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XPLR Beileger 01/2021

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Social Media

AKTUELLE

TRENDS UND

INNOVATIVE PLAYER

AUS DER BAYERISCHEN

SOCIAL-MEDIA-

LANDSCHAFT.

BEST

CASES

Diese Projekte

inspirieren.

#TRENDINGTOPICS

Darüber spricht die Branche.

DIGITALE KUNDENBINDUNG

Wie Messenger Apps Unternehmen

und Kund:innen wieder ins Gespräch bringen.


INTRO

ServuS

wir sind:

UNSERE MISSION: WIR ZEIGEN DIR MENSCHEN, DIE

DIE MEDIENWELT VON MORGEN GESTALTEN, INFORMIEREN

DICH ÜBER RELEVANTE TRENDS UND ENTWICKLUNGEN

IN DER BRANCHE UND ENTDECKEN FÜR

DICH DIE ANGESAGTESTEN MEDIENEVENTS AUS BAYERN.

Schon gewusst? München ist ein

echter Social-Media-Hotspot:

LinkedIn, XING Events und Slack

haben dort ihren Deutschlandsitz,

außerdem einige der wichtigsten

Social-Media-Agenturen, wie We

Are Social, OneTwoSocial oder Webguerillas.

Mit der AllFacebook Marketing Conference

wurde das erfolgreichste Social-Media-

Marketing-Event Deutschlands in München aus

der Taufe gehoben. Und mit MessengerPeople

ist einer der Pioniere im Bereich Messenger

Services dort zu finden. Du willst noch mehr

entdecken? Weitere inspirierende Unternehmen

findest Du in unserer Media Map.

xplr-media.de/mediamap

#MEDIA

LOVES

BAVARIA

FOTOS: COVER: VAKEY ILLUSTRATION

2


Q & A

Q

&A

WELCHE THEMEN

TREIBEN DIE

SOCIAL-MEDIA-

BRANCHE UM?

HIER GIBT ES DIE

ANTWORTEN.

WAS SIND DIE

#TRENDINGTOPICS AUS

DER BRANCHE?

FOTO: ONETWOSOCIAL

Social-Media-Marketing 2021: Was wird wichtig für Werbetreibende

und Unternehmen? Helge Ruff, Geschäftsführer der

Münchner Agentur OneTwoSocial, teilt seine Einschätzungen.

Was bedeutet das iOS-14-Update für Facebook-Marketing?

Mit dem Update müssen Nutzer erst ihre Zustimmung zu

Werbe-Tracking abgeben, bevor Apps auf die Werbe-ID zugreifen

dürfen. Das hat Einfluss auf die sogenannten Viewthrough-Conversions.

Diese zeigen, ob Konsumenten ein

Produkt gekauft haben, nachdem sie eine Facebook-Anzeige

gesehen haben, aber nicht direkt auf das Banner geklickt

haben. Alle Werbetreibenden, die Traffic auf ihrer Website

erfassen oder tracken, werden von den Einschränkungen auf

iOS 14 betroffen sein.

Widersprechen die User dem Zugriff, werden Conversion

Events im Falle eines Opt-out nur noch eingeschränkt aggregiert

und verspätet reported. Conversions und damit Käufe

können in Zukunft nur noch mit einer Limitierung auf maximal

acht Tracking-Ereignisse pro Domain getrackt werden.

Wie können Unternehmen reagieren?

Für Unternehmen bedeutet es, dass die Marke wieder deutlich

wichtiger wird. Der schnelle Klick zur Conversion ist aufgrund

einer geringeren Messbarkeit zukünftig vermutlich weniger

rentabel. Bisher war es so, dass man durch gezieltes Targeting

und Tracking sehr viel rein über das Advertising steuern und zu

einer direkten Conversion kommen konnte. Nun wird das Thema

Full Funnel stark an Bedeutung gewinnen. Das bedeutet,

dass Marken ihre Sales auf Basis einer starken Marke generieren.

Kreativität, Inspiration und Mehrwert sorgen dafür, dass sie

bei ihrer Zielgruppe in Erinnerung bleiben.

Welche Rolle spielt das Thema Haltung dabei? Geht Social-

Media-Marketing überhaupt noch ohne?

Der Einfluss von Marken hat heutzutage eine noch größere

Bedeutung. Konsumenten – vor allem Millennials – entscheiden

sich nicht mehr nur für ein Produkt, sondern auch für das

Lebensgefühl, das die Marke dahinter vermittelt. Um sich im

Content-Wettbewerb durchzusetzen, kann es für Marken ein

Vorteil sein, Haltung zu bekennen – das zeigt Authentizität und

schafft einen gewissen Vertrauensfaktor zwischen User und

Marke. Von großen Marken wird fast schon erwartet, dass sie

ihre „Vorbild-Rolle“ nutzen und klar Stellung zu gesellschaftlichen

und politischen Themen beziehen. Wichtig dabei ist,

nicht auf jeden Trend aufzuspringen, sondern sich für Themen

starkzumachen, die zur Unternehmensphilosophie passen.

3


Q & A

DARF

DEEPFAKE

UNTER-

Deepfakes

sind durch Techniken

der künstlichen Intelligenz

abgewandelte oder manipulierte

Bilder oder Videos, die teils

überzeugend echt wirken, es aber

nicht sind. Durch den Einsatz von

Machine Learning können Deepfake-Medieninhalte

weitestgehend

autonom erstellt

werden.

WARUM IST TIKTOK MEHR

ALS EINE TEENIE-APP?

„Das Besondere an TikTok ist nicht allein die Art und Weise, wie man als User

Content rezipiert, sondern vor allem die Einfachheit, mit der man direkt in der

App die Möglich keit bekommt, eigenen, kreativen Video-Content zu erstellen.

Mit den Bordmitteln der App können alle, ohne vorherige Expertise und unabhängig

vom Alter, binnen Minuten zum Creator von kurzweiligen und kreativen

Videoclips und somit ein aktiver Teil der Community werden. Egal, ob auf

TikTok oder anderswo: Diese Form des Contents wird uns auf jeden Fall erhalten

bleiben, deswegen lohnt sich die Auseinandersetzung damit definitiv.“

Insa Heegner, Senior Account Managerin Rapid Peaks und Kolumnistin bei MEEDIA →

HALTEN?

Deepfakes kommen im Satire- und Entertainment-Bereich

immer häufiger zum

Einsatz und sind gerade in den sozialen

Medien beliebt. Der Kabarettist und

Hörfunkmoderator Chris Boettcher hat

das Potenzial der Technologie für sich

erkannt: In seinem Jahresrückblick

2020 singt er Seite an Seite mit

Deepfake-Promis wie Angela

Merkel, Boris Becker oder

Florian Silbereisen.

FOTOS: DENNIS KÖNIG, LISA HINDER (BR), RAPID PEAKS

4


Q & A

Deepfakes haben

nicht den besten Ruf.

Als Instrument für Desinformation

und Manipulation

können sie großen Schaden

anrichten. Darf Deepfake auch

unterhalten?

Deepfake ist für mich als Unterhalter

NUR dazu da, um zu unterhalten.

Jede andere Verwendung der Deepfake-

Technologie ist unglaublich risikoreich, ich

würde sogar sagen: gefährlich.

Warum lohnt es sich trotzdem, die Technologie nicht

per se zu verteufeln?

Für Parodisten wie mich eröffnen sich unglaubliche Möglichkeiten.

Bisher musste ich nicht nur die Stimme der Person

parodieren, sondern auch ihr Aussehen. Nun „leihe“ ich mir

einfach ihr ureigenes Gesicht mitsamt Mimik. Die Stimme und der

dazu gesprochene Inhalt kommen von mir, das eröffnet für die Unterhaltung

völlig neue Wege.

← VERENA NIERLE,

Leiterin BR Recherche/BR Data,

Bayerischer Rundfunk

FINDET INVESTIGATIV-

JOURNALISMUS

MITTLERWEILE AUF

SOCIAL-MEDIA-

PLATTFORMEN STATT?

„Zusammen mit NDR, WDR und

Report München haben wir uns

eine Social-Media-Plattform

vorgenommen: die „Hassmaschine

Facebook“. Mit dem BR

AI + Automation Lab setzten wir

Machine Learning und Automation

ein und programmierten

aufwendige Skripte, um Inhalte

automatisch zu extrahieren. Ein

Informant hatte uns eine Liste

mit etwa 200 rechtsextremen,

meist geschlossenen Facebook-

Gruppen gegeben. Aus einer

eigens erstellten Datenbank

mit Informationen aus rund

zehn Jahren und etwa 2,6 Millionen

Posts und Kommentaren

konnten wir so Beleidigungen,

Drohungen und verfassungsfeindliche

Äußerungen

herausfiltern und zeigen, wie

Facebook beim Hass auf seiner

Plattform versagt – die Welt

wird digitaler und deswegen

muss auch die Recherchetechnik

digitaler werden.“

Welche Möglichkeiten bieten Deepfakes gerade mit

Blick auf Social-Media-Plattformen?

Neu ist zuallererst der Überraschungsfaktor. Der Zuschauer traut seinen Augen nicht,

weil er wirklich erst mal fragt: Ist das jetzt das Original oder nicht? Für mich ist das eine

Nummer weiter in meiner künstlerischen Arbeit: Ich kann Songs nicht als „Chris Boettcher

singt als Angela Merkel“ verkaufen, sondern als „Angela Merkel singt selbst“. Auch Duette und

Dialoge zwischen Prominenten sind möglich. Natürlich muss ich denen immer noch meine Stimme

leihen, denn die Stimme gut imitieren, das kann die Technik noch nicht. Auf den Social-Media-Plattformen

sorgen derartige Clips für Aufmerksamkeit, und davon leben Bühnenkünstler ja.

Was sollte man unbedingt beachten, wenn man Deepfake-Inhalte erstellt?

Man muss, um sich innerhalb der rechtlichen Vorgaben zu bewegen, das Ganze auf jeden Fall als Satire kennzeichnen.

Mit seinem Namen im Abspann oder einer ähnlichen gut erkennbaren Stellungnahme.

Planen Sie weitere Projekte, für die Sie die Technologie nutzen werden?

Ich bin mit einer TV-Produktion in Planung für Showformate. Selbst kann ich nicht mehr so viele Clips ins Internet stellen. Als

Bühnenkünstler verdiene ich pandemiebedingt nichts, und die erforderliche Technik für Deepfake verschlingt viel Zeit und ein

kleines Vermögen.

5


MESSENGERPEOPLE

„REINE

SHOPPING-

CHATBOTS

SIND TOT“

MATTHIAS MEHNER, MANAGING

DIRECTOR BEI MESSENGERPEOPLE,

VERRÄT, WIE MESSENGER APPS DIE

DIGITALE KUNDENBINDUNG AUF EIN

NEUES LEVEL HEBEN KÖNNEN.

INTERVIEW: DENIS HEURING

ILLUSTRATION VALERIYA SIMANTOVSKAYA

FOTO: PR

6


MESSENGER PEOPLE

Die Pandemie hat die Unternehmenskommunikation

noch digitaler

gemacht. Wird das Verhältnis von

Kund:innen und Unternehmen gerade

immer unpersönlicher?

Das glaube ich nicht. Das Internet der

letzten 20 Jahre war unpersönlich. Seit

es Geschäftsbeziehungen zwischen

Menschen gibt, war die Beziehung

zwischen Kunde und Verkäufer immer

ein Gespräch. Märkte sind Gespräche.

Aber als das Internet aufkam, war der

Dialog erst mal vorbei. Unternehmen

haben eine Website hingestellt und

Kunden mussten plötzlich alles selbst

machen. Wenn ich heute einen Flug

buche, suche ich im Internet, vergleiche

Preise, wähle aus und kaufe.

Natürlich hat das Vorteile: Ich kann

zu jeder Tageszeit selbstständig und

flexibel eine Reise buchen. Aber es hat

wenig mit persönlichem Austausch

und Kundenbindung zu tun.

Zeigt dieses Beispiel nicht gerade, dass

ein Dialog nicht immer nötig ist?

Das Monolog-Prinzip funktioniert

bei einfachen Dingen und wenn ich

genau weiß, was ich will. Aber bei

komplexeren Geschäftsbeziehungen,

die Beratung erfordern, macht es Sinn,

dass sich Menschen unterhalten. Die

Brand Loyalty geht durch die fehlende

enge Bindung zwischen Unternehmen

und Kunde im Internet total

zurück. Kunden ist es egal, ob sie ihr

neues Polohemd bei Amazon, H&M

oder Otto bestellen. Das ist gerade im

E-Commerce eine riesige Challenge.

Unternehmen müssen ihre Kunden

digital mehr oder weniger jedes Mal

neu einkaufen.

7


MESSENGERPEOPLE

„KUNDENBINDUNG

ENTSTEHT DANN,

WENN ICH ALS

UNTERNEHMEN MIT

DEM KUNDEN ÜBER

SEINE PROBLEME

AUF DEM KANAL

SPRECHE, AUF DEM

ER AM LIEBSTEN

DARÜBER SPRECHEN

MÖCHTE.“

Welche Möglichkeiten haben Unternehmen,

auch digital eine enge Kundenbindung

herzustellen?

Kundenbindung entsteht dann, wenn

ich als Unternehmen mit dem Kunden

über seine Probleme auf dem Kanal

spreche, auf dem er am liebsten darüber

sprechen möchte – und auf dem

er auch mit Freunden oder der Familie

kommuniziert. Deswegen bin ich ein

Fan von Messenger Apps. WhatsApp

wird in Deutschland von 60 Millionen

Menschen täglich genutzt, der

Facebook Messenger von 20 Millionen.

Warum sollte ich als Unternehmen

meine Kundenkommunikation dann

nicht auf die Kanäle verlegen, wo sie

ohnehin stattfindet?

Das heißt, privater Dialog und Business

vermischen sich. Wie sieht dein eigener

WhatsApp-Feed aus?

Ich habe hier meine Sportgruppe,

meine Familie, meine Frau, meinen

Bruder. Dann kommt HelloFresh. Da

könnte ich jetzt zum Beispiel sagen:

„Hey, HelloFresh, bitte für morgen

meine Bestellung ändern.“ Interessant

ist auch das Thema Conversational

Commerce. Ich habe Shops in meinem

Feed, denen ich eine Sprachnachricht

schicken kann: „Hallo, ich

brauche wieder drei neue T-Shirts.“

Vielleicht werde ich noch nach Farbe

und Größe gefragt und dann stehen

die Shirts am nächsten Tag vor meiner

Tür. Ich spare mir die Google-Suche,

gehe auf keine Website und muss mir

auch nicht extra eine Shop-App herunterladen.

Das ist Kommunikation

auf Augenhöhe. Das ist die Zukunft.

Ich unterhalte mich wieder mit meinem

Kunden.

An welchen Stellen der Kundenkommunikation

macht der Einsatz von Messengern

am meisten Sinn?

Vor allem in der Beratungsphase vor

dem Kauf und bei der Kundenbetreuung

nach dem Kauf. Aber auch im HR,

um Stellenausschreibungen zu kommunizieren

oder Bewerbungsverfahren

und kurze Jobinterviews durchzuführen.

Als führender Software-as-a-Service-Anbieter

für die Kommunikation

mit Messenger Apps zeigen wir von

MessengerPeople Unternehmen, wo

die Dienste Sinn machen und wo nicht.

Um eine Marke bekannt zu machen,

braucht es zum Beispiel erst einmal

guten Content und eine gute Experience

auf den klassischen Kanälen

wie Websites oder Social Media. Wenn

ein Kunde aufmerksam geworden ist,

sollte es aber unmittelbar mit dem

persönlichen Austausch auf WhatsApp

weitergehen.


FOTO: PR

Wie könnte ein gelungener Austausch

aussehen?

Wenn ich eine Reise nach Kroatien

buchen will, geht es mir um eine positive

Kauf-Experience. Ich plane meine

Reise, suche bei Google nach einer

schönen Unterkunft und lande zum

Beispiel bei TUI. Schafft es TUI gleich

am Anfang, mir eine gute Chat-Beratung

anzubieten, in der auf meine

Bedürfnisse eingegangen wird, ist die

Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ich

auch über TUI buche und nicht über

ein Vergleichsportal.

Einige Kundenservices nutzen Chatbots,

um Anfragen schneller beantworten

zu können. Wie wirken automatisierte

und persönliche Kommunikation

sinnvoll zusammen?

Persönliche und automatisierte

Kommunikation müssen Hand in

Hand gehen. Reine Shopping-Chatbots

sind tot. Das war der Hype 2016,

als Mark Zuckerberg angekündigt hat,

dass bald alle Menschen über den

Chatbot einkaufen. H&M, Lego oder

Expedia waren die großen Bots. Von

diesen automatisierten Chatbots gibt

es heute in der Form keinen einzigen

mehr. Warum? Weil ein automatisierter

Verkauf nicht funktioniert.

Woran liegt das?

Der große Denkfehler im Chatbot-Business

ist, dass die Unternehmen sich

gefragt haben: Wie redet der Kunde

mit dem Chatbot? Die entscheidende

Frage ist aber: Wie hilft der Chatbot

den Verkaufsberatern der Unternehmen,

eine schnelle, einfache und

trotzdem skalierbare Kommunikation

einzuleiten?

Gibt es ein Unternehmen, das Messenger

Apps besonders erfolgreich im

Kaufprozess einsetzt?

Eine absolute Erfolgsgeschichte

schreibt meiner Meinung nach der

bayerische Online-Farbhändler Miss-

Pompadour. Der Einzelhändler hat vor

zwei Jahren noch Farbe in Regensburg

verkauft. Jetzt setzt er voll auf

E-Commerce. Mittlerweile kommen

täglich 500 Anfragen über WhatsApp

und am Ende kommt es bei neun

von zehn Leuten zum Kaufabschluss.

MissPompadour macht alles mit

echtem Personal und ohne Chatbots.

Mit unserer Software lässt sich das

gut managen. KI ist heute noch ein

Forschungsfeld und bei Weitem nicht

so weit, dass ein Bot ein Verkaufsgespräch

erfolgreich führen könnte.

„MEDIENUNTERNEHMEN

MÜSSEN SICH BEIM

THEMA CONVER-

SATIONAL DIE FRAGE

STELLEN: WIE SCHAFFE

ICH ES, DASS SICH

KUNDEN BEI MIR

MELDEN UND ICH SIE

MIT INFORMATIONEN

VERSORGEN KANN?“

Verbrauchen persönliche Messenger-

Dialoge nicht unglaublich viele Personalressourcen?

Der überwiegende Teil unserer Kunden

berichtet, dass der Einsatz von

WhatsApp kein Kosten-, sondern ein

Profitabilitätsfaktor ist. Der richtige

Einsatz von Chatbots fängt viel ab

und spart so Personalressourcen an

anderer Stelle. Beim BMW Werkstatt

Kundenservice zum Beispiel sind die

Anrufe dank der Automatisierung

durch WhatsApp um 60 Prozent zurückgegangen.

Amazon, ABOUT YOU oder Zalando

brauchen nicht unbedingt einen

Messenger-Dialog – die verkaufen profitabel

im Self-Service-Modus, bei dem

der Kunde genau weiß, was er will.

Aber für kleine und mittelständische

Händler, die sich durch ihre gute und

persönliche Beratung auszeichnen, ist

der Dialog per WhatsApp eine riesige

Chance, sich von den Megakonzernen

abzuheben. Den Preiskampf können

die kleinen Händler nicht gewinnen,

daher sollten Service und Beratung im

Mittelpunkt ihrer digitalen Strategie

stehen.

Sollten auch Medienunternehmen mehr

auf WhatsApp und Co. setzen?

Auf jeden Fall. Medienunternehmen

müssen sich beim Thema Conversational

die Frage stellen: Wie schaffe ich

es, dass sich Kunden bei mir melden

und ich sie mit Informationen versorgen

kann?

Im Hörfunk läuft das bereits sehr

gut, zum Beispiel bei Radio Arabella

München. Du hörst einen Song, den

du nicht kennst. Dann schickst du eine

WhatsApp mit dem Stichwort „#Song“

an den Sender und erfährst, welches

Lied gerade läuft. Außerdem können

Hörer Musikwünsche äußern, Blitzer

oder Staus melden oder an Gewinnspielen

teilnehmen. Aber auch im

Print-, TV- oder Verlagswesen fördert

WhatsApp das User Engagement. Der

Austausch von Text-, Video-, Foto- und

Sprachnachrichten schafft Interaktion

und stärkt die Kundenbindung.

Messenger wie WhatsApp oder Facebook

Messenger stehen vor allem wegen

Datenschutz in der Kritik. Besteht

hier nicht ein Risiko?

Wir bei MessengerPeople garantieren

den datenschutzkonformen Einsatz.

Wir haben Datenschutzbeauftragte,

Löschkonzepte, die Daten laufen über

unsere Server und werden nicht in

die USA transferiert. Unternehmen

brauchen sich bei der Nutzung von

Whats App und Facebook Messenger

keine Sorgen zu machen.

Auch wenn die Kritik dafür gesorgt

hat, dass die Downloads der anderen

Messenger gerade stark ansteigen,

bleibt Messenger-Kommunikation in

Deutschland auch künftig WhatsApp-

Kommunikation. Denn am Ende geht

es nicht um Downloads, sondern um

Nutzung und Reichweite.

9


SLACK

SOCIAL SNACKS:

DIE SIEBEN

INNOVATIVSTEN SOCIAL-MEDIA-

PROJEKTE AUS BAYERN.

1MEINE SVENJA entwickelt

personalisierte GIFs

Das Potenzial von Social-Media-Formaten kreativ für

sich zu nutzen, ist die Idee hinter personalisierten GIFs.

Die Münchner Digitalexpertin Svenja Walter hat sich mit

der Erstellung solcher GIFs in der Branche einen Namen

gemacht: „Mit animierten GIFs können wir andere

Menschen begeistern, Ideen verbreiten und Kaufimpulse

auslösen. Wie enorm GIFs Verkäufe steigern, habe ich

verstanden, als ich sie in einer Sales-Story auf Instagram

verwendet habe. Mit dieser einen Story habe ich viel

mehr Kurse verkauft als mit jeder Story zuvor.“ Einer von

Svenjas prominentesten GIF-Abnehmern ist der Entertainer

Kai Pflaume.

2

Startups 2Wort. Die Marketing Managerin Julia Grewe und der Jugendbetreuer

Benedikt Martin geben Eltern Nachhilfe zum Thema Social

2Wort gibt Eltern

Instagram-Nachhilfe

Mutti helfen, Instagram zu begreifen – das ist die Vision des Bamberger

Media. „Wir helfen Eltern, Lehrern und allen Interessierten, sich mit den

aktuellen Sozialen Medien auseinanderzusetzen und sie zu verstehen.

Denn nur so können wir dann Kinder und Jugendliche verstehen und sie

sinnvoll bei ihrem Umgang mit Social Media begleiten“, heißt es auf der

Website des Unternehmens.

3

So innovativ

können Radiosender

WhatsApp Business

nutzen

Das Münchner Unternehmen

MessengerPeople hat zusammen

mit dem Radiosender Arabella

einen Chatbot entwickelt,

der in Echtzeit Einblicke in das

Radioprogramm liefert. Wie

das geht? Hörer:innen können

ganz einfach über WhatsApp

mit dem Kommando „#Song“

den aktuellen Titel im Radioprogramm

anfragen und der

Bot antwortet. Auch möglich:

Musikwünsche äußern, Blitzer

und Staus melden oder an

Gewinnspielen teilnehmen.

FOTOS: SVENJA WALTER (3), BR GRAFIK

10


BEST CASES

4

6

FAKE

TUM: FaceForensics

erkennt Fake-Videos

Im Kampf gegen Deepfake-Videos

mangelte es bisher an der

nötigen Datenmenge, um eine

KI zu trainieren. Mit aktuellen

Deep-Learning-Methoden und

grafischen Verfahren haben

Professor Matthias Nießner und

sein Forscherteam an der Technischen

Universität München

einen umfangreichen Datensatz

aufgebaut. Dazu nutzen sie die

von Nießner entwickelte Software

Face2Face, mit der sich die

Mimik einer Person in Echtzeit

auf eine andere Person übertragen

lässt. Mithilfe des neuen Datensatzes

kann der Algorithmus

FaceForensics (++) mit mehr

als einer halben Million Frames

aus über tausend gefälschten

Videos trainiert werden.

7

5

Interaktion über

Messenger:

Deutschland fragt

zu Corona

Wie man sinnvoll Live-Social-

Media-Interaktion im linearen

TV nutzen kann, bewies die

Sondersendung „ProSieben

LIVE. Deutschland fragt zu Corona“.

Via WhatsApp hatten die

Zuschauer:innen die Möglichkeit,

ihre individuellen Fragen

und Nöte vor und während der

Sendung zu teilen. Beantwortet

wurden die Fragen live in der

Sendung direkt von denen, an

die sie sich richteten: Virolog:innen

und Politiker:innen.

Der BR24 #Faktenfuchs sagt

Fake News den Kampf an

Der #Faktenfuchs von BR24 kämpft gegen Fake

News und kommt meist bei Wahlen oder öffentlichen

Debatten zum Einsatz. Das #Faktenfuchs-

Team geht Fragen nach, die in den Social-Media-

Timelines auftauchen, von User:innen eingebracht

werden oder sich aus dem aktuellen Tagesgeschehen

ergeben. 2021 wird die Faktenchecker-Einheit

von BR24 in Vorbereitung auf die Bundestagswahl

deutlich ausgebaut. „Unser Anspruch ist es, in

Deutschland ein wichtiger Orientierungsgeber

während des Wahlkampfes zu sein. Wir dürfen

nicht zulassen, dass Desinformation in Deutschland

zur Grundlage für Wahlentscheidungen wird.

Deshalb haben wir diese Initiative gestartet“, sagt

BR-Chefredakteur Christian Nitsche.

IMPRESSUM

Herausgeber

Medien.Bayern GmbH

Rosenheimer Straße 145e

81671 München

Tel.: +49 (0)89 68 999 - 0

Fax: +49 (0)89 68 999 - 199

E-Mail: info@xplr-media.de

Handelsregisternummer

Amtsgericht München; HRB 134726

USt.-IdNr.: DE 173127048

ONE MÜNCHEN – der neue

Social-TV-Sender für Minga

Ganz nach dem Motto „Wenn die Crowd nicht mehr zur Kultur kommen

kann, kommt die Kultur eben zur Crowd“ wurde im April 2020 die erste

stadtübergreifende Social-TV-Plattform gelauncht. Gestreamt wurden

News, Storys, Panels, Live-Podcasts, DJ-Sets und Konzerte. Geboren in der

Corona-Pandemie, soll die digitale Bühne – nach einer kreativen Pause –

auch langfristig bespielt werden.

Geschäftsführer (verantwortlich)

Stefan Sutor (Vorsitzender) | Lina Timm

Redaktion: Katrin Reichwald &

Friederike Neubert, XPLR: MEDIA

in Bavaria | Storyboard GmbH,

Wiltrudenstraße 5, 80805 München

Gestaltung: Storyboard GmbH

Litho: magazine services gbr

Druck: Peschke Druck GmbH,

Textstraße 4, 85599 Parsdorf

Medien.Bayern GmbH, März 2021

11


KURZGESAGT

Kurzgesagt:

ERFOLGSREZEPT

WISSENSCHAFT

MIT ÜBER 14 MILLIONEN ABONNENT:INNEN WELTWEIT

IST „KURZGESAGT – IN A NUTSHELL“

EINER DER MEISTABONNIERTEN DEUTSCHEN

YOUTUBE-KANÄLE – MIT THEMEN WIE STRINGTHEORIE,

KLIMAWANDEL ODER GENTECHNIK.

AUTORIN: STEFANIE HEYDUCK


KURZGESAGT

EIN KLEINER

BUNTER VOGEL

IM RAUMANZUG SCHWEBT

DURCH DAS WELTALL.

Die Fragestellung: „Was passiert, wenn ich in ein

schwarzes Loch falle?“ Und der gezeichnete Hauptdarsteller

wagt zum Wohl der Wissenschaft den Sprung. Die

Szene ist nicht etwa aus „Die Sendung mit der Maus“, sondern

stammt aus einem Video der Firma Kurzgesagt.

Die Erfolgsgeschichte von Kurzgesagt

Kurzgesagt – In a Nutshell gehört zu den erfolgreichsten deutschen

YouTube-Kanälen. Die Themen reichen von Gesellschaft und

Philosophie über Physik und Biologie bis hinaus ins Universum.

Hinter den bunten Erklärvideos steckt nicht etwa ein jugendlicher

Influencer, sondern ein Team aus knapp 40 Mitarbeiter:innen.

Sie sind Expert:innen auf den Gebieten Storytelling, Recherche,

Design, Illustration, Animation, Videoschnitt und Sounddesign.

Angefangen hat alles 2013. Philipp Dettmer, der Gründer von

Kurzgesagt, lud seine Studien-Abschlussarbeit, einen Film über

die Evolution, auf YouTube hoch. Seitdem ist der YouTube-Kanal zu

einem professionellen Designstudio herangewachsen.

FOTOS: IN A NUTSHELL – KURZGESAGT GMBH (4)

Intensive Recherche

Mit Wissensdurst, Leidenschaft und Liebe zum Detail entstehen

verständliche, unterhaltsame und schlau machende Filme. Dahinter

steckt richtig viel Aufwand. Bis zu 800 Stunden arbeitet das

Kurzgesagt-Team durchschnittlich an einem Film. Die Ansprüche

an die Qualität sind hoch. Nachdem ein Thema recherchiert und

ein erstes Skript verfasst wurde, prüfen Wissenschaftler:innen die

Fakten. Zu jedem Video erscheint ein ausführliches Quellenverzeichnis.

„Wir versuchen, unsere Inhalte so darzustellen, dass sie

ein Laie verstehen kann“, erklärt Elisabeth Steib. Sie ist Head of

Text and Research und leitet das Redaktionsteam bei Kurzgesagt.

Das Storytelling, der Aufbau der Geschichte, macht dabei den

Kern aus. Ist das Skript fertig, folgt die Illustration. Anschließend

die Sprachaufnahme, dann die Animation. Für jedes Video wird

individuelle Musik komponiert und zum Schluss das Sounddesign

darübergelegt. „Jede Abteilung fügt dem Film eine informative

und eine qualitative Ebene hinzu. Der Fokus auf der Geschichte

und die Detailverliebtheit bei jedem einzelnen Produktionsschritt

unterstreichen unsere Glaubwürdigkeit“, so Steib.

Kooperationen und interaktive Formate

Die Firma finanziert sich über Anzeigen, Partnerschaften und

Crowdfunding. Das Kurzgesagt-Team wird immer häufiger

auch von Firmen direkt beauftragt. Erfolgreiche Kooperationen

gab es zum Beispiel mit Airbus oder der Bill & Melinda Gates

Stiftung. Der deutsche Kanal wird mittlerweile von funk, dem

Online-Medienangebot von ARD und ZDF, finanziert. Die

Ideen gehen den Macher:innen von Kurzgesagt nicht aus.

„Wir wollen unsere Fühler in Zukunft noch mehr in Richtung

interaktive Formate ausstrecken“, verrät Steib. Und: Auch

analog gibt es Kurzgesagt. In einem eigenen Online-Shop

können Fans der Marke unter anderem Poster, Kalender, Bücher

und sogar Kleidung und Accessoires mit den fröhlichen, bunten

Illustrationen erwerben.

13


WHO TO FOLLOW

WHO TO

FOLLOW

SOCIAL-MEDIA-FAVORITEN

AUS DER BAYERISCHEN MEDIENBRANCHE

Instagram:

@news_wg

„Bester Instagram-Account des Jahres 2019“:

Das preisgekrönte Erfolgsformat News-

WG des Bayerischen Rundfunks vermittelt

politische Themen spannend und verständlich

– seit Kurzem auch auf YouTube.

@officiallyjoko

Instagram-Millionär

(1 Mio. Abonnenten),

TV-Host, Podcaster

und erfolgreicher Unternehmer:

An Joko

Winterscheidt kommt

in der Medienbranche

so schnell keiner

mehr vorbei! Was viele

nicht wissen: Privat

lebt der Entertainer in

München.

@namealter

Sie hat ihre eigene Late Night Show, spricht

im Podcast „Im Namen der Hose“ über Feminismus

und Sex und moderiert beim Bayerischen

Rundfunk das Jugendformat PULS

Reportage: Die charismatische Wahlmünchnerin

Ariane Alter ist auf Erfolgskurs und gibt

auf Instagram exklusive Einblicke.

@jacqueline_

belle

Authentisch, ungeschönt

und mit ganz

viel Humor zeigt

Jacqueline Bell ihren

Moderatorinnen-Alltag

bei Bayern 3.

@kaipflaume

Egal, ob vor oder hinter

der Kamera: Kai

Pflaume ist Trendsetter,

Entertainer und

auch auf Instagram

macht dem Medienprofi

so schnell

keiner was vor.

14


WHO TO FOLLOW

@LenaRogl

Sie ist längst nicht mehr nur

Head of Digital Channels bei

Microsoft, sondern Speakerin,

Wertebotschafterin und

Twitterinfluencerin für Themen

wie #Diversity, #Equality und

Twitter :

#femaleLeadership.

@berndoswald

Meinungsstark und mit

passender Einordnung

beschäftigt sich #Faktenfuchs,

Journalist und

Autor Bernd Oswald auf

Twitter mit aktuellen

(Trend-)Themen im digitalen

Journalismus.

@gutjahr

Richard Gutjahr ist Vollblut-Journalist,

Moderator,

#Vordenker und

kennt die Medienbranche

wie kaum ein anderer.

Auch auf Twitter kommt

man bei Medienthemen

nicht an ihm vorbei.

FOTOS: INSTAGRAM/@NAMEALTER, INSTAGRAM/@OFFICIALLYJOKO, TWITTER/@LENAROGL, TWITTER/@ISIK_MK

@annikrubens

Annik Rubens ist laut

Twitter-Bio #Radionärrin,

#FemaleGeek,

Social-Media-Arbeiterin

beim BR-Format „quer“

und #PodcastOma.

Besser könnten

wir es auch nicht

beschreiben!

@JudithWittwer

Sie ist Chefredakteurin

der Süddeutschen Zeitung

mit einer Vorliebe

für scharfsinnige Texte

und ein großes Vorbild in

puncto #Sheconomy.

FOLLOW US!

@XPLRMediaInBavaria

@XPLR: MEDIA in Bavaria

@XPLRMedia

@inschka

Insa Heegner hat

mittlerweile bei MEEDIA

ihre eigene Social-Media-

Kolumne und ist auch

auf Twitter – dank ihrer

ironischen Tweets zum

aktuellen Tagesgeschehen

– längst keine

Unbekannte mehr.

@dvg

Dirk von Gehlen ist

Teamleiter Social Media/

Innovation bei der Süddeutschen

Zeitung, Autor

(u. a. das Shruggie-Buch

¯\ _( )_ /¯) und mit 30.072

Followern (Stand März

2021) #Twitterinfluencer.

Nach eigenen Angaben

lebt er in München und

im Internet.

@xplrmediainbavaria

@Roland_Hindl

#Infofluencer, Journalist

und #SocialFirst-Impulsgeber:

Beim Bayerischen

Rundfunk hat er die

Social-Media-Redaktion

aufgebaut und auf Twitter

gibt er bei Social Trends

und dem aktuellen Tagesgeschehen

den Ton an.

@koerber

Das Neueste aus der

(scheinbar) schillernden

Medienlandschaft: Pro-

SiebenSat.1-PR-Manager,

Moderator, #Medienmessie

und Podcast-

Host Kevin Körber ist der

perfekte Medienticker für

Entertainment-Formate.

@isik_mk

Gründer des Social-Media- Tools

Kerngedanke und Tech-Podcaster

bei GeekWeek: Mustafa

K. Isik ist digitaler Vordenker,

Tech-Nerd, teilt auf Twitter Politik

sowie Prognosen und blickt

über den Tellerrand hinaus.

DU WILLST NOCH WEITERE

INNOVATIVE PLAYER

AUS DER BAYERISCHEN

MEDIENBRANCHE ENTDECKEN?

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