13.06.2022 Aufrufe

XPLR Beileger 02/2021

Erfolgreiche ePaper selbst erstellen

Machen Sie aus Ihren PDF Publikationen ein blätterbares Flipbook mit unserer einzigartigen Google optimierten e-Paper Software.

Media Innovation

GREENSCREEN

WAR GESTERN

Hyperbowl leitet eine

neue Ära der

Contentproduktion ein.

INNOVATIONS-

STUDIE 2021

Was sind die Treiber und

Hemmnisse von

Medieninnovationen?

WIE INNOVATIV IST

DIE MEDIENBRANCHE?


EDITORIAL

ServuS

wir sind:

Wir zeigen Dir Menschen, die die Medienwelt von morgen

gestalten, informieren über relevante Trends und entdecken

für Dich kreative Medienunternehmen aus Bayern.

Wie geht Innovation?

Neue Mediennutzungsgewohnheiten und veränderte Kund:innenbedürfnisse wecken

in der Medienbranche den Wunsch nach Innovationen. Nur wer sich weiterentwickelt,

bleibt in Zukunft relevant und erfolgreich. Doch in welchen Unternehmensbereichen

steckt das meiste Innovationspotenzial, wo liegen die wesentlichen Herausforderungen

und welche Innovationen planen kleine und große Player in den nächsten Jahren?

Das haben wir in einer repräsentativen Studie mit über

250 teilnehmenden Medienunternehmen aus Bayern untersucht.

Entdecke die wichtigsten Erkenntnisse aus der Studie, mutige

Vorreiter:innen und Best Cases aus der bayerischen Medienbranche.

IMPRESSUM

Herausgeber Medien.Bayern GmbH, Rosenheimer Straße 145e, 81671 München

Tel.: +49 (0)89 68 999 - 0 | Fax: +49 (0)89 68 999 - 199 | E-Mail: info@xplr-media.de

Handelsregisternummer Amtsgericht München; HRB 134726 | USt.-IdNr.: DE 173127048

Geschäftsführer (verantwortlich) Stefan Sutor (Vorsitzender) | Lina Timm

Redaktion: XPLR: MEDIA in Bavaria | Storyboard GmbH, Wiltrudenstraße 5, 80805 München

Gestaltung: Storyboard GmbH

Druck: Peschke Druck GmbH, Textstraße 4, 85599 Parsdorf

Medien.Bayern GmbH, November 2021

2


Wie entwickeln

Medienunternehmen Innovationen?

Was sind Treiber und Hemmnisse?

Hol Dir jetzt die Ergebnisse

unserer Innovationsstudie 2021.

XPLR-MEDIA.COM/STUDIEN


Q&A

WELCHE THEMEN

TREIBEN DIE

MEDIENBRANCHE

UM? UND WO LIEGEN

DIE POTENZIALE

FÜR INNOVATIONEN?

HIER GIBT ES

ANTWORTEN.

WOHER

KOMMT DER

HYPE UM

DAS FORMAT

NEWSLETTER?

Sham Jaff erkannte früh, dass

Newsletter mehr sind als Werbemit-

tel. In „what happened last week?“

kuratiert sie Nachrichten, die in der

klassischen Berichterstattung zu

kurz kommen.

"

Als ich 2014 mit „what happened last week?“ anfing,

wurde ich belächelt. Newsletter galten als „old school“.

Doch für mich sind sie ein sehr intimer, direkter

Zugang zu meinen Leser:innen. Ich empfinde es als

großen Vertrauensvorschuss, wenn diese mir ihre

E-Mail-Adresse geben. Der Hype um das Medium rührt meiner

Meinung nach daher, dass die Menschen ein starkes Bedürfnis nach

Kuratierung haben. Alle Medien kämpfen um Aufmerksamkeit, was

dazu führt, dass wir in einer schieren Flut von Nachrichten ertrinken. Es

ist der Mehrwert meines Newsletters, dass ich mir Gedanken mache,

welche Nachrichten für meine Zielgruppe relevant sind.

WIE DIGITAL IST DAS

THEATER DER ZUKUNFT?

Als erstes deutsches Theater hat das Staatstheater Augsburg

eine Stelle für Digitale Entwicklung geschaffen. Seit Herbst 2020

führt Tina Lorenz die Zuschauer:innen in den virtuellen

Raum – mit VR-Brille, Twitch und viel Experimentierfreude.

Was ist das Besondere an einem

Theatererlebnis mit VR-Brille?

Das Gefühl von Präsenz. Im

Gegensatz zu einem Stream,

der lediglich Ausschnitte eines

Bühnenabends zeigt, taucht

man mit VR-Brille komplett

in eine andere Welt ein. Die

Zuschauer:innen haben den Eindruck,

Teil der Szene zu sein. Sie

können den Schauspieler:innen

auf Schritt und Tritt folgen oder

die Perspektiven wechseln. Ein

immersives Theatererlebnis ist

4

Q & A / Q & A / Q & A / Q & A / Q & A /


Q & A

WIE ENTWICKELN SICH

STREAMING-DIENSTE WEITER?

Amazon Prime Video setzt

auf persönlichen Austausch

und Hintergrundinfos, verrät

DACH- und Benelux-Chef

Christoph Schneider.

Über die Funktion Watch Party

können Nutzer:innen beim

Schauen von Inhalten chatten.

Was versprechen Sie sich

davon?

Früher gab es das gemeinsame

Seherlebnis in der Familie,

das berühmte Lagerfeuer.

Angesichts des gewachsenen

Angebots und unterschiedlicher

Interessen ist es

heute schwierig, eine ganze

Familie für eine Sendung vor

den Fernseher zu bekommen.

Dennoch wünschen

sich viele ein gemeinsames

Erlebnis. Das ermöglicht

Watch Party, weil man an

unterschiedlichen Orten mit

Freund:innen gleichzeitig

etwas anschauen und sich

dazu austauschen kann.

Welche Ihrer Features halten

Sie noch für innovativ?

Unsere Downloadfunktion,

mit der sich Inhalte aufs

Smartphone herunterladen

lassen. Das haben alle anderen

Anbieter übernommen.

Ein weiteres Feature ist X-Ray.

Die Zuschauer:innen können

zusätzlich zum Bewegtbild

Informationen einblenden

lassen, zum Beispiel Namen

und Viten der Schauspieler:innen.

Besonders reizvoll

ist X-Ray im Sportbereich, wo

man voraussichtlich ab 2022

Analysen, Infos zu Spieler:innen

oder die letzte Torszene

abrufen können wird.

FOTOS: VERENA KATHREIN,

ROBERT FISCHER, JULIAN BAUMANN

unglaublich theaternah und verlangt

Konzentration.

Gibt es noch andere Digitalformate,

die gut funktionieren?

Ja, unser Twitch-Kanal, er hat

mittlerweile 725 Follower:innen.

Aufgrund hoher Inzidenzwerte

kam es in Augsburg Ende Oktober

2020 zum Shutdown. Genau

da sollte die Premiere des Tanztheaters

„Winterreise“ stattfinden.

Wir mussten umdisponieren

und landeten bei Twitch. Ähnlich

wie Gamer, die ihre Live-Spiele

nebenbei kommentieren, haben

wir während des

Live-Streams

der „Winterreise“

eine Art

Watch-Party

veranstaltet. Die

Dramaturgin und ich

haben Fragen aus dem

Chat aufgegriffen und mit der

Community diskutiert. Kommentare

und Feedback sind

hier sehr direkt und ungefiltert.

Das Coole an Twitch ist, dass

alles auf den Live-Moment und

das gemeinschaftliche Erlebnis

ausgelegt ist.

XPLR: MORE

Noch mehr

Best Cases aus Bayern

findest Du unter

xplr-media.com/

magazin

Q & A / Q & A / Q & A / Q & A / Q & A 5


HYPERBOWL

6


HERO STORY

Mitten im virtuellen Set des

neu gegründeten LED-Produktionsstudios:

Frank Foerster,

CEO von Hyperbowl.

OF THE

DAS PRODUKTIONSSTUDIO

HYPERBOWL KREIERT

VIRTUELLE BILDWELTEN AUF

DEM LED SCREEN – UND

REVOLUTIONIERT DAMIT

DEN BEWEGTBILD-MARKT.

TEXT

KATHRIN HOLLMER

FOTOS

JANEK STROISCH

In der Halle C5 der Messe München

geht die Sonne in Sekunden auf

und wieder unter: Auf den konkaven

LED-Bildschirmen der Hyperbowl

kann man der Natur erstaunlich

rasant auf die Sprünge helfen. Die rund

500 Quadratmeter große LED-Fläche kann

sich in die Skyline einer fiktiven Stadt verwandeln,

genauso wie in einen Nadelwald

oder eine Mondlandschaft.

In der Hyperbowl, einem virtuellen

360-Grad-Filmstudio, lassen sich über

eine Echtzeit-3-D-Software sowohl virtuelle

Welten als auch reale Schauplätze

einblenden. Die Technologie kommt

aus Hollywood. Zum ersten Mal wurde

sie für die Serie „The Mandalorian“ eingesetzt.

Als im Frühjahr 2020 durch den

Lockdown auch die Filmbranche stillstand,

haben das Hamburger Planungsbüro

für audiovisuelle Medien TFN und

die Frankfurter Kreativstudios ACHT und

NSYNK das erste europäische Studio

dieser Art in München gebaut. Die drei

Firmen arbeiten schon seit Jahren zusammen,

meist bei digitalen Messeauftritten

von Autoherstellern. „Bayern ist der

perfekte Standort für unser Studio“, sagt

Frank Foerster, CEO von Hyperbowl und

TFN. Die meisten deutschen Automobilhersteller,

die zu den wichtigsten Kunden

von Hyperbowl gehören, haben ihren

Firmensitz in Süddeutschland. Und die

Messe München, die pandemiebedingt

nicht ausgelastet war, bot genug Platz für

das Konstrukt aus 2.000 LED-Modulen,

dessen Dach allein 16 Tonnen wiegt.

Technologie aus

dem Games-Bereich

FOTOS:

Gegenüber der LED-Wand sitzen zwei

Programmierer vor Laptops und Bildschirmen

und spielen das nächste Set ein: eine

7


HYPERBOWL

„Wir leisten

PIONIERARBEIT.“

Landstraße für einen Auto-Werbespot.

Hinter der Hyperbowl steckt eine Spiel-Engine,

eine Plattform, auf der normalerweise

Computerspiele basieren. Die Programmierer:innen

können die Hintergründe,

die sich durch ein Tracking-System an die

Bewegung der Kamera anpassen, jederzeit

ändern. Dadurch wirkt es so, als würde

das Auto tatsächlich an einem Wald

vorbeifahren. Beim Dreh bewegen sich die

Schauspieler:innen in der virtuellen Umgebung

statt wie bisher üblich vor einem

Greenscreen. „In der Hyperbowl

interagieren sie viel besser, weil

sie sehen, was passiert, und

nicht einfach in einem grünen

Nichts stehen“, sagt Foerster.

Berechenbar und

nachhaltig

Die Hyperbowl hat viele Vorteile.

Man ist unabhängig von

Jahreszeiten und Wetter – oder

pandemiebedingten Reiserestriktionen.

„Ich bestimme,

wie viele Wolken am Himmel

sind oder ob es neblig ist“,

sagt Frank Foerster. „Theoretisch

kann man 24 Stunden

lang dieselbe Szene im selben

Tageslicht drehen und sie jederzeit

reproduzieren, neu oder

weiterdrehen.“ Der Boden wird

meist real gebaut, er lässt sich

FRANK FOERSTER

aber auch in der Postproduktion virtuell

einspielen. Für den Auto-Werbespot verlegen

zwei Männer Gummi-Asphalt. Als

Requisiten dienen Schotter und Felsen

aus Plastik. Der Aufwand für den Setbau,

schätzt Julian F. Krüger, Director of Virtual

Production bei Hyperbowl, reduziert sich

durch die Technologie um bis zu 90 Prozent

– verglichen mit regulären Filmsets.

Oft führen Dreharbeiten Filmteams um

die ganze Welt – die neue Technologie

macht viele Reisen überflüssig und Filmproduktionen

damit nachhaltiger. Zwar

brauchen die LEDs und Rechner viel

Strom – im Serverraum, dem „Gehirn“ der

Hyperbowl, berechnen zehn Computer

die virtuellen Umgebungen in Echtzeit –,

doch die Messe München hat bereits 2020

komplett auf regenerativ erzeugten Strom

umgestellt.

Neue Storytelling-Welten

Auch der Kreativität sind dank Hyperbowl

keine Grenzen gesetzt. „Sehr oft werden

beim Filmskript viele Ideen gestrichen,

weil der Aufwand zu groß ist“, erklärt

Julian F. Krüger. „Hier ist man völlig

frei. Die Hyperbowl eröffnet ganz neue

Möglichkeiten im Storytelling.“ Um sich

in dem neuartigen Studio zu orientieren,

brauchen die Kreativen laut Foerster meist

einen halben Tag am Set. „Dann beginnen

sie, mit den zusätzlichen Möglichkeiten

neue Ideen zu spinnen.“ Etwas länger

dauert die Umgewöhnung bei der Drehplanung.

„Einer der beliebtesten Sätze

bei jedem Filmdreh ist: Den Hintergrund

entscheiden wir in der Postproduktion“,

so Frank Foerster. „In einem virtuellen

Set müssen die Hintergründe allerdings

vorbereitet werden. Dafür sieht der Kunde

direkt das Resultat und kann trotzdem

noch Änderungen vornehmen.“

Meistens erstellt Hyperbowl die virtuellen

Welten gemeinsam mit den Produktionsfirmen

vor Ort. Die Kund:innen können mit

dem Steuerungs-Tool „Hyper Control“ in die

Szenen eingreifen und werden dabei von

Programmierer:innen unterstützt.

Einer von ihnen ist Dennis

Boleslawski, der eigentlich

Computerspiele entwickelt. „Wir

produzieren nicht nur Filme,

sondern programmieren auch

die Software um und entwickeln

diese Produktionsweise und die

Technologie dahinter weiter“,

sagt Boleslawski.

Maßstäbe

in Europa setzen

Bisher hat das Hyperbowl- Team

mehr als 30 Produktionen

Welten wechseln in

Hochgeschwindigkeit.

Mit Blick auf die

5,5 Meter hohe und

40 Meter lange LED-

Wand spielen zwei

Programmierer die

Kulisse für den nächsten

Dreh ein. Wo eben

noch eine Landstraße

verlief, stehen plötzlich

Wolkenkratzer.

FOTO: MARCUS MÜLLER

8


HERO STORY

durchgeführt, überwiegend Werbefilme,

aber auch Keynotes und Live-Produktpremieren,

unter anderem mit einer mobilen

Mini-Hyperbowl. Die Kunden kommen aus

der ganzen Welt, darunter Audi, Mercedes-

Benz, Volkswagen, Visa, Aldi und Amazon

– demnächst könnten noch zwei Serien im

Studio gedreht werden. Gegen Jahresende,

das traditionelle Umsatzhoch in

der Werbebranche, ist die Hyperbowl besonders

gut gebucht. Trotzdem zieht das

Studio bald um, weil man nicht dauerhaft

eine Messehalle reservieren kann. Foerster

hofft auf Unterstützung aus der Politik:

„Wir leisten Pionierarbeit. Wir wollen auch

in Zukunft Maßstäbe setzen und die Technologie

in Europa voranbringen.“

Julian F. Krüger,

Director of Virtual

Production,

arbeitet an der

Schnittstelle zwischen

Produktionsfirmen

und Studio.

FOTOS:

9


INNOVATIONSSTUDIE

ILLUSTRATION: Pia Bublies

2021

Wie innovativ ist der Medienstandort Bayern?

Was treibt Innovation an und was hemmt sie? Um ein Bild der Innovationslage in Bayern zeichnen zu

können, hat XPLR: MEDIA in Bavaria in Kooperation mit der Beratungs- und Forschungsgruppe GOLDMEDIA in einer

umfassenden qualitativen und quantitativen Studie über 250 bayerische Medienunternehmen befragt.

Die repräsentativen Ergebnisse zeigen, wie viel Pionierarbeit die Branche leistet und wo es noch Entwicklungsbedarf gibt.

ZU DEN TEILNEHMENDEN UNTERNEHMEN

63,8 %

der Medienunternehmen

sitzen in bayerischen Großstädten

(> 100.000 Einwohner).

30,3

%

der Unternehmen

sind Startups oder

junge Unternehmen

in der

Aufbauphase.

36,2 %

der Medienunternehmen

sitzen in einer Kleinstadt

oder mittelgroßen Stadt.

257 Medienunternehmen

aus 54 Städten

in Bayern haben an

der Befragung

teilgenommen.

Teilnehmende Branchen

Verlage Marketing & Werbung

Audio

Publishing & Presse

VR, XR, AR TV, Streaming & Film

Software & Games

6,8

Zum Standort:

Bayerische Medienunternehmen

schätzen den Standort Bayern im

Bundesvergleich als innovativ ein

(6,8 auf einer Skala von 0 bis 10).

Für 60 % der befragten

Unternehmen haben

Innovationen einen

hohen oder sehr hohen

Stellenwert.

10


DIE ERGEBNISSE

In diesen Bereichen

entwickeln

Medienunternehmen

bereits Innovationen:

38,5

%

Arbeitsprozesse

bzw. eine neue

Führungskultur

Dienstleistungen

oder Services

52,9

%

52

% Produkte

2026

40,8 %

In diesem Bereich planen

Medienunternehmen Innovationen:

Bis 2026 planen 40,8 % der Unternehmen neue,

innovative Geschäftsmodelle zu etablieren.

Das sind Schlüsselfaktoren

innovativer Unternehmenskultur:

56,1

%

Eigenverantwortung

bzw. Freiräume

der Mitarbeiter:innen

56,1

%

Offenes Mindset

52

%

Kreativität im Team

fördern und leben

So testen Medienunternehmen

Innovationen:

46,7 % testen innovative Produkte

oder Dienstleistungen

durch Kund:innenbefragungen.

46,7 %

37 %

37 % testen ihre Innovationen

bei qualitativen Tests,

36,2 % im Rahmen von

Marktforschung.

11


INNOVATIONSSTUDIE

Der Bedarf an Fachkräften ist hoch:

Knapp 90% der Medienunternehmen

haben Bedarfe an Fachkräften

verschiedener Spezialisierungen.

88,4

%

46,3

%

Im Bereich IT / Software ist

die Nachfrage am größten:

Fast jedes zweite Unternehmen

benötigt hier

Fachkräfte.

Das sind Treiber von Innovationen:

Veränderte Mediennutzung

60,6 %

Neue Kund:innenbedürfnisse

51,6 %

Neue Kanäle bzw. Plattformen

39,4 %

Digitale Technologien / KI

35 %

Der Stellenwert von Innovationen:

72 % der befragten Unternehmen sprechen

Innovationen einen hohen bis sehr hohen

Stellenwert zu.

72 %

Das hemmt Innovationen:

auf einer Skala von 1 (gar nicht) - 5 (sehr stark)

1 2 3 4 5

4,1

Fehlendes methodisches Wissen / fehlende Strukturen

3,7

Fehlende kreative Ideen

XPLR:

MORE

Die gesamte Studie

gibt es unter:

xplr-media.com/

studien

12


DIE LEARNINGS

Der Medienstandort Bayern punktet durch

eine gute Infrastruktur, viele finanzstarke

Tech- und Software-Unternehmen, institutionelle

Investoren und Förderstrukturen. Die

Voraussetzungen für Innovationen sind

gegeben.

Das veränderte Mediennutzungsverhalten

ist der größte Treiber für innovative

Lösungen. Technologischer Fortschritt

erhöht den Veränderungsdruck auf

klassische Medien-Bereiche.

3

Innovation braucht ein breites

Kreativitäts-Ökosystem. Der Wunsch nach

Plattformen für Wissensaustausch sowie

Vernetzung zwischen Unternehmen ist in

Bayern hoch.

Der Medienstandort Bayern hat ein starkes

Förder-Ökosystem. Einzelne Unternehmen

wünschen sich ein gezielteres Matching von

Förderbedarfen und -angeboten sowie eine

bessere Auffindbarkeit der Angebote.

4


5

Medienunternehmen

in Bayern sehen den

digitalen Shift des

Business-Models als

Kernherausforderung

der Zukunft.

Innovation betrifft

die gesamte

Unternehmenskultur.

6

7

Digitale Projekte

brauchen klare

Zuständigkeiten in

Unternehmen.

XPLR-MEDIA.COM/

STUDIEN

13


INNOVATION HUBS

INNOVATION

HUBS

IN BAYERNS MEDIENUNTERNEHMEN BRODELT ES

IN DER INNOVATIONSKÜCHE.

ENTSCHEIDER:INNEN BEI BURDAFORWARD, SEVENVENTURES

UND MICROSOFT HABEN UNS VERRATEN, WELCHE

PROJEKTE FÜR SIE BESONDERS RELEVANT SIND UND WIE SIE

AM PULS DER ZEIT BLEIBEN.

Maximilian Jochim, Chief Operating Officer

" EIN

GESCHÄFTS-

MODELL,

DAS HEUTE

PROFITABEL IST,

KANN ES MORGEN

SCHON NICHT

MEHR SEIN."

Was bedeutet Innovation für Sie?

Unter Innovationen verstehen wir Produkte und

Services, die aktuelle und zukünftige Probleme

von Kund:innen besser lösen. Innovation bedeutet

für uns auch, dynamisch und flexibel zu handeln.

Als Mediainvestor arbeiten wir in einem stark von

Veränderungen geprägten Umfeld, das uns diese

Flexibilität abverlangt, um auf Dauer relevant und

erfolgreich zu sein.

b ei SevenVentures

An welchem innovativen Projekt arbeiten Sie derzeit?

Wir fungieren als eine Art Katalysator für den

Konzern, um innovative Startups mit relevanten

Produkten oder Services zu identifizieren und

diese mit einem bestmöglichen Investmentmodell

und einer optimal ausgestalteten Mediakampagne

zu unterstützen. Dadurch fördern wir

faktisch Innovationen. Sektoren, die aktuell unsere

besondere Aufmerksamkeit erhalten, sind Telemedizin,

FinTech und nachhaltige sowie gesunde

Ernährung.

Von welchem Gedanken muss man sich verabschieden,

wenn man innovativ bleiben will?

Vom Slogan „Never change a running system“. Ein

Geschäftsmodell, das heute profitabel ist, kann es

morgen schon nicht mehr sein. Daher gilt es aus

unserer Perspektive, stets nah am Kunden zu sein,

dessen Bedürfnisse vorherzusagen und sich auf

Änderungen frühzeitig einzustellen.

FOTOS: KUBINSKA & HOFMANN – MÜNCHEN/SEVENVENTURES,

MICROSOFT DEUTSCHLAND, BURDAFORWARD/FLO HAGENA

14


INNOVATION HUBS

" WIR

DÜRFEN

NICHT

AUFHÖREN

ZU LERNEN."

Was bedeutet Innovation für Sie?

Künstliche Intelligenz (KI) verändert unser Leben

wie kaum eine andere Technologie. Mit KI haben

wir die Chance, unser Leben und Arbeiten zu verbessern,

Unternehmen produktiver und effizienter

zu machen und gesellschaftliche Probleme zu

lösen. Damit geht aber auch eine große Verantwortung

einher. Deshalb setzen wir uns für KI ein,

die alle Menschen fair behandelt.

An welchem innovativen Projekt arbeiten Sie derzeit?

Ich beschäftige mich sehr stark mit dem Bereich

Responsible AI, also der verantwortungsvollen

Entwicklung und Anwendung von KI. 2020 haben

wir über 145.000 Mitarbeiter:innen in unseren

KI-Prinzipien, den Standards und Prozessen einer

sensiblen Nutzung, geschult. Zusätzlich gibt es mit

unserem Responsible AI Learning Lab einen Workshop,

der die Teilnehmer:innen mit Anwendungsszenarien

und Übungen für die notwendigen Fragen

sensibilisiert, um über die Auswirkungen einer

Technologie auf die Menschen nachzudenken.

Von welchem Gedanken muss man sich verabschieden,

wenn man innovativ bleiben will?

Wir dürfen nicht aufhören, ein offenes Ohr zu

haben und zu lernen. In letzter Instanz sind bei

KI-Systemen – wie bei anderen Technologien

auch – die Menschen entscheidend, die sie entwickeln

und einsetzen. Microsoft-Präsident Brad

Smith hat das so formuliert: „Wir sollten nicht

überlegen, was Computer tun könnten, sondern

was sie tun sollten.“

Thomas Langkabel, National Technology Officer

b ei Microsoft D eutschland

" WIR MÜSSEN

UNS VON DEM

GEDANKEN

VERABSCHIEDEN,

DASS SCHEITERN

DIE KARRIERE

VERDIRBT."

Was bedeutet Innovation für Sie?

Als eines der größten Medienhäuser Deutschlands

ist Innovation für uns enorm wichtig, denn

die digitale Publishingwelt entwickelt sich rasend

schnell weiter. Um auch in Zukunft erfolgreich zu

sein, brauchen wir in unseren Teams innovatives

Denken und Handeln. Das fördern wir sowohl in

unserem Bestandsgeschäft als auch, indem wir

Kolleg:innen die Möglichkeit geben, völlig Neues

auszuprobieren.

An welchem innovativen Projekt arbeiten Sie derzeit?

Wir haben ein eigenes Lean Innovation System

etabliert, in dem unsere Kolleg:innen ihre Ideen

pitchen können. Ist ein Pitch erfolgreich, statten

wir sie mit den nötigen Mitteln aus, um die Idee

zu verfolgen. Dies tun sie dann ganz unabhängig

von den bestehenden Teams in unserer Organisation,

denn nur so haben sie den nötigen

Freiraum, sich zu entwickeln. Es ist uns klar, dass

viele dieser Ideen scheitern werden. Das ist aber

völlig in Ordnung, denn aus diesem Scheitern

heraus können wir lernen.

Von welchem Gedanken muss man sich verabschieden,

wenn man innovativ bleiben will?

Davon, dass Scheitern schlimm ist und einem

die Karriere verdirbt. Jeder von uns muss ständig

Risiken in Kauf nehmen. Nur so können wir uns

verbessern und an zukünftigen Erfolgen arbeiten.

Wir dürfen uns niemals auf Erfolgen ausruhen, es

uns nicht gemütlich machen.

Tanja zu Waldeck, Chief Operating Officer

b ei BurdaForward

15


JOIN THE

INNOVATORS!

XPLR: Media Innovation

xplr-media.com

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!