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Sachwert Magazin 03/2022

Die Zeit des letzten Edelmetalls ist jetzt! Osmium im Vergleich zu anderen Sachwerten 300-Milliarden-Markt Wein: Investment aus der Flasche? – Heiko-T. Taudien Investieren nach den Regeln des Koran – Michael Gassner Bitcoin und Aktienindizes geben Kaufsignale – Claus Vogt »Ein wertschätzender Umgang mit Kunden ist kostenfrei«: Per Selbstverständlichkeit zum »Wow-Effekt« Eine Blick in die Zukunft: NFTs im Finanzwesen und mehr – ein Buchauszug von Mike Hager So ticken Immobilienmakler wirklich: ein Profimakler packt aus – ein Buchauszug von Sebastian Fesser

Die Zeit des letzten Edelmetalls ist jetzt! Osmium im Vergleich zu anderen Sachwerten
300-Milliarden-Markt Wein: Investment aus der Flasche? – Heiko-T. Taudien
Investieren nach den Regeln des Koran – Michael Gassner
Bitcoin und Aktienindizes geben Kaufsignale – Claus Vogt
»Ein wertschätzender Umgang mit Kunden ist kostenfrei«: Per Selbstverständlichkeit zum »Wow-Effekt«
Eine Blick in die Zukunft: NFTs im Finanzwesen und mehr – ein Buchauszug von Mike Hager
So ticken Immobilienmakler wirklich: ein Profimakler packt aus – ein Buchauszug von Sebastian Fesser

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Nr. 03 l 2022 • www.sachwert-magazin.de

EDELMETALLE ROHSTOFFE IMMOBILIEN BETEILIGUNGEN RARITÄTEN WISSEN

EUR 3,90

Bilder: Depositphotos / EdZbarzhyvetsky, Osmium-Institut zur Inverkehrbringung und Zertifizierung von Osmium GmbH

Osmium

»DAS EDELMETALL DER SUPERLATIVE«

asdf

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Ingo Wolf

Direktor des deutschen

Osmium-Institutes

Mike Hager

NFTs – ein Blick

in die Zukunft

Michael Gassner

Investieren nach den

Regeln des Koran



Editorial

Julien Backhaus

Verleger

Bild: Daniela Schenk, Cover: FBV Verlag

Das seltenste Edelmetall

– und andere unbekannte Welten

Das nächste Heft

erscheint am

01. September 2022

Seit vielen Jahren berichtet das Sachwert

Magazin über das seltenste aller Edelmetalle.

Dennoch ist es den meisten Menschen

weiterhin gänzlich unbekannt. Osmium ist

äußerst schwer zu gewinnen. Es wird beim

Platinabbau gefördert. In 10.000 Tonnen

Platinerz sind nur rund 30 Gramm Osmium

enthalten. Das macht das Element so

unsagbar teuer und wertvoll. Gold sieht

dagegen ziemlich blass aus. Auch der Verbrauchscharakter

ist ein anderer. Gold wird

in vielen Industrien am laufenden Band verarbeitet.

Osmium hingegen kommt nur in

Spezialbereichen zum Einsatz – in der Medizintechnik

zum Beispiel. Die Schmuckindustrie

hat Osmium entdeckt für Kunden,

die etwas absolut seltenes haben möchten.

Wer Osmium am Arm trägt, hat eigentlich

das Äquivalent einer Eigentumswohnung

dabei. Aber auch als Wertanlage ist das

Element in Mode gekommen. Wie sehr genau,

haben wir Ingo Wolf vom deutschen

Osmium-Institut gefragt.

Wir haben immer auch auf Raritäten geschaut.

Dazu gehörte edler Wein. Welche

Chancen südafrikanische Tropfen dabei

bieten, beleuchtet der internationale

Weinexperte Heiko-T. Taudien. Michael

Gassner blickt auf eine dem Westen meist

unbekannte Welt – die Geldanlage nach

islamischen Standards. Denn der Koran

sieht strenge Regeln vor, wenn es um

das liebe Geld geht. Eine hingegen ganz

neue Methode, Werte zu schaffen, nennt

sich NFT-Investment. Digitale Werte in der

Blockchain werden zum Anlagetrend. Hier

lesen Sie vom Experten Mike Hager. Die

skurrile Welt der Immobilienmakler hingegen

beleuchtet Sebastian Fesser. Wie

Berater besser beim Kunden ankommen,

haben wir Thorsten Schwack und Esra Erdem

gefragt. Und Claus Vogt gibt wie üblich

einen klugen Ausblick auf die Märkte

von morgen.

Viel Vergnügen bei der Lektüre

Ihr Julien Backhaus

Verleger

Seit Juli 2021

im Handel!

SACHWERT MAGAZIN 3/2022

3


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keine Gewähr und kein verlässlicher Indikator für künftige Entwicklungen.

In Kooperation mit:


Inhalt 03/2022

Titelstory

6 Die Zeit des letzten Edelmetalls ist jetzt!

Osmium im Vergleich zu anderen Sachwertanlagen

Sachwerte

10 300-Milliarden-Markt Wein:

Investment aus der Flasche?

Heiko-T. Taudien

Märkte

14 Investieren nach den Regeln des Koran

Michael Gassner

16 Bitcoin und Aktienindizes geben

Kaufsignale

Claus Vogt

Wissen

19 »Ein Wertschätzender Umgang mit

Kunden ist kostenfrei«

Per Selbstverständlichkeit zum »Wow-

Effekt«

»Das Edelmetall der

Superlative«

Krypto

20 Ein Blick in die Zukunft:

NFTs im Finanzwesen und mehr

Ein Buchauszug von Mike Hager

Immobilien

6

24 So ticken Immobilienmakler wirklich

– ein Profimakler packt aus

Ein Buchauszug von Sebastian Fesser

Bild: Osmium-Institut zur Inverkehrbringung und Zertifizierung von Osmium GmbH

Impressum

Sachwert Magazin ISSN 2197-1587

Redaktion

Zum Flugplatz 44, 27356 Rotenburg

Tel: (0 42 68) 9 53 04-91, Fax: 9 53 04-92

E-Mail: redaktion@sachwert-magazin.de

Chefredakteur (V.i.S.d.P.) Julien Backhaus

Redaktionsleitung: Johanna Schmidt

Redaktion: Anna Seifert, Martina Karaczko

Layout und Gestaltung: Jasmin Päper,

Judith Iben, Christina Meyer, Johanna Schmidt

E-Mail: magazine@backhausverlag.de

Verlag

Backhaus Finanzverlag GmbH ist ein

Unternehmen der Backhaus Mediengruppe

Holding GmbH

Geschäftsführer Julien D. Backhaus

Herausgeber, Verleger Julien D. Backhaus

E-Mail: info@backhausverlag.de

Lektorat

Ole Jürgens Onlineservices

Dr. Ole Jürgens

Jägerhöhe 36,

27356 Rotenburg

E-Mail: info@textcelsior.de

Druck

BerlinDruck GmbH + Co KG

Oskar-Schulze-Straße 12,

28832 Achim

Telefon: (04 21) 4 38 71-0

Telefax: (04 21) 4 38 71-33

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Verbandsmitgliedshaften des Verlags:


Titelstory

Mehr als 1.500-fach seltener als

Gold und mehr als 30-fach

wertdichter.

OSMIUM

6

SACHWERT MAGAZIN 3/2022


Titelstory

DIE ZEIT DES LETZTEN

EDELMETALLS IST JETZT!

OSMIUM IM VERGLEICH ZU ANDEREN SACHWERTANLAGEN

Bilder: IMAGO / Westend61, Osmium-Institut zur Inverkehrbringung und Zertifizierung von Osmium GmbH

Osmium gilt als das seltenste

Edelmetall der Welt. Warum

aber rückt das letzte der acht

Edelmetalle im Periodensystem

gerade jetzt immer mehr

in den Fokus? Die Antwort liegt in seinen

besonderen Eigenschaften. Osmium birgt

tatsächlich große Chancen für alle, die

die Gunst der Stunde nutzen – auch und

selbst wenn Krisen und Kriege den Globus

erschüttern. Denn Osmium verbindet Mythos

und Zukunft, weiß Geschäftsführer

der Osmium-Institut GmbH Ingo Wolf.

Als wären die wirtschaftlichen Auswirkungen

der Corona-Pandemie und die Rekordinflation

nicht bereits genug, kam im

Februar mit der Ukraine-Krise ein weiterer

Unsicherheitsfaktor für die Märkte hinzu.

Als sicherer Hafen in Krisenzeiten bekannt

sind Edelmetalle – entsprechend fielen

auch die Reaktionen der Anleger auf den

Kriegsausbruch am 24. Februar aus. Edelmetallhändler

berichteten nach Beginn

des russischen Einmarsches in die Ukraine

von einem Nachfrageboom, mit der hohen

Nachfrage stieg der Goldpreis kurzzeitig

sprunghaft an. Doch sind die Klassiker

Gold und Silber nicht die einzigen

Optionen für Anleger auf der Suche nach

Sicherheit. Für jeden, der mit Osmium bisher

noch nicht in Kontakt gekommen ist,

wäre es an dieser Stelle eine Überlegung

wert, einen Vergleich zu ziehen.

DIE GESCHICHTE VON OSMIUM

KURZ UND KNAPP

Seit 2014 kann das in seiner Rohform giftige

Edelmetall kristallisiert werden. Durch

die Veränderung der Struktur verliert es

seine Giftigkeit und ist somit handelbar.

Zudem treten seine außergewöhnlichen

Eigenschaften erst in kristalliner Form

zutage. Osmium ist das dichteste aller

nicht radioaktiven Elemente und damit

das schwerste aller Metalle. Es weist die

höchste Abriebfestigkeit aller Elemente

auf und wird in Sachen Kompressionsmodul

von keinem anderen Element in

seiner unbearbeiteten Form übertroffen.

Das macht deutlich, warum Osmium

auch als das »Edelmetall der Superlative«

bekannt ist.

JEDES EDELMETALL IST FÄLSCHBAR

– AUSSER KRISTALLINES OSMIUM

Die Struktur von kristallinem Osmium

ist derartig filigran ausgebildet, dass sie

für absolute Unfälschbarkeit sorgt und

die Zuordnung eines Stückes dadurch

absolut macht. Die Einzigartigkeit jedes

Stückes machte es möglich, eine Datenbank

aufzubauen, in der jedes Stück mit

einem eigens generierten alphanumerischen

Code eingetragen werden kann.

Über diesen Code, den Osmium-Identification-Code

(OIC), kann der jeweilige

Eigentümer jederzeit von überall die eingetragenen

Daten seines Osmiums abrufen

sowie nachweisen, dass es sich um

sein Eigentum handelt. Hochauflösende

3D-Scans ermöglichen den direkten Vergleich

mit dem vorliegenden Stück. »Kein

anderes Edelmetall ist so fälschungssicher,

dass eine solche Datenbank überhaupt

infrage käme«, erklärt Ingo Wolf.

Es sei gerade deshalb das ideale Metall

für Staatsreserven.

DER VERGLEICH MIT GOLD

UND SILBER

Gold kann gefälscht werden, indem Wolfram

oder Kupfer mit Gold beschichtet

werden. Detektoren durchdringen das

Gold nicht. Also müsste der Barren aufgebrochen

oder angebohrt werden, um

die Originalität des einzelnen Barrens sicher

zu belegen. In der Regel sind Zertifikate

beigelegt, allerdings seien diese nur

durch die Verpackung physisch mit dem

Gold verbunden, könnten also leicht ausgetauscht

werden, gibt der Experte zu bedenken.

Dieses Vorgehen ist bei Osmium

nicht möglich, da die Kristallstruktur selbst

das »Zertifikat« ist. Silber hingegen wird

vermehrt mit Cadmium aus dem Batterierecycling

gemischt. Die Eigenschaften

sind fast gleich zu Silber in reiner Form.

Leitfähigkeit, Biegesteifigkeit und Haptik

bleiben fast erhalten. Allerdings ist Cadmium

stark krebserregend, was diese Art

der Fälschung so perfide macht. Bei

»KEIN ANDERES

EDELMETALL IST

SO FÄLSCHUNGS-

SICHER, DASS EINE

SOLCHE DATEN-

BANK ÜBERHAUPT

INFRAGE KÄME.«

SACHWERT MAGAZIN 3/2022

7


Titelstory

»OSMIUM IST TAT-

SÄCHLICH UM DAS

1.500-FACHE SELTE-

NER ALS GOLD.«

Ingo Wolf, Direktor des

deutschen Osmium-Institutes

Osmium ist eine Mischung mit anderen

Metallen nicht möglich, denn das würde

den Kristallisationsprozess stören.

»Osmium ist tatsächlich um das 1.500-Fache

seltener als Gold«, erläutert Wolf,

»und der Abbau von Osmium in großen

Tiefen gemeinsam mit Platin geht tendenziell

zurück, wenn die Elektromobilität

den Verbrennungsmotor verdrängen wird.

Wenn immer mehr Menschen in Osmium

investieren wollen und es zudem aufgrund

seiner außergewöhnlichen Schönheit immer

mehr in der Schmuckverarbeitung

und zur Veredelung von Technik eingesetzt

wird, dann kann man erahnen, was

mit dem Preis passieren wird. Auch jetzt

schon steigt er stetig. In dem Moment, in

dem es kein Rohosmium mehr geben wird

(ein Konstrukt, das von den Amerikanern

als ›Osmium Big Bang‹ bezeichnet wird),

kann alles passieren. Und dann profitieren

vor allem die, die schon früh die Chancen

von Osmium erkannt haben.«

DER VERGLEICH MIT DIAMANTEN

Häufig wird Osmium mit Diamanten verglichen.

Beide zeichnen sich durch ihr

Funkeln, ihre kristalline Struktur und ihre

hohe Stabilität aus, konkurrieren auf diesem

Gebiet geradezu miteinander. Doch

unterscheidet eines den Edelkristall und

das Edelmetall eindeutig: Diamanten können

seit einigen Jahren besonders günstig

und in höchster Qualität im Labor hergestellt

werden. Dies macht sie zwar erschwinglich,

aber als Anlagegut leider

auch weniger geeignet. Zum einen ist

der Diamant kein natürlicher, begrenzter

Rohstoff mehr und zum anderen erfüllen

die meisten Arten von Diamanten keinerlei

Anspruch auf Einzigartigkeit. Lediglich

bei Naturdiamanten – einzig und allein

durch ihre individuellen Unreinheiten ausgezeichnet

– handelt es sich um Unikate.

Nicht nur der Aspekt der Einzigartigkeit

macht Osmium zu einer ernst zu nehmenden

Diamantenalternative. Tatsächlich

8

SACHWERT MAGAZIN 3/2022


Titelstory

verhält es sich so, dass Osmium nun von

Goldschmieden und Schmuckproduzenten

vermehrt als Ersatz für den Diamantenteppich

eingesetzt wird. So zahlt der Käufer

nicht mehr für die Arbeitszeit, die der Einsatz

Hunderter mikroskopischer Diamanten

kostet, sondern für den Wert einer ganzen

Fläche aus kristallinem Osmium – dessen

Reflexionsvermögen sogar höher als das der

Diamanten ist. »Man möchte sein Geld in

das Material und nicht in die Arbeitszeit investieren«,

erklärt der Osmium-Experte.

Bilder: Osmium-Institut zur Inverkehrbringung und Zertifizierung von Osmium GmbH

DER KAUF UND WIEDERVERKAUF VON

OSMIUM

Die Zertifizierung jedes einzelnen Stückes

sowie die Inverkehrbringung liegen in der

Hand des deutschen Osmium-Instituts.

Partnerinstitute auf der gesamten Welt

entstehen und geben den Menschen die

Möglichkeit, sich in ihrer Muttersprache zu

informieren und lokal Osmium zu erwerben.

Wenn es um die Echtheit eines Stückes geht,

ist das Landes-Osmium-Institut direkt verantwortlich.

»Jedes Stück wird vollständig

mit einem eigens generierten alphanumerischen

Code, dem Osmium-Identification-

Code (OIC), in der Osmium-Weltdatenbank

dokumentiert, Übertragungen werden gespeichert

und alle Scans zum Stück liegen

im Original vor«, so der Geschäftsführer der

Osmium-Institut GmbH.

Ein zweiter Code, der Owner-Change-

Code (OCC), kommt beim Wiederverkauf

des Osmiums zum Tragen. Wird bei Verkauf

das Eigentum auf den neuen Eigentümer

übertragen, wird automatisch ein neuer

OCC generiert und der vorige Besitzer gibt

seine Rechte am jeweiligen Stück ab. Osmium

kann zum Beispiel an Privatpersonen

oder verarbeitende Betriebe wie Juweliere

verkauft werden. »Allerdings sollte man sich

darüber im Klaren sein, dass Osmium nicht

für den schnellen Wiederverkauf gedacht

ist«, gibt Wolf zu bedenken. Es sei eine

Langzeitsachwertanlage, was ihm in den

USA bereits den Spitznamen »next generation

metal« eingebracht habe. Es lohne sich,

kristallines Osmium für einige Jahre sicher zu

verwahren und erst dann zu verkaufen.

SO LAUFEN SACHINVESTMENTS

IN OSMIUM AB

Für die meisten Sachanleger machen dem

Experten zufolge Barren Sinn. Es gibt rechteckige

Barren und die sogenannten Disks,

welche in der Osmium-Welt die größtmöglichen

Barren darstellen. Es handelt sich dabei

um kreisförmige, flache Scheiben, aus

»JEDES STÜCK WIRD VOLLSTÄNDIG MIT

EINEM EIGENS GENERIERTEN ALPHANU-

MERISCHEN CODE, DEM OSMIUM-IDEN-

TIFICATION-CODE (OIC), IN DER OSMIUM-

WELTDATENBANK DOKUMENTIERT [...].«

denen alle möglichen Formen hergestellt

werden können. Diese Barren und Disks gibt

es in unterschiedlichen Größen und können

kostenfrei im Osmium-Institut miteinander

getauscht werden, was den Wiederverkauf

erleichtert.

Sachanleger kaufen Osmium in kristallinen

Barren zwischen 1.000 und 50.000 Euro,

berichtet das Osmium-Institut. Barrenboxen,

Diskboxen und Investmentboxen würden jedoch

eher in Beträgen von 100.000 Euro bis

zu einer Million in Einzelkäufen erworben.

Dabei sei das Vertrauen in die kontrollierenden

Osmium-Institute so hoch, dass auch

online gekauft wird. 1.000 international ansässige

Händler bilden das Osmiumgeschäft

regional ab.

Die Osmium-Preise sind in wenigen Jahren

um mehrere Hundert Prozent gestiegen –

und das, obwohl Osmium noch auf einem

kleinen Markt verkauft wird. Der recht

verlässliche Preisanstieg liege Angaben

des Osmium-Instituts zufolge vor allem an

den hohen Kosten für Hochreinigung und

Kristallisation sowie an der sogenannten

»Ernterate«. Denn nicht alles kristallisierte

Osmium könne direkt verwendet werden.

Viel Material müsse mehrfach durch den

Prozess laufen, um die extrem hohen Anforderungen

an die gewünschte Qualität

zu erfüllen. Für Uhren oder Schmuck müsse

der Kristall frei von Löchern, durchgehend

eben und ohne Spikes ausgebildet sein.

Osmium wird noch nicht an einer Börse gehandelt.

Die Preise werden berechnet und

dann auf den Preisseiten im Netz ausgewiesen.

Ingo Wolf ist jedoch zuversichtlich,

dass in der Zukunft auch eine Art von Notierung

möglich sein werde, die auf Basis

von Angebot und Nachfrage Preise erzeugen

würde.

SACHWERT MAGAZIN 3/2022

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Sachwerte

300-MILLIARDEN-

MARKT WEIN:

INVESTMENT

AUS DER FLASCHE?

In den vergangenen Jahren hat Südafrika

seinen Ruf als eine der interessantesten

Weinregionen der Welt gefestigt.

Die Weine von bekannten und alteingesessenen

Erzeugern wie Kanonkop

und Klein Constantia, aber auch junge

Betriebe, die jeweils nur wenige Fässer

produzieren, werden von britischen Verkostern

in Superlativen beschrieben. In

»Vinous«, einem von dem bekannten

Weinkritiker Antonio Galloni herausgegebenen

Online-Weinmagazin, werden einzelne

Qualitäten mit Spitzenweinen aus

dem Burgund und Bordeaux verglichen.

Und Tim Atkin, ein weiterer renommierter

Kritiker, gibt der Cuvée 2015 Paul

Sauer von Kanonkop die Bestnote von

DAS AUKTIONSHAUS

STRAUSS & CO VER-

STEIGERTE IM JULI

2020 EINE VERTIKALE

ÜBER DREI JAHRZEHN-

TE VON KANONKOPS

PAUL SAUER FÜR

EINEN REKORDPREIS

VON 30.811 EURO.

100 Punkten. Die bedeutendsten Winzer

des Landes, wie unter anderem Eben

Sadie, Andrea Mullineux und Matt Day

haben mittlerweile internationales Format.

Aus Sicht des Autors sind neben den

zuvor aufgeführten, mittlerweile etablierten

Winzern auch noch weitere »Hidden

Champions« wie Alheit, Creation, David &

Nadia, Thelema, Kershaw und Keermont

– ohne Anspruch auf Vollständigkeit – zu

nennen.

Nicht nur die Bewerter sind sich einig, auch

die Auktionäre haben das Potenzial der

südafrikanischen Weine bereits erkannt.

Kanonkop Paul Sauer führt gemäß Roland

Peens, dem Geschäftsführer des Online-

Weinhändlers Wine Cellar in Kapstadt, die

Liste der »investitionswürdigen« südafrikanischen

Weine der letzten 20 Jahre an,

die bei einer der verschiedenen Strauss &

Co Fine Wine Auctions beziehungsweise

bei der Cape Fine & Rare Wine Auction

(CFRW) in Stellenbosch verkauft wurden.

Das Auktionshaus Strauss & Co versteigerte

im Juli 2020 eine Vertikale über drei

Jahrzehnte von Kanonkops Paul Sauer für

einen Rekordpreis von 30.811 Euro.

Im Zuge dieser Entwicklungen stellt sich

die Frage, ob die südafrikanischen Weine

für interessierte Käufer bereits einen Investmentcharakter

besitzen.

Geraint Carter vom renommierten Londoner

Weinhändler BI ist beeindruckt von der

10

SACHWERT MAGAZIN 3/2022


Sachwerte

Bilder: Kanonkop Wine Estate, Depositphotos / lspencer, Dirk Heurich

»PRODUKTIONSMENGE IST DER FAKTOR, DER

ZUR SAMMELBARKEIT FÜHRT – UND DAS IST

DAS SCHWACHE GLIED IN SÜDAFRIKA, WAS DIE

GESCHICHTE VON WIRKLICH SAMMELWÜRDIGEN

WEINEN ANGEHT.«

hervorragenden Qualität der Weine sowie

den großen Talenten der jungen Winzer-

Garde, sieht jedoch aktuell noch zu wenig

Reputation und Marktperformance für

sein Investmentportfolio. »Wir würden

viele der südafrikanischen Spitzenweine

als sehr sammelbar, aber nicht als sehr

investierbar bezeichnen«, merkt er an.

Somit ist zwischen sammelbaren und investierbaren

Weinen zu unterscheiden. Es

gibt eine wachsende Zahl von Erzeugern,

die man sammeln kann, aber das bedeutet

nicht, dass sie eine attraktive Investition

sind. Was kann der Leser respektive

Sammler aus diesen ersten Informationen

folgern?

Bisher sind die Strukturen im Markt für

südafrikanische Weine noch nicht mit den

etablierten Märkten vergleichbar. Die individuelle

Auswahl von Weinen, die über

den emotionalen Sammlerstatus hinausgeht,

ist aus der Ferne für den Endverbraucher

noch nicht möglich. Das wird

mit der nachfolgenden Aussage von Peens

unterstrichen: »Es gibt noch nicht genug

Blue-Chip-Weine und jene, die es gibt,

haben ein anderes Problem: die Menge.«

»Zu viele große südafrikanische Weine

sind binnen weniger Tage ausverkauft, es

bleiben keine Weine auf dem Markt verfügbar,

sodass es nichts in der Pipeline

gibt«, erklärt ein Berater der CW Wine

GmbH & Co. KG. »Produktionsmenge ist

der Faktor, der zur Sammelbarkeit führt

– und das ist das schwache Glied in Südafrika,

was die Geschichte von wirklich

sammelwürdigen Weinen angeht. Es wird

einfach nicht regelmäßig und ausreichend

davon hergestellt.«

»Die Lösung besteht darin, dass die Erzeuger

ihr Inventar selbst in die Hand

nehmen und Wein zurückhalten«, heißt

es bei Vilafonté, einem Premiumerzeuger

aus Stellenbosch. Man werde zukünftig

20 Prozent eines Jahrgangs zurückhalten,

um später Tranchen von gereiften Weinen

auf den Sekundärmarkt bringen zu können.

Interessanterweise wird der Vin de

Constance, der beste und erfolgreichste

Süßwein aus Südafrika, jetzt über den

Place de Bordeaux vertrieben und kann

so die weltweiten Netzwerke der Bordeaux-Weinhändler

für den Vertrieb dieses

Weines nutzen.

Ein weiterer südafrikanischer Winzer im

Weißweinbereich, der aktuell nicht genannt

werden möchte, will seinen Sauvignon

Blanc auf das Niveau der Loire-Weine

heben: »Wir können nicht glauben,

dass es außer Sancerre und Pouilly-Fumé

niemanden auf der Welt gibt, der wirklich

Wert auf reinen Sauvignon Blanc

legt. Wir gehen so weit wie möglich,

um mit großen Sancerre-Erzeugern wie

Dagueneau mithalten zu können.« Er

ist zuversichtlich, dass seine Sauvignon

Blancs – von denen die besten bereits

einen internationalen Ruf genießen – einen

hohen Sammlerwert haben werden.

Was investierbare Weine betrifft, so gibt

es seiner Meinung nach aktuell nur zwei,

die ein ernsthaftes Investitionspotenzial

aufweisen: Vin de Constance und Paul

Sauer. Er warnt auch vor jenen Erzeugern,

die versuchen, Sammlerstücke zu

schaffen, indem sie einfach ein hohes

Preisschild für den Wein definieren und

ihn als südafrikanische Ikone bezeichnen.

»Man muss sich einen Ruf aufbauen.«

Mittlerweile gibt es einen wachsenden

Sekundärmarkt für südafrikanische Weine.

Die Online-Handelsplattform Liv-ex

meldet einen Anstieg von 15 Prozent der

Handelsaktivitäten und der Markt für Live-

Auktionen entwickelt sich entsprechend.

Der Autor

Heiko - T. Taudien ist CEO der CW Wine Group,

Autor und Verkoster, unter anderem im deutschen

Verkostungsteam des auflagenstärksten

Weinmagazins im deutschsprachigen Raum.

SACHWERT MAGAZIN 3/2022

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Sachwerte

Südafrika kann ein spannendes Feld für

Sammler und potenzielle Investoren sein,

die ihr Portfolio diversifizieren oder Lücken

in ihrem Weinkeller füllen wollen,

ohne ein zu großes Risiko einzugehen,

aber auch ohne die Chance – analog zu

der Preisentwicklung etablierter Weinregionen

–, an einer überproportionalen

Wertsteigerung zu partizipieren. Klarer

Vorteil ist aktuell die Kapitalbindung: Der

Paul Sauer von Kanonkop aus einem guten

Jahrgang kostet beispielsweise rund

50 Euro pro Flasche.

Investitionswürdige Weine werden als

solche definiert, die den Markenwert, die

Qualität und die Alterungsfähigkeit besitzen,

welche zu Preissteigerungen führen.

Auf dieser Grundlage wurden von »Top

Wine SA« folgende ausgewählte südafrikanische

Top-Weine aufgeführt:

• Alheit Cartology

• Alheit Magnetic North Makstok

• Kanonkop Paul Sauer

• Klein Constantia Vin de Constance

• Mullineux Strohwein

• Mullineux Syrah

• Mvemve Raats de Compostella

• Porseleinberg Syrah

• Sadie Columella

• Sadie Old Vines Series

• Sadie Palladius

Wie bereits zuvor erwähnt, gibt es neben

dieser Auflistung noch weitere »Hidden

Champions« beziehungsweise besondere

Einzellagen. Nach der letzten Verkostungsreise

im Herbst 2021 sind exemplarisch

Creation Art Series, David & Nadia

Single Vineyards, Thelema, Boekenhoutskloof

Syrah, Kershaw Deconstructed Lake

District Cartref SH22 Syrah und Keermont

Single Vineyards ohne Anspruch auf Vollständigkeit

zu nennen.

Um das Bild für den Investor beziehungsweise

Sammler abzurunden, ist ein Blick

auf die realen Marktzahlen hilfreich. Die

Vereinigung südafrikanischer Winzer, Wines

of South Africa, schätzte den internationalen

Weinmarkt im Jahr 2020 auf

300 Milliarden Dollar, wovon 8 Milliarden

Dollar auf Sammlerweine entfallen. Leider

produziert Südafrika auch nach wie vor

die preisgünstigsten Weine bei einem Volumen

von 4 Prozent des Weltmarktes.

»Der sekundäre Markt für feine Weine ist

noch sehr klein«, so Peens. »Aggregiert

man die Cape Winemakers Guild Auction,

die Cape Fine & Rare Wine Auction und

die Strauss & Co Fine Wine Auctions, die

Wine Cellar Brokerage Plattform und die

Jahrgangsveröffentlichungen der Produzenten,

ergibt sich ein Sekundärmarkt von

insgesamt 30 Millionen Rand.«

Peens betont, dass einer der wichtigsten

Faktoren für die Wertsteigerung auf

dem Sekundärmarkt der Markenwert ist.

»Während Qualität an erster Stelle steht,

hängt der wahrgenommene Kundenwert

von hohen Bewertungen und Wettbewerbserfolgen

sowie einem klaren und

konsistenten Marketing ab.«

Südafrika produziert Weine mit Charakter

und Langlebigkeit mit authentischen Terroirs.

Darunter findet man bereits Sammlerstücke.

Südafrika hat definitiv das Potenzial,

in den Fokus von Investoren und

Sammlern hineinzuwachsen.

INVESTITIONSWÜRDIGE

WEINE WERDEN ALS

SOLCHE DEFINIERT,

DIE DEN MARKENWERT,

DIE QUALITÄT UND DIE

ALTERUNGSFÄHIGKEIT

BESITZEN, WELCHE ZU

PREISSTEIGERUNGEN

FÜHREN.

Bilder: Creation Wines / Louis Fourie

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SACHWERT MAGAZIN 3/2022


SACHWERT MAGAZIN 3/2022

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Märkte

INVESTIEREN

NACH DEN REGELN

DES KORAN

BUCHAUTOR MICHAEL GASSNER ÜBER DIE

BESONDERHEITEN DES ISLAMISCHEN FINANZWESENS

Das islamische Finanzwesen

wurde im 20. Jahrhundert neu

aufgesetzt, nachdem es zunächst

mit dem Niedergang

des osmanischen Reiches verschwand.

Was die wenigsten wissen: An

diesem Wiederaufbau hat Deutschland

und sein Sparkassenwesen einen zentralen

Anteil, denn Letzteres war die Inspiration

von Ahmad El Naggar, der in Köln studierte

und in den späten 1960er das Mit

Ghamr Finanzinstitut in Ägypten aufbaute.

Der Grundgedanke war, die Bauern in

der ländlichen Region zu fördern und dies

durch Beteiligungen statt durch Darlehen

umzusetzen. Mitte der 1970er gründeten

Kaufleute in Dubai wie Saleh Lootah die

erste kommerzielle islamische Bank, die

Dubai Islamic Bank, um den Händlern eine

islamkonforme Finanzierung zu ermöglichen.

Von diesen Anfängen aus haben

islamische Banken einen Marktanteil von

bis zu 50 Prozent wieder erreichen können.

ISLAMISCHES BANKWESEN: DIESE

ASPEKTE GILT ES ZU BEACHTEN

Das Thema Zinsverbot ist mittlerweile

weitgehend aus den Köpfen der Menschen

in den Industrieländern verschwunden.

In der muslimischen Welt ist es nie

vergessen worden, weil auch die Aussagen

im Koran deutlich härter formuliert

sind. Letztlich ist das Zinsverbot eine besondere

regulatorische Maßnahme. Sie

dient dazu, das Exponentialwachstum

von Schulden abzuflachen. Zinsen können

nicht Zinsen hervorbringen, was genauso

auch im Bürgerlichen Gesetzbuch

(§ 248 BGB) zu finden ist. Zulässig ist aber

Der Autor

Michael Gassner lebt in Genf und ist hauptberuflich

tätig als Head of Islamic Finance einer

Schweizer Privatbank sowie Mitglied des

Scharia Boards der Bosna Bank International.

die Miete und der Abzahlungskauf, dessen

Preis dann feststeht und nicht mehr

erhöht werden kann. Beides sind Sachmittelkredite,

was darlegt, dass Schulden nur

durch die Realwirtschaft und die dahinterliegenden

Sachwerte entstehen sollen. In

vielen Überlieferungen werden Schulden

generell als gefährlich eingestuft, einschließlich

der zuvor genannten erlaubten

Sachmittelkredite.

In der Anfangszeit des Islam wurden

sechs Warengelder genutzt: Gold, Silber,

Weizen, Gerste, Salz und Datteln. Das

Einlagegeschäft war bekannt, es wurde

jedoch nicht gleichzeitig als Zahlungssystem

genutzt wie heute, wenn die Banken

mit jeder verzinsten Kreditaufnahme die

Geldschöpfung buchhälterisch abwickeln.

Dass jede Geldschöpfung automatisch exponenziell

wachsende Schulden auf Zinsbasis

erfordert, bleibt ein Kritikpunkt muslimischer

Volkswirte. Eine Unterlegung mit

Sachwerten wäre aus dieser Sicht geboten.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die verpflichtende

Sozialabgabe, Zakat, die wie

jede Steuer eine Lenkungsfunktion hat.

Geld, ausstehende Kredite und Handels-

14 SACHWERT MAGAZIN 3/2022


Märkte

ZINSEN KÖNNEN NICHT ZINSEN HERVORBRINGEN,

WAS GENAUSO AUCH IM BÜRGERLICHEN GESETZ-

BUCH (§ 248 BGB) ZU FINDEN IST.

Bild: Depositphotos / silver_wings, Yaqub Gassner

güter werden so mit 2,5 Prozent Abgabe

pro Jahr belegt. Investierte Vermögenswerte

wie Produktionsanlagen oder Mietimmobilien

sind nach den meisten Gelehrten

nicht betroffen. So liegt also nahe,

produktiv in Unternehmen zu investieren

oder in Immobilien – beides bis heute die

bevorzugten Investitionen in der muslimischen

Welt. Ein traditionelles Portfolio von

60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen

ist selten. Zumeist wird in das eigene

Unternehmen und in Immobilien investiert

und erst dann in andere Assets. Die historische

Rendite soll laut der Studie von

Dimson dazu dienen, den Zakat zu verringern.

Und selbst wenn es eine Alternative

zu Geldmarkt und Staatsanleihen gäbe

– sie wären für den Privatinvestor nicht

attraktiv. Sogenannte islamische Anleihen

und Geldmärkte wurden mit Warengeschäften

nachgebildet, werden aber meist

von institutionellen Anlegern genutzt, die

auf Basis von internationaler Bankenregulierung

darin investieren müssen. Auch

wird die Islamkonformität kritisiert – sie

ähneln mehr Umgehungsgeschäften.

GUT DURCH DIE INFLATION

– DANK INVESTITIONEN NACH

ISLAMISCHER LEHRE?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass

ein islamisch investiertes Vermögen von

hoher Inflation wenig betroffen ist, weil

in Geldwerte kaum investiert wird. Einzig

die Notreserve wird teilweise in Gelwerten

hinterlegt und hier macht es Sinn, einen

Teil dieser Reserve in Gold und/oder Silber

zu halten – traditionell wurde ein Jahresvorrat

an Getreide vorgeschlagen. Aufgrund

der Bedenken der zinsbasierten

Geldschöpfung wird tendenziell ungern

Geld bei Banken gehalten.

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Märkte

BITCOIN UND AKTIENINDIZES

GEBEN VERKAUFSSIGNALE

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SACHWERT MAGAZIN 3/2022


Märkte

Bilder: IMAGO / ZUMA Wire, wirtschaft tv

Die aktuelle Entwicklung an

den Aktienmärkten ähnelt

sehr dem Beginn der schweren

Aktienbaisse von 2000 bis

2003. Damals halbierte sich

der S&P 500, der DAX fiel um 73 Prozent

und der NASDAQ 100 sogar um 83

Prozent.

Die großen Parallelen zum damaligen Geschehen

haben allerdings nicht erst jetzt

begonnen. Sie waren schon auf dem

Weg nach oben sehr deutlich, worauf

ich in meinem Börsenbrief Krisensicher

Investiren immer wieder hingewiesen

habe. So stieg die fundamentale Überbewertung

im laufenden Zyklus sogar noch

höher als im Jahr 2000, und die spekulativen

Exzesse stellten in nahezu allen Bereichen

ebenfalls neue Rekorde auf.

WICHTIGE INDIZES BESTÄTIGEN DIE

AKTIENBAISSE

Darüber hinaus wurde der S&P 500 damals

wie heute von relativ wenigen

hochkapitalisierten und stark überbewerteten

Börsenlieblingen dominiert und

nach oben getrieben. Am Höhepunkt

des aktuellen Zyklus kamen nur 10 Werte

auf eine Gewichtung im S&P 500 von 27

Prozent. Entsprechend groß ist natürlich

der Einfluss ihres Kursverlaufs auf den

des Index.

Die Charts der meisten dieser schwergewichtigen

Börsenlieblinge zeigen inzwischen

mächtige Topformationen, aus

denen die Kurse mit teilweise sehr großer

Dynamik nach unten ausgebrochen sind.

Damit signalisieren sie den Beginn einer

Baisse.Genau das gilt jetzt auch für wichtige

Indizes wie den S&P 500, den DAX

oder den NASDAQ 100. Sie alle haben

große Topformationen mit klaren Baissesignalen

beendet. Beispielhaft sehen

Sie das auf dem folgenden Chart des

NASDAQ 100.

FINANZMARKTGESCHICHTE ALS IHR

WEGWEISER

Die folgende Lagebeurteilung habe ich in

meiner im Dezember 2021 erschienenen

Krisensicher Investieren Themenschwerpunkt-Ausgabe

»Historische Baissen und

Börsencrashs« geschrieben: »Die Kombination

aus dieser extremen fundamentalen

Überbewertung, der geldpolitischen

Wende der Fed und einer wahren Flut

markttechnischer Warnzeichen ist ein

starker Hinweis auf das baldige Ende der

Spekulationsblase und den Beginn einer

starken Baisse.«

DIE GROSSEN PARALLE-

LEN ZUM DAMALIGEN

GESCHEHEN HABEN

ALLERDINGS NICHT

ERST JETZT BEGONNEN.

SIE WAREN SCHON AUF

DEM WEG NACH OBEN

SEHR DEUTLICH, WO-

RAUF ICH IN MEINEM

BÖRSENBRIEF KRISEN-

SICHER INVESTIEREN

IMMER WIEDER HINGE-

WIESEN HABE.

Diese Baisse hat inzwischen begonnen.

Um Ihnen eine klare Vorstellung davon zu

geben, wie der Verlauf dieser vermutlich

sehr schweren Baisse aussehen könnte,

habe ich Ihnen in der genannten Themenschwerpunkt-Ausgabe

die Charts einiger

früherer Bärenmärkte zusammengestellt.

Diese Kursverläufe sollten Sie kennen, da

sie Ihnen in der aktuellen Baisse als hilfreiche

Wegweiser dienen können.

Der Autor

Claus Vogt ist Finanzanalyst und Autor des

Börsenbriefs »Krisensicher investieren«. Seinen

Gold-Preisbänder-Indikator nutzt er vor

allem für Prognosen im Edelmetallsektor.

SACHWERT MAGAZIN 3/2022 17

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Märkte

Quelle: stockcharts.com; krisensicherinvestieren.com

Der NASDAQ 100 ist aus einer großen Topformation nach unten ausgebrochen. Damit bestätigt die Charttechnik

den Beginn einer Baisse, die aufgrund der hohen fundamentalen Bewertung sehr viel Platz nach unten hat.

BITCOIN BEENDET RIESIGE

TOPFORMATIONEN

Bitcoin und den gesamten Bereich der

Kryptowährungen habe ich stets als die

extreme spekulative Spitze dieses Spekulationszyklus

bezeichnet. In unserem sehr

informativen Buch »Bitcoin & Co. - Finte

oder Neugestaltung des Geldsystems?

AUCH AKTIENBAISSEN BIETEN

CHANCEN

Lassen Sie sich von diesen klaren Baissesignalen

nicht entmutigen. Allerdings

sollten Sie sie ernst nehmen, und den

Sirenengesängen der immer bullishen Finanzindustrie

nicht erliegen. Stattdessen

sollten Sie sich auf ähnlich heftige Kursrückgänge

wie in den Jahren 2000 bis

2003 vorbereiten. Schließlich bieten Ihnen

auch Aktienbaissen große Chancen, die

Sie sich als flexible Börsianer nicht entgehen

lassen sollten.

Mit unserem Börsenbrief Krisensicher Investieren

unterstützen Roland Leuschel

und ich Sie gerne dabei.

DER BITCOIN WIRD

IN DER BEDEU-

TUNGSLOSIGKEIT

VERSCHWINDEN.

Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen

wissen sollten« haben Roland

Leuschel und ich alle Fakten zusammengetragen,

die Sie in Bezug auf Kryptowährungen

gerade in der jetzigen Situation

unbedingt kennen sollten.

Nun hat der Bitcoin in den vergangenen

12 Monaten eine riesige Topformation gebildet,

deren Untergrenze bei rund 30.000

Dollar verläuft. Das Kursziel, das sich aus

dieser Topformation ergibt, passt nebenbei

bemerkt zu einem weiteren Ergebnis

unserer oben genannten Analyse: Der Bitcoin

wird in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

Bild: IMAGO / Westlight

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Wissen

»EIN WERTSCHÄTZENDER

UMGANG MIT KUNDEN IST

KOSTENFREI«

PER SELBSTVERSTÄNDLICHKEIT ZUM »WOW-EFFEKT«

Bild: Jascha van den Berg

Wann haben Sie als Kunde

das letzte Mal Begeisterung

verspürt?«

Wenn die Strategieberater

Thorsten Schwack

und Esra Erdem diese Frage ihren Seminar-

und Coachingteilnehmern stellen,

wissen sie: Hier wird kaum jemand auf

die technischen Finessen eines Unternehmens

zu sprechen kommen und auch

produktbezogene Antworten werden

eher die Ausnahme sein – was zählt, ist

Zwischenmenschliches: Eine kundenorientierte

Beratung, ein engagierter Verkäufer

sowie Zuverlässigkeit und Wertschätzung

bleiben branchenübergreifend in guter

Erinnerung. Eigentlich Selbstverständlichkeiten,

doch wie hoch ihr Stellenwert

wirklich ist, wird vielen Unternehmen erst

bewusst, wenn diese Faktoren fehlen und

die Erfolge ausbleiben.

Am Beispiel der Finanzdienstleistung wird

deutlich, welche Auswirkungen ein Mangel

an Kundenorientierung für eine Branche

haben kann. Mittlerweile stamme

etwa ein Viertel seiner Mandanten aus

dieser Branche, meint Schwack. Als Gründer

und Geschäftsführer der STRATAVIS

GmbH, eines Hamburger Weiterbildungsinstituts

mit Fokus auf Dialogmarketing

und Strategie- und Projektconsulting,

weiß er, dass gerade im Finanzbetrieb gilt:

Wer verkaufen möchte, muss nicht nur

durch sein Produkt, sondern auch emotional

überzeugen. In der Theorie eine

einfache Zielsetzung, zumal »ein bewusst

freundlicher und wertschätzender Umgang

mit Kunden ja im Grunde kostenfrei«

sei und auch zudem keine weiteren

Ressourcen erfordere, findet auch Esra

Erdem, die selbst ihre beruflichen Wurzeln

im Vertrieb hat und bei STRATAVIS für den

Bereich Training & Consulting zuständig

ist. »Kunden wollen das optimale Produkt

für sich und nicht das optimale Produkt

für den Berater«, fasst sie die Bedürfnisse

der Käufer zusammen – und beobachtet

gleichzeitig, dass dies noch nicht alle in der

Finanzdienstleistung verinnerlicht haben.

Tatsächlich fällt der Finanzvertrieb immer

wieder durch sein negatives Image auf:

Bereits 2016 zeigte der sogenannte Edelmann

Trust Barometer, dass nur 32 Prozent

der Deutschen Finanzdienstleistern

vertrauen. Zudem stand der Finanzvertrieb

unlängst durch ein Interview wieder im

Fokus der Kritik: In dem im Oktober 2021

in der »Frankfurter Rundschau« veröffentlichten

Text ging es um einen BWL-Professor,

der seine Studenten vor unseriösen

Anbietern aus der Finanzbranche warnte.

ECHTE BEGEISTERUNG AUSLÖSEN:

NEUE DENK- UND HANDLUNGS-

MUSTER OFT NOTWENDIG

Damit die Umsätze ihrer Mandanten wieder

steigen, heißt es für die Experten des

Hamburger Weiterbildungsinstituts also

im ersten Schritt, das Vertrauen der Kunden

in ihre Mandanten zurückzugewinnen.

Doch das Team strebt nach mehr:

»Das Ergebnis ›zufriedener Kunde‹ reicht

uns noch nicht«, stellt Schwack klar. »Um

Nachhaltigkeit zu erzielen, setzen wir

uns intensiv mit Inspiration und Begeisterungsfaktoren

auseinander, denn nur über

Begeisterung können unsere Mandanten

bei ihren Kunden einen positiven Wow-Effekt

auslösen und festigen.«

Der Weg zu diesem »Wow« sei für die Unternehmen

oft hart, meinen die Strategieentwickler,

denn er setze üblicherweise ein

Umdenken auf mehreren Ebenen voraus:

Um den »Wow-Effekt« zu erreichen, sei

üblicherweise eine konkrete Auseinandersetzung

mit eingespielten Routinen und

eine Hinwendung zu neuen Denk- und

Handlungsmustern erforderlich, meint

Schwack. »Training on the Job« könne

zwar in diesem Zusammenhang ein wichtiges

Schlagwort sein, seiner Ansicht nach

werde langfristiger Erfolg allerdings oft nur

durch eine »mehrstufige Begleitung« erzielt.

Davon entmutigen lassen sollten sich

Unternehmen jedoch nicht, meint er und

schließt mit einem Vergleich: »Im Grunde

ist es wie im Profifußball. Eine gute Mannschaft,

die eine Saison schlecht spielt,

würde auch nicht auf die Idee kommen,

weniger zu trainieren oder die eigene fehlerhafte

Spieltaktik zu ignorieren. Im Gegenteil

– das Training würde intensiviert,

Methoden analysiert sowie korrigiert und

das Mindset jedes Spielers würde im positivsten

Sinne wieder aktiviert werden.«

SACHWERT MAGAZIN 3/2022

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Krypto

EIN BLICK IN DIE ZUKUNFT:

NFTS IM FINANZWESEN UND MEHR

Auszug aus dem Buch »Reich mit NFTs« von Mike Hager

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SACHWERT MAGAZIN 3/2022


Krypto

Bilder: Depositphotos / Golden Sikorka / ventura69

Wo könnte bei dieser interessanten

Technologie

die Reise hingehen? Im

Folgenden möchte ich

dich auf einen kurzen

Ausflug in die Zukunft mitnehmen und einige

realistische und teilweise schon reale

Szenarien aufzeigen. Quo vadis, NFT? Wohin

gemma denn?

EINES DER BE-

KANNTESTEN

PROTOKOLLE HAT

MOMENTAN EIN-

LAGEN IN HÖHE

VON 28 MILLIAR-

DEN US-DOLLAR

UND LÄUFT SCHON

SEHR LANGE,

OHNE GEHACKT

WORDEN ZU SEIN.

Einer der wichtigsten Bereiche im gesamten

Krypto-Umfeld ist DeFi, das sind dezentralisierte

Finanzdienstleistungen. Herkömmliche

Finanzdienstleistungen kennst

du zur Genüge. So kannst du beispielsweise

dein Erspartes auf ein Bankkonto legen.

Dieses Geld nimmt die Bank und bietet es

einem anderen Bankkunden an, der sich

Geld leihen möchte. Wenn der nun dieses

Angebot annimmt, indem er beispielsweise

sein Konto überzieht, zahlt er dafür

beträchtliche Zinsen. Als kleines Dankeschön

bittet deine Bank dich heutzutage

freundlicherweise, Strafzinsen auf eine

höhere Einlage zu bezahlen. Sympathisch

werden diese dann als »Verwahrentgelt«

oder wahlweise auch »Negativzins« bezeichnet.

Wohlgemerkt dafür, dass sie mit

deinem Geld eine ihrer Finanzdienstleistungen

anbieten kann. Ich kann die Bank

aber schon verstehen. So ein Finanzhaus

hat Mitarbeiter, Firmengebäude, einen

Serverraum, eine Kantine, also viele Kosten.

Hier kommen die dezentralisierten

Finanzdienstleister ins Spiel. Die haben all

das nicht. Hier setzen ein paar Menschen

mit Hilfe eines Smart Contracts ein Protokoll

auf der Blockchain auf, und wenn

das fertig programmiert ist, dann läuft das

Protokoll. Unermüdlich, Tag und Nacht,

ohne Firmengebäude, ohne Kantine, mit

nur noch sehr wenigen Mitarbeitern und

ohne Serverraum. Dadurch, dass alles dezentral

ist und ganz viele Rechner weltweit

an der Blockchain rechnen, ist diese

»Last« auf viele helfende (Computer-)

Hände verteilt und obendrein wird auch

noch die Sicherheit erhöht. Eine Hotline,

wenn du dein Password vergessen hast,

gibt es da allerdings auch nicht.

Welche Finanzdienstleistungen bietet so

ein DeFi-Protokoll an? Irgendwann mit Sicherheit

alle, die auch eine Bank anbietet,

aber auch aktuell schon sehr viele. Dazu

zählen zum Beispiel Darlehen. Der wohl

gängigste Anwendungsfall ist der Besitzer

von Kryptowährungen, der Geld in Form

von FIAT34, also Euro oder Dollar braucht.

Nehmen wir an, jemand hat 10 Ether und

will die auf keinen Fall verkaufen, weil er

denkt, dass der Kurs weiter steigen wird.

Braucht er nun dringend Geld, kann er

diese 10 Ether als Pfand in einem DeFi-Protokoll

hinterlegen. Dieses gibt ihm dafür

Geld, meistens einen Stablecoin. Das ist

eine Kryptowährung, bei der eine Einheit

immer 1 Dollar entspricht. Das Protokoll

hat eine 30-prozentige Verleihungsgrenze

im Smart Contract hinterlegt, sodass sich

derjenige, der die 10 Ether einlegt, dafür

3 Ether zu einem bestimmten Zinssatz leihen

kann. Diese 3 Ether bekommt er in

Form eines Stablecoins, den er auf einer

Exchange (Börse) in Euro wechselt, die

er dann auf sein Bankkonto überweist.

Währenddessen werden die Zinsen hierfür

von der Einlage abgebucht. Wenn er

nach einem Jahr die 3 Ether zurückbringt

und dem Protokoll zurückzahlt, bekommt

er seine 10 Ether zurück. Auf der anderen

Seite gibt es Menschen, die dem DeFi-

Protokoll das Geld zur Verfügung stellen,

das dem Darlehensnehmer ausgehändigt

EINER DER WICH-

TIGSTEN BEREICHE

IM GESAMTEN

KRYPTO-UMFELD

IST DEFI, DAS SIND

DEZENTRALISIERTE

FINANZDIENST-

LEISTUNGEN.

wird. Diese Anleger bekommen für ihre

Einlage Zinsen. Ja, sie bekommen Zinsen

und müssen sich nicht wie bei der Bank

mit Peanuts zufriedengeben oder sogar

Strafzinsen zahlen. Zinssätze um die 10

Prozent sind im DeFi-Bereich keine Seltenheit.

In der DeFi-Welt gibt es sehr viele Möglichkeiten,

mit den verschiedensten Protokollen

sehr hohe Zinsen zu erwirtschaften.

Die Renditen können hier in die Hunderte

oder gar Tausende Prozent gehen. Es gibt

zum Beispiel das Staking. Man hinterlegt

dabei Coins in einem Protokoll als Pfand,

um das Netzwerk abzusichern. So wird es

bei Ethereum 2.0 mit dem Prinzip »Proof

of Stake« der Fall sein, sobald das eingeführt

ist. Darüber hinaus gibt es auch

noch Liquidity Mining. Dort stellt man

einer DEX (dezentral organisierten Kryptobörse)

Liquidität in Form von zwei Kryptowährungen,

also einem Währungspaar,

zur Verfügung. So kann dort Währungshandel

betrieben werden. Eine DEX ist

also ein Kryptowährungs-Tauschprotokoll,

das automatisiert auf der Blockchain läuft,

ohne Personal- oder sonstige Kosten,

SACHWERT MAGAZIN 3/2022

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Krypto

AUCH IN DER AR-

BEITSWELT DER

ZUKUNFT WERDEN

MIT BLOCKCHAIN-

TECHNOLOGIE

VÖLLIG NEUE SZE-

NARIEN DENKBAR.

wie herkömmliche Finanzdienstleister sie

haben. Beim Liquidity Mining gibt es allerdings

das Risiko des »impermanent loss«,

auf das ich hier aufgrund der Komplexität

nicht näher eingehe. Es gibt unzählige You-

Tube-Videos dazu, die das gut erklären.

Du siehst also, von risikolos sind wir bei

DeFi-Anlagen meilenweit entfernt! Wer

sich aber gut auskennt, kann Protokolle suchen,

mit denen er mit vergleichsweise (!)

geringem Risiko Geld erwirtschaften kann.

Eines der bekanntesten Protokolle hat momentan

Einlagen in Höhe von 28 Milliarden

US-Dollar und läuft schon sehr lange, ohne

gehackt worden zu sein. Weil sich eine solche

Beute für Hacker wirklich lohnen würde,

kannst du davon ausgehen, dass das

Protokoll täglich mehrfach Hackerattacken

ausgesetzt ist. Jeder Tag, den dieses Protokoll

ungehackt weiterläuft, erhöht also die

Wahrscheinlichkeit, dass es »sicher« ist.

Warum erkläre ich dir so ausführlich, was

DeFi ist? Ganz einfach, weil DeFi und

NFTs schon zu verschmelzen beginnen

und in Zukunft noch viel stärker miteinander

interagieren werden. Das liegt

auf der Hand, denn beides findet auf der

Blockchain statt und kann dadurch sehr

gut miteinander kommunizieren und interagieren.

Stell dir zum Beispiel vor, der

Typ mit den 10 Ether, der Geld braucht,

besitzt statt 10 Ether einen CryptoPunk.

Stell dir weiter vor, es gäbe ein Protokoll,

in dem er den CryptoPunk hinterlegen

und beleihen könnte, um so Euro zu bekommen.

Auch das gibt es schon, und

es wird in Zukunft noch viel weiter verbreitet

sein, in jeder nur denkbaren Ausprägung.

Wenn du das Prinzip eines NFTs erst einmal

verstanden hast und weißt, dass jeder

NFT ein Smart Contract ist, dann werden

dir wahrscheinlich noch sehr viele andere

Anwendungsmöglichkeiten einfallen. So

wäre es denkbar, dass wir vor dem nächsten

Flug in den Urlaub nicht mehr panisch

unsere Reisepässe suchen müssen, weil sie

längst als NFT in unserer digitalen »Bürgerwallet«

hinterlegt sind. Gut, wahrscheinlich

suchen wir dann stattdessen fieberhaft das

Passwort zu dieser Wallet, aber das ist ein

anderes Thema. Auch im Versicherungsbereich

wird sehr viel möglich sein. Es ist zum

Beispiel ohne Weiteres denkbar, dass eine

Unwetterversicherung in ihrem Smart Contract

eine Verbindung zu einem amtlichen

Wetterinstitut hinterlegt hat. Wenn dieses

Institut nun bestätigt, dass laut deren Aufzeichnungen

tatsächlich 169 Liter Wasser

pro Quadratmeter im Dorf des Versicherungsnehmers

niedergegangen sind, dann

wird die Versicherungssumme automatisiert

in die Wallet ausgezahlt. Doch um realistisch

zu bleiben: Wahrscheinlich werden Versicherungen

eher Systeme finden, wie du die

Prämien mit deiner Wallet sehr schnell und

in Echtzeit zu bezahlen hast. Die Auszahlungen

wiederum werden sie womöglich noch

sehr lange manuell vornehmen. Bearbeitungszeit

sechs bis acht Wochen. Minimum.

Auch in der Arbeitswelt der Zukunft werden

mit Blockchain- Technologie völlig neue

»Reich mit NFTs«

von Mike Hager

192 Seiten

Erschienen: Februar 2022

Finanzbuch Verlag

ISBN: 978-3-95972-578-1

Szenarien denkbar. So ist vorstellbar,

dass künftig Arbeit minuten- und sekundengenau

abgerechnet und der Lohn

genauso exakt, noch während des Arbeitsvorgangs

sekündlich in die Wallet

des Arbeitnehmers ausgezahlt wird. Natürlich

nicht, ohne parallel dazu in Echtzeit

auch gleich die anfallenden Steuern

und Sozialversicherungsbeiträge abzubuchen.

Wobei, bevor unser Staat allerdings

die Blockchain entdeckt, muss

wahrscheinlich noch der eine oder andere

Antrag hierfür auf der Schreibmaschine

getippt werden. Auch könnten

Incentives als NFTs ausgegeben werden,

zum Beispiel Extraurlaub für besondere

Leistungen, Warengutscheine oder Eintrittskarten

für das nächste Fußballspiel.

Und das ohne lange Diskussionen im

Mitarbeitergespräch, ganz automatisch,

sobald bestimmte Projektziele erreicht

wurden.

Die NFTs sind also erst am Anfang. Sie

werden früher oder später alle beschäftigen:

Unternehmer und Arbeitnehmer,

Bürokraten und Kunstschaffende, Verkäufer

und Kunden, Bürger und Regierende,

Karnevalesen und Fastnachtsanhänger

– ja, sogar Bayern und Preußen!

Bilder: Depositphotos / peshkova, Cover: FinanzBuch Verlag

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SACHWERT MAGAZIN 3/2022


Dieser Hund hat

einen Beruf

Benno ist ein Therapiehund

Wenn Benno zur Tür ins Krankenzimmer hereinkommt, vergisst der zehnjährige

Jakob für eine ganze Weile, dass er Knochenkrebs hat. Benno weiß, wie das

geht. Denn er wurde über Jahre darin ausgebildet, Menschen in schwierigen

Lebenssituationen beizustehen.

Ihre Spende verändert Leben.

www.backhaus-stiftung.de

SACHWERT MAGAZIN 3/2022

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Immobilien

So ticken Immobilienmakler

wirklich

EIN PROFIMAKLER PACKT AUS

Auszug aus dem Buch »Statt Schampus und Cabrio« von Sebastian Fesser

Immobilienmakler genießen leider

(zum Teil aber auch berechtigterweise)

keinen guten Ruf in der Bevölkerung.

Auffällig ist auch, dass in einigen

Filmen immer wieder der Makler

als Spekulant mit einem extrem teuren

Auto dargestellt wird. In einigen Fällen

weiß man gleich von Beginn an, wer der

Bösewicht ist – der Immobilienmakler!

Gero von Wilpert geht im »Sachwörterbuch

der Literatur (Stuttgart, 1970)«

sogar noch ein Stück weiter: »[Klischees

sind] vorgeprägte Wendungen, abgegriffene

und durch allzu häufigen Gebrauch

verschlissene Bilder, Ausdrucksweisen,

Rede- und Denkschemata, die

ohne individuelle Überzeugung einfach

unbedacht übernommen werden.«

Gerade der letzte Absatz schildert das

Dilemma, in dem Immobilienmakler,

meist unverdient, stecken. Denn nach

einhergehender Meinung verdienen

Makler allein fürs Türaufschließen viel

Geld, haben wenig Ahnung von der Materie,

trinken den ganzen Tag nur Champagner

und tragen viel Anzug, aber wenig

Charakter.

Das klischeehafte Bild vom Makler in

der Öffentlichkeit

Der Duden beschreibt »Klischee« wie

folgt: »Substantiv, Neutrum – 1. Druckstock;

2a. unschöpferische Nachbildung;

Abklatsch; 2b. eingefahrene, überkommene

Vorstellung«.

DIESE »LETZTE-PREIS-FRAGE« IST UNABHÄNGIG

VON JEDWEDER HERKUNFT UND ORIENTIERUNG

MITTLERWEILE EIN SYNONYM FÜR FEILSCHEN.

24

SACHWERT MAGAZIN 3/2022


Immobilien

DENN NACH EINHER-

GEHENDER MEINUNG

VERDIENEN MAKLER

ALLEIN FÜRS TÜRAUF-

SCHLIESSEN VIEL GELD,

HABEN WENIG AHNUNG

VON DER MATERIE,

TRINKEN DEN GANZEN

TAG NUR CHAMPAGNER

UND TRAGEN VIEL

ANZUG, ABER WENIG

CHARAKTER.

Bilder: Depositphotos / motortion / Goodluz, Cover: ImmobilienFachVerlag

In einem Film waren kürzlich zwei abgebrannte

Typen zu sehen, die sich überlegt

haben, »da mal was mit Immobilien

zu machen«. Anzug gekauft, Leute

übern Tisch gezogen, dicke Autos, Zigarre,

Champagner … das ganze Repertoire.

Aber ist das wirklich so? Der Alltag

ist da viel langweiliger.

Wer wirklich im Fokus steht, ist nämlich

der Verkäufer. Er ist (neben der Datenbank)

das wichtigste Gut des Maklers,

hat dieser doch eventuell das Objekt

der Begierde in seiner Hand. Knapp 43

Prozent aller deutschen Immobilien sind

laut Erhebung der Zeitschrift Immobilienmanager

(Ausgabe 6. März 2019 –

»Das sind die größten Immobilieneigentümer

in Deutschland) in privater Hand,

also im Streubesitz. Das ist die klassische

eigengenutzte oder vermietete Immobilie,

sei es eine Eigentumswohnung oder

ein Haus. Und damit sind genau diese

43 Prozent aller deutschen Immobilien

auch potentiell für Makler als Verkaufsobjekt

zu betrachten. Der Rest aller Immobilien

wird von privaten Unternehmen,

Wohnungsbaugesellschaften oder

der »öffentlichen Hand« gehalten. Es

gilt also, den privaten Verkäufer an sich

zu binden.

Die gerne gestellte Frage: »Was ist

letzte Preis?«

Im Zuge eines Verkaufsauftrages sollte

ein Makler eine ältere Küche verschenken.

Eigentlich keine schlechte Küche,

vielleicht zehn Jahre alt. Sie sollte nur

schnell weggehen, weshalb sie auf einem

großen Kleinanzeigenportal privat

und kostenfrei inseriert.

In der Anzeige stand klipp und klar, um was

es geht: Neben mehreren Fotos lautete er

Text: »Verschenke diese Küche mit allem,

was auf den Fotos zu sehen ist. Sie kann

am Montag, den soundsovielten an der

Adresse Musterstraße 1 abgeholt werden.

Sie wird nicht reserviert, bitte einfach vorbeikommen

(Werkzeug nicht vergessen!)

und abholen. Solange diese Anzeige noch

sichtbar ist, ist die Küche noch verfügbar.«

Sie können sich sicherlich vorstellen, wie

die ersten Anfragen lauteten:

• »Noch da?!«

• »Kann ich Sonntag kommen?«

• »Können Sie reservieren?«

• »Können Sie mir die Küche bringen, hab

leider kein Auto?«

• »Können Sie mir die Elektrogeräte

ausbauen, die würde ich dann Freitag

abholen«

• Und was nicht fehlen durfte, war natürlich

der Klassiker schlechthin: »Was ist

letzte Preis?«

Diese »Letzte-Preis-Frage« ist unabhängig

von jedweder Herkunft und Orientierung

»Statt Schampus und Cabrio«

von Sebastian Fesser

120 Seiten

Erschienen: März 2022

ImmobilienFachVerlag

ISBN: 978-3-9819046-8-0

mittlerweile ein Synonym für Feilschen.

Bei einigen Interessenten muss man Angst

haben, dass sie einen Schlaganfall bekommen,

wenn sie nicht in irgendeiner Form

den Preis drücken können, wirklich völlig

egal, wie hoch dieser ist. Natürlich ist es

verständlich, dass jeder einen möglichst

geringen Preis für sein Traumobjekt zahlen

möchte. Der eine, damit sich die Immobilie

als Kapitalanlage besser rechnet, der

andere, um eine geringere monatliche Belastung

für das eigene Häuschen zu haben.

Die Art und Weise allerdings, in der diese

Preisverhandlungen vonstattengehen, sind

aber zuweilen subtil.

Fazit

Ja, der Beruf des Immobilienmaklers ist abwechslungsreich

und spannend. Er birgt

mehr Überraschungen in sich, als mancher

so glauben mag. Vergessen darf man auch

nicht, dass ein Makler, will er seinen Beruf

qualifiziert ausüben, über ein breites Fachwissen

hinsichtlich Bauphysik und Recht

verfügen muss. Zudem braucht er die Eigenschaften

eines Mediators, um zwischen

den Parteien vermitteln zu können.

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INFLATIONSSCHUTZ

UND VERMÖGENSAUFBAU

MIT NACHHALTIGEM OBST- & GEMÜSEANBAU

Der Fokus des Fonds »Agri Terra Citrus Basket I« liegt auf Erträgen aus dem

Anbau von Obst und Gemüse. Diese Asset-Klasse bietet neben hohen regelmäßigen

Erträgen perfekten Schutz vor Inflation und ist weitestgehend krisenresistent.

Denn bekanntlich gilt: Gegessen und getrunken wird immer!

Seit über 25 Jahren sind die Brüder

Carsten und Michael Pfau

nun schon in Paraguay investiert

und seit nunmehr fast 10 Jahren

bieten sie über die Agri Terra

Gruppe ihr Knowhow als Anbieter von

Agrarinvestments auch auf dem europäischen

Markt an. Vielen ist daher Agri

Terra bereits als Anbieter beispielsweise

des »Rinder‐Direktinvestments« und der

»OrangenRENTE®«, einem Direktinvestment

in Orangenplantagen, aus der Vergangenheit

bekannt.

Nun konnte in die Tat umgesetzt werden,

was von bestehenden Kunden und Interessenten

immer wieder angeregt und angefragt

wurde:

Ein komplett reguliertes Angebot für ein

breites Anlegerpublikum ist in diesen Tagen

in den Vertrieb gestartet. Mit dem

Publikums‐AIF »Agri Terra Citrus Basket I«

setzt die Agri Terra auf eine durchdachte

Diversifizierung im Obst‐ und Gemüsesegment

und baut dabei auf den eigenen

Stärken und bereits erzielten Erfolgen auf.

Der Agri Terra Citrus Basket I bietet Anlegern

die Möglichkeit, sich im Rahmen eines

Publikums-AIF am Freilandanbau, also

der Anpflanzung und Bewirtschaftung

von Orangen und sonstiger Zitrusfrüchte,

dem Gewächshausanbau anderer Obstund

Gemüsesorten wie z. B. Erdbeeren

sowie einer in Planung befindlichen Fabrik

für Orangensaftkonzentrat zu beteiligen.

Für die Aktivitäten wird in Paraguay

fruchtbares Agrarland erworben – Anbau

und Ernte erfolgen durch mehrere paraguayische

Zielgesellschaften des Agri Terra

Citrus Basket I. Die ertragsstarke Anlagestrategie

basiert auf den laufenden Einnahmen

aus dem Verkauf der geernteten

Erzeugnisse während der Bewirtschaftungsphase

sowie aus Einnahmen nach

der Fruchtziehungsphase, beispielsweise

durch Holzverkauf ausgedienter Baumbestände,

Verwertung von Gewächshausteilen

oder Veräußerung der werthaltigen

Agrarflächen.

Die Wahl des Investitionsstandorts ist dabei

bewusst außerhalb Europas gewählt.

Im Unterschied zu anderen Regionen

verfügt Südamerika über ausreichende

Süßwasservorkommen und Potenzial für

eine ökologische Erweiterung der Anbauflächen.

Die klimatischen Bedingungen

führen dazu, dass für manche landwirtschaftlichen

Produkte mehrere Ernten pro

Jahr möglich sind. Für Agrarinvestitionen

bietet Paraguay besondere Standortvortei-

Bilder: Depositphotos / ccaetano, Agri Terra Vertriebs GmbH, Carsten Pfau

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DER AGRI TERRA CITRUS BASKET I AUF EINEN BLICK:

– geschlossener Publikums-AIF nach KAGB

– geplante Laufzeit: 19 Jahre

– geplante Ausschüttungen: jährlich

– prognostizierter Gesamtmittelrückfluss: 349,53 Prozent

– prognostizierte IRR-Rendite: 13,63 Prozent

– Mindestbeteiligung: 10.000 US-Dollar zzgl. 5 Prozent Agio

– Investitionsvolumen: 35.000.000 US-Dollar zzgl. Erhöhungsoption

– Finanzierung: ausschließlich Eigenkapital

– Initialkosten: max. 7,74 Prozent der Kommanditeinlage

le. Dazu zählen ein attraktives Lohnniveau

und Steuersystem sowie niedrige Energiekosten.

Herr Carsten Pfau über die Standortvorteile

von Paraguay:

»Paraguay hat zunächst vor allem eins:

komparative Kostenvorteile. In den Segmenten

der Landwirtschaft, in denen wir

aktiv sind, ist Paraguay auf der Kostenseite

kaum zu schlagen. Auf der anderen Seite

treffen wir auf Preise, die sich aus einem

weltweiten Gefüge heraus ergeben. Da

entsteht viel Raum für recht hohe Gewinnmargen.

Klimatisch ist das Land geradezu

ideal für das, was wir tun, und die

geographische Lage im Herzen Südamerikas

ist ebenfalls ein strategischer Vorteil.

Wenn wir diese idealen Voraussetzungen

nun mit einer ordentlichen unternehmerischen

Struktur kombinieren und mit ausreichend

finanzieller Liquidität unterlegen,

sind wir zwangsläufig auf der Siegerseite.

Unsere Unternehmensgruppe ist vor Ort

bereits zu einer recht beachtlichen Größe

herangewachsen. Wir sind ein wichtiger

und beliebter Arbeitgeber, haben über

ein Jahrzehnt hinweg eine sehr gesunde

Struktur und Hierarchie herausgearbeitet

und die Mechanismen funktionieren recht

gut. Man setzt sich als Anleger mit uns

also sozusagen in ein gemachtes Nest.«

Weder die Anbauflächen noch die relevanten

Märkte sind mit Europa oder der EU

korreliert. Vielmehr befinden sich die Absatzmärkte

der angebauten Obst‐ und Gemüsesorten

vornehmlich in Paraguay. Das

wirtschaftlich stark wachsende Paraguay

importiert derzeit über 70 Prozent des

Verbrauchs an Obst und Gemüse aus den

Nachbarländern. Dabei sind die Transportkosten

der Importe höher als deren Produktionskosten.

Die beschränkte Produktion

des Landes ist oftmals bereits lange

im Voraus ausverkauft. Laufend entstehen

neue Supermärkte, die Obst und Gemüse

für ihr Angebot benötigen, und auch die

Nachfrage seitens Saft- und Limonadenherstellern

nimmt stetig zu. Die steigende

Nachfrage hat dazu geführt, dass bereits

Abnahmegarantien des Großhandels für

die bisher von der Agri Terra Gruppe in

Paraguay angebauten Produkte vorliegen.

Parallel zur wachsenden Nachfrage in

Paraguay ist ein zunehmendes Interesse in

Asien, insbesondere in Taiwan, Hongkong

und Singapur, an paraguayischen Agrarprodukten

zu beobachten, sodass die Zahl

der Absatzmärkte zukünftig noch deutlich

größer werden könnte.

KURZUM:

Die Investitionsmöglichkeit in den Agri

Terra Citrus Basket I vereint den tendenziell

statischen Landerwerb mit der dynamischen

Einnahmenkomponente eines

Agrarbetriebs einschließlich der nachgelagerten

Weiterverarbeitungsmöglichkeit

der landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Damit

bietet der Fonds eine unternehmerische

Beteiligung in Reinform an einem

krisenresistenten, inflationsschützenden

Investment mit zweistelligen, jährlichen

Renditechancen.

rechts: Carsten Pfau,

Komplementär und geschäftsführender Gesellschafter

der Agri Terra KG, Geschäftsführer (CEO)

der Agri Terra Gruppe

unten: Plantagenhochburg

Nueva Italia in Paraguay

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