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Fuhse-Magazin 10/2022

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Korrekturabzug

news

Die ersten Mauersegler sind zurückgekehrt – spätere Ankunft und kurzes Intermezzo

In einigen Gegenden Niedersachsens

wurden Anfang Mai die ersten

Mauersegler gesichtet. „Das ist

etwas später als sonst, fällt aber

auch nicht völlig aus dem Rahmen“,

berichtet Rüdiger Wohlers

vom NABU Niedersachsen, der die

Tiere mit ihrem typischen sichelförmigen

Erscheinungsbild über der

Innenstadt von Oldenburg fliegen

sah.

„Um den 1. Mai herum kommen die

Mauersegler meist zu uns in den

Norden zurück, bis sie uns etwa

um den 1. August recht pünktlich

wieder verlassen, um in ihre

weit entfernten westafrikanischen

Überwinterungsgebiete zu ziehen.

Manchmal verzögern sich diese

Daten, je nach Wetterlage. Die

anhaltende Trockenheit in Norddeutschland,

die auffallend wenige

Insekten – die Nahrung der Mauersegler

– in der Luft sein lässt,

hat vielleicht zu der kleinen Verzögerung

beigetragen“, vermutet der

NABU-Mitarbeiter. „Bislang waren

es zudem nur auffallend wenige

Tiere, die sich in unseren Regionen

zeigten: Im Nordwesten war es

ein kurzes Gastspiel von wenigen

Stunden, dann zogen sie zunächst

wieder ab – vermutlich dorthin, wo

es mehr Fluginsekten zu erhaschen

gibt. So warten wir nun gespannt

darauf, wann sie endgültig den

Mauerseglerfrühling in ganz Niedersachsen

eröffnen“, so Wohlers.

„Mauersegler sind absolute Himmelsakrobaten:

Fast ihr gesamtes

Leben findet in der Luft statt“,

sagt Wohlers, und erläutert: „Sie

nehmen ihre Nahrung (Insekten)

ebenso im Flug auf wie Wasser, vollziehen

dort ihre Paarung und nehmen

Nistmaterial wie Halme, Haare,

Federn und anderes auf – eine

besonders faszinierende Vogelart,

die aber nicht mit Schwalben verwechselt

werden darf. Mauersegler

sind dem Menschen gefolgt, als die

ersten Städte erbaut wurden: Die

einstigen Felsnischenbrüter brüten

gern hinter Dachziegeln, unter

denen sie einschlüpfen können, hinter

schadhaften Verschalungen und

in anderen Nischen. Diese werden

jedoch durch Renovierungen und

Isolierung – was auch wir aus Klimaschutzsicht

natürlich begrüßen

– immer weniger, und Neubauten

sind oft hermetisch abgeriegelt,

sodass die Mauersegler darin

keine Brutplätze mehr finden können“,

berichtet der Naturschützer.

„Deshalb führt der NABU Schutzprojekte

für den Mauersegler durch,

unter anderem durch Erfassung seiner

Bestände und die Anbringung

spezieller Nistkästen. Diese Kästen

können natürlich auch private Hausbesitzer

anbringen, ebenso Behörden,

Firmen und Schulen!“

Wer Näheres über den Mauersegler

und seine Lebensweise sowie

darüber, was man selbst zu seinem

Mauersegler im Flug © NABU/Fotonatur

Schutz am Haus tun kann, erfahren

möchte, kann sich montags

bis freitags von 9 bis 16 Uhr an

das NABU-Naturtelefon unter 0800-

2849846000 wenden.

Für alle, die für den Mauersegler

konkret aktiv werden und Nistkästen

anbringen möchten, hält der

NABU Niedersachsen ein kleines

Info-Paket bereit. Dieses besteht

aus dem „Mauersegler-Baubuch“

des Landesbundes für Vogelschutz

in Bayern (LBV) und der Bauplansammlung

für Nisthilfen aller Art.

Es kann angefordert werden gegen

Einsendung eines 5-Euro-Scheins

beim NABU Niedersachsen, Stichwort

Mauersegler, Alleestr. 36,

30167 Hannover.

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Fuhse-Magazin 10 ∙ 2022

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