammlungspräsentation

Making the World. Spirituelle Welten

bis 4. September 2022

Joseph Beuys. Die Ursache liegt in der Zukunft

bis 4. August 2022

Picasso – El Greco. Die Auseinandersetzung von

Pablo Picasso mit dem Altmeister El Greco

11. Juni – 29. September 2022

Zerrissene Moderne. Die Basler Ankäufe

«entarteter» Kunst

22. Oktober 2022 – 19. Februar 2023

KUNSTHALLE BASEL

Älteste Kunsthalle der Schweiz mit Schwerpunkt

auf zeitgenössischer Kunst.

Steinenberg 7

T: +41 61 2069900, kunsthallebasel.ch

AUSSTELLUNGEN

Michael Armitage

You, Who Are Still Alive

20. Mai – 4. September 2022

Berenice Olmedo

Hic et Nunc

10. Juni –18. September 2022

Yoan Mudry

The Future Doesn’t Need Us

Rückwand-Projekt

bis 7. August 2022

Daniel Turner

16. September – Jannuar 2023

Kunstkredit Basel-Stadt

25. September – 9. Oktober 2022

ANTIKENMUSEUM/SAMMLUNG LUDWIG

Staatliches Museum für antike Kunst und Kultur

des Mittelmeerraums.

St. Alban-Graben 5

T: +41 61 2011212, antikenmuseumbasel.ch

AUSSTELLUNGEN/SAMMLUNG

tierisch! Tiere und Mischwesen in der Antike

bis 19. Juni 2022

Ave Caesar! Römer, Gallier,Germanen am Rhein

23. Oktober 2022 – 30. April 2023#

Die Griechen und ihre Welt. Identität und Ideal

Dauersammlung

Ägypten. 3000 Jahre Hochkultur am Nil.

600 Objekte neu inszeniert

Dauersammlung Skulpturengarten.

Die Erweiterung der Sammlung in den Aussenbereich

(Eintritt frei)

VITRA DESIGN MUSEUM

Das Museum gehört zu den führenden Designmuseen

der Welt.

Charles-Eames-Strasse 2,79576 Weil am Rhein

T: +49 7621 7023200, design-museum.de

AUSSTELLUNGEN/SAMMLUNG

Plastik. Die Welt neu entdecken

bis 4. September 2022

Hello, Robot. Design zwischen Mensch und

Maschine

24. September 2022 – 5. März 2023

Colour Rush! Eine Installation von Sabine Marcelis

14. Mai 2022 – 14. Mai 2023, Vitra Schaudepot

Die Sammlung des Vitra Design Museums

ART BASEL 22

Hallen der Messe Basel

artbasel.com

Weltoffen und spektakulär. Die Kunstwelt trifft

sich in Basel.

16. – 19. Juni 2022

INFORMATIONEN ZU ALLEN

BASLER MUSEEN

museenbasel.com

basel.com

Art Basel 22.

Weltoffen und

spektakulär.

Fotos: beigestellt

98 falstaff


BEYELER RESTAURANT IM PARK

BEYELER

RESTAURANT IM PARK

Am Stadtrand von Basel entsteht im «Beyeler Restaurant im Park» eine

Symbiose aus Kunst und kulinarischen Highlights in traumhafter Umgebung.

Das «Beyeler Restaurant im Park»

befindet sich in der spätbarocken

Villa Berower, die im wunderschönen

Park der Fondation

Beyeler direkt gegenüber dem Museum

liegt. Das Design vom spanischen Duo

Casa Munõz führt in Gastraum und

Kaminzimmer einen spannungsreichen

Dialog zwischen dem historischen Charakter

des Hauses und zeitgenössischer Innenarchitektur.

Im Sommer lädt die grosszügige

Terrasse inmitten des Parks, mit Blick auf

die Skulpturen von Alexander Calder,

Ellsworth Kelly und Peter Fischli / David

Weiss, zum Verweilen ein.

Dem Küchenchef Philip Dollinger gelingt

es, mit fundiertem Handwerk und einem

sicheren Gespür für Trends, Bekanntes in

Neues zu verwandeln: Er kombiniert Texturen

und Aromen überraschend und gekonnt.

Dabei bleibt bei aller Kreativität das Ziel

ganz einfach: Es ist das kulinarische

Produkt, das mit seiner erstklassigen

Qualität im Mittelpunkt steht und mit

Begeisterung und Leidenschaft angerichtet

wird. Herkunft und Saisonalität spielen bei

der Zusammenstellung der wechselnden

Gerichte eine wichtige Rolle. So liegen die

Felder der Gärtnerei Melanza, von denen

das Gemüse bezogen wird, keine fünfhun-

dert Meter vom Restaurant entfernt, Kräuter

werden im eigenen Garten angebaut und das

Fleisch stammt ausschliesslich aus der

Schweiz. Die Weinkarte orientiert sich an

der Umgebung, bietet aber auch eine feine

Auswahl an Weinen aus anderen Regionen

der Welt.

Nach den regulären Öffnungszeiten steht

das «Beyeler Restaurant im Park» abends

für private und geschäftliche Anlässe zur

Verfügung. Vom kleinen Apéro über einen

offiziellen Empfang bis hin zu einem

mehrgängigen Dinner werden massgeschneiderte

Anlässe kreiert, die ganz besondere

Erlebnisse schaffen: Momente von Freude,

Genuss, Austausch und Resonanz, welche

die Gäste als kostbare Erinnerungen mit

nach Hause nehmen. Die Rolle des

Gastgebers kann dabei vertrauensvoll in

die erfahrenen und sorgfältigen Hände des

Restaurant-Teams gelegt werden.

ADVERTORIAL Fotos: © perspektiv; beigestellt

INFO

Öffnungszeiten

Täglich 10–18 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr

Das «Beyeler Restaurant im Park» steht nach

den regulären Öffnungszeiten für private und

geschäftliche Anlässe zur Verfügung.

restaurant.fondationbeyeler.ch

falstaff 99


asel / STREET-ART

Fotos: Basel Tourismus

100 falstaff


Kunstraum. Auf dem «Bell-Arial»

fernab der Basler Innenstadt

schmücken beindruckende

Kunstwerke die Mauern rund um

den Schlachthof und die

Neudorfstrasse.

Street-Art Basel

Street-Art ist in

der Kunst-Stadt Basel

allgegenwärtig. Kommen

Sie mit auf eine bunte

Spurensuche und entdecken dabei

Unbekanntes und auch Kulinarisches.

FARBENSPIELE

TEXT ILSE FISCHER

falstaff

101


asel / STREET-ART

Change of colours. Internationale Street-Art-Grössen wie

Mr. Cenz (UK), Bane & Chromeo (CH) und Bust (CH) kreierten

im Jahr 2020 auf 800 m 2 drei grosse Murals.

Das Label «Schweiz = Konservativ»

war vorgestern. Heute

heisst es nicht nur für Basel:

Grau war gestern, bunte Graffiti

im öffentlichen Raum sind

heute, Superlativen inklusive. Das gilt vor

allem für das grösste Street-Art-Wandgemälde

der Schweiz, das 2020 mit dem Event

«Change of Colours» eröffnet wurde.

BELL-AREAL

Viele Künstler haben am Hauptsitz der Bell

Food Group eine graue Betonwand von rund

1800 Quadratmetern in ein farbenprächtiges

Kunstwerk verwandelt. Aus der Fassade des

Frigo-Kühlhauses wurde ein beeindruckendes

Wandgemälde, das die graue Industriezone

aufwertet und Farbe ins Spiel bringt.

Hauptattraktion ist das dreiteilige Wandbild

an der Neudorfstrasse, gestaltet von international

bekannten Künstlern der Strassenkunst.

Der Engländer Mr. Cenz, Lokalmatador

Bustart und die beiden Schweizer Street-

Art-Künstler Chromeo und Bane tauchten

die triste Fassade in bunte Farben. Neben

dem grossen Wandbild haben über 20 nationale

und internationale Graffiti-Künstlerinnen

und -Künstler die Wände an der Ecke

Neudorfstrasse/Schlachthofstrasse gestaltet.

Das Graffiti-Projekt ist der erste Hingucker

urbaner Kunst wenn man von der französischen

Grenze von St. Louis in Richtung Basler

Innenstadt fährt. Und es macht Lust, sich

alle anderen urbanen Kunstwerke in der

Basilisk. Er ist das Wappentier der Stadt. Die Schweizer Street-Art-

Künstlerin Tika hat den bunten Hahn gross in Szene gesetzt.

Fotos: Basel Tourismus

102 falstaff


«GRAFFITI SIND

NICHT VANDALISMUS,

SONDERN EINE

KUNSTFORM, VON

DEREN SCHÖNHEIT

MEHR UND MEHR

MENSCHEN

BEGEISTERT SIND.»

PHILIPP BROGLI Artstübli

Farbe statt Betongrau. 30 Künstlerinnen

und Künstler, 24 Mauerflächen und tolle

Graffiti sind zusammen die erste

«Street-Art-Meile» in der Stadt.

Stadt am Rhein anzuschauen. Vom Bell-Areal

kommt man mit der Linie 50 in Richtung

Bahnhof SBB zu einem anderen Kunstwerk

moderner Strassenkunst. Das Graffito des

Künstlers Pollo 7 mit dem Arbeitstitel

«Brennpunkt» zeigt ein Mädchen namens

Leila, das aufmerksam zwei Nacktschnecken

bei der Fortpflanzung betrachtet, zusammengerollt

sollen sie auf Yin und Yang anspielen.

ERSTE STREET-ART-MEILE

Auf dem Velo- und Fussgängersteg über den

Rhein kann man die erste Street-Art-Meile

für Graffiti bewundern. 30 Teams und Einzelkünstler

haben an 24 Wandflächen entlang

des Stegs das zentrale Thema «Wasser»

kreativ umgesetzt. Weltbekannt für ihre

Graffiti ist auch die «Line», die Zugeinfahrt

in den Bahnhof SSB. Hier sind seit Jahrzehnten

Sprayer aktiv und die Gegend rund um

diese Bahnlinie ist ein einziges riesiges Graffiti-Museum,

das entdeckt werden will.

STREETFOOD TRIFFT

STREET-ART

Auch kulinarische Genussmomente zählen

zur Kunst, meinen wir. Und so soll hier ein

kleiner Einschub gestattet sein. Zur Markenwelt

der Bell Food Group gehört auch Fleisch,

Charcuterie oder Seafood. Manches davon

findet sich in den gefüllten Broten der Stadt,

die dann türkisch, asiatisch oder auch vegan

sind. Sie kommen von Food Trucks oder von

den Ständen der Markthalle und sind interessante

Begleiter zum Beispiel bei der abwechslungsreichen

«City Tour Urban Art». Ein

kulinarisches Experiment gibt es auch heuer

wieder während der Genussstadt-Zeit:

Kebab mit lokalen Zutaten. Im «LOKAL»

am Erasmusplatz kann man eine Woche lang

den LOKAL Kebab kosten. Beste Zutaten

aus der Region, Expertise vom Kebab-Meister

aus dem Quartier und, heuer neu, Tofu

aus Kleinbasel von der Manufaktur TUYU

verbinden sich zu einer feinen Köstlichkeit.

URBANE ENTDECKUNGEN

Auf Streifzügen durch Basels Street-Art

The London Police.

Die Pioniere der

globalen Street-

Art-Bewegung

schufen auch in

Basel grossartige

Fantasiewelten in

Form von

Wandbildern.

kommt man auch zum Wappentier der

Stadt, dem Basilisken, der bunt und riesengross

bei der Heuwaage anzutreffen ist. Die

Schweizer Künstlerin Tika hat den farbenfrohen

Hahn gestaltet, schaut man ganz

genau, entdeckt man auch das Basler Rathaus,

eine Fähre und natürlich den Rhein.

Tolle Einblicke in die Urban Art

bekommt man auf einer Basel City Tour,

die mit und auf den Spuren von Künstlerinnen

und Künstlern wandert, die der Stadt

neue Formen und Farben geben. Stephen

Powers, Daniel Zeltner, Tarek Abu Hageb,

The London Police oder Espo sind nur

>

falstaff 103


asel / STREET-ART

einige

Namen. Kurz vor

der Art Basel 2013

liess der französische

Street-Art-Künstler Invader

zwei Dutzend Space Invaders an diversen

Mauern und Hauswänden landen. Seine

Werke sind eine Anspielung auf die Pixel-

Aliens aus dem Kult Videospiel Space Invaders

(1978). Und die Ausserirdischen sind

gekommen, um zu bleiben, auf einer Tour

Stadtsafari. Die Urban Art Experience mit dem Bentley des

Luxushotels «Le Trois Rois» verbindet Welten und Kunst-

Genres. Das tun auch die Space Invaders (Kreis).

<

durchs Grossbasel kann man diese Mosaiken

der Street-Art-Ikone aus Paris entdecken.

Der Kunstvermittler und Gründer

von Artstübli, Philipp Brogli, bringt Farbe

in die Stadt und macht diese sichtbar. Denn

es ist nicht immer leicht, alle Kunstwerke

zu finden und manchmal spaziert man vorbei,

ohne sie zu bemerken. Deshalb hat

Brogli Urban-Art-Touren entwickelt, die

alle lohnenswert sind. Ein Falstaff-Tipp: die

«Urban Art Experience» des traditionsreichen

«Hotel Les Trois Rois», die Brücken

zwischen Werken, Genres und Kunstträgern

baut. Der Rundgang startet an der Urban-

Art-Galerie Artstübli, führt im knallbunten

Bentley, gestaltet in einem Graffiti-Projekt

Basler Schüler, durch die Innenstadt zum

Tinguely-Museum oder an den Basler

Hafen, dem Ursprung der urbanen Kunst in

Basel. Übrigens: zu Basels Graffiti gibt es

auch einen eigenen Reiseführer. Im Gerbergässlein

in der Altstadt ist das «Rockstars»-

Graffito ein wahrer Publikumsmagnet und

war bis 2019 das grösste Kunstwerk im

öffentlichen Raum. Art 4000 (Marc Bellé)

hat das übergrosse, farbenprächtige Werk

geschaffen. In der Nähe des Barfüsserplatzes

im Steinenbachgässlein sprühte Art

4000 gleich noch einmal: Auf einer

50-Quadratmeter-Fassade erblickt man die

Historie der Elektrizität mit den Köpfen der

Erfinder Albert Einstein und Nikola Tesla.

Ohne Frage, Basel ist eine kreative

Hochburg, Heimat einzigartiger Museen

und einer berühmten Kunstmesse. Die

Kunst findet hier aber eben auch auserhalb

der Kunsttempel statt: auf Strassen und

Hausmauern. <

Im Gerbergässlein

in der Altstadt ist

das «Rockstars»-

Graffito ein wahrer

Publikumsmagnet

und war bis 2019

das grösste

Kunstwerk im

öffentlichen Raum.

Fotos: Basel Tourismus

104 falstaff


ARTS & CULTURE

VIER HOTELS, ZWEI MUSEEN – EINE EINMALIGE KUNSTREISE DURCH BASEL

Übernachten Sie in einem der vier teilnehmenden Hotels mitten in der Altstadt und erleben

Sie gleich vor der Haustür wie Basel tickt. Die Kulturstadt am Rhein freut sich auf Sie!

Details zum Arts & Culture Package finden Sie auf arts-culture-basel.com.


PURO – The Art of

Culinary Sharing im

Mövenpick Hotel Basel

Die Freude am Teilen und

Probieren steht im «PURO» im

Vordergrund. In entspannter

Atmosphäre sehen Gäste zu, wie

die Kreationen in der Showküche

vorbereitet werden. Gekonnt werden

lateinamerikanische Spezialitäten

mit den traditionellen Aromen

Asiens und besten regionalen

Produkten kombiniert. Das Ziel:

Menschen zusammenbringen und

einen Raum für Begegnung, Genuss

und Geselligkeit schaffen. Jedes

Gericht kommt in die Mitte des

Tisches, sodass jeder einmal

probieren kann. Ob zarte Grillspezialitäten,

peruanisches Ceviche,

kunstvoll angerichtetes Sushi

oder Sashimi oder panasiatische

Klassiker; jeder Teller ist eine

kulinarische Erlebnisreise.

PURO

Aeschengraben 25

4051 Basel

T: +41 61 5455013

puro-basel.ch

Lauschiger Garten

für Apéro & Essen

Das Restaurant «Gartenstadt» ist

eine Wohlfühloase! Neben erfrischenden

Apéros werden saisonale,

mediterrane Gerichte geboten.

Fleischlose Geniesser finden bei uns

kreative Kombinationen und Freitag

und Samstag kann man im Pavillon

schon ab 9.00 Uhr frühstücken.

RESTAURANT GARTENSTADT

Emil Frey-Strasse 164

4142 Münchenstein

T: +41 61 4116677

restaurantgartenstadt.ch

Unsere Passion

für den Weinbau

Unsere Familie lebt bereits seit

Generationen für den Weinbau.

Wir bewirtschaften unsere Reben

am sonnigen Muttenzer Wartenberg.

Die geologische Beschaffenheit

des Bodens und das milde Klima

der Rheinhochebene bieten ideale

Bedingungen für den Weinbau.

WEINGUT JAUSLIN

Fam. Urs und Regula Jauslin

Baselstrasse 32, 4132 Muttenz

T: +41 61 4618435

weingutjauslin.ch

Fleischgenuss mit Familientradition

100 Jahre Gasthof Ochsen

Früher gab es in vielen Dörfern einen «Gasthof

Ochsen», häufig als Wirtebetrieb der dorfeigenen

Metzgerei geführt. Heute sind es schweizweit

noch drei «Ochsen», die auch von einer Metzgerfamilie

geführt werden. Der «Gasthof Ochsen» in

Arlesheim wurde erstmals vor über 300 Jahren

erwähnt. Diese Geschichte spiegelt sich auch in

den neu renovierten Zimmern wider: in jedem der

35 schönen Zimmer schmückt ein anderes Foto

aus der Familien- und Firmenchronik eine Wand.

Stolz ist man auch auf die soeben erhaltene «ibex

fairstay» Gold-Auszeichnung für ganzheitliche und

nachhaltige Geschäftsführung. Die Lage als Vorort

von Basel, der Museen-Stadt im Dreiländereck, und

die freie Natur vor der Haustüre machen Arlesheim

liebens- und lebenswert. Sie haben die Wahl zwischen

städtischem Treiben oder ländlicher Idylle.

125 Jahre Metzgerei Jenzer

Die Metzgerei wird seit 125 Jahren von der Familie

Jenzer geführt, aktuell gemeinsam von der dritten,

vierten und fünften Generation. Seit 1995 wird

möglichst Fleisch von regionalen Tieren aus Freilandhaltung

verarbeitet. Der grösste Stolz sind die

Freilandschweine aus Witzwil (Berner Seeland). Diese

Schweine dürfen ihr gesamtes Leben im Freien

geniessen und erhalten hofeigenes Futter. Das wiederum

ermöglicht seit sechs Jahren eine komplett

antibiotikafreie Aufzucht. Metzger Jenzer ist in der

Region auch bekannt als «dä mit de Goldwürscht».

Die vielfach ausgezeichneten Würste werden ohne

Zusatzstoffe aus dem Fleisch und dem Speck der

Freilandtiere hergestellt. Mit dem Konzept «Jenzer-

Natura-Qualität» steht Jenzer Fleisch & Feinkost

für mehr Tierwohl, bessere Fleischqualität, aber

auch mehr Ökologie und Nachhaltigkeit ein.

JENZER FLEISCH & FEINKOST

goldwurst.ch

HOTEL GASTHOF ZUM OCHSEN

ochsen.ch

106

falstaff


GENUSSSTADT BASEL

Impressionen des Ullrich

Whisky-Sortiments in der Basler

Schneidergasse.

ULLRICH

Passion for Liquids

Das Familienunternehmen Paul

Ullrich wird von Jacqueline und

Urs Ullrich in der 3. Generation

geleitet. Als führender Anbieter von

Weinen und Spirituosen betreibt das

Ullrich-Team auch Ladengeschäfte in

Basel, Bern, Zürich und neu auch in

Morges, wo kompetente und persönliche

Beratung sowie eine beeindruckende

Auswahl garantiert sind. Für

Onlineshopper steht auf ullrich.ch der

komfortable Webshop bereit. Hoffentlich

bis bald – online oder offline!

PAUL ULLRICH AG

Schneidergasse 27

4051 Basel

info@ullrich.ch

ullrich.ch

Kulinarischer

Hochgenuss im

Herzen von Basel

«Das Ambiente einer traditionell

französischen Brasserie kombiniert

mit einer gehobenen, raffinierten

Gastronomie. Inmitten der Altstadt

gelegen, bietet das «au violon»

dank seiner besonderen Lage, seinem

zuvorkommenden Personal

und dem ausgezeichneten Preis-

Leistungs-Verhältnis eine einmalige

Unterkunft und ein genussreiches

gastronomisches Erlebnis. Das

«au violon»-Team freut sich, die

Gäste im schlichten, aber dennoch

eleganten und geschichtsträchtigen

Ort empfangen zu dürfen.»

HOTEL BRASSERIE AU VIOLON

Im Lohnhof 4

4051 Basel

T: +41 61 2698711

info@au-violon.com

au-violon.com

ADVERTORIAL Foto: © Jürg Waldmeier; Beigestellt

Der Genusserlebnisshop

im Herzen von Basel

«Chez Grisoni» ist ein erfrischender

Mix aus Weinshop, Weinbar,

Event location, Treffpunkt, Popup-Store

und wird durch einen

Onlineshop abgerundet. Hier macht

einkaufen Laune und gluschtig.

Die Weinprofis von «Chez Grisoni»

bieten Menschen, die gerne mal

Wein trinken, die Möglichkeit, auf

lockere Weise die Genusswelten

von Wein zu erleben. Hier treffen

sich Entdecker, Geniesser, aber

auch Kenner zu einem Apéro, für

ein Gespräch, eine Besprechung

oder einfach zum Abschalten und

Verweilen.

CHEZ GRISONI

Klosterberg 15

4051 Basel

T: +41 61 2287027

basel@chezgrisoni.ch

chezgrisoni.ch

Kulinarischer Treffpunkt

im oberen Baselbiet

Mitten im idyllischen Dorf Eptingen

gelegen, zehn Autominuten von Basel

entfernt, liegt das historische Hotel

und Landgasthaus, dessen Maximen

Gastlichkeit und Genuss sind. Die

Wände der gediegenen und gemütlichen

Räume sind mit schöner Kunst

geschmückt. In dieser Umgebung

lässt es sich angenehm speisen und

entspannen. Bei warmem Wetter ist

die grosszügige und üppig begrünte

Gartenterrasse der Wohlfühlort, um

die kulinarischen Köstlichkeiten zu

geniessen, die Küchenchef Emmanuel

Friedmann und sein engagiertes

Team täglich auf die Teller der Gäste

zaubern. Ob regional oder mediterran,

gutbürgerlich oder verspielt – alles

ist frisch und hausgemacht. Die hervorragende

Fischküche ist mit dem

«Goldenen Fisch» ausgezeichnet. Natürlich

wird auch bei der Weinauswahl

viel Wert auf hohe Qualität gelegt.

HOTEL LANDGASTHAUS

BAD EPTINGEN

Läufelfingerstrasse 2, 4458 Eptingen

T: +41 62 2852010

badeptingen.ch

falstaff 107


asel / BIER

Die Stadt Basel ist ein wahres Mekka für Bierliebhaber.

Die Brauereidichte ist rekordverdächtig hoch und die

Innovationskraft der lokalen Brauer seit Jahren

ungebrochen. Und auch gastronomisch gibt es

für Bierfans in der Stadt einiges zu entdecken.

TEXT BENJAMIN HERZOG

Bierstadt Basel

Foto: Andreas Zimmermann Fotografie

HOPFEN

& MALZ AN AL

108 falstaff


In der «Fischerstube» –

der Heimat des Ueli

Biers – wird noch

Tradition zelebriert und

modern umgesetzt.

LEN ECKEN

falstaff

109


asel / BIER

Die Brauerei

Fischerstube ist die

älteste Brauerei

Basels. In der

Kleinbasler Altstadt

wird mit acht

Biertanks gearbeitet.

Diese fassen

20.000 Liter Bier.

Ein Brewpub – ein Restaurant

mit angeschlossener Kleinbrauerei

– gab es in Basel schon, als

man es noch viele Jahre nicht

als solches betitelt hätte. 1974

erwarb der Röntgenarzt Hans-Jakob

Nidecker das Restaurant «Fischerstube» in

Kleinbasel. Damals war in der Schweiz

noch ein (legales) Bierkartell aktiv, das die

Gastrobetriebe unter sich aufteilte. Nidecker

passte nicht, dass er das Anker-Bier

aus dem knapp 15 Kilometer entfernten

Frenkendorf hätte beziehen sollen und

nicht das Basler Warteck-Bier, das nur

wenige Hundert Meter entfernt gebraut

wurde. Kurzerhand nahm er die Geschichte

selber in die Hand und funktionierte einen

Teil der Fischerstube zu einer Kleinbrauerei

um – seit fast 50 Jahren die Heimat des

Ueli Biers, dem heutigen Klassiker unter

den Basler Bieren.

In den 1970er-Jahren war man von der

heute in Basel und der ganzen Welt herrschenden

Biervielfalt noch weit entfernt.

Auf der ganzen Welt lief der Biermarkt eher

in Richtung Konzentration und kleine

Brauereien wurden geschlossen. Ein Glück,

dass das heute ganz anders ist. Alleine in

der «Fischerstube», die bis heute in Familienhand

ist, gibt es fünf Offenbiere. Vier

weitere Biersorten sind in der Flasche im

Handel erhältlich, zudem kreieren die Pioniere

der Basler Biervielfalt immer wieder

neue Kreationen. Derzeit bietet die Brauerei

beispielsweise das Ueli Bier Laggs Spezial

Long Way Home an. Dieses schmeckt nicht

nur gut, es steht auch für einen guten

Zweck. 50 Rappen pro verkaufte Flasche

gehen an das Lachs-Comeback-Projekt des

WWF Schweiz, das den Lachs zurück in die

Schweizer Flüsse bringen will.

BASEL HÄLT ZUSAMMEN

Was in Kleinbasel das Ueli Bier ist, ist in

Grossbasel die Brauerei Unser Bier. Während

sich in anderen Städten die zwei grössten

Brauereien wohl kaum etwas gönnen

würden, sind sich die beiden Basler Brauereien

durchaus nahe. 2017 brauten sie gar

gemeinsam ein Bier, das in der Region verkauft

wurde. Die Basler halten zusammen.

Die Geschichte der Brauerei Unser Bier

startete Mitte der 90er-Jahre mit einem

Heimbrauprojekt. Heute ist sie die grösste

Brauerei der Stadt mit einem Produktionsstandort

in Basel selber sowie einem erst

kürzlich in Betrieb genommenen zweiten

Standort im angrenzenden Liestal. Der neue

Standort folgt dem Trend: Hier werden insbesondere

die köstlichen Craft- und Spezialbiere

von Unser Bier gebraut.

Die Brauerei Unser Bier ist zwar als Aktiengesellschaft

organisiert, jedoch muss man in

Basel nicht lange herumfragen, um einen

Aktionär zu finden. Mehr als 10 000 sind es!

Kein Wunder, gilt die Generalversammlung

der Brauerei als Volksfest mit Tausenden teilnehmenden

Aktionären mit grossem Bierdurst.

VOM BRAUSEMINAR

ZUM BRAUVEREIN

Das Gesellige ist wichtig in der Stadt

Basel – das trifft auch auf die Brauerszene

zu. Mehrere Kleinbraueien sind in Vereinen

organisiert. Zu den langjährigsten Brauvereinen

der Stadt gehört die selbstbetitelte

«Nanobrauerei» BrauBudeBasel. Sie wurde

Ende 2010 von vier Freunden gegründet,

nachdem sie – ausgerechnet – bei der Brauerei

Unser Bier ein Brauseminar absolviert

hatten. Mit einer eigenen 50-Liter-Brauanlage

wagten sie ihre ersten eigenen Bierversuche.

Bis Mitte 2011 wurde in einem Keller

und einer besetzten Wohnung gebraut.

Fünf Jahre später eröffnet der Verein mit

der «Birreria» eine eigene Bar. Heute

besteht die BrauBudeBasel aus 13 Mitgliedern,

die in ihrer Freizeit brauen, abfüllen

und ausliefern – zum Beispiel in die eigene

Bar, die bis heute existiert.

Auch die Brauerei Kitchen Brew im Basler

Vorort Allschwil setzt auf einen Mix aus

Brauerei und Gastronomie – zumindest

Teilzeit. Jeden Mittwoch lädt die Brauerei

zum Pizza-&-Beer-Event mit Pizza Napoletana

und frischem Bier vom Fass. Wie

könnte es anders sein: Fabian Ehringer

begann mit dem Bierbrauen nach einer

halbjährigen Reise quer durch die USA. In

einer leerstehenden Küche mitten in der

Innenstadt von Basel begann er erste Experimente

auf einer 25 Liter-Kleinstanlage –

Kitchen Brew war geboren. Seit 2016 >

Fotos:Andreas Zimmermann Fotografie, beigestellt

110 falstaff


DIE BESTEN

BIERLOKALE

FISCHERSTUBE

Um die «Fischerstube», die Heimat des Ueli

Biers, kommt ein Bierfan in Basel nicht herum.

Hier gibt es das hausgebraute Bier immer frisch

zu kosten! Dazu gibt es frische, saisonale Küche

sowie gelebte Basler Beizentradition. In den

warmen Monaten ist eine Auszeit im schönen

Biergarten zu empfehlen.

Rheingasse 45, 4058 Basel

T: +41 61 6929200, restaurantfischerstube.ch

BIERREVIER

Nirgendwo in der Schweiz gibt es mehr Biere

vom Fass als im «Bierrevier» in Basel! 40 Offenbiere

bietet die Bar unter der imposanten Kuppel

der Markthalle. Zum umfangreichen Angebot

gesellen sich zudem rund 500 Flaschenbiere.

Bierliebhaberinnen und -liebhaber können sich

sowohl im Shop als auch an der Bar vom

kompetenten Serviceteam beraten lassen.

Steinentorberg 20, 4051 Basel

T: +41 61 2830202, bierrevier.ch

ZUM BIERJOHANN

Die kleine, aber feine Bierbar sorgt bei Liebhaberinnen

und Liebhabern von exklusiven Bieren für

Begeisterung. Kein Wunder, denn für die Biermeisterinnen

und Biermeister ist jedes gebraute

Getränk heilig. Getreu dem Motto: «Gib jedem Bier

die Chance, das beste deines Lebens zu werden»,

bietet die Bar im hippen St. Johann-Quartier

18 Offenbiere und rund 250 in der Flasche.

Elsässerstrasse 17, 4056 Basel

T: +41 61 5544644, bierjohann.ch

MATT & ELLY

Das Brewpub «Matt & Elly» würde man eher in

der Biermetropole Portland als im Basler Erlenmatt-Quartier

vermuten. Im liebevoll eingerichteten,

hippen Lokal oder dem urbanen Garten

wird hausgemachtes Craft-Bier serviert, dazu

gibt es moderne, mehr als biertaugliche Gerichte

aus der offenen Küche. Und wem es nicht nach

Bier, sondern vielleicht eher nach einem Kaffee

dürstet, der ist bei Matt & Elly (so heissen die

Betreiber) ebenfalls gut aufgehoben.

Erlenmattstrasse 93, 4058 Basel

T: +41 61 6927070, matt-elly.com

Die BrauBudeBasel ist eine Nano-Kleinstbrauerei, die in einer früheren Bäckerei ihr Zuhause hat.

In 50-Liter-Braukesseln werden in Kleinserie Spezialitäten und Standardsorten gebraut.

Das «Bierrevier» findet man in der Markthalle. Hier

gibt es alles, was den speziellen Biergaumen erfreut.

Laut eigenen Angaben 40 Zapfhähne und um die

700 Flaschen- und Dosenbiere.

falstaff 111


asel / BIER

Mit spannenden Bierstilen aus verschiedensten Bierkulturen weltweit

bereichert Kitchen Brew die regionale und schweizer Bierwelt.

>

braut er seine Biere in Allschwil in einer

ehemaligen Druckerei mit viel Altindustriecharme.

BREWPUB-CITY BASEL

In den vergangenen zehn Jahren sind nicht

nur Brauer in Basel auf den Gastrogeschmack

gekommen, auch Umgekehrtes

findet statt. Seit 2014 braut die Basler

Krafft-Gruppe ihr eigenes Bier. Damals

wurde die Brauerei Voltabräu samt gemütlichem

Bierlokal eröffnet. Im hohen Industrieraum

am Voltaplatz wird nach traditionellem

Handwerk «das frischeste Craft-

Beer der Stadt» gebraut. Das Brewpub vereint

urbane Wohlfühlatmosphäre mit dem

Charme der Brauerei – das selbst gebrautes

Bier wird direkt an der Bar gezapft.

Die jüngsten Brauereien Basels – die Stadtmauer-Brauerei

– befindet sich in einem

wohlbekannten Basler Gasthaus, im Keller

des Hotels «Teufelhof». Zwischen Überresten

der Stadtmauern aus dem 11. und

13. Jahrhundert befindet sich die 2016 eröffnete

Brauerei der Stadtmauer-Brauer. Raphael

Wyniger, Mitbegründer und Initiator der

Brauerei, hat den Teufelhof als Inhaber im

Jahr 2009 übernommen und seit dem ersten

Tag von einer eigenen Brauerei geträumt.

Dass er sich diesen nun quasi mit einer

Gasthausbrauerei erfüllt, war so nicht von

Anfang an geplant, macht Basel aber um

eine weitere Bier-Attraktion reicher.

BASLER BIERTOUR

Wer Basels Bierszene kennenlernen will,

bucht am besten die BeerTour, die einem die

Biere der Stadt an der Quelle kennenlernen

lässt – in den Brauereien und Bierlokalen.

Die Self Guided Tour startet im Traditionslokal

«Fischerstube» und endet bei der Craft-

Beer-Brauerei Voltabräu. Dazwischen gibt es

sieben Biere in Probiergrösse zu kosten – inklusive

einem Abstecher in internationale

Bierwelten.

basel.com/beertour

<

Das Volta Bräu wird

nach traditionellem

Handwerk gebraut.

Nachhaltigkeit wird

grossgeschrieben:

Die Produkte

kommen wo immer

möglich aus der

Region und werden

nachhaltig

verwertet.

Fotos: Lisanne Vreeke Photography, Donata Ettlin, beigestellt

112 falstaff


Krönung

BeerTour

Jetzt buchen

CHF 20

Ein Highlight für alle Bierfans:

Auf der selbstgeführten BeerTour degustieren

Sie neben dem kultigen Ueli Bier auch innovatives

Basler Craft-Beer – und zwar genau dort, wo es

gebraut wird.

basel.com/beertour


asel / BIER

BEST OF BASLER BIER

94

92

91

KITCHEN BREW

POP SABROSO NEIPA

Helles, trübes Zitronengelb.

Reiffruchtig in der Nase mit

Noten von tropischen Früchten,

Ananas, dezent Kokos, Am Gaumen

dann überraschend leicht

und mild mit gewisser Süsse

und dadurch hoher Drinkability.

Schöne Herbe im Nachtrunk.

kitchenbrew.ch

UNSER BIER

AYPIEY

Eher dunkler, trübes Amber.

Mittlere Intensität, Trockenfrüchte

in der Nase, schöne

Ci trusnoten, vor allem Grapefruit.

Am Gaumen von schöner

Fülle mit wieder süsslich-fruchtigen

Noten und feiner Karbonisierung.

Zupackende Herbe im

Nachtrunk.

unser-bier.ch

UELI BIER

LONG WAY HOME LAGGS

SPEZIAL

Helles Strohgelb, sehr angenehme

Aromatik mit kräutrigen

Hopfennoten, dezente Malznuancen.

Sehr feine Karbonisierung,

frisch im Antrunk. Getreidenoten,

mittellanger

Nachtrunk mit trinkfördernder

Bittere.

uelibier.ch

93

92

91

UNSER BIER

PALE ALE

Mittleres Goldgelb, leichte Trübung.

Angenehme Hopfenblume

in der Nase, zitrische und

grasige Noten, dezent tropische

Früchte, sehr angenehme Aromatik.

Am Gaumen angenehm

leicht mit wiederum intensiven

Hopfennoten, die von süsslichkaramelligen

Malznoten

gestützt werden. Schöne Herbe

im Nachtrunk.

unser-bier.ch

UELI BIER

REVERENZ

Helles, trübes Strohgelb. Frisch

in der Nase mit Malznoten

sowie kräutrigen Hopfennoten.

Am Gaumen sehr rund, aber

dank der vifen Karbonisierung

trotzdem frisch, schöne, zupackende

Herbe und gewisse Süsse

im Nachtrunk.

uelibier.ch

KITCHEN BREW

INDIA DARK ALE

Dunkles Braun. Intensive Kafeenoten,

Karamell, geröstetes

Getreide. Am Gaumen von einer

sehr feinen Kohlensäure

geprägt, wirkt fast cremig.

Angenehm trocken mit schöner

Herbe im Nachtrunk.

kitchenbrew.ch

93

91

90

KITCHEN BREW

ALICE A WONDERLAND

NEIPA

Helles, trübes Zitronengelb. In

der Nase sehr frische Hopfennoten,

insbesondere Zitrusfrüchte,

auch harzige Anklänge,

Malz spielt eine Nebenrolle. Am

Gaumen ebenfalls hopfig, aber

relativ leicht mit feiner Karbonisierung,

harzigen Noten und

zupackender Bittere im Finale.

kitchenbrew.ch

VOLTABRÄU

SUMMER WHEAT WEIZEN

Eher helles Strohgelb. Zitrus in

der Nase, dazu Noten von

gepopptem Getreide, etwas

Cornflakes sowie Banane. Am

Gaumen angenehm leicht und

recht typisch mit schöner

Rezenz und mittellangem,

frischem Nachtrunk.

voltabraeu.ch

BRAUBUDEBASEL

SILBERNES INDIA PALE ALE

Helles Braungrau, dezente

Trübung. Malznoten in der

Nase sowie gedörrte tropische

Früchte, Papaya und Mango.

Am Gaumen eher süsslich bei

präsenter Bittere. Endet

sehr herb.

braubudebasel.ch

Fotos: Benjamin Herzog, beigestellt

114 falstaff


DAS KOMBI-ANGEBOT

FÜR GOURMETS

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asel / SPIRITS

Barstadt Basel

ECHTE

BASLER COCK

Basel ist eine Cocktailstadt – die Barszene ist legendär. Und so verwundert es nicht, dass

seit einigen Jahren auch Top-Spirituosen im Stadtgebiet gebrannt werden. Das Team des

«Angel’s Share» hat für Falstaff drei Rezepte auf Basis regionaler Brände kreiert.

TEXT BENJAMIN HERZOG

REZEPTE ROGER GRÜTER

Foto: beigestellt

116 falstaff


TAILS

Gehören zu den besten Mixologen der Stadt

Basel: Rebekka Anna Salzmann und Roger

Grüter von der Bar «Angel‘s Share».

falstaff

117


asel / SPIRITS

HIMBEER

GIN FIZZ

ZUTATEN

5 cl nginious! Swiss Blended Gin

2.5 cl Himbeersirup hausgemacht

2 cl Zitronensaft

Soda

GARNISH: Grapefruitzeste

GLAS: Longdrink

ZUBEREITUNG

Alle Zutaten bis auf das Soda

in einen Shaker abmessen, gut

schütteln, ins Glas abseihen

und mit Soda auffüllen.

Nginious!

DIE BASLER GIN-MANUFAKTUR

Nginious existiert seit 2014 und ist das Werk von Oliver

Ullrich und dessen Frau Iris Menne-Ullrich. Am Anfang

der Geschichte stand die Idee, einen Gin zu kreieren, den

man mit seiner feinen Kräuternote, Frische und Klarheit

vom ersten Schluck an als Schweizer Gin identifizieren

kann. Die Mühen wurden schnell belohnt – und die

Nginious!-Produkte wurden mit verschiedenen Preisen

bedacht. Seit 2017 wird Nginious in der Liquid-Distillery

in Basel in den Räumlichkeiten einer ehemaligen Mühle

hergestellt. Hier empfangen Ullrichs auch ihre Gäste – bei

Events, Verkostungen oder privaten Gin-Workshops. Für

den Himbeer Gin Fizz verwendet Roger Grüter vom

Angel’s Share den Nginious! Swiss Blended Gin mit seiner

herben Kräuternote – das Original des Hauses. Darüber

hinaus produzieren Ullrichs aber auch andere innovative

Gin- und Apérokreationen, sie waren beispielsweise die

ersten, die einen Gin im Wermut-Fass ausbauten.

nginious.ch

118 falstaff


Stadtbrennerei

GEISTREICHE BRÜDER

Fotos: beigestellt Ben Koechlin, Shutterstock, beigestellt

In der ehemaligen Kutschremise in Kleinbasel,

ganz in der Nähe der ehemaligen Stadtmauer

befindet sich die Stadtbrennerei &

Stadtkelter. Geführt wird der Betrieb von den

Brüdern Tobias und David Buser. Die Brennerei

konnte Ende 2017 zum ersten Mal in

Betrieb genommen werden, als die bürokratischen

Hürden überwunden und alle Auflagen

erfüllt waren. Hier entstehen unter

Anwendung bewährter, handwerklicher Fertigkeiten

aus regionalen Produkten charakterstarke

Spezialitäten – neben Bränden auch

Schaumweine. Zum Sortiment gehören etwa

ein Alpenkräuterbitter, ein Absinth, aber

auch Getreidebrände – so etwa der Packs

Wodka, der aus «gutem Korn, mit reinem

Wasser destilliert» und mehrfach filtriert

wird. Beispielsweise über Bergkristall, Quarz,

Silber und Aktivkohle. Für den Cocktail Butter

& Honig verwendet das Angel’s-Share-

Team die Technik des «Fat-Washing» mittels

Butter. Dafür werden 100 Gramm Butter mit

1 Liter Vodka 2 Stunden Sous-vide bei

60 Grad vermählt. Danach gibt man die

Mischung für mindestens 2 Stunden in den

Gefrierschrank und filtert sie mittels einem

Kaffeefilter. Das Butteraroma geht so in den

Vodka über.

stadtbrennerei.ch

BUTTER

& HONIG

ZUTATEN

5 cl Packs Wodka (butter

washed)

1 cl Runny Honey

GLAS: Tumbler

ZUBEREITUNG

Beide Zutaten in einem

Rührglas mit viel Eis kalt

rühren, dann in einen

Tumbler mit einem grossen

Eisblock abseihen.

falstaff 119


asel / SPIRITS

Das alkoholfreie Destillat «Wald &

Rauch» sorgt für Furore weit über Basel

hinaus: Obwohl alkoholfrei, zeigt es

besonders intensive Aromen.

Wald & Rauch

DEN WALD IN

DER FLASCHE

Das alkoholfreie Destillat Wald & Rauch ist

eine Hommage an den Waldspaziergang.

13 hochwertige Ingredienzen aus dem Wald

und seiner Umgebung werden dafür verwendet.

Allesamt stammen sie aus nachhaltiger

Produktion und teilweise sogar aus Schweizer

Wildsammlung. Die rauchige Komponente

liefert der Rauch von Wacholderholz mit.

Destilliert wird Wald & Rauch in kleinen

Auflagen in der Stadtbrennerei Basel. Das

Destillat kommt nicht nur ohne Alkohol aus,

sondern auch ganz ohne Zucker, Aromen und

Konservierungsstoffe. Mehr als zwei Jahre

lang tüftelten die Macher an der Rezeptur, bis

sie perfekt war. Roger Grüter vom Angel’s

Share verwendet Wald & Rauch gerne für

alkoholfreie Cocktailalternativen, allerdings

müsse man vorsichtig bei der Dosierung sein.

Trotz dem fehlenden Alkohol ist das Destillat

nämlich überaus intensiv und ergiebig.

editiondunkel.com

SHIRLEY

IM WALD

ZUTATEN

1 cl Wald und Rauch

1.5 cl Grenadinesirup hausgemacht

1.5 cl Limettensaft

Ginger Ale

GARNISH: Minze

GLAS: Longdrink

ZUBEREITUNG

Wald und Rauch, Grenadine und

Limettensaft ins Glas geben,

Eis dazugeben und mit

Ginger Ale auffüllen.

Fotos: Shutterstock, beigestellt

120 falstaff


Bezaubernd

Das Souvenir- und Weihnachtsgeschäft in Basel

johannwanner.ch

Johann Wanner

Spalenberg 14, 4051 Basel

+41 61 261 48 26

Info@johannwanner.ch

johann_wanner

Öffnungszeiten:

Mo-Fr 9.00 – 18.30

Sa 9.00 – 18.00


epilog / NACHGEFRAGT

SAGEN SIE EINMAL,

DAVID DEGEN …

DAVID DEGEN

Der einstige Schweizer Profifussballer

David Degen spielte beim

FC Basel 1893 genauso wie in der Bundesliga

bei Borussia Mönchengladbach

oder in der Schweizer Nationalmannschaft.

Er ist heute grösster Anteilshaber der FC

Basel Holding AG. Degen ist in Liestal bei

Basel geboren und in Lampenberg aufgewachsen

– sein Zwillingsbruder

Philipp Degen war ebenfalls

lange Jahre als Fussballprofi

aktiv.

WAS MACHT BASEL

ZUR GENUSSSTADT?

FALSTAFF Sie waren lange Jahre selbst Fussballprofi und sind heute am FC Basel beteiligt. Als Spitzensportler ist die

Fitness elementar – auch die Ernährung muss passen. Gibt es da noch Platz für Genuss?

DAVID DEGEN Als ehemaliger Spitzensportler versuche ich mich, wenn immer möglich, gesund zu ernähren. Dennoch bin

ich der Meinung, dass man sich auch ab und zu etwas gönnen und sich einen «Cheat Day» in der Woche leisten sollte.

Beim Match for Peace Anfang Mai hatten Sie die hochkarätigsten Köche Basels zu Gast in der Premium-Lounge des St. Jakob-

Stadions. Die Genussstadt zeigte sich von ihrer besten Seite. Welches waren Ihre Highlights an dem Event? Kulinarisch und

auch anderer Art.

Kulinarisch überzeugten mich besonders die Spezial-Hot-Dogs von Tanja Grandits und am Charity-Dinner «Das Perfekte

Ei» von Matthieu Judenne – diese beiden Köstlichkeiten waren besonders grandios! Aber auch generell war es durch die

tolle Zusammenarbeit mit den Köchinnen und Köchen ein sehr gelungener Anlass und sicher eine Veranstaltungsidee, die

wir uns auch in der Zukunft vorstellen können.

Basel ist ihre Heimat und bekannt für verschiedene Spezialitäten wie das Basler Läckerli, das Basler Brot, Faschtewäie,

Mehlsuppe oder den Basler Salm. Auf welche Basler Spezialität möchten Sie ungern verzichten und warum?

Ganz klar: die typischen Basler Läckerli, weil ich sie einfach unglaublich gerne esse. Zudem empfehle ich als

kleinen Geheimtipp die zukünftige Joggeli-Wurst von Bell. Die schmeckt überragend und ist mindestens

genauso baslerisch.

Ein Besucher kommt zum ersten Mal nach Basel – in welchen Restaurants sollte er unbedingt

einen Tisch reservieren?

Basel verfügt über viele kulinarische Hotspots. Meine drei persönlichen Favoriten

sind aber das Gourmet-Restaurant «Oliv» im Bachlettenquartier,

das «Chez Donati» bei der Johanniterbrücke und das

«Ufer7» mit direktem Rheinblick.

Fotos: Getty Images, Shutterstock, FC Basel 1893/Luca Cavegn, beigestellt

122 falstaff


DAS EXCELLENCE

GOURMETFESTIVAL

* LA CÔTE AOC GRAND CRU

GAMAY PARCELLE 982 COLLECTION

NATURE DOMAINE DE LA VILLE

2019, 75 CL

23.95 (10 CL = 3.19)

MEISTERKÖCHE AN BORD

92

Robert

Parker

2-tägige Fine Dining-Trips auf dem Rhein vom 14.10. – 26.11.22

Heiko Nieder

2 Michelin-Sterne

19 Punkte Gault Millau

The Restaurant, The Dolder Grand,

Zürich

Route 1 16.10.–17.10.2022

Buchungscode:

eobas24_ku

Martin Göschel

1 Michelin-Stern

18 Punkte Gault Millau

Restaurant Sommet,

Hotel Alpina, Gstaad

Route 1 21.10.–22.10.2022

Buchungscode:

epbas23_ku

© Valentina Verdesca

Marco Campanella

1 Michelin-Stern

17 Punkte Gault Millau

La Brezza, Eden Roc, Ascona &

Tschuggen Grand Hotel, Arosa

Route 2 22.10.–23.10.2022

Buchungscode:

epstr16_ku

Route 1 Basel–Strassburg

Tag 1 Basel. Busanreise ab Ihrem gewählten

Einsteigeort zum Basler Rhein hafen. Um 15 Uhr

nimmt Ihr Flussschiff Kurs auf Strassburg. Sie

werden bei einem Welcome-Apéro mit süssen

und salzigen Köstlichkeiten verwöhnt. Höhepunkt

Ihrer Reise – das grosse Gala-Menü vom

Gast-Koch im Excellence Restaurant. Wählen

Sie eine harmonisch abgestimmte Weinbe glei -

tung oder Weine aus der eigens für den Abend

zusammengestellten Weinkarte. Von den

Conférenciers, Spitzenköchen und Sommeliers

erfahren Sie Interessantes zu den einzelnen

Gängen. Lassen Sie den Abend an der Bar

oder bei Live-Musik in der Lounge ausklingen.

Tag 2 Strassburg. An Bord erwartet Sie das

feine Frühstück à la Excellence. Danach haben

Sie Zeit, Strassburg zu erkunden. Am Nachmittag

erfolgt die Rückreise in die Schweiz.

Route 2 Strassburg–Basel

Reise in umgekehrter Richtung.

Sven Wassmer

2 Michelin-Sterne

18 Punkte Gault Millau

Memories, Grand Resort, Bad Ragaz

Route 1

* VIN DE PAYS DES TROIS LACS

ROSE POURPRE DIVICO

DOMAINE 23.10.–24.10.2022

DES COCCINELLES Route 2 24.10.–25.10.2022

Buchungscode: 2019, 75 CL eobas21_ku Buchungscode:

eostr12_ku

19.95 (10 CL = 2.66)

Rolf Fliegauf

2 Michelin-Sterne

18 Punkte Gault Millau

Restaurant Ecco, Hotel Giardino,

Ascona und St. Moritz

Peter Knogl

Mondovino-Sortiment

3 Michelin-Sterne

19 Punkte Gault Millau

Cheval Blanc by Peter Knogl,

Grand Hotel Les Trois Rois, Basel

Route 1 06.11.–07.11.2022

Route 2 07.11.–08.11.2022

Buchungscode: eobas13_ku / eostr18_ku

Tanja Grandits

2 Michelin-Sterne

19 Punkte Gault Millau

Restaurant Stucki, Basel

Route 1 13.11.–14.11.2022

Buchungscode:

Buchen & informieren

mittelthurgau.ch | 071 626 85 85

eobas14_ku

Reisebüro Mittelthurgau, Oberfeldstrasse 19, CH-8570 Weinfelden

Christian Kuchler

2 Michelin-Sterne

18 Punkte Gault Millau

Taverne zum Schäfli, Wigoltingen

Unsere Leistungen

• Excellence Gourmetfestival – Flussreise mit

Übernachtung in Ihrer gewählten Kabine

• An-/Rückreise im Komfortreisebus

• Gourmet-Galaabend mit mehrgängigem

Menü eines Spitzenkochs Ihrer Wahl und

prominent besetzter Moderation

• Welcome-Apéro, Livemusik, Frühstück

• Optionaler Strassburg-Stadtrundgang

Nicht eingeschlossen

• Getränke, persönliche Auslagen, Trinkgelder

Preise pro Person

Fr.

Route 1 06.11.–07.11.2022

* COSTA TOSCANA IGT Kabinentyp

Sofortpreis

Route 2 07.11.–08.11.2022

ROSSO KEPOS DI AMPELEIA

2018, 75 CL 2-Bett, Hauptdeck 295

Buchungscode: epbas10_ku / epstr11_ku

2-Bett, Mitteldeck, frz. Balkon 365

2-Bett, Oberdeck, frz. Balkon 395

27.50 (10 CL = 3.67) Junior Suite, Mitteldeck, frz. Balkon 455

Junior Suite, Oberdeck, frz. Balkon 485

Mitja Birlo

2 Michelin-Sterne

18 Punkte Gault Millau

Koch des Jahres 2022

7132 Silver Restaurant, Vals

Route 2 21.11.–22.11.2022

Buchungscode:

epstr20_ku

© Jennifer Endom

Zuschläge

• Abreise Excellence Princess

22.10., 06.11., 21.11. 55

• Abreise Excellence Countess

23.10., 24.10. 55

• Abreise Excellence Countess

16.10., 06.11., 07.11., 13.11. 95

• Kabine zur Alleinbenützung 155

• Auftragspauschale 30

Wählen Sie Ihren Abreiseort

Wil •, Winterthur-Wiesendangen SBB,

Zürich-Flughafen •, Burgdorf •,

Baden-Rütihof •, Basel SBB, Bern, Lausanne

& Fribourg (auf ausgewählten Reisen).

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der Klinge haften.

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ESTABLISHED 1884

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